Nr. 285 Erstes Blatt 185. Jahrgang Samstag, 2. Dezember 1933 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dnid und Verlag: vrühl'fche Univerfitäts-Vuch- und Stcinöruderei H. Lange in Stehen. Schristlettung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20% mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für denAn» zeigenteil L B. TH.Kümmel sämtlich in Biegen. Erschein« lügltch, auh« Sonntags und Feiertag» Beilagen; Die Illustriert» Biehenei Familienblättei tzeimat im Bild Die Scholl» Monats: Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 180 Zustellgebühr .. • --25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höhere, Gewalt Hernsprechonschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Kronkfurt am Main 11686. Wettrüsten oder Verständigung? Daß das Abrüstungsproblem im tiefsten Grunde weit mehr eine Streitfrage zwischen den hochgerüsteten Staaten selber ist, als zwischen ihnen und dem bis zum letzten Mann entwaffneten Deutschland, dafür hat die Abrüstungsdebatte im englischen Parlament einen neuen schlagenden Beweis erbracht. Es ist keineswegs so, daß Deutschlands Forderung auf gleiches Recht und gleiche Sicherheit das angeblich unüberwindbare Hindernis für die andern Mächte ist, ihre Rüstungen herabzusetzen. Die militärische Ueberlegenyeit eines jeden einzelnen unserer Nachbarn ist ja schon dank ihres ausschließlichen Besitzes von schweren Angriffswaffen, wie großkalibrige und weittragende Geschütze, Tanks und Bombenflugzeuge so gewaltig, daß sie, wenn es ihnen ernst wäre mit der Abrüstung, für ihre bloße Inangriffnahme erst einmal unter einander Abmachungen treffen könnten, die das jeder technischen Rüstung entbehrende Hunderttausendmannheer Deutschlands gar nicht zu berücksichtigen brauchten. Aber daß dem keineswegs so ist, daß vielmehr Deutschland in den Genfer Verhandlungen nur dazu herhalten mußte, um den mangelnden Abrüstungswillen der Andern zu bemänteln, auch dafür war die Auseinandersetzung im englischen Parlament interessant und aufschlußreich. England, das nach Kriegsende wieder zu seiner alten Heeresverfassung eines gemischten Systems von langdienender Berufstruppe und Miliz zurückgekehrt war und nicht zuletzt aus finanziellen Gründen mit seinen Rüstungen besonders gegenüber Amerika und Frankreich in wesentlichen Positionen in Rückstand geraten ist, sieht seinen Glauben an einen greifbaren Erfolg der Abrüstungskonferenz erschüttert. Es sieht sich in eine äußerst unbequeme Lage versetzt, denn ein gewisser Rüstunasausgleich der beiden großen kontinental-europäischen Nationen hätte den fundamentalen Fehler, den sich die britische Politik in Versailles dank der Verblendung Lloyd Georges hatte zuschulden kommen lassen, wenigstens bis zu einem gewissen Grade verbessern können. Deutschlands eindeutige Absage an die hinterhältigen Methoden von Genf zwingt nun die andern Mächte, Farbe zu bekennen. Die englische Oeffentlichkeit sieht mit Schrecken, daß nun, wo die trügerischen Schleier der angeblichen deutschen Abrüstungssabotage gefallen sind, die Abrüstungsfrage ein für das eigene Land höchst persönliches Problem ist. das man nicht länger mit billigen Anschuldigungen gegen Deutschland als unbequem und nicht aktuell beiseite schieben kann. Kühl und nüchtern wie es britische Art ist, macht man eine klare, ziffernmäßige Rechnung auf und fiehe da: England fühlt sich plötzlich fast in der gleichen Rolle wieder, die man bisher für Deutschland durchaus passend hielt. Vielleicht wächst nun bei den Briten auch das Verständnis für die deutsche Forderung nach gleicher Sicherheit, denn mögen auch die britischen Rüstungen zahlenmäßig in dem einen oder dem andern Punkt den Rüstungen anderer Großmächte unterlegen fein, so hat Deutschland doch den 1650 französischen und den 850 bringen Kampfflugzeugen, von Tanks und schweren Geschützen ganz zu schweigen, nicht ein einziges gegenüberzustellen. Wird man es uns übel- nehmen können, wenn uns die herzerweichende Jeremiade im britischen Parlament nachdenklich macht? Besonders wenn der Feststellung der eigenen Unterlegenheit die Forderung auf dem Fuße folgt: das muß anders werden, entweder Rüstungsausgleich durch Abrüstung der Andern oder — man scheut sich keineswegs vor dem ominösen Wort: eigene Aufrüstung! Das ist klar. Baldwin, der Führer der Konservativen, schlug als Lordpräsident des Geheimen Rats in Vertretung des Premierministers im Unterhaus zwar noch gedämpftere Töne an und warf, um einen" scharfen Aufrüstungsantrag aus den Reihen der-.eigenen Partei abzubiegen, die Bemerkung ein, was Deutschland davon denken solle, wenn man ihm zwar die Wehrgleichbeit verweigere, selber aber ein luftiges Wettrüsten beginne, sobald man unter sich fei. Seinem Kabinettskollegen, dem Luftfahrtminister Lord Londonderry, brennt die Verantwortung für die Sicherheit des Jnselreiches (die gewiß ein überhaupt nicht vorhandenes deutsches Bombengeschwader niemals bedrohen kann) auf den Nägeln. Er nimmt kein Blatt vor den Mund. England hat nach dem Kriege feine Luftstreitkräfte beträchtlich vermindert, aber niemand ist ihm darin gefolgt, so daß es nun mit. feinen Luftrüstungen an fünfter Stelle unter den Großmächten rangiert. Die internationale Lage zwingt England, eine Politik der einseitigen Abrüstung aufzugeben (bei der man aber Deutschland nebenbei auch künftig gar ' i gerne halten möchte) und soweit aufzurüsten, baß es in der Luft mindestens so stark ist wie irgend eine andere Großmacht. Damit ist der „Einmächtestandard" in der Luft zum Grundsatz der englischen Rüstungspolitik erklärt worden. Wer erinnert sich nicht des analogen Grundsatzes, der für die britische Flottenpolitik vor dem Kriege maßgebend war und für das verhängnisvolle Wettrüsten trotz Haager Konferenzen und deutsch-britischen Besprechungen die unheilvoll treibende Kraft war? England beanspruchte damals eine Flotte, die stärker war, als die beiden nächst stärksten zusammen genommen. Trotz des Ausscheidens oer deutschen Flotte hat England nach dem Kriege diesen Standard nicht aufrechterhalten können. Auf der Flottenkanferenz von Washington wurde ein Verhältnis der Flottenstärken von rund 5:5:3:1,75 :1,75 für Amerika, England, Japan, Frankreick und Italien wenigstens für die großen Schlachtschiffe vereinbart. Das bedeutete im Hin» Wichtige Gesetze vom Reichskabinett beschlossen. Die Einheit von Partei und Staat gesetzlich gesichert. —Besondere Gerichtsbarkeit für Mitglieder der NSDAP und der SA. — Neue Eidesformel für Beamte und Reichswehr. — Beschränkung der Fürsorge in Notstandsgememden. — Erhaltung der Leistungsfähigkeit der sozialen Versicherungen. Berlin. l.De;. (TU.) Das Reichskabinett genehmigte am Freitag ein Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat. Rach diesem Gesetz wird die NSDAP, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Zur Gewährleistung engster Zusammenarbeit der Dienststellen der Partei und der SA. mit den öffentlichen Behörden werden der Stellvertreter des Führers und der Chef des Stabes der SA. Mitglieder der Reichsregierung. Für die Mitglieder der NSDAP, und der S A. einschließlich der ihr unterstellten Gliederungen wird eine Partei- und SA. - Gerichts- ir a r ke i t eingeführt, nach der außerdem sonst üblichen Dienststrafen auch haft und Arrest verhängt werden kann, wenn Pflichtverletzungen vorkommen, die den Bestand, die Organisation, die Tätigkeit oder das Ansehen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei angreifen oder gefährden, bei Mitgliedern der SA. (einschließlich SS. und Stahlhelm). insbesondere jeder verstoß gegen Zucht und Ordnung. Die öffentlichen Behörden, also die Polizei- und Gerichtsbehörden haben den mit der Ausübung der Partei- und SA.-Gerichtsbarkeit betreuten Dienststellen der Partei und der SA. Amts- und Rechtshilfe zu leisten. Damit wird festgestellt, daß die Mitglieder der Partei und der SA. sowie der ihr unterteilten Gliederungen erhöhte Pflichten gegenüber Führer, Volk und Staat haben. Das Gesetz betreffend die Dienststrafgewalt über die Mitglieder der SA. und SS. vom 28. April 1933 (RGBl. I S. 230) tritt a u h e r K r a f t. Der Reichskanzler erläßt als Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und als Oberster $21.