Ur. 128 Seübausgabe 185. Jahrgang Samstag, 3. Juni 1933 Lrichein, tägltd),autzei Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert» Siebener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» Monat,-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr. -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Sieben. Postscheckkonto; Kranklnrt am Main 11686. GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drnd und Verlag: vrühl'sche Universtkälr-Vuch- und Stetnömderei R. Lange in Gießen. Sdfriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» hlameanjcigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20u . mehr. Chefredakteur Dr. Frtedr. Wilh Lange. Verantwortlich iür Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.TKyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfürdenAn» zeigenteil l D.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. Das Ergebnis der Berliner Transferbefprechnngen. Kein Zweifel an der Sicherheit der Wahrung. — Ohne deutschen Export keine Transfermöglichkeiten. — Die Fühlungnahme mit den Gläubigern geht weiter. Berlin, 2. 3unt. (WTB.) Hebet die Trans- feruntctbalfungen, die während der letzten Tage in Berlin stattgcsundcn haben, macht d i e Reichsbank eine Mitteilung, in der es u. a. heißt. Auf Einladung der Reichsbank haben in Berlin Unterhaltungen stattgefunden mit Bertretern der verschiedenen Gruppen der deutschen Auslandsgläubiger über das Transferproblem. Die Reichsbank hat ein umfangreiches Material über den deutschen Außenhandel und über die Devisen» und Schuldenlage vor» aelegt. Die Bertreter der Gläubigergruppen haben ihrerseits, ohne irgendwelche Borschläge zu machen, Tatsachen vorgetragen, die sich aus ihrer jeweiligen Situation ergeben, um bei den deutschen zuständigen Stellen über die Auswirkungen irgendwelcher- Einschränkung des Transfers gegenüber den vollen Schuldverpflichtungen das richtige Berständnis herbeizuführen. Das (Ergebnis der Diskussionen war allgemeine Mebereinftimmung darüber, daß die der Reichsbank noch zur Verfügung stehenden freien Gold- und Devisenreserven einen solchen Tief- stand erreicht haben, dah bei weiterem Rückgang die volle Funktion der Reichsbank als zentrales Rotenbankinstitut beeinträchtigt werden müßte, und daß es wünschenswert ist, diese Reserven schrittweise zu erhöhen, um dadurch die Reichsbank zu unterstützen in ihren erfolgreichen Bemühungen, die Stabilität der deutschen Währung fortzuführen. (Es wurde ferner anerkannt, daß das Absinken des deutschen Zahlungsbilanz-Veberschusses dazu zwingt, den Schutz und die Erweiterung des deutschen Devisenaufkommens zu erwägen. Konkrete Vorschläge wurden nicht d ergeb r a cb t. Die Anwesenden billigten die Absicht, der Reichsbank, in gemeinsamen Erörterungen mit den Gläubigern gegenseitige Verständigungen und Abmachungen herbeizuführen. Die anwesenden Vertreter langfristiger Gläubiger haben ein kleines dauerndes Komitee eingesetzt, um es der Reichsbank zu ermöglichen, die Beziehungen fortzuseyen, die die Reichsbant durch die Einberufung dieser Tagung herzustellen wünschte, ähnlich derjenigen Fühlung, die bereits mit den kurzfristigen Gläubigern durch die verschiedenen Stillhaltekomitees besteht Die Teilnehmer erkennen an, dah d i e Stillhalteabkommen einen wesentlichen Beitrag bilden zurAufrechterhaltungdes deutschen internationalen Handels und Kredits und daß der deutsche Außenhandel und der handel der Welt a l s Grundlage für das Transferpro- p I e m angesehen werden müssen. (Eine dauernde Lösung der bestehenden Schwierigkeiten erfordert große Anstrengungen von feilen Deutschlands und ist ebenso weitgehend abhängig von der Haltung anderer Länder zu den Fragen des Güteraustausches. Denn letzten Endes können große internationale Schuldverpflichtungen nur erfüllt werden durch Warenbewegungen und Dienff- l e i ft u n g e tu Angesichts der wichtigen Stellung Deutschlands innerhalb der Weltwirtschaft und angesichts der Größe seines Schuldenproblems, das zur Behandlung fleht, wird angenommen, daß eine der wichtigsten und dringendsten Ausgaben der w e 1 t w i r t - schastskonseren; sein wird, eine schnelle und dauernde Lösung des deutschen Transferproblems zu erleichtern. Erläuterungen Dr. Schachts. Zu dieser Mitteilung der Reichsbank gab Reichsbankpräsident Dr. Schacht vor Vertretern der Presse einige Erläuterungen. Er betonte, daß nicht der leiseste Grund für eine Beunruhigung über d i e geld» und währungspolitischen Fragen vorhanden sei; im Gegenteil, wenn die Reichsbank das Transferproblem angcpackt habe, so beweise sic damit, dah sie das Problem erkenne, nach Mitteln und Wegen zu seiner Lösung suche und auch den Mut und die absolute Entschlossenheit dazu habe. Die Tatsache des neuen Regimes bürge dafür, daß dieses schwierige Problem auch wirklich gelöst werde. Heber das Schuldenproblem sei bei der Transferaussprache nicht gesprochen worden, denn der deutsche Schuldner zahle seine Schulden weiter, die Schwierigkeit sei nur die, ob er dafür von der Reichsbank die nötigen Devisen bekommen könne. Die Vertreter der Gläubiger hätten sich bemüht, alle Gegengründe darzulegen, die gegen ein Transfermoratorium Deutschlands sprechen. Die Anerkenntnis aller (ßläubigeroertreter, daß der Devisen- und Goldbestand der Reichsbank einen Tiefstand erreicht Hobe und dadurch die Funktionsfähigkeik der Reichsbank gefährdet fei, bedeute für die deutsche Auffassung eine große moralische Stühe. 3n diesem Zusammenhang betonte Dr. Schacht mit Rachdruck, daß die Stabilität der Reichsmark über allen Zweifel erhaben sei. Trotzdem müsse die Reichsbank aber übereinen bestimmten Gold» und Devisenschatz verfügen können. Cs sei daher zu begrüßen, daß die Vertreter der Gläubigergruppen anerkannt hätten, daß die Reichsbank ein Recht darauf habe, eine Anreicherung dieses Bestandes eintreten zu lassen. Die Vertreter der Gläubigergruppen hätten ferner zugegeben, daß das Devisenaufkommen nicht weiter zusammenschrumpfen dürfe, sondern vermehrt werden müsse. Daß die Reichsbank für die Behandlung dieser Frage keine konkreten Vorschläge gemacht habe, hänge mit dem Sinn der Transferaussprache zusammen, solche Vorschläge könnten nur dann besprochen bzw. gemacht werden, wenn zwei Parteien da seien, die die nötigen Vollmachten hätten, um einen Vertrag abzuschließen. Schließlich sei von dem Gremium der Vertreter der Auslandgläubiger ausgesprochen worden, daß man zur Weiterführung des Schuldendienstes die Möglichkeit haben müsse, im in« ternakionalen Export das dazu notwendige Geld zu verdienen; daß ein anderer Weg auch für Deutschland nicht vorhanden sei, hätten die Gläubigervertreter selbst anerkannt. Die Weltwirtschafrskonferenz könne an dem Transferproblem nicht vorübergchen, sie müsse vielmehr nach Mitteln und Wegen suchen, um die Lösung zu fördern. „Tut sie es nicht, dann sehe ich", erhärte Dr Schacht, „für den internationalen Schuldend,enst sehr trübe." Zum Schluß betonte Dr. Schacht noch einmal, daß in der Tatsache, daß der gesamte Devisen- oerkehr in Deutschland unter Kontrolle stehe und die Reichsbank ihren noch vorhandenen Gold- und Devisenbestand unbedingt schütze, eine absolute Gewähr für die Stabilität der Reichsmark liege. (Es sei völlig ausgeschlossen, daß Deutschland noch einmal gestatte, dah der Sparer und Arbeiter Inflationsverluste erleide. Die Reichsbank sei zu dem unwiderruflichen Entschluß gekommen, ein weiteres Absinken des Gold- und Devisenbestands nicht mehr zuzulassen, und sie werde diesen Entschluß in kurzer Frist in die Tat umsehen. Sie preußischen Milinien zur Wiederherstellung des Zerussbeamieninms. Berlin, 2.3uni. (WTB. Funkspruch.- Amtlich. Ministerpräsident Göring hat Richtlinien herausgegeben, nach denen das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtenlums in der preußischen Verwaltung einheitlich durchgeführt werden soll. Die Richtlinien übertragen die Vorprüfung der Frage, ob dem Minister die Entlassung eines Beamten oder seine Versetzung in den Ruhestand vorgeschlagen werden soll, grundsätzlich den R e - gierungs- und Oberpräsidenten. Diese haben sich dabei der Mitarbeit der Gauleiter der RSDAP. zu bedienen. 