Lauf n Aussuchen geordne A'c»tNE oder aber VEa * wie seit Jahren | »teile! eits"?11 ®irl!l5 . 8:«b ifben, gute A XA irbig Meter Vt W ।Grundware A AB ......Meter Vtz V A ireit, In mo- 1 AB ......Meter ■ •> 7 stseide, 100 d Phantasie- 1 AB ..Meter nur R G M M SWEG 81 ^n-BeWeidung eher SBMI :hnl* le Gebiet der mg in Natur- xbnik inow erständliche, utueitscbrift rvorragender ichen Auf- estellt ist. । Bild u.Wort arbeiten! aus Preis: viertel- üttkostenlos chterfelde Saison- Schluß- Verkauf Billige Werke ickerei W- Mänte schwarz marine fein melierte Stolle englQemU$ 4. Hugos! acher jttirii 'gewinne- 00 Wllti- 00 rf til EflUilltS 00 p(eisle0en‘ 20.-23.- 25.-27-' tadellose Ware itw Mod«",v! öopfcU1- loflufi/S itr» W.«« liOfruWrii-6' beiden«1^ Ächen „(uteU*^___ Nr. 178 Srübaussabe Mittwoch. 2. August 1933 183. Jahrgang Erlchein« täglich, autzei Sonntags und Feiertag« Beilagen; Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholle * Monair-Sezugspretr: Mit 4 Beilagen NM. I 95 Ohne Illustriert» . 1 80 Iustellgebühr .. , -25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger (Heften. Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Drutf vnd Verlag: vrühl'sche Univerfiläls-Vuch' und Stctnörncfcrei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftrftelle: Zchulttraße 7. Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bh» zum Nachmiltag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- kiameanzeigen oon 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzoorfchrist 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undfürdenAn« zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in Gießen Der Kamps gegen die Arbeitslosigkeit. Die bisherige Auswirkung der Maßnahmen des Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger. DieTatigkeitvon Kommissaren Ein Erlaß des preußischen Ministerpräsidenten. Berlin, 1. August. (WTB.) Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat Ministerpräsident Göring an die Nachgeordneten Behörden einen Runderlaß über die Tätigkeit oonKorn- m i s s a r e n gerichtet. In dem Erlaß heißt es u. a.: Kommissare für Gemeinden und G e - meindeoerbände, die nicht aus Grund ihrer von der Kommunalaussichtsbehörde im Rahmen ihrer Zuständigkeit getroffenen Anordnung beurlaubter oder sonst an Amtsausübung behinderter Beamten oder durch Verabschiedung usw frei- gewordene Stellen versehen, sind sofort abzu- berufen. Dies gilt auch von den Kommissaren, die neben dem Magistrat und Oberbürgermeister mit besonderen Vollmachten eingesetzt worden sind. Sollten die Staatskommissare den Rahmen ihres Auftrages überschreiten, aber sollten andere Personen, ohne von dem Ministerpräsidenten, einem der Fachminister oder in Ausnahmefällen von einem Oberpräsidenten unter nachträglicher Zustimmung des Ministerpräsidenten oder von der zuständigen Kommunalaussichtsbehörde im Rahmen ihrer Zuständigkeit mit der Wahrnehmung einer Stelle in der Gemeindeverwaltung beauftragt zu sein, sich sämtliche Funktionen zulegen, oder sich als Kommissare bezeichnen, so setzen sie sich strafrechtlicher Verfolgung aus. Fälle dieser Art sind von dem Leiter der Behörde, in deren Zuständigkeit eingegriffen wird, unverzüglich zur Kenntnis der zuständigen Staatsanwaltschaft zu bringen. Diese wird auf Grund einer allgemeinen Verfügung des Justizministers für eine rückhaltlose und tatkräftige Verfolgung derartiger strafbarer Handlungen sorgen. Wieder eine Greuellüge erledigt. Paris, 31. Juli. (CAB.) „3ntranfigeant“ veröffentlicht eine Unterredung seines Berliner Sonderberichterstatters mit General v. S ch l e i - cher. Der Inhalt dieser Unterredung ist ohne jede Bedeutung. Für die französischen Leser ist es aber nicht ohne Interesse, daß hier von einem ri nv e r dä ch t i g e n französischen Korrespondenten den zahlreichen L ü g e n m el- dun gen, die über General v. Schleicher in den letzten Wochen in Umlauf waren, entgegengetreten wird. Der Korrespondent stellt fest, daß er den General gesehen und gesprochen habe, aber nicht, wie behauptet worden ist, in der Schweiz, wohin er angeblich geflohen sein soll und wo ein besonders erfindungsreicher Journalist eine Unterredung gehabt haben will, und auch nicht auf der Festung Küstrin, wohin er nach einer anderen Version gebracht worden sein sollte, sondern in seiner Privatwohnung in Veubabelsberg. Der Sonderberichterstatter schreibt, auf die Gefahr hin, seine Leser zu enttäuschen, muffe er der Wahrheit die Ehre geben und feststellen, daß General .v. Schleicher weder unter polizeilicher Beobachtung stehe, noch daß er sein Ehrenwort gegeben habe, nicht z u fliehen. Er habe auch nicht das mindeste davon bemerkt, daß der ehemalige Reichskanzler polizeilich bewacht werde. Er habe den General völlig unbehelligt besucht und weder einen Wachtposten, noch irgendwelche Kriminalbeamte in der Rahe, oder in der Wohnung bemerkt. Em sehr guter Eindruck von dem neuen Deutschland. AmcrikanischcPsadsinderimBrauncnHaus München, 1.2lug. «ERB.) Angehörige der amerikanischen Boy Scout (Pfadfinder) -Organisation im Alter von 14 bis 16 Jahren, die sich auf der Durchreise zu einem internationalen Treffen in Budapest befinden, statteten dem Braunen Haus in München einen Besuch ab. Die amerikanischen Pfadfinder zeigten größtes Interesse