Donnerstag, b.Zuli (935 185. Jahrgang Nr. 155 Erstes Blatt Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°, mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den An- 0er Kampf gegen Dollfuß wird fortgesetzt. Stimmen«der Mrtschasi zum Arbeits- beschaffmgsprogramm der Reichsregiemng morgigen Vureaufihung einen Antrag einbringen wird, die Konferenz auf zwei Monate zu vertagen. nutze machen wollen. Da die frei werdenden Posten bei dem heutigen Stand des Geschäfts nicht eingespart werden können, fuhren diese ches und unter Austritte zwangsläufig zuneuenEinstel-' - :x London, 5. Juli. (1DX23.) Die amerikanische l Delegation hat Mittwochabend eine Erklärung aus- ! gegeben, die u. a. folgendes besagt: Präsident Roosevelt hat klargelegt, daß er gegenwärtig in einer zeitweiligenWährungs- stabilisierung keinen zweckmäßigen Schritt erblickt. Line derartige Stabilisierung würde künstlich und unwirklich sein. Sie könnte die einzelnen Länder behindern, die Politik praktisch durchzuführen, die für ihre innere Lage unbedingt notwendig ist. Lr hat die Konferenz dringend aufgefordert, sich ihrer grundlegenden Aufgabe zuzuwenden, nämlich Mahnahmen der verschiedenen Rationen zu erleichtern, die nicht vorübergehender Art, sondern geeignet sind, die schweren Schäden der jetzigen Wirtschaftslage zu erleichtern und womöglich zu beheben. Präsident Roosevelt legt auf den Erfolg der Konferenz und auf freundschaftliche Zusammenarbeit nach wie vor den größten wert. Die Reubewertung des Dollars, bemessen an den amerikanischen waren, ist ein Ziel, von dem sich Regierung und Volk der Vereinigten Staaten nichtabbringen lassen können. Unsere Ausmerksamkeil gilt den amerikanischen waren- preisen, wie der wert des Dollars, gemessen an ausländischen Währungen sein wird, beschäftigt uns gegenwärtig nicht. Der Außenwert des Dollars wird davon abhängen, wie weit es anderen Ländern gelingt, die Preise ihrer eigenen waren, gemessen an ihrer nationalen Währung zu bessern. Unsere Politik enthält nichts, was den Interessen auch nur irgendeines anderen Landes zuwider wäre, wir verlassen uns darauf, dah kein anderes Land versuchen wird, uns bei der Erreichung wirtschaftlicher Ziele zu behindern, die im Interesse unserer wirtschaftlichen Gesundung liegen. Als die Währungen der grohen Rationen des europäischen Kontinents — Frankreichs, Italiens und Belgiens — während einer Reihe von Iahren in ihrem Werl sanken, haben wir keine Kritik an ihrer endgültigen werloerminderung geübt. Als Ä r o h - B r i t a n n i e n und die skandinavischen Länder den Goldstandard verliehen, gab es in den vereinigten Staaten nur teilnahmsvolles Verständnis. Großbritannien ist jetzt seit nahezu 1) Iahren vom Goldstandard gelöst. Die vereinigten Staaten sind seit weniger als drei Monaten in der gleichen Lage. wenn es Länder gibt, in denen Preise und Kosten bereits faktisch im Gleichge- wicht sind, halten wir es nicht für die Aufgabe der Konferenz, sie zu überreden, eine Politik zu betreiben, die ihren eigenen Interessen widerspricht. Erste Aufgabe ist, diePreisewiederausein Rioeau zu bringen, auf dem die Industrie und vor allem die Landwirtschaft mit Gewinn und Erfolg arbeiten können. Zweite Aufgabe ist es, die so erreichte Stabilität oufrechtzuerhalten. Die Rolle, die da n n Gold und Silber spielen sollen, dürste ein weiterer Gegenstand für die Konferenzberatungen sein, wir sind der Auffassung, dah die grohen Probleme, die die Zusammenkunft der Rationen gerechtfertigt haben, heute ebenso aktuell sind wie vor einigen Wochen, wir können uns kaum vorstellen, dah die Auffassung, die wir in der minder wichtigen Frage der zeitweiligen Stabilisierung vertreten haben, solche Erörterungen weniger ratsam erscheinen lassen könnte. deutsche Einigung. Die deutsch-bulgarische Freundschaft. Ein Interview des Neichsminiftcrs Dr. Goebbels. Sofia, 5. Juli. (WTB.) Die Regierungszeitung „Snane" hat ein g r o h a u f g e z o g e n e s Interview ihres Berliner Korrespondenten mit Reichsminister Dr. Goebbels veröffentlicht. Dr. Goebbels gibt zunächst eine eingehende Darstellung über die nationalsozialistische Revolution. Er betonte die Friedensliebe der Regierung, weil eine Regierung, die den inneren Fr jeden wolle, keinen Kriegnach außen wünschen könne. Als Grund, warum das neue Deutschland auf die Kühle Her ganzen Welt gestoßen sei, nennt Goebbels die Derleumdungshetze, die von den früheren deutschen Regierungen gegenüber der nationalsozialistischen Bewegung betrieben worden fei, so daß die Welt nicht habe erkennen können, was der Nationalsozialismus in Wirklichkeit darstelle. Seine Aufgabe sei es, die im Ausland Herr- Roosevelt wünscht keinen Abbruch der Weltwirtschastskonserenz. Eine zweite Erklärung des amerikanischen Präsidenten.-Ootlarbewertung nach bmnenwirk schafilichen Bedürfnissen der Hebung des Preisniveaus, aber Endziel bleibt d,e Stabilisierung keinen Zweifel darüber läßt, in welchem Sinne es die oorgeschlagene Kompromißformel auslegen wurde, hat es das Verdienst der Aufrichtigkeit für ich. Roosevelt gibt in seiner Erklärung der Kon- erenz einen letzten Hoffnungsschimmer, indem es ich immer nur gegen diezeitweilig e S t a- bilisicrung ausspricht. In Frankreich, wo man seit Wochen mit großer Gereiztheit den amen- kanischen Standpunkt bekämpft und für die Bedürfnisse der inneramerikanischen Wirtschaftspolitik keinerlei Verständnis aufbringt, ist man freilich chon jetzt im Begriff, dem amerikanischen Präsidenten die Schuld für das rasche Ende der Konferenz, das man für unabwendbar hält, zuzuschieben. Deutschland gehört weder dem einen noch dem anderen Währungsblock an und hat schon aus diesem Grunde kein Interesse, sich an dieser Stimmungsmache zu beteiligen. Heule Vettaauna der Konferenz? London, 5. Juli, (wlv.) Ls verlautet, dah die amerikanische Delegation auf Grund des transatlantischen Telephongespräches mit Präsident Roose- velt bereit ist, einer Vertagungderwelt- Wirtschafts-Konferenz zuzustimmen. Sie wird sich aber gegen eine permanente Vertagung der Konferenz erklären und wird nachdrücklichst dafür hnlteleu, dah einige der Ausschüsse der Konferenz wieder zusammenkommen sollen, wahrscheinlich in Genf. Die Delegationsführer werden den amerikanischen Bericht entgegennehmen »m& eine Entschließung vorbereiten, die der Plena^sefsion unterbreitet werden soll. Man glaubt, daß die amerikanische Delegation in der Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild Die Scholle monat$=Bc3ugspreis: «Dlit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr ..' . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüste onter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: granffurt am Main 11686. Berlin, 5. Juli. (TU.) Der Vorsitzende der Deutschen W a g e n b a u - V e r e i n t g u n g Mar K r a h 6, Geschäftsführer und Teilhaber der Waggonfabrik Taldot G. m.b.H., Aachen äußert sich zum Arbeitsbeschaffungsprogramm folgendermaßen: Zweck des Gesetzes ist, durch unmittelbare und mittelbare Beihilfe die nationale Arbeit zu fordern, das Vertrauen zur Gegenwart und Zukunft zu stärken, das Volk zur Mitarbeit an der Ueberwin- dung der Krisis auszurütteln, und so allmählich Herr der Arbeitslosigkeit zu werden. Die Reichsregierung streut damit eine verheißungsvolle Saat aus, und es ist Pflicht eines jeden Deutschen, durch Tat und Gesinnung die Absichten der Reichsregier- rung z u u n t e r st ü tz e n. Der Volkswirtschaft wird ein Betrag bis zu einer Milliarde Reichsmar k z u r Verfügung gestellt. Man will in zahllosen Einzelwirtschaften und öffentlich rechtlichen Körperschaften die Initiative und die Möglichkeit zu neuem Schaffen wachrusen. Dies ist der offenkundige Gesichtspunkt, ' unter welchem die Bestimmungen über die Verwendung der Milliarde getroffen worden sind, und so kann erwartet werden, daß sich ein breiter, richtig geleiteter Strom von 21 r b e 11 und Segen durch das ganze Land ergießen wird. Verstärkt wird dieser Strom durch die Bestimmungen des Gesetzes über die Steuerfrei^ eit für Ersatzbeschaffungen. Solche Ersatzbeschaffungen in übernormalem Maße jetzt vorzunehmen, sollte sich jeder Verantwortliche angelegen sein tas- sen. Ich vertraue, daß die Auswirkungen des Gesetzes auch der Waggonindustne, der es seit Jahr und Tag besonders schlecht geht, einen neuen Aust trieb geben werden. Aber nochmals sei gesagt, datz alle helfen müssen im Sinne der Regierung und ihrer Aufforderung zur f r e i w i 111 ge n Spende >ur görb er ung ber nationalen Arbeit. Grauer Pessimismus muß lebendiger, aktiver Zuversichtlichkeit weichen, und jeder soll wissen, daß wohlverstandener Eigennutz bedacht sein muß auf Forderung des Gemeinnutzes, Der Geschäftsführer der Karlsruhe^ Parfümerie- und Toilettese.fen.^abr. F Wolff & Sohn, G. m. b.H-, Fritz Rolf Wolff, Mitglied des Präsidiums des Verbandes Badischer Industrieller, äußert sich fo(geni)erma6en. Für meinen Betrieb kommen folgende Besüm- mungen des Arbeitsbeschaffungsplans praktisch tn ^^Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen". Die über die Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen gegebenen Gesetzesbestimmungen haben in meinem Betrieb dazu geführt, daß wir uns zur Anschaffung einer.ganzen Reihe von Maschinen und Einrichtungen, die bisher immer wieder zuruckgestellt worden waren, entschlossen haben 2. „Förderung der Eheschließungen M t Rücksicht darauf, daß die Belegschaft meines Werkes zu % weibliche Arbeitnehmer umfaßt, werden aller Voraus- sicht nach die über „die Forderung der Eheschließungen" erlassenen Bestimmungen e in c große Reihe von Austritten solcher Arbeiterinnen herbeiführen, die die Vergünstigungen dieser Gesetzesbestimmungen sich zu- schäft heben. Es steht bei sukzessiver Durchführung des Gesetzes zu erwarten, daß die bereits im Frühjahr d. I. erstmals wahrgenommene Belebung des Absatzes bei Sägeindustrie und Holzhandel anhält und sich vielleicht noch steigern rotrb. Damit wird die Geschäftstätigkeit in unserem Berufszweig zum erstenmal wieder aus einer nahezuhoffnungslosen 2 et h ar- g i e e rw a ch e n, in die sie in den letzten Jahren zu versinken drohte. Es darf angenommen werden, baft die durch das Gesetz von der nationalen Regierung erhoffte Wirkung — Verminderung der Arbeitslosigkeit — in unserem Berufszweig eintreten wird." Dir neue Erklärung Roosevelts über die Stabilisi- rungsfrage ist eine Interpretation seiner am Montag in London bekannt gegebenen sehr kategorischen Ablehnung der Forderungen der Goldländer. Die neue Erklärung hat den unverkennbaren Zweck, d e n u n - günstigen Eindruck zu verwischen, den Roosevelts Antwort an die Goldländer schon wegen ihres selbstbewußten Tones gemacht hat. Roosevelt betont deshalb, daß er a u f den Erfolg der Konferenz und ihre freundschaftliche Zusammenarbeit nach wie vor größten Wert legt. Es kam ihm darauf an, die weitgehende Ueberein« ftimmung seiner Ansichten mit denen der britischen Regierung hervorzuheben und dadurch dem Anschein einer moralischen Isolierung der Vereinigten Staaten entgegenzuwirken. Wenn Roosevelt sich der englischen Erklärung anschließt, daß die Rückkehr zum Goldstandard d a s E n d z i e l sei daß sich aber jede Regierung hinsichtlich des Zeit- Punktes und des Kurses volle Freiheit vorbehalten müsse, so fragt man sich, worin der tatsächliche Unterschied zwischen dieser und der g a n z ähnlichen Formulierung der Goldblockländer besteht und warum Roosevelt die eine billigt und die andere ablehnt. Tatsächlich ergibt sich aus diesem Hin und Her von Erklärungen, daß die Konferenz a u f d e m falschen Wege ist, wenn sie tiefgehende Gegen- fätze der Auffassungen und der Interessen durch Kom- promißformeln überbrücken will. Indem Amerika Meldungen über eine bereits erfolgte Vertagung der Weltwirtschaftskonferenz eilen den Tatsachen voraus. 