Nr. 104 Srübausgabe 185. Jahrgang 5reitag,5. Mai 1953 Erscheint täglich,außer Sonntags und Stiertags. Beilagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monakr-Bezogrpreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. zernsprechanschlüsse anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten^ Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686. MetzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen vnlck und Verlag: vrühl'fche Universitäts-Vuch- und Steinöruderei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Seschäftrftelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» NIameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20“, mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Or.H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für denAn- geigenteil i.B. Th.Kümmel sämtlich in (Biegen. Der Aufbau der deutschen Arbeiterfront. Oer OHV. übernimmt die Führung der Angestelltensäule Berlin, 4. Mai. (XU.) Die Pressestelle des Aktionsausschusses zum Schuhe der deutschen Arbeit veröffentlicht folgende Mitteilung: Rach ausgiebiger freundschaftlicher Aussprache zwischen dem Leiter des Aktionskomitees zum Schuhe der deutschen Arbeit, Dr. Ley, und dem Berbandsvorsihenden des Deutschnationalen handlungsgehilsenverbandes, Milhow, erklärt der DHD. sich freudig bereit, am Aufbau der Arbeitsfront mitzuarbeiten. Der Vorsitzende des Aktionskomitees. Dr. Ley, hat an den Verbandsvorjihendcn des Dhv. einen Brief gerichtet, in dem es u. a. heiht: Ich habe mich über die Uebereinftimmung der Gedankengänge im Aufbau der Angestelltensäule innerhalb der großen Arbeitsfront gefreut. Es Ist mir selbstverständlich unu wohl dem gesamten deutschen Volke klar, daß der Dhv. durch seine mustergültige Organisation und Einrichtung vor allen Angeslelltenverbän- den den größten Erfolg zu verzeichnen hat. Ich werde als vernünftiger Mensch nicht hin- gehen und die vom Mißerfolg gekrönte Organisation etwa des Asa-Bundes dem vorzüglichen verbände des Dhv. ausoktroyieren, sondern im Gegenteil, ich bitte Sie und Ihren gesamten verband, die Führung in der neu aufzubauenden Angestelltensäule zu übernehmen. Rach dem Eintritt des Dhv. in die deutsche Arbeitsfront gibt das Aktionskomitee zum Schuhe der deutschen Arbeit folgende Erklärung heraus: „Die deutsche Arbeitsfront st e h t. Die Reihen der deutschen Arbeiter und Angestellten haben jetzt ein großes unerschütterliches Bollwerk. Die Arbeit beginnt unter der Leitung der nationalsozialistischen Führer zum Wohle des ganzen Volkes und zum Segen der deutschen Arbeiter- und Angestelltenschaft für ein freies Deutschland in nationaler Freiheit und sozial!stischer Gerechtigkeit. Im Auftrage gez. B i a 11 a 5.“ Oie Eingliederung der Christlichen Gewerkschaften. Berlin. 4. Mai. (60103.) Das Blatt der Christlichen Gewerkschaften „Der Deutsche" beschäftigt sich mit der Umorganifation der ®e* werkschaften. Das Blatt stellt fest, daß gegenwärtig die gesamte organisatorische Arbeiter- Angestellten und Beamtenbewegung unter einem einheitlichen Willen steht. Das sei gegenüber dem früheren Zustand ein grundlegender Wandel. Der neue Zustand bedeute vorerst noch keine Auflösung der Berbände der Christlichen Gewerkschaften. Die Ortsgruppen, Dezirksgruppen und Zentrale arbeiten wie bisher ruhig weiter. Die Christlich-nationalen Gewerkschaften verfügten bisher über eine disziplinierte Mitgliedschaft. Das muß so bleiben bis zu dem Augenblick, der die organisatorische, Lieberleitung in die vorgesehene neue Organisationsform bringt Es ist ausdrücklich von der neuen Führung gesagt worden, daß die Mitarbeit der bewährten Gewerkschaftler zweckmäßig und erwünscht sei. Kommissare sind für die Christlichen Gewerkschaften nicht in Aussicht genommen. Das ist der große Vertrauensbeweis. Cs kann ferner damit gerechnet werden, daß der eine oder andere unserer Führer schon in kürzester Frist zur Mitwirkung in der Führung der neuen Organisation berufen wird. MißwirischastundKorruption. Die Nachprüfung dcrBücher und Kassen bei ATGB und Afa-Bu«d. Berlin, 4. Mai. (TU.) Das Aktionskomitee zum Schutze der deutschen Arbeit teilt mit: „Nur zwei Tage ist die neue Führung der Freien Gewerkschaften am Werke und schon ist sie auf u m - fangreiche Vergeudungen der Beitragsgelder gestoßen. Kurz vor der Gleichschaltung löste sich der A f a - B u n d (Allgemeiner Freier Angestelltenbund), die Dachorganisation der Angestelltenoerbände, auf. Zuvor bewilligten sich die Herren „Führer" als Abfindung für ihre „schwere" Tätigkeit ganz nette Summen. Zwei bis acht Monatsgehälter wurden ausgezahlt. Der Genosse S t ä h r vom Vorstand bewilligte sich acht Monatsgehälter ä 910 Mark, das nur den Betrag von 7280 Mark ergab. Der Angestellten- „Führer" Suhr tat es ein wenig billiger. Er bekam nur fünf Monatsgehälter ä 700 Mark und war mit 3500 Mark Abfindung zufrieden. Bei dem „Butad" (Bund der Technischen Angestellten und Beamten) wurden in der Hauptverwaltung ansehnliche Gehälter gezahlt, die weit über den Durchschnitt der von diesem Verband betreuten Angestellten und Beamten lagen* Für Genossen gf irr mann wurden pro Monat 786,90 Mark aufgewandt. Gehälter von 500 bis 600 Mark waren in der Verwaltung Gang und Gäbe. Wenn man die Notlage gerade de» Arbeiter und Angestellten betrachtet, dann steigt einem die Schamröte ins Gesicht, ob dieser Verschwendung gewerkschaftlicher Gelder. Es muß berücksichtigt werden, daß sich die verwalteten Summen zusammensetzen aus den Schweißgroschen der werktätigen Massen. Die „Führer" hatten daher die Pflicht, diese Gelder zum Wohle der Mitglieder anzuwenden, nicht aber, wie geschehen, sie mit vollen Händen einer Führerkaste zuzuschanzen. Die nationalsozialistische Führung kam im letzten Auaenblick — es war wirklich fünf Minuten vor 12 Uhr — um das Vermögen der deutschen Arbeiter und Angestellten sicherzustellen. Die Schuldigen werden zur Verantwortung gezogen." Don der ASBO.-Pressestelle wird weiter u. a. mitgeteilt: ^Es ist den Beauftragten des Aktionskomitees gelungen, schon in den ersten Tagen ihrer Arbeit ungeheuerliche Fälle von Mißwirtschaft und skandalöse Korruvtionserscheinungcn festzu- stellen. So entdeckte Der Beauftragte zur Prüfung der Kassen- und Finattzeinrichtungen der Verbände des ADGB. und Afa-Bundes z. D. bei dems Hauptkassierer Engelhard, dessen Wohnung merkwürdigerweise einen geheimen Zugang durch einen Kleiderschrank zu der Bank hatte, ein Kontobuch, das unter dem Konto Rheinland 12 921 einen Betrag von 5 1 8 8 000 Mark führt, der nicht in der Bilanz vorhanden ist. Die Beauftragten des Aktionskomitees erklärten, daß überall, wo sie in die Buchführung oder in die Finanzgeschäfte der freien Gewerkschaften Einblick nahmen, unsaubere und du n kle G e s ch ä f t e ä hn li ch er A r t vorkamen. .Das skandalöseste ist, daß noch seit dem 1. (Januar 1933 an die SPD. 229 000 Mark von den Groschen der Arbeiter und Angestellten gezahlt wurden. Olur dem rücksichtslosen und Überraschend plötzlichen Zugreifen ist cs gelungen, das deutsche Arbeitervermögen vor weiterem Schaden zu bewahren. Trotz aller Ungeheuerlichkeiten in der Derwaltungspraxis der freien Gewerkschaften erklärt das Aktionskomitee zum Schutze der deutschen Arbeit hiermit, daß die mühsam erworbenen Anrechte der deutschen Arbeiterschaft in keiner Weise gefährdet sind." Oie Präsidenten der Bühnengenossen- schast in Schutzhast. Berlin, 5. Mai. (TU.) Wie der „BBC." meldet, wurde im Rahmen der Besetzung der Gewerk- schaftshöuser auch die Bühnen genossen- schäft von SA. besetzt. Die früheren Präsidenten der Bühnengenossenschaft, Karl W a l l a u e r und Erich Otto, wurden, um den Gang der Untersuchung nicht zu gefährden, in Schutzhaft genommen. Ebenso Werner Bernhardi, der, trotzdem er Obmann der Berliner Schauspieler war, dis zum Zusammenbruch der Rotterbühnen b e i den Rotters im Engagement stand. Gleichfalls wurde ftarl Weiß in Schutzhaft genommen. Die Untersuchung leitet Staatskommissar Hartmann. Stützung für Opfer der Arbeit. Oer Re chskanzler ruft als Auswirkung der ersten nationalen Maifeier zur Sammlung für die aus dem Zelde der Arbeit Gebliebenen auf. Berlin, 4.Mai. (ERB.) Reichskanzler Adolf Hitler erläßt, wie die NSK. mitteilt, folgenden Aufruf: Ein denkwürdiger Tag ist vorüber, der erste Feiertag der nationalen Arbeit. In überwältigenden, noch nie dagewesenen Kundgebungen hat sich das deutsche Volk zur Ehrung der deutschen Arbeit und des deutschen Arbeitertums bekannt. Ueber ganz Deutschland hin hat dieses wunderbare Bekenntnis in tausendfachen Demonstrationen ergreifenden Ausdruck gefunden. Aber dieser historische Tag darf nicht vorbeigehen, ohne daß der elementare Gesühlsausbruch des Volkes auch einen bleibenden Ausdruck findet und ohne daß dieses ideale Bekenntnis auch seinen materiellen Niederschlag in einer Leistung der Dankbarkeit findet. Sieben deutsche Bergarbeiter, Angehörige des Arbeiterstandes, dem das Los der härtesten Arbeit zugefallen ist, sind am Vorabend des 1. Mai einem furchtbaren Unglück zum Opfer gefallen und auf dem Felde der Arbeit geblieben. Witwen und Waisen sind ihrer Ernährer beraubt worden. Der Tod dieser Helden soll der ganzen Nation der Anlaß sein, eine Stützung zu errichten, aus der von jetzt an allen Soldaten der Arbeit, die auf dem Felde des Kampfes um das tägliche Brot fallen, die ausreichende Versorgung ihrer Familien gewährleistet wird. Es darf nicht mehr vorkommen, daß in Zukunft solche Opfer der Arbeit auf die knappen Leistungen der öffentlichen Fürsorge angewiesen sind. Es ist vielmehr eine Ehrenpflicht aller Deutschen, insbesondere aber der begüterten unter ihnen, hier ihr Bestes und Möglichstes zu tun. 3d) rufe hiermit zur Errichtung einer Stützung für bie Opfer bet Arbeit auf. Aus ihr sollen in Zukunft bie Hinterbliebenen aller Deutschen Arbeiter, bie in ihrem Beruf löblich verunglückt finb, unterstützt werben. Diese Stützung kann nicht groß genug sein. Sie muß ein sichtbares Symbol der Ehrfurcht bes Volkes vor ber nationalen Arbeit unb ein Denkmal ber unzerreißbaren Gemeinschaft aller Klassen unb ©tänbe untereinander werben. Spenben für biefe Stiftung können auf bas Konto „Stützung für Opfer ber Arbeit" bei ber Reichskrebitgesellschaft, Berlin W 8, Kontonummer Hl b 49, eingezahlt werben. Die Derwen- bung ber Mittel wirb von einem Ehren- ausschuß bestimmt, ber sich aus folgenben Personen zusammenseht: Walther Schuhmann, Fritz Thyssen, Dr. Emil Georg v. Stauß. Die Organifierung des Arbeitsdienstes. Arbeitsdienstpflicht bringt Aufträge für Industrie und Handwerk Eine Besprechung des Wirtschaftsamts für den Arbeitsdienst Berlin, 4. Mai. (WTB.) Heute fand im Reichsarbeitsministerium eine Besprechung statt, die das am Ausbau befindliche „W irtschaftsarnt für den Arbeitsdienst" einberufen hatte. Gegenstand der Besprechung, an der die Vertreter der hieran interessierten Verbände der Industrie und des Handwerks