3hre Beteiligung wird die Gewähr dafür bieten, daß insbesondere in politischer Hinsicht alle Beamten, die das Gesetz treffen will, lückenlos erfaßt werden. Zu diesem Zweck hat grundsätzlich jeder Beamte einen Fragebogen auszufüllen, der über seine Personalien sowie die seiner Eltern und Großeltern und über seine bisherige politische Betätigung Auskunft gibt- Der Beamte braucht jedoch seine arische Abstammung nur dann nachzuweisen, wenn er nicht schon am 1. August 19 14 planmäßig angestellt war oder selbst Frontkämpfer oder Vater und Sohn eines im Kriege Gefallenen ist. Die höheren Beamten werden hierin einer schärferen Prüfung unterworfen. Sie haben ausnahmslos die näheren Angaben über ihre Abstammung zu machen Dem Denunziantentum wird dadurch begegnet, dah Angaben, die offensichtlich aus persönlicher Gegnerschaft oder aus anderen unsachlichen Beweggründen entspringen, von vornherein auszuscheiden und anonyme Zuschriften unberücksichtigt zu lassen sind. Der Leiter der Behörde hat außerdem jedem Beamten, ton dem angenommen wird, dah er eine der Voraussetzungen des Gesetzes erfüllt, Gelegenheit zur Aeuherung über das gegen ihn Dorgebrachte au geben; nur in besonders begründeten Ausnahmefällen soll davon abgesehen werden. Heber jeden Beamten, der nach Auffassung des Dehördenleiters auf Grund des Gesetzes aus dem Amte zu entfernen ist, ist d e m z u st ä n d i g e n Mini st er ein ausführlicher Bericht vorzulegen. Für alle leitenden Beamten der Zentralstellen und der Auhenbehörden ist das Gesetz namentlich hinsichtlich der politischen Zuverlässigkeit, schärfer anzuwenden als auf die Masse der Beamten, die oft nur dem ihnen gegebenen Beispiel gefolgt oder dem auf sie ausgeübten Druck erlegen und deshalb als Verführte anzusehen sind. Ebenso wie die aktiven Beamten sollen nach denselben Richtlinien auch die Wartest andsbeamtcn ersaht werden. Die Durchführung des Gesetzes bei den Ruhestandsbeamten bleibt Vorbehalten. Demnächst sind auch die entsprechenden Anordnungen für die Angestellten und Arbeiter des Staates, der Selbstverwaltung und sonstigen öffentlichen Körperschaften zu erwarten. Der Minister betont, dah die Regierung der nationalen Erhebung bei der Durchführung des Gesetzes auf eine kleinliche Verfolgung gelegentlicher und unbedachter Aeuherungen keinen Wert lege, sondern vielmehr, in dem Streben, zunächst noch abseits stehende Volksgenossen für die nationale Bewegung zu gewinnen, eine großmütige Behandlung politisch andersgesinnter Arbeitnehmer wünsche Bevölkerungspolitik und ORaffenpflege. Aufklärungsarbeit als Stütze der gesetzlichen Maßnahmen. Berlin, 1. 3uni. (ERB.) Der Leiter des Referats „Volksgesundheit und Volkswohlfahrt" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. med. E. Thomalla, gab einer Konferenz der ärztlichen Mitarbeiter der Berliner Tageszeitungen und der Herausgeber medi° Ainischer Korrespondenzen bedeutungsvolle Aufschlüsse über die großen Ziele, die die Regierung der nationalen Revolution sich auf dem so überragend wichtigen Gebiet der Bevölkerungspolitik und Rassenpslege gesteckt hat. Dr. Thomalla betonte die Notwendigkeit einer grundlegenden Hmgeftaltung der ärztli^yen 3our= nalistik und der medizinischen Berichterstattung in den Tageszeitungen, die im neuen Staat die wichtigsten Erziehungsaufgaben mit zu leisten hätten. Vordringlich fei hier vor allem anderen das für Existenz und Zukunft unseres Volkes bedeutsamste Gebiet der Rassenkunde und Rassenhygiene. Ein bedeutsamer Schritt sei bereits durch die Schaffung des Aulklärungsamtes für B e v o l k e r u n g s p o I i t i k und Rassenpflege bei den ärztlichen Spiyenorganisationen getan, und es sei zu hoffen, daß sich eine enge Zusammenarbeit des Aufklärungsamtes mit der ärztlichen 3ournalistik ergeben werde. Ministerialrat Dr. med. Conti gab sodann einen Ueberblick über die Forderungen und Ziele einer bewußt biologischen Politik. Die Erreichung einer für die Erhaltung unseres Volkes ausreichen, den Nachkommenzahl, ein qualitativ verbessertes Ausleseverhältnis und die Verhinderung der Raffenmischung mit uns fremden Rassen, seien die drei großen Ausgaben der nächsten Zukunft, wobei den in Vorbereitung befindlichen gesetzlichen Maßnahmen Erziehung und Aufklärung voranzugehen hätten. Steigen müsse vor allem auch die Achtung vor der Mutter. Die unberechtigte Sorge vor einer Ueberoölterung müsse bekämpft werden. Auch die volkswirtschaftlichen Gesichtspunkte, wonach eine größere Kinderzahl d i e Masse der Konsumenten steigere und damit der Arbeitslosigkeit entgegenarbeite, und das Verständnis dafür, daß eine Ueberalteruna unseres Volkes in wenigen Jahrzehnten eine Gefährdung d e r Altersversorgung durch den Ausfall einer genügenden Zahl gesunder Nachkommen mit sich bringen werde, mußten dem Volke nahegelegt werden. Gegenüber der bisher vorwiegend geübten Fürsorge für Minderwertige müsse d i e Fürsorge für hochwertige und durch den Lebens- kampf geschädigte Volksgenossen in den Vordergrund treten. Bedeutsam sei hier vor allem der Lastenausgleich für Kinderreiche. Aus allen Gebieten, in Schulfragen, im Beamtenrecht, Steuerrecht, Erbrecht usw. müssen die Prinzipien der Rassenhygiene zum Durchbruch gelangen. Der Leiter des Ausklärungsamtes für Bevölkerungspolitik und Rassenpslege Dr. med. Groß skizzierte dann die Aufgaben dieses Amtes. Insbesondere sei die Notwendigkeit der Erhöhung der Geburtenziffern und das Gefühl für den Wert des Gesunden und Starken dem Volke wieder einzuhämmern und für die mit einer bewußten Rassenpolitik verbundenen wirtschaftlichen Maßnahmen Verständnis zu erwecken. Nie Hochzeit des ältesten Kronprinzenfohnes. Der Stahlhelm brachte am Vorabend der Hochzeit dem Prinzen Wilhelm einen Fackel- z u g dar. Eine riesige Menschenmenge hatte sich in der Koblenzer Straße und in der Gegend des Hauses Salviati eingefunden. Als der Fackelzug vor dem Hause eintraf, erschienen Prinz Wilhelm und seine Braut, von 3ubel empfangen, auf der Straße und schritten die Front ab. Die Stahlhelmkapelle spielte den Zapfenstreich. Prinz Wilhelm dankte seinen Stahlhel mk'ame- raden für die Ehrung. Rachdem der Prinz ein Front-Heil auf das deutsche Vaterland ausgebracht hatte, sang die Menge das Deutschlandlied. Rach dem Abmarsch des Stahlhelm eilten noch Hunderte von Menschen zu dem Brautpaar, um es zu beglückwünschen. Die standesamtliche Trauung wird im Stadthaus vollzogen. Bei der kirchlichen Hochzeit in der Schloßkirche wird eine Ehrenkompanie des Stahlhelms Spalier bilden. Rach der Hochzeit findet für die Hochzeitsteilnehmer ein Essen statt, und dann wird das Brautpaar die Hochzeitsreise antreten. Rach der Hochzeitsreise begibt sich das junge Paar aus das Gut des Prinzen in Schlesien. An der Hochzeit nehmen der Kronprinz und die Kronprinzessin nicht teil, dafür aber ein Mitglied des königlichen Hauses. Ein Gachverständigen-Beirai für Bevölkerungs-undRasten- politik. Berlin, 2. Juni. (WTB.-Funklpruch.) Der dauernd und bedrohlich zunehmende Geburten- rückgang, die Benachteiligung der erbgesunden Familien wie auch die mehr und mehr in Erscheinung tretende Rassenmischung und Entartung der deutschen Familie erfordern die größte Aufmerksamkeit und Beachtung der Reichsregierung; um diese Entwickelung durch gesetzlich zu tresfende Maßnahmen aufzuhalten und so- wohl quantitativ wie qualitativ den Bestand unseres Volkes zu sichern. Zur Unterstützung bei der Vor- Bereitung dieser Maßnahmen hat der Herr Reichsminister des Innern an Stelle des im Jahre 1930 begründeten „Reichsausschu'jes für Beoölkerungs- fragen" einen „ f a ch v e i st ä n d i g e n Beirat fürBeoölkernngs-undRafsenpolitik" berufen, dem vorerst folgende Personen angehören werden: Dr. jur. Müller, Staatsminister a. D., Darmstadt, Buch, Major a. D., München, Braunes Haus; Dr. Burgdörfer, Direktor im Statistischen Reichsamt; Dipl.-Landwirt Darre, Führer der Deutschen Bauern- und Landwirtschaftsoerbände, Präsident des Deutschen Landwirtschaftsrates, München; Prof. Dr. Günther, Jena; Dr. med. Dr. phil. h. c. Alfred Plötz, Herrsching am Ammersee; Dr. jur. Ruttke, Syndikus, Berlin; Pros. Dr. Spiethoff, Jena; Prof. Dr. Schultze, Naumburg, M. d. R Börger, Berlin; Dr. Wagner, Führer der deutschen Aerzteschast, München; Frei- frau Charlotte von fabeln, S)alle, 2 Führerin der Frauenbewegung „Deutsche Frauenfront". Eine Bodelschwingh-Kund- gebung in Berlin. Berlin. 1. 