für die Einrichtungen des Braunen Hauses. In einer kurzen Unterhaltung brachte der Führer der Gruppe zum Ausdruck, daß seine Meinung von den Zu ständen in Deutschland vor seiner Abreise aus Amerika wohl eine ungünstige gewesen sei, daß er aber während seines Aufenthalts einen sehr guten E i n d r u ck von dem neuen Deutschland gewonnen und festgestellt habe, daß Adolf Hitler tatsächlich den wahren Sozialismus verwirkliche. Zugehörigkeit zur SPD. verboten. Berlin, 1. Aug. (WTB.) Der preußische Ministerpräsident hat an die Nachgeordneten Behörden, nach einer Meldung des Amtlichen Pressedienstes, den folgenden Runderlaß gerichtet: „Mit dein offen zutage liegenden landet- verräterischen Charakter der sozialdemokratischen Bestrebungen ist eine weitere Zugehörigkeit von Beamten, Angestellten und Arbeitern, die aus öffentlichen Mitteln Gehalt, Lohn oder Ruhegeld beziehen, zur Sozi a l de m o k r a t i s ch e n P a r t e i Deutschlands unvereinbar. Die Behördenleiter ersuche ich, die in Frage kommenden Personen zu einer schriftlichen Erklärung innerhalb von drei Tagen, daß sie jegliche Beziehungen zur SPD. oder ihren Hilfs- und Ersatzorganisationen gelöst haben, zu veranlassen, mit dem Hinweis, daß falsche Angaben die Entlassung aus dem Dienste nach sich ziehen." Frankfurt a. M., 1. Aug. (WSN.) Die starke Initiative des Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger hat die rhein-mainische Arbeitsbeschaffungsaktion gleichzeitig oon zwei verschiedenen «eiten angreifen lassen. Nicht nur durch die Belebung einzeln er Betriebe und Gesamtgruppen wirtschaftlicher Unternehmungen werden Arbeitsplätze gewonnen, sondern zugleich wird auch ein Großangriff gegen das Doppelverdiener- und Schwarzarbeitertum geführt. Die Abwicklung saft all der arbeitsschafsenden Maßnahmen und Ermittlungen liegt beim Gausachbearbeiter für Wirtschaftstechnik und Arbeitsbeschaffung, sowie bei der im Büro des Gauleiters eingerichteten Kontrollstelle für Arbeitsbeschaffung. In einem Zwischenbericht dieser Kontrollstelle heißt es laut „Frankfurter Volksblatt" u. a. Mit dem Großangriff gegen das Doppelverdiener- tum der Neben- und Schwarzarbeit hat der Gauleiter zweifellos richtunggebend auf andere Gaue bzw. auf das Reich selbst gewirkt und im Gau Hessen-Nassau zur Beseitigung der Not und der Bereinigung der zu Unrecht eingenommenen Brotplätze neue Wege gezeigt. Anerkennend bewertet werden all die entgegenkommenden Maßnahmen der freien Wirtschaftsunternehmer, welche grundsätzlich bereit sind, männliche Kräfte für weibliches Personal einzustellen, wenn diese den Leistungen gleichkommen, lieber jeden Einzelfall wird Rechenschaft verlangt, was in diesem oder jenem Fall unternommen wurde. Keiner wird vergessen, alles wird vermerkt, überprüft und mit Sorgfalt erledigt. Dazu errichtete der Gauleiter die Kontrollstelle für Hessen-Nassau. Es ist ihm fein Opfer zu groß, wenn es darum geht, die Not der ältesten Kämpfer zu lindern, bzw. diese dem Arbeitsprozeß einzuglie- d e r n. wenn jemals der Reichsstatthalter in Hessen und Gauleiter Sprenger ein seiner Anordnungen mit besonderem Nachdruck und außerordentlichem Interesse verfolgte, so ist es die Beseitigung der Not seiner verdienstvollen THitfämpfer, ja, die Abstellung der Arbeitsnot überhaupt. Der Gauleiter kennt die noch herrschende Not, er kennt auch die Mittel und ID ege, der Not zu steuern. Das beweist nicht nur sein Vorgehen in verschiedenen Anordnungen und Aufrufen gegen alle Krankheitserreger unseres Volkslebens, sondern das beweist vor allem auch die große Anteilnahme des Volkes selbst, das weit über den Gau Hessen-Rassau hinaus Befriedigung und Anerkennung zollt für die getroffenen Maßnahmen. Gerade aus der in großer Menge meist an den Gauleiter persönlich gerichteten Schreiben und Meldungen ergibt sich, mit welch einer regen Anteilnahme Parteigenossenschaft und Bevölkerung sich an der Beseitigung aller Roterscheinungen und Systemfehler beteiligt. So wurden beispielsweise im Zeitraum von nur 20 Tagen zirka 1600 Angaben über Doppelverdiener, zirka 150 über Schwarzarbeiter und zirka 1000 über Rebenerwerb eingesandt. Reben diesen Angaben wurden außerdem im (Saugebiet Hessen-Rassau in den 38 Kreisgebieten unzählige Ermittlungen durchgeführt, die in der angegebenen Zahl nicht erfaßt sind. Der Platz Frankfurt a. M. ermittelte an Doppelverdienern zirka 800 Fälle! Wenn man bedenkt, daß dieses Material lediglich aus privaten Ermittlungen gekommen ist, so kann ohne weiteres angenommen werden, daß bei gesetzlicher Fundierung der Beseitigung aller Doppelverdiener und Schwarzarbeiter usw. weit höhere Zahlen in Frage kommen. Die Kontrollstelle arbeitet mit größter Beschleunigung zur Erreichung des gesteckten Zieles. So wurden beispielsweise in bet kurzen Zeit von 20 Tagen zirka 1500 eingehende Schreiben von Angaben, Anfragen aus allen Kreisen der Bevölkerung, der Wirtschaftsunternehmer, der staatlichen und städtischen Behörden gelesen, beantwortet oder zur Erledigung an die in Frage kommenden Gliederungen weitergegeben; eine einheitliche Erfassung aller der als bevorrechtigt in Arbeit zu bringenden Volksgenossen wurde durchgeführt. Neben Tausenden von Einstellungen von besonders gesuchten Fachkräften wurde es ermöglicht, daß 500 der ältesten