teilnahmen, war die Frage der künftigen Beschaffungsorganifation für die T u ch b e k l e i d u n g der Arbeitsdienstpflichtigen. Oberst a. D. Hierl wies daraus hin, daß die Wirtschaft nicht unerhebliche Vorteile durch die Aufträge für den Arbeitsdienst haben würde. An Stelle der vielen bisherigen Uniformen und Trachten trete die staatliche Ä r b e i ts d i e n ft t r a ch t, die in steigenden Ziffern in Auftrag gegehen werden würde. Allerdings fei allergrößte Sparsamkeit notwendig. Mit den bösen Gepflogenheiten der Nachkriegszeit werde rücksichtslos gebrochen werden. Rücksichtslos werde jeder Beamte ohne Anspruch auf Gehalt und Versorgung entfernt werden, der sich das geringste im Hinblick auf Korruption zuschulden kommen lasse. Gerecht werde vom Wirtschaftsamt die Verteilung der Aufträge gehandhabt werden. Unternehmer, Handwerker und Arbeiter sollten von der Beschaffung gleichberechtigt Vorteile haben. Dr. Schmeidler, der Leiter bes Wirtschaftsamtes, legte den Organisationsaufbau des Beschaffungswesens bar und betonte den unbedingten Willen zu sachlicher und straffer Handhabung dieses Aufbaues. Zweck der Mehraufträge sei nicht, daß die Hersteller nun mit dem vorhandenen Arbeiter- und Angestelltenbestand Ueberftunben machten, sondern daß sie, soweit irg endmöglich, Neueinstellun- g e n von Arbeitslosen vornähmen. Eine erste Arbeitsdienstschule für Heften. WS0r. Frankfurt a. OK., 4. Mai. Mit ber Sch ulung für den beutschen Arbeitsbien st ist nun im Bereich bes hessischen Bezirksführers (Freistaat Hessen, Hessen-Aassau unb Walbeck) ber Anfang gemacht worben. Es finb zunächst sechs Kurse vorgesehen worben, bie ben Zweck verfolgen, Bewerbern zum Stammpersonal bes beutschen Arbeitsbienstes Gelegenheit zu geben, sich bie ersten Grundlagen zu schaffen unb vor allem auch bie Eignung zum Führer ober Unterführer festzustel - I e n. Die ersten brei biescr Kurse finben auf bem Griesheimer Exerzierplatz statt. Sie finb in einer Arbeitsbien st schule vereinigt, beren Eröffnung am Mittwoch. 3. Mai, vormittags, burch Den Bezirksführer, Kammerbirektor Faatz, erfolgt ist. Der Bezirksführer ermahnte zu eiserner Pflichterfüllung unb umriß bie strengen Anforderungen, bie an bie Führer unb Unterführer gestellt toerben. Die Kurse, von benen brei weitere in ben Arbeitsbienstabteilungen 3bstein, Hachenburg unb Homberg a. b. O. im Anschluß an Griesheim-Darmstabt eröffnet werben, vermitteln eine grünbliche Schulung in allen mit bem Arbeitsbienst in Verbindung ste- henben Disziplinen. Aeinste nationale Gesinnung unb Hingabe an bas Ganze seien bie Voraussetzung für jeben Kursteilnehmer. Soweit nicht bereits geschehen, werben bie Teilnehmer in bie vorgesehene, felbgraue Arbeitsbienstuniform ein» gefleibet. Arbeitsbeschaffung der Reichsbahn. Berlin, 4. Mai. (WTB.) Der Derwaltungsrat der Deutzen Reichsbahn beschloß, die Arbeitsbeschaffung und Auftragserteilung in verstärktem Umfang sortzlzsetzen. Der Generaldirektor wird beauftragt, die Beschaffung der dazu benötigten Mittel mit allem Nachdruck zu betreiben. Schon jetzt kann- tcn mit Hilfe der beteiligten Länder die Mittel beschafft werden für die Elektrifizierung der Strecken: 1. Augsburg—Treuchtlingen—Nürnberg; 2. München — Dachau; 3. Tübingen — Plo chingen. Die Gesamtlänge dieser Strecken betragt 209 Kilometer. Die Aufträge für diese Elektrifizierung im Werte von rund 39 Millionen Mark entfallen zu etwa einem Drittel auf die elektrische Industrie und zu etwa einem Drittel auf die Eisen-, Lokomotio - und Wagenbau- werke. Der Rest entfällt auf das Hoch- und T i e f b a u g c w e r b e , auf die B a u st affin d u ft r i e und auf sonstige Aufwendungen. Weiter soll zur Erprobung neuester Fortsd;ritte auf dem Gebiet der elektrischen Stromumformung d i e Höllental-Bahn und Dreisecn-Bahn (Freiburg i. Br.—Titisee—Seebrugg) für den elektrischen Zugbetrieb eingerichtet werden. Zu der Loslösung der „D e u t s ck) c n Bahn- s p e d i t i o n" vom Schenker-Konzern gab der Verwaltungsrat seine Zustimmung. Dadurch wird die bisherige Personalunion zwischen Beauftragten der Bahnspedition und Leitern von Schen- l*r Filialen beseitigt. Die Deutsche Bahnspedition betreibt nach wie vor kein Kundengeschäft, sondern verrichtet nur verkehrsorganisato» rische und Werbearbeiten für die Reichsbahn. OerReichsbunddesOeutschen Handels gegründet. Berlin, 4. Mai. (TU.) Die Hauptgemein- fchaft des Deutschen Einzelhandels faßte in ihrer Mitgliederversammlung den Entschluß, sich mit dem Aeichsverband des Deutschen Groß- und Ueberseehandels, mit dem Aeichsverband Ambulanter Gewerbetreibender Deutschlands und mit dem Zentralverband der Handelsvertretervereinigungen Deutschlands zum Reichs st and des Deutschen Handels zusammenzuschließen. Führer des Reichsstandes ist der Rcichssührcr des Kampfbundes des Gewerblichen Mittelstandes, Dr. v. R e n t c l n. Reichskommissar für den Mittelstand Dr. W i e n b e ck betonte, daß die Rcichsregierung die Frage der Mittelstandspolitik als einen wesentlichen Bestandteil für die Gesundung und Stärkung des deutschen Volks betrachte. Morgen werde sich das Reichskabinett mit dem Zugabever- b o t unb dem Gesetz zum Schutz des Ein - »Aelhandels näher befassen, das eine vorläufige Sperre fürdieEröffnungvonEin- zelhandelsgeschäften vvrsehe Das geschäftsführend« Dorstandsmitglicb Dr. B i l - land führte u. a. aus, der Kampf gegen Warenhaus unb Konsumverein könne erst dann als beendigt angesehen werden, wenn beide in ihrer bisherigen Form aus dem Wirtschaftsleben verschwunden feien. Mik Rücksicht auf die finanzpolitischen Schwierigkeiten unb auf bie Angestellten wolle man allerdings das Warenhaus nicht mit einem Schlag beseitigen, sondern einen allmählichen Abbau erstreben. Man müsse wünschen, baß bie Warenhäuser von sich aus einen allmählichen Abbau ber überflüssigen Abteilungen vornehmen unb zunächst mit der Lebensmittelabteilung und dem Erfrischungsraum anfangen würden. In einer Entschließung heißt es u. a., die Haupt- gemeinschast erwarte nunmehr endlich die Verwirklichung der dringend st en Forderungen des deutschen Einzelhandels. Die Zuspitzung der bedrohlichen Lage des Berufsstandes verlangen ferner dringend die Einführung einer allgemeinen Sperre der Erricytung neuer 'Bertaufs ft eilen. Der Schluß der Entschließung lautet: „Der in dem Reichsstand vereinigte deutsche Handel gelobt feierlichst dem Führer des deutschen Volkes Adolf Hitler rückhaltlos Gefolgschaft in unwandelbarer Treue und bittet den Herrn Reichskanzler, die Schirmherrschaft über diesen Reichsstand zu übernehmen und die Errichtung des Reichsftandes des deutschen Handels anzuerkennen." DerMernehmer im neuen Staat Eine Aussprache mit Dr. Goebbels. Berlin, 4. Mai. (2DIB.) Reichsminifier Dr. Goebbels empfing heute den Generaldirektor des Allianz-Konzerns Dr. Schmitt zu einer längeren Aussprache über Arbeitsbeschaffung und Reugestaltung des Berhältnisses zwischen Arbeitnehmer und Unternehmer. Der Reichsminister roies besonders darauf hin, daß der neue Staat s i ch auch schützend vor ö c g Kaufmann und Unternehmer st eilen werde, der zur positiven Mitarbeit an den neuen politischen und sozialen Ausgaben ent- schlossen sei. Ein Aufruf des neuen Reichsführers des DOA. Berlin, 4. Mai. (TU.) Der neue Reichsführer bes Vereins für bas Deutschtum im Aus- lanb, Dr. Hans Steinacher, erläßt einen Ausruf, in bem es u. a. heißt: „Ein ganz neues deutsches Reich- unb Volkstum aus bem Willen bes Führers ber beutschen Aa- tionalbetoegung ist im Werben. Wir sinb als Träger ber Volksdeutschen 3dee stolz, baß wir keiner „Gleichschaltung" unseres Ge- bankengutes bedürfen. Die nationale Revolution hat das deutsche Leben in den Grundlagen des Volkstums stärkstens sichtbar gemacht. 3n diesem Volkstum sind wir unveränderlich mit jenem Deutschtum verbunden, das Staatsgrenzen Ä s S (Taff, Friedrichs Vorleser, war erkrankt, und aus dessen Vorschlag gestattete er einem andern jungen Mann, dies Amt inzwischen zu übernehmen Der neue Vorleser wollte seine Sache recht gut machen, er deklamierte wie auf der Bühne und mochte dabei lebhafte Bewegungen, mit den Armen. Ihm zur Seite standen kostbare Kristalleuchter — tn der Aufregung warf er einen zu Boden, daß er zersplitterte. Der Vorleser erschrak heftig, ward leichenblaß und zitterte an allen Gliedern. Verlegen stammelte er Entschuldigungen, doch Friedrich — gar nicht aufgebracht über diese Unterbrechung — sagte heiter: „Mein Freund, bei der Sache ist nichts weiter zu tun, als daß man ein anderes Licht anzünden läßt!" von uns trennen und das vor der Reichsgrenze zur Abwehr von Angriffen auf deutsches Leben und deutsche Ehre liegt. Wir wollen auch im Innern des Reiches kämpferische scharfe Wächter fein, daß uns deutsches Volk, deutsches Leben, deutsche Kultur nicht mehr mit den Grenzen des Staates eingeengt werde. Der kommende Volksbund für das Deutschtum im Ausland wird dem zielberufenen Füh- rergedanken auf allen Gebieten in die Tat Umsehen. Begeisterung und neugeweckter Pflichteifer wird uns Tausende neuer Mitkämpfer zuführen. In den Pfingsttagen schon soll in Klagenfurt an den südlichen Grenzmauern des kommenden großen Deutschland ein neuer VDA. den alten Willen zur Ration bekunden! i Abwechslung liege für den Hörer der Reiz. Deshalb seien rein politische Reden und Liebertragungen örtlicher Kundgebungen für die nächsten Wochen auf ein Mindestmaß einzuschränken. Der Reichskanzler an die Stuttgarter Hochschule. B e r l i n, 4. Mai. (1DI3.) Reichskanzler Adolf Hiller hat dem Rekwr und Senat der Technischen Hochschule in Stuttgart unter gleichzeitiger Hebet- mittlung feines Dankes für die ihm erwiesene Ehrung darum gebeten, aus grundsätzlichen Erwägungen von der Verleihung der würde eines D o f f o r - 3 n g e n i e u r s an ihn freundlichst absehen zu wollen. U Auch hi aalen Ärb ganze Dors p Leberall brar sprechet auf 1 der Astzug nahmen mit d Durch die Soi Kuhberg, jenei überragt und e weit hinüber ir Dort, wo schon pslamt worden, §itler»2ini Eingangslied i grüble Lehrer < Bedeutung der meinsamen Gcs< Pfarrer Steil Sinnbild des Ti bei übernahm der Gemeinde, mania“ einen E langen sämtliche toorten von Lei Lied, womit de schluß sand. Eine Olympiade des Geistes. Die Neichsregierung fordert die Nationen zu einem Wettkampf im Drama auf. 2lthen , 4. INai. (121.) Reichsminisler Dr. (Boebbet & hat Dr. Wilhelm Leyhausen, der non der deutschen Reichsregierung zu den Jeffoorffel- hingen des „Angelos Sikelianos" nach Athen entsandt worden ist, ermächtigt, folgende Erklärung abzugeben: Das junge Deutschland ist der Ansicht, daß es im Sinne des Fortschreitens des menschlichen Geistes handelt, wenn es den Gedanken der Olympiade in vollendeter Weise, d. h. nach dem Worte Friedrich von Schillers „Kampf der Wagen und Gesänge" Wiederaufleben zu lassen versucht. Die deutsche Reichsregierung erklärt, daß sie die Olympiade 1 936, die das Los ihr als Gastgeberin zuerteill hat, in diesem Sinne zu erweitern gedenkt. Sie ist entschlossen, alle beteiligten Rationen auch zu einem Wettkampf des Geistes einzuladen. Die Freundschaft unter den Rationen wird letzthin immer nur a u f dem Bekenntnis jeder einzelnen Ration zu sich selbst beruhen. Darum schlägt die deutsche Reichsregierung als geistiges Kampfgebiet den Bezirk des unveräußerlichen Besihtumes einer jeder Ration der Erde vor: Der Sprache. Die letzte Kunst der Sprache aber ist das Drama. 