Hr. 206 SeüVauSsave 185. Jahrgang Montag, September 1955 Der Vorbeimarsch vor dem Führer Der Reichskanzler erscheint V#/" NM braunen Hosen 12 000 Mann rers beschließen Die schwarzen vor dem SS. und den Zug Scharen Führer vorbeidefilierten, die Leibwache des Füh- der braunen Bataillone, der Schutzstaffeln Der Führer verabschiedet sich hierauf von der SA. mit Ruf „SA. Heil!", der von der Mannschaft stürmisch beantwortet wird. Damit war der SA.-Appell zu Ende, und die SA.-, SS.- und St.- Männer formierten sich zu einem riesigen Zuge, der zum Adolf-Hitler-Platz marschiert, wo der Vorbeimarsch am Führer vorgesehen ist. In mustergültiger Ordnung und nach genau festgelegtem Plan tritt das braune Heer den kilometerlangen Marsch in die Altstadt zum Adolf-Hitler- Platz an. Durch die von zwei Gliedern der Politischen Organisation und einer lückenlosen Menschenmauer zu beiden Seiten umsäumten Straßen, in denen Fenster bei Fenster die Fahnen flattern und die Menschen Herausrusen und winken, geht der Weg, ein Triumphzug von unerhörter, nie erlebter Wucht und Geschlossenheit. Um 3/«12 Uhr erreichte die Spitze den Bahnhof und hält ihren Einzug in die Altstadt. Auf dem Adolf-Hitler-platz. Die Altstadt mit dem Adolf-Hitler-Platz im Mittelpunkt ist seit aller Frühe das Ziel ungeheurer Massen. Um 10 Uhr wird der Stadtkern für jeden Fußgängerverkehr gesperrt. Das offene Biereck der in etwa 15 Meter Tiefe schräg aufsteigenden Tri- führte Reichsführer Himmler mit seinem Stabsführer Seidel-Dithmarschen sowie SS.» Gruppenführer Reichsminister D a r r 6 und SS.- Brigadeführer Staatssekretär Körner. Dann folgten die am Vormittag geweihten Standarten und Fahnen und endlich die Gruppen Ost, West, Südost, Südwest, Nord und Nordwest sowie die Abschnitte 7 und 18. Bei jeder SS.-Gruppe schwenkte der eigene Gruppenmusikzug ein, der nach dem Vorbeimarsch seiner Gruppe wieder mit abrückte, wobei die Tambourmajore für ihr schneidiges Mar- schieren wieder einen Sonderapplaus quittieren durften. Die Gruppe Berlin-Brandenburg führte bei ihrem Musikzug auch den Schellenbaum des ältesten ehemaligen Infanterieregiments 1 R. 24 mit. Mit der SS. marschierte auch die von Kapitän Ehrhardt geführte und nach ihm genannte Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°/o mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wich. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wich. Lange; für Feuilleton Or.H.THyriot; für den übrigen Teck Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Gießen. des braunen Heeres vorüber. Kein Mann ohne Blumen. Die Obergruppe I Ostland, geführt von Obergruppenführer Litzmann. Der Fliegersturin in feiner schmucken Uniform. Die schnurgerade ausgerichteten Motorstaffeln in ihren Lederhauben. Eine Stahlhelmformation ebenfalls in Zwölfer- reihen. Ihr voran schreitet wieder Arbeitsminister S e l d t e, dem nach dem Vorbeimarsch der Führer die Hände schüttelt. Mit der Gruppe Brandenburg zieht auch der preußische Ministerpräsident Göring an seinem Führer vorüber. Unter den Sturmfahnen befindet sich, mit Blumen und Lorbeer geschmückt, auch die Fahne des Hör st- Wessel- Sturms. Die Gruppen West mark (südliche Rheinprooinz und Rheinpfalz), S ü d w e st (Württemberg und Baden), Hessen und Thüringen mit Obergruppenführer von Iagow bildeten die nächsten Obergruppen. Endlich als letzte SA.-Formation die Gruppen Hochland (Oberbayern und Schwaben) in kurzen Kniehosen und weißen Wadenstrümpfen, Bayerische O st mark (Oberpfalz und Niederbayern) und Franken. Den Anschluß an die SA.-Formationen bildete eine Gruppe reichsdeutscher N a t i 0 n a l s 0 z ia l i st e n aus der Schweiz, die in weißen Hemden und Die SA huldigt dem Führer. Oer Appell der Braunen Bataillone vor -em Führer.-Die Fahnenweihe im Luitpoldhain.- Triumphzug durch das festlich geschmückte Nürnberg und Vorbeimarsch vor dem Führer. - Begeisterte Teilnahme alter Bevölkerungsschichten an der Kundgebung der SA. iisJlSS Trägern zu übergeben. In althergebrachter Weise vollzieht er diese Weihe dadurch, daß er jedes einzelne neue Ehrenzeichen mit öcr Blutfahne von 1 923 berührt. Währenddessen spielen die drei Musikzüge vor der Front das Horst-Wessel- Lied, das Niederländische Dankaebet und das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe". Salutschüsse zu jeder einzelnen Standartenweihe dröhnen durch die Luft. Unter den neuen Standarten befinden sich die er st en der SS. verliehenen Standarten. Die sieben ersten SS.-Standar- ten führen die Namen „Adolf Hitler", „Berlin", „Oberschlesien", „Ostpreußen", „Sachsen", „Schleswig-Holstein" und „Hesse n". Nach der feierlichen Standartenübergabe spielt der Spielmannszug Franken das Sturmlied des Freiheitsdichters Dietrich Eckardt; ein Trampe- tenfignal, darauf das Kommando: „SA. Stillgc- standen! Standarten und Fahnen hoch!" Unter den Klängen des Präsentiermarsches setzen sich die neu geweihten Standarten und Sturmfahnen in Marsch und begeben sich zu ihren Gruppen. Die letzte Standarte hat ihre Gruppe erreicht, da erklingt das Kommando: „Mützen ab zum Ge- b e t!" Weihevoll klingt über das weite Feld der Choral „Nun danket alle Gott!" Stabschef Röhm schließt den Aufmarsch der Braunhemden mit folgender Ansprache: „Mein Führer! Angesichts von 126 Standarten und 5600 Sturmfahnen der deutschen Freiheitsarmee geloben 100 000 Kämpfer der SA. im Na- men ihrer zwei Millionen Kameraden, dem Führer unverbrüchliche Treue und Gefolgschaft allzeit und allerorten. Wir bekräftigen dies mit einem Heil auf unseren Führer Adolf Hitler: „Adolf Hitler — Heil!" Crld)ttni tägltd).autza Sonntage und Feiertags Beilagen; Di« Illustriert, ©'ebener Familien blätter Heimat im Bild We Scholl. Monatr-Vezngrpretr: Mit 4 Beilagen RM.195 Ohne Illustriert« . 180 Zustellgebühr.. • Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanfchlüsse anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Sietzen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main >1686. b„b.l $6* izunterricht Vinter-Kurse" ’ entgegn euheite'1 ■ .L^and *vatkurst,S^ ejnzelunttrric „ .. fstraßtJl 5(770 (Eure Gruppen, in (Eure Städte, In die Marktflecken und in die Dörfer, bann nehmt mit hinaus dieses heilige Bekenntnis, daß unser deutsches Volk heute wieder erfüllt, und dessen jüngste Zeugen ihr seid. Bringt hinaus diesen gläubigen Schwur, daß niemals mehr in alle Zukunft das d e u t s ch e v 0 l k s i ch selb st zerreißen wird, niemals sich auflösen wird, sondern daß es wirklich ein Volk von Brüdern sei, das durch keine Rot und keine Gefahr mehr getrennt werden kann. (Es lebe unser Deutschland und feine in Luch liegende Zukunft, Deutschland heil, heil, heil! (Brausende Heilrufe.) Die Weihe der Standarten und Fahnen. Die Ansprache des Führers wird von der SA. mit einem dreimaligen Sieg-Heil ausgenommen. Nach dem Deutschlano-Lied begibt sich der Kanzler zu den neuen Standarten und noch verhüllten Sturmfahnen, um sie zu weihen und ihren Begleitet von seiner Stabswache steht der Führer in seinem Kraftwagen; mit erhobenem Arm dankt er ernst für den Jubelsturm, der ihn umbrandet, wo immer er auf dem kilometerlangen Wege zur Stätte des Vorbeimarsches an den Hunderttausenden vorüberkommt. Um die Mittagsstunde hat auch die Spitze der marschierenden Kolonnen das Stadttnnere erreicht. Die Begeisterung will kein Ende nehmen, wo immer die braunen Scharen am Spalier der Hunderttausende vorüberziehen. Eine Doppelreihe berittener blauer Polizei in der großen Galauniform mit wehendem Helmbusch, die die ganze Straßenbreite ausfüllt, eröffnete die Marschkolonne. Spielleute und ein Musikzug folgten. Dann brandete erneut Begeisterung empor, als Stabschef Röhm feiner SA. voranschreitet, die in Zwölferreihen die ganze Breite der Marschstraßen einnimmt. Ehrfürchtiges Schweigen, erhobene Arme grüßen die Blut- sahne vom November 1 9 2 3, die an der Feldherrnhalle zu München dem Marsch der ersten Opfer der Bewegung in den Tod vvranwehte. Und dann immer wieder stürmischer Jubel. Blumen über Blumen, erhobene Arme, die die Sturm- banner der einzelnen Gaue grüßen, die nun in unabsehbarer Folge vorbeiziehen. Spielleute und Musikkorps schreiten ihren Gauen voran, die die Gauführer anführen. Die Schellenbäume glitzern in der Sonne, die Pauken, auf kleinen Wagen von Hunden gezogen, begleiten die Marschmusik der schmetternden Fanfaren, mit denen die Kolonnen im Gleichschritt durch die Straßen ziehen. Den Feldzeichen der SA. reihen sich die Wimpel der M 0 t 0 r ft ü r m e und die Fahnen des Weh r- st a h l h e l m s an, die in ihren Zeichen die alte deutsche Kriegsflagge lebendig erhalten haben. Und wie die Banner der SA. und des Stahlhelms vereint marschieren, so auch die Kolonnen selbst, in denen das Braun der SA., das Schwarz der SS., das Grau der Fliegertruppen mit dem alten Feldgrau des Stahlhelms in einer Symphonie der Farben immer wieder wechseln. Der Vorbeimarsch wird eröffnet durch den Nürnberger Sturmbann. Ihm folgt, stürmisch bejubelt und mit Blumen überschüttet, die Obergruppe O e st erreich mit 1000 Mann. Dann ziehen in Zwölferreihen die 100 000 Mann Das Wecken. Nürnberg, 3. Sept. (TU.) Der Sonntag, der l-tzte Tag des Reichsparteitages, brachte den Ad- ! fchluß der Veranstaltungen mit dem großen Aufmarsch in der Luitpold-Arena, dem j Vorbeimarsch an dem Führer und schließlich der legten Sitzung des Parteikongresses. _ Der Samstagabend hatte die SA.- und SS.- Mönner zu einem fröhlichen Lagerleben vereint. Cer Führer f e l b st weilte, wie schon Tra- d ition geworden ist, d i e letzte Nacht im Laaer seiner Braunhemden. Die nächtliche Ruhe war aber nur von kurzer Dauer. Um 3 Uhr siüh ertönten die Weckrufe. Freudig erregt, in Erwartung des großen Tages, treten die SA - und SS.-Männer sowie der Stahlhelm an Um 4.30 Uhr setzten sich die Abteilungen in Marsch Wieder klingt frohe Marschmusik und der Gesang der alten Freiheitslieder durch die Straßen. Wieder ziehen die blumengeschmückten Kolonnen in einer den gan- 1 z«n Fahrweg füllender Breite in ununterbrochener, unabsehbarer Folge die Straßen entlang. Gegenüber dem Vortag haben die Mützenaufschläge der einzelnen Gaue die Fardensreudigkeit des Bildes noch erhöht. Trotz der frühen Morgenstunde wurde ihnen überall von Fenstern und Baikonen aus zugejubelt. Mehr noch als am Vortage, i )er nach Beendigung des Feuerwerks in der Jn- irenftadt einen Andrang von unvorstellbaren Aus- inaßen gebracht hatte, so daß in den Hauptstraßen ein Durchkommen säst unmöglich erschien, scheint dos Stadtbild neben dem Schmuck der Fahnen, Transparente und Girlanden nur eine Farbe M kennen: das Braun der SA. 3m Luitpotdham. Als um 6 Uhr die Tribünen für die Besucher geöffnet werden, ist das Riesenfeld im Luitpold- Hain schon von den ausmarschierten Kolonnen dicht besetzt. Auch hier sind, wie an den Vortagen, auf der Zeppelinwiese schmale Gassen für den geschlossenen Aufmarsch der Fahnen sreigelassen. Links und rechts des Ehrenmals, das außer einigen Lorbeerkränzen in der Säulenhalle keinerlei Schmuck trägt, stehen d i e Banner von 3 2 Nationen, die durch ihre diplomatischen Missionen oder Abordnungen vertreten sind. Unmittelbar an das Ehrenmal schließen sich im Rechteck die riesenhasten Tribünen, die eine Stunde vor Beginn der Kundgebung bereits dicht besetzt sind. Gegenüber liegt die große Tribüne, die von einem 40 Meter hohen F la g g e n a e r ü st, ähnlich dem des Tempelhofer Feldes, abgeschlossen ist. In der Front der Ausstellung stehen an der Tpitze jeder Grupp« der SA., SS. und des Stahl- tz-lms die Musikzüge. Bor der Front einer j["6 *' Weift „ "• nnQU5loc Sten,. «Ste'«- hl lnierie Cn Un6 den iroBcn 8er» ,n Aner. e9 "Nb ihicöen lL Um * «Win L^lionettenien^ KsrS M Hausfrauen wird dieb Ju Z-s-L ÄS***>*g bünen hat sich gegen 11 Uhr mit Ehrengästen und Publikum, insgesamt etwa 10 000 Personen, gefüllt, unter den Ehrengästen die Angehörigen der Gefallenen der Bewegung, das ganze offizielle Deutschland, Diplomaten vieler Länder und Angehörige der Wehrmacht. Der Chor der Frauenkirche hat mit einem violettfardenen goldgestreiften Baldachin die gleiche Ausschmückung erhalten wie im Jahre 1424 bei der feierlichen Einholung der Reichskleinodien. Ein Orkan der Begeisterung brandet auf, als der Reichsstatthalter Bayerns, 'der Befreier Münchens, General Ritter von Epp, im Kraftwagen den Tausenden zu Gesicht kommt. Jubel und immer wieder Jubel, der die Mitglieder der Reichs- und Staatsregierungen grüßt. Marschmusik der auf den Straßen verteilten SA.