Aeitag, 4. August 1933 m.M Kvübaussabe 183. Jahrgang Oer Ginn der französischen Aktion von tag» sichern möchte. Nun ist es so, daß die Stellung der Regierung Dollfuß s ch w ä ch e r u nd s ch w ä ch e r wird. Wer sollte ihr beispringen, wenn nicht Frankreich! Wie es amtlich selber nunmehr zugibt, ist es mit der Vorbereitung hierfür schon seit mehreren Wochen beschäftigt, woraus sich schließen läßt, daß es sich der unaufhaltsam zu- nehmenden Schwäche der Regierung Dollfuß schon lange bewußt ist. Bald wohl wird es bekannt sein, welche Staaten Frankreich für eine gemeinsame diplomatische Aktion gewinnen wollte ’’ ' itttung aber ist Englische Studenten beim hessischen Ministerpräsidenten D a r m st a d t, 3. Aug. (WSN.) Die Staatspresseselle teilt mit: Ministerpräsident Dr. Werner empfing heute morgen den Kurator der L o n d o - Mer Universität Mr. Read und zwei Vertreter der Londoner Studentenschaft. Die Lierren befinden sich auf einer Informationsreise durch Deutschland. Sie kommen von Gießen und Köln. Ihr nächstes Ziel ist Stuttgart. Die Reise bezweckt die Schaffung der Grundlage für eine deutsch-englische Zusammenarbeit und ben Austausch von Studenten. Im Laufe der angeregten Unterhaltung wurden verschiedene deutsch englische Probleme behandelt und von den englischen Herren auch die Hoffnung ausgedruckt, Annahme von Luzetgen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für Re- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20° , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. DerantwoNlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Crnst Blumschein undsürdenAn» zeigenteil L D.TH.Kümmel sämtlich in Gießen. schaftlichen Bedeutung der Reichsautobahnen. Als besonderen Vorteil des Projektes der Reichsautobahnen bezeichnete Dr. Todt die Beendigung des Konkurrenzkampfes zwischen Schiene und Straße. Zum Schluß erklärte Dr. Todt, daß der Reichskanzler bei der Verwirklichung des Planes der Reichsautobahnen den Zweck verfolge, nicht Straßen zu bauen, die in zehn Jahren von der Entwicklung überholt sein würden, fentern den schon jetzt unzweifelhaft feststehenden Bedürfnissen zukünftiger Jahrzehnte Rechnung zu tragen. Die im Anschluß an das Referat tes Gcneral- inspektors des deutschen Strahenwesens einsetzende Aussprache, die sich über mehrere Stunden erstreckte, zeigte eindeutig, daß die mahgebenten Fachleute tes deutschen Straßenbaus die Dichtigkeit der S t r a h e n b a u p l ä ne des Reichskanzlers klarerkannt haben und gewillt sind, an ihrer Verwirklichung mit allen Kräften mitzuarbeiten. Die Finanzierung des Baues des Rügendammes gesichert. B e r l i n , 3. Aug. (WTB) Im Anschluß an zahlreiche Vorbesprechungen in der letzten Zeit über den Bau des Rügendammes hat der Kreditausschuß der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten (Deffa) in seiner Sitzung am 2. August 1933 nunmehr endgültig seine Mitwirkung bei der FinanzierungdesBaues beschloßen. Gleichzeitig hat auch der Präsident der Reichsanstall ein energischer Schritt der interessierten Mächte übrig bleibe. 7Nan sprach und man spricht sogar von einer scharfen Hole, von einer gemeinsamen diplomatischen Aktion usw. Diese Wirkung scheint dem französischen Außenmini st erium doch etwas ungelegen zu kommen, zumal durch die Polemik der französischen Presse der Eindruck entstehen mußte, als habe Frankreich das Heft in die Hand genommen und suche die übrigen Mächte für einen Vorstoß zu gewinnen. Deshalb bemüht sich der „T e m p s" ohne seine bekannte Einstellung gegenüber Deutschland zu verleugnen, etwas zu dämpfen und er behauptet, in der gestern wiedergegebenen Form sei die heraus- gegebene Information nicht zutreffend. Jedenfalls handele es sich um kein Communique des Außenmini ft eriums, auch nicht um eine offiziösen Charakter tragende Rote. Die österreichische Bundesregierung habe wohl auch keine formelle Demarche bei den Regierungen der Hauptmächte unternommen, wenn auch im verlause der üblichen, auf die Lage in Oesterreich und Mittele» ropa abzielenden Verhandlungen finanzieller, wirtschaftlicher und politischer Art die Regierungen von Rom, London und Paris auf diese Vorgänge ausmerksam gemacht roortep seien. Es sei doch selbstverständlich, daß das Problem der Beibehaltung eines unabhängigen Oesterreich im Vordergründe des Meinungsaustausches stehe, den man natürlicherweise pflege, um die Möglichkeiten für eine allgemeine dauerhafte wirtschaftliche Reorganisation zu untersuchen. Denn wenn Oesterreich aufhören sollte, ein unabhängiges Land zu sein, wenn es infolge des Anschlußes oder auf andere weise direkt oder indirekt von Deutschland kontrolliert würde, dann würde die Losung des mitteleuro- päischen Problems unmöglich werden, und sämtliche Opfer, die man gebracht habe, um Oesterreich zu einer normalen Existenz zu verhelfen, wären vergeblich. Es treffe aber nicht zu, daß eine bestimmte diplomatische Aktion im Gange sei. und bisher sei auch keine Demarche erfolgt- Erst wenn die österreichisch-deutsche Spannung sich verschärfen sollte, würde man an die Initiative für eine gemeinsame Aktion zur Beseitigung einer unerträglich gewordenen Lage denken können. 3n demselben Gedankengang erklärt „Paris S o i r“, Frankreich bleibe, seinen Verpflichtungen und auch seinen Interesseü getreu, bereit, an einem Kollektiv-Protest teilzunehmcn, aber es müsse natürlich a b w a r t e n. Denn diese Frage interessiere in gleicher Weise die Regierungen von Rom und London. Für den Augenblick scheine kein unmittelbarer Schritt bevorzustehen. Das französische Geld für Oesterreich. Paris, 3. August. (WTB.) Havas teilt auf Grund von Gerüchten aus Finanzkreisen mit, daß der französische Anteil an der österreich i s ch e n Völkerbundsanleihe in Höhe von 300 Millionen Franks in den ersten Tagen der nächsten Woche ausgegebtn wird. daß niemals wieder ein Tag käme, an dem die germanischen N a t i o n e n; g e g e ni - einander kämpften. Für Hessen »st noch d»e Bemerkung Mr. Reads intereßant, daß die Technische Hochschule in Darmstadt in England einen hervorragenden und ausgezeichneten Ruf genieße. Die Herren, die am Donnerstagmorgen die Technische Hochschule besichtigt hatten, sahen sich am Mittag noch das Konzentrationslager in Osthofen an. Am Freitagmorgen werden sie noch d»e Fabrik Merck besichtigen. Die Vorbereitung des Autostraßenbaues. Havas verbreitet eine amtliche Mitteilung der französischen Regierung, die sich mit ter Spannung zwischen Deutschland und Oesterreich befaßt. Es ist richtig, daß die Spannung zwischen Deutschland und Oesterreich eine schwierige Lage geschaffen hat. Deutschland hat indes tote» terholt betont, daß es nichts sehnlicher wünscht, als eine Entspannung herbeizuführen und daß es grundsätzlich bereit ist, um ihretwillen bis an die Grenze des Möglichen und Er- träglichen dem blutsbrüderlichen Oesterreich entgegenzukommen. LInbehaglich wird uns jedoch bei dem Gedanken, daß es fremderHilfe bedürfte, um das deutsch-österreichische Verhältnis zu bereinigen. Gewiß, die Spannung zwischen Deutschland und Oesterreich kann nicht als eine Angelegenheit angesehen werten, die nur die beiden Länder allein angeht. Solche Spannungen gibt es überhaupt nicht, sondern sogar Spannungen von geringerer Bedeutung berühren sogleich die Gesamtheit ter europäischen Staaten. Wir wollen nicht sagen, daß sich dieser oder jener Staat dann einmischte, um bei einer Entspannung auch für sich selber allerhand besondere Vorteile herauszuschlagen. Hoffen wir vielmehr, daß auch bei ter Spannung zwischen Deutschland und Oesterreich derjenige Staat, der sich um eine Vermittlung bemüht, dies allein nur unternimmt, um der Sache willen und. um die europäische Politik von einer ihrer vielen Französische Hetze gegen das neue Deutschland. Oas pariser Außenministerium sucht die österreichische Regierung Oolisuß zu retten pariser Zwecklügen über angebliche Geheimrüstungen Deutschlands. <£r|d)cint täglich, aufcci Sonntags und Feierlag» Beilagen; Die Illustriert» Gießener Familienblätter Heimat m Bild Die Scholl» Monals-vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach- richten Anzeiger Siefzen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung einen erheblichen Betrag als Grundförderung für die Beschäftigung von Arbeitslosen zugesagt. Von den Darlehen der Deffa wird ein Teilbetrag aus eigenen Mitteln, der Rest aus Mitteln des neuen Arbeitsbefchaffungsprogramms der Reichsregierung gegeben. An der Finanzierung dieses großen Werkes, dessen Kosten auf rund 2 7 Millionen R M. veranschlagt werden, wirken außerdem noch die Reichsbahn, das Land P r e u - ßen, die Provinz Pommern, die beteiligten Gemeinden und Gemeindeoerbände mit. Durch^das zielbewußte Zusammenarbeiten der genannten Stellen sowie der beteiligten Reichsrefforts — des Reichsarbeits-, Reichsverkehrs- und des Reichs- finanzminifteriums — wird der Bau des Rügendammes ermöglicht werden, der neben feiner in der Preße bereits geschilderten großen volkswirtschaftlichen Bedeutung für den Verkehr nach den Rügenschen Dftieebätern und Schweden eine fühlbare Entlastung für den Arbeitsmarkt bedeutet. Eine große Anzahl von Arbeitslosen wird auf Jahre hinaus wieder Arbeit und Brot finden. Der Kreditausfchuß der Deffa bewilligte ferner aus Restmitteln des Sofortprogramms für Straßenbauten in Frankfurt am Ma i n und in den Provinzen Westfalen und S a d) f e n Darlehen im Gesamtbetrag von rund einer Million Mark, ferner aus Mitteln des neuen Arbeitsbeschaffungsprogramms 800 000 Mark für Ham b u r g für Instandsetzungsarbeiten an Hafen- und Bruckenanlagen. Berlin, 3. Aug. (TM.) Zum erstenmal ten am Donnerstag in ter Reichskanzlei die führenden Männer des deutschen St raß e n- b a u e s, um über die großen gemeinsamen Probleme ihres Arbeitsgebietes zu beraten. Der Generalinspektor des deutschen Straßenwesens, Dipl.