Nr. 259 Drittes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Samstag, 4. November 1933 Die Tisch-Kameradschaft der Ration. - Ein Bild, wie man es am kommenden Sonntag wieder in allen deutschen Heimen sehen wird. Auf dem . Tisch steht das einfache, billige Eintopfgericht. Die Ersparnis, die die Hausfrau macht, fließt der Winter- hilfs-Sammlung zu, durch die Millionen darbender Volksgenossen in den harten Wintermonaten mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Den Besserbemittelten aber wird die freiwillige Einschränkung das beglückende Gefühl des Dienstes an der Gemeinschaft geben. Geschichten aus aller Welt. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten I Ist das zu glauben? (m) Tokio. Eine junge Japanerin hatte soeben geheiratet und wollte nun zum Friseur gehen, um sich noch verschönern zu lassen, allerdings ein etwas merkwürdiges Verfahren — nach der Trauung. Gesagt, getan. Aber als sie fertig war, ergab sich eine große Schwierigkeit, und die junge Frau stand ratlos in einer Tokioter Straße, bis sie sich schließlich hilfesuchend an einen Polizisten wendete. Sie hatte nämlich, so unglaublich es klingt — den Namen ihres Ehemannes sowie die Adresse der neuen Wohnung vergessen! Nach vielem Hin und Her gelang es der Polizei, iyre Eltern ausfindig zu machen, die in einem Dorf in der Umgegend von Tokio wohnten und nicht zur Hochzeit gekommen waren. So erfuhr man den Namen und die Adresse des frischgebackenen Ehegatten, dem seine Frau, auf die er schon in hellster Aufregung gewartet hatte, nun unverzüglich „zugestellt" wurde. Bernt Batchen ging verloren. (h) Kapstadt. Dazu muß nun ein berühmter Flieger, wie Bernt B a l ch e n , nach Kapstadt kommen, um hier spurlos zu verschwinden, wenigstens auf zwei Tage. Damit man weiß, weswegen er überhaupt in Kapstadt ist: er will mit dem Forscher und Millionär Ellsworth einen Non-Stop=glug über den Südpol machen, kleine 3000 Meilen. Von Kapstadt aus wollten sie in das Roßmeer vorstoßen zum Weddell-See. Aber Balchen wollte seinen Blinddarm nicht mitnehmen, denn er hatte auf der Reise nach Kapstadt Beschwerden gefühlt und sich entschlossen, gleich in Kapstadt diesen Störenfried herausnehmen zu lassen. Nun hat Balchen die Angewohnheit, wenn er in einer Stadt ist, eine Taxe immer für den ganzen Tag zu nehmen. Ein wenig gedankenvoll — vielleicht wegen der bevorstehenden Operation — vergaß er dem Chauffeur Bescheid zu sagen und ließ, ihn vor dem Hotel stehen, in dem er wohnen wollte, ehe er sich operieren ließ. Der Chauffeur wartete und wartete, dann meinte er, der Fahrgast habe ihn wohl angemogelt und fuhr deshalb fein Pfand, den Koffer Balchens, zum Schiff zurück, mit dem Balchen angekommen war. Dann alarmierte er die Polizei. Anhand des Koffers stellte man fest, daß er dem bekannten Flieger Bernt Balchen gehörte. Aber in dem Hotel hatte er durch einen Zufall nicht Wohnung genommen, sondern sich auf einmal entschlossen, gleich das Hospital aufzusuchen. Er wunderte sich, daß der Chauffeur nicht mehr mit dem Auto vor der Tür stand, machte sich aber weiter keine Gedanken darüber und legte sich ins Krankenhaus. Hier las er bann gedankenvoll feine eigene Vermißtenanzeige in der Zeitung und ließ der Welt verkünden, daß Bernt Balchen nicht spurlos verschwunden sei, sondern sich wegen seines Blinddarms im Hospital befinde. Worauf Kapstadt beruhigt aufatmete und — der Chauffeur sein Fahrgeld einkassieren kam. Schlangen in NSA. (z) N e u y 0 r k. In den Vereinigten Staaten sind die Herren Volkswirte seit Jahren schon auf die ausgefallensten Einfälle gekommen, um die auch in diesem DollarGtreik-Ausschreiiungen in Amerika Eine Tumultszene in den Straßen von Paterson im Staate Neuyork, wo streikende Seidenspinner mit Steinen und Pistolen gegen die Polizei vorgingen. Die Polizisten antworteten mit Maschinengewehren und Tränengasbomben, wobei drei Personen getötet und mehr als fünfzig schwer verletzt wurden. Der Streik wirft ein Schlaglicht auf die äußerst gespannten Wirtschaftsverhältnisse in USA., die immer wieder zu schweren Konflikten der Behörden mit Arbeitgebern, Arbeitern und Farmern führen. lande bestehende Erwerbslosigkeit vieler Hundert- taufenber zu beseitigen. Nachdem kürzlich erst der Anfang damit gemacht worden ist, einige tausend Arbeitsloser als Goldsucher buchstäblich in die Wüste, nämlich Texas und Arizonas, zu schicken, wo tatsächlich noch Goldvorkommen festgestellt worden ist, hat die Regierung den neuen Vorschlag eines Menschenfreundes empfangen, der empfiehlt, 1000 Arbeitslose mit dem — Vertilgen der in den Vereinigten Staaten vorkommenden Schlangen zu beschäftigen. Der Einsender dieses Vorschlags verspricht sich davon eine Wohltat für alle Wochenendfahrer, die dann nicht mehr zu befürchten brauchten, beim Campen in Gottes freier Natur von einer Schlange gebissen zu werden. Die Verkehrsorganisationen und Wochenendfahrten veranstaltenden Reisebüros wären sicherlich gerne bereit, diesen Feldzug gegen das Schlangengezücht zu finanzieren. Da meldet sich zu rechter Zeit jedoch die „Reptile Study Society of America" und macht energisch Front gegen diesen unvernünftigen Plan, der überdies der großen Arbeitslosigkeit gegenüber nur einen Tropfen auf einen heißen Stein bedeuten würde. In den Vereinigten Staaten gibt es nach dem Urteil dieser Fachmänner, die es ja wissen müssen, nur vier giftige Schlangenarten, von denen drei zudem nur in den weniger besiedelten Süd- floaten Vorkommen. Die Meldungen über Schlangenbisse in den Vereinigten Staaten seien von Jahr zu Jahr spärlicher geworden, und ein solcher Feldzug berge in sich die große Gefahr, daß gerade die weitaus größere Zahl der nützlichen Schlangen ausgerottet werde, die der amerikanische Landwirt nicht entbehren könne, da sie seine beste Helferin im Kampfe gegen die landwirtschaftlichen Schädlinge sei. — Die Regierung hat auch danach gehandelt und den Vorschlag des Schlangenfeindes dem Papierkorb übergeben Aomartc am laufender! Band. (z) Chikago. Soeben beendet in einer amerikanischen Zeitschrift die Schriftstellerin Miß Mabel Urner eine Romanserie, deren Anfang vor genau zwanzig Jahren (!) in eben dieser selben Zeitschrift begonnen hat und die in regelmäßigen wöchentlichen Fortsetzungen bis heute ununterbrochen erschienen ist. Und das Reizvollste daran ist, daß es sich da« bei um eine Romanserie für — Jugendliche handelt, in der Art etwa, wie in der deutschen Backfisch» literatur die „Trotzkopf"-Serie bekannt geworden ist. Die jugendlichen Leserinnen dieser Riesenserie, die vor zwanzig Jahren mit der Lektüre dieser Kindergeschichte begonnen haben, sind heute schon erwachsene Frauen, Mütter wahrscheinlich, von denen man doch kaum annehmen kann, daß sie heute noch Geschmack an solcher naiven Kost finden. Die Schriftstellerin Miß Mabel Urner hat mit dieser Leistung zweifellos einen Rekord aufgestellt. •W w. Bei feinem Besuch, den Adolf Hitler anläßlich seiner Weimarer Wahlrede dem Nietzsche-Archiv abstattete, wurde dem Kanzler von der greisen Schwester des Philosophen der Stockdegen ihres Bruders überreicht. Calw an der Nagold. -23on Hermann Hefte. Zwischen Bremen und Neapel, zwijchen Wien und Singapore habe ich manche hübsche Stadt gesehen, Städte am Meer und Städte hoch aus Bergen, und aus manchem Brunnen habe ich als Pilger einen Trunk getan, aus dem mir jpäter das süße Gift des Heimwehs wurde. ° Die schönste Stadt von allen aber, die ich kenne, ist Calw an der Nagold, ein kleines, altes, schwäbisches nchwarzwaldsladlchen. Wenn ich jetzt etwa wieder einmal nach Calw komme, dann gehe ich langjam vom Bahnhof hmad- wärts an der katholischen Kirche, am „Adler" und am „Waldhorn" vorbei und durch die Bijchosstraße an de. Nagold hin bis zum Weinsteg oder auch bis zum Brühl, bann über den Fluß und durch die untere Ledergasse, durch eine der steilen Seitengassen zum Marktplatz hinauf, unter der Halle des Rathau|es durch, an den zwei mächtigen alten Brunnen vorbei, tue auch einen Blick hinauf gegen die alten Gebäude der Lateinschule, höre im Garten des Kun- nenwirts die Hühner gackern, wende mich wieder abwärts, am „Hirschen" und „Räßle" vorüber, and bleibe bann lang auf ber Brücke stehen. Das ist mir der liebste Platz im Städtchen, der Domplatz von Florenz ist mir nichts dagegen. Wenn ich nun von der schonen steinernen Brücke aus dem Fluß nachblicke, hinab und hinauf, bann sehe ich Häuser, von denen ich nicht weiß, wer :n ihnen wohnt. Und wenn aus -einem ber Häuser ein hübsches Mäbchen blickt (die es in Calw stets gegeben hat), bann weiß ich nicht, wie sie heißt Aber vor dreißig Jahren, da saß hinter allen diesen vielen Fenstern kein Mäbchen unb Lin Mann, keine alte Frau, kein Hunb unb keine Katze, die ich nick genau gekannt hätte, lieber die Brücke lies kein Wagen und trabte kein Gaul, von dem ich nicht wußte, wem er gehöre. Und so kannte ich alles, die vielen Schulbuben unb ihre Spiele und Spottnamen, die Bäckerläden und ihre Ware, die Metzger und ihre Hunde, die Bäume und die Maikäfer und Vogel und Nester drauf, die Stachelbeersorten in den Gärten Daher hat die Stadt Calw diese merkwürdige