Nr. 2s 5 SrühatrSsabe 185. Jahrgang Samstag. 2. September 1933 ttr|d)etni tdgltd), auho Sonntags und feiertags. Beilagen: Die Illustriert« (Biebener Familienblatter Heimat im Bild Die Scholl« Monats vezugsprelr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 180 Zustellgebühr. . -25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt zernsprechanschliifse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: Krantsurtam Main 11686. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen VrilS und Verlag: vrühl'fche Universtläts-Vuch- und Steindruckerei B. Lange in Sietzen. Schristleitung und Seschästsftelle: Zchulstratze 7. Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer "bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Plahvorschrift 20°, mehr. Chefredakteure Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. DjeRaffealsGmndlagederMtmimnationalsozjaWschenStaat Nie Programmrede des Führers auf der Kulturtagung des Nürnberger Reichspartestags. nationalen Demokratie und ihren Auswirkungen. Diese nationalsozialistische Weltanschauung führt zwangsläufig zu einer Neuorientierung auf fast sämtlichen Gebieten des völkischen Lebens. Ausgehend von der Erkenntnis, das; auf die Dauer alles Geschaffene nur durch dieselben Kräfte zu erhalten ist, die vorher die Träger der Schöpfung waren, wird der Nationalsozialismus im deutschen Volke das Wesen derjenigen Be- standteile zu dominierendem Einfluß und damit zur sichtbarsten Auswirkung bringen, die die Bildung unseres deutschen Dolkskörpers im Laufe vieler Jahrhunderte angeregt und durchgeführt haben. Die Vorsehung will zur Aufrechterhaltung jeder menschlichen Gesellschaft gewisse Prinzipien vertreten wissen, ohne Rücksicht darauf, ob alle Einzelnen sich damit einverstanden erklären, wie auch das kulturelle Bild eines Volkes geformt wird nach seinen besten Bestandteilen und dank ihrer Art einzig dazu geborenen Trägern der Kultur. Was aber den dazu nicht Geborenen dann an innerem Verständnis fehlt, was sie an Herz und Seele nie zu fassen vermögen, das muß durch bewußte Erziehung sie zumindesten in scheuen Respekt versetzen. 9m übrigen müssen sie Der Ziisammechmg von Stil und Haffe. Es ist das Zeichen der grauenhaften Dekadenz der vergangenen Zeit, daß sie von „Zielen" redete, ohne ihre rassischen Bedingtheiten zu erkennen. Der Grieche hat nie international gebaut, sondern griechisch. D. h., jede klar ausgeprägte Rasse hat ihre eigene Handschrift im Buche der Kunst, sofern sie nicht, wie z. B. das Judentum, ohne eigentliche künstlerische produktive Fähigkeit ist. Wenn Völker aber eine artfremde Kunst kopieren, so ist dies nicht der Beweis für die 9nternationalität der Kunst, sondern nur der Beweis für die Möglichkeit, etwas intuitiv Erlebtes und Geschaffenes mechanisch abschreiben zu können (Beifall). Nur dort kgnn man von einem wirklich verständnisvollen Eingehen eines Volkes in die Kunst eines anderen reden, wo über alle zeitlichen und sprachlichen Entfernungen hinweg ein und dieselbe rassische Wurzel vorhanden ist. Was immer sich auch am äußeren Weltbild verändern mag, die innere Veranlagung der Rassen selber verändert sich nicht, Jahrtausende sind einflußlos, solange nicht die Erbmasse selbst blutmäßig verdorben wird. Daher wird das Schönheitsideal der antiken Völker und Staaten unvergänglich fein, solange Menschen gleicher Veranlagung, weil gleicher Herkunft, die Erde beleben. Nicht der Stein oder die tote Form sind in ihrer Schönheit unvergänglich, sondern nur d i e Menschen sind es, die ihre Herkunft derselben Wurzel verdanken. Es ist daher auch ein Irrtum zu glauben, daß die schöpferische Urkraft einer Rasse die Form ihrer künstlerischen kulturellen Aeußerungen durch irgend ein stilistisches Gesetz bestimmt oder reglementiert erhält. Rein: Rur das Instinkt- unsichere, weit rassisch uneins gewordene Volk, benötigt der Regeln, um nicht den wunderbaren Faden zu verlieren, den die unkomplizierten, weil natürlichen Repräsentanten Der arisch-nordische Mensch als Träger und Wegbereiter höchster Kunst. ja nur lernen, diese Lebensäußerungen der einen Seite ihres Volkes genau so anzuerkennen wie die andere sich auch mit ihrer Mentalität abfinden muß. Es haben daher zu allen Zeiten die Weltanschauungen nicht nur das Wesen der Politik, sondern auch das Bild des kulturellen Lebens bestimmt. Die Dichter haben Helden besungen, wenn heldisches Zeitalter diese in Erscheinung treten ließen oder sie fliegen in die Niederungen des alltäglichen Lebens, wenn die Zeit unheroisch wurde und ihr entsprechende Menschen den Ton angaben. Denn niemals kann man b i e Sun ft vorn Menschen trennen. Das Schlagwort, daß gerade die Kunst international sei, ist hohl und unverständig. Wenn man schon andere Funktionen des Lebens durch Erziehung angelernt erhalten kann, — zur Kunst muß man geboren fein. D. h., die außer aller Erziehung liegende grundsätzliche Veranlagung und damit Eignung ist von entscheidendster Bedeutung. Diese Veranlagung aber ist ein Bestandteil der Erbmasse. Nicht jeder braucht deshalb schöpferischer Künstler zu sein, weil er rassisch gesehen, zu dieser bestimmten Art zu rechnen ist. Wohl aber wird sich nur auf einer solchen das wirkliche Genie erheben können, und nur diese Rasse allein wird es empfinden und verstehen. einer begnadeten Rasse einst gefunden hatten. (Es ist dabei lächerlich zu meinen, daß man ohne weltanschauliche (Erneuerung und damit rassische Klärung einen neuen „Gebens-, Kultur- und Kunststil" finden könnte, wie es lächerlich ist, anzunehmen, daß die Ratur mit dieser hellseherischen Aufgabe jeden durchschnittlichen Stümper betraue. Rur der klarste menschliche Geist kann die Wege zur erhabendsten Schönheit finden. Der letzte Maßstab dafür aber liegt in der Erkenntnis einer kristallklar erfüllten Zweckmäßigkeit. Dies hat gar nichts zu tun mit jener vermeintlichen „Sachlichkeit", die nicht begreifen will, daß der Mensch animalische Primitivität nicht verwechseln soll mt harmonischer Schönheit. Nicht jeder Künstler wird diese letzte Vollendung finden; allein alle sollen sie suchen. Jedem Volke sind seine natürlichen Grenzen gezogen. Der gottbegnadete Künstler aber wird als die einmal Mensch gewordene komprimierte Fähigkeit seines Volkes stets den durchschnittlichen allgemeinen Erkenntnissen voran eilen und unbewußt jene Gestaltung finden, die als höchste und erhaben st e Schönheit empfinden und gesehen, als klarste Zweckmäßigkeit aber oft er ft nach Jahrtausenden bewiesen werden kann. So wie der edle Mensch sich gegenwärtig in beiden Geschlechtern stets der Schönheit bewußt war, um wohl erst nach Jahrtausenden zu erkennen, daß die höchste Schönheit des Weibes in der zweckmäßigen Gestaltung und Vollendung feines Körpers und Wesens genau so wie umgekehrt auch beim Manne liegt, so kann die konstruktive und tektonische Form der Lösung ihrer beiden Aufgaben dem wirklich begnadeten Künstler gelingen, ehe noch die sogenannte exakte Wissenschaft den Beweis für die tatsächliche statistische Richtigkeit der gefundenen Lösung zu liefern vermag. Nürnberg, 1. Sep'. (WTB.) Die Kultur- tagung im Kulturvereinshaus gestaltete sich zu einem der Höhepunkte des Reichsparteitages. Der ?roße Saal war einschließlich seiner Emporen über- üllt, dennoch drängten Tausende auf der Straße, an den (Eingängen, in den Gängen und vor den Saaltüren. Die Ordner mußten sich die größte Mühe geben, um wenigstens für die Ehrengäste, insbesondere für die ausländischen Diplomaten, die in großer Zahl erschienen waren, Sitzplätze zu erhalten. In der Reihe der Diplomaten saß auch Vizekanzler o. P a p e n. Der Reichskanzler sowie mehrere Reichsminister konnten Sitzplätze nicht mehr bekommen. Sie standen dicht gedrängt vor der Bühne, auf der das Reichssymphonie- Orchester unter dem Dirigenten Adam in hervorragend künstlerischer Weise mit der Böcklin-Suite von Max Reger die Kulturtagung einleitete. Alfred Rosenberg, der Führer des Kampfbundes für deutsche Kultur hieß im Namen der Reichsleitung der NSDAP, die zur Kulturtagung erschienenen Gäste und Teilnehmer willkommen. Darauf nahm der Führer das Wort zu einer großen Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: Nie Rede des Führers. „21m 30. Januar 1933 wurde die Nationalsozialistische Partei mit der politischen Führung des Reiches betraut. Ende März war die nationalsozialistische Revolution äußerlich abgeschlos - s e n. Abgeschlossen, insoweit es die restlose äleber- nahme der politischen Macht betrifft. Allein nur der, dem das Wesen dieses gewaltigen Ringens innerlich unverständlich blieb, kann glauben, daß dann der Kampf der Weltanschauungen seine Beendigung gefunden hat. Dies wäre dann der Fall, wenn die nationalsozialistische Bewegung nichts anderes wollte, als die sonstigen landesüblichen Parteien. Diese pflegen allerdings am Tage der ilebernabme der politischen Führung den Zenith ihres Wollens und damit ihrer Existenz erreicht zu haben. Weltanschauungen aber sehen in der Erreichung der politischen Macht nur die Voraussetzung für den Be- ?inn der Erfüllung ihrer eigent- ichen Mission. Schon im Wort „Weltanschauung" liegt die feierliche Proklamation des Entschlusses, allen Handlungen eine b e ■ stimmteAusgangsauffassungundda- mit sichtbare Tendenz zugrunde zu legen. Eine solche Auffassung kann richtig oder falsch sein: Sie ist der Ausgangspunkt für die Stellungnahme zu allen Erscheinungen und Vorgängen des Lebens und damit ein bindendes und verpflichtendes Gesetz für jedes Wirken. Je mehr sich nun eine solche Auffassung mit den natürlichen Gesehen des organischen Lebens deckt, um so nützlicher wird ihre bewußte Anwendung für das Geben eines Volkes sein. Alle geschichtlich feststellbaren Weltanschauungen sind nur verständlich in ihrer Verbindung mit den Lebenszwecken und der Lebensauffassung bestimmter Rassen. Es ist daher sehr schwer, zu der Richtigkeit oder Unrichtigkeit solcher Auffassungen Stellung zu nehmen, wenn man nicht ihre Auswirkung den Menschen gegenüber prüft, auf die man sie angewendet wissen will oder nicht. Denn was einem Volke natürlichste, weil ihm angeborene und damit zukommende Lebensäußerung ist, bedeutet für ein anderes wesersfremdes Volk unter ilmftänben nicht nur eine schwere Bedrohung, sondern sogar das Ende. Auf keinen Fall aber kann ein Volk, das sich aus verschiedenen Rassenkemen zusammensetzt, sein Leben in den wichtigsten Belangen