Nr.55 SrühauSsabe 185. Jahrgang Montag, b. März 1935 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Drotf vni> Perlag: vrLhl'lche Univkrfi,S>s-vuch- nnö Stein&rutteret H. Lange in Sieben. Schristlellung und Selchästrftelle: Sd>ulftra!)e 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummcr bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klamean^eigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, • Platzvorfchrist 20u , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein undlür denAn- zeigenteil i. D. Th.kümmel fämtlich in Biegen. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familiendlätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch "bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüfie unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. r n 6 urfel kt Ittel eh gute brauch, md Re- reise ab h- 29V iENfS bittet tuchen. rmhint Lrlaltr- Drogerie Illg 69, rale 29, tu, Seb o leicht trieften können. Körper, aafft ge- irnsäure len Blut- Kur mit SUI geboren. Mk. L-. ihaben ofstr. 17. rktstr.5, r luhLi .tz-Drog. jrieBu» e Seibel, «IV — J565V liden ne Beruf- t möglich dos operier- nzeisen« „Karlsruhe, änzeisen jlajäbngen Feldkirch- t von: ndeiwio» M USZUgti-'1^ item Leder‘ ugeben-»» ,Koo$ jeljt? le»- Außerordentlicher Wahlsieg der Negierung. Oie RGOAp. gewinnt bei ungewöhnlicher Wahlbeteiligung 93 Mandate, so daß -er Regierungsblock im neuen Reichstag über die absolute Mehrheit verfügen wird. - Beträchtliche Verluste der Kommunisten. - Auch in Preußen Majorität für die Wahl eines Ministerpräsidenten. Bekenntnis zur Nation. Die Nation ist in der Tat erwacht. Eine Willenskundgebung des Volkes, die in ihrer eindrucksvollen Weise die kühnsten Hoffnungen übersteigt, weist aus den Irrungen und Niederungen der VerKmgenheit auf die neue Gestaltung unserer Zukunft. Es gilt, den Sinn dieser Kundgebung zu erforschen. Das deutsche Volk hat am 5. März ein Bekenntnis abgelegt. Dieses Bekenntnis ist nicht eine politische oder wirtschaftliche Lehre, zielt nicht auf bestimmte und scharf umrissene Maßnahmen, hat nichts 3u tun mit irgend welchen Interessen, enthält nicht Forderungen von Berufsständen und Sache. Es ist das Bekenntnis zu einer Gesinnung, zu einem neuen politischen Glauben. Es knüpft an den Namen der Bewegung an, die diesem Glauben zum Durchbruch verhalf und ihn zur entscheidenden politischen Kraft und Macht werden ließ. Dieser Glaube sagt, daß höchste Leistung und tiefstes Glück auf dieser Erde nur echt erwachsen kann auf dem Boden der blutsmäßigen geschichtlichen Gemeinschaft der Nation, und daß wahrer Nationalismus gloichzusetzen ist mit einem Sozialismus, der nicht aus einer materialistischen Geschichtsauffassung stammt, sondern die nationale Gemeinschaft gründen m:(f. Das ist das Geheimnis des Führers dieser Bewegung, daß er als der Prediger eines neuen rEIitischcn Glaubens erschien, in dem er das Ziel der neuen Volksgemeinschaft aufstellte, einer Volksgemeinschaft, die alle Volksgenossen ohne Llnter'ch.cd der Klasse, des Standes und der Bildung in Kameradschaftlichkeit und T üdrr- lichkeit zusammenfaßt, in diesem höheren c^nne wahre Demokratie und wahren Sozialismus verwirklicht. die nicht Herren und Knechte, sondern nur freie Volksgenossen kennt, nicht Herren, sondern politische und wirtschaftliche Führer, die auf Grund ihrer besonderen Kräfte und Fähigkeiten sich als eine Verpflichtung gegenüber dem Gaiizen anzusehen haben. Das deutsche Volk ist dem Künder des politischen Glaubens gefolgt, der die Höherentwickelung de? Lebens nur von der "Ration erhofft, der die Nation zu einer Familie machen will, weil sie dann in dieser einigenden Geschlossenheit ihre ganze Kraft und Stärke entfalten kann. Die Lieberzeugung hat die wachsenden Millionen durchdrungen, daß die tiefe und ehrliche Leidenschaft des Führers aus der Rot und Zerrissenheit der Gegenwart die "Ration zu neuen Opfern zu führen vermag. Die Millionen haben nicht gefragt nach einer Doktrin. Sie haben gefragt, welche geistigen Kräfte und welche praktischen politischen Fähigkeiten der Künder des neuen Glaubens einzusehen vermag. Sie haben sich von der Leidenschaft einer Gesinnung, eines Glaubens und eines Willens in einen Strom hineinziehen lassen, der nicht gespeist wird aus intellektuellen und materiellen Quellen, sondern aus den Airtiefen eines ganz einfachen und ganz großen Gefühles. Daß der nationale Bund, der am 30. Januar geschlossen wurde, eine so klare Mehrheit erringen konnte, ist allein dem gewaltigen Zustrom zur nationalsozialistischen Bewegung zu danken. Dieser Bund muß unter allen älmständen. komme was kommen mag. zusammenbleiben. Aber die Führer der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot müssen aus den Zahlen die Zeichen der Zeit , zu erkennen suchen. Das deutsche Volk will nicht zurück zu der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Form des alten "Reiches. Es lehnt den Begriff der Herrschaft ab und will s ihn erseht wissen durch den Begriff der Führung | über die freie und brüderliche Gemeinschaft des Volkes. Cs will vorwärts zu einem neuen, | heute erst gefühlsmäßig und gesinnungsmäßig erfaßten Reich. Die Wege, die dorthin führen, müssen noch gesucht werden. Die gormen, i in denen es verwirklicht werden soll, sind noch nicht vorgezeichnet. Aber der Glaube ist stark. 1 -aß aus der neuen Gesinnung, zu der sich die Ration bekannt hat. die Wege und Formen j sicher gefunden werden. Zum Reich! Das ist das erfreuliche und bedeutsamste an den Wahlen dieses Sonntags, daß gerade im deutschen Süden die Bewegung des Rationalsozialismus die gewaltigsten Erfolge erzielen konnte. 3n den meisten süddeut- , schen Wahlkreisen hat die Bewegung Hitlers ihre Gefolgschaft verdoppeln können. Das bedeutet im Süden nicht nur die Kundgebung für die Gestaltung neuer politischer Lebensformen; es ist dort K die unbedingte Absage an die Quertrei- 2 Zwietracht säen wollten zwischen den Deutschen nördlich und südlich des Mains. Es , ist ein eindeutiges Bekenntnis zur ' unbedingten Einheit des Reiches. Das aanze Deutschland soll es fein und will es fein, ®q6 das Reich erneuert in Einigkeit und Recht und Freiheit. Der Sieg der Regierung bei der Wahl hat, betrachtet man das Wahlergebnis im Einzelnen, mit einem überraschend großen Erfolg der Regierung | sendet. Die Wähler sind der vom Reichspräsidenten ausgegebenen Parole gefolgt. Die Regierung hat mehr als die Hälfte aller Stimmen erreicht, und zwar die Rationalsozialisten und die Deutschnationalen allein, ohne daß sie auf die Anterstühung der Dolkspartei oder der Christlich- sozialen angewiesen wäre. Innerhalb der Regierungsparteien allerdings ist der Zuwachs ausschließlich den Rationalsozialisten zugute gekommen, die nicht nur die Mandate gewinnen konnten, die der Partei bei der letzten Reichstagswahl verloren gegangen waren, sondern darüber hinaus noch ein erhebliches Plus, verzeichnen konnte. Sie haben die größte Stimmenzahl erreicht. Sie haben 17 Millionen überschritten und damit über 43 Prozent aller Stimmen auf sich vereinigt, bei einer Wahlbeteiligung, die insgesamt an 40 Millionen heranreicht, bei 45 Millionen Wahlberechtigten, also eine durchschnittliche Wahlbeteiligung von 90 Prozent. Es ist also in weitgehendem Maße gelungen, die Partei der Äichtwähler zu mobilisieren, die fast ausschließlich für die Regierung gestimmt hat. Die Sozialdemokraten haben sich im wesentlichen behaupten können, offenbar, weil ein Teil der Kommunisten für die Sozialdemokraten ge- stimmt hat, um die Sozialdemokraten zu stärken für den Fall, daß aus irgend welchen Gründen die kommunistischen Mandate nicht zum Zuge kommen könnten. So treten nach mißen hin die Verluste der Sozialdemokraten nicht so sehr in Erscheinung, während die Kommuni st en ein Fünftel ihrer Stimmen eingebüßt haben. Auch das Zentrum und die Bayerische Volks partei haben von der höheren Wahlbeteiligung einen gewissen Erfolg gehabt. Sie gehen gestärkt in den Reichstag zurück, gemessen aber an der Wahlbeteiligung bedeutet es einen Verlüst. Einen ausgesprochenen Mißerfolg haben die Deutschnationalen, die trotz ihrer moralischen Stützen durch die Namen Popen und Seldte knapp ihre bisherige Fraktionsstärke erhielten. Sie haben der DeutschenVolkspartei die Hälfte ihrer Stimmen abgenommen, haben aber dafür noch etwas mehr an die Nationalsozialisten a b g e b e n müssen. Innerhalb der Regierungsfront ist dadurch ihre Position geschwächt. Während sie bisher immerhin ein Viertel