* 0^n|d)luE> rsH« 9 am Seanitait ^Un9 Derm°bei man ^WnwX^’ &* Ü* --K - bis fiqn ”o en blieben A ° h- !tcn "och flAr*e Motoren ?cid>5’ Li'NL SÄ 6?LunIteUnb(i^ m*““ dbörseW. $• Wendbar Aemein an Anre. N>gung der deut, ^bvrsen fand zwar Sie Kursgestaltung juniähaltung, zumal : Kurse blieben in« n berliner Schluß ■, Farben lagen im niedriger. herrschte ebenfalls auch hier die Kurse owpsandbriesen schien teilweise eher etwas sihanleihe 12,80, Qllf. etsanleihe8,25, kproz, Xeichsbahn°2A. 99, ichsbank HZ,50, Tel« 0, Aheinstahl 80,25, >0, Atu 36,75, Ctzbde i0, bcheideanstalt 168, cher 129, Schöfserhof . hd 21,50. Maffion. > Verbindlichkeit fcr inflj mt geworbene Ausgabe nmt vom Jahre 1847: blau. Die Sesamtaus, aber bis auf 25 6$em« : Ion den roten Warnte und elf gebrauchte, ebraufyc unb ungc« :rt erklärt sich vor usdruck ..Post oiiice“ )xe 1921 wurden für französische Franken ige abgebaltencnSon« z der englische Händler W 2400 Pfund, suis amMn also 4150 eng« m heutigen Kursstand Auch das Deichspost, lese öeltecheiten, und ite I.PemY und eine fer der Ausgabe von ScrienauägM bon g 1860 und 1878 gto< Die übrigen Wann, ingen Wert. iahme der Miete durch arch andere Gläubiger, ildtitel gegen E,e er. nichts machen- DN ickdem E>e ben oau Der dem ßanMW n Entscheidung L' Men sonstigen Glau •es« ew* Verfügung Jj* eisterei wendew jlotitnuiS (W» 58-$ 63,77 ’s 73,35 2,ij 0 35,23 58,$ 14,35 16, 16?, 0 0 0 5 9 >iet Nr. 80 Erstes Blaff 185. Jahrgang Dienstag, 4. April 1935 .Erscheint täglich, außer ■ Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (BieRener Familienblätter Heimat im Bild Die Schalle monat$:Be}ugsprets: Mtt 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen van einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. ljernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten^ Anzeiger Gietzen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drutf und Verlag: vrühl'sche Umveifitäls-Vuch- und Zleindruckerei H Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen van 27 mm Breite Örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« klameanzeigen van 70 mm Breite 35 Reichspsennig, Playvarschrist 20v , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Berantwartlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undsürdenAn« zeigenteil i.B.TH.Kümmel sämtlich in Biegen. Frankreichs Gegenstoß gegen den Mnffolmiplan. Nach acht Tagen einer gesteigerten biplomoti- schen Tätigkeit sind die Vorbereitungen für die französische Antwort auf Mussolinis Vorschlag jetzt im wesentlichen beendet. Frankreich hat zum Gegenstoß 'angeseht und, wie hinzugefugt werden muß, es hat sich mit großer taktischer Gewandtheit aus einer doppelten Gefahr im Augenblick wenigstens hinausmanövriert, einer Gefahr, die von außen und von innen kam. Der römische Vorschlag sah eine Art Vier Mächtedirektorium für Europa vor, wollte also den Ausgleich zwischen den Großstaaten unmittelbar herbeiführen unter Ausschaltung des Völkerbundes, aber auch unter Ausschaltung der französischen Vasallenstaaten. Dagegen hat der Volkan sehr rasch mobil gemacht. Der vielgeschäftige Rumäne T i t u l e s c u hat in Paris gewühlt und keinen Zweifel darüber gelassen, daß die Kleine Entente es Frankreich sehr übel nehmen würde, wenn sie plötzlich abgehängt werden sollte. Und im Innern: Es ist ja ein offenes Geheimnis, daß die Regierung in der Beurteilung der italienischen Offensive sehr geteilter Meinung war. Der Außenminister Paul-Boncour wollte über den Plan wenigstens mit sich reden lassen, während D a l a d i e r wegen der Opposition von rechts her einige Hemmungen hatte und das etwas wacklige Gebäude seiner Kammermehrheit nicht gefährden wollte. Er hat deshalb sogar an die Ausbootung Paul-Boncours gedacht. Schließlich scheint aber doch eine Verständigun g aus der berühmten Mittellinie zustande gekommen zu (ein, die ja auch taktisch sehr nahe lag; denn w^nn Frankreich einfach Nein sagt, verrennt es sich in eine peinliche Isolierung. Es ist dann wieder der 'Friedensstörer, und diefHs Odium möchte das Kabinett schon mit Rücksicht aus England und die Vereinigten Staaten nicht auf sich nehmen. Also wird die französische Antwort auf ein 3a, aber...“ gestimmt sein. Sie wird grundsätzlich zusagen und vermutlich für das Prinzip Mussolinis begeisterte Lobesworte finden, um dann aber sofort abzuschwenken und so viel Hin - dernisse aufzubauen, daß von dem ursprünglichen Vorschlag nicht allzu viel übrig bleibt. Einiges scheint ja schon Madoncald getan zu haben, der sich die französische Anterstühung nicht rauben lassen will und deshalb in seinem letzten AideMemoire den Pariser Wünschen sehr weit entgegengekommen ist. Auf dieser Grundlage baut Daladier jetzt weiter, und es gehört nicht viel Prophetengabe dazu, um vorauszusehen, daß der Vorschlag, der sich langsam aus den Pariser Beratungen herauskristallisiert, aus der italienischen Anregung alles heraus st reicht, was für Deutschland d i e Voraussetzung jeder Tlebereinkunft sein mußte. Richt nur, daß der Völkerbund wieder eingeschaltet wird und damit die Staaten der Kleinen Entente wenigstens formell zu ihrem Recht kommen, auch die deutsche Gleichberechtigung, der Revisionsgedanke und die praktische A b- r ü st un g werden wenn auch vielleicht nicht ganz verschwinden, so doch sehr stark verwässert. And wenn man sich nachher den Schaden bei Licht besicht, haben wir uns wieder einmal im Kreise gedreht. Die französische Diplomatie hat ja schon so oft das Kunststück fertiggebracht, ein Projekt, das zur Beruhigung Europas unter Eingehen auf deutsche Wünsche hätte werden können, in sein Gegenteil zu verkehren, daß sie auch diesmal mit dem gleichen Rezept durchzukommen hofft. Das französische Memorandum. Die Rückfragen Paul-Boncours. Paris, 3.April. (WTD.) 3m heutigen Kabinettsrat, der sich in der Hauptsache mit dem Diermächte-Pakt beschäftigte, ist beschlossen worden, den interessierten Mächten also England, 3talien und Deutschland ein Memorandum zu überreichen. Rach dem 3ournal des Debats würde Paul-Doncour die übrigen Großmächte um Äufschluh ersuchen, was sie unter »Revision