Nr. 284 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Montag, 4. Dezember (933 SeWmgderSpferderpoliilschenSewMalmiiiSraiideiiz I II f I Oie Gründungsfeier des DOA6 Fahrt ins Oonautal A.Mei suppe deren, in einer fremden Welt. Jeder Grenzübertritt mahnt aufs neue daran, daß fast eineinhalb Jahrzehnte nach dem Diktat des Friedens alles andere als Frieden herrscht. Daß ängstliche Gemüter im letzten Augenblick vor der Tschechenkontrolle noch die deutschen Zeitungen zum Fenster Wie lange noch dieser Druck auf Hunderttausenden von Menschen, wie lange noch dieser Haß gegen em Volk, dessen Führer den Frieden will und die Arbeit! Wann wird auch in der Tschechoslowakei Pas sprechen und nicht Berufspolitiker, die ihre Richtlinien von irgendwelchen europäischen Kanzleien beziehen? Vorläufig werden aber in diesen Novembertagen die Schatten am Hradschin langer und länger... Der neue Präsident des Aoten Kreuzes. Da, schon liegen in Ufer die Häuserreihen s ch e m Gebiet, und Der Herr Reichspräsident hat auf Dor« schlag des Rei..isministers des Innern den SA.» Obergruppenführer Herzog Karl Eduard von Sachsen-Co bürg und Gotha zum ist, die den Volksgenossen Schwester. dumpfer Ruhe am rechten auf tschechoslowaki- I. Zm Schatten des Hradschin Von unserem AE>.-Sonderberichierftatitzr. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Prag, November 1933. In München fand m Anwesenheit des Führers des nationalsozialistischen Kraftfahrkorps, Major Hühn- / Gründungsfeier des DDAC. statt, in dem künftig alle deutschen Automobilklubs aufgehen — Unser Bild zeigt die feierliche Hissung des neuen Wimpels (dessen Mittelfeld die Zeichnung unten links zeigt) im Hof des Verwaltungsgebäudes. In Graudenz waren bei einer Wahlversammlung zwei Deutsche von polnischen Gegnern so schwer ver- letzt worden, daß sie starben. An ihrer Beisetzung beteiligte sich die gesamte deutschsprachige Bevölkerung von Graudenz und Umgebung. . , wenn der Zug in rasender Fahrt auch Schöna am Fuße seiner romantischen Waldberge hinter sich gelassen hat, wenn dann die Landesgrenze bei Niedergrund vorübergeflogen ist, befindet man sich, noch wenige Stunden vorher in der Hauptstadt des Deutschen Reiches, in einer an- eiBW Jexeinber 13150 suppe1- .oijbräü BrauM Das flaagengeschmückte Dresden mit seinen Barock- und Renaissancewundern verschwindet, und das Sachsenland, in neuem, ernstem "Sinne poli- tisches Grenzland geworden, offenbart sich im Zauber seiner Bergwelt. Die nationalen Symbole, die auch aus dem altersbraunen Dächergewirr Pirnas hervorleuchten und sich im nahen Strome spiegeln, werden Sinnbild der Zuversicht eines Volkes, das keine Intrige, keine noch so brutale Gewalt fortzaubern kann aus dem europäischen Schicksal. Wuchtig, wie die Marienkirche und die lang an der Elbe hingelagerten Gebäudemassen der früheren Feste Sonnenstein, ruht ein einheitlicher volksbewußter Geist auf deutschem Land, ein Geist, öen man besonders dort zu fühlen vermag, wo die politische Grenze nahe " " ■ ~ - trennt von,Bruder und Was kleine Erfindungen einbringen. Gerade mit den einfachsten Erfindungen wird häufig das meiste Geld verdient. Es ist aber notwendig, daß der neue Gegenstand ein alltägliches Bedürfnis befriedigt, das Publikum interessiert und in geschickter Weise vertrieben wird. Nach einer Zu- sammenstellung in der Chikagoer Zeitschrift „Populär Mechanics“ brachte ein in Amerika sehr beliebt gewordenes Spielzeug, eine Tanzpuppe, ihrem Erfinder jährlich 75 000 Dollar, während der Mann, der den Rollschuh erfand, damit mehr als eine Million Dollar verdiente. Der Findige, der auf den Gedanken kam, am Ende des gewöhnlicken Bleistifts einen Gummi anzubringen, erntete da- durch 100000 Dollar im Jahr, und der Erfinder der Schnürsenkel sicherte sich damit ein Vermögen von 2*/2 Millionen Dollar. Einen gewaltigen Reichtum erwarb sich der Erfinder der ersten Stahlfeder, und der Mann, der die Schuhabsätze durch Metallplättchen verstärkte, sicherte sich damit im ersten Jahr einen Gewinn von 700 000 Dollar. Zum reichen Mann wurde auch derjenige, der zuerst Baumwolle als Ueberzug der Schirme verwendet, und nicht minder lächelte das Glück demjenigen, der metallene Aufhänger für Mäntel einführte und damit das lästige Abreihen verhinderte. zeichnen ließ. Und ich ließ mich von Tageszeit und Wetter treiben und stöberte in der unendlichen Waldwelt herum wie in einem riesigen Knaben- bilderbuch. Es ging jeder feinen Weg und wurde auf feine Weise mit den Moskitos, mit den wilden Gewitternächten, mit dem sumpfigen Waldboden und mit der ewig lastenden heißfeuchten Schwüle ertig. Am Abend aber, der am Aequator allzu rüh