Hr. 285 viertes Blatt Tietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 2. Dezember (933 — — gL"—. ■■Till Illi ■ . — ■ M—1 Wirtschaft. Oie deutschen Sparkassen im Oktober. Die Spareinlagen bei den Sparkassen des Deutschen Reiches betrugen Ende Oktober 10 617,57 Mill. Mark, während sie sich am Ende des Vormonats aus 10 565,29 Mill. Mark beliefen. Im Berichtsmonat ist also eine Zunahme um 52,28 Mill. Mk. zu verzeichnen, gegenüber einer solchen von 22,96 Mill. Mark im September. Im einzelnen stehen den Einzahlungen von 446,23 (409,31) Mill., wovon 0,31 (0,82) Mill, auf Zinsgutschriften und 8,22 (4,66) Mill, auf Aufwertungsgutschriften entfallen, Auszahlungen von 393,95 (390,59) Mill, gegenüber. Die Giroeinlagen (einschl. sächs. Gironetz)'zei- gen eine Erhöhung auf 1436,77 (1434,17) Mill. Zentralstelle für Bergbau und Hüttenindustrie an Lahn, Oill und und in Oberheffen. Durch den Zusammenschluß der Wirtschaft an Rhein, Main und Lahn zum Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebiet unter Führung des Präsidenten Dr. Lüer, Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, sind bereits eine Reihe bedeutender allgemein-wirtschaftlicher Aufgaben erfüllt worden. Nunmehr wendet sich der Rhein-Mainische Industrie- und Handelstag auch besonders wichtigen Einzelfragen zu. Da ein nicht unbeträchtlicher Teil des deutschen Erzvorkommens in dem Einflußbereich des Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstags liegt, die eigene Eisenerzeugung Deutschlands nicht ausreicht und damit ein wichtiges Gesamtproblem darstellt, will der Rhein-Mainische Industrie- und Handelstag zur Zusammenfassung und Pflege des Bergbaues an Lahn, Dill und in Oberhessen, sowie der damit organisch verbundenen Eisenhütten- industrie eine Zentral st eile für Bergbau und Hüttenindustrie an Lahn, Dill und in OberhessenmitdemSitzin Wetzlar bei der Bezirksstelle Wetzlar der Preußischen Industrie- und Handelskammer für das Rhein- Mainische Wirtschaftsgebiet errichten. Die erste öffentliche Sitzung der Zentralstelle findet am 9. Dezember in Anwesenheit des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger und des Treuhänders der Arbeit für dos Wirtschaftsgebiet Hessen Dr. Lüer in Wetzlar statt. Außer den Genannten werden zahlreiche Vertreter der amtlichen Berliner und Provinzstellen, sowie maßgebende Kreise der Wirtschaft und der Presse teilnehmen. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. Das Getreidegeschäft hat in dieser Woche an Lebhaftigkeit wieder eingebüßt. Immerhin haben die Mühlen mit der Einlagerung weiterhin zu tun. Es gelangt nur wenig Brotgetreide an den Markt. Wenn auch zum Beginn des nächsten Monats mit stärkeren Zufuhren zu rechnen ist, so ist dennoch an eine Marktverflauung kaum zu denken, weil die Auffüllung der Getreidepflichtlager bei den Mühlen in der vorgeschriebeuen Höhe Absatzsicherung gewährleistet. Obschon das Wei^enmehlge schäft für. die Weihnachtsfeiertage bis jetzt ausgeblieben ist, zeigte Weizen infolge des verringerten Angebots etwas angenehmere Haltung, so daß der vorwöchige Preis von 194 Mark per Tonne unverändert blieb Auch die Mehlpreise zeigten mit 28,75 bis 29.65 für Spez. 0 mit Austauschweizen und mit 27,25 bis 28.15 Mark für Spez. 0 ohne Austauschweizen keine Veränderung. Am Roggenmarkt hielt die Nachfrage zu Einlagerungszwecken an, infolge des nur sehr knap« pen Angebots ließ sich eine weitere Preiserhöhung um 5 Mark auf 170 Mark per Tonne erzielen. Die Forderungen für Roggenmehl zagen etwas an, und zwar verlangte man für 0° bis 60prozentiqes 23 50 bis 24 (plus 0,50) Mark und für süddeutsches Spezial 0 24 (plus 0,25) Mark. Brauner st e lieat weiterhin ruhig und zu 181 bis 183,50 per Tonne unverändert, während Futter- und Industriegerste auf Grund des kleinen Angebots ziemlich schnell den Besitzer wechselte. Der steigende Bedarf des Niederrheins und das relativ gute Exportgeschäft nach der Schweiz boten dem H a f e r m a r k t weitere Anregung, so datz das Angebot flott mit einer Erhöhung um 2,50 Mark abgesetzt werden konnte: der Preis stellte sich auf 142.50 bis 145 Mark. Am Futtermittelmarkt haben sich die Preise weiter merklich befestigt. Für sofort lieferbare Ware wär bevorzugtes Interesse vorhanden, besonders für Soya-Erzeugnisse. Weizenkleie 10,75 bis 10,85, Roggenkleie 10,35 bis 10,60, Soyaschrot ,lo bis 15,40, Palmkuchen 15,50, Erdnußkuchen 16,55 bis 16,90, Treber 17 Mark je 100 Kilogramm. ÜZochenvenchl vom $ronffurter Schlachtvielimarkt. Obwohl die Zufuhren zum dieswöchigen Frank- stlrter Schlachtviehmarkt mit Ausnahme von Schweinen erheblich stärker waren, nahm das Geschäft einen verhältnismäßig befriedigenden Verlauf. Auch preismäßig war die Lage günstiger. Im Hinblick auf das Monatsende gestaltete sich der Absatz zunächst nur langsam, später machte sich aber erhöhte Nachfrage bemerkbar, so daß bei anziehenden Preisen kaum Ueberstand verblieb. Am Rinder markt betrug der Auftrieb mit 1611 179 Stück mehr, worunter sich wiederum nur wenig Weidevieh und anderseits gute Stallmastware befand, so daß auch etwas bessere Preise angelegt wurden. Außer Bullen, die unverändert blieben, Denkt an den Eintopf am 1. Advent! 