der nationalsozialistischen Stimmen ausmachten, sind sie nun zu einem Fünftel gesunken. Ihre Stellung innerhalb der Koalition ist dadurch wesentlich erschwert. Beide Parteien haben vor der Wahl ein Abkommen getroffen, daß sie auch weiterhin beisammen bleiben wollen. Bei der Einstellung Hitlers kann kein Zweifel bestehen, daß er dieses Versprechen hält. Die ganze Frage der Pavlamentsmehrheit. die ja bei der Auflösung des letzten Reichstages im Vordergrund stand, hat inzwischen ihre Aktualität verloren. Einmal weil mit dem Ausfall der Kommunisten gerechnet werden muhte, dann aber, weil das Zentrum aufs tote Gleis kam. so daß es keinerlei Reigung mehr verspüren dürfte, den Kampf im Reichstag noch einmal aufzunehmen. Dazu der Sieg in Preußen, der die Wahl eines Ministerpräsidenten gewährleistet und dadurch die Hosfnung erweckt, daß der unerquickliche Streit vor dem Staatsgerichtshof nicht mehr zu einem Urteil zu führen braucht, weil durch die Wiederherstellung einer vom Volk gewählten Regierung, die Einrichtung eines Kommissars überflüssig wird, zumal auch bei den Bayern keine Reigung bestehen dürfte, den Konflikt mit der Reichsregierung auf die Spitze zu treiben. Es wird in München nicht ohne Eindruck bleiben, daß die Bayerische Volkspartei zum erstenmal nicht mehr die stärkste Partei in Bayern ist. Die Rationalsozialisten haben allein in Bayern 11 Mandate gewonnen, dazu in Baden und Württemberg 9; die Mainlinie ist also überwunden Politisch hat die Wahl eine wesentliche Entspannung gebracht, indem sie den Konfliktstoff vermindern hilft. Die Regierung hat jetzt die Vorbedingung für ihrepraktische Arbeit in der Hand, und je eher sie damit anfängt, desto stärker wird ihre Erfolgsmöglichkeit fein. Das prozentuale Verhältnis. Wahlbeteiligung im Reich 88,5 Prozent. Berlin, 5. März. (2BIB-) Nachfolgend die Prozentzahlen des Schlußergebnisses der Reichslagswahlen im Verhältnis zu den beiden letzten Reichs- iagswahlen: 5.3.1933 6.11.1932 31.7.1932 NSDAP. 43,9 33,1 373 SPD. 183 20,4 21,6 KPD. 11,1 16,9 143 Zentrum 10,9 11,5 12,1 Kampsftont 8 8,3 5,9 Boyer, vp. 3,1 3,4 3,6 DDP. 1.1 13 U Chr.-Soz. 1 U 1,0 StP. chS 1,0 LO Gesamtergebnis der Aeichstagswahlen. 1. Rationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei 2. Sozialdemokratische Partei Deutschlands 3. kommunistische Partei Deutschlands 4. Zentrum 5. Schivarz-Weiß-Rot 6. Bayerische Dolkspartei 7. Deutsche Dolkspartei S. Christlich-Sozialer Volksdienst 9. Staatspartei 10. Deutsche Bauernpartei 11. württembergischer Bauern- und Weingärtnerbund 12. Deutsch-Hannoveraner Stimmen Mandate 5.3.33 6.11.32 5.3. 33 6.11.32 17 265 823 11 705 256 288 195 7 176 005 7 231 404 125 121 4 845 379 5 970 833 81 100 4 423 161 4 228 322 73 69 3 132 595 3 061 626 52 51 1 072 893 1 081 595 19 19 432 105 659 703 1 412 523 f 8 11 384 116 8 5 333 487 337 871 f SPD. 2 114 231 s. DDP. 83 828 105 188 1 2 47 723 f- DDP. 39 316 873 647 577 Durchweg ruhiger Wahlverlauf im ganzen Reich. 3« der Reichshauptstadt am Wahltage. Berlin, 5. März. Der Wahlsonntag ist in Berlin ohne bemerkenswerte Zwischenfälle verlaufen. Das Strahenbild war. wie schon in den ganzen letzten Tagen, beherrscht von den H a k e n- kreuz- und schwarz-weih-roten Fahnen. Bemerkenswert ist, daß kaum irgend welche Fahnen anderer Parteien zu schen waren, weder sah man die roten Fahnen mit den drei Pfeilen der SPD., noch schwarz-rot-goldene Fahnen, hingegen war diesmal stärker als früher in den schwarz-weiß-roten Fahnen des alten Reiches geflaggt Im übrigen stand das Berliner Straßenbild, das sich nur unwesentlich von dem üblichen Sonntagsbilde unterschied, im Zeichen des verstärkten Polizeischuhes. Fast überall sah man P o l i z e i p a tr o u i l l e n unter Führung von Polizeiwachtmeistern, die aus zwei und mehr Hilfspolizisten bestanden. Das lebhafte Straßen» bild hielt auch in den Rachmittagsstunden an, zumal der Stahlhelm-Aufmarsch im Lustgarten zahlreiche Zuschauer und Sympathiesie- rende angelockt hatte. In den Wahllokalen flaute der Betrieb während der Mittagsstunden ein wenig ab, setzte jedoch gegen 14 Uhr mit solcher Stärke wieder ein, daß die Wähler in vielen Lokalen Schlange stehen und ost eine viertel bis eine halbe Stunde warten muhten, ehe sie ihre Stimme abgeben konnten. Die Wahlbeteiligung wird nach den bisher vorliegenden Meldungen weit über der der -vergangenen Wahlen liegen. In manchen westlichen Wahlbezirken hatten sich bereits um 16 Uhr 9 5 Prozent aller S timmberech tigten an der Wahl beteiligt. 2luch auf den Berliner Fernbahnhöfen herrschte recht rege Wahltätigkeit. Mehrere hundert Berliner, die frühzeitig die Reichs- Hauptstadt verlassen mußten, konnten bereits von 6 Uhr ab ihrer Wahlpflicht genügen und folgten bereitwilligst dem Entgegenkommen der Reichsbahn. Auch in den Krankenhäusern war recht starkes Interesse bei den Kranken an bet heutigen Doppelwahl festzustellen, und es dauerte geraume Zeit, bis der Regenschirm, der in den Krankenhäusern als provisorische Zelle dient, die Runde gemacht hatte. Die Polizeibeamten, die in den Unterkünften wohnen, haben fast restlos ihre Stimmen abgegeben. Erfreulicherweise meldet die zuständige Stelle des Polizeipräsidiums nicht einmal 50 Sistierte währendder Zeit von gestern abend bis heute abend, eine Tatsache, die besonders registriert werden muß, da an den anderen Wahltagen gewöhnlich mehrere hundert Sistierte in der Rächt vor der Wahl und am Wahltage selbst im Polizeipräsidium eingeliefert wurden. Reichspräsident und Minister wählen. Ein starkes Interesse bei dem Publikum sand, wie immer, das Wahllokal in der Kanonierstraße, in dem der Reichspräsident und mehrere Minister wählten. Als der Reichspräsident, der einer alten Gewohnheit entsprechend, a l s einer der ersten Wähler kurz nach 9 Uhr zur Wahlurne ging, vor dem Wahllokal in Begleitung von Staatssekretär Meißner erschien, wurde er von der Menge mit stürmischen Zurufen begrüßt. Eine Gruppe älterer Herren, die, wie bekannt wurde, eigens aus der Provinz gekommen waren, um in dem Wahllokal des Reichspräsidenten zu wählen und das Reichsoberhaupt zu sehen, begrüßten den greifen Feldmarschall mit dem Zuruf: „Gott mit Euch, Herr Reichspräsident!". Der Reichspräsident dankte besonders für diese Begrüßung durch Abnehmen des Hutes. Kurz danach erschienen auch Reichsaußenminister F r h r. v. R e u r a t h und seine Gattin, und am späteren Vormittag dann Vizekanzler v. Papen, um ihrer Wahlpflicht zu genügen. In dem gleichen Lokal stimmten auch der Bischof von Berlin, Dr. Schreiber und einige Herren des bischöflichen Ordinariats ab. Aeichsminister Dr. Hu- genberg wählte in dem zuständigen Stimmbezirk seiner Wohnung in Dahlem. Reichsminister ® ö - ring in Charlottenburg und Reichsinnenminister Dr. Frick, der noch im Hotel Excelsior wohnt, rn einem Wahllokal in der Stresemannstraße. Auch im Reichsgebiet im allgemeinen ruhiger Verlauf. Aehnlich wie in Berlin ist der Wahltag auch im übrigen Reichsgebiet verlaufen. Soweit bisher bekannt, ist es nur in Offenbach zu einem Zusammenstoß zwischen Reichsbannerleuten und Rationalsozialisten gekommen, wobei ein Reichsbannermann erschossen und ein weiterer schwer verletzt wurde. Kleinere^ Zusammenstöße gab es tn Leipzig, wobei em Mann verletzt wurde. In Köln wurden Schüsse auf einen Streifen- Gesamtergebnis der Preußenwahlen. 1. Rationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei 1»- Mit Hindenburg für ein nationales Preuße» 2. Sozialdemokratische Partei Deutschland» 3. kommunistische Partei Deutschland» 4. Zentrum 5. Schmarz-weiß-Rok 5a. Radikaler Mittelstand 7. Deutsche Dolkspartei 8. Christlich-Sozialer Dolksdienfi 9. Deutsche Staatspartei 12. Deutsch-Hannoversche Partei Polenliste Stimmen Mandate 5.3.33 24. 4.32 5.3.33 24. 4. 32 10 309 483 8 008 219 206 909 — 211 162 3 961 264 4 674 943 83 93 3 135 936 2 819 602 63 57 3 368 020 3 374 413 68 67 2 109 546 21889 1 524 931 43 31 242 610 330 807 4 2 215 293 255 068 164 772 332 441 s-SPD. 2 51 072 63 803 1 34 554 •— — 23850429 472 392 eingerichtet worden, für die vor allein nungen Tirol führten Anmerkung: Die Vergleichszahl vom 6. November 1932 ist jeweils die untere Zahl. — Bei der Zentrumspartei sind in den Kreisen 24, 25, 26 und 27 die Ziffern für die Bayerische Volkspartei angegeben. — In der Spalte „Kampffront Schwarz-Weiß-Rot" sind jeweils die Bergleichszahleu der Dcutschnational.Vollspartei aufgeführt. !) Deutsch-Hannoveraner.a) Württembergischer Bauern- und Weingärtnerbund. der Bund der Reichsdeutschen in Oesterreich die Dorbereitungen getroffen hatte. Sehr stark war die Beteiligung der ausländischen Reichsdeutschen auch aus den Schweizer und Elsässer Bezirken. 