einbricht, kamen wir stets alle zusammen, aßen und lagen aus der offenen Veranda um den unbeweglich schweren Tisch aus Eisenholz im Schein einer blechernen Erdöllampe, die vom Dachbalken hing. Draußen kochten ober brüllten die Abendgewitter oder fang das rasend schwirrende Jnsektenkonzert des Urwalds, der zu uns herein schaute: wir aber waren dann der Wildnis satt, wir wollten es gut haben, ausruhen und für eine Stunde die lästige Tropenhygiene vergessen, wir wollten fröhlich sein und nichts von der Welt wissen, und so lagen und saßen wir und schöpften aus unfern großen Reisekisten Flaschen mit Sodawasser und mit Whisky, mit Rotwein und Weißwein, mit Sherry und mit Bremer Schlüsselbier. Zu Zeiten hat der Mensch in den Tropen diese Stimmung, daß er Lampenlicht braucht und Whisky und ein Sichabwenden von der herrlichen, üppigen und grausamen Wirklichkeit, die vor seiner Nase liegt. Denn diese Wirklichkeit, der Urwald, der Strom, die Gewitterregen, die Moskitos, die Fieber, der Sumpfgestank, das alles ist zwar großartig und oft berauschend, aber dann riecht es manchmal so heftig nach Verwesung, ist so von Tod und Todesdrang durchflochten, so unsäglich kurzlebig, ebenso gierig nach Sterben wie nach Zeugung, daß man im Herzen friert, während einem der Schweiß von der Stirn tropft. Nachher schliefen wir dann unter Mückennetzen auf unseren Matratzen am Baden, jeder mit dem Talisman der wollenen Leibbinde versehen, ober wir lagen still und hörten dem Tropenregen zu, wie er in Kübeln herunterklatschte ober auch zart und singend übers Blätter» dach lief, wie Mädchenfinger übers Klavier, bis um frühen Margen der Nashornvogel und die vielen unbekannten Singvögel ihr Lied begannen und die Affen mit wahnsinnigem Geheule den Tag begrüßten. Dann ging ich an den sechs ober sieben Hütten von Pelaiang vorbei in ben Walb, vor den Blutegeln unb Schlangen geschützt burch biefelben Loben- gamaschen, bie ich im vorigen Winter im Schnee von Graubünden trug, unb alsbalb nahm das wirre Dickicht mich auf unb legte sich zwischen mich unb bie Welt trennenber als alle Meere. Diel war ba zu sehen. Da liefen raschelnb kleine Eichhörnchen vor mir hinweg schöne schwarze mit weißem Bauch unb roten Voroerbeinen, unb große Vögel sahen mich aus starren blanken Walbaugen unfreunblich an, unb bald erschienen in zahlreichen Familien bie Assen, rannten im grünen Astgeschlinge, burch bas kaum ein Himmel blickte, wildfröhlich hinauf unb hinab ober hockten hoch im Gezweig unb heulten toll unb herzzerreißenb in langgebehnten schmerzlichen Tonleitern. Schaukelnb flog manchmal einer von ben großen schillernben Schmetterlingen über mich hin, unb am Boben tat bas kleine Gezücht seine Arbeit. Riesige, fußlange Tausendfüßler, braun ober hellgrün, rannten in blinbem Eifer burchs Gebränge, unb überall strebten in bichten dunklen Zügen mächtige Ameisenvölker, graue, braune, rote, schwarze, geordnet nach gemeinsamen Zielen. Dicke faulende Baumstämme liegen hier unb bart in ben Gräsern, tausendfach überwachsen von formenreichen Farnen unb bünnem, zähem Dorngeschlinge. Hier gärt bie Natur ohne Pause, ohne Herbst unb Winter in erschreckenber Fruchtbarkeit, in einem rafenben Lebens- unb Verschwen- bungsfieber, bas mich betäubt unb beinahe entsetzt, unb mit norblänbischem Gefühl roenbe ich mich jeher Erscheinung bantbar zu, bie inmitteh bes er» stickenben Zeygunastaumels eine einzelne Form befonbers ausgestaltet zeigt. Da steht zuweilen, vom bicken Gewirre ber Kleinern umgeben unb als Sieger über sie empor gebrochen ein einzelner Rie- fenbaum von unwahrscheinlicher Stärke unb Höhe, in besten Krone tausenb Tiere leben und nisten können, und aus feiner königlichen Höhe hängen still und vornehm die schnurgeraden, baumdicken Lianenfäden herab. Erst seit kurzem wird in diesem Walde van Menschen gearbeitet. Die holländische Gesellschaft, deren Gast ich hier bin, fängt hier feit kurzem an, den Wald feiner besten Eisenholzstämme zu berauben. Es ist aber ein mühseliges Rauben, es geht nicht leicht, und oft bleibt der Wald Sieger. Ich ließ mich eines Tages zu einer (Stelle führen, wo vor kurzem große Stämme getappt und behauen worden waren, und sah eine Weile der mühsamsten und gefährlichsten Waldarbeit zu, die ich je gesehen hatte. Da wurden Stämme von etwa zwanzig Meter Länge, schwer wie Eisen, von singenden unb keuchenben Kulischaren mit Winben unb Hebeln, an Tauen unb Ketten aus tiefen, urweltlich hämmern- ben, sumpfigen Walbschluchten heraufgeschleppt, auf Holzrollen unb auf primitiven Schlitten, über Sumpf unb burch Dorngestrüpp, über Busch unb fettes feuchtes Gekrönte hinweg, Elle für (Süe mit