3_ogen Ochsen, Kühe und Färsen um je 1 Mark an. Es verblieb nur mäßiger Ueberstand. Der Kälbermarkt verzeichnete mit 1599 einen um 475 Tiere stärkeren Zutrieb. Die Preise blieben gegen die Vorwoche gut behauptet. Das Geschäft verlief langsam, doch wurde ausverkauft. Die Preise bewegten sich zwischen 20 bis 39 Mark. Am Lämmer-, Hammel- und Schafmarkt haben die Zufuhren ebenfalls eine starke Erhöhung erfahren (758 gegen 349 Stück). Infolge der recht guten Nachfrage konnten sich die letzten Preise gut behaupten. Der Markt wurde geräumt. Die S ch w e i n e p r e i s e konnten sich aus Grund der geringeren Beschickung (4132 gegen 4457 Stück) gegen die Vorwoche um rund 2 Mark heben. Der Markt wurde glatt geräumt. * * Gebesserter Roheisenabsatz. Nach dem Bericht des Roheisenoerbandes GmbH., Essen, brachte der Monat November auf dem Roheiseninlandsmarkt eine leichte Steigerung des Absatzes. Das Verkaufsgeschäft nach dem Auslande hat Anzeichen einer kleinen Belebung aufzuweisen. $ranffurfer Börse. Mittagsbörse: freundlich. F r a n k f u r t a. M., 1. Dez. Die Entlastung der Kundschaft und der Kulisse von den Ansprüchen des Ultimo wirkte sich an der Mittagsbörse in zahlreichen Käufen verschiedenen Umfangs und demzufolge in freundlicher Grundstimmung aus. Zwar lagen heute keine besonderen Anregungen aus der Wirtschaft vor, jedoch konnte nach der vorübergehenden Unterbrechung durch das Monatsende die allgemein festzustellende Aufwärtsbewegung der Jn- dustrie ihren Einfluß wieder ausüben. IG. Farben setzten etwas über Vorabendniveau ein (128,65) und konnten sich bis auf 129,75 o. H. erhöhen, um dann allerdings bis auf 129 v. H. zu weichen. Auch andere Standardwerte, z. B. AEG. (plus 1,40 v. H.) waren bevorzugt, Scheideanstalt indessen 0,50 o. H. gedrückt. Der Montanmarkt lag durchgängig von 0,75 bis 1,50 v. H. fester, Stahloereinswerte gewannen auf die Ausführungen in der GB. bis zu 2,25 v. H. Der Elektromarkt besserte sein Niveau um etwa 0,50 o. H., auch Reichsbank setzten ihre Befestigung um 1,50 o.H. auf 171.25 v. H. fort. Don sonstigen Werten eröffneten AKU. 0,75 v. H. und AG. für Verkehr 0,50 v. H. höher. Auch am Rentenmarkt gestaltete sich das Geschäft lebhaft, und Reichsanleihen lagen allgemein höher, davon Altbesitz fast 1 v. H., Neubesitz 0,25 v. H., späte Reichsschuldbuchforderunqen 0,13 v. H. Stärkeres Interesse und einen Umsatz von einigen Millionen fanden nun auch Schutzgebiete, die um 20 Pf. auf 8,90 v. H. anzogen: die Bildung der Pro- zeßvereiniaung scheint sich also jetzt auszuwirken. Don Industrie-Obligationen hatten Reichsbahnvorzugsaktien einen kleinen Verlust von 0,65 v. H., Stahlverein-Bonds zogen dagegen um weitere 0,75 v. H. an. Von Auslandrenten waren Rumänen gefragt, 4 v. H. Einheits plus 20 Pf. Ungarn bröckelten dagegen etwas ab, und Schweizer Bahnanleihen lagen ziemlich schwach, 4 v. H. — Id. H., 3,50 v. H. — 3d.H., aber 3 v.H. + 2d.H. Im Verlaufe kamen Zellstoff Aschaffenburg fest mit plus 1,90 v. H. zur Notiz. Anziehende Tendenz zeigten ferner AG. für Verkehr und oon Elektrowerten Schuckert (ch 1,50 o.H.), Lechwerte Augsburg (ch 1,50 v. H.), während Lahmeyer 0,75 v. H. und Ehade-Aktien auf schwächere Schweizer Kurse 5 Mk. einbüßten. Im übrigen waren die Aktienmärkte wenig oerändert. Montanwerke waren eher weiter befestigt, ebenso einige Elektroaktien sowie Südd. Zucker (ch 3,50 o.H.). Dagegen gaben IG. Farben bis auf 127,50 und Reichsbank ihren Anfangsgewinn nach. Am Kassamarkt lagen Zellstoff Memel sehr fest (ch4o. H.), ferner Brauerei Eichbaum-Werger (ch 2,25 o. H.) und Rhein. Hyp. Bank 110,50 (ch 1,50 o. H.). In den Anleihen des Reiches erfolgte zunächst ein leichter Rückschlag, später lagen sie aber wieder recht fest. Altbesitz 91,40 bis 90,50 bis 91,50, Neube- sttz 17,00 bis 16,90 bis 17,10, späte Reichsschuldbuchforderungen 92,40 bis 92 bis 92,25, dagegen lagen 6 d. H. Stahlverein matt (57,25 bis 55,25) während Reichsbahnvorzugsaktien um 0,25 v. H. auf 107 v. H. anzogen. Am Pfandbriefmarkt waren die meisten Goldpfandbriefe unverändert, Kommunal-Obligatio- nen zogen teilweise etwas an. In Staats- und Länderanleihen gab es wenig Geschäft und unwesentliche Veränderungen, nur 5,50 v. H. Younganleihe 90 nach 91 d. H. Von Stadtanleihen waren 7 v. H. Frankfurter v. 26 um 1 o. H. auf 84.v. H. und 6 v. H. do. um 1,50 v. H. auf 64,50 o. H. gebessert: im übrigen traten kaum bemerkenswerte Veränderungen ein. Tagesgeld blieb auf dem gestrigen Satz von 4 d. H. unverändert. Abendbörfe: gehalten. Die Abendbörse zeigte nur geringes Geschäft, neue Aufträge aus dem Publikum waren nur in geringer Anzahl eingetroffen, und für die Kulisse bestand wenig Anreiz zu Neuengagements. Das Kursniveau erwies sich jedoch recht widerstandsfähig. IG. Farben gaben 0,13 d. H. nach, dagegen gewannen einige Montanpapiere 0,25 bis 0,50 v. H., ferner Accumu- latoren 0,75 o. H. Licht und Kraft waren gedrückt und 1,25 d. H. unter Berliner Schluß. Am Rentenmarkt waren die Umsätze eine Kleinigkeit lebhafter, Altbesitz waren knapp behauptet, Neubesitz zogen um 5 Pf. an. Späte Reichsschuldbuch- forberunden und Schutzgebiete gingen auf Mittags- schlußbasis um. Von Industrie-Obligationen lagen Reichsbahnvorzugsaktien unverändert. Im Verlaufe bröckelten IG. Farben und Stahl- oerein je 0,25 v.H. ab, während am Rentrnarkt Altbesitz wieder erholt waren, andererseits Neubesitz ihre gewonnenen 5 Pf. nachgaben. Arn Kassamarkt kamen Aschaffenburger Aktien- Brauerei nach Geldstreichung mit 52,25 (zuletzt 48,25) wieder zur Notiz, ferner lagen Mainzer- Aktienbrauerei mit 60 v. H. um 2 v. H. fester. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 16,95 bis 16,90, Altbesitzanleihe 91,40 bis 91,50, Schutzgebietsanleihe von 1914 8,85, Reichsbahnvorzugsaktien 106,50 bis 106 65, DD-Bank 55, Reichsbank 168,50, Gelsenkirchen 58, Mannesmann 64,75, Phönix 45, Rheinstahl 86,75 Stahlverein 38,75 bis 38,50, AEG. 23,13, Chade 136, Conti-Gummi 146, Scheideanstalt 178, Licht & Kraft 99,25, IG. Farben 127 bis 126,75, Holzmann 66, Zellstoff Aschaffenburg 37,50, Nordd. Lloyd 11,25. Mainzer Getreidemarkt. Mainz, 1. Dez. Es notierten (Großhandels- Einstandspreis per 100 Kilogramm loko Mainz) in RM.: Weizen 19,40 bis 19,50, Roggen 16,85 bis 17, Hafer 13,75 bis 14, Braugerste 17,75 bis 18,35, Jnduftriegerfte 17 bis 17,25, Malzkeime 13,50 bis 13,75, Weizenmehl südd. Spez. 0 29,95, Roggenmehl 60proz. nordd. 23,75 bis 24, do. südd. 24 bis 24,50, Weizenkleie fein 11, do. grob 11,65 bis 11,75, Roggenkleie 11, Biertreber 16,50 bis 17, Soyaschrot 15,30 bis 15,50, Trockenschnitzel 9,40 bis 9,50. 2111= gemeintendenz: Weizen ruhig, Roggen fest, Mühlennachprodukte unverändert. Kölner Bnttcrmarkt. Köln, 1. Dez. Nach dem Preisbericht der Kölner Warenbörse stellte sich der Großverkaufspreis für 100 Pfund ab Versandstation einschl. Faß in Reichsmark unverändert wie folgt: Deutsche Markenbutter 133 bis 136, deutsche Molkereibutter I 132, do. II 127. Daten für Samstag, 2. Dezember. 