Närz 1933 i Gewinnt ck btrbofr ’H gleich 1» einet n beiden eil. ’b*r|e eu tinitef, 8,e d)äfl J ft b!s r*ette. $je “Mlreten. fett h„ ,;i>orbln Ä ei"< ;Otl« aus. on7,ew ,u-'5 D.fy le. aunädjit ^l'ch mit 'Aanleihe “liorberun, ?le waren 0610,25, s> ,50 bis 62, le Erdöl 94 390 1 2488 17888 043 624 727 723 303 428 793 138115 160260 181817 212948 232264 280044 288218 31 17 52 96 78 155185 219116 326777 287 72977 II 124115 31 153711 58 194909 35 241415 >83 263714 >59 319914 239 390484 >437 10299 4490047135 73975 85476 7012 109530 797 310884 167 329055 73 347022 81 366455 61 386778 I 102891 13 3597,7 12 > 186064 sm Gewinne 803 270701 54 111710 1932 265527 10851 48854 5040 127632 '784 262144 1585 342780 31043 45859 065 129885 >832 205451 1244 262688 1161 313074 1773 362672 27528 27708 6428366555 1340 128074 >215 149658 >563 174556 1404 204812 5399 «3076 1990 277328 >923 304054 5042 341777 7795 358891 3662 mien m je 5000Q, ’iu je 5000, > zu je IW 100 6W 2 1 7 17 17 i9 Ö ’* 15 iriaJL Ä__ 48,55 12,485 3,063 170,72 74,02 64,36 76,g 14.50 0,837 4.21? 59. 21.« 16,Ö 82-3 34.Z 82.0 !Z $ IlJ s »• ,'z ZZ n,n Nr. 54 Erster Blatt 185. Zahrgang Samstag, 4. März 1933 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drrd und verloo: vrühl'sche Univeifitülr-Vuch- und Steinöruderei R. Lange in Stehen. Schriftlettung und Geschäftrttelle: Schu^ahe 7. Annahme von dnje-gcit für die Tagesnummer "bis zum Nachmitlag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» klameanreigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20 . mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undlürdenAn» zeigenteil i. D. Th.Kümmel sämtlich in (Bit en. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Ejetzener Familienblätter Heimat >m Bild - Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Richrerscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. zernsyrechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anlchrist für Drahtnachrichten. Anzeiger Sietzen. Postschecttonto: fronlfurt am Ifiain 11686. Oer Ginn des 5. März. „Mir kommt die gegenwärtige Zeit vor, wie wenn eine abgebrannte Stadt wieder a u f g e b a u t werden soll. Zeder der Abgebrannten verlangt seine alte Baustelle wieder, weil er unüberwindliche Borliebe hat für die Stelle, welche seit langen Zeiten sein und seiner Familie Eigentum war. Niemand wird es wohl dem i Armen verargen, daß er, vor sich die Not des i Augenblicks, ohne Sinn für Verbesserungen nur i eilt, um auf der alten Stätte wieder unter Dach । und Fach zu kommen. — Aber das Wohl aller — ; nicht nur derer, die da sind, sondern auch derer, ; die kommen werden — fordert eine andere Ordnung der Dinge. Doppelt schlimm ist ein ilnglüd, aus dem man nichts lernen will. Es liegt jetzt in unserer Hand, uns von Gebrechen zu befreien durch neuen Aufbau von Grund auf; aber wir können sie auch so einrammen in das Staatsgebäude, daß sie nimmer als nur mit dem eigenen Gebäude selbst zu vertilgen sind. Denn es beginnt eine neue große Periode im Leben des Staates. Alles kommt darauf an, wie wir sie antreten; alles, was wir jetzt tun, ist folgenschwer — vielleicht für eine Reihe von Jahrhunderten." — Nicht treffender kann Deutschlands Lage und die Aufgabe, vor die sich das deutsche Volk bei der Wahl eines neuen Reichstags gestellt sieht, gekennzeichnet werden als mit den vorstehenden Worten Friedrich Li st s, eines der großen geistigen Bahnbrecher eines einigen Deutschen Reichs, der freilich die Erfüllung der Hoffnungen, die er an den glücklichen Ausgang der Befreiungskriege i geknüpft hatte, nicht mehr erlebt hat. Damals i geschah grade das, was er aus ernster Sorge | um die Zukunft des Vaterlandes befürchtet hatte. ; Man begnügte sich ohne Sinn für Verbesserungen, auf der alten Stätte wieder unter Dach und Fach zu kommen, und Jahrzehnte qualvollen Ringens um Form und Inhalt des Neubaus von Staat । und Wirtschaft waren die Buße für eine einmal verpaßte Gelegenheit. Heute steht unser Volk wiederum an einer solchen Wende und es ist die entscheidende Frage, die am 5. März an einen jeden von uns gestellt wird: Hat die Nation die Bedeutung dieser Stunde erkannt und ist sie gewillt, so zu handeln, daß spätere Geschlechter nicht wiederum mit Enttäuschung und Bitterkeit zurückblicken müssen auf ein Versäumnis, das erst in Jahrzehnten wieder gut- | zumachen war? | Denn diese Wahl muß, wenn sie einen Sinn haben soll, Ende und Anfang zugleich sein. Sie muß der Schlußstein sein in der langen Reihe der Bemühungen, mit den abgenutzten Mitteln einer parlamentarischen Demokratie die tragfähige Grundlage für eine praktische Politik zu schaffen, die uns aus den Nöten des Augenblicks herauszuführen vermag. Sie muß aber auch das Sprungbrett fein zum neuen Ufer, auf dem unser die große Aufgabe harrt, für jene „andere Ordnung der Dinge", von der List spricht, den Grundstein zu legen. Es ist nicht Reaktion, wenn wir uns abwenden von politischen Maximen und Praktiken, die wir in länger als einem Jahrzehnt erprobt und für untauglich befunden haben. Es kann uns nicht verwehrt werden, wenn wir aus der Erkenntnis, daß die Verfassung ' von Weimar in ihrer formaldemokratischen Ueber- I fpitzung ein Bruch in unserer staatspolitischen Ent- 1 Wicklung war, entschlossen die Folgerungen ziehen und im Sinne einer autoritär - konstitutionellen Etaatsführung Wege suchen zu einem Neubau des Reiches, der den Eigentümlichkeiten des deutschen Lölkes nach feiner Charakterveranlagung und feiner gesellschaftlichen Struktur besser entspricht als das Notdach von Weimar. Wir stehen vor dem Problem, wie es Vizekanzler von Papen in se'ier Rede vor der akademischen Jugend treffend -muliert hat, wenn er sagte, daß es gelte, das . .izip der Demokratie mit dem der A r i st o k r a t i e zu versöhnen. Das ist eine Linie, auf der sich alle Gutgesinnten und Vorurteilslosen zusammenfinden können und müssen, denn ihnen allen muß es ja jenseits , aller Parteidoktrin einzig und allein darum gehen, sich zu einem spezifisch deutschen Staatsprinzip hindurchzukärnpfen, und fremde Anleihen abzu- stoßen, sobald sie als hemmend und schädlich für die freie Entwicklung eigener Formen der Staatsfüh- rung erkannt sind. Diese Auffassung der uns gestellten Ausgabe läßt keine Ausschließlichkeit zu. Wie sie heute schon in weiten Kreisen außerhalb der gegenwärtigen Regierungsfront Wurzel gefaßt hat, so muß sie Gemeingut des Volkes werden, wenn das Prinzip einer neuen Staatsführung zum Segen für die Nation ausfdilagen soll. Aber es liegt im Wesen der historischen Entwicklung, daß ihre Grundtendenz Nur von Wenigen bestimmt und durchgekämpft werden muh. Heute stehen wir in einer Phase dieses Kampfes, wo es gilt, das Gestrüpp von Uebelwollen, Vorurteil und reaktionärer Beharrung zu lichten und den Männern die Voraussetzung für ihre Arbeit xu khaffon, die entschlossen sind, den Neubau des Reiches zu zimmern. Fassen wir die Aufgabe, die aus dieser Notwendigkeit heraus dem zum Mithandeln berufenen und bereiten Staatsbürger gestellt ist, konkreter, so kann sie nur so lauten, mit seiner Stimmabgabe am » März dazu beizutragen, daß die vom Vertrauen Hindenburgs getragene Reichsregierung nun auch durch ein klares Vertrauensvotum des Volkes die Möglichkeit erhält, den ihr vom Reichspräsidenten gewordenen Auftrag durchzuführen. Es Unterlegt keinem Zweifel, daß die von Hindenburg berufenen Männer nicht gewillt sind, sich vorzeitig ihrer Handlungsfreiheit zu begeben, selbst wenn das ^ahleraebnis die Hoffnung auf eine parlamenta- rüche Mehrheit nicht erfüllen sollte. Da die Kommunisten sich durch den llebergang zum offenen Terror als erklärte Feinde der staatlichen Ordnung Macdonald und Simon fahren nach Genf. Oer kritische Stand der Abrüstungskonferenz erzwingt eine neue Znitiatwe Englands. Conbon, 3. ITlärj. (111.) Der englische Außenminister Sir John Simon hat am Freitag nacheinander die in London beglaubigten Botschafter Deutschlands, Frankreichs, Italiens und der vereinigten Staaten empfangen, um ihnen die Vorgänge darzulegen, die zu dem Entschluß des Kabinetts geführt haben, Macdonald und Sir John Simon baldmöglichst zur Abrustungskon- ferenz nachGenf zu entsenden. Darüber wurde folgende Verlautbarung vom Außenministerium herausgegeben: Der Regierung wurde von dem englischen Vertreter in Genf, Unterstaatssekretär Eden, ein umfassender Bericht über die gegenwärtige Lage auf der Abrüstungskonferenz oorgelegt. lief beeindruckt von der Notwendigkeit, jede mögliche Unter- stühung zu leisten, um es der Abrüstungskonferenz zu ermöglichen, baldmöglich st zu Entscheidungen zu gelangen, hat die Regierung den Ministerpräsidenten Macdonald und den Außenminister Sir John Simon ersucht, als Leiter der englischen Abordnung nach Genf zu gehen, sobald sich dies — ohne Umstände zu verursachen — bewerkstelligen läßt. ♦ Diese Entscheidung kam völlig überraschend. Der Bericht des Llnterstaatssekretärs Eden über die Lage in Genf war sehr pessi- mistisch und rechnete mit der Möglichkeit eines vollständigen Fehlschlagens der Abrüstungskonferenz innerhalb von kurzer Zeit, wenn in der bisherigen Weise weiter sortgesahren werde. Der Zusammenbruch der Konferenz würde nach Auffassung des englischen Kabinetts die allerernstesten Folgen sowohl auf politischem wie auf wirtschaftlichem Gebiet haben. Besonders ernst würden auch die Rückwirkungen auf die kleinen Staaten Europas sein, wenn sie sehen, daß der Völkerbund nicht imstande ist, ihnen durch eine allgemeine Abrüstung die notwendige Sicherheit zu gewährleisten. Nach der einstimmigen Auffassung maßgebender englischer Wirtschaftler, der auch die englische Regierung beistimmt, würde es völlig zwecklos sein, eine Weltwirtschaftskonferenz abzuhalten, wenn die Abrüstungskonferenz fehlgeschlagen sein sollte. Endlich ist nach englischer Auffassung zu berücksichtigen, daß am kommenden Montag die neue amerikanische Regierung ihre Amtstätigkeit antritt, von der man annehmen kann, daß sie den größten Wert auf einen guten Fortschritt der Abrüstungsverhandlungen legt, wohin ja bekanntlich auch Erwägungen über die Regelung der Kriegsschulden hineinspielen. Auf eine Einigung über den englischen Vorschlag zum Abschluß eines Paktes zur A e ch - tung der Anwendung von Gewalt legen englische Kreise den größten Wert, da er als notwendige Voraussetzung für die Verhandlungen über die deutsche Gleichberechtigung im Sinne des Beschlusses vom Dezember 1932 angesehen wird. Ein weiterer Punkt lei die Luftabrüstung. da der Luftkrieg die größten Gefahren für die Zivilbevölkerung bringe, was sowohl auf Cnsgland, wie auf Deutschland zutreffe. Wann Macdonald und SirJohnSimon nach Genf reisen werden, wird wesentlich davon abhängen, selbst ausgeschaltet haben, würde es auch bei einem Fehlen einiger Prozente an der parlamentarischen Mehrheit der Regierung nicht verübelt werden können, wenn sie sich von dem ohne Kommunisten jederzeit handlungsfähigen neuen Reichstag das Ermächtigungsgesetz geben läßt, das sie verlangt. Aber im Interesse einer stetigen und organischen Fortentwicklung unseres Verfassungslebens liegt es sicherlich, wenn es zu dieser Maßnahme eines Staatsnotstands nicht zu kommen braucht. Ein Zurück in die Schaukelpolitik eines von parlamentarischen Zufallsmehrheiten abhängigen Parteiregiments kann es nicht mehr geben, wenn Deutschland sich nicht selber ans Messer liefern will. Wem das bisher noch nicht deutlich war, den haben die Ereignisse der letzten Tage eines besseren belehren müssen. Der Brand des Reichstagsgebäudes war ein Fanal für alle Einsichtigen. Goring, der kommissarische Innenminister Preußens, hat mit rigoroser Strenge der kommunistischen Propaganda der Tat hoffentlich für immer ein Ende gemacht. Wenn ihm dabei auch Uebereilungen und Mißgriffe unterlaufen fein mögen, so wiegen sie, so bedauerlich und schädlich sie auch in jedem Falle sind, doch leicht im Vergleich zu der furchtbaren Gefahr eines kommunistischen Aufruhrs, vor dem nur entschlossenes und rücksichtsloses Zupacken Volk und Staat bewahren konnte. Aber eine starke Staatsgewalt, die gegenüber den Feinden der staatlichen Ordnung, deren Ziel der Umsturz und das Chaos ist, keine Schonung kennt, brauchen wir auch in Zukunft mehr denn je. Je schneller sie sich durchzusetzen vermag und die Grundlagen für einen organischen Staatsaufbau sichert, um so schneller werden auch schwer erträgliche und nur durch die Bedrohung der Fundamente des Staates durch den kommunistischen Terror zu rechtfertigende Eingriffe in die persönliche Freiheit wieder verschwinden können. Das Kabinett des 30. Januar hat alle Kräfte der politischen Rechten hinter sich. Soll man es bedauern, daß es nicht gelang, sie alle im Wahlkampf für wann Minister anderer Staaten anwesend sein können. Mit besonderem Interesse wird daher die Entwicklung in Deutschland verfolgt. Anscheinend hegt man in London die Hoffnung, daß außer dem Reichsaußenminifter auch Reichskanzler Hitler oder Vizekanzler v. Popen nach Genf kommen werden. Vorläufig besteht nicht die Absicht, eine Fünfmächtekonferenz einzuberufen, jedoch wird sich die Möglichkeit privater Fühlungnahme mit den Vertretern der Großmächte und anderen Staaten in der einen oder anderen Form ergeben. Auch Mad er komm! nach Gens. Paris, 4.März. (WTB.