3m Augenblick sind die Räume und Wandelgänge des Konferenzgebäudes mit Hunderten von Politikern, Delegierten. Sachver» ständigen und Pressevertretern gefüllt, die sich leb- Hin Ausruf der Landesleitung VcrN>sTAP. MSMSMMW WMWMZ Genf vorsieht. , Reihen der Feinde Deutschlands. Auf und nieder Ein flcmemfamer Fonds zum (Schutze geht die Schicksalswaage Oesterreichs IN dieser htr Zeit. Aber niemals verst umm te imDolke ocr (yowwayrung. ! das Bekenntnis zum Reich. Niemals versiegte der Wille zur Tieberwindung des Zwangsstaates von St. Germain und zur Herstellung der großen deutschen Gemeinschaft. Das Verbot der nationalsozialisti- schen Bewegung Oesterreichs durch die Regie- rung Dollfuß ist e i n D o l ch st o ß i n d e n R u ck e n d e r deutschen Erhebung. Die national» sozialistische Bewegung Oesterreichs weist mit ruck- Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ” * ’ zeigenteil i.V. Th.Kümmel druck tmö Verlag - vrW'lche llni°°rstl°.5-vuch- und Lleindruckerei n. rang- in Gl-tz-a. zchristteltung und s-schäst-ftelle: S chuMr^e 7. ^m.uch -u Paris. 6. Juli. (WTB. Funkspruch.) Die Ber» treter der Länder, die an der Goldwährung festhalten. werden am Samstag in Paris in der Dank von Frankreich eine Konferenz abhalten. Das „Echo de Paris" berichtet, daß man versuchen werde, einen gemeinsamen Fonds zu schaffen, um die g e m e i n s a m e B e r t e i d i - gung des Goldstanda r d s sicherzustellen, 10Aiail1Illme cetueuunu ucikuuup .......... und daß die Schaffung dieses Fonds auch gelingen |id)t5lojer Schärfe und Schroffheit den von der Re- werde. gierung Dollfuß und ihrer österreichischen Front -------- I gegen sie erhobenen Vorwurf des Hoch- und Landesverrats zurück. Landes-, d. h. V o l k s v e r r a t begeht nicht, wer die Einigung des deutschen Volkes in'geistiger und staatlicher Hinsicht erstrebt, sondern wer sie im Dien st e der Feinde des deut- cf) en Volkes verhindert. Die wiederholt abgegebenen Erklärungen des Bundeskanzlers, daß er bereit fei, einer neuen öfter- reichifchen nationalen Front die Hand zu reichen, aber nur nach deren völliger Loslösung von der nationalsozialistischen Bewegung d e s R e t- u, t neuen „unbelasteten" Führern weist die Landesleitung der R S D 21 P. lunaen7' " > Oesterreichs mit aller Eindeutigkeit a . und Schärfe zurück als eine überhebliche An- ~ e t ■ I maßung, die in keiner Weise, weder durch die Lage, Geh. Kommerzienrat Dr -Ing. h. c. I. Klein, . bur(f) tatsächliche Kräfteverhältnisse gerechtser- Dorsitzender des Aufstchtsrats der Kl ein, *. ^ie Organisation in ihrer neuen Form ist Schanzlin & Becker AG., erklärte: ,Hn der $en ftampf, den die Regierung Dollfuß uns Pumpen- und A r m a t u r e n i n d u st r ie ist ausgezwungen hat, nehmen wir auf und werden zwar im Augenblick noch keine nennenswerte Aus- ., mit rücffidjtslofer Schärfe durchführen bis zum Wirkung der großzügigen Regierungsaktion gegen ' die Arbeitslosigkeit festzustellen. Erfahrungsgemäß « hinkt aber die verarbeitende Industrie bei anfteigem DieGr0ßveUtscheD0llSpMel s0l- schaftszweigen nach. Jedenfalls ist f i ch e r z u e r her! Aussöhnung mit dem Reich, chirch Ve"rgeb!ng vo°n Aufträgen ^für Be- und^Enb Wien. 5.3uli. (WTB.) Die Großdeutsche darüber hinaus das Beschaffungsprogramm an fon» fassungsmaßigen Rechte und für Derstandigung ftigen Lieferungen direkt und indirekt bringen wird, mit Deutschlands ?u eine Gefchästsbelebung einsetzt, die die E i n ft e l • deren Losung sich die Großdeutsche Bolkspartei lung neuer Arbeitskräfte zur Folge alsMi111er anbietet werden angeführt: Ent- hat Das wichtigste für den Augenblick scheint mir schiedene Fortsetzung des Kampfes für die: Wie- 3U sein daß in die ganze Wirtschaft wie- derherstellung der verfassungsmäßigen Rechte, derum Vertrauen und Optimismus raschesteWiederherstellungnorma- e in kehr en- denn nur das Vertrauen in den l e r B e r h ä 11 n i s s e z w i s che n d e n bei de n Kreisen der Industrie selbst kann den Keim dauern- deutschen Staaten im Interesse des Ge- der Besserung legen. So hat z. B. mein Werk sich samtdeutschtums und im Interesse der oster- entschlossen, eine größere Anzahl n e u e r reichlichen Wirtschaft, und klare Rückkehr Werkieuarnaschinen zu bestellen und ferner zu einem deutschen außenpolitif che n bie ®e *9ä?H8t«n3«bl durch N-u-in- Kurs. Am Schiuft des Ausrul-s h-im -s W.r ftellungen um etwa 15 v. H. erhöht, um wissen, daß der Anschluß an Deutschland bei einstweilen einiges von dem auf Vorrat zu arbei- den machtpolitischen Berhaltmssen Europas n i cht ten was hoffentlich demnächst in Durchführung des heute und nicht morgen durchführbar ist. Befchaffungsprogramms in weit höherem Maße be- 3n unseren Augen ist aber d a s Bekenntnis stellt werden wird." du G r o ß d e u t s ch l a n d n'cht nur kein Hoch- * I verrat, sondern nationale Pflicht. Wir _,.. . oct _ sind für ein freies deutsches Oester- Reinhart K l o p f e r, Inhaber der S rma TC-xd), |einc Geschicke selbständig bc- Klöpf er & K o n i g er. Munche a. äußert Kimmen soll. Wir hoffen und warten c.uf die sich zum Arbeitsbeschaffungsprogramm folgender» I -• • maßen: „Die Arbeiten, welche auf Grund des Gesetzes zur Berminderung der Arbeitslosigkeit vom 1. 3uni 1933 zur Ausführung kommen, werden zwar nicht unmittelbar von Sage» Industrie und Holzhandel ausgefuhrt werden; es steht aber außer allem Zweifel, daß auch für die Sägeindustrie und Holzhandel die Durchführung der im Gesetz verzeichneten Arbeiten eine fühlbare B e l e b u n g d e r 11 m » sähe erwarten läßt. Sowohl die Instand- sehungs» und Ergänzungsarbeiten an Baulichkeiten aller Art. ferner die Errichtung vorstädtischer und landwirtschaftlicher Siedlungen. die Flußregulierungcn. endlich die Tief- bauarbeiten bedingen einen erhöhten Verbrauch einheimischen Holzes. Auch die Maßnahmen zur Förderung der Eheschließungen lassen infolge der Belebung der Möbelindustrie eine gesteigerte Nachfrage nach deutschem Holz erwarten. Der gesteigerte Holzverbrauch wird sich nicht nur auf die Tkmsahtätigkeir im Holzhandel und auf ■ die Produktion der Sägeindustrie günstig aus» । wirken, sondern auch die Absatz» und Ar- beitsmöglrch leiten der Forstwirt- Aus Der provinzialhaupistM ** Hessische Schulpersonalie. Der Ober- schließlich darf den Mäkelfrihen noch eins geraten werden: w3t>r müht Obst mit härteren Schalen wie Kirschen oder Stachelbeeren gut kauen, statt die Früchte in voller Gröhe in den Magen rutschen zu lassen. Versammlung des Sparerbundes. führte aus: Wohl sind die Parteien verschwunden, aber die früheren Anhänger dieser Parteien müssen seelisch und weltanschaulich zu Rational- sozialisten umgeformt werden. Die wesentlichen Erzieher in dieser großen Schule sind die Beamten. Wir müssen den Glauben an die sittliche emporstrebende Kraft unserer Regierung verankern. Die deutschen Lehrer würden zu ihrem Teil an der Erfüllung dieser Aufgaben mitarbeiten in dem Bewußtsein, dah ihnen das höchste und heiligste Gut des Volkes, seine Zukunft, in die Hä?de gelegt sei. Sie würden die Wächter darüber sein, daß niemals wieder das deutsche Erziehungsleben m falsche Kanäle abgeleitet werden könne. Oer Führer des Beamten-bundes, Neef, stellte das Bekenntnis des De^mtenbundes zum Volksganzen in den Mittelpun'i seiner Rede. Die Zeiten seien vorbei, in bene1 900 Beamtenorganisationen nebeneinander '-md gegeneinander bestanden hätten, als das getreue Abbild einer zur Erfolglosigkeit verurteilten Zerrissenheit. Bedauerlich f>i hhe Verständnislosigkeit für den Gedanken dn Dank dafür aus, daß sie kurz nach ihrem Amtsantritt die Einheitskurzschrift als pflicht- mäßigen Lehrgegenstand an allen höheren Schulen, Handelsschulen und Berufsschulen eingesührt habe. Der Verband Stolze-Schrey habe sich jetzt für die Einheitskurzschrift ausgesprochen. Mit einer Vereinfachung des Regelwerkes der Einheitskurzschrift sei das Ziel der Durchführung einer einheitlichen deutschen Kurzschrift erreicht. Rach einer Begrüßungsansprache des Vorsitzenden der Ortsgruppe Friedberg, Damme, dankte Ministerpräsident Dr. Werner für die Begrüßung. Er hob die Bedeutung der Stenographie, die er in seiner politischen Laufbahn sehr schätzen gelernt habe, hervor. In einem modernen Staat und in einer modernen Kultur sei die Kurzschrift unentbehrlich. In ähnlichem Sinne äußerte sich Landiagspräsident Dr. M ü l - l e r. Die Versammlung genehmigte u. a. ein Begrü- ßungstelegramm an den Reichsstatthalter Sprenger, in dem ihm treue Gefolgschaft und Unterstützung bei der Berufsausbildung der deutschen Jugend in christlich-nationalem Sinne und tatkräftige Mitarbeit beim Wiederaufbau unseres Vaterlandes gelobt wurde. Aus dem vom Derbandsgeschäftsführer L. Krapp- Darmstadt, erstatteten Geschäftsbericht ging hervor, daß der Hess.