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S" sz Sir3?*9 @5-52 aas 85 s- -- z (4 X.l2-fte/'>3 fi5a ft.p??^ 2S* »8 2 2 5 »^rs = --X h?2—2» ö3 5 £'8*3wSa5.weÄ? D S-fft c » fl 5 0," 2 ^^Sftä^f3 • 2 "25§^2 pM ir- ••'s" 2.22'"§■'*5^2 srö*'i-y§5wää » 2 c?® 2.$ - -"§8-5 ft 3 ■?2 O (p rf L^ZZrp 5‘q.o'p2" s-I5K qS< psa5a?-- S-Z5I-"--« »sssyrf -1 c »L s 57 dyoftCDT -2®e§ 2ft2?n»5 ^^ZMsWZz 0 •-*■ O Ur.w^* * — — o o J2n*«5* *•* «r »23 n f32§as?%*a?l| • ST'O'E L ,C 23 P2 5^2 -;e IXn C » ?2 o 5 —C - ZL""L^3k5--® Nr.207 KrübauSsabe 183. Zahrgang Dienstag, 5. September 1955 Der Mnberger Parteitag im Echo des Auslandes und Treibens. der Stadt ein festliches Raffensrage und ettpropaganda das Ausland wolle wis- Philosophie nicht auch, Außenpolitik anwendcn behauptet natürlich, der natismus der Revolution Philosophie genügen, aber sen, ob Deutschland diese wenn es könne, auf die Ein Vortrag des HeichöpropagandaminisierS Dr. Goebbe s aus dem Nürnberger parteikongrcß. Unnötige Angstpsychose in Belgien. Brüssel, 4. Sept. (TU.) Die gesamte belgische Presse widmet drei Tage lang den Telegrammen aus Nürnberg den ersten Platz. Die „Independe n c e Belg e" gibt zu, daß keinerlei Ausfälle gegen andere Länder oorgekommen sind. In den meisten Blättern wird der Satz aus des Kanzlers Rede: „Deutschland hat es nicht nötig, neue Lorbeeren auf Schlachtfeldern zu suchen" als beruhigende Versicherung hervorgehoben, denn im allgemeinen ist die Angst vor einem angeblichen kriegerischen Unternehmen Deutschlands groß. Das verspürt man auch in den Kommentaren zu Nürnberg. Der „Standard" widmet dieser Angstpsychose einen großen Artikel, in dem es zum Schluß heißt, es sei wahr, daß cipe Angstpsychose vor Deutschland und auch etwas vor Italien bestehe. Selbstbeherrschung, sorgfältige Vermeidung dessen, was zur Panik führen könnte, zusammen mit einer bestimmten klaren Führung der Außenpolitik des unabhängigen Belgien könne in diesen Tagen für Belgien nicht genug empfohlen werden. der die Erklärung des Reichskanzlers gegen den Krieg als „sensationell" bezeichnet, befaßt sich ausführlich mit dem Stand der Ausbildung der S A. Seine Ausführungen find bewußt darauf abgestellt, die SA. als militärische Formation erscheinen zu lassen. Besondere Anerkennung zollt man den Sturmabteilungen, die, obwohl schon 6 Stunden lang auf dem Marsch, stramm einheitlich und rhythmisch marschiert seien. Ihre Ausrüstung habe sich wesentlich verbessert und ihre Uniformen seien tadellos sauber. Ihr Paradeschritt hätte sich mit den Leistungen der besten Garderegimenter messen können. Die „Time s" bringt die Erklärungen des Reichskanzlers, in denen er den Gedanken an einen neuen Krieg ablehnt, wörtlich und unterstreicht besonders auch seine Ausführungen über die europäische Aufgabe, die Deutschland durch die Niederschlagung des Bolschewismus erfüllt habe. Nur der sozialistische „Daily Herald" muß natürlich auch bei dieser Gelegenheit einen Grund zum Angriff gegen die Nationalsozialisten finden. Mangels anderen Materials behauptet er nun, daß nach Ansicht einiger englischer Kreise Deutschland eine Propaganda gegen die Juden in England ins Werk setzen werde. Sronifurtem'main°ilese. Drud und Verlag: vrLhl'sche Unlversitälr-Vuch- und Stchtöruderei R. Lange in Stehen. 8chriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. NSDAP, umfaßte rund 350 000 Sonder- zugsteilnehmer, daneben gleichzeit 1 g rund 120 000 Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs nach Nürnberg, also insgesamt rund eine halbe Million Menschen. Hierzu mußten neben den 470 fahrplanmäßigen Zügen des öffentlichen Verkehrs noch rund 330 Sonderzüge je für Hin- und Rückfahrt gefahren werden. Dazu konnte auch der Güterverkehr ohne irgendwelche Rückstände bedient werden. Bis zur Stunde konnte der gesamte Verkehr in jedem Falle reibungslos abgewickelt werden. Die Durchführung dieser Riesenleistung war nur dank der opferbereiten und dienstfreudigen Zusammenarbeit des gesamten Reichsbahnpersonals unter Führung des für den gesamten Verkehr verantwortlichen Betriebsleiters der Reichsbahndirektion Nürnberg, Reichsbahnoberbaurat Maußer, möglich. Die Emheit der nationalen Bewegung. Reichsmmifter Lcldte scheidet hochbefriedigt von Nürnberg. Nürnberg, 4. Sept. (CNB.) In einer Unterredung mit dem Vertreter des „Acht-llhr-Blatles" erklärte Reichsminister Seldte u. a.: „Wir erlebten eine sehr geschickte Dokumentierung von deutscher Kultur, Politik, Wirtschaft und des starken Wehrwillens unseres Volkes, das keine Lust hat, länger ein zweitrangiges Volk zu sein." Er sei überaus begeiftert von der Zusammenarbeit des Stahlhelms und der S A. und habe eine ganz große Harmonie in der Führung feftge» stellt. Er scheide von Nürnberg außerordentlich befriedigt und in der festen Ueberzeugung, daß j e tzt d i e ganze nationale Bewegung a b - f 0 I u t einig sei. Der Minister sprach sich sehr begeistert über die Persönlichkeit des Führers aus, den er immer mehr schätzen lerne. Das Kabinett arbeite mit einem starken Schwung, was wohl seinen Grund darin t)abe, daß hier lauter Frontsoldaten s i ch zusammengefunden hätten. Der soziale Einschlag des Reichskabinetts komme wohl daher, daß die Kabinettsmitglieder alle an der Front gestanden hätten und hier Kameradschaft in ihrer letzten Wirkung kennengelernt hätten. Diese innere Fürsorge, die jeder einzelne als Kompagnieführer oder als Offizier gezeigt habe, übertrage sich heute auf den ganzen Stab. (fcr|d)etni tägltd), autzei Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle ntonatvBeiagsprels: Mit 4 •Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschllifse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Hieben. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°, mehr. Chefredakteur: Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein undfürdenAn- zeigenteil i.B.TH.Kümme! sämtlich in Gießen. eine „rn i l i t a r i st i s ch e" Kundgebung hinzustellen, obwohl sie natürlich — wie beispielsweise „Petit Parisicn" — nicht umhin können, anzuer- fennen, das Reichskanzler Hitler in seiner Rede betont hat, die Veranstaltung trage keinen kriegerischen Charakter. Am stärksten tritt dieses verfehlte Bemühen im „M a t i n" zutage, der von einem eindrucksvollen Fortschritt für die Organisierung einer wahren Streitmacht spricht. Der Fa- " könne Deutschland als GietzeimAilzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Nürnberg, 2. Sept. (WTB.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels sprach auf dem großen Parteikongreß über „Rasjensrage und Weltpropaganda". Er führte u. a. aus: Die nationalsozialistische Revolution ist ein typisch deutsches Erzeugnis gewesen. In ihrem Umfang und in ihrer historischen Tragweite kann sie nur mit den ganz großen Vorgängen in der Geschichte der Völker verglichen werden. An ihrer Wiege stand der Versailler Unfriedensvertrag. Not, Arbeitslosigkeit, Verzweiflung und Verfall gaben ihr auf ihren wechselvollsn, durch alle Höhen und Tiefen führenden Weae das Geleit. Die Demokratie, die in einem überspitzten und heute fast grotesk anmutenden Parlamentarismus ihre letzte und sinngemäße Ausdrucksform fand, gab das Tummelfeld ab, auf dem die nationalsozialistische Bewegung zur Macht emporstieg. Der Nationalsozialismus ist als Idee wie als Realität die bewußte Gegenwehr gegen die Auswüchse des Liberalismus. Die Tatsache, daß in Deutschland die Demokratie durch ein neues Autoritätsbewußtsein abgelöst wurde, daß der Liberalismus unter den Schlägen der nationalen Erhebung zusammenbrach, daß Parlamentarismus und Parteienstaat für uns überwundene Begriffe zurückerobern zu können. Diese Hoffnung allerdings ist nicht nur trügerisch, sondern sie birgt auch für das Judentum eine Reihe von schwerwiegenden und bedrohlichen Gefahren^ sich; denn es konnte nicht vermieden werden, daß bei Aufrollung dieses Problems nicht nur sein Wider, sondern auch sein Für in der ganzen Welt zur Debatte gestellt wurde, daß damit die Diskussion selbst einen Umfang annahm, der in der näheren und weiteren Zukunft für die ganze jüdische Rasse äußerst unangenehme Folgen nach sich ziehen kann. Richard Wagner nannte den Juden einmal den „plastischen Dämon des Verfalls" und Theodor Mommsen meinte nur dasselbe, wenn er in ihm das Ferment der Dekomposition sah. Ihm gegenüber steht der arische Mensch als schöpferische Gestalt. Es mag der Wesenheit des Juden eine gewisse Tragik zugrunde liegen; aber es ist nicht unsere Schuld, daß diese Rasse auflösend unter den Völkern wirkt und deshalb eine ständige Gefahr für innere und äußere Sicherheit darstellt. Die Wefensverschiedenheit der beiden Rassen hat vor allem in den unruhigen Zeiten der Novemberjahre zu immer sich wiederholenden Explosionen geführt. Es ist durchaus nicht an dem, als machten wir den Juden zum alleinigen Hauptschuldigen an der deutschen Geistes- und Wirtschastskata- strophe. Wir kennen alle die anderen Ursachen, die zum Verfall unseres Volkes führten. Aber wir haben auch den Mut, feine Rolle in diesem Prozeß zu erkennen und beim Namen zu nennen. Nimmt man die Ueberfrembung des deutschen Geisteslebens durch das internationale Judentum, fein Ueberwuchern der deutschen Justiz, die chließlich dahin führte, daß in der Reichshaupt- tabt nur jeber fünfte Jurist ein Deutscher war, )ie Durchsetzung ber Aerzteschaft, bie Vorherrschaft in ben Universitätslehrkörpern, kurz unb gut bie Tatsache, daß fast alle aeiftigen Berufe ausschlaggebend von Juden bestimmt wurden, — so wird man zugeben müssen, daß kein Volk von Selbstachtung solches aus bie Dauer ertragen hätte. Es war nur ein Akt ber beutschen Wieberbesinnung, baß bie Regierung ber nationalsozialistischen Revolution auch auf diesem Gebiet Wanbel schuf. I m Auslanbe ist man sich vielfach über bie eigentlichen Ursachen ber beutschen Iubengesetz- gebung im Unklaren. Am überzeugenbsten wirken hier bie Zahlen. Man braucht nur ben Prozentsatz bes Iubentums an unserem Richter-, Aerzte, Journalisten- unb Hochschullehrerstanb ins Feld zu führen, um jeden objektiven Ausländer von ber Zwangsläufigkeit unseres Hanbelns zu überzeugen. Trotzbem waren wir zu Beginn unserer Arbeit in ber Reserve geblieben. Wir hatten Wichtigeres zu tun, als im Augenblick eine Weltfrage von biefer Tragweite aufzurollen. Uns lag keineswegs baran, mit einer so schweren Vorbelastung an bie Lösung ber großen Zeitprobleme, bie Deutschland) bewegten, heranzugehen. Daß es aber anbers kam, lag ausschließlich am Iubentum. Seine geistigen Wortführer, bie sich ehe- dem vor ber Welt als unsere Repräsentanten auf- gespielt hatten, gingen nun über bie ©rennen, um vom sicheren Port bes Auslandes aus jene Hetze fortzu setzen, bie sie bei uns 14 Jahre lang gegen bas nationale Wiebererwachen unseres Volkes getrieben hatten. Man versuchte, ben beutschen Wieberausbau durch einen groß angelegten Weltboykott in Schwierigkeiten zu bringen unb bamit am Gnbe erfolglos zu machen. Die alten Requisiten ber Kriegshetze