Schönheit. Zu beschreiben brauche ich sie nicht, düs steht fast in allen Büchern, die ich geschrieben habe. Ich,hätte sie nicht zu schreiben brauchen, wenn »ch in diesem schonen Calw sitzen geblieben wäre. Das war mir nicht bestimmt. Aber wenn ich jetzt (wie es bis zum Kriege alle paar Jahre einmal geschah), wieder eine Viertelstunde auf der Brückenbrüstung sitze, über die >ch als Knabe tausendmal meine Angelschnur hinabhängen hatte, dann fühle ich tief und mit einer wunderlichen Ergriffenheit, wie schon und merkwürdig dies Erlebnis für mich war: einmal eine Heimai gehabt zu haben! Einmal an einem kleinen Ort der Erde alle Häuser und ihre Fenster und alle Leute dahinter gekannt zu haben! Einmal an einem bestimmten Ort dieser Erde gebunden gewesen zu sein, wie der Baum mit Wurzeln und Leben an seinen Ort gebunden ist. Wenn ich ein Baum märe, stünde ich noch dort. So aber kann ich nicht wünschen, das Gewesene zu erneuern. Ich tue das in meinem Träumen und Dichten zuweilen, ohne es in der Wirklichkeit tun zu wollen. Jetzt habe ich hier und da eine Nacht Heimweh nach Calw. Wohnte ich aber dort, so hätte ich jede Stunde des Tages unb der Nacht Heimweh nach der schonen alten Zeit, die vor dreißig Jahren war, und die längst unter den Bogen der alten Brücke hinweg geronnen ist Das wäre nicht gut! Schritte, die man getan hat, und Tode, die man gestorben ist, soll man nicht bereuen Man darf nur zuweilen einen Blick dort hinein tun, durch die Ledergasse schlendern, eine Viertelstunde auf der Brücke stehen, sei es auch nur im Traum, unb auch das nicht allzu oft Oer prophetische Hahn. Erzählung von pe- Schtvenzen. Schwenzen ist der Verfasser des im Gießener Stadttheater aufgeführten Schauspiels „Am Himmel Europas" Bjarne war wie alle Lofotenbewohner sehr abergläubisch Hier hat alles etwas zu bedeuten. Ob ber Seeabler von ber Schneezinne so ober so kreist, ob bie Möven bem Schiff von Luv ober Lee begegnen, ob bie oerbammten Krähen in ben hunbert Quobrat- meter Kartoffelacker ober auf bem Dachfirst hocken. Wir wohnten sehr frieblich in bem kleinen, roten Holzhaus in ben grauen Klippen. Alles ging sozusagen von selbst Die Gipfel ragten, bie Wasserfälle rauschten, bie Möven kreischten unb mir rauchten unsere Pfeifen unb marteten auf ben Makrelen- schwärm Der kam nicht. Bjarne mar sehr zufrieben, daß ich das Zimmer gemietet hatte. Er erzählte mir lange Geschichten, mährend er sich unglaubliche Mengen „Lefze" (halb- roher Kartoffelpfannkuchen) einverleibte. „Hallei —I" schrie er. „Komm über mit einer Ladung Lefze, Gunvor." Gunvor mar seine Frau. Dann mar doch noch Erik, beider Sohn. Auch Erik aß für sein Leben gern Lefze, am liebsten mit Sy- rup. Diese Herrlichkeiten mußten im Schrank ver- schlossen fein, denn Erik war, wie sein Vater sich I ausbrückte, „hinsichtlich Lefze ein Schurke". Ließ I man den Schrank offen, stahl er sie unbemerkt. Hatte man den Schrank verschlossen und das Haus verlassen, so schraubte Erik, ber mit seinen sieben Jahren ein sehr geschickter Bursche mar, bas Schloß ab, unb bie Lefze mar sein. Gunvor prügelte ihn, aber er hatte — mieber nach bes Vaters Wort —: „keine Seele im Hintern". Es nützte nichts, unb zudem mar Bjarne, ber brei Zeitschriften hielt, gegen jebe körperliche Züchtigung. Er litt, mie alle Lofotensöhne, an einem abenteuerlichen Bilbungsbrang unb sagte immer: „Soviel ich gelesen habe, schlug selbst ber Russäu (Rousseau) feine Kinber nicht Die roenigen Männer in ben Lofoten, die nicht mit ben großen Fischerflotten fahren, haben einen sehr vielfältigen Beruf Sie ziehen ein paar Dutzenb Kartoffeln, füttern Hühner unb Gänse mit Fischköpfen, fangen Dorsche, roenn melche ba sinb, unb wenn keine ba sinb — Grillen Da können sie stun- bentang hinter ber Garbine hocken unb Dingen in ber Luft nachhängen, bie man nicht sehen kann. Auch basteln sie mit allem Kram, von ber Stiefelsohle bis zum Rabio Ich mar in Soolvaer gemesen unb hatte Erik eine wunberschöne rote Kappe mitgebracht. Diese Kappe hatte er unter ber Bebingung erhalten, nie mieber Lefze zu stehlen unb unter anberem davon abzusehen, allein mit dem Ruderboot aus der Bucht herauszufahren. Bjarne und Gunvor mären von meiner gütigen und klugen Pädagogik begeistert Eines Tages erschien Erik nicht zum Kaffee. Da Gunvor ausdrücklich verkündet hatte, es mürbe Lefze geben, so mar bies Ausbleiben burch nichts zu erklären. Wir rufen, laut burch bie Hänbe, Bjarne ruft, Gunvor, ich unb das Echo rufen: „E—r—i—f!" Keine Antmort. Auf einmal packt mich Bjarne in furchtbarer Erregung am Arm. Er meist zum Wasser hinab — vierzig bis fünfzig Schritt vom Lanb treibt ein leeres 'Boot...! Wir mollen gerade hin- abstürzen — da sehen mir, daß unser Boot ruhig aus Land gezogen daliegt. Ein Fremder — ein Unglück —? Unb jetzt taucht schreienb und gestikulierend hinter einem Stein der Knabe Erik auf. „Ein Mann ist ins Wasser gefallen, ein Mann liegt im Wasser!" — Wir nehmen ihn bei beiden Ohren, er muß berichten: „Es kam ein alter Mann gerudert — ein Lappe — ber mar betrunken — da machte er so — unb fiel ins Wasser.. „Ging er unter?" — „Ja, mie ein Stein!" — „Wann?" — „Jetzt eben!" — Bjarne unb ich machen fieberhaft das Boot klar, gerade mill ich abstoßen, Bjarne kommt mit Haken unb Stangen unb Seilen aus bem Schuppen, als Gunvor heraneilt, einen Hahn unterm Arm. Denn das ist so da oben. Wenn man jemanden sucht, der ertrunken ist, bann braucht man nur einen Hahn mit an Bord zu nehmen unb an ber Unfallstelle zu kreuzen. Wenn man sich über bem Ertrunkenen befindet, bann kräht ber Hahn ... Wir legen uns mit aller Wucht in bie Riemen. Aber kaum hoben mir ben brüten Schlag getan, als ber Hahn kräht. Bjarne lotet, finbet nichts. Unbeub sich schimmert ber Tangmalb herauf, in dessen Bü- Sehen der alte Lappe seinen letzten Rausch ausschläft. Wir rudern roeiter. Sofort fängt der Hahn an zu krähen. Nur menn mir Halt machen, schweigt er. Soroie das Boot sich in Bemegung setzt, kräht er. Ich werde rasend, denn die tragische Situation spannte meine Nerven gerade genug an und diese Albernheit mit dem Hahn machte mich völlig desperat. Bjarne verband bem Tier bie Augen — b. h. er steckte ihn unter bie Jacke, in ber Hoffnung, das Licht ber Intuition roerbe ihm im Dunkeln klarer leuchten. Vergebens. Das Vieh krähte ohrenbetäu- benb, unb bamit war feine Sachunkenntnis für mich ermiefen, da ich zu der Ansicht neige, baß auch die unheimlichste Leiche nur an einer Stelle liegen kann. Ganz erschöpft unb verzmeifelt gaben mir endlich die Suche auf. Das Unglücksboot nahmen wir in Schlepp unb zogen es auf Lanb. Außer einigen Angelgeräten unb einer Zeitung lag nichts barinnen. Wir treten in bie Stube. Erik, unberührt von ber Tragik ber Stunbe, hat ben Schrank aufgeschraubt, die Lefze gestohlen. Er sitzt am Tisch unb kaut. Wir smd sprachlos, aber zu erschüttert, um ihn zu züchtigen. Sdjmeigenb trinkt inan Kaffee. Lefze ist lei» ber keine mehr ba ... Auf einmal geht bie Türe auf, unb ein junger Mann tritt ein. Er schimpft unb schreit, mir hätten fein Boot gestohlen ... Der alte Lappe! Erik mill entmischen, wirb aber verhaftet. Es stellt sich her- aus, baß er ben Unglücksfall er.funben hat, um uns für einige Zeit von Hause fern zu halten. Das Boot bes jungen Mannes lag sehr orbentlich am Gestein vertäut, mährenb er für einen Augenblick in ben Klippen verhinbert mar. Aber Erik hat es losge« macht, hinausgestoßen unb bie Riemen einzeln hinterhergesanbt. Bjarne rnünschte Rousseau unb alle Humanität Zum Teufel. Er holte aus, als wollte er bie Sünden der Welt erschlagen. Aber ber junge Mann, der sein Leben plötzlich als neu geschenkt empfanb, bat für ihn, unb ber niederträchtige Bengel ging wieder ohne Dresche aus. Es zuckte mir in ben Fingern. In diesem psychologischen Moment wagte es der unselige Hahn, zu krähen. Aus! Ich stür.ue hinaus unb drehte ihm ben Hals um. Es würbe ein Festmahl. Die Ungerechtigkeit feierte jetzt ihren höchsten Triumph. Erik, der an bem Mahl teilnahm, bekam das rechte Bein, während ich nur bas linke erhielt... obwohl gerade in den angelsächsiscken Ländern solche Non-stop«Bomanroerte sehr beliebt sind. (Man denke nur an die fürchterliche Tarzanserie oder an die afrikanische Romanreihe des Kriminalschrist- ftellers Wallace!) Miß Mabel Urner will sich nun endgültig von der Schriftstellerei zurückziehen. Man kann es ihr nicht verdenken.. Ter glückhafte Schatzgräber. (ku) London. In einem der ältesten Viertel in Leeds erzählte die Sage von einem Haus, das einen uralten gewichtigen Schatz beherbergen sollte. Niemand kümmerte sich mehr um diese Geschichte, ab und zu wurde sie abends einmal am Kamin wieder auf- gefrischt. Und da hörte sie auch der 14 Jahre alte Bernard Tharpe, der sich mit der ganzen Begeiste- rung seiner Jugend auf diese Schatzgeschichte stürzte. So fing er also an und klopfte in seiner freien Zeit Stück für Stück der Wände und Böden ab. Er pochte an die Holzwände und an die Steindecken, unermüdlich, tagelang. Bis er schließlich in der Nähe eines Feuerplatzes auf eine Stelle stieg, die unzweifelhaft hohl war. Er klopfte sie sorgsam aus und rief dann seine