- und SS.- Kapellen verkürzt mit ihren schmetternden Weisen den Wartenden die langen Stunden. Und über diesem farbenfreudigen Gcwoge bricht um die Mittagsstunde die Sonne durch das Gewölk und leuchtet über einem Meer von Jubel und Begeisterung, als die Ministerpräsidenten Preußens und Bayerns, in ihren Kraftwagen stehend, die Ovationen der Massen mit dem deutschen Gruß erwidern. Und nun wird die Strecke des Vorbeimarsches zu einer Via Triumphalis: ren Plätze zu beiden Seiten der Führertribüne. Die Gasse, durch die die Fahnen soeben marschiert sind, wird durch Flügelkolonnen der SS. ausgefüllt. Dann spricht der Führer. Des Führers Ansprache an die GA. SA.-Männer, SS.-Männer und St.-Männer! Fast aus den Tag hat vor zehn Jahren die nationalsozialistische Bewegung in Verbindung mit anderen nationalen Verbänden den ersten großen Aufmarsch der jungen deutschen Freiheitsbewegung in Nürnberg vollzogen. Welch eine gewaltige Entwicklung von damals bis zum heutigen Tage. Es ist die Partei, die Euch hierher rief, und wieder seid Ihr, eine Vielzahl van damals, erschienen. Der Parteitag unserer Bewegung war immer die große Heerschau ihrer Männer gewesen, ihrer Männer, die entfchlossen und bereit sind, d i e Disziplin der Volksgemeinschaft nicht nur theoretisch zu vertreten, sondern auch praktisch zu verwirklichen. Eine Gemeinschaft ohne Ansehen der Herkunft, des Standes, des Berufes, des Vermögens, der Bildung, eine Gemeinschaft, die sich zusammengefunden hat, vereint in einem großen Glauben und in einem großen Wollen nicht für einen Stand, nicht für Parteien, nicht für Berufe und nicht für Klassen, sondern vereint für unser Deutschland. 14 Jahre Not und Elend und Schmach liegen hinter uns. In diesen 14 Jahren aber hat sich zugleich ein neues wunderbares Ideal in unserem deutschen Volke durchgesetzt. Wir Nationalsozialisten können wohl sagen: Als alle untreu wurden, da sind wir treu geblieben und erst recht treu geworden. Ein Bund unzerbrechlicher Treue, unzerbrechlicher Kameradschaft. Und wenn 14. Jahre lang die Göttin des Glücks sich von unserem Volke gewendet hat, so wissen wir, daß unser Volk selbst die Schuld daran trug. Aber wir wissen auch, daß sie wieder ihr Antlitz zu uns wenden wird, wenn wir die Schuld gesühnt haben. Der Himmel kann Zeuge sein: Die Schuld unseres Volkes ist gelöscht. Der Frevel ist gesühnt, die Schande ist beseitigt. Die Männer des November sind gestürzt und ihre Gewalt ist vorbei. (Stürmische Heil!- ruse.) Die Well soll in unserem Zusammentreffen nicht den Ausdruck des Wunsches sehen, neue Lorbeeren auf dem Schlachtfeld zu erwerben. Das deutsche Volk ist sich dessen bewußt, daß kein Krieg kommen könnte, der uns jemals mehr Ehre geben würde, als wir sie im letzten erworben haben; denn es war mehr Ehre, einer Uebermacht viereinhalb Jahre ehrenvoll, tapfer und mutig standzuhallen, als es Ehre war, mit zwanzig 'einen zu besiegen. Wir haben nicht nölig, vor der Geschichte die Ehre unseres Volkes auf dem Schlachtfelde zu rehabiltieren. Dort hat sie uns niemand genommen. Rur eine Ünehre ist über uns gekommen: Richt im Westen und nicht im Osten, sondern in der Heimat. Diese Unehre haben wir wieder- g u t g e m a ch t. So soll auch diese Stunde nichts anderes sein als als große und feierliche Bekenntnis zu einer deutschen Volksgemeinschaft, die wir sorgend pflegen wollen, auf daß sie niemals mehr zerbricht. Hier stehen 150 Sturmfahnen und 126 neue Standarten. Ihr wißt, daß Ihr damit zu den ehrenvollen Symbolen unseres politischen Ringens im Vaterlande neue empfangt. Ihr wißt aber auch, daß d i s Ehre der Fahnen stets die Ehre der Träger ist. Nie kann ein Feind feine Fahne schmähen, sondern stets nur der eigene Träger. Haltet daher die Fahnen und neuen Symbole, unter denen sich Deutschlands Wiedergeburt vollzog, heilig und in Ehren, so wie Ihr wünscht, daß andere sie in Ehren halten sollen. Seht in diesen Fahnen nicht ein äußeres Zeichen, sondern seht in ihnen zugleich eine lebendige Verpflichtung. Hunderte und Hunderte sind für sie gefallen, Zehntaufende wurden verletzt. Hunderttaufende haben Stellung und Beruf verloren. Die übergroße Treue aller hat sie von der Fahne der Opposition zur Fahne des Reiches gemacht. Damit ist sie Euch zu treuen Händen anvertraut, das Symbol der deutschen Nation, das Symbol des heutigen Deutschen Reiches, das wir nicht von den Vätern empfangen, sondern durch uns selbst geschaffen haben. Die Toten mögen daher für Euch die guten Geister sein, die, wenn jemals Verzagtheit, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit Euch überfallen sollten. Euch mahnen mögen durch ihr eigenes Opfer an Eure Pflicht. Nicht der Himmel schenkt den Volkern Leben und Sein, sie müssen siestets aufs neue erwerben, um sie zu besitzen. Wir wollen nichts sein für uns, sondern alles nur f ü r unser Volk. Wir wollen nichts erringen für uns, sondern alles nur für Deutschland; denn wir sind vergänglich, aber Deutschland muß leben! So bitte ich Euch denn: Wenn Ihr von hier wieder hinaus geht, hinaus in Brigade. Mehr als viereinhalb Stunden waren die braunen, schwarzen und feldgrauen Kolonnen, die Armee des Friedens, mustergültig ausgerichtet, in glänzender Verfassung trotz des kilometerlangen Marschweges vor ihrem obersten Führer im Gleichschritt oorbeimarschiert und hatten in ihrem Gruße ein neues Bekenntnis unverbrüchlicher Treue und freiwilligen Gehorsams abgelegt. Der Führer begrüßt das diplomatische Korps. Nürnberg, 2. Sept. (WTB.) Der Führer stattete den mit dem Diplomatenzug in Nürnberg eingetroffenen Ehrengästen des diplomatischen Korps am Hauptbahnhof Nürnberg-Nord einen Besuch ab. Auch Reichsaußenminister o. Neurath war erschienen. Der Führer wurde vom Chef des Protokolls, Graf Bassewitz, empfangen, der in einem Wagen des Diplomatenzuges die Ehrengäste vorstellte. Der Führer sprach den Herren des diplomatischen Korps seinen Dank aus für die Mühe, der sie sich unterzogen hätten, um zum Reichsparteitag der NSDAP, nach Nürnberg zu kommen. Er wies auf das Improoislerte der diesjährigen Veranstaltung hin, die in wenigen Wochen hätte vorbereitet werden müssen. Er würde sich freuen, wenn die auf dem Reichspartei, tag anwesenden Herren des diplomatischen Korps von Nürnberg den Eindruck mitneh. men würden, daß die nationalsozialistische Herr- schäft in Deutschland nicht Zwang oder gar Tyrannei sei, sondern daß hier die Volks- stimme wirklich zum innersten und tiefsten Aus- oruck komme. Namens der Herren des diplomatischen Korps sprach der eslländische Gesandte Exz. Menning seinen Dank für die großzügige Gastfreundschaft aus, die sie bei der NSDAP, gesunden hätten. Die Herren des diplomatischen Korps seien erfreut, daß sie Zeugen dieser gewaltigen Schau und dieser Kräfte sein dürften, die der Reichskanzler geschaffen habe und denen Nürnberg, diese Perle deutscher Kultur, einen so herrlichen Rahmen gäbe. Der estländische Gesandte schloß seine Dankesworte an den Führer mit dem Satz: Sie haben sich's schwer gemacht, uns machen Sie es leicht!" In der anschließenden Unterhaltung mit dem Führer brachten auch die übrigen Herren des diplomatische^ Korps zum Ausdruck, daß diese Veranstaltung in Nürnberg auf sie einen unvergeßlichen Eindruck machte. Auch der Stellvertreter des Führers nahm Gelegenheit, die einzelnen Herren persönlich zu begrüßen. Die Rede des Meers auf dem Amtswalterappell Nürnberg, 2. Sept. (WTB.-Funkspruch.) Der Führer hielt auf dem Amtswalterappell folgende Rede: Parteigenossen! Amtswalter der Politischen Organisation! Biele von Ihnen blicken nunmehr auf einen jahrelangen harten Kampf zurück. Das Ergebnis dieses gewaltigen Ringens steht heute sichtbar vor uns. Die Nationalsozia- listische Partei ist der Staat gewor- den und ihre Führer sind heute die vor der Geschichte verantwortlichen Leiter des Deutschen Reiches. Damit erhält die Partei der Opposition von einst nunmehr d i e Aufgabe der Erziehung des deutschen Menschen zum Bürger dieses neuen Staates. Sie, meine Amtswalter, sind vor Gott und unserer Geschichte dafür verantwortlich, daß durch diese politische Erziehung der deutschen Menschen zu einem Volk, zu einer Idee, zu einer Willensäußerung niemals wieder ein November 1918 in der deutschen Geschichte möglich wird. In 14 Jahren hatte unser Volk Gelegenheit, am eigenen Leibe zu spüren und damit kennenzulernen, welchen Unsegen die Uneinigkeit bringt, was vom Kampfe der Klassen und Stände, der Berufe, der Konfessionen, der Stämme und der Länder untereinander für das deutsche Volk zu erwarten ist. 14 Jahre haben uns gezeigt, welches das Ende sein würde, wenn dieser Wahnsinn der Wellzerfleijchung länger anbauern würde. W i r wollen daraus lernen, und wir haben daraus gelernt. An Stelle der 50 und 100 Fähnchen in unserem Volk hat sich siegend eine Fahne erhoben, ein Symbol. (Heilrufe, Beifall.) Was uns jahrelang als Traum vorschwebte, ist Wirklichkeit geworden, das Symbol der Klasseneinigung des deutschen Volkes ist das Symbol des neuen Reiches geworden und damit Panier des deutschen Volkes. Wir haben nunmehr die Aufgabe, eine eherne Form zu bilden, die jeden Deutschen in sich aufnimmt und mit ihrem Geist erfüUt. An dem Tage, an dem wir endgültig die Wacht übernommen hatten, da war noch nicht das ganze deutsche Volk durch die Schule unserer Erziehung gegangen. Aber keiner von uns dachte damals, daß etwa mit der bloßen INachtüber- nahme die Mission der Bewegung ihr Ende gesunden hätte. Dir alle wußten, daß es galt, auch das, was noch nicht zu uns gehört, für uns zu gewinnen. Wir wußten weiter, daß das, was begonnen wurde, nur Bestand haben kann, wenn man immer aufs neue darum kämpft. „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen!" Dieser Grundsatz muß mit ehernen Lettern eingezeichnet werden in die Tradition unserer Bewegung. Denn der kostbarste Besitz auf dieser Welt ist das eigne Volk. UmdiesesDolk wollen wir ringen und wollen wir kämpfen, niemals erlahmen und niemals ermüden, niemals verzagen und niemals verzweifeln. Was Jahrtausende vor uns bestand, wird auch die kommenden Jahrtausende bestehen können. Sie sind als Träger der Politischen Organisation verpflichtet, jene Führer-Hierarchie zu bilden, die wie ein Fels unerschütterlich im Getriebe unseres Volkes steht. Es ist Ihre Pflicht, dafür zu sorgen, daß jeder Deutsche, gleich welchen Stammes und welcher Herkunft er sein mag, durch diese weltanschaulich-politische