Äs ."»«iSy «on’"n »i 'fr wt ^olkswut (FiM^f,hqQUPr 1 auch naA^mft ? in ifl® hin *&.* ÄZ"b-" t ^'N8°uer7."°"8e. ' gehängt ,Messer. 1 die unrüL.^n'7 aasten. 2)ie q15 ^n- n-nente Ä; Wer wuÄnye Tagesordnung wurde an trog der NLLAP i-nommen, in dem Reiche «Ptenger das Ehren, erurjcl verliehen wurde. tn, einen Teil der Mg. 9 einzelner Abteilungen 1 letzen, sondern habe in lähig Feierschichten ringe- ■ habe kaum Möglichkeiten, schassen. Immerhin h<ü>e n Jahres etwa 503 Mann elfe Absatz liege im neuen »er dem des Vorjahres, lenk darüber. Der Haue- letjten Zeit infolge der lanöcs etwas jurüdge« !bnis liege öcshaL bis» rjahr. Sie Verwaltung sabsoH im ganzen ont» Da Tvrsiand und *1»V usene GesWtsjahr aus ihrer vertragsmäßigen v, wurde beschlossen, die ersparte Summe mit dem 50)0 Mk. als freiwillige ing der nationalen Arbeit bölsekaiimbehauptet l.Aug. Die AbenWrse illem Geschäst, zumal die andsbörsen nicht dazu an» rnehmungslusi zu beleben z gegen berliner Echlusi sie etwas unter Mittags' »rlause neigten die Kurse mche und die Al gemem» kt waren deutsche An nbcrt, späte WM* zu 78,65 Prozent ge- onds gaben nunmehr auch von h-ute mittag ■ 50 Prozent notiert U. a. Mit 1113, Altbesih77A 180, $)olimann 52, &e Geld E B »a Aranksvrt a.M. "i bäugufl 58.67 62,47 14-W 16, 169,86 22-'Z 70,35 72-$ 8L$ 34,83 72,29 81,38 34^ 46,95 12,42 "g «■’ I itTT ,05 ,44 ,053 1,77 J.41 2,61 2,32 4,02 1,932 1,033 18,62 12,18 6,46 11,33 15,04 11,73 >,866 1,236 >,20 12,73 knoten- Nr. 178 Erster Blatt 185. Jahrgang Mittwoch, 2. August 1955 Erscheine tägltd), auh« Sonntags und Feiertag» Beilagen; Die Illustriert« (Lietzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monat,-Bezvgrpretr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . . -.25 uch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, ljernsprechuinschlüsse antet Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Giehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnirk tinö Verlag: Vrühl'sche Untverstlälr-vuch- und Steinöruderel R. Lange in Stehen. Schriftlettung und Geschäftrftelle: Schulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Rerchspfennig, Platzvorschrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyrrot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfür denAn- zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. Oie Soldaten der Rachiwache. Don Waldemar Bonsels. Rembrandts, des großen niederdeutschen Malers „Nachtwache", das ewige Bild der aus der Dunkel- heit in den Morgen aufbrechenden gewappneten Männer, liegt vor mir. Die großen Meisterwerke der Menschheitsgeschichte haben, weit über ihre Gestalt gewordene Wahrheit prophetisch ist and immer wieder wird die Weltenstunde schlagen, in der die verkündende Allmacht ihrer Bedeutung zum Sinn- bild des Gegenwärtigen wird. In der für uns über- sehbaren Spanne der Weltgeschichte ändern sich das Wesen und die Menschen und seine Schicksale nicht. Die Männer des Bildes treten, vom hereinbrechenden Morgenlicht noch ungewiß angeleuchtet, aus der Finsternis des nächtlichen Hintergrundes her- vor, die Führer und ihr Gefolge. Mit einer nie- mals aussprechbaren Verschmelzung von Entschloß senheit und Melancholie werden herrischer Wille zur Wehr, Kraft, Glaube und Schicksal in diesen Ge- Italien offenbar. Wer zu schauen vermag, erlebt in dieser Darstellung sein menschliches Eigen-Schicksal und das Schicksal der echten Gemeinschaft, im Hoheitszeichen des Aufbruchs aus der Nacht. Eine Standarte wird gehalten, der Fall des Tuchs vom hoch vorgereckten Mast her überschattet und überlichtet zugleich den Trupp dieser Vielgestaltigen. An der Spitze der dunklen Fahne funkelt Der Morgen in den Farben des Ausstands, als glitte von oben her ein Lichtstrahl an ihr nieder, und wunderbar entfaltet dieser Glanz das Geben in den Angesichtern der Vordrängenden, vom Führer über den Trommler hin bis zum Tier. Es fehlt kein Zug der menschlichen Beschaffenheit und Ergriffenheit in den Gesichtern, kein Anhauch des Seelischen vom höchsten Glauben bis zur Not des Zweiflers, von kecker Herausforderung bis zur wei- fen Bedachtheit. Aber der gefaßte Wille zu Tat, Kampf und Bestand strömt mit allen aus der finkenden Dunkelheit in die hereinbrechende Helligkeit, und über jedes Ermessen hinaus blüht das schwermütige Geheimnis auf, als bräche das einfallende Licht nicht von außen her auf die Gestalten, sonb°rn aus den Seelen und Stirnen hervor. Dieses Meisterwerk der Kunst ist mir in immer mehr verstärkter Inbrunst zum Sinnbild der Gestalten geworden, die heute im Aufbruch aus der Nacht der deutschen Verschüttung führend in einen neuen Morgen ausgebrochen sind. Keines der dargetanen inneren Gesichter, das fehlte, keine Haltung, die nicht deutlich und deutbar Gestalt würde, das S ch i ck f a l g e b u n d e n e der Berufenen zwischen Licht und Finsternis wird deutlich in der heimlichen Sturmgewißheit der Not, der Widersacher, des endlichen Triumphs. Ich möchte, man verstände den hohen Geist dieses Bildwerks als gegenwärtigen Zustand der Männer, die um Deutschland kämpfen. Ich suche keine engpolitische Ausdeutung und übersehe weder Fehler noch Mißgriffe im Tal der Auswirkung, sondern ich sehe den Widerschein des reinen Willens, eine Aufklärung der seelischen Zustände, als seien sie schon Geschichte, und .ehe die historische Bedeutsamkeit als eine helle Fackel der Hoffnung. Es ist nicht unseres Amtes, die Elemente von Mein und Dein, von Politik und Wirtschaft in das Erschaute einzubeziehen, das unsere Zustimmung und unseren Glauben heroorruft. Heute begreift man, daß in Deutschland nicht eine Partei den Triumph ihrer engen Inter- essengemeinschaft festigt, sondern daß tief aus den Wesensgründen eines geknechteten und verstoßenen Volkes derWillezu Frei!) eit. Würde und Unabhängigkeit aufflammt. Was solch ein Wille mit sich bringt, soll unser Schicksal sein Aber das für die Welt und für viele Deutsche noch Unverständliche ist die religiöse Tatsache, daß diese Umgestaltung sich nicht von außen nach innen, sondern von innen nach außen vollzogen hat. Man täusche sich nicht, diese Regierung ist auch durch fremd st aatliche Ungunst nicht zu stürzen, ohne daß Deutschland mit stürzt. Ich will das Chaos nicht ausmalen, das unser Vaterland bis in die Grundfesten zerstörte, wenn es nach einem dunklen Schicksalsbescbluß geschähe. Wer heute über Mißgunst ober Mißstand klagt, hätte nicht einmal mehr dazu Gelegenheit. Nur der opferbereite und zustimmende Willenszusammenschluß wird die Gemüter zu einem freien Staatsbürger- tum aufrichten. Seit dem großen Krieg, dessen Helden in unseren Tagen auserstanden sind, und längst vor ihm, ist der Versuch eines Aufbaus von außen nach innen gemacht worden. Der Weltkrieg und seine Folgezeit reden eine furchtbare Sprache. Es geht nur von innen nach außen, das ist wesentlich der erhebende und erschütternde Tatvorgang, in dem wir, noch zwischen Tag und Nacht gestellt, ringen. Die Gemeinsamkeit der deutschen Menschen zu einheitlich zusammengeschlossener Wirkung um des Reiches willen ist durch die Auflösung der Parteien nicht beeinträchtigt, sondern auf neuer Grundlage gewährleistet. Was über Machtgelüste der Zurückgetretenen hinaus Liebe zu Deutschland gewesen ist, kann nicht ausgeschaltet sein. Daß die Kirche aus der Politik verdrängt worden ist, bedeutet, groß und völker- geschichtlich gesehen, keinen Eingriff in die Interessengemeinschaft einer Partei, sondern die Befreiung und Säuberung der Kirche von weltlichen Interessen. Wenn Hegel sagt, er könne sich sehr wohl einen moralischen Politiker, keinesfalls aber einen politischen Moralisten denken, so trifft das Wort des großen deutschen Denkers dieses Problem, tief im Bewußtsein aller wahrhaft religiösen Menschen, zu aufstrahlender Klarheit mitten ins Herz. folgschaft hinaus aufstrahlt: AdolfHitlerwird von.Deutschland geliebt! Irre ich mich, wie es menschlich ist, auf den ungewissen Pfaden von Einsicht und Urteil, hierin irre ich mich nicht. Ist aber Wahrheit in diesem Glauben, so ist der Ausbruch der Soldaten der Nachtwache die Schicksals st unde des deutschen Volkes gewesen, und im Herzen der Bewegung waltet Gott. Und um ein Wort über Adolf Hitler selbst zu sagen. Sein grober und mutiger Weg ist der Welt bekannt, lieber ein Meer von Anfeindung und Ver- dächtigung wuchs sein Bild langsam in die Hochebene der Anerkennung empor, die sich zu Bewunderung seiner Persönlichkeit steigerte. Aber jetzt ist, trotz des harten Kampfes und einer umgebenden Welt von Widersachern, etwas ganz anderes eingetreten, das weit über die Grenzen feiner ersten Ge- Äfler»räfibent Göindös über seine politit Erneutes Bekenntnis zur Forderung der Revision des Friedensdiktats und zur vollen Gleichberechtigung. Budapest, 1. 