Nr. 257 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 2. November MZ in der Zeit, da er eben geheiratet hatte, in Breslau Professor war und an seiner „Römischen Geschichte" arbeitete, fürchtete selbst dieser Riese der Arbeit, der einen so zarten Körper besaß, zu erlahmen. Elf Tage vor der Geburt seines ersten Kindes schrieb er Mitte 1885, er befinde sich in einer beispiellosen Arbeitskalamität. „Es ist mir nur recht lieb", fuhr er fort, „daß so ein Wurm nicht gleich Umgang braucht und fürs erste nicht einmal Prügel, denn ich habe wahrhaftig keine Zeit dafür." • In seinen Vorlesungen konnten oft die Worte mit der Schnelligkeit der Gedanken nicht gleichen Schritt halten. Er arbeitete noch während seiner Vorlesung seinen Stoff durch und dieser große Wahrheitssucher der sich immer tiefer in die Probleme einbohrte, hielt wohl plötzlich an und erklärte: „Meine Herren, was ich da soeben behauptet habe, kann aus den und den Gründen nicht zurecht bestehen." Berühmt und gefürchtet war sein Sarkasmus. Napoleon III. der den Ehrgeiz besaß, sich als Geschichtsschreiber Hervorzulun, hatte Mommsen nach Paris geladen, um ihm bei der Abfassung seines Werkes über die gallischen Feldzüge Cäsars behilflich zu sein. Trotzdem hielt der Meister nicht viel von dem mit großem Pomp herausgebrachten Werk, und als ihn ein Bekannter fragte, ob er das Buch seinem Sohn schenken solle, erkundigte er sich erst: „Wie alt ist denn der Junge?" Auf die Antwort: „15 Jahre" meinte er: „Na, dann dürfen Sie es ihm ruhig noch in die Hand geben; in einem Jahr wäre er ihm schon entwachsen!" Als ihn ein berühmter gleichaltriger Gelehrter in seinen letzten Lebensjahren besuchte, sprachen sie von einem alten gemeinsamen Bekannten: „Sie sind ja fast alle tot," bemerkte wehmütig der Besucher. „Oder sollten es wenigstens fein," fügte Mommsen ironisch hinzu. Eines Tages erschien Mommsen auf dem Charlottenburger Amtsgericht, um dort sein Testament zu hinterlegen. Der Richter, der ein guter Jurist und Philologe war und Mommsen natürlich kannte, mußte ihn trotzdem um Ausweis-Papiere bitten. „Ich habe nichts dergleichen mitgebracht," erwiderte Mommsen befremdet, „weil ich annahm, hier genügend bekannt zu sein." „Gewiß habe ich Ihr Bild oft gesehen," antwortete der Richter. „Aber Sie müssen doch selbst zugeben, daß eine solche Kenntnis für juristische Zwecke nicht genügt." Der greife Gelehrte klagte nun, daß er so viel Zeit Der* liere, wenn er erst wegen der gewünschten Papiere nach Hause fahren müßte — damals gab es ja noch keine Autobusse und elektrischen Bahnen. Ob es denn kein anderes Mittel gebe, um feine Identität zu beweisen? Dec Richter Überlegte: «Halt, ich hab's," rief er dann aus: „Können Sie mir den Unterschied zwischen res mancipes und res nec mancipes (zwei Begriffen aus dem Corpus juris) genau auseinandersetzen?" Mommsen, nun ganz in feinem Element, begann sofort einen geistvollen Vortrag über das Thema. Als er geendet, sagte der Richter mißbilligend: „Ja, das ist diese falsche Mommsensche Auffassung. Zweifellos: Sie sind Mommsen!" F. S. Deutschland, herrliche Fülle... Don Werner Bergengruen. Der Schausaal der Welt kann nicht erschöpft werden. Deutschland ist unausmeßbar groß. Wer denn kennt die Einsamkeit der Holzwege im Fichtelgebirge, wer panisches Mittagsschweigen und panisches Mittagserschrecken in feuchtriechenden, sonnenkochenden Schilfwildnissen der starkenburgischen Rheinseite, wer die kahlen, dürftig begrasten Hochflächen der Rhön, die sich im Winde mit Herbstzeitlosen decken, wenn drunten in Franken noch aller Sommer bekränzt ist? Deutschland ist unausmeßbar. Wer denn kennt die Tausende seiner Städte, die abseitigen und die heimlichen, die zipfligen und die wilden, die herzlichen und die hinterhältigen, Bischofsgrün und Regen, Helmstedt und Mellrichstadt, Ochsenfurt und'Bensheim, Biberach, Kusel, Burghausen, ßauenburg und Soest? Begierden gibt es, die vor jeder Sättigung bewahrt bleiben dürfen, wie ja auch niemand des Schlafens länger als für einen Tag, der Nahrung länger als für wenige Stunden satt werden kann. Sind denn Augen zu e'rfättigen. Ohren, Nüstern, Haut, Hände und Füße? Hände, bie über junge Haselkätzchen streichen, in schäumenden Pulverschnee fassen, sich in glühenden Meerufersand wühlen bis an die Ellbogen, über Bootsränder in Wasserkühle hängen und von treibendem Schlingkraut schmeichlerisch gestreift werden? Füße, die durch mehligen Sand stapfen, im Lehmacker des treulicken Gewichts der Erde innewerden dürfen, das Federn des Bodens im Vorfrühling spüren, wenn er die Froststarre verlor? Füße, die sich in gräiernen Teppichwäldern verlieren, Füße, unter denen jäh das heimliche Morastgebrodel der weißblühenden Wiese raunt? Füße, die sich mit den Schuhnägeln gegen senkrechte Felswände stemmen und Schenkeln und Kniekehlen die fedrige Spannung weitergeben? Geschrei der Stare, schläferndes Glockensummen unsichtbarer Kuhherden im Bayerischen Walde, Dröhnen der Züge, Knirschen abstoßender Ruderboote. Jaulen des Windes um Alpenhütten, heulende Appell an die Hausfrau! Erkenntms zu vervreuen und zu fertigen, so ist das der beste Hilfsdienst für das große Arbeitsbeschaffungswerk unseres Führers Adolf Hitler. Kaufe deutsche Ware! — Du nützt dir selbst und schaffst Arbeit für deine Volksgenossen. Don Staatsrat Wilhelm Meinberg, Michsobmann für die bäuerliche Selbstverwaltung. Mit einer Kraftleistung, die die Welt vor kurzem noch für unmöglich gehalten hätte, ist es der nationalsozialistischen Staatsführung gelungen, d i e Zahl der Arbeitslosen wesentlich unter die Viermillionengrenze herabzudrücken. Diesen Erfolg gilt es zunächst für den Winter zu sichern und später weiter auszubauen. Einen Weg der Mithilfe für jedermann, um dieses Ziel zu erreichen, zeigen uns die Deutschen Wochen. Sie sollen vor allen Dingen der Mobilisierung der deutschen Häusfrau dienen. Durch ihre Hände gehen in Form des Wirtschaftsgeldes etwa 80 v. H. des deutschen Volkseinkommens. Von ihrer Einsicht hängt also die zweckmäßige Verwendung von vielen hun- Ersüttt Eure soziale pflicht! Kämpst mit Hitler gegen Hunger und Kälte! dcrt Millionen Reichsmark ab. Noch heute ist sich die deutsche Hausfrau nicht immer bewußt, daß ihre zur Erkenntnis dieser Tatsache bedarf es keines großen theoretischen Wissens, sondern lediglich der Einsicht in den alltäglichen Ablauf der Dinge. Kaufst du ausländische Waren, so mündet, wie gejagt, dein Geld sehr schnell in den Geldumlauf einer fremden Volkswirtschaft. Kaufst du deutsche Waren, so wandert dein Geld vom deutschen Händler zum deutschen Erzeuger und deutschen Arbeiter und wieder zu dir zurück; denn in einer gesunden Volkswirtschaft ist ja jeder, abgesehen von den Arbeitsunfähigen, nicht nur Verbraucher, sondern auch Erzeuger, Indem du deutsche Waren kaufst, dienst du also nicht nur deinen deutschen Volksgenossen, sondern im Grunde genommen nur d i r s e l b ft. Das Geld, das du auf diese Weise ausgibst, bringt dir selbst neue Arbeit und neuen Verdienst. Daher könnte die Losung der Deutschen Wochen auch lauten: „Dein Geld soll d i r Arbeit bringen — also kaufe deutsche Waren!" Wir wenden uns also nicht nur an den Opfersinn, sondern an das wohlverstandene eigene Interesse des einzelnen. Pflichterfüllung seinem Volke gegenüber ist nichts anderes als Treue gegen sich selbst und seine Familie. Derjenige, der deutsche Waren kauft, hat also keinerlei Veranlassung, sich in der Rolle eines Liebesgabenspenders zu gefallen. Er tut lediglich eine Pflicht, deren Erfüllung ihm selbst wieder zugute kommt. Gelingt es, diese Eintopfgericht am 5. November. Durch soziale Gerechtigkeit zur äußeren Freiheit! Die Begriffe national und sozial haben sich im neuen Staat zur unlöslichen Einheit verschmolzen, keiner darf sich national nennen, der nicht den festen Willen aufbringt, dem unglücklichen Volksgenossen durch die Tat zu helfen. Und keiner wird wahrhaft sozial sein, wenn dieNotdes Vaterlandes nicht feine eigene Not ist. Diese Gesinnnung soll sich am nächsten Sonntag bewähren: Am 5. November wird in ganz Deutschland das Eintopfgericht gehalten, weil Millionen hungern. Der Volksgenosse, der noch etwas besitzt, verzichtet zugunsten des Darbenden auf einen Genuß, stellt auch äußerlich durch diesen Verzicht die Schicksalsgemeinschast her. So wird das Eintopfgericht Sinnbild der inneren Geschlossenheit, die notwendig ist, wenn der Kamps für die Ehre Deutschlands nach außen hin siegreich durchgesührt werden soll. Wer das kleine Opfer des Eintopfgerichts am nächsten Sonntag bringt, zeigt, daß er den Geist der neuen Zeit verstanden hat, zeigt, daß er mithelfen will an dem großen Werk unseres Führers. Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1 9 33/34. Gau Hessen-Nassau. kleinen und großen Ausgaben eine volkswirtschaftliche Teilhandlung sind, die im Zusammenhang mtt dem Ablauf der gesamten Volkswirtschaft gesehen werden muß. Diese Erkenntnis fordert keine großen theoretijchen Kenntnisse, sondern ist das Ergebnis einer einfachen Ueberlegung. Aus dsr Provinzialhauptstadt. Das Geld, bas die deutsche Hausfrau für die Lebensbedürfnisse ihrer Familie ausgibt, wandert — das lehrt schon die naive Weisheit des alten Kinderspiels „Taler, Taler, du mußt wandern" — stetig von Hand z u H a n d , zunächst in die Tasche des Händlers, der nun feine Lieferanten bezahlen muß. Von dort wandert es in die Hände des Erzeugers, der feinen Verdienst zu einem großen Teile abermals zur Bezahlung feiner ® r 3 e u » gungs mittel und in Form von Arbeitslöhnen weiter gibt, die wiederum zur Befriedigung der verschiedenen Lebensbedürfnisse verwendet werden, und so fort. Sin ewiger Kreislauf! Man braucht nur die einzelnen Stationen dieser Wanderung des Geldes zu überblicken und man wird ohne weiteres einsehen, daß es keineswegs gleichgültig ist, wohin das Geld wandert. Gibt man sein Geld für ausländische Waren aus, so wandert es in die Tasche fremder Lieferanten und fremder Erzeuger und ist Lohn für ausländische Arbeiter, der den brachliegenden Arbeitskräften im eigenen Lande entzogen wird. Das Geld aber, das für im Jnlande erzeugte Waren ausgegeben wird, und auf diese Weise seinen Kreislauf innerhalb der deutschen Volkswirtschaft durchläuft, dient zur Ankurbelung der deutschen Volkswirtschaft und ist auf diese Weise ein Arbeitsbeschaffungsmittel allerer ft en Ranges. Die Losung: Kauft deutsche Waren! bedeutet gleichzeitig den ernsten Appell, an dem Arbeitsbeschaffungswerk der Reichsregieruna nach bestem Vermögen mitzuwirken. Das Vflichtgebot des Nationalsozialismus „Gemeinnutz geht öor Eigennutz" ist nur bann lebendige Wirklichkeit, wenn es sich a u ch i n d e n k l e i- nen Handlungen bes Alltags bewährt. Jnbem so ber einzelne banach trachtet, auch seine kleinste Handlung als Dienstleistung für die Allgemeinheit aufzufassen, verwirklicht sich aber auch der zweite Teil der Losung „Einer für alle — alle für eine n", die einst den preußischen Staat zu seiner geschichtlichen Sendung befähigt hat. Auch Abgehärtet in den Winter! Ein wenig Unbehagen haben wohl alle vor Herbst und Winter und ihren Einflüssen. Denn Erkältungskrankheiten können langwierig und unangenehm sein und oft sogar ernste Folgen für unsere Gesundheit haben. Erfahrungsgemäß geht ein Winter selten vorbei, ohne uns etliche Schnupfen und Hustenperioden zu bringen. Frostbeulen gehören auch nicht zu den Annehmlichkeiten, und wenn wir mit falten Füßen frierend in nicht genügend erwärmten Zimmern herumsitzen, so ist auch das eine von den Schattenseiten. Aber wir können einiges dagegen tun, so gänzlich von der Unbill des Winters überrannt zu werden. Je gekräftigter wir in die unbehagliche Jahreszeit hineingehen, um so leichter erträglich wird sie. Wer im Sommer viel in frischer Luft und Sonne war, wird meist recht widerstandsfähig sein, und da selbst der Herbst oftmals noch Gelegenheit gab, im Freien zu sein, so haben wir uns wirklich selber die Schuld beizumessen, wenn wir unfern Körper das Gebotene nicht ausfoften ließen. Noch jetzt im Spätherbst sollten wir es uns nicht nehmen lassen, ausgiebige Spaziergänge zu machen, und zwar genügt es für den Städter nicht, daß er ' etwa in den Straßen der Stadt spazieren geht, sondern er soll sich hinausbegeben in die Natur, wo er wirklich gute Luft hat. Wer radelt, hat es leicht, aus den Stadtmauern und Straßen herauszukommen, und dieses Beförderungsmittel sollte noch mehr, als es jetzt schon der Fall ist, benutzt werden. Wer einen Garten hat, soll Tag für Tag, wenn die Witterung es irgend erlaubt, draußen eine kleine Beschäftigung vornehmen, sei es, daß es etwas umzugraben gibt, daß man nur Büsche beschneiden, Ranken hochbinden oder den Zaun reparieren kann. Man bleibt dabei in Bewegung und tut etwas für seine Gesundheit. Man wird finden, daß es auch im Herbst und Winter nur wenige Tage gibt, an denen man nicht aus dem Hause gehen kann. Wenn man aber wirklich einmal einen ganzen Tag überhaupt nicht aus dem Hause kommt, so ist die Gymnastik ein guter Ersatz; das Blut kommt in Umlauf und man sorgt für die nötige Erfrischung der Organe, die überaus wichtig ist. Die Ernährung im Winter muß natürlich eine andere sein, als im Sommer. Sobald die läge kühl und dunkler zu werden beginnen, muß der Körper mehr tierisches Fett bekommen. Man führt ihm das in Form von Butter oder fettem Fleisch zu. Eine sehr gute Ernährung für den Winter ist Haferbrei, doch müssen die Haferflocken vorher eingeweicht und dann gründlich und langsam gekocht werden. Nur dann hat der Körper wirklich Nutzen von dieser Ernährung. In den Monaten November bis April muß man solche Speisen in den Küchenzettel einschalten. Kalte Bäder im Winter sind nur für Menschen mit sehr guter Blutzirkulation und sehr fester Gesundheit zu empfehlen. Im allgemeinen soll man sich an warmes Wasser halten. Natürlich kann man sich, wenn man das liebt, nach dem warmen Bade mit kaltem Wasser abreiben oder kalt duschen, aber es genügt auch, wenn man nur eine Weile unbekleidet nach dem Bade im Zimmer auf und ab geht oder den ganzen Körper mit der Hand tüchtig abreibt. Auf diese Weise regt man den Blutumlauf schon genügend an. Niemals soll man mit irgendwelchen Abhärtungskuren mitten im Winter an kalten Tagen anfangen. Es ist schon manche schlimme Erkältung durch solche törichten Abhärtungsoersuche veranlaßt worden. Wenn man z. B. kalte Waschungen und Abreibungen im Winter durchführen will, so muß man den Körper im Sommer daran gewöhnt haben und genau wissen, daß er es verträgt. Bei vielen Menschen wehrt sich die Haut gegen Kaltwasserbehandlung bei kühler Witterung; sie wird rauh und gerötet, immer ein Zeichen, daß es dem Körper nicht angenehm ist, auf diese Weise be= oder vielmehr mißhandelt zu werden. Man soll solche Anzeichen nicht unbeachtet lassen und sich Theodor Mommsen 3um 30 Todestage des großen Historikers Das 30. Todesjahr eines großen Schriftstellers ist für uns von besonderer Bedeutung, denn mit dem „Freiwerden" seiner Werke beginnt eigentlich erst recht fein Nachleben, und es zeigt sich, ob der Ruhm, der ihn bei Lebzeiten umrauschte, seinem Namen dauernd erhalten bleibt. Mommsens „Römische Geschichte", die als klassisches Meisterwerk neben dem Höchsten steht, das unsere Geschichtsschreibung geschaffen, ist bereits in billigen, auf die breiten Massen berechneten Ausgaben erschienen und dürfte den Eindruck von der genialen Persönlichkeit des Schöpfers immer tiefer in das allgemeine Bewußtsein einprägen. Die Originalität seines Wesens hat sich in vielen Geschichten gespiegelt, die von ihm erzählt wurden, und von denen manche, besonders die von seiner selbst bei einem Gelehrten ungewöhnlichen Zerstreutheit, nickt einmal „gut erfunden" waren. Andere wieder führen mehr in den Kern feiner Natur. So ist es bezeichnend, daß dieser Künstler der historischen Darstellung als Dichter begann. Mit Storm und seinem Bruder Tycho gab er zusammen das „Liederbuch dreier Freunde" heraus, in dem Mommsen sich zwar schon als spöttischer Satiriker, aber auch als schwärmender Träumer verrät. Freilich ist er derjenige, der die Funken der Ironie am schärfsten aussprühen läßt und die eigene Poesie mit den Versen verspottet: „Da läuft mir über die fieber eine Laus, Schatz! Bedenken Sie, ir in werter Storm: Wir kommen in Wolfs poetischen Hausschatz. Das Unglück wäre doch enorm." Nicht minder leidenschaftlich als der Poesie wandte er sich später der Politik zu. 1848 war er Redakteur der „Schleswig-Holsteinischen Zeitung" in Rendsburg. Eines Tages brachte sein Blatt die Meldung daß sich ein vielgenannter dänischer Agitator erhängt habe. Es war aber kein Wort davon wahr, und der angeblich Erhängte erschien aufgeregt bei Mommsen, und machte feiner Entrüstung in sehr deutlicher Weise Luft. Mommsen horte ihn ruhig an, und als er sich ausgetobt hatte, sagte er ganz gelassen: „Gut, ich werde morgen eine Berichtigung bringen, daß Ihr kräftiges Schimpfen die Redaktion vollständig davon überzeugt habe, daß Ihnen die Kehle keineswegs zugeschnürt ist." In seiner gelehrten Tätigkeit hat Mommsen eine schier unbegreifliche Leistung vollbracht. Besonders lieber auf die „Abhärtung" durch reichlichen Aufenthalt in frischer, guter Luft beschränken. H. P. . Schuljugend und Kirche. Lin dankenswerter Erlaß der Regierung. Das Kreisschulamt Gießen weist in einer Bekanntmachung an die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises auf einen Erlaß des hessischen Staatsministeriums, Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum, hin, in dem zur Mitwirkung der Lehrerschaft an der Hebung des Kirchenbesuches durch die Schuljugend aufgefordert wird. In diesem Erlaß heißt es: „Unter Hinweis auf unser Ausschreiben, betreffend Lehrerpersönlichkeit und Unterrichtsgestaltung erwarten wir, daß die Lehrerschaft mit allem Nachdruck bestrebt sein wird, den besuch des sonntäglichen Gottesdienstes durch die Schüler, vornehmlich der Mittel- und Oberstufe, zu heben. Das gute Beispiel des Lehrers regt hierbei zur Nach- eiferung an. Die Beaufsichtigung der Schüler während des Gottesdienstes gehört nicht zu den Ob- liegenheiten des Lehrers. Die Teilnahme des Religions- und des Klassenlehrers an der kirchlichen Konfirmations- bzw. Kommunionsfeier seiner Schüler ist erwünscht." OaS Winterhilfswerk der deutschen Jugend. Das Kreisschulamt Gießen hat den Schulvorständen der Landgemeinden des Kreises Gießen das nachfolgende Ausschreiben des Hessischen Staatsministeriums, Ministerialabteilung für Blldungs- wesen, Kultus, Kunst und Volkstum zur Kenntnis gebracht und empfohlen, entsprechend dem Aus- fdjreiben des Staatsministeriums zu verfahren. Der Herr Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat folgendes angeordnet: „Der erste Sonntag im November soll der deutschen Jugend gewidmet sein. Die Organisation der Hitler-Jugend wird an diesem Tage die gesamten Veranstaltungen und Sammlungen in Zusammenarbeit mit der NS.-Volkswohlfahrt übernehmen. Es ist ein Nagelschild entworfen worden in Form des Abzeichens der Hitler-Jugend. Dieses soll zugunsten der Winterhilfe benagelt werden. Der gesamte Reingewinn aus der Benagelung wird durch die Standorte der Hitler- Jugend mit der NS.