Donnerstag, 3. August 1933 Nr. 179 Erstes Blatt 183. Jahrgang Fustizreform in Preußen 9er Kampf Wen die Wühlarbeit der KPD Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Reichspfennig: für Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Plahvorfchrift 20 mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange-, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Lenst Dlumschein undfürdenAn» zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Biegen. die Handarbeit zu fördern, bei weiblichen Strafgefangenen die Hcusarbeit. Bei jugendlichen Strafgefangenen ist besonderer Wert auf Erziehung und Fortbildung zu legen. Dem Schulunterricht kommt besondere Bedeutung bei. Um sie Berufen zuzuführen, sind Lehrwerkstätten in Betriebe einzurichten. Die Lebenshaltung der Strafgefangenen muh, wie das Gesetz bestimmt, unter der Lebenshaltung des Erwerbslosen liegen. ^Reformen in Bayern. München. 2. Aug. (TU.) Der Staatsminister der Justiz Dr. Frank hat eine Aenderung der Dienst- und Vollzugsordnung für die bayerischen Strafanstalten und Ger'ichtsgeföng- nisse verfügt. Er betont in einem Kommentar hierzu, daß der neue Gei st des Straf rechts, der den Vergeltungsge danken wieder in den Vordergrund treten lasse, im Strafvollzug klarer in Erscheinung treten müsse. Hiernach habe der Gefangene durch die Verfügung der Freiheitsstrafen vor allem das begangene Unrecht zu sühnen. Lrfchelnl täglich, außer Sonntags und Feiertag» Beilagen; Die gnuftrurte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-vezugsprets: 6in n.einen ÜßehrS 9e- ?"UniversK' in de Siemen«; 5 17); - L?-°.-!>i nkreich. 9 41 Kr-ezr. en. Zerwerf in x »“•ntaJ"’?“"’" ^£«5 W1 ">otr ®e{ren ju unterrich, spritze des Sreifts t) einer vom fircisfeuer» Irenen Brandannahme verwehren folltt dabei n> mit der Bedienunas. !pr>he zu|ammenzuaibei- . 'uhrte noch Röthges, -chorlosi und jungen. (9 nach Trier. Am luM fahrt ab (Biegen ™ zur Ausflellung des a zu Trier Die Absahrt die Anlunft in Trier >er 18.02 Uhr, Ankunft in Fahrpreis beträgt ab (Bie- ngen für den Sonberjug it (Biegen entgegen. Fahr- er(e(rttär Keuler beim lieben (Ecke Frankfurter ücherhalle. 3m Juli ^geliehen. Davon kamen : 770, Literaturgeschichte 2 e und Dramen 4, 3u« > und Mllerkunde 72, ichte und Biographien 83, djnologie 23, Heer« und Lanöwirtschaft 11, ®e< i und fJJljifofop&ie 10, inöe. Nach auswärts neuer ^um Text ae* oM: Sternen: S). DH. ann; tzeyse, drama« Beschreibungen: 6. Kirch« Aarheii Bord; H- Häc« Karlin, 3m Banne der sonnigen Süden. Lebens iereschagin, Skizzen und >r v.Mland, öinst war ellermann, Erinnerungen; mbummler erzählt. Tech« er Faser zum Sewand; a und Geweben. Kultur« Kleine Aaffenkunde des isgeschichle: M. E. M« o Kopp, Das Teufels« Schwester: ®. V. Hase, Kamps in den Bergen. Geologie: D. Heh^ Benzmer. Sriebftojfe ö^ ursionsbuch zum Stud m ?locride, Taschenbuch um icaue, Geologie. ud, Das Dutte M ,hf- 21. Dinmg, 2°m rbeitertum. Praktisches Han buchd §ie Sammerkuche. Krau %nmflnc' 6. Randen- fSod*” ’S &Sgss r 2 »Ä rrrtn. £ « schwer, Der Dauern« Ovalle, Zahlen für smilsionötagling.