«ab- 185. Jahrgang Montag, 2.3 |0 n«tf vnv Verlag jsvrühl'fche Univerfitäis-Vuch- und Steinöruderei R. Lanqe in Stehen Schriftleitung und Geschäftr^telle: Schul^tralie 7. 99 Mjahrsempfänge beim Reichspräsidenten mutte Hindenburgs.-Oer Reichskanzler betont die deutsche Gleichberechtig Ernste Mahn den der Deg leisen i g 0 MjahlMdgebung der hessischen Regierung hin, di« das neue Ja :chc Roch sehen sich M.-Uio sen ohne sichere Dose ukns Das Ausland am Jahreswechsel inin werden sollen, vor der allein wird sich fre ch d lass krise nicht meistere kann nur dann gel gc rtrl sich ie Ku ix DolDcr folgt, de! gutwilligen und Welt das politische, Empfang der^ichetgieruno wirtschaft, und es die Regierungen all deutschen ' qx Miliz das Ltaatsdier wird zugleich c der inneren G^i In seiner Antwort f i d e n t dem Huntv arbeit der Regieru einer großzügigen TI Eo treten neben die nicht minderer Drin lichen handelsbczie ing bedingungen für di Völk inden a l e : Wrts Leien iheitze fereuz zurück, rüftung durch; Sicherheit Land genießt. vollen inneren Crichüti noch ist die Kris alten D urft uxd rächte. De nung n.t samnelte e K-rp eichskanzl hr mit sei den W e g Wieder- durch g e ° n d el s b e - ftsleben zur Dingung für den sei. cichsvrä - schaffen. Ls bedarf der vetäi ch der Reu- Reichs- rzlichen cn, orSn Jahr endlich gelingen, del der Dinge herbeizu der freizumachen für d heit. Bei dem aller Dölkerbeziehu |cn, trauen, roiqcr I rd dadurch der. onalc Vrobhme andere sch^p- ud auf der Belt Wirtschaftsstro- nn die Krifte t aus. um al en Brot zu tbr» von dem Ergangenen aus, daß Ännahm« von äiijeigen für die lagesnufimer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Ne- blameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20“ , mehr. Thefredaltteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und kür den Anzeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in (Biegen. es gelungen, Deutsch rationen zu b e WER. Darmstad LB1. Dez. Dashessische Ges amt Ministerium Hot an die hessische Bevölkerung folgenden Aufruf erlassen: „Das scheidende Jahr hat die von aller Bevölkerung heiß ersehnte Tesserung der wirt- schaftlichcn Verhältnisse richt gebracht. Aber wir können an der Schwelle des neuen Jahres doch mit einiger Zuversicht in die Zukunft blicken, weil mancherlei Anzeichen dafür sprechen, daß der Tiefpunkt der Weltwirtschaftskrise überschritten ist. Die Besserung wird sich allerdings in dei Weltwirtschaft nur langsam bemerkbar machen tonnen, ilmfo dringender ist zu wünschen, daß s.lle Maßnahmen, die eine möglichst weitgehende Arbeitsbeschaffung zum Ziele haben und die in ule clever Zeit einen weiteren Schritt vorwärts gehen sollen, die Besse- rungserscheinungen verstärken mögen. Die besondere Rot des hessischen Landes, die letzten Endes nicht nur in frn Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftskiise, sondern vor allem auch in den unheilvollen Folgen der Besetzung und des Ruhrkonfliktes chre Ursache hat, tung betrat. Der apostolische Au bracht« als Doyen des Berlin, 1. Ian. ( jahrsempfänge denten wurden emg ziehen der Wache Uhr im Ehrenhof der a an deren Portal der düng entgegennahm. Reichspräsident in sei Abordnung der .,6al Thal« zu Halle", die ih Halloren Salz, S jahrsglückwunfchg.dicht Präsident dankte der Worten. Kurz vor 12 daö diplom tm Kongreßsaal der al Aeichspräsident Punkt _ _ deutsche Gleichberechtigung und forbert das Milizsystem für die deutsche Jugend. Hoffnungen des französischen Boi- schasters in Berlin. • Berlin, 1. Jan. (WTB.) Der sranzöi'ch« Botschafter Francois Poncet hielt bei Dem heutigen Aeujahrsempfang der französischen Kolonie eine Ansprache, in der er über die deutsch-französischen B c zie Hungen u. a. ausführte: „Wir können mit Genugtuung feststellen, daß die deutfch-fran;ös: schen Beziehungen gegenwärtig in einer e n I - spannteren und ruhigeren Atme sphäre verlaufen. Dor eifrigen Tagen haben wir b.merkenswerte Wirtschaftsabkom men mit Deutschland abgeschlossen. Diese Ab.'rw- men find wichtig wegen ihres Inhalts, viel mehr aber wegen der Methode und des Geistes, di« h. i den Verhandlungen obwalteten. Man hat den Weg freigehalten für den Tag, an dem ein regelmäßiger Wivtschastsvcr- kehr wieder hergestellt fein wird. Ich erb' de in den Abkommen die Ankündigung einer Zeii. besseren gegenseitigen Verstehens und positiver Zusammenarbeit." polnische Stimmungsmache. Paris, 31. Dez* (WTB.) Der polnische Botschafter hat heute vormittag dem Präsidenten der Republik Lebrun im Q'Camen des Vorsitzenden der polnischen Aepublik das Großkreuz des Weißen Adlerordens überreicht. Hoffnungen in Moskau. Moskau, 1. Ian. kTU.) An dem Reu- jahrsempfang des diplomatischen Korps in Moskau nahmen die Vertreter der Sowjetregie - rung unter Führung von Kalinin und Litwinow teil. Die Reujahrsfeier ist in Moskau in sehr bescheidenen Formen verlaufen. Die ausländischen Kolonien hatten in mehreren Moskauer Hotels die Möglichkeit, bei Bezahlung in fremderDaluta den Jahreswechsel zu feiern. Die Sowjetregierung und die kommunistische Partei sprechen in Erklärungen die Hoffnung aus. daß es im Jahre 1933. das für den Wiederaufstieg der russischen Industrie entscheidend sei. gelingen werd«, die Schwierigkeiten in der Ernährungsfragc aus dem Wege zu räumen. Die Parteileitung gibt bekannt, daß die Betriebe und Werte, die den ersten Fünfjahresplan erfüllt haben, ab 1. Januar 1933 den zweit' Fünfjahresplan in Angriff nehmen wc x den. Der zweite Fünfjahresplan spiele in ix Versorgung der russischen Ink ft r i e mit Erzen und anderen