2Iug. (WTD.) Ministerpräsident Gömbös sprach heute abend im Rundfunk über seine nunmehr zehn Monate währende Rcgierungstätigkeit. Sowohl auf außenpolitischem, wie innenpolitischem, wie schließlich auch auf wirtschaftlichem Gebiet seien seine Bemühungen von Erfolg begleitet gewesen. Das ungarische Problem fei in den Vordergrund der europäischen Fragen getreten. Auf dem vom Grafen Veth len unb Grafen fta- r 0 Iyi eingeschlagenen Dege roanbclnb sei die ungarische Ration dazu gelangt, daß sie nicht mehr ein verbanntes, unbedeutendes und nicht der Beobachtung wertes Mitglied des europäischen Konzerts sei. sondern ein gewichtiger Faktor der europäischen Politik. Seine Freundschaft werde auch von den mächtigsten Rationen Europas gewertet. Die wiederholten Reisen nach Rom, Berlin und Wien hätten nicht nur wertvolle wirtschaftliche Berbindungen für den Absatz der Produkte der ungarischen Arbeit gebracht, sondern auch wertvolleStühpunktefür die Außenpolitik des Landes. Die Forderung nach Gerechtigkeit für Ungarn klinge immer kräftiger und häufiger in der öffentlichen Meinung der großen westeuropäischen Rationen. Das Ziel der ungarischen Außenpolitik bleibe für absehbare Zeit, solange die an Ungarn begangene historische Ungerechtigkeit nicht gutgemacht werde, die Abschaffung dieser Ungerechtigkeit, die Gleichberechtigung und die Revision. Die ungarische Nation stehe in dieser Frage nicht allein, sie wisse mächtige Mithel- fer an ihrer Seite. Die welthistorische Rolle, die Mussolini in den Bemühungen um die Schaffung des europäischen Friedens spielt, so führte der Redner aus, wird nicht nur von der Geschichte gewürdigt werden, sondern sie findet ihre Würdigung schon bei den Zeitgenossen. Die Ungarn können nur ft 0 l 3 darauf sein, daß sie Italiens Mitarbeiter bei diesem grandiosen geschichtlichen Werk fein können. Das innige und vertrauensvolle Verhältnis zu Oesterreich, welches wir schaffen konnten, und defsen heilsame Ergebnisse sowohl auf wirtschaftlichem wie auf politischem Gebiet bereits so offenkundig in die Erscheinung treten, beabsichtige ich in der Folgezeit noch zu vertiefen. Diese beiden Länder Mitteleuropas, die eine große Vergangenheit und ein gemeinsames Schicksal haben, werden damit tatsächlich zu jenem Faktor gemacht werden, der ihnen ihre geographische und ethnographische Schlüsselstellung sichert. 3n diesem Bestreben verlieren wir jedoch auch jene großen Interessen nicht aus dem Auge, die uns an Deutschland knüpfen und die uns oorschreiben, daß wir auch mit diesem mächtigen Reich die Zusammenarbeit besonders auf wirtschaftlichem Gebiete hegen und pflegen. Diese außenpolitische Zielsetzung braucht uns nicht im geringsten daran zu hindern, unser_Verhältnis auch zu den übrigen Nachbarn, den Staaten der Kleinen Entente, im Zeichen des Friedens, des Verständnisses und der gegenseitigen Achtung der Interessen zu regeln. Die Vorbedingung dieser Regelung ist jedoch, daß die volle nationale Gleichberechtigung Ungarns restlos anerkannt wirb. Korruption beim Rundfunk aufgedeckt. Oie ersten Ergebniffe der Sichtung in Leipzig. Berlin, 1. Aug. (ERB.) 3n der Reichs- rundf unkgesellschaf t wurden wegen der zum Teil übermäßig hohen Gehälter der bisherigen Abteilungsleiter, sowie wegen der fachlichen älngeeignetheit und politischen Llnzu- verlässigkeit auf Grund des Derufsbeamtengesetzes zahlreiche l e i t e n d e A n g e st e l l t e heute frist- los entlassen. Don den leitenden Angestellten wurden Ministerialrat G i e s e ck e, Intendant Christean, Oberregierungsrat a. D- Dr. Carstensen, Dr. Duske, Dr. Mueller, Dr. Walter B 0 g e l s a n g entlassen. Die von der Kündigung .Betroffenen erhalten noch für drei Monate ihre Bezüge; die zum Teil noch mehrere Jahre laufenden Derträge werden damit hinfällig. Soweit an die Betroffenen schon über die gesetzmäßige Frist Beträge gezahlt worden sind, müssen die zuviel gezahlten Beträge zurück- gezahlt werden. Die Größen des früheren Systems, besonders Dr. Magnus, der einstige Direktor der Reichsrundfunkgesellschaft; Dr. Flesch, der frühere Direktor der Berliner Funkstunde; und Alfred Braun werden also zur Rechenschaft gezogen. Im Berliner Funkhaus werden gegen eine Million Mark eingespart werden. 3m Anschluß an diesen Abbau ist es gelungen, in dem Zimmer eines bisherigen Direktors ein Geheimfach zu entdecken, in dem außerordentlich wichtiges belastendes Material für die korrupte Geschäftsführung des alten System-Rundfunks und seines Direktors Dr. Magnus gefunden wurde. Dr. Magnus, der schon in Zusammenhang mit der Knöpke- Affäre des öfteren genannt wurde, ist schon nach flüchtiger Lieberprüfung des gefundenen Materials als auf das schwerste belastet anzusehen. Sobald die Sichtung des umfangreichen Materials abgeschlossen ist, wird die Oefscntlich- keil eingehend über diefe neueste sensationelle Korruptionsaffäre im deutschen Rundfunk unterrichtet werden. Korruptions-Einzelheiten aus Leipzig. Berlin, l.Aug. (TU.) Schon das bisher vorliegende Material läßt auf eine unverantwortliche Geschäftsführung der Reichsrundsunk- gesellschaft, der Dachgesellschaft der Deutschen Rundfunkgesellschaften schließen Dr. Magnus ist ebenso wie sein soeben entlassener einstiger Mitdirektor, Ministerialrat a. D. G i e s c ck e. voll verantwortlich für die Berwirtschaftung öffentlicher Gelder bei den einzelnen Sendegesellschaf- ten und für die Duldung von persönlichen geschäftlichen D 0 r t e i l c n, die sich die leitenden Angestellten in kaufmännischen ilntcr- nehmungen innerhalb und außerhalb ihrer eigentlichen Geschäftsbereiche mit großer Routine zu verschaffen verstanden. Für diese Behauptung liegen schlagende Beweise in dem soeben abgeschlossenen Äntersuchungsmaterial des Mitteldeutschen Rundfunks (Mirag, Leipzig) vor. So wurde die geradezu ungeheuerliche Tatsache von den Berliner verantwortlichen Stellen entdeckt, daß die leitenden Angestellten der Mirag in eine Lebensversicherung eingekauft waren, deren Prämienkosten zur hülste die Gesellschaft trug. Auf diese Weise waren von den jetzt entlassenen Leitern der Mirag der Intendant Professor Dr. N e u b e ck, fein kaufmännischer Direktor Kolk unb Dr. Jäger mit je 50 000 Mark, ein vierter leitender Angestellter mit 30 000 Mark unb ber Prokurist Raebel mit 20 000 Mark versichert. Natürlich galten diese Lebensversicherungen, bie aus Kosten ber Gesellschaft abgeschlossen mürben, nur für leitenbe Angestellte. Bei dieser Art ber einseitigen Geschäfts- rnacherei enthüllt sich mit zynischer Offenheit ber Mangel an sozialem Verständnis den mittleren und kleineren Angestellten gegenüber. Man könnte sich fragen, wie es möglich war, baß dieses korrupte Verhalten ber leitenden Herren ber Mirag von ben verantwortlichen Berliner Stellen nicht verhinbert würbe. Die Antwort ist klar, wenn man erfährt, daß sich dec frühere Direktor der Reichs-Rundfunkgesellschaft Dr. Magnus und Ministerialrat G i e f e ck e sowie der ehemalige Rundfunkkommissar Staatssekretär Dr. Bredow als Aufsichtsratsmitglied der Mirag auf Kosten dieser Gesellschaft in einer kollektiven Unfallversiche- rung haben versichern lassen, obwohl sie gar nicht in Leipzig, sondern in Berlin wohnten. Rur so war es auch möglich, daß die Mirag im 3ahre 1932 ihrem einstigen kaufmännischen Direktor Dr. Jäger zur Bezahlung einer Steuer st rase ein Darlehen von 38000 Mark gewähren konnte. Aber auch sonst verstanden es die leitenden Angestellten der Mirag, sich auf Kosten der Gesellichast mit den Hörergeldern reichlich Sondervorteile zu verschaffen. Dies geschah u. a. auf Konto Repräsentationsspesen, woraus von den beiden Geschäftsführern Professor Reubeck und Dr. Kohl erhebliche Summen für die Bewirtung von Geschäftsfreunden und Künstlern liquidiert wurden. Als typische Beispiele unter Hunderten ähnlicher Posten seien aus den letzten drei Jahren folgende Repräsentationsausgaben bezeichnet: 3. Januar 1930 Teilnahme an einer Silvesterfeier im „Kaiserhof" 288 Mk., 17. Januar 1930 Teilnahme an einer Künstler-Redoute 270 Mk., 21. Januar 1930 Essen mit dem Rundfunktenor Baumann 200 Mk., 10. Dezember 1930 Teilnahme am Funkball 310 Mk., 4. März 1930 Essen mit Dr. Magnus und Ministerialrat Giesecke 132 Mk., 15. April 1930 Essen mit Staatssekretär Bredow (8 Personen) 590 Mk., 14. Juni 1930 Essen im Kurrestaurant Bad Lauchstädt 1000 Mk., 22. Oktober 1930 Rechnung Stadtküche Leipzig 1000 Mk. Lin besonderes Kapitel bei der Mirag sind ferner die sog. Reiseliguidationen und Fahrt- auslagen. Die Ausnutzung dieser Konten geschah jahrelang in einer Form, die für die Herren Dr. Kohl und Reubeck ganz zweifellos zusätzliches Einkommen bedeutete. Verausgabt wurden für dienstliche Reisen 1930: 48 678 RM., 1931: 46 351 RM 1932: 20 211 RM. Es war keine Seltenheit, baß Professor Reubeck unb Dr. Kohl in einem einzigen Fall allein an Tagegeldern über 1000 RM. liquidierten. Eine Nachprüfung des Kontos Reisekosten aus bem Jahre 1930 läßt gleichzeitig erkennen, daß Professor Neubeck höchstens zehn Tage in Leipzig anwesend war, was sich naturgemäß für ben ganzen Geschäftsbetrieb ungünstig auswirken mußte. Es handelt sich um eine Berwirtschaftung öffentlicher Gelder in geradezu groteskem Ausmaße. Mit den Reisekosten wurden auch sehr häufig R c > Präsentationskosten sehr großen Umfangs verbunden. Ein typisches Beispiel hierfür sind bie sog. „oolkskunblichen" Reisen mit den Mitgliedern des Kulturbeirats. Allen diesen Reisen gemeinsam war der Umstand, daß die Teilnehmer auf kosten der Gesellschaft