3n der Hauptsache wählten diese in Lörrach, Reuenburg und Kehl. Die deutschen Konsulate in der Schweiz haben gegen 10 000 Stimmscheine ausgestellt. Ein Sonderzug kam aus Bern nach Basel, ein anderer aus Z ü - r i ch nach W a l d s h u t. Dieser brachte etwa 1000 Wahlberechtigte. Der Sonderzug der katholischen Vereine und Verbände der Reichsdeutschen in der Schweiz wurde nach 3 e st e t t e n gefahren. 3n Aachen, wo ein besonderer Sicherheitsdienst an der Grenze eingerichtet worden ist, war man ebenfalls auf den Zustrom der Wahlberechtigten aus den holländischen und belgischen Gebieten eingerichtet. 3nEu- pen hatten 150 Reichsdeutsche Wahlscheine bekommen, die ihr Wahlrecht bis Mitternacht ausüben können. Aus dem holländischen Grenzgebiet kamen über 2000 Deutsche in vier Svnderzügen, die bis Eleve geleitet wurden. Aber auch auf anderen Bahnhöfen wurden in fliegenden Wahllokalen Stimmen abgegeben. Rach Warnemünde brachten die fahrplanmäßigen Fähren in Kopenhagen wohnende Ausländsdeutsche, die auf dem Bahnhof ihrer Wahlpflicht nachkamen. Oie Amtseinführung Roosevelts als Präsident der USA. Oie Wahl der Grenzlanddeutschen Außerordeniliche Beteiligung namentlich aus Oesterreich und der Schweiz. Aus aller Welt. Riesiges Schadenfeuer in einer Schuhfabrik. 3n Sürth bei Köln brach in der Schuhfabrik Rollmann & Horn ein Feuer aus, das sich außerordentlich schnell ausbreitete. Die Feuerwehr war dem entfesselten Element gegenüber zunächst machtlos, zumal es anWasser mangelte. Die Kölner Feuerwehr mußte schließlich ein über dreihundert Meter langes Rohp an den Rhein leiten. Das Hauptgebäude, in dem sich die Maschinensäle und das Fertia- lager sowie die Bureauräume befanden, wurde vollständig vernichtet. Auch die über 600 zum Teil aus Amerika eingeführten Spezialmaschinen sind zum größten Teil bet* pichtet. 3m Lager brannten etwa 20 QOOl 3n der Grenzstadt Lindau wimmelte es am Wahlsonntag den ganzen Tag über von fremden Gästen, die über die Grenze gekommen waren, um als Reichsdeutsche im Ausland von dem ihnen erstmals zugcstandenen Recht der Wahlbeteiligung regen Gebrautch zu machen. 3 n ganz Vorarlberg wurden vor den Wahlen hauptsächlich von den Rationalsozialisten und der Bayerischen Dolkspartci zahlreiche Aufklärungsversammlungen abgehalten und das 3nteresse an den Reichstagswatzlen geweckt, wie man sehen konnte, nicht vergebens. Reben vielen Privatkraftwagen trafen riesige Omnibusse aus den ganzen Vorarlberger Landen ein. Die ZügeausRich- tung Innsbruck und Bludenz fuhren in verstärkter Garnitur. Ein Wahlsonderzug wurde von Bludenz nach Lindau mit starker Frequenz gefahren. Außerdem brachten die Kursschiffe zahlreiche Wähler aus allen Grenzstationen. Aus der Schweiz traf am Vorrnittag ein Sonderschiff aus Rohrschach ein, das hauptsächlich die Wähler aus den Kantonen, Appenzell und deren Umgebung nach Lindau führte. Auch in P a s s a u trafen in Sonderzügen einige Tausend Wahlberechtigte aus Wien und den österreichischen Ländern ein, die auf der Fahrt überall von nationalsozialistischen Abord- stürmisch begrüßt wurden. Auch aus und anderen Grenzorten waren Sonder- Zum Haus der Technik in Königsberg, dem größten Versammlungsraum der Stadt, hatte schon am Massenwanderung ern, aoer auch von vielen frühen nachmittag eine Massenwanderung eingesetzt von Königsbergern, aoer auch von vielen Ost- und Westpreußen aus der weiteren Umgebung, die gekommen waren, um den Reichskanzler zu sehen und zu hören bei der letzten Rede in diesem Wahlkampf. Reitervereine aus den entfernten Grenzorten waren schon am frühen Morgen aufgebrochen, um nach anstrengendem Ritt über die tief verschneiten ostpreuhischen Landstraßen rechtzeitig zur Versammlung einzutreffen. Der überfüllte Rie- sensaal bot ein imposantes Bild. Auch hier wurden mit besonderem Jubel die Fahnenabteilungen der in Uniform mit Hakenkreuzbinde einmarschierenden Polizisten, Zollbeamten und Straßenbahner begrüßt. Als Reichskanzler Hitler mit seinem Gefolge den Saal durchschritt, wollten die Sieg-Heil-Rufe keine Ende nehmen. Mit Mühe nur konnte sich der ostpreußische Gauführer Koch Gehör verschaffen, um den Kanzler auf dem schicksalsschweren Boden Ostpreußens zu begrüßen und ihm das Wort zur letzten Wahlrede zu geben, die über alle Sender verbreitet worden ist. Paar Damen-Luxusschuhe. Der Schaden wird auf nahezu 600 000 Mk. geschäht, ist aber durch Versicherung gedeckt. Gerettet werde« konnten lediglich einige Rebengebäude. Ein westpfälzischer Gulrhof niebergebconnt Auf dem Beileisterhof bei Zweibrücken brach ein Feuer aus, das von verbrecherischer: Hand angelegt worden ist. Der Sohn deS Hofbesitzers bemerkte den Brand, als ein Äieder- kämpfen bereits unmöglich war. Dom Feuer wurde der ganze, eine Front von etwa 60 Metern bedeckende Flügel der Oekonomiegebäube mit zwei Scheunen, Stallungen, Schuppen usw. erfaßt und völlig eingeäschert. Da völliger Wasser- mangel herrschte, mußte mit dem 3nhalt der 3auchegruben gelöscht werden. Die Feuerwehr konnte nur die Wohngebäude retten. Wahlen sprach, folgenden Gruß an Ostpreußen: „Hoch über Deutschland grüßen wir Ostpreußen. So wie immer vom deutschen Osten aus die Feuer der deutschen Freiheit entzündet wurden, richtet auch heute die nationalsozialistische Freiheitsbewegung ihren letzten Appell vor dem 5. März vom deutschen Osten aus an die Ration. Ostpreußen! Das ganze übrige Deutschland gedenkt heute Euer. Mit unbegrenzter Zuversicht blickt es auf sein treues Bollwerk im Osten.,Wir grüßen Ostpreußen! Wir stehen zu Ostpreußen', Wir werden für O st Preußen kämpfen dir'zum Letzten. Adolf Hitler, an Bord der .Ruythofen', 4. März 1933." lungsmittel sind in den Danken eingefroren, die Ersparnisse tausender von Familien sind verloren. Aber unsere Rot ist nicht substanzieller Ratur: wir sind weder von Krieg noch Heuschrecken heimgesucht: wir haben alles reichlich, ja im Lieberfluh, und nur den geld- fierigen Machenschaften gewissen- oser Spekulanten verdanken wir diesen Kummer. Geldbesitz aber ist nicht so wichtig wie die Möglichkeit zur Arbeit und die daraus entspringende Belebung von Mut und Lebensfreude. Die Regierung I wird den Arbeitslosen in möglichst großer Zahl wieder Beschäftigung geben. Wir werden die Banken überwachen, und wir werden für ein Ende der Spekulation eintreten, gleichzeitig jedoch f ü r eine gesunde Währung. 3ch werde alsbald vom Kongreß diese Dollmachten verlangen: wir werden zunächst unser eigenesHaus in Ordnung bringen müssen, bevor wir zu Öen erwünschten internationalen Verhandlungen schreiten. 3n der Außenpolitik sind wir für gute Rachbarschaft mit allen Rationen und für Vertragstreue. Mit Vertrauen werden wir diese Krise bekämpfen und überwinden. Lim etwa 13 Uhr war auch die Feier beendet, und Mr. und Mrs. Hoover trennten sich von der Fest-Versammlung, um mit der Eisenbahn nach Reuyork zu fahren, von wo sie zu Schiff durch den Panama-Kanal zu ihrem Haus in Palo Alto in Kalifornien zurückkehren. Roosevelt und Gefolge fuhren zumWeißenHaus, wo er zum erstenmal als Hausherr der Mittagstafel vorsah. 3nzwischen hatte sich auf dem Platz vor dem Kapitol eine schier unübersehbare Menge zu der historischen „3 n a u g u r a l - P a r a d e" aufgestellt. 3n langsamem Zug, mit vielen Musikkapellen, in der Luft von Flugzeuggeschwadern begleitet, marschierte man die Pennsylvania Avenue entlang, die — mit einigen Krümmungen — das Kapitol mit dem Weißen Haus verbindet. Vertreten waren Armee, Marine, Miliz, die Re- serve-Osfiziere der Armee, die Gouverneure der Cinzelstoaten mit ihren Stäben, die boy scouts, die Ausbildungs-Kompanien der Schulen und Llniversitäten, die Kriegs-Veteranen sowie zahlreiche vaterländische Verbände. Der ganze Zug defilierte vor einer großen Tribüne, die vor dem Weißen Haus errichtet war und von der Präsident Roosevelt den Salut der Vorbeimarschierenden entgegennahm. Gin offizielles Feuerwerk am Abend und zum erstenmal seit langer Zeit ein offizieller Gala-Ball beschlossen den Tag der Amtseinführung. WTD. Das Ergebnis in den Wahlkreisen In Vergleich gesetzt zur Reichstagswahl vom «.November 1932 Reichskanzler Hitler genügte am Sonntag um 9.45 Llhr seiner Wahlpflicht. Ehe die Menge ihn richtig erkannte, hatte die Polizei bereits abgesperrt. Rachdem der Reichskanzler gewählt hatte, kehrte er sofort in fein Hotel zurück. Washington, 4. März. Das größte Ereignis im politischen Leben der Bundeshauptstadt (die im Rovembcr bekanntlich nicht wählen dars und daher sich durch gewaltige Beteiligung an offiziellen Feiern schadlos hält), die Amtseinführung des neuen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt, begann heute srüh um 11 Llhr. 3m Weihen Ha us hatten sich Wr. und Mrs. Hoover, Wr. und Mrs. Roosevelt, der bisherige Vizepräsident Curtis und der neue Senatspräsident und Vizepräsident der Union, Garner, auf der Freitreppe versammelt, und von dort ging es. eingeholt durch ein hierzu besonders ernanntes Empfangskomitee beider Häuser des Bundeskongresses, in zahlreichen Autocktobilen zum Kapitol. 