N’l ist- 4^?* Ne- Sr^et , l)Qlte'55.4n 1 e dornig Si«6'",“'S »«t *tae i« ;r, Mle fQlJfh Ji er)H als legte. - 7" Hauk Zu Bett fegen, l).leIt ihre yin, . ^'Men gleich, i e, Patienten I» 1 '"Schlaf. । w sah ihn Q!y uun immer s, ' mit ihre« 1 A, so viel aus ‘ andere 1 eine "’,®w iMt es '"ie Madien of, Mensch hätte sich 'kr ihr Rinn ge> n°u wie die an. 'her Chchal ... 'lassen, wenn g und umspannte lufschrie. >,Schanz immer wurde ich. im Vordergrund? mer ..." ' )u so schlecht sein 1 lielte rasch in'bea >ch erleben, daß ich Igt) II 8 [steüenangejg i/ ;u i8uclie »v ag, 2. Tlooember. 6725 D , M er n. n« L >er ib» M i AllelnfK nidilffi W ?ZZ ZzZA » M&W'I 1 la.»' : }MlM -sK - r.iie'Rer^Jw^ eÜsi-ifchmMkavt MW »mW" ratze 29 . In* November 1933 W Isleisch mit Kraut Mgcmter [~Mielgesucüej Weiteres W®1 • "^^Zeugnisi gesucht' biemln- ub. I®'91'. &dirit Beding' 6729; Mittwoch, .NovemberMZ Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 256 Zweiter Blatt I 4 ' E e WÄgja S® V;w;t Was gibt es Neues in der Medizin? Das neue Nickel-Markstück DÜ mt gutmütigem Spott und derbem Humor so> unbekümmert auf die Beine gestellt, daß das Publikum vor Lachen nicht dazu kommt, den Fall etwa von der moralischen Seite zu nehmen. . h Komik und Spannung der drei Akte beruhen nicht so sehr auf der halb undurchsichtigen, halb unmißverständlichen Situation als vielmehr auf - Tatsache, daß die meisten der 'N d'e nachtllche Affäre verwickelten Personen em schlechtes Gewissen haben, und zwar jede von ihnen aus einem andern Grunde-, daß sie es alle zur gleichen Zett haben - zwischen Hahnenschrei und Zweitem Frühstück nämlich — ist ein immerhin glaubhafter Zufall und em dankbares Komödienmotiv. — * Die Aufführung — unter der Spielleitung von An-ton Neuhaus — war eine ungemein ergötzliche Angelegenheit, die offenbar den Mitwirkenden ebensoviel Spaß machte wie den Zuschauern. Hier saßen die Pointen im breiten niederdeutschen Bauernplatt, wo sie hlngehorten; hier hausten sich aufs Stichwort die Verwicklungen, Spannungen und Ueberrafdjungen, und obwohl zum Schluß eigentlich alles ganz lustspielmäßig im Sande verlief, halle jedermann den Eindruck, daß dieser Fall vor seinen sehenden Augen gründlich geklärt sei bis auf den bewußten Hosenknopf. Und das war ja wohl der Sinn dieses Abends. — Herr Löffler hatte einen massiven Bauernhof aufgebaut mit Wohnhaus, Brunnen und Scheuer in einer sommerlich heiteren Land|chast. Eine Fülle sehenswerter Figuren bevölkerte den Schauplatz: Herr Neuhaus als Gemeindevorstand Kreyenborg, der zwar schlecht geschlafen und „Dreck am Stecken" hat, aber sich nicht ins Bockshorn jagen läßt und den Kampf aufnimmt; eine herrliche Type war der dummpfiffige, pomadig daherredende Tameling des Herrn Geiger; Frau Koch als Trina Witt hatte sich erstaunlich hergerichtet und gab eine atemraubende Schilderung des nächtlichen Abenteuers in ihrem Hause; Herr L ü p k e machte den überaus eifrigen und schneidigen Amtshauptmann Kröger (einen nahen Verwandten des seligen Wehrhahn) und förderte die Untersuchung zu verblüffenden Ergebnissen. Fräulein Wiel ander, die muntere Tochter vom Hofe, und Herr Dieten, der tüchtige Tierarzt, behaupteten sich in ihrer ziemlich heiklen Lage mit geistesgegenwärtiger Frechheit. Luise Schubert-Jüngling auf hannöversch, die Herren Förderer, Nieren und Tank rundeten das Ensemble mit hübschen Leistungen angenehm ab. Das Publikum unterhielt sich sehr angeregt und spendete dankbar Beifall. hth. „Wenn am Sonntagabend die Oors- mnsi spielt/' Obwohl es gleich zu Anfang anregend und hoch- dramatisch nach einer gediegenen Keilerei im Dorfkrug riecht, erzielt dieser Film der Terra, wie der behäbig-stimmungsvolle Titel bereits anzudeuten scheint, feine beste Wirkung mehr mit idyllischen Szenen und malerischen Bildern als durch die allmählich in Gang kommende, ein wenig romanhafte Handlung. Eine Kuh wird gemolken. Ein hochbeladener Erntewagen vor dicken Sommerwolken auf weitem Feld. Ein junges Liebespaar im wehenden Korn. Der Bauernschuster hinter der Schusterkugel. Eine Schafherde. Ein prachtvolles Quartett dörflicher Musikanten, die am Sonntagabend zum Tanz aufspielen. Dennoch bleibt der Film nicht in einem unverbundenen und unverbindlichen ländlichen Bilderbogenausschnitt