1547: Fernando Cortez, der Eroberer Mexikos gestorben (geboren 1485). Daten für Sonntag, 3.Dezember. 1818: der Hygieniker Max v. Pettenkofer in Lichtenheim geboren (gestorben 1901); — 1857: der Bildhauer Christian Daniel Rauch in Dresden gestorben (geboren 1777); — 1888: der Universitats- mechaniker Karl Zeiß, Gründer der Zeiß-Werke, in Jena gestorben, (geboren 1816). Eintopfgericht. •'•w. »Wat ’nen fanzen Tag lang nur Eintopfgericht'’ Jetzt sol’ ich dem Staat außer dem Geld auch noch die Gesundheit opfern?« (3 Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 3. Dezember. 1. Advent. Sladttirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde; 11.15: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 17: Pfr. VNahr. — Iahanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde; 11.15: Kinderkirche für die Jo- hannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 17: Pfr. Bechtols- Heimer; 20: Misfionsstunde; Pfr. Groh. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — pe- trustapelle. 9.45: Pfr. Trapp; Beichte und hl. Abendmahl für die Petrusgemeinde. — wieseck. 9.30: Beichte; 10: Predigtgottesdienst: im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; 11: Kinderkirche. — Alten- Buseck. 10; 13: Kollekte. — Großen-Buseck. 10.30: Gottesdienst (Adventskollekte). — Oppenrod. 13: Gottesdienst (Adventskollekte); 19: Lutherfeier (Vortrag, Lichtbilder). — Steinbach. 9.30: Beichte; anschließend Gottesdienst und Abendmahl, 3. Abteilung; Kollekte; 19.15, pünktlich: Adventsandacht unter Mitwirkung des Ev. Kirchl. Frauenchors; Kollekte. — Mlbad). 13: Adventsgottesdienst und Kollekte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11.15; 1. Kindergottesdienst: 13: 2. Kindergottesdienst. — Kirchberg. 10; 11: hl. Abendmahl für die Jugend von Ruttershausen. — Daubringen. 13.30. — Lollar. 13.30. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 11: Kinder» gottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 10.15: Haupt, gottesdienst; 11.15: Kinderkirche. — hausen. 13. —» Garbenteich. 10. — Lich. 9.45: Beichte; 10: Stifts. Pfarrer Draudt; Kollekte; hl. Abendmahl; 13: Kindergottesdienst. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; 19.30: Abendmahlsfeier für die mittlere Alters« gruppe. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 19.30: Gottesdienst. — Langd. 13: Gottesdienst; Feier des hl. Abendmahls^ Hausabsndmahle. katholische Gemeinden. Samstag, den 2. Dezember. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 3. Dezember. 1. Adventssonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Männer; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt'. 11: Messe mit Predigt; 17.30: Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Scholten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Oesfentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Frl. Dr. Gürtler, Dr. Geyer. Zahnarzt: Dr. med. dent. Gonter. Apotheke: Pelikanapotheke. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v H . Lombardzinsfuß 5 v. H. .frranfrur u. j)i öerim Schluß» für» Gchlußk. Abend- bärfe Schluß» furt Schluß' mittag» bSrse Datum 30.11- 1.12. 30-11- 1.12. <% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 93 92,5 93 92,75 6% etjem.7% Dl. RoichSanl. v. 1929 100,25 101,25 100,5 101 6‘/i% Doung-Anleihe von 1930 . 91 90 91 90 Deutsche Anl.-Ablüj.-Schuld mtl 90.5 91,5 90,65 91,5 16.75 16.9 16,75 16,9 6% ehern.8% Hess. SoIKftaat 1929 (rückzahlb. 102%) ......... 91,5 91,5 91,5 91,5 6% Hess. Landesbank Darmstadt OMd R. 12. ..... 91 91 91 6V*% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltaut....... 90,25 90,25 0verheilen Provinz-Anleihe mir Aiwlos.-Rechten ..... 85,5 Deutsche Komm. Eammelabl. An» leihe Serie 1 mit Auelos.-Rechten 88,13 87,75 88,5 87,75 6% chem. 8% Hcanks. Hyp.-Aan' Goldpse. 15 unkündbar bis 193g 91.25 90,5 — 6% ehem 7% Franks. Hrw.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 91,25 91,5 • — $,/±% ehern. 4% besgl. von 1913 . ... 5,1 5,05 i.1 5,05 6% abgeft. Goldmexikaner von 99 6.9 —— 6,65 — 4% Türkische Zollanleihe oon 1911 . 5,2 5,2 •— 5,g 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1 ...... — 5,25 — VranHun a. 2J1. Berlin Schluß» kurs Schlußi Abend» böri' Schluß» kurs sSchlußk. Ulitiag» I börse Datum 30.11. 1.12. 30.11. 112. 4% desgl. Serie 11 ........... 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4%%Rumän.vereinh,Renlev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. S%% Anatolier ............... Hamdurg-Amerika-Paket ..... 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hansa-Dampfschisf..........O Norddeutscher Lloyd ......... O A.G. für Verkehrswesen MIL .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Prioat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconw» Gesellschaft................ O Dresdner Bank...... o Retchsbank ................ ir a.6.®......................o Bekula.....................o Slektr. LieferungSgesellschafk... 6 Licht und Kraft 6 Felten L Guilleaume........ O Geselllch.f.Clektt.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........ 6 Schuckert«Co. ............. 5 Siemens L Halske............ 7 Lahmeyer L Lo............. 10 «uverui ........... v Deutsche Erdöl ..............4 Gelsenkirchener.............. 0 Harvener..................0 Hoejch Eisen—Köln-Neuessen .. O Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Gen Oss«........ 6 Klücknerwerke ......... 0 Mannesmann-Röbren........ O 5,3 4,25 6.5 3,45 25 10,9 11,25 59,25 86 46,5 55 58,5 170 21,13 120.75 92 100.5 50,5 87,5 92,5 96.25 141 H4,5 71 105 55,5 86 102,75 58,75 64.25 5,3 4.3 6.75 3,675 25,13 10,9 11,25 58,25 86 46.75 55 58,5 168,5 23,13 121,5 93,25 99,25 88 90,25 97.75 141.5 113,75 73,75 105 58 86,75 104 59,5 64.75 4,2 6,5 3,65 24,9 10.9 24,25 11,13 59,25 86 46.5 55 58,5 169 21.5 120,75 92,5 100 50 87.25 92.25 96,5 140,5 113,4 71,25 103,25 55,5 85 5 64,5 135,5 102,75 58 63.5 4,25 6,75 3,6 10,9 24,5 11,4 58 86 46,75 55 58,5 169 23 120.4 92,25 100,5 51,75 88 97,25 141,5 113,4 74,13 104,13 58,4 86,75 65.9 103 59,75 64.5 ;?raniiun a. 2)1. Berlin Schluß» kurs Schlugt. Abend- bSrs. Schluß» lurs Gchlußk. Dhnag» börse Datum 30.11. 