-2ng. Dr. Todt, hatte neben Vertretern des Reichsverkehrsministeriums und des Reichs- Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda etwa 50 leitende Fachleute der Lander und ter preußischen Provinzen zusammenberusen. 3n einem ausführlichen Referat legte Dr. Todt die Fehler dar, die in den letzten Llahren und Jahrzehnten im Straßenbau gemacht worden sind und nahm eingehend zu den Fragen ter -Verwaltung, der Finanzierung und der technischen Ausführung Stellung. Dr. Todt gab weiterhin eine ausführliche Darlegung ter Volkswirt- Anbeginn der deutsch-österreichischen Spannung zur Genüge bewiesen, wie sehr es hier einseitig Partei ist. Es steht hinter der Regierung Dollfuß, ja, wahrscheinlich könnte diese sich Überhaupt nicht halten ohne die französische Rückendeckung. Warum sie ihm so ausgiebig zuteil wird, darüber erst noch zu schreiben, erübrigt sich. Auf die Regierung Dollfuß kann in Defterrcid) nur eine Regierung folgen, die dem Volkswil - len Rechnung trägt und den dortigen N a - tionalsozialisten die Macht einräumt, d i e ihnen gebührt. Frankreich hat dies von jeher als den Anschluß bezeichnet. Mit allen Mitteln will es aber die Entstehung eines Groß- deutschland verhindern, weil dieses alsbald einfach durch sein politisches und wirtschaft- liches Schwergewicht das französische Sy st em der sog. Nachfolge st aalen zum Einsturz brächte. Auf diesem System, wie es durch die Versailler Dränung entstanden ist, beruht aber die Hegemonial st ellung Frankreichs, die Macht und ter Glanz, denen es Ewigkeitsdauer Paris, 3. Aug. (WTB.) Die gestern abend der Agentur Havas ausgegebene Mitteilung, die französische Regierung verfolge feit mehreren Monaten mit Aufmerksamkeit die ö st e r r e i chi sch- deutsche Spannung, sie habe verschiedene andere Regierungen auf den Ernst der Lage hingewiesen und mit ihnen über die Mittel und Wege, beispielsweise eine gemeinsame Demarche, beraten, die diesen Zustand beheben könnten, ist von der französischen Presse als Stichwort aufgegriffen worden, eine regelrechte Kampagne gegen das neue Deutschland zu eröffnen. Die Blätter haben in diesen Betrachtungen, teilweise vom Jahrestag des Kriegsausbruches ausgehend, das Problem von dem Gesichtspunkt behandelt, daß Deutschland nichts Den ge^en und nichts hinzugelernt habe und nur noch Paris, 3. Aug. (TU.) Vom Quai d'Drsay wird folgende Verlautbarung ausgegeben: Der Außenmini st er beschäftigte sich seit mehreren Wochen mit der Spannung, die zwischen der österreichischen und deutschen Regierung besteht. Seine Aufmerksamkeit richtete sich insbesondere auf die verschiedenen Zwischenfälle, die sich in letzter Zeit ereignet haben, wie z. B. die Ueberfliegung österreichischen Gebiets durch Flugzeuge, deren Nationalität schlecht festgcstellt werden konnten und die dem Bundeskanzler Dollfuß feindlich gesinnte Flugblätter abwarfen, sowie die Sendungen der deutschen Rundfunk st ationen, in denen die augenblickliche ö st e r r e i ch i s ch e R e- gierung angegriffen wird. Der französische Außenminister hat bei einer Reihe anderer R e - gierungcn auf die Bedeutung und die Gefahren hingewiesen, die dieser Zustand einschließt und mit ihnen die Möglichkeiten besprochen, die geeignet erscheinen, eine Wiederholung zu vermeiden. Der Quai d'Drsay verbreitet weiter folgendes CommuniquS: Der f r a n z ö f i s ch e B o t s ch a s t e r in Berlin, Francois Poncet, hat am Montag einen entschiedenen Schritt bei der Reichsregierung unternommen, um gegen die kürzliche Entführung französischer Staatsangehöriger zu protestieren. Eine ähnliche Protestnote war bereits von der Regierungskommission des Saargebietes wegen Verletzung der Gebietsteile, die sie verwaltet, unter- breitet worden. Eine englische Darstellung. „Crkr'ndigungen bei der Regierung in Wien" London, 3. Aug. (WTB.) Wie Reuter meldet, sind die britische, französische und italienische Regierung zur Zeit mit der Prüfung der Frage der nationalsozialistischen Propaganda in Oesterreich beschäftigt, und zwar auf Grund der Erkundigungen, die von den Gesandten der betreffenden Mächte bei der Regierung in Wien eingeholt worden sind. Falls die beteiligten Regierungen zu dem Resultat kommen sollten, daß ein Schritt in Berlin gercch.fertigt sei, so würden, wie Reuter weiter erfährt, die in Betracht kommenden Vorstellungen entweder unter Berufung auf Artikel SO des Versailler Vertrages erhoben werden, in dem Deutschland verspreche, die Unabhängigkeit Oesterreichs zu achten, oder unter Berufung auf die Präambel zum Vier- m ä ch t e p a k t. D-.e Begleitmusik der Pariser Presse. Der neue polnische Fußtritt. Im geraubten Dberfchlesien spielte sich dieser Tage ein Vorgang ab, der sehr ernste Aufmerksamkeit erfordert, weil er symptomatisch ist. Arbeitslosen, die zur dortigen deutschen Minderheit gehören, wurden von den polnischen Behörden die Unter st ützungssätze abermals undohne Begründunggekürzt. Man muß den oberschlesischen Menschen kennen, wie geduldig er ist, wie lange er braucht, bis er in Erregung gerät. oo ist es denn auch nicht auf diese jüngste willkürliche Kürzung der Unterstützungssätze ausschließlich zurückzuführen, daß sich der Arbeitslosen eine große Erregung bemächtigte. Wenn sie versucht haben, gegen die polnische Banden und die ange- ruckte Polizei tätlich vorzugehen, so brach sich hierin die Verzweiflung der deutschen Minderheit in Polen einmal Bahn, die Verzweiflung über eine Unsumme von polnischen Willkür- maßnahmen, von Schmähungen, Verfolgungen, Bedrückungen — die Verzweiflung über ein inzwischen bis ins letzte ausgebildetes System der Entrechtung deutschen Blutes. Unsere deutschen Brüder innerhalb der polnischen Staatsgrenzen sind auf Grund der völkerrechtlichen Verträge, die uns aufgezwungen worden sind, polnische Staatsangehörige geworden. Auf Grund dieses Sachverhaltes, den wir einstweilen nicht ändern können, haben sie dem polnischen Staate gegenüber die üblichen Pflichten. Selbstverständlich haben sic dementsprechend dem polnischen Staate gegen- über auch Rechte, und zwar sind diese Rechte nie« bcrgelegt und ihnen feierlich zugesichert vom Völkerbund. Wir wissen, daß hinter jedem Recht, um ihm Anerkennung zu verschaffen, ein entsprechendes Maß von Macht stehen muß. Wir wissen, daß Deutschland dieses Maß von Macht, wie wir es um des Rechtes unserer Brüder in Polen wünschten, nicht zur Verfügung hat. Es bleibt uns — denn der Rechtsschutz der Deutschen im Auslande ist eine unveräußerliche Pflicht des Reiches — bis auf weiteres nur die Berufung auf das vom Völkerbunde zugesicherte M i n d e r h e i t e n r e ch t. Es bedarf keines Wortes, daß und in welcher Weife cs in diesem Falle erneut vom polnischen Staate verletzt worden ist. Unsere arbeitslosen Brüder in Oberschlesien werden hinsichtlich der staatlichen und mjtcrictlcn Unterstützung schon seit einiger Zeit schlechter gestellt, als arbeitslose Polen. Das ist ein unmöglicher Zustand. Nach dem Minderheitenrecht haben unsere Brüder in Polen in jedem Falle, also auch als Arbeitslose, die gleichen Rechte wie jeder andere polnische Staatsangehörige. Es ist daher ein schwerer Bruch des Minderheiten r e ch t s , wenn ihnen die gleiche materielle Arbeitslosenunterstützung verweigert wird, und es ist besonders schwerwiegend, daß es nicht bei einer Kürzung geblieben ist, sondern Kürzung auf Kürzung erfolgte. Es ist dies praktisch eine f y - stematische Entrechtung, die Deutschlands schärfsten Protest herausfordert, denn hier liegt ein sogenannter Präzedenzfall vor, den der polnische Staat, nach den bisherigen Erfahrungen und der bisherigen Entwicklung zu urteilen, wahrscheinlich im vollen Bewußtsein seiner Folgenschwere zu duffen versucht. Wenn der polnische Staat hierin nicht grundsätzlich zur Anerkennung seines Unrech- tes gezwungen wird, so wird es wohl nicht aus- blciben, daß