der Verträge " verstünden. Artikel 19 des Völkerbundspaktes gestatte unter gewissen Bedingungen eine Revision der Grenzen, aber die französische Regierung sei der Ansicht, daß dieser Artikel nur dann zur Anwendung kommen könne, wenn bas auch mit dem Artikel 3, 10 und 16 restlos geschehe. (Ar- tikel 3 bestimmt, daß die Völkerbundsversammlung über jede, den Weltfrieden berührende Frage befinde; Artikel 10 garantiert die Unantastbarkeit des Gebiets und Artikel 16 sieht Sanktionen gegen Verletzungen des Völkerbundspaktes vor.) Die französische Regierung würde in ihrem Memorandum geltend machen, daß der Gedanke der Großmächte nur in einer Erweiterung des Völkerbundpaktes sich auswirken könne, also im Rahmen des Völkerbundes bleiben müsse. Andererseits bliebe die Stellungnahme der französischen Regierung gegenüber den kleinen Mächten und in erster Linie gegenüber der Kleinen En- 1 t e n t e die gleiche. Weit davon entfernt, seine Freunde im Stiche zu lassen, würde Frankreich nur in Zusammenarbeit mit ihnen vorgehen. Oie Vorbereitung der Weltwirtschaftskonferenz. Norman Davis kommt auch nach Berlin London, 3. April. (TU.) Der amerikanische Bevollmächtigte Norman Davis hatte eine Unterredung mit dem deutschen Botschafter von hoesch, über mit der Weltwirtschaftskonferenz zusammenhängende Fragen. Norman Davis ist sehr daran interessiert, mit den Berliner Stellen persönlich Fühlung z u nehmen und es ist daher wahrscheinlich, daß er, etwa am Freitag von Paris nach Berlin fahren, dort während des Wochenendes bleiben und dann nach London zurückkehren wird. Am Wontagnachmittag fand eine einstündige Konferenz bei Macdonald statt, an der auch Baldwin, Handelsminister R u n c i- m a n , der Finanzminister Chamberlain und Außenminister Simon teilnahmen. Die Besprechungen drehten sich in der Hauptsache darum, festzustellen, ob sich die Einberufung der Weltwirtschaftskonserenz gegen Ende Mai oder Anfang 3uni bewerkstelligen lasse. Eine Einigung ist noch nicht erzielt worden. Cs müssen Rückfragen in Washington stattfinden, während die englische Regierung bei den in Frage kommenden Staaten Rachfragen anstellen will. Diese werden sich auch auf Deutschland erstrecken, da in London gewisse Zweifel aufgetaucht sind, ob der beabsichtigte Zeitpunkt für die Einberufung der Konferenz der deutschen Regierung angenehm sei; man glaubt, sie werde einen späteren Zeitpunkt befürworten. Keine Wiederaufnahme des Boykotts am Mittwoch. Oer Zweck erreicht. - Oie Greuelhehe im Ausland abgeftoppt. Berlin, 4. April. (ERB. Funkspruch.) Aus Kreisen der Reichsregierung wird mitgeleilt, daß der Boykott am morgigen Mittwoch nicht wieder aufgenomen wird, weil er durch die Entwicklung überflüssig geworden ist. Die Reichsregierung hat mit Befriedigung davon Kenntnis genommen, daß der Boykott, wie er am Samstag durchgeführt worden ist, seine Wirkung nicht verfehlt hat. Abgesehen von kleinen Ueberbleibseln ist die Greuetpropagan- da im Auslande vollkommen abge- st o p p t worden. Gegen die Ueberbleibsel im Wege des Boykotts vorzugehen, hat nach Auffassung maßgebender kreise keinen Zweck, zumal diese letzten Reste der Hetze ihren Ursprung im Kommunismus haben. Wenn der Boykott morgen nun nicht wieder ausgenommen wird, so läßt die Regierung aber erklären, daß die Voykottorganisation der RSDAP. intakt sein wird und sofort wieder in Kraft treten kann und wird, wenn etwa der Versuch gemacht werden sollte, die heh- bewegung gegen Deutschland wieder aufzu- nehmeu. Russische Protestnote an den deutschen Botschafter. Moskau, 4. April. (TA.) Die Telegraphcn- Agentur der Sowjetunion meldet, daß Außen- kommissar Litwinow am Montag dem deutschen Botschafter von Dircksen eine Rote überreichen ließ, in der gegen Haus - such ungen bei sowjetrussischen Einrichtungen und Verhaftungen von in Berlin lebenden russischen Staatsbürgern Protest erhoben wird. Es wird in der Rote sestgestellt, daß die angeblich gegen Sowjetstaatsangehörige durchgesührten deutschen Maßnahmen sich zum Schaden für die deutsch-russischen Beziehungen auswachsen könnten. Die Rote Litwinows ist in sehr scharfem Tone gehalten und verlangt die Einstellung weiterer Maßnahmen gegenüber sowjetrussischen Bürgern in Deutschland. Schwere Sturmkatastrophe des amerikanischen Lustschiffs „Akron". Von einem deutschen Tankschiff hilflos auf See treibend ausgefunden.-Vorerst nur 4 Mann der 11 Mann starken Besatzung gerettet. Reuyork, 4.April. (WTB. Funkspruch.) Das deutsche Tankschiff „Phöbus“ funkte, daß es um 1.50 Uhr das amerikanische Lenkluft- sisf „Akron“ bei Barnegal-Leuchtschifs an der Ostküske von Rew-Persey hilflos auf See treibend gesichtet habe. Die „pl)öbus“ funkte um 2.01 Uhr, daß sie nicht die ganze Mannschaft des Luftschiffes Akron an Bord nehmen könne. Die „Phöbus“ rettete den Führer des Luftschiffes und drei von 77 Mann der Besatzung das Leben. Der Funkverkehr der „Phöbus“ mit der Küste ist durch ein starkes Unwetter gestört, weshalb angenommen wird, daß der Funkspruch der „Phöbus“ von der Rettung des Führers der „Akron“ und drei Mann verstümmelt und höhere Ziffern einzusehen seien. Alle in der Nachbarschaft befindlichen Küstenwachschiffe eilen zu der llnglücksslelle, darunter der Zerstörer „M c D o u g a 1“, der baldigst an der Unglücksstelle eintreffen soll, sowie der Kreuzer „Portland“. Das deutsche Tankschiff „Phöbus" befand sich auf der Fahrt von Reuyork nach Tampico. Die „Phöbus“ war bis 2.30 Uhr das einzige Schiff, das der „Akron" Beistand leistete. Das Lenlluftschifs „A k r o n“, dessen Schnelligkeit etwas größer ist, als die des Graf Zeppelin und der Los Angeles, trat am Montagmittag einen ilebungdftug nach der Küste von Reu- England an. Die ..Akron" ist das größte L e n k l u f t s ch i f f der Welt. Es ist etwa doppelt so groß als der „Gras Zeppelin". Es ist mit vorzüglichen Funkapparaten ausgestattet. Deshalb herrscht in Reuyork einige Verwunderung, daß kein direkter Hilserus von der „Akron" kam. Das Anglück, das die „Akron" betroffen hat, ruft die Erinnerung wach an eine andere Luftschisfkatastrophe, die sich im Jahre 1925 in den Vereinigten Staaten von Amerika ereignete. Damals verunglückte in Ohio das amerikanische Luftschiff „Shenandoah" in einem Gewittersturm. 