Metallen eine scheidende Rolle. en Zusammen darf vor alley er zwischensiaat a die Lebens jeder erträgliches schaftlichen Seift genwärlige Welt ) Die üblichen A c u- Reichspväsi - durch das A u f - mit Muli! um 10.45 eichskairzlei f.ntraf, ^Präsident dik Mel- jl Llhr empstng der Arbeitern eine r Brnderickaft im big« Person, für Ihre Familie und für Glück und Wohlergehen des deutschen Volkes. Im Geiste brüderlicher Verbundenheit mit den Deutschen im Reich« hegt auch Oesterreichs Volk die zuversichtlich« Hoffnung, daß es im kommenden Jahre dem deutschen Volke beschieden sein wird, zu neuem wirtschaftlichen Aus- stieg zu gelangen und mit Gottes gnädiger Hilfe auch die großen und vielfachen Schwierigkeiten zu überwinden, die einer glücklicheren Zukunft entgegenstehen. Bundespräsident M i k l a s." Hindenburg an dieWehrmachi Berlin, 31. Dez. ($41.) Der Reichspräsident richtete folgenden Erlaß an dieWehr- macht: „Zum Aeujahrstage spreche ich allen Angehörigen der Wehrmacht, Reichsheer und Reichsmarine, meine herzlichsten Glückwünsche aus. Die alten Soldatentugenden, Treue, Gehorsam und Pflichterfüllung sollen wie bisher die Richtschnur eures Handelns bleiben." Berlin, den 31. Dezember 1932. Der Reichspräsident: von Hindenburg. Der Reichswehrminister: von Schleicher. zu wahrem wirkst auf stieg finden las sund« internati ziehungen jenes t Blüte bringe, das he einen Großteil der Me hre Deroälligung Inn die Grundlage u gegenseitige Der-' t) teilt nitb. sen innigste Glückwün Runtius w!es auf die iehener Anzeiger eneral-Anzeiger für Oberhessen - tf lichen Problem« ms die gieren wirf der (-ö|ung harre» r weitere Eni - i Spiele stehei >ot de ktunde, a I l t> e r n je n Kräf t ^"fritigung Le Nr.l Svttva 6r|d)eint tägltd),nutze, Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert« Gieyener Familienblätter Heimat m Bild Die Scholl« monat$:Beiug$preis: Mit 4 Beilagen R9.1 1.95 Ohne Jllusttierie , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsvrechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen. Pottscheckkonto: fironlfurt am Blain 11686. Frankreichs Wunsch: „Frieden zusammen mit der Sicherheit." P a r i 5 , 31. Dez. (TU.) Der französische Staatspräsident Lebrun empfing am Samstagvormittag das diplomatische Storps, das ihm anläßlich des Jahreswechsels Glückwünsche überbrachte. Der apostolische Nuntius M a g l i o n e ridjL-t als Doyen eine kurze Ansprache an den Staatspräsidenten, in der er auf die Weltwirtschaftskrise hinwies und der Hoffnung Ausdruck gab, daß das neue Jahr die optimistischen Prophezeihungen einiger führender Wirtschaftler verwirklichen möge. Staatspräsident Lebrun erklärte, daß die Lausanner Konferenz bereits einen ersten Schritt auf dem Wege der Wiederherstellung des notwendigen Gleichgewichts darstelle. Parallel zu den Bemühungen auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiet hätten die Regierungen die Pflicht, auch auf anderen Gebieten die Lösungen zu suchen, die den Frieden zusammen mit der Sicherheit herstellten, da die Welt andernfalls den Wirren und Beunruhigungen ausgesetzt bleibe, die seit Beendigung des letzten Krieges nicht ausgehört hätten, auf ihr zu lasten. Beklemmung der pariser preffe. Paris, l.Jan. (WTB.) Die Neujahrsartikel der Pariser Presse sind auf einen etwas melancholischen Ton gestimmt. Das abgelaufene Jahr wird weder innen noch außenpolitisch als befriedigend bezeichnet, und die Hoffnungen, die man an das neue Jahr knüpft, lassen nicht dies e ft e Ueberzeugung zum Ausdruck kommen, die man gewöhnlich beim Jahreswechsel nach außen hin zu bekunden pflegt. Es ist selbstverständlich, daß die rechtsstehenden Blatter sich insbeson- bere mit der Regierung Herriot. die als verantwortlicher Träger der Außenpolitik des verflossenen Jahres gilt, auseinanderfetzen. In den Betrachtungen der Presse wird der Lage in Deutschland ein gewisser Raum gewährt. Richtunggebend für die Beurteilung der außenpolitischen Tendenz ist ein Bericht der Haoas-Agentur, der als neue deutsche außenpolitische Formel die „Sicherheit durch die Revision der Verträge" aufstellt. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Betrachtungen der Presse, ohne daß die Blätter versuchen, näher auf die Ursache einzugehen. Eine Ausnahme blldet die „Volants", in der Professor Basch, der Bor- sitzende der französischen Liga für Menschenrechte, die heuchlerische Diskriminierung, die die Friedensverträge geschaffen haben, an den Pranger stellt. Er fordert die Beseitigung dieser Ungerechtigkeit, selbst wenn Deutschland und Oesterreich davon zugunsten des Anschlusses Gebrauch machen sollten. für di« Glückwünsche i der Einsetzung äußer' ungewöhnlicher Maßnlven staatliches und wirUch Das Telegramm des Reichspräsidenten lautet: „2Iu6 Anlaß des Jahreswechsels bitte ich Sie, Herr Tundespräsident, meine herzlichsten Glückwünsche für das Wohlergehen Eurer Exzellenz und ganz Oesterreichs entgegennehmen zu wollen. Mögen Sie ersten Anzeichen einer beginnenden Gesundung der wirtschaftlichen Jer hä l t n i f se in der Welt ud) im kommenden Jahre kräftig verstärken und damitunseren beiden Ländern die Hoffnung auf eme Wtedertehr kesserer Zeiten gerechtfertigt er* ja>€tncn lassen. Aeichspräsident v. Hinden - bürg. Bundespräsident Miklas drahtete folgender- maßen: ^?rr Reichspräsident, an der Schwelle des neuen Jahres meine aufrichtigsten und wärmsten Wünsche für Ihre verehrungswür- der ebenfalls im ftoifeiaal5^ alten Reichskanzlei stattfand, entb^eichs^er v. Sch l e t - d) er dem Reichspräflcn d Glückwünsche der Rcichsregierung. Der /izler »arteu a.: Meinen beiden V^gern" Kanzleramt t,t - "von Last der Repa- ; c n imü ist der Weg inber kommenden Jahre ent|d)(offen auf de,«ege d^rtfch°Michen Der- nunft weiterschreite/werden Ja der Abrüstung- Jl*"*»* ®leid)bered)flgun|oon i>< brüitid) anerta) und Abruf ungoki.