3uni. (ERB.) Für den zum Reichsbischof der Deutschen Evangelischen Kirche berufenen D. Friedrich von Bodellchwingh fand im Bach-Saal eine Vertrauenskundgebunq statt. Superintendent G ö r n a n d t begrüßte die Versammlung mit dem Wunsche, daß es D. von Bo- delschwingh gelingen möge, die auseinanderstrebenden Bewegungen des Kirchenvolkes zu einigen. Dann sprach Pfarrer Georg Merz, Dozent an der Theologischen Schule in Bethel, über Bvdelschwingh und sein Lebcnswerk. Er zeichnete das Bild Bodelschwinghs. des großen Menschenfreundes und des selbstlosen Beschützers dec Kranken und Einsamen. Die Aufgabe einer auf das Neue Testament sich gründenden Evangelischen Kirche sei der Kampf gegen Pha - risäisinus, Schriftgelehrtentum und Hierarchie. Für diesen dreifachen Kampf sei Friedrich von Bodelschwingh der rechte Führer: denn er sei ein absolut bescheidener und selbstloser Mensch, der die Sprache des Volkes zu reden verstehe und der nicht herrschen, sondern dienen wolle. Hinter Bethel und damit auch hinter Bodelschwingh stehe eine große Gemeinschaft von ernsten, opferbereiten und kämpfenden Christen in allen deutschen Landen. Ein evangelischer Bischof dürfe nicht ein von -Ehre und Ansehen umgebener Herrscher sein, sondern müsse ein wahrer Volksbischof, ein Diakon, ein Dienender sein. In diesem Geiste werde Bodelschwingh sein Amt führen. Ihr Bekenntnis zu dem neuen Reichsbischof legte die Versammlung in folgender einmütig angenommenen Entschließung nieder: „Die zu einer Bodelschwingh-Kundgebung versammelten deutschen evangelischen Männer und Frauen Berlins grüßen in Ergebenheit und Dankbarkeit ihren neuen Reichsbischof und wünschen, daß es ihm gelingen möge, die notwendige innere Einheit des Kirchenvolkes herzustellen." Bedenken der „Deutschen Christen". Eine Antwort des Präsidenten Kapler. Berlin, 2. Juni. (TU.) Pfarrer H o s s e n f e l - der von der Glaubensbewegung Deutsche Christen richtete an Präsident Dr. K a p l e r einen Brief, in dein es heißt: Wie ich gehört habe, soll am 1. Feiertag in allen Kirchen der in dem Modus procedendi vorgesehene Assensus des Kirchenoolkes zu der Benennung des Reichsbischofs ersetzt werden durch eine im Kirchengebet eingeschlossene Kundgebung für den Pastor r). von Bodelschwingh. Vermutet wird auch, daß die feiernde Pfingstgemeinde aufgefordert werden soll, durch Sicherheben von den Plätzen und Absingen eines Lobgesanges ihre Zustimmung zu geben. Ich glaube nicht, daß dieses Vorhaben ohne große Unruhe durchgeführt werden könnte, sondern vermute, daß spontane Protestkundgebungen während des Gottesdienstes einsetzen werden! — O. K a p l e r hat auf dieses Schreiben erwidert, daß es sich lediglich um ein im biblischen Geiste gehaltenes rein religiöses Grußwort des Re i ch s b i s ch o f handele, in dem keinerlei Bezug auf die kirchenpolitische Lage genommen wird. Auch der Einschub in das allgemeine Kirchengebet sei frei von jeder kirchenpolitischen Bezugnahme. Der Gedanke, auf diese Weise ein Assensus des Kirchenvolks in der Bischofsfrage herbeiführen zu wollen, sei völlig abwegig. Nichtlinien über den Neuaufbau derstudentischenVerbände Berlin, 2. Juni. (TU.) Die Deutsche Stu- dehnten schäft teilt mit: Die Beauftragten der NSDAP, für die studentischen Verbände haben im Einverständnis mit dem Führer Adolf Hitler die folgenden Richtlinien über den Neuaufbau der studentischen Verbände erlassen: 1. Es wird gewünscht, daß die studentischen Verbände auf der Grundlage der nationalen Erhebung ihren Aufbau im Sinne der national sozialistischen Weltanschauung im besonderen des nationalsozialistischen Staatsgedankens vollziehen und sich zu einem eindeutigen Führerprinzip bekennen unter Ausschaltung der bisherigen parlamentarisch - geographischen Einrichtungen. 2. Es ist erwünscht, daß Führer des 23 erbau i) e 5 nur eine Persönlichkeit wird, deren nationalsozialistische Weltanschauung erprobt und verbürgt ist und die eine Gewähr dafür bietet, daß die Zusammenarbeit zwischen dem Verbände einerseits und den NSDSTB. und der Deutschen Studentenschaft anderseits auf einer vertrauensvollen Grundlage sich vollzieht. Der Führer des Verbandes stellt sich gemäß dem Führer- Gießener Gtadttheater. Benefiz -Vorstellung: „Krieg im Frieden." Als vor einigen Dezennien die Herren G. v o n Moser und Franz vonSchönthandas Lustspiel „Krieg im Frieden" schrieben, war die Zeit eine wesentlich andere als die heutige. Zwar mag ein Lustspiel nicht das geeignete Mittel für eine zeitvergleichende Betrachtung sein, es drängt sich aber der ©inbrud auf, daß der Humor von einer ganz anderen Art ist, als jener, der uns aus den Lustspielen der Gegenwärtigen entgegentritt. In diesem Lustspiel, das man gestern abend sah (und mit herzlicher Freude verfolgte), war olles viel einfacher, eindeutiger und unverfälschter, ja, man darf sagen, naiver — die Dichter "eßen meist alles im voraus wissen. Als sich dann am Schluß des Stüdes insgesamt vier glüdliche Paare in den Armen lagen, so war auch das vorauszusehen gewesen und ging in Ordnung. Noch ein anderes bestimmt den Charakter dieses reizenden Lustspiels: der leichte Ton, in dem hier der Soldat behandelt ist, der zu jener Zeit viele Iahrzehnte vor dem großen Kriege eben noch nicht so ausschließlich vom Geist der Pflicht und von dem Ernst überschattet gewesen zu sein scheint, wie das heute der Fall ist. Vielleicht ist zur Zeit der Geburt dieses Lustspiels auch das alte Soldatenlied entstanden: „Soldatenleben, das heißt lustig sein..." — Damals Lachte eben auch niemand an den Ernst des Krieges, sondern bestenfalls an Manöver, das dann ein willkommener Anlaß war, irgend ein Provinzstädt- chen in Aufruhr und die kleinen Mädchen für einige Zeit um den Verstand ’u 6rinnen. Das geschieht in diesem Lustspiel reichlich. Hier feiert auch der leicht durch die Nase sprechende Leutnant (.Gestatten Gnädigste ... äh ... gestatten!") fröhliche Urständ, hier gibt es einen jungen Apotheker, der mit feinem Zylinder und weißbehand- schuhten Händen immer gerade im unrechten Augenblick kommt und verzweifelte Versuche macht, sich den Schwiegervater zu sichern; hier gibt es weiter den besorgten Stadtvater, der ob der Einquartierung den letzten Rest seiner Ruhe verliert, schließlich noch polnisch-deutsch radebrechende Burschen, verliebte Köchinnen und Stubenmädchen, besorgte Familienväter, reizende Backfischchen und nicht zuletzt auch eine junge rassige Ungarin, die allen Kopfe verdreht, dabei aber doch ihren Meister findet. Die Mutter, die lebhaft bemüht ist, ihre Tochter unter die Haube zu bringen, fehlt ebenso wenig, I Prinzip selbstoerantwortlich feinen Mitarbeite r k r e i s zusammen. 3. Die Waffen st udentischen Verbände erkennen unter Annahme des auf dem außerordentlichen Waffenstudententag zu Goslar verkündeten Ehrengesetzes die dort aufgeführten Bedingungen als für sich bindend an. Für die nichtwaffenstuden- tischen Verbände gilt dies sinngemäß. Die Beauftragten der NSDAP, gezw. Dr. S t a ■ del, gezw. Krüger, gezw. H e i d e r l ch. * Der neue Führer der deutschen Korpsstudenten, die im Äö Jener S C. vereinigt sind, Dr. Max B l u n ck - Franconia-Jena, teilt in einer Verlautbarung mit, daß die von dem Beauftragten des Reichskanzlers Adolf Hitler bekanntgegebenen Richtlinien und Wünsche für die organisatorische Gestaltung der studentischen Verbände überein- st i m m e n mit dem Inhalt der dem diesjährigen Kösener Kongreß bereits seit längerer Zeit vorliegenden Anträge, die wegen der vorzeitigen Vertagung des Kongresses nicht zum Beschluß erhoben werden konnten. Der neue Führer erklärt, daß er d i e V e r- antroortung dafür übernehme, daß die Arbeit des deutschen Korpsstudententums a u ch i n Zukunft in restloser Uebereinstim- mung mit Öen Aufgaben und Zielen der nationalen Revolution geleistet werden würde. Das deutsche Korpsstudententum werde zu seinem Teil die vaterländischen Aufgaben der Gegenwart und der Zukunft erfüllen in unendlicher Verehrung und grenzenlosem Vertrauen zu dem Volkskanzler Adolf Hitler, wie in dem Gefühl schicksalshafter und unlösbarer Verbundenheit mit dem gesamten deutschen Volk. Alle Einflüsse, die die Durchführung dieser Aufgabe hindern oder erschweren, werde er rücksichtslos beseitigen. ArbeitsplanungundArbeiisdienst Berlin, 2. Ium. (CAD.) Der Organisationsplan des zukünftigen Arbeitsdienstes ist fertig. Am 1. August wird mit der Einrichtung der Stammabteilungen für die Arbeitsdienstpflicht begonnen werden. In der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember werden die Stammannschaften eingesetzt sein. Ab Anfang Ianuar 1934 beginnt der eigentliche Arbeitsdienst. In der letzten Woche fanden im Reichsarbeits- und Reichsernährungsministerium wichtige Besprechungen über die Arbeitsplanung, den Arbeitsdienst und die Finanzierung statt, bei denen sämtliche Länderregierungen vertreten waren. Kapitän T h o l e n s , der Leiter des Amtes für Arbeitsplanung in der Reichsleitung des Arbeitsdienstes, forderte vom Reichsernäh- rungsministerium, sich für die Bereitstellung von 450 Millionen M k. jährlich für die Restfinanzierung der Arbeitsbeschaffung durch Landeskultur bei dem Reichsfinanz- ministerium einzusetzen. Für die nächsten beiden Iahre müßten Baupläne für 1,5 Milliarden Mark allein für Landeskulturarbei- t e n aufgestellt werden. Die Vertreter der Länderregierungen stimmten den Vorschlägen der Reichsleitung des Arbeitsdienstes zu. Ein Neichsausschuß für Fremdenverkehr. Berlin, 2. 