Kämpfer von 1—300 000 in Arbeit und Stellung gebracht worden sind. Mit neuer Hoffnung und frischem Mut gehen die ältesten Kämpfer an ihre Arbeitsplätze, mit Dankesworten an den (Sauleiter. Roch find alles nur Anfänge zur Beseitigung der allgemeinen Arbeitsnot; denn Rot im einzelnen kann nur schrittweise, je nach Rachfrage der freien Wirtschaft nach Arbeitskräften, gemindert werden, so daß selbstverständlich bei Beginn der großen Arbeitsbeschaffungsaktion schlagartig im ganzen Reich die Industriezweige Aufträge bekommen und erst bann Arbeitskräfte auf allen Gebieten gesucht werden. Dazu muh bemerkt werden, baß die vom Reich geplante Aktion der Arbeitsbeschaffung im großen für den (Sau Hessen-Rassau noch nicht begonnen hat, b. h., baß bie technischen Vorbereitungen und die damit verbundenen Fragen erst in den nächsten Wochen zum Abschluß kommen, so daß also erst dann mit der Einstellung von Arbeitskräften in größerem Maße gerechnet werden kann. Der Bau der Autostraße Frankfurt - Mannheim. D a r m ft n b t, 1. Aug. (WSN.) Die hessische Staatspressestelle teilt mit: Gestern fand im Ministerium die erste Besprechung zwischen den mit dem Bau beschäftigten Behörden und der obersten Bauleitung bei der Reichsbahndirektion Frankfurt statt. WSN. Frankfurt a. M., 1. Aug. Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Arn 1. August 1933 fand eine Besprechung zwischen Präsident Dr. L ü e r von der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M. und dem amtierenden Präsidenten des Landesarbeitsamts Hessen, Oberregierungsrat Kühne, über Fragen der Unterbringung oon Arbeitslosen statt. Wie bei der am Samstag, 29. Juli, unter dem Vorsitz des Herrn Reichsstatthalters Sprenger stattgefunde- nen Besprechung zwischen den Vertretern der Behörden und der Wirtschaft kam erneut zum Ausdruck, daß lediglich eine systematische und organisch gesunde Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen zu schnellen und greifbaren Erfolgen wird führen können. Außer durch die Arbeitsbeschaffungsmahnah- men der öffentlichen Hand auf Grund des Beschaffungsprogramms soll nach den Vorschlägen des Landesarbeitsamls durch großzügige Ausgestaltung der Privatinitiative ein starker Angriff auf die Arbeitslosigkeit durchgeführt werden. Vor allem soll eine planmäßige Beseitigung desDoppeloerdienertums erfolgen. Samt- liche Betriebe sollen auf die Möglichkeit hin überprüft werden, an Stelle von zweifellos noch zahlreich vorhandenen Doppelverdienern andere jetzt arbeitslose, vor allem männliche Arbeitskräfte unterzubringen. Die Regierung hat ben Kampf gegen bi e Arbeitslosigkeit mit den entschiedensten Mitteln ausgenommen. Ungeachtet der kurzen Zeit, häufen sich die Erfolge schlagartig. Nachdem die Provinz Ostpreußen bis auf einige Reste von der Geißel der Arbeitslosigkeit befreit ist, wird jetzt ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für bie Provinz Pommern bekanntgegeben, aus dem hervorgeht, daß für die Wirtschaft dieser Provinz eine Zeit des Aufbaus kommt, das gleichzeitig beweist, wie sehr bie verantwortlichen Männer von der Wichtigkeit dieses Grenzlandes überzeugt sind. In Pommern Haden feit der totalen Besitzergreifung durch den Nationalsozialismus bereits 60 000 von den 140 000 Arbeitslosen wieder Brot und Erwerb gefunden. Auch die übrigen 80 000 werden jetzt in den Produktionsprozeß wieder eingeschaltet. Einleitend gab Ministerialrat Prof. Knapp als Vorsitzender einen Rückblick über die Entwicklung des Autostraßenbaues und erläuterte bann den Geschäftsgang, wie er von dem Herrn Staatssekretär Jung zur reibungslosen Zusammenarbeit der Hes. fischen Regierung mit der Bauleitung angeordnet ist; es würde allgernin anerkannt, baß bamit eine wesentliche Erleichterung und raschere Abwicklung des Verkehrs zwischen den Beteiligten erzielt wird. Irn Anschluß daran erläuterte Reichsbahnoberrat Pückel den derzeitigen Stand der Entwurfsarbeiten und gab auf die verschiedensten Anfragen bereitwilligst Auskunft. Nachdem auf Veranlassung des Landesardeitsamis bereits in ähnlicher Weise die Frage der Doppelver- diener bei den Behörden überprüft worden ist, erscheint es nunmehr notwendig, mit allem Nachdruck das Doppeloerbienertum auch in der Pri - oatwirtschaftzu bekämpfen. Die Durchführung der beabsichtigten Maßnahmen wird im Zusammenwirken von Handelskammer und Landesarbeitsamt bzw. Arbeitsämtern ftattfinben. Ganz besonders wird sich die Zusammenarbeit auf die vermehrte Unterbringung von Arbeitslosen in den Betrieben der Privatwirtschaft erstrecken. Zu diesem Zweck werden kleine örtliche Ausschüsse von besonders namhaften Vertretern von Industrie, Handel und Handwerk zusammen mit den Leitern der Arbeitsämter die einzelnen Arbeitsamtsbezirke systematisch auf alle Möglichkeiten der vermehrten Einstellung oon Arbeitslosen burchprüfen und die sofortige Besetzung dieser Stellen nach den Richtlinien über die bevorzugte Unterbringung der Wehrverbandsangehörigen und allen Parteigenossen sofort in Angriff nehmen. Dabei ist vornehmlich eine Entlastung der von der Arbeitslosigkeit am stärksten betroffenen städtischen Bezirke in Aussicht genommen. Diese Maßnahmen werden mit den öffentlichen Arbeitsbesch a f f u n g s m a ß n a h m e n Hand in Hand gehen, weil es dem Treuhänder der