-Funkspruch.) Die Position Frankreichs auf der Abrüstungskonferenz scheint nicht so rosig zu sein, wie manche Berichterstatter es täglich hinzustellen versuchen. Auf Grund der Mitteilung, daß Macdonald und Sir John Simon in der nächsten Woche nach Genf zu kommen beabsichtigen, hat auch Ministerpräsident D a l a d i e r sich entschlossen, dorthin zu reisen. »Journal" befürchtet, daß der englische eine gemeinsame Liste zusammenzufassen? Vielleicht entspricht der getrennte Aufmarsch in gesonderten Heersäulen dem der deutschen Charakterveranlagung nun einmal eigentümlichen Hang zur Betonung des weltanschaulich Besonderen, möge auch die Schattierung gegenüber den politischen Nachbarn noch so gering fein. So ist auch in diesem Wahlkampf, so sehr er um das große gemeinsame Ziel der Stabilisierung eines grundsätzlich neuen Kurses der Staatsfühvung geht, jedem Geschmack Rechnung getragen. Und das ist gut so, denn nur aus dem Zusammenklang aller Elemente einer wahrhaften nationalen Konzentration ergibt sich die echte Harmonie einer Kampfgemeinschaft, die den schöpferischen Staatsmann befruchtet und fördert. Deshalb muß neben das stürmische, vorwärtsdrängende Temperament, das überströmende Kraftbewußtsein der jungen nationalsozialistischen Bewegung die Besonnenheit und das Traditionsgefühl besten deutschen Bürgertums treten, wenn es einen guten Klang geben soll. Daß damit keine Grenzen gezogen sind, daß vielmehr die neue Front der nationalen Konzentration die Arme weit öffnet allen, denen es ernst ist mit ihrem Willen zur Mitarbeit am Wiederaufbau des Vaterlandes, vor allen Dingen auch der deutschen Arbeiterschaft, deren Mitwirkung unentbehrlich ist, das hat niemand anders als Vizekanzler von Popen, der Geburtshelfer des Kabinetts vom 30. Januar, in jeder seiner Reden und Aufsätze zur Wahl wieder und wieder betont. .Jeder Deutsche", so sagt er, ,chat dos Recht, sich national zu nennen, der das Beste will für fein Volk und der bereit ist, tätig und wirkend dem Staat, der Gesamtheit des Volkes, seiner Freiheit nach außen und seiner Wohlfahrt nach innen, der Erhaltung deutscher Art, Sprache und Sitten zu dienen, und sich selbst, seine persönlichen Wünsche, Interessen und Vorteile der Gemeinschaft aller Deutschen unterzuordnen. Dieser Wille und diese Bereitschaft sind die weiten Grenzen, die den Umfang des nationalen ZusammenPlan einer Fünfmächtekonferenz zu einem brüsken Angriff auf Frankreich führen könnte. »Petit Parisien" meint hingegen, daß immerhin eine derartige Fühlungnahme von Nutzen sei. Selbst wenn die Rückkehr zu Besprechungen in engem Kreise sich als unmöglich Herausstellen sollte, würde eine Fühlungnahme zwischen den Leitern der französischen und der englischen Regierung und den Vertretern der Regierung der Vereinigten Staaten auf jeden Fall außerordentlich wünschenswert sein angesichts der jetzigen Lage im Fernen Osten und in Europa. Nur eine enge aufrichtige Zusammenarbeit der drei großen Demokratien könne die Katastrophen- gcfahr auf ein Mindestmaß beschränken. „Ternps" erklärt: Die französische Regierung werde keine Vertagung der Abrüstungskonferenz Vorschlägen. aber sich allen Bestrebungen anschliehen, die eine möglichst große Zahl von Stimmen auf ein vorläufiges Abkommen vereinigen könnten, falls die Verwirklichung weitergehendcr Wünsche sich als nicht möglich erweisen sollte. schlusses kennzeichnen. Nicht die Ausschließung der innerpolitischen Gegner vom Staat, sondern ihre Einbeziehung in den nationalen Staat, das ist das Ziel unserer Regierung." So die Worte Papens. Und nicht ohne feine Bedeutung für Sinn und Geholt dieses Wahlkampfes und die Entscheidung des 5. März hat der Reichskanzler Adolf Hitler mit dem untrüglichen Instinkt für «ymbolik, der ihm schon bei dem Aufbau seiner Bewegung Helfer war, die Potsdamer Garnison k i r ch e zur Stätte für den Zusammentritt des neuen Reichstags bestimmt, der damit den Charakter einer zweiten Nationalversammlung erhält. „Ueb immer Treu und Redlichkeit" mahnt das Glockenspiel der altpreußischen Kathedrale und erinnert mit seiner schlichten Weise daran, daß auch Preußen-Deutschlands Aufstieg ein mühsamer und dornenreicher Weg zur Hohe war, auf dem es auch Rüuichläge und Niederlagen gab. Aber der Geist eines Friedrich Wilhelm und eines Friedrich, die hier in der Garnisonkirche unter den ruhmreichen Mahnen der preußischen Armee ruhen, hatte ihr Volk mit einer Staatsgesinnung erfüllt, die auch in den schweren Tagen von Kolin und Kunersdorf nicht verzagte. Die Symbolik von Potsdam darf nicht mißverstanden werden. Keine „Verpreußung", wie empfindliche Gemüter in Süddeutschland fürchten mögen, soll von Potsdam ausgehen, vielmehr der Wille, von der Staatsauffaffung des großen Königs zu lernen, die die letzten Kräfte für das Wohlergehen der Nation, für Sauberkeit und Pflichttreue, für Recht und Gerechtigkeit, für Duldsamkeit und soziale Gesinnung in allen Zweigen des öffentlichen Lebens einfetzte, die nichts gab für Parteien und Parteiherrschaft, aber alles für Volk und Vaterland. Wenn Potsdam für ein solches Streben Symbol fein sott, bann, aber auch nur bann, wird sich am 5. März eine große Mehrheit bes deutschen Volkes freudig zu ihm bekennen können. Erneute Verschleppung der Abrüstung. Frankreich weicht aus. - Energischer Protest Deutschlands. Zusammenstoß mit Henderson. Genf, 3. März. (WTB.) 3m Houptausschuh der Abrüstungskonferenz kam es zu einer hoch- polittfchen Debatte, als der Ausschuß über die Frage zu entscheiden hatte, in welchem Verhältnis die Effektivbestände herabgesetzt werden sollen. Der Vertreter der Vereinigten Staaten erinnerte daran, daß der Hoover-Plan eine 30prozentige Herabsetzung vorgesehen hatte, was allerdings seiner ileber- zeugung nach noch nicht genügen werde. Paul- B o n c o u r erklärte, es sei ihm unmöglich, jetzt schon eine Antwort auf die Frage, in welchem Verhältnis die Effektivbestände herabgesetzt werden sollen, zu geben, diese Antwort hänge davon ab, ob und in welcher Weise den französischen Sicherheitsforderungen entsprochen würde. Zweitens müsse erst eine Klärung darüber vorliegen, was alles als E f f e k - tivbestände angesehen werden solle. Der französische Antrag, diese Frage zu vertagen, wurde mit 20 Stimmen gegen d i e Stimmen Deutschlands, Oesterreichs und ilngarnd angenommen. Der deutsche Vertreter Botschafter N a d o l n y wandte sich in einer sehr scharfen Erklärung gegen die erneute Verschleppung der Abrüstung; er empfinde eine lebhafte Enttäuschung darüber, daß man noch einmal eine wichtige Gelegenheit habe vorübergehen lassen, um endlich auf dieser Abrüstungskonferenz eine wirkliche Abrüstungsmaßnahme zu beschließen. Die Konferenz habe sich nach einjähriger Dauer nicht zu Maßnahmen entschließen können, die die RTelfrüftungen auch nur um einen einzigen Soldaten, eine einzige Kanone, einen einzigen Tank, ein einziges Schlachtschiff und ein einziges Militärflugzeug herabsehen würden. Nadolny erklärte: wenn ich in letzter Stunde gezwungen war, öfters in den prozedurmäßigen Ablauf der Konferenz einzugreisen, so habe ich es nicht getan, um eine rasche Fortsetzung der Arbeiten zu erschweren, sondern ich wollte lediglich der Konferenz die schweren Sorgen mittcilen, die die deutsche Delegation erfüllen, wenn sie sieht, daß d i e Konferenz ihre Aufgabe, die Rüstungen der wett herabzusehen, nicht zu erfüllen scheint. In großer Erregung erhob sich Henderson und lehnte in scharfem, fast grobem Ton die deutsche Auffassung ab. Er sei nicht in der Loge, die Erklärung Nadolnps mit Stillschweigen zu übergehen. Er wolle jetzt nicht die Frage berühren, auf welche Ursache die Vertagung der Konferenz im vorigen Jahre zurückzufüh - r e n fei. Keine Regierung habe jedoch das Recht, Steine auf die Konferenz zu werfen, ober onberen Regierungen Vorwürfe zu machen. Unter lebhafter Zustimmung Paul-Boncours erklärte Henberfon, die Weltpresse dürfe sich nicht von den Erklärungen Nadolnys beeinflussen lassen. Sie dürfe nicht verzweifeln und müsse vielmehr der Konferenz weiterhin zur Erreichung des großen Zieles behilflich fein. Der Rede Hendersons, die von dem Saal mit großer Spannung angehört wurde, folgte stürmischer Beifall. Nadolny erhob sich zu einer kurzen Erklärung, „dankte" Henderson für seine Worte und betonte, die Entscheidung über die Kriegsmaterialfrage würde hoffentlich nicht in gleicher Weise fristlos vertagt werden. Er gab der Hoffnung auf baldige weitgehende Ergebnisse der Abrüstungskonferenz Ausdruck. — Präsident Henderson hob darauf die Sitzung auf. DerVrandffistervan -erLübbe Die Ermittlungen der politischen Polizei. Berlin, 3. März. (WTB.) Der Leiter der politischen Polizei teilt als Ergebnis der Ermittlungen über den verhafteten van der Lübbe u. a. folgendes mit: Als einer der Brandstifter des Deutschen Reichstags wurde nod) am Abend der Brandstiftung am Tatort der hollärcküsche Staatsangehörige Marinus van der Lübbe verhaftet. Der Täter, der im Reicbstaqsaebäude selb st ergrif- fen wurüe, war nur mit einer Hose oekleidet, weil während des Brandes seine Oberkleider Feuer gefangen hatten und er sich ihrer entledigen muhte. Daß van der Lübbe in Verbindung mit der KPD. steht, steht außer Frage, van der Lübbe ist der Polizei als kom- munistischer Agitator bekannt. So wurde er 1931 von der Polizeiverwaltung Gronau i. W. festgenommen, weil er in diesem Ort Ansichtskarten kommunistischer Tendenz, die er von der Partei zum Vertrieb erhalten hatte, ohne die erforderliche polizeiliche Erlaubnis verkaufte. van der Lübbe war mit den kommunistischen Richtlinien über „Das Verhalten des Proletariers vor Gericht" durchaus vertraut, van der Lübbe ist hinsichtlich seiner eigenen Beteiligung in weitem Llmfang geständig. Inwieweit die bisherige Untersuchung begründete Verdachtsmomente hinsichtlich der Mitwirkung dritter Personen ergeben hat, kann im Interesse des schwebenden Verfahrens und der Rechtssicherheit zur Zeit nicht gesagt werden. Der Leiter der politischen Polizei gibt nunmehr die markantesten Photographien des van der Lübbe der Oeffentlichkeit bekannt mit dem Ersuchen an die Bevölkerung um Mitteilungen, wer den Täter bzw. seinen Umgang kennt. Gleichzeitig wird auf die ausgesetzte Belohnung in Höhe von 20 000 Reichsmark für zweckdienliche Mitteilungen durch den Herrn Polizeipräsidenten hingewiesen. Maßnahmen gegen -ie Kommunisten in Hessen. Darmstadt, 3. März. (Lpd.) Am Donnerstag wurde auf Wunsch des Innenministers und im Einverständnis mit dem Landtagspräsidenten von der Polizei eine Durchsuchung des Landtagsgebäudes, insbesondere des kommunistischen F r a k t i o n s z i m m e r s vorgenommen. Eine erste Durchsuchung des aufgefundenen Materials ergab nichts Belastendes, doch ist das Material vorsorglich von der Polizei beschlagnahmt worden. — In Mainz wurden von der Kriminalpolizei in den Wohnungen kommunistischer Funktionäre, in den kommunistischen Derkehrslokalen und besonders in der kommunistischen -Zentrale in der Rochusstrahe Haussuchungen vorgenommen, bei denen umfangreiches Material, Flug- und Propagandaschriften und Drucksachen beschlagnahmt wurden. Waffen wurden nicht vorgefunoen. Zwei Kommunisten wurden verhaftet, kommunistische Parteinsahnen eingezogen und beschlagnahmt. In der vergangenen Rächt wurden aus dem feuerfesten Gebäude bei den Kalkbrüchen in Mainz-Dudenheim drei bis vier Zentner Spreng st off, darunter zwei Zent- Landschaft an der Haardt. 