L. U'ng-mäh"^ 1 0,1 u '^'gelegten ^ünderats ,'aI i nullen s Uniet|An öet lttvon «U|,!1lV- er die SiQe Meile SZE»Nm Unh «°Iz 4 LtL ?!" senden ^en unö bei cn leiöst hast Ättittä. !"ung für Bil- darau,' bin, daß ls öffentliche An- ebiet der Leibes- -s und des Reichs« 'enst. ^brenseldichüyen ilichiet. iröe zum Liesen- ernannt und ver- i Keldschützen der t. ve meinte Saufen ahn wurde zum idors a. d. Lahn n ßkm-tinben kmemde Alein- nanmeldungen ibendk8ss& $S*> "S Cdaüelongu". Sof^' .V i fconfol* ii'.o, 1 Y j Stanicr' he, 1 IrU7 i PiaUino, . ^redenZ^.,^-cheänlc, xr- ■jS’fWr WM $in'el- iWe>" ' Lüchen, ) vs, 1 KU- , velS^'i Guß' 1; -E'. Packe 1 ^5- I ^grstt^', -^-L •(’ 1 -id Ui1* ■ ■ f **«S*K *■ T^1, gtrid®/* ÄS* auchenw^ ' --"Eer^ 380 Mittwoch, 4-Moder O55 185. Zahrgang Xr. 252 Erstes Blatt Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. preis für 1 mm hohe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20°/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil i.V.TH.Kümmel sämtlich in Biehen. Erlchetnr tägltd), autzei Sonntags und Feiertags Beilagen; Die Illustriert, Bietzener Familienblätlet Heimat im Bild Die Scholl» Monatt-vezugsprels. Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr . -2b Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siesten. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Gietzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'jche Universtlüt§-Vuch- und Stetndruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung UN- Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7. verletzt wurde. Der Täter ist nach Mitteilungen des Anläßlich seines Geburtstags sind dem Herrn Reichspräsidenten telegraphische Glückwünsche u. a. zugegangen seitens des Königs von England, des Königs von Italien, des Königs von Bulgarien, sowie des Reichsverwesers des Königreichs Ungarn. Seither hatte der Präsident des Hausbesitzervereins ihn nicht mehr gesehen. Er kann sich aber an die Besuche des Mannes noch gut erinnern und meint, Dertil habe schon damals einen etwas verwirrten Eindruck gemacht. Vielleicht hänge das mit seinen äußerst traurigen Familienverhältnissen zusammen. Sein Vater, ein Eisenbahnbeamter, war gestorben, so daß Dertil ganz allein in der Welt dastand. Seine Mutter hatte sich zum zweiten Mal verheiratet mit einem Dr. Raimund Günther. Dr. Günther war früher bei einem Verband tätig, der Beziehungen zur Sozialdemokratischen Partei hatte. Später suchte er durch Veröffentlichung von Artikeln sich dem Heimatschutz zu nähern. Seit einem Jahr hält sich Dr. Günther in S ch l a d m i n g auf, wo sich auch der Täter die letzten zwei Monate befunden hat. Von besonderem Interesse ist, daß die Polizei versucht, wider bestes Wissen die Tat dem Nationalsozialismus in die Schuhe zu schieben, denn es heißt in dem Bericht wörtlich: „Trotz seiner Zugehörigkeit zum Wehrbund (das ist die christlichsoziale Gewerkschaft der Soldaten. Anm. d. Red.) galt Dertil im Kreise seiner Kameraden a l s A n - Hänger nationalsozialistische r Id een. Er hat sich jedoch durch aktive politische B e t ä t i g u n g n i ch t b e m e r k b a r g e m a ch t Bei der Vernehmung, so heißt cs m dem Bericht dann weiter, habe Dertil zugegeben, daß er nut seiner Tat die Aufmerksamkeit auf seinen Stiefvater, den Schriftsteller Dr. Raimund 1 Günther, lenken wollte, der nach seiner Ansicht Die Tat eines unreifen Wirrkopfs. 0er Gefreite wollte auf seinen Stiefvater als Kelter Oesterreichs Hinweisen. Attentäter, kein Nationalsozialist zu sein, sondern dem sozialdemokratischen Wehrverba v d als Mitglied angehört zu haben. Vizekanzler Fey machte um 17.30 Uhr persönlich durch Radio der Öffentlichkeit Mitteilung über den Anschlag auf Bundeskanzler Dollfuß. Die poli- Oie erste Meldung. Wien, 3. Oh. (WTB.) 3m Parlament wurde Polizei ein ehemaliger Gefreiter Bundesheeres namens Dertil. Er ist 22 Jahre alt und in Wien geboren. Gegenwärtig ist er arbeitslos. 3n seinem ersten Verhör erklärte der Der Reichskanzler spricht zu den deutschen Juristen. Raffe und Recht.-Emheit von Volk und Staat als Voraussetzung einer organischen Völker- gememschast.-Zusammenklingen von Recht und Moral, von Rechts- und Staatsauffaffung. heute gegen 14.30 UhreinReoolveranschlog auf Bundeskanzler Dr. Dollfuß verübt, der von zwei Schüssen am Arm, wie es heißt, leicht *“ ' ....... der Oer Täter. Das Ergebnis der ersten Ermittlungen. Wien, 3. Okt. (WTB.) Der ehemalige Gefreite Dertil wurde in der Polizeiwachstube im Iustiz- palast vom Polizeipräsidenten einem Verhör unterzogen. Auf die Frage, warum er das Attentat begangen habe, erwiderte er, daß er auf einen Mann habe aufmerksam machen wollen, dem er die Fähigkeit zutraue, Oe st e r r e i ch s Führer zu sein. Aus die weitere Frage, ob er den Bundeskanzler töten wollte, sagte Dertil, daß das nicht seine Absicht war; er könne aber nicht verhehlen, daß bei einem Attentat mit einer solchen Möglichkeit gerechnet werden müßte. Dertil war seinerzeit Laufbursche beim Zentraloerband der Hausbesitzervereine, dessen Präsident ihn als als einen harmlosen jungen Mann bezeichnet, den er allerdings seit vier Jahren aus den Augen verloren habe. Ungefähr vor einem Jahr sei Dertil wieder bei ihm erschienen und habe ihm mitgeteilt, daß er nicht beim Bundesheer bleiben, sondern Schneider wer- d e n wolle. Kurze Zeit darauf erschien er wieder und sagte, der Schneiderberuf eigne sich doch nicht für einen ehemaligen Heeresangehörigen. Er wolle Forstbeamter werden. Man machte ihm Vorhaltungen darüber, daß er seine Pläne fortwährend ändere, so daß man mit ihm ernstlich gar nicht reden könne und gab ihm noch gute Ratschlage. Revolveranschlag aus Dollfuß Oer Bundeskanzler leicht verletzt.-Oer Täter verhaftet. Wolpers, Lennep; Geh. Iustizrat Prof. Dr. Stutz, Berlin; Staatssekretär Reinhard, Berlin; Direktor Schippert, Stuttgart; Direktor Dr. Gelpke, Berlin; Oberbürgermeister Fiehler, München; Geheimrat Prof. Dr. jur. et phil. Richard Schmidt, Leipzig; Geh. Iustizrat Prof. Dr. phil. Leopold Wenger, München; Oberbürgermeister Weidmann, Halle; Generaldirektor Dr. Bögler, Dortmund; Generaldirektor Dr. Springorum, Köln; Geheimer Iustizrat I. Schreyer, München; Notar Dr. Fritzsche, Leipzig; Prof. Dr. Herbert Meyer, Göttingen; Prof. Dr. Otto Kollreuter, Jena; Geh. Rat Dr. Kleiner, Berlin; Syndikus der Deutschen und Diskonto-Bank, Simon, Berlin; Generaldirektor Fritz Thyssen, gegenüber Bedrohungen durch anders geartete mindere Rassen, die einzudringen versuchen. Nach dem Begriff der Rasse haben wir in den Mittelpunkt den Schutz der Ehre gestellt. Es handelt sich nicht um jene Summenehre, nicht um eine Zusammenballung von Einzelnen nach Klassen oder anderen Gesichtspunkten auseinandergehender Ehrenhaftigkeiten, sondern um einen Schutz der Ehre in dem Sinn, daß jeder für s i ch verantwortlich ist für die Ehre der Nation ohne Ausnahme. Darüber hinaus haben wir uns mit der grundsätzlichen Wandlung beschäftigt, die wir Nationalsozialisten für nötig erachten in dem Aufbau der Rechtsordnung überhaupt. 'Es ist ja ein Wahnwitz, wenn fo wie bisher das Recht lediglich darstellen soll eine Nebeneinanderreihung von Tatbeständen, die katalogartig aufgefteül und je nach Bedarf von dem Einzelnen erfüllt oder gebrochen werden können. Das Recht ist überhaupt nicht anders zu schaffen als dadurch, daß man es als geistige wacht über die Zusammenhänge des ein zelnen Lebens stellt. Der Riuiter richtet nicht den Streit, er hat darüber zu wachen, daß das Gesamtleben der Nation g e wahrt bleibt. Der Richter ist der Repräse». (ant nicht eines Standes, nicht einer Paragraphenskala, sondern er soll der große gütige Richterkönig, der Herrscher über das Leben der Nation fein. Der Kampf, den das deutsche Volk auf dem Gesichtspunkt der Vereinheitlichung von Rechtsseele und Volksseele führt, wird nicht im 3uriftenfaal ausgekämpft. Eine leidenschaftliche Mitwirkung der weiten Volkskreise an dieser Rechtsbildung ist um so mehr zu fördern, als sie von Gewalten getragen wird, die ja selbst aus dem Volke hervorgegangen und dem Volk verantwortlich sind. Die weitere Aufgabe, die nun vor der deutschen Juristenschaft liegt, ist die unverzügliche Inangriffnahme der Erziehung des Juri st en zum Menschen. Damit soll nicht das akademische Niveau getroffen sein, oder irgendwie die Wissenssubstanz oder Erfahrungssammlung des Iuristentums geschmälert werden, aber diese Erziehung müsse von vornherein zum Volksganzen hingehen und nicht zu irgendeinem abgeschlossenen Stand. Zum erstenmal ist ein unmittelbarer Gedankenaus- tausch zwischen denen, die am Recht fachlich, und denen, die am Recht menschlich interessiert sind, eingetreten. Die Kluft zwischen Volk und Juristen ist in Deutschland nunmehr für alle Zeiten geschlossen. In den kommenden Monaten müssen die nächsten Fragen der Rechtsreform behandelt werden. Es gibt in Deutschland keine Stelle mehr, die staatlich-juristisch arbeiten kann außerhalb des Bundes nationalsozialistischer deutscher Juristen. Deutschland hat das heldische Prinzip wieder auf seine Fahne geschrieben. Nun kann die Welt sich mit diesem Deutschland auch unter dem Gesichtspunkt des Rechtes beschäftigen. Man soll nur wissen, daß wir, die friedliebendste Nation, in jedem Fall gewillt sind, unser Recht in Rechtsformen gegenüber j e der - mann in derWeltzu vertreten. Alle Geschichte ist in diesem Sinne vergleichbar mit dem altgermani- schen Gottesgericht. Völker stehen gegeneinander und ihre Führer kämpfen. In dem nunmehr begonnenen historischen Abschnitt hat das deutsche Volk Adolf Hitler zu seinem Gottesstreiter gewählt. Möge ihm der Sieg beschieden sein. Deutsche Juristen, wir schwören dem Führer die Treue und die Hingabe bis zur letzten Kraft in diesem Gottesstreit um das Recht, das ewige Recht des deutschen Volkes. Oie Zmarnmenfetzung Oer Akademie für Oeutsches Recht. Leipzig, s. Ott. (in.) Der Akademie für Deutsches Recht gehören