auf die Dauer von zwei oder drei Au ffassungen zu gleicher Zeit be- st i m m e n lassen und nach ihnen aufbauen. Dies führt zwangsläufig früher oder später zur Auflösung einer solchen widernatürlichen Bereinigung. Soll dies daher vermieden werden, dann ist entscheidend, welcher rassische Bestandteil sich durch sein Wesen weltanschaulich durchzusehen vermag. Das bestimmt dann aber die Linie, in der die Entwicklung eines solchen Volkes weiterhin verläuft. Der Rationalsozialismus ist eine Weltanschauung. Indem er die ihrer innersten Veranlagung nach zu dieser Weltanschauung gehörenden Menschen erfaßt und in eine organische (5c- meinschast bringt, wird er zur Partei derjenigen, die eigentlich ihrem Wesen nach einer bestimmten Rasse zuzusprechen sind. (Er erkennt dabei die Gegebenheit der verschiedenen rassischen Substanzen in unserem Volke. (Er ist auch weit entfernt, diese Mischung, die das Gesamtbild des Lebensausdruckes unseres voslkes gestaltet, an sich abzulehnen. (Er weiß, daß die normale Spanne unserer Fähigkeiten durch die innere rassische Gliederung unseres Volkes bedingt ist. Er wünscht aber, daß die politische und kulturelle Führung unseres Volkes das Gesicht und den Ausdruck jener Rasse behält, die durch ihren Heroismus, allein dank ihrer inneren Veranlagung aus einem Konglomerat verschiedener Bestandteile das deutsche Volk überhaupt erst geschaffen hat. Der Rationafozialismus bekennt sich damit zu einer heroischen Lehre der Wertung des Blutes, der Raffe und der Persönlichkeit sowie der ewigen Auslesegesehe und tritt somit bewußt in unüberbrückbare Gegensätze der Weltanschauung der pazifistisch-interwir aber wissen von uns, daß im Altertum und in der neuen Zeit der arisch-nordische Mensch stets die zwingende Synthese gefunden hat zwischen der gestellten Ausgabe, dem Zweck und dem gegebenen Material. Sein freier schöpferischer Geist ist sich immer gleich geblieben und wenn auch Jahrhunderte lang bestimmte Weltanschauungen als äußerer Ausdruck anderen volkstumes die Menschheit unter Stilgesehe- zwangen, die für ihre Zeit weltanschaulich richtig sein konnten, dem wahren inneren arischen Wesen aber widersprachen, so hat doch dieser Geist immer wieder nach einem Ausweg in feine eigene, wenn auch vergangene Welt gesucht. 3n eben dem Maße, in dem der nordische Geist seine bewußte Wiederauferstehung erlebt, wird er die kulturellen Aufgaben der heutigen Zeit mit nicht minder großer Klarheit und damit in ästhetischer Schönheit zu lösen haben, wie seine rassischen Vorfahren bie ihnen gestellten Probleme meisterten. Es ist dabei ebenso lächerlich, ja kindisch, den von seinen Vorfahren bereits gefundenen klassischen Formen und Ausprägungen künstlerischer Schöpferkraft ängstlich aus dem Wege gehen zu wollen, wie es dumm wäre, andere Erkenntnisse und Erfahrungen im Leben nur deshalb abzulehnen, weil frühere Generationen schon diese Wahrheiten gefunden hatten. Die Menschheit würde entarten, die Kultur sich rückbilden, wenn e^t die Scherl einreißt. eine brauchbare Erbmasse an Leben s- und Kul t u rgütern weiterzupfleg en nur deshalb, weil dekadente oder rassisch-fremde Clemente in ihrem geistigen Anarchismus oder ihrer herkunftsmäßig bedingten Ablehnung am liebsten die Brandfackel an alle Leistungen der Vergangenheit überhaupt legen möchten. Umgekehrt wird aber eine schöpferische Rasse die Gesamtsumme der Leistungen ihrer Vorfahren als Stil nicht zu einem tyrannischen Gesetz erheben dürfen, das jede weitere eigene Leistung begrenzt oder gar vergewaltigt. Rur aus Vergangenem und Gegenwärtigem zugleich baut sich die Zukunft auf. Der gegebene Zweck, das konstruktive Können der Gegenwart sowie das technische Material sind die Elemente, aus denen und mit denen der wahrhaft schöpferische Geist seine Werke gestaltet, ohne Angst, das gefundene und überlieferte Gut der Vorfahren zu verwenden, mutig genug, das selbstgefundene gute Reue mit ihm zu verbinden! Es ist überhaupt falsch, von einem zu suchenden „neuen Stil" zu reden, sondern man kann nur hoffen, daß unser bestes Menschentum von der Vorsehung erwählt werden möge, aus dem blut- mäßig bewegten inneren Wesen heraus, die uns heute gestellte Aufgabe genau so souverän zu lösen, wie dies zum Veispiel den arischen Völkern des Altertums gelungen war. Entscheidend ist nur, daß wir durch das bewußte Herausstellen der unser Volk tragenden rassischen Substanz sowie durch die souveräne Proklamierung ihres Wesens und der ihr entsprechenden Weltanschauung einen Kern schaffen, der für lange Zeiträume seinen schöpferischen Geist auswirken lassen kann. Es ist kein Zufall, daß das weltanschaulich verschwommenste Zeitalter in seiner libcralistischcn Freizügigkeit — sprich Unsicherheit — auch auf dem Gebiete des kulturellen Schassens unsicher war. In knapp einem Jahrhundert wurden die Kunstleistungen der Völker und die Weltanschauungen fast aller Zeiten durchprobiert und wieder abgelegt. In dem kubistisch-sadistischen Primitivitätskult hat diese Unsicherheit endlich den einzig passenden, weil sicheren Ausdruck gefunden. Es ist dies die kulturelle L e b e n s ä u ß e r u n g des kulturlosenBo- densatzes der Nationen. Der Marxismus mündet nicht nur politisch, sondern auch kulturell zwangsläufig in den Nihilismus. (Eine neue künftlerische Renaissance des arischen Menschen nahm ihren Ausgang bemerkenswerterweise von den Aufgaben, für deren Lösung Vorbilder überhaupt nicht vorhanden waren. Die moderne Tech - n i k zwang den Menschen, eigene Wege zu suchen. Aus Zweck und Material wurden nun Formen gefunden und entwickelt, die in der Aestetik vieler Maschinen ;. V. mehr griechischen Geist atmen als manches schlecht nachempfundene Bauwerk. Dieses gewaltige neue Gebiet hat als Reuland die geistigen Denkmäler eines ebenso modernen wie ästetisch befriedigenden Schassens aufzuweisen. Von hier aus geht über die neuartigen Baustoffe wie Stahl, Eisen, Glas, Beton usw. die Entwicklung zwangsläufig einen den Bauzwecken und diesen Materialien entsprechenden Weg. Aber auch hier ist nicht jeder Durchschnittsmensch berufen, Unsterblicyes zu leisten. Wer nur das Neue sieht um des Neuen willen, verirrt sich nur zu leicht in das Gebiet der Narreteien, da das Dümmste, in Stein und Material ausgeführt, natürlich umso leichter das wirklich neuartigste zu sein vermag, als ja in früheren Zeitaltern nicht jedem Narren genehmigt wurde, die Umwelt durch die Ausgeburten seines kranken Hirns zu beleidigen. Unter der Parole „neu fein um jeden Preis" kann jeder Stümper etwas Besonderes leifken. Man soll sich aber hüten, in solchen Experimenten allein schon den Beweis für die Bedeutung eines Menschen und seiner Arbeit sehen zu wollen. Nur wenigen Gottbegnadeten hat zu allen Zeiten die Vorsehung die Mission aufgegeben, wirklich Neues zu gestalten. Damit find diese aber die Wegweiser für eine lange Zukunft. Die Kunst ist eine erhabene und zum Fanatismus verpflichtende Mission. Wer von der Vorsehung ausersehen ist, die Seele eines Volkes der Mitwelt zu enthüllen, sie in Tönen klingen oder in Steinen sprechen zu lassen, der leidet unter der Gewalt des allmächtigen, ihn beherrschenden Zwanges, der wird seine Sprache reden, auch wenn die Mitwelt ihn nicht versteht ober verstehen will, wird lieber jede Not auf sich nehmen, als auch nur einmal dem Stexn untreu zu werden, der ihn innerlich leitet. Die nationalsozialistische Bewegung und Sfaafs- führung darf auch aus kulturellem Gebiete nicht dulden, daß solche Richtskönner ober Gaukler plötzlich ihre Fahne wechseln und so, als ob nichts gewesen wäre, in den neuen Staat einziehen, um dort auf dem Gebiete der Kunst und Kultur-Politik abermals das große Wort zu führen. Ob die Vorsehung uns alle die Männer schenkt, die dem politischen Wollen unserer Zeit und seinen Leistungen einen gleichwertigen kulturellen Ausdruck zu schenken vermögen, wissen wir nicht. Aber das eine wissen wir, daß unter keinen Umständen die Repräsentanten des Verfalles, der hinter uns liegt, plötzlich die Fahnenträger der Zukunft fein dürfen. Entweder waren die Ausgeburten ihrer damaligen Produktion ein wirklich inneres Erleben, dann gehören sie als Gefahr für den gesunden Sinn unseres Volkes in ärztliche Verwahrung, oder es war dies nur eine Spekulation, dann gehörten sie wegen Betruges in eine dafür geeignete Anstalt. Aus keinen Fall wollen wir den kulturellen Ausdruck unseres Reiches von diesen Elementen verfälschen lassen; beim das ist unser Staat und nicht der ihre. Dieser neue Staat wird aber der Pflege des Kulturellen eine ganz andere Aufmerksamkeit schenken als der alte. Immer wird die politische Führung stofflich und tatsächlich die Voraussetzung liefern müssen für das Wirken der Kunst. Selbst wenn ein Volk erlischt und Menschen schweigen, werden dann die Steine reden, solange das eigene Volk lebt oder es andere Völker gibt mit annähernd gleichem kulturellem Vermögen. Es wird daher jedes große politische Zeitalter in der Weltgeschichte das Recht seines Daseins durch die sichtbarste Urfunbe seines Wertes sich ausstellen, bie es gibt, durch seine kulturellen Leistungen. Die Meinung, daß in materiell dürftigen Zeiten kulturelle Fragen in den Hintergrund treten müßten, ist ebenso töricht wie gefährlich. Denn wer die Kultur etwa nach der Seite ihres materiellen Gewinnes hin einschätzen will, oder auch nur zu beurteilen trachtet, hat keine Ahnung ihresWesens und ih rerAuf- gaben. Gefährlich aber ist diese Auffassung, weil sie damit das gesamte Leben airf ein Ri^eau her- abbrütft, auf dem endlich höchstens noch bie Zahl der Minderwertigen entscheidet. Sie feierliche Eröffnung des parienongreM Politik und Rasse wenn diese politischen Kämpfer des deutschen Volkes leuchtenden Auges den 211111 zum Gruße ihrem Führer in Treue und Gehorsam entgegenstrecken, dann irren Sie nicht, indem Sie sagen, es ist der römische Gruß, der hier seine Nachahmung findet, sondern willen -sie dann, daß er der nationalsozialistische Heilgruß, der u r d e u t s ch e Spcergruß, ist, mit dem unsere Vorfahren jahrhundertelang zum Zeichen des Sieges bei Spielen und Lanzenbrechcn zu grüßen pflegten. oder m i l i t ä r ä h n l i ch e Formationen, wie es vielfach in völliger Verkennung der Tatsachen geschieht, sondern dann sehen Sie in ihnen die Hüter vor dem Bol- s ch e w i s m u s in Deutschland, der einst von hier aus die Zivilisation der ganzen Welt bedrohte. Daß es heute