gegen Deutschland wurden aus dem Arsenal der Weltpropaganda wieder hervorgeholt. Selbst seriöse Blätter des Auslandes, die sonst Wert auf Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit legen, konnten sich diesem konzentrischen Feldzug gegen das neue Deutschland kaum entziehen. Auch sie mußten mit den Wölfen heulen. Wenn wir in dieser kritischen Zeit zum letzten Mittel des Gegenboykotts griffen, wenn dabei die in Deutschland verbliebenen Rassegenossen materiellen Schaden erlitten, so können sie sich bet ben ihnen Gleichgesinnten bebauten, die jenseits der deutschen Grenze unserem Aufbau Schwierigkeiten bereiten wollten, dabei aber tatsächlich ihre eigene Rasse in wirtschaftliche Bedrängnis führten. Keinem Juden ist in Deutschland ohne Grund ein Häärchen gekrümmt worden. Unser Boykott war nur ein Akt der Notwehr; aber selbst er wurde, wie das auch bie Welt anerkennen mußte, in einer vorbilblichen Disziplin ohne Terror unb ohne Blutvergießen burch- geführt. Viele kluge Iuben haben beizeitenerkannk, was bamit angerichtet würbe, vor allem bie in Deutschland) verbliebenen, bie ja am unmittelbarsten betroffen waren. Sie haben mit laut vernehmbarer Stimme gewarnt. Allerdings konnten sie sich nicht gegen bie Ueberheblichkeit ihres rabifalen Flügels durchsetzen unb mußten beshalb am Enbe wohl ober übel ben Dingen ihren Lauf lassen. Dieser ra- bitale Flügel hat bem gesamten Weltjudentum unb seiner Vormachtstellung einen außerordentlich schweren Schlag versetzt. Er erst hat das Juden- Problem zur Debatte ge ft eilt, und wo es debattiert wird, können bie Folgen für feine Träger nur verhängnisvoll sein. Die Stärke des Judentums liegt in seiner Anonymität; verläßt es sie, dann wird es nur Schaden nehmen. Wie rat- unb ausweglos bie Enge ist, in bie bas Weltjubentum burch bie Vorstöße seines rabitalen Flügels hinein- manöoriert worben ist, bafür gibt der letzte Zi 0 - nistenkongreß in Prag einen drastischen Beweis. Wenn sich der eine der vielen jüdischen Richtungen nicht einmal mehr unter sich einig ist, wenn sie sich nur noch in fruchtlosen Debatten ergeht, bann ist bas ein Zeichen bafür, baß bie jüdische Vormachtstellung überall im Wanken begriffen ist unb baß ihre Erschütterung bereits ihre Folgen im Iubentum selbst zu zeitigen beginnt. würben, ist für bie ganze Deutschlanb umgebenbe Welt ein Signal. Eine neue Autorität hat sich in Deutschlanb auf allen Gebieten bes öffentlichen Lebens burchgefetzt. Der Gleichheitswahn, ber in ben politischen Parteien seine krasseste Form ge- funben hatte, würbe zertrümmert; bas Prinzip ber Persönlichkeit stieg auf über bem Massenunsinn. Aus schweren und schmerzvollen Geburtskrämpfen erhob sich die geeinte deutsche Nation. Es gab niemals in der Geschichte eine Revolution, die sich unblutiger, disziplinierter und geordneter abgespielt hätte, als die unsrige. Wenn wir bie Jubenfrage praktisch zu regeln versuchten unb bamit bas Rassenproblem in unserem Staate zum ersten Male in ganz Europa gesetz- mäßig in Angriff nahmen, so folgten wir hierin nur bem Zuge ber Zeit. Dabei ist bie Abwehr ber jübischen Gefahr nur ein Teil unseres Planes unb unseres Zieles; wenn sie in ber Weltbis- kussion über ben Nationalsozialismus zum einzigen unb hauptausschlaggebenben Thema erhoben würbe, so liegt bas nicht an uns, fonbern am Iubentum selbst. Es hat versucht, bie Welt gegen uns mobil zu machen, immer in ber heimlich genährten Hoffnung, das verloren gegangene Terrain Abschied von Nürnberg Nürnberg, 4. Sept. (TU.) Nürnberg bot am Montag, obwohl bis 13 Uhr 223 Sonderzüge die verschiedenen Bahnhöfe verlassen hatten, noch immer das von den Tagen des gewaltigen Massenaufmarsches gewohnte Bild reg ft en Lebens ~ *' Noch gab die braune Uniform iches Gepräge, wozu die bei- Starker Eindruck in Paris. Militärische Hirngespinste in der Presse. Paris, 4. Sept. (TU.) Am Montag bringt die Pariser Presse spaltenlange Berichte über den Abschluß der Nürnberger Parteitagung und bie letzte Rede des Führers. Aber es fehlt fast gänzlich an eigenen Stellungnahmen. Das „I 0 u r - n a l" schreibt, man hätte erwartet, daß Hitler angesichts der Beunruhigung (?), die die riesenhafte Kundgebung im Ausland ausgelöst habe, einige beruhigende Erklärungen abgeben und sich vielleicht direkt a-n das Ausland wenden würde. Man hätte auch erwartet, daß er mit einigen Worten bie österreichische Frage streifen würde. Doch nichts derartiges habe sich ereignet. Der Führer sei nicht der Auffassung gewesen, daß eine Erörterung der Außenpolitik notwendig sei. Im übrigen ergeht sich der Sonderberichterstatter des Blattes in Lobreden über bie vorzügliche Disziplin unb bie Begeisterung ber Nationalsozialisten. Er könne, so betont er, noch 100 Jahre leben, ohne jemals bie Einzelheiten bie» Jcr Massenkunbgebung zu vergessen. Das Menschenmaterial, bas an ber Nürnberger Versammlung beteiligt gewesen sei, habe von Kraft, Disziplin unb ßebensfreube g e st r 0 tz t. Er, der Berichterstatter selbst, wäre unbebinat begeistert gewesen, wenn eine berartige Kundgebung unter einem anberen Himmel unb unter anberen Um- ftünben abgehalten worben wäre. Gegenüber ben Ausländern feien alle Teilnehmer von einer a b - foluten Korrektheit gewesen. Andere Blätter bemühen sich, bas Ereignis als spiellos schöne Ausschmückung, bie bis zum nächsten Sonntag beibehalten wirb, erheblich beiträgt. Von überall her zogen aus ben Stanbquartieren, Schulen, Fabriken unb Sälen bie geschlossenen Trupps mit Musik unb Gesang zu ben Bahnhöfen, herzlichst von ber Nürnberger Bevölkerung unb von ben eigenen Kameraden aus anderen Gauen begrüßt. Die Amtswalter strömten fast ohne Unterbrechung in langen Kolonnen bem Hauptbahnhof zu, währenb SA., SS. unb H I. aus ihren Zeltlagern zu den Eisenbahnstationen in Nürnbergs näherer und weiterer Umgebung marschieren. Zug um Zug rollte bann aus ben Hallen. Es ging roicber in bie Heimat, in bie man unvergeßliche Erinnerungen an erhebenbe Tage unter dem Siegeszeichen des Hakenkreuzes mitbringt. Auch viele geschmückte Last- wagen befördern die Tagungsteilnehmer zurück. Schnell läßt man sich in Gruppen ober einzeln an ben Sehenswürbigkeiten ber Stabt, besonbers häufig an ben Wallmauern bes Stabtgrabens, photographieren. An allen Ecken unb Enben verkaufen Hänbler Postkarten mit Ansichten von ben Veranstaltungen bes Parteitages. Wer noch Zeit hat, läßt sich bie Gelegenheit nicht nehmen, bie Burg unb alle bie vielen anberen bemerkenswerten Stätten ber alten Stabt zu besuchen. Auch bie von ber Reichsbahn unb Reichspost veranstalteten stark ermäßigten Sonberfahrten zu ben Sehenswürbigkeiten in ben Stabten Nordbayerns erfreuen sich regster Anteilnahme. Die letzten Sonberzüge werben im Laufe bes Dienstagnachmittag abgehen, öte größte Transportleistung ber Reichsbahn. Rund eine halbe Million Menschen befördert. ■Berlin, 4. Sept. (TU.) Die Reichsbahnbirektion Nürnberg teilt mit: Wohl bie größte Transportleistung, bie bie Reichsbahn feit ihrem Bestehen im Personenzugverkehr zu bewältigen hatte, ist nunmehr fast vollzogen. Der An- unb Abmarsch ber Tagungsteilnehmer am Reichsparteitag 1933 ber geant" schreibt, bas erwachte junge Deutschlanb marschiere jetzt Hanb in Hanb mit bem alten Deutschlanb. Diese herrliche Feier habe Hitlers Triumph be (tätigt; man müsse erklären, daß viele noch zögernbe Elemente jetzt überzeugt feien unb sich bem Kanzler angeschlossen haben. Hitler habe in Nürnberg seinen größten Sieg baoongetragen. polnische Haßaesänge. Warschau, 4. Sept. (TU.) Der meistgelesene .Krakauer I l l u st r i e r t e Kurie r" hat dem Nürnberger Reichsparteitag an (citenber Stelle einen umfangreichen Artikel geroibmet, worin er — wie könnte es auch bei biefem Blatt anbers sein — zu bem Schluß kommt, daß biefer Parteitag nur ein Glied in der Kette sei, eine „3 u e r ft psychologische und dann physische M 0 - bilmachung und kriegerische Erhebung der 80-Millionen-Masse des deutschen Volkes vorzubereiten". Im Anschluß daran heißt es: „Es geht darum, das ganze deutsche Volk in seiner ungeheuren Masse zu einer Lawine zusam - rnenzusch weißen, deren Sturz keine organisierte Macht auszuhalten vermag." Das Warschauer Schwesterblatt „K u r j e r P 0 r a n n y" hat gleichfalls c«i leitender Si*Ue unter der Ueberschrift „Die Mobilisierung des Fanatismus" einen Artikel über Nürnberg veröffentlicht, worin es den niedrigsten Haßinstinkten freien Lauf läßt unb ben Parteitag nur in einem von Minderwertigkeitskomplexen verzerrten Blickfeld beurteilt. Er f?i Ausfluß einer „beispiellosen Barbarei unb Rückfall in bie dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte". In diesem und noch übleren Ton geht es in bem Artikel weiter. Oer Widerhall in London. London, 4. Sept. (TU.) Die Londoner Presse ist gefüllt mit spaltenlangen Artikeln über den letzen Tag des Reichsparteitages, auf dem, wie die ,M 0 rningp 0 ft" sagt, die vielen eindrucksvollen -eiern ihren Höhepunkt in der Begeisterung ler Jugend fanden. Wenn es auch an eigenen Kommentaren der Londoner Presse noch fehlt, so läßt sich doch erkennen, daß bie frieblieben» Len Erklärungen bes Reichskanzlers «inen .starken Einbruck gemacht haben, «selbst bie liberale „News Chr 0 nicl e", bie fstnst voller Befürchtungen über bie angeblichen Kriegsgelüste des neuen Deutschland war, gibt fett gebriiitt die Auffassung wieder., daß Hitlerjeben iriegerischen Ehrgeiz ablehne unb keinerlei neuen Lorbeer in einem Kriege gewinnen Dolle. „Daily Mail" spricht von der nationalen Begeisterung von Hunderttausenden, die sich bis zum Fanatismus gesteigert habe. SA. und Stahlhelm hatten ungeheure Fortschritte in Strammheit und Leistungsfähigkeit gemacht. — „Daily Expre ß", werde. Auch „Figaro . , letzte Tag des Parteitags habe militärischen Charakter getragen. Unter ben sozialistischen Tenbenz- blättern tut sich bas Gewerkschastsblatt „Le Peupl e" burch seine Hetze unb bie Schärfe feiner Ausdrücke hervor. Die Verteibigung bes Friedens lasse sich nicht ohne ben ftänbigen Kampf gegen ben Faschismus bes Dritten Reiches denken. Der Sonderberichterstatter bes „Intransi - Hinter diesen bewegenden Vorgängen taucht das Rasse Problem in seiner ganzen Schwere auf. Es wird nicht mehr zur Ruhe kommen, bis es von den Völkern Europas gelöst ist. Es wird seine Lösung finden, wenn die Völker in klarer Besinnung ihr eigenes Wohl erkennen und was zu seiner Festigung notwendig ist. Lassen Sie mich zum Schluß noch ein paar Worte über die Maßnahmen sagen, die wir gegen die Gefahren der gegen uns gerichteten Weltpropaganda ergriffen haben und weiterhin ergreifen werden. Eine Weltpropaganda gegen uns wird beantwortet mit einer W e l t p r o p a g a n d a für uns. Die Wahrheit ist immer stärker als die Lüge. Und die Wahrheit über Deutschland wird sich auch diesmal wieder bei allen anderen Völkern durchsetzen, auch in Bezug auf die Rassenfrage. Wir haben das getan was notwendig und damit unsere Pflicht war. Wir brauchen das Urteil der Welt nicht zu