außer den gestern oereits genannten u. a. noch folgende Mitglieder an: Le- natspräsident Dr. Äruno Becker München; Pros. Dr. Claudius Freiherr von Schwerin, Freiburg Staatsrat Dr. Karl Meyer, München; Geheimrat Prof. Dr. Friedrich Oetker, Würzburg; Dr W. Heuber, Berlin. Prof. Dr. Freiherr von^Freytagh- Loringhoven, Breslau; Rechtsanwalt Dr. Raeke, Hamburg; Stabschef der SA. Ernst Rohm, Mun. chen; Geheimrat Steyrer, München; Prof. Freiherr o. Scheurl, Nürnberg; Prof. Dr. jur phil. Erich Jung, Marburg; Walter Schuhmann, Berlin; Pros. Dr. Bruns; Prof. Dr. Karl Nagler, Breslau; Pros. Dr. Dersch, Berlin; Prof. Dr. Opp'kofer, Königs- berg; Dr. Mößmer, München; Dr. Hans Buchner, München; Reichsschatzmeister Schwarz, München; stellv. Führer der NSDAP., Rudolf Heß, München Prof. Dr. Bilfinger, Halle; Geheimrat Prof. Dr. Fritz von Calker, München; Generaldirektor Helfe- rich, Hamburg; Freiherr v. Schroeder, Kckn; Prof. Dr. Fried. Klausing, Frankfurt a.M.; Geheimrat Clemens Lammers, Berlin; Prof. Dr. Fr.edr. Lent, Erlang-n; Prof. Dr. Edmund Mezger, München; Oberregierungsrat Schraut, Berlin; Geheimer Ju- stizrat Prof. Dr. Hedemann, Jena; Mlnisterprasi- dent Göring, Berlin; Prof. Dr. Franz Exner, Mun- chen; Prof. Dr. Wüstenoörfer, Hamburg; Notar Hindenburg-Geburtstagsfeier in Genf. G e n f, 3. Okt. (WTB.) Der 86. Geburtstag des Reichspräsidenten wurde von der deutschen Kolonie würdig und stimmungsvoll im Hotel Metropol gefeiert. Die Beteiligung an der gestrigen Feier war, im Vergleich zu ähnlichen Anlässen früher, ungewöhnlich groß. Man sah eine Menge D e u t - scher aus allen G e s e l l s ch a f t s s ch i ch t e n. Der deutsche Konsul Dr. K a u e l begrüßte die Teilnehmer, zu denen auch die Mitglieder der deutschen Delegation auf der Volkerbunds- versammlung gehörten, deren derzeitiger Führer Gesandter von Keller in einer Ansprache die Ausgaben der Ausländsdeutschen schilderte. Die Festrede hielt Staatssekretär z. D. Freiherr v. R h e i n b a b e n, der in kurzer Form ein glan- zendes, scharf umrissenes Bild vom greifen Feldmarschall gab. Das Deutschlandlied leitete dann über zu einer kurzen Rede, in der Herr Göring vom deutschen Konsulat den Bund zwischen Hindenburg und Hitler feierte. zeiliche Untersuchung über die näheren Zusamen- hänge fei im Gange, daher könne darüber noch nicht abschließend berichtet werden. Lin 2H i n i ft e t r a t, der um 16.30 Uhr von ihm einberufen worden war, habe sich mit dem Attentat beschäftigt und seiner Freude und Genugtuung übet das Mißlingen des Anschlags auf den Kanzler Ausdruck gegeben, bet durch Gottes Fügung der Gefahr entronnen fei. Der Ministerrat habe dem Bundeskanzler feine geschloffene und unentwegte Gefolgschaft versichert. Ein Augenzeugenbericht. Nach einer Sitzung der Christlich-Sozialen gegen 14.30 Uhr war der Bundeskanzler Dr. Dollfuß im Begriff fortzugehen und sprach noch im Vestibül des Parlaments vor der Portierloge mit Handelsminister Stockinger und einigen christlich-sozialen Abgeordneten, als ein Mann aus ihn z u - t r a t und ihm mit der linken Hand ein Schreiben überreichte und zugleich die rechte Hand hinter dem Rücken vorholte und zwei Schüsse auf ihn a b g a b. Der eine Schuß aus dem Revolver, Kaliber 6,5, traf den Bundeskanzler am rechten Oberarm, der andere gegen die Brust gerichtete Schuß prallte aber ab. Das Geschoß wurde dann auf dem Boden des Vestibüls gefunden. Dr. Dollfuß trat sofort in die Portier- löge zurück, wo er mit den Worten: „I ch glaube, ich bin durchschossen worde n", Rock und Weste öffnete. Unterhalb des rechten Oberarmes zeigte sich ein großer Blutfleck. Dr. Dollfuß sagte hierauf: „Wir brauchen aber kein Rettungsauto. Fahren Sie mich sogleich auf die Klinik Dr. Denk und verständigen den Dr. Tomanek (einen Jugend- freund), machen Sie kein Aufsehen!" Er ließ sich in seinem eigenen Auto in die Klinik fahren. Der Täter wurde nach der Tat von den anwesenden Abgeordneten heftig verprügelt. Die Polizei führte ihn dann auf die nächstgelegene Wachtstube. In seiner Rede auf der Abschlußkundgebung des Iuristentags führte der Führer der Deutschen Rechts- front Dr. Frank u. a aus: Wir haben in diesen Tagen die Grundfragen des deutschen Lebens unter dem Gesichtspunkt des Rechts erörtert und sind zu dem Ergebnis gekommen, daß die Macht heute durch die revolutionären Ereignisse, die nunmehr abgeschlossen hinter uns liegen, nicht nur aufgebaut ist auf äußerlichen Machtfaktoren, nein, daß die Macht des Nationck'ozialismus über Deutschland auf jenen ewigen naturgesetzlichen Machtfaktoren aufgerichtet ist, die niemand antasten darf. Deshalb ist die Macht des Führers über Deutschland d i e rechtmäßige, weil sie die n a t u r g e s e tz l i ch bedingte Macht über Deutschland darstellt. Wir sind ein Volk des Rechts, und unsere Macht ist eine Rechtsmacht. Niemand beugt ungestraft das Recht Das Unrecht, das man einer Nation zufugt, wird sich immer wieder an dem rachen, der es verübte. Das deutsche Volk selbst hat Euch deutsche Juristen die Gelegenheit vor der Geschichte gegeben, alles qutzumachen, was volksfremde Juristen in der Vergangenheit gesündigt haben. Wir haben in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen in dieser Tagung den Begriff der Rasse gestellt. Wir werden mit allen Mitteln die deutsche Rasse in Zukunft auch rechtlich dadurch schützen, daß wir den deutschen Menschen schützen werden Mühlheim (Ruhr); Generaldirektor Reusch, Oberhausen; Reichsleiter der NSDAP., Major Buch, München; Prof. Dr. Carl Schmitt, Köln; Ritter v. Epp, Reichsstatthalter, München; Geheimrat Professor Dr. Kisch, München; Geheimrat Prof. Dr. Zwiedineck; Prof. Dr. ßuetgebrune; Generaldirektor Kißkalt; Ministerialdirektor Buttmann; Mini- I fterialbireftor Volckmar Leipzig, 3. Okt. (WTB.) Das Leipziger Ausstellungsviertel mit seinen riesigen Messehallen steht schon seit Stunden im Zeichen des Empfangs Adolf Hitlers, der den Deutschen Juristentag heute abend mit einer Rede feierlich abschließen wird. Eine Stunde vor Beginn ist die 30 000 Personen fassende Messehalle VII überfüllt. Eine Menschenmauer grüßt mit erhobener Rechten die einziehenden Fahnen. Längs des Mittelganges zieht sich das schwarze Band der Mützen des SS.-Kordons hin, sonst herrscht das Braun der SA.-Uniform vor. Das grüne Feld links vor dem Rednerpult sind die Referendare aus dem Jüterboger Gemeinschaftslager. Um 20.45 Uhr betrat der Führer mit feinem Gefolge, von stürmischem Jubel umbraust, die Halle und begab sich unter anhaltenden Beifallskundgebungen der die riesige Halle bis auf den letzten Platz füllenden Menge zur Estrade. Zunächst ergriff der Führer der Deutschen Rechtsfront Reichsjustizkommissar Staatsminister Dr. Frank das Wort, um in einstündigen Ausführungen die Ergebnisse des Juristentags und die Lehren, die die deutsche Juristen- schäft daraus zu ziehen habe, darzulegen. Der Treueschwur auf den Führer des deutschen Volks im Gottesstreit um das deutsche Recht, Adolf Hitler, wurde von den Juristen mit heiligem Ernst ausgenommen. Darauf betrat um 21.45 Uhr der Führer den Rednerturm und nahm, nachdem der stürmische Beifall sich gelegt hatte, unter lautloser Stille der Versammlung das Wort. Nach der Rede des Führers schloß der Reichsjustizkommissar Dr. Frank den 1. Deutschen Jur - stentag mit einem dreifachen Sieg-Heil auf das deutsche Vaterland und seinen Führer. Bei der Abfahrt war der Führer selbst Gegenstand der lebhaftesten Huldigungen der Menge, die die Straßen auf dem Ausstellungsgelände und die daran anschließenden Straßen in dichten Mauern besetzt hielt. DieAnsprachedesReichskanzlers 3n feiner Ansprache erläuterte der Führer die weltanschaulichen Grundlagen des Rechtes und zeigte den Wandel auf, dem in der Entwicklung der Völker auch die Rechtsauffassungen unterworfen sind. Er sprach insbesondere über die rassische Bedingtheit des Rechtsbeg-riffes, die zu Erkenntnissen führe, die für die Zukunft von entscheidender Bedeutung auch im internationalen Rechtsleben werden würden. Lin Staat, der feine rassische Mission begriffen habe, fenne feine llnterbrürfung fremöet Völker. Nur auf dem Boden dieser geistig ebenso umwälzenden wie politisch verpflichtenden Lrkenntniffe könne eine wirklich o r g a- nlsche Völkergemeinschaft als mögliche Weltordnung entstehen. Aus dieser Lin- heit zwischen Volk und Staat ergebe sich klar und eindeutig die Aufgabe der Staatsführung: Volkserhaltung, Rassen- schuh und Raffenpflege, alle anderen Aufgaben seien dadurch in natürlicher Bedingtheit gegeben. Die Rechtsauffassung des liberalen Staates ende in verfall eines Volkes, das an Staat und feiner Justiz allmählich irre werde. Der totale Staat werde keinen Unterschied bilden zwischen Recht und Moral. Nur im Rahmen seiner gegebenen Weltanschauung könne und müsse eine 3ustiz unabhängig sein. Der Führer schloß seine eindrucksvollen Ausführungen mit einem Appell an die deutschen Juristen, sich im Sinne der Einheit von Staatsauffassung und Rechtsauffassung den Verpflichtungen gegenüber dem Volke bewußt zu sein. Die Schlußrede Or. Franks. allein imstande wäre, das Volk in eine bessere Zukunft zu führen. Wie der Täter erklärt habe, sei er von niemanden zu der Tat angestiftet worden. Er habe auch keinen Mitwisser. Der ärztliche Befund. Nur leichte Verletzungen. — Allgemeinbefinden gut. Auf der ersten Unfallstation, wohin Bundeskanzler Dollfuß sofort nach dem Attentat gebracht wurde, wurde eine Röntgenaufnahme gemacht, die folgenden Befund ergab: Der erste Schuß st r e i f t e die linke B r u st s e i t e , hat den Rock durchschlagen, das Hemd aber nicht mehr und hat auch keine Verletzung zur Folge gehabt. Der zweite Schuß war ein Streifschuß, der den rechten Oberarm getroffen hat. Das Geschoß ist aber nur leicht unter der Haut verlaufen, ohne Nerven oder Gefäße zu verletzen. Der Bundeskanzler hat den Vizekanzler Fey und den Sozialminister Schmidt empfanaen. Das Befinden des