anders ist, ist ihr großes Verdienst. Heute sind diese politischen Soldaten die Garanten der politischen Ordnung in Deutschland. Dies sollen sie heute und für alle Zeiten sein. Und wuchs, sondern immer zuerst die Rastenschichtung, denn die alten Kulturstaaten verdanken lyre Entstehung dem arischen Menschen nordi» (eben Bluts, der sie alle und ihre Kulturen geschaffen hat. Aus diesem Wissen um die rassischen Ursachen der Völkerschicksale versucht der Nationalsozialismus heute die Zukunft unseres Volks zu gestalten. Er stellt bewußt in den Mittelpunkt die Sorge um die Erhaltung des Blutes unseres Volkes. Deshalb stellt der neue Staat die Familie in den Mittelpunkt seiner Aufbauarbeit. Mit dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses hat der nationalsozialistische Staat als erster bewußt die Folgerungen aus den Erkenntnissen moderner Wissenschaft gezogen. Auch die Mischung mit fremdem Blut und damit das Einsickern fremdartiger Einflüsse ist unserem Volk nicht erspart geblieben. Auf diesem Gebiet hat unser neues Deutschland mit seinen Gesetzen zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums und der Ausschaltung Fremdrassiger aus einzelnen Berufen einen Schritt getan, der in der umgebenden Welt lebhafte Diskussionen heroorrief und dort nicht selten befremdete, während er uns aus der rassischen Einsicht heraus selbstverständlich scheint. Der Staatsmann hat die Pflicht, sein Volk vor dem Einsickern fremden Bluts und der Zerstörung seiner tragenden Rasse zu bewahren. Man hat gesagt — und man glaubte — damit den Rassenstandpunkt des Nationalsozialismus damit zu treffen, daß jede Raffe auf dieser Welt ein Gedanke Gottes fei. Gerade das glauben wir auch, und deshalb fordern wir reinliche Scheidung zwischen Blut und Blut, damit die Gedanken Gottes nicht verwirrt werden. Nach dem Vortrag der Proklamation sprach der Leiter des Aufklär-ungsamtes für Bevölkerungspolitik und Rassenfragen, Nr. med. Walter Groß-Berlin über »Politik und Baffenfrage". Er fürte u. a. aus: Niemals hätte Deutschland die Wende dieses Frühjahres erleben können, wenn die müde Verzichtslehre vom schicksalhaften Ende unteres Volkes allgemein Glauben gefunden hätte. Sie ist überwunden worden durch die Erkenntnisse einer rassigen Geschichtsbetrachtung. Als neuer be- herrscbender Wert im Bild der Geschichte steht die Rasse vor uns. Der erste Vorgang biologischen Verfalls ist die Abnahme der Zahl. Nicht die Zahl an sich n acht den Wert im Leben, sondern allein die Zahl der Träger d osn Kraft und Tüchtigkeit, von Gesundheit und Leistung. Im Leben der Völker tritt immer wieder die Gefahr einer umgekehrten, einer verkehrten Auslese auf. Wehe dem Volk, das jene seltenen Geschlechter mit besonderer Hochwertigkeit ihres Erbes im Laufe seiner Geschichte bis zur Ausrottung verbraucht, statt sic eifersüchtig zu wahren! Die Folge ist, daß allmählich die überragende Begabung fehlt, daß auf der anderen Seite die minder Wertvollen an Gewicht ge- w innen, und das bedeutet früher oder spater zwangsläufig den Niedergang von Staat und Kultur. Sehen wir auf die Volker, die im Laufe der Geschichte eine Rolle gespielt haben, >0 ergibt sich, daß sie meist M e n s ch e n v er s ch i e - denerRafsenabstammung enthielten. Aber nicht die Rassenmifchung war die Form, in der solche Verschiedenheit zu einem Volk zusammenmarsch von 60 Standarten der einzelnen Gaue, jede von drei SA.-Männern betreut. Die Menge grüßt die Ehrenzeichen der nationalsozialistischen Bewegung, besonders die vorangetragene Blutfahne vom 9. November 1923. Nach dem Vorspiel zu den „Meistersingern" spielt das Reichssymphonieorchester das „Niederländische Dank- gebet". Die Blutfahne wird neben dem Rednerpult aufgestellt, unmittelbar vor dem Führer. Neuer Fanfarenstoß. Der stellvertretende Führer Rudolf Heß nimmt das Wort zu seiner Eröffnungsrede. Als dann der Stabschef die Namen der im deutschen F r e i h e i t s k a m p f Gefallenen verliest, erheben sich die Zehntausende von ihren Sitzen. Die Angehörigen der Gefallenen haben unmittelbar vor dem Podium einen Ehrenplatz eingenommen, unter ihnen die Mutter und die Schwester H 0 r st Wessels. In stillem Gedenken hebt alles den Arm und lenkt den Blick auf das Blutbanner, das sich zu Ehren der Toten senkt. Mit herzlichem Beifall wird dann bei den werteren Degrüßungsworten die Anwesenheit der Vertreter des Faschismus unter Hinweis auf die freundlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien zur Kenntnis genommen. Jeder Sah, den Rudolf Heß am Schluß seiner Ansprache an den Führer richtet, löst brausende Bravorufe und langanhaltendes Händeklatschen aus. Das Sieg-Heil auf Adolf Hitler und die deutsche Zukunft dröhnt durch den riesigen Saal. Dann betritt der Frankenführer Gauleiter Streicher mit starkem Beifall empfangen das Rednerpult. Seine Rede ist ein herzlicher Dank für den Entschluß des Führers, die Hauptstadt des Frankenlandcs für die Zukunft zur Stadt der Par^ teitage zu machen. Der Vizesekretär der Faschistischen Partei, Exzellenz Prof. Mar picati dankt in italienischer Sprache kurz für die Einladung zum Kongreß und die Uebermittlung der Grüße und hob die enge Verbindung zwischen der nationalsozialistischen und der faschistischen Weltanschauung hervor. Er schloß mit dem von der Versammlung bei der Uebersetzuna mit herzlichem Beifall aufgenommenen Ruf „Heil Hitler — Heil Mussolini!". Dann folgte die Verlesung der Proklamation des Führers durch den bayerischen Innenminister Wagner. Das Ausland und der Nationalsozialismus. Reicbsvressechef Or. Oietr.ch fordert ge,üh»smaß.ge Erfassung der heroischen, auf der Macht der verchnbchkeit beruhenden und ein fnedliches Nebenemanderleben der Volker erstrebenden * Weltanschauung des Nationalsozialismus. Nürnberg, 1. Sept. (WTB.) Der Weg der Teilnehmer zur Festhalle im Luitpold-Hain, in der heute vormiltag der Parteikongreß der NSDAP, eröffnet wurde, war ein einziger Triumphzug. In der herrlich geschmückten gewaltigen Halle waren die rund 30 000 Sitzplätze fast im gleichen Augenblick besetzt, in dem die Eingänge geöffnet wurden. Unter den Ehrengästen auf der Tribühne unmittelbar hinter dem Rednerpult bemerkte man die von Mussolini entsandten führenden italienischen Fa s ch i st e n in ihren geschmackvollen Uniformen. Das farbenprächtige Bild wurde verstärkt durch die Uniformen der mit dem Reichswehrminister Generaloberst v. B l 0 m b e r g erschienenen hohen Reichswehr- und Polizeioffiziere. Unter den Vertretern der Kirche wurde besonders Landesbischof Ludwig Müller bemerkt, der mit der goldenen Amtskette geschmückt erschienen war. Hinter den Ehrengästen hatten 140 Mann des Reichssymphonieorchesters Platz genommen. lieber der Eingangspforte in silberner Schrift der Leitspruch des Parteitages „Für die Einigkeit des Volkes, für die Stärke des Reiches!" Helle Baldachine wölben sich unter dem Dach. Mit Blumenschmuck und Tannenarün sind die rot umkleideten und mit silbernen Adlern versehenen Seitenpfeiler durchsetzt. An der dem Eingang gegenüberliegenden Seite befindet sich aus erhöhter Tribüne der Platz des Führers, zur Linken hat Stabschef Röhm feinen Sitz, rechts der Stellvertreter des Führers, Heß, weiter sämtliche Gauleiter und viele Ehrengäste. Unten vor dem Rednerpult "haben mit Vizekanzler v. Papen sämtliche Mitglieder des Re i ch s k a b i n e tt s Platz genommen. Staatssekretär Meißner, die Reichs st atthalter, die Spitzen der übrigen Reichs-, Staats- und Landesbehörden, Reichsbankpräsident Dr. Schacht und viele andere. Auch die Angehörigen der Gefallenen der Bewegung sieht man unter den Ehrengästen. Gegen 10.30 Uhr flammen die Scheinwerfer auf. Der Führer erscheint, stürmisch empfangen, mit ihm kommen die Reichsminister Dr. Goebbels und General Gorin g, der über der ordensgeschmückten braunen Uniform die breite grüne Schärpe mit dem italienischen Mauritiusorden trägt. Die beiden hohen Faschistenführer, die am Parteitag teilnehmen, begleiten ihn. Nach einem Fanfarenstoß erfolgt der Ein- Nürnberg, 1. Sept. (WTB.-Fuil,pruch.) Jin Rahmen des Nürnberger Parteitages fand heute vormittag ein großer Em «0, Meltvreffe statt, bei dem der Reicysprene Äf der NSDAP, Dr. Dietrich, nach einem Dankwort an die Pressevertreter u. a. etwa folgendes ausführtc: Dieser Generalappell der Nationalsozialistischen Partei, soll weniger den aktuellen politischen Taget,sragc.n gewidmet sein als dem politischen Erleben. Wie der Na- tionaliozialismus eine Bewegung st, d« nicht intellektuell projektiert und nicht aus konstrur- tiver Grundlage aufgebaut wurde, Indern ans dem deutschen Volke selbst her au sg e» ach- f en ist und auf gefühlsmäßigen Werten ba- fielt, so muß man den Nationalsozialismus in feinem tiefen Wesen auch "gendwi 9 - sühlsmäßig erfassen, um ihn verstehen. Biel leicht ist hier die Quelle sener beklagenswerten Irrtümer und bedauerlichen Mlßverstandniße, denen das nationalioziallstische Wollen ui Wirken weniger aus Bo-r-haftigkelt aU aus Unkenntnis in der Welt ausgesetzt *1*. 