atemloser Mühe gezerrt, gehalten, unterstützt unb wieher weiter geschleppt, jebe Stunbe ein winzig kleines Stück weiter. Ein Ast von biefem Holze, den ich spielend mit einer Hanb aufnehmen wollte, erwies sich als so schwer, baß ich ihn auch mit beiden Armen unb mit Aufwand aller meiner Kraft Herrlich ist der Blick vom Hradschin über die Moldau auf Prag und schwarz sind die Schatten, die die Burg am frühen Novemberabend auf die Landschaft roirft. So schwarz, wie es diese Schatten eben auch bildlich sind, die Schatten der tschechischen Regie- rungspoutit auf ein riesiges Gebiet, das nichts anderes darstellt als ein unglückseliges Erbe eines noch größeren Reiches, dessen zufälliger, jahrhundertealter Zusammenhalt eben einem Zufall zu danken war, der sich in ber Geschichte ebensowenig zu roieber» holen pflegt wie im Leben der armen Erbenmenschen. Wenn am Graben unb am Wenzelplatz bie ersten Lichter aufblinken, wenn sich bie zahlreichen Kaffeehäuser zu füllen beginnen, bann erwacht an ben Marmortischchen bie Privatpolitik unb Zeit- geschichte. Was man so alles Zeitgeschichte nennt. Obskure Blättchen unbeutscher Emigranten werben ba gelesen, Gesprächsfetzen in allen Sprachen unb Munbarten flattern auf, Geifer, Flüche. Aus bem Munbe von Menschen, bie bazu nicht wissen, ob sie nicht schon morgen in irgenb- welchen Speiseanstalten bie übriggebliebenen Bratreste werben sammeln müssen, um ben Hunger zu stillen, ben es auch hier gibt, hier in ber Tschechoslowakei, in der freien Republik, wo man zwar auf Deutschland schimpfen darf, so viel man will, wo jedoch solches Geschäft für gewöhnlich nicht seinen Mann ernährt. Am Graben, da ist auch bas „Deutsche Hau s", jene bekannte Gaststätte, wo noch vor Jahresfrist ein jeher fein Scherflein beifteuem durfte für bie deutsche Schule im Sudetenland. Heute lieft man „Restaurant 26", unb nur der Eingeweihte weiß, daß hier ein deutsches Speisehaus sich befindet, befinden darf, und wer weiß, wie lange noch. * V o?/Qnnlt St Qmr Ä Sagtet?1’ *11141, ÖS Xn Mrw, gj lernten «■formt, Stirn 9en unmittelbar . J5 kuMschme. “r Qn den Seiten ««"£ energjjch EttMund. Dag btt Flucht unb 'ceburg fort. bis heute als nonbffdjaft. M. m"en Rommen. Unfein. Jteidjs. mir wibtlannl Wn, Tie scheint ' bmeingelommen ■ TiMung ihren Mei Mammeiv N Malksius et« mit einem dienst, ndtschch geschickt, :nb. Prost!" LU sagen haben?' - nämlich so, daß Vereinet zu sagen erebrten Geschäft-, weil meistens das Trzählung umsonst ochgung folgt) nicht ganz zu heben vermochte. Dieser Schwere we- gen ist dies Holz so unendlich mühsam zu transportieren: Bahnen gibt es im Lande noch nicht, hie einzige Straße ist der Strom, und bas Eisenholz schwimmt nicht, feine Last muß vorsichtig auf Flößen unb Booten flußabwärts befördert werden. Die Arbeiter haben es schleckt. Was sie bei der schweren und oft gefährlichen Arbeit verdienen, das wird ihnen für Bier und Tabak, für Uhrketten unb Sonntagshüte wieder von ben auslänbischen Unter- nehmern abgenommen. Unberührt von ben paar winzigen Feinden, bie da an feinem Reichtum zu zehren unb zu zapfen versuchen, steht noch immer ber Urwald. Am Ufer bes Stromes sonnen sich bie Krokobile, unerschöpflich glüht in ber feuchten Hitze bas Wachstum weiter, unb wo bie Eingeborenen ein Fleckchen rohen, um Reis barauf zu bauen, ba steht in zwei Jahren schon roieber hoher Busch unb in sechs Jahren schon roieber hoher Walb. Ehe wir abfuhren, versenkten wir unsere leeren Flaschen in ben breiten braunen Fluß. Unsre Ma- trotzen rourbf n Bastmatten eingerollt und auf das Boot gt. cht, wir stiegen aufs Boot, bie Seile mürber -löst, unb wir sahen unsre gelbe Bambushütte . Ranbe bes ewigen Walbes stehen unb langfa Keiner werben, bis bei ber ersten Winbung bc Stromes alles versank. ienstag 73150 hinauswerfen, mag genügen, um zu zeigen, welcher „Geist" im Nachbarstaate herrscht. Gespräche reihen im Nu ab, eine seltsame Ruhe legt sich über bie Fahrgäste, jene Ruhe, bie heute über ganz Norbböhmen lastet unb bas Leben beutscher Menschen im Erzgebirge ebenso zur Qual macht wie im Eger- unb im Subetenlanb, wie im Zipser Gebiet unb im früheren Oesterreich-Schlesien, in den Gebieten am Bubweis unb Znaim, am Hange des Riesengebirges, mit einem Wort im ganzen Herzen des ehemaligen großen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Nur wer dessen eingedenk ist, wer sich bewußt wird, daß er hier im Tschechenland auf urdeut - scher Erde sich befindet, wem die ganze tragische Wahrheit aufgehtz daß die gotischen Namensschilder auf der Prager Burg über ber tschechischen Bemerkung, stehen: Nicht zerstören, historische Erinnerung! — ber wird