Htnuf ÄÄK: Mch ö09n 'S. ^en 1,1 h,B ■*?$ 's hh- 'n- Ment V& too* nt nadjS^fl 1 L'^Ä?°n 'at« konnten ii. i i *W*n. n^'Nle für die §*& fremden Der« Mtoj. schL la?(Mumbtt 13'4°. Jgss ®St Emulatoren Ha«n ,2»Äkan'tQlt yeMeta 63 *Süt< 9A3*Ä lo,40. 'ei-ebörse. Die Getreidebörse Vorwoche ein sehr Ingebot blieb zwar - jedoch wesentlich Tagen. Die Preise c Kraftfutter- Her. Am Weh/. : bedungen zu Getreide je Ä-e, m in Mach: 2c i- bis 173,50, Som. e 180, Haler 146 dd. uni niedenhein. n 30,15 bis 31,50, e Ausmahlung 23,50 7,60, Roggen- enware fanden keine beiter, Angestellte fier! Wat 1933, abcuds i.'eib,'Walltor' ; statt, in der Herr übet das Tiiema: >nGewertschasten Mafien [ür die den wird. Mierten Arbeiters .ngeileÜten und An- mlunq zu erscheinen, teti in dieser kruen- ,Men Weiter und nödn'n. jngend darauf mn. tt unbedingt femt da er sonst nach heu :n seiner Mitglied' chtc verlustig gebt. rftßeintinJRaffen! allarbeiter-Beiband: erksbund: Mann, ibncr Deutlchlands. ikarbeiter-verband. r Arbeitnebnwr der ersonen-und Laren- imtrnn.^- Deutscher -gteittarbetfer- ?®g!SSSS5 Mls. Wagner. jtaulMji 3-N „ -ZK -----M76 45,55 12,72 3,053 169,97 72,4 63,2 73,17 14,1« 0,857 3,624 58,99 21.« 16,64 81.63 , 30,04 82.« 0,881 0,241 5,205 12.31 3,047 169,63 72.« 63.09 73.03 14,155 0,853 3,616 58,87 21-82 16,60 81.47 35,96 82,52 0,879 0.« 5,1« / 12,« 58,71 62,72 16,« ,69,26 8'8 72.« 2^46 72-85 if'2 35-83 58.« uA |4.'7 16,6 169,9* 21.8' 72.44 3,6 73'! 81-61 35,97 Nr. 105 Erste; Blaff 183. Jahrgang Donnerstag, 4. Mai 1953 lEr|d)eini lLgllch.cmtzer Sonntags und Feiertags veilagen: Die Illustrierte vietzener Familienblätter Heimat im Bild Die Schalle Monatr-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen van einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, zenisprechanschlüfse nnterSammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen, postschecffanta: granffurt am Blain 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vruck und Verlag: vrühl'sche Universtlälr-Vuch- und Steinöruderei 8. Lange in Stehen. Schnftlettung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7. Annahme dm Anzeige» für die Tagesnummer als zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» Klameanzeigen van 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvarschrift 20*, mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Polttik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton vr.H.Tdyriot; für den übrigen Teil Crnst Diumschein undfür den Anzeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Biegen. Kampf um die Vereinheitlichung des Heerestyps. Der deutsche Antrag auf Rückverweisung an einen besonderen Ausschuß wird von den Großmächten scharf bekämpft. Genf, 3. Mai. (TA.) 3m Hauptausschuß der Abrüstungskonferenz wurde über den deutschen Antrag auf Tieberweisung der Vorschläge zur Vereinheitlichung der kontinentaleuropäischen Heere an einen künfti» | gen ständigen Abrüstungsausschuß I verhandelt. Botschafter Aabolny trat energisch den Vchauptungcn über den angeblich reinen Angriffscharakter der R eichs- । wehr entgegen, die ebensowenig wie die eng- 1 fische oder amerikanische Verufsarmee ausschlicß- s lich Angriffscharakter trage. Nach der in Deutschland aus Grund der Kriegserfahrungen vorge- j itommencn eingehenden Prüfung sei festgestellt । Vörden, baß d i e Armee der Zukunft der Demischtarmeetypus fei mit einem stabilen Element zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung und einer Miliz mit kurzer Dienstzeit I zur Verteidigung der Landesgrenze. Ein der- 1 artiger Armeetypus entspreche dem Grundgedan- I ton des Hooverplanes. Der deutsche Vorschlag fließ jedoch auf einen u n - I gewöhnlich ftarfen wider st and aus fran- . zcsischer, englischer und belgischer Seile. Auf der | Gegenseite wurde die Vereinheitlichung der fonli- I -rental-europäischen Heere als der Angelpunkt I des englischen Abrüslungsplanes bar- I gestellt und hiervon die gesamte Lösung des Ab- I rüstungsplanes abhängig gemacht, w a s s i g l i £ (Frankreich) bezeichnete die gemischte Armee als d i e Z gefährlichste und schlimm st e Lösung, I die für Frankreich völlig unannehmbar sei. I Frankreich könne in keinem Falle zulassen, daß bis j zur endgültigen Entscheidung irgendeine Umstellung | des deutschen Rüslungsstandes erfolge. 3m übrigen ’’ bedeute der deutsche Vorschlag eine vollständige Umgestaltung des gesamten englischen Planes und könne deshalb nicht zur Verhandlung gelangen. Auch der amerikanische Vertreter trat für ■ eine uneingeschränkte Annahme des englischen Ab- I rüstungsplanes ein. Botschafter Aabolny forderte Die übrigen Mächte auf, dem Beispiel Deutschlands zu folgen und das gesamte schwere Rüstungsmaterial unverzüglich v o l l - ständig zu zerstören. Die deutsche Regierung müsse den englischen Vorschlag zur Vereinheitlichung der Heeressysteme a b l e h n e n. Der deutsche Antrag, nach dem die großen Kolonialmächte sich verpflichten sollen, die Kolonial t r u p p e n in den entfernt gelegenen Kolonien nur in diesen Gebieten und zu deren Ordnung und Verteidigung zu verwenden, wurde gleichfalls von England und Frankreich scharf bekämpft. Massigli versuchte die Tatsache in Abrede zu stellen, daß die langdienenden nordafrikanischen Truppen von der franzo- I fischen Regierung als ein untrennbarer Bestand- s teil der französischen Gcsamtarmee behandelt ; werden. 3n bet Rachmillagssihung teilte bet Vertreter Englands mit, haft bie Besprechungen zwischen Botschafter Aabolny unb ihm über bie beulschen Anträge zum Kapitel bet heeres- flärfen z u keinem Ergebnis geführt hätten. Die beulsche Delegation habe sich nicht bazu bewegen lassen, ihren in jeber weise begrünbetai unb von feiner Seite sachlich roiberlegten Stanbpunff ’ in ber Frage ber Vereinheitlichung ber fontinental- curopäischen Heere aufzugeben. Sie bestehe darauf, bast biefe Frage nicht spruchreif fei unb ber ftänbigen Abrüslungsfommission zur genaueren Prüfung übergeben werben müsse. Unter diesen Umftänben hat ber Präsibenl ber Ab- röstungsfonserenz henberson bie Abstimmung über diese Frage vorläufig zurückgestellt. 3n der Frage der Anrechnung der Polizeikräftc auf die Armee hat man sich daraus geeinigt, daß das Kontingent, das nicht ungerechnet werden soll, zehn Prozent der gesamten Effektivstärke beträgt. Für Deutschland würde dies bedeuten, daß von den 39 000 Mann Schutzpolizei, die nach den Beschlüssen des Effektivausschusses voll zur Anrechnung kommen sollten, jetzt nur mehr 19 000 Mann bei der endgültigen Festsetzung der deutschen Hcercsstärke a n g e s e h t werden. Botschafter Radolny gab in französischer Sprache eine kurze Erklärung ab, daß Deutschland als Beweis seines guten Willens und feiner Bereitschaft zur Mitarbeit seine Abänderungsvorschläge zur Polizeifrage zurück zieh en werde, falls der englische Kompromihvorschlag Zustun- ntung finde. Die Aussprache und die Abstim- ntung über den neuen englischen Kompromiß- vvrschlag wurden bis zum Vorliegen des englischen Antrages verschoben. Das Kompromiß in der Polizeifrage. Sie Gründe für die deutsche Zustimmung. Genf, 3. Mai. (TU.) Von deutscher Seite wird darauf hingewiesen, daß der deutsche Verzicht auj die schärferen Kriterien für den m i l i t ä r : - chsn Charakter der Polizei und das dadurch zustandegekommene Kompromiß in ber : Polizeifrage zwischen der deutschen und englischen Auffassung angesichts der Gesamtlage der Abrüstungskonferenz notwendig geworden sei. Gegenüber der in den letzten Tagen von gewissen Seiten in ungewöhnlich verschärftem Maße gegen bie Reichsregierung geführten Stimmungsmache, nach der weitere Verhanblungen mit Deutschland in der Abrüstungsfrage überhaupt zwecklos feien unb Deutschland alle Einigungsversuche bewußt sabotiere, hat somit bie deutsche Abordnung in der Polizeifrage aus grundsätzlichen Erwägungen sich zu der Annahme des englischen Kompromißvorschlages bereit gefunden, um dadurch nicht den Glauben aufkommen zu lassen, als ob, wie vielfach behauptet wird, Deutschland an dem Ab- rüstungsabkommen überhaupt nicht interessiert sei. Nach dem englischen Vorschlag sollen 10 o. h. des Berlin, 3. Mai. (TU.) In der Vorstands- sihung der Deutschnationalen Volkspartei, die am Mittwoch bis in den späten Abend andauerte, fand nach einem politischen Referat des Parteiführers Dr. Hugenberg eine längere Aussprache über durchgreifende organisatorische Maßnahmen statt, die unter noch schärferer Betonung des Führerprinzips und unter Heranziehung anderer wirtschaftlicher und kultureller Organisationen geplant sind. Im Anschluß an diese Aussprache, die in einem erneuten Bekenntnis zur Führcrper» sönlichkeit Hugenbergs ausklang, nahm der Vorstand einstimmig die folgende Entschließung an: „Die Deutschnationale Volkspartei hat die Kampfkameradschaft des 30. Januar und damit die Rotwendigkeit bejaht, endlich auch das deutsche Volk zu einem wirklich einheitlichen Körper zusammenzuschweißen. Sic hat sich verantwortungsbewußt hinter die vom Reichskanzler Hitler geführte Regierung gestellt. Die Rot des Vaterlandes, die ungeheuren Aufgaben des inneren Aufbaues und die Deutschland drohenden außenpolitischen Gefahren verlangen ein auf gegenseitiges Vertrauen gegründetes Zusammenarbeiten aller Gliederungen der nationalen Front. Die Deutschnationale Volkspartei erhebt für ihre Angehörigen und Kameraden den selbstverständlichen Anspruch auf volle Gleich berech- t i g u n g auf allen Gebieten des politischen und wirtschaftlichen Lebens. Aach dem scharfen Abwehrkampf gegen die staatsfeindlichen Elemente muß eine feste Rechtsordnung so rasch als möglich wieder hcrgestellt werden. Die Stärke des preußischen Staates und des alten Reiches beruhte in der inneren Verbindung zwischen höchster Verantwortung dem Staate gegenüber und innerer Freiheit der Einzelpersönlichkeit. Deshalb fordert die Deutschnationale Dollspartei auch für die Neugestaltung der kirchlichen Dinge die Wahrung der vollen Freiheit der Kirchen. Die Stärke des Staates zeigt sich in dem beruflichen Können und in der Unversehrtheit eines tauberen Berufsbeamtentums. In llebereinftimmung mit den Erklärungen ber Regierung fordert die Deutschnationale Dolksparte: die baldige Wiederherstellung der gesetzlichen Rechte dieses Standes. * Zu einem freien unb georbneten Staat gehört eine freie, auf berufsständischer Grundlage ausgc- baute unb vor Experimenten unb Willkür geschützte Wirtschaft Die Einheit ber beulschen Wirtschaftsführung ist burch bie Betrauung Dr. Hugenbergs mit ben Wirtschaftsminislerien im Reich unb in Preußen gewährleistet. Die planvoll durchgeführ- Heeresbestanbes eines jeben Landes als m i I i t ä • rischausgebildete Polizeikräfte zulässig [ein. Danach würde für Deutschland im Falle einer Annahme ber im englischen Plan vorgesehenen Ge- samtheeresstarke von 200 000 Mann militärische Po- lizeikräfte von 20 000 Mann erlaubt sein, so baß von ben für militärisch erklärten beulschen Polizei- ftreitträften in Hohe von 38 000 Mann nur 18 000 Mann bei Festsetzung der deutschen Effektivtruppenbestände in Abrechnung gebracht würden. Die eng- lische Abordnung wird den in den Verhandlungen mit der deutschen Abordnuna ausgearbeiteten Korn- promißvvrschlag noch in ben Abendstunden bes Mittwoch sämtlichen Mächten zugehen lassen, so baß ber englisa)-deutsche Kompromiß am Donnerstag im Hauptausschuß zur Verhandlung gelangen kann. ten Maßnahmen für die Sanierung der Landwirtschaft waren nur auf dieser Grundlage möglich. Rettung der deutschen Viehwirtschaft, der Plan einer Entschuldung der Landwirtschaft und der für die gesamte deutsche Wirtschaft bedeutungsvolle Handelsvertrag mit Holland sind die ersten Erfolge auf dem Wege ber neuen beutschen Hanbels- unb Wirtschaftspolitik. Diese Aufbauarbeit, bie Voraussetzung für die Behebung der Arbeitslosigkeit ist, vor jeder Störung zu sichern, ist Ausgabe der Staatspolitik und der Staatsverwaltung. Das demokratisch-parlamentarische System von Weimar ist tot. Ewig notwendig aber bleibt der Kampf für unsere staats- und wirtschaftspolitischen Ziele, die in dem christlich-konservativen Gedankengut unserer Bewegung, Heimat unb Grunblage haben. Für die Dolkskräfte, die sich 1918 in der Deutschnationalen Volkspartei zusammenfanden, um für ihre nationale, soziale unb monarchische Staatsauffassung gegen bas republikanisch-demokratische System zu kämpfen, war die Partei nicht Selbstzweck, sondern nur eine durch das politische Kampsfeld des parlamentarischen Staates bedingte Notwendigkeit. Da der Parteienstaat von Weimar und sein- System der Vergangenheit angehören, nennt s i ch die Deutschnatco- n a l e Dolkspartei — entsprechend einer vom Parteiführer Hugenberg schon in der Dorstands- sitzung im Dezember gegebenen Anregung — künftig „Deutschnationale Fron t". Alle Kräfte, mit denen wir bisher im Kampf verbunden waren und alle, die unserer Front noch nicht angehören, aber bereit sind, im Sinne unserer Weltanschauung zu arbeiten, fordern wir auf, an unsere Seite zu treten und damit die gesamtnationale Front zu stärken.