Hr. 285 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Samstag, 2. Dezember M3 Geschichten aus aller Welt. | (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Neues Leven blüht aus den Ruinen. (m) Washington. Präsident Roosevelt hat zwar versprochen, gegen die Arbeitslosigkeit in den Staaten oorzugehen, aber noch ist nicht viel geschehen. Darum hat sich das Heer der Arbeitslosen selbst ein Ziel gesetzt. Alte Erinnerungen find lebendig geworden, und die Amerikaner, stets „Selfmade-Men" im wahrsten Sinne des Wortes, nehmen auch jetzt wieder ihr Schicksal in die Hand. Sie wandern nach dem Westen, den alten beinahe klassisch gewordenen Goldgräberfeldern in Rocky Mountains und Colorado, von denen wir schon in den Abenteuerbüchern lasen. Dort wird das etwa vorgefundene Gold in primitivster Weise mit alten Pfannen ausgewaschen. Schon das kleinste Körnchen genügt, neue Hoffnungen zu erwecken. Die Bahnen befördern dieses Arbeitslosenheer umsonst, weil sie nicht genügend Polizei zur Verfügung hoben, um sich einem Sturm auf die Transportmittel widersetzen zu können. Niedergebrochene Gebäude, die schon ganz mit Pflanzen bewachsen sind, werden wieder bewohnbar gemacht, überall entstehen fliegende Lüden und Wirtschaften. Andere Arbeitslose, abgebaute Beamte, Ingenieure, Arbeiter, haben sich in die großen Wälder geschlagen und ziehen dem Elendsleben in den Städten das Dasein im Walde vor, wo sie sich das erlegte Wildpret oder Fische nach alter Weise am Feuer rösten. Ihr Jagdschein ist die Patronentasche, und wehe dem, der sie hindern wollte! Natürlich leidet der Wildbestand unter diesem undisziplinierten Jagen. So wird diese Art Lösung der Arbeitslosenkrise von der Allgemeinheit nur mit sehr gemischten Gefühlen beobachtet. Münchhausen in Amerika. (z) Neuyork. Jonathan Waltersmith in Boston besaß in Steifen amerikanischer Schmetterlingssammler einen hervorragenden Ruf. Nicht nur besaß er eine der umfangreichsten Sammlungen, sondern gab auch in zahlreichen Aussätzen in der Fachpresse Zeugnis von seinen ungewöhnlichen Kenntnissen auf diesem zoologischen Gebiet. Und als man vernahm, daß Herr Waltersmith sich nach Brasilien begeben habe, um eine ganze große Seltenheit von Schmetterling zu suchen und zu fangen, wußte man, daß diese Reise nicht ohne wertvolle fachwissenschaftliche Ergebnisse bleiben werde. Die Erwartungen der Schmetterlingsfreunde wurden jedoch noch übertroffen. Denn nach seiner Rückkehr aus Brasilien veröffentlichte Waltersmith einen Aufsatz über seine Erlebnisse, der alles bisherige dieser Art in den Schatten stellte. Unter anderem berichtete er über folgende persönliche Beobachtung: Eines Tages traf er auf eine riesige Schlange, die mit weit offenem Maule ihren Mauserungsschlaf hielt. Einige Schmetterlinge benutzten dies offene Maul, um sich darin festzunisten, und dank der Fruchtbarkeit dieser Tiere in den Tropen — sie machen dort nicht die langwierige Metamorphose durch wie in Europa — nahm ihre Anzahl in wenigen Tagen derart zu, daß die Schlange keine Luft mehr bekam und erstickte. Dieser Aussatz eröffnete eine leidenschaftliche Polemik. Eine ganze Anzahl von Zoologen bezeichnete diese Erzählung als eine tolle Münchhausiade, während andere Waltersmith zur Seite traten. Vor allem zeichnete sich ein anderer Schmetterlingssammler mit Namen Meyer als ein erbitterter Gegner der Angaben Waltersmiths aus, und schließlich bildeten sich zwei große Parteien. Zwischen ihnen kam dann eine Einigung in dem Sinne zustande, daß Waltersmith und Meyer miteinander eine Wette über tausend Dollar über die Richtigkeit der Erzählung abschlossen. Die Anhänger der beiden ließen sich das natürlich nicht zweimal sagen und schlossen ebenfalls Wetten ab, b'e schließlich die Gesamthöhe von 20 000 Dollars erreichten. Nachdem diese pferdelazarett. Zum Tag des Pferdes. Von Rudolf von Koschühki. Rudolf von Koschützki, bekannt als Journalist und Kriegsberichterstatter, hat seine Frontberichte in sein demnächst erscheinendes Buch „Fahrt ins Erdenland" (Verlag der Christengemeinde in Stuttgart) eingefügt, aus dem wir mit Genehmigung des Autors eine Probe geben. Ich habe in diesen Tagen manche Stunde auf dem großen Hof der alten Ülanenkaserne in Oletzko damit zugebracht, der Ankunft, Konsultation und Behandlung unserer braven Kriegspferde zuzuschauen. Bisher wurden sie beim Troß der einzelnen Truppenteile mitgeschleppt, sie mußten Schmerzen, Hunger, Kälte und Nässe aushalten, bis ihre „Pferde- notur" und der Regimentsveterinär ihnen wieder auf die Beine halfen, ober eine mitleidige Kugel sie im Straßengraben von ihren Leiden erlöste. Jetzt tut sich ihnen ein Lazarett auf. Große Ställe und Scheunen mit trockener Streu, wo es warm ist und kein Regen hinkommt, wo es satt zu fressen, Ruhe und Pflege gibt. Und schon kommen sie an, zu zweien, zu vieren, truppweise humpeln und schleppen sie sich herbei, Rappen und Braune, Füchse und Schimmel melden sich, wie es ordentlichen Soldatenpferden zukommt, treten in einem langen ©liebe an und bekommen mit Kreibe ihre Nummer auf bcn verstaubten Pelz geschrieben. Nun heißt es: Nummer 1 vortreten! Der Lanb- sturmmann zieht Nr. 1 aus bem Gliebe am Halfter ober am Strick, mit bei Kopf gegen bcn Hof neben dem Operationstisch, der aus einem über zwei Zementröhren gelegten Wagenbrett besteht. „Führen! Los, Trab." Nummer 1 humpelt los. Stocklahm, vorn rechts. „Zurück". Der kranke Fuß wirb aufgehoben, und der Oberveterinär beginnt den Huf mit der Hufzange abzutasten. Ob er irgendwo gegen den Druck empfindlich ist: vielleicht ein alter Hufnagel, den der Schmied dringelassen, ein ausgewachsenes, zu lange nicht erneuertes Eisen, eine Steingalle oder Wunde. Ergibt sich Verdacht, muß das Eisen herunter; sonst wird weitergesucht. Das Kronengelenk, das Fessel-, das Knie- und Schulter- gelenk durch Drehen und Biegen auf Empfindlichkeit geprüft, die Sehnen abgefühlt, ob Geschwulst oder Hitze auf den Grund des Uebels führen. Endlich wird die Diagnose gestellt, die Behandlung verordnet. Der Unteroffizier schreibt alles in sein Notizbuch, eröffnet dem Patienten ein besonderes Konto: und dann kommt Nummer 2 an die Reihe. Hier sieht Summe bei Herrn Meyer als Treuhänder niedergelegt worden war, schiffte sich Mister Waltersmith wieder nach Brasilien ein, um, wie er sagte, die Beweise für seine Behauptung beizubringen, und in seiner Begleitung befand sich der „Treuhänder" Meyer, um Waltersmith zu „kontrollieren". Die braven Bostoner Schmetterlingssammler warten heute noch auf ein Lebenszeichen der beiden „Gelehrten", die selbstverständlich inzwischen schon miteinander das Gelb geteilt haben. Sie haben mit ben Schmetterlingen und der Schlange ihren Freunden einen fetten Bären aufgebunden. Königin Marys Weihnachtseinkänfc. (—) London. Schon Wochen vor dem Heiligen Abend werden im Buckingham-Palast, dem Königsfchloß, riesige Räume für die Aufstapelung der Weihnachtsgeschenke frei gemacht. Königin Mary, die nach Ausspruch ihres königlichen Gatten eine der besten Hausfrauen ist, fängt um diese Zeit mit den Besorgungen