Schule, deren Repräsentanten Sie sind, hindurchgesührt wird. Wir wissen, daß unsere Gegner heute noch die stille Hoffnung haben, vielleicht durch Zersetzung erreichen zu können, was sie durch Putsche und Revolten niemals wieder erreichen werden. Wir haben dem einen Riegel vorgeschoben. Die Art unserer Organisation, die keine Abstimmungen kennt und keine Wahlen, die nur Autorität, Disziplin, Verantwortung und Unterordnung kennt, diese Art unserer Organisation verhindert dies, daß irgend jemand hoffen kann, sie jemals zu zersetzen. Wir haben den Schlüssel gefunden, der für alle Zukunft den Feinden unseres Volkes das Tor versperren wird. Wir müssen daher diese Prinzipien als ewig gültige hoch halten und müssen dabei durch die Kerntruppe unserer Weltanschauungsorganisation, durch die Partei, durch den Führerstab das Beispiel geben, daß fein Deutscher glaubt, etwas Außerordentliches zu tun, wenn er das tut, was der Bewegung zu tun heilige Pflicht ist. Je mehr unser Volk von dieser Bewegung geformt und getragen wird, um so mehr rückt sie in den Mittelpunkt der allgemeinen Betrach, tung. Alle Blicke konzentrieren sich auf sie. Sie muß sich dessen bewußt sein, und insbesondere müssen ihre Führer diese hohe Ehre, aber auch diese unerhörte Verpflichtung, die darin liegt, begreifen. Die Bewegung wird der ganzen Nation vorbildlich vorangehen, so daß wir nicht nur die Führung besitzen, weil wir die Macht haben, sondern daß wir die Macht haben, weil wir zu Recht die Führung sind. (Stürmische Heilrufe.) In wenigen Tagen werden Sie wieder in das Leben des Alltags und damit in den laufenden Kampf der Bewegung zurückge- kehrt sein. Die große Tagung ist damit beendet. Der Kampf beginnt wieder. Wir sind eine junge Bewegung und wissen, daß nichts in 14 Jahren vollendet sein kann. Wir bauen auf die Zeit und rechnen mit langen Etappen. So wie wir uns heute hier getroffen haben, werden wir uns in zwei Jahren und wieder in vier und in sechs Jahren treffen. Und so wird diese Bewegung sich m zwanzig, in achtzig und in hundert Jahren treffen bis in alle Ewigkeit. (Stürmische, immer wiederkehrende Heilrufe.). Wir haben em Samenkorn in unser Volk gesät, das ewige Früchte tragen soll und niemals mehr zu vergehen bestimmt ist, wenn nicht das deutsche Volk wieder in Uneinigkeit verfallen soll und damit in Schwäche und Tod. So wollen wir denn heute mit dem Gelöbnis auseinandergehen, die Prinzipien, die Gedanken und Ideen härter und schärfer als bisher zu vertreten, mutig und tapfer zu sein, ausdauernd und zähe, so daß, wenn wir uns in zwei Jahren Wiedersehen, wir zurückblicken können auf eine Zeit fruchtbarer und erfolgreicher Arbeit. Die aber, die Dann immer stärker diese Bewegung vor sich sehen werden, werden dann einsehen, daß sie alle Hoff- nuna begraben müssen, diese Bewegung und das deutsche Volk noch einmal zerstören zu können. — Der Führer schloß seine Rede unter ungeheurem Jubel mit dem Ruf: Es lebe unsere Bewegung, es lebe unser deutsches Volk, es lebe unser Deutsches Reich! Sieg-Heil! Sieg-Heil! Sieg-Heil! „Die lugend ifl unseres Volkes Weilerleben." Oer Führer spricht zur H irerjugend im Nürnberger Stadion. Nürnberg, 2. Sept. (TU.) Die große Kundgebung der Hitler-Jugend im Stadion in der Nahe des Zeppelinfeldes begann nach 14 Uhr. Die Jugend war aus ihren Zeltlagern inmitten des Hochlandes bereits am frühen Morgen aufgebrochen und marschierte zum Zepp-Platz. Den jungen begeisterten Gesichtern sah man nichts von Strapazen und Müdigkeit an. Weit über 80 000 Hitlerjungen sammelten sich im Stadion im Halbkreis. Bald hatten die Jungen entdeckt, daß L e n i R i e f e n st a h l die Filmregie führte und bemüht war, sich besonders nette Gruppen schmucker Beng>l zu ihrem Film auszusuchen. Nun hörte man von allen Seiten den Ruf: „Leni, Leni!". Es gab viel heitere Momente. Stürmisch begrüßt wurden Vizekanzler v. Paven und Reichsaußen- minister v. Neurath, sowie der Reichsjugendführer Baldur v. Schirach, lieber dem Feld kreuzten zahlreiche Flugzeuge. Plötzlich setzte neuerdings großer Jubel ein, das Luftschiff „Graf Zeppelin" wurde sichtbar und näherte sich dem Flugplatz. An Ehrengästen erschienen weiter noch Reichswirtschaftsminister Schmitt, Reichsbankpräsident Dr. Schacht sowie eine ganze Anzahl von M i - n i ft e r n der Länder, die Reichs st atthalter, ferner 40 Ortsgruppenleiter der NSDAP, aus dem Ausland, sowie die in Nürnberg weilenden Diplomaten. Die Tribünen waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Hier sah man auch Abordnungen italienischer und englischer Faschisten, letztere unter Führung von Dr. Thommsen. Ungeheurer, unbeschreiblicher Jubel setzte ein, als der Führer erschien, auf das Podium trat und mit lachendem Gesicht immer wieder seine jüngste Gefolgschaft grüßte. Länger als zehn Minuten erschollen die Heilrufe zu ihm empor. Selbst ein Fanfarensignal war zunächst nicht imstande, Beruhigung zu schaffen. Rerchsjugendführer ÄalSurv. Schirach hat Mühe, in dem gewaltigen Jubel zu Wort zu kommen. Er grüßt den Führer im Namen der versammelten 60 000 und der im Geiste an der Kundgebung teilnehmenden weiteren eineinhalb Millionen Hitlerjungen. Eine Botschaft der Trauer, so fährt er fort, fällt in diese Freudenkundgebung. Der österreichische Unterbannführer Thomas ist auf der Flucht vor den Schergen eines oolksfremden Systems im Gebirge tödlich abge stürzt! Die Fahnen senken sich bei dieser Botschaft in Trauer. Der Reichsjugendsührer fährt fort: „Er fiel auf dem Wege zu Ihnen, mein Führer, der der Weg 1u Deutschland ist!" Er gedenkt bann der anderen ür ihr Deutschland gefallenen Hitlerjungen und chließt mit dem Gelöbnis der Jugend: Wir sind bereit, für Sie zu leben, zu handeln und, wenn es fein muß, in den Tod zu gehen, denn Sie sind Deutschland, Adolf Hitler! Das dreifache Sieg-Heil für den Führer, mit dem Baldur v. Schirach schließt, wird von den 60 000 Jungen begeistert ausgenommen. Dann wird es ganz still auf dem weiten Platz, denn nun spricht Der Führer: Meine deutsche Jugend! Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen dem, was 14 Jahre hinter uns war, und dem, was heute ist. Ein neues Deutschland ist erstanden, und mir müssen die Erkenntnis der Verschiedenheit der Grundlagen des Deutschen Reiches in seiner vergangenen Zeit und des Deutschen Reiches von heute in uns ausnehmen, um diesen Wandel zu begreifen. Sv wie wir hier oerfammelt sind, junge Kameraden, so muß das ganze deutsche Volk versammell sein und z u - sammengehören. So war es leider nicht immer. Getrennt in Berufen, Stände und Klassen hat der Deutsche den Deutschen bisher nicht gekannt. Einer wollte den anderen nicht verstehen, jeder dachte nur an sich, höchstens noch an seine Klasse. Wir selbst sind die Zeugen der Folgen dieser Verwirrung des Denkens gewesen. Wir haben eine Erkenntnis daraus zu schöpfen: Lin Wille muß uns beherrschen, eine Einheit müssen wir bilden, eine Disziplin muß uns zusammenschmieden, ein Gehorsam, eine Unterordnung muß uns alle erfüllen, denn über uns steht die Ration. Wenn wir diese Erkenntnis in uns aufnehmen, und zu einem heiligen Befehl werden lassen, dann wird das, was wir hier in dieser Gemeinschaft sehen, sich ausweiten und unser ganzes Volk zusammenschliehen zu einem einzigen Willen und damit zu einer Kraft. Ihr seid das kommende Deutschland, ihr müßt lernen, was wir von ihm einst erhoffen. Ihr seid noch jung, ihr habt noch nicht die trennenden Ein- flösse des Lebens kennengelernt. Ihr könnt euch noch so unter- und miteinander verbinden, daß euch das spätere Leben niemals mehr zu trennen vermag. Ihr müßt in eure jungen Herzen nicht den Eigendünkel, Uedevheblichkeit, Klassenauffassungen, Unterschiede von reich und arm hineinlassen. Ihr müßt euch vielmehr in euerer Jugend bewahren, was ihr besitzt, das große Gefühl der Kameradschaft und der Zusammengeho- r i g f e i t. Wenn ihr das nicht preisgeben werdet, wird keine Welt es euch zu nehmen vermögen und ihr werdet dann einmal fein ein Volk, genau so fest gefügt, wie ihr es jetzt seid als deutsche Ju- genb, als unsere ganze Hoffnung, als unseres Volkes Zuversicht und unser Glaube. (Beifall.) Ihr müßt die Tugenden heute üben, die Völker brauchen, wenn sie groß werden wollen. Ihr müßt treu fein, Ihr müßt mutig fein, Ihr müßt tapfer fein und Ihr müßt untereinander eine einzige große herrliche Kameradschaft bilden. (Erneuter lebhafter Beifall.) Dann werden alle die Opfer der Vergangenheit, die für das Leben unseres Volkes gebracht werden mußten und gebracht worden sind, nicht umsonst hingegeben worden fein, sondern Dann wird aus all den Opfern am Ende doch eine glückliche Entwicklung des Lebens unseres Volkes kommen, denn Ihr, meine Jungen, Ihr seid die lebenden Garanten Deutschlands, Ihr seid das lebende Deutschland der Zukunft, nicht eine leere Idee. Kein blasser Schemen, sondern Ihr seid Blut von unserem Blute, Fleisch von unserem Fleische, Geist von unserem Geist, Ihr seid unseres Volkes Weiterleben. (Stürmischer Beifall.) Nach dem Gesang des Deutschlandliedes fuhr der Reichskanzler zur Freude der Jungen unter neuem lautem Jubel d i e Fronten ab. Im Stadion wurden dann noch sportliche Spiele und Reigen- Vorführungen veranstaltet. Das Volksfest im LuiipolDhain. Hunderttausende sind Zuschauer des Riesenfeuerwerks. Nürnberg, 2. Sept. (TU.) Ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes fand am Samstagabend bis in die Frühe des Sonntags hinein i m Nürnberger Luitpoldhain und auf dem angrenzenden Riesengelände statt. Außer der Masse der Parteitagsteilnehmer war halb Nürnberg mit Kind und Kegel hinausgepilgert, eine wahre Völkerwanderung. Mindestens 800 000 Menschen waren in fröhlichster Stimmung versammelt. Eisenbahn und Straßenbahn brachten in dichter Zugfolge immer neue Massen heran. Wer nur konnte, ging frühzeitig hinaus, um sich die besten Plätze zu sichern. Der Jugend boten in den weitläufigen Anlagen die hohen Bäume einen willkommenen Ausguck. Wieder füllten 35 000 die Tribünen der menschenbelaaerten Zeppelinwiese, auf der vormittags der Amtswalterappell stattgefunden hatte. Im Stadion drängte sich die Hitler-Jugend in fröhlichstem Lagerleben. Auf jeder der großen Wiesen standen oder lagerten viele Zehntausende und lauschten den 6 21. ■ Kapellen, die im Schein der Fackeln Volks- und Kampflieder spielten. Hunderte von Händlern mit Würstchen und Bier, Zigaretten und Nürnberger Brezeln hatten einen guten Tag. Die warme mondhelle Sommernacht war wie geschaffen für dieses Fest. Gespannt wartete alles auf den Beginn des riesigen Feuerwerks, des größten, das je gezeigt wurde. Das Riesenfeuerwerk. Um einen ungefähren Begriff von dem Ausmaß des Feuerwerks, das abgebrannt wurde, zu bekommen, muß man wissen, daß die Gesamtlänge aller aufgebauten Fronten 18 Kilometer betrug und die Puloermengen in zwei Eisenbahnwagen herantransportiert werden mußten. Der gesamte Transport erforderte einen kleinen Güterzug. 5000 schwerste Raketen mit 2 40 bis 3 0 0 Meter Steigfähigkeit fliegen auf. lieber 3600 Bombenröhren lagen für die Trommelfeuerfront bereit. 