Nr. 55 Erstes Blatt 185. Zahrgang Montag, b.März (935 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Pn,m Bild • Die Scholle Monatr-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt Hemsorechanschliisse unter Sammelnummer 2251. Anschrift sür Drahtnach- richten Anzeiger Stehen, vostfchecttonto: üronffnri am Mai" 11686. """'' ................ I j j < -I Das Echo der Reichsiagswahi. Aeichsmini'sier Göring zur Wahl. 'Berlin, 6. März. (CAB.) Reichsminister Göring hat sich zu dem Ausgang der gestrigen Wahlen folgendermaßen ausgelassen: Die größte politische Entscheidungsschlacht ist geschlagen. Die nationale Front hat durch die Hingabe und Opsersreudigleit ihrer Anhänger unseren Sieg auf der ganzen Linie errungen. Ich bin glücklich und dankbar, daß unser deutsches Doll dem Schritt des Reichspräsiden- t e n, das Kabinett Adolf Hitler einzuberufen, mit so überwältigender Mehrheit gefolgt ist. Zum ersten Male seit Dismarcks Zeiten ist die Schlüssel st ellung des Zentrums gebrochen. Die ungeheuere LIeberlegenheit der nationalen Front gerade auch in den süddeutschen Ländern gibt Den süddeutschen Regierungen nicht mehr das Recht, namens des Dolles weiter zu regieren, da sich auch hier das Doll hinter Adolf Hitler gestellt hat. *** Alfred Rosenberg im „Völkischen Beobachter" Im „Völkischen Beobachter" schreibt Reichstagsabgeordneter Alfred Rosenberg u. a.: Adolf Hitler will keine Tyrannei über Deutschland aufrichten, wie es heute noch viele Irregeleitete glauben. Er will nicht eine oolksfremde Herrenschicht -errschen lassen, sondern erreichen, daß das Volk clbst die Notwendigkeit seines Handelns begreift, >aß es innerlich und freiwillig mit uns geht und in eiserner bewußter Entschlossenheit selbst um seine Freiheit kämpft und alle Illusionen von sich wirft. Das Anwachsen der deutschen Freiheitsbewegung ist in einzelnen Städten und Wahlkreisen geradezu phantastisch. Widerstände sind gebrochen worden, wo wir es nach allem kaum in dem Maße erhoffen konnten. Vor allem ist es diesesmal Bayern, dessen Haltung Adolf Hiller tiefe Freude gemacht hat. Auch in Württemberg ist die nationalsozialistische Lawine so angeschwollen, daß eine historische Situation entstanden ist: der deutsche Süden hat sich gegen alle empört, die von der Mainlinie gesprochen und gefährliche Experimente gegen das Reich erwogen hatten. Das Bekenntnis zu Hitler ist zugleich das Bekenntnis zur unzerreißbaren Einigkeitder deutschen Dia» tion, ist die Absage an jeden gewagten Partiku- larismus. Die Kommunisten haben erheblich verloren. Viele deutsche ehrliche Arbeiter haben mit Schrecken erkannt, daß sie nicht von ehrlichen Fanatikern,, sondern von Verbrechern verführt worden sind. Die SPD. hat sich gehalten. Nachdem nunmehr auch hier die obere dicke Schimmelschicht weggeputzt sein wird, wird es doch möglich werden, auch bei der SPD. zu der ehrlichen Arbeiterschaft vorzu stoßen und ihrer Bekehrung wird die kommende harte Arbeit zu gelten haben. Bei den bürgerlich-nationalen Parteien hat leider die Kampffront Schwarz-Wei ß- R o t rund 2 v. H. seit dem November eingebüßt. Immerhin genügen die eroberten Stimmen, um die ongestrebte absolute. Regierungsmehrheit herzustellen, womit das Ziel des Wahlkampfes auch nach dieser Richtung erreicht ist. Der 5. März 1933 hat nun mehr für Deutschland und für das gesamte Ausland in eindeutiger Weise kundgetan, daß die deutsche Nation Schluß gemacht hat mit dem gesamten Nooentbersystem, daß sie i h r S ch i ck- sal in die Hand Adolf Hitlers gelegt und ihm das politische und moralische Recht gegeben hat, auch die ausschlaggebende Führung der gesamten Politik Deutschlands zu übernehmen. Berliner preffestimmen. Berlin, 6. März. (CNB. Funkspruch.) Zum Ergebnis der Wahlen schreibt die „Deutsche Allgemeine Zeitung" (konservativ): Die Nation hat durch ihr Votum den am 30. Januar geschloßenen Bund bestätigt. Der Sieg der Nationalsozialisten ist außerordentlich. Mit einer Prozentzahl von fast 45 v. H. und 17 Millionen Wählern sind die Nationalsozialisten von heute an nicht nur die stärkste, sondern die ausschlaggebende Partei in Deutschland. Als Ziel des Wahlkampfes hat die '.Regierung die Erringung von 51 Prozent für die hinter ihr stehenden Gruppen proklamiert. Dieses Ziel ist erreicht worden. Freilich wird man nicht ohne weiteres das schematische koalitionspolitische Denken früherer Jahre auf die heutige Lage anwenden können. Die Macht der Nationalsozialisten und ihr Wille, in allen Fragen die Führung an sich zu reißen, ist so groß und durch das neue Wahlergebnis noch g e - stärkt worden, so daß man mit bloßen Additionen nicht weiter kommt. Die Vorgänge in Hamburg beweisen am besten, daß auf jedem Gebiet der Politik schlagartig vollendete Tatsachen geschaffen werden können, die das politische Gesicht Deutschlands weiter in nationalsozialistischem Sinne zu verändern vermögen. Zieht man noch die Ergebnisse der preußischen Landtagswahlen heran, so ergibt sich als unumstößliche Tatsache, daß Deutschland in aller Ruhe und Ordnung eine Revolution vollendet hat. In der Montagsfrühausgabe des ..Angriff" (Aats.l heißt es: Das deutsche Dolk hat sich tote« dergefunden. Das ist das bedeutsamste Ergebnis dieser Wahl. Es hat dem Reichskanzler Hitler alle Dollmachten für den zielbe« wußten Wiederaufbau gegeben und seine volle Zustimmung zu dem Ausrottungskampf gegen den Marxismus ausgesprochen. Der nationalsozialistische Erfolg übersteigt die phantastischsten Dorstellungen. Insbesondere wenn man bedenkt, daß wir diesen Wahlkampf zum erstenmal nicht in der Opposition durchführen konnten, sondern als Regierungspar ei antreten mußten Wenn wir trotzdem so ungeheure Erfolge erzielen konn- ten in einer Zeit, in der die Regierung im Interesse des nationalen Wiederaufbaues auch zu unpopulären Maßnahmen gezwungen war, so beweist dies, daß das deutsche Dolk keineswegs grundsätzlich und planlos den Oppositionsparteien nachläuft, sondern daß es eine Empfindung dafür hat, ob es gut regiert wird oder schlecht. Es hat zu dem Reichskanzler Adolf Hitle ein lebendiges Dertrauen gefunden und fühlt, daß dieser Mann eines solchen Der» trauens wert ist. Dieses Dertrauen allein schon wird den Wiederaufbau des Reiches und die Wiederbelebung unserer Wirtschaft in außerordentlichem Maße fördern. Der „Montag" (dtschntl.) schreibt: Man kann schätzen, daß von den Richtwählern, die am 6. Rovember 1932 8.5 Millionen ausmachten, beinahe die Hälfte diesmal an die llrnc gebracht worden ist. Der allergrößte Tell dieser früheren Richtwähler hat nationalsozia- listisch gewählt. Die Rat'^nalsozialisten haben aber auch einen Teil der marx stischen Stimmen in einzelnen Wahlkreisen -^genommen, wobei wahrscheinlich noch eine Wanderung von den Kommunisten zu den Soziäldemokraten und wieder von den Sozialdemokraten zu den Rationalsözialisten eingetreten ist. Das deutsche Dolk hat den Auftrag erfüllt, den der Reichspräsident der nationalen Regierung gegeben hat. Die „Montagspost" (Ullstein) schreibt: Keine der beiden Parteien, die jetzt die Regierung bllden, hat eine Mehrheit der Wähler für sich gewonnen. Beide Parteien werden deshalb auch fünftig gemeinfam operieren, so daß der Regierungsblock aus Rationalsoziallisten, Deutschnationalen und dem ihnen angeschlossenen Stahlhelm zur Bildung und Aufrechterhaltung einer Parlamentsmehrheit Zusammenarbeiten wird. Für die Reichspolitik insgesamt ergibt sich, daß der Kurs der Reichsregierung auch gegenüber den Ländern einen Rückhalt darin gefunden hat, daß die Bayerische Dolkspartei einen Stimmenrückgang zu verzeichnen hat. 0ae> Echo tn Oetterreicy Wien, 6. März. (WTB. Funkspruch.) Der Wahlsieg der Rationalsozialisten macht hier außerordentlichen Eindruck. Im „Kampfruf am Morgen" bespricht der Wiener Gauführer der RSDAP., Frauenfeld, die Rückwirkung auf Oesterreich. Oesterreich kann und darf nicht abseits stehen. Es einzugliedern in die große Schicksalsgemeinschaft der Geschichte, und des Blutes ist die P,licht der RSDAP. tn Oesterreich. — Das christlich-soziale „W iener Montagsblatt" erklärt, das deutsche Dolk hat unzweifelhaft und eindeutig rechts gewählt. Der Kampf gegen den Marxismus ist also heute schon formell entschieden und es handelt sich nur noch darum, die Folgen aus dieser klaren und unzweideutigen Stimmabgabe der Wähler zu ziehen. In gewissem Sinne symptomatisch ist auch die ganz auffällige Stimmenzunahme der Rationalsozialisten in Süddeutschland und besonders in Bayern; ein Moment, welches für die Reichsrntwickelung nicht unwesentlich sei. — Die „Klagenfurter Zeitung" schreibt: Am 5. März ist wirklich der Grundstein für das neue Deutsche Reich gelegt worden. Der Marxismus in Deutschland hat ausgespielt. — Die „Innsbrucker Reuen R a ch r i ch t e n" schreiben: Die Wahlen haben darüber entschieden, in welchem Ausmaße das deutsche Volk bereit ist, der nationalen Regierung durch die Beseitigung parlamentarischer Hinder- niffe zu helfen. 0te Meinung m London. London, 6. März. (CNB. Funkspruch.) Die Blätter vertreten die Ansicht, daß der ungeheure Sieg der Nationalsozialisten auf ihre hinreißende Propaganda, oder wie einige Korrespondenten sich ausdrücken, auf ihre Regiekunst zurückzuführen sei, die es fertig gebracht habe, Millionen von Leuten, die früher aus politischer Gleichgüllig- keit auf die Stimmabgabe verzichteten, an die Wahlurne zu bringen. „Daily Expreß" glaubt eine Modifizierung der Politik der Reichsregierung erwarten zu können, um ein größeres Deutschland aufzubauen, als die Welt je gesehen habe. Vermutungen, daß jetzt auf außenpolitischem Gebiete mit einer neuen Entwickelung zu rechnen fei, finden sich in der konservativen Presse. „Daily Telegraph" macht auf einen Artikel aufmerksam, in dem Reichsaußenminister von Neurath erklärt, in der Abrüstungsfrage sei Deutschlands Geduld jetzt erschöpft, vielleicht werde der deutsche Anspruch auf Sicherheit in naher Zukunft deutlicher zum Ausdruck gebracht werden. „Time s" stellt Betrachtungen über die neue Hilfspolizei an und spricht trotz ihres eindeutigen Charakters als Hilfskräfte für Ausnahmefälle von einer großen Z u - nähme der bewaffneten Streitkräfte Deutschlands. pariser Morqenblaiier. Paris, 6. März. (CNB. Funkspruch.) Der sozialistische „P o p u I a i r e" und die kommunistische „H u m n n i t €" glauben, daß die Partie noch nicht restlos ausgespielt sei. Das „Echo de Paris" beeilt sich, bereits den Schluß zu ziehen, daß nunmehr von Abrüstung kaum noch die Rede fein könne. — „Iourna l" schreibt, Deutschland zeigt heute ein Gesicht ohne Schminke, und man müßte wahrlich unfähig fein, die wirkliche Bedeutung dieser Wahlen zu begreifen, wollte man sich nicht klarmachen, daß wir es mit einen nationalistischen Block von gewaltigen Ausmaßen zu haben, der aus verschiedenen Volksteilen zusammengesetzt ist, die jedoch, weil sie durch die gleichen Bestrebungen geeint werden, homogen sind. — „E x c e l s i ö r" will voraussagen können, daß der völkische Sieg die Genfer Abrüstungsverhandlungen nicht erleichtern „Run danket alle Gvtt", überschreiben die „Hamburger Rachrichten" (dtschntl.) den Artikel über das Ergebnis der Reichstagswahl. Die nationale Mehrheit im Deutschen Reichstag, fährt das Blatt bann u. a. fort, ist gesichert. Der Kuhhandel hört auf, die Kompromisse sind vorüber. Wir können jetzt endlich deutsch regiert werden, ein Ziel, das der Schöpfer des Reiches, Fürst Bismarck, vergeblich angestrebt hatte. Sein Wort: „Seht Deutschland nur in den Sattel, reiten wird es schon können", wird jetzt erst zur Wahrheit werden. Heber 60 Iahre mußten wir reiten lernen und erst nachdem wir den furchtbaren Sturz von 1918 getan hatten, der mit einer 14 Iahre langen Gehirnerschütterung endete, können wir uns im Sattel hallen. — Das nationalsozialistische „ Ha m- Bürger Tageblatt" fuhrt u. a. aus: Die von Hitler geführte Regierung kann bei ihren zukünftigen Maßnahmen ein Höchstmaß an seelischen und geistigen Aufbaukräften zum Einsatz bringen. Das historische Recht des Rational- sozialismus auf Führung in Deutschland, auf Erneuerung unseres geistigen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens steht einwandfrei fest. Die „Frankfurter Zeitung" (dem.) schreibt u. a.: die Frage, die von der Regierung mit diesen Wahlen gestellt worden ist, hat eine Wahltag — Feiertag. Don unserer Berliner Redaktion. Die Menschen waren sich bewußt, daß dieser Gang an die Wahlurnen für lange Zeit der letzte und daß er schicksalhaft für Deutschlands Zukunft fein werde. Sie drängten heraus aus den Wohnungen. Der milde und nur leicht verschleierte Dorfrühlingstag lockte diesmal nicht ins Freie an die Grenzen der Reichshauptstadt. Die Menschen drängten zuhauf auf den Plätzen und Straßen. Das Bedürfnis nach Massengefühl, nach Gemeinschaftsgefühl war unverkennbar. Berlin war ein Flaggenwald. Schwarz-weiß-rot und das Hakenkreuz beherrschten auch im Norden und Osten allein das Feld. Die Zeichen der Opposition waren vollkommen verschwunden. Wo man steht und geht, erschallt einem Musik entgegen. SA.