- Führer die zur Durchführung und Ergänzung dieses Gesetzes erforderlichen Vorschriften, insbesondere über Aufbau und Verfahren der Partei- und S A. - G e r i d) t s b a r (e i t. Er bestimmt den Zeitpunkt des Inkrafttretens der Vorschriften über diese Gerichtsbarkeit. Ferner genehmigte das Reichskabinett ein Gesetz über die Vereidigung der Beamten und der Soldaten der Wehrmacht, wonach der Diensteid eine dem heutigen Staat angepaßte Formulierung erhält. Nach einer vierten Verordnung zur Aenderung der Reichsgrundsähe über Voraussetzungen, Art und Maß der öffentlichen Fürsorge kann in blick auf die Mächteoerteilung im Pazifik, auf die es bei dieser Regelung ankam und auch heute noch ankommen wird, bei dem selbstverständlichen Zusammenstehen der beiden angelsächsischen Mächte in allen Fragen des Fernen Ostens im Notfall immer noch eine gewaltige Ueberlegenheit Englands zur See. In Europa hat sich indessen das Kräfteverhältnis nicht unbeträchtlich verschoben. Ist es schon fraglich, ob die Vereinigten Staaten den Schutz der britischen Interessen im ganzen weiten Osten, einschließlich Indiens, hinreichend sicherstellen könnten, wenn England in europäische Verwicklungen verstrickt würde, so wäre in diesem Falle auch Englands Ueberlegenheit an Schlachtschiffen kaum ein Plus. Heber die Zahl der 0-Boote, der von England gesürchtetsten Seewaffe, kannte in Washington infolge des französischen Widerstandes keine Vereinbarung erzielt werden. „Wenn England 500 000-Tonnen-Schlachtschiffe braucht", sa sagte damals der zungengewandte Briand, könnte ick) erklären, das bedeute eine Bedrohung Frankreichs. Wenn aber England sagt, es brauche diese Schlachtschiffe zum Sardinenfischen, so werde ich sagen, Frankreich braucht feine 0-Boote zur wissenschaftlichen Erforschung der Meeresfauna." Die drei kleineren Seemächte und besonders Frankreich betrachteten eben die 0-Boote als die ihren Bedürfnissen besonders entsprechende Seewaffe, während die beiden angelsächsischen Mächte nach den Erfahrungen des Weltkriegs von den O-Booten eine Bedrohung ihrer Handelsschiffahrt fürchteten und England besonders eine Unterbindung der Zufuhr aus den überseeischen Dominions und schließ- lichaud) die Aushungerung des Jnselreichs. Wie die 0-Boote "sind natürlich auch die Bombenflugzeuge die gefährlichsten Gegner für das britische Mutterland, das im Zeitalter des Flugzeugs, des U-Boots und der weittragenden Geschütze fast alle strategischen Vorteile der Jnsellage hat einbüßen müssen. So wird die Nervosität begreiflich, die sich den englischen Parlamentariern sowohl wie der Regierung bemächtigt, wenn sie die Möglichkeit ins Auge fassen müssen, daß an dem Widerstand Frankreichs jede tatsächliche Herabsetzung der Rüstungen scheitern wird. Hier tritt also ganz kraß zu Tage, daß es eitel Spiegelfechterei war, wenn man der Welt weismachen wollte, Deutschland sei das Karnickel, dessen Forderung nach Rüstungsgleichberechtigung den Frieden Europas störe. In Wahrheit fühlen sich England so gut wie Italien durch die französischen Rüstungen be» Gemeinden, die von der obersten Landesbehörde oder der von ihr bestimmten Stelle als N o t - standsgemeinde erklärt werden, die Fürsorge für Personen, die in die Gemeinde nach ihrer Erklärung als Notstandsgemeinde ; uzie - hen, unter strengster Prüfung der Voraussetzungen der Hilfsbedürftigkeit aus das zur Frist ung des Lebens unerläßliche oder unter Ablehnung offener pflege auf A n ft a 11 s - pflege beschränkt werden. Dies gilt nicht für klein- und Sozialrentner und ihnen Gleich stehende. Das Reichskabinett genehmigte ferner eine Aenderung des Gesetzes über die Gebühren der Schlachtviehmärkt e , Schlachthäuser und Fleischmarkthallen, wodurch gewisse Unstimmigkeiten beseitigt werden sollen bezüglich des Ausgleichszuschlags, wenn Schlachtvieh bereits über einen Schlachlviehüiarkt einer Schlacht- hausgemeinde, in der ein Ausgleichszuschlag erhoben ist. gebracht worden ist und danach einem öffentlichen Schlachthaus einer anderen Gemeinde ohne Berührung des Schlachtviehmarktes dieser Gemeinde zugeführt wird. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung der ka- binettssihung war die große Gesetzesvorlage des droht, die Frankreich abzubauen sich weigert, um nicht die Hegemonie in Europa einzubüßen, die es eben nur durch ein so künstliches Mittel wie seine gewaltigen Rüstungen aufrechterhalten kann. Die englische Oeffentlichkeit denkt real genug, um nicht lange der Illusion nachzuhängen, daß auch nur irgend eine andere Großmacht, die heute den Engländern in der Luft überlegen ist, sich zu einer Herabsetzung der eigenen Luftrüstungen entschließen könnte. Die Rüstungsindustrie ließ, hinter den Kulissen alle Minen springen, damit alle Abrüstungsgespräche zu Wasser wurden — man kennt die friedensgefährdende unterirdische Tätigkeit ihrer Agenten von Washington und Genf her — nun erhält ihre Mißtrauen, Eifersucht und Furcht unter den Völkern schürende Politik neuen Auftrieb. An der Londoner Börse ziehen bereits die Kurse der Aktien von Flugzeugfabriken an. England muß seine Luftstreitmacht verdoppeln, wenn es gegenüber Frankreich auch nur am heutigen Stand gemessen den Grundsatz des Einmächtestandards Durchführen will. Daß man in Paris zu einem solchen Entschluß nicht schweigen würde, liegt auf der Hand. Ein hemmungsloses Wettrü- st e n kann nicht ausbleiben. Was die politische Atmosphäre des letzten Jahrzehnts vor dem Weltkrieg belastete, muß sich auch heute wieder als Fluch auf die Völker senken, wenn nicht im letzten Augenblick in allen Ländern eisklare Vernunft und glühender Lebenswille gegen den Rüstungswahnsinn Front machen. Einer unserer besten Militärsachoerständigen, der Oberst a. D. F. W. von Oertzen, hat in einem grabe eben bei der Hanseatischen Verlagsanstalt in Hamburg erschienenen Buche „Geschäfte mit dem Tod" die geheimen Kanäle freigelegt, die vom Comite des Forges, dem französischen Eisenhütten- verband, und seinem Ehrenpräsidenten, dem Ka- nonenkönig Schneider-Creusot in die Regierungs- büros, in die Couloirs des Parlaments, in die Redaktionsstuben der großen Presse, in die Sitzungszimmer der Banken und in die Hallen der Börse gehen Ein feinverästelter Apparat zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung vom zeitunglesenden Bauern und Kleinbürger bis zum Minister und Deputierten wurde in Bewegung gesetzt, um den Steuerzahlern klarzumacken, daß sie nichts besseres tun könnten, als durch ihre Abgeordneten im Parlament ein paar Milliarden zu bewilligen für den gigantischen Ausbau und die Ausrüstung der Grenzbefestigungen im Osten, damit die Herren Eugöne Reichsarbeitsministeriums über die Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Invaliden-, der Angestellten- und derknapp - fchaftlichen Versicherung. Durch diesen Gesetzentwurf wird eine Sanierung der Invalidenversicherung herbeigeführt und die dauernde Leistungsfähigkeit dieser bisher mit großen finanziellen Schwierigkeiten ringenden Versicherung sowie der ebenfalls versicherungstechnisch nicht völlig ausgeglichenen Ange st eilten - und Knappschafts-Versicherung sichergestellt werden. Dieses für das Arbeitertum und die Angestelltenschaft hoch bedeutsame Geseheswerk, das den Versicherten, die in den letzten Jahren ständig größer werdende Sorge für die Erhaltung ihrer Ansprüche aus den Versicherungen nimmt, ist gerade an dem Tage vom Kabinett Hitler verabschiedet worden, an dem vor fünfzig Jahren das erste große soziale G e s e h g e b u n g s w e r k der Regierung Bismarck, die Krankenversicherung, in Kraft gesetzt worden ist. Schließlich genehmigte das Kabinett ein Gesetz zur Aenderung der Regelung des Kraftfahr- zeugverkehrs, das in der Hauptsache Bestim- | mungen verwaltungsmäßiger Natur enthält. Schneider, de Wendel und ihre Kollegen vom Co« mite des Forges das Wort Verdienen nach den ersten mageren Nachkriegsjahren wieder ganz groß schreiben können. Fünfundsiebzig Millionen Franken beträgt der jährliche Propagandaetat des Comite des Forges. Sie lassen sich also nicht lumpen, um in der ihnen hörigen Presse durch Hetzmeldungen