Arbeit und dem Landesarbeitsamt vor allem darauf ankommt, die Arbeitslosen in l a n g f r i ft i g e B e - s ch ä f t i g u n g zu bringen und so ben Ardeits- markt bauernd zu entlasten. und zwar nach dem erwähnten Plan, her vom (Bauleiter, Staatsrat ftarpenftein, aufgestellt wurde. vorgesehen ist zunächst die Befreiung der Insel Rügen von der Arbeitslosigkeit. In kürzester Zeit wird zu diesem Zweck mit dem Bau des Rügendammes begonnen werden. Dieser Damm, der die Insel mit dem Festland verbinden wird, ist seit dem Jahre 1911 geplant, wurde aber immer wieder verschleppt, und erst die jetzige Regierung konnte es zuwege bringen, mit der in ihrer Hand vereinigten Machtfülle alle an dem Projekt beteiligten Stellen zu einem erfolgreichen Zusammenarbeiten zu bewegen. Für den Arbeitsmarkt bedeutet der Dammbau eine En11astung von 600 000 Arbeitslosentagewerte, die sich Großzügige Ausgestaltung der Privatinitiative im Mein-Min-Gebiet. Der Rügendamm wird gebaut. Blick auf bas alte Stralf unb mit ber gegenüberliegenben Küste oon Rügen, bazwischen liegt ber Stralafunb, über ben bie gewaltige Brücke führen wird. __ Ä> dankte Aus aller Welt 180 Der unbekannte Soldat vonTlrol man faches roden ganz zwei erwerbslose Männer und Frauen aus Nowawies (früher Neudorf) überschritten am Dienstagmittag mit ihren Kindern die grüne Grenze bei Bahnhof Hindeuburg-Poremba. Sie hatten mit etwa 3000 anderen Erwerbslosen vor dem Rathaus in Nowawies gegen die beabsichtigte weitere Kürzung ihrer an sich schon kärglichenUn- terstühung protestiert und sind darauf in geschlossenem Zuge zur Grenze marschiert. Als sie noch auf polnischem Boden Hungerrufe aus- stießen, ging die Polizei gegen sie vor. Darauf überschritten die Ostoberschle- fter die Grenze. Sie sollen diesem Lande die Grüße Italiens überbringen und auch den Wunsch, daß Deutschland immer größer wird, und dah es den Kampf gegen die Feinde der Zivilisation führt und mit Italien zusammen auch den Kampf für den Faschismus in der Welt. Diese Gungen sind nach Deutschland gekommen, weil sie ein großes Interesse haben, zu sehen, Von Rudolf von Eichthal. Kaiserjager. Rückzug an den San, 1914. An der Queue eines Kaiserjägerbataillons, hinten, als letzter, ein biederer Tiroler mit Stück Schlachtvieh. Hungernde Ostoberschlesier überschreiten die Grenze. Hindenburg, 1. Aug. (WTD.) Rund Seelenruhig läßt er sie auf fünfhundert Schritt herankommen. Dann nimmt er sein Gewehr vom Buckel und spricht zu sich selbst die klassischen Worte: „Ietscht muh i Schwarmlinie machnl" Sodann tritt er in den Straßengraben, haut sich hinter einen Chausseebaum und kommandiert sich selber mit lauter Stimme: „Erschter Schworm — an! Feuer!" Der Kommandant der Kosaken vollführt auf seinem Gaul ein Kompliment und sinkt zur Erde. Der wackere Kaiserjäger nickt befriedigt, springt auf, rennt hinter den nächsten Baum und kommandiert abermals: .Zwoata Schwarm — an! Feuer!" Ein zweiter Kosakenoffizier stürzt vom Pferd. Wieder nickt der Kaiserjäger, wieder springt er hinter einen Daum: „Dritter Schworm — an! Feuer!" 1 Aun liegt auch der dritte Kosakenoffizier mit Herzschuh auf dem Acker. Das wird den Russen doch ungemütlich. Plötzlich macht die Sotnie Kehrt und stiebt im Galopp davon. Der Kaiserjäger blickt ihr eine Weile nach, dann schließt er die Sperrklappe, schultert sein Gewehr und wendet sich seelenruhig wieder seiner früheren Aufgabe zu. Aber — o Schreck! Die Ochsen sind verschwunden. „Ietscht sain mir bei der saudummen Schießerei Sieg-Heil auf die italienischen Kame- aus. Botschafter Ceruiti Kührertagung der NSDAP. Berlin, 1. Aug. (TU.) Die NSK. berichtet: Dom 4. bis 6 August findet in München bzw. in £erd)te5cjnben eine Führertagung der NSD AP. statt, auf der u. a. die neue Dienstordnung für die DO. und der neue Dienstanzug für die politischen Leiter besprochen, sowie organisatorische Fragen behandelt werden. Die Tagung an der die Reichsleiter, die (Bauleiter 'unb die Abteilungsleiter der obersten Leitung der oolitischen Organisation teilnehmen, beginnt am 4. August um 9 Uhr im Sitzungssaal I des Münchener Rathauses und wird am 5. und 6. August ihre Fortsetzung in einem Zusammensein mit dem Führer in Berchtesgaden finden. in deutscher Sprache für die liebenswürdigen Worte des Empfanges. „Sie find", so sprach er zu den jungen Faschisten gewendet, „nach Deutschland gekommen, um ihre jungen deutschen Kameraden kennenzulernen und weil der Duce befohlen hat, daß diese jungen Leute die Bekanntschaft der Deutschen machen und dah sie sehen, was man in Deutschland tut. Die Iung-Kafchiflen in Berlin Begeisterte Bekundung der deutsch-italienischen Freundschaft. Ochsen schreiten langsamer als Soldaten, _____ mag sie antreiben, wie man will. Daher bleibt der Tiroler allmählich zurück. Auch die Rachhut überholt ihn bald. Auf ja und nein ist er mit seinen zwei Ochsen allein auf weiter Flur. „Tummel dich, Kaiserjäger, hinter uns kommen Kosaken!" ruft ihm ein Dragonerleutnant zu, der mit ein paar Reitern eilends an ihm vorüber- prescht. „Laß deine Ochsen stehen und schau, daß d' weiterkommst, sonst fangens dich." „Geht nit, Herr Laitnant, der Herr Hauptmann hat mer befohlen, mit die Oxn nachz'kemma", erwidert der Tiroler gemütlich. Wenige Minuten später nähert sich richtig von hinten her eine Sotnie Kosaken. Der Kaiserjäger ist nun allein, mutterseelenallein, gegenüber hundert wilden Steppenreitem, die scharf auf ihn lostraben. w führte »°n Aran & Sie e' Hn und 3fntfaö Achteten M- !c,n' Auch j fcnfai S uueder iq ? 