öcmp|üng des diptomatifchcn Korps durch >en Bundespräsidenten Miklas hielt der apo- " olische Nuntius Erzbischof S i b i l i a als Doyen des Korps eine Ansprache. Die Erkenntnis, so sagte er. daß man den allgemeinen Rot- ' ini) eher als Wirlung der Krise des Geistes und der Moral auffassen müsse, fei ohne Zweifel n D o r z e i ch e n s ü r b e s s e r e < eiten. Bundespräsident Millas gedachte seiner 2Int- wert dankbar der Hilfe, die die befreundeten Regierungen und Staatsmänner Oesterreich haben angedeihen lassen. Seuer Optimismus in London. London. 1. Jan. (WTB.) Die Sonntagspresse gibt anläßlich des Jahreswechsels der Ueber- zeugung Ausdruck, daß die Staaten zwar noch e r n st e Schwierigkeiten zu überwinden haben, daß sie sich aber allmählich aus der ! a > in enden Krise zu erholen beginnen. Die Blätter betonen, daß in England zahlreiche Industrien — einschließlich Eisen, Kohle, Stahl und Textilwaren — Anzeichen eines Wiederauf- i e bens aufweisen. In einem Berliner Bericht des „O b s e r o e r" wird darauf hingewiesen, daß Deutschland, der Agitation müde, einen allgemeinen Wiederaufbau anstrebe. Kampf gegen Auslandsware. „Kauft amerikanifch!" ^icuhork, 31. Dez. (TTl.) Die machtvolle Hear st - Presse eröffnet im ganzen Lande einen riesigen Feldzug unter der Parole „Kauft amerikanisch! Kauft amerikanische Waren!" In den Zeitungen wird den ausländischen Waren offen der Kampf ungesagt. Die Samstagausgabe der „New Bork American" enthält allein zwei ganze Seiten Artikel, in denen gegen den Kauf fremder Waren Stellung genommen wird. Beispielsweise wird darin die Benutzung von d e u t s che m A I u- m ini um an Bord amerikanischer Schlachtschiffe verdammt. Der Feldzug gegen den Kauf ausländischer Waren greift sehr schnell um sich. Er wird auch von der Spitzenorganisation der a m c ritanischen Gewerkschaften, der A'" rican Federation of Labor, unterstützt. Aus aller Welt Dr. Eckener auf der Fahrt nach Riederländisch-Jndien. lln Bord des holländischen Dampfers „Balderan", de- kürzlich den Hafen von Marseille mit Bestimmung noch Niederländisch-Jndien verlassen hat, befindet sich Dr. Eckener, der sich nach Java und Sumatra begibt, um die Möglichkeiten eines regelmäßigen Luftschiffoerkehrs zwischen Friedrichshafen und Niederländisch- Indien zu prüfen Die Rückgabe des „Emden"-Schildes an die deutsche Regierung. Die australische Regierung wird demnächst das Namensschild des berühmten deutschen Kreuzers „Emden", das bisher im Parlament zu Canberra ausgestellt war, der deutschen Regierung als Zeichen des „guten Willens" überreichen. Das Namens- schild ist bereits in London eingetroffen. Der austra- lische Gesandte in London, Bruce, wird nach der Rückkehr von seinem Urlaub die Ueberreichung in Deutschland vornehmen. Es steht noch nicht fest, ob diese an den deutschen Botschafter in London erfolgt oder ob Bruce nach Berlin fahren wird, um das Namensschild dem Reichspräsidenten von Hindenburg persönlich zu überreichen. Stürmische Reujahrsnacht in England. Das alte Jahr verabschiedete sich in England mit einem heftigen S türm Wetter, das besonders die englische Küste und Südirland heimsuchte. Bei Dalentia wurde die außergewöhnliche Windgeschwindigkeit von 150 Stundenkilometer gemessen. Hunderte von Booten und Segelfahrzeugen wurden losgerissen und vom Seegang auf den Strand geschleudert. — Bei einem Fußballkamps in Birmingham wurde ein großer Teil desTri- bün.ndaches vom Sturm wegtzerissen. In Gießener Stadtthearer. „Stöpsel." — Kabarett. I. Zum Jahresabschluß und als Silveslerfeier gab es den dreiaktigen Schwank „Stöpsel" der bekannten Firma Arnold und Bach (1926). Das ist eine Angelegenheit, die sich infolge ihrer in jeder Hinsicht unbekümmerten Ausgelassenheit für so besondere Anlässe hervorragend eignet. Das Stück beginnt in einem Luxushotel in Venedig am Lido und endet auf Schloß „Rosenhöh", dessen geographische Lage in Deutschland nicht näher bezeichnet ist * Die Personen dieses Stückes sind alle nach längst bewährtem Muster konstruiert. Da ist zum Beispiel der Hühneraugenmittelfabrikant Piper, der sich unter falschem Namen (Stöpsel) auf dem Meldezettel des Hotels einschreibt, um möglichst unbelästigt ein kleines Reiseabenteuer tätigen zu können. Da ist ferner ein völlig vertrottelter alter Aristokrat, der an chronischer Pleite leidet und eine Stellung als Aushilfskellner annimmt, während sein ebenfalls blonblütiger Neffe im gleichen Hotel als Geiger engagiert ist. Ferner gibt es hier u. a. zwei äußerst lebenslustige Damen, die ihre bemerkenswerte Karriere im Wesentlichen dem schlechten Gewissen und der finanziellen Großzügigkeit ihrer zahlreichen Kcwa- liere verdanken. Ueberhaupt ist die ahnungslose Unbeschwertheit dieses Schwankes vor allem dadurch gekennzeichnet, mit welchen Summen die liebenswürdigen Autoren diei.nigen von ihren Personen operieren lassen, die von der aristokratischen Geldverlegenheit nicht angekränkelt sind. Die Tausendlire-Scheine fliegen nur io durch die sonnige Landschaft Oberitaliens, und wenn zufällig mal ein falscher darunter ist, was ja auch in den sogenannten besten Kreisen vorkommen kann, nicht wahr, dann trägt das nur zur Erhöhung der Heiterkeit bei; zumal wenn der, der den falschen Fünfziger in die Hand gedrückt