-Volkswohlfahrt verrechnet. Die Hitler-Jugend hat den ideellen Vorteil, daß ihr Abzeichen in einer würdigen Form im ganzen deutschen Land verbreitet wird." Die Direktionen und Leitungen aller Schulen haben die Benagelung der Schilder der Hitler-Jugend zu unterstützen und den Formationen zu erlauben, diese zu einer bestimmten Zeit in den Schulen aufzustellen. Um der ganzen Aktion der Jugend einen großen Rahmen zu geben, ist den Formationen am 5. November Gelegenheit zu geben, die Schilder in der Oeffentlichkeit benageln zu können. Sämtliche der Jugenderziehung und Jugendertüchtigung dienenden Institute sind an diesem Tage mit den Fahnen der Hitler-Jugend und des deutschen Jungvolks zu Ehren dieser Formationen zu beflaggen. Besucht das Militärkonzert in der Volkshalle! Zugunsten des Winterhilfswerkes findet bekanntlich heute, Donnerstag, 20.15 Uhr, in der Volkshalle ein großes Militärkonzert, ausgeführt von dem Musikkorps Gießen und Marburg, unter Leitung von Obermusikmeister Krauße statt. Die Bürgerschaft unserer Stadt und der nächsten Umgebung sollte nicht versäumen, dieses Konzert zu besuchen, da mit diesem Besuch nicht nur ein hoher künstlerischer Genuß verbunden ist, sondern auch ein wohltätiger Zweck erfüllt wird. Im NS.-Buch- laden (Wolkengafse-Seltersweg) sind noch Karten für diese Veranstaltung zu haben. Bei den Karten zum Preise von 30 bzw. 50 Pfennigen handelt es sich um Sitzplätze. Die Sitzplätze zu 50 Pfennig sind numeriert. Hafensirenen, Herbstgesang der Telegraphendrähte, — wie können Ohren müde werden, sich diesem allem hinzugeben und dem lautesten: der vollkommenen Stille? Können sie denn satt werden des nächtigen Schmelztropfenfalls von den Dächern, des heimlichen Märzengegurgels unter den Eiskrusten, des Summens der Sägemühlen, der Dreschmaschinen an Herbstabenden, satt des Wildtaubengurrens, des Elsternkrächzens in feuchtschillernden Erlenwäldern, des Bugwassergebrodels, Wellenpralls, sanften und dumpfen, gegen Uferfteine, satt des Lerchenschlagens mitten inne zwischen hellgrünen (Suatenfelbern und sonnengelb durchwirkter Himmelsbläue, satt des hungrigen Movengeschreis, des schäumigen Pfan- nengebrutzels, das aus der halboffenen Küchentür ins Herrenzimmer pfälzischer Gasthofe springt? Und wie sollen denn Nüstern ersättigt werden können des Orangenatems gelber Lupinenfelder, des feeischen Salzwindes, des Weihrauchs fränkischer Barockkirchen, der Moderfeuchte rotbraunen Herbst- (aubes, des Tanghauches der Wasserflächen, des strömenden Harzes sonn-merhitzter Tannenwälder, ersättigt des Verführerischsten aller Gerüche: des von leichtem Sommerregen geballten Landstraßenstaubes? Oder kann denn je die Haut sich erfättigen an den hundert Berührungsarten des Windes, an der Sonne, der Nebelfeuchte, warmem Mairegen und dem körnigen Prickeln winziger Kristalle? Und der Gaumen sollte stumpf werden gegen den Geschmack des Obstes, des bäuerlichen Rauchfleisches, der Trauben, der hundert Weine, des Mostes, Rauschers und Federweißen, der in der Frühe gefangenen Küstenfische, der Mehlbeeren und Schlehen an holsteinischen Knicks, wenn der erste Nachtfrost ihre Bissigkeit gezähmt hat, der Walnüsse an schwäbischen Landstraßen, des oberhessischen Handkäses, der odenwäldischen Forellen, des Klosterbiers von Andechs? — Und die Augen, gar die Augen sollen sich erfättigen können? Hochschulnacknichten. Der Privatdozent und Direktor der kriegsge- schichtlichen Abteilung des Historischen Seminars an der Universität Berlin, Dr. Walter Eltze, ist zum Ordinarius für Kriegsgeschichte ernannt worden. Eltze ist seit längerer Zeit der Vertrauensdozent des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes. Als Schüler von Friedrich Wolters steht er dem Stefan-George-Kreis nahe. mohfnoUb lenw* ». Otto- der »arbeiten Im S ü b o i e r • Doch« murbt die Rllnit- n ntfurter zu Ehren der am 9. Jlooembcr meraden der Bewegung. Die Fachschaften entsenden je einen und Detzlarer en wurden mit Otto toten- Wie wird man Mitglied der ^Deutschen Bühne^? 1923 gefallenen ka- korporationen und Vertreter. $d) u st e r. rüsten liegen werden. Das Zelt gehört der weltbekannten Zeltfabrik Strohmeyer in Konstanz-Sttohmeyerdarf. Te wurde von der Kreisleitung Gießen der NSDAP, für den Zweck bej Kundgebung gemietet. Verminderung von Steuer» ück^änden. Die hessische Regierung hat sich an die Bevölkerung mit der Aufforderung gewandt, ihre lausenden Steuern pünktlich ju bezahlen und die entstandenen Rückstände planmäßig ja tilgen. Sie hat zugefagt, in diesem Falle einen erheblichen Teil der Rückstände nieder zuschlagen. «Es wäre falsch, in diesen Maßnahmen eine Unterstützung derjenigen zu erblicken, die aus Böswilligkeit und Mangel an Pflichtgesühl ihre Steuern nicht be- zah.t haben. Diese sollen und werden nicht berücksichtigt werden. Gedacht ist an diejenigen, die infolge ihrer wirtschaftlichen Lage nicht zahlen konnten, obgleich sie wollten. Ihnen ist nun die Möglichkeit geboten, sich za entlasten. Mir erwarten von allen Volksgenossen. daß sie hiervon Gebrauch machen werden. Ls ist Ehrenpflicht jedes Deutschen, dem Staate za geben, was i tyn gebührt. Insbesondere wenden wir uns an die Bauernschaft. Sie ist durch Wegfall der Staatsgrundsteuer ab 1. Oktober d. 3. steuerlich so entlastet worden, daß es in kurzem keinen Bauer mehr geben darf, der mit seinen Steuern nicht im Reinen ist. Auch in diesem Punkte werden wir die politische Zuverlässigkeit messen an der Bereitschaft, zu den Lasten der Allgemeinheit beizutragen. (Bey: Vr. har th, Kreisleiter. gefaßt und mit Bürgersteig aus B«tr.: Volkskundgeduug um 4. November in Gießen. An öie Fü hrer jammcher Vereine, Äesussverbäme und ähnlicher Sliederuncen Am Samstag, dem 4. November, um 14 Uhr. Habet auf dem Trieb in einem eigens hierzu erbauten Zelt eine große V o l k s k u n d g e b u n g statt. Ls sprechen: «eichsstatthalter in Hessen und (Bauleiter Sprenger, Reichsernährungsmimster Walter Darrt, Staatssekretär Lacke und Can- desbanernführer Dr. Wagner. Die Kundgebung muß im Hinblick auf ihre Bedeutung, die weit über dos Stadt- und Kreisgebiet hinausgeht, auch den erforderlichen äußeren Rahmen haben. Unter Bezugnahme auf die mit den Führern der Vereine getroffene Verabredung, ihre Mitglieder den volksabstimmungskundgebungen zuzufuhren, fordere ich alle Führer von Vereinen, Berufsoer- bänden und sonstigen Gliederungen auf, wie zur Kundgebung mit Reichsstalthalter Wagner eine geschlossene Beteiligung ihrer Verbände zu veranlassen. Rückfragen sind an die Kreisleitung, C o- berftra&e 9, Fernruf 4032, zu richten. (Bey: Dr. har th, Kreisleiter. Eine gewaltige Kundgebung für Frieden und Gleichberechtigung. Zu der großen Dolkskundgebung mit Gauleiter und Reichsstatthalter Pg. Sprenger, Reichs- Stadttheaterbüro wird borgen. Freitao. 20 Uhr, als Lm Freitag-Abonnement bas Straßenb t e l. Während bei straße zwischen F Plattenbelag versehen, währenb ber Fahrdamm mit Äleinpflafter ausgebaul wurde. Gegenwärtig wird die Crednerstrahe zwischen Hofmann- und Klinik- straße instandgesetzt. Die Ostseite wurde mit erhöh- tem Bürgersteig versehen, die Westseite hatte seither schon Bürgersteig. Der Fahrdamm wird zur Zeit mit der Straßenwalze bearbeitet. ■* Der Kammersänger Umberto Urbano wurde bei seinem Konzert im Lichtspielhaus, '-ans Bitte feine Gedichte' In den letzten Tagen sind uns zahlreiche Gedichte zugeganaen, in denen sämtlich die Aufforderung an Die deutschen Volksgenossen in Stadt und Land gerichtet wird, sich am 12. November gefchlos- f e n hinter unseren Führer und Volks- kanzler Adolf Hitler zu stellen. Wer ernennen dankbar die gute Absicht der Einsender und Einsenderinnen an, bedauern aber, diesen Aufforderungen in dichterischer Form keinen Raum geben zu können, da der Abdruck des einen oder des anderen Gedichtes von den Verfassern der nicht veröffentlichten Arbeiten als Benachteiligung empfunden werden würde, die Veröffentlichung der ganzen Flut von Gedichten für unsere Raumoerhältnifse jedoch unmöglich ist. Außerdem sind wir der Ansicht, daß es für jeden deutschen Mann und für jede deutsche Frau einfach s e l b st v e r st ä n d l i ch ist, sich am 12. November mit aller Entschie - benbeit für die Politik des Führers zu erklären. Oec Fabrplan des „Karuffettzuaes" Wehlar-Lollar-Gießen-Lang'GönS- Gießen-Wetzlar. Nachdem wir am Dienstag bereits über die von der Reichsbahn mit Wirkung vom 1 November ab eingeführte Fahrpla „Verbesserung berietet haben, lassen wir hier den genauen Fahrplan für den Zug Wetzla r—L ol l a r—<3 ießen— Lang - Gon s—G i e ß e n—W e h l a r folgen: Nr. 3115 Wetzla r—L o 11 a r: Wetzlar ab 22.15, Garbenheim an 22.17 ab 22.18, Dorlar an 22.23 ab 22.24, Atzbach an 22 25 ab 22.26, Kinzenbach an 22 29 ab 22.30, Abendstern an 22.32 ab 22.33, Krofdorf-Gleiberg an 22.36 ab 22.37, Launsbach an 22.39 ab 22.40, Wißmar an 22.43 ab 22.44, Lollar an 22.48. Nr. 788 ßolla r—L ang-Göns: Lollar ab 22.58, Gießen an 23.08 ab 23.12, Großen-Linben an 23.18 ab 23.19, Lang-Döns an 23.24. Nr 789 Lang-Gön s—<9 ießen: Lang-Göns ab 23.37. Großen-Linben an 23.40 ab 23.41, Gießen — Einen L i ch t b i l b e r v o r t r a g über Sowjetrußland veranstaltet die Ortsgruppe Gießen des Deutschen Technikerverbanbes am kommenden Samstag, 20 Uhr, im Gewerkschastshaus. Den Vortrag hält Oberingenieur Haase über bas Thema „Leden und Lebenshaltung ber Werktätigen in Sowjetrußland". •• Die Verordnung über bie ©Übung ' ber Fleisch- und Wurstpreise. bie wir vor 1 einigen Tagen bereits zur Kenntnis unserer Leser brachten, ist mit ber Veröffentlichung burch bas Krcisamt Gießen in ber gestrigen Ausgabe bes Amtsverkünbigungsblattes für den Bereich bes Kreises Gießen in Kraft getreten. * Die Dien ft stunden bes K r e i s a m t s. Die Dlenftftunben beim Kreisamt Gießen würben mit Wirkung vom 1. November bis auf weiteres von 8 bis 13 Uhr unb von 15 bis 18 Uhr, Samstags von 8 bis 13 Uhr festgesetzt. *• Dienstjubiläum. Am morgigen FreUag, 3. November, kann ber Installateur Jean Meurer auf eine 25jährige Tätigkeit beim Stäbtischen Gas- unb Wasserwerk zmückblicken. Der Jubilar erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Don seinen Kollegen ist ihm ein Geschenk zugebacht. •• Vorführung auf bem Universitäts-Versuchsgut. In Derbinbung mit der Maschinenprüfung- unb Beratungsstelle ber hessischen Bauernkammer sinbet auf bem Unteren Hardt- Hof (Gutshos) am Freitag, 3. Nov., um 1530 Uhr auf vielfachen Wunsch eine Vorführung des Dcula- Groh-Stahlwagens statt. •* Geschäftsübernahme. Das feit 63 Iah- ren bestehende Herren-Bekleidungsgeschäft Gebrüder 3 t a m m in ber Schulstraße ijt nach Ausscheiben ber icithcrigen Inhaber auf zwei oetannte Gießener Ge- lchästsleute übergegangen. Sie führen bas altangesehene Unternehmen unter ber Firma Herren-Be- klridungshaus Stamm nach bewährten Grundsätzen unb unter Mitarbeit bes gesamten Personals weiter. Mit der Geschäftsführung ist Herr Adolf M ö h l betraut ** Straßensperrungsnachricht, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Klub E. D. Gießen: Die Straßensperre Rainrod-Eichel s- darf im Zuge der Straße Schotten—Nidda wird ab 3. November aufgehoben. •• Freie Lehrer stelle im Kreise Gieße n. An der Volksschule zu Rödgen (Kreis Gießen) ist eine Stelle für einen evangelischen Lehrer freigeworden. Dienstwohnung ist vorhanden. fahrt angetreten. * Die 36. Frankfurter I n s e k t e n t a u s ch - borfe, veranstaltet vom Entomologischen Verein „Apollo" unter Mitwirkung der anderen Fachvereine Frankfurts, findet am Sonntag, 5. November, ab 9 Uhr, in der Halle des Frankfurter Turnvereins, Sandweg 4, statt. Diese älteste und bekannteste Insektentauschbörse der Welk wird alljährlich von mehreren hundert Entomologen, Insektensammlern unb hänblern aus dem Reich, Oesterreich, Tschechoslowakei, Holland usw. besucht. Mehrere hunderttausend Insekten gelangen dabei zur Ausstellung. Auskünfte erteilt: Gustav Lederer, Frankftirt a. M., Zoo-Aquarium Schöffengericht Gießen. Gestern stand eine Reihe von Angeklagten vor Gericht wegen Verächtlichmachung bzw Beleidigung der Reichsregierung bzw der nationalen Verbände im Sinns der Verordnung vom 21. März 1933, zwei weitere wegen Betrugs und Urkundenfälschung. Der 55jährige Heinrich Müller aus Rebaes- Hain hat im März d. I. dem Zeugen Lehrer Spitznagel gegenüber, als dieser ihn fragte, warum er nicht gewählt habe, schwer beleidigende Aeußerungen gegen die nationale Reichsregierung gemacht. Der Angeklagte bestritt gestern die Aeuße- rungen getan zu haben. Auf Grund der eidlichen Aussage des Zeugen Spitznagel stellte der Staats- cnroalt den Antrag, auf die gesetzliche Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis zu erkennen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten entsprechend dem Antrag des Staatsanwalts. Die Kosten bes Verfahrens fallen bem Angeklagten zur Last Der 37jährige Invalide Wilhelm Schmidt aus Gießen mußte s r e i g e s p r o ch e n werden, da er ! laut Gutachten des Sachverständigen für seine be- leibigenbe Aeuherung nicht verantwortlich zu machen fei Er hatte im Juli d. I. bie NSDAP, schwer beleidigt. , Der Arbeiter Karl Becker au, Wißmar hatte sich gleichfalls ber Verächtlichmachung ber Reichs- regierung, insbefonbere des Führers schuldig ge- I macht Der Angeklagte war geständig. Das Urteil lautete, entsprechend bem Antrag bes Staatsanwalts, auf 3 Monate Gefängnis Strafmil- dernd wirkte bie Angetrunkenheit des Angeklagten. Wegen östentlicher Verbreitung unwahrer Ge- rächte über die Träger ber nationalen Erhebung hatte sich ber 30jahrige, schon mehrfach vorbestrafte, gerade aus Osthofen entlassene Johann Gunther aus Gießen zu verantworten. Mitangeklagt waren der Volkswirt unb bekannte Sozialdemokrat Dr. GumbeIunb besten Ehefrau Maraarethe. Gunther hatte im September d. I. die ebenso unsinnige wie unwahre Behauptung aufgestellt, es seien zwei Gießener SA -Männer unterwegs, um ben früheren Oberregierungsrat Ritzel unschädlich zu machen. Neben Ritzels Schwester hat der Angeklagte diese Behauptung dem Mitangeklagten Dr Gumbel mitgeteilt. Letzterer und feine Ehesrau standen ebenfalls im Verdacht der Verbreitung. Doch ergab die Beweisaufnahme m dieser Hinsicht keine festen An* baltspunkte, so daß sie f r e i g e f p r o ch e n mürben. Der Staatsanwalt hob hervor, daß bei Gumbel, der kriegsblind (ei, Großzügigkeit am Platztz NGOAP. Die Tum- urb G'ngabenbe der N S. - Fr a u e n- schäft Gießen-Nord vor Der Wahl fallen wegen anderer Veranstaltungen aus. Jm NS-Lehrerbund, Gau Ausland, for cht am nächst,» Montag, 6. November, 17 Uhr, blubienafieffor Dr. Maul über „Das Deutschtum tn Rumänien. <5intopfgend)f unb p.afefte. Die Reichsführung des Dinterhilfswerks teilt mit. daß die Aktion MU Durchführung des (Eintopf- aerichts unabhängig von der Erwerbung der Plakette zur Befreiung von weiteren Spenden vor sich geht. Denn es handelt sich bei der Durchführung des Eintopfgerichtes nur um eine Ersparnis, die dahin führen soll, daß das Volk an diesem Tage bewußt Verzicht auf luxuriöse Speisen leistet. Alle Ersparnisse gegenüber sonstigen Sonnlagsgerichten sollen daher für das Winterhilfswerk gesammelt werden. Vorsicht beimÄUder- und Äucheremlaus Wanderweq Thüringen-Hefsen-Rhein Bei ber 5. Wanberung von Mitgliebern bes Thü- ringer Rennsteigvereins vom 6. bis 14. Oft. erregte die vorzügliche Markierung bes Höhenweges mit dem roten H auf weißem Grund, im Gebiet der Touristen karte G i e ß e n von Homberg a. d. Ohm bis Bellersdorf am hessischen Rennweg, lebhaftes Interesse. Sie ist durch das Zusammenwirken des VHC. Gießen und des Oberhessischen Gebirgs- Vereins in Marburg auf Anregung der Herren Sommer- Gießen und L l i n g e ft e i n • Zeitz zu- stände gekommen unb führt von Homberg a. b. Ohm über Höingen — Oberförsterei Roßberg, nördlich an Nordcck unb Winnen vorbei zur Station Friebelhauscn, bann von Obenhaufen über bas Krofdorfer Waldhaus — Frankenbach nach Königsberg nahe bei Hohensolms, fobann vom Altenberg a-if dem R e n n w e g nach Bellersborf. Sie soll nach Westen über Herborn und den Westerwald zum Rhein, nach Osten von Homberg a. b. O- über Maulbach — Oberglecn — Elbenrod nördlich nm Rimberg vorbei über Kirchheim nach Hersfeld und Berka a. d. Werra zum Anschluß an den Thürin - ischcnRennsteig fortgesetzt werden, ein präch- tiger Höhenweg von 250 Kilometer Länge. WicRcner ttochenmar!tpre«r. • Gießen, 2. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, bas Pfund 1,30 Mark, Kochbutter 1 bis 1,10 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Koje, das Stuck 4 bis 10, Eier (inländische) 13 bis 14, Wirsing, das Pfund 7 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, ber Zentner 3 Mark, Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf., Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüden 10, Spinat 12 bis 15. Romifchkohl 10, Unterkohlrabi 5 bis 7, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 25 Pf.. Feldsalat 1 Mark, Tomaten 20 Pf., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 25. Kürbis 5 bis 8, Pilze 30 bis 50. Kartoffeln, das Pfund 3 bis 3% Pf, der Zentner 2.50 bis 2,80 Mark, Aepsei, das Pfund 12 dis 18 Pf, Birnen 10 bis 15, Rüste 40, junge Hähne 70 bis 75, Suppenhühner 60 bis 65, Ganjc 60 bis 70, Tauben, das Stück 40 bis 55, Blumenkohl 10 bis 50. Salat 5 bis 10, Endivien 5 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 5 bis 20 Pf. Daten für Tonuerdtag, 2. November. 1766: der österreichische Feldmarjchall Franz Karl Graf Radetzky auf Schloß Trzednitz geboren (gestorben 1858): — 1827: der Orientalist Paul de Lagarde in Berlin geboren (gestorben 1891); — 1865: ‘.Barren Harbing, Präsident der Bereinigten Staaten von Amerika, in Korsika (Ohio) geboren (gestorben 1923). ttornoiiien. — Tageskalender für Donnerstag. Dolkshalle: 20.15 Uhr, großes Militärkonzert zugunsten der Winterhilfe. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wenn am Sonntagabend die Dorsmusik K- mit Maria Paudler und Harry Liedtke. — la-Lichtsplele, Seltersweg: »Die Frau im U-Boot". — Radfahr-Dereln 1885 : 20.30 Uhr, im .hessischen Hof, Jahres-Hauptversammlung — Einhorn", Detzsteingaste 9; 20.15 Uhr, Christliche Versammlung. Dorttag von August Schumacher aus Lus de Mitglied kann jeder deutsche Bürger werden, nicht mehr als 300 RM. monatliches Einkommen hat; bei Nachweis von notwendigen Ausgaben besonderer Höhe kann auch bei höherem Monatseinkommen Aufnahme auf Antrag bewilligt werden. Anmeldungen schriftlich oder mündlich bei der Theaterkasse, oder beim Geschäftsführer Dr. Ruckeis- hauen, Goechestraße 30. Jedes Mitglied zahlt bei Aushändigung der Mitgliedskarte eine jährliche Beitragsgebühr von 1.— RM., wofür er die Vereins- zeitung „Die deutsche Bühne" ohne zusätzliche Aufwendung monallich erhält: für Ehepaare jährliche Beitragsgebühr 1.50 RM. Während der Spielzeit allmonatlich zwei Theaterabende für 1.40 RM. bezw. 1.20 RM. In allen Fragen erteilen Aus- fünfte die obengenannten Stellen. Nach einer Mitteilung des Kreisschulamtes Gießen an die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises hat das Hessische Staatsm,nister,um, M'niste- rialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kun und Volkstum folgende Verfügung erlöstem „Es 'st uns bekannt geworden, daß gerade in letzter Zeit Reisevertreter oft in ausdringlicher Art versuchen, angeblich im Auftrag ober mit Genehmigung der Mm,- fterialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum, Führerbildnisse oder teuere Werke äu vertreiben. Wir warnen hiermit vor solchen Leu- ten auch wenn sie in Begleitung eines SA,- ober SS -Mannes ober gar selbst in Uniform auftreten. 