Nr. 258 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreitag, 3. November 1933 Aus der Provinzialhauptstadt für Len. Schneider. Pape. Der Oberschulrat bei der Ministerialabteilunq Bildungswesen Dr. Rudolf Blank ist mit Wirkung vom 1. November ab zum Direktor der Hessischen Landesbibliothek in Darmstadt ernannt wor- NSOAP. In der Ortsgruppe Gießen-Nord findet em heutigen Freitag, 20.30 Uhr, im Parteilokal, Ederstraße 6, eine Sitzung sämtlicher Amtswalter ftatt. In der Ortsgruppe Gießen-Süd treten sämtliche Parteigenossen morgen Samstagmittag 32.30 Uhr Ecke Frankfurter Straße/Friedrichstraße an zur Teilnahme an der großen Kundgebung auf dem Trieb. Jeder Pg. ist verpflichtet, teilzunehmen. Die Unternehmer werden gebeten, ihre Angestellten und Arbeiter entsprechend zu beurlauben. Die Vereine der Ortsgruppe Gießen-Süd schließen sich mit der Hakenkreuzfahne der Ortsgruppe an. Sämtliche DH V. - Mitglieder treten zur Teilnahme an der Kundgebung Samstagmittag 12.45 Uhr an der Ecke Bleichftraße/Lonystraße an. Ortsgruppe Gießen-Ost. An die Amtswalter der PO. und der 715D. Samstag, 4. November, 20.15 Uhr, bei Weber, Kaiserallee 52, Amtswalter-Appell wegen Sammlung der Novemberspenden zum Winterhilfswerk. Der Ortsgruppenleiter: Der Ortsgruppenwalter: Leiter der Abteilung für Junglehrerfragen (Junglehrer, Referendare, Assessoren). Darmstadt, 2. November 1933. Ringshausen, Gauobmann. Oberhessischer Geschichtsverein. Der Vorstand des Oberhessischen Geschichtsoereins teilt sein Programm für die Vorträge dieses Winters mit. Den ersten Vortrag hält am 16. November Dr. Hävernick vom Museum für Hamburgische Geschichte über: „Das mittelalterliche Münz- und Geldwesen im Rhein-Main-Gebiet", den zweiten Dr. Franz Paul Mittermaier am 14. Dezember über: „Territorienbildung im Rhein- Main-Gebiet". Am 25. Januar werden Professor Dr. R o l o f f und Professor Dr. Theodor Mayer „Zur Feier des hundertjährigen Bestandes des deutschen Zollvereins" sprechen und am letzten Vortragsabend, am 15. Februar, Universitäts- Bibliothekar Dr. W a l b r a ch über: „Das Rhein- Main-Gebiet als geschichtliche Einheit". Zu den Vorträgen werden die Mitglieder des Vereins und alle Freunde seiner Bestrebungen jeweils durch die Zeitungen noch einmal eingeladen. Die Mitglieder werden gebeten, für die Begebungen des Vereins zu werben. Was der Verein will, entspricht durchaus den vaterländischen Zielen des Dritten Reiches, in dessen Dienst sich die Geschichtsvereine vorbehaltlos stellen. Versammlung der GießenerMusiklehrer Die Ortsgruppe Gießen des Reichskartells der Deutschen Musikerschaft hielt gestern abend im Restaurant Hindenburg in Verbindung mit dem Ka in pfbund für Deutsche Kul- t u r eine Versammlung ab, in der wertvolle und mannigfache Anregungen für die Förderung des Musiklebens unserer Stadt, insbesondere aber für die Förderung der musikalischen Ausbildung der Jugend gegeben wurden. Versammelt waren insbesondere die privaten Musiklehrer und -lehrerinnen, sowie verschiedene Musiklehrer der Schulen. Nach kurzen Ausführungen des Versammlungsleiters, Herrn K a ft e n , über den Tag der deutschen Hausmusik hielt Musiklehrer Franz Bauer jr. einen Vortrag über das Thema: „Wege und Ziele des privaten Musikunterrichts im neuen Staat". Das Wollen der Musikerzieher gehe immer, so führte er u. a. aus, auf den Dienst am Kunstwerk aus. Musiklehrer sein habe noch immer ernste Arbeit im Dienste der Förderung des Schülers bedeutet. Aus dem Musikerkartell solle demnächst die Musikerkammer heroorgehen, deren Mitglieder nach dem Nachweis einer gründlichen Vorbildung mit einer Lizenz ausgestattet würden, die mehr dem Schutze des Publikums dienen solle, als den wirtschaftlichen Interessen des Musiklehrers. In der Nachkriegszeit habe der Musiklehrer schwere Kämpfe um die Erhaltung der guten Musik gegene die Jazzmusik bestreiten müssen. Unter dem Einfluß der neuen Regierung komme glücklicherweise die gute deutsche Musik wieder zu Ehren. Nachdem der Redner kurz auf die Unterschiede der Betätigung des Musiklehrers in der Schule Und des privaten Musiklehrers hingewiesen hatte, betonte er, daß die Hauptarbeit des privaten Musiklehrers auf der Ausbildung im Instrumentalen liegen müsse. Dabei müsse er neben dem Handwerklichen auch das Künstlerische im Schüler ausbilden, denn der Schüler solle auch zur geistigen Erfassung des Kunstwerkes geführt werden, 'damit er wenigstens die grundsätzlichen Stilunterschiede in der Musik erkenne. Es komme nicht darauf an, ein schweres Stuck mittelmäßig zu spielen, vielmehr darauf, ein leichtes gut wiederzugeben. Der Musiklehrer müsse darüber hinaus Dienst am Konzertpublikum leisten, denn leider sei, was das Konzertpublikum anbetreffe, in den letzten Jahren geistig „abgerüstet" worden. Gegenwärtig sei die Jugend vielfach in Anspruch genommen, trotzdem gelte es aber, in der Jugend die Liebe zur Musik wachzuhalten und dabei besonders das gemeinschaftliche Musizieren zu pflegen. Die Ehrfurcht vor dem Kunstwerk zu pflegen und in die Herzen derSchüler zu verpflanzen sei weitere edelste Aufgabe des Musiklehrers. Es dürfe nicht mehr fein, daß ein Kunstwerk zerstückelt und nach Belieben abgewandelt werde. Der Privat-Musiklehrer hoffe im neuen Staat seine bisherigen Zwecke und Ziele mit Hilfe des Staates energischer verfolgen zu können, als bisher. Die Kultur dürfe, bei aller wirtschaftlicher Not, nicht preisgegeben werden. Kultur allein schaffe bleibende Zeichen. Um eine fruchtbare Weiterarbeit zu sichern, bedürfe es engster Zusammenarbeit zwischen dem privaten und dem Schulmusiklehrer. Es gehe in Zukunft nicht mehr an, daß die „Aida"-Ouvertiire lediglich in Blasmusikbesetzung wiedergegeben und in kritischen Fällen das Oboe durch die Klarinette ersetzt werde, nur weil keiner da sei, der Oboe spiele. Noch weniger aber dürfe wieder der Fall eintreten, daß die Akademische Festouvertüre von Brahms einstudiert und zur Erleichterung der Wiedergabe für die Schüler 60 Takte einfach gestrichen würden, wie es in einer Nachbarstadt einmal geschehen fei. (In Gießen sei in dieser Hinficht erfreulicherweise zu einer Klage kein Anlaß.) Im Hinblick auf derartige Ausschreitungen müsse alle Verantwortlichkeit dem Kunstwerk gegenüber aufgerufen werden Er, der Redner, rege für die Zukunft an, einigen wirklich befähigten Schülern, deren Eltern das Geld für den Musikunterricht nicht aufbringen können, kostenlose Ausbildung zuteil werden zu lassen. Die ganze Arbeit der Musiklehrer müsse dem Ziele dienen, die Freude an der guten Musik wachzuhalten und nach Kräften zu fördern. Der Musik- lehrer sei ja auch von jeher immer mehr ein Idealist denn ein Kaufmann gewesen. Alle Arbeit solle aber der Jugend dienen, denn sie habe für die Zukunft bas Kulturgut der Musik fragen zu helfen. Deshalb müsse neben der an sich durchaus notwendigen körperlichen Ausbildung auch die kulturelle Ausbildung alle Förderung erfahren. Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und löste eine rege Aussprache aus in der noch weitere wertvolle Anregungen gegeben wurden. Ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf den Volks- kanzler Adolf Hitler beschloß den Abend. Bornot,;cn. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr, „Minna von Barnhelm". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wenn am Sonn- tagabenb die Dorfmusik spielt" mit Maria Paudler und Harry Liedtke. — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Die Frau im U-Boot". — Gießener Konzert- verein: 18 Uhr, Musikalisches Institut der Univer- Oas arme Einkind. Wenn es nach einem Wort der Heiligen Schrift schon nicht gut ist, daß der erwachsene Mensch allein sei, so gilt dies noch vielmehr von dem Kinde. Die natürliche Umgebung eines Kindes ist der Eltern- und Gefchwisterkreis, die natürliche Umwelt der Eltern ist die Kinderschar. Beide Teile leiden, wenn diese natürliche Umwelt durch die ebenso unnatürliche von Eltern und Einkind ersetzt wird. Es ist für das Kind gefährlich, die ganje elterliche Liebe und Sorge auf sich zu vereinigen, ebenso wie es für die Eltern gefährlich ist, wenn die machtvolle, natur- hafte Empfindung der Elternliebe, vor allem der Mutterliebe, kein ausreichendes Betätigungsfeld findet. Seele und Gemüt der Eltern werden doppelt leiden, wenn sie sich sagen müssen, daß sie aus eigenem Wollen heraus sich diese Beschränkung auferlegt haben. Das Kind aber wird geschädigt durch die Ueberbetreuung, es sieht sich ständig im Mittelpunkt und wird gewohnt, daß man ihm die Unbequemlichkeiten aus dem Wege räumt und ihm jeden berechtigt scheinenden Wunsch erfüllt. Sa bei der Beschränkung der Kinderzahl oft auch ein übertriebenes Geltungsbedürfnis der Eltern eine große Rolle spielt, so richtet sich dieses auf das Einkind, das nun natürlich auf keinem Gebiet versagen darf, on dem unablässig herumerzogen wird, weshalb so oft Einzelkinder einen sehr manierlichen, korrekten, ober unkindlichen Eindruck machen. Er wird dadurch bestärkt, daß das Kind infolge des ständigen alleinigen Verkehrs mit den Eltern altklug und frühreif erscheint. Es fehlen dem Einzelkind aber auch die Geschwister, die unersetzlichen Erzieher. Nicht durch Vorhaltungen, sondern durch die Wirklichkeit des Geschwisterkreises lernt das Kind Gemeinschaftsleben, das wir heute so hoch einschätzen. Gemeinschaftsleben mit feinen großen Werten: Sicheinfügen und Sichdurchsetzen. Für die Schule, für die Jugendbünde, für die Wehrverbände, für die Volksgemeinschaft kann das Kind nicht besser vorbereitet werden, als in der Gemeinschaft des Geschwisterkreises. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Das Einzelkind wird später immer Hemmungen zu überwinden haben, wenn es sich um die Einfügung in einen größeren Kreis bemüht. (Strengere Verfolgung der Tierquälerei Der preußische Justizminister hat einen Erlaß an die Strafverfolgungsbehörden (Staats- und Amtsanwaltschaften, Polizei usw.) gerichtet, in dem er sie auffordert, in Strafsachen wegen Tierquälerei die in dem Erlaß enthaltenen Gesichtspunkte mit Nakdruck zur Geltung zu bringen und stets auf solche Strafen anzutragen, die wirklich geeignet sind, roher Mißachtung der Pflichten der Menschen gegen das Tier erfolgreich entgegenzuwirken. Der Erlaß lautet: „Durch den § 145b des Strafgesetzbuches in der Fassung vom 26. Mai 1933 ist mit Gefängnis bis z u 6 Monaten oder mit Geldstrafe bedroht, wer ein Tier roh mißhandelt ober absichtlich quält. Durch Schaffung dieser Straf- Vorschrift hat die Reichsregierung der Erkenntnis Rechnung getragen, daß die bisherige Vorschrift des § 360 Nr. 13 StGB. — diese kannte nur Geldstrafe bis 150 Mark oder Haft bis zu 6 Wochen im Falle öffentlicher oder in Aergernis erregender Weise vorgenommener boshafter Tierquälerei ober roher Mißhandlung — einen wirksamen Schutz der Tierwelt nicht gewährleistet hat. Es konnte also hiernach eine Bestrafung wegen Tierquälerei nur dann eintreten, wenn sie vor Zuschauern geschah. Nicht um des Tieres willen wurde also die Tierquälerei bestraft, sondern zum Schutze der Gefühle zuschauender Menschen. Eine solche Auffassung kann Dem Empfinden der heutigen Zeit nicht entsprechen. Wie der Mensch, so ist auch das Tier ein mit Leben begabtes Wesen: feinem Leben, feinem Wohlbefinden gebührt Achtung, wie den gleichen Gütern des Menschen. Es erwächst daher dem Menschen als dem Stärkeren die Pflicht, das Tier vor unnötigen Qualen zu bewahren. Die vielfachen Dienste, welche die Tierwelt tagaus, tagein willig dem Menschen leistet, mahnen, dieser Pflicht mit besonderer Treue zu gedenken." Die Fälle von Tierquälerei werden hiernach, wie mit Bestimmtheit zu erwarten ist, künftig weit höhere Strafen im Gefolge haben, als das — leider — bisher der Fall zu fein pflegte. Oberschulrat Dr. Blaut Direktor der hessischen Landesbibliothek. NG.-Lehrerbund, Gau Hessen-Nassau. 1. Die ursprünglich für "Sonntag, 29. Oktober, 10 Uhr, in Frankfurt a. M. im Restaurant „Zum Storchen" angefetzte Konferenz der Kreisobleute, ihrer Vertreter und der Gauarbeitsleiter wird wegen vordringlicher Propagandaarbeit für die Reichstagswahl erneut auf Sonntag, 19., November, 10 Uhr, verlegt und findet in dem oben angegebenen Lokal statt. 2. Hiermit ernenne ich Herrn Studienassessor Dr. Spalt in Darmstadt, Mathildenstraße 34, zum fität, Zimmer Nr. 47, Generalversammlung. — Christliche Versammlung, Einhorn, 20.15 Uhr, Vortrag von August Schumacher aus Hahn. — Aus Dem Stadtthe a t er büro wird uns geschrieben: Heute 20 Uhr fünfte Vorstellung im Freitag-Abonnement das Lustspiel: „Minna von Barnhelm" von Lessing: Spielleitung: Wolfgang Kühne. Gewöhnliche Preise. Ende: 22.30 Uhr. — Samstag, 4. November, von 20 bis 22 Uhr^ erste Vorstellung für November „Deutsche Bühne", Samstag-Abonnement, das Volksstück: „Arbeit! Dienst! Pflicht!" von Heinrich Bartholomäus. Spielleitung: Hanns König. — Sonntag, 5. November, als Fremdenvorftellung außer Abonnement die Operette: „Wo die Lerche singt" von Franz Lehar. Ermäßigte Operettenpreise. Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. — Die Vereinigung für koloniale Wiedergewinnung hält am Samstag, 4. November, 2ÖV2 Uhr im Vereinsheim, Restaurant H. Dippel, ihre Monatsversammlung ab. Hierbei wird Kolonialfreund Schmidt einen Vortrag halten über „Geschichtliches über Südwest-Afrika". Gäste sind willkommen. ** Morgen keine Sprech st unden des Staatsmini ft er s. Die Sprechstunden des Herrn Staatsministers Jung fallen am morgigen Samstag, 4. November, aus. ** Eine Semester-Eröffnungsfeier der Landesuniversität findet am nächsten Mittwoch, 8. November, 20 Uhr c. t, in der Neuen Aula statt. Bei dieser Feier wird Se. Magnifizenz der Rektor Herr Prof. D. Dr. Bornkamm über das Thema: „Die Sendung der deutschen Studentenschaft in der Gegenwart" sprechen. ** D i e Kranzniederlegung der Studentenschaft im Ehrenhofe der Universität am nächsten Donnerstag zu Ehren der am 9. November 1923 gefallenen Kameraden der Bewegung wird mit einer Gedenkrede von Herrn Professor Dr. D u f e n verbunden fein. ** Krippen-Ausstellung im