4. er tiefe Wandel sowohl der inneren seelischen, w?e der äußeren Haltung unseres Volkes, den die nationalsozialistische , Revolution zum Durchbrach gebracht hat, ist selbst sur dleicni- gen, die nie in vorderster Front die,es gigantischen Kampfes gestanden haben, von unerhörter, kaum faßbarer Eindringlichkeit. Das Dritte Reich ist Wirklichkeit geworden. An der wiege des Dritten Reiches stand die wacht der Personlich- k e i t, die sich in Adolf Hitler verkörpert. Ihre Bedeutung für das Werk und für das Gesingen ist überragend. Sicherlich hat die heutige Zeit noch zu wenig verstanden von dem Geschehen dieser Tage, um es in welthistorischer Perspektive zu sehen. Wan muß die Woge von Liebe und Begeisterung, die dem Führer heute aus allen Schichten des Volkes entgegenftrömf, an seiner Seite tagtäglich mit- erleben, um zu wissen, daß diese im staatsmännischen so ganz besondere Erscheinung keine wirklichkeitsfremde Konstruktion, sondern eine Tatsache ist. Adolf Hitlers Fahrten durch das Land find e i n einziger Triumphzug. Wo ist ein Herrscher oder ein gekröntes Haupt so vom Volk umiubelt worden, wie Adolf Hitler? Wer nicht selbst dabei war, kann sich einfach keine Vorstellung davon machen. Es ist nichts Aeußerliches, nichts Gemachtes, nichts Vorbereitetes oder gar Befohlenes. Impul - i 0 folgen sie alle dem Zug ihres Herzens, wie von einer inneren unbestechlichen Macht getrieben. Das Volk hängt am Führer. Es liebt ihn und vertraut ihm rückhaltlos und ohne Grenzen. Aus dieser einzigartigen lebendigen Beziehung zum Volk schöpft Adolf Hitler immer neue Kraft für fein Werk. In dieser Wechselwirkung von Volk und Führer liegt aber auch eine unversiegbare Quelle fortschreitender nationaler Entwickelung. Das Letzte an der Persönlichkeit Adolf Hitlers wird uns wohl immer ein Mysterium bleiben. Der gottbegnadete Mensch geht seinen Weg, weil er ihn gehen muß. Hier gilt das Wort, daß der Glaube Berge versetzt. Wenn jemals das Wort, daß der Charakter die Tatsachen formt, sich als richtig erwiesen hat, dann ist es in diesem Heldenkampf der nationalsozialistischen Bewegung der Fall gewesen. Das hohe Lied der Treue und Opferbereitschaft, die heroische Weltanschauung erlebten mitten aus dem Volke heraus ihre Auferstehung. Wenn Sie den Aufmarsch der nationalsozialistischen Bewegung, den Sie in diesen Tagen hier in Nürnberg miterleben, mit diesen Augen ansehen, dann werden Sie, meine Herren Kollegen, insbesondere von der Auslandspresse, auch von Ihrem Standpunkt aus nicht die unwesentlichen Schattenseiten, sondern das Wertvolle und Positive dieser Bewegung erkennen, und zwar das Positive für die Zusammenarbeit auch der Völker untereinander. Wir wissen, daß die Beziehungen der Staaten in Zukunft glücklicher und dauerhafter hergestellt werden können, wenn das Gesicht der Ration klar und geschlossen, wenn ihre Führung verantwortlich und autoritär im Volke gegründet ist. Deshalb ist die (Erneuerung des politischen Lebens in Deutschland auch für die politische Ordnung der Rationen im internationalen Leben von größter Bedeutung. Die großen Zeitfragen, die internationaler Regelung bedürfen, verpflichten die Völker geradezu, einer solchen gesunden und organischen Entwickelung in den einzelnen Ländern Verständnis entgegenzubringen, ebenso wie sie selbst Verständnis für ihre nationalen Lebensinteressen erwarten können. Gerade die Presse kann hier uncnd- sich viel Gutes für die Gesamtheit der Völker tun. Wenn Sie am Sonntag unsere S A. in Zucht und Ordnung marschieren sehen, dann erblicken Sie in ihnen nicht militärische Gerade in einer Zeit wirtschaftlicher Röte und Sorgen ist es wichtig, allen Menschen klar zu machen, daß eine Ration auch noch höhere Aufgaben besitzt, als in gegenseitigem wirtschaftlichen Egoismus aufzugehen. Die Kul- turdenkmäler der Menschheit waren noch immer die Altäre der Gesinnung auf ihre bessere Mission und höhere würde. Wenn Völker dies nicht mehr wissen wollen, dann haben sie den besseren Bestandteil ihres Blutes bereits verloren, und ihr Untergang ist nur mehr eine Frage der Zeit. Indem wir aber überzeugt sind von dem inneren wert des deutschen Volkes, wollen wir dafür sorgen, daß es durch seine politische und staatliche Führung Gelegenheit erhält, diesen seinen Wert auch unter Beweis ; u stel- l e n. Mögen sich die deutschen Künstler ihrerseits der Aufgabe bewußt fein, die ihnen die Ration überträgt. Da Torheit und Unrecht die Welt zu beherrschen scheinen, rufen wir sie auf, die ftoljefte Verteidigung des deutschen Volkes mit zu übernehmen durch die deutsche Kunst. Dem Führer wurde mit brausendem Beifall gedankt. Das Reichssymphonie-Orchester schloß die Kundgebung mit dem vierten Satz der C-Moll- Symphonie von Brahms. Alfred Rosenberg sprach die Schlußworte. Durch eine enge Gasse begeisterter Menschen schritt dann der Führer durch den Saal hinaus auf die Straße, wo der Jubel der Menschen durch fein Erscheinen minutenlang anhielt. Die Sperren wurden immer wieder durchbrochen, die SA.- und SS.-Leute hatten alle Mühe, mit freundlichen Worten die Menge zuruck- zuhalten, um dem Führer wenigstens die Abfahrt zu ermöglichen. Oie Hessen in Nürnberg. Reichsstatthalter Sprenger begrüßt die Ankommenden. Nürnberg, 1. Sept. Mit dem heutigen Tage war der erste große Anmarsch tag des Frontabschnittes Hessen-Nassau in Nürnberg. Ueberall, wo man unsere hessischen Truppen sah, fand man sie in bester und gehobener Stimmung. Ihr Anmarsch in die Stadt und zum Standquartier begleitete durch alle Straßen freudige und anerkennende Zurufe der Nürnberger. Der Reichs st atthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, hatte es sich nicht nehmen lassen, von morgens 4.15 Uhr ab bis abends gegen 23 Uhr die ankommenden Parteigenossen seines Gaues a u f öem Bahnhof persönlich z u empj f a n g.e n. Nach einigen Worten herzlicher Begrüßung sagte der Gauleiter, das wichtigste fei, in sich das Bild der riesigen Kraft der Partei zu v er tiefen, denn diese Kraft sei die einzige Quelle allen neuen Schaffens und aller neuen Arbeit in Deutschland. Darüber hinaus solle der Vergleich mit den Formationen der anderen Gaue der Bewegung ein Ansporn sein, die ehrenvolle Tradition unferee Gaues hochzuhalten, das aber bedeute: weiter an der Spitze marschieren. Oer Gvnderzug mit den Berliner Diplomaten. Berlin,!. Sept. (WTB.-Funkspruch.) Der Sonderzug, der die Vertreter von 30 Ländern aus der ganzen Welt mitführt, die auf Einladung der Parteileitung der NSDAP, an dem Parteitag in Nürnberg teilnehmen, ist heute früh um 8.15 Uhr vom Anhalter Bahnhof abgefahren. Die ausländischen Gäste wurden im Empfangsraum des Bahnhofes, dem sogenannten Fürstenzimmer, von SS.-Gruppenführer Erbprinz zu Waldeck als dem Vertreter der Partei und dem Gesandten Gras Basse- witz, dem Ches des Protokolls, empfangen. Ter Zug setzt sich zusammen aus einem Salonwagen der Neichsregierung, sechs Schlafwaggen I. Klasse, zwei Speisewagen und einem Liegewagen III. Klasse, in dem eine SS.- Mannschaft zur Begleitung mitfährt. Zur Erleichterung ihrer Reise sind mehrere Abteile als Diktierräume für die Diplomaten eingerichtet, außerdem wurde ein besonderer Raum für einen Arzt zur Verfügung gehalten. Die ausländischen Gäste genießen während der Tage die größte Bequemlichkeit, die man ihnen bieten kann. Die Verteilung der Plätze im Schlafwagen ist so organisiert, daß jeder 'Diplomat ein ganzes Abteil für sich hat. * Um 15.45 Uhr traf auf dem Nürnberger Hauptbahnhof der Diplomatenzug ein, der elf Gesandte und 20 Geschäftsträger in die Kongreßstadt brachte. Dem Chef des Protokolls gegenüber äußerten sie sich anerkennend über die freundliche Begrüßung, die ihnen auf allen Stationen, die der Zug passierte, von der Bevölkerung entgegengebracht wurde. An etlichen Stationen hatten sich ganze Schulklassen eingefunden, um die ausländischen Gäste zu begrüßen. Je näher es Nürnberg zuging, um so herzlicher fiel diese Begrüßung aus. Unter den Diplomaten befanden sich mehrere Herren, die dieser Tage dem Reichspräsidenten ihre Beglaubigungsschreiben überreicht haben. Die den Zug begleitenden SS.-Leute vom Reitersturm unter Führung des Sturmführers Brantenhaar konnten, da sie fast alle mehrerer Sprachen mächtig sind, sich mit den Diplomaten in ihren Landessprachen unterhalten. Arbeitsdienst und freie Wirtschaft. Träger des Arbeitsdienstes nur öffentlich- rechtliche Körperschaften. Berlin, 31. Aug. (TU.) Die Reichsleitung des Arbeitsdienstes teilt mit: In einigen Kreisen besteht immer noch die Befürchtung, daß der Arbeitsdienst der freien Wirtschaft vorhandene Arbeit fortnimmt und dadurch den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit erschweren könnte, obwohl immer wieder darauf hingewiesen wird, daß nur zusätzliche Arbeit verrichtet werden darf, die entweder in der freien Wirtschaft nicht gemacht werden kann, weil die Mittel fehlen, oder den Arbeitslosen im Weiteren Verlauf der Arbeit neue Arbeitsmöglichkeiten gibt. Der Rcichsleitung des Arbeitsdienstes liegt aber außerdem sehr daran, daß die in der Ehrenarbeit geleistete Arbeit auch sehr gut erhalten bleibt, damit die für die Gemeinschaft geleistete Arbeit auch aus die Dauer Nutzen bringt. Wenn nun die im Arbeitsdienst geleistete Arbeit für private Genossenschaften, Vereine oder gar Privatpersonen gemacht wird, ist diese Gewähr naturgemäß meist nicht gegeben. So haben verschiedentlich private Weidegenossenschaften und Vereine versucht, eine Anerkennung eines Arbeitsvorhabens für den Arbeitsdienst zu erreichen. Nach einer Anordnung der Reichsleitung des Arbeitsdienstes sollen in Zukunft nur für solche Arbeiten die Förderung, d. h. die Gewährung von staatlichen Zuschüssen für die Arbeitsdienstwilligen anerkannt werden, bei denen der Träger der Arbeit ein Kreis, eine Gemeinde oder eine öffentlich- rechtliche Körperschaft ist. Da der Staat bei diesen Körperschaften ein weitgehendes Aufsichtsrecht hat, ist die Gewähr für die Erhaltung der geleisteten Arbeiten gegeben. Im übrigen lasten sich auch ia bei jeher Bodenkulturarbeit solche Körperichaften, rote z. B. Wassergenossenschaften, Bodenverbeße- rungsgenofsenschaften, Deichverbände ufro. leicht gründen. Neue Mittel aus dem Arbeits- beschaffungsprogramm. Berlin, 31. Aug. (WTB.) In der letzten Kre- ditausschußsitzung der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG. (Deffag) wurden, wie vorn Reichsarbeitsministerium mitgeteilt wird, im neuen Arbeitsbefchaffungsprograrnrn weitere Dar- lehnsb ewilligungen im Betrage von rund 14,2 Millionen Mark ausgesprochen. Hiervon entfallen rund 4,8 Millionen Mk. auf Arbeiten im Lande Sachsen; annähernd 2 Mill. Mk. wurden für Arbeitsbeschaffungsrnaßnahmen in der Provinz Westfalen, rund 1,25 Mill. Mark für Schleswig-Holstein, 1 Million Mark für Schlesien und 900 000 Mark für Baden bereit- gestellt; für Arbeiten der Stadt Hannover wurde ein Betrag von f Million Mark bewilligt. Der Rest verteilt sich auf eine Reihe von Maßnahmen mehrerer Bezirke. Außerdem wurden vom Vorstand der Deffag 12 3 Darlehen im Gesamtbeträge von 12 Millionen Mark b e = willigt. Keine Blumen in den Wagen des Führers werfen! Nürnberg, 31. Aug. Dem Führer sind auf seine Fahrten durch Deutschland und insbesondere am Mittwoch durch Nürnberg wiederum große Mengen Blumen in den Wagen geworfen worden. Der Führer bittet darum, diese Blumen, die für seine SA. bestimmt sind, sofort seiner SA. zu geben, da er von diesen Unmengen von Blumen auch keinen Bruchteil in sein Zimmer stellen kann. Im Zusammenhang damit wird darauf hingewiesen, daß bas Werfen von Blumen in den Wagen des Führers seit längerer Zeit verboten ist, weil bei schneller Fahrt durch geworfene Blumensträuße leicht Personen verletzt werden können. N «J Uf J*r Mach, erfire6enb?n AW. ZrM tas bit ”»»«*. ®*Fe “hÄ'HÄ sä,fÄ Ste ^k°mpf Vef!ll'e°! ft d>e Zehntaulende von °N der Tennen ?. i>od>um einen Ehrenvlak >7 die Autler unbbie yn. Tebenlen lenf ben Blick auf bas Oren ber Toten senkt. ■ wird dann bet den wei- z Anwesenheit s saschisinus unter mchen DeziehunM zwi« halten wr Kenntnis ac- nJKubolf M am Schluß Führer richtet, lost brau, nganhallendes hand.k at» eil aus Adolf Hitler und rvhnt durch den riesigen Frankenführer Gauleiter in Beifall empfangen bas ist ein herzlicher Dank für hrers, die Hauptstadt bes Zukunft zur Stabt ber Par- x Bizesekretär bet Faschist!