^ Staatskommiffar Dr. Mretzty zur ASDAp. übergetreten. Berlin, 3. Mai. (CAB.) Der Verliner Staatskommissar Dr. March kh hat Aeichs- wirtschaftsininister Dr. Hugenberg heute in einem Schreiben seinen Austritt aus der DADP. mitgeteilt und gleichzeitig erklärt, daß er sich der ASDAP. anschliehen werde. Dr Wa- retzky gehörte bereits seit dem Jahre 1927 zu den tatkräftigsten Förderern der SA. Er war 1920 wegen seiner Teilnahme am Kapp-Putsch von den Marxisten aus seinem damaligen Amt als Bürgermeister von Lichtenberg verdrängt. Seit der deutschen Erhebung hat Dr. Marehky aks kommissarischer Bürgermeister der Hauptstadt durch fein energisches Durch- greifen, insbesondere in den städtischen Gesell- Deutschland unter schärfstem Druck. Im Abwehrkampf gegen die Krönt der Großmächte. Genf, 3. Mai. (TU.) Aus den bewegten Verhandlungen des Hauptausschusses hat sich auf deutscher Seite deutlich der Eindruck ergeben, daß erneut von den sich zu einer engen Front zusammenschließenden Großmächten versucht wird, die deutsche Abordnung unter stärksten Druck z u sehen, um ein Aachgeben Deutschlands in ben entscheidenden Punkten ber Abrüstungsverhandlungen zu erreichen. Allgemein aufgefallen ist, daß auch der Vertreter der Vereinigten Staaten offenbar unter dem Einfluß der letzten Washingtoner Verhandlungen sich gegen jede Abänderung des englischen Planes und damit gegen bie deutschen Wünsche wandte. Vs wird fcstgestellt, daß die Taktik der Gegenseite jetzt ausschließlich daraus besteht, eine Isolierung Deutschlands zu erreichen und durch stärkste Einschüchterungsversuche eine möglichst sofortige Annahme des englischen Abrüstungsplanes durchzusehen, ohne ben bcutschen Interessen Rechnung tragenbe Abänderungen anzubringen. Der Vertreter ber italienischen Regierung hat sich in ben letzten Verhanblungen aus taktischen Grünben völlige Zurückhal- tung auferlegt, ohne ben beutschen Stanbpunkt ausbrücklich zu unterstützen, ba Italien sich bie endgültige Stellungnahme zum englischen Abrüstungsplan bis zum Abschluß der Verhandlungen Vorbehalten will. Nach deutscher Auffassung muß jedoch entgegen gewissen, beim Präsidium ber Konferenz bestehenden Tendenzen nunmehr die er sie Lesung des gesamten englischen Abrüstungsabkommens uneingeschränkt durchgeführt werden, ba sich erst bann bie Einigungsmöglichkeiten abzeichnen werden. Jedoch findet die an sich vorhandene deutsche Verständigungsbereitschaft ihre Grenzen in den vier großen, deutsche Lebensinteressen berührenden Fragen: 1. Zahl ber effektiven deutschen Truppenbestände. 2. Da» deutsche Heeressnstem. 3. Die praktische Gleichberechtigung im gesamtett Kriegsmaterial. 4. Grundsätzliche Gleichberechtigung Deutschlands im Abrüstungsabkommen. Von der Berücksichtigung dieser vier deutschen Grundforderungen wird die endgültige deutsche Stellungnahme zum englischen Plan abhängig sein. „Deutschnationale Front." Eine Entschließung des Vorstands der OMp. schäften, sich als Kämpfer ber nationalen Revolution bewährt. Am 21. April b I. richtete Dr. Marehky ein Schreiben an Minister Dr. Hugenberg, in dem er barauf hinwies, baß sich in ben unterem Glieberungcn beiber nationaler Parteien ungeachtet bcs einheitlichen Zusammenwirkens ber obersten Führer Spannungen, Reibungen unb Gegensätze gcltenb machten „Zweifellos hat die Deutschnationale Volkspartei in ihren Reihen eine riesige Zahl verbienslester Dorkämpser ber nationalen Sache. Es ist baher sehr traurig, baß biese Männer unb Frauen infolge ber jetzt bestehenben Parteigegensätzc sich in Gefahr bc- finben, ihr nationales Wollen unb ihre nationalen Leistungen als nicht vollwertig behanbelt au sehen Gegenseitiges Mißtrauen in ben Reihen ber nationalen Front wäre bie einzige Hoffnung unserer inneren unb äußeren Gegner unb ließe in ber Tat befürchten, baß bie Sehnsucht unseres beutschen Volkes nach einer neuen großen Zukunft toieberum vereitelt werben könnte. Die Gegensätze in ber nationalen Front müssen daher unverzüglich dadurch beseitigt werben, daß alle für bie nationale Erneuerung wesentlichen brutschen Menschen unter einheitlicher Führung geeint werben." Staatssekretär Hierl Über die Durchführung der Arbeitsbienstpslicht. Keine staatsbürgerlichen Rechte vor Absolvierung des Dienstjahres. Berlin, 4. Mai. (CAD.) Der Staatssekretär für ben Arbeitsbienst Oberst Hierl erklärte einem Vertreter ber „Kreuzzeitung" über ben Umbau bes Freiwilligen Arbeitsbienstes in bie Arbeitsbienstpslicht, befonberc Aufmerksamkeit müsse selbstverstänblich ber Auslese bes Führer Materials zugewenbet werben. Die Stammkräfte würben aus ben Reihen ber bisherigen Lagerführer entnommen werben Später werbe genau wie im alten Heer bas Führerkorps von unten herauf aus ben Reihen bet Dienstwilligen herangezo- g e n werben. Wesentlich sei, bah ber richtige Geist in bas künftige Führertum hineinkomme, es müsse eine glückliche Mischung aus Solbatentum, Qlrbeitertum unb Iu - genb barstellen, bann werbe es auch bie Aufgabe richtig erfüllen. ©enügenb Arbeitsprojekte für die Arbeitsbienstpslicht gibt es in ausreichenber Menge. Allein für Dobcnverbcsserungs- arbeiten können auf minbestens zehn Jahre 800 000 bis 900 000 Mann eingesetzt werben« Es werbe keine Ausnahme von ber Ar - beitsbien st Pflicht geben. Jeber Deutsche könne erst nach Absolvierung seines Dienstjahres in ben vollen Genuß seiner staatsbürgerlicheni Rechte kommen. Gerabe ber Reichskanzler vertrete ganz scharf biefe Anschauung. Aach ber Arbeitsbienstpslicht müßte bann eigentlich noch bie militärische Dienstpflicht kommen, unb erst wenn ber Deutsche biefe boppelte Schule burchgemacht hat, sollte er a l s Staatsbürger anerkannt werben unb nach seiner Ansicht auch bann erst bie Erlaubnis zur Eheschließung bekommen. Reue Beurlaubungen von Hochschullehrern in Preußen. Berlin, 3. Mai. Kultusminister Dr. Rust hat folgenbe Lehrkräfte ber Technischen Hochschule Berlin - Charlottenburg von ihren Dienstgeschäften unb ihrer Lehr- unb ForschungS- tätigfeit beurlaubt: bie Professoren Kurrein (Betriebstechnik), Schlesinger (Werkzeugmaschinenbau), Schwerin (Elastizitätslebre), Levy (Etaatsw ssenschasten), Lehmann (Photochemie), Korn (Bilbtelegraphie), Traube (Physikalische Chemie), unb Salinger (Telegraphie und Fernsprechwesen), außerbem ben Privatbozenten Selen (Baukonstruktionen im Wasserbau) unb ben Lehrbeauftragten Grabowski (Geophysik). Ferner würben auf Grunb bes Beamtengesetzes beurlaubt an ber Universität Greifswald die Professoren K l i n g m ü 11 c r (Römisches und Bürgerliches Recht) unb Ziegler (Klassische Philosophie): an ber Universität Münster: bie Professoren Sreunb (Pharmakologie unb Toxikologie), D ru ck (Wirtschaftliche Staatswissenschaften), Heilbronn (Botanik) unb Wölbt (Arbeiterprobleme unb soziale Betriebslehre): an der Universität Halle: die Professoren Kisch (Deutsche Rechtsgeschichte unb Bürgerliches Recht), Utitz (Philosophie), Frankl (Kunstgeschichte), Baer (Mathematik), Hertz (Soziologie) und Kitzinger (Strafrecht). Professor Dr. Goldschmidt von bet Universität Berlin hat aus bie Abhaltung von Vorlesungen über Strafrecht verzichtet. Oer OHV. in der deutschen Arbeiterfront. Berlin, 4. Mai. (WTB. Funkspruch.) Wie bie Pressestelle des Aktionskomitees zum Schutze der. deutschen Arbeit mitteilt, hat nach ausgiebige-- freundschaftlicher Aussprache zwischen dem Leit'- des Aktionskomitees zum Schutze der deutschen A beit Pg. Dr. Robert Ley und dem Verbandst i b, sitzenden des Deutschnationalen Handlungsgehilischer verbandes Pg. M i l tz o w der DHV. sich bereifter klärt, am Aufbau de t Arbeitsfront ~ zua r beiten. ..... Hessische Gchulpersonalien. ihr na» Aus aller Welt Meter verbessert worden sein. Aus -er Provinzialhauptsta-t 4% 21m .14. DHai wird auf dem Gießener Flua> tfpn Pin „rr._ ... ■ <- , , .u a B%% taatok ent- deS tusministerium weiter verfügt, daß zu Beginn deS neuen Llnterrichtsjahres in sämtlichen Schulen die Schüler indieBedeutungund Größe des h i st o r i s ch e n Geschehens der nationalsozialistischen Revolution einzuführen sind. Lin- abhängig von allem sonstigen Stoff und Lehrplänen ist in den ersten vier bis fünf Wochen das Stoffgebiet, das die Jahre 1918bisl933 urn. faßt, zu behandeln. Das übrige lehrplanmähige Pensum in den erwähnten Fächern wird, sprechend gekürzt, auf die übrigen Monate Jahres verteilt. Zwischen Connerie und Le Mans wurde eine Probefahrt mit einem neuen, von Bugatti herge- stellten Schienenauto unternommen. Dabei soll eine Stundengeschwindigkeit von 17 1 Kilometer erreicht worden und die Ge- Oer Aktions-Ausschuß zum Schutz der deutschen Arbeit Von links nach rechts: Brinkmann (Leiter der Kassen), B i a l l a s (Presse und Propaganda), P e p. Per. h*r den Afa-Bund), Reichstagsabg. Schmeer (stellvertretender Leiter des Komitees), Karl Muller (Kommissar für die wirtschaftlichen Unternehmungen des ADGB. und der Arbeiterbank) Präsident des Preußischen Staatsrats Dr. L e y (Leiter des Komitees), Reichstagsabg. Schuhmann (Kommissar für den ADGB.), Muchow (Kommissar für die gesamte Organisation). ^nilÄ^ weniger Minuten konnte der schwind^gkeit'^beV «f ^£0X5 Üomabadi die von hen medersturzenden verkehrenden deutschen Schienenzepps von 160 Kilo- Eine Erklärung der evangelischen Pfarrervereine. Kassel, 3. Mai. (CRB.) Der in Kassel zusammengetretene Vorstand des Verbandes der deutschen evangelischen Pfarrer- v. er er ne hat zur Lage in Volk und Kirche mit einer Erklärung Stellung genommen, in der es P-ar- veißt: 1 m bewußten freudigen QI n - IU n Bewegung der nationalen Erneuerung werden wir auch dem neuen Reiche in Treue dienen. Der vjulammenfchluh der deutschen evangelischen Lan- oeskirchen steht auf dem Programm unseres Ver- vandes seit seiner Gründung im Jahre 1892. Wir begrüßen daher die jetzt mit neuer Kraft auftre- renöen kirchlichen Einigungsbestrebungen. Be- kenntmsstand, Freiheit und Eigenart der Kirchen gewahrt werden. - Der Vorsitzende, ?r- Schäfer (Remscheid!), wurde be- vollmachtigt, nut den Kirchen, Reichs- und Sri« ™ n£?enß der im Verbände zusarnmen- geschlvssenen Pfarrerschaft Verhandlungen zu führen und Erklärungen abzugeben. 