verpflegt und beherbergt wurden, trotzdem sie außer allen Fahrt- und sonstigen Aus aller Welt Flensburg, l.Aug. ££AI.) Das P bureau der Regierung in Schleswig teilt Presse. Ruf Coney Island, dem bekannten Seebad 1 Verantwortlich für Politik: I.S.: Ernst Blumschein. Wesenheit ihrer Eltern mit einer Schußwaffe. Das Mädchen zielte auf den Bruder und drückte den Weisung der 46 Kommunisten tn ein Konzen, trationslager angeordnet. Personenschmuggel der SPD. entdeckt. Unbefugte Verbreitung von SS-Zivilabzeichen. Eine Stuttgarter Firma fertigt unrechtmäßiger- weise SS. .Zivilabzeichen an und verbreitet sie an Wiedervcrkäufer in ganz Deutsch, land. Die Bayerische Politische Polizei weist nach, drücklichst darauf hin, daß der Berkaus und der Erwerb derartiger nicht von der Reichsführung der SS. verliehener und ausgegebener Abzeichen verboten ist. Zuwiderhandlungen haben unnachsichtlich polizeiliches Einschreiten auf Grund des Gesetzes zum Schuhe der nationalen Symbole zur Folge. Ehrung für Llly Beinhorn. Auf dem Bankett, das der Aeroklub in Berlin zu Ehren der erfolgreichen Afrikafliegerin Elly Beinhorn veranstaltete, wurde ihr für ihre hervorragenden fliegerischen Leistungen die Ehrenmitgliedschaft des Aeroklubs verliehen. Reichsbahn-Flugzeug Berlin—Königsberg. Alm die Verzögerung des Schnellfracht- und Postdienstes zwischen Berlin und Königsberg, die infolge des Ausfalles des Nachtschnellzugpaares eingetreten war, zu beheben, hat sich die Reichsbahn entschlossen, ein Flugzeug für d i e Schnellfracht- und Postbeförderung auf der genannten Strecke einzusehen. Bei den Dornierwerken in Friedrichshafen ist ein zweimotoriges Frachtflugzeug in Auftrag gegeben worden, das ein Tragvermögen von 2000 Kilogramm Nutzlast und eine Reisegeschwindigkeit von 203 Stundenkilometer haben soll. Mit der Aufnahme des Flugzeugdienstes ist für November zu rechnen. Dies ist der erste Fall, daß die Reichsbahn sich für die Fracht- und Postbeförderung eines Flugzeuges bedient. Probefahrt des neuen hapag-TNotorschiffes „(EotbiUera“. Das neue, auf der Werft von Blohm & Voh in Hamburg für die Hamburg-Amerika-Linie erbaute Passagier- und Frachtmotorschiff „C o r- dilIera" hat seine Probefahrt zur vollen Zufriedenheit beendet, so daß der Neubau von der Hamburg-Amerika-Linie übernommen wurde. Die „Cordillera" ist wie ihr Schwesternschiff, die vor einigen Monaten in Dienst gestellte „Caribia", ein Doppelschraubenmotorschiff von ettoa 12 030 Bruttoregistertonnen. Seinen Antrieb erhält das Schiff durch zwei achtzylindrige, kompressorlose, doppeltwirkende Zweitakt-Dieselmotoren, die zusammen 11 030 PS leisten und dem Schiff eine Geschwindigkeit von 17 Seemeilen geben. Die Besatzung besteht aus etwa 190 Mann. Gleich ihrem Schwesternschiff „Caribia" ist auch die „Cordillera" für den Passagier- und Frachtdienst nach Barbados, Trinidad. Venezuela, Columbien und der Ostküste Mittelamerikas bestimmt. Gemeiner Ueberfall auf einen SA.-Mann. Der SA.-Mann P o 11 h o f f wurde, laut „Volksparole" in Düsseldorf auf einer Dienstfahrt mit dem Fahrrad überfallen. Auf der Prinz- warfen drei Kommunisten dem SA.-Mann einen Knüppel in die Fahrradspeichen so. daß er zu Fall kam. Er raffte sich aber sofort wieder auf und setzte sich zur Wehr. Als ihm die Angreifer mit einem nassen Sandsack über öen Kopf schlugen, sank Potthoff bewußtlos zu Boden. Er muhte ins Krankenhaus geschafft werden, wo man eine Gehirnerschütterung fest- stellte. Die Täter konnten im Dunkel der Nacht unerkannt entkommen. Massencrkrankungen nach dem Genuß von Speiseeis. In der holländischen Ortschaft Winsum (Provinz Groningen) sind 250 Personen nach dem Genuß von Speiseeis mehr oder weniger ernstlich t-r ; Von manchen Familien sind vier und fünf Mitglieder erkrankt. Die Aerzte haben bei einigen Patienten Typhus festgestellt. Den Bruder beim Spiel erschossen. In Schadewalde bei Marklissa (Nieder-Schlesien) spalten der 15jährige Sohn und die 13jährige Doch, ter des Rittergutsbesitzers o. Z a st r o w in Ab- Tribünen-Linstürze in Paris und Reuyork. Gegen Schluß der Abendvorstellung eines großen Zirkus vor den Toren von Paris stürzte der Holzboden einer Tribüne ein. 27 Tribünenbesucher wurden in die Tiefe gerissen und verletzt. rere iö ’-lsropaganba- Deren Leiter ebenfalls am Die künftige Kriegsopfer- Versorgung. Dortmund. 30.3uti. (CDD., Die größte ? V *-6 sopfertagUng, die bisher im Reiche stattgefunden hat, war die heute unter der neuen öuijrung stehende Tagung von etwa 100 000 XCft2>C-lltJ$cn Kriegsbeschädigten. Von Reichskanzler Adolf Hitler war ein De- grußungstelegramm eingetroffen. Der Reichs- uhrer der deutschen Kriegsopfer, Hans Ober- linöober, erklärte in einer Ansprache, daß 00s ko " m e n d e deutsche Kriegsopfer- ™Ä/?ie Verpflichtung für die gesamte deutsche Wirtschaft enthalten wird, nicht zu ruhen bis r letzte Soldat, ob er beschädigt ist oder orV 1V 1 Arbeitsstätte den Adel der Arbeit genießen kann. Wir werden unseren Führer Adolf Hitler bitten, eine An- orbnung zu erlassen, wonach sämtliche Aufträge der öffentlichen Hand nur mehr an solche Jeeben werden dürfen, die über das Mah des Durchschnittes hinaus Ä o- * x ° rU1lb Frontsoldaten beschäftigen. Auch der Sehnsucht, ein Stück Landein ® *Ö en zu wissen, die in manchem Frontsoldaten lebendig wolle die Regierung durch ein großes Siedlungsgeseh eine befriohi« genöe Lösung schaffen. Der deutsche Soldat fei ö_er erste Burger seines Volkes. Der Reichs- uhrer erklärte zum Schluß, daß er in der Kn^egsopferverfergung weder den Klassenkampf noch den Standesdünkel dulden werde. Er schloß mit ei™™ Bekenntnis zu Adolf Hitler. D 1 ncm Die Finanzlage Heftens am 1. Znli. VZSR. Darmstadt, 1. Aug. Der amtliche Monatsausweis über die Einnahmen und Au « beudes Landes Hessen für den verzeichnet im Oröent- ll Haushalt für das Rechnungsjahr 1933 fol° flenöe Fahlen: Einnahmen feit Beginn des ^nung?JaM 13 581 000 Mk., und zwar nach ^.eberweisung von 2 830 000 Mk. an die ©emein- noch 10 905 000 Mk. aus Reichs- und Lan- ^ssteuern, aus der Rechtspflege 467 000 Mk., aus Ä JSk ^ssenschaft^ Kunst und Kirchen 9 R7?nnn ^faUdr^c.r übrigen Landesverwaltung 2 575 000 Mk. Bei den Aleberschüsfen der Betriebe und Alnternehmungen ist noch ein Ausstand von 382 000 Mk. Krönet. ® tag 1. Juli 1933, betragen die G e s om t a u s - gaben 17638000 Mk., und zwar 2858000 Mk für allgemeine innere Verwaltung (einschließlich Polizei). 1 587 000 Mk. für Rechtspflege 52000 Mark für Verkehrswesen, 5 982 000 Mk Mr U. wflen, Wissenschaft, Kunst und Kirche, 647 000 Mark für soziale Maßnahmen und Gesundbeits- wefen, und 717 000 Mk. für Schuldendienst 3 846 000 Ml. für Ruhegehälter und 1 979 000 Mk für sonstige Ausgaben. 3m Außerordentlichen Haushalt sind am gleichen Tag 16 000 Mk Einnahmen und 99 000 Mk. Ausgaben (darunter 30 000 Mk. für Landeskultur- und Landwirtschaft- liche Siedlung, 14 000 Mk. für Wohnungswesen 25 000 Mk. für sonstige Ausgaben der Hoheit^ Verwaltungen, und 30 000 Mk. für Neuinvestierungen für Betriebe) verzeichnet. Auslagen Tagegelder von 40 bks 50 RM. pro lag erhielten. Mit diesen Enthüllungen über den Leipziger Korruptionsskandal ist erst ein verschwindend kleiner Teil aus dem Korruptionssumpf des deutschen Rundfunks des Novembersystems aufgedeckt. Mit weiteren Enthüllungen iß in den nächsten Tagen zu rechnen. Jetzt erst wird der deutschen Öffentlichkeit klar werden, wie notwendig die vom Reichsminister für Volksaufklärung und Propa- aanda angeordnete und mit aller Energie durchgeführte Säuberungsaktion des deutschen Rundfunks, der nun endlich ein deutfch-r und nationalsozialistischer Rundfunk werden soll, war. Erklärungen des neuen Rundfunkdirektors. München, 1. Aug. (TU.) Der neuernannte Direktor der Reichsrundfunkgesellschaft Pg. Hada - m o v s k y sprach nm Dienstagabend in einer öffentlichen Kundgebung im Hotel Wagner über das Thema: „Der Rundfunk im neuen Staat". Vorher äußerte er sich gegenüber den Vertretern der Presse über Den aufgedeckten Korruptions- skandal beim Deutschen Rundfunk, wobei er u. a. feststellte, daß der f o z i a l d e m o - k r a t i s ch e Ansager der Berliner Funlltunde Alfred Braun ein Gehaltvon 64000 Mark bezogen habe. Der Berliner Jude Flesch habe noch bis gestern 49000 Mark bekommen. Auch andere Rundfunkgewaltige hätten Gehälter bezogen, die weit die Bezüge von Reichsministern überstiegen. Die zum Teil lebenslänglichen Verträge seien jetzt nicht nur annulliert worden, sondern man werde sogar noch Rückzahlungen verlangen. Es sei der persönliche Wunsch des Ministers Goebbels, daß mit diesen Ministergehältern und Rundfunkpfründen gründlich aufgeräumt werde. Goebbels habe ihm erklärt: „Nun räumen Sie aber rücksichtslos auf, daß nicht einmal mehr der Geruch in den Funkhäusern zurückbleibt". Von den leitenden Angestellten seien 50 v. H. entlassen worden. Infolge der Verwaltungsoereinfachung brauchten Neueinstellungen für die Entlassenen nicht zu erfolgen. Dadurch würden im Rundfunk Millionen eingespart werden können. Diese Beträge sollen dem Ausbau unseres geistigen, künstlerischen und Zugleich wird vom Reichsarbeitsminister eine Verordnung über die Zulassung von Zahn, arzten und Zahntechnikern bei Krankenkassen bekanntgegeben, die im wesentlichen die gleichen Bestimmungen enthält, wie sie bereits für Die Zulassung der übrigen Kassenärzte bestehen. Hervorzuheben ist jedoch daß ein Reichszahn, a r 3 t r e g i ft e r eingerichtet wird, das die Kaffen- zahnärztliche Vereinigung Deutschlands führt. Der Reichsoerband deutscher Dentisten führt ein Reichs- z a h n t e ch n i k e r . R e g i st e r. Nur diejenigen Zahnarzte und Zahntechniker Dürfen praktizieren, ?