für Weihnachten an und kümmert sich besonders darum, weil sie einmal leidenschaftlich gerne inkognito einkaufen geht und anderseits natürlich unendlich viele Menschen zu bedenken hat, die sie mit einer rein persönlichen Gabe zu erfreuen liebt. Sie wählt nicht nur die Geschenke für die Mitglieder ihres Hauses und alle Angestellten, sondern sie bedenkt auch ihre Freunde und ebenso die Freunde ihrer Kinder, die ihr mit Freuden die Be- orgungen überlassen. Wozu noch die vielen Ge- chenke für Hilfsbedürftige kommen. Die Königin ährt selbst von Geschäft zu Geschäft, und ihr größtes Vergnügen ist es, unbekannte kleine Läden aus- findig zu machen und Gelegenheiten zu erwerben. Dabei passierte es ihr in einem Antiquitätenladen, als der Inhaber ihr minderwertiges Porzellan für echtes verkaufen wollte, was sie infolge ihrer großen Kenntnis zurückwies, daß der Geschäftsmann sie für eine Kollegin ansah und ihr eine gute Provision für den Fall versprach, wenn sie ihm Kundschaft zubrächte. Solche Begebenheiten sind die größte Freude der Königin und der Ihrigen, von denen sie ausgiebig damit geneckt wird. Königin Mary kauft nicht gedankenlos, nur um zu kaufen, sondern sie sucht in der Hauptsache praktische Geschenke aus, die für den Beschenkten von Wert sind und ihn erfreuen. Wird sie in einem der Läden, wo sie ihre Geschenke aussucht und auch selbst bezahlt, dennoch erkannt, so versucht sie schnell zu verschwinden. Aber das Publikum ist auch so taktvoll, ihr Inkognito zu respektieren, und erst wenn sie in ihrem Wagen fortgefahren ist, erzählt die kleine Verkäuferin ihren Kolleginnen beglückt, daß sie soeben Königin Mary bedient habe. Sic wollten kein Geld. (z) Paris. Daß selbst Diebe ritterlich fein können, lehrt das Erlebnis, das kürzlich eine Villenbesitzerin in Perpignan in Südfrankreich hatte. Zwei mit Revolvern bewaffnete Männer stiegen in der Meinung, die Insassen hätten das Haus zu einem Ausfluge verlassen, in die außerhalb der Stadt gelegene Villa ein und trafen dort wider Erwarten auf die Besitzerin. Wenn zur Dervollständigung der Geschichte darauf hingewiesen wird, daß sich der Vorfall an einem Vormittag ereignete, so weiß derjenige, der französische Sitten kennt, daß Madame noch im Negligee war. Die auf den Tod erschrockene Frau machte sich angesichts der beiden Schußwaffen auf das Aergste gefaßt und begann in ihrer Angst, den beiden Eindringlingen ihr Geld anzubieten Diese jedoch glaubten in bem liederlich gekleideten weiblichen Wesen das Dienstmädchen des Hauses vor sich zu haben und wiesen das angebotene Geld zurück: „Wir sind keine Berufseinbrecher, sondern nur durch Arbeitslosigkeit zu unserem Vorgehen gezwungen Wir werden einem armen Dienstmädchen nicht seine letzten Ersparnisse abknöpfen!" erklärten sie. man gleich die Druse. Zwischen den Kinnbacken alles verschwollen, vereitert; man kann den ganzen Finger in die Wunde stecken. Nummer 2 ist ganz unempfindlich dagegen, stiert aus seinem verschwollenen Kopf vor sich hin. „Flaches Messer, Wundspritze, Watte!" Der Assistent, ein Landwehrmann, reicht die Instrumente. Schon ist ein kräftiger Schnitt getan; die Wunde wird ausgespritzt, und Nummer 3 kommt an die Reihe. Ein Rappe kommt zitternd herbei. Eine Granate hat ihm eine fußlange Wunde in den Leib gerissen. Sic wird sauber ausgespritzt, mit antiseptischem Pulver bestreut. Dann kommt Nummer 3 auf die andere Seite zum Weitertransport nach R. Dort kommen alle Patienten hin. deren Heilung voraussichtlich länger als drei Wochen dauert. — Nummer-1. Ein schöner Goldfuchs mit feurigem Blick. Offizierspferd, viel Blut, nervös, schwierig zu behandeln. Himmel, ein Satteldruck auf den Widerrist, zwei Hände lang, tief vereitert, bis weit unter die Haut, vernachlässigt. „Sonde, scharfer Löffel, Schere, Bremse!" Der Oberveterinär macht nicht viel Worte; 98 neue Patienten warten auf ihn. Er ist allein. Die Operation ist schmerzhaft, Patient muß betäubt werden. Das Pferdechloroform ist die Bremse; ein kurzer Knebel mit Seilring. Der wird über die Oberlippe gezogen, der Knebel ein paarmal herumgedreht und von Schmerz betäubt hält Nummer 4 still, bis die Operation beendet ist, die Wundfläche frei und sauber, mit Wundbalsam beträufelt, das Fell mit Salbe bestrichen, damit es keine kahle Stelle gibt. Nummer 5 ist ein Fräulein mit dunklem Haar und den schönsten braunen Augen. Aber die Bremse — nein! Ich kenne das, es tut entsetzlich weh. Ganz grün wird einem vor den Augen, Kopf hoch, den Hals zur Seite gestreckt, und den Landsturmmann hinter sich herziehend, zwischen Pferde und Wagen hinein in den dunkelsten Winkel. Der Oberveterinär wäscht sich die Hände, sein Gummikittel knattert im Winde. Die kleine Braune muß aus dem Winkel heraus, fünf starke Männer kommen dabei in Schweiß. Nun rasch die spitzen Ohren herunter- gezogen, die Bremse angelegt, und bald ist auch diese Operation an der Hinterfessel beendet. Nummer 6 kommt heran: ein kleiner, vorzüglich gebauter Dunkelbrauner mit klugem Gesicht. Er war gestern schon dran. Zwischen ihm und dem Ober* veterinär besteht vom ersten Augenblick an eine Freundschaft. Der klopft ihm den Hals, lobt ihn wegen seiner Vernunft und fragt nach seinem Kopfschuß. Der Braune, als ob er es verstände, senkt den Kopf. Sein Führer legt ihm den Zügel auf den Hals. Niemand holt die Bremse. Er ist der Freund des Dberoeterinärs. Man behandelt ihn respektvoll. Zwischen den Ohren fitzt der Schuß. Eine Schrap- Madame ließ die beiden Männer bei ihrem Glauben, und spielte die ihr aufgezwungene Rolle ge= fchickt weiter. Sie führte die beiden Diebe in die Küche, wo sie ihnen ein kräftiges Frühstück aus- tifdjte, konnte es dann allerdings nicht hindern, daß die beiden einiges Silberzeug mitgehen hießen. Jedenfalls sieht man an diesem Beispiel, wozu auch einmal ein Negligee gut sein kann Amor und Nepomuk. (i) Rom. Unmittelbar auf der italienisch - jugoslawischen Grenze, zyischen den Städten Fiume und Susak, stand bis vor kurzem eine kleine, dem Heiligen Nepomuk geweihte Kapelle, in der jedoch seit dem Weltkriege keine gottesdienstliche Handlung mehr vorgenommen wurde. Dafür jedoch diente sie anderen Zwecken, die weniger mit der christlichen Heiligenlegende als mit dem heidnischen Gott Amor zu tun hatten: Junge jugoslawische Burschen, die ein Liebchen jenseits der italienischen Grenze hatten, benutzten die Kapelle gewissermaßen als Postanstalt und legten in ihr die Liebesbriefe nieder, die dann von den Mädchen abgeholt wurden. Diesem Treiben ist nunmehr ein Ende gemacht worden. Und zwar von der italienischen Polizeibehörde, die befürchtete, daß dieser verliebte Briefverkehr auch als Hilfsmittel der Spionage verwendet werde. Auf ihr Geheiß ist daher dieser Tage die Kapelle niebergeriffen worden, zur bitteren Enttäuschung der Burschen in Jugoslawien und ihrer Dulcineen auf italienischem Gebiet. Ein feiner Gendarmeriechef. m .. (ht) 33 uta re ft. Die in Rumänien gelegene bulgarische Gemeinde Att-Beschenowa hat neulich einen neuen Posten- führer des dort stationierten Gendarmeriepiketts bekommen. Dieser