Nr. 102 Erster Mit General-Anzeiger für Oberhessen Druck trotz Dtrlog: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steinöruderei R. Lange in Stehen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. Lrlcheinl tögltd), auhe. Sonntags unb Feie' " Beilage«: Die 3nu|n ©iefiener ftamilienblctter Heimat im Bild Die Scholl» monats:Be}ug$prets: Mit 4 Beilagen NM. 1.'. Ohne Illustrierte . 1.8b Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüste anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siehrn. Postscheckkonto, firanffurt am Main 11686. I 183. Jahrgang Mittwoch,3. Mai 1933 , ■gVW (Ä 'Wf' Annahme oon Anzeige» l M für die lagesnummcr bis ImOitOttOI* 7i IttOtAOt ZWR wanvllvl allwIUvl MM N W. M M fFJ Chefredakteur iwr Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein unb für den An« zeigentetl i.D.TH.Kümme! sämtlich m (Biegen. M 7:MW- 77*. ■ . R'-' M • • MK ?7;W ■■ W<¥.. ■ S 4 'i -1 ’ Y ReichsmmlsterGoebbels dankt den Helfern des 1. Mai. Berlin, 2. Mai. (WTB.) Der Reich-Minister für Dolksaufklärung und Propaganda Dr. W©cb- b e l s hat folgenden Dankerlaß an dicHel - fer des Feiertages der nationalen Arbeit gerichtet: Der Feiertag der nationalen Arbeit liegt hinter uns. Die größte Massenfeier der Welt ist so programmäßig und reibungslos verlaufen, daß nicht ein einziger U n g I ü rf s f n 11 zu beklagen blieb. Damit hat die dculfche Arbeiterschaft ein Beispiel von Disziplin und geschlossener ft raft gegeben, wie es e i ri li g dasteht in der Geschichte der Volksbewegungen'aller Nationen. Dem deutschen Arbeiter und darüber hinaus dem ganzen deutschen Volke gebührt in erster Linie Dank für diese hervorragende Lei- stung. Dank und Anerkennung haben ebenso dic> ienigen verdient, die in wochenlanger, aufvMrnder Arbeit den großen Tag vorbereitet u>nd geleitet haben. Dies gilt insbesondere für d» e Ingenieure und Arbeiter, die den mö- platz herrichteten, die Mitarbeiter des Rundfunks, der Stadt Berlin, der Telefunken-ÄO^VM Bewag und der Feuerwehr. Nicht zu nergefien auch ist die musterhafte Vorbereitungsarbvi^-die die deutsche Presse geleistet hat. Die Arbeiter und Beamten der Reichsbahn und der BVG. haben die ihnen gestellte Aufgabe, den Massenverkehr zu bewältigen, in vorbildlicher Weise gelöst. Nicht zuletzt haben SA., SS. und vor allem die nationalsozialistischen B e trieb s- zellenorganifationen den reibungslos«! Verlauf des ganzen Tages gewährleistet. Wenn der „Feiertag der nationalen Arbeit" ein unvergeßliches Erlebnis aller Deutschen gewesen ist, wenn er z u einem gewaltigen Ausdruck der jungen Volksgemeinschaft wurde, fo gebührt allen denjenigen, die diesen Tag möglich machten, der Dank des ganzen Volkes. Ich spreche allen meinen Mitarbeitern, die dazu beigetragen haben, daß der 1. Mai ein voller Erfolg geworden ist, meinen Dank und meine 21 n> erkennung aus. Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda. Gez.: Dr. Goebbels. Die Maifeier im Konzentrationslager Osthofen 115 politische Häftlinge in Hessen auS der Haft entlassen. WSR. D a r m st a d t, 2. Mai. Die Pressestelle der Staatsregierung teilt mit: Das Fest der nationalen Arbeit und der sozialen Versöhnung hat auch im hessischen Konzentrationslager Osthofen eine Gestaltung gefunden, die allen Beteiligten, vor allem den Häftlingen, unvergeßlich bleiben wird. Dormittags wurden die Häftlinge im Speiferaum, der über Dacht von der RS.- Frauenschaft Osthofen festlich geschmückt worden war, versammelt. Zwei Gesangvereine — „Männergesangverein 1848“ und „Eintracht Osthofen" — sangen „Langschläfer wacht auf" und „Heimat und Vaterland". Dann sprach der SS.- Sturmführer Bösel, der Adjutant des Lagerleiters, zu den Häftlingen über die Bedeutung des Tages. Darauf sangen die beiden Vereine gemeinsam den Chor „Deutschland, dir mein Vaterland“. Die seelische Wirkung der Feier auf die Häftlinge war eine sichtlich tiefe: vielen standen die Tränen in den Augen. Aachmittags erschien der Staats komm issar für das Polizeiwesen in Hessen, Dr. Best, im Lager und nahm selbst die Entlassung von 115 Häftlingen — ausschließlich Deutsche (nicht Juden) und fast durchweg Handarbeiter — vor. In zwei Reihen traten die Häftlinge im Sonnen« schein vor dem Lagergebäude an. Staatskommissar Dr. Best wies in einer kurzen Ansprache auf das Ziel des nationalsozialistischen Wollens, die Volkswerdung, und auf die Bedeutung des 1. Mai hin. Er befahl den zu entlassenden Enthaltung von jeder politischen Betätigung und forderte sie auf, sich endlich mit eigenem Denken ein eigenes Urteil über ihre Stellung im Leben und zum Volke zu bilden. Der 1. Mai 1933 im hessischen Konzentrationslager Osthofen war eine Krönung der hingebenden, mühevollen Arbeit des Lagerleiters, SS.» Eturmbannführer d'Angelo, unter dessen Leitung das hessische Konzentrationslager das vorbildlichste Erziehungslager für politische Häftlinge geworden ist. v Die erste Einziehung zur Arbeitsdienstpflicht. Berlin, 3. Mai. (VDZ.) Vom Reichskommissar für den Arbeitsdienst werden alle Vorbereitungen für die bevorstehende Einführung der Arbeitsdien st pflicht getroffen. Zu diesen Vorbereitungen gehört u. a. auch die Schaffung eines „W irtschaftsamtes für den Arbeitsdien st", das u. a- die Ausrüstung, Bekleidung. Schaffung von Unterkünften. Verpflegung usw. zu regeln haben wird. Als erster Arbeitsdienstpflichtjahrgang dürften diejenigen zur Arbeitsdienstpflicht eingezogen teer- len, die am l.Oanuar 1 9 3 4 das 19. Lebensjahr hinter sich haben, die bann, Zwanzigjährigen. Don diesem ersten Jahrgang dürfte zunächst nur bie Hälfte eingezogen werden, unb zwar für ben Zeitraum von sechs Monaten- Rach Ablauf biefer Frist würde die zweite Hälfte des Jahrgangs gleichfalls für sechs Monate einberufen werden. Der weitere Ausbau würde bann zur einiä brigen Arbeitsdienstpflicht führen Die Frage der weiblichen Arbeitsbienstpflichi dürste besonders geregelt werden. Dr. Herbert Schmeidler, der für die Leitung des Wirtschaftsamtes für den Arbeitsdienst ausersehen ist, betont, daß bei Gewähr für eine absolute Sauberkeit der Arbeitsdienst neben der volkswirtschaftlichen wertvollen Arbeit der Dienstpflichtigen am deutschen Boden mittelbar auch die gesamte deutsche Wirtschaft beleben soll. Deshalb werde das Wirtschaftsamt soweit wie möglich seine Aufträge nicht in eigenen R e - tziebetrieben ausführen, sondern sie der freien Wirtschaft zuführen. Dabei werde eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Aufträge über das ganze Reich und eine gerechte Berücksichtigung der Interessen von Industrie und Handwerk sowie Hand.?' und Gewerbe erreicht werden. Anfragen und Gesuche sind indesien \oorerft zwecklos. ________> Berirauenserklärung der Heimaipreffe. Berlin, 28. April. (WTB ) Die in der „Union der Heimatpresse" zusammengeschlossenen 70 Zeitungen aus allen Teilen des Reichs haben ihren Dorstanb beauftragt, der Reichsregierung .eine Dertrauenserklä- rung zu unterbreiten, in der es heißt: „Wir stellen uns einmütig hinter bie nationaleRegierung unb sind entschlossen, im Geiste unb im Sinne b c r nationalen Erhebung mitzuarbeiten an der Erneuerung des Reichs. Wir begrüßen zugleich dankbar bie Erklärungen des Herrn Reichskanzlers unb bes Herrn Reichsministers Dr. Goebbels auf dem Empfangsabend der auswärtigen Presse am 6. April. Wir als bie Verleger jener beutschen Heimat- zeirimgen, bie in ihrer für deutsche Verhältnisse typisch eigenartigen Struktur sich ü b c r to i e - ?end seit Generationen im B e - ih trabitiondgebunbener Verlege r f a m i l i e n befinden, vertrauen aus die freie Entfaltung einer verantwortungsbewußten Mitarbeit unserer Zeitungen an der Lösung der großen Ausgaben und erklären, daß wir einmütig hinter der Reichsregierung stehen." Das 2tiefenfeuerü)ert aas dem Tempelhosm Jeld. Den Abschluß der gewaltigen Kundgebung auf dem Tempelhofer Feld bildete ein Feuerwerk, roip es in - slkhem Ausmaß feit Jahrzehnten in Deutschland nicht mehr gezeigt wurde. — Riesige Feuergarben erhellen den nächtlichen Himmel. Blick über den mächtigen Festplatz mit den versammelten Hunderttausenden auf den Fahnenhügel, der die Mitte des Tribünen-Rechlecks einnahm. Die abschließenden Fahnen hatten die Höhe von vierstöckigen Häusern. Neben diesen Riesen umsäumten nicht weniger als 2000 kleinere Fahnen das Tempelhofer Feld. Die Gründung des Neichslufischuhbundes. Berlin, 1. Mai. (TU. Amtl.) Auf Veranlassung des Reichsministers für die Luftfahrt, des Herrn Ministerpräfidenten Göring, fand die Gründungsversammlung des Reichsluftschuhbundes e. V statt. Der neue Bund wird auf nationaler Grundlage dem deutschen Volk die lebenswichtige Bedeutung des zivilen Luftschutzes vor Augen führen und streben, jeden Deutschen zur tätigen Mitarbeit zu gewinnen. Reben der Aufklärung und Werbung für den Luftschutz hat der Bund die Vorbereitung und Durchführung des Selbstschutzes der Zivilbevölkerung und die personelle Ergänzung des behördlichen Luftschutzes zur Aufgabe. Die Leitung des Reichsluftschutzbundes liegt in Händen des Präsidenten, Generalleutnant a. D. D. Grimme. Zum Ehrenmitglied wurde Reichsminister a. D. Dr. jur. Dr.