6 Wohnungen stand das Wasser bald meterhoch, grauen und Kinder mußten herausgetragen werden. Eine Scheuer wurde in wenigen Minuten weggerissen. Nach Einbruch des wütenden Elements in den Garten des früheren Zisterzienser-Klosters, der Grabstätte des Götz von Berlichingen, bahnte es sich seinen Weg durch die Kirche und die Gänge des Seminars. Pferde und Kühe standen bis zum Hals hilflos im Wasser, Schweine und Hühner ertranken. Acker- und Hausgeräte wurden von den Fluten mitgerissen. Erst nach zwei Stunden war die größte Gefahr beseitigt. ‘ Mcr°SchlcPPM Mlonabschuh uslo Mn. Dahms ' •jd) bekannlgcgcbei Gießener 1 1 »Gießen, 4.M «n ©orfjenmarft: . < tis 1,25 Mk, Landb glatte 20 bis 2o Pf, traut b. 10 bis kn 10 bis 15, rote N' tis 65, Unter-Kohlr bis 1,00 Mk, Tome Meerrettich 30 bis Habarber 12 bis ' 35, Dörrobst 35 ta höhne 70 bis 90, 6 bas Stück 40 bis loh! .30 bis 60, Sah (0, Ober-Kohlrabi 1 Scftid) bas Bund 1 tis 30, Radieschen löffeln der Zentner - Tageskale | Nationalsozialistische Uhr, Cast Leib, Lers tholomäus über Eewerkfchasten und für die deutsche 2(rbi von 1861: Toelhefch senger-Lehrgangs. - .Helgas Fall und 21 Leltersweg: „Tom rei Pause". "Finanzamtrat Lehrend vom wurde als Lorsteher Pars,eher de; Fing Tr. Frohnhöuse an das Finanzamt S, ** Ausgleich am 1. Mai. Der hat ongeordnet, da den in § 105e d ten Gewerben, ins P«», die am 1. M otoeit nicht Aushi b" 3«t bis zum .o^'heit ohne Kürz Zahlung der Vermögenssteuer am 45. Mai. Vom Reichsfinanzministerium wird darauf Mn» gewiesen, daß am 15. Mai auf Grund der Berard- "UNg des Reichspräsidenten vom 18. März der flleidje Betrag an Vermögenssteuer zu entrichten ist, den der Steuerpflichtige am 15. Februar zu zah- len hatte. Entsprechendes gilt für die späteren, im Rechnungsjahr 1933 fällig werdenden Teilbeträge an Vermögenssteuer vom 15. August, 15. November 1933 und 15. Februar 1934. Oas Wahlrecht zu den LandwirtschastSkammern. WTB. Die Vorschriften, die das Wahlrecht zu den Landwirtschostskammern (Bauernkammern) davon abhängig machen, daß über das Grundstück des Landwirts das Zwangsverwaltungsverfahren oder das Zwangsoersteigerungsverfahren nicht eröffnet ift, wirken bei der jetzigen landwirtschaftlichen Krisis, in der die allgemeine Notlage eine große Zahl von Zwangsverwaltungs- und Zwangsversteige- rungsverfahren herbeigeführt hat, als besondere Harte. Ein auf Antrag des Reichsministers für Er- natjrung und Landwirtschaft erlassenes Gesetz be- stimmt daher daß das Wahlrecht zur öffentlich- rechtlichen landwirtschaftlichen Berufsvertretung da- durch nicht ausgeschlossen wird, daß ein sonst wahl- bere^tIfltcr Canöroirt mit Kammerbeiträgen im Rückstand ist, oder daß über fein Grundstück das Zwangsverwaltungs- oder das Zwangsversteige- rungsverfahren eröffnet ist. Die Geltungsdauer der Bestimmung ift bis Ende 1934 befristet. Großflugtag in Gießen. Maitrank. Kein anderer Monat hat so sein spezielles Getränk gesunden wie der Mai, woran auch die Tatsache nichts andern kann, daß schon der April im Zeichen der Waldmeisterbowle steht. In neuester Zeit welche sich durch eine enorm gesteigerte Gärtner' fünft auszeichnet, gibt es schon im Februar künstlich gezogene Maikräuter: Kenner behaupten aber daß erst mit dem beginnenden Frühling die Maibowle mundet. Noch sind Buchen und Eichen nicht dicht belaubt, so daß die Sonne hindurchschimmert auf öen Waldboden, der sich dann mit dem feingewürzten Kraut bedeckt, das der deutschesten Bowle die I *5 g'.bt- seinen Namen gab, oft sogar die englische l Bezeichnung Bowle echt deutsch „Maitrank" be- | ”ennt Die Zeit des Maitranks ist kurz bemessen, denn nur das Kraut kommt in Betracht. Sobald es blüht verlieren die Blätter so viel von ihrem Aroma, daß sie den Wein nicht mehr würzen. ißeir JDlaitr>anF roar schon um die Mitte des ld. Jahnhunderts bekannt und auch als Heilmittel empfohlen. Damals nannte man das Waldrneister- rraut (Aspernlaovarata) „Herzfreude", und der Arzt in feinem Wörterbuch (1539), daß der Wem, in den dies Kräutlein gelegt sei, das Herz erfreue und die kranke Leber heile. ~ .Jahrhundert war der Maitrank vorzüglich am Rhein und in Holland verbreitet, im 18. J'ahr- bunöert oertrat er, zum Schluß der Festtafel gereicht, die Stelle des Champagners. Allerdings war es in dieser Zeit nicht immer der Waldmeister allein der dem Wem sein Aroma leihen mußte, man ver- As.chte es gern mit anderen duftenden Kräutern und Blattern. Das gab natürlich ein Getränk, das eher emer Medizin als einer Bowle glich. Erst nach und nach kam man dahinter, daß es weniger der scharf hXUrnrl b^ Spruch auf Wohlgeschmack habe als gerade das liebliche Aroma des bescheidenen Waldmeisters allein. Und damit war dem Mai- “a? *nc hervorragende Stelle in Deutschland ein- den Ed QU5 bCr Cr ni4t fo leicht verdrängt wer- ist bekanntlich eine Kunst, eine gute, wobl- n$^|CfSnbC Unö ^sonders eine bekömmliche Bowle anjufejen, ganz besondere Kunst und Aufmerksamen Vx bcr .Waldmeisterbowle zuzuwen- ben l-s ift noch heute eine weitverbreitete Meinuna Ä3Ul SxtoTO^er billigste Wein recht sei und daß Wer° vvn"die^m^ bex ^.'Ngeschmack verdecken" ■äSer von diesem Standpunkte ausgeht, wird allerdings niemals eine trinkbare Bowle zustande brim u,nb bas Kräuter-Aroma sind '^pvptsachen der Bowle, aber der Zncker inir Ln W-in bod; nlch. ..fü6n,adJen-,fon"ernrl?rri,ilekite Saure de^ Weines dampfen, und das Aroma des Lautes (oder der Frucht, bei einer Erdbeerbowle ufro.) soll deutlich erkennbar sein, aber den Wein? Rücklrittsgesuch Geheimrat Habers des Kaiser-Wilhelm-Jnftituts u;^ Phtzsikalische Chemie und Elektrochemie und *¥,% tannte Robelpreisträger, Geheimrat Prof. Dr. AM Haber, hat den preußischen «ultusmini- t^Türkii gebeten, seinen Rücktritt mizunehmen. Serie i X die Gründe dieses Schrittes ist noch nichts Stellungnahme des Ministers za «Z4?LRum»r"rktrittsgesiich liegt noch nicht vor. 4% «XKduif-- Sius Bad Kreuznach wird gemeldet, daß über dem Nahegebiet um die gleiche Zeit ein schwerer W o lkenbruch niederging, von dem besonders die Orte zwischen Langenlonsheim und Idar betroffen wurden. Probefahrt eines französischen „Schienenzepp" Einer Pressenachricht aus Darmstadt zufolge wurde Oberstudiendirektor Dr. Keller, der frühere hessische Landtagsabgeordnete der Deutschen Volkspartei, von Büdingen als Studienrat nach Darmstadt versetzt. Amtlich werden weiter folgende Personalien mitgeteilt: Ernannt wurden der Studienrat an der Oberrealschule in Worms Dr. 5)er» mann Heiland zum Oberstudiendirektor an dem Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen, der Stu- bienrat an dem Ludwig-Georgs-Gymnafmm in Darmstadt, Dr. Wilhelm Malz an, zum Ober- studiendirektor an der Auaustinerschule (Gymnasium und Oberrealschule) in Friedberg, der überplan- mäßige Studienrat an der Augustinerschule in Friedberg, Dr. Ernst Ratz, zum Oberstudiendirek- tor an der Oberrealschule in Worms, der Ober« studiendirektor an der Schillerschule (Lyzeum und Frauenschule) in Friedberg, Wilh. Philipps unter Belassung der-Amtsbezeichnung „Oberstudien, direktor" mit Wirkung vom 1. Mai 1933 an zum Studienrat an dieser Schule. Mit der kommissarischen Wahrnehmung der Dienstgeschäfte eines Rektors wurde beauftragt: her Lehrer Jakob 11 f i n g e r zu Alsfeld, an der Volks- schule daselbst. In den Ruhestand versetzt wurde der Oberstudien, direktor an der Ernst-Ludwig-Schule (Reformrealgymnasium) zu Bad-Nauheim, Dr. Hermann M 0 lz auf fein Nachsuchen mit Wirkung vorn 1. Mai 1933 an. Plätze für Arbeitsdienst-Freiwillige offen. Wie man uns mitteilt, stellt die Abteilung Nr. 20 der Gaugruppe der NSDAP, für Arbeitsdienst Hessen-Nassau-Süd in Kröffelbach (Wetzlar-Land), Bahnstation Kraftolms, noch Freiwillige im Alter von 16 bis 25 Jahren ein. Zum Eintrit erforderlich sind eine Ge- undheitsbescheinigung, die vom zuständigen Arzt des betreffenden Arbeitsamts am Wohnsitz kostenlos ausgestellt wird, ferner eine polizeiliche Abmeldung und ein polizeiliches Führungszeugnis. Die Freiwilligen erhalten bei freier Unterkunft, Verpflegung und Bekleidung ein Taschengeld von täglich 30 Pf. Evt. Rückfragen sind unter Beifügung von Rückporto an die Abteilung 20 in Kröffelbach zu richten. Ein ernstes Wort gegen die Hamsterei von Margarine. WTB. meldet: In letzter Zeit wird beobachtet, daß an manchen Stellen Gastwirtschaften und auch der wirtschaftlich besser gestellte Teil der Bevolke- rung im Hinblick auf die erfolgte Kontingentierung in größeren Mengen Margarine aufkaufen. Dies ist nicht nur ein Versuch, der Hilfsaktion für den not- leidenden deutschen Bauer entgegenzuwirken, son- dem vor allen Dingen sollten solche Käufer be- denken, wie viele Millionen deutscher Volksgenossen wegen ihres vollständigen wirtschaftlichen Zusam- menbruchs gar nicht in der Lage sind, in aus- reichendem Maße die hochwertigen deutschen Fette und insbesondere deutsche Butter zu kaufen. Diesen Bevölkerungskreisen bleibt somit keine Wahl zwi- schen den nahrhafteren Fetterzeugnissen der deutschen Landwirtschaft und Margarine. Wer derartige Auf- kaufe für Margarine tätigt, bringt deshalb gerade die ärmsten Beoolkerungsschichten in die Gefahr einer ungenügenden Fettversorgung. geschmack nicht übertreffen. Daraus folgt, daß man wohl einen leichten, stets aber einen guten und namentlich reinen Wein nehmen, daß man die Zuckermenge gut regulieren und die Frucht- oder Kräuterbeigabe sorglich einteilen muß. Ob man Rheinwein, Rotwein oder Apfelwein und Selterswasser der Bowle zusetzen will, liegt im persönlichen Geschmack. Was nun das Verhältnis der Zuckermenge zum Wein betrifft, so ist bas schwer festzustellen, hier muß der Geschmack entscheiden. Ebensowenig läßt sich die Menge des Waldmeisters genau bestimmen, da es auch auf die Frische des Krautes ankommt: das meiste Aroma entwickelt das Waldmeisterkraut erst, wenn es leicht angewelkt ist. Zu warnen ist vor dem zu langen Ziehen des Krautes im Wein, denn dabei losen sich außer dem fein-aromatischen -staff, dem „bumain", andere, und zwar bittere Stoffe, die den Geschmack beeinträchtigen. Zu einer guten Bowle gehört auch die richtige Temperatur, die von höchster Wichtigkeit für den Genuß ift; nie unangenehm kalt, aber doch kühl, etwa in kleinge- schlagenes Eis gestellt, mundet sie am besten. Die Zunge ist der beste Gradmesser. Der zu gewürzige Trank hat oft Kopfschmerzen im Gefolge, deshalb Hute man sich, zu viel Kraut zu nehmen, es zu lange sieben zu lassen, aber auch ganz besonders zu viel Maitrank zu trinken. ' Selbstverständlich ist es auch ein deutscher Dichter gewesen, der den Waldmeister besang: Otto Ro- 3-“ e * t e in „Waldmeisters Brautsahrt", einem Wem-, Wem- und Wandermärchen, dem sich nach 25 Jahren „Waldmeisters Silberhochzeit" anschloß. Und bei fröhlichem Gläserklang, bei Maitrank und Lenzeslust schallt aus froher jugendlicher Brust das srisch-frvhliche Lied aus jenem Märchen- Fröhliche roeiI ba5 Leben noch mait — -"vch ist die schöne, die wonnige Zeit — Noch sind die Tage der Rosen!" Or. Die Schule im nationalen Staat. .Der hessische Minister für Kultus und Bil° duugswesen hat an die Direktionen und Leiter der höheren Schulen und der getvcrblichen iln- terrichtsanstalten und die Kreis- und Stadtfchul- folgende Verfügung erlassen: „Um der TO«!!! Schrif? als völkischem Wahrzeichen und wertvollem Volks- gut wieder die verdiente Bedeutung zu gewäh- rech ordne ich an: 1. Der Schreibunterricht beginnt mit der Deutschen Schrift. 2. Deutsche Wör- ter werden auf allen Stufen von Lehrern und Schulern nur deutsch geschrieben. 