sich die unterschiedliche Behandlung der deutschen Minderheit in Polen gegenüber anderen Angehörigen dieses Staates alsbalb auch auf anderen Lebcnsgebie- ten cinbürgert, ja, daß sie schließlich überhaupt zum System wird. Es kann dann sogar Wirklichkeit werten, daß dieser offene Bruch des vom Völkerbunde airantiertcn Minderheitenrechtes gegenüber den deutschen in Polen nicht mehr Unrecht, sondern Iiechtszustand wird. Es wäre gleichbedeutend damit, daß das deutsche Blut in Polen vogelfrei fein wurde. Dir bedauern, daß der polnische Staat durch feine Praxis die Veranlassung zum Glauben gibt, daß er auf diese Dogeifreiheit bewußt und planmäßig hinarbeitet. Wenn ihm nicht hierbei rechtzeitig und sehr energisch in die Parade gefahren wird, und dies ist nunmehr elementare Wicht des Völkerbundes, so wird überhaupt dis M i n d e r h e i t e n r e ch t wahrscheinlich schon ia naher Zukunft gegen st andslos geworden sein. Was dem polnischen Staat dann recht geworden wäre, würde den anderen Staaten, in denen deutsche Minderheiten leben, auf deren Entdeut- ij)ung mehr oder weniger offen ebenfalls hinge- erbeitet wird, dann wohl billig sein. Wir wissen, daß in allen diesen Staaten eine wachsende Stirn« Tiung für die Aushöhlung und praktische Außer- ^raftsetzung des vom Völkerbunde garantierten Minderheitenrechtes vorhanden ist. Polen betreibt djo nur die Geschäfte dieser anderen Staaten. Vogelfrei aber darf und soll deutsches $ lut nicht werden! MetzenerAiizeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drnd und Verlag: vrühl'sche Universtlälr-Vuch- und Steinörudcrei R. Lange in Sietzen. Zchriftleitnng und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Schwierigkeiten zu befreien. Wir mochten es hoffen, weil mir eswünschen, aber bei der 23 e r m i 111 u n g s a 11 i o n Frank- । gemein]ame uipiuuiuiiw« r e i d) s können wir es nicht. Frankreich hat seit I und gewonnen hat. V e r m i ch ex or, t unb oin. ■-- om Wd Quf t 2ahrchchau ^Leichspräsi. *c -Malm tet für Hagcmda Dr. ®oe b , UZenmal im neuen Überblick über Rassen- M deutschen RM ewes neuen deutschen gcben wird. Die Ab. rbeü zeigt Tpihenlei- ii Handwerks und der seitherigen 8 Kirchen- ergewählt. Es sind die riedrich Karl Rinn, ohann Philipp Krötk, p Ainn I., Wilhelm mer II. und Wilhelm 3. Slug. Sim Sonntag )lte unb betätigte fiir- keuwahldes Kir- . wurde der jeWrige tizählig wreder- a'tz die Archengemeinde chrung zufrieden war. iberg, 2. Aug. Bei llchenvorstand wurden in eren Mitglieder des Kir- ,rz IX., Bürgermeister iufer, Salti). Pitz lll., . Harnisch V. wieder- len Louis h e tz, Steuer« p d II, Steinberg, das indsmitglied Altbürger- Ehrenkirchenvorsteher er« rchengesangverein Mag in Gießen, um den chen Klinik, ßrauenfiimt chwesternhaus durch ^Bor- d Volkslieder eine tzreu- ie Gesänge wurden von er Freude ausgenommen 5onntagsscier. . kontagabend trat ur>Ge jhlte evangelische rfrefung zu ihrer Bor der feierlichen Der die Körperschaft emge' Kuo 12, Bers 1 eine „ngüYir bi» W" WmeW»‘r*- ho« Kirchenoorstanoes. AM 'inh Werkführer Fritz „fj'tn.. )oliieiprälii>6i>* 5 m'. -- t worden, n"/ ter ?, die Fran f( . ^?r/2ervendung nettere st^m nhard von au8 re «II “A ie Er .^,eges nd'gunf^AMmaiidant , pr luleß* „c.hi war. □ Ältengr^ o gene- von Destre^'molize'" cwarb ej ^ttrauen, ' •***: seine Aktion nicht! Es ist eine Rettungs- matznahme für die Regierung Doll- f u ß, eine Sicherungsmahnahme für die brüchige Versailler Ordnung! Eine phantasievotte Schwindelmeldung. Deutschenfeinde und Abrüstungsgegner Arm in Arm. London, 3. Aug. (ERB.) Der marxistisch« «Daily H e r a l d'^ meldet in großer Aufmachung, das französische Außenministerium besitze ein neues Geheimaktenstück mit Mitteilungen über schwere Verletzungen der Entwaffnungsbestimmungen von Versailles durch Deutschland. Das Blatt zahlt folgende Punkte auf: 1. Flugzeuge. Es werden Flugzeuge hergestellt, die sich mit größter Schnelligkeit in Bomben- und Kampsflugzeuge verwandeln lassen. Eine Vereinbarung zwischen dem Deutschen Luftsport- Derband und der Hitler-Jugend sieht die Ausbildung von Fliegern vor, die mit dem 12. Lebensjahr beginnt und mit dem 18. Lebensjahr beendet ist. 2. Giftgase. Mindestens eine Fabrik unter nationalsozialistischer Aufsicht macht Experimente mit Giftgasen für seine künftige Erzeugung. 3. Schwere Artillerie. 3n dieser Beziehung werden die Versailler Bestimmungen in Deutschland und in zwei Rachbarländern gebrochen, wo auf deutsche Bestellungen hin schwere Geschütze geliefert werden. 4. Maschinengewehre. Im Rheinland werden große Mengen leichter Maschinengewehre hergestellt, die von einem Oesterreicher namens Strange erfunden worden sind. 5. Gewehre und Revolver. Fabriken in Deutschland und mindestens eine große Waffenfabrik in einem Nachbarland stellen Gewehre und Revolver für Deutschland her. In der letzterwähnten Fabrik sind alle Werkführer und Aufseher Deutsche. In den rheinischen Fariken, wo Gewehre hergestellt werden, sind nur Nationalsozialisten beschäftigt, die vor ihrer Einstellung durch Eid zur Verschwiegenheit verpflichtet werden. 6. Tanks. Tanks werden entgegen dem Vertrag in Württemberg nach Entwürfen von Herrn Vollmer, Berlin, hergestellt. 7. Mannschaften. Ein Teil der SA. ist in der Weise gruppiert, daß die Reichswehr sofort durch völlig ausgebildete Mannschaften aufgefüllt und auf 300 000 Mann gebracht werden kann. „Daily H e r a l d" bemerkt noch, Bemühungen Frankreichs, das Interesse der britischen Regierung an der Sache zu erregen, seien bisher erfolglos gewesen. * Diese Meldung ist bezeichnend für die Schwindelmeldungen, mit denen gewisse französische und m a r x i st i s ch e Kreise die Weltö"entlichkeit gegen uns auf^uputschen versuchen. Wie wenig überzeugend diese Manöver sind, beweist die von dem englischen marxistischen Blatt selbst zugestandene Tatsache, daß die englische Regie ^ung sich nicht bereit gezeigt habe, aus diese Manöver hereinzufallen. Die angeblich französischen Dokumente müssen also so gut wie überhaupt kein st i ch - haltiges Material enthalten haben. Daß ausgerechnet der marxistische „Daily Herold" diese Informationen lanziert, zeigt deutlich, aus welcher trüben Quelle die Abrüstungsgegner „ihr Material" schöpfen. Ein Gewährsmann der französischen Spionage verhaftet. Solche Lumpen sind Frankreichs Quellen! München, 3. Aug. (WTB.) Die P o l i - zeidirektionMünchen teilt mit: In B e r - l i n wurde der ehemalige russische Generalstabs- vberst Alexis Lampe unter dem Verdacht der Spionage zugunsten einer s Maises erhalte Wmäfcige Art d |iP®-ter, bei denen die -Herrn Erichs ■ WdjriebJ?^ V/ und beliebt ist: । ä xf.er)_ an die End I i an iljnen bei 1 -Uwe, bann blei id'cr. W i>e H:5* 1 '••3eÖ mir 00° fL un i Dern)irl M'Aehl er * Mrs I K&unftW1 nKieres Dollsten. «.deUsbeschal jpsteit dazu; dn 6 ’ Mi Werk und h I passen wieder in/ 1 - einzuglie i „ff sich ausschlW seinen Willens 1,1 lUrbellsbeschasM f [je für einen. I» i verscheucht die düs 11! ßrr Arbeitslosigkeit '.! j Reift, daß dem bei 8 I Erblühe bess're Zei H DieArbeitslo II | |oen Arbeitslosen 2 I I Laßt drum nicht t- ß j Lampst gegen Le'l W Dcweiht „dem Ast diese ßotterie[ Ti Sorgt, daß die du I Kecht bald oorube Speise, ^Institut für ' ;ije n 3 ü d) I u n g ai !) uns geschrieben: 11 it nächsten Zeit w | -i ntgenbau und W | chtat wieder Spei I . Wir machen ai jL; ie Gemüse, welches J l «»ehme Abwechslui 1 \ Die Maiskolben 1 unb sind in diesem. | frkoblehndraten und J ' j unb Idjmatfljaft fu besonders geeignet I I; 3Übereilung gefch I * Wölben werden in ! ben um Die- ’IDI hessischen Si lsMstatthalter m H M aus dem 6fa Bungen, die c BIS« n °der e ttjfoWünbe (Wen werden e K 2?