stecken, sondern erhält durch das aktuelle und lebenswichtige Motiv der Arbeitsbeschaffung einen kräftigen Antrieb und unmittelbare Beziehung zum zeitgenössischen Beschauer. Eine harmonisch heitere Losung der zu Anfang angesponnenen persönlichen Konflikte gibt den Ausklang. Die Regie von Charles Klein bringt schone, klare Photographien und beweist einen gesunden Sinn für volkstümliche Szenerie und humorvolle Episoden. Unter den Darstellern sieht man seit langer Zeit wieder einmal Harry Liedtke, der einen schrulligen und einsiedlerischen Gutsbesitzer spielt und sich erst sehr allmählich in die unwiderstehlich-strahlende Erscheinung zurückverwandelt, in der er seine stürmischsten Triumphe feierte. Maria Paudler ist seine hübsche, lustige und äußerst energische Partnerin. Unter der ländlichen Bevölkerung sind an erster Stelle Else E l st e r , Jacob Tiedtke, Olaf Bach, Carl de Vogt, Gerhard Dammann und Paul Beckers zu nennen. Musik von Schmid t- B o e l ck e ; das Leitmotiv ist ein im letzten Winter sehr volkstümlich gewordener Walzer, der auch in der primitiven Instrumentierung der Dorfkapelle mit erfreulichem Schwung zur Geltung kommt. — Der Film läuft seit gestern im L i ch t s p i e l h a u s; aus dem Beiprogramm verdient neben der aktuellen Ufa-Tonwoche vor allem ein Werbefilm für das Winterhilfswerk allgemeine Aufmerksamkeit. Oie kopflose Statue. Die bekannte Geschichte von dem „Neureichen", der eine bestellte Nachahmung der Venus von Milo zurückweist, weil die Arme fehlen, klingt gar nicht so unwahrschinlich, wenn man das Erlebnis eines Parisers hort, das er in einem Blatt berichtet. Er fand auf dem „Flohmarkt", der Trödelmesse der Pariser, eine sehr schöne alte Kopie der berühmten antiken Statue der Siegesgöttin von Samothraks, die 1863 auf der Insel ohne Kopf gefunden wurde und jetzt einer der größten Schätze des Louvre ist. Der Kenner, der sich auf ein heftiges Handeln gefaßt machte, fragte den Verkäufer, was er für das Stück haben wolle. Der Trödler warf einen geringschätzigen Blick daraus und sagte: „Schade, daß der Kopf fehlt, da können Sie sie für 10 Franks bekommen". Worauf der Käufer rasch das Geld zahlte und mit dem so billig erstandenen Schatz in eine Autodroschke flüchtete. Oochscbulnacb richten. Professor Dr. L. Wolf, Ordinarius für physikalische Chemie und derzeitiger Rektor der Universität Kiel, erhielt einen Ruf auf den phnsikalisch- chemischen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Der R o st o ck e r Ordinarius Professor Dr. E. Keeser hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für Pharmakologie an der Universität Hamburg erhalten. länder. „Arbeit und Brot" für die alten Kämpfer. Unter BeiugncIThie auf meinen letzten Aufruf oom 14. Oktober 1933 weife ich darauf hin, daß für die Unterbringung von land-, forst- und Milchwirtschaft- lichen Angestellten die Se;irt»stellennackm,eife de» Deutschen Land- und Iorflangestellten^Verbande» rbenfaff» den Arbeitsämtern gleichgestellt find. Sie verfahren im Sinne meiner Anordnung. Vie Unternehmer de» Reichsnährstände» werden hiermit aus- gefordcrt. alle Arbeitskräfte dieser Art bei diesen Stellen anzusordera und durch Voppeloerdiener- Lntiassungen sreigervordene Arbeitsplätze neu ju besetzen. 3 r a n f f o r t a. 2TU 31. Oktober 1933. Der Gauleiter: Sprenger. — Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater. 10.30 bi» 22 Uhr, „Wenn der Hahn kräht" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wenn am Sonntagabend die Dorsmusik spielt" mit Maria Paudler und Harry Liedtke. — A u s dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben- Heute 19.30 Uhr, als fünfte Bor- stellung im Mittwoch-Abonnement erste Wiederholung des erfolgreichen Volksstück»: „Wenn der Hahn kräht" von August Hinrichs: Spielleitung: Anton Neubau». Gewöhnliche Preise. Ende: 22 Uhr. — Freitag, 3. November, fünfte Vorstellung im Freitag-Abonnement, Wiederholuna de» Lust- fptcls: „Minna von Barnhelm" von Lessing, Spielleitung. Wolfgang Kühn«. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22 30 Uhr. ordentlich beachtens- und beherzigenswert, die er kürzlich in seiner großen Rede auf der Führertagung der NSDAP, machte. Hier brachte er zum Ausdruck, daß das außenpolitische Ringen um die Gleichberechtigung, in dessen entscheidendes Sta- dium wir eingetreten feien, untrennbar verbunden sei mit dem Komps um den wirtschaftlichen Aufstieg, dem Kampf um das Brot, den das deutsche Volk feit über acht Monaten ziel- bewußt führe. Hiernach gilt es zu handelnI Ls kommt alles darauf an, Arbeit zu schaffen, auf der anderen Seite aber auch die heimische innerdeutsche Kapitalbildung zu fordern. Die falsche Politik der früheren Jahre hat klar gezeigt, wohin die Abhängigkeit eine» Volkes von ausländischen Kapital- und Finanzeinflüssen führt. Jeder Groschen und jede Mark, die zur Sparkasse gebracht werden, schassen erwerbslosen Volksgenossen Arbeit, stärken den Kapitalfonds des deutschen Volkes und tragen aud) von dieser Seite zu feiner Befreiung bei. Umberto Urbano singt . . . Das Konzert, das gestern abend im Lichtspielhaus Bahnhofstraße stattfand und den italienischen Kammersänger Umberto Urbano in Gießen zu Gast sah, war außerordentlich gut besucht. Der Sänger, eine hohe, stattliche und sympathische Erscheinung fang eine Reihe von Liedern und Arien aus bekannten Opern italienischer Komponisten In italienischer Sprache. Seine Gefangs- kunst steht weit über dem Durchschnitt und der Sänger beherrscht seine, wenn auch nicht sehr umfangreichen, so doch hervorragenden stimmlichen Mittel mit einer Virtuosität, die Immer wieder in Erstaunen setzte. Seine erste Darbietung, eine Ca- vatine aus „Die Puritaner" von Bellini zeichnete sich durch eine Ausgeglichenheit des Vortrans aus, die sofort sympathisch berührte und dem Künstler dankbaren Beifall einbrachte. Auch in seinen wei- tercn Vorträgen hielt Umberto Urbano alles Maß und legte Wert darauf, den seelischen Reichtum in den Kompositionen zum Leben zu erwecken. So hörte man u. a. eine Arie aus „Der Troubadour", die, sicherlich vielen der Hörer bekannt, mit besonderer Aufmerksamkeit gehört wurde Die ganze Virtuosität seines gesanglichen Könnens konnte der Künstler in einer Eavatine au» der Oper „Der Barbier von Sevilla" offenbaren. Sorgfältige Wiedergabe fand auch ein „Ave Maria" von Rossini und verschiedene andere Kompositionen italienischer Komponisten, die der Künstler naturgemäß ausgezeichnet beherrschte. Mit großer Freude wurde auch das Rückertsche Gedicht „Du bist die Ruh'" in der Vertonung von Schubert gehört, das Urbano in deutscher Sprache fanq und dadurch stärksten Beifall auslöste. Sehr dankbar wurde auch die „Zueignung" von Richard Strauß aufgenommen. Mit zwei weiteren Liedern beschloß der Künstler das wohlbemessene nicht allzu umfangreiche Programm. Daß Urbano nicht an letzte Bezirke der deutschen Seele rühren konnte, lag weniger an feiner Gesangskunst, als an der uns uniform erscheinenden Art des Vortrags und der Fremdheit der Sprache in ihrem Klang. Ein großer Teil des Erfolgs, den der Abend dem Sanger brachte, darf dem Künstler Hans G a r e l » (Frankfurter Over) zugeschrieben werden, der völlig uneigennützig begleitete und außerdem für eine mit großer Sicherheit und voll- endetem musikalischen Ausdruck wiedergegeb"ne Komposition, ein Scherzo (Braun), anhaltenden Beifall erntete. Ein Teil de» Reinertrags des Abends kommt der Winterhilfe zugute. Daten für Mittwoch, 1. November. 1755: Lissabon wird durch Erdbeben zerstört; — 1880: Der Grönlandsarscher Alfred Wegener in Berlin geb.; — 1914: Deutscher Seesieg unter Vizeadmiral Graf v. Spee bei Coronet über die Eng- *• Durchgehende Arbeitszeit im hessischen TI i n I ft e r i u m. Del den hessischen Mlnlsterialbehörden wird vom 1. November ab probeweise die durchgehende Arbeitszeit eingeführt. Sie dauert Im Winter von 8 bi» 16 Uhr und Dürfte eine beträchtliche Ersparnis an Deleuchtungskosten mit sich bringen. In den Sommermonaten soll die Arbeitszeit oon 7 bi» 15 Uhr dauern. Auslösung des Büro» beefeithert- gen Mini st er Präsidenten Wie Staats- Minister Jung mitteilt, ist da» Büro de» seitheri- gen Ministerpräsidenten aufgehoben worden Die von dem Minisierpräsideiuen seither verwalteieu Kapitel 13—19 des Staatsvoranfchlags gehen an die Ministerialabteilung Id über, alle übrigen Aus- flaben werden jeweils von den zuständigen Mini- ierialabteilungen übernommen RS.