Bundeskanzlers ist verhältnismäßig gut. Der Bundeskanzler hat sich nach Anlegung eines Verbandes in seine Wohnung begeben. Von dort aus wird er auch weiterhin vorläufig die Regierungsgeschäfte führen. Ein späteres ärztliches Bulletin teilt mit, daß außer der leichten Schußoerletzung am rechten Arm links knapp oberhalb des Herzens eine Hautversetz u n g vorhanden sei, die auf einen Prellschuß zurückzuführen ist. Es bestehe keine Verletzung des Herzens oder der Lunge. Die Verletzungen seien leichter Natur. Die Verbände seien nach Einspritzunaen gegen Wundkrampf an- !gelegt worden. Das Allgemeinbefinden Dr. Doll- uh' sei gut. Dies wird auch dadurch bestätigt, daß er Bundeskanzler Kardinal Innitzer und einige andere Persönlichkeiten, die ihm Glückwünsche zu dem glimpflichen Verlauf des Anschlags in seiner Wohnung aussprachen, dort mit dem Arm in der Binde empfing. Der Bundeskanzler spricht im Rundfunk. Fortführung der Regierungsgefchäfte. Wien, 3. Oft. (WTB.) Bundeskanzler Dr. Dollfuß sprach heute abend vom Arbeitszimmer seiner Wohnung aus durch den Rundfunk. Er führte u. a. aus, er habe selbst Wert darauf gelegt, im Radio zu sprechen, weil er wisse, daß die Berichte nach solchen Verhältnissen vielfach doch nicht ganz geglaubt werden. Man meine, daß die Dinge aus irgend welchen Gründen weniger gefährlich dargestellt werden als sie sind. Er wünsche der Bevölkerung die Beruhigung zu geben, daß er wirklich durch eine glückliche Fügung heute einem schweren Unfall entgangen sei und s i ch körperlich sehr frisch und munter fühle. Er werde von der Wohnung aus die Regierungsgeschäfte selbstverständ- lich weiterfllhren und hoffe im übrigen, bereits übermorgen seinen Amtspflichten im Büro nachkommen zu können. Der Kanzler schloß: „Man kann beruhigt und überzeugt jein, daß ich in voller Ruhe und in dem tiefen Bewußtsein, meine Aufgaben und meine Pflicht gegenüber meiner lieben Heimat und all' denen gegenüber, die in diesem Vaterland wohnen, erfüllt zu haben, mit tiefem Ernst und mit absoluter Festigkeit die mir gestellten Ausgaben weiter erfüllen werde." — Nach der Beendigung der Rede des Bundeskanzlers wurde die Bundeshymne gespielt. Eine Kundgebung der Vaterländischen Krönt. Wien, 3. Oft. (WTB.) In den späten Abendstunden veranstalteten die Vaterländische Front, der Heimatschutz, die Ostmärkischen Sturmscharen und die Christlischen Turnerschaften vor dem Bundeskanzleramt eine im Rundfunk angekündigte Kund- fl e b u n g für Dr. Dollfuß. Am Schluß einer der Reden hörte man Rufe wie „Rache für den Bundeskanzler" und „Her mit der Todesstrafe". Vizekanzler Fey erwiderte darauf in einer Ansprache: Sie rufen nach Rache und Standrecht. Rache ist aber nicht das Richtige für die Ideale, für die die vaterländischen Verbände kämpfen. Treue wollen sie dem Führer und dem Vaterland geloben. Wer sich stark fühlt, und das können wir, braucht nicht nach Rache zu schreien. Wir wollen Gerechtigkeit üben. Wir brauchen auch keine Rache, wir wollen nicht auf die barbarische Stufe derjenigen sinken, die ihren Kampf in dieser Form führen. Eisern wollen wir Ordnung schaffen. Es muß aufhören, daß ein dahergelaufener Lausbube feine Meinung mit der Waffe zum Ausdruck bringt — Mittwoch früh zelebrierte Kardinal I n • nitzer im Stephansdom einen Dankgottesdienst für die Rettung des Bundeskanzlers. Oie Teilnahme des amtlichen Oeuffchland. Berlin, 3. Okt. (TU.) Reichsaußenminister Frhr. von Neurath hat dem österreichischen Bundeskanzler anläßlich des auf ihn verübten Der- brecherischen Anschlages seine aufrichtigen Wünsche für die glückliche Errettung aus Lebensgefahr ausgesprochen. Ferner hat der deutsche Geschäftsträger in Wien, Prinz zu Erbach, sofort nach Bekanntwerden des Anschlags bei Herrn Dollfuß feine Karte mit den Wünschen für seine Wiedergenesung abgegeben. Der „Völkische Beobachter" zum Anschlag auf Dollfuß. München, 3.Okt. (TU.) Der „Völkische Beobachter" schreibt zu dem Anschlag auf Bundeskanzler Dr. Dollfuß u. a.: „Wir halten den Revolver nicht als das geeignete Mittel, um politische Kämpfe auszufechten, und oerurteilen grundsätzlich politische Attentate. Wir freuen uns deshalb, daß die Kugel des Attentäters ihr Ziel verfehlle. Dieses Attentat beleuchtet aber d i e d e r • hängni svolle Situation Oesterreichs, in die das Land durch eine Politik gebracht wurde, die zwangsläufig zu Derzweiflungs- taten jener Individuen führen muß, die an den Regierungsmethoden -der derzeitigen Machthaber irre geworden sind. Die Derfolgungsmethoden der Dollfuß-Regierung find ebenfalls nicht geeignet, um die Ordnung in Oesterreich wiederberzustellen. Nicht die Zufriedenheit gewisser ausländischer Faktoren, die ein besonderes Interesse daran haben, Oesterreich arm und schwach zu erhalten, darf das Primäre in der österreichischen Po- litik sein, sondern die Zufriedenheit des Volkes. Diese aber ist nur bann erreichbar, wenn die Regierung mit dem Volke und nicht gegen das Volk regiert. Die glücklich verfehlte Kugel wird viel leicht die österreichische Regierung zur Besinnung bringen, daß der innegehaltene Weg unrichtig ist. Das Lager der Verzweifelten ist in Oesterreich riesengroß. Das hat man dem Auslande gegenüber wissentlich verschwiegen. . Das Attentat hat den Schleier gelüftet. Vielleicht werden die Freunde Oesterreichs Herrn Dollfuß nun den Rat erteilen: Keinen Schritt weiter gegen das Volk, das Freiheit und Gerechtigkeit fordert." Oie Härtebestimmungen im Beruss- beamtengeseh. Berlin, 4. Okt. (Vdz.) Der Reichsinnen- und der Reichsfinanzminister haben eine 5. Verordnung 3ur Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums erlassen. Für Beamte, die sich bereits im Ruhestand befinden, war bisher vorgesehen, daß in geeigneten Fällen die Entziehung des Ruhegehaltes ausgesprochen werden kann. Nunmehr wird bestimmt, daß im allgemeinen ein solcher Fall nur vorliegen werde, wenn die betreffenden Beamten nach dem 31. Mai 1 9 3 2 in den Ruhestand traten. Ein Härteausgleich kann ausnahmsweise auch dann gewährt werden, wenn ein Rechtsanspruch auf Bezüge oder Uebergangsgelöer nicht besteht. Diese Vorschrift soll auch gelten für die vor E r - laß der Verordnung durchgeführten Maßnahmen. Die Möglichkeit, einen Härteausgleich durchzuführen, wird damit besonders in den Fällen aegeben, in denen jemand eine sehr lange Zeit a l s Angestellter im Staatsdienst war, aus irgendeinem oft lediglich technischen Grunde aber erst so spät als planmäßiger Beamter übernommen wurde, daß er nach dem Wortlaut des Wiederherstellungsgesetzes ohne Entschädigung entlassen werden kann. Bevorzugst Zulassung derAerzst Berlin, 4. Okt. (DdZ.) Der Reichsarbeitsmi- nister hat eine neue Verordnung über die Zulassung von Aerzten zur Tätigkeit bei den Krankenkassen erlassen. Darin wird die bevor- z u g t e Zulassung den Aerzten zugesprochen, die am Weltkriege teilgenommen haben und seit ihrer Approbation mindestens ein Jahr lang ärztlich tätig gewesen sind, bei wiederholter Zu- lafsung den Aerzten, die ihre erste Zulassung vor dem 1. September 1933 aufgegeben hatten und vor diesem Tage wieder in ein Aerzteregister eingetragen waren. Ferner wird die bevorzugte Zulassung ausgesprochen für die erste Zulassung von Ae-zten, die nach ihrer Approbation und vor d- m 3 0. Januar 1 933 der SS., der SA. o 6* r dem Stahlhelm angehörten und sich u n di e nationale Er Hebung Serbien ft i erworben haben, wenn sie seit ihrer 'Approbation mindestens ein Jahr lang ärztlich tätig gewesen find, lieber das Dorliegen von Verdiensten ist der Reichsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschland gutachtlich zu hören. Schließlich (oll die bevorzugte Zulassung wirksam werden für die erste Zulassung von Aerzten, die vordem 1. O k. t o b e r 1921 approbiert sind und ihre ärzt- liche Tätigkeit nicht oder nur vorübergehend unter- brochen haben. Die bevorzugte Zulassung für solche Aerzte bedeutet, daß für sie nicht die sonst für die allgemeine Zulassung oorgeschriebenen Ein- schränkungen gelten. Die Einschränkungen setzen u. a. fest, daß höchstens auf je 600 Saffenmit- glieöer ein Kassenarzt zugelassen wird und daß beim Vorhandensein von mehreren Bewerbern die besonderen Umstände des einzelnen Bewerbers wie seine Ausbildung, sein Familienstand usw. berücksichtigt werden sollen. Deutschland rollt das Mnderheitenprodlem in Gens aus. Genf, 3. Okt. (WTB.) Die Debatte im Minderheitenausschuß des Völkerbundes wurde heute vormittag durch eine längere- Rede des deutschen Vertreters, Gesandten o. Keller, eröffnet. Gesandter v. Keller führte u. a. aus: In den Debatten der letzten, drei Jahre wurden von den verschiedensten Seiten die Mängel aufgezeigt, die dem Verfahren vor dem Völkerbund zum Schutze der Minderhei- t e n anhaften. Im Interesse einer tunlichst großen Objektivität des Verfahrens haben wir die Einschaltung eines ft ä nb i g e n Gremiums von un ab hängigen Sachverständigen bei der Entscheidung von Minderheitenfragen vor- gefchlagen. Ich kann mit Genugtuung feststellen, daß unsere Vorschläge verständnisvolle Unterstützung durch eine Reihe von anderen Staaten finden: es muß aber bedauerlicherweise zugleich festgestellt werden, daß demgegenüber stark abweichende Neigungen vertreten werden, die sich insbesondere jedem organischen Fortschritt auf diesem Gebiet widersetzen. Die Proklamierung des Selb ffbeftim- mungsrechls der Völker im Weltkriege lieh die Hoffnung aufkommen, daß bei einer Neuordnung der Staaten Europas dem Nationalitätenproblem weitgehend Rechnung getragen werden würde. Die auf Grund der Friedensverträge vorgenommenen Grenzziehungen haben diese Hoffnungen schwer enttäuscht. Es muß anerkannt werden, daß die Minder- heitenoerträge wertvolle IHöglidjf eilen zum Schuhe der nationalen Minderheiten enthalten. Leider sind diese in der Praxis zumeist nicht nur nicht ausgenuht worden, sondern man kann sich sogar je länger je weniger dem bedauerlichen Eindruck