-Rass. Verband 126 Vereine mit rund 10 000 Mitgliedern und 2500 Unterrichteten zählt. An dem im Frühjahr abgehaltenen Schülerschreiben nahmen in 127 Schulen 3240 Jugendliche teil. Die Handelskammerprüfungen in Hessen bestanden im obgelaufenen Geschäftsjahr 250 Einheitskurzschriftler. Die Staatliche Stenographielehrerprüfung legten in Hessen bisher 142 Personen ab. Der vom Derbandsrechner, Engelhardt, Mainz, erstattete Kassenbericht und Voranschlag wurde einstimmig genehmigt. Die Gleichschaltung des Verbandes erfolgte durch die Bestätigung des Verbandsoorsitzenden, Landtagsdirektors Werner, zum Führer. Abends fand, ebenfalls im Totei Trapp, eine große öffentliche Kundgebung für die Deutsche Einheitskurzschrift statt. Im Mittelpunkt der Kundgebung stand ein Referat des Bezirksschulrates Karl Lang aus Kulmbach, dem Vorstandsmitglied des Deutschen Stenographenbundes und Sachverständigen für Kurzschrift der NSDAP. Mit dem Landesverbandstag war am Sonntag ein großes Wettfchreiben verbunden. Es nähmen rund 1200 Wettschreiber aus allen Teilen des Derbandsgebietes teil. Gießener Stenographen erfolgreich. Auch die Gießener Einheitsstenographen nahmen an dem Verbandstag und an dem Derbandswett- fchreiben teil. Sie konnten folgende Preise erringen: Schnellschreiben: 240 Silben: 1. und Ehrenpreis der Stadt Friedberg: Willi Brück- mann; 200 Silben: 1. und Ehrenpreis: Willi Brück; 1. Preis Franz Koch; 180 Silben: 1. und Ehrenpreise: Johanna Bohl, Gertrud Müller, Emil I o st; 1. Preise: Erna Reininger, Otto Wilhelm, Fritz Reh, Karl B r ü ck e l ; 2. Preise: Fritz Dorf ner, Theodor Schwarz, Wilhelm P a u l u s. 160 Silben: 1. und Ehrenpreis: Ernst Eckhardt, 3. Preis: Karl B r e e. 140 Silben: 1. und Ehrenpreis: Johanna G r a f; 1. Preise: Heinrich Volk, Willi Freiberg, Wilhelm Hofmann, Karl Marth, Wilhelm S ch a r d t, Luise Metz; 2. Preise: Ilse Lehmann, Berta Eisenbach, Rudolf Günther, Hans Werner; 120 Silben: 1. und Ehrenpreis: Paula I ü n - ae r ; 1. Preis: Elfriede Tenninger; 2. Preise: Wilma Leipold, Anna M a g o l d , Emmy Roth, Hans Fuhr, Else Leinweber; 3. Preise: Gertrud Schäfer, Gerda Hüter, Elli Schick, Alfred W i s s e m a n n. 100 Silben: 1. Preile: Anni Kompf, Aenne Fendt, Hermann Blum, Agnes Frank, Otto Keßler, Elisabeth ' Paul, Adam Grünewald, Emma Reitz, Hildegard Eisenacher, Elli Jmmek, Anni S ch m i e t d i e 1, Adi Büchner, Ewald Alsdorf, Ferdinand Dörfner, Hedwig Lehn- hardt; 2. Preise: Annemarie Seibert, Adam Krug, August M ü II c r, Heinrich Diehl; 3. Preis: Irene WinterIin. 80 Silben: 1. und Ehrenpreis: Wilhelm Schmidt; 1. Preise: Erich Haibach, Hans Eisenacher, Willi Ernst, Helmut Müller, Erich Pfeil; 3. Preise: Hans Herrmann, Hanni Möbus, Emmy Wahl. Schön - und Richtigschreiben (Verkehrsschrift): 1. und Ehrenpreis: Luise Reinhardt; 1. Preise: Hans Fuhr, Emil I o st, Paula I ü n - ger, Otto Wilhelm. 2. Preis: Hans W e r- ner. Redeschrift: 1. Preis: Johanna Bohl; 3. Preis: Luise Reinhardt. M die hungernden Rußlanddeutschen! Große Kundgebung in der Volkshalle. Der „Dolksbund für das Deutschtum im Ausland" veranstaltet, am morgigen Freitag, 8. Juli, 20.30 Uhr, in der „Dolkshalle" eine Kundgebung für die hungernden Rußlanddeutfchen. Zum ersten Male soll angesichts der großen Not der Deutschen in Wolgarußland, die vor dem Hungertode stehen, diese ^Umgebung zu einem Ausdruck der großen deutschen volksgemein- schafl über die Grenzen des Reichs hinaus werden. Darum werden sich auch die Organisationen der NSDAP., der SA., SS. und der Hitlerjugend usw. als die Repräsentanten der deutschen Volksbewegung, geschlossen an dieser Kundgebung beteiligen. Es ist Pflicht jedes Deutschen, an dieser Kundgebung teilzunehmen. Wenn auch das Schicksal der bedauernswerten Brüder und Schwestern, die zum großen Teil Nachkommen alter hessischer Familien sind, die einstmals aus unserer hessischen Heimat auswanderten, vielleicht nicht mehr aufzuhalten sein wird, so soll doch diese Kundgebung den Schmerz der Mutter Germania zum Ausdruck bringen, wenn eines ihrer Kinder stirbt. Die Kundgebungen, die im ganzen Reich ftattfinben, sollen aber auch den anderen 35 Millionen Deutschen in den verschiedensten Teilen der Well sagen, daß sie nicht verlassen sind in ihrem Kampfe, sondern daß hinter ihnen die große deutsche Volksgemeinschaft steht und ihnen die Hände reicht. Man sage nicht, wir hätten heute genug mit uns zu tun. Das Schicksal der Auslanddeutschen läge uns ferner, als unsere eigene Not ober ginge uns gar wohl nichts an, wer so denkt, der hat das Wort Volksgemeinschaft in seiner Totalität nicht verstanden und steht auch der Idee des Nationalsozialis- mus noch fern. hierbei gibt es kein Drinnen enb Draußen, hier gibt es keine Grenzen, sondern nur die Gemeinsamkeit des Blutes und des Volkstums. Wer so denkt, der denkt auch politisch falsch. Deutschland steht heute im Anfangsstadium eines politischen Kampfes, in dem die Ausländsdeutschen die Front, die Pioniere, die Vorposten sind, von denen noch ungeheure Opfer verlangt werden müssen, die sie letzten Endes auch für uns Inland- deutsche bringen, die wir gewissermaßen dabei doch nur in der Etappe stehen. Mag die Volksgemeinschaft im Innern Deutschlands auch noch so ton- solibiert sein, so ist das noch nicht genug, denn wir sind ein Volk unter Völkern im Herzen Europas und sind in das europäische Geschehen hineinver- stochten, wir können uns nicht isolieren. All die großen Probleme des Nationalsozialismus können letzten Ende nur dann gelöst werden, wenn Deutschland auch im außereuropäischen Geschehen diejenige Machtposition einnimmt, die ihm auf Grund seiner Lage, seiner Bedeutung und der 80 Millionen deutschen Menschen, die im mitteleuropäischen Raume wohnen, gebührt. Darum ist der Kamps des deutschen Volkes heute in hohem Maße zu einem außerpolitischen Kampf geworden, und es gilt, den außenpolitischen willen des deutschen Volkes ebenso mobil zu machen, wie der innenpolitische Wille mobil gemacht wurde. Das aber können wir am besten, indem wir in der Etappe die Front des Deutschtums draußen in jeder Beziehung stützen und stärken. Dann wird auch der Sieg nicht ausbleiben und der innerpolitische Sieg erst seine Krönung erfahren. Dr. W. H e n ß. „AalivnalsoziMmsundDeiiWesLhnstentum" Versammlung des NS.-LehrerbundeS im Kreis Gießen. Gestern nachmittag sand im Saal des ®af£ Leib, der mit Tannengrün und mit Hakenkreuzfahnen prächtig geschmückt war, eine Versammlung des RS-Lehrerbundes des Kreises Gießen statt Auch eine Anzahl Geistlicher nahm teil. Kreisschulrat Dr. H e n h begrüßte die Kollegen und die Gäste und gab dann eine Reihe geschäftlicher Mitteilungen bekannt. 2lm kommenden Sonntag finde in Darmstadt der Hessische Erzieh er tag statt; die Teilnahme aller Kollegen sei Pflicht. 3n seinen weiteren Ausführungen wies der Versammlungsleiter auf die im Kreise gebildeten Arbeitsgemeinschaften im AS. - Lehre r b u n d hin und forderte jeden Kollegen zur Mitarbeit auf. Die näch ste Kreisversammlung des RS-Lehrerbundes finde Ende August oder Anfang September statt. Als Redner für diese Versammlung sei der Kultusminister von Sachsen Dr. Hartnacke gewonnen worden, der über das Thema: „Unser öffentliches Bildungswescn im Lichte der Lrblehre" sprechen werde. Ferner gab Kreisschulrat Dr. H e n ß bekannt, daß bei allen Eingaben an das Ministerium das DIR-Format. zu verwenden sei. Die Sprechstunden des Kreis- und des Stadtschulamtes muhten eingefallen werden. Rektor Rebe l i n g sei von ihm als stellvertretender Kreisleiter des RS. - Lehrerbundes und Lehrer Schmidt, Kesselbach, als Vezirksobmann für den Bezirk Londorf bestimmt worden. Anschließend wies der Redner noch auf die Kundgebung in der Volkshalle am kommenden Freitag hin, die zugunsten der hungernden Rußland - Deutschen veranstaltet werde. Die Schuljugend solle möglichst vollzählig daran teilnehmen, da in den Kindern der Sinn für die Ganzheit des Volkes geweckt werden solle. Die Ausländsdeutschen sollten fühlen, daß das ganze deutsche Volk hinter ihnen stehe. Das Aus- landsdeutschtum müsse im Reiche allen Rückhalt finden. Der Kampf der Ausländsdeutschen sei Kampf des deutschen Volkes überhaupt. Deutschland stehe inmitten des europäischen Geschehens; der Rational!ozialismus sei zur europäischen Frage geworden und werde von den umliegenden Ländern bekämpft. Die Ausländsdeutschen stünden in vorderster Front und sie im Kampf um ihr und unser Deutschtum zu unterstützen sei völkische Pflicht. Mit einem „Heil-Hitler!" schloß der Versammlungsleiter seine Ausführungen. Als Redner der Tagung sprach sodann Pfarrer Probst/ Frankfurt a. M. über das Thema „Rationalsozialismus und Deutsches Christentum". Er führte u. a. aus: Wenn man heute vorn Nationalsozialismus spreche, so sei vielen bewußt geworden, daß mit der NSDAP, nicht nur lediglich eine Partei geschaffen worden sei, auch nicht nur eine Weltanschauung, sondern im Nationalsozialismus sei ein Wort Gottes in dieser Zeit, ein Wunder und eine gewaltige Straft lebendig geworden. Man habe in Deutschland sicherlich beste Kräfte gehabt (Diplomaten, Generäle Volkswirtschaftler, Gelehrte), denen es aber trotz ernstesten Wollens nicht gelungen sei, Deutschland von dem drohenden Abgrund zurückzureißen. Da sei nun Adolf Hitler gekommen, er, der Freiwillige des Weltkrieges, der bis dahin nie hervorgetreten, und nicht für feine Aufgabe vor- qebilöet gewesen sei, habe kommen müssen, um Deutschland zu retten. Er habe organisiert und auf- gebaut er sei an keiner Schwierigkeit gescheitert. Adolf Hitler sei eine Hilfe Gottes für das deutsche Volk. Nationalsozialismus bedeute Umgestaltung des deutschen Volkes in allem und jedem. Der Nationalsozialismus beschränke sich nicht auf bas Politische, er stoße vor zu Kultur unb Religion. Deshalb könne er nicht vor ber Kirche Hall machen. Der Nationalsozialismus könne nicht bie Kirche als Staat im Staate anerkennen. Die Kirche als Ge- meinbe habe viel versäumt. Was der Nationalsozialismus getan habe, wäre die Aufgabe der Kirche gewesen. Die Kirche hätte früher dem Marxismus entgegentreten müssen, hätte früher dem Volke zur Einheit verhelfen müssen. Nun sei Adolf Hitler zum Gewissen der Kirche geworden. Der Kirche aber habe die Hingabe und der Eifer des Nationalsozialismus gefehlt. Es dürfe nicht so weitergehen wie bisher. Wer den Nationalsozialismus begriffen habe, müsse mit gleicher Energie für die Kirche wirken, wie es der SA.-Mann für den Nationalsozialismus getan habe. Die Glaubensbewegung „Deutsche Christen" habe nichts mit einer neuen Religion zu tun, wolle keine „germanische" Religion, sondern sie wolle ein deutsches Christentum in durchaus lutherischem Sinne. Es solle dabei gar nicht dahin kommen, daß das Alte Testament ausgeschaltet werde, denn was in ihm wahrhaft Gottes Wort sei, werde sich nicht ausschalten lassen. Wohl aber feien bie Gestalten bes Allen Testaments nicht mehr so wichtig, weil sie uns ja nicht ideal erscheinen könnten. Es sei Verleumdung, wen behauptet werde, daß die Deutschen Christen vom Evangelium abfallen wollten. Die alten Glaubensbekenntnisse seien nur für die Fragen der Gegenwart keine Antwort mehr. . Ls fei eine Forderung der Zeil, ein neues Glaubensbekenntnis zu Christus zu schaffen, das dem hastenden Menschen unserer Tage etwas zu geben vermöge. Der Mensch brauche ein lebendiges Christentum. Die Kirche müsse wirklichkeitsnahe werden. Unserem Volke sei von fremdrassigen Menschen in den letzten Jahrzehnten viel Gutes zerstört worden. Wenn man nun 'zurücklenken wolle zu den schöpferischen Kräften des eigenen Volkes, so bedeute das doch kein Unrecht! Wenn man die Reinheit des Blutes in den Vordergrund stelle, so sei bas eines Volkes begreiflichster Wille. Man werfe ben Deut- schen Christen vor, sie seien zu berb unb theologisch zu wenig umrissen. Das sei wohl richtig, aber ein Theologe sei kein urwüchsiger Mensch. Die Glaubensbewegung „Deutsche Christen" wolle eine junge Be- roegung sein, benn bie Jugend sei auch hier die Zukunft. Man wolle eine Theologie, aber durch sie solle bas Innere nicht ersetzt, sonbern eine Leere ausgefüllt werben. Die Kirche müsse aus ihrer tonfiftorialen Ruhe aufgescheucht roerbefi. Sie müsse wieder Volksküche werden. Die Kirche habe den Auftrag: „Gehet hin in alle Wett!" Sie müsse wieder Missionskirche fein. Aus der pastoralen Kirche müsse wieder eine Laienkirche werden. Eine Kämpferschar müsse für die Kirche eintreten, wie der SA.