« Prof. Marpieati bankt : kurz für bie Einlabung llebermiftiung ber Grüße nbung zwischen ber natio» fafd)iftif(f)en Weltanschau« t bem von ber Skrfamm> g mit herzlichem Beifall il Hitler — heil Mich« lerlesuntzderHrv« hrers durch den batje« Ltzner. Kl zuerst die Raffenschichtung, jtaaten Derbanten lyre Gut- ,en Menschen norbi« sie alle und ihre Kulturen um bie rassischen Ursachen rsuchl der Mlionais ich S' t unteres Soltau gefto tem »Ä» jungen aus ben Itrren Blut W •“ Z aus ««’ ’n »er um- tritt getan, und >iskuW?7^°° uns aus ete, wu^^ttverständlich heraus J* in Dolk hat die PM, PN rden Mts Md | * 8U den Nas- glaube. V^ bamit zu :SS;s5 SS-» ÄS:G ifl denWSe" «««; Jfi^SK iftjAjn a^nenfann’ Bluinen t Detb0$luaien- erer 3C>ene ■ krt bu^ S' letzt Aus der Provinzialhauptstadt. Oie Standarte 116 mH starkem Aufgebot in Nürnberg. Gestern abend fuhr die SA. der Standarte 116, soweit sie am Reichspartettag m Nürnberg teilnimmt, mit Sonderzug um 20.15 Uhr von Gießen ab. Gegen 18.30 Uhr sammelten sich die Stürme vor ihren Sturmlokalen und ruckten dann geschlossen nach dem Brandplatz ab. Im Hofe des Kreisamtcs versammelten sich die Nürnberg- Fahrer und erhielten hier die letzte Instruktion für den Aufmarsch in Nürnberg. Neben den an der Fahrt teilnehmenden SA.-Männern hatten sich auch viele andere Angehörige der SA. in geschlossener Formation auf dem Lrandplatz eingesunden, um die Nürnberg-Fahrer zum Bahnof zu begleiten. Der Marsch der SA. zum Bahnhof gestaltete sich in Anbetracht der starken Beteiligung zu einer eindrucksvollen Kundgebung. Mit klingendem Spiel ging es durch die stark belebten Straßen. Etwa 20 Sturmfahncn wurden im Zuge mitgeführt. Die Einwohnerschaft säumte die Straßen und Gassen und grüßte die SA. und die Fahnen mit erhobenen Händen. Um die gleiche Zeit marschierte auch die Hitler-Jugend und zog mit ihrem frischen Gesang die Aufmerksamkeit - aller Passanten auf sich. Um 20 Uhr marschierte dann der Stahlhelm vom StahlhUmheim in der Mollkestraße aus durch die Stadt zum Bahnhof, um den Sonderzug 20.15 Uhr ab Gießen zu benützen. Der SonderzUg der Gießener SA. trifft am Dienstagmorgen 6.16 Uhr von Nürnberg her wieder in iGchen ein. Rundfunkübertragung vom Reichsparteiiag der NSDAP. Samsfag, 2. September: 14.50 Uhr: Bon Nürnberg über alle Sender: Funkbericht vom Einmarsch der Hitler-Jugend und der Kundgebung im Nürnberger Stadion mit Übertragung der Rede des Führers und des Ncichsjugend,ührers. Heute überträgt der Rundfunk ferner aus Nürnberg gegen 19.50 bis 21.30 Uhr über alle Sender ein „Volksfest" in Nürnberg und 21.30 Uhr und 23.30 Uhr einen Funkbericht vom Amtswalterappcll mit der Rede des Reichsministers Dr. Goebbels. Sonntag, 3. September: 11.35 bis 16.35 Uhr: lieber alle Sender: Mililärmusik, Arbeiter- und Marschlieder der SA. Funkbericht vom An marsch und Vorbeimarsch der SA. vor dem Führer. 18 Uhr: lieber alle Sender: Rede des Führers vor dem großen Parteikongreß. Das Sport-est unseres BaiaUlonS fällt aus. Das für den 23. und 24. September vorgesehene Sportfest unseres Bataillons fällt aus, da am gleichen Tage die große Feier am Riederwalddenkmal stattfindet. Das Pre sschießen des Bataillons und der Bereinigung ehemaliger hessischer Grenadiere wird im Oktober nachgeholt. Falsche Gerüchte. Die Staatspressestelle teilt mit: Dem Vernehmen nach soll von einer Stelle das Gerücht verbreitet sein, daß alle im einstweiligen Ruhe st and befindlichen Beamten ohne weiteres in den endgültigen Ruhestand versetzt würden. Diesem Gerücht wird mit aller Entschiedenheit entgegengetreten. Es wird hierbei auf die Verfügung des Herrn Reichsinnenministers vom 7. August 1933 besonders hingewiesen, nach welcher bei Wiederbesetzuna von Stellen, sowie bei Neuernen« nungen und Pesörderungen soweit irgend möglich auf dienstfähige und nationalgesinnte Wartestandsbeamte zurückzugreifen ist. „Braune Messe" ist Verkaufsmesse! Der Kampf um den Mrtschaflsaufbau. Man schreibt uns: Hemmungslose Geschäftemacher haben in der Nachkriegszeit das Denken und Handeln großer Käufermassen bewußt darauf abgestellt, daß Groschen und Mark für Dinge vertan wurden, die einmal Handel, Handwerk und Gewerbe schädigten und andererseits in schroffem Gegensatz zu den Belangen der nationalen Wirtschaft standen. Ausstellungen wurden von diesen Unternehmern in großen Ausmaßen abgehalten. Hierbei kam es aber diesen Unternehmern nicht darauf an, für die Interessen der Aussteller zu wirken, sondern mühelos große Gewinne zu machen. Daß im nationalsozialistischen Staat derartige „Rummclunternehmungen" ausgemerzt werden mußten, ist selbstverständlich. Damit aber andererseits Handel, Handwerk und Gewerbe die pflegliche Be- Handlung durch zielbewußte Werbearbeit erfuhren, die eine Wiedergesundung fordert, wurden nach gesunden Wirtschaftsgrundsätzen die „Braunen Messen" aufgezogen. Bei den Erwägungen über die durch die „Braunen Messen" gegebenen Möglichkeiten wurde grundsätzlich festgelegt, daß für die Aussteller mit den geringsten Mitteln das bestmöglichste bei der Werbung für deutsche Ware herausgeholt werden müsse. Deshalb sind alle „Braunen Messen" als Derkaussmessen aufgezogen. Sie sind im Sinne eines nationalen Warenmarktes als Kollektiv- Warenhaus nach nationalsozialistischen Grundsätzen gedacht. Dadurch, daß der Aussteller Waren verkaufen fann, sind die Unkosten auf ein Mindestmaß herabgedrückt, wie die bisher veranstalteten „Braunen Messen" sogar bewiesen, haben die meisten Aussteller sogar mit einem Reingewinn arbeiten können. Die Hauptaufgabe der „Braunen Messen" ist, das kaufende Publikum im nationalsozialistischen Staat davon zu überzeugen, daß Ws deutsche Handwerk und der deutsche mittelständische Handel in der Lage sind, alle Wünsche und Bedürfnisse des deutschen Volksgenossen vollkommen zu befriedigen. — Tageskalender für Samstag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Paprika" mit Franziska (Saal. — Der Deutsche Technikeroerband, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am heutigen Samstagabend im Gewerkschaftshaus eine Mitgliederversammlung, in der u. a. Dr. Röder (Gießen) sprechen wird. Für die Mitglieder ist das Erscheinen Pflicht. * ** Besichtigungszeiten der Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ** Sperrung der K l i n i k st r a ß e. Die Polizeidirektion teilt mit: Wegen Neubefestigung wird die Klinikstraße vom 4. September ab zwischen Wetzlarer Weg und Frankfurter Straße für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art bis auf weiteres gesperrt. Die aufgestellten Sperrschilder sind zu beachten. ** Der Iugendleiter der Deutschen Arbeitsfront in Hessen. Zum Iugendleiter der Deutschen Arbeitsfront in Hessen wurde der Gauführer für Kurhessen der NS.-Iugendbetriebs- zellen, Eduard S t o h m a n n , ernannt. Ihm unterstehen sämtliche Jugendlichen in der Deutschen Arbeitsfront für den Arbeitsfrontbezirk Hessen. Rundfunkprogramm. Sonntag, 3. September. 6.15 Mr: Hasenkonzert. 8.30: St. Mart'mskirche, Kassel: Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chor- gesangs. 10.30: Trierer Heiligtumsfahrt. 11.30: Reichssendung: Kantate von Joh. Seb. Bach. 12.00: Mittagskonzert. 14.40: Stunde des Landes. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Kurhaus Wiesbaden: Rachmittagskonzert des Städtischen Krrr- vrchesters. 18.00: Fröhliches Zwischenspiel. 18.30: Hörbericht vom Fußball-Kampf Berlin — Hamburg. 19.10: Dom Mainzer Weinmarkt. 19.30: Berus und Berufung. Don Rene Wirtz. 20.00: „Gri-Gri", Operette in drei Akten. Musik von Paul Lincke. 22.45: Rachtmusik. Monlag, 4. September. 7.10 Mr: Frühkonzert. 9.40 (a. d. Deutschlandsender): Schulfunk: Fanfaren und Standarten — Märsche unserer großen Komponisten. Leitung: Reinhold Merlen. 12 00 Don Baden-Baden: Mittaaskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musikalischar Zeitvertreib. 16.30: Don Dürnberg: Rachmittagskonzert des Scharsschen Orchesters aus Fürth. 18.00: Deutscher Almanach. 18.10: 3x5 Minuten. 18.25: Zum 50. Tod.stag von Iwan Turgenjew. Dortrag von Otto Flake, Baden- Baden. 19.00: Von Berlin: Reichssendung: Stunde der Ration (musikalische Wahrzeichen deutscher Städte, bayerisch-schwäbische Städtemusik). 20.00: Rhein- und Mosellieder. 20.30: „Mit Mörsern und schweren Feldhaubitzen an der Westfront und in Italien." Gespräch zwischen Walter Oertel und Wilhelm Traupel. 21.00: Reue Haydn» Funde. Dortrag und Aufsührung einer der neu aufgefundenen Symphonien von 3. Haydn. 22.00: Zeitdienst. „3m Herzen der Luth." Don Dr. G. Stratil-Sauer. 22.45: Don Leipzig: Rachtkonzert des Funkorchesters. Dienskg, 5. September. 7.10 Mr: Bad Hersfeld: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12.00: Mittagskonzert. 14.20: 3eder hört zu. 15.20: Der Hausfrau zur Erholung. 16.30: Rachmittagskonzert. 18.00: „Revolution des Herzens." Don Heinz Haßmann. 18.30: Kassel: „Flucht von Berlin" Erzählung von Martin Otto 3ohannes. 19.00: Reichssendung: Stunde der Ration. Christoph Martin Wieland. Ein Hörspiel zum 200. Geburtstag des Dichters, von Paul Cnderling und Martin Lang. 20.30: Dom Deutschlandsender: Europäisches Konzert. 22.45 bis 24.00: Don Hamburg. Rachtkonzert. Mittwoch, 6. September. 7.10 Uhr: Bad Hersfeld: Frühkonzert. 9.00 bis 9.45: Schulfunk: Michael Kohlhaas. Ein Hörspiel nach der Kleistschen Rovelle. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12.00: Don Leipzig: Mittagskonzert. 14.40: 3eder hort zu. 15.30: Stunde der Jugend. Fahrtenfreude und Liederklang. 16.30: Rachrnittagskonzert. 18.00: Das Reueste von gestern. Don Dr. Helmuth Kohlbecker. 18.25: Zeitfunk. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19.00: Don Breslau: Reichssendung: Stunde der Ration. 3hr frommen deutschen Landsknecht gut (Volkslieder, Reime und Schwänke des 16. und 17.3ahrhunderts). 20.00: Klaviermusik von Max Reger. 