18 000 Blitzkanonenschläge ließen den Boden erzittern. In der Minute erfolgten durchschnittlich 65 bis 70 000 Explosionen. Ein nie dagewesenes Spiel von Leuchtsternen bot sich den Massen als Höhenfeuerwerk, für alle gut sichtbar. Es glitzerte und sprühte, donnerte und krachte. Himmel und Erde erglühten in phantastischer Glut aller Farben. Hunoerte von Feuertöpfen schleuderten unzählige Kometen gegen den Nachthimmel. Aus 1800 schweren und 3000 leichten Mörsern fliegen Verwandlungsbomben mit mehrfacher Entladung hoch. Unmöglich, alles das aufzuzählen, was sich den erstaunten 2lugen bot. Ein hoher Le uchtt urm am Dutzendteich erstrahlte minutenlang feenhaft in bengalischem Rotfeuer. Ein wogendes Kornfeld wurde gezeigt und der silberne Wasserfall. 2400 Sirenen heulten durch die Luft. Die Hölle schien losgelassen. Zum Schluß rasten, aus Stahlrohren größten Kalibers geschossen, 16 0 gewaltige Etagenbomben, sich mehrfach überkreuzend,, in die Höhe. Das ganze Festgelände war für zehn Minuten mit roter Glut überzogen. Ein gewaltiger Donnerfchlag dröhnte durch die Luft — und das größte Feuerwerk der Welt, wirklich das größte, hatte fein Ende gefunden. Die Verkehrsmittel vermochten natürlich nur einen Bruchteil der Massen in die Stadt zurückzubringen. lOOOOOde mußten dicht gedrängt einen langen Fußmarsch antreten. Viele mögen erst in der Frühe des Sonntags ihr Heim wieder erreicht haben. Mancher SA.-Mann wird gleich von dort aus zum Sonntagsappell in die Luitpold-Arena gegangen sein. Aber sie alle haben von diesem echten Volksfest ein unauslöschliches Erlebnis mitgenommen. Gauleiter Hofer in Nürnberg. Nürnberg, 2. Sept. (TU.) Der Tiroler Gauleiter Hofer traf um 21.02 Uhr mit dem Flugzeug, in dem sich seine Familienangehörigen, seine beiden Befreier und österreichische Parteifreunde befanden, auf dem Nürnberger Flughafen ein. Das Flugzeug hatte um 19.30 Uhr eine Zwischenlandung in München vorgenommen. Oberbürgermeister Liebel hieß Hofer in Nürnberg herzlich willkommen. Hofer selbst, der auf einer Trag, bahre transportiert wurde, sprach einige Worte ins Mikrophon. Mit Automobilen wurden die Eingetroffenen dann in das Hotel „Württemberger Hof" gefahren, wo sie Wohnung genommen haben. Im Hotel wurde ihnen ein schlichter Empfang bereitet. Oie Löwener Inschrift unterbleibt auch in Ornant. Brüssel, 3. Sept. (WTB.) Die für die wiederaufgebaute Universitätsbibliothek in Löwen geplante deutschfeindliche Aufschrift mit dem Schlußsatz: Durch teutonischen Furor zerstört", deren Anbringung seinerzeit infolge Des Einspruches der Universitätsbehörde unterblieben war, sollte nunmehr auf einem Denkmal für die im August 1914 ums Leben gekommenen Einwohner von D i n a n t angebracht werden. Aus den entschiedenen Einspruch des Ministerpräsidenten de B r o q u e v i 11 e hin hat jetzt der Denkmalsausschuß, wie die „Derniere Heure" meldet, von der Anbringung der Aufschrift 21 b ft a n D genommen. Aus aller Wett Mord an einem Skahlhelmer nach zwölf Jahren aufgeklärt. Am 28. August 1921 war der Stahlhelmer Friedrich Düben aus Magdeburg bei einem Stahlhelmaufmarsch in Wulferstedt von unbekannten Tätern erschossen worden. Der Ueberfall auf den Aufmarsch wurde seinerzeit planmäßig unter Beihilfe der damals roten Ortspolizeibehörde vorbereitet und ausgeführt. Erst jetzt ist es der tatkräftigen Arbeit der Staatspolizei Magdeburg gelungen, den Arbeiter Zierau in Oschersleben und den Feldhüter Eisfeld, Wulferstedt, der Tat zu über« führen, so daß dieser feige Meuchelmord nach langer Zeit seine Sühne finden wird. Der italienische Deltslieger Pinedo im Flugzeug verbrannt. Einem furchtbaren F l u g z e u g u n f a l l ist in Neuyork der bekannte italienische Weltrekordflieger Marquis Francesco de Pinedo zum Opfer gefallen. Der Flieger, der den Langstreckenrekord der französischen Flieger Codos und Rossi schlagen wollte, startete zu einem Flug nach Bagdad. Beim Start zeigte sich, daß die Maschine nicht richtig vom Boden los kam. Dec Apparat stieß gegen eines der Gebäude des Flughafens, fing Feuer und stand im Nu lichterloh in Flammen. Die entfetten Zufcbauer mußten die verzweifelten Hilferufe des Unglücklichen mitanhören, ohne Hilfe bringen zu können. Man mußte warten, bis das Feuer ausgebrannt war. Erst bann fand man den völlig verkohlten Leichnam Pinedos bei den Trümmern des Apparates, aus dem er vergeblich sich zu retten versucht hatte. — Marquis de Pinedo ist durch einen Flug von Rom nach Melbourne und Tokio und zurück, den er im Jahre 1925 unter- nahm, berühmt geworden. Im Jahre 1927 konnte er einen Flug um die Wett mit Erfolg beenden. Seine großen Verdienste um die italienische Luftfahrt brachten ihm den Rana eines Chef des Generalstabes der italienischen Luftflotte ein. Vier Schüler ertrunken. In einem Dorfe unweit von Bergen auf Rügen ereignete sich ein furchtbares Unglück, bei dem vier Arbeiterkinder im Atter von 12 bis 15 Jahren darunter zwei Brüder, ums Leben tarnen. Eine Anzahl von Schülern war nach der Rückkehr von einem Ausflug noch zum Baden nach dem so- genannten Schlinger Moor, einem kleinen, aber tiefen und sumpfigen Teich, in der Nähe des Dor- les gegangen. Fünf Jungen machten dann ein am Ufer liegendes Boot los und fuhren damit auf den Teich. Als sie nach Kinderart heftig schaukelten, schlug plötzlich das Boot um und die fünf Insassen stürzten ins Wasser. Sie konnten sich noch einige Zeit an dem kieloben treibenden Boot festklam- mern. Dann versagten aber ihre Kräfte, und einer nach dem andern versank. Nur einer konnte von ben Dorfbewohnern, bie inzwischen von den am Ufer zurückgebliebenen Schülern herbeigerufen worden waren, gerettet werden. Die Leichen der vier Ertrunkenen wurden erst nach mehrstündiger Suche durch die Feuerwehr geborgen. Sechs Geschwister verbrannt. Ein in der Nähe der norwegischen Stadt Kri- stiansand gelegenes Wohnhaus ist durch Feuer zerstört worden. Sechs Geschwister im Alter von 4 bis 14 Jahren sind den Flammen zum Opfer gefallen. Der verheerende Orkan über Kuba. Der furchtbare Orkan, der, wie gemeldet, über Kuba hinwegfegte, hat an Opfern 30 Tote und 10 0 Verletzte gefordert. Hunderte von Häusern sind zusammengestürzt. Vier mit Zucker beladene Frachtschiffe, von denen jedes eine Besatzung von 15 bis 20 Mann an Bord hatte, werden als vermißt gemeldet. 2Ulein in der Stadt Matanzas wurden vier Personen getötet und 20 verwundet. Schlafkrankheit im Staate Missouri. Einer „Times"-Meldung aus Neuyork zufolge sind in St. Louis (Missouri) während der letzten 14 Tage 149 Personen von der Schlafkrankheit befallen worben. Es sind bereits 14 Todesfälle zu beklagen. E auf Mi» •SSW-* LE ohius\||f(tie auf- ■ seien auch M". L« die eiwc «m ausländischen M Lnunfl des angeblich oe Ä L Architekten, 2 wegan en, die sich gU sinkende Pr-is- und ich ländischen W5 verheerend ^wirkende -rutschen Forstwirtschaft Die Möbelindustrie oe Jahren fast nur noch obwohl die Speiiadci hol; der Die hochentwickelt Holzindustrie kann Mars decken. Trotzdem ländischer Sperrhölzer u der Kontingentierung Aust Bericht her Staat . Ein Fuhrunternehmer gepfändet worden war, rung, das Feldschußper Psandzeichen. Er wurde der Staatsanwaltschaft @i beseht beantragte. Ser bei vom Richter erlassen. Bin in Sdjuföaft geno aus dem Kreise Gießen a Mn dir Verordnung von anwaMch zugrWt. L bc chl. Ein Müller aus TW die Reichsregierung au? festgenommen und tarn ! 2lm 1. September w den Kreisen Lauterbach Stadt Gießen in das K übergesührt. In den letzten lager Gießen in den Geschäft lassen, inwieweit gegen nationalen Symbole di lungen haben ergeben nationaler Kitsch verk- ^ Gchstes bet ßjnj Ichastsleute werden nod (eÖ und die dazu erqa Effi ^merksam gf Zuckung mit Waren ® e tonnen sich bäbu SÄ' öTcine fnrna®e9enffani,en- die । Iprocfjen werden, tann i Aon Jlürn, Äste rege Trüb? Waren fanden N. ' Mi üMunXrk9cn5- 1 nm aus Är!?e’Qnbe S Se 1)1 !.ur3- i^od) hQit S M 1'e auf dem; choft sür sch üu frnk .eileihr fonnten. AelÜ^rndr Ftt&s S&tVÄ! unhS,i*«« ifM schreib? 6iSk' 'n.die Wbt uns- r dieser Z-Mrex ft1 SÄ V«itaus?r°us Kaust und verwendet inländisches Holz? SJi.-tfpoit Aus der Provinzialhaupistadt Gestern vormittag wurde auf dem Platz der Spiel- Vereinigung 1900 der fällige Pflichtklubkampf gegen den Olympischen Sportklub ausgetragen. Die Manndie notwendige Arbeiten zurückstellt. sprechung über die Durchführung der praktischen Das gleiche gilt von der Berücksichtigung des Maßnahmen für die Organisation des Fußballsportes Einzelhandels. Jede kaufende Frau muß heute im Gebiete des Gaues. Der Gauführer, Oberstudien- Oie Gtudenten-Weltspiele in Turin. Ter zweite Tag. „Die Turiner Faschisten begrüßen in den Vertretern der ausländischen Universitäten die befreundeten Nationen." Solche und andere Trans- parente sieht man in der Stadt der diesjährigen Studenten-Weltmeifterschaft, in Turin. Alle Straßen haben Flaggenschmuck angelegt. Am Samstag nahmen die Tenniskämpfe das Hauptinteresse in Anspruch. Erfreulicherweise schnitten dabei die deutschen Vertreter gut ab. T ü b b e n und Täi scher qualifizierten sich für die .Letzten Vier-. Tüscher fand bei dem Dänen Spaccavohn überhaupt keinen Widerstand, er siegte, ohne auch nur ein Spiel zu verlieren, 6:0, 6:0, 6:0. Einen etwas schwereren Stand hatte Tübben gegen den Tschechen Cernok. Erst nach fünf harten Sätzen konnte der Deutsche mit 4:6, 8:6, 6:1, 4:6, 6:3 Sieger bleiben. Der allgemein als Endsieaer des Turniers angesehene Franzose Bernard mußte ge- §en Crasny (Tschecho-Slowakei) mit 4:6, 3:6, :4, 3:6 eine ziemlich glatte Niederlage hinnehmen. Bericht der Staatsporizeistelle Gießen Ein Fuhrunternehmer aus Gießen, dem Getreide gepfändet worden war, beleidigte die Reichsregierung, das Felüschutzpersonal und beseitigte das Pfandzeichen. Er wurde wegen dieser Vergehen der Staatsanwaltschaft Gießen vorgeführt, die Haftbefehl beantragte. Der beantragte Haftbefehl wurde vom Richter erlassen. Ein in Schutzhaft genommener Derlagsinhaber aus dem Kreise Gießen wurde wegen Vergehens gegen die Verordnung vom 21. 3.1933 der Staatsanwaltschaft zugesührt. Auch er kam unter Hast- bc'chl. Ein Müller aus Gießen, der Drohungen gegen die Reichsregierung ausgesprochen hatte, wurde festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Am 1. September wurden zehn Personen aus den Kreisen Lauterbach und Alsfeld, sowie aus der Stadt Gießen in das Konzentrationslager Osthofen übergeführt. In den letzten Tagen hat die Staatspolizeistelle Gießen in den Geschäften Nachprüfungen anstellen lassen, inwieweit gegen das Gesetz zum Schutze der nationalen Symbole verstoßen wird. Die Feststellungen haben ergeben, daß in vielen Geschäften nationaler Kitsch verkauft wird, der auf Grund des Gesetzes der Einziehung unterliegt. Die Geschäftsleute werden nochmals auf das erwähnte Gesetz und die dazu ergangenen Ausführungsbestim- niungen aufmerksam gemacht und ersucht, sich vor Eindeckung mit Waren entsprechend zu erkundigen. Sie können sich dadurch nur vor Schaden bewahren, dem eine Entschädigung für die Einziehung von Gegenständen, die als nationaler Kitsch angesprochen werden, kann nicht gewährt werden. Don Nürnberg zurück. Gestern zwischen 20 und 21 Uhr herrschte in unserem Bahnhofsgebäude, auf dem Bahnhofsplatz und m den angrenzenden Straßenzügen außerordentlich reger Betrieb. Froher Gesang und lebhafte Gespräche waren allenthalben zu hören. Das rege Treiben war durch die Rückkehr zahlreicher Kameradschaften der Hitlerjugend von Nürnberg entstanden. Die Jungens, die mittags in Nürnberg abgefahren waren, befanden sich zum größten Teil Hiur auf der Durchreise hier, ihre Reiseziele lagen in Richtung Dillenburg, Limburg, Alsfeld usw. Der Aufenthalt in Gießen war verhältnismäßig kurz, jedoch hatten die Jungens soviel Zeit, daß -sie auf dem Bahnhofsplatz und in der Nachbar- Ichaft für eine Weile ihr Marschgepäck ablegen und sich froh plaudernden Gruppen zusammentun tonnten. Vielfach bemerkte man alsbald auch eine rege Unterhaltung zwischen Gießener Bürgern und den jungen Nürnberg-Fahrern, bei der man von den Jungens begeisterte Schilderungen ihres großen Erlebnisses bei dem Aufmarsch vor dem Führer hören konnte. Trotz aller Anstrengungen war die Stimmung der jungen Braunhemden glänzend und ganz von den gewaltigen Eindrücken erfüllt die sie in Nürnberg empfangen hatten. In schneidiger Marschdisziplin rückten die jugendlichen Ge- olgsleute des Führers von ihren Standorten nach den verschiedenen Bahnsteigen, wobei sie schöne Narschlieder fangen und dann auch mit frohem Sefang ihre Weiterreise antraten. An die deutsche Hausfrau! was tatest du bisher zur Arbeitsbeschaffung? Man schreibt uns: Mit unermüdlichem Ringen ist die Reichsregierung mit allen Behörden und privaten Stellen dabei, durch Arbeitsbeschaffung das Los unserer Arbeitslosen zu erleichtern. 