m.M seiäbaussabe 183. Jahrgang Donnerstag, 4. Mai 1933 (Er|d)etnt täglid), ouß er M '^jT Q Sonntags und 5tiertei* “**&?•* W» ▼ «Wietzener Anzeiger S=äT'i General-Anzeiger für Oberhessen richten »nzetger Sietzen. V 1 t f r Sranffurt am m°ain°ilese. Vrvck mid Verlag: vrülfl'sche Univerfitälr-Vuch- und Steinönideret R. Lange in Gietzen. rchnstleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraste 7. Annahme von Hnjetgen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis iur 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20", mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. Jg.lbgnot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein undfürbenAn- zeigenleil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Bietzen. Oie Front bes deutschen Arbeiiettums aufgebaut. Sämtliche Gewerkschaften unterstellen sich der Führung Adolf Hitlers. Berlin, Z. Mai. (TU.) Die JISft. rn^bei: wie uns öom Leiter des AktionstomitsUs 311 m Schutz der deutschen Arbeit. Dr. Lei), mitgeteilt wird, haben der Gefnmlverband der christlichen tteroerf- fchasten, der Gewerkschastsring denlscher 'üngeflell- tcn. Arbciler und Veamtenver bänbe (Hirsch- Bunter), der GDA^ der RDA. und andere Verbände sich bedingungslos der Führung Adolf Hitlers und den Anordnungen des Aktionsltomilees I o bn i 8 zum Führer der erwachten Nation Adolf Hitler. Ein Aufruf des Butab-KommiffarS. Berlin, 3. Mai. (WTB.) Der Beauftragte der 21 <5 03 O. für den „03 ut ab“, Bund technischer Angestellten und Beamten, hat einen Aufruf an die Mitglieder des Bundes ge- richtet, in dem er es als seine Pflicht als Nationalsozialist bezeichnet, auf das gewissenhafteste alle Belange der Gewerkschaftsmitglieder des Berbandes wahrzunehmen. Sämtliche Mitglieder werden gebeten, von Austrittserklärungen abzusehen, und diejenigen, die ihren Austritt bereits in den letzten Wochen vollzogen haben, diesen zu widerrufen. Die Regierung wolle eine berufsständische Organisation, damit der Nationalsozialismus im Gewerkschaftskörper seine segensreiche Arbeit leisten könne. zum Schuh der deutschen Arbeit unterstellt. Morgen werden mit dem Dhv. als letztem verband Der- hnndlungea slaltfinden. Ls ist zu hossen, das3 auch diese Organisation den Geist der Zeit erkennt und sich dem großen werke einfügt. Damit wäre zum erstenmal in der deutschen, Ar beiterbewegung dieZusammenfafsungal ler Arbeiter- und Angestelltenverbä^de erreicht und eines der grötztenwerke vollendet, die die Geschichte des deutschen Arbeitter- tums zu verzeichnen hat. wie uns der Leiter des Aktionskomitees zum Schuh der deutschen Arbeit, Dr. Ley, weiter mitteilt, hat er jetzt, nachdem sich diese verbände bedingungslos und oorbe- haltslos derNSDAP. unter st e l l l haben, die Absicht, die sachlichen und fachlichen Kräfte aus diesen Organisationen zur Mitarbeit heran- z u z i e h e n. Schon auf dem in der nächsten Woche stattfindenden grohen Arbeiterkongretz in Berlin wird dieser Wille zum Ausdruck gebracht werben. Oie neuen leitenden Männer. Tarifverträge find einzuhalten. Berlin, 3. Mai. (TU.) Der Leiter des Aktiljm' I komitees zum Schutze der deutschen Arbeit, Dr. Lc y, I hat eine Reihe wichtiger Anordnungen erlassen. Pg. Walter Schumann, MdR., wird mit ber J e» samten Leitung des ADGB., des (9ciaintücr- banbes ber christlichen Gewerkschaften DeutschlaNbs, bcs Gewerkschaftsringes beutscher Angestellten, Arbeiter- unb Beamtenverbänbe, sowie kleinerer Ber» bänbe beauftragt. Der Schatzmeister ber Arbeiter» uerbänbe, Pg. Paul Bringmann, unb ber 9* ter ber „Bank ber Arbeiter, Angestellten und Beamten AG.", Pg. Karl Müller, erhalten Vie Beaufsichtigung unb Kontrolle ber oben angeführten Berbänbe, sowie bes Afabunbes unb bcs GDA. Für die Erlebigung aller organisatorischen Framm der, fünf grohen Berbänbe, sowie kleinerer Berbänbe, wirb ber Organifationsleiter bes Aktionskomitees, Pg. Remholb M uchow, ernannt. Glcichzettia erhält er ben Auftrag, ben neuen Oraanisa- iionsaufbau ber beiben Einhettsver- b ä n b e ber Arbeiter unb Angestellten auszum betten unb vorzubereiten. Die Leitung ber gesamten Ge werkschaftspreffe aller in Frage kommenden Ber bänbe übernimmt ber Presse- unb Propag moaxnor bes Aktionskomitees, Pg. Hans B i a l l a s. Ferner orbnet Dr. Ley an, bah bis zur enbgub tigen Formierung ber beutschen Arbeitsfront alle Tarifverträge unbebingt innezuhal- ten jinb. Die Abfchliehung von Tarif- unb Wirtschaftsverträgen usw. ist streng untersagt. Einzelver- hanblungcn werben fortab nur zentral vom Aktionskomitee geführt werben. In einer Erklärung bes Aktionskomitees wirb es begrübt, bah sich am Mittwoch ber Gesarntver- banb ber Christlichen Gewerkschaften Deutschlanbs, der Gewerkschaftsring beutscher Angestellten-, Arbeiter» unb Beamtenverbänbe, ber GDA., sowie andere kleinere Berbänbe bebingungslos bem Führer her RSDA P. unterstellt unb erklärt haben, %ic Anorbnungen bes Aktionskomitees zum Schutz ber beutschen Arbeit befolgen zu wollen. Der Leiter bes Aktionskomitees habe ben Vertretern bieser Berbänbe allerdings keinen Zweifel darüber gelassen, daß er gewillt sei, jeden auch nur passiven Widerstand zu brechen. IOOOO Lokomotivführer hinter Adolf Hitler.» München, 3. Mai. (60103.) Der Hauptvorstand der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer hat in seiner am 27. April in Berlin stattgefundenen Tagung einmütig beschlossen, dem Reichsbund deutscher Technik, ber jetzt cknter der Führung von Diplomingenieur Gottfried Feder steht, beizutreten Der engere Vorstand hat die Pg. Kap Hengst. München, V e e n h u i s . Oldenburg, und B a r r e n st e i n . Aachen, in den geschäftssührenden Vorstand berufen. Die Oberleitung der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer bleibt nach wie vor in den Händen ihres langjährigen und bewährten Führers Josef Warstein. Die Gewerkschaft deut- scher Lokomotivführer umfaßt mit ihren 70 000 Mitgliedern rund 96 Prozent des deutschen Lo° komotivpersonals, von denen etwa die Hälfte eingeschriebene Mitglieder der NSDAP, sind. Die Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer gehört zu den am besten organisierten Verbänden und war ob ihrer unerschütterlichen nationalen Einstellung schweren Benachteiligungen unter der marxistischen Herrschaft ausgesetzt. Mit dem Beitritt zum Reichsbund deutscher Technik erfährt die Struktur der Gewerkschaft keine Veränderungen. Die Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer verbindet minder Einordnung in die nationalsozialistische Führung ihr Treu ege- Das neue Schulschiff „Gorch Jock" vom Stapel gelaufen. ,4 ' ■ li II 1 M. Das Schiff gleitet unter dem Jubel ber Menge ins Wasser. Hamburg, 3. Mai. (WTB.) Heute vormittag würbe auf ber Hamburger Werft von Blohm & Botz ber „Ersatz Niobe" auf ben Namen „Gorch F 0 cf" getauft unb vom Stapel gelassen. Eine riesige Menschenmenge hatte sich auf bem Werst- gelänbe eingefunden. Abordnungen ber nationalen unb militärischen Berbänbe bildeten Spalier. Kurz nach 10 Uhr traf Abmirak JRacbcr, ber Chef ber Marineleitung, auf bem Werftgelände ein, begleitet vopi Präsibenten bes Senats ber Freien Stadt Hamburg, Bürgermeister K r 0 g m a n n. Kurz vorher waren die Eltern bes Dichters Gorch Fock (mit seinem bürgerlichen Namen fiienau) unb sein Bru- ber angekommen. Nach bem Abschreiten ber Ehrenkompanie begab sich Abmiral Raeber mit bem Bürgermeister auf bie reich geschmückte Taufkanzel unb hielt bie Taufrebe. Er gedachte in feiner Ansprache zunächst ber 69 jungen beutschen Männer, bie auf der „Niobe" in der Ausübung bes harten seemännischen Berufes, im Ringen mit ben Elementen biefen ehrenvoll unterlegen unb babei uns allen ein B 0 rbild echter beutfdjer Disziplin unb t r e u e ft e r Pflichterfüllung im Dienste bes Baterlanbes geworben seien. „Aufrichtiger Dank", so sagte 2ldmiral Raeber weiter, „erfüllen uns in bieser Stunbe gegenüber bem Herrn Reichspräsibenten, unseren Oberbefehlshaber, bem Generalfelbmarschall von Hindenburg, unb ber Regierung ber nationalen Erhebung unter ber Führung bes genialen Reichskanzlers Abolf Hitler, Denen wir cs zu danken haben, batz auch über Diesem Schulschiff roieber bie ruhmreichen Farben schwarzweißrot wehen werben. Unser Dank gilt allen Arbeitern bes Kopfes unb ber Hanb, bie dieses stolze Schiff ersonnen unb erbaut hoben. Er gilt aber auch in ganz besonderem Matze weitesten Kreisen bes deutschen Volkes, bie aus bie Anregung beutscher Frauen hin trotz ber Not ber Zeit in aufopfernder Weise Groschen an Groschen'gefügt haben, um uns damit beim Bau des neuen Schulschiffes zu helfen. Der Kampf mannhafter deutscher Jugend mit der See unb bie aus biesern Kampfe entfpringenbe raun- berbare tiefe Liede zum Meer bilben ben Grundton in allen Werken bes Dichters ber Hamburger Wasserkante unb barüber hinaus bcs beutschen Dichters ber Seefahrt, Gorch Fock. Ihn oerbinben mit ber Marine unb insbefonbere mit biesem Schiss feine innige Verbunbenheit mit ber seefahrenben Jugenb, feine Liebe zum Meer unb zur Seefahrt als Kraftquelle bes Baterlanbes unb als oerbinbenbe Brücke." Der Abmiral begrüßte ben anwesenbenOber- Heizer 3 c n n e , ben einzigen Ueberlebenben von bem Kreuzer „Wiesbaben", auf bem Fock als Obermatrose gebient hat, unb feierte fobann ben helben- haften Opfertob Focks, ber in ber Schlacht am Skagerrak fein Leben liefe. Den Taufakt vollzog Frau Fröhlich vom Flottenbunb Deutscher Frauen mit ben Worten: „Aus Anorbnun^ bes Herrn Reichspräsibenten taufe ich bich „Gorch Fock". Langsam setzte sich unter bem breifachen Hurra bie „Gorch Fock", leise knirschenb, bann immer schneller in Bewegung, um ihrem Element zuzueilen. Mit bem Deutschlandlieb enbete bie Feier. Glückwünsche Hindenburgs und Blombergs. Berlin, 3. Mai. (TTl.) Die Meldung des Chefs der Marineleitung an den Reichspräsidenten und den Reichswehrmini st er über den glücklich verlaufenen Stapellauf des neuen Segelschulschiffes der Reichsmarine, .Gorch Fock“, ist mit folgenden Glückwünschen beantwortet worden: Glückwunsch des Reichspräsidenten: „Ich danke für die Meldung von dem Stapellauf des neuen Eegelschulschifses. Gleichzeitig mit meinen besten Wünschen für alle Zeit, glückliche Fahrt des neuen Schiffes und seiner künftigen Besatzung, verbinde ich meinen Dank an alle die deutschen Männer und Frauen, deren opferfreudige Mitarbeit das schöne Werk der Dolksspende „Niobe" zu so stolzem Gelingen geführt hat. Glückwunsch des Reichswehrministers: „Ich danke für die Meldung des Stapellaufs des neuen Segelschulschifses. Dank der Opferbereitschaft weitester Kreise unseres Volkes hat die Reichsmarine binnen weniger Monate durch die fleifeigen Hände deutscher Arbeiter in Gorch Focks Vaterstadt Hamburg einen Ersah für das Schulschiff „Niobe" erhalten. Meine besten Wünsche begleiten das neue Schulschiff, das das Werk der alten „Niobe“ und ihrer braven Besatzung fort» sehen soll. In diesem Sinne rufe ich dem neuen Schulschiff die Worte des Dichters und Seemanns zu, dessen Name es nun trägt. Seefahrt ist not.