scheuen. Sie ist herzlich eingeladen, ihre Wortführer und Vertreter nach Deutschland zu schicken, damit sie sich bei uns davon überzeugen können, wie mutig und unbeirrbar Regierung und Volk an die Arbeit gegangen sind, um die letzten Heb errette des Krieges und der Rooemberrevolte zu beseitigen, um einen Ausgleich der Kräfte herbeizuführen und damit Deutschland die Sicherheit seiner Existenz, seiner Ehre und seines täglichen Brotes zurückzugeben. Wer dieses Volk am Werk sieht, der kann gar nicht an seiner größeren Zukunft zweifeln. Je mehr Ausländer zu uns kommen, desto mehr Freunde des jungen Deutschlands gewinnen wir. Deutschland wird nicht am Rassenproblem zer- sch-llen, im Gegenteil: In seiner Losung liegt die Zukunft unseres Volkes. Wir werden hier, wie auch auf vielen anderen Gebieten, der ganzen Welt bahnbrechend ooranschreiten. Die Revolution, die wir gemacht haben, ist von epochaler Bedeutung. Wir wollen, daß sie in der konsequenten Lösung der Rassenfrage den Schlüssel zur Weltgeschichte findet. Abt Schachte tner feierlich eingeholt. Rosenheim, 4. Sept. (ERB.) Bei der Einholung des der Standarte 4 (Chiemgau) vom Führer in Nürnberg verliehenen Feldzeichens war am Montag früh auch Abt Schachleitner in Rosenheim zugegen. Sonderkommissar Moder teilte mit, daß er am Sonntag im Kloster Ettal im Auftrage der Obersten S2ll-Führung den Abt Schachleitner abgeholt habe, wo er das Heilige Meßopfer zelebriert hatte. Von jetzt ab wird der Abt dank der Bemühungen des Führers Adolf Hitler und des Münchener Erzbischofs Kardinal von Faulhaber wieder täglich das Meßopfer feiern. Abt Schachleitner beglückwünschte zunächst die SA. zu ihrem neuen Feldzeichen und fuhr dann fort: „Ich habe gestern in Ettal nach langen Monaten wieder die heilige Messe vor aller Oeffentlichkeit lesen dürfen. Man hat mir das Recht, Messen zu lesen, wieder zurückgegeben. Kardinal v. Faulhaber hatte sich eigens nach Rom g e wandt, damit mir zurückgegcben werde, was die Verhältnisse mir damals genommen hatten. Dank sei an dieser Stelle auch dem Führer gesagt, der sich meiner so liebevoll angenommen hat." Zum Schluß sprach der Abt: „Der Nürnberger Parteitag gab ein Bild von der Größe und Glorie des Mannes, den Gott der Herr uns geschickt hat, das deutsche Vaterland zu retten. Gottes Segen über ihn, Gottes Segen auch über die ganze Bewegung und über das neue Reich. Gott wolle dem Führer geben, daß er vollendet schaue, was er so glorreich begonnen hat." Be uch beim Tiroler Gauleiter Hofer. Nürnberg, 4. Sept. (TU.) Der „Völkische Beobachter" meldet aus Nürnberg: „Am Samstagabend zu später Stunde besuchte der Stellvertreter des Führers, Pg. Heß, den aus Bozen eingetrof- fenen Gauleiter Franz Hofer. Pg. Heß verweilte längere Zeit im Zimmer des verwundeten Gauleiters und ließ sich von ihm ausführlich über feine Flucht aus dem Innsbrucker G e - fängnis berichten. Zum Schluß wünschte der Stellvertreter des Führers Pg. Hofer alles Gute zur baldigen Wiedergenesung. Gauleiter Hofer ließ es sich nicht nehmen, obwohl er noch nicht in der Lage ist, auch nur einen Schritt zu gehen, sich zum großen SA.-Appell im Lurtpoldhain und zum Vorbeimarsch vor dem Führer am Adolf-Hitlerplatz in Nürnberg transportieren zu las en Er nahm, in einem tiefen Stuhl gebettet, am ganzen Verlauf des Tages lebhaften Anteil. Aenoerunq der Siudetitenrechtsverordnung. Der Reichsinnenminister hat die Unterrichtsverwaltungen der Länder mit Hochschulen ersucht, in ihre Studentenrechtsverordnung eine Bestimmung aufzunchmen, wonach nicht reichsangehörigen Studenten deutscher Abstammung und Muttersprache durch die Zugehörigkeit zur Deutschen Studentenschaft keinerlei Verpflichtungen gegenüber dem Deutschen Reiche oder seinen Ländern auferlegt werden, die mit den Pflichten gegen das Land ihrer Staatsangehörigkeit unvereinbar find. Dies gelte insbesondere hinsichtlicht der Erziehung der reichsangehörigen Studenten zur Einordnung in die Volksgemeinschaft durch Arbeitsdienst, Leibesübungen usw. * Wie der Reichsführer des NSDStB., Stäbel, mitteilt, entspricht die vor einigen Tagen erfolgte Mitteilung, daß Studenten, die in Oe st erreich zu studieren beabsichtigen, die 1000 Mark Ausreise gebühr nicht zu entrichten brauchen, nicht den Tatsachen. Es wurde lediglich an das Reichsinnenministerium mit der Bitte herangetreten, die Ausreisegebühr für die nach Oesterreich reisenden Studenten zu erlassen. Aus aller Welt. Großfeuer im Duisburger Hafen. Am Montagnachmittag brach in den Spcicherei- anlagen der Rheinisch-Westfälischen Speditionsgesellschaft im Duisburger Binnenhafen em euer aus, das mit rasender Geschwindigkeit um sich griff. Schon kurze Zeit nach der Entdeckung des Feuers bildete das große Lagerhaus ein einziges Flammenmeer. Das Lagerhaus dürfte vollkommen ausgebrannt fein und ist bereits zum Tell eingestürzt. Auch zwei angrenzende Wohnhäuser, die von den Bewohnern schleunigst geräumt werden mußten, und mehrere Holzlagerschuppen wurden von dem Brand stark in Mitleidenschaft zogen. Die Duisburger Städtische Feuerwehr un ' Freiwilligen Feuerwehren der Stadt und L Umgebung waren mit allen verfügbaren Kräften i.üt der Bekämpfung des Riesenbrandes beschäftigt. Der Verkehr nach Ruhrort mußte vollkommen eingestellt werden, lieber die Ursache des Feuers ist noch nichts bekannt, wie auch über die Höhe des zweifellos sehr großen Schadens noch nichts gesagt werden kann. Einige Feuerwehrleute und. SA.-Männer haben sich Rauchvergiftungen zugezog n. Nationalsozialistische Arbeitsgemeinschaft der hausbesitzervereine. Unter Führung des langjährigen Mitgliedes der NSDAP. Jesgars, der feit Jahren der Haus- und Grundbesitzeroercinigung Lichterfelde angehört, hat sich eine Nationalsozialistische Arbeitsgemeinschaft der Haus- und Grundbesitzervcreine gebildet, die den Zweck hat, innerhalb der Organisationen des Hausund Grundbesitzes im nationalsozialistischen Sinne zu wirken und vor allem eine Kerntruppe zu schaffen, die in der Lage ist, maßgebend die Führung der Haus- und Grundbesitzerorganisationen zu beeinflussen und auf diese Weise auch dazu beizutragen, daß die dem Haus- und Grundbesitz noch immer anhaftenden Folgen marxistischer Mißwirtschaft schnellstens beseitigt werden. Es finden Schulungsabende der Arbeitsgemeinschaft zunächst für Die an führender Stelle innerhalb der Berliner Haus- und Grundbesitzerorganisationen stehenden Männer statt. 6. Deutscher Zahnärztetag in Breslau. Zum 6. Deutschen Zahnärztetag, der vom 1. bis 3. September in Breslau abgehoben wurde, hatten sich etwa 1000 Zahnärzte und Vertreter der niedi- zinischen Wissenschaft aus dem ganzen Reich und den deutschen Gebieten jenseits der Reichsgrenze in Breslau zusammengefunden. Eine große Reihe von Vorträgen anerkannter Führer vermittelten den Teilnehmern neue Anregungen und neue Wege, wie sich die ärztliche Kunst im nationalsozialistischen Sinn in den Dienst der Volksgemeinschaft zu stellen habe. Den Höhepunkt der Tagung und zugleich ihren Abschluß bildete am Sonntagoormittaa eine nationale Kundgebung d e r deutschen Zahnärzteschaft in der Breslauer Technischen Hochschule. In der Aula hatten sich außer den Tagungsteilnehmern eins Reihe von Vertretern der Behörden ' eingefunden. Nach Begrüßungsworten des Vorsitzenden des Ortsausschusses Professor Dr. Euler setzte sich der Reichsführer der Deutschen Zahnärzteschaft, Dr. Stuck- Leipzig für die wissenschaftliche Ausbildung aller den zahnärztlichen Berus Betreibenden ein und rief die deutsche Zahnärzteschaft auf, sich gemäß dem Nürnberger Manifest des Führers ganz in den Dienst der deutschen Volksgemeinschaft zu stellen. Der Leiter des Amtes für ärztliche Aufklärung und Propaganda, Dr. med. Grosz- Berlin forderte die deutschen Zahnärzte auf, einen Schlußstrich unter das vergangene Zeitalter zu ziehen, das nicht nur innen- und außenpolitisch das deutsche Volk zugrunde gerichtet habe, sondern vor allem auch seine Seele vernichtete. Stolz, aber auch demütig vor dem großen Gesetz des Blutes soll die deutsche Ärzteschaft im gläubigen Vertrauen dem Führer aus seinem Wege zu den großen völkischen Zielen folgen. Fünf hitlerjungen vom Auto überfahren. In Holzheim bei Neuß (Rheinprovinz) ereignete sich ein schweres Derkehrsunglück. Ein Kraftwagen, der mit großer Geschwindigkeit herankam und eine Kurve nicht mehr nehmen konnte, ü b e r- suhr fünf Hitlerjungen, Darunter einen Teilnehmer an Der KunDgebung Der HitlerjugenD in Nürnberg. Alle fünf würben erheblich verletzt, einer von ihnen so schwer. Daß er balD Darauf g e • ft o r b e n ist. Der Führer Des Wagens, Der betrunken gewesen fein soll, wurDe festgenommen und der Wagen beschlagnahmt. Sinnlose Autoraserei. Auf Der Staatsstraße bei Weilheim in Oberbayern geriet ein mit fünf Personen besetzter ausländischer Kraftwagen, der mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometer (!) fuhr, aus Der Fahrbahn über Die Böschung in den Straßengraben und überschlug sich dreimal. Die Insassen des Wagens, drei Herren und zwei Damen, sämtlich Amerikaner, wurden, zum Teil schwer, verletzt und mußten ins Weilheimer Krankenhaus eingeliefert werden. Es handelt sich um den Richter Henry Robert, feine Ehefrau, feine beiden Söhne und ein Fräulein B r a u l y. Frau Robert und Fräulein Brauch schweben in Lebensgefahr. Die Herren tarnen mit leichteren Verletzungen davon. Eine Selbstmörderin verursacht schweres Unglück. In der Hofwohnung eines Hauses im Osten Berlins wurde Die 37jährige Buchhalterin Schirmte durch G a s vergiftet tot auf- gesunden. In Der Darüber gelegenen Wohnung wurDe Durch Das einströmende Gas die 40jährige Ehefrau Else Wacka aetötet. Deren Ehemann und die zu Besuch weilende 38jährige Marie Ger- t a ch aus Ostpreußen wurden schwer vergiftet. Bei beiden besteht jedoch keine unmittelbare Lebensgefahr. halbverhungert aufgefunden. In der Buchheide bei Templin (Brandenburg) wurden in einer Höhle der 62jährige Arbeiter Emil B e h m l e r und dessen 67jährige Ehefrau Anna, beide in Templin wohnhaft, halbverhungert und hilflos aufgefunden. Sie waren bereits feit einer Woche bei Der Polizei als vermißt gemelDet. In Der verlassenen Wohnung hatte Die Polizei Briefe gefunden, die darauf hinwiesen, daß das Ehepaar gemeinsam aus Dem Leben scheiden wollte. Sie hatten sich daher in das Dickicht Der BuchheiDe begeben und wollten hier so lange ohne Nahrung bleiben, bis sie der Hungertod ereilte. Beide waren völlig erschöpft. Der Ehemann hatte auf einem kleinen Zettel Aufzeichnungen gemacht. Als man ihm Diesen abnehmen wollte, verschluckte er ihn. Die Eheleute galten als ordentliche, fleißige Menschen, Die mit Nahrungssorgen nicht zu kämpfen hatten. Pulvermagazin in Dublin explodiert. Im Phoenix-Park in Dublin explodierte ein Dort gelagertes Pulvermagazin. Bei Der Explosion wurde ein Mann schwer verletzt und ein großer Teil Der fortartigen Anlagen in einer Aus- Dehnung von 60 Meter Breite und 16 Meter Tiefe vollständig zertrümmert. Das hochstehende