-Mann für ben Nationalsozialismus. Das Volk warte auf die Kirche und auf ihre Antworten für unsere Zeit. Es gelte, Schulungsstätten zu schaffen, in denen die Kämpfer der Kirche herangebildet würden. Der Kampf um den Reichsbischof hatte unerträg« liche Formen angenommen. Der Staat mußte eingreifen. Er habe es mit Recht getan. Wenn die Kirche ihre Form gewonnen habe, werde ein Staats- kommissar nicht mehr nötig fein. Als Deutscher und Nationalsozialist leide man sehr unter dem konfes- fioneUen Zwist in unserem Volke. Die Trennung des deutschen Volkes in zwei Konfessionen bedeute Unnatur. So komme das deutsche Volk nie zu einer Gesamtschau seiner selbst. Im großen ganzen habe man doch einen gemeinsamen Glauben an Gott und an Christus. Für Dogmen habe man ja längst kein Verständnis mehr. Da das Volk im Nationalsozialismus einig geworben sei, könne man boch annehmen, baß man auch im Konfessionellen einig werben könne. Deutschlanb könnte sich in einem beutschen Christentum finden. Dann würde bas beutsche Volk unüberroinb- lich sein. Die große Zeit unseres Daterlanbes sei ge- kommen. Man bürfe nun nicht mehr hängen bleiben an Einzelheiten ober gar an Persönlichkeiten; es müsse ein unüberroinbliajer Glaube in das Volk gelangen, damit es über alle Not zu einer neuen deutschen Geschichte geführt werde. (Starker Beifall.) Kreisschulrat Dr. Henh dankte dem Redner für seinen aufschlußreichen Vortrag, der, so führte er aus, gleichzeitig als eine Vertiefung des Rationalsozialismus bezeichnet werden könne. Der Vortrag solle gleichzeitig Anlaß dazu sein, mehr über den tieferen Sinn der nationalsozialistischen Bewegung nachzudenken. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Volkskanzler Adolf Hitler und mit dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel-Lied fand die anregende Versammlung ihren Abschluß. Der Vorstand. 4395 D Denkt an die „(Stiftung für Opfer der Arbeit"! Einzahlungen an ReichskredttgeseUfchast Berlin W 8, Behrensstrahe 21/22, sowie auf deren Reichsbankgirokonto und deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe der Kontobezeichnung: „Stiftung für Opfer der Arbeit". (Volksbund für das Deutschtum im Auslande) Große Kundgebung in der Volkshalle für die hungernden Rußland - Deutschen am Freitag, dem 7. Juli 1933, abends 8.30 Uhr, unter Mitwirkung einer SA.-KapeUe. Es sprechen: Pfarrer Struckmeyer. Frankfurt/M. Univ.-Prof. Dr. Tn. Mayer, Gießen Schulrat Dr. Henß, Gießen. Wir fordern die Bewohner Gießens auf. an dieser Kundgebung teilzunehmen. Der Eintritt ist frei. „Bauernkammer" nicht „LandwirtschastSkammer^. Das Gesetz über die Abänderung des Gesches über die Landwirtschastskammer. WER. Darmstadt, 5. Juli. Das Gesetz zur Abänderung des Gesetzes über die Landwirtschaftskammer wird heute in der amtlichen „Darmstädter Zeitung" veröffentlicht und ist damit in Kraft getreten. Auf Grund des Artikel 1 Ziffer I ist das Wort „Landwirtschaftskammer" jeweils durch das Wort „Bauernkammer" zu ersehen. Aus diesem Artikel sind noch folgende Bestimmungen bemerkenswert: Ziffer III: Die Artikel 7 und 8 des alten Gesetzes über die Landwirtschaftskammer erhalten folgende Fassung: Artikel 7. „Die Bauernkammer besteht aus 36 ordentlichen Mitgliedern, die nach den Vorschriften der Art. 17 ff. gewählt werden. Die Bauernkammer kann bis zu vier weitere, um die Landwirtschaft verdiente, im Volksstaat Hessen wohnende Personen als ordentliche Mitglieder zuwählen." Artikel 8. „Die Bauernkammer kann als außerordentliche Mitglieder mit beratender Stimme sachverständige Vertreter bestimmter Fachgebiete und Zweige der Landwirtschaft zuwählen, wofür insbesondere Vertreter der landwirtschaftlichen Genossenschaften, des landwirtschaftlichen Instituts der Landesuniversität Gießen sowie der Landesorganisationen auf den verschiedenen landwirtschaftlichen Fachgebieten in Betracht kommen." Ziffer XVII: Artikel 39, Absatz 1 erhält folgende Fassung: „Können die von der Bauernkammer für ihre eigenen Bedürfnisse sowie diejenige ihrer Organe und Einrichtungen aufzubringenden Mittel nicht aus Staatszuschüssen oder sonstigen eigenen Einnahmen bestritten werden, so ist der Fehlbetrag durch Umlage zu decken. Heber die Höhe der Umlage und ihre Deckung beschließt die Bauernkammer; dieser Beschluß bedarf der Genehmigung des Staatsministers." Ziffer XX: Artikel 47 erhält folgende Fassung: „Zu den Sitzungen der Bauernkammer und ihres Vorstandes ist das Ministerium unter Beifügung der Tagesordnung einzuladen. Das Ministerium ist berechtigt, zu diesen Sitzungen Vertreter abzuordnen, denen auf Verlangen jederzeit das Wort zu erteilen ist." Bemerkenswert ist ferner noch Absatz 1 des Artikels 2, der folgenden Wortlaut hat: „Die Mitglieder der Bauernkammer der derzeit laufenden Wahlperiode, die bis 31. März 1937 erstreckt wird, werden ihres Amtes enthoben und der Staatskommissar für Landwirtschaft zum Vorsitzenden der Bauernkammer bestellt mit der Ermächtigung, die Mitglieder, die nach Artikel 7 Absatz 2 zu wählenden weiteren ordentlichen Mitglieder und den Vorstand für den Rest der Wahlperiode nach den im Artikel 7 Absatz 1 und 2 bzw. 9 des Gesetzes festgelegten Bestimmungen zu ernennen." Kundgebung der NSBO. in Frankfurt a. M. WSN. Frankfurt a. M., 4.Juli. Die Frankfurter NSBO. veranstaltete auf dem Riesenplatz vor ber Großmarkthalle eine Massenkundgebung, bei ber auch ber Führer ber Deutschen Arbeitsfront Dr. Rovert Ley, bas Wort ergreifen sollte. Dieser war aber zu einer Führerbesprechung nach Berch- tesgaben berufen worben, fo baß für ihn als Reb- ner Reichstagsabgeorbneter Dr. Albrecht- Berlin, Mitglieb bes Reichsrats unb Mitglleb bes Kleinen unb Großen Arbeitskonvents, einjprang. Dr. Albrecht überbrachte bie Grüße bes Führers ber Deutschen Arbeitsfront unb warf bann einen Rückblick auf bas in ben letzten fünf Monaten Erreichte. Er ging bann bes Näheren auf bie in ber Gewerkschaftsfrage vorgenommenen Maßnahmen ein unb erklärte, baß aus ben bisher 28 Verbänben bes Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunbes für bie Zukunft 15 Derbänbe gemacht würben. Es habe sich in ben letzten Wochen gezeigt, bah bie christlichen Gewerkschaften gleichgeschattet werben mußten, weil sich in diesen Verbänden ber Marxismus roieber breit zu machen angefangen habe. Der Rebner ging bann eingehenb auf die Pläne der Reichsregierung zur Arbeitsbeschaffung ein, schilderte ausführlich die Durchführungsvorbereitungen für den Bau der großen Autostraßen unb bie sonstigen Gelegenheiten, um Arbeit zu schaffen, unb schloß seine von lebhaftem Beifall begleiteten Ausführungen mit ber Mahnung an bie Versammelten, treu zusammenzustehen, damit bas große Ziel ber Wieberausrichtung bes beutschen Volkes halb erreicht werbe. — Als zweiter Redner beschränkte sich Reichstagsabgeordneter Pg. Schuhmann, Führer des Gesamtoerbandes ber deutschen Arbeiter, darauf, eine Schilderung der Vorgänge in Genf auf der Tagung der Arbeitskonferenz zu geben. Anschließend an seine Ausführungen nahm Pg. Schuhmann bie Weihe von 68 neuen Fahnen ber NSBO. vor. Nachdruck verboten! 11. Fortsetzung. 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Es war charakteristisch für Wera, daß sie dabei nicht einmal die Stimme hob; es fiel ihr gar nicht ein, um Hilfe zu rufen. Aber duzen kannst du mich auf einmal ganz freundlich", lachte Magnus gezwungen. Die Kleine warf den Kopf zurück. „In Rußland sagen wir zu allen Bauern du!" „Ah, so ist's gemeint! Du bist ebenso höflich wie aufrichtig." Jäh lockerte der Junge feinen Griff. „Ich wünsche dir, daß das Leben dich bitten lehrt! sagte er hart. n . Frei und furchtlos stand das Kind vor ihm. Zwei Augenpaare sprühten sich an. Dann drehte sich die Kleine auf dem Absatz herum und ging auf den ab ten Kutscher zu, der soeben aus der Haustur kam. Das war Magnus Mahlers erste Begegnung mit Wera Wettern gewesen. Tags darauf reifte sie mit ihrer Mutter in ein Bad. Zehn Jahre vergingen. Er führte schon langst den Namen seines Chefs, der ihn nach dem plötzlichen Tod des Vaters in aller Form als Sohn und Erben adoptiert hatte. Um den Verkauf der Schmiede, die er bis dahin verpachtet, zu erledigen, war Magnus in seine Heimat gereift. Auf dem Feldweg zum Bahnhof, der am Gutspark vorbeiführte und den er in einer seltenen Aufwallung von Kindheitserinnerungen emgefdjlagen hatte, fah er an der Mauerbrüstung eine weibliche Gestalt stehen. Regungslos stand sie da, mit hängenden Armen, und sah in das erntereife Land, das sich bis zum Horizont in ungebrochener Flache dehnte. Golden flimmerte blondes Haar um em feines, blasses Gesicht. Er erkannte sie sofort wieder. Aber die schwarzen Augen, die damals so gestrahlt und ihn dann so zornig angesprüht, starrten stumpf und glanzlos vor sich hin, als sähen sie nichts von Sonne und Fruchtbarkeitssegen. Das Mädchen da oben hatte den Schmerz kennengelernt, fuhr es ihm durch den Sinn, wahrend jungen Verstand mit jedem Male wuchs. Nur un- gern hatte er ihm den Urlaub nach Haufe bewilligt; er fürchtete jede Einwirkung anderen Einflusses. Aber Magnus fühlte sich wohler im Werk als daheim bei dem polternden Vater, dessen Sinn über die einfachsten Dinge des nüchternen Alltags me hinausgestrebt. Was der Junge an Geist und Ehrgeiz besaß, hatte er von seiner Mutter, einer Lehrerstochter, geerbt, die sich in den schönen, kraftvollen Mann verliebt hatte und nach kurzer, aber schon unglücklichen Ehe in jungen Jahren gestorben war. Der Besuch beim Vater entsprang nur einem Pflichtgefühl. Und gelegentlich dieses Besuches hatte Magnus das blondlockige Kind zum ersten Male gesehen, dessen schwarze Augen voll Entzücken an dem glühenden Eisen gehangen, aus dem der Schmiedegesell mit harthämmerndem Schlag spähenden Funken- regen zauberte. Magnus, der vor der Tür auf der Steinbank saß, hörte sie in die Hände klatschen und bas weiche, Helle Sümmchen lachend aufjubeln. Als sie an der Seite des alten Kutschers herauskam und den jungen Menschen dasitzen sah, blieb sie stehen und strahlte ihn an aus glänzenden Augen. „Der August kann aber Funken machen! Haben Sie das gesehen? Fein!" „Ja", nickte Magnus ernsthaft, „fein! Wie em Elflein hatte sie vor ihm gestanden in ihrem wer- hen Kleidchen. Und da der Alte in die Schmiede zurückhumpelte, wo er eine Frage vergessen hatte, trat die