Familienangehörigen herbei, die einen Kriegsrat abhielten, ob man die schöne Tapete zerschlagen und die Wand aufbrechen sollte. Man entschloß sich schließlich dazu — und fand eine große eiserne Truhe. Die Spannung stieg auf Fieberhitze. Man holte einen Schlosser, der seinerseits einen Mann mit einem Schweißapparat zu Rate zog. Langsam, ganz langsam öffnete sich die Truhe. sie war leer. Doch man fand in dem Ruß neben der Truhe, die auch durch einen geheimen Zugang erreicht werden konnte, frische Spuren. Ferner erinnerten sich Nachbarn, daß in einer Zeit, als das alte Haus keine Mieter hatte, eines Nachts ein älterer Mann an einem Fenster gesehen worden sei. Dieser Mann muß um den Schatz gewußt haben und hat ihn wohl geborgen. Aber wer er war und wie groß der Schatz gewesen ist — das wird man wohl nie mehr erfahren. Der kleine Schatzgräber kam ein wenig zu spät. In ferner Zukunft wird man nicht mehr von dem verborgenen Schatz in dem alten Haus in Leeds erzählen, sondern von dem geheim- nisvollen Mann, der ihn eines Nachts abholte, kurz ehe ein Junge den Schatz — beinahe gefunden hätte. Tas Recht auf den Pfiff. (mi) Paris. Man sollte meinen, daß der Geschmack an einem Theaterstück und die damit verbundenen Aeuße- rungen eine ganz persönliche Angelegenheit sind. Daß dies nicht der Fall ist, beweist jetzt eine Verhandlung vor einer Pariser Kammer, bei der es einigermaßen amüsant zuging. Angeklagt war eine alte Dame, eine treue Abonnentin der hiesigen Com6Die-Fran?aise, des französischen Nationaltheaters, weil ihr ein modernes Stuck nicht gefallen hat und sie es auspfeifen wollte. Zum „Delikt" selbst kam es gar nicht erst, denn in dem Augenblick, als sie ein Pfeifchen zog, wurde sie schon von einem Beamten festgestellt und dann höflich an die frische Luft befördert. Vor Gericht erschien die streitbare alte Dame, umgeben von drei bekannten Anwälten und gefolgt von einer großen Schar Abonnenten der Comödie- Franxaise, Die — eine moderne Auflage des antiken Chors — je noch Bedarf die Verhandlung mit ihren Einwürfen begleiteten, um im Namen der Gesamtheit ebenfalls gegen diese Beschränkung des Rechts auf den Pfiff zu protestieren. Die Meinungen wogten, wie nicht anders zu erwarten, aufgeregt durcheinander und die prinzipielle Frage ist so wichtig, daß der Präsident die Sitzung vertagte. Die Abonnenten des Theaters sind indessen ihres Sieges gewiß. Es lebe der freie Pfiff! Da kann man sehen, was die Pariser Theateroesucher für Sorgen haben. Leistungsschulgeld. (avk) Budapest. Leistungsschulgeld ist die neueste ungarische Einrichtung, mit der das Kultusministerium die ahnungslose Bevölkerung zu Beginn des neuen Schuljahres (in Ungarn ist im Herbst Schulbeginn) überraschte. Demnach muß das Schulgeld nach der Leistung bezahlt werden Nicht etwa nach der Leistungsfähigkeit des Vaters. Nein: Die Leistung der Schüler entscheidet! Verstehen Sie das? Nein? Ist doch so einfach wie das Einmaleins. Der Mittelschüler mit lauter „Sehr-gut"-Zensuren bezahlt am wenigsten. Jungens und Mädels mit „gut" kommen auch mit einem blauen Auge davon. Kinder mit „genügend" haben schon eine ziemlich gepfefferte Taxe zu entrichten. Und die bedauernswürdigen Würmchen, die „kaum genügend" arbeiten, sollen ein geradezu phatanstisch hohes Schulgeld bezahlen. Zweck der Uebung: Ausmerzung des mittelmäßigen Schüler-Materials. Ein Lied geht durch den Raum. (k) Belgrad. Die Aerzte stellten frft, daß ein Eingriff nötig sei. Der Patient, Herr Timotits, ließ sich nicht ein- schläfern und begab sich in bester Stimmung in den Operationssaal. Er nahm auf dem Operationstisch Platz, und der Eingriff begann. Um die Zeit zu verkürzen, begann Herr Timotits, seines Zeichens erster Tenor Der Belgrader Oper, zu fingen. Ein Lied ging durch den Raum, ein prachtvoller Tenor liefj die Wände der sonst so nüchternen chirurgischen Klinik erzittern, und die Kranken horchten auf in ihren Betten: Donnerwetter, war das eine wunderbare Stimme. Timotits fang die Tenor-Arie aus der neuen Oper von Tiardcwitfch „Pacht im Hafen von Spalato", die am Abend desselben Tages die Uraufführung erlebte Die Generalprobe auf Dem Operationstisch hatte rauschenden Erfolg. Die Premiere desgleichen Und Timotits wurde mit einem Schlag Die volkstümlichste Persönlichkeit von Belgrad. R'unft und Wissenschaft Dr. Pierre Nour vom Pasleur-Jnslllul f. Der Direktor des Pasteur-Jnstituts in Paris, Dr. Pierre Rou §, ist gestorben. Der Name des Verstorbenen ist namentlich auf Grund seiner 23er- Dienste um die Bekämpfung De rDiphtherie bekannt geworden. 1853 in Confolens geboren, wurde Roux 1877 Assistent von Pasteur, 1895 Vizedirektor und 1q04 Direktor des Instituts Pasteur Roux war einer Der bedeutendsten französischen Vak- teriolgen. Neu-Erscheinungen Des Verlages Wolfgang Zeh in DresDen. Bei Ieß in DresDen erscheinen: H. v. Bron- fort. Aus Dem Reich Der Blume. Unsere Blumen In Garten unD Haus in Vergangenheit unD Gegenwart. — Emil Waldmann, Künstler-Ehen unD Rünftlcrlicbcn aus fünf IahrbunDerten. — Lyrik Georg v. D. Bring, Das Blumenbuch. Adolf B a • Den, Jahr des Knaben. Fritz D i e 11 r i ch, Paris, Ein Zeitgedicht. G.JL-fpovt Sonntagsfußvatt öer Gießener Mannschaften 1900 (Liga) - Sportverein Wetzlar (Liga) Bei ihrem letzten Auftreten in Gießen bereiteten die Gäste den Zuschauern auf dem Platz an der Liebigshöhe eine kleine Enttäuschung. Allerdings handelte es sich bei der letzten Begegnung um em Freundschaftsspiel. Punktspiele zwischen diesen beiden Gegner trugen meistens immer etwas anderen Charakter. So wird man auch für Den morgigen Sonntag ein spannendes, hartes Spiel erwarten müssen. Die Mannschaft Der Spieloereinigung hat in Den letzten Spielen nicht sehr überzeuge nD gekämpft und sich auch mit Den entsprechenden Ergebnissen zufrieden geben müssen. Der morgige Sonntag wird eine ganze Leistung bringen müssen, wenn Die Mannschaft nicht Den Anschluß an Die Spitzengruppe ver- Heren will. Die Wetzlarer sind in allen Reihen sehr gut und ausgeglichen besetzt, so daß es schwer sein wird, der Mannschaft an irgend einem Punkte besonders beizukommen. Die Gäste führen vor allem ein schnelles und wuchtiges Spiel, und verstehen zu kämpfen. Die Spieloereinigung 1900 trägt sich mit Der Absicht, Den Sturm umzustellen, um ihn Durch- schlagskräftiger zu gestalten. Eine Aufstellung Der Mannschaft war bisher nicht zu erfahren. Die morgige Begegnung dürfte eine der interessantesten der Spielrunde sein. Man erwartet einen scharfen Kampf, dessen Ausgang nicht vorherzusagen ist. Schiedsrichter ist Koch- Friedberg. Die II. Mannschaft der Spieloereinigung 1900 hat ebenfalls ein interessantes Treffen zu befreiten. Sie fährt nach Naunheim bei Wetzlar und tritt Dort gegen eine Mannschaft an, Die jahrelang in einem anDeren Sportlager Den Meister stellte. Die Mannschaft von Naunheim spielt einen tech- nisch hervorragenden Fußball; Die Stürmer sind schnell und sehr schußkräftig. Die II. Mannschaft der Spielvereinigung wird um ihre erste Niederlage kaum herumkommen. Die III. Mannschaft spielt gegen Vetzberg I. Das ursprünglich gegen Mendorf (Lahn) angesetzte Verbandsspiel fällt aus. Vetzberg ist neu hinzugetreten. Das Spiel findet in Vetzberg statt. Es sind dort nur unzureichende Platzverhältnisse. Die Spielstärke des Gegners ist nicht bekannt, der Ausgang daher völlig offen. 1900 wird wieder in stärkerer Aufstellung antreten. 3ugenbfpiele. 1900 1. Jugend — Heuchelheim 1. Jugend (Platz 1900); 1900 2. Jugend — Steinbach 1. Jugend (in Steinbach); 1900 Schüler — Daubringen Schüler (in Daubringen). Watzenborn Steinberg (Liga) gegen VfB. Gießen (Liga). Die Liga von Watzenborn-Steinberg empfängt am morgigen Sonntag auf dem eigenen Platze Die Liga des VfB Gießen zum fälligen VerbanDsspiel. Die Spiele zwischen Den Mannschaften von Gießen und der Liga von Watzenborn-Steinberg haben in jüngster Zeit stark an Interesse gewonnen. Denn im Laufe Der BerbanDsfpiele hat sich Die Mannschaft Der morgigen Gastgeber als ein Gegner entpuppt, mit Dem gerechnet roerDen muß.^Zwar haben Die Steinberger in Den letzten beiDen Spielen nicht sehr glücklich gekämpft, sich Dabei aber so tapfer geschlagen, daß man nicht etwa von einem Form- rückgang sprechen könnte. Die bisherigen Ergebnisse, welche die Steinberger Teutonen gegen die Hiesigen erzielten, werden Die Grünweißen ja auch Davor bewahren, Den Gegner leicht zu nehmen. Die Gießener bestreiten Den Kampf in Der Aufstellung: Becker; Leutheuser, Singel; Haupt, Knauh, Feuster; Ranft, Wilhelm, Heß, Lehrmund, Balser. Wie Der Kampf ausgehen roirD, ist nicht vorher- zusagen. Die Mannschaften Dürften sich ziemlich gleichwertig sein. Der kleine unD nach Dem vielen Regen sicherlich nicht ganz in bester Verfassung be- sindliche Platz in Watzenborn-Steinberg roirD Die Grünweißen auf eine harte Probe stellen. Die Platzbesitzer, Die ja mit ihrem Gelände vertraut sind, haben dadurch ein Plus. Für Die Gießener roirD es aber auch aus anderem Grunde eine Belastungsprobe fein, Denn die Watzenborn-Steinber- ger verfügen über einen elementaren Kampfgeist und halten bis zum Schluß durch. Von den Grün- weißen kann man das nicht immer behaupten. Die Mannschaft, die die VfBer stellen, sollte sich aller- Dings nicht so ohne weiteres geschlagen bekennen. Die Gastgeber roerDen in Der VerteiDigung ein schwer zu nehmenDes HinDernis oorfinDen. Die 3. Mannschaft Des VfB. Gießen tritt gegen KrofDorf I an unD zwar auf Dem Platze in Krof- Dorf. Ob es zu einem Siege für Die Grünweißen reicht, ist noch sehr fraglid). Die 1. JugenD hat gegen Die 1. Jugend von Alten-Buseck anzutreten, ebenfalls auf dem Platz des Gegners. Die Schüler empfangen die Schüler von Watzenborn-Steinberg. Die 2. Mannschaft von FC. „leutonia" Watzenborn-Steinberg tritt in Wißmar gegen Die Dortige erste an. öporfabfeilung des Tv. Wieseck. Die 1. Elf von Wieseck erwartet am morgigen Sonntag Die 1. von Garbenteich. Wiesecks Mannschaft sollte Das Spiel für sich entscheiden können. Die 1. Jugend hat die 1. Jugend von Lollar zu Gast. Man erwartet einen Sieg der Platzbesitzer. 