verschließen, daß sich die Wirklichkeit der politischen Praxis zunehmend von der 3 b e ee der Verträge entfernt. Von besonderer Bedeutung für die Beurteilung bes jetzigen Standes des Nationalitätenproblems ist die immer noch bestehende Tendenz zu einer mehr oder weniger erzwungenen Assimilierung fremder Minderheiten durch das Mehrheitsvolk. Eine Assimilation hat es auch vor dem Weltkriege gegeben, und es läßt sich nicht leugnen, daß hierbei auch oft die Mittel des staatlichen Zwanges zur Verfügung standen. Wenn sich aber heute ein Wandel der Anschauungen in bezug auf die Assimilierung fremder Völker anbahnt, so liegt das darin begründet, daß der Einzelmensch sich heutzutage viel stärker seinem Volkstum und der ihm eigenen Kultur verbunden fühlt als früher. Das deutsche Volk hat diesen Wandel vielleicht am intensivsten von allen Völkern durchgemacht, und es ist daher kein Zufall, baß die Bedeutung der natürlichen Bindung an das Volkstum von deutscher Seite so stark betont wird. Anderseits ist aber von deutscher Seite immer wieder betont worden, daß bas neue Deutsch- lanb tiefes Verständnis hat für die gleichen Gefühle und die Lebensinteressen der anderen Völker, die wir zu respektieren bereit sind. Wir kennen nicht den Begriff des Germanisierens, wir wehren uns aber auch gegen jeden Versuch, Deutsche zu entnationali- fieren, woher diese Versuche auch immer tom» men mögen. Ich glaube aus manchen Anzekchen entnehmen zu können, daß diese Auffassung sich auch bei anderen Völkern Bahn zu brechen beginnt. Nur müssen es die deutschen Volksgruppen im Aus- lande vielfach zu ihrem Leidwesen erfahren, daß fremde Völker diejenigen Rechte, die sie für sich und ihre Minderheiten im Auslande beanspruchen, den bei ihnen lebenden deut sch en Minderheiten noch nicht grundsätzlich zuzuerkennen bereit sind. 3n der Diskussion der OeffentNchkeit ist die Jubcnfrage verschiebenllich mit der Minderheitenfrage verquickt worden. Es ist nicht angängig, dieses Problem, das ein besonder» gelagertes Rasfenproblem darstellt, ohne weitere» mit der sonstigen Minderheitenfrage in Verbindung zu bringen. Zunächst sind die Juden Deutschlands weder eine sprachliche, noch eine nationale Minderst e 11. Sie fühlen sich nicht als solche und haben niemals wünsche geäußert, als solche behandelt zu werden. Die Ausübung der jüdisch e n R e l i g i o n ist in Deutschland völlig unbehindert. Die religiöse Frage spielt bei der Au», einandersehung mit dem deutschen Volke keine Rolle. L» handelt sich In Deutschland in erster Linie um ein bevölkerungspolitisches und soziale» Problem, das in bet Nachkriegszeit eine besondere Verschärfung durch eine starke Wanderung des Judentum» von Osteuropa nach dem Westen erhalten hat. Es ist ein Problem sui generis, da» al» solches auch eine besondere Lösung wird erfahren müssen. 3m übrigen habe ich au» den Aeußerungen verschiedener Redner in dieser Kommissionen aus andrem Anlaß mit besonderem 3nteresse feststellen können, daß auch außerhalb Deutschlands anerkannt wird, daß cs sich bei der 3udensrage um ein besonderes Probt em handelt, für das in einer großen Anzahl von Ländern Lösungen gesucht werden. Als ein Weg zu einer befriedigenden Entwicklung des Minderheitenschutzes fei der Gedanke der Verallgemeinerung des Minderheitenschutzes unter den Auspizien des Völkerbundes aufgeworfen worden. Deutschland habe sich schon seinerzeit bereit erklärt, diesen Gedanken in positivem Sinne zu erörtern, falls alle europäischen Staaten mit der Generalisierung einverstanden sind. Aus den ftüheren Debatten sei bekannt, daß die Hemmnisse für die angestrebte Losung nicht bei Deutschland zu suchen seien. Eine wirk- Die Aussprache. Französische Angriffe gegen Deutschland. Nach der Rede des deutschen Vertreters kam es zu einer großen politischen Aussprache über die Minderheitenfrage, die von der Gegenseite zu kaum verschleierten Angriffen gegen Deutschland in der Judenfrage genutzt wurde. Der französische Senator Verenger befaßte sich insbesondere mit der Lage der jüdischen Minderheiten in Oberschlesien und ging hierbei auf den Fall Bernheim ein. Berenger richtete an den deutschen Vertreter Gesandten v. Keller die direkte Frage, wie die Reichsregierung die neue Gesetzgebung, wie sie beim Fall Bernheim im Rat zur Sprache gekommen sei, mit den von Deutschland im deutsch-polnischen Minderheitenabkommen übernommenen grundsätzlichen Verpflichtungen vereinbare. Der schwedische Außenminister Sandler warf die Frage der Verallgemeinerung des Minderheitenschutzes auf sämtliche Staaten auf. Im Hinblick auf die Ereignisse in gewissen europäischen Ländern sei jetzt eine grundsätzliche Neuregelung des Minderheitenschutzes notwendig geworden. Die Lage der deutschen Juden habe ein Problem von großer Tragweite aufgerollt. Der Völkerbund müsse jetzt den Schutz auch dieser Rasse übernehmen, die über die ganze Welt verteilt sei. Der Völkerbund habe jetzt die Möglichkeit, eine allgemeine Ausdehnung der Grundsätze des Minderheitenschutzes zu beschließen, insbesondere müsse der Schutz solcher Minderheiten gewährleistet werden, die kein Staatsvolk seien. Der Redner kündigte an, daß er praktische Vorschläge machen werde, um die Sicherung des Minderheitenschutzes für sämtliche Minderheiten der Welt vorzubcreiten. Der polnische Delegierte Gr a f Raczinski legte den Entwurf einer Entschließung vor, der die Verallgemeinerung des Schutzes der Minderheiten der Rasse, Sprache und Religion sowie den Abschluß eines allgemeinen Abkommens über den Minderheitenschutz fordert. Der Dölkerbundsrat soll einen Studienausschuß einsetzen, der der nächsten Tagung der Dölkerbundsoersammlung den Entwurf eines solchen Abkommens vorzulegen hätte. * Der Vorstoß gegen Deutschland in der Judenfrage war von deutscher Seite bereits lange erwartet worden. Jedoch muß sestgestellt werden, daß diese kaum verschleierten Angriffe in einer unerwartet plumpen und unfairen Form erfolgten und im hämischen Tone gehalten waren. Es ist selbstverständlich, daß auf diese Angriffe von deutscher Seite in der nächsten Sitzung klar und schars eine Antwort erteilt werden wird. Seit 12 Jahren hat der Völkerbund die unerhörten Verfolgungen und Unterdrückungen der Brünn, 2. Okt. (WTB.) Dor dem Obersten Gericht der tschechoslowakischen Republik in Brünn begann die Reoisionsverhandlung im sogenannten Dolkssport-Prozeß, der am 24. September vorigen Jahres mit der Verurteilung sieben junger sudetendeutscher Nationalsozia- l i ft e n z u schweren Kerker st rafen und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte geendet hatte, weil sie an der Tätigkeit und Organisation der Deutschen Nationalsozialistischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei, dem tschechoslowakischen nationalsozialistischen Jugendoerband, nationalsozialistischen Studentenbund und Volkssport teilgenommen hatten. Das Urteil wurde auf gutachtliche Aeußerungen des militärischen Sachverständigen gestützt, denen zufolge die Bestrebungen der reich»- deutschen NSDAP., mit der die tschechoslowakische identisch sei, auch auf die Zerschlagung b e r Tschechoslowakei gerichtet seien. Durch die Reichstagsrede des Kanzlers vom 18. Mai, in der er die Richtigkeit der gutachtlichen Aeußerungen des militärischen Sachverständigen nachdrücklichst b e st r i t t e n hat, kommt dem nunmehr ausstehenden Revisionsurteil außerordentliche politische Bedeutung zu. lich praktische Lösung scheint mir nicht möglich zu sein, solange die eine Seite den Volkstum- gebauten bejaht, bie anberc i h n ab er verneint und ein wirklich gesichertes kulturelles Eigenleben solcher Volksgruppen, die sich von dem Mehrheitsvolk willensmäßig oder tatsöch- lich unterscheiden, innerlich ablehnt. Hier müsse eine Uebereinftimmung der Grundanschauungen ange- strebt werden. Die Verbesserung des Verfahrens zum Schutze der Minderheiten vor dem Völkerbund halte ich für wichtig, und wir sollten ihn auch weiterhin dauernd im Auge behalten. Deutschland ist nach wie vor bereit, an der Ausgestaltung des Minderheitenschutzes mitzuarbeiten. deutschen, ukrainischen, armenischen, bulgarischen und anderer Minderheiten wortlos ohne jede Gegenmaßnahmei. geduldet. Jetzt wird entgegen allen Gepflogenheiten des Völkerbundes von dem Vertreter Frankreichs ein einzelner Fall, der Fall Bernheim oorgebracht, obwohl dieser Fall von der deutschen Regierung mit größter Sorgfalt geregelt worden ist und der Dölkerbundsrat durch ein Schreiben des Ratspräsidenten den Fall als endgültig erledigt erklärt hat. Durch Aufrollung dieses Falles ist jetzt von fran- zöfijcher Seite versucht worden, Deutschland anju- prangern. Die deutsche Regierung hat niemals einen ähnlichen Weg der Anprangerung eines einzelnen Staates eingeschlagen, obwohl sie Tausende von Fällen an Hand/hätte, aus denen sich der fortgesetzte Bruch der Minderheitenschutzoerträge klar ergeben hat. Bei dem heutigen Borstoß handelt es sich somit um eine neue politische S t i m m u n g s • mache gegen Deutschland. Der aus der (3c- merkschaftsbewegung stammende schwedische Außenminister Sandler, der gewiß kein Freund der vom heutigen Deutschland vertretenen Grundsätze ist, hat mit viel größerer Sachlichkeit die Debatte ins Prinzipielle erweitert. Er hat einen klaren Unterschied zwischen dem bestehenden Minderst e i t e n r e ch t und den moralischen Verpflichtungen herausgearbeitet. Tatsächlich Han- beit cs sich bei allen Forderungen, die jetzt an Deutschland gestellt werden, um Wünsche für die Zukunst, für die feine Rechtsbasis besteht, weil bisher alte maßgebenden Staaten die lieber- nähme allgemeiner Minderheitenoerpflichtungen a b • gelehnt haben. Es ist unoergeffen, daß Frankreich auch in den Zeiten Briands, die den Höhepunkt seiner Völkerbundsfreundlichkeit bedeuteten, regelmäßig und entschieden die Verallgemeinerung des Minderheitenschutzes ichon im Hinblick auf feine eigenen nichtasfimilierten Staatsangehörigen