Katholischen Vereinshaus. Der Katholische deutsche Frauenbund, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet vom morgigen Samstag bis zum Montag im Katholischen Vereinshaus eine Ausstellung von Krippen alter und neuer Meister. Die Schau umfaßt Krippen aus Oberammergau, ferner aus dem Besitz der Gemeinschaft der Krippenfreunde für das Rhein- Verminderung von Gieuerrückstanden. Die hessische Regierung hat sich an die Vevölkv, tung mit der Aufforderung gewandt, ihre laufenden Steuern pünktlich 3u bezahlen und die entstandenen Rückstände planmäßig zu tilgen. Sie hat zugesagt, in diesem Falle einen erheblichen Teil der Rückstände niederzuschlagen. Es wäre salsch, in diesen Maßnahmen eine UnterftüU jung derjenigen zu erblicken, die aus Böswilligkeit und Mangel an Pflichtgefühl ihre Steuern nicht bet zahlt Haden. Diese sollen und werden nicht berück« sichtigt werden. Gedacht ist an diejenigen, die infolge ihrer wi r t s ch a f t l i ch e n Lage nicht zahlen konnten, obgleich sie wollten. Ihnen ist nun die Möglichkeit geboten, sich zu entlasten. Wir erwarten von allen Volksgenossen, daß sie hiervon Gebrauch machen werden. (Es i st (Ehrenpflicht jedes Deutschen, dem Staate zu geben-, was ihm gebührt. Insbesondere wenden wir uns an die Bauernschaft. Sie ist durch Wegfall der Staatsgrundsteuer ab 1. Oktober d. 3. steuerlich so entlastet worden, daß es in kurzem keinen Bauer mehr geben darf, der mit seinen Steuern nicht int Reinen ist. Auch in diesem Punkte werden wir diS politische Zuverlässigkeit messen an der Bereitschaft, zu den Lasten der Allgemeinheit beizutragen. Ge;.: Dr. Harth, Kreisleiter. land und Westfalen, außerdem aus dem hiesigen Museum und wertvolle Krippen aus Privatbesitz. Die Ausstellung ist geöffnet am Samstag von 15 bis 20 Uhr, am Sonntag und Montag jeweils von 10 bis 20 Uhr. Auf die gestrige Anzeige sei befon« ders aufmerksam gemacht. Klugtage der Deutschen Lustfahrt- Werbeaktion in Gießen. Jedes neue Verkehrsmittel findet erst dann seine volle wirtschaftliche und politische Auswertung, wenn es ohne Scheu von den breitesten Volksschichten benutzt wird. Aber jedes neue Verkehrsmittel hat auch zunächst sehr stark gegen Widerstände anzukämpfen, die in den meisten Fällen auf reinen Vorurteilen beruhen. So ist es der Eisenbahn ergangen und dem Auto nicht minder. Heute lachen wir über Vorurteile, die sich ihrer Einführung in den Weg gestellt haben, und sind allzu häufig noch in dem gleichen Vorurteil gegenüber dem Flugzeug befangen! Die An dieZugend in Stadl und Land! Wir wissen, daß in der jungen deutschen Genera- tion großes Interesse für die Luftfahrt vorhanden ist. Viele Buben und Mädels haben den sehnlichen Wunsch, wenig st ens einmal fliegen zu können. Dieser Wunsch kann für manche in Erfüllung gehen, wenn sie in dem morgen erscheinenden Preisausschreiben des Gießener Anzeigers durch richtige Lösung der Fragen über Ereignisse der deutschen Luftfahrt in die Reihe der erfolgreichsten Preisträger kommen. Line Anzahl F r e i s l ü g e stellen wir diesen Buben und Mädels zur Versügung. Andere Preisträger erhalten wertvolle Preise, die mit der deutschen Luftfahrt im Zusammenhang stehen. AlleBuben undMädels in Stabt und Land beteiligen sich an diesem Kreistug-Wettbewerb desG.A. meisten Menschen glauben immer noch, das Flugzeug sei gefährlicher als alle anderen Fortbewegungsmittel unseres Jahrhunderts. Obwohl alle Statistiken das Gegenteil beweisen, verharren sie in dieser falschen Vorstellung und begegnen dem Flugzeug mit Mißtrauen, nicht viel anders, als handele es sich um die halsbrecherischen Kunststücke von Zirkus- atrobaten. Die Luftfahrt hat heute ebenso nationale Pionierausgaben wirtschaftlicher wie politischer Natur durchzuführen, wie in der großen Epoche der hansastädte die Schiffahrt. Diesen großen Aufgaben kann sie erst dann gerecht werden, wenn bas ganze Volk an ihnen teilnimmt. Es muh also zum Luftfahrtgebanken erzogen werben, damit Flugzeug und Luftverkehr etwas ebenso selbstverständliches werden, wie Auto und Eisenbahn. Dieses Ziel hat sich die Deutsche Luftfahrt- Werbeaktion in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Luft-Hansa gesteckt und bereits in mehr als hundert Städten eine großangelegte Luftfahrt- Werbung durchgeführt, die in den nächsten Tagen auch in Gießen ihren Anfang nimmt. In der Erkenntnis, daß, wer die Jugend hat, die Zukunft hat, richtet sich diese Aktion besonders an unsere Schulkinder. „Der DeutschenJugend" steht auf der Motorhaube des Flugzeugs, das dazu bestimmt ist, unsere deutschen Jungens und Mädels mit Hanseatengeist zu erfüllen, der heute die Lust erobern will, wie einst die unerschlossenen Meere. Ein beispielloser Erfolg hat den erzieherischen Wert und die nationale Bedeutung dieser Werbeaktion erwiesen. Auf Empfehlung der Kultusministerien und aller maßgebenden Stellen haben sich meist sämtliche Schulen der Städte mit Hunderttausenden von Kindern geschlossen zu den Veranstaltungen eingefunden und waren begeistert von dieser Art der Werbung, die so gar nicht abstrakt ist, sondern lebendigste An« schauung übermittelt. Die Kinder dürfen ;um erstenmal alles aus nächster Rahe milerleben, woran sie sonst nur aus respektvoller (Entfernung teilnehmen dürfen. Den um das Flugzeug versammelten Kin- dem wird in lebendigem Frage- und Antwortspiel erzählt, was es alles für Flugzeuge gibt, wie man fliegt und was der deutsche Luftverkehr und die Luft-hansa bedeuten. Aber bei dieser bloßen Belehrung bleibt es nicht! die Kinder dürfen auch alle auf das Flugzeug steigen und die Kabine und den Führersitz mit all seinen Steuervorrichtungen und Instrumenten besichtigen. Jedes vierzigste der an Der Besichtigung teilnehmenden Kinder erhält eine Freikarte für einen Rundflug, und die Schulen veranstalten Wettbewerbe zum Luftfahrtthema, bei denen die besten Arbeiten (Aufsätze, Gedichte oder Zeichnungen) ebenfalls durch Freiflüge prämiiert werden. Um recht vielen deutschen Jungens und Mädels das unvergeßliche Erlebnis zu geben, einmal fliegen zu Dürfen, finD der Luftfahrt-Werbeaktion großzügige Stiftungen zur Verfügung gestellt worden. So entfällt auch auf unsere Stadt eine große Anzahl der Tausende von Freiflügen, die die JG.