'Bon Lina Staab. Der frühe Winter ist nicht die Zeit, an der Haardt zu wandern, in den kurzen und lichtlosen Tagen ziehen sich die Berge in sich selbst zurück. Aber nach Weihnachten beginnt die Zeit eines starken, hellen Lichtes. Dann haben die Konturen jener Mauer, die die Ebene wie ein mächtiger Wall abschließt, eine herbe und zugleich fröhliche Klarheit, sie behaupten sich mit federnden Linien, mit großzügigem Schwung und mit kindlicher, in sich ruhender Anmut gegen einen gelblichen Himmel. Ein paar Wochen lang nehmen sie das lockere Braun und Grün des Vor- ftühlings voraus, dann fällt noch einmal Schnee, und dann muß man an einem sonnigen Tag am Haardtrand entlang wandern. Vielleicht jenen Weg, der von Neustadt über viele Berge und durch wenige Täler nach Bad Dürkheim führt, ein Weg, der so unmerklich und anmutig den Wellenlinien dieses langgestreckten Bergkammes folgt, daß er den Schritt tänzerisch beschwingt. Die Wingerte sind weiß mit vielen braunen Strichen nackter Reben, ein wirres Kindergekritzel. Dann bringt ein Dorf am halben Hang ein paar Farbflecke ins Bild, Pastelltöne nur, leicht zu verwischen. Gleich danach steigt der Weg steil an. Drunten liegt, flach hinausgedehnt, die Ebene, nicht mehr bunt und lustig vom Ornament ihrer Felder und Straßen, kreisend um die vielen farbigen Flecke der Dörfer, weiß nur und braun, fremder und größer und kaum die Linie des Horizonts preisgebend, lieber der Ebene flimmert der Himmel noch ungewiß, aber über dem Walde flammt er in so gläsernder klarer Bläue, wie er im Frühsommer über Toscana steht. Die nächste Wegbiegung noch, und die weite Ebene liegt hinter einem, als sei sie nie gewesen. Der Wald ist voll einsamer Größe und Stille, schweigsam und abgewendet. Tiefe Schluchten sind eingeschnitten, und dahinter Berge, Berge, immer wieder Berge, fast unheimlich quellend, als erstünden jetzt noch immer neue Kuppen, als bedrohten sie einen, hier, wo keine Menschen mehr sind. Aber nicht einmal das wollen fle: tm leichten Dunst scheinen sie zurückzufliehen, mer weiter, sie lassen jeden allein, unheimlich allein... Das ist der unendliche und unerschöpfliche Reiz dieser Landschaft, daß Anmut und Größe, offene Heiterkeit und verschlossener Ernst nebeneinander ner Donarit, gestohlen. Die Täter sind bis jetzt noch nicht ermittelt. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft weilen noch am Tatort. SchwereKommunistenschießerei inKöln Köln, 3. März. (TU.) Heute abend gegen 20 Uhr kam es in Köln in der Elsaß-Strahe zu einem schweren politischen Zusammenstoß. Ein Zug N a» tionalsozialisten, begleitet von einem Po- lizeimannschastswagen, durchzog diese Straße, die in einem der besten Wohnviertel der Innenstadt liegt, aber von vielen Kommuni st en bewohnt wird. In der Straße herrschte zuerst eine auffallende Ruhe. Doch wurde plötzlich, wie ein Augenzeuge berichtet, aus den Häusern und von den Dächern herunter mit Pistolen, Maschinenpistolen und schweren Schußwaffen a u f den Zug geschossen. Auch sollen Handgranaten geworfen worden sein. Die Polizei leuchtete die Dächer ab und konnte die Schützen im Anschlag sehen. Sie eröffnete sofort das Feuer und wurde nach kurzer Zeit durch ein starkes Polizeiaufgebot, das nunmehr auch mit schweren Waffen ein- ariff, verstärkt. Nach längerem Schießen trat soweit Ruhe ein, daß die Polizei an die Durchsuchung der Hauser gehen konnte. In einem Umkreis von etwa fünfzehn Straßen wurde der ganze Verkehr ab gesperrt. Die aus den angrenzenden Altstadtvierteln in das betreffende Gebiet einmündenden Straßen sind mit Schutzpolizei besonders stark besetzt. * In Köln kam es zu einer Schiehereizwi- schen Kommunisten und Angehörigen eines katholischen Verbandes. Dabei wurde ein Angehöriger des Katholischen Verbandes durch Halsschuh getötet, ein Kommunist verlor durch Brustschutz sein Leben. Zwei weitere Kommunisten wurden schwer verletzt. • In Düsseldorf wurde ein Zug Äational- sozialisten aus Dachlucken und Kellerfenstern beschossen. Hierbei wurde der Rationalsozialift Iulius Hoffmann durch Herz- schutz tätlich getroffen. Eine Zivilperson. Friedrich Marquardt, ist durch Querschläger erschossen worden. Eine weitere Person wurde schwerverletzt. Ein starkes Polizeiaufgebot nahm die Durchsuchung des Häuserblockes vor. Berliner Versammlung des Jung- deutschen Ordens polizeilich aufgelöst. Berlin, 3. März. (ERB.) Der Iung - deutsche Orden veranstaltete heute abend eine Versammlung, in der der Hochmeister Arthur M a h r a u n über die Aufgabe der durch den Iungdeutschen Orden vertretenen »nationalen Opposition" und über den vor einigen Wochen herausgegebenen „großen Plan" des jungdeutschen Sofortprogramms zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit sprach, der vor allem die Besiedlung einer Million Bauernstellen ^um Gegenstand hat. Als der Redner eine Bemerkung machte, in der der überwachende Polizeibeamte eine Verhöhnung der Regierungspolitik erblickte, wurde die Versammlung aufgelöst. Unter Tumult und Pfuirufen gingen die Teilnehmer auseinander. Kleine politische Nachrichten. Wie amtlich mitgeteilt wird, hält die Reichsregie, rung die Kürzung der Tariflöhne, wie sie letzthin mehrfach vorgenommen oder verlangt worden ist. wirtschaftlich für unfrucht- bar. Das Kabinett wird sich am Dienstag mit dieser Frage beschäftigen. i * Der Leiter der am 1. April d. I. aufzulösenden Reichsforschungsstelle für landwirtschaftliches Marktwesen Dr. Fritz Baade ist mit sofortiger Wirkung.beurlaubt worden. Gleichzeitig ist seine Bestellung zum Reichskommissar bei der Deutschen Getreidehandelsgesellschaft widerrufen worden. Baade gehört der SPD. an. * Der Reichstagsabgeordnete Thälmann, der Vorsitzende des Zentralkomitees der KPD., ist Freitagnachmittag inCharlottenburgver- haftet worden. Die thüringische SPD.- Presse hat als Auflagenachricht die Rede des wohnen und daß sie uns darum immer aufnimmt, wie wir auch zu ihr kommen mögen. Das macht sie mütterlich und reif: hinter ihrem Ernst ist ein Lächeln bereit, ihre Heiterkeit feat in der liefe einen dunklen Ton. So spiegelt sie in ihrer Haltung die Geschichte dieses Landes, der vielen Kriege, die immer wieder seine Fluren verwüsteten und seine Städte und Dörfer zum Himmel flammen ließen, der friedlichen Jahrzehnte, die getrost wieder neu aufbauten für eine ebenso ungewisse Zukunft. Hübsch und anheimelnd sind die Forsthäuser am Haardtrand. Es gibt noch ein paar alte aus der Zeit, da das Geschlecht der Leininger Grasen, das reich und großzügig und lebensfroh war, feine Jagden hielt. Es gibt Forsthäuser mit kleinen Freitreppen und verwitterten Barockfiguren, mit steinernen Schilderhäuschen auf einem kleinen Hügel. Die Wirtsstuben in diesen Forsthäusern sind sich alle ähnlich: niedrig und ein wenig verräuchert, an der einen Wand aus» Ke Tiere, ein bißchen verstaubt und zerrupft. tzblaue Spiegel auf dem Häherflügel ist blind geworden, der Bussard sieht ein wenig kahl und kläglich aus, der Fuchs hat Haare lassen müssen und hebt ein bißchen unentschlossen die Pfote, und der Eberkopf übertreibt den grimmigen Ausdruck. Am frühen Nachmittag find selbst die Nordhänge der Wälder nur noch nachlässig gepudert, und wo die Berge nach Süden abfallen, rauscht schon der volle grüne Strom der Kiefernwipfel in die Täler, als sei er nicht mehr zu bändigen. Er wird bald alles Grün, das noch zögert, mit sich reißen: schon liegt über den Hängen, die mit niedrigen Kastanien bestanden sind, der zarte lila Duft, den die Kastanienwälder nur einmal im Jahre haben, wenn die rötlichen Reiser zu glänzen beginnen, und manchmal, wenn man aufsieht, steht der Himmel schon hinter lauter Knospenzweigen. Hie und da öffnet sich jetzt der Weg und aibt einen schmalen Ausblick in die Rheinebene frei. Das ferne Bild ist verschleiert und verschwindet rasch, um lockender an der nächsten Lichtung wieder zu kehren. Dann tritt man aus dem Wald heraus und hat, aetrenni durch einen Taleinschnitt, die Klosterruine Limburg vor sich. Konrad II. verwandelte sie, die Stammburg der salischen Frankenherzöge, in ein Kloster, nachdem sein Sohn auf einer Iagd sich zu Tode gestürzt hatte. Am gleichen Morgen ritt der Kaiser nach Speyer und legte den Grundstein zum Dom. Mit den Augen kann man den Weg, den er ritt, zurücklegen durch die schimmernde Ebene, bis dort hin, wo am Horizont, schwimmend und undeutlich, der Kaiserdom im letzten Licht dieses Tages sichtbar wird. — Hier, von Süden gesehen, offenbart D e Ruine nicht die stolze, einsame Gröhe, die ihr noch im Verfall geblieben ist und die man am stärksten erlebt, wenn man zwischen den mächtigen Säulenresten der Basilika hindurch nach dem Chor hinsieht. Ieht liegt sie ohne räumliche Tiefe vor uns, halb ausgewischt vom Schnee, ein alter Stich auf einem vergilbten Blatt. Durch Wingerte — sie reichen überall an der Haardt bis hinauf zum Waldrand — geht man eine halbe Wegstunde bis zu dem Dörfchen Seebach, dessen Klosterruine stiller, versteckter, aber kaum weniger schön ist als die der Limburg. Einst hat das Kloster adelige und durch Gelehrtheit berühmte Rönnen beherbergt. Lieber der Vierung des Kreuzbaues erhebt sich noch die vieleckige Kuppel mit den Blendarkaden, aus den zerbrochenen Fenstern des Seitenschiffes quillt der Efeu in wuchernden Ornamenten, drängend, verschlungen, wie die frühe Gotik sie um Kapitelle und Kreuzstäbe legte. Sie sind vergangen, überwuchert von dem Llrbild, aus dem sie einst hervorgingen. Wie am Anfang führt der Weg wieder durch das wirre Kindergekritzel der Rebzeilen. Alle Wege an der Haardt beginnen und endigen so. Hinter uns die bläuliche Schneedämmerung, vor uns, vereinzelt wie frühe Sterne, die ersten Lich» ttter von Bad Dürkheim, diesem freundlichen Städtchen, das in seiner Haltung so entzückend zwischen Winzerdorf und Kurort schwankt. Hier, wo der Wald durch ein paar steile Stratzen fast bis in die Stadt hineinwächst, ist es leicht, einen Tag aus Schnee und Sonne zu Ende zu bringen, irgendwo auszuruhen und hinter halbgeschlossenen Lidern die Bilder noch einmal erstehen zu lassen, ein wenig nachgedunkelt, weil sie durch unsere Augen gingen, aber hell genug, das Lächeln dieser Landschaft für immer zu bewahren. Oer staatsgefährliche Druckfehler. Gin Bespiel für die schwierigen Aufgaben, die des japanischen Sehers beim Druck englischer Texte harren, bietet eine Geschichte, die aus Tokio berichtet wird. Ein Schriftsteller veröffentlichte hier eine englisch geschriebene Schrift mit dem Titel »Die gegenwärtige Lage der Erziehung in 3a* Reichskanzlers Adolf Hitler im Berliner Sportpalast erhalten und muß diese Rede am Samstag unter der Lieberschrift „Rede des Reichskanzlers über den Marxismus" abdrucken. * Im Gebäude des Vorwärtsverlages und int Haufe des deutschen Metallarbeiterverbandes fand eine Durchsuchung nach verbotenen Schriften statt. Lieber das Ergebnis kann noch nichts gesagt werden, da die Durchsuchung noch im Gange ist. Im Zusammenhang mit der polizeilichen Aktion ist der Chefredakteur des „Vorwärts", Viktor Schiff, zur Vernehmung in das Polizeipräsidium eingeliefert worden. Gleichzeitig fand auch eine Durchsuchung seiner Wohnung statt. Der Erste Strafsenat des Kammergerichtes verurteilte den früheren Studienrat Fritz Arndt wegen vollendeten Verrates militärischer Geheimnisse zugunsten Polens zu fünf Iahren Zuchthaus und 10 Iahren Ehrverlust und Zulässigkeit der Stellung unter Polizeiaufsicht. Der Verurteilte hatte den polnischen Behörden im deutschen Abwehrdienst beschäftigte Personen namhaft gemacht. * Auf feiner Rückreise von Genf hat der litauische Außenminister Z a u n i u s sich in Berlin aufgehalten und dem Reichsaußenminister Freiherrn v. Neurath seinen Besuch abgestattet. ♦ Der Gouverneur des Staates Reuhork, der fast die ganze Rächt mit dem Gouverneur der Bundesreservebank konferierte, hat für den ganzen Staat Neuyork ein Bankmoratorium b is zum 6. März angeordnet. Man nimmt an, daß die Reuyorker Effektenbörse und die anderen Märkte betroffen werden. Aus Tokio wird mitgeteilt, daß die Stadt Iehol von den Japanern eingenommen worden sei. Aus aller Welt. vereitelter Sabotageakt. In dem Betriebe der Deutschen Mineraldl- AG. (Seurag) in Mihburg (Hannover) ist ein Sabotageakt . größeren Limfanges verübt worden. Linbekannte Täter haben an drei Benzintanks von je 500 Kubikmeter Inhalt sämtliche Ventile geöffnet und die äußerst gefährliche Flüssigkeit auslaufen lassen. Der Anschlag wurde rechtzeitig bemerkt, so daß nur 200 Tonnen verloren gegangen sind. Durch Abpumpen und Ableiten der Flüssigkeit ist jetzt jede Gefahr einer Explosion beseitigt. Im übrigen sind weitgehende Sicherheitsmaßnahmen für die Zukunft getroffen. Raubmord an einem Geldbriefträger in Thorn. In Thorn ist ein Geldbriefträger ermordet und beraubt worden. Der Mörder, der von auswärts zugereist war und sich bei einer Witwe eingemietet hatte, soll Müller heißen. Er hatte an sich selbst einen Betrag von 5 Zloty abgesandt. Als ihm der Briefträger das Geld brachte, wurde er von dem Verbrecher erdolcht. Dem Mörder sind 3500 Zloty in die Hände gefallen. Grohfeuer in Königshofen (Thüringen). Auf dem großen Doppelgut des Landwirts Sachse in Königshofen bei Eisenberg (Thur.) entstand ein Großfeuer, dem die Scheunen, die Wirtschaftsgebäude und Stallungen mit großen Ernte- und Futteroorräten, sowie vielen landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten zum Opfer fielen. Der Schaden wird auf 80 000 Mark geschätzt. Da das Feuer gleichzeitig an drei Stetten ausgebrochen war, vermutet man eine Brandstiftung mit politischen Hintergründen, da sich der Gutsbesitzer als Reder im Junglandbund stets als über* | zeugter Gegner des Bolschewismus erwiesen hat. Aus der proviuzialhaupistadt. Bannwald. Von Reinhold Braun. Der alte Förster und ich schritten vom Kamm des Gebirges hernieder dem Walde zu. Bald umfing uns das groteske Gebild des sogenannten „Bannwaldes". Das ist ein Stück Baumwall, der dem großen, domhaften Walde vorgelagert ist. Dieser Bannwald