-Frauenschaften Gießen - Miite und - Nord Der gemeinsame Ortsgruppenabend der NS-Frauenschasien Gießen Mitte und -Nord nm heutigen Mittwoch im Bewertschasisbaus de- ginnt nicht um 20.30 Uhr, sondern IM 20 Uhr. Volksabstimmung am 12. November 1033. Die große D o H • f a n b g e b u n g am kommenden Samstag, 4.7rooember, nm 14 Uhr, in G i e h e n auf dem T r I e b nimmt da» Interesse der Oesfenllichkeit in Stadt nnd Land schon jetzt stark in Anspruch. Sekannllich werden bei dieser Kundgebung Gauleiter und Reichsstatthalter pg. S p r e n- gec, Relch»bauemführer und Reichsminister Pg. Dr. D a r r 6 und Staatssekretär JJg. Bade sprechen. Aus allen leiten Oberhessen» und au» den Kreisen । Marburg, Wetzlar und Dillenbeurg werden die deut- > scheu Volksgenossen zu dieser gewaltigen Kundgebung erwartet. Man rechnet mit dem Besuche von minde- ftens 25 000 Menschen. Zur yeranbefordemng und zur Heimfahrt dieser volksgenoffen werden Son- Verzüge gefahren. Auf dem Trieb find die Vorder ei tungsarbeiten bereits in vollstem Gange. Etwa 150 Männer sind zur Zeit damit beschäftigt, den gewaltigen Zeltbau zu errichten, in dem die Besuchermaffeu sich versammeln werden. Mr Gleichberechtigung, Arbeit und Frieden! rüstungskonferenz und dem Völkerbund fei selbstverständlich gewesen. Die anderen Mächte hätten bisher immer nur ausgerüstet, angeblich wegen der „deutschen Gefahr", in Wirklichkeit jedoch hätten sie gegeneinander gerüstet. 3n scharfer weise nahm der Hebner Stellung gegen die dummen und unverantwortlichen Schwätzereien von einem kommenden Kriege. Er betonte mit Nachdruck, das deutsche Volk habe nicht das geringste Interesse an einem Kriege, e» wolle mit allen Völkern her Welt in Ruh* «nb Frieden leben, e» verlange aber seine volle Gleichberechtigung, um in Ruhe und Friedet» neben den anderen Völkern leben und arbeiten ju können. Deutschland sei bereit, seine kleine Reichswehr bi» zum letzten Mann auszugeben, wenn auch die anderen Mächte alle ihre Soldaten nach Hause schicken würden. (Starker Seif.) In einer öffentlichen Kundgebung der Ortsgruppe Gießen Nord der NSDAP, im Caf6 Leib hatte man gestern abend erneut Gelegenheit, ein Bekenntnis z u der Politik unseres Führers Adolf Hitler für Gleichberechtigung, Arbeit und Frieden abzulegen. Rund 1000 deutsche Männer und Frauen waren der Einladung der Ortsgruppenleitung gefolgt und stellten sich mit Begeisterung hinter die Erklärungen, die der alte Mitkämpfer des Führers, Gauinfoektor und Kreisleiter Thiele aus Biedenkopf zur deutschen Politik nach dem Abschluß der Genfer Epoche und im Hinblick auf den 12. November abgab. Dem Blick eines rückschauenden Versammlungs- befuchers drängten sich gestern abend in diesem 93er- sammlungsiaale bemerkenswerte Vergleiche auf. Der Saal des (Safi Leib war noch vor gut Jahresfrist die Stätte, an der der Nationalsozialismus m heißem und schwerem Ringen um die Gewinnung der deutschen Menschen stond. In guter Erinnerung sind auch noch die vielfachen Anfeindungen rhetorischer und tätlicher Art, denen die Kämpfer Advlf Hitler» in und vor diesem Lokal, sowie in den Straßen unserer Stadt ausgesetzt waren, wobei das System Leuschner den ordnungsfeindlichen (Elementen der KPD. und der Marxisten nur allzu bereitwillig das yeld freigab, sehr zum Bedauern nicht nur des größten Teils unserer Gießener Bevölkerung, sondern auch mancher Polizeibeamten, die damals schon innerlich durchaus einig waren mit Adolf Hitler und seinen Kämpfern, aber genau so unter dem Drucke des marxisttschen Systems zu leiden hatten, wie viele andere deutsche Volks- genossen. Damals ein furchtbarer Kampf deutscher Menschen gegeneinander, ein Kamps, dessen Ausgangspunkt nur die Verhetzung deutscher Volksgenossen durch fremde Elemente und die Vergiftung mit dem verderblichen marxistischen Ideengut war. Jetzt dagegen — und auch gestern wieder in eindrucksvoller Weise — ein erfreuliches Bild der wunderbarsten Harmonie und des vollendeten seeli- then Gleichklanqs, eine wahre Familiengem.'in- chast aller deutschen Blutsangehörigen, eine Gernein- chast der deutschen Menschen, in der Unterschiede les Standes ober des Berufes, der Herkunft oder des christlichen Glaubensbekenntnisses nicht mehr zur Geltung kommen, in der die Achtung und Wertschätzung jedem deutschen Manne und feder beut» fcyen Frau