3m Senat hatte sich inzwischen das Korps der Würdenträger eingefunden: die Chefs der Fremden Missionen, die neun Mitglieder des Obersten Bundesgerichts und die Mitglieder des bisherigen Hoover-Kabinetts. Punkt 12 Uhr erklärte Vizepräsident Curtis mit einem Hammerschlag den alten Kongreß für geschlossen und vereidigte seinen Amtsnachfolger, den bisherigen Präsidenten des Abgeordnetenhauses. 3ohn Garner. Curtis sprach dann ein paar Abschiedsworte, worauf Garner den Hammer ergriff, seine Antrittsrede hielt, die neuen Senatoren vereidigte und dann den Kongreß auf unbestimmte Zeit vertagte. Wahrscheinlich wird der neue Kongreß schon in einigen Wochen von Roosevelt einberufen werden, da viele dringende Gesetze, insbesondere der Bundeshaushalt, noch unerledigt find. Oie Antrittsrede. Als diese Zeremonie beendet war, begaben sich die Versammelten zu der Rampe auf der Oft» feite des Kapitols, wo eine Riesenmenge versammelt war, die in Händeklatschen ausbrach. Dort vereidigte der Oberste Bundesrichter, Charles Hughes, den neuen Präsidenten, Franklin Roosevelt, worauf dieser seine mit großer Spannung erwartete, zündende Rede hielt, in der er das Volk aufforderte, neues Vertrauen zu schöpfen und mit ihm an die Bekämpfung von Rot und Krise zu gehen. Roosevelt erklärte u. a.: Wir müssen der Lage ehrlich und offen ins Auge sehen und nur eines fürchten: Die Furcht, die unberechtigte namenlose unvernünftige Furcht. Die Offenheit und Energie der Führer wird uns dagegen stets zum Siege führen. Werte, Preise und Zahlungsfähigkeit sind gefallen, die Zah- wagen bet Polizei abgegeben. Zwei Männer und eine Frau wurden daraufhin verhaftet. 3n Stuttgart und Dresden, wo die Wahlbeteiligung außerordentlich stark war, ist es zu keinerlei Störungen oder Zusammenstößen gekommen. 3n Hamburg und Bremen ist der Wahlsonntag gleichfalls ruhig verlaufen. Der Andrang zu den Wahllokalen war außerordentlich stark. Man schätzt die Wahlbeteiligung in Hamburg auf etwa 85 bis 90 v. H. 3n Chemnitz und llmgegenb sind die Wahlen abgesehen von kleineren Zwischenfällen ruhig verlaufen. 3n Rürnberg haben etwa 95 v. H. aller Wähler ihre Stimmen aogegeben. 3n M a n n h e i m ist es nirgends zu irgend welchen Zusammenstößen gekommen, wobei die Wahlbeteiligung 80 v. H. überschritten haben dürfte. In ganz Oberschlesien ist der Wahltag friedlich verlaufen. Auch hier wird die Wahlbeteiligung auf etwa 90 v. H. geschätzt. — In den Städten des Ruhrgebietes, insbesondere in Essen und Umgebung, herrschte vollkommene Ruhe. In Hannover, Magdeburg und Weimar ist die Wahl gleichfalls ohne Zwischenfälle verlaufen. Auch in den umliegenden ländlichen Bezirken sind die Wahlen ruhig verlaufen. In Breslau, wo die Wahlbeteiligung etwa 85 v. H. erreichte, kam es am Nachmittag gegen 16 Uhr in Brigittenthal zu einer Sch i eße - r e i zwischen Kommunisten und Polizei. Eine Polizeipatrouille von vier Mann wurde plötzlich aus den Fenstern und von den Dächern von Kommuni- st en beschossen. Die Beamten erwiderten sofort das Feuer. Nachdem das Ueberfallkommando eingetroffen war, entwickelte sich ein regelrechtes Feuergefecht, wobei ein Hilfspolizeibeamter getötet und ein weiterer Beamter schwer verletzt wurde. Die Polizei riegelte darauf die ganze Straße ab und nahm Haussuchungen vor. Zahlreiche Kommunisten wurden verhaftet. Oer Reichskanzler in Ostpreußen. (WTB.) An Bord des Flugzeuges „Richthofen", 4.3.: „Reichskanzler Hitler richtete auf dem Flug nach Königsberg, wo er zum letzten Male vor den Wahlbezirke NSDAP. Sozial- demokraten Kommunisten Zentrum Kampffront Schwarz- Weiß-Rot Deutsche Bolkspartei Christl.-Soz. Bolksdieust Deutsche Staatspartei deutsche Bauernpartei 1. Ostpreußen .... 697600 179978 107087 80794 139283 8827 15604 5209 422494 211360 148026 79810 153263 14897 15243 5918 2. Berlin......... 397652 286950 383115 60062 115839 6761 6383 16454 — 265860 282186 448684 48857 103207 6275 5033 12511 —— 3. Potsdam II..... 485164 260977 225490 65727 177605 15536 7424 30796 — 341883 267559 272149 53708 178951 20146 6214 22445 —• 4. Potsdam I..... 583969 272731 236962 37 260 154070 10282 7249 11220 — 414354 285837 287 307 32800 155484 12391 6540 11209 — S. Frankfurt a. O. . 549838 185579 74102 59303 110087 5951 5049 5367 —i. 389008 267 634 104229 56656 118905 12650 5312 5900 — ß. Pommern...... 612398 176376 82442 12453 184614 7153 6153 5254 —— 424816 195105 119116 12052 230156 10779 7014 5658 7. Breslau ....... 587496 225419 96255 155912 83526 3904 9258 8857 —» 440359 251626 114791 163468 84051 6891 9912 5811 —* 8. Liegnitz........ 407710 161440 50353 48654 68750 4606 8317 4419 — 290395 181577 68067 49279 68308 7969 8701 5906 —• 9. Oppeln........ 337075 53819 72097 252016 58469 1897 1840 2655 «— 178312 60727 112345 238605 53442 2818 2077 1319 10. Magdeburg..... 497824 290692 111200 19271 112087 12386 3027 6337 — 383560 305126 130534 18461 f 104143 20448 3155 7679 11. Merseburg...... 417666 147541 193465 13810 106677 11056 3999 5810 — 281283 157121 220742 12219 100870 17269 3656 6875 12. Thüringen...... 668237 272171 214439 58568 162984 21460 6388 10041 — 472821 275215 248119 56121 91900 35226 6611 9878 —• 13. Schleswig- Holstein ..... 533493 222631 107415 10274 101624 13208 7118 7899 — 432056 233766 125286 9605 96944 20291 7820 11449 — 14. Weser-EmS .... 382434 180865 72819 148636 87473 20458 8998 8134 — 290867 183052 86687 150730 91407 30347 9408 9572 lö. Osthannover ... 354812 128709 49028 8327 73616 7902 — 3607 27163») 261391 136950 60794 7816 70765 11316 630 4328 —— 16. Südhannover- Braunschweig. 616821 353491 94710 57869 96776 16663 6119 8195 15819») 17. Westfalen-Nord . 484840 625869 369918 236664 127600 162355 55966 434524 88850 103523 26296 18684 867 25511 7375 4124 307717 233664 217943 439621 98423 26852 27038 3517 18. Westfalen-Süd . 529541 269644 246251 352257 102170 15921 36736 7908 — 357486 240469 333591 332005 89902 21147 40776 6454 —• 19. Hessen-Nassau .. 776972 294613 141258 219087 76309 26215 21621 16523 — 596285 291839 194216 202753 72266 42385 21522 12807 —• 20. Köln-Aachen.... 396215 158733 188051 472824 74921 18521 5272 3715 — 198879 167839 220911 449259 59815 26041 5134 3596 —• 21. Koblenz-Trier .. 283065 52118 44298 301020 44571 7091 2311 1476 — 166116 60837 60979 291516 37476 11418 2809 1449 22. Düsseldorf-Ost .. 506734 142345 303941 265674 91556 17685 19220 5110 — 324565 138986 430903 246634 85957 28948 19370 3461 — 23. Düsseldorf-West . 397021 102003 174641 343086 90192 9931 8296 2452 — 244270 96661 227 620 331334 70279 15518 8548 1867 —— 24. Oberbayern- Schwaben .... 636117 ■ 216580 106389 449720 67700 6580 6368 4203 45084 321273 194523 152620 463310 56955 9945 6547 3823 —— 26. Niederbayern... 281072 67113 37492 269902 14208 3207 964 1425 41981 110487 63645 56031 281736 13564 5672 1686 2134 — 26. Franken........ 719692 305876 78798 354193 85366 5201 14952 9608 602846 278644 117619 335078 92041 10713 17415 6235 —— 27. Psalr ......... 273581 98404 53150 133402 14542 6796 4187 3216 — 228126 86547 69111 120879 9827 11178 4444 3095 — 28. Dresden-Bautzen 538330 350683 164997 24103 94656 30639 16295 14784 — 378826 328931 189908 21465 90854 45687 14373 16899 — 29. Leivzia........ 365063 274207 158901 9505 59194 18167 7850 18827 — 265215 272587 175986 8987 61094 25185 7348 11066 — 30. Chemnitz-Zwickau 614084 280888 233050 7750 66353 11001 25411 7640 — 493251 253313 142609 7027 57912 15916 24564 6982 —— 31. Württemberg .. 661631 231674 144266 279627 80248 10888 48928 33409 83556 344832 200140 190762 268769 69909 19510 55855 39358 E—» I 32. Baden ....... 627276 164965 134722 350495 50387 14389 18500 20616 — 404609 154351 169132 329612 47400 23567 21081 26903 —• I 33. Hessen-Darmftad 420582 192433 86478 120466 25276 15354 8942 6872 — 329 521 190807 112326 114366 24727 24132 9989 6091 I 34. Hamburg...... 