3. Zur Ein- uvung der lateinischen Schrift dienen nur fremde TW!iaELr,»" Fremdsprachen, in Volksschulen ausländische Namen von Orten. Flüssen und dergleichen). 0 1 sehnlich wie in Bayern hat das hessische Kul- Kleine politische Nachrichten. SPD.-Presse in Hessen f!irD£»bOtC^ ?rtrjcn’ £.a$öem am Dienstag schon e?n 1 $Cn Volksfreund" in Darmstadt ein Verbot ergangen war. Am Mittwoch früh wurde durch eine Abteilung der SA. die Drucke- JDfdxa/öc^ofratifcben "Mainzer Volks- Se; ung beseht Das Blatt wird ebenso wie das fcSL fe/rtl1 Abendblatt" und die übrigen sozialdemokratischen Zeitungen in Hessen bis auf weiteres nicht mehr erscheinen. ."Tägliche Rundschau" ist bis xum 31-Mai verboten worden. 3 ♦ Der preußische Innenminister hat die Regierungs- prastdenten Bergmann, Düsseldorf, und von S y b e l, Koblenz beurlaubt. Kunst und Wissenschaft. Deutschland und Polen. . Den Besprechungen des Reichskanzlers und des Relchsaußenministers mit dem polnischen Gesandten in Berlin kommt eine ungewöhnliche I außenpolitische Bedeutung zu. Bekanntlich hatte ini Zusammenhang mit der antideutschen Greuel- I Propaganda Anfang April in Polen eine ° n . 9 e 9 e n alles Deutsche ein» gefetjt, die m den westlichen Grenzgebieten I sch were Ausschreitungen gegen diel deutsche Minderheit und wiederholte Be- I lastigungen deutscher Konsulate zur Folge hatten. Eine geschickte Propaganda geschäftlicher Interessenten^ hatte es verstanden, den polnischen I Rationalismus in den Dienst ihrer Bestrebungen I 3inn Ausschluß der unbequemen deut- I schen Konkurrenz zu stellen. Tie polnische Regierung hat auf die wiederholten Beschwerden, die von reichsdeutscher Seite in War- I ichau und Kattowitz erhoben werden mußten, regel- I waßig in korrekter Weise i h r Bedauern aus - I gesprochen. Sie hat auch gewisse nicht immer wirksame polizeiliche Maßnahmen ergriffen, der Agitation der von ihr subventionierten Verbände jedoch tatenlos zugesehen. Gleichzeitig wurde die Lage im deutsch-polnischen Grenzgebiet durch die ständigen Vorstöße des polnischen diplomatischen Vertreters in Danzig, die wie Provokationen wirkten, nicht unerheblich kompliziert. Alle diese Vorkommnisse dürften den Anlaß der Berliner Aussprache gebildet haben. Rach der rein formalen Behandlung, die die polnischen Behörden bisher diesen für die deutsch-polnischen Beziehungen so bedrohlichen I Zwischenfällen gegeben haben, war eine grundsätzliche Au seinandcrsehung dringend erforderlich. Die amtliche Erklärung, die über die I Aussprache veröffentlicht wurde, enthält die Mahnung an Polen, die Lage künftig leidenschaftslos zu behandeln und betont, was Deutschland betrifft, d e n f e st e n Willen zum Frieden und zu geordne- ten Beziehungen. Diese Erklärung, kste nicht die erste Bekundung der außerordentlichen I Friedensliebe der nationalen Regierung ist, wird hoffentlich auch in den Kreisen des Auslandes nicht ignoriert werden, die täglich mit der Behauptung auftreten, daß die neuen Tendenzen in • Deutschland ein Moment der Beunruhigung für Europa seien. Amerika hebtdieOollar-Goldklausel auf RegeLautö ? °rtel. Nachen S ‘r Fuldaer Bal Kdem Alten Stein! ^user erbaut wurden Wenschast 1894 im ÄUfer im Innern i% nochmal/ BÄ 5 Kit bet ff Engels M no »n 0 ^kste berS,e M I |s«»69t«WS4 Ih;, I • ^bpn h^C%9rfU^ter^Unxb Flugzeuge ftattfinben. U ^.Ltzte ^lbben den Flügen werden die Vorführung eines 1 Srsch^ ^uni .Wie amtlich bekanntgegeben wird, sind auf Nachsuchen unter besonderer Würdigung der im tionalen Interesse bekundeten Opferfinns zahlreiche Lehrer mit Wirkung vom 1. Mai 1933 ab in den Ruhestand getreten. Aus der sehr umfangreichen Liste verzeichnen wir die Personalveränderungen in Oberhessen. Es sind dies: die Lehrerin Luise in» Rektor Philipp Rudolph in Alsfeld, Lehrer Heinrich Burk in Wieseck, Lehrer' Josef H e 11 m e i st e r in Friedberg, Lehrer Philipp Keim in Dortelweil, Lehrer Jakob K Öhres in Bersrod, Lehrer Otto L e n tz in Geiß-Nidda, Lehrer Karl Reichwein in Ober-Rosbach, Lehrer Philipp Reinig in Eichelsdorf, Lehrer Friedrich Romer in Großen-Linden, Lehrer Wilhelm Schäfer in Nieder-Ohmen, Lehrer Wilhelm Schmeel in Bruchenbrücken, Lehrer Wilhelm U h l in Büches, die Handarbeitslehrerinnen Berta Kore ll und Liddy Schreiber in Gießen, die Handarbeitslehrerin Mathilde Lose kam in Alsfeld. Washington, 3. Mai. (TU.) Der Präsident 1 w t _ Roosevelt hat entschieden, daß ausländische verheerende Wolkenbruche. Besitzer amerikanischer Anleihen ange- Bon einem schweren Wolkenbruch wurde die stchts des Dollarsturzes keine Rückzahlung Stadt Hadamar heimgesucht. Gewaltige Wasser- in Gold zu erwarten hätten und keine Vor- massen strömten von den Bergen durch die Stadt zugsbehandlung erfahren würden. dem Elsbach zu. In zwei mächtigen meterhohen Die englische Presse bespricht ausführlich die einst- Strömen wälzten sich die Fluten durch die Straßen, weilige Aufhebung der Dollar-Goldklausel. „Finan- Die Keller standen im Nu unter Wasser. Die Erd- zial "News" regt die Bildung von Ausschüs- geschoßräume wurden überschwemmt, Gärten sen der geschädigten Gläubiger zur verwüstet, die Bäume unterspült. Der Schaden ist Wahrung ihrer Interessen an. Wie „Times" zu be- außerordentlich groß, da viel Mutterboden wegge- rlchten weiß, wurden gestern die Bankhäuser von spstlt wurde. Eine Gärtnerei ist vollständig 0 e r - Wallftreet mit Telegrammen aus Eng- Nichte t. In den Kellerräumen sind alle Vorräte land und Europa überschüttet, in denen I verdorben. In den Erdgeschoßräumen schwimmen sie angewiesen wurden, die Zinsen und Amortisa- Tische, Stühle und Möbelstücke umher. Stellenweise honsraten amerikanischer Bonds bis auf weiteres mußten die Bewohner in die höheren Stockwerke nicht einzuziehen. fluchten. Das Vieh in den Ställen stand ebenfalls tfrrirftfitttn »xnod. rltßr A^ser, doch ist keines davon ertrunken. Glück- vrnanung eines ^eichsflandes (idjerroeife sind auch keine Verluste an Menschendes deutschen Handwerks. Heben fiu beflagen. Die Feuerwehren der ganzen Berlin Wni /ß-WK r . I Umgebung, der Freiwillige Arbeitsdienst und die iirk mit' r JJ ; l^NB.) In einer außerordent- Sanitatsfolonne waren zur Hilfeleistunq herbei- lichen Vollversammlung des Reichsverbandes des geeilt ^ureiei|iung yervei- s ck H t u^n ^ute abend küeGle i ch- '.lieber Schöntal (Oberamt Künzelsau, Württb.) ^na DOüLTn fffmn ^l^naIen Regie, ging ein so schwerer Wolkenbruch nieder Glwa 40 Innungen und wie er seit Menschengedenken hier nicht erlebt wor- ~ e t b a nöe waren erschienen und boten mit ihren I ?“*** :ri I------' ” ’ .. dinpn^nki^ Standarten einen bunten, farbenfreu- Honigbach die ' von den°'Höhen B°° r b a N d - "Kch^-Nd d-s d°L,ch°n ' ®aifetma'fen nid)t M«. 3n ben Crdg°,ch°h. Handwerks dieReformderBerufsorgani- f a 11 0 n durchzuführen hat, n a ch B e r l i n zu verlegen. A.EL- •r, >-x WWW i i 1 i i •:■'•! t IS? ’ T * l »W Der Tag der nationalen Arbeit in Gießen auf ü. un m Der Schlußakt vor der Volkshalle noch dem Festzug. — Die Volksmenge während der Ansprache des Staatskommissar Dr. Wagner. (Ausnahme: Photo-Psaff, Gießen). is 1,25 Mk.> Landbutter 1,20, Kochbutter 1,00 Mk., Vornotizen. e der NSDAP, für und Zur * Gießen, 4. Mai. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter das Pfund 1,20 " rbnpto und des Hottentotten-Aufstandes von 1904 bis 1908. Der Redner gab dabei dem Wunsche Ausdruck, daß die Regierung der Nationalen Erhebung unter Führung des Reichskanzlers Adolf Hitler die Wiedererlangung der ehemaligen deutschen Kolonien nachdrücklicher betreiben möchte, als es bei den bisherigen Regierungen der Fall war. Der Vortrag n-NaffaU'Süd in nb), Bahnstation Äroh- Mer non 16 bis 25 orderlich sind eine Wc m zuständigen Arzt der im Wohnsitz ioftenltt polizeiliche Abmcldunj ingszeugnis. Die Fni- llnterkunft, Berpflcguliz lgcld von täglich,3v Pf Beifügung von Mportr ffelbach zu richten. !gen dieSamßmi gönnt im, Dr. Hermann Mol; Wirkung vom 1. Mei Die Sladtoerwallung im Feslzug. Don links noch rechts: Bürgermeister Dr. Seid, Oberbürgermeister Dr. Keller, kommissarischer Beigeordneter Rechtsanwalt L u l e y, Bürgermeister Dr. Hamm. Mitglieder der Kreisleitung der NSDAP, aus dem Balkon der Bolkshalle. Erster von links: Kreisleiter Dr. Harth, zweiter (mit Schirmmütze) Staatskommissar für die hessische Landwirtschaft Dr. Wagner, daneben (mit Hitlerkappe) Kreispropagandaleiter Hopfenmüller, weiter nach rechts Standartenadjutant M ü n k e r, im Vordergründe ganz rechts Kreisleiter der RSBO. Hermann Wagner. wurde beifällig ausgenommen. Gesangsvorträge der oemeiuschaftliche Gesang von Liedern trugen Verschönerung des Abends bei. Wiesecker Gemeinderat völlig nationalsozialistisch. X Wieseck, 3. Mai. Zu den neuesten Heber» roschungen, die unsere Gemeinde erlebt, gehört die Tatsache, daß, trotzdem der Marxismus am 5. März hier Sieger blieb, unser Gemeinderat nur noch aus 12 Nationalsozia- listen bestehen wird. Die Behörde mußte den sozialdemokratischen Wahlvorschlag für ungültig erklären, da er nicht ordnungsgemäß unterzeichnet war und auch sonstige formale Mängel aufwies. Die erste Sitzung des neuen Dorfparlaments soll am 6. Mai stattfinden. Lich im Blütenschmuck. -/- Li ch, 3. Mai. Besucht „Lich im Blü t en- schm u ck" ist die Parole, die der rührige Verkehrs- und Verschönerungsverein für die nächsten Wochen ausgegeben hat. Wer wollte diesem Rus nicht gern folgen? Nur noch wenige Tage, dann werden die Kastanienbäume in der mitten durch den Schloßdark ziehenden Allee aufs neue erblühen und mit ihren herrlichen Blüten sich in dem von der Sonne beschienenen Wasser des Echloßteiches widerspiegeln, dann werden hoffentlich die Nachtigallen wieder ihr wundersames Lied in die warmen Mainächte ertönen lassen. Dann wird die ganze Natur wetteifern, ihr schönstes Blütenkleid anzulegen. Hnser Städtchen ist in den Frühlingstagen wie von einem einzigen Blütenkranz umgeben. Wer auf den Höhler hinaufsteigt und von der „Mittwochsbank" oder dem „Taunusblick" auf unser Städtchen hinabschaut, oder durch die Obstanlagen der „Wingerte" wandert, wer von den Ruhebänken des Hardtberges, besonders von der neu errichteten „Erbprinz-Philipp-Hütte" aus, schon einmal den ganzen Dlütenzauber auf sich hat wirken lassen, der sich dem Auge des Beschauers weithin bietet, wer jemals durch das anmutige „Gottesackertal" gewandert ist und Kloster Arnsburg im Frühlingsgewandc gesehen hat, wer an einem schönen Morgen oder Abend des Wonnemonats Mai am Albacher See oder den Wengershäuser Teichen geweilt und dem hundertstimmigen Chor der gefiederten Sänger gelauscht hat, den zieht es in jedem Jahr mit unwiderstehlicher Gewalt nach den Naturschönheiten von Lich, „der Perle der Wetterau", und er wird sie so leicht nicht vergessen. Der Verkehrsverein hat es durch eine neu herausgegebene Karte von Lich und feiner Hingebung jedem Wanderer möglich gemacht, sich mit Leichtigkeit die schönsten Spaziergänge und Plätze in der näheren und weiteren Hmgebung herauszusuchen und die Schönheiten der nahen Wälder und Wiesentäler kennenzulernen. Die Werbezeit für „Lich im Blütcnschmuck" wird am Sonntag, 7. Mai, durch ein Konzert der hiesigen Feuerwehrkapelle im Schloßpark eini»J ZK iben, Mri) s Z t: >r Ast wird beobachtet Zastwirlschastcn und aut stellte Teil der BtDollf rfolate Soniingentierung arine aufkausen. Dies ch Hilfsaktion für den not' entgegenzuwirken, |on- Men solche Kau,er be> 1 deutscher W* wirtschaftlichen W* ,,r ßaae sind, in aus- iiiiHer zu kaufen. L keine Mhl M Zeugnissen der deutsche» Wer derartige M bringt deshalb chichlen in die M rsorgung. inögenSsteuer «ui «"'1 I« °" werdenden , j.;. August, w- 1934- ft erlaf!