^ !Q. Die dresfähnge o i'i0n5uX9rer 4«"^ sw» ebenen WJ’■'rnmon® Pfgoben fle® * $t*‘ -SFsZ infjalten/D Den sich KW- W* firei*00, oö9 Je^eCi? R,eln rS* rüMe?.urS sich zuruckzusuhr aroße Erregung haben, gegen di rückte Polizei tat Die Berzwe. Derheit in P lung über eine Maßnahmen, voi drückungen - scheu bis ins let rechtung de Unsere deutsch Staatsgrenzen s Verträge, die u uische Staatsan ses Sachverhalt« können, haben j Die üblichen P sie dementsprcck über auch R e ch Dergelegt und il kerb und. W um ihm Anerk chendes Maß di ' Daß Deutschland es um des Recht ten, nicht zur denn der Recht! ist eine unveräu auf weiteres nu kerbunde zugcs Es bedarf keines es in bicfem §a verletzt worden il Oberschlesien werd TTtotrotifav Unter schlechter Stellt, unmöglicher M haben unsere Pi auch als Arbeit jeder andere pol her ein schwe tenrechts, r Arbeitslosenunt« ist besonders sch Kürzung geblie Kürzung ers t e m a t i fd) e chärfsten Protc ^genannter Pi Staat, nach de bisherigen Ent im vollen Be schassen versuch nicht grundsätzl tes gezwungen bleiben, daß tz Handlung i i n Polen ge, ses Staates ölst ten einbürgert, j, System wird. Es ben, daß dieser c fiarnnfierkn Mi £e*n in Pol. •^tsjuftan sch^?" gleicht jLE Blut IN T £ "Wilern, da *Tar-15 die fßerQi "N. Ne L binar rechtzeitig Unl Uren wirb, u„ 'chung mehr ol ^e.tet wird ° in allen di ?ung für die M l'dung tl “«iierbeittnr,, Ä nur dl- I 1Ul »>ch, , ,6nSlifd Ölfischen st»L"°d' trete, “enr*Derl ^rren J1“M d-» riL-n-i ieat|»9ert9l!Un!‘ S.JzfpOT/ Die Mette für die diesjährigen ßeeresmeisterschaffen Oberhessen der der Stuttgarts AdschiedSgruh. Nach Abschluß des 15. Deutschen Turnfestes hat Oberbürgermeister Dr. Strölin an Deutschlands Turner und Turnerinnen folgenden Gruß gerichtet: „Das Deutsche Turnfest ist zu Ende. Die Stadt Stuttgart hat für dieses große nationale Fest den äußeren Rahmen geben dürfen. Diese Tage wahrer deutscher Volksgemeinschaft haben uns Stuttgarter auf das innigste verbunden mit allen den Brudern und Schwestren aus Nord und Süd, aus Ost und West, von Ueberland und Uebersee. Dieses Band muß auf immer erhalten bleiben. Stuttgart ist Hüterin und Trägerin des Bundesbanners der Deutschen Turnerschaft geworden. Nehmt die Versicherung in eure Heimat zurück, daß wir dieses Banner nach alter Schwabenart furchtlos und treu auf all den Wegen vorantragen werden, die unser Führer Adolf Hitler uns weisen wird. Das ist unser Abschiedsgruß. Gut Heill" Handball im Bezirk Heffen her OT. Arn Sonntag weilten die beiden Mannschaften des Turnvereins Holzheim zu Freundschaftsspielen in Grüningen. Die 2. Mannschaft Gröningens gewann gegen die verstärkte 2. Holzheims nach flottem Spiel 2:1. 3m Vorspiel hatten sie mit 8 Mann gegen Holzheim 1. und 2. komb. eine Niederlage hinnehmen müssen. Das Spiel der 1. Mannschaften wurde kurz nach Beginn wegen eines Gewitters abgebrochen. Die von Professor Glöckler (Berlin) gepufferte Bronzeptakette für die vom 2. bis 6. August in Kassel zur Durchführung gelangenden diesjährigen Heeresmeisterschaften. In der Mitte unten sieht man das Fsst- abzeichen für diese große Sportveranstaltung der Reichswehrsoldaten. * m r Landkreis (Sicken. m . r o ß e n -Lj nden , 3. Aug. Der gestrigen ^otlz uber die Zusammenfassung von Reitern in der SA. ist berichtigend nachzutragen, daß es sich bei dieser Gründung nicht um einen Reitersturm, sondern um einen S A.