3n dieser Richtung liegen auch die Bestrebungen des Instituts für Deutsche Wirtschaftspropaganda, >aä durch die „(Braunen Messen" die Aufmerksamkeit auf deutsche Waren lenkt. Dor allen Dingen wendet sich das Institut immer wieder an die Hausfrau, die sehr viel zur Arbeitsbeschaffung beitragen kann. Die „Braune Mefse" zeigt der Hausfrau alle Dinge des täglichen Bedarfs ** Don der Landesunioersität. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns geschrieben: Der ordentliche Professor für Veterinäranatomie an unserer Universität Dr. Wilhelm Schauder hat den an ihn ergangenen Ruf als ordentlicher Professor für Anatomie, Histologie und Entwicklungsgeschichte an der tierärztlichen Fakultät der Universität München abgelehnt. ** Aus dem Staatsdienst entlassen. Oberstudiendirektor Dr. Keller- Büdingen, der die Deutsche Volkspartei lange Jahre hindurch als Landtagsabgeordneter im hessischen Parlament vertrat, ist auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums aus dem hessischen Staatsdienst entlaßen worden. Vier Monate Ge'ängniS wc gen Beleidigung des Reichskanzlers. WSN. Frankfurt a. M„ 2. Sept. Wegen Beleidigung des Reichskanzlers und der Reichsflaggen wurde der ehemalige Chefredakteur der seit dem 1. Juli nicht mehr erscheinenden „Rheinischen Volkszeitung- in Wiesbaden, Dr. G e u k e , zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten verurteilt. erkennen, daß mehr denn je Herz und Verstand ihr sagen müssen, daß auch beim kleinsten Einkauf ihre nationale und soziale Einstellung zum Ausdruck kommen muß. Dabei hat auch die Frage, woher die Ware kommt, erhöhte Bedeutung. Aus der „Braunen Messe" kann sich die deutsche Hausfrau darüber unterrichten, was deutsche Arbeit und deutsche Ware ist. Die vielen Möglichkeiten, die der Haushalt zur Arbeitsbeschaffung bietet, müssen von der deutschen Hausfrau genutzt werden, um zur Steuerung der Wirtschaftsnot beizutragen. Die „Braune Messe" ist Mittlerin zwischen Bedarf und Angebot. Dort zeigt der Händler echte deutsche Ware und der Handwerker deutsche Qualitätsarbeit. Dort wird auch die deutsche Hausfrau manche Dinge entdecken, die im Haushalt fehlen. Die deutsche Hausfrau kann auf der „Braunen Messe" auch feststellen, was deutsche Erzeugnisse sind. Oie Stempelsteuer für Lichlfpielvor- sührungen fällt a: ch in Hessen. Als einziges Land hat im ganzen Reich H e f • s e n noch eine sog. Stempel st euer für Lichtspielvorführungen erhoben, die von den Kinobesitzern bzw. ihren Fachorganisationen bekämpft wurde, weil sie, je nach dem Umfang des Theaters, reichlich hoch war, und mit Rücksicht darauf, daß die anderen Länder auch auf sie verzichten konnten, ungerecht erschien. Alle Eingaben, Besprechungen und Versprechungen waren früher erfolglos. Jetzt hat der Landesverband der Licht- spieltheaterbesitzer für Hessen und Hessen-Nassau vorn h e s s i s ch e n Staatsmini ft erium die Mitteilung erhalten, daß die dernnächstige Aushebung der hessischen Stempelabgabe für Licht- spieloorfuhrungen in Aussicht genommen ist. Diese Mitteilung wird für die schätzungsweise 120 Kinos, die in Hessen spielen, sehr erfreulich fein. BornoNzeu. — Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Brennendes Geheimnis" mit Willy Forst und Hilde Wagener. ’n euerer • »'.VÄ Uch ju ?. Pteisgeben toben heu|, ? 'l°ll.) ®01' l-d L Ä "b! "• öenn 3br JL- 5 &ben5 r enil* S5* Mr», schäft der Spielvereinigung 1900 gewann den Kamps mit einem Vorsprung von 1798 Punkten. Der Kampf brachte einige hervorragende Leistungen. Feldwebel Gugel erreichte im Kugelstoßen 14,21 Meter. Im Rahmen des Olympiasichtungswettbewerbs erzielte I u n g im Stabhochsprung 3,52 Meter, Kilo erzielte im Diskuswerfen 41,16 Meter. (Näherer Bericht folgt.) Deutscher Sieg bei der Schweizer ^adrundfabri. Mit einem schönen deutschen Siege wurde am Samstag die erste Schweizer Radrundfahrt abgeschlossen. Die letzte Etappe der schweren Prüfung führte die Fahrer von Basel über 226 Kilometer nach dem Startort Zürich. Der Süddeutsche Alten» burger riß auf halbem Wege dem Felde aus und konnte bis zum Ziel einen Vorsprung von sechs Mi- nuten halten. Zweiter wurde der Belgier Hardi- quest. Eine Minute nach ihm kam das Gros des Feldes, geführt von dem Schweizer Antenen, am Ziel in Zürich ein. Gesamtsieger wurde der Wiener Max Bulla, während der Berliner Hermann Buse als bester Deutscher auf den 10. Platz tarn. Deutsche Wasserball-Meisterschaft. Westdeutschlands Vertreter geschlagen. Die Schlußspiele um die deutsche Wasserball- Meisterschaft zwischen Poseidon-Köln, Hellas-Magdeburg, Weißenjee 96 und Schspfr. Barmen nahmen am Samstag in Erfurt vor 1000 Zuschauern mit zwei Begegnungen ihren Anfang. Im ersten Treffen siegte Hellas-Magdeburg gegen die stark favorisierten Kölner Poseidonen etwas unerwartet mit 4:2 (1 :2). Im zweiten Kampf standen sich dann der Titelverteidiger Weißensee 96 und Schwimm- sportsreunde Barmen gegenüber. Die Berliner siegten ganz überlegen mit 7 :3. Dänemark im Davispokal ausgeschaltet Mit dem dritten Punkt, den die deutschen Vertreter von Cramm/Nourney am Samstag in Leipzig beim Daoispokal-Ausscheidungskampf gegen Dänemark gewannen, hat fick; Deutschland bereits die Teilnahmeberechtigung für den Hauptwettbewerb im Jahre 1934 erworben. Als Nourney/ von Gramm gegen ihre dänischen Gegner Ullrich/ Henriksen zum Doppelspiel antraten, hatten sich trotz des trüben Wetters wieder zahlreiche Zuschauer eingefunden. Die Deutschen brauchten sich keine sonderliche Mühe zu geben, um mit 6:3, 8:6, 7:5 den Sieg an sich zu bringen. Das Gesamtergebnis im Davispokalkampf Deutschland-Dänemark in Leipzig wurde am Sonntag auf 5 :0 geschraubt. Gottfried v. Gramm schlug den Dänen Ullrich 6:3, 6:4, 6:4 und Frenz fertigte Anker Jakobsen mit 0:6, 3:6, 7:5, 6 : 3, 6 : 3 ab. rat Riemann (Kassel), begrüßte die Teilnehmer im Namen des Gaues. Bezirksführer Happ (Bezirk II Gießen) hieß besonders den Gauführer willkommen und begrüßte die übrigen Teilnehmer auf das herzlichste. Bauführer Jticmonn] referierte sodann über grundsätzliche Fraaen des Neuaufbaues im Fußballsport. Seinen Ausführungen sei folgendes entnommen: Es gelte ein hohes Ziel zu erreichen, es gelte das Kampfspiel und die Leichtathletik zu fördern und einzuspannen in den nationalsozialistischen Staat. Den großen Staat verdanke man Adolf Hitler. Ihm gelte das dreifache „Sieg Heil!", das von der Versammlung ausgebracht wurde. Das Ziel liege klar vor uns. Der Sportler müsse Kämpfer der Nation werden. Die Jugend und die Weiteren sollten zu Einsatzbereitschaft, zu Kampfbereitschaft, Disziplin, Kameradschaft und zur Uneigennützigkeit erzogen werden. Fußball und Leichtathletik seien die besten Mittel zur Förderung dieser Tugenden im neuen Deutschland. In der Nachkriegszeit habe dieses Ziel nicht immer klar vor aller Augen gestanden. Materialistischer Geist habe vorgeherrscht. Bei manchem ernstdenkenden Deutschen sei dadurch der Sport in Mißkredit gekommen. Das Ansehen des Sportes in vollem Umfange wieder herzustellen sei große Aufgabe. Es gelte nun wieder die Autorität. Das Führerprinzip sei Grundlinie der Arbett. Es gebe nicht langatmige Versammlungen mehr, es werde nicht mehr abgestimmt, sondern b e stimmt in eigener Verantwortung. Der Führer müsse Vorbild sein, in Hingabe und Pflichterfüllung. Den Kreisführern lägen wichtigste Aufgaben ob und zwar in engster Verbindung mit den Vereinen einerseits und dem Bezirk anderseits. Es gehe in Zukunft nicht immer nur um den Ta- beüenftanb, sondern um die Charakterhaltung des Vereins. Für die Arbeit im Bezirk II sehe er in Herrn Happ einen verläßlichen Führer. Es sei angestrebt, den Turn- und Sportgau mit den politischen Grenzlinien übereinstimmen zu lassen. Im I Gau seien diese Grenzgebiete im allgemeinen gewahrt. Man sei bemüht gewesen, den Vereinen große Fahrtkosten zu ersparen. Die Auswahl der Mitarbeiter müsse so erfolgen, daß sie in politischer und moralischer Hinsicht völlig vertrauenswürdig seien. Es dürsten nur dementsprechende Vorschläge gemacht werden. Zur Frage der Ausnahme ehemaliger Arbeiler- sporller seien die Richtlinien des Reichssporl- führers absolut maßgebend. Es gelte aber, sie heranzuführen an die deutsche Sportbewegung. Auch den anderen fußballtreibenden Vereinigungen sei wohlwollend st entgegenzukommen. Das Verhältnis der Vereine zu den nationalen Verbänden fei von grundlegender Bedeutung und werde klare Regelung erfahren müssen. Sportdienst müsse in Zukunft wie SA.-Dienst sein. Engste Fühlung müsse mit den SA.-Leitungen gehalten wer- den. Die Vereins-Iugendführer müßten Zusammenarbeiten mit der Führerschaft der Hitlerjugend. Die Organisationen wollten ja alle das gleiche. Alle Schwierigkeiten müßten deshalb aus dem Wege geräumt werden. Wichtig sei die Förderung der Zusammenlegung von Sportvereinen inner- I halb kleinerer Ortschaften. Man dürfe nicht davor l scheuen, kleine und nicht lebensfähige Vereine aufzulösen. Diese zusammenfassende Arbeit sei nötig. Die Zukunft werde anderseits manchen Verein veranlassen, Anschluß an stärkere Vereine zu suchen. Dem Rassegedanken sei auch im Sportverein Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Neuer Geist im Fuhballsport hänge von den Kreisführern ab; es fei nötig, daß alle Spiele in einwandfreiester Weise durchgeführt werden. Für den Schiedsrichter, der hier in erster Linie verantwortlich sei, sei gerade der Beste gut genug. Der Schiedsrichter müsse ein ganzer Kerl sein. Von ihm hänge das Aussehen der Sportbewegung mit ab. Straffe Haltung müsse von jedem Sportler gefordert werden, wenn er zum Spiel antrete. Sodann sprach der Gau-Fußballsachbearbeiter Heini Weber- Kassel. Er beschäftigte sich besonders mit der Organisation des Fußballs und mit dem Thema „Spielkultur". Große Vorteile gegenüber der Provinzstellung des Bezirks Hessen- Hannover im Westdeutschen Spielverband bringe jetzt die Selbständigkeit im Gau XII. Diese Vorteile gelte es zu wahren. Dazu sei es aber nötig, die Spielkultur zu heben. Ein Sportlehrer von Fähigkeit werde Kurse abzuhalten haben, in denen Spieler aller Vereine systematisch ausgebildet werden würden. Dadurch werde sich ein einheitliches Spielsystem schaffen lassen. Schärstlens werde man gegen unkameradschaftliche Sportler vorgehen. Spieler, die sich vergehen, würden schwer bestraft und zwar in ernstesten Fällen mit dem Ausschluß. Die Entwicklung werde genauestens beobachtet. Der Kreisführer werde in engster Fühlung mit Vereinen