3uni. (WTB.) Unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Funk trat am 1. Iuni der neu gebildete Reichsausschuß für Fremdenverkehr zusammen. Diesem werden unter dem Vorsitz des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda angehören außer Vertretern der Reichsministerien und der Länder die Reichsbahn, der Bund Deutscher Verkehrsverbände und Bäder, der Städtetag, die Schiffahrtslinien, die Luft-Hansa, der Industrie- und Handelstag, der Reichseinheits-Verband des Gaststättengewerbes usw. Die notwendigen Mittel für einheitliche Werbemahnahmen zur Förderung des deutschen Fremdenverkehrs für das gesamte Reichsgebiet werden von den großen Verkehrsunternehmungen aufgebracht. Mit der Bildung dieses Reichsausschusses ist zum erstenmal die Reichsregierung an die Spitze der deutschen Fremden- wie öer_ Rentier, der über die Festveranstaltungen feiner Frau entsetzt ist und um feine Ruhe bangt. Das Lustspiel vereinigt also eine stattliche Reihe von Witzblattfiguren der „guten alten Zeit". Das Stück mit all seinen Sentiments, der einfachen aber herzerfrischenden Situationskomik und dem äußeren Rahmen der Mode des ausgehenden 19. Jahrhunderts, ist schon fast zu einer kulturhistorischen Angelegenheit geworden. — Das alles konnte keineswegs hindern, daß man sich drei Stunden lang prächtig unterhielt, es gab mel Anlaß zu herzlichem Lachen, und mancher Beifall auf offener Szene ließ erkennen, daß man dem Stuck alle Aufmerksamkeit schenkte. So war es wirk- lichlich ein glücklicher Gedanke des Ensembles unseres Stadttheaters, die Saison mit soviel Fröhlichkeit ausklingen zu lassen. Die Ausführung wurde dem Charakter des Lustspiels vollkommen gerecht. Karl 23 o Id führte mit gewohnt glücklicher Hand Regie, die Schauspieler waren mit Lust und Liebe bei der Sache und hatten im saft vollbesetzten Hause den richtigen Resonanzboden. 1 Als der für feine Nichte sehr verantwortunqs- bewußte Onkel und von seiner Einquartierung durchaus nicht immer erbauter Quartierwirt traf V o l ck stets den richtigen Ton. Maria Koch unterstützte ihn als seine Frau sehr wacker Ilka Etvos, die exzentrische Nichte aus der Pußta, wurde Liesel Beling mit echt ungarischer Leiden- f£9aft' viel Charme und Temperament dargestellt. Sybille-Cvelyne Flemming war eine sehr distin- gierte Gesellschafterin und geheimnisumwobene Gattin des Stabsarztes. Stadtrat Henkel, der stets Beschäftigte, Hastige, Nervöse, wurde von Wolf- gang Kühne auf das originellste dargestellt. Luise Schubert-Jüngling gab seine Frau Sophie mit gewohnter Sicherheit. Elisabeth Wie- Lanri?ei1roar. 0and schwärmerischer Backfisch, Peter » a I f oi11 gab dem General eine feine menschliche Note, Wilhelm Dieten stellte den charaktervollen Ulanen-Leutnant, der schließlich das Rennen macht, und Walter Michel war ein schneidiger Stabsarzt für Körper und Seele. Als Husaren-Leutnant Schwadroneur und doch schließlich verhinderter Freier, war Heinrich Hub aanz an seinem Platz. •Rainer Eggemann als schüchterner Apotheker fand sich in feiner komischen Rolle überraschend gut Zurecht. Kurt-Peter Hamel war der Prototyp des Leutnantsburschen aus Oberschlesien und Gert Geiger das Muster eines diskreten Domestiken. Agathe Walther-Lederer gefiel als in Liebessachen erfahrene Köchin, Lotte Wöhrmann Verkehrs-Bewegung getreten. Der starten Zersplitterung der deutschen Verkehrswerbung wird ein Ende bereitet werden. Die von den Fremdenverkehrsorten ebenso wie von den Landesverkchrsverbänden durchzuführenden Wer- bemahnahmen werden ihre Begutachtung beim Rcichsausschuh für Fremdenverkehr finden. Außerdem wird der Reichsausschuh die Förderung und Zusammenfassung der deutschen Verkehrswerbung für das gesamte Reichsgebiet durchführen. In einer Besprechung zwischen Vertretern des Bundes deutscher Verkehrsverbände und des Allgemeinen Deutschen Bäderverbandes wurde beschlossen, die beiden Spitzenverbände des Fremdenverkehrs unter dem Namen „Bund deutscher Verkehrsverbände und Bäder" zu vereinigen. In den engeren Vorstand des Bundes hat Bundespräsident Staatsminister Esser den bisherigen ersten Vorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Bäderverbandes, Bürgermeister H e ß - Wiesbaden, und seinen Stellvertreter, den Vorsitzenden der Balneologischen Gesellschaft, Professor Dr. Vogt- Pyrmont, berufen. Or. Goebbels dankt für die italienische Gastfreundschaft. Berlin, 2. Juni. (WTB.-Funkspruch.) Reichs- minifter Dr. Goebbels hat nach feiner Rückkehr aus Italien folgendes Telegramm an den italienischen Regierungschef gerichtet: „An Se. ExzellenzMluffolini, Rom. Ich scheide von Italien mit tiefer Bewunderung für den Faschismus und feinen großen Duce. Die italienische Nation ist durch Euer Exzellenz Wirken in die erste Reihe der Völker eingerückt worden. Die Ergebnisse der faschistischen Politik, die ich ken- nenlernen durfte, sind imponierend und bcispiel- qcbenb. Es ist mir ein herzliches Bedürfnis, Euerer Exzellenz für die so überaus gastliche Aufnahme in Jbrem Lande meine aufrichtige Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Meine besten Wünsche gelten Ihnen und Ihrem Werk. Dr. Goebbels." Eine nationalsozialistische Geldlotterie für Arbeit und Brot. Berlin. 2. Iuni. (ERB.) Die Rationalsozialistische Parteikorrespondenz veröffentlicht eine Bekanntmachung des Reichsschatzmeisters der RSDAP., wonach am 1. Iuli eine große, im ganzen Reich zugelassene Geldlotterie für „Arbeit und Brot" beginnt. Damit der Erfolg nicht durch Sammlungen ähnlicher Art gefährdet wird, bedürfen alle anderen von den Gauen und Ortsgruppen geplanten öffentlichen Sammlungen der Genehmigung, Anträge auf Zulassung von Lotterien an die Länderregierungen bis auf weiteres der Zustimmung des Reichsschatzmeisters. Vom 3. Iuli bis zum Ziehungstag am 27. September ist in allen Versammlungen zum Loserwerb aufzufordern. Der Vertrieb der Lose wird zunächst durch das bestehende Lotjeriege- werbe erfolgen. Tagung des Zungdo in Bielefeld verboten. Bielefeld, 2. Iuni. (FSD.) Der Polizeipräsident hat die in Dielefeld für den 3. bis 5. Iuni d. I. anberaumte Tagung des Iungdeut- schen Ordens verboten. Die Reise von Mitgliedern des Iungdeutschen Ordens zu dieser Tagung ist daher zwecklos. Abschluß der Voruntersuchung gegen die Neichstagsbrandstister. Berlin, 3. Iuni. (ERB.) Rach einer Mitteilung des Presseleiters der nationalsozialistischen Reichstagsfraktion hat der Tlntersuchungs- richter des Reichsgerichts, Reichsgerichtsrat Vogt, die Voruntersuchung gegen van der Lübbe, Torgler, Dimitroff, Popoff und Taneff wegen der Inbrandsetzung des Reichstages und wegen Hochverrats abgeschlossen und die Akten dem Oberreichsanwalt in Leipzig zugeleitet. — Der „Völkische Beobachter" schreibt dazu: Es war nach allem Vorgefundenen klar, daß der eine erwischte Verbrecher zahlreiche Helfers- als Stubenmädchen. Das Bühnenbild von Karl Löffler schuf dem Lustspiel einen farbenfrohen und für das Zeitbild gut treffenden Rahmen. Beleuchtung: Ludwig Keim, Kostüme: Curt Huber. Das Publikum dankte zum Schluß mit anhaltendem Beifall. Drei Tische, mit Blumen und Geschenken reich bedeckt, waren der sinnfällige Ausdruck der herzlichen Verbundenheit unserer großen Theatergemeinde mit ihren Schauspielern und ein äußeres Zeichen herzlichen Dankes für so viele schöne Stunden der Erbauung und Aufmunterung in der jetzt abgeschlossenen Spielzeit. —n. Merkwürdige Veränderung. Von Peter Purzelbaum. Zu Ende des Monats Mai