-Ing. c. H. Kröhne in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Entwicklung des deutschen Luftschutzes ernannt. Oer Reichsminifter für die Luftfahrt erläßt im Anschluß an die Gründung folgenden Aufruf: Deutsche Männeri Deutsche Frauen! Seit dem Kriegsende verheißt man dem deutschen Volte die allgemeine Abrüstung. Die Wahrheit aber ist, daß die Welt heute mehr in Waffen starrt, als je zuvor. Tausende von Kriegsflugzeugen stehen rings um Deutschland. Jederzeit einsatzbereit, während wir selbst in der Luft völlig wehrlos sind. Sogar die Abwehr von der Erde aus hat man uns fast völlig genommen. Dabei ist Deutschland durch die Luftwaffe stärker bedroht, als irgendein anderes Land. Jede deutsche Stadt ist für Dombenflieger erreichbar. Unsere wichtigsten Industrien liegen im nahen Wirkungsbereich fremder Fliegerkampfkräfte. Der Luftschutz ist daher zu einer Lebensfrage für unser Volk geworden. Er verlang! einen jahrelangen, zielbewuhten Ausbau unter fachmännischer Leitung und straffer Führung. 3n der Eigenart der Luftschuhmaßnahmen ist es aber auch begründet, daß die Arbeit der Behörden allein nicht genügt. Die verständnisvolle Mithilfe der gesamten Bevölkerung ist Voraussetzung für den Erfolg. Diese Mithilfe soll nunmehr, um jede Zersplitterung der Arbeit zu vermeiden, der neugegründete „Reichsluftschuhbund e. V." als allein dafür in Frage kommender Verband aus nationaler Grundlage herbeiführen. Er soll das deutsche Volk von der lebenswichtigen Bedeutung des Luftschuhes überzeugen und zu tätiger Mitarbeit gewinnen. Er soll der Bevölkerung die Mittel und Wege für einen wirksamen Selbstschutz zeigen, ohne sich jedoch in farblosen Theorien zu erschöpfen. Er soll in den breiten Massen d i e sittlichen Kräfte wecken, die z u s e l b st l o s e r Arbeit und zu Opfern begeistern. Er soll in allererster Linie die moralischen Voraussetzungen schaffen, ohne die ein Volk nicht fähig ist, einen modernen Luftangriff zu ertragen. Denn nur eine festgeschlossene, von unbeugsamem Lebenswillen beseelte Ration wird diesen Gefahren widerstehen können. Daher fordere ich alle vaterländischen Männer und Frauen auf, den Reichslustschuhbund nach Kräften zu unterstützen. Wer diesem Bund beitritt, wer tätig mitarbeitet ober ihn durch Geldspenden fördert, trägt damit bei 3 u m eigenen Schutze, zum Schuhe seiner Familie, seines Grundstückes oder Betriebes. Lr erfüllt aber auch gleichzeitig eine hohe nationale Pflicht. Ein Volk, das sich untätig und willenlos feindlicher Willkür preisgibt, hat feine Existenz verwirkt. Lin Volk aber, das den eifernen willen zur Selbfterballung in sich trägt, wird auch den Gefahren aus der Luft erfolgreich trotzen. Oer Präsident von Pern ermordet. Lima, 30. April. (WTB ) Der Präsident oon Peru, Lutz Sanchez (Terra, ist ermordet worden. Als der Präsident die Rennbahn von Santa Beatri verließ, schwangen sich drei Manner auf sein offenes Auto unb feuerten einen Hagel oon Revoloerkugeln auf ihn ab. Bei ber Verfolgung ber Mörder kam es zu heftigen Schießereien. Dabei wurden zwei oon ihnen getötet, ber dritte wurde festgenommen. General Benavides Conseco ist zum Nachfolger des ermordeten Präsidenten bestimmt worden. — Präsident Sanche; (Terro war im Jahre 1931 aus der Verbannung zurückgekehrt und am 11. Oktober des gleichen Jahres zum Präsidenten gewählt worden. Im März 1932 wurde er bei einem Attentat an ber Schulter verwundet. Kleine politische Nachrichten. Reichskanzler Adolf Hitler hat den deutschen Gesandten in Belgrad, Dufour-Fe- ronce, den Gesandten in Bukarest, von der Schulenburg, und den deutschen Gesandten beim Völkerbund, v. K e l l e r, empfangen. * Der dänische und der polnische Gesandte sind vom Reichskanzler empfangen worden. Reichsprovagandaminister Dr. Goebbels wird im Laufe dieses Monats eine Reiss Wie der Gesamtverband der Krankenkassen Deutschlands mitteilt, hat er seinen Eintritt in den Reichs- verband der Ortskrankenkassen E23., den Rechtsnachfolger des Hauptverbandes deutscher Krankenkassen ED., beschlossen, nachdem jetzt der Hauptverband deutscher Krankenkassen eine im Sinne der nationalen Regierung liegende Neu- und Durchgliederung erfahren hat. noch Wien unternehmen und voraussichtlich dann noch nach Rom reisen. Der Reichsführer des Kampfbundes für Deutsche Kultur R o s e n b e r g hat die Errichtung einer Zentral st elle für Theaterwesen anqe- ordnet. 3m Zusammenhang mit der Aktion gegen die Gewerkschaften ist der „Hessische D olksfreund" bis auf weiteres verboten worden. ö««»rü' Streiten. Meln QJ' ® ÄÄ : • •Ä fini b-r, * 8r« Beaters *#£ i?: Aorist W de ** 'n "Z »■ä* ^wank: 2 Ludwi ?°°ler Gero al' $Merss Titu S;Si L-SL1 Oke Behauptung vom militärischen Charakter -er deutschen Polizei. Ein unhaltbarer Beschluß des Effektivausschuffes. Gleichschaltung bei den technischen Akademikern. Der Bund angestellter Akademiker t e ch n i s ch-n aturwissenschaftlicher Berufe E. B. hat alle zur Eingliederung des Bundes in den neuen Staat notwendigen sachlichen und persönlichen Maßnahmen getroffen. Damit ist die Gleichschaltung des Bundes erfolgt. 3n die Satzung des Bundes ist eine Bestimmung ausgenommen worden, nach der nur noch Berufsangehörige arischer Abstammung die Mitgliedschaft erwerben können. Die Führung des Bundes liegt in den Händen der .beiden Bundesvorfihenden, Dr. il r b a n , Berlin, und Dr. Sander, 3ena, die beide, wie auch andere Mitglieder des Bundesvorstandes und der Geschäftsführung des RSDAP. angehören. 48. Kongreh der Balneologischen Gesellschaft. Der 4 8. Kongreß der Balneologi- schen Gesellschaft, verbunden mit Tagungen der Zentralstelle für Balneologie, der Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Heilquellenforschung und des Standesvereins der reichsdeutschen Badeärzte, hat in Baden-Baden begonnen. Der Vorsitzende der Dalneologischen Gesellschaft, Wirklicher Geheimer Ober-Medizinalrat Prof D. Dr. Dietrich leitete den Kongreß mit einem auf den Süddeutschen Rundfunk übertragenen Vortrag über „Die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung für die Kurorte" ein. Er wies zunächst auf die gegenwärtige große Zeit der nationalen Erhebung hin, die unser Denken und Empfinden mit freudiger Hoffnung auf ein einiges und wiedererstarktes Vaterland erfülle. Die deutschen Kurorte seien mit ihren Heilkräften ein besonders kostbarer vaterländischer Besitz zur Wiederherstellung der Gesundheit. Wissenschaft und Forschung seien es, die den Ruhm der deutschen Kurorte m die Welt getragen hätten. Kurort^Wirtschaft Kurort-Wissenschaft seien bemüht, das für die Volksgesundheit und Volkswirtschaft so wert- volle nationale Gut der Heilorte als vaterländischen Schah zu pflegen und zu hüten. Vom Reichsverband deutscher evangelischer Schulgemeinden. Der Vorstand des Reichsverbandes deutscher evangelischer Schulgemeinden E. 23., Sitz Wuppertal- Varmen, begrüßt in einer Entschließung die machtvolle nationale Volkserhebung und die von ihr ge- trogene nationale Volksregierung. Er wird in vollster Ueberelnstimmung mit seinem alten Schulprogramm im Kampfe gegen den Geist der Gott- und Vaterlandslosigkeit und in der schweren und verantwortungsvollen kulturellen Aufbauarbeit im neuen Deutschland, im Geiste der Gottesfurcht und Vaterlandsliebe, den Urquellen unserer alten inneren und äußeren Volkskraft, nach besten Kräften Mitarbeiten. Der Verband tritt ein für die rechtliche Anerkennung und Sicherung der wahrhaft evangelischen Bekenntnisschule auf dem Bo- e*i,rbenrh zweckmäßig organisierten evangelischen Schub oder Erziehungsgemeinde, für die Schule mit der Bibel, in der warmherziger, zeugenkräftiqer Religionsunterricht die belebende Zentralsonne für Schule bildet^^ ^^"^^' Unb Unterrichtsarbeit der Aus aller Welt. Der Reichskanzler besucht ein Säuglingsheim. . öer „Völkische Beobachter" mitteilt ftat» l$r8tfandIcr Adolf Hi tler'über- raschend Kloster Lehnin bei Potsdam r? und besichtigte unter Führung Oberschwester auch das daran angrenzende ? 