15 Mann der Besatzung, unter ihnen der Kapitän, fanden dabei den Tod. 3n aller Erinnerung ist auch noch das furchtbare Anglück, dem im 3ahre 1930 das englische Luftschiff „R 101“ auf der Fahrt von England nach 3nbien zum Opfer fiel. Es wurde bei Beauvais, nördlich von Paris, durch starkböigen Wind zu Boden gedrückt und verbrannte. Bei diesem Anglück büßten 47 Personen, unter ihnen der englische Luftfahrtminister und die beiden Kommandanten des Lustschifses, das Leben ein. Rur drei Mann der Besatzung wurden gerettet. Ein Blitz die Ursache der Katastrophe' Washington, 4. April. (WTv.-Funkspruch. hier ist man der Meinung, daß das Luftschif „Akron“ durch einen Blitz getroffen worden ist. Indessen weih tnan noch nicht sicher darüber, ob das Luftschiff ganz zerstört ist und ob seine Mannschaft ertrunken ist. Man empfindet jedoch lebhafte Besorgnis hierüber, denn ein Funkspruch der „Phöbus“ spricht davon, die „Phöbus habe T r ü m- m e r st ü ck e und andere Gegenstände gesichtet, die im Wasser geschwommen hätten, als sie sich dem Orte der Katastrophe genähert habe. Die Mannschaft der „Phöbus“ habe, nachdem sie drei Mann von der Besatzung der „Akron“ an Bord genommen habe, andere Leute in den Fluten verschwinden sehen. Oie Neuordnung der preußischen Justiz. Wünsche der nationalsozialistischen juristischen Fachschaften. Berlin, 3. Avril. (CNB.) Der Ministerialrat im preußischen 3ustizministerium, Dr. Roland F r e i s 1 e r , empfing in Vertretung des preußischen 3ustizministers die Vertreter der natio- nalsozialistischen juristrschen wer- den die Angaben vertraulich behandelt. Der Autovermieter Ernst Ludwig Walldorf aus Gießen, Hammstraße 2, wurde am 1. April abends auf Anordnung des Polizeiamts Gießen in Schutzhaft genommene In der linken Tasche seines Personenkraftwagens neben dem Führersitz fanden die Kriminalbeamten einen geladenen, hahnAisen Trommelrevolver. Aus diesem Grunde wurde Walldorf gestern dem Schnellrichter vorgeführt. Walldorf wurde wegen unbefugten Führens einer Schußwaffe mit einem Monat Gefängnis bestraft. Das Urteil ist rechtskräftig. Er mußte die Strafe sofort antreten. Die beim Polizeiamt Gießen in Schutzhaft befindlichen Personen wurden wegen Platzmangels gestern in das Landgerichtsgefängnis Gießen über« geführt, bis auf einen Kommunisten aus Trohe, der weiterhin im Polizeigefängnis Gießen in Schutzhaft verbleibt. 3n den letzten Tagen wurden 5 Kommunisten, Frauen und Männer, aus Frankfurt a. M. und Bad-Rauheim festgenommen und in das Landgerichtsgefängnis Gießen eingeliefert. Rähere Angaben über diese Festnahmen können im 3nteresse der Llntersuchung nicht geckacht werden. Oie stummen Gäste von Zweilinden RomanvonAnny vonpanhuys. Copyright by Belletristische Korrespondenz Bechthold. 8. Fortsetzung. Rachdruck verboten! Ernst Flügge wollte sich ein Brötchen zurechtmachen. Bettina nahm es ihm aus der Hand und strich es mit Butter, legte es auf feinen Teller. Er schmunzelte, daß sich sein langer, weißer Schnurrbart leise bewegte. „Dunnerlittchen, das laß ich mir gefallen! Denken Sie, Fräulein Claudius, es ist mir altem Krauter in meinem ganzen Leben noch nicht passiert, daß mir ein paar hübsche Frauenhände das Brötchen so mundgerecht vorgelegt haben. Aber fein ist das." Bettina lächelte und versprach: „Solange ich hier sein werde, will ich es immer tun." „Dann kommen Sie so bald hier nicht weg", scherzte er. Er ward ernft „Ich hörte vorhin von Anton, die Weitens reifen morgen vormittag ab. Es wird ihnen allmählich wohl doch zu unbehaglich werden, sich weiter nur in der Logierstube herumzudrücken, denn sie stehen ja im Herrenhause, im wahren Sinn des Wortes, überall vor verschlossenen Türen." Bettina erzählte ihm die gestrige Szene mit Justine von Welten. Der Alle nickte lebhaft: „Das war so recht Justine von Welten. Nach oben sich bücken und nach unten treten. Wenn Sie die Erbin von Zweilinden geworden wären würde sie Ihnen so schöngetan haben, daß sie sich hier ständiges Asylrecht herausgegaunert hätte. Dann hätte sie alle Ausgaben gespart und hier die Beschützerin und Verwandte der Herrin von Zweilinden gespielt. Das Biest kenne ich gründlich." Er putzte sich seinen Bart mit der Serviette. „Verzeihung, Fräulein Claudius, ich habe mich wohl ein bißchen zu drastisch ausgedrückt." Bettina sah ihn an: „Möglich, aber es stört mich nicht, weil es wahr ist." Drüben im Herrenhause packten die Weitens. Sie hatten ihre Koffer im Zimmer behalten und füllten sie nun mit allem, was sie mitgebracht hatten. Frau Justine trällerte dabei vor sich hin, unterbrach sich und meinte: „Hoffentlich Dauert es nicht zu lange, bis wir endgültig hierher übersiedeln können. Das aber weiß ich scyon heute, Inspektor Flügge fliegt dann 'raus, weil er die Bettina bei sich ausgenommen hat. Sie soll diese Nacht bereits brühen geschlafen haben." Justine von Welten lochte: „Eigentlich ist der Weg vom Herrenhause bis ins Jnspektorhaus gar nicht weit, und doch ist es ein mordsweiter Weg für das Mädchen. Aber so einer hochnäsigen Person, die einem noch freche Antworten gibt, statt vor einem zu kriechen, schadet es nichts, wenn sie ordentlich geduckt wird." Ihr Mann dachte gelangweilt, seine Frau könnte doch endlich einmal mit Dem Thema aufhören,- seit gestern abenD schimpfte sie ununterbrochen auf Bettina. Ader zu sagen wagte er nicht, was er dachte, der zukünftigen Erbin von Zweilinden durfte man Die Laune nicht verderben. Also schimpfte er mit auf Bettina. Beim Frühstück sagte er: „Weißt Du, Justi, am meisten ärgern mich die Siegel, die vom Amtsgericht angebracht worden sind. Ich hätte zu gern versucht, das Geheimnis des Bankettsaales zu lüften. Gehört haben wir den Spuk ja alle, Bettina, du, ich und der Diener. Ich würde schon herausgebracht haben, wer Den Schwindel in Szene gesetzt hat." Sie besprachen das Thema noch ein Weilchen und machten sich dann zum Ausgang bereit. Sie wollten diesen Vormittag einen längeren Spaziergang unternehmen. — Am Nachmittag bat Herr von Welten