gelten, die sich durch ihr Volkstum, ihre Arbeit und ihre vorbehaltlose Befahung des völkischen Gemeinschastsgedankens aller Deutschen Mn- reihen In die große nationale Volksgemeinschaft im Sinne des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler. Fürwahr eine Entwicklung, die man nur aus vollem Herzen begrüßen muh! Daß die prächtigen Worte des Kreisleiters Thiele bet dieser geistigen und seelischen, aber auch völkischen, nationalen und sozialen Gemeinschaft gestern abend auf fruchtbarsten Boden fielen, ist nur selbstverständlich. Der Redner, ein Mann des Volkes im besten Sinne des Wortes, ein Gefolgsmann Adolf Hitlers aus den Zeiten des An- fang» und des schwersten Ringens der NSDAP., hatte schon nach wenigen Sätzen innige geistige Verbindung mit seinen Zuhörern. Er verstand es, seine Gedankengänge in so interessanter und fesselnder Weise oorzutragen, daß man ihm gerne mit voller Aufmerksamkeit und großer Spannung zuhörte und sich willig seiner Führung anoertraute, deren Ziel es war. Die Politik des Führer» immer mehr in den Herzen und Hirnen der deutschen Man- ner und Frauen zur Aufnahme zu bringen. Brau- ende Beifallsstürme zeigten dem in schlichter und ehr sympathischer Weise sprechenden alten Kämpen »er braunen Front, wie stark die Uebcreinftimmung einer Zuhörer mit ihm und mit dem Willen des Führers und Dolkskonzler» ist. Besondere Bekräf- tigung erfuhren dabei mit Recht die scharf und klar formulierten Sätze an da» 'Ausland, dem der Redner nachdrücklich den ehrlichen deutschen Friedenswillen, aber auch die u n • abwandelbare und unverminderte Forderung Deutschland» nach voller Gleichberechtigung im Rahmen der Völker kunbgab. Nicht minder kräftig war die Zustimmung, als der Redner oon allen deutschen Volksgenossen die ungeteilte Gefolgschaft für Die Politik des Führers forderte. Mit Recht hob er dabei hervor, daß diejenigen, die sich am 12. November gegen Adolf Hitler aussprechen, nur die Geschäfte 'unserer außenpolitischen Widersacher besorgen und dadurch da» deutsche Volk an feiner Lebensgrund- tage und an seinem Wiederaufstieg schädigen. Wie innig da» Gemeinschastsband des Wollen» und des Zielstreben» zwischen dem Redner und leinen Zuhörern sich im Laufe des Abends gefestigt hatte und wie bereitwillig dem Führer Adolf Hitler auch hier treue Gefolgschaft geleistet wird, das kam in dem stürmischen Beifall nach der ausgezeichneten Rede Thieles überzeugend und erhebend zum Ausdruck (Souinfpeftor und Kreisleiter Thiele-Biedenkopf wies xu Beginn feiner Rede darauf hin, daß der Kampf diesmal nicht um innerpolitische Dinge, sondern um die Ehre unserer Ration, um die Freiheit unsere» Volkes und um die Freiheit unserer deutschen Scholle nach außen hin gehe. Er erinnerte daran, daß die Revolutionen anderer Völker stet» von Unvernunft acleitet waren und zu furchtbarem Blutvergießen führten, im Gegensatz dazu die nationalsozialistische Revolution auf Befehl de» Führer» in vollster Ordnung und Diszipiin durchgeführt wurde und die sofortige Inangriffnahme de« wiederausbaue» mit sich brachte, da der Führer bei der Uebernahmc der Macht nur einen politischen und wirtschaftlichen Trümmerhaufen und ein vielfach zerrissenes Volk vorfand. Wohin hie Entwicklung gegangen wäre, wenn Adolf Hiller nicht das deutsche Geschick in die Hand genommen hätte, zeigte dem Volke der Brand des Reichstages, der den Auftakt zur bolschewistischen Revolution und zur Aufrichtung der Diktatur des Proletariats fein sollte. Das deutsche Volk müsse dem Herrgott dankbar sein, daß er ihm in Adolf Hitler den großen Führer und Retter aus der N o t geschenkt habe, der mit starker Hand den Bolschewismus in Deutschland unmöglich machte. Der Redner lenkte sodann die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer auf den langjährigen, schweren und opferreichen Kampf der nationalen Bewegung hin und betonte dabei, daß der Schützengraben de» Weltkriege» die Geburtsstätte der nationalsozialistischen Weltanschauung war, da sich dort neben dem Glauben an die Nation der Sozialismus der Tat offenbarte. Dieser Sozialismus der Tat bedeute heute, mit aller Kraft dafür zu kämpfen, daß dem deutschen Volke wieder ein besseres Dafein und eine glücklichere Zukunft bereitet werde Der Redner wandte