3ebe Behorbe und Schule muß sich nach Maßgabe ihrer verfügbaren Mittel einrichten." (Spielplanänfrerung tm Gtadtcheater. Aus dem Stabtheaterbüro wird uns geschrieben: Sonntag, 5. November, kommt nicht — wie ursprünglich vorgesehen — bas Schauspiel: „Am Himmel (Europas^ zur Ausführung. Diele Anfragen haben bie Intendanz veranlaßt, ft a 11 dessen Franz Lehars Tteifter-Dperetle: „WodieLerche singt" nochmals in den Spielplan aufzunehmen. Die Veranstaltung ist außer Abonnement unb '" kleinen Operetten-Preisen von 0.50 2.50 RM. Spieldauer von 19.30 bis 22 Uhr. ber wurden 1038 Bände ausgelichen. Davon kamen auf: Erzählende Literatur 717, Literaturgeschichte 1, Zeitschriften 11, Gedichte unb Dramen 5, Jugend-, schristen 82, Länder- und Völkerkunde 64, Kultur- geschichte 14, Geschichte unb Biographien 72, Kunst- geschichte 13, Naturwissenschaft und Technologie 23, Heer und Seewesen 1, Haus» und Landwirtschast 6, Gesundheitslehre 4, Religion und Philosophie 6, Staatswissenschaft 15, Sprachwissenschaft 1, Fremdsprachliches 3 Bände. Nach auswärts kam 1 Band. an 23.49 Nr. 1661 Gieße n—W etzlar : Gießen ab 23 56, Dutenhofen an 0.02 ab 0 03, Wetzlar an 0.11 Uhr (In der Nacht von Sonntag auf Montag fährt dieser Zug Gießen ab um 0.24 Uhr, Dutenhofen an 0 30. ab 0.31, Wetzlar an 0.38 Uhr) Die neuen Züge führen 2. und 3. Dagenklassen Arbeitsqemeinfchast ber Gebirgs- und Wonberveremc im Hhe'N-Maingebiet. Auf Anregung des Odenwaldklubs wurde zwischen den vier größten Gebirgs- und Wanderoereinen des Rhein-Maingebiets, bem Ode nwalbklub, bem öpelfartbunb, bem Taunusklub unb dem Vogelsberger Höhenklub eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, deren Vorsitz Dr. Bruchhäuser (Ulrichstein) übernommen hat. Die Arbeitsgemeinschaft verfolgt als Zweck unb Ziel die Vorbereitung, Durchführung unb Erledigung der Aufgaben des Reichvverbandes deutscher (ßebirgo. unb Wandervereine, die Vertretung der genannten Vereine im Rhein-Maingebiet gegenüber den Behörden (Regierungen, Ministerien, Stabten, Forst- Verwaltungen, Rundfunk u a.) und Verbanden, ferner den gegenseitigen Austausch von Erfahrungen unb damit die Befruchtung der eigenen Verein». arbeit Die Gemeinschaft tritt zum ersten Male öffentlich in Erscheinung bei ber von den vier Ber- banden durchmführenden Sternwanderung, die am Himmelfahrtstage 1934 in Hanau a M tor Ziel finden soll unb gleichzeitig al» Tr,', - n , verband» it» Roein-Maiagebiet Geltung ha' Seit Montag herrscht auf dem Trieb, unmittelbar vor der Volkshalle, eine emsige Tätigkeit. Die Arbeiter waren zunächst damit beschäftigt, Löcher (weit über 100 an der Zahl) von etwa einem Meter liefe auszuheben, und bald reihte sich einer ber Haufen bes ausgeworfenen gelblichroten Erbreichs an ben anberen. Dann kamen bie ersten Laftkraft- wagen' sie brachten bas Material für ben Zelt- bau, unb zwar viele schwere Dalken, bie aneinan- bergeschraubt wurden, so baß gleich die Form des Zeltes in den einzelnen Teilen erkenntlich wurde. (Fünf lange Zeltreihen werden einen einzigen großen Raum bilden.) Einzeln wurden bann biese Gerüstteile in die Löcher gesteckt, von vielen Händen aufgerichtet, um dann mit starken Eisenstangen untereinander verstrebt zu werden. Tag und Nacht wurde bisher gearbeitet und Tag und Nacht wird noch gearbeitet werden, bis am Samstag um die Mittagsstunde die letzte Hand angelegt werden kann. Dann werden aber auch schon die ersten Teilnehmer an der gewaltigen Volks- lunbgebung eintreffen. Etwa 200 Erwerbslose unserer Stadt werden bei diesem Zeltbau beschäftigt. Bier aroße Sdjeinroer- fer beleuchten zu nächtlicher Stunde den Trieb vor der Volkshalle. Unaufhaltsam geht die Arbett wellig u n g Aon der Universität. Die Pressestelle der Studentenschaft teilt uns mit: Samstag, den 4. November, 14 Uhr, Kundgebung auf bem Trieb. Gemeinsamer Treffpunkt ber gesamten Studenten- und Do- zenteoschaft 13 Uhr, Universität, 13.15 Uhr Abmarsch zur Kundgebung. Mittwoch, ben 8. November, 12 Uhr, Kundgebung der Studentenschast für den 12.November vor der Universität. Donnerstag, den 9. November, 13 Uhr, Kranzniederlegung im Ehr enhof der Universität Niefenzelt im Aufbau Oie Vorbereitungen zur Dolkskundgebung. ter, die Zeltgerüste wachsen in die Länge unb in I 'sondern" von die Breite. o «raun, Frankfurt a. M, einem jungen Heute morgen wurden die ersten Teile der Zelt- licrten Mmstler und Komponisten, begleitet, planen angefahren. Um 10 Uhr begannen die Zim- «. yessentliche D ü ch c r b a 11 e. Im merer mit ihrer Arbeit, die Banke aufzubauen. । ' '-----■“ - - 1 *---- Auch die Zimmerleute werden Tag und Nacht zu tun haben, um den riesigen Zeltbau mit Bänken zu versehen. Einen Eindruck von dem gigantischen Ausmaß dieses Zeltes, in dem am Samstag die für unsere Stadt bisher einzigartiae Dolkskundgebung statt- finden soll, geben einige Zahlen. Das Zelt faßt etwa 30 000 Besucher. Für den Antransport des Zelt- Materials waren 11 Eisenbahnwaggons nötig. Zwei große Lastkraftwagen des Städtischen Wagenparks i ■■ „■ , ®iet,cn Am Sonntag wanderte der Ä Sermeg'um'ba^BiaÄ SÜUr-' »HC. ®«6en na^Sid,^ Dem blauen »el! «Hang Äs SeriiftTebeden au» tim? 400 Herbst^ geschmückten Buchenwald« nach »(„l heren jedes etwa IV, Zentner Watzenborn Nach längerer Mittagsrast ging cs roie3gt, so daß also insgifamt etwa 600 Zentner über die Platte, eine kleine Erhebung wir die SkreiWfl. gen. eisleiin. hrdammmit wnig wird Jni> Klinik- mü ertjöt). itte feitfjer Zur Zeit rto Ur« |tfoneü)au5, non ')ar.s non Otto NW taten- leitet. ■■ Cm Otto* anon kamen rtzsiMr 1, ■ 5, Äuzenb- z 64, Kultur« in 72, Kunst- chnotoaie 23, dwirtjchast 6, hitofophle 6, lst 1, Fremd- !am 1 Band, wanderte der Keil entlang ister Farben- imätoer nach rast ging es iüdästlich oon der Richtung Vetzberg und 7 ütriii) ent* öem Wahl" hatten sich M. »W itunben oer« grohe Rede rter Festhalte rbe die Ruck- tentausch- gischen Verein ieren Fachver- 5. November, itter lumner- und bekam' irö alljährlich Infeftenfamm« Oesterreich, f)L Mehrere bei zur Aus« Lederer, ichen. nqefiagten vor o Beleidigung »len »riM* 1. Mär; 1933, undcnsÄchung- r aus Rebges- Zeugen Leyrer (er ihn er beleidigende IW'ä! be M.« i" SÄ’*- b;, Strahn*1' ttSgffC i onalen rtJffrr4te' ivaren Ä Dr- <5hen tr6i,erelt im be” lich jfjj diese Dr- ®h,n eben* au hf ab bi< Ä wäre. Wegen Günther beantragte er 4 Monate Gefängnis. Das Urteil lautete auf 3 Monate Gefängnis unter Anrechnung oon 4 Wochen und 6 Tagen Untersuchungshaft. Die Kosten trägt der Angeklagte. Der 35jährige Kaufmann Paul Matth ei aus Bad-Nauheim hatte sich wegen Betrugs und Urkundenfälschung in mehreren Fällen zu verantworten. Der Angeklagte, der schon wegen der gleichen Delikte erheblich vorbestraft ist, hat u. a. ein Klavier, das nicht sein Eigentum war, verkauft. Er hat weiterhin in seiner Tätigkeit als Versicherungs-- agent Prämiengelder unterschlagen und schließlich schwere Urkundenfälschung begangen, indem er Versicherungsabschlüsse fingierte. Der Angeklagte war in vollem Umfang geständig und zeigte offensichtlich Reue. In Anbetracht dessen wurde von der Verhängung einer Zuchthausstrafe abgesehen. Nachdem der Staatsanwalt eine Gesamtstrafe von einem Jahr und zwei Monaten Gefängnis beantragt hatte, erkannte das Gericht auf eine Gefängnisstrafe oon einem Jahr und Auferlegung der Kosten des Verfahrens. Die Untersuchungshaft wird angerechnet. Ebenfalls wegen Betrugs und Urkundenfälfchung stand der Dienstknecht 5). aus Alsfeld unter An- klage. Auch er war geständig. Er. hatte beim Kauf einer Hose eine Quittung gefälscht, jedoch nachträglich den Schaden ersetzt. Da er noch nicht vorbestraft ist, erhielt er unter Zubilligung mildernder Umstände eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen mit bedingtem Strafaufschub. GauleiierGprenger imWahlkamps (WEN.) Frankfurt a. M., 1. Nov. lieber Gauleiter Sprengers Wahlkampfdienst teilt das Gaupresseamt u. a. folgendes mit: Symbolhafter und erschütternder konnte es nicht ausgedrückt werden als in Worms, daß es sich in diesen Tagen um eine wirkliche Friedens« schlacht und nichts anderes handelt. Als sich der Wagen des Gauleiters der stolzen Rheinbrücke von Worms näherte, da stürmten tausende Kinder dem Wagen entgegen. Ein Wirbel von ausgereckten Armen, letzte Herbstblumen, Taschentüchlein und winkende Händchen unschuldiger Kinder umbrande« ten die Wagen. Heill-Rufe aus tausend Kinder« kehlen und tausend Kinderherzen waren ein er« schütternder Empfang. Worms ist bei jedem Besuch seines beliebten und verehrten Gauleiters auf neue Weife bemüht, den oft blutig bestätigten Fluch der „roten Hochburg" auszumerzen durch doppelte Begeisterung und Treue zum Neuen. Dabei war dieser Empfang durch eine fast 2000 Köpfe starke be« geisterte Kinderschar völlig improvisiert. So hat Worms wieder einmal den Beweis dafür erbracht, wie fehr Volk und Führung eins geworden ist und alles Gestrige überwunden hat. Selbstverständlich mußte der Gauleiter anhalten lassen und aussteigen. Alle Händchen wollten gedrückt sein, alle wollten dem „Sprenger" mal „ganz nahe" sein, und — alle werden dieses Jugenderlebnis nicht vergessen, werden es einer Zukunft übermitteln, die auf uns einmal stolz sein soll. Doch die Zeit drängt noch ungestümer als die jugendliche Begeisterung. Die großen Lederwerke des Hauses heyl zu Herrnsheim harren der Besichtigung durch den Gauleiter. Der Chef der weltbekannten Firma begrüßt den Gauleiter und entwickelt die Geschichte des Werkes. Der Treuhänder der Arbeit, Handelskammerpräsident Dr. L u e r gibt kurz ein ernstes Bekenntnis der Verbundenheit zwischen Wirtschaft und politischer Führung. Dann wird das ausgedehnte, vielseitige Werk mit all seinen Zeugnissen bester deutscher Qualitätsarbeit besichtigt, mancher Händedruck mit arbeitsschweren Fäusten gewechselt und nach neuen Arbeitsbeschaftungsmöglichkeiten geforscht. Zwei Stunden später steht die zahlreiche Belegschaft vollzählig versammelt vor dem Gauleiter. Es sind Menschen, die jedes Wort aufgreifen und sich an jeden Satz klammern, um ihn zu