1.12. 30.il. 1.12. Mansselder Bergbau . ...... 0 25,4 25,4 25,25 25,5 Kokswerke......... .......c _ - 85 1.3 Phönix Bergbau...... ...... 0 43 45 43 45 Rheinische Braunkohlen ..... IC 191.25 191.5 193 189,25 Rheinstahl ......... .......c 87 86,75 87 87 Bereinigte Stahlwerke .......0 36 38,5 36 38,65 Otavi Minen ...... .......c 12,75 12.25 12,25 12,25 Kaliwerke Aschersleben. .......6 116 117 116 117.5 Kaliwerke Westeregeln . .......5 115.5 118 116 118/5 Kaliwerke Salzdetfurth .....iy* 151 151,5 151 151 3- G. Farben-Jndustrte .......? 128,5 126,75 127,5 127,13 Sckwideanslalt........ .......9 178.5 178 Goldschmidt ......... .......0 48 9 49.5 49 5 Rütgcrc werke........ .......0 53,75 53,25 53,65 53,25 Metallgesellschast...... .......0 62 62,95 Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg •:::::: S 64,5 80,5 66 80,5 65,65 Temeniwerk Karlstadt.. .......0 87 - - Schultheis Payenhofer ...... 0 — — 93,5 91,65 Aku (MUgemeüie Kunstseide) . O 38,9 39,65 38,5 39.25 Bemberg ..... ...... 0 45,25 45,5 44,9 45,65 Zellstoff Waldhos ..... ......0 50,5 50,5 50,5 50 Zellstoff Aschaffenburg ......0 37 37,5 37 5 38 Dessauer Gas....... ...... 7 — — 110 9, 111 Daimler Motoren..... ......0 32,25 32,9 32 32,75 Deutsche Linoleum .... ......0 43,75 43,5 43,75 44 Orenstein L Koppel ... ...... 0 32,25 32 Leonhard Tietz ....... ......0 16,25 15,5 16 15,13 Lbade............... ......10 141 136 139,13 136 Akkumulatoren-Fabrik. ......0 174,5 176 174,75 175,25 Lonti-Gummi........ ......0 143,5 146 143.75 146.75 Gridner............. ______ n Malnkraftwerke Höchst a.M>... 4 69,25 49,25 Süddeutscher Zucler .. 175,5 178 174,5 180 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M _________________Banknoten. 30. November 1 .Dezember Amtliche »eih Notierung Brie" Amtliche Geld Notierung I Brie Heisings»«.. 6,114 6,126 6,119 6,131 ” Wien....... 48,05 48,15 48,05 12,415 48,15 12,435 Vraa....... 12,415 12,435 BuvapeS ... Sofia ...... 3.047 3,053 168,92 3,047 168.68 3,053 169,02 Holland .... 168,58 Oslo....... 69.53 69.67 61,86 69,53 61.74 69,67 61,86 Kovenhagen. . 61,74 Wtocidolm-.. 71,38 71,52 71,38 71,52 London ..... 13.84 13.88 13,84 13.88 Buenos Aires 0.898 0,902 0,898 0,902 Neunori.... 2,667 2,673 2,652 2,658 Brüssel..... 58.20 58,41 58,29 58,41 Italien..... 22,08 22,12 22,10 22,14 Paris ...... 16,40 16,44 16,40 16,44 Schweiz .... 81,07 81,23 81,12 81,28 Spanien.... 34,22 34,28 34,27 34,33 Danzig..... 81,42 81,58 81,52 81,68 Japan...... Rio de Jan. . 0,821 0,823 0,821 0,823 0,229 0,231 0,229 0,231 Jugoslawien. Lissabon.... 5,295 12,62 5,305 12.64 5,295 12,62 5,305 12,64 Berlin, 1 .Dezember I Geld Brief Amerikanische Noten.............. 2.62 2,64 Belgische Noten.................. 68 13 Dänische Noten ................. 48 Englische Noten ................. 13 80 Französische Noten............... 16.36 16 d? Holländische Noten ............... Jfi Italienische Noten................ 91.96 Norwegische Noten .............. 69,36 69.64 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten............... _ _ Schwedische Noten............... 71 71 Schweizer Noten................. 80.89 34,08 34^22 Bücher unter dem Weihnachisöaum. Politik und Geschichte heute Wirklichkeit geworden sind. So gehört sein Werk, das die Brücke vom alten zum neuen Deutsch- roir Kapitalisten Kinderbücher und Iugendschristen Eindruck kommen kann. G. Th. tbzw. 8,20 TU. in j)a(bleber) erschienen. — (520) — Aus der schlichten Darstellung seines Lebens ersteht das Bild eines Mannes, der >ede Situation, vor die er gestellt wird, mit unerhörter Klarheit und Einfachheit erfaßt, der rasch zu einer Entscheidung kommt und sich dann auch mit seiner ganzen Per- on hinter diese Entscheidung stellt. In seinem ganzen Leben zeigt sich nicht ein einziger Wider- pruch in der Kette dieser aufeinanderfolgenden (Ent- cheidungen Mit einer geradezu seherischen Zuver- icht hat er im Jahre 1919 an Dinge geglaubt, die sein wollen. Die tänzerische Gestaltung (Musik nach Melodien von Johann Schein) ist einfach, auch für Jüngere leicht zu bewältigen. Für die Kleidung der Kinder werden kurze Anregungen gegeben, doch kann hierin jeder nach den vorhandenen Mitteln frei verfahren. Nach einem klar ausgezeichneten Plan des Tanzplatzes folgt in vier Teilen das kurzweilige Spiel selbst, das die Fröhlichkeit der Tito- lauszeit in einer jedes Kinderherz ansprechenden Form zum Ausdruck bringt. — Das lustige Kinderbuch. Herausgegeben von Erich Georgi und Hilde P e i s e r. Ein Saminelbano. 160 Seiten Mit 70 Bildern im Text von W Goeryen und einer Grammophon, platte. Ganzleinen mit farbigem Schutzumfchlag. 4,20 Mark Herold-Verlag R & E. Lcnl Stuttgart. — (442.) — Erich Georgi und Hilde Peiler haben hier ein Kinderbuch mit überaus lustigem Inhalt zusammengestellt. Kurze und längere heitere Geschichten wechseln in bunter Reihenfolge ab mit amüsanten Anekdoten. Scherzen, Witzen, Basteleien, mit neuen Kaiperlestücken, Scherzbildern usw. Die Namen der Mitarbeiter wie Richard Zoozmonn, Josephine Siebe, Auswald-Heller. Fritz Müller- Partenkirchen u. a bürgen dafür, daß dieses Buch das hält, was der lustige Titel verspricht. Die dem Buch bei gegebene Grammophonplatte wird von den Kindern mit Begeisterung immer wieder gespielt werden. — Josephine Siebe: Die neue Heimat. Eine heitere Geschichte aus einer kleinen Stadt. 104 Seiten. Mit einem Titelbild und 16 Text- bildern von Gertrude Eolsman. Ganzleinen mit farbigem Schutzumschlag 2 Mark. Herold-Verlag RLE Lenk, Stuttgart. - (439.) - Ein prächtiger Junge ist der kleine Mutz. Tapfer hilft er seinen Eltern die Sorgen des Alltags erleichtern. Da taucht eines Tages ein unbekannter Onkel au , der der Familie em Heim in einem kleinen Städtchen bietet. Leicht wird es ihnen nicht, die alte traute Dachstockwohnunq in der Großstadt zu verlassen. an die sich für alle so manche liebe Erinnerung knüpft. Allerhand Schwierigkeiten stellen sich dem erhofften sorglosen Leben in der Kleinstadt entgegen. Aber überall .zeigt sich Mutz als ein tapferer Junge, der Augen und Obren offen hält, ein bißchen Detektiv ipielt und sich durch sein frisches Wesen auch die Freundschaft seiner neuen Schulkameraden gewinnt, so daß er schließlich mit feinen Eltern wirklich eine neue Heimat findet. mir im Saufe meines wahrlich an Seltsamkeiten nicht armen Lebens begegnet sind' - seinen Kampf mit der grausamsten Widersacherin, „dem Lowenge- icht" einen Kampf aus Leben und Tod, in dem Bona mit Ausnahme seiner Künstlerschaft alles Gluck seines Lebens einbüßt. Den Hintergrund die- « unerhört bunten Romans bildet das im Frei- h'eitskampi gegen Frankreich lodernde Spanien. — Will Vesper: Der Pfeifer von Nic- i a s h a u s e n. Eine historische Erzählung. 