3ede mitkämpfende Ration soll Zeugnis oblegen von ihrem eigen st en Geist und dessen Stellung zu den ewigen Problemen der Menschheit, zu Freiheit, Liebe, Schönheit und Gott. Die deutsche Reichsregierung, die weih, daß sie im Sinne des deutschen Volkes handelt, möchte die Völker der Erde anregen, ihr zu helfen, die Olympiade ihren ältesten Gedanken getreu u vollenden, so daß dieses Welttreffen in immer vollendeterem Maße ein werk des Friedens werde und im innigsten Zeichen des Geistes vor sich gehe. Die deutsche Reichsregierung wird die beteiligten Rakionen einzeln zu weiteren Beratungen über die Mitarbeit an diesem Gedanken einladen. ReichsministerGoebbels dankt den Helfern des 1. Mai. Die künftige Programmgestaltung des Rundfunks. Berlin, 4. Mai. (TU.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, empfing die für die Durchführung^ und das Gelingen der Liebertragung der Feierlichkeiten des „Tages der nationalen Arbeit" verantwortlichen Angestellten des Rundfunks sowie Mitarbeiter aus sonstigen an der Arbeit beteiligten Behörden und Organisationen um ihnen im Hamen des Reichskanzlers den Dank auszusprechen für die vorbildliche und erfolgreiche Arbeit, welche die Durchführung der großen Pläne möglich gemacht habe. Für die jungen Kräfte, die sich dem Propagandaministerium be- geistert und unermüdlich zur Verfügung gestellt und Tag und Rocht an der Vorbereitung der Feiern gearbeitet hätten, fei der 1. Mat eine Generalprobe gewesen. Das vorbildliche Gelingen aller Feste sei jedoch nicht nur den hier Anwesenden, sondern einer noch weit größeren Zahl von Mitgliedern draußen im Lande zu danken. Es liege ihm daran, allen, die Anerkennung der Reichsregierung bekanntzugeben. Den Intendanten und Eendeleitern sämtlicher Rundfunkgesejllschaften erklärte der Minister, daß der Kurswechsel im Rundfunk gerade im letzten Monat sehr erfreulich zu spüren gewesen sei. Ietzt sei es die Aufgabe der Intendanten, den unterhaltenden Teil der Programme befanders zu pflegen. Das dürfe allerdings kein Abgleiten in verwandte Darbietungen früherer Zeit bedeuten. In der Die evanMcheAeichskir-e nach denGwn-Wen der Glanbensbewegnng „Denssche Christen". Die Gemein-estanenarbeit -er evangelischen Kirche. Berlin, 4. Mai. CSU.) Die Reichspropagandastelle der Deutschen Christen teilt u. a. mit- Aus „Antrag des Reichsgeschäftsführers der Evangelischen Reichsfrauenhilfe, Lic. Herme- nau, Potsdam, fand unter dem Vorsitz des Landesbischof Marahrens im Kirchenbundesamt eine Sitzung über die Fragen der G e - merndefrauenarbeit der evangeli- r K ir ch e Es wurde einstimmig beschlossen, die Gemeindefrauenarbeit aller Landeskirchen zu einer k i r ch e n a m t li ch e n Reichs- frauenljilfe zufammenzuschließen und sofort mit den organisatorischen Vorbereitungen zu beginnen. Es wurde ferner der Antrag der Glaubensbewegung „Deutsche Christen", ein Kommissariat des Mütterdienstwerkes der evangelischen Kirche einzusehen, einstimmig angenommen. Die Leitung des Kommissariats wurde Frau Schloßmann-Lön- nies, der Leiterin des Wütterdienstes der Evangelischen Reichsfrauenhilse übertragen. In diesem Wutterdienstwerk sind mehr als 1,3 Millionen evangelische Mütter zusammengefaßt. Der dies- Muttertag soll Auftakt für eine plan^ volle Mutterarbeit in Deutschland fein. Ein evangelischer Landesbischof von Bayern. Bayreuth, 4. Mai. (WTB.) In der heutigen Sitzung der Landessynode der Evanqe- lisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern, die zu einer außerordentlichen Tagung in Bayreuth zusammengetreten ist, wurde befs R ü ck- trittsgesuch des Kirchenpräsidenten D. Veit verlesen. Mit sämtlichen 89 Stimmen wurde Oberkirchenrat D. Hans Meiser (München) zum Kirchenpräsidenten gewählt. Durch nachfolgenden einstimmigen Beschluß wurde ihm die Amtsbezeichnung „Landesbischof" verliehen und ihm durch ein Ermächtigungsgesetz weitgehende Vollmacht erteilt. Ein Prozeß um Ameisen. Daß die Ameise, die in der Fabel und ht der modernen Raturkunde als ein so fleißiges unh ordentliches Geschöpf erscheint, auch zum Verbrecher werden kann, ist eine Tatsache, mit der sich letzt ein französischer Gerichtshof beschäftigen muß. Ein reicher Kaufmann hat eine Klage gegen einen Häusermakler eingebracht, weil er ihm eine Villa verkauft hat, in der sich ein „geheimer Schaden" in der Gestalt von Ameisen befand. Der Kaufmann erklärt, daß er die reizende Besitzung an der französischen Südküste erwarb, um hier seine Sage in Frieden zu beschließen, aber daß er fn dem Haus keine ruhige Minute hatte, weil er von einer Horde von Ameisen geängstigt, geschädigt und schließlich vertrieben wurde. Er bringt die Bescheinigungen von Sachverständigen bei, nach denen die Ameisen folgende Verbrechen begangen haben: sie leerten einen 12 Pfund schweren Tops mit Marmelade in 20 Minuten und machten überhaupt aus der Küche eine Wüste, in der nichts Eßbares mehr vorhanden fein konnte: sie zwangen den Besitzer, unter jeden Dettfuh Schalen mit Paraffin zu stellen, um das nächtliche Vordringen der Insekten in die Betten zu verhindern: sie richteten schweren Schaden im Garten an und ließen sich durch die Verschwendung von beträchtlichen Mengen von Insektenpulver nicht im geringsten aus der Ruhe bringen: sie bissen die grauen und zwangen schließlich alle Insassen deS Hauses dieses zu verlassen. Der Kaufmann ver- langt die Rückerstattung des Kaufpreises, da die Villa für ihn unbenutzbar ist. Das Gericht hat neue Sachverständige ernannt, die den Schaden genau feststellen sollen, bevor das Llrteil gefällt wird. ” Berlin, 4. Mai. (TU.) Der Führer der Glaubensbewegung „Deutsche Christen", Pfarrer H offen f e l b e r, wirb am Samstag bem Präsidenten D. Kapier nachstehende Grunbsätze ber „Deutschen Christen" überreichen, nach benen die evangelische Rcichskirche geschaffen werben soll: 1. Wir wollen bie evangelische Reichskirche lutherischer Prägung unter Eingliederung ber reformierten Gern e i n b c n, benen ihre Eigenart gewährleistet wirb. 2. Wir wollen keine Staatskirche, aber auch keine .Kirche, bie Staat im Staate Ist, sonbern eine evangelische Reichskirche, bie bie Hoheit des nationalsozialistischen Staates aus Glauben anerkennt unb bas Evangelium im Dritten Reich verkündigt. 3. Die evangelische Reichskixche ist bie Kirche ber beutschen Christen, b. h. ber Christen arischer Rasse. Insofern ist sie auch mit ben beutschen Christen des Auslanbes oerbunben. Die Verkündi- gung bes Evangeliums unter ben frembftämmigen ist eine Angelegenheit ber äußeren Mission. 4. Diese so gestaltete Kirche darf roeber der Hort ber Reaktion, noch ein bemokratisch-parlamen- tarischer Sprechsaal sein. 5. Die evangelische Reichskirche wirb vom Vertrauen bes Volkes getragen unb vom Reichs- bischof geführt. 6. Die evangelisäF Reichskirche gliebert sich in nicht mehr als 10 Kirchenlänber, an bereu Spitze je ein Lanbesbischof steht. 7. Der Reichsbischof ist entsprechend der weit- überwiegenden Mehrheit des Kirchenvolkes lutherisch. Ihm steht ein reformierter Reichsvikar zur Seite. 8. Der Reichsbischos hatseinenSihinder Luther st adt Wittenberg. Die Schloßkirche ist feine Pfarrkirche. 9. Lieber die Reichskirche im Sinne der vorstehenden Richtlinien und erstmalig über die Person des Deichsbischofs, dieser nach Vorschlag und aus den Reihen der „Deutschen Christen", soll das gesamte evangelische Kirch en- d o l k am 31. Oktober 1933 durch Llrwahl ent- scheiden. Wahlberechtigt sind alle evangelischen Gemeindeglieder nach Maßgabe des staatlichen Wahlrechtes. Ausgeschlossen vom Wahlrecht sind Christen nichtarischer Abstammung. 10. Rach vorstehenden Grundsätzen vollzieht der Reichsbischos den weiteren Ausbau der evangelischen Reichskirche. Die Vorbereitung und Durchführung der kirchlichen Llrwahl liegt in Kunden der Herren Präsident Dr. D. Kapier Landesbischof Mahrärens, Reichsleiter der Glaubensbewegung „Deutsche Christen", Pfarrer Hoffenfelder, Studiendirektor D. Hesse Psarrer Freitag, Dundespfarrer Peter' Pfarrer Probst, Frankfurt a. M., Rechtsanwalt Dr. Friedrich Werner, Direktor des Zentral- ausschusses der Inneren Mission, Dr. I e e p und Mlssionsinspektor D. Weichert unter Leitung des vom Herrn Reichskanzler Adolf Hitler berufenen Vertrauensmannes, Wehrkreisvfar- rer Müller. Der ehrliche Alte hörte entzückt zu. Endlich legte der König bie Flöte fort unb wollte bas Fenster schließen. Da rief ber entzückte Schulmeister: „0 Majestät — niemals hätte ich Ihnen solche sanften Töne zugetraut!" Kleine politische Nachrichten. Der H e s s i s ch e L a n d t a g ist vom Präsidenten zu seiner konstituierenden Sitzung auf Diens- tag, 9. Mai, 11 Llhr, ei*nberufen worden. Am Sonntag, bem 14. Mai, hält ber Jung- lanbbunb Hessen in Frankfurt a. M. feine ft,ZuUrcnbe Sitzung ab. Staatskom- missar Dr. W a g n e r, der Borsitzenbe ber Lanbes- fuhrergemeinschaft hessischer Bauern, hat ben Jung- oauer Robert Schmibt aus Steinheim zum Lande s f ü h r e r des Iunglanbbundes Hessen und zum Landesgefchaftsführer den seitherigen Landbund- Geschaftsfuhrer Weber-Darmstadt berufen. @raf Kalckreuth hat fein Amt als ge- schaztsfuhrender Präsi d e n t des Reichs- die Garbo einmal mit einem unserer Leute zusammen spielen zu sehen, mit einem Darsteller von großem Format. (Wir denken etwa an Forster.) Jiegie: R. Z. Leonard: er inszeniert nicht unge- schickt, aber auch nicht ohne gewisse Effekte, wie sie in Amerika geschätzt werden: die filmdramatur- gisch ziemlich unglückliche Vorgeschichte hat er durch indirekte Aufnahmen zu bewältigen versucht. Um der Garbo willen, wir wiederholen es, sollte man diesen Film sehen: er läuft seit gestern im Licht- spielhaus. — Beiprogramm: schöne Aufnahmen aus der Baugeschichte von Potsdam, dazu die Wochenschau, die noch nie so aktuell war wie hier: der Eildienst der Ufa bringt eine Reportage von den Berliner Festlichkeiten am 1. Mai: vielen wird diese bildhafte Ergänzung ihrer noch frischen Eindrücke bei ber Rabwübertragung willkommen sein. —r— Aus aller Welt. Zusammenschluß kn der Angestelllen-Krankenverflcherung. Der kommissarische Vorsitzende des Verbandeskaufmännischer Derufskranken- rassen hat zusammen mit dem Gesamtvorstand des Verbandes gewerkschaftlicher B e- rufskrankenkassen eine Vereinigung dieser beiden Verbände beschlossen, die in kürzester Frist durchgeführt werden wird. Der Zusammenschluß beendet alle bisher bestehenden Meinungsverschiedenheiten und schafft die im In- jereffe der Versicherten dringend notwendigen Voraussetzungen für eine Einheitlichkeit in der Krankenversicherung für die Angestellten. Der wieder vereinheitlichte Verband kaufmännischer Berufskrankenkaffen mit Jemen mehr als 1,25 Millionen Mitgliedern stellt sich zur Mitarbeit an der Neugestaltung der Krankenversicherung unter Einordnung und Llm- ordnung der Ersatzkassen im Geiste der national- sozialen Revolution zur Verfügung. 