Herr Torna, der wie viele seines« gleichen in den Minderheitendörfern nichts wei« ter als eine Miniatur-Satrapie erblickte, hat das Kapitel der Gelderpressungen um einen recht originellen Beitrag vermehrt. Er griff sich zwei übel- berüchtigte Zigeuner, die in den Häusern der wohlhabenden Bauern sogenannten „Schwarz-Tabak" anbieten mußten, dessen Verkauf auf Grund des Monopolgesetzes schwer bestraft wird. Da die Bauern diesen Trick kannten, warfen sie die Zigeuner kurzerhand hinaus. Diese waren aber noch schlauer und legten in jedes Gehöft ein übelduftendes „Ei" in Gestalt eines heimlich weggeworfenen Ta- bakpaketes. Kaum hatten sie ihre Befuchsreife beendet, erschien der Postenführer Torna, nahm Haussuchungen vor und fand überall ein Paket „geschmuggelten Tabaks", überall nahm er Protokolle auf und verhängte auf Grund seiner Machtbefugnisse erhebliche Geldstrafen — ja er arreftierte sogar einige zahlungsunwillige Bauern und setzte sie im Gemeindehaus fest. Diesmal hatte er aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht — am anderen Morgen umstellten die Bauern das Gemeindehaus und nahmen eine so drohende Haltung ein, daß der Postenführer sich bereit erklärte, das ganze Verfahren „niederzuschla- gen", falls ihm ein paar Tausend Lei gezahlt werden würde. Dieses Ansinnen machte das Maß voll, die Leute stürmten das Lokal, befreiten die Inhaftierten und sperrten dafür den Kommissar selber ein — das ganze eine schlichte alltägliche Geschichte, der man wohl zweckmäßig die Ueberschrift „Leiden und Freuden der bulgarischen Minderheiten in Rumänien" gibt. Obecheffen. Stadtrat in Bad Nauheim. = Bad-Nauheim, 30. Nov. Der Stadt- rat beschloß in seiner gestrigen Sitzung die Schaffung eines Sport- und Fe st platze s, der in ben Hochwald zu liegen kommt. Die Anlage einer Freilichtbühne soll damit verbunden werden. Die bewilligten Kosten belaufen sich auf 72 500 Mk., wovon allein rund 50 000 Mk. auf Löhne für die zu beschäftigenden Erwerbslosen fallen. Nach dem Vorgehen des Staates beschloß der Stadtrat auch für Bad-Nauheim, daß bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen Steuerrückstände aus dem Steuerjahr 1932 um V«, aus dem Steuerjahr 1931 um % und aus dem Steuerjahr 1930 und früher um die Hälfte erlassen werden. Ferner wurde beschlossen, am Rödger Weg eine Stadtrandsiedlung erstehen zu lassen. Es sollen insgesamt 30 Siedlerstellen im Erbbaurecht errichtet werden. Die Stadt Bad-Nauheim tritt mit einem Beitrag von 5000 Mk. dem Garantieverband zur Aufbringung der restlichen Mittel für Jnstand- setzungs- und Umbauarbeiten bei, unter der Voraussetzung, daß sich der Garantieoerband auch auf unser Gebiet erstreckt. Gemeinderat in Schotten. oo Schotten, 29. Nov. Der Gemeinderat beschäftigte sich zunächst mit der Schutzmann- stelle, die sofort besetzt werden soll. Der Ge- meinberat bestimmte als neuen Schutzmann den Versorgungsanwärter ßippener aus Freienseen, der seinen Dienst bald antreten wird. Für die Bei- treibungs- und Vollziehungsstette, die für die Stadt- koste die städtischen Steuern und Abgaben in der Stadt beizutreiben hat, wurde Friedrich Schäfer angenommen. Der Gemeinderat beschloß grundsätzlich die Einleitung der F e l b b e r e i n i g u n g. Zu Beginn dieses Jahres hatte bereits mit ben Interessenten eine Vorbesprechung ftattgefunben. Die Vorbereitungen finb inzwischen getroffen worben, ein all- nellkugel, bie vvn oben kam. Sie ging bis auf ben Schäbelknochen, ber zersplittert ist. Der Obervete- rinär fährt mit ber Sonbe fingertief in bie Wunbe, säubert ben Wunbkanal, spritzt ihn aus. Der Braune zuckt manchmal vor Schmerz, rührt sich aber nicht von der Stelle. Mit gesenktem Kopf steht er still, bis die Behandlung vorüber ist. Niemand hält ihn. Wer nicht von Kind auf mit Tieren verkehrte und die einfältige Redensart von der oernunftlofen Kreatur noch mit seiner Schulweisheit herumträgt, sollte einmal einen Vormittag hier im Pferdelazarett zuschauen. Welche verschiedenen Grade vvn Intelligenz, Empfindsamkeit, Willensstärke, welche Mannigfal- tigkeit der Temperamente und Charaktere würde er unter ben Kriegspferden zu sehen bekommen... Das Wiedersehen. Von Hermann Linden. Ich habe sieben Länder bereift — wenig also von der großen Welt. Unter diesen Reisen befinden sich einige, bie einmalig bleiben, nie zur Wiederholung kommen. Wenn man schon eine weite Reise macht, leiber selten genug, bann wählt man sich doch immer wieder ein neues Ziel, denn bie Welt ist ebenso groß, wie bas Leben kurz ist. Eines Abenbs saß ich im Kino. «Bieber einmal packte mich bie Erinnerung auf eine fast magische Weise, fast schien es mir, als sprängen elektrische Funken burchs Blut unb ich mußte mich mit Gewalt beherrschen, um nicht meine Nachbarn störend an der Hand au fassen. Ich erkannte: das Kino ist die stärkste Waffe der Erinnerung. Gegenstände, Briefe, Bilder, alles bas bleibt vorhanben, währenb die Schatten auf ber Leinwanb verschwinden, aber: diese Schatten sind mehr als Schatten, mehr als flüchtige Lichtreflexe, sie sind die Wiedergeburt der Wirklichkeit. Eine ber großen, schönen Stäbte, bie ich besuchte, um sie sicher nie mehr im Leden zu betreten, war wie ein erhabener Traum, ein Traum in Weiß, Blau unb Golb. Die Stabt liegt im Morgenland. Diesen Abenb sah ich sie roieber: im Kino. Es war mehr als bie Vorführung eines „Kulturfilms", wenigstens für mich. Für mich war es bie Wieder- holung eines Erlebnisses. Ich hatte bie Stadt inzwischen schon öfter in Filmen gesehen, aber noch nie war die Photographie so intim, so plastisch, so künstlerisch erfaßt gewesen wie bei diesem Film unb noch nie hatte ich bie Bebeutung unb Herrlichkeit bes Tonfilms so beglütfenb gefunben. Da war sie, bie Stabt. Das waren keine schwarzweißen Lichtschatten — bas war sie, bie erhabene Stabt im Morgenland. Nur auf ihren vergoldeten Dächern konnte gemeiner Meliorationsplan mit genauem Erläute- rungsbericht ist fertiggeftellt. Die Felbdereinigung ift bas wichtigste unb probuktioste Mittel, mit bem in unferer Gemarkung, wie im ganzen oberen yabbatal ber Lanbwirtschaft wirksam geholfen wer- den kann. Die lanbwirtschaftliche Kommission wirb bas Projekt einer genauen Vorprüfung unterziehen. Demnächst wirb eine allgemeine Versammlung mit ben Interessenten unb ben Fachleuten ftattfinben. Die Bürgermeisterei wirb bie weiteren Vorbereitungen treffen. Ausführlich berichtete ber Bürgermeister über die Rechtsverhältnisse zwischen Kirche und Stabt Schotten hinsichtlich ber etatsrecht- Itdjen Beziehungen. Eine rechtliche Verpflichtung ber Stabt, generell bas jeweilige Defizit ber Kirche aus stabtifchen Mitteln zu becken, kann ber Ge- meinberat nicht anerkennen. Dagegen ist er gern bereit, sich mit ber Kirche über bie Leistung eines angemessenen freiwilligen Zuschusses zu verständi- gen. Eine gütliche Regelung wird im beiderseitigen^ Interesse erstrebt. Die Freiwillige Feuerwehr will zum Zwecke eines raschen, leichten Transportes ber Motorspritze einen Transportwagen beschaffen. Ein Zuschuß von 500 Mark ift hierfür van anberer