über angebliche deutsche Rüstungsabsichten die richtige Stimmung zu erzeugen, die sie brauchen, wenn der um seine Renten bangende französische Bürger, der für seinen Acker fürchtende französische Bauer die mit Creusotschen Kanonen gespickten Betonwälle und Panzerforts zum Schutz des Heimatbodens vor der täglich drohenden Invasion der Boches für dringend notwendig halten soll. Hier, wie in den eng verbundenen Rüstungsindustrien der tschechischen Skodawerke in Pilsen, der amerikanischen Bethlehem Steel Corp. und der englischen Firma Vickers-Armstrong, deren Aktienmehrheit in den Händen des Levantiners Sir Basil Sacharoff liegen, des skrupellosesten Waffenhändlers der Welt, hier sind dis wahren und unerbittlichen Feinde des Weltfriedens, deren Geschäft sich auf Völkenverhetzung aufbaut. Das ist der erschütternde Eindruck dieses neuen Oertzenschen Buches. Gegen sie hat Adolf Hitler, der Führer des neuen Deutschland, die Völker zum Kampf aufge- rufen. Ausräumung des Mißtrauens durch eine offene Aussprache van Volk zu Volk. Nicht hemmungsloses Wettrüsten aller gegen alle, an dessen Ende nur ein neuer Krieg und die Vernichtung der abendländischen Kullur stehen kann, sondern vernünftige Begrenzung der Rüstungen auf das Maß, das eine nationale Sicherheit gewährleistet. Nur wenn die großen Völker Europas alle ihre Kräfte, statt sie durch den Wahnsinn des Wettrüstens lahmzulegen, für wahrhaft werteschaffende Zwecke einsetzen können, kann das Abendland sich gegen den Wettbewerb der asiatischen und lateinamerikanischen Völker behaupten. Fortsetzung des Rüstungswettlaufs ist Selbstmord Europas. Werden unsere Nachbarn, wird vor allem Frankreich die Friedensbotschaft unteres Führers hören und wird gegen die berufsmäßigen Hetzer im eigenen Lande die Stimme der Vernunft sich durchsetzen? Weder Betonmauern, noch Tanks oder Flugzeuggeschwader werden die abendländische Kultur retten, wenn des Reichskanz« lers Ruf zur Verständigung der beiden großen Nationen Europas in Frankreich ein kleines Geschlecht finden sollte, das nicht über den Tag hinaus zu denken vermag. Rudolf Heß und Stabschef Röhm zu Reichsministern ernannt. Berlin, 1. Dez. (WTB.) Der Herr Reichspräsident hat auf Vorschlag des Reichskanzlers den Stellvertreter des Führers Rudolf Heß sowie den Stabschef der SA. Ernst Röhm zu Reichsmini st ern ohne Geschäftsbereich ernannt. * Rudolf Heß ist nicht nur einer der ältesten Angehörigen der Partei, sondern er ist auch in besonderem Maße seit jeher der Vertraute des Führers gewesen. Heß ist als Auslandsdeutscher am 26. April 1894 in Alexandrien in Aegypten geboren, wo er bis zu seinem 14 Lebensjahre blieb. Van dort kam er dann in das bekannte Pädagogium Godesberg a. Rh. Eine kaufmännische Lehrzeit und Dienst im 1. Bayerischen Infanterieregiment schlossen sich an. Im Kriege hat er mehrfach Verwundungen erlitten, vor allem einen schweren Lungenschuß. Trotz dieser sehr ernsten Verwundung meldete er sich, kaum genesen, zu den Fliegern und kam noch im Herbst des Jahres 1918 mit der Jagdstaf- fei 35 an die Westfron t. Nach dem Kriege lebte er vor allem in München, wo er nur durch einen glücklichen Zufall dem grausigen Geiselmord entging. Seit Juli 1 920 gehört Rudolf Heß der NSDAP, an. Auch bei Gründung der S A. trat er ihr sofort bei. Infolge seiner engen Verbundenheit mit dem Führer stand er inmitten der Ereignisse de. 9. November 1923 in München. So hat er öie Festungshaft in Lands- berg mit seinem Führer geteilt. Der breiteren Oeffentfidjfett tft Rudolf Heh erst bekcnmk, seit er Dom Führer zu seinem Stellvertreter ernannt wurde, wobei er unter Ablesung aller anderen Aemter und Titel den Charakter des SS.-Ober- Gruppenführers behielt. Oie Einheit von Partei und Staat. Oie Begründung des neuen Gesetzes. Mit der Ernennung des Stabschefs der SA. Ernst Röhm zum Reichsminister ohne Geschäfts- bereicy ist dem unermüdlichen Vorkämpfer für das Dritte Reich die Würdigung widerfahren, die Srnfl Röhm in unermüdlichem Fleiß und soldatischer Pflichterfüllung verdient hat. Der frühere Berufs- offizier, der dreimal im feindlichen Feuer während des Weltkrieges verwundet wurde und später als Generalstobsofsizier beim Freikorps Epp die Reichskriegsflagge hütete, ist mit dem heutigen Tage auch in die politische Füyrung des Staates eingerückt, für den er b ie braune Armee geschaffen hat. Rach der Eroberung der Macht, di« ohne Röhm und seine braunen Bataillone nicht möglich gewesen wäre, hat der Stabschef mit starker und zielsicherer Hand die politische Volks- erziehung, insbesondere Die körperliche Ertüchtigung des deutschen Volkes sich zur Aufgabe ge- fetzt, die allein zur kämpferischen Leistung und damit zum vollwertigen Menschen befähigt. Stabschef Röhm über feine Aufgaben als Reichsminister. Berlin, 2. Dez. (TU.) Aus Anlaß der Ernennung des Stabschefs Röhm zum Reichsminister stellte der Ehef vom Dienst des „Völkischen Beobachter", Hauptmann a. D. Weiß an den Stabschef einige Fragen, die er wie folgt beantwortete: Frage: ,Hst mit der Ernennung zum Reichsminister ein neuer Geschäftsbereich verbunden? Oder wird das Aufgabengebiet mit demjenigen der obersten SA.-Führung verschmolzen?" Antwort: „Die Aufgaben meines neuen Ministeriums und fein Aufgabengebiet werden d i e gleichen bleiben wie diejenigen der obersten SA -Führung. Die oberste SA.-Führung wird in meiner Person in den Staatsapparat eingebaut. Welcher weitere Aufgabenkreis allenfalls noch dazu kommt, wird einer späteren Entwicklung Vorbehalten bleiben." Frage: „Welche organisatorische Gliederung wird das neue Amt erhalten?" Antwort: „9n der* bisherigen Zusammensetzung der obersten SA.-Führung und an ihrer Untergliederung wird sich nichts ändern." Frage: „Wo wird der neue Reichsminister seinen Sitz erhalten?" Antwort: „3d) werde mit der obersten SA.-Führung in München bleiben." Frage: „Welche Organisationen und Gliederungen sind dem Stabschef als Reichs- Minister unterstellt?" Antwort: „Meinem Amtsbereich sind unterstellt die eigentliche SA., die SS-, die SA.-Reserve I und II sowie das NSKK." Frage: „Wird sich in der Anrede des neuen Neichsminister für die SA. etwas ändern?" Anllvort: „Rein: ich bleibe selbstverständlich für die SA. ihr Stabschef." Oie neuen Eidesformeln. Berlin, 1. Dez. (WTB.) Die in der heutigen Kabinettssitzung beschlossenen neuen Eidesformeln lauten: Für bie öffentlichen Beamten: „3ch schwöre: Ich werbe Volk unb Vaterlanb Treue halten, Verfassung und Gesetze beachten unb meine Amtspflichten gewissenhaft erfüllen. So wahr mir Gott helfe!" Für bie Solbaten b e r Wehrmacht: „Ich schwöre bei Gott biefen heiligen Eib, baß ich meinem Volk unb Vaterlanb allzeit treu unb reblich bienen unb als tapferer unb gehorsamer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen." Der Bauer im Kampf gegen die Arbeitsiosigkeit. Ein Aufruf des RctchsministerS Tarrö. Berlin, 1. Dez. (TU.) Reichsbauernführer D a r r 6 richtet an bie Bauernschaft folgenden Aufruf: Der Erfolg des Kampfes gegen die Ar- b e i t a l o \ i g t e i t ist für den Wiederaufstieg Deutschlands von entscheidender Bedeutung. Es gilt bie gesamte Kraft auf diefes Ziel zu richten. Die Reichsregierung ist fest entschlossen, unter Einsatz aUer Mittel und Möglichkeiten Darauf hinzuwirken, das der jahreszeitlich bedingte Rückschlag auf dem Arbeitsmarkt in Gegen- faß zu den letzten Jahren nicht fühlbar wird. Auch das deutsche Bauerntum hat hier große Aufgaben zu erfüllen. Aus dem Hof des Bauern bieten stch zahlreiche Möglichkeiten, arbeitslose Volksgenossen auch im Winter mit nutzbringender Arbeit zu beschäftigen. Die Arbeitgeber sollten sich bemühen, unter allen Umständen ihre Land- Helfer unb Landarbeiter insbesondere die verheirateten auch im Winter Zu behalten. Die Reichsregierung hat zahlreiche Vorkehrungen getroffen, um den Arbeitgebern in ber Landwirtschaft den notwendigen Entschluß zu erleichtern. Der deutsche Bauer hat bisher das Seinige getan, um ber Pflicht ber Beseitigung ber Arbeitslosigkeit zu dienen unb er wirb auch in den kommenden 'IBintermonaten alles was in feinen Kräften steht, emfetzen, um diesem Ziel (einer Rührung zum Siege zu verhelfen. Auch ber zweite Abschnitt der Arbeitsschlacht des deutschen Volkes wird gewonnen werden! gez. R. Walter Darr*, Reichsbauernführer unb Reichsmintfter für Ernährung unb Lanbwirtschaft. 