“ Reichsminister Goebbels am Grabe der Opfer auf „Matthias Günnes". Essen, 3. Mai. (TU.) Am Vorabend des gro- feen Nationaltages vom 1. Mai ereilte 8 Knappen auf der Zeche „Matthias S t inne s“ in Essen-Karnap das Dergmannslos. Eine unendliche Trauergemeinde gab ihnen Mittwochnachmittag von der Stätte des Unglücks aus das lehte Geleit. Von den eigenen benachbarten Zechen waren die Arbeitskameraden in überaus großer Zahl herbeigeeilt mit umflorten Bannern und Lampen, viele in den schwarzen Trachten des Bergmannes. Endlos die Reihen der SA., SS., des Stahlhelms, der nationalen Vereine und Verbände. In einem Nebenraum waren die acht Särge aufgebahrt. SA-Männer hielten die Totenwache. Ieder Sarg ist mit einer Hakenlrcuz- fahne bedeckt. Nach den Reden des evangelischen und katholischen Geistlichen, die Worte heilsamen Trostes für die vom Schicksal so schwer geprüften Hinterbliebenen sanden, verlas der Sprecher der Werksleitung die Beileidstelegramme des' Reichspräsidenten, des Reichskanzlers und des preufeischen Ministerpräsidenten Göring. Berghauptmann H a h s e l d erklärte, dafe die Bemühungen, die Gefahren im Bergbau immer mehr zu erkennen und sie zu beseitigen, unermüdlich fortgesetzt würden. Auf dem Wege zum Friedhof bildete wieder SA. Spalier. An den offenen Gräbern, umrahmt von den Fahnen vieler NSBO.-Zellen, erinnerte Reichsminister Dr. Goebbels an den Tag der nationalen Arbeit, an das gewaltige Erlebnis des l.Mai. Diese herrliche Stunde der Volksgemeinschaft hätten die toten Knappen nicht mehr erlebt. 3e mehr die Welt uns hasse und verfolge und uns den Raum zum Leben und zum Atmen abzuschneiden versuche, je mehr müßten wir Deutschen uns zusammen schweißen zu einem unlösbaren Bund. Der Minister fuhr fort, er brauche nicht zu sagen, daß die deutsche Regierung mit ganzem Herzen bei den Toten und Hinterbliebenen sei und daß sie es nicht bei Worten bewenden lasse. Schon morgen werde sie einen nationalen Opfererlaß herausgeben für diese acht Toten und für alle, die noch auf dem Felde der Arbeit ihr Leben lassen müssen. Diese Regierung werde dem Volke zeigen, daß der Aermste des Volkes nicht allein» stehe, sondern daß Regierung und Volk ein und dasselbe geworden seien. Die Toten hätten zur Avant-Garde der Revolution gehört, die über ganz Deutschland hinwegbrause und nirgends Halt machen werde. An ihrem Grabe werde das Gelöbnis abgelegt, daß der Marsch der Revolution nirgends und niemals ins Stocken komme. Drei Salven krbchten gen Himmel. Dann leerte sich langsam die Trauerstätte. Arbeitsbeschaffung und Reichsbahn. Berlin, 3. Mai. (WTB.) Amtlich wird mitgeteilt: Heute mittag sand eine ilntcrrcbung zwilchen dem Reichsminister für Volksausklärung und Propaganda Dr. Goebbels und dem Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. D 0 r p m ü l - ler, in Gegenwart des Reichsverkehrsministers Freiherr Eltz v. Rübenach statt. Hierbei wurde festgestellt, daß die Reichsbahn weitgehende Pläne für eine Auftragserteilung an Industrie und Handwerk ausgearbeitet hat, die den von der Reichsregierung verkündeten Grundsätzen für die Arbeitsbeschaffung entsprechen und somit einer baldigenBe- lebung der Wirtschaft dienen werden. Die Durchführung dieser Pläne kann erst nach dem Ablauf der Beratungen des Reichskabinetts über das Gesamtprogramm der Arbeitsbeschassung und seine Finanzierung erfolgen. Alle Qlngriffc, die gegen die Reichsbahn und ihren Generaldirektor Dr. Dorpmüller in diesem Zusammenhang erfolgt sind, müssen nach dem Verlauf der heutigen Aussprache als völlig unbegründet zurückgewiefen werben. Oer 2Reid)0fommifFor für den Arbeitsdienst zurückgetreten. Berlin, 3. Mai. (TU.) Wie mir erfahren, ist ber Reichskommifsar für ben Freiwilligen Arbcits- bienft, Mahnken, zurückgetreten unb beurlaubt worben. Mahnken war bekanntlich schon als Stahlhelm-Lanbesführer-West zurückgetreten unb feines Amtes im Stahlhelm entbunben worben, lieber bie burch ben Rücktritt für ben Arbeitsbicnst notwendig merbenbe Maßnahme ist noch keine Ent- fcheibung getroffen worben, jeboch ist sie in ben nächsten Tagen zu erwarten. OerReichsstan- des deutschen Handwerks Llmstellung in der handwerklichen Spihenorganisaiion. Berlin, 3. Mai. (TU.) Im Plenarsaal des Reichswirtschaftsrates fand am Mittwoch die Vollversammlung des Reichsverbandes des deutschen Handwerks statt, um die durch die Gleichschaltung notwendig gewordenen Umstellungen in allen Mitgliedsgruppen durchzuführen. Der Vorsitzende des Reichsverbandes, G e r l i e n - Hannover, legte sein Amt nieder. Er bestimmte zu seinem Nachfolger den Referenten für Handwerk und Gewerbe im Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes, Dr. Z e l e n i. Darauf ergriff der Reichskommissar für den gewerblichen Mittelstand, Dr. W i e n b e ck , das Wort zu einer kurzen Begrüßungsansprache. Bisher sei niemals eine vernünftige Mittelstandspolitik getrieben worden. Hier Wandel zu schaffen, sei die Aufgabe der neuen.Regierung. Danach wurde der Leiter des Kampfbundes für den gewerblichen Mittelstand. Dr. v. Rente l e n, und als sein Vertreter Dr. Zeleni in den Vorstand gewählt. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, daß der Sih des Verbandes nach Berlin verlegt werden soll. Hierauf ergriff Dr. v. Rente len das Wort und führte u. a. aus: Das deutsche Handwerk nehme den Ruhmestitel für sich in Anspruch, in großen Teilen aktiver Träger der deutschen Erhebung zu sein. Die Zeil des Liberalismus sei dem Handwerk zum Fluch geworden. Das deutsche Handwerk werde einen Entwurf für den ständischen Aufbau des Handwerks ousarbeilen als Grundlage einer kommenden neuen Ordnung. Der Redner streifte dann kurz das kommende Mittelstandsschutzgesetz und verlas darauf den Antrag zur Gründung eines Reichs st andes des deutschen Handwerks, der die Reuregelung der beruflichen Organisation des Handwerks durchführen solle. Der Reichskanzler wurde gebeten, so bald als möglich die gesetzliche Reuordnung der Handwerksorganisationen unter Einschluß der unselbständigen Handwerker durchzuführen. Zum Führer des Reichsstandes des deutschen Handwerks wurden Dr. v. R e n t e l e n, zu seinem Vertreter Ze len i gewählt. Außerdem wurden 12 weitere Mitglieder des Reichsverbandes dem Präsidium des Reichsstandes zugewählt. Der Reichskanzler, der ursprünglich sein Erscheinen zur Tagung zugesagt hatte, war durch Besprechungen über die Statthalterfrage und durch den Empfang einer saarländischen Abordnung verhindert. Ihm wurde von der Gründung des Reichs st an des des deutschen Handwerks Kenntnis gegeben mit der Bitte, die Schirmherrschaft dieser neuen Organisation zu übernehmen. Ltmbau des Reichsverbands der Deutschen Industrie. Berlin, 3. Mai. (Sil.) Rach einer Unter- redung, die der Reichskanzler Hitler heute dem Vorsitzenden des Reichsverbandes der Deutschen Industrie Dr. Krupp v. Bohlen und Halbach gewährte, und nachdem der Reichswirtschaftsminister Dr. H u g e n 6 e r g die Herren Dr. h. c. Otto W a g e n e r und Alfred Möllers, M. d. R., zu Kommissaren des Reiches für den Reichsverband der Deutschen Industrie und für die übrige Wirtschaft mit Ausnahme der Landwirtschaft bestellt und nachdem ferner Dr. Wagener für den Bereich des Reichsverbandes Dr. von L u ct e zu seinem Stellvertreter ernannt hat, veröffentlicht der Deichsverband der Deutschen Industrie folgende Erklärung: Entsprechend dem Beschluß des Präsidiums vom 6. April, durch den der Vorsitzende Dr. Krupp v. Bohlen und Halbach einstimmig zur Vorbereitung und Durchführung der Maßnahmen zur Vereinfachung und ilmgestal- tung der Industriellenverbände ermächtigt worden ist, wird Herr v. Bohlen die ihm übertragene außerordentliche Vollmacht dazu benutzen, um 1. auf dem Gebiete der industriellen Verbands organisation das wirtschaftlich Gegebene mit dem politisch Notwendigen abzustimmen; 2. die neue Organisation in Uebereinstimmung mit den politischen Zielen der Reichsregierung zu bringen und sie zugleich so rationell und schlagkräftig zu gestalten, daß sie der Bedeutung der Industrie entsprechend ein wirksames Instrument der Industriellenwirtschaft im Rahmen des nationalen, sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbaues sein kann. Diefe zweifache Aufgabe erstreckt sich nicht nur auf den Reubau des Reichsverbandes der Deutschen Industrie selbst (d. h. insbesondere die Durch- sührung aller hierzu notwendigen organisatorischen und personellen Maßnahmen), sondern sie umfaßt auch den großen Fragenkreis der be-l rufsständischen Gliederung derWirt» • schäft überhaupt.— Vordringliches Ziel der Wirtschaft und der Industrie muß es hierbei sein, unter engster Anknüpfung an das Bestehende und unter Aufrechterhaltung des wertvollen Gutes der freien Selbstverwaltung jede ileberorganisation auszumerzen und die Organisation so einfach und wirkungsvoll wie möglich zu gestalten. Für die einzelnen aktuellen Fragengebiete, z. D. der Organisation und der berufsständischen Gliederung, der auch für das Wirtschaftsleben unentbehrlichen ethischen Grundlagen der Währungs- und Kreditpolitik, der Steuerpolitik werden besondere beratende Ausschüsse bestimmt werden. 