bekam, Gelegenheit hat, ihn dem ursprünglichen Besitzer umgehend mit großzügiger Geste wieder anzudrehen. Der Hauptwitz des Schwankes entlädt sich, was man schon kommen sieht, wenn man über einige Erfahrung in diesen Dingen verfügt, der R^visipv Vor 10 Zähren wurde das Äuhrgeviei beschl [inöii'ieit’it feinen Gebrauch < zu ma» hungesnot in Ehile. irischen Lenze herrscht zur Zeit eine große H u jtfcin Ost-Locarno strdphDsi n Oeuischland erkennt niemals die deutsch-polnische Grenze an Problem wird in Rundfunkveranstaltungen gat do hochgelegene reiche ®in< Mckdu Auto rast it eit^ Ölleitung Soldaten. — nit voller Geschwindigkeit einen Wiener Walzer, zwei Lieder Girls beschl ssen di Bot tum, beifalli reu di g und |i । sich aufs A genehnste. Ein r Hiser im Kampf gegen den Dramaturgen Kühne mit großenteils neuem ifl Bav sang die Arie der Rosine aus Rossinis altwiener Lieder; kennen wir drolligen Grotesktanz von Bäu Am Reujabrsabend gab es eine Kabarettpor- stellung unter der künstlerischen Oberleitung des „Jim und über das gegeben, die öai Fortschritte aus wird und alle 1 helfen im Inten der Feder von 4 lieber die Früha schreibt der König von Mikulicz-Rad Seemen, München, Anzahl geheilter u. a. Aufsätze über ikschrift und über die wichti! ist die um» drei resten den ! Wölfc chen 2 SW, uji deren erstes Hf dem behandelns werden, was r erfennung und I neu Kranken | Zeitschrift wird sten Fachleute lugabelüstern, unterhielt hth. der deutschen Presse in , . „ lichkeit wieder stark beachtet. Man wirst die Frage Es gab viel Beifall nach jedem Akt, und das Publikum ging in angeregter Stimmung htim, wohl vorbereitet, das neue Jahr zu begrüßen. uf olnischem Gebiet zwischen ussishen Flugzeugsührern ein igt an Hand einer großen ille, beit vorgeschrittener Wrede war ein charmanter junger Baron und Stehgeiger; Kühne dessen reichlich verkalkter Onkel und Aushilfsober mit wedelnder Serviette und dem falschen Fünfziger. Frau Schubert- Jüngling gab die etepetete Neureiche mit dem Jute iommen lassen muß. Die on euer Reihe der angesehenes alln Kulturstaaten heraus- f forc?n werden, daß über die fallen Ländern sofort berichtet löglidfejten zu heilen und zu en erschienen ist. Hier soll rn Aht gesammelt und zugeleitet r vo> Krebsverhütung, Krebs- krebslekämpfung wissen und sei- Den kleinen, dicken, unternehmungslustigen Stöpsel spielte natürlich Herr Hub; er war in großer Fahrt und den verzweifelten Situationen mit ausladenden Gebärden und kräftigen Sprüchen vollauf gewachsen; auch ließ er es sich nicht nehmen, dem Ulk mit Otto Reutters berühmten, zeitgemäß renovierten Eouplet „Gräme dich nicht" zur Freude aller Anwesenden eine kabarettmäßige Silvester- Einlage zu stiften. Sehenswert war auch sein gemeinsam mit Fräulein B e l i n g zum Besten gegebener Tanz aus der „Josefslegende"; seine Partnerin machte mit schlagfertigem Mundwerk die un temehmungslustige junge Dame Ossy Lemke, tanzte ein Duett mit Herrn W r e d e und sang den aus dem Tonfilm bekannten Schlager „Ein bißchen Liebe für Dich". Möglchkeiten der elektro- ,ung bi bösartigen Ge- latschlä;e für die Wartung b Krelskrankhei-ten erteilt 1 Aule, Berlin. Zu der Besatzung unter egangen ist. llnglücksfall n Hafen von Le Havre. pm Hafen von Le Havre wurden durch einen Kürzenden Kran dn Arbeiter getötet und sch w er verletzt. n, öetfai Leice nur noch an den Heber» ihrer idungerkannt werden konnte. In ' in derer Okrh rf zeug c b g c f a> o f .assen färben oen Die BrüDer Saß wieder entlassen. Rach uu.iv-^uiungcm Kreuzverhör sind die in Berlin dieser Tage verhafteten, berüchtigten Einbrecher, Gebrüder Sah, vom Polizeipräsidium wieder entlassen worden. Sie haben vor Kriminalkommissar S a I a n ang geben, auf dem Gelände des Anhalter Güterbaynhofs ein Versteck für ihre Dietriche gesucht zu haben. Das bei ihnen gefundene Werkzeug wollen sie in der Münzstraße gekauft haben. Caro-Petschek-Urteil rechtskräftig. Nachdem in dem Earo P e ks ch e t - Prozeß, der mit der Freisprechung des Geheimrats Professor Dr. Caro endete, die Friß zur Revisionseinlegung verstrichen ist, hat das Urteil Rechtskraft erlangt. Da die Staatsanwaltschaft von sich aus bereits Freisprechung des Angeklagten Geheimrat Caro beantragt hatte, bestand von vornherein bei der Staatsanwaltschaft die Absicht, von -- i n g eine luftige Groteske aus ill“. Rich ein m Exkurs von Kühne Zrackhcnd faig Herr Fierment die feilen toirmen und vollen Tenor gersn-t. Etwa 2000 Familien sind dem Hunchrtode noe. Die Ursache der Kata- Don vinbrechern erschossen. Drei Einbrecier drangen in einer der oer- 1 gangenen Nächte ii das Anwesen eines Landwirts I im Essener Stadttei Altenessen ein. Sie wurden von I den beiden Söhne, des Landwirts überrascht und | ergriffen die Fluch. Der eine der Einbrecher gab II zwei Schüsse ab, buch die einer der Verfolger töd - Hf ich verletzt wude. Die Täter sind entkommen. I Französischer Segle mit Besatzung untergegangen. Die Bevölkerun von Lorient ist über das Ausbleiben veishiedener Fischerboote und Dampfer sehr beuruh.gt. Man glaubt, daß der it einigen Saget an der Südwestküste Herr- hcnde Sturm viele Opfer gefordert habe, üsher steht fest, laß ein Segler mit 7 Mann chen. Es bestzndl ilv.ich bi1 'MöhltchtVllF daß'de als 'liebentlagatdozent Dr. —....... x,___ wichtigen Frage „AlHit unk Geschwulstbildung" nimmt Prof. Dr. O. beutsch^ender, Heidelberg, Stellung. Der Schlusses Hftes enthält einen Fragekasten, Referatcküber wichtige Arbeiten, von denen jeder Arz-Menntis erhalten sollte; gerichtliche Entscheidunstn uni interessante