2. Wogenklaffe für Schwerkriegsbeschädigte. Berlin, 1. Dez. (Ddz.) Der NS.-Kriegsopserver- forgung hat ber Generalbirektor der Reichsbahn eine Fahrpreisermäßigung fürKriegs- beschädigte mitgeteilt. Die Benutzung ber Zweiten Wagenklasse mit Fahrtausweisen Dritter Klasse wird ab 1. Januar bei allen Reisen für solche Kriegsbeschädigte zugelas- len, bie 50 Prozent unb mehr beschädigt sind, unb Denen ber Arzt des Fürsorgeamtes bescheinigt, daß ihr körperlicher Zustand bie Benutzung der 2. Wagen klasse rechtfertigt. 3m übrigen ist die Reichsbahn fortgesetzt bemüht, den Kriegsbelchädig. ten bei Eisenbahnfahrten besondere Vergünstigung so- wohl bei der 'Abfertigung wie auch bei der Unterbringung in den Zügen zuteil werden zu lassen Berlin, 1. Dez. (TU.) 3n der Begründung zu dem vom Reichskabinett genehmigten Gesetz zur Sicherung her Einheit von Partei und Staat heißt es: Durch das Gesetz gegen bie Reubilbung von Parteien vom 14. Juli 1933 (Reichsgesetzblatt I Seite 479) ist JeftgefteUt, daß in Deutschland a l s einzige politische Partei bie Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter- partei besteht. Es erscheint geboten, nunmehr Diese befonbere Stellung ber NSDAP, im beutschen Staat auch rechtlich in einer Weise zu verankern, bie bie unlösliche Verbunbenheit von Partei unb Staat sichtbar in Erscheinung treten läßt. Das vorliegende Gesetz vollzieh! daher den verfassungsrechtlichen (Einbau ber Partei in ben Staat. Es stellt zunächst programmatisch fest, baß bie NSDAP bie alleinige Trägerin bes beutschen Staatsgebankens unb mit bem Staat unlöslich ocr- bunben ist. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Staatsleben bebarf die NSDAP, einer festen Rechtsform. Sie soll daher bie Eigenschaft einer Körperschaft bes öffentlichen Rechts erhalten. Um engste Zusammenarbeit zwischen Partei unb Staat zu gewährleisten, muß sichergestellt werben, baß bie politische Organisation der Partei unb bie SA. als bie beioen Grunbpfeiler ber NSDAP, in ber Person ihrer Leiter maßgebend an ben Beschlüssen ber Reichsregicrung mitwirken. Der Reichspräsibent hat biefem Erforbernis burch E r • nennung bes Stellvertreters des Führers unb bes Chefs bes Stabes ber S A. z u Reichsministern ohne Geschäftsbereich Rechnung getragen, worauf ber § 2 bes Gesetzes hinweist. Aus ben befonberen Aufgaben ber NSDAP, unb ber SA. im beutschen Staate ergeben sich für ihre Mitglieder erhöhte Pflichten gegenüber bem Ganzen. Nur wer biese Pflichten getreulich erfüllt, darf ber Ehre teilhaftig bleiben, biefen Organisationen anzugehören. Wer bagegen biese Pflichten verletzt, soll einer besonderen öffentlich-rechtlichen Gerichtsbarkeit unterworfen werben, bie von Gerichten ber Partei unb ber SA. ausgeübt wirb. Der Entwurf sieht baoon ab, bie Pflichten, beren Verletzung zu einem bienstftrafgerichllichen Verfahren führen kann, im einzelnen aufzuführen. Aehnlich wie § 10 bes Reichsbeamtengesetzes begnügt er sich vielmehr mit einer allgemeinen Umgrenzung, bie bas Wesentliche dessen enthält, was von dem Serfjalten jedes Mitgliedes ber NSDAP, unb ber SA. geforbert werben muß. 3m übrigen stellen bie Vorschriften bes Entwurfs über bie Gerichtsbarkeit Rahmen- Vorschriften bar, bie ihren lebenbigen Inhalt burch Anorbnungen bes Reichskanzlers als Führer ber NSDAP, unb als oberster SA.-Führer erhalten sollen. In biefen Anorbnungen bes Reichskanzlers werben insdesonbere Aufbau und Verfahren ber Gerichtsbar. feit ber Partei unb ber SA. im einzelnen geregelt werben. Da sich bie Notwenbigkeit ergeben kann, auch bie Mitglieder anderer Organisationen ben gleichen Bestimmungen zu unterwerfen, stellt ber Entwurf bies ausbrücklich in bas Ermessen bes Führers. Um klarzustellen, welche ber im Verfahren vor ben bürgerlichen unb militärischen Strafgerichten zulässigen Strafen. im Gerichtsverfahren ber Partei unb ber SA. — abgesehen von ben eigentlichen Dienststrafen wie Verweis, Aberkennung bes Dienstgrabes, Ausschluß aus ber Partei u. ä. — verhängt werben Dürften, bestimmt § 5, baß als Dienststrafen auch ®elbftrafe, Haft unb Arrest zulässig sinb. Der gesetzlichen Festlegung bedurfte auch die Verpflichtung ber öffentlichen Behörben zur Amts- unb Rechtshilfe. Durch bie Vorschriften biefes Gesetzes wirb eine Durchführung bes Gesetzes betreffenb bie Dienftftrafge- roalt über bie Mitglieber ber SA. und SS. vom 28. April 1933 entbehrlich. § 7 sieht daher bie Aufhebung biefes Gesetzes vor. Sie neuen Aufgaben ber Deutschen Arbeitsfront Oie Organisation der Gemeinschaft »-Kraft durch Freude^. Berlin, 1. Dez. ^WTB.) Im Anschluß an ben Aufruf ber Reichsregierung und bes Führers ber Arbeitsfront an alle schaffenden Menschen haben bie maßgebenden Vertreter ber inbu- ftriellen A r b e i t ge b e r v e r b ä nb e in einer am gestrigen Tage cvbge halte ne n Sitzung beschlos- (en, bie inbuftrieüen Arbeitgeberverbände aufzu- lösen unb in ihre Liquidation zu treten Der Führer ber Deutschen Arbeitsfront Staatsrat Dr, Ley erklärte bem Hauptschriftleiter bes „Deutschen", bie Auflösung sämtlicher Ver- b ä n b e , bie nach bem Willen ber Reichsregierung unb auch nach bem Wunsche Dr. Leys grunb- s ä tz l i ch verschwinden müßten, könne e r ft in einigen Monaten erfolgt (ein. Die Angestellten ber aufgelösten Verbände würden in bie Organisation ber Gemeinschaft „Kraft burch Freube" übernommen werben. Der Aufbau der DAF. folge dem ber Partei bzw. bem ber NSBO. Es werbe in Zukunft Blocks, Zellen, Ortsgruppen, Kreise unb Gaue ber DAF. geben. Zu diesen Stellen würden Fachberater, deren Zahl sich nach Den Notwendigkeiten richte, zugeteilt werden. Di« Dienststellen ber NSBO. unb Der DAF. würden getrennt bleiben. Durchgeführt werben solle allerdings eine Personengleichheit ber leitenben Amtswalter von NSBO. unb DAF. Der Beitrag solle einen gewissen Prozentsatz bes Einkommens ausmachen. An Stelle ber Nechtsstellen ber Verbände würden einheitliche Rechts ft eilen der gesamten Arbeitsfront eingerichtet werden. Die wirtschaftlichen Betriebe ber DAF. mürben keinesfalls aus ihr herausgenommen werden. Da bie zur Verfügung stehenden Räume für die Zentralleitung der DAF. nicht ausreichten, würde jetzt wegen der Ucbernabme des Preußischen ßanb- tagsgebäubes und der Gebäude des früheren Herrenhauses verhandelt. Die Vorarbeiten für bie Organisation der Gemeinschaft „Kraft durch Freude" gehen rüstig vorwärts. Das AmtfürSelb st Hilfe u n d H e i m- ftätten werde von Pg. Bankdirektor Müller und Pg. Selzner verwaltet werden. Mit der B a n k d e r deutschen Arbeit, den Konsumgenossen, schäften, den Versicherungen usw. wolle er, Dr. Ley, eine große Alters- und Invalidi- tätsversicheruna aufbauen, durch die die ftaat- lichen unb andere Versicherungen nicht berührt wer- den. Es solle ermöglicht werden, daß an bedürftige Mitglieder der DAF. bei Dollinvalidität ober bei einem Alter von mindestens 60 Jahren Zahlungen geleistet werden können. Das Amt für Würde unb Schönheit ber Arbeit sei Pg. Sperr-Ser- lin angeboten worden. Das Amt für Reisen, Wandern und Urlaub sei bem Regierungspräsidenten a. D. Dr. Brauweiler übertragen worden. Das Amt für Unterricht unb Ausbilbung bekomm« Pg. Gohbes, der Reichsfchulungsleiter ber DAF., der NSBO. unb ber Partei. Es wäre wünschenswert, wenn bas Berufsschulwesen generell in dieses Amt ein gegliedert würde. Das Amt für Sport werde der Reichssportführer von Tschammer-Osten übernehmen. Wir wollen eine Einschaltung der geselligen Vereine in bie nationalsozialistische Gemeinschaft „Kraft unb Freude". Nur die besten Vereine werden übernommen werden, grundsätzlich jedoch keine rein konfessionellen Vereine. Zunächst würden drei große „Häuser ber Arbeit" gebaut werben, eins in Köln, bas anbere in München, unb ein drittes in Berlin. Die Gewerkschaftshäuser von Magdeburg, Leip- zig unb vielleicht auch von Breslau sowie in anbe- ren Stäbten sollen zu „Häusern ber Arbeit" werden. „Oer Greg des Glaubens." Feierliche Uraufführung des Zrlms Berlin, 1. Dez. (TU.) Tausende hatten sich in ben