20.45: Forchheim: Havanna in Baden. Ein Hörbericht. 21.15: Gastspiel B. Zuger ls Original Tegernse-er Bauerntheater: „Die Hosenknöps." Dauernschwank. 22.00: Zeitdienst. 22.45: Rachtkonzert. Donnerstag, 7. September. 7.10 Uhr: Bad Ems: Frühkonzert. 10.10: Schulfunk: Schlesische Edelsteine (Kohle). Ein Stassel- hörbericht. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12.00: Mittagskonzert. 14.20: 3eder hört zu. 15.30: Stunde der Jugend. Atem der Prärie. 16.30: Don Rürnberg: Rachmittagskonzert des Frankenorchesters Rürnberg. 18.00: „Die Wirtschaft der Türkei und ihre Beziehungen zu Deutschland." Don Dr. Karl Klinghardt. Frankfurt a.M. 18.25: Der Kellnerberuf. Don Walter Kempf. 19.00: Dom Deutschlandsender: Rcichssendung: Stunde der Ration. Erbkrank — erbgesund. Rassenhygienisches Lehrspiel von Dr. Konrad Dürre. 20.00: Opernkonzert. 21.00: Dolk flieg' du wieder! Hörbericht aus dem Leben der Segelflieger. 21.45: Heiteres Konzert. Freitag, 8. September. 7.10 Mr: Bad Ems: Frühkonzert. 12.00: Mit- tagskonzcrt. 14.20: 3eder hört zu. 15.20: Musikalischer Zeitvertreib. 16.30: Rachmittagskonzert. 18.00: „Finnlands Freiheitskampf." Erlebtes und Erfahrenes, von Dr. v. Scott-Pistolekors. 18.25: Zeitfragen. 19.00: Reichssendung: Stunde der Ration. „Undine". Text von Fouquee, Musik von E. Th. A. Hoffmann. 20.00: Die Dampfer „Elsa" und „Friede". Hörbild. 21.00: 3X5 Minuten. 21.15: Don London: Blasmusik. 22.45 bis 0.30 (M. und ab 23.00 auf den Deutschlandsender): Rachtmusik. Samstag, 9. September. 7.10 Mr: Frühkonzert. 10.10: Schulfunk: Danzig, eine deutsche Stadt. Hörfolge. 12.00: Mittagskonzert. 14.30: Kleines Wochenend. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Rachrnittagskonzert. 18.00: „Grundfragen der Wirtschafts-Regulierung." Don Diplom-Dolkswirt Heinz Pentzlin. 19.00: Reichssendung: Stunde der Ration. Als der Großvater die Großmutter nahm. Bilderbuch aus der guten alten Zeit. 20.00: Großer Bunter Abend. 22.45: Don Leipzig: Rachtmusik. Oie Offenbacher Kommunisten immer noch am Werk. Offenbach, 1. Sept. (WSN.) In der Nacht zum Freitag wurden in Offenbach, Dietzenbach und Heusenstamm wieder zahlreiche tommuai- fl i f d) e Flugschriften verteilt. Die Staatspolizei hat sofort die Fahndung ausgenommen und konnte auch einige verdächtige Personen sestnehmen. Bekanntlich hat der Landesvolizei- präsident von Hessen angeordnet, daß als Vergeltungsmaßnahme bei Flugblattverteilungen eine Anzahl Personen derjenigen Partei, von der aus die Verteilung geschieht, in verschärfte Schutz- h a f t zu nehmen ist. Danach wurde auf Befehl des kommissarischen Polizeidirektors von Offenbach eine Anzahl Kommuni st en von Offenbach, Dietzenbach und Heusenstamm in Schutzhaft genommen. Holländischer Devisenschieber festgenommen. WSN. Frankfurt a. M., 31. Aug. Eine größere holländische Reisegesellschaft, die in einem sehr luxuriösen Groß- auto durch Deutschland reiste, konnte gestern hier sc st genommen werden. Sämtliche Fahrtteilnehmer sind in ihrer Heimat schon vorbestraft. Die Betrüger hatten sich in Holland vor ihrer Invasion nach Deutschland billige Register» mark verschafft und waren damit über die Grenze gekommen. Diese Beträge, die ein Reisender nach Deutschland milnehmen darf, fetzten sie möglichst bald in Deutschland bei den Banken um. Sie fuhren dann sofort nach Holland zurück, um sich wieder billige Registermark zu verschaffen. Auf diese Weise haben sie erhebliche Bettäge nach Deutschland ein- geschmuggelt und sich bedeutende Vorteile verschafft. Wie hoch der Verdienst der Bande ist, steht noch nicht fest. Ihr Täuschungsmanöver gelang bei den Banken und beiden Grenzbehörden dadurch, daß sie die in den Pässen eingetragenen Beträge stets wieder durch ein chemisches Präparat mit dem Namen „Tintentot" zu entfernen verstanden. In Zusammenarbeit mit der Zollsahndungsstelle mit einer hiesigen Großbank ist es gelungen, die Devisenschieber zu verhaften. Waffenfunde in Worms. Worms, 31. Aug. (WSN.) In den letzten Tagen wurden wiederum bei einer Anzahl Kommunisten Haussuchungen durchgeführt und hierbei Waffen, darunter ein Militärgewehr, und in größerem Umfange marxistisches Material vorgefunden. Strafverfahren ist eingeleitct: die Beteiligten wurden vorerst dem Konzentrationslager Osthofen zugeführt. Rheinland in Kelten. Oiebe,AaterIandsverräter,3uchthäusler und Deserteure errichten eine Republik. Urheberrecht: Darnmert-Pressedienst, \ Berlin W 35. IV. Die Schutztruppe der Verräter. Die „rheinischen Revolutionäre" bekommen jetzt Pässe, um sich untereinander erkennen zu können. Die Angst, daß sich Deutsche, wirkliche Deutsche, die für, nicht gegen ihr Daterland tämpfen, eingeschlichen haben könnten, ist bei den Feiglingen zu groß geworden. Solch ein „Guide civil“ besteht aus einem in der Mitte geknifften Papierbogen mit Photographie: Pah! Gemäß den Weisungen der Oberleitung der bereinigten rheinischen Separatistenvereine wird Herr......wohnhaft......beauftragt, sich nach......zu begeben, um dort die Propaganda zu betreiben. Die Militär- und Zivilbehörden werden dringend gebeten, ihm die Ausführung dieses Auftrages $u erleichtern. Le sder^taire g6n£ral. Doch wehe, wenn ein Strolch, mit diesem Pah ausgerüstet, in die richtigen deutschen Hände gelangt! Die Leute wissen, dah durchschnittlich jeder dieser Separatisten zwei oder drei Menschenleben auf dem Gewissen hat. Die Franzosen aber glauben Grund zu haben, die „Entwicklung der Dinge" immer optimistischer anzusehen. Jetzt beginnen die Kommandanturen, nachdem Anweisung aus Par s ergangen ist, ein „Generalkommando" mit einer „S chuhtrupp e“ zusammenzustellen. Die Oberleitung dieses militärisch auf gezogenen Apparates übernimmt ein gewisser Herr Leidner, im Hauptberuf Kommunist, der aber deshalb die glänzende Uniform eines „Generalstabschefs" nicht verschmäht. Auch die Tatsache, dah er, als Kommunist, dem parlamentarischen Frankreich imperialistische Dienste leistet, stimmt ihn nicht weiter wehmütig. Geld stinkt nun eben mal nicht! Das „Generalkommando" ist zusammengestellt. Run geht es an den „Aufbau" des „Rheinland- Schutzes"! Man nimmt „Kämpfer", wo man sie findet. Daß es sich dabei durchwegs um Dor- bestrafte handelt, fällt nicht weiter ins Gewicht. Schließlich hat man eine schreckliche Rotte bewaffneter Strolche beisammen, die in 25 Ortsgruppen eingeteilt werden. Die Ortsgruppen werden wieder in Züge zu ungefähr je 30 Mann gestaffelt. Die „Mannschaften" erhalten die vom „Ge- ncralkommando" abgestempelten grün-weiß-roten „ Feld"-Binden, die Führer erhalten als Draufgabe eine goldene Armbinde und die „Genietruppen" ein silbernes Luchabzeichen. „Generalstabs- ches" Leidner verspricht jedem Soldaten 2 Franken Tagegeld. Verheiratete erhalten sogar 5 Franken. Außerdem soll jeder dieser wackeren Söldner nach Ablauf seiner „Dienstzeit" einen 2Iiuug und 100 Goldmark erhalten. Was er verspricht, kann er auch halten: Frankreich hat ja nicht umsonst das Rheinland beseht: Geld kann er massenhaft haben, und genaue Buchführung hat bisher noch kein französischer Kommandeur von ihm verlangt. iDollar-lOOMllionerMejchsmark Kann Deutschland dem Rheinland noch Hilfe leisten? — 3n Berlin ist die ganze Bevölkerung auf der Jagd nach den alleinseligmachenden Devisen. An jeder Börse Deutschlands werden sie verschieden notiert — man sucht ihrer um jeden Preis habhaft zu werden, der Handel wird zum Schleichhandel, und die Rot vergrößert sich wie eine zu Tal gehende Lawine. Deutschland kann seinem Rheingebiet keine Hilfe leisten. Mit dem Wert der Mark fallen Dater- landsliebe und Glauben, Ehrfurcht und Güte — Hoffnung hat schon längst niemand mehr. Der Reichstag redet über alles Mögliche — nur nicht darüber, wie dem unhaltbaren Zustand ein Ende zu bereiten ist. Der Reichstag ist wahrhaftig eine Quasselbude geworden — ein Spottbild des parlamentarischen Deutschland. Die Parteien machen Politik — wer über die meisten Stimmen verfügt, hat die meiste Macht und versteht sie aus- zunuhen — um einen Ministersessel zu erhaschen. Das Elend einzudämmen versuchen? Warum? Uns geht es nicht schlecht! Ministergehälter werden im voraus gezahlt. Juli 1923 steht der Dollar gleich 1 MillionReichsmark. Eine Goldanleihe von 500 Millionen Mark, die die Deichsbank auflegt, vergrößert nur den allgemeinen Wirrwarr. Plötzlich sind keine Zahlungsmittel mehr zu bekommen. Alles stockt: Handel, Industrie und Verkehr. Der Reichsbankdiskont wird auf 30 Prozent gebracht. Ergebnis: Die verfügbaren Zahlungsmittel schrumpfen noch mehr. Mitte August druckt die Reichsdruckerei täglich 30 Billionen Goldmark. Hi 1 serding, der sozialdemokratische Finanzminister, hat endlich den Stein der Weisen gesunden: das Reich braucht, um der Rot zu steuern, nur alle Devisen zu kassieren und sie zur Stützung des Kurses zu verwenden. Der Stein der Weisen versagt — trotz weitgehender Vollmachten, trotz Devisenkommis- 1 far, um die heiß begehrten ausländischen Roten auch wirklich zu bekommen, erreicht der Dollar Ende August den Stand von 100 Millionen. Ende September wird er 200 Millionen erreicht haben. Das Deutsche Reich wird den passiven Widerstand im Ruhrgebiet abblafen, die Entscheidung wird vor der Tür stehen. Finis Germaniac? Der Probeputsch. Am 30. September glauben die Franzosen — an geschlossen die' Belgier — die Zeit gekommen, um einen Beweis ihrer Macht im Rheinland zu geben. Die Rheinische Republik muß Zustandekommen, und wenn das ganze Land verrottet werden sollte! Sieg um jeden Preis! Mit allen Mitteln! Menschlichkeit? Erfüllung des Versailler Vertrages auch durch die Sieger? Pah! Einen Fetzen Papier! Die Tatsachen sehen anders aus! Am 30. September befördern Franzosen und Belgier in den beschlagnahmten Eisenbahnwagen, die jetzt „Regiewagen" heißen, in Massen bewaffnete Separatisten nach Düsseldorf, um nun bald den tausendjährigen Plan des französischen Rheins zu verwirklichen. Schon drei Tage vorher hat der „Generalstabschef" Kommunist Leidner einen Befehl veröffentlichen lassen: Der rheinische Tag in Düsseldorf. Wir haben hier dem Auslande zu beweisen, daß unsere Truppen (!) gut diszipliniert (!) und vollständig in den Händen unserer Führer sind. Der Aufmarsch muh sich durch stramme Haltung und sonsttges militärisches Wesen auszeichnen. Wir müssen daraus bestehen, daß gegebene Befehle ruhig und prompt ausgeführt werden. Wir erwarten, daß Anordnungen der Dezirksleiter unbedingt Folge geleistet wird. Mit rheinischem Gruß „Das Generalkommando." Die Reichsregierung hatte ja den passiven Widerstand endgültig aufgegeben. Warum appellierte sie an die Menschlichkeit? Das war doch Dummheit! Siegte nicht stets der, der die Macht in Händen hatte und sie zu benutzen wußte? Am Frühmorgen des 30. September erhielt der französische Stadtkommandant Morin ein Schreiben, das er lächelnd in der Hand wog. Er wußte den Inhalt bereits. Ein solches Schreiben hatten die Separattsten von Paris erhalten und sofort Der» vielfältigen lassen. Sein Text lautete: Rheinische Republik: Hauptquartier. Datt'.m... An den Herrn Dezirksdelegierten! * Wir beabsichtigen, am.... die Stadt zu besetzen und daselbst den Belagerungszustand zu erklären. Wir versichern ausdrücklichst, daß wir keineswegs in die französischen Hoheitsrechte der Desatzungsbehörden einzugreisen beabsichtigen und bitten um wohlwollende Neutralität. Wenn es die Verhältnisse erfordern, werden wir nicht verfehlen. Sie um Ihr Eingreifen zu ersuchen. Der Aktionsausschuß. 