Inspektor Flügge um einen Wagen für den nächsten Morgen, Der seine Frau unD ihn ins Dorf bringen könne an Die Station. Flügge machte eine Bewegung Des Bedauerns. „Ich stehe jetzt gewissermaßen auch unter Aufsicht des Amtsgerichts und kann Pferde und Wagen nur zu Zwecken benutzen, die mit Der Aufrechterhaltung Des Gutsbetriebes zusammenhängen", erklärte er. Dieter von Welten blickte ihn ärgerlich an. „ReDen Sie dock) keinen Unsinn, Herr Inspektor. Es wäre doch toll, wenn Sie uns nicht mal einen Wagen für die Fahrt nach Der Station geben könnten " „Ich bedauere, aber ich bin nicht berechtigt dazu", war die Antwort. Da flammte Zorn in dem eleganten Welten hoch. — Hol Sie der Teufel, Herr, mitsamt Ihrer Kateridee", erregte er sich. Er dämpfte Die Stimme und fügte hämisch hinzu: „Vielleicht kommt bald eine Zeit, wo Sie es bereuen werden, sich gegen meine Frau und mich so ungefällig benommen zu haben. Es gibt jüngere und leistungsfähigere Inspektoren als Sie." Ernst Flügge nickte: „Stimmt auffallend, Herr von Welten, und ich mache von Herzen aern und freiwillig einem jüngeren und leistungsfähigeren Inspektor Platz, wenn Ihre Frau Zweilinden bekäme." Welten brummte etwas, was Der anDere nicht verstand. Aber da es bestimmt kein Segenswunsch gewesen, legte der alte Inspektor auch keinen Wert darauf, es zu erfahren. Am Nachmittag bestellte sich Herr von Welten einen Wagen im Dorf, und am Abend ging Das Ehepaar früh schlafen, um am anderen Morgen etwas früher als sonst aufzustehen. Dieter von Welten hatte seiner Frau natürlich erzählt, was ihm Inspektor Flügge geantwortet, aber sie hatte nur gelacht und gemeint: „Laß gut fein, Dieter, die Stunde wird ja kommen, in der wir Den Kerl rausschmeißen können. Vielleicht ist Dann Bettina noch bei ihm. Dann können sie beide Hand in Hand loswandern und sehen, wo sie ein Eckchen finden.Jch würde mich freuen, die zwei zusammen zum Tempel hinauszujagen." 8. Bettina erwachte von einem heftigen Donnerschlag, Dem ein blendender Blitz und ein neuer, noch heftigerer Donnerschlag folgte. Sie war es von Kind an gewöhnt, bei schwerem nächtlichen Gewitter sofort aufzustehen. So sprang sie auch jetzt mit beiden Füßen zugleid) aus dem Bett und schlüpfte in ihre Kleider. Gleich darauf hörte sie draußen auf dem Flur den Inspektor oor- übergehen. Seine hohen Schaftstiefel verstanden es nicht, vorsichtig aufzutreten. Wad) einem Weilchen klopfte es bei ihr an. Es mar Die alte Grete, die etwas verschlafen bestellte: „Herr Inspektor meint, sie sollten ins Wohnzimmer kommen, Fräulein Claudius, es wäre ein starkes Gewitter, da ist man am besten gleich bereit." Bettina nickte und folgte Der Alten. Unten in der Wohnstube saß Ernst Flügge. Er meinte: „Ein Teufelswetter ist losgebrochen. Wir befinden uns in den letzten Maitagen, und man meint, Der Donnergott hätte noch gar keine Eile. Aber er legt schon energisch los!" Ein Blitz erhellte Das Zimmer, wandelte Die Gesichter in starre Masken, und der darauffolgende Donnerschlag ließ das Haus erbeben. Die Alte, welche furchtsam auf dem Sofa saß, fuhr zusammen. Die Läden schloßen nicht völlig, es fehlten ein paar Sprossen. Ein neuer Blitz sprang da hindurch, tauchte das altmodische Zimmer in fein grelles, unheimliches Licht, und dann knitterte und knatterte es, als würden Tausende von Porzellanschüsseln zugleich auf harten Steinboden geworfen und zersprängen in zahllose Scherben. — „Um Himmels willen!" Die alte Grete fiel in die Sofaecke und hielt fid) die Hände vor die Augen, um nichts zu sehen. Bettina empfand ein bedrückendes, lähmendes Angstgefühl, das sie zwang, neben der alten Haushälterin Platz zu nehmen, aber Inspektor Flügge stand auf, sagte laut: „Es hat hier ganz in Der Nahe ein- gefdjlagen ’" Er trat an das Fenster und riß es auf, obwohl ein Wind daherschnob, daß sein Stränenhaar hoch flog wie Dünne, kurze Bänder. Schon hatte er das Fenster wieder geschlossen und griff nach seinem alten Filz, drückte ihn tief in den Kopf. „Id) will Umschau halten draußen, der letzte Schlag war zu verdächtig." Nach einer Stunde kehrte er zurück, rief ins Zimmer: „Eben habe ich erst endecken können, wo es eingeschlagen hat. Es brennt im Herrenhaus." Bettina wollte ihm folgen. Sie kümmerte sich nicht um Das Rufen Der Alten, die ihr, von Entsetzen gepackt, hier alleinbleibcn zu sollen, nachlief und sie auf Dem Flur am Kleide festhielt. Fräulein Claudius, ich fürchte mich fo sehr". wimmerte sie. „Lassen Sie mich nicht allein. Sie können ja doch nicht beim Löschen helfen, und der Herr Inspektor wird schon alles richtig anordnen." Da blieb Bettina. Die alte Grete tat ihr leid, und sie hatte recht, sie konnte wirklich nicht beim Löschen helfen. Das Toben der Elemente beruhigte sich allmählich, auch Der Sturm war verstummt, und nun sahen Bettina und die alte Grete vom Fenster aus an der einen Seite des Herrenhauses eine Flammensäule. Es gab eine gute Spritze auf dem Hof, und die Knechte mußten damit oftmals regelrechte. Feuerwehrübungen machen, den Befehl führte dann der Inspektor, Der in seinem schäbigen Zivil Die behelmten Leute kommandierte. Schon mehrmals hatte es im Laufe der vielen Jahre, seit er auf Zweilinden war, hier gebrannt, aber immer hatte es sich nm Schuppen und Scheunen gehandelt. Das war der erste Brand im Herrenhaus, solange Inspektor Flügge hier lebte. Es brannte im Arbeitszimmer des toten Gutsherrn. Weil sich das Feuer erst durch Die Möbel und Fensterläden fressen mußte, hatte es so lange gedauert, bis man sand, wo der Blitz gezündet. Es blieb dem Inspektor nichts anderes übrig, als Die große Flügeltür einschlagen zu lassen, vor Deren Schloß Das Siegel Des Amtsgerichts lag. Es waren ja Zeugen genug Da, Die bekunden konnten, er mußte so handeln. Die Möbel standen in hellen Flammen, Die Scheiben waren gesprungen, und Die Flammenzungen leckten da hindurch. Sie suchten neue Nahrung, und schlugen wütend zurück, weil sie draußen keine fanden. Mit ein paar kräftigen Wasserstrahlen ließ sich die Macht des Feuers brechen, und als Der Morgen graute, glimmte es noch hier und dort, aber es brannte nicht mehr. Die Möbel