Seite beroiligt. Der Gemeinderat hat unter der Voraussetzung, baß ber Stadt durch bie Anschaf, fung keine weiteren Unkosten entstehen, nichts gegen den Erwerb einzuwenben. Im Rechnungsjahr 1933 soll auf Antrag aus Bit- hgfeitsgrünöen ein entsprechenber Gewerb st euer Nachlaß ftattfinben, wenn sich bei ber Veranlagung ergibt, baß hinsichtlich bes Gewerbe- kapitals ober des Gewerbeertrags gegen bas Vorjahr eine wesentliche Verminderung eingetreten ift. Im Beisein von Dberforftmeifter D e u ft e r würbe ber für bie nächsten zehn Jahre gültige Plan ber neuen Forsteinrichtuna bes Stabtroalbes besprochen. Danach ist ein Hiebsatz von 800 Fest- meter Holz vorgesehen. Der Plan würbe vom Ge- meinberat genehmigt. Näher verhanbelt würbe auch so bie Sonne funkeln, als hinge bie Lust voller unsichtbarer Juwelen, ba waren sie, bie Brücken, bie nur biefe Stabt hat, bie Brücken, auf benen ich aus purem Vergnügen an ihnen hin unb her gelaufen war, Brücken von elegantem, fast majestätischem Schwuna. Die Glut bes Orients brütete flimmernd in ben Aufnahmen, in ben hastigen unb doch ge- laffenen Bewegungen ber Menschen, im Ausdruck der dunklen, spähenden Augen. Die Stimmen tönten, wirr, schnell unb lärmend unb ich sah bie Straßenecken, an benen ich gestanden hatte, um zuzuschauen voll Lust unb Gluck, ich sah bie Bänke, auf benen ich gehockt hatte, um ins riesige Meer zu starren, in bem bas weiße Zauber- bilb ber Stabt sich bunfler spiegelte. Silber vom Ufermarkt erschienen. Unb ich sah — fast hätte ich geschrien — ich sah sie, bie kleine, graziöse, büftcr- augige Dbftoerfäuferin, mit ber ich abenbs Feuer- wein trinken gegangen war. Noch immer, wie vor drei Jahren, saß sie unter ben großen, bronzenen Brückenlöwen unb lachte mit ihren weißen Zähnen bie Passanten an. Ich weiß nicht, wie sie hieß, mir haben keinen einzigen Satz miteinanber gewechselt, da ich bie Lanbessprache nicht beherrschte. Dennoch saß ich mit bem Mäbchen, als es seinen' Stand geschlossen hatte, im Weinhaus, wo getanzt wurde und wir Haden uns herrlich ohne Worte verstanden. Der Film verweilte lange genug, um sehen zu rönnen, daß sie immer noch so jung aussah wie da- mals, das braune Kindgesicht — ober, täuschte ich mich, vielleicht überglänzte bas Kameralicht zu grell ihr Gesicht. Nie hätte ich gebacht, bieses Mädchen noch einmal wieberzusehen, bas längst schon unter den fast vergessenen Gesichtern verschwunden war, nie hätte ich geglaubt, bie erhabene Stabt noch einmal in solch aufregenber Realität zu erleben. Wie- bergeburt ber Wirklichkeit. Magie ber Schatten. Hochschulnachrichten. Der emeritierte Professor ber Theologie an der Universität Marburg, Martin Rabe, ber Herausgeber ber „Christlichen Welt", ift auf Grund des Paragraphen 4 des Beamtengesetzes aus dem Staatsdienst entlassen worden; ebenso Professor Dr. Albrecht Goetze (Semitische Philologie). Professor Dr. Felir Bernstein, Ordinarius für Versicherungsmathematik an der Universität Göttingen, wurde auf Grund des § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des 33erufsbeamten« tums tn ben Ruhestand versetzt. Professor Dr. Gunther Ipsen in Leipzig hat einen Ruf als Drbinarius für Philosophie au die Universität Königsberg angenommen, o. beiden Gewerbesteuerarten. der S.Jt.-^fpOTt Mann und Frau in Stadt und Land Jtn Lustschuhbund reicht euch die Hand! Auf Grund der Paragraphen 1 und 3 des Reichsgesetzes über die Rechtsstellung der weiblichen Beamten vom 30. Mai 1932 wurde am 2. November natürlich morgen versuchen, die Scharte nuszu- wegen Das nnrb vor allem davon abhangen, daß es kn Sturm besser al» seither klappt In erster Linie wird ideenreicher nud schneller gespielt werden müssen. Denkt an den Pfennig! Ein Pfennig roäre nicht viel? Wenn morgen jeder zur Sammlung nur einen Pfennig mehr gibt, al» bei der letzten Sammlung, dann macht da» in ganz Deutschland rund 600 000 Warf au». Wenn jeder Deutsche täglich zum Winterhllf»werk einen Pfennig gäbe, dann hätte da» Winlerhilfswerk Innerhalb eine» Jahres die ungeheure Summe von 237 000 000 Warf mehr zur Verfügung. Ist Dir der Pfennig jetzt immer noch eine Kleinigkeit? Bekanntmachungen des Personalamts. verseht wurde: Am 11. November lsd. I. der Förster Heinrich Nikolaus K o ch h a s e n zu Seidenbuch in gleicher Diensteigenschaft in die Försterei Buchschlag des Forstamts Kelsterbach; auf Grund des § 5 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 am 71. November 1933 der Verwaltungssekretär Erster Fußball-Länderkamps gegen Polen Schauplatz: berliner Poststadion. 1933 die Lehrerin Margarete Kranz, geb. Braun, an der Volksschule zu Vilbel, Kreis Friedberg, auf chr Nachsuchen mit Wirkung vom 1. November 1933 aus dem hessischen Schuldienst entlassen. Die nach § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. Dezember 1933 erfolgte Entlassung des Studienrats an der Oberrealschule am Stadthaus in Offenbach, Wilhelm Gundermann, wurde am 13. November 1933 in eine Entlassung nach 8 2 a des Gesetzes zur Ergänzung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufs- beamtentums vom 20. Juli 1933 umgeändert. Am 9. November 1933 wurde der Oberamtsrichter a. D. Jean Schreiber in Vilbel zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht in Mainz, sowie bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen in Mainz zugelassen. zwar in Beuern zuixi Verbandsspiel. Während das Vortreffen hoch gewonnen werden konnte, wird den Gießenern diesmal ein weit stärkerer Widerstand entgegengesetzt werden. Auch muß die Spielver- einigungömannschaft ersatzgeschwächt fahren. Gießener Turnerschaft L — To. Wetzlar I. Am kommenden Sonntag tritt die Gießener Turnerschaft wieder mit 3 Mannschaften auf den Plan. Die erste Mannschaft, die in der Vorrunde sehr vom Pech verfolgt war, tritt am Sonntag in Wetzlar gegen den Tabellenersten an. Das Vorspiel konnte Wetzlar knapp mit 4:3 gewinnen. Die Gießener werden sich sehr anstrengen müssen, um in diesem Tressen ehrenvoll abzuschneiden. Gießener Turnerichast II. — OSL. Gießen I. Die zweite Mannschaft der Gießener Turnerschaft steht am Sonntag der ersten des OSE. Gießen im Verbandsspiel gegenüber. Da den Turnern zur Zeit gute Spieler zur Verfügung stehen sollte eigent- üd) mit einem, wenn auch knappen Siege zu recynen sein. Allerdings darf von den Turnern das Spiel nicht leicht genommen werden, zumal sie am kommenden Sonntag in veränderter Aufstellung antreten müssen. Der OLE. Gießen hat wiederholt bewiesen daß er ein nicht zu unterschätzender Gea- ner ist. Das Spiel findet vor der Jugendmannschaft um 13.30 Uhr auf dem Universitätssportplatz statt WTV. Jugend — Tgde. Friedberg Jugend. Die Jugend des MTV., die ihre Spielrunde mit schönen, vielversprechenden Erfolgen beginnen konnte, ist am kommenden Sonntag vor eine schwere Aus- flabe gestellt. Ihr Gegner, Turngemeinde Friedberg, konnte das Vorspiel auf eigenem'Platze mit 6:1 gewinnen. Das bevorstehende Treffen wird den Gießenern letztmalig Gelegenheit geben, eventuell noch Gauerster in der Jugendklasse au werden. MTV.er werden alles daran setzen müssen und die körperliche Ueberlegenheit des Gegners durch größeren Eifer ausgleichen müssen. Das Spiel findet um 15 Uhr auf dem Universitätssportplatz statt. $<£ Klein-L n^en. Klein-Linden I — Wißmar I. Nachdem Klein-Linden durch eine ungünstige Mannschaftsaufstellung gegen die II. Lollars oer- über die Verwertung des jetzt tm Winter anfallenden Holzes. Losholz wird im kommenden Jahr voraussichtlich nicht abgegeben, doch soll für die Zukunft an dem alten Losholzbezug festgehalten werden. Ueber das Arbeitsdien st lager erfolgte eine Aussprache. Seine Beibehaltung, zum mindesten als Sommerlager, wird durch Verhandlungen mit den maßgebenden Stellen erstrebt. 