^ bie all ,4.7 nehmen wird Wlnen L «r-s k Ortsgruppe flu.t I ’W-A e.t' i »Äinnm1 il|r "> ««rill "" " 'n ®i y > »V °*f° M Ruf Un'sier I i- Ms1,,5*» 1, Aus der Provinzialhauptstadt Ul rpIEjanbels, mag dieser auch nach Ge- ei: eil ,!o > >'gezeichnet. Hot’ aber auch die weich gekochten Körner m? Erster von den Kolben abtrennen und Btätt r und Petersilie gedünstet als Beigabe einmal oertagungsreif. rs Hal unser Führer die Sache angepackt, ich morgen verwirklichte er seine gigan- ;e. Wie geht er der Arbeitslosigkeit zu cum glaublich kurzer Zeit hat er durch aen Willen Millionen wieder zu Arbeit rholfen. Deutschland, seit 14 Jahren der elbischer Nachbarn, kann wieder oer- jn die Zukunft sehen. Jeder einzelne darf jertl noch glaubt, die Mitarbeit in seinem hi« Fachverband nicht nötig zu haben, der Kanal. - Sieben lote. aus Amsterdam, die sich ch Andyk begeben hatten •en waren, sind mit ihrem dholländischen Sa« leschlossene Personenkrast« rmißten Amsterdam Der« der vergangenen Aächte nö im Äordholländischcn s dem Wasser gezogen assen sind sämtlich er« ’fe des Wassers dort lang es nur mit Mühe, Kranes ans tem 'SM- !sr:?ektil-Einzelbandel6 Geschäfte! teT-n Dorsitzenden der Ortsgruppe Gießen des 5 Leides des Textileinzelhan« «5m Erich Schulte (Marktplatz 9 10) i--- isfshrieben: CMaruppe Gießen des Reichsbund des - Wandels e. V., Berlin, hat sich am i w an alle ihr noch fernstehenden Textil- aaiMsiirmen in Gießen gewandt und sie (i, wir müssen nur alle dazu beitragen, mseres Dolkskanzlers zu fördern, und & iner Mark können wir mithelfen am ler Welt. ieReichslagsbrandDer drandstiftungssache 'n die Anklageschrift e umsaht mehrere hundert :n und seine sieben er« anenhasien Anblick. Die sunden wurden, ergab, nach ihrem Sturz ins Glichen Todeskamps ge« ei von den Ertrunkenen en einer verheiratet und ix war. Der genaue her« sich nicht mehr seststellen, i der Nahe waren. M xi ist durch mhrere scharfe tesn ^ben. g1u- schmecken die Körner als Gemüse mit Hi Mehlschwitze aufgekocht — auch als mit Erbsen geeignet. Besonders zu h daß man zweckmäßigerweise den Topf, > an den Mais kocht, mit den Lieschen iU i cn. gl Hm Hoffnungen besprachen die Zeitungen t.rlt. rzusammenkünfte vorher, mit vieloer« le de erfolgte jedesmal die Eröffnung, die nttn der Vorsitzenden usw. wurden oer« imstiluierten sich Unter- und Arbeitsaus« Damit war das so schwungvoll Begon« “»äs daß tr , y kn #*6,6 lctIi"ÄUein™ -denn derN'nicht 3r ^ld s°r§?^ den et 'Ile bS«*" «säs 1008 Schiff . m Londoner ^egraphi^ * ateftÄ* 'ich NZS 18 iUt Hitler unk er fürchtet, dah es n werde, wie in Deutsch. E« die die „Aachtaus. Urbarer Avlokobau, der Prosessor Reinhardt hat .^gebaut- in dem er seme Gaste zu deran« br «ns geschrieben: c:ilni(f)|ten Zeit wird durch das Institut ilH'ntau und Pflanzenzüchtung der Lan- kWü . wieder Speisemais auf den Markt Wir machen auf dieses schmackhafte, teilSsmüse, welches unseren Speisezetteln «chme Abwechslung bringen wird, auf- ny Die Maiskolben werden halbreif ge« win' sind in diesem Zustand reich an Vita« Ncilehydraten und Eiweiße leicht be« ch< md schmackhaft sind die jungen Mais« Mnders geeignet für die Kinderernäh- Dlfe Zubereitung geschieht folgendermaßen: Mio Iben werden in Salzwasser % Stde., , ujer, sonst werden sie hart, gekocht und als tieften aufgetragen. Mit etwas Salz be- jnt mit etwas Butter bestrichen, ißt man mH von den Kolben ab. Diese Art der Zu- igp isi sehr einfach und billig und der Mais Rückschau auf die Zmkeriagung in Bad-Nauheim. 7000 Besucher der bienenwirtfchaftlichen Ausstellung. ♦ Bad-Nauheim, 3. August. Die Imker« t a g u n g und die bienenwirtschaftliche A u 5 ste llung in Bad-Nauheim, die sich zu einem großen Erfolg gestalteten, sind vorüber Die Zahl der Besucher der hochinteressanten Schau wurde auf etwa 7000 geschätzt, lieber die Ausstellung konnte man aus Fachkreisen, wie aus den Kreisen der der Bienenzucht fernerstehenden Besucher nur ein einmütiges Lob hören. Die Ausstellung war nicht nur ein großer ideeller, sondern für viele der unmittelbar Beteiligten auch ein finanzieller Erfolg. Manche der ausstellenden Geschäftsleute konnten vollständig ausverkaufen. Die gesamte Veranstaltung sand ihren Abschluß mit der Verteilung der zahlreichen wert« vollen Ehrenpreise, die gestiftet worden waren. Unter den Preisträgern wurde von der zuständigen Kommission an erster Stelle die Firma Alberti- Amöneburg genannt. An zweiter Stelle der Imker Franz Fritzel von Bruchenbrücken, an dritter Stelle Frau Pfarrer A i s ch für ihre Honigküche Viele Imker fanden für ihre Leistungen ehrende Anerkennung. Außer den Ehrenpreisen gelangten noch verschiedene goldene Medaillen zur Vergebung. Mit goldenen Medaillen wurden die Herren Hil- de b r an d und Pfarrer A i sch - Bad-Nauheim, ferner die Firma A lb e r t- Amöneburg, der Frankfurter Imkeroerein, der Wette rauer und der Kurhessische Imkeroerein ausgezeichnet. Neben diesen Ehrungen wurden an zahlreiche Imker silberne Medaillen als Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen vergeben. „Deutsche Woche" in Friedberg. WEN. Friedberg, 3. Qlug. 3n der Stadt Friedberg (Hessen) wird in der Zeit vom 16. bis 21. September 1933 eine „Deutsche Woche" der* Kunden mit landwirtschaftlichen und gewerblichen Ausstellungen abgehal^ Wrbritsbeschaffungslotterie, • ie ZSDAP. herausgebracht hat, gibt uns qiitifit dazu: der Ertrag dient dem be- irriei Derk und hilft, die arbeitslosen sMofeu wieder in den Dirtschaftsbetrieb einzugliedern. bilUi sich ausschließen, jeder muß mithelfen, U|iffti nen Willen zum Wiederaufbau bekun« 3 lvkitsbeschasfungslos« kaufen. Einer für ) i■ Rät einen. Krcheucht die düst're Wolke !0r Arbeitslosigkeit! f ifi, daß dem deutschen Volke Irblühe beff’re Zeit! |te Arbeitslose bringen bin Arbeitslosen Brot, iii^t drum nicht lang euch zwingen, ?’npft gegen Leid und Not! tz weiht „dem deutschen Volke" -i diese Lotterie! forgt, daß die düst're Wolke lifji bald vorüberzieh'! Speisemais. Irslitut für Pflanzenbau und ffln zu chtung an der hiesigen Unioersi« msdeschaffung ist Dienst am Volke' Jeder kann Helfer sein ... Iijlb'v waren wir gewohnt, alle Monate von i nahem Konferenz, die in irgendeiner Form e^jng der Weltwirtschaftskrise beitragen II l welche den Kolben einschließen) aus- ü|ij Kolben auch während des Kochens .Qjifien bedeckt Nur so bleiben Farbe und ölt- Maises erhalten. xv Imäßige Art die Kolben zu verzehren, bei denen dieses Gericht schon länger nrb beliebt ist: man steckt 2 Stäbchen i an die Enden des weichgekochten . .tru-fit an ihnen den Kolben und führt ihn fiiT.be, dann bleiben die Finger beim iulI r. P-oben nm Miederbeschästigung ie« hessischen Staatsdienst. Glast sprossest eile teilt mit: Bei -«hatatthalter in Hessen sind zahlreiche ■ ton aus dem Staatsdienst entlassenen " tiirgegangen, die eine Wiederbeschäfti- i Entlassenen oder eine nochmalige Prü- \ kixtlassungsgründe bezwecken. Die cm- | rig aben werden einer gewissenhaften Ji w.terzogen, die allerdings einige Zeit wm nehmen wird. Aus diesem Grunde fit: einzelnen Besuche seither noch nicht "tcrben. Erledigung kann auch vorerst fm|e». Aach Abschluß der Ermittelungen |i|>itcr die Eingaben einzeln beantwortet ** Hessische Personalien. Das Hessische Personalamt Darmstadt teilt mit: Auf eigenes Aachsuchen wurden in den Ruhestand verseht: Der Kommunalforstwart Georg Paul VI. zu Groß- Eichen mit Wirkung vom 1. August, der Mini- sterialkanzlei-Inlpektor Heinrich Herpel zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. Oktober und der Dauoberinspektor Friedrich Freudenberger zu Friedberg, ebenfalls mit Wirkung vom 1. Oktober. Auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze tritt am 1. September der Oberregierungsrat Ludwig Scriba bei der Brandversicherungskammer zu Darmstadt in den Ruhestand. ** Straßensperrungsnachricht, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club E. V. (AvD.). Gießen: Die Straßensperre auf der Strecke Lauterbach—Schlitz, Abtlg. S ch l i tz—W i l l o f s, 'wird ab 5. August aufgehoben. ** Der D e u tl ch e Techniker-Berband, Ortsgruppe Gießen, hält am Samstag, 5. Aug., 20 Uhr, pünktlich, seine Mitgliederversamm- lung im Gewerkschaftshaus, Gießen, Schanzenstr., ab. Es sprechen Bezirksführer Pg. D i l l i n g-Frankfurt a. Main über „Organisatorische Fragen" und Pg Bartholomäus« Gießen über „Der ständische Ausbau im nationalsozialistischen Reich". Für die Mitglieder ist die Teilnahme an dieser Sitzung Pflicht. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß auch die Chemiker, Ingenieure, Vermessungsbeamte und im Angestelltendienst stehende Techniker, die sich noch nicht dem Technikerverband angeschlossen und somit sich noch nicht in die Deutsche Arbeitsfront eingegliedert haben, zu dieser Versammlung eingeladen sind. Selbstverständlich ist es, daß auch die erwerbslosen Techniker willkommen sind. Das Ziel des Techniker-Verbandes ist es, alle deutschen Techniker zu einer machtvollen Techniker-Organisation zusammenzufassen, um sie als geschlossene Macht in den Dienst des Vaterlandes und des Berufsstandes zu stellen. Für Gießen und darüber hinaus für Oberhessen ist zunächst die Ortsgruppe Gießen zuständig. darf sich nicht wundern, wenn späterhin zwischen ihm und denjenigen Mitgliedern, die schon vorher berufsständischen Gemeinschaftsgeist gezeigt haben, unterschieden werden wird. Anmeldungen sind einzureichen an die Ortsgruppe Gießen im Reichsbund des Textil-Einzelhandels e. V., durch den Ortsgruppenführer. Bauwirtschaftsbelebung öurd) die Brauerei Oenninaboff. Man schreibt uns: Daß auch am hiesigen Platze das von der Reichsregierung ins Leben gerufene Werk der Arbeitsbeschaffung in tatkräftigster Weise gefördert wird, beweisen u. a. die Maßnahmen, die die Firma Gießener Brauhaus und Spiritusfabrik A. & W. Denninghoff in Gießen gegenwärtig trifft. Die Firma, deren Ge« bäude und Betriebseinrichtungen in den letzten Jahren dauernd vergrößert und erneuert worden sind, hat sich jetzt zur Beschaffung eines neuen