abgelehnt hat. Deutschland sind nach dem Versailler Vertrag keinerlei Min- derheitenoerpflichtungen auferlegt worden, die Minderheitsschutzoerträge waren vielmehr eine Bedingung für die Grüntning der nach dem Weltkriege neu geschaffenen Staaten. Die deutsche Stellungnahme zur Judenfrage ist ein- heutig in den Erklärungen des Reichspropaganda, minifters vor der internationalen Presse und in der heutigen Rede des Gesandten von Keller bargelegt worden. Senator Berenger hat übrigens, wie au» gut unterrichteten Kreisen verlautet, unmittelbar nach feiner Rede in persönlicher Fühlungnahme mit der deutschen Abordnung den zweifellos ungünstigen Eindruck eines schweren Angriffes abzumildern gesucht. Es versteht sich von selbst, daß derartige Methoden, einen offenen Angriff in höchst unzuläs- figer Form zu unternehmen, auf Deutschland keineswegs durch nachträgliche persönliche Entschuldigungen wieder gutgemacht werden können. Ts ist bereits ein Teilurteil ergangen, in dem es heißt, daß eine bloße organisatorische Parallelität bestimmter politischer Richtungen in verschiedenen Staaten selbst eine festere Jnteressenver- binbung an sich allein vom Gesichtspunkt bet tschechoslowakischen Staatsinteressen noch nicht als unzulässig angesehen werden könne. Wörtlich heißt es bann weiter. „Bei ber Grundlosigkeit der Einwen- bungen ber Nichtigkeitsbeschwerden verbleibt bie Feststellung über den Zusammenhang der deutschen Nationalsozialistischen Arbeiter- Partei in ber Tschechoslowakei mit ber Reichsdeut- schen Partei über bie gleichen politischen Ziele ber beiben Parteien, soweit sie auf bie territoriale Integrität der Tschechoslowakei Bezug Hoden, u n e r • schüttert, daß nämlich auch die deutsche Nationalsozialistische 'Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei bas Ziel gewaltsamer Losreißung eines Teiles des Staatsgebietes und besten Einverleibung in bas Deutsche Reich verfolgt." Dieses Urteil erfolgt, obwohl sich bas erstinstanzliche Urteil in diesem Punkte lediglich auf die Aussagen militärischer Sachverständiger stützte, die den Beweis für ihre Behauptungen unter Hinweis auf ihre *B^soerschwiegenheit schuldig blieben. Die 3ubenfrage in die Debatte gezogen. Revision im Vrnnner Volkssportprozeß. Keine Verbindung der Nationalsozialisten Deutsch-Böhmens mit Organisationen im 2Rcid). "'W ^WnilieZ -n,4auungen qw. Un0 bts Ser. sichten vor btm n8- und wir waren ,m N Noten. m btr Austze- ' ^uoMen. 7 °°r> / rSw . ‘n Hb n?fc’r arWi4 JProba. Mr *W^,. "d'°.7K i iuStef* :.rL? asS !WIL iidjen, bulgarischen cilos ohne jede uldet. Jetzt wird 1 des Völkerbundes ' ein einzelner oorzebrocht, obwohl Gierung mii gröh- n des Stoispräfibtn» Itbigi erklär! hat. i ist jetzt von fron- , leuijchland onyi- ung ha! niemals •angtrur» eines ein- sowohl sie lausende : denen sich der fori- cealchutzverträge klar : Lmstoß handelt es 6# ctitnmungs- i Ztr aus btr 0t- ittoOfät Sutzen- > .'em Freund b« ■denen ©runtfcüge ichkeit die Debatte I einen Unten Un* nbtn Minder. Lliichen 8er« Ltt. Tatsächlich Han- ngen, die jetzt an ir. Dünsche für die djlsbahs besteht, Staaten die lieber« noerMchtungenab- aeHen, dah Ftank > ionds, die den M- Mchkeit bedeuteten, e Lerall-e-k'' wu\W* .. „.jrjifimilierten ‘. ?,Mland sind '.inertei Min« ,r «r/trlegt wor« M Daren vielmehr unq der nach W n 5teaten. I*ie ubenftage ist 9tev6)6pIuDpflffb?n ien Presie und m ".sS sri» Ji in höchst unir' , f^jtchhind £•’ öS w* &n k-tmen- Mtß- iNNls rK- . rod) "W A er ... Lorlllch^DkN' «erde» 9, J1fn*n •' a.aoIIo°,oI< ; ■* '.ut •* Zu Beginn der Verhandlung erklärte der Haupt- Verteidiger Dr. Stark (Prag), durch die teilweise bereits erfolgte Abweisung unserer Beschwerde sind Tatbestände unter Strafe ge st eilt, die auf fast alle sudetendeutsche Jugendorganisationen, politische Parteien und sonstige nationale Gliederungen zutreffen. Das Urteil erster In- stanz ich schon deshalb nichtig, weil es aus Ereignissen hervorgeht, die der weltgeschichtlichen Entwicklung entspringen. Die von uns in den Beschwerden angeführten Beweise, die nicht zugelassen wurden, sind durch die Ge- jchichte erbracht worden. Nach dem Urteil erster Zn- stanz sollte die NSDAP, im Zusammenwirken mit der DNSAP. das Dritte Reich unter Einschluß der udetendeutschen Gebiete anstreben, also die Tschecho- lowakei zerstören. Nun ist die NSDAP, im Deut- chen Reich zur Macht gelangt und das angeblich geplante „Verbrechen" ist nicht eingetreten. Das Oberste Gericht hat heute die staatsoffizicllen Feststellungen darüber vorliegen, daß es auch in Zukunft nicht geplant ist. Wenn das Urteil erster Instanz aufrecht erhalten bleibt, kann in der Tschechoslowakei jedes Mitglied der NSDAP., also eigentlich jeder reichsdeutsche Staatsangehörige, vor Gericht gezogen werden nur deswegen, weil er Mitglied dieser Partei ist. Das ist ein Zustand, der allem zwischenstaatlichen upb europäischen Denken widerspricht. Wir erwarten deshalb die Aufhebung dieses Urteils. Der Verteidiger Dr. B r i 11 a n i (Karlsbad) erklärte, es sei nicht ein einziger Beweis über die authentische Schuld der NSDAP, und der DNSAP. durchgeführt worden. Lediglich aus alten Aufsätzen wird eine Staatsfeindlichkeit der beiden Parteien herbeigeholt, die in Wirklichkeit garnicht besteht. Die NSDAP, ist st e t s legal vorgegangen und auch die Entwicklung der sudetendeutschen Nationalsozialisten hat sich in ruhiger Weise vollzogen. Das militärische Gutachten hat die Behauptung aufgestellt, die SA. sei ein illegaler Teil der Reichswehr. Diese geschah in einer Zeit, wo die SA. sogar vom Staate bekämpft wurde. Schwere Folgen für die politischen Organisationen der Sudetendeutschen. Prag, 3. Okt. (TU.) Der Abgeordnete der sudetendeutschen Nationalsozialistischen Arbeiterpartei, Hans Krebs, hat fein Abgeordnetenmandat niedergelegt, um die weitere Entwicklung nicht mehr mit seiner Person zu belasten. Krebs war in Zusammenhang mit dem Volkssport-Prozeß mit drei anderen nationalsozialistischen Abgeordneten des Verbrechens nach Paragraph 2 des Schutzgesetzes (Anschlag gegen die Republik) angeklagt und erst nach mehrmonatiger Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die bisherigen Mitteilungen über den Verlauf der Revisionsverhandlung im Volkssport-Prozeß vor dem Obersten Gericht in Brünn lassen kaum mehr einen Zweifel zu, daß das gegen die Partei gerichtete Urteil der ersten Instanz b e ft ä t i g t wird. Somit droht auch den angeklaaten Abgeordneten der Partei die Verurteilung, der Partei voraussichtlich die Auflösung. Unter solchen Umständen ziehen einige Teile der sudetendeutschen Nationalsozialisten den freiwilligen Austritt bzw. die freiwillige Auflösung ihrer Organisationen dem behördlichen Zugriff vor. So sind die Abgeordneten Caspar, Köhler und Simm aus der NSDAP, ausgetreten und haben im Interesse der weiteren Ausübung ihrer Mandate sich zu einem eigenen Klub unter dem Namen „Sudetendeutsche parlamentarische Vereinigung" zusammengeschlosien. Wesen und Ausgabe der SA. Stabschef Röhm klärt das Ausland über Deutschlands politische Kämpfer auf. Amsterdam, 3. Okt. (ERB.) „Algemeen Han- delsblad" veröffentlicht ein Interview feines Berliner Korrespondenten mit bem Stabschef der SA., Ernst Röhrn, der u. a. erklärte: „Adolf Hitlers SA. läßt sich mit keiner Armee, mit keiner Miliz, mit keinem sonstigen Wehrsystem der Welt vergleichen, denn sie ist keines von ihnen. Allen genannten Heeren hastet der Begriff der bewaffneten Macht an. Das gerade ist nach dem ausgesprochenen Willen Adolf Hitlers die SA. nicht. Die Reichswehr ist der alleinige Waffenträger des Reichs, die SA. ist der Willens- und Ideentrager der national- sozialistischen deutschen Revolution. Der Reichswehr obliegt die Verteidigung der Grenzen und der Schutz der Interessen des Reichs dem Ausland gegenüber — der SA. ist zur Aufgabe gesetzt, den neuen deutschen Staat geistig und willensmähig auf der Grundlage des nationalsozialistischen Ideenguts zu formen und den deutschen Menschen zu einem lebendigen Glied dieses nationalsozialistischen Staats zu erziehen. Das schlichte, oft ausgeblichene und verwaschene Braunhemd ist das Ehrenkleid des SA.-Manns geworden. Don Hunberttausenden mußte es um den Preis des nicht getrunkenen Bieres, der nicht gerauchten Zigaretten, des nicht gegessenen Brotes an- geschafft werden. Auch heute noch, nachdem fast zwei Millionen in den Reihen der SA. stehen, geht der SA.-Mann seinem bürgerlichen Berus nach und widmet genau wie früher seine Freizeit dem SA.