- Kapellen in großer Zahl ziehen vorn frühen Morgen von Straße zu Straße, von Platz zu Platz und lassen alte und neue Marschweifen erklingen. Nicht der geringste Zusammenstoß in der Nacht vor dem Wahltage und am Wahlsonntag selbst. So ruhig und ohne Zwischenfall ist noch keine Reichstagswahl verlaufen. und die Verwirklichung des internationalen Gedan» kens einer Versöhnung der Völker nicht herbeiführen werde. — „V i c t o i r e" ruft aus, Deutschland ist von der parlamentarischen Anarchie dank Hitler gerettet. Das Blatt erneuert seinen starken Wunsch nach einer deutsch-französischen Aussöhnung auf Grund einer vernünftigen ehrenhaften Vertragsreoi- fion. — „Figaro" schreibt: Deutschland ist erwacht. Hoffentlich wird Frankreich, während Deutschland seine Krallen ausstreckt, nicht vollständig einschlum- mern. — „R 6 p u b l i q u e" schreibt, angesichts der deutschen Unbekannten bleibe Frankreich weiter kaltblütig. Es sollte, gegenüber den Deutschen, eine gutnachbarliche Politik betreiben. ganz unmißverständliche Antwort erfahren: Das Kabinett der nationalen Konzentration hat das Dertrauen. Der Reichskanzler hat das Recht, dieses Ergebnis im wesentlichen der von ihm geschaffenen Partei zuzuschreiben. Rachdem das Blatt dann die Bcrant- wortung betont, die auf der Regierung lastet, fährt es fort: die nationalsozialistische Bewegung hat aus dem legalen Wege die Macht übernommen. Sinnlos wäre es, die Folgerungen aus diesen Tatsachen nicht ziehen zu wollen. Die Regierung besitzt die Majorität und nichts steht ihr im Wege, an die politische Arbeit zu gehen. • Die „Münchener Reuesten Rachrich- ten (natl.-tib.) bemerken, das Wahlergebnis stünde unter einem doppelten Zeichen, nämlich der außerordentlich hohen Wahlbeteiligung und des neuen außerordentlichen Auftriebs der RSDAP. Das von der Regierung erstrebte Ziel sei erreicht. Der Erfolg gebe der Regierung recht. — Unter der Ueberschrift „Zu neuen Zielen" schreibt der „Fränkische Kurier" in Nürnberg: DaS Ziel des Kampfes, die absolute Mehrheit der nationalen Regierungsfront im Reich und in Preußen ist erreicht. Der Reichstag wird die Regierung arbeiten lassen. Das deutsche Dolk hat auf einige Zeit hinaus Ruhe vor dem Parlamentarismus. Durch die Straßen der City, die sonst an Sonntagen wie ausgestorben liegen, strömten am frühen Nachmittag die Scharen zur Wilhelmstraße, zum Tiergarten, zu den Linden und zum Schloß. Sie wollten den Höhepunkt dieses Wahltages, den großen Aufmarsch des Stahlhelms, miterleben. Vor dem Hause des Reichspräsidenten tat die SS Polizeidienst und bemühte sich, im Verkehr mit dem Publikum musterhaft liebenswürdig zu sein. Die Charlottenburger Chaussee vom Gro- ßen Stern bis zum Brandenburger Tor, der Pariser Platz und die Linden waren von einer unübersehbaren Menschenmenge umsäumt. Dichtgedrängt, daß kaum ein Durchkommen war, warteten die Hunderttausende stundenlang mit ausdauernder Geduld. Kein Mißton und kein Streit, wenn es im Gedränge einmal ungemütlich wurde. Willig folgte die Menge allen Anweisungen der Polizei. Scherzworte flogen hinüber und herüber. Im Schritt und Tritt und Tritt und Schritt — so rückten dann die endlosen feldgrauen Kolonnen in feldmarschmäßiger Ausrüstung an. An der Spitze marschierte 2) u e ft e r b e r g. Unter den Linden waren alle Fenster mehrfach besetzt, aus den Hotels, von den beängstigend überfüllten Balkon- Reichspräsident von Hindenburg genügte als einer der Ersten in dem „Minister-Wahllokal" m de- jtanonierftrafce feiner Wahlpflicht. Blätterstimmen aus dem Reich. Stimmungsbild aus der Reichshauptstadt. {erraffen der CasSs, von der Auffahrt und von den Treppen der Oper, der Nationalgalerie jubelten die Heilrufe und grüßten winkende Fahnen und Taschentücher. Kurz vor dem Ehrenmal in der Alten Wache wendet sich Duesterberg um und kommandiert: „Achtung! Die Augen links" Und dann werden im Paradeschritt die gefallenen Brü- der des Weltkrieges geehrt. Die Kapellen spielen das Lied vom gefallenen Kameraden und die Nationalhymne. Ueber die Brücke der Spree, die viele hundert Meter weit in vielen Reihen umsäumt ist, ziehen die endlosen feldgrauen Kolonnen. Silbern leuchten über der Schloßfreiheit die Kuppeln des Domes und des Schlosses in den verdämmernden Tag. Als der letzte Stahlhelmmann über die Spreebrücke zur Schloßfreiheit geschritten ist, bereiten sich die Wahlvorsteher auf das Zählgeschäft vor, liegt das Bekenntnis des deutschen Volkes in der Wahlurne. Fackeln werden am Abend entzündet. Gesänge und Marschweisen erfüllen die Straßen der Stadt. Wie -er Bayerische Landtag aussehen würde. M ü n ch e n, 6. März. (CNB.) Bei rund 4,4 Millionen abgegebenen Stimmen würde sich ein am heutigen Tage neugewählter Bayerischer Landtag, dessen Abgeordnetenzahl mit 128 feststehend ist, wie folgt zufammensetzen: Nationalsozialisten 58 Mandate Bayerische Volkspartei 40 „ Sozialdemokraten 18 „ Deutnationale 5 „ Kommunisten 5 „ Bauernbund 2 „ Die Regierungsparteien im Reich verfügen demnach im Bayerischen Landtag über 63 Stimmen, denen 65 Stimmen der anderen Parteien gegenüberstehen. Die einfache Mehrheit wäre im Bayerischen Landtag nicht erreicht. Andererseits würde aber auch die Bayerische Volkspartei nicht mehr in der Lage fein, mit dem Bauernbund und den Sozialdemokraten eine einfache Mehrheit zu schaffen, da diese Kombination nur über 60 gegen 68 Mandate der Nationalsozialisten, Deutschnationalen und Kommunisten verfügen würde. Daß die Verhandlungen über die Regierungsbildung in Bayern durch den Ausgang der Reichstagswahl erheblich beeinflußt werden dürften, läßt sich aus diesen Ziffern klar erkennen. Man wird daher der Entwicklung in Bayern in den nächsten Wochen mit besonderem Interesse entgegensehen müssen. Kurswechsel in Hamburg. Ein Nationalsozialist Polizeiherr. — Rück« tritt Bürgermeister Petersens Hamburg, 5.Marz. (IU.) Auf Ersuchen des Reichsinnenministeriums Hal der hamburgische Senat am Sonntagabend den früheren Oberleutnant der Hamburger Ordnungspolizei Richter (Jlatio- nalsozialisiischer Vürgerschaftsabgeordneter) zum Polizeiherren von Hamburg ernannt Amtlich wird dazu mitgeteilt: Der Reichsminister des Innern hat angeordnet, daß dem nationalsozialistischen Abgeordneten Richter unverzüglich die Polizei- gewalt übergeben wird. Der Senat hat sich unter Einlegung aller Rechtsverwahrung der Anordnung gefügt Bürgermeister Dr. Petersen hat seinen Rücktritt erklärt Die SA. hatte sich gegen 21 Uhr In Stärke von etwa 700 Mann vor dem Rathaus auf dem Rathausmarkt versammelt uud ist gegen 22 Uhr unter dem neuernannten Polizeiherren Richter in das Rathaus einmarschlert Auf den beiden großen auf dem Rathausmarkt stehenden Flaggenmasten wurde unter großem Jubel einer großen Menschenmenge die Hakenkreuzfahne gehißt, währenddessen die Menge das horst- wessel-eied und das Deutschland-Lied anstimmte. Der neue Polizeiherr, der übrigens, wie verlautet, zum Reichskommisfar für Hamburg ernannt werden soll, hielt vom Balkon des Rathauses, von dem herab ebenfalls eine große Hakenkreuzfahne flattert eine Ansprache. Berichtigte Mandatsverteilung im preußischen Landtag. ‘Berlin, 6. Marz. (WTB. Funkspruch./ Das bisher mitgeteilte Ergebnis über die Verteilung der Mandate im Preußischen Landtag wird a m t - I i ch dahin berichtigt, daß die in Listenverbindung stehenden Gruppen der Deutschen Volks- Partei, des Christlich * Sv). Volks- dienstes und der Deutsch - Hannoverschen Partei zusammen nicht vier, sondern sechs Mandate errungen haben. Der radikale Mittelstand hat sieben Mandate erhalten. Die Gesamtzahl der Abgeordneten erhöht sich damit von 472 auf 474. (1932: 422.) Das im Morgenblatt gemeldete Gesamtergebnis der Reichstagswahl bedarf insofern einer Berichtigung, als Deutsche DolkS- partei und Christlich-Sozialer Dolksdienst zusammen acht Mandate erhalten haben. Die Gesamtziffer der Mandate im aufgelösten Reichstag betrug 575 nicht 572. 2500 neue Hilfslehrerstetten in Preußen. Berlin, 4. März. (WTB.) Da zu Ostern 1933 in der Volksschule mit einem Anwachsen der Schulkinderzahl und mit einer Steigerung des Stund enbedarss zu rechnen ist, wird die preußische Llnterrichtsverwaltung der Lage durch eine vermehrte Beschäftigung von Lehrkräften Rechnung tragen. Der Staat wird au Ostern 1933 2500 HiliS- lehrerstellen neu schaffen und in diese ©teilen Schulamtsbewerber einberufen. Kleine politische Nachrichten. Der Herr Reichspräsident empfing heute den Reichskanzler Hitler zum Dortrag. • Auf dem Turm der Rathäuser in Kassel, Karlsruhe, Freiburg, wurde heute früh von Nattonal- sozialisten eine Hakenkreuzfahne gehißt General Edwin vonStülpnagel, Vorsitzender des Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung, ist gestorben. Der Bürgermeister von Ehikago, Cermat, der bei dem Revolverattentat auf Präsident Roosevelt schwer verletzt worden war, ist heute im Krankenhaus gestorben. Der SiaWelwaufmarsch in Berlin. MW Der Marsch der Stahlhelmer durch das Brandenburger Tor und die Linden zum Schloßplatz Berlin, 5. März. (Täl.) Am Sonntagnachmittag waren die Straßen Unter den Linden und die Umgebung des Lustgartens wieder das Ziel vieler Zehntausender. Während des ganzen Vormittags waren aus allen Teilen des Reiches Stahlhelmzüge in Berlin eingetroffen und von der Bevölkerung freudig begrüßt worden. Mit klingendem Spiel marschierten die feldgrauen Kolonnen, in denen auch die Prinzen des preußischen Königshauses waren, unter Führung des 2. Dundesführers Oberstleutnant a. D. Düster- b e r g durch das Brandenburger Tor, die Linden entlang zum Lustgarten. Die Linden waren wieder von einem undurchdringlichen Wall von. Menschen angefüllt, die ihrer Freude durch Hochrufe und unermüdliches Tücherlchwenken Ausdruck gaben. Stundenlang widerhallten die Straßen von den Jubelrufen. Vom Valkon des preußischen Innenministeriums Unter den Linden herab sah Reichsminister Göring in Begleitung eines Stahlhelmführers dem Marsche zu. Der Berliner Polizeipräsident v. Levetzow war schon vor dem Eintreffen der ersten Züge auf der Schloh- rampe erschienen und begrüßte hier den 2. Bundesführer Düsterberg und später auch den 1. Bundesführer Reichsarbeitsminister Seldte sowie den Vizekanzler v. P a p e n. 3m Lustgarten hielt der 2. Bundessührer Düsterberg eine Ansprache, in der er zunächst den Feldgrauen Kenntnis gab von folgendem an ihn gerichteten Bries des Reichspräsidenten v. Hindenburgs „Mit herzlichem Dank nehme ich das Treue- gelohnte entgegen, das Sie mir im Rahmen des Stahlhelms und der gerade heute in Berlin versammelten S tahlhelmkameraden ausgesprochen haben. Ihrem Wunsche, eine persönliche Begrüßung der alten Frontsoldaten entgegenzunehmen, konnte ich leider aus den Ihnen mündlich mitgeteilten Gründen nicht entsprechen. Ich bitte Sie daher, meinen alten feldgrauen Kameraden meine herzlich- ften Grüße zu übermitteln und ihnen zu sagen, daß ich als ihr alter Führer und ihr Ehrenmitglied mich in treuer Zusammengehörigkeit mit ihnen vereint fühle. “ Weiter führte Düsterberg u. a. aus: Die Stahl- helmauffassung, daß nur im Zusammen - fassen aller nationalen K r ä f t e eine nationale Führung gebildet werden könne, hat sich durchgesetzt. Die alten Stahlhelmziele, innere und äußere Befreiung, Gleichberechtigung und Wehrhoheit sind Staatsziele geworden. Wir im Stahlhelm erwarten, daß die nationale Regierung das durch die Rovembcr-Revolution 1918 nicht eingelöste Versprechen „der Dank des Vaterlandes ist euch gewiß", nun endlich als vornehmste Ausgabe anerkennt und einlöst. Die Lage der Schwerkriegsbeschädigten, der Kriegerwitwen und -Waisen muß und kann gebessert werden. Hier handelt es sich um Erfüllung einer vaterländischen Ehrenpflicht. Wir erwarten aber ferner, daß nun endlich bei gleichen Leistungen und Können und selbstverständlich einwandfreiem Charakter die alten Feldgrauen bei der Besetzung von Beam- t e n ft e 11 e n, aber auch in der Wirtschaft sichtbar bevorzugt werden. Erst kommen die in Hunderten von Schlachten bewährten alten Frontsoldaten, dann die jugendlichen Kämpfer der Nachkriegszeit. Nach einer kurzen Ansprache des Reischarbeitsministers Seldte und dem Gesang des Deutschland-Liedes erfolgte der Vorbeimarsch an der Bundesführung, der stundenlang andauerte. Minister an der Wahlurne. 