verarbeiten zu einer neuen und ihnen doch von Geburt an im Blut liegenden, nur vergessenen Haltung. Da mag der Herbstregen noch so naßkalt herunterrieseln, keiner geht davon, keiner will fehlen, wenn es gilt, von verantwortlicher Stelle entscheidende Worte zu hören. Und des Gauleiters Worte packen die Seelen der ernsten Männer und Frauen. „Hier gerade in Worms haben mir Beispiele bekommen wie in keinem anderen Ort des Gaues, was die Folgen sind einer weltanschaulichen Zerrissenheit. Daraus wollen wir unsere unvergänglichen Lehren ziehen. Nie wieder laßt den Zersetzungsbazillus in Eure Fabrik, nie wieder in das deutsche Land hinein. Jeder soll sich dem Werk und seinem Volke verbunden suhlen, aber nicht nur von Euch, vom Arbeiter her, sondern aucy von oben her. Arbeiter und Leitung müssen von beseelte» Werksverbundenheit erfüllt sein. Das soll und wird uns stärken nach außen vor der Welt." Der Gauleiter beschäftigte sich dann mit der Außenpolitik und gab der Uebergeugung Ausdruck, daß deutscher Geist stärker als Panzer und Granaten sein werden. In das Verklingen des Horst- Wessel-Liedes mischt sich das Geräusch der anspringenden Motoren. Ab gehts in Richtung Stadecken und Bingen a. Rh. Hubertustag. Oer 3. November. Schon Anfang 1600 lesen wir, daß „ein ordentlicher Jäger wegen der vielen und großen Gefahren, denen er unterworfen ist, einen Schirm- und Schutzpatron haben soll". Seit dem 18. Jahrhundert ist es in Deutschland überall üblich, den 3. No o e m - b e r, den Hubertustag, als besonderen Festtag zu begehen Wenn jeder Jäger trachtet, nach Möglichkeit an diesem Tage in sein Revier zu kommen, so folgt er altem Brauch. Schon einer der Klassiker deutschen Weidwerks, Hans Friedrich oon Flemming, schreibt dazu: „Am St. Hubertusfest, als dem Fest des allgemeinen Jagdpatrons, soll ein jeder rechtschaffener Jäger sich auf die Jagd begeben, es wäre denn, daß er durch Eis, Kälte oder einen starken Platzregen davon abgehalten würde. Doch sollen die Freunde der Jägerey an diesem solennen Tag keinen unter sich leiden, welcher wider die Jagdreguln das Wild muthwilliger Weise verderbet. Wenn nun bei diesem Fest eine Frauensperson erscheinet und solcher Jagdfreuden mit theilhaftig werden will, so soll sie gestiefelt und gespornt, also auch bekleidet seyn, daß ihr Habit wenig oder nichts von eines Mannes Kleidung differire ... Wenn nun einem jeden seine Verrichtung zugetheilet, soll man in aller Frühe mit den Hunden entweder zu Holtze ober zu Felde ziehen, nachmittags aber die Falcken m die Luft lassen, damit die Jäger sowohl mit den Hunden als Vögeln ihre Freude haben mögen." War aber das Jagen zu Ende, so sollte man „sich in dem nächsten dem besten Jagdhaus miteinander lustig machen." • Auch heute pflegen die jagdlichen Vereinigungen an jenem Tage ober an einem anberen naheliegenden nach der Jagd ihre Mitglieder zu versammeln, um zusammen den Tag zu begehen. Es ist üblich, babet bie Geweihe und Gehörne, die im Laufe bes Jahres erbeutet würben, auszustellen, um aus bieder Ausstellung Anregung unb Belehrung über richtige ober falsche Wege ber Wilbhege zu ziehen. Wenn in diesem Jahre die Jäger sich versammeln, so sind es freudige Gefühle besonderer Art, die sie erfüllen. Der wahre deutsche Jäger fühlte sich stets aufs engste mit feinem Volke verbunden. Sein Leben in und mit der Natur seiner Heimat schuf unzerreißbare Bande in dem, der deutsches Weidwerk in seinem innersten Wesen je erlebte. Schwer lastete das Schicksal seines Volkes auf ihm, er sah große ideelle unb materielle Werte auf seinem eigensten Gebiet gefährbet, er erlebte bas Einbringen völlig roefensfrember Elemente mit ber ihnen eigentümlichen „Bescheibenheit", er erlebte eine Rechtsprechung, bie ben Forst- unb Jagbschutzbeamten 3um „Freiwilb" lichtscheuen, verbrecherischen Moroge- finbels werben ließ, bem eine geschäftstüchtige Bilb- inbuftrie ober eine gesunkene Dolksmoral ben Strahler.glanz bes Unterbrückten, Entrechteten unb Hilfsbebürstigen anbichtete. Der beutsche Jäger weiß, baß biefe Zeiten, gegen bie er ohne jedes Verstänbnis bei ben Trägern ber Staatsgewalt vergangener Jahre ankämpfte, vorüber finb. Er weiß heule einen Wann In Ministerpräsident Göring als Schirmherr der deutschen Jagd an der Spitze, der, selber Jäger, versprochen hat, den Grundsätzen wieder Geltung zu verschaffen, und die Maßnahmen zu treffen, die notwendig sind, um dem deutschen Volk die deutsche Jagd als eine Quelle der Erholung für eine große Zahl schaffensfroher Männer, als einen wichtigen Zweig unserer Volkswirtschaft, als eine Pflegestätte idealen Denkens zu erhalten. Der weidgerechte Teil der Jägerei, dem allein es zu verdanken ist, daß unter Entsagung unb Opfern unser Wilb erhalten blieb, läßt daher an biesem Hubertustag ben Blick nicht nur rückwärts schweifen über bas vergangene Jagbjahr, fonbern er blickt mieber hoffnungsfroh in bie Zukunft, bereit sich rückhaltlos einzusetzen für alles, was feinem Volke frommt. H. KommunalpolUche Tagung in Alsfeld. 8 211 s f e I b, 31. Oft. Gestern fanb im „Deutschen Haus" bie erste Tagung ber Kreisabtei « lung Alsfelb des Hessischen Gemeinbeta g e s unter bem Vorsitz von Bürgermeister Dr. V ö l s i n g statt. Wie biefer in seinen einleitenben Ausführungen mitteilte, ist bie Bilbung von Kreis- abteilungen innerhalb ber nun unter nationalsozialistischer Führung stehenben ßanbesgemeinbetage auf Grunb ber Richtlinien des Deutschen Gemeinde- tages angeordnet worden. Mit der Bildung von Kreisabtcilungen wird der Zweck verfolgt, eine laufende Belehrung ber übe-miegenb ehrenamtlich tätigen Organe in Den ßanbgemeinben unb einen regen Gebankenaustausch zu ermöglichen zwecks Erhaltung und pflege eines selbständigen kommunalen Lebens in den Landgemeinden. Aus Grund einer Anordnung des Vorsitzenden des Hessischen Gemeindetages sollen bie Tagungen bis auf weiteres regelmäßig (eben Monat einmal ftatb finben. Zu ben Versammlungen finb stets bie Kreisleitungen ber NSDAP., sowie bas Kreisamt einau- laben. Bürgermeister Dr. Vö 1 sing begrüßte bie Herren bes Kreisamts, ben Kreisleiter Kirchner von Alsfelb, ben Kreisbauernführer Geiß-Vaben- rob, sowie ben Ortsgruppenleiter Vogt- Alsfeld, ber in feiner Eigenschaft als Beigeordneter der Stadt Alsfeld zum stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisabteilung Alsfelb ernannt ist. Die Bürgermeister bes Kreises Alsfeld waren nahezu vollständig erschienen. Nach Bekanntgabe der eingelaufenen Austreiben durch den Vorsitzenden trat man in die Besprechung der zur Erörterung gestellten kommunalen Fragen ein. Man befaßte sich zunächst eingehend mit Dem Arbeilsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung, bem sog. Reinharbt-Prograinm, worüber Regierungsrat S t r a ck Alsfelb referierte. Daraus war zu entnehmen, baß auf Veranlassung bes Lanbes- planungsamtes nunmehr in 64 Gemeinden bes Kreises Alsfelb bie angemelbeten Arbeiten zur Ausführung kommen sollen, sofern bie Ge- meinberäte bie erforderlichen Mittel bewilligen. Es hanbelt sich hauptsächlich um Drainagen unb Meliorationsarbeiten im Gesamtwert von etwa 1,5 Millionen R M. Die Finanzierung erfolgt unter Mitwirkung ber Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten in Berlin unb ber Renten- banf- Krebitanstalt. In Zusammenhang mit biefer Materie fanb eine rege Aussprache über die Feldbereinigungen im Kreise Alsfeld statt, deren Durchführung für eine größere Zahl von Gemeinden im Kreise Alsfeld zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung von ber hessischen Regierung angeregt worben ist. Insgesamt haben dieser Anregung zufolge bis jetzt 13 Gemeinden bes Kreises Alsfelb bie Felbbereinigung beschlossen. Von einer Anzahl Gemeinden stehen bie Entschließungen noch aus. Kreisbauernführer Geiß gab hierzu erläuternde Ausführungen, insbesondere über Notstands- arbeiten und über die beabsichtigten Aenderungen bei der Durchführung ber künftigen Feldbereinigungen hinsichtlich deren Finanzierung, die künftig durch einen prozentualen Abzug von Gelände, das für Siedlungszwecke abgegeben werden soll, erfolgt. Weiterhin beschäftigte man sich mit Einzelfragen über verschiedene Gemeindeangelegenheiten, welche die Jagopachtpreise, Grunostücksverpachtungen, Wildschadenregulierung u. a. zum Gegenstand hatten. Regierungsrat Strack referierte noch über den Luftschutz und über die Bildung von Ortsgruppen bes Deutschen Luftschutzbundes in den größeren Gemeinden. Kreisdirektor Dr. Stammler erläuterte die neuen Bestimmungen über bie Steuererleichterungen. Am Schlüsse ber sehr anregenben Tagung gedachte ber Vorsitzenbe in schwungvollen Worten ber großen Bebeutung ber am 12. November ftattfinben- den Volksabstimmung und der Reichstagswahl und forderte die anwesenden Bürgermeister auf, in ihren Gemeinden nachdrücklichst daraus hinzuwirken, daß jeder Staatsbürger am Wahltage eine Pflicht tut! Er schloß mit einem begei- tert aufgenommenen Sieg-Heil auf den Retter Der leutschen Ehre, unseren Führer Adolf Hitler. VerireierversammlungderOHV.-Kasie WSN. Mainz, 31. Oft. Die DHV.°Kasse hielt hier eine außerordentliche Vertre- terveriammlung ab. Pg. Blees als Vorsitzender der Hauptverwaltungsstelle Frankfurt am Main konnte eine überaus große Zahl Vertreter sämtlicher Verwaltungsstellen des Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebietes begrüßen. Als Vertreter des Kasfenvorstanbes war Pg. Ullrich (Hamburg) an» wesenb. Es war bies bie erste Zusammenkunft, bie nach ber Gleichschaltung unb ber damit notwendig gewordenen Ueberführung ber Mitglieder der früheren Deutschnationalen-, GDA.°, ZDA.- unb Buch. Hänbler-Krankenkasse in die neue DHV.