9le Ging l.Dr n flUng 1 ^ÄOe‘1 ÄnCno> fonbe nWn, Ä (°n3Uf? h'r ^hnWWfato. '- die tza^Kng, er her obnl V und A»«°°u E$£ ’les«* w ■"'"" 55-» w. tat L QUu5 t* kahlem JQUer mehr ober weniger perausragen. Die Süßen, jubes hat alle Spuren des ungswerkes verloren. 'Unglück. - 6m Iota, veronlrhle. e Göppingen-TeiLlingen gen und Süssen ein mit Mahbochwagen der M- gen aus noch nicht ermit- Zidern. Der Sagen stürzte lassen wurde Lbcrschützen« ötet, die Frau des Eene« ihr Zimmermädchen und Personen wurden schwer 8 Göppingen eingeliefetl Borö bet „Bremen“. all bat ficb an Lord der Passagiere der 1. ff la fit, ärger (tyarlts Langes .taten \n einem ^xmxnu taober, als pMch ein de \o un^lüdlid) getrosten, >er erlittenen Aerlehunaen emen“ besindet sich zur Zeit luqort nach Bremen. tu — 14 Bergleute gelötet aus der Insel chokailo, in lagen eine Explosion acht ignele sich erneut eine Eren 14 Arbeiter getötet, t schwer verletzt. Die Aus« mch im Gange.__ li(: j.A.: Ernst Llumlchein. ^ftsprüng^er^chUm 'en, es sei alles aut und ich Nigoletto“ aus oen Lippen >r ber Berfas,er des Sprach- i ber Sinn für Dramatik ... »x maebina, f)tn ®-> Iet in das Zimmer des fion- irfi weist 3®ar aui ""äs Mich mit meinen N'n M «**'«„* unb 6t” 9) Meinigke't n einer fowgj flUe5 mit heitersten We >e (er e Wunden Mn ich sür !°°<°nsa W führen ° d e V°l'r n,$ 1,0 ' dieser beveg"" hsührer- r ^'"^rfW^Är SJL-tfpoit Oie zweite Etappe der internationalen Alpenfahrt. Die zweite Etappe der Internationalen Alpen» fahrt führte am Dienstagmorgen noch 111 Wagen von Meran nach dem 327 Km. entfernten St. Moritz. Die Strecke war diesmal gespickt mit hohen Pässen und bei den wiederum hohen Durchschnitts- Geschwindigkeiten dürfte nur ein ganz kleiner Prozentsatz — vor allem die als Sportwagen hochgezüchteten Marken — ohne Strafpunkte ausgegangen sein. Auch die vier noch im Rennen befindlichen deutschen Adlerwagen haben ihr Konto wohl mit den ersten Strafpunkten belastet. Ausgeschieden sind wieder 10 Teilnehmer, darunter befand sich leider auch der Deutsche von Wrede auf BMW. O»e Eingliederung des Schießsports. Alle bestehenden fachlichen Schiehsport-Vereini- gungen (Verbände, Bünde, Gesellschaften, Gilden, Vereine usw.), die den Betrieb des Schießsports als hauptsächlichen oder einzigen Zweck ihrer Bereinigung betrachten, hatten sich bis spätestens 1. Auguil Del dem Deutschen Schießsport-Verband, Berlin-Charlottenburg IV, Droysenstrahe 17, anzumelden. Ausgenommen ist vorläufig das jagdliche Schießen das nach Zusammenschluß seiner Verbände ebenfalls eingeordnet wird- Seitens des Deutschen Schießsport-Verbandes wird den sich anmeldenden Vereinigungen die Anmeldung bestätigt und nach Ausfüllung eines ihnen zu- gehenden Fragebogens die Art der Eingliederung mitgeteilt. Unmittelbare Aufnahme von Vereinen und dergleichen bei den obengenannten drei Sportorganisationen dürfen bis auf weiteres nicht vorgenommen werden. Vereinigungen, die am 15. August sich nicht bei dem Deutschen Schieß- sport-Derband angemeldet haben, sind au diesem Tage aufzulösen. Aeugründungen haben sich in Zukunft sofort beim Deutschen Schießsport- Verband anzumelden und werden von diesem eingegliedert. Ablehnung der Eingliederung bedeutet Auflösung. Leichtathleten des OSE. in Odenhausen (Lohn). Einer Einladung des Turn» und Sportvereins Odenhausen a. d. Lahn Folge leistend, weilte der OSE. am Sonntag in Odenhausen, um mit seinen Leichtathleten einen Trainings-Propaganda-Klub- kampf auszutragen. Odenhausen steht leistungsmaßig in der Leichtathletik weit über dem Begriff „Landverein". Der OSE. konnte allerdings trotzdem 11 von den 12 Konkurrenzen gewinnen. Nachstehend die Ergebnisse: 100 Meter: 1. R. Fischer, OSC., 11,9 Sek.; 2. Siegmund, OSE., 12 Set.; 3. W. Zecher Oden- Hausen, 12,1 Sek. - 200 Meter:!. R. Fischer OSC 24,7 Sek.; 2. 21. Simon, Odenhausen, 2o Sek.; "3. Siegmund, OSC. — 800 M e t e r: 1. A. Aus der provinzialhauvistadi Oie Besichtigung des llniversitäts-Tierzuchtinstituts. Neuregelung der vesichtlgungsmöglichkelt. Nachdem in den fast 9 Jahren seit der Gründung das llnioersitats.Tierzuchtinstitut Oberer Hardthof seither jeden Sonntag in der Zeit zwischen 14 und 16 Uhr zur Besichtigung ohne vorherige Anmeldung freigegeben war, darf nunmehr angenommen werden, daß es der größte Kreis der Interessenten kennt. Aus diesem Grunde werden die Führungen für die Zukunft in der angegebenen Zeit nicht mehr abgehalten. Dies bedeutet natürlich nicht, daß überhaupt keine Besichtigungen mehr möglich sind. Interessenten können nach wie vor die Institutseinrichtungen kennen lernen. Nur bedarf es dazu in Zukunft bei Einzelpersonen sowohl wie bei Vereinen einer rechtzeitigen schriftlichen Anmeldung mit Angabe Der Teilnehmerzahl und gewünschten Besichtigungszeit, die streng eingehalten werden müssen. Unter rechtzeitiger Anmeldung lst eine solche zu verstehen, die für den Fall,' daß die Besichtigung zu der gewünschten Zeit nicht mehr möglich ist, eine Rückantwort an die Interessenten noch frühzeitig genug ermöglicht. Oer