Mitteilungen aus aller TL« übw kKrebsverbreitung und Krebsbekämpfung. I tu i^en Flugzeug kam eine vo drei Maschinen zu Hilfe, ein heftige Schießerei, s a,gegriffene russische Flug- n1 wurde. Die beiden Jn» e g abgespielt. Eine russische : pMif_ve3 Gebiet, woran, sie n Mag zeugen verfolgt wurde. Paris, 31. Dez. (WTDi) Das Korridor- Verbindung mit deutschen en und Erörterungen in »er französischen Oeffent- Ain 11. Januar sind es zehn Jahre, daß Die Franzo|en uno Belgier als Repressalie gegen eine anyeo liche Nid)teinhaltung von Bestimmungen des Versailler Vertrags Durd) Deutschland in das Ruhrgebiet einmarschierten Durd) diese Aktion, die Deutschland als neue schwere Schmach empfinden mußte, wurde die deutsche Wirtschaft aufs schuserste geschädigt, so daß von da ab Die Mark ins Uferlose stürzte. — Unjer Bild zeigt o'*' ■ ; ’ 'fifehrn '^nnnpfnnff-'n n her 3ed)e Rtonovol" bei Hamm. bicr“; mit einem schlanken, gepflegten Eoprail liebenswürdigem Vortrag und korrekter Beherrschung der schwierigen Koloraturen. Di- Iazz^ band Moe hl machte Den Comedian Haimonish mit einem ihrer hübschesten Schlager („Isgendw- aus der Welt") Konkurrenz. Einen stÜrmischai Heiterkeitserfolg hakte der bekannte Helmatdick- ter Georg H e ß aus Leihgestern miti eigenm Werten; er erschien in Tracht und hielt etie volkstümlich gereimte Ansprache ans 1 Parkett. Queenstown aji der irischen,Südkjifte wurden mehrere Piers, bärunhr der eni^e deZ Rorddeutsch.Frankfurter besonders in der letzten halben Stunde sehr gut zu gefallen wußten. Die Gäste hatten außer dem linken Läufer Verlach keinen schwachen Punkt in ihrer Mannschaft. Besonders der Torhüter Fischer zeichnete sich durch gutes Können aus. Fulda legte durch Pletsch und Kammer! zwei Tore vor, dann kam Rot-Weiß durch Scheuermann zu Wort. Bald nach dem Wechsel erhöhte Leug:rs auf 3:1. Dann kamen die Gäste in große Fahrt, drängten die Borussen vollkommen zurück und erzwangen durch Treffer von Scheuermann und Winkler noch den Ausgleich. Fußball der Gießener Mannschaften. Der BsB. hatte sich für den gestrigen Sonntag die Mannschaft von Olympia Frankfurt verpflichtet. Das Spiel ging über Erwarten für Gießen hoch verloren. Mit 6:1 Toren errangen die Gäste einen verdienten Sieg. Davoser Skispringen. Don den schweizerischen Wintersportveranstal- hingen am Deujah.stage hatte nur der Sprunglauf auf der Davoser Bolgrnschanze größere Bedeutung. Hier trafen sich erneut die Schweizer Kanonen und die Entscheidung lag wiederum zwischen Fritz Kaufmann und Cesare Chi- o g n a, allerdings fiel der Sieg diesmal Chiogna vor Kaufmann zu. Kaufmann hatte aber die Genugtuung, mit 70 Meter den besten Sprung des Tages erreicht zu haben. IS. Deutsches Turnfest Stuttgart 1933. Ein mahnendes Signal für alle Deutschen. War das 13. Deutsche Turnfest 1923 in München mit seinen fast 250 000 Teilnehmern in den schlimmsten Zeiten der Inflation und der Ruhrbesetzung das Bekenntnis unerschütterlichen Lebenswillens des deutschen Volkes, so wurde das 14. Deutsche Turnfest in Köln 1928 mit seiner nicht geringeren Teilnehmerzahl das „Fest der Deutschen am bereiten Rhein". Das soll uns Stuttgart werden? 3n der Zeit icywerster wirtschaftlicher Rot. politischer Zerrissenheit und äußerer Unfreiheit das Signal ,um Zusammenschluß aller nationalen Kräfte zur wahren Volksgemeinschaft und hiermit die Grundlage ;um Diederaufstieg des am Loden liegenden deutschen Volkes. Dies waren die Ausführungen des 1. Vorsitzenden der Deutschen Tumerschaft, Staatsministers a. D. Dominicus. in der Eröffnungssitzung der > 7 e i s w a r t e - D e r f a m m l u n g der DT., die in der Technischen Hochschule in Stuttgart im Teiiein des württembergischen Staatspräsidenten Dr Bolz, des Führers der V. Division, Generalleutnant Liebmann, der Spitzen der Behörden der über 200 Fachwarte der DT. aus allen Gauen des deutschen Vaterlandes zur Vorbereitung des 15. Deutschen Turnfestes in Stuttgart abgehalten wurde. Ganz Württemberg steht jetzt schon im Zeichen des im Juli dieses Jahres flattfindenden Festes. Die gewaltige Anlage auf dein Kanstatter Wasen geht ihrer Vollendung entgegen; sie wird — nach den Weisungen des Turnausschusses der DT. ange- lect — ein Festplatz werden, wie ihn nur wenige Tlädte in Deutschland aufweisen können. Das gesamte Festplatzgebiet wird von einer 60 Meter breiten Straße — der Mercedesstraße — durchzogen, zu deren Seiten die 300X400 Meter große Festwiese liegt, aus der am Hauptfestsonntag etwa 30 000 Turner und 15 000 Turnerinnen die Festfreiübungen ausführen werden, außerdem die Plätze für die Austragung der zahlreichen Kampfspiele, die große Kampfbahn, die Tennisplätze und die Plätze für die Durchführung der gemischten Wettkämpfe liegen. Im Verein mit dem Stuttgarter Haupt-Festausschuß wurde der beabsichtigte Verlauf des Festes bis in alle Einzelheiten festgelegt. Der Rahmen ist aus der Zahl der Wettkämpfe, die beschränkt werden mußte, ersichtlich. Es sind zu dem Zwölf-, Zehn- und Fünftkampf insgesamt 6772 Turner, zu dem Sieben- und Vierkampf insgesamt 2416 Turnerinnen zugelassen worden. 