begreifen, was habsburgische Dulbsam- Feit in Jahrhunberten unb Siegerübermut in wenigen Jahren hier angerichtet. Es gibt einen tschechischen Korribor im beutschen Raum, fürch- terlicher, folgenschwerer als ber an der Weichsel. Einen tschechischen Korridor, der systematisch gebaut unb unterbaut wurde, unb ben man jetzt verbreitern will burch Ausrottung ber Menschen im Subetenlanb. Herrlich ist ber Blick von der Burg, vom H r a - bschin, über bie Moldau auf die Brücken von Prag. Die Meisterschöpfungen eines Peter Parier und die Türme von St. Joseph, von St. Tomas, unb St. Veit umrahmen bie alte beutsche Reichskanzlei. Hier sind bie beiden steinernen Pyramiden mit ben Kreuzerln darüber, bie Erinnerung an bie rounber» bare Errettung ber kaiserlichen Räte, bie man an einem Maientag des Jahres 1616 aus ben Fenstern ber Statthalterei in ben Festungsgraben warf, worauf benn in Europa ein kleiner Krieg begann, ber brei Jahrzehnte gebauert ... Das Paradies tm Urwald. Von Hermann Hesie. Der Europäer, der mit anderen als geschäftlichen Absichten nach den malayischen Inseln fährt, hat stets, und wenn er auch gar nicht auf Erfüllung hofft, als Hintergrund feiner Vorstellungen und Wunschbilder eine Robinsonade ober bie Lanbschast unb primitive Parabiesunschuld einer van Zanten- schen Insel. Reine Romantiker werben biese Paradiese gelegentlich auch finden und eine Weile, bezaubert von ber gutartigen Kinblichkeit ber meisten Eingeborenen, Teilhaber an einem köstlichen Ur- zustanbe unb in die Morgenfrühe des Menschentums zurückgekehrt zu sein glauben. Mir ist ber Genuß einer solchen schönen Selbsttäuschung nie geworden, nicht weil ich ihn mir nicht gewünscht ober weil es mir zu sehr an Glauben gefehlt hätte, fonbern weil ich unklugerweise in ber Heimat Spannungen unb ungelöste Probleme zu» rückgelassen hatte, bie mich im Innern festhielten unb es mir erschwerten, ben Bezauberungen zu unterliegen. Aber ein Parabieschen für Tage habe ick bennod) gefunben, einen weltfernen Platz hach oben an einem Strom namens Batang Hari. Dort war ich eine Woche lang im Urwald zu Gast, dort wurde mir wohl und heimisch, und dieser kleine Ort am Batang Hari ist es, der in meiner Erinnerung die ganze Wald- und Stromwelt von Sumatra zusammenfaßt und ausdrückt. Sein lieblicher Name war Telaiana, unb er war noch nicht einmal ein richtiges Dorf, fonbern nur ein provisorischer Unterschlupf für Holzfäller. Er liegt zwei Tagereisen fluß. aufwärts von Djambi, unb zur Zeit meines Besuches war er, in einem kaum erst friedlich gewordenen Äoloniftengebie* ber erste Vorposten einer holländischen Gesellschaft, oie dort burch einheimische Arbeiter ben Urroalb anzuzapfen versuchte unb eine Konzession für bas Schlagen von Eisenholzstämmen besaß. Außer ben paar Hütten ber Walbarbeiter hatte man hort auch eine Rasthütte für etwaige Besuche ber weißen Herren erbaut, einen kleinen, hübschen Pfahlbau, ganz nahe am Flußufer. Dort wohnten mir zu vieren samt unserem chinesischen Koch Gomok in unsrer Hütte aus Bambus, Deren Dach unb Wände aus Palmblättern geflochten waren unb bie auf hohen Pfählen ruhte. Da hingen wir in unsrem gelben, zierlick geflochtenen Käfig zweieinhalb Meter hoch über ber Erde auf Stangen, und lebten, wie es uns gefiel. Die beiden Kaufleute gingen auf Jagd oder taxierten bie im Walde rubenben Kapitalien an Eisenholz, ber Maler stieg mit einem Aquärellkasten am Ufer herum unb ärgerte sich über bP Malaienweiber, die von weitem so schelmisch dl'cktSst^und bann, wenn man in die Näh« kam, so scheu waren, daß keine sich ,e^merze;. W «-TSO,** sgS ir',"el Apo'b*kefl' tod.’-V Hel« WsZ ;thrf«rb$MV J‘ RVj6. K>" W Mtiäei Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes ernannt Der Herzog hat das Ehrenamt übernommen. Der Reichsminister des Innern hat den Generalinspekteur des Sanitätswcsens der SÄ. und 6-S., Sanitätsobergruppenführer Generalstabsarzt a. D. Dr. H o ch e l s e n zum st e l l o e r t r e • tenden Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes ernannt. Dr. Hocheisen war bisher der besondere Beauftragte des Reichsministers des Innern zur Regelung von Rotkreuzfragen. Amtsgericht Gießen. Die in Hörnsheim wohnhaften W. Sch., W. <8-, W. Sch. und H. hallen sich am Freitag wegen Körperverletzung zu verantworten. 