700 Schafe verbrannt. Auf der Domäne Alt-Kaebelich bei Reu- brandenburg (Mecklenburg) brannten ein Schaf- ftall und eine große mit Heu gefüllte Scheune meder. Richts konnte gerettet w erden. 700 Schafe und 30 Rinder fanden den Tod in den Flammen. Es wird Brandstiftung vermutet. z 3um Tag war unser Toi Häuserfronten t lanbcn, liberal schwarzweihroie waren Ehrenpf geläut berfamr vdjulfaal zu ei beiden Äk Trvhrr Schule 1 und der $ K°^ln Gemeinschaft mit der Geliebten ein neues Leben, das Arbeit unb Erfolge schafft. Aber bie beschworenben Stimmen im „Chor der Toten" unb ber Ueberlebenben seiner alten Kompanie reifen ihn aus bem mühsam gewonnenen Gleichmaß ieder heraus: bie Vision eines Regenbogens, der s'.ch "on ihrem letzten Unterstand in Frankreich nach ^"^i geheimnisvollen Ort Siebenstein wölbt läßt TAr l05, Siebenstein heißt ber mystische Kartenpunkt, bas unbekannte Marschziel ber Ueberlebenben, wo ihnen die Gemeinschaft mit ben Gefallenen verheißen ist. Unwiberstehlich auf biese totra^e ms Wesenlose getrieben, entschwinbet ber Heimkehrer am Enbe aus bem lebenbiqen Umkreis ferner neuen Welt. Man kann bie Grundlinien ber Handlung nur anbeuten; bie persönliche Ausein- anbersetzung (mit einer Aufführung ober bem ??nch) muß jebem überlassen bleiben. Wir finbeu bie Stimmung unb bie Gesinnung, aus ber heraus ^eses Schauspiel geschrieben würbe, wohl ehrlich ox i m Z iefe: Giebenftein. Drama. 100 Seiten. Frunbsberg-Verlag G. m. b. H., Berlin. (88.) Ä DieStrl -S- lÄ 1 ftjßrünb r Ä; -jrs S »Bi S «M l,n6' 9 Weiterhin ma ' Ml- belrd genber Wei 2. wer im ® genftänbe y handhabt: 3. wer - >n Strofgesetzb oder in fl«! ohne (Man anzündet ot unb männlich, ernst unb unserer Zeit entwachsen. Aber bie Visionen bes Dramatikers sinb, wie uns cheint nicht so verdichtet in Szene und Wort, daß >e ohne Fragezeichen und geheimnisvolle Ver- chwommenheit auf den Leser übertragen werden tonnen. Die gleiche stilistische Uneinheitlichkeit, von der wir oben sprachen, beherrscht auch die Formung der wichtigsten Gestalten, bie infolgebessen nie völlig aus jenem unbeutlidjen unb stets bezweifelbaren Dunstkreis ihrer Existenz heraustreten, ber für bie SSKV66 ewreffi[,l'ismU5 !° ungemem Iridericus. Anekdoten um Sen großen König. s- ^eblingsschwefter Friebrichs bes Großen, bie Markgrafin von Bayreuth, halte einen Läufer, me9fam Oeschwinbigkeit wegen aber ^arnen „Presto" erhalten hatte. r ber Siebenjährigen Krieges schlich er sandig, als Handwerksgeselle verkleidet, durch die ber bÄ^^nbe&U^ l?iner ^crrin Nachrichten von n s ihres Bruders zu bringen. Nun befand er SfnXÄ bei 2Irmee' al5 l'e in der Nähe von Roßbach stand. Es war um bie Mittagsstunbe, als die französische Armee anrückte. Der König oollenbete ruhig seine Mahlzeit ftien ^ferbe'x Ub°rl°h einen Aug^L' K ?|reßrrbnUn9 ländlichen Heeres unb rief: glekO^™066 9etr,äriig, stanb ber treue Diener :,Oja°Eure MajchL""^ f°mmen?" me'ine°r fo schnell Er kann unb melde Er Schwester, bie Bataille sei gewonnen." ein3AÄ'-Cn schlesischen Krieg brachte Friebrich eine Nacht m einem schlesischen Dorf zu Am 9fhpnh Der König öffnete bas Fenster: „Was will Er?" Zu Tode erschrocken stotterte ber Mann- ^''S{re K°nigliche Majestät - Dero untertänigster Mull/ ~ bf'n e"1 9r.°Jer Liebhaber von der edlen Ä ,7"f nte l4) b™ Iriebe wid°" AM, FÄX Der bayerische Kultusminister S ch e m m hat am Donnerstag bem Herrn Karbinalerzdischof Dr. Michael von Faulhaber seine Aufwartung gemacht. Dabei ergab sich willkommene Gelegenheit, eine Reihe Kirche unb Staat berührenbe Angelegenheiten in längerer Unterrebung zu erörtern. * Alfred Rosenberg, ber Chef bes Außenpoli- tischen Amtes ber NSDAP., hat sich nach Lonbon begeben zum Zweck ber näheren Unterrichtung über bie politischen Verhältnisse Englanbs unb ber Information englischer Kreise über bie politische Sage in Deutschland. In ber Begleitung Rosenbergs befindet sich ber Parteigenosse Graf o. Bismarck. * einer Meldung der Agentur Indo Pacifique ist General von Seeckt, ber sich an Bord des Dampfers „Contes Derbe" aufbemWegenach China befinbet, in Saigon angekommen. General von Seeckt lehnte ein Interview ab. • Der Reichsminister bes Innern hat die Deutsche « t u b e n t e n f d) a f t auf Grund ber von ihr vor- gelegten „Verfassung ber Deutschen Stubentenschaft" als bie alleinige 0 e f a m t d e r t r e t u n g ber an ben reichsbeutschen Hochschulen immatrikulierten Stubenten anerkannt. Wie der „Kölnischen Zeitung" gemeldet wird ist Regierungsrat Turner, SS.-Sturmbann- fuhrer in Trier, zum Rachfolger des beurlaubten Regierungspräsidenten v. Sybel bestimmt worden. tandbundes nleberge egt, um in einem Verfahren aegen die Deutsche Getreidehandelsgesell- schaft, mit dem fein Name in Verbindung gebracht wird, zur Wahrung seines Rechtes vollste Handlungsfreiheit nach allen Seiten zu haben. Die Ge- schaftsführung des Reichslandbundes ist dem Präsidenten Meinberg übertragen worden. * Der Führer des Landesverbandes Ostpreußen des Stahlhelm, Graf zu Eulenburg-Wicken, hat sein Führeramt niedergelegt. Der Landesbischof der eoangelisch-lucheri. scheu Kirche von Mecklenburg-Schwerin, Rend- t o r s st, übergibt ber Öffentlichkeit folgende Erklä- rung: „Nachdem der Reichskanzler die innere Unabhängigkeit der Kirche zugesichert hat, unb nachdem ber Wille unb bie Kraft ber beutschen Frei- heitsbewengung über bie Klassen unb Stäube hinweg bas deutsche Volk zu ber einen beutschen Nation ZU schmieben, überwältigt, offenbar geworben ift, habe ich meinen Beitritt zur NSDAP, erklärt." Garbo-Ulm. Mau ist seit langem baran gewohnt, baß sich bie großen Schauspieler unb Schauspielerinnen ihre Paraberolleu keineswegs mit befonberer Vorliebe aus klassischen Stücken holen. Was biese arnerika- uische Probuktion (Metro Golbwyu) betrifft, so heißt s'e »He Igas Fall unb Aufstieg" und ist bei Sidjl betrachtet ein richtiger Reißer: aber man geht ja nuht hin, um einen Reißer zu sehen, sondern um Die Garbo zu sehen, und das ist immer wieder em kleines Erlebnis und eine wirkliche Freude. Es kommt nicht so sehr darauf an, was sie zu spielen hat: hier ist es bie Liebesgeschichte einer Frau, bie um ihrer Leibenschaft willen burch alle Nieberungeu bes Daseins geht, bis sie am Enbe eines langen Damaskusweges ben Mann ihres Herzens wieber- finbet unb sich zurückgewinnt. Wie sie bas spielt: Darauf fommt es an. Sie ift wie geschaffen für biese Aufgabe, sie ist bie geborene Liebhaberin (wenn man es durchaus mit einer veralteten Rolleufach- deze.chnuug sagen soll) — obwohl ihre Stimme *™™r °°".etwas fpröben Klang unb frembartigen Akzent behatt, ber schon in ihrem ersten Tonfilm SuMi/fö Manger überrascht, wenn nicht ent« tauscht hat. Aber bas stört merkwürbigerweise gar x1 dieser Film nur burd, m burAJ,e £Uein' Rang unb Reiz erhält. Partner heißt Clark Gable: ein tüchtiger, Schauspieler von typisch ame- nkamscher Haltung, aber nicht so konventionell wie Gilbert seinerzeit. Immerhin regt sich der Wunsch Aus der Provinzialhauptstadt oorgctragcnen Dorspruch von Fräulei» schön 4. Jahre, Stätte her Arbeit die Hakenkreuzfahne zu hissen. Dabei hielt ein dort beschästigter Arbeiter in bestehe darin, den Millionen Arbeitslosen wieder getragen. Großen-Buseck. Ort und aus den freien Plätzen die Ucbtrttagung vom unter durch war- rung Dorantritt der Kapelle und Dorreitcrn fast alle Strasten des Dorfes, in dem kein Die Kapelle der SA. trug zur Verschone, der Feier bei- hat du D rutscht ? d« von ihr cor. ?cn öhibenlenfibafr Vertretung her llen immatrihilitrttn binger, Witwe, 69 Jahre, Schillerstraste 20. Karl Nolte, Eisenbahnarbeiter i. R., 82 Weserstrahe 25. ist, das Feuer gehörig zu beaufsichtigen oder auszulöschen unterläht oder den bei Erteilung der Erlaubnis ihm vorgeschriebenen Bedingungen zuwiderhandclt: wer Valdflächen oder Grundstücke, welche an Waldungen angrenzend ohne Erlaubnis der Forstpolizeibehörde abbrennt oder den hierauf bezüglichen Anordnungen der Forstpolizei- behörde zuwiderhandelt, folgte ein vom Ortspfarrer Pg. Büchner gehaltener Feldgottesdienst, wobei die SA-Ka- . Queckborn. < Die Feier des Tages der nationalen Arbeit gestaltete sich auch hier zu einem festlichen All. Flotte Marschmusik weckte in aller Frühe die Bewohner des Dorfs. Dann läuteten die Glocken. Die Schüler versammelten sich im Saal der Oberklasse, der mit Fahnen und frischem Grün festlich geschmückt war. Zahlreiche Erwachsene nahmen an der Feier teil. 3n einer Ansprache ging Lehrer Jochem auf die Bedeutung des Tages ein. Vaterländische Lieder umrahmten die Feier. Anschließend hörte man die Hebcrtra* gung aus Berlin und später den feierlichen Staatsakt der hessischen Regierung in Darmstadt. Mittags bewegte sich ein stattlicher Zug, bestehend aus der Schuljugend, den Ortsvereinen und zahl- V gemeldet wirk», EE.-Htukmbann- jer des beurlaubten ^Präsidenten M 'enotrsichmmg ite des Berban» erusslranten- em Eesamtvorsland schastUcherDe* c Vereinigung stossen, die in für* >en wird. Der Za* iisper bestehenden 1 schasst bie im In* lend notwendigen eine Einheit* nversicherung der vereinheitlichte sskantenfassen mit nMitgliedern stellt Veugestaltung der norbnung und Um« Jeiste der national* igung. rannt aebelich bei Den* »rannten ein Echos* >u gesüllte Scheune rettet w erden, ianben ben Tob in ndstistung vemutet. pelle die Lieder begleitete. RachmittagS stellte sich am Bahnhof ein Zestzug auf. an dem sich die meisten männlichen und zahlreiche weiblichD Ernwohner beteiligten. Der Zug bewegte sich Der 1. Mai in Oberhessen. Eindrucksvolle Kundgebungen zu Ehren der deutschen Arbeit. 2. Benner eine Ansprache hielt, die mit einem Sieg-Heil aus den Führer schloß. Der kommissarische Bürgermeister Berg Höfer dankte allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben. Rach der Feier waren die über 70 Jahre alten Einwohner von der Frauenschast der Ortsgruppe zu Kaffee mit Kuchen in LempS Saal eingeladen. Don 57 Eingeladenen waren 45 erschienen, den anderen, die wegen Krankheit und Alter nicht kommen konnte, wurde durch die Hitlerjugend Kuchen ins Haus geschickt. Allerlei anregende Reden würzten die Zusammenkunst, bei der auch die beiden ältesten Männer unserer Gemeinde, die Herren Philipp Will II- und 3oh. Konrad O p p e r, beide 84jährig, zugegen waren, von denen der erstere sogar im Zestzug mitmarschiert Tempelhofer Feld. Tanz hielt jung und alt noch lange oeisammen- 5. wer bei einem Waldbrande der Aufforderung des zuständigen Forstbeamten oder Ortspolizei- beamten zur Hilfeleistung nicht nachkommt, obschon er derselben ohne erheblichen eigenen Nachteil Folge zu leisten vermag. ifeoriwti^en. — Tagcskalender für Freitag: Oberh. fiunftDcrem, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr, große Frühjahrs-Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Helgas Fall und Aufstiegs. Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Tom rechnet ab" und „Die Nacht ohne Pause". wie er hier nie zuvor gesehen wurde, durch fcci< Am Abcnd hörte man in allen Lokaler? Sneflaften der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Berdindlichkeit der Schriftleitung.) B. in Gießen. Das Schießen an Orten, an denen Menschen zu verkehren pflegen, sowie das Schießen ohne polizeiliche Erlaubnis ist strafbar. Dieses gilt insbesondere für das Abschießen von Singvögeln. Anzeigen sind bei der Polizei oder dem Feldschutz* ** o t e r b e f ä11 e in Gießen. In der Zeit vom 16. bis 30. April verstorben in Gießen: 17.: Marie Wenzel, geb. Luh, 77 Jahre, Kirchstraße 13; Sibilla Seibert, geb. Leipold, Witwe, 83 Jahre, Am Nahrungsberg 30. — 18.: Karl Lüdeking. Rentner, 85 Jahre. Seltersweg 5; Hermann Lehmann, Metz- g?rgefeUe, 23 3., Wartweg 23. — 19.: Marie Albach, Seb. Müller, Witwe, 90 Jahre, Alicenftraße 34; nton Dietz, Zugführer i. 91, 65 Jahre, Strofborfer Straße 22, Hermine Lauer, geb. Herrgen, 33 I., Kirchenplatz 9. — 24.: Dorothea Strauch, geb. Hü- ---- ~v" ' ' — — 29.: Ameise"- sSä «rb. um cr m in, aber d u ! ^'^aeschädigt N Er bringt :be- nach staE, Langen fünf über* rüste, IN oe gpan* i Schale» baä adung im f Bg. Der Feiertaader nationalen A r - beit zeigte hier ein Bild des Zusammenwirkens und der Einigkeit, wie wir es feit den Augusttagen 1914 nicht mehr gesehen haben. Das Dorf prangte im Schmuck von Tannen- und Birkengrün und einer noch nie erreichten Zahl von Fahnen. Nach dem Wecken durch den Spielmannszug der Feuerwehr und den Posaunenchor und durch Böllerschüsse fetzte das Läuten sämtlicher Glocken ein. Bor den versammelten Behörden Großen-Busecks und einiger Gemeinden der Umgegend fand die Hissung der Fahnen auf dem neuen Schulhaus statt. Karl Hahn wies in feiner Ansprache auf die Bedeutung des Tages hin und forderte zu treuer und hingeben, der Arbeit auf. Dor einer nach Hunderten zählenden Gemeinde hielt darauf in einem Feldgottesdienst Pfarrer Müller eine packende Festpredigt, in der er die von Gottvertrauen getragene Arbeit feierte und dem Reichspräsidenten und dem Führer Dank aussprach dafür, daß sie die Arbeit wieder in ihre Rechte eingesetzt haben. Ihre vornehmste Ausgabe eSSte* h-tt hi1 Uh. ber ;°ch- cn und nen beuÄ Nn- enbar at?Qt'lOn Die größte Seeschlacht der Weltgeschichte Oie Schlacht von Skagen und Homsnff. Nach Teilnehmerberichien zusammengestellt von Walter Falkenau. hausen. LJ Auch hier verlief der Tag der gratio- italen Arbeit in der würdigsten Weife. Das ganze Dorf prangte im schönsten Flaggenschmuck. ilcberaU drangen die Ueberkragungen der Lautsprecher aus die Straßen. Rachmittags setzte sich der Festzug in Bewegung. Sämtliche Dereine nahmen mit der übrigen Bevölkerung daran teil. Durch die Dorfstraßen ging es hinauf auf den Kuhberg, jener schönen Anhöhe, die das Dorf überragt und einen herrlichen Blick auf das Dorf weit hinüber in das Hüttenberger Land gewährt. Dort, wo schon so mancher Erinnerungsbaum gepflanzt worden, sollte die neu gepflanzte Adolf- H i t le r - Linde geweiht werden. Rach einem Gingangslied des Gesangvereins Eintracht begrüßte Lehrer Zöller die Anwesenden, auf die Bedeutung des Tages hinweisend. Rach dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes hielt Pfarrer Steiner die Weiherede, die Linde als Sinnbild des Tages deutend. Bürgermeister G 5 - b c I übernahm dann den Daum in den Schutz der Gemeinde. Racydem der Gesangverein „Germania" einen Ehor zum Dortrag gebracht hotte, sangen sämtliche Anwesende nach einigen Schlußworten von Lehrer Zöller das Horst-Wesfel- Lied, womit der Weiheakt einen würdigen Abschluß fand. Rödgen. z Zum Tag der nationalen Arbeit war unser Dors auss festlichste geschmückt; die Häuserfronten trugen Sträuße, Kränze und Gir- larrden, überall flatterten Hakenkreuz- und schwarzweißrote Fahnen; an den Dorfeingängen waren Ehrenpforten errichtet. Rach dem Festgeläut versammelten sich die Schulkinder im Schulfaal zu einer kurzen Feier. Danach-zogen die beiden Klaffen mit ihren Lehrern — die Troher Schule hatte sich angeschlyssen —, mit der SA. und der SA-Reserve nach der alten Eiche zwischen Rödgen und Annerod. Dort fand ein Feldgottesdienst für beide Gemeinden statt. Mit dem Chor „Das ist der Tag des Herrn" leitete der Gesangverein „Heiterkeit" von Annerod diese Feier ein. Ein Gedicht bereitete sinnvoll die Ansprache des Ortsgeistlichen vor, der in packenden Worten das „Bete und arbeite“ deutete. Wort und Lied, in der prächtigen Frühlingsnatur gesprochen und gesungen, packten die große Versammlung im Innersten, jubelnd stimmte sie in den Schluhgesang „Olun danket alle Gott" ein. Mittags fetzte sich ein stattlicher Festzug in Bewegung. Die Kinder eröffneten ihn. Der F21D. folgte. Ein Spielmannszug spielte die Marschmusik. Dier „alte Herren" fuhren im Auto mit. Der RSBO. folgten die Arbeiterinnen der Zigarrenfabrik, die Kulturarbeiterinnen, drei Fahnenabordnungen und viele Leute aus dem Dorf. Den Schluß bildete die SA. und die SA.-Reserve. 3n Wagners Saalbau begrüßte der Betriebszellenleiter Wilhelm Rocker die große Der- sammlung. Rach einem Dorspruch ergriff Herr Bartholomäus, Gießen, das Wort und sprach begeistert und begeisternd über die Bedeutung des Tages. Mit einem dreifachen „Sieg- Heil“ auf den Führer und dem Gesang des Deutschlandliedes wurde die Feier beschlossen. Am Abend hörte eine zahlreiche Dersammlung die Rede des Herrn Reichskanzlers. Unfere bei- den Gesangvereine stellten ihre Kunst in den Dienst der guten Sache. Außerdem wurde von Kindern ein Gedicht und ein Sprechchor vor- Oie Verhütung von Waldbränden. Das Äreiwmt Gießen hat durch eine Bekannt- machuna im neuesten AmtsoerkundigungsblaU auf bie Dauer von vier Wochen folgende Anordnungen zur Verhütung von Woldbränden erlassen: 0 i Das Rauchen im Walde und in dessen Nähe im Umkreis von 20 Meter vom Waldrande ist verboten; 2 da» Feueranzünden außerhalb von Gebäuden im Walde und im Umkreis von 20 Meter vom Waldrand ist verboten; als Feueranzünden gilt besonders das Abkochen durch Touristen. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen bis zu 150 Mark bestraft. Ferner macht das Streisamt darauf aufmerksam, daß das unbefugte Betreten von Pflanzgarten- Häuschen, Wildscheuern oder ähnlichen Gebäulichkeiten in Wäldern, insbesondere das 9läd)tigcn darin, zum mindesten als Hausfriedensbruch bestraft werden kann, sofern nicht noch andere Strafbestimmungen verletzt sind. Weiterhin macht das Streisamt noch besonders auf die nachstehenden Dorschriften des Art. 36 des Forststrafgesetzes aufmerksam: Mit Geldstrafe bis zu 60 Mark ober mit Haft bis zu 14 Togen wird bestraft: 1. wer mit unverwahrtcm Feuer ober Licht einen Wold betritt ober sich demselben in gesahrbrin- genber Weise nähert, 2. wer im Walde brennende oder glimmende Gegenstände fallen läßt, fortwirft oder unvorsichtig handhabt; 3. wer — in anderen als nach § 368 Nr. 6 des Strafgesetzbuchs strafbaren Fällen — im Walde oder in gefährlicher Nähe desselben im Freien ohne Erlaubnis der Forstpolizeibehörde Feuer anzündet oder, falls ihm die Erlaubnis erteilt Roch einmal bei den Ll-Dooien. An der Ostküste Englands kreuzten vom frühen Morgen des 31. Mai an die deutschen Unterseeboote in dem ihnen anbesohlenen Sektor. Der Nebel ver- slüchtete sich in den Morgenstunden. Die Sonne brach durch. Meer und Küste erglänzten hochsommerlich. Der Tag ging ruhig hin. Die Unterseeboote lagen unter Wasser und warteten auf den Herein- bruch der Dunkelheit, denn früher durften sie nicht auftauchen. Als dieser schöne letzte Maientag endlich an der Ostküste Englands sich zum Abend niederneigte, erhoben sich allerorten die deutschen U-Boote vorsichtig aus den Fluten, richteten die Funkenmasten, und bald darauf stürzte auf jedem der Boote der Funkenmaat aufgeregt auf den Turm und meldete, daß in der Apparatur ein Lärmen und Knattern herrsche, als ob olle Welt wild durchein- anderfunke. In diesem Augenblick ahnte man, daß etwas besonderes geschehen sein müsse. Don Osten her schossen Torpedoboote heran. Die deutschen U-- Boote gingen schnell wieder unter Wasser, und die Besatzungen warteten fieberhaft auf die Nacht, um neue Meldungen empfangen zu können. Gegen 10 Uhr abends bann erhielten bie treuen Wächter an ber Ostküste Englanbs enblich bie Bestätigung bafür, baß ihre merkwürbige innere Unruhe einen gar guten unb wichtigen Orunb hatte. Don ber beutschen Flottenleitung nämlich kam bie Melbung an alle hier stationierten Boote: „Sofort Humber-Einfahrt. Havarierte feinbliche Schiffe abfangen. Gezeichnet Flottenchef." Nun wußten alle, baß etwas Ungewöhnliches geschehen war, baß bie in biejem größten aller Kriege seit Jahren schon vergeblich erwartete Begegnung ber beutschen mit ber englischen Flotte ftattgefunben haben mußte. Die beutschen Unterseeboote legten sich erneut auf bie Lauer unb warteten. Der Engländer aber mußte über bie an ihrer Ostküste ausgelegte beutsche U Bootssperre wohl genau unterrichtet worben fein, beim englische Unterseeboot- j ä g e r schlichen während ber ganzen Nacht an der Küste umher, warfen Wasserbomben und versuchten mit allen Mitteln, den deutschen U-Booten den Aufenthalt an der englischen Küste so ungemütlich wie nur irgend möglich zu machen. Diese aber hatten etwas von havarierten englischen Schiffen gehört. Da hätten die englischen U-Bootjäger Feuer und Schwefel regnen lassen können, die treuen deutschen Wächter wären nicht einen Fußbreit von ihrer Pflicht abgewichen. Shin nach Mitternacht bann erreichte bie deutschen Unterseeboote an Englands Küste der Funk- fpruch aus Nauen, der die berühmte Meldung brachte, bie Millionen Deutsche in einen Taumel ber Begeisterung versetzte, bie aber Millionen von Feinben ben Atem stocken ließ. Den Funkenmaaten, bie diese berühmte Meldung um Mitternacht ihren Kommandanten überbrachten, zitterten die Hände vor Aufregung, liefen die Tränen der Freude über bie Wangen. Minuten später schon wußten es alle: „Große siegreiche Seeschlacht bei Skagerrak, Verluste: Englänber Schlachtschiffe „Jnvincible", „Snbefatigable", „Queen Mary", „Tiger", „Defence", „Black Prince" gesunken, „War- rior" sinkend. beutsche Verluste gering. Die Nachricht, bie bie Zeppeline von ihrer Er- kunbungsfahrt mitbrachten, baß bie englische Hochseeflotte sich nördlich ber dänischen fiüite zurückbe- roege, veranlaßte bie oberste beutsche Flottenleitung, ben an ber Ostküste Englanbs wartenden Unterseebooten den Befehl zur Heimkehr zu geben. Als bie beutschen U-Boote in Wilhelmshaven einliefen, tarnen sie in eine Heimat, bie