1 L - VE" ■ w ■ Oben links: Reichsminister Dr. Hugenberg (X) vor feinem Wahllokal. — Oben rechts: Vizekanzler von Popen hat feine Stimme abgegeben. — Unten links: Reichsinnenminister Dr. Frick verläßt das Wahllokal in der Kanonie^traße. — Unten rechts: Der Berliner Polizeipräsident von Levetzow mit seinem Adjutanten am Eingang zum Wahllokal seines Wohnbezirks. Die französischen Gicherheits- forderungen in Genf. Genf, 4. März. (WTB.) Die politische Korn- Mission der Abrüstungskonferenz ist in ihren Beratungen zu dem Kernstück der französischen Sicherheitsforderungen übergegangen. Es handelt sich um das in dem französischen Plan entwickelte engere kontinentaleuropäische System, durch das die kontinentaleuropäischen Staaten sich z u gegenseitiger Hilfeleistung bei Der- letzung ihres Gebietsfriedens verpflichten soll. Das vorgeschlagene Sicherheitssystem soll militärischer und politischer Natur fein. Paul-Boncour entwickelte nochmals den französischen Plan. Er erklärte, der Hauptausschuß solle sich jetzt über das Prinzip des franzä- fischen Planes aussprechen. Die Einzelheiten tonnten dann den Teilberatungen vorbehalten bleiben. Paul-Boncour betonte nochmals, daß Frankreich auf dem Sicherheitsgebiet insbesondere drei Sortierungen stelle: 1. Vereinheitlichung der Heerestypen, 2. Umfassende Abrüstungskontrolle, 3. Gegenseitige Hilfeleistung. Bezüglich der Definition des An- greif er s, die notwendig sei. hätte die fowjet- rufsifche Delegation einen brauchbaren Vorschlag gemacht. Paul-Boncour erklärte zum Schluß, daß man sich jetzt inmitten der großen Ente fcheidungen befinde. An die Ausführungen des französischen Außen- Ministers schloß sich eine Aussprache an, in der die Vertreter Spaniens und der Kleinen Entente sich für den französischen Plan aussprachen. Der deutsche Botschafter N a d o l n y übte in Form allgemeiner Bemerkungen sachliche Kritik an dem französischen Plan. Er ging dann eingehender auf Die Frage der Bildung von Staatengruppen ein. Jedes System einer gegenseitigen Hilfeleistung müsse so organisiert sein, daß die nationalen Interessen eines einzelnen Staates oder Staatengruppe nichi den Ausschlag gebe. Dann wurde die weitere Beratung auf Dienstag vertagt. ÄeuWland und der Ofttonflitt Japan Will die deutschen Mandatsgebiete behalten. Berlin, 4. März. (CNB.) Der japanische Dol- kerbundsdelegierte M a t f u o f a empfing in Berlin Pressevertreter, um ihnen Erklärungen über die Haltung Japans abzugeben. Matsuoka betonte, Ja- pan zweifle keinen Augenblick an dem Erfolg der deutschen Wiederaufbaubemühungen, erwarte aber, daß man auch für b i e japanischen Exi° stenzkämpse Verständnis zeige. Nach einer Darstellung des Verlaufs der Dölkerbuntisversamm- lung und kritischen Anmerkungen zu dem Beschluß, der auf der bloßen Fiktion eines einheitlichen chinesischen Staatswesens und auf Unkenntnis der tatsächlichen Verhällnisie im Fernen Osten beruhe, fuhr Matsuoka fort: Die Behauptung, daß durch Das Entstehen und Bestehen von Mandschukuo eine Irredenta in China geschaffen würde, ist einfach lächerlich. Im Gegenteil: Japan betrachtet eine volle Entwicklung von Mandschukuo als den Eckstein einer friedlichen Entwicklung im Fernen Osten. Ich hatte Tokio in der Hoffnung verlassen, daß es mir .gelingen würde die schwierige Lage, in der Japan sich befindet, gründ- lich klarzustellen und daß durch die Zusammenarbeit der Völker diese Schwierigkeiten überwunden würden. Drei Monate später verließ ich Genf. Meine Hoffnungen waren zu nichts geworden, ausgenommen eine einzige: daß Japan, ob es sich innerhalb des Völkerbundes befindet oder aus diesem ausscheidet, fest entschlossen ist, an seiner höchsten Auf- aabe, nämlich den Frieden irn Fernen Osten wiederherzu st eilen und zu schützen, unbedingt festzuhalten. Das sage ich in dem Bewußtsein, daß eine Nation von 90 Millionen Menschen in dieser Frage einmütig hinter mir steht. Ich zweifle nicht, daß auch die 30 Millionen Einwohner Mcmdschukuos unsere Auffassung teilen. Auf die Frage eines Pressevertreters, ob Japan für den Fall seines Austritts aus dem Völkerbund die ehemaligen deutschen Kolonien, die Mariannen und Karolinen, an den Völkerbund zurückgeben werde, erklärte Matsuoka, die beiden Inselgruppen habe Japan von den Alliierten schon erhalten, bevorderDölker- bund bestanden habe. Die Mariannen und Karolinen seien keineswegs Mandatsgebiete. Japan habe nicht die Absicht, schon aus strategischen Gründen die Inselgruppen zurückzugeben. Die ganze Provinz Zehol in japanischen Händen? Tokio, 4. März. (Täl.) Nach einer Meldung aus Mukden teilt das japanische Oberkommando mit, daß eine Vorhut der japanischen Kavallerie in der Nacht vom 3. zum 4.März in die Hauptstadt von Jehol. Tschende, ein» - gedrungen ist. Es spielten sich schwere Straßenkämpfe ab, wobei die Japaner von den Chinesen aus Häusern heraus beschossen wurden. Es wurden 18 000 Gefangene, darunter 6 Generäle und eine Anzahl anderer höherer Offiziere der chinesischen Armee gemacht. Auf dem Gebäude der Kommandantur weht die japanische Kriegsflagge. Der japanische Oberbefehlshaber hat mitgeteilt, daß mit dem Fall von Tschende die ganze Provinz Jehol besetzt sei. __ Aus aller Welt. Schwere Explosion in Schanghai. — 30 lote. Eine neue schwere Explosion ereignete sich in einer Gummi-Vulkanisierfabrik in dem Schanghaier Chinesenviertel Tschapei. 30 Angestellte, in der Hauptsache Frauen, wurden getötet. Das ganze Gebäude der Fabrik wurde vernichtet. firaflroagenunglütf. Bei P lauen i. Dogtl. geriet ein mit Mitgliedern des Arbeiter-Turnvereins „Eiche" besetzter Lastkraftwagen in einer Kurve inS Schleudern, raste in voller Fahrt auf den Bürgersteig und stürzte einen Abhang hinunter. Fünf der Insassen wurden schwer und neun leicht verletzt. Im Krankenhaus ist ein Schwerverletzter gestorben. W w ne Ul’" ,7(6.1 f" fci« elasch IN beadM Ma»?®® (SelbfinloH beschranken. » Goldwährung füt einet dm. bird.ee keilen behoben gceßinklner Roosevelts P Aipublikanem nähme gesun einer W )er! neue Praxen für seine W 3ugrf.f«n- standsmaßnM Amtseinsühnini Von Dk. Eine ältere' ten, erblickt 'ei' jedem Frühsah Ziegenmil von weiblichen / der Tat ioar n die jährliche Fi Temperament i Kuhmilch oder i nenmilch, das nach der Kört : Patienten, noch langen lleberlei Henle betras ’ eng mit dem T ! zusammenhinge ! voll. Andere ( i -ergründ. Ent' ( esse unserer < Frühlingsluren Mit dem Höhe, derwerden der schlechter. 1 ! weise in der d träglich für de I flung, zu toeni | Hocken hinter i nur ein klein, durch Sport ui j sommerlicher C etwas einrosten Desühl. das hä und so treibt ■ nehmen, was z - des Körpers be Das Streben undstmstimmun neb und die I "Ngsbeginn in i ? regen, sind x Ich der K 's At. Fruhlingj ^. Körper ord vtossaustausch t S Regungen zu A. Verden Geht ! Anter in ' S. ganzen Gel j fr?e engeren i 1 Knalle das e ; pn. die Absi i S Atreinjgr Lbacntreiben öie nQUlunö& I Sto licht. SnHbi rl ;Hne öarm ^urd ; I kniÖ>rege ^nsch2. dos 1 M L - d'e S i PfleeigJJ gerii p h Pun?t ?"len ; ? Lei^ "VN [ Iw am Oie Krisenwelle in USA. KegierungSkontrotte über ©olboorräte. - Bankfeiertag bis zum Donnerstag. Vashiagloo, 5. IHärj. (IDIB. Funkspruch.) Präsident Roosevelt Hal eine Proklamation erlassen, durch die der Regierung die absolute fton- trolle über d i e Goldvorräte gegeben sind. Die Proklamation erklärt ferner ein Ausfuhrverbot für Gold und Silber und verbietet das Bereitstellen von Gold für ausländische Rechnung. Außerdem gibt sie den Bundesbehörden die Ermächtigung zur Ausgabe von Llearing-House- Lertifikaten. Das Hamstern von Münzen und anderen Währungsmitteln wird verboten. Schließlich wird ein nationaler Bankfeiertag bis einschließlich Donnerstag erklärt. Man beabsichtigt nicht das Verhältnis des Papierdollars zum Gold zu ändern, man dürfte ober die Geldeinlösung für eine gewisse Zeit oussehen und außerdem die Abhebung von Guthaben weiterhin beschränken. Dies würde nicht ein Aufgeben der Goldwährung fein. Alle Maßnahmen sollen nur für eine kurze Zeitspanne ergriffen werden, bis die gegenwärtigen technischen Schwierig- keiten behoben sind. Für Donnerstag ist der Kongreß zu einer Sondertagung einberufen. Roosevelts Programm vhat bei Demokraten und Republikanern eine gleich günstige Aufnahme gefunden; gegenüber einer Krise, die zu einer Rot der ganzen Nation geworden ist, hat der neue Präsident volle und ungeteilte Zustimmung für seine Entschlossenheit, mit starker rjanb durchzugreifen. Bor diesen alles überschattenden Notstandsmaßnahmen, die Roosevelt sofort nach seiner Amtseinführung in Angriff genommen hat, treten Zrühlingskuren. Don Dr. meb. W. Schweisheimer Eine ältere Dame, Gattin eines hohen Beamten, erblickt seit vielen Jahren ihr Heil darin, in jedem Frühjahr eine ausgiebige Trinkkur mit — Ziegenmilch zu machen. Sie hat das wieder von weiblichen Vorfahren übernommen, und in der Tat war noch in der Zeit des Biedermeiers die jährliche Frühjahrs-Milchkur scharf nach dem Temperament der Milchspenderin abgestimmt: ob Kuhmilch oder Ziegenmilch, Stuten- oder Eselin- nenmilch, das wurde in scharfer Sonderung je nach der Körper- und Seelenbe'chaffenheit des Patienten, nach ausführlichen Erörterungen und langen Ueberlcgungen ausgewählt. Heute betrachten wir diese Unterschiede, die eng mit dem Temperament der Milchspenderinnen zusammenhingen, nicht mehr für so bedeutungsvoll. Andere Gesichtspunkte treten in den Vordergrund. Entsprechend dem besonderen Interesse unserer Zeit für Diätkuren spielen aber Frühlingskuren überhaupt eine zunehmende Rolle. Mit dem Höhersteigen der Sonne, mit dem Linderwerden der Luft wird unser Gewissen schlechter. Wir fühlen, daß unsere Lebensweise in der dunklen Jahreszeit nicht ganz zuträglich für den Körper war; zu wenig Bewegung, zu wenig Luft, fast keine Sonne, zuviel Hocken hinter Ofen und Schreibtisch — denn nur ein kleiner Teil konnte auch im Winter durch Sport und Leibesübungen den Körper auf sommerlicher Elastizität halten —, haben uns etwas einrosten lassen, wir haben das ungewisse Gefühl, das hätte besser gemacht werden sollen, und so treibt das Gewissen, etwas zu unternehmen, was zur Auffrischung und Verjüngung des Körpers beiträgt. Das Streben geht instinktiv nach Erleichterung und Umstimmung des Körpers. Der Wandertrieb und die Reiselust, die sich mit Frühlingsbeginn in den meisten Menschen unaufhaltsam regen, sind ein deutlicher Ausdruck dafür, wie sich der Körper nach stärkerer Regsamkeit sehnt. Frühlingswandern, Sport, Reisen walken den Körper ordentlich durch, erzwingen regeren Stofsaustausch und führen auch dem Geist neue Anregungen zu. deren er zur Auffrischung bedarf. Es werden Gehirnbahnen benützt, die den ganzen Winter in Ruhe gelegen waren, und das tut dem ganzen Gehirn gut Die engeren diätetischen Frühlingskuren verfolgen alle das eine Ziel: angehäufte Stoffwechselreste aus dem Körper herauszubringen und ihn dadurch frei und leichtbeweglich zu machen; lähmende Giftstoffe sollen entfernt werden. Alle diese Kuren wollen daher auf die großen Ausscheidungsorgane des menschlichen Körpers wirken auf Vieren, Darm, Lungen und Haut. Sie regen die Absonderungsarbeit der Vieren an, die vielen, von Erahnen überkommenden Kuren mit Dlutreinigungstees und Kräutern wirken alle harntreibend. Eie waschen sozusagen das Blut aus und holen aus den entferntesten Adem die kleinen Stoffwechselreste, die sich in langer Ruhezeit dort festgesetzt haben. Aehnlich wirken auch die Milchkuren, von denen schon die Rede war. Auch die Frühlingsmilch der Rohköstler gehört hierher, bei der in einen halben Liter frische Milch etwas Waldmeister gelegt wird; nach einer Stunde wird er herausgenommen, zur Süßung wird dann noch etwas flüssiger Honig zugegeben. Roch wirkungsvoller ist die Entlastung des Körpers durch den Darm, und darauf nehmen fast alle Frühlingskuren ganz besonders Rücksicht. Sogar die Frühlings-Starkbiere der alten Münchener wurden als Kur betrachtet, weil sie eine darmanregende Wirkung ausübten. Der Darm ist das Schmerzenskind der modernen Menschheit: die Lebensweise des Kulturmenschen mit der zu geringen Bewegung, mit einer oft ungeeigneten Kost läßt die richtige Darmanregung vielfach vermissen. Aber gerade hier liegt auch dec Punkt, von dem aus zahlreiche Beschwerden und Leiden am sichersten zu überwinden sind. Wenn Vahrungs- und Stoff Wechselreste lange im alle Erwartungen, mit denen das Deutschland dem Regiewechsel entgegengesehen hatte, zurück. Die Probleme der auswärtigen Politik und der internationalen Wirtschaftsbeziehungen interessieren Amerika im Augenblick so wenig, daß Roosevelt sie in seiner Botschaft eigentlich nur erwähnte, um zu sagen, daß er nicht darüber sprechen wolle. „Wir müssen unser eigenes Haus in Ordnung bringe n, ehe wir zu den erwünschten internationalen Verhandlungen schreiten", darin liegt für die Welt die Ankündigung, daß die Bahn für die Weltwirtschaftskonferenz, mit der auch das Schuldenproblem in Wechselwirkung steht, vorläufig nicht berührt wird. Das bedeutet aber auch, daß diese Konferenz, wenn sie schließlich zusammentreten kann, vor einer neuen Lage stehen wird. Die Botschaft enthält sehr deutliche Hinweise darauf, daß der neue Kurs in USA. ohne Rücksicht auf den chr vorauseilenden Ruf des zollpolitischen Liberalismus ausgesprochen autark ische Pläne verfolgt: Erschließung und Erweiterung der natürlichen Hilfsquellen des Landes und die Beseitigung des zahlenmäßigen Mißverhältnisses zwischen Agrar- und Industriebe- völkerung sind Programmpunkte, die europäischen Ohren vertraut klingen, aber für Amerika im Zu- sammenhall mit den scharfen Worten gegen die Spekulation ein Novum und eine Verlagerung des Wirtschaftsschwerpunktes vom Osten nach dem W e st e n darstellen. „Unsere internationalen Han- delsbeziehungen, so wichtig sie sind, treten hinter der Wiedergesundung unserer eigenen Volkswirtschaft zurück", betont Roosevelt, um jeden Zweifel, auch im Auslande darüber aus- zuschneßen, daß Amerika zuerst und vor allem seinen Binnenmarkt schützen wird. Darm liegen bleiben, so wirken sie von hier aus unmittelbar vergiftend auf den ganzen Körper. Die Giftstoffe bringen vom Darm aus durch die Schleimhäute ins Blut und kommen damit zu jedem Organ. Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, allgemeine Mattigkeit, Vervenschmerzen, Unluft und Depression hängen mit solcher innerlichen Vergiftung zusammen, und es läßt sich denken, daß eine am Darm angreifenbe Frühlingskur in der Tat zu einer lange spürbaren Ursache körperlicher und seelischer Verjüngung werden kann. Falt alle Frühlingskuren nehmen denn auch auf die Anregung der Darmtätigkeit besondere Rücksicht. Die Tees und Pillen und Latwergen, die zu Früh- jahrskuren empfohlen werden, enthalten durchweg irgend einen Bestandteil zur Belebung des Darmes. Auch die verschiedenen sauren Milcharten, die niemals aus der Volksmedizin verschwunden sind, wirken in gleichem Sinn. Vermögendere Menschen suchten zur Goethezeit wirksame Heilquellen auf, und aus den Orten, die dabei gewählt wurden, sehen wir, daß gleichfalls die Darmanregung entscheidend dabei war. Auch heute sind Trinkkuren und Heilquellenbäder im Frühling, wenn der Mensch zu Umstimmungen aller Art disponiert ist, besonders wirksam. Sie können am Ort des Ursprungs der Quellen benützt werden, aber auch häusliche Trinkkuren mit den richtigen durchspülenden und darmanregen- den Wässern sind durchaus geeignet. Neuerdings sind bereits in verschiedenen Städten Einrichtungen getroffen, die vom Frühjahr ab ein regelmäßiges kur- gerechtes Benützen von Quellwässern gestatten: an einem Zentralpunkt werden die verschiedenen Wäs- ser verabreicht, und dieser Punkt ist so gelegen, daß er durch einen ausgiebigen Spaziergang zu erreichen ist. Aus diese Weise wird auch für den, dem aus wirtschaftlichen oder zeitlichen Gründen das Auf- suchen eines Kurortes unmöglich ist, ein vorzüglicher Ausgleich geschaffen. Auf jeden Fall tut der gut, der sein schlechtes Frühlingsgewissen dadurch besänftigen will, daß er durch eine Abmagerungskur das im Ueberfluß im Winter angefammelte Körperfett loszuwerden sucht. Zu diesem Zweck müssen erstens die Körperausgaben gesteigert werden: durch Leibesübungen, durch Sport, Spaziergänge, wobei sich jeder aussuchen mag, was an Sport ufro. für ihn am geeignetsten und interessantesten ist. Zum zweiten ist es aber notwendig, die Körpereinnahmen zu vermindern: durch Herabsetzung der Nahrungsmengen und Auswahl geeigneter Nahrungsmittel. Sie sollen sättigen —, denn ein Hungriger kann nicht arbeiten; eine Hungerkur läßt sich vielleicht im Sanatorium durchführen, — aber verhältnismäßig wenig Nährwerte enthalten. So wird man an Hand einer Kalorientabelle seinen Bedarf und das Erlaubte sich ausrechnen. In der Nahrung wird man Fett vor allem vermeiden, als Butter, als fette Soße, fette Gemüse, fette Mehlspeisen, auch Zuckerwaren nicht unnütz genießen, fette Fleischarten vermeiden, Brot nur in bestimmten Maßen. Dagegen wird man Gemüse, Salate, Obst, mageres Fleisch, Eier, magere Käsearten bevorzugen, keine Zwischenmahlzeiten machen, und auf solche Art ohne alle Beschwerden die Ueberpfunbe loLwerden, die sich im Lause des Winters angesammelt haben. Es wird auch in Bälde leichter werden, in die Kost erwünschte Rohkostbestandteile aufzunehmen, frische Salate, dann junge Gemüse, und auf diese Weise den Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Nahrung bereichern. Oie evangelische Gemeinde Gießen im Jahre 1932. 2lus dem Jahresbericht der evangelischen Ge- samtgemeinde Gießen für 1932, bet in ber jüngsten Sitzung der Gesamt-Kirchengemeinbevertre- tung bekanntgegeben wurde, ist u. a. zu berichten: Das wichtigste Ereignis im Iahte 1932 wat bie Erbauung bet Petruskapelle. Im Juni würbe mit bem Bau begonnen, am 1. Advent konnte bie Kapelle eingeweiht unb bem Gebrauch übergeben werben. Öberkirchenrat Su- perintenbent D. Wagner nahm bie Weihe vor, bie Ptebigt hielt bet Gemeinbepfattet bet Petrusgemeinbe, Pfarrer Lic. Waas. Vach bem Gottesdienst hi^lt als Vertreter der Regierung Regierungstat Dr. Krüger eine Ansprache, als Vertreter der Stadtverwaltung war Apotheker Echwieder erschienen. In der Matthäus-, MatkuS-, Lukas- unb Petrusgemeinbe würben stark besuchte G e - mcinbetage abgehalten. In allen ©emeinben sanden Vorträge, zum Teil mit Lichtbildern, statt. Die Matthäusgemeinde veranstaltete ein Weihnachtssestspiel in der Stadtkirche. Die Mar- kusgemeinbe veranstaltete kirc^nmusikalische Feierstunden in bet Stabtkirche, ®emeinbefeiern größeren Stils, ein Sommerfest mit bet Kinder- lirdje unb bet Jugend bet Gemeinbe, sowie eine Reformationsfeier in der Turnhalle an Oswalds- garten. Die Matthäus-, Markus- unb Luther- gemeinbc veranstalteten in bet Stabtkirche bzw. in bet Kapelle bes Alten Ftiebhofs je eine kitchenmusikalische Abenbfeiet. 2lrn 17. April feierte bet Mäbchenbunb bet Lukasgemeinbe fein lOjähriges Bestehen. 3m Dormittagsgottesbienst in der Johan- neskirche würbe bet neue Wimpel, ben bet Ge- meinbeoetein bet Lukasgemeinbe bem Bunb gestiftet hat, geweiht. Die Vachfeier unter startet Beteiligung bet Gemeindegliedet und auswärtiger Mädchenveteine fand auf der Liebigshöhe statt. Die Petrusgemeinbe veranstaltete, namentlich in bet Zeit,in bet bie Elisabeth-Kleinkinder- schule im Umbau war, brei Waldgottesdienste im Detgwetkswalb. In der Stabtkirche wurde ein Missionsfilm votgefühtt, wobei Missionar L a u k einleitende unb erHärenbe Worte sprach. Die russische „Bruberhilse" in Berlin gab in der Stabtkirche ein Kirchenkonzert, wobei ein russischer Ptebiger in beutscher Sprache ergreifende Mitteilungen über bie traurige Lage aller religiös Gesinnten in Rußlanb machte. An freiwilligen Gaben gingen im Ganzen 2 8 0 3 4 Mark ein. Im Ganzen würben 225 Haupt- unb 161 Vebengottesdienste abgebalten. Aks Vebengottesbienste werben angesehen bie Frühgottesbienste im Sommer und die Abend- gottcdbienfte im Winter, sowie die Passionsgottesdienste. In der Stadtkirche fanden 58, in der Johanncskirche 58, in bet Kapelle des Alten Friedhofs 61 und in der Clisabeth-Kleinkinder- schule (jetzt Petruskapelle) 48 Hauptgottesdienste statt. Die wöchentliche Durchschnittszahl der Besucher der Hauptgottesdienste betrug 440 Männer, 577 Frauen, 156 Kinder. Vebengottesdienste fanden in der Stabtkirche 66, in bet Johanneskitche 67, in der Kapelle des Alten Ftiebhofs 11, in bet Petruskapelle 17 statt. Die wöchentliche durchschnittliche Besucherzahl bet Vebengottesbienste betrug 242 Männer, 433 Frauen und 114 Kinber. Die wöchentliche Durchschnittszahl der Besuchet bet Kinbetkirche betrug 215 Knaben unb 289 Mäb- chen. Die Anstaltspfarrei veranstaltete im ganzen 510 Anbachten in den Krankenhäusern und Pflegeanstalten, bie burchschnittlich von 37 Personen besucht wurden. Die beiben Jugendgottesbienste in der Stabt- unb Johanneskitche am Reformations- feft waten von runb 2500 Schülern bet hiesigen Volksschulen unb höheren Lehranstalten besucht. Die Schulleiter unb Lehret zeigten für biefe Veranstaltungen großes Interesse. Schöffe in der Kaiserallee. Der heutige Polizeibericht teilt mit: In bet letzten Vacht gegen 1/21 Uhr würben in bet Kaisetallee brei Schüsse abgegeben, als zur gleichen Zeit eine Patrouille unseres Bataillons bie Straße passierte. Der erste Schuß fiel, als bie ©olbaten auf bet Höhe bei Abzweigung bes Alten Röbgenet Wegs sich befanden, zwei weitere Schüsse ertönten, nachdem bie Soldaten am Schützenhaus angelangt waten. Von der Patrouille wurde angenommen, daß die Schüsse ihr galten. Daher begaben sich die Soldaten sofort nach den benachbarten Wohnbatacken, wo sie einen jungen Mann festnahmen, der dem Polizeiamt zur Vernehmung votgefühtt wurde. Daten für Montag, 6. März. 1475: der italienische Malet unb Bilbhauet Michelangelo Buonarroti in Caprese geboren. — 1831: bet Philantrop Ftiebrich v. Bodelschwingh in Haus Mark in Westfalen geboten. — 1867: bet Maler Peter v. Cornelius in Berlin gestorben. — 1930: bet Grohabmiral Alfred v. Tirpih in Ebenhausen gestorben. Pornotizen. — Tageskalenbet für Montag: Evang. Arbeiterverein, 20 Ahr, Veteinslokal, Mitglieder - Versammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebe in Uniform". — Aus bem Stabtttjeaterbureau wirb uns geschrieben: Morgen, 20 Uhr, letzte Aufführung bes Bauernkrwgsbrarnas „Der Bunbfchuh" von Karl N-' rath (2. Abenb im Zyklus hessischer Dramatiker). 22. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Gewöhnliche Preise. Enbe nach 22.30 Uhr. — Mittwoch, 8. März, 21. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement „Da stimmt was nicht", Schwank von Franz Ar- nolb, 20 bis 22 Uhr. — Mit einer Aufführung bes jüngsten Werkes bes nun 70jährigen Gerhart Hauptmann will bas Stabttheqter Gießen des Dichters ge- benfen. Sein Alterswerk „Vor Sonnenuntergang" kommt am Freitag, 10. März (22. Vorstellung im Freitag-Abonnement) erstmalig zur Aufführung unter ber Spielleitung von Intenbant Dr. Präs ch, ber selbst bie Rolle bes Kommerzienrats Clausen übernommen hat. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.45 Uhr. — Kasperle-Theater im Caf6 Leib. Am kommenden Mittwoch gastiert die Rundfunktante Liesl mit ihrem Kasperle-Theater im Cafe Leib. Es gelangen ein buntes Allerlei und lustige Theaterstücke zur Aufführung, die allen Kindern viel Vergnügen bereiten werden. Vähe- res ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. — D i e Alice-Schule veranstaltet am 7., 8. und 9. März in den Räumen des Kunstvereins, Brandplatz, ihre diesjährige Ausstellung von Arbeiten des Handarbeits-Seminars. Gegenstände in allen Zweigen der Vadelarbeit kommen zur Ausstellung. Die Frauenwelt sei besonders auf diese Ausstellung, die mancherlei Anregung gibt, hingewiesen. Väheres in der heutigen Anzeige. * ' Goldene Hochzeit. Das Gastwirts- Ehepaar Jean Arnold (Restauration „Zum Schipkapaß") kann am morgigen Dienstag das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Die Jubilar« erfreuen sich bester Gesundheit. Kleiner A u t o b r a n ö. In der Vähe des Bahnviadukts an der Veustadt geriet gestern gegen 1730 Uhr an einem Personenkraftwagen ein Kabel in Brand. Die Feuerwehr, die sofort zur Stelle war. konnte das Feuer schnell löschen, so daß kein wesentlicher Materialschaden entstand und das Auto seine Fahrt fortsehen konnte. ** Die Vogtschen Privat-HandelS- schulen, Gießen—Herborn, schreiben uns: Wieder steht eine große Anzahl entlassener Schüler und Schülerinnen vor der Berufswahl und hat sich zu überlegen, wie und wo man die beste theoretische Ausbildung, insbesondere für den kaufmännischen Beruf, erhält. Eltern und Schülern wird es klar sein, daß nur die beste Ausbildung in allen beruflichen Fachem heute eine gewisse Sicherheit für das Dorwärtskommen aller neu in den Beruf Tretenden gibt. Die Bogtschen Handelsschulen sind seit rund 20 Jahren Spezialisten in der Ausbildung und Fortbildung für alle käusmännischen Berufe, aber auch für jeden, der sich die notwendige kaufmännische und theoretische Grundlage im Handwerk, Gewerbe und freien Beruf aneignen will. Sie verfügen über ausgesucht fähiges Lehrpersonal. Der Lehrstoff ist in allen Fächern auf eine schnelle und dabei doch gründliche Förderung der Schüler abgestellt. Die Einrichtungen, Lehrsäle, das Unterrichts- und Anschauungsmaterial sind vorbildlich und entsprechen durchaus den Erfordernissen der Veuzeit. Man beachte die Anzeige vom Samstag. " Zuchtviehversteigerung in Butzbach. Der Landwirtschaftskammer-Ausschuh für Obcrhessen veranstaltet am Donnerstag, 16. März, 10.30 Uhr, in Butzbach die erste Zuchtviehversteigerung im Jahre 1933. Zur Versteigerung kommen 20 Dullen, 19 Eber des deutschen Edelschweines und 10 Eber des veredelten Landschweines, die aus besten Leistungszuchten stammen. Auf die Anzeige vom Samstag sei besonders aufmerksam gemacht. Oderheffen. HitlerEhrenbörger derStadtHomberg WSN. Homberg (Oberhessen), 5. März. Der Gemeinderat der Stadt Homberg hat den einstimmigen Beschluß gefaßt, den Reichskanzler Adolf Hitler zum Ehrenbürger der Stadt zu ernennen. In einem Telegramm wurde dem Reichskanzler hiervon Kenntnis gegeben. Kreistag in Büdingen. tog. Büdingen, 6. März. Am Samstag sand die diesjährige Sitzung des Kreistags des Kreises Büdingen unter Vorsitz des Kreisdirektors Dr. Gähner statt. Die Mitglieder waren vollzählig erschienen. Die durch zwei KreiSaus,chuhmitglieder vorgeprüfte Rechnung der Kreiskasse, sowie deS Kreiskinderheims Bingenheim für das Rechnungsjahr 1931 wurde, vorbehaltlich der Prüfung durch die Oberrechnungskammer Darmstadt, genehmigt und dem Kreiskasserechner Entlastung erteilt. Ferner wurde der von dem Vorsitzenden vorgctragene Verwaltungsbericht des Kreisausschusses über das Rechnungsjahr 1931, sowie die Kreditüberschreitungen im Betrage von 15 681,34 Mark genehmigt. Sodann trat man in die Beratung des Voranschlags des Kreises für o a S R ech - nungsj ahr 1933 und der Sondervoranschläge für das Kreiswohlsahrtsamt und das KreiS- jugenöamt, sowie des Kreiskinderheims Bingenheim ein. Der Gesamtvoranschlag, der in der Betriebsrechnung in Einnahme und Ausgabe mit 428 300 Mark (gegenüber dem Vorjahre mit 519156,51 Mark) und der Vermögensrechnung mit 94 860,62 Mark (gegenüber dem Vorjahre mit 82 986,51 Mark) abschlieht, wurde einstimmig ohne Aussprache genehmigt. Auf Vorschlag des Kre:sausschusses wurden zu Mitgliedern der Kreiskörkommission gewählt: Beigeordneter Rudolf Rieß- Heuck^l- heim, Direktor Landwirtschaftsrat Dr. Helfert- Ridda, Beigeordneter Wilh. Kraft- Dleichen- bach, Bürgermeister Jakobi- Rohrbach. Zu Stellvertretern wurden bestimmt: Georg Heinrich Sch w a b - Dindsachsen, Friedrich Eckert II.