Kleine in kindlicher Neugier einen Schritt näher. „Kennen Sie den August auch?" „3a!" „Da wohnen Sie wohl hier? „Nein", antwortete der Jüngling. Und ein seltsames, nie gekanntes Gefühl süßer Beklommenheit beengte ihm auf einmal den Atem. „Ich wohne weit weg — in D." „Ist's da schön?" _ „Ja — ich glaube doch", stammelte Magnus Mahler verwirrt. Was wußte er von der Schönheit der Stadt, der nur für die Arbeit in „fernem Werk lebte ... , Wir wohnen in Moskau", erzählte die Kleine. , Da haben die Kirchen viele goldene Türme, und im Winter liegt furchtbar viel Schnee — da fahren wir mit der Troika weit, weit hinaus ... Sie breitete die Arme aus. Ein zarter Duft umwehte den Jungen, den er noch nie eingeatmet, der ausging von diesem süßen, sorgfältig gepflegten Kindeskorper. Da läuten all die Glöckchen am Geschirr der Pferoe — das klingt luftig." Sie lachte leise, tat einen kleinen Hopser. „Mögen Sie auch Schlitten fahren, Herr —? Wie heißen Sie denn?" „Magnus — Magnus Mahler!" ' Mahler?" wiederholte die Kleine verwundert. So heißt ja der Schmied hier!" Ihr Blick wanderte do dem schlanken, jungen Menschen im gutsitzenden, dunklen Anzug zu der vierschröügen Gestalt des Mannes mit dem derbzügigen Gestcht, das übermäßiges Trinken stark aufgeschwemmt hatte, der neben dem Feuer, die Hände im Gurt der Leder- schürze, stand und dröhnend lachte zu irgendeiner Jawohl, Herr Doktor; aber meine Braut hat den größten Teil ihres Lebens in Rußland,bei ihrer Großmutter verbracht. Seit 1918 ist sie Waise. „So!" Steinherr griff nach einer Zigarette und setzte sie an der kleinen Zünderflamme >a Brand, einen seltsamen Ausdruck in den Augen. „Hoffentlich genügt ihr die bescheidene Wohnung." Sie hat Sorge und Not kennengelernt, Herr Doktor, und weiß das Gute wohl zu schätzen .erwiderte Georg von Bandro ruhig. Und beim ernsten Klang seiner Stimme verschwand der leichte Spott aus des anderen Zügen. „Das freut mich für Sie, Bandro , bemerkte er, Papiere in die Aktentasche schiebend. „Nicht jede Frau von Stand findet sich in andere Verhältnisse. Vandro verneigte sich leicht und nahm die -Ruppe entgegen, wieder ganz der aufmerffame Angestellte. Magnus Steinherr war nicht der Mann, den man länger als nötig mit Privatgesprächen behelligte, jede Minute seiner Zeit war kostbar. * Pfeilgeschwind glitt der Wagen durch den nebel- verhangenen Morgen, der einer schwülen Gewitter» nacht gefolgt war. Kleine Pfützen standen noch im Graben zu beiden Seiten des Weyes, sammelten sich zu dünnen Rinnsalen in jeder tfurdje. Wald wurde durchquert, der noch nicht dem Moloch Stadt zum Opfer gefallen war. Von den alten windzerzausten Lärchen und Fichten tropfte es leise. Es sah aus, als trauerten die Baume m Tra- ^Zwei Siedlungen huschten vorbei, kleine Häuser in schmucken Gärtchen. . Sonst erlebte Magnus Stemherr diese stillsried- üche Landschaft mit innerstem Behagen. 3m Dorje geboren, lag ihm die Liebe zur Erde im Blut; er war außerordenllich empfänglich für, all die wechselhaften Erscheinungen in der Natur. Aber heute ahen feine Augen nur ein einziges Bild vor sich, heraufbeschworen durch den Namen, den Georg von Bandro vorhin genannt. Achtzehn Jahre alt war er damals gewesen, als er zum ersten Male feit Beginn der Lehrzeit im Steinherilchen Werk seinen Bater in Wetternwalde wieder besuchte, ein hoch aufgeschossener 3unghng, mit strengem, verschlossenem Gesicht, hart an der Grenze seines frühreifen Mannestums, von brennendem Ehrgeiz erfüllt, sich ein vollgerüttelt Maß Erfolg im Leben zu erzwingen. Der alte, kinderlose Mann, dessen weitberühmtes Geschäftsgenie den verbissenen Fleiß und die hervorragende Tüchtigkeit des jungen Arbeiters bemerkt, hatte hier bald das Werden einer ungewöhnlichen Persönlichkeit herausgefühlt und ließ ihm jedmögliche Forderung angedeihen. Letzthin war Magnus öfters Gast bei feinem Chef gewesen, dessen Gefallen an dem scharfen, ,?Er ist mein Bater", sagte der lächelnd und beugte sich vor und zog die Kleine an beiden Händen zu sich heran. Ein unbändiges Verlangen erfüllte ihn, einmal über diese samtweiche Kinderwange, das goldflimmernde Haar zu streichen. Ganz scheu und unversehens regte sich die Sehnsucht nach Zärtlichkeit in ihm. Er hätte gern diese kleinen Aermchen um seinen Hals gespürt. ro Aber — war der Schreck ob seiner plötzlichen Bewegung zu groß, fein Griff zu hart: der zarte Körper steifte sich, ganz blaß wurde das eben noch ro- Sommer - Mantel Inh.: Handschuhe, Taschenlamve, hängen gebt. <3?oD Schwabs Weinstbe. Vereine BolßOoWe Schöne 2 Zimmer mit Küche ab 15. 7. oder 1. 8., Nahe Gießens, zu verm. Schrift!. Ang. unt. 04095 a. d. Gß. Az. Die bish. v. Herrn Dr. Storck innegeb. prarisräume sind ab 1.10. anderweitig zu vermiet. Evtl, können zwei möbl. Zimmer mit abgegeben werden. Anfragen erbet, an Moeser,Seltrsw.38 | Mietgesuche | 2- oder 3- Zimmer-Wolinung für sofort oder fv. 1.8.vonkmderl.Ehe- vaar (Mann vens. Beamter) gesucht. Schristl.Anaeb.unt. 04071a.d.Gietz.Anz. 2-3 Zimmer- Wohnung mit Bad, von gut. 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Reizend war sie damals gewesen, bis er mit seiner dummen Jungenderbheit ihre Zutraulichkeit zerstört hatte. Lange dachte Steinherr an das Mädchen, das unbewußt den ersten Hauch von Weiblichkeit in sein Leben gebracht, bis Arbeit und neue Eindrücke ihr Bild verwischten. Und nun wußte er, daß jenes Mädchen, das er vor Wochen zweimal auf der Straße gesehen, wirklich Wera Wettern gewesen war — jene Wera Wettern, die nächstens in sein Haus zog, als Frau feines Chauffeurs. Wahrlich das Schicksal führte einen manchmal wunderliche Wege! 14. Kapitell „Herr Steinherr, gnä’ Frau!" Jenny Maloreen ließ das Buch fallen, in dem sie soeben gelesen hatte, und zerdrückte ihre Zigarette im Aschenbecher. „Ich lasse bitten!" Sie hatte gewußt, daß er den Weg zu ihr finden würde. Man erreichte stets, was man wollte, wenn man es nur stark genug wollte und — warten konnte. Diesen Mann zwang so leicht niemand. „Wissen Sie, was ich soeben las?" sagte die klanglose Stimme, die Steinherr so lange verfolgt. „Horen Sie!" Sie nahm das Buch, schlug es aust „Nur den Menschen, die sich ihren Weg aus dem steinigen Felsenchaos des Lebens selber Schritt für Schritt heraushauen, ist Erfolg auf die Dauer de- schieden. Die anderen nennen das ,Glück haben und bedenken nie, daß nur intensivster Wille, Höchsts Kraft dieses unsicherste und wankelmütigste aller irdischen Güter festzuhatten verstehen." Sie hob den Kopf und sah ihn an, em Leuchten, in den seltsamen Augen. „Als ich das las, mußte ich an Sie denken. Und es schien mir soeben ganz natürlich, Sie zu sehen." (Fortsetzung foln'' In allen Apotheken erhältlich zum Preise von RM. 0.93 u. 1.83. 3-Z.-Whg.(2.Stock) m.Zentralhzg.,Bad, Warmw.-A. (Fried- richstr.sz.verm.Schr. Ang.u.04085a.G:A. Zwei große, Helle Parterre-Räume MW8A u. SWWmei per 15. Juli an ruh. kdrl. Ehepaar oder einz. Dame zu vermiet. Schr. 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In seinem wöchentlich oder wenigstens alle 14 Tage da werden die Knochen mit dem Fleisch Amend, Tv. Treis a. . _ „ öorf, Ernst Jung, To. Klein-Linden, 182; 29. R. Ohlemotz, Tv. Gambach, 181; 30. Herrn. Gutbub, Tv. 1846 Gießen, Anton Roth, Tv. Steinbach, Hrch. Agel, Tv. Dutenhofen, W. Strack, Tv. Nauborn, A. Schäfer, To. Dutenhofen, Walter Krämer, Tv. Krofdorf, Hans Althaus, To. Leihgestern, K. Schaaf, To. Treis a. d. L., 180; 31. Albert Jäger, Tv. Grünin- gen, Hrch. Kissel, Tv. Aßlar, Fr. Bach, To. Hochelheim, Ernst Fischer, To. Burg-Gemünden, 179; 32. Ohwald, Tv. Wieseck, 198; 8. Willi Reitz, Tv. 1846 Gießen, Willi Bierau, Tv. Lollar, 194; 9. Karl Schöndorf, Tv. 1846 Gießen, Karl Belten, Tv. Leihgestern, 192; 11. Richard Dreier, Tv. Lang-Göns, 190; 12. Wilh. Hofmann, Tv. Hungen, 189; 13. Wilh. Dern, Tv. Lang-Göns, Hermann Röhl, Tv. Wieseck, 188; 15. Hrch. Hofmann. Tv. Gambach, 186; 17. Gg. Schwan, Mtv. Gießen, 182: 20. Kurt Faber, Tv. Großen-Linden. 177; 22. Ernst Mölcher, Tv. Freienseen, 174; 23. Richard Belten, Tv. Leihgestern, 173; 24. Hrch. Kuhlmann, Tv. Hermannstein, 172; 25. K. Jm- melt, Tv. Freienseen, 171; 27. Fritz Hermann, Tv. Lich, 168; 29. Ernst Emmerich, Tv. Hungen, 166; 30. Karl Weber, Tv. Heuchelheim, 164; 31. R. Günther, Tgm. Wölfersheim, 163; 32. Gg. Rahn, Tv. Groß-Eichen, 162. Zwölfkampf-Unterstufe (281 Bewerber, 203 Sieger): 1. Otto Peter, Tv. Groß- Eichen, 213 P.; 2. K. Müller, Tv. Biedenkopf, 211: 3. W. Otterbein, Tv. Ober-Ohmen, 209; 4. Hugo Kreiling, Tv. Wieseck, Willi Werner, Tv. Wieseck, 208; 5. Hrch. Rinn, Tv. Heuchelheim, 205 ; 8. Rud. Jung II., Tv. Klein-Linden, Willi Fey, Tv. Burg-Gemünden, 202; 9. Hrch. Schmadel, Tv. Grünberg, 201; 11. 21. Lind, Tv. Freienseen, 199; 12. Rudolf Jung I., Tv. Klein- Linden, Karl Rinn, Tv. Heuchelheim, 198; 13. Fritz Zehner, Tv. Hermannstein, Karl Schäler, Tv. Hungen, Karl Hahn, Tv. Großen-Buseck, 197; 14. Karl Braun, Tv. Hochelheim, Hrch. Zimmer, Tv. Billingen, 196; 15. Hans Textor, Tv. Gro- ßen-Linden, Willi Cllermeier, Tv. 1846 Gießen, 195; 16. Hrch. Weber, Tv. Freienseen, Richard Brief heißt es: „Wit der Landwirtschaft ist hier wenig oder gar kein Geld zu machen. Das Kilo Schmalz kostet jetzt für uns nur 1 Milreis (— 25 Pfennig) und Schweinemast mit Auslassen sämtlichen Fettes beim Schlachten ist die Grundlage des Kolonisten. Das ausgelassene Fett wird dann verkauft an die Raffinerien, die es nochmals reinigen und hygienisch einwandfrei zum Versand bringen. Mit dem Fleisch ist kein Geschäft zu machen. Was im eigenen Betrieb nicht verbraucht wird, ist fast unverkäuflich. Bom Kolonisten kauft man Schweinefleisch für 300 Reis das Kilo, das sind etwa 10 Pfennig und weniger. Deshalb zieht man hie a sg sp och ne Spcckschwcine, d. h. solche, die ausgeschlach.et 10 P.ozent Schmalz und nur 30 Pro^eul Knochen und Fleisch geben. Wenn man aus dem Fleisch keine Wurst macht — in Sommer ist das nicht immer möglich auf dem Land und im Winter schlachtet der Kolonist fast SJL^fpott Das 60. Bezirksturnfest in Alsfeld Bei starker Beteiligung hervorragende Leistungen. Deutsche Landwirte in Brasilien. Folgendes interessantes Stimmungsbild über die Lage von deutschen Einwanderern geht uns aus unserem Leserkreis zu. Die Landwirtschaft auf der ganzen Erde be- indet sich feit längerer Zeit in der schlimmsten Lage, weil ihre Erzeugnisse im Preis so tief gesunken sind, daß die Kosten des Anbaues nicht gedeckt werden. So ist's bei uns in Deutschland, so auch in überseeischen Ländern z. D. in Bra- ilien. Dort leben Hunderttausende von deutschen Landwirten. Besonders im südlichsten Staate Brasiliens, Rio grande do Sul, haben sich Deutsche seit 103 Jahren niedergelassen. In der Hauptstadt Porto Qllegre ist ihre Zahl so groß, daß man überall auf den Straßen deutsch prechen hört. Die meisten Deutschen, die dorthin auswanderten, sind