Sudhauses entschlossen und die hierzu erforderlichen Arbeiten und Lieferungen bereits vergeben. Es handelt sich um ein Objekt, dessen Ausführung an die Firma ganz erhebliche Anforderungen stellt. Einmal wird hierdurch der Warenaustausch gefördert, andererseits findet eine größere Anzahl Arbeiter auf Monate hinaus Arbeit und damit lohnenden Verdienst. Seit Wochen ist man bereits dabei, die notwendigen Vorarbeiten auszuführen. Die Firma trägt hierdurch in besonderem Maße dazu bei, das große Ziel der Ueberwindung der Arbeitslosigkeit zu erreichen. Mit der Errichtung dieses neuen Sudhauses, bei dem alle Errungenschaften des modernen Sudhausbaues Anwendung finden, vollendet die Firma den vor einigen Jahren begonnenen Um« und Ausbau ihrer Betriebsanlagen. Dadurch kommt sie in die Lage, allen Anforderungen gerecht zu werden, die an einen zeitgemäßen Brauereibetrieb und ein daraus hervorgegangenes Produkt zu stellen sind. Nachahmenswerte Spenden! Als freiwillige Spende der Inhaber, sowie der Angestellten und Arbeiter hat die Firma Benner, Krumm & Sauer den Fonds: zur För- berung der nationalen Arbeit 250 Mark, der Adolf- Hitlerspende der deutschen Wirtschaft 150 Mark, der Hitlerspende für die Opfer der Arbeit 100 Mark, zusammen 500 Mark, zur Verfügung gestellt und den Betrag an das Finanzamt abgeführt. BornoNzcn. — Tageskalender für Fr ei tag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Kaiserwalzer". it; l!B.: Ernst Slumfjem. 00 Jahre alte Schirm auj » mit denen ObeMenttb- arah aus der Mm!«» ; dabei augenlchemluh M Lh Aus 2Ilt-3frael Wj e Wunden ausdrückte u öen Gesängen Mers stn -» S-st t übertrugen Die ®^ m nn der Wunden, M idlung oer ^ ^ebüdet 1QUÄn@ermanen h°- g. Der den .. ^echten ^^xaexVisigothoru” H E laa bei öcn ©«- SÄSSlS SS"** । eitfil ru ihr aufgefordert. Eine größere x2In« U e v... - tftiet richt organisierter Einzelhandelsfirmen eine som , sM, ^ufe Folge geleistet. Andere Firmen •' - öi.-Si tisber noch nicht getan, ja noch nicht MsteN- . -mann8 Jner von ®e ^nC sMNiel' ringt Aärendiich tisher noch nicht getan, ,a noch nicht 'N'wnisK" Jolksv^ ciW Äntwort für nötig gehalten. «nagen- W’1 'Ä fxekn hiermit nochmals alle bisher unserer n Sanblu" ipq5(ril^t angeschlosjenen Firmen des Textil- JbhandlE. °(en iaÄl5 aus, ihren Beitritt zu ihr ungesäumt Heinrich,&1 rtIaut-an*i unb nicht zu warten, bis die zwangs- i^ra Siebers der jung«* f^ ^erung erfolgen wird. ^An eine A nXitr- veisen mir darauf hm, daß der Reichs- Är Lindes!' ?eUtf$e N, >es> lettil-Einzelhandels für die Zukunft der Äbund fur einet ®fl* (e steiihsfachverband für alle Angehörige Äebnisse aU Join?? AArrchastszweiges ist und die Zugehörigkeit .Adlungen- n b eW eiiM Ortsvereinen oder Landesverbänden des Sr, Sieglrlxgnl >i-Glhandels, mag dieser auch nach Ge- >Dnnnn HE ibeit“ n*d|en gegliedert sein, van der Zugehörigkeit lte de-KÄ E M evHsachve?band nicht entbindet. ....." 1 ---- tcn werden. Der Friedberger Herbstpferde- markt soll gleichfalls in dieser Zeit, und zwar am Dienstag, 19. September, stattfinden. An diesem Tage wird auch eine Tierschau, bei welcher Pferde, schwarzbuntes Riederungsvieh sowie Fleckvieh, Ziegen usw. gezeigt und prämiiert werden, zur Durchführung kommen. Für Sonntag, den 17. und Montag, den 18. September, sind große Reiter-Turniere vorgesehen. Don einem 30 Zentner schweren Stein erschlagen. Wirges (Westerwald), 3. Aug. (WSN.) In den früheren seit einiger Zeit stilliegenden Chamotte« werken der Bereinigten Stahlwerke war eine Anzahl Arbeiter mit dem Abbruch eines im Freien stehenden Brennofens beschäftigt. Durch den niedergegangenen starken Regen müßen sich von der bereits größtenteils abgerissencn Decke Steinmassen gelockert haben, die sich nlöftlidj in Bewegung segten. Kaum hatte der Leiter der Arbeiten, di: Gefahr erkennend, Warnrufe ausgestoßen, als auch schon große S»einmassen in den Ofen hinab st ürzten. Wahrend fünf Arbeiter durch Zurucklpringen im letzten Moment einem schrecklichen Los entgingen, wurde der 36jährige Arbeiter Franz Schlotter aus Wirges von einem 20 bis 30 Zentner schweren Steinkoloß getrot- s e n. Trotz sosortiger Rettungsaktion vermochten die Arbeiter nicht mehr, ihren Kameraden lebend zu bergen. Das Unglück ist um so tragischer, als bereits vor zwei Jahren ein jüngerer Bruder des Verstorbenen in einem hiesigen tonbergroerf ebenfalls tödlich verunglückte. Oer Phönix, der aus der Asche stieg. Zur Erinnerung an das Zeppelinunglück bei Echterdingen vor 23Jahren. Von Or. Nudolf Oammert. Wir heutigen Menschen sind maßlos verwöhnt. Ueber unseren Häuptern kreisen nicht nur die Schwalben und Möven, sondern auch die großen Brummfliegen, die Flugzeuge mit ein, zwei und mehr Motoren. Und wenn ein Luftschiff über uns dahinschwebt, regt uns das gar nicht mehr auf. Eigentlich müssen wir Aelteren die heutige Jugend bedauern, die in die Zeitepoche der eroberten Luft hineingeboren ist. Wir haben noch die Erhebung des Menschen über den Erdboden erlebt, die un- geheure seelische Spannung und Erschütterung, als der Mensch den Wettflug mit dem Vogel aufnahm. Vor unseren Augen hat sich der Vorhang dieser Epoche geöffnet, wir haben den berauschenden Stolz erlebt, daß die Erde auf ihre Schwerkraft mit seinem lenkbaren Luftschiff vom Bodensee aus den Rhein abwärts zu fliegen und in einer vier- undzwanzigstündigen Fahrt deutsche Städte und Länder zu besuchen und dann in den Heimathafen zurückzukehren. Am 4. August begann die Fahrt. Graf Zeppelin war selbst am Steuer, außer ihm weilten elf Personen in der Gondel. Ganz Deutschland hielt den Atem an. Die Zeitungen waren umlagert und meldeten in immer neuen Extrablättern den Standort des Luftschiffes. Ein unvergeßliches Erlebnis war das Erscheinen des Luftschiffes für alle diejenigen, die es über ihrem Haupte dahin- gleiten sahen. Ruhig und sicher schwebte es dahin und gab jedem, der es sah, die Gewißheit, daß die Eroberung der Luft geglückt sei, daß diesem LuftDer Zeppelin-Gedenkstein am Rheinufer regenüber Oppenheim. verzichten mußte. Es war etwas viel, was auf die heute Fünfzigjährigen in ihren jungen Jahren einstürmte. Unter dem milden Schein der Petroleumlampe ausgewachsen, (ernten sie zunächst die feuerspeienden, gespenstischen Arme der Gasrohre kennen, bann flammten auf einen Fingerdruck vor den staunenden Augen die elektrischen Lichter auf, die handlichen eifrigen Lichtspender, die festlichen Girlanden der Nacht. Straßenbahnen setzten sich In Bewegung. Der Verkehr nahm ein stürmisches Tempo an. Aus komischen knatternden Kutschen ohne Pferde saßen Herren im Zylinder und Damen in bauschigen Röcken. Die Fahrstraße wurde mit Automobilen belebt, der Fußgänger lernte das Schreckwort kennen: Rette sich, wer kann! Aber das alles mar selbstverständlich. Beflügelt wurde die Phantasie von dem alten Traum und der unstillbaren Sehnsucht der Menschheit, von der Erde loszukommen und über dem Dasein dahinzuschweben. Viel menschliche Tragik hat sich an dieses Götterrecht herangewagt. Die Erfindung des Benzinmotors machte die Luft sturmreif. Nach der Vorarbeit L i k i e n t h a k s gab es immer neue Sensationen. Die Brüder Wright erhoben sich mit einem Gestell aus Stangen und Segeltuch als erste Menschen über den Boden. B 16 riot flog über den Kanal, Major von P a r s e v a l baute für Militärzwecke lenkbare Luftschiffe, die den Vorzug hatten, transportabel zu sein Korb, Motor und Hülle wurden mit der Eisenbahn in das Ma- nöoergelänöe gefahren, an der gewünschten Stelle mit Gas aufgeblasen und dann auf die Erkundungsfahrt geschickt. Dieses „halbstarre" System hatte abe- wenig praktische Bedeutung, es war leichtem Geschützfeuer ausgesetzt, und jeder kräftigere Wind konnte mit dem schwachen Motor sein Spiel treiben. Das auf technische Eroberung eingestellte deutsche Gemüt wurde in jenen Jahren aber immer wieder mit einer anderen wundersamen Mär ve- schastigt: am Bodensee sollte ein verrückter Graf mit dem Bau eines Luftschiffes beschäftigt sein, das Sturm und Wetter trotzt und viele Menschen über weite Länder hinführen kann. Unter unsäglichen Opfern, mit einer unbeugsamen Energie hat Graf Zeppelin in Friedrichshafen seine Er« sindung entwickelt und ausprobiert. Von den Reichsbehörden fand er keine Unterstützung, man erkannte dort nicht den überlegenen Vorteil des „starren" Luftschiffsystems an, das Graf Zeppelin vertrat. Nur der Erfolg konnte dem schwäbischen Grafen die Durchführung seines Werkes ermöglichen Mit fast spöttischer Neugier verfolgte man die ersten Bauversuche und die Errichtung der schwimmenden Luftschisfhalle auf dem Bodensee. Die Naturkräfte ließen sich das Eindringen in den Aether nicht so ohne weiteres gefallen. Sie korrigierten mit einem energischen Bruch manchen Fehler des Rechenstiftes. Doch der Graf schreckte vor dem gewaltigen Gegner nicht zurück, der die träge Masse des