2 u g l l n g s h e . m. Der Reichskanzler in dessen Begleitung Reichsminister Dr. G o e b b e l s und Prinz A u g u st W i l h e l m v o n P r e u - äußerte sich sehr befriedigt über die Anlagen und unterhielt sich interessiert Richtigstellung. 3n dem Bericht in unserer heutigen Frühausgabe über die R a - tionalfeier am 1. Mai im Städtischen Elektrizitätswerk ist im 4. Absatz durch den Ausfall einer Zeile eine Lücke entstanden. Richtig muß dieser Absatz wie folgt heißen: Nach der Ansprache von Herrn Direktor Stolte wurde während des Gesangs des ersten Verses des Deutschlandliedes die Fahne Schwarzweißrot auf dem Verwaltungsgebäude des Elektrizitätswerkes gehißt. Die Bildung von Siudenienfchasten. Das Hessische Gesamtministerium hat auf Grund des Reichsgesetzes über die Bildung von Studentenschaften an den wissenschaftlichen Hochschulen und des vorläufigen Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich ein Gesetz beschlossen und mit Wirkung vom 1. Mai 1933 ab in Kraft gesetzt, durch das über die Bildung von Studentenschaften an der Landesuniver s i tät Gießen und der Technischen Hochschule Darmstadt folgende grundlegenden Bestimmungen getroffen werden: Die bei der Landesuniversität Gießen und der Technischen Hochschule D a r m st a d t voll eingeschrie- denen Studenten deutscker Abstammung und Muttersprache bilden unbeschadet ihrer Staatsangehörigkeit die Studentenschaften ihrer Hochschulen. Die Studentenschaften sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Bei der Immatrikulation hat jeder Student eine noch bestem Wissen und Gewissen verfaßte ehrenwörtliche Erklärung darüber abzugeben, ob seine Eltern und Großeltern deutscher Abstammung sind. Auf Grund dieser Erklärung entscheidet der Führer der Studentenschaft, oder ein von ihm mit dieser 2lufgabe betrauter Mitarbeiter über die Zugehörigkeit zur Studentenschaft. Gegen diese Entscheidung ist Berufung an einen Ausschuß möglich, der aus dem Rektor, zwei vom Senat zu bestellenden Hochschullehrern und den beiden Aeltesten der Studentenschaft besteht. Die Studentenschaft steht über den Parteien und Konfessionen. Parteipolitische und konfessionelle Bestrebungen sind ausgeschlossen. Das Gesetz, das insgesamt 12 Paragraphen umfaßt, enthalt weiterhin eingehende Vorschriften über die Aufgaben, die Satzungen, die Vermögensverwal- tung und die Uebergangs- und Schlußbestimmungen. Oie Metunierstühung aus Anlaß der Gondergebäudesteuer. Die Regierung hat auch im Jahre 1933 int Staatsvoranschlag 3 Millionen Mk. für Mietun- terstühung bereitgestellt. Da sie nach dem hessischen Sondergebäudesteuergeseh den Bezirksfürsorgeverbänden nur eine Beihilfe von etwa 2 Millionen Mk. leisten mühte, geht sie also wiedeyvV Aus der provknzialhaupistadi. Bilder vom J-stzug erbeten! Angesichts dec Bedeutung des Feiertags der nationalen Arbeit am 1. Mai ist es für die Geschichtsschreibung von Gießen wertvoll, wenn die photo- graphischenAufnahmenvonallenfeft- lichen Ereignissen am Montag in unserer Stadt späteren Geschlechtern erhalten bleiben, wir bitten alle Mitbürger, die photographische Ausnahmen gemach-t haben, um kostenlose Einsendung eines Abzugesvonjedem Bilde. Das zu- sammengetkogene Material wird von uns geordnet und dem O'derhessischen Museum zugeleitek werden. Auf der Rückseite der Bilder wird zweck- mäßig die 'genaue Adresse jedes Einsenders angegeben. Mir bitten um umgehende Einsendung- Nachlese zum 1. Mai in Gießen. ilnferetm gestrigen Bericht über den Verlauf des Tag-es der nationalen Arbeit in Gießen sei ergänzenid nachgetragen, daß in dem Festzuge auch die/Gruppe der Gießener Postbeamten sehr stark vertreten war: einem Wunsche . von beteiligter Seite entsprechend weisen wir auf diesen' starken Aufmarsch unserer Postbeamten./ ^ gerne noch besonders hin. Bei der gewaltigen Fülle von Einzelbildern in den verschiedensten Gruppen des großen Zuges toar es, wie wir in unserem gestrigen Bericht schon hervorhoben, beim besten Willen einfach gar nicht möglich, für die Berichterstattung alle>Z ohne Ausnahme festzuhalten. Wir batten daher gestern schon um freundliche Rachsicht gebeten, und wir wiederholen diese Ditte an alle, die sich in dem Bericht nicht verzeichnet sehen, heute noch einmal. Es bedarf dabei wohl keiner weiteren Begründung, daß der Grund für diese Lücken nicht etwa Geringschätzung der Mitwirkung ist, sondern einfach in der Begrenzung dessen liegt, was bei einer solchen Riesenveranstaltung an Aufnahmevermögen menschlich überhaupt möglich ist. Weiter sei noch — da uns von den beteiligten stellen keine Mitteilung zugegangen ist —registrierend vermerkt, daß auch die Universität, die T,ov'nzialdirektion, das Kreisamt, das Polizei- cun'.. die Stadtverwaltung, die Reichsbahn, das -Postamt, die Kliniken, die Firma Bänninger nnd die Bezirkssparkasfe eindrucksvolle Betriebs- sc.eckr veranstalteten. 3n gehaltvollen Ansprachen wurde dabei die Bedeutung des nationalen Feier- Mes gebührend gewürdigt. Es sprachen: in der Llmversität deren Kanzler Prof. Dr. Rud. Herzog, vor der Provinzialdirektion in Gegenwart des Provinzialdirektors G r a e f Direktor - W r e i> e, im Kreisamt Referendar Hahn, vor den Polizeibeamten Polizeidirektor Dr. K a v s e r un Stadthaus als Vertreter der Beamtenschaft Verwaltungssekretär Georg Pfeil und als Vertreter der Stadtverwaltung der kommissarische Beigeordnete Rechtsanwalt Luley, vor den Reichsbahnbeamten Amtmann Dörr, vor den Postbeamten Postinspektor F a u st, vor dem Kli- nlkspersonal und Patienten der Betriebszellen- vorsiyende Herr Steinmüller und Dr. Linke h a u n, vor der Belegschaft der Firma Dän- nmger der Mitinhaber der Firma Herr Dr. Pauly und der Vorsitzende der Betriebszelle Herr W a l t e r, in der Bezirkssparkasse Herr Direktor Zach eis und der Betriebsratsvor- schende Herr Held. Wunschgemäß sei schließlich noch mitgeteilt, daß das Orchester unseres Stadttheaters unter Leitung von Kapellmeister Cuje sich ebenfalls bereit- willigst und völlig uneigennützig in den Dienst des großen Ereignisses.stellte und von sich aus in der Zeit von 12 bis 13 Llhr vor dem Heyer- Denkmal am Werner-Wall ein Promenaden-Kon- zert veranstaltete, ferner am Rachmittag den Festzug durch musikalische Llnterstützung bereicherte. Der deutschnationale Reichstagsabgeordnete Dr. Eduard 6tabtler hat den Bundesführer des Stahlhelm um Ent he bung von seinen Pflichten als Mitglied des Bundesvorstands und Führer des Stahlhelm-Studentenrings Langemarck gebeten. Der vom Landbund als der früheren politischen Vertretung des thüringischen Landvolkes in das thüringische Kabinett gewählte Staatsrat Mackeldey hat seinen Eintritt in die RSDAP. erklärt. Damit ist die thüringische Regierung nun rein nationalsozialistisch zusammengesetzt. * Bei der Prüfung der Vorgänge anläßlich der Entschuldung der Begüterung des R e i ch s m i n i - sters Schlange-Schöningen auf Veranlassung der Deutschen Rentenbankkreditanstalt durch den Reichskommissar Reichsminister a. D. Neuhaus hat feinen Anlaß z u Beanstandungen ergeben. ♦ Der frühere Reichsjustizminister Professor Dr. Radbruch, Mitglied der juristischen Fakultät der Universität Heidelberg, ift auf Grund des neuen Beamtengesetzes (Beanstandung der politischen Betätigung) von der kommissarischen Regierung aus dem Lehramt entlassen worden. überhaupt nicht haben. Die Polizei ist bei uns Länderangelegenheit. Der Reichswehr- Minister kann an sie gar nicht herqn, nicht einmal der Reichsinnenminister, der auf > dem Umwege über die Länderministerien nur seinen Einfluß mittelbar ausüben kann. Die Polizeitruppe also, die nur für die innere Sicherheit be- st im m t ist und als Hauptwaffe den Gummiknüppel hat, jetzt als militärisch^ Kampftruppe zu rechnen, ist nicht nur formell, sondern auch sachlich widersinnig. Aber, darauf kommt es den Franzosen ja gar nicht aü. Ihnen liegt nur daran, die Wahrheit möglichst zu verschleiern und mit mühsam zu diesem Zweck zurechtgeklebten Maßstäben das Bild der militärischen Machtverteilung in Europa zu verschieben. Der Beschluß des Genfer Effektivausschusses ist noch nicht endgültig; er bedarf noch der Abstimmung im Plenum der Abrüstungskonferenz. Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen. Aber wir sehen doch deutlich den Weg, den Frankreich gehen will, und daraus ergibt sich für die deutsche Regierung wie auch für das deutsche Volk, daß rechtzeitig alle Vorkehrungen getroffen werden müssen, damit wir nicht vor vollendeten Tatsachen stehen. Auch die französischen Zahlenkünstler können nun einmal nicht aus der Welt schaffen, daß Deutschland auf einen Grad der Bewaffnung heruntergedrückt ist, der nicht einmal zur Verteidigung d e r Landesgrenzen gegen Polen ausreicht. Sie können nicht bestreiten, daß wir auch technisch so gut wie wehrlos sind, mitten unter bis auf die Zahne gerüsteten Nachbarn. Es ist also ein frivoles Spiel mit dem Begriff des Friedens, wenn das Anrecht gegen Deutschland nun fortgesetzt werden soll, vielleicht in der Hoffnung, daß die innere Umwälzung in Deutschland den Widerstandswillen der deutschen Regierung lähmen könnte. Falls etwa Paris wirklich damit rechnet, dann wird es schwer enttäuscht werden. Der innere Llmschaltungspro- zeß in Deutschland hat sich so rasch entwickelt, daß heute die deutsche Regierung mit Recht behaupten kann, sie habe das gesamte deutsche Volk hinter sich. Was der deutsche Dele., gierte in Genf erklärt, das ist nicht nur Regio- rungsmeinung, das ist V o l k s m e i n u n g. Wir dürfen verlangen, daß uns das Recht auf Gleüh- berechtigung, das uns im Gegensatz zu dem fe- genannten Versailler Vertrag bisher vorenthaürn wurde, nun endlich zugestanden wird. Die Reichskonserenz des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten beschloß die Auslösung des Reichsbundes zum 31. Mai 1933. Den Mitgliedern der Ortsgruppen wird zur Wahrung ihrer Ansprüche empfohlen, sich dem Nationalsozialistischen Reichsverband Deutscher Kriegsopfer e. 23. anzuschließen. mit den Kindern der Anstalt. Die gesamte Schwesternschaft des Klosters, beglückt übet Besuch, empfing den Kanzler, der von der Bevölkerung bei seiner Abfahrt stürmisch begrüßt wurde. Einheitsorganisalion aller Reichsbahnbeamkeu. In Berlin wurde von führenden Vertretern der Reichsbahnbeamtenschaft gemäß den Richtlinien der Führung des Deutschen Beamtenbundes der „Bund Deutscher Reichsbahnbeamten" gegründet, um die organisatorische Zersplitterung der Reichsbahnbeamten zu beseitigen. Damit ist die Gleichschaltung einer der stärksten und zahlreichsten Beamtengruppen, nämlich der im Betriebe der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft bediensteten Be- amten und Beamtenanwärter, im Sinne der nationalen Bewegung und auf der Grundlage der Volksgemeinschaft und des Führerprinzips erfolgt. Der Bund Deutscher Reichsbahnbeamten wird zur E i n- heitsorganisation aller in Frage kommenden Beamtengruppen der Reichsbahn ausgebaut werden. Die Führuim hat, bestätigt durch den Führer des Deutschen Beamtenbundes Sprenger, das Mitglied des Reichstags (NSDAP), Friedr. P e p p- Müller übernommen. Er berief in die Leitung des Bundes die Herren Rusch, Re b i s ch k e und Grüber- München. (Einigung der deutschen Handelsvertreter. Der Zentralverband Deutscher Handelsvertreter-Vereine und der Verband reisender Kaufleute Deutschlands, für die in der Reichsvereinigung der Handelsvertretergruppen im V. r.K. D. zufammenge- fchloffenen Handelsvertreter, haben sich zwecks ge- meinsamer Vertretung der Interessen der deutschen selbständigen Handelsvertreter (Handlungsagenten gemäß § 84 HGB.) in dem Z e n t r a l o e r b a n d Deutscher Handelsvertreter zusammen- geschlossen. Schweres Flugzeugunglück. Aus bisher nicht geklärter Llrsache stürzte ein von der deutsch-chinesischen Luftverkehrsgesellschaft Eurasia kürzlich angekauftes Flugzeug in der Rähe von Traunstein am Chiemsee ab. Das Flugzeug, eine 3unfer8-W 34, die noch die deutsche Zulassungsnummer „W 34 D 4" trug, befand sich auf einem Dauererprobungsflug, zu dem es in Berlin gestartet war. Die Besatzung, Flugmaschinist E i ch e n k l o h und Flugkapitän Wende, sowie die beiden weiteren 3nsassen Direktor Schmidt von der Eurasia und ein Fräulein Lister, kamen bei dem Llnsall u m s Leben. Das Flugzeug wurde zertrümmert. Der französische Generalkonsul in Dresden tödlich verunglückt. Der Kraftwagen des französischen Generalkonsuls in Dresden, la Berne de Garde, stieß mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Dabei verunglückte der Generalkonsul tödlich. von einem Elefanten angefallen und schwer verletzt. Als dieser Tage der Direktor Heck des Münchener Tierparks Hellabrunn mit dem Elefantenwärter Werner beim üblichen Morgenrundgang den Hufbeschnitt des Elefantenbullen „Boy" besah, schlug plötzlich dieser mit einem gewaltigen Schlag des Rüssels die beiden so an die mit Fließen getäfelte Wand, daß sie ohn- w ä ch t i g liegenblieben. Dann packte der Elefant den Wärter mit dem Rüssel, hob ihn hoch und warf ihn in die Ecke. Hierauf bearbeitete 2ler ohnmächtigen Direktor mit dem Stohzahn Die Verletzten wurden sofort in die Chirurgische Klinik transportiert. Direktor Heck hat eine Gehirnerschütterung, drei gebrochene Rippen und eine Prellung des rechten Beckens oavongetragen. Der Elefantenwärter Werner er- wüt Gehirnerschütterung und eine ziemlich schwere Kopfverletzung. * Genf, 1. Mai. (TLI.) Der Effektivausschuß der Abrüstungskonferenz hat am Montag in namentlicher Abstimmung mit Stimmenmehrheit den militärischen Charakter und die Kriegsverwendbarkeit der deutschen Bereitschaftspolizei und der deutschen Polizeianwärter festgestellt und damit die Anrechnung dieser 38000 Mann der deutschen Polizei bei der künftigen Festsetzung der gesamten deutschen Heeresstärke gefordert. Die Einberechnung der Bereitschaftspolizei wurde mit 13 Stimmen gegen die Stimmen von 3talien, den Vereinigten Staaten und .Ungarn, die Einberechnung der Polizeianwärter mit 9 gegen die Stimmen der Vereinigten Staaten, 3talien, Ungarn, Oesterreich und Holland beschlossen. Der deutsche Vertreter meldete die offiziellen Vorbehalte Deutschlands gegen diese Entschließung an. Ebenso brachte der amerikanische Vertreter, Oberst Strong, einen Vorbehalt gegen die Entschließung ein, da der Effektivausschuh nach amerikanischer Auffassung gegen Deutschland eine einseitige ungerechte Methode angewandt habe, die bisher noch keinem anderen Lande gegenüber angewandt worden sei. Der Cffektivaus- schuß hat ferner mit 1 gegen 6 Stimmen beschlossen, die deutsche Hilfspolizei nicht als eine Organisation militärischen Charakters anzusehen und somit bei der Festsetzung der deutschen Heeresstärke nicht zu berücksichtigen. Die Vertreter Frankreichs und Englands meldeten Vorbehalte gegen den Beschluß des Ausschusses an. 3m Hauptausschuß wurde bei der Durchberatung des englischen Abrüstungsplanes die Entscheidung und Abstimmung über sämtliche Artikel, zu denen deutsche oder andere Abänderungsvorschläge vorliegen, bis zur zweiten Lesung zurückgestellt. • Die Dinge in Genf entwickeln sich also für uns höchst unerfreulich. Frankreich zeigt eine geradezu fieberhafte Tätigkeit, um mit Hilfe seiner Vasallenstaaten eine 3folierschicht rund um Deutschland herumzulegen. Der Beschluß des Effektivausschusses, daß in Zukunft die deutsche Polizei als kriegsfähige Truppe anzusprechen ist, ist ein Erfolg in dieser Richtung: selbstverständlich gegen den nachdrücklichen Protest des deutschen Vertreters, der vor allem darauf Hinweisen konnte, daß wir eine Reichspolizei i&SH. MnU cinji de« pl7In(cr tul Zs sä terstWng cinb< L die neu- Oei (Gent Dieser W... heH'Hen gesell i Sieben em • enzian besiedelt neben Zwei bot Erhaltung W len Gießener Ä her Flurschutz - betonten, vom ' tobe Hauptblute dem einen Stan -.mannte Gesell! lid) eine Entschm dem Austreten Jahren eine ou] Blumen ZuruckZ! Es scheint imme sein, daß der En und das P s l u d Haupt schon rechtmäßige her strafbar ist. - Waldes gelegen enzian in Men; eine Voralpenr FrühliUsenziai melsblau pran