1244 Abteilungsleiter, Obleute und Kampfrichter sind erforderlich, um die Dett- kärnpfe in einem Tage — wie vorgesehen — durchzuführen. Die Altersturner werden in Massenfreiübungen und im Geräteturnen Zeugnis von turnerischer Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter hinein ablegen. Auch die Jugend wird geschloffen auf den Plan treten und u. a. einen Wettkampf im Wehrturnen zur Durchführung bringen. Der Höhepunkt des Festes wird der Feftzug am conntagoprmittag fein, der in Dreiteilung mit 150 000 Turnern und Turnerinnen ein gewaltiges Bild der Stärke und Geschlossenheit der Deutschen Turnerschaft bieten wird. Oie vierte Niederlage. Die deutsche Nationalelf verliert gegen Italien mit 3:1 (2:1). Das fünfte Länderspiel zwischen Italien und Deutschland gehört der Vergangenheit an. 3m Littoriale" zu Bologna waren am Sonntag 50 000 Personen Zeugen eines schönen und span- .enden Kampfes, der die italienischen Vertreter :n einer weitaus beferen Form sah, als die Deutschen- Mtt 3:1 (2:1) endete der Kampf für die Italiener, obwohl die Deutschen schon kurz -’rij) Beginn durch Rohr den Führungstreffer gc- ;±or'en hatten. Schwach oder wenigstens schwächer als sonst war die Läuferreihe, die erst nach dem Wechte! in Schwung kam. Hervorragend 'j)-ug sich die deutsche Hintermannschaft, besonders Jakob im Tore. Auch fein Ersatzmann Buch- oh, der nach Jakobs Verletzung das Tor hütete, tz.ag sich zusammen mit der Münchener Der» c iftgung glänzend. 3m Sturm fand sich Malik nicht richtig ein, während sich die Münchener gut verstanden und auch Kobiersli gute Leistungen zeigte. Schiedsrichter B a e r t - Bägien leitete den Kampf gut Die erste Halbzeit. Die Deutschen hatten einen großartigen Start. Schon in der dritten Minute führte ein hervorragendes Zusammenspiel zw scheu dem Linksaußen Kcibierski und Rohr durch letzteren zum Führungstor der deutschen Mannschaft. Die Deutschen blieben zunächst im Vorteil, der italienische Hüter muhte mehrfach eingreifen. Von der 15. Minute an rissen dann die Italiener das Kommando an fich. Jakob bekam jetzt mehrfach stark zu tun, erledigte sich aber seiner Aufgabe sehr geschickt, älnabläftig rollten die italienischen Angriffe gegen das deutsche Tor, die deutsche Hintermann- fchaft hielt aber stand. Jakob hielt placierte Schüsse aus nächster Rähe mit verblüffender Sicherheit. In der 26. Minute war er aber einem Treffer Meazzas nicht gewachsen. Großer Jubel belohnte den Ausgleich. Haringer und Jakob schlugen sich weiter glänzend; aber in der 30. Minute mußte Jakob doch den Führungstreffer der Italiener durch Constantino hinnehmen. Dis zum Schluß der ersten Halbzeit vollbrachte Jakob wahre Glanzleistungen. Rach der Pause. Die Italiener behielten auch in der zweiten Halbzeit das Heft in der Hand. Rach dem Jakob nochmals eine schöne Chance Orsis vereitelt, wurde die deutsche Mannschaft wieder besser. Besonders die anfangs nicht überzeugende Läuferreihe schaffte jetzt mehr. In der 12. Minute erzielte Meazza aus Abseitsstellung ein Tor, das trotz des größten Protestes der Zuschauer nicht anerkannt wird. Trotzdem kommen aber die Italiener in der 15. Minute nach Zusammenspiel Ferraris—Schiaviv durch Ferraris zu ihrem dritten Treffer. Jakob schied dann verletzt aus und wurde durch den Westdeutschen D u ch l o h ersetzt. In der 2). Minute fiel wieder ein Abseitstor Meazzas, das keine Anerkennung fand. Die Italiener blieben fast bis zum Schlußpfiff überlegen. Rur vorübergehend wurden ihre Angriffe durch deutsche Angriffsaktionen unterbrochen, die aber zu keinen Erfolgen führen. Dank der guten Arbeit der deutschen Hintermannschaft wird wenigstens das Tor- ergebnis nicht noch erhöht. ♦ Süddeuischland - Oberitalien 0:l(0:l) In das im schönsten Sonnenschein daliegende Münchener Dante-Stadion hatten sich am Reu- jahrstage rund 25 000 Zuschauer eingebunden, um den Repräsentativkampf Süddeuischland—Oler- italien zu sehen. Diejenigen aber, die eine sportliche Delikatesse erwartet hatten, wurden bitter enttäuscht, denn das Spiel konnte nicht überzeugen, da hauptsächlich der süddeutsche Sturm eine Katastrophe war. Die Italiener kamen $u einem verdienten Siege, der aber immer wieder in Frage stand, denn besonders in der zweiten Halbzeit war die süddeutsche Elf drückens überleben. In ter Manns a t sie e r besonders die beiden Außenstürmer und der Läufer Pomi durch ihre große Schnelligkeit und technisch glänzende Ballbehandlung auf. Auch der Tormann Compiani wußte sich durch einige glanzvolle Paraden den Beifall der Zuschauer zu holen. Die Italiener hatten feinen Versager, dagegen klappte es auf süddeutscher Seite überhaupt nicht. Restlos gefallen konnten eigentlich nur Köhl im Tor und Bader in der Verteidigung. Breindl, Kraus und Langenbein fielen wenigstens nicht aus, der Rest aber f>atte cir.cn ganz schwachen Tag. Als Schiedsrichter betätigte sich der Oefterreiche:1 Belanek mit bestem Erfolge. Als das Spiel schärfer zu werden drohte, griff er rechtzeitig durch. Kurze Gporinoiizen. Wiener P r o f i f i e g e gab es am Neujahrstage bei den Nothilfespielen in Süddeutschland. Der WAE. Wien schlug eine Mannheimer Städtemannschaft 4.0 (0.0), Vienna Wien fertigte am Samstag die Trierer Stadtmannschaft 5:0 (5:0) ab; eine Frankfurter Stadtmannschaft wurde vom Wiener SC. 3:1 (1:1) geschlagen, und Nicholson Wien trug über den FV. Lörrach einen hohen 6:2-Sieg davon. * Geschlagen wurde — allerdings unverdient — Ujpest Budapest von der Nürnberg-Fürther Stadtmannschaft mit 3:1 (2:1). * B e i den süddeutschen Meisterschafts- spielen wurden die beiden badischen Vertreter besiegt. Der Karlsruher FV. unterlag in Stuttgart den Kickers mit 5:2 (1:1) und Phönix Karlsruhe ließ sich auf eigenem Platz von Union Böckingen 2:4 (1:2) schlagen. *■ Zahlreiche Eishockeys pieke gab es am Neujahrstage. Der SC. Riessersee schlug in Riessersee Ferencvaros Budapest überlegen 4:0, Brandenburg Berlin war in Krynica (Polen) gegen den Wiener EV. mit 1:1 ein Achtungserfolg beschieden. Mit 2:1 schlug der Münchner ED. den