Abenbstunben m ber stark belebten (Begenb bes Zoo versammelt, um ben Führer unb bie führenden Mitglieder ber Regierung zu sehen, beren Anwesen- beit bei ber. für ben Abenb angesetzten Urauf- füfjrung bes Reichsparteitagfilms nicht unbekannt geblieben war. Die prachtvollen Gestalten ber Abolf-HiUer-Stanbarte in ihren schwarzen Mänteln und schwarzen Stahlhelmen bildeten ein doppeltes Spalier. Im Ufapalast am Zoo hatten sich nacheinander außer den geladenen Gästen die besonderen Ehrengäste, die Chefs ober bie Ser- treter fast ber sämtlichen hier beglaubigten fremden Missionen eingefunben. So sah man sehr halb bie markanten Gesichter bes Reichsschatzmei- Tters Schwartz, bes fränkischen (Bauleiters Streid) er, entbedte halb auch den Führer ber Arbeitsfront, Dr. Ley, ben Dberpräfibenten Rübe, bie preußischen Minister Rust unb Kerrl, ben Prinzen August Wilhelm unb ben Oberführer Ernst, ben Leiter bes Außenamts ber NSDAP. Rosenberg, ferner bie Reichs- miniftcr von Blomberg unb Neurath, ben Reichsbankpräfibenten Schacht, ben Staatssekretär Meißner, ben ftellDcrtretenbcn Berliner Gauleiter ®örli|er. Nach 21 Uhr erschien ber Führer, begleitet von Stabschef Röhm, Dem ficlluertretenben Führer Rubolf Heß unb bem Reichsminister Goebbels, von braufenbem Beifall empfangen. Dann verdunkelte sich ber Raum unb ber Berliner Konzertverein fetzte unter Leitung von Proieffor Clemens S ch m a l st i ch mit bem „Festlichen Präludium" von Richarb Strauß ein, bas anläßlich ber Eröffnung ber Reichskulturkam- mer feine Uraufführung erlebt hatte Darauf öffnete sich ber Vorhang. Es erscheint Die Kapelle ber Abolf-Hitler-Etanbarte auf ber Bühne in Schwarz unb Silber, ein glänzenbes Bilb. Nach dem Fanfarenmarsch klang ber Babenweiler Marsch, ber Lieblingsmarsch bes Führers, auf. Unb bann ber Film'. Die künstlerische Gestaltung lag, wie bekannt, in ben Hänben von Ceni Nie- fenstahI, bie ber Führer zu diesem Werk berief. Hergestellt wurde ber Film von ber Reichspropa- ganbakihing, Hauptabteilung Film, unter Leitung vom ReichSparieiiag der NSOAP. von Arnold R a e t h e r. Die Musik schuf Herbert Wink. „Der Sieg des Glaubens" ist ber vom Führer selbst gewählte Filmtitel. Es ist In ihm gelungen, ein politisches Motiv Der Kunst zu unterwerfen. Die Kunst in den Dienst der Polllik zu stellen. Daß dies möglich ist. Dafür ist dieser Film ein vollgültiger Beweis. Er beginnt mit stimmungsvollen Bildern der alt- ehrwürdigen Stadt Nürnberg, beren Gesicht immer festlicher wirkt, in deren Mauern im freubigen Eifer Tribünen errichtet werben, Fahnen um Fahnen gehißt werben, auf beren Landstraßen die märkisch« SA. mit bem Lied von ber „Märkischen Heide" her- anmarschiert, bie sächsische SA. herankommt unb bie vielen Hunderte und Tausende aus allen Ecken unb Enden Deutschlands zu Fuß, zu Wagen, mit ber Eisenbahn und bem Flugzeug. Laut wirb ber Füh- rer von einem Beifall empfangen, ber sich spontan auf bie gesamte Zuhörerschaft im Theatersaal fort- setzt. Auch bie folgenben Bilder, bie zunächst chronologisch treu in bie Nürnberger Eröffnungssitzung führen und dann bie Amtswaltertagung, die Festwiese, wo Die Hitlerjugend sich versammelte, den Vorbeimarsch ber Fahnen, ben granbiofen SA.« Appell und bie alles verstummen machende Ehrung ber Toten zeigen, rissen bie Beschauer immer roieber zu spontanem Mitleben und Kundgebungen hin. Besonders ergreifend sind zwei Bilder, die niemand vergessen wird. Das eine das unübersehbare Feld von Jungvolk und Hiller- fugend, die ihren Jugendführer Baldur von Schi rach, ja, die auch den Führer selbst vor lauter Begeisterung einfach nicht zu Morte kommen lassen. Und das andere: Die schweigend« Ehrung der Toten auf dem SA.Appell Adolf Hillers in Begleitung de, Stabschef, Böhm vor dem riesigen Stcinblod stehend, auf dem der Kranz ruht. 3m Vorbeimarsch marschierte ber Stahlhelm mit bem Fribericus-Marsch an unb zum Schluß bie fieibftanbart« Hillers, Dieberum im Paradeschritt, mit dem Badenweiler Marsch. Besonders wirkungs- voll war bie gebietende Hanb des Führers auf ber Leinwanb, bie ben gewaltigen Vorbeimarsch einleitet unb beschließt Die Musik leitet zum Horst» Wessel-Lieb über. Der Vorhang zieht sich zusammen und hinter ben Zuschauern im ersten Rang steht leibhaftig ber Führer, umgeben von ben (Betreuen unb ber „Sieg bes Glaubens" endet mit einem siegreichen Bekenntnis rum Führer Adolf Hitler. Deutschland ist erwacht — Deutschland ^rschiert — in HunberNausenden, in Millionen. Der Marschtritt seiner Bataillone ist ber Schritt in eine heilige Zukunft bes Aufbaues, des Friedens. An bie Ortsgruppen ber AGOAP. Die Reichspropagandaleitung gibt bekannt: Das gewaltige Filmwerk „Der Sieg bes Glau- b e n s" tritt in biefen Tagen feinen Zug burch Deutldjlanb an. Nur einigen hunderttausend Par- teigenoifen war es vergönnt, bie Tage Des Reichsparteitags in Nürnberg mitzuerleben. Jetzt oerm:t- leit Der oilm ben vielen Millionen beutjcher Volks- genossen Ton unb Bild biefes großen Ereignisses. Die Ortsgruppen ber NSDAP, werben baher an- gewiesen, am jeweiligen Tage ber Aufführung biefes gewaltigen Filmwerkes innerhalb ihres Ortsgruppenbereiches keine an- beren b i e n ft I i d) e n Veranstaltungen Durchzuführen, um ber Parteigenossenschaft und ber Bevölkerung Gelegenheit zu geben, burch ihren Besuch bie Aufführung bes Reichsparteitagsfilmes d u einer machtvollen Runbgebung zu gestalten, (gez.) Dr. Goebbels, Reichspropa- ganbaleiter ber NSDAP." Eme Erklärung des Kanzlers zur kirchlichen Lage. Kein staatliches Eingreifen in den Meinungskampf in der evangelischen Kirche. Berlin. 1. Dez. (121.) Amtlich wird mitge- teilt: Innerhalb der deutschen evangelischen Kirche sind zur Zeit Auseinandersetzungen im Gange, die auf eine Klärung der kirchlichen Ge- f a m 11 a g e hinzielen. Reichskanzler Adolf Hitler hat die ausdrückliche Entscheidung getroffen, daß. Da es sich um eine rein kirchliche Angelegenheit handelt, von außen her in diesen Meinungsstreit nicht eingegriffen werden soll. Der Reichsminister De, Inneren hat daher die Länderregierungen gebeten, bie Nachgeordneten Dienststellen unverzüglich mit entsprechender Weisung zu versehen. E, ist selbstverständlich, daß die zur Wahrung der äußeren Ordnung etwa notwendigen Maßnahmen insoweit zulässig sind, al» sie n i ch t den Charakter eine, Eingriffe, in den innerkirchlichen Meinung,kampf haben. Auch kirchliche Stellen sind nicht befugt, ein Einschreiten staatlicher Organe im kirchlichen Meinungsstreit herbeizuführen. Hinein in Die Verbände des Handelsstands. Der Reichsstand des Deutschen Handels an alle deutschen Kaufleute. Berlin, 1. Dez. (TU.) Der Reichsstand dc, Deutschen Handels erlaßt folgenden 21ufru|: Der Tag des Deutschen Handels in Braunschweig hat bewiesen. Daß in der Einigkeit die Starke liegt. Mit überzeugender Deutlichkeit haben sich alle Zweige des Handels hinter den Reichsstand gestellt. Er sieht es als feine nächste unb höchste Ausgabe an, bie Ziele, bie burch bie Führer auf ber großen Äunbgebung betannlgegeben worben sinb, zu verwirklichen. Es hanbelt sich in erster Linie um bie Durchführung bes Begriffe» „Ehr- barer Kaufmann" innerhalb unser«» Stanbes. Um biese Aufgabe erfüllen zu können, müssen alle im Hanbel tätigen Firmen unb Einzelpersonen sich nunmehr unverzüglich in die Organisationen bes Reichs st anbes bes Deutschen Hanbels eingliebern. Auskünfte erteilen alle ben nadjfolgenben Spitzenoerbänben, unb zwar Hauptgemeinschaft bes Deutschen Einzelhandel», Reichsoerdanb des Groß- unb Ueberfee- hanbels, Zentraloerbanb beutfdjer Handelsvertreter vereine, Reichsoerband ambulanter (Beroerbetretbenber Deutschlanb», Rcichseinheitsoerbanb bes beutschen (3 a ft ft ä 11 e n- gcwerbes, angeglieberte Fachoerdände, bzw. Ortsgruppen, in Zweifelsfällen ber Reichsstand des beutschen Hanbels. Ieber muß selbst wissen, wel- chem Fachverbanb er nach ber (Eigenart seines Geschäftes am besten zugehört. Kein Abwarten mehr, fonbern hinein in bie Derbänbe, damit wir mit ber Lösung ber großen Aufgaben beginnen können. Unwürdig handelt, wer Vorteile und Rechte für sich in Anspruch nehmen will, ohne Pflichten zu erfüllen. Arbeitsdienftzeugnis dem Arbe iS« dienstpaß