3m Frühjahr ds. 3s. überfielen sie die von einer Konfirmation heim- kehrende Familie M., insbesondere den Sohn Otto M. und mißhandelten ihn durch Fußtritte und Schläge ins Gesicht. Rach eingehender Leweisaufnahme erkannte das Gericht gegen Sch., G. und Sch. auf je 50 Mar k Geldstrafe. H. wurde frei- rochen. er D. ft. aus Wieseck erhielt einen Strafbefehl, da er im Herbst 1932 aus einem Steinbruch einen alten Motor entwendete und ihn in feinem Garten verborgen hielt Wegen des geringfügigen Wertes und der Tatsache, daß der Angeklagte bisher unbestraft ist, erkannte das Gericht auf 10 Mark Geldstrafe. Die Kosten trägt der Angeklagte. Der Amts- anwolt hatte eine Woche Gefängnis beantragt Der Fr. Sch. aus Dutenhofen sollte am 8. August ds. 3s. in Gießen trotz Parkverbotes feinen Wagen in den Hindenburgwall gestellt haben. Die Aussagen zweier Zeugen standen sich gegenüber. Da der Angeklagte dem Gericht einen guten Eindruck machte und da ein 3rrtum wahrscheinlich war, erkannte das Gericht auf Freisprechung. Der Kaufmann 3. ft. aus Frankenau erhielt eine Gefängnis st rafe von 3 Monaten wegen vollendeten Betruges. Er hatte gegen einen hiesigen Geschäftsmann eine größere Forderung. Er wußte dessen Ehefrau zu veranlassen, einen Revers zu unterschreiben, in dem sie sich zur ratenweifen Abdeckung der Schuld bereiterklärte, jedoch unter der Bedingung, daß seitens des ««gesagten eine Ber- Steigerung der für die Forderung gepfändeten Waren unterbleiben sollte. Kaum war die Vereinbarung getroffen, erschien der Angeklagte mü einem Gerichtsvollzieher und sch.cktc sich an, die Waren- bestände in das Dersteigerungslokal zu schaffen. Mit dem Schuldschein dachte er zu verschwinden, was jedoch die 3nniative der Ehefrau des Geschäftsmannes verhinderte. Die Kosten des Verfahrens trägt der Angeklagte. Meine Strafkammer Gießen. Der wegen Diebstahls und Hehlerei schon vorbestrafte Ztzfahrige Hermann Ger lach wurde vom Amtsgericht in Ortenberg zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt Gegen dieses Urteil verfolgte der Angeklagte Berufung, die auf Antrag des Staatsanwaltes am Freitag verworfen wurde. Die Hauptoerhanülung ergab folgendes Bild. Der Ange- klagte entwendete in der Nacht zum 16. Dezember vorigen 3ahres der Wwe. Koch in Stockheim mittels Einfteigens zwei Sack Weizen. Die Tat begründete er damit, daß ihm die Bestohlene angeblich noch einen Lohnbetrag schuldig gewesen wäre. Der aus Friedberg stammende Christian Vogel, der wegen Körperverletzung schon vorbestraft ist, beleidigte einen dortigen Polizcihauptwachtmeister, indem er ihn als „Stromer" und „Lump" bezeichnete. Als ihm der Zeuge darauf eine Ohrfeige gab, ging der Angeklagte auf ihn mit einer Kohlen- schaufel los, so daß sich der Zeuge in ärztliche Behandlung begeben mußte. Dom Amtsgericht Friedberg wurde der Angeklagte zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. Die dagegen eingelegte Berufung wurde kostenpflichtig verworfen. Der vorbestrafte Arbeiter Baumann von Gießen wurde vom Amtsgericht Gießen zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt B. bearbeitete seinerzeit die an der Kläranlage wohnhafte Zeugin Müller nach einem oorausgegangenen Wortwechsel mit beschuhten Füßen derart am Bein, daß der ärztliche Befund einen Bluterguß ergab. Außerdem versetzte er ihr noch einige Schläge ins Gesicht. Entsprechend dem Antrag des Anklagevertreters wurde die Berufung verworfen. Wirtschaft. Der Reichsbankstaius Ende November. Berlin, 2. Dez. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 3 0. November hat sich in der Ultimowoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 339,1 Mill, auf 3708,8 Mill. Mk. erhöht 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln- und Schecks um 207,6 Mill, auf 3001,3 Mill. Mark, die Lombardbestände um 111,2 Mill, auf 162,9 Mill. Mk., die Bestände an deckungsfähigen Wertpapieren um 5,5 Mill, auf 198,6 Mill. Mk., die Bestände an Reichsschatzwechseln um 15,2 Mill, auf 26,3 Mill. Mk. zugenonnnen, die Bestände an sonstigen Wertpapieren um 0,4 Mill, auf 319,7 Mill. Mk. abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 263,9 Mill. Mk. in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichs- bantnoten um 256,2 Mill, auf 3541,7 Mill. Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 7,7 Mill, auf 380,9 Mill. Mk. erhöht. Der Umlauf an Scheide- münzen nahm um 87,7 Mill, auf 1484,7 Mill. Mk. zu. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen haben sich auf 28,0 Mill. RM., diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 1,7 Mill. Mk. neuausgeprägter und 0,6 Mill. Mk. wie- der eingezogener auf. 198,9 Mill. Mk. ermäßigt Die fremden Gelder zeigen mit 477,8 Mill. Mk. eine Abnahme um 10,7 Mill. Mk. Die Bestände an Gold- und deckungsfähigen De- vifen haben sich um 2,0 Mill, auf 408,6 Mill. Mk. erhöht. 