Gras fing Feuer. Sämtliche verfügbaren Feuerlöschzüge Der Stadt eilten auf Die Brandstelle. Das Fort liegt inmitten einer Reihe von Hügeln. Einer dieser Hügel wurde vollständig wegrasiert. Es gelang der Feuerwehr, zu verhüten, daß die Flammen sich weiter ausdehnten. Abenteuerliche Atlantikfahrt deutscher Seeleute. Drei deutsche Seeleute — Heinrich Giesel- mann aus Emmerich, Oskar Meier aus Bremerhaven und Reinhard aus Hof — sind mit einer 10-Tonnen-Pacht „Frithjof" von London zu einer Reise über den Atlantik abgesegelt, die sie nach Spanien, Nordafrika, den Kanarischen Inseln, Brasilien, Westindien, Nordamerika, Neufundland und dann wieder zurück nach Europa führen soll. Sie haben die Fahrtdauer auf ein Jahr veranschlagt. Gieselmann und Meier haben bereits eine abenteuerliche Atlantiküberquerung hinter sich. Flucht und Verfolgung amerikanischer Schwerverbrecher. Aus dem bisher als ausbruchssicher betrachteten Toms-Gefängnis in Neuyork entkamen dieser Tage drei Häftlinge, die schwerer Verbrechen beschuldigt sind und Dem Gerichtsverfahren entgegen» sahen. Sie ließen sich an einem aus zusammengeknüpften Bettüchern geDrehten Tau von Der Drei Stockwerke hohen Gesängnismauer auf Die Straße herunter, hielten eine Taxe an unD fuhren Davon. Ihre Flucht war aber beobachtet worben, und bald jagte eine Anzahl Polizeiautos unter schrillen Sirenenklängen durch die engen Gassen Des Chinesen- unD Des Italiener-Viertels. Die in Die Enye getriebenen Flüchtlinge retteten sich schließlich m ein chinesisches Wohnhaus, wo zwei von ihnen von Der Polizei verhaftet wurDen, der Dritte befindet sich einstweilen noch in Freiheit. Südamerikadienst mit Zeppelinen. Die Verhandlungen Dr. Eckeners mit der brasilianischen Regierung wegen eines Südamerika-Dienstes mit Zeppelinluftschif- f e n während Des ganzen Jahres sinD nunmehr abgeschlossen. Für den Bau einer großen Luftschiffhalle gewährt Die brasilianische Regierung eigen in dreißig Jahren zu tilgenden Betrag von drei Millionen Mark. Im Herbst nächsten Jahres wird der Südamerikadienst ausgenommen. — Die Fahrt des Zeppelinluftschiffes zur Weltausstellung in Chikago wird am 14. Oktober angetreten und führt über Pernamduco, Rio de Janeiro, Miami, Akron; auf Der Rückfahrt wird in Spanien eine Landung erfolgen. Verkehrsunglück in Werdau. In Werdau (Sachsen) ereignete sich, wie das „Werdauer Tageblatt" berichtet, ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Lastkraftwagen fuhr in voller Fahrt in einer Kurve an Die Mauer eines Fabrikgrundstücks, an der sich der Kasten mit Aushängen einer Zeitung befindet, Die von einigen Männern gelesen wurDe. Der Kraftwagen fuhr, wahrscheinlich infolge Versagens Der Bremse auf Den Bürgersteig und riß einige Männer um. Dabei wurDe ein Fabrikarbeiter aus WerDau getötet. Ein anderer WerDauer Einwohner wurDe schwer verletzt in Das Krankenhaus eingeliefert; ihm mußte ein Bein abgenommen werben. Ins Krankenhaus mürben ferner, vier Leichtverletzte gebracht. Wieland und die Lufibailons. Zum 200. Geburtstage des Dichters. W i e l a n b s Sebeutung für unsere Kultur, bereu wir uns an seinem Gedenktage wieder erinnern, besteht nicht ausschließlich in seinen dichterischen Werken, sondern wohl mehr noch in seiner schriftstellerischen und erzieherischen Arbeit. Goethe, der sein Wesen und Tun „in Deutschland einzig in seiner Art" nannte, hat daraus hingewiesen, daß das südliche Deutschland, besonders Wien, seine geistige Bildung in wesentlichen Teilen durch ihn erhalten habe. Durch seine v'.elgele- sene Zeitschrift „Deutscher Merkur", die er zum Sammelpunkt des deutschen Geisteslebens bis zum Erscheinen der Zeitschriften Schillers und Goethes zu gestalten wußte, verschaffte er sich einen großen Einfluß und nahm zu allen die Allgemeinheit bewegenden Fragen Stellung. So hat er aus die politischen Anschauungen stark eingewirkt und z. B. als erster in Deutschland die Bedeutung Napoleons erkannt. Er hat sich auch mit der Frage der Luftschiffahrt beschäftigt, als im Fahre 1783, also grade vor 150 Fahren, die ersten D allo n a u f st i e g e die ganze gebildete Welt -in höchste Aufregung versetzten. Aus dem anfänglichen Spötter wurde bald ein sehr einsichtiger Beurteiler dieser Bewegung, deren erst in unserer Zeit verwirklichte Bedeutung er vorausahnte. 2n seinem ersten Artikel über die Luftschiffahrt im „Deutschen Merkur" vorn Fahre 1783 nannte er die neue Erfindung „Aeropetomanie", d. h. „die Sucht, in der Lust zu fliegen“, und der rasenden Begeisterung der Franzosen über Montgolfiers erste Tat, bei der er nur Tiere im Ballon in die Höhe schickte, setzte er einen Dämpfer auf mit den Worten: „Er hat Doch nur einen Hammel, einen Hahn — das alte Sinnbild der Nation — und eine Ente mit Hilfe eines frischen Westwindes eine Luftreise von einer französischen Diertelrneile machen lassen." Aber der zweite Artikel, der 1784 erschien und „Die Aeronauten" überschrieben ist, aeht sehr viel ernsthafter auf die von den Luftschiffern Charles und Robert am 1. Dezem- her 1783 ausgeführten Versuche ein. Er pries diesen ersten Aufstieg von Menschen in die Luft als das Höchste, das Menschenwitz und Menschenkunst seit Erfindung der Wasserschiffahrt vollbracht habe: „Eine Art Luftfahrzeug, dessen bloße Möglichkeit behauptet zu hören nur 6 Monate zuvor jeden großen und kleinen Naturforscher lächeln gemacht hätte, mit der Geschwindigkeit einer vom Winde getriebenen Wolke hoch in den Lüsten daherschwimmen zu sehen — ein so großes, so wunderbares, so schauerliches, so einziges Schauspiel muß in seiner ersten Neuheit, da es alle Spring- federn der Einbildungskraft und des Herzens zugleich spielen macht und alle Arten von Leidenschaft, die das Gefühl des Erhabenen entzünden farm, in eine einzige, nie zuvor gekannte Empfindung zusammenschmilzt, bei jedem, der etwas mehr Seew als eine Auster hat, einen Grad von Entzücken hervorbringen, der nur durch das Wonnegefühl desjenigen übertroffen werden kann, der den Mut hatte, einen solchen Versuch selbst zu wagen." „Herr Charles", so fährt Wieland fort, „der sich in seinem aerostatischen Wagen über 1500 Klafter hoch erhob und nach einer zweistündigen Luftreise neun Stunden von dem Ort, wo er ein» gestiegen war, sich wieder herabließ — ist ein sehr ernsthafter Gegenstand für das Menschengeschlecht. lind da dieser Erfolg nicht das Werk eines geglückten Zufalls, sondern scharfsinnig beobachteter und genau berechneter Naturwirkungen war, so kann man wohl ohne ilebertreibung behaupten, daß der menschliche Verstand seit Fahrtausenden nichts erfunden und zustande gebracht hat, daß von dieser Erfindung nicht verdunkelt würde. Die Wunder dieser Erfindung sind ebenso unabsehbar als die Vorteile, die sich davon über die künftigen Jahrhunderte ausbreiten werden." Es ist ein Verdienst Wielands, daß er sofort die lleberlegenheit der Methode von Charles, der Gas zum Antrieb seines Ballons verwendete, während Montgolfier Heißluft benutzte, erkannt hat. Auch die Lenkbarkeit der Luftschiffe hielt er bereits für möglich. Als dann während der Revolutionskriege der Gedanke auftauchte, die Luftballons zu strategischen Zwecken zu benutzen und Napoleon sich ihrer zu einer Landung in England bedienen wollte, äußerte sich Wieland auch zu diesen kühnen Plänen im Fahre 1797. Ein französischer Professor namens C a r m e s hatte den Vorschlag gemacht, Ballons von ungeheurem llmfang aus Blech zu bauen und sie luftleer zu machen, damit sie eine Armee von 20 000 Mann durch die Luft führen könnten. „Ob die mit so vielem Geräusch angekündigte Landung einer Luftflotte in Großbritannien und Frland gelingen dürfte", bemerkt Wieland dazu, wird die Zeit lehren. Gewiß ist, daß der ausschließliche Besitz einer solchen Luftmarine die französische Republik dem ganzen Erdboden so gefährlich machen würde, daß dieser einzige Grund die sämtlichen übrigen Mächte in die unumgängliche Notwendigkeit sehen müßte, alle ihre Kräfte zu gänzlicher Zerstörung derselben zu vereinigen." Wieland erörtert also bereits hier das Problem der Luftrüstungen, das uns heute in einer allerdings viel realeren Form so sehr beschäftigt. Hirschjagd im Gaueriand. Äon Hans Mebau. Fch bin im O-Zug Hannover—Basel. Neben mir sitzen zwei Herren. Der eine hat einen Becher in der Hand, füllt ihn aus einer bauchigen Korbflasche und trinkt. Der andere hat eine Jagd» tasche auf dem Schoß, und über ihm, im Netz, liegt eine Flinte. „Fa, ja", fängt der Mann mit der Jagdtasche ein Gespräch an (und er hat dabei eine seltsame Art, die Konsonanten durch die Lippen zu zischen), „etwas Besseres als Hirschjagd gibt es nicht." Der zweite Herr seht mit einem Ruck den Decher ab und guckt den anderen überrascht an. „Sie haben recht", sagt er bann, und seine Augen leuchten, „auch ich kann mir nichts Besseres denken. Besonders drüben im Sauerland, und dann an einem heißen, sonnigen Tag — wundervoll!" „Man merkt", lächelt der erste Herr. „Sie wissen genau Bescheid. Im Sauerland sind tatsächlich die Voraussetzungen für Hirschjagd die günstigsten, die man sich denken kann, Unb ich muß gestehen: Ich fahre jeden Sommer 700 Kilometer mit der Bahn, um mich vier Wochen lang diesem einzigartigen Genuß hingeben zu können." „Gratuliere", ruft der zweite Herr, „ich finde das bewunderungswürdig. Aber ist es nicht ein seltsames Spiel des Zufalls, daß sich zwei Menschen, die in so ungewöhnlichem Maße einem doch im Grunde genommen recht wenig populären Genuß huldigen und diesem Genuß zuliebe ausgerechnet ins Sauerland fahren, in der Bahn kennen und verstehen lernen?" „Allerdings", nickt der erste Herr, „das ist recht merkwürdig." „Ich glaube“, lächelt der zweite Herr, „darauf können wir einen Schluck von unserem Lieblingsgetränk trinken." Unb er schenkt dem anderen einen Becher voll aus seiner Korbflasche ein. Der andere trinkt, verzieht ein wenig oas Gesicht (denn es ist ein merkwürdig süßliches Nah, was da durch seine Kehle gleitet), sagt aber nichts. Dann unterhalten sie sich weiter über das ©auer- lanb, über den Wald, über die Kirschenplantagen, die es da gibt, und ihre Augen verraten eine so herzliche unb hemmungslose Hebereinftimmung, wie man sie unter erwachsenen Menschen selten finbet. In Frankfurt verläßt ber erste Herr, nachdem die Karten ausgetauscht sind und ein Wiedersehen vereinbart ist, den Zug. Einen Augenblick ist es still im Abteil. Dann aber kann ber zweite Herr, angeregt wohl durch die lebhafte Unter» Haltung, nicht mehr schweigen. „Vernünftige Ansichten hat er“, sagt er und macht mit dem Kopf eine Bewegung nach ber Tür, durch die der erste Herr gegangen ist. „Kirschsaft, und sauer- ländischer zumal, ist doch wirklich das schönste unb gesundeste Getränk, das man sich denken kann." E.inen Augenblick lang stockt mir ber Atem- „Kirschsaft?" frage ich. unb wie ein Keulenschlag trifft mich bie Erkenntnis, wie wenig Ueberein» stimmung es doch bedarf, um zwei Menschenherzen in vollstem Gleichklang zusammenklingen zu lassen, „der Herr hat doch gar nicht von „Kirschsaft", sonbern von „Hirschjagb" gesprochen —" Nur ber Vollständigkeit halber sei hinzugefügt, daß der zweite Herr fünf Minuten später die Karte des ersten Herrn, bis zur Unkenntlichkeit zusammengeknüllt, aus dem Fenster warf. Tonfilm: „Brennendes Geheimnis.'