-Farbenindu- ftrie den deutschen Schulkindern schenkt. Und wem das Glück bei Der Verteilung nicht hold war, dem bieten sich noch andere Möglichkeiten, einen kosten« losen Rundflug über Die Heimat zu erringen. Den fleißigen Rälselralern winken die Frei- flüge, Die Der Gießener Anzeiger als Gewinne in einem großen Luftfahrt-Preisausschreiben, das am kommenden Samstag veröffentlicht wird, verspricht. Auch Der ReichsverbanD Des Deutschen Gartenbaues hat jeDer Schule eine Anzahl von Freiflügen gestiftet, Die mit ein wenig Geschick und Fleiß erarbeitet werden können. Sie sollen denjenigen zufallen, • die einen guten Aufsatz, ein launiges Gedicht oder eine hübsche Zeichnung anfertigen über unsere einheimischen Gartenbauerzeugnisse und ihre Verwendung. Auf diese Weise wird das Angenehme mit Dem Nützlichen verbunden: Der erfüllte Herzenswunsch einer flugbegeisterten Jugend mit der Werbung für einen der größten und lebenswichtigsten Zweige unserer Volkswirtschaft, Den deutschen Gartenbau. Die Tatsache, Daß wir täglich etwa zwei Millionen Mark für Früchte, Blumen und Gemüse, die unfern einheimischen Gärtnern zukommen sollten an Das AuslanD gehen lassen, zeigt zur Genüge, wie nützlich, ja notroenDig Die erzieherische Aufklärungsarbeit ist, die Das Flugzeug „Der Deutschen Jugend" Damit übernommen hat. — Fast 20 000 Kinder konnten sich so schon einen Freiflug erwerben. UnD wer nicht zu Diesen Glücklichen zählt, kann schon für 3 Mark (Erwachsene für 6 Mark, Lehrer, Angehörige der Reichswehr, SA., SS. und der Polizei für 5 Mark) an einem Rundflug von zehn Minuten Dauer teilnehmen, die einer Luststrecke von etwa 30 Kilometer entsprachen. Geführt wird das Flugzeug von Flugkapitän Freiherrn v. A l t h a u s , der in seiner 15jähri- gen Fliegerlaufbahn Hunderttausende von Kilometern ohne Unfall geflogen ist. Die mehr als 60 000 Menschen, die mit Dem „Flugzeug der deutschen Jugend" zum ersten Male einen Flug erlebten, waren alle begeistert, vor allem natürlich Die Jugend. Sie wird gewiß auch hier „ihr Flugzeug mit Jubel empfangen. Die Werbeaktion Dauert vom 5. bis 12. November. Wir werden Näheres von ihrem Verlauf berichten« // Tfb' wu/ß iß MAut / in der er einen Üeberblick über die Halle die Treue deinem angestammten Heimatblatt! ■ Xral*-j)o wärtig in Gang t Vereins gab. Seine Worte klangen in einem Irene* befenntnis zu Volk und Vaterland aus. Förster Trasse (Oberkleen), der Führer des Äriegeroer* bandes Hüttenberg, überbrachte dem Verein herz* liche Glückwünsche. Weitere Glückwünsche brachteV In Treue hat auch zu dir und zu deinen Vorfahren der Gießener Anzeiger gestanden durch beinahe zwei Jahrhunderte hindurch! Daran muffen wir erinnern zu einer Zeit, zu der die gesamte deutsche presse und damit der Gießener Anzeiger mit vollster üederzeugungskrast sich einsetzen für das einstimmige „Za" aller Volksgenossen am 12. November. Dieses einmütige Ziel hält Zeitungs- werber in Parteikleidung leider nicht davon ab, zur gleichen Zeit an die Bezieher des Gießener Anzeigers heranzutreten und sie unter starkem Druck zur Abbestellung zu Gunsten eines Partei- blattes zu veranlassen. Aus Gießen, Wieseck, Lollar, Heuchelheim und anderen Orten sind uns diese bedauerlichen Vorgänge gemeldet worden, deren Abstellung auf gütlichem Wege wir beim zuständigen Verlag versucht haben. Für die benachbarten Ortschaften des Dillkreises hat das unangemessene Auftreten von Zeitungs- Werbern zu folgendem Äefehl des Führers der Ärigabe 48 geführt: Ss ist ,'n den letzten Tagen im Oillkreis mehrfach vorgekommen, daß SA-Männer in Uniform für Zeitungen und Zeitschriften geworben und die Bevölkerung durch ein unangemessenes Auftreten unter einen gewiffen Druck gesetzt haben. Ich verbiete aufs strengste den Mißbrauch der Uniform zu geschäftlichen Zwecken und werde unnachsichtlich jeden SA-Mann bestrafen, bzw. aus der SA ausschließen, der sich im Lnterefte der Zeitungswerbung Uebergriffe gegen die Bevölkerung zuschulden kommen läßt. Alle SA-Aührer haben solche SA-Männer, die gegen diesen Befehl verstoßen und dadurch das Ansehen der SA schädigen, sofort festzunehmen. Wie wir schon ftüher und wiederholt bekanntgaben, steht es jedermann frei, die Zeitung zu halten, die ihm gefällt,- er kann jede andere ohne irgendwelche Folgen für ihn ablehnen. Wer mit um lauteren Mitteln zum Äezug einer Zeitung auffordert, verstößt gegen die guten (Sitten und macht sich wegen unlauteren Wettbewerbs strafbar. Wer unter Zwang bestellt oder einen Äestellschein unterOruck unterschrieben hat, ist nicht verpflichtet,dieseZeitung entgegenzunehmenund zu bezahlen. Verlag des Gießener Anzeigers. t Irtis a. b. ßba., 2. Noo. Am vergangenen Montagabend lief in unserer Kirche der ?jilm: „10 0 Jahre Rauhes Hous-, ein Schmal- film, der, erst im letzten Jahre ausgenommen, in das Leben und Treiben dieser großen Anstalt der Inneren Mission hineinführt und zeigt, wie hier ein großartiger Aufbau am deutschen Volkstum durch die christliche Liebe getrieben wird. — Die Sammlung für die Winterhilfe ergab 232,5 Rentner Jtartoffeln, 72 He " ---- Zentner Äartof’eln, 72 Zentner Getreide, 55 Pfund Gemüse und 110 Mark in bar. f • 3. Nov Sei den gegen* chen Abbrucharbeiten in der Kar ,'n ei PlS’t» > Wb lös > zert eingeladen, da» flfchnpp,- Bataillons 15. Infan- Ld- 8#ffgS KZ ®°rben. n Iw- ► voll uni) fl JIfait oon 20( firntr Leruä jp1 oerstänblh schir Ek linbfjch unb Betriebti «kmawa b5zlJKti®oi6 bi< ®b bie ; ** »Muro b, •xndjut: ^iain: te’ y*. 5,i «. bi«1 5oüe^n BUlbc bic vaterländische Kundgebung geschlosf« rn 9AUnbN Wöyz sle n Sonntag ist der Tag der deutschen haus- 2 Pflanzungen öcnn ber 5ü^ter die Forderung ausgestellt wünscht dem ba& an diesem Tage sich das ganze Volk ver- Lebensadend! ^"den fühlen soll in einer Schicksalsgemeinschafl, ^erige Forsts I® bedeutet diese Forderung nichts anderes, als den kn-Linden, Auf an die deutsche Hausfrau, sich für „Wir gehen in die Betriebe!" Deutsche Dunlop Gummi Compagnie AG. Hanau. find 445 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt und zwar 144 männliche und 301 weibliche. Neben der Zigarrenfabrikation werden in Heuchelheim auch die Zigarrenkisten fabriziert. Auch bei dieser Arbeit wird fast alles mit der Hand gemacht. Nach der Besichtigung des Werkes versicherte der Werkleiter Herr Rinn, daß alles getan werde, um die wirtschaftliche Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen, deren Löhne niedrig sind, zu verbessern. Oie hygienischen und sanitären Einrichtungen des Werkes Heuchelheim sind als einwandfrei zu bezeichnen. Zum Abschluß des Besuches wurden alle Werksangehörigen zusammengerufen. In einer kleinen Ansprache teilte Herr Rinn mit, daß aus einer Wohlfahrtskasse, die jetzt den Betrag von 980 000 Mark erreicht habe, im Augenblick 17 Pensionäre eine zusätzliche Pension erhalten. Für Neubauten und Umbauten sind für das laufende Geschäftsjahr 200 000 Mark vorgesehen. Mit einer Ansprache an schaffen werden können, da werden sich Gaubetriebszellenleiter Becker und Generaldirektor Bräu- ning selbst — das haben sie sich in die Hand versprochen — gemeinsam dafür emsetzen, sie zu erreichen. Ganz nebenbei sei hier bemerkt, daß die damals veröffentlichte Lohntüte die eines jungen Mannes war, der sich noch in feiner sechswöchigen Einarbeitung befindet. Ueber 50 Werksangehörige blicken auf eine 25jährige Dienstzeit und über 130 auf eine solche von 15 Jahren zurück. Wir haben die sozialen Einrichtungen der Firma tennengelernt. Es steht eine große Kantine, die über 1500 Personen faßt, zur Verfügung. In einer neuzeitlichen Küche werden in Spezialdampfkesseln die Speisen zubereitet und ein auskömmliches Essen von 20 Pf. an verabreicht. Aus einem Wohlfahrtsfonds werden namhafte Spenden für Jubiläen, Hochzeiten, Sterbefälle, sowie für die Kinder der Werksangehörigen, Konfirmandenbeihilfen