- R e i t e r t r u p p handelte ? Reiskirchen, 2. Aug. Aus dem hiesigen Gemernd e r o t ist zu berichten, daß der V o r - a n s ch l a g für das Jahr 1 9 3 3 ohne E i n- ,a”9en om m e n wurde. Ausgenommen ""rden wdiglich die Vergütungen und Besoldungen für die Gemeindebeamten und -Bediensteten. Diese ollen ,n einer späteren Sitzung besonders festgelegt werdem Die Minderausgaben sollen zur Stärkung des Rechnungsrestes dienen Die Gemeinde- umlage wurde auf 16 000 Mark festgesetzt. - Unter N» .fchwemebeständen des hiesigen Ortes ist die Stück Vieh 3tm^W k. §unnrcenn^en21uCgd,Ue6^^ng NL neue Kreisfeuerwehrinsvektor Bouffier eine der Freiwilligen und der Pflicht feuer wehr ab. Zum Drand- angrifs war em Großfeuer angenommen, zu dessen Bekämpfung die Kreismotorsprihe mit einge eht wurde. Bemerkenswert war, daß die Geräte zwei Minuten nach der Alarmierung an der Brand- tclle emtrafen und schon nach einer Minute Was. £r gegeben wurde. Der Kreisfeuerwehrinspektor bewertete d,e Wehr in allen Teilen mit derAow äug 9Ut Uni> ^ch seine lobende Anerkennung Kreis Büdingen. lD Nidda, 1. Aug. Auf dem Turnfest in Stuttgart errangen von den hiesiaen Turnern Anton A.'e 2 'M Neun-Kampf der Altersturner den 27 Sieg 138 fünfte); Alfred Eckhardt im Zehn- Kampf den 27. Sieg (161 Punkte): Paul Gerhardt «ermann irn Zwölf-Kampf der 2. Klasse den Dann gelangte ein Wetterauer Dolksstück (vorn gleichen Verfasser): „Hinne steche die Bie(n)" zur Aufführung^ Der zweite Teil des Abends wurde von dem Bad-Nauheimer Heimatdichter Karl Pior- k o w zusammen mit dem Bad-Nauheimer Dichter P Kuckuck bestritten. Die Lieder des letzterem der am Flügel begleitete, wurden von Frau Mary M ü I» lerGrosenick (Bad-Nauheirn) mit vollendeter Kunst oorgetragen. Viel zu Lachen gab es über eine Szene aus dem Nauheimer Volksstück „Wohlhard Wilhelmis" Verschiedene Ansprachen der Ämter wurden zum Ausdruck der allgemeinen Freude. Man hörte auch das Imkerlied, das Herr Dzesen (Echzell) geschickt hatte. Der eigentliche Oeutsche Zmkertag wurde am Sonntag begangen. Er erhielt seinen Auftakt durch die Gottesdienste in den Kirchen beider Konfessionen. Um 10 Uhr traf man sich wieder auf dem Ausstellungsgelände. Viele Besucher waren gekommen. Nur schrittweise konnte man in den Ausstellungsräumen vorwärts kommen, bis die Klänge der Beethooenschen Motette: „Die Himmel rühmen" die Massen der Besucher um das Rednerpult auf dem großen Mittelhof zusammenriefen. Hier erfolgten nun die Begrüßunasfeierlich- feiten. Reichsernährungsminister DarrS hatte leider nicht persönlich erscheinen können. Er sandte ein Degrüßungstelegramm Der Reichsstatthalter Sprenger hatte inzwischen noch die Schuhherrschaft der Ausstellung übernommen. Der hessische Ministerpräsident Pros. Dr Werner sowie der Herr Reichsllatthalter hatten Vertreter entsandt Dr. F i l l e r war als Beauftragter des Abgeordneten Vetter anwesend. Mit großer Freude wurde der führende Gelehrte der Bienenwissenschaft Prof. Dr. Zander (Erlangen) begrüßt. Dem Ausstellungsleiter, Berufsschullehrer Hildebrand aus Bad-Nauheim, und all seinen Helfern wurde be- sonderer Dank gesagt. Dem Führer der hessischen Imkerschaft, Amtsanwaltschoftsrat W e n k e b a ch Kassel), und dem Vorsitzenden des Oberhessischen Jmkervereins und Imkeroerbände, Lehrer Runk (Nidda), wurde die bronzene Wabe des Im- k e rbu nd e s verliehen. Pfarrer A i s ch hatte die amtliche Vertretung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft übernommen. Er ist Vorsitzender ihres Sonderausschusses für Bienenzucht. Weit über den Kreis der Genannten hinaus erging der Gruß des geschäftsführenden Bundesleiters. Im Geiste verband er die Versammlung mit den Imkern an der Saar, m Danzig und im Memelland und in Oesterreich Für den Reichskommissar sprach der Vertreter der Hessischen Bauernkammer aus Kassel, Sprenger. Cr versprach Förderung der Landbienenzucht unter besonderer