Erhaltung Mei1 legenen Pflan. erkennenswerte des zuständiger genehmste M Bürgermeister den Schutz des sen, daß auch Umgruppierung Feldbereinigunk welches früher halten bleibt. Gleichst Der ®auobn Lehrerkunöes, Hot den Lehrer heim (Kreis G Ä. April zum sar sämtliche len in den Lehrerbund zeitig hat Gau Hausen folgen sische Landes-Li sozialistischen 2i hmg der Geh Ausschuß wirk bziv. die Liquii ftimmungen des entgegenstehen, schulrat Aingsf wirtschaftlichen ' rungsvcrbond L ebenlalls in den Anordnung ift hinfällig, 'n unter der De Erzieher" mit l Nh". Am 1/ endet, lein. Für sozialistische Le Sur 2LDAP. n Kunst unv Wissenschaft. Jahrhundertfeier der Züricher Hochschule. Der Tao des 100jährigen Bestehens der Züricher Hochschule wurde unter Teilnahme zahlreicher Ehrengäste festlich begangen. U. a. wohnten der schweizerische Bundespräsident Schultheeß und der Präsident der Züricher Regierung, S t r e u I i, den Feierlichkeiten bei. Vertreter in- und ausländischer Hochschulen, Akademien und wissenschaftlicher Gesellschaften waren erschienen. Sämtliche Schweizer Kantone hatten gleichfalls Vertreter entsandt. Der Rektor der Universität Zürich, Professor Fleiner, hielt die Festrede. Daran schlossen sich die Gratulationen der Gäste. Auch die deutschen Hochschulen überbrachten ihre Glückwünsche. Die Feierlichkeiten fanden ihren Abschluß mit einem Bankett in der Tonhalle, bei dem der Bundespräsident die Festansprache hielt. An das Bankett schloß sich ein großer Festkommers. Rekloratswechsel an der Universität Berlin. An der Berliner Llniversität wurde als Rachfolger des Strafrechtlers Professor Eduard Kohlrausch der Anthropologe Professor Eugen Fischer zum Rektor gewählt. — Professor Eugen Fischer, geboren am 5. 3uni 1874 in Karlsruhe, ist Direktor des Kaiser-Wilhelm-3nstituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik: er war früher an den Universitäten in Freiburg und Würzburg tätig und wurde 1927 an die Universität Berlin berufen. Von feinen Arbeiten nennen wir: „Die Rehobother Bastards", Anthropologie" (mit Schwalbe) und „Grundriß der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene" (mit Lenz und Baur). — Professor O. W. Eduard K o h l r a u s ch, geb. am 4. Februar 1874 in Darmstadt, ist em namhafter Straf- und Prozeßrechtler der früher in Heidelberg, Königsberg und Straßburg wirkte und 1919 nach Berlin berufen wurde. Von seinen Schriften seien hier nur genannt: „3rrtum und Schuldbegriff im ©traf- red>t ; Rechtsvergleichende Darstellung des Zwei- kampfes ,- „Die Schuld": „Trunksucht und Trunkenheit im Strafgesetzentwurf." Uraufführung von Wilhelm fiubes Schauspiel „lofila“. Zu einer starken Kundgebung für den Oberpräsi- öenten der Provinz Brandenburg, Kube, gestaltete InnJh" ^ranffurt a. d. O. Am Abend f T^?;L«raU'fute ,bc5 Ntorischen Schauspiels Ä ‘2la Kub° im Stadt,h-ai-r gatt, das der Verfasser der deutschen Jugend qe- widmet hat. Das Haus war ausverkauft. In vier Auszügen rollte das von vaterländischem Geist ae- das Problem Stad! und Volk behandelt Die Trager des Erfolges waren Intendant Robert Bürkner als Totila und Agnes Peh na u k als Svanhilde. Lange Beifalls- kundgebungen unterbrachen das Spiel oerfchiedent- lich auf offener Szene. Tosender Beifall am Schluß des Stuckes galt dem Verfasser sowie den Darskel- “rn; 3" emer kurzen Ansprache dankte Oberpräsi- denk Kube sichtlich beweat für die ihm bereitete Auf- nähme und brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler aus. Konzert der Philharmoniker in Paris. • berliner Philharmonische Orchester, das in der Großen Oper vor ausverkauftem Hauke unter Leitung von Dr. Furtwängler sich dem Pariser Publikum zeigte, wurde mit Begeisterung begrüßt. Man darf das Konzert wohl als den stärksten künstlerischen Erfolq bezeichnen, den das Orchester in Paris bis jetzt erlebt hat. Er wurde auch nicht durch den Versuch der Vereinigung ehemaliger Kriegsfreiwilliger beeinträchtigt, durch Handzettel zum Boykott gegen das „Hitler-Deutschland'' aufzurufen. Es kamen Werke von Beethoven, Richard Strauß undRichardWagner zum Vortrag, deren meisterhafte Wiedergabe das Publikum zu spontanen Ovationen hinriß. i •te-- >venn bie n 1 Oonai|P^o|°' total Ji**« d oon Un ' 5a$ io- «“'tad i""*1 i,b'4.r- * *n ließen Dsr y\Ä»fts L.™® ®u* fe" N&sj Ä«ä, Mr ■ Mtiubalten. Dir >rhnTnb!i4e 2°ch. men dich 2ilH Zeichnet 6e?°.tf dabei wohl daß der Grund ^ennMhung der Jegren. ler solchen Riesen, ^vgen menschlich v°a den beteiligten -gangen ist -Kai- °>e Universität, die samt, das Polizei. ie Reichsbahn, das Firma Ränningcr ruclsvolle Betriebs, atvollen Ansprachen ■i nationalen Feier- Es sprachen: in er Pros. $r. Zu-, Direktion in Segen' i Graes Arektor . rendar Hahn, vor ektor Dr./kayser. der Jeamlenschast feil und als Bei« der lommitsartsche Luleh, vor den i Dorr, vor den rüst, vor dem Äli« der Betriebszellen- ler und Dr. Un. :t bet Firma Dän- Firma Herr Sr. der Betriebszelle irkssparkasse Herr Detriebsratsvor- wch mitgeteilt, bah iters unter Leitung h ebenfalls bereit' chig in den Dienst • und von sich aus hr vor dem Hcher- i Promenaden-5u>n- llachmittag den Fest« ühung bereicherte. !n dem Bericht in be über die Ra« im Städtischen im 4. AW durch c Lücte entstanden. । wie folgt heißen: rn Mellor Stolte es ersten Berses der Schwarzwrißrot aus i Elektrizitätswerkes ^enienschasten. ung von -tudenten Hochschulen und des Altung der Lander oüen und mit ®ir Wn* n Studenten !>esuniver!> n Hochschule «ietzen und der igfiLw 615 *¥‘ mitW »ZK.-? u beil^ S^enten- esten dervm este»^ „33 w um eine Million über Liese geseh-i liche LeistungSpflrcht \i lv a ui. Andere I Länder bleiben gan^ wescAkich eif ihren Mietunterstühungen hinter Hessen Äutfht'. ÄÄmc beispielsweise die in unserem Nachbarl.mb Baden gültige Norm in Hessen zur Ttnwyrdung, so betrüge die gesetzliche Leistungspslicht nur rund 900 000 Mark. Bon den zur Verfügung Gehenden 3 Millionen wird jedem BezirkSsür'orge^kband einver- hältniSmäßiger Betrag zuc Verfügung gestellt. Den Fürsorgeverbänden bleibt ei s rcigestcllt, nö- tigensalls entweder den bisher interstuytrn Personenkreis einzuengen, oder un'er Beibehaltung des bisherigen PersonenkreilSt die :höhe btr einzelnen Llnterstühung zu kürzen. Ow- ersten Falle muhte die Anterstühung lediglich artf die Hilss- bedürftigkeit im gesetzlichen Sinne avaestellt und unter Berücksichtigung der Eigenart des Sinzel- salles nur dann gewahrt werden, toenn sonst die öffentliche Fürsorge eintreten nüßte Einem von den verschiedensten Seiten geä:Herten dringenden Wunsch, auch bedürftige Ncubaumieter- in bie Un» terstühung einbeziehen zu dürfen, wuride ebenfalls durch die neue Vorschrift Entsprochen. Oer ZrühlingSenzian (Gentiana verna) blüht! Dieser Tage sand auf Veranlassung der Ober- hessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde Gießen ein Nundgang durch die nom FrAhlings- enzian besiedelten Nödgener Wiesen! stall, an dem neben zwei botanisch und an dem Schuh und der Erhaltung dieses seltenen Vorkommens interessier- ten Gießener Herren auch der Bürgermeister und der Flurschütz oon Rödgen teilnahmen. An allen betonten, vom Enzian besiedelten Stellen war aerobe Hauptblütezeit des reizenden Pflänzchens, Auf dem einen Standort, für dessen Erhaltung bi** oben genannte Gesellschaft dem Grundstücksstesitzer fahr lich eine Entschädigung zahlt, war im vergleich mit dem Auftreten des Frühlingsenzian in früheren Jahren eine auf Abpflücken und Sammeln der Blumen zurückzuführende Abnahme festzustellen Es scheint immer noch nicht überall bekannt zu sein, baß ber Enzian unter Schutz oe ft eilt und das Pflücken, Feilbieten unfiüber Haupt schon der Besitz, wenn nicht seine rechtmäßige Herkunft nachgewiefen roerban tonn, strafbar ist. Auf dem in der Nähe des Gießener Waldes gelegenen Standort war ber Frühlingsenzian in Menge erblüht, unb man konnte sich auf eine Doralpenmatte, ber eigentlichen Heimat, bcs Frühlitzgsenzian, beim Anblick ber im tiefsten Hini. nieteblau prangenben Wiese versetzt glauben. D.e Erhaltung dieses bicht an einem Ausflugsweg gelegenen Pflanzenbeftanbes ist nur durch die an erkennenswerten Bemühungen des Flurschütz,, unb des zuständigen Försters, denen zu danken hier tfn- genehmste Pflicht ist, möglich gewesen. Da auch her Bürgermeister der Gemeinde Rödgen sich sehr für den Schutz des Frühlingsenzian einsetzt, ist zu Hof- fen, daß auch nach der im Herbst ftattfinbenbew Umgruppierung der Grundstücke gelegentlich der Feldbereinigung das seltene Pflanzenvorkommen, welches früher viel ausgedehnter gewesen ist, erhalten bleibt. V.