waren fast alle vernichtet, der große Schreibtisch war eine Ruine. Was man an Papieren Daraus noch mühsam hatte retten können, lag im Seitengang unter der Hintertreppe. Das Ehepaar Welten hatte sich während Der Löscharbeiten unten in Die Küche geflüchtet. Dort schien beiden Der sicherste Aufenthalt, solange es noch brannte. Sie befanden sich allein in der Küche, die Dienerschaft stand auf den Treppen und Gängen herum. Schließlich zogen es beide dann doch vor, wieder ihr Zimmer aufzusuchen, sie waren müde und wollten versuchen noch ein Stündchen zu schlau fen. Sie gingen die Hintertreppe hinauf und sahen den geretteten Haufen Paniere, auf dem ganz oben eine allmodiscke, mit Perlenstickerei geschmückte Schreibmappe lag. Frau Justine kannte Die Schreibmappe genau. Sie hatte sie als junges Mädchen für ihren Vater gearbeitet. Unwillkürlich bückte sie sich und nahm sie , auf, und dabei öffnete sich die Mappe, die mit brauner Seide gefüttert war. Die Seide war schon oerschabt, man merkte, die Mappe war viel benutzt worden. (Fortsetzung folgt.) 'bande 8t(1, «b L»'-- bi, K"D°L Bis Ä"\M OobH- b« i-sr^r Iiiei6eriif)t **» Sich«, htS ®ie6en Verden w* m L°chW, XclÄommuni' vnahen und in die rimincholizei ®[^en ia"n Otto Ärid Juj ^u,durch Zeugen be- T^ler von Slugblät, ' toinmt. Sud toutix’ ^>?tschaft Gießen vor- 11 >Pn beantragte, der ©utöe. Durch Land- Arbeiter Loh am 2. wch im Desihe einer Slugblänet derIdW. wurden noch in Die- 'reitet. Alle Perimen. ber die Aertellrng der werden gebeten, vieä '.le Gießen, Ziomer 42 n. Auf Wunsch wer« i behandelt. Ludwig Ballbor( !, wurde am 1. April ' Polizeiamts Gießen in er linken lasche seines dem Führersitz sanden geladenen, hahchsen n Grunde wurde Ball' hier vorgefihrt. Ball’ n Führens einer §chuß- at Gesängnis bc> -kräftig. Er muhte die eßtzn in Schuyhaft bc* i wegen 'Mmanack efängnii ßiefjen über» misten aus Trohe, der iis Dietzen in Schuh« wurden 5 Kommu« Lanner, aus Frank' eim festgenommen und us Sieben eingeliefert. >se Festnahmen können ung nicht gewacht wer« mich nicht allein. Äe Aschen helfen, und der illes richtig anordnen. Grete tat 'Hf M “jj tiid) nicht beim Loschen leruhigtesich-llMM. ummt, und nun sahen lau ma[5 regelrechte. Feuer l^'Äon mehrmals x'L-L« oot deren n i“Ä®5 waren ÄÄ* HRöbel w°rc _ ibtifch Ä6|amMe# aus nochAx ftitW ngangunI s. >vr Lofch' esichSK« aeftiW es uow tf KW'* allein H ®«»e ” ffistes '“W *• Deutsche Reiterei im Mm. Am Sonntagvormittag fand, veranstaltet vom Kavallerie -Berein Gießen, im Licht- -spielhaus Bahnhofstraße eine eindrucksvolle Film- " Vorführung statt. Der Vorsitzende des Kavallerie- Vereins Gießen, Herr Hartmann, hieß die in stattlicher Anzahl erschienenen Gäste willkommen und wies in kurzen Worten auf den Sinn dv Filme hin, die die Erinnerung an den Glanz der ehemaligen Reiterregimenter wachrufen und in der Bevölkerung, besonders aber in der Jugend den Wehrwillen wecken sollen. Zunächst sah man hervorragende Bilder vom Reitertag 1932 in Hannover. Unter der Fülle der Bilder gefielen besonders die hervorragenden Aufnahmen vom Festzug Man sah die verschiedensten Uniformen der ehemaligen deutschen Kavallerie, die schneidigen Ulanen und Husaren, die Reiter im schweren Küraß, die Uniformen der bayerischen und hessischen Reiterregimenter, alle auf schmucken, wohl- gepslegten Pferden. Manchem ehemaligen Reiter mag das Herz aufgegangen, in der Jugend aber dürste ein Abglanz'jener Zeit zurückgeblieben fein, die auch in unsere Tage ihr Licht zu werfen vermag. IDlit besonderem Beifall wurden die hessischen Reiter im Bild begrüßt. Im Anschluß daran wurde unter dem Titel „Vaterland" deutsche Reiterei, insbesondere die Kronprinz-Ulanen, in Frieden und Krieg gezeigt. Das Thema des Filmes, der dem Andenken der Gefallenen des Weltkrieges und der deutschen Reiterei gewidmet ist, ist geschickt in eine Spielhandlung ein- gesügt. Der Film führte zunächst auf einen Guts» Hof. Man hatte Gelegenheit, eine Reitjagd zu verfolgen. In humorvoller Form wurden dann Rekrutenaushebung und Ausbildung bei den Strom prinz-Ulanen gezeigt, bis die Ereignisse des Weltkrieges den anderen Rahmen gaben. Man begleitete die Ulanen auf dem Weg über die französische Grenze, sah,sie ihren ersten gefährlichen Patvouillen- ritt machen, der große Opfer forderte, aber doch die für die nächste Schlacht ausschlaggebende Meldung i über den Stand der feindlichen Artillerie zurück- brachte. In weiteren Akten wurden eine kühne Brückensprengung hinter der russischen Front und der Durchbruch durch die feindlichen Linien gezeigt, dem die Zuschauer mit großem Interesse folgten. Schließlich sah man die Ulanen zu Ende des Krieges in den Schützengräben, in denen sie bis zuletzt die Tradition des Regiments hochhielten und nur auf Geheiß der Regierung in den Tagen des Waffenstillstandes 1918 ihre Maschinengewehre ablieferten. Mit Bildern von der letzten Parade vor dem Kommandierenden des Regiments in Köln fand der Film feinen Abschluß. Gemeinsam wurde im Anschluß an die Vorführung das Deutschlandlied gesungen. Gictzencr Wochcnrnarktpreise. * Gießen, 4. April. Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110, Land» butter HO, Kochbutter 90, Matte 20 bis 25 Pf. das Pfund, Käse 5 bis 10, Eier 7 bis 8 Pf. das 6tüd; Wirsing, gelb, 12 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 15, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 20 bis 25, Hnter-Kohl- rabi 6 bis 8, Feldsalat 80 bis 100, Zwiebeln 10, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 40, Kartoffeln 3, Aepfel 20 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Obstmus 40 bis 45. Russe 40, Junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80 Pf. das Pfund, Tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 50, Salat 25 bis 30, Salatgurken 60 bis 70, Endivien 10 bis 20, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück, Ra- dieschen 12 bis 15 Pf. das Bund: Kartoffeln 2,50 Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis 23 Uhr, „Die Räuber". — NSDAP., Kreisleitung Gießen, 20 Uhr, Cafä Leib, Versammlung der NS.