und Mannschaften bleiben. Herr U h l gab sodann Richtlinien des Fußballsachbearbeiters bekannt, die die Kompetenzen der Gruppenführer, der Kreisführer und der Schiedsrichter betrafen. Der Bezirksführer, Herr Happ, gab noch Anregungen über die Form der Unfallversicherung, der Aufsicht über die Spielberechtigung der einzelnen Spieler, über die Entschädigung der Schiedsrichter, über Platzvvrschriften usw., die zum Teil die Grundlage für eine rege Aus- spräche bildeten. Verschiedene Entscheidungen über diese Punkte werden dem Gau Vorbehalten bleiben müssen. Der Gau-Fußballsachbearbeiter regte an, mit anderen Gauen lebhaften Sportverkehr zu pflegen. Eine besondere Förderung solle, darauf wies der Tauführer besonders hin, — in engster Zusammenarbeit mit dem Fußball — die Leichtathletik ersah- ren. Filmvorführungen sollen diese Arbeit unterstützen. Betont wurde bei der Erörterung der sportlichen Betätigung bei der SA. einerseits und den Sportvereinen andererseits, daß die Sportvereine als solche unbedingt als Träger der Sportbewegung erhalten bleiben sollen, wenngleich eine Angleichung und evtl, engste Zusammenarbeit zwischen SS. und SA. mit den Sportvereinen durchaus Der zukünftigen Entwicklung Vorbehalten bleiben solle. Heue Arbeit und Arbeitsweise soll auf dem Gebiet der Jugendpflege Platz greifen. Das Starwesen innerhalb der ersten Mannschaften, das bisher die Jugendarbeit erschwerte, werde in andere Bahnen, in Bahnen einer reineren Sportgemeinschaft übergeführt werden müssen. Die Tätigkeit auf dem Gebiete der Jugendpflege werde für die Zukunft ausschlaggebend für die Beurteilung des Wertes eines Vereins fein. Zum Abschluß der Sitzung sprach der Geschäftsführer des Gaues XII Herr Hensse 1 über die Klasseneinteilung und über die verwaltungsmäßige Grenzziehung. Mit dem Wunsche, daß sich die Zusammenarbeit zwischen den Kreisführern, dem Bezirksführer und dem Gauführer recht fruchtbar ge- Italien möge, schloß der Gauführer die Sitzung» Die S t a a t s p r e \ f e ft e IIl e teilt mit: Auf Anregung des Herrn Staatssekretärs in der Abteilung für Forst- und K-merul-Derwultung de- heffifchen Gtaatsminifteriums fand eineJBefpredjung der zuständigen Regierungsstellen ml, Vertretern der hessischen Holzindustrie statt, an der auch der Leiter der Ministertalabteilung für Arbeit und Wirtschaft, «Regierungsrat Bergner teil- nahm. , ,, . . m r, Landforstmeister Dr. He s s e der den Vorsitz führte, kam nach einer einleitenden Begrüßung aus die zur Erörterung stehende sorstpolittsche Frage der Notwendigkeit und Möglichkeit gesteigerter Verwendung inländischen Holzes zu sprechen. Gerade in Hessen, wo das Forstwesen das Rückgrat der Staatssinanzen bildet, war es von verhängnisvoller Wirkung, daß die' Staatsforstverwaltung in den letzten Jahren feinen Ueberschuß mehr abwarf. In einem eingehenden «Referat wies Forstasfefsor Dr. D s n o r r die Gründe für die katastro- j: h a le Lage der For st wirtschaft und der Holzindustrie auf. Wie alle anderen Wirtschaftsgebiete seien auch sie nicht von der allgemeinen Wirtschaftskrise verschont geblieben. Mangelnde Kaufkraft bedingte ungenügenden Absatz der yolzindustriellen Erzeugnisse, di" Möbelfabriken waren auf die Hälfte zusammengeschmolzen, die Dauwirtschaft, die etwa 60 o. H. der gesamten deutschen Holzerzeugung aufnimmt, liegt völlig darnieder, andere Werkstoffe, besonders Eisen und Beton, ersetzen das Holz in gesteigertem Maße. Die Ueberschwemmung Deutschlands mit billigerem, ausländischen Holz, insbesondere das russische Holzdumping, und die stärkere Bevorzugung des angeblich besseren ausländischen Holzes durch Die Architekten, Bauherren und Käufer, Bewegungen, Die sich gegenseitig verstärkten, hatten sinkende Preise und schwächere Verwendung inländischen Holzes und damit eine sich allmählich verheerend auswirkende Unwirtschaftlichkeit der deutschen Forstwirtschaft zur Folge. Die Möbelindustrie verarbeitete in den letzten Fahren fast nur noch ausländische Furniere, obwohl die Spessarteiche das beste Furnierholz der Welt liefert. Die hochentwickelte deutsche Sperr- Holzindustrie könnte spielend den deutschen Bedarf decken. Trotzdem hat sich die Einfuhr ausländischer Sperrhölzer um 20 o. H. gehoben. Trotz der Kontingentierung der Papierholzein- des Flughafens, fing Feuer lichterloh in glommen. Die tnl- mußten die verzweifelten ftut* lichen mitanhören, ohne IM i Man mußte warten, bis das ! war. Erft dann fand man den eichnam Pinedos bei den Iw !5/ aus dem er vergeblich sch » f _ Mrouis de fßinebo m ,DnerL £ Jahre 1927 konnte bie Wett mit beenden, echte um die itdumftW ;en Nana eines Chef des we Men Luftflotte em. Mer ertrunken. Wit °°N &S'“: ivch zum -o fuinen, aber Moor, einem Dor- Teich, tn der air, Jungen i auf de" los und schaukelten, ^derart heW ly^^EN Boot um u^nb rJ Sd) einige • Sie tonnten M den tre'benden einet ten aber chre ' (onnte von versank. Nur ben am n die El ch«" ^gerufen jenen Schulz W SisT*' . find den v -krf öllbU- sr-fSSs »MeldunS.. währA.kIra"'' iSSI»'-..... den- 1 poldhain. d\nie dagewefenes Spiel von M°chrn stiegen Derwon?. Mlt mehrfacher Ent- das aufzuzählen, was sich bin b"n hoher Leuchtturm strahlte mmutenlang feenhaft in euer. Ein wogendes Kornirld d der silberne äßajferfalL 2400 Mjj die Lust. Die Hölle fdjien Schluß rasten, aus Stahlkohren gefchosfen, 160 gewaltige n, sich mehrfach überkreuzend, ganze Festgelände war für zehn' ®lut überzogen. Ein gewaltiger te durch bie ßuft - und das er Wett, wir/ttch bas größte, nben. I vermochten natürlich nv Massen in dir Tiodi jurüd- mußten dicht gedrängt einen würden. Diele möaen erst in üagr ihr heim wieoer erreicht l.-Mann wird gleich von dort -appell in die ßuitpoMrcna er sie alle haben von diesem unauslöschliches Erlebnis mit- fuhr ist diese geroaltig gestiegen. Sie beträgt 60 d. H. Der gesamten Holzernsuhr. Dies sei heute die Lage Der Forstwirtschaft. Die alte «Regierung habe nicht vermocht, sie zu bessern. Aber heute — so betonte Regierungsrat Berg- n e r — hat Der nationalsozialistische Staat Dem liberalistischen Grundsatz, Die Dinge Dort zu kaufen, wo sie am billigsten sind. Den schärfsten Kamps angesagt, weil es ja nicht auf Den Profit einzelner ankommt, fonDern auf Das Wohl Der Gesamtheit unD weil Durch Dieses liberalistifche Geschäftsge- bahren Die gesamte Deutsche Volkswirtschaft einer Katastrophe entgegenging, anstatt, wie einst Die FreihänDler glaubten beweisen zu können, zum Wohle aller zu führen. Um Der Deutschen Forstwirtschaft roieDer eine gefunDe GrunDlage zu schassen, wirD es zwar Der Initiative Des Reiches beDürfen, Denn nur Durch eine d e r ft ä n D i g e Zollpolitik unD Durch eine entsprechenDe Tarifpolitik Der Reichsbahn wirD Die notroenDige Hilfestellung beim «EßieDeraufbau geleistet werben können. Maßnahmen zur Stützung Der Deutschen Forst, wirtschaft sind bereits ergriffen. So ist z. B. bei Vergebung Der Lhestandsbeihilse bestimmt, daß Die anzuschaffenden Möbel nur aus Deut- schem hol; gefertigt sein dürfen. I Bei den Fechtern gab es bereits eine Ent- Hessen ist durch eine Verfügung des Herrn Staats- scheidung. Italien konnte im Endkampf des «Dlann- jefretärs am 21. Juni 1933 vorbildlich, die bei schafts-Florettfechtens Frankreich mit 9:3 schlagen, sämtlichen mit staatlichen Mitteln subventionierten Im (Eimelroettberoerb des Florettfechtens schieden «Bauten die Verwendung Deutscher Hölzer vor- Die deutschen Teilnehmer Schuchardt. Schu- schreibt. ft e r und Wöhrl schon in der Vorrunde aus. Dann gilt es noch der Behauptung entgegen- Sei Den Studenten-Weltmeister- zutreten, daß Die auslänDischen Hölzer besser unD schäften in Turin wurDe Die Deutsche «Dlann- verwenDungsfähiger seien als Die einheimischen, um schäft am Sonntag im Fußball von Italien vor nur einem Der immer roieDer erhobenen Einwände I 60 000 Zuschauern nach tapferer Gegenwehr mit zu begegnen, die deutschen Hölzer seien nicht ast- 3:1 (3:1) geschlagen. rein: Wir sind Durchaus in Der Lage, astreines LerbandSsviel-^eQMN ttt Nordbesten Holz zu liefern. In vielen Fällen ist aber Das Er- ‘WFPfllliWIpiJMDCginn1 Ul forDernis astreinen Holzes gar nicht einzusehen. (Gau All). (Fs gilt Der u n b e g r ü n D e t c n IBoreinge - I Ms vier Spielen wurde am Sonntag die Der- nommenhettJoroohl Der Bauherren und Archi- bandsspiel-Serie im Gau XII (Nordhessen) begon- tekten, als auch der vielfach remen Gedanken- nen Einen überraschend guten Start hatten die i ° * ödes' D v r klebe für alles Mu s • beiden früheren main-hessischen Vereine, Hanau Ia?-lfAC mefur Äre,fc xer Bevölkerung durch 1893 unb VfB. Friedberg, die beide beachtenswerte elndringliche Pressepropaganda, Ausstellungen und Siege errangen. Die Hanauer landeten auf eigenem aufflarenöe Vorträge über ine Derwendungsfahlg- Matze einen überlegenen Sieg von 7:0 über Sport eü beutfdjen Holzes usw. zu steuern gründ- während Friedberg aus Kassel mit einem I öc[ Forderung eingedenk 3» sein: Zur z^-Siege über Spielverein zurückkehrte. Ebenfalls Unterstützung der deutschen Volkswirtschaft kauft rc(f)t deutlich gewann Borussia Fulda mit 7:2 über deutsche Erzeugnisse, hier: Hermannia Kassel, während Kurhessen den einzigen \ Verwendet inländisches Holz! | Kasseler Sieg mit 4:0 über Hersfeld errang. 1900 gewinnt den Pflichtklnblanipf gegen OSC. die der Handwerker herstellt und die der Einzelhändler zum Verkauf bereithält. Es gibt heute I hpd ¥11 Mrtptt liche Lage verbessern helfen könnte. Cs-liegt auch (jUl/lvl VW W/WUVIv All IWMvll im eigenen Interesse der Hausfrau, kleinere Schä° v den durch den Handwerker ausbessern zu lassen. Der Sonntagvormittag vereinigte im Hotel Hop - bevor größere Reparaturarbeiten notwendig wer- f e l d die Führer des Deutschen Fußballbundes im den. Es darf heute keine Hausfrau mehr geben, ©augebiet des Gaues XII zu einer eingehenden Be- Die Volksturnmeisterschasterr im Bezirk Hessen der OT. Eindrucksvoller Verlauf. - Nahezu 400 Teilnehmer am Wettkampf. Unter stärkster Beteiligung der Turner und Turnerinnen, der Jugendturner und der Jugendturnerinnen des Bezirks Hessen der DT. und bei einem für die Durchführung der Kämpfe ausgezeichnetem, nicht allzu heißem Wetter, wurden gestern auf dein herrlich gelegenen Waldsportplatz des VfB. die Volksturnmeisterschaften des Bezirks Hessen ausgetragen. Das Meldeergebnis, das am Samstag mit etwa 350 Teilnehmern feststand, wurde durch Nachmeldungen überschritten. 