75 6. Geb. 1,30 TU. Verlag Bertelsmann, Gütersloh. — (386) __ Will Vesper gestaltet hier einen alten Stoff — bekannt als die Wallfahrt nach Niclas- hausen — zu einer historischen Erzählung. (Ein uner- bittliches Schicksal wächst aus dem Leben des Pfeifer- hänslin, der eine gewaltige Bauernbewegung entfacht. — Gertrud von le Fort: Das Reich des Kindes. Legende der letzten Karolinger. („Die kleine Bücherei-, Band 27.) In Pappe geb. 0L0 TU. Albert Langen I Georg Muller, Verlag, München. 1933 — (482) — Erstaunlich, daß eine Frau die Kraft besaß, den großen Stoff io bezwingend zu gestalten: Karls des Großen Reich zerbrochen. die Letzten seines Geschlechts gescheitert, die Krone einem Kinde zugefallen, das ihrer Last erliegt. Im Untergang ihres Kindes erahnt die Königin Uta. eine unvergeßliche Frauengestalt von reinster Hoheit, das alsbald neu erstehende, das „erfte" Reich. — Eine reine Dichtung, die bei aller histori- schen Treue ihren Stoff ins Mythisch-Legendäre erhebt. staatlichen Tendenzen bildet den Abschluß der Schrift. Dos Buch vermittelt allen politisch interessierten Gebildeten einen klaren Ueberblid über die für Deutschlands Außenpolitik so ungeheuer wichtigen Entwicklungen. Für den Unterricht aller Lehranstal- ten stellt die Schrift alles nötige Material bereit. — Der „Volks-Hindenburg- ist soeben im gemeinsamen Verlag der Firmen S. Hirzel und Bibliographisches Institut AG. in Leipzig als eine ungekürzte, illustrierte Volksausgabe von Hindenburgs Selbst-Biographie „Ausmein em Leben- zu dem volkstümlichen Preise von 5,80 TU. in Seinen land schlägt, als Spiegelbild einer großen Führer- Persönlichkeit und zugleich als Denkmal vom Helden- kampf des deutschen Volkes zum wertvollsten Besitz unserer Nation. Der Verlag hat neben mustergültiger Ausstattung dem Werk zum erstenmal auch eine Reihe von Bildtafeln beigegeben, die den Marschall als Offizier, als Führer, als Mann der Nation zeigen. Zu den Bildern kommen sechs ausgezeichnete mehrfarbige Karten der Kriegsschauplätze hinzu, so daß das Ganze die Gestalt des Feldmarschalls noch lebendiger heraustreten läßt, als es in der bisherigen Ausgabe der Fall war. Möge diese billige Volksausgabe den Weg in jedes deutsche Haus und vor allem in die Hände der jungen Nachkriegsgene- ration finden! — „Geschäfte mit b e m Tob! Hinter ben Kulissen der französischen Rüstungsinbustrie-, von F W. von Derften. Kart. 2,40 Mark. Hanseatische Derlagsanstast AG., Hamburg 36. — (463) — Das ungewöhnlich spannende Buch zeigt, baß das Abrüstungsproblem auch eine — unb bies nicht zu- letzt — wirtschaftliche Frage für Frankreich ist. Die geheimen Fäden, bie von ber französischen Rü- stungsindustrie zur Regierung unb zur Genfer Kon- fcren; führen, werben hier aufgedeckt, Absichten unb Wirkungen enthüllt, bie Hintermänner dieser unseli- gen Verquickung von Politik und Geschäft ins helle Licht der Oefsentlichkeit gezogen. So erleben hier, wie einem kleinen Gremium von Kapita jedes Mittel recht ist, um zu' geschäftlichem Profit zu kommen, selbst wenn über dieses Treiben auch der Friede der Welt gefährdet wird. Der Bericht von F. W. v. Oertzen ist ein nüchterner Tatsachenbericht, ber gerabe durch die spannende Aufzeichnung unwiderlegbaren Materials, seine Wirkung nicht verfehlen wird! — Deutschland, Deutschland über alles. Das Jahrbuch des neuen Deutschland. Leiv- zig 1933. K. F. Koehler Verlag. Ganzleinen 4,80 Mark. — (522.) — Wer deutscher Jugend eine rechte Freude bereiten will, ber lasse sich dieses Jahrbuch kommen Wenn man in dem stattlichen Leinenbande blättert und sieht bie über 200 anregenden Bilder und bie vielen fesselnden Beiträge von und über Hindenburg, Hitler. Göring, Goebbels, Selbte, Gras Luckner. Horst Wessel, Schlageter. Gronau, Czech. Jochberg, Dominik, Bogislao o. Selchow, Kampf der SA., die Skagerrakjchtacht, Arbeitsdienst, das Hakenkreuz, Luftkampf, Luftschutz. Segelflug, Wal- fijchfang, Die „Niobe", Sport, Reichswehr, Funktechnik, Wunder der Technik, die TankschlaHt bei Cambrai, ein Hitterjunge fährt zu Musiolini, schule ber Lokomotivführer, die fernlenkbare „Zähringen", wie ein Buch entsteht, Deutschland in der Welt voraus u v a., dann weiß man, hier ist das rechte Geschenk für unsere Jugend! Die Vielseitigkeit dieses Buches ist ein Ausdruck deutscher Wesensf >'>e im guten Sinne. Wer aus deutscher Wesenheit heraus Freude und Belehrung sucht unb schenken will, der findet beides in diesem wohlfeilen, schönen Buch m reichem Maße. — Edmund Kih: Das Urwaldmädel. Ein deutsches Mädchen in Chile. Mit vier farbigen Bildern von Richard sapper. 96 Seiten Oktav. Halbleinen 2 Mark. Thienemanns illustrierte Zwei- mark-Bücher. K. Thienemanns Verlag Stuttgart. — (552.) — Durch diese spannende und humorvolle Erzählung, die durch lebensvolle Bilder illustriert ist, lernt bie Jugenb das Leben ber tapferen lieber- secdeutschen kennen, benen bas Vaterland immer bas Teuerste bleibt. Ein aktiver Offizier hat sich nach bem Weltkrieg im südlichen Chile eine neue Existenz geschaffen. Grete feine 17jährige Tochter, hilft ihrem Vater mit ihrer ganzen jugendlichen Tatkraft. Das frische Urwalbkind ist bei allen Landsleuten und bei ben Jnbianem aus Pampa unb Korbillere gern gesehen. Gewiß werben auch alle jugendlichen Leserinnen unb Leier bas UruxHb- möbel als ihre Altersgenossin ins Herz schließen unb etwas von dem Lebensmut ber brutschen Pioniere in sich aufnehmen. — Das Nikolausspiel Von Ilse Bert- holb-Baczynski Hart. 1 Mark Verlag von B G. Teubner in Leipzig unb Berlin 1933. — (570.) — Ein lustiges lanypiel neu geschrieben für Buben. Mädchen unb alle, bie mit ihnen fröhlich — Karl Hans Strobl: (Bona unb bas Löwengesicht. Roman. In Aalbieber 3,50 Mt. Polksoerbanb ber Bücherfreunde. Wegweiser-Verlag G m. b. H. Berlin-Charlottenburg 2. — Goya, der Maler und Zeichner des Seltsamen unb Geheimnisvollen — (Bona, ber Stierkämpfer unb Messerstecher. Gewaltmensch ber Kunst unb der Liebe. Hofmaler und ingrimmiger Spötter über Hof unb Adel — dieser Mensch voller Widersprüche unb Rätsel ist ber Held eines spannenden Romans. Strobl, ber Dichter bes Phantastischen und Dunkeloerboraenen. läßt Goya selbst erzählen: „Die seltsamsten Dinge, bie Deutsche Erzähler. — Ina Seibel: Der Weg ohne Wahl, Roman. 