-Kriegsopserversorgung. — Alldeutscher Verband, 20 Uhr, Hotel Schütz, Vortrag über „Aufbruch der Nation". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, 16, 18 und 20.30 Uhr „Blutendes Deutschland". ** Iustizpersonalie. Das Gesuch des Ministerialdirektors Ludwig N e u r o t b um Versetzung iin den einstweiligen Ruhestand ist unter Würdigung der von ihm vorgebrachten Gründe mit Wirkung vom 1. April 1933 ab genehmigt worden. " Aufklärung des Kindesleichen- fundes. Der heutige Polizeibericht meldet: Der Fund einer Kindesleiche in einem städtischen Müllauto, über den vor einigen Tagen berichtet wurde, hat nunmehr seine Aufklärung gefunden. Unter der Anschuldigung der Kindestötung wurde die Mutter des Säuglings, ein unverheiratetes junges Mädchen aus Steinbach, von der hiesigen Polizei verhaftet. *• D i e Haupt- und Vertreterversammlung des Hess. Landeslehrervereins findet erst am 13. und 14. Mai in Vilbel statt. Oberhessisches Wer-Zungvolk marschiert Gestern nachmittag traf eine stattliche Marschkolonne des Hitler-Jungvolkes der Kreise Friedberg und Büdingen hier ein. Singend zogen die Buben durch die Straßen, singend waren sie durch die Dörfer geschritten und hatten überall bei ihrem Erscheinen die Menschen auf die Straße gelockt und durch ihr vortreffliches Auftreten begeistert. Die Jungens hatten die vorhergehende Rächt in Butzbach verbracht (dort fanden auch Werbekundgebungen statt), waren dann über Kirchgöns und Pohlgöns nach Gießen marschiert, nachdem sie in den beiden genannten Dörfern verpflegt worden waren. Gegen 16 Uhr trafen sie in Gießen ein. Die Knaben, die zum Teil mit schweren Tornistern bepackt waren, hatten eine stattliche Strecke Weges zu Fuß zurückgelegt, tarnen aber munter und frisch in Gießen an. Allenthalben wurden sie herzlich begrüßt. Den Jungens sprach Helle Begeisterung für ihre Sache aus den Augen. In ihren Braunhemden fielen sie allgemein auf. Die Bevölkerung hatte vielfach die Häuser mit Fahnen geschmückt, so daß der Jugend ein würdiger Empfang bereitet war. Rachdem das Gepäck abgelegt war, zogen die Jungscharen unter Vorantritt der neugebildeten SA.-Kapelle des Sturmes 12 in geschlossenen Formationen mit ihren Wimpeln und Fahnen durch einige Straßen, wobei sie überall freundlich begrüßt wurden. Auf dem Landgraf-Philipp- Platz fand eine Kundgebung statt, zu der sich nicht nur das Jungvolk, sondern auch viele Einwohner eingefunden hatten. Musik leitete die Kundgebung am Denkmal ein. Sodann sprach der Stammführer des Stammes Chatten in Oberhessen Robert Hainer (Butzbach) zunächst in anerkennenden Worten über die außerordentlichen Leistungen, die die Jungens auf ihrem bisherigen Marsch gezeigt haben. Er gab seiner Freude über die starke Beteiligung und das tapfere Ausharren aller Beteiligten Ausdruck. Er wies gleichzeitig auf die Rotwendigkeit der körperlichen Ertüchtigung hin, die dem Vaterland zu dienen habe, wenn dem Vaterland die Zukunft gesichert werden falle. 2m Anschluß daran sprach Bann-Inspektor Blumenröder (Groß-Umstadt) zur Jugend. Er ermahnte sie zu ernster körperlicher und geistiger Vorbereitung Aum Dienst an Volk und Vaterland, wies auf Die Bedeutung der nationalen Erhebung hin und forderte zur Mitarbeit auf, soweit sie aus jugendlicher Kraft möglich sei. Der erste Vers des Deutschlandliedes und ein Vers des Horst-Wessel- Liedes beschlossen die würdig verlaufene Kundgebung, an der sich die Teilnehmer des Marsches in vorbildlicher Disziplin beteiligten. Am Abend sand man sich zu einem Zungvolk-Abend zusammen, der im Cafe Leib stattfand und — obwohl er nur improvisiert war — einen schönen Verlauf nahm. Schneidige Musik der SA.-Kapelle leitete den Abend ein. Sodann begrüßten die Teilnehmer mit erhobener Hand die Wimpel des Hitler-Jungvolks, die unter den Klängen eines schneidigen Marsches in den Saal getragen wurden. Rach kurzer Begrüßung durch den Stellvertreter des Stammführers hielt Dann- Inspektor Blumenröder - Groß-Umstadt eine Ansprache. Er sprach zunächst von der Verknechtung und der Zerrissenheit unseres Volkes in den vergangenen 14 Jahren. Er übte Kritik an der Jugendbewegung in dieser Zeit und wies auf die einigende Tat Adolf Hitlers hin, der auch die Jugeüd auffordere, teilzuhaben am Kampf um die innere und äußere Befreiung des deutschen Vaterlandes. Die deutsche Jugend müsse sich wieder der großen Vergangenheit erinnern und sie wieder lebendig werden lassen. Deutschland könne nur leben, wenn alles einig fei und von dem gemeinsamen Töillen durchdrungen, alles dem Vaterlande zu opfern. Der Rationalsozialismus müsse weiter kämpfen und die Irgend müsse sich in diesen Kampf ein- reihen. Es müsse wieder Achtung vor dem Mitmenschen. Achtung besonders vor der Frau als der Mutter kommender Geschlechter Raum gewin- nen in den deutschen Herzen. Im Vertrauen auf Adolf Hitler werde man mit ihm kämpfen, bis Deutschland wieder frei fei. * Im Anschluß an die Ansprache sah man, auf-» geführt vom Butzbacher Jungzug, zwei Laienspiele, die den darstellerischen Möglichkeiten der Knaben angepaßt waren und recht frisch gegeben wurden. Der Ernst unserer Zeit, aber auch jugendfroher Humor fanden gleichermaßen ihren Ausdruck in den beiden Spielen. Den Rest des Abends füllte die SA.-Kapelle mit ausgezeichneter Musik. 