retw4tig ^tonue stiller '"den jJ-ir n di, trat Ä?£> len unh nl: 6eebura - füg" * ► *» liefe; 'aufe»e «&1** 'Ä*S broui rDs »lS. S-i«, W jeder mit dem W Staats, '^ugte si'chL * dem GtuM Ä?*»4 '*=Vi,;,n9un| >t.5ugebsn: Auf mLr, M?i*D°n flinm fterau. fNNel geöffnet ''en- ein vollkommen «Mntereffe daran . tnffc An, > . Jonnte und im Pan Wmmenftellungen. ? 518 gemeint mar, jene Hande gelangte, angenehm geroejen.. ‘«)er au,gehoben. 5m.; >< daß trotz fo Raumen eine Sitten, habe deswegen du • Herren dieses Akts * hat? Wn, daß bies ch hm. ilgt) nes nweeer üd ö hart tuwl eignet Da „ vor Ber^ «toHond« /aschwa** N E.lli«* roblrfS ^■sicbtw«'£ Nr. 286 Erstes Blatt 185. Jahrgang Mittwoch, 6. Dezember 1933 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dn>d und Verlag: Vrühl'sche Universttät§-vuch' und Steinörudcrei R. Lanqe in Gießen. Schriftlettung und Geschäftrftelle: ZchulM'aße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20" , mehr. Chefredakteur Dr Frcedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfürdenAn- zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in (Ziegen. Ertcheini taglttf), aust« fconntaqs und Ferenoy» Beilagen; Vie Illustriert« Eiestener Familienblätter Heimat im Bild Vie Scholl» lllonats-vezugsprcts: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustriert» . 1 80 Iustellgebühi . -25 Auch bei Nichterscheinen Don einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt «iernfprechanschlüffe nnler Sammelnummer 2251. Anjchrist für Drahlnach» richten Anzeiger Siesten. poflschecktonto: Kronifurt am Main 11686. Italien fordert radikale Reform des Völkerbundes. Los von Versailles.—Von einer Rückversicherung der Giegermächte zu einer wahren Völkergemeinschast. Rom. 6. Dez. (111.) Rach einer sehr langen Beratung, die von 22 Uhr bis gegen 2 Uhr dauerte, Hal der Große Faschistische Rat jum 3. und 4. Punkt feiner Tagesordnung, die das Verhältnis Italiens zum Völkerbund und die Kriegsschulden an Amerika betrafen, folgende Entschließungen gefaßt: Der Große Faschistische Rat beschließt nach Besprechung der Lage, das weitere verbleiben Italiens im Völkerbund von einer grundlegenden (radikalen) Reform dieses Organismus abhängig zu machen, die in kürzester Frist zu vollziehen ist und den Völkerbund in feinem Aufbau, in feiner Funktion und in feinen Zielen zu betreffen hat. Zur firiegsfdjulöenfrage erklärt der Große Fa- schiftische Rat, daß Italien angesichts des neuen Termins vom 15.Dezember als Zeichen seines guten Willens 1 2U i H. Dollar zahlen wird in der Erwartung, daß die endgültige Regelung dieses Soll- und Haben-Kontos, das aus dem Kriege stammt, abschliehen wird. * Zu diesem Beschluß des Großen Faschistischen Rates meldet Reuter aus London: Bezüglich der Reform des Völkerbundes muh nach italienischer Ansicht eine Revision in drei Richtungen erfolgen: 1. die Beschränkung des Rechts der kleineren Mächte, ihre Stimme über Probleme abzugeben, die sie nur teilweise berühren; 2. die Vereinfachung des Völker- bundsverfahrens; man ist in Rom der Ansicht, daß augenblicklich die endlose hinausziehung der Erörterungen und die Vermehrung der Ausschüsse einen Fortschritt so gut wie unmöglich machten; 3. die Befreiung des völk'rbundes vom Rahmenwerk des Versailler Vertrages und anderer Rachkriegsverträge. Dagegen ist in Italien stets unerbittlich gekämpft worden; man ist der Ansicht, daß dies den Völkerbund zu einer Einrichtung f ü r die Wahrung der Belange der Sieger ft aalen und der Herrschaft Großbritanniens und Frankreichs macht. Die Folge war, daß die europäischen Rationen in zwei Gruppen geteilt wurden, die „Besitzenden" und die „Besitzlosen". Man vertritt in Rom den Standpunkt, daß der Völkerbund durch eine radikale Revision ;u einer wirklich universalen Körperschaft gemacht werden müsse. Ieht, da der Große Faschistische Rat seine Drohung gegen Genf gerichtet hat, erwartet man nicht, so schließt die Reutermeldung, daß irgendeine weitere Aktion in der nahen Zukunft folgen wird. * Der Beschluß des Faschistischen Großen Rates, des Obersten Politischen Organs des Faschistischen Regimes, über das Verhältnis Italiens zum Völkerbund bestätigt die Grroartung, die sich in den letzten Wochen aus der Haltung der italienischen Presse entnehmen ließ. Nach Rußland, Amerika, Japan uni) Deutschland hat sich nunmehr a I s fünfte Großmacht Italien vom Völkerbünde distanziert, allerdings nicht durch seinen formellen Austritt, sondern durch die Forderung nach einem völligen Umbau der Genfer Institutionen. Indem Italien seine weitere Mitgliedschaft von der baldigsten Durchführung dieser Reform der Verfassung und der Ziele abhängig macht, richtete es an Genf ein Ultimatum, das auf alle Fälle das Ende des Völkerbundes, so wie er jetzt i st, bedeutet; denn ohne die weitere Mitarbeit Italiens würde dieser Bund zu einer ausschließlich englisch-französischen Interessengemeinschaft, in der die anderen Mitglieder nur eine Zuschauerrolle zu spielen hätten, herabsinken. Dem italienischen Reformprogramm liegt demgegenüber der Gedanke einer Arbeitsgemeinschaft aller Großmächte zugrunde. Das schließt aber aus, daß der neue Völkerbund wieder mit bestimmten politischen Tendenzen und Friedensdiktaten in Zusammenhang gebracht und zum Inst ument ihrer Aufrechterhal- tung gemacht wird. De-Halb verlangte Italien seine Loslösung vom Versailler Vertrag und den änderen Rachkriegsoerträgen. Die neue Gemeinschaft müßte also auf einer objektiven und neutralen Grundlage aufgebaut werden, wie sie zum Beispiel im Kelloggpakt angebeutet ist. Eine großzügigere politische Linie würde auch, wie man in Italien seit langem richtig erkannt hat, ein einfacheres und schnelleres Verfahren ermöglichen. Der Wortlaut der Ausführungen Mussolinis über diese Reform liegt noch nicht vor, doch läßt sich schon aus den Beschlüssen des Großen Rates entnehmen, daß es sich für Italien im wesentlichen um eine Erweiterung des Viermächtepaktes ins Universelle handelt. Es wird nicht ausbleiben, daß die gleichen Widerstände bei denjenigen Staaten hervortreten, Die Mussolini die „beati possidentes" nennt und die bereits durch den Viermächtepakt ihre Interessen gefährdet sahen. Aber auch diese Länder werden sich allmählich damit abfinden müssen, daß der Völkerbund mit feiner auf die Wünsche der Siegerstaaten zugeschnittenen Verfassung und Zielsetzung nur eine Uebergangserfdjeinung sein konnte und schon jetzt praktisch der Vergangenheit angehört. Professor Bleyer gestorben. Der Führer des ungarischen Deutschtums. Budapest, 5. Dez. (TU.) Universitätsprofessor Jakob Bleyer, der Begründer und Führer des Deutschen Volksbildungsvereins in Ungarn, ist Dienstagabend an einem Herzschlag, den er infolge einer eitrigen Gallenentzündung erlitt, gestorben. Professor Bleyer wurde 1874 in Dunacse im Komitat Bacs-Bodrog als Sohn eines Landwirts geboren. Er studierte in München, Leipzig und Budapest, habilitierte sich 1908 an der Universität Klausenburg, bis ihn 1911 die Budapester Universität zum Professor der deutschen Literatur berief. Prof. Bleyer war Mitglied der Deutschen Akademie in München, Senator der Universität Tübingen, führendes Mitglied mehrerer ungarischer Unterrichtsvereinigungen. Auch in der Politik spielte er eine große Rolle und war Minister verschiedener Regierungen. Sein plötzliches hinscheiden ruft sowohl in der ungarischen Öffentlichkeit, als insbesondere unter der deutschen Minderheit größte Trauer hervor. Oie englisch-irische Krisis. England weicht aus. Wunsch nach freundschaftlicher Zusammenarbeit im Rahmen des Empire. London, 5. Dez. (TU.) Die englische Antwortnote auf die Anfrage b e V a l e r a s, welche Stellungnahme die englische Regierung im Falle der Ausrufung einer irischen Republik einnehmen würde, wurde am Dienstag dem irischen Oberkommissar in London eingehändigt. Dieser teilte die Antwort sofort fernmündlich dem irischen Ministerpräsidenten mit. Der Inhalt der englischen und irischen Rote wurde am Dienstag nachmittag vom Dominionminifter Thomas im Unterhaus unter größter Spannung der Abgeordneten