und Weihnachtsgeschenke verteilt. Weitgehende Schutzvorrichtungen an Maschinen und Apparaten sind vorhanden, gut eingerichtete Wasch- und Ankleideräume, Bäder und Brausen stehen der Belegschaft zur Verfügung. Für die Adolf-Hitler-Spende, wie auch für die Winterhilfe wurden jedesmal 20 000 Mark gestiftet, und es ist ein Kennzeichen für den guten Geist der gesamten Belegschaft, wenn man hört, daß eine Sammlung für die Winterhilfe im Betrieb einen Betrag von 8000 Mark ergeben hat. Die Deutsche Dunlop-Gummi-Gesellschaft ist heute weitaus das größte industrielle Unternehmen :m Stadt- und Landkreis Hanau. Dank seiner vorbildlichen Organisation hat es sich zur zweitgrößten Reifenfabrik Deutschlands erfolgreich heraufgearbeitet. Besonders hat uns gefreut, daß die großen Reden unsere- Führers und alle grundlegenden Aeußerungen unseres Pg. Dr. Robert Ley jedem einzelnen Werksangehörigen in gut ausgestattetem Sonderdruck kostenlos feit unserer Machtübernahme zugestellt werden. Bei dieser zweiten eingehenden Besichtigung des Betriebes haben wir wirklich ein günstiges Urteil von der Deutschen Dunlop gewonnen. 2et.^einä har: Führer Müller (Kriegerverein Hörnsheim), c ff ^nem bu Führer Wenzel (Kriegeroerein Lützellinden) und di - bah » Vorsteher a. D. Jung (Kriegeroerein Hochelheim), i; 6e Wtsiilin, $ie folgenden Darbietungen der Reichswehrkapelle hb* Wr wurden von den zahlreichen Zuhörern mit stärkstem z.-j^Das Ü3ef. Beifall und großer Begeisterung ausgenommen. fften ist b Polizeihauptwachtmeister Langsdorf dankte zum Cchlutz allen Mitwirkenden und forderte auf, am 12. November zur Wahlurne zu gehen und sich er» mut zum Führer zu bekennen. Mit dem gemein» fernen Gesang des Liedes „Ich hab mich ergeben" 'm Hess.-Nass. |fd 7 zur kosten. Itl ÖSttfl Sä.“ ^rotoetreik f fer Kartoffeln ' i,Jer Spenim ' cWorganifati0. i Wen Aolkrqe. i her fiieisfeihmq Waffung des । sand im Amte, und Arbeiter bet « Äutz-Sch»,. Mwftage imb usfthrungen de- Me verfolgt.- )Q gab hier eine er_lumf)ane. Der Schröder lei- chulungsleiter bet ab einen Mckbliik die Belegschaft durch den Gaubetriebszelleninspektor Göbel schloß die Besichtigung ab. Für jede Arbeit, so führte er aus, sei allein maßgebend der Wille des Führers, für den jeder Deutsche bereit fein müsse, Opfer zu bringen. Der Klassenkampf und die liberalistisch-kapitalistischen Gedankengänge seien nacht werden, baß _ ____ z _ z. . __________ ich den Unknm Zßionen Kilowatt, der Wasserverbrauch bis zu 400 (, es müsse $ub .Kubikmeter pro Stunde (dieser Verbrauch entspricht ffen „Sicger-mö - mx " ' ' ' hte'; es bürfe «t ;it hatten Wam , , _ lenen Regiettingito-Ieugk, daß die Firma die tariflichen Bestimmun- Lersllavungs-Be.i'«gtt roll und ganz einhält. Daß es bei einer Be° « bes Dolksoermö'lSchaft von 2000 Mann nicht 2000 Zufriedene gibt, 5 hcrausbeschworenfist unter Berücksichtigung der menschlichen Natur ibe an den Kriegs-«vohl verständlich. Daß unter dem heutigen scharfen yrrade den Dpfern?B(tt6eroerb schwer gearbeitet werden muß, ist auch »5 Dateilandes ge-inrständlich und wurde uns auch in allen anderen n'uht verloren. Düipchen Betrieben bestätigt. Wo Erleichterungen ge= x niiljning unser!: selbst ^"^Muberuswerk, Abteilung Lollar.-Zigarrenfabnk Rinn & Clooö, Heuchelheim. --^urTberen $n' Um Mittwoch besichtigte Gaubetriebszelleninspek» -iin-fidiert betametoiler Göbel die Buderuswerke, Abteilung '"mürbe die ihnen!Llüir und die Zigarrenfabrik Rinn & Eloos Ptutari» feiern Heuchelheim bei Gießen. Ueber diese Besuche wird o firiea^ ^m Büro der Arbeitsfront in Frankfurt fol- L LÄ" S'^.berichtet: iam ju fflafelenJ ®,c Main-Weser-Hütte in Lollar ub" Mr un^jMörf dem Merk in Lollar zu den Bude- V“ InMAaft USDerken in Wetzlar. Das Werk Lollar fa- ^^--,rnstehenb»Wert Heizkessel und Radiatoren. Wir verfolgen . Ln unb f“1” ®au eines Heizkörpers vom rohen Erz bis zum «Werten Heizkörper, der vielleicht schon in 14 Ta- sgenoW. y^öen. M in einem Neubau in Tätigkeit tritt. Das Rohweck Ausbleiben- »sm lagert unter freiem Himmel. Wir gehen in fit 7' nUt Frie-!M weitgelagerte Halle, in der Dutzende von klei- fi/tone- itboci Tier. Fkämmchen leuchten und dos düstere Grau er» «rum 'sei ^Mn. An der Seitenwand der Halle steht eine Bat- ' . mnnembet0 DOn W Schmelzöfen. Ein Arbeiter läßt flüs- 12' -tl ebt 109 Eisen in einen Transportwagen laufen. In n und ।f. !!.tinen Töpfen wird flüssiges Eisen fortgeschafft an!®0“ in die Formen gegossen. Schon nach wenigen ?ineM ^.USutiiten rFfaltet das Eisen, und die Heizrippe ist ib das DJLj(J)lan>®ßl®c.en- Sie wird in eine Schüttelmaschine gehängt in das umi in kurzer Zeit von Schmutz und Sand gerei- maen. ä Mit Hammer und Meißel wird dann der 9 UloD. $ej.fJ{.l'tmcflungsprode6 fortgesetzt. Eine Maschine dreht , SonnH.’?1" <9eromt)e m tue Oeffnungen und die einzelnen „„ aus btt ^ hfl5E|mTippen werden dann untereinander verbunden. 7r t ®efegfrf)aft ifljefet wieder so stark wie im Gallons 15.3LÄel913 u;- '94 Vertretern und 20 eigenen Verkaufsstellen in Hauptstädten Deutschlands. Das Fabrikgelände is, yo Wne tr umfaßt jetzt 120 000 Quadratmeter, wovon 45 000 : bezichtigen, uns Quadratmeter bebaut sind. In einem modernen bei.habe der beut- Mechaus dienen 2000 Quadratmeter Heizfläche mzösische und eng- öem Betrieb. Der Dampfverbrauch beträgt 25 000 ian. Dem Ausland gh 30 000 Kilogramm pro Stunde, der elektrische VvlksMimmuW am 12. Aovember 1933. Betr.: Volksrundgebung am 4. November in Gießen. An die Iührer sämtlicher Vereine, Berufsverbände und ähnlicher Gliederungen. Am Samstag, dem 4. November, um 14 Uhr, findet auf dem Trieb in einem eigens hierzu erbauten Zelt eine große Volkskundgebung statt. Es sprechen: Reichsstatthalter in Hessen und Gauleiter Sprenger, Reichsernährungsmlnisier Walter Darre, Staatssekretär Backe und Landesbauernführer Dr. Wagner. Die Kundgebung muß im Hinblick auf ihre Bedeutung, die weit über das Stadt- und Kreisgebiet hinausgeht, auch den erforderlichen äußeren Rahmen haben. Unter Bezugnahme auf die mit den Führern der Vereine getroffene Verabredung, ihre Mitglieder den Volksabstimmungskundgebungen zuzuführen, fordere ich alle Führer von Vereinen, Berufsverbänden und sonstigen Gliederungen auf, wie zur Kundgebung mit Reichsstatthalter Wagner eine geschloffene Beteiligung ihrer Verbände zu oeranlaffen. Rückfragen sind an die Kreisleitung, £ 0 - ber st raße 9, Fernruf 4032, zu richten. Gez.: Dr. Harth, Kreisleiter. * Zu der am Samstag. 4. November, auf dem Trieb stattfindenden Volkskundgebung, bei der Gauleiter und Reichssiatthalter Sprenger, Reichsbauernführer und Reichsminisier Dr. D a r r ö, Staatssekretär Backe, sowie Landesbauernführec Dr. Wagner sprechen werden, sind in Gießen Kartenvorverkaufsstellen eingerichtet, und zwar bei Richter, Frankfurter Straße Krauch, Papierwaren, Bahnhofskolonnaden B u ch l a d e n . Seltersweg Oberhessische Tageszeitung Ortsgruppe Nord bei N 0 h l, Ederstraße Ortsgruppe Oft bei Weber, fiaiferaUee Kreisleitung, £öberstraße. Ueber 230 Arbeiter find mit der Aufrichtung des Riefenzeltes auf dem Trieb beschäftigt. Allein 8000 Bieter Bank werden zur Schaffung von Sitzgelegenheit benötigt. Line große Anzahl Sonderzüge ist erforderlich, um die Taufende von Volksgenossen aus den benachbarten Gebieten nach Gießen zu bringen. Nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen wird die Kundgebung die größte werden, die Gießen jemals gesehen hat. Tausende Volksgenossen werden an diesem Tage ein Treuegelöbnis ihrem Führer gegenüber ablegen und sich geschlossen hinter den Volkskanzler stellen. Den Ordnungsdienst wird an diesem Tage der SS.