Nennung der Forschungsstelle in Mar- burg. Dr. Filler betonte, daß es auch die Jugend m den Dienst der Bienenzucht zu stellen gelte. Prof. Dr Zander betonte den Gedanken des Dienens, den mir am Bienenvolk erleben, und zwar eines Dienens für das Ganze. Es gebe fern Staatsleben das nationaler und sozialistischer sei, wie das im Bienenstaat ?laeri-irk^ *1$ erwiderte Worte persönlicher Freund- bchkelt die ihm geworden waren, mit dem einfachen Satz: „Jedermann ist soviel wert, wie er von sich opfern kann" und versprach für die DLG. Weiterführung der gemeinsamen Arbeit Als letzter sprach im Freien Herr Stritzel (Danzig) als Vertreter des abgetrennter> Deutschtums. Als sich kurz nach "„Uhr die Imkerschaft ,m großen Hörsaal des Kerck- hoff-Institutes wieder zusammengefunden hatte, foimte der Versammlungsleiter Kickhösfel gleich den Rednern das Wort erteilen 211s erfterJReöner Jprad) der 2. Dundesleiter des Deutschen Imkerbundes. Mentzer (Bad Diirck- heim) über die „Ausgestaltung der Bundesorganisation". Die deutsche Bienenzucht sei eingeschaltet in die große ständische Front des Landvolkes Der Aufbau geschehe im Sinne des Führerprinzivs Der Aufbau des Deutschen Imkerbundes werde sich der GtuMur der kommenden Reichsgestaltung anzupassen haben Die Hauptaufgabe des Deutschen Imkerbundes für bie nächste Zukunft bestehe darin, daß hinsichtlich der Honigerzeugung und Eroberung und Sicherung des deutschen Honigmarktes Mittel und Wege geschaffen werden. Nur derjenige Bauer und Siedler, der ich zur Bienenzucht eigne, solle Bienenzucht betreiben Der Honigabsatz sei zu regeln. Sache der Führer werde es sein zum gegebenen Zeitpunkt entspre- chende Anordnungen zu treffen lieber das „Vienen-Recht" referierte der Rechtsbetrat des Deutschen Imkerbun- des, Dr. v ch ü ß l e r. Oft werde die Frage gestellt was eigentlich das Recht mit der Imkerei zu tun Völkerbestand des Einzelimkers von dem jetzigen Stand von 6,3 auf etwa 20 Völker zu führen. Es gelte ferner, die Leistungen durch die Königinnenzucht zu steigern. Ganz besonders müsse in die Schu- lunasmaßnahmen der Landwirtimter einbezogen werden. Die besten Bienen könnten keine Ernten schaffen, wenn ihnen nichts geboten werde. Den Grund und Boden aber habe der Landwirt in der Hand. Die Auswirkungen der neuen Maßnahmen unseres Volkskanzlers würden mit Notwendigkeit die zweiten und dritten Söhne auf Bauernhöfen und die mittleren und kleinen Landwirtschaften selbst auf eine Ergänzung des Betriebes auch durch Bienenzucht Hinweisen. Der Landwirt Hobe in den modernen Maßnahmen der Grünland- beroegung des Kleegrasbaus, des Grünfutterbaues und der Gründüngung im Anschluß an die Getreideernte die Möglichkeit für seinen Bienenstand große Blutenflachen xu schaffen. Damit habe er alle Möglichkeiten zur Ertragssteigerung in der Hand. Oer Ausklang Am Nachmittag tagten die hessischen Unterver- bonde und der Nassauer Verband. In allen dreien stellten die bisherigen Vorstände ihre Aemter zur Verfügung. Die bisherigen Vorsitzenden wurden jedoch als Führer gewählt und ihnen das Ermächtigungsgesetz bewilligt. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Präsidenten Vetter werden also weiter geleitet: der Verband Kurhessen vom Amtsanwaltschaftsrat W e n k e b a ch (Kassel), der Verband Oberhessen von Lehrer i. R. Runk (Nidda), der Verband Nassau von Lehrer Wenig (Ober- Seelbach). Die Ausstellung war zu verschiedenen Stunden außerordentlich stark besucht. Im ganzen haben am Sonntag über 3200 Menschen der Schau einen Besuch abgestattet. Viele Besucher waren von außerhalb. Am Spätnachmittag des Sonntags wurde noch der Film „Eine Reise in das Bienenland" von Prof. Dr. Zander (Erlangen) den Imkern im Kerckhoff-Institut gezeigt. Den Abschluß bildete ein Spaziergang nach Dem Johannisberg. 