Landwirte. Sie bauen Getreide, besonders viel Mais, auch Reis an manchen Orten, treiben Obstzucht: Apfelsinen, Pfirsiche usw-, auch Weinbau. Alles gedeiht in dem überaus fruchtbaren noch nicht ausgefogenen Boden. In welch schlimmer Lage trotz der Frucht- heißen Fett schwimmend so lange gebraten, sie braun sind und alles Wasser heraus Das Fleisch ist vorher eingesalzen worden. Ist es so weit gut, tut man das Fleisch in Gasolin- Bleche (etwa 20 Liter Inhals mit soviel Fett, daß alles bedeckt ist (also luftdicht abgeschlossen). Das hält sich auch im Sommer wochenlang und schmeckt sehr gut. Mein Schweinebestand ist leider noch nicht so, daß wir dauernd eingebratenes Fleisch haben oder gar Wurst. Fleisch und Wurst gehen uns doch noch immer wieder aus. Aber Anfang März wird wieder geschlachtet. Rach der Maisernte werde ich etwa 15 Schweine fett Deutschland niemand denkt. Endlich darf man an die wirtschaftlichen Verhältnisse erinnern, über die sich niemand anders als der Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß in sehr lesenswerten Ausführungen in der Internationalen Revue für Wirtschaft und Politik »Das neue Europa" geäußert hat Der Bundeskanzler bekennt sich darin zunächst zu den politischen Grundsätzen Dr. Seipels, der Oesterreich eine wirtschaftliche Aufbaumöglichkeit schuf. Daraus darf man wohl schließen, daß Dr. Dollfuß den Primat der Politik vor der Wirtschaft und den Grundsatz Seipels »Keine Kombination ohne Deutschlano" anerkennt. Seipel hat ferner stets betont, daß nur in der Zusammenfassung aller antimarxistischen Kräfte die Möglichkeit der Lleberwindung des Marxismus in Oesterreich liege, und endlich in seiner großen Osloer Rede auch die Bedeutung des Rationalsozialismus anerkannt, den er auch von seiner kirchlichen Einstellung aus als Erneuerungsbewegung (Seelensanierung) würdigte. Es öarf in aller Bescheidenheit gesagt werden, daß der Seipelsche Kurs nicht immer gesteuert worden ist. Soll das jetzt wieder anders werden, so ist der Boden für eine Verständigung sicher geebnet und eine politische Richtlinie aufgezeigt, die nach der Meinung vieler Einsichtiger in beiden Lagern Oesterreich allein einen Weg aus den wirtschaftlichen Röten zu weisen vermag. Daß die Weltwirtschaftskrise, über die der Bundeskanzler sich sehr eingehend und mit großem Verständnis für die Zusammenhänge ausspricht, manche ungewöhnlichen Maßnahmen erfordert hat, ist ebenfalls ohne weiteres zuzugeben. Wenn man aber anerkennt, daß die Politik der Wirtschaft ihr Schicksal vorschreibt, kann man nicht hoffen, beispielsweise die Agrarkrise durch eine Bindung an Ungarn zu bannen, das mit feinen Produkten die österreichische Landwirtschaft unbarmherzig abwürgen würde. Ebenso würde eine wirtschaftliche Kooperation mit der Tschechoslowakei der österreichischen Industrie den Todesstoß versetzen. Paul Einzig hat in einem Buche „Behind the Scenes of International Finance“ (London 1932) dargelegt, daß die finanzielle Kriegführung Frankreichs das Einfrieren der Kredite und den Niederbruch der Geldinstitute zur Folge hatte, daß also auch in diesem Falle ausschließlich politische Hintergründe für den Zusammenbruch der Wirtschaft in Oesterreich maßgebend waren. Die wirtschaftlichen Erfolge der Regierung Dollfuß sollen nicht bestritten werden. Vielleicht ist es allzu optimistisch, wenn der Bundeskanzler sagt, daß „der Schilling eine der stabilisier- teften Währungen ist, die es überhaupt gibt", und Kreistag in Wetzlar. O Wetzlar, 5. Juli. Der gestrigen Kreis- tagssihung kam besondere Bedeutung zu, weil in ihr über das Schicksal der Rheinischen Amtsverfassung entschieden wurde. Rach kurzer Beratung wurde einstimmig beschlossen die Amts- Verfassung aufzuheben und die Gemeindeverfassung einzuführen. Cs wurde folgende Satzung beschlossen: »Im Landkreis Wetzlar treten mit dem 1. Oktober 1933 die in der Rheinprovinz geltenden Vorschriften über die Verfassung und Verwaltung der Aemter außer Kraft. Der Kreisausschuß wird jedoch ermächtigt, im Interesse eines geordneten Liebergangs der Verwaltung für einzelne Amtsbezirke das Weitergelten der bisherigen Verwaltungsund Verfassungsvorschriften bis zum 31. Dezember 1934 zu beschließen. Der Kreisverband Wetzlar tritt als Gesamtrechtsnachfolger in die bestehenden Rechte und Pflichten der Aemter ein. Auf Antrag von Fraktionsführer Haus, Bieber wurde noch beschlossen, daß die Aemter Hohensolms, Rechtenbach, Rodheim und Drand- oberndorf bis zum 1. Oktober und die übrigen Aemter bis zum 1. April 1934 aufgelöst werden. Der Vorsitzende Landrat Grillo gab dem Kreistage bekannt, daß der Kreisausschuß bereits den Kreisetat verabschiedet habe. Der Etat balanciert in Einnahme und Ausgabe mit 3 480 000 Mark. Die Kreisumlage für das Rechnungsjahr 1933 ist auf 88 Prozent der in dieser vom Staate veranlaaten Realsteuern und an die Gemeinden fallenden Ueberweisungen aus der Reichseinkommen- und Körperschaftssteuer, sowie des Bürgersteueraufkommens nach dem Landessatz festgesetzt. Das erwartete Kreissteueraufkommen beträgt 660 000 Mk. Die Rechnung der Kreissparkasse für das Geschäftsjahr 1932 wurde abgenomen und genehmigt. Sie schließt ab in Soll und Haben mit je 37 055 928,58 Mark, die Bilanz in Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit je 10 979 227,02 Mark, die Gewinn- und Verlustrechnung in Ausgabe und Einnahme mit je 839 539,74 Mark. Die Verlange» wilhelm-willSlaffellauf. Es beteiligten sich daran aus 6 Kreisen (bisherige Bezeichnung Bezirke) je eine Zehner-Mannschaft. In den Endlauf kamen der 1., 2. und 4. Kreis. 1. Sieger: 1. Kreis (Marburg) 2:7,2 Min.; 2. Sieger: 4. Kreis (Alsfeld) 2:10 Min.; 3. Sieger: 2. Kreis (Gießen) 2:12 Min. Musterriegen. Es beteiligten sich daran in der Iahnklasse 7 Vereinsriegen, von denen u. a. bewertet wurden: Tv. Großen-Linden (Barren, 18 Teilnehmer), 108 Punkte mit „sehr gut"; Tv. 1846 Gießen (2 Seifpferbe, 16 Teilnehmer), 10714 P. mit „sehr gut"; To. Grünberg (Barren, Körperschule, 7 und 8 Teilnehmer), 99 P. mit „gut". In der Götzklasse beteiligten sich 10 Vereinsriegen, darunter Tv. Heuchelheim (Pferd, 9 Teilnehmer), 106 P., „sehr gut"; To. Treis a. d. L. (Barren, 8 Teilnehmer), 103)4 P., „sehr gut"; Tv. Eroßen- Buseck (Pferd, 12 Teilnehmer), 92^ P., „gut"; To. Hochelheim (Reck, 12 Teilnehmer), 9114 P., „gut"; Tgm. Wölfersheim (Barren, 9 Teilnehmer), 85 P., „gut". In der S ch m u ck k l a s s e beteiligten sich 18 23er- einsriegen, darunter: Tv. Gröningen (Pferd, 6 Teilnehmer), 10714 P., „sehr gut"; To. Wieseck (Barren, 6 Teilnehmer), 103 P., „fefjr, gut"; To. Krofdorf (Barren, 6 Teilnehmer), 102 P., „sehr gut"; Tv. Lang-Göns (Barren, 5 Teilnehmer), 9614 P., „gut"; To. Dutenhofen (Barren, 7 Teilnehmer), 9514 P., „gut"; To. Burg-Gemünden (Pferd, 7 Teilnehmer), 9014 P., „gut"; Tv. Hungen (Reck, 7 Teilnehmeri, 9014 P., „gut"; Tv. Groß-Felda (Barren, 6 Teilnehmer), 85 P., „gut"; Tv. Leihgestern (Barren, 6 Teilnehmer), 8114 P., „gut". machen können. Der Durchschnittskolonist muh 20 bis 40 fett machen. Im ersten Jahr habe ich aber nicht gleich soviel Futter bauen können. Jetzt habe ich mehr, wenn auch die Trockenheit im Januar die Maisernte sehr geschädigt hat." Bemerkung: Wenn bei uns Winter ist, ist dort, in Rio grande do Sul, Sommer und sehr heiß. 40 Grad Celsius und mehr ist keine Seltenheit, und wenn bei uns Sommer und Erntezeit ist, ist dort Winter, der in einer längeren kühlen Regenzeit besteht, wobei die Temperatur manchmal nachts so tief sinkt, daß es in Tälern reift; aber Schnee und Eis kommen dort nicht vor. Der Staat Rio grande do Sul ist etwa so groß wie zwei Drittel Deutschlands. Kaffee und Tabak wird von den Kolonisten dort nicht gezogen, aber Zuckerrohr, aus dem auch ein Schnaps gebrannt wird. F. Schaum, Tv. Leihgestern; 194; 17. Wilh. Weller, Tv. Heuchelheim, O. Klauß, To. Groß-Felda, O. Röhrsheim, Tv. Krofdorf, Jakob Singel, To. Gröningen, Wilh. Faber, Tv. Leihgestern, 193; 18. O. Nicolai, To. Großen-Buseck, Max Hardt, Tv. 1846 Gießen, 192; 19. Ernst Engel, Tv. Gröningen, L. Wammbach, Tv. Aßlar, Hrch. Herbei, Tv. Aßlar, Otto Bingel, Tv. Holzheim, 191; 20. Ernst Gömbel, Tv. Dutenhofen, Otto Rinn, To. Heuchelheim, 190; 21. Walter Mehl, To. Großen-Linden, 189; 22. Joh. Hainer, Tv. Stornborf, 188; 23. Otto Agel, Tv. Dutenhofen, Karl Thönges, Tv. Steinfurth, Hrch. Nickel, Tv. Treis a. b. L., 187; 24. Fritz Hans, To. Hermannstein, Hans Happel, To. 1846 Gießen, 186; 25. Ernst Weil, To. Muschenheim, Fritz Emmerich, To. Hungen, W. Wagner, Tv. Gambach, Hrch. Wal- ter, Tv. Münchholzhausen, 185; 26. Herrn. Eisen- huth, Tv. Steinfurth, 184; 27. Lubwig Reinschmibt, To. Steinbach, Ernst Trautwein, To. 1846 Gießen, 183; 28. Wilh. Schmibt, Tv. Krofdorf, Gg. Volp, To. Steinfurth, Starl Singel, To. Gröningen, Hrch. d. ßv Fritz Leicht, To. Krof- Der Wiener Korrespondent des Wolff» schenTelegraphen-Sureaus berichtet im folgenden über die augenblickliche Lage in Oesterreich: In den letzten Tagen ist in den Beziehungen zwischen Oesterreich und Deutschland, die man mit Unrecht als „Kriegszustand" bezeichnet hat, eine fühlbare Entspannung eingetreten. Die große Wiener Presse hat alles vermieden, was eine weitere Verschärfung herbeiführen könnte. Sie hat über die systematische Entwicklung Deutschlands zum Totalitätsstaat fast kom- mentarlos berichtet und sich auf die Wiedergabe der amtlichen Verlautbarungen beschränkt. Die Maßnahmen gegen die Bayerische Volkspartei, den Rücktritt Hugenbergs, die Selbstauslösung der Zentrumspartei sind als zwangsläufige Erscheinungen der Gesamtentwicklung bezeichnet worden. Hin und wieder ist ein Wort des Bedauerns eingeflossen, das einem Rachruf auf eine -verschwindende Epoche der polittschen und wirtschaftlichen Geschichte gleichkam. Die Ursachen dieser Entspannung sind nicht leicht zu finden. Es ist aber sicher bezeichnend, daß sich in der großen Presse — die kleine hetzt, konspiriert und „greuelmärt" unentwegt weiter — die Stimmen mehren, die erklären, daß der Vormarsch des Faschismus unaufhaltsam sei. In der Tat sind ja auch die allerletzten Maßnahmen der Regierung, der Schutz der Sittlichkeit, Zwangsschlichtung und Verbot der Aussperrung, die Regelung kollekti- oer Arbeitsverhältnisse bei öffentlichen Bauten, die Bestellung von Sicherheitskommissaren, das Freidenkerverbot, ferner die Verordnung über Auflage- nachrichten, die Aufstellung eines freiwilligen Schutzkorps und endlich der Entzug der Gewerberechtigung Schritte auf dem Wege zum Autoritätsstaat, wie er in Italien, Rußland und Deutschland bereits verwirklicht, in Frankreich und England in hoffnungsvollen Anfängen sich befindet. Alle diese Maßnahmen sind auf Grund des kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetzes aus dem Jahre 1917 erlassen, das im Kriege nur für bestimmte wirtschaftliche Maßnahmen geschaffen