*c *n Registern aufgeführt sind. Schließlich ist für die Allgemeinheit noch von Interesse, daß nach den neuesten Bestimmungen auf je 15 000 Kassen- Mitglieder insgesamt 10 Zahnärzte und Zahntech, niker zuaelassen werden. Es handelt sich dabei um je sechs Zahnärzte und vier Zahntechniker. Oie Verfolgung der österreichischen Nationalsozialisten. . Wien, 31. 3uli. (WTB.) Bei dem in St ehr in Ober-Oesterreich liegenden Alpenjäger- Vataillon wurden 24 Alnteroffiziere und Soldaten mit der neuen Begründung „wegen moralischer Nichteignung" aus dem Dienst entlassen. Die heute zum erstenmal erschienene und vom ehemaligen Gauleiter Frauenfeld herausgegebene Zeitschrift „Der neue Weg, Deutsche Blät- ter für Oesterreich", ist beschlagnahmt worden Die Behörde erblickte in dem Erscheinender Zeitschrift eine Fortsetzung der nationalsozialistischen WerbetatiAeit. Wettervoraussage. bi?™* inl Wchen hat sich weiter ostwärts kite Q,"?raUo9etbreiteL seiner Vorder- mmPr n^ ^E lächle Luft mit Bewölkung zu, die Mferd-no^ QUL Witterungscharakter einwirkt. beffereJ ber W Druck etwas AU [pin ?as aber Mcht von längerer Dauer nähJrVnJ? •”*’ denn zwischen Island und Irland nähert sich eine neue Störung. ftänhVJ ’ Vf 0 f ÜJ. $ 0 n n e r s t a g : Etwas be- Kanöiger, teils wolkig, teils aufheiternd, trocken, ruy, jedoch etwas wärmer als seither. mit or 5(P-, 1 e n s" rFreitag: Anfänglich wolkig ^Nhelterung, wärmer, später Anzeichen erneuter Wetterverschlechterung wahrscheinlich. Lufttemperaturen am 1. August: mittags 19 Grad 14 4IUfflrnhenon "'8 ®rab; am 2. August: morgens 14,4 @rab fmapmum 19,6 Grad, Minimum 12 X,; ®rbtexmPe£a?«n in 10 cm Tiefe am J- August: abends 19,1 Grad: am 2. August- mor- »ens 16 1 Grad Celsius. - Niederschläge 3 mm - Sonnenschemdauer % Stunde. ’ kulturellen Lebens zugute kommen. Auf eine Anfrage erklärte Hadamoosky, daß eine Herabsetzung der Hörergebühren nicht in Frage komme. Die weitere Anfrage, ob auch Der Bayerische RunDfunk von den Korruptions- fällen berührt werde, beantwortete Hadamoosky da- hin, daß dies nicht zutreffe. Zum Schluß erklärte er: „Nachdem wir gestern mit diesem Saustall von Korruption aufzuräumen begonnen haben, wird dieses Werk künftig mit der Mistgabel, nicht mit Handschuhen fortgesetzt werden. Unser oberstes Ziel ist: Dom Funk st unk und Stunkfunk zum deutschen Rundfunk zu kommen. Der Rundfunk muß die stärkste Waffe der nationalsozialistischen Bewegung, er muß das Braune Haus des nationalsozialistischen Geistes werden. »-Seht, seht, das ist ein Geschäft ... z Berlin, 2. Aug. (CNB. Funkspruch.) Jeder Tag fördert 5t - >Ä amEnbroch. In seiner Angst SPD. nach Dänemark zu unterbinden. Von ??Ute sich das Mädchen ebenfalls erschießen, brachte hiesigen SPD.-Leuten wurden Genossen, die aus sich aber nur leichtere Verletzungen bei. Deutschland verschwinden muhten, auf illegalem Grohfeuer in Bremen. Wege in Booten nach Dänemark gebracht. 3n 3n Bremen-Neustadt entstand auf dem Ge- biefct Sache sind bisher achtPersonenfest- lände der Firma Nsfenheimer Produkten und genommen worden, darunter ein ehemaliger 3ute ein Feuer, zu dem schon 10 Minuten soSlaldemokratischer Landtagsabgeordneter. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat den Herzog von Sachsen- Ko dura und Gotha, Ehrenführer des natio» nalsozialistischen Kraftfahrkorps und Kreisstaffelleiter des Stahlhelm, den Rang eines Grupp enfüy- rers hn Stabe des obersten SA. - Führers oer- liehen. Flugkapitän Bauer, der bekannte Flugzeugfüh- rer der schon im vergangenen Jahr Adolf Hitlers große Deutschlandflüge führte und heute als Pilot E Flugreisen des Führers Durchführt, ist, wie die ^SK. berichtet, mit Dem Orden „Corona d'Italia" unö Dem Rang eines „cavaliere" ausgezeichnet worden. 3m Auftrag des Reichsministers Darrä hat Staatsekretär Luder Die Gleichschaltung der ?l9en5b<ür9er Genossenschaftsorganisation des Christ- lichen Bauernvereins vorgenommen. Geheimrat Dr Heim ist von feinen sämtlichen Aemtem zu- | ruckgetreten. 0 Bus württembergische Kultusministerium hat an- geordnet, daß Die Schuler unD Schülerinnen Den Lehrern und Lehrerinnen künftig in der Schule den Hitlergruß zu erweisen haben, der von den Lehrern und Lehrerinnen in gleicher Weise zu erwidern ist. 1 0 Wie der Zeittmgsdienst meldet, hat der schwedisch« Ausschuß zur Bekämpfung Der Arbeitslosigkeit den Beschluß gefaßt, nach Dem Deutschen Vorbild einen Versuch mitderEinführungdesFrei- willigen Arbeitsdienstes zu machen. Kunst und Wissenschaft. weitere künsllerabsagen für Salzburg. Eugen K l ö pfer, der im Rahmen der Salz- EU a u f e n hir Ph 6 1 % be,\. Faust und Claus Claus e n, der Den Valentin Darstellen sollte haben a b ge s a g t. Weiter hat SigriD Onegin abgesagt. Alle Absagen werden mit Dem gespannten grü?Detn,S 3a,l,^Cn Oesterreich und Deutschland be- Bei Toulon sind riesige Waldbrände aus- gebrochen, zu deren Bekämpfung auch Truppen auf- geboten wurden. Mehrere Ortschaften sind bedroht Die Straße Toulon—Marseille ist stellenweise für Wagen nicht passierbar. Grohfeuer in einem französischen Baumwoll-Lager. 3n einem der größten Baumwoll-Lager in Nordfrankreich, in Marqu'en Dareuil, brach ein Schadenfeuer aus, das an den etwa 7000 -sonnen aufgespeicherten Baumwollballen reiche Nahrung sand. 3m Nu stand das ganze Lagergebäude in Flammen. Sämtliche Feuerwehren der Almgebuna waren herbeigeeilt, muhten sich aber darauf beschränken, eine Ausbreitung des Feuers auf die umliegenden Gebäude zu verhüten. 32 000 Ballen Baumwolle wurden ein Opfer der Flammen. Der Sachschaden beläuft sich auf 40 bis 50 Millionen Franken. Die Airsache des Riesenbrandes konnte noch nicht festgestellt werden. Kassel) und Hessen (Leiter T r e f z - Darmstadt) geschaffen worden. Zu Referenten der Landesstelle Hessen-Nassau sind ernannt worden: W a m b o l d t- Frankfurt a. M. vorwiegend für Rundfunkangelegenheiten und Georg Wilhelm Müller, vorwiegend für Presseangelegenheiten. DieVorarbeiten für henReichsparteitag her NSDAP. Nürnberg, 1. Aug. (TAI.) Die Dorbereitun- gen für den R e i ch s p a r t e i t a g der NSDAP, in Nürnberg sind in vollem Gange. An allen in Betracht kommenden Stellen wird fieberhaft gearbeitet. Seit Montag ist auch die Aufmarschleitung am Werke. Sie hat ihr Hauptquartier im Grand Hotel am Bahnhof aufgeschlagen. Zum Aufmarschleiter ist der Führer der Obergruppe VII (Bayern) und Polizeipräsident von München, Schneidhuber, bestimmt worden, der 1927 bereits den Parteitag in Nürn- berg organisiert hat. Stellvertretender Aufmarschleiter ist Brigadeführer v. O b e r n i h, der Führer der Gruppe Franken. Abordnungen der SS., des Stahlhelms und der Hitlerjugend sind dem Stabe der Aufmarschleitung als Verbindungsoffiziere zugeteilt worden. Da die Reichsbahn den Hauptverkehr zum Parteitag zu erledigen haben wird, sind bei der Reichsbahndirektion Nürnberg die Vorarbeiten gleich ausgenommen worden, nachdem bekannt geworden war, daß der Reichsparteitag in Nürnberg stattfindet. Es sind Kommissionen gebildet worden, die in engster Zusammenarbeit mit den Parteistellen in München und in Nürnberg die Vorarbeiten weiter durchführen werden. Wie groß die Beteiligung sein wird, kann man daraus ermessen bah bei der Reichsbahn jetzt bereits eine halbe Million S o n d e r z u g s t e i l n e h- m e r gemeldet sind. Kommunistische rlugblattverieiler ins Konzentrationslager. r rr C ^rJ1* -I ($AI-) Die Polizeipresse- ftcllc teilt mit: 3n der Nacht zum 1. August wurden in Berlin 46 Personen festge- nMH’f*?' .toaren- kommu. n i ft i f cb e Flugblätter, m denen zur Beteiligung am Antikriegstag aufgefordert wurde zu verteilen. Durch die Wachsamkeit der Polizei ^urden diese Versuche im Keim erstickt. Alnter Verucksichtlgung der besonderen Verwerflichkeit dieser kommunistischen Agitation hat das Geheime Staatspolizeiamt die sofortige Alebet- Der Ausbau her Lanhesstellen für Volksaufklärung unh Propaganha. ^.^"J-furt o M., 1. Aug. (WSN.) Reicb-;- mlnister Dr. Goebbels Hat am 31. Juli Die für bie ßanbesft eilen vorgesehenen Referenten .rnn“nJL Die Landesstellen für Dolksaufkläruna unh PropaganDa nehmen mit Dem 1. Auau ft pre volle Tätigkeit auf. Neben Den 13 Can Des- e en werben weitere 18 Propa el..enn ökschoffen, beici. Cciier roensaus dL '3uI von Herrn Reichsminister Dr. Goebbels sind. Leiter ber Lanbesstelle H e\ . ftnnV 5 y u lProvinz Hessen-Nassau unb Fr j. Müller-Schelb, Frankfurt nn^h!Sft^nnerlßlb biefer Lanbesstelle sinb bie Pro- pagandastellen Kurhessen (Leiter Gerland- später Großfeueralarm gegeben wurde. Die -------- MM L's,-?'S?N ber D-tsch-st-rw-chsel in Moskau unVT-kko. Nähe befindliche Gaswerk war durch die qün- rlin, 1. Aug. (CNB.) Wie ber „Angriff" stige Windrichtung nicht gefährdet. Der Polizei- erfavrt ist Botschafter v. Dircksen von Moskau Herr war persönlich an der Alnglücksstätte an- <07 0 ki 0 versetzt worden. Botschafter N a - wesend. Den Bemühungen der Feuerwehren ge- » lny wurde als Nachfolger v. Dircksens mit der lang es bald, das Feuer auf seinen Herd zu £-eitun9 der Geschäfte der Botschaft in Moskau beschränken. Soweit bis jetzt feststeht, fiel ein veauftragt. Packhaus den Flammen zum Opfer. I -- Reichsrechtliche Organisation für Kaffenzahnärzte. ® * r li.H' ?