34. Sieg (175 Punkte); Erna Petermann im Vier-Kampf der Turnerinnen den 32. Sieg (64 Punkte) und Albert Spengler im Schießsport den 12. Sieg. Die Turner wurden gestern abend mit Musik am Bahnhof abgeholt und zum Marktplatz geleitet, wo sie u. a vom Bürgermeister Nullmann im Namen der Stadt willkommen geheißen wurden. Kreis Lauterbach. Lauterbach, 31. Juli. Die Freiwillige Sanitätskolonne Lauterbach hielt am gestrigen Sonntag unter Mitwirkung der SA., des Leiters der Technischen Nothilfe G i tz ß e n und der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbach aus dem städtischen Wiesengelände beim Schwimmbad eine Gas- und Lust- schütz Übung ab. Die Bevölkerung nahm lebhaften Anteil; zu Tausenden waren die Zuschauer erschienen. Der Führer der Sanitätskolonne, Amtsanwalt Wagner, gab zunächst den Plan der Uebung bekannt. Vor der praktischen Vorführung hielt der Leiter der Technischen Nothilfe Gießen, Herr Schuchardt, einen Vortrag über die Gefahren, in denen sich Deutschland durch die völlige Wehrlosigkeit gegen Luftangriffe befinde, und wies auf die Notwendigkeiten, wie auch auf die Möglichkeiten des Gas- und Luftschutzes hin. Die Vorgänge während der Durchführung der Luftschutzübung'wurden ebenfalls von Herrn Schuchardt im Einzelnen erläutert und trugen wesentlich zum vollen Verständnis der Gefahren bei Luftangriffen bei. Schließlich wurde zum Eintritt in die Ortsgruppe für den zivilen Luftschutz aufgefordert. Kirche und Schule. Landkreis Gietzen. * Heuchelheim, 2. Aug. Bei der dieser Tage durch die neugetoählte Kirchengemeindevertretung vorgenommenen Kirchenvorstands- habe. Die Praxis lehre, daß die Zu ommenhange außerordentlich zahlreich seien Die Bienenzüchter erstrebten schon lange ein einheitliches deutsches Bienen-Recht, Denn die geltenden Vorschriften seieii n vielerlei alten Volksrechten, Land- und Stadtrechwn zerstreut. Daneben gelte das gemeine römische Recht, in anderen Gebieten das preußstche allgemeine Landrecht, in anderen Teilen Deutschlands das französische Recht und dergleichen. Em einheitliches deutsches Bienengesetz sei bisher nicht erreicht worden. Immerhin sei es die Folge der Bestrebungen der Imker, daß die Rechtsverhältnisse der Bienen als des einzigen Tieres im BGB. bezüglich des Schwarmrechts eine Regelung gefunden habe, die dann seit 1900 im BGB. für das ganze Deutsche Reich Geltung bekam. ~ ~ Den dritten Vortrag hielt Dr. K. Freuden- stein über das Thema. Erträge und Ertragsmöglichkeiten unserer Bienenzucht. Der Neubau Der deutschen Wirtschaft könne an der Bienenzucht nicht vorübergehen. Für die Frage nach ihrer Bedeutung sei entscheidend die Beantwortung der Frage nach ihrem Ertrag. In 884 Jmkereibetrie- ben werde ein Durchschnittsertrag von rund 30 Pfd. erzielt. Da sei allerdings als außerordentlich zu betrachten. Ein allgemein für amtliche Zwecke würdiges Durchschnittsergebnis würde sich aber nur aus langjährigen Erhebungen in verschiedenen Trachtgebieten ergeben. Es sei ihm, dem Redner gelungen, aus den Buchführungsergebnissen von mehr als dreizehn Imkern, die sich über 6 bis 42 Erntejahre erstrecken, ein solches