wurde. Sie sind ohne die Kontrollmöglichkeit der verfassungsmäßigen Faktoren, Parlament und Verfassungsgerichtshof, zustande gekommen. Die „Arbeiterzeitung" versucht sich in einem spaltenlangen Leitartikel „Schritt für Schritt" gegen diese Entwicklung zu stemmen, sie bedauert, daß die bürgerlichen Demokraten das Ende dieses Weges nicht sehen wollen, das die Heimwehrleute mit Entzücken begrüßen. Die Sozialdemokratie Oesterreichs zeigt die gleiche Verständnislosigkeit für die zwangsläufige Abkehr von politischen und wirtschaftlichen Formen, die sich, wie die Weltkrise ganz eindeutig gelehrt hat, nicht bewährt haben, und die darum xum Absterben verurteilt sind wie die Ideen der deutschen Sozialdemokratie. Es spricht nur für die Intelligenz der „bürgerlichen" Demokraten, wenn sie etwas weitsichtiger sind und nun unterzukommen versuchen. Vielleicht ist auch eine der Ursachen der Entspannung in der wiederholten Erklärung führender österreichischer Politiker zu sehen, daß sie d i e deutsche Mission Oesterreichs in tau- endjähriger Geschichte jetzt nicht mit einem Feder- trich als nicht existent bezeichnen wollen, ober in )er wieberholten Versicherung amtlicher.deutscher Stellen, baß es sehr wohl zwei getrennte ß ä n b e r geben könne, in ber b i e gleichen Parteien am Ruber seien, daß ferner die Anerkennung Adolf Hitlers als Vaters des Nationalsozialismus und Führers eines nicht an Landesgrenzen gebundenen Deutschtums, das auch die 30 Millionen Deutscher in allen Ländern der Erde umfaßt, nichts mit der Unabhängigkeit Oester- reichs zu tun habe, an dessen Gleichschaltung schon mit Rücksicht auf den Diermächtepakt in Walter Luh, To. Großen-Linden, W. Engelhardt, To. Heuchelheim, W. Weber, Tv. Dutenhofen, 178; 33. W. Hofmann, Tv. Grüningen, Fritz Feldmar, Tv. 1846 Gießen, Friedrich Weber, Tv. Dutenhofen, 177; 34. Hermann Weil, To. Muschenheim, Willi Menges, Tv. Lich, Hans Denker, Tv. Steinbach, Hrch. Faber, Tv. Hochelheim, O. Philippi, Tv. Ober- Ohmen, 176; 35. Otto Jockel, Tv. Hungen, 175; 37. O. Volz, To. Groß-Felda, Walter Gasche, Tv. Muschenheim, O. Kroppenstädt, Tv. Groß-Felda, Paul Stein, Tv. Grönberg, Albert Schreiner, Tv. Hungen, H. Döring, Tv. Eichelhain, 173; 38. H. Schorge, Tv. Großen-Linden, Herm. Weber, Tv. Aßlar, W. Figgi, Tv. Groß-Felda, 172; 39. Karl Weiß, To. Watzenborn-Steinberg, Otto Knöß, Tv. Groß-Eichen, Fr. Eckhardt, Tv. Hochelheim, Otto Weiß, To. Großen- Linden, 171; 41. Ludwig Baum, Wtv. Gießen, Otto Neidei, Tv. Heuchelheim, Ferd. Becker, Tv. Grüningen, 168; 42. Richard Jung, Tv. Hochelheim, 167; 43. Otto Sommer, Watzenborn-Steinberg, W. Petri, Tv. Nauborn, Wilh. Heyer, To. Treis a. d. L, Wilh. Zeiß, To. Holzheim, 166; 44. A. Reeb, Tgm. Wölfersheim, 165; 45. Rud. Graf, Tv. Billingen, H. Sinke!, Tv. Nauborn, 164; 46. Paul Schmidt, Tv. 1846 Gießen, F. Schieferftein, Tv. Hochelheim, A. Leib, To. Hermannstein, Karl Hahn, Tv. Großen- Buseck, Wilh. Römer, Tv. Lang-Göns, 163; 48. Hrch. Seel, To. Leihgestern 161; 49. Hrch. Pfannkuchen, Tv. Holzheim, Adolf Becker, Tv. Muschenheim, 160. Neun kämpf, 1. Altersklasse (35 bis 45 Jahre), 26 Bewerber, 23 Sieger: 1. Wilh. Hof- mann, To. Krofdorf, 173 P., 2. Wilh. Laux, Tv. Leihgestern, 166; 3. Wilh. Hofmann, To. Großen- Linden, 155; 5. Franz Sauer, Tv. 1846 Gießen, Herrn. Hofmann, Tv. Hungen, 148; 6. Otto Hofmann, Tv. Großen-Linden, 147; 8. Hrch. Wagner, Tv. Münchholzhausen, 144; 9. Hch. Rock, Tv. Treis a. d. L., 142; 11. Karl Möller, Tv. 1846 Gießen, 139; 12. Fritz Volkmann, Tv. Heuchelheim, 136; 13. Ph. Bender, To. Grönberg, 134: 14. Albert Hahn, Tv. Billingen, Wilh. Junker, Tv. Großen- Linden, 133; 15. Fr. Jung, Tv. Hochelheim, 132. — 2. Altersklasse (über 45 Jahre), 9 Bewerber, 8 Sieger: 1. Hrch. Amend, Tv. Krofdorf, 149 P.; 2. Balth. Bonarius, Tv. Großen-Buseck, 140; 3. L. Bender, To. Alsfeld, 137; 5. Hrch. Listmann, To. Grünberg, 130. Fechten. Die Wettkämpfe. Die turnerischen Mehrkämpfe, zu denen die stattliche Zahl von über 400 Einzelturnern angetreten war, sowie die spannenden Wettbewerbe der Fechter und Fechterinnen füllten den Bormittag des Fest- Sonntags aus. Der neue Gauoberturnwart Rudolf Paul, dem in Gaumännerturnwart M. Textor (Marburg), Gauvolksturnwart M a l f o m e j i u s (Gießen) und 120 Kampfrichtern und Riegenführern treue Helfer zur Seite standen, war den Kämpfen ein umsichtiger Leiter, der auch bei den großen Maf- sendarbietungen des Nachmittags sein organisatorisches Talent unter Beweis stellte. Die Beteiligung an den Wettkämpfen übertraf alle Erwartungen. Auch die Leistungen standen auf beachtlicher Höhe und zeigten, daß der Gau um seinen Nachwuchs nicht besorgt zu sein braucht. Recht erfreulich ist die starke Beteiligung der Landoereine, von denen Großen-Linden und der neue zum Gau hinzugekommene Tv. Wieseck ein besonderes Lob verdienen. Nachstehend die Ergebnisse in einem Auszug aus der umfangreichen Siegerliste. Meisierschaftsturnen. P f e r b: ”1. Sieger (Gaubester) A. Ahrens, Tgm. Marburg, 67,5 P.; 2. W. Fink, T. u. Spo. Marburg, 57,5 P. Reck: 1. (Gaubester) A. Ahrens, Tgm. Marburg, 76 P.; 2. W. Sinnwell, Tv. 1860 Bad-Nauheim, und Richard Seth, Tv. Großen-Linden, je 71 P. Barren: 1. (Gaubester) R. Seth, To. Großen- Linden, 70,5 P.; 2. A. Eberspächer, Tgm. Marburg, 68,5 P. Körperschule: 1. (Gaubester) A. Eberspächer, Tgm. Marburg, 64,5 P.; 2. Karl Schick, Tv. 1846 Gießen, 63,5 P. Mehrkämpfe. Zwölfkampf, Sonderklasse (6 Bewer- ber 5 Sieger): 1. W. Sinnwell, To. 1860 Bad-Nau- heim, 219 P.; 2. A. Eberspächer, Tgm. Marburg, 204 P ■ 3. Fritz Weitershous, Tv. Großen-Linden, 189 P.; 4. Karl Schick, Tv. 1846 Gießen, 185 P.; 5 W Hartmann, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 169 P. 'Zwölfkampf, Oberstufe (24 Bewerber, 16 Sieger): 1. Karl Leinweber, Tv. Treis (Lumda), 200 P.; 2. Ludwig Herbert, Tv. 1846 Gießen, 199; 3 21. Ahrens, Tgm. Marburg, 195 P.; 6. Hch. Jung, Tv. Großen-Linden, 180 P.; 8. Albert Leun, Tv. Großen-Linden, 177 P.; Hch. Herbert, Tv. 1846 Gießen, 176 P-; 10. Heinz Meyer Mtv. Gießen 175 P • 13. Karl Keßler, Tv. Großen-Linden, 169 P., 14.’ Ernst Rinn, To. Krofdorf, 168 P. Zehnkampf, Oberstufe (6 Bewerber, 5 Sieger): 1. Richard Seth, Tv. Großen-Linden, 181 $.;92. Ernst Schöffmann, Tv. Wieseck 160 P^; 3. Walter Fink, T. u. Spv. Marburg, lv7 P.. Wilh. Hofmann, Tv. Lollar, 155 P.; 5. W. Strauch, Tv. ®e3 to ö t H°a m »f . ® 111 e I ft u f» (58 Dewei. ber 48 Sieger): 1. Rud. Rohrbach Tv. Lech- gestern, 205 P.; 2. Erich Fink, T. u. Spv Mar- tnira 203 3. Fritz Mertz, Tv. Schlitz, 201, 4. Adolf Kreiling, Tv. Wieseck, 200 ; 6. Alfred daß eine Gefahr für die Währung nunmehr restlos vorüber sei. liebet die Vermehrung der Kapitalmöglichkeiten durch die Erhöhung der Spareinlagen sind die Meinungen in Wirtschaftskreisen noch sehr geteilt, und es ist auch unverkennbar, daß die Einsparpolitik durch die Ausgaben für die verstärkte Exekutive, die Fremdenverkehrswerbung, das Defizit der Bundesbahnen aus den ermäßigten Personentarifen, die Ausgaben für die Hilfspolizei u. a. m. beeinträchtigt wird. Die Ankündigung der neuen Form einer gesunden Volksvertretung, einer Länder- und Städtekammer, die unmittelbar zur Gesetzgebung in Wirtschaftsdingen berufen sein wird (berufsständische Auffassung), und endlich das Verbot der Aufmärsche und Demonstrationen, das die Vertreibung der ^reinden verhindern soll (bislang waren nur solche der Opposition verboten), werden im Reiche sehr interessieren. Dabei darf doch wohl angenommen werden, daß eine Bewegung, die ein Drittel der Bevölkerung umfaßt, beratend und mit- bestimmend herangezogen wird. Das scheint sich schon in dem Satze auszudrücken: „Seien wir unfern Vätern und ihrer Arbeit gegenüber nicht undankbar, daß wir die Leistungen unseres Deutschtums vergessen oder verkleinern". Ein zarter Hoffnungsschimmer ist jedenfalls auf getaucht; daß aus Fechter-Oberstufe, Säbel (8 Bewerber): R. Schauß, Tv. Wetzlar (6 Siege, 23 Treffer); Hans Mulch, Tv. Wetzlar (5 Siege, 16 Treffer); 3. Ludwig Vaubel, Tv. 1846 Gießen (5 Siege, 18 Treffer); 5. Walter Gerhardt, Tv. 1846 Gießen (4 Siege, 26 Treffer); 6. Christian Ziegler, Tv. 1846 Gießen (3 Siege, 29 Treffer). Fechterinnen-Ober stufe, Florett (8 Bewerberinnen): 1. Lotte Mohr, Tv. 1846 Gießen (4 Siege, 18 Treffer); 2. Luise Kühn, Tgm. Friedberg (4 Siege, 15 Treffer); 3. Christel Oröninger, Tv. 1860 Bad-Nauheim (2 Siege, 19 Treffer). 6. Else Wirth, To. 1846 Gießen (1 Sieg, 22 Treffer). JNIVEA* CREME oder aber iwiiri? a - nr Magnet-Puddingpulver ß Schokolade, Paket 8, Mandel u. Vanille V Feiner vollletter E Q> Gouda-Käse */4Pfd. 15, Pfd. wO Weizen-Mehl hell.......Pfund 20,17 Auszugs-Mehl extrafein .... Pfund 22 Magnet-Mehl doppelt gesiebt, Pfund 23 Pflanzenfett gar. rein ... Pfund-Tafel 53 Kokosfett in Tafeln.....Pfund 60, 57 Eier.................10 stück 95, 76 Eier-Bruchmakkaroni ... Pfund 36 Haferflocken.............i Pfund 22 Gerstengraupen grob....2 Pfund 25 Bierwurst in Blasen........Pfund 20 Mettwurst Braunschweig. Art, */< Pfd. 24 Preßkopf fein..............Vi Pfund 24 Malzkaffee ausgewogen .... 1 Pfund 22 ZUM EINMACHEN! Kaufen Sie heim Fachmann 4393 V Schotten, den 6. Juli 1933. Die Beerdigung findet Freitag, den 7. Juli, nachmittags 4 Uhr statt Wirtschaft. Saatenstand im Deutschen Reich Anfang Juli 1933. Durch das kühle und regnerische Wetter in der zweiten Imühälfte ist die Weiterentwicklung der Feldsrüchte. namentlich des Sommergetreides, verschiedentlich gehemmt worden. Starte Niederschlage haben mancherorts zu einer Lagerung des Getreides geführt. Immerhin wird der Stand des Wintergetreides allgemein als befriedigend beurteilt. Die Noggenblüte hat fast überall vor Eintritt der Negcnpenode begonnen unDt)t durchweg ungestört verlaufen. Die Mute bei Win- terweizen und Wintergerste wurde dagegen teilweise etwas beeinträchtigt. In der Entwicklung der S o m m e r s a a t e n ist durch die seuchtkühle Witterung und durch starke Verunkrautung eine gewisse Wachstumsverzoge- rung eingetreten. Für die Hackfrüchte toar die niederschlagsreiche Witterung — von Gegenden mit schwemm und undurchlässigem Boden abgesehen - bis jetzt günstig, doch wurden die Hack- arbeiten durch das nasse Wetter erschwert. Die Ernte von Klee und Wiesenheu wurde durch die regnerische Witterung großenteils gestört. Durch die Verzögerung des Schnittes ist das Futter vielBekannt für preiswerte Qualitäten Farben u. Lacke ist das Farbenspezialgeschttft Obermann & Co.. G.m.b.H. Sonnenstraße 15. _________4372 rnng der Z i n s v e r b i 1 l i g u n g für Wohnungsbaudarlehen des Kreises bis zu Schluß des Geschäftsjahres 1933 wurde beschlossen. Es erfolgte dann die Wahl verschiedener Kreiskommissto- nen. In die Kommission zur Verwaltung der Kreis- obstbaumschule wurde gewählt Landwirt Wilhelm De sch, Oberwetz: Gärtner Karl Will, Krofdorf; Kreisstraßenmeister