sich hierauf gegen die Weltanschauung des Marxismus und gegen Die ehemaligen bürgerlichen Parteien, die alle- samt den sch af senden deutschen Menschen nicht so geachtet hätten, rote er es verdient hätte und wie es notwendig gewesen wäre. Demgegenüber stehe die gewaltige Leistung der bisheri- §en 8 Monate Regierungszeit des Führers, in Der ereits 2Vz Millionen Menschen wieder in Arbeit und Brot gebracht werden konnten und gegenwärtig ein großartiges Winterhilfswerk durchgeführt werde. Weiter erinnerte Kreisleiter Thiele Daran, daß bisher alle Verhandlungen mit Den anderen Mächten immer nur zum Nachteil Deutschlands endeten und Dabei Verträge unterschrieben mürben, Die Verrat am eigenen Volke bedeuteten. Da dem deutschen Volke immer größere La st en aufgeb ür bet würben, währenb bie Sieger ft aaten ihre Vertragsoerpflichtungen nicht erfüllten. Diesen Weg weiterzugehen, lehnte Der Führer ab. Deutschlanbs Austritt aus ber Ab- Das deutsche Volk könne trog aller Greuelmarchen im Auslande volle» Vertrauen zu seinem Führer Adolf Hitler haben, der den deutschen Menschen wieder eine au» bem deutschen Slut geborene weltanschauliche Grundlage gegeben habe. Da» deutsche Volk stehe schon lange geschlossen hinter dem Führer Am 12. November solle e» noch einmal weithin sichtbar bekunden, daß es sich mit dem Führer völlig eins wisse. wer sich am 12. November nicht zu der Politik des F ü h r e r » bekenne, erkläre sich damit praktisch für die Genfer Politik unter französischem Einfluß, und solche Leute täten gut daran, wenn sie bann auch so schnell wie möglich au» Deutschland verschwänden. (Stürmische Zustimmung.) Adolf Hitler wolle nur ein»: die Freiheit und die Rettung de» deutschen Volke» auch nach außen hin. Auch das Ausland werde diesen großen Führer der Deutschen noch anerkennen, denn er fei nicht nur berufen, Deutschland zu befreien, sondern auch ganz Europa von ber bolschewistischen Unterwelt frei zu machen. Deutschlanb fei ber Vorposten auf dem Wege ber Befreiung Europas vom Bolschewismus. Jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau habe die Pflicht, durch ihr Jo lur Politik des Führers am 12. November bem Führer die schwere Bürde seiner großen Verantwortung mittragen zu helfen. Jeder deutsche Volksgenosse müsse durch seine Entscheidung am 12. November mit dazu beitragen, daß unserer Jugend der Weg zu einem neuen und besseren Deutschland, zur freien deutschen Scholle, für freie deutsche Arbeit bereitet werde. Das große Ziel des Führers, für das alle Kräfte bi» zum Letzten einzusetzen seien, heiße: e i n Deutschland ber Ehre unb ber Freiheit, Arbeit unb Brot für jeben deutschen Volksgenossen! Im vollen Derttauen auf den Führer müsse das große Werk des friedlichen Wiederaufbaues Deutschlands gelingen! (Langanhaltender stürmischer Beifall.) 10. Vllndessängerlag des Hess. Sängerbundes Ministerialrat Rinqshausen neuer Bundesführer. Bingen, 30. Okt. (WSN.) Am Samstag und Sonntag hielt hier der Hessische Sängerbund seinen 10. Bundesfängertag ab. In der Vorstandssitzung am Samstag gab der geschäftsführende Vorsitzende Born einen Rück- blick über die Arbeit des Bundes im verflossenen Halbjahr. Er konnte dabei feststellen, daß in engster Fühlungnahme mit der hessischen Regierung der Sänger- bund bedeutend weiter in seiner neuön Entwicklung gegangen sei, als die übrigen Kreise des Deutschen Sängerbundes. Besondere Fortschritte habe die Verschmelzung der Vereine gemacht, da in kleineren Orten das Nebeneinanderbestehen mehrerer kleiner Vereine nicht mehr geduldet wird. Auch in Chorleiterfragen sei starke Arbeit geleistet worden. Da die meisten Chorleiter bis jetzt im Nebenberuf ihr Amt ausübten, war es schwer, durch eine prinzi- Stelle Maßnahme hier reinen Tisch zu schaffen. Die rbeit in dieser Frage befinde sich noch in stetem Fluh. Hinsichtlich ber Ausbilbung der Chorletter liege ein Vorschlag des Direktors der Mainzer Musikhochschule Windsperger vor, ber Kurse oon Zwei Jahren für bie Vorbereitung junger Chorleiter einzurichten gebenkt. Diesem Vorschlag werben sich wohl auch Die Stäbtische Akabemie in Darmstabt und bas Institut für Lehrerausdilbung in Hessen anschließen. Aus bem Bericht des Schatzmeister» ging hervor, baß ber Hessische Sängerbund In seinen Finanzen durch die sparsame Arbeit Des neuen Bun- besoorftanbes sehr günstig befiehl unb daß die früheren Schulden beim Deutschen Sängerbund getilgt werden konnten. Rektor S I m r o ck (Offenbach) berichtete über die Chordirlgenten-Vereinigung, Die Dem SangcrbunD angegliehert ist unb als Zwangsorna- nlfahon alle Dirigenten umfassen soll. Auch hier sinb Die Organlfationsarbeiten In vollem Gange ober noch nicht zum Abschluß gelangt. Am LbenD fanb in Der Binger Festhalte ein Deutscher AbenD zum Besten ber NS.