Durchschnittsergebnis zu erhalten, das für gut geleitete Betriebe allgemein gelten könne: 12,275 Kilogramm Honig je Volk und Jahr. Auch dieser Durchschnitt setzt sich jedoch aus erheblichen Schwankungen zusammen. Als Hauptergebnis gehe aus dem Widerspruch zwischen dem allgemeinen Durchschnitt jedenfalls hervor, daß die Erträge der deutschen Bienenzucht die Ertragsmöalichkeit bei weitem nicht ausschöpften. Es zeige sich Die Notwendigkeit einer allgemeinen Imkerschuluna. Es i gelte, Seuchenverluste zu vermeiden und den I Zu einem ganz besonderen Ereignis wurde Fest- und Heimatabend für die Teilnehmer an Deutschen Imkerbundtagung am Samstagabend im bis auf den letzten Platz besetzten großen Bühnensaal des Kurhauses. Unter Leitung von Herrn Oskar F e i g e I war Die Bühne in vornehmer Schlichtheit gehalten. Unter großem Beifall erklangen die Chöre der Bad-Nauheimer „Liedertafel" (Gauchormeister Hermann H a n st e i n - Friedberg). Den Lorspruch, verfaßt von Oberstudiendirektor W Philipps (Friedberg), sprach Fräulein M. Heberer Alle auf Der Tagung stehenden Anträge wurden Der Bundesleitung als Material überwiesen. Die Versammlung hörte im Anschluß Daran noch Die beiden^vorgejehenen Vorträge Lehrer Wenig (Ober-Seelbach) sprach über Das Thema „Die Förderung des Bundesgedankens durch die Bezirks- bzw durch Die Landesverbände" und Herr Cordes über Die „Ortsvereine als Urzelle des Bundes". Lehrer Wenig betonte, daß der Bundesgedanke gefördert werden müsse durch eine einheitliche Fachpresse, die sich in vier Teile: Jmkerliche Praxis, Bundesarbeit, Bienenwissenschaft und Forschung, Heimatliche Zucht, gliedern müsse Der Imker müsse sich der Waffen des Jmkerbundes bedienen, und zwar des Einheitsglases und des Gewähroerschluffes. Ferner gelte es, sich der vorhandenen Werbemittel zu bedienen Der Honigabsatz und Die Honigoermittlung seien zu fördern. Herr Cordier wies darauf hin, daß der Imker zu einer festen Verwurzelung in der Sache gebracht werden müsse. Der Dorfverein sei dafür Die gegebene Stelle Hier könne Die Jmkerschulung am gründlichsten Durchgeführt werden. Eine bewußte Einstellung auf Organisation sei Die Ausgabe Der sog. Ortsvereine. Inzwischen hatte Der Preußenbund sich selbst a u f g e l ö st und seine Arbeit an den Jm- kerbund weitergegeben. Die Schriftleiter der Bienen- zeitunaen und anderer Sonderausschüsse hatten getagt. Ein großes Stück Arbeit war geleistet worden. Mit froher Erwartung sah man Dem Festabend entgegen. Oer Fest-Abend. Deutsches Volk-Deutsche Arbeit. Berlin, 2. Aug. (CAB.) Eine große Kulturschau des deutschen Bolks und eine Leistungsschau deutscher Arbeit werden vom 17. März bis 1. Mai 1934 als Aus - stellung „Deutsches Bolk — Deutschs- Arbeit" in den Berliner Ausstellungshallen am Kaiserdamm stattfinden. 3m Hinblick auf die besondere Bedeutung dieser ersten 3ahresschau der nationalen Arbeit hat der Reichspräsident die Schirmherrschaft übernommen. Ehrenpräsident ist der Reichsminister für Bolksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels. Die Ausstellung wird zum erstenmal im neuen Deutschland einen Gesamtüberblick über Rassenkunde und Rassenhygiene des deutschen Volks geben. Der nationalpolitischen Erziehung ist die Abteilung „Das Reich der Deutschen" gewidmet, die dem Wiedererwachen eines neuen deutschen Rationalismus Ausdruck geben wird. Die Abteilung „Die deutsche Arbeit" zeigt Spitzenleistungen der 3ndustrie, des Handwerks und der Landwirtschaft. Wahl