empfängt als Erster den vom Kamm herniederbrechenden Sturm. In ihm krallt dieser sich ein mit seinen gigantischen Fäusten: gegen ihn dröhnt und prescht er feine Wildwetter- Schwaden, Hagel, Schnee und Regen. Was im Sturme steht, wächst langsam, aber gut und kümmert sich wenig um das Aeuhere. Die Schönheit braucht Ruhe. Dazu steht dieser Daumwall hier, daß die Schönheit und das Gute und der Friede in dem großen Walde dahinten gedeihen können. Da standen die Bannwald-Tannen, in ihren Moospelzen und grünsilbrigen Flechtengehänge mit zerrissenen Flanken und ausgewirbelten Kronen: jede Tanne das Sinnbild herrlicher Eigenwilligkeit und Einmaligkeit, eine stille, starke Sturmkameradschaft! Keine glich der andern, und d«h fügten sie sich dienend, opfernd zu einem sinnvollen Ganzen zusammen. „Haltet mich nicht für närrisch", sprach der alte Grünrock, „ich kann's nimmer lassen: wenn ich hier durchkomme, dann muß ich immer dieser und jener Tanne gut tun. Dann bin ich halt so zärtlich, wie wenn ich meiner Alten daheim übers Gesicht streiche!" Lind wirklich: So tat er denn auch. In seiner Gebärde, die dem alten Knorren von Forstmann seltsam anstand, lag es wie Andacht und Dank. Selten habe ich so tief, ja ich möchte sagen erschütternd, die Harmonie zwischen einem Menschen und der ihn umgebenden Ratur empfunden wie damals. Im Bannwald die echte Bannwald- Ratur dieses Försters! Da mußte ich an die Zeit und ihre über» stürmten Menschen denken und an die Rotwendigkeit recht vieler Bannwald-Raturen in unseren Tagen! Biele können es bis zum letzten Atemzuge fein. Die andern aber, die es bis zu dem Zeitpunkte waren, da ihre Kräfte es nicht mehr hergaben, denen sei ein geschütztes Plätzlein „im großen Walde" gegönnt! Die Welt des deutschen Bannwaldes, Iung- holz und Altholz, in schöner Einträchtigkeit! So muh es sein! Anders schaffen wir es nicht! Wir wollen nicht nur immer und allein nach, der Iugend hin unseres Daseins Gewicht legen! Rur die Gemeinsamkeit junger und alter Schultern wird's zwingen! Lind sinnvoll wird der Kamps und der Sieg sein! Lind darin liegt's: Aus jedem Sturms etwas lernen und mit jedem immer noch zäher und demütiger werden! Die echten Bannwald-Raturen aber sind die. die nicht viele Worte machen, sondern die wissen, daß die stille Tat auch auf scheinbar verlorenem Posten alles ist! Die Hauptsache bleibt: Fest- ftehen, kämpfen, solange die Kräfte reichen, dienend sich vor das Ganze oder einen bestimmten Lebenskreis stellen! Lind in allem Zer stürm t- werden ein Sinnbild der Treue und der Hoffnung bleiben! Bannwald-Raturen: Auf die innerste Kraft kommt es schließlich an, auf die Echtheit und Reinheit der Gesinnung! Lind der letzte Winkel unseres deutschen Lebens bedarf solcher Ra- turen! Keiner dünke sich zu gering! Ieder kann es werden, der ein liebendes, gläubiges, tapferes Herz hat! Wir wollen einander dazu helfen und erziehen! Kein Aushang her Wahlergebnisse. Wie uns vom Polizeiamt Gießen mitgeteilt wird, ist für den morgigen Wahltag in der gleichen Weise wie bei früheren Wahlen dieBekanntgabeder Wahlergebnisse durch Aushang an den Verlagsgebäuden der Zeitungen polizeilich verboten. pan". An einer Stelle hatte nun der Verfasser ausgeführt: „Im Oktober 1932 erklärte die ganze medizinische Fakultät der Liniversität in Tokio, daß sie in Streik träte, um dadurch die Wiedereinsetzung ihres Dekans, Dr. Rukada, der 5um Rücktritt gezwungen wurde, durchzusetzen. Bei dieser Gelegenheit entnahmen 700 medizinische Studenten Blut aus ihrem Zeigefinger (engl. fore- finger) und unterzeichneten mit dem Blut einen feierlichen Eid, daß sie nicht zu ihren Studien zurückkehren würden, bis ihr Dekan ihnen zurück- gegeben sei." Der Verfasser las die Korrekturen seiner Schrift sechsmal. Das ist die Mindestzahl, die in Iapan gefordert wird, wenn Irrtümer in einem englischen Text vermieden werden sollen. Dann gab er die Genehmigung zum Druck und wiegte sich in der Gewißheit, daß der Text nun ohne einen Druckfehler erscheinen würde. Aber leider harrte seiner eine schlimme Enttäuschung. Als die Schrift, schön gebunden, erschienen war und in zahreichen Exemplaren an japanische Pädagogen sowie an Fachzeitschriften in England und Amerika versandt wurde, da wurde die Aufmerksamkeit des Autors auf die peinliche Tatsache gelenkt, daß statt des Wortes „forefinger“ „foreigner" (Ausländer) zu lesen war. Rach dem Text, wie er dastand, hatten also die japanischen Studenten ihren Eid mit dem Blut von Ausländern unterzeichnet. Dem Verfasser lief es eiskalt übet den Rücken, als er sich die möglichen diplomatischen Folgen vergegenwärtigte. Vielleicht würde man den Iapanern den Vorwurf machen, daß sie Fremde schlachteten, um mit ihrem Blut Eide zu unterzeichnen? Voller Entsetzen stürzte er zu dem Drucker, um ihn zur Rede zu stellen. Dieser erklärte, er habe sehr wohl gesehen, daß das Wort „torefinger" geschrieben war, aber da er nicht wußte, was das fei, habe er geglaubt, der Autor meine „toreigner", ein Wort, das dem Setzer sehr geläufig war: so hatte er also ganz bewußt die unheilvolle „Verböserung" vorgenoiri- men. Der Verfasser liefe sich von ihm eine schriftliche Erklärung geben, daß ein Irrtum und em Druckfehler vorliege und hat sich nun an alle. ausländischen Stellen, die das Buch erhielten, mit der Erklärung gewandt, dafe die Feindschaft gegen Ausländer in Iapan noch keineswegs die Höhe erreicht habe, wie dies aus dem Druckfehler geschlossen werden könnte. i°g Ml Md" । «bereits im Ä M ist sru M man dem stige in den M & MchNM Sine neueS ernoihllfe aenehMM 1 Zitllvoch. 8-W' it Mgcrschast 31 gemacht und F,ch versprech' janmlung sott Anden in un|c jagüfri Ser .Hubert -r Jäger, St habend den b in Hochgrec allen Wale vor ib Gästen sprach Wt, dah er $1 .m der Decke 2 nscsmal der 3äi ,!jttnem Ohr die Orige Lippen Ue wiederjugc übern Heulen i M des Nr Letfyenne bis z> !ter Wälder, des -uzende, wie der Htig nachahmen litte sich ihre N Möglichen. 2c :,tner Jagderle xnbung erlaufe W Tortrag zi Mde in gleiche Sie Mitglieder! berichtet - isuch statt. Zur sende dem Ian; ütgliebe Eberhai Sorte des Geben! ■3 ritterlichen Q sicher Schule. ( JÖe, toie um d suchen Gebräu 3. Ebenso herzl m aus der Höf Förster Sche' ton, der gerade Retteten war toatbeit für das ■M Bekanntgo Maufnahmen un $r Pascoe dc 11 auf gründliche g junger Mitgl L&J *■ lyie Mh W1 M Aufruf zum Schutz des Ms in Seifen! cen in unfw iföti, 3uny | chtigkit! So | 10 billige Kindertage LKkSßMgN IBfXa nur 2O/s Z7/30 Gießen, Neustadt IOK» A der der ab» Lackoeeetx-Stlefel rrrtt farbigem Etneots Ergebnisse. milgeteilf wird, I gleichen ®ei|t intgade der Hang on bin j polizeilich UckipangtRichua mH hübsch. Repilleereleruug 3.65 Mahlzeit von 9-18 Uhr! Es fei nochmals darauf hingewiesen, daß in Stadt Gießen zur Reichstagswahl nur in Zeit von9bis18Uhr(6 Uhr nachmittags) imzuge fein. ” Zeitpunkts 9t hergaben, .un grvhen >ir es nichil i allein nach, ktoidit legen! ) alter Schul- vH Ivird der darin liegt'-: md mit jedem tverden! iber lind die, rn die willen, ir verlorenem bleibt: Fest- reichen, die« n bestimmt«»' n ^erstürmt« nd der Hoss« nerste Krall Echtheit und : letzte Dinkel solcher Aa- |! Jeder kann ubiges, tapse« er dazu helsm 18/16 1.75 braun Boxcalf Spangen und Schnür, auch tn scheuer» u. Lackleder. •> Af randgenäht.......23,28 schwarzer Schulstiefel aus kräftigem » ir «• Rindbox . . 81/X> leJv 27/30 «.Cd braun Boxcalf Spangenschuh auch tn schwarz u. Lackleder ™d.°.e.,‘i.h,a» 4.90 „«4.50 .üger er, td?einct Ährchen. St b Hlotz £ dcw Beld ^ndolchi. ' Sande g„ Ingen), ' ,K>ndwird iput.) ent* Neunen, bk .E großen l6n lanbmirt. f >r fit. Qrt WNl lenausgebro. 'dstiilung 1 der Tutsbe. eis als über. I 'lviesen hat. 2>neral8L L S * c gefährliche ^Q9 wurde jnnen der. m. und Alb KL ^isehende " Wfen. ">rh°rn. Tel. 2169 GIESSEN Seltersweg 87 l 527 A der Verfallet [arte die gan>« i fität in Tokio, ; ch die Dicde> ' !ada, der .W : ' chiztnische 6 b- irr sengl. Ion- em Aut em- ihren 6t* I n ihnen Mu i £ Mindestzah, I n Irrtümer n werden fou^ Druö uir> derE' würde 2lbck 8 Snttäufchunl- I erschienen wc- Alch-^ i in ®nflg| mrde die Ä» , nliche Taif^ »ioreMl >at. Äach ^ ] die japanM llut von fser sS SK ie er ° geM- jng eiiu vonLur, ein ßs -X-t: ’ur Beschaffung von Werkzeugen, Materialien und Geräten für den Freiwilligen Arbeitsdienst empfiehlt sein großes Lager und bittet um gefällige Anfragen Edgar Borrmann - Eisenhandlung ** Die Winter-Abschluhbefichti- gung unserer Garnison findet in der Zeit vom 14. bis 17. März in der Gegend nördlich von Alten-Buseck statt. Am 14. und 15. März wird der Regimentskommandeur Oberst Kienitz der Besichtigung beiwohnen. •* Jugendherbergen und freiwilliger Arbeitsdienst. Man schreibt uns: Die Verknüpfung dieser beiden Begriffe erscheint neu. Doch bestehen bereits an manchen Orten Beziehungen zwischen beiden, Ueber die Aufgaben, Die den deutschen Jugendherbergen, deren Grundsatz cs ist, der Jugend zu dienen, im Rahmen des freiwilligen Arbeitsdienstes erwachsen, wird der Leiter des Arbeitsamtes Frankfurt, Dr. Frey, bei der Hauptversammlung der Gießener Ortsgruppe für Deutsche Jugendherbergen sprechen. Der Dortragende ist aus der Zeit seiner Bürgermeistertätigkeit in Gießen gut bekannt. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen. " Kohlenoxydgas-Vergiftung. Im Hause des Ehepaares Wilhelm Volk in Annerod ereignete sich in der vergangenen Rächt ein Unglücksfall, der leicht schwerwiegende Folgen haben konnte. Das noch junge Ehepaar hatte gestern abend den Räucherkamin in Betrieb gesetzt. Der Kamin führt durch das Schlafzimmer der Gatten und schien nicht ganz dicht zu sein. Während der Rächt strömten jedenfalls nicht unbeträchtliche Mengen Kohlenoxydgas aus, die zum Teil von den Schlafenden eingeatmct wurden. Heute morgen mußte sofort der Arzt gerufen werden, der Kohlenoxydgas-Dergiftung fest- stellte. Die Verunglückten wurden sofort durch die Gießener Freiwillige Sanitätskolonne nach der Medizinischen Klinik verbracht. Das Befinden der Eheleute ist den Umständen entsprechend befriedigend. Man hofft, beide am Leben erhalten zu können. Auerhenne bis zum Kampfruf des Königs unserer Wälder, des edlen Hirsches, zeigte der Vortragende, wie der Lock- und Reizjäger diese Laute richtig nachahmen kann, um durch Anlocken der Tiere sich ihre Beobachtung oder ihr Erlegen zu ermöglichen. Da diese Wiedergaben an Hand eigener Jagderlebnisse in ihrer praktischen Anwendung erläutert wurden, gestaltete sich der ganze Vortrag zu einem für Jäger wie Raturfreunde in gleicher Weife interessanten Erlebnis. Die Mitgliederversammlung fand — wie man uns berichtet — am Mittwoch bei sehr gutem besuch statt. Zur Eröffnung widmete der 1. Vor- Utzcndc dem langjährigen, kürzlich verstorbenen Mitglied« Eberhard Graf B e r n st o r f f herzliche Worte des Gedenkens und umriß den Lebenslauf des ritterlichen Weidmannes aus alter hannöverscher Schule. Seine Verdienste um die Jagd- kundc, wie um die Zucht und Prüfung eines dcu.