3n Düsseldorf erwies sich ein Eingreifen Morins als „bedauerlicherweise notwendig". Was war geschehen? Am Morgen des 30. September wird der Düsseldorfer Hauptbahnhof plötzlich von Separatisten überschwemmt. Sie steigen aus den Wagen, klettern von Dächern herunter und gruppieren sich langsam und widerwillig zu Zügen, die von den abenteuerlich kostümierten. Schuhtruppen eskortiert werden. Gröhlend bewegt sich der Zug nach dem Hindenburgwall. Dort hat man eine große öffentliche Versammlung unter dem freien Himmel geplant, um den Rheinländern erneut zu beweisen, daß ihr Platz nicht bei den Preuhenbar- baren sein könne. Die Düsseldorfer Bevölkerung hat beschlossen, dieses jämmerliche Schauspiel deutschen Verrats durch Richtachtung zu {trafen. Die Straßen sind leer. Die Rolläden vor den Geschäften herunter- gelassen. Düsseldorf scheint eine tote Stadt. Rur die Polizisten müssen auf den Straßen sein. Ohne Waffen zwar, aber sie müssen da sein. Sie haben ihre Instruktion. Aks die separatistischen Strolche nun sehen, dah ihre Versammlung keine Zuschauer hat, beginnen sie wütend zu werden. Die Wut sucht nach einem Ventil. Der Mob fordert ein Opfer für diese „Beleidigung"! Man wirft sich auf die Polizisten, die sich nicht wehren können und dürfen, an jeder Straßenecke sehen grinsend die französischen Soldaten und Senegal, neger zu, wie „man es ten Deutschen gibt“. Blutüberströmt bricht hier ein Beamter zusammen — dort kollert ein anderer in den Rinnstein. Sie sind nicht von ihrem Platze gewichen — obwohl sie sich nicht verteidigen konnten. Sie waren getreu küs in den Tod... Einundzwanzig Tote liegen still und blutig auf den Straßen Düsseldorfs. Ein Franzose oder gar ein Separatist ist nicht barunter. Trotzdem wird durch ein sranzöfisches Gericht gegen 30 Beamte kriegsgerichtliches Verfahren eingeleitet, weil sie „eine von der Besatzungsbehörde genehmigte Versammlung gestört haben". So sieht Herrn Tirards Menschlichkeit aus! (Fortsetzung folgt) S.Jl-ifporf Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900. Pflichlklubkampf gegen OSL. Morgen (Sonntag) vormittag findet auf dem 1900-Dportplatz ein interessantes leichtathletisches Treffen statt. Zum fälligen Klubkampf empfängt die Spielvereinigung 1900 die Mannschaft des hiesigen Olympischen Sportclubs. Beide Vereine haben in den bisherigen Pslichtklubkämpfen (gegen VfL. Wetzlar, Sportv. Wetzlar und Weilburger FV.) keine Niederlagen erlitten. Der morgige Sonntag wird also die Entscheidung um die Spitze bringen. Abgesehen von diesem Umstand dürfte die Veranstaltung wegen der zu erwartenden Leistungen ihre Anziehungskraft nicht verfehlen. Der Pflichtklubkampf umfaßt an Wettbewerben: 100 m, 800 m, 3000 m, IOXV2 Runde-Staffel, Diskuswerfen, Kugelstoßen, Hoch- und Weitsprung. Außerdem werden im Rahmenprogramm noch einige Olympiasichtungswettbewerbe ausgetragen. Die 1900er werden ihre stärkste Mannschaft nicht zur Stelle haben können. Vor allem wird sich das Fehlen von E l d r a ch e r und W. Müller bemerkbar machen. Ersterer ist bekanntlich in Turin, letzterer laboriert noch an einer Muskelzerrung. Der Kampf kann daher unter Umständen einen knappen Ausgang nehmen. Pause im Gießener Fußball. Am Sonntag finden in Gießen zwei größere sportliche Veranstaltungen statt: ein Wassersportwerbetag und die Austragung der Dolksturnmei- fterschaften des Bezirks Hessen der DT. auf dem Waldsportplatz. Die beiden Sportvereine unserer Stadt haben aus diesem Grunde für den morgigen Tag nur ein beschränktes Programm vorgesehen. Die Spielvereinigung 1900 hat bis zur Stunde — mit Ausnahme der Jugend — noch keine Mannschaft verpflichtet, die Mannschaften des VfB. Gießen pausieren ebenfalls. Lediglich die 3. Elf trägt auf dem Universitätssportplatz ein Spiel gegen die l.Elf des Fußballsportverein Steinbach aus. Die Gäste aus Steinbach werden voraussichtlich mit bester Mannschaft antreten, um den Grünweißen ein gleichwertiger Gegner sein zu können. Trotzdem wird den Hiesigen der Sieg nicht zu nehmen sein. Die Jugend und Schülermannschaften des VfB. sind spielfrei. Die Spiclvereinigung hat für ihre Iugendmann- schäften folgende Wettspiele vorgesehen: Am nächsten Sonntag spielt die neue zusammengestellte A 2. Äugend ihr erstes Spiel gegen die A 1. Äugend des Sportvereins Lollar auf dem 1900er-Platz. Die C 1. Jugend tritt in Großen- Bufeck gegen die C 1. des dortigen Fußballklub an. Großen-Bufeck stellt die körperlich kräftigere Mannschaft und wird voraussichtlich auch Sieger bleiben. Technisch sind die 1900er etwas besser. Meden-Schluß-Nunde der 8-Klaffe des IX. Bezirks in Gießen. Am morgigen Sonntag empfängt der Gießener Tennis-Club 1922 e. V. auf feinen Platzen hinter dem Schützenhaus den Tennis- und Eislaufoerein (Kronberg i. T., um die Endrunde der Meden-Spiele des Bezirks IX Klasse B auszutragem Der Gieße- ner Tennisklub hat sich gegen Kassel-Kurhessen 7 2 gegen Hersfeld 7:2 und gegen Bad-Nauheim 6 3 bis zur Endrunde burchgekainpst. Der Kronberger Mannschaft geht ein guter Ruf °ora“* 5'. spielt in stärkster Aufstellung m der Neih^ifolge Dr. Kirchner, Lier, Dr. 5ifd)er, ”• Grol- man , Dr. Dönges und K. Fis ch e r. Dazu tritt im Doppel noch Dr. S ch 0 p p e r. Die Spiele beginnen um 10 Uhr und werden bis zum Mittag beendet sein. Es ist mit harten und spannenden Kämpfen zu rechnen. Der Eintritt ist frei. Deutsche 2:0 Führung im Oavispo al Der Davispokal-Ausscheidungskampf Deutschland gegen Dänemark wurde am Freitag vor 1000 Zuschauern auf der Leipziger Tennisanlage begonnen. Wie man es erwartet hatte, kamen die Deutschen schon am ersten Tage zu zwei ziemlich glatten Siegen. Der Rostocker Frenz triumphierte über seinen Gegner Ullrich in vier Sätzen sicher 6-4 7-5, 0:6, 6:4. Im dritten Satz schob der Deutsche eine kleine Pause ein und überspielte dann nach der Pause seinen Gegner glatt. Der deutsche Meister Gottfried von Gramm bezwang anschließend seinen dänischen Gegner Jacobsen ebenfalls sicher 2:6, 6:3, 6:3, 12:1, so daß Deutschland nach dem ersten Spieltage bereits 2:0 in Führung liegt. Alchimist Sieger im Großen preis von Baden-Baden. Den Großen Preis von Baden-Baden im Werte von 28 000 Mark über die Strecke von 2400 Meter gewann gestern der Derbyfieger Alchimist aus dem Gröbitzer Stall. Alchimist (unter SA.-Mann Grabsch) stand bei diesem Rennen vor der schwersten Aufgabe seines Lebens. Trotz seines hohen Gewichtes gewann er ganz überlegen gegen die Franzosen Negundo und Janitor, während der Italiener nur den vierten Platz belegen konnte. Die Turiner Studentenspiele. Deutscher Fußballsieg über Ltngarn. Einen verheißungsvollen Auftakt für die deutschen Farben nahmen am gestrigen Freitag die Turiner Weltspiele der Studenten. Im Fußball- kampf gegen Ungarn enttäuschte unsere Studentenelf wieder einmal nach der angenehmen Seite und schlug Ungarn sicher mit 4 : 2 (2 : 2). Äm Mannschafts-Florettfechten gab es dagegen die erwartete deutsche Niederlage. Da das Hauptgewicht der Spiele auf den Kämpfen in der kommenden Woche liegt, hatte man am Freitag auf eine großartige Einleitung verzichtet und ging sofort zu den Kämpfen über. „Der Einmarsch der Nationen" und die übrigen Eröffnungs- zeremonien folgen erst am Sonntag, an dem dann auch olle Teilnehmer in Turin eingetroffen sind. Als erster Wettbewerb stand das Mannschafts-Florettfechten auf dem Programm. In der ersten Runde gab es folgende Ergebnisse: Italien — Tschechoslowakei 16:0, Frankreich — Spanien 15:1 und Ungarn gegen England 14:2. Die deutsche Mannschaft war in der ersten Runde spielfrei und trat dann gegen den 'besten Unterlegenen der Vorkämpfe, England, an. Die deutschen Fechter hielten recht tapfer und konnlen den Kampf mit 8:8 unentschieden gestalt ton. Die Engländer hatten jedoch ein Plus von drei Treffern und kamen so zum Siege. Zum Fußball-Turnier hatten sich am Nachmittag auf der Mussolini-Kampfbahn nur 5000 Zuschauer eingesunden, eine Zahl, die sich bei den Haupttreffen aber sicher noch sehr erhöhen wird. Zuerst traten die Mannschaften von Italien und Lettland gegeneinander an. Die „Azzuris" waren erwartungsgemäß überlegen und siegten glatt mit 7:1 (4:0). Das zweite Treffen führte dann die Mannschaften von Deutschland und Ungarn zusammen. Die Deutschen spielten mit dem größeren Schwung und zeigten sich besonders vor dem Tore der Ungarn weit produktiver als ihr ungarischer Gegner, der zwar kunstvoller, aber doch zu weich spielte. In den ersten Minuten nach Spielbeginn drängten zunächst die Magyaren, die in der 7. Minute auch etwas überraschend durch Jv a ny k in Führung gingen. Durch einen Elfmeter konnte Breindl in der 37. Minute den Ausgleich Herstellen, und wenig später lagen bann die Ungarn durch einen Schuß von Solty wieder in Führung. Geßler sorgte kurz vor dem Pausenpfiff für den Ausgleich. Die Deutschen hatten schon bei Beginn ihren Mittelstürmer K a tz e r durch eine Verletzung verloren und spielten nur noch mit zehn Mann. Trotzdem kämpfte die deutsche Elf nach der Pause weiter und kam auch nach heroischem Kampfe durch G e ß l e r und den Münchener B r e i n b 1, ber einen Elfmeter verwanbeln konnte, zum 4:2- (2:2-)Erfolg. 