3m Beisein des Kreisleiters K r o m m, des Kreisbetriebszellenleiters Schneidmüller, des Kreisabtellungsleiter für Witab, Deufter, des Kreisobmanns für Arbeitsbeschaffung, Fiedler, und des Leiters der Arbeitsamtsnebenstelle Schotten, W i l l m a n n , wurde eingehend über die A r - b e i t s b e s ch a s f u n g für die zur Zeit noch vorhandenen Arbeitslosen verhandelt. Kreisleiter Kromm betonte, daß man auch dem Kreis Schotten von Arbeitslosen bald frei bekommen müsse. Bei der Stadt werden an eigentlichen Wohlfahrtserwerbslosen eben nur drei Leute beschäftigt, an Alu- und Kru-Empsängern find noch zirka 40 bis 50 Personen vorhanden. Es soll versucht werden, die zur Zeit geschlossene Zigarrenfabrik wieder in Betrieb zu setzen. Dadurch würde der größte Teil der Leute, die man in anderen Berufen und Arbeiten wenig verwenden kann, untergebracht. Das Forstamt und die Stadt werden alsbald weitere Notstandsarbeiten einrichten, um dadurch für die Arbeitslosen zu sorgen. Die Stadt hat laut Beschluß des Gemeinderats den Ausbau der Wege tm Stadtwald, die Durchführung einesWaldweges zum Roten Brütfen- weg. die Zulegung des Stadtbachs vom Amtsgericht bis zur Untermühle und die Schaffung eines Verbindungsweges nach der Lohgasse vorgesehen. Mit diesen Notstandsarbeiten wird die Stadt völlig frei von Erwerbslosen werden. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer schloß der Bürgermeister die Sitzung. Ein Gefa lenen-Ebrenmal bei Reichelsheim. ♦ Reichelsheim, 1. Dez. Auf dem Lugberg zwischen Reichelsheim und Bingenheim fand die Einweihung eines Ehrenmals für die Toten der nationalsozi al i st Ischen Bewegung statt. Reichelsheimer Jugend hatte das Fundament gelegt, Reichelsheimer Handwerker errichteten das weit sichtbare Ehrenmal. Es besteht aus einem massiven Basaltsteinmauerwerk und einem etwa 7 Meter hohen Holzkreuz. Der ganze Ort stand im Zeichen der Einweihung An den Denkmälern von 1870'71 und 1914 18 wurden Kränze niedergelegt. Ein Festgottesdienst vereinigte alle Verbände und Organisationen im Gotteshaus. Gegen 14 Uhr bewegte sich ein langer Zug aus dem Städtchen zum Ehrenmal. Aus der Umgebung waren Hunderte von Teilnehmern gekommen. Der Musikoerein leitete die Feier ein, von den umliegenden Dörfern läuteten die Glocken, der Gesangverein „Liederkranz" sang ein Lied. Pg. Lehrer Keller übengab das Denkmal an Bürgermeister Ve11h und hielt eine Ansprache, in der er der Toten des Weltkrieges und der deutschen Freiheitsbewegung, insbesondere aber auch des SA.-Mannes Wilhelm Hofmann aus. Wölfersheim, gedachte. Er gdb der Versicherung Ausdruck, daß die Opfer nicht umsonst gewesen feien. Bürgermeister Beith (Reichelsheim) nahm das Ehrenmal in die Obhut der Gemeinde. Nachdem der Bürgermeister noch die Ehrengäste begrüßt hatte, und nach einer weiteren Darbietung des Mu- fikoereins nahm Pfarrer Rühl mit einer eindrucksvollen Ansprache die Einweihung des Denkmals vor. Der Vertreter des Reichsstatthalters, Polizeimajor Joers, hielt ebenfalls eine Ansprache und wies auf die Verpflichtung hin, die den Lebenden aus dem Opfer der Gefallenen erwachse. Nach dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes und des ersten Verses de» Deutschland-Liedes legten Major Joers, Bri- gabeführer Schmidt, der Vertreter des Kreisamtes Dr. Andres, sowie zahlreiche Ortsgruppen- fuhrer Kränze nieder und gelobten, sich einzusetzen, wie jene es getan hatten, denen das Denkmal gelte. Mit dem Lied vom guten Kameraden wurde die Oeier beschlossen. Am Abend sand noch eine Toten- gedenkseier mit Lichtbildervorführungen statt. Ein Film vom Schiitzerlanh. 8 Schlitz, 1. Dez. Ein Erlebnis für unsere Be- volkerung war die Uraufführung des von Schulrat Lorentz geschaffenen Heimat- und Kulturfilms: „O S ch l i tz e r l a n d wie b i st du schön". Zwei Regierungsoertreter aus Darmstadt hatten sich dazu eingefunden und gaben der Anerkennung Ausdruck, den dieses echt bodenständige. volksverbundene Filmwerk an maßgebender Stelle gesunden hat. Der Bildstreifen bringt in den drei Teilen .Landschaft", „Heimat". „Volk" eine Fülle reizvoller Naturaufnahmen und eine packende Wiedergabe Heimatoerwurzelten Volkstum». Auf dem Weg, den der Film nun antritt, wird er sich wohl noch viele Freunde gewinnen und die Schön- heit de» Schlitzerlandes werteren Kreisen offenbaren. Landkreis Wietzen. <5 Obbornhofen. 1. Dez. Für das Win- terhtlfswerk wurden in unserer Gemeinde an Naturalspenden gezeichnet: 316 Zentner Kartoffeln. 83.15 Zentner Brotgetreide und 2.88 Zentner Ge- müse. An Bargeld gingen 54 Mark ein. Die eingesammelten Ersparnisse au» dem Eintopfgericht betragen für Oktober 36,15 Mark, für November 36,50 Mark. Die gesammelten Kleidungsstücke haben einen Wert von 80 bis 100 Mark. Die Kartoffeln Sind bereits nach Offenbach a. M. verladen waren. Das gespendete (Betreibe soll demnächst den Mühlenbesitzern in der Umgegend zur Vermahlung zugewiesen werden. — Unser Dorf zählt eine E I n- wohnerschaft von 675 Personen. Davon hoben 40 das 70. Lebensjahr schon überschritten. Von die- fen haben fünf das 80. Lebensjahr erreicht An Veteranen von 1870 71 lebt noch einer in unserem Dorfe. Es ist dies der in der Umgegend gut bekannte Zimmermeister Heinrich Peter Büppel Deremszusommenschlüffe in her OT. In Bochum schkosien sich die Turnvereine Eintracht, Turnklub und die Turngemeinde zusammen. Der neue Verein führt den Namen Tv. Friesen 1887 Bochum. — Die vor etwa vier Jahrzehnten gegründete Turngemeinde B ö ck i n g e n schließt sich mit dem kürzlich neugegründeten To. Jahn zusammen — Gut Heil Schwelm, der letztjährige westdeutsche Handballmeister der LDT. ist endgültig und geschlosien zur Schwelmer Tumgemeinde übergetreten. Alfa-^omeo Rennwagen nur für Italiener. In der kommenden Saison bringt die italienisch« Automobilfirma Alfa Romeo ihren stark oere bei dem Kreisamte In Bingen, Peter Heinz, mit Wirkung vorn 1. Dezember 1933 an das Hessische Kreisamt in Bübingen. Der Rechnungsdirektor L 9t Mahr, Darmstadt, wurde auf Nachsuchen von dem ihm übertragenen Amte eines Mitglieds der Prüfungskommission für die mittleren Stellen im Finanzfach enthoben und ihm gleichzeitig der Dank und die Anerkennung für die in dieser Eigenschaft geleisteten Dienste ausgesprochen. Der Deutsche Fußball-Bund hat ein neues Land in den Kreis feiner Länderspiel-Gegner einbezogen: unseren östlichen Nachbarn Polen. Am kommenden Sonntag findet im