^^uli (VDZ.) Wie das VDZ.-Büro meldet, ist auf dem Gebiet der reichsrechtlichen Zu- ö^^sassuvg der Kas enärzte ein sehr bedeutsamer Schrllt erfolgt durch eine Verordnung des Reichs- arbeltsminlsters, die die Gründung einer Raffen- - .........— ------ , zahnärztlichen Bereinigung D e u t f ch • unb Vergnügungspark von Neuyork, brach infolge lands vorschreibt. Die Vereinigung unterfteht her Alebcrlaftung ein« Z u s ch a u e r t r i b ü n e zu- Aufsicht des Reichsarbeitsministers. Ihr Stz ift in fammen. 40 Personen wurden, z.T. schwer, Berlin. Als Reichsführer der Kassenzahnärztlichen verletzt. Bereinigung Deutschlands ist der Vorsitzende des , _ , _ v Autounglück Reichsoerbands der Zahnärzte Deutschlands bestimmt in Graubunden. — Lin Deutscher ertrunken. I worden. 2ln der Straße oberhalb Castasegna in Graubünden ereignete sich ein schweres Verkehrsunglück. Ein deutscher und ein italienischer Kraftwagen stießen zusammen, wobei der deutsche Wagen über die Böschung in die Moira stürzte: der Fahrer ertrank. Sein Mitfahrer, ein 3taliener, wurde aus bem Wagen geschleudert, erlitt jedoch nur geringe Verletzungen. Die 3n- faffen _ des anderen Wagens blieben unverletzt. Der tödlich Verunglückte, ein gewisser Hans Hirsch 1 er, stammte aus Berlin und wohnte in Lugano. (Eine neue Universität in SfambuL Am 1. August erfolgte die Gründung der neuen Universität in Stambul. Der Lehrkörper wird sich aus Professoren der alten Universi- tat und aus jungen Gelehrten zusammensetzen, die bereits in Europa und Amerika mit großem Erfolg gearbeitet haben. Die meisten Lehrstühle sind jedoch hervorragenden ausländischen Gelehrten vorbehal- ren, deren Namen in der Wissenschaft einen guten Klang haben. Die neue Universität umfaßt vier Fakultäten und sieben Institute. Der Unterrichtsminister erklärte, die Stambuler Universität werde auf derselben Höhe stehen wie die berühmtesten Hochschulen der Welt. Riesige Daldbrände bei Toulon. Aus -er Provinzialhauptstadt Wirtschaft der ein. Eindrucksvolle »tätige Heue*. Frankfurt a. M., 31. Juli. (WSN.) Vor eint- e Nachrichten. 1:505 von Zachst!,' , Ehrensührer bes nativ- lorps und Kreisstasselleiter I eines Eruppensüh- ersten SA.-Führers oer- Gessürel 0,38 Prozent ab. 2lm Verkehrsmarkt waren Norddeutscher Lloyd gut und Hapag knapp gehalten. Don sonstigen Werten behaupteten sich Kunstseideaktien, Zement Heidelberg zogen leicht an. Nach den ersten Kursen kamen am Montanmarkt Harpener und Klöckner je 0,25 Prozent niedriger zur Notiz, Phönix und Buderus ge- wannen 0,25 Prozent zurück. Bekula wurden 0,25 Prozent höher notiert, dagegen schwächten sich Holzmann um 1,75 Prozent ab. 3m Verlause konnte sich ein Teil der anfangs abgeschwächten Werte wieder etwas erholen, im allgemeinen blieb jedoch die Situation ziemlich unverändert. 2lm Nentenmarkt lagen Altbesih und späte Reichsschuldbuchforderungen etwa 0,25 Prozent höher, Neubesih eröffneten unverändert, gewannen indessen im Verlaufe 10 Pf. Altbesitz waren dagegen im Verlaufe etwas erleichtert. 3ndustrieobligationen waren etwas abgeschwächt, Stahlvereinsbonds und Reichsbahnvorzugsaktien gaben bis zu 0,25 Prozent nach. Am Pfandbriefmarkt lag etwas Nachfrage, insbesondere für Goldpfandbriefe vor, die teilweise etwa 0,5 Prozent anzegen. L'iquidaticnspfandbriefc und Kommunalobligationen blieben im wesentlichen unverändert. Von fremden Werten waren Türkische Anleihen stark gesucht, Bagdad II gewannen 0,25 Prozent und Zolltürken 0,35 Prozent. Die Situation am Geldmarkt war schon wieder erleichtert und der Sah für Tagesgeld wurde auf 4 Prozent herabgesetzt. Arbeit adelt! Früher galt die Arbeit nur als Ware. Kapital und Arbeit, das sind die beiden Gewichte, die auf der Goldwaage liegen, wenn man den Wirlschasls- prozeh erwägen und ergründen will. Die Wirtschaft ist aber keine Sache an sich, die irgendwo in der Luft hängt und zwischen Kapital und Arbeit hin und her pendelt, sondern sie ist em Cebensnorgang, sie ist und besördert das Leben. Ihr Ziel ist das Wohl des Menschen, ihre Triebkraft ist der lebendige Mensch, der die Arbeit leistet. Indem er sie leistet, dient er nicht nur dem Kapital „an sich" oder der Wirtschaft „an sich', sondern er dient dem Wirtschaftsleben seines Volkes. Lr steht auch an dem bescheidensten Platze als Glied im grohcn Getriebe. Lr arbeitet also nicht nur so blindlings ins Blaue, er arbeitet „m i t", und diese Mitarbeit adelt ihn. Wenn wir die Wahl haben, aus unserer Arbeit nicht nur Lohn, sondern auch Freude zu ziehen, so werden wir uns nicht lange besinnen. Wir werden dem Volkskanzler dankbar sein, der uns wieder die Freude an der Arbeitsgemeinschaft erschließt, jene Freude, die endlich wieder der Arbeit ihren Adel zurückgibt. Adel verpflichtet. Der Arbeitsadel verpflichtet alle, die seiner teilhaslig sind, zum Opfer für diejenigen, die die Arbeitsfreude wohl kennen, sie aber schuldlos entbehren müssen. Ihnen wieder zu Lohn und Brot zu verhelfen, ist das vornehmste Ziel des neuen Staates. Dabei kann der einzelne auf mancherlei Weife mithelfen. Vie große Arbeitsbefchafsungslotterie macht es besonders leicht: Das bescheidene Opfer von 1 RM., das sie verlangt, wiegt sie dadurch auf. 1,5 Millionen Mark werden an die glücklichen Gewinner zurückbezahlt. Den Hauptgewinn dabei machen aber die Arbeitslosen, und das ist ganz in der Ordnung so. gen lagen zahlte ein hiesiger Notar im Auftrag eines Unbekannten dem Finanzamt im Wege tätigen Reue einen Betrag von 97 000 Mark SJL-'Sport Die GM. auf der Frankfurter Regatta. Oer Achter erkämpft sich die Startberechtigung zur Deutschen Meisterschaft. Bluttat und Landfriedensbruch in Lindenfels. WSN. Darmstadt, l.Aug. Die Vorkommnisse am 26. Februar dieses Jahres in Lindenfels, bei denen der Hitlerjunge Crößmann aus Pfungstadt sein Leben lassen muhte, finden seit Freitag vor dem unter Vorsitz von Landgerichtsdirektor Weih tagenden Sondergericht ihr gerichtliches Nachspiel. Auf der Anklagebank sitzen 15 Kommunisten und Marxisten oder Sympathisierende, sämtlich aus Lindenfels: ein weiterer, D 01h, ist nach dem Saargebiet geflüchtet und der erlassene Haftbefehl konnte nicht vollstreckt werden. Don den Angeklagten interessiert am meisten Ludwig 2 ü ch l e r, ein schwer vorbestrafter Mann, der als berüchtigter Messerheld bekannt ist und der selbst die eigene Mutter einmal mit dem Messer verletzte. Er soll den tödlichen Stich gegen den Hitlerjungen geführt haben, aber er bestreitet, an jenem Tag und überhaupt in der letzten Zeit ein Messer getragen zu haben. Die gegen ihn gerichtete Anklage lautet auf schweren Landfriedensbruch in Tateinheit mit Totschlag. Ebenfalls wegen schweren Landfriedensbruchs sind acht weitere Männer angeklagt, davon zwei, 3osef B ü ch l e r und Johannes Maurer, in Tateinheit mit versuchtem Totschlag: die Anklage beschuldigt diese beiden, ihre Gewalttägkeiten in Tötungsabsicht begangen zu haben. Die übrigen Angeklagten haben sich wegen Teilnahme am Landfriedcnsbruch zu verantworten. Am Freitag erfolgte die Dcrnchmung der Angeklagten, wobei selbstverständlich ein sehr einseitiges Bild der Dorkommnisse zustande kam. Die Angeklagten versuchten, für ihre Person möglichst viel zu retten- Der Bensheimer Kreisarzt, der die Obduktion der Leiche CröhmannS vornahm, erklärte, der Messerstich sei absolut tödlich gewesen; er drang zwischen zwei Rippen hindurch in den Herzbeutel und tiefer in die große Drustschlag- adcr, so dah eine innerliche Derblutung in kürzester Zeit erfolgte- Don den zahlreichen Zeugen wurden bis Eamstagmittag erst wenige vernommen, aber schon gab es eine sehr wesentliche Aenderung des am ersten DerhandlungstageS gewonnenen Bildes. Die Derhandlung wurde am Montag mit to eite r e n Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Am interessantesten war die Aussage des Poli^ei- meisters in Lindenfels, mit der die Angabe deS Hauptangeklagten Ludwig B ü ch l e r, er habe im letzten halben 3ahr kein Messer getragen, widerlegt wurde: der Zeuge stellte fest, dah Büchler vierzehn Tage vor der Tat in einem' Caf6 bei einem Streit das Messer zog. Büchler will davon nichts wissen, er weicht überhaupt, so oft es mit belastenden Momenten gegen ihn geht, aus und tut verständnislos, besonders, als der Dorsihende den Dersuch unternahm, ihn über den Ernst seiner Lage aufzuklären: auf den Dorhalt, dah es um Kopf und Kragen, geht, war Büchler zu keiner Nachgabe und zu keiner Aenderung seines Derhaltens zu bewegen. Don feiten des Verteidigers sind eine Reihe von Deweisanträgen gestellt. Gerade an heißer^Tagen^j. das herrlich erhältdieZähne etfrijdjenbe" VnlGrOÖOHT gesund und weiß Zahnpaste - Mundwasser iffenschast. m für Salzburg. 