3m Teunis-Club-Zlabion wurden inzwischen die Spiele der ersten Runde erledigt. Die beiden einzigen deutschen Vertreter im Einzelspiel, Tüscher und T ü b b e n , tarnen zu leichten Erfolgen. Der Kasseler T ü s ch e r kam gegen lobon Linde (Bolivien) ohne Spiel eine Runde weiter und T ü b b e n (Berlin) schlug den Italiener Bacigalupo überlegen 6:4, 6:4, 6:1. An den Doppelspielen, die am Samstag beginnen, beteiligen sich außerdem noch die Deutschen Eichner-Remmert. Im Mannschafts-Florettfechten qualifizierten sich Frankreich und Italien für das Finale. Deutsche Reiter stark gefragt. Die deutschen Turnierreiter sind im Auslande durch ihre großartigen Erfolge in allen Ländern stark gefragt. So wünscht Neuyork für das vom 8. bis 14. November ftattfindende Internationale Reitturnier die Entsendung einer deutschen Mannschaft. Auch für das vom 1. bis 5. November statt- findende Reitturnier in Genf find deutsche Reiter mit ihrem ausgezeichneten Pferdematerial gewünscht. Erchenkreuz-Turntag in Ehringshausen Am vergangenen Sonntag stand das Dorf Ehringshausen bei Wetzlar im Zeichen der Jugendarbeit. Die Kreisoerbindung Wetzlar der evangelischen Jungmännerverbände hielt ihren Eichenkreuzturntag, mit dem neben einer Anzahl Veranstaltungen allgemeiner Art auch ein Wetturnen verbunden war. Das Wetturnen zeitigte folgende auszugsweise Ergebnisse: Turnstufe, Jahrgang 1912 und ältere: 1. Otto Bork I., Lützellinden, 160 Punkte; 4. Wilhelm Schmidt, Rodheim, 119; 5. Heinrich Hundt, Groß-Rechtenbach, 103; 6. Gustav Schmidt, Waldgirmes, 102; 8. Karl Best, Waldgirmes, 98; 9. Emil Wallendorf, Lützellinden, 95; 10. Willi Kuhl, Hörnsheim, 87; 11. btto Bork 11, Lützellinden, 84; 13. Hans Bernhardt, Rodheim, 75; 15. Ludwig Brück- mann, Atzbach, 69; 18. Heinrich Müller, Lützellinden, 50 Punkte. Turn stufe, I a t) r g a n g 1913 und 1914: 1. Walter Boch, Leun, 105 Punkte; 2. Heinrich Groß, Rodheim, 99; 4. Ernst Klos, Lützellinden, 87; 7. Adolf Schmidt, Bieber, 81; 9. Ewald Lenz, Lützellinden, 75; 12. Gustav Failing, Waldgirmes, 62; 15. Otto Bork 111, Lützellinden, 51 Punkte. lurnftufe, Jahrgang 1915 und 1916: 1. Wilhelm Drvß, Allendorf-Ulm, 123 Punkte; 6. Alfred Thome, Bieber, 97; 9. Karl Andermann, Lützellinden, 89; 11. Wilhelm Mandler, Lützellinden, 84; 13. Erich Schmidt, Lützellinden, 66; 14. Albert Groh, Allendorf, 60 Punkte. Turn stufe, Jahrgang 1917, 1918 und 1919: 1. Ernst Bork, Lützellinden, 136 Punkte; 3. Otto Trippler-Groß-Rechtenbach, 121; 5. Heinrich Schaum, Hüchelheim, 107; 6. Alfred Mink, Aßlar, 106; 11. Friedrich Allendürfer, Lützellinden, 93; 12. Friedrich Hofmann, Groß-Rechtenbach, 87; 15. Wilhelm Kröck, Waldgirmes, 71; 18. Ewald Failing, Waldgirmes, 61; 19. Ernst Schmidt, Rodheim, 56; 21. Friedrich Bender, Rodheim, 51; 22. Heinrich Mandler, Rodheim, 50 Punkte. Jungschar, Jahrgang 1922 und 1923: 1. Theo Anschütz, Edingen, 67 Punkte; 3. Wilhelm Schmidt, Aßlar, 54 und Wilhelm Bork, Lützellinden, 54; 5. Karl Hartmannshenn, Hochelheim, 52; 7. Walter Weller, Hochelheim, 48 Punkte. Iungschar, Jahrgang 1920 und 1921 (Dreikam pf): 1. Alfred Droh, Leun, 53 Punkte; 2. Helmut Will, Lützellinden, 49; 5. Otto Langs- dorf-Groß-Rechtenbach, 44; 6. Karl Rumpf, Ehringshausen, 43; 5. Ernst Langsdorf, Groß-Rech- tenbach, 42; 8. Walter Klos, Lützellinden, 41 Punkte. Wirtschaft. * Konkurse und Vergleichsverfahren im August. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Monat August durch den „Reichsanzeiger" 255 neue Konkurse, ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung, und 73 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 262 bzw. 115. * Volle Auszahlung der Moratori u m s g l ä u b i g e r der Junkers-Flugzeugwerke AG., Dessau. Die Junkers-Flug- zeugwerke AG., Dessau, wird noch vor dem Ablauf des einjährigen Moratoriums am 9. September an ihre Gläubiger eine Quote von 87,5 v. H. auszahlen. Da bereits 12,5 v. H. gezahlt worden find, so kommen die Werke ihren Verpflichtungen in vollem Umfange nach, obwohl nur 60 v. H. garantiert worden waren. Die Werke find nach wie vor beschäftigt. Frankfurter Abendbörse: widerstandsfähig. Frankfurt a. M., 1. Sept. Die Tatsache, daß in der JG.-Farben-Aktie kein nennenswertes Angebot mehr herauskam, vielmehr kleines Kauf- intereffe vorhanden war, verlieh ber heutigen Abenbbörfe einen gewissen Rückhalt. IG. Farben waren bei allerbings kleinem Umsatz 0,50 o. H. erholt, im übrigen blieben bie Berliner Schlußkurse behauptet. Am Schiffahrtsmarkt lagen Hapag 0,25 v. H. niebriger. Im Verlaufe zogen IG. Farben weitere 0,25 v. H. an. Der Rentenmarkt lag zwar sehr still, boch blieben bie Kurse ebenfalls gut gehalten. Altbefitz notierten 78,50 v. H. Gelb, Neubesitz mit 9,60 v. H. 10 Pf. höher. Späte Reichsschulbbuchforderungen lagen bei 79,65 v. H. unb Stahlverein-Bonbs zogen um 0,13 auf 55,13 an. Von Staatsanleihen konnten sich 5,50prozentige Younganleihe um 1,13 v. H. auf 84,50 v. H. erholen. U. a. notierten: Schutzge- biete von 1908 bis 1913 6,90, DD.-Bank 51, Dresbner Bank 44, Reichsbank 148,75, Gelfenkir- chen 50,50, Harpener 84,50, Mannesmann 55,25, Phönix 33,25, Stahlverein 32,50, AEG. 18,75, Bemberg 46, Conti Gummi 139, IG. Farben 119,25 bis 119,50, Lahmeyer 116, Siemens 142, /2% de-gi. von 1913.......... — — — 4,8 ö% abgcit. Goldmexikaner von 99 6 6 6,1 5,8 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Tückische Bagdadbahn-Anleihe 5,15 5,2 5,25 j “ Serie 1 ........... 5.1 5,05 5.2 5,2 Frankfurt o.M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abend- börie Schluß» turs Schlußk. Mittag« Mnc Datum 31.8/ 1.9. 31-8. 1 1.9. 4% oesgl. Serie II ........... 5,1 5,2 5,25 5,35 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 2,9 2,9 3 3 4!4%Ruman.vereinh.Rentev.l913 5,5 3,5 5.4 5,5 4% Rumänische vereinh. Rente 2 >4% Anatolier ............. 2,6 24 2,55 24,4 2,5 224 24 Vamburg-Amerika-Pakei ..... 0 12,25 11,9 19 95 12,13 27.5 Hamburg,-Südam. Dampfschiff. 0 28 Hansa-Dämpfschifs........... 0 — _ 19 Norddeutscher Lloyd ......... 0 12,9 12,75 13 12.75 A G. sür Verkehrswesen Akt. .. 0 42,5 43 42,75 84 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 84 84 Commerz, und Privat-Bank... Deutsche Bank und TiSconto« 0 48,13 48 48.13 48 GeseUschast................ 0 51,5 51 51,5 44 51 Dresdner Bank.............. 0 44 44 44 Reichsbank ................ 12 147,5 148,75 148,25 148,75 A.E.G...................... 0 19 18,75 19,25 18.75 Bekula..................... EIcktr. LieferungSgesellschast... 0 6 106,75 77.13 105,75 106,9 77 105,75 76 Licht und Kraft ............. 6 96 96,25 95,75 95 Felten & Guilleaume......... c 43 44 43,4 44.25 Gesellsch.s.Elektr.Unteniehmung 5 76 76,25 76’ 76.25 Rheinische (äcttrliiläf ........ 5 83,75 78,25 84 81,5 92 141,75 116,25 Schlickert L Co.............. 5 94 92,5 93,5 143,75 115.13 SiemenSt- Hal4ke............ Lahmetier L Co............. 7 10 144 115 142 116 Buderus ................... c 66 65 65,75 97,75 51,13 65,25 97,75 50,5 Deutsche Erdöl ............. 99 97,13 50,5 Gelsenkirchener.............. Harpener................... c 87 34.5 87,5 84,5 Hoejch Ellen—Köln-Neuessen . ( 57,75 56,75 Ilse Bergbau ............... 1 — 137 Ilse Bergbau Genüsse....... 107 106 107,25 106,5 Klöcknerwerke .............. 1 54 53,5 54 53,75 Mannesmann-Röbren........ 55,25 55,25 55,75 1 55,13 Frankfurt a. 2)1. <3crlm Schlußkurs Schlußk. Abend» börse Schluß« kurs Schlußk. 3Jlinag» börse Latum 31.8. 1.9. 31-8. 1.9. ManSselder Bergbau....... . 0 23 24,25 23,5 23-5 Kolsmerke................ . 0 —— 67,4 66,5 Phönix Bergbau........... . 0 33,75 33,25 34 33,5 Rheinische Braunkohlen .... 10 197 196,5 197,9 196 Rheinstahl ................ . 0 79 78,25 78,4 77,75 Bereinigte Stahlwerke...... . 0 32,25 32,5 33 32,75 Olavi Minen ............. . 0 12,65 12,5 12.4 12,13 Kaliwerke Aschersleben...... . b — — — 114 Kaliwerke Westeregeln...... . 5 116 117,5 119 117,5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7 V, 160 158 160.5 158,25 I. ®. Farben-Jnvustrie..... . 7 119,65 119,5 120,13 118,75 .. y 171,25 170,5 — —— Goldschmidt .............. .. 0 42 41 42,25 41 Rütgerswerke ............. .. 0 50 49,5 50,25 50 MetallgeleUIchaft........... .. 0 55 — 55,75 54,75 Philipp Holzmann......... .. 0 42,5 64 61 Zementwerk Heidelberg .... Cementwerk Karlstadt....... .. 0 .. 0 73,5 76 2 Schultheis Patzenhofer ..... .. 0 — — 102,5 101 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 31 30,75 31 31 Bemberg................. .. 0 45,9 46 46 45 Zellstoss Waldhof .......... .. 0 36,5 35,5 36 35,25 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 21,75 21 21,5 21 Dessauer Gas ............. .. 7 — — 101.65 101,65 Daimler Motoren.......... .. 0 26,5 25,25 26 25,5 Deutsche Linoleum......... .. 0 41,25 40 41 40,5 Lrenstein & Koppel........ .. 1 — 30 29 Leonhard Tietz ............ .. 0 11,5 11,5 11,75 12 Cbade.................... ..10 155 160 157,5 160,75 Akku mulatoren-Fabrik...... .. 0 — 185,25 176,5 187 Lonti-Gumwt............. .. 0 141 139 141,5 140 Grlyner.................. .. 0 | Malnkrastwerke Höchst a.M. .. < 58,5 59 I _______ Süddeutscher Zucker....... .. v I 154 153 1 154,5 1 153,25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 31 .August 1 .September Amtliche Notierung Amtliche Geld Notierung Brie' Geld 25ric Helsingsors.. 5.914 5,926 5,864 5,876 Wien....... 47,95 48,05 47,95 48,05 Prag....... 12,42 12,44 12,42 12,44 Budapest ... — — Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 168,98 169,32 168,73 169,07 Oslo....... 67,13 67,27 66,63 66,77 Kopenhagen. 59,69 59,81 59,24 59.36 «tockholm... 68,88 69,02 68,38 78,52 London ..... 13.35 13,39 13,245 13,285 Buenos Aires 0,928 0,932 0,928 0,932 Neuhork.... 2,947 2,953 2,922 2,928 Brüssel..... 58,52 58,64 58.47 58.59 Italien..... 22,08 22,12 21,99 22,03 Paris ...... 16,435 16,475 16,42 16,46 Schweiz .... 81,00 81,16 80,92 81,08 Spanien.... 35,01 35,09 35,01 35,09 Danzig..... 81,72 81.88 81,67 81,83 ' Japan...... 0,789 0,791 0,784 0,786 Rio de Jan. . 0,244 0,246 0,244 0,246 Jugoslawien. 5,295 5,305 5,295 5,305 Ltiiabon.... 1 12,71 12,73 12,69 12,71 Banknoten. n «Berlin, 1 .September Geld Brief Amerikanische Roten....... 2,875 2,895 Belgische Roten........... 58,31 58,55 Dänische Noten .......... 58.98 59,22 Englische Noten .......... 13,205 13,265 Französische Noten........ 16,38 16,44 Holländische Noten........ 168,31 168,99 Italienische Noten......... 21,87 21,95 Norwegische Noten ....... 66,47 66,73 Deutsch Oesterreich, A 100 Schilling Rumänische Noten ........ Schwedische Noten........ 68,21 68,49 Schweizer Noten.......... 80,74 81,06 Spanische Noten.......... 34,88 35,02 Ungarische Noten.........