-Kasse, statt- fand. Geschäftsführer Pg. Rüdiger gab einen Bericht über die seitherige finanzielle Entwicklung sowie der Mitgliederbewegung. Der Redner betonte, daß ber augenblickliche Notzustanb hinsichtlich ber unterschieblichen Beiträge unb Leistungen nach vier verschiedenen Kassensatzungen mit ber Schaffung einer Einheitssatzung, bie am 1. Januar 1934 in Kraft tritt, beendet wird. Ausführlich behandelte er anschließend daran die notwendigen bevölkerungspolitischen Maßnahmen, die im deutschen Volk dazu führen müssen, in aller Kürze einen gesteigerten Geburtenüberschuß hochwertiger und für den Staat brauchbarer Menschen zu erreichen. Ganz besonders wies er darauf hin, daß die vergangenen Regierungen absichtlich das deutsche Volk von der Behandlung erbbiologischer Probleme ferngehalten hat, um die Entartung des deutschen Volkes zu fordern. Klar und eindeutig sprach der Redner davon, -aß Deutschland sich im Leben ber Volker nur bann behaupten kann, wenn es eine gesunbe Beoölkerungs- politik betreibt unb rücksichtslos gegen jede Entartung einschreitet. Der Staat müsse versuchen, bie für minderwertigen, mit schlechten Erbanlagen behafteten Nachwuchs aufgewandten Mittel dort anzulegen, wo gesunder brauchbarer Nachwuchs erzeugt wird, aber bie notwendigen Mittel zur Aufzucht bislang versagt blieben. Deswegen ist das Sterilisationsgesetz für die künftige Bevölkerung von ausschlaggebender Bedeutung. Anschließend brachte Pg. Ullrich einen Er- 'gänzungsbericht der Entwicklung der Kasse im Reich. Er betonte, daß die Kasse auch im Reich eine günstige Entwicklung auf allen Gebieten genommen hat. Bezirksvorsteher Pg. Stein wies in seinem Schlußwort darauf hin, daß im DHV. und in ber DHV.-Kasse nunmehr auch bas Führerprinzip vor- herrscht unb es Aufgabe ber Kassenleitung sein muß, nicht bem einzelnen zu bienen, fonbern ber Gesamtheit. Mit einem breifachen Sieg-Heil! auf ben Volkskanzler Abolf Hitler schloß die einbrucksvolle Versammlung. Oberhessen. Zührcr'ihung der Hitlerjugend in Lich. * L i ch, 1. Nov. Am Montagabend fand im Beisein des Bannführers Buß und des Bannichulungs- leiters Krömmelbein eine Führervespre- chung des Unterbanns 3 der Hitlerjugend statt. Zweck ber Zusammenkunft war bie Bekanngabe ber Richtlinien für bie Winterarbeit in den einzelnen Scharen. In ben Hitlerjungen müssen bie Grunblagen für ben späteren SA.-Mann gelegt werben; es ist baher nötig, daß sie mit bem nationalsozialistischen Gedankengut vertraut unb in diesem Geiste erzogen werden. Die Hauptaufgabe ber Winterarbeit ist somit eine planmäßig burchgeführte nationalsozialistische Schulung. Aber neben biefer Schulung müssen an anberen Heimabenden auch echt kameradschaftliche Fröhlichkeit, Gesang und Spiel usw. zu ihrem Rechte kommen. Großer Wert muß auf die genaue Durchführung dieser Abende gelegt werden; jeder Scharführer ist daher verpflichtet, über jeden Abend und sonstige Veranstaltungen aus- führliche Berichte zu geben, die zugleich die Unterlage sür Aufsätze in Tageszeitungen und Zeitschriften bilden. Mit einem gemeinsam gesungenen Lied und mit einem dreifachen Heil auf den Führer wurde die Führersitzung geschlossen. Landkreis Gießen. $ Steinbach, 1. Nov. Am Reformationsfeste grüßte zum ersten Male die neue Kirchen- sahne vom Kirchturm. Wie in ben Vorjahren, fanben in Steinbach unb in Albach Gottesbienste statt, die besonbers in Albach auch von Erwachsenen besucht waren. ? Reiskirchen, 1.Nov. Der Wahlkampf hat auch in unserem Dorfe begonnen. Am Sams- tagabenb fanb eine Wählerversammlung statt, bei ber Pg. Heß (Winnervb) sprach. Er beschäftigte sich mit den Tagesfragen und mit ber Bebeutung ber Neuwahl bes Reichstags am 12. November. — Am Sonntagabenb war ber große Saalbau von Gun - b r u m mit Hunberten von Volksgenossen bis auf ben letzten Platz besetzt. Nach dem Einmarsch ber SA. mit ber Sturmfahne unter flotter Marschmusik des hiesigen Spielmannszuges sprach Pg. Nebe - l i n g (Gießen) über bas Thema „Deutschlanbs Austritt aus dem Völkerdunb: die Bedeutung bes 12. November für Volk unb Staat unb bie Arbeit der Regierung Hitler." Seinen interessanten Ausführungen folgten die Besucher mit großer Spannung. Er schloß mit dem Wunsche unb ber Auffor- berung, den Führer in schwerer Zeit mit aller Kraft und Hingabe zu unterstützen unb baburch ber Welt zu zeigen, baß Deutschlanb einig ist mit seiner Regierung im Kampf für Freiheit und Frieden, Gleichberechtigung, Arbeit und Brot. Begeistert stimmte die Menge das Horst-Wessel-Lied an. < Queckborn, 31. Oft. In einer gutbesuchten Bauernversammlung im Saale der Wirtschaft Oörnert sprach Rechtsanwalt Lind, Grün- berg, über das neue Reichserbhofgesetz. Seine klaren Ausführungen machten die aufmerksamen Zuhörer mit dem Geist und den einzelnen Bestimmungen des Gesetzes bekannt. Zahlreiche Anfragen konnten beantwortet werden. Mit einem Sieg-Heil! auf ben Führer unb ben Reichsernährungsminister Darrs, sowie mit ber Auf- forberung zu geschlossener Wahlbeteiligung am 12. November würbe bie Versammlung von bem Ortsfachberater Ioh. • Hch. Albert geschlossen. * Queckborn, 1. Nov. Dieser Tage fanb im Saale bes Gastwirts G ö r n e r t bie Grün- bungsversammlung berhiesigen Freiwilligen Feuerwehr statt. An ber Versammlung nahmen Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier- Gießen, ber Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen, Wenzel, der Kommandant der Gailfchen Feuerwehr Münch- Gießen, Oberbrandmeister <5 e i f ar t -Grünberg, sowie die Kameraden B o u r- g o t s • Gießen und Walther- Grünberg teil. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier legte in längeren Ausführungen die Zwecke und Ziele ber Freiwilligen Feuerwehr dar und gab Auskunft über deren Aufbau. Der neuen Wehr traten sofort etwa 50 Mitglieder bei. Zum ersten Führer wurde ber seitherige Kommanbant ber Pflichtfeuerwehr, Karl Horst, einstimmig gewählt. Nachbem Kreisfeuer, wehrinspektor Bouffier noch auf bie wichtigen Aufgaben ber Freiwilligen Feuerwehren hingewiesen hatte, sprachen ber Kreisfeuerwehrverbanbs-Vor- sitzenbe Wenzel unb Oberbranbmeister S e i f a r t. Mit einem breifachen „Sieg-Heil" auf ben Reichspräsidenten unb auf den Führer und Volkskanzler, sowie mit den ersten Versen des Deutschland« und Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung ge* schlossen. Kreis Büdingen. ow. Ober-Widders heim, 31. Oft. Nach 20jähriger Tätigfeit hat Bürgermeister Schäfer wegen vorgerückten Alters freiwillig das Bürgermeisteramt niebergelegt. Der Zellenwart der NSDAP. Ober-Widdersheim, Abolf Müller, wurde zum kommissarischen Bürgermeister ernannt Am Samstag wurde ihm von der Gemeinde dis übliche Ehrung dargebracht. Unter Beteiligung aller Untergliederungen der NSDAP, und zahlreicher Gemeindeglieder wurde die „Maie" eingeholt und aufgestellt. Hierauf wurden verschiedene Lieder vorgetragen und von Parteigenossen Ansprachen gehalten, die bem ersten Kämpfer Abolf Hitlers in unserer Gemeinbe herzliche Worte ber Anerfennung, bes Danfes unb bes Vertrauens zollten unb ihm bas Bilb bes Führers überreichten. Danach bankte bas neue Ortsoberhaupt unb lub für abenbs zu einem Glas Bier unb nachfolgenbem Tanz ein. Auch biefes Beisammensein brachte verschiebens treffliche Reben unb Ehrungen burch bie Frauenschaft unb ben BDM. Einer ber Rebner gebuchte auch bankbar bes nunmehrigen Altbürgermeisters Schäfer. Der treffliche beutsche Mann habe in seinen vielen, nicht immer leichten Amtsjahren (fiel bock; Krieg unb Inflation mit stark vermehrten Amtsgeschäften in seine Bürgermeisterjahre) sich stets bemüht, allen Ansorberungen unb Interessen Der Gemeinbe nach bestem Wissen unb Gewissen gerecht zu werben. Viele gute Wünsche ber Ge« meinoe für feinen ßebensabenb begleiten ihn in feinen Ruhestanb. — Vom 1. November ab werben in unserem Kreis Bübingen 18 Orte burch Kraftwagenpost versehen. Daraus ergeben sich auch bei unserer Postagentur 23er« änberungen. Der Briefträger ist ab 1. November nach Nibba versetzt. Die zur Postagentur gehören- ben Orte Unter-Wibbersheim unb Borsborf erhalten Kraftwagenpost. Die Ortsbestellung Ober» Wibbersheim würbe bem seitherigen Aushilfsbriefboten übertragen. Kreis Alsfeld. < Mücke , 1. Nov. Am Sonntagnachmittag fanb in Flensungen im Saale von Rudolf Reitz eine Wahlversammlung unter ßeitung des Ortsgruppenpropagandaleiters Erwin Nickel statt. Schulungsleiter Geißer von Homberg hielt einen Vortrag. Mit bem Horst-Wessel-Lieb würbe die Versammlung geschlossen. — Der hiesige Bund deutscher Mädchen kommt jetzt allwöchentlich im Bibelheim Flensungerhof zusammen. Die Hit« l e r j u g e n b hat ihre Zusammenkünfte im Schulsaal. ss. Grebenau, 31. Oft. Durch bie Umlage würben folgenbe Mengen Kartoffeln unb Brotgetreide für das Winterhilss- wert Der NS. -Volfswohlfahrt ber Ortsgruppe Grebenau in ben einzelnen Gemeinben ersaßt: Sieben 27,95 Ztr. Brotgetreibe, 61,80 Ztr. Kartoffeln; Euler sborf 11,08 Ztr. Brotgetreide, 31,14 Ztr. Kartoffeln; Grebenau 26,93 Zentner Brotgetreide, 73,74 Ztr. Kartoffeln; Reimenrod 12,46 Ztr. Brotgetreide, 39,88 Ztr Kartoffeln; Udenhausen 26 Ztr. Brotgetreide, 80 Ztr. Kartoffeln; Wallersdorf 19,91 Ztr. Brotgetreide, 49,72 Ztr. Kartoffeln. — Am Sonntag hielt im überfüllten Gotteshaus Pfarrer Schreiber, ber über 27 Jahre in unserer Gemeinbe geroirft hatte, seine Abschiebsprebigt, um ab 1 Dftober nach über 40jähriger treuer Dienstzeit in ber evangelischen Kirche in ben wohlverbienten Ruhestanb zu treten. Die besten Wünsche ber Gemeinbe Grebenau geleiten ben treuen von Kranfheit unb Alter gebeugten Pfarrer in feinen Ruhesitz nach Bensheim a. d. Bergstraße. Als Nachfolger ist vom ßanbesfirchen» amt Pfarrer Müller (Queck) ernannt worben. Pfarrer Müller wirb in nächster Zeit seinen Dienst hier antreten. preuhen. Kreis Wetzlar. Wißmar, 1. Nov. Am Sonntagabend sprach im Wolsschen Saale der Bezirfsführer der NSKOV. Schmidt (Krofdorf) vor ber NSKOV.