wurden sämtliche seitherigen 8 Kirchenvorsteher einstimmig wiedergewäh'lt. Cs sind die Herren Bürgermeister Friedrich Karl Rinn. Philipp BöhmerIII., 3ohann Philipp Är öd, Johann 3ung, Philipp Rinn I., Wilhelm Reidel VI., Karl Romer II. und Wilhelm Kehr. a. Großen-Buseck, 3. Aug. Am Sonntag versammelte sich die neu gewählte und bestätigte Kir- chengemeindeoertretung zur N e u w a h l d e s K i r - chenvorstandes. Dabei wurde der seitherige Kirchenvorstand vollzählig wieder- gewählt. Ein Zeichen, daß die Kirchengemeinde mit Der bisherigen Amtsführung zufrieden war. Watzenborn-Steinberg, 2. Aug. Bei der gestrigen Wahl zum Kirchenvorstand wurden in unserer Gemeinde die früheren Mitglieder des Kir- chenoorstandes Johs. Hirz IX., Bürgermeister Schäfer, Gg. Melch. Häuser, Balth. P i tz III., 3ohs. Brückel XII., Gg. Harnisch V. wieder- aewählt, neugewählt wurden Louis Heß, Steuersekretär, und Karl Philipp II, Steinberg, das langjährige Kirchenvorstandsmitglied Altbürgermeister Hirz wurde zum Ehrenkirchenvorsteher ernannt. — Der hiesige Kirchengesangverein weilte am gestrigen Vormittag in Gießen, um den Kranken in der Chirurgischen Klinik, Frauenklinik und dem Evangelischen Schwesternhaus durch Vortrag einiger geistlicher und Volkslieder eine Freudenstunde zu bereiten. Die Gesänge wurden von den Kranken mit dankbarer Freude ausgenommen und bedeuteten ein Stück Sonntagsfeier. )( L i ch, 2. Aug. Am Montagabend trat im Gemeindesaal die neugewählte evangelische Kirche ngemeindeoertretung zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Vor der feierlichen Der- pflichtunader neun neu in die Körperschaft eingetretenen Mitglieder hielt Dechant Kahn auf Grund des Apostelwortes Römer Kap. 12, Vers 7 eine Ansprache an die Versammlung über die Pflichten und Aufgaben eines Kirchengemeindevertreters. Hierauf erfolgte die Wahl des Kirchenvorstandes. Die bisherigen Kirchenvorsteher wurden bis auf eine Stimme einstimmig wiedergewählt. Es sind die Herren Landwirt Chr. PH. Hermann Albohn Oberbahnhofsvorsteher Wilhelm Berk, Rektor Ludwig Erb, Schlosser und Werkführer Fritz Henne, Bäckermeister und Beigeordneter Ludwig vihring, Schreinermeister Hr. Jak. Menges Kaufmann Heinrich Schmidt II., Forstmeister Heinrich Zimmer Oer Frankfurter Polizeipräsident beurlaubt. F r a n f f u r t a. M., 2. Aug. (WSÄ.) Der Frantfurter Polizeipräsident, Generalmajor von West rem, ist beurlaubt worden, nachdem er die ihm gestellte Aufgabe, die Frankfurter $e,1 “ d u o rganisieren, glänzend 9^-?st hat. lieber seine weitere Verwendung ist noch Nichts bekannt. Reinhard von W e st r e m zum Gutacker ist 54 3ahre alt und stammt aus einer alten Soldatenfamilie. Er wurde im Kriege JHai°r unö trat nach Beendigung des We.tkrieges m Die Reichswehr ein. wo er zuletzt Kommandant nr ^r^pe"iwm^splahes Altengrabow war. Am 30. September schied von Westrem als Gene- ralmajor aus der Reichswehr aus. Als Polizei- pra)iDent tn Frankfurt erwarb er sich in weiten Kreisen der Bevölkerung großes Vertrauen, so oaß ihn die Beamtenschaft und die Bevölkerung sehr ungern scheiden sieht. Beginn öcr Riedentwäfferung. WSR Heppenheim, 2. Aug. Der Heppen- Heimer Arbeitsdienst tat in der Weschnihniede- rung den er st e n S p a t e n st i ch z u d e n g r o - iedentwässerungsarbeiten. Gleichzeitig wird die Feldbereinigung im Ge- marfunggteiI toeftlid) der Provinzialstraße Darmstadt-Heidelberg durchgeführt werden. DmtTdißPolt ueutfcheMtit dMB'WW- WL.