Büro- und Behördenangefteltte in der Deutschen Arbeitsfront. Am Freitagabend hielt der Deutsche Büro» und Behördenange st eilten - Verband (DBD.), Ortsgruppe Gießen, seine erste Versammlung im Gewerkschastshaus ab. Die Versammlung war sehr gut besucht. Pg. Bartholomäus führte zunächst aus, daß mit der Bildung der Deutschen Arbeitsfront ein gewaltiges "Werk geschaffen worden fei. Alle deutschen organisierten Arbeitnehmer seien unter eine einheitliche Führung gebracht worden. Der Kampf der Organisationen untereinander fei beendet. Ganz besonders begrüßenswert sei diese Ent- Wicklung für die Angeftelltenbewegung. Die Angestelltenschaft sei bisher in mehr als 120 verschiedenen Verbänden organisiert gewesen. Dank der Initiative des Führers und Dolkskanzlers 2ldolf Hitlers sei am 2. Mai 1933 der Weg für die Zusammenfassung aller deutschen Angestellten in einer einzigen großen leistungsfähigen Organisation frei gemacht worden. Den Büro- und Behördenangestellten falle dabei ganz besonders die Aufgabe zu, den Bestrebungen und Anordnungen der nationalen Regierung zur Verwirklichung zu verhelfen; daneben sollten die Berufskollegen aber auch Mitkämpfer fein. Nach diesen mit großem Beifall ausgenommenen Ausführungen ernannte der Pg. Ncntwig von der Bezirksleitung in Frankfurt o. M. den Pg. Otto Jung zum Führer der Ortsgruppe Gießen des DBV. Pg. Jung dankte für das ihm entgegen- gebrachte Vertrauen und versprach, die mit diesem Ehrenamt verbundenen Arbeiten so auszuführen, wie es sich für einen Nationalsozialisten zicme. Sodann sprach Pg. N e n t w i a. Er führte u. a. folgendes aus: Der 1. Mai sei in diesem Jahre erstmalig der Feiertag aller schaffenden deutschen Volksgenossen geworden. Am 2. Mai erfolgte die Ueber- nahme der freien Gewerkschaften Es fei dies ein Ausfluß des Vertrauens gewesen, das dem Führer durch die machtvollen Kundgebungen der deutschen Arbeiter und Angestellten am 1. Mai entgegengebracht wurde. Gleichzeitig aber erwachse der NSBO. und der Partei daraus die Verpflichtung, den Gewerkschaftsmitgliedern, die jahrelang kleine Vermögen an Beiträgen gezahlt hatten, ihre erworbenen Rechte zu erhalten. Die Dinge, wie sie sich seit Anfang dieses Jahres entwickelten, steuerten auf einen finanziellen Zusammenbruch der Gewerkschaften hin. Die Beitragsrückstände und die Mitglicderilucht seien katastrophal gewesen. Wenn vor dem 2. Mai noch der geringste Zweifel geherrscht habe, ob die ganze Aktion notwendig gewesen sei, so stand nachher fest, daß es höchste Zeit zum (Eingreifen war, um die Rechte der organisierten Arbeiter und Angestellten zu sichern. Unter der Schirmherrschaft des Volkskanzlers Adolf Hitler werde der sehnlichste Wunsch aller einsichtigen Büro- und Behördenangestellten nach einem einheitlichen gewerkschosllichen Zusammenschluß der Erfüllung entgegengesührt. Binnen wenigen Tagen sei aus den verschiedensten Gewerkschaften eine machtvolle Einheitsorganisation geschaffen worden. Im Sinne der wahrhaften Volksgemeinschaft werde innerhalb des Gesamtverbandes deutscher Angestellten der Deutsche Büro- und Be- hördenangesteUten-Verband (DBV.) im national- ozialistischen Ständestaat Vertreter und Förderer der Interessen der Angestellten bei Behörden und öffentlich-rechtlichen Körperschaften, bei den Rechtsanwälten und Notaren sowie aller übrigen Angestellten in Büros mit nichtkaufmännischen Dienstleistungen fein. Der Behördenangestellte habe im neuen Staate eine besondere Mission zu erfüllen. Er sei als Sachwalter des deutschen Volkes au betrachten. Er werde im nationalsozialistischen Staate der gegebene Anwärter für das Berussbeamtentum fein, er fei dazu berufen, am Aufbau des Staates mit- zuarbeiten. Dem Reimer wurde lebhafter Beifall zuteil. Ein Teil der bisher nicht organisiert gewesenen Behördenangestellten gaben ihre Beitrittserklärung zum DBD. ab und reihten sich damit in_t>ie große Deutsche Arbeitsfront ein. Mit einem „Sieg-Heil!" auf den Dolkskanzler Adolf Hitler und mit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wesiel-Liedes wurde die Kundgebung geschloßen. •v., die gerade zum Außendienst ausrücken wollte, von dieser Demonstration erfuhr, sah sie sich veranlaßt, einzugreifen und nahm etwa 2 0 Se - p a r a t i ft e n in Schutzhaft. In einem größeren Trupp wurden die Separatisten zur Polizeiwache und dann in das Freiendiezer Gefängnis abgeführt. Dem Zug voran mußte ein Separatist ein Schild tragen mit der Aufschrift: „Wir sind die größten Lumpen von Limburg" und „Verein ehemaliger Separatisten". Karl Lange zum Bürgermeister von Oberursel gewählt. WSN. Oberursel, 1. Aug. In der Stadtver- ordnetensitzung am Montagabend wurde der bis» fjerige kommissarische Bürgermeister Justizobersekretär Karl Lange (Frankfurt a. M.) endgültig und einstimmig zum Bürgermeister der Stadt Oberursel gewählt. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde ein Dringlichkeitsantrag der NSDAP, gleichfalls einstimmig angenommen, in dem Reichs- ftatthalter und Gauleiter Sprenger das Ehrenbürgerrecht der Stadt Oberursel verliehen wurde. Wirtschaft. Vorläufige August-Stickfloffpreise. Das Stickstoff-Syndikat in Berlin teilt folgendes mit: Bis zur Festsetzung und Bekanntgabe der neuen Stickstoffpreise erfolgt die Lieferung unserer Stickstofferzeugnisse von heute ab zu den i m 21 u g u ft 193 2 gültig gewesenen Prei. f e n. Die endgültige Berechnung wird später rückwirkend zu den neuen Augustpreisen vorgenommen. Angebot und Verkauf von Kalkstickstoff erfolgen von jetzt ab nur noch in der Gehaltslage von ungefähr 20,5 bis 21,5 Prozent. Die bisherige Gehaltslage B mit einem Stickstoffgehalt von ungefähr 23 bis 2 4 Prozent fällt fort. Veranlaßt durch das preußische Gesetz über die Aenderung stempel- fteuerrechtlicher Bestimmungen vom 23. Mai 1933 lassen wir mit Wirkung vom 1. Juli 1933 in unseren Verkaufs- und Lieferungsbedingungen die Bestimmung in Fortfall kommen, wonach unsere Abnehmer schon bei Vertragsabschluß mit dinglicher Wirkung die bei einer Weiterveräußerung der Ware entstehenden Forderungen gegen ihre Abnehmer in Höhe der Kaufpreisschuld dzw. der Kauf- preisreftschuld an uns abtreten müssen. Im übrigen behalten die bisherigen allgemeinen Verkaufsbedingungen bis auf weiteres ihre Geltung. * * Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im Juli 1 9 33.Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „sonstiger Bedarf") beläuft sich für den Durchschnitt des Monats Juli 1933 auf 118,7; sie hat sich gegenüber dem Vormonat (118,8) kaum verändert. Rheinische AG. für Braunkohlen- und Brikettfabrikation, Köln. Die Generalversammlung erledigte einstimmig den Abschluß für 1932'33. Aus Grund des Vertrages mit der Roddergrube wird die garantierte Mindestdividende von 12 (10) Prozent verteilt. Entgegen verschiedenen Annahmen habe der Mehrgewinn gegenüber dem Vorjahre nicht 1503 000 Mark, sondern nur etwa 650000 Mk. betragen, denn der i. V. auf die eingezogenen 8 100 000 Mk. Aktien entfallende und zurückgestellte Gewinn sei dem damaligen Reingewinn zuzurechnen. Man habe es vermieden, einen Teil der Belegschaft durch Stillegung einzelner Abteilungen außer Beschäftigung zu fetzen, sondern habe in allen Betrieben gleichmäßig Feierschichten eingelegt. Das Anternehmen habe kaum Möglichkeiten, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Immerhin habe man feit August vorigen Jahres etwa 500 Mann eingestellt. Der industrielle Absatz liege im neuen Geschäftsjahr etwas über dem des Vorjahres, der Stromabsah 20 Prozent darüber. Der Haus- brandabsah sei in der letzten Zeit infolge der Zurückhaltung des Auslandes etwas zurückgeblieben. Das Gesamtergebnis liege deshalb bisher etwas unter dem Vorjahr. Die Verwägung hoffe jedoch, den DorjahrsabsqH im ganzen aufrechterhalten zu können. Da Vorstand und Aufsichtsrat für das abgelaufene Geschäftsjahr auf einen wesentlichen Teil ihrer vertragsmäßigen Bezüge verzichtet haben, wurde beschlossen, die der Gesellschaft dadurch ersparte Summe mit dem runden Betrag von 125 030 Mk. als freiwillige Spende für die Förderung der nationalen Arbeit abzuführen. ZrankfurierAbendbörsekaum behauptet Frankfurt a.M., 1. Aug. Die Abendbörse litt wiederum unter stillem Geschäft, zumal die meist schwächeren Auslanösbörsen nicht dazu angetan waren, die Anternehmungslust zu beleben. Die Kurse waren teils gegen Berliner Schluß behauptet, teils tagen sie etwas unter Mittags* schluh-Riveau. 3m Verlaufe neigten die Kurse meist etwas zur Schwäche und die Allgemeintendenz war nur als knapp behauptet anzusprecherr. Am Rentenmarkt waren deutsche Anleihen ziemlich unverändert, späte Reichsschuld- buchforderunaen wurden zu 78,65 Prozent gehandelt. Stahlverein-Bonds gaben nunmehr auch den Rest des Gewinns von heute mittag wieder her und wurden mit 59,50 Prozent notiert. A. a. wurden sestgestellt: Reubesih 11,13, Altbesih 77,38, Reichsbahn-VA. 99,65, Reichsbank 151,25, Buderus 71,50, Gelsenkirchen 62,50, Harpener 99,50 Rheinstahl 90,25, Stahlverein 37, AEG. 21,50* Dekula 108,50, Scheideanstalt 171,50, 3G.°Farben ' 130,65 bis 130,50, Gesfürel 80, Holzmann 52, Siemens 154,50, Hapag 14,25. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbanküiskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H. 5ron((uri a. Ul. Berlin Schluß- kurS Schlußk. Silbe no, bifrfc Schluß- kurS Schlußk. Millag- Dalum 31./. | 1.8. 31.?. 1 -8. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1921 83,25 83 83 83 95 6% ehern.7% Dl.ReichsanI. b. 1929 98 98,13 98,13 98,4 82,4 77.4 6/2% Doung-Anleihe von 1930 .. 82,35 82,75 82 Deutsche ?lnl.-Ab lös.-Schuld mli AuSlos.-Rechten ............ 77,65 77,4 77,7 DcSgl. ohne Auslos.-Rechle...... 11,05 11,13 11,05 11,13 6% ehem. 8% Hess. Volksstaat 1929 lrückzahlb. 102%)............ Oberhessen Provinz-Anleihe mii 75,65 75 76 74,75 Auslos.-Rechten ............ — _ 6% Hess. Landesbank Darmstadl Gold R. 12........... 6/.% Hess. Landes Hypothekenbank Darmstadt Ligui...... 81 85 81 85 80,25 81 Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Serlel mit AuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl 69,25 68,75 69,75 69 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 82 82,25 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Ban! Goldpse. 16 unkündbar biS 1936 82 82,25 v'/,% ehem. 4/i% Franks. Hyp. Bank-Llqu.-Psandbriese ..... 85,5 85,13 6/1% ehem. 4/i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ... 86,25 85,75 — 6% ehem. 8% Pr. Landeöpsand brtesanstalt, Pfandbriese R. 19 85 85 84 5 6% ehern. 7% Pr. Landes Pfand briesanNalk, Pfandbriefe R. IC 85 85 85,75 Verrechnungskurs ........ 