-Dienst. Die Kosten der Verwaltung der SA. sind, gemessen an der zahlenmäßigen Gröhe diesen Riesenapparats, unwahrscheinlich gering. Freiwilligkeit war und ist die Voraussetzung jedes Dienstes in der nationalsozialistischen Bewegung. Auf die Frage, warum man nach gelungener Revolution auch heute noch größere Massen SA., SS., Amtswalter, Stahlhelm und Hitlerjugend uniformiert zusammenfasse, obwohl die kommunistische Gefahr nicht mehr so groß sei, antwortete Stabschef Röhm: In England, Frankreich, Italien, Rußland, Polen und in den Vereinigten Staaten seifastdieganzeJugenduniformartig gekleidet, und sie werde von aktiven oder Re- serveheeresangehörigen ganz offen mit der Waffe für den Kriegsdienst geb rillt. Nur in Deutschland solle die Uniform eine Bedrohung des Friedens darstellen. Das Braunhemd sei nach Material, Schnitt und Farbe als F e Ib u n i • form völlig unbrauchbar. Es solle lediglich seinen Träger aus der großen Masse als Bekenner der nationalsozialistischen Weltanschauung heraus- heben. Die SA. schütze nicht nur ganz Deutschland, sondern auch Europa vor dem Bolschewismus, denn ein bolschewistisches Deutschland bedeute ein bolschewistisches Europa. Auf die Frage des Berichterstatters, was der Stabschef zu den Behauptungen gewisser Kreise des Auslandes sage, daß Deutschland seine politische Armee schnell bewaffnen und im Wasfengebrauch ausbilden könne, wies der Stabschef darauf hin, daß die französischen Kontrollkommissionen ganze Arbeit geleistet hätten. Die Entwaffnung Deutschlands erstrecke sich auch auf die zwangsweise Auflösung aller zur Her- stellung von Waffen geeigneten Fabriken, von denen sogar ein Teil niedergerissen werden muhte. Die Massenarbeitslosigkeit, die Ausplünderung Deutschlands durch die Reparationszahlungen, der Verlust des deutschen Volksoermögens durch die Inflation, sowie der Verlust wichtiger internationaler Rohstoffzentren und Verarbeitungsgebiete durch den Versailler Vertrag machten schon aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Aufrüst ung Deutschlands unmöglich Unbewaffnete und im Waffengebrauch nicht geschulte Menschen können nicht durch Bewaffnung plötzlich zu furchterregenden Soldaten gemacht werden. Wenn das möglich wäre, wäre es eine Sünde wider den gesunden Menschenverstand, daß die hochgerüsteten Staaten der Welt ungeheuere Anteile ihres Volkseinkommens für die Vervollkommnung ihrer Kriegsrüstung und die Ausbildung ihrer Heere anwenden, anstatt die Waffen einzulagern und sie im Augenblick der Gefahr an das Volk zu verteilen. Im übrigen lägen sämtliche Industrie- reoiere Deutschlands in der Reichweite der Geschütze n i ch t f r e u n d l i ch e r Nachbarn und können binnen einer Stunde nach Ausspruch der Kriegserklärung durch Bombenabwurf tausender von Flugzeugen zerstört werden, denen Deutschland nichts entgegenzusetzen habe. Lme„ArdeWeMmschastKachol!schelSeMer" unter Oberleitung des Vizekanzlers von pupen. Berlln, 3. Okt. Der S t e l l o e r t r e t e r d e s Führers gibt bekannt: In einer „Arbeitsgemeinschaft Katholischer Deutscher" werden Männer zusammengefaßt, die ihre Kräfte und Kenntnisse in aktiver Arbeit für fol- genbe Ausgaben einsetzen wollen: 1. In dem katholischen Volksteil das deutsche Rationalbewutztsein zu stärken, eine ehrliche rückhaltlose Mitarbeit am Nationalsozialismus zu vertiesen und zu vermehren, die Reihen aktiver Kämpfer zu vergrößern. 2. Insbesondere für ein klares Verhält- n i s zwischen Kirche, Staat und NSDAP, bis in die letzten Instanzen zu sorgen, Mißverständnisse von vornherein aus dem Wege zu räumen und alle Störungsoerluche im Keime zu verhindern. Auf diese Weise soll trotz aller konfessio- netten Grenzen die oölkische Einheit vertieft und ausgebaut werden und sotten die katholischen Werte restlos dem Neubau des Reiches fruchtbar gemacht werden. Die Arbeitsgemeinschaft ist somit keine Massen- Organisation, sie verzichtet auf Massenwerbung und nimmt korporativen Beitritt nicht entgegen. Die Leitung besteht auf chließlich aus erprobten Kämpfern^ den Parteigenossen Staatssekretär Hans Däuser (München), Major a. D. Hermann von Betten (Berlin) und Regierungspräsident Rudolf zur Bonsen (Köln). Die oberste Leitung bat Vizekanzler von P a p e n übernommen, zum Geschäftsführer wurde Dr. Graf Thun (Berlin) bestellt. ... Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Deutscher ist für die obengenannten Aufgaben innerhalb der Reichsgrenzen die von der Reichsleitung der NSDAP, einzig und als maßgeblich anerkannte Stelle. Die Gliederungen der NSDAP, haben die Arbeitsgemeinschaft in ihrer Tätigkeit bei allen sich bietenden Gelegenheiten zu unterstützen. Vizekanzler von Popen führte über Ziele und Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft katholischer Deutscher u. a. aus: Die Vereinigung entspricht dem festen Willen des Führers, dafür Sorge zu tragen, daß auch weiterhin und in alle Zukunft das nun klar festgelegte Verhältnis zwischen der Katholischen Kirche und dem neuen Staat nicht mehr gestört werde. Aus diesem Grund hat er auch die Gründung dieser Arbeitsgemeinschaft begrüßt. Ihre Aufgabe Dürfte sein, etwa sich noch ergebende Pro- bletne zu behandeln und insbesondere allen Jnstan- zen der Kirche, des Staates und der Partei f ü r AuskünfteundRatschlägezur Verfügung zu stehen: Beschwerden über Mißstände sollen an diese Stelle gerichtet werden, die für eine gerechte Klärung der Sachlage und nötigenfalls für Eingriffe zuständiger Stellen sorgen wird. In dieser Arbeitsgemeinschaft ergibt sich be|on- bers auch für jene alten Mitglieder der Partei, die auf dem Boden der Katholischen Kirche stehend schon lange für den Siegeszug der nationalsozialistischen Idee und eine Ausschaltung der Politik aus der Kirche gearbeitet haben, nun der Rahmen weiteren verdienstvollen Wirkens. Der katholische Volksteil, politisch in Einheit mit den Volksgenossen der evangelischen Konfession, soll immer mehr zu einer unerschütterlich festen Basis in dem Gesamtfundament des Dritten Reiches wer. den. Zur Mitarbeit sind nur solche Männer willkommen, die sich in aktiver Arbeit beteiligen wollen und können: denn der deutsche Katholizismus soll aus einer durch seine Verflechtung mit liberalisierten Parteiformen entstandenen "Passivität zum aktiven und offenlloen Kampf um die Neugestaltung von Volk und Reich erzogen werden. Anarchie in Havanna. Havanna, 3.Okt. (WTB.) Das von der Soldateska des sogenannten Obersten Batista eingenommene National-Hotel ftettt nur noch eine riesenhafte Ruine dar. Das Innere ist von plündernden und betrunkenen Soldaten erfüllt. Alle Wertgegenstands sind geraubt. Die Silberkammern, die Wäscheräume und die umfangreichen Lager von Weinen und Likören sind vollständig ausgeplündert. Wo sich her Präsident Gran San Martin befindet, weiß kein Mensch. Nach Gerüchten sott er gefangen genommen worden fein, als er verwundeten Soldaten einen Besuch abstattete. Nach einer amtlichen anderen Mitteilung wurde gestern abend e i n Attentat auf den Präsidenten verübt. Es wurden 30 Schüsse auf den Kraftwagen abgefeuert, in dem der Präsident saß. Weder der Präsident noch die anderen Insassen des Wagens wurden verletzt. Es soll sich um ein Panzerautomobil handeln. Staatssekretär Reinhardt Über die Finanzreform. Leipzig, 3. Okt. (WTB.) Auf dem Juristen- tag sprach der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, Reinhardt, über die Finanzreform. Reich, Länder und Gemeinden werden steuerlich als eine Einheit betrachtet werden. Die steuerliche Vereinfachung wird darin bestehen, daß die Vielheit der Steuern im Reich, Ländern und Gemeinden abgelöst wird durch einige große Steuern, die die Einnahmequellen für die Gesamtheit von Reich, Ländern und Gemeinden fein werden. Ländern und Gemeinden wird noch genügend Spielraum für Anpassung an die örtlichen Verhältnisse gegeben sein. Der steuerlichen Vereinfachung gemäß wird auch eine einheitliche Steuerverwaltung geschaffen werden. Der Steuerzahler wird 'bann nur noch einer einzigen Stelle, nämlich bem Finanzamt, Steuererklär ungen abzugeben haben, von dieser einzigen Stelle Steuerbescheide erhalten und nur noch an diese einzige Stelle Zahlun - gen ju leisten haben. Der Steuerpflichtige wird von der einheitlichen Steuerverwaltung im Jahre grundsätzlich nur einen Steuerbescheid erhalten, aus dem sich auch ergeben wird, wann und in welcher Höhe er im Laufe des Jahres Steuerzahlungen zu leisten hat. Die Vereinfachung des Steuerwesens wird zu einer we sentlichen Senkung der Verwaltungskvsten füh- ren. Der ersparte Betrag wird zur Senkung derSteuerlasten verwendet werden. Die Vereinfachung wird auch zu einer wesentlichen Minderung der Arbeit und der Kosten führen, die dem Steuerpflichtigen und dem Unternehmer aus seinen Pflichten auf Grund der bestehenden Steuergesetze erwachsen. In chrer Ganz- heit wird die Vereinfachung des Steuerwesens zu einer wesentlichen Senkung der auf der Produktion und bem Verbrauch ruhenden Lasten und Kosten führen und eine bahnbrechende Maßnahme zur Ge- sundung von Wirtschaft und Finanzen werden. Zurückhaltung bei der Erteilung von Schankkonzessionen. Berlin, 3. Okt. (Ddz.) Der preußische Innenminister macht darauf aufmerksam, daß nach der Reichsausführungsoerordnung zum Gaststättengesetz bei Beurteilung der B e b ü r f n i ß f r a g e für Schank wirt sch aften bie persönlichen Interessen des Antragstellers oder anderer an der Erteilung der Erlaubnis beteiligter Personen u n - berücksichtigt bleiben müssen. Im Interesse des in einer wirtschaftlichen Existenz schwer be- drohten Gastwirtsgewerbes liegt es, nicht nur keine Vermehrung der Gaststätten eintreten zu lassen, sondern auf eine planmäßige Verminderung der vorhandenen Wirtschaften hinzuwirken. Bei der großen Uebersetzung des Gast- wirtsgewerbes werde eine neue Erlaubnis Im allgemeinen nur zu erteilen fein, wenn es sich um die Fortsetzung eines bereits bestehenden Betriebes handele, der infolge des Todes ober des Verzichts des bisherigen Inhabers in andere Hände übergeht, aber auch in diesen Fällen nur dann, wenn die Prüfung aller maßgebenden Umstände, volkswirtschaftlich gesehen, überzeugend zur Bejahung des öffentlichen Bedürfnisses führt. Meine politische Nachrichten. Der Chef des Kraftfahrwesens der SA. und des NSKK. hat eine vorläufige Mitgliedersperre verfügt, die ab sofort in Kraft tritt und sowohl für die Aufnahme als aktives als auch als förderndes Mitglied gilt. Die Sperre wird zum strafferen Aufbau des NSKK. und zur Erledigung der bisher gestellten Anträge benutzt werden. polizeibeamte und SA.-Männer nahmen die Verfolgung des feigen Mordgejellen auf, der später festgenommen werden konnte. Die Mordwaffe, eine große Armeepistole, wurde in einem Hühnerstall gesunden. Der SA.-Mann wurde dem Knappschastskrankenhaus zugeführt und ringt mit dem Tode. Die triminalpoli- zeiliche Untersuchung wurde sofort ausgenommen. Es wird angenommen, daß Wolffmann den Kommunisten bei der Flugblattverteilung überrascht hat, und daß der Kommunist deshalb die Waffe gegen den SA.