308 Seiten. In Seinen geb. 5.50 Mt. Deut- sche Verlags-Anstalt, Stuttgart unb Berlin. — (467) — Daß Ina Seibel heute in Deutschland zu den schöpferischen Frauen gehört, deren Leistung den strengsten Maßstäben standhält, brauchte nach dem „Wunschkind" nicht mehr ausdrücklich bekräftigt zu werden, wird dennoch abermals überzeugend bargetan gerade in diesem jüngsten Werk, dessen Thema, rein stofflich betrachtet, vermutlich jedem Geringeren unrettbar in die Niederungen der Kolportage entglitten märe. Das eben Romanhafte in diesem Buch, das Spannende, Ungewöhnliche, Abenteuerliche und Phantastische des Motivs, kann nicht entscheidend fein für bie letzte Wertung: obwohl die Handlung, äußerlich gesehen, ihren Höhepunkt in einer >n direkter Rede dramatisch vermittelten Schwurgenchts- verhandlung findet, liegt doch die Bedeutung des Buches, der herzbewegende unb unvergeßliche Ein- bruck eben einer ganz dichterischen Gestaltung nicht hierin: er gründet sich vielmehr auf die fepr 3ar* Beschilderten Beziehungen zwischen wenigen Men- hen, schicksalhaft angesponnen feit langem, unter- grünbig weiterwirkend, sich entfaltend und endlich lösend und bindend zugleich in ben gewitterschweren Hochsommertagen kurz vor bem Ausbruch des gro- hen Krieges 1914. Nicht das Aeußere also, sondern bas Innere, das Hintergründige und Unterbewußte, ober zum mindesten die ungemein bestechende Ber- quickung von sinnlichen und übersinnlichen Elementen machen in diesem Roman das Eigentliche aus, geben ihm Rang unb Gewicht unb erheben ihn über ein paar Dutzenb billiger Unterhaltungsgeschichten in ben reinen unb herben Luftraum des echten Kunstwerkes. Dabei kreist auch biefe Erzählung wie- ber um die Motive, die fett jeher im Werk der Ina Seidel eine bedeutungsvolle Rolle gespielt haben: „Der Weg ohne Wahl" darf, ohne engherzige Fest- legung auf einen begrenzenden Gattungsbegriff, eine Kindheitsgeschichte genannt werden, eine tragisch umleuchtete freilich und schon entrückt ber an- mutig-heiteren Welt bes „Hauses zum Mond": eine Seelengeschichte auch unb ein Entwicklungsroman ist dieser Bericht vom Leben des Geschwister- unb Künstlerpaares Merula unb Manuel Martius-Orley. Mit zarter Hand, aus menschenkunbigem Herzen ist die Losung einer unheilbar scheinenben Verstrickung in das schwere gemeinsame Erlebnis ihrer Rinberroeü gestaltet: bie Begegnung mit bem klu- gen unb gütigen Arzt Rasmus führt, schon im An- aesicht bes ungeheuer zur Entlobung brängenben Krieges, eine dennoch beglückende und befreiende Wendung zu neuem Leben herauf. In solchem Jn- einanberklingen ber beiden Entscheibungsstunben, ber kleinen unb ber großen, ber menschlichen unb ber übermenschlichen, findet bas Buch einen Abschluß voll reifer, selbstverständlicher Einfachheit unb tiefer, beruhigender Harmonie. —y— — Hans Friedrich Blunck: „Werdendes D o l r. Romantrilogie („Stelling Rotkinnsohn. Die Geschichte eines Verkünders und seines Volkes." — J>ein Hoyer. Ein Roman von Herren, Hansen und Hagestolzen." — „Verend Fock. Die Mär vom gottabtrünnigen Schisser".) Preis in Seinen geb. 6,80 Mark. Verlag Albert Langen/Georg Müller, Mün- chen. —(518) — Diese drei Romane sind keine nach Aktenstaub unb Hanbschristenmober schmeckende Chronik, sie sinb vom heißen Atem bes wirklichen Geschehens burchglühtes Leben. Die Personen ber Hanblung, so historisch echt sie auch sinb, haben nicht das geringste von der gewaltsamen Echtheit musea ler Oelporträts in Prachtwams unb Halskrause, sondern sie reiten, jagen, lieben, fahren zur See, kämpfen um Ehre, Freiheit unb Gott, streiten für Volk unb Heimat, ringen mit Zweifel, Teufel unb Tob. Da ist ber erste, Stelling Rotkinnsohn. Das Volk hält ihn, der Christ unb doch nicht Christ, vorn „un- Mannten Gott" kündend durch die Lande zieht, für den „weihen Knecht Gottes", den Heiland — er aber sucht einen anderen Gott als den der Priester Wodans und Christi, er sucht ben „Gott in uns" unb wirb dabei schuld am Untergang seines Volkes. Unb bann ber anbere, Hein Hoyer, er sucht nicht in weit und menschenabgewandten Träumen, er sucht (Bott, das breite Schwert in ber Hand unb im bichtesten Kampfgewühl, er, ber hansische Felbhauptmann, ber seine Heimatstadt Hamburg rettet aus ber Bedräng- nis durch äußere Feilide und aus der schleichenden, haßvollen Zwietracht der Bürger, Zünfte, Stände unb Aemter. Die Geschichte von Berenb Fock ist bie Mär vom gottabtrünnigen Schiffer. Aber sein Abfall von Gott ist nicht der Frevel des Gottesleugners, er schreit nach Gott aus qualvollster Sehnsucht. Jahrhunderte fährt er in Abenteuern, Fährnis und Not durch bie Welt, bis Liede und Selbstaufopferung ihn wieder zu Gott führen. In dieser Dichtung ruhen Lebensmächte, die von Jahr zu Jahr stärkere Wirkung ausstrahlen. — Walter von Molo: Holunder in Polen. Roman. Paul Zsolnay, Verlag, Berlin, Wien, Leipzig, 1933. — (336) — Der neueste Roman Molos gestaltet die Ereignisse, die sich aus einem westpreußischen Gutshos ablpielen, als 1918 die Polen in Westpreuhen einbringen. Der Helb bes Romans ist ein junger Hauslehrer, eine Gestalt, wie Molo sie liebt unb In der „Bobenmatz"-Trilo- gie schon einmal gezeichnet hat: ein Mensch, ber nur aus bem Gefühl lebt, ber über alle Konvention hinweg zu ben Menschen spricht unb sie aus ihrer Gebundenheit