Wassers hoch aufpeitschen, Bäume, Häufer niederlegen und, wenn sich der Sturm zum Tornado entwickelt, ganze Erdstriche verwüsten kann. Das erste Luftschiff des Grafen Zeppelin war im Januar 1906 bei einer Versuchsfahrt über dem Bodensee einem orkanartigen Sturm zum Opfer gefallen, Motoren und Steuer waren ihm nicht gewachsen gewesen. Aber es war ein neues Luftschiff entstanden, und der Graf hatte es so ver- beffert und seine Bewegungskraft so verstärkt, daß er es wagen konnte, die erste Fahrt über Deutschland anzutreten. Und' nun verstummten die Spötter. Es war ein Feiertag in Deutschland, als bekannt wurde, daß der kühne Eroberer der Lüfte es wagen würde. schiff eine unübersehbar bedeutungsvolle Aufgabe zukomme. Früh um vier Uhr hatte es sich vom Bodensee erhoben, abends um sechs Uhr ging es auf dem Rhein bei Oppenheim nieder, da eine kleine Reparatur am Motor vorgenommen und Benzin auf- gefüllt werden mußte. Nach kurzer Unterbrechung wurde die Fahrt fortgesetzt. Morgens sechs Uhr war auf dem Rückweg Stuttgart überflogen war- den, man hoffte bereits auf eine glückliche Heimkehr. Da stellte sich ein neuer Schaden am Gestänge des Motors ein. Graf Zeppelin mußte sich zu einer zweiten Landung entschließen und wählte hierfür dieFilder Ebene bei Echterdin - g e n in Württemberg. Sie ging glatt von statten, und zwei Kompagnien Grenadiere hielten das Ungetüm an den Haltetauen. Von Stuttgart waren drei Eisenbahnwagen mit Gas unterwegs. Im weiten Umkreis begann eine Völkerwanderung nach der Landungsstelle, um das Flugzeug der Zukunft in Augenschein zu nehmen. Da plötzlich, nachmittags drei Uhr, als die Vorbereitungen zur Weiterfahrt fast abgeschlossen waren und der Graf sich in einem Gasthofe ausruhte, geschah das Un« erwartete. Eine plötzlich autretenbe Gewitter« böe nahm das Luftschiff in ihre Gewalt, entriß es dem Anker und den Haltetauen und schleuderte es zweihundert Meter weiter fort Der Monteur, der in der Gondel geblieben war, fand nicht mehr Zeit, die Ventile zu ziehen. Plötzlich war der Ko« loß in Feuer gehüllt, und wenige Minuten später ein wüster Trümmerhaufen. Es konnte als Glück bezeichnet werden, daß nur zwei Schwer« verletzte, ein Monteur und ein Soldat, von der Katastrophe mitbetroffen waren. Bleich, in schmerz- lichster Erregung stand der herbeigecifte Gras Zeppelin vor den Ueberreften seiner Hoffnungen. Alles schien verloren, denn er hatte für dieses Schiff sein Letztes gegeben, und er mußte fürchten, daß seine Gegner nunmehr endgültig triumphieren würden. Aber dieser Brand wurde zum leuchtenden Fa- nal für sein Werk. Das deutsche Volk sah nicht die Trümmer, es fühlte, ,daß diefes Mißgeschick noch mit den Kinderkrankheiten des abenteuerlichen Schiffes zusammenhing und für die Zukunft oer- meidbar gemacht werden konnte, es sah nur den Zeppelin, der siegreich durch die Lüste geeilt war, als Symbol deutschen Glaubens, deutscher Tatkraft, eines echt deutschen kühnen Wagens. Eine nie erlebte Begeisterung riß das deutsche Volk empor und griff weit über die deutschen Grenzen. Es stand sofort bei allen fest: der Zeppelin, der am 5. August 1908 bei Echterdingen in einer Gewitterböe gescheitert war, war in den Herzen nicht untergegangen, sondern wie ein Phönix neu erstanden. Die Regierung stiftete sogleich 50000G Mark und jeder im deutschen Volke griff in seinen Beutel, um ein Scherflein für den Bau eines neuen Zeppelins beizutragen. Aus der ganzen Welt kam ermunterndes Beileid, hilfreiches Geld. Graf Zeppelin, der durch die tiefste Stunde feines Lebens geschritten war, stand im hellen Sonnenschein des Erfolges, umringt von der Liebe und Bewunderung seines Volkes, das in ihm einen der größten Deutschen erkannt hatte. Zeppeline erstanden in großer Zahl, trugen in schwerer Kriegszeit den deutschen Angrisssgeist furchtgebietend in die feindlichen Länder, brachten den Helden in Afrika Grüße und Hilfe. Zeppeline umflogen die Welt, durchforschten die unzugäng- liche Arktis, sind zu zuverlässigen, pünktlichen Verkehrsmitteln zwischen den Kontinenten geworden. Echterdingen wurde zum Ausgangspunkt beglückenden deutschen Erlebens. K Oi) ©vA WS ö*ovsa~-co o' 4 1 < 1 I i L t r s r r ßrJ80 SJlxfpott »w ümff Su Wirtschaft be- AÄaitendeGeschWSbelebMgm-erLisenmdM große Nolle fyie besser ins Geschr Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a 2H . 7| 132,25 Philwv Hohmann 0 Zementwerk Heidelberg * (Semeniroer! Karlstadt.........°l 10 0 , 0 20,5 154,75 71,66 81,19 34,83 172 46,75 59 49,5 33,75 49,75 42,25 21,5 28,5 43,13 16 163 58,48 61,93 13,88 16,42 169,41 21,99 69,81 58,7 2 62,17 13,W 16.4* 170.» 22.tr 70,® (Brihner Mainkraftwerke Höchst a.M. . Süddeutscher Surfet ....... Die Tais- ausländ Rücksicht ar Deutschland! deutschen ge ländischen umfangreich Auslande u Aergeltungs sung geben Aufträgen c Gegenteil al daß dos fe; Kapital dos heit der d Dechtssich hält. Eine deutscher gin Ern Tennis-Drerländerkampf Der Berufsspieler findet am Sonntag in Düsseldorf statt. Er führt Deutschland, Frankreich und Amerika zusammen, die durch Aühlein und Rajnch, M. Plaa und Estrabeau und die „Weltreisenden' Tilden und Barnes vertreten werden. Wieder her gestellt ist der am Sonntag in Berlin verunglückte Motorradfahrer Herzogenrath, während Wemhöhner noch immer schwer darniederliegt. Herzogenrath will bereits am Sonntag in Hamborn starten. Im Weißblechgeschäft, das für den 0 porl der deutschen Ware eine c haben die Amerikaner sogar, um besser , zu kommen, ihre Preise ermäßigt, so daß ein M bewerb unter diesen Umständen kaum möglich ist 51 I 82 | 71$ 81,5 34.51 «nii 4 ®eiW Das 15. Deutsche Turnfest in Stuttgart ist vorüber. Künden wird man von ihm und sagen noch in späteren Geschlechtern, denn es war das gewaltigste Fest, das je die Welt erlebte. Alle, die mit davei waren als Turner, werden die Kunde von ihm hinaustragen in die deutschen Lande, und die Volksgenossen, die aus dem Ausland herbeigeeilt waren, und an dem großen Erleben teilnehmen konnten, sie werden Herolde werden deutschen Turnertums und deutschen Volksgemeinschaftsgeistes, der der Ausdruck des Deutschen Turnfestes wurde, zumal das oeft keine Verbandsangelegenheit der Deutschen Turnerschaft blieb, sondern zur Volksangelegenheit wurde. Denn nicht nur die Turner feierten es, sondern ganz Stuttgart, ja man kann sagen, ganz Schwaben lebte mit. Tausende und aber Tausende von Fahnen- und Blumengrüßen wurden den Turnfestgästen in Stuttgart und im ganzen Schwabenlande entgegengebracht. Ueberall jubelte die Bevölkerung den Turnern und Turnerinnen ;u, und hunderttaufende sahen, was die Deutsche Turnerschast will, wie sie arbeitet und wie sie zu begeistern und mitzureihen versteht. Und wenn am Abschlußtage des Festes mehr als eine Million Zuschauer dem Festzuge beiwohnte, und wie neue Schätzungen erkennen lassen, beim Ausklang auf der Festwiese fast eine Million Menschen als Zuschauer zugegen war und sich sogar außerhalb der Stätte der großen Vorführungen zusammenballte, um wenigstens die Reden zu hören, da sie keinen Platz zum Zuschauen mehr fand, so ist das ein Beweis dafür, wie sehr das Deutsche Turnfest Volksangelegenheit geworden ist, ganz im Sinne Friedrich Ludwig Jahns, der so schön über wahre Volksfeste zu sprechen wußte. Volksverbundenheit wurde in Stuttgart lebendig, sie löste einen Zusammenklang der herzen aus, wie ihn gewiß noch niemals eine Großveranstaltung für Leibesübungen geweckt hat. hier war Turnen der Weg, und das Ziel, das Volk, wurde erreicht. Das ist der gewaltige Gewinn des Stuttgarter Turnfestes, das aller Welt gezeigt hat, was deutscher Volksgemeinschaftsgeist ist. hier schlugen alle herzen im gleichen Takte, hier gab es nur ein Fühlen und Denken und einen Hochgesang deutscher Daterlands- begeisterupg. Aus der Tat der Arbeit, aus dem Willen zur Kraft des Leibes entsprang jene gewaltige Begeisterung und jener Zusammenklang der Seelen, der alle Herzen packte und mitriß. Bäche rauschten, . würde letzten E iirvüvs machen. j ®. Farben-Jndustrie . Scheideanstalt......... Goldschmidt RütgerSwerke ......... Metallgelellichast Derlin, kabinett 14.3ulil932 Dergevu schlossen. Grunds von ösfentli und Gemen antwort! Massgabe d- träge gelter entscheiden, entspringend sonen un Umstand' bund für i die Einwirk Aufträge v untersagt. Monstelder Bergbau .... Koköwerke ............. Phönir Bergbau........ Rheinische Braunkohlen Rheinstahl Bereinigte Stcchlwerke... Otavi Minen ......... Kaliwerke Aschersleben.. Kaliwerke Westeregeln.. Kaliwerke Salzdetfurth . 