317783 220570 144095 1566? 65365 19680 6762 28450 206862 218128 166665 13309 71021 25182 7177 40957 — I 35. Mecklenburg ... 267633 167974 4143C 4440 83016 7181 2307 2872 — 191679 157591 6045C 4799 78419 11995 3239 3690 Gesamtergebnis. 17265823 7176005 1 484537E 5496054 3132596 432105 384116 333487 114231 11705256 7231404 | 5970836 5309917 3061626 659703 412523 337871 — *x*. ^AflaggM •es Mrlragung Jw »g Ostaillage, " SfiK tmb in Zivil durchs unter, den Kla und einer EL unterwegs vm 2lus Oswaldsg einem grohen ■ Mnschenmengk Zulammenweyl ter Begleitung Dessellied. 5 gruppenweise fl Maßnahmen jii nung getroffen, jeden Zlorschenf I 3m Segens war der gesiril lingötag, der t ab bei hellen l 6. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. Hü Don L JnSges Bei der Re Zentrum 1074, - putsche Staats, Mern eine Liste 1. Wahlbezirk 2. „ 3« Unerschöpflich i Sm’ *too innw 8Um m SZL DZ SS* Ä 'S M Kx. w Ke W der WZ- Oie Wahl in Gießen Stadt Gießen 8ent, bei gang) am zent, bei gang) am zent und am 14. September 1930 = 78,72 Prober Reichspräsidentenwahl (1. Wahl- 13. Marz 1932 insgesamt 85,89 Prober Reichspräsidentenwahl (2. Wahl- 10. April 1932 insgesamt 84,17 Pro- bei der hessischen Landtagswahl am 19. 3uni 1932 insgesamt 73,47 Prozent der Wahlberechtigten ab. Die Wahlbeteiligung war schon bis zur Mittagsstunde verhältnismäßig rege. Dis 12 übt hotten im Durchschnitt 25 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Um 16 Uhr war die Durchschnittsbeteiligung auf 77 Prozent gestiegen. Aach Feststellung deS Gesamtergebnisses, dessen Stimmverteilung auf die einzelnen Parteien aus unserer Tabelle ersichtlich tft, ergab sich eine Wahlbeteiligung von 89,8 Prozent. Dieser Prozentsatz überragt erheblich die Beteiligung an den früheren Wahlen, denn bei der ReichstagSwahl am 6. Rovember 1932 stimmten 84,36 Prozent, bei der Reichstagswahl am 31. Juli 1932 ----- 85,08 Prozent und bei der ReichS- tagswahl Der Wahltag verlief erfreulicherweise ohne jede Störung der öffentlichen Ordnung, ebenso brachte die letzte Rächt keinerlei Zwischenfälle. Die Polizei hatte umfassende Maßnahmen getroffen, um gegebenenfalls sofort wirksam eingreifen xu können. Ebenso ruhig wie in Gießen, ist der Wahltag nach den bis zur Stunde hier vorliegenden Berichten auch in der Provinz Oberhessen verlaufen. Bereits am Samstagnachmittag trugen zahlreiche Häuser der Stadt schwarx-weih-rote Fahnen, Hakenkreuzfahnen und die Fahnen Rot-Weih. Frühlingswetter brachte. Dieser Umstand in Der- bindung mit dem starken Interesse der Bevölkerung an der bedeutsamen Wahl brachte schon am Bormittag, noch stärker aber in den Rachmittagsstunden eine große Menschenmenge auf die Deine, so daß in den Straßen, die kroch mehr als am Bortage mit schwarz-weih-roten und rot-weißen Flaggen geschmückt waren, Großbetrieb herrschte. 3n den Rachmittagsstunden trat auch Schlepperdienst in gewissem Umfange in Erscheinung, insbesondere entfaltete die RSDAP. durch Mahnzettel an die säumigen Wähler eine letzte rege Hauspropaganda. Vorbereitung und Vorabend. Die gestrige ReichStagSwahl hat weit stärker als irgendeine frühere Wahl auch die Bürgerschaft unserer Stadt in Bewegung gebracht. Die Der* fammlungetätigleit war diesmal etwas reger alS bei der Wahl im Rovember vorigen 3ahres, dazu tarnen Aufmärsche der RSDAP., deS Stahlhelm und der Eisernen Front, ferner die Rundfunkreden der Minister und in den letzten Tagen eine Flugzettelpropaganda mittels Flugzeugs. Zum ersten Male bei einer Wahl wurden auch die Fahnen als Werbemittel und in der Beflaggung der Häuser als Kennzeichen der großen nationalen Bedeutung der Wahl sichtbar. Am Samstagabend veranstaltete die RSDAP. im Rahmen chrer Werbeaktion im ganzen Reiche auch hier einen Facke 1 zug, der sich nach der Uebertragung der Königsberger Rede deS Reichskanzlers Hitler vom Drandplatz aus durch die Ostanlage, Walltorstraße, Kirchenplatz, Schul- straße, Eonnenstrahe, SelterSweg, Westanlage, Bahnhofstraße, Reustadt zum OSwaldsgar- ten bewegte. Trotz deS RegenwetterS, daS bis gegen 20 Uhr anhielt, hatte sich von 21 Uhr ab eine große Menschenmenge am Brandplah und in den Marschstraben, sowie am Oswaldsgarten eingefunden. Die Formationen der Gießener SS. und SA., sowie eine Anzahl Rationalsozialiften in Zivil durchschritten in straffer Marschordnung unter den Klänaen eines SA.-Spielmannszuges und einer SA.-Kapelle die Straßen und wurden unterwegs vielfach durch Sympathierufe begrüßt. Auf OswalLSgarten marschierte der Fackelzug in einem großen Kreise auf, der von der gewaltigen Menschenmenge dicht umsäumt wurde. Rach dem Zusammenwerfen der Fackeln fang die Menge unter Begleitung der SA.-Kapelle das Horst- Wessellied. Hierauf rückten die Formationen gruppenweise ab. Die Polizei hatte umfassende Maßnahmen zur Sicherung Der öffentlichen Ordnung getroffen, so daß die Deranstaltung ohne jeden Zwischenfall verlief. Oer Wahltag. 3m Gegensatz zu dem regnerischen Samstag war der gestrige Sonntag ein schöner Vorsrüh- lingStag, der besonders von der Mittagsstunde ab bei Hellem Sonnenschein ausgesprochenes NSDAP. Sozial» demokraten Kommunisten Zentrum Kampffront Schwarz- Weiß-Rot Deutsche Vottspartei Christl.-Soz. Bolksdienst Deutsche Staatspartei Deutsche Bauernpartei 1. Wahlbezirk..... 562 229 207 36 54 33 i r 13 2. 656 257 107 23 72 48 21 20 3 3. 615 324 131 41 63 46 15 15 4. 650 264 90 27 108 47 16 20 —_ 5. 570 333 152 37 78 20 17 6 1 6. 640 213 175 47 77 33 12 55 — — 7. 686 225 78 60 173 38 24 20 - 8. » • • • • • 754 256 52 117 106 41 27 10 2 9. 813 223 58 144 128 66 38 26 2 10. ■ • • • • • 755 153 46 80 174 86 22 37 •— 11. 636 182 32 57 141 79 48 30 —— 12. 566 123 23 48 127 86 19 25 1— 13. 547 163 30 47 101 64 28 10 14. 632 419 54 67 85 41 16 12 — 15. 621 167 120 38 145 63 16 12 _ 16. 579 267 116 32 69 47 14 8 —— 17. 578 224 96 26 72 37 11 19 — 18. 446 193 99 67 130 42 14 30 3 19. 124 63 21 20 12 4 3 2 — 20. 141 75 13 22 17 10 1 — — Jn-gesamt . . 11571 4353 1700 1036 1932 931 373 370 11 Bei der Reichstagswahl am 6. November 1932 erhielten: NSDAP. 8905, SPD. 4529, KPD. 1970 Zentrum 1074, DNBP. (jetzt Schwarz-Weiß-Rot) 2095, DVP. 1478, Christlich-Sozialer Volksdienft 434, Deutsche, Staatspartei 333 Stimmen, während die Deutsche Bauernpartei damals nicht vertreten war, sondern eine Liste „Deutsches Landvolk" 22 Stimmen erhielt. Hüte voll Gold. Don Or. Gustav W. LLberlein. Rom, im März. Da die Schatzgräber nicht aussterben wollen, muß es als ein Glück bezeichnet werden, daß es immer noch Menschen gibt, die Schätze vergraben. Frellich werden sie häufiger von ahnungslosen Glückspilzen, als von Rutengängern gefunden. Unerschöpflich ist der Boden Roms, das wissen wir: wo immer auch die Spitzhacke einschlägt, kommt zum mindesten archäologisches Gerümpel zutage, das seinen unschätzbaren Wert hat. Aber auch an gemünztem Gold des Mittelalters und der Reuzeit ist kein Mangel. Seit Mussolini die alten Häuserviertel um das Kapitol herum niedcr- reißen läßt, um die Kaiserforen zu vereinen, kommen die schatzsüchtigen Römer aus der Aufregung nicht mehr heraus. Wurden nicht auf dem Au- gustusforum Tausende von Silbermünzen aus dem 13.3ahrhundert gefunden? Kam nicht beim Aus- graben der römischen Euria kürzlich eine Bischofsmütze voll Gold und Silber zum Dorschein? Lind dieser Tage mutzten die Arbeiter, die mit dem Riederreihen des HauseS Rümmer 101 der Via Alessandria beschäftigt waren, deS letzten Stra- ßenzipfels zwischen dem Rervaforum und der neuen Straße des 3mperiums, mußten die Arbeiter ihre Hüte Hinhalten, so regnete es Gold, Gold. Gold! ihn das gleich zu sagen: man kennt den Schah- vergräber. Es kann gar kein anderer gewesen fein, als „Sor Checco“, wie der alte Antiquitätenhändler, Geizkragen und Misanthrop Francesco M a r t i n e 11 i mit seinem Spitznamen hieß. Der hatte in den achtziger 3ahren schon in dem Hause seine Reidhöhle gehabt und hockte auf seinen Schätzen wie der Lindwurm: ich lieg und besitze! Die Anwärter auf sein Erbe, die Reffen des „armen Teufels von einem Onkel", als der er sich auSgab, kugelten sich vergeblich die Augen aus dem Kopse, wenn sie, ihm zuwider. Besuch wachten. Er handle, behauptete er immer wieder, nur mit Altertümern. Lind als Kunsthändler, der nicht zu umgehen war, als geheimer Aufkäufer, als wertvoller Mittler in der archäologischen iln- Jertoelt stand er in der Tat zu den größten Museen Europas in Beziehungen. Ganz in seiner Räche hatte