des Iahres 1883 starb Tom Pouce, der berühmteste Zwerg aller Zeiten, ein winziges Persönchen, das selbst dem Prince os Wales, dem nachmaligen K^nig Eduard VII. — den bekanntlich sonst nichts in Erstaunen setzte — imponiert hatte. Eduard soll nach der Besichtigung dieses sehr zu kurz geratenen Menschleins in seiner witzigen Art bemerkt haben: „Ahoi! Ich hab' schon größere Zwerge gesehen!" Tom Pouce, der stets von dem Trompetenschwall einer gewaltsamen Reklame begleitet auftrat und sich dem p. t. Publikum nie anders als im roten Generalsfrad, an dem ein Dutzend unmöglicher, natürlich selbst verliehener Orden baumelten, zeigte, hatte sich als „Kleinster Mann der Welt" auf seinen Reisen in Amerika und Europa ein ansehnliches Vermögen erworben, das er nach Beendigung seiner „Künstlerlaufbahn" InJBroofltjn bis zu seinem Tode vergnüglich verzehrte. Als Tom Pouce einmal in Paris auftrat, berpinöerte das riesige Gedränge, das bei seinem Erscheinen den Vorstellungsraum erfüllte, die nähere Besichtigung des Raturwunders, so daß viele Reugierige, die ein Sxtrahonorar erschwin- gen tonnten, auf den Einfall tarnen, Tom Pouce m feinet Wohnung zu besuchen. So klopften nun die reichsten und vornehmsten Leute, zumal die Damen, die nichts Besseres äUs. batten, an die Tür des kleinen Kerlchens, und das ging schließlich so weit, daß es zum guten Ton der Gesellschaft gehörte, sich mit Som Pouce einmal unterhalten zu haben. Helfer gehabt haben mußte, und der Rach- forschung nach diesen Komplizen sind die Monate mühevoller Untersuchung gewidmet gewesen. Zu welchen Ergebnissen Reichsgerichtsrat Vogt gelangt ist und welche Zusammenhänge sich haben ausdeden lassen, wird der kommende Prozeß erweisen. Iedenfalls wird auch dieser An- sck)lag auf ein dem deutschen Volk gewidmetes Monument nun seine entsprechende Sühne finden. Aus aller Welt. Hindenburg in Reudeck. Mit dem fahrplanmäßigen Personenzug aus Marienburg traf Reichspräsident v. Hindenburg am Freitagvormittag gegen Uhr in seinem Salonwagen auf dem Bahnhof Rosenberg in Begleitung seines Sohnes Oberst von Hindenburg ein. Eine Abteilung SA. und SS. der Ortsgruppe Rosenberg hatte Aufstellung genommen, deren Führer Lehrer Fratzscher einen Willkommensgruß entbot und seiner Freude Ausdruck gab, den Reichspräsidenten in diesem Jahre der nationalen Freiheit in Neudeck begrüßen zu dürfen. Der Feldmarschall dankte für den Gruß, überbrachte die Grüße des Reichskanzlers Adolf Hitler und erkundigte sich nach der Stärke der angetretenen SA.-Gruppe. Er bestieg dann feinen Kraftwagen und fuhr mit feinem Sohn, begrüßt von einer großen Menschenmenge in Richtung Neudeck weiter. Außerordcnllicher hochschuttag in (Erfurt. Der Verband der Deutschen Hochschulen hat in Erfurt einen außerordentlichen Hochschultag abgehalten, um seinen Vorstand zu erneuern. Gewählt wurden zu verantwortlichen Führern Pros. 1 Dr. Schacht von der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin als erster Vorsitzender, Pros. Dr. I Rebe r m eher von der Universität Tübingen als zweiter Vorsitzender. Im ganzen besteht der Vorstand satzungsgemäß aus sechs Ordinarien und * zwei Richtordinarien. Der Hochschultag gab ferner dem Vorstand die Vollmacht, die Ausschüsse des Verbandes neu zu besehen. Anschließend wurde folgendes Crgebenheitste- legramm an den Reichskanzler gesandt: Die neue Führung des Deutschen Hochschulverbandes begrüßt in Verehrung und Treue den Kanzler des deutschen Volkes und gelobt freudige Mitarbeit am Aufbau des Reiches. Schweres Eisenbahnunglück in Bosnien. In der Nähe von Mostar war ein Personenzug in ein schweres Hagelunwetter geraten, das die Strecke bis über 30 Zentimeter hoch mit Eiskörnern bedeckt hatte. Schon dadurch war das Passieren des Zuges wesentlich erschwert. Durch das Unwetter waren jedoch auch Erd mass en in Bewegung geraten, die die Strecke verschütteten. Das Hindernis befand sich gerade an einer Stelle, die schwer zu übersehen war, so daß der Zug mit voller Kraft in die Erbmassen hineinfuhr und auf den vereisten Schienen auch nicht zum Stehen gebracht werden konnte. Die Lokomotive und die beiden anhängenden Wagen, der Dienstwagen und ein Personenwagen 3. Klasse, wurden i n e i n = andergeschoben. Dabei wurden zwei Reifende getötet; eine Frau starb noch während des Transportes in das Krankenhaus. Weiter sind noch vier Personen so schwer verletzt, daß für sie Lebensgefahr besteht. 20 Personen erlitten leichtere Verletzungen. lleberfall in Hollywood. Bewaffnete Banditen drangen in einen Saal, in dem ein berühmter Filmschauspie- l e r einigen Kollegen ein Gast mahl gab. Die Teilnehmer wurden zunächst geknebelt. Da-n bemächtigten sich die Räuber allen vorha aicn Geldes unda ller erreichbaren Wertgegenstände. Das geraubte Gut dürste insgesamt einen Wert von 30 000 Dollar haben. Die Verbrecher entkamen unerkannt. Ozeanflieger Hauptmann Köhl fliegt nach Amerika. Der Fliegerhauptmann und Ozeanflieger Dr.-Jng. h. c. Hermann Köhl wird am 3. Juni mit dem „Graf Zeppelin" nach B r a f i l i en fliegen. Seinen Aufenthalt wird er dazu benutzen, die ersten Besprechungen für seinen Geschwaderflug nach Südamerika im Sommer 1934 zu führen. Run bewohnte der Zwerg mitsamt seinem Gefolge die Hälfte eines in einer Seitengasse gelegenen kleinen Hauses, dessen andere Hälfte von Lablache gemietet war. Dieser berühmte Sänger war das direkte Gegenteil seines kleinen Rachbarn. Mit seinen breiten Schultern, seiner Höhe von fast zwei Meter, seiner Dickleibigkeit und den mächtigen Gliedern hätte er ganz gut als Riese auftreten und sein Geld erwerben können, wenn er nicht zufällig mit einer gold- werten Stimme begnadet gewesen wäre. Trotz seiner riesigen Ausmaße und seiner Stärke war Lablache ungemein nervös veranlagt, und das ewige Klingeln, Klopsen, Treppauf- und Treppab- Laufen der immer zahlreicher werdenden Besucher Tom Pouces störten ihn derart, daß er beschloß, der müßigen Reugierde der Pariser Gesellschaft einmal einen Streich zu spielen. Bald bot sich hierzu die Gelegenheit, denn Tom Pouce mußte einige Tage so plötzlich verreisen, daß er seinem Publikum in der Eile nichts davon mitteilen konnte. Es kamen daher unausgesetzt neue Besucher, und da sie die Wohnung des „Kleinen Generals" versperrt fanden, klopften sie kurz entschlossen an der gegenüberliegenden Türe. Sofort ließ sich ein wuchtiger Grenadierschritt vernehmen, beide Flügel sprangen auf und den erstaunten Parisern zeigte sich eine riesige Gestalt in rotem Frack mit Schleppsäbel, Federbusch und zahllosen Phantasieordenssternen. „Sie wünschen?", fragte die Gestalt in tiefstem Daß. „Könnten wir den Herrn General sprechen?" „Iawohl, der bin ich", entgegnete Lablache. „Herrn General Tom Pouce meinen wir." „Gewiß", rief Lablache, „der bin ich — bitte treten Sie ein." Allgemeines Entsetzen. „Aber Sie sind ja gar fein Zwerg", schrien die Pariser durcheinander. „2a, meine Damen und Herren", antwortete der Riese mit unerschütterlichem Ernst, „ich befinde mich in meiner Wohnung und wozu soll ich mir da Zwang antun, wenn ich aufzutreten nicht genötigt bin?!" Diese geheimnisvolle Täuschung wurde bald in der französischen Hauptstadt ruchbar, und als Tom Pouce wieder nach Paris zurückgekehrt war, ließ sich zu seinem Erstaunen niemand mehr an seiner Wohnungstür blicken. I N* fllQtt i 3u Pro. ende 's Ma, ’.btn, in jej, ,et9 in tnburg gruppe nr Füh. K ent. »>iilhr» Michail 'ruße r und relenen «wagen großen rl. hat in ag ab- n. Te» " Pros, 'hoch, »s. Dr. ' rbingen ehtdn ien und' ab fet» Aus- An- tste. er ge. chichul. und !es und Ausbau n. »ne^ug geraten, «och mit oar bas arch das :en in oerschüt- in einer daß der neinsuhr cht zum tive und iftwagen i n e i n • i Sei« «ährend iter sind für fie leichtere Saal, spie« ib. Die rn be» i nen nftänbe. n Dnt it ent» Amerika. Dr.-Ing. mit Dem [en. 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Hörbild von Deit Roßkopf. 20: Don Nürnberg: OEHitär» konzert. 21: Die hohe Rhön, ein Landschaftsbild. 21.45: Konzert (Max Reger). 22.50 bis 24: Derlin: Rachtmusik. Montag, 5. Juni. 14.30: Heitere Balladen von Emil Petschnigg. 15: Festzug des schwäbischen Heimattages. 15.30: Stunde der Jugend. Jungslieger- trefftn. 16.30: Glotterbad: Rachmittagskonzert des Freiburger Konzertorchesters. 17.30: Kleine Stücke für Dioloncello und Klavier. 18: „Pfingsten im alten Frankfurt und Umgebung". Don August Kruhm. 