-Wißmar. Er befaßte sich mit ber politischen ßage, bie auch von großer Bedeutung für bie ßage ber Kriegsopfer sei. Der Novemberstaat habe es versäumt, bas Wort wahr zu machen: „Der Dan-? des Vaterlands ist euch gewiß". Der Führer bes deutschen Volkes Abolf Hitler unb ber Führer der NSKOV. Ob erlinbober werden sich für die Linderung Für Hand und Fufe! Der elegante Handschuh — Der gute Strumpf Große Auswahl Billigste Preise Damen-Strümpfe Mako u.Woii-Mako. no, 0.90.0.75 0.50 DamervStrÜmpfe Seldeu-Seide m.Flor 1.75.1 45.1.10 0.85 Damen^StrÜmpfe/cine Wolle u. Seide 2.25,1.75,1.45 1.20 Bitte besuchen Sie uns und übertragen Sie Ihr Vertrauen auch auf uns. Herren-Bekleidungshaus Stamm Ecke Marktplatz G. m. b. H. Schulstraße 2 Geschäftsführer Adolf Möhl ffI Reichsmark, versteigert. 6587D _____1____ 5 Leek; Mainzer Mau- Geldlose Garantiert 10. November 6832 Gewinne und 8 Prlmlee Mk. Zwangsversteigerung 34/32 Am Donnerstag, dem 16. Tlooember 1933, vormittags 9 Uhr, wird im Amts- gerichtsgcbaude zu Gießen, Zimmer 107, das nachstehende, im Grundbuche von Gießen dem Kaufmann Otto Reih in Gießen zugeschriebene Anwesen Aster weg 44: Flur 2, Jlr. 132 - 480 qm hofreite, Flur 2, Jlr. 1326/w = 8 qm Brunnen, owie die auf dem Grundstück errichtete Autohalle, zusammen geschätzt auf 23 580 Siegerhahn brachte 60 Mark und der Rhobelänber- Siegerhahn aus der Zucht der Haushaltungsschule Michelstadt 50 Mark. Beide Spitzentiere gingen an die gute, anerkannte Zuchtstation Fischweiher bet Heppenheim. 21 Hähne brachten über 25 Mark. In der dreijährigen Tätigkeit des GHH. ist überaus erfreuliche Aufbauarbeit geleistet worden, die die hessischen Herdbuchzüchter zu den besten Hoffnungen berechtigt. Möge neben dieser glanzvollen Versteigerung in Offenbach die demnächstige Gau - Geflügelausstellung in Butzbach (18. bis 21. November) weitere Beweise der Fortschrittsarbeit in Hessens Geflügelzucht bringen. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehangt. Gießen, den 23. Oktober 1933. I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Das seit 63 Jahren bestehende Herren-Bekleidungsgeschäft Gebrüder Stamm Ist heute von uns übernommen worden. Die seitherigen Inhaber sind ausgeschieden. Das langjährig tätige und erfahrene Personal wird sich in unveränderter Mitarbeit in den Dienst des Unternehmens stellen, das wir nach bewährten Grundsätzen fortführen werden. Wir zeigen Ihnen gerne unverbindlich unsere große Auswahl und werden Sie bei Ihren Einkäufen bestens beraten. RA - & 2 O Flimm; Jos. Chmhr6; F. liiert; S. Friseur Loti; H. Leklleeky; W. Semmler; W Weber; Konr. Emmerich; L. Jeest: Henn. Irtl. 6746V 15000 Lose 50 Pffl. lflSF SM» j.schu/eickert Stuttgart ■irtrtlr. I • PutKltclhih Stwtljirl tlit M Hier !■ ellee Verkeuleetellen „Glauben Sie, gnädige Frau, daß ans das Präparat unbekannt Ist, das Ihnen Ihr Arzt in Deutschland gegen Hämorrhoidenschmerzen verordnet hat? Zweifellos meinen Sie Posterisan von Dr Kade, Berlin ** »Sie haben es erraten, liebes Fräulein! Scheinbar sind Sie über Posterisan und seine spezifische Heilwirkung bestens orientiert* -Das stimmt gnädige Frau! Zu den guten, ausländischen Präparaten, die die Schweizer Apotheken führen, gehört mit an erster Stelle Posterisan, das von unseren Aerzten mit großem Erfolg verordnet wird." In allen Apotheker: Posterisan-Salbe füc RM. 1,63, Posterisan-Zäpfchen für RAL 2,35. lchuldungsoerfahren entsprechende Regelung auch für Gewerbebetriebe zu erwarten steht, entzieht sich unserer Kenntnis. ö. Sch^ Gießen. Dir empfehlen Ihnen, sich zur Beantwortung Ihrer Fragen unmittelbar an die Kreisleitung der NSDAP., Cöberftr„ zu wenden Iß. 3. In fi. Es empfiehlt sich, in Ihrer Ange- legenhcit die Berufsberatung-st ellebeim Arbeitsamt Gießen in Anspruch zu nehmen, wo Sie unentgeltlich Aufklärung und Rat erhallen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) wünsche an das Handwerk. Die Handwerkerwoche mit ihrem schönen Motto ist oorübergerauscht. Die Zeitung hat uns durch die „Betriebe" geführt, und wir haben als nicht aktiv Beteiligte manches gelernt, auch uns der Notwendigkeit nicht verschlossen, in unseren Häusern Umschau zu halten, ob nicht dies oder jenes erneue- rungsbedürflig oder der Anschaffung wert ist. Da möchte denn auch einmal ein bescheidenes Wort an das Handwerk gerichtet werden, das an einen wunden Punkt rührt. Die Hausbesitzer, besonders wenn sie, wie der Einsender, nicht warten, bis sich große Schäden zeigen, sondern gerade den kleinen Rissen und Mängeln ihr Augenmerk schenken, stoßen dabei oft genug nicht auf die Unterstützung des Handwerks, die sie erwarten dürfen. Nicht als wäre die geleistete Arbeit schlecht (dagegen ließen sich ja auch leicht Gegenmaßregeln ergreifen), sondern bis es zu der Arbeit kommt, da liegt der Hund begraben. Wie oft muß man wegen einer Kleinigkeit, die aber aus irgendeinem Grunde eilig ist, ein-, zweimal das Telefon in Bewegung fetzen, ober sich selbst auf die Beine machen. Wie oft, wenn man die Zeit glücklich festgelegt hat, erscheint der Betreffende nicht, weil ihm irgend etwas bazwischengekommcn ist (sich abzumelden hält er meist nicht für nötig!). Wie oft hat man, wenn es sich um Kleinigkeiten handelt, die Empfindung, daß dem Betreffenden die Arbeit nicht lohnend erscheint, weil er anderes, größeres unter der Hand hat, so daß mir nicht selten schon die unmutige Bemerkung aufstieß: „Meister so und so muß doch recht beschäftigt, und der Not der Kriegsopfer einsehen und auch ihnen zu ihrem Recht verhelfen. Die Volksgemeinschaft verlange, daß am 12. November alle Deutschen, also auch die N§KOD, geschlossen dem Rufe des Da- Urlaube» Folge leisten. Die Ausführungen fanden begeisterten Beifall Mit einem Heil auf den Führer und mit dem Deutichlandlieb würbe bie gutbesuchte Versammlung geschlossen. die vielen Klagen über Richtbeschäftigung möget» übertrieben sein." Er unb ferne Kollegen wollen bt< Mahnung nicht verübeln, bah Bereitwilligkeit bet der Uebernahme unb Pünktlichkeit In der Ausfllh» runfl auch der kleinsten Aufträge Die Grundlage für einen gesunden Wechselverkehr zwischen Hausbesitzer unb Hanbwerker bilben müssen. Unb noch eins: Pünktlichkeit auch in ber Einreichung von Rechnungen' Der wie ber Einsenber, gewohnt ist, feine Rechnung längere Zeit liegen zu lasten der empfin- bet es ärgerlich, daß er, wenn er um die Rechnung bittet, bie Antwort erhält: „Ich fanb keine Zeit, sie auszustellen " Wieberum: Wie gut muß ber Mann beschäftigt sein, ber eine solche Antwort geben kann! Kr. anbottes wurde ber p^enhahn gestellt von der Farm Wilhelminenhof bei Jugenheim a. d B. ° Der Verlauf ber Versteigerung war flott Die Rheinländer-, Italiener- und Rhobelander-Hahne fanöen reißenden Absatz. Der Gefamtdurch- idinittserlös mit runb 20 Start je ftahn ist außerordentlich gut zu nennen. Den -omenpreis erhelle die Farrn W.lhelmlnenhof bei aSSK für einen Wyanbottes-Hahn mit bem stattlichen Züchterpreis von 73 Mark. Der Leghorn- Oie Herdbuch-Hahnenversteigerung in Offenbach. • Offenbad) a. M, l. Noo. Der diesjährigen Versteigerung des Geflügel-Herdbuch-Heffen (GHH) in Offenbach war ein glänzender Verlauf Geschieben. Es war gewiß ein Wagnis, wenn von den 14 hessischen Geflügel-Herbbuchzüchtern 157 Hähne zum öffentlichen Verkauf gestellt mürben, unb wenn in heutiger Zeit bei einer berartigen Zuchttier-Verstei- gerung nur ein Ueberftanb von einem Wyanbottes- Hahn unb fünf Leghorn-Hähnen verblieb. Die technische Leitung ber Veranstaltung lag in Hanben von Dr.Dencker (Darmstadt). Wie im Sorjabre, wurde auch die diesjährige Veranstaltung mit einer Prämiierung der •Siegertiere begonnen. Das in diesem Jahre -ur Schau gebrachte Material war in sämtlichen für Hessen anerkannten halfen, und zwar. Schwarze Rheinländer, braune Lei- ftungsitaliener, weiße Leghorn, Rhodeländer unb weiße Wyanbottes, von heroorragenber Gute Die Tiere waren ausnahmslos gut im Typ, korrekt, bei ben leichteren Rassen auch von ausgezeichneter Schwere unb Wirtschaftlichkeit. Besonbers gut schnitt die bekannte Zucht der H a u s h a l t u n a s s ch u l e M ichelstabt ad, die in ber Gruppe Rheinlanber, Rhobeländer unb Italiener je einen Siegerhahn stellte unb bie Silberne Mebaille des Reichsoerbandes für Geflügelwirtschaft, Fachschaft I, erhielt. In ber großen Gruppe ber 110 Leghorn stellte den Siegerhahn bie Solmssche Geflügelfarm, Nieber-Ingelheim, welche bie (Bolbene Medaille des Reichsoerbanbes auf ben Hahn GHH. 1126 erhielt. Ganz hervorragenb gut schnitt auch bie Farm Wallborf mit zwei ersten Siegerpreisen ab, gleichzeitig aber auch mit großartigen Verkaufserlösen. Besonbers begehrt waren bie ausgeglichenen typischen Zuchthähne ber Geflügelfarm Wilhelmshöhe bei Butzbach. Unter ben Wy- Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sink) ohne Verbindlichkeit ber Schriftleitung.) h. D. in C. Die bisherigen Vorschriften über das Entfchuldungsverfahren beziehen sich lediglich auf landwirtschaftliche, nicht aber auch auf Gewerbebetriebe. Ob eine dem landwirtschaftlichen Ent- Denkt an bie „Stiftung für Opfer ber Arbeit"! Einzahlungen an Beichskrebitgesellschafl Berlin W 8, Behrensstrahe 21/22, sowie auf deren Reichs- bankgirokonlo unb beren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe ber koutobezeichuung: »Stiftung für Opfer be- Arbeit". (Verschiedenes | Achtung! Wer bat Erfahrung, mit ber Westdeutschen Kredithilfe lassen, unb welche? Gell. Mitteil. erb. u. 06286a.b.Gieß 21 tu. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll Zirka 2U-30 Taasend Mark auSchristlich.Hanben von erstem Unternehmen gefuckt. Schrift!. Slugebunt. 06300 a.b.Gieß.Anz. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll Kinder-Strümpfe relneWolleu. 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