sich „i! tedeschino“, der kleine deutsche Professor Hartwig eingenistet, um dem damals blühenden Schleichhandel nahe zu sein. Dann war da der deutsche Professor H e I b i g , durch den wiederum Herr Jakobson vom Museum in Kopenhagen antike Kunstgegenstände bezog. Mancher Kunsthändler kam bei Martinetti, dem finsteren Menschenverächter und unbesiegbaren Makkaronivertilger auf feine Rechnung. Sor Checco lieferte dabei nur einen Bruchteil seiner Schätze ab. Wo er die Hauptmasse versteckte, daS kam erst durch einen Zufall, nach seinem Tode im 3ahre 1908 zu Tage. Die Erben, wütend darüber, datz sie leer ausgingen, rissen die elenden Möbel an sich und bei dieser Gelegenheit einem mächtigen gipsernen Diskuswerfer einen Arm aus —: da fing es zu riefeln, zu regnen, zu hageln an. Hatte der alte Sünder nicht, per bacco, die Statue als Sparbüchse benützt? Am Rücken war ein Schlitz, immer wieder über gipst, in den er alles hineinwarf, Münzen und Juwelen und Geschmeide! Bis zum Hals stand dem alten Sportshelden schon der Mammon! Dierhunderttausend Goldlire der Erlös! Reben seiner Derufshöhle besatz Sor Checco noch ein anderes Haus, von dem niemand wußte, außer einem anderen Antiquitätenhändler, der es geheimer Hoffnungen voll nach dem Tode seines Rivalen ankaufte, ohne jedoch mehr zu finden als ein kleines Jugendwerk von Michelangelo, den „Orpheus", den Bode dann für das Berliner Museum erwarb. Wie nun vor einigen Tagen die Spitzhaue in das Mauerwerk des Eckhauses an der Via Alessandria und Via del Priorato fährt, fliegt auf einmal eine Eisenplatte heraus, es tut sich ein großes Loch auf, über und über gefüllt mit Schätzen, die schlicht in Zeitungen vom 3ahre 1888 eingewickelt waren. Wie gesagt, die zur Hand befindlichen Gefäße reichten nicht aus, die Arbeiter muhten ihre Hüte Hinhalten — es wimmelte darin von Goldgeld des Augustus, Reros, Rervas, Trajans, der Päpste Julius II. und seiner Rachfolger, in Rapoleon d'ors konnte man wühlen, in Dukaten, in Geld bis zum König Humbert. Ein klingender Kalender. Lind dann die Perlen und Gemmen und Juwelen, Dutzende von Ringen, Armbänder — kurz, der Schatz, wie er im Märchenbuch steht. Senator Ricci kam, die Herren vom Gover- natorato kamen, Protokolle, Siegel — rein in den großen Kassenschrank des Staates. Denn Wem gehört nun die ganze Geschichte? Auch die Rechtsanwälte sind in Aufruhr. Der Schatz- bergräber ist tot, die erbhungrigen Ressen stieDas Wahlergebnis in Oberhessen. Kreise RSDAP. Sozialdemokraten Kommunisten Zentrum Kampffront Schwarz- Weiß-Rot Deutsche Bolkspartei Christl.-Soz. BolkSdicnst Deutsche Staatspartci Deutsche Bauern- Partei LlSfeld...... RW.5. 3.33 RW.6.11.32 18646 16123 2683 3365 461 955 961 951 682 574 334 515 89 120 92 27 9 Büdingen... RW.5. 3.33 19343 4439 1703 313 715 484 117 114 5 RW.6.11.32 16254 4661 2751 277 672 671 159 105 — Friedberg... RD.5. 3.33 28 223 . 15832 4287 5538 1960 972 634 405 20 RW.6.11.32 21861 15107 6668 5764 2057 1514 728 389 —— Gießen..... RW.5. 3.33 37315 15844 3885 1227 3122 1457 830 510 47 RW.6.11.32 29627 16278 5075 1282 3248 2149 910 492 — Lauterbach.. RW.5. 3.33 14998 1618 281 681 728 667 74 31 o RW.6.11.32 13154 1665 601 705 713 1024 70 32 — Schotten.... RW.5. 3.33 14836 1769 407 107 519 139 61 61 2 RW.6.11.32 12696 2114 778 77 793 223 132 38 — Insgesamt RW.5. 3.33 133361 42185 11024 8827 7726 .4053 1805 1213 85 RW.6.11.32 109715 43190 16828 9056 8057 6096 2119 1083 — Giädte in Oberhessen. Friedberg. NSDAP. 3322 (2358), SPD. 1603 (1633), KPD. 598 (844), Zentrum 539 (526), Schwarz-Weiß-Rot 413 (412), DVP. 304 (448), Chr.-Soz. Dolksd. 205 (190), Staatsp. 166 (139), Deutsche Dauernp. 1 (0). Bad-Rauheim. NSDAP. 3075 (2363), SPD. 892 (951), KPD. 392 (540), Zentrum 495 (547), Schwarz-Weiß-Rot 438 (546), DDp. 142 (263), Chr.-Soz. Dolksd. 137 (194), Staatsp. 72 (66). Schotten. NSDAP. 1256 (1036), SPD. 176 (265), KPD. 64 (118), Zentrum 49 (24), Schwarz-Weiß-Rot 30 (34), DDP. 45 (55), Chr.-Soz. Dolksd. 24 (38), Staatsp. 9 (0). Bübingen. NSDAP. 1499 (1151), SPD. 366 (419), KPD. 165 (254), Zentrum 73 (71), Schwarz-Weiß-Rot 150 (126), DDP. 145 (179), Chr.-Soz. Dolksd. 10 (29), Staatsp. 24 (23). Lauterbach NSDAP. 2083 (1850), SPD. 738 (759), KPD. 84 (112), Zentrum 39 (43), Schwarz-Weiß-Rot 169 (151), DDP. 126 (216), Chr.-Soz. Dolksd. 21 (18), Staatsp. 15 (7). Alsfeld. NSDAP. 2134 (1879), SPD. 754 (882), KPD. 156 (190), Zentrum 98 (91), Schwarz-Weiß-Rot 198 (134), DDP. 113 (211), Chr.-Soz. Dolksd. 18 (0), Staatsp. 40 (0), Deutsche Bauernp. 1 (0). Starkenburg und Rheinhessen. Das hessische Gesamtergebnis. Zusammenstöße in Hessen. Während der „Tag der erwachenden Nation" in Darmstadt ruhig verlaufen ist, kam es in Ober- Ra m st a d t in der Nacht zum Wahlsonntag zu Schießereien zwischen Nationalsozialisten und Linksgerichteten. Dabei erhielt ein Eiserner-Front-Mann einen schweren Lungenschuß und mußte in hoff- nungslosem Zustand ins Darmstädter Krankenhaus eingeliefert werden. Ein Reichsbanner-Mann wurde mit einem Seitenschuß ins Krankenhaus gebracht, während ein weiterer Reichsbanner-Mann einen Steckschuß erhielt. Bei dem letzteren besteht keine Lebensgefahr. Außerdem gab es noch mehrere Leichtverletzte. Auch in Griesheim bei Darmstadt kam es zwischen Rationalsozialisten und Kommunisten, sowie Mitgliedern der Eisernen Front zu Schießereien. Der SA.-Führer Engel wurde durch einen Streifschuß verletzt, ebenso der KPD.-Funktionär Körner. Er erhielt einen Steckschuß in den Oberschenkel. 3n Pfeddersheim bei Worms wurde ein SA.-Mann durch einen Revolverschuh schwer verletzt, so daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Dort hatten sich 11 Kommunisten in einem Turm der alten Stadtmauer festgesetzt und eine SA.- Streife beschossen. Rach dem Lleberfall wurden neun Kommunisten festgenommen. 3n Offenbachs. M. kam es gestern kurz nach 16 Llhr in der Rähe des Offenbacher Hauptbahn- Hofs zu einem schweren politischen Zusammenstoß zwischen Angehörigen des Reichsbanners und Ragen hungrig ins Grab, das Schatzhaus aber hat nach ihnen verschiedene Besitzer gehabt. Lind dann wurde es von Staats wegen wegen der Ausgrabungsarbeiten enteignet. Es kann an einem juristischen Haar und einem bürokratischen Faden hängen, ob die Schatzfinder Sor Checco segnen werden oder nicht. (fine deutsche Siedlung in der Mandschurei. Deutsche Kriegsgefangene sind nach dem Frie- densschluh weithin in der Welt verschlagen worden, und besonders in Rußland haben sich ein- deine Kolonien erhalten. Keine andere deutsche Siedlung aber ist so weit von aller Kultur verschlagen worden und hat sich so selbständig entwickelt, wie eine merkwürdige Kolonie, die sich in der Mandschurei, 35 Tagereisen zu Pferde von der nächsten Stadt, dem sibirischen Hafen Wladiwostok, gebildet hat. Rährere Mitteilun- Sien über diese 4000 Menschen umfassende Rieder- affung werden von dem Helsingforfer Berichterstatter des in Reuhork erscheinenden russischen Blattes „Rovoje Ruhkoje Slowo" gemacht; er verdankt sie einem Mitglied der Kolonie, Dr. 3. Hilton, dec ihm die Geschichte dieser deutschen Odyssee auf seiner Rückkehr von einem Besuch in Deutschland in Helsingfors erzählt hat. „3m Weltkrieg", so berichtete er, „wurden w^rend der Kämpfe bei Baranowitschi 4000 Deutsche von den Russen gefangen genommen.» Die meisten dieser Deutschen waren Dauern aus Westfalen. Alle wurden in ein Gefangenenlager nach Sibirien gebracht. Das war im 3ahre 1915. Als dann Revolution, Bolschewismus und Bürgerkrieg In Ruhland tobten, verliehen diese Gefangenen ihr Lager und suchten die Weihe Armee des Admirals Koltschak zu erreichen, um unter ihrem Schutz nach der Küste des Stillen Ozeans zu entkommen, von wo sie über Amerika heimzukehren hofften. Aber Koltschaks Armee wurde geschlagen. Die Deutschen fanden sich allein tief in den jungfräulichen Wäldern Sibiriens. Mit Aexten und selbst hergestellten Speeren bewaffnet, schlugen sie sich weiter und weit-r nach dem Osten durch. Frierend, in Sümpfen versinkend, verhungernd, starben viele von ihnen — nur 1800 blieben am Leben- Endlich, nachdem sie eine Strecke zurückgelegt hatten, die Wohl dreimal so lang war wie Deutschland von Osten nach Westen, famei? fie an einen Ort, wo sie zu NSDAP. 113 987 (68 542), SPD. 50 312 (50 480), KPD. 26 048 (28 580), Zentrum 55 762 (53 739) tionalsozialisten. Dabei wurde ein Reichsbanner- mann erschossen, ein anderer liegt mit einer schweren Stichverletzung im Krankenhaus. Die übrigen Verletzten konnten nach Anlegung eines Rotverbandes entlassen werden. 