3m Schlußwort beschäftigte sich Stammführer Hainer, Butzbach, in tiefgründiger Weise mit der Geschichte und dem Sinn der deutschen Jugendbewegung. Er ging auf das bisherige Wesen und die Zielsetzungen der hündischen Jugendgruppen ein und wies darauf hin, daß man die Jugend in ihrer Gesamtheit erfassen müsse, um sie hinzuleiten auf das wesentliche, auf die Einheit im Volke, im Vaterland, in das sich der Jugendliche von Anfang an als vollwertiges Glied einfügen müsse. Die Ausführungen des Stammführers wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Das Horst-Wessel-Lied beschloß den Abend. Abschiedskundgebung für Staaismim'fier Dr. Muller. te* Alsfeld, 3. April. Am Sonntagnachmittag fand in der Festhalle eine große Abschiedskundgebung für Mini st er Dr. Müller, der seither als Borstand des Finanzamts Alsfeld hier seinen Wohnsitz hatte, statt. Die geräumige Halle vermochte die Menschenmassen nicht zu fassen, so daß noch eine große Anzahl Besucher an den Eingängen stehen muhten. Die gesamte SA. und SS. aus dem Kreise Alsfeld war aufmarschiert, auch die Ortsgruppe Alsfeld des Stahlhelms war durch eine Abordnung vertreten. Die Halle war festlich geschmückt. Zu Beginn der Kundgebung überreichte Bürgermeister Dr. B ö l s i n g den künstlerisch aus- geftatteten Ehrenbürgerbrief der Stadt Alsfeld an Staatsminister Dr. Müller. Bürgermeister Dr. B ö 1 s i n g betonte in seiner Ansprache insbesondere die enge Volksverbundenheit von Dr. Müller mit der hiesigen Bevölkerung in Stadt und Kreis Alsfeld, der er während feiner 3jährigen hiesigen Dienstzeit allezeit ein wohlwollender Berater, ein hilfsbereiter, deutscher Volksgenosse ohne jeden Bürokratismus gewesen sei. Der Vorsitzende des Alsfelder Turnvereins, dem Minister Dr. Müller als aktives Mitglied angehörte, überreichte ihm die Tlrkunde über seine Ernennung zum Ehrenmitglied des Turnvereins. Alsdann sprach Minister Dr. Müller, wobei er auf die Aufgaben des Rationalsozialismus ein- ging, die diesem durch die nationale Revolution erwachsen seien. Auch in Hessen seien große Ausgaben zu lösen, älnnachsichtlich würden alle diejenigen, die ein Verbrechen am Volke begangen hätten, aus ihren Stellen beseitigt werden. Man habe die seitherige Regierung bekämpfen müffen, weil sie aus unlauteren Motiven gehandelt und sich am Volke versündigt habe. Die Rede wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen. Kreisdirektor Dr. Stammler gedachte in anerkennenden Worten der verdienstvollen Tätigkeit des Herrn Dr. Müller im Kreise Alsfeld während seiner hiesigen Wirkungszeit und seiner Verdienste um die nationale Freiheitsbewegung. Der Vertreter des Gauleiters wandte sich an die Versammlung mit der Aufforderung, für die gerechte Sache des Rationalsozialismus mit aller Kraft weiter zu kämpfen. Zum Schluffe ergriff nochmals Minister Dr. Müller das Wort, um für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen in herzlichen Worten zu danken. Besonders dankte er seinen Kameraden von der SA. und SS., deren große Verdienste um die Freiheitsbewegung er hervorhob. Dann sprach noch Regierungsrat Dr. B e st. Dieser stellte an die Spitze seiner Ausführungen den Grundsatz, daß Männer die Geschichte machen. Dies sei die Grundlage der nationalsozialistischen Auffassung. Er verlange vor allem Vertrauen und Achtung. Wenn die Erfolge nicht so schnell wie gewünscht in Erscheinung treten würden, so hänge das mit den großen Schwierigkeiten zusammen, die zu überwinden seien. Mit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wes- sel-Liedes und des Deutschlandliedes fand die eindrucksvolle Kundgebung ihren Abschluß. Anschließend fand auf dem Marktplatz noch ein Vorbeimarsch der SA. und SS. und der Hitlerjugend vor Minister Dr. Müller statt. Landkreis Kietzen. £ Wieseck, 2. April. Heute gegen 1.30 Uhr beobachteten Einwohner und die Nachtpolizei einen Brand bei Gastwirt Richard Weller. Der Schrank des Polizei-Schutzhundeoereins hatte Feuer gefangen. Es bestand Gefahr, daß der anschließende Stall, in dem Stroh gelagert wurde, Feuer fing. Die von der Nachtpolizei sofort herbeigerufene Feuerwehr und Einwohner konnten das Feuer auf seinen Herd beschränken. Der entstandene Schaden ist nicht groß. ,L CB i c f c d, 3. April. Samstagabend fand bei Gastwirt Wilh. D o r f e 1 d die Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Konsumvereins statt. Geschäftsführer Hildebrand erstattete den Geschäftsbericht und gab die Bilanz bekannt. Aus dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, daß auch die Genossenschaft unter den wirtschaftlichen Verhältnissen zu leiden hat. Der Tlmsatz ging auf etwa 200 000 Mk. zurück, was auch auf den Rückgang der Preise zurückzuführen ist. Der Reingewinn beträgt 11 996,48 Mark. Die Erhöhung der Umsatzsteuer von 0,85 auf 2 Prozent brachte eine steuerliche Mehrbelastung von 1400 Mark. Rach kurzer Aussprache wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Die Rückvergütung an die Mitglieder auf den Warenbezug beträgt 6 Prozent. In längerer Aussprache beschäftigte sich die Generalversammlung mit der Aufhebung der Verkaufsstelle 3. Rachdem die Anwesenden vom Vorstand und Aufsichtsrat unterrichtet weren, wurde die Aufhebung der Verkaufsstelle 3 zum 30. Juni 1933 mit 43 gegen 24 Stimmen beschlossen. In der allgemeinen Aussprache kamen noch einige geschäftliche Sachen zur Erledigung. Wirtschaft. Frankfurt still und leicht rückgängig. F r a n k f u r t a. M., 4. April. (WTB. Drahtmeldung.) Die weitere Entspannung der innerpolitischen Lage führte vorbörslich zu einer recht festen und zuversichtlichen Stimmung, zumal das Abebben der Hetzpropaganda im Auslande eine Wiederaufnahme der Boykottaktion als kaum wahrscheinlich erscheinen ließ. Daneben bildete auch die unveränderte lOprozentige Dividende der Reichsbank und der mildere Kapitalschnitt bei Holzmann (10:7 nach früherer Vermutung 2:1) ein Aufwärtsmoment. Der amtliche Beginn brachto dann eine ziemliche Enttäuschung und die vorbörslich von 2 bis 3 Prozent höheren Taxen wurden nicht nur mehr erreicht, sondern es ergaben sich überwiegend Rückgänge von 0,5 bis 1 Proz., da anscheinend auf dem erhöhten Riveau die Verkaufsaufträge zur Ausführung kamen. Infolge der Zurückhaltung der Kulisse und kaum vorliegender Kauforders war das Geschäft wieder sehr still. Obgleich das herauskom- mende Angebot keinen größeren Umfang hatte, fand es nur auf der oben erwähnten Basis Unterkunft. Fester eröffneten nur Reichsbank und Holzmann mit plus 1,5 Proz., ferner Licht & Kraft mit plus 1,5 Proz. Scheideanstalt und Gesfürel mit plus 1 bzw. 0,75 Prozent. Matt lagen Siemens mit minus 3 Proz. und auch die übrigen Clektro- toerte liehen meist von 0,5 bis 1 Proz. nach Montanwerte lagen gleichfalls schwächer, etwas stärker Mannesmann mit minus 1,25 Prozent. Am Chemiemarkt waren JG.