Innsbrucker EV. im Rückspiel und der SC. Forsthausstraße Frankfurt war in Charnpery (Schweiz) über Stade Lausanne 5:2 und über die Cambridge-Eskimo mit 3:2 siegreich. ZweiSiegergab es im Spengler-Pokal-Wett- bewerb, nachdem am grünen Tisch beschlossen wurde, dem LTC. Prag und der Universität Oxford zusammen den ersten Preis zuzuerkennen. Da die Oxforder durch diese Entscheidung endgültig Pokalsieger wären, haben sie freiwillig auf den Cupgewinn verzichtet. * Gottfried von (Tramm wird sich am internationalen St. Moritzer Hollen-Tennisturnier als einziger Deutscher beteiligen. * B e i dem nationalen Skispringen in Partenkirchen siegte am Neujahrstage der Iungmanne Eisgruber (Partenkirchen) mit Note 213,3, während Wörndle (München) den weitesten Sprung mit 40 Meter stand. • Eine Flughöhe von 8000 Meter erzielte der junge Italiener Nicolot mit einem für Tourenzwecke gebauten Wasserflugzeug. Er stellte damit einen neuen Weltrekord auf. Wirtschaft. * Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 28. Dezember berechnete Indexziffer der Großhandelspreise ist mit 91,6 gegenüber der Vorwoche (92,4) um 0,9 v. H. gesunken. Don den Hauptgruppen hat sich die Indexziffer für Agrarftosfe infolge zum Teil saisonbedingter Preisrückgänge für Schlachtvieh, Butter und Eier von 84,5 auf 82,4 um 2,5 v. H. gesenkt. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren stellte sich auf 87,2 (minus 0,2 v. H. und die für industrielle Fertigwaren auf 113,4 (minus 0,1). Hiervon entfallen auf Produktionsmittel 115,5 (minus 0,1 v. H.), Konsumgüter 118,8 (minus 0,1 v. H.) * Weitere Realkrcditinstitute, die in bisheriger Höhe verzinsen. Laut Mitteilung im Reichsanzeiger find nachfolgende Institute in der Lage, die von ihnen auf Grund von Hypotheken und Grundschulden ausgegebenen Schuldverschreibungen in der bisherigen Höhe weiter zu verzinsen: Deutsche Zentralbodenkredit AG., Berlin, Deutsche Hppothekeybank AG., Berlin, Berliner Hypothekenbank AG., Berlin, Deutsche Genossenschafts - Hypothekenbank, Berlin, Frankfurter Hypothekenbank, Frankfurt a. M. und Rheinisch-Westfälische Todencredit-Bank, Köln. * Zu ckerfabrik Rheingau AG., Worms. Die zum Interessenbereich der Süddeutschen Zucker AG., Mannheim, gehörende Zuckerfabrik Rheingau AG., Worms, verarbeitete im Geschäftsjahr 1931-32 infolge der Kontingentierung nur 0,8 gegen 1,293 Mill. Dz. Ruben im Vorjahre. Der gute Zuckergehalt der letztjährigen Ernte ermöglichte aber irotzdem ein befriedigendes Abschlußergebnis. Der Betriebsüberschuß wird mit 420 124 Mk. ausgewiesen, so daß nach Berücksichtigung der wieder 170 000 Mk. betragenden Abschreibungen ein verfügbarer Reingewinn (einschließlich 5283 Mk. Vortrag) von 255 405 Mk. verbleibt. Der am 9. Januar stattfindenden Generalversammlung wird vorgeschlagen, hieraus unverändert 7 v. H. Dividende auf 3,131 Mill. Mk. Grundkapital auszuschütten und den Rest auf neue Rechnung vorzu- tragen. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 31.Dez. Auch die letzte Woche im alten Jahre brachte im Frankfurter Eiergrohhandlung keine Belebung des Geschäfts. Der Absatz war unverändert schwach, und die Preise gingen unter dem Eindruck der stark zunehmenden Reuproduktion meister weiter um V< bis 1 • Pfennig zurück. Der vollkommene Wegfall der Kühlhauseier, die so gut wie ausverkauft sind, brachte keine Besserung für den Absatz in frischen Eiern. Die weiteren Aussichten werden von Fachkreisen wenig günstig beurteilt, doch hängt die Entwicklung von der Witterung in den nächsten Wochen ab. Es notierten in Pfeimigen per Stück loco Frankfurt (Main): Bulgaren 8,5 bis 9, Jugoslawen 7,5 bis 8,5, Rumänen 7,5 bis 8,5, Holländer 7,5 bis 10,75, Flandern 9,5 bis 10, bayerische Landeier ungestempelt 8,5 bis 9,25. deutsche Frischeier 9 bis 12, in- und ausländische Mittel- und Schmutzeier 7 bis 7,5. Frankfurter Buttennarkt. Frankfurt a. M., 31. Dez. Rachdem bereits am Heiligen Abend ein merklicher Preisrückgang eingetreten ist, erlebte der deutsche Buttermarkt am Donnerstag den zweiten Preissturz. Die Preise am hiesigen Markt muhten infolge des starken Angebots von deutscher Butter erneut um etwa 8 bis 12 Mk. ermäßigt werden, und selbst bei noch niedrigeren Forderungen blieb der Absatz schleppend, so daß erhebliche Mengen wieder in die Kühlhäuser eingelagert werden muhten, zumal der Detailhandel noch reichlich versorgt sein soll. Der Preis für holländische Butter konnte sich dagegen in der abgelaufenen Woche etwa behaupten, da dort die Produktion wesentlich kleiner als bei uns ist. Die Verkaufspreise des Großhandels lauten (in 1-Zentner-Tonnen): holländische Butter 123 bis 125, deutsche Butter 108 bis 115 Mk. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. $r% efc m.7% Tt.Reich4anl.v. 1929 93,25 93,5 92.7 93,5 5,/.°o Do ring.Anleihe von 1930 .. Tenttche Anl.-Ablös.-Schullr mt Auslos.-Rechten ........... 77 77 76,75 77 63,25 63,25 63 62,9 Teogl. ohne Au-loj.Rechte...... 6% ebem.8% Heft. Bol^staat 1929 trückzahlb 162%)............ 7,15 7.65 7,2 7,55 76 76,5 76 76,75 Lberbessen Provinz-Anleihe tna AuÄos..Rechten ............ 59 60 Deutsche Komm. Sammelab LSn leihe Seriel mit Auslos.-Rechlen 59,65 58.25 57,75 58,5 6% ehem. 8% Franks. Hyo.-Donk Golbpse. 15 unkündbar bis 19.35 86 86,5 6% ehern. 7% grants. Hvp.-Ban! «oldose. 16 unkündbar bis 1936 85 86,25 5%% ehern. 4>/t% Franks. Hpp. Bank-Liou..Psandbriefe ..... 85.9 86 y/i% ehern. 1YZ% Rheinische Hvp.-Bank-Liou^Goldpfe. ... 86,25 86,75 6% ehern. 8% Pr. Landespsand briesanktatl, Pfandbriefe R. 19 84 84,5 83,75 84,5 6% ehern. 