*5 Gleichschaltung der Lehrervereine in Hessen. Der Gauobmann des Nationalsozialistischen Lehrerbundes, Oberschulrat Ringshausen, hat den Lehrer Wilhelm Schneider in Bausch- Heim (Kreis Groß-Gerau) mit Wirkung vom 21. April zum Aeberführungskommis- sar sämtlicher Lchrervereine in Hes- s e n in den Nationalsozialistischen Lchrerbund (216 2 CB.) ernannt. Gleichzeitig hat Gauobmann Oberschulrat Rings- Hausen folgende Anordnung erlassen: Der Hessische Landes-Lehrerverein geht in den Nationalsozialistischen Lehrerbund über. Der mit der Leitung der Geschäfte betraute geschäftsführende Ausschuß wird beauftragt, die Tleberführung bzw. die Liquidation vorzunehmen. Soweit Bestimmungen des Dereinsgesehes dieser Regelung entgegenstehen, übernimmt Gauobmann Ober- schulrat Ringshausen die Berantwortung. Die wirtschaftlichen Einrichtungen s Feuer versiche- rungsvcrband, Ludwig- und Qllkcftiftung) werden ebenfalls in den RSLB. übergeführt. Durch diese Anordnung ist die Bertreterversammlung in Bilbel hinfällig. Der Schulbote" erscheint weiter unter der Bezeichnung: „Nationalsozialistischer Erzieher" mit dem Untertitel: „Schulbote für Hessen". Am l. Juli soll die Uebersührung vollendet sein. Für den Eintritt in den Nationalsozialistischen Lehrerbund ist die Mitgliedschaft zur NSDAP. nicht erforderlich. Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater, 20 bis 22.15 Uhr, „Hasenklein kann nichts dafür". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Blutendes Deutschland". — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, als 28. Vorstellung im Prittwoch-Abonnement zum letztenmal der Schwank: „Hasenklein kann nichts dafür" von Mahner Mons unter der Spielleitung Karl H e y f e r s unb mit Ludwig ßinfmann vom Reußischen Theater Gera als Gast in der Titelrolle des Schneidermeisters Titus Hasenklein. Gewöhnliche Preise. Die Intendanz macht nochmals daraus aufmerksam, daß zu dieser Vorstellung durch Entgegenkommen der Reichsbahndirektion auch die auswärtigen Theaterbesucher aus der weiteren Umgebung zum Vorstellungsbesuch (zur Kontrolle und als Ausweis Fahrkarten an der Theaterkasse abstempeln lassen!) Sonntagsrückfahrkarten erhalten. Zur Ausgabe gelangen Karten von allen Bahnhöfen der Strecken: Gießen—Nidda, Gießen—Grünberg, Gießen—Butzbach, Gießen—Niederwalgern. Ende der Vorstellung bestimmt 22.15 Uhr. — Am Freitag, 5. Mai, bleibt das Theater aus technischen Gründen geschlossen. Die an diesem Tage fällige Abonne- mentsDorftellung ber Freitag-Abonnenten wirb aus Samstag, 6. Mai, verschoben. — Samstag, 6. Mai, 20 Uhr, 29. Vorstellung im Freitag-Abonnement mit einer Wiederholung des Volksstücks: „Die vier Musketiere" Dop Graff unter der Spielleitung oon Peter F a s f o 11. Gewöhnliche Preise. Ende 22.30 Uhr. — Die nächste Wiederholung der Operette: „ßifeloti von Künneke findet am Sonntag, 7. Mai, 19 Uhr, statt als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Operet- tenpreifen. Ende nach 21.30 Uhr. — Ate nächste Neuinszenierung kommt am Dienstag, 9. Mai, das Lustspiel: „Die deutschen Kleinstädter", Lustspiel von Kotzebue, unter Oberspielleiter Peter (yaffotts Regie mit Frau Auguste P r a s ch - G r e v e n - berg, Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters, ate Gast zur Aufführung. — Weih Ferdlkomml: Man schreibt uns: Weiß Ferdl. der unvergleichliche bayerische Humorist, der nicht nur von seiner Tätigkeit ant „Platz!" in München her überall bekannt ist, sondern auch durch seine urkomischen Filme, wie „Wenn es dem Esel zu wohl wird", „Schützenkönig". „Links der 3far, Recht- der Spree", im ganzen Reich seine begeisterten Freunde hat, kommt am Samstag, 13. Mai. nach Gießen. Er gibt in der Volkshalle ein großes „Bayrisches Fest in Weih-Blau", bei dem sich Weiß Ferdl alle Herzen im Au erobern wird durch seine Fröhlichkeit, seinen echt Münchner Humor und durch seine Vielseitigkeit im Programm, das er mit seinen zwanzig Landsleuten bestreitet. • • Besichtigung ber Gießener Hilfs- polizei. Am vorigen Samstaynachmittag nahm ber Lanbes.Polizeiführer für Hetzen, Oberst Feudel-Sartorius, ber in Begleitung bes Polizei- führers oon Oberheffen, Major Baron von ber Reck e-Butzbach erschien, auf dem Trieb eine Besichtigung ber Gießener SA.- unb SS.-Hilfspolizei vor. Dom Polizeiamt waren dazu Polizeidirektor Dr. Kayfer und Polizei-Oberinspektor Hoffmann, von der SA. Standartenführer E n g m a n n und einige weitere SA.- und SS.-Führer erschienen. Polizeioberft Fendel-Sartorius schritt zunächst die ^ront der Hilfspolizei ab, deren Führer und Mannschaften er in kameradschaftlicher Weise begrüßte. Anschließend nahm er die Besichtigung und Prüfung der Mannschaften vor. Am Schluffe der Besichtigung hielt er eine Ansprache an die Hilfspolizei, bei Der er die bisherigen Ergebnisse der Ausbildung anerkannte und die Mannschaften ber Hilfs- polizei ermahnte, ihr Wissen unb Können auf dem Gebiete des Polizeiwesens nicht nur zu bewahren, sondern es zum Besten des Dienstes für die Allge l.einbeit noch weiter auszubauen. * * Heute Maienblafen. Von 19 bis 20 Uhr findet vom Turm ber Johanneskirche Maienblafen statt: 1. Choral Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren. 2. (Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre oon Beethoven. 3. Wenn's Mailüfteri wehet, Volkslied. • • Mieter-Jubiläum. Am 1. Mai waren es 25 Jahre, daß Frau Johanna Pfeiffer Witwe im Haufe Krofdorfer Straße 21 wohnt. Dieses Mieter-Jubiläum ist sowohl für die Mieterin. wie für den Vermieter in gleicher Weise ehrend. * • Jahreshauptversammlung des Kurzschriftocreins oon 1861. Der Kurz- schriftverein von 1861 mit Damenabteilung Gießen hielt dieser Tage im Vereinsheim „Eafö Ebel" seine ordentliche Jahreshauptversammlung ab. Dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß der Verein das Jahr 1932/33 gut überstanden hat. Der Mitgliederbestand behauptete sich Der größte Wert wurde auf die Unterrichtstätigkeit gelegt. Es fanden 25 Kurse — 15 Softem- und 10 Diktatkurse — mit einer Gesamtteilnehmerzahl von 552 Personen statt. Bei dem Bezirksweitschreiben in Büdingen und dem Derbandswettschreiben in Bingen wurden zusam- men 79 Preise im Schnell-, im Schön- und im Richtigschreiben, in Verkehrs und Redeschrift errungen. Am Dereinswettschreiben nahmen 75 Damen und Herren teil Die Handetekammer-Ge- schäftsstenographen-Prüfung bestanden 24 Mitglieder, und zwar: 1 Mitglied in der Abteilung 180 Silben, 11 in der Abteilung 150 Silben und 12 in der Abteilung 120 Silben-Vorprüsungen. Der Vor- stand wurde mit einigen Ausnahmen wiedergewählt unb setzt sich wie folgt zusammen: 1 Vorsitzender Franz H a n st e i n, 2. Vorsitzender Paul Dehner, 1. Schriftführer Willi Brückmann, 2. Schriftführer Hans Werner, Rechner Fritz Ziegler, Bücherwart H Stein, Zeitungswart W Paulus, Beisitzer: Peter Jöckel, Etty Rieß, Sofie BepIer, Meta Amend, Kurt L e i p o 1 d und August Haas. Die Unterrichts- tätigfeit des Vereins fetzt am Dienstag, 2. Mai, wieder ein. Ein neuer Anfängerlehrgang beginnt am Donnerstag, 4. Mai, um 19 Uhr in der Goethe- schule. DieZeietdeSTagesdetAtbeilinDarmstadl Gauleiter Sprenger ipricht beim hessischen Staatsakt. Das hessische Handwerk ans neuen Wegen. Oer neue Handwerkskammerpräsident Müller-Mainz spricht in Gießen. Am Sonntagnachmittag fand unter Leitung des komm. Vorsitzenden der Handwerkskammer-Nebenstelle Gießen, Herrn Schimmel, Gro- ßen-Buseck, im dichtbesehten großen Saale der Liebigshöhe eine Kundgebung des oberhessischen Handwerks statt, zu der viele Handwerksmeister aus der Provinz erschienen waren. Der Saal war mit Hakenkreuzfahnen und weihroten Fahnen geschmückt. Als erster Redner sprach Herr Soldan-Gießen, Vertreter des Kampsbtmdes für den gewerblichen Mittelstand. Gr sagte u. a.: Der große Abfchleifungsprozeß hat nun auch im Mittelstand begonnen. Heute ist es an euch, das wieder aufzubauen, was ihr in 14 Jahren habt zerstören helfen. Wäre in Adolf Hitler nicht der Retter erstanden, so wäre heute der Bolschewismus