-Farben 0,5 Proz., Rütgers- werke 1 Proz. und Deutsche Erdöl 2,13 Prozent schwächer. Sonst eröffneten noch Zellstoff Waldhof und Zement Heidelberg je 1,5 Proz. niedriger, Schiffahrts- und andere Rebenwerte von 0,25 bis 0,50 Proz. niedriger. Am Rentenmarkt lagen Deutsche Anleihen zunächst bis zu 0,38 Proz. höher, später bröckelten aber auch hier die Kurse wieder ab. Von Aus- lanbrenten blieben Zolltürken mit 4,75 Proz. unverändert: 4prozentige Einheitsrumänen konnten sich etwa 0,25 Proz. befestigen. Der Pfandbriefmarkt lag sehr ruhig, die Kurse bröckelten aber meist um Bruchteile eines Prozentes ab. Der übrige festverzinsliche Markt lag fast geschäftslos. 3m Verlaufe blieb die Haltung lustlos bei schwächerer Tendenz. Einiges Geschäft hatten nur 3G.-Farben, die zunächst 0,75 Proz. anzogen, dann aber auf das Anfangsniveau nachgaben. Weiter matt lagen Siemens mit minus 1,75 Proz. Auf den übrigen Marktgebieten betrugen die Rückgänge etwa 0,5 Prozent. Tagesgeld war zu 3,5 Prozent unverändert und relativ leicht. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 5. April. Stadlkirche. 18 Uhr: 6. Passionsandacht; Pfarrassi- stent Knell. loro ine 5 Würfel 11 Stangs) nur 1F Pf g. mit Gutschein MAGGI'Fleischbrüh-Würfel Amtsverkündigimgen aus den oberhessischen und preußischen Kreisen. Kreis Kietzen. Bei der Schafherde des Johann Peter Heinrich Roth aus Saasen und des Salomon Rosenthal III. aus Wenings (Weide in der Gemarkung Nonnenroth) ist die Schafräude fefigefteUt worden. Die Schutzmaßnahmen der §§ 248 ff. der Ausführungsverordnung zum Reichsoiehfeuchen- gefetz werden angeordnet. Kreis Friedberg. Alle Personen jüdischer Rassezugehörig- keit haben die sich in ihrem Besitz befindlichen Reisepässe bis längstes 5. d. 2H. bei der zuständigen Polizeibehörde "(Polizei- ämter oder Bürgermeistereien) abzugeben. Kreis Schotten. Nach Artikel 39 des Feldstrafgesetzes wird mit Geldstrafe oder Haft bestraft, wer Gänse, Hühner, oder andere Haustiere außerhalb eingefriedigter Grundstücke ohne gehörige Aufsicht herumlaufen läßt, so daß dadurch eine Gefahr der Beschädigung fremden Feldes besteht. Die Bürgermeistereien werden beauftragt, das Feldschutzpersonal zu strenger Ueberwachung und Anzeigeerstatlung in UebertretungsfäUen anzuweisen. Tilikreis. 1. Jeder Nutzungsberechtigte, der Heidekraut, Bülten, Grasflächen und Raine verbrennen will, hat vorher die schriftliche Genehmigung der Ortspolizeibehörde einzuholen. 2. Das Abbrennen von Hecken, Heidekraut, Ginsterflächen ist in der Zeit vom 1. März bis 31. Juli j. I. verboten. Ausnahmen für diese Zeit find nicht zulässig. 3. Die Fläche, auf der gebrannt werden soll, ist gegen die Nachbarflächen allseitig mit einem von allem brennbaren Boden- üderzug freien Streifen von mindestens 5 m Breite zu umgeben. Für die Wundhaltung dieses Streifens ist zu sorgen. Derjenige, dem das Abbrennen ortspoli- zeilich genehmigt ist, hat für ausreichende Mannschaft zur Leitung und Bewachung des Feuers zu sorgen. Zuwiderhandlungen werden gemäß § 29 dcs Feld- und Forstpolizeigesetzes mit Geldstrafe dis zu 150 RM. oder mit Haft bestraft. 2323V Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über ausaeführte Arbeiten und Lieferungen für die Betriebe des Städtischen Tiefbauamtes wahrend der Zeit vom 1. April 1932 bis 31. März 1933 find spätestens bis zum 1. Mai 1933 in doppelter Ausfertigung unter Beifügung der Bestellscheine an das Städtische Tiefbauamt, Asterweg Nr. 27, einzureichen. 2318V Gießen, den 1. April 1933. Städtisches Tiefbauamt: G r a v e r t. KriBSshescäääigle/KrieSshiDler- hliehene/ReDlBDeinpIgDOer Am Dienstag, dem 4. April, abends 8 Uhr, findet i. Ca fe Leib (nicht Hotel Viktoria) eine Versammlung der N.S KriefisopIerversoriM statt, zu welcher alle Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen so wie alle Rentenempfänger eingeladen werden. Es sprechen die Herren: 2314 D kg. Storck, Leiter der N.-S. Kriegsopferversorgung des Gaues Hessen kg. Landtagsabgeordn. Ziegler, Michelstadt über das Thema: »Der Dank des Vaterlandes« Erscheinen aller Amtswalter ist Pflicht. N. S. D. A. P„ Kreisleitung fließen. Nvu Neichsvatente gesch. schenkelfreie 2311V Reform-Kugelgelenk-Bandage Ihre Brüche- auch schwere- beim Bücken, Strecken,Husten, ^eben llsw. sicher zurück- hält! Konkurrenzl.! 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M Nadilolfier Äänsburglß, Tel.3612 Bund Königin Luise Wir laden hiermit alle nationalgesinnt, deutschen Krauen u. Mädchen zu einem Bortrag üb. ,LLert u.Ziele dee-Bundec Zlönigiu Luise", am 5.Avrll,8Uhrabds., int Stahlhelmheim ein und bitten um zahlreichen Besuch. 2310D Der Vorstand. Danksagung. Für die uns bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen erwiesene liebevolle Teilnahme sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. Frau Marie Martin, geb. Grieb Theo Martin und Frau Marie Elisabeth Martin. Frische Fische heute abend eintreffend: Frische Schellfische 0. K.» 1. Sorte Pfund...............50—55 Pf. do., 2. Sorte.........Pfund 28 Pf. ff. fttibelimt 0. K., Pfd. 25—30 Pf. Seelachs.IaNordsee, Pfd. 22—28 Pf. Goldbarsch 0. §t., Bratfische Pa. Sauerkraut, selbsteingemacht, das Pfund 12Pf., 10 Pfd. RM. !.— Heringe, pure Milcher, Stück 10 Pf. 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MU, Berlin im MeoW.öMM über: Aufbruch der Nation. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter \ ater. Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Onkel BermannM.Sdireineri.il. am Sonntagabend nach langem, schwerem Leiden im 81. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Auguste Staub, geb. Deckmann und Angehörige Gießen (Frankfurter Straße 136), Oppeln, Wetzlar, den 4. April 1933. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. April, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. __2313D Sonnige 4-Zimni.-WolinO. für sofort od. später v. kinderl. Ehepaar gesucht. Schr. Ang. m. Preis unt. 02142 an den Gies;. Anz. NuMhI Söhne achtb.Eltern, welche den Musikerberuf erlern.wollen, werden bei mir noch eutgeit. Alter nicht üb. 15 Jahr. Schüler mit Borkenntnissen werden bevorzugt. Gründ!.Ausbildg.in all. Fächern. Off. an Curt Stein städt. Musikdirektor, staatlich anerkannte Musikschule Nebra a. d. 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