* Dieser Film Der Deutschen Universal nahm Die Grundlage zum Drehbuch aus einer bekannten Novelle. Die Novelle schilDerte sehr einDringlich, wie ein halbwüchsiger Junge Durch ein erregendes Abenteuer in Der Welt Der Erwachsenen aus Dem ParaDies seiner KinDheit heraus in Den Ernst Des Lebens hineingestoßen wirD. Diese ganz im Psychologischen gegründete Fabel konnte vom Film nicht völlig übernommen roerDen; abgesehen davon, daß der Regisseur Robert S i o d m a k Die Typen Der wichtigsten Figuren nicht unwesentlich geman« Delt hat, ergab sich auch Die Notwendigkeit, Das Problem Durch einige neue Motive zu bereichern, Die übrigens filmisch sehr wirksam entwickelt werben, aber bie ursprüngliche Gewichtsverteilung einigermaßen verschieben. Die in ber literarischen Vorlage rein psychologische Fabel bekommt badurch einen ausgesprochen kriminell gefärbten Einschlag. Auch finb als populäres Zugeständnis einige Liebertexte eingesührt. Die männliche Hauptrolle spielt Willi F o r st, ber sich, abgesehen von einigen Anklängen an seine früheren Aufgaben, sehr gewandt unb geläufig in biefer gar nicht lustspielhaften Umgebung zurechtfinbet. „Die Frau" spielt Hilde W a g e n e r , neuer Name beim Film, zurückhaltend unb bisfret. Hans Joachim Schaufuß, ein frischer, sympathischer Junge, allerbings ganz anderer Typ als in ber Novelle, steht wie ein Erwachsener im Zentrum ber Begebenheiten. Vom Ensemble nennen wir Alsreb Abel, Lucie Höflich, Ernst D u m ck e unb Alsreb Beier 1 e. — Sd,n" N Uni SSs 3lorhh°rQU5iQQenU^ KK. Aus her pnW polize verkeh MH sie von einem aus M Personenkraftwagen erfa strecke M bauernswerte Mädchen e davon. Als Fcherm 18 Jahre alte Lotte Jo Händlers Joseph, in Frac hingen bezüglich der vch geleitet. Das verletzte M gische Klinik. Lrnlervorrale dm In der Nacht zum 3. von 36 Morgen zu eine rene Ernte des Sutspac von Nonnenhof bei Jlbei punkte über die Ursache jetzt nicht vor. Die poche den eingeleitet. Brütfmar gedeckt. Jeflna Huf Grund eines Musfi waltfdjaft Werben wurde Heinrich Weg er aus Sch und dem Amtsgericht zugei KmbauatbeM au Gegenwärtig finden । umfangreiche Umbaue tusbau statt. Im ©ei mit seinen schönen Km war dieser Ku, dessc zweite Hälfte des 16. ; Dem Burgbefucher nicht ersten Stockwerk als f den Burgwirt. Der im L schlechte bauliche Zustan Generalreparatur, die i Tieibergverein, ^cife zu lösen gedenkt, in Raume, die vorwn gangen aller Art die 'ft an eine NutzbS$: ls orbenB^te er J”1*^ -°-i° in $„(,!■ Q*m6 ÄS** ^Wid), fJfrjJ (Bieler, ’Mtvkk !ar Meier r?^~s£ , M Sp^ ylantif ab; "fr ^rchirn 'Afrika, den ZÄLZZL- •«Äff** ?ZMM 1[ W’Qutosi unter schrillen 6in! •äUEftSS* fc"ÄS?ib °ltet wurden, der Dritte btiinbtl noch in Freiheit. metiiabienff mit Zeppelinen. Hungen Dc. Eckeners mit der bra. tgierung wegen eines Ciidame. hs mit Zeppelinlustschis, des ganzen Jahres sind nunmehr ob- ■ir den Bau einer großen Lustschiss- die brasilianische Regierung ein Zeitung besindet, die von einigen ■len wurde. Der Krastwagen fuhr, insolge Versagens der Bremse aus ia und ritz einige Männer um Da J ibritarbeiter aus Werdau getötet Werdauer Einwohner wurde schwel das Krankenhaus emgelchrti> ein abgenommen werden. Ins Man Den serner vier Leichtverletzte gebrach Gießener GA. in Nürnberg. rf Gruppenführer Schmidt, Hanau (Zweiter von links), und Standartenführer Lutter (Erster von links) im Lager der SA. Standartenführer Lutter (vorn links), der Führer der Stanbarte 116 bei der Besichtigung des Feld« küchenbetriebs. — (Sämtliche Aufnahmen: Photo-Pfaff, Gießen.) Aus der provmzialhauptstadi. polizeibencht. Derkehrsunfall. Am 2. September gegen 13 Uhr ereignete sich an der Straßenkreuzung Ludwigstraße / Riegelpsad ein folgenschwerer Verkehrsunfall. Die 16jährige Edeltraut C l a r i u s , Tochter des Studienrats Clarius, Goethestraße 40 wohnhaft, fuhr aus ihrem Fahr- tob durch die Ludwigstraße, Richtung Ludwigs- platz. Beim Ueberqueren des Riegelpfodes wurde sie von einem aus Richtung Aulweg kommenden Personenkraftwagen ersaßt und eine größere Wegstrecke geschleift. Durch den Sturz trug das bedauernswerte Mädchen einen schweren Schädelbruch davon. Als Führerin des Wagens kommt die 18 Jahre alte Lotte Joseph, Tochter des Leder- Händlers Joseph, in Frage. Die polizeilichen Ermittlungen bezüglich der Schuldfrage wurden sofort ein- geleitet. Das verletzte Mädchen kam in die Chirur- gische Klinik. Lrnlervorräte durch Feuer vernichtet. In der Nacht zum 3. September verbrannte die von 36 Morgen zu einem Haufen zusammengefah- rene Ernte des Gutspächters Karl Brückmann von Nonnenhof bei Ilbenstadt vollständig. Anhaltspunkte über die Ursache des Brandes liegen bis jetzt nicht vor. Die polizeilichen Ermittlungen wurden eingeleitet. Brückmann ist durch Versicherung gedeckt. Festnahmen. Auf Grund eines Ausschreibens der Staatsanwaltschaft Werden wurde der 31jährige Arbeiter Heinrich Meyer aus Scharrendorf festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. Llmbauarbeücn auf Äurg Gleiberg. Gegenwärtig finden auf Burg Gleiberg umfangreiche Umbauarbeiten im Alber- lusbau statt. Im Gegensatz zum Nassauer-Bau mit seinen schönen Räumen in beiden Stockwerken war dieser Bau, dessen Errichtung man in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts schätzt, bisher dem Burgbesucher nicht zugänglich. Er diente im ersten Stockwerk als Heu- und Strohspeicher für den Burgwirt. Der im Laufe der Zeiten eingetretene schlechte bauliche Zustand verlangte gebieterisch eine Generalreparatur, die der Besitzer der Burg, der Gleibergverein, nunmehr in praktischer Weise zu lösen gedenkt. Geplant ist die Umwandlung in Räume, die vorwiegend Schulungslehrgängen aller Art dienen sollen. In erster Linie ist an eine Nutzbarmachung für st u d e n t i s ch e Zwecke gedacht, da von jeher das Interesse der Studentenschaft an dieser Heimatburg groß war. Außer eigenen Mitteln stehen dem Verein zur Durchführung seines Planes 2000 Mark Darlehen aus dem Reinhardt-Programm zur Verfügung. Der gesamte Kostenanschlag ist mit 5500 Mark vor gesehen. Die zugemauerten Fenster mit ihren Sandsteinrahmen aus der Seite nach Gießen zu (die Fassade links vom Hauptburgtor) sind bereits freigelegt. Unter fachmännischer Leitung werden die schadhaften Balken, überflüssiges Mauerwerk u. dgl. entfernt; der gewaltige Rauchfang, aus der alten Burgküche aufsteigend, wird überdeckt, während seine Fachwerkumhüllung selbst bestehen bleibt. Nach Erledigung der Maurerarbeiten durch einen Maurermeister von Krofdorf sollen die weiteren Arbeiten im Wege des Jugendnotwerkes geschehen. Es ist die Herrichtung eines S ch u l u n g s - oder Tagesraumes mit Zugang von dem Vorplatz aus in Größe von 9,50X6,20 Meter vorgesehen, feiner ein kleiner Raum für den Leiter von Kursen, ein Waschraum und anschließend die S ch l a f r ä u m e für 22 Betten mit in die Wand eingebauten Spinden. Mit diesem Umbauplan glaubt der Gleibergverein die notwendige Instandsetzung des Albertusbaues am besten und praktischsten zu verwirklichen, gleichzeitig dem In der letzten Gene- ralversammlung zu Paragraph 1 gefaßten Zusatz Rechnung tragend, der lautet: „Es ist besondere Aufgabe des Vereins, im Besitz der Burgruine Gleiberg, völkischen, heimatkundlichen und volksbildenden Zielen zu dienen". Oie Zehntage-Witterungsvoraussagen itn 3uii und August. von den fünf Voraussagen vier in vollem Umfang eingetroffen. Die Zehntage • Wettervoraussagen der Staatlichen Forschungsstelle Frankfurt a. M - Rödelheim wurden in diesem Hochsommer aus Anordnung der Leitung des Norddeutschen Wetler- diensres nicht allgemein veröffentlicht, sondern einer Reihe von meteorologischen und landwirtschaftlichen Gutachtern im ganzen Reich xur abermaligen theoretischen Erprobung im engsten Kreise mitgeteilt. Die Voraussagen hatten wieder Gültigkeit für ganz Norddeutschland westlich der Ober unb ganz Süd- beutschland ohne bas unmittelbare Alpenvorlanb. Im Vorjahr wurden die Prognosen in 14 sich über- schneidenden Zehntagevorhersagen gegeben. Die Prognosen für Juli und August dieses Hochsommers dagegen wurden den Gutachten für fünf aufeinanbenolaenbe Zehnt? stiften zugeleitet. Wie wir aus bunyuus zuverläh^en, gut unterrichteten Gießener SA.-Männer beim Essenempfang an der Feldküche. Vorn links: Truppführer N i e d e r m a y e r, daneben in der Mitte der Führer der SA.-Reserve 116 Gießen Sturmfuhrer Soldan. landwirtschafllichen Kreisen hören, ist das Ergebnis der diesjährigen Zehntagevorhersagen ein die (Erwartungen durchaus befriedigens. Vier von ihnen find im vollen Umfang e Inge t r o f f e n , was bei der besonderen Eigenart des Witterungscharakters dieses Hochsommers bemerkenswert ist, die fünfte Vorhersage traf zum größten Teil zu. Bei dieser abermaligen durchaus zuverlässigen Bewährung der Pros. Baur'schen Voraussagen darf man nunmehr wohl hoffen, und die Landwirtschaft tut dies besonders, daß die Dor- Att-Abonnent! Das Vorrecht auf Deinen alten Stammplatz im Stadttheater läuft am Donnerstag, 7. September, ab! Letzter IHelbdetmin! aussagen vom kommenden Jahr an regelmäßig der weitesten Oeffentlichkeit ohne Einschränkung zur Nutzanwendung zur Der- fügung gestellt werden, zumal sie bei der größeren Ausgabe der deutschen Landwirtschaft als Ernährerin des deutschen Volkes als wesentlicher Faktor der Ertragssteigerung zu betrachten sind Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Brennendes Geheimnis" mit Willi Forst ** Don der Landesunioerfitat. Bon der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Professor Dr. Friedrich Sander an unserer Universität, der einen Ruf nach Jena erhallen hat, Hal auch zu gleicher Zeit einen solchen an unsere Universität als Nachfolger von Prosesior Dr. Messer erhalten. Straßensperrungsnachrichten, mit- geteilt vorn Oberhess. Automobil»Elub E. V. (21. v. 2 ), Gießen: Wegen Ausführung von Gleisarbeiten bei Bahnhof Großkarben wird die Provinzialstroße Kloppenheim —Großkarben (Bahnhof) am 7. September von 6'/r bis 15V* Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über den Setzer- brunnen. Die Strecke Rainrod-Eichelsborf ber Prooinzialftraße Schotten—Nidda wird wegen Ausführung von Walzarbeiten vom 11. September ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Eichelsachsen. , ** Das neue Telephon-Alphabet. Am 1. Oktober tritt die neue Buchstaben-Bezeichnung in Kraft, die im Einvernehmen mit der Reichspost für das ganze Reich Gültigkeit besitzt und auch von allen Behörden einheitlich durchgesührt wird. Die neuen Bezeichnungen sind: für A Anton, für *Ie Aerger, für B Bruno, für C Cäsar, für Ch Charlotte, für D Dora, für E (Emil, für F Fritz, für G Gustav, für H Heinz, für I Ida, für I Jot, für K Kurfürst, für L Ludwig, für M Marie, für N Nordpol, für 0 Otto, für De Defe, für P Paula, für D Duelle, für R Richard, für S Siegfried, für T Toni, für U Ulrich, für Ue Uebel, für V Viktor, für W Wilhelm, für I lantippe, für Y Ypern, für 3 Zet ober Zeppelin. ** Schachklub Gießen 1858. Der erste Werdeabenb bes Schachklubs war gut besucht. Es wurde an zwölf Brettern gespielt. Ein jeder konnte sich seinen Partner wählen und so herrschte zwangloses, geselliges Zusammensein. Der Deremsfuhrer begrüßte die Anwesenden mit kurzen Worten und gab bekannt, daß am nächsten Schachabend an einem Brett die Theorie des Schachspiels gezeigt wird. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich zu diesem Abend noch mehr Damen und Herren ein- finden möchten. Der nächste Schachabend findet am Freitag, 8. September, 20.15 Uhr, im Gewerkschaftshaus statt. Neues von der Autobahn. WSN. Darmstadt, 4. Sept. Die amtliche Pressestelle teilt mit: In den letzten Wochen haben wiederholt ausgedehnte Verhandlungen zwischen den hessischen Behörden (Ministerialabteilungen, Pro- vinzialdirektion, Kreisämter, Stadtverwaltung und andere mehr) stattgefunden, in denen die Linienführung, sowie Anzahl und Umfang der Bauwerke auf der hessischen Strecke von nördlich Bahnhof Mitteldick bis Darmstadt festgelegt wurde. Diese Strecke hat eine Länge von etwa 20 Kilometer. Von der Bedeutung dieser Bauaufgabe kann man sich einen Begriff machen, wenn man bedenkt, daß allein auf dieser kurzen Strecke 18 Wegüberführungen, 6 Provinzialstraßenüberführungen, 3 große Eisen- bahnunterführungen und ungefähr 34 Bachburch- lässe, Plattenburchlässe unb dergleichen ausgeführt werden. Da die Autostraße selbst eine Breite von ungefähr 25 bis 30 Meter besitzt, so stellt also auch bas kleinste dieser Bauwerke immerhin schon eine recht ansehnliche Ausführung bar, und es ist zu hoffen, baß damit recht viele Bauunternehmer und Arbeitslose Beschäftigung finden. Morgen finden die Schlußverhandlungen für diese Strecke statt, so daß dann etwa von Donnerstag ab die Pläne in den einzelnen Gemeinden eine Woche lang aufgelegt werden. In dieser Zeit ist den Beteiligten Gelegenheit gegeben, die Pläne einzusehen und ihre Wünsche und etwaigen Einwendungen bekanntzugeben. Anschließend wird dann, voraussichtlich am 18. September, in der Aula der Adolf-Hitler-Bauschule eine Schlußverhandlung anberaumt werden, bei der nochmals alle Beteiligten zu Wort kommen. Auf diesen Termin wird hiermit einstweilen aufmerksam gemacht. Es wird aber als selbstverständlich vorausgesetzt, daß nur in den allerdringendsten Fällen ir« gendwelche Einwände erhoben werden, damit dann unverzüglich auch auf der hessischen Strecke mit dem Bau begonnen werden kann. Nachdem etwaige Einwände geprüft sind, soll die Entscheidung durch den General- Inspektor für das deutsche Straßenwesen und daran anschließend sofort die Vergebung der Bauarbeiten erfolgen, da von allen Stellen ber größte Wert darauf gelegt wird, daß gerade auch während des Win- ters nach Möglichkeit Beschäftigung geschaffen wird. 33. Verbandstag der Konditoren- Innungen. WSN. Darmstadt, 4.Sept. Im Fürstensaal zu Darmstadt hielt der Landesverband Hessen der K o n d i t o r e n • 3 n n u n g e n , S i tz Darmstadt, seinen 33. Verbandstag ab. Die Tagung war außerordentlich stark besucht. U. a. waren der Präsident des Deutschen Kondi- toren-Bundes, Funk-Kaiser (Berlin), der Führer des Badischen Verbandes S ch u st e r , der Gauführer des hessischen Gastwirtegewerbes Döring, sowie der Kreisleiter der NS.-Hago Schmidt- Darmstadt erschienen. Nach der Ansprache des Landesvorsitzenden Konditormeister W. Barth-Darmstadt behandelte der Bundespräsident Funk- Kaiser insbesondere die Sonntagsarbeit im Konditorgewerbe, die für das Gewerbe eine Existenzfrage darstelle, lieber die Richtlinien des Reichs- einheitsverbandes und die Stellung des Konditorgewerbes mit Ausschank im Hessischen Gastwirteoerband sprach der hessische Führer Döring. Ditz übrige Tagung war dann mit Fachreferaten aus dem Gewerbe, insbesondere über die Arbeitsbeschaffung im kleinen und über den Aufbau des Handwerks, des Handels und Gewerbes und der NS.-Hago ausgefüllt. Die Tagung schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler und dem Horst-Wessel-Lied. Landkreis (Sichen. X Wieseck, 4. Sept Das gestrige Sommerfest des Kindergartens vereinte eine stattliche Zahl von Eltern und Freunden der Kleinen, die unter der geschickten Leitung von Fräulein Becker, Alten-Duseck, allerlei Köstliches in Wort, Sang unb Spiel boten. Dem Dank der Gäste gab Pfarrer Sattler Ausdruck mit herzlichen Wünschen für ein weiteres Gedeihen dieser wertvollen Arbeit — Am Samstag hatte ber „Deutsche Steno» graphenbun d", Ortsgruppe Wieseck, in die „Germania" zu einer Versammlung eingeladen. Der Vorsitzende, cand. phil. Kling, eröffnete die Versammlung und gab seiner besonderen Freude Ausdruck, daß gerade unser Verein so siegreich aus den beiden Wettschreiben in Hungen und Friedberg hervorgehen konnte. Er verteilte sodann die Diplome der Preisträger des Bezirkswettschreibens in Hungen und wies auf das Wesen und die Bedeutung der Einheitskurzschrift im neuen Reich hin, das durch obligatorische Einführung der Steno- graphie in den Schulen seinerseits der deutschen Kurzschrift die verdiente Förderung zu Teil werben läßt. Weiter bestimmte der Vorsitzende eine Neugestaltung des Unterricktsplanes uno die Einführung eines neuen Redeschriftkursus. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer schloß ber Vorsitzenbe fobann bie Versammlung. Gewinnauszvg 5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jebc gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 22. Ziehungstag 2. September 1933 3n der heutigen Vormittaasziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 4 »ctohnte 8e 26000 9IL 168179 176353 4 »ttoinnt in 5000 M. 188087 387713 12 ®«toinn« en 3000 -DL 306769 324811 328178 374164 380659 391567 48 Gewinn, in 2000 M. 11003 30164 68803 62736 97291 104883 123697 145333 147072 169549 163471 197277 200750 210766 211267 221227 235401 236316 291057 312689 330329 338140 371630 384850 100 eu 1000 Olt. 20178 20759 52910 54761 56202 59234 61499 75867 80878 85766 96265 100912 104948 111875 117977 118807 124547 164794 169102 186414 211458 221337 222214 226908 229269 252372 267490 260405 264761 271025 275180 280930 282992 285767 303511 306779 318289 329301 330534 331468 339951 347161 350463 352318 364652 370575 376034 380572 386485 395001 212 »etotnnt en 500 u 3000 M. 26968 114243 158869 160190 175873 221810 301736 355354 364748 367280 34 Gewinn. ,n 2000 M. 21366 121011 168817 162056 182580 202687 227437 234654 241810 246104 271283 292988 336584 339945 359478 372045 392997 100 G«wmn« 1000 M. 8034 8148 15835 19614 26124 26839 26977 28702 39739 45591 94450 106306 109367 126658 143144 147192 147424 160641 164671 166801 174228 178277 180490 189958 190623 192303 192312 193749 218850 221146 226117 230896 232224 234545 241382 261069 262863 304187 305266 311009 311957 318977 319134 341588 344817 347174 357228 370296 384589 392888 98542 121248 160165 200194 234189 275084 294357 331047 364638 396063 98950 124167 161910 203351 235600 278898 303838 334873 371646 396226 99862 127251 173216 209418 242045 285280 309201 348432 372031 398287 104854 132826 175328 220494 248863 285836 313971 353858 372794 113613 134010 190358 226411 249377 287885 317189 354061 375606 59260 96292 116012 153639 194406 229497 265070 291044 328139 361527 378742 150 Gewinn, zn 500 W. 11701 13655 14019 18062 18954 30489 34172 34559 37011 54713 62691 64145 71565 76504 82230 86942 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000 unb 100 Prämien zu se 3000, 2 ®e- winue zu je 500000, 4 zu je 50000, 4 zu je 25000, S^J e 10000, 88 zu je 5000, 222 zu fe 3000, 700 zu je 2000, 1339 zu je 1000, 2194 zu je 500. 6820 zu je 400 W. Ö.J.-fporf Oie Turiner Wettspiele am Montag. Dreimal Deutschland im Rudern. — Viebahn gewinnt das Kunstspringen. Die drei ersten Tage der Turiner Studenten- Weltspiele waren ein würdiger Auftakt dieser großen Öüjmpiabe der Akademiker. Das Programm setzt in seiner ganzen Fülle erst mit dem Beginn dieser Woche ein, und in diesem Abschnitt werden Deutschlands Studenten eine schwere Probe im Kampf gegen die „Internationalität" zu bestehen haben. Am Montag gab es zunächst drei eindrucksvolle deutsche Siege im Rudern. Die deutschen Vertreter starteten in drei Rennen und dreimal gab es einen deutschen Sieg. Der Berliner Dr. Herbert B u h tz holte sich den Einer nach einem scharfen Kampfe überlegen vor der dänischen und der ungarischen Konkurrenz. Zu einem mörderischen Duell zwischen dem deutschen Vertreter Akademischer RE. Berlin und der italienischen Mannschaft kam es im A ch t e r. Die Italiener mußten sich schließlich mit einem Meter geschlagen bekennen. Die Zeit für das deutsche Boot war 5:26,8, die für das italienische Boot 5:27. Drei italienische Siege gab es im Doppelzweier, Zweier mit St. und Vierer „ohne". Die Ausscheidungskämpfe im Schwimmen wurden im offenen Schwimmstadion zu gleicher Zeit fortgesetzt. Im 200 - Meter - Brust- schwimmen kamen alle deutschen Teilnehmer, Ramme, Cuballa und Henkel in die Entscheidung, dagegen mußten unsere Vertreter im 100-Meter- Freistilschwimmen ausscheiden. 3m Kunstspringen gab es ebenfalls einen großen deutschen Erfolg. Siegfried V i e b a h n absolvierte die fünf Kür- und Pflichtsprünge in hervorragender Haltung und lag schon nach den ersten fünf Pflichtübungen klar in Front, um dann sicher mit 165,12 P. vor Cazo» mayou, Frankreich (141,12 P.) und Hody Laszo, Ungarn (141,12 P.) zu gewinnen. Im 400 -Me- ter-Crawlschwimmen holte sich der Italiener Signori die Meisterschaft in 5:12,8 nach hartem Kampfe mit den Ungarn Lengyel, Szaba- dos und Remes, die die nächsten Plätze besetzten. Im z w e i t e n W a s s e r b a l l - S p i e l schlug Italien die englische Sieben knapp mit 2:1. Das erste Treffen gewann bekanntlich Deutschland glatt über Belgien. Die deutschen Leichtathleten, die unter Führung des Darmstädters Ernst S o l l i n g e r stehen, sind bis auf Sievert in Turin eingetroffen. Die Deutschen sind in bester Stimmung und haben auch bereits im Training sehr schöne Leistungen gezeigt, so daß man hier noch mit deutschen Siegen rechnen darf. Oie OT. bei der 50-Zahr-Zeier des Niederwalddenkmals. Der Gau RUllelrhein entsendet fünf Gedenkstaffeln. Aus Anlaß der 50. Wiederkehr der Einweihung des Nationaldenkmals auf dem Niederwald bei Rüdes- heim werden die Turnerfchaften des 9. Gaues Mittelrhein der DT. zum Gedächtnis der gefallenen Helden und im Glauben an des geeinten Deutschlands überwindliche geistige, seelische und inora- lische Kraft am 24. September d. I. eine große Niederwaldgedenkstaffel laufen. Dieselbe geht in einer Sternform von fünf Hauptläufen und mehreren Nebenläufen durch alle Bezirke des großen Gaues hindurch und beginnt an jeweils historischen Punkten. Der Gauvorstand des