^chen Gebrauchshunds würden unvergessen sein. Ebenso herzlich waren die Gedenkworte, die dem aus der Höhe des Lebens hinweggerafften Oberförster Schede der Oberförsterei Krofdorf galten, der gerade in den Kreis des „Hubertus" «ngetreten war und von dem man wertvolle Mitarbeit für das Weidwerk erwartet hatte. Rach Bekanntgabe einer größeren Zahl von Neuaufnahmen und Reuanmeldungen entwickelte Herr Pascoe bann die Pläne des Vorstandes, die auf gründliche theoretische und praktische Schulung junger Mitglieder und die Fortbildung älterer Jäger {nruielen. Rach angeregter Aussprache ergab sich, daß im kommenden Sommer voraussichtlich die verschiedensten Gebiete des Jagdwesen- in dieser Weise eine Bearbeitung finden werden. Der Vorstand wurde mit der Ausarbeitung des Planes beauftragt. Studienrat Hölzel sprach dann über die Praxis der Krähenbekämpfung und führte eine Wieselfalle mit Erläuterung ihres Gebrauches vor. Dr. Fischer vom Forstzoologischen Institut nahm das Thema wieder auf, das vor einem 2ahr Gegenstand einer eingehenden Erörterung im gleichen Kreis gewesen war: „Die Abhängigkeit des Schnepfenzuges von der Wetterlage". Wenn man in Ungarn auf Grund langer Beobachtungen erkannt hat, daß eine ganz bestimmte Wetterlage den Schnepfenzug auslöst, so ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß ähnliche Abhängigkeiten auch für den unsere Gegenden berührenden Zug in Frage kommen. Die Rach- prüfuna hat nicht nur für den Jäger gewisse praktische Folgen, sondern auch die Ornithologie würde durch unter Umständen der Frage nach der Klärung mancher Erscheinungen des Vogelzuges näherkommen. Zur Beobachtung des Schnepfenzuges ist aber niemand besser in der Lage, wie die deutsche Jägerei. So hatten sich schon im Vorjahr zahlreiche Jäger, auch hier in Gießen, in den Dienst der Sache gestellt und regelmäßig Beobachtungen gemacht und ausgezeichnet. Das vorjährige Ergebnis, das auf Grund des eingegangenen Materials Dr. F i - scher feststellen konnte, deckt sich tatsächlich mit den ungarischen und österreichischen Beobachtungen. Die Bitte des Vortragenden und des durch ihn vertretenen Forstzoologischen Institutes ging dahin, daß die Beobachtungen auch in diesem Die Zoologische Abteilung des Forstinstitutes der Universität Gießen hat auf Anregung des Grafen Georg Friedrich zu Solms-Laubach Wiedereinbürgerungsversuche des Uhus im Vogelsberg begonnen und mit ihrer Durchführung Herrn Dr. Karl Rudolf Fischer betraut. Die zur Aussetzung erforder- lichen Paare sind unter großen Mühen und Aufwand von Mitteln aus den Elchgebieten Ostpreußens bezogen worden. Das Hessische Ministerium (FMD.) hat den Einbürgerungsversuch genehmigt und ihn auf Antrag der forstzoologischen Abteilung unter das neue Raturschutzgesetz gestellt. Die aus Grund dieses Gesetzes erlassene Bekanntmachung zum Schutze von Tier- und Pflanzenarten vom 11. Mai 1932 hat bereits den Uhu aus der Kategorie der ungeschützten Raubvogelarten herausgezogen und ihm damit den gesetzlichen Schuh zugebilligt. Uhutötung ist demnach im gesamten Gebiet des Volksstaates Hessen das ganze Jahr über strafbar, ebenso die den Uhubestand gefährdende Verwendung von Habichtskörben und Pfahleisen. Weiterhin ist da« Freihalten, der Verkauf und Erwerb von in Hessen aufgefunbenen, gefangenen oder erlegten Uhus strafbar. Desgleichen find alle gewerbsmäßig, wie nicht gewerbsmäßig tätigen Präparatoren und Ausstopfer gesetzlich verpflichtet, bei Uebernahme von Aufträgen sich einen Ausweis über die rechtmäßige Herkunft der geschützten Tiere aushändigen zu lassen. Die gewerbsmäßig Tätigen lz. 2. auch Raturalienhänd- ler) haben außerdem ein Verzeichnis zu führen, das Hamen, Wohnort und Wohnung des Einlieferers und Empfängers der Tiere usw., sowie den Zu- und Abgang unter Angabe der Stückzahl der einzelnen Tiere enthalten muß. Da das Beispiel auf der Schwäbischen Alb gezeigt hat, daß nur unter Mitwirkung aller Naturfreunde und Jäger, sowie aller dem Naturschutz von Amts wegen verpflichteten Behörden ein wirklicher Schutz des Uhu im Lande möglich ist, wenden sich die unterzeichneten Institute, Bereinigungen, Verbände und Gesellschaften durch diesen mit Beginn der Uhufreilassung im Vogelsberg zur Bekanntgabe gelangenden Aufruf an die gesamte Oeffentlichkeit mit der Die Friedberger Aufbauschule bleibt. WSR. Friedberg, 3. März. Die Stadt Friedberg hat in den letzten Monaten wiederholt Verhandlungen mit dem hessischen Staat um die Erhaltung der hiesigen Aufbau- schule geführt. Diese Verhandlungen sind jetzt mit dem Ergebnis zum Abschluß gekommen, daß die Aufbauschule Friedberg erhalten bleibt. Jahre fortgesetzt würden und daß das Material nach Beendigung der Zugzeit ihm wieder zur Auswertung überlassen würde. Zum Schluß behandelte der 1. Vorsitzende noch einige jagdrechtliche Fragen. Daten für Sonntag, 5. März. 1869: Kardinal-Erzbischof von München-Freising, Dr. Michael von Faulhaber, in Heidenfeld (Unter- fronten) geboren. Gießener Wochenmarktpreise. • ® i e 5 e n, 4. März. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter Pfund 1,10; Landbutter 1,00 bis 1,10; Kochbutter 80; Matte 20 bis 25; Wirsing (gelb) 10; Wirsing (grün) 20; Weißkraut 8 bis 10; Rotkraut 10 bis 12; gelbe Düben 10 bis 12; rote Rüben 10; Spinat 30; Unter-Kohlrabi 6 bis 8; Grünkohl 15 bis 20; Rosenkohl 30; Feldsalat 1,20 bis 1,50; Zwiebeln 10; Meerrettich 30 bis 50; Schwarzwurzeln 25 bis 30j Kartoffeln 3; Aepsel 18 bis 30; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 45; junge Hähne 70 bis 90; Suppenhühner 70 bis 80; Rüsse 40; Tauben Stück 40 bis 60; Käse 5 bis 10; Eier (inl.) 9; Blumenkohl 30 bis 60; Salat 25 bis 30; En- divien 10 bis 30; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 30; Radieschen Bund 25; Kartoffeln Zentner 2,50 Mk. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Vereinigung ehemaliger Angehöriger des Realgymnasiums Gießen: 19.30 Uhr, „Liebigshöhe", Familienabend. — Artillerie-Verein: 20.30 Uhr, »Hessischer Hof", Monatsversammlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Wolkenstürmer". — Astoria-Lichtspiele: „Der Schrei der Masse". gestimmt werden kann. Um 18 Uhr können nur noch die Wöhler zur Abstimmung zugelassen werden, die sich bereits im Wahlraum befinden. Dringend notwendig ist frühzeitige Stimmabgabe, wenn man dem erfahrungsgemäß größeren Andrange in den letzten Nachmittagsstunden entgehen will. Haussammlung der Winiernoihilfe. Eine neue Hausfamrnlung der Winter n o k h i l f e ist zur Durchführung während der Zeit vom 6. bis 18. März vom Kreis- amt genehmigt worden. Die Sammlung soll am Mittwoch, 8. März, begonnen werden. Die Gießener Bürgerschaft wird besonders darauf aufmerksam gemacht und gebeten, die Werber nicht vergeblich vorsprechen zu lassen. Der Betrag der Sammlung soll in vollem Ausmaß den Rot- leidenden in unserer Stadt zugute kommen. Zagdfragen im Hubertus. Der „5 über tu s", Verein weidgerechter Jäger, Sih Gießen, hatte für einen Vortragsabend den bekannten Jagdfchriftsteller Wilhelm Hochgreve gewonnen, der damit zum dritten Male vor zahlreichen Vereinsmitgliedern und Gästen sprach. Hatte der Vortragende früher gezeigt, daß er zu den bedeutendsten Uebermitt- lern der Werke Lönsschen Geistes gehörte, fo kam diesesmal der Jäger Hochgreve zu Wort, der mit offenem Ohr die Ratur belauscht und dem diese gelehrige Lippen gab, die Stimmen ihrer Geschöpfe wiederzugeben. Vom Locken der Schnepfe und dem Heulen des Taubers, vom Kullem und Zischen des Birkhahnes und dem Gocken der — TageSkalender für Sonntag. Stadttheater: 1830 bis 2030 Uhr: „Bargeld lacht". — Oberhessischer Kunstverein: TurmhauA am Brandplatz, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Liebe in Uniform". — Astoria-Lichtspiele: „Der Schrei der Masse". — Konzert des Bauerschen Gesangvereins. Am Samstag, 11. März, 20 Uhr, veranstaltet der Dauersche Gesangverein in der Reuen Aula der Universität sein diesjähriges Konzert unter Leitung von Universitäts-Musikdirektor Pros. Dr. Temesvary. Zum Vortrag gelangt eine Anzahl gediegener Männerchöre, darunter Kompositionen von Schubert. Als Solistin wurde Fräulein Ria Ginster (Sopran) gewonnen. Die Sängerin wird Lieder von Schubert. Schumann und Brahms zum Vortrag bringen. Die Veranstaltung dürfte eine große Anziehungskraft auf das 'mufiflicbcnbe Publikum unserer Stadt ausüben. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. — Der Evangelische Arbeiterverein hält am Montag im Dereinslokal eine Mitgliederversammlung ab, in der Verbandssekretär Lauser (Darmstadt) über die „Evangelische Arbeitervereinsbewegung und die brennenden Probleme der Zeit" sprechen wird. (Siehe heutige Anzeige.) — Kasperl-Tante Liesl im Casä Leib. Am nächsten Mittwoch wird die Kaspcrl- Tante Liesl, die man schon öfters im Rundfunk hören konnte, mit ihrem Kasperl-Theater wieder einmal in Gießen sein. Kasperl wird — wie 'man uns schreibt — ein Gastspiel geben, bei dem das Stück „Kasperl beim König Kiebitzei und was er dort erlebte" zur Aufführung kommen wird. Tante Liesl bringt diesmal wieder schöne Puppen mit und wird die kleinen und gvoßen Gäste sicherlich gut zu unterhalten wissen. Räheres wird aus der Anzeige am nächsten Montag ersichtlich sein. dringenden Bitte, an der Erhaltung des Uhu» mitjuarbeiten und für seinen weiteren Schuh in heften einzutreten. Hohe Schutzprämien stehen zur Verfügung für die- jentgen Jagdberechtigten, in deren Revier der Uhu in der Folgezeit mit Erfolg horsten wird, und für alle Naturfreunde, die eine Uebertretung der Uhu- schutzmaßnahmen zur Anzeige bringen und den ~äter der durch das Gesetz garantierten strengen Bestrafung zuführen helfen. Alle Forstämter, Kreis- ämter, Bürgermeistereien und Gendarmeriestationen ersuchen wir, diesem mühevollen Heimat- bk^Eicheru ngs versuch ihre erhöhte amtliche Aufmerksamkeit zuzuwenden. Darüber hinaus aber wendet sich die unterzeichnete, zum Zwecke des Uhuschutzes in Hessen zusammengeschlossene Interessengemeinschaft an ihre Mitglieder, an die hessische Presse und die gesamte Oeffentlichkeit mit der Bitte, an Schutz und Erhaltung des Uhus in Heften mit- zuhelfen, sowie auch an der wichtigen Äontrollarbeit fortlaufender Standortsmeldungen sich zu beteiligen. Zoologische Abteilung des Forstinstitutes der Uni- oerfität Gießen. Dr. Max Dingler, Universitätsprofessor. Allgemeiner deutscher Jagdschutzverein, Lanbesverein Hessen. Kutsch, Landesoorstand. Oberhessische Gesellschaft für Naturkunde, Naturw. Abteilung. Dr. B. Henneberg, Univ.-Pros. Hessischer Tierschutzverein, Sitz Darmstadt. Jung, Ministerialrat. Dogeischutzverein für Hessen, Sitz Darmstadt, Hesse, Landforstmeister. „Hubertus", Verein weidgerechter Jäger in Gießen. Pascoe, Ernst Holzel, Stud.-Rat. Vogelsberger Höhen Club, Gesamtvorstand. Dr. Bruchhäuser, Arzt. Hessischer Oberförsteroerband. Rausch, Forstmstr. Bezo. Lauterbach-Alsfeld des ADJD. Dr. Michel, Kreisdirektor, Dr. Zentgraf, Forstrat. Bezv. Butzbach des ADJV. Dr. Schäfer, Ober- Med.-Rat. Bezv. Lich des ADJV. H. O. Erbprinz Solms- ö t d). Bezirksoerein Nidda des ADJV. Prof. Hahn, Stud.-Rat. Kinderstielti scheuer» and braun . . . 20/22 Wählt alle! Die morgige Reichstagswahl ist für das deutsche Volk eine Schicksals wähl ersten Banges. Ls geht um Volk und Vaterland, um wohl und Wehe eines jeden Staatsbürgers. Daher darf kein wahlberechtigter mit feiner Stimme fehlen. Jeder maß zur Wahl gehen! Jedes Kind erhält einen Zeppelin- Luftballon gratis Karten a. Zollstock Ic>. ■" ."I.Karten a. Zollstock iswllsngesuonel (N.Stempelfabrik ' ' 1 Kreuter), a. a. Bau- i-tuvnelerntex v!nt) z, üerr. Näh.: 'A.Becker,Keplerft.9 1. Stock arnSclters- wea mit Heizung, I in gut. Haus ges. AM A I f .A •« « ■ < Ü A vlntt A Q L \*Ä Schöne Motorrad Junges WM | Verkäufe | WM | Mietgesuche Zimmer 61 -63. 1537 V Laden Tüchtige, ehrliche Lemverkäuserin für Kaffee, Konfitüren u. Lebens» 6-3imin.-lBo!jiL m. Badez. Wolltor- ftr.481 j.oerm.[01412 Nab.A.Becker,Keplerstr. 91 Tel. Z894. in guter Geschäftslage, evtl. m. Woh- nung per bald zu mieten gesucht. Schriftl. Ang. unt. 01432 a. d. Gh. Az. Ausführl.schriftl.Angeb.m.Referenzen unter 1555V an den GiehenerAuzeiger. Äcker iin alten Feld, la Gartenland, zu vk. Schriftl. Ang. unt. 01345 a. d. Gh. Az. z. 15. März 1933 ges. Schriftl. Ang. unt. 01373 a. d. Gst. Az. Sckr. Sing. m. Prs. u. 01187 a. d. G. A. Sämaschine 150/11 Reihen, wie neu, billig abzugeb. Atzback, Haus Nr. 101. 01402 Beamter Ml 4-5-Zimmer-Wolinung Schriftl. Ang. unt. 01378 a. d. Gh. Az. 4-5-Zinnner-Wolm. v. ält. Ehev. v. bald od.spät. gef.(pünktl. Mietz.). Schr. Ang. u. 01359 a. d. G.A. 2-3-Zimm.-Wohn. zum 1. 4. gesucht. Schriftl. Ang. unt. 01404 a. d. GH. Az. Tücht. Vertreter (Herren u. Damen) für Privatbesuche zum Verkauf eines tägl Bedarfsartikels. Vorführung verblüfft! Jeder kauft! Nur einwandfreie Angebote erbeten an: Frankfurt a. M., Bahnhofsplatz 4, Größere Lagerräume m. Keller evtl. Büro für sofort od. später zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. 01390 a. d. GH. Az. Wir suchen für unsere Abteilung Haushaltwaren, Radio-, Fahrrad- und Elektr. Artikel tüchtige, branchekundigeVerkaufs- kräfte. Nur schriftl. Bewerbungen sind zu richten, unter genauer Angabe der bisherigen Tätigkeit, an Mädel achtbarer Eltern sucht Mislelle als 5öneW?tin Schriftl. Ang. unt. 01381 a. d. GH. Az. Suche sonnige M-Ziffl.-Wotang im 1. od. 2. Stock per 1. Avril. Auf Wunsch Miete für 1 Jahr im voraus. Schriftl. Ang. unt. 01418 a. d. GH. Az. 3-4-Zimm.-Wotraung von ruhig. Mietern zum 1.4.33 gesucht. Bleicbstr. 0. Stevb.- Strahe bevorzugt. Schriftl. Ang. unt. 01394 a. d. GH. Az. Kl.Lad.m.Wohng. od. sonn. Part.-Wg. f. sof. od. 1. Avril z. miet. gef. Miete V» Jahr im voraus. Sehr. Ang. m. Preis u. 1572D n. d.G.A. Karten am Nab- rungsberg, zirka 850 Quadratni., zu verk. Näheres:soi4i4 2l.B ccker,Keplerst.9. Französische Konversation (mögl.mitZlusländ.) ges. Schr. Ang. u. 01363 a. d. GH. Az. Wachsamer Hund (nicht üb. 2 Ihr. alt) Doberm. bevorzgt., zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. unt. 01327 a. d. GH. Az. Milse tzeue« niges Vertriebsrecht eines von bedeutend. Fabrik hergestellten, Ariikel?" solide Eseiftenz mit geringem Kapital gründen. Leichter Absatz. Ausführl. Angebote unt. A 8306 an Ülnnoucenmatzcr, Frankfnrt/Vt. [i538v Führende Weinbrennerei und Likörfabrik verbunden mit Weingrohhande«., sucht für den Besuch der Feinkost-und Wirte- Kundschaft gut eingeführten 4-5-Zimm.-Wohn, i.g.Hause,Rbe.Aula o.Südv.v.rnb.Farn. z.l.4.33od.svät.ges. Jnstaudsetz. übern. Mieter. Schr. Ag.u. 013,?4 a. d. GH. Az. Mittlerer Beamter (3 Personen) sucht 4-5-Zimm.-Wohn. Mietschein Vorhand. Schriftl. Ang. unt. 01334 a. d. GH. Az. 3-4-Zimmer-Wohnnng (a. auherb.) evtl. m. Garage ver 1. 