18.25: Drei schwäbische Dichter. 19 .0 Polka und Schleifer mit heiteren Liedern. 20: Konzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 22: Wiedersehensfeier und Denkmalsweihe der 81er. Ein Hörbericht. 22.45: Don Samstag, 10. Juni. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittagskonzert. 18: Heimat an der Saar. Don Johannes Kirschweng. 19: Don Dreslau: Reichssendung: Stunde der Ration. Alte Landsknechtlieder und Schwänke. 20.05: Unterhaltungskonzert. Konzert des Musikzuges der 10. SS.-Standarte. 21.15: Funk-Drettcl. Luftige Leut aus der Steiermark. 22.45 bis 24: Rachtmusik. Aus der Provinzialhauptstadt. Oie Zenenordnung. Oie Gießener Freiwillige Sanitätskolonne im Jahre '1932 Dienstag, 6. Juni. 7.15 Uhr: Frühkonzert auf Echallplatten. 11: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert l des Rundfunkorchesters. 13.20 Mittagskonzert ll auf Schallplatten. 15.30: Der Hausfrau zur Erholung. 16.20 Rachmittagskonzert. 18: Deutscher Almanach- 18.15: Schnellkursus in italienischer Sprache. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Don Königsberg (Reichs- sendung): Stunde der Ration, 700 Jahre Marienwerder. 20: Mandolinenkonzert. 20.30/ Don Leipzig: Siegfried Wagner (Leipziger Sinfonie» orchester). 22: 3x5 Minuten. 22.45 bis 24: Racht- musik. E s ist ausgeschlossen, daß dem Wert der scheine entsprechend Fett abge- geben werden darf. Außerdem sind die Scheine nur für den aufgedruckten Zeitraum gültig. Die Geschäfte werden gebeten, streng den Vorschriften entsprechend zu verfahren und etwaige ent» gegenstehende Anträge abzuweisen. Provinzialausschuß-Sihung. Der Provinzialausschuh beschäftigte sich in feiner jüngsten Sitzung mit einer Reihe von Streitfällen zwischen Dezirksfürforgeverbänden. Die Klage des Dezirksfürsorgeverbandes des ehemaligen Kreises Kirchhain gegen den Landesfürsorgeverband Dolksstaat Hessen, vertreten durch den Bezirksfürsorgeverband Alsfeld auf Ersah von Fürforgekosten für Friedrich D ü n n - w a l d aus Düsseldorf wurde als unbegründet kostenpflichtig abgewiesen. Eine Klage des Ortsfürsorgeverbandes Miltenberg gegen den Dezirksfürsorgeverband des Kreises Friedberg auf Ersatz von Krankenhauspflegekosten für Fritz Seeberger aus Obrigheim wurde ebenfalls als unbegründet kostenpflichtig zurückgewiesen. Stattgegeben wurde einer Klage des Dezirksfürsorgeverbandes Rürnberg-Stadt gegen den Dezirksfürsorgeverband des Kreises Schotten auf Erstattung von Fürforgekosten für Marie M e l - z e r aus München. Die Klage des Dezirksfür- sorgeverbandes Stadtkreis Frankfurt gegen den Dezirksfürsorgeverband Kreis Schotten und den Landesfürsorgeverband Hessen auf Erstattung von Fürsorgekosten für die Haustochter Alma Herbst verfiel als unbegründet der Abweisung. Desgleichen wurde eine Klage des Dezirksfürsorgeverbandes Kreis Gießen gegen den gleichen Verband der Stadt Gießen hinsichtlich der Unter- 6.35 Uhr: Don Hamburg: Hafcnkonzert. 8.30: Bendorf a. Rh.: Katholische Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30. Von Gießen: Pfingsttreffen des Jungvolkes. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung: Kantate von Joh. Seb. Bach 12: Mittagskonzert I erwerbsloser Musiker. 13: Mittagskonzert II. 14: Stunde des Landes. 15.45: Stunde der Jugend. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen brachte jetzt ihren Jahresbericht für 1932 heraus, der einen umfaffenben Ueberblick über die weitverzweigte Arbeit der Kolonne gestattet. Die Freiwillige sanitätskolonne hatte im Der» aangenen Jahre sehr unter den wirtschaftlichen Röten zu leiden, da ein verbilligter Tarif für ben Transport (wenn auch nur probeweise) eingeführt werden mußte und außerdem viele Transportkosten aus das Verlustkonto gebucht werden mußten. Die Einnahmen haben sich dadurch wesentlich verringert. Dank der Opserwilli und II wurde noch die Ausrüstung III beschafft. Die Kolonne ist im örtlichen Arbeitsausschuß für den zivilen Luftschutz vertreten. An Sonn» und Feiertagen wurden insgesamt 56 Wachen gehalten, die zu 118 Hilfeleistungen, darunter 78 Krankentransporten, in Anspruch genommen wurden. Bei sonstigen Veranstaltungen wurden 61 Wachen gestellt, die in 272 Fällen erste Hilfe leisteten. Im Zusammenhang mit der Aroeit der Winternothilse richtete die Kolonne wieder eine Wärme st ube ein, die in der Zeit vom 7. Dezember 1932 bis 11. März von 2351 Personen besucht war. 3m Lause des Geschäftsjahres wurde die Frei- willige Sanitätskolonne in insgesamt 5941 (im Vorjahre 4444) Fällen in Anspruch genommen; wobei 1251 (1191) Krankentransporte durchgeführt wurden. Don den Transporten waren in der Stadt Gießen 901, in der Provinz Oberhessen (ohne die Stadt Gießen) 245 und außerhalb der Provinz 71 xu bewerkstelligen. Mit den vier zur Verfügung stehenden Wagen wurden insgesamt 19 041 Kilometer gefahren. Von den Hilfsdesinfektoren wurden 8 4 Desinfektionen durchgeführt. Beim Umbetten und Baden von Schwerkranken wurde 16mal geholfen. Krankenwachen wurden 55 ausgesührt. Die Krankenpflegegeräte aus der Ver- leihanstalt wurden in 395 Fällen verliehen. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz kann mit Befriedigung auch auf das Jahr 1932 zu- rückblicken. Die Arbeit, die im Dienste der Nächstenliebe geleistet wurde, verdient alle Anerkennung und dankbare Würdigung. Es ist erfreulich, daß die Gießener Sanitätskolonne durch ihre rege Tätigkeit Unglück und Not lindern hilft und so in reichem Maße ihre schwere und ver- antwortliche Arbeit aus christlichem Gewissen heraus übt. Zum Zwecke der Ueberlcitung der marxistischen Gesangvereine in die deutsche Sängerbewegung hct der I Sonntag, 4. Juni. Staatskommissar für das Polizeiwesen in Hessen die 5 35 ^r; Lon Hamburg: Hafenkonzert. L: Don bestehenden marxistischen Gesangvereine aufgelöst Eisenach: Einweihungsfeier des Burschenschafts» unö zum Verwalter des Vermögens dieser Vereine ehrcnmals in Eisenach. 9.15: Choralblafen aus den Gauoorsitzenden des Deutschen Sängerbundes in Frankfurt a. M. 9.30: Don Mainz: Morgenfeier Hessen, Dr. H u l 3, ernannt. Die Verfügung hat fol- aug her Ehristuskirche. 10.45: Stunde des Chvr- genben Wortlaut: gesangs. 11.30: Don Leipzig: Reichsfendung: Kan- Auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichs- täte. 12: Mannheim: Mittagskonzert I. 13: Mit- prasidenten zum Schutze von Volk und Staat vom tagskonzert ll des Orchesters des Westdeutschen 28. Februar 1933 werden hierdurch sämtliche dem Rundfunks. 1' " "*-'*-*-----'c“:’ Deutschen Arbeitersängerbund angeschlossenen Ge- s sangvereine im Gebiet des Volksstaates Hessen ver- boten und ausgelöst. Wer sich an einem der ausge^ lösten Vereine als Mitglied beteiligt, ober ihn auf andere Weise unterstützt, oder den organisatorischen Zusammenhalt weiter aufrechterhält, wird nach § 4 der angezogenen Verordnung bestraft. Das Vermögen der Vereine wird beschlagnahmt. Mit der Abwicklung der Bereinsgcschäfte und mit der Liquidation des Vermögens der aufgelösten Vereine wird Herr Dr. K u l z in Darmstadt, Referent im Ministerium für Kultus und Bildungswesen, Vorsitzender des Gaues Hessen des Deutschen Sängerbundes, beauftragt und ihm zugleich die Befugnis erteilt, für die Bezirke des Rhein-Maingaues des Deutschen Arbeitersängerbundes, soweit sie hessische Orte umfassen, je einen Unterbeauftragten zu bestellen. • Der Hess. Minister für Kultus und Dil- dungswesen hat an die Direktionen und Ctiter der Höheren Schulen und der gewerblichen Lehranstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter folgende Verfügung über die Ferienordnung gerichtet: ... . Die Öfter», Pfingst- und Weihnachtsferien find für alle Schulen des Landes dieselben. Die Osterferien beginnen mit Sonntag vor Ostern und dauern drei Wochen. Wiederbeginn des Unterrichts am Dienstag nach Mif- Dorn. Der Montag ist für Konferenzen und etwaige Aufnahmeprüfungen sreizuhalten. Die Pf ingstf erien dauern eine Woche, be- , - __ ginnend mit dem ersten Pfingsttag und endigend 0 e r r . n g e r t. Dank der Opierwilligkeit ber Mit- mit dem Sonntag Trinitatis. . gheber unb ber (Bonner konnte aber viel tmD.enste Die Weihnachtsferien dauern zwei der Allgemeinheit getan werden. Die Zahl der Wochen, anfangend mit Sonntag vor Weihnachten. Hilfeleistungen hat zugenommen. Fällt der erste Weihnachtstag auf einen Sonntag, 3m Unterrichtsplan wurde besonders die Aus- Samstag ober Freitag, fo beginnen die Ferien I bÜbung der Kolonnenmitglieder für den Gas- mit dem vorausgehenden Donnerstag. Unb Luftschutz betrieben. lei^in ^n S^dt^ D^rmst^^Mainz^Gießen. Betriebsheiser. unb Jugendkurse fanden ebenfalls Offenbach Worms Friedberg' Dad-Rauheim und statt. Die Zusammenarbeit mit den Gießener rieuer- Venshe.m mit dem Stamstag, der dem 15. Juli wehren, der stäbtischen Brandwache, der 1Postze., am nächsten liegt und dauern vier Wochen. Wie- den Kliniken uw, wirbals iehrgubezeichnet berbeainn des Unterrichts am Montag. I Der Mitglieder st and betrug zu Beginn Die H e r b st f e r i e n für alle Schulen der ge- des Jahres 120 Mann; 1 Mitglied trat aus, 1 Mit- nannten etäbte beginnen mit dem Sonntag, der Md verstarb 4.mußten gestrichen werdet. 