-Volkswohlfahrt statt. Der Sefifonnioa begann mit der Eröffnung einer Sonberaus- ftellung im Stäbtischen Museum, wo bas inter* eflante Archiv be» Männergesangverein» oon «chwadenheim einen Einblick in die Geschichte dc» zuerst vor einem Jahrhundert als gemischten Chor gegründeten Vereins gestattete. Zugleich stellten Verleger Chorliteratur au». 3u der Bundessängertagung in der Fechhalle waren die Vertreter der Gesangvereine aus allen Teilen Hessen» erschienen. Rach Be- gruhungsworten de» Provinzialoorsitzenden für Rheinhessen Walli or (Bingen) gedachte Schulrat Born zunochsl ber Toten bes Sängerbundes Als nächste» Ziel bezeichnete er e», daß Die Gedanken bes Dritten Reiche» alle Glieder bes Dunbes be- (cden unb burdjbringen unb wahre Dolksgemein- fdjaft in den «orbergrunb treten muffe. Dann wur- Den Die im engeren Ausschuß am Vortag erarbei- teten Resultate Den Anwesenden mitgetellt die Berichte bes Dundesoorsitzenden unb des Bunbesschan- meister» verlesen, die treue Mitarbeit des Chordiri- gentenotrbanbe» durch Simrock (Offenbach) ver- sprachen unb eine Anzahl au» Der Versammlung gestellte Anträge zur Kenntnis genommen unb dem Vorstand al» Material überwiesen Mittags bewegte sich e!r. großer Festzug unter Lorantritt des Bundesbanners und Der gähnen durch die reichgefchmückte Stadt bis zum Markt- platz. Dort kam es zu einer eindrucksvollen öffentlichen Kundgebung, an der eine unzaylbnre Menschenmenge teilnahm. Nach Massenchören, ausgeführt von 2000 Sängern unter Leitung des Gau- chormeisters Musikdirektor Josef Stnettel, begrüßte Schulrat Born Den Staatsminister Jung unD Den neuen Bundes sührer Mlnisteria> rat Ringshausen. Zu Dem neuen Dundesfüh- rer gewanDt, sagte Schulrat Born u. a.: Wir sinb Ihnen zu tiefstem Dank verpflichtet. Sie leihen Durch Ihren Namen unserer Sache Gewicht unD Ansehen. W i r geloben, treu z u Ihnen zu halten in Dem Bewußtsein, daß Sie uns mit Der Uebernahme Des Vorsitzes ein Opfer bringen. Wir begrüßen Ihre Führerschaft um so mehr, weil Sie in mehrfacher Hinsicht mit Dem Volk oerbunDen sinD, vor allem als Sohn Oberhessens. Es klingt ein flieh Durch Die Jahrhun- Derte hinDurch, Da» flleD oom deutschen Vaterland. In Der Zeit Des Zwischenreiches wurDe e» wohl auch gesungen, wir Sänger waren seine Künder und Bewahrer, aber wir muhten e» gewissermaßen leiser fingen. Jetzt klingt es wieder laut und übertönt aus begeisterten Sängerkehlen alle andern Lieder. Mit begeisterten Hetl-Rufen auf Den Führer schloß die Ansprache. Nach Begrühungsworten de» Bürgermeister» Ritter (Bingen) überbrachte G.aatsm nister Jung zunächst die herzlichsten Wünsche de» Herrn Reich»- statt Halters für den Bundestag, denen sich Die Staatsregierung anschließe. Er betonte. Daß Der nationale Gedanke gerade bei Den Gesangvereinen stet» daheim war. Er kam dann auf Den tiefen Ernst ber Jetztzeit und ihre wichtigen Entscheidungen zu sprechen. Adolf j) i t le r rufe alle 3ur Wahlurne, Das ganze Volk müsse zeigen, daß es ihm Gefolgschaft l e i ft e. Es müsse gezeigt werden, daß wir Gleichberechtigung verlangen und nicht dulden, daß die Ehre Deutschlands mit Füßen getreten werde. Jeder Deutsche, auch der, der bisher noch der nationalsozialistischen Bewegung fernstehe, müsse bei der Wahl für bie brutsche Ehr» e i n t r e t e n. Dieses Pflichtbewußtsrin möge auch von dieser Tagung ausgehen unb in alle Teile de» Hessenlandes bi» in die einsamsten Dörfer unb Hütten getragen werden. Die Ansprache klang au» im Horst-Wesiel-Lied. Ministerialrat Ainqshausen dankte sodann für das Vertrauen, da» ihm durch die einstimmige Wahl zum Bundesfuh- rer entgegrngebracht werde, unb betonte, baß er sich ber großen Aufgabe in geistiger, kultureller, wirtichafliicher und politischer Hinsicht