1 Rahmen der Salz« s-’SAS ss^ bei 1500 Meter etwa eine Länge. In wundervollem Endkampf der drei in Front liegenden Achter konnte Gießen eine leichte Führung vor Kastel erringen und bis auf eine halbe Länge an Würzburg herankommen. Weit zurück Frankfurt und Amsterdam. Nach Ansicht des ersten Vorsitzenden des Deutschen Rudervcrbandes, Regierungspräsidenten Dr. Pau l y, hat die Mannschaft der ÄRG. durch diesen Kampf bewiesen, daß sie die Berechtigung hat, auf der Deutschen Meisterschaft, die am 12. und 13. August in Breslau stattfindet, zu starten. Auf Anraten des Verbandes hat daraufhin die GRG. ihre Meldung zur Meisterschaft im Achter abgegeben. Die Mannschaft, die nach der erwähnten Um- setzung noch bessere Form gewinnen dürfte, hat sich zu der ihr bevorstehenden Aufgabe bereits einem besonders intensiven Training unterworfen. Derbotvon Sammlungen zu politischen Zwecken. Wiesbaden, 31. Juli. (WSN.) Der Regierungspräsident in Wiesbaden hat durch eine neue Verordnung das Einsammeln von Geld- und Sachspenden zu politischen Zwecken ober zur Verwendung durch politische Organisationen von Haus zu Haus, auf Straßen oder Plätzen, in Gast- oder Ver- gnügungsftätten oder an anderen öffentlichen Orten im Bereich des Regierungsbezirks Wiesbaden verboten. Nach dieser Anordnung liegt eine Sammlung von Geldspenden auch dann vor, wenn die Samm- lungsDeranftalter, anstatt lediglich Spenden zu erbitten, die Sammlung in die äußere Form eines Vertriebes geringwertiger Gegenstände kleiden und beispielsweise Blumen, Abzeichen, kleine Druckschriften usw. zum Kauf anbieten. Das Verbot erstreckt sich nicht auf Sammlungen, die in Versammlungen ober im Zusam- menhang mit ihnen am Versammlungsort ftattfin- ben, sowie auf Sammlungen von Haus zu Haus, bie sich auf Mitglieber ber sammelnden Organijatio- nen beschränken. Vorsätzliche Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu sechs Monaten ober mit Geldstrafe bestraft. teilzunehmen am vielfältigen Dordieben, sich vier Tage verwöhnen zu lassen, vier Tage auf See zu fein und in ber Unenblichfeit von Himmel und Meer, in ber sich alle Alltagsunrast legt und große befreienbe Ruhe selbst über ben Rastlosesten kommt. Das Programm schließt einen Aufenthalt in Hamburg mit Besuch bes Hafens und ber zahlreichen Sehenswürbigkeiten und eine Landung in Helgoland ein. Ausführliche Prospekte sind bei allen Hapag-Agenturen und Reisebüros sowie auch bei ben Fahrkartenausgabestellen der Reichsbahn er- hältlich. ^amfofion ‘Wörjfe. AiWL " bas Mt Volk« SnMe, M I- 15000 Jtofo. j"n™ M labii um er Zahntechniker. 'er österreichischen oziaiiffen. ^■) Dei knt inStehr lenden Alpenjäger, 24 Unteroffiziere der neuen Begründung 'ichteiMng" aus dem ral erschienene und dom r a u e n f e l d herousge« 'ne Weg, Deutsche Mi« ef(t>lagnaf)mt vor« ’ in Sem Erscheinen bet ' Ser nationalfojialiftl* * Konkurse und Vergleiche im Juli. Im Juli wurden durch den Reichsanzeiger 262 neue Konkurse und 115 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für ben Vormonat stellen sich auf 264 bzw. 123. Frankfurt uneinheitlich. Frankfurt a. M., 2. Aug. (WTB. Draht- meldung.) Die heutige Mittagsbörse zeigte ein Bild, das sich wenig von dem der vergangenen Tage unterschied. Materialanregungen lagen Zaum' vor die Enge des Marktes hielt an und so verdankten die meisten der — im übrigen geringen — Veränderungen ihre Entstehung kleinen Orders, die sonst wenig ins Gewicht gefallen wären. An den Aktienmärkten lag anfangs etwas Angebot vor, nach dessen Aufnahme ein Teil der betreffenden Papiere wieder nach oben tendierte. Immerhin überwogen bei den Eröffnungskursen meist kleine Abschwächungen bis etwa 0,75 Prozent. Der Montanmarkt lag erneut unter Druck, wobei die evtl. Vertagung der ilm- organijation im Stahlvereinkonzern mitgesprochen haben mag. Gelsenkirchen gaben 1,25 Prozent nach. Lediglich Mannesmann konnten sich um 0,50 Prozent verbessern. Chemiewerte lagen uneinheitlich, Farben 0,25 Prozent, Deutsche Erdöl 0,50 Prozent niedriger, dagegen Scheideanstalt 0,50 Prozent befestigt. Am Elektromarkt waren nur Lahmeyer um 1,13 Prozent höher und AEG. behauptet, Licht & Kraft schwächten sich um 0,75 Prozent, Siemens um 0,50 Prozent und Die Gießener Rubergesellschaft war auf ber Internationalen Frankfurter Regatta burch ihren Senior- Achter unb den Jungmann-Vierer vertreten. Die Jungmannen tarnen zu einem schönen Sieg, indem sie die in ihrer Klasse ungeschlagene Junior-Mann- jdjaft ber Offenbacher „Undine" besiegen konnten. Die Senior-Mannschaft erbrachte, trotz bes ungünstigen Ausgangs des Ersten Achters am Sonntagvormittag, am Nachmittag durch die knappe Niederlage gegen Würzburg (Zeitunterschied 1,5 Sekunden) ben Beweis, daß sie immer noch zur besten deutschen Achterklasse gehört. Am Samstag starteten die Iungmannen im E r • ste n Jungmann - Vierer. Das Vorrennen entschieden sie vor ber Offenbacher „Undine" unb dem Offenbacher Ruderverein für sich. Im Hauptrennen mußten sie eine Nieberlage von „Alemannia" Karlsruhe entgegennehmen. Die Gießener waren durch den schon bei diesem Rennen äußerst starken Wellengang sehr behindert. Der E r st e Achter bes Samstags würbe, wie auch noch verschiedene andere Rennen, wegen allzuhohen Wellenganges am Sonntagvormittag ausge- fahren. Hier kamen bie Gießener nicht zu der erwarteten Placierung. Bis 1000 Meter war das Feld unter leichter Führung von Kastel noch ziemlich ge- schloßen. Auf der zweiten Hälfte der Strecke kämpfte Kastel auf das schärfste mit Würzburg um bie Führung, konnte feinen Vorsprung behaupten imb siegte mit breioiertel Längen. Am Nachmittag bestritten zunächst die Iungmannen den Junior-Vierer. Dom Start weg ein geschlossenes Feld. Gießen ging bei 1000 Meter leicht in Führung, dicht gefolgt von der Offenbacher „Undicke". Es entspann sich ein harter Borb-an- Bord-Kampf. Auf dem letzten Teil der Strecke ging Gießen durch entscheidenden Spurt in Führung unb siegte mit einer halben Länge vor dem Favorit der Junior-Klasse. Weit zurück Mainz-Kastel. Im Ersten Achter gab es einen spannenden schönen Kampf vom Start bis ins Ziel. Es lagen 5 Boote am Start, darunter ber Achter ber Amster- bamer Studenten-Roei-Vereeniging „Nereus". Die Gießener hatten für dieses Rennen den Schlagmann gewechselt — Karl Timpe (Dbergren. im 1. Batl. J.-R. 15) verstand es, durch einen flotten, schneidigen Schlag bie Mannschaft sehr gut zu führen. Nach vorübergehenber Führung bes Frankfurter RD. stießen Würzburg, Kastel unb Gießen, Sorb- an-Borb liegenb, vor. Würzburg errang einen Vorsprung, Kastel unb Gießen folgten, verbissen kämpfend, bicht auf. Die Führung Würzburgs beträgt ber bekannte Ftugznigsüh- genen Jahr Adolf Hitlers chrte und heute als Pilot rs durchführt, Ist, wie die Orden „Corona d’Italia „Cavaliere" ausgezeichnet hsminifters Darrs Hot die Gleichschaltung der sisorganisation des Christ- urgenommen. Geheimrot 11 sämtlichen Ämtern zu« Kultusministerium hat an- T und Schülerinnen den künftig >n der ochu k erweisen haben, der von nen in gleicher Weife zu leidet hat ber schwedische ber ilrbeitslofigfeit ben 'eutsch-n^ ? üpungbesFr" istes zu machen. Stabtlheatcr am Hinbenburgwall Zapfenstreich veranstalten. Arn Sonntag, 2 0. August, finbet zunächst Felbgottesbienst ber Stanbarte 116 auf bem Trieb statt. Die nächsten Stunben bes Tages werben bem Sport geroibmet fein. Um 15 Uhr folgt ber Aufmarsch ber Stanbarte in Stärke von etwa 4500 Mann burch bie Stabt. Der Sonntag wirb mit einem tarne- rabschaftlichen Beisammensein in ber Volkshalle seinen Abschluß finben. L-ornottzcn. — Tageskalcnber für Mittwoch. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Unter falscher Flagge". Kirchenvorstandswahl in der Matthäusgemeinde. Gestern abend trat die neugewählte Kirchengemeindevertretung der Matthäusgemeinde in der Stadtkirche zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Nach der Verpflichtung der neugewählten Kirchengemeindevertreter durch Pfarrer Mahr erfolgte die Neuwahl des Kirchenvorstandes. Gewählt wurden zu Kirchen- vorstehern der Matthäusgemeinde: Kreis- und Stadtschulrat Dr. H e n h, Oberkriegsgerichtsrat Koch, ßanbgerid)tspräfibent i. R. Neuenhagen, Verwaltungsselretar Peter 2 ö ck e l, Steuerassistent Karl Lerch und Berufsschullehrer August W e h r h e i m. 3n den Gesamtkirchenvorstand wurden gewählt: Kreis- und Stadtschulrat Dr- H e n h, Landgerichtspräsident i. R. Neuen- Hagen und Steuerassistent Karl Lerch- — Wie Berufsschullehrer Wehrheim uns heute früh mitteilt, wird er von seinem Amt zugunsten des Dachdeckermeisters Heinrich Scho mb er IV. zurücktrcten, der bei der Wahl nahezu die gleichen Stimmen wie Herr Wehrheim erhalten hat. " Der neue Kirchenvorstand der Markusgemeinde. Bei der Kirchenvorstandswahl, die am Sonntag in der Markusgemeinde stattfand, wurden die seitherigen Mitglieder wiedergewählt: Frau Luise Happel, Buchdruckermeister Heinrich Fischer, Kaufmann Emil Horst, Hutmachermeister Rudolf Richter Senior, Staatsanwalt Alfred