3n Langen erschienen gestern um 12.30 Llhr drei Kraftwagen mit SS.-Leuten, die sich anschickten. den Platz vor dem Wahllokal mit dem Gummiknüppel zu räumen. Cs fielen auch drei Schüsse. Verletzungen sind nicht bekannt geworden. Die Wagen trafen kurz vor 16 Llhr wiederum ein, verschwanden aber nach Eintreffendes Darmstädter Lleberfallkommandos. Gesamtergebnis in Heffen-Oarmsiadt. bleiben beschlossen. Hier gründeten sie ihre Kolonie, und hier leben sie seitdem. Cs ist ein, wildes, wüstes Land, einsam, in der Llmgegend nur ganz dünn besiedelt. Zur Erinnerung an den Ort ihrer Gefangenschaft nannten die Deutschen ihre neue Heimat Daranowitschi-Llhilla. Hier begannen sie Bäume zu fällen, bauten sich Hütten, jagten tm Walde und bestellten den Boden. Unter Führung des Hauptmanns v. F r e e s e, ihres früheren Befehlshabers, der mit ihnen alle Wechselfälle der Wanderung durch Sibirien geteilt hatte. Viele der Kolonisten heirateten russische Frauen, die fie in den umliegenden Siedlungen trafen. Lind so zählt die Kolonie jetzt mit Frauen und Kindern gegen 4000 Seelen. Als sie sich häuslich eingerichtet hatten, begannen die Siedler Pferde zu züchten und an die Rote Armee zu verkaufen. Ebenso verbesserten sie die Ackerbestellung und schufen sich durch Pelzhandel weitere Erwerbsquellen. Karawanen, die ihre Güter zum Verkauf bringen und mit dem, was man notwendig braucht, zurücüehren, reifen etwa dreimal im Jahr nach Wladiwostok. Die Siedler leben in freundlichen Beziehungen mit den Sowjet-Behörden, aber fie haben mit diesen wenig zu tun. Die Kolonie ist so abgelegen und so schwer $u erreichen, daß noch nie ein Sowjet- Beamter sie besucht hat. Don der alten Heimat hören sie kaum etwas; sie erhalten keine Zeitungen und kümmern sich nicht um Politik. Aber sie haben ihre eigene Zeitung, die hektographisch vervielfältigt wird und deren 3nhalt sich auf das Feuilleton und die Lokalnachrichten beschränkt. Einer der Siedler erzählt: „Wir haben auch unser eigenes Theater. Es gibt acht Klaviere in der Kolonie, mehr als 100 Grammophone und eine gute Bücherei. Llnsere Schule ist nach den Grundsätzen der deutschen Volksschule eingerichtet. An der Spitze steht der Bürgermeister, dem sich alle in wichtigen Fragen untertoeifgfi^. So herrscht Ordnung bei uns. 3eder lebt von der Arbeit seiner Hände, und alles, was wir besitzen, teilen wir mit den Armen und Schwachem 3eder fühlt sich nicht nur bei sich zu Haufe, sondern auch in jedem Haus der Kolonie heimisch. So leben wir tatsächlich einer für alle und alle für einen. 3ch bin glücklich, bald wieder in unferm lieben Baranowitschi zu ftin. Gewiß ist das Leben hier eintönig, aber idy habe meine Geige, meine Arbeit, mein Pferds und meine Bücher, und ich bin zufrieden." I Nationalsozialisten 420 582 (329 521) Sozialdemokraten 192 443 (190 799) Kommunisten 96 478 (112 334) Zentrum 120 466 (114 365) Kampfsronk 25 267 (24 726) Deutsche volksparlei 15 354 (24 134) Chr.-Soz. 6 872 (9 995) Staatspartei 8 942 (6 084) Deutsche Bauernpartei 334 (2 178) Rheinhessen. Provinz Rheinhessen. Schwarz-Weiß-Rot 9033 (7534), DVP. 4629 (7212), Chr.-Soz. Volksd. 2884 (2987), Staatsp. 2581 (2719). Kreis Alzey. NS. 14 952 (12111), Soz. 4093 (4391), Kom. 1093 (1445), Z. 4357 (4199), Kpffr. 1207 (815), DVP. 328 (566), Chr.-Soz. 155 (222), Stp. 514 (471), DBp. 11 (0). Kreis Bingen. NS. 10 789 (7015), Soz. 3540 (3703), Kom. 1670 (2050), Z. 10113 (9623), Kpffr, 1254 (840), DVP. 488 (766), Chr.-Soz. 413 (229), Stp. 173 (384), DBp. 16 (0). kreis Mainz. NS. 41531 (29 191), Soz. 25 014 (24 205), Kom. 15 585 (16 598), Z. 25 063 (24 458), Kpffr. 3528 (3204), DVp. 1513 (2551), Chr.-Soz. 1202 (1331), Stp. 1131 (1163), DBp. 18 (64). kreis Oppenheim. NS. 16 874 (14 136), Soz. 4374 (4604), Kom. 970 (1380), $. 6418 (6337), Kpffr. 1149 (753), DVp. 220 (372), Chr.-Soz. 135 (223), Stp. 266 (248), DBp. 9. kreis Worms. 9t6. 30201 (24 089), Soz. 13 291 (13 389), Kom. 6725 (7102), 3- 9811 (9122), Kpffr. 1904 (1922), DVp. 2080 (2957), Chr.-Soz. 560 (982), Stp. 916 (453), DBp. 20 (0). Stadt Main;. NS. 33 275 (23 185), Soz. 21 307 (20 928), Kom. 13 599 (14 151), Ztr. 18 875 (17 933), Kpffr. 3002 (2830), DBp. 1415 (2388), Chr.-Soz. 1133 (1251). StP. 1061 (1100), DBp. 10 (0). Stadl Worms. NS. 13 655 (10 473), Soz. 7574 (7008). Kom- 5186 (5255), Ztr. 3560 (3205), Kpffr. 912 (1024), DBp. 1435 (2048), Chr.-Soz. 665 (698). StP. 376 (288), DBp. 3. Stadt Alzey. NS. 2389 (1869), Soz. 1561 (1520), Kom. 383 (480), Ztr. 761 (731), Kpffr. 188 (148), DBp. 124 (211), Chr.-Soz. 55 (68), Stp. 175 (155). Stadt Oppenheim. NS. 1092 (852), Soz. 705 (866), Kom. 187 (188), Ztr. 447 (433), Kpffr. 178 (110), DDp. 40 (96). Chr.-Soz. 21 (24). Stp. 15 (19). Starkenburg. Provinz Starkenburg. NS. 173 234 (133 261), Soz. 99 946 (97 129), Kom. 59 406 (66 925), Z. 55 877 (51571), Kpffr. 8528 (9433), DVp. 6672 (10 826), Chr.-Soz. 2775 (4889), Stp. 4556 (2282), DBp. 155 (568). kreis Darmstadt. NS. 48 078 (38 022), Soz. 27 683 (27 929), Kom. 10 170 (11 532), Z. 4863 (4620), Kpffr. 3502 (4227), DDp. 2987 (4608), Chr.-Soz. 888 (1883), Stp. 1713 (647), DBP. 23 (80). kreis Bensheim. NS. 20 466 (15 033), Soz. 6843 (7154), Kom. 6229 (6819), Z. 9993 (8950), Kpffr. 1024 (928), DDp. 548 (906), Chr.-^oz. 194 (682), StP. 563 (141), DBp. 15. kreis Dieburg. NS. 20150 (16 926), Soz. 8179 (8004), Kom. 4272 (5244), Ztr. 7118 (6620), Kpffr. 456 (464), DDp. 274 (438), Chr.-Soz. 111 (229), Stp. 283 (80), DDp. 20 (0). kreis Erbach. NS. 19101 (16 210), Soz. 5787 (6014), Kom. 2535 (3160), Z. 1053 (952). Kpffr. 541 (492), DDp. 310 (526), Chr.-Soz. 134 (216), Stp. 185 (114), DDP. 10 (0). kreis Groß-Gerau. NS. 17 387 (13 382), Soz. 10 615 (9744), Kom. 8859 (10 084), Z. 2670 ( 2577), Kpffr. 582 (614), DDp. 616 (859), Chr.-Soz. 269 (370), Stp. 382 (266), DDp. 31 (144). kreis Heppenheim. NS. 11 016 (8061), Soz. 4206 (3785). Kom. 5286 (5832), Z. 10152 (9166), Kpffr. 357 (337), DDp. 227 (430), Chr.-Soz. 168 (182), Stp. 184 (124), DBp. 21. kreis Offenbach. NS. 37 036 (25 627), Soz. 36 633 (34 499), Kom. 22 055 (24 254), Z. 20 028 (18 668), Kpffr. 2066 (2371), DDp. 1710 (3059), Chr.^Soz. 1011 (1327), Stp. 1246 (910), DDP. 55 (77). Stadt Darmstadt. NS. 30 932 (23 585), Soz. 14161 (14 594), Kom. 4874 (5509), Z. 4296 (4098), Kpffr. 3147 (3809), DDp. 2492 (3866), Chr.-Soz. 748 (1314), Stp. 1195 (534), DBp. 7 (14). Stadt Groß-Gerau. NS. 1910 (1560), Soz. 808 (818), Kom. 768 (828), Z. 159 (154), Kpffr. 79 (114), DDp. 94 (135), Chr.-Soz. 112 (71), Stp. 91 (80), DBp. 1 (9). Stadt Offenbach. NS. 17 838 (11 574), Soz. 16 933 (16 308), Kom. 10 317 (10 599), Z. 6402 (5847), Kpffr. 1541 (1777), DDp. 1054 (2101), Chr.-Soz. 701 (958), Stp. 890 (617), DDp. 14 (9). Hessen-Nassau. Der Wahltag hat in Frankfurt einen ruhigen Verlauf genommen. Die am Samstagabend veranstaltete Kundgebung »Tag der erwachenden Nation" verlief unter starker Teilnahme der Bevölkerung ebenfalls störungsfrei. In der Stadt Kassel ist die Dacht zum Wahlsonntag ruhig verlaufen. Zu einer schweren Schießerei ist es in der vergangenen Nacht in Ochshausen bei Kassel gekommen. Gelegentlich der Anwesenheit des Kreisleiters der NSDAP. Sem Pf in Ochshausen kam es zu Zusammenstößen, die nach den bisherigen Feststellungen von linksradikaler Seite verursacht worden sind. Es wurde sofort das Aeberfall- kommando der Kasseler Schutzpolizei und der Hilfspolizei' aus Niederzwehren eingesetzt. Hierbei wurde in Ausübung seines Dienstes der Hilfspclizeibeamte SA.-Führer M o st durch einen Bauchschuß verletzt. Lebensgefahr scheint bei dem sofort ins Kasseler Krankenhaus Eingelieferten nicht zu bestehen. Gesamtergebnis Heffen-Aaffau. NSDAP. 775 972 (596 200), SPD. 294 613 (291 848), KPD. 141 258 (194 446), Zentrum 219 087 (202 849), Schwarz-Weih-Not 76 309 (72 411), DDP. 26 215 ( 42 425), Christl.-Soz. Dolksd. 21 621 (21 502), Staatsp. 16 523 (12 753). Stadt Frankfurt a. UL NSDAP. 