/",„. öffentl'* {«DertreWng J' 'KZ. Acker und im Hof in üblicher Weise nach, bis er plötzlich an Starrkrampf erkrankte, der durch eine Infektion der unbeachtet gebliebenen kleinen Holzsplitterverletzung verursacht worden war. Der bedauernswerte Mann, der 34 Jahre alt und verheiratet ist. muhte der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden, wo sein Befinden heute vormittag noch unverändert ernst war. Der beklagenswerte Vorfall sollte jedermann eindringlich nahelegen, auch kleine und anscheinend unbedeutende Verletzungen nicht oberflächlich zu behandeln, oder überhaupt nicht zu beachten. •• Der Kreis-Obst- und Gartenbauverein Gießen hatte am vergangenen Sonntag zu einer Besichtigung der Sprihversuche ern- geladen, die in den Obstanlagen der Fürstlichen Gutsrerwaltung in Lich vr ' der Landwirtschaftskammer eingeleitet toorbet. „inb. Es hatten sich dazu rund 60 Teilnehm.n' ,,'gefunden. Obstbauinspektor Enkler vom ür rischaftskammeraus- schuß für Oberhessen der edierte die Durchführung der über 100 Bä ur>dw)f assen den Sprihversuche, wies auf die jetzt schon zutage tretenden Erfolge hinsichtlich der einheitlichen Belaubung und des Fruchtansatzes hin und warnte vor Sprih- rnaßnahmen ohne vorherige gründliche Stammpflege und Auslichtung. Leider mußten sich die Anwesenden auch von starken Frostschäden am Steinobst und frühen Kernobst überzeugen. Anschließend an die Besichtigung sand ein Zusammensein im „Holländischen Hof" statt, bei dem Herr Enkler einen Vortrag über „Schorf- und Blattflohbekämpfung" hielt. Ausgehend von dem starken Besall der nicht bespritzten Bäume durch den Blattfloh gab er einen Heberblick über die Lebensweise dieses seuchenhaft auftretenden Dlü- tenschädigers und bezeichnete ihn als den Feind des Obstbaus, gegen den mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vorzugehen seil Dann zog der Redner noch die übrigen Frühjahrs-Baumfeinde, wie Apfelblütenstecher, Apselbaumgespinnstmotte. Frostspanner. Knospenwickler und Obstmade in den Kreis feiner Betrachtung und setzte sich für die Bekämpfung des Schorfes durch eine Vor- und mehrere Rachblütenspriyungen ein. Ferner wurden die erprobten Erzeugnisse des deutschen Pflanzenschuhdienstes empfohlen. Eine rege Aussprache klärte noch manche Frage. Regierungsrat Dr. Krüger, Gießen, als Vorsitzender des Kreisobstbauvereins sprach das Schlußwort. Er dankte allen Beteiligten, besonders dem Redner des Tages, Herrn E n k l e r, und Oberverwalter Büchsenschüh, gedachte der nationalen Erhebung des deutschen Volkes und forderte die Teilnehmer aus, die Feier des Tages der nationalen Arbeit durch die Tat, d. h. durch Erzeugung von Qualitätsobst, zu begehen. ** Altersoereinigung 1883/1933. Man berichtet uns: Am vergangenen Samstag fand im Saale des Cafä Leib die April-Monats- Versammlung im Beisein der Frauen und sonstigen Familienangehörigen der Allerskameraden statt. Die Versammlung war sehr gut besucht. Alterskame rat) Appel begrüßte die Erschienenen und gedachte /des vor kurzem verstorbenen Allerskameraden Kahl, dessen Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. 3m Mittelpunkt des Abends stand ein Dor- trag von Alterskamerad Stephan über „Erinnerungen eines alten Afrikaners". An Hand einer größeren Anzahl von Lichtbildern schilderte er Land und Leute der ehemaligen deutschen Kolonie Süd- westafrika und seine Erlebnisse während des Herero- — Tageskalender für Donnerstag. Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation: 20 Uhr, Easä Leib, Versammlung; Redner: Herr Bar- iholomöus über „Die Gleichschaltung der Freien '• Kewerkschasten und die Arbeit der Gewerkschaften stellt die Abteilun- fiir die deutsche Arbeiterschaft". — Kurzschriftverein -------- Don Goetheschule, 19 Uhr, Beginn des An» jonger-Lehrgangs. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Helgas Fall und Aufstieg". — Astoria-Lichtspiele, Selterswcg: „Tom rechnet ab" und „Die Rocht ohne geleitet, das von 15 bis 16 Hhr im Schloßpark stattfindet. Die Gaststätten werden ihre behaglichen Räume ebenfalls im „Blütenschmuck" zeigen. Wirtschaft. Sranffurf: Aktien schwächet-. Frankfurt a. M., 4. Mai. (WTB. Drahtmeldung.) Die heutige Börse eröffnete für den Aktienmarkt auf der ganzen Linie in schwächerer Haltung, da Gerüchte über eine verstärkte Kapitalertragsteuer verstimmten und die Kulisse und zum Teil auch die Kundschaft zu Abgaben veranlaßten, Tauschoperationen gegen Renten vorzunehmen, die meist etwas fester tendierten, obwohl sich das Interesse hierbei nur aus Werte erstreckte, die mit 6 Prozent verzinst sind, wie z. B. Altbesih. Das Angebot am Aktienmarkt war ziemlich stark, dem infolge der Hnternehmungsunlust kaum Aufnahmeneigung gegenüberstand, so daß im Vergleich zur Abendbörse meist mehrprozentige Kurseinbußen zu verzeichnen waren. Die durchschnittlichen Rückgänge betrugen von 2 bis 3,50 Prozent, darüber hinaus lagen besonders Siemens (minus 5,50 Prozent), Harpener (minus 5,50 Prozent), Kali Aschersleben (minus 5 Prozent), Deutsche Erdöl (minus 3,75 Prozent), Gelsenkirchen, Mannesmann, Klöcknerwerke und Stahlverein und Phönix mit Verlusten bis zu 4 Prozent stärker gedrückt. Schiffahrtsaktien eröffneten uneinheitlich bei allerdings nur kleinen Veränderungen. Scheideanstalt und Akkumulatoren Hagen waren gut behauptet. Nach den ersten Notierungen ergaben sich meist weitere Rückgänge von 1 bis 1,50 Prozent, für Siemens bis zu 3 Prozent. Am Rentenmarkt zogen Altbesih bei lebhaftem Geschäft 1 Prozent, späte Reichsschuldbuchforderungen 0,75 Prozent und Neubesih 0.38 Prozent an, Stahlvereinbonds lagen nur knapp behauptet. 3m Verlaufe bröckelten die Kurse bei. sehr geringer Hmsahtätigkeit meist weiter ab, größere Rückgänge waren aber nicht zu verzeichnen. Auch Deutsche Anleihen und späte Reichsschuldbuchforderungen gingen später etwas jurüd. Der Pfandbriefmarkt verzeichnete uneinheitliche Kursbildung, größere Veränderungen traten aber nicht ein. Staatsrenten und Industrieobligationen waren meist schwächer. Von fremden Werten konnten sich Anatolier Eisenbahn erneut um 0,25 Prozent erhöhen. Zolltürken und Rumän. Anleihen waren behauptet. Frankfurter Schlachtvichmarkt. Frankfurt a. M., 4. Mai. Auftrieb: 28 Rinder, 1066 Kälber, 79 Schafe, 612 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 41 bis 44, mittlere Mast- und Saugkälber 36 bis 40, geringe Kälber 28 bis 35; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidcmast) 26 bis 29, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 22 bis 25; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebend- gewicht 33 bis 37, von etwa 200 bis 240 Pfund 33 bis 37, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 32 bis 36 Mark. — Marktoerlauf: Kälber und Schafe ruhig, geräumt, Schweine schleppend, ausoerkaust. leorbnete b öty,UÖU“ uul werden Flieger-SchleppzugeS, ein Fallschirmabsprung, ein annf wurden i Aallonabschuß usw. das Interesse der Besucher le in fflorm« qIui I fesseln. Näheres wird in den nächsten Tagen Mienbirett f noch bekanntgegeben. 'n I Gießener Wochcnmarktprcise. Htntnofiun JQ13Qn, zum Oben 0' Jmjrjdjule (Gymnasiuu -------------—/*—....... —, WObtrj, bet überplan Platte 20 bis 25 Pf., Käse das Stück 5 bis 10, Weiß- ier «ugujtintHfhuit j» l traut d. Psd. 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rü- I, jum Dberjtuhicnbin), den 10 bis 15, rote Rüben 10, Spinat 15, Spargel 35 Worms, der Obr bis 65, Unter-Kohlrabi 6 bis 8 Pf., Feldsalat 0,80 nllerschule (Lyzeum ur' bis 1,00 Mk., Tomaten 50 Pf., Zwiebeln 10 bis 15, rg, Mlh. Phiijp., Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Zeichnung „Oberitubif?. Nhabarber 12 bis 15, Kartoffeln 3, Aepfel 25 bis m l.Maj 1933 an »uni 35, Dörrobst 35 bis 40, Obstmus 40 bis 45, junge t. 0 ‘ Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben ?n Wahrnehmung her das Stück 40 bis 60, inländische Eier 8, .Blumen- 's wurde bean trag btr kohl 30 bis 60, Salat 15 bis 20, Salatgurfen .50 bis u Alsseld, an der M«. l6'1» Ober-Kohlrabi 15 bis 20, Lauch 5 bis 10, neue Rettich das Bund 15 bis 25, Sellerie das Stück 10 t wurde derUerstMew bis 30, Radieschen das Bund 10 bis 12 Pf., Kar- mig-Schust (Resormreal. der Zentner 2,50 Mk. Pause". ** Finanzamtspersonalien. Regierungs» rot Behrend vom Finanzamt Mainz-Innenstadt wurde als Vorsteher an das Finanzamt Alsfeld, der Vorsteher des Finanzamts Ridda, Regierungsrat Dr. Frohnhäuser, wurde in gleicher Eigenschaft an das Finanzamt Langen versetzt. •* Ausgleich für Arbeitsleistung am 1. Mai. Der Hessische Minister des Innern hat angeordnet, daß Arbeitern und Angestellten in den in H 105c der Gewerbeordnung bezeichneten Gewerben, insbesondere im Schankstättenbe- trieb, die am 1 Mai beschäftigt werden muhten, soweit nicht Aushilfskräfte in Frage kamen, in der Zeit bis zum 1. Juni 1933 als Ausgleich eine der Arbeitsleistung am 1. Mai entsprechende Freiheit ohne Kürzung des Lohnes zu gewähren ist. •* Rege Bautätigkeit im Kugelberg- Viertel. Nachdem bereits im vorigen Jahre entlang der Fuldaer Bahnstrecke zwischen Licher Straße und dem Alten Steinbacher Weg einige Einfamilienhäuser erbaut wurden, werden jetzt die von der Baugenossenschaft 1894 im Herbst begonnenen vier Doppelhäuser im Innern ausgebaut, weil die acht Wohnungen in kürzester Frist bezogen werden sollen. Ferner ist dort vor einigen Tagen mit dem Bau von weiteren vier Einfamilienhäusern begonnen worden, die an der neu eröffneten Straße, parallel zu der bereits bestehenden Straße, durch hiesige Baufinnen zur Ausführung kommen. Außerdem wird von der Baugenossenschaft 1894 ein weiteres Doppelhaus in der Fortsetzung des Alten Stein» vacher Wegs begonnen. ’* Samariterkursus. Der Alicefrauenoer- ein macht nochmals auf den in Kürze statlsindenden -omariterkursus aufmerksam. Anmeldungen nimmt bie Vorsitzende, Frau Professor Dr. Kramer, Ludwigsplatz 10II, vormittags entgegen. (Siehe Anzeige vom Samstag.) •* Pflanzen kundlicher Ausflug zum hangelst ein. Die Volkshochschule unternimmt am nächsten Sonntag unter Führung von Garten- Inspektor i.R. Rehnelt einen pflanzenkundlichen riusflug zum Hangelstein. Da in der jetzigen Jahreszeit der Hangelstein außer einer üppigen Vegetation auch noch manche seltene Pflanze aufzuweisen hat, ; biirfte der Ausflug für alle Interessenten lohnend icin. Man beachte die heutige Anzeige. •• Sonntagsrückfahrkarten Aum Stenographentag in jungen. Vom Bahnhof Gießen wird uns mitgeteilt: Am 6. und 7. Mai findet in Hungen ein Bczirkswettfchrewcn bes Bezirks Gießen des Hcssisch-Nassaulschcn Kurzschriftvcrbandes statt- Dazu werden von den Bahnhöfen Alsfeld, Büdingen. Butzbach. Bad°Nauheim. Friedberg. Gießen. Großen- Linden, Grünberg, Laubach. Lauterbach-Nord, Marburg, Schotten, Wetzlar und Wißmar Sonntagsrückfahrkarten nach Hungen ausgegeben. Die Karten gelten: zur Hinfahrt am 6. Mai, von 12 Hhr ab und am 7. Mai bis 24 Hhr, zur Rückfahrt am 6-, 7. und 8. Mai bis 12 Hhr (spätester Antritt der Rückfahrt). •• Auch kleinste Verletzungen sorg- turgebun der deutsche ‘ wie sich uns Zudem verc Landwirt u hausku 1 t nähme begri später b1 gleicher For den Markt Auch in T der Stander Markenkartos Morkenbuttei beweis, daß mer mehr erl land, Italien gungen Derbe sür den Landt verbrauch nach den im MorkenerMgr Auftrieb geben daröisierung in hängt, beweist Hrsvlg in Eng länder anstelle erster Lini 2ppcll an da ders sichert de iolg. Aus 5; Gaststätten fie Hause werden ten, in ihm j | Stellenangebote| Gesundes Mädchen nicht unter 18Jahr., für Küche und Hausarbeit gesucht. 