3n Anerkennung des Führerprinzips wird Herr von Bohlen in sämtlichen Ausschüssen selbst den Vorsitz unter Vorbehalt der Ernennung von Stellvertretern und die Verantwortung für die Entscheidung übernehmen. Rach Abschluß der weiteren Verhandlungen mit den Reichskommissaren und nach Beendigung der Aufstellung eines endgültigen Planes für die Reorganisation des industriellen Verbandslebens werden die maßgebenden Gremien zu einer besonderen Tagung einberufen werden. Auf -em Wege zur Arbeitsdienstpflicht. Die ersten grundlegenden Verfügungen. Berlin, 3. Mai. (CNB.) Der Reichsarbeitsminister in seiner Eigenschaft als Reichskommissar für den Arbeitsdienst und der Staatssekretär für den Arbeitsdienst haben, wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, eine Verfügung zur Vorbereitung der Arbeitsdienstpflicht erlassen, die die Aufstellung von-S t amm-Abtcilungen anordnet. In den Stammabteilungen müssen 60 v. H. der Belegschaft Nationalsozialisten oder Stahlhelmer sein, die vor dem 20. Januar 1933 in die NSDAP, ober den Stahlhelm ein- getreten sind. Neue Maßnahmen im Arbeitsdienst Oie von Bolanden. Von Wilhelm Schäfer. Der Reichenstein, dicht über Trechtlingshausen, wird heute die Falkenburg genannt; und wer die arg zerstörten Mauern sieht, glaubt nicht leicht, daß Rudolf von Habsburg mit seinem ganzen Heer die Burg noch viele Wochen lang vergeblich berannte, als schon der Rheinstein, Sooneck und Waldeck gebrochen waren und die Ritter den Tod am Galgen erlitten hatten. Bis ihm der Hunger half; da fielen eines Tages die Brücken und ein blasser Bote schlich ins Tal mit weißem Stab, die Burg zu übergeben. Der König aber hatte den Spruch getan: Wer ritterliche Ehre vergaß, soll als gemeiner Räuber sterben, und wollte von keiner ritterlichen Kleber» gäbe hören. So kamen anderen Tags Philipp von Bolanden und seine Söhne, neun an der Zahl und wie ihr Vater mächtige Gestalten, mit den Knechten gepanzert und bewehrt den zerstörten Durgweg herab und traten festen Schrittes in den Lanzenwald, womit der König sich umgeben hatte. Der sah ste finsteren Auges an, hieß dann die Ritter eine Gasse machen, so daß die Herren von Bolanden die zehn Gerüste sahen, daran sie hangen sollten. Da fiel der alte riesenhafte Mann, ben sie am Rhein gefürchtet hatten, in seine Knie und bat um Gnade vor solchem Tod. Doch als des Königs Auge sich streng von ihm und nach dem Galgen wandte und nur um seinen Mund ein hartes Lächeln zuckte, stand er aus, nahm seinen Helm vom Haupte, daß ihm die weißen Haare in der Rheinluft flatterten, und sagte, Zorn und Verzweiflung in der Stimme: Was meinen Freunden gesah, die Schande will ich tragen; nur sei gerecht an meinen Kindern: sie haben mir gehorcht als ihrem Vater, und das ist kein Verbrechen! Hier aber trat der Jüngste von den Söhnen zu ihm hin, ein Knabe, noch blondhaarig und kühnen Auges; und obwohl er kaum die rechten Worte fand, so war doch keiner, der ihn nicht verstand: daß sie dem Vater folgen wollten, wohin er ginge, auch an den Galgen — nur solle er vor keinem in der Welt als Bettler knien! Der Alte, der in dem harten Zorn des Königs ein anderes durch die Augen flammen sah, trat mit dem Knaben dichter vor ihn hin und flehte ihn um seiner eigenen Kinder willen an, daß er zum wenigsten diesem Jüngsten, als dem letzten Bolanden, das Leben schenken möge, mit dessen Jugend Gott selber Erbarmen haben würde! Als er dabei in die Knie sank und all die andern Söhne desgleichen niederbrachen und um dies eine baten, während der Knabe wild erhobenen Hauptes stand, und eine Bewegung durch den Lanzenwald der Ritter ging bis weit hinaus: da hob der König sein Schwert mit beiden Händen hoch und stieß es zornig in den Boden: Philipp von Bolanden, einen Schwur hab ich getan, den ich nicht brechen kann. Doch wenn du meinst, daß Gott Erbarmen hat mit deinen Söhnen: ich will dich eines ritterlichen Todes sterben lassen; gib mir danach ein Zeichen, daß du mit Gott gesprochen hast, damit ich meines Schwures ledig bin! 21m andern Morgen, nach einer Rächt, da auch der Reichenstein im Feuer loderte, als die Adlerbanner des Deutschen Reiches über den rauchenden Trümmern flatterten, schritt Philipp von Bolanden ungefesselt mit seinen Söhnen zu dem langen Sandhaufen, der in den grünen Rasen gegraben war. Da standen sie in einer stolzen Veihe nach dem Alter und fest an ihnen ging der greife Ritter vorbei, faßte jeden stark ins Auge und bei dem Jüngsten stand er still und gab ihm einen Kuß auf seine düstere Stirn. Dann schritt er, gleichsam die Schritte zählend, zurück an seinen Platz, beugte den Kopf tief in den Sand und empfing den Schwerthieb. Kein Blutstrom aber quoll aus seinem Rumpf; und als sein Kopf dumpf in den Sand hinunterrollte, hob der schwere Körper sich auf, wankte ein paarmal, als ob er den Weg nicht fände, und ging dann ohne Kopf langsam und sicher wie vorhin an Sohn und Sohn vorbei bis zum letzten, vor dem er stehenblieb und fast sich beugte und die Arme hob, wie ihn zu küssen, und dann erst langsam zu Boden fiel, daß seines Blutes ein langer Streif hinfloß bis vor den Aeltesten. Da wurde König Rudolf bleich und während die Mönche in die Knie sanken und bei den Rittern eine Bewegung war, als ob ein Wind in ihre Lanzen führe, daß sie zu klingen begannen wie Geläute: trat er vor die Sohne hin festen Schrittes in das Blut des Vaters und gab einem jeden einen Schlag mit dem Schwert auf feine Schulter. So wurden die von Bolanden wieder ehrliche Ritter, weil Gott Erbarmen hatte vor menschlicher Gerechtigkeit. Gefahren unb$reut>en des Film-Jägers »Das ist wahrer Sport! Kein Gewehr, kein Schuß. Beobachtung der Ratur. 2llle Aufregung in erhöhtem Maß, wie sie nur die Großwildjagd geben kann. Tiere vor der Kamera, so wie sie sind ungestört, Raturdokumente zu schaffen, an die Zivilisation zu appellieren, um sie zu veranlassen, dürfen nur noch anerkannt werden, wenn die nationalsozialistischen Dienstträgervereine oder der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, als Dienstträger auf- treten. Laufende Maßnahmen der übrigen Dienst- träger sollen nur dann noch weiter durchgeführt werden, wenn sie volkswirtschaftlich wertvoll sind. Bei bereits anerkannten, aber noch nicht in Angriff genommenen Maßnahmen der übrigen Dienstträger ist die Anerkennung zurückzuziehen. Ferner sind auch bereits Verfügungen über die Führer schulung erlassen. Alle übrigen, in der Oefsentlichkeit verbreiteten Nachrichten greifen den Dingen vor und entsprechen zum Teil nicht den Tatsachen. Oie Einladungen zu der Weltwirtschastskonferenz. Genf, 3. Mai. (WTB.) Der Generalsekretär des Völkerbundes hat die Einladungen zu der Weltwirtschaftskonferenz am 12 Juni 11 ilfjr in London im Geologischen Museum an 66 Staaten, darunter acht Richtmitgliedsstaaten des Völkerbundes, verschickt. Der Vertreter der Vereinigten Staaten Rorman Davis wird der Konferenz einen Zollwaffen still st and Vorschlägen. Alle Staaten sollen sich verpflichten, während der Dauer des Zollwaffenstillstandes keine neuen Zölle einzuführen, oder die bestehenden Zölle nicht zu erhöhen. Ferner sollen keine neuen Einfuhrbeschränkungen vorgenommen und die bestehenden Einfuhrbeschränkungen nicht verschärft werden. Schließlich sollen sich die Regierungen verpflichten, keine weiteren direkten oder indirekten Prämien für die Ausdehnung ihrer Export- Industrie zu gewähren, keine Handelsdiskrimie- rungen vorzunehmen und keinerlei Dumping-Maßnahmen zu begünstigen. Oeutschtand und polen. Der Berliner polnische Gesandte beim Reichskanzler. Berlin, 3.Mai. (WTB.) Der polnische Gesandte Wysocki stattete dem Reichskanzler einen Besuch ab. Die Unterredung, bei der Außenminister v. Neurath zugegen war, beschäftigte sich mit den schwebenden politisck)en Fragen, die das Verhältnis Deutschlands zu Polen berühren. Der Reichskanzler betonte die feste Absicht der deutschen Regierung, ihre Einstellung und ihr Vorgehen streng st ens im Rahmender b e - stehenden Verträge zu halten, und sprach den Wunsch aus, daß die beiden Länder ihre gemeinsamen Interessen beiderseits leidenschaftslos überprüfen und behandeln möchten. Ein gerechtes Urteil Washington, 3. Mai. (WTB.) Der frühere amerikanische Botschafter in Berlin, Sacket, betonte Pressevertretern gegenüber, daß Deutschland eine Revolution durchmache, die eine ebenso einschneidende Umwälzung bedeute, wie die französische Revolution von 178 9, ohne daß jedoch Deutschland in die Extreme von damals verfallen fei. Das deutsche Volk habe die neue autokratische Regierung begrüßt, und daher vollziehe sich auch der Umschwung in der größten Ruhe und Ordnung. Oer Kyffhäuserbund im neuen (Staat. Berlin, 3.Mai. (CNB.) Wie Die Pressestelle des Kyffhäuserbundes mitteilt, empfing Reichsminister G ö r i n g am 2. Mai den Präsidenten des Kyffhäuserbundes General der Artillerie a. D. o o n H o r n. Es fand eine längere Aussprache statt über die Stellung des Kyffhäuserbundes im neuen Deutschland. Es wurde vereinbart, daß sogleich Verhandlungen des Bundesvorstandes mit der Leitungder NSDAP, beginnen sollen. Auf Sonntag, 7. Mai, ist eine außerordentliche Sitzung des Gesamtvorstandes des Deutschen Reichskriegerbunds Kyffhäufer nach Berlin einberufen worden. sich dafür einzusetzen, den Tieren den Schuh zu- fommen zu lassen, der ihnen gebührt, und zu erkennen, daß auch der Reichtum des Landes, das einst der dunkle Erdteil war, in den Geschöpfen steckt, mit denen Gott diesen Erdteil gesegnet." Mit solchen Worten preist der bekannte Afrika- Reisende Hans Schomburgk die Erlebnisse des Film-Jägers in der afrikanischen Wildnis in..Re- clams Llniversurn". Der Film-Jäger muß alle die Eigenschaften besitzen, die man von einem weidgerechten Jäger fordert. Dazu gehört eine ganz genaue Kenntnis des Wildes, seiner Gewohnheiten und seines Charakters. Denn es ist noch sehr viel schwerer, als ein Tier zu erlegen, es so zu beschleichen, daß man vollkommen natürliche und wahre Aufnahmen in freier Wildbahn machen kann. Auf seiner letzten Expedition führten Schom- burgk und seine Genossen keine Gewehre mit sich. „Wenn Paul Lieberenz und ich es uns zum Grundsatz gemacht hatten und diesen Grundsatz restlos durchführten, bei keiner Filmaufnahme ein Gewehr auch nur in der Rähe zu haben", schreibt Schomburgk, „so möchte ich ausdrücklich betonen, daß das bei Lieberenz, der am Aufnahme-Apparat stand, ein Zeichen unerhörten Mutes war. Ich bin durch die langen Jahre der Erfahrung zu der Lieberzeugung gekommen, daß es besser ist, selbst bei gefährlichen Aufnahmen kein Gewehr zu führen, da es einen zu leicht in die Versuchung bringt, vorzeitig zu schießen. Lind wehe, wenn man in solchem Fall nicht gleich tödlich trifft! Dann beschwört man eine Gefahr herauf, die vorher gar nicht existierte." Mit den Aufnahmen fängt man weist schon an, wenn das Tier noch zu weit entfernt ist. Schomburgk hat nämlich festgestellt, daß das Summen der Kamera aus das Wild einen überaus beruhigenden Einfluß hat. Auch die scheuesten Tiere, wie die Kudu-Antilopen, können diesem einlullenden Gesang des Apparates nicht widerstehen, sondern fangen ruhig an zu äsen, so daß es der Film-Expedition zum ersten Male gelang, diese Tiere in Freiheit festzuhalten. Ebenso ging es mit den Giraffen. Am schwersten war die Aufnahme der kleineren Antilopenarten, die man bisher im Film noch nicht gesehen hatte Dagegen sind Aufnahmen von Elefanten und Ras- Hörnern keine Spielerei. Schomburgk, der berufsmäßiger Elefantenjäger war, 63 Elefanten geschossen und dreimal unter einem Elefanten gelegen hat, bekennt offen, daß er bei der Annäherung an diese Riesen noch immer Angst habe. Man muß ©ebu^e mit Gummisohlen anziehen und genau oen Wind studieren, um so in der günstigsten Richtung an eine äsende Herde heranzukommen. Wenn sie beunruhigt werden und wild losrasen, können sie Kamera und Mensch leicht zertrampeln... Oer Reichskanzler zmm Ehrendoktor ernonjtf. Stuttgart, 3. Mai. (WTB.) Die Technische Hochschule h die Landeplätze festgelegt sind, die auf dem T^ansatlantikflug angeflogen werden sollen. Das Allugzeugstationsschiff „Westfalen" nach feinem / :. Atlantikstandort unterwegs. Dars «deutsche Flugzeugstationsschiff „Westfale? n“, das als Fluginsel im sogenannten „Kalmen-Gürtel" im Südatlantik zwischen Südamerika und Westafrika verankert werden soll, um -für die Flüge der Lufthansa noch Süd- amarika als Stützpunkt zu dienen, hat seine Pr/obesahrten beendet und ist nach seinem Standort unterwegs. Die „Westfalen" passierte in einer der letzten Rächte den Rord-Ostsee-Kanal. Brutaler MebcrfaU auf einen SA.