von Jubel und Danksagung, von Freude und Begeisterung widerhallte. Dor der Dockeinfahrt sah man von den heim* kehrenden deutschen Unterfeeboten aus die schwer- verwundete „Seydlitz" liegen, die mit dem furchtbar Arbeit zu schaffen, ein Ziel, zu dessen Verwirklichung die Mitarbeit ber ganzen Nation nötig sei. Es folgten durch Lautsprecher bie Uebertragungen aus Berlin. Zur Feier am Nachmittag war bie Menge noch erheblich angewachsen. Zunächst wurde bie am Geburtstage bes Volkskanzlers gepflanzte Eiche durch ben Ortsgeistlichen geweiht. Seiner mit allseitiger Anerkennung aufgenommenen Rede hatte er die Mahnung zu Grunde gelegt: „Volk, sei stark, einig unb deutsch!" Reichen Beifall fand auch Bürgermeister Gans, ber bie Eiche in den Schutz ber Gemeinde übernahm unb mit trefsenden Worten bie Bedeutung der drei Denkmäler auf unserem Kirchhof, ber Kriegerdenkmäler von 1870, 1914 unb der Hitlereiche erläuterte. Dann bewegte sich ein sehr großer Festzug durch unser Dorf, in dem auch etwa zehn sinnvoll zusammengestellte Festwagen mitgeführt wurden. Im zweiten Teil ber Feier hielt Karl Hahn eine begeifternbe Ansprache über bie Bebeutung des Tages. Gesänge der vier Gesangvereine, Gedichtoorttäge ber Schulkinder und der Frauenschaft, gemeinsam gesungene Lieder statteten die Feier, die für jeden zu einem unauslöschlichen Erlebnis geworden ist, würdig aus. Der Posaunenchor wirkte in allen Teil mit. Abends sand die Nachfeier im Saale des Gastwirts Wagner statt. Reiskirchen. <£ Durch bas mit Fahnen unb Girlanben festlich geschmückte Dorf ertönte am frühen Morgen des Tages der nationalen Arbeit der Weckruf der Kapelle M ö b u s und des Spielmannszugs der Ha fia-Jugend. Rachdem die Kirchenglocken den Tag feierlich eingeläutet hatten, sammelten sich die Arbeiter und Arbeiterinnen, sowie die Amtswalter der REDAP. und der ASDO. im Hofe der Zigarrenfabrik Schirmer, um der Hissung des Hakenkreuzbanners beizu- wohnen. Werkführer 3 ü n g hielt eine Ansprache, in der cr die Bedeutung und den Ur- sprung des 1. Mai als Tag der nationalen Arbeit darlegte. Sein Heil galt dem Führer des neuen Deutschlands. Gegen 13 Uhr sammelten sich alle Einwohner zur Feier an der Wieseck. Ortsgruppcnleiter der RSDAP. 3 ü ng e r eröffnete die Kundgebung. Die Führerin des D. d. M., Lina Launspach, trug ein Gedicht „Die Danner weh'n“ vor, das mit lebhaftem Beifall begrüßt wurde, der Gesangverein „Harmonie“ erfreute mit dem Chor „Dies ist der Tag des Herrn“. Der Ortsgruppenwart der RSBO- K. H a h n aus Großen-Buseck sprach dann über das Thema „Der 1-Mai als Feiertag der nationalen Arbeit“. Sein Hoch galt dem lieben deutschen Baterlande- Begeistert fiimmtc man das Deutschlandlied an. Zwei Gedichte des Pg. Karl Rausch, die dem 1. Mai gewidmet waren, fanden reichen Beifall. Der Gesangverein „Einigkeit“ trug mit seinem Männer- und gemischten Chor zwei Lieder vor, die sehr gut gefielen. Zur besonderen Weihe des Tages hatte die Ortsgruppe der RSDAP. beschlossen, eine Adolf-Hitlcr-Eiche zu pflanzen. Lehrer Rausch sprach hierzu die Gedenk- und Taufworte. Die Eiche sand ihren Platz neben der Friedenseiche, die im 3ahre 1913 zur Hundertjahrfeier des Tages von Leipzig im 3ahre 1813 geflankt wurde. Unter den Klängen des Riederländischen Dank- Sebets wurde die Eiche gepflanzt. Ortsgruppen- :iter 3 Ü n g e r gab bann ben Baurn in ben Schutz ber ganzen Gemeinde Sein Heil galt dem Führer des neuen Deutschland- Das Horst- Wesfel-Lied schloß die Kundgebung. Hierauf bewegte sich ein prächttg ausgestatteter Festzug. Haus ungeschmückt war, bis zum Adolf-Hitler- Platz, wo OrtSgruppcnführer Euler nach einem -leg^ KB L-Arr S» «ob b,r 3 'M-! ! 01 B'smarit ^Mque 7/ch an Lord bes dem Wege »och ^gekommen. Ski». Diem ab zerschossenen Vorschiff bis zum Oberdeck In das Wasser eingetackcht war. Unsere Betrachtung unb Darstellung bieser größten Seeschlacht aller Zeiten begannen wir mit ber Anmerkung, baß auch ber Englänber, ber immer ein fairer Gegner gewesen ist, bie Leistungen ber beutschen Flotte durchaus zu würdigen wußte und unumrounben zugab, baß, wenn bie Schlacht von Skagen und Hornsrisf auch in englischen Augen nicht gerade ein deutfcher Sieg ge- wefen fei, fo doch bestimmt auch kein englischer. Nachdem wir hier nun von vier Seiten aus in den Brennpunkt bes gigantischen Kampfes ber beiden tapfersten unb wehrfähigsten Flotten ber Welt hineinzufehen versucht haben, wollen mir nun zum Schluß noch einmal bie „Times" vom 26. Mai 1932 zitieren, bie im Anschluß an bas eingangs Gesagte bann weiter zugesteht: „Das Hipperjche Geschwaber war auch währenb ber Hauptschlacht heftiger engagiert als irgendein anderer Teil ber beutschen Flotte, unb es bewies bis zum Schluß sein hohes Maß ber Schieß- unb Manövrierfähigkeit. Im kritischen Augenblick ber Schlacht rief Admiral Scheer die Panzerkreuzer zu Hilfe, und Hipper unb seine ftommanbanten führten biefes Manöver mit ihrer bekannten Hartnäckigkeit unb Genauigkeit aus." Als Admiral o. Hipper im August 1918 bann bie Führuna ber beutschen Hochseeflotte übernahm, war es jetn brennenbfter Wunsch, bie englische Flotte noch einmal aus ben sichern Häsen und Buchten herauszulocken, sie n o ch einmal zu zwingen, sich den deutschen Gegnern in offener See schlacht zu stellen und sie bann zu schlagen. Es war bereits beschlossen worben, unb bas deutsche Hauptquartier brang mit aller Kraft auf bie Innehaltung biefes Beschlusses, daß unter Hippers Führung bie beutsche Flotte am 21 Oktober 1918 einen wohloor- bereiteten, klugdurchdachten unb großangelegten Vorstoß gegen bie englische Flotte unternehmen sollte. Die „Times" meint, baß fein Mensch baran zweifelt, baß Hipper eine ähnliche Entscheidung wie vor dem Skagerrak erzwungen und damit einen außerordentlichen Erfolg erzielt haben würde. Nicht nur die „Times", sondern auch alle führenden Männer im Lager ber Entente waren ber Meinung, daß ein solcher sinnreicher Vorstoß Admiral Hippers dem ganzen Kriege trotz des Fehlschlagens ber großartig angelegten unb burchgeiührten heroischen Frühjahrsoffensive, vom März 1918 eine neue, für Deutfdjlanb sehr viel günstigere Wenbung hätte geben können. Die Frie- bensoerhanblungen hätten nach dem von Admiral von Hipper dringend erwünschten, neuen und wie man zuversichtlich hoffte, erfolgreichen Kampfe mit der englischen Flotte bestimmt bann in ber Wiederherstellung bes Zustanbes vor bem Kriege gegipfelt. Die beutschen Reoolutionshelben vom November 1918 bekamen es bann unter anberem auch von ber „Times" gesagt: „Aber dieser Vorstoß sand niemals statt, denn die deutschen Seeleute meuterten, als die Flotte in See ging." Nicht umsonst haben wir gerade zum Schluß unserer Betrachtungen diese erschütternde Tatsache angemerkt, daß die deutschen Seeleute meuterten, weil sic von den falschen Propheten in jahrelanger Wühlarbeit um Ehre und Glauben und inneren Anstand gebracht worden waren. Die Helden aber, bie bie Schlacht von Skagen unb Hornsriff am 31. Mai 1916 für Deutschland geschlagen haben, sie leben wieder, ihr Geist lebt wieder unter uns, vereint mit allen guten Kräften des Volkes an ber inneren und äußeren Erneuerung unseres Vaterlandes, aus der heraus nur allein solche Großtaten geschaffen werden können, wie sie diese größte Seeschlacht der Weltgeschichte auch barstellt. Unb daß dieser Geist nimmer mehr von Deutschland gehe, daß er in uns, um uns und mit uns lebe, der Geist der unerschütterlichen Vaterlandsliebe und Hingabe, — das walte Gott! ir'erer Leute jufam« inen* Wj i etwa an öorfterj inszeniert nicht unge- gewisse es,eite, w.e die filmbramatur- eschjchte hat« Men versucht- Um gestern im Licht -schön- Aufnahm" botsdam, da.zu d' tuell war tmi W- • Reportage vvnden ai: vielen mrd Z kommen sem- reichen Einwohnern nach dem Friedhof zum Kriegerdenkmal. Pfarrer Ries (Ettingshausenj gedachte in einer Ansprache der Toten des Weltkriegs; Blockwart Frihiu« legte einen Kranz nieder, der Kriegerverein schoß eine Ehrensalve. Auf dem Adolf-Hitler-Platz wurde eine Adolf- Hitler-Eiche geweiht. Beide Feiern umrahmten Darbietungen des Gesangvereins „3ug end treu“. Bürgermeister Albert nahm die Eiche in den Schutz der Gemeinde. Der Abend vereinigte die 3ugend zu fröhlichem Tanz. Ober-Bef,ingen. kob. Der Festtag der nationalen Arbeit verlief in unserem Dorfe in schönster Eintracht. Fast kein Haus war ohne Fahnenschmuck und Maiengrün. Am Borabend wurde ein großes Maifeuer angezündet und eine junge Linde dem Führer des Bolkes geweiht. Die Festrede hielt Lehrer i. A. 3 a k o b. Am Festtage wurden planmäßig die Fahnen gehißt, dann versammelten sich Schüler und OrtseinwohTier um die für die Allgemeinheit aufgestelltcn Lautsprecher. Hierauf zogen Schüler und Lehrer, sämtliche Dereine und viele Ortseinwohner nach dem Hardtberg bei Ettingshausen, wo Pfarrer Strack aus Münster einen erhebenden Feldgottesdienst hielt. Am Rachmittag versammelte man sich an gleicher Stelle. Unter Leitung von ßeforer Erb (Ettingshausen) trugen die Gesangvereine Ettingshausen und Münster einige sehr beifällig aufgcnomrnene Männerchöre vor. Hierauf sprach Pg. Lehrer S i - m o n (Ettingshausen) zu der Dersammlung und schloß mit einem dreifachen .Heil Hitler!" Sodann schilderte der Festredner, Pfarrer D r a u d t (Lichl in markigen Worten die Bedeutung des Festtages der nationalen Arbeit. Mit dem Deutfchlarrd- und dem Horst-Wesiel-Lied endete die eindrucksvolle Feier. Am Abend vergnügte sich die 3ugend beim Tanz. Tret» an ber Lumda. t Der Feiertag der nationalen Arbeit wurde hier festlich begangen. Die SA - Kapelle begann den Festtag mit Wecken, Ehoral- blasen. Frühlingsliedern und Märschen. Rach dem Geläut der Kirchcnglocken wurde am Braunen Haus zum Marsch zur Zigarrensabrik von Rinn & Cloos angetreten, um dort an der personal zu erstatten. D. G. 1. Die Hingabe bes (Selbes an Ihre Eltern stellt ein Darlehen bar, besten Verjährung erst nach 30 Jahren eintritt. Den Wert ber für sie angeschafs- ten Sachen können Sie zurückforbern. Maßgebend ist ber Inhalt des von Ihnen abgeschlossenen Vertrags, ben Sie uns bisher nicht oorgelegt haben. Bei ber von Ihnen gealberten Einstellung Ihrer Eltern werben Sie wohl ohne gerichtliche Klage nicht zum Ziele kommen. Versuchen Sie, eine gütliche Einigung burch einen gerichtlichen Sühneoersuch zu v-.,—- erreichen. — 2. Ihre Eltern können von ihrem «/«v« ui. vmh vvIWU|..8.» ^jettet in I Eigentum verkaufen soviel sie wollen. Erst gclegcnt- SA -Uniform eine markige Ansprache. Darauf ! lich ber bereinftigen (Erboerteilung kommen sog. - — - - Dorempfänge zur Verrechnung unb zum Ausgleich. Buntes Allerlei. Das Denkmal. Das kürzlich in Mannheim enthüllte Benz- Denkmal stellt den gefeierten Autopionier in einem zeitlosen Gewände, einem langen Kittel, dar. Das hat die Kritik herausgefordert, und in die Reihen der kritischen Beschauer ist auch Frau Benz, die 83jährige Witwe des so Berewigten, getreten. Als sie das Denkmal zum