26,25 37,25 90,75 37,5 13,5 121,75 124 171 D e i der Internationalen Alpen- fahrt waren auf der vierten Etappe über 396 Kilometer von Turin nach Grenoble durch die italienischen und französischen Alpen von den gestarteten 59 Einzelfahrern und 13 Fabrikmannschaften wieder Paßhöhen von mehr als 2000 Meter zu überwinden. Am schwersten war es am Galibier-Paß (2654 Meter), wo eine Bergprüfung stattfand, bei der die gestellte Aufgabe, die 5 Kilometer lange Steigung mit einem Durchschnitt von 45 Kilometer zu fahren, von den wenigsten Teilnehmern bewältigt wurde. heule leuchlel der Gedanke der Bruderschaft über allen Turnern und Turnerinnen, die zu einem Millionenheere angewachsen find, heule ist im neuen Reiche das erfüllt, was der Deutschen Turnerschast immer selbstverständliche Voraussetzung aller ihrer Arbeit gemeßen ist. Auch sie war ein Wegbereiter zum neuen Reich. Daher konnte man erfreut sein, daß diese innere Einstellung der Deutschen Turnerschaft und diese selbstverständliche Voraussetzung all ihres Schaffens und Wollens Würdigung und Anerkennung fand, war doch selbst der Volkskanzler Adolf Hitler zur Stelle, um sich zu überzeugen, was die Deutsche Turnerschaft kann und will. Gewiß hätte er sich, wenn er nicht der festen Ueberzeugung wäre, daß die Deutsche Turnerschaft dem Geiste und der Gedankenwelt des Nationalsozialismus eng verwandt fei, von einem Besuche des Festes ferngehalten. Daß er die Turner und Turnerinnen sogar mit einer kernhasten Ansprache beehrte, die nicht nur die Million der Teilnehmer am Feste hörte, sondern die durch ganz Deutschland widerhallte, das wird man als eine der höchsten Anerkennungen buchen müssen, die das Fest gefunden hat. Gewiß haben auch früher die jeweiligen Regierungen zu den Deutschen Turnfesten Vertretungen entsandt, es war aber noch niemals so, daß ein Führer der Geschicke des deutschen Volkes einem Deutschen Turnfeste beiwohnte. Somit einte sich im Deutschen Turnfest ein Dreiklang: . o . o . o .10 . 0 . o . 0 . 6 . 6 . k Die endgültige Meldeliste des am Sonntag ginnenden Segelflugwettbewerbes auf der Wasserkuppe weist 63 Flugzeuge auf. Der Veranstalter hat auch in diesem Jahre alle gemeldeten Flugzeuge zugelassen und von seinem Beschränkungsrecht keinen Gebrauch gemacht. * Inkraftsetzung der Handels klassen für Getreide. Im Reichsgesetzblatt ist eine Ver- irdnunq über das Inkrafttreten der handelsklafscn ür Getreide vom 29. Juli 1933 erschienen, wonach die Verordnung über Handelsklassen für Weizen, Roggen, Braugerste, Futtergerste und Hafer vom 3. August 1932 mit den aus die Verkündung folgenden Tage in Kraft tritt. * Vereinigte Glanz st off-Fabriken A G. Wuppertal-Elberfeld. Bei der Gesellschaft sind in den verschiedenen Betrieben seit Ende des vergangenen Jahres bis jetzt, vor allem aber in den letzten Monaten etwa 500 Arbeiter neu eingestellt worden. Die von anderer Seite gebrachten Mitteilungen über die Neueinstellung wird von Der Verwaltung als unrichtig bezeichnet. In den letzten Wochen hat sich, wie WTB.-Handelsdienst erfahrt, das Geschäft etwas beleben können. Frankfurter Abendbörse leicht rückgängig. Frankfurt a.M., 3. Aug. Die Abendbörse konnte das Berliner Schlußnivcau nicht völlig behaupten, es ergaben sich an den Aktienmärkten vielmehr meist kleine Rückgänge. So wurden anfangs Reichsbank 0,5 Prozent, IG.-Farben 0,25 Prozent und AEG. 0,1 Prozent niedriger notiert, und im Verlaufe bröckelten IG.-Farben um weitere 0,25 Prozent ab, wogegen Reichsbank im gleichen Ausmaß höher schlossen. Scheide- Kurze Sportnotizen. Um den Adolf-Hitler-Handball- pokal werden die Spiele am 20. August fortgesetzt. In der Borschlußrunde spielen in Leipzig die Mannschaften von Leipzig und Wuppertal, während das Spiel zwischen Magdeburg und Berlin in Magdeburg stattfindet. Die Sieger spielen am 27. August das Finale. Tage in Giuiigari Ein Rückblick. l)GbnVuB leit nA°n. biirfen ? . öeU öe8N vrilagr"' Das dir 'M Inhaber oder beteiligte Pe ft a m in u n g Zu versahren, geboten i bevorzug Ermessen bei s hier die unte sachlich richtic den zur Zeit hältnissen die bergrunb alle losenprot vorangehen r ausgesetzt, bc ' teiligte Finn den gründ i deutschen Stc f lem Umfa 3m übrige leöer Schl unter allen Ul ; ohne besondere °>e-tlaiG Unt der etwa in ff A - name Aternehmunaei faßbare - n„ » Ekürlichen Muer $etrie N,d^g der Gr Zehner sül N!ur die mi' fr Jein, ob deutsch, L Jingungsorbni fische ■ ;'■*"!„■ AmerUantlche Noten Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............. Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Unaarilcke Noten Die Mehrbeschäftigung, die seit einigen Monaten in Der Eisenindustrie zu verzeichnen ist, und Die in der steigenden Rohstahlerzeugung zum Ausdruck kommt, hat auch in Den letzten Wochen angehaltcii. Für die nächste Zeit wird mit einer Aufrechterhaltung dieses erhöhten Beschäftigungsniveaus gerechnet, wenn man auch nicht glaubt, daß sich das Geschäft noch weiter stark beleben wird. Die bessere Beschäftigung, hie jetzt aus annähernd 40 Prozent der höchstbefchäftigung der Jahre 1929/30 geschäht wird, ist lediglich auf die Er- starkung des Binnenmarktes zurückzuführen. Immerhin hat Die Absatzbelebung, von kleinen Schwankungen abgesehen, jetzt fast sämtliche Eisenerzeugnisse ersaßt. Den Hauptynteil an Der Martt- belebung haben Die Maßnahmen Der Regierung zur Beseitigung Der 21 r beit s* lofigteit. Erfreulicherweise ist aber auch festzustellen, Daß Daneben eine Auftrags ft eig e r u n g eingetreten ist, Die ihre Ursache in erhöhtem BeDars Der HänDlerjchast hat, Die ihre Warenlager wieder aufzufüllen beginnt. Hierin kommt zweifellos Die Stärkung Des Vertrauens in Die BestänDigkeit Der Wirtschaftsentwicklung zum AusDruck. Von besonDerer Wichtigkeit für Die Betriebssuh- rung in Den Walzwerken finD Die Lieferungen an die Reichsbahn im Rahmen des Arbeitsbefchaffungsprogramms der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft in Höhe von mo- sehr ungünstig bemerkbar. Auch der Wettbewerbs anderen Länder mit Währungsentwertung fallt f[j ins Gewicht. Trotz des Beschlußes Der Jreg, für M Amerikageschäft keine festen Preise festzusetzen, >s!4 fast unmöglich, mit Der EiseninDustill Amerikas z u konkurrieren, Denn ?| Eisenpreise haben in USA. nicht so angezogen, vl es auf OrunD Der Dollarentwertung zu erwart« war. . J Schultheis Patzenhoser 0 Aku (Allgemeine Kunstleide) ... 0 Bemberg...................0 Zellstosl Waldhos 0 Rellftoff Aschaffenburg 0 Dessauer Gas ...............’ Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum 0 Orensiein & Koppel 0 Leonhard Tietz .............. 6 Chade......................12 Dle Turnerschast feierte es, das ganze deutsche Volk erlebte es mit, und der Führer des Volkes gab ihm die für die Öffentlichkeit so überaus wichtige Einfügung und Anerkennung. So wird das Deutsche Turnfest in Stuttgart in dauernder Erinnerung bleiben, man wird seine Begeisterung ebenso wenig vergessen, wie seine Arbeit, und man wird immer wieder im Geiste bü blauen und weißen Heerscharen sehen, die sich in Stuttgart vereinten: man wird immer wieder denken an die gewaltigen Massenbilder, Die da, Fest in seinen Höhepunkten bot, man wird immer wieder sich erinnern an Die Großtat Deutscher Tur- nerei, Die in Stuttgart vor aller Welt erstanD, und niemals werden verklingen die rauschenden Akkorde, die das Fest in aller Herzen auslöste. 5)fl5 war wertvollste, volkserzieherische Arbeitstat, bas war deutschestes Vollbringen. Jetzt geht es in das Zukunftsland hinein mit hoffnungsfrohem Sinn. Ein frischer Wind schwelst die Segel. Der Weg ist klar! Die Sonne leuchtet im Morgenrot. „Und wenn wir marschieren, Dann leuchtet ein Licht!" Wie oft sang man Das ßieD in Stuttgart! Das 15. Deutsche Turnfest ist Das helle Licht, Das unauslöschlich strahlt ins ZukunftslanD hinein es ist Das Flammenzeichen, Das Die Deutschen Turn» unD Das Deutsche Volk ruft! F. P. Wiedemann. Flüsse wurden Ströme, und Ströme wurden zum Meer, in das jeder hineingerissen wurde der in irgendwelchen Zusammenhang mit Dem Turnfeste kam. Man muß bewunDern, Daß unser Deutsches Volk nach Dem verlorenen Kriege, nach Der schweren Zeit Der Inflation, nach allem, was es Durchmachen unD Durchlampfen mußte, sich so viel Begeisterungsfreu- Digkeit bewahrt hat, wie sie in Stuttgart zum Aus- Druck kam. Das ist gewiß ein Zeichen Dafür, wie hoffnungsfreudig jetzt unter dem Zeichen Des neuen Reiches unser Volk Durch Die Tage wanDelt unD an Die Zukunft glaubt. Es ist eine glückliche Fügung gewesen. Daß Das Deutsche Turnfest geraDe in Das Jahr Der nationalen Erhebung fiel, konnte Doch Die Deutsche Turnerschaft hier vor aller Oeffentlichkeit aufzeigen, daß sie kein NeulanD betritt, wenn fie mit Der neuen Zeit marschiert, wenn sie sich in Reih unD GlieD stellt, unD wenn auch ihre Fahnen mitflattern im WinDe beim Vormarsch für ein starkes, glücklicheres Deutfch- lanD, Denn das Turnen in seiner ganzen Vielgestaltigkeit, in seinen ganz ungeheuren Ausmaßen, mit seinen tiefen volkserzieherischen Werten, ist aus einem Deutschland, das stark sein will und sich seiner Kraft bewußt ist, nicht roeg- juöenten. Es ist Mittler der Kraft für das Deutsche Volk, zugleich aber AusDruck Der Seele Des Deutschen Volkes. Hier ist Deutsches VaterlanDsgefühl (ebenDig, hier schwingt Deutscher Gemeinschaftsgeist, hier ist neben Dem Kraftbewußtsein Das Nationalbewußtsein Die TriebfeDer jeglicher Arbeit unD Der Ausgangspunkt des Handelns und Fühlens. Aber auch dadurch fügt | sich die Deutsche Turnerschast so stark und selbsto?r- I stündlich in die neue Zeit ein: sie verkörpert seit Ur- beginn besten deutschen Sozialismus. Wenn ein Turnerdichter einmal sang „Wir wissen nichts von arm und reich, von Titeln', Rang und Stand", so hat er damit nur zum Ausdruck gebracht, was seit Jahn in der Turnerei Selbstverständlichkeit gewesen ist: Der 2lusgleich zwischen den verschiedenen Ständen und Berufen unseres Volkes. Er war in Der Deutschen Turnerschaft schon lange, ehe man überhaupt in Deutschland an Sozialismus dachte. Er hat sich erhalten all die Jahrzehnte hindurch, in denen die Deutsche Turnerschaft für die Dolksertüchtigung gewirkt und gekämpft hat. Er ist manchmal in der Vergangenheit denen ein Stein des Anstoßes gewesen, die sich für zu vornehm hielten, um in Reih und Glied zu treten und in der Deutschen Turnerschast zu turnen. Zum Deuischlandflug 164 Meldungen abgegeben. Am 1. August war Nennungsschluß zum Deutschlandflug. Der Ansturm auf die Nennungsliste hat unvermindert angehalten bis zum letzten Tag. 164 deutsche Sportflieger haben ihre Nennung abgegeben. Gemäß der Ausschreibung ist die Höchstzahl der zum Flug zugelassenen Flugzeuge auf 100 festgesetzt. Die Wettbewerbsleitung steht also vor der Aufgabe, im Sinne der Ausschreibung aus Der Nennungsliste, Die 164 Nennungen umsaht, Die Starterliste zu bestimmen, Die nur 100 Flugzeuge umfassen Darf. Hierbei wirb so verfahren, Daß zuerst Die Flugzeuge mit auslänDijchen Motoren gestrichen roerDen unD Darüber hinaus in umgekehrter Reihenfolge Des Nennungseingangs Streichungen bzw. Zurückweisungen erfolgen. BefonDers gespannt war man in Fliegerkrei en auf Die Nennungen, Die Der Aero-Club von Deutschland abgeben würde. Der Aero-Club hat Drei Flugzeuge genannt, von Denen Das erste der Ritter pes DrDens Pour le merite, Kapitän a. D. Ministerialrat Christiansen, führt. Die zweite Nennung bezeichnet Oberleutnant Hans SeiDemann als Flugzeugführer. Das Dritte Flugzeug fuhrt Der ausgezeichnet Flieger Wolf von Düngern, Der wie Ministerialrat Christiansen, im neuen Luftfahrtministerium tätig ist. 63 Segelflieger starten .... am Sonntag auf Der Rhön. natlicfi 40000 Tonnen Oberbau m ater u bis EnDe 1934. Diese regelmäßigen Lieferungen er möglichen Den Walzwerken Dispositionen auf langer Sicht. Im Gegensatz zum JnlanDmarkte hat sich i). Exportgeschäft nach Der Errichtung Der Jnternau nalen Rohstahl-Exportgemeinschast noch nicht zu b leben vermocht. Inzwischen haben Die international' VerkaufsverbänDe eine Umstellung ihrer Preße v» kob- auf cii-Basis vorgenommen. Doch üben u Käufer nach wie vor starke Zurückhaltung, Da di Dem Inkrafttreten Der VerbänDe größere Von schlüsse getätigt roorDen finD. Für Die Deutsche Egel inDustrie macht sich am Exportmarkt Die II schwächung Des Dollarkurses unD Die DaDurch ständig wachsende ßonrurrenj der amerikanisch« Eisenindustrie Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen DjviDenDe an. — ReichsbankDiskoni 4 o f) Loml ardz' f ß - anstatt lagen mit 172,75 Prozent 0,25 ProM höher. 21m Kassamarkt hielt Die Schwäche bet Bereinigten Ultramarin»2Iftien an, Der Kuij i, ging um 4 auf 102 Prozent gegen Den Mittags- | verkehr zurück: anfangs Der Woche hielt Da: Papier noch bei 115 Proz. Im allgemeinen toa: das Geschäft um etwas lebhafter, als es sonst in AbenDverkehr zu fein pflegt. 21m Rentenmarkt waren Reubesih gut be hauptet, Altbesitz gaben 0,1 Prozent nach. Reich-- bahnvorzugsaktien verbesserten sich um 0,1 Prozent, 6prozentige Stahlverein-BonDs lagen m.° veränDert. XI. a. notierten: Reubesihanleihe 11,70 -Altbesihanleihe 77,50 bis 77,60, 6proz. Stahl verein 58,75, Reichsbahnvvrzugsaktien 99,50 4pr° zentige Zolltürken infl. Kupon 5,30, Reichsbai: 150 50 bis 150,75, Gelsenkirchen 61,50, Harpenc 97 50 Mannesmann 62,50, Rheinstahl 90,5t verein 38, AEG- 21,1 Bekula 110,1, Conti Gumir 159,75, Licht unD Kraft 97, IG.-Farben 133 bi 132,75, Holzmann 50,75, Metallgesellschaft 49,7: Siemens 155, Hapag 14,1, RorDD. LloyD 1: Schwcrncmarkt in Butzbach. * Butzbach, 3. August. Auf Dem heutig« Schweinemarkt waren 323 Ferkel ausgetri den. Der HanDel vollzog sich sehr flott, Der Man wurDe geräumt. Für Ferkel bis zu 6 Wochen <6 wurden 10 bis 15.50 Mark, für 6 bis 8 Wochen ab Tiere 15.50 bis 17.50 Mark und für Ferkel im A ter von 8 bis 13 Wochen 17.50 bis 23 Mark bezahl. $ranlfuri a. 2)1. Berlin Schluß- (urd Schlußl. Abcnd- börft Schluß» lurei Schlußl. Miuag- börfe Oatuni 2-8. 3-8- 2.8 3.8. vranhur. u. JJl. .Berlin Frankfurt a.7)l. | Serlin Schluß» furd ?chlußk. Abmdbörse Schlußkurs Schlußl. Mittag» börse Schlußkurs Schlußl. Abcnv- börse Echluß- lurs Schlußl. Wittag- börse Datum 2-8 3.8. | 2.8. | 3.8. Datum 2.8. j 3.8. 2.8. j 3.8. 6% Deunche Mlctd)$anietbe v. ihzi 83 83,25 83,5 | 83,5 4% desgl. Serie II ............ 5,3 5,3 5.25 5,3 6% ebe m.73'o $1.8icltf)8anl. ö. 1929 98,65 98,25 98,9 ' 98 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4 4 — 4,25 5y2% Doung-Anleihe von 1930 . 82,25 82,3 82,25 82,25 4!4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 8,1 8,1 — — Deutsche Aul.-Ablös.-Schuld mi ■ 4% Rumänische vereinh. Rente . 3,8 3.55 3,9 3,6 Auslol.-Rechten ........... — 77,65 77,65 77,65 3%% Anatolier .............. 24,13 24,13 24 24,13 Desgl. ohne AuSlos.-Rcchte...... — 11,7 11,3 11,65 6% ehern. 8% Hell. VoiMaat 1929 Hamburg-Amerika-Paket ..... ' 14,4 14,13 14,13 14 irückzahlb. 102%)........... 75 ! 74,75 75,5 Hamburg-Südam. Dampsschiss. (• — — 20,25 Oberhellen Provinz-Anleihe ml Hansa Dampsschiss...........0 — — — — AuSlol.-Rechten ............ — — Norddeutscher Lloyd .........0 15,25 15 15 14,9 6% Hell- Landesbank Darmstadl A G. für VcrkehrSwesm Slkt. .. 0 47 46,25 46,5 46,5 Gold R. 12....... 81,5 81,5 — — Berliner Handelsgesellschaft.... > 86,75 86,5 87,25 87,25 6Vt% Heft. Landes Hypotheken- Commerz- und Privat-Bank ... 0 49,75 49,25 49,5 49,5 bank Darmstadt Liaui..... 85 85 ----------------- . Deutsche Bank und Disconto» Deutjche Komm. Sammelab l.An Geselllchast................o 54,5 54,25 54,5 54,25 leihe Seriel mit AuSlol.-Rechten 69,75 66,75 69,5 70 Dresdner Bank..............0 45.25 45,25 45,25 54,25 8% ehem. 8% Franks. Hyp.-Ban! Reichsbank ................. 1 151,5 150,75 150,9 151 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 82,9 82,9 — —— 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bam Goldpse. 16 unkündbar bis 193«; 82,9 82,9 — —— A.E.G......................' 21,4 21,13 21,4 21,25 Wo ehem. 4>/2% Franks. Hyp Elektr. LiesenrngSgesellschast ... t 84,25 — 84 84 Bank-Ltqu.-Psandbriese ..... 85,13 84,75 — Licht und Kraft .............6 98,25 97 97,75 97,25 6V,% ehem. 4'/r°<> Rheinische Felten & Guilleaume ........0 45 45 42,75 47,25 Hyp.-Bank-Llqu.-Goldpse. ... 86,25 86 — — Gesellschaft für Clektrische Unter- 6% ehem. 8% Pr. Landespsand nchmungen...............4 80 80,5 80,5 80,75 briesanstalt, Psandbriese R. 19 — 84,5 —- 84,4 Rheinische Elektrizität ........6 — — — — 6% ehem. 7% Pr. Landespsand Cchurfert & Go..............0 102 103 102 103 briesanstalt, Psandbriese R. 1< 85 85 — — Siemen« L Halske.......... '• 154,5 155 154 155 Verrechnungskurs 86 86 86 86 Lahmeyer L Co..............10 125,13 126,25 25,5 125,5 11,5 _ 71,25 72 71 72,5 1 0,95 _ 111,5 110,65 112 111 4% Ungarische Goldrenle ...... 4,75 4,7 62,5 61,5 61,75 61,4 4,25 4,25 _ 4,5 98,5 97,5 97,75 97,25 4y1% ve8gl von 1913......... 4,65 4,5 _ Hoesch Äsen—Köln-Neuesten.. | — 62 62,75 6% abgeft Koldmexilaner von 9l 7 7 — 1 — Ilse Bergbau ............... —- 4% Türkische Zollanlcihe von 191 3,4 5,' 5,3 | 5,25 Ilse Bergbau Genüsse........ 109 108,5 109 108,5 4% Türkische Bagdadbahn-Anleib Klürfnerwerkc ............... 57,5 58 57,5 58 Serie I.............. — 1 5,1 1 5,05 Mannesmann-Röhre»........ 62,75 1 62.5 62.75 62,9 2-August 3.August Amtliche Notierung Geld | 3rle Amtliche Jlottcrunj Geld | Sri, Hestingsor». Wien...... Trag...... Budapest ... Sofia..... Holland .... Oslo....... Kopenhagen. Stockholm... London..... Buenos Aires iE. Spanien... Danzig.... Japan..... Rio de Jan. Iugoslawim Listabon ... 6,164 48,95 12,42 3,047 169,58 70,13 62,34 71,93 13,94 0,928 3,147 58,56 22,13 16,43 81,24 34,96 81,62 0,859 0,244 5,195 12,69 6,176 47,05 12,44 3,053 169,92 70,27 62,46 72,07 13,98 0,932 3,153 58,68 22.17 16,47 81,40 35,04 81,78 0,861 0,246 5,205 12,71 Banknoten 6,144 47,20 12,42 3,047 169,83 69,98 62,19 71,83 13,92 0,928 3,047 58,64 22,11 16,46 81,37 34,96 81,67 0,839 0,244 5,195 12,67 6,151 47.1t 12,P 3,05! 170,1 i 70,1: 62.1 8 0,S! Ä N Ä 5.!