Gaues Mittelrhein erläßt an sämtliche Vereine des Gaues einen Aufruf, sich restlos und mit ihren Fahnen- abordnungen an der großen nationalen Kundgebung am Denkmal zu beteiligen und erwartet, daß die Turnerschast sich, bewußt ihrer nationalen Tradition nach Jahnschem Geist, Mann für Mann beteiligen wird. Gießener Tennisclub 1922. vezirksmeisler der Klasse B des Bezirks. Bei der am Sonntag ausgetragenen Schlußrunde der Bezirks-Meden-Wettspiele Klasse B konnte der Gießener Tennisklub den Eislauf- und Tennis- Verein Kronberg erwartungsgemäß mit 7:2 Punkten schlagen. Für den Gießener Klub bedeutet dies einen sehr schönen Erfolg, der den alten Kämpen der Sonderklasse zu verdanken ist, die durch die Rückkehr des früheren Spitzenspielers Dr. Kirchner eine wesentliche Verstärkung erhalten hat. Genau wie gegen Bad-Nauheim gewann auch in diesem Wettkampf Gießen sämtliche Herren-Doppel, ein Beweis dafür, daß diese Disziplin Heuer besonders gepflegt worden ist. Bei den Einzelspielen fertigte Dr. Kirchner den Kronberger Spitzenspieler Dr. Körner mit dem glatten Ergebnis von 6:2, 6:1 ab. Lier- hatte in Berkow, der eigentlich an die Spitze der Kronberger Mannschaft gehört hätte, einen starken Gegner, der ihn 6:1, 6:4 schlug. Dr. Fischer gab erst nach Kampf in drei Sätzen den Punkt an Mettenheimer ab. Von Grolmann siegte sehr sicher 6:2, 6:4 über Winter. Dr. Dönges gewann nach Kampf verdient mit 7:5, 6:4 gegen Kadel, während K. Fischer drei Sätze benötigte, um Lüdicke mit 6:1, 2:6, 6:4 das Nachsehen zu geben. Mit einer 4:2-Führung für Gießen begannen die Doppel. Schnell wurde der fünfte Siegpunkt durch bas britte Doppel von Dr. Fischer-Dr. Dönges erzielt, die 6:3, 6:1 über Kabel- Ncubronner siegreich blieben. Ebenso sicher fertigten v. Grolmann-K. Fischer im zweiten Doppel ihre Gegner Mettenheimer-Winter mit 6:2, 6:2 ab. Einen sehr ausgeglichenen und harten Kampf gab es im ersten Herren-Doppel, was schon durch bas Resultat von 7:9, 6:3, 10:8 für Gießen zum Aus- bruck kommt. Dr. Kirchner-Lier erwiesen sich gegen Dr. Korner-Berkow als bie zäheren Spieler unb konnten so einen schonen Sieg für sich buchen. Gesamtresultat für Gießen 7:2 Punkte, 15:6 Sätze, 114:84 Spiele. E i l l y Äußern holte sich beim Libo-Tennistur- nier in Venebig ben Titel im Dameneinzel burch einen Sieg von 6:3, 4:6, 6:2 über Frl. Valerio- Italien. Bei ben Herren gab es einen überrafdjen- ben Enbsicg bes Italieners Palmieri mit 5:7, 6:3, 6:3, 6:2 über ben Englänber Austin. Große frankfurter Herbst-Regatta. Erster Tag. Als Auftakt der großen Herbst-Veranstaltung bes Frankfurter Regatta-Vereins fanb am Samstag- nachmittag bie vierte Alt-Herren-Regatta statt. Die alten „Kanonen" zeigten unterfchiebliche Leistungen, meist war jeboch recht gute Zusammenarbeit fest- zustellen. Der in ben letzten Jahren stets siegreich gewesene Vierer ber Heilbronner Schwaben erlitt feine erste Nieberlage gegen ben Frankfurter RV. 1865. Die schnellste Vierer-Mannschaft stellte Undine Offenbach im Rennen für Ruderer mit 32 Jahren Mindeftalter. Gegen bie starke mainische Konkurrenz konnte sich von ben auswärtigen Mannschaften nur Unbine Saarbrücken erfolgreich durchsetzen. Die Regatta war gut organisiert. Zweiter lag. Der zweite Tag der Herbstwettkämpfe bes Frankfurter Ruberoereins brachte eigentlich nur währenb ber Iugenb- unb Schüler-Rennen laufenb span- nenbe unb interessante Kämpfe, währenb es in ben Nachmittagsstunben bei ber Herbst-Regatta mitunter recht langweilig zuging. Das wichtigste Rennen, ber Main-Pokal-Einer, würbe von bcm körperlich leichten Nürnberger Max Mayer sicher mit zweieinhalb Längen vor dem aus rürfliegenber Position zum Schluß auffommenben Moller- Hanau 79 gewonnen, währenb sich bei Wagner- Offenbach 74 boch bas Alter bemerkbar machte. Ganz überlegen zeigten sich wieder wie in Rüsselsheim und Gießen bie Herbst-Iungmannen ber Saarbrücker Unbine, bie ihren britten Doppelerfolg erzielten. Die erwarteten Achterkämpfe blieben infolge ber Absagen aus, dagegen sorgte der Verlauf bes ber Frankfurter Herbst-Regatta ange» alieberten O st hafen-Achter-Rennens ber Frankfurter Vereine bes Gaues Sübbeutfchland im DWV. für guten Sport. Die Fechenheimer RG. holte sich ben Preis ber Stadt Frankfurt nach fairem Rennen mit zwei Längen Vorsprung vor Frankfurter Unbine, Amicitia und Borussia. Der Besuch ber Regatta war gut. OaS Gordon-Bennet-Fliegen. E h i k a g o , 4. Sept. (WTB.) Bei dem Start zu dem 21. Internationalen Gordon- Bennet-Wettfliegen für Freiballons sind bie Deutschen offensichtlich von Pech verfolgt. Nachbem ber Ballon Fritz v. Opels beim Füllen sich losgerissen hatte, unb stark beschäbigt würbe, ist nun auch ber zweite Ballon ausgeschieben. Dieser, es hanbett sich um bie „Deutschland) I", konnte zwar aufsteigen, jeboch geriet er in eine Nieber- bruckzone, worauf sich bas Gas bes Ballons so stark ausdehnte, daß die Hülle riß. Der Ballon ging sehr rasch nieder, fiel jedoch glücklicherweise in einen Wassergraben unb trieb bann schließlich gegen einen Zaun. Die beiben Insassen Richarb Schütz unb Erich Korner vermochten unverletzt zu lanben. Als erster lanbete der Ballon „Frankrei ch", ber nur 250 Kilometer zurücklegen konnte. Der Ballon „Deutschland" mit der Besatzung Schütz, Korner, der als einziger die deutschen Farben vertritt, legte etwa 500 Kilometer zurück. Die Vorrunde im Gau Mdhessen des ÄFV. Aus dem Gau XII (Nordhessen) des DFB. liegt jetzt die komplette lerminlifte für die Vorrunde, die bereits am letzten Sonntag begonnen hat, vor. Sie enthält folgende Paarungen: 10. September: Kassel 03 — Hanau 93, Hermannia — Kurhessen Kassel, VfB. Friedberg — Kurhessen Marburg, Hessen Hersfeld — SpV. Kassel. 17. September: Sport Kassel — Borussia Fulda, Kurhessen Marburg — Kurhessen Kassel, Hanau 93 — VfB. Friedberg, Spielv. Kassel — Hermannia Kassel, Hessen Hersfeld — SE. 03 Kassel. 24. September: SE. 03 Kasse! — Kurhessen Marburg, Borussia Fulda — Hessen Hersfeld, VfB. Friedberg — Sport Kassel, Hermannia Kassel — Hanau 93. 1. Oktober: Kurhessen Kassel — Spielverein Kassel, Kurhessen Marburg — Borussia Fulda, Sport Kassel — Hermannia Kassel. 8. Oktober: Sport Kassel — SE. 03 Kassel, Hessen Hersfeld — Hermannia Kassel, Hanau 93 — Kurhessen Kassel, Borussia Fulda — VfB. Friedberg. 15. Oktober: VfB. Friedberg — SE. Kassel 03, Spielv. Kassel — Kurhessen Marburg, Kurhessen Kassel — Sport Kassel, Hanau 1893 — Borussia Fulda. 22. Oktober: SE. 03 Kassel — Kurhessen Marburg, Hessen Hersfeld — Hanau 1893, Kurhessen Marburg — Sport Kassel, Borussia Fulda — Spielv. Kassel, VfB. Friedberg — Hermannia Kassel. 29. Oktober: SE. 03 Kassel — Borussia Fulda, Hanau 1893 -* Spielv. Kassel, Hermannia Kassel — Kurhessen Marburg, Hessen Hersfeld — Sport Kassel. 5. November: Spielv. Kassel — SE. 03 Kassel, Kurhessen Kassel — VfB. Friedberg, Kurhessen Marburg — Hessen Hersfeld. 12. November: Hermannia Kassel — SE. 03 Kassel, Borussia Fulda — Kurhessen Kassel, Kurhessen Marburg — Hanau 1893, VfB. Friedberg — Hessen Hersfeld, Sport Kassel — Spieloerein Kassel. Kurze Sportnotizen. Ein Tennis-Städtekampf zwischen Frankfurt und Kassel wurde in Frankfurt ausgetragen unb sah die Vertreter der Mainstadt mit 25:2 Punkten überlegen siegreich. E i n neuer Streckenrekord wurde am Sonntag beim Mont-Ventoux-Bergrennen in Südfrankreich durch den Engländer Straight auf Maserati aufgestellt, der mit 14:32,6 den im Vorjahre von Karacciola erzielten Rekord verbesserte. Wirtschaft. Oer Butterverbrauch steigt. Die Reform der deutschen Fettwirtschaft war eine der schwierigsten Aufgaben, die die nationale Reichsregierung nach der Llebernahme der Macht zu lösen hatte. Es war notwendig, das Angebot der billigeren Margarine, deren Herstellung auf der Einfuhr ausländischer Fette aus- gebaut war, erheblich zu verknappen, um den Konsum auf die Butter überzuleiten. Rur hierdurch konnte den bäuerlichen Beredelungswirtschasten eine ausreichende Verwertung ihres Milchüberschusses ermöglicht werden. Die etwas komplizierte gesetzgeberische Aktion, die zu diesem Zwecke durchgeführt werden muhte, hat aber das erstrebte Ziel in kurzer Zeit erreicht. Die Forschungsstelle für den Handel hat soeben auf Grund eingehender vergleichender Untersuchungen festgestellt, daß die beabsichtigte U m - sahverlagerung von der Margarine zur Butter in starkem Umfange eingetreten ist. Der Absatz der Margarine im Einzelhandel hat sich um nicht weniger als 30 bis 35 Prozent vermindert. Dafür ist der Butterverbrauch in der gleichen Zeit um etwa 15 Prozent gestiegen. Trotz der Verteuerung des gesamten Fettkonsums, die bei der Durchführung der Aktion nicht zu vermeiden war, und die ja auch mit dem erstrebten Ziele einer Verbesserung der Erlöse der bäuerlichen Milchwirtschaft durchaus in Einklang steht, ist der G e s a m t v e r b r a u ch der Bevölkerung an Fetten nicht zurückgegangen. Am stärksten sind von der Verteuerung die billigeren Margarinesorten betroffen worden, deren Verbrauch infolgedessen natürlich gesunken ist. Trotzdem reichte hier die Spanne zwischen Dutterpreis und Margarinepreis noch aus, um den überwiegenden Teil der Konsumenten, den hier die ärmeren Bevölkerungsschichten stellten, zum Festhalten an dem Margarineverbrauch zu veranlassen. Dagegen schmolz der Konsum der teueren Margarinesorten in sehr starkem Mähe zusammen, weil die hier in Frage stehenden wohlhabenderen Konsumenten angesichts der bedeutend verringerten Spanne . zwischen Margarine- und Butterpreis größtenteils zum Butterverbrauch übergegangen sind. Der Butter ist hierdurch eine neue, kaufkräftige Konsumentenschicht 'zugeführt worden, und das war schliehlich das Ziel der Reform, das somit in jeder Hinsicht erreicht worden ist. Es soll jetzt noch versucht werden, auch denjenigen minderbemittelten Fettverbrauchern, die bisher trotz der Verteuerung am Margarineverbrauch festgehalten haben, weil ihnen die Butter auch bei verkleinerter Preisspanne unerschwinglich ist, in dem deutschen Schweinefett einen geeigneten Ersatz für die Auslandsfette zu bieten. Zu diesem Zwecke ist jetzt durch eine Veränderung der Verordnung über die Ausgleichsabgabe auf Fette denjenigen Margarineherstellern, die statt ausländischer Fette deutsches Schweinefett verwenden, eine steuerliche Erleichterung gewährt worden. Diese neue Bestimmung soll der bäuerlichen Viehwirtschaft ebenfalls einen Mehrabsatz auf Kosten de« Einfuhr ausländischer Margarinefette verschaffen. Frankfurter Abendbörse weiter schwächer Frankfurt a. M., 4. Sept. An ber Abend- börfe setzte sich ber Kursrückgang für bie Aktien dec JG.-Farbeninbustrie um 1,25 v. H. auf 15,5 v. H. fort, da seitens einiger Banken erneut Abgaben erfolgten. Die Zurückhaltung ber Kulisse war naturgemäß noch verstärkt, so baß bie Aufnahmeneigung gering blieb. Gegenüber bem Berliner Schluß ergaben sich überroiegenb weitere Abschwächungen von 0,5 bis 1 v. H., Klocknerwerke verloren 1,5 v. H., Scheibeanstalt ebenfalls 1,5 v. H. unb Deutsche Erböl sogar 2 v. H. Akkumulatoren lagen bagegen 0,5 v. H. höher. Siemens nannte man mit zirka 133 v. H. Auch im Verlaufe blieben JG.-Farben kaum behauptet, unb auch sonst traten keine Erholungen ein. Das Geschäft bewegte sich in denkbar engsten Grenzen. Der Rentenmarkt stagnierte nahezu vollkommen. Bei Eröffnung ber Börfe nannte man Altbesitz mit 77,75 bis 78, Neubesitz mit 9,30 unb späte RUchs- schulbbuchforberungen mit 78 bis 78,25 v. H., also 0,5 v. H. niebriger. U. a. notierten: Neubesitzanleihs. 9,30, Altbesitzanleihe 77,65, Schutzgebietsanleihe alle Jahrgänge 6,90, Reichsbank 145,50, Harpener Bergbau 81,50, Klocknerwerke 52, Mannesmann 52, Phönix 32, Rheinftahl 72,50, Stahlverein 31, Akkumulatoren 188,50, AEG. 17,75, Konti Gummi 136,50, Deutsche Erböl 92,25, Scheibeanstalt 167,75 bis 167, Licht unb Kraft 89, JG.-Farben 115,75 bis 115,50, Schuckert 86,50, Reichsbahn-VA. 98,50, Norbbeutfcher Lloyb 12,13. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 4. Sept. Am Probukten- markt war bie Tenbenz leicht befestigt, ba bas An« gebot nur mäßig unb bie Nachfrage der Mühlen etwas besser war, ba sie Enbe ber Vorwoche ein recht gutes Mehlgeschäft hatten bei um 0,25 Mark erhöhten Preisen. Heute konnte sich aber kein größerer Umsatz entwickeln. Weizen war um 3,50 Mark, Roggen um 1 Mark per Tonne erhöht. Von Futtermitteln lag Weizenkleie etwas fester, im übrigen ergaben sich k.eine 23eränberungen, und auch ber Hanbel war nur klein. Es notierte (Ge- treibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 186,50, Roggen 150, Sommergerste für Brauzwecke 177,50 bis 180, Hafer alter Ernte 140 bis 142,50, bo. neuer Ernte 130, Weizenmehl Spez. 0 mit Austaufchweizen 27,25 bis 28,25, bo. mit Austauschweizen 25,75 bis 26,75, Roggen- mehl 0 bis 60prozentige Ausmahlung 21,75, bo. fübb. Spez. 0 22,50, Weizenkleie 7,65 bis 7,75, Roggenkleie 7,75, Sojaschrot 8,30 bis 8,65 ohne Monopolzuschlag (o. M ), Palmkuchen 8,65 o. M., Erbnußkuchen 9,60 bis 9,75 o. M., Treber 14,23 bis 14,50, Heu fübb. 5 bis 5,20, Weizen- unb Roggenstroh brahtgepreßt 1,60, bo. gebünbelt 1,40. Kartoffeln: Bohms allerfrüheste gelbe 1,60 bis 1,65 per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tenbenz: ruhig. Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse. Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beichlosfenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombarbzinsfuß 5 v. H. Frankiur, a. Ui. Berlin Echiuß- furd Schluß!. Abenv- bdrfe Schluß« Iur4 Schlußk. Dlillag« börfe Datum 2.9. 4.9. 2.9. 4.9. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% eljem.7% Tt. Rctchsanl. v. 1929 6*/t% Doung.AnIcihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 6y$% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui......... Oberhcssen Provinz-Anlethe mit Aueloj.-Rechten ............. Deutsche Koniin. Saminelabl. An> leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechtcn 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Annk Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar biS 1936 6'/,% ehern. 4>/2% Franks. Hqp.- Bank-Liau.-Psandbriese....... b!4% ehern. 4'/2% Rheinische Hyp.-Vank-Liau.-Goldpfe..... 6% ehern. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Psandbriese R. 19 6% ehern. 7% Pr. Landcspfand- briesanslalt, Psandbriese R. 10 Steuerguisch. Verrechnungskurs.. 4% Oesterrctchische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Eiiberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 <‘/2% desgl. von 1913.......... 6% abgesl. Goldmcxikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlcihe Serie 1..................... 83,75 | 84,75 83,9 84 99 98,5 99 98,75 «4,4 85.4 84,75 . 85 78,5 77,65 78,25 77,9 9,7 9,3 9.65 9,3 76,5 — — 76,5 79,5 79,25 — — 84,25 84 — — 68 68 — — 70 69,5 70 69,5 80 79,25 — — 79,75 79,25 — — 83,5 83,5 — — 84,5 83,9 — — 82,5 82 82 — 82,75 82,5 82,5 82,5 86,4 86,4 86,4 86,4 10,5 10,5 10,5 —— 0,65 0,7 — 4 4,1 —— __ 4.13 4.13 4.15 4 — 3,9 4,15 — 6 6 6 5,75 5,2 5.2 5.25 5,1 5,05 4.9 — 5 Frankfurt a.M. | Berlin Schluß» für« Schlußk. Abend» börfe Schluß» kur« Schlußk. Miiiag- _ börfe Datum 29. 4.9. 2-9- 4-9- 5,25 _ 5,2 —— 5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 2,9 3 3 4^2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 5,5 5,2 5,75 — 4% Rumänische verclnh. Rente 2,5 2,4 2,5 — 2*4% 9Inatolter............. 24 23,9 24 23,75 Harnburg-Amerika-Paket ..... 0 12 11,5 12,25 16,65 Hamburg-Südain. Dampfschiss. 0 —— —— 26 24 Hansa-Dampfschiss........... 0 — — 20,75 19,5 Norddeutscher Lloyd ......... 0 12,75 12,13 12,75 12,25 A.G. für Verkehrswesen M. .. 0 42,75 40,25 42 40.5 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 83,5 82,25 83,5 83.25 Commerz, und Privat-Bonk ... 0 48 48 48.13 48,4 Deutsche Bank und Disconto- GeseUschosl................ 0 51 51 51 51 Dresdner Bank.............. 0 44 44 44 44 Reichsbank ................ 12 148 145,5 148 146,13 A.E.G...................... 0 18.75 17,75 18,75 18 Bekula..................... 0 106 105,13 106,5 104,25 Elektt. Lleserungsgelellschast... 6 — 77,25 77,75 77 Licht und Straft ............ 6 96 89 96,5 89,65 Feiten & Guilleaume......... 0 43,5 42,75 43,5 —— Gcsellsch.f.CIektt.Unternehmuna. 5 76 72,5 75,5 72,25 Rheinische ElekNchiiiäi ........ 5 82 79,5 80,5 — Schuckeri LCo............... 6 92.5 86,5 92,65 88,13 Siemen« L Halske............ 7 140,5 132,5 141 134 Lahmeoer L Co............. 10 117 115 116.5 116.5 Buderu« ................... 0 66 62,5 65,75 64,25 Deutsche Erdöl .............. 4 97,75 92,25 98,25 94,13 Gelsenkirchener.............. c 51.25 48,75 51,5 48 Harpener................... c 85 81.5 84 81,5 Hocsch Eisen—Köln-Neuesfen . c — — 57.25 54,5 Ilse Bergbau ............... t 135 —— 134 — Ilse Bergbau Genüsse........ 6 106 101 106 102 Klocknerwerke ............... 0 55,5 52 55,5 53,5 Mannesmann-Röbrru....... 0 55,75 52 56 52,5 Berlin Frannuri a. 2)1. Schluß» kurs Schluß!. Abendbörse Schluß» turd Sü'lußk. Miuag- börse Datum 2-9. 4.9. 2.9. 4-9. ManSfelder Bergbau....... .. 0 24,5 23,75 24,751 24 Kvkswerke ................ .. 0 — — 67 65 Phönix Bergbau........ .. 0 34,5 32 34,13 32 riueinische Braunkohlen 10 194.5 194,75 195,25 — Nheinstahl .......... . 0 78 72,5 78,5 72,75 Bereinigte Stahlwerke. . 0 34 31 33,5 31,13 Olavi Minen ............. .. 0 12,5 11,5 12,4 11,65 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 — — — 111 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 117,5 115 115,5 113,5 Kaliwerke Salzdetfurth..... IVi 158 — 158 — I. G. Farbcn-Jndustrie..... .. 7 120 115,5 120 117 Schcideanstalt............. .. 9 170,5 167 — — Goldschmidt .............. .. 0 41,5 40,5 42,25 40,5 Rulgerswerke ............. .. 0 49,85 47 50.5 47,5 MetallgefeUschaft........... 0 54 54 — 53.25 Philipp Holzmann ......... Zementwerk Heidelberg .... .. 0 43 41,5 62.5 60 .. 0 72,5 72 Cementwerk Karlstadt....... .. 0 - Schultheis Patzenhofer ..... .. 0 — — 101,65 98,5 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 30,13 29,5 30,25 29.5 Bemberg................. .. 0 44 43.5 43,5 44 Zellstoff Waidhof .......... .. 0 35,5 35 35 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 21 21 21 21,5 Dessauer Ga« ............. .. 7 — — 104,25 100 Daimler Motoren...... .... .. 0 25,5 24,75 25,65 24,75 Deutsche Linoleum......... .. 0 40,25 41 — 41 Orenstcin & Koppel........ .. 0 —- — 29,75 28 Leonhard Tietz ............ .. 0 11 11 11,13 11 (5 habe.................... ..IC 162 162 162 162 Aecumuiatoren-Fabrik...... .. 0 188,5 188,5 187,5 188 Lonti-Gummt............. .. 0 139,25 136,5 139,25 136,5 Gritzner.................. .. 0 - | - - Mainkraftwerke Höchst a.M.. .. 4 59 60 - Süddeutscher Zucker....... .. 8 153 154,25 - 154,25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 2-September 4-September Amtliche <»eid Notierung Nric Amtliche Geld Dotierung Brie Heljingsors.. 5.844 5,856 5,844 5,856 Wien....... 47,95 48,05 47,95 48,05 Prag....... 12,42 12,44 12,42 12.44 Budapest ... — Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 168,88 169,22 168.98 169.32 Oslo....... 66,38 66,52 66,38 66,52 Kopenhagen. 58,99 59,11 58,99 59,11 Stockholm... 68,13 68,27 68.13 68,27 London ..... 13,20 13,24 13,20 13.24 Buenos Aires 0,928 0,932 0.928 0,932 Neuyork.... 2,912 2,918 2,902 2,908 Brüssel..... 58,41 58,53 58,44 58,56 Italien..... 22,03 22,07 22,08 22,12 Paris ...... 16,42 16.46 16,42 16,46 Schweiz .... 80,92 81.08 80,97 81.13 Spanien.... 35,01 35,09 35,01 35,09 Danzig..... 81,62 81.78 81,57 81,73 Japan ...... 0,779 0,781 0,769 0.771 Rio de Jan. . 0,244 0,246 0.244 0,246 Jugoslawien. Lissabon.... 5,295 5,305 5,295 5,305 12,69 1 12,71 Zanknoten 12,69 12,71 Berlin, 4. September Geld ZW Amerikanische Roten.............. 2,855 2,875 Belgische Roten.................. 58,28 58,52 Dänische Noten ................. 58,73 58,97 Englische Noten ................. 13,16 13,22 Französische Noten............... 16,38 16,44 Holländische Noten............... 168,56 169,24 Italienische Noten................ 21,96 22,04 Norwegische Noten .............. 66,22 66,48 Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten............... — Schwedische Noten............... 67 96 Schweizer Noten................. 80,79 81J1 Spanische Noten................. 34,88 35,02 Ungarische Noten................ 50««* SSjgÄ** »•“ E* -Ss Md Msst'l Dücxtünbet, Mer *)Qt .Mae ®' Soldecht im Grunde lisnws H m[ utet dl tnel gebrach . gn t ft uS öflS ÄtzLS rc, ist der gleiche Geist reichen Armee Leistung Erdkreis ilberittahlen e- derncn Arbeiter nter ebenso beseelen muß- ® rat eingesetzten Beamte Schaltbrett einer Lokom ^Es ht in diesem Zusai ten 160000 Amtswatte unb der Vorbeimarsch' dem Auslande g> wendig, festzustellen, d rhythmus das gena genannten MUit datentum ist die Einbez das Gesetz des Dienstes mus ist der Mißbrau Heeres zu Zwecken, dil ' Lebensnotwendigkeiten Zähne bewaffnete Fra: vieler Hinsicht durchaus mag, ist trotzdem eine 11 -Frieden als das foßafifd bas (ebigtid) innerhalb l raums /eine arteigenen @t ausländische 'M'dummen immerhin, daß man im At ' IMchr der deutschen Fri der teMchen und charat zu ahnen beginnt. Dir gegen ttingende Münze presse bemerkt gerade ai torisch-wirt'schastkiche Le treffens die erwachende mengebatlte Energie e volles, dem nichts fern einen Krieg, wie es ' Appell (o wirkungsvoll Auch die größte or wenn nicht zu ihren da drücken Nachwirkungei und ihren Aufwand k Nationalsozialismus o Selbstverständlichkeit, i ' furchtbarem Kampfe Erschau zu halten - tiefstem herzen das 91 Einsam zu singen - Einzigartigkeit ihres c 9ung tiefer greifende ( f «" roter M N'e,Esten Leranstattu ^lk-gemeinfchaj begriff wurde wieder z Aarteienstaat, wie f0 äe ^gewirtschaftet fie mSVUlem Recht fe «i S Mechen. 3 019 gültige G nS Srundsä titlet dl Führerivch «nm unabl von ob» ,» nächsten v ?rden Stunden,^ * bl UN qernpittt l^edev außen Äen ®ebi Aug! To °°n •es pochen 1»Öle gehe Miiktiven ?n(-nur geholt? d-° ga Zua P LKZ SÄi'y ^eutfxMS; 'e