- Büdingen, Beigeordneter Heinrich Hopp- Wenings. August Müller I.-Berstadt. Vach Erläuterung durch den Vorsitzenden stimmte der Kreistag der Aufteilung der selbständigen Gemarkungen grundsätzlich, insbesondere der Auflösung der selbständigen Gemarkung Düdinger Marlwald zu. Landkreis 4= Lich, 5. März. Bei der dieser Tage bei Gastwirt Hermann Stein abgehaltenen Generalversammlung des Kriegervereins Lich wurde der Beschluß gefaßt, das 60jährige Bestehen des Vereins festlich zu begehen, und zwar in der Form eines Kriegerfeftes, mit dem gleichzeitig das Bezirksfest des Bezirks Lich der Kriegerkameradschaft „Hassia" am 16. Juni verbunden sein soll. Für das verstorbene Vorstandsmitglied Dr. med. vet. Walter wurde Lehrer Karl D ö r m e r in den Vorstand berufen. Der Verein steht schon über ein Jahrzehnt unter dem Vorsitz von Stadtrechner Louis Häuser. Äreis Lauterbach. & Lauterbach, 5. März. Als heute abend das Wahlergebnis in unserer Stadt festgestellt war, das — wie wir in unserer Wahlübersicht aus Oberhessen berichten — bei einer Wahlbeteiligung von über 92 Prozent ber NSDAP, die weit überwiegende Mehrheit über alle anderen Parteien unserer Stadt brachte, bewegte sich eine große Menschenmenge im Zuge zum Marktplatz, wo unter jubelnden Heilrufen die Hakenkreuzfahne auf dem Rathause gehißt wurde. Hitler-Jugendheim in Frankfurt. WSN. F ra n k'fur t a. M., 4. März. Am Frei- tag erfolgte in Anwesenheit des Reichsministers Göring die Einweihung eines Heims für die Hitler)ugend in Frankfurt a. M. Der Minister gab dem Heim den Namen des verstorbe- nen Gauführers Peter Gemeinder. Aus der provinzialhauptstadi. Zeppelin kommt I Wie sie ihn bezwang Originalroman von L. Schneider-Zoerstl. Urheberrechtsschutz: Verlag O. Meister, Werdau i. S. 15 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Es hatte die ganze Nacht geschneit! Immerfort! Immerzu! Die Mauer, welche den Park von Ichenhausen umfriedete, sah aus, als trüge sie Watte auf dem Rücken. Der Teil vor dem Gutshof trug überzuckertes Eis und die Sträucher standen in hohen Puderhauben. Zweimal schon hatte der Pferdeknecht die Auffahrt, frei geschaufelt, aber immer wieder schüttelte der Himmel das Weiß aus vollen Armen zur Erde herab. Dann endlich Schellengeklingel und das lustige Knallen einer Peitsche. Merlin, der bereits seit einer Stunde von Fenster zu Fenster lief, eilte ins Freie und spähte lachenden Gesichtes unter das Lederdach des Schlittens. „Hast du ihn mitgebracht, Steffie?--Wahr und wahrhaftig. Was so eine kleine Frau nicht alles zuwege bringt. Seit fünf Jahren das erste Weihnachten, das du zu Hause bist, mein Jung!" Er küßte erst die Tochter, dann den Sohn im Ueberschwang der Freude, lief voran und hielt eigenhändig die Türe für die Kinder zurück. Stephanie vergaß alle Not. Nun sie wieder hier war, fiel die Sorge wie ein böser Traum von ihr ab. Das Haus roch nach Backwerk und Tannengrün, die Lisaweth hatte festlich gedeckt, und den großen Ofen im Speisezimmer ganz mit krachenden Buchenscheiten voll gesteckt. Steffie fühlte sich glückhaft geborgen. Die Güte ihres Schwiegervaters wirkte wie eine Sonne, die das alte Haus bis in den letzten Winkel durchleutete. Der Frohsinn ihrer zwanzig Jahre kam wieder zum Durchbruch. Sie erzählte von Wien und Elisabeths Hochzeit und wie hübsch alles gewesen sei, und daß die Mama nun so allein wäre. Merlin warf nur ab und zu ein Wort dazwischen, ober es war gut und freundlich gesprochen,.was er sagte. Den alten Baron dünkte es ein unsagbar schöner Abend, er sonnte sich an den Strahlen der Schwiegertochter und dem ruhig gütigen Ernste des Sohnes. Sie paßten doch zusammen, die beiden, und Jörg hatte seine junge Frau ohne allen Zweifel herzlich lieb, denn als sie spät nach Mitternacht zusammen die Treppe hinaufstiegen, lag sein Arm um Stephanies Hüften, und ehe sie in ihr Zimmer trat, küßte er sie auf Mund und Wange. Nichtsdestoweniger brachte der nächste Abend eine Katastrophe. Stephanies Tante, eine Schwester chrer verstorbenen Mutter, hatte einen Riesenkorb auserlesener Blüten aus Italien geschickt, und während die junge Frau diese nun in Basen und Schalen ordnete, sagte sie über die Schulter hinweg zum alten Merlin: „Wenn es hier im Januar recht stürmt und schneit, fahren wir nach Rom, Papa!" Sie reichte ihm das Billett hinüber, das der Sendung beigelegen hatte. „Ich bin nicht geladen, Klnb", «ehrte er dankend. „Du gehörst zu mir! wer dich nicht aufnimmt, braucht auch mich nicht zu haben. — Wollen wir? --" Hans Jörg sah mit zusammenaeschobenen Brauen wie sie die Arme um den Hals des Balers legte und ihre Wange an die feine drückte. Sie schien überhaupt vergessen zu haben, daß auch er noch im Zimmer war, denn sie sprach nur für den alten Herrn. „Fahren wir über den Gotthard? --Oder willst du über den Brenner, Papa?" „Wenn, dann über den Brenner, Kind!" „Oh, fein! Die Mama hat mir Geld für einen Pelz gegeben. Ich habe aber schon drei. Was brauche ich da einen vierten. Wir nehmen Schlafwagen. ---Freust du dich, Papa?" Ihre Augen strahlten ihn an. Mit einem herzhaften Kuß gab sie ihn frei, fuhr ihm über das Haar und war aus dem Zimmer. Merlin blickte zu dem Sohn hinüber und hatte eine Frage in den Augen. „Du gönnst es ihr doch?" „Was---" „Die Fahrt nach Italien!" Es kam nicht sogleich eine Antwort. Er steckte sich eine Zigarre in Brand und sagte ruhig: „Auf dem Rückweg könnt ihr dann über die Schweiz zu mir nach Konstanz kommen. Der Bodensee ist auch im Winter schön." „Das ist eine Idee, Jung! Wirklich! Das heißt, vorausgesetzt, daß Steffie will." Hans Jorg zuckte mit den Schultern. Bei Tisch wiederholte er sein Angebot. Stephanie wußte hernach selbst nicht mehr zu sagen, was sie auf einmal so widerspenstig gemacht hatte, als sie jetzt gleichgültig erwiderte: „Wollen wir, Papa?--Es paßt mir eigentlich nicht recht in die Reisepläne. Ich wäre lieber über den Lido gefahren und von dort über Taroiso nach Wien. Aber wenn du nach Konstanz willst — komme ich natürlich auch nach Konstanz mit." Hans Jörgs Weinglas fiel. Sie streckte zwar noch rasch die Hand darnach aus, aber es war zu spät. Eine rote, rieselnde Flut ergoß sich über den weißen Damast und tropfte schwer und ölig auf den Perser, der den Boden überbrückte. Stephanies Hand zitterte, als sie auf die Klingel drückte. Das Mädchen kam, eine frische Decke aufzulegen und sah verschüchtert in das böse Gesicht des jungen Herrn. Er konnte sich kaum so lange beherrschen, bis sie sich entfernt hatte. Die eine Hand auf der Tischplatte geballt, suchte er seinen Zorn niederzuringen. Es war umsonst. Stephanie fuhr zusammen, als er sie nun anschrie: „Ich möchte dich ein für allemal warnen, solch ein gewagtes Spiel zu treiben!" „Ein Spiel?---" „Schweig!---Wenn ich sage: Du kommst zu mir nach Konstanz---dann kommst du! Wenn du dir auch in Wien mehr Amüsements versprichst. Ich renne auch nicht hinter lauter Vergnügen her." Er fühlle seine Stirne von Schweißperlen überzogen und unterließ es, sie wegzuwischen. Der alte Merlin suchte einzulenken: „Selbstver- standNch kommt die Steffie, nicht, Kind? —' Sie hielt, von allen guten Geistern verlassen, die Lippen aufeinandergepreßt. „Sie kann es jetzt natürlich noch nicht mit Gewißheit versprechen , ängstigte sich Der alte Merlin. — „Wir wissen ja noch gar nicht, ob wir reifen, Jörg.---" Hans Jörg atmete hörbar. Er mußte über Stephanie hinwegsehen, sonst vergaß er sich zum zweiten Male. Und gereizt durch ihr hartnäckiges Schweigen, grollte er von neuem los. „Außerdem möchte ich dir sagen, daß ich diese nächtlichen Ausflüge, wie du sie diesmal inszeniert hast, nicht wiederholt wissen möchte!" Ihr Gesicht erblaßte. „Wie gemein von Oehme, eine Frau preiszugeben!" „Oehme?---" Der Ruck, mit dem es ihn Herumriß, sowie das grenzenlose Erstaunen in seinen Augen war so echt, daß sie ein lähmender Schrecken durchfuhr.--Was ist mit Oehme? --Du willst doch nicht etwa sagen, daß du in jener Nacht bei ihm gewesen bist?" „Jörg", schrie der alte Merlin auf. „Du weißt nicht mehr, was du sprichst.--—" Aber dessen Stimme sprach ihn nieder. „Erlaube, Papa, nachdem du nun schon Zeuge unserer Auseinandersetzung bist, wirst du mir doch das Recht zugestehen müssen, daß ich meine Frau frage, ob sie nachts bei einem anderen Mann gewesen ist." „Hans Jörg", bat Der alte Baron, als er sah, daß Stephanie völlig in sich zusammengesunken war. „Es ist ja unmöglich. Nicht war, Kind?" Sie schwieg und hielt, die Lider halb geschlossen, den Kopf gegen die Lehne des Stuhles zurückgedrückt. Nichts als ihre Haltung ließ die Schuld ahnen, deren sie sich zeihen mußte. „Ich kann auch Oehme selbst fragen, wenn du es vorziehst", sagte Merlin. Ihr Rücken richtete sich langsam auf: „Ich-- war bei ihm!" Sie wagte nicht, nach dem Schwiegervater hinüberzusehen und blickte starr nach dem Muster des Teppichs. „Auf seinem Zimmer?" frug Hans Jörg. „Im Wintergarten des Hotels Bristol." Ihre Wangen flammten wie Mohn. „Hat er dich dort hinbestellt?" Der alte Merlin wußte nicht mehr aus und ein. „Steffie", mahnte er bittend.--Und noch einmal: „Steffie!" Ihr Blick irrte noch immer an ihm vorüber, als sie Antwort gab: „Ich habe ihn dort ausgesucht." „Zu welchem Zweck?" Sie klemmte die Hände ineinander, daß deren Nägel sich gegenseitig tiefe Eindrücke schufen. „Ich war so verzweifelt", stieß sie heraus.--„Ich hatte niemand als ihn.--" Das Letzte war kaum vernehmbar. „Du hattest niemand als ihn!" Hans Jörg sah nach den Fenstern, hinter deren hellbeleuchteten Scheiben der Schnee weiß und lautlos zu Boden fiel. „Das sagt eigentlich alles. Ich schlief in deinem Zimmer! Deine Mutter eine Etage unterhalb. --Er war eine Stunde von dir weg!--Und zu ihm gingst du! Er wird mir Rechenschaft geben müssen, was zwischen euch gewesen ist. Eine Frau läuft nicht nächtlicherweile zu einem Mann, mit dem sie nichts verbindet.--Im Grunde genommen tut er mir leid. Er war nie ein guter Fechter!" Stephanies Gesicht Erstarrte in jeder Linie. „Ich nehme alle Schuld auf mich." „Das ist sehr löblich", sagte er sarkastisch. „Es macht aber die seine nicht wett, denn sie wiegt doppelt, weil er mein Freund ist.---Schließlich ist das eine Sache, die zwischen Männern ausgefoch- ten wird. Du brauchst dich also nicht weiter zu erregen." Sie war am Ende aller Kraft und jeglichen lieber- legens: „Ich habe ihn um Auskunft gebeten-- mit wem du in Konstanz lebst!" Zum zweiten Male drohte das Weinglas zu stürzen. Diesmal war es das des alten Merlin. Jörg hatte noch rasch darnach gefaßt und bekam nur einen Tropfen auf die Hand gespritzt. Er tupfte ihn mit der Serviette weg und sagte lakonisch: „Du scheinst mich ja für ein feines Subjekt zu hatten. Auf einer Stufe mit Heiratsschwindlern, Haremsbesitzern und dergleichen. Sehr schmeichelhaft zu wissen, wie du von mir denkst.--Aber deshalb hättest du wahrhaftig nicht Oehmes Dienste in Anspruch zu nehmen brauchen. Es gibt in Konstanz eine Menge Detektivbüros. Ich würde dir Achett und Meichler empfehlen. Sie haben Die besten Detektive/ Ohne Darauf zu achten, Daß sie mit einem Aufschluchzen Das Gesicht gegen Die Kante Des Tisches fallen ließ, ging er nach Der Tür, pfiff Draußen Den HunDen und verließ Das Haus. Der alte Merlin faß eine Weile reglos, Dann, als sie aufschnellte, um ebenfalls Das Zimmer zu verlassen, sagte er gütig: „Bleib, Stephanie. Wenn sein Blut verkühlt ist, kommt er wieDer. Morgen ist alles anDers. Aber Du mußt keine Sorge haben, Kind. Er hintergeht dich nicht." Um sie abzulenken, holle er Das Schachbrett herbei. Als er sie Das zweitemal matt gesetzt hatte, legte er ihr Die HanD auf Den Arm. „Laß Steffie. Es geht heute nicht. Und schlaf Dich froh, Kind. Es ist schaDe um jede StunDe, Die man sich überflüssige Sorgen macht. Es kommen Der anDeren noch genug, Die tiefer greifen." Stephanie aber dachte, es könne keine mehr tte- fer gehen, als die sie jetzt erfuhr. Erst gegen drei Uhr früh hörte sie den Schritt des Gatten draußen auf dem knirschenden Schnee dem Hause zugehen. Einer der Hunde bellte und wurde mit kurzem Pfiff zurchtgewiesen. Die schwere Eichentüre schlug scharf ins Schloß. Wissen, wo er gewesen war! Langsam, als trage er eine ungeheure Müdigkeit in Den Füßen, tarn er Die Treppe heraus, machte an ihrem Zimmer halt unD ging Dann weiter. Leise schnappte die Türe auf Der anDeren Seite Des Kor- riDors ein. Die Augen taten Stephanie weh unD Das Gehirn begann zu streiken. Das letzte, was sie klar zu denken vermochte, war, ich gehe zugrunde dabei. Die Mutter hatte wahr gesprochen: man bezwang durch Liebe nur Dann, wenn diese erwidert wurde. (Sortierung folgt.) I 16r>2D Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fran Marie He Wer Wwe. geb, Brück am Samstag, nachmittags 2.45 Uhr, nach langem schweren, mit Geduld ertragenem Leiden in dem Herrn sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Karl Heubinger m d Frau, geh. Kühn Friedel Heubinger und Frau. geb. Schäfer Otto Scholl und Frau, geb. Heubinger Erich Becker und Frau, geb. Heubinger und sechs Enkelkinder. Gießen (z. Z. Dammstr. 46), den 6. März 1933. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 7. März, nachmittags 3V2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 1601 D ! Die Beerdigung findet statt- Dienstag, 7. März, nachmittags 2 Uhr. In tiefer Trauer: Katharine Reitz und Kinder nebst allen Angehörigen Leihgestern, den 6. März 1933. Am 5. März 1933 entschlief sanft nach schwerem Leiden mein lieber Mann.unser heizensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder. Schwager und Onkel Georg Heinrich Reitz Nachtwächter L R. im vollendeten 65. Lebensjahr. Lan-M. Im Schloß zu Bingenheim (Wetterau) ist die seitherige Forstmeisterswohnung (2 Stockwerke) 8 Zimmer nebst Zubehör und Oekonomiegebäude zu vermieten. Grabland mit einschl. Wiese an die Wohnung 1,5 ha evtl, auch 2. ha Acker. Wenn gewünscht, kann das obere Stockwerk (5 Zimmer und Küche) für sich vermietet werden. Interessenten werden gebeten, sich an das Forstamt Nidda, welches auch nähere Aus- fünft erteilt, bis zum 20. März 1933 zu wenden. 1599D ALICE-SCHULE AUSSTELLUNG Jahresarbeiten d. Handarbeits-Seminars in den Räumen des ’590D Kuostvereins, Brandplatz den 7. März, Dienstag, 12—1 und 3—5 Uhr den 8. März, Mittwoch, 10—1 und 3-5 Uhr den 9. März. 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März, nachm. 4 Uhr, im Caf6 Leib „Kasperl beim König Kiebitzei und was er dort erlebte“ Preise der Plätze: 30, 50 und 75 Pfennig — Vorverkauf: Hamburg-Amerika-Linie, Seltersweg 89; Telephon 4197 | Lichtspielhaus «Gießen g 1 Heute letzter Tag HARRY LIEDTKE — ERY BOS I FRITZ KÄMPERS in dem neuen Tonfilm-Lustspiel I Liebe in Uniform I Ab Dienstag der Welt größtes Filmwerk BEN HUR in Tonfassung. 1597 c Maschinenbau Elektrotechnik Flugzeugbau Automobilbau Keramik Chemotechnik Betriebstechnik Detektiv K. Gerz, Bad-Nanhelm, Kur- slralis 17 erledig tolle vertrauliche Vrivat- u Geschäftsangelegenheiten, wie Auskünfte, Beobachtun- gen,Ermittelungen, Beschaffung v. Beweismat. in Straf- u. Zioilproz streng dlskr. Svrechst.:9b. 12'/3U.3-6Uhr 072d Vereine Verein Lreditreform e.V. ©eneraioerfommiuriö am 9. März 1933, 17 Uhr, in Den Geschäftsräumen des Vereins. 0139s Tagesordnung: 1. Bericht des Ge- schöftsführ.f.1932 2. Satzungs-Aende- rung (§25) 3. Verschiedenes. Der Vorstand. HßiitinalionalB Volkspartei Der Bund Königin Luise, Ortsgruppe Gießen, lädt unsere Mitglieder zu einer morgenlTicnstag), abends um 8 Uhr, im Stahlhelmheim stattfindenden Inn-Feier (mit Lichtbildervortrag) ein. Wir bitten um recht zahlreiche Beteiligung. msD Der Vorstand. A.-V. Zusammenkunft der Damen Donnerstag, den 9. März, nachmittags imHotelKöhler^,^ Stadttheater Gießen istsD Dienstag, 7. März, 20 — n. 22.30 Uhr 22. Dienstagabonn. Gewöhnliche Preise Zum letzten Mal! Ter Bundschuh Bauernkriegsdrama von Karl Neurath Montag, b.MürzMZ Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessens Nr. 55 Zweites Blatt Kreis Gießen Weiße Zähne: Chlofodont Mehrheit im bcn. erreichten aber den Stand vom 31. Juli urcht ganz. Die Kommunisten haben in beiden Wahlkre,. sen ihren Novembergewinn wieder abgeben müssen und haben in Hessen-Nassau weniger (Stimmen-er - halten, als bei der Juliwahl. Die Kampsfront Schwarz -Weiß . R o t hat in beiden Wahlkreisen eine kleine Zunahme erfahren, während die Deutsche Volks Partei gegenüber der letzten Wahl erhebliche Einbuße erlitten hat, aber immerhin noch mehr Stimmen aufbrachte, als im Juli. Der Christlich - Soziale Volks- dienst hat sich in Hessen-Vafsau gehalten, dagegen in Hessen fast ein Drittel seiner November- Stimmen verloren. Die Staatspartei hat in beiden Wahlkreisen rund ein Drittel mehr Stimmen erhalten, als im November. Wenn in H e s s e n gleichzeitig zum Landtag gewählt worden wäre, so würden jetzt die Nation a l s o z i a l i st e n mit den Abgeordneten der Kampffront Schwär Schwarz-Weih-Not die Hessischen Landtag ha- Heue Diphtherie-Epidemie in Langen? WSN Langen. 5- März. Nachdem erst im Januar bei einer Diphtherie-Epidemie sechs Kinder gestorben sind, ist unsere Stadt erneut in Aufregung versetzt worden, denn das Kreisschulamt hat wiederun drei Schulen sch lieh en lassen, toeil sieben neue D i - phtherieerkrankungen festgestellt worden sind. Man vermutet, daß sich unter den Schülern Vazillenträger befinden, die selbst gesund sind, die anderen aber anstecken. Deshalb ift_ vom Kreisgesundheitsamt beabsichtigt, in den nächsten Tagen sämtliche Kinder der Schulen untersuchen zu lassen, um die geheimnisvollen Bazillenträger herauszufinden. Frankfurts Oberbürgermeister tritt in den Ruhestand. WSN. Frankfurt a. M.. 4. März. Oberbürgermeister Dr. Landmann erre.cht in diesem Jahre die gesetzliche Altersgrenze und wird daher spätestens bis 1. Oktober 1933 in den geschlichen Ruhe st and treten. Oberbürgermeister Dr. Landmann gehört der Staatspartei an. Dr. Landmann stammt aus Mannheim und trat, nachdem er Rechtswissenschaft studiert hatte, in den badischen Justizdienst ein. Er wurde dann Etadtsyndikus in Mannheim und 1917 zum Stadtrat in Frankfurt gewählt. 1924 wurde er als Nachfolger Voigts Oberbürgermeister von Franl- 1 art a. M. Oberbürgermeister Dr. Landmann ist Ehrendoktor der Universitäten Frankfurt und Heidelberg. Das Wahlergebnis in Hessen-Nassau und Hessen. WSN. Frankfurta.M. 5. März. Die Wahlen in Hessen-Nossau und Hessen haben, wie überall im Reich, eine außerordentlich starte Beteiligung gebracht. In Hessen-Nassau betrug die Wahlbeteiligung etwa 89,1 Prozent, gegen 82,7 Prozent im November und 84,8 Prozent im Juli v. I. Im Wahlkreis Hessen beteiligten sich etwa 90 Prozent der Stimmberechtigten an der Wahl, gegen 84,2 Pro), im November und 87,2 Prozent im Juli v. I. Besonders bemerkenswert ist das starke Ansteigen der nationalsozia list ischen Stimmen, die in beiden Wahlkreisen weit über den Höchststand vom Juli v. I. hinausgehen. Sozialdemokraten und Zentrum haben zwar mehr Stimmen als bei der Novermberwahl aufgebracht, Wer wurde in Hessen gewählt? Im Wahlkreis Hessen sind gewählt worden: NSDAP.: Reichskanzler Adolf Hitler, Reichsminister Dr. Frick, Reichsminister Göring, Alfred Rosenberg, München, Lehrer Ringshausen, Offenbach, Major a. D. Schneidhuber, Koblenz, Arbeiter Kern, Eberstadt. Da anzunehmen ist, daß die ersten vier Gewählten für die Reichsliste optieren werden, würden noch in den Reichstag einxiehen: Psarrer a. D. Münchmeyer. Düsseldorf, Landwirt Dr. Wagner, Darmstadt, Lehrer a. D. Lenz, Heidelberg, und Landwirt Seipel II., Fauerbach v. d. H. SPD.: Schriftsteller Dr. Mierendorf, Darmstadt, Oberregierungsrat Ritzel, Gießen, Gewcrkschaftsangestellter Weber. Offenbach. KPD.: Transportarbeiter Thälmann. Hamburg, Schreiner B r e n z e l, Frankfurt a. M., evtl, für Thälmann Fabrikarbeiter Zeih, Fürth i. O. Zentrum: Reichskanzler a. D. Dr. Brüning. Rechtsanwalt Dr. B o ck i u s . Mainz, ev. für Brüning Oberregierungsrat Knoll, Darmstadt. und Harpener. Am Elektromarkt eröffneten AEG 1,50 d.Sy Siemens 1,75 v. H-, Schuckert und Buderus je 0,40 v. H. fester. Am Montanmarkt gewannen Gelsenkirchen, Buderus bis zu 1,40 o. Sy, Phönix, Rheinstahl und Stahloerein etwa 0,50 bis 1 d. Sy Reichsbankanteile eröffneten zunächst unverändert, zogen aber dann 1,50 o. Sy an. Don Nebenwerten lagen Gebr. Junghans und Metallgesellschaft mit je plus 2 v. H., Zement Heidelberg und Deutsche Linoleum plus 1,50 v. H. recht fest. Schiffahrts- und Verkehrswege sowie Daimler und Zellstoff Waldhof lagen bis zu 1 v. H. hoher. Don Kunstseideaktien blieben Aku gut behauptet. Bemberg zogen 0,50 v. H. an. Nach den ersten Notierungen ergaben sich zunächst nochmals Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. Sy Am Rentenmarkt war das Geschäft bei freundlicher Tendenz klein, Altbesitz plus 0,40 v. Sy, Neubesitz plus 0 25 d. Sy, späte Reichsschuldbuchforderungen plus 0,50 d. Sy, Stahlvereinsbonds und Reichsbahnvorzugsaktien plus 0,33 o. H. Am Pfand- briefmartt blieben die Kurse bei kleinem Umsatz meist unverändert. Teilweise ergaben sich kleine Erhöhungen. Don Staatsrenten lagen Hessen-Dolks- ftaat eher etwas schwächer. Im übrigen horte man die letzten Kurse unverändert. Stadtanleihen und Industrieobligationen waren ebenfalls meist behauptet. Don fremden Werten lagen Türkische Werte schwächer, Rumänen dagegen etwas höher. Im Berlaufe setzten sich meist neue Kurssteigerungen durch, die bei Spe^alroerten wie IG., Rheinstahl und Scheideanstalt bis zu 1,50 d. Sy betrugen. Im übrigen zogen die Papiere um 0,50 d. Sy an. Stark befestigt waren noch Licht und Kraft mit plus 3 v. Sy Don deutschen Anlechen lagen Neubesitz etwas lebhafter und 0,13 v. H. hoher. Tagesgeld war zu 4,50 v. H. leichter. Frankfurter >2: iachtv.e. markt. F r a n k f u r t a. M., 6. März. Auftrieb: 1151 Rinder (332 Ochsen, 95 Bullen, 349 Kühe, 310 Färsen), 557 Kälber, 86 Schqje, 3868 Schweine. Es wurden Wirtschaft. * Allgemeine Elektrizitäts-Ge sei l ° schäft, Berlin. Die Allgemeine Elektrizitäts- 0 sclljchast, Berlin, hat in letzter Zeit im schärfsten Wettbewerb mit ausländischer Konkurrenz Aufträge a>f Kraftwerks-Einrichtungen für eine Reihe von Industrie-Anlagen in Uebersee erhalten. Hierfür sind l a. zur Zeit fünf Dampfturbinen in Bau, darunter C ne von 5000 kW Leistung für eine chinesische T xtilfabrik und zwei Abdampfturbinen für die Oel- r.ffinerie der argentinischen Regierung in La Plata, f.ir welche die AEG. in den letzten Jahren schon mehrere Anlagen ausgeführt hat. * Vollbeschäftigung in der Hanauer Tiamantindustrie. Die Hanguer Diamant- industrie ist nach wie vor voll beschäftigt, so daß eine Arbeitslosigkeit in diesem Industriezweig nicht zu verzeichnen ist. Seriin zuversichtlich und fest. B e r l i n , 6. März. (WTB. Funkspruch.) Die erste Börse nach der Wahl eröffnete in recht fester Hal- tung, da man, befriedigt von dem ruhigen Verlauf des Sonntags und der Erklärung der Regierung, daß sich an der Zusammensetzung des Kabinetts nichts ändern werde, nunmehr mit einer stetigen Wirtschaftsentwicklung für längere Zeit rechnet. Die Vorgänge in Amerika wurden mit größerer Aufmerksamkeit verfolgt, hatten jedoch auf die Tendenzgestaltung kaum einen Einfluß. Das Publikum taufte nicht nur Aktien, sondern auch Pfandbriefe und andere festverzinsliche Werte, so daß der ganze Markt ein einheitliches Bild bot. Bei Aktien lagen d:e Eröffnungskurse im Durchschnitt bis zu 2,5 v. H. höher. Darüber hinaus ergaben sich für Deutsche Erdöl, Stolberger Zink, Ilse, Salzdetfurth, Ges- fürel, Siemens, Elektrisch Licht und Kraft, BMW. und Schubert und Saljer ^Steigerungen bis zu 5 v Sy Die Umsätze in den Standardpapieren waren wieder ziemlich erheblich. Stöhr wurden heute erstmalig in konvertierter Form notiert. Reichsbank eröffneten auffallenderweife unverändert und Rheinische Braunkohlen hatten sogar einen Verlust von 2 d. Sy aufzuweisen. Im Verlaufe ergaben sich^ bei lebhafterem Geschäft ganz allgemein weitere Steigerungen von durchschnittlich 1 o.H. Farben, Schubert u;ib Salzer, Schultheis, Rheinische Braunkohlen, RWE., HEW. usw. hatten noch wesentlich größere Besserungen aufzuweisen. Man bemerkte Anlagenotiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 28 bis 31 Mark, (altere) 25 bis 27, sonstige vollfleischige 22 bis 24; Bullen: jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 26 dis 29, sonstige vollfleischige oder ausge- mästete 22 bis 25; Kühe: jüngere, vollfleischige, hoch- sten Schlachtwerts 24 bis 26, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 20 bis 23, fleischige 16 bis 19, gering genährte 12 bis 15; Färsen (Kalbinnen, Iung- rinder) 28 bis 31, vollfleischige 25 bis 27, fleischige 22 bis 24. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 36 bis 40, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 35, geringe Kälber 25 bis 29. S ch w e i n e : vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 41 bis 44, von etwa 200 bis 240 Pfund 41 bis 45, von etwa 160 bis 200 Pfund 40 bis 44, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 35 bis 42 Mark. — Marktoerlauf: Rinder ruhig, ausoerkaust; ftälber und Schafe mittelmäßig, geräumt; Schweine mittelmäßig, zum Schluß abflauend, ausverkauft. käufe des Auslandes, die man mit einer Flucht aus dem Dollar motivierte. Deutsche Anleihen waren fester, Altbesitz gewannen 0,50 v. Sy, Variable Jnduftrieobligationen waren ebenfalls freundlich. Mittelstahl und Stupp zogen bis zu 1,75 v. Sy an. Reichsschuldbuchforderungen gingen zu etwa 0,50 o. Sy höheren Kursen um. Reichsbahnvorzugsaktien erreichten einen Stand von 95,65 v. Sy Die Besserungen der übrigen festverzinslichen Werte betrugen durchschnittlich etwa 1 v. H. Ausländer tendierten bei ruhigem Geschäft und kleinen Veränderungen nicht ganz einheitlich. Lissabonner Stadtanleihe gingen nochmals um etwa 0,50 d. Sy herauf. Die Erleichterung am Geldmarkt machte auch heute weitere Fortschritte, Tagesgeld stellte sich an der unteren Grenze auf 4,50 o.H. Monatsgeld blieb unverändert 5 bis 7 v. H. Nach Reichswechseln, Reichsschatzanweisungen und Privatdiskonten bestand unverändert Nachfrage. Frankfurter Börse weiterhin fest. I Frankfurt 6. März. (WTB. Drahtmeldung.) Der Augang der Reichstags- und Landtagswahlen wurde an der heutigen Börse mit Befriedigung ausgenommen. Dor allem hofft man auf eine inner- politische Beruhigung, die für den Fortgang einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung unerläßlich sei. Auf der anderen Seite mahnten aber die amerikanischen Vorgänge zur Zurückhaltung, so daß bei zwar ziemlich fester Tendenz das Geschäft verhältnismäßig klein war, zumal nennenswerte Kundenorders noch nicht Vorlagen. Die Kuliffc, die am Wochenschluß verschiedentlich zu Realisationen geschritten war, nahm auch Deckungen und kleine Meinungskäufe vor. Im Vergleich zu Samstag überwogen Befestigungen von durchschnittlich 1 bis 1,50 o.H. Einige Spezialwerte verzeichneten etwas größeres Geschäft und erzielten Erhöhungen bis zu 3 d. Sy, so z. B. Scheideanstalt, die mit Plus-Plus-Zeichen erschienen waren, IG., Deutsche Erdöl, Gejfürel, Lahmerer Gemeinden 1 NSDAP. 