-Sturmbann 4/33 durchführen. Sechs Sonderzüge fahren zur Volkskundgebung nach Gießen. Die große Volkskundgebung, die morgen nachmittag in Gießen stattfindet, hat die Reichsbahn veranlaßt, eine Reihe von Sorcherzügen nach Gießen verkehren zu lassen. Nachstehend seien lediglich die Abfahrtszeiten und Ankunftszeiten der einzelnen Züge bekanntgegeben: 1. Homburg — Ufingen — Wetzlar — Gießen: Homburg ab 9.22, Wetzlar ab 11.37, Gießen an 12 Uhr. 2. Fulda — Gießen: Fulda ab 9.02, Gießen an 11.21 Uhr. 3. Frankfurt a. M. — Gießen: Frankfurt ab 10.05, Gießen an 12.14 Uhr. 4. Dillenburg — Gießen: Dillenburg ab 10.30, Gießen an 11.45 Uhr. 5. Limburg — Gießen: Limburg ab 10.45, Gießen an 12.10 Uhr. 6. Gelnhausen — Gießen: Gelnhausen ab 10.25, Gießen an 12.08 Uhr. Der Zug Gelnhausen — Gießen hält bis Nidda auf jeder Station, von Nidda aus fährt er aber ohne Aufenthalt bis Gießen durch. Der Zug Limburg — Gießen hält auf keiner der Untermegsftationen. Die übrigen genannten Züge halten in jedem Vahnhos. Nähere Auskunft über die Abfahrtszeiten von den einzelnen Bahnhöfen geben die Beamten an den Fahrkartenausgabeschaltern. Flaggen heraus! von der Stadtverwaltung wird uns geschrieben: Am Samstag, 4. November, 14 Uhr, findet auf dem Trieb eine große Volkskundgebung statt. Es sprechen: Reichsstatthalter in Hessen und Gauleiter Sprenger, Reichsernährungsminister Walter Darr 6, Staatssekretär Backe und Landesbauernführer Dr. W a g n e r. Zu dieser großen vaterländischen Kundgebung, die in ihrer Bedeutung weit über das Stadt- und Kreisgebiet hinausgeht, muß die Stadt imFest- s ck m u ck erscheinen. Wir fordern deshalb die Bevölkerung auf, am 4. November die Häuser festlich zu beflaggen! GG-Giurmbann IV/33. Während der am Samstag, 4. November, 14 Uhr, stattfindenden großen Kundgebung auf dem Trieb mit Reichsminister Darre und Statthalter Sprenger verrichtet der SS.-Sturmbann IV/33 den gesamten Ordnungsdienst. Ich bitte deshalb die Arbeitgeber, die bei ihnen beschäftigten S S.- 2TI ä n n e r z u beurlauben. Von den Behörden erwarte ich ohne weiteres, daß sie im Interesse der Sache die SS.- Männer vom Dien ft befreien. Der oftmals angezogene Erlaß des Stabschefs Röhm kann für diesen Sonderfall nicht gelten. Der Führer des SS.-Sturmbannes IV/33 SS.-Stanbarte. 21L d. F. b.: Nickel, SS.-Sturmhauptführer. Hitler-Lugend/ Bann 116. Auf besonderen Wunsch des Reichsstatthalters Sprenger nimmt die Hitler-Jugend geschlossen an der morgigen Bauern-Kundgebung teil. Wir fordern daher alle Lehrherren auf, ihren Lehrlingen Gelegenheit zu geben, ihrem Dienst in der Hitler-Jugend nachkommen zu können. Die Führung der Hitler-Jugend, Bann 116. Vekannlmachungen Beförderungen: Zum Polizeioberst-Leutnant unter gleichzeitiger Ernennung zum Landespolizeiführer der Polizeimajor Heinrich Jacobsen zu Darmstadt; zu etatmäßigen Polizeihauptleuten die charakterisierten Hauptleute Hans Jetschi n und Ernst B a ch zu Darmstadt; sämtliche mit Wirkung vom 16. Oktober 1933 ab. Wiedereinstellungen: Der Polizeimajor a. D. Karl Geppert zu Darmstadt zum etatmäßigen Major unter Beibehaltung des Charakters eines Polizei-Oberstleutnants, mit Wirkung vom 16. Oktober 1933; der überplanmäßige Polizei-Oberleutnant Heinz Balser zu Darmstadt zum Polizei-Oberleutnant mit Wirkung vom 1. August 1933. Lharakterisierungen: dem Polizeimajor Ludwig Emil Hofmann zu Mainz wurde der Charakter eines Oberstleutnants, dem Polizeihauptmann Karl Philippi zu Darmstadt der Charakter eines Polizeimajors mit Wirkung vom 16. Oktober 1933 verliehen. (Ernannt wurde: am 20. Oktober 1933 der außerplanmäßige außerordentliche Professor und Oberarzt der Nerven- klinik der Universität Tübingen, Dr. Hermann 9 Hoffmann, zum ordentlichen Professor für Psychiatrie und Nervenkrankheiten und zum Direktor der Nervenklinik an der Landesuniversität in Gießen mit Wirkung vom 1. November 1933 an. Am 20. Oktober 1933 der Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht Offenbach a. M., Dr. Heinrich Eise, mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 zum Amtsgerichtsdirektor beim Amtsgericht Darmstadt. Der Kriminal-Hauutwachtmeister Ludwig Schei - k e r zu Darmstadt wurde auf Grund des § 5 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums mit Wirkung vom 1. November 1933 zum Polizei-Hauptwachtmeister ernannt. am 28. Oktober 1933: der Oberschulrat bei dem Hessischen Staatsministerium, Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum, Dr. Rudolf Blank, zum Direktor der Hessischen Landesbibliothek in Darmstadt mit Wirkung vom 1. November 1933 an; der Architekt Regierungsbaumeister a. D. Erich Mindner aus Heidelberg zum ordentlichen Professor für Baukunst an der Technischen Hochschule mit Wirkung vorn 16. Oktober 1933 an; ber Architekt Joseph Tiedemann aus Berlin zum ordentlichen Professor für Baukunst an der Technischen Hochschule Darmstadt mit Wirkung vom 1. November 1933 an; durcb den Herrn Reichsstatthalter in Hessen auf Vorschlag der Hessischen Regierung: am 20. Oktober 1933: der hauptamtliche Vorsitzende des Arbeitsgerichts Offenbach a. M., Arbeits» aerichtsdirektor Dr. Hermann Feilbacb, zum Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht Offenvach । a. M. mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 an; ! des perfonalamles. der hauptamtliche Vorsitzende des Arbeitsgerichts Mainz, Arbeitsgerichtsdirektor Dr. Reinhard Koch, zum Amtsgerichtsrat der Besoldungsgruppe A2b beim Amtsgericht Mainz mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 an. 3n den Ruhestand verseht wurden: Am 13. August 1933 auf fein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. November 1933 der Vorstand der Buchhaltung des Hessischen Staatsministeriums, Ministerialabteilung 3 (Arbeit und Wirtschaft), Rechnungsdirektor Adam Mahr zu Darmstadt, mit gesetzlichem Ruhegehalt in Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste und unter Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns. Auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt wurde der Oberrechnungsrat bei der Buchhaltung der Mini- sterialabteilung I d (Finanzen), Wilhelm Herberg zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste und dessen im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns. Aus ihr Nachsuchen wurden in den Ruhestand versetzt: auf Nachsuchen der Kammunalfarstwart Peter Pfeifer zu Lindenfels mit Wirkung vorn 1. Dezember 1933 unter Anerkennung der ge» geisteten langjährigen treuen Dienste; am 13. Oktober 1933 auf Nachsuchen der Pflege- meister Georg Adam M e i ft e r bei der Landes- Heil- und Pflegeanstalt bei Alzey mit Wirkung vom 1. Februar 1934; am 18. Oktober 1933 auf sein Nachsuchen mit Wirkung vorn 1. Januar 1934 der Verwaltungs- Oberinspektor bei dem Hessischen Staatsministe- rium, Ministerialabteilung 1/e (Landwirtschaft) Friedrich Enael mit gesetzlichem Ruhegehalt in Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste und unter Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns; der Polizei-Verwaltungsoberassistent Jakob Schanz zu Worms auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. November. 