aleichberechtigt. Berlin, 1 Dez. (WTB.) Der in Zukunft von den Meldestellen für ben Freiwilligen Arbeitsdienst auszustellende Arbeitspah an diejenigen Ar- beitsbienftfreirollligen, die aus bem FAD. ausscheiden, hatganzgenaubieselbe Bebeutung, wie bas bisher von Trägem bes Hrbeitsbienfte, ausgestellte Dienstzeugnis. Die früher im Arbeitsdienst gewesenen flrbeitsbienftfreiroilligen sind baher In keiner Weise benachteiligt gegenüber denjenigen, die jetzt ben Arbeitspaß erhalten. Steuererleichterungen für einmal ge Zuwendungen und Weihnachis» gratifikat onen. Berlin, 1. Dez. (TU.) Don besonderer ®eDeutung jetzt vor Weihnachten ist ein Erlaß des Staatssekretärs im Reichsfinanzministerium Reinhardt an die Präsidenten ber Landesfinanzämter, in dem daraus hingewiesen wird, bah nach dem Gesetz über Steuererleichterung einmalige Zuwendungen nicht als Einkünfte nach dem Einkommenssteuer- gesetz und nichtal, Schenkung im Sinne de» Erbichastssteuergesetzes gelten, wenn sie in der Zett vom 1. August 1933 bis 31. Dezember 1933 in ber Form von Bedarfsbeckungsscheinen erfolgen. Das gilt auch für Weihnachtsgratifikationen. Die Bedarfsdeckungsscheine können gegen entsprechende Bezahlung bei den Finanzämtern bezogen werden. Sie berechtigten zum Erwerb von Wäsche, Kleidung unb Hausgerät und lauten auf je 25 Mk. Die Steuerbefreiung gilt aber nur für Arbeitnehmer, deren Arbeitslohn jährlich nicht mehr al» 3600 Mark beträgt Kan;!«- -oge. in den $?ei, schenAirchc. 'ch ”itb m'üge. "Selijchen Kisch« im Gange, die, "lchea Ge. 'Zier Adolf izeiduvg getrof- “ lirchUche °uhen her in ‘"gegriffen es 3nncten Hal en, die nach, unverzüglich mi( Z° versehen. Cj ^ohrang der wendigen Uiag- sie nichl den fer in den in« ra. Mud) liech- igt.cinSln- n e im kirchlichen ! rÄH n$* eJ7* CUen W! it btr Sfc"»en. dkz in önebens. 'b en 3„a ’e3 £ C Sä '»•«Ui» en- durch ibren x->Lr Ul“"« i« ' ■nce<9spropa» in ^ufunft wj g7nSrbeit-d.es ? dieien-ge" MD. aussche. fe? sffis n'srbeitsps tl’ ir einmal se eihnachlS' ^IfnUarht uni § tem an}a mefeö über isgtf SK? ände des ds. i Handel ute. leichsstand des & Der tm^meig hat t die Starke it haben sich alle -ichsstand gestclli. höchste Aufgabe r auf der groben len find, zu Derer Linie um die iffes „Ehr- unferes Standes, nen, muffen alle nzcherfonen sich rganifaiio» 5 Deuteln skunfte erteilen inbcn, und zmr iinzelhandeis, d ilebersee- her Handels« ,ib ambulan- Deutschlands, iSaftstätten' hoerbände, bM r Aeich-stand des Äst °isl-'''w". genart fernes 0 Abwarten mehr, bände, bannt Hufaabtn btflm* h und ■en will, °hn- rechen von in Ein i des 3 n 3 a l c o • iat über weite Gebiete Der Leiter der NSBO. Walter Schuhmann hat der toten Kameraden in folgendem Telegramm gedacht: „Habe mit großem Bedauern oom Brand- Unglück Zelluloidfabrik Speyer Kenntnis genom- zu übermitteln." verheerende Vulkanausbrüche San Salvador und auf den Meuten. Hinrichtung eines Gatlenmörders. 3m Gerichtsgefängnis Köln-Klingelpütz ist der 32jährige Elektrotechniker Gottlieb S ch o r s ch hin- gerichtet worden. Schorsch hatte am 8. Mai oori- Schrecken gebracht. Ein breiter Laoastrom hat bereits sechs Bauernhöfe in der Nähe der Stadt 3zalco verschüttet. Aschenregen ergießt sich fortwährend auf sämtliche Städte der Umgebung. Die in der Nähe des Vulkans wohnenden Menschen sind von einem panikartigen Schrecken ergriffen und fliehen nach den entfernteren Gebieten. Kaffee Idee ist die Idee von der Unschädlichkeit des Kaffees. Deshalb nur Idee! schwerer Ausdruck Vulkans in San Salvador h< Die KPI. gab Anweisung zu Sprenganschlägen gegen öffentliche Gebäude. Zeugenaussagen im Reichstagsbrandstisterprozeß. men und bitte, den Angehörigen mein tiefgefühltes Beileid Vor Beginn der deutsch-französifchenAussprache Oie pariser presse bereitet den Boden vor. reiniaung des Saarproblems ab, weil feiner Ansicht nach Frankreich damit seine Hand zur Revision des Versailler Vertrages biete. — „L'Ordre^ verbreitet die Nachricht, daß in gewissen Kreisen das Gerücht von einer offenkundigen A n - Näherung zwischen 3apan und Deutschland verbreitet sei und daß auch die französische Regierung darüber beunruhigt wäre. Offenbar soll das nationalistische Blatt hierdurch seine Leser gleichfalls mit dem Gedanken einer deutsch-französischen Aussprache versöhnen. Oer pariser Polizeipräfekt gegen unerwünschte Emigranten. P a r i s, 2. Dez. (WTB. Funkspruch.) 3m Pariser Gemeinderat sprach Polizeipräfekt C h i a p p e über eine notwendige Säuberungsaktion, durch die Paris von unerwünschten Elementen b e • freit werden müsse. 3n diesem Zusammenhang kam er auch auf die in Paris lebenden deutschen Emigranten zu sprechen, deren Zahl er mit 7200 angab. Ehiappe erklärte, daß die politische Betätigung dieser Elemente gegen das Land, aus dem sie ausgewandert seien, nicht geduldet werden könne. Auch könne man unmöglich zulassen, daß die Emigranten die Löhne und Warenpreise herunterdrückten. Aus aller Welt Um das geistige Eigentum Fritz voehles. — Ein interessanter Urheberrechlsstreit in Frankfurt. Vor dem Landgericht in Frankfurt a. M. wird gegenwärtig ein bemerkenswerter Prozeß verhandelt, der ein zahlreiches kunstinteressiertes Publikum angelockt hat Der Maler Wilhelm Fahren- b r u ch , kommissarischer Direktor des Städelscken Kunstinstituts in Frankfurt, ist von den Erben des 1916 verstorbenen bedeutenden Frankfurter Malers und Graphikers Fritz Boehle auf Schadensersatz verklagt worden. Die auf § 31 des Kunstschutzgesetzes und § 667 des BGB. gestützte Klage behandelt eine angebliche Plagiatsaffäre; Die Erben Boeh- les machen nämlich Urheberrechte geltend auf die Vignette der Einbanddecke zu einem Buch über Michael Kohlhaas, die der Beklagte von einem Original Boehles abgezeichnet haben soll. Die Kläger haben eine Reihe von Gutachten beigebracht, worin namhafte kunsthistorische Sachverständige von einem offenkundigen Plagiat sprechen. Die Verteidigung gen 3ahres seine Ehefrau Else und seinen vierjäh. rigen Sohn Günther ermordet. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst zu der Hinrichtung mitteilt,, hat der preußische Ministerpräsident von dem Rechte der Begnadigung keinen Gebrauch gemacht, weil der Verurteilte die Tat lediglich begangen hat, um sich seiner Ehefrau und seines Kindes, Die ihm lästig waren, zu entledigen und das Verbrechen mit seltener Gefühlsrohheit ausgeführt hat. Beisetzung der Opfer des Speyerer Brandunglücks. Unter riesiger Anteilnahme aller Bevölkerungs- kreife von Speyer fand die Beisetzung der sieben Opfer der Brandkatastrophe in der Zelluloidfabrik statt. Sämtliche Belegschaften der Fabriken der Stadt gaben ihren Arbeitskame- raden das Ehrengeleit. Gauleiter B ü r ck e l legte im Namen des Reichskanzlers einen großen Kranz nieder. Staatssekretär Stocker brachte im Auftrage des Ministerpräsidenten Siebert den Hinterbliebenen das tiefste Beileid zum Ausdruck. Regierungsdirektor Röder erklärte, die Untersuchung habe ergeben, daß ein rätselhaftes Unglück vorliege, das nicht auf eine Fahrlässigkeit schließen lasse.Syndikus Dr. Rau vom Zndustriellenoerband kündigte eine Spende aus einer Sammlung des Verbandes an und legte einen Lorbeerkranz nieder. Daran schloß sich die Besetzung der sieden Toten an in einem Gemeinschaftsgrab. Bei der Leitung der Speyerer Zelluloidwerke ist folgendes Beileidstelegramm des Führers eingegangen: „Den Hinterbliebenen der sieben Verunglückten mein herzliches Beileid, den Verwundeten baldige Genesung, (gez.) Adolf Hitler." Wetterv raussage. Da sich das Hoch über Skandinavien weiter auf- gebaut hat, gewinnt die ozeanische Störungstätigkeit bei uns zunächst wenig Einfluß. Die Ostwindströmung setzt sich in fast ganz Deutschland durch, so daß unter Zufuhr kontinentaler Luft zeitweise Auf- klaren eintritt, wobei in der Nacht Frosttemperaturen erreicht werden. Aussichten für Sonntag: Wolkig mit Aufklaren, Nachtfrost, meist trocken. Aussichten für Montag: Keine wesentliche Aenderung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 1. Dezember: mittags 1,7 Grad Celsius, abends 0,4 Grad; am 2. Dezember: morgens 0,1 Grad. Maximum 1,9 Grad, Minimum — 0,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Dezember: abends 1,4 Grad; am 2. Dezember: morgens 1 Grad Celsius. Wie aus Dutck Harbour auf Alaska gemeldet wird, wurde durch einen ungeheuren Ausbruch des Sitkin-Vulkans die 3nsel Kanada, eine der Andreanow-3nseln in den Aleuten, erschüttert. Riesenrauchwolken wurden sichtbar, und Lava wurde gegen den Himmel geschleudert. 