2 Sozialdemokraten 3 Kommunisten 4 Zentrum 5 Kamp »front Schwarz- Weiß-Rot 7 Deutsche Bolkspartei 8 Chrisll.-Soz. Bolksdienst 9 Deutsche Staatspartei 10 Deutsche Bauern- pai: R.-W. 5.3.33 R.-W. 6.11.32 sR *o R.-W. 6.11.32 R.-W. 5.3.33 . M p R.-W. 5.3.33 R.-W. 6.11.32 R.-W. 5.3.33 R.-W. 6.11.32 1 R.-W. 5.3.33 R.-W. 6.11.32 R.-W. 5.3.33 R.-W. 6.11.32 R.-W. 5.3.33 R.-W. 6.11.32 HR R.-W. 6.11.32 Albach........... 137 108 98 87 _ 2 _ _ 1 4 4 4 1 — — — — — Allendorf a. d. Lahn..... 271 243 182 163 31 51 — 1 7 6 3 — 14 8 — 1 1 — Allendvrf a. d. Lda...... 647 608 174 170 14 35 — — 14 15 10 10 15 12 1 * 1 1 1 ■ Allertshausen........ 155 129 52 59 1 3 — — — 4 1 — — — — *----- Alten-Buseck........ 392 343 234 249 184 180 2 — 5 6 4 2 8 — 1 — — Annerod.......... 226 170 141 168 8 12 — — —— — 9 7 —— 6 — 1 — Bellersheim........ 331 302 41 58 2 7 — 11 18 — 1 2 — — 4 — 1 — Beltershain........ 182 146 7 24 — 1 — — 25 8 — 5 — — — — 1 Bersrod.......... 212 197 54 63 5 6 — — 7 4 — 2 3 — — — 1 Bettenhausen........ 214 197 3 5 — 2 — — 16 13 — — — — — — — — Beuern.......... 365 299 175 183 66 71 1 2 1 8 5 — 4 2 3 1 — Birklar.......... 158 103 119 106 — 10 1 6 10 3 7 — — 3 — —— 1 — Burkhardsfelden...... 213 192 139 155 9 10 — — 15 5 — 4 1 33 38 — — — — Climbach.......... Daubringen........ 102 87 32 53 — — — — 4 3 1 — — — •— — 282 224 206 212 62 81 1 3 13 12 12 11 13 8 11 13 1 — Dorf-Gill.......... 269 257 2 4 1 — — —— 8 9 — — — 1 1 — Eberstadt......• . . . 302 250 18 33 — 5 — 1 27 13 5 1 5 9 — — — Ettingshausen........ 364 280 7 13 2 8 3 4 12 18 — 2 — 3 — -- — Garbeuteich......... 265 215 235 208 73 132 2 — 3 9 7 2 13 10 — 11 Gesishausen........ Gießen........... Göbelnrod......... 314 11571 168 275 8905 129 20 4353 11 30 4529 32 1700 2 1970 2 1036 1074 1 1932 5 3 2095 3 1 931 6 1478 3 3 373 2 4 434 2 370 1 333 11 1 1 1 1 Großen-Buseck....... 823 608 397 412 60 76 2 1 25 24 14 23 5 8 8 8 3 Großen'Linden....... 849 761 637 659 18 46 3 1 18 27 22 21 18 12 10 1 — —— Grünberg..... ... Gröningen......... 1098 890 233 259 12 50 12 8 81 80 97 143 39 32 6 8 — 274 172 89 88 11 33 — 1 28 15 7 6 5 — 2 3 — — Harbach.......... 144 118 80 88 — 4 — —— 20 4 2 — — — — — —— — Hattenrod......... 255 196 20 38 1 3 — — 2 3 — 1 — 1 — —■ Hausen. *T......... Heuchelheim........ Holzheim.......... Hungen.......... 176 122 93 84 73 76 — — 3 4 — 2 3 4 — — 806 479 639 373 820 138 814 151 103 3 101 2 11 10 28 126 42 97 33 5 29 2 11 27 14 30 8 3 16 2 — 770 692 260 270 9 34 27 22 31 28 37 55 9 8 10 6 — Inheiden.......... Kesselbach......... 192 122 172 104 106 122 110 121 1 2 9 6 —— — 4 9 4 8 2 4 3 9 10 7 8 9 — Klein-Linden........ 682 505 376 384 34 64 8 7 49 58 7 10 66 71 6 7 5 — Langd ........... Lang-Göns ........ 391 344 2 9 — — — —— 2 — — — — 1 — — ■— 787 655 302 313 13 33 — 5 50 48 2 9 29 32 3 4 — — Langsdorf......... 444 320 65 72 1 8 2 — 36 12 9 16 5 9 3 2 1 — Lauter.......... 212 137 36 31 — 4 3 3 32 31 1 2 — — 1 — 1 Leihgestern......... Lich............ 601 460 249 256 118 136 7 9 45 38 14 15 11 12 2 4 — — 995 722 584 590 35 82 45 57 79 113 33 42 14 25 15 18 3 -- Lindenstruth........ 104 82 82 76 17 20 — — — 1 2 — — — 2 — — — Lollar........... 644 455 664 666 47 115 17 19 59 63 51 85 4 3 9 14 1 — Londorf.......... 400 362 197 198 8 18 1 4 13 11 19 22 5 5 1 1 —• Lumda........... 236 191 17 38 1 6 — —— 3 5 1 3 2 1 — 1 — — Mainzlar......... Münster.......... 303 135 279 66 96 35 121 21 11 2 15 9 3 5 4 5 6 3 1 3 5 17 4 17 2 1 —■ Muschenheim........ 310 211 47 48 — 11 — 7 17 26 7 6 —— —— -— Nieder-Bessingen...... Nonnenroth ......... Obbornhofen........ 141 185 277 96 150 199 32 21 96 61 30 89 11 3 11 1 15 2 1 4 12 3 4 12 । r: 4 2 2 1 1 111 I 11 2 111 Ober-Bessingen....... 182 92 7 7 1 18 — — 16 16 10 16 2 6 — 3 9 Ober-Hörgern....... 177 129 1 8 1 — 37 11 —• 4 1 £ Odenhausen........ 119 102 55 58 4 6 — 9 14 Oppenrod......... 146 132 37 39 1 6 —— — 1 1 —— —— 1 —— — Oueckborn......... 324 242 65 79 — 3 — — 4 5 2 3 2 — —— — 1 Rabertshausen....... Reinhardshain....... Reiskirchen......... Rodheim.......... Rödgen.......... Röthges.......... Rüddingshausen....... Ruttershausen....... 105 165 372 232 198 87 126 262 210 130 12 182 10 205 2 21 175 12 193 2 52 32 2 74 6 32 3 1 3 2 7 2 2 4 19 2 1 4 1 2 11 2 2 3 1 3 4 2 2 3 1 3 1 3 Illi tsD 111 11 133 281 186 76 258 105 9 163 78 29 176 95 21 15 5 23 40 1 I I I I 1 2 7 30 1 3 27 2 2 1 2 1 3 1 1 1 1 1 1 III Saasen.......... Stangenrod ........ Staufenberg........ 189 161 111 116 9 14 — —— 3 3 —— — 164 275 138 203 32 280 51 264 27 1 57 — —— 9 8 1 3 2 4 6 6 1 1 —• Steinbach......... Steinheim......... 475 369 204 188 6 33 — — 10 12 11 7 1 — — — — — 275 244 47 49 1 7 — — — — 2 2 1 • 1 — Stockhausen......... 68 57 5 10 — — — — 3 1 1 — — Trais-Horloff........ 155 134 97 94 9 24 6 7 4 2 16 3 4 — — — 1 Treis a. d. Lda........ 479 433 270 269 9 31 2 — 8 1 4 4 6 7 2 1 — Trohe ........... 32 22 52 53 68 69 3 1 — —— — —■ — 2 z Utphe ........... Villingen ........ Watzenborn-Steinberg . . . . Weickartshain........ 229 202 62 79 3 10 — — 12 11 1 —• — — — — — — 431 361 174 205 9 24 — 1 6 6 8 7 6 5 — 1 — — 704 243 658 211 613 3 535 3 102 142 8 6 16 1 15 3 6 1 4 1 24 1 17 1 1 — — Weitershain........ 338 294 1 5 1 2 — — 6 18 —— 1 — 1 Wieseck.......... 663 449 870 762 761 867 16 12 16 28 19 22 5 8 3 7 1 Insgesamt . 37315 29627 15844 16278 3885 5075 1227 1282 3122 3248 1457 2149 830 910 510 492 47 — i*v’. -G-ÄÄ« .«tat- •'SniJB« - - LLtz»- ./WMWWWWM Als wir noch ganz klein waren... ^Welches sind Ihre frühesten Kindheits-Erinnerungen?" Hessische Regierung fordert sofortige Landtagsaufiösung. S.A.-'Sport 1 in öffentlich 1595C Scheiter: Knüppel: der der der der auf 221 221 163 33 6 Reifer: Stocke: Buche Eiche Fichte Buche Eiche Kiefer Fichte Buche Eiche Buche 3. 1b- 4. 2a- 5. 2b. 6. 3a. des von der Regierung in die Wege geleiteten Volksbegehrens (Art. 24 Abf. 2 der hessischen Verfassung) von sich aus unverzüglich die Auflösung und Reuwahl des Landtages herbeizuführen, damit entsprechend ihrer wiederholt öffentlich zum Ausdruck gebrachten Ansicht so rasch wie möglich auf verfassungsmäßiger Grundlage die Jleubilbung der Regierung des Volksstaates vollzogen werden kann. der be- 1,02 2,18 1,35 1,42 1.77 Bei'Unbehagen undSchme/^eni Das Buchenstammholz Pause zum Ausgebot. Bei der Spielvereinigung 1 900 gelangte keines der angesehten Spiele zum Austrag. Das Spiel der ersten Elf wurde von Ockershausen abgesagt. Deutsche bei den Holmenlotten- Skirennen. --n. Apotheken erhältlich zum Preise von RM. 0.93, 134, IM Nur echt mit dem Namens« zu9 •Ifletto" auf jeder Packung. Bekanntmachung. Abfallholz-Versteigerung. Am Donnerstag, dem 9. Mär; 1933, findet von 9 Ahr ab bei Gastwirt hach, Beltershain, eine größere Vrennholzver- steigerung aus der Försterei Reinhards- Hain statt. 1591A Hessischer Forstamt Gründer-. Ziel: Llnverzügliche Neubildung der Regierung. (Letzte Nachricht.) Darmstadt. 6. März. (MSN.) Amtlich wird mitgeteilt: 3m Hinblick auf das Ergebnis der Reichstagswahlen hat die hessische Staatsregierung an den Landtagspräsidenten das Ersuchen nach s o - fortiger Einberufung des Landtags gerichtet mit dem Antrag auf Auflösung des Landtages und sofortige Anberaumung von Neuwahlen. Für den Fall der erneuten Ablehnung des Antrages im Landtag hat sich die Regierung entscylossen, auf Grund 500 rm 9 „ 65 „ 145 „ 45 „ 44 „ 92 „ 624 „ 53 „ 248 „ kommt nach der 1596V Zusammenkunft vormittags 9% Uhr am Forsthaus. Beuern, am 3. März 1933. Bürgermeisterei Beuern. Linden st ruth. Gießen, den 3. März 1933. Bürgermeisterei Gießen. I.B.: vr. Rosenberg. Mittwoch, den 8. März 1933, 14 Ahr beginnend, läßt die Stadt Gießen in der hardtallee etwa 26 Haufen Knüppel, 20 Haufen Reiser und 25 Stöcke i" ' meistbietend versteigern. Die Zusammenkunft findet um 14 Uhr in der Rodheimer Straße (am „Feld- schlöhchen") statt. Hotzversteigerung. Freitag, den 10. d. M.. kommt aus den Waldungen der Gemeinde Beuern, Distrikt Burghain und Heegwald folgendes Nutz- und Brennholz zur Versteigerung: a) Nutzholz. Stamme: Buche 4. Klaffe 2 St. 2,11 fm Tlutzholzverkauf. 2m Wege des schriftlichen Angebots werden aus der W'ldung der Gemeinde Leihgestern verkauft: 1535D Nur mit 1:0 blieb die kanadische Eishockeh- Mannschaft der „Toron^ -.ationals" am Freitag in der Wiener Engelmann-Arena gegen die österreichische Ländermannschaft siegreich. DeutscherFedergewichtsmeister ist am Freitag im Berliner Spichernring der Hannoveraner Hans Schiller durch einen k. o.-Sieg in der 7. Runde über den Titelverteidiger Harry Stein (Berlin) geworden. führende Stellung auf diesem Gebiete behauptet und hält die meisten Rekorde. Die neue List« der Weltrekorde ergibt folgendes Bild: 500 Meter: Engnestangen (Norwegen) 42,5 Sek.; 1000 Mtr.: Thunberg (Finnland) 1: 27,4; 1500 Meter: Mathis en (Norwegen) 2:17,4; 3000 Meter: Staks- rud (Norwegen) 4:59,1; 5000 Meter: Heiden (Holland) 9:19,2; 10 000 Meter: Ballangrud (Norwegen) 16: 46,4. * Abgesagt wurden die für den 5. Marz vorgesehenen süddeutschen Meisterschafts-Endspiele: Spvg. Fürth — 1860 München und Union Döckin- gen gegen Phönix Karlsruhe. Schafes blicken." Ein anderer Leser bewahrt als gräßliche Iugenderinnerung einen Blick, den er als sehr funges Kind auf einen Hof geworfen hat, wo ein Schwein geschlachtet wurde, und an seine fürchterlichen Schreie: „Noch heute schaudere ich, wenn ich Blut sehe." Auf originelle Weise prägte sich einem kleinen Mädchen der Unterschied zwischen rechts und links für sein ganzes Leben ein. „Als ich drei Jahre alt war", so erzählt die Schreiberin, „sagte mir mein Kinderfräulein: „Heute bist du drei Jahre. Du muht von jetzt ab toiffen, welches deine rechte Hand ist!" Wohl aus diesem Grunde habe ich in meinem ganzen Leben rechts und links nicht verwechselt." Mit unauslöschlicher Gewalt gräbt sich der Kin- dcrseele der Augenblick ein, da zum erstenmal der Tod in den Kreis ihres lichten Lebens tritt. So berichtet ein Leser von dem Tode seiner Katze: „Ich hatte nie vorher den Tod gesehen; meine Welt, soweit ich sie kannte, war unsterblich. Ich wußte, daß ich und alle die anderen Kinder größer und älter würden, aber ich ahnte nicht, daß dieser Borgang eines Tages ein Ende haben würde. Erst der stille, steife Körper meines kleinen Spielgefährten, der noch eben so fröhlich neben mir hergelaufen war, enthüllte mir, daß es einen großen Bernichter gäbe." Wie sich das kindliche Gemüt gegen den Gedanken des Nichtmehr-Seins wehrt und mit welch schreckvollem Grauen sich ein solcher Eindruck einprägt, das geht aus dem Schreiben eines Lesers hervor, der als kleiner Knabe den Donatischen Kometen des Jahres 1857 seine Dahn ziehen sah: „Mein Kinderfräulein hob mich empor und sagte mir, daß der Komet mit der Erde zusammen- stohen und dann alles in Flammen aufgehen würde. Ich war sehr aufgeregt darüber, daß die Erde zerstört werden sollte, bevor ich zum Manne herangewachsen wäre und mein Leben gelebt haben würde." Andere Eindrücke verraten deutlich die Kinderperspektive, aus der heraus sie gesehen wurden. So wenn sich das Erinnerungsbild eines Kindes von einem andern Knaben in folgender Weise fortlebt: „Ich war so klein, daß meine Erinnerung an ihn nur bis zum Gürtel reicht; das übrige von ihm lag über meiner normalen Dlick- linie." Am Samstag wurde die Iubiläums-Skiveran- staltung auf dem Holmenkollen mit dem Kom- binations-Langlauf fortgesetzt. Als Sieger ging unter den 78 Teilnehmern natürlich ein Norweger hervor, und zwar siegte Odbjorn Hagen in 1:09:50 vor dem norwegischen Meister Olav Lian. Die vier teilnehmenden Deutschen schnitten nicht schlecht ab. Willi Bogner, Traunstein, lief in 1:16:15 die beste Zeit heraus und belegte damit den 28. Platz. L e u p o l d, Breslau, wurde 34, e) Anträge auf Einrichtung oder Unterhaltung von Anlagen, die für die benachbarten Grundstücke zur Sicherung gegen Nachteile und Gefahren notwendig sind oder notwendig werden, bei Meidung des Ausschlusses mit solchen Bekanntmachung. Die nachstehende Bekanntmachung des Hessischen Kreisamts Gießen, betr. Ent- eignungsoerfahren zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit; hier: Lahndurchstich, bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. 