56 Vereine waren vertreten. Die Organisation der Wettkämpfe unter der Oberleitung des Gauoolksturn- wartes Malkomefius war vorbildlich und sicherte- die reibungslose Abwicklung der Kämpfe. Am Vormittag wurden die Mehrkämpfe und die Vorkämpfe für die Einzelwettbewerbe ausgetragen. Die Entscheidungen fielen vor einem zahlreichen Publikum am Nachmittag. Man sah eine Reihe spannender Wettbewerbe. Insbesondere in den Läufen gab es heftige Kämpfe um den Sieg. Im Durchschnitt gut sind trotz der etwas weichen Bahn die Ergebnisse bei den Laufen. Die 100 Meter der Turner gewann A. Grohhaus, To. Lollar, in 11,3 Sek., während die 1000 Meter A. Simon vom Turn- und Sportverein Odenhausen (2:44,6 Min.) als Sieger sahen. Die 3000 Meter entschied überraschender Weise H. Neidet, Tv. Heuchelheim, für sich (9:56,4 Min.) vor Holzapfel, Mtv. Gießen. An weiteren Leistungen seien erwähnt: die Siege von Peter, Tv. Lauterbach, im Weitsprung (6,58 Meter) und Keulenweitwurf 66 Meter). Im Schleuderballweitwurf brachten es der Friedberger Altersturner H. Walter, O. Linden st ruth, Mtv Gießen, und W. Ze - ch e r, T. u. Spv. Odenhausen, auf 52 Meter. Im Stichkampf erwies sich H. Walter als Bester. Der Schlagballweitwurf der Turnerinnen sah die jugendliche Christine Schmidt vom Mtv. Gießen in Front (65,30 Meter). Bei den Wettkämpfen traten zum erstenmale die Leichtathleten der Vereine des ehemaligen Lahn- Dünsberg-Gaues auf und bereiteten ihren Mitkämpfern insofern eine große Ueberraschung als sie mit ausgezeichneten Leistungen aufwarteten und in einer Reihe von Kämpfen wertvolle erste Siege erringen konnten. Den Spitzenkönnern des bisherigen Gaues Hessen der DT., des fetzigen Bezirks der alle Turner unserer Heimat vereint, sind also 'sehr beachtliche Gegner erwachsen. Die Siegerverkündigung: Bor der Siegerverkündigung durch den Bezirks- turnwart Malkomefius richtete Bezirksober- turnwart Paul (Gießen) namens des Bezirks herzliche Worte an die Turner und Turnerinnen. Er gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß der Bezirk nach den erhebenden und erfolgreichen Tagen von Stuttgart nicht geruht, sondern zielbewußt weitergearbeitet habe: er dankte dem rührigen Bezirksturnwart und der Gießener Turnerschaft für die einwandfreie Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung und schloß mit einem Treuebekenntnis der DT. zum deutschen Vater- lande und seinen Führern. In das dreifache „Sieg- Heil" auf das deutsche Vaterland und die DT. stimmten die Teilnehmer begeistert ein. Die Ergebnisse der Mehrkämpfe. Turner: 1. W. Beaupin, T. u. Spv. Marburg, 68 Punkte: Jugendturner-Oberstufe: 1. R. Stock, To. Lauterbach, 69 Punkte: Jugend- t u r n e r = U n t e r ft u f e : 1. F. Waldschmidt, To. Wetzlar, 81 Punkte; Altersturner (1893 und älter): 1. H. Schimpf, T. u. Spv. Marburg, 54 Punkte; Altersturner (1894 bis 1898): 1. H. Walter, Tgm. Friedberg, 53 Punkte. Turnerinnen: 1. Erika Röhmig, MTV. Gießen, 62 Punkte; Iugendturnerinnen- Oberstufe: 1. E. Eifenreich, Tgm. Friedberg, 45 Punkte; Jugendturnerinnen-Unter- stufe: 1. T. Klier, Tv. Wetzlar, 67 Punkte. Die Ergebnislisten über die Mehrkämpfe (durchweg wurde ein Dreikampf ausgetragen) folgen. Ausführliche Ergebnisse folgen. Gießener Waffersporivereine werben. Gießener Ruder-Gesellschast vonl 877 Sieger imGtädte-Achter Gießen-Wetzlar. Am gestrigen Sonntag veranstalteten die Gieße- ' ner wassersporttreibenden Vereine (Gießener Ruder-Gesellschaft von 1877, Verein Rudersport von 1913, Ruderklub „Hassia" von 1906, Gießener Schwimmverein, die Schwimmabteilung des Turnvereins von 1846 und Paddler-Gilde) eine Werbung für die von ihnen betriebenen Sportarten. Auf beiden Seiten der Lahn (Bootshaus der Gießener Ruder-Gsfellfchaft und des Ruderklubs „Hafsia") hatte sich eine große Zahl Schaulustiger eingefunden, die mit Interesse die einzelnen Darbietungen verfolgten. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch eine Ausfahrt der Paddler, die in ihren zahlreichen Booten ein anschauliches Bild über ihre Tätigkeit gaben. Im Anschluß daran starteten 4 Einer-Boote des Ruderklubs „Hassia", die in diesem Rennen ihren vereinsmeister ermittelte. Aus Mitgliedern des Gießener Schwimmvereins und der Schwimmabteilung des Turnvereins von 1846 zusammengesetzte Wasserballmannschaften brachten sodann ein Wasserballspiel zur Austragung. Das Spiel wurde recht flott durchgeführt und den Zuschauern damit gezeigt, daß das sonst auf dem Land geübte Ballspiel auch im Wasser durchzuführen isl. Für den Zuschauer wurde jedenfalls offenbar, daß ein solches Spiel hohe Anforderungen an die Schwirnrntunst und die Ausdauer der Spieler stellt. Danach kam wiederum der Rudersport zur Geltung. Zwei Boote der Gießener Ruder-Gesellschaft von 1877 boten ein Vereins-Rennen. Es kam besonders darauf an, dem Zuschauer den guten Stil zu zeigen; das dürfte beiden Mannschaften gelungen sein. In einem Faltbootrennen wurde dann doi der Gießener Paddler-Gilde das Paddeln als Sport vorgeführt. Vier Einer-Boote lieferten sich einen prachtvollen Kampf bis ins Ziel. Mit viel Beifall und Anerkennung wurde das Reigenschwimmen der Damen des Gießener Schwimmvereins aufgenommen. Karl Lang, der Leiter der Damenabteilung des Gießener Schwimmoereins zeigte mit seinen Schützlingen eine Darbietung, die allenthalben Bewunderung auslöste. Nachdem im Rahmen seiner Vereinsmeisterschaften der Ruderklub „Hassia" zwei Boote für die Ermittlung des Siegers im Klub-Vierer hatte starten lassen, führten einige Schwimmer des Gießener Schwimmvereins und des Turnvereins von 1846 ein Kleiderfchwimmen vor. Mit Rock und Hofe bekleidet wurde im Wechsel die Lahn von einem zum anderen Ufer durchschwommen. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Austragung des Städte-Achlers Gießen-Dehlar. Zu diesem Kampf stellten nur die Gießener rüder- sporttreibenden Vereine ihre Mannschaften. Wetzlar hatte auf die Teilnahme verzichtet. Am Start waren die Mannschaften der Gießener Ruder-Gefellfchaft von 1877, des Vereins Rudersport von 1913 und des Ruderklubs „Hassia" von 1906. Gemessen an den Leistungen, die die Mannschaft der Gießener Ruder-Gefellfchaft von 1877 in diesem Jahre wieder gezeigt hat, war es nicht anders zu erwarten, als daß sie aus diesem Rennen als Sieger hervorging. , Mit gut zwei Bootslängen Vorsprung sicherte sich die Mannschaft der Gießener Ruder- Gesellschaft von 1877 (Weidig, Noll, Flimm, Hart- mann, Georgi, Becker, Neuroth, Timpe und am Steuer Loh), den Sieg, gefolgt von der Mannschaft des Vereins Rudersport von 1913 und dem Boot des Ruderklubs „Hassia". Die Mannschaften der beiden unterlegenen Vereine zeigten gutes Können, wenn sie auch gegen die durchgebildete Achtermannschaft der GRG. als Sieger nicht bestehen konnten. Das ist nicht erstaunlich, wenn man bedenkt, daß diese Mannschaft unter der Leitung des erfolgreichen Trainers Daniel K o l l m e r während der vergangenen Rudersaison zu den besten Achtermannfchaften Deutschlands gerechnet werden mußte und allein acht Siege in dieser Disziplin gegen stärkste Konkurrenz aufzuweisen hat. In dem Vorrennen um die Deutsche Meisterschaft, die vor zwei Wochen in Breslau aus- getragen wurde, hat die Mannschaft der Gießener Rudergesellschaft die beste Zeit des gesamten Achter- Rennens erzielt. Im Zusammenhang mit diesem Lokalskeg verdient auch noch hervorgehoben zu werden, daß die Gießener Rudergesellschaft von 1877 die Siegesfolge der vergangenen Jahre in dieser Saison zu einem vorbildlichen Erfolg vor allen deutschen Ruderoereinen zu gestalten vermochte. Die GRG. stehl mU 30 gewonnenen Rennen in der Lrfolgslisle aller deutschen vereine an erster Stelle. Die Austragung des Städteachters hat sich jedenfalls auch in diesem Jahr wieder als eine in werbendem Sinne zugkräftige Veranstaltung erwiesen. Nach den Darbietungen wurde in Anwesenheit der Ehrengäste und der Vertreter der Behörden die Siegerehrung durch Beigeordneten Dr. Raab als Vertreter der Stadt Wetzlar, die in diesem Jahr für die Austragung des Städteachters zu sorgen hatte, vorgenommen. Nach Ueberreichung des Wanderpreises an den Führer des siegreichen Vereins, Heinrich H o ch st ä 11 e r, klang die mit Beifall auf- genommene Ansprache des Vertreters der Stadt Wetzlar in einem Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten und Reichskanzler aus. In glücklicher Ergänzung hatte der Ruderklub „Hassia von 1906 sein Abrudern mit der Werbeveranstaltung verbunden und trug nach Beendigung der eigentlichen Darbietungsfolge noch eine Reihe von Vereinswettkämpfen aus. Im einzelnen wurden im Rahmen dieser Vereinsmeister- schaften die unten aufgeführten Rennen ausgetragen. Die Werbeveranstaltung der Gießener Wasser- sportoereine hat viel Anklang gefunden. Ergebnisse der Vereinsmeisterschaften des Ruderklubs „hassia". Klub-Einer: Sieger: Hüttenberaer; Klub- Vierer: 1. Boot (Weiß, Alffen, Köster, Heil- mann, Noll). Schüler-Vierer: 1. Boot (Schmidt, Rühl, Schwarz, Bausch, Köhler); Renn-Vierer: 1. Boot (Lehr, Goldhorn, Valentin, Heilmann, Noll). Gig-Vierer für Anfänger: 1. Boot (Lotz, Schombert, Bonarius, Weißmüller, Rühl). Renn-Achter: 1. Boot (Lehr, Goldhorn, Müller II, Hüttenberger, Rühl, Köster, Valentin, Eisenbach, Ommert I). Alte-Herren-Vierer: 1. Boot (Valentin, Kaiser, Mülln, Weber, Sondermann). Kurze Sporinotizen. Einen neuen Weltre kord im Höhenflug für Freiballone stellte der Essener Freiballon-Führer Dr. G a l b a s mit dem Ballon „Bätsch von Siegfeld" mit einer Höhe von 11 000 Meter auf. In Pforzheim fanden am Samstag gut besetzte leichtathletische Abendwettkämpfe statt, deren hervorstechendstes Ereignis ein Speerwurf des Turnfest-Dritten, des Karlsruhers K u l l m a n n, mit 62,01 Meter war. Der Deutsche Wassersport-Verband, der die vier Fachsäulen Deutscher Ruder-Verband, Deutscher Kanu-Verband, Deutscher Segel-Verband und Deutscher Motorjacht-Verband umfaßt, ist in Berlin gegründet worden. Führer ist Kapitänleutnant Jasper. An der Spitze der einzelnen Fachsäulen stehen die bisherigen Führer. Die Deutsche Straßen-Meisterschaft der Amateure, die am Sonntag auf einer 210 Kilometer langen Strecke bei Hannover zum Austrag kam, wurde von dem Kölner Josef Arentz mit 3*/s Minuten Vorsprung vor Weckerlina (Magdeburg) und dem Titelverteidiger Scheller (Nürnberg) gewonnen. Beim Gordon - Bennett - Fliegen in Amerika riß sich der unter der Führung von Fritz v. Opel stehende zweite Ballon vor dem Start los, der Ballon wurde beschädigt und konnte an dem Rennen nicht, teilnehmen. Wirtschaft. Oer Reichsbankstaius Ultimo August. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. August hat sich in der Ultimowoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 327,8 Mill. Mk. auf 3647,0 Mill. Mk. evhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 222,1 Mill. Mk. auf 3150,8 Mill. Mk., die Bestände an Reichssckatzwechseln um 7,1 Mill, auf 12,9 Mill. Mk., die Lornbardbestände um 98,1 Mill, auf 163,1 Mill. Mk. und die Effektenbestände um 0,5 Mill, auf 320,2 Mill. Mk. angenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 286,0 Mill. Mk. in den Verkehr ab= geflossen und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 269,8 Mill, auf 3521,2 Mill. Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 16,2 Mill, auf 395,6 Mill. Mk. erhöht. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 120,3 Mill, auf 1480,5 Mill. Mk. zu. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen haben sich dementsprechend auf 13,3 Mill. Mk., diejenigen an Scheidemünzen auf 196,6 Mill. Mk. ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 415,5 Mill. Mk. eine Abnahme um 4,8 Mill. Mark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 20,7 auf 381,7 Mill. Mk. erhöht. Im einzelnen haben Die Goldbestände üm 20,6 Mill, auf 307,3 Mill. Mk. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 0,1 auf 74,4 Mill. Mk. zugenommen. Die Deckung der Noten betrug am Ultimo 10,8 v. H. gegen 11,1 v. H. am 23. August. Frankfurter Eiermarkt. F r a n f f ur t a. M., 2. Sept. Das Geschäft bewegte sich trotz des Monatswechsels in sehr engen Grenzen. Da die Zufuhren etwas stärker geworden sind, ließen die Preise für in- und ausländische Han- delsklassenware etwa % bis % Pf- pro Stück nach. Für die Woche vorn 3. bis 9. September wurden folgende Preise im Großhandel festgesetzt: Deutsche Frischeier Kl. 8 10 X bis 11, MA 10%, Kl. 8 10%, Kl. L 10%; Holländer und Flandern Kl. 8 10% bis 11, Kl. A 10% bis 10 %, Kl. 8 10% bis 10%, MC 9% bis 10; Bayern 10 bis 10%; Bulgaren und Jugoslawen 9 bis 9%; Polen 9 bis 9%; in- und ausländische Mittel- und Schmutzeier 8% bis 9 Pf. per Stück franko Frankfurt a. M. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 2. Sept. Bei stetiger Marktlage verlief das Geschäft in der abgelaufenen Woche schleppend. Die Zufuhren sind genügend, doch deckt der Handel in neuen Lieferungen sehr vorsichtig ein, da er offenbar nicht mit weiteren Preiserhöhungen mehr rechnet. Die Preise blieben unverändert, und zwar notierte deutsche Markenbutter 138 bis 142 und holländische Markenbutter 145 bis 142 RM. franko Frankfurt a. M. Gewinnauszug- 5. Klasse 41. Preußisch-Süddeutsche (267. Preuß.) Staals-Lollerie Ohne Gewähr Nachdruck ocrbofei Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 21. Zichungslag 1. September 1933 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 6 Gewinn« »u 25000 M. 18099 272478 297254 6 Gewinn« zu 10000 M. 290011 333167 334838 18 ©«sinne ju 5000 M. 33547 100567 212766 216782 257757 330388 360993 365822 398431 24 »«winne »u 3000 M. 21771 27096 65175 98926 100476 102022 113823 226678 352733 378879 398248 399265 56 Gewinne Su 2000 Ak. 16949 28362 36297 50339 61690 64249 81938 97981 118792 144180 149759 158373 186156 179029 179704 184358 199041 224674 243167 258917 291608 301632 335616 336064 354728 359673 367328 392395 114 Gewinne ju 1000 M. 1707 12605 18195 20812 31640 46879 49348 65672 64317 75372 78412 82858 85184 117956 122515 131829 133345 140876 142571 164505 165736 176941 185911 189495 204933 208244 209284 215158 227938 231414 239623 240574 241482 248844 258801 263679 272163 273588 275462 277085 291354 293139 295573 301549 305535 315153 320843 323329 339559 344918 345660 355343 357910 358669 368693 372479 393232 166 Gewinn« ,u 500 M. 876 6644 14248 17245 24937 25468 29904 35924 41646 43022 44945 51606 62659 63286 73408 74071 82754 86786 90928 99085 101394 102777 107695 DI 849 119965 129032 134437 138249 141438 141724 142393 168410 158691 160438 161822 172025 172748 174730 180645 182594 184426 187394. 188665 191174 191716 192127 196140 202841 209786 211994 217041 229977 238474 250824 256849 269411 262408 262894 266277 266604 281642 286936 291182 293857 295678 303243 305546 318943 325472 331428 337543 345123 347904 355665 353190 367289 367356 373280 376059 382763 383722 390710 395979 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne, über 400 M. gezogen 2 Gewinn« iu 100000 M. 115043 2 Gewinn« ju 25000 M. 4 Gewinne zu 1 OO'aO HL 8 Gewinn« zu 5000 M. 389852 42720 168521 364430 175094 189742 323050 20 Gewinne zu 3000 M. 47791 57205 104630 155379 223282 301345 304101 324020 373925 384555 40 Gewinne »u 2000 TR. 23297 39612 60946 92685 117623 182095 183901 201006 206631 233048 271721 273794 281282 310031 329455 352810 368111 383841 397243 399744 98 Gewinne zu 1000 M. 14016 15757 21868 33642 86681 90307 93371 102335 112383 123836 125754 167381 169019 173258 181321 182872 187697 191195 191252 198528 201499 210887 226739 229750 233051 234386 234811 235828 248930 249840 264042 266099 279131 284458 297618 300114 300387 304554 315908 330732 339692 361530 367127 370950 373823 379059 383027 383539 394158 1 24 Gewinne »u 600 Ai. 4378 18983 19819 23371 31797 39726 50550 68369 74073 75342 76822 80484 84613 98197 101328 102176 106550 113674 117728 117871 123855 124042 130506 137452 150125 154080 154354 158894 160209 160972 184844 186274 198587 201877 209835 214178 242383 242498 246S77 251729 257066 260219 262549 274352 283389 297611 301650 307222 308571 312234 319900 343992 346653 349799 354657 364550 368128 371119 372233 380512 383692 395744 Im ©croinnrabe verblie-en: 2 Prämien zu je 500000 und 100 Prämien zu je 3000, 2 Gewinns zu je 500000, 4 zu je 50000, 8 zu je 25000, 58 zu je 10000, 110 zu je 5000, 2 4 -u je 3000, 784 zu je 2000, 1536 zu je 1000, 2558 zu je 500, 7846 zu je 400 M. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankturi u. DI. Serhn Schluß« kurs Schiußk. Aden», börfc Schlußkurs Schiußk. Mtttag- bSrse Datum 1-9. 2.9. 1.9. 2.9. 6% Deutsche Relchsanleihe v. 1927 6% cljcm.7% Tt.Reichsanl.v. 1929 654% Doung-Änieihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mit 83,75 83,75 83,65 839 99,75 99 99,5 99 83,4 84,4 84,25 84,75 Aus'os.-Rechten ............. 78,5 78,5 78,4 78,25 Desgl. ohne Ansios.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Volkostaat 1929 9,6 9,7 9,5 9,65 (rüdjafjlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt 76,5 76,5 77 — Gold ML 12.................. 6J4% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt filqul......... Oberheilen Provinz-Anlelhe mit 80 79,5 79,25 — 84,25 84,25 — — Auslos.-Rechten ............. Deutsche komm. Sammelabl. Aw — 68 — — leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank 70,5 70 70,4 70 Goldpse. 15 unkündbar bis 1933 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank 80 80 — — Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6>/r% ehem. 4'4% Franks. Hyp.- 79,75 79,75 — — Bank-Liqu.-Pfandbriese....... 6'/2% ehem. 4',2% Rheinische 83,5 83,5 — — Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand- 84 84,5 —- — bricfanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landcspfand- 82,5 82,5 — 82 briefanstall, Psandbriese R. 10 82,75 82,75 83 82,5 Steuergutsch. Verrechnungskurs. 86,4 86,4 86,4 86,4 4% Oesterreichische Goldrente... 10,5 10,5 10,5 10,5 4,20% Oesterreichische Cilberrente — — 0,8 0,7 4% Ungarische Goldrente....... 4 4 4 — 4% Ungarische StaalSrente v. 1910 4,25 4,13 4,15 4,15 4*4% desgl. von 1913.......... — — 4,9 4,15 5% abgest. Goldmexikaner von 99 6 6 5,9 6 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 5,2 5,2 5,3 5,25 Serie l..................... o,05 । 5,05 5,2 — Franklurt a.M. Berlin Schluß- hird Schluß!. Abend« Vörie Schluß- kurs S-dlußk. Mittag« Vörie Datum 1-9. 2.9. 19. 2-9. 4% deSgl. Serie II ........... 5,2 5,25 5,35 5,2 5% Ruinän. vereinh. Rente v. 1903 2,9 2,9 3 3 4^%Ruman.vereinh.Rentev.l913 3,5 5,5 5,5 5,75 4% Rumänische vereinh. Rente 2,55 2,5 2,5 2,5 2 Wo Anatolier............. 24,4 24 24 24 Hamdurg-Amerika-Paket ..... 0 11,9 12 12,13 12,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — 27,5 26 Hansa-Dampfschtss........... 0 — — 19 20,75 Norddeutscher Lloyd ......... 0 12,75 12,75 12,75 12,75 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 43 42,75 42,75 42 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 — 83,5 84 83,5 Commerz- und Privat-Bank ... 0 48 48 48 48.13 Deutsche Bank und T'.sronto- Gesellschaft............. 0 51 51 51 51 Dresdner Bank.............. 0 44 44 44 44 Reicht, bank ................ 12 148,75 148 148,75 148 A.E.G...................... 0 18,75 18-75 18.75 18,75 Bekula.................... 0 105,75 106 105,75 106,5 Elektr. Lieferungsgcsellichasl .. 6 — — 76 77,75 Licht und ft raff 6 96,25 96 95 96,5 Felten L Guilleaume..... 0 44 43,5 44,25 43,5 Gesellsch.f.EIektr. u n ternehwung. 5 76,25 76 76,25 75,5 Rheinische Elektrlutat ...... 6 78,25 82 81,5 80,5 Schlickert L Co............ 6 92,5 92.5 92 92,65 Siemens« Halsle............ 7 142 140,5 141,75 141 LahmeyerLCo............. 10 116 117 116,25 116,5 Buderus ................... 0 65 66 65,25 65,75 Deutsche Erdöl.............. ■1 97,13 97,75 97,75 98,25 Gelsenkirchener.............. 0 50,5 51.25 50,5 51,5 Harpener.................. ( 84,5 85 84,5 84 Hocsch Eisen—Köln-Neuessen . l — — 56,75 57.25 Ilse Bergbau .............. 6 — 135 137 134 Ilse Bergbau Genüsse....... Klücknerwerke .............. ( 106 106 106,5 106 ( 53,5 55,5 53,75 55,5 Manneomann-Röbren....... 0 55,25 55.75 55,13 56 Franttun a. DI. Lerlin Schlußkurs Schiußk. Abend- Vörie Schluß« lurs Schiußk. Dllnag» börse Datum 19. 2.9. 1.9. 2.9. Mansselder Bergbau....... . 0 24,25 24,5 23 5 24,75 KokSwerke................ . 0 —— — 66,5 67 Phönix Bergbau........... Rheinische Braunkohlen .... . 0 33,25 34,5 33,5 34,13 10 196,5 194.5 196 195.25 Rheinstahl ................ . u 78,25 78 77,75 78,5 Bereinigte Stahlwerke...... . 0 32,5 34 32,75 33,5 Otavi Minen ............. . 0 12,5 12,5 12,13 12,4 Kaliwerke Aschersleben...... . b — — 114 — Kaliwerke Westeregeln...... . b 117,5 117,5 117,5 115,5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 1Yi 158 158 158,25 158 F. G. Farben-Industrie..... .. 7 119,5 120 118,75 120 Scheideanstalt............. .. 9 170,5 170.5 — — Goldschmidt .............. .. 0 41 41,5 41 42,25 Rütgerswerke............. .. 0 49,5 49,85 50 50,5 Mctallgesellschaft........... .. 0 — 54 54,75 — PhUipp Holzmann......... Zementwerk Heidelberg .... Eementwerk Karlstadt....... .. 0 .. 0 42,5 73 43 72,5 - 62,5 .. 0 — Schultheis Patzenhofer ..... .. 0 — — 101 101,65 Aku Geld | Z5rie Helsingsors.. 5,864 5,876 5.844 5,856 Wien....... 47,95 48.05 47,95 Prag....... 12.42 19 49 Budapest ... Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 168.73 169.07 168,88 169,22 Oslo....... 6 G 3 8 Kopenhagen. 59,24 59.36 58 99 59'l1 Stockholm... 68.38 78,52 68,13 68,27 London ..... 13,245 13,285 13,20 13,24 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuyork .... 2,922 2,928 2,912 2,918 Brussel..... 58,47 58,59 58,41 58,53 Italien..... 21,99 22,03 22,03 22,07 Paris ...... 16,42 16,46 16,42 16,46 Schweiz .... 80,92 81,08 80.92 81,08 Spanien.... 35,01 35,09 35,01 35,09 Danzig..... 81,67 81,83 81,62 81 78 Japan...... 0,784 0,786 0,779 0,781 Rio de Jan. . 0,244 0,246 0,244 0.246 Jugoslawien. 5,295 5,305 5,295 5,305 Lijsabon.... 12,69 12,71 12,69 12,71 Banknoten. Berlin, 2-September Geld Bries Amerikanische Noten.............. 2,865 2,885 Belgische Noten.................. 58,25 58,49 Dänische Noten ................. 58,73 58,97 Lnglijche Noten ................. 13,16 13,22 Französische Noten............... 16,38 16,44 Holländische Noten............... 168,46 169,14 Italienische Noten................ 21,91 21,99 Norwegische Noten .............. 66,22 66,48 Deutsch Oesterreich, A 100 Schwing — Kumänische Noten............... — — Schwedische Noten............... 67,96 68,24 Schweizer Noten................. 80,74 81,06 Spanische Noten................. 34,88 35,02 Ungarische Noten................ Seliagr"' „flrnilitnbl6 0i«Beneffl jilö D,,5A Auch infolgt ßiiW sDÄ "Äs- SaM Sie sio $ie SchiMtzL atme “ ÄS» beigewohnt hatte"- derftührermitfei 6er kge fturmW bir Standarten bef Führers, Rndol § s SÄ Dann begann der Ovationen empjaWi er folgendes aus,uhr Wenige Stunden n der Partei ist beende Nacht hinaus in die wieder zurück zur Ar! der andere in die za stampf des Lebens n kann ihnen doch nie die verlebten lagt- Bewegung nicht erfa erfassen kann, legt | Fast alle Völker dei verschiedenen r fen auf. Diefe llretei einander abweidjenbtr mitioen fjunltioi @lei(f)f)eit für al mn werden. Darüber Wü w ihrem Wesen, ihren MiMrn tr Die Differenz zwischen z.T. sowohl äußerlich auch innerlich ganz er Die Spanne, die zwil genannten Menschen liegt, ist größer als l Sen und dem höchst, elt einige Rassen kulturelles Antlitz des menschlichen Kultur i se-n. Nicht das Slim Nr verantwortlich z Mensch selbst, d >er Fähigkeit begabt Die höhere R organisationssähioen wirft sich eine Berhalims ein, das Rassen umfaßt. Dam einer Vielzahl von V nur wenigen, Hergelei bes Stärkeren, Natur gesehen, als e Ntz Selten kann, l auTlS9 Oher 8ar fre Sfl genau toQltlne5 -"-deren. RCtiSj Moi «JSSJW ff¥släui9 au? dieser '°''ung°K?de! feinen bQn?nbit,i den nunnSn md)t Mern *7 'm Du Endeln um c «oreOi fleh ber h;5|Nunq Qfirwnis 1 SÄ FW: "°ere $$$e