3n den letzten drei Tagen wurde die Bevölkerung durch andauernd auftretende Erschütterungen bereits gewarnt. verheerender Sturm überm Schwarzen Meer. lieber dem türkischen Wilajet Samsun ist ein furchtbarer Gewitter st urm hinweggegangen, der dem großen Schwarzen-Meer-Hafen gleichen Namens schweren Schaden zugefügt hat. Unzählige Häuser sind zerstört und überschwemmt worden. Die Obdachlosen suchen zu Tausenden Schutz in den Moscheen. Mehr als 30 Fischerboote find gesunken. 20 Menschen fielen den Fluten zum Opfer. 150 Personen werden vermißt. Sturmflut im Mittelmeer. Ein schwerer Sturm im Tyrrhenischen Meer und in der Adria hat an den Küsten Kalabriens und Siziliens schweren Schaden gestiftet. Schienen wurden auf einer großen Strecke fortgerissen und unterspült. Die Fischerflott^n haben schweren Schaden erlitten. Bei Messina sind am Strande gelegene Häuser von den Wellen überschwemmt und der ganze Hausrat vernichtet worden. 3n Kalabrien sind Telephon- und Telegraphenleitungen zerstört worden. Ein Segelschiff ist untergegangen, wobei, wie es heißt, viele Menschen ums Leden tarnen. Leipzig, 2. Dez. Auf Antrag des Angeklagten Torgler werden Berichte von Polizeibehörden aus Mecklenbmg-Strelitz, Braunschweig, Kiel, Nürnberg und anderen Städten verlesen, die besagen, daß besondere Vorbereitungen zum bewaffneten Aufstand Anfang 1933 und vorher n i ch t b e o b a ch t e t worden seien. Darauf veranlaßt der Oberreichsanwalt die Verlesung der Poli^eiberichte von Stuttgart, Hannover und Dortmund, in denen unter Anführung von Beweismaterial ausgeführt wird, daß die Kommunisten in diesen Bezirken eifrige Vorbereitungen für einen bewaffneten Aufstand getroffen hatten, der etwa Ende Februar oder Anfang März ausbrechen sollte. Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Arbeiter K a l d e n b a ch , der im Bezirk Annaberg politischer 3nftrutteur und Bezirksleiter war, be- kündet, daß gegen Mitte Februar die Anweisung von der Partei erging, die Verbindung herzustellen mit den sozialdemokratischen Arbeitern, u m Streiks vorzubereiten. Ein Generalstreik sollte überleiten zum bewaffneten A -i f- st a n d. Er habe auf Anweisung von oben die Ortsgruppen angewiesen, sich nach Möglichkeit Waffen zu beschaffen, da in kurzer Zeit entscheidende Kämpfe zu erwarten seien. 3ch glaubte, fuhr der Zeuge fort, daß in den ersten Tagen des März die Entscheidung fallen würde. Dann habe ich aber d i e Rede des Reichs- f a n 3 l e r s gehört, ich vernahm, daß der Reichs- tandler eigentlich das wollte, was auch wir tm wesentlichen erstrebten. 3ch kam zu der Auffassung, daß der Sieg des Nationalsozialismus bereits entschieden war. Darum entschloß ich mich, nicht mehr auf einen Kampf mit dieser Bewegung hinzuarbeiten. Auf Fragen Torglers erwidert der Zeuge, die Partei habe erklärt, und das fei auch die Meinung der Mitgliedschaft gewesen, daß sie mit dem Brande absolut nichts gemein hatte. Der Zeuge Löser, der Führer der Roten Wehr in Annaberg gewesen ist, bekundet, daß in kommunistischen Kreisen im Februar von einem ge= ---------- - —....... Paris, 2. Dez. (CNB. Funkspruch.) Die Betrachtungen über die Möglichkeit und Notwendigkeit einer direkten deutsch-französischen Aussprache werden von der Pariser Presse fortgesetzt, wobei Das Bestreben der französischen Regierung erkennbar wird, die in Der Oefsentlichkeit verbreiteten Bedenken zu entkräften. „Echo de Paris" rät der Regierung unverzüglich die Aussprache mit Deutschland aufzunehmen, damit die Reichsregierung ae-- zwungen werde, ihre Absichten zu präzisieren. Am besten wäre es, einen Fragebogen auszustel- len, auf den die Reichsregierung zu antworten hätte. — „Oeuvre" weift auf die Ansprache des Kriegsministers D a l a d i e r vor dem Syndikat der Militärpresse hin, worin Dalodier erklärte, daß Frankreich gut gerüstet dastehe und kein Grund Zur Beunruhigung vorlieae. Das Blatt stellt die Frage, warum unter diesen Umständen ein Teil Der französischen Oefsentlichkeit zu zittern beginne, bei Dem Gedanken, in Verhandlungen mit DeutschlanD einzutreten. Wenn man zögere, Die Aussprache, Durch Die jede Zweideutigkeit behoben werden solle, aufzunehmen, könnte Die für Frankreich heute noch günstige militärische Lage s i ch verschieben. „ße 3our" ist Durchaus bereit, mit DeutschlanD Zu verhanDeln, lehnt aber eine vorherige B e - listen, zwei Unabhängige, zwei Mitglieder der Arbeiterpartei, ein Republikaner und als einziges Mit- alied feiner Partei D e V a ( e r a selbst, der im Wahlkreis Southdown die erdrückende Mehrheit Der Stimmen auf sich vereinigte. Der gewählte Republikaner sowie de Dalera werden an den Sitzungen der neuen Kammer nicht teilnehmen. planten SA. - Marsch aus Berlin die Rede war, der verhindert werden sollte. 3m Hinblick auf diesen Marsch habe ihm der Funktionär Lanzenberger gesagt, daß Waffen und Spreng st offe beschafft werden müßten. Am 27. Februar habe er den Spreng st vff- diebstahl durchgesührt. Ein Arbeiter Elster aus Schlottau bei Annaberg bekundet, es sei immer wieder betont worden, daß f i ch alle Kommuni st en bewaffnen müßten, um den für Den 4. oDer 5. März erwarteten Vormarsch Der SA. nach Berlin zu verhinDern. Dieser Kamps gegen Die Nationalsozialisten solle mit Der Machtergreifung Der Kommunisten enden. Sollte der nationalsozialistische Marsch aber unterbleiben, Dann würde die kommunistische Aktion später unternommen werden. Die öffentlichen Gebäude und die Unterkünfte der SA. sollten in die Luft gesprengt werden. Es wurde auch Anweisung gegeben, aus Konservenbüchsen Bomben herzustellen, die in die Autos der SA. geworfen werden sollten. Ganz offen wurde erklärt, daß die Kommunisten ihr Ziel der Machtergreifung nur im Bürgerkrieg und mit blutigem Terror erreichen konnten. Nach der Reichstagsbrandstiftung ist auch von einigen Kommunisten die Frage aufgeworfen worden, ob das vielleicht ein Signal sein sollte. Wir sagten aber, damit hätten die Kommunisten nichts zu tun gehabt. Auch von Petroleumfässern war Die Rede, die auf den Straßen ausgegoffen und cmgezündet werden sollten, um Transporte zu unterbinden. Dimitroff formuliert eine ganze Kette von Fragen, Die Der Oberreichsanwalt sämtlich als unerheblich abzulehnen bittet. Der Senat läßt nur die Frage zu, welche Maßnahmen Die Kommuni- stische Partei zur Abwendung der Auflösung der KPD. getroffen habe. Kaldenoach erklärt, für Den Fall Der Auflösung sollte Die Partei unter illegaler Leitung Weiterarbeiten. Es sollten auch nach Möglichkeit MassenDemonstrationen und politische Proteststreiks gegen ein Verbot unternommen werden. des Beklagten bestreitet das und vermutet persönliche 3ntrigen als Motiv der Anklage. Bei der grundsätzlichen Bedeutung des Falles Darf Der Ent- scheiDung Des Gerichtes mit 3ntereffe entgegengesehen werDen. Todesurteil gegen einen Brandstifter. Das Berliner Sondergericht verurteilte Den 23 Jahre alten Melkex RicharD Bahr in Linum in Der Mark wegen fortgesetzter, teils vollenDeter, teils versuchter BranDstistung, begangen in der Absicht, unter Der Bevölkerung Angst und Schrecken zu erregen, auf SrunD Des Gesetzes zur Abwehr politischer Gewalttaten oom 4. Avril D 3. z u in ToDe unb Dauernden Verlust Der bürgerlichen Ehrenrechte. Die Mitangeklagten Gerhard Kehler und Wilhelm Lätsch wurden wegen Anstiftung zu je zehn 3ahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Eine vierte Angeklagte wurde freigesprochen. Bahr hat am 1. Oktober d. 3. eine mit Ernteoorräten gefüllte Scheune und am 15. Oktober eine Scheune und einen Kuhstall in Der Nähe von Fehrbellin aus politischen Gründen und Zwar auf Anstiftung kommunistischer Funktionäre m Brand gesteckt. Er ist zu diesen Verbrechen von Kehler und Lötsch angestiftet worden. Die Steuerbefreiung gilt für die Lohnsteuer, die Arbeitslosenhilfe, Ehestandshilfe, die Schenkungs- steuer, sowie für die Bürger- und Kirchensteuer. Die Steuerbefreiung tritt auch ein, wenn die einmaligen Zuwendungen im Einzelfall 25 Mk. nicht erreichen. Oesterreich entschuldig« sichunv sagt Bestrafung zu. Berlin. 