milgeteilt. Thomas verlas zu- nächst die Rote de Valeros. Der irische Ministerpräsident weist darin auf die von Thomas vor drei Wochen im Unterhaus abgegebene Erklärung hin, daß der irische Freistaat als Mitglied des englichen Weltreiches vollkommene Freiheit habe, seine eigenen Angelegenheiten zu ordnen. Wenn Irland jedoch seine Verantwortlichkeit als We11reich s m itglied ab lehne, bann könne es in Zukunft auch bie Rechte der Mitgliedschaft nicht mehr genießen, hierzu erklärt be Dalera u. a.: Das irische Volk habe niemalsfreiroilligbie Mitgliedschaft des englischen Weltreiches angestrebt. Irland habe sich vielmehr unter dem Druck materieller Gewalt der englischen Herr- schäft gebeugt und habe den englisch-irischen Vertrag von 1921 nur angenommen, weil England mit sofortigem Kriege gedroht habe. Es habe den Vertrag aber nicht als endgültig Regelung seiner Beziehungen zu England angenommen, umsoweniger, als England aus dem Vertrag ein ständiges Recht herleite, sich in die verfassungsmäßige Entwicklung Irlands einzumischen. Eine bauernde Freundschaft könne auf der Grundlage der gegenwärtigen englisch-irischen Beziehungen nicht erreicht werden, de Valero fragt dann an, wie sich England im Falle einer Ausrufung der Irischen Republik verhalten würde. Die englische Antwort Ist ausweichend gehalten und lehnt von vornherein die Formulierungen de Baleras über die englisch-irischen Beziehungen ab. Da die englische Regierung nicht in der Lage sei, die Behauptung anzunehmen, daß eine dauernde Freundschaft auf der Grundlage der gegenwärtigen Beziehungen nicht erreicht werden könne, sehe sie keinerlei Grund, eine auf diese Behauptung gestützte Anfrage zu beantworten. Die englische Regierung könne nicht glauben, daß der irische Freistaat die endgültige Ablehnung seiner Vertragsoer pflichtuugen in der vorgeschlagenen weise erwäge. Sie fühle sich daher nicht zu der Mitteilung berufen, welche Stellungnahme sie unter Umständen ein- nehmen würde, die sie als völlig hypo- t h e s i s ch betrachte. Zum Schluß erklärte Thomas, daß England noch wie vor den Wunsch zur freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Irland innerhalb des Rahmens des englischen Weltreichs Hobe. Verständigung über den Fernen Osten? Ein Versuchsballon. Will Japan den Bereinigten Staaten einen Neutralitätsvcrtrag anbietcn? Tokio, 4. Dez. (TU.) Die japanische Zeitung „I o m u r i" veröffentlicht eine Meldung, wonach der japanische Außenminister 5) i r o t a beabsichtigen soll, der amerikanischen Regierung demnächst folgende Vorschläge zu unterbreiten: 1. Japan erkennt die amerikanischen Rechte auf die Philippinen an und spricht sich für die Aufrechterhaltung der amerikanischen Vorherrschaft dort aus; 2. Japan erkennt sämtliche Verträge an, die seinerzeit zwischen China und Amerika abgeschlossen morden sind; 3. Japan gewährt Amerika gewisse Vorrechte für den Handel mit Mandschukuo; 4. Die Vereinigten Staaten erkennen die japanischen Rechte im Fernen Osten besonders in der Mongolei und Mandschurei an; 5. Die Vereinigten Staaten verfolgen die Politik der Neutralität im Falle eines Krieges zwischen Japan und einer anderen Macht; 6. Die amerikanische Regierung verzichtet auf bieUnterstützung von irgendwelchen politischen oder wirtschaftlichen Maßnahmen, die gegen den japanischen Handel gerichtet find und van anderen Mächten ausgehen; 7. Japan ist bereit, mit den Vereinigten Staaten über den Abschluß eines Schiedsge - richtsabkommens zu verhandeln; 8. Japan und Amerika o er ftänbig en s i ch über eine gemeinsame Politik in China; Das japanische Außenministerium hat bie Mitteilungen des Blattes nicht dementiert. Oer amerikanisch-japanische Hkoiten- weilbewerb im varifik. London, 5. Dez. (WTB.) Der Marinernitorbei- ter des Daily Telegraph widmet heute dem Flottenwettbewerb im Stillen Ozean zwischen den Vereinigten Staaten und Japan einen Artikel. Er bemerkt, es entwickele sich jetzt im Stillen Ozean eine Lage, die eine unheilvolle Aehnlichkeit mit der im Jahre 1 920/21 Hobe. Beide Mächte bauten Kriegsschiffe in riesigem Maße. Der Korrespondent lenkt auch die Aufmerksamkeit auf die Schaffung von Flottenstützpunkten im Stillen Ozean von Seiten Japans und der Vereinigten Staaten und hebt hervor, daß dadurch unvermeidlich die beiden Flotten in nahe Fühlung gebracht würden. Qlwinows Besuch in Rom. Die italicnisch-rufsifche Freundschaft. Rom, 5. Dez. (WTB.) Litwinow verlas vor der ausländischen Presse eine Erklärung, in der er alle „Vermutungen und Kombinationen" der Presse über den Zweck seiner Romreise in Abrede stellte. Mit seinem Besuch habe er in erster Linie der Genugtuung über die zwischen Sowjetrußland und Italien seit langem bestehenden Beziehungen Ausdruck geben wollen. Es habe sich kein Konflikt und f a ft keine Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden Ländern eingestellt, die aus ihrer wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit nur Nutzen ziehen konnten. Ausgehend von dem gemeinsamen Wunsch der Sicher st ellung des allgemeinen Friedens und von der Notwendigkeit einer dahin zielenden internationalen Zusammenarbeit haben sich von neuem eine Menge Berührungspunkte in der Politik der beiden Länder ergeben. Alles, was den Frieden fördert ober garantiert, kann mit Sicherheit auf die Zustimmung Sowjetrußlands rechnen, während es alle zweifelhaften Kombinationen ablehnt. Die Besprechungen über bie internationalen Probleme, bie er in ben letzten Wochen mit dem französischen Außenminister Paul-Boncour, mit dem Präsidenten Roosevelt und mit dem italienischen Regierungschef Mussolini gehabt habe, hatten nicht nur ben Beziehungen zwischen ben entsprechenden Ländern, sondern auch der Sache des allgemeinen Friedens gedient. Auf einige Fragen antwortete Litwinow u. a., baß er noch keine endgültige Entscheidung über seinen Reiseweg getroffen habe. Sollte er über Berlin fahren, so werde sein Aufenthalt nur vorübergehend und ohne amtlichen Charakter fein, auch wenn er einen Vertreter der Reichsregierung treffen sollte. Für das Scheitern der Abrüstungskonferenz sei von ihm in Neuyork weder Japan, noch Deutschland genannt ober gar verantwortlich gemacht morden. Ein E i n« tritt Rußlands i n den Völkerbund sei eine Frage ohne aktuellen Wert. Was eine Aenderung der Beziehungen der Kleinen Entente zu Sowjetrußland betreffe, so habe die russische Regierung immer den Wunsch und sei auch bereit, mit allen Regierungen in guten Beziehungen zu stehen Es hänge von der Kleinen Entente ab, einen entsprechenden Wunsch vorzubringen. Mit dem Vatikan schließlich habe er in Rom keinerlei Fühlung gehabt. Am Dienstagmittag gab der amerikanische Botschafter zu Ehren Litwinows ein Frühstück, am Nachmittag hatte der türkis ch e Botschafter den russischen Gast zu einem Teempfang geladen. Um 21.30 Uhr erfolgte die Abreise Litwinows. Er trifft am Donnerstag vormittag zu kurzem Aufenthalt in Berlin ein. Im halbamtlichen „Giornake d ' I t a l i a" faßt Gayda im Anschluß an Litwinows Feststellungen, daß Italien und Rußland außenpolitisch viele Berührungspunkte und gemeinsame Ansichten hätten, diese gemeinsame Politik dahin zusammen: Keine Allianzen und Blockbildungen, keine Einmischung in die Innenpolitik anderer Länder, Bevorzugung klarer Situationen und konkreter Taten, Ablehnung verzögernder Methoden und juristischer Verklausulierung. Böide Länder glaubten nicht an bie Möglichkeit allgemein geltender Lösungen unb richteten baher ihr ganzes politisches Streben auf bie Schaffung unmittelbarer Beziehungen zwischen ben verantwortlichen Faktoren ber Weltorbnung. Das Alkoholverbot aufgehoben. Amerika feiert den ersten nassen Tag. N e uy o r k, 6. Dez. (TU.) Wie aus Sait Lake City gemeldet wird, hat der Staat Utah als 36. Staat um 16.45 Uhr Neuyorker Zeit (22.45 Uhr MEZ.) für die Abschaffung der Prohi - b i t i o n gestimmt. Damit ist die Entscheidung über bas Enbe ber Prohibition in ben Vereiniaten Staaten gefallen. Präsibent Roosevelt erklärte amtlich, baß bas amerikanische Alkvhokverbvt um 18.55 Uhr Neuyorker Zeit auf gehoben