86 86 86 86 4% Oesterretchische Goldrente... 11,5 11,5 _ 4,20% Oesterretchische Siiberrente — 1,05 1 4% Ungarische Goldrenle ....... 5,1 4,75 4% Ungarische Staotorenle v. 1910 4,75 4,25 — 4%% dcSgl. von 1913........ — 4,5 4,55 4,9 6% abgesi. Goldmexikaner von 99 7,25 7 4% Türkilche Zollaulcihe von 1911 5,05 5,1 5 5,1 4% Türkische Aagda0bat)u-Anleih^ Gerte 1 .......-..... 4,9 4,95 — Franksurl a.M. Berlin Echluß- kurS Schluß!. Abend- börse Schluß- kurS Schlußk. mittag» börse Dalum 31.7- 1.8. 31.7. 1.8. 4% desgl. Serie II ............ 5,05 4,25 8,25 3,9 24 13 14,5 15,13 48,5 88,5 49,75 54,5 45,25 152,25 21 86 98,5 48 81 86,5 101,5 154 124 73 111,5 63 102,5 109.5 59 62,5 5,15 4,1 8,25 3,9 24,13 14,25 15 47,75 88 49,75 54,75 45,25 151,25 21,5 84,25 98,5 46,75 80 102,25 154,5 124 71,5 111 62,5 99,5 108,5 57.5 62 4,95 8,05 3,9 23,75 14,4 19 15,13 48,25 88 . 50 55 45,25 152,25 21,5 85 98,5 48 81 102,25 154 124 73,5 111.9 63,5 102,25 63,13 110,5 59 62,9 5J 14,25 19 15 48 87,5 50 54,75 45,25 151,4 21,5 98,75 47 79,75 101,65 154,5 71,25 111 63 100 62 108,5 57,5 62 5% Rumän. vereinh. Rente b. 1903 4tz%Rumän.vereinh.Renteb.l913 4% Rumänische bereinh. Rente .. 3%% Anatolier .............. Hambmg-Amerika-Paket .....o Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff...........o Norddeutscher Lloyd .........o A.K. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 Commerz- und Prlvat-Bank... o Deutsche Bank und Disronto- Gesellschaft................o Dresdner Bank..............o Reichsbank .................j A.E.G....................... Elektr. Lieferungsgesellschaft ... t Licht und Kraft .............e Selten & Guilleaume ........0 Gesellschaft für Elektrische Unter. nehmungen................ Rheinische Elektrizität ........b Echuckert «Co..............0 Siemens & Halske...........< LahmeyerLCo..............10 Buderus ..................., Deutsche Erdöl .............4 Gelsenkirchener..............0 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuesten.. 0 Ilse Bergbau ...............7 Ohe Bergbau Genülse........7 Klöcknerwerke .............. 0 Mlmneömanu-Mhren 0 Frankfurt a. M. .Serlln Schluß- kurS Schlußk. Abend- börse Schluß- kurS Schlußk. Dl i nag» börse Dalum 31.7- L8. 31.7. 1.8. Mansfelder Bergbau........ 0 27,5 27,25 27,75 27 Kokswerte ................. c — 79,9 79,9 Phonlr Bergbau............ c 37,5 36,75 37,5 36,75 Rheinische Braunkohlen ..... 10 206 204,75 205.75 206 Rhelnstahl............... 0 90,5 90,25 90,25 90,4 Bereinigte Stahlwerke....... 0 37,75 37 37,75 37,4 Otavi Minen .............. 0 14 13,75 14 Kaliwerke Aschersleben........ 6 123 121,75 124,5 122 Kaliwerke Westeregeln........ 6 127 124 128 123,5 Kaliwerke Salzdetfurth....... 9 172 171 171 I ®. Farben-Industrie....... 131,9 130,5 132 130,9 Scheideanstalt............... 10 — 171,5 Goldschmidt ................ 0 48 47,5 48.5 _ Rütgerswerke............... 0 58,25 58 58,65 58,5 Metallgelellschaft............ ( 50,75 50,25 50,25 Philtov Holzmann........... Zementwerk Heidelberg ...... 0 51,5 52 61 52,5 4 81,75 81,75 Cemenlwerk Karlstadt......... 0 - - — Schultheis Payenhofer........ 0 — _ 117,5 117,13 Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0 34 33,75 33,75 33,75 Bemberg................... 0 50 49,5 50 49 Zellstofl Waldhos ............ 0 41,5 41,5 41,5 41,5 Zellstoff Aschaffenburg ....... 0 22 21,75 23 Dessauer GaS ............... 7 —- — 116 116,5 28,5 42,5 35 Daimler Motoren............ 0 29,5 28,5 29,25 Deutsche Linoleum .......... 0 43 42,65 43,5 Orenstein L koppel .......... 0 35,65 Leonhard Tietz.............. 6 16 15,5 16 15.5 Chade...................... 12 161,5 160,5 161 160,5 Grihner...... ............ Mamkraftwerke Höchst a.M. .. ; 20,4 63 63,75 20,75! 22 Süddeutscher Zuck« ......... 8| 154,5 162,75, 1547s! 152 Deoifcnmarfl Berlin — Frankfurt a. M. 31 -Zull 1-August Amtliche Seid Notierung Sric Amtliche Notierung Geld | Ariet Helslngsora. 6,164 6,176 6,164 6.176 Wien...... 46,95 47,05 46,95 47,05 Brog...... Budapest ... 12,42 12,44 12,42 12,44 Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,43 169,77 169,63 169,97 Oslo...... 70,27 70,41 70,28 70,42 Kopenhagen. 62,49 62,61 62,49 62,61 Stockholm... 72,18 72,32 72,18 72,32 London ..... 13,98 14,02 13,98 14,02 Buenos Airee 0,928 0,932 0,928 0,932 Neu York .... 3,027 3,033 3,147 3.153 Brüssel..... 58,50 58,62 58,59 58,71 Italien..... 22,14 22,18 22,16 22,20 Paris..... 16,42 16,46 16,43 16,47 Schweiz... 81,17 81,33 81,24 81,40 Spanien.... 34,96 35,04 34,96 35,04 Danzig.... 81,57 81,73 81,62 81,78 Japan...... 0,864 0,866 0,864 0,866 Rio de Ian. 0,234 0,236 0,239 0,241 Iugollawien Lissabon.... 5,195 12,71 5,205 12,73 5,195 12,71 5,205 12,73 Banknoten. Berlin, 1 .August Geld »rief ' Amerikantlche Noten..... 3,1 3,12 Belgische Noten.................. 58,43 58,67 Dänische Noten .............. 62,23 62,47 Englische Noten ................. 13,94 14,00 Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. 16,39 169.21 22,04 70,11 16,45 169,89 22,12 70,39 Deutsch Oesterreich, 1 1OO Schilling Rumänische Noten............ Schwedische Noten............... 72.01 Schweizer Noten................. Spanische Noten................. 81,06 34,83 8b38 34^97 Ungarische No«................