Berliner Poststadion der erste Fußballkampf Deutschland gegen dieses Land statt. Aus diesem Grunde verdient er natürlich besonderes Interesse, besonders auch deshalb, weil man sich in Deutschland über das Können und die Spielstärke Polens fast völlig im Unklaren ist. Wie steht es nun mit Polens Fußball-Können? Mancher wird überrascht fein, wenn er hört, daß in Polen sehr eifrig und auch gut Fußball gespielt wird. Die Polen haben österreichische und ungarische Trainer gehabt und von diesen viel gelernt. Allgemein wird der polnische Sttl mit der öfterrei- chischen Fußballkunst verglichen, nur soll er etwas weicher, aber dafür noch elastischer sein. Polens ßänöerfpiel-BilanA ist zwar nicht sehr umfangreich, jedoch zcemlich erfolgreich. Die schönsten Ersolge bedeuten bisher die Siege über Jugoslawien mit 3:0, über Rumänien mit 5:0, über Schweden mit 2:0 und nachmals über Jugoslawien mit 4:3. Dies sind beachtliche Resultate. Die Elf, die am Sonntag gegen Deutschland spielt, wurde von dem polnischen Verbandskapitän Zaluka ausgestellt und wird in polnischen Kreisen als sehr stark angesehen. Es ragen besonders der ausgezeichnete Torwart Albanski, die beiden stämmigen Der- teibiaer Martynia und Bulanow sowie die beiden oberschlesischen Außenstürmer Urban und Blodartz hervor. Deutschland» Elf hat nicht überall restlosen Beifall gefunden. Man bedauert vor allem, daß man die gute Münchener Verteidigung Dendl-Harin- ger, sowie die Fortuna-Läuferreihe Janes-Bender- Bräuer auseinandergerissen hat. Man hofft jedoch auch, daß sich die beiden Berliner Neulinge auf diesen Posten gut zurechtsinden werden. Krause und Appel sind zwei talentierte junge Leute, die sich hoffentlich auch einem anderen Sttl anpaffen können. Jakob (Jahn Regensburg); Haringer (Bayern München), Krause (Hertha/VSE.) Jane», Bender (beide Fortuna Düsseldorf), Appel (BSV. 92); Leh- ner (Schwaden Augsburg), Lachner (München 1860), Hohmann, Rasselberg (beide Benrath), Kobierski (Fortuna Düsseldorf). Man rechnet bestimmt mit einem Siege dieser Mannfchast. Man hofft aber, daß sich die erfahrenen Leute, die das Rückgrat unserer Mannschaft bilden, auch von einer über alles Erwarten starken pol- nischen Els nicht unterkriegen lasten werden. Polnische (Stimmen zum Länderspiel. Die polnische Fußballmannschaft hat bereit» am gestrigen Freitag, begleitet von etwa 15 polnischen Sportjournalisten, Warschau verlassen. „Expreß Poranny" schreibt, daß da» Zusammentreffen ein ungeheure» Interesse erwecke. Nicht nur Sportliebhaber, sondern das ganze polnische Volk werde die Berichte über den Verlaus des Berliner Spiels mit größter Aufmerksamkeit verfolgen. „Mit Recht", so schließt bas Blatt, „denn das Berliner Länderspiel bedeutet den BeginneinerneuenAera in den deutschpolnischen Sportbeziehungen." Spielvereinigung 1900 gegen Germania Fulda. Da» ursprünglich angesetzte Verbandsspiel gegen Groß-Karben wurde verlegt. Die Mannschaft Der Spielvereinigung will aber auch für diesen Sonntag nicht ohne Spiel sein. Dem Spielausschuß ist es gelungen, die Ligaelf von „Germania" Fulda zu einem Freundschaftsspiel zu gewinnen, das, um 14.30 Uhr beginnend, auf dem Platz an der Lie- bigshöhe ausgetragen werden wird. Die Gäste haben in Gießen einen guten Namen und lieferten den Hiesigen schon manchen spannenden Kampf. Insbesondere entsinnt man sich einiger Kämpfe in der Bezirksliga der vorjährigen Saison, die gegen den VfB. ausgetragen wurden. Die Germanen stellen einen Gegner Dar, der sehr ernst zu nehmen ift Sie pflegen einbruckvolles Spiel unb verfügen über ein achtbares technisches Können, bas ihnen nicht zuletzt ben ersten Platz in ber Bezirksliga ihres Gebiets verschafft hat. Eine Mannschaft ber Spieloereinigung war bisher nicht zu erfahren. Der Ausgang bes Kampfes ist nicht oorherzusagen. Den Blauweißen sollte aber ein knapper Sieg möglich sein, wenn sie ben Kampfgeist aufbringen, ben sie in einem ber jüngsten Spiele zeigten. Vor allem wird es darauf ankommen, die Gäste nicht beliebig zum Zug kommen zu lassen. Man erwartet ein sportlich wertvolles und faires Spiel. Der Gegner sollte die Blaumeisen zu Probe ber Kraft und des Könnens herausfor- dern. Bleibt nur zu hoffen, daß sich die Gießener dieser Probe gewachsen zeigen. Die unteren Mannschaften ber Spieloereinigung sind spielfrei. Für die Jugendmannschaften sind folgende Spiele angesetzt: Heuchelheim — 1900 1. Jgd., Lich — 1900 2. Jgd., Heuchelheim — 1900 Schüler. DieLigamannschaftdesVfB. ist spielfrei. Auch die unteren Mannschaften pausieren. Die 1. Jugend bat gegen die 1. Jugend der Sportabteilung des Turnvereins Wieseck auf eigenem Platz anzutreten, und die Schüler sollen nach Leihgestern fahren, um gegen die dortigen Schüler ein Ber- bandsspiel auszutragen. Sportverein 1920 Heuchelheim. Das Spiel Heuchelheim I gegen Wieseck I findet umständehalber in Heuchelheim statt und beginnt schon um 13.30 Uhr. Der Ausgang des Spieles ist nicht oorherzusagen. Es rümpfen zwei gleichwertige Mamrschasten um die Punkte. Man erwartet guten Sport. Die zweiten Mannschaften beider Vereine spielen in Wieseck. Auch über ben Ausgang dieses Spieles ist nichts oorauszusagen. Zußbattabteilung des Sportvereins Wieseck. Am morgigen Sonntag ist die 1. Mannschaft des Turnvereins Wieseck in Heuchelheim zum fälligen Derbandsspiel zu Gast. Auf eigenem Platze hat die 2. Mannschaft dieselbe des Sportvereins Heuchel- heim zum Verbandsspiele zum Gegner. Auch hier dürste es ein interessantes Spiel geben, bei dem die Platzbesitzer den Sieger stellen sollten. Die Jugendmannschaft hat aus dem Walhsport- platz gegen die 1. Jugendelf des VfB. anzutreten unb wirb in ihr einen gleichwertigen Gegner vorfinden. DfÄ. Kro?horf»Gleiberg. Die 1. Mannschaft de» VfB. Krofdors-Gleiberg empfängt am morgigen Sonntag die 1. Elf von Erda zum Freundschaftsspiel. Da durch verschiedene Neuanmeldungen die 1. des VfB. Krofdorf eine Verstärkung erfahren bat, dürfte ein interessantes Spiel zu erwarten fein. Handball im Gau XII her OT. Io. Hachenburg — 1900 Gießen. Unmittelbar vor dem morgigen Fußball-Ligaspiel empfängt die erste Handballmannschast ber Spielvereinigung 1900 die gleiche Elf des Tv. Hachen- bürg zum fälligen Derbandsspiel. Die Gäste haben sich bis jetzt ausgezeichnet in der Gauklaste geschla- gen und nehmen hinter To. Wetzlar den zweiten Tabellenplatz ein. Die Desterwälder pflegen vor allem ein sehr wuchtiges Spiel unb sind auf fast allen Posten gut besetzt. Die Spieloereinigungsleute bekamen das beim Vorspiel, das sie etwas unglütf- Hd) 4 2 verloren, deutlich.zu verspüren Sie werden loren hatte, tritt die hiesige Els morgen gegen einen etwas schwächeren Gegner derselben Klasse an. Die Mannschaft hat eine gänzliche Umstellung erfahren, von der man sich eine größere Durchschlagskraft verspricht. Klein-Linden sollte, wenn auch keinen Sieg, so doch mindestens ein Unentschieden erreichen können. ^achschast-Schneelauf her OT / Auf Anordnung des Herrn Reichssportführers ist Zwischen dem Deuljchen ski-Derband und der Deutschen Turnerschaft eine Vereinbarung getroffen worden, derzufolge die DT. als Fachschaft s ch n e e l a u f körperschaftliches Mitglied des DSV. wird. Zur einheitlichen Ausübung des Schneelaufs ttitt daher mit sofortiger Wirkung die nachstehende Ordnung für den deutschen Skilauf in Kraft: 1- Der Deutsche Ski-Verband ist die für den beut- schen Skisport allein zuständige Fachsäule. Er ist allem berechtigt, skiläuferische Beranftaltungen durch- jurubren ober zu überwachen. Allen anderen Organisationen ist dies untersagt. 