sei. Durch biefe formelle Erklärung werben vier Nvtsteuern, bie insgesamt 227 Mill. Dollar ergeben sollten, außer Kraft gesetzt, ba sie vom Kongreß „bis zum Wiberruf ber Alkoholverbots" erlassen waren. Der ftelloertretenbe Staatssekretär Philipps hat eine Proklamation über bie Beseitigung ber Prohibitionsvorschriften erlassen. Die Prohibitionsvorfchrif» ten, bie bekanntlich im 18. Zusatz zur Verfassung ber Vereinigten Staaten nie» berqelegt finb, können auch nur burch einen Verfassungszusatz roieber beseitigt werben. Dieser Zusatz, ber nunmehr ber 21. ist, tritt mit dem Erlaß der Proklamation in Kraft. Die Nachricht von ber Ratifikation Utahs wurde durch Rundfunk über das ganze Land verbreitet. Die Zeitungen gaben Ertrablätter aus. In allen Städten hatte sich bie Bevölkerung auf ben Straß-m versammelt unb brach beim (Eintreffen ber Nachricht in frenetischen Jubel aus. In Neuyork würbe eine Puppe, bie bie Prohibition verlornem sollte, von ber jubelnben Menge an einen Maft ber Straßenbeleuchtuna gehängt. Nach ber feierlichen Hinrichtung wurde sie wieder von ihrem improvisierten Galgen herabaebolt unb in einen Sara gelegt. Von riesigen Menlch-nmassen begleitet setzte sich bann biefes Soottaobilhe eines Trauerzuges burch bie wichtiasten Straßen h»r Stabt in Bewegung. Der „Leichenwagen" würbe von einem Kamel gezogen. Frankreichs unsichtbares Bollwerk. Paris, 5. Dez. (TU.) Der Unterstaatssekretär im Kriegsministerium, Guy la Chambre macht zur Zeit eine Inspektionsreise burch bie ostfranzösilche Befestigungsanlagen, um bie Unterkunftsmöglichkeiten ber Truppen zu prüfen. Ein Vertreter des „Journal", der den llnterftaatsfefretär auf feiner Reife begleitet, unterstreicht noch einmal bie vor- zügliche Anlage biefer Bollwerke, bie von außen völlig unkenntlich feien. Unter» irbifche Gänae pflamten sich nach allen Richtungen fort, ohne daß der Uneingeweihte feftfteden könne, wohin sie führen. Die Truppe, bie in ben Befesti» aungsanlagen Wache halte, werbe alle 24 ober 48 Stunben abgelöft unb verbringe ihre Ruhetage in ben Lagern, bie jeweils wenige Kilometer Hinter ber Festungskette eingerichtet siien. In biefer zweiten Linie feien Lazarette mit Zentral» heizuna, Svortvlätze, Bibliotheken unb Berfamm- lungsfäle mit Runbfunkemvfänqern eingerichtet. Sie Grenzbefeftiaungswerke selbst befänben sich fernab von jeber Sieblung. Verbot politischer Beta'iqung für katholische Geistliche in Oesterreich. Wien, 5. Dez. (ERB.) Das erzbischöfliche Orbi- natiat in Wien teilt mit: Rach reiflicher Ucber- legung, ob es günstig ober ungünstig fei, baß f a- thotis che Geistliche unter ben gegenwärtigen besonders heiklen politischen Verhältnissen als politische Mandatare sich weiter betätigen, hat die österreichische Bischofskonferenz ben Beschluß gefaßt, die für die Ausübung des Mandats erforderliche bischöfliche Zustimmung vorübergehend und allgemein zurückzunehmen. Geistliche, die Mandate als Rationalräle, Bundesräle, Landlagvabgeordnele ober Lanbesräle, Gemeinde- tflte und GemelndeausfchußmlkgNeber Inne haben, werden hiermit auf gefordert ihre Mandate b i » zum 15. Dezember laufenden Jahre» niederzutegen. Dasselbe gilt van jeder führenden politischen Stellung. Geistliche. die sich sanft politisch betätigen wollen, bedürfen der besonderen (Erlaubnis ihres zuständigen Ordinarius. Don dem Verbot der Ausübung politischer Mandate durch katholische Geistliche werden drei Lunde»- räle. fünf Nationalräte und zahlreiche Mitglieder der Landtage und Gemeinderäte betroffen. Die Gesa m t z a h l der katholischen Geistlichen In den verschiedenen politischen Körperschaften beträgt mehrere hundert Bundeskanzler Dr. Dollfuß berichtete in der heutigen Sitzung de» Christlich-Sozialen Abgeordnelenklub» über den Beschluß der Bischofskonferenz. KeineFestsiellung derAichlwchler Berlin, 5. Dez. (TU.) Der Reichsmini st er des Innern hat den Landesregierungen folgen- den Runderlah zugehen lassen: „Von verschiedenen Seiten ist angeregt worden, die stimmberechtigten Personen festzustellen, die am 12. Roo. mit Absicht der Wahlurne ferngeblieben sind. Angesichts der Tatsache, daß das deutsche Volk sich am 12. Roo. mit einer überwältige n.d en Mehrheit zu seinem Führer Adolf Hitler und den von der Rcichsrcgierung verfolgten Zielen be- könnt hat, erscheint mir eine nachträgliche Festste!« lung der Nichtwähler als eine kleinliche und unnötige Maßnahme. Das gleiche gilt hin- sichtlich der mehrfach vorgeschlagenen Feststellung der Personen, dielich einen Stimmschein haben ausstellen lassen und trotzdem von ihrem Stimmrecht keinen Gebrauch gemacht haben. Mögen alle diese Personen wie die „N e i n". Sager cs mit sich selbst abmachen daß sie sich am Schicksalstage der deutschen Nation bewußt außer- halbderDolksgemeinschaft gestellt haben. Ich bitte darauf hinzuwirken, daß s«de Maß. nähme, die auf eine Feststellung der Nichtwähler oder „Nein".Sager hinausläuft, untero leibt. Die Reichsleitung der NSDAP, habe ich verständigt." Oie Führer der Reichsverbände der Erzieher ernannt Berlin, 5. Dez. (TU.) Don der Deutschen Erziehergemeinschaft wird mitgeteilt: In Ausführung des am 1. Dezember vom Reichsminister des Inneren erteilten Auftrages hat der Reichsführer der deutschen Erziehergemeinschaft, Senator Dr. von Hoff (Bremen), die Führer der angeschlossenen Reichsverbände der Erzieher ernannt und zwar: Zum Führer der Lehrer an Volksschulen Oberstadtschuldirektor Bauer (München), zum Führer der Lehrer an höheren Schulen Magistratsoberschulrat Bohm (Berlin), zum Führer der Lehrer an gewerblichen B e - r u f s s ch u l e n und Fachschulen Gewerbeoberlehrer Gehrt (Berlin), zum Führer der Lehrer an kauf- männischen Schulen Schulrat Trage (Berlin), zum Führer für die privaten Unterrichtsanstalten Oberlyzealdirektor H a f a (Breslau). Der Führer des Reichsverbandes der deutschen Hochschulen, Professor Dr. Herwart Fischer (Würzburg) ist bereits vom Reichsmini- ster des Innern ernannt. Die Führer der Reichsver- bände sind angewiesen worden, die sich aus dem Zu» sammenschluß ergebenden organisatorischen Maß- nahmen in die Wege zu leiten. Gchulmilchfrühssück in allen deutschen schulen. Berlin, 5. Dez. (VdZ.) Don den zuständigen Stellen beim Rcichskornmissariat für die Milchwirtschaft wird mit tatkräftiger Unterstützung der Kultusministerien der Länder eine Einführung des Schulmilchfrühstücks in allen Schulen vorbereitet. Die Verabfolgung von Milch an die Schüler fördert nicht nur die Volksgesundheit, sondern auch die Aufnahme- bereitsch ft der Schüler und ist gleichzeitig ein wesentliches Hilfsmittel für die Landwirtschaft. Don den etwa 3,5 Millionen Schülern in ganz Deutsch- •anb konnten rund eine Million Schüler für das tägliche Schulmilchfrühstück erfaßt werden. Bei Der- abfolgung eines Viertelliters Milch an jeden Schüler wurde also einTagesbedarfoon250000 Liter entstehen und — bei 220 Schultagen im Jahr — eine Iahresabnahme von rund 55 Millionen Liter Milch in Frage kommen. Die in der Praxis beobachteten Widerstände mancher Kinder gegen den regelmäßigen Milchgenuß ließen sich dadurch über- romben, daß ein Teil der Schulmilch als Kakao- Milch geliefert wird. Dabei würde ein breites Feld für die Verwendung von entrahmter Milch ent- stehen da ja das Milchfett in diesem Falle durch das Kakaofett ersetzt wird und die sogenannte Mager- Milch, die diesen Namen ganz zu Unrecht trage, alle fonfttgen Bestandteile der Frischmilch enthalte. Gerade für den kindlichen Körper sei die Milch unbedingt n o t w e n d i g, weil sie alle zum Aufbau der Knochen notwendigen kalk- und phosphorsauren Salze enthalte und darüber hinaus Milchzucker das hochwertige Eiweiß ufw. (Steuerfreie Beträge beim (Steuerabzug vom Arbeitslohn. n $ £ Vr” (DDZ.) Der Reichsfinanzmini- ster hat für den Steuerabzug vom Arbeitslohn vom 1. Januar 1934 ab angcorbnet, baß die bisherigen Anordnungen über die E r h ö h u n g b e r ft e u er - i"' en Beträge auch über ben 31. Dezember 19.13 hinaus in Kraft bleiben. (Er weist da- bei auf bie besondere Bedeutung hin, die der Er- hohung des steuerfreien Lohnbetrages für die Ehestand »Hilfe von Personen zukommt, die Z"in Unterhalt ihrer gesch.ebenen Ehesrau ober ihres geschiedenen Ehemannes, ihrer bedürftigen Eltern oder eines Elternteile» seit einem Jahre mindestens ein Sechstel ihres Einkommens aufroenben. Anträge solcher Personen auf Erhöhung des steuerfreien Lohnbetrages sind besonders sorg- fällig zu prüfen. Neu geregelt ist die Steuerfreiheit der Dienstaufwandsentschädigungen. Für leitendeAnge st eilte in Handel und Industrie und für an gestellte Journalisten konnte bisher ein Pauschbetrag bi» zu 7,5 o. H ent- weder der laufenden Bezüge oder der gewährleisteten Tantieme als Dienstaufwandsentschädigung anerkannt werden. Der Minister hat [ur das nächste Iodr den Pauschbetrag auf 5 v. H. heradgc letzt- Ein Preisausschreiben für alle deutschen Zeitungsbezieher. Dr. Oietnch schreibt einen Iournalistenwettbewerb aus. —Oie Zeitungsbezieher zur Beurteilung aufgesordert. Berlin, 6. Dez. (ENB) Ausgehend von dem Gedanken der Forderung des deutschen Jonrnalis- ruus im Sinne einer immer stärkeren geistigen Durchdringung der deutschen presse mit dem national- sozialistischen Ideengut, hat der Reichspressechef der NSDAP, und Vizepräsident der Reichspressekammer Dr. Dietrich sich entschlossen, aus dem Erträgnis seines Buche» „Mit Hiller in die Macht", den Betrag von 3000 Mark für einen soumalistischeu Wettbewerb zur Verfügung zu stellen. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder de» Reichsoerbande» der Deutschen presse (Schriftleiter und freie Mitarbeiter). Die Teilnehmer an diesem ersten deutschen Doumaliffen- Delbewerb werden ersucht, einen Kurzartikel über ein beliebte» Thema aus dem deutschen Leben der Gegenwart in der Länge von höchstens hundert Zeilen (etwa 1400 Silben) einzureichen. Es beträgt der 1. Preis 1000 Reichsmark 2. „ 500 3. „ 250 4. prei» 150 Reichsmark 5. „ 100 Die mit Preisen ausgezeichneten Arbeiten werden der gesamten presse, zunächst ohne Angabe der Der- faffer und der Reihenfolge der Prämiierung, kostenlos zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Nach erfolgter Veröffentlichung der preisgekrönten Arbeiten in der Tagespresse sollen die Abonnen- t e n aller deutschen Tageszeitungen imwegede» Preisausschreiben» Ihr eigene» Ur- feil abgeben, in welcher genauen Reihenfolge bie Prämiierung durch das Preisgericht erfolgt ist. Für den Einsender der richtigen Reihenfolge der Prämiierung wird vom Veranstalter de» Journalislenweltbewerb» ein prei» im Betrage der restlichen 1 000 Reichsmark au»gcroorfen. Gehen mehrere richtige Lösungen ein, so wird dieser prei» auf geteilt in fün Preise zu je 200 Reichsmark. Bei mehr als fünf richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Die Teilnehmer dieses Preisausschreiben» müssen die letzte Bezug»guittung ihrer Zeitung beifügen. Gauleiter Sprenger spricht zurpreffe desNhein-Main-Gebiets Oie presse als Aufbaufaktor im nationalsozialistischen (Staat. — Erso.ge der Arbeitsbeschaffung im Gaubereich. Frankfurt a. M., 5. Dez. (MSN.) Der Einladung des Gauleiters zu einer Presscbesprechung im Adolf-Hitler-Haus waren die Hauptschriftleiter der gesamten rhein-mainischen Presse vollzählig gefolgt. Im überfüllten Konferenzsaal eröffnete der Leiter des Gau-Presseamts und Führer des Landesverbandes Rhein-Main im Reichsoerband der deutschen Presse, Pa. W o w e - ries, die Tagung mit Dem Hinweis Darauf, daß diese Besprechungen nunmehr in zwanglosen Ab- ständen je nach Erfordernis stattfinden werden. Sie dienten der Klärung aller die Partei und deren Sondergliederungen angehenden Pressefragen. Gaulei er Sprenger, begrüßte sodann die Gelegenheit, mit der Presse feines Gaubereichs in engste Fühlung zu kommen und machte grundsätzliche Ausführungen über die Aufgaben der Presse in der Phase der Evolution, die nunmehr betreten sei. Dazu erklärte er u. a.: Die Verschiedenheit des Denkens geschulter Nationalsozialisten und all Derer, die außer- dem am öffentlichen Leben teilnehmen, muß mit der Zeit überwunden werden. Darin liegt eine Hauptaufgabe für die Presse. Je mehr die Presse diese Aufgabe erfüllt, um so mehr kann sie ihrer Verpflichtung nachkommen, die Arbeit der Regierung und der politischen Führung erklärend dem Volke zu vermitteln. Ls ist mein fester Dille, zwischen presse und Partei im Gaubereich das beste Einvernehmen herzustellen. Der zuständige Hoheitsträger der Partei wird dafür die Gewähr übernehmen. Er ist seitens der Presse entsprechend zu berücksichtigen. Die Stellung- nähme einzelner Blätter zu einzelnen Vertretern der Partei ist nicht dem Belieben einer Zeitung überlassen, sondern erfordert in jedem Fall Berück'- sichtiguna der Umstände. Grundsätzlich ist in allen persönlichen und politischen Zweifelsfragen das Gaupresseamt des Gauleiters anzugehen. Außenpolitisch ist die auch vor dem 12. November vertretene Haltung zu bewahren. Der Begriff des Arbeitertums ist in der Presse seiner neuen gehobenen Würde entsprechend zu berücksichtigen. Eine besonders wichtige Pflicht ist die unbe- dingte Wahrung der Einmütigkeit des nationalen Glauben» im Volk. Nach Behandlung einer Anzahl interner Fragen wandte sich der Gauleiter den letzten wirtschaftspolitischen Maßnahmen im Rhein-Main-Gebiet zu: Er habe sich für die Beseitigung der Schaumweinsteuer eingesetzt, die unzähligen Winzern wieder Arbeit und Brot gibt und den Arbeitsmarkt erheblich entlastet. Der überraschend schnelle Zusammenschluß der Elektrizitäts- und Gaswerke zu einer „E l e k t r o - G a s f r o n t", der vor einem Halden Jahre noth unmöglich erschien, wird ebenfalls die Wirtschaft erheblich beleben. Weiter ist es durch bestes Zusammenwirken des Ausschusses für Arbeitsbeschaffung mit den zuständigen Stellen möglich gewesen, als erste Sektion im gan- zen Reich die Verhandlungen über die Autoll n i e n s ü h r u n g abzuschließen. Als Folge hier- von ist die Baufreigabe der Autobahnlinie Aschaffen, bürg — Frankfurt — Limburg — Montabaur — Köln zu verzeichnen. Ein rhein-mainiischer Ga- rantieverband wurde ins Leben gerufen, der sich die Aufgabe gesetzt hat, die Finanzierung von öffentlichen und privaten Aufträgen vorzunehmen, die der Beschaffung von Arbeit dienen. Hier fei für die Presse Gelegenheit für wertvolle positive Mitarbeit. „Ich sehe in der gesamten Presse das Mittel, das hervorragend mit dazu berufen ist, den Ausgleich zwischen gutem Wollen und nationalsozialistischem Können herzustellen." Die Ausführungen des Gauleiters fanden lebhafte Zustimmung der Vertreter der Presse. Der Leiter Des Gaupresseamts Pg. Woweries verbreitete sich Dann noch über technische Einzel- fragen unD künDete an, daß Demnächst größere Veranstaltungen Der Presse im gesamten Rhein-Main-Gebiet Die Gelegenheit für eine e n • gere Fühlungnahme zwischen Presse, Partei unD Behörden geben solle. Oie kommunistische Agitation auf dem flachen Lande. nationale gipfeln. Schließlich schneidet khm der Vorsitzende Das Wort ab. Der Zeuge Roben Otto au» Bad-Nauheim war früher Funktionär Der KPD. Von Dem Augenblick Des Reichstagsbrandes ab hat er sich passiv eingestellt, weil er, wie er erklärt, diese Vorgänge nicht gutgeheißen habe. Etwa Mitte März, bekundet der Zeuge, fei Die frühere kommunistische Abgeordnete Franziska Kessel zu ihm gekommen und habe erklärt, es müßten Flugblätter gegen den Reichstagsbrand herausgegeben werden. Der Zeuge fragte, ob sie Denn Der Meinung sei. Daß Die Kommunisten Den Reichstag an- gesteckt hätten. Daraufhin habe Frau Kesiel gesagt: Wir müffen Das unbedingt sagen. Da ist nicht» dran zu machen, sonst kostet es Torgier Öen Kopf. Der Zeuge erklärt, nachdem ihm da» von Frau Kessel gesagt worden sei, habe er sich grundsätzlich von dieser PaNei getrennt. Er habe aleid) geaugert, das sei doch eine Gemeinhett und Niedertracht, wenn Derartiges von Den kommunistischen Genossen gemacht worden sei. Darauf saate jrau Kesiel: Das verstehst du nicht, Genosse: bist Du Kommunist oder nicht? Es werden auch manch- mal Fehler gemacht. Es wird festgestellt, daß Fran- ziska Kessel wegen Hochvenates in Darmstadt 3 u drei Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist. Sie sollte auch zu der Aussage des Zeugen Otto gehört werden, hat aber die Aussage verweigert. „Vollsdeutsches Weihnachislicht" Ein schöner und ernster Gedanke soll auf Veranlassung de» Reichsführers des VDA. in diesem Jahre verwirklicht werden. Dr. Han» Steinacher hat in einem Rundschreiben angeordnet, daß an jedem deutschen Weihnachtsbaum ein „Volksdeutsche^ Weihnachtslicht" brennen soll, das an die Brüder draußen erinnert. Die 3U gleicher Zeit Das deutsche Weihnachtsfest ring» in aller Welt begehen. In Dem Aufruf heißt es: „Das deutsche Weihnachtsfest vereinigt uns in feinen schlichten und schonen Bräuchen mit allen deutschen Volksgenossen in der Wett unter dem Lichterbaum des Frieden» und der Gemeinschaft. In dieser Stunde der Besinnung wollen wir uns über den Kreis unterer engeren Familie hinaus daran erinnern, daß wir eine große Volksdeutsche Familie sind. Wir wollen aber auch gerade im Kerzenglanze des Friedens Daran denken, wie hart und leidenschaftlich rings um unsere Grenzen und fast überall draußen, wo Volksgenosse» wohnen, der Kamps geführt wird. Ein Kampf, der gerade um die Erhaltung unserer Wesensart, unserer ttefsten und letzten seelischen Güter geht, wie sie in her deutschen Weihnacht sichtbar werden. Die tieftraurigen Ereignisse in Graudenz, bie den Opfertod zweier volkstreuer deutscher Männer zur Folge hatten, haben uns eben erst wieder den Emst de» Kampfe» zum Bewußtsein gebracht. Zum Gedenken an diese kämpfenden und dulden- den Volksgenosien, zum Gedenken vor allem an die düstere Schattenreihe der im Volkstumskamps gefallenen Märtyrer wollen wir in diesem Jahre a n jedem Weihnachtsbaum eine befonbe- re Kerze anzünden. Wenn am Heiligen Abend her Weihnachtsfriede sich herniedersenkt, bann soll dieses „Volksdeutsche Weihnachtslicht" im stillen warmen Glanze hinausleuchten rings In Die kalte Welt, in Der unsere Volksgenossen draußen um ihr Dasein zu kämpfen haben." Oie Kältewelle. Der Kälteeinbruch im Mittelrheingebiet und besonders im Westerwald hat mit Temperaturen bis zu 12 Grad unter Null eine wesentliche Verstärkung des E I s t r e i b e n s auf den Nebenflüssen des Rheins mit sich gebracht. Innerhalb eines Tages veränderte sich das Bild des Moselwasserspiegel» durch dickes Treibeis so stark, daß die Schiffahrt eingestellt werden mußte. In der Nähe der Moselmündung ist die Oberfläche des Flusses nur noch eine Eisscholle und auch der Flußhafen mit seiner breiten Zufahrt ist vollkommen vereist. Der Koblenzer Sicherheitshafen sowie der Ehrenbreitsteiner Hasen sind zugefroren, desgleichen die L a h n in der Nähe ihrer Mündung. Der Rhein ist noch eisfrei, doch beträgt die Wassertemperatur nur noch ein Grad über Null. Auch aus Bad Em», Limburg und anderen Ort- schäften an Der Lahn kommen Nachrichten, daß dort der Fluß mit einer Eiskruste überzogen ist. Die Lahnschiffahrt ist wegen de» (Eisganges e i n- g e ft e II t worden. Im vorderen Westerwald haben sich die Wildschweine au» Futtermangel bi» in die Ortschaften oorgewagt und in den Gärten erheblichen Schaden angerichtet. e Infolge bes starken (Eisganges erklärten bie Elbe-Reedereien mit dem 5. Dezember den regelmäßigen Schiffsdettied auf der (Elbe für beendet. Zeuqenaussagen im Re.chstagsbrandstisterpi-ozeß. Leipzig, 5. Dez. (WTD.) In her Dienstag- sitzung des Reichstagsbrandprozesses wird als erster Zeuge der Arbeiter Hermann Felix aus Dem Ge- nchtsgefängnis vorgeführt. Der Zeuge macht Be- tunDungen über Funktionärfitzungen, die In Freien- roalhe am Tage nach Dem Reichstägs - b r a n D ftattgefunhen Haden. Ein gewisser Jesse! war VerbinDungsmann Der Partei unD hatte Die Waffenbeschafsung zu betreuen. Er habe gesagt, wenn am 5. März Die Konterrevolution Den Marsch aus Das rote Berlin mache unD Die Kommunisten Dem roten Berlin helfen wollten. Dann sei es not* wenDig, im Rücken Der Konterrevolution, genau wie 1917 Das russische Proletariat es getan habe, Partisanenkämpfe zu führen. Das Verbot her KPD würbe Die erste Phase Des Bürgerkrieges herbeiführen. Dann wären Sabotage- alte gegen bie staatlichen Machthaber zu unternehmen. Man müßte Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke und andere lebenswichtige Bettiebe ft i 11 e g e n. Um den Vormarsch der Konterrevolution aufzuhalten, müßten auch Eisenbahnbrücken gesprengt werden. Ucber einen Spreng ft offbicb ft ahl bekundet Der Zeuge, daß Der gestohlene Sprengstoff erst im Walde versteckt unD Dann schließlich in einem Erbbegräbnis untergebradjt worden ist. Auch Waffen wurden in Dem Erbbegräbnis verborgen. 2 essel, Der aus Dem Berliner Untersuchungsgefängnis vorgeführt wird, gibt an, er habe sich bei feinen Ausführungen an die Anweisungen gehalten. die ihm von Berlin mitgegeben worden feien. Demzufolge sollte der Weg über Kleinstreiks -um Massenstreik und weiter zum bewaffne- t e n Aufstand als vorläufige Revolution führen. Die entscheidende Voraussetzung sei Die Sympathie der breiten Massen und bie (Einheitsfront der Ar- | beiter, ohne bie ein bewaffneter Ausitand unmög- lid) fei. Vor Der Wahl Im März fei Daran nicht zu | denken gewesen. Iesfel bestreitet, von Sabotage gesprochen zu haben. Als Der Vorsitzende ihm Die von Felix angegebenen Einzelheiten oorhätt, sagt her Zeuge, er habe Dabei an Die Abwehr von gegnerischen Angriffen gedacht. Er habe seine Anweisungen von einer Frau Krüger in Berlin bekommen. Die ihrerseits roieDer mit Der Parteizentrale in VerbinDung stand. Iessel bestreitet, daß die Beschaffung von Waffen seine spezielle Aufgabe gewesen sei, und daß er aufgeforhert habe, im Falle eines nationalsozialistischen Marsche» nach Berlin einen Partisanenkampf zu entfesseln. Erich Hannemann, Der aus Dem Gerichtsgefängnis oorgeführt wirD, bekundet, Iesiel habe erklärt. Daß Die Revolution Der KPD. kurz bevor- stehe, unD Daß man jetzt Dazu übergehen müsse, in Den einzelnen Orten mit den sozialdemokratischen Funktionären und Arbeitern zusammenzukommen, um hie Einheitsfront zu bilben, Streik» zu organisieren unb hie Arbeiter zu bewaffnen. Der lag sei gekommen, um die Regierung zu stürzen unb bie Kommunisten an bie Macht zu bringen. Man müsse abwarten, was Berlin beginne; hort sei alles vorbereitet. Der Melker Seger, gleichfalls in Untersuchungshaft, sagt, bei ihm unb seinen Genossen habe nach dem Bckanntwerden bes Reichstagsbrandes die Meinung bestanden, baß dieser Brand nicht von Kommunisten angelegt worden sei. Als dem Zeugen feine frühere Aussage oorgehalten wird, gibt er zu, daß Iesiel gefagt habe, her bewaffnete Auf - ftanh stehe nahe bevor. Seger gibt zu, baß er selbst ben größten Teil des gestohlenen Sprengstoffes auf hem Friedhof in Neuenhagen In einer Gruft in einem Zinksarg versteckt habe Dimitrofs macht bann noch längere Ausführungen, die in einer Verteidigung her Dritten InterDie Kältewelle hat sich auch auf bie italienische Riviera ausgedehnt. Die Temperaturen sind stellenweise unter Null Grab gesunken. An her Küste herrscht starker Sturm mit Schnee- unb (Eisregen. In Genua fiel her erste Schnee. Auch von her Ahriaküste werben Heftige Stürme unb tarfe Kälte gemelbet. Triest ist völlig vereist. Bei Denehig wurden zwei Matrosen eines Fischdamp- ers vom Sturm ins Meer geschleudert unb ertranken. • Die Kältewelle über Europa bat nunmehr auch auf dem Balkan zu einem erheblichen Temperatur- hin geführt. In ganz Bulgarien herrscht große Kälte; in Nordbulgarien wurden minus 3 2 ® r a d gemessen Ueberall sind starke Schnee- äUe mebergegangen. In ben mazedonischen Bezirken griffen große Wolfsrudel bie Diehherben an unb richteten erhebliche Schäden an. Der Schiffsverkehr auf dem Schwarzen Meer ist infolge heftiger Schnee stürme völlig lahmgelegt. In den Hafenstädten Warna unb Burgas wurden drahtlose Hilferufe mehrerer in Seenot befindlicher Schiffe aufgefangen. Kleine politische Nachrichten. Die polizeiliche Beschlagnahme der Morgenausgaben der Kölnischen Zeitung und De» StaDtarueigers vom 5. Dezember ist rückgängige m a ch t worben. e Der Herr Reichspräsibent hat dem evangelischen Feldprobjt bes Heere» und her Marine D. Schlegel bie Amtsbezeichnung „Evangelischer Felddischof her Wehrmacht" verliehen. Die Verleihung her entsprechenden Amtsbezeichnung an den katholischen Feldprodst kommt zur Zeck nicht in Frage, da sie die Stelle de» katholische» Feldprobste» zur Zeit nicht besetzt ist: st* wird bis zur Regelung der katholischen Feldseelsorge nach dem Reichskonkordat vom 30. Juli 1933 vom katholischen Wehrkreispfarrer im Wehrkreis III wahrgenommen. * Dienstag haben die informatorischen Besprechungen mit Vertretern der ausländischen Glau- biger lang- und mittelfristiger Kredite in der Reichsbank begonnen, wobei die auf den neuesten Stand gebrachten ziffernmäßigen Unterlagen unterbreitet worden sind. Die Ziffern geigen die Unzulänglichkeit der deutschen Devisenlage. Beschlüsse sind nicht zu erwarten, da die Entschließungen bei der Reichsbank liegen. ♦ Krupp von Bohlen und Halbach ist in die Deutsche Arbeitsfront eingetreten. Dar- aufhin hat der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Staatsrat Pg. Dr. Robert Ley folgendes Telegramm an Herrn Krupp von Bohlen und Halbach gesandt: Ich begrüße Sie als Mitglied der Deutschen Arbeitsfront herzlich. GlückaufI Gez.: Dr.Ley. * Der Präsident der Abrüstungskonferenz Henderson sprach am Quai d'Orsay vor, um Paul- Boncour über den Stand der Arbeiten der technischen Ausschüsse der Abrüstungskonferenz zu unterrichten und sich seinerseits über die bisherigen diplomatischen^ Verhandlungen, die in der Abrüstungs- frage geführt wurden, zu informieren. In einer Mit- teilung der Havas-Agentur wird erklärt, daß der französische Standpunkt bisher keinerlei Aenderung erfahren habe. * Die estnische Regierung beschloß, den Deutschen Klub zu schließen und die na- tionalsozialistische deutsche Wochenschrift „Der Aufstieg" zu verbieten. Ferner erklärte sie, daß sie ein wachsames Auge auf die nationalsozialistische Bewegung haben werde. * Das chinesische Außenministerium hat den Vertretern der fremden Mächte empfohlen, ihre Landsleute zum Verlassen der Provinz Fuki en oufzufordern. Zum Schutze der die Gefahrenzone verlassenden Europäer und Amerikaner sind ein britischer Zerstörer und ein amerikanisches Kanonen- boot im Hafen von Futschau eingetroffen. Truppen der Nanking-Regierung haben vier Städte im Inneren Juliens mit Artillerie beschossen. Es handelt stch um Städte, in denen außer Missionaren keine Europäer und Amerikaner weilen. Kunst und Wissenschaft. Hans Friedrich Bluncks Beileid zum Tode George». Der Präsident der Reichsschrifttumskammer, Dr. Hans Friedrich B1 unck, hat an die Schwester Stefan Georges folgendes Beileidstelegramm gerichtet: Mit tiefer Erschütterung erfahre ich lochen von dem Tode Stefan Georges. Es drängt mich, Ihnen mein aufrichtigstes und herzliches Beileid auszusprechen. Das Werk Stefan Georges bedarf keiner Würdigung durch Worte mehr. Es ist als wirkende Macht längst eingegangen in den Anbruch einer neuen Zeit, deren Seher und Künder er war. gez.: Hans Friedrich Blunck. Abschluß der Jtalienreise des NS.Sinfonieorchesters. Das nationalsozialistische Sinfonieorchester unter Leitung von Franz Adam hat, nachdem es in Triest mit großem Erfolg aufgetreten war — der Aufführung wohnten auch der Herzog und die Herzogin von Aosta in Vertretung des italienischen Königshauses bei —, seine Konzertreise durch Italien mit einem Konzert in Turin abgeschlossen. Zu der Veranstaltung waren die Spitzen der Partei und der Staats- und Militärbehörden erschienen. Unter stärkstem Jubel der Zuhörer brachte das Orchester nach Beendigung des Programms noch das Vorspiel zu den „Meistersingern" zu Gehör. Rsichsarbeitsgsmeinschaft der Nalurheilärzie. Der Führer der deutschen Aerzteschaft, Dr. Wagner, teilt mit, daß die biologischen und 9t a - turheilärzte, die sich auf einen früheren Aufruf gemeldet haben, in einer Reichsarbeitsgemeinschaft zusammengefaßt werden sollen. Die Reichsarbeitsgemeinschaft setzt sich aus Verbänden und Einzelmitgliedern zusammen. Mit der Durchführung hat Dr. Wagner als seinen Beauftragten Dr. Griesbeck (München) betraut, der zunächst in jedem Landes- und Provinzialoerband des Hartmannbundes einen Vertrauensmann aufstellen wird. Aus oder Wett Deutsches Nachrichtenbüro G. m. b. H." In Berlin fand eine Generalversammlung der Continental Telegraphen-Companie Wolff's Telegraphisches Büro AG. statt, in der die Auflösung der Gesellschaft zum Zwecke der Umwandlung in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung beschlossen wurde. Im Anschluß hieran wurde die neue Gesellschaft unter der Firma „Deutsches Nachrichtenbüro G. m. b. H." gegründet. In den Aufsichtsrat der neuen Gesellschaft sind eingetreten: Verleger Hugo Bruck mann- München als Vorsitzen» der, ferner Bankier Hamel, Rechtsanwalt R i e n- Hardt, Hauptmann a. D. Weiß und Generaldi- rektor Klitzfch. Australisch-amerikanische Expedition in die Antarktis. Der australische Forscher Hubert W i 1 k i n s und die beiden amerikanischen Forscher und Flieger Lincoln Ellsworth und Bernt Batchen gingen von Dunedin (Neuseeland) mit dem Motorschiff „Wyatt Earp" zu dem ersten Abschnitt ihrer antarktischen Expedition in See. Ellsworth plant während des Antarktis-Sommers das Weddell- Meer nach beiden Richtungen zu überfliegen. peinliche Ueberraschungen bei der französischen Staa',lotterte. Wie in Paris erst jetzt bekannt wird, hat ein Schwindler mit einem gefälschten Los der französischen Staatslotterie einen Gewinn von einer Million Franken abgehoben. Der Betrug wurde erst entdeckt, als einige Stunden später ein Los mit der gleichen Nummer vorgelegt wurde. Die Lotteriebeamten stellten zu ihrer größten lieber- raschung fest, daß der „Gewinner", der zuerst dage- wesen war, die letzten beiden Zahlen der Nummer fortradiert und durch andere ersetzt hatte. Der recht- mäßige Gewinner erhielt iedoch seinen Gewinn ausbezahlt. Es dürfte der Polizei schwer fallen, den Betrüger zu finden, da die Kassenbeamten von den Abhebern der Gewinne keinen Ausweis über ihre Persönlichkeit verlangen dürfen. Wenig später wurde aus Rennes gemeldet, daß ein Bauer eines in der dortigen Nahe liegenden Dorfes, der kurz vor der Ziehung starb, mit feinem Lotterielos in der Tasche beerdigt wurde, und daß dieses Los angeblich eine Million Franken ge- FürdeutschesVolkstum imAusland Sine Berliner Kundgebung des VOA. Berlin, 5. Dez. (TU.) Der Volksbund für das Volkstum im Ausland veranstaltete eine große volksdeutsche Kundgebung in dem mit den deutschen Flaggen, den Fahnen des VdA., der deutschen ßän- der, Danzigs und anderer deutschen Gebiete fesllich geschmückten Sitzungssaal des früheren Preußischen Landtags. Der Abgeordnete des Ostoberschlesischen Seims, Dr. h. c. Otto U l i tz - Kattowitz wandte sich gegen die kleindeutsche und staatsdeutsche Verengung einer Geschichtsauffassung, die ost verges- sen habe, daß 44 Millionen Deutsche außerhalb der Reichsgrenze siedeln und an der Geschichte des deutschen Volkes wertvollen Anteil haben. Die deutsche Volksgemeinschaft, die das Deutschtum außerhalb der Grenzen deutscher Staaten anstrebe, sei keine politische Gemeinschaft. Die Ausländsdeutschen erblickten die deutsche Volks- gemeinschaft in der seelischen und geistigen Verbundenheit aller Menschen deutschen Blutes und beut- scher Sprache auf dem ganzen Erdball. Die Ausländsdeutschen wolllen die Beziehungen zum Muttervolke und zu den anderen deutschen Volksgruppen pflegen, ohne im Widerspruch zu den Pflichten zu kommen, die ihnen als Bürger anderer Staaten erwachsen. Sie wollten und konnten Brücke sein zwischen den Völkern, in deren Staaten sie leben und dem deutschen Muttervolk. Auf diese Weise könnten sie mitbauen an der Ausgestaltung friedlicher Beziehungen zwischen den Völkern. Dr. Hans Steinacher, der Reichsführer des VDA., erklärte darauf: Allmählich erst beginne man ZU begreifen, daß im großen Kriege das deutsche Volk als Ganzes angegriffen worden fei und daß es trotz heroischer und unvergleichlicher Sei- !tung den Sieg nicht behaupten konnte, weil es ich nicht im Bewußtsein der Einheit und Ganzheit Zutscher Nation und mit letzter Seelenkraft des Volkstums zu verteidigen wußte. Volkstum bedeute Wesensgemeinschaft der Menschen gleicher Sprache, gleichen Blutes, Gemeinschaft des Bodens, des Mythos, der Sitte und des Brauchtums, also alles dessen, was den Menschen wesenhaft formt. Deutsches Volk und Deutschland seien daher viel größer als das Deutsche Reich. Der Staat könne schwach fein oder von verderbten Kräften beherrscht werden, erst oomVolkstum her erhalte der Staat seine Hoheit, Würde, Kraft und Aufgabe. Aufgabe des VDA. sei es, im Staatsbürger auch den Volksgenossen zu erwecken. Gegen ausländische Zalschmeldungen über die denlsche Raffenpolitik. Berlin, 6. Dez. (TU.) Reichsinnenminister Dr. Frick hat eine Erklärung zur Rassenfrage abgegeben, in der es u. a. heißt: infolge unrichtiger Meldungen ist in Ländern Des Fernen Ostens in den letzten Wochen in der Tat eine gewisse Beunruhigung über die Pläne der Reichsregierung in der Rassenfrage entstanden. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang in der Presse Japans und Indiens die Befürchtung zum Ausdruck gekommen, daß in Deutschland die Absicht bestehe, die Angehörigen fremder Rassen zu deklassieren und sie gegenüber den Angehörigen der eigenen Rasse allgemein zurückzusetzen. Namens der Reichsregierung kann ich feststellen, daß derartige Nachrichten jeglicher Grundlage entbehren. Als fremde Rasse ist in Deutschland am stärksten das Judentum vertreten. Obwohl der zahlenmäßige Anteil der Juden in Deutschland nur 1L o. H. beträgt, hatten sie doch in den letzten Jahrzehnten, besonders aber seit 1918 durch den Z u - ström von Juden aus dem nahen Osten einen ungeheuren Einfluß auf wirtschaftlichem, finanziellem und politischem Gebiet erlangt. Um nur einige Beispiele zu nennen, möchte ich auch bei dieser Gelegenheit Daran erinnern, daß die Zahl der jüdischen Rechtsanwälte in Preußen allein 3515 von insgesamt 11814, d. h. 29,8 v. H. betrug. Bei den Notaren waren es 1945 von insgesamt 6226, das lind 31,2 o. H. Noch stärker war dieser Einfluß auf allen deutschen Hochschulen, in Deren Lehrkörper die Juden durchschnittlich mit 30 v. H. vertreten waren. In den medizinischen Fakultäten der Universitäten Berlin und Breslau waren es sogar 45 v. H. Dieser übermäßigen lieber» frembung Einhalt zu tun, war für bas beutsche Volk eine Lebensfrage geworben, so baß seine Rassengesetzgebung nur einen A k t b e r Notwehr unbnichtbesHasses barstellt. Darüber hinaus ist es bas Ziel ber Reichsregierung, bas Rassen- aut b e 5 beutschen Volkes zu pflegen und feine Reinerhaltung sicherzustellen. Mit diesen Begebungen will die Reichsregierung in keiner Weise ein Werturteil über andere Rassen fällen. Sie ist sich durchaus bewußt, daß viele vom deutschen Volk rassisch verschiedene Völker eine alte und hohe Kultur vertreten. Diese herab- xufeöen, liegt der Reichsregierung und dem deut» scheu Volk fern. In diesem Zusammenhang möchte ich vor allem daraus Hinweisen, daß Angehörige fremder Staaten in Deutschland nach wie vor ihrem Erwerb nachgehen kön- n e n und daß ihrer Jugend deutsche Bildungsanstalten nach wie vor offen stehen. Verfügungen des Stabschefs der SA. Keine Zugehörigkeit zu politischen Klubs. München, 5. Dez. (CNB.) Der Chef des Stabes ber SA. verbietet burch eine neuerliche Verfügung allen Angehörigen ber SA., SS. und SAR. bie Z u gehö r i gke i t zu irgenbwelchen Klubs ober ähnlichen Vereinigungen, bie sich nach ber nationalsozialistischen Revolution nun auf- fallenberroeife roieber gebilbet haben in bem offensichtlichen Bestreben, alte politische Beziehungen aufzunehmen unb wachzuhalten. Es wiberspricht bem Sinn unb Geist ber Volksgemeinschaft, sich in kleinen Sonbergruppen, bie meist ber alten Standesabschließuna bienen, abzusonbern. Der SA -Mann findet die wahre und uneigennützige Kameradschaft in seiner Einheit und erlebt dort die Volkswerbung. Auch ein Bedürfnis nach politischer Belehrung von feiten solcher Klubs muß verneint werden. Für diese Aufgabe sind ausschließlich die Gliederungen der NSDAP, da, die heute weniger denn je eine Befruchtung von privater Seite brauchen. Alle diese Zusammenschlüsse wollen vielfach nur durch „persönliche Beziehungen" mühelos erschleichen, was der ehrliche Kämpfer in ber Schule ber SA. hart erwerben muß. Für bie Führer aber finb solche außenbienstliche Zugehörigkeiten in vielen Fällen ein Hemmschuh bei ber pflichtgemäßen bienst- liehen Entscheibung. Die Abmelbuna aus bem genannten Klub unb gesellschaftlichen Bereinigungen muß bis zum 31. Dezember 1933 vollzogen werben. Ote Neugliederung der GA. Weiter erläßt ber Chef bes Stabs folgenbe Bekanntmachung über bie Glieberung ber gesamten SA.: Die gesamte SA. gtiebert sich in Zukunft gemäß meiner Verfügung vom 6.11.1933 in SA. (einschließlich SS.), SA. - Reserve I unb SA. - Reser v e II. Mit ber Führung ber SA.-Reserve II habe ich ben Oberst a. D. Reinharb beauftragt. Die SA.-Reserve II umfaßt im allgemeinen bie Angehörig en über 45 Jahre aller Ber« bänbe wie Kyfshäuserbunb, Offiziers-, Marine- unb Kolonialverbände unb bergleichen, soweit beren Angehörige nicht schon in bie SA. ober SA. -Reserve I eingegliebert finb. Bunbes- unb Vereinsleben und bie bamit zusammenhängenben Einrichtungen bleiben unberührt. Die oorge- nannten Bünde, Vereine usw. werden ersucht, baldigst mit dem Führer der SA.-Reserve II Oberst- Landesführer Reinhard, Berlin W. 57, Büloro- straße 103, in Verbindung zu treten und ihn bei ber Aufstellung ber SA.-Reserve II weitestgehenb zu unterstützen. wvnnen hätte. Die Hinterbliebenen bes bopielt unglücklich betroffenen Bauern haben bie Ausgrabung ber sterblichen Ueberrefte beantragt, um nach bem Los zu suchen. Man weiß aber noch nicht, ob bie Genehmigung bazu erteilt wirb. Hauptversammlung der Dhv.-Kasse. Die Berufskrankenkasse ber Kauf- mannsgehilfen hielt zu Weimar in Anwesenheit bes Thüringischen Ttinifterpräfibenten Marschler eine Hauptversammlung ab. Die Hauptversammlung hatte vornehmlich Die Aufgabe, bie nötigen Beschlüsse zur Durchführung ber im Zuge ber Neuorbnung ber Angestelltenverbände im Juli erfolgten Umglieberung ber Krankenkassen zu fassen. Auch nahm bie Hauptversammlung bie Neubestellung bes Vorstanbes und bes Aufsichtsrates vor. Der Gründer und bisherige Leiter ber Kasse, Pg. Anton Tarnowski (Hamburg) schieb nach 35jähriger Tätigkeit aus. Der Stellvertreter bes Verbanosoorstehers bes DHV., Pg. Grönbah 1, würdigte in herzlichen Worten das Werk unb bie Person Tarnowskis, besten Name nicht nur bei ben Berufskrankenkassen, fonbern in ber beutschen Krankenversicherung überhaupt weithin Geltung unb Ansehen hat. Als neuer Vorsitzer ber Kasse würbe ber Verbanbsvorsteher bes DHV. Pg. Haib berufen. Der DHV.-Kasse gehören gegenwärtig runb 410 000 Kaufmannsgehilfen unb -lebrlinge, sowie annähernd 350 000 mitversicherte Familienangehörige an. Todesstur; eine» Geistlichen. Pastor Nissen aus Plön (Holstein), ber sich mit seinem Motorrad auf ber Fahrt nach Heiligenhafen befanb, Überholt bei Schönweibe ein kleines Gefährt, bas von einem Hunb begleitet würbe. Das Tier sprang gegen bas Motorrab. unb Pastor Nissen stürzte so unglücklich, baß er einen hoppelten Echädelbruch erlitt, dem er bald Darauf erlegen ist. Der Geistliche war 38 Jahre alt unb hinterläßt eine Frau und fünf kleine Kinder. Mit 235 Stundenkilometer von Italien nach Sibirien. Wie erst jetzt bekannt wird, hat eins von den fünf Wasserflugzeugen, die Rußland kürzlich von Italien kaufte, die 22 000 Kilometer lange Strecke von ber Werft am Lago Maggiore nach Sibirien mit einer Stunbenburchschnittsgeschwinbigkeit von 235 Kilometer bewältigt. Grohfeuer in Lüneburg. In ber Nacht zum Dienstag entstanb in einem Schaufenster bes Warenhauses Rubolf Kacstabt in Lüneburg, burch eine Heizsonne ein Brand, ber rasch auf ben Verkaufsraum Übergriff. Das Feuer fanb in Kleiber- unb Stoffvorräten reiche Nahrung. Die Jnnenräume brannten völlig aus. Die Feuerwehr hatte bei ber Kälte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Schaden, ber burch Versicherung gebeckt ist, dürfte etwa 250 000 Mark betragen. Neue Unwetter schöben in Italien. Aus Kalabrien unb Sizilien werben immer neue Unwetterschäben gemeldet. In Kalabrien ist ber Turm eines mittelalterlichen Schlosses, bas als Gefängnis bient, singe stürzt. Ein Gefangener wurde getötet, 12 andere wurden verletzt. In Sizilien haben Uederfchwemmungen und Erdrutsche bedeutenden Schaden angerichtet. Die Eisenbahnverbindung Messina—Catania ist unterbrochen. Antifaschistische Brandstifter in Padua festgenommen. Gleichzeitig mit der Verbreitung antifaschistischer Flugblätter waren in zwei Kirchen Paduas im letzten Sommer wiederholt Brandstiftungsver- s u ch e festgestellt worden. Der Polizeipräsident ber Stabt ließ baher einen verstärkten Wachtbienst ein» richten, dem es in ber Nacht gelang, zwei Männer festzunehmen, als sie gerabe bte Hintere Pforte bes Domes mit Benzin In Brand gesteckt hatten. Es handelt sich um einen sizilianischen Handelsreisenden und einen Mittelschul-Schüler, die beide ein umfassendes Geständnis abgelegt haben unb sich al» Urheber auch ber ftüheren Branbftiftungen und ber Verbreitung von Flugblättern bekannten. GegenLlnWenbeiderVeflaggung Ein Erlaß des Reichspropagandaministeriums. Berlin, 5. Dez. (WTB.) Das Reichsministerium für Volksaufklärung unb Propaganda teilt mit: Es ist zu beobachten, daß an Prioathäufern bie nationalen Flaggen vielfach ohne jeben besonderen Anlaß gezeigt werben, daß sie an ben Tagen, an Denen eine allgemeine Beflaggung ftattfanb, nachts nicht roieber eingezogen roerben unb oft sogar tage - unb wochenlang hängen bleiben. Um biefer bie Bedeutung ber Flaggen unb bie Würbe ber nationalen Symbole beeinträchtigenden Unsitte zu steuern, wirb Darauf hingewiesen, daß Flaggen nur an ben la» ?en gezeigt werben bürfen, an benen aus b e- on beren Anlässen bie Beflaggung von Pri- vathäusern von behördlicher Seite als angebracht und erwünscht bezeichnet oder von parteiamtlicher Seite angeorbnet worben ist. Die Flaggen müssen an diesen Tagen möglichst frühzeitig gehißt werben unb sind mit Sonnenuntergang wieder einzuziehen. Es wird nochmals Darauf aufmerksam gemacht, daß es nicht statthaft ist, die Hakenkreuzflagge und die schwarz-weiß-rote Flagge, die beide nebeneinander bestehen, in irgendeiner Form zu vereinigen. Oer Prozeß gegen Professor Dessauer. München-Gladbach, 5. Dez. (Lpd.) Am zweiten Verhandlungstag kam die Frage Des Weiterverkaufs ber Carolus-Anteile durch Professor Dessauer an ben berüchtigten Deutschenhetzer Mühlon zur Sprache. Dessauer erklärte, Mühlon sei ein Schulfreund gewesen, und er habe sich an ihn gewannt, weil er wegen ber starken finanziellen Beanspruchung seines Unternehmens diese Anteile wieder aufgeben mußte unb zu ’ einem angemessenen Kurs sonst keinen Käufer fanb. Die Ausführungen, bie Mühlon nach Presse- berichten in auslänbischen Zeitungen gegen Deutschlanb gemacht habe unb worin er Deutschland ben größten Teil ber Kriegs- schulb zuschob, bebauere er auf bas tiefste: bamals habe er bas aber nicht gewußt. „Ich kannte wohl bie Vorgänge", so erklärte Dessauer, „aus bem 2ahre 1918, wußte aber aus persönlichen Besprechungen mit Mühlon, baß biefer später bisse Dinge aufs tiefste bedauerte. Bei allem Abscheu vor ben unglückseligen Vorgängen war ich ber festen Ueberzeugung, baß er im Grunde seines Her- zens deutsch war unb fühlte, sonst hätte ich mich mit ebensolcher Härte zurückgezogen, wie von Friebrich Wilhelm Foerster." Wie die Verhandlung weiter ergab, hat Mühlon die Anteile zu pari übernommen. Für den Carolus-Verlag verblieb ein lieber« schuß von etwa 5 bis 6000 Mark gegenüber dem Preis und ben Kosten, bte Dessauer aufgeroenbet hatte. Professor Dessauer erklärte weiter, er habe bie Juben nicht bevorzugt, aber auch nicht benachteiligt. Bei ben sieben Fällen von Einbürgerungen, für bie er sich eingesetzt habe, unb bie von ber Anklage herangezogen werben, handele es sich in zwei gälten nicht um Juden. Bei ben anderen handele es sich meist um begabte unb tüchtige Hochschullehrer, für beren Einbürgerung auch andere Professoren und Arier sich einsetzten. Es stimme, daß er Mit- glieb des Vereins zur Abwehr bes Antisemitismus gewesen sei, habe sich aber selbst nicht beteiligt. lieber bie Politik seiner Zeitung äußerte sich Dessauer, er müsse es ablehnen, für jebe Notiz bie Verantwortung zu übernehmen, er habe oft Wochen lang kaum Zeit gehabt, bie Zeitung zu lesen. In bem Fall „Zinnfolbaten", ben bie Anklage anführe, habe er selbst bie Entlassung bes Mitarbeiters an» georbnet. Den Aufsatz über bie „Fememorde" hält er für abscheulich und würde ihn nie gebilligt haben. In dem Aufsatz über bie Fürstenabfinbung habe er seine eigene Einstellung niebergelegt, es fei bann aber ein Wink bes beutschen Episkopats gekommen, baß man bie Sache lasse, wie sie fei, unb diesem Wink habe er sich loyal gefügt, lieber feine EinstellungzumNationalsozialismus erklärte Dessauer, als Zentrumsmann habe er selbst« verständlich politisch gekämpft, auch gegen die Nationalsozialisten: bas sei aber nach ben Worten bes Reichskanzlers jetzt als ausgeglichen zu betrachten. Er fei Verhanblungsträger zwischen Zentrum unb Nationalsozialisten gewesen, benn er habe geglaubt, cs sei vorteilhaft für Deutschlanb, wenn ber Nationalsozialismus burch bas Zentrum eine Bindung gewissermaßen als Bremse erhalte. Auch ber zweite Angeklagte, Dr. Knecht, be« tunbet, baß für bie vom Volksverein-Verlag übernommenen Carolus-Anteils ein höherer Preis als 90 000 Mark nicht hätte gezahlt werben können, weil mehr Geld nicht zu beschaffen war. Er habe nie ben Eindruck gehabt, baß Professor Dessauer politischen Ehrgeiz besaß: wohl habe er wissenschaftlichen Ehrgeiz gehabt unb sich gefreut, als beutscher Gelehrter nach Spanien unb Amerika berufen zu werden. Wenn Prof. Dessauer, wie bie Anklage behaupte, sich burch bie Beteiligung seiner Carolus- Druckerei eine politische Plattform habe schaffen wollen, so sei zu biesem Zwecke im bamaligen Augenblick nichts unangebrachter gewesen, als sich bei der kleinen, vollständig herabgewirtschafteten Carolus-Druckerei zu beteiligen. Wetter' .aussage. Obwohl in ber Hochbruckbrücke über Deutschland noch ein Kaltluftherb lagert, zeigt bas Barometer stark fallende Tendenz. Somit werben bie Ausläufer ber nordöstlichen Störung sich südlich ausbreiten und durch Zufuhr warmer Luft, bie sich bereits in höheren Schichten bemerkbar macht, Eintrübung unb in« olge ber Bshinbsrung ber starken nächtlichen Aus« trahlung auch Frostaoschwächung herbeiführen. Darei ist späterhin auch bie Möglichkeit zu Schnee« ällen gegeben. Aussichten für Donnerstag: Eintrübung unb Abschwächung bes Frostes, später auch Neigung zu Schneefällen. Aussichten für Freitag: Etwas wechselhaftes Wetter mit vereinzelten Schneefällen. Lufttemperaturen am 5. Dezember: mittags —2,7 Grad Celsius, abends —7,3 Grad: am 6. Dezember: morgens —11,2 Grad. Maximum —2,5 Grad, Minimum —12,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Dezember: abends —2,5 Grad; am 6. Dezember: morgens — 3,5 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 6% Stunden. ve Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Darmstadt, Offenbach, Breitenbach, den 5. Dezember 1933. 06873 Eldmerzen ? Surfen ? Stechen Y trennen Sann nebmueben Sie bie 'eit .labrAfbnten üonüfll bewährte, fcbmenftiU. t>eilfalbe ..tociiiarin", (Srbnltl.m b.ttootbtL unv an b.fflicb.'?lnACioei. iiiiimiiiiiiiiiiimiimiiimiii bei akleinst. Tarne. ? dir. Ang. u. 06865 an den Gieß. Anzeig. C^eräumipe 2-Zimm.-Wohn. toi. au tjcnr |mm?D Nab «Becker. Keo- ledtr. 9. Lei. 3804. 91 eiteret Herr ober Tarne findet Die Beerdigung findet Freitag, den 8. Dezember, 14 Uhr. von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt Von Beileidsbesuchen bitten wir dankend Abstand zu nehmen. Unsre liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester u.Tante Berta Reich Witwe geb. Basermann ist heute nach vollendetem 71. Lebensjahr nach einem arbeitsreichen Leben sanft entschlafen. WMWrM? r II wr w nt V