in Deutschland. Rach den furchtbaren Zerstörungen muß nun jeder Opfer bringen, um wieder aufzubauen. Nach der schmachvollen Revolte von 1918, die der Anfang des Zerstörungswerkes war, hat sich alles organisiert, was Profit machen wollte. Nur der gewerbliche Mittelstand lieh sich alles gefallen, auch die schamlose Inflation. Alles war bestrebt, sich die Taschen zu füllen. Damit wird jetzt endgültig Schluß gemacht. Jn den handwerkervereinen unb Innungen hört oon heute ab das verhandeln unb kuhhandeln auf, es wird eine gewisse Diktatur dort eintreten. Der gewerbliche Mittelstand ist mit seiner Organisation zu einem vollständigen Wrack geworden. Darum ist der Aufbau schwieriger. Adolf Hitler hat für seine Rettungsarbeit am deutschen Volke 4 Jahre Zeit verlangt. Dazu bedarf er eines jeden Hilfe. Wir geloben unserem Führer, treu zu helfen und feine Befehle zu befolgen. (Lebhafter Beifall.) Elektromeisser Gamer-WormS erflärte u. a.: Wir Nationalsozialisten werden an die Bereinigung des Meisterprüfungswefens Herangehen. Die Handwerkskammer wird in Zukunft der Lehrlingsausbildung ein wachsames Auge schenken. Wir werden dafür sorgen, dah die gesetzlichen Bestimmungen über die Zahl der Lehrlinge auf das schärfste eingehalten werden. Wir werden auch daraus achten, dah die Meister dem Handwerkernachwuchs in sittlicher und moralischer Hinsicht immer ein leuchtendes Beispiel sind. Wir werden auch gegen die Geschäftemacher im Prüfungswesen energisch auftreten. Diese Leute bieten keine Gewähr dafür, weiterhin Prüfungsmeister oder -Dorsi^ender zu sein. Die Prüfungsgebühr wird von uv i auf eine Höhe zurückgeführt werden, dah es auch'-, em ärmsten Gesellen möglich ist, feine Prüfung zu machen. wir sind oon ber Hefen lleberzeugung durchdrungen, daß wir ein.; große Verantwortung tragen, wir Jlationalfoyaliffcn lassen uns auch fachliche Kritik gefallen, niemand wird der Mund verboten, wenn eie Kritik fachlich ist. wir werden aber nicht dulden, dah Querulanten unb Quertreiber aus dem Hinterhalt vergiftete Pfeile abfchiehen können. Sir haben den ehrlichen willen, es im hessischen Handwerk so ein- znrichten, daß alle wieder vertrauen haben können. Dah bisher an die Spitze der Handwerker-Prüfungskommissionen Nichthandwerker berufen wurden, bedeutete eine Eelbstdegradierung des Handwerks. Wir werden dafür sorgen, dah hier wieder Handwerksmeister an die Spitze kommen. Wir werden auch die Vorsitzenden oder Mitglieder der Fachverbände zur Mitarbeit heranziehen. (Lebhafter Beifall.) Handwerkskammerpräsident Mütter-Mainz führte u. a. aus: „Für uns ist die Revolution ein sittlicher Begriff, der über alles geht. Aber diese Revolution muh getragen sein von der Idee des Dienstes an der Gesamtheit. Die Revolution muh die seelische Macht haben, das, was wir besitzen, zu verbessern und aufzubauen zum Wohle der Allgemeinheit. Wir bekennen uns zu der Weltanschauung auf der christlichen und sittlichen Grundlage: Alles für Deutschland, wieder Deutschland, nochmals Deutschland und bann erst die Welt. Gewih brauchen wir die Weltwirtschaft, aber zuerst muh es eine gesunde unb lebensfähige Nationalwirtschaft geben. Erste Ausgabe ist es, für das nationale unb soziale Berbunbenfein Sorge zu tragen. Wenn eine Staatsführung die Menschen ins Elend drängt, so hat der Staat kein Recht, sich Staat zu nennen, denn er ist dann kein Staat mehr. (Beifall.) Von diesem Gesichtspunkt aus haben wir das System der Nachkriegszeit bekämpft. Jener Staatsführung des Marxismus haben sich damals leider auch die Beamten willig gebeugt, heute kommen sie zu uns, um uns zu huldigen. Auch wir im Mittelstand sagen: wir brauchen ein Berufsbeamtentum so gut wie wir ein starkes Heer brauchen. Wie unser Heer die deutsche Arbeit nach auhen hin verteidigen wird, so muh das Beamtentum durch Sauberkeit, Charakter und Festigkeit das Heer nach innen darstellen." Der Redner beschäftigte sich dann mit der Politik des Zentrums, der Mittelparteien und mit dem Marxismus, wobei er zu einem vernichtenden Urteil für diese Parteien kam. In diesem Zusammenhang betonte er, auch die Führung des Mittelstands sei nicht besser gewesen als jene Geschäftemacher um jeden Preis. Im Mittelstand müsse der Charakter wieder ein- kehren, der hier so sehr geschwunden sei. Die bisherigen Geschäftemacher hätten das Recht verwirkt, der Vollversammlung der Handwerkskammer beizuwohnen. „Wir werden genau das Gegenteil von dem tun, was bisher getan wurde. Das ist die neue Struktur der Handwerkskammer, dadurch stehen wir im Gegensatz zum Liberalismus. Die Handwerkskammer ist nicht dazu da. dah der Pfandmeister armen Menschen auch noch den letzten Pfennig nimmt. So wie bisher kann es im Mittelstand nicht wieder werden. Wenn das bisherige System weiter gegangen wäre, hätte kein Geselle mehr zur Selbständigkeit kommen können und auch die Selbständigkeit der Handwerksbetriebe wäre verloren gegangen. Hierauf verwies der Redner auf die Notwendigkeit des ausreichenden Schuhes für die Landwirtschaft. Ohne kaufkräftige canbwirtschasl kann es keinen blühenden Mittelstand geben. Die tandwirtschast Ist der Träger der Nation. Wir verlangen vom Mittelstand, dah er das anerkennt. Der Dollstreckungsschuy für die Landwirtschaft war nur zu begrüßen, denn dort war es am notwendigsten. Der Voilstreckungsschutz für den Mittelstand war auch schon ausgearbeitet und fertig, nur einer hat ihn nicht gewollt. Aber dessen Wollen wird bald ausgewollt fein (Zuruf: Hugenberg ) Dann kommt auch der Doll- streckungsschuh für den Mittelstand Was überholt ist, muß zum alten Eisen gelegt und dorthin gebracht werden, wo da- Neue geformt wird. Auch in der Handwerkskammer werden wir mancherlei zu ändern haben. Ich werde über das, was in der Handwerkskammer vorgegangen ist, eine Schrift verfassen, in der allo Geschehnisse niedergelegt und dem Handwerk zur Kenntnisnahme unterbreitet werden Wir werden die Männer, die jene Taten begangen haben, zur Rechenschaft ziehen. Wir verlangen das Bekenntnis zu dem Grundsatz^ Gemeinnutz geht vor Eigennutz! Jeder Mensch soll arbeiten und sich Besitz erwerben. Den Besitz, der durch den Fleiß der Hände und deS Geistes entstanden ist, werden wir immer verteidigen. Aber die Echiebergewinne werden wir unterbinden. In unserem ausgeplünderten Staat braucht natürlich der Wiederaufbau längere Zeit. Wir werden uns aber nicht beirren lassen und ruhig und zielsicher unseren Weg gehen. Unser Führer Adols Hitler will nichts zerschlagen, was gut ist, sondern er will bas gute von heute mit verwenden für den Neuausbau. Denn unsere Revolution ist nicht Vernichtung, sondern Ausbau. Die nationale Revolution ist vollzogen, die soziale Revolution vollzieht sich nun, wenn die gesamte Struktur der Wirtschaft in neue Bahnen gc leitet wird. Wir bekämpfen die Warenhäuser und Konsumvereine nicht wegen ihrer wirtschaftlichen Seite, sondern von volkspolitischen Gedanken aus. Denn an der Stelle eines Warenhauses können viele Menschen leben, die auch bereit sind, mit Faust und Schwert das Vaterland zu verteidigen, während ein galizischer Schieber nie für Deutschland eintreten wird. Mit diesem Kamps erstreben mir auch, daß aus Gesellen wieder selbständige Meister werden können. Wir müssen uns bestreben, dem Vorbild unseres Führers Adolf Hiller nachzuleben. 