2. Für den deutschen Skilauf ist nur die Wett- lauforbnung unb Laufschule des DSV. maßgebend. 3 Die Führung des deutschen Skilaufs untersteht dem Führer des Deutschen Ski Verbände». Sämtliche deutschen Vereinigungen, Abteilungen, Riegen usw., die Skiläufer zusammenfasten, sind seinen Anordnungen Unterworfen. 4. An skiläuferischen Veranstaltungen können sich nur Mitglieder des Deutschen Ski-Verbandes beteiligen. 5. Jede skiläuferische Gemeinschaft innerhalb Deutschlands hat sich dem Deutschen Ski-Verband anzu- schließen. 6. Veröffentlichungen über den deutschen Skibetrieb sind ohne Unterschrift der zuständigen DSV.- und DT.-Fachwarte ungültig. 7. Skilaufunterricht untersteht im Gebiete be» Deutschen Reiches ber Aussicht unb ber Weisung be» DSV. 8. Nur die dem Reichsverband Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer im NS.-Lehrerbund angeschlostenen geprüften Berussskilehrer dürfen gegen Entgelt Skilaufunterricht erteilen. 9. Zur amateurmäBigen Unterrichtserteilung im Skilauf sind nur die vom DSV. geprüften Lehr- warte (Ämateurskilehrer) berechtigt. Sie sind an die vom DSV. angegebenen Weisungen und Amateur- beftimmungen gebunden. Die Turner-Schneeläufer sind vollberechtigte Mitglieder des Deutschen Ski-Verbandes. Der Turnerpaß erhält als Einlage ben Ausweis der „Fachschaft Schneelauf ber DI." Wochenenh'SchulungskursussürKreiSr ZugenhfachwarteimGauXIIhesOZB. Unter der Leitung des Gau-Jugendfachwarte» V o n d r a n (Gießen) veranstaltet Der Gau XII NordHessen im DFB. am Samstag, 9., und Sonntag, 10. Dezember, in Gießen, und zwar im Hotel „Baye- rischer Hos", einen Wochenend-Schulungskursu» für Kreis-Jugendsachwarte. Der Kursus sieht ein um- angreiches Programm vor und soll den Jugend- achwarten all das an Rüstzeug übermitteln, da» ie in den Vereinen zu ihrer Arbett brauchen. Die Eröffnung des Kursus erfolgt am Samstag um 17 Uhr durch den (Bauführer, Studienrat Riemann. Der Gaujugendsachwart Herr Vondran wird in tinem kurzen Referat die gegenwärtige Lage in den 3ugenDabteilungen der Vereine erörtern. Im besonderen wird man sich auch mit ber Stellung zur Hitler-Jugend unb zum Jungvolk befassen. Die Reihe ber fachlichen Borträge eröffnet der DFB Sportlehrer Leinberger mit einem Bortrag über das Thema „Fußball und fein Training". Der Teilnehmer am olympischen Kursus in Berlin, cand. med. Danz (Kassel) wird über die Olympiade 1932 sprechen und mit vielen Lichtbildern seinen Bortrag ergänzen. Der Sonntagvormittag bringt bann Referate be» Gau-Jugenbfachwartes B o n b r a n , ber sich mit ben praktischen Aufgaben bes Jugenbwartes unb mit bem Sport in ber Schule beschäftigen wirb. Privat-Dozent unb Universitäts • Sportlehrer Dr. Möckelmann wirb über bic „Erziehung ber Sportjugenb zur Staatsjugenb" sprechen. Mit einer Schulunasaufgade unb mit einer Aussprache wirb ber Kursus feinen Abschluß finben. Der Schulungskursus soll alle Kreis Jugenbfach» warte bes Gaues vereinigen. Außer ben Kreis- jugenbfachwarten kann jeber Führer unb Fachwort bes Gaues an bem Kursus teilnehmen. Breid AlSfeld. • Alsfeld, 1.Dez. Zur Unterbindung des Zuzugs von auswärtigen Erwerbslosen nach unserer Stabt hat ber Finanzausschuß bes Alsfelder Stabtrats ben Beschluß gefaßt, ent- sprechenb bem Vorgehen anberer Oemeinben auch für Alsfeld die W o h l f a h r t s - U n t e r - ftützungssätze für Zuaewanderte auf monatlich nur 1 0 M a r k zu bemessen. Preußen. Kreis Wetzlar. 3 Krofdorf, 1. Dez. Für die Gemeinde Krofdorf-Gleiberg wurde der Haushaltsplan 19 33 vom Gemeinbevorstand in Einnahme und Ausgabe auf 184 956 Mark festgesetzt. An Gemeindesteuern kommen zur Erhebung 400 o. H. ber Grunboermögensteuer 1 unb 400 v. H. ber Grunboermögensteuer II, 400 o. H. ber Gewerbesteuer nach bem Ertrag unb 400 o. H. nach bem Kapital, an Bürgersteuer bas 5sache, an Biersteuer bas einfache bes Lanbessatzes. Gegenüber Dem Vorjahre ist eine Ermäßigung ber Grunbver- mögenssteuer unb Gewerbesteuer eingetreten; in 1932 betrugen biese Steuersätze gleich 490 o. H. Grundsteuer I, 430 o. H. Grundsteuer II, 490 Ueber ben Sturm ist nichts zu sagen. Kodierski auf Mannschaft spielt mit: ' ' !■ .1 M - y\ Eine wenig gebrauchte Vorführungs- Nähmaschine verkauft billig Sv.L!nkev^Sobn t'nbtoinifrnfic 16. 72-50 Rundfunkprogramm Statt KartenI Gießen, den 2. Dezember 1033 n6790 067»7 067 4 Gießen sWehstelnstraße 4), den 2. Dezember 1933 72'9D VorzügL Beiprogramm u. Ufa-Ton-Woche Aus der Försterei Hochwart sollen die nachstehend verzeichneten Fichtenstangen verkauft werden: ,toK (aut Grund eigener Reisen) 7290 D 8 aller Art 7281 D miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih 20b 86 89 a Mailand-Florenz-Genua einschl. vol er Verpflegung und Hin- und Rückfahrt nur RH. 154 — Prospekte und Anmeldung im 7,70V Hapag-Reisebüro Gießen Winterstoffe Mantelstoffe Krimmer Plüsch Alle deutschen Kinder sollen satt werden, opfere für sie! Ab 14. Dezember 1933 befindet sich meine Praxis Bleichstraße 8 11 V<her Doering staail. geprüfter Dentist Sprechstunden wei kläglich von 9 bis 12 und 14 bis 16Uhr. Der für 11 Januar 1934 angezeigte Vortrag von Dr. Paul Rohrbach: »Afrika 1933 und die deutsche Kolonialfrage« mußte auf Montag, 8. Januar, verlegt werden 11 1 ~rrr\> 'TT’ir ***■* a* uui lyt; Vorfall l ei Jieit im Winkel, der einem oberbayerischen Ski- f^«anen ber. Reichswehr durch eine unerhört leichtfertige und unverantwortliche Handlungsweise durch eine österreichische Heimwehr-Polizeiassistenz- Patrouille das Leben kostete. Briefkasten der Hehoffton (Rechtsgutochlen sind ohne ’-Berbmhlidifftf her SdiriftleltunQ 1 D. 2L Krofdorf. Auf Ehestandsdarlehen können Bettkoltern bezogen werden, Hochzeitsanzüge dagegen nicht. 1 Schluß des redaktionellen Teils.» von Conan Doyle. 20.40: Bunte Musikfolge. 21.25t „Dichtung und Prophetie", von Dr. Günther Sa« watzki. 21.45: Konzert: Das Wohltemperierte Klavier, von Johann Sebastian Bach. 22.20: Du mutzt Listen ... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Nachtmusik des Orchesters des Westd. Rundfunks. 24 bis 0.45: Schicksal des deutschen Geistes: .Lessing". Samstag, 9. Dezember. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. Anschließend Früh, konzert. 10.10: Schulfunk: Dom Leben der Bienen. Bon Dr. Zeitz. 12: Wochenend-Konzert. 13.35: Mit. tagskonzert. 14.30: Stunde der Jugend. 15.15: Lernt morsen! 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimme der .^'^O^Wochenschau. 18.35: Stegreifsendung. 19: Reichssendung: Stunde der Nation: Konzert: Neue Musik aus Westdeutschland. 20: Griff ins Heute. 20.10: Alpdrücken ...! Aengstliche nicht ein. schalten! Eine bunte Stunde. 