Schneider und Stadtoberassistent Karl Weller. Don ihnen gehören die Herren Horst, Schneider und Weller dem Gesamtkirchenvorstand an. ♦♦ Eine Diebin f e ft g e n 0 m m e n. Am 31. Juli wurde, wie bie Polizeibirektion Gießen mel- bet, das zur Zeit stellungslose 23jährige Dienstmädchen Margarete Werner aus Mellnau wegen Einbruchdiebstahls feftgenommen unb bem Amtsgerichtsgefängnis zugeführt. Die Befchulbigte hatte in der Nacht zum 31. Juli in einem Gartenhauschen ber Sieblung an ber Licher Straße genächtigt unb babei einen Hausbewohner beobachtet, als er nach bem Abschließen ber Haustüre ben bazu benützten Schlüssel auf eine Fensterbank legte. Nach geraumer Zeit nahm sie biefen Schlüssel an sich, schloß damit bie Tür auf, ging in bie Küche unb entwendete dort Kleidungsstücke, Eßwaren unb etwas Bargelb. *• Norwegenfahrt. In bem Bestreben, ben Freunben volkstümlicher Sonberfahrten einmal ein neues Reiseziel unb etwas befonberes zu bieten, veranstaltet bie Reichsbahnbirektion Frankfurt a. M. in Gemeinschaft mit ber Hamburg-Amerika-Linie vom 12. bis 18. August 1933 eine 7tägige Norwegenfahrt mit bem großen Uebersee-Motorfchiff „Milwaukee" ber Hapag. Diese Norwegenfahrt bietet ben Teilnehmern bie Möglichkeit, billig unb ohne große Reisevorbereitungen ein hervorragendes Uebersee-Passagierschiff in Fahrt kennenzulernen. ,reü ’iölfung Ju- 1 mlt xJafter eimoirll 16 3,11,6 190ro? 'SsS- gegen die Franzosen: — 1815: der Dichter Adolf Friedrich Graf von Schack in Schwerin geboren (gestorben 1894); — 1832: der Kunsthistoriker Karl Justi in Marburg geboren (gestorben 1912); — 1914: Ultimatum Deutschlands an Belgien. Aufmarsch der SA.-Standarte 116. Anläßlich des 120jährigen Bestehens unseres frühe- ren Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 und des Eriennerungstages der Schlacht von Anloy wird die 6 21.« Stanbarte 116, bie die rühm- reiche Regimentsnummer fortführt, in Gießen einen Aufmarsch veranstalten, an dem aus dem Standartenbereich (Kreise Gießen und Schotten) etwa 4500 SA.- Männer teilnehmen werden. Als Auftakt wird am Samstag, 19. August, die Standarte 116 mit einem Sturm und Fahnenabordnungen bei der Kranzniederlegung des Offizierskorps des früheren Regiments Nr. 116 am Ge- fallenen-Dentmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz zugegen fein. Am Abend wird die Standarte vor dem Wetterpropheten in der Tierwelt. Menschen bes 20. Jahrhunderts lassen sicb bas Wetter in Zeitung und Rundfunk kunbtun. Anders ist es bei ben Naturvölkern unb bei Menschen, bie Nvch in einem engen Verhältnis zur Natur stehen, wie ßanbleute, Förster, Schäfer unb Flurhüter. Diese besitzen entweder selbst eine Vorahnung über bas kommende Wetter oder sie schließen aus bem Verhalten gewisser Vertreter der Tierwelt auf bie Witterung in ben fommenben Tagen. Wenn sich gar bei solchen mit ber Natur eng oerbunbenen Menschen der Beruf von Geschlecht zu Geschlecht vererbt, wie es bei ben Schafhirten oft der Fall ist, so bilben sich entsprechende Fähigkeiten immer mehr zurück bzw immer mehr aus, die bem kultivierten ctabt- unb Landbewohner abhanden gekommen finb. Das Wetterahnungsvermögen ist höchstwahrscheinlich in bem Instinkt begründet. Ob es sich gar um einen besonderen Wettersinn handelt, wie manche Naturbeobachter meinen, wird die Zukunftsforschung lehren. Zur Zeit der Heuernte braucht der Bauersmann viel Sonnenschein. Fliegen die Schwalben schon in ber Frühe unb spät abenbs in großer Höhe, so freut er sich, es gibt gutes Heuwetter. Ist Regen im Anzug, so geht der Schwalben Flug dicht über dem Bache ober bem Wasserstand bes Dorfweihers hin. Lautes Schreien fünbigt Gewitter unb Sturm an. Lerchenjang schon vor Tagesgrauen ist nach alter Beobachtung ein sicheres Zeichen dafür, daß bie schöne Wetterlage noch längere Zeit anhält. In vielen Gegenben heißt der Buchfink auch Regenvogel. Manche Leute schwören darauf, daß seine eintönige Melodie „schirr-schirr-schirr" immer ungünstige Witterung prophezeit Der zur Sippe der Stelzvögel gehörende Regenpfeifer läßt bei drohendem Regen einen eigenartigen Pfeifton vernehmen, der ihm sogar seinen Namen gegeben hat. Dellt der Pfau auf bem Hofe unb schleift er dabei bie langen Schwanzfedern lässig am Boden, so ist mit baldigem Regen zu rechnen. Wenn sich im Spätsommer und Herbst Schwalben und andere Zugvogel plötzlich sammeln und frühzeitig ihre Reise nach dem Süden «ntreten, so soll mit baldigem Frost zu rechnen sein. Alte Leute sehen in der Spinne einen vorzüglichen Wetterpropheten. Je geschäftiger sie spinnt imb je länger sie babei ben Faden zieht, desto sicherer kann man auf gutes Wetter schließen. Das gleiche gilt, wenn sie ihre Beutezüge über die Grenzen ihres Netzes hinaus ausdehnt. Kurze Spinnfäden und ruhiges Verhalten in ihrem Versteck verraten Regenwetter. Man nimmt an, daß der verschiedene Grad der Luftfeuchtigkeit sie au ben eigenartigen Lebensgewohnheiten bewegt. Zur Beobachtung eignen sich Spinnetze, bie in stillen Winkeln angelegt finb. Als gute Wetterpropheten gelten bie Ameisen. Be- förbern sie ihre Puppen, fälschlich Ameifeneier gerannt, schon früh morgens aus ben Gängen auf die Hügel, um sie der Sonne auszusetzen, so steht ein warmer Tag bevor. Ein Zurückbringen schon in der Mittagszeit läßt auf Gewitter ober Regen schließen. Es ist auch erwiesen, baß in Flußniederungen mit Ueberschwemmungen zu rechnen ist, wenn die Ameisen ihre Heimstätten dort aufgeben und sich in höheren Lagen anfiebeln. Kälte und Nässe lassen sich aus dem Verhalten des Maulwurfes voraussagen. Besonders auffallend war das im Regenwinter 1930/31 zu beobachten. Der aufmerksame Naturfreund konnte schon im Herbst die Beobachtung machen, daß sich in den Talwiesen die sonst mit Maulwurfshaufen übersät waren, keine Hügel befanden. Die Tiere hatten sich an die Hänge zurückgezogen, deren Boden an sich zur Grabarbeit gar nicht geeignet war. Diese Vorahnungen erwiesen sich als richtig, denn plötzlich eintretende und lang anhaltende Ueberschwemmungen ganzer Gegenden hätten gewaltig unter den „Bergmännern" aufgeräumt. Genau so verhielten sich damals die Feldmäuse. Auch ihnen muß ein uns unbekannter Naturtrieb frühzeitig Kenntnis von den kommenden Fluten gegeben haben. Der Bienenwirt lieft am Verhalten feiner Immen die Wettergestaltung oft schon der nächsten Tage ab Unruhiges Treiben am Flugloch und erhöhte Stechlust lassen mit Bestimmtheit auf Gewitterbildung schließen. Plötzliche Heimkehr großer Mengen Trachtbienen kündigt einen Umschwung der Wetterlage an. Noch manches Wetterpropheten wäre zu gedenken. Es sei noch an Laubfrosch, Regenwurm unb Johanniswürmchen erinnert, an bas Gras- fressen der Hunde, das Waschen der Hauskatze, das Schwitzen ber Pferde im Stall, bas Ausschlagen ge- wisser Pflastersteine und an bie Knochenschmerzen des Großvaters. Es ist nun selbstverständlich, daß sich aus dem beschriebenen Verhalten gewisser Tiere nicht in allen Fällen mit Gewißheit eine Wetter- Dorberbeftimmung ermöglichen läßt. Es steht aber fest, daß die Wetterpropheten in ber Tierwelt oft recht zuverlässig finb, wenn auch mit ihrem Verhak- ten keineswegs dem Menschen ein Dienst erwiesen werben soll, sondern es sich lediglich um Schutzmaß. nahmen zur Erhaltung ihrer Art handelt. B. Braune Messe in Gießen. Der Kreiskampfbund Gießen für den gewerblichen Mittelstand hat sich entschlossen, auch in unserer Stadt eine „Braune Messe" zu veranstalten. die in sämtlichen Räumen der Volks- Halle aufgebaut werden soll. Die Messe soll insbesondere das gesamte wirtschaftliche Leben in unserer Stadt zusammenfassen. 3n systematisch getrennten Abteilungen sollen die Hauswirtschaft, bas Handwerk, die Landwirtschaft, die Eigenheim-Bewegung, die Musik, die Kunst, der Verkehr, eine Sonderschau des Arbeitsamtes, des Jugendamtes, der Berufsschulen, der Frauenvereine usw. beteiligt sein. Die Ausstellung fin- bet vom 3 0. September bis zum 8. Oktober statt. post als Helfer bei Spende zur Förderung der nationalen Arbeit. Wie bas VDZ.-Bureau melbet, hat ber Reichspost- minifter verfügt, baß bie Postanstalten es sich angelegen fein lassen müllen, ben Postbesuchern, bie freiwillige Spenden zur Förberung der nationalen Arbeit mit Zahlkarte ober Postanweisung einzahlen wollen, mit Rat unb Auskunft behilflich z u fein; bie Schalterbeamten müssen namentlich über bie Anschrift unb die Nummer bes Postscheckkontos bes Finanzamtes Auskunft geben können. Im Schalterraum ist em befonberer Aushang bis auf weiteres anzubringen, der auf bie Spenbe hinweist. Daten für Mittwoch, 2. August. 