2098D Bahnhof-Hotel Lenz. Feine Oelsardinen ■ große Dose 28 2994 D aller Art werden durch Doppelherz, das anerkannte Nervenkräftigungsmittel^ beseitigt. Dreimal täglich ein Gläschen Doppelherz und Sie fühlen sich wieder frisch und kräftig. Doppelherz erneuert das Blut und stärkt den ganzen KörperJ Probefl. RM 1,95, Originalfl. 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So schien es Bettina Zweilinden Nach dem Kaffee, den man in einer Parklaube einnahm, machten Molly Rückert und Konrad Zweilinden einen Spaziergang durch den Park, und nachdem sie ein Weilchen so nebeneinander gegangen, wurden sie beide schweigsam. Es stand plötzlich etwas Lastendes zwischen ihnen wie eine trennende Schranke. Es war, als wolle jeder von ihnen sprechen, und wage sich nicht recht heraus damit. Molly schaute ihren Begleiter oft von der Seite an, und er dachte, die junge Baronesse warte wohl auf seinen Antrag. Er überlegte: Sollte er sprechen, sollte er den Wunsch seiner Mutter erfüllen und die Baronesse bitten, seine Frau zu werden? Ihm war es, als ginge anstatt der eleganten frischen Molly Rückert ein wunderschönes Mädchen mit Märchenaugen neben ihm her, mit dem stolzen, freien Gange, der den Spanierinnen eigen. Er sann, das war jetzt gerade der rechte Augenblick, an Angela zu denken! Wie sollte er es da wohl fertigbringen, die andere zu bitten, seine Frau zu werden? Das Schweigen zwischen seiner Begleiterin und ihm dauerte peinlich lange. Sie waren jetzt bis in die Nähe des alten Pavillons gelangt, der weit offenstand. Er war vor kurzem neu möbliert worden, und nur, um endlich etwas zu sagen, fragte Konrad Zweilinden: „Wollen Sie sich einmal den Pavillon ansehen: Mutter hat ihn für mich ganz neu ausstatten lassen; wie ein schönes Zimmer ist er geworden. Ich sitze so gern darin, Mutter aber hat eine sonderbare Abneigung gegen ihn/' Molly Rückert schien flüchtig zu schwanken, ob sie mitgehen sollte; doch dann neigte sie den Kopf und blieb an Konrads Seite. Sie traten ein. Molly setzte sich in einen der Ledersessel, und Konrad Zweilinden sah ihr nur zu deutlich an: sie war unruhig. Sie schien darauf zu warten, er solle endlich davon sprechen, was sie beide anging. Ach, es war doch eine fatale Situation, in der'er sich befand. Er seufzte unwillkürlich ziemlich laut. Molly schien sich als Echo betätigen zu wollen; sie seufzte ebenfalls, nur ?in wenig leiser. Er blickte sie an, sie lächelte gequält. Und ehe er reden konnte, sagte sie plötzlich: „Ich weiß nicht recht —" Schon brach sie wieder ab. Er hätte beinahe gesagt: „Ich weiß auch nicht recht!" Aber ehe er die Lippen öffnete, war er sich schon darüber klar, daß es recht töricht klingen mußte. Er fragte: „Was wissen Sie nicht recht?" Sie wurde sehr rot und verlegen. „Ach, es ist für mich furchtbar peinlich, und ich weiß nicht recht, wie ich anfangen soll. Eigentlich dürfte ich wohl gar nicht, nein, ich meine", unterbrach sie sich, „ich möchte Ihnen gern erklären —" Sie war schon wieder am Ende ihrer sprachlichen Begabung. Konrad von Zweilinden aber war es heiß und kalt geworden. Er zweifelte nicht mehr, Molly Rückert dauerte seine endgültige Erklärung zu lange, sie ging zum Angriff vor. Mollys sanfte Braunaugen irrten in dem Raume umher, als suchten sie etwas. Sie hatte sich zu Hause alles so gut und genau zurechtgelegt, was sie Konrad Zweilinden sagen wollte, und jetzt fiel ihr kein einziger gescheiter Satz ein. Sie begann wieder mit abgewandtem Blick. „Sie wissen wohl, Herr von Zweilinden, daß Ihre Mutter und meine Eltern gern möchten, daß wir uns heiraten." Er dachte, immer mehr ernüchtert, wie geschmacklos es von der Baronesse war, sich ihm von selbst anzutragen. Sie hatte es zwar noch nicht getan, aber weit davon entfernt war sie auch nicht mehr. Mochte sie nur herumdrucksen, bis sie herausgebracht, worauf es ihr ankam. Er half ihr gewiß nicht. Sie fragte: „Nicht wahr. Sie wissen es auch, was Ihre Mutter und meine Eltern sich schon seit langem wünschen?" Er erwiderte kurz und höflich: „Jawohl, Baronesse." Sie schluckte mehrmals. „Nun ja, wir wissen es beide, und meine Eltern sind auch sehr damit einverstanden, sie finden sogar, Sie warten ein bißchen zu lange mit der Erklärung." Donnerwetter, viel deutlicher konnte Molly wohl nicht mehr werden. Sie mahnte ihn, wenn auch durch die Blume, doch ziemlich energisch daran, endlich zu sprechen. Ihm war die Situation kam noch unangenehm, er fand sie eher komisch. Schon fuhr Molly Rückert fort: „Es ist mir schrecklich. Ihnen gegenüber so offen sein zu müssen; aber ich dachte mir, wir kennen uns gut. Sie werden mir nicht böse sein, wenn ich ganz geradeheraus zu Ihnen spreche. Als wir heute hierherfuhren, nahm ich mir vor, Klarheit zu schaffen." Unglaublich war Molly Rückert, fand er, aber er war beinahe gespannt, wie sie sich weiterhalf. Sie blickte ihn flehend an: „Sie glauben gar nicht, Herr von Zweilinden, wie gräßlich schwer es mir fällt, Ihnen davon reden zu müssen. Ich weiß. Sie haben mich lieb und mochten mich zur Frau, und —" Sie kam schon wieder ins Stottern, und ihm bereitete es nun beinahe Vergnügen, zu beobachten, wie sie sich abquälte, ihm klarzumachen, er solle nun endlich seinen Antrag Vorbringen. Immer unsympathischer wurde ihm die hübsche Baronesse. Er begriff gar nicht mehr, wie sie ihm überhaupt einmal hatte gefallen können. Vielleicht dachte er ein wenig altmodisch, aber sie war sehr unweiblich. Er sagte ein bißchen ungeduldig: „Sie dürfen gerade heraus mit mir reden, — wozu so ein langes Vorwort?" Sie faltete die Hände und saß wie ein ausgefallenes großes Schulmädel da. „Herr von Zweilinden, lieber Konrad —". Schon wieder Stocken. Aber das „lieber Konrad" war deutlich. Sie fetzte von neuem an. „Sie tun mir so schrecklich leid, ich kann mir vorstellen, wie Ihnen zumute sein muß, wenn ich Sie bitte, mir nicht von Ihrer Liebe zu reden, weil ich sie nicht erwidern kann. Weil ich, als Sie in Spanien waren, einen Mann kennengelernt habe, den ich liebhaben muß, ob ich wollte oder nicht. Sie tun mir so leib, aber ich darf doch ohne Liebe nicht Ihre Frau werden, nicht wahr? Und ich möchte mich darüber heute mit Ihnen aussprechen, ehe ich es wage, den Ellern von ihm zu sprechen." Konrad von Zweilinden war in des Wortes vollster Bedeutung sprachlos. Das hatte er nicht erwartet. Mit einem Male war ihm Molly Rückert wieder sympathisch. Sogar sympathischer als je. Sie faßte sein Schweigen falsch auf und tief weinerlich: „Bitte, seien Sie mir nicht böse, ich habe Sie wirklich gern, sehr gern sogar, und wenn der andere nicht gekommen wäre, dann hätte ich ge- i glaubt, ich liebe Sie. Sie tun mir grenzenlos leib, lieber Konrad, und ich möchte nicht, daß Sie nun sehr leiden." Sie stand auf und kam auf ihn in ganz demütiger Haltung zu. „Verzeihen Sie mir, denken Sie, ich habe es gar nicht so leicht. Denn meine Ettern möchten, ich soll Ihre Frau werden, und tch werde nicht gerade mit offenen Armen ausgenommen werden, wenn ich erklären muß, ich habe Ihnen einen Korb gegeben." Er lächelte verstohlen. „Dann würden Sie ja ichwindeln, Baronesse, denn Sie haben mir doch gar feinen Korb gegeben." Sie nickte. „Das ist eigentlich wahr, aber es ist doch im Grunde dasselbe. Nur daß ich Ihnen schon vor Ihrer Frage erklärt habe, ich könnte Sie nicht heiraten." Er schüttelte den Kops. „Nein, Baronesie, es ist ein riesiger Unterschied dabei. Ich habe Ihnen keinen Antrag gemacht, weil es mir schwer wurde, weil ich nicht lügen wollte, weil ich das Wort Liebe' nicht lügnerisch benützen mochte, weil —" Sie unterbrach ihn mit bebender Stimme: ,La, lieben Sie mich denn nicht?" Er sah sie ernst an. Nr. 103 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)Donnerstag, 4. Mai 1955 Standardisierung schafft Absatz. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. — Das Beispiel des Auslandes. Don Rudolf Wefifal. V. A. Dringt die Standardisierung landwirtschaftlicherErzeugnisseun. ter den heutigen Verhältnissen Erzeuger und Derbraucher einen Vorteil? Vesser als Worte und theoretische Auseinandersetzungen können Tatsachen die Antwort auf diese Frage geben. Es gibt heute in der ganzen Welt kein Land von Dedeutung, das nicht in irgend einer Form die Standardisierung landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Angriff genommen hätte. Die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada. Veu- seeland, Südafrika und nahezu alle Länder Eu- ropas standardisieren. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, um den erstarrten Markt in Bewegung zu bringen, ist das Ziel dieser Maßnahmen. Mit Recht fragt man sich, wie Dänemark und Holland bei landwirtschaftlichen Erzeug» nissen ihre geradezu beherrschende Stellung auf dem Weltmarkt gewinnen konnten. Diese beiden Staaten haben zusammen nicht mehr als 10,50 Millionen Einwohner und umfassen kaum 67 000 Quadratmeter Fläche! Trotzdem sind sie bei wichtigen landwirtschaftlichen Veredelungserzeugnissen Hauptlieferanten der großen Verbraucherländer Deutschland und England mit ihren mehr als 100 Millionen Menschen geworden! Kein Zweifel: Dänemark und Holland haben diese Weltstellung zu einem großen Teil durch dieStandardisierung erreicht. Allerdings kann dabei nicht übersehen werden, daß die klimatischenBedingun- gen den beiden Ländern einen großen Vor- sprung geben, der sich kaum ausgleichen läßt. Man kann dem deutschen Dauern niemals einen Vorwurf machen, wenn er im März oder April noch keine Frühkartoffeln oder Frühgemüse zu liefern vermag. Das sind unabänderliche, naturgebundene Bedingungen, mit denen auch der deutsche Verbraucher sich heute abfinden muß, wie sich unsere Väter damit abgesunden haben. Zudem vergesse man nicht, daß der deutsche. Landwirt und Gärtner durch die Treib-/ Hauskulturen, die immer mehr in der Zunahme begriffen sind, schon wenige Wochen später die gleichen Erzeugnisse in gleicher Form und Güte als deutsche Ware auf Den Markt bringt. Auch in Deutschland beginnt man die Vorzüge der Standardisierung immer mehr zu erkennen. Markenlartosfeln, vereinzelt auch Markengemüse, Markenbutter. Markenkäse, Markenmilch usw. sind Deweis, daß diese Dewegung und ihr Erfolg immer mehr erkannt wird. Wenn neuerdings England, Italien und andere Länder ihre Anstrengungen verdoppeln, so ist das nicht nur Signal für den Landwirt, sondern vor allemfürden Verbraucher, der durch ständige Vachfrage nach den im Handel befindlichen deutschen Markenerzeugnissen dieser Bewegung weiteren Auftrieb geben muß. Daß der Erfolg der Standardisierung in hohem Maß vom Verbraucher abhängt, beweist England. Wie wäre es um den Erfolg in England bestellt, wenn nicht der Engländer anstelle der ausländischen Erzeugnisse i n erster Linie inländische kaufte? Der Appell an das nationale Gewissen des Engländers sichert der englischen Standardware den Erfolg. Auf Speisekarten in den Londoner ersten Gaststätten sieht man oft die Worte: „3n meinem Hause werden nur englische Erzeugnisse angeboten, in ihm sind nur Engländer beschäftigt und mehr als die Hälfte aller Angestellten hat am Weltkriege teilgenommen". Aus derartigen Beispielen sollte der Deutsche lernen, und sich diesen Spruch immer wieder vor Augen halten, wenn er im Begriff ist, beim Einkauf eine Wahl zu treffen. Staatspräsident Dr Werner dankt der Stadt Schotten. ♦ Schotten, 3. Mai. Auf die Benachrichtigung von der Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Schotten, die Bürgermeister Menget an den Herrn Staatspräsidenten Dr. Werner gesandt hatte, ging folgendes Antwortschreiben ein: „Verehrtester Herr Bürgermeister! „Deine grünen Banner wehen, vielgeliebter Oberwald; blau