21: Wir atmen auf! Musik und noch einmal Musik. Ein Potpourri. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaltungs. musik. 23: Nachtmusik. Buntes Konzert. 24 bis 2: Nachtmusik. Eintritt: Mitglieder frei — Nichtmltglieder 75 Pfennig — Studenten, Schüler und Militär 40 Pfennig Vorverkauf bei Dr.Töpelmann, HindenburgwaU 4 p Lichtspielhaus • Gießen Goethe-Bund, Gießen Ludwig Haas Käthe Haas, geb. Schicker Vermählte Friedrich Richter Gustel Richter, geb. Funk Vermählte 3hre Vermählung beehren sich anzuzelgen Karl Schott Kunigunde Schott, geb. Lugert Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brdhl’schen Druckerei Lichtspielhaus • Gießen Heute letzter Tag: Der Schuß am Nebelhorn Deutsche Frauenkultur / Ortsgruppe Gießen Weihnachts-Resse Prachtvolle II Sv. Gtadimtfsion • AdventS-Vortrag, 3. Dez., V4 Hin „Jcmus kommt wieder!“ ooM8 Montag, 4. Dez., 81/2, für Kinder 47- Uhr: Lichtbild-Vortrag: „China" — Eintritt frei! — Gesellschaft für Erd- u.Välkerkunde IIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIII!IHI||||||||||||||||||n||||||||||||||||||||||,|||||||||||||||||||||lm|||1|||||||l|l|| Donnerstag. 7. Dezemb., 20.15 Uhr. in der Neuen Aula Lichtbilder-Vortrag Professor Dr. Franz Kühn, Kiel. »Die wirtschaftliche Differenzierung Argentiniens In ihrer Abhängigkeit von Natur und Mensch« Für He uns anläßlich unserer silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten banken wir herzlichst Eduard Gondner und Frau Clise, geb. Seibert Gießen, b.n 2. Dezember 1933 730? D Denken Sie praktisch, schenken Sie Stoffe, so lautet der Titel der Werbeschrift, welche die Firma Stoff- spezialhaus Vernarb, Gießen, der heutigen Ausgabe des Gießener Anzeigers beifügt. Es wird um I .e gefl. Beachtung gebeten. 7292D Zwangsversteigerung 37/33 Am Freitag, dem 8. Dezember 1933, vor- mittags 10 Uhr. wird im Amtsgerichts- gebäude zu Gießen, Zimmer 112, das im Grundbuche von Gießen dem Kaufmann Theodor Oppenheimer in Gießen zugc° (d)riebene Anwesen Neustadt 7 Jhir 1, Nr. 948 = 731 qm hosreite, geschätzt 28 310 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt. 6946D Gießen, den 10. November 1933. I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsoorsteher. Gießen Bismarckstraße 9 Frankfurter Straße 91 besserten E! n s i tz e r - R e n n w a g e n heraus. Die Italiener versprechen sich von dieser Neukonstruktion sehr viel und jetzt haben die Alfa-Romeo- Werke beschlossen, daß dieser Wagen an keinen ausländischen Fahrer verkauft werden darf. Man vefürchtet, daß die technischen Neuerungen von ausländischen Firmen übernommen werden. Vorerst wird nur eine geringe Zahl dieser Wagen gebaut werden, die sämtlich von Fahrern des „Rennstalles" Ferrari gesteuert werden sollen. Warnung an die Skiläufer vor dem Betreten österreichischen Geländes. Der Führer des Deutschen Ski°Verbandes, Josef Mauer (München), warnt in einer Veröffentlichung die deutschen Skilgufer e i n d r i n g l i ch st vor dem Betreten österreichischen Bodens. Bei Skitouren solle man sich genau orientic- sowie Kabrik-Reste terhaltungsrnusik 23: Nachtmusik. 24 bis 1: Don deutscher Seele. Winterreise. Liederzyklus. Mittwoch, 6. Dezember. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. Anschließend: Frühkonzert. 10.10: Schulfunk: „Wilhelm von Nassauen". Von Friedrich Bothe. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Unterhaltungskonzert: Die fröhlichen Fünf, mit Saxophon, Akkordeon, SchlMcug. 13.35: Mittagskonzert des Orchesters des Westd. Rundfunks. 14.30: Stunde der Jugend. 16: Nachmittagskonzert. 18: Deutsch für Deutsche. 18.20: Rasse ist entscheidend. 18.35: St. Nikolaus ist ein lieber Mann. 19: Reichssendung: Stunde der Nation: Der Nikolaus kommt. 20 Griff ins Heute. 20.10: Vom Deutschlandsender: Unteryaltungskon- zert. Großes philharmonisches Konzert. 22.20: Du mußt wissen . . 22.45: Von Freiburg: Der Nikolaus kommt! 23: Bericht vom Kölner Sechstagerennen. 23.15: Nachtmusik: „Banjo und Marimba . 24 bis 1: Nachtmusik. Donnerstag. 7. Dezember. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. Anschließend: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 13.35: Mittagskonzert des kleinen Rundfunkorchesters. 14.40: Rummelplatz der Jugend. Hörspiel für Kinder. 16 bis 18: Nach, mittagskonzert. 18: Spanischer Sprachunterricht. 18.20: „Wissen und Können . Technik und Wissenschaft in ihrer gegenseitigen Ergänzung. Professor Dr.°Jng. Adolf König. 18.35: „Sturm 33." Von Hans Maikowski — Vorlesung von Wolfgang Hermann. 19: Von Breslau: Reichssendung: Stunde der Nation: Unbeschwerte Klassik. Konzert der schlesischen Philharmonie. 20: Griff insHeute. 20.10: Bunte Musik. 21.10: Zur zufälligen Auswahl! Musikalisches Potpourri. 22.20: Du mußt wissen ... 22.45: Unterhaltungsmusik. 23: Perpetuum mobile. Eine lustige Tanzstunde. 23.45: Schlußbericht vom Kölner Sechstagerennen. 0.10 bis 1: Lebende Komponisten. Freitag, 8. Dezember. 6.05 Uhr: Morgenkonzert. Anschließend: Früh- konzert. 12: Mittagskonzert. 14.40: Der Hausfrau zur Erholung. 16: Nachmittagskonzert. Stabat Mater von Klopftock. 16 35: Kammermusik. 17.20: Szenen aus der Oper «Die Favoritin" von Donizetti. 18: Englischer Sprachunterricht. 18.20: „Warum Familienforschung?" 18.35: „Der Bergmann in der deut- schen Vergangenheit", Vortrag von Graf Carl von Klinckowstroem, München. 19: Von der Funkstunde Berlin: Reichssendung: Stunde der Nation: Jo- Hannes Brahms. 20: Griff ins Heute. 20.10: Der sterbende Sherlok Holmes. Eine Kriminalgeschichte Ausstellung Deutscher Wertarbeit aml.,s.u.ö.DezcmberiyZZ,imSilllirdsaaIbes Lafö Amend, Bahnhofstraße Geöffnet von 10 bis 20 llhr. - Eröffnung 1 Dezember, nachmittags 14 llhr. - llnkostenbelirag 20 Pf. Berliner ssrühbörse. /Berlin, 2. Dez. (WTB. Funkspruch.) Am Heu. tigen Wochenschluß blieb der vorbörsliche Verkehr recht ruhig. Von Seiten der Kundschaft sind den Banken nur wenig Aufträge erteilt worden, da man sich vermutlich infolge der gestrigen leichten Abschwächung zunächst abwartend verhält. In Bank» kreisen nimmt man jedoch an, daß — zumal aus der Wirtschaft wiederum recht günstige Nachrichten vorliegen — eine Belebung sich im Verlaufe der Börse möglicherweise bald durchsetzen wird. Am Devisenmarkt nannte man in der Verrechnung über Zürich: London gegen Kabel 5,2175, Schweiz 17,06, Amsterdam 8,21, Paris 84,45, Mai- land 62,72, Spanien 40,62. ren und nur an Hand guter topographischer Karten »ruy In fre.i Neinsten finden offenbart die Ao ur Ihre e»#nfrrtten frlc un« mentern tie| beglücken Mn en. trenn wir fte tu fefren oerftroen Verlangen <5it kostenlos das bebilderte Derbedlatt Zu beziehen durch jede Duchhandiuna £1100 Sermühler Lerlag/Berlin'Lichterfelde HieLieüH wird immer größer, wenn Sie ein echlechtsitzendes und lästiges Bruchband tragen. Brucheinklemmung kann /..Todesursache werden. Kragen Sie Ihren Arzt. Durch meine Spezial-Bandagen nach Maß und ilrztl.Verordnung haben sich viele Bruch leidende selbst geheilt. Garantieschein. Probezeit 14 Tage. 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