dewugt sei. Angesicht» ber engen Verbundenheit, die alle Deutschen unb vor allem bie Sänger überall da, wo r» finqt und klingt, empfinden, wolle er alle seelischen Kräfte mobil zu machen versuchen, bie für bie wahre Pflege ber Kunst und des Liede» unerläßlich seien. Im Kampf um Geben und Bestehen Der Nation kämen all bie Kräfte zur Geltung, bie auch ba» Lied zu entfachen unb pflegen vermag. Darum solle mit Inniger Glut unb fanatischer Begeisterung gelungen werden, darum mühten auch mit i l f • Des Gesanges bie ewigen, sittlichen Kräfte in ber Seele entfaltet werden. Gerade die Tagung am Rhein lege den Gedanken nahe, welche Kräfte kn der Begeisterung für den deutschen Rhein liegen. So solle der deutsche Gedanke in die Ewigkeit hineingetragen werden. Lange lebe der Führer zum Wohle der deutschen Nation, ewig lebe der deutsche Gedanke! Wie ein feierliches Gelöbnis erklang darauf das Deutschland-Lied. Mit einem großen Konzert in der Festhalle, ebenfalls zum Besten der NS.-Dolkswohlfahrt oer- anstaltet, klang der Bundessängertag aus. Amtsgericht Gießen. Schnellgericht. Wegen gröblicher Beleidigung der SA., besonders der Gießener twas Schußpech hatte. Nach dem Seitenwechsel spielte Ruttershausen leicht Überlegen und stellte sich durch fünf weitere Treffer den Sieg sicher, während Nordeck nur noch einmal erfolgreich sein konnte. Die Gäste hinterließen einen guten Eindruck. Oie dritte Etappe der Berliner SA-^adsahrer. Die Berliner SA.-Radfahrer haben am Montag auf ihrer Süddeutschlandfahrt die dritte Etappe von Halle nach Weimar ohne Zwischenfall zurück- gelegt. Nach siebenstündiger Fahrt durch starken Regen und Gegenwind kamen die Berliner in der Goethestadt ein, wo sie herzlich empfangen wurden. Sic Deutschen Mnteikampsspiele im Harz. Großzügigste Vorbereitung. - Das Fest der deutschen Winteriportjugend. Die Deutschen Winterkampfspiele, die vom 26. Januar bis 4. Februar in Braunlage und Schierke im Oberharz durchgeführt werden, sollen das nationale Hochfest der Wintersport treioenden deutschen Jugend und ein Bekenntnis zu Volk und Vaterland .werden. Die ersten Kampfspiele der neuen Zeit sollen das gesamte deutsche Volk erfassen. Jeder Deutsche, wo auf der Welt er auch immer wohnt, kann sich an den Kampfsvielen beteiligen. Der Organisations-Ausschuß hat bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet. Für die Durchführung der Wettkämpfe sind nach den Angaben der sport- technischen Ausschüsse und unter ihrer ständigen Aufsicht Sportanlagen geschaffen worden, die den höchsten Anforderungen gerecht werden. So entstand in monatelanger Arbeit am Jlotb- oslhange des 975 Meter hohen Wurmberges bei Braunlage in durchaus schneesicherer Höhenlage eine Sprungschanze, die sporttechnisch zu den besten Europas gehört und deren Umgebung zu der land'chafllich reizvollsten des Harzes zählt. In etwa 10 000 Tagewerken haben durchschnittlich 70 Mann des Freiwilligen Arbeitsdienstes, unterstützt von Facharbeitern, nachdem ein Reichswehrkommando die erforderlichen ©efteinsfprengungen an dem Steilhang durchaefübrt hatte, etwa 6000 Quadratmeter Waldbestand abgetrieben, etwa 1000 Kubikmeter Erde bewegt, 30 Zentner Sprengstoff verbraucht, um Platz zu schaffen für die gigantische Anlage und ihr Zubehör, als da sind das Anlauf- gerüst, dessen höchster Punkt eine 5 mal 5 Meter große Plattform auf einem Turme ist, der nebenbei eine prachtvolle Aussicht über den gesamten Hochharz vermittelt und etwa 10 Meter über den äochsten Gipfel des Wurmberges emporragt. Das erüft ermöglicht eine Verkürzung des Anlaufes von 76,5 Meter auf 56 Meter bis zur Absprungkante. Die Aufsprungbahn ist parabolisch angelegt und läßt Sprünge bis zu 70 Meter zu, der Auslauf ist um etwa 200 Meter verlängert und glatt eingeebnet worden. Der Gesamthöhenunlerschied zwischen dem höchsten Punkt der Anlage und dem Ende der Aufsprungbahn beträgt rund 66 Meter, zwischen verkürztem Anlauf und Ende der Aufsprungbahn 56 Meter. Rechts und links der Aufsprungbahn bis hinauf an die Sprungfante sind geräumige Zuschauertribünen und solche für die Ehrengäste, die Presse, sowie für Photographen und Kino-Operateure angelegt Für die Kampfrichter sind besondere Einrichtungen geschaffen worden, die es ermöglichen, den Springