Nr. 260 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Montag, 6. November M3 Wer 30000 Benschen bekennen sich in Gießen zum Mer! Reichsstaiihalter Gauleiter Sprenger und Reichsbauernführer Reichsminister Darre sprechen unter stärkster Zustimmung der Menge. — Bauern und Städter aus Oberheffen und den angrenzenden preußischen Kreisen in geschloffener Front für Deutschlands Recht auf Gleichberechtigung und für seinen völkischen und wirtschastlichen Wiederaufbau. „Das Volk steht au f." Mit diesen Worten war der Leitartikel in unserer vorgestrigen Sams- tagausgabe überschrieben. Einen Ausschnitt aus diesem Aufbruch der deutschen Nation — zwar nur einen kleinen im Verhältnis zur Gesamtheit im Reiche, aber einen noch nie dagewesenen und unvergeßlichen im Rahmen unserer Stadt — erlebten am Samstag mit uns die Tausende von deutschen Volksgeisossen, die sich in dem riesigen Zeltbau auf dem Trieb zu einer außerordentlich eindrucksvollen Kundgebung der geschlossenen nationalen Gemeinschaft versammelt hatten. Das war vor, während und nach der VerReichsbauernführer Minister Darr6. sammlung ein Bild, das wegen seiner Einzigartigkeit in unserer Stadt allen, die es sahen und seinen Inhalt mit ganzem Herzen miterlebten, unvergeßlich in der Erinnerung bleiben wird! Unsere Stadt hatte am Samstag schon vom frühen Morgen an zu Ehren der als Redner angekündigten beiden Vertrauensmänner des Führers und Volkskanzlers, des Reichsstatthalters Gauleiters Sprenger und des Reichsbauernführers Reichsernährungsministers Darr 6, aber auch zur Begrüßung der auswärtigen Versammlungsbesucher reichen Schmuck in den Fahnen des neuen Reiches angelegt. Darin allein schon offenbarte sich, wie stark die Herzen unserer deutschen Volksgenossen in Gießen in dem gewaltigen geschichtlichen Geschehen unserer Zeit Mitschwingen, zur Freude und Genugtuung aller derer, die den nationalen Aufbruch unseres Volkes feit Jahren ersehnt und ihn zu Beginn dieses Jahres mit aufrichtigem Herzen begrüßt haben. In den Straßen wurde der Menschenoerkehr von Stunde zu Stunde immer größer. Um die Mittagszeit, als die sechs Sonderzüge aus Homburg über Usingen—Wetzlar, aus Fulda, Frankfurt a. M., Dillenburg, Limburg und Gelnhausen im Gießener Bahnhof eingetroffen waren, war das Drängen und Schieben der Massen in den Straßen gewaltig, es erfuhr aber noch eine weitere riesige Steigerung, als die Gießener Betriebe, die öffentlichen Aemter usw. usw. nach dem Schließen ihrer Pforten geschlossen Mann für Mann sich in imponierenden Kolonnen auf den Weg zu der Kundgebung machten und dazu noch große Menschenmengen aus der nächsten Umgebung hinzukamen, die zu Fuß, per Fuhrwerk oder mit Lastkraftwagen und Autobussen hierhergekommen waren. Vom Bahnhof an durch alle Straßen in der Richtung nach der Volkshalle, ganz besonders aber durch die Bahnhofstraße über den Marktplatz durch die Schulstraße, Gartenstraße und. dann natürlich die Kaiserallee entlang, wygte in dichter Geschlossenheit eine unübersehbare riesige Menschenschlange hinauf nach dem Trieb. Daneben fuhr die Straßenbahn unter Einsatz sämtlicher Wagen mit Anhängern dicht gestopft voll den gleichen Weg, knatterten mit dem gleichen Ziel schwer beladen die Autobusse und Lastkraftwagen usw., marschierten die SA. mit klingendem Spiel und die NSBO.-Formationen mit strammen Schritt hinter ihren Fahnen mit frohem Marschgesang einher. Neben dem Städter ging der Landmann in herzklcher, volksgemeinschaftlicher Verbundenheit, ging die Landfrau neben ihrer Schwester aus der Stcrdt, marschierte Jung neben Alt, die rüstige Jünglings- und Manneskraft neben dem mühsam seines Weges ziehenden alten Veteranen der Arbeit auf dem Acker, in der Werkstatt, der Fabrik oder dem Büro — alle von dem einen gleichen Impuls getrieben: teilzunehmen an der gewaltigen Kundgebung deutscher Volksverbundenheit und dem Ausdruck unverbrüchlicher Gefolgschaftstreue für den Führer und Kanzler des nationalsozialistischen Deutschland Adolf Hitler! Prächtiges Spätherbstwetter mit hellem Sonnenschein begünstigte den Besuch dieser Kundgebung der geschlossenen nationalenWillens- und Zielgemeinschaft. In dem riesigen Zeltbau, den erwerbslose Kameraden der Gießener SA. in etwa achttägiger ununterbrochener Tag- und Nachtarbeit auf dem Trieb zwischen der Volkshalle und den Sportplätzen errichtet hatten, saßen die deutschen Volksgenossen aus Stadt und Land schon einige Stunden vor Beginn der Kundgebung beieinander. Immer größer und immer drängender wurde der Zustrom, der sich durch mehrere Eingänge in den gewaltigen Zeltbau ergoß. Hier unterhielt unsere Gießener Reichswehrkapelle unter Leitung von Obermusikmeister Krauße die Besucher in eifriger Weise mit guter und flotter Marschmusik, daneben fand aber auch die Menge selbst durch die Beobachtung der fesselnden Vorgänge beim Hereinströmen der Menschenmassen reichlich Unterhaltung, so daß wohl niemand die Wartezeit bis zu dem durch mehrere Autopannen der Redner auf dem Wege von Bad Ems nach Gießen verursachten etwa einstündigen Späterkommen zu lang wurde. Mit besonderem Interesse wurde der Einzug einer starken Gruppe von Schlitzerländer Bauern und Bäuerinnen in ihrer schönen Tracht bemerkt, wie diese Gruppe auch schon unterwegs -starke Aufmerksamkeit gefunden hatte. Mit wärmster Anerkennung ist der vortreffliche Ordnungsdienst der SS. unter Leitung des der Führung des SS.-Sturmbannes IV/33 SS.-Stan- darte beauftragten SS.-Sturmhauptführers Nickel hervorzuheben, der die riesige Menschenmenge in angenehmer, verbindlicher Tonart, aber doch mit klarer Entschiedenheit leitete, so daß der gesamte Verkehr in dem Zeltbau sich flott und reibungslos abwickelte. Mit starkem Interesse wurde weiterhin der Einmarsch von mehr als 1200 Bauernschaftsführern beobachtet, wobei die Standartenkapelle 116 unter Kapellmeister N i e b e r g a l l, die mittlerweile die Militärkapelle abgelöst hatte, die Marschmusik stellte. Mit stürmischem Jubel begrüßt erschienen dann Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger, Reichs- bauernführer Minister D a r r 6 , Staatssekretär Backe und Landesbauernführer Dr. Wagner, geleitet von dem Kreisleiter der NSDAP, des Kreises Gießen, Dr. Harth (Allendorf a. d. Lda.), und gefolgt von ihrem Stab. Die riesige Menschenmenge, deren Zahl guf 3 0 000dis35000 Person en geschätzt werden kann, bereitete den Führern eine eindrucksvolle und herzliche Kundgebung, die das feste Band zwischen der Führung und der Gefolgschaft offenbarte. Unmittelbar anschließend rückten unter Führung von NSBO.-Kreis- leiter W a g n e r die zahlreichen Fahnengruppen der NSBO. ein, hierauf folgten die Hitlerjugend und das Jungvolk mit ihren Fahnen und Wimpeln. Sodann rückte unter Führung von Standartenführer Lutter die SA.-Standarte 116 mit ihrem Feldzeichen und den Sturmfahnen an der Spitze ein. Die riesige Menschenmenge begrüßte die Fahnen und die SA. mit herzlicher Ehrerbietung und Begeisterung. Nachdem die Standarte und die Fahnen auf dem großen Podium im Halbkreis aufgefteUt waren, beaann die Kundgebung. Als erster Redner sprach Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger. Er gab in feinen kraftvollen und überzeugenden Worten Satz für Satz der wahren Meinung aller deutschen Volks- genossen Ausdruck und zeugte in eindringlicher Weise unter häufig spontan ausbrechender stärkster Zustimmung der Versammlung dafür, daß der Führer und Dolkskanzler mit feinen Vertrauensmännern und allen deutschen Volksgenossen eine f e st geschlossene Einheit des Willens und des Zieles find, eine Einheit, die auch durch keinerlei Machenschaften vom Auslande her zu erschüttern ist. Das starke Echo, das die Rede des Reichsstatthalters allenthalben in der riesigen Menschenmenge auslöste, war zugleich Ausdruck der großen Verehrung und der starken G e - folgschaftstreue, die dem Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger überall in seinem Gau in Dankbarkeit für sein Wirken entgegengebracht werden. Nach kurzen Ausführungen des Staatssekretärs Backe hielt dann Reichsbauernführer Darrt* eine große Rede über die Grundlagen und die Eine Teilansicht des riesigen Zeltbaues auf dem Trieb. §iele der Bauernpolitik im nationalsozialistischen eutschland. Seine Darlegungen, oft von stärkstem Beifall begleitet, legten eindrucksvoll Zeugnis ab für das ehrliche und tief in b i e Probleme eindringende Streben der nationalsozialistischen Führung zur Rettung und zum Wohle des deutschen Bauernstandes, aber auch zum Besten der gesamten deutschen Nation. Minister D a r r £, den wir zum ersten Male in Gießen hörten, wird ebenso wie wir die Ueberzeugung aus dieser Versammlung mitgenommen haben, daß der Führer und Volkskanzler Adolf Hitler, Minister D a r r 6, der deutsche Bauer und die deutschen Volksgenossen in der Stadt in herzlicher Gesinnungsgemeinschaft auchinunsererengerenHeimatfe st zusammen st ehe n. Die ausgezeichnete und überzeu- gende Rede des Ministers hat dieses Band der Volksgemeinschaft noch enger und fester geknüpft — falls dies überhaupt noch möglich war — und dadurch die Stoßkraftdes geeinten nationalen Willens für den 12. November noch bedeutend verstärkt. Der gewaltige Jubel, der den Bauernführer und Minister beim Verlassen der Riesenversammlung begleitete, war dafür der überzeugendste Beweis und zugleich der Ausdruck großer Liebe und Verehrung des Volkes für die Männer, die die deutsche Schicksalsgestaltung jetzt, vom rückhaltlosen Vertrauen der deutschen Volksgemeinschaft getragen, in der Hand haben. Volk und Führer sind eins! Diese Riesenkundgebung hat es erneut eindeutig bewiesen! Bekenntnisse znm Führer! In den Straßen unserer Stadt waren am Samstagnachmittag quer über die Fahrdämme hinweg als Ausdruck der Volksmeinung Bänder mit den nachstehenden Aufschriften angebracht: „Niemals mehr einen Pakt, der unsere Ehre schändet!" „Mit Hitler für einen Frieden der Ehre und der Gleichberechtigung!" „Hitlers Kampf ist der Kampf um den wirklichen Frieden der Welt!" „Hitlers Kampf ist der Kampf um den wahren Frieden der Welt!" „Wir wollen kein Volk minderen Rechts fein! j Landesbauernprasident Dr. Wagner als erster Redner sagte u. a.: „Wir begrüßen hier im Herzen von Oberhessen unseren Reichsbauern- führer D a r r 6 und unseren lieben Gauleiter Sprenger mit dreimaligem „Sieg-Heil". Begeistert stimmte die Menge in die Huldigung ein. „Wir freuen uns besonders darüber, daß der Reichs« bauernführer in seinem Gau, aus dem er hervor- gegangen ist, zusammen mit dem Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger sprechen kann und daß eine herzliche Freundschaft beide Männer verbindet." ♦ « G • -Z:/ W V B M i Die Führer beim Beginn der Kundgebung. Dritter von links: Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger, daneben rechts Reichsbauernführer Reichs« Minister Da r r 6; am Rednerstand Landesbauernführer Dr. Wagner ; als Letzter ganz rechts Stets« leiter Dr. Harth, Gießen-Allendorf a. d. Lda. Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger wurde bei feinem Erscheinen am Rednerstand mit stürmischen Beifall begrüßt. Er führte in seiner Rede u. a. aus: Ich glaube, wenn die Welt gewußt hätte, wie stark sie das deutsche Volk in der jetzt täglich in allen Teilen Deutschlands sichtbaren Weise zusam- menfügen würde, man es sich in Genf noch einmal überlegt hätte, das neue, nationalsozialistische Deutschland vor aller Welt demütigen zu wollen. Die Gleichberechtigung — und nur darauf erhebt Deutschland Anspruch — der Völker am Verhandlungstisch kann uns nicht beliebig durch ein Land oder durch ein Gremium abgesprochen werden. Auf die Gleichberechtigung haben wir Anspruch auf Grund unserer eigenen Leistung, ferner ist sie vertraglich festgelegt und wir können sie von den andern fordern. (Lebhafte Zustimmung.) Sie findet ihre Begründung in der Völkerbundssatzung, sie ist Deutschland aber auch offiziellversprochen worden, wenn Deutschland in den Völkerbund eintrete. Stresemann war im Oktober 1926 beim Eintritt Deutschlands in den Völkerbund stolz darauf, daß Deutschland als gleichberechtigt in den Völkerbund einzuziehen die Ehre habe. Heute versucht man erneut, uns diese Gleichberechtigung abzusprechen. Dem neuen Deutschland will man die Gleichberechtigung nicht zugestehen. Es wird gesagt, die deutsche Regierung versichere zwar ihre Friedfertigkeit, das Volk aber sei kriegerisch. Dieser Unsinn wird nur vorgebracht, damit man jederzeit in dem Deutschen den Sündenbock suchen kann. Das deutsche Volk dankt es Adolf Hitler, daß er angesichts der Verhältnisse in Genf seine Unterhändler zurückzog. Er rettete dadurch die Ehre Deutschlands und verhinderte die Erklärung, daß wir die Gleichberechtigung nicht hätten. Wir brauchen den andern nicht erst den Nachweis zu führen, daß wir ein Kulturvolk sind. Die andern Völker haben viele Jahre lang die Einrichtungen Deutschlands studiert, sie haben sie anerkannt und auch sehr gerühmt, daß das deutsche Volk eine jahr» tausende alte Kultur sein eigen nenne. Heute will die Welt davon nichts mehr wissen. Das nationalsozialistische Deutschland hat schon in der kurzen Zeit seines Bestehens durch seine Taten die Achtung aller Guten in der Welt wiedergewonnen. (Lebhafter Beifall.) Die Staatsverwaltung ist wieder konsilidiert. Die nationalsozialistische Regierung besitzt das Vertrauen des Volkes, wie die Vertreter der Verwaltung die Vertrauensmänner des Führers sind. Landauf, landab regen sich fleißige Hände. Der Bauernstand ist gerettet und mit ihm die Untermauerung des gesamten Volkstums und feine Sicherstellung für alle Zeit, dank der Maßnahmen des Reichsbauernführers und Reichsministers Darre. (Stürmische Zustimmung.) Der deutsche Arbeitsdienst findet besonders auch in England Anerkennung, wo der englischen Regierung empfohlen wird, ebenfalls den Arbeitsdienst einzuführen, aber vorher die Methoden in Deutschland zu studieren. (Beifall.) Auf der einen Seite steht das organisierte Deutschland, das nur durch friedliche Arbeit seine Lebensgrundlage festigen und entwickeln will, auf der andern Seite sehen wir eine waffenstarrende Welt. Von dem jetzigen Völkerbund haben wir nichts zu erwarten, denn dort wird eine Welt in Waffen vertreten. (Beifall.) Deutschland wird nicht dorthin zurückkehren. Solange jene Welt in Waffen starrt, in Deutschland aber wie jetzt ein aufrichtiges und charakterstarkes Volk ohne Reichsminister Darrö während feiner Red«, ,1 i । t * ■»Akr-.r.i.. Ifww Waffen seinen friedlichen Weg geht, paffen beide nicht zueinander. Adolf Hiller ging nicht nur mit Recht aus diesem Völkerbund und feiner Konferenz hinaus, fon- dern er wird auch in diesen Bund nicht wieder zurückkehren. (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Und was wir im Innern zu regeln haben, das a?i)t im Ausland niemand etwas an. Das deutsche Volk regelt seine inneren Angelegenheiten aus sich heraus und auf der Linie seines eigenen Volkslebens. (Sehr-richtig!-Rufe.) Der Führer hat ja auch immer erklärt, daß er niemand in der Welt in innere Angelegenheiten dreinreden wird. Er hat auch wiederholt den andern angeboten, wenn sie mit uns sprechen wollen, ehrliche Aussprache zu pflegen mit einem Versprechen, das aud) gehalten werden kann. Die bevorstehende Reichstagswahl ist eine Wiederholung der ’Regierungshinft, wie sie Adolf Hitler am 5. Marz angewandt hat. Damals, als viele glaubten, Hitler werde nur mit der Faust regieren, trat er vor das Volk, um festzustellen, dah sein Wille im Einklang sei mit dem ganzen deutschen Volke. Das deutsche Volk hat sich zu ihm bekannt. Der alte Reichstag ist mittlerweile durch die Entwicklung überholt worden, er war keine Vertretung des Volkes mehr. Nach den Bekenntnissen des deutschen Volkes vom 1. M a i und vom 1. v k - t o b e r ist es notwendig, auch die Volksvertretung auf diese Linie zu bringen. Die deutschen Volksgenossen sollen kundtun. daß Hitlers Vertrauensmänner auch ihre Vertrauensmänner sind. Auf dieser Grundlage läßt sich im Innern alles gut regelt; und nach außen hin den Weg zur Freiheit bahnen. Dabei darf bei der Fortentwicklung im Innern es keine Möglichkeit mehr geben, daß ein fremder Staat in München eine Gesandtschaft unterhält, während er in Berlin eine Botschaft hat, ebensowenig ist es in Zukunft noch angebracht, daß die deutschen Länder unter sich Gesandtschaften unterhalten. Das deutsche Volk und fein Führer sind eins. (Stürmische Zustimmung.) Das erste alte Möbel, das ich in Hessen vor die Tür gestellt habe, war deshalb die hessische Gesandtschaft in Berlin. (Beifall.) Das Ziel der Reichs- tagswahl ist nur eines: die Erfüllung des vor- nehmften nationalsozialistischen Kampfzieles: e 1 n Volk, e i n Reich, e i n Führers (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Jeder ein- lene deutsche Volksgenosse muß nun wissen, daß und was er zu tun hat! Der Alle Fritz hat heute noch recht: „Wir sind nicht auf der Welt, zu leben, sondern unsere Pflicht und Schuldigkeit zu tun'." Deutsche Volksgenossen! Geht hin und handelt danach! Mit Hitler! heil! (Langanhal- tender tosender Beifall.) Otoatsfefretär Backe wurde vom Qanbesbauernpräfibenten Dr. Wag- n e r als verdienstvoller Mitarbeiter des Reichsbau- ernführers und Reichsministers Darrs begrüßt und von der Versammlung mit starkem Beifall empfangen. Er sagte in seiner Ansprache u. a.: Das deutsche Volk steht an einer Zeitenwende, an einem Punkt, an dem eine Entwicklung von 150 Jahren zu Ende geht und eine neueGrundlage des Lebens mit einer neuen Idee anbricht: der nationalsozialistischen Idee! Diese neue Idee auf neuer Grundlage wird auch neue Formen schaffen. Was hinter uns liegt, erkennen wir an dem, was in den 150 Jahren geworden ist. 3n der Zeit der angeblichen Freiheit und Gleichheit ist die Lebensgrundlage des Volke» zerstört worden, indem man alle Rassen auf eine Stufe ffeatc und vergaß, daß nur die nordische Rasse staats- und volkbildend aufgetreten war. Mit der liberalistischen Gleichheit zerstörte man die Volksgemeinschaft, und so wurde aus Volk Bevölkerung, aus der Gemeinschaft Volk ein zusammenhangloser Haufen Menschen. Durch den Liberalismus zerstörte man auch das Führerprinzip. Dann sind die früheren Füh- rer immer wieder in die parlamentarische Mehrheit geflüchtet. Demgegenüber stellte der Nationalsozlalis- mus die G e m e i n s ch a f t in den Mittelpunkt. Richt Bevölkerung wollen mir, sondern Volksgemeinschaft. den Aufbau auf dem gemeinsamen Blut, der gemeinsamen Abstammung. Auf dieser Grundlage hat Adolf Hitler 14 Jahre lang das deutsche Volk gesammelt. Der National- fozialismus hat das Führerprinzip wieder hergestellt. Die früheren Manner sprachen von der Freiheit des Einzelnen und lösten damit den (Einzelnen aus feinem natürlichen Verbundenfein heraus. Wir sprechen dagegen von der Gebundenheit des Einzelnen, einmal im Blut und zum andern im Boden. Blut und Boden, Volk und Heimat sind die wurzeln, auf denen sich ein Volk aufbauen kann. trat nunmehr an den RednetPand. Nicktendenwol- lender Jubel und stürmische Heil-Rufe Der Riesenversammlung begrüßten den Führer der deutschen Bauern und Vertrauensmann des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler. Der Redner berichtete in feinen etwa einftünbigen Darlegungen zunächst, daß er am Samstagnachmittag an der Gruft des Freiherrn vom Stein bei Bad Ems einen Kranz niedergelegt tjabe, um dadurch bewußt zu zeigen, daß dieser Wahlkampf über unsere Zeit hinaus symbolisch sei für den Kampf des deutschen Bauerntums gegen jeden Liberalismus. Weiter betonte er feine (Des Redners) enge Verbundenheit mit dem Gau feines alten Gauleiters und mit den hefsifch- naffauischen Bauern. Dann sagte der Minister u. a.: Es ist wohl nicht unwichtig, wenn wir uns heute fragen, warum diese Wahl ift und worum es Im grundsätzlichen bei dieser Wahl geht. Wie war es vor dem 30. Januar d. I. in Deutschland? Auf der einen Seite waren die Bauern und arbeiteten und wirkten auf ihrer Scholle und Gottes Segen war sichtlich mit ihnen. Und doch war der Bauer seines Lebens nicht froh! Auf der andern Seite hatten die Volksgenossen in den Städten keine Arbeit mehr und sie sehnten sich nach Brot. In jenem Staate mußte doch etwas nicht stimmen! Ging man den Dingen nach, so ergab sich, daß sich zwischen Stadt und Land eine wirtschaftliche Institution dazwischen geschoben hatte, die das Wirtschaftsleben regierte. Diese Institution war die Börse, die darüber bestimmte, was verkauft werden konnte und durfte. An dieser Börse sah man ein Volk auftreten, das nichts zu tun hatte mit unserem Volk auf dem Lande und ebenso nichts zu tun mit den hungernden Volksgenossen in der Stadt. Dieses Volk hatte mit unserem Volk über- Haupt nichts z u tun, aber es regierte unser fleißiges, deutsches Volk mit dieser Institution! Wie konnte bas kluge deutsche Volk es sich gefallen lassen, baß an ber empfinblidjften Stelle seiner Wirtschaft ein frembes Volk regierte? Der 3 u b e hatte es verstauben, mit seinen Machtmitteln bas Denken bes beutschen Volkes so zu vernebeln, baß ber Deutsche nicht mehr klar bachte unb sich ein- bilbete, es gehe in Der Welt nicht anbers als baß der Jude die Börse regiere. Zunächst redete man dem Deutschen aus, daß Glaube, Liebe, Heimat, Vaterland, Treue, Ehre Dinge ber Wirklichkeit sind. Man sagte bem Deutschen, bas seien nur (Einbilbungen, alles sei nur Schwinbel. (Es gebe nur eines: bie Wirtschaft. Die Wirtschaft stehe im Leben an erster Stelle, auf sie allein komme es an, allein auf bie Rentabilität. So wurde das Denken des Deutschen vollkommen vermaterialisiert. Er sah nur noch bie Materie, unb ba hatte ber Iube ihn so weit, baß er ihn am Rarrenseil bes Materialismus herumführen konnte. Dann sagte man, ber Bauer sei materiell, man grünbete Die Lanbvolkpartei, kämpfte auf ber wirt- Wir stehen also an einer Zeitenwende, die beftim- menb sein wird für Jahrhunderte, vielleicht für eyi Jahrtausend Wenn jetzt ber Führer an Sie heran- tritt, dann seien sie sich der Verantwortung dewußl, bie heute in Ihren Händen liegt! Spä- ure Generationen werden Sie fragen, wo Sie am 12. November 1933 gestanden haben. Danach werden Sie beurteilt, was Sie am 12. November 1933 getan haben. Wehe den Alten, die bann bie Augen Niederschlagen müssen vor ihren Kindern, denn bann zerbricht in ben Kindern etwas, was nicht wieder eingerentt werden kann. Die ganze weit blickt auf das, was am 12. Rovern ber in Deutschland sich zeigt. Lin neue» Blatt der Geschichte wird am 12. Rovember gewendet. Seien Sie dabei, sonst können Sie die Verantwortung vor der Geschichte nicht tragen. (Stürmischer Beifall.) schastlichen Seite unb wollte ben Bauer nur wirtschaftlich retten. Ader es würbe bem Bauer nicht geholfen. Diese Leute hatten vollkommen vergessen, baß ber Bauer auf feiner Scholle nicht arbeitete um ber Wirtschaft willen, fonbern um feines Bauerntums willen, um bie Scholle feinen Kinbern unb ftinbesfinbem weiterreichen zu können. (Starker Beifall.) Der Bauer arbeitete, um fein Geschlecht auf ber Scholle zu erhalten. Man hatte übersehen, daß ber Bauer, um die Jbee seines Bauerntums zu retten, materiell handeln mußte, um sich in einer vermaterialisiert e n Umwelt am Geben erhalten zu können. Wenn ber Bauer materiell gewesen wäre, bann hätte er bem System ber letzten Jahre ben ganzen Krempel längst vor bie Füße geworfen. Unserem Führer war klar, daß er genau bas Gegenteil bes früheren Prinzips tun mußte, wenn er eine andere Staatsführung schaffen wollte. Wenn bas System von Weimar bie Unverantwortlichkeit, bie Charakterlosigkeit unb bie Entschlußlosigkeit organisierte, so hat er bie Verantwortlichkeit feines Unterführertums organisiert. Er ging babei von seinen Erfahrungen an ber Front aus, baß nur ein ganzer Kerl auf jebem Poften bas Richtige ist, baß es wie im Kriege auch im politischen Leben auf bie ganzen Kerle ankommt, bie fähig finb, ein als richtig erkanntes Ziel auch zu erreichen, unb bie bas Zeug besitzen, bie richtige Erkenntnis in bie Tat umzufetzen. Mit diesen ganzen Kerls hat Adolf Hitler bas System von Weimar hinweggefegt. (Großer Beifall.) Als Abolf Hitler Kanzler geworben war, ftanb bie Frage im Dorbergrund, wie er sich zum Bauerntum verhalten solle. Der Nationalsozialismus ist an das Problem des Bauern nicht von ber Wirtschaft her herangetreten, fonbern von ber sozialen Seite aus. Sozialismus heißt: Die Interessen ber Volksgemeinschaft feinem ganzen Tun unb Denken ooranftellen unb bas Einzelne richtig zu machen. lieber aller Wirtschaftlichkeit unb Zweck- Mäßigkeit steht die Erhaltung de» Volkstum» in die Zukunft hinein, wenn das Bauerntum d er Blut »quell des Volke» ist, dann ist man ein Verbrecher am Volk, wenn man das Bauerntum aufgibt, und man ist auch ein Dummtopf. (Lebhafter Beifall.) Denn das Bauerntum garantiert die Erhaltung des Volkes in die Zukunft hinein. INan kann nicht danach fragen, wie die Rettung des deutschen Bauerntums sich wirtschaftlich für die Staatskasfe auswirkt, sondern man muh da» Gcsamtinteresse des Volke» entscheidend sein lassen. Der völkische Staatsmann hat das deutsche Bauerntum zu retten, koste es was es wolle. ZederdeuffcheMnli,jet>edeutscheIrau muß am 12. Rovember, dem Tage der geschichtlichen deutschen Volksabstimmung und der Rcnwahl des Deutschen Reichrtage». ein entschiedene» Bekenntnis oblegen für diepolitildeSZührersAdolsSitler! Im Volksleben ist die Wirtschaft eine Funktion des g e s a m t e n V o l k s k ö r p e r s, ist die Wirtschaftspolitik eine Funktion der Staats- f u h r u n g. wenn man dem deutschen Bauern helfen wollte, muhte man in erster Linie um eine neue Staals- führung kämpfen. Deshalb pattierte Adolf Hitler nicht mit dem System von Weimar, um grundsätzlich um eine neue Staatssührung zu ringen. Der Jude hatte aber nicht nur das Denken bes Deutschen vernebelt, sondern auch dafür gesorgt, daß in dem Staate von Weimar, der nur ein Produkt der jüdischen Hochfinanz war, von oben bis unten die entscheidenden Stellen mit Schwächlingen und charakterlosen Schwachköpfen besetzt waren, Damit niemals die Machtmittel des Staates gegen das Judentum eingesetzt werden konnten. (Lebhafte Zustimmung.) Deshalb wurden nur Männer in die Regierung hineingesetzt, auf bie sich bas Judentum verlassen konnte. (Großer Beifall.) Das Ergebnis der letzten Jahr« war: man hatte vorzüglich bafür gesorgt, daß die Herrschaft ber Juden in Deutschland nicht gebrochen wurde. (Tosender Beifall). Wenn das deutsche Bauerntum gerettet werben sollte, so konnte man auf ber (Brunb- läge ber alten Preispolitik nicht zum Ziele kommen. Es gab nur einen Weg, um bas beutsche Bauerntum zu retten unb ben Weg in die Zukunft frei- zumachen: die Herrschaft der Börse zu zerschlagen. Kurz unb schnell tarnen Anfang September die Gesetze, die mit einem Schlage die Herrschaft der jüdischen Börse zerbrachen. (Starker Beifall.) Noch ift aber eine ganze Rech» von Produktionszweigen bes Bauern neu zu regeln. Nachbem wir beim betreibe angefangen haben, sind jetzt bie Vorarbeiten soweit gediehen, dah wir auch auf bem Gebiet bes Fleisches unb ähnlicher Probukte bem Bauern Feftpreise geben können, bie eine Kalkulation in die Zukunft gestatten. (Lebhafter Beifall.) Das Reichs - Erbhofge- setz soll verhindern, daß ein Bauer wegen eine» Schuldpapiers von einem jüdischen Äramatten- macher von Haus unb Hof getrieben werden kann. Es ist uns auch gelungen, in den Durchführungsbestimmungen für dieses Gesetz bie Selbstverwaltung in bie hänbe ber Bauern zu legen. (Großer Beifall.) Die Bauern werben also dieses Gesetz auslegen unb dafür sorgen, daß e« im Sinne der Bauern gehandhabt und daraus etwas geschaffen wirb, was uns noch die Enkel danken werben. (Starker Beifall.) Rur d i e Menschen regen sich über diese» Gesetz auf, die Angst haben, bah sie ihre Dividende nicht mehr wie früher in Land anlegen können. (Beifall.) Det Bauer hat kein Interesse daran, daß der Boden al» Ware bewertet wird. Mit unseren Bauerngesehen haben wir den Juden einen bösen Strich durch die Rechnung gemacht, wenn das Bauerntum der Welt erst einmal unsere Bauerngefctje haben wird, bann ist es schnell vorbei mit der Herr- Aeichsbauemstihrer und Reichsminister Dane Die Vauernpolitil des nationalen Wiederaufbaus im Dritten Reich. Der nationale Aufbruch unseres Staates gibt unserer Kulturarbeit neuen Auftrieb, neue Verpflichtungen unb neue Aufgaben. Daher müssen uns unsere bisherigen Freunde unb Anhänger auch weiterhin bie Treue halten. Dies ist für sie eine Ehrenpflicht. Diejenigen aber, bie bisher uns fern- ftanben, müssen uns heute ihre Unterstützung unb Mitarbeit schenken, um ben großen Dienst am Geiste unb an ber Seele unseres Volkes an bem uns zugewiesenen Teile erfüllen zu können. Mit biefer bringenben Bitte treten wir heute an unsere Bürgerschaft heran. Unser Vortragspro- gramm 19 3 3/34 wirb allen Vortragsbesuchern, dessen sind wir sicher, in ihren Feierabenbstunben Freube, Unterhaltung, Belehrung unb geistige Erholung vermitteln! Volk, Heimat, Schrifttum sind ber Ausgangspunkt unserer Vortragstätigkeit. Der Blick in Die weite Wett wirb das Allgemeinwissen bereichern. Im Borbergrunb ber neuen Vortragsfolge stehen vier literarische Abenbe. Diese Reihe wirb eröffnet am Totensonntag mit einer Gebenkftunbe für ben Dichter Paul 6 r n ft. Der auch in Gießen bekannte Sprecher Dr. Leonhard Blaß wirb bie Gebenkworte sprechen unb aus ben Werken bes Dichters lesen. Die Gebenkftunbe wirb für uns ba- burch eine befonbere Bedeutung erhalten, bah Paul Ernst bereits 1921 Gast bes Goethe-Bundes gewesen ist. Sodann werben Agnes Miegel, die große ostpreußische Heimat- unb Balladen-Dichte- rin, unb ber feinsinnige Dichter Ernst W i e ch e r t, ber 1932 mit bem zum ersten Male verliehenen Volkspreis ber Baabe-Stiftung ausgezeichnet wurde, aus eigenen Werken lesen Ein weiterer Abend dieser Reihe ist Max Dauthendey, dem deutschen Heimwehbichter, gewibmet. Annie Dauthendey erzählt aus feinem Leben unb Schassen unb zeigt zum ersten Male 40 wundervolle Original-Aquarelle bes Dichters. „Bon ber beutschen Heimat in bie weite Welt" ist die Vortragsreihe betitelt, bie ber Goethe-Bunb im Rahmen einer Vortraasge- meinschaft zusammen mit bem Kaufmännischen Verein unb Gewerbeverein veranstaltet. Die bekannte Tierfreundin Käthe Hecht wird diese Reihe am 7. November unb damit die gesamte Bortrags- tätigtest dieses Winters mit einem Lichtbildervor- trag: „Tiere bes deutschen Waldes unb ber deutschen Heimat als Hausgenossen" eröffnen. Es folgt eine musikalische Abendstunde: „Das deutsche Volks- lieb als Sviegel deutschen Lebens" unter Mitwirkung von Musikdirektor H a 11 w a ch s unb Konzertsängerin Elisabeth Pennrich. U-'bct .Ruhmes- hätten der deutschen Nation" spricht in einem far- Goethe-Bund Gießen. Das Vortragsprogramm 1933/34. Von Dr. Otto Henning. Unser Volkskanzler Adolf Hitler hat unser Volk wieder zu einer echten Volksgemeinschaft zu- sammenaesührt. Nicht nur in ber Werkstatt ober in der Amts- unb Bürostube wollen unb müssen wir biete Lebens- unb Schicksalsgemeinschaft bilden, dies gilt vor allem auch nach getaner Berufsarbeit, in ben Stunben bes Feierabends! Darum ift es eine besonders große unb bringenbe Aufgabe, dieser Freizeit einen geistig erfrischenden unb für bie harte Alltagsarbeit stärkenden Inhalt zu geben. Der Goethe-Bund bars heute mit stolzer Freude bekennen, daß er seit jeher dieser hohen Ausgabe zu bienen bestrebt mar. Wer mit offenem Blick und mit Verständnis für bie Größe, Schwere und Vielseitigkeit einer solchen Kulturaufgabe bie Arbeit bes Bunbes verfolgt hat, ber mirb sicherlich uns seine Zustimmung uno Anerkennung nicht versagen. So ist denn im Laufe ber vielen Jahre burch die kulturelle unb gemeinnützige Zielsetzung bes Goethe-Bundes eine geistige Gemeinschaft zwischen allen Berussschichten unserer Bürgerschaft geschossen worben, wie sie nur in ganz wenig anderen Städten Zu finden ift: Arbeiter der Stirn und der Faust, Angestellte und Beamte, Kaufleute und Gewerbetreibende, Wissenschaftler und Studenten fanden sich in unserem Kreis zu gemeinfamen (Erleben deutschen Kulturgutes zusammen. Führende Persönlichkeiten des deutschen Schrifttum» und Geisteslebens in unsere Stadt zu rufen, war und ist unsere vornehmste Ausgabe. In vielen Fällen führte ber Goethe-Bund als einer ber ersten Dichterpersönlichkeiten an ben Vortragstisch. wir nennen nur Werner Beumelburg, Ebmin Erich Dwinger, Hans Carossa, Felix Timmermans u. a. Aber diese kulturelle Zielsetzung genügte noch nicht, um ben Weg- in die breiten Schichten unserer Bürgerschaft zu finden. Es war erforderlich der Ausbau der fozial-gemeinnützigen Einrichtungen: bei einem umfangreichen unb her- porragenben Bortraasprogramm aus eigener Kraft, da ber Goethe-Bund in ben Hehn Jahren seines Bestehens noch keinerlei behördliche Zuschüsse erhalten hat, die Eintrittspreise für unsere Vortrags- besucher so niedrig anzusetzen, dah jeder, ohne Rücksicht auf Stand und Einkommen unb in den letzten Jahren auch trotz ber wirtschaftlichen Schwere der Zeit, an unserem Kulturleben Anteil nehmen konnte. bigen Lichtbilberoortraa Emma Ko11mann. Es schließt sich an ein Vortragsabend des U-Boot- sichrers Kapitänleutnant Freiherr von Spiegel mit dem Thema: „U-Boot-Fahrten und Abenteuer im Weltkriege" (mit Originallichtbildern). Der deutsche Himalaia-Forscher Paul Bauer, ausgezeichnet beim Literatur-Wettbewerb der Olympischen Spiele 1932 mit der Goldenen Olympischen Medaille, berichtet in einem Lichtbilbervortrag über seine Erlebnisse: „3m Kamps um die höchsten Gipfel der Erde". Den Abschluß dieser sicherlich sehr interessanten Vortragsreihe bildet ein Lichtbildervortrag des bekannten „Fliegerdichters" Peter S u p f über: „Das neue Welterlebnis" (das Luftreich als großes Erlebnis des Auges, bes Geistes unb ber Seele). Als Sonberoeranftaltung ift vorgesehen ein Licht- bilbcroortrag ber Filmschauspielerin ßeni Riefenstahl: „Meine Erlebnisse auf ber Film-Expebition ber Ufa in Grönland". Der Film „SOS Eisberg" wurde auch in Gießen mit großem Erfolg gezeigt. Mit der Studentenschaft unserer Uniocr- fität wurde auch für diesen Vortragswinter eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Damit will die Studentenschaft tatkräftig an der Arbeit bes Goethe- bunbes teilnehmen unb ihren Mitgliebern für ben Besuch biefer Veranstaltungen weitgehenbe Eintrittserleichterungen vermitteln. Diese enge kutturelle Gemeinschaftsarbeit der beiden Verbände wird ihren Ausdruck finden in der Veranstaltung einer gemeinsamen Kundgebung anläßlich des Reichsgründungstages. Für bieje Veranstaltung ift als Redner in Aussicht genommen der bekannte Strafverteidiger Rechtsanwalt Professor Dr. Grimm (Essen) mit dem Vortragsthema: „Der deutsche Einheitsstaat, Adolf Hitlers große Sendung". Abschließend ift noch zu erwähnen, daß aud) für diesen Winter wieder mst der Leitung des Lichtspielhauses bei ber Veranstaltung einer größeren Zahl von K u l t u r f i l m - Vorführungen eine Zusammenarbeit beschloßen würbe. Auch auf biefem Gebiete der Pflege und Forderung des echten Kulturfilmes war der Goethe-Bund in der Erkenntnis des volkserzieherischen Wertes des Kulturfilmes unter den literarischen Vereinen einer der ersten, der dieser Kulturarbeit seine Mitarbeit schenkte und das Lichtspielgewerbe unserer Stadt in seinen dahingerichteten Bestrebungen unterstützte. Die An- erlennung des Kulturfilmes in unserem neuen Staat bekundet, daß auch auf diesem Gebiet ber Goethe-Bund den rechten Weg beschritten hat. Eine Fülle interessanter unb wertvoller Vortragserlebnisse wirb das neue Programm des Goethe- Bundes bringen. Bettachte es jeder Bürger unserer Stadt als seine besondere Pflicht, durch seine Mitgliedschaft und feinen Bortragsbefud) diesen Kulturfaktor zum Wohle der Allgemeinheit zu fordern und zu stärken! DomStudenienliedzurNa ionalhymne lieber bie Geschichte der berühmten Faschisten- Hymne „Giovinezza" werben in einem römischen Blatt interessante Mitteilungen gemacht: Es mar im Mai 1909, als Rechtsstudenten der Turiner Universität sich im Eafö Sustambrini versammelten, um nach glücklich bestandenem letzten Examen ein Abschiedsfest zu feiern. Dazu fehlte es ihnen aber an einem würdigen Festgesang, und sie beschlossen daher, sich an einen Kollegen zu wenden, der zugleich ein begabter Musiker war. Dieser, Giuseppe Blanc, hatte auch an ber Turiner Universität Rechtswissenschaft ftubiert unb sich danach als Rechtsanwalt in Turin niedergelassen. Er war als Komponist durch einen weitverbreiteten Walzer bekannt geworden, den er nach einem Roman von Fogazzaro „Malombra" getauft hatte. Zu diesem Manne begab sich nun einer der Studenten, um ihn im Namen seiner Gefährten zu bitten, er möge innerhalb von drei Studen bie Worte vertonen, bie einer ber Stu- benten, Nino Oxilia, zu bem festlichen Anlaß ge- bidjtet hatte. Die Verse begannen luftig, unb nachbem bie fröhlichen Tage Der Studien und Liebschaften gepriesen unb der Ernst ber Zukunft angedeutet waren, klang jede Sttophe in ein Lob ber Jugend aus, beginnend mit den Zeilen. „Giovinezza, giovinezza, Primavera di beflezza" (Jugend, Jugend, Frühling der Schönheit). Diese Verse sind in die Faschisten-Hymne übergegangen. Da» Lied hatte aber vorher noch manche Schicksale. 3m Jahre 1910 dient Giuseppe Blanc bei den Jägern; er singt seine Hymne von ber 3ugenb und diese findet Anklang bei seinen Kameraden, die sich Worte und Text einprägen. Sie lasten da» Lied in Tripolis erschallen, als das Regiment dorthin geschickt wird, unb in der neuen Umwelt, unter den kriegerischen Abenteuern entstehen neue Strophen. Wie wenn er ben Weltkrieg unb sein Schicksal vorausgeahnt hätte, schloß der Dichter Orilia feint letzte Strophe mit folgenden Worten: „Aber wenn eine» Tages der Ruf unserer nicht befreiten Brüder erschallt, wirb ber Feind uns lachend zum Todt fliegen sehen." Oxilia fiel am 18. November 1917 beim Tomba-Berge. Das Lied wurde von den Sol- baten nod) weiter gelungen, bis es dann von der faschistischen Bewegung zu ihrer Hymne erkoren wurde und dadurch Weltberühmtheit erlangte. B. schäft der Inden und auch mit der Herrschaft der Börse. Weil wir Nationalsozialisten den Staat der Volksgemeinschaft gegen den Liberalismus tu der Welt predigen und schaffen, hetzt das Judentum die Welt gegen Deutschland auf. Deswegen wird auch In der Welt die Lüge verbreitet, Deutschland rüste zu einem neuen Kriege. Wenn ein Stand friedliebend ist,dann ist es der deutsche Bauernstand. (Großer Beifall.) Der deutsche Bauer weiß, daß er unter Adolf Hitler wieder hoffen darf, und daß er. dafür dem Bauernkanzler zu danken hat. (Starker Beifall.) Mit der Person Adolf Hitlers steht und fällt der deutsche Bauer. (Sehr starker Beifall.) Das mögen sich alle draußen gesagt sein lassen. So friedliebend der deutsche Bauer ist, so fest ist sein Entschluß, lieber unter deu Fahnen Adolf Hitlers zu fallen, als noch einmal das jüdische System vor dem 30. Januar 1933 zu erdulden. (Langanhaltende stürmische Zustimmung.) Wenn Adolf Hitler jetzt nach acht Monaten stiner Regierung schon das Urteil des deutschen Volkes fordert und nicht zu scheuen braucht, so ist das auch ein Beweis dafür, daß es anders geworden ist in Deutschland. Es wäre in Deutschland Uscht anders geworden, wenn Adolf Hitler nicht die ganzen 14 Jahre hindurch an sein deutsches Dolk geglaubt hätte. Aus diesem Glauben heraus ist Adolf Hitler seinem deutschen Volke unverbrüchlich treu geblieben, trotz aller Verfolgungen. Der Führer hat an euch geglaubt, glaubt auch an ihn, er war euch 14 Jahre lang treu, seid nun auch ihm treu am 12. November! (Minutenlanger, immer wieder neu einsetzender tosender Beifall und jubelnde hellrufe!) Landesbauernpräsident Dr. Wagner rief zum Schluß: „Wir geloben unserem Bauernkanzler Adolf Hitler und unserem Reichsbauernführer D a r r ö unwandelbare Treue mit dreimaligen Sieg- Heil-Rufen!" Mit jubelnder Begeisterung stimmte die riesige Menschenmenge in die Rufe ein. Aus der Provinzialhaupistadt. Hessische Verordnung zum Schuhe der nationalen Symbole. Auf Grund des Gesetzes zum Schutze der nationalen Symbole vom 19. Mai 1933 hat der hessische Staatsminister folgendes verordnet: § 1. Das „Deutschlandlied", das „Horst-Wessel- Lied", die Lieder „Brüder in Zechen und Gruben", „Volk ans Gewehr", „Die Wacht am Rhein", „O Deutschland hoch in Ehren", „In München sind viele gefallen", „Blutigrot sind unsere Fahnen" und ihre Melodien dürfen in Gastwirtschaften, Kaffeehäusern und Vergnügungsstätten aller Art nicht gesungen oder gespielt werden. Eine Ausnahme von diesem Verbot ist nur im Rahmen ernster Veranstaltungen Dieses Verbot gllt ferner auch für Straßenmusikanten, Wandergewerbetreibende und dergleichen. §2. Vorsätzliche, ebenso wie fahrlässige Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften des § 1 werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit haft bestraft (§9 Abs. 2 des Gesetzes vom 19. Mai 1933). § 3-Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 6. November 1933 in Kraft. Kein wildes Bemalen der Bürgersteige und Häuserfronten. Der Führer der Gruppe Hessen der SA., Gruppenführer A. h. B e ck e r l e , weist darauf hin, daß wildes Bemalen der Bürgersteige, Häuserfronten usw. mit Aufrufen zum Zwecke der Wahlpropaganda seitens der SA. zu unterbleiben hat. Das Win^erhilfswerk. An alle Ortsgruppen- und Zellenwarte der NSV. des Kreises Gießen als örtliche Führer des Mnterhilfswerks. heute, Montag, den 6. November, um 20 Uhr, findet im Caf6 Leib eine dringende Sitzung wegen der Karkoffelversorgung statt. Alle örtlichen Führer des Winterhilfswerkes haben restlos zu erscheinen. Die Bürgermeister, sowie die landwirtschaftlichen Fachberater aller Gemeinden des Kreises Gießen müssen an dieser Sitzung auf Veranlassung der Gauleitung teilnehmen. * Die Verladung der Kartoffeln findet am Dienstag, den 7., und Mittwoch, den 8. November, statt. Durch Ortsschelle ist noch heute bekanntzugeben, daß die Anfuhr morgen (7. November) schon vormittags stattfindet. Es sind sofort alle Schritte zu unternehmen, damit das Einladen reibungslos geschieht. Die Waggons werden sofort von der Kreisführung bestellt. Soweit die einzelnen Verladebahnhöfe noch nicht angegeben sind, muß dieses bis spätestens Montag, den 6. November, 12 Uhr, nachgeholt sein. Gleichzeitig müssen die zur Verladung kommenden Mengen in Zentnern genau angegeben sein. Die örtlichen Führer werden für die restlose Durchführung verantwortlich gemacht. * Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß für die zur Vertellung kommenden Kohlenscheine eine Anerkennungsgebühr von 15 Pf. pro Kohlenschein zu bezahlen ist. Für die Stadt Gießen beträgt die Anerkennungsgebühr 20 Pf. Die Anerkennungsgebühr ist an den Kohlenhändler zu zahlen. Sie wollen bei der Verteilung der Scheine die bezugsberechtigten Volksgenossen darauf aufmerksam machen. heil Hitler! k l Ü ß, Kreisführer des Winlerhilfswerkes. Bornotizen. — Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Baby" mit Anny Ondra. — Katholischer deutscher Frauenbund, Kathol. Vereinshaus, 10 bis 20 Uhr, Krippen-Ausstellung. — DHV., Studentenhaus, 20.15 Uhr, Dichter-Abend: Mathias Claudius und Paul Ernst. — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Morgen abend 20 Uhr Erstaufführung der klassischen Operette: „Wiener Blut" von Johann Strauß. Spielleitung: Paul Wrede, musikalische Leitung: Fritz Cuj6, choreographische Leitung: Theo Bä ulke. Die Vorstellung ist 6. Vorstellung im Dienstag-Abonnement und zu Operetten-Preisen. Ende: 22.30 Uhr. — Mittwoch, 8. November, 6. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement, Wiederholung der Operette: „Wiener Blut" in der Besetzung der Erstaufführung. Operetten- Preise. Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. — Die Intendanz weist nochmals auf den pünklichen Dorstellungsbeginn hin. Zu spät kommende Theaterbesucher müssen, um Störung der Vorstellung zu vermeiden, während des Vorspiels in den Gängen warten. Im Interesse der rechtzeitig erschienenen Theaterbesucher und der Schauspieler wird die Intendanz für Durchführung dieser Anordnung Sorge tragen. * ** Feuer im Bergwerk. Gestern gegen 22.30 Uhr geriet aus unbekannter Ursache ein unweit der Straße nach Großen-Linden stehender Förderturm und das damit verbundene Maschinenhaus des früheren Braunsteinbergwerkes in Brand. Das Feuer griff mit rasender Geschwindigkeit um sich, und in kurzer Zeit war das Gebäude ein Raub der Flammen. Bis die Feuerwehr benachrichtigt werden konnte, war das Gebäude, in dessen Holzgebälk das Feuer reiche Nahrung fand, verloren. Der Sachschaden ist erheblich, da ein großer Motor und verschiedene Maschinenanlagen vernichtet wurden. ** Preußisch-Süddeutsche Klassenlotterie. Die Erneuerung der Lose zur zweiten Klasse muß bis zum 8. November, 18 Uhr, bei dem zuständigen Lotterie-Einnehmer geschehen. Pünktliche Erneuerung der Lose ist zur Vermeidung von Nachteilen für den Spieler notwendig. ** <51 e r b e f ä 11 e in Gießen. In der Zeit vom 16. bis 31. Oktober verstorben in Gießen: 17. Adolf Birkmeyer, Metzgermeister, 49 Jahre alt, Bahnhofstraße 13; 17. Alwin Petry, 12 Jahre alt, Walltorstraße 8; 17. Katharine Weber, geb. Schäfer, ohne Beruf, 46 Jahre alt, Brandgasse 5; 18. Julie Wolf, geb. Kluge, Wwe., 68 Jahre alt, Bahnhofstraße 32; 18. Susanne Fischer, geb. Diehl, 55 Jahre alt, Horst-Wessel-Wall 62; 19. Otto Müller, Werkmeister i. R., 78 Jahre alt, Liebigstraße 64; 20. Wilhelm Bender, Schreinermeister, 73 Jahre alt, Hitlerwoll 27; 24. Katharine Hochstein, geb, Genth, 49 Jahre alt, Landgraf-Philipp-Platz 5; 26. August Holland, Buchdrucker, 74 Jahre alt, Plockstraße 10; 27. Friedrich Becker, Hausmeister i. R., 70 Jahre alt, Mühlstraße 6; 28. Pauline Agnes Dreißig, geb. Schaar, Wwe., 72 Jahre alt, Lessingstraße 5; 29. Alfred Fröhlich, Kaufmann, 68 Jahre alt, Werner- wall 49; 30. Friedrich Schmerle, Werkmeister i. R., 74 Jahre alt, Liebigstraße 41; 31. Karoline Auguste Anna Marie Schäfer, geb. Loos, Wwe., 81 Jahre alt, Licher Straße 9. ** EineLuther-PostkartederReichs- vo ft. Anläßlich des 450. Geburtstages von Dr. Martin Luther bringt die Deutsche Reichspost eine Postkarte mit dem Bild des Relorrnators heraus Mit der Lutherkarte setzt die Reichspost ihre Reihe von Gedenkpostkarten fort, wie sie auch schon in der Vergangenheit erschienen sind. Huberiusfeier 4933. Kem Platz im Saale des Hotels Hindenburg war mehr frei, als das Jagdhorn die Mitglieder und Gäste des z. Von Heinz Sprengel, Bad-Nauheim. Durch die große Not in den Kreisen der Neuhaus- besitzer und Eigenheimsiedler haben sich im vergangenen Jahre in allen Ländern Deutschlands Notgemeinschaften gebildet, um den Kampf für den Neuhausbesitz mit einer Reichsarbeitsgemeinschaft an der Spitze erfolgreich zu führen. Nach der nationalen Revolution sind nunmehr alle Notgemeinschaften zu einem Reichsverband deutscher Neuhausbesitzer und Eigenheimsiedler zu- ammenaesaßt worden, der unter nationalsozialifti- cher Führung steht und die einzige Organisation licfer Art ist, die von der nationalen Regierung anerkannt wird. Der Reichsverband hat sich zum Ziele gesetzt, nicht nur die allgemeinen Belange des Neuhausbesitzes zu vertreten, sondern auch jedem einzelnen Neuhausbesitzer und Eigenheimsiedler in allen ihn angehenden Fragen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Nur der engste Zusammenschluß aller Neuhausbesitzer und Eigenheimsiedler verhindert die Ausschaltung des Neuhausbesitzes aus dem von der Reichsregierung angestrebten Gesundungsprozeh unserer Gesamtwirtschaft. Trotz der verhältnismäßig kurzen Lebensdauer hat der Reichsverband schon sehr viel erreicht, z. B.: Schaffung eines ausreichonDen Vollstreckungsschutzes; Herabsetzung der Zinssätze; Verminderung des Kapitals (Umschuldung); Gewährung von Mitzuschüs- sen in dem gleichen Maße, wie dem Althausbesitz; Gewährung von Reparaturzuschüssen, wie dem Althausbesitz; völlige Steuer-Gleichstellung der vor dem 1. April 1931 bezugsfertig gewordenen Neubauten mit den später errichteten; Beseitigung der Derzuas,Zuschläge bei Hypotheken. Verschiedene wesentliche Punkte sind noch nicht erfüllt, und es ist von allen in dem Reichsverband nur ehrenamtlich tätigen Personen noch viel Arbeit zu leisten, um die große Not bei dem Neuhausbesitz restlos zu beseitigen. Im nationalsozialistischen Deutschland ist es eines jeden Pflicht, Gemeinnutz vor Eigennutz zu stellen und mitzuhelfen an der Förderung des Gesamtwohles unseres notleidenden Volkes. Wie alle Führer in dem Reichsoerband die Pflicht haben, alles zum Wohle des Neuhausbesitzes zu tun, so ist es auch für jeden einzelnen Neuhausbesitzer Pflicht, den Reichsoerband durch feine Mitgliedschaft au stärken und zu stützen. Jeder Neuhausbesitzer sei sich dieser Pflicht bewußt, denn nur eine geschlossene Organisation ist stark und kann nur bann das wirklich erreichen, was sie sich zum Wohle ihrer Träger als Ziel gefetzt hat. Anderseits find die Beitragsleistungen so gering bemessen, daß es jedem möglich sein wird, diese Verpflichtung zu erfüllen. In Frage kommen jedoch nur Neuhausbesitzer, also nur Hausbesitzer, deren Gebäude nach 1918 mit oder Zuschuß errichtet wurden. Leider hat in letzter Zeit öfter die irrige Meinung Platz zu greifen versucht, daß in nächster Zeit eine Verschmelzung des Neuhaus-Reichsoer- dandes mit dem Hausbesitzer-Verein (Althausbesitzer. Verband) erfolgen würde. Zur Richtigstellung dieses jeder Grundlage entbehrenden Gerüchtes sei hier betont, daß an einen Zusammenschluß dieser beiden Organisationen nicht zu denken ist, weil die Daseinsberechtigung und die Ziele beider Vereinigungen noch völlig auseinandergehen. Die Reichsspitzen beider Verbände arbeiten wohl von Fall zu Fall in gleichen Bestrebungen einmütig zusammen, sind aber sonst völlig unabhängig voneinander. Wie der Neuhaus-Reichsverband nicht die Interessen des Althausbesitzer-Derbandes vertreten kann, ist es auch dem Althausbesitzer-Derband nicht möglich, die vielen und wesentlichen Belange des Neuhausbesitzes wahrzunehmen. Jeder trete deshalb der Organisation von beiden Verbänden bei, der er wirtschaftlich zugehört. Der Landesverband Hessen im Reichsverband deutscher Neuhausbesitzer und Eigenheimfiedler wird alle in Hessen wohnenden Neuhausbesitzer und Eigenheimsiedler nunmehr als Mitglieder zu erfassen suchen. Es werden zu diesem Zwecke demnächst in den einzelnen Gemeinden der Provinz Oberhessen, soweit noch keine Ortsgruppen bestehen, Versammlungen abgehalten, deren Ort und Zeit vorher den in Frage kommenden Personenkreisen bekanntgegeben werden. • Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die im Statistischen Reichsamt beregnete Indexziffer der Großhandelspreise stellt sich für den 1. November auf 96,1, sie hat sich gegenüber der Vorwoche (95,9) um 0,2 v. H. erhöht. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 93,6 (plus 0,4 v. H ), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 88,9 (minus 0,1 v. H ), und industrielle Fertigwaren 113,9 (minus 0,1 v. H ), davon Produktionsmittel 113,9 (minus 0,2 o. H ), Konsum- guter 113,9 (plus 0,1 D. H ). • Weitere Steigerung der Umsätze in der Herrenkonfektion. Die September- Umsätze im Herrenbekleidungsgefchäst sind im Der- hältnis zum Dergleichsmonat des Vorjahres im Reichsdurchschnitt um 13,81 v. H. gestiegen. Besonders günstig entwickelten sich die Umsätze in Württemberg, im Rheinland, Freistaat Sachsen, in Norddeutschland und Schlesien. Frankfurter Börse. Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 4. Nov. Die Geschäftsstille, die schon in der ganzen Woche vorherrschend war, zeigte an der heutigen Wochenschlußbörse eher noch eine Verschärfung. Die Unternehmungslust der Kulisse wird nach wie vor durch den nur schleppenden Ordereingang seitens der Kundschaft gehemmt. Indessen war Die Grundstimmung weiter freundlich, die höheren Vorbörsenkurse auf Grund der Befestigung der deutschen Werte im Auslande wurden aber kaum mehr erreicht. So lagen am Rentenmarkt Neubesitz nach vorbörslich 13,40 amtlich nur noch 13,25 und bald danach 13,1250 v. H. Altbefitz bröckelten um 0,13 v. H. auf 78,75 v. H. ab, während späte Reichsschuldbuchforderungen zu 89 v. H. gut behauptet waren. An dem Aktienmarkt war die Kursgestaltung uneinheitlich, aber im ganzen nur wenig verändert. Montanwerke lagen jedoch meist niedriger, so Har- pener (— 0,75), Rheinstahl (— 1 v. H ), Gelsenkirchen (—1,25 v. H.) und Mannesmann (—1,50 v. H ). Don Elektroaktien zogen Siemens 1 v. H. an, AEG. waren gut behauptet, dagegen gaben Lah- meyer 1,50 v. H., Schuckert 1 v. Sy, Licht und Kraft und Elektr. Lieferungen je 0,50 v. H. nach. Sehr schwach lagen wieder Chadeaktien 135 bis 132 (—3 Mark). JG.-Farben gaben nach behauptetem Beginn um 0,25 v. H. auf 115,75 v. H. nach, Scheideanstalt lagen aber 1,25 v. Sy fester. Schisfahrts- aftien bröckelten um 0,13 v. Sy ab. Weiter befestigt waren Reichsbank (+ 0,50 v. H ). Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille an und infolgedessen gaben die Kurse überwiegend etwas nach. So Phönix (34 bis 33,25), Stahlverein (28,25 bis 28), Siemens (132,50 bis 131,50), Hapag (9 bis 8,90), Nvrdd. Lloyd (9,90 bis 9,65), ferner tarnen Holzmann weitere 1 v. Sy (52) niedriger zur Notiz. Anderseits waren Lahmeyer wieder um 1,75 v. Sy auf 101,75 v. H., Rheinstahl von 75,25 bis auf 75,50 v. Sy erholt. Reichsbank lagen erneut fest, 156 bis 155,50 bis 157, Rhein. Braunkohlen gewannen 1,25 v. Sy auf 183,25 v. Sy Von deutschen Anleihen gaben Altbesitz auf 78,50 (—0,25 d. Sy) nach, Neubesitz und späte Schuldbücher blieben unverändert. Kassarenten lagen sehr still, aber gut behauptet, ßiquibationspfanbbriefe waren meist etwas fester, Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen zeigten nur geringfügige Veränderungen. Von Länderanleihen 6proz. Hessen von 1929 87 (+ 0,25 v. Sy), von Staatsanleihen 1927er Reichsanleihe 89,65 (—0,50 v. Sy). Stadt- anleihen tendierten uneinheitlich bei Abweichungen von 0,50 bis 1 v. Sy nach beiden Seiten. Auslands- renten lagen geschäftslos. Tagesgeld war zu 3,50 o. Sy weiter erleichtert. Exportoaluta 26,75 v. H. Berliner Frühbörfe. Berlin, 6. Nov. (WTB.-Funkspruch.) In der Woche vor den Wahlen eröffnete die Börse weiter zurückhaltend. Es fehlte an besonderen Anregungen, auch die Auslandsbörsen zeigten keine ausgesprochene Tendenz. Nach den Abschwächungen vom Samstag waren eher kleine Kurserholungen S, doch blieb die Situation auch am Renten- t unverändert. Am Devisenmarkt errechnen sich über Zürich Pfunde gegen Paris 79,90, Amsterdam 7,75, Schweiz 16,15, Kabel 4,86. Frankfurter Lttrlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 6. Nvo. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1443 Stück Rinder (378 Ochsen, 108 Bullen, 490 Kühe, 447 Färsen), 394 Kälber, 296 Schafe, 3748 Schweine. Es kosteten: Ochsen: 20 bis 31, Bullen 23 bis 30, Kühe 11 bis 27, Färsen 22 bis 32. Kälber 25 bis 40. Schafe 19 bis 27. Schweine 43 bis 51. — Marktverlauf: Rin- der langsam, Kälber und Schafe ruhig, Schweine mittelmäßig. Frankfurter Buttermarkt. F r a n k f u r t a. M., 4. Nov. Die Marktlage blieb fast unverändert. Entgegen den Hoffnungen des Handels blieb der Absatz ziemlich schleppend, meist beschränkte sich die Nachfrage nur auf billige Sorten, wird feder haben Spenden für bad deutsche Wimerhilsswert durch olle Danken, Sparkassen unb Dostansialie« Postscheckkonto: Frankfurt a. 2TL 28100. die aber nur knapp angeboten sind, h Markenbutter verzeichnete etwas größere Zufuhren. Die Preis« zeigten gegen die Dorwoche keine Veränderung und notierten per 50 Kilo franko Frankfurt a. M, in Reichsmark wie folgt: Deutsche Markenbutter 145 bis 148, deutsche Molkereibutter (meist süddeutsche) 140 bis 143, holländische Markenbutter 152 bis 155. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 4. Nov. Bei etwas lebhafterem Geschäft zogen die Preise für verschiedene Aus- landeier leicht an, während deutsche Frischeier kaum angeboten wurden und daher auch keine Notiz erfolgte. Kühlhauseier notierten gegen die Vorwoche unverändert. Es notierten in Pfennigen pro Stück franko Frankfurt a. M.: Holländer Klasse S 12,75, Klasse A 12,25, Klasse B 12, Klasse C 11. Esten und Memelländer: Klasse S 12,25, Klasse A 12, Klasse B 11,75, Klasse C 11. Bulgaren 11, Rumänen 10,50, Polen 9 bis 10. Kühlhauseier: deutsche 9,50 bis 11, Westware 9,75 bis 10,50, Ostware 9,50. Don der Schuhhast ins Gefängnis. WSN. Frankfurt a.M., 3. Nov. Nachdem das Urteil der Großen Strafkammer gegen den Kriminalrat Mührdel und den Syndikus Dr. Marx Rechtskraft erlangt hat, haben die Angeklagten infolge Anrechnung von fünf Monaten Untersuchungshaft noch je zwei Monate Gefängnis zu verbüßen. Beide Verurteilten find zur Vollstreckung der Strafe in das Gefängnis übergeführt worden. Großfeuer im Frankfurter Güterbahnhof. WSN. F r a n k f u r t a. M., 4. Nov. Am G ü t e r- b a h n o f geriet gestern abend der Lagerschuppen einer hiesigen Speditionsfirma in Brand. Das Feuer breitete sich schnell aus, konnte aber durch die energisch eingreifende Feuerwehr bald auf seinen Herd beschränkt werden. Ein Teil der in dem Schuppen lagernden Güter ist vernichtet worden, darunter ein großer Posten Kakaobohnen. Der Schaden dürste beträchtlich sein. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. SPielPlan der Frankfurter Theater. Opernhaus: Montag, 6. Nov.: Don 20 Uhr bis gegen 22 Uhr: EinfühNingsadend. Im Kurtheater Bad Hornburg: 20 Uhr: Der Waffenschmied. — 7.: Von 19.30 Uhr bis gegen 23 Uhr: Arabella. — 8.: Don 18.30 Uhr bis gegen 23 Uhr: Lohengrin. —9.: Von 20 Uhr bis gegen 22 Uhr: Totengedenk- feier für die Gefallenen der Feldherrnhalle — 10.: Von 20 Uhr bis gegen 22.30 Uhr: Der Ring der Nibelungen, Vorabend: Das Rheingold. — 11.: Don 20 Uhr bis gegen 23 Uhr: Die luftige Witwe. — 12.: Von 18 Uhr bis gegen 22.30 Uhr: Der Ring des Nibelungen. Erster Tag: Die Walküre. Schauspielhaus: Montag, 6. Nov.: Don 20 Uhr bis gegen 23.30 Uhr: Hundert Tage. — 7.: Von 20 Uhr bis gegen 22 Uhr: Konjunktur. — 8 : Don 20 Uhr bis gegen 22.45 Uhr: Uraufführung: Hutten. Ein Schauspiel von Uli Klimsch. 9.: Don 20 Uhr bis gegen 22 Uhr: Totengedenkfeier für die Ge- fallenen der Feldherrnhalle. — 10.: Don 20 Uhr bis gegen 22.15 Uhr: Krach um Jolanthe. — 11.: Don 16 bis 18 Uhr: Werbeveranstaltung für die SA. und SS.: Konjunktur. Kein öffentlicher Kartenverkauf. Von 20 bis 22.45 Uhr: Hutten. — 12.: Von 16 bis gegen 18 Uhr: Der Meisterboxer. Bon 20 Uhr bis 23.30 Uhr: Hundert läge. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt beichtossenen DioiDenDe an. - ReichsbankD.skont 4o H Lombardzinsfuß 5 v. H. .tranüur u. 1)1 Berlin C?d)lufi- furt Schluß!. Abend. bJrft l?chluO» tut# 5lu6f. Ulittaq. btrfe Oatum 3.11. | 4-11. 311- | 4.11. •% Teutldte SrldjUnleUx v. 1987 90 89.65 90 89.75 6% ebem.7% Tt. tKcidrtanl. o. 1939 99 99.25 99 99 Dounfl-TlnteftK von 1930 . Deut|»e rinl.«bioi-Lchuld ml! 85.5 84.75 85.65 84.75 «u 13.13 13.25 13.13 (ruitidblb. 103%) •% Mf. VanbHban! Darmlladt »old m. iw 86.75 87 86.75 87,25 86.75 87 87 87 IK% Ml Vantie-^qpotbelen. dank Tjrmftaöt Staut 87 87 _ _ Cberbeffen Provinz-Anleihe ml! Muili'l.-jRtditcn Leuifche Komm. Lammeladl. An- 71 — — leide Serie 1 mit Auöloi.-Rechten •% ebem. 8% (»tantf. Hur-.-Sank ijolbpfe. 15 unkündbar bU 1935 75 75,25 — 75 87.65 87,4 — t% ebem. 7 Frankl Yop.-Banl Goldvle 16 unkündbar bU 1936 114% ebem. ♦ *■>% Krankt Hvp.- 87.65 87.5 87.4 — — Vank-Liau.-Pfandbnefe 87.75 — — d!4% ebem. Sibemifche btzp -Bank-Liau.-Ololdvfe. 6% ebem. 8% Pr. t'anbe4pfanb- Briefanftait. Pfandbriefe « 19 89 87.75 89.4 •— — 87.75 88 88 <% ehern. 7% Pr. !?Qn»e brirfanftall, Pfandbriefe M. IC 88 88 88 88 tteuergutid). Verrechnungskurs 87.8 1 87.8 87.8 1 87.8 4% Oenertetdilfd» Wölbten« 4,80°, Ceflerreid)t| iBeielllcbalt................ 0 41,5 41.5 41,5 41,5 Dresdner Bank.............. 0 50.5 50.5 50.5 51,5 Seidrtbanl ............. 12 155.25 157 155 156.5 a.c.«......................0 15.75 15.9 15,5 15.65 Bekula.....................0 ttleltr. LleferungkgefeMchajt... 6 108.25 108.65 109 108.65 78 78 79 79 Licht und Uralt ... 6 69 88.75 89 89 freiten & tbuillemime ......0 Gelelllch.f.iLektr Unternehmung. 6 40 40 40 40.25 72,5 71 71.75 70.75 Rheinische ölcfrrt.iitdi ....... 6 77.25 77,25 77,5 77.25 LchuckenStic. ............ 5 88,5 82.5 83,5 82.5 Siemen» S Male............7 131.5 131.5 131.5 131.25 Labmeyer S La............. 10 101.5 1 101.75 104 102.5 Buaenr« ........ 0 63.25 1 63 63 63 Ctut1*e OrfcM ............... 90.75 90.5 90.65 89.65 Sellenkirchener ............. 43.5 42,25 42.75 41.75 C'-wuenet..............< 77.5 76,75 78 76,25 Hc,- ■ iLtlen—kkSln-N-uesle» .. t — — 49.5 43 25 — 126,5 — 127 $i|e Bergbau ilenüjfe......i 93,4 94 94 95,5 6164« merfe .............. 4Bacne4eiÄna-SU6mi ,,...... 48.25 49.7' ! 43.65 . 48.5 43.25 49,25 48 \ 41,13 frrantrur a. 491. | 8er Schwß- turt öa)lugr.| Abend- I bi’r 1 Schlup» turt tSchlujf. Mt'nag- bir[t Datum ilianifeloer Bergbau.........0] Kubroerfe 0 Pbonir Bergbau ............ 0 Rbetuliche Braunkohlen ..... io] Sibeinitabl Oi Bereinigte Stahlwerke........ Claol Minen 0 Ikaitwerke Afchersleben........ 5 Sollwerte SSeiteteaeln........ b Sollwerte Salzdetfurth.....1V*\ g t». Farden-Industri»....... 1 GiteibeanltaU............... ® Oiolbk-bmibt ................0 Rütgerswerke...............o ISetaUgekUfdialt.....-.......0 Philipp HoUmann ...... 0 Zementwerk Heißester, ......0 lernentweri »adüabt......... 0 Schultdeil Pa»enhofer ......0 flhi ("allgemeine Sunstleide) .. C Bemberg ® Zellstoff Saldhof ............ 0 Zellstoff «fchaffenburg ....... C Sefiauer ®a« .............. J Daimler Motoren........... o Deutfche Linoleum........... 0 Crenfteln A »oppel .......... 0 Leonhard Hetz .............. 0 Ibabe ...................10 8Utumulatorra»fra6rtT........ ioori-Oummi .......- 0 Kc -t'o'tDerfe ft.DL..« 1 etobeuticbei Zucker ......— 3.11. 23 34.13 182 76.25 28.5 9.75 107 108,5 116 173 38 45.75 52 ,2.8 80 29 39 32 20.5 77 39,75 13.75 134 161 128.25 1 = 4 11. 22,75 33,25 183.25 75,5 28 9.75 108.5 115.75 174 38 45,5 52.5 52 72.5 80 29 38.5 32 21 27 38.5 1 I3T5 132 160.75 129.75 1 « 1 163 3-11. 22.5 66,4 34 183,4 75.75 28,5 9.65 107.5 109 146 115.75 38.25 45.9 ! = 85 28.25 39 32 20.9 99 27 39,4 24,25 13.75 135,5 160 128.75 I = 4-11. 22 65 32.25 183 76 27.65 9.65 107.75 108 145.5 115.75 38 45,25 53 52.75 - 85 28.75 38.75 31.5 20.75 98.75 26.5 39.4 24 1 13,65 127 160 1 130 1 1634 Devisenmark« Berlin — Franksurl a Hl 3. November 4.November »mtl'che Tlotierun Amtliche Xotierun. «selb ?re <*eb' Delfingfott.. Wien ...... Prag ...... 5.759 48.05 12.41 5.771 48.15 12.43 5.789 48.05 12.40 5.801 48,15 12.42 BuoapeS ... Sofia ...... Holland .... Cftlo ..... 3.047 168.93 65.43 3.053 169.27 65.57 3.047 169.03 65.78 3.053 169.37 65.92 Sorenhagen. Stockholm . . . 58.14 67.13 58.26 67,27 58.39 67.43 58.51 67.57 London ..... Buenos Aires 13.02 0.963 13.06 0.967 13.08 0.963 13.12 0.967 Neuvork ... 2.687 2.693 2.702 2.708 58.54 Brüllet..... 58.39 58 51 58.42 Italien..... 22.05 22.09 22.05 22.09 Pani ...... 16.39 16.43 16.39 16.43 Schweig.... Spanien... Tan,tg..... Jovan..... Rio de Ian. 81.07 35.11 81.57 0.784 0.227 81.23 35.19 81.73 0.786 0.229 81.07 35.11 11.57 0,785 0.227 81.23 35.19 81.73 0.787 0.229 ^ugoflawien VthabM ... 5.295 12.67 5.305 12.69 5.295 12.66 5.305 12.68 Banknoten. Berlin, 4.71ov mr