4. zu mieten gesucht. Schriftl. Ang. unt. 01399 a. d. GH. Az. 6-Zimmer-Wohng. m. Badez. Asterweg 35 p, Ecke Nordanlage, zu vermiet. Näh.A.Becker,Kev- lerftr. 9, Tel. 3804. 4-5-Zimmer-Altwohn. v. ruhig. Miet, ver 1. Avr. od. svät. ges. Schriftl. Ang. unt. 1548V a.d. GH. Az. guieeezaniung. Kostenlose Auskunft erteilt Deutsche Tex- «llhendelsgee. Bln.-Ha1ensee25 Liefer. v.Beh hat In teresse für denVertrieb von kleinen Tisch-Automaten (für Pralinen usw.) z. Aufstellen in Restaurationen, Caf6s usw. auf eig. Rechnung. Sclir. Ang, unter 01395 an den Gieß. Anz. 3-, 4», 5-, 6- und 7- Zimm.-Wohu. mit u. ohne Heiz. z. om. Näh.: I. Baer, O ltiinL43L[oi4O5 N.S.U., 500 Kubikzentimeter, gut erhalten, preiswert zu verkaufen. [01427 Kuftav Metzger II., Miinzenberg i. H. ÜClilöll Gesucht sofort n Mittwoch, 8. Maru, 20—22 Ubr DastimmtwasniiLt Freitag, 10. Mar j. 20—22.45 Ubr Bor Sonnen untergan« (Zum erstenmal! I # Samstag,Il-Man, I 20—23 Ubr 8 Das,, Drctmaderlbaus» i (Volksoorstellun?! | 0,50—2,50 SW!.) | Sonntag, l2.Ma^», I 18.30—21.15 Ufa I Bor Sonnenuntergavs j jpleö ■ Sasltt'/, Sass-r"I M beider ög Soiumun dem et ist au dem Anschluß möglich sein t dustrie- Tevx billigere Abga der Unternehm ren Gewerbes fer Faktor wir erheblich? Aus gen haben, vo inwieweit fünft Haushaltungen den kann als h nen im gegenü S« beurteilen, der Vorteil d« dir in absehbo Tostverkes von wmmen und d Eiligen Aath. seit 3ah, Ltadtvenvoltuo ^nswerksgrund gen alten 3jjt, Jut ^ettDitUi; “Höere wirtscho i^^l'che L, . f &en dieser LBERNARD Plockstraße 16 M ii fc ÄVM'iz -' vA. >/$/'<«. ;<®Ä ;Ä■,:'.:•-'V'- . HK ^ßen ein. lpar|esten Erlichen selbstver. ^'iten les gleich 'u meinen ‘ Weisen! ialhaus 1566AJ iarten tadtfheatr ÄftoM wiitop",;!? M« Vargeldl^ ■ «S ßo|l,n18 I M-s I Si*> I «eS-i:., I 20 s'w^cl“ I -rMB xonncKU I । au>" C1 1M ■ l%9p '«4 ’sS4 Nr. 54 Zweites Blatt Oie Gasfernversorgung Der Giehener StaLtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einem Vorvertrag mit der Hessischen kommunalen Gasfernversorgung (Hekoga) wegen Gaslieferung aus der geplanten Gasfernleitung von Siegen über Gießen, Dad-Rauheim usw. flugcftimmt. Dieser Beschluß bedeutet, wie wir in Rr. 47 des „Gieß. Anz." bei der Besprechung jener Etadtratssihung bereits hervorhoben, einen sehr bemerkenswerten Wendepunkt in der Giehener kommunalen Der- sorgungswirtschaft. Wer sich dec ernsten Sorgen bewußt ist, die bei der Stadtverwaltung und in den Kreisen der Kommunalpolitiker wegen unserer Gaswerknöte schon seit Jahren bestehen, wird den Beschluß des Stadtrats nur begrüßen. Gs war eine schwierige und oft undankbare Arbeit zu leisten, bis dieser Plan zur Reise gelangte. Zeitweise standen die Dinge sogar so, daß das Scheitern der Hekoga-Pläne näher lag als ihr Gelingen. Erfreulicherweise gelang es aber der hingebungsvollen Arbeit der führenden Männer der Hekoga, zu denen als Vertreter der Stadt Gießen Bürgermeister Dr. Hamm gehört, der jahrelangen Vorbereitung der Pläne den positiven Abschluß zu sichern, falls das letzte Hindernis, die Finanzierung des Baues, noch bewältigt werden kann. Die Inangriffnahme des Leitungsbaues hängt nämlich von der Bewilligung der Geldmittel ab, die von der Auhrgas-AG. beim Ar- beitsbeschaffungskommissar des Reiches im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprvgramms beantragt worden sind. Die Aussichten auf eine Entscheidung im Sinne der Antragsteller dürften aber günstig sein, da ja das Reich gerade Arbeiten dieser Art fördern will und außerdem hier eine Arbeitsmöglichkeit von längerer Dauer besteht. Der Anschluß der Stadt Gießen an die Gasfernversorgung vom Ruhrgebiet hat eine doppelte Bedeutung. Zunächst wird dadurch unsere Stadt endlich ihre seit Jahren bestehenden Gaswerksorgen los. Die Lösung dieser Frage bringt die Beseitigung des Gaswerkbetriebes im Weichbild der Stadt mit sich. Zwar ist nicht damit zu rechnen, daß sofort nach der Inbetriebnahme der neuen Leitung alle Anlagen des jetzigen Gaswerkbetriebes entfernt werden können, jedoch wird die Gaserzeugung eingestellt, und damit werden auch die für die Rachbarschaft des Gaswerkes oft recht empfindlichen, aber an sich unvermeidlichen Gerüche des Werkes aufhören. Die Gasometeranlage wird vorerst noch an dem jetzigen Standort verbleiben müssen, bis die weitere Entwicklung des Fernversorgungsbetriebes schließlich einen Gasometer- Reubau notwendig machen wird, für den jetzt schon ein Platz außerhalb der Wohnviertel vorgesehen ist. Im Personalbestand des Gaswerks dürfte voraussichtlich eine allzu einschneidende Aenderung wohl nicht zu erwarten sein, da natürlich auch für den Fernversorgungsbetrieb der erforderliche Verrechnungsapparat rn.it dem nötigen Hilfspersonal zur Verfügung bleiben muß. Der Vorteil der Gasfernversorgung für unsere Stadt besteht aber nicht nur darin, daß wir einen kostspieligen Reubau eines Gaswerkes, um den wir angesichts des Zustandes der jetzigen Anlage in den nächsten Jahren nicht mehr herumgekommen wären, nicht zu bewerkstelligen haben werden, sondern er ist auch darin zu erblicken, daß es nach dem Anschluß unserer Stadt an das Ruhrgasnetz möglich sein wird, vor allem den Gießener Industrie-, Gewerbe- und Handwerksbetrieben die billigere Abgabe eines vom Selbstkostenstandpunkt der Unternehmungen aus wesentlich vorteilhafteren Gewerbe-Gases zur Verfügung zu stellen. Dieser Faktor wird für die Unternehmungen, die jetzt erhebliche Ausgaben für den Kohlenbezug zu tragen haben, von großer Bedeutung fein. Ob und inwieweit künftig auch die Kochgaslieferung für die Haushaltungen im Preis günstiger gestaltet werden kann als heute, ist nach unseren Informationen im gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht näher zu beurteilen. In städtebaulicher Hinsicht besteht der Vorteil des Ferngasanschlusses darin, daß wir in absehbarer Zeit das Gelände des jetzigen Gaswerkes von allen technischen Anlagen frei bekommen und dadurch Raum gewinnen für einen künftigen Rathausbau, durch den dann endlich die schon seit Jahren geforderte Zentralisierung der Stadtverwaltung in einem Rathaus auf dem Gaswerksgrundstück in Verbindung mit der jetzigen alten Bürgermeisterei möglich werden wird. Zur Verwirklichung dieser Pläne sind natürlich andere wirtschaftliche Verhältnisse als heute die unerläßliche Voraussetzung. Reben dieser lokalen Bedeutung der Gasfernversorgung steht der allgemeinwirtschaftliche Vorteil dieser Anlage für die Provinz Oberhessen, insbesondere zunächst für den Kreis Gießen. Ohne den Anschluß Gießens an das Gasscrnversor- gungsneh wäre diese Anlage für Oberhesscn überhaupt nicht möglich gewesen, da der Gießener Gas- konsum für die Wirtschaftlichkeit des Unternehmend von ausschlaggebender Bedeutung ist. Dank der Beteiligung unserer Stadt, die sich dabei selbst- ________Samstag, 4. März 1933 zialwerte wie tiahmcqcr, Reichsbank und Mannesmann lagen darüber hinaus um bis zu 1,50 v. H. höher, und die Umsatztätigkeit war zunächst noch recht lebhaft. Vereinzelt machte sich jedoch auch einiges Realisationsbedürfnis bemerkbar, wobei man auch auf die morgige Wahl verwies, die etwas zur Zurückhaltung mahnte. IG., Deutsche Erdöl und die gestern abend stark forcierten Eontigummiaktien, sowie einige andere Papiere erlitten 'Verluste um bis zu 1 o. H. Im übrigen eröffneten noch höher Schiffahrts- und Verkehrswerte, Zement Heidelberg, Zellstoff Waldhof, Scheidcanstalt, Schuckert, Buderus, Phönix und Daimler. Die Nachricht, daß in Newyork ein zweitägiger Bankenfeiertag oerfü^t fein soll, hat die Zurückhaltung verstärkt, und die Kurse neigten auf weitere Glattstellungen im Verlaufe allgemein von 0,50 bis 1 v. H. zur Schwäche. Reichsbank gaben sogar 1,50 v. H. nach. Im weiteren Verlaufe unterlagen die Kurse bei kleinem Umsatz einigen Schwankungen, teilweise traten auch kleine Besserungen ein. 3m allgemeinen bestand jedoch Zurückhaltung. Am R e n t e n m a r f t herrschte diefesteSt i mmun g noch meist vor, da am Pfandbriefmarkt noch kleine Kundenorders zur Ausführung kamen, so daß hier neue Erhöhungen von etwa 0,50 v. H. eintraten. Deutsche Anleihen lagen .zunächst etwas höher, bröckelten aber später leicht ab, ebenso späte Reichsschuldbuchforderungen, Stadtanleihen und sonstige festverzinsliche Werte erfuhren nur unwesentliche Veränderungen. Tagesgeld war zu 4,50 v. H. unverändert. Wettervoraussage. Roch immer bleibt unsere Witterung unter dem Einfluß der Störungstätigkeit, die sich nunmehr bis über Polen hin entfaltet hat. obwohl ihr Kerngebiet noch über den britischen Inseln lagert. Fortgesetzt werden von Westen her Staffeln ozeanischer Lust heranbefördert, die eine gewisse Wechselhaftigkeit Hervorrufen. Reben wechselnder Bewölkung kommt es auch zu kurzem Aufklaren, und zeitweise treten Riederschläge auf. Dabei bleibt es im wesentlichen noch mild, doch dürften später die Temperaturen etwa- zurückgehen. Aussichten für Sonntag: Wechselnd bewöllt, auch kurz aufheiternd, noch ziemlich mild und zeitweise Regenfälle. Aussichten für Montag: Fortdauer deS wechselhaften Wetters mit einzelnen Riederschlägen, Temperaturen etwas sinkend. Lufttemperaturen am 3. März: mittags 12,3 Grad Celsius, abends 7,6 Grad: am 4. März: morgens 7,2 Grad. Maximum 12,6 Grad, Minimum 6,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. März: abends 0,1 Grad; am 4. März: morgens 0,2 Grad Celsius. — Niederschläge 5,0 mm. — Sonnenscheindauer VA Stunden. Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 5. März 1933. Jnvokavit. Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker: 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfr. Becker; 18: Psarr- assistent Knell. — Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 18: Pfr. Bechtolsheimer; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde; 20: Missionsstunde; Pfr. Groh. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30 Uhr: Pfr. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pf. Lenz. — petruskapelle. 9.45: Pfarraffiftent Knell. — Gemeindesaal (Liebigstroße Nr. 56). 14: Taubstummengottesdienst und Feier des hl. Abendmahls; Pfr. Bechtolsheimer. — Klein-Linden. 9: Gottesdienst; hl. Abendmahl für die Jungverheirateten; 11: Äindergottesdienft. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 13: Kindergottesdienst. — Dieseck. 9.45: Hauptgottesdienst; 11: Kinderkirche. — Alten-Vuseck. 10: Gottesdienst; 13: Passionsandacht. — Großen-Bufeck. 10.30: Gottesdienst. — Oppenrod. 13: Gottesdienst. — Kirchberg. 10: Kirchberg: 13.30: Montag, den 6. März 1933. Kirchberg. 20.30 Uhr: Lollar; Bibelstunde. Katholische Gemeinden. Samstag, den 4. März 1933. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 5. März 1933. 1. Fastensonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Männer und Jünglinge; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt: 17.30: Passionsandacht — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt: 14.30: Christen- lehre und Andacht. — Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt Dienstag, den 7. März 1933. Gießen. 18.30 Uhr: Fastenandacht. Sonntagsdienst d.Aer-te luAvotheten am 5.3. 38. Dr. Malech. Dr. Hofmann. Hrrfchavotheke. •tahnant: Dr Breuning ,v ^Nehmen Sie zum Aufwaschen, Spülen und Reinigen Henkels Der Jagdvorsteher. Frifchholz. INWMMMM Ortsgruppe Gießen. ßinloönng M ßaaploerfommlang am Mittwoch, dem 8. März 1933, im Singsaal der Oberrealschule, 20,15 Uhr. Tagesordnung: 1.Vortrag von Herrn Dr. Frey, Direktor des Arbeitsamts Frankfurt, über: „Die Aufgaben der Jugendherbergen im Nahmeu des Freiwilligen Arbetts- Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Am Wahltag Wahlbüro der Partei SllWttWsl Sold all. seitetsroeg Telephon 3786 Kranke und Fußleidende, sowie ältere Personen können im Kraftwagen zu dem Wahllokal gefahren werden. Abends ab 8 Uhr im Cafs Leib Bekanntgabe der Wahlergebnisse. I579D N. 8. D. A. P. (Heben. 15,31 hn Anfuhrkosten Los 3, Bhf. Holzhausen, m. Verl. ca. 2,50 RM. pro Festmeter. Das Holz ist ohne Rinde gemessen, das Entrinden des Nadelholzes fällt Käufer zur Last. Im übrigen unterwirft sich Käufer den Derkaufsoedingungen der Gde.- Oberförsterei Braunfels. Schriftliche Gebote mit der Aufschrift „Submissions-Holzver- kauf" sind unter Angabe der Los-Nr. bis zum Freitag, dem 10. März d. 3., mittags 14 Uhr, an den Gemeindevorsteher Drohs, Holzhausen (Kreis Wetzlar), einzureichen, wo alsdann Oeffnung bei etwa erschienenen Bietern ftattfinbet. Holzhausen, den 2. März 1933. Drohs, Vorsteher. Bekanntmachung. Die im Februar 1933 stattgefundenen Brennholzoersteigerungen wurden genehmigt. Die Absuhrscheine sind bis spätestens 15. Mär; 1933 in Empfang zu nehmen. Gießen, den 28. Februar 1933. (1533C Bürgermeisterei Gießen. 3. V.: Dr. Rosenberg. 