7% Pr. LandeSvsand briekanstalt, Pfandbriefe R. 1^ 83,5 84,5 4% Oesterreich»Le oiolbtenic... _ 9,5 _ _ 4,20% Oesterreich»che Silberrente 1,05 1,05 1,2 1,2 4% Ungarische Goldrenie ...... — 6,5 4% Ungarische Staat-reale v. 1910 4y,% de-gl. von 1913.......... 5% abgell. Gold Mexikaner von 99 — 6 — — — 6,5 — — — 6,65 6,6 6,55 4% Turftiche Zollanteibe von 1911 4,1 4 4,1 4,15 4% Türkische B ag dadb ahn-Anleihe Serie! ... ...... _ 4,2 4,3 4,4 4% de-gl. Serie II...... 4,2 4,225 4,25 4,5 6% Ru män. vereiah. Rente v. 1903 — 4i4%R,imän.vereiah.Renlev.l913 — — — — 4% Rumänische vereiah. Rente .. _ — — — 8%% Anatolier............... 22,4 22,5 22,4 22,25 .Tiün. Ul. u. ,vl. ätr-.n Schluß» kur» Echlußl. Abend» bö-se Schluß» furd Schlußk. Mittag» börse Datum 30.12- 31.12. 30.12. 31.12. Hamburg-Ämerila-Palei ..... I 17,5 17,25 17,5 17,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — — — 26 Hansa Dampfschiff........... Norddeutscher Lloyd ......... 0 — — 26 26.75 0 18.25 18,5 18,5 18,13 A.K. für Verkehrswesen Ml. .. 0 45 45 44,9 43,9 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 89 89.9 89 90.5 Commerz- und Privat-Banl ... 0 53 53 53,5 53.5 Deutsche Bank und Di-conko» Gesellschaft................ 0 75 75 75 75 Dresdner Bank.............. 0 61.75 61,75 61,75 61.75 Reick>Ä>ank ................. 1 145.5 146,25 145,4 147 A.C.G..................... 0 29,5 30 29,75 30,25 Cleklr. Lieferungsgesellschaft ... 5 81 81,5 82,75 82 Licht und Kraft ............. 6 96 95.5 96 96 selten L Guilleaume ........ 0 55 54 54,5 53,25 Gesellschaft für Elektrische Unchr. nebmungen............... 1 76 76.5 76 75,5 Rheinische Elektrizität ........ o 93.5 94,75 94 95.25 Schultert & Co............. 0 85 86 83,25 85,75 Siemens & ........... 118 119.5 118 120 LahmeyerLLo.............. IC 116 115 116,9 l 116,25 Buderus ................... l, 43,75 43 43,75 43 Deutschs Eroöl ............. 4 86 87.5 85,5 87,75 Gelsenkirchener.............. 0 50,25 51 50,75 50,25 Harvener.................. 0 89 85,65 87 86,25 Hoesch teilen—-öln-Reueften.. 0 — — 53,25 53,5 3Tfe Bergbau .............. 7 — 135,25 136,5 135,5 Ilse Bergbau Genüsse........ / 105,5 104,5 104,5 104.9 kiöcknerwerke ............... Mannesmann-Rohren........ 0 48 47.75 48 47 0 62.4 62,5 62,75 62.5 Mausfelder Bergbau ......... 0 25,25 24.5 25 25 cberjchlel. Sokswerke ....... 0 75,65 75 Phönix Bergbau ..... 0 35,4 34,5 36 34.9 Rheinische Braunkohlen ...... 10 202 197JI 201 196,5 Rhetnstahl.................. ü 73,65 72 72,5 73 Hrantfun a.M. Berlin Schluß» turs Schluß!. Abend» börs Sch uß» turs Schlußk. Mi tag» bSre Datum 30.12. 31.12. 30.12. 31.12. Bereinigte Stavlwerke..... ... u 35,25 34,25 35,4 34,25 L tavi Minen ............ ... 0 16,25 16,65 16,5 17 Kaliwerke Aschersleben..... ... 6 116 115 116,25 116,25 Kaliwerke Westeregeln..... Äaliwerke Salzdetfurth .... ... 6 120 119 120,5 119,5 ... 9 173 170 173,25 171,5 3 G. Fastwn-Jndusicü .... - 96,25 95,75 96,25 96 Scheide anstatt........... ...10 154 153,5 - — Goldschmidt ............. ... 0 33,5 32.9 33,9 Rütgerswecke........... ... 0 43,75 44 43,4 43,9 Metällgesellschaft.......... ... 0 33,5 33,5 34 35 Philipp Holzmwm........ Zementwerk Heidelberg .. Zementwerk Karlstadt...... ... 0 60,5 61,751 60,9 61,5 ... 4 ... 0 46,5 57 47 57 — _ 13at)6 & Freytag ......... ... O 5,5 5,13 5,25 5,25 Schultheis Patzenhofer.... ... 0 102,75 104,25 idu (Allgemeine Kunstseide) ... 0 47,75 46 47.4 46 Bemberg................ ... 0 58 59,5 58,75 59 Zellstoff Waldbos ........ Zellstoff Aschaffenburg ... 0 ... 0 46 30 45,5 33 45,75 30 45 32 Dessauer GaS...... ... 7 — — 107,9 110 Daimler Motoren........ ... 0 19,25 19,13 19,4 19,5 Deutsche Linoleum ....... ... 0 42 40,5 42 41,5 Oren stein & Koppel ...... . 0 40,75 41,25 Leonhard Tietz........ . 6 40 40 39,75 40 5hade................ .. ...12 141,5 144 141,5 145,5 Kritzner................. ... 0 29 29 1 28,5 Mainsrastwerke Höchst a.®L ... 4 64 64 - — Süddeutscher Zucker ..... ... 8 - 1 145 1 146 147,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a 37 Banknoten. Zg. Dezember 31. Dezember Amtliche »fib Dotierung Vrie Amtliche Notieruoa Selb | »rir Helsinglors. 6,124 6,136 6,134 6.146 Wien...... 51,95 52,05 51,95 52.05 12,465 12,485 12,465 12,485 Budapest ... Sofia..... 3,057 3,063 3,057 3,063 Holland .... 169,18 169,52 169,18 169,52 LSlo....... 71,83 71,97 72,27 72,03 72,17 Kopenhagen. 72,13 72.43 72,57 Stockholm... 76,07 76.23 76.32 76,48 London ..... 13,93 13.97 13.98 14,02 Buenos Aires 0,858 0,862 0.858 0,862 92eunotf .... 4.209 4.217 4.209 4.217 Brüssel----- 58,31 58,43 58.29 58.41 Italien..... 21,55 21,59 21.55 21,59 Hari- ..... 16,42 16,46 16.42 16.46 Schweiz ... 80.95 81,11 80.95 81.11 Spanien.... 34,39 34,45 34,39 34.45 Danzig.... 81,72 81,88 81.72 81.88 I-wan..... 0,869 0,871 0.869 0.871 Rio de Ian. 0.269 0,271 0,269 0,271 Jugoslawien Lissabon.... 5.574 5,586 5.574 5.586 12,76 12,78 12,76 12,78 Serkin, ZI.Deiember eeiF SHel Amerikanische Noten.............. 4,20 4,22 Belg che Noten.................. 58,13 58,37 Dänische Noten ................. 72.06 72,34 Englische Noten ................. 13.94 14,00 ssranzösische Noten.............. 16.38 16.44 Holländische Noten............ .. 168,81 169.49 Italienische Noten................ 21.49 21,57 Norwegische Noten .............. 71.86 72,14 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... 2,46 2,48 Schwedische Noten............... 76,15 76,45 Schweizer Noten................. 80,77 81,09 Spanische Noten................. 34,25 34,39 Ungarische Roten ................ —