1933, unter Anerkennung der dem Staate geleisteten Dienste; am 20. Oktober 1933 auf Nachsuchen der Werkführer Wilhelm S o l b a ch an der Landes-Heil- und Pflegeanstalt bei Gießen mit Wirkung vom 1. Februar 1934 und die Oberpflegerin Katharina Neff bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt bei Gießen mit Wirkung vom 1. Dezember 1933; am 23. September 1933 der Gewerbeinspektor beim Gewerbeaufsichtsamt Mainz Johann Georg M e s- s e r mit Wirkung vom 1. Dezember 1933. Der Volizeimajor Otto Schmitt zu Darmstadt wird auf Grund des Artikels 17 des Gesetzes über die Schutzpolizei mit Wirkung vom 1. November 1933 aus dem Staatsdienst entlassen. ro'i Wundsein: Pen aten-Creme in npoin.-urog. DU, -.UU, 9JL-$po Telefon 3403 Zwangsversteigerung MKM Am Jreilog, dem 24. November 1933, vormittag» 9 Uhr. wird im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen. Zimmer 112, das nachstehende, im Grundbuche zu Gießen dem Balthasar Amend in Gießen zugeschriebene Anwesen Hundsgosse 4 6759D Jlur 1, Jlr. 400 = 34 qm hofreile. ortsgerichtlich geschätzt auf 4680 NM., versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel. Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehangt. Gießen, den 31. Oktober 1933. I. A. des Hessischen Amtsgerichts: Leo. Ortsgerichtsvorsteher. bankgirokonto und deren Postscheckkonto Berlin 12 unter Angabe der Kontobezeichnung: „Stiftung Iw Opfer de' Arbeit". | Kaufqesuche | Äuio geschlossener Wagen m bestem Zustande, Baujahr 1933,gegen Kasse nefudit 2christl.Anneb.unt. 106322 a.d.l^tcsi.Anz. aufgenommenen Sieg über Weltmeister Scherenchk Belgien davon. e Beim Genfer Reitturnier gab e» scho, am Eröffnungstage einen deutschen Rettersieg. Lt Arel Holst gewann aus „Cgly den Prix de l (stritt überlegen vor dem Italiener Rasello. IockeyGrabsch begibt sich wahrend der ®ia terruhe im deutschen Galopp-Rennsport nach eük asriko, um dort in den Sattel zu steigen. Deutscher Meister im Mannschafts ringen wurde Hörde 04 durch einen Gesamtste Bohnern ein Vergnügen -aber nur mit Zur Bekämpfung des Frostspanners jetzt Leimringe anlegenl Denkt an die „Stiftung für Opfer der Arbeit"! Einzahlungen an Reichskredltgesellschast Berit 8. vehrensstrahe 2122, sowie auf deren Reich, MeMitz ui verkaufen, g ftrofborfer Str» brgtinehmen Erkaltung krankheiten. Geben Sb deshalb Ihren Kindca stet» einige Kaiser'« Brest-CnramsIlM mit auf den Weg. Gott der Herr hat meine Hebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Gerber, geb. Becker Im Alter von 67 Jahren von uns genommen. In tiefem Schmerz die trauernden Hinterbliebenen: Ld.N..-Peter Gerber Gießen, den 3. November 1933. Beerdigung: Montag. 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof. Beileidsbesuche dankend verbeten. lüer viel arbeitet, nucss auf- schlafen.—Scu-um f,r kann eben Schlaf nicht stören. Jetzt; Beatei 36 W Dose 48 a. 76 Pt Zu haben in Am theken, Drogerl und wo Plaka sichtbar Mietgesuche Iuuaco ('•‘beunnr mit 1 Kind fudit bi« unn 1. oö 15. Dez. 1-2 Simm, m.nfirtir nur einmaliger Schußobgabe auf eine 20-Kopficheibe konnte Schutzenbruder Willi Horn mit 19 Ringen seinen Namen als erster Sieger auf die dazugehörige Plakette setzen. Mit einem „Sieg-Herl!" auf die Führer unseres geeinten deutschen Vaterlandes und mit dem Gelang des Deutschland- und des Horst- Wessel-Liedes endete der offizielle Teil der wohl- gelungenen Feier. Oie SA-^adsahrer in Fulda. Die Berliner SA.-Radfahrer haben auf ihrer Fahrt nach Süddeutschland am Dienstag die Lutherstadt Eisenach erreicht und sind am Mittwoch in Fulda eingetroffen. Die Fahrer wurden in der Bischofsstadt auf das herzlichste willkommen ge- heißen. Am Donnerstag ging es weiter nach Frankfurt a. TL, womit ein Viertel der gesamten Fahrstrecke zurückgelegt ist. Kurze Sporinotizen. Zum vorläufigen Führer der Frankfurter Sportgemeinde Eintracht wurde Hans Söhngen, der bisherige Stellvertreter des oerfybenen Grafen von Beroldingen, bestimmt. 15 000 Zuschauer wohnten am Dienstag in Dresden dem 6. Fußball-Städtekampf zwischen Dresden und Berlin bei. Der Kampf endete mit einem Unentschieden von 1 :1. Dor der Pause brachte Pahlke die Berliner in Führung, die Sackenheim nach dem Wechsel ausglich. Bayern München spielte am Allerheiligentage gegen eine aus Spielern von Chile und Peru gebildete südamerikanische Fußball-Elf und gewann mit einer guten Leistung 2:1 (0:0). Die beiden Treffer für die neuerdings wieder merklich oerbesser- ten „Bayern" schoß Dacek. Dem interessanten Kampf wohnten trotz der schlechten Witterung über 6000 Zuschauer bei. Fortuna Düsseldorf konnte München 60 vor 10 000 Zuschauern durch Treffer von Mehl und Bongardt zwar 2:0 (1:0) schlagen, aber dieser Sieg war nicht ganz verdient. Die süddeutschen Gäste waren technisch zumindest ebenbürtig und im Spielverlauf sogar überlegen, aber sie verscherzten auch die besten Chancen durch Unentschlossenheit und Schußunsicherheit. * Für das Berliner Sechstagerennen vom 15. bis 21. November sind bisher die folgenden Mannschaften verpflichtet worden: Schön/Buschen- Hagen, Funda/Ehmer, Gebr. Nickel, van der Hey- den/Boogard (Holland, Albert Buysse/Deneef (Belgien), sowie die deutsch-belgische Mannschaft Tietz/ Charlier. BeimAmsterdamerSechstagerennen haben in der endgültig zusammengestellten Starterliste von deutschen Fahrern nur das Kölner Paar Rausch/Hürtgen Aufnahme gefunden. Der Deutsche Mei st er Albert Richter trug am Allerheiligentage im Pariser Sportpalast im Internationalen Fliegerkampf einen beifällig 51 (3:1); VfB. Gießen III — Bieber 7:2 (2:2); Krofdorf — Gruningen 0:2; 1900 Gießen 111 — Hausen 3 1 (1:1); Stockhausen 11 — Waldgirmes 1:3 (0:2); Leun — Oberbiel 6:3 (3:1); Hermannstcin — 21 (bebauten 1:8 (0:5); Berghausen — Stockhausen abgebrochen; Sportfreunde Wetzlar — Oberndorf 7:1 (3:0); Nonnenroth — Nieder-Ohmen 0:6 (0:2); Grünberg 11 — Flensungen 11 0:1 (0:1). Königsschießen des Schühenvereins Gießen e.D. Als Höhepunkt der diesjährigen schießsportlichen Veranstaltungen hielt der Schützenverein am vergangenen Sonntag sein Königsschießen ab. -vieler seit den Anfängen des Schützenwesens bestehende Brauch, früher von der gesamten Bevölkerung mit Interesse verfolgt und zum Volksfest allergrob en Stiles ausgebaut, ist heute der Tag, an dem sich Alt und Jung des Schützenvolkes zum Wettstreit zusammenfindet. Die Möglichkeit, den Königstitel