3n Magdeburg: Deutschland-Aorwegen. 3um z. Zußbattkampf am kommenden Sonntag. Zum zweiten Male tritt am kommenden Sonntag unsere FußbaU-National-Mannschaft vor Die Lefsentlichkeit ... und wieder wird die Mannschaft gestellt, die unsere Farben im ersten Länderspiel dieser Saison gegen Belgien so würdig vertreten hat. Ein Zeichen, welch großes Vertrauen Der DFB.-Spielausschuß unserer jungen „neuen" und zum ersten Male einheitlichen Mannschaft entgegenbringt. Aber der Gegner heißt diesmal in Magdeburg Norwegen. Zum siebten Male kämpfen die beiden Länderteams gegeneinander. In den Jahren von 1923 bis 1926 wurden sechs Spiele ausgetragen, vier gingen glatt an die deutschen Vertreter, während Die beiden letzten in Breslau und Oslo einen unentschiedenen Ausgang nahmen. Norwegens Fußball hat also zweifelsohne gerade in der letzten Zeit einen machtvollen Impuls erhalten, das beweisen seine großen Siege im Nordischen Pokal und seine Erfolge über Dänemark und Schweden. Trotzdem ist man Diesmal m Den Reihen Der Norweger ziemlich pessimistisch, einige Der bekanntesten Spieler haben noch kurzfristig absagen müssen, und ein ausreidjenber Ersatz für Diese Spieler war bei Der Kürze Der Zeit nicht mehr zu beschaffen. Der Norwegische 23er- banD hat sich aber trotzDem alle Mühe gegeben unD wird alles Daransetzen, gegen die Deutschen würdevoll abzuschneiden. Deutschland hat — wie bereits geschildert — die gleiche Mannschaft zur Stelle, die vor 14 Ta- gen zu dem Siege über Belgien kam. In diese „Einheit" kann man unbedingt Vertrauen setzen. Jeder tat in Duisburg feine Pflicht, kämpfte und fügte sich in die Gemeinschaft ein, so wird es auch am kommenden Sonntag in Magdeburg sein. Die Norweger sind zwar nicht der leichte Gegner wie Belgien, aber zu einem Siege müßten unsere Vertreter schon kommen. Unsere Farben vertreten wie- Der: Duchloh (VfB. SpelDorf); Busch (Duisburg 99), Hund (Schwarzweiß Essen); Janes, Bender Breuer (alle Fortuna Düsseldorf); Albrecht, Wigold (beide Fortuna Düsseldorf), Hohmann, Rasselnberg (beide VfL. Benrath), Kobierski (Fortuna). Die Aussichten. Zu einem so überlegenen Siege wie gegen Belgien wird unsere Mannschaft diesmal kaum kommen. Das kann man mit ziemlicher Sicherheit voraussagen, wenn man im Fußball überhaupt von „sicheren" Voraussagen sprechen darf. Vor Dem Spiel sind noch alle Möglichkeiten offen. Die Norweger haben zum Teil Leute in ihrer Mannschaft, Die schon mehr als fünfmal international gespielt haben. Auf ihren Spielführer Berstad müssen die Nordländer diesmal verzichten, und das ist eine Tatsache, Die bei Dem Abwägen Der Chancen un- bedingt ins Gewicht fällt. Aber trotz allem sollten unsere Vertreter stark genug sein, auch den zweiten Länderkampf in dieser Saison siegreich zu gestal- ten, zumal bas Treffen auf deutschem Boden aus- getragen wird. Der Schühenverem Gießen im Sabre 1933. Die Beteiligung an Wettbewerben und die internen Veranstaltungen des Schützenvereins haben wiederum gezeigt, daß sich Der Verein auf Der alten Höhe befindet und feine Schutzen sehr beacht- liehe Resultate zu erzielen vermögen. Der alten Tradition „Ueb Äug' und Hand fürs Vaterland wurde von All- und Jungschützen auf den Schieß- Plätzen lebhaft Rechnung getragen. Die Erluchst- gung Der Jugend sand in Der Pflege Des Kleinkaliberschießens bereDten AusDruck. Dieses Gebiet Durch Heranziehung Der Jugend noch weiter aus- zubauen, sieht Der Schützenverein als eine seiner vornehmsten Aufgaben an. NachstehenD Die Ergebnisse Der vom Verein be- ftrUtenen Wettbewerbe: 1. Deutsches Meistcrschaftsschießeu. Grohkaliber. Der Verein errang mit 3 8 4 6 Ringen Die Gaumeisterschaft. Schützen: H. Appel (FelD) 753 Ringe, H. Sauer (StanD) 818 Ringe, Gy. Schilling (Wehrmann) 873 Ringe, W. Georg (Pi- ftole) 850 Ringe, C. Dreyer (Kleinkaliber) 552 Ringe. Die Bezirksmeisterschaft mit 3849 Ringen. Schützen: H. Appel (FelD) 694 Ringe, H. Sauer (S'cmD) 781 Ringe, Ga Schilling (Wehr- mann) 910 Ringe, W Georg (Pistole) 853 Ringe, 2ß. Schilling (Kleinkaliber) 611 Ringe. Kleinkaliber. Klasse B. Mit 2974 Ringen Die Gaumeisterschaft. Schützen: H. Appel 608 Ringe, C. Dreyer 564 Ringe, W. Georg 576 Ringe, W. Hainbach 605 Ringe, Gg. Schilling 621 Ringe. Kleinkaliber. Klasse A. Die Gaumei st erschast mit 2531 unD Die Bezirksmeisterschaft mit 2708 Ringen. Schützen: Fritzius 431 Ringe (Gau), 502 Ringe 1 (Bezirk): L. Lenz 518 (G), 527 (B.); H Lich 455 (©.), 502 (B.); W. Schilling 619 (G), 626 (B.); ft. Strack 508 (G), 551 (B.). vcrcinsschictzen: Adolf-Möhl-Becher: Sieger H. Appel; Ehrenscheibe von Ph. Nikolaus: Sieger H. Appel; Heinr.- Schmidl-Gedachtnisbecher: Sieger Fr. Klotz; Heinz- Münch-Jubiläumsbecher: Sieger H. Appel; Gustav- Frey-Erinnerungsbecher: Sieger H. Appel; Hans- Hammermann-Becher: Sieger H. Appel; Dtto-Seelig* Becher: Sieger R. Koch; Ehrenbecher gestiftet von Herrn Oberbürgermeister Dr. Keller: Sieger W. Horn. Königsfchießen: Sieger H. Herrmann (König), H. Appel (Kronprinz), H. Dippel (1. Ritter), W. Bette (2. Ritter); C. Peter, W. Hom, H. Röhrig, O. Schönau, W. Georg, G. Frey, Gg. Schilling (je ein Stern). Handball im (Sau XII der OT. Tv. Hachenburg I — Gießener Turnerschaft I. Das letzte Spiel Der Vorrunde bringt eine Begegnung mit einer Mannschaft, die man bis letzt noch nicht auf heimischem Gelände sah. Wenn es Den Hachenburgern auf eigenem Platze gelang, Den Leuten Der Spieloereinigung Die Punkte abzuneh- men, so gibt Das allein noch nicht genügenD Aufschlug über ihr spielerisches Können. Doch auch Den Wetzlarern, Die nur knapp gewinnen konnten, gaben sie eine harte Nuß zu knacken. Immerhin haben die Gaste auf Grund dieser Spiele bewiesen, daß sie zu Recht Der Gausonderklasse angehören. Für Die Gießener bedeutet Dieses Spiel Die letzte Gelegenheit, Die BorrunDe nicht ganz punktlos abzuschließen. Wenn die beiden oorhergegenDen Kämpfe verloren gingen, fo lag das nicht zuletzt an dem ausgesprochenen Pech, bas Die Gießener verfolgte und stets zum Schluß noch um einen Sieg ober zuminDest ein verdientes Unentschieden brachte Die Mannschaft, die Spenden für das deutsche Winlerhilsöwcrt OLD Kampf gegen Hunger und hälft M o AYA wmnjröki- wirb jeder haben durch alle Danken. Sparkassen und Poftanstalie» Winterhilsswerk des Deutschen Volkes 1933/34« Gauführung Hessen-Nassau. Frankfurt a. 2TI., Taunusstraße 111, Telephon 32288, Postscheckkonto. Frankfurt a. 2H. 28100. Bankkonto: Nassauische Landesbank, Frankfurt a. Girokonto 6200. seit ihrem ersten Auftreten schon an Einheitlichkeit und Geschlossenheit gewonnen hat, hat das Zeug zu einer ansprechenden Leistung in sich, zumal sie in Der — kaum oeränDcrten — Ausstellung antritt, Die sich schon im letzten Spiele recht gut bewährte. Freilich bedarf es bei diesen Spielen auch des vollen körperlichen Einsatzes und einer gerochen Härte, über Die Die Mannschaft noch nicht verfügt. To. Wetzlar — Spieloereinigung 1900. Das HanDballspiel, Das Die 1. HanDballelf Def Spieloereinigung 1900 am morgigen Sonntag auszutragen hat, kann sehr wohl von entscheidenDek BeDeutung sein. Das Spiel finDet als letztes auf Dem Platz Des Gegners statt. Die ausstehenden Spiele wird Die Mannschaft Der Spieloereinigung auf eigenem Platz austragen können. Das stellt einen nicht zu unterschätzenden Vorteil Dar. Aller- Dings bedeutet Der Kampf Des morgigen Sonntags noch einmal eine schwere Belastungsprobe. Die Wetzlarer sind technisch sehr gut durchgebildet und haben im Sturm ihre besondere Stärke. Auch der Mittelläufer giU als sehr gut. Schwacher ist Der Tormann und wenn sich Der Sturm Der Gießener Darauf einstellt, Erfolge zu erzielen. Die Blauweißen treten in Der Aufstellung Des Vorsonntags an unD zwar mit Lott; Birkenstock, Volkmann; Mann, Hoffmann, Funke; Wolf, Betz, Steines II., Krüger, ftremmers Zwar fehlen in Der Mannschaft noch Schott unD Schüler, man erwartet aber Doch, Daß sie sich ehrenvoll schlagen roirD und möglichst einen knappen Sieg mit nach Hause bringt. Io. Beuern I — OSL. Gießen I. Am Sonntag fährt Die HanDballmannschaft Des OSC. zum To. Beuern, um das fällige VerbanDs- spiel auszutragen. BeiDe Mannschaften Dürften sich gleichwertig fein. Der Ausgang Des Spieles ist un- gewiß. Beuern hat feine