a. D. Kraus, Leun. Als Mit- alieder des Kreisjugendamtes wurden neu gewählt Lehrer Gaß, Dutenhofen; Lehrer Müller, Vetzberg; Arbeiter Wilhelm Haus, Bieber; Arbeiter Wilhelm Süß, Leun. In den Ueberwachungsaus- fchuß der Aufbauschule zu Wetzlar wurden gewählt Bürgermeister Wilhelm Langsdorf, Groß-Rech- tenbach; Lehrer Gaß, Dutenhofen; Pfarrer Fritz Rumpf, Kröffelbach; Rechtsanwalt Hans Oppermann. Als Vertreter für den Vorstand der gewerblichen Berufsschule zu Wetzlar wurde Dachdecker Paul Kraus, Allendorf, und als Vertreter im Kreisschulkuratorium für das ländliche Fortbildungsschulwesen wurde Bürgermeister B l o ck, Nauborn, bestimmt. Als Vertrauensmann für den zum Zwecke der Auswahl der Schöffen und Geschworenen zusammentretenden Ausschuß bei dem Amtsgericht Usingen wurde Dentist B i f ch o f s, Brandoberndorf, und für das Amtsgericht Gladenbach Wilhelm Haus, Bieber, gewählt. Die Vertre- tung des Landrats regelte fick) wie folgt: 1-Stellvertreter Kreisdeputierter Wilhelm Haus, Bieber; 2. Stellvertreter Karl Broll, Biskirchen. Mit einem „Sieg,Heil!" auf den Volkskanzler Adolf 5) t Her wurde die Sitzung von Landrat G r i 11 o geschloffen. Oie Arbeitsdienstpflicht für die Studenten. Frankfurt a. M., 5. Juli. (WSN.) Während die allgemeine Arbeitsdienstpflicht erst am 1. Januar 1934 beginnen soll, werden die Studenten schon am 1. August d. I. zur Arbeitsdienstpflicht herangezogen, ■ beren Organisation in den Händen der Deutschen Studentenschaft liegt. Aus Zweckmäßigkeitsgründen werden während der großen Semesterferien die Kommilitonen verpflichtet, die jetzt im vierten Studiensemester sind. Durch diese Maßnahme werden im ganzen Reich etwa 40UU Studierende den Arbeitslagern. zugeführt werden. Auch ist es nicht ausgeschlossen, daß sie in der .Landhilfe" — Heranziehung zu Erntearbeiten usw. — Verwendung finden. Auf jeden Fall werden keine reinen Studentenlager geschaffen, sondern gemischte Lager, in denen nur bis zu 30 Prozent Studierende sein dürften. Wer sich der st u - dentischen A r b e i t s d i e n st p f l i ch t entzieht wird kein Examen machen können und hat den Ausschluß von der Hochschule zu gewärtigen. Oie Hauptversammlung des Hessischen T'.erschutzvereins verlegt Darmstadt, 5. Juli. (WSN.) die Jubiläums- Hauptversammlung des Tierschutzvereins für Hessen wurde wegen besonderer Gründe vom 9. Juli auf den 16. Juli verlegt. Tagungslokal Turnhalle am Woogplatz in Darmstadt. fach überständig geworden, so daß der Heuertrag sowohl nach Menge als auch nach Gute eine Einbuße erlitten hat. Die Wiesen zeigen infolge des früheren Mangels an Niederschlägen zum Teil nur spärlichen Besatz an Dkntergräsern. Frankfurt: Renten fest, Aktien uneinheitlich. Frankfurt a. M., 6. Juli. (WTB. Drahtmeldung.) Die bisherige Wirtschaftsenjwicklung scheint nunmehr allmählich die seit längerem erwartete oe- rutiigung des Publikums ausgelöst zu haben, die sich heute an der Mittagsbörse in recht lebhafter Nachfrage am Rentenmarkt äußerte. !Bertauforber5 waren demgegenüber kaum vorhanden. Besonders B Reichsschuldbuchforderungen hatten lebhafte jtze aufzuweisen, die schätzungsweise bis 100 Mille gingen. Der Gewinn betrug zunächst 1 o.S). über gestern, ging aber bald auf die Gewmnstche- rungen hin 0,40 o. H. zurück. Altbesitz gewannen 0 5 v. H., während von Jndustrieobligationen Stahl- verein auf den schwächeren Dollarkurs hm 0,40 v. H. verloren. Durch die Festigkeit des Rentenmarktes wurde auch ein Teil der Aktienmärkte nachgezogen, wobei hier aber das Geschäft klein blieb. Die unbefriedigende Erklärung Roosevelts trat teilweise in den Hintergrund, genügte jedoch, um dem Aktienmarkt ein uneinheitliches Gepräge zu geben. JG.- Farben, die meisten Montanwerte, ferner Holzmann und Reichsbahnvorzugsaktien waren bis 1,5 v. H. gebessert, während bei Elektro- und Verkehrswerten fast durchweg Abschwächungen bis 0,5 v. H. zu verzeichnen waren. Licht & Kraft büßten 2 v. H., Be- kula 1,5 v. H. und Zellstoff Waldhof auf die Der- rvaltungserklärung hin 1,5 v. H. ein. Im $ erlaufe kamen an den Aktienmärkten verschiedene Schwankungen auf, die Stimmung blieb jedoch freundlich. Am R e n t e n m a r 11 konnten sich Reichsschulw bücher nahezu auf den Anfangskurs erholen, auch Stahlverein gewannen etwa 1 v. H. Dagegen lagen Neubesitz etwas abgeschwächt. Amnestieanleihen des Reiches wurden zu 97 v. H. gehandelt. Der Pfandbriefmarkt zeigte für Goldpfandbriefe befriedigendes Geschäft und Besserungen bis 0,5 o. H. Liquidations- I Pfandbriefe und Kommunalobligationen waren ziemlich unverändert. Auslandwerte lagen vernachlässigt. Der Tagesgeldsatz blieb auf 3,5 v. H. bestehen. Mittwoch, den 5. Juli 1933, ist mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater. Bruder. Schwager. Schwiegersohn und Onkel Herr Otto Usinger Postmeister i. R. im 60. Lebensjahr nach langem, in großer Geduld getragenem Leiden still und getrost in Gott heimgegangen. In tiefem Schmerz: Anna Usinger, geb. Müller. Gesellschaft Liebig-Museum e. V., Gießen Jahresversammlung am Sonntag, dem 9. JnH 1933, vormittags im Hörsaal des Liebig-Mnsenms: i/2ll Uhr Mitglieder-Versammlung 11'/. Uhr Vorträge über J. v. Liebigs Gießener Zeit und über seinen Neffen G. F. Knapp. 4374D Der Vorstand. D Aepfelwein la Literflasche o. Gl. 38 32er Gaubickelheimer vorzüglicher Bowlenwein, Vi Fl. o. Glas ö V Kristallzucker............Pfund 38 Gemahlener Zucker......Pfund 38 Viktoria-Kristallzucker. ..Pfund 41 Bei Abnahme größerer Mengen Preisermäßigung Branntwein zum Ansetzen . 1h Fl. 2.00 Nordhäuser ‘/.Flasche 1.15, »A Fl. 2.00 Erdbeeren, Johannisbeeren, Kirschen täglich frisch zu niedrigsten Tagespreisen. 4391 * Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 6. Iuli. Auftrieb: 103 Ninder, 1022 Kälber, 111 Schafe, 698 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 37 bis 40 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 33 bis 36, geringe Kälber 26 bis 32. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 25 bis 23, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 20 bis 24. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 37 bis 40, von etwa 200 bis 240 Pfund 37 bis 41, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 40 Mk. — Marktverkauf: Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Schweine mittelmäßig, ausverkauft. Wettervoraussage. Nachdem sich der Kern des Hochdruckgebietes nach Skandinavien verlagert hat, erhalten wir an seiner Südseite Zufuhr kontinentaler Luft. Unter ihrem Einfluß wird die Schönwetterlage fortdauern, so daß bei vielfach aufheiterndem Himmel die Temperaturen tagsüber kräftig ansteigen. Aussichten für Freitag: Vielfach aufhei» ternd, sehr warm und trocken. Aussichten für Samstag: im wesentlichen Fortdauer der Schönwetterlage. Lufttemperaturen am 5. Julj: mittags 22,2 Grad Celsius, abends 18,4 Grad; am 6. Juli: morgens 17,5 Grad. Maximum 29,6 Grad, Minimum 12,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Juli: abends 25,7 Grad; am Juli: morgens 18,6 Grad. — Sonnenscheindauer 10 Stunden. Sonnenqebräunte Halft Sonntag, den 2. Juli, entschlief sanft meine liebe Frau, unsere gute, stets treubesorgte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau hart Ludwig, geh. big im 76. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Ludwig. Gießen, Siegen L W., den 6. Juli 1933. Die Beerdigung fand in aller Stille statt. __________0406) Evangelischer Bund Sonntag, den 9. Juli, 20 Uhr, im Caf6 Leib Vortrags - Abend Marinepfarrer Haupt, Kiel: Unsere heutige deutsche Reichs-Marine Mit Lichtbildern. 43730 Eintritt frei! Ingenieurschule Jlmenau i.tk. Maidunen-u.E!ektrotechnik.Auto-u. Flugzeugbau. behHabn^fürFratctncaoteii.VeUcioeiatenibtellunx. WUWWW Hotel-Restaurant Bergschenke Terrassen-Cate Angenehmster Aufenthalt im Freien — Mondschein-Abende Illumination Staubfreier Fubweg: Lkbigstrabe - Erdkauterweg — Bahnübergang — Waldrandecke — Wiesenweg < ;!■............... ..J;. .Zu1JN „il!1........... JkHIl' ;,i!' .Jl;" nl WM Freitag und mzD Samölag ab 8 Uhr Hleifchverlauf Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten öeschäftskarten bei Brühl, Schulstralle 7 । J.B.Häuser Am Oswaldsgarten Gießen.Ruf 2145,2146 Schlitzen Sie sich vor einem solchen „Besuch“. Türschloß- Sicherungen, Sicherheitsketten schützen Ihre Wohnung. Lassen Sie sich beraten 4185 A Flugbetrieb Im Fliegerlager GuteExistenzbiet.wirGeneral-Vertreter durch den Bertrieb unserer Volkswasch- maschineD.Reichövatent, die in 25 Mm. bis zu 200 1 Wäsche ohne Antriebskraft, selbsttätig wäscht. Verkaufspr.unt.Mk.30. Vertrieb auf eigene Rechnung, daher Betriebsmittel von nachweislich ca. Mk. 800 erforderlich. Angebote unter 3399 an die Annoacen-Exped. Crlsand, Dortmund. (4377V prima «Wen; sürdausachleuie! 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Auf Grund der Anordnung des Reichs- kommissars für Milchwirtschaft, Freiherr von Kanne, vom 10. Juni 1933 über die Bildung des Milchversorgungsoerbandes Hessen ordne ich als Beauftragter des Milchversorgungsoerbandes Hessen folgendes an: 43801) § 1. Nach § 1 der Anordnung vom 10. Juni 1933 werden die Milchabsatzgenost senschaften des Verbandsgebietes zu einem Verband zusammengeschlossen. Die Vereinigung führt den Namen „Rhein-Mai- nischer Milcherzeugerverband". Er hat seine Eintragung in das Vereinsregister zu erwirken. § 2. Die Gründung der noch zu bilden- den Milchabsatzgenossenschaften im Sinne des § 1 Abs. 1 Ziff. a der Anordnung vom 10. Juni 1933 ist bis zum 15. Juli 1933 im Benehmen mit den zuständigen landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbänden durchzuführen. Besteht in einem Orte bereits eine Milchabsatzgenossenschaft, so haben sich die noch außenstehenden Erzeuger dieser Milchabsatzgenossenschaft anzuschließen. Milchlieferer (Nichtgenossen) einer Molkereigenossenschaft werden entweder unmittelbar oder über eine Milchabsatzgenossenschaft der Molkereigenossenschaft ange« schlossen. § 3. Die Mitglieder einer Milchabsatzgenossenschaft haben die zur Ablieferung bestimmte Milch an die Sammelstelle der Milchabsatzgenossenschaft zu liefern. Die Errichtung mehrerer Sammelstellen sowie die Beauftragung eines Sammlers zur Abholung der Milch bei den Erzeugern bedarf der Genehmigung des Rhein-Mai- Nischen Milcherzeugeroerbandes. Die Verrechnung des Milchgeldes erfolgt ausschließlich über die Milchabsatzgenossen- schäft. Frankfurt a. M., den 26. Juni 1933. Milchversorgungsverband Hessen. Der Beauftragte: Birkenholz. ^EkMach-CeNophatt* fetzt mit SpewschnÄt a*6 echtem.Eimnach-Eekophaoi" he-rmSwirchhafteu. duechstchrtzos „Einmach- LSophan", das schkche tmö p-a-. tchhße Achirchemoterroi, ch mm auch beftmtectf billig. TU« echt mit dem ftwfrn e* dflw, fl« 6* flr Sfrm Haushalt brauchen, ftrtS in Ceüoptxrn. 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