168743 (118837), SPD. 79945 (79922), KPD. 49 145 (62 635), Zentrum 47 370 (41 028), Schwarzinne ju 5000 M. 289141 20 ®etoinn« »n 3000 M. 4 ®«totan« in 10000 M. 137683 ----- !45085 158201 193282 198069 311033 120 ®ttoinne ,u 1000 W. ---- --- ---- 41249 46030 46049 47192 49061 52968 54199 59580 ----- 89374 94359 109634 116429 121609 122499 22542 37421 63239 98944 122015 140812 141283 172606 192675 193699 287168 288670 368200“ 2013871 1395521 292444! ______ ______ 385295 387193 387742 178 »etDinne in 600 OT. 778 15728 18286 26997 31135 32391 49156 67931 62508 63749 68096 77520 " 80874 84080 94922 95556 96562 102633 ----- ------ ------ ------ 135733 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 2JL gezogen 4 Gewinn« ,u 5000 M. 62662 264015 10 Gewinn, in 3000 W. 13784 90882 245Y27 306637 312876 42 Ottoinne in 2000 M. 7807 54861 106497 133965 176868 201849 259206 292252 299468 301723 303710 304019 317161 343396 346953 349505 351475 351836 356685 371132 390902 84 Gewinn« zn 1000 M. 674 11854 13424 13795 13846 46248 58965 82648 98373 99841 101197 101671 108885 128400 161080 170059 181469 189256 206435 207371 208251 214301 219287 220517 247077 258214 263092 272819 278446 278739 308688 313019 317871 318909 330046 336969 348104 348899 349069 364309 371048 371215 144 »etomne in 500 W. 8682 11527 17953 20790 27002 29704 37216 38208 54311 69312 67642 71374 72209 76953 82546 83634 100645 106646 114097 130301 137017 141661 165621 166394 172864 173175 173969 176603 183826 186217 196646 200037 205776 217685 218619 219199 220879 227090 229035 230051 230130 233767 237666 244442 248013 249618 251748 259604 260290 261055 262681 263613 270534 272909 274223 276492 280172 283174 289566 306303 316139 321165 361681 364395 376969 378146 389868 391803 392383 393211 394579 398241 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu fr 500000, 2 Gewinne zu je 100000, 2 zu je 50000,, 14 zu je 25000, 56 zu je 10000, 146 zu je 50CKV 246 zu je 3000, 790 zu je 2000, 1626 zu je 1000,1 2642 zu je 500, 7556 zu je 400, u. 100 Schluß» prämien zu je 3000 M. Banknoten. 27,4 Achmer....................01 Mainkrastwerke Höchst a.M. ... 4 Süddeutscher Bude« .........e| 147 25,5 67,5 146,65 2,46 76,40 81,99 34,78 2,48 76,70 82,31 34,92 26 | 26,25 | 66,25 - - 147 4,20 59.22 64,23 14,50 16,64 170,69 21,54 74,05 (Wdb 4,18 58,98 63,97 14,44 16,58 170,01 21,46 73,75 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H ' "fferlln, 4.März «merikantsche Noten.............. Belgische Roten.................. Tonische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Roten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch £ esierretch, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Note»................. Ungarische Roten ................ Vevi enmath Berlin — Frankfurt a. HL 3. Mürz 4.Mürz Amtliche Notierung Meld | 3rlt' Amtliche Notierung Geld _SIW Helstngsors.. 6,384 6,396 6,354 6,366 Wien....... 48,45 48,55 48,45 48,55 Prag....... Budapest ... 12,465 12,485 12,»65 12,485 Sofia...... 3,057 3,063 170,72 3,057 3,063 Holland .... 170,38 170,33 170,67 ÖSlo....... 73,88 74,02 73 48 73,62 Kopenhagen. 64,24 64,36 63,99 64,11 Stockholm... 76 47 76,63 76,12 76.28 London ..... 14,46 14,50 0,837 14,34 14,38 Buenos Aires 0,833 0,833 0,837 Neunork.... 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüssel..... 59,12 59.24 59,12 59,24 Italien..... 21.52 21,56 21,52 21.56 Paris ...... 16,61 16,65 16,605 16,645 Schweiz .... 82,17 82,33 82,12 82,28 Spanien.... 34,87 34,93 34,87 34,93 Danzig.... 82,47 82,63 82,47 82.63 Japan...... 0,869 0.871 0,859 0,861 Rio de Jan. 0,239 0,241 0,239 0,241 Jugoslawien Lissabon.... 5,554 5,566 5,554- 5,566 13,15 13,17 13,07 13,09 Frankfurt a.M. Berlin Schluß» kurd Gchlußl. Abend» börsc Schluß» kurd Schlußk. Mittag» bSrle Datum 3.3. 4-3. 3.3. 4.3. BereiMgle Stahlwerke........0 36 5 36 35.75 36 Otavi Minen ...............0 15,25 15.5 15.25 15,13 Kaliwerke Aschersleben........6 119 120 118.5 119.75 Kaliwerke Westeregeln........ 6 Kaliwerke Salzdetfurth.......v 120,5 121,5 120,75 121,5 176,5 177,5 176,5 178,5 I G. Farben.Jndustrie.......7 115,75 114 113,65 113,75 ^cheideanstall...............10 160,75 161,5 — — Goldschmidt ................ 0 40,25 39 34 39.25 Rütgeröwerke............... 0 45 33 45,25 34 44,75 45,9 35,65 Philipp Holzmann...........0 Zementwerk Heidelberg ......4 Cementwerk Karlstadt.........0 50 51 49,75 50,5 50,25 51 — —— — Wahtz& Freytag ............0 4 4 - 4,25 Schultheis Patzenhoser........0 102,5 102,9 Aku 6,5 37,75 35,75 38,4 Oren stein & Koppel ..........C 43,9 45 Leonhard Tietz.............. 6 35 33 33 33,75 Lhade......................U 126 125 125,25 125 Iranksuri a. M. Berlin Framiuri a. Dl. Berlin Schluß» turS Schlußk. Abend» börse Schluß« kurd Schlußk Mittag» Mrfe Schluß» hird Schlußk. Abend» bSrse Schluß- turd Schlußk. Mittag» börse Datum 3.3. 4.3. 33. 4.3» Datum 3.3. 4.3. 3.3. 4.3. 6% Deutsche RetchSanlethe v. 1921 6% djem.7% Dl. Reichöanl. v. 1929 Sy.% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.»Rechten ............. 78,5 91,8 79,75 70,25 9,1 77,5 64 64,25 85,5 86,65 86,25 84,25 84 13,75 1,25 6,13 5,35 5,65 6,9 10,4 5,525 25,5 79 92,75 80 70,13 9,1 77,5 66 65 85,9 86,5 86,5 84,5 13,25 6,25 5,35 5,75 6,9 10,1 5,5 25,75 78,5 92,25 79,75 69,5 9 77 63,65 84 13,5 5,4 5J 5,5 25,3 79,75 93 69,9 9,05 76,65 64,75 84,25 1,25 6,45 5,45 5,75 5,75 10,25 5,65 25,8 Hamburg-Amertka-Pakei .....i Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........0 Norddeutscher Lloyd .........0 A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz- und Prtval-Bank... 0 Deutsche Bank und Dtscont» Gesellschast................0 Dresdner Bank..............0 Retchsbank .................1 A.E.G......................0 Elektr.LtefenmgSgeselllchast... 6 Licht und Kraft .............6 Felten & Guilleaume ........0 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen ............... 4 Rheinische Elektrizität ........6 Sdjudert & (So..............0 Siemens L HalSke...... 9 Lahme yer L Eo...... 10 Buderus ............. 0 Deutsche Erdbl ............ 4 Gelsenkirchener....... v Harpcner...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen.. 0 Ilse Bergbau ...............7 Ilse Bergbau Genüsse........7 Kldcknerwerke ...............0 ManneSmann-Röhren........0 17,65 18 43 98 53 70,75 61,5 150,75 31,75 82,5 94,5 54 82 100 91,25 137 118,5 48,5 95 61,5 89,75 103,5 48 61,5 26,5 35,75 214 78,5 17,5 18 43,65 98 53 70,75 61,5 150,5 31 84,5 94,75 56 81,75 100 90,5 137 120 48,65 94,5 61 89 103,25 48,25 62 28 36 78 17.4 17.75 43,5 98 53,5 70-, 75 61,5 149,75 31,4 82,75 93,5 53,75 81,25 100 90,5 136 118,5 48,5 93,5 60,65 88,5 57 141 103 47 60,75 27,25 70 35,25 213,5 77,75 17,65 30 17.9 43 95 53,5 70,75 61,5 150 31 85 94 55,75 81,5 101 89,25 135,4 119,4 48,25 94,25 61 88,75 58,9 141,25 103,25 48 61,5 27,9 70,75 35,5 214 77,9 Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem. 8% Hess. Bolksstaat 1929 trückzahlb. 102%) ............ Oberhelsen Provinz »Anleihe mii Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.»Bant Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 Sy8% ehem. 4>/,% Franks. Hhp. Battk»Liqu.»Psandbriese ..... 6Yt% ehem. 414% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanstall, Pfandbriefe R. 19 6%'tirtm. 7% Pr. LandeSpsand, briefanstall, Pfandbriefe R. 10 4% Oesterretchische Goldrente... 4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrenle v. 1910 *i/,% desgl von 1913.......... 6% abgeft Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische BagdodbahnHWleihe 4% desgl. Serie II............. 6% Rumän. vereint». Rente v. 1903 4N%Numän.verr-inh.Rentev.lSlS 4% Rumänische veretnh. Rente .. 8%% Anatolier............... ManSselder Bergbau.........0 Oberschlei. Kokswerke.........0 Phönix Bembau.............0 Rheinische Braunkohlen ......10 1 Rheinstahl .......... o fr.5511 S»; M 4 Bellas K richte" MW« Berlin, t Göring ha' Dahlen folgen • politische Ents-l nationale, und Otfcrfreui Sieg auf c Ich bin fltudlic Doll dem va ten, das Kat ' mit so u/ gefolgt Zeiten tM Zentrums llebeclegenheit auch in den i icn süddeutsche Aecht, namens da sich auch h> gestellt hat- Als im „Löt Im „B o I f i Reichstagsabgeo Adolf Hitler will land aufrichten, tiauben. Er will herrschen lassen, selbst die Noiw -aß es innerl gehtund in eis um seine Freihl sich wirst. Das bewegung ijl in geradezu phant worden, wo wii erhoffen konnter dessen Haltung bat. Auch in M Lawine so anges tion entstanden sich gegen alle e sprachen und g< Reich erwogen ist zugleich d a । reibbarenE tion, ist die 2 larisinus. Die verloren. Diele l Schrecken erkann titern,. sondern sind. Die SPD mehr auch hier d gipuht sein wir auch bei deri beiterschaft rung wird die k haben. Bei den Wer die Kan ^ot rund 2 v. immerhin genüq, «"gestrebte abf h°'t herzustellen biefer 7* hat nun m «tonte Ausland d>e deutsche ?ei" gesamten No lal in die fir 'hm da-M ^auch die aus kn W\\ Deulsc Berlin -Gorlin, Mnis der $ W «»5 tel, pd? ■Ä 1 her Äli?tJe" Q lW j A bet i 'tn