zu läsen versucht — eine Mischung von Heiligem, Dichter unb Helden. Seine Liebe zu ber jungen Gutsherrin, die an einen alten Mann gebunden ist, wirb schön unb rein geschilbert. Diese Liebesgeschichte unb bie Gestalt der Gutsherrin Renate sinb bas Beste an bem Roman. Renate ist einfach, lebenbig, ^jart unb fest dabei; sie wächst an bem schweren Schicksal, das über sie unb über bas ganze Land hereinbricht — ohne ber Uebcrfpannt- beit Holunders zu verfallen. Im übrigen ist ber Roman ein etwas unglückliches Gemisch aus zweierlei Stilelementen. Die Geschichte Holunders ist durchaus romantisch gegeben, oft anmutig unb fein, meist aber verworren unb von gewollter Tiefe, bie politischen Ereignisse bagegen sind grausam reali- stisch eingeführt, so daß man zu keinem einheitlichen — Joachim v. Kürenberg: „Der letzte^ TertrauteFriedrichs desGroßenMar. chese Lucchesini". Pappe 5,20, in Leinen 5,80 Mark. Universitas, Deutsche Verlags - AG., Der- [in W. 50. — (512) — Der junge italienische Diplomat findet vorn Hofe der Este nach einem kurzen Aufenthalt bei Maria Theresia zu Friedrich dem Großen und tritt als Vorleser in ein nahes Vertrauensverhältnis zum Großen König. Ja, dieser macht ihn sogar zum Vollstrecker seines politischen Willens: „Wenn die Schmeichler das Ohr meines Neffen haben, muß Er vor ihn hintreten und sagen: ,das geht nicht an! Seine Majestät der alte König haben mir befohlen, daran zu erinnern, daß es hier um alles, um Dynastie, um Preußen geht!' — Das wird Er für mich tun, nicht wahr, Marquis?" Nach dem Tode Friedrichs spielt Lucchesini unter einen Nachfolgern als Staatsminister eine entscheidende Rolle. Die neue Jugend versteht er nicht mehr. 1806 wird er von Louis Ferdinand und der Frei- heitspartei gestürzt. Das Buch macht in Form von kurzen, packend gestalteten Szenen dem Leser jene hochinteressante Zeit mit vielen ihrer bedeutendsten l Persönlichkeiten ungemein lebendig. — Wilhelm Kotzde-Kottenrodt: Wil- helmus von Nassaus n. Ein Mann und ein Volk. In Seinen gebunden 4,80 Mark. Verlag I. F. Steinkopf, Stuttgart. — (465) — Ich möchte fast sagen, hier hat der Dichter sein Meister- werk geschahen. Man sieht, was er erzählt, hat vor Augen die Landschaft, die er schildert, unb gewahrt die Personen, die er auftreten läßt, in blutvoller Gegenständlichkeit. Mit sicheren Strichen zeichnet er die Menschen und die sie umgebende Umwelt. Diese Anschaulichkeit ist ein Zeichen bes Epikers von Gottes Gnaden. Der Verfasser hat ein deutsches, kräftiges und gesundes Buch geschaffen, und solche Werke ind gerade jetzt vonnöten, wo es gilt, gegen die Vergiftung der Volksseele zu kämpfen. Hier zählt Wilhelm Kotzde-Kottenrodt zu den besten unb wert- vollsten Kampfgenossen. Der Frühlingswinb, ber Heuer burch Deutschlanb braust, ihn spüre ich auch in bem „Wilhelmus von Nassauen" wehen, unb deshalb ist mir bas Buch schon jetzt ein lieber Freund geworben. Pros. Dr. Karl Esselborn, Darmftabt. — Prof. D r. Otto Hoehsch: Die weit- politische Kräfteverteilung seit ben Pariser Friebensschlüssen. 6., umaear- beitete unb fortgeführte Auflage (48 S), 8°. Mart. 1,50 Mark. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. — (315) — Das Buch unseres ftänbigen außenpolitischen Mitarbeiters ist eine trotz der Kürze voll- tänbige Darstellung der Staatenbeziehungen bis zur Gegenwart. Klar treten in biesem System die Bestrebungen Frankreichs und der übrigen Sieger des Weltkrieges zu Tage, die Pariser Verträge und ihre Machtoerteilung als ewig zu stabilisieren. Der Verfasser hebt die Statik im System der Pariser Verträge, die „Liquidation" bes Krieges, bie Welt- Wirtschaftskrise unb bie Dynamik in ben Staaten- beziehungen ooneinanber ab. Ein Blick auf bie über- Philosophie. — D r. Walther Schmied-Kowarztk: Ethik. Mu Berücksichtigung pädagogischer Probleme. A. W. Zickseldt. Verlag, Oslerwieck-Harz. 1932. 161 Seiten. Gebunden 6,30 Mark. —(258) — Schmied-Kowarzik, Dozent an unserer Landes- Universität, legi uns eine idealistische Ethik vor, die vor allem gegründet ist auf den Gegensatz der Werte des Angenehmen und des Nützlichen einer- eits, der idealen Werte andererseits. Nur das an den idealen Werten ausgerichtete Verhalten de» Menschen hat sittlichen Charakter. Zu eng aber wäre es, eine Ethik einseitig auf bie idealen Werte bes Altruistischen, Sozialethischen festlegen zu wollen. Sittliche Bedeutung haben auch die Schopfun- ! en, die der Wahrheit und der Schönheit dienen. Sittliche Bedeutung hm ferner die Verbundenheit mit dem Heiligen. Cs gibt nicht nur Pflichten gegen andere, sondern auch solche gegen sich selbst, gegen (Bott und gegen ideelle Werte. Der ärgste Feind aller wahren Ethik ist der Naturalismus, ber die moralischen Phänomene aus wesensfremden Gesichtspunkten zu deuten unternimmt und den Schmied-Kowarzik trefflich kritisiert (6. 15 ff.). Nicht in gleichem Maße überzeugend ist m. E. die Widerlegung des Relativismus (S. 127 ff.). Gewiß widerspricht bie Jndivibualität ber Verpflichtung bes Einzelmenschen in seinem Sofein unb unter den konkreten Umständen nicht einer allgemeingültigen Rangordnung der Werte, aber damit ist noch nicht die Berechtigung erwiesen, eine bestimmte Rangordnung der Werte (insbesondere innerhalb ber ibealen Werte) als allgemeingültig auszugeben. Die Nichtanerkennung einer bestimmten Rangordnung als aUeinoerbinblid) beruht auch nicht auf partieller Wertblinbheit Es lassen sich oerschiebene Menschen denken, bie alle für leben erdenklichen Wert Sinn unb Derstänbnis haben und doch zu oerschiebenen Rangordnungen gelangen, weil sie die einzelnen Werte verschieden stark schätzen. Daß ben einzelnen Werten bestimmte Intensitäten bes Erfühlens als die allein angemessenen eindeutig zugeordnet seien, läßt sich m. E nicht erweisen, nicht einmal behaupten, allenfalls glauben Solcher Meinungsverschiedenheiten ungeachtet verdient bie vorliegende Schrift Beachtung und Wertschätzung. Sie ist in gutem Sinne modern, gründet sich auf umfassendes Wissen, läßt die Realitäten nicht außer Acht, gibt viel Eigenes unb ist klar unb anregend geschrieben. (Erörterungen