seitherigen Spiele hoch verloren. Die OSCer Dürften alles daransetzen, ebenfalls einen Sieg zu landen. Erstes Treffen der Turnerführer im Gau XII der DT. Die Führerschaft des neuen Turngaues Nork Hessen, in dessen zwei Bezirken Kassel und Gießen Die Turner zwischen Main unD Weser zu gemeinsamer Arbeit zusammengeschlossen sind, treffen sich morgen im Sitzungssaal Des Kasseler Rathauses zur ersten Führertagung. Turner aus allen Teilen Des alten HessenlanDes unD Der angrenzenDen Gebiete, Die bisher Den alten (Bauen (Kreisen) Mittelrhein und Dberroefer angehörten, werden sich erstmals dke Hand reichen und geloben, in echter turnerischer Treue und zähem, schon oft bewährtem Turverwillen alles daran zu setzen, den neuen (Bau Der NorDhessen zu einem Gebiet bester turnerischer Leistungsfähigkeit zu gestalten: im Sinne Der puh- rer Des Dritten Reiches, im Geiste Fr. L. Jahns und all der Männer, die sein unvergängliches Erba durch die Stürme eines Jahrhunderts gerettet haben in Die neue Zeit. Die Kasseler Tagung ist Der erste Gauturntag Des neuen (Baues XII (NorDhefsen) Der DI. Es kommt ihr Damit eine turngeschichtliche BeDeutung zu. Darüber hinaus hat Der Führertag aber noch einen tieferen Sinn. Er will schlicht unD ein- Drucksvoll bekunden, daß die Turnerschaft sich ihrer Pslichten voll bewußt ist, Die sie freuDig auf sich nahm, als sie beim Deutschen Turnfest in Stuttgart Den Marsch ins Dritte Reich begeistert angetreten unD Dem Volkskanzler unverbrüchliche Treue gelobt hat. Die restlose Hingabe zum großen Führer Adolf Hitler muß Das vornehmlichste Gegenwartsziel aller turnerischen Arbeit sein. Diesem Ziele Dient auch Der Kasseler lurntag. Das ersieht man schon aus Der Tagesordnung, »n Deren Verlauf sprechen roerDen Der Führer Des (Baues Nordhessen, Bernhard Andr 6 (Hersfeld), über „Die Turnerschaft im Dritten Reiche" und der Sportbeauftragte des Gaues Kurhessen Der BsDOv-. TI e i ft e r (Kassel), über „Die gegenwärtige tage Der Turn- und Sportbewegung". Daneben werden auch organisatorische Fragen in Berichten Des 9- rers Des Gaues und des (Bauoberturnroarts JL Paul (Gießen) erörtert. Gerätemannschastskompf Ahbach-Wieseck - £oilar - Lechgestern Die zweite Austragung Dieses Gerätemannschasts- fampfes erfolgt am morgigen conntaa in 2Ißbad). Wieseck, Das Durch Zugang einer Anzahl neuer Kräfte stark in Den BorDergrunD getreten ist, trifft in Leihgestern auf einen nicht zu unterschätzenden Gegner, währenD die Mannschaft Des Gastgebers wohl etwas fchwächer ist. TrotzDem ist ein überaus spannender Kampf zu erwarten, der erst mit Den letzten Hebungen entschieden werben Dürfte. ,o Wann gedenken Sie zu mir zu kommen? Neue fachmännische Leitung übernimmt die alte Tradition des Modehauses Nowack: Mr bitten herzlich, zahlreich zu erscheinen. Besichtigen Sie bitte unverbindlich unsere 6816 D Damen-Konfektion 58380 tnrte Kleiderstoffe In Wolle und Seide Sie können nicht vorteilhafter kaufen als aus meiner reichen Auswahl Modehaus Carl Nowack 6804 D INHABER; CARL HEINZ SCHLÜTER Das gute deutsche Spezialgeschäft 678° A Londorf, 3. November 1933. NORD-WEST Wir machen hierdurch unseren verehr lichen Mitgliedern die Mitteilung, daß ab Freitag, 10. November 1933, die Rückvergütung 6809 A für das Geschäftsjahr 1932/33 zur 6828 A Verfügung steht Oer Vorstand fließen* fragt.' 6796 D 5563V Bullrich-Sah ä ■ E R S W E 6 Konsumverein Gießen UNd Umgegend e.®.m.b.ß. Erprobte Qualitätswaren aus führenden deutschen Herstellungsstätten zu zeitgemäß billigen Preisen! - also - also — also \ milWurzel * 2WS der Unter heil, gehoben A haltbar schön billig aus bestem Material und gut gearbeitet - In feinen modernen Farben und Mustern — Im Großen bei ersten Fabriken eingekauft - Samofsggewerk Lollar ö. Huhn. Lollar nach langem Leiden im 64. Lebensjahre in die Ewigkeit abge- rufen worden. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Lina Grünewald, geb. Spier Arthur Grünewald Anmachholz Bestellung, erbitten wir direkt an uns, möglichst ver Post- und Kinder. 6781 D Dos Material und die Verarbeitung bürgen für lange Die Trauerfeier findet statt am Montag, 6. November, um 722 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs. All en dort an der Lumda, 3. Novmber 1933. Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. November, nachmittags 21/, Uhr statt. 3m Namen aller Mitschüler in aufrichtiger Trauer Irmgard Heermann. „Hutlos" macht brotlos die höchsten Anforderungen an Güte, kleidsamen Formen und vornehmer Verarbeitung entspricht SIMM I üßnnonium werd, sachgemäß u. preiswert gestimmt u. reu ar. MöertÄ uia6eö.Lüdwißslr.5p Telephon 2403 Verkauf o. neuen u.gebr.Klavieren , lOOgrm K nur 0,75 , . - ff-, -■ ... V Tabletten bei Verdauungsstörungen nuroyo DANKSAGUNG Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie Blumenspenden, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Bühler, des Herrn Gendarm rie-Ob erwachtmeisters Kinkel, ferner für die Mitwirkung des Posaunenchors Londorf bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Hermannn Weitz Gendarmerie-Oberwachtmeister L R. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß ist heute vormittag mein lieber Gatte, mein treusorgender Vater Ferdinand Grünewald Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl’schen Druckerei 1. POEIS 1 Torpodo-Masstv H 2. PREIS 1 Torpedofahrrad 3.-100. PBEIS Wertvolle Gebrauchs- gegenstände ~ Preliaunchrelbon. m Proipekt.. d. Von rotuag 2 Lassen Sie sich die Maschine unverbindlich vorführen Niederhausen Bürobedarf Bahnhofstr., gegenüber Hotel Schütz. „Eldro“ Frühstücks- Kräutertee bewährt., diätetisches 6enu0mittel gegen Starkwerden! Verhütet lästige Fettbildung und erhält den Körper schlank und elastlsch.Vollkommen unschädlich Paket Mk. 1,10 Nur bei eesiA Drogerie Elges Seltersweg 68 a EfflKBetten Schlafzlm, Polster .Stahl- malr.an jeden,Teilz. KasJr. Ellenmöbelfabrik buhl/Th. Geländeverpachtung. Von dem Anwesen Frankfurter Straße Nr. 114 — früher der Firma Jean Dern & Cie., Inh. Oskar Gutmann gehörig — ist noch ein etwa 5800 qm großes, unmittelbar an der Frankfurter Straße ge- gelegens, als Lagerplatz ufw. geeignetes Geländestück pachtweise abzugeben. Gleisanschluß vorhanden: evtl, kann auch ein Raum als Werkstätte zur Verfügung gestellt werden. 6786D Auskunft erteilt das Hessische Hochbau- amt Gießen, Stephanstraße 18, an das auch die Pachtangebote zu richten sind. Gießen, den 31. Oktober 1933. Hessisches Hochbauamt Gießen. Kuhlmann. Am 2. November verschied unsere liebe Nora Bruckmann Puppenwagen in großer Auswahl äußerst preiswert Fr» Linker & Sohn r ftlflirlondpn steht jederzeit besonders ausgebildetefach- ruoieioennen | Kamillentee I =5;pfund45Pf. \ Alle / \ Heilkräuter/ Perf.Schneiderin empfiehlt sich zur Anfertigung v n Damengarderobe in und außer dem Hause. Bin lange in erstenAteliers tätig gewesen. Anny Meffc rt,bei Heß,Grabenstraßell. Krepp Favorit, 95 cm breit Craquete-Gewebe in reiner Wolle..................................P- m Reinwollene Schotten, 98 cm breit, schwere Strapazierqualitäten in schönen neuen Farbstellungen, p. m Afgalalne, 130 cm br., in viel. Farben, sehr günstige Kleiderware, Sie brauch, nur knapp 3 m zum Kleid, p. m Angora, 140 cm breit, die große Mode in herrlichen, aparten Farben............................... m Mercedes Kleinschreibmaschine nur 172.— RM. schon für monetl. RM.7.90 Franz Vogt & Co. Seitenweg 44 Ruf 2464 e714A 0.94 0.95 1.48 1.95 2.95 3.15 4.50 Einige neue irische und amerikanische Oefen ältere Modelle, gibt billig ab •?»<* Edgar Bormann. Eiseohandlonß. Mantelstoffe, 150 cm breit englisch. Geschmack, Q Ä C schwere Strapazierware......................p. m Ue*tü Marengo-Mantelstoff, 150 cm breit 80% Wolle, Q Ort schwere erstklassige Strapazierware..........p. m u.UU Boucle-Mantelstoffe, 150 cm breit, reine Wolle, A HE marengoartig, in richtigen Farben............p. m “.ÜU Chevron-Mantelstoffe, 150 cm breit garantiert A QQ reine Wolle, in schönen Farben..............p. m *T.uU Stichelhaar-Mantelstoffe, 150 cm breit das C flfl Neueste u. Aparteste in allen richtigen Melangen, p. m u.tU Flockköper, gebleicht, 78—80 cm, mehr als 3000 m lagernd, in allen Preislagen und nur bewährten Qualitäten..................p. m 0.62, 0.56, 0.48, 0.42, Wäschestoffe, 80 cm breit hervorragende schöne Qualität, eigene Ausrüstung, wieder in gr. Mengen aus der Bleiche eingetroffen...................p. m Sportflanelle, 80 cm breit, in vielen neuen Dessins, nur beste Fabrikate.................p. m. 0.60, 0.54, Schlafanzugflanelle, 80 cm breit, schwere Strapazierware, entzückende Millfleurs-Muster.........p. m Sport-Oxford,80 cm br.,ganz erstklassige gezwirnte Ware, für Sporthemden, Blusen usw., in vielen neu- Bettdamaste, 130 cm breit, viele ganz neue Muster ß QC in erstklassigen bewährten Qualitäten, p. m 1.48, 1.15, U.uu Bettuchbiber, 150 cm breit, gute strapazierfähige ß Qß Qualitäten.........p. m. 1.10, 0.98, 140 cm breit p. m U.OU Bettuchhalbleinen, 150 cm br., schwere erprobte 4 ßC Qualitäten...................................p.m 1.4 U Flausch-Trikot, 140cm breit,rundgewebt, schwere Winterware, in richtigen Wäschefarben, Baumwolle ß ßC mit Kunstseide ............................. m 4.4 U Seiden-Stoffe Kunsts. Marocain, 95 cm breit, gute Kleiderware 4 Eß in vielen Farben............................p.m. Lu4 Craquelö, 95 cm br., unverwüstl. starke Ware, in all. ß 4 ß richt. Herbstfarb.,a.schwarz,f. guteNachm.