-Mann richtete. Dreifacher Raubmord in ftrafau. In Krakau überfielen Banditen einen Gelbbrief, träger, als er einem Ehepaar eine kleine Geldsumme aushändigen wollte. Die Räuber schossen den Geldbriefträger, bas Ehepaar und deren Tochter nieder. Der Geldbviesträger und die Eheleute waren sofort t o t. Die Tochter erlitt so schwere Verletzungen, daß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. Die Raubmörder konnten mit einer Beute von etwa 18 000 Zloty entfliehen. Zwei Kinder verbrannt. Im Hause der Familie Reiz in Neckargertach wurde im Dachstuhl ein Brand entdeckt. Die Ortsfeuerwehr' war sofort zur Stelle und schlug, da das Haus verschlossen wcrr, die Tür ein; zwei Kinder im Alter von drei und fünf Jahren wurden leblos im Stroh liegend aufgefimben. Das eine Kind war bereits tot, das andere starb auf bem Wege ins Krankenhaus. Die Eltern und bie ältere Schwester ber Kinder waren ausgegangen, bie beiden jüngsten blieben allein im Hause. Unter bem Dach lag Holz unb Stroh unb befand sich auch ein Schlafzimmer. Auto vom Zuge erfaßt. — Jiinf Tote, drei Schwer verletzte. In Ponte Dezima bei Zento (Ferrara) wurde ein mit acht Personen besetzter Kraftwagen beim Passieren des unbewachten Bahnüberganges von einem Zuge erfaßt, wobei fünf Personen den Tod fanden. Die drei anderen wurden so schwer verletzt, daß ihr Tod zu erwarten ist. Der Kraftwagen wurde von der Lokomotive 150 Meter weit mitgeschleift. waldbrandkakaftrophe bei Hollywood. — 33 Tote, 100 verletzte. Bei einem Wald- und Buschbrand im Griffith-Park oberhalb von Hollywood kamen von den dort mit Notstandsarbeiten beschäftigten Arbeitslosen 33 in den Flammen um, und ungefähr 100 erlitten schwere Brandwunden. Das Feuer ist angeblich durch die Nachlässigkett eines Rauchers verursacht worden. Insgesamt hocken bie Flammen 2000 Acres Parklanb zerstört. Aufzeichnungen des verschollenen deutschen Polarforschers Dr. Krüger gefunden. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Polargebiet fuhr jetzt ber Korporal ber kanadischen berittenen Polizei, H. W. Stallworthy, nach Montreal (Kanada) zurück. Er brachte ein von ihm aufgefundenes Schriftstück des seit mehreren Jahren verschollenen deutschen Forschers Dr. Hans Krüger mit. Krüger hatte, wie erinnerlich, im Sommer 1929 zusammen mit mehreren anderen Forschern eine Expedition in die Arktis angetreten. Während ein Teil der Expeditionsteilnehmer nach Abschluß ihrer Arbeiten die Rückreise antrat, blieben Dr. Krüger und sein dänischer Assistent R. A. B j a r n e in ber Arktis, um weitere Forschunge.'. anzustellen. Seit 1930 sind sie verschollen. Das Schriftstück ist von dem Korporal im Jahre 1931 aufgefunden worden. Er war von Eskimos darauf hingewiesen worden. Di« Fundstelle soll sich etwa 800 Kilometer vom Nordpol entfernt befinden. Eine genaue Ortsangabe sieht ledoch noch aus. Der Inhalt des Schriftstückes besagt, daß die beiden Forscher in westlicher Richtung über den Soerdrup-Kanal nach den Perley-Inseln vordringen wollten. Spenden für bas Dinterhilfswerk. Die in ber Arbeitsgemeinschaft Thams 8t Garfs vereinigten 400 Geschäftsinhaber haben beschlossen, burch ihre sämtlichen Verkaufsstellen zusammen 800000 Pfund Lebensmittel im Werte von mindestens 150 000 Mark zur Verfügung zu stellen. — Die Deutsche Dunlop - Gummi-Compagnie-AG., Hanau, hat beschlossen, für das Winterhilfswerk einen Betrag von 20 000 Mark auszusetzen, und zwar derart, daß 15 000 Mark der NS.-Volkswohlfahrt — Reichsführung — zur Verfügung gestellt werden und bie restlichen 5000 Mark dem örtlichen Winterhilfswerk in Anbetracht des besonders notleidenden Hanauer Das erst am 12. September gebildete spanische Kabinett unter Führung des Vorsitzenden der radikalen Partei, Lerroux, hat am Dienstag seinen Gesamtrücktritt erklärt, nachdem ihm bie Cortes mit 189 gegen 91 Stimmen ihr Mißtrauen ausgesprochen hatte. Das sübslawifche Königspaar hatKönig Boris im bulgarischen Königsschloß Euxinograb mit dem Kreuzer „Dubrovnik" einen Besuch abgeftattet. Die Besichtigung des berühmten tropischen Schloßparks gab den beiden Königen Gelegenheit zu einer längeren vertraulichen Unterredung. Dann erfolgte die Weiterreise des südslawischen Königspaares nach Istanbul, wo es Kemal Pascha einen Besuch abstattet. Die schwedische Regierung teilt in einem Schreiben an den Generalsekretär des Völkerbundes mit, daß sie sich angesichts des ergebnislosen Ausganges der Londoner Weltwirtschaftskonferenz gezwungen sehe, das Zollwaffenstillstands- abfommen mit einmonatiger Frist zu kündigen. Aus aller Welt. Todesstrafe für einen entmenschten Vater. Der 22 Jahre alte landwirtschaftliche Arbeiter A r - thur aus Warxbüttel wurde wegen Mordes vom Schwurgericht in Hildesheim zum Tode verurteilt. Arthur hatte feinem acht Monate alten Kind nachts, das ihn im Schlaf störte, weil es von Stech- Husten geplagt wurde, einen Rockknopf in die Luft- röhre, ein Taschentuch in den Mund gesteckt und ihm die Nase zugehalten, bis es erstickt war. Nach dieser Tat hatte sich bann der Angeklagte ruhig schlafen gelegt. Das Gericht ging über den Antrag des Staatsanwalts, der auf 15 Jahre Zuchthaus plädiert hatte, hinaus. SM.-IHann von einem Kommunisten lebensgefährlich verletzt. In Gelsenkirchen-Buer wurde ber SA.-Mann Jos. Wolffmann aus Erle von dem Kommunisten Wontzinski aus Buer durch einen Unterleibs- schuß lebensgefährlich ütUtfci Schutz- Bezirks. Der älteste General der weit gestorben. General H a ck m a n n, ber älteste General in Finnland und in der ganzen Welt, ist i m Alter von 101 Jahren in Nizza gestorben. Hackmann gehörte einer deutsch-schwedischen Familie an, trat vor 87 Jahren als Kadett ins Heer ein unb machte in ber kaiserlich-russischen Armee eine glänzende Laufbahn durch. Er erfreute sich bis kurz vor seinem Tod guter Gesundheit. Bei seinem 100. Geburtstag wurde General Hackmann von den Offizierkorps der ganzen Welt geehrt. Wettervoraussage. Eine Hochdruckbrücke erstreckt sich von den britischen Inseln über Deutschland bis zu den Donau» ländern hin und hat im Bereich ber abfinfenben Luft zu Aufklaren geführt, wobei in der Nacht bie Temperaturen bis nahe an den Gefrierpunkt zurück- gingen. Da durch das kräftige Tief über Nordskandinavien von Nordwesten her mildere Ozeanluft nach dem Festlande gelangt, dürfte besonders im nördlichen Teil des Reiches sich die Wetterlage etwas wechselhaft gestalten, so daß vorübergehend Bewölkungsaufzug zu erwarten ist und auch leichtere Schauer auftreten können. Der nächtliche Temperaturrückgang wird dadurch wieder etwas abgeschwächt. Aussichten für Donnerstag: Teils auf- heiternd, teils wechselnd bewölkt, nachts noch recht kalt, meist trocken. Aussichten für Freitag: Mehr wechselhaftes Wetter, nachts wieder etwas milder, Neigung zu vereinzelten Schauern. Lufttemperaturen am 3. Oktober: mittags 11,9 Grad Celsius, abends 10,2 Grad; am 4. Oktober: morgens 4,9 Grad. Maximum 16,4 Grad, Minimum 4,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Oktober: abends 13,5 Grad, am 4. Oktober morgens 10,6 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer eine Viertelstunde. __ , ODO1> PASTA ERPROBT - BEWÄHRT SPARSAM Lin Lied vom Glück. Vornan von Anny von Panhuys. 15. Fortsetzung Nachdruck oerbotenl Sie richtete sich jäh im Bett auf. Der Dolch fiel ihr ein, das Beweisstück der Mordtat. Sie hielt jedenfalls die Waffe für ein wichtiges, ja, für das wichtigste Beweisstück. Wenn die Waffe dem Gericht Vorgelegen hätte, wäre der Prozeß bestimmt ganz anders verlaufen. Man hätte den Besitzer des Dolchs gesucht und vielleicht gefundcri. Ihr Herz begann wie raseyd zu klopfen. Sie hatte den Dolch doch nur versteG, weil sie heimlich gefürchtet, er könne Achim gehören. Und wenn es so war, bann — Sie drückte den Kopf fest in die Kissen; ganz wirr war sie von der Frage: Sollte sie weiter schweigen oder sprechen? Weiter schweigen!, rief sie sich selbst zu; weiter schweigen für immer! Aber den Dolch mußte sie fortschaffen, mußte ihn vernichten; sie durfte ihn nicht länget behalten. Sie faltete die Hände ganz fest. Oh, wüßte sie nur genau, daß der Dolch aücht Achim gehörte. Oh, wüßte sie das nur ganz genau. Ihr war, als späche eine starke Stimme zu ihr: Du mußt dem Mann, den du liebst, von deinem seltsamen Fund erzählen! Aber es war da noch eine andere Stimme — leise war sie, wie Diebesgeflüster war sie, die gebot: Schweige! Sonst beschwörst du viele Hindernisse für dein Glück herauf! Sie schlief endlich ein, wachte früh auf, und ihre ersten Gedanken galten dem, was gestern geschehen. Mit beiden Füßen sprang sie aus dem Bett, und sie konnte nicht anders, sie mußte laut fingen. Es war ein Liedchen vom Frühling und von der Liebe. An das, was sie gestern abend noch so sehr beschwert, dachte sie fast gar nicht an diesem strahlenden Morgen. Den in Zeitungspapier eingepackten Dolch schob sie noch tiefer in den Koffer hinein. Wozu daran denken? Der traurige Prozeß war längst vorbei. Sie würde als Achims Frau dafür sorgen, daß er ihn ganz vergaß, und den Nachbarn wollte sie nach und nach klarmachen, daß Achim unschuldig war. Er mußte aller Achtung zurückgewinnen, auch ohne einen neuen Prozeß. Sie traute dem unheimlichen Fund nicht. War er Achims Eigentum, das ein anderer mißbraucht hatte, konnte er zu einer neuen und schweren Belastung Achims werden. Sie hörte die laute Warnungsstimme nicht mehr, sie gehorchte nur der leisen Stimme, die wie Diebesgeflüster war. Es klopfte. Marlene öffnete. Olga trat ein und umarmte sie. „O du Mädel, hast du ein Glück! Einen guten und reichen Mann hast du gefunden. Ich beneide dich. Aber das schwarze Kleid schenkst du mir jetzt. Bald kannst du dir ja so viele Kleider machen lassen, wie du nur willst." Marlene lachte: „Wenn ich erst verheiratet bin, schenke ich dir meinen ganzen Krempel, wenn du ihn magst. Das Schwarze ist aber schon jetzt dein Eigentum." Auguste schob sich nach kurzem Anklopfen über die Schwelle. Sie strahlte. „Fräuleinchens, diesmal hat sich das verflixte Gespenst aber anständig benommen. Statt Unglück hat es Glück gemeldet." Sie nahm Marlenes Hände. ,^3d) habe eben von der Gnädigen das Neueste gehört. Kaum zu glauben ist es, daß der Achim —" Sie verbesserte sich: Daß Herr von Malten sich