14 Fortsetzung. Nachdruck oerbotenl Sie „Kein Wort mehr!" Zwei Fäuste schüttelten Jörg, daß er gegen das Fenster zurücktaumelte. „Es handelt sich um deine Frau!" „Eben! — Jeder anderen kannst du meinetwegen deine Brust als Schild leihen. Mit der meinen will ich — nur ich, Auge in Auge stehen. Ohne einen dritten dazwischen. — Es tut mir leid, daß ich dir das erst sagen mußte. — Guten Morgen!" An der Türe holte ihn der Doktor ein. „Jörg — sie hat mich gefragt--" „Mit wem du in Konstanz lebst!" Jörgs Hand gab die Türklinke frei. „Mit wem ich in Konstanz lebe! —" „Ja! —" Wie sie ihn bezwang Dnginalroman von J. Schneivei-.Ioerstl. vrheberrechtsschutz: Verlag O. Meister, Werdau t. S. „Ich wünsche es ganz einfach. — — So, wie du aussiehst, komme ich bei deiner Mutter in den Verdacht, als habe ich dich zum unglücklichsten Geschöpf der Welt gemacht.--Ist es so?" „Wie kommst du auf diese Idee? — —' ... wußte sich Gewalt antun, das Zittern ihrer Knie zu unterdrücken. „Ick möchte heim, so bald es geht!" „Ich auch", sagte er gleichmütig und schritt mit ihr nach dem Wagen hinab, dessen Schlag der Chauffeur offen hielt. Der fliederblaue Samt ihres herme- linoerbrämten Capes bauschte sich wie eine Wolke in die rechte Ecke. Ihr Gesicht leuchtete trotz der Warum schwieg __________. , ____über die Lippen. I sicht war grau und die Augen von Rändern um» | schattet, die eine schlaflose Nacht verrieten." „Bist du krank, Jörg?" Das Handtuch über den Arm hängend, kam Oehme zu ihm herüber. „Vielleicht! Jedenfalls habe ich ganz miserablen Kopfschmerz. — Was hat meine Frau heute nacht bei dir gewollt?" Das Kristallglas, das Oehme an den Mund führen wollte, splitterte zu Boden. ^c^lin hatte einen Wasserspritzer gegen das Bein- Heio bekommen und stippte ihn gleichmütig ab. „Lachhaft, daß dich diese Frage so aus aller Fassung bringt. — Irgendeine Ausrede wirst du doch finden. Meine Schwiegermutter sagte, Stephanie wäre un- paßlich gewesen. Da liegt es nun nahe, daß sie Hufe oder Erleichterung bei dir gesucht hat!" „schweig! — Oder mäßige dich!" Oehmes Stimme kippte über. Die Hände geballt, kam er zu Merlin ans öenfter. „Wofür hältst du mich eigentlich?" „Für das, was du bist! — Denn wenn du das wärest, was man so gemeinhin als Schuft bezeichnet, wurde ,ch jetzt sagen, komm, mein Freund, ich habe noch zwei Stunden bis zur Trauung zur Verfügung. Zeit genug, um irgendwo draußen in den Anlagen ^ne Äugel mit dir zu wechseln — dann kommt eben der Wagen ohne einen von uns beiden zum Diner Zurück. — Also nocheinmal: was hat meine Frau bei dir gewollt! — Ich frage kein drittesmal", warnte ferne -stimme, als Oehme, vor den Spiegel tretend, einen Scheitel durch fein Haar zu ziehen suchte, der immer und immer wieder mißlang. Die Augen zur Hälfte eingedrückt, suchte er nach einem Ausweg. Was sagte er, um Stephanie nicht zu belasten? Die Gedanken hüpften in wirren Sprüngen und entflohen wie Nebelfetzen. Nicht ein oernünftiger blieb zurück. Und drüben lehnte Merlin und wartete, trotz der äußeren Ruhe zitterte die Hand, welche die Zigarette hielt. „Du brauchst lange, um dir eine Lüge zurechtzulegen!" sagte er bitter. „Ich dächte, du hättest die halbe Nacht Zeit dazu gehabt." „Jörg! — Nimm das zurück." „Ich wüßte nicht, weshalb. — Du willst sie schonen! Gut! Man stellt sich vor eine Frau nur hin, wenn sie sich beschmutzt hat. — Wenn der Mann weiß, daß —" „Ich dachte nur!---* Da hielt der Wagen, sie schwebte wie eine verirrte Flocke an feinem Arm die Steinstusen zum Dom hinauf. Nur durch graue Nebelschleier sah sie die Lichter am Altäre glanzen, vernahm das Jauchzen vom Chor herab und hing schwer und immer schwerer gegen ihn gelehnt. Seine Frage, ob sie zu gehen wünsche, verneinte sie mit einem Kopsschütteln, zuckte plötzlich zusammen und wurde hilflos verlegen. Oehme war an ihre Seite getreten. Hans Jörg fühlte, wie sie sich eng an ihn drängte. „Was ist?" Es kam keine Antwort, lieber ihr gesenktes Haupt hinweg sahen sich die Freunde an. Der Doktor bit- tenb, zugleich mit einem Warnen im Blick. Merlin konnte ein ironisches Lächeln nicht unterdrücken. Aber er hielt Stephanies Arm fest gegen sich gebrüht. Dann rauschte die Orgel in einem mächtigen Fi- nale aus, sie hörte Schritte über das Pflaster des Schiffes gehen. Zwischen Jörg und Oehme trat sie ins Freie. Der Doktor gab sich alle Mühe, Unbefangenheit zu zeigen, frug nach ihrem Befinden und daß er sich freue, sie begrüßen zu dürfen, denn zu einem Besuche in der Villa Brentano sei die Zeit zu knapp gewesen, er müsse noch abends nach Konstanz zprück. „Es wäre nett gewesen, wenn du mit nach Ichenhausen hättest kommen können!" sagte Merlin. Nur Oehme hörte die seine Ironie heraus und wurde unsicher. Er begleitete die Gatten noch bis an das Auto und wagte es nicht, seinen Mund aus den Rücken ihres weißen Lederhandschuhes zu drücken. Mit einem Aufatmen sah ihn Stephanie den Schlag schließen. Es war beinahe über ihre Kraft gegangen, nach der Unterredung dieser Nacht so bald schon wieder mit ihm zusammenzutreffen. Aber zu ihrer größten Beruhigung hatte Hans Jörg nicht das geringste von ihrem Befangensein bemerkt. Glaubte sie wenigstens. Sie hatte den Blick, den beide Freunde in der Kirche wechselten, nicht gesehen. lFortsetzung folgt.) — Das Bild der anderen und der Brief des Kon- ftanzer Justizrates drängte sich zwischen sie und ihn, es war ihr mehr nach einer Trauerfeier, denn nach etaem Jubeltag zumute. Den Kopf gegen den grauen eamt der Kiffen gelehnt, fah fie* durch die überhauchten Fenster, an denen die Passanten vorüberströmten, fühlte eine Hand, die über ihre strich und wandte den Blick. „Du wirst, wenn wir nach Hause kommen, einen Arzt konsultieren", sagte Merlin. „Weshalb?" fuhr sie mit erglühenden Wangen auf. Auf der Treppe kam ihr Frau Maria entgegen. „Um Gotteswillen, wo warst du?" „Ich habe eine kleine Spritzfahrt gemacht." „Und dein Mann hat dich gesucht!" Stephanie fühlte die Knie brechen und umklam» merte das Geländer. „Was hast du ihm gesagt?" „Daß du bei mir bist!" „Er hat es geglaubt?" „Ohne weiteres. Ich habe ihm mitgeteilt, daß du dich unpäßlich gefühlt hättest. Er war sehr ungehalten, daß du ihn nicht geweckt hast!" ,Hch danke dir, Mama!" Frau Maria führte die Widerstandslose nach ihrem Zimmer und hielt den jungen, zitternden Körper an sich gepreßt. „Du mußt nun selbstverständlich bei mir bleiben. Sonst ahnt er, daß ich ihn belogen habe." Willenlos ließ Stephanie alles mit sich geschehen. Sie war wieder das Kind von einst, dem die Mutter nun alle Liebesdienste von ehemals erwies, ihr die Schuhe abnahm und die Seidenfchleifen des Mieders löste. Stephanies weiße Arme tasteten empor und umschlangen den Hals der fchönen Frau. „Mutter! — So, an diese geklammert, ging ihr krampfartiges Schluchzen allmählich in leises Weinen über. Frau Maria sprach nichts. Nur ihre Hände strichen beruhigend über das wirre Blondhaar der Tochter, bis diese endlich vor Müdigkeit und Erregung eingeschlafen war. Es hatte keinen Sinn mehr, noch länger zuzu- warten, bis das Kind sich förmlich zermürbt hatte. Morgen wollte sie ein ernstes Wort mit Merlin sprechen. * Oehme hatte trotz Stephanies Anruf keinen Schlaf finden können und war erst gegen sechs Uhr aus schweren Träumen erwacht. Mit wirrem Kopf stieg er kurz vor neun Uhr aus dem Bett und begann Toilette zu machen. Als es klopfte, ging er Öffnen und erschrak wie ein ertappter Verbrecher. Dor ihm stand Merlin und setzte ohne weiteres den Fuß über die Schwelle. „Guten Morgen!" „Guten Morgen, 3örgr Zu dumm wie erregt feine Stimme klang. Oehme rückte dem Freund einen Stuhl zurecht, schloß die Knöpfe seines Hemdes und trat wieder an den Spiegel. „Erlaube, daß ich meine Toilette beendige", sagte er und erwog mit hetzenden Gedanken die Möglichkeit, ob Merlin etwas von dem nächtlichen Besuche seiner Frau wußte. Daß es so unheimlich ruhig blieb, machte ihn stutzig. Er wandte sich um und verspürte ein Gefühl des Fröstelns. Der Baron saß gegen das Fenstersims gestützt und sah auf den Asphalt der Straße hinab, den die Sonne zur Hälfte freigelegt hatte. Sein Ge,-esicht leuchtete trotz der C ra ri £ ,, .. i Schminke wie eine weiße Blüte. Wui Merlins Gesicht war erst saht, die Augen starr I er? Sie selber brachte keinen Ton über auf einen Punkt gerichtet, suchte er nach den Zu- I fammenhängen, dann verschob sich fein Mund zu leichtem Spott. „Sonst hat sie nichts gefragt?" „Nickt«'" „Weib ist Weib! —" Und als Oehme ihn verständnislos ansah, knöpfte er, ohne eine Erklärung zu geben, feinen Mantel zu. „Machs einmal klüger als ich und verstecke, was deine Frau nicht zu sehen braucht." , Ein Nicken noch, dann stand der Doktor allein und «ah nach der Stelle, wo Merlins verglühende Zigarette lag. Er griff sich an die Stirne und schüttelte zu wiederholten Malen den Kops. Was war nun? — Hätte Stephanie doch eine richtige Spur ausgenommen? Aber er konnte und konnte sich das nicht zusammenreimen. Er wußte ja beinahe um jeden schritt, den Hans Jorg tat. Es war außerdem so gar nicht seine Art, Frauen nachzulaufen. Wo hätte er denn die Zeit dazu hergenommen? Er schrak merklich zusammen, als er draußen noch einmal Merlins Schritt horte. Ehe dieser nodfo geklopft hatte, riß er schon die Türe auf und blickte in Jörgs spottlustige Augen: „Meine Frau braucht nicht zu wissen, daß ich mir Aufklärung geholt habe. — Vielleicht findet sich unter den Hochzeitsgästen eine Frau, der es sich lohnt, die Kur zu schneiden." „Nicht!" bat entsetzt der Doktor. „Du trittst doch auch sonst die Menschen nicht mit Füßen." „Sonst nicht, nein!" „Jörg —" warnte Oehme. Da war Merlin schon nach der Treppe zu gegangen. Ohne sich umzusehen, schritt er die Stufen hinab. Er mußte sich einen Wagen nehmen, um noch zur Fahrt in die Kirche zurecht zu kommen. Als er vor der Villa Brentano aus dem Fond flieg, kamen eben die ersten Gäste durch das Portal. Stephanie war nicht darunter. Sie mochte wohl das Wiedersehen mit ihm so weit als möglich hinauszuschieben suchen. Und als sie dann die läuferbelegte Treppe herabkam, sah er sofort, daß sie Rouge aufgelegt hatte. Etwas wie Mitleid überkam ihn. Ihre Hand an feine Lippen führend, sagte er: „Wie fühlst du dich? — Es ist bezeichnend, daß du deine Mutter weckst, wenn du unpäßlich bist. — Ich zähle wohl nicht", ihren Arm durch den feinen ziehend, merkte er wie dieser zitterte. Es geschah ihr eigentlich recht. Was lief sie auch zur Nachtzeit zu einem fremden Menschen, sich von ihm Auskunft zu holen. Die hätte sie von ihm bequemer haben können. „Ich glaube, wir sind die Letzten", sein Blick suchte durch die leer ge- wordene Halle. „Wann wollen wir überhaupt nach Hause fahren? — Heute noch? Oder bist du zu müde?" 36 MW- Das ist die Überzeugung von Kaufleuten in der ganzen Welt. Jetzt kannst Du durchführen, was Du so lange anfgefchobe« haft: Sicherstellung eines Kapitals für Deine Frau, wenn Du nicht mehr da bift, für Deine» eigenen Lebensabend und für die Kinder zur Ausftattung und Berufsausbildung: durch Abschluß einer erlieft rrunaf Laßt jetzt den Versicherungsfachmann kommen, er sagt Euch, wie auch Eure Zukunft besser wird! Ich habe mich in Gießen als Rechtsanwalt niedergelassen. Mein Büro befindet sich SELTER SWEG SZU FERNRUF 2084 Ludwig Heep, Rechtsanwalt Privat: Goethestraße 48 p. Offenbach a.M. Kunstgcwerbexdiule Höhere Bauschule Maidtlnenbauschule staatlich« Direkten Prof. Hugo Eberhardt Fordern Sie Drucksachen I Alice-Schulverein Gießen (Staatlich anerkannte Lehranstalten.) Technische* Seminar: Ausbildung zur Hauswirt- schafts- und Handarbeitslehrerin (2 Jahre). Tnrnseminar: Ausbildung zur Turn- und Sportlehrerin 1 Jahr). | Fröbelseminar: Ausbildung zur Kindergärtnerin u. Hortnerin |2 Jahre), mit Vorseminar (1 Jahr), Kinderpflegerinnenschule (2 Jahre). — Die Zeugnisse sind auch in Preußen anerkannt Kurse für Abiturientinnen und Studentinnen. Haushaltungsschule (*/, Jahr). Kocbkurse von kürzerer Dauer nach Vereinbarung. Sehr preiswertes Internat Anfragen und Anmeldungen an die Geschäftsstelle Steinstraße 10. ---- - Alice-Schulverein Gießen Anmeldungen zu den Kursen in Weißnähen. Sticken nnd Schneidern und zu der Haushaltungsschule werden von 12—1 und 2—3 Uhr entgegengenommen (außer Samstags). Alles Nähere Steinstraße 10. r— I396D Steppdecken werden in Wolle bb4 Dannen billigst ugefertlg! nnd BBlgearbeitet. Alte Wolle und Daunen werden gern mitverarbeitet. qi436 Fertige Decken preiswert. Steppdeckenhaus SCHOTT _____Kein Laden. — Walltorstraße 24. Ab heute Herrenzimmer gut erhalten,in Eiche,Bücherschrank, Schreibtisch, runder Tisch, Schreibsessel und 4 Stühle, abzugeben für 250 Mark Möbelhaus Gg. Koos Gießen, Plockstraße 14, Tel. 3904 KYFR4ÄUHR TECHNIKUM 7 Steppdecken-Tage Prachtvolle Muster und Qualitäten können Sie während dieser Zeit günstig kaufen. Einige Beispiele: Nur bei 150 200 cm, mit feiner Wollfüllung. RM. 27— per Stück Ein Posten Decken, schon länger lagernd, extra billig! gE ^-vscke, 130/190 cm, mit guter Wollfüllung, RM. 12^0 per Stück K'Sn’S fe' iAM cm, mit guter Wollfüllung. RM. 14.95 per Stück K beiden-Decke, laO/200 cm, mit guterWollfüllung, RM. 15.70 per Stück K Seiden-Decke, laO/200 cm, mit guterWollfüllung, RM. 19.90 per Stück K Seiden-Decke. laO/200 cm, mit feiner Wollfüllung. RM. 25.