-Kleid.,p.m. 4.1 U Krepp Granit, 95 cm br.(Flamengo), gar. r.Wolle m. ß AC K'Seide, in groß. Farbensortiment, lag., p. m.2.95, 2.65, 4.^U Marocain-Drucks, 95 cm br.,unzählig, neue aparte Ludwig Kohlermann IV. Telephon 3012 Inhaber: L. Heiberich Lleichstraße 14 Solz-, Korb-, Bürsten- unb Sei 1 erwaren. Volkstümliche Naturwissenschaft In reich bebilderten, lekhtverstindlkh geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln e'nen Hefen Einblick In die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Pro pekte und tuch Probehefte der Zei h , „Der Naturforscher“ Hugo BermQhler Verlag • Berlin-Lichterfelde Jugend fliegt über der Heimat.. ♦ Eine Preisaufgabe des Gießener Anzeigers — 6 Freiflüge als Hauptpreise Zugend-Werbewoche der Deutschen Lustfahrt — Das Lunkersflugzeug „Der Deutschen Lugend" im Flughafen Gießen Wer von euch Buben und Mädels, die ihr noch zur Schule geht, ist schon einmal geflogen? — Aus diese Frage werden nur sehr wenige mit einem „Ja!“ antworten können. Wer von euch möchte einmal fliegen? Ja, wer möchte schon? Jeder möchte! Zeder Knabe bestimmt und viele Mädchen sicher auch! Bisher aber lag die Erfüllung dieses Wunsches in weiter Ferne. Jetzt aber, da am heutigen Samstag das Flugzeug „Der Deutschen Jugend", jene grohe schöne Zunkersmaschine mit 6 Sitzen, nach Gießen gekommen ist, wird auch für manchen Knaben und für manches Mädchen der Wunsch zur Wirklichkeit werden. Man muß das einmal erlebt haben: wie der Motor sein gleichmäßiges Lied zu brummen anhebt, der Propeller zu rauschen beginnt, wie das Flugzeug allmählich in eine gleitende Bewegung gerät, zu rollen beginnt, auf dem unebenen Boden etwas vorwärts- holpert, immer rascher fährt und sich dann — der Motor läuft jetzt mit aller Kraft — allmählich und kaum fühlbar vom Boden abhebt und nun ohne jede Erschütterung fliegt — schwebt — vorwärtsstürmt — und immer höher gehoben wird von der Kraft des Motors, getragen von den breiten Schwingen, deren Linie bald über den Horizont hinaufgehoben wird und klar gegen den hellen Himmel steht. Da fällt die Erde allmählich zurück. Das Flughafengebäude wird klein und kleiner, die Menschen werden zu Punkten, der Bachlauf der Wieseck wird schmal und immer schmäler und die Häuser von Wieseck nehmen sich wie aus -er Spielzeugschachtel heraus hingestellt aus. Dann fällt auch der Blick in die Tiefe, die „Waldes- luft“ erscheint ganz eng an den Wald geschmiegt, der Wald selbst wird zu einer einzigen, grünen, dunklen Fläche, die nur hin und wieder von noch dunkleren Strichen durchzogen ist, den Wegen, die durch den Wald führen ... Und bald sind dann unmittelbar unter dem Flugzeug die ersten Häuser von Gießen, auch nur wie aus einer Spielzeugschachtel gehoben, zu sehen. Alle bekannten Straßen, die Anlagen, das Stadttheater, der Bahnhof, die Stadtkirche, die Iohanneskirche, die Universität sind gut zu erkennen, die größeren Häuser heben sich etwas heraus aus dem r O - M Häusermeer, das in großer Überschau uns zu Füßen liegt, während wir uns kaum^zu lassen wissen vor Freude, Gießen auch einmal von oben zu sehen. Kaum vermag man sich satt zu sehen, und kaum vermögen die Augen das alles zu erfassen, was sich aus der Höhe ihnen bietet, in der Tiefe und in der Weite. Und während man so schaut und schaut wünscht man nur immer, es möge kein Ende nehmen, dieses Fliegen, dieses Lostgelöst-sein von der Erde, dieses sichere Getragensein, umtost von dem Geräusch des Motors und dem frischen Wind. Und hin und wieder wird man auch einen Blick zum PUoten werfen, der ruhig den Blick über die Landschaft am Horizont gleiten läßt, über die Tragdecken prüfend hinwegblickt und hin und wieder, kaum merklich für uns, die Steuerhebel bewegt, mit denen er dem Flugzeug Höhe und Richtung befiehlt. Wer gar einmal in die Versuchung gerät, dem Flugzeug zu mißtrauen, für seine Sicherheit zu fürchten, der braucht nur einmal dem Piloten ins Angesicht zu sehen, dann wird er alles Vertrauen und alle Zuversicht wiedergewinnen. Etwas Ruhigeres, Vertrauenerweckenderes als das Gesicht eines PUoten während des Fluges gibt es, glaube ich, gar nicht. Schließlich aber und zu unserem Leidwesen wird das Flugzeug eine grohe Kurve beschreiben und wieder nach dem Flughafen steuern, Wieseck tritt dann wieder in den Gesichtskreis, bald taucht dann auch das Flughafengebäude auf und während sich die Maschine allmählich senkt, rückt die Erde wieder näher. Bald setzen die Räder des Flugzeuges auf dem Wiesenboden auf, die Maschine rollt, holpert wieder etwas, um dann langsam auszulaufen. Etwas benommen vom Wind und vom Geräusch des Motors wird man aussteigen und — recht bald wieder fliegen wollen... Unsere Preisaufgabe: Die Bedingungen: Das Erlebnis eines Fluges über die Heimat wird also, wie schon gesagt, in der nächsten Woche einer stattlichen Anzahl von Schulkindern aus Stadt und Land zuteil werden. Der Gießener Anzeiger hat aber für die Kinder aller seiner Leser eine ganz besondere Überraschung bereit. Übrigens sei nicht vergessen, daraus hinzuweisen, dah es natürlich für jedes Kind die Möglichkeit gibt, einmal im Flugzeug der deutschen Jugend mitzufliegen. Allerdings kostet das drei Mark. Für dieses herrliche Erlebnis ist das zwar nicht sehr viel, für manchen Vater wird es aber doch schwer sein, seinem Jungen oder seinem Mädchen so viel Geld zu geben. Hier hat es sich nun der Gießener Anzeiger zur Aufgabe gemacht, helfend einzugreifen, indem er 6 Freiflttge für die glücklichen Löser der Preisausgabe ausgibt. Reben den 6 Freiflügen, die für die besten Lösungen vergeben werden, gelangen auch noch verschiedene andere Preise zur Verteilung. So wird sicherlich das versilberte Modell eines Junkers-Flugzeuges als 7. Preis manchem Knaben Anreiz geben, sich an der Preisausgabe zu beteiligen. Ferner gelangen noch 10 Junkers-Radeln an die glücklichen Löser zur Verteilung. Die Lösung der Preisausgabe verlangt keine große Anstrengung. Ihr, die ihr euch beteiligt — hoffentlich sind es recht viele — braucht nur sechs Fragen zu beantworten, die ihr hier aufgesührt findet. Die Antworten sind entweder auf eine Postkarte oder aus die vorgedruckten Linien neben den Fragen aufzuschreiben. Die Lösungen müssen dann mit dem Vermerk „Preisausgabe" versehen an die Redaktion des Gießener Anzeigers, Schulstrahe 7, eingesandt werden. Wichtig ist dabei aber, daß ihr euch sofort an die Lösung heranmacht, denn der Mittwoch, 8. Rooember, 17 Ahr, ist der letzte Einsendungstermin. Am Donnerstag, dem 9. November, wird bereits das Ergebnis veröffentlicht und die Betreffenden, die die Freiflüge erhalten, können dann am Freitag, dem 10. November fliegen. — Ihr müht bei euren Einsendungen allerdings daraus achten, dah ihr nicht nur eueren Namen (Vor- und Zunamen), sondern auch den Wohnort und die Strahe recht genau angebt. Auherdem wollen wir von jedem unserer Einsender das Alter und die Schule wissen, in die er geht. — Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Die Teilnehmer müssen sich mit unseren Entscheidungen ohne weiteres einverstanden erklären. And nun — heran an die Aufgabe! Die 6 Fragen: 1. Welche Deutsche überflogen als Erste den Atlantik? 2. Wie heiht das Flugzeug, mit dem sie flogen? 3. Welche ist die größte deutsche Landverkehrsmaschine? 4. Wie ist die Bezeichnung des gröhten deutschen Wasserflugzeuges? 5. Wer war der bekannteste deutsche Kriegsflieger? 6. Wer war der letzte Kommandeur des Richthofen-Geschwaders? ...... Die 6 Antworten: 1 2 3 4 5 6 llllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllW Wirtschaft Rundfunkprogramm a. M., 3. Nov. Die Börse er« Aktienmarkt bei stillem Geschäft der Kundschaft war weiter nur Bruchteile eines eingang seitens Frankfurt öffnete für den minimal, auch die Kulisse übte Zurückhaltung. Meist betätigte sie sich am Rentenmarkt, an dem bei steigenden Kursen verhältnismäßig lebhafte Umsätze zu verzeichnen waren. Besonders die Neubesitzanleihe war gefragt und mit 13,10 um 0,25 v. S). fester, Altbesitzanleihe gewannen 0,13 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,25 v. H. Reichs- bahn-DA. blieben zu 101,25 v. H. behauptet. Bon Industrie-Obligationen büßten Stahloerein-Bonds 1,25 v. H. ein. Am Aktienmarkt waren Siemens mit + 2 v H. und Rhein. Braunkohlen mit + 1,75 v. H. stärker erhöht, während Chadeaktien auf die Schwäche in der Schweiz erneut 3,50 Mark Der- koren. Montanaktien lagen größtenteils gut behauptet, etwas höher eröffneten Harpener, Rheinstahl, Mannesmann und Phönix. IG. Farben und Reichsbankantelle sowie Daimler Motoren fetzten je 0,25 v. f). freundlicher ein. Schiffahrtsaktien lagen behauptet. Etwas schwächer lagen u. a. Schuckert (— 1 v. 5).), AEG. (— 0,25 v. fj.) und Holzmann (—0,75 v. H.) sowie in Anpassung an den Kurs in München Löwenbräu München mit — 6 o. H. Der Verlauf lag unverändert still, teilweise brök- teilen die Kurse um 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Weiter matt lagen Lahrneyer (nur per Kosse —3 v. H), ferner kamen Accumulatoren nach Pause 3,75 v. H. und Südd. Zucker 4 o. H niedriger zur Notiz. Fester lagen Scheideanstalt mit + 1,50 v. H. Am Rentenmarkt waren deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen zunächst weiter um 0,13 o. H. höher, später ergaben sich geringfügige Abbröckelungen. Arn Pfandbriefmarkt bestand kleine Nachfrage, die Kurse zeigten aber keine wesentlichen Erhöhungen. Stadtanleihen tendierten weiter befestigt, so u. a. 7 v. H. Stadt Frankfurt v. 26 (+1,50 v. H), 6 v. H. Stadt Mainz v. 28 (+ 1 v. H). Länder- und Staatsanleihen lagen sehr ruhig. Auslandsrenten waren geschastslos. — Tagesgelder leichter 3,75 v. H. Exportvaluta mit 27 o. H. weiter fest. Abendbörse: ruhig. An der Abendbörse nahm das Geschäft infolge des Fehlens von Kundenorders und bei anhaltender Zurückhaltung der Kulisse wieder nur kleinstes Ausmaß an, doch zeigten die Kurse gegenüber dem Berliner Schluß auch keine größeren Abweichun- Sonntag, 5. November. 