zu erringen, läßt sich keiner gern entgehen. Einem aus Holz ausgeschnittenen Adler den Garaus zu machen, ist das mit der Verleihung der Königswurde ver- bunbene Ziel. Ihm vorher Krons, Reichsapfel und Zepter herunterzuholen, find Aufgaben, die mit der Ernennung zum Kronprinzen, 1. und 2. Ritter be- lohnt werden. Doch auch die Treffer von sieben um den Adler angebrachten Sternen gehen nicht leer Schon vom frühen Morgen ab folgt -schuß auf Schuß, bis in den Nachmittagsstunden der Adler gefallen und somit der König gefunden war. Die Huldigung Seiner Majestät in aller Feierlichkeit zu begehen, läßt sich das Schützenoolk nicht nehmen und so sah denn der Abend alle Beteiligten in froher Geselligkeit beisammen. Schützenbruder Hans Herrmann durfte sich als König, H. A p p e l als Kronprinz, H. Dippel als erster und W. Bette als zweiter Ritter vor- stellen. Eine sehr gediegene Feier, die noch beson- dere Bedeutung durch die Ehrung zweier alter wohl- verdienter Mitglieder erfuhr. Seinem Schützenbruder Philipp Nikolaus, der nach 26jähriger Mitgliedschaft im Juli d. I. den seit 1924 innegehabten ersten Vorsitz wegen anderweitiger Ueberfaftung niederlegte, stattete der Schüt- zcnoerein seinen Dank durch Ernennung zum Ehren- Mitglied unter Ueberreichung einer künstlerischen Plakette ab. Als weitere Ehrung konnte der Führer des Vereins, Schützenbruder G. Frey, dem sich während einer 25jährigen Mitgliedschaft um das Schützenwesen sehr verdient gemachten Schützenbruder August Pascoe eine Erinnerungsnadel überreichen und seiner dem Verein gehaltenen Treue mit herzlichen Worten gedenken. Nicht unerwähnt soll noch der zur Förderung des Wehrschiehens von Ehrenmitglied Oberbürgermeister Dr. Keller in hochherziger Weise gestiftete Erinnerungsbecher bleiben, der anläßlich des Königs- fchießens zum Wettbewerb ausgeschrieben war. Bei Berliner Frühbörse. B e r I i n , 3. Nov. (WTB. Funkspruch ) Wic^scho in den letzten Tagen, war auch der heutige Frül verkehr vollkommen auf Abwarten eingestellt. M« hofft, daß das kleine Renteninteresse der Kundscha anhalten wird, allerdings hatte sich die Bewegui in Alt- und Neubesitzanleihe, wie gestern mittagj verzeichnen war, an der Frankfurter Abendbvy nicht fortgesetzt. Man taxiert vorläufig unverändert Kurse, Farben mit zirka 116. Am Devisenmarkt errechnen sich "der Zürich da Pfund gegen Paris mit 79,55, Mailand 59,15, Spi nien 37,20, Amsterdam 7,7225, Schweiz 16,07 ui Kabel 4,8406. Gestern früh um 5 Uhr starb in der Medizinischen Klinik nach längerem, mit großer Geduld getragenem Leiden Fräulein Nora Brückmann Obersekretärin an der LlniversltätS-Äibllothek Sie war seit 1915 an unserer Äibliothek tätig. Sei ihrer vorzüglichen Dor- bildunq und ihrem regen wissenschaftlichen Interesse, ihrer vorbildlichen pfticht- treue und Gewissenhaftigkeit war sie uns e ne besonders wertvolle Mitarbeiterin. Durch ihre Selbstlosigkeit und HerzensgÜte hat sie sich unser aller Achtung und Freundschaft gewonnen. Dir werden ihr ein dankbares Gedächtnis bewahren. Die Beamten und Angestellten der Hessischen Universitöts« Bibliothek Gießen, den 3. November 1933 67760 „Hilfsfonds für den deutschen Sport." Ein Aufruf des Reichssportkommtssars. Reichssportführer von Tschammer und Osten hat einen Aufruf erlassen, in dem er zu- nächst auf die mannigfachen Aufgaben bmmeilt, die Turnen und Sport im nationalsoz.a islischen Staat zu erfüllen haben. Um diese vielgestaltigen Ziele, mit der Förderung der Leibesubunaen den leiblichen Bestand unseres Volke» f^g^m pflegen, erreichen zu können, hat der Re.chsspoitt führet die Stiftung: -D-r Hilfsfonds für den deutschen Sport" errichtet. Der ^'^portführer appelliert zunächst an die Kreise, die ' d Sportoerbande und -vereine finanziell unterstütz en — Privatpersonen, Handel und Industrie ach künftig dem Sport ihr Wohlwollen 3" bewahren und den neuen Hilfsfonds zum Gegenstand ihrer foSUFünf«fl b,lauen -eransw,. tungen, bei denen ein Gintrittsgelb erhoben wird, ein sogenannter „Spor t g r o s ch e n , em Zuschlag in Höhe von etwa 5 dkassiert werden. Für diese Abgabe erhält der Besucher einen Gutschein, gegen dessen Rückgabe .hm em Sportbild ausgehändigt wird Diese Bilder bilden die Illustration zu einem großen Turn- und Sportwerk das demnächst in mehreren Banden erscheint. Die fleißigen Sammler dieser Bilder haben außerdem die Vergünstigung eines verbilligten Besuches der Olympischen Spiele und einer vergünstigten Teilnahme an der Olympia-Lotterie. Die eingehenden Mittel werden verwandt zur Durchsüßung von Olympia- Kursen, als Unfallhilfen, als Haftpflichtversicherung u. a. m. Die Mittel fließen also in voller Höhe dem deutschen Sport und Turnen zu. Fußballergebniffe der Kreisklaffen Gießen. 1. Kreisklasse: Leihgestern - Wieseck 0:2 (0:1); Daubringen - Heuchelheim 1:10 (1:4); Lich — Großen. Buseck 1:4 (0 2); Garbenteich — Steinbach 4:.-> (2:2); Bissen- berg - Ehringshausen 8:1 (3:1); Aßlar - Werdorf 3:2 (1:1); Holzhausen — SC Wetzlar 2:4 (1:1); Burgsolms — Nauborn 7:2 (3:1); Ruppertsburg — Laubach 1:3 (1:1); Grünberg — Flensungen 2:3 (1:1): Schotten — Ettingshausen für Schotten gewonnen. Kreis-Sonderklasse: Steinberg II - 1900 Gießen II 3:3 (1:3); 6$. Wetzlar II — VfB. Gießen II 7:1 (3:1); Lollar II — Wißmar 4:1 (2:0). 2. Kreisklasse: Leihgestern II — Wieseck II 1:6 (1:1); Bissenberg II — Ehringshausen II 6:1 (4:1); Aßlar II — Wer- dors ll 2:2 (1:0); Holzhausen II — SC. Wetzlar II Wp PR F DRUCKSACHEN • ■ " U fcBrflhl'ich« Druckerei Amlsverlündigungen aus den oberhessischen Kreisen. Mrcio Alsfeld. Es ist bei dem Kreisamt Alsfeld Antrag auf Errichtung einer Pflichl- (Zwangs-) Innung für das Schreinerhandwerk für den Kreis Alsfeld gestellt worden. Zur Ermittlung der Mehrheit der beteiligten Handwerker bestellt das Kreisamt Herrn Syndikus Röhr von der Handwerks- fammernebenftelle Gießen als Kommissar. Mrcio Schotten In der Zeit vom 1. Oktober 1933 bis 31. März 1934. in der die Sammlung für das Winterhilsswerk 1933 34 unter Führung der NS -Dolkswohlfahrt stattfindet, dürfen nach der Verfügung des Hessischen Staatsministeriums Mm. Abt. Ib (Innere Verwaltung) vom 28. September 1933 zu Nr. St. M. Ib 45436 andere Sammlungen nicht genehmigt werden Bereits erteilte Genehmigungen find, sofern eine Beein- Itrachiigung der Sammlung der NSv. zu Detektiv K. Gei Bed-Manhehn, Irl slrafio 17 er.cöigiJ| oei nauiidie Wruxe u GeickmitsanaM flcnbciten, roieliR 1 obaAwj aen-iirm tte umfl ’Beirtiaffung o #9 roe smai m Six« u. Z'v'lvioz iirtil diSkr. SvredifuSI lg/,ii »-«»ib- M iiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiün Achenbach- Garage; Wochenendhiue Schuppcn.Fahre Ständer, zei leg® \ <■! I Gebr.Achenbj GmbH., Weidenaul Postfach 15Ä Hiiinnniiüiiiiiiiiiiiw II ühncroug« Warzen HornW werden lalelee ■ Tieteawirkaai I infccnbovtr. ' 1 tödlicher u Gnw i.5-6 Tagen rei'ä» Wurzel beieit. ta Htthnerangen V Erhältl. nur: £ Drogerie W. all* Hecht. Sellerie*} schützen vor Bl L 45 Pf. BtL30Pf. 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