3m einzelnen Haden die Goldbestände um 6,4 Mill, auf 405,4 Mill Mk. zugenommen und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 4,4 auf 3,2 Mill. Mk. abgenommen. Die Deckung der Noten betrug am Ultimo 11,5 Prozent gegen 12,4 Prozent am 23. November. Fortschreitende Besserung des kaufmännischen Siellenmarktes. Nach den Beobachtungen der kaufmännischen Stellenvermittlung des Deutschen Handlungsgeyil- fen-Verbandes Hai die feit Monaten zwar mäßig, aber mit Gleichmäßigkeit fortschreitende Besserung des kauftnönnifchen Stellenmarktes noch im November angebalten. Die günstige Entwicklung findet ihren charakteristischen Ausdruck in der Zahl der als neugekündigt sich anmeldenden Bewerber. Die Zahl blieb, obwohl in den November der Quartalskün- bigungstermin zum Iahresschluß fällt, nicht nur wesentlich hinter den Vergleichszahlen der letzten Quartalskündigungsmonate, sondern selbst noch hinter den wesentlich niedrigeren Zahlen der urigen Monate, insbesondere den Kündigungen im Oktober, zurück. Sie beträgt nur noch rund 35 Prozent der der Stellenvermittlung im November gemeldeten offenen Posten. Anderseits hat die Zahl der Be- setzungsausträge und getätigten Vermittlungen gegenüber Oktober im Reichsdurchschnitt eine weitere Besserung von etwas über 10 Prozent erfahren. Lediglich im industriellen Westen ist hinsichtlich der Vermittlungsmöglichkeiten ein Stillstand und in Sachsen ein leichter Rückgang eingetreten. Die Entscheidung über die Einstellung von in Vorschlag gebrachten Bewerbern wird allgemein nicht mehr so zögernd getroffen, wie noch im Frühsommer dieses 3ahres. Allerdings werden wieder mehr als in den letzten Monaten vorwiegend jüngere Gehilfen verlangt. Branchenmäßig am begünftigften im Vermittlungsdienst waren das Versicherungsgewerbe und die Nahrungs- und Genußmittelindustrie, einschließlich der entsprechenden Zweige des Handels. Spezifisch ungünstig ist die Stellenmarktlage nach wie vor in den 3nbuftrie- und Handelszweigen des reinen 3m- und Exportgeschäftes. Das Weihnachtsgeschäft brachte im Einzelhandel bereits geaen Ende November vermehrte Einstellungen zur Aushilfe. Dabei zeigt sich, daß mehr als in früheren 3ahren an Stelle verheirateter, früher im Geschäft als Verkäuferinnen tätig gewesenen Frauen auf stellungslose ftaufmannsgepUfen zurückgegriffen wird. ♦ Konkurse im November. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsomts wurden im Monat November durch den „Roicysanzeiger" 221 neue Konkurse — ohne die wegen Massemangels abgelebten Anträge auf Konkurseröffnung — und 83 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 250 bzw. 77. Frankfurter Börse. Frankfurter Borfe: uneinheitlich. Frankfurt a. M., 2. Dez. Der Mangel an nennenswerten Kundenorders ließ die Wochenschluß- börfe in sehr ruhiger Haltung eröffnen, indessen war die Grundstimmung auf Grund günstiger Wirt- schaftsnachrichten nicht unfreundlich. Der weitere Rückgang der 3nsoloenzen und die erhöhten Sparkasseneinlagen regten etwas an. Zu größeren Umsätzen kam es indessen auf keinem der Marktgebiete, da die Spekulation zu Neuengagements keine Nei- gung zeigte, vielmehr zum Wochenende in den gelten} stärker gestiegenen Papieren einige Glattste!- jungen vornahm. Dadurch war auch die Kursgestaltung, bei allerdings nur geringfügigen Abweichungen, uneinheitlich Gib von Deinem Brot den hungernden Volksgenossen! Bei Eröffnung lagen Montanwerte überwiegend etwas rückläufig, Stahloereinswerte bis minus 0,5 o. H., aber fjarpener (minus 1,25 o. H.) und Man- nesmann (minus 1,75 v. H). Der Elektromarkt war durchgängig befeftiat, wobei der aünftige 3ahres- bericht der Licht ö-Kraft-AG. von Anregung gewesen sein dürfte. Licht 8c Kraft standen mit plus 2,75 v. H an der Spitze, gelten folgten mit plus 1,5 o. H., im übrigen betrugen die Erhöhungen von 0,50 bis 0,75 o. H. 3®. Farben eröffneten mit 127 v. H. mäßig erhöht, unterlagen bann aber mehrfachen Schwankungen (minus 126.50 bis 127,25 bis 126,75). Etwas fester lagen noch AG. für Verkehr (plus 1,50 v. $).), anderseits gaben Zellstoff Waldhof um 1 o. H. nach. Reichsbankanteile und Schiffahrtswerte usw. waren gut behauptet. Arn Rentenmarkt zogen Neubesitzanleihe bei etwas lebhafterem Geschäft um 20 Pfennig auf 17,10 v. H. an, gingen bann auf etwa 16,95 bis 17 zurück, um erneut auf 17,15 v. H. anzusteigen. Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen je 0,13 v. H. niedriger. Don 3nbuftrie-Dbligationen waren Stahloerein um 0,65 o. H., Reichsbahnvorzugsaktien um 0,25 o. H. erhöht, während mitteldeutsche Stahlwerke 0,25 o. H. nachgaben. 3m Verlaufe war das Geschäft nur in einigen Spezialwerten lebhafter Io bei AEG. (plus 1 o. H), Schuckert (plus 3 v. H.), Gestürel (plus 0,5 v. H), während auf den übrigen Marktgebieten nur unwesentliche Veränderungen vor sich gingen, wobei aber IG.