1587C Gießen, den 3. März 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. B.: vr.Hamm. Bekanntmachung. Betr.: Enteignungsverfahren zur Beschaf- fung von Arbeitsgelegenheit; hier: Lahndurchstich. Für die Geradelegung eines Teiles des Lahnbettes unterhalb des Wehres am Städtischen Elektrizitätswerk hat die Bür- germeisterei der Stadt Gießen auf Grund des Gesetzes, die Enteignung von Grundeigentum betr., in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. September 1899 so- mic auf Grund der Verordnung über ein vereinfachtes Enteignungsverfahren zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit vom 6. November 1923 Antrag auf Einleitung des Enteignungsoerfahrens bezüglich 1 folgenden in der Gemarkung Gießen legenen Grundstücke gestellt: Flur XXXVIII, Nr. 346, Wiese auf Hohleiche, 1529 qm, Flur XXXVIII, Nr. 363, Acker auf Hohleiche 842 qm, Flur XXXVIII, Nr. 364, Wiese auf Hohleiche, 736 qm, Flur XXXVlII, Nr. 365, Wiese auf Hohleiche, 951 qm, Flur XXXVIII, Nr. 3656/10, Wiese der Hohleiche, 951 qm, Flur XXXVIII, Nr. 373, Wiese auf der Cs ist eine seltsame Bildergalerie, die aus dem Dunkel der Vergangenheit heraufsteigt, wenn wir uns bemühen, unsere frühe st en Kindheitserinnerungen wieder hervorzurufen. Solch eine bunte Heerschau, die sich durch außerordentliche Mannigfaltigkeit auszeichnet, hat das von der Londoner Zeitung „Observer" veranstaltete Preisausschreiben nach den ersten bewahrten Eindrücken ihrer Leser zu Tage gefördert. Vielen von ihnen hat sich als dauerhafteste Erinnerung aus den Frühtagen ihres Lebens das Erscheinen eines kleinen Brüderchens oder Schwesterchens eingeprägt. „Ich erinnere mich ganz genau", berichtet eine Leserin, „wie ich emporgehoben wurde, um die kleinen runzeligen Gesichter und die Händchen der Zwillinge mit ihren wundersamen Nägelchen zu berühren. Aber selbst dann noch hielt ich sie für Puppen, mit denen ich spielen wollte." Tieberhaupt steht der Gedanke an eine Puppe unter den frühesten weiblichen Erinnerungsbildern mit an erster Stelle. So erinnert sich eine Dame, wie sie als vierjähriges Kind auf einer Türschwelle saß und ihre einzige Puppe, die zuhause aus einem Lappen gemacht worden war, liebkoste, während in der Nähe eine Musik» kapeUe spielte: „Die Erinnerung an diese Szene, vereint mit dem wundervoUen Gefühl, daß ich eine Puppe für mich allein besäße, hat mich niemals verlassen." Bisweilen nehmen auch wichtige Ereignisse in den frühesten Kindheitserinnerungen einen Platz ein. So kann sich ein Leser erinnern, als Vierjähriger den Herzog von Wellington gesehen zu haben; auf einen andern machte der mit dem roten Hemd bekleidete Garibaldi, der auf dem Balkon eines Londoner Hauses stand, einen unvergeßlichen Eindruck. Begreiflicherweise prägen sich Unfälle und große Naturkatastrophen dem kindlichen Gemüte stark ein. So wird von einem Erdbeben in Westindien, von der Freude, die ein nächtliches Gewitter hervorrief, berichtet. Aber auch Unfälle rein persönlicher Natur, wie ein in der Tür eingeklemmter Finger oder eine Seekrankheit, lassen eine unauslöschliche Erinnerung im kindlichen Gemüt zurück. Als ein besonderes aufregendes Erlebnis aus dem vierten Lebensjahr wird der folgende Eindruck verzeichnet: „Ich sehe mich auf einem Felde stehen und gerade in das Gesicht eines grasenden Fußball in Hessen-Hannover. Borussia Fulda Bezirksmeister. In der Sonderliga fielen am Sonntag in Hessen- Hannover bis auf zwei Treffen sämtliche Spiele den schlechten Bodenverhältnissen zum Opfer. In Hersfeld schlugen die Hessen iura Kassel mit 3:2 (1:2), wodurch die Abstiegsgefahr der Kasseler Tura noch erhöht wird. Im anderen Treffen siegten die Fuldaer Borussen über Germania Marburg hoch mit 10:1 (5:1) Toren und sicherten sich damit endgültig die Bezirksmeisterschaft. Bei der 6. Pokalrunde im englischen Fußball gab es am Samstag die folgenden Ergebnisse: Manchester City — Burnley 1:0, Everton — Luto Town 6:0, Westham United — Birmingham 4:0, Derby County — Sunderland 4:3. Aus den Meisterschaftsspielen des Samstags verdient die 0:1-Niederlage Arsenals gegen Liverpool mit 0:1 Erwähnung. Preußen. Wahlvorschläge zur Kommunalwahl in der Bürgermeisterei Krofdorf. * Krofdorf, 4. März. Für dieNeuwahl der Amtsvertretungen in den Aemtern Atz b ach und Launsbach liegen folgende Wahlvorschläge vor: Ami Ahbach: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei: 1. Fritz Gaß, Lehrer, Dutenhofen; 2. Karl Will jr., Gärtner, Krofdorf; 3. Ludwig Koch, Landwirt und Metzger, Ahbach; 4. Wilhelm Hedderich, Landwirt, Garbenheim; 5. Otto Klas, Kaufmann, Dorlar; 6. Heinrich Bepler, Landwirt, Kinzenbach Nr. 14; 7. Hermann Haibach, Heizer, Krofdorf; 8. Otto Wagner, Landwirt, Ahbach; 9. Georg Müller, Landwirt, Dutenhofen Nr. 123 a; 10. Karl Ufer, Kaufmann, Garbenheim; 11. Paul Kinzenbach, Rangiermeister, Dorlar; 12. Wilhelm Pfaff, Landwirt, Kinzenbach Nr. 13; 13. Karl Dender. Landwirt, Krofdorf Nr. 120. Sozialdemokratische Partei: 1. Johann Jung, Zimmermann, Krofdorf; 2. Heinrich Säumer, Schlosser, Garbenheim; 3. Willi Loh, Hüttenarbeiter, Dutenhofen Nr. 154 f; 4. Friedr. Bepler, Maurerpolier, Ahbach; 5. Karl Bepler. Landwirt, Kinzenbach Nr. 96; 6. Friedrich Förster, Bahnarbeiter, Dorlar; 7. Heinrich Seitz, Metallarbeiter, Vetzberg; 8. Wilhelm Mandler jr. Vorarbeiter, Krofdorf Nr. 111; 9. Karl Reih, Metallarbeiter, Garbenheim; 10. Karl Agel, Arbeiter, Dutenhofen 186; 11. Karl Stamm, Hilfsarbeiter, Ahbach; 12. Richard Leukel, Bauarbeiter, Kinzenbach; 13. Wilhelm Leib, Zementfacharbeiter, Gleiberg. Kommunistische Partei: 1. Karl Will. Unternehmer, Krofdorf; 2. Ludwig Schupp, Former, Krofdorf; 3. Albert Wagner, Schreiner, Gleiberg; 4. Otto Rüspeler, Glaser, Gleiberg. Amt Launsbach. National-Sozialistische Deutsche Arbeiter-Partei: 1. Ernst Marscheck, Arbeiter, Wißmar Nr. 71; 2. Heinrich Pfaff, Metzgermeister, Lausbach Nr. 16!; 3. Christian Karber. Gastwirt, Odenhausen Nr. 86; 4. Gottfried Heuser, Landwirt, Salzböden Nr. 81; 5. Heinrich Stroh, Landwirt, Wißmar Nr. 23; 6. Hans Lichau, Arbeiter, Launsbach Nr. 55; 7. Christian Schneider, Landwirt, Odenhausen Nr. 71; 8. Christian Steiß, Landwirt, Salzböden Nr. 72; 9. Ludwig Best II., Weihbinder, Wißmar Nr. 179c; 10. Hermann Dittendorf, Sortierer, Launsbach Nr. 151; 11. Heinrich Kraft, Arbeiter, Wißmar Nr. 135. Sozialdemokratische Partei: 1. Ludwig Dittendorf, Vorsteher. Wißmar Nr. 94; 2. Ferdinand Pfaff, Vorsteher, Odenhausen Nr. 98; 3. Wilhelm Schmidt, Metalldreher. Launsbach Nr. 53; 4. Ludwig Bodenbender, Vorsteher, Salzböden Nr. 24b; 5. Heinrich Kümmel. Buchdrucker. Wißmar Nr. 98; 6. Ludwig Kremer, Hüttenarbeiter, Odenhausen Nr. 131; 7. Friedrich Klinkei.' Landwirt, Launsbach Nr. 173; 8. Wilhelm Dols- haufen. Mühlenbauer, Salzböden Nr. 24e; 9. Heinrich Guckelsberger, Maurer, Wißmar Nr. 173; 10. Heinrich Mandler, Hüttenarbeiter. Wißmar; 11. Philipp Weber, Hüttenarbeiter. Odenhausen Nr. 18; 12. Wilhelm Schubecker, Vorarbeiter, Launsbach Nr. 169b; 13. Hermann Wagner. Hüttenarbeiter, Wißmar Nr. 80; 14. Wilhelm Henkel, Arbeiter. Salzboden Nr. 59. Kommuni st ischePartei: 1. Albert Pfaff. Landwirt, Launsbach, Nr. 45; 2. Heinrich Mandler, Rentenempfänger, Wißmar, Nr. 123; 3. Christian Eckhardt, Arbeiter, Launsbach, Nr. 195; 4. Benedikt Schlereth, Arbeiter, Wißmar, Nr. 203; 5. Wilhelm Loh, Arbeiter, Wißmar, Nr. 136; 6. Karl Rolshausen fen., Arbeiter, Launsbach, Nr. 116. HandwerkundGewerbe: 1. Heinrich Tit- tenborf, Wagnermeister, Wißmar, Nr. 67b; 2. Ernst Kraft, Gastwirt, Wißmar, Nr. 153; 3. Hermann Ullrich, Bäckermeister, Wißmar, Nr. 182; 4. Christian Groh, Kaufmann, Wißmar, Nr. 196; 5. Albin Fritz, Kaufmann, Wißmar, Nr. 170; 6. Heinrich Rein, Schreinermeister, Wißmar, Nr. 162a. Bürgerliche Liste: 1. Ludwig Leib, Landwirt, Wißmar, Nr. 237 ; 2. Wilhelm Todt, Hüttenarbeiter, Wißmar, Nr. 245; 3. Wilhelm Dcch^ hold, Landwirt und Schmied, Launsbach, Nr. 123; 4. Ludwig Speier, Landwirt und Maurer, Obe: - hausen, Nr. 58; 5. Wilhelm Dechthold, Kaufmann, Launsbach, Nr. 154. Wettervoraussage. Infolge Luftdruckanstieg über dem Kontinent hat sich ein flaches Hochdruckgebiet gebildet und erstreckt sich über ganz Deutschland. In seinem Bereich tritt nach verbreiteter Dunstbildung zunächst Aufheiterung ein, die Temperaturen gehen nachts bis in Gefrierpunktnähe zurück. Durch die kräftige Störung Über dem Nordatlantik wird aber erneut ozeanische Warmluft vorgeschoben, so daß sich der hohe Druck bald wieder abschwächen wird und späterhin mildes und wolkiges Wetter mit Niederschlägen aufkommt. Aussichten für Dienstag: Dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, tagsüber mild, Temperaturen in Gefrierpunktsnähe, meist trocken. dem genannten Termin vorzubringen. Zugleich werden die Eigentümer bzw. deren Rechtsnachfolger oder gesetzliche Vertreter aufgefordert, die Namen dritter Personen, die als dinglich Berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung beteiligt sind, sofort nach Zustellung der Bekanntmachung dem Kreisamt Gießen mitzuteilen, widrigenfalls sie für deren Ansprüche gemäß Art. 2711 des Enteignungsgesetzes verantwortlich werden. Die Stadt Gießen als Unternehmerin wird zu dem Termin unter Meidung der Annahme der Verzichtleistung auf Fortsetzung des Enteignungsoerfahrens und Belastung mit den bis dahin entstandenen Kosten geladen. Skispringen bei künstlichem Licht. Die deutschen Teilnehmer an den Iubiläums- Skirennen auf Holmenkollen, Otto Warg (Aschberg), Alfred Stoll (Berchtesgaden) und WiUy Bogner (Traunstein), hatten am Freitagabend -um ersten Male Gelegenheit, sich bei einem Sprungwettbewerb mit elektrischer Beleuchtung auf der in der Nähe von Oslo gelegenen Midstu» Schanze zu versuchen. Erwartungsgemäß fanden sich unsere Vertreter mit der druckreichen Schanze nicht so gut wie die Norweger ab, aber ihre unter den ungewohnten Umständen erzielten Leistungen müssen als recht gut bezeichnet werden. 21m besten von den Deutschen schnitt Stoll mit zwei schönen Sprüngen von 45,5 und 47 Meter ab. Bogner stand 40 und 42 Meter und 05arg erreichte ebenfalls in guter Haltung 38,5 und 42 Meter. Die Weiten der Norweger lagen zwischen 48 und 50 Meter. Als Sieger des Springens ging der Norweger Arne B. Christiansen hervor. Kurze Sporinotizen. Die Toronto Nationais konnten auch das Rückspiel im Berliner Sportpalast gegen die Mannschaft des Berliner Schlittschuhclubs siegreich gestalten. Die Kanadier machten einen etwas überspielten Eindruck, es reichte aber trotzdem zu einem 3:1 (0:0, 2: 0, 1:1) Erfolge über die Berliner. Einzelladungen der Beteiligten finden nicht statt. Beteiligte, die trotz dieser Ladung ohne Entschuldigung ausbleiben, werden mit etwaigen Einwendungen gegen die Notwendigkeit des beanspruchten Eigentums sowie gegen Größe und Grenze des- selben ausgeschlossen. Gießen, den I.März 1933. Hessisches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Krüger. „ 5. „ 1 »f M 6. 1 „ Kiefer 2a- „ 2 „ „ 3b. „ 2 Derbsiangen: Fichte 1.-3. „ 28 b) Brennholz. FichlenLangholz. Los 1. 1a°Klasse 456 Stück - 86,58 km „ 2. lb: — 73,00 „ 73,00 „ 94,45 „ 29,32 „ 7,66 „ Flchken-Derbstangen. Los 7. 1. Klasse 212 Stück - 19,08 fm „ 8. 2. „ 256 „ - 15,36 „ Angebote sind nach Losen pro Festmeter relp. Stück verschlossen, mit Aufschrift ver- sehen, bis zum 13. d. M., nachmittags 3 Uhr, bei uns einzureichen, wo alsdann die Oeffnung der Angebote erfolgt. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Mit Abgabe des Angebots unterwirft sich der Käufer den Derkaufsbedingungen. Leihgestern, am 1. März 1933, Bürgermeisterei. ^gai^nVs9' und Stoll, Derch» I laufen/wurden inÄem Winte^verMedent- —________ I ^ch verbessert. Norwegen hat wiederum seine Hohleiche, 555 qm, Flur XXXVIII, Nr. 374, Wiese auf der Hohleiche, 509 qm. Der Plan aus dem die Lage des zu enteignenden Geländes ersehen werden kann, sowie der Antrag und die übrigen nach Artikel 23 des Enteignungsgesetzes erforderlichen Nachweisungen liegen in der Zeit vom 4. bis 17. Mär, 1933 einschließlich auf Zimmer 15 des Stadthauses, Gießen, Bergstraße 20, während der üblichen Ge° schaftsstunden zu jedermanns Einsicht offen. Zur Verhandlung über den Plan die Entschädigung sowie Beschlußfassung 'über die Enteignung wird Tagfahrt vor der Lokalkommission auf Mittwoch, den 22. März 1933 8/4 Uhr vormittags im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes, Landgraf-Philipp-Platz Nr. 3, anberaumt. Die Beteiligten, insbesondere Eigen- tumer, Pächter oder sonstige an den zu enteignenden Parzellen Berechtigten werden hierdurch aufgefordert: a) Einwendungen gegen den Plan bei Meldung des Ausschlusses und An- nähme der Einwilligung in die be- uuspruchte Abtretung oder Beschrän- b) A?iärung auf die angebotene Ent- chadigungssumme bei Meidung der Unterstellung des Angebots, c) Anträge auf Ausdehnung der Enteig- nung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, d) Anträge auf Aufrechterhaltung be- stehender Lasten (Artikel 19 des Ent- dgnungsgefe6e6) bei Meidung des Ausschlusses mit solchen. o o te s> « s <3 *-» Äset r> w Q E E -- <3< O K O 8 M to g sO r- o •O solcher Ehrfurcht ■E e E ® B u c CD 9 o o 53 o s^y. E E ® c «i E 53 E s E E c o jp2£ TZ ß« zd *« S ,ri "cd-o e2 :QS B E c £ 53 a E "EtQ .5 L -«'S LS i> = e: - s®’ -53 v ^WE, <2 ■?- “ 1 c=-t CZj- ^Ea E EE EL. c o • S-2 cd. ~2'B‘ £ «53GZ. Z.SE = :c53^- . = - CD E — •£> E — . — -- =-r» -b SS o JE O E 05 JO ». 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