3eber muß immer so handeln, wie er wünscht, selbst behandelt zu werden. Das ist die neue Gesellschaftsordnung, die auch im Mittelstand Platz greifen soll. In aller Kürze werden von der Handwerkskammer bedeutsame Maßnahmen getroffen werden. Wir werden alles tun, was notwendig ist und das überwinden, was war. Der ärmste Handwerker wird bei uns genau so angesehen fein, wie der beffergefteQte. Wir vertreten den Sozialismus, daß der Reiche bereit fein muß. Dem Armen z u geben und nicht vom Armen noch zu verlangen. Bei Arbeitsvergebungen verlangen wir, daß ber Reiche in ber Berufsorganisation zuerst bem Armen bie Arbeit zukommen läßt. Die Kammer ist nicht ba.pi da, daß ber Reiche vor dem Armen geschützt wird, sondern wir werden dafür sorgen, daß der Arme nicht mehr von dem Reichen ausaebeutet wird. Wir werden auch nicht davor zu- rückschrecken, alles vor die Oeffentlichkeit zu bringen, was nicht so ist, wie es fein muß. Die kommende Vollversammlung der Handwerkskammer wird in der breitesten Oeffentlichkeit stattfinden, von jeder Innung können zwei Vertreter daran teilnehmen, um ihre Berufskollegen zu unterrichten. Wir wollen aufbauen ein Reich der Sauberkeit, der Größe, der Ordnung und der Disziplin, auf das die ganze Welt mit Hochachtung blickt. Wir werden weiterkämpfen bis zum endgültigen Sieg und bis das große nationale Gefamtvolk zur Tat geworden ist. (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Der Versammlungsleiter Schimmel schloß darauf bie Äunbgebung mit begeistert aufgenommenem dreimaligen Sieg-Heil auf den Volkskanzler Adolf Hitler. Stehend sang die Versammlung bann bas Horst-Wessel-Lied. StaatSminisserMüttek-und die hessischen Sparkassen. Darmstadt, 2. Mai. (WSN.) Die Staate- Pressestelle teilt mit: Staatsminister Dr. Müller empfing am Samstag den Vorsitzenden bes Hessischen Sparkassen- und Girooerbandes, Justizrat Dr. Reh. Dieser gab bie Erklärung ab, daß die in dem Verband zusammengeschlossenen, von ihm vertretenen hessischen öffentlichen Sparkassen tatkräftig an dem nationalen Wiederaufbau mitarbeiten würden. Das Ziel ber hessischen Sparkassen sei von jeher gewesen, den Spargebanten zu pflegen, die Kapitalbildung zu fördern und damit die Wirtschaft zu heben und dem Vaterland zu dienen. Unberechtigte Eingriffe in bie Sparkassen-Verwaltungen müßten unterbleiben, das Sparer-Publikum brauche Ruhe unb Vertrauen. Der Staatsminifter dankte Herrn Justizrat Dr. Reh für feinen Besuch. Er wisse als Finanzmann genau, weich' hohe Bedeutung dem Sparkassen- wesen zukomme. Gern werde er bie hessischen Spar- kassen in ihrer Ausgabe, ben Sparsinn zu pflegen, in jeber Weise unterstützen. Daß unberechtigte Zwangsmaßnahmen gegenüber ben Sparkassen unterbleiben müßten, sei selbstoerstänblich. Entlassung von 20 polizeiosfizieren. WSN. Darmstadt. 2. Mai. Die Pressestelle der Staatsregierung teilt mit: „Oluf Grund des Reichsgeseyes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 wurden folgende Polizeiosfiziere entlassen: Standort Darmstadt: Polizeimajor Dr. Hamberaer: Polizeihauptleute Ahl, Bellof, Faber, Flcchsenhaar und Seeger: Polizeioberleutnan»s: Bert, Grebenstein. Knapp, Knierim und Müller. Standort Mainz: Polizeihauptleute Kumpa und Moter: Polizeioberleutnants Götz, Johc und Klingelhvfer. Standort Worms: Polizeihauptmann Ester. Standort Butzbachs Polizeihauptmann Brom- mer; Polizeioberleutnants Jopel und Judith. Die Entlassung von 20 Offizieren, zu der noch einige Versetzungen in den Ruhestand treten, bedeutet die Entfernung fast eines Drittels des Off izierlorps der Landes- Polizei. — eine Säuberungsquote, die kaum in einem anderen Zweige des Staatsapparates erreicht werden wird." nung vorzutragen, fand einstimmige Annahme. Jahresbericht, die Rechnung und Bilanz wurde Der Ab Donnerstag 2968 C II Hersteller; Thompson-Werke G. m. b. H., Düsseldorf und & und Größe 130/130 Stück 2962 A 222ha ftir Möbel, Leder, Marmor, 34sm. Jede tehtge Hao®frae verwendet deshalb zum Bohnern und Polieren Jeder Erwachsene und jedes Kind unserer Stadt muß dieses unvergeßliche vaterländische Erlebnis sehenI G I E S S E N AM OS WA LDSGARTEN Jahresbericht, Die Rechnung und Bilanz wurde genehmigt und dem Vorstand Entlastung erteilt. Direktor Schwalb sprach dann noch über die allgemeine Wirtschaftslage, über die wichtigsten Verordnungen des Vollstreckungsschutzes und der Steuergutscheine. Die Zinsen für ausgeliehene Gelder wurden um 'LLc..crvo raussage. Der hohe Druck, der sich von Island über Äord- und Ostsee bis nach Polen hin erstreckt wird sich noch verstärken, so daß in Deutschland die Zufuhr vorwiegend kontinentaler Luft erhalten geblieben ist. Die Wetterlage wird infolgedessen auch keine wesentliche Aenderung erfahren, nur werden bei der tagsüber stattfindenden kräftigen Erwärmung flache Störungsausläufer des westlichen Tiefs sich nach dem Festlande Vorarbeiten und stellenweise Anlaß zu leichteren Ge- witterbildungen geben. Voraussage für Mittwoch: Wolkig mit Aufheiterung, warm, lokale Gewitterneigungen. Jagd -Verpachtung. Die Gemeindejagd in der Gemarkung Burkhardsfelden, zirka 1700 Morgen umfassend, soll Samstag, den 6. Mai l. 3., nachmittags um 2 Ahr, nochmals im oberen Saale der neuen Schule auf 6 Jahre verpachtet werden. 2957V Burkhardsfelden, den 2. Mai 1933. Hessische Bürgermeisterei. Alb ach. Kaffee- Decke, moderne Karomuster, in verseh. Farben, Gr. 130/160, St. 1.50, und Größe 110/140...........Stück Provinz,'aldifektor a. O. Or. h. c. f. WEN. Darmstadt, 29. April. Der langjährige Provinzialdirektor von Starkenburg Geheimrat Feh, ist gestern im Alter von 78 Iah- ren in Darmstadt gestorb e n. Feh begann seine Lausoahn als Amtmann in Mainz, war dann im Ministerium in Darmstadt tätig, hatte da»iuf die Leitung des Polizeiamts Darmstadt, wurde Kreisdircktor in Friedberg und dann Provinzial- direktor von Starkenburg. Er hat sich publizistisch einen Rainen gemacht durch die Herausgabe der Hessischen Zeitschrift für Staats- und Gemeindeverwaltung", die er fast vier Jahrzehnte wenigen Jahren innehatte, und durch zahlreiche Kommentare und Handausgaben staats- und verwaltungsrechtlicher Gesetze. Die luristische Fakultät der Universität Gießen hat ihm dafür den Ehrendoktor verliehen. Oberschulrat Hassinger in Haft. WEM Darmstadt, 30. April. Der vom Dienst beurlaubte Oberschulrat Hassinger, der seither die Zentralstelle für Volksbildung und Jugendfürsorge leitete, wurde in Haft genom- men. Die polizeilichen Ermittlungen erstrecken sich auf dienstliche Verfehlungen während seiner Amtstätigkeit. Landkreis Gics;cn. * Alte n - Bu seck, 29. April. Der Sp a r- u n d Vorschubverein Alten-Buseck hielt seine Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1932 bei Mitglied Ludwig D ö p p ab. Der Vorsitzende des Aussichtsrates E i n h ä u s e r leitete die Versamm- lung. Direktor Schwalb gedachte vor Eintritt in oie Tagesordnung der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder. Dann erstattete er den Geschäftsbericht, dem zu entnehmen war, daß die Kasse durch die wirtschaftliche Notzeit, sowie durch stärkere Abhebung von Spargeldern in Mitleidenschaft ge- sofiten bedenken, daß Verwachs mehl glatt macht Äusnitschen auf Fußböden und Treppen normal erweise ausgeschlossen. PtWachs, sehr ergiebig, sparsam tm Verbrauch, mühelos m der Anwendung, herrlich in der Glanzwirkung, ist auch das Hnwersai-PofcermHfel Graue Haare? flpfa Haarfarbe- W'Owiederhersteller gibt jugendl. Farbe u. Schönheit zurück Spielend elnl Anwendung! Unscbädl.l Sich. Wirkung! Flasche RUI. 1.80 Emil Koch and Sohn Damen- und Herrenfriseure 63 Seltersweg 63 Heute nacht 2 Uhr entschlief sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Wilhelmme Wagoer, geuschntz im Alter von 63 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Wagner und Familie Friedrich Kersting und Familie Richard Wagner nebst Braut Theodor Wagner und Familie. Aliendorf a. d. Lahn, den 2. Mai 1933. Beerdigung findet Donnerstag, den 4, Mai, nachm 2 Phr stalL 2:71 D „SiüzXEMsuüt Zugelassene Bausparkasse (Aktiengesellschaft) sucht rührigen (2946V General-Vertreter ^ra^et?nntniffen für den hiesigen Hrn Angebote mit Lichtbild, Lebens- Referenzen erbeten u. Nr. L 207 Ann.- ©rn. Verrehrsreklame, W.-Elberfeld, Goeringstr. 52. Oemüse. wachsen soll, muß das Unkraut Hackeheran zu gehen o1 erHalm^rHahn mit den fingern Sein Garten tut ihm niemals leid! Eine Wolf-Ziehhacke mit ihrer scharfen Schneide hat ihn schon längst von der Unkrautplage befreit. Einfach leicht durch den Boden gezogen —schon liegt das Unkraut abgeschnitten und verdorrt. Aber auch zum Pflanzen, Graben. Säen gibt es besonders praktische Wolfgeräte, die machen die Gartenarbeit leicht und halten auch etwas aus. zogen wurde. Den Abhebungen standen Einzahlungen nicht im gleichen Ausmaße gegenüber. Im allgemeinen war der Geschäftsabschluß als sehr günstig zu bezeichnen. Die Bilanzsumme hat sich gegen dem Vorjahre vermindert und betrug 133 921 Mark. Die offenen Reserven betragen 21 000 Mark, die Geschäftsanteile belaufen sich aus 10 500 Mark. Die Zahl der Mitglieder beträgt 143. Der Vorschlag der Verwaltung, von eingezahlten Geschäftsanteilen acht Prozent Dividende zu vergüten, 1300 Mark den Reserven zu überweisen und 500 Mark auf neue Rech- flr.10^ S«t