ersten Male sah, sagte sie kopfschüttelnd in ihrem Mannheimer Dialekt: „Nu haw ich mei ganz Lebe lang mei'm Karl die Strimp gestopft und für Schuh gesorgt un sei Kleider in Ordnung g'halte, und jetzt stellt iner’n barfuß un im Nachthemd uf's Denkmal!" Der ungreisbare „Laternenpfahl". Einer der berüchtigsten Banditen Südamerikas, der seit mehr als einem Jahrzehnt weite Gebiete des nordöstlichen Brasilien in Schrecken verseht, ist noch immer ein freier Mann und verbirgt sich irgendwo in den unzugänglichen Urwäldern dieses Landes. Der Spitzname „Laternenpfahl", unter dem er allgemein bekannt ist, wird auf den Farmen und in den Dörfern nur noch im Flüsterton erwähnt, denn seine Macht ist durch eine militärische Expedition im wesentlichen gebrochen, und die Bevölkerung, die ihm wohl will, möchte ihn selbst möglichst lange vor dem Schicksal der Gefangennahme bewahren. Offiziell wird mitgeteilt, daß 16 seiner Unterführer getötet und acht gefangen worden sind. „Laternenpfahl", dessen wirklicher Rome Birgolino de Oliveira ist, durchstreift seit langem die Ebenen im Innern der Staaten Bahia, Sergipe, Pernambuco und Alagaoas mit einer prächtig gekleideten Bande, die zu Zeiten mehr als 150 schwer bewaffnete Männer umfaßte. Seine Leute tragen bunte Trachten, viele Ringe an Händen und Ohren, sind alle mit Gewehren bewaffnet und haben ihre Bandeliere reich mit Goldmünzen geschmückt. Sie raubten ganze Dörfer und einzelne Besitzungen aus, taten aber den armen Leuten nie etwas. Alle früheren Feldzüge, die von den Staatstruppen gegen diese Schar unternommen wurden, hatten keinen rechten Erfolg, weil „Laternen» Spielvereinigung 1900 Gießen. Mainz-Kaslel 06 (Sübb. Bezirksliga) gastiert am kommenben Sonntag in Gießen. In dem Bestreben, dem Publikum guten Fußball zu zeigen, hat die Spielvereinigung 1900 für den nächsten Sonntag abermals, eine namhafte Mannschaft aus dem süddeutschen Berbandsge- biet nach hier verpflichtet. Mainz-Kastel 06 spielt in der Bezirksliga Main—Hessen eine führende Rolle und rangiert nur knapp hinter dem Ortsrivalen Mainz 05, den beiden Wormser Vereinen (Wormatia und Alemania-Olhmpia) und Sportverein Wiesbaden. Die Mannschaft dürfte im Können Union Riederrad, Kickers Offenbach und Rotweiß Frankfurt gleichkommen. Ein spannendes Spiel ist zu erwarten. OSC. Die Leichtathleten am Sonntag in Weilburg. Am Sonntag nehmen die OSC.-Leichtathleten an einer Werbeveranstaltung in Weilburg teil. Die besten Aussichten hat wohl L u h, der am Kugelstoßen, Diskuswerfen und Weitsprung teilnehmen wird. Jakob dürfte im Speerwerfen, Specht im 100-Meter-Lauf einen guten Platz belegen. Die anderen Teilnehmer sind meist Anfänger. M o h l wird wahrscheinlich nicht teilnehmen können. Auf ihn zu verzichten, fällt dem Verein schwer, weil er Aussichten auf einen guten Platz gehabt hätte. Handball der Gp.-Vg. 1900. 1900 I — Tv. Pohlgöns I 5:5 (3:3). Die 1900er traten zu diesem Treffen mit drei Ersatzleuten an, die jedoch nicht genügen konnten. Der Sieg vom Vorsonntag konnte daher nicht wiederholt werden, man mußte sich vielmehr mit einem Unentschieden begnügen. Das Treffen fing schon wenig verheißungsvoll für die Einheimischen an. Cs waren kaum fünf Minuten vergangen, als die Gäste mit 2:0 führten. Dann kamen die 1900er langsam in Fahrt. Beim Stande von 3:3 wurden die Seiten gewechselt. Rach Halbzeit wechselte das Kampfbild ständig. Nachdem die Spielvereinigungsleute- kurz vor Schluß 5:4 in Führung gelegen hatten, ließ der Hüter noch Pfahl" dieses dünn besiedelte Land viel besser kennt als seine Verfolger. Er erschien bald in diesem, bald in jenem Staat, um sich dann rasch bei der Verfolgung über die Grenze zu retten. Unter seinen Unterführern, die jetzt getötet oder gefangen wurden, finden sich nach dem Polizeibericht verschiedene mit sonderbaren Spitznamen. So sind „Toilettenseife", „Kolibri", „Donner", „Zucker", „Sühkakao" und „Steuerrad" getötet worden, während „Blitz" und „Schnecke" im Gefängnis ihrer Verurteilung harren. Auch zwei weibliche Mitglieder der Bande wurden verhaftet und eins wurde getötet. Llmgang mitBüchern-vor 600Zahren. Die Zunft der Bücherliebhaber ist so alt wie das Buch selbst, aber das erste Dokument dieser Leidenschaft in neuerer Zeit ist die berühmte Abhandlung des gelehrten Bischofs von Durham, Richard de Bury, der vor 600 Jahren sein „Philobiblon", eine Art Handbuch über Büchergewinnung und -benuhung, verfaßte. In diesem ersten Traktat über die Buchliebe wird schon allerlei von der schlechten Behandlung erzählt, die sich die Bücher gefallen lassen müssen, und einige Regeln, die der Mönch damals aufstellte, werden jetzt in einer literarischen Zeitschrift mitgeteilt. Die Bücher klagen: „An vielen Krankheiten leiden unsere Rücken und Seiten. Unsere Glieder sind wie gelähmt, viele von uns haben die Gicht, beim sie sind verkrümmt. Rauch und Sand verfolgen uns. Unsere Augen werden schwach und beginnen zu eitern. Schreckliche Wunden müssen wir Unschuldigen erdulden. In Fetzen zerrissen liegen wir in dunklen Ecken. Man verkauft uns wie Sklaven." Richard de Bury fleht die Leser an, doch seine Lieblinge zu schonen, sich nicht mit den Ellbogen auf sie zu stützen, und ermahnt, sich vor dem Lesen die Rase zu putzen, „damit du das Buch nicht mit den schändlichen Tropfen bespritzt". Auch soll man vermeiden, einzelne Stellen dadurch kenntlich zu machen, daß man die Seiten mit einem „pechschwarzen, mit Dreck gefüllten Nagel" beschmutzt. „Denn", so endet der fromme Mann, „ein Buch muß schonungsvoller behandelt werden als ein Stiefel." den Ausgleich für die als sehr spielstark sich erweisende Tumermannschaft zu. Immerhin hätten die Plahbesitzer bei besserer Zusammenarbeit einen Sieg herausholen müssen. 1900 II — Tv. pohlgöns II 7:3 (2:1). Die 1900er zeigten ein flottes Spiel und siegten verdient. Recht gut konnte das Jnnentrio gefallen. Nach der ersten Halbzeit war die Frage nach dem Sieger noch offen, dann gingen die Einheimischen aus sich heraus. Schiedsrichter Bauernschub (VfL. Wetzlar) leitete beide Treffen zu aller Zufriedenheit. Handball im Gan Hessen (D. T.) Klein-Linden I — Hochelheim I 6:4 (3:3). Am letzten Sonntag war die 1. Mannschaft des Tv. Hochelheim in Klein-Linden zu Gast, um das fällige Freundschaftsrückspiel gegen die Klein- Lindener Turner auszutragen. Bis zur Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften einen gleichwertigen Kampf. Nach Wiederanpfiff machte sich sogleich eine Überlegenheit des Plahbesihers bemerkbar, der zu drei weiteren Toren kam, während Hochelheim erst kurz vor Schluß noch einmal einsenden konnte. Schiedsrichter Schäfer, Wetzlar, war dem Spiel jederzeit ein gerechter Leiter. \ * Am kommenden Sonntag spielen die 1. und 2. Mannschaft Klein-Lindens gegen die gleichen Mannschaften des Tv. Groh-Rechtenbach. Der Ausgang beider Spiele ist offen. Handball im Lahn - Dünsberg - Gan. To. hausen I — To. Lang-Göns I 9:8 (2:5). Die Gäste übernahmen bald mit zwei Toren die 'Führung unib konnten bis zur Panse ein Resultat von 5:2 herausholen. Die zweite Hälfte sieht die Platzmannschaft in besserer Spiellaune: nach wechselnden Erfolgen stand das Spiel kurz vor Schluß 8:8 und brachte dem Platzbesitzer in den letzten Minuten Den Siegestreffer. To. Erda I — Tv. Ehringshausen (kreis Wehlar) I 2:1 (1:0). Zu einem Gesellschaftsspiel trafen sich beide Mannschaften in Erda. Die Gäste stellten eine eifrige Elf und leisteten dem Platzbesitzer hartnäckigen Widerstand. Dieser ging vor der Pause mit einem Tor in Führung, die die Gegner bald nach dem Wechsel ausglichen. Mit einem weiteren Tor stellte kurz vor Schluß Erda den verdienten Sieg sicher. Tv. wahenborn I — To. Steinbach I 3:15 (0:7). Beide Mannschaften traten mit nur 10 Spielern an. Die Gäste hatten den Kamps jederzeit in der Hand, zumal die Pla^mannschaft sehr zerfahren spielte. Pech der deutschen weiter in Rom. Beim Reitturnier in Rom entwickelten auch am Mittwoch die deutschen Vertreter ziemlich viel Pech. Von 28 gestarteten Pferden sprangen nur Chef (Oblt. Brandt), Wotan (Oblt. S a h l a) und Olaf (Oblt. v. Nagel) fehlerlos und placierten sich an 10., 16. und 17. Stelle unter insgesamt 18 fehlerfreien Pferden. Den Sieg trug wie schon im Vorjahre ein Franzose davon: Hptm. du Dreuil auf Exercice gewann den wertvollen Preis der Stadt Rom vor dem Spanier Die Deutsche Hochschule für Leibesübungen eröffnete ihr Sommersemester mit einer Feier, die dadurch besondere Bedeutung gewann, daß der neuernannte Reichskommissar Hans v. T s ch a m m e r - O st e n vor den Studenten und dem Lehrkörper der Hochschule das Wort ergriff. Der Reichssportkommissar führte u. a. aus, daß er mit großem Optimismus an seine neuen Aufgaben herangehe. Als SA- Mann Adolf Hitlers sei er glücklich, mitten in dieser großen Zeit zu stehen und an der Umformung des deutschen Menschen mitwirken zu können. Die Verwirrung der vergangenen Jahre sei auch an der Hochschule nicht spurlos vorübergegangen, er stehe aber unbefangen und unbeeinfluhbar den Dingen gegenüber und sei bereit, jedem, der guten Willens ist, die Hand zu reichen. So wolle auch er mit den Studenten, wie Geheimrat Sauerbruch, der ihm im Kriege als Chirurg die Hand gerettet hat, und mit dem Lehrkörper eng zusammenarbeiten. Der Reichssportkommissar verpflichtete sich, zweimal wöchentlich, soweit es seine Zeit erlaube, zur Hochschule hinauszufahren, um unter den Studenten zu weilen, denen er ein guter Kamerad, sein wolle. Vorbild habe allen der unbekannt« Soldat des Weltkrieges, Adolf Hitler, zu sein, in dem wir den Mann der Disziplin und der Treue ehren. Im Hinblick auf seine weiteren Aufgabe führte v. Tschammer-Osten aus, daß er die Eigen- * Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Dillgebiet. Der starke Umsatzrückgang verschiedener Werke der Eisenindustrie im Lahn- und Dillgebiet hatte bekanntlich die Arbeitslosigkeit vor allem an kleineren Orten in katastrophalem Maße anwachsen lassen. Um nun den Werken mit besonders stark rückläufigem Umsatz wieder in irgendeiner Form mehr Beschäftigung zu verschaffen, wurde nach einer Besprechung, die auf Einladung des Regierungspräsidenten in Wiesbaden zwischen Vertretern der NSDAP, und der Generaldirektion der IG. Buderus - Hessen - Nassauischer Hüttenverein in Wetzlar stattfand, eine Kommission zur Prüfung des gesamten Fragenkomplexes eingesetzt. Diese Kommission, der Kommissare der Regierung sowie Vertreter der NSDAP, und der Interessengemeinschaft angehören, wird ihre Tätigkeit umgehend aufnehmen. Vor allem wird sich die einzuleitende Aktion auf das Werk Cibelshäuser Hütte des Hessen-Nassauischen Hüttenvereins beziehen, das de' Ofenfabrikation dient. * Maingas-Werke AG. in Frankfurt. Die Maingaswerke AG., die im Geschäftsjahre 1932 zufriedenstellend gearbeitet hat, ist imstande, eine Dividende von 6 (5) v. H. zu verteilen, was ein Plus von 0,50 v. H. gegenüber der etatsmäßig vorgesehenen Dividende bedeuten würde. Die Bilanzsitzung wird erst in etwa vier Wochen stattfinden. * Hessen-Nassauische Gas-Aktien- Gesellschaft, Frankfurt a. M. - Höch st. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, entsprechen Meldungen von einem ^prozentigen Dividendenab- schlag bei der Hessen-Nassauischen Gas-AG., Frankfurt a. M.-Höchst, nicht den Tatsachen. Die Gesellschaft beabsichtigt vielmehr, die Verteilung einer Dividende von wieder 5 o. H. vorzuschlagen. Don den Hptm. Lopez auf Revestada und dem italiem» scheu Lt. Guiscardi auf Santuzza. „Derby", der Sieger des Vortages, zog sich drei Fehlerpunkte zu, und acht weitere Deutsche mußten sich mit vier Fehlem bescheiden. Kurze Gportnotizen. Zwei Mercedes-Wagen wurden jetzt für das internationale ADAC.-Rennen gemeldet. Die beiden SSK1 werden von Manfred von B r a u ch i t s ch und Otto Merz gesteuert. Fünf Bewerber wurden vom Verband Deutscher Faustkämpfer für die deutsche Mittelgewichts-Meisterschaft, die durch Seeligs Ausschluß vakant geworden ist, zugelassen, und zwar Hein Domgörgen, Hans S e i f r i e d, Walter Trollmann, Ehbel (Hannover) und B ö l ck (Hamburg). Die erste Niederlage erlitten die ungarischen Wasserballspieler am Dienstag in Barmen. Sie unterlagen dort der Mannschaft der Schwimmsportfreunde mit 9:12. heilen und Traditionen der Verbände pflegen, daß er aber, w o er auf den sogenannten professionellen Partikularismus stoße, unerbittlich eingreifen werde. Mit Besonnenheit und nach gründlicher Aussprache werde er mit denen, die er für gut halte, zum Ziele kommen und nicht etwa mit einem überstürzten Programm bedenkenlos alles einreißen. Die Verdienste derer, die vielleicht von der Hochschule gehen müssen, wolle er anerkennen: er werde die Männer und Frauen finden, die an der Hochschule nicht nur dem Sport, sondern auch der Wehrertüchtigung so dienen, wie es in der heutigen Zeit notwendig sei. In Anbetracht der notwendig werdenden sachlichen und personellen Veränderungen bitte er, den nötigen Takt zu üben. Die Studentenschaft solle Ruhe, Ordnung und Kameradschaft halten, dann werde in der Hochschule ach dem Sommersemester wieder gesundes Leben herrschen. Vor den begeistert aufgenommenen Ausführungen des Reichssportkommissars hatte Geheimrat S a u e r b r u ch, der als Rektor am Schluß der Feier das Sommersemester für eröffnet erklärte, darauf hingewiesen, daß die nationalsozialistische Revolution gerade an der Hochschule für Leibesübungen nicht spurlos vorübergehen dürfe, die jetzt unter dem Schuh und der Hilfe des Reichssportkommissars arbeite, der mit der Hingabe und der Elastizität des alten Soldaten an seine Aufgabe herangehe. wichtigeren Beteiligungen schütten die Limburger Gas- und Koks-AG. wieher 5 v. H. Dividende aus, die Gaswerk-Langenselbold-AG. bleibt dagegen dividendenlos. Frankfurter Abendbörse. An der Frankfurter Abendbörse kam die Abwärtsbewegung der Aktienkurse zum Stillstand und die meist erholten Schlußnotierungen des Mittagsverkehrs konnten sich ziemlich behaupten. Eine gewisse Unsicherheit war aber unverkennbar, zumal auf einzelnen Märkten noch etwas Angebot vorlag. So setzten beispielsweise Deutsche Erdöl und Schuckert gegenüber dem Schluß je 1 Prozent, und Metallgesellschaft 0,50 Prozent niedriger ein. J.-G.-Farben, Geffürel, Holzmann, Phönix und Hapag eröffneten behauptet. Das Geschäft war aber mangels Anregungen sehr klein. Im Verlaufe neigten J.-G.- Farben und einige andere Spezialwerte auch meist schon wieder etwas nach unten. Nachdem J.-G.- Farben vorübergehend bis auf 137,50 zurückgegangen waren, schlossen sie mit 137,75 Prozent: der erste Kurs stellte sich auf 138,50 Prozent. Auf den übrigen Marktgebieten traten kaum noch Veränderungen ein. Am Rentenmarkt blieben deutsche Anleihen bei geringen Umsätzen behauptet, späte Reichsschuldbuchforderungen bröckelten eher etwas ab. Neubesihanleihe 13,50, Altbesihanleihe 74,25, 6proz. Stahlverein 69,50, Schuhgebietsanleihe 8,20, Reichsbank 131, Buderus 75,25, Harpener 105,50, Kali Aschersleben 145, Mannesmann 77,75, Stahlverein 42, Bekula 1-9,50, Cement Heidelberg 83,50, Deutsche Erdöl 120, Licht & Kraft 108, Geffürel 100,50, Holzmann 64,50, Metallgesellschaft 38, Schuckert 110,50, Hapag 18, Nordd. Lloyd 18,38. S.J.-fporl Deutsche Hochschule für Leibesübungen. Reichssportkommiffar v. Tschammer-Osten eröffnet das Sommersemester. Wirischast. Kurszettel der Berliner un- Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Datum Frankfurt a. M. »erhn Datum Franksun 0. DL Serlin Schlußkurs 3.5. Abend- börsc 4.5. Schluß« lurs 3-5. vchlußk. Mitlag- börse 4.5. Schlußkurs 3-5. Schlußk. Abend- bSrse 4.5. Schlußkurs 3-5. Schlußk. Mitiaa- börse 4-5- 6% Deuilche RetchSanleihe v. 1921 6% efiem.7% Dl. ReichSanl. v. 1929 5%% Doung-Anlelhe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............ 85,25 93,65 73,8 13,4 68 69,65 86 86 87 87 88 88 1,2 7,65 6,65 6,6 5,5 10 4,9 28,75 85,2 93 74,25 13,5 80,25 68 70,25 85,25 85,5 86,65 86,5 86,5 86,5 7,5 6,4 5,75 9,9 4,925 29 85,5 94 79 73,7 13,5 67,25 87,5 14,3 1,15 7,25 6,45 6,7 6,5 5,75 9,75 4,75 £8,5 85,4" 93,5 77,5 73,9 13,5 80,75 70 87,5 14,3 1,2 — — 7,65 6,4 6,3 6,3 5,75 10 4,85 29 4 8 Q > 1 )amburg-Amerika-Pakel .."... o -amburg-Südam. Dampfschiff. 0 ?ansa Dampfschiff........... 0 lorddeutscher Lloyd . ........0 l G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 gerllnerHandelsgesellschaft.... 4 ommerz- und Privai°Bank... 0 leutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ o dresdner Bank..............o leichSbank ................. j 1.6.®....................... slektr. Lieferungsgesellfchaft ... b tchl und Kraft .............g selten & Guilleaume ........o tzesellschaft für Elektrische Unter- nehmungen............... 4 Rheinische Elektrizität ........6 -chuckertLEo..............0 Siemens & Halske...........9 lahmever & (So..............10 luden» ................ 0 Deutsche ErdSl .............. Gelsenkirchener..............0 Zarpener...................0 soesch Eisen—Köln-Neuessen.. 0 llfe Bergbau ...............7 llfe Bergbau Genüsse........7 rlöcknerwerke ........ O Rannesmann-Röhren........ 0 Ransfeider Bergbau.........0 -berschles. KolSwerke.........0 bbontx Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen ......10 iyetnstahl................... 18 18,4 57,5 98,25 51,75 67 61,25 132,75 28,25 95,5 110,75 74 102,75 99,5 114,5 169,75 133,5 79,5 125,25 72,5 110 128 70,5 81,5 47,25 97,5 18 18,4 53,75 98,25 51,75 67 61,25 131 27,25 96 108 71,25 100,5 99 110,5 112,5 133 75,25 121 67,5 105,5 67 77,75 43,5 210,5 93,5 17 38,25 30,75 18,4 55,5 98,75 52,25 67 61,25 132,5 28 97 111,25 73,25 102,5 99 114 169,9 133,5 79,25 124,5 73,25 110,75 83,75 178,5 128 70,4 80,5 31,75 92,5 48 211,25 98 18 33,25 18,5 54,4 98,75 52,25 67 61,25 133,25 27 97,5 109,5 71 100 99,75 111,5 163,75 131,25 75,75 121 67 106,25 80 174 121,5 66,25 77,75 30,13 88,75 43,25 210 93,9 Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% eöem. 8% Hess. Voltsstaat 1929 lrückzahlb. 102%) ............ vberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechlcn ......... Deutsche komm. Sammelab l.An- leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Ban, Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 S’/2% ehem. 4%% Fran«. Hyp. Bank-Ltqu.-Psandbriese ..... 6ys% ehem. 4/.% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand briesanstatt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanftalt, Psandbriese R. 10 4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Sllberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4yt% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie l.................... 4% desgl. Serie 11............. b% Rumän. verelnh. Rente v. 1903 <7LA>Rumän.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische vereint). Rente .. Snatolter.............. Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börsc Schluß« kurs Schlußk. Millag- börse Datum 3-5. 4.5. 3-5. 4.5. Bereinigte Stahlwerke........ O 46,75 42 47,25 42,25 Dtaoi Minen ............... O 18,75 19 19,25 19 Kaliwerke Aschersleben........ 6 — 145 152 145,75 Kaliwerke Westeregeln........ 6 — 146 153,25 145,75 Kaliwerke SalzdetsurH ....... 9 — 207 210,5 208 y G. Yarden-Industrie....... 7 142,75 137,75 142,13 138,5 SchetdeanstaU............... 10 179,5 177,5 — tzoldschmidt ................ O 53 52,25 53,4 52,4 HülgerSrocrte............... O 62,9 59,13 63,5 59,9 Metallgesellschaft............. 0 — 38 41,5 38,5 Philipp Holzmann........... 0 65 64,5 65 64 Zementwerk Heidelberg ...... 4 89 83,5 — Zementwerk Karlstadt......... O _ Walch & Freytag ............ 0 —— Schultheis Patzenhofer........ 0 _ _ 135,75 133,65 Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0 38,5 35,25 35,75 34,75 Bemberg................... 0 45,5 45,75 46 45,75 Zellsto i Waldhof ............ Zellstoff Aschaffenburg ....... 0 56 55 56,25 53,75 0 24,5 24,25 25 25,9 Dessauer Gas............... 7 — — 114,75 114,75 Daimler Motoren............ 0 34 33 34,25 33 Deutsche Linoleum .......... 0 52,5 49 53 49,5 Orenstetn & Koppel .......... 0 53,75 52 Leonhard Tietz.............. 6 25,5 25 26,25 25,5 iöaoe...................... 12 160,5 165 159,65 165 Grihner.................... 0 29,9 29,5 30,5 30 Mainkraftwerke Höchst a.M. ... 4 74 73 - Süddeutscher Zucker ......... 8 174,5 172,5 177,5 173 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 3. Mai 4.Mai Amtliche Rolierung Amtliche Notierung Geld Ariel Geld I »rief Helsingfors.. 6.264 6,276 6,244 6,256 Wien....... 45,45 45,55 45,45 45 56 12,70 12,72 12,70 12.72 Budapest ... Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3.051 Holland .... 169,63 169,97 169,63 169,97 Oslo....... 72,33 72,47 71,98 7? 1? Kopenhagen. 63,09 63,21 62,84 62,96 Stockholm... 73,03 73,17 72,83 72,97 London ..... 14,155 14,195 14,06 14,10 Buenos Aires 0,853 0,857 0,853 0,857 NeuyoU.... 3,61S 3,624 3,616 3,624 Brüssel..... 58,87 58,99 58,84 58,96 Italien..... 21,82 21,86 21,88 21,92 Paris...... 16,60 16,64 16 60 Schweiz .... 81,47 81,63 81,42 8b 58 Spanien.... 35,96 36,04 36,01 36,09 Danzig.... 82,52 82,68 82.42 82,58 Iaoan ...... 0,87° 0,881 0 879 Rio de Jan. . 0,239 0,241 0'239 0^241 Jugoslawien 5,195 5,205 5,195 5,205 Lissabon.... 12,89 12,91 12,87 12,89 Banknoten. »erlin, 4.Mai Geld »rief " Amerikanische Noten.............. 3,57 3,59 Belgische Noten.................. 58,68 58,92 Dänische Noten ................. 62,47 62,73 Englische Noten .................. 14,02 14.08 Französische Noten............... 16,56 16,62 Holländische Noten............... 169,26 21 79 71,81 169,94 21,87 72,09 Italienische Noten................ Norwegische Roten .............. Deutsch Oesterreich, t 100 Schilling Rumänische Noten............... 2 46 2,41 Schwedische Noten............... 72,65 72.95 Schweizer Noten................. Spanische Noten................. 81,24 35,88 81,56 36,02 Ungarische Roten................