1445: Oswald von Wolkenstein, ber letzte ritterliche Minnesänger, auf Burg Hauenstein gestorben (geboren 1377); — 1809: Anbreas Hofers Aufstand (5Cr. '»istWs MH 8*ft •XÖHLER. ■XÖHLE ?L »- ”'| r limiü A fiilomeler tagt SÄ in'AenM Ml)*'. J« fien, wahren) Einrichtung ' Meister Römer, die 1 -er Erde an ausgegebene hundert Nm technischen land über Di auch im Wi vor allem di von Rom si die von prad war. Als P der Ostgaten hat, achthun Appische Sti fugenlosen 5 Die ger Karl dem Verbindung! Kaiser Karl schen Stras „Königs, die der dair kes entfpreck verliefen. E eine gewisse technischen 3 lang gehaltei der Straßen barkeit zu ge schuf, die J noch heute ir damals auf f wie schlämm,, schütten, so ta Untertanen, u fein Herzog ob aanbe ausfälh wurde nach A ^nronndtschast- SiüS dn Sire zweigen", sagt gern Material gründet. „Die sichtigten Sta Umwege nid maßgebend t kürzesten We stieg in Thi einen solchen Um den S als Zoll । zu gewissen wurden Schr an der Mar Dazu gab e gehung der und die „G letzung des i IMMenMM. Vornan von Helma von Hellermann. (Schluß.) „Zurück!" herrschte er sie an in der Angst seines Herzens. „Was willst du hier?" Ruhig trat sie vor, legte ihre Hand auf seinen Arm. „Bei dir sein", sagte sie einfach. Nur drei Worte. Dem Mann klangen sie wie himmlische Musik. Aber er wies nach der Tür. „Geh, Liebling, ich bitte dich." Seine Stimme war heiser. Er machte eine halbe Bewegung, um sie zurückzuführen. Da fiel ein Schuß. Mit leisem Wehlaut sank der blonde Kopf gegen des Mannes Schulter. Ein roter Streifen rann plötzlich von der Schläfe über die eine Wange. Ein brüllender Aufschrei. „Hunde, Feiglinge — wenn ihr mir die Frau gemordet habt!" In beiden Armen fing Magnus Steinherr sein Weib auf, stand mit gesenktem Kopf gegen die Menge, die vor dem furchtbaren Blick seiner blutunterlaufenen Augen Schritt um Schritt zurückwich. Nach der ersten entsetzten Stille ging eine Welle heftiger Erregung durch die zusammengeballte Menschenmasse, die nun nach hinten drängte, wo der Schuß gefallen. „Wer hat geschossen?" — „Was, du hergelaufener Laufekerl, du Lump du, erschießt die arme Frau — hier — haltet ihn!" — „Mit Mördern wollen wir nichts zu tun haben!" — „Stricke her!" — „Raus mit euch, ihr fremdes Pack! Wir brauchen euch nicht, wir machen unsere Sache alleine — verstanden?" — „Nee, sowas Gemeines, schießt auf die unschuldige Frau!" Auf einmal war die Stimmung umgeschlagen. Der unerwartete Schuß und seine Folgen hatten die künstlich gegen den Fabrikherrn aufgeputschte Empörung gegen die fremden Urheber der ganzen Unruhen gewendet. In wenigen Minuten war der große Platz leer; nur von weitem hörte man noch die aufgeregten Rufe und Stimmen der abziehendcn Menge. Magnus Steinherr wußte von alledem nichts. Er kniete vor dem Lager, auf das er mit Hilfe der Köchin und des alter Werner die Verwundete gebettet, und forschte angstvoll in den bleichen Zügen, auf denen er schon die Todesschatten zu sehen vermeinte. So rasend schlug sein Herz, daß er den schwachen Schlag des anderen nicht zu hören vermochte. Großer Gott, nur das nicht... Das erste, was Wera sah, als sie aus der Ohnmacht erwachte, war das über sie geneigte Gesicht des Gatten. „Magnus" — sie hob die Hand, um das zerguälte, angstverzerrte Gesicht zu streicheln —, „lieber Magnus." Dann horchte sie. „So still — sind sie fort, ist's wieder — gut?" „Alles ist gut, daß du mir lebst, mein einziger, Liebling." Mit zitternden Händen fuhr er über die schlanken Glieder seines jungen Weibes, ihre Arme, ihre Wangen. Da wandte sie den verbundenen Kopf und küßte feine Hand. Und der in allen Tiefen erschütterte, aufgewühlte Mann spürte, wie ihn Tränen in der Kehle würgten ob dieser stummen Liebkosung, die alles verriet, was die Lippen noch verschwiegen. Bayer, der mit dem Wagen nach dem nächsten Dorf zurückgeraft war und von dort das Ueberfall- kammando alarmiert hatte, war sogleich wieder losgefahren und brachte nun den Arzt. „Gottlob, nur ein Streifschuß", stellte der fest. „Aber", er richtete sich auf, sehr ernst sah er den neben ihn stehenden Mann an, „eine winzige Bewegung nach rechts — und es wäre ein Schläfenschuß geworden. Ein Wunder hat Ihre Frau Ge- mahlin davor bewahrt, durch die Kugel eines gewissenlosen Schurken hingemordet zu werden. Hat man den Kerl schon?" Steinherr zuckte die Achsel. Daß die Geliebte nur lebte-- Aber der Chauffeur, der an der Schwelle gezögert, trat vor und bejahte des Arztes Frage. „Sie haben ihn gleich feftgenommen und eben der Polizei übergeben", meldete er mit ernstem Gesicht. „Es war einer von den Fremden, die vor drei Wochen im Dorf gemietet hatten — das ganze Pack wurde aufgeladen! Unsere Leute sind ganz aus dem Häuschen vor Wut und Angst. Sie glauben doch, die gnädige Frau sei erschossen worden, und ich ließ sie dabei, als sie mich eben fragten. Laß sie nur ruhig zappeln, das geschieht ihnen ganz recht. Und sie sind alle wieder an die Arbeit gegangen", schloß er triumphierend. Die Verwundete, die alles gehört, lächelte mit nassen Augen. So waren doch nicht alle untreu gewesen, d i e Bitterkeit blieb Magnus erspart. Magnus — ihr Herz wiederholte seinen Namen immer wieder wie ein Gebet. 36. Kapitel. So wandelte sich alle Not und Unruhe zum Segen für zwei Menschen, die, füreinander bestimmt, nun endlich zueinander gefunden. Ernüchtert durch den großen Schrecken, befreit von den Hetzereien der Fremden, nahm die gesamte Arbeiterschaft der Steinherr-Werke am folgenden Morgen die Arbeit in vollem Umfange wieder auf, dankbar, daß alles so glimpflich abgelaufen. Und in der tiefen Freude seines Herzens gewährte Stein« Herr unter Verzicht auf einen Teil feines Vermögens ihnen freiwillig, was er sich nicht hatte abzwingen lassen: eine allgemeine Lohnaufbesserung nebst stattlichem Zuschuß für die Wohlfahrtskasse, was die gute Stimmung beträchtlich erhöht und das alte Band freundlicher Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern aufs neue und diesmal unzerreißbar festigte. Auch für Wera gab es eine stille Ueberrafchung. Als sie nach Wochen am Arm ihres Mannes an einem linden Maiabend langsam durch die verträumte, blütenduftende Stille des alten Parks ging, lenkte er ihre Schritte zu dem kleinen Garten- Häuschen, das sie lange nicht besucht. Nur mit Mühe unterdrückte sie einen erschrockenen Ausruf — es war abgerissen worden. An seiner Stelle wölbte sich eine luftige Halle aus Hellem Gestein, zu dessen Füßen Rosen gepflanzt worden waren. „Bald wird alles von Rosen Überrankt sein", lächelte Steinherr, sich an der geheimen Bestürzung seiner jungen Frau weidend. „Weißt du, was diese Halle werden soll?" Ein stummes Verneinen. „Die Ruhestätte für Georg von Vandro", sagte er leise und zog die zarte Gestalt in seiner Seite fest an sich, „dem wir beide unbegrenzte Dankbarkeit schulden und der in unseren Herzen leben wird, solange wir atmen." MU jäher Bewegung fuhr Wera herum. „Magnus — das war ja ein Herzenswunsch von mir! Wie soll ich dir nur danken?" Durch einen Tränen- schleier lächelte sie zu ihm empor, in diesem Lächeln eine Welt von hingebungsvoller Liebe verströmend. Georg, der ewig Unvergessene, der Gütige. — Nun wußte sie, daß Gott ihn ihr gesandt hatte als Ersatz für Mutter und Bruder. Die zärtliche Neigung zu ihm hatte die tiefsten Gründe ihres Frauen- tums nicht berührt, die waren zu seliger Fülle erwacht und erblüht unter dem Kuß des Mannes, der sie erst ganz zum Weibe gemacht: Magnus Steinherr, in dessen starke Hand der Sterbende mit hellseherischem Blick die ihre gelegt. Sie reckte sich, berührte mit den Lippen seine Wange, die sich, herabneigend, gegen die ihre schmiegte. „Wie wunderbar ist das doch, daß wir beide uns durch diesen prachtvollen Menschen gefunden haben!" sagte er versonnen. „Die allererste Ahnung von der Süßigkeit der Liebe hat mir die Begegnung mit einem kleinen, blonden Prinzeßlein in weißem Kleidchen geschenkt, dem Prinzeßlein, das durchaus nicht ,bitte' sagen wollte zu dem garstigen Bauernbub, der sie so erschreckte." Er hatte sie an beiden Armen ergriffen und lachte mit tiefer Zärtlichkeit in den blitzenden Augen die schöne Frau an. „Und nun hat der Hans im Glück seine Königin gefreit!" „Und das böse Prinzeßlein seinen Meister ge- funden", lächelte die also Gefangene schelmisch, „und »bitte* sagen kann es jetzt auch: bitte, bitte, bitte —" Steinherr bückte sich und verschloß den holden Mund mit einem langen Kuß. Glitt dann behutsam über die rote Narbe, die wie ein feiner Blutstreifen auf der weißen Stirn brannte: „Tut sie noch weh. Geliebtes?" Da hob die Frau das Haupt. „Nichts spüre ich, Magnus, yußer dem unermeßlichen Glück deiner Nähe, dem Glück, das tief und rein ist, weil wir wissen, daß Georg es segnet." Eng umschlungen schritten sie beide glückversunken durch den stillen Abendfrieden dem Hause zu, dessen hell erleuchtete Fenster ihnen frohen Willkommengruß entgegensandten. — Ende. — Lichtspielhaus Gießen Ab Donnerstag: 4908 C Kaiserwalzer Gaslampen Einmachtöpfe leere Flaschen billig abzugeb. otses Bahnhofstraße 1OII Holzwurmtod verruchter alle Holzwürmer Flasche^—.90 Germania-Drogerie Carl Seibel Franklurler Sir. 39 Katze 04580 getigert, abhanden gekommen. Wiederbringer Belohnung. Lndwigsplatz | Vermietungen | 3» ob. 4»Z.-Wobn. mit Zentralheizung, kompl. Bad, Bahn- hofn. zu vermieten. krteckrtedstrsS« 63,1. Seefische lebende Aale, Heilbutt im Ausschnitt, neue Matjes, neue Vollheringe, täglich frische Bückinge empfiehlt 4004D IKocüNacW. HUnsburg lB,Tel.8612 Ein gutes, älteres Wei» zu verk. H. Kratt, Bleidenrod. 4882D Junges kinderloses Ehepaar sucht 2-Zimmer-Wohnnnn per sofort od.später. Schriftl. Ang. unt. 04577 a. d. GH. 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