-Mann. In Kassel wurde ein auf dem Heimweg begriffener SA.-Mann von drei Män- nern überfallen. Die Täter hatten sich die Gesichter mit Ruß geschwärzt und schlugen mit scharfkantigen Werkzeugen den SA.-Mann, einen 34jährigen Aufseher, nieder und warfen den Bewußtlosen dann über eine zwei Meter hohe Hecke auf den Bahnkörper. Durch Vorübergehende konnte der Verletzte geborgen und in das Landeskrankenhaus eingeliefert werden. Grauenvolle Bluttat aus religiösem Wahnsinn. Als Dieser Tage der Sohn der als sektiererisch bekannten Familie Schultheiß in Rudolstadt (Thür.) von Der Arbeit nach Hause kam, sand er seine in den 40er Jahren stehende Mutter blutüberströmt und t o t im Zimmer liegend aus. Inzwischen war von der Polizei der Ehemann Schultheiß, ein etwa 50jähriger Lithograph, aus der Saale gezogen worden, in die er sich ge- stürzt hatte, um aus dem Leben zu scheiden. Der Mann scheint die Tat in einem Anfall religiöser Wahnvorstellungen begangen zu haben. Anschlag auf einen Expreßzug in Indien. Bei einem Anschlag auf den Pundschab- Expreßzug, etwa 300 Kilometer von Kalkutta entfernt, wurden fünf Inder getötet und 11 verletzt. Terroristen haben den Hug zur Entgleisung gebracht. Die Lokomotive und zwei Wagen wurden vollkommen zusammengedrückt. Oie Weißdornhecke. Von Georg von der Dring. Mein Rachbar ist Bildhauer. Er ist arm. mehr als zeitgemäß arm ist er. Er besitzt als Bildhauer einen guten Ruf, aber keine Aufträge. In seinem Garten liegen ein Paar zerbrochene Figuren herum, wie erschlagene Krieger. Gr ist selber ein alter Soldat. Manchmal stehen wir an der Hecke, die unsre Gärten trennt und unterhalten uns. 2m Herbst sagte er einmal am Ende eines langen Gesprächs, indem er halb zornig, halb mutlos auf die entblätterte Weihdornhecke deutete: „In diesem Winter werden wir die 6a verheizen." * Den ganzen Winter über hatte ich die Hecke im Auge. Oft träumte ich von ihr. Es ist eine, hübsche, sorgfältig geschnittene Hecke, ziemlich hoc" schon, dabei breit und dicht. Es wäre schade um die Hecke. Dann sah ich zum Dach des Bild- Hauerhauses hinauf, ob der Schornstein rauc' c- Er rauchte schwach in den Winterhimmel. Die Frau ging* nähen und verdiente. Manchmal trat ick drüben ins Atelier. Der Bildhauer beschäftigte sich mit einigen alten Oelbildern, ti man ihm zum Aufarbeiten gegeben hatte. 40 Mk. für vierzehn Tage Arbeit. Aber das Atelier war geheizt. Die Sorge um diese Menschen wollte uns nicht verlassen. Solange aber die Hecke noch da war, schien das ärgste noch nicht eingetreten. Wir waren selber arm. Wir standen am Fenster der geheizten Stube und sahen die winterlich dürre Hecke an. Werden wir untergehen? Werden wir am Leben bleiben? Llnsre Augen fragten die Hecke. Sie wurde zum Symbol. Wenn der Bildhauer im ©arten erschien, zitterten wir um den Ausgang. • Aber heute morgen ist der Frühling gekommen. Die Hecke hat ein Wunder vollbracht: sie gtüi.t in tausend und aber tausend Knospen und ift wie eine hellgrüne Milchstraße vor dem Schwarz der Gartenerde anzuschauen. Lind nun die Sonne durch die Wolken bricht, Punkt 12 Llhr mittags, tritt der Bildhauer in den Garten. Aus bei lasche seines weihen Kittels nimmt er eine Handvoll Samen und Pflanzt sie, sich bückend, an der Kecke entlang in die Erde. Es sollen dort Ringelblumen blühen. Die Hecke ist gerettet, wir sind gerettet. . Ä»' t '„erSi-M äs1' de! dringend emy der vierten ljiche Leitung İP Sung SaHdtme stellung ist aMj ment und zu ernw 21.30 Uhr- - 5 ssy™ mit Frau W Ehrenmitglied Des W - lägest*- OberhessM «bk- 15 bis i< ^Lichtspielhaus. Aufstieg"- __ Aus dem SÄ'* .-ST- QUr Aufführung Musketiere" von [Ott Gewöhnlich 22-30 Uhr,-S. -Ein kraft das rrste in diefe, und 21 Uhr über ßeipiiltt brachte ladungen, mehrf und ausgiebigen Schäden entftani tannt. Der aus den Saaten in f "Letztes theater in tendanz des L merksam, daß a stellung im F enfemble des 6 mit der Auffi Isolde" von Ai gastspiel ist dar Opcrnpreife; 0 haben Gültigkei Freitag. « Der 2er Verband d tjintertliebenen schastchasfii den wijangenen die Lminsvorsitz zirksvdWmer fo; 3" °inn großen emgelabat Die z stand bti-r der sitzenden de- $erc KnegerhÄttbliek 2ln der Tagung m derh-ASenerc mann^mstad ^'"denstrulh werajgr eu eine W-Rameraben (teilen, Wc S,nu,8 an die J f5 geschehen lebendige etnng Qn ; ^'datzdie • S °ers°lgl ^"veres, als 6»t unb BiU| W HÄ«n. ( Stz- 6.Ä sSts ife .r ^efer ßQQe 'ch b ■ iDott; 9c 1‘ellte Sit^,atn . teln dS.M SÄ be,$ti-Sy * -ornhecke. on ötk Ilikig. Är»'aÄ er!’ ein W «trbtK TÄ * Tfr -r halb zornig, 8* **** „tot»it«elaW ’ De». Xt4) BlihldM. äSte tiSs 'sZKs S?K \ MhB? irden. Ze. o, A-L- nagen *' -StSäÄ 'M ÄjäS ’inÄS®»5«tofc “fistaajaE, 1»"'« fa». »I ai «togm.ieetim foii» Wwh. aalnwegr. Mo« „-Seft, iw L® !?9eWtn ’atlflnh! zwischen 6fr betanJerl werden soll, HMch nach Süd' 't zu dienen, hat seine ''st nach seinem Stand- Leftsalen" tzassieite in den atorb-Ofllec-ÄcnoL s einen SL-Mann. aus dm Heimweg be- von drei Mn- Die Täter halten sich zeschwärzt und schlugen eugen den SL-Mann, er, niedtt und warfen über eine zwei Meter tirper. Durch Vorüber- letzte geborgen und in eingeliesert werden. i religiösem Wahnsinn. n der als Miererisch be, /heiß in Molstadt ch Hause kam, sand er stehende Muller blut- nmer liegend aus. Jn- holizei der Themann bOjähriger Lichograph, rden, in die er sich ge< Leben zu scheiden. Der einem Ansatt religio,er >n zu haben. irehzug in Indien. luidenPundschab- Kilometer von fialru la nder getötet und U ben den ^8 8» t Lokomotive und zwei en zusammengedrückb Iber H? ich °°°L Alichh« iHcaeÄrt W6c "? * »»L ben !«BKV ®* (ft*-* * N standen dürre - Ä» "tf**5 &r*- AU . Mrten- den ™ . er eine 5 «IX'* I 7 Aus der provinzialhauptstadt merksam, daß am Isolde " von Richard Wagner gibt. Das Opern- ae gastspiel ist das letzte dieser Spielzeit. Cs gelten I R Opernprcise: Vorzugs- und Rundsunkgutschelne halte haben Gültigkeit. Der Vorverkauf beginnt morgen, Freitag. tjfl •• (Ein kräftiges Frühlingsgewitter, das erste in diesem Jahre, ging gestern zwischen 19 und 21 Uhr über Gießen und Umgegend nieder. Das Gewitter brachte zum Teil starke elektrische Entladungen, mehrfach sogar offensichtlich Einschläge, und ausgiebigen RcgenfaU. Ob durch das Gewitter Schäden entstanden sind, ist bis jetzt noch glicht be- kannt. Der ausgiebige Regen hat aber zweifellos den Saaten in Feld und Garten gut getan. . ' Letztes Opernga st spiel im Stadt- \ * Lauterbach, 2. Mai. Der Viehhändler I. Heß von hier wurde am Samstag in S ch u tz haft Wommen, weil er sich durch allerlei abfällige Redensarten über die nationalen 23 e r anstaltungen aus Anlaß des Tages der Arbeit am 1. Mai bei der Bürgerschaft mißliebig gemacht sammlung. der Heuie Versammlung der Gießener Gewerkschaftsmitglieder. theater in dieser Spielzeit. Die In tendanz des Stadttheaters macht darauf jiuf. Heute. Donnerst iq, um 20 Uhr, findet eine V e r- Gießener Gewerk- stellung im Freitag-Abonnement das Opernensemble des Stadttheaters Mainz ein Gastspiel mit der Aufführung der Oper „Tristan und Kundgebung der Kriegsopfer der Kriegerkameradschast „Hassia" Der Verband der Kriegsbeschädigten und Krieger- Hinterbliebenen in der Kricgerkamcrc-d- s ch a f t „H a f s i a" (Landcsgruppe Hessen) hatte für Die größte Seeschlacht der Weltgeschichte Oie Schlacht von Stagen und Hornsriff. Nach Teilnehmerberichien zusammengestellt von Walter Falkenau. Die „Helgoland" geriet bald darauf in heißen Kampf mit der „warspite". Diese Begegnung gestaltete sich für das deutsche Schiff zu einem triumphalen Sieg. Von „Friedrich dem Großen", dem Führerschifs, tarn der Befehl: „Kehrtwendung nach Steuerbord!" Die „Helgoland" mußte darum zwar von der „Warspite" ablassen. Der Gegner aber war bereits derartig zusammengeschossen, daß er später als völlig verlorenes Schiff abgeschleppt werden muhte. Die englische Flotte hatte inzwischen durch das Eintreffen Admiral I e l l i c o d s mit der „Grand Fleet" ein solches Aebcrgewicht erlangt, daß sie ihren Gegner einkreiscn konnte. In diesem überaus kritischen Augenblick gab dann Admiral Scheer das historische Signal: „Richard Reun!" (d. h.: die Kreuzer ran an den Feind!). Wir haben es von Bord der „Regensburg" aus erlebt, wie dieser heroische Kampf unsere schwer blessierten Kreuzer gegen den völlig unverbrauchten Teil der englischen Hochseeflotte ausging, wir haben den bewundernswerten Entlastungsangriff der Torpedobootsflotille unter Führung der „Regensburg" mit seinem hervorragenden Ergebnis mitcrlebt. Die „Helgoland" machte sich dann im sinkenden Abend mit Öen übrigen Schiffen auf den Heimweg nach Hornsriff. Scheinwerfer und glü^nde Schiffstrümmer beleuchteten den Weg. Es war dann gegen drei Ahr morgens. Der Tag graute bereits. Helle Streifen strahlten am Horizont auf. Die deutsche Flotte führte einen Schwerverwundeten mit sich, die „Lüh o w". Die Geschwindigkeit wurde auf sechzehn Meilen gemindert. Alle waren sich der Gefahr bewußt, daß jeden Augenblick am Horizont die charakteristischen Silhouetten der englischen Großkampfschiffe wieder austauchen könnten, daß die Tagschlacht wieder beginnen würde. Die schwerverwundete „Lühow" bildete ein großes Hindernis. Sie stand bereits fünf Meter über der Linie im Wasser. Im zerschossenen Stahlleib des Kreuzers waren noch Matrosen eingeschlossen, die man nicht befreien konnte. Ein letzter Versuch, den Schlachtkreuzer, der sich so wundervoll geschlagen hatte, über den Achtersteven zu bringen, mißlang. Da entschloß man sich zu dem furchtbaren Opfer. Die Rähe des Feindes verlangte ge- bieterisch die unbehinderte Gefechtsbereitschaft der deutschen Flotte. Der Kommandant verließ mit der Besatzung das Schiss. 