hinauf zum Himmel sehen deine Felsen von Basalt; silbern springt der Bach zu Tag: Grüß euch Gott vieltausendmal!" Schotten, das fröhliche Herz des Vogelsberges, sendet mir seinen Treugruß, den ich herzlich erwidere. Gern nehme ich die Ehrenbürgerschaft an, kommt sie doch aus einer mir so vertrauten Stadt, von der ich mit Hölderlin sage: „Mir ist die Stätte lieb, wo ich gelebt." Sofern ich das Leben habe und das süße Licht des Tages, was die Wimper hält, trinken kann, bin ich am 2. Pfingsttag oben, wenn der Bergfrühling seine ganze Pracht über die Wiesen und Wälder unseres Berges ergießt. Auf Wiedersehen bis dahin! Inzwischen aber feien Sie mir und alle getreuen Schotter mit treuem Hessengruß und Hitlerheil gegrüßt! Ihr ergebener Dr. Werne r." Grünberg ehrt die nationalen Führer. + Grünberg, 3. Mai. Der neue Gemeindcrat beschloß in seiner heutigen Sitzung, über deren Verlauf wir noch berichten werden, auf Antrag der nationalsozialistischen Gemeinderatsfraktion einstimmig den Reichspräsidenten von Hinden- bürg, den Reichskanzler Adolf Hitler, den hessischen Staatspräsidenten Dr. Werner und den hessischen Staatsminifter Dr. M ü 11 e r zu Ehrenbürgern der Stadt Grünberg zu ernennen. Begeistert stimmten der Gemeinderat und die Zuhörer in das vom Bürgermeister Dr. M i l d n e r ausgebrachte Sieg-Heil auf die neuen Ehrenbürger ein. Ferner wurden einstimmig folgende Straßen- Umbenennungen angenommen: Gartenstraßc in Hindenburg-Straße, Schulstraße in A d o l f- Hitler»Straße. Ehrung der nationalen Führer auf dem Lande. Watzenborn-Steinberg, 29. April. Der neue Gemeinderat, dessen Mitglieder sämtlich der VSDAP. angehören, fand sich im Sitzungssaal der Bürgermeisterei zu seiner ersten Sitzung ein. Der Saal war mit frischem , Grün, den Fahnen des alten Kaiserreichs und des neuen Reiches festlich geschmückt. > Bürgermeister Schäfer begrüßte in herz-i lichen Worten den neuen Gemeinderat und for- I derte zur einmütigen Mitarbeit an dem großen Aufbauwerk auf, soweit dies in feinen Kräften liege, stets den Grundsatz unseres Dolkskanz- lers als obersten Leitgedanken vor Augen: Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Er wies dann weiter darauf hin, daß unsere Gemeinde, die sich in der Hauptsache aus Arbeitern und Kleinbauern zusammenseht, in den letzten Jahren durch die allgemein bekannten ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse einen schweren Kampf gekämpft habe und noch kämpfe. Zuschüsse des Reiches und Staates, welche an die Gemeinde als bedürftige Zufchußgemeinde gewährt wurden, hätten restlos für Arbeitsbeschaffung Verwendung gefunden. Ausdrücklich wies er weiter darauf hin, daß die finanzielle Lage der Gemeinde durchaus geordnet fei. Seine Ausführungen klangen aus in ein Treuegelöbnis zu den heutigen Lenkern des Reiches und unseres Hessenlandes. Durch Handschlag an Eidesstatt sand dann durch den Bürgermeister die Verpflichtung der Gemeinderäte statt. Für das vor einigen Tagen zurückgetretene Mitglied Georg H e ft II. kam Balth. HäuserII. zur Aufnahme. Gemeinderatsmitglied Ernst Häuser, als Sprecher der Fraktion, kam hierauf auf di« Mängel des seitherigen Systems innerhalb der Gemeindeverwaltung zu sprechen und gab in längeren Ausführungen die Richtlinien über die Art ihres Wirkens bekannt. Alle früheren Par- teigegcn'äft? mit ihren Fo gen sollen verschwinden, Gerechtigkeit gegen jedermann ohne Unterschied des Standes, Gemeinnutz geht vor Eigennutz, wieseck. X Schon um sechs Uhr weckte im Zug durch die überaus reichgeschmückten Straften die Kapelle Topp aus Gießen mit der SA. Vach der Flag- genhissung auf der Fabrik von Harries und Fest- geläute fand auf dem seitherigen „Platz der Republik" ein stark besuchter Feldgottesdienst statt, zu dem die Schulklassen mit ihren Lehrern und Fahnen geschlossen erschienen waren. An dem mit einem großen, silberglänzenden Kreuz vor dunkelgrünen Tannen wirkungsvoll aufgebauten Feldaltar predigte Pfarrer Sattler nach dem Musikstück „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" über 1. Kor. 15, V. 58. 11. a. wies er daraus hin, daß die Maifeier — seit dem internationalen Arbeiterkongreß in Paris 1889 in bewußtem Gegensatz zu allen staatlichen und kirchlichen Festen internationaler Verbrüderungstag — bei der Ablehnung weiter Kreise der offiziellen Sozialdemokratie der Kirche gegenüber (im Gegensatz z. B. der Englands) sich allen Versuchen der evangelischen Kirche entzogen hätte, die zum Ziel hatten, sie mit christlichem Geist zu erfüllen. Für den Proleten sei im neuen Reich kein Platz mehr, es gelte den noch abseits stehenden, von seinen Führern jämmerlich im Stich gelassenen Volksgenossen innerlich zu gewinnen. Vach Gebet, Vaterunser und Segen spielte die Kapelle das Altniederländische Dankgebet. Cingerahmt von Deutschland- Lied und Horst-Wessel-Lied vollzog alsdann Beigeordneter Euler die Weihe des Platzes zum Adolf -Hitler-Platz. In markanten Zügen brachte seine Ansprache den Unterschied von einst und jetzt zum Ausdruck. Sein Heilruf auf Vaterland und Führer wurde begeistert ausgenommen. Ein Platzkonzert schloß sich an. Um 14 Uhr stellte sich in der Philosophenstraße ein stattlicher Festzug auf, in dem u. a. die große Zahl des brauwaren die Grundgedanken feiner Ausführungen. Aus Antrag der hiesigen Ortsgruppe der VSDAP. wurden hierauf c i n ft i m m i g z u Ehrenbürgern ernannt: Reichspräsident v. Hindenburg, Reichskanzler Adolf Hitler und Staatspräsident Dr. Werner. Staatspräsident Dr. Werner ist in unserer Gemeindo persönlich kein Unbekannter. Seine sachlichen Ausführungen sanden in den Versammlungen stets eine begeisterte Zuhörerschaft. Auf einstimmigen Beschluß der Ortsgruppe der VSDAP. wurden folgende Platz- bzw. otraftenum- benennungen beschlossen Kreuzplah in Adols-Hitler-Plah, Grüninger Gasse in Hindenburg st raße, Unterdors in Her- mann-Göring-Straße, Gartenstraße in Hör st-Wessel-Straße, Obergasse in 5 er* dinand-Werner-Etraße, Aepselsgasse in Schlageter-Straße. Die Kosten der Umbenennung trägt die Partei. Einem früher bereits eingereichten Antrag, der seinerzeit zurück- gestellt wurde, eine Strafte nach dem allbekannten und tödlich verunglückten Flieger Günther Groenhoss zu benennen, wurde ebenfalls einstimmig beschlossen, und zwar wird die Fahrtgasse diesen Vamen tragen Groenhoff hielt sich im Jahre 1919 einige Zeit in unserer Gemeinde zur Erholung auf Mit einem beherzigenswerten Rück- und Ausblick des Gemeinderatsmitglieds Otto Jung und dem Gesang des ersten Verses des Horst- Wessel-Liedes nahm die feierliche Eröffnungssitzung ihr Ende. nen Jungvolks und des Bundes deutscher Mädchen erfreute. Die Gesangvereine eröffneten die Feier im Saale und Garten von Braun mit einem Mafsenchor. Musikalische und turnerische Darbietungen, Deklamationen des BdM. und Volkslieder umschlossen die ^Übertragung der Sitlerreöe. Deutsche Tänze bildeten den 6cftluft. Klein-Linden. 00 Der Tag der nationalen Arbeit wurde am frühen Morgen mit Posaunenchorvorträgen des hiesigen Posaunenchors an freien Plätzen unseres Dorfes und mit Glockengeläut eingeleitet. Die Iungscharen der evangelischen Iu- gendvereinigungen hielten Morgenwache mit Gebet und Gesang. Zur Schulfeier im Schulhof versammelten sich die Schüler, Lehrer und viele Ge- meindegliedcr und lauschten den Gedichtvorträgen von Schülern, Ehorvorträgen der Schulklasse von Lehrer Möller und einer Ansprache von Schulleiter Keil. Im Anschluß an die Radioübertragungen aus Berlin marschierten Kinder und Lehrer, Hitlerjugend, Jungvolk und SA. geschlossen durch die geschmückten Straßen unseres Ortes. Die evangelische Kirchengemeinde versammelte sich zum Festgottesdienst unter den Linden des Schulhofes. Der Posaunenchor eröffnete mit dem Viederländischen Dankgebet die Feier, und Pfarrer Bremmer predigte über das Bibelwvrt „QSo der Herr nicht das Haus bauet, arbeiten umsonst, die daran bauen.“ — Ebenfalls am Vormittag feierten die Bediensteten der Zigarrenfabrik Behrens im Beisein vieler Einwohner unter Hissung der nationalen Fahnen und unter Ansprachen von Werkmeister Wüst und Pg. V e u ß e r, dem Leiter der hiesigen VSBO., den Tag der nationalen Arbeit. — Die Gemeindeseier am Vachmittag im Saal des Gasthauses zu/ Deutschen Eiche war stark besucht. Pg. Stadtper- „Nein, Baronesse; ich liebe Sie nicht! Ich habe Sie immer gern gehabt und hätte das seht wahrscheinlich, ebenso wie Sie, mit Liebe verwechselt, wenn ich nicht während meiner Spanienreise ein Mädchen kennengelernt hätte, das ich auf den ersten Blick liebhaben mußte." Sie packte ihn vor Erregung am Arm. „Ist das denn wahr, ist das denn wirklich wahr, ober ist es Ihnen nur peinlich, weil ich Ihnen gesagt habe, ich liebe Sie nicht? Denn schließlich ist so etwas nicht angenehm zu hören. Es hat Sie verletzt, nicht wahr, und Sie wollen nun nicht der sein, der ver« schmäht wurde?" Er mußte laut lachen. „Nein, Baronesse, so tragisch ist es wirklich nicht. Ich bin, ehrlich gestanden, sehr glücklich, von Ihnen verschmäht zu werden. Sie hätten mir gar keinen größeren Gefallen tun können. Meine Mutter drängte mich, ich solle mich heute mit Ihnen aus« sprechen, sie ist gegen die Ehe mit der andern, die ich liebe, und ich entsagte meiner Liebe, obwohl es mir schwer wurde, weil ich die Gründe meiner Mutter anerkannte." Molly lächelte strahlend. „Vielleicht lassen sich diese Gründe noch aus dem Wege räumen, wir wollen froh sein, nun wir wissen, wie wir miteinander daran sind. Und jetzt setzen wir uns recht gemütlich, und ich will Ihnen dann erzählen, wen ick; lieb habe." Sie sah in ihrer frohen Erregung bildyübsch aus, und Konrad dachte, wenn er Angela nie gesehen, bedauerte er es jetzt wahrscheinlich, daß die Baronesse einen anderen lieble. Sie setzten sich auf das Sofa, und Molly sprach mit weicher, zärtlicher Stimme von Joachim Werbeck, dem neuen Inspektor ihres Vaters. „Dor acht Wochen kam er zu uns nach Karlshof" erzählte sie; „kurz zuvor waren Sie mit Ihrer Mutter abgereist. Ich hatte bis dahin geglaubt, Sie zu lieben, aber seit ich ihn kennengelernt, wußte ich bestimmt, ich liebte Sie nicht, und allmählich habe ich das immer stärker empfunden. Und vorigen Sonntag haben wir es uns gesagt; aber Joachim ist arm und bürgerlich. Mein Vater, der noch ein bißchen rückständig in dieser Beziehung ist, wird so schnell nicht Ja und Amen sagen", seufzte sie. Ihr Gesicht sah plötzlich blaß und bekümmert aus. „Am meisten fürchte ich, wenn er etwas merkt, wirft er Joachim einfach hinaus. Ich bin nicht allzu mutig, Vater kann so schreien, ach nein, es ist schon richtiger, .brüllen' dafür zu sagen, daß man alles tut, was er will." Die kurz zuvor noch so strahlenden Augen trübten sich, und jetzt glitzerten Tränen darin. Konrad von Zweilinden sah sie voll Mitleid an. „Armes Mädel", dachte er. Er kannte Baron Rückert genau. Der Baron war ein anständiger und im Grunde gutmütiger Mensch. Ging ihm aber etwas gegen den Strich, dann geriet er in maßlosen Zorn. Wahrscheinlich würde Molly nichts zu lachen haben, wenn er erfuhr, daß sie seinen Inspektor liebte. (Fortsetzung folgt.) Der 1. Mai in Oberheffen. Eindrucksvolle Kundgebungen zu Ehren der deutschen Arbeit. Sonnenqebräunte ühetosÖr: GF -16 Unsere Renate hat ein Schwesterchen bekommen, es soll Gerda heißen. Zn dankbarer Freude Prival-Oozent Dr. R. du Mesnil de Rochemont und Frau Elisabeth, geb. Seefeldt Gießen, 2. Mai 1933 .................................. 