6.35 Uhr: Bon Homburg: Hafenkonzert. 8.45: Katholische Morgenfeier. 9.30: Feierstunde des Schaffenden. 10: Evangelische Morgenfeier. 10.45: Stunde des Chorgesanas. 11.30: Don Leipzig: Reichssendung: „Man finget mit Freuden vom Sieg", Kantate von Ioh. Seb. Bach. 12: Mittags- konzert. 13: Kleines Kapitel der Zeit. 13.15: Heimkabarett. 14.05: Zehnminutendienst der Landwirtschaftskammern. 14.15: Stunde des Landes. 14.30: Kinderstunde. 16: Nachmittagskonzert. 17.15: Dom Deutschlandsender (Magdeburg): Fußball-Länder- kampf Deutschland — Norwegen, 2. Halbzeit. 18: Kelkheimer Möbelindustrie, Hörbericht. 18.30: Fröhliches Zwischenspiel. 19.10: „Als ich Chef des Nachrichtendienstes war". Dortrag von Oberst Nicolai. 19.30: Buch und Mensch: „Bücherei auf dem Dorfe". 20: Arien für Alt von Ioh. Seb. Bach. 20.25: Bilder aus der Lutherzeit. 21.20: Konzert des Süd- funkorchesters. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Nacht- und Tanzmusik. 24 bis 2: Ausbleiben! Keine Müdigkeit vorschützen! (Buntes Nachtkonzert.) Montag, 6. November. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 14.40: Humor im deutschen Liede. 16: Nachmittaaskonzert. 18: Dämmerstunde, Schall- platten und Anekdoten. 19: Don Breslau: Reichs- sendung: Stunde der Nation, Johann Strauß, der Meister des Dreivierteltakts. 20: Griff ins Heute. 20.10: Zweites Montags-Konzert des Frankfurter Orchesteroereins. 21.15: „Nikotinvergiftung", Hörspiel von Hans Knan. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Nachtkonzert des Südfunkorchesters. 24 bis 1: Nachtmusik. Dienstag, 7. November. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.40: Der Hausfrau zur Erholung. 16 bis 18: Nachmittagskonzert. 18: Wie es Euch gefällt! Buntes auf Schallplatten und Henry Benrath. 19: Don Hamburg: Reichssendung: Stunde der Nation: Der deutsche Seemann. 20: Don Berlin: Vortrag des Reichsbundes für deutsche Sicherheit. 20.10: Am laufenden Band, eine bunte Folge. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 1: Don deutscher Seele. Aus: „Weihe der Kraft". Ein Lutherspiel. Mittwoch, 8. November. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.10: Schulfunk: „Volkslied und völkische Bildung", von Dr. Rudolf Kühl. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.30: Stunde der Jugend. 16: „Der Liebestrank", von Donizetti, Querschnitt durch die Oper. 17: Dom Deutschlandsender: Dr. Dietrich liest aus seinem Werk „Mit Hitler in die Macht". 17.20: Buntes Allerlei. 18: Zur Unterhaltung. 19: Reichssendung: Stunde der Nation: Querschnitt durch die klassische Daten für Lamstag, 4. November. 1743: Eröffnung der Universität Erlangen: — 1833: der preußische General Richard o. Seeckt geboren; — 1805: Kaiser Alexander I mit Friedrich Wilhelm III. und der Königin Luise am Sarge Friedrich des Großen in Potsdam. Daten für Sonntag, 5. November. 1414: Konzil zu Konstanz (bis 22. April 1418); — 1494: der Dichter Hans Sachs in Nürnberg geboren (gestorben 1576); — 1757: Schlacht bei Roßbach; — 1918: die Entente erklärt ihre Bereitschaft zu einem Frieden auf Grund der von Wilson vertretenen Grundsätze. ohne einheitliche Tendenz, überwiegend waren die Kurse aber gut behauptet und teilweise auch um Prozentes fester. Der AuftragsOperette. 20: Grift ins Heute. 20.10: Abendkonzert: 21.15: Allerlei Humor. Zwischendurch: Musik. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Großes Walzer-Potpourri. 24 bis 1: Nachtmusik. Donnerstag. 9. November. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.40: Stunde der Jugend. 16 bis 18: Nachmittaaskonzert. 18; „Ziehharmonika", eine bunte, heitere Folge. 19: Don München: Reichs- fendung: Stunde der Nation: Der 9. November, Hörspiel von Dietrich Loder. 20: Griff ins Heute. 21.10: Buntes Konzert. 22.20: Du mußt wissen... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Nachtmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Freitag, 10. November. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 14.40: Der Hausfrau zur Erholung. 16 bis 18: Nachmittagskonzert. 18: Zur Unterhaltung. 19: Dom Deutschlandsender: Reichssendung: Stunde der Nation: Das Kirchenlied. 20: Griff ins Heute. 20.10: Abendkonzert, Orchester des Westdeutschen Rundfunks. 21: Und alles ist Musik. 21.30: Fortsetzung des Konzertes. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Nachtmusik. 24 bis 0.45: Vom Schicksal des deutschen Geistes: „Der Maler Hans v. Marees", Vortrag. Samstag, 11. November. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. 7.15: Frühkonzert. 10.10: Schulfunk: Deutsche Minnelieder zur Laute, gesungen von Oskar Besernfelder. 12: Mittagskonzert. 12.35: Aus aller Wett; ein Schallplatten- Potpourri. 13.35 bis 14.30: Mittagskonzert: Die fröhlichen Fünf. 14.30: Jugendstunde für alle. 15.15: Lernt morsen! 16: Nachmittagskonzert des Südfunkorchesters. 18: Schön ist die Welt! 19: Don Berlin: Reichssendung: Stunde der Nation: Friedrich de la Motte FouguS. 20: Griff ins Heute. 20.10: Buntes Konzert. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Sternschnuppen, eine nächtliche-bunte Stunde. 24 bis 2: Nachtmusik. Wochenbericht oom Frankfurter Schlachtviebmarkt. Das Schlachtviehgeschäft nahm trotz des Monats- Wechsels nur einen ruhigen Verlauf. Preismähig ergaben sich gegenüber der Vorwoche nur minimale Abweichungen. Don den einzelnen Märkten lag der Rinder- markt trotz seiner erheblich stärkeren Beschickung (1807 gegen 1504 Stück) sehr widerstandsfähig; bis auf Kühe, die 1 Mark i achgaben, blieben die letzten Preise bestehen. Das Geschäft war allerdings ruhig und es verblieb Ueberftanö. Ochsen al) 29 bis 31, a2) 25 bis 28, b) 20 bis 24. Dullen a) 27 bis ?0, b) 23 bis 26. Kühe a) 23 bis 27, b) 19 bis 22 c) 15 bis 18, d) 11 bis 14. Am Kälbermarkt war der Austrieb mtt 1149 um 66 Stück geringer. Die Preise lagen unverändert, geringe Kälber konnten sich um 2 Mark verbessern. Nach ruhigem Handel wurde ausoerfauft Kälber a) 36 bis 40, b) 30 bis 35, c) 25 bis 29, d) 22 bis 24. Für Schafe war die Nachftage zunächst ruhig, später aber recht lebhaft, besonders gute Tiere waren gefragt und 1 Mark höher, im übrigen lagen die Preise behauptet. Der Auftrieb von insgesamt 636 (gegen 569) Stück wurde geräumt. Schafe e) 24 bis 27, I) 20 bis 23, g) 15 bis 19. Obgleich die Beschickung am Schweinemarkt mit 4229 um 245 Stück geringer war, nahm das Geschäft nur einen schleppenden Verlauf. Fette Schweine waren allerdings weiter gesucht und erzielten Preise über Notiz, mittlere und geringe Tiere blieben unverändert; in diesen Gewichtsklassen verblieb einiger Ueberftanb. Schweine a) 51 bis 53, b) 49 bis 51, c) 48 bis 51, d) 45 bis 49. lieber Notiz wurden verkauft: 1 Stück zu 56, 32 Stück zu 55, 159 Stück zu 54 Mark. Wochenbericht vom Frankfurter produktenmarkt. Die Urnsatztätigkeit am Getreidegroßmarkt hielt sich auch in der abgelaufenen Woche wieder in recht engen Grenzen, zumal Anregungen besonderer Natur nicht Vorlagen. Die Haltung des Marktes war weiter stetig. Die Preise zeigten kaum wesentliche Veränderungen. Für Brotgetreide ist in dieser Woche keine Tendenzwendung eingetreten. Das Geschäft blieb klein, da das Mehlgeschäft sowohl in Weizen-, wie in Roggenmehl gering war und die Mühlen nur das Notwendigste aus dem Markt nehmen. Die Preise zeigten gut stetige Haltung. Weizen notierte unverändert RM. 193 und Roggen ebenfalls unverändert RM. 161—162 per Tonne. Haferlag weiter ruhig bei unveränderten Preisen, die sich zwischen 137.50—140 RM. per Tonne stellten. Auch für Braugerste ist keine Veränderung zu mcIDen, die Preise bröckelten aber leicht ab aüf 181—183.50 RM. per Tonne. Futtergerste war vereinzelt zu letzten Preisen gefragt. Das Mehlgeschäft verzeichnete kaum Neu- abschlüsse, lediglich aus alten Kontrakten erfolgten einige Ablieferungen. Weizenmehl zog um 15 Pf. per Doppelzentner an und notierte für Spez. 0 mit Austauschweizen 28.75—29.65, Doppelzentner ohne Austauschweizen 27.25—28.15 RM. Roggenrnehl blieb unverändert, 0—60prvzenttge Ausmahlung 22.50—23 RM, Doppelzentner südd. Spez. Ö 23.50 RM. Futtermittel hatten feste Grundstimmung. Kleie war gesucht. Oelhaltige Artikel und Zuckerschnitzel blieben gleichfalls beachtet. Die Preise für Weizenkleie zogen um 35 Pfg., im übrigen um je 25 Pfg. je 100 Kilogramm an. Weizenkleie 9.50 bis 9,60, Roggenkleie 9,00, Sojaschrot 14,85—15,00, Palmkuchen 14.40—14.55, Erdnußkuchen 16.30 bis 16.65, Treber 16.25—16.50 RM. Frankfurter Börse. Mttagsborfe: gu( behaulek. gen. Etwas fester lagen Aku (+0,75 v. H), Accumulatoren (t 1 v. H.) und Mansfelder Bergbau (+0,50 v. H.), andererseits gingen Holzmann um ILO v. H. auf 53 o. H. zurück. IG. Farben eröffneten mit 115,75 o. H. unverändert, zogen aber später auf 116 v. H. an. Die Stimmung am Rentenmarkte war weiter reundlich. Die Umsätze hietten sich auch hier bei jut behaupteten Kursen in sehr engen Grenzen. 