3n die Maschinenräume kam der letzte Befehl: „Feuer aus." In vier Booten wurden die Aeberlebenden, soweit sic nicht in den zusammengeschweißtcn Teilen des Schiffes eingeschlossen waren, ausgenommen. Dann zerrissen zwei Torpedos die schwerverwundete „Lühow" und legten sie auf den Grund des Meeres bei Hornsriff. Das geschah um vier Uhr in der Frühe des 1. Juni. Und kurz darauf, der Schein des neuen Tages lag schon dünn über Land und See, wurde das alte Linienschiff ..Pommern" von einem englischen Unterseeboot torpediert und versank blitzschnell mit der ganzen Besatzung. Die deutsche Flotte wartete dann kampfbereit und unbesiegt, daß sich ihr der übermächtige Gegner erneut zum Kampfe stellen werde, um den für die Geschichte seiner Flotte alles anders als ruhmreichen Tag von Skagcn und Hornsriff auszulöschen. Aber diese Erwartung täuschte. Dis vielgesürchtetc und von der ganzen Welt bc- (wunderte „Grand Fleet“ Englands verspürt« keine Lust mehr, sich noch einmal in offener Seeschlacht mit der deutschen Hochseeflotte zu messen. I e l l i c o e und B c a t t h waren und blieben verschwunden. Deutsche Lustschtsse, dis am Mittag des I.Iuni zur Sicherung und Auf- klärung aufgeftiegen waren, sichteten den Feind an der Rordküstc Dänemarks. Wütendes Abwehrfeuer vertrieb die Zeppeline. Das waren dis letzten Schüsse, die in der Schlacht am Skagerrak über die See donnerten. Ebenso verblüfft wie gelähmt, ebenso entsetzt wie innerlich fassungslos zog sich die Besatzung der englischen Flotte dann wieder in dig schützenden Häfen an der heimatlichen Küste zurück und gab sich der Hoffnung hin. daß die unmenschliche Blockade das erreichen werde, was der stolzesten Flotte der Welt in offener Seeschlacht nicht gelungen war nun und nimmer hätte gelingen können: Deutschland zu besiegen. (Schluß folgt.) Die kleinen Schiffe gerieten in das schwerste Feuer, sic verschwanden in den Wassersäulen, die rings um sie aufschossen, die Hölle schien losgelassen, doch mit voller Wucht stießen sie gegen den Feind vor und kamen tatsächlich bis auf 6000 Meter in einen wundervoll durchgeführten M ässe n a n g r i f f an diese augenblicklich so bedrohlichen feindlichen Kampfeinheiten heran. „S 3 5“ wurde in zwei Teile gerissen und stürzte sekundenschnell in das Wellengrab. Doch der Gegner erkannte sofort die große Gefahr, die ihm aus den Torpedobootsrohren dieser kleinen, grimmigen Feinde drohte. Er gab den letzten Entscheidungskampf gegen die schon bis auf zehn Kilometer heran kommenden deutschen Kreuzer auf und zog sich zurück. Eine nervenzerreißende Stille herrschte plötzlich rings um die „Regensburg". Dichte Rauchschleier lagen über dem Meere. Der Feuerkampf war zu Ende. Der Abend senkte sich nieder. Von ferne hallte noch Kanonendonner. Aber hier lagen nur die braven deutschen Torpedoboote und hinter ihnen die schwerverwundeten Panzerkreuzer der deutschen Flotte. Einige Torpedoboote stießen sichernd dem abziehenden Feinde nach. Sie konnten ihn nicht mehr finden. Die „Regensburg" kreuzte über das Schlachtfeld, um ihre Flotille zu sammeln, um sie für den erwarteten Rachtangriff des Feindes wieder geschlossen bereitzuhalten. Aus den immer noch hoch- gehenden Wogen der Rordsee schwammen die glühenden Trümmer der Schiffsreste dicht beieinander. Die deutsche Flotte sammelte sich und trat ihren Rachtmarsch nach Hornsriff an. Als letztes Schiff fuhr die „Regensburg". Während sich die Rächt nun dunkel über das Wasser legte, hallte von fernher noch vereinzelter Geschützdonner: dort hatten sich zwei Gegner ineinander verbissen und wollten um jeden Preis eine Entscheidung erzwingen. Die glühenden, auf den Wassern treibenden Schiffsteile boten ein gespenstisches Bild. Am Horizont blitzte hin und wieder Mündungsfeuer auf. lieber den Rachthimmcl rasten Scheinwerferstrahlen. Finstere Schatten huschten herbei: versprengte Torpedoboote. An Bord der „Helgoland". Als letzten Aussichtspunkt auf die Schlacht von Skagen und Hornsriff wollen wir uns die „Helgoland" aussuchen. Von „Friedrich dem Großen" aus und von der „Regensburg" haben wir von zwei in ihrer Art ganz verschiedenen Seiten in das gigantische Bild triefet größten Seeschlacht aller Zeiten hineingesehen. Bei den Unterseebooten haben wir in die wohldurchdachten Vorbereitungen zu diesem heroischen Kampfe einen Blick tun dürfen, von der „Helgoland" aus nun werden wir Öen Todeskampf und den Untergang unserer „Lüho w" und unserer „Pommern" miterlebcn. Als die „Helgoland", an deren Bord man bis zur letzten Minute noch nicht an den Ernstfall glauben wollte, weil man befürchtete, die große englische Flotte würde sich wieder verstecken und verkriechen, dann aber die Meldung erhielt, daß die „Elbing" im frühen Rachmittag tatsächlich vier Kreuzer ber englischen „Arethusä'-Klasse gesichtet habe, da hieß cs: Dreimal äußerste Kraft voraus!" Ohne selbst zunächst wesentlich in das Kamps- geschehen eingreifen zu können, denn die „Helgoland" hatte ihren guten Stand zur Sonne verloren und mußte sich bemühen, schleunigst in eine bessere Gefechtslage zu kommen, war sic doch Zeuge des gigantischen Kampfes, den die „Lühow" und die „Serfflinger" dem englischen Grohkcunpfschiff der „Invincible“, lieferten. Die beiden deutschen Kreuzer griffen den völlig überraschten Feind aus günstigster Eonnenlage heraus sogleich mit vollen Breitseiten an, lagen sofort hervorragend gut im Ziel, und der schwarzbraune Rauch der Volltreffer hüllte die „Invincible“ beinahe völlig ein. Von der „Helgoland" aus konnte man die vorzügliche Wirkung des deutschen Geschützfeuers genau erkennen. Bevor sich die „Invincible“ zum Gegenangriff bereit gemacht hatte, war sie bereits durch zahlreiche Volltreffer außer Gefecht gesetzt. Eines der Munitionsmagazine auf dem Schiffsriesen wurde zur Explosion gebracht, und der mächtige Leib der „Invincible“ brach in der Mitte auseinander. Es war ein grausiger Anblick, wie die beiden Rumpf- tcile dann getrennt voneinander aus dem Wasser ragten. Es dauerte nur wenige Sekunden, dann sanken sie auf rauschend in die Tiefe. Vor der Ausnahme einer geschlossenen Gruppe werde jedoch dringend gewarnt. Mitglieder, die ehemals dem Reichsvund der Kriegsbeschädigten angehörten, dürsten grundsätzlich nicht in Vorstandsämtern des Verbands der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinter- bliebenen tätig sein. Direktor Kretzsch m a r von der „Allianz" referierte kurz über die Eingliederung der Vereine in die Versicherungen der Gesellschaften der Allianz. Kamerad Vonhard tGiehen), von der 23crfanimlung herzlich begrüßt, hielt ebenfalls eine kurze Ansprache und gab insbesondere seiner Freude über die starke Beteiligung der Kameraden an dieser Kundgebung Ausdruck. Im Schlußwort wies der 2. Vorsitzende des Verbandes, Pros. Dr. Schmoll (Gießen) darauf hin, daß in cnien Kameraden das Bewußtsein lebendig sein müsse, daß der Vorstand mit unverminderter Energie für die Kriegsopfer arbeite. Dem Vorstand gebühre Dank für die umsichtige Leitung. Besonderer Dank gebühre aber beu Kameraden Krömmel« dein und B o n h a rd. Alle Arbeit des Verbandes und seiner Organe gelte der volksgemeinschast und damit dem Vaterland. Mit einem 5. Vers des Deutschlandliedes beschloß der Redner seine Ansprache. Das Deutschlandlied, von den Teilnehmern der Kundgebung spontan gesungen, beschloß die Versammlung. Oer 5. Vers des Deutschlandliedes: Deutschland, Deutschland über alles Uns erstanden nun aufs neu, Vaterland voll Lieb und Leben Heilge Stätte deutscher Treu. Run bist du uns wieder worden Was du einst uns warst im Feld: Unser Deutschland über alles, lieber alles in der Welt! treu zu bleiben. Man werde weiter arbeiten müssen. Eine arbeitsfähige Organisation sei nicht in Wochen, sondern nur in Jahren aufzubauen. Alle Arbeit aber je; für das Late- and, für Gott und für unsere Ehre. Mit einem bretj-yfjen, begeistert aufgenommenem „Hoch!" auf Gen alfeldmarschall von Hindenburg und das d^itsche Vaterland beschloß der Redner feine beifällig aufgenommenen Ausführungen. Im weiteren Verlaufe der Tagung hielt Landesgeschäftsführer, Kamerad Krämmelbein (Darmstadt) eine Ansprache. Er führte u. a. aus: Für die nunmehr 60jährige Kriegerkameradschast „Hassia" gebe es keine vornehmere Aufgabe, als den Hilfsbedürftigen, den Opfern des Krieges, zu helfen. Die Kameradschaft, nach dem Kriege 1870/71 gegründet, habe Menschen dazu erziehen helfen, Nächstenliebe ,ni üben. Die Kameradschaft habe diese Aufgabe als Pflicht übernommen. Den Kriegsbeschädigten und den Kriegerhinterbliebenen zu helfen sei schwer gewesen, denn die Kassen des Reiches waren leer, und die geistige Haltung maßgebender Kreise sei nicht dazu angetan gewesen, diese Arbeit der Hilfeleistung zu fördern. 2Iber man habe doch manche Wunde heilen können. Der Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen stehe inmitten der „Has- sia" gefestigt da und arbeite mit dem Kyfshäufe r b u n d auf das engste zusammen. Rimmer werde man Nachlassen, die Kraft des verstände» und de» herzens jenen zu geben, die wunden für das Vaterland erlitten. In weiteren Ausführungen berichtete der Redner über den Stand der Kriegsopferver- forgung. Das Dersorgungsgejetz von 1920 habe den gestellten Anforderungen nicht gerecht werden können. Die Ergänzungen zu diesem Gesetz seien für lange Zeit nichts anderes gewesen als Programm- Punkte für die Parteien. Die Kriegsopferversorgung müsse aber nicht Sache der Parteien, sondern Ehrensache desDolkes fein. Besonders schwer sei es empfunden worden, daß die Renten der Kriegsbeschädigten auf die Sozialversicherung Ungerechnet worden seien. Das gleiche gelte für die Streichung de? „Kann"-Dezüge. Die Einstellung der Kriegsbeschädigten in den Verwaltungsdienst habe zu wünschen übrig gelassen. Es habe allenthalben an dem Verständnis für den Kriegsbeschädigten gemangelt. Von der gegenwärtigen Reichsregierung erhoffe man mehr Verständnis, denn der vielgeliebte Reichskanzler Adolf Hitler sei selbst schwer verwundet gewesen und der Herr Reichspräsident als alter Sol» öot wisse auch, wo den Kriegsverletzten der Schuh drücke. Die Kriegsopferversorgung müsse wieder in die gehobene Fürsorge eingegliedert werden. Der Wust der gesetzlichen Bestimmungen müsse sortfallen. Ein einheitliches Gesetz mit festen Bezügen müsse geschaffen werden. Don den Behörden müßte dem Kriegsbeschädigten wieder mehr Herzlichkeit entgegengebracht * werden. Die Kriegerkameradschaft „Hassia" verttete die Interessen der Kriegsbeschädigten mit aller Energie. Der Einzelne dürfe aber seine Interessen nicht allein verfechten wollen. Der Kamerad müsse sich zum Kameraden finden. Die Fürsorge sei zwar eine rein menschliche Pflicht, ihre Verwirklichung erfordere aber viel Wissen, Verstand und viel Herzenstakt. Als Kamerad solle man Mensch und als Mensch Kamerad sein. Das sei ein hohes Ziel. Es bedürfe vor allenz enger Zusammenarbeit zwischen Obmann und Kamerad. Demnächst werden einschneidende Bestimmungen zu erwarten sein. Man werde aber die Hoffnungen nicht zu hoch schrauben dürfen. Die firiegsopferwrforgung müsse Ehrensache de» Volke» bleiben. Am 1. Mai aber sollten die Kriegsbeschädigten inmitten der Bataillone der Arbeit die Ehrengarde sein. (Lebhafter Beifall.) Der Landesoerbandsoorsitzende, Kam. Freund, begrüßte sodann nachträglich noch die Kameraden der Regiments- und Militäroereine und teilte ferner mit, daß Prof. Dr. Schmoll (Gießen) in den Landes- verbandsvorstand als zweiter Vorsitzender gewählt worden sei. Direktor Linden st ruth sprach anschließend über das Versicherungswesen in her .Hassia". Die Versorgung der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen wäre, so führte er u. a. aus, nicht möglich gewesen ohne das Versicherungswesen. Das Versicherungswesen im Verband, beson der» in Oberhessen, sei hervorragend ausgebaut. Die Dersicherungsoertragsgesellschaften und das Der- bandspräsidlurn arbeiteten auf das Engste zusammen. Hinter jedem Kameraden stehe das Verbands- Präsidium. Aus dem Derbandsbeitraa werde viele Arbeit bestritten. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit der Art der Zu- ammenarbeit zwischen „Hassia" und Versicherungs- ,esellschasten. Auch für das Versicherungswesen gelte, o schloß er, der Grundsatz „Einer für Alle, Alle für Einen!" Der Landesverbandsoorsitzende, Kam. Freund, gab sodann Kenntnis von der Auslosung des marxi ft ischenReichsbundes der Kriegs- b e s ch ä d I g t en . (Er betonte, daß jeder Kamerad, der seine nationale Einstellung glaubhaft nachweisen könne, willkommen sei. Vezirlsschöffengericht Gießen. • Gießen, 26. April. Ein Kraftfahrer hatte im Februar d. I. in einer benachbarten Gemeinde ein kleines Kind überfahren. Das Kind war an den Folgen des Unfalls bald darauf verstorben. Heute hatte sich der Angeklagte wegen fahrlässiger To- tu na vor Gericht zu verantworten. Er bestritt jede ■ Schuld. Die Beweisaufnahme ergab jedoch, daß er zu rasch gefahren war und nicht die nötige Vorsicht in der Führung seines Wagens beobachtet hatte. Das Gericht verurteilt ihn unter Berücksichtigung aller maßgebenden Umstände an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 2 Monaten zu 300 Mark Geldstrafe. Ein Viehhändler war angeklagt, im März 1932 ein Wechselakzept gefälscht zu haben. In der Hauptverhandlung bestritt er zwar, die Fälschung selbst ^orgenommen zu haben, gab aber zu, den Wechsel, missend, daß das Akzept gefälscht war, weitergegeben zu haben. Dies wird jedoch laut gesetzlicher Bestimmung der Urkundenfälschung gleichgcachtet. Er erhielt eine Gefängnis st rase von einem Monat. Ein junger Mann, der bei einer Kasse beschäftigt war, hatte bei derselben ungefähr 1600 Mark unterschlagen. Er war im großen und ganzen geständig. Die Strafe lautete auf 3 Monate G e - f ä n g n i 9, wobei strafmildernd die Jugend des Angeklagten berücksichtigt wurde. Ein Arbeiter hatte auf einer für das Arbeitsamt bestimmten Arbeitsbescheinigung das Datum geändert. Er bestritt, dies in der Absicht getan zu haben, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Dieses Vorbringen war jedoch offensichtlich unwahr und wurde vom Gericht nicht geglaubt. Rach Lage der Sache ergab sich, daß er die Fälschung deshalb vorgenommen hatte, um bereits für den Tag, an dem er noch gearbeitet hatte, Unterstützung zu erhalten. Da durch seine Handlung kaum ein Schaden eingetreten war, erkannte das Gericht unter Zubilligung mildernder Umstände auf die Mindeststrafe von einer Woche Gefängnis und gewährte dem Angeklagten bedingten Strafaustchub. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit verhandelte das Gericht gegen ein junges Mädchen wegen Diebstahls. Wie aus der öffentlich erfolgten Urteilsver- kündung hervorging, hatte sich die Angeklagte in mehreren Fällen an Männer herangemacht und diese alsdann bestohlen. Das Gericht verhängte gegen die Angeklagte eine Gesamtstrafe von 8 M o - naten Gefängnis unter Anrechnung von zwei Monaten erlittener Untersuchungshaft. Strafmildernd kam das Geständnis der Angeklagten in Be , tracht, straferschwerend, daß sie bereits wiederholt müsse es geschehen. Die lebendige Anteilnahme weiter kreise der Bevölkerung an den Bestrebungen der „hassia" beweise, daß die Kameradschaft ihre Sache stets richtig verfolgt habe. Ls gebe auch nichts Schöneres, als sich einzusehen für. jene, die Gut und Blut gaben für das Vaterland. Der „Dank des Vaterlandes" müsse Wirklichkeit werden. Man dürfe allerdings nicht erwarten, --daß nun mit einem Male alles anders werden könne. Für das Erste dürften die Wünsche nicht zu hpch geschraubt werden. Ueber allem müsse der Ge- f£ante stehen: ErstdasVaterlandunddann w i r! (Beifall.) Sodann sprach der 1. Präsident der Krieger- kameradschaft „Hassia", Generalleutnant Exzellenz ,-v. Oidtmann. Er begrüßte die Kameraden und betonte, daß man vor einer großen, vielleicht weltgeschichtlichen. Epoche stehe. Es fei lehr erfreulich, daß nun das deutsche Volk vereinigt fei unter der alten ruhmreichen Flagge, und em einiger Witte herrsche. Man müsse Gott danken, daß zwei Manner an der Spitze des deutschen Volkes stehen, die sich große Verdienste erwarben, lieber Öen greifen Gene- ralseldmarschall brauchte man kein Wort zu ver- lieren; was den verehrten Herrn Reichskanzler Adv r Hitler betreffe, den einfachen colöaten des Weltkrieges, sei es besonders schätzenswert, daß er alte Traditionen wieder wachrufe und durch feine eigene Bescheidenheit vielen ein Vorbild fei. Man könne getrost in die Zukunft sehen. Man werde nun wissen wollen, wie sich die Kriegervereine zur Entwicklung dieser Sage stellten. Es gebe daraus nur eine Ant- wort: Die Kriegerkameradschaft steht geschlossen hinter der Regierung! . Es dürfe keine Parteien mehr im politischen Leben geben. Man wolle die Gleichschaltung mit allen Mit- teln durchführen helfen. Der alte Soldat dürfe dabei aber nicht in den Hintergrund gedrückt werden, denn ihm gebühre auch einiges Verdienst um die nationale Erhebung. Man we.de Gleichberechtigung verlangen dürfen. Deshalb gelte es für die Kameraden der Kriegerkameradschast „Hassia", der Organisation '* (Ländesgruppe Hessen)MD den vergangenen Sonntag die Bezirksvorsitze die Vereinsvorsitzenden der Äriegerücrcine, die Be^ zirksobmänner sowie alle Kameraden, der „Hassia" zu einer großen Kundgebung nach Gi-ßen eingeladen. Die Versammlung und Kundgebung stand unter der Leitung des Landesverbandsvor. sitzenden des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, Kam. Freund (Mainz). An der Tagung nahmen u. a. auch der 1. Präsident der Hassia, Generalleutnant Exzellenz von Oidtmann (Darmstadt) und der 2. Präsident, Direktor Linden st ruth (Darmstadt) teil. Kamerad Freund (Mainz) hielt zu Beginn der Kundgebung eine Ansprache, in der er die in stattlicher Anzahl erschienenen Kameraden herzlich willkommen hieß und betonte, daß er die große Beteiligung als ein Zeichen dafür betrachte, daß die Hassia-Kameraden einmütig hinter der neuen Regierung stahen. Wenn die Notwendigkeit einer Eingliederung an die Kameradschaft herantrete, bann schaftsmitglicder im Cafs Leib statt. In dieser Versammlung wird Herr Bartholomäus über das Th«»na: ,jDie Gleichschaltung der Freien Gewerkichaslen undlHie Arbeit der Gewerkschaften für die deutsche Arbei erschuft" sprechen. Angesichts der Wichtigkeit dies« Versammlung sei der Besuch dringend empfohlen. Man beachte die Einladung auf der vierten Seite unserer Frühausgabe. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Oberhessifcher Kunstoerein, Turmhaus am Brandplatz: 15 bis 17 Uhr: große F,"ühjahrs-Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Helgas Fall und Austtieg". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen bleibt da» Theater aus technischen Gründen geschloffen. Die Abonnements Vorstellung wird auf Samstag verlegt. — Samstag, 6. Mai, 29. Vorstellung im Freitag-Abonnement. Zur Aufführung gelangt das Volksstück „Die vier Musketiere" von Graff, Spielleitung Peter Fas- sott. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. — Sonntag, 7. Mai, 19 Uhr, Wiederholung der erfolgreichen Operettenneuheit „Liselott" von Künneke. Spielleitung Paul Wr ede: musikalische Leitung Kapellmeister Fr, E u j tänzerische Leitung Ballettmeister Ewald B d u l k e. Die Vorstellung ist als Fremdenvorstellung allster Abonne ment und zu ermäßigten Operettenprbisen. Ende nach 21.30 Uhr. — Am Dienstag, 9. Mal, in neuer Inszenierung in dieser Spielzeit zum erstenmal das Lustspiel „Die deutschen Kleinstädter" von Kotzebue mit Frau Auguste Pr a s ch - G r e vknH'ev g , Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters, als Gast. Freitag, 12.Wai, a?s Ä. Bor- -egen Diebstahls vorbestraft war. ■ - - - Kreis Lauterbach. S.Jl.-tfport Wirtschaft von it, •-—-------------------------- Deutsche Arbeiterinnen, Arbeiter, Angesiellte a-" und Gewerkschaftler! Devl enmarkt Berlin — Jranffurl a. M. 68 65 vanknolen. I .T 144 54,9 63,25 41 30,5 177,5 35,25 47 56 25 35 53 27 38,5 45,5 56 24,5 34 52,5 25,5 160,5 65 89 142,75 179,5 53 62,9 135,75 35,75 46 56,25 25 114,75 34,25 53 53,75 26,25 159,65 143,75 179,5 54 62,75 41 142,13 53,4 63,5 41,5 28 ' 179,75 I 136,25 35 47,5 55,75 25 115,25 34,75 53 55,25 27 163 Der Reichsbankstatus Ultimo April. Berlin, 3. Mai. (WTB.) Nach dem A u s - weis der Reichsbankvorn29. April hat sich in der Ultimowoche die gesamte Kapital- a n l a g e der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 379,6 Millionen auf 3643,3 Millionen Mk. erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 271,8 Millionen auf 3142,4 Millionen Mk., die Bestände an Reichsschahwechseln um 0,6 Millionen auf 6,9 Millionen Mk., die Lombardbestände um 108,2 Millionen auf 177,1 Millionen Mk. zuge- genommen, die Cffektenbestände dagegen um 1,0 Millionen auf 316,9 Millionen Mk. abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 275,3 Millionen Mk. in den Ber- kehr abgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 260,1 Millionen auf 3538,3 Millionen Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 15,2 Millionen auf 398,9 Millionen Mark erhöht. Der Umlauf an Scheidemünzen erhöhte sich in der Berichtswoche um 129,7 Millionen auf 1504,5 Millionen Mk. Unter der Berücksichtigung, daß in der Berichtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 6,0 Millionen Mk. getilgt worden sind, haben sich die Bestände der Reichsbank um 14,1 Millionen Mk. ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 406,0 Millionen Mk. eine Zunahme von 33,9 Millionen Mk. .Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 1,9 Millionen auf 510 Millionen Reichsmark vermindert. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 3,5 Millionen auf 410,5 Millionen Reichsmark zugenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 5,4 Millionen auf 99,5 Millionen Reichsmark abgenommen. Verwertung, Berlin. Die gestrige Auf- sichtsratssihung der Phönix-AG. für Braunkohlenverwertung, Berlin, beschloß, der auf den 31. Mai einzuberufenden Generalversammlung die Berteilung einer Dividende von 4 Prozent (wie im Borjahre) vorzuschlagen. Sranffurfer Abendbörse ruhig. Frankfurt a. M., 3. Mai. Die Abendbörse verzeichnete nur kleine Umsätze, da die Kundschaft nur wenig Aufträge erteilt hatte, die Grundstimmung war aber freundlich. Die Kursgestaltung gegenüber dem Berliner Schluß war noch uneinheitlich, die Veränderungen hielten sich aber in engen Grenzen. Einiges Geschäft hatten 3G.- Farben, (plus 0,63 Proz.) und Montanwerte, von denen die Werte der Stahlver- . 7 .10 . 0 . 0 . 0 In Wetzlar trafen die VsBer auf einen spielstarken, hartnäckigen Gegner. Bis zur Pause konnten die Grün-Weißen ein Tor vorlegen, dem Ansturm des Gegners in der zweiten Halbzeit konnten sie aber nicht widerstehen. Durch Elfmeter glich Wetzlar aus. Ein Torschuß aus dem Hinterhalt und ein weiterer Elfmeter brachten dem Gegner den Sieg. Die 1. Schüler schlugen die 1. Schüler Wetzlarer SpB. nach schönem Spiel 1:0. o .Heute Donnerstag, den 4. Mai 1933, abends 8 Ubt, findet in Gießen im Caf6 L eib.WaUtor- itraße, eine Versammlung statt, in der verr ^artbolomaus nutz Gießen über das Thema: Oie Gleichschaltung der freien Gewerkschaften und die Arbeit der Gewerkschaften für die deutsche Arbeiterschaft sprechen wird. Die R e i ch s i n d e x z i f f e r für dis Lebenshaltungskosten im April. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskoste:, (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung^ Bekleidung und „sonstiger Bedarf") beträgt für den Durchschnitt des Monats April 116,6; sie hat sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert. 3m einzelnen lauten die Indexziffern für Eri nährung 103,3 (gegen März plus 0.1 Prozent), Bekleidung 110,6 (gegen März minus 0,5 Proz.), Heizung und Beleuchtung 135,7 (gegen März minus 0,7 Prozent), „sonstigen Bedarf" 161,8 (gegen März minus 0,1 Prozent). Die Index- ziffer für Wohnung ist mit 121,3 unverändert geblieben. 3nnerhalb der Gruppe Ernährung sind saisonmähige Preiserhöhungen für Gemüse durch das Rachgeben der Preise für Eier und Kartoffeln nicht ganz ausgeglichen worden. * Phönix-AG. für Braunkohlen-- 27,9 ' 74,5 i Sleichschattimg im Mittelrheinkreis der DT. ilniversitäts-Turn- und Sportlehrer Topp-Frankfurt zum Führer ernannt. 68 85 3 G. Farben.Jndustrie Scheideanstalt........ Goldschmidt ......... RÜtgerSwerke........ Metastgelellschaft...... (Spielbereinigung 1900 Gießen. 1900 gewinnt auch das Rückspiel in Bad Homburg. Die Homburger, die in Gießen am Vorsonntag eine spannende Partie geliefert hatten, waren beim Rückspiel auf eigenem Platz nicht so in Form. Die Blauweihen fanden sich überraschend gut auf dem etwas glatten Rasenplatz zurecht und entwickelten ein technisch sehr gutes Spiel; jeder gab fein bestes. 1903 bestritt das Spiel mit: Schlarb; Seiler, Luft; G l i t s ch, B r o m m, Loh; Lippert, Arnold, Enders, Heil- m a n n und Grob. Rach kurzer Drangperiode der Gastgeber setzten Gießens wohldurchdachte Angriffe ein, die erleichtert wurden durch das schlechte Stellungsund Abwehrspiel der Homburger Verteidiger. Mitte der ersten Halbzeit brachte H e i l m a n n (1903) seinen Verein in Führung. Prompt folgte der Ausgleich, als der Spielleiter eine Unfairnis an Glitsch übersah. Enders brächte 1900 erneut in Front. Dann verschoß Arnold (1900) eine ganz große Chance, auch H e i l m a n n traf mit einem schönen Schuß nur die Latte. Seitenwechsel 2:1. Rach der Pause war die Ueberlegenheit der Gießener Elf zunächst sehr deutlich. Arnold erzielte bald mit schönem Schuß das 3:1 für Gießen, während alle anderen, besonders Heilmann und Lippert, mit ihren Alleingängen kein Glück hatten. Wohl überschritt Lipperts Schuh einmal die Torlinie. Dieser wurde dabei aber unfair gelegt, so daß der Schiedsrichter auf Elfmeter erkannte. Arnold schoß diesen dem Torwart in die Hände. Schlarb berechnete zweimal an sich ungefährliche Sachen falsch, und prompt hatten die Gastgeber ausgeglichen. Die Blauweihen setzten sich jetzt wieder energischer ein. Lippert und Bromm> trafen aber nur wieder die Latte, und Homburgs Hüter hielt famos. Lippert gelang es in letzter Minute durch schnelles, entschlossenes Eingreifen zum 4:3 für 1903 einzusenden und damit den Sieg sicherzustellen. Jugendspiele am Sonntag. 1900 AI — Eintracht Frankfurt AI 2:4 (2:1). Die Gäste stellten eine kräftige, gut eingespielte Elf. 1900 ging ebenso wie die Gäste rasch zum Angriff über und bot dem Gegner eine gleichwertige Partie. Die Frankfurter waren Meister, im Täuschen und Kombinieren, doch der Plahverein • spielte erfolgreicher. Mitte der Halbzeit gab der Rechtsaußen eine schöne Vorlage nach innen, die der Mittelstürmer scharf und placiert zum ersten Tor einschieben konnte. Bald darauf hieß es 2:0 für Gießen; wieder war es der Mittelstürmer. Kurz vor der Pause faustete der Tormann von 1900 den Ball ins eigene Reh. 2:1. Rach der Pause zog der Gast alle Register seines Könnens auf. 1900 ließ deutlich nach, das Tempo der ersten Halbzeit war zu schwer, einzelne Leute sieden tst, wird eine größere Gesühwindlgkeit erzielt werden können, so daß^die seitherigen Rekorde fallen werden. Geräiemannschastskampf Atzbach—Wieseck - Leihgestern. Dieser Kampf fand am Sonntag in Leihgestern seine erste Austragung und zeigte zum Teil glänzende Leistungen der Turner. Alle drei Mannschaften legten eine gute Form an den Tag. Der Sieg fiel dem Veranstalter mit knappem Vorsprung zu. Den zwecken Platz belegte die Mannschaft von Wieseck wahrend die Atzbacher sich mit dem letzten Platz zufrieden geben mußten. F r a n k f u r t a. M., 3. Mai. Die Getreidebörse zeigte heute gegenüber der Vorwoche ein sehr ft i 11 e ö Aussehen. Das Angebot blieb zwar knapp, die Rachfrage war jedoch wesentlich ruhiger als in den letzten Tagen. Die Preise lagen kaum verändert, nur Kraftfutter- mittel tendierten etwas fester. Am Mehl- rn a r k t erfolgten noch kleine Deckungen zu letz- ■ ten Preisen. Es notierte (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm in Mark): Weisen 215, Roggen 172,50 bis 173,50, Sommergerste für Brauzwecke 180, Hafer 146 m3 150, W e izenmehl südd. und niederrhein. Spez. 0 mit Austauschweizen 30,15 bis 31,50, Roggenmehl 60prozentige Ausmahlung 23,50 biS 24,75, Weizenkleie 7,60, (Koggen- Heie 8,60. 3n Handelsklassenware fanden keine ^Abschlüsse statt. 29,91 74 174,5 I Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug .am Ultimo 14,4 Prozent gegen 15,6 Prozent am 22. April d. 3. Rach Abzug der noch bestehenden kurzfristigen Devisenverpflichtungen in Höhe von 45 Millionen. Dollar stellt sich die Deckung auf 9,1 gegen 9,9 Prozent am Ende der Vorwoche. nennung Topps fand die einmütige Zustimmung des Kreisturntages. Zum 2. Kreisvertreter wurde Kurt Münch, Frankfurt a. M., zum 3. Kreisvertreter und Werbewart Dr. Richard Wal- ter, Bad Kreuznach, zum Kreis-3ugendwart Anton Müller, Andernach, zum Kreisober- turntoart Eugen Kramb, Bad Kreuznach, zum Kreis-Geschäftsführer W. Bi eg er, Frankfurt am Main, und zum Schatzmeister Alex 3ä g er , Frankfurt a. M. ernannt. Der bisherige Kreis- Dberturntoart Georg Frey, Mainz, wurde zum Ehren-Kreisobertumwart ernannt. . Wie der neue Führer des Mittelrheinkreises der DT. mitteilt, werden seine Aufgaben zunächst in der Gleichschaltung des Krei- ses der Umgestaltung auf das Führerprinzip, der Durchführung der vollständigen Arisierung und der Einführung des Wehr- turnens bestehen. Die Arisierung soll bis zum l.,3uni durchgeführt werden. Der Mittelrhein- kreis hat die Voraussetzung geschaffen, um als ^folgreiches Glied in der nationalsozialistischen Erziehung zu einer einzigen großen Volksgemein- schäft mckzuwirken. Mit der Ernennung von Kurt ?^unch Frankfurt, zum 2. Kreisvertreter ist die Eingliederung des Deutschen Turnerbundes in die Deutsche Turnerschaft für den Mittelrhein, treis verwirklicht worden. Damit ist die völkische Erziehung der Körperausbildung gleichberecktiat nebengeordnet worden. Motorradrennen um Schotten" Das Motorradrennen .Rund um Schotten", das größte und älteste Motorrad-Straßenrennen Süd- und Westdeickschlands, wird am 2. Pfingstfeiertag zum neunten Male als Lauf um die deutsche Meisterschaft ausgetragen. Der hessische Staatspräsident Dr. Werner hat den Vorsitz des Ehrenausschusses übernommen und sein Erscheinen zugesagt. Damit wird zum ersten Male der Präsident eines deutschen Staates dem Rennen beiwohnen Reichskanzler Adolf Hitler hat als Förderer des deutschen Motorsportes durch die Reichskanzlei mitteilen lassen, daß er der Veranstaltung einen guten Verlauf wünscht. (Nachdem die (Berg- strecke der Rennstraße im Freiwilligen Arbeitsdienst wesentlich verbreitert und ausgebaut wvr- Grihnn .................. ol Mainkrastwerke Höchst a.». . ■ J Süddeutsch« Huck« ....... 8 eins- Gruppe zur Schwäche neigten. Mannesmann konnten sich um 1 Proz. erhöhen ferner waren Scheideanstalt 0,75 Proz. fester,' wogegen Rütgsrswerke 0,63, ©ement Heidelberg 1 und Dt. Linoleum 0,5 Prozent nachließen. Von Schiffahrtsaktien lagen (Norddeutscher Lloyd zunächst weiter unter Druck, später konnten sie sich jedoch wieder aus den Schluhkurs erholen. Am Rentenmarkt hielt das 3ntereffe für die Altbesihanleihe an (plus 40 Pf.), Reubesihanleihe, Schutzgebiete und späte Reichsschuldbuchforderungen waren nur gehalten. Von fremden Werten gaben Zolltürken leicht nach, 4proz. Schweizer Bundesbahn-Anleihe kamen nach Pause um drei Prozent fester zur Rotiz. Reubesihanleihe 13,40, Altbesitzanleihe 73,63 bis 73,80, Schutzgebietsan- leche 8,25, 4prvz. Zolltürken 6,45 bis 6,50, 4proz. Schweizer Dundesbahn-Anleihe 136, Dresdner Bank 61,25, Reichsbank 132,75, Gelsenkirchen 72,50, Harpener 110, Klöcknerwerke 70,25 bis 70,50, Man- b's. 81.50, Phönix 47,25, Rheinstahl !?0> Stahlverein 46,75, Akkumulatoren Hasen xS??™28'25, Sekula 112,25, Scheideanstalt 179 bi£ 179,50, Dt. ßiiwleum 52,50, 3G> Farben 142,75, Holzmann 65. Gement Heidelberg 88, Rüt- gerswerke 62,88, Siemens 169,75, Zellstoff Waldhof 56, Dordd. Lloyd 18 bis 18,40. Frankfurter Getreidebörse. ist Pflicht eines leben organisierten Arbeiters und lebet Arbeiterin sowie Angestellten unb An- aeckelltinnen, zu. dieser Versammlung zu erscheinen, denn es gilt 3ie Gewerkschaften in biefer ktisen- oaften Zeck zum Nutzen bet deutschen Arbeiter und Angestellten imebe-: itnrl zu machen. gleichzeitig weisen wir dringend darauf bitt, daß ein loder (Gewerkschaftler unbedingt seine ibeitraoc weiter zahlen muß, da er sonst nach den Satzungen der Gewerkschaften seiner Mitgliedschaft und damit seiner Rechte verlustig geht. Arbeiter und Angestellte erscheintlnMffen! Es laben ein: Deutscher Metallatbeitet-Vetbanb: Dolle. — Deutscher Baugewerksbunb: Mann. — Emhecksvetbanb bet Eisenbahner Deutschlanbs: Benner. — Deutscher Tabakarbeiter- Verband: Kaase. — Gesamtverbanb bet Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe und des Personen- und Warenverkehrs: Magenheimet. Hansmann.