® per Stück K beiden-Decke. 1^0 200 em, mit feiner Wollfüllung. RM. 27 — per Stück Lev. Seiden-Decke. loO 200 cm. mit feiner Wollfüll., RM. 28.50 per Stück - ^ke, la0/200 cm, mit fein. Daunen wolle, RM. 31.35 per Stück Erstklassige Satindecke mit feiner Daunenwolle. . RM. 34.20 per Stück K beiden-Decke, lo0 200cm, mit feiner Daunenwolle; RM. 35.15 per Stück K seiden-Decke, Spezialquahtät. Daunenwolle .. . RM. 43.70 per Stück Daunendecken auch sehr günstig Beachten Sie bitte meine sehenswerten Schaufenster! lSiaA Nur 7Tage! Bahnhofstr afee 31 Spezialgeschäft für Teppiche und Gardinen Oeöentliche Bandelslehranstalt der Industrie- n. Handelskammer Kietzen 1. Höhere Handelsschule: einjährig für Schülerfinnen) mit Obersekundaoder Lyzeumsreife; auch sehr geeignet für Abiturienten, die einen kaufmännischen oder ähnlich gelagerten Beruf ergreifen wollen. 2. Zweijährige Handelsschule: für Volksschülerfinnen) und höhere Schülerfinnen) mit Obertertiareife. Die Schüler der Oeffentlichen Handelslehranstalt sind vom Besuche der Fortbildungsschule befreit. — Anmeldungen schriftlich oder mündlich Samstags von 11 bis 12 und in den täglichen Sprechstunden von 8 bis 87» Uhr im Schullokal, Gießen, Liebigstraße Nr. 16 fAlte Klinik), II. Obergeschoß* Schlußtermin der Anmeldung am 24. April 1933. 153oD Alice-Vereiu für Frauenbildunü nErwerb Alice-Eleonoreuscbule Darmstadt, Friedrichstrabe 4. 1. Technisches Seminar (Vorseminar, Hauswirtschafts-, Handarbeit-, Turn- und Berufschulseminar in Einzeljahreskursen) 2. Kindergärtnerinnen- und Hortnerinnenseminar 3. Fröbelsche Kinderpflegerinnenschule 4. Hauswirtschaftliche Jahresklassen 5. Halbjährige Frauenschulungskurse für Abiturientinnen 6. Einzelkurse für Hauswirtschaft und Nadelarbeit 7. Mütterschule. Prospekte auf Wunsch. Günstige Unterbringung in Heimen wird vermittelt 1574 D Die Direktorin: E. Thiele-Deutgen. Frühjahrekur für 57sv Nervenkranke und Nervös-Erschöpfte Speziell er ans lall Heikel» i» Tbmbb bei Frankfurt a. M. — Prospekte durch San-Rat Dr. M. Sflnlze-KaMem, NSS” Die G. B. Germania I. A. Wilhelm Bechtold F. V 1568 V Gießen, den 4 März 1933. Die Beerdigung fand in aller Stille statt 01360 Statt Karten! >509 A Gießen (Döringstraße 2), den 3. März 1933. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. isseD 01367 Wieseck, den 3. März 1933. Gießen, den 4. März 1933. Die Beisetzung fand in aller Stille statt. 1557 D 01422 1562 V Statt Karten! Danksagung. 1821 1031 Heuchelheim, den 4. März 1933. 1541 D Zum Ludwig Aavtmetz Neuenweg 28. 1570 V Ermäßigter Preis Erhöhte Wirtschaftlichkeit. Lose Lose Mark Mark Greben, den 1. März 1933. 1M4D Landwirtschartskammer-Ausschrrb für Oberbeffen. ■ Allen denen, die bei dem so schnellen Heimgange unserem lieben Entschlafenen durch die überaus reichen Blumenspenden sowie durch ihr Geleite zur letzten Ruhestätte die letzte Ehre erwiesen, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Sie M übet di Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Luise Gemandt, geb. Römer. »Erika« und andere Klein- Schreibmaschinen von Mt. 90.— an in grober Auswahl Zrarn Vogl L Eo. Seltersweg 44, Nut 2464. H67A In tiefem Schmerz: Familie Josef Schöffmann nebst Angehörigen Die tieftraueroden Hinterbliebenen: Christine Kehl und Kinder. Möbelhaus Gg. Koos Gießen, Plockstraße 14, Tel. 3904 Die Einäscherung fand in der Stille statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. Ziehung: Samstag, 11. März Die trauernde Hinterbliebene i Käthe KeilWwe. Mainzer Bierde- und Geldlose Hauptgewinn 2 Pferde LW.v.2000Bm. Lose bei den staatlich. Lotterieeinnahmen u. Loseverkaufsstellen Porto und Liste 30 Pf. Ziehung: Samstag, 11.fflärz 1 Schlafzimmer, 1 Flurgarderobe, 1 Ausziehtisch, 3 Spiegel, Betten, 1 Wäscheschrank, 1 Radioapparat (3 Röhren) m. Lautspr. „Telefunken". Verkauf: Bücherschränke, Schreib- tische, Büfetts (eiche), Kleiderschränke. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 5. März, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Wieseck, Gießener Straße 6 aus statt. Kapok- Matratzen Schriftl. Garantie für reine und un vermischte Javafülung In tiefer Trauer: Philipp Lein und Kinder. Lützellinden, Lang-Göns, Hausen, den 3. März 1933. Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. März, um V-2 Uhr, vom Trauerhause aus1. statt. Die Blumen im Winter brauchen eine ganz besondere Pflege. Erst dann haben Sie die rechte Freude daran. Und das sind die Helfer dazu: Kleine Gießkannen Bumentopf-Hüllen iZiertöpfe Blumenbretter Blumenständer J. B. Häuser Am Oswaldsgarten Gießen - Ruf 2145/2146 Am 28. Februar, 63/4 Uhr abends, entschlief sanft und unerwartet mein lieber Mann, unser treuer Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Philipp Herrmann, Kaufmann im kürzlich vollendeten 68. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanna Herrmann, geb Hoffmann. Gießen, den 4. März 1933. Steuer- Erklärungen fertigt [ i issD Herm. Kirchner Am Nahrnngsberg 16 Fernruf 4167. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres 1b. Alterskollegen Ludwig Hisgen in Kenntnis zu setzen. i564v Gießen, den 2. März 1933. Die Trauerfeier findet Montag, 6. März, nachm. I1 /» Uhr statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. Unterfertigte betrauert tief das Ableben ihres lieben A. H. ProiessorWilhelm Barth Studienrat in Offenbach (aktiv S. S. 1893) /aut Auftrag versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28, am Montag, dem 6. März 1933, ab 2 Llhr: Porzellan, Emaille, Glas, sowie sämt« liche Haus- und Küchengeräte. Alles neu! Versteigerung bestimmt. Am 1. März entschlief sanft nach kurzer Krankheit mein Schwager Herr Karl Theodor Keil. NEDA- Früchtewürfel das reine Naturprodukt ein Darmreinigungsmittel Keine Gewöhnung.stets gleich gute Wirkung auch bei tägl. Gebrauch. In Apotheken, Drogerien und Reformhäusern schon zum Preise ab 27 Pfennige erhältlich. 29 v NEDA-WERK ■ MÜNCHEN 13 Wo man Ihnen Ersatz anbiet., bittet um Mitteilg. Neda-Werk, München. Bestimmt zu haben: Reformhaus Boermel-Ernst, Kreuzplatz 5, Kräuter- haus Jung, SchulstraBe 5, Drogerie W. Klidinger Nachflg., Seltersweg 69, Kronen-Drogerie, Walltorstraße 29, Thalysia-Anschluß-Reformhaus, Sei- tersweg 62. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,heute morgen nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Roth geb. Schreiner kurz nach vollendetem 59. Lebensjahr in ein besseres Jenseits abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes Roth, Bahnschlosser i. R Plötzlich und unerwartet schied unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Radolf Schöffmann, Dachdecker am 2. März Im Alter von 18 Jahren aus dem Leben. ERNST RAU 6ießen, Walltorstr. 37 Telephon 2208 1*60A Gießen (Moltkestraße 26), den 3. März 1933. Die Beerdigung findet Montag mittag 2V» Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. — Beileidsbesuche dankend verbeten. ____1581 D Heute morgen 8 Uhr entschlief sanft nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber, unvergeßlicher Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel HtrrHeinridiKelil.Wagenauiseheri.il. im 63. Lebensjahr. Ludwig HiU, Schuhmächermeistcr jetzt Sclianzenstr. 8 Am Mittwoch, dem 1. März, nachmittags, starb meine liebe Frau und treue Lebensgefährtin, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Margarete Treuke, geb. Euler im Alter von 52 Jahren. Paul Treuke Marie Frey, geb Treuke Anni Koch, geb. Treuke Gustav Frey Richard Koch und 2 Enkel. im Namen der 3' zum Durchbruch oe politischen Kraft i Staube sagt, daß H aus dieser Erde nu Loden bei blutsmä schast der Nati lismus gleichzusetzei nicht aus einer mal stammt, sondern die wii'L Jas ist das ( Sctoegung, dah e Mtischcn Glaub Ziel der ncuei einer Dolksgemci ohne Änterchied der Mdung in Ko Weit zusammenfi wahre Demokratie wirklich!, die nicht nur-freie DMger dein politische ui aus Grund ihrer leiten sich als ein Tanzen anzusehen Das deutsche D tischen Glaubelis c lung M Lebens bei die Aation zi toeil sie dann in di Ke ganze Kraft Vie llebeczeugung durchdrungen, daß Alt des Führers der Gegenwart 8U fuhren vermag tagt nach eine? S^eiltigen K Lolchen Fähjgke ®hu6en8 einzusehe "LeidensÜe.n XclnS®iI[cn* Fn, der nicht ge' S materiellen Q »eines gQIn EeWes. M Bandsäge- Blätter vorrätig von 8 bis 40 mm Breite sowie prima schwedisrl e Bandsäge-Feilen Oeberg = Eskilstuna für Hand und Maschine. Löten von Bandsägeblättern. U99D Louis Haum Schlossermellter Löberstraße 2. Speise- und Einmach-Essig für Gesunde und Kranke 1 Liter Citrovin ergibt 3-4 Ur. Speiseessig Unsere neueste Rezeptsammlunq. wie man ohne Essig und Kochsalz mit Citrovin-Essig und Citiovin-Salz schmackhaft und bekömmlich kochen und einmachen kann, steht zur Verfügung. Beachten Sie die seit Jehrzehnfen eingeführte Originalmarke. In allen einschlägigen Geschäften erhältlich- Citrovin-Fabrik O. m. b. H„ Frankfurt a. M. Daimierrfrafjo 15 (Postfach 40» Zekenni Die Nation i|Hi kundgebung des Weise die kühnsten den Irrungen und aus die neue W den Sinn dieser Kr Das deutsche So nis abgelegt. Dies! Mche oder wirtsch stimmte und schars । zu tun mit irgend Forderungen von ' das Bekenntnis zi 1565 V Bruchleiden Kohlenschlacken für Wegeverbesserungen und Auffüllzwecke werden billig abgegeben Buderus'sche Eisenwerke Abt. Sophienhütte 1569D I Juchiviev- verfteigerung im Jahre 1933 am Donnerstag, dem ^6. März d.Z., vormittags 10,30 Llhr, inBuhbach. Zur Versteigerung kommen 20 Bullen, 19 Eber des deutschen Edelschweins und 10 Eber des veredelten Landschweins, sämtlich aus Leistungszuchten stammend. WARUM NOCH wo Sie doch dieses Uebel so leicht durch unseren hochkonzentrierten jwvoin verhindern und beseitigen können. Er verjüngt den ganzen Körper, reinigt Blut und Darm, schafft gesunde Säfte, scheidet Harnsäure u. Darmgifte aus u. setzt den Blutdruck herab. Nach einer Kur mit HM" MMMM fühlen Sie sich wie neugeboren. 1 Originalflasche kostet Mk. 2.—, 1 Doppelflasche Mk.rt.50. Zu haben: Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17. Viktoria-Drog. E. Guth, Marktstr. 5, Löwen-Drog. W. Kilbinger Nach!., Seltersw.79a. Ludwigsplatz-Drog. Hans Noll, Neustadt-Drogerie Hans Noll, Germania-Drogerie Seibel, Frankfurter Str. 39. °iv Wer treu gewirkt bis ihm die Kraft gebricht, und liebend stirbt, ja den vergißt man nicht. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, Donnerstag morgen 2 Uhr meine liebe Frau, unsere herzensgute, treubesorgte Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Marie Lein, geb. Schäfer nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren zu sich in sein himmlisches Reich abzurufen. Patent- Matratzen Eig. Herstellung Um- und Aufarbeitungen ffl.55 5,nn* i[30 *«>■» müf 4 L"la^ ponimfl Mlstlt'«^ ohne Operation und ohne Beruf- Störung zu beseitigen ist möglich Ich bestätige, daß mein erfolglos operiertes Bruchleiden durch Danzeisen» Patente gehellt wurde. Magdalene 8., Karlsruhe. Durch Anwendung der Danzeisen Patente bin ich von meinem 15jährigen Bruchleiden geheilt worden. Vinzenz N., Feldkirch. Verlangen Sie Prospekt von: E.Hrlss-I>anzeisen.MannhelmlO2 Waldparkdamm 1. Za sprechen In Blefien, Goethe Straße 46/1: Dienstag, den 7. Dlärz, von 11 bis 4 Ehr. Herrschaftliches Speisezimmer Büfett (2,20 m), Vitrine, Auszugtisch, 2 Sessel, 4 Stühle mit echtem Leder, gut erhalten, billig abzugeben. oua Asbest- Platten 1,2, 3,4 und 5 mm, wieder am Lager. ' 204 D CarlSchunck Zur Frühjahrssaal geb.uoch anerkannte I. Absaaten ab von: Befeierhflfer llr. 2 £o6on)5 SkWoler H. Brückmann, Neuhof oi4oi Saatbaust. d. Hess. Landw.-Kammer. Arbeiten für Schreibmaschine und Vervielfältigungen fert. schnell u. billig an [01406 Carl Seibert, StevhanstraffelVH. Autofahrten werden billigst ausgeführt. Fahrten f. Reisende und Geschäftsfahrt. ie nach Vereinbarung. 01307 K. Lorenz, Tel. 2376 Und S SU i)< hn ersetzt über bi» f?* cn du öeute erf« t labten «nüffen 2' Die ndeneaZ Gesuch daß Qu69Wnet Aation neuen Säti tu1 die WZ SM , okeihtz^ ttne Marburg (Lahn) Dr.Müllers Privatlebranslalten Schale und Schblerbeim in ges. Waldlage. Indiv. Erziehung u. Schulung Vl-OI.Vor- beugunggeg Zeitverlust.OII-Reifeu.Abi- tur. Daneben: alleHandelsschulfächer für kaufm. u. gewerbl. Berufe. Beste Empfeh- lungen. Prosp.u. Erfolgverzeichnisse frei Zur Lieferung von Herden, Oeien, Ersatzteilen oder sonstige in mein Fach einschlagende Artikel U08A Schornslein-Aiiisälze, Kaminrohre usw. usw., im Sinne der Verordnung für Instandsetzungsarbeiten an Wohngebäuden und Umbauten, gewährleistet durch Reichs-Zuschüsse, halte ich mich bestens empfohlen. — Zu fachmännischer Auskunft sowie Angebot, ohne jeglichen Kaufzwang Ihrerseits, bin ich jederzeit gern bereit. Edgar Borrmann Eigenhandlung ♦ Gießen (izschtnack Bekömmlichkeit- unerniM- Heddln