über Ethik unb Päda- gogik sowie über Ethik unb Metaphysik runden eine Darstellung ab, bie in knapper Form eine große Fülle von Problemen ber allgemeinen unb konkreten Ethik behandelt. E. — Theodor Litt: (Einleitung in bie Philosophie. Leipzig - Berlin (Teubner) 1933, 332 Seiten. Geb. 6,40 Mark. — (327) — Diese (Einleitung führt sich selbst ein als „bie aktuelle unb billige, geradezu Ipannenbe Einführung in bas »Philosophieren' selbst, vom Standort des heutigen philosophischen Denken» aus ..." Schweigen wir vom Preis als einer unphilosophischen Seite der Angelegenheit, so müffen wir diese» Urteil als begründet bestätigen. Es gibt keine Einführung in die Philosophie, die in gleichem Maße modern wäre, in gleichem Maße auf den Hohen ber zeit- genössischen Philosophie roanbelte. Und an ber Spannung fehlt es deshalb nicht, weil es Litt, wie kaum ein anderer versteht, die großen Probleme in einen Zug ber Gebauten einzuorbnen, ber einen in jebem Augenblick voll Interesse auf bas Rom- menöe harren läßt. Dieser Zug ber (Bebanfen selbst, geführt von bem Zauberwort „Reflexion", ist höchst originell, mag auch im übrigen Litt nicht die philosophische Tradition oerleugmn, in ber er steht: die Tradition des deutschen Idealismus von Rant bl» Hegel, die noch immer, wenn auch vielfach ab,gewandelt, die Stunde regiert. Freilich: bas Buch ist nicht leicht, eigentlich mehr schon für „Vorgerückte'. Doch mag es der Anhänger getrost versuchen, mit ihm einzuhrinaen in bi» Tiefen, bie sich bem besinnlichen Menschen in, über unb hinter ben Regli- täten auftun. An Klarheit unb bildlicher Kraft dc» Ausdrucks hat es Litt nicht fehlen lassen, um die subtilen Untersuchungen dem Verständnis des Lesers nahe zu bringen. — Dr. Julius Schmidhauser: Der Kampf um das geistige Reich 390 Seiten. Hanseatische Derlagsanstalt, Hamburg, 1933. Leinen 9,50 Mark. — (283) — Wer dieses Buch zur Hand nimmt, mochte wohl angesichts seines beträchtlichen Umfanges verzagen. Aber wer es begonnen hat zu lesen und einer derjenigen Leser ist, „an die es allein gerichtet fein kann". Ist so gefesselt, daß er weiß, er wird es zu Ende lesen Man stelle sich nicht vor, daß es sich hier um eine sensationenreiche ober sonstwie „angenehme" Lektüre handelt. 6» werden an den Leser hohe Anforderungen gestellt, auch zwingt ihn manche Wiederholung zur G'duld. Man erwarte auch nicht neue Rezepte, zu denen der geistige Patient unserer Zeit voll neuen Hoffens unb Lertrau.'ns greifen möchte. Die letzten Ziele, um bie es dem Verfasser geht, leuchten mystisch auf, treten noch nicht als klare Richtpunkte für unser Handeln vor uns hin. Vielleicht liegen sie jenseits dieses Buches, an dessen Ende ein neues Werk des Verfassers angefünbigt wirb Da» Reich der Sohne, und bas ist wohl jenes geistige Reich, um bas ber Kamps gehen soll. Vorläufig haben wir nur einen Kampf acaen , näm'ich einen Kamps gegen alle» Eigenwillige, Sonderlüchtige, Selbstgenügsame und darum Satanische Dieser Rampt aber führt die Gegner auf den Plan, die achtenswerten Gegner. Ein Mann, frei genug, um im Vergangenen und Gegenwärtigen beides: Sendung unb „Ungeschick zu sehen, beschwört geistige Gestalten. Und in welches Licht er sie stellt, das ist es, was uns fesselt. Zwei Jahrtausende durchwandern wir an ber Hand eines Führers, dessen Geist Erstaunliches umfaßt. Aber dieser Führer ist kein „Relativist , wir wan- dem nicht durch ein Museum, hier geht es um Bekenntnis. Vieles wird verneint, fast alles teilweise verneint: die Anwandlungen bes G Uftes, bes Willens und des ohnmächtigen Gefühls, bie Anmaßungen ber Kirche, bes Staates unb der Gesellschaft, die Einseitigkeiten bes Logos unb bes Handelns, bas Auseinander von Erlösung und Schöpfung Bejaht wird da» Ineinander, die Durchdringung. Alles ist bezogen auf den Gedanken der Universität und iyrer Ausgabe. Aber e» wird doch nicht Hochschulpolitik getrieben, es wird überhaupt nicht Politik getrieben. Es geht dem Verfasser um das Ganze, „um bie geistige Verfassung, die aut ber Ganzheit aller Lebensgebiete beruht unb in bef alle anderen Derfassunaen des menschlichen und ge- । meinschaftlichen Lebens ihre Grundlage haben". E- D Nur noch drei Wochen dann ist Weihnachten! Als Stoffspezialhaus Umstehend finden Sie sind beides: Praktisch, weil sie die Dame ebenso gerne wie der Herr geschenkt bekommt, und schön, weil noch alle Möglichkeiten für die spätere Verarbeitung offen sind eine Auswahl der zahllosen Stoffarten, die wir gerne in allen modischen Farben und Webarten vorlegen, sowie eine Anzahl von Stapelartikeln, die in jedem Haushalte gebraucht werden. — Wann dürfen wir Sie zu einer unverbindlichen Besichtigung erwarten? 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Solcher l verdient die Wertschätzung, irünbet sich auf iten nicht außer r und anregend thik und Päda- taphysik runden 'per Form eine allgemeinen unb E. tung in die (Xeubner) M, !7) - Dich Irin- die aktuelle und sührung in dar iort des heutigen Schweigen wir pichen Leite der es llneil als be- 1 Tinfühnina in Maße moifm Men berat' Und ai ta eil es Bitt, wir v^en tWxv, der einen i aus das Som« : Gedanken Kit, Herion”, ist höO itt nicht die p!M' der er fleht: die us von Kant bis rch vielfach obge- lich: das Luch ist ür „Lorgerückte. >st versuchen, mu die sich dem bt> hinter ben M* dlicher Kraft des i lassen, um die , indnis des Le^err ML nnes belraW" 5 begonnen al u r ist, -an die es , geieM, daß , W stelle sich Äff? SÄ !-K pu ienlei'5 den " r n „ -ompl.T unb 1« ipi aber «.«ur. q und *”• “i f* 4, was " ftflnb n ®ir(. lne5 uinsasib iMN'^r wflni ier ,ei,roesi' I lies und °rr ogos Aff rlß' J hie n* Sber.e' ■VÄf.l ’Ä*’ Ablage v M 3 r V WIE) w »IINIIIlllllllMllllllllllllffllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIieilllllllllllllllllllllNIIMIW Denken Siean Stoffe,denken Sie an Bernard Kleiderstoffe Karierte Kinderkleiderstoffe, 70 cm breit, schöne warme Winterware per Meter Bedr. Waschsamte, 70 cm breit In diesem Artikel führen wir nur wirkt gute florfcste Köperfabr., die sich auch tragen., p. 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