1. a. notierten: Neubesitzanleihe 13,25 bis 13,30, Altbesitzanleihe 78,90, Schutzgebietsanleihe von 1908 bis 1910 7L2'/r, Reichsbank 155,25, Buderus 63,25, Harpener 77,50, Mansfelder 23, Phönix 34,13, Stahlverein 28,50, Accumulatoren 161, Äku 29, Conti Gummi 128,25, IG. Farben 115,75 bis 116, Holzmann 53, Lahrneyer 101,50, Siemens 131,50, Reichsbahn-DA. 101,25, Hapag 9,13, Norddeutscher Lloyd 10. Kölner Buttermarkt. Köln, 3. Nov. Laut Preisbericht der Kölner Warenbörse stellte sich der Großeinkaufspreis für 100 Pfund ab Versandstation einschließlich Faß in Reichsmark wie folgt: Deutsche Markenbutter 133 bis 136 (zuletzt 133 bis 136), deutsche Molkereibutter 1. Qualität 132 (132), 2. Qualität 127 (127). Mainzer Getreidemarkt. Mainz, 3. Nov. Es notierten (Großhandels- Einstandspreis je 100 kg loco Mainz) in Reichs- mark: Weizen 19,30, Roggen 16,10 bis 16,30, Hafer 13,50 bis 14, Braugerste 17,75 bis 18,50, Industrie- gerste 17, Malzkeime 12 bis 12,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 29,80, Roggenrnehl (0—60 v. H., süddeutsches) 23 bis 23,50, Roggenmehl (norddeutsches) 22,50 bis 23, Weizenkleie (fein) 10,25, (grob) 10,90, Roggenkleie 9.50 bis 10, Weizenfuttermehl 11,50, Biertreber 16,25 bis 16,50, Sojafchrot 14,75, Trockenschnitzel 9. — Tendenz: Weizen ohne Geschäft, Roggen ftetig; Mühlennachprodukte fest. Hitler schafft Arbeit! Unter dieser Ueberschrist werden wir in Zukunft laufend die innerhalb des Arbeitsbeschaf» fungtProgramms bisher dewilliaten Maß- nahmen bringen. Wir beschränken uns Darauf, die Maßnahme selbst und die auf der Baustelle notwendigen Tagewerke zu nennen. Dabei ist zu beachten, daß wesentlich mehr Volksgenossen arbeit und Brot finden, als aus dieser Aufstellung hervor- geht, da die i n D u ft r i e U e Herstellung, Anlieferung auf die Baustelle ufw. hierbei nicht berücksichtigt sind: Cs werden sofort in Angrift genommen: lagern, a d. Baustelle 1. Verschiedene Instandsetzungen im Stähl. Krankenhaus in Wor m s 4100 2. Verschiedene Ersatzbeschaffungen und Erneuerungen in Schulen 3070 3. Einbau eines Dorkühlraumes, sowie einer Kühl- und Pökelzellenanlaae im Kühlhaus des Schlacht- und Vieh- Hofs Stadt Mainz 5200 4. Herstellung eines 6er Kleinkammerofens an Stelle eines vollständig verbrauchen 8er Retortenofens, Alzey 300 5. Herstellung und Verbesserung von Kanalbauten im Stadtgebiet von Dffenbad) 10 300 Kirchliche Nachrichten. Ewangelische Gemeinden. Sonntag, 5. November. 21. Sonntag nach Trinitatis. Keformalionsfeft. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Ntarkusgemeinde; Pfr. Becker; 17: Pfr. Mahr; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. — Zohanyesklrche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Iohannesgemeinde; Pfarrassistent Dörfern; 17. Pfarr- assistent Dörfern; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Iohannesgemeinde; 20: Mifstonsftunde; Pfr. Groh. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — pdrustapdle. 9.45: Pfarraftiftent Dörfern; 11: Kinderkirche für oie Petrusgemeinde. — Diefeck. 9.45: Gottesdienst; Kollekte, 11: Kinder» kirche. — Atten-Bufeck. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst und Feier des hl. Abendmahls; 13: Kindergottesdienst. — Großen-Vuseck. 10.30: Gottesdienst; 11.30: Beichte und hl. Abendmahl. — Oppenrod. 8.30: Gottesdienst. — Albach. 12.30: Predigtgottesdienst; Kollekte. — Steinbach. 9 30: Beichte; anschließend Predigtgottesdienst und Abendmahl; Kollekte für den Gustav-Adolf-Verein. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Abendmahl der Verheirateten bis zum 40. Lebensjahre; 13: erster Kindergottes- dienst 13.45: zweiter Kindergottesdienst. — Kirchberg. 10: Kollekte für die Gustav-Adolf-Stistung; 11: hl. Abendmahl für die Jugend von Staufenberg. — Lollar. 13.30: Kollekte. — Klein-Linden. 9: hl. Abendmahl für diejenigen, die noch nicht teilnahmen; 11: Kindergottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 9: Beichte; 9.15: Predigtgottesdienst; Pfr. Reusch (Leih- gestern; im Anschluß hl. Abendmahl der Gesamtjugend (Kollekte). — Gröningen. 12.45: Pfr. Reusch (Leihgestern. — Hausen. 10. — Garbenteich. 13. — Cid). 9.15: Beichte; 9.30: Stiftspfarrer Drauht; hl. Abendmahl; 12.45: Kindergottesdienst: 14: Stift- dechant Kahn. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; von 14 Uhr an Hausabendmahle. — Lettenhaufen. 9.30: Hauptgottesdienst. katholische Gemeinden. Samstag, 4. November. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 5. November. 22. Sonntag nach Pfingsten Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Meße; Kommunion der Männer; 8: Kommunion; 9. Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Andacht für die Abgestorbenen. — Grünberg. 9.45: Mesie mit Predigt. — Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. — £i(h. 7.30: Hochamt mit Pre- digt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Scholten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Mittwoch, 8. November. Hungen. 7.30 Uhr: Mesie. vessentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244,45, Notruf leit» fon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte . Dr. Ploch, Dr. Wolf. Zahnarzt: Dr. med. Siham. Apotheke: Engelapotheke. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o H . Lombardztnsfuß 5 v H. :Wanttun a. J»L Berlin Echluß- furt Schluß». Abenb» ►drfe Vchlutz» fur< 64luff Unttao b»rse Datum 2.11. 3.11. 2-11. 3.11. •% Ttutlftt tReldrtanlelbe o. 1927 89,5 90 — 90 6%ebem 7% Tt.Scidjtotti.o. 1929 99,25 99 99 99 TJounfl.'iltUdbt von 1930 .. Itutkfrr flnl..ablo|..ediulb mtt 84,5 85.5 84,75 85.65 «Ut«lo|..9ied)!en ....... 78,9 78,9 78,9 78,9 Trtfll. ebne eiuitot-Scdite...... 6% ebem.8% ©eil. «üllülaat 1929 12.85 13,3 12.9 13.25 (nirfwblb. 102%) ........ 6°o pell. lianbeebant Tarmitabi 86,5 86,75 — 86.75 OWb 9i. 12 87 86,75 — 87 8K% teil Sanbes-Hyvotheken- bunt TarmÜabt £lqut...... Oberteilen 'üroBtnHlnleibe mü 86,75 87 - Äu4lo|.»Äed)ttn ....... Deutsche 8omm. eammelabl. ein. n n • — leibe eerie 1 mtt «lu«k’| •Seltnen •% ehern. 8% n ran kl Hov.-Bank 74,9 75 75 — »Dlbole. 13 untunbbieUIchasi................ o 41,5 41.5 41,5 41,5 Trtebner Bant.............. 0 50.5 50,5 50,5 50,5 Seidilbanl ...... 12 154 155,25 153.5 155 Ä-8.®......................0 16 15.75 15.75 15,5 Betula.....................0 ttletn. LlesemngsfleleMchafl ... « 108.25 108,25 108.25 109 77,5 78 77.5 79 Licht unb Srasi ..... 6 89 89 89 Selten Ä ©utUeaume........0 40.5 40 40.5 40 <»eleU|ch.|.LIettr. Unternehmung. 5 72 72,5 71.75 71,75 «betmfd* eiehrtlilat ....... 5 77 77.25 77.5 Schulten ............ 5 84.5 88.5 84 83,5 Stemeiu S (-al.'fe............ 7 130 131,5 130 131,5 Saömetjer & lia........ 10 104.5 101.5 104 Buberu» ............ 0 63,5 63.25 6 63 Deu ische ilrb-I .............. 4 90.5 90.75 90.75 90.65 Geilenkirchener.............. 0 43.5 43.5 43.75 42,75 Harener ............... 0 Ufrn-tMi,-.Amelien .. 0 76.25 77.5 76 78 — — 50.4 49.5 ^l'e »r-iMn e — (Jl’e Berflban «enftfle.......6 93,65 93.4 93.5 94 Älbdnrnsertf .....( 43.75 48.25 43.75 48,25 (Küiinrimanu-OUtan ........ 0 49,5 49,75 49,4 49,25 Srantrun a, 3)1. Berlin Schluh- furt Schlugt. Mbenb- bSrie (Schlad» tut« tiibiugf. 371 mag. bSrse Datum 2-11. 3.11. 2-11. 3-11. Mansselber Bergbau......... 0 Kotiwerie 0 Phonti Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen ..... 10 Uheinstahl ........... 0 Bereinigte Stahlwerke........0 Llavl Minen ............... 0 flaltroehe Aschersleben........ 5 Kaliwerke Westeregeln........ 5 Äaliroede eaUOetfurtb 7 V, I. ®. Yarden-Iubuftne.......7 ed;-!tean(ta:t........ f' 23 34.13 180.5 76,5 28,75 9.75 107 108 116 172 23 34.13 182 76.25 28.5 9,75 107 108,5 116 173 22.5 66.25 34 181 76.4 29 9.65 108 146 25 m 22.5 66.4 34 183.4 75.75 28.5 9.65 107.5 109 146 115.75 - eotbfflmlM ................0 Rutgerlwerke ...............0 MetallfleseUIchaft.............0 Zementwerk Heidelberg ......0 lementmed ÄatlftaM......... 0 LchuItheU P-Henholer ....... 0 flhi (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg .............. 0 Aellitosf Salbhaf ............ 0 ZeUsto»! Alchasfenbnrg ....... 0 Daimler Motoren....... 0 Deutsche Linoleum........... 0 Crmftetii & Stoppel ..........0 Leonhard Dietz..............0 Ihabe.............. 10 BaumBl