1. De;. (121.) Am Freitag hat der Generalsekretär des österreichischen Bundeskanzleramtes den deutschen Gesandten in Wien aufgesucht, um der deutschen Regierung wegen des Zwischenfalls an der deutsch-österreichischen Grenze vom 23. November, dem Der Reichswehrsotdat Schuhmacher zum Opfer gefallen ist. die förmliche Entschuldigung der ö st erreicht- scheu Bundesregierung auszusprechen. Der Vertreter der österreichischen Regierung hat dabei außerdem die Erklärung abgegeben, daß die an bem Vorfall beteiligten österreichi- fdjen Sicherheitsorgane vor Dem zuständigen österreichischen Gericht unverzüglich z u r Verantwortung gezogen werden würden. Erne deutsche Erzieher- gemeinschast. Berlin, 1. Dez. (TU.) Der Reichsverband Der deutschen Hochschulen, Der Bayerische Lehreroerein, Der Deutsche PhilologenoerbanD, Der ReichsverbanD hauptamtlicher Lehrkräfte an Den Berufs- und Fachschulen, Der Reichsverband deutscher Diplomhandelslehrer, der Reichsverband freier (privater) Unterrichts- und Erziehungsanstalten haben sich freiwillig zur Deutschen Erzieherge- m e i n s ch a f t als der umfassenden Reichsvrgcmi- sation Der Deutschen ErzieherverbänDe zusammengeschlossen. Die Deutsche Erziehergemein- schäft setzt sich zur Aufgabe, am Aufbau eines organisch gegliederten Deutschen Schul- wesens im nationalsozialistischen Sinne fach- unD fachkundig mitzuarbeiten unb ein freundschaftliches Zusammenwirken Der oerschieDenen Erziehergruppen herzustellen Aus Vorschlag Der beteiligten ErzieherverbänDe hat Der Reichsminister Des 3nnern Den Leiter Des bremischen Unterrichtswesens, Pg. Senator Dr. von Hoff zum Führer Der Deutschen Erzieherge- metnschaft ernannt unD Die vorgelegten Satzungen der Organisation genehmigt. Senator Dr. von Hoff ist beauftragt, alle weiteren Maßnahmen für Den Ausbau der neuen Organisation einzuleiten unb Durchzuführen. Die Deutsche Erziehergemeinschaft wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit bem nationalsozialistischen Lehrer- b u n D als ber zuständigen weltanschaulich-politischen Organisation als eine ihrer vornehmsten Aufgaben ansehen. Entlaffu g von Beamten/ die ihre Partei verschwiegen. Berlin, 2. Dez. (VDZ. Funkspruch.) Es ist mehrfach vorgekommen, baß Beamte bei ber Ausfüllung bes Fragebogens zum Be- rufsbeamtentumgesetz die Frage nach ihrer früheren Parteizugehörigkeit falsch beantwortet, ihre frühere Parteizugehörigkeit verschwiegen ober andere falsche Angaben gemacht haben, um einer sonst möglichen Entlassung ober Zurruhesetzung vorzu- beugen. Da es sich Dabei um dienstliche Angaben handelt, hat bie vorgesetzte Dienstbehörde in manchen Fällen gegen Die Beamten ein Disziplinarverfahren mit Dem Ziele Der Dienstentlassung eingeleitet, währenD andere Stellen nichts veranlaßt Haden sollen. Um einen gleichmäßigen Vollzug Des Gesetzes zu sichern, bittet nun Der Reichsinnenminister, in allen Derartigen Fällen gegen solche Beamte im Dienststrafverfahren mit Dem Ziele auf Dienstentlassung oorzugehen. Keme Ein adungen, keme Schirmherrschaften von Reichsmimftern. Berlin, 1. Dez. (WTB.) Das Reichskabinett har heute beschlossen. Daß von Den MitglieDeru.Des Kabinetts Schirmherrschaften unD Protektorate in Zukunft grunDsätzlich adgelehnt werDen sollen und Die bereits übernommenen vorn 1. 3anuar 1934 an als er- loschen zu betrachten sinD. Dieser Beschluß erfolgte, weil in ber letzten Zeit Anträge auf Uebernahrne von Ehrenprotektoraten in übertriebenem Maße gestellt worben sind. Auf einen weiteren oefonDeren Beschluß des Reichskabinetts hin wird bekanntgegeben, daß die Mitglieder Des- Kabinetts in Den letzten Wochen mit EinladungengeraDezu überschütte t worDen sinD, so Daß hierDurch eine untertrdg- liche unD unnötige Belastung Des Geschäftsganges eingetreten ist. Die MitglieDer Des Reichskavinetts werDen in Zukunft nur noch an Veranstaltungen teilnehmen, wenn Dies aus staatspolitischen GrünDen unbeDingt ersorDerlich ist. Alle EinlaDungen, bei Denen Dies nicht zutrisft, werDen in Zukunft unbeantwortet gelassen. Es ergeht Daher an alle Bevölkerungskreise bas Ersuchen, bei allen (Einlabungen an Mttglieber dos Reichskabinetts vorher zu prüfen, ob bie Veranstaltungen, zu benen bie (Einlabungen ergehen, Den oben gekennzeichneten Voraussetzungen entsprechen. Wahlsieg der Regierung in Nordirland Belfast, 1. Dex. (WTB.) Das (Ergebnis Der Parlamentswahlen in Nordirland ist zugunsten Der Union! st enpartei ausgefallen, Die seit zwölfeinhalb Jahren im Besitz Der Regierungsmacht ist. Von 52 AbgeorDnetensitzen hat Diese Partei 33 erobert, sie besitzt also bie absolute Mehrheit in Der Kammer. Gewählt rourDen noch neun Nationa- Jat Jbr tfnfommen Flein, zur Lebensversicherung reicht es doch, wenige Mark Ersparnis im Monat genügen für ein erhebliches versicherungskapital, das sofort bei vorzeitigem Tode, spätesiens aber im vereinbarten /Mer ausgezahlt wird. Lebensversicherung, der Rückhalt im Daseinskampf, macht Sie sorgenfrei und froh! Gemeinschaft zur pflege -es Lebensverflcherungsge-ankerrs Zur Erweiterung unserer Leeen-'Organisation suchen wir im hiesigen Bezirk ?««d Herr Karl Hahn IL, Land wirt im 68. Lebensjahre Heuchelheim, Gieben, den 1. Dezember 1933 7291 i' Leihgestern, Forstgarten, 1. Dezember 1933. Die Beerdigung findet statt: Sonntag, 3. Dez. nachm. 2'/, Uhr. 7288i> Heuchelheim, den 2. Dezember 1933. 71Q6D acsclioh. 7Wi«0 Mietgesuclie"] Klavier, felbftnnb 2lelteres, felbftnnb., I Klavier, lurt. Bliönen nut erhalten, ebenso mit la -leugn. f.fof. kornvl. ■’bcrriuim* Grone [06773 werben. Zwei w. getr. erftkl. Plobernes Goctheftr. 69 III. | Kautgesuche | | Verkäufe | Stellenangebote| f. guter Lage fch Woche tu in 4- Das Gef/üge/fufter 'm richtiger Zusammensetzung ein w. (Gröhe verkau- (06766 wer, bnntci tri die, wie neu, beid.vreis- roert z. vk. 'Jinb. im Zigarrenladen oflsio‘BnbttbDffir.54 ONKEL PFIFPIG SPRICHT 2 Kindern geiucht. 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Tas Konkursverfahren über das Vermögen des Johann Ctto Schneider, alleinigen Jnbabcr» ber tVinna Birkenstock und Schneider, Glichen, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlnh- termins hierdurch aufgehoben. 7r»?D Giehen, ben 27. November 1933. __Hessisches Nmtsgeridit._________ Bekanntmachung. Betr.: Biehzählung au, 5. Trz. 1933. Sim 5. Dezember 1933 fmbet, wie alljährlich, die Viehzählung in ben Gemarkungen Giehen unb 2diiffcnbcrg statt. Die Viebbesiver haben ben Zählern bie notwenbigen Angaben beAüglidi ihrer Viehbesiänbe bereitwilligsi au erteilen. Wir weisen nochmals besonbers darauf bin, bab unriditine oder unuolli'tdnbige Slngaben mit (Geldstrafe ober Gefängnis geahndet werden. 72mC ©iefien, den 1. Dezember 1933. Bürgermeisterei GieHen. ___________V : Dr. Leib.__________ Bekanntmachung. ' Der Voranschlag der Gemeinde Taubringen für das Nedmnnasiabr 1933 liegt von heute ab eine Wodie lang auf ber unterAeidmeten Bürgern,eisterei zur Einsicht offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu ber auch die Ausmärker herunpciopen werden. Einwendungen sind Kbrimidj ober zu Protokoll einzubringen. 7303 D Daubringen, ben 30. Noo. 1983. Hessische Bürgermeifterei Tattbrinsrn. Bar-Geld! zur Ankurbelung ber Wirtschaft nnkünb- bar unb billig, burdi „Haka" Krebitkasfe, Zweigstelle Glichen, frankfurter Str. 43. Ter NeichSaufsicht unterstellt. ?mv Trockenes Vnmaditioij liefert CI. Weller, Zimmermeisier, 7272D Leihgestern. Ein guter Weinbrand letlmmerwl (kommen! Empfehle In bekannter guter Qualitlt: Weinbrand Verschnitt 1 , Fl. 2,30, 1 , Fl. 1,25 Weinbrand „Speilal“ ' , Fl. 2,70, ’/j Fl. 1,46 Weinbrand (ir (Insiegel »/, Fl. 3,50, ' , Fl. 1,86 Welnbr-Hauemarke**« ' , Fl. 4,30, '/, Fl. 2,N Drogerie Elges Seilersweg 61a m6Sa Klaviere der Marken: Bcchwteln Blüthner Thürnier Honlhcy Meller u. a. zu Kauf und Miete Bei späterem Kauf Mietanrechnung A.W. Ratenzahlung Reparaturen Stimmungen Planohau* Schönau jetzt und BahDholslr.76 Kein Laden! 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