-Farben auf 127,25 o. H. und eine Anzahl von Montanaktien 0,25 bis 0,50 v. H. erholt waren. Gegen Schluß der Börse machte sich Abgabeneigung in 3®.-Farben bemerkbar, die bis auf 125 v. H fielen, und auch sonst ergaben sich Rückgänge bis 1 o. H. Recht schwach zur Notiz kamen Südd. Zucker mit 174,50 (minus 3,5 v. H), ferner Kaliaktien von minus 1 bis 3 v. H. Der Kassamarkt war ruhig und ohne größere Veränderung. Weiter fest lagen aber Zellstoff Memel etwa 35 nach 32, während Klein, Schanzlin mit 44 2 v. H. und DD-Bant mit 54 1 o. H. verloren. Deutsche Anleihen traten später mehr in den Vordergrund, besonders Altbesih 91,90 (plus 0,50 o. H.), Neubesitz 17,20 und späte Reichsschuldbuchforderungen 92,25 nach 92,13. Altbesitz schlossen dann mit 91,50 v. H. Am Kassarentenmarkt waren die Der- änberungen bei geringem Geschäft sehr klein. Stadtanleihen und Kommunal-Obligationen lagen jedoch fester. Ausländer lagen still. Tagesgeld war zu 3,75 v. H. leichter. »Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 2. Dez. Der Uebergang zum neuen Monat ließ das Geschäft noch nickt lebhafter werden, frische Eier waren fast kaum gefragt, während Kühlhausware, in denen sich das Angebot vor Schluß der Saison sehr drängt, bester abgingen. Indessen rechnet man, daß die Nachfrage zum bevorstehenden Weihnachtsfest in den nächsten Tagen auch für frische Ware zunehmen wird, wobei aber wegen des Preises billige Sorten bevorzugt werden dürften. Die Anlieferungen aus den Ost- und Balkanländern waren infolge der zunehmenden Kälte knapp, aus anderen Gegenden dagegen genügend. Die Prelle blieben wieder unverändert und bewegen sich für deutsche Frischeier zwischen 13 bis 14,50, für Holländer zwischen 12 bis 14, für Dänen zwischen 12 bis 13,50, für Esten und Finnen zwischen 11,50 bis 13 Pf. pro Stück je nach Größe. Polen 9,50 bis 10,50, Rumänen und Südslawen je 10,50, Bulgaren und Steiermark je 11 Pf. Kühlhauseier: deutsche 10 bis 11,50, holl. 9,50 bis 10,50. Allgäuer Butter« und -äfebörse. Kempten, 2. Dez. Allgäuer Molkereibutter 1. Qualität 125 (zuletzt 125), Allgäuer Molkereibutter 123 (123), Landbutter 116 (116). Die Preise sind Erzeugeroerkaufspreise ab Lokal oder ab Station des Erzeugers ohne Verpackung für Pfd. Frankfurter Butterrnarkt. Frankfurt a. M., 2. Dez. Das Buttergefchäst war weiterhin gering, selbst die geringen Zufuhren des 3n- und Auslandes decken den Bedarf. 3nbe|fen zogen die Preise etwas an: Deutsche Markenbutter 150 bis 152, do. Molkereibutter 146 bis 148. Hol- ländische Markenbutter im Faß 152, % Faß 154, ausgeformt 156 per 50 Kilogramm franko Frankfurt a. M. .rankfurter rtstlichtvrcstinc'vkt. Frankfurt a. TL, 4. Dez. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1684 Rinder (413 Ochsen, 132 Bullen, 550 Kühe, 577 Färsen), 442 Kälber, 189 Schafe, 3907 Schweine. Es kosteten: Ochsen 22 bis 31 Mark, Bullen 22 bis 30, Kühe 11 bis 27, Färsen (Kalbinnen) 21 bis 32, Kälber 20 bis 38. Schafe 20 bis 27, Schweine 42 bis 50 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine schleppend, Kälber langsam, Schafe mittelmäßig. Hiller schasst Arbeit! weitere bewilligte wahnahmen im Arbeit»- beschassungsprogramm: Tagewerke auf der Maßnahme: Baustelle: wiesenentwästernng und Oedlandkultivierung in der Gemeinde weerhol; 1600 Regulierung des Oelwiesbache» der Gemeinde Gonzenheim 1130 Robauregulierung und Wiefenentwäffe- rung der Gemeinde Lämmerspiel 1050 Lnlwä 'ernng von Acker- und w esenlön- dereien der Drängeno^enschaft Ransbach 3400 Wiesenentwästernng und Kultivierung von Oedland in der Gemeinde Bieber 2100 Robauregulierung u. Wiefenentwästerung in der Gemeinde Wühlheim 2800 Regulierung de» Gonzbache» in der Gemeinde Gonzenheim 1800 trbarbeiten zur Schaffung von Kleingartenland rechtsmainstch und zur Herstellung der Rampe für die Ileberführung der Hindenburg-Straße in J r a n f- fort a. w. 1534 Erdarbeiten für die Durchführung des Theodor-Stern-Kai» nach Jlleberrab u. Freilegung des Gartengeländes südwestlich der Main—Neckar - Brücke in Frankfurt a.w. 26 900 Erdbewegungsarbeiten zur Befestigung neugeschütteter Ufer beiderseits des Blain» und Wegebauarbeiten Im Ge- lände der Stadtrnndfiedlung Goldstein in Frankfurt a. w. 38 094 Büchertisch. — Dienst am Deutschtum. 