so Hals über Kopf verliebt hat." Sie sah Marlene gan$ gerührt an. „Ich habe gedacht, wenn es die zwei fräuleinchens nur ein paar Wochen in unserer miesepetrigen Stimmung hier aushalten, ist's schon lange. Ich habe innerlich nicht recht an das halbe Jahr geglaubt, und nun oleidt das eine Fräulein sogar fürs ganze Leben hier. Ich glaube, Fräulein Werner, Sie sind die richtige, hier Ordnung zu schaffen. Fegen Sie die Spinnweben aus, die hier alles überspinnen seit dem unseligen Mord! Helsen Sie dem jungen Herrn aus seinem Trübsinn. Die alte Gnädige wird dann schon von selbst wieder froh werden; ihr ganzes Herz gehört doch ihrem Einzigen." Marlene drückte die Hände der Wirtschafterin. „Sie glauben ja nicht, wie glücklich ich bin! Ich habe Achim doch lieb, und meine Liebe wird schon Ordnuna schaffen." Auguste nickte: „Ja, Sie können es, Sie sehen so frisch und jung und verliebt aus. Mit Jugend und Liebe erreicht man mehr, als mit den klügsten Reden der Welt." Sie ließ Marlenes Hände los. „So, und nun soll ich Ihnen bestellen. Sie möchten heute mit der gnäoigen Frau zusammen frühstücken. Ihnen, Baroneßchen, wird das Frühstück sofort gebracht werden." Sie ging. Olga Zabrow lächelte. „Siehst du, Marlene, wie rasch sich unsere Wege trennen. Ich frühstücke allein, ich bin die Gesellschafterin; du aber frühstückst mit Frau von Malten, du bist die zukünftige Schwiegertochter. Mir erzählen die Leute oft, ich wäre schön, und die Sorte von Männern, die ein armes Mädel nicht heiratet, verdreht sich Den Hals nach mir, aber ein Paar Augen, wie du sie hast, und so ’ne Stimme, wie deine, das ist viel mehr wert als mein Wachspuppengesicht." Sie fiel Marlene um den Hals. „Sorge dafür, daß ich recht lange hierdleiben darf. Ich will dich dann auch gar nicht beneiden, dir auch vorlesen und gnädige Frau zu dir sagen." Marlene mußte lochen und schob sie sanft von sich. „Du bist ein Schäfchen, Olga! Unsere Freundschaft bleibt dieselbe, auch nachdem ich Achims Frau geworden." Sie kleidete sich schnell fertig an, und Olga half ihr dabei. Dann ging sie hinunter zu Frau von In den bevorzugten Farben schwarz, m?rengo, grau, marine u. braun haben wir neue Qualitäten 140 cm breit reinwollene Damen-Mantelstoffe hereinbekommen, und zwar zu den sehr billigen Preisen von Mk. 3.95 5.40 6.25 und höher per Meter UKae&VlaM INH: WILHELM HORN UND SOHN Kreuzplatz 15 Kreuzplatz 15 6108 A 8 Haus der guten Weine und Schnäpse Wilh. Wallenfels Sohn Gießen, Braugasse 6, Gegründet 1827 Welngroßhandlung ■ Likörfabrik Braune Messe: Stand Nummer 146, Volkshalle 5 91 D la Dün^e-Kalk billigst 1 LRübsamen/Fernruf 3659 Spessart-Quelle Heilerfolge nachweisbar bei: Nieren-, Blasen-, Leber- und Gallenleiden, Zuckerkrankheit und Gelbsucht. Die Preise sind so niedrig gestellt, daß sich jeder eine Kur mit diesem Wasser leisten kann. Wir haben die Hauptniederlage in die Hände des Herrn Jean Weisel, Mineralwassergroßhandlung. Gießen. 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Aber als chr Mann dann kränklich wurde, hätte Achim auf seinen Wunsch eine landwirtschaftliche Schule besucht. Kurz vor dem Tode seines Vaters wäre er heimgekommen, um an der Seite des Inspektors OIbers praktisch zu erproben, was er sich an landwirtschaftlichen Kenntnissen angeeignet. Dann starb ihr Mann. Ein paar Jahre danach starb Inspektor Olbers, und gleich darauf geschah das Unglück. Frau von Malten lächelle matt. „Du weißt noch so wenig von meinem Jungen — nicht wahr, Marlene? Und da wollte ich dich ein wenig unterrichten. Ich weiß ja auch so wenig von dir. Es interessiert mich natürlich alles sehr." Marlene erzählte sofort von zu Hause. „Mein Leben war glatt und einfach bisher", begann sie. „So einfach war es wie mein Daheim. Mutter starb schon vor Jahren, Vater war ein einfacher Beamter; er hat spät geheiratet und ist schon pensioniert. Meine kleine Heimatstadt liegt sehr nahe bei Berlin. Ich nahm dort Musikunterricht und unterrichtete in unserem Städtchen. Ich wollte eine berühmte Sängerin werden; aber die ständigen kleinen Sorgen erstickten meine stolzen Träume. Ich las zufällig, daß man auf einem Schloß in der Oberlausitz eine Gesellschafterin suchte, und meldete mich. Um sorgloser leben und besonders, um meinem Vater das Dasein etwas erleichtern zu können, meldete ich mich. Ein paarmal sang ich in Vereinen daheim und in Berlin. Das ist meine Vergangenheit. Vater ist ein lieber, guter Mensch. Er hat einen weißen Spitz und einen gelben Kanarienvogel, die er beide mit viel Sorgfalt und Liebe pflegt. Samstags geht er an feinen Stammtisch und kommt sich wie ein großer Lebemann vor, wenn er ab und zu erst nach elf Uhr heimgekehrt. Das ist, in kurze Sätze zusammengefaßt, meine Vergangenheit, mein Vater und mein Zuhause. Wir wohnen im ersten Stock eines nur einstöckigen Hauses in der Bahnhofstraße zur Miete, und unsere Wohnung, eingerechnet die Küche, ist kaum so groß wie hier die Bibliothek." Sie schwieg und sprach dann zaghaft weiter: „Wenn ich richtig nachdenke, ist es ein so unbegreifliches Glück für mich armes Ding, Achims Frau zu werden, daß ich meine, es fei unmöglich. Es kann doch gar nicht wahr fein, daß —" Sie stockte. Frau von Malten schüttelte den Kopf. „Aber, liebes Kind, warum kann das nicht wahr fein? Wir find reich, du stammst aus kleinen Verhältnissen; aber du bringst meinem Sohn die köstlichst und wertvollste Mitgift mit: Deine Liebe und deinen Glauben an seine Unschuld! Du bist seine Erlöserin! sagt er, und das bedeutet mehr, als wenn du reich wärest an Geld." Marlene schluckte. Die Rührung saß ihr in der Kehle. Es war eben zu groß und zu jäh gekommen, das Glück. Noch lange blieben Frau von Malten und Marlene zusammen. Frau von Malten schlug vor: „Du bleibst noch ein paar Tage, vielleicht auch eine Woche hier. Dann reift du nach Hause. Sobald die Verlobung veröffentlicht wird, sollst du nicht mehr hier wohnen. Ich denke über Schicklichkeitsdinae ein wenig altmodisch. Du reift also nach Hause, und Achim leitet bann schnellstens die Vorbereitungen zur Hoch, zeit ein, die in der Schloßkapelle gefeiert wird. Dein Vater begleitet dich hierher. Vielleicht im Auto. Achim läßt euch abholen. Wenn dein Vater will, kann er sogar seinen Spitz und seinen Ka- narienoogel mitbringen; wir haben ja Platz genug für seine Lieblinge. Deine Ausstattung schenke ich dir; das Hochzeitskleid schenkt dir Achim. Die Feier findet im allerengften Kreise statt, und dann reift ihr fort. Wohin ihr wollt! Die Baronesse bleibt bet mir und hilft mir über die Zeit weg, bis ihr wiederkommt. Auch die Gesellschaft deines Vaters soll mir anaenehm sein." Sie strich sich über ihr Haar. „Ich habe mir das alles so ausgedacht, und Achim ist damit vollständig einverstanden. Bist du es ebenfalls, Marlene?" Marlenes Stimme war nicht ganz fest vor Glück und Freude. „Ob ich damit einverstanden bin? Oh, so sehr, so sehr! Es wird mir ja alles jo wunderleichl gemacht!" Es klopfte. Achim trat ein. Sein Gesicht war hell und sorgenfrei. Nie schienen ihm Kummer und Men- schenhaß Fältchen um Augen und Mund eingepreßt zu Haden. Jung und glücklich sah er aus. Er küßte der Mutter die Hand, umarmte Marlene. „Mädel, ich bin ein anderer Mensch geworden. Nichts scheint mir mehr schwer. Die Vergangenheit hat ihren Schrecken verloren, und die Zukunft ist ein gemeinsamer Weg mit dir ins Paradies." Frau von Malten lächelte: ,Lch habe drüben in meinem Schlafzimmer noch allerlei zu tun." Sie ließ die Liebenden gern ein bißchen allein. Achim von Malten zog Marlene zum Sofa, und als sie beieinander faßen, legte er einen Arm um ihre Schultern. „Ich wollte einen weiten Ritt unternehmen; aber bald bin ich wieder umgekehrt, ich hatte zu große Sehnsucht nach dir, Marlene. Mir ist zumute, wie einem vom Weihnachtsmann reich beschenkten Kind. Ich weiß vor Glück nicht wohin." Er sah ihr tief in die Augen. „Du bist vom Schicksal für mich bestimmt. Mir ist, als hätte ich ;mmer auf dich gewartet. Ich freue mich unsagbar auf das Leben an beiner Seite< Liebling, und ich werde den Kopf fortan hochtragen, wie ich es muß und darf, weil ich schuldlos bin." „Weil du schuldlos bist!" sagte sie inbrünstig und legte ihre Wange an seine Schulter. (Fortsetzung folgt.) Auch zum Polieren aller Möbel, Leder-, Stein- und Marmorsachen unübertroffen WWWW oer neue Allesbrenner- ein wirklicher Fortschritt, denn er ist nicht teurer als ein ähnlicher älterer Ofen, aber bedeutend besser. Als Dauerbrandofen für billige Brennstoffe, dabei sauber und sparsam, steht er unbestritten an der Spitze aller einfachen Eisenöfen. Alle bedeutenden Firmen bauen Allesbrenner in vie- 2 len Formen, Farben und Preislagen. Berufstätige, ruhige DarnelDauermiet.) sucht freundlich möbl. Zimmer mit elektrisch. Licht, mögt, im Zentrum der Stadt. Schrift!. Angebote u. 05744 a. d. 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S He M m £1 und ■ deiche ÖUHIW^ Dl« le* , 1 U°r aiui“J imimni 111 gdeiiei I tuwien orclvlgl, Eju»" unQ dt“' Sä -Sx j ’m«'“, e' lextpli oenachli D^llniachen ntuß ».in |pud)1 lü)0' te hetumiaustn iUtvon Pre01 t tien öormen I fciBigü'U unD Jhi feile erörtert w | wir uw bn Sus brwW trchcecken mu||en *uiung de- W. ä' ' tzlpiges sicher stil zrcge von oieiieich jty Saal aufgang, ftfnal zur litobei ler tommunisi>|che 'In diesem limb |e: tzaupsichuldigi I kirkwürdige Tatli be chranlier Harn I lljnn ist ein sch Rjsle sich der jZ le.nung alles Le am mindestens e: linderer. Die Fäd Wich den bisher, , liqi vollständig ki 1 • iid)l die Lerbindt pei von Angeklag 1 ler. der sich als md mit Enirüstv r könnte taljachlr , bem Programm i . sind diese seltsame! ücnäre von 18en/j Berte, Die fid) nie. in)ere Heute auf b ( m ftfe des MM iber die ichützenüe (8 «der nach btr 'litt, a pitrauen \\v datz sie heimallichrn Äfthr ■olllen und in van tollen BundesgenvV Rußland hat ftüchen Lezi, ob)e b rochen. 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