2982 D vrdneter Bartholomäus. Gießen. unvBel- geordneter Schimmel, der Vorsitzende des Kriegervereins, hielten Ansprachen. Schüler trugen Gedichte vor. Am Abend wurde die Feier mit Radioübertragung von Berlin fortgesetzt. Der Wännergesangverein „Eintracht" unter Leitung von Chormcister Köhler. Großen-Linden. fang unter dem Beifall der vielen Zuhörer schöne Lieder, und die Kapelle des Gießener Stadttheaters wartete mit guten Konzertstücken auf. Gemeinderatsmitglied August Ruhl sprach wie die anderen Redner von der Bedeutung des Tages, dankte allen Mithelfern, besonders der SS. und der SA., und schloß mit einem Siegheil auf Deutschlands Führer. Sämtliche Feiern nahmen einen erhebenden Verlauf. Grünberg. + Das Fest der nationalen Arbeit nahm einen sehr guten und eindrucksvollen Verlauf. Es war wohl kaum ein Haus in der Stadt, das nicht Maiengrün und Flaggenschmuck zeigte: besonders reichen Wimpelschmuck trug der Marktplatz. Am frühen Morgen zog die Hitlerjugend, die frisches Grün aus dem Walde trug, durch die Stadt. Nach kurzen Feiern in den Betrieben und den Amtsstellen der. Behörden und dem Hissen der Hakenkreuzfahne auf den Gebäuden ordneten sich später die Arbeiter, Angestellten und Beamten zu einem Zug, dem sich Schüler, Hitlerjugend, SA., NSBO. u. a. einfügten, und marschierten zum Sportplatz. Hier fand Gottesdienst statt, bei dem Pfarrvikar S ch e u e r die Predigt hielt. Anschließend sprach Herr Jung von der Kreisleitung der NSDAP, in markigen Worten über die Bedeutung des 1. Mai. Alsdann nahm er die Weihe einer Fahne des NSBO., Bezirk Grünberg, vor. Das Horst- Wessel-Lied beschloß die eindrucksvolle Feier. Nach dem Rückmarsch zum Marktplatze, wo sich der Zug auflöste, trugen die beiden Gesangvereine gemeinsam und einzeln verschiedene Chöre vor. Am Rachmittag bewegte sich ein großer Festzug durch die Straßen der Stadt, der dadurch ein besonderes Gepräge erhielt, daß die Arbeiter in ihrer Arbeitskleidung marschierten und Geräte und Sinnbilder ihrer Arbeit mitführten, und dem sich wiederum Schüler. Hitlerjugend, Wehrverbände (SA., SA.°Reserve und Stahlhelm) und die Vereine eingliederten. Der Zug wies eine Länge auf, wie ihn wohl noch kein lokaler Festzug erreichte, und endete auf dem Marktplatz. Rach einer Ansprache von Propagandaleiter Rockel und dem Gesänge des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes endete die offizielle Feier. Aus den umliegenden Orten hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden. es herrschte bis in die Abendstunden starker Verkehr. Von einem Zimmer des Rathauses, in dem ein Lautsprecher aufgestellt war, wurde dann die Kundgebung vom Tempelhofer Feld bei Berlin übertragen. Es dürfte von Interesse sein zu erfahren, daß bei der Arbeiterabordnung, die an den Feierlichkeiten in Berlin teilnimmt, auch ein Arbeiter aus Grünberg sich befindet, es ist dies der Leiter der hiesigen RSBO., Herr Konrad Braun. Hungen. Der Tag der nationalen Arbeit wurde unter Anteilnahme der gesamten Bevölkerung würdig begangen. Cingeleitet wurde der Tag durch eine Schloßbeleuchtung am Sonntagabend. Rachdem am Morgen des Festtages in den Aemtern und Betrieben unter Beteiligung der gesamten Beamten- und Angestelltenschaft bzw. der Belegschaften feierlich die Flaggen gehißt worden waren, fand auf dem Marktplatz ein von Pfarrer Bock gehaltener Feldgottesdienst statt. Ein starker Zug der SA., SS., der gesamten Jugend von Hungen und Dillingen, der Vereine, der Stadtvertretung von Hungen, der einzelnen Belegschaften in ihrer Arbeitskleidung, sowie der gesamten Beamten-. Angestellten- und Arbeiterschaft der behördlichen Betriebe und der Handwerkszweige bewegte sich unter Vorantritt einer Musikkapelle und mehrerer Spielmannszüge durch die Straßen nach dem neuen Marktplatz. Hier eröffnete der Leiter der RSBO. der Ortsgruppe Hungen, Theo Fritz, mit einer Ansprache die Kundgebung. Weiter sprachen Staatskommissar Dr. Wagner, anschließend der Hauptredner des Tages, Bartholomäus, Gießen, der in einer zündenden Ansprache auf die Bedeutung des l.Mai hinwies. Mit einem Sieg-Heil auf den Reichskanzler und dem Absingen des Deutschlandliedes wurde die Ansprache beschlossen. Llmrahmt wurde die Kundgebung von Darbietungen des BdM., der Gesangvereine Liederkranz und des Koch'schen Männerchors. Im überfüllten Saale des Darmstädter Hofes wurde am Abend die Rede des Reichskanzlers Adolf Hitler übertragen. Danach folgten Darbietungen des Turnvereins Hungeir, der eine Musterriege am Barren gestellt hatte, und Gesangsvorträge des Gesangvereins Eintracht. Reicher Beifall belohnte Tümer und Sänger. Rach einem Schlußwort des Ortsgruppenleiters Kirchhöfer, in dem er allen dankte, die sich uneigennützig in den Dienst der guten Sache gestellt hatten, sand mit dem Absingen des Horst-Wessel-Liedes der offizielle Teil seinen Abschluß. Deutsche Tänze hielten Die Anwesenden noch einige Stunden in froher Stimmung beisammen. Mord an einem Frankfurter Zigarrenhändler. WER. Frankfurt a. M., 3. Mai. Heute morgen wurde die Kriminalpolizei nach einem Zigarrengeschäft in der Kronprinzenstraße berufen, wo der Inhaber des Geschäfts, der 45jäh- rige Adam Kurth, in seinem Bett t o t aufgefunden wurde. Dem Toten war mit einem Bügeleisen der Schädel ein geschlagen worden: außerdem waren die Gashähne geöffnet. Die Kriminalpolizei ist zur Zeit noch damit beschäftigt, die Tat zu klären. Ein Raubmord scheint nicht vorzuliegen. Aus dem Tatbefund ist zu schließen, daß die Kleidung der oder des Täters möglicherweise mit Blut befleckt ist. Der Regierungspräsident in Wiesbaden hat auf die Ergreifung der oder des Täters oder für QIi> gaben, die zu ihrer Ermittlung führen, eine Belohnung von 1 000 Mark ausgesetzt. OVP.-Ortsgruppen aufgelöst. WSN. Bad-Nauheim, 3. Mai. Die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Volkspar- t e i hat ihre Auflösung beschlossen. Es wurde den Mitgliedern empfohlen, sich der NSDAP, anzuschließen. WSN. Wetzlar, 3. Mai. Die Ortsgruppe Wetzlar der Deutschen B o l k s p a r t e i hat sich durch Beschluß einer Mitgliederversammlung a u f g e l ö st. I Gründung einer OHV -Ortsgruppe in Schotten. ** Schotten. 3. Mai. Dieser Tage hatten sich die in Schotten und Umgebung wohnenden Mitglieder des Deutschnationalen Hand- lungsgehilfen-Verbandes im „Hessischen Haus" zusammengefunden, um die Gründung einer Ortsgruppe Schotten im DHV. z,u vollziehen. Der Vorsteher der Ortsgruppe des DHV. Ridda, der die Schottener DHVer bisher angehörten, Herr Knetten- brech, wies in seiner Begrüßungsansprache daraus hin, daß sich die Gründung einer Ortsgruppe in Schotten als notwendig erwiesen habe, nachdem eine größere Anzahl Kaufmannsgehilfen in Schotten, die bisher dem DHV. fernstanden, sich nunmehr dieser völkisch-nationalen Gewerkschaft, auf berufständischer Grundlage stehenden Berufsorganisation der männlichen Kaufmannsgehilfen, angeschlossen hätten. In einem Vortrag über Werden und Wirken des DHV. sagte Kreisgeschäftsführer Schroeder, Gießen, u. a„ daß der Verband seit seiner Gründung auf völkisch-nationaler Grundlage gestanden habe. Juden und Marxisten seien von jeher von der Mitgliedschaft ausgeschlossen gewesen. Deshalb brauche sich der DHV. auch heute nicht gleichzuschalten, wie viele andere Gewerkschaften. Er bejahe den neuen Staat freudig als etwas, dem seine bisherige Arbeit gegolten habe. Das Hakenkreuz, das nunmehr von allen Mitgliedern in der Verbandsnadel getragen werde, sei schon bei verschiedenen Gliederungen des Verbandes seit 1914 getragen worden. Es gelte jetzt, alle Kräfte für den Aufbau des neuen Reiches auf nationaler und sozialer Grundlage mobil zu machen und an dem Werk Adolf Hitlers mitzuarbeiten. Rach diesen Ausführungen wurde die Ortsgruppe gegründet und zum Ortsgruppenvorsteher Herr Werner Muth gewählt. Rach Beratung geschäftlicher Angelegenheiten wurde die Gründungsversammlung mit dem Deutschlandlied geschlossen. Strafkammer Gießen. * Gießen, 27. April. Der frühere Betriebs- ratsvorsihende einer hiesigen Fabrik hatte als Vertrauensmann eines Schuhhändlers den Arbeitern den Kauf von Schuhen vermittelt und an den Lohntagen den Kaufpreis ratenweise eingezogen. Bei der Abrechnung stellte sich dann ein Fehlbetrag von über 800 Mk. heraus. Auf Grund der polizeilichen Ermittlungen wurde Anklage wegen Unterschlagung erhoben. Rach umfangreicher Beweisaufnahme mußte die Verhandlung zwecks Beiladung weiterer Zeugen vertagt werden. Drei Arbeiter aus einem benachbarten preußischen Ort waren von dem Schöffengericht wegen gemeinschaftlichen Diebstahls zu Gefängnisstrafen -von 1, 2 und 7 Monaten verurteilt worden. Sie hatten in einer Wirtschaft in Klein-Linden neun Laib Brot, Wäsche und andere Sachen gestohlen, und zwar, wie die heutige Verhandlung zweifelsfrei ergab, nachdem sie eine verschlossene Tür mit einem Dietrich geöffnet hatten. Die Strafen wurden, da schwerer Diebstahl vorlag, auf drei Monate für zwei Angeklagte und ein Jahr Gefängnis für den dritten, rückfälligen Angeklagten erhöht. 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Der Witterungscharakter gestaltet sich daher veränderlich und feuchtwarm, beim Zusammentreffen der verschiedenartigen Luft kommt es vereinzelt zu Gewitterstörungen, oder gewitterartigen Riederschlägen. Aussichten für Freitag: Wechselhaftes und feuchtwarmes Wetter mit gewitterigen Riederschlägen. Aussichten fürSamstag: Teils wolkig und teils aufheiternd, noch Reigung zu Gewitterstörungen. Lufttemperaturen am 3. Mai: mittags 22,8 Grad Celsius, abends 14,4 Grad: am 4. Mai: morgens 14,2 Grad. Maximum 22,8 Grad, Minimum 10,5 Grad.— Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Mai: abends 21,8 Grad: am 4. Mai: 15,1 Grad. — Niederschläge 30,7 mm. — Sonnenscheindauer 8% Stunden. Kirchliche Nachrichten Katholische Gemeinden. Freitag, den 5. Mai. Gießen. 6.30 Uhr: Segensamt. — Lich. 6.15: Se» gensmesse. iik.B' rrsch^I 5°nnt . Di' Vellas"' apii ""höherer •y*"i L-Melnun n'(fiten: WW pMeA zr-iDriam^ Steppdeckchen aus Kunstseide, in allen zarten Farben Stück 3.50 Sie E Christlich Berlin, 4.2 Christlichen Gctr belchchigt sich m derkschaslen. Da °rlig die gesa ^gestellten un ^emeinhei 61 gegenüber de, yntet Wandel lein, Ä'*n 1 rchg weiter. DU bamit” Ker andere "euen ; Turnverein 1846 LUGieBen Schwimmabteilung 298tD Sonntag den 7. Mai 1933, 15 Uhr, i.Städt. Volksbad zn Gießen: Großes MlIÄMllUM unter Teilnahme des Turn- und Sportvereins 1860 Marburg Sitzplatz 40 Rpf. und Stehplatz 20 Rpf. iUmjÜebtr5 SB S9iötoer' Angeg s'ch der' "htaere" W gke S- n n i r D| $etrQq über ÄW 'reuten 9i?W Kt £ ’rrrr v°ren Ae-vank 19.00: Reichssendung. Stunde der Nation. Chronik einer deutschen Familie. Ein Aufriß von Bruno Nellissen-Haken. 20.00: Unterhaltungskonzert. 21.00: Eine Kolonie wird verschenkt. Hörfolge von Hermann Schreiber. 22.30 bis 24.00: Nachtkonzert. Samstag, 6. 2Rai. 7.15: Frühkonzert auf Schallpiatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk. Fröhliche Pfingflfahrt durchs deutsche Ostland. 12.00: Aus Landau: Mittagskonzert I. Frühlingsiahrt in die Pfalz. Deutsche Märsche aus der Altfeste Landau. Mu> k der SA.- Kapelle unter Hans Streily. 13.30 bis 14.30: Mittagskonzert II. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Zitherkonzert. 17.00: Freiburg: Unterhaltungskonzert. 18.00: „Der Mensch als Gestalter in der Südwestdeutschen Landschaft", Vortrag von Dr. I. Wag. ner. 18.25: „Zum Ethos der neuen deutschen Wirtschaft", Vortrag von I. H. W. Bergfeld, Kassel. 19.00: Reichssendung: Stunde der Nation: Orchesterkonzert. 20.00: Kaiser, Ritter, Bürger. Hörfolge aus dem Deutschordenshaus in Frankfurt a.M. 20.45: Glückliche Reife, Operette. 23.00 bis 24.00: Nacht- musik. IVEA-CREME ■/' oder aber NIVEA < ÖL SCHI