1934. Jahrweiser für das deutsche Haus. Mit 55 prächtigen Bildblättern. Preis 1 Mark. 3. F. Lehmanns Verlag, München 2 SW. — (476) — Der schöne neue Abreißkalender des bekannten nationalsozialistischen Verlages steht diesmal mehr denn je im Zeichen von Roste, Heimat, Wehrhaftigkeit und Persönlichkeit. Selbstverständlich fehlen auch die großen Führer des neuen Deutschland nicht wie Hindenburg, Hitler, Görina, Darrö u. a. Daneben findet man wundervolle Landschaftsbilder, bei denen diesmal besonders die Grenzlandgebiete des Deutschtums . berücksichtigt wurden. Bilder aus der germanischen Vorgeschichte entzücken den Blick ebenso wie solche der gotischen Plastik. Bemerkenswert sind natürlich auch alle rassenkundlichen Bilder, Raste und Rasten- pflege sind ja heute die Grundlage des Staates. Die beigegebenen Tette und Sprüche ermahnen eindringlich zum Dienst am Deutschtum. Wir können diesen schönen und wohlfeilen Kalender sehr empfehlen, er atmet ganz den Geist des Nattonalsozialis- mus. — Julius Zerzer: Das Bild des Geharnischten. Erzählung. („Die kleine Bücherei", Band 29 ) 3n Pappe geb 0,80 Mk. Albert Longen, Georg Müller, Verlag München. 1934. — (486) — Diese eine kleine „Geschichte um Wallenstein" wird Zerzers Ruhm als Erzähler begründen' anmutig und heiter, in feinster Ironie und doch mit tragischer Spannung im Hintergrund erzählt er, wie ein großes weltgeschichtliches Geschehen mit seinen Wellen den sicheren Port des Spießbürgers erreicht und gefährlich beunruhigt. — WillVesper: Der arme Konrad. Historische Erzählung. 44 S. Geb. 1,10 Mk Bertelsmann. Verlag, Gütersloh. — (385) — (Eine tragische Erzählung aus der Zeit der beginnenden Bauernkriege, vom Anrennen der Schwachen gegen die Macht und vom notwendigen Unterliegen In ungleichem Kamps. Evangelische Gemeinden. Montag, den 4. Dezember. Lollar. 20.30 Uhr. Bibelstunde. Mittwoch, den 6. Dezember. Staufenberg. 20 Uhr: Ev. Kirchl. Frauenoerein. Donnerstag, den 7. Dezember. Daubringen. 20.30 Uhr: Bibelstunde. katholische Gemeinden. Mittwoch, den 6. Dezember. Hungen. 7.30 Uhr: Meste. Spree- r»rn ncr SicihVtion. 11 30 bl» 12 .30 Uhr 16 bl» 17 Uhr Samstag nodnnillaa geschlossen Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Hohe der zuletzt beichlossenen Dividende an — Reichsbankdiskont 4 o H Lomvardzinsfuh 5 o H. rranrrut u. IM. ed>lu6- furt e^chiußi. Ubrnb. Mrir für# emiuff Dhtta* Nrfe Datum 1.12. | 2.12. 1-12-1 2-12. 8% Tfuilrhr «tld)«änlrll>r v IM7 92.5 92.5 92.75 93 6"o flxm 7% Ti tRcld)wnl.D.I929 101.25 101 .5 101 101.4 6^1% Doune-flnlflbc ot-n 1930 90 — 90 90 flnl..fll>ld|..Sd)un) mtl flutiol -9e«xntt fannQabl ®ol» «. 18 91 91 91 »V.% C*fl l'ansct-eoirfibttrn. baut Tann «not Lia ui 90.25 90 * — Cberbelfc« 'Srovtnj-anleUw mit eiu*lol -Setiten — 85.5 — • tturtdie flamm Sammelabl. fln- letite Serie 1 mtl flu»lol.-3ie6tra 87.75 88 65 87.75 88.25 C% e&etn 8% -tninfl -»p.-Vo«! Sotdoit 15 unfünebat M« 1035 90.5 91 5 * * <•- edem 7% fttantl Odp -Ba«! ®olt>i>|r 1« unfun bi« 1938 91.5 91.5 • — lk% ebem 4'ttantf Hop.- Dauf-Ütqu •’SlanbSriffr so 89 75 — — 6ti", ebem «v, , «brtntldx Hov.-Bani-Ltau 90.5 90.25 — irtrlaniiali. Ufa« »trieft R 19 92 92 92 92.25 09^ ebem 7% Pr 8anbe«pfan»- brtefjmlj l»|an'brteft 'V U 92 92 €trurrautid) e'rrtrduiuna#hiil 95.13 95.13 95.13 95 13 4% CeftenttththUr »olbrrntt 15 15 4,90% Ciu*f. 1'11 tag- bSrr 112. | 2.12. 1-12-1 2-12- 4% oetfll. Serie li 5.3 5.25 — — tRunwn öcretnb -Xenrt v. 1903 4 3 4 4 4.25 4.4 4!i%9lumun.Dtre(nb.:XrntfD.!9i3 4% OiumdnMe oercint). Biente . 6 75' 6.85 6.75 6,9 3.675 3.65 3.6 3.5 flnatoltrr ...... 25.13 25 ^ambute.flmrrtla-'Ealri 0 10,9 10.75 10.9 10.75 oarndurg-Subam Darnpflchtfl 0 - 24.5 Cania-tampfltlitfl .... 0 9iorobeudd)rt ‘Jluqb ....... 0 - — H.25 11.4 11,4 11.25 91.® für -yrrfrlTtiTOrltn fflt 0 58 25 59 58 59.5 I9er1inrt Honvrltgririlld'afl 4 66 "6 86 86 L'ommrrj. nnb Prival-Vani 0 46.75 46.75 46.75 46.75 teuti.be iOanf un# ütieonto- ®tica|tftafi .............. o 55 54 55 54 Dresdner Bank............. 0 58.5 585 58.5 58.5 ünditbatd ............... ir 168.5 167,5 169 167 «a.®.....................o 23,13 24.5 23 24 4 iflefula ..............o 121,5 120 75 120.4 120 lileftt. LHrferonfHgelelikbah 6 «3.25 92 5 92.25 92 Vttu uns traft 6 99.25 102 11-0.5 100.5 ntitenS tMuUruume 0 tbefellfit.l öletrr Untentejmunj 5 — 52 51.75 51.5 88 81,5 83 86 75 übmniKöe itirfntotdi 6 90.25 92 edtuderi & lu6- lurt <5d>tuii. alten fr. Md cWrt- tur» triu8f JTlina^. Datum 1.12. 2-12. 1.12. 2.12. «aneielDet Bergbau......... 0 254 25.75 25.5 । 25.5 flot-werte ........... 0 — 85.13' 83,5 Bdontr Be'abau ............ Wbetniidir tjtauntoblew ..... o 45 44.5 45 44.13 10 '91.5 190 189.25 189.9 «beinflabl ........ 0 86.75 86 87 86 75 Äeremtgir Siablwerte........ 0 38.5 37.75 38,65 37,9 Clcol 9Rinen ......... 0 12 25 12.25 12.25 12.13 «aliwerte \l|then!ebee........ 6 117 115 117.5 115 flaltwerte Leireregel»........ lloliroetfe LaljbeUurtd..... 6 118 151,5 115 150 118,5 151 114.5 150 3 ®. 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