2 wur» dem 25. September am nächsten liegt, und dauern ben nach außerhalb ^wiesen und 2 neu ausge »Wei Wachen nommen, so daß der Mitgliedersland am Ende des gar au? übrigen Orte be» CanbeS fin» bie 6om- J°v-- HO-bru«- Bin Mi'gtted wurde für 25|at). mer-unb Serbftferien in allen Spulen fo ju legen, nge unb 10 Jlitgtieber für fahrige Di-nltz-tt wie fie durch bie Erntearbeiten erforberli» wer. durch deu W(d)en 1t ben. Für ihre Seftlegung haben bie Schulämter Der flolonnenfubrer 8. S r afe erhielt oom Beub Sorge zu tragen. Sic dürfen die Zeitdauer von schen Roten Kreuz bas Ehrcnkreuz 2. Klasse. I sechs Wochen nicht überschreiten. Lause des Jahres würben Um die durch die Verlängerung der Osterferien 20 Hebungen und 1 Appell berücksichtigen. Die Ausmalung der Emporebrüstungen und Säulen wurde in lichtem Grau gehalten. Besondere Belebung erhält dieses Grau durch ein schwarzes Band, das die ganze Kirche durchzieht und auf dem in leuchtenden, goldenen Buchstaben Worte aus der Bibel geschrieben sind. Der Chor ist im Gegensatz zum Kirchenschiff in bunten Farben ausgemalt. Er stellt eine prächtige Farbensymphonie dar. Hier löst sich das Grau der Kirche in Helle, bunte Farben auf, wie ein Lichtgruß von oben. Auch die im Chor stehende Orgel erhielt durch die Bemalung ein neues Gewand, das nicht mehr als Fremdkörper im Altarraum wirken läßt. Eine besondere Note erhält der Altarraum noch dadurch, daß auf dem Altar eine alte Kreuzigungsgruppe ausgestellt werden konnte, die früher am Bogen zum Chor angebracht war, dort einen sehr ungünstigen Platz hatte und darum bei der letzten Renovierung der Kirche dem Oberhessischen Museum in Gießen übergeben wurde. Nachdem die Kirche diese alle Kreuzigungsgruppe wieder zurückerhalten hat, soll sie jetzt auf dem Altar einen würdigen Platz erhalten. Die Gruppe verleiht der Kirche an diesem Platz einen ganz besonderen künstlerischen Wert, gibt ihr eine Bereicherung lokaler Art, wie sie nur wenige Kirchen haben. Die künstlerische Ausmalung der Kirche lag in Händen des Kirchenmalers Veite aus Nieber- Ramstadt bei Darmstadt. Alle sonstigen Arbeiten wurden unter Bauleitung des Hochbauamtes Gießen von hiesigen Handwerkern ausgesührt. Eine unliebsame Verzögerung der Arbeiten war dadurch eingetreten, daß nach Fertigstellung der Deckenarbeiten das 120 Pfund schwere Gewicht der Uhr abstürzte, den Boden durchschlug und in der Decke hängen blieb, die völlig zerbarst, so daß von neuem ein Gerüst zur Behebung des Schadens aufgestellt werden mußte. Trotz dieser Verzögerung sind die Arbeiten doch soweit beendet, daß am ersten Pfingstfeiertag vormittags 10.30 Uhr bie Kirche feierlich eingeweiht werben kann. Oberkirchenrat O. W a g n e r, Gießen, wird die Weihehandlung vornehmen. Der Frauen» chor Hausen wird bei der Feier mitwirken. Die Mittel zur Wiederherstellung sind aufgebracht durch Zuwendungen seitens der Landeskirche und des Staates aus Mitteln der Denkmalpflege und anderseits aus der Gemeinde selbst, die eine große Opferfreudigkeit bewies. Eine Haussammlung in den letzten Wochen, die trotz der Not der Zeit einen über Erwarten guten Erfolg hatte, ermöglichte noch, daß zur Jnnenausschmückung der Kirche ein Altarteppich, Läufer und Klappstühle angeschafft werden konnten. Nachdem im vorigen Jahre das Dach der Kirche hergestellt worden war und die Kirche durch Stiftung aus der Gemeinde elektrisches Licht erhalten, in diesem Jahre nun im Aeußeren und Inneren bergefteUt worden ist, darf die Gemeinde mit Stolz, Freude und Dank dem Einweihungstag am ersten i Pfingstfeiertag entgegensetzen. haltungskostcn für Karl Seibert aus Großen- Linden abgcwicscn. Zum Schluß wurde die Klage des Vezirtssürforgeverbandes des Main-Taunuskreises in Frankfurt a M -Höchst gegen den Bc- zirlssürsorgeverband des Kreises Friedberg wegen Kostenerstattung für das Kind Kurt Rausch- mann aus Vilbel kostenpflichtig zurückgewicsen. Taten für Lamstag, 3. Juni. 1740: Friedrich der Große hebt die Folter auf. — 1844: Der Dichter Detlev v. fiiliencron in Stiel geb. — 1864: Der Dichter Otto Erich Hartleben in Clausthal geb. — 1871: Elsaß-Lothringcn wird deutsches Reichsland. Taten für Sonntag, 4.Juni. 1745: Sieg Friedrich des Großen bei Hohenfried- berg. — 1875: Der Dichter Eduard Mörike m Stuttgart geft.; der Germanist Robert Petjch in Berlin geb. Vornotizcn. — Tageskalender für Samstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ich bei Tag und du bei Nacht". — Astoria - Lichtspiele, Seltersweg: „Die Nacht gehört uns.“ * Beurlaubung en. Mit sofortiger Wirkung wurde bis auf weiteres beurlaubt: Direktor Dr. Feldmann vom Pädagogischen Institut, Mainz. Beurlaubt wurden vom 4. äuni 1933 an bis auf weiteres: Lehrer Georg Reitz zu Undenheim, Leh rcr Wilhelm Schwibinger zu Nierstein, Lehrer , Heinrich Wunderlich zu Undenheim. •• Die Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind an beiden Feiertagen (Sonntag und Montag) zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ** Straßensperrung, mitgeteilt vom Oder- hessischen Automobil Club E.D. (A. v. D.), Gießen: Die Strecke Romrod — Sckelln hause n der Provinzialstraße Gießen—Alsfeld wird ab 7. Juni für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Großselba—Windhausen. Strafkammer Gießen. * G i e ß e n , 2. Juni. Ein jetzt in Frankfurt a. M. wohnhafter Kaufmann hatte im Oktober 1932 einen Möbeltransporteur durch die Vorspiegelung der unwahren Tatsache, er gebe ihm in Frankfurt a. M. sofort das Geld, veranlaßt, den Umzug für ihn nus- I zuführen. Da er aber gar kein Geld hatte, konnte er I nicht bezahlen; der Geschädigte hat sein Geld auch heute noch nicht erhalten. Wegen Rückfallsbetrugs I hatte das Amtsgericht auf 4 Monate (Befäng» I n i 5 erkannt. Die Strafkammer bestätigte das Urteil. Ein Fuhrmann hatte im Dezember 1932 einen Pullover und im März 1933 mehrere Kästen mit Ge müsepflanzen u. a. Sachen gestohlen und war deshalb wegen Rückfalldiebstahls zu 4 Monaten 2 Wo- I chen Gefängnis verurteilt worden. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde die Strafe auf WSN. Die Staatspressestelle teilt mit: Der Staats» — „ r. „ kommissar für das Polizeiwesen in Hessen hat den münde nach Pillau. 17.30: Nachmittagskonzert. 18.40: marxistischen Wandercroerein „Die Naturfreunde" Bericht vom Großen Ißiesbabener Reit- und Spring» zum Zwecke der Ueberlcitung in die deutsche Wan- furnier. 19: Fröhliches Zwischenspiel. 20: Das Veil- bcrerbewcguna aufgelöst und dieVerwaltung des Ver- chenmädel, Operette. 22.35: Hörbericht oom Motormögens dem Beauftragten des Reichssportkommissars rabrennen „Rund um Schotten". 23 bis 24: Das Lehrer Rio ft ermann übertragen. Der Vermal- fleine Funkorchester spielt zum Tanz, ter hat angeordnet, daß die Naturfreundehäuser bis auf weiteres, insbesondere über Pfingsten, den Tou- 8 Monate Gefängnis erhöht. Am 18. September 1932 kam es in Vilbel zu einem Zusammenstoß zwischen einem Radfahrer und einem Auto. Der Führer des letzteren wurde wegen fahr lässiger Körperverletzung von dem Amtsgericht Vil , bei verurteilt. Heute wurde er mangels Beweises Rachtmusik der Tanzkapelle des Rundfunkorch. freigefprod)en. Es stellte sich heraus, daß der ft I.,nl Radfahrer noch vor dem Auto hätte vorbeifahren Donnerstag, S. Juni. rönnen. Er wurde aber aufgeregt und unsicher und 7.15 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufs- jufjr j0 ;n ba5 Auto hinein. Unter diesen Umständen mufiter. 11: Praktische Ratschläge für Küche und roQr bem Führer des Autos ein Verschulden nicht Haus. 12: Mittagskonzert. 15.30: Stunde der Jugend, nachzuweisen. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Hölderlin zum 90. -------- 5^ Weihe der renovierten Kirche zu Sausen. Otto Brunner. 19: Reichssendung: Stunde der Na- T Raufen b. (Bieften, 2. Juni. Die Wie - tion. Die Hermannschlacht. Von Christian Grabbe, derherstellungsarbeiten an und in der 20: Tanzpotpourri des Südwestsunks. 21: 3X5 Mi- Kirche zu Hausen haben einen guten Fortgang nuten. 21.15: des Rundfunk-Orchesters. 22.30 bis genommen. Im Aeußeren hat die Kirche einen 23.45: Einfingen der Maffenchöre für das 15. Deutsche rauhen Bewurf erhalten, der das Altertümliche der Turnfest in Stuttgart 1933. Kirche gut wahrt und ihr doch einen neuen sauberen Treitaq 9. Juni Eindruck verleiht. Auch im Inneren der Kirche o- c, i \ io- wurde Wert daraus gelegt, das Alter der Kirche zu 7.15: Fruhkonzert auf Schallplatten. 12. JUit* ■ tagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 16.30: Rachmittagskonzert. 18: Die Behandlung der chronischen Rierenkrankheiten. Raturärztlicher Vortrag von Dr. Malten. 18.25: Die neue Kampfdichtung. Von QHf Block. 19: Reichssendung. Stunde der Ration. „Lanner — Strauß". Unterhaltungskon- zert des Württ. Landes-Symphonieorchestcrs (Rundfunkorchester). 20: Die Paulskirche. Hörfolge. 21 bis 22: Konzert. (Werke zeitgenosfr- scher Komponisten.) 22.45 bis 24: Rachtmuslk. riften zugängig find. Gleichschaltung des Hessischen Sängerbundes. Die vom Ministerpräsidenten Dr. Werner mit der Gleichschaltung des Hessischen Sängerbundes beauftragten Herren Kreisschulrat Born, Kapellmeister F i f ch e r und Musikoberlehrer Sam- per beriefen als vorläufigen geschäftsführenden Vorstand folgende Herren: B r ü d m a n n (Offenbach), Bundesschahmeister; Wilk (Darmstadt), Geschäftsführer; Walli or (Bingen), 1. Schriftführer; Wendler (Dad-Rauheim), 2. Schriftführer. Den Bemühungen der Beauftragten ist cs gelungen, Dr. Werner K u l z, den Referenten I &er gleichen Aufgabe für die Gaue und die für Volkstum und Kunst im Hessischen Kultus» I Vereine betraut worden. Ministerium, als 1. Vorsitzenden zu ge- Ä Winnen. Oie Ablösung der Kraftfahrzeugsteuer In der am gcftngen ^amätaa ft^^teu Gesetz über Ablösung der Kraftsahrzeugsteuer 6l5UM^?lernohÄfän1nÄn?n bie^ReuadtaU vom 31. Mai 1933 ist im RGBl, vom 1. Juni 1933 ^svmtoen veröffentlicht. Danach kann bie Steuer für Kraft- hmg des .^onncrgesangswescns nn Hess sch räber unö Personenwagen (ausgenommen Omm- ®Ä,r&iünb ^VSt^i^etdlüertrete? buffe), bie vor bem 1. April 1933 erstmalig zugelassen überbauet, benef er zu Stellar trete für bic künstige Benutzungsbauer burch Em- Krersschulrat 3orn or»mtprn ferner richtung eines einmaligen Betrages abgelöst werben, genannten Herren in Ämtern, ^erne Ablösung beträgt, wenn bas Fahrzeug erstmalig wurde der feit&enge zugelassen ist innerhalb bes 1. Jahres vor ber An- «rot. Siege , h nh z tragstellung bas Dreifache ber Jahressteuer, im 2. standsmitglied ernannt foIaenI)e Jahre bas 2^-fache, im 3. Jahr bas 2fache, unb vor 3n den M r a u ss ch ß s 8 mehr als 3 Jahren vor ber Antragstellung bas 1%-- gerren berufen: Ott !fache ber Jahressteuer. Der Antrag auf Adlösuna T-^^svarh (Gicben), fe^er Musikdirektor ,ft bejm 5inan3amt spätestens am 1. Oktober 1935 D ob e r t (Bensheim) -Prof. Dr. Roak D stellen, hierbei ist ber Betrag zu entrichten. Auf - Kapellmeister §^del Frscher (DaE» b-e e spätestens ein Viertel- üabt); Musikoberlehrer 6 «^= werben. Mit Entrichtung ber Ad- Chorlecker E ho ld jDarmstabt) Chorleiter %<,übetIQy5( roirb das &Är»«snh (OBornii): Musik. SaDrjeue traftf^u^uerfrei. , bireltor Roscnmeyer (Bad-Rauheim); Dr O»e FettverbUllgUNgSscheme. Sch m i dt (Friedberg); Musiklehrer Blaß ^Zom Wohlfahrtsamt roirb uns geschrieben: (®ropcn-Unben). tour, Bestehender Unklarheiten wegen wirb die Gießener den^^di^He^^^reisschulrat S^rn® Wal- ©^^^eU nochmals auf folgendes aufmerksam fü^Ottober^^d.^ I. festgesetzte l^H^NUch^ Auf jeden Reichsverbilligungsschein können mo» Sängerwoche in Darmstadt fällt aus. natlich 2 Pfundver b 1111 g t e s bez ' Der Bundesvorsihende übernimmt die Heraus- gen werden. Auf geringere Tiengen als h P'und gäbe der „Hessischen Sängerwarte", die voll- Butter und Ka,e und 1 P und ber übrigen F"se ständig neu gestaltet wird. 2m Oktober findet barr eine Verbilligung nicht gewahrt werden. Die in Dingen der diesjährige Bundestag statt. Verbilligung beträat je Psund 25 Rps Es kommt Rachdem somit der Bundesvorstand gleich» daher nur bei Abgabe der obengenann- geschaltet ist, sind die Provinzialvorsitzenden mit 1 ten Menge eine Verbilligung in Frage. 1933 ausgefallenen Schultage wieder nachzuholen, abgehalten. Bei der Alarmierung aus Anlaß bes werden die Sommerserien für dieses Jahr mit Eisenbahnunglücks im Bahnhof Saasen zeigte bie einer halben Woche an der vierten Woche und RoIonne bab fie im Ernstfälle allen Anforberungen die Herbstferien mit einer halben Woche an der geroad)fen ift An einem G a s s ch u tz l e h r g a n g ersten Woche verkürzt. Für die Landschulen kann "ahmen 5 Mitglieber teil. Zur (Basausrüftung I die Kürzung beliebig vorgcnommen werden. 1 Ueberlcitung her marxistischen Gesangvereine. WSN. Die hessische Staatspressestelle teilt mit: Z, n n s e it. li. t. l. e k) s. b. »'■ börte 2.6. Fronliur u. ü(. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abmd. börfc Schluß, kurs Echlußk. Mittag. Oatum 1.6. 2.6. 1.6. 2.6. 6% Deunchc Meich^anielhe 0. 192j 82,5 83 82,25 82,75 6% ehe m.7% Dl. ReichSanl. v. 1929 b/r%doung Anleihe von 1930 . Teutsckie Anl.-Ablös.-Schuld ml 90,7 91 90,5 81,4 80,5 81,4 80,5 AuSIoi.-Rechten ............ Dcsg!. ohne Austos..Rechte..... 76,5 12,4 77,25 12,65 76,5 12,3 77,5 12,7 6% Ebern. 8% Hess. Lolksstaat 1925' krückzahlb. 102%) ........... Oberhessen Provinz-Anleil>e mi 74,5 77,25 75,5 77,25 Aiwloi.'Rechten ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt 66 67 Gold R. 12........ 5¥i% Hess. Landes Hnpolheken« bank Darmstadt Liaui...... 81,25 81,75 81,25 81,5 84,25 84,75 _ Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Scriel mit AusIof.-Rechlen 69,75 70 69,25 6% efiem. 8% Franks. Hyp.-Bair Gotdpse. 15 unkündbar bis 193., 82,5 83,75 _ 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban Goldpfc. 16 unkündbar bis 193,1 82,25 83,5 6y2% ebem. 4y,% Franks. Hhp. Bank-Liqil.-Psandbriefe ..... 82,5 _ b'/7% ehem. s'/,% Rheinische Hnp.-Bank-Ligu..Goldpse. ... 86 — _ 6% ehem. 8% Pr. Lmidespfand briefanstalt, Psandbriese R. 19 6% chem. 7% Pr. LandeSpsand 82 83,25 82,5 82,75 briefanstal,. Plandbriefe R. 1( 83,25 83,25 83.25 Verrechnungskurs ....... ... 85.5 85,5 85,5 | 85,5 Frankiuri a.M. Serlin Schluß. kurS Schlußl. Abend- bSr,- Schluß, kurs Schlußk. Mlllag. börse Oatum 1.6. 2-6. 1.6. 2.6. 4% vesgl. Serie II ........... 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/,%Rummi.oereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . 8%% Anatolier............. 6,5 5,75 10,5 4,7 29,5 6,6 5,75 10,5 4,75 29,9 1 1 1 1 1 6,5 10,25 4,65 30,25 1 .Juni 2. Juni Amtliche Notierung Amtliche Notierung meld Eric Geld I Brie Wellington. 6.279 6,291 6,304 6.316 Wien...... 46.95 47,05 46.95 47.05 Prag...... 12,64 12,66 12,64 12,66 Budapest ... —- — — Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 170,03 170,37 170,43 170,77 Oslo...... 72,08 72,22 72,23 72,37 Kopenhagen. 63,54 63.66 73,79 63,91 Stockholm.. 73.08 73,22 63,33 63,47 London ..... 14,245 14,285 14,30 14,34 Buenos Aires 0,873 0,877 0,878 0,882 Ncunork.... 3,566 3,574 3,591 3,599 Brüssel..... 58,74 58,86 58,92 59,04 Italien..... 21,96 22,00 22,00 22,04 Paris..... 16,61 16,65 16,61 16,65 Schweiz ... 81,52 81,68 81,82 81,98 Spanten.... 36,11 36,19 36,16 36,24 Danzig.... 82,77 82,93 82.77 82,93 Japan...... 0,874 0,876 0,879 0,881 Rio de Ian. 0,239 0,241 0,239 0,241 Jugoslawien 5,195 5,205 5,195 5,205 - Lissabon ... 12.94 19 9R Banknoten. 27.5 25,75 28 — 87,4 88,5 44 42,25 44,25 203 202 203 97 94,9 97,4 43,5 42,25 44,13 19,5 19 19,5 140 >38,5 140,5 143 140 141,5 187 185 188 135,25 131,9 135,75 172,5 — — 53.5 52,9 53,5 61,75 60,25 61,75 39,25 36 39,75 60,5 57,25 61,5 79,5 - — - — _ 127,75 129,25 41,75 40,75 42,4 49,5 48,75 50 53,5 52,5 53,75 25,5 24 24,13 — 116 116,9 32 31,4 32.4 53,75 51,5 54,5 — 49,9 51,75 20,5 19 20,75 165,5 163,5 166 26 26,13 1 26,13 70,75 — 157,5| 157,75 157,75 des G>' ßetlifen W «ftj v* E0"nl119 E fcS' i । Such Sinai 3lunl ■ r°n ein3höh