— Deutscher Holzarbeiter-Verband: Gerlach. — Steinarbeiter- Verband: Horn. — Verband der Bergbauindustrie- arbeitet Deutschlands: Kraftziek.—Zentraloerband der Angestellten: Frischmann. NationalsozialistischePetriebözellen-Qrganisatiou (N.S.B.O.) imiD Kommissare: Bartholomäus. Wagner. $. Sp. V. 1926 Steinbach. Steinbach I — Nieder-weisel I 6:1. Steinbach II — Buhbach III 0:2. Am oerge enen Sonntag konnte die 1. Mannschaft des FSpV. wieder einen eindrucksvollen Sieg erringen. Auch die zweite Mannschaft spielte wieder recht schön, mußte sich aber schließlich den körperlich stärkeren Butzbachern beugen. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Leihgestern II — Steinberg II 3:0 (2:0). Die beiden Mannschaften trugen am vergangenen Sonntaa ein Entscheidungsspiel um die 6-Klassen- Meisterschaft aus, das von der taktisch und technisch überlegenen Mannschaft verdient gewonnen wurde. Anfangs schien es, als wenn Steinberg durch Eifer und Schnelligkeit zu Erfolgen kommen sollte, aber bald setzte sich der Gegner durch. Erst gegen Schluß des Spiels beim Stand von 3:0 setzte Steinberg zum Endspurt ein, aber die schlagsichere Verteidigung des Gegners konnte alle Angriffe abwehren. Steinberg blieb sogar der Ehrentreffer versagt. Leihgestern war schneller am Ball, auch wat der Sturm durchschlag- kräftiger. 3n Saarbrücken fand der 8 8. M i t t e l r h e i n- Kreisturntag der Deutschen Turnerschaft statt, dem zahlreiche Vertreter der Behörden und der DT.-Führer Dr. Reuen- d o r f f beiwohnten. Die Tagung wurde mit einer Feierstunde eingeleitet. Dann sprachen der Turn- gaurertreter Burk, Saarbrücken, und der bisherige Kreisvertreter Pfeiffer, Wetzlar die beide auf die Bedeutung der Tagung für das noch abgetrennte Grenzland hinwiesen. Oberbürgermeister Dr. Reikes begrüßte die Ta- gungsteilnehmer. Der DT.-Führer Dr. Reuen- d o r f s gab in begeisternder Ansprache einen kurzen Rückblick über die DT.-Geschichte und ihre Ueberleitung in das werdende neue Deutschland, die er als naturgegeben bezeichnete. Die neue Regierung werde die volle Unterstützung der DT. finden. Er schloß mit einem Treugelöbnis flum Saarland. Die eigentliche Tagungsarbeit stand im Zeichen der Gleichschaltung. Man begnügte sich mit kurzen Jahresberichten des Kreisvertreters und des Kassenwarts. Die neu ausgearbeitete Satzung wurde gar nicht zur Aussprache gestellt. Der Führer der DT., Dr. R e u e n d o r f f, ernannte den Gauvertreter des Frankfurter Gaues, Universitäts-Turn- und Sportlehrer Hermann Topp zum Führer des Mittelrheinkreises der DT., nachdem er dem scheidenden Kreisvertreter Pfeif- f er,'Wetzlar, warme Worte des Dankes für feine geleistete Arbeit gewidmet hatte. Die Er- Schuliheis Patzenhofer........o Aku (Allgemeine Kunstseide) ... v Bemberg.................... fidlftoff Waldhof ............o Zellstoff Aschaffenburg ....... o Dessauer &ai.............. 7 Daimler Motoren............ 0 Deutsche Linoleum ...... y OrensieinLKoppel ....... " n Leonhard Tietz ....... Lhade...............IS Bries 3,59 58,95 62,88 14,17 16,6 169,94 21,81 7244 2,48 73,15 81,61 35,97 Kurszettel -er Berliner und Frankfurier Börse. ------- papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 0. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. len ganz aus. Die Gäste leiteten Angriff auf Angriff ein, 1900 mußte viel verteidigen. Ein Hand- elfmetcr brachte den Ausgleich, kurz darauf kam Frankfurt auf 3:2. Cjn unhaltbarer Schuh stellte das Endresultat auf 4:2. 19 0 0 All — Raub 0 rn I 2:1 (1:1). 3n einem äußerst fairen Spiel kämpften zwei gleichwertige Gegner erbittert um den Sieg. 1900 war glücklicher und konnte kurz vor Schluß das Siegestor erzielen. , 1 900 Schüler — Raub 0 rn Schüler2:0 (1:0). Die Kleinsten konnten nach langer Zeit einen Sieg landen. Die Gäste waren nicht schlechter, 1900 aber entschlossener im Sturm. VsB. Gießen. VfB. II — Steinborf I 0:6. Eine hohe Niederlage mußten die Grün-Weißen einstecken. Obwohl technisch besser, konnten sie gegen den Kampfgeist und gegen den Siegeswillen des Gegners nicht bestehen. Zahlreiche Torgelegenheiten wurden nicht ausgenutzt. Jugendspiele. VfB. 1. Jugend — Spv. Wchlar 1. Jugend 1:3 (1:0). Philipp Holzmann...........ol Zementwerk Heidelberg ......4 Zementwerk Karlstadt.........0 Wahtz L Freytag ............o| Datum | 6% Deutsche Reichsanlethe v. lSLi khem.7?s, Dt. RelchSanl. v. 1929 "72% Doung-Anlethe von 1930 Deutsche Ant.-Ablos.^chuld mit AuSIos.-Rechten ..... Desgl. ohne AuSlos.-Rechte 6% ehem. 8% Hess. BolkSstaat 1929 trückzahlb. 102%) ..... Oberhessen Provinz. Anleihe m,i Auslos.-Rechlen .......... Deutsche Komm. Sammelab I.Äm leihe Seriei mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Ban, Boldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban! Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 W2% ehem. 4'/z% Franks. Hyp., Bank-Ltau.-Psandbrjefe ..... 6’/i% ehem. 4-4% Rheinische Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpse..... «% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanstalt. Pfandbriefe St io 4% Oesterrelchtlche Goldrrme.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *¥*% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlcihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I .................. 4% desgl. Serie II............ 6% Rumän. verein h. Rente v. 1903 4tz%Numän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänisch« veretnh. Rente .. S%% eaatoUa .. .TT......... Sranffun a. Dl. ©Alufif Berlin Franl,un a. m. Berlin furd 2-5. Ab end» börsc 3-5. vchiuß. (urd 7.5 mittag* bSrse Schluß- kurs Echlußk. Abend- börse Schluß« kurv Echlußk. mittag« börsc 85 80 71,65 13,15 85,25 93,65 73,8 13,4 85 95,75 71,5 13,15 85,5 94 79 73,7 13,5 ____________ Datum Hamburg-Ainerika-Paket ..... Hamburg-Südam. Dampfschiff. ci Hansa Tampsschis,........... 0 Norddeutscher Lloyd ......... o A K. für Berkehrilwesen Mt. .. o Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz, und Privol-Bank... 0 Deutsche Baak und DtSconto- 2-5. 18,4 18,75 57,75 51,75 ] 3 5. 18 18,4 57,5 98,25 51,75 2.5. 18,05 38,5 33,75 19,75 57 98,75 52,25 3-5. 17 38,25 30,75 18,4 55.5 98.75 52,25 £8 68 Gesellschaft................ 0 67 61,25 134 67 61,25 — — Dresdner Bank............... 61,25 132,75 67 67,25 69,65 67,75 67,25 Reichsbank ............... , 136 132,5 87,5 86 — — A.C.G.................. 0 29 95,5 110 76 28,25 95,5 110,75 74 29,5 96 110 75 28 97 111,25 73,25 87 86 — — Aektr. Lieferungsgesellschäft ... b Licht und Straft .............fi 87 87 — — Helten & Guilleaume ...... n Gesellschaft für Elektrische Untr» 87,5 88 87 — — nehmungen............ 4 Rheinische Elektrijität ......... Echuckert S Co.......... n 102,75 116 170 135,5 102,75 99,5 114,5 169,75 133,5 102,75 99,75 116,25 170,75 134,9 102,5 99 88 Siemens S Halske Lahme her L Eo............... 114 169,9 89 87,5 133,5 14,25 — — 14,3 Buderur .......... n 79,5 125,25 72,5 110 — 1,2 1'2 1,15 Deutsche Erdöl ......j 124,4 81,9 125 74,25 113,25 86 79,25 124,5 Gelsenkirchener ........... 0 75 114 7,75 7,65 8 7,25 Harpener.............. 0 Eiien-Köln-Neuefsen" 0 Ilse Bergbau ... 7 73,25 110,75 83,75 6,45 6,45 । 6,65 6,4 6,35 । 6,45 6,7 mfe Bergbau Genüsse....... 7 Klöcknerwerke ................ 131 71,25 81,25 128 70,5 177 130 70,75 178,5 128 70,4 6,35 6,6 6,35 6,5 Mansfelder Bergbau n 81,5 81,75 80,5 5,25 1 5,5 5,3 I 5,75 — 31,75 31,75 92,5 48 211,25 98 9,95 4,65 ; 28,4 1 10 4,9 28,75 I 9,75 । 4,6 28,13 1 9,75 4,75 28,5 wrWau. s Wesnische Braunkohlen ......10 «heinstabl ....... g 48,9 98,5 47,25 §7,5 91,5 48,9 210,5 98,5 Frankfurt a.m. Berlin Schluß« lurs Echlußk. Abend« börsc Schluß« turs Echlußk. mittag» börse Datum 2-5. 3.5. 2.5. 3.5\_ Bereinlgie Stahlwerke........0 48,25 46,75 48,9 47,25 Otavt Minen ............. 0 Kaliwerke Aschersleben........6 19 151,75 18,75 19 152,5 19,25 Kaliwerke Westeregeln........6 159 5 Kaliwerke SalzdetsurH.......9 — — - 212 210,5 2. mal 3. mal Amtliche Geld Notierung I Arie, Amtliche Geld Notierung »rief HelstngforS.. Wien....... Prag....... 6,244 45,45 12,70 6,256 45,55 12,72 6,264 45,45 12,70 6,276 — 45,55 12,72 Budapest... Sofia...... Holland .... 3,047 3,053 3,047 3,053 169,58 169,92 169,63 169,97 72,47 63,21 Oslo....... 71,63 62,49 72,38 71,77 62,61 72,33 63,09 Kopenhagen. Stockholm... 72,52 73,03 73,17 London ..... 14,015 14,055 14,155 14.196 Buenos Aires 0,853 3,586 0,857 0,853 0,857 3,694 Neuyork.... 3,594 3,616 Brussel..... 58,84 58,96 58,87 58,99 Italien..... 21,78 21,82 21,82 21,86 Paris...... 16,58 16,62 16,60 16,64 Schweiz.... 81,42 81,58 8i,47 81 .ei Spanten.... 35,96 36,04 35,96 36,04 Danzig..... 82,52 82,68 82,52 82.68 Japan...... Rio de Ian. . Jugoslawien Lissabon.... 0,879 0,239 0,881 0,241 0,879 0,239 0,881 0,241 5,205 12,91 5,195 12,79 5,205 12,81 5,195 12,89 »erlln, 3.mal Gelb Amerikanische Noten.............. 3,57 Belgische Noten.................. 58,71 Dänische Noten ................. Englische Noten ................. 62,72 14,11 Französische Noten...... ...... 16,56 Holländische Noten............... Italienische Noten................ 169,26 21,73 Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Echilltng 72,16 Rumänische Noten............... 2,46 Schwedische Noten............... 72,85 Schweizer Noten........ .. .... -vmiische Not«................. Ungarische Noten......... 81,29 35^83 1 Kaw ffl. 10« ® Bf«“'"* Sß"nla9. Die 5D 8ell4 Lngriffscharakt' j !:nb auf Grund nommaien eingehl morden, dah die | @emifd)tatmi Bilcn Clement zur | Ordnung und eir zur Terteidigunc ' artiger Armeethk ten des Hvoverp! Der deutsche Do gewöhnlich st söfifcher, englische | Gegenseite wurde ■ nentol-europäischer des englische! gestellt und hiervc I rüstungsplanes c I Frankreich) bezeich I gefährlichste I die für Frankreich | Frankreich könne ir jur endgültigen 6m des deutschen Rüffn bedeute der deutsche Ballung des gefi linne deshalb nicht j - Auch der am eri^ M meingefchräntte rüftungepiones ein. die übrigen Mach Deutschlands z schwere Äüstungsmc ^"dig zu zer Sserung müsse den < eichitlichung der 5 , Der deutsche Anb | lomlmächte sich üei ■ n'Qltruppen in iUmen nur in di I ^cn Ordnung und tiuröe gleichfalls t 52y .bekämp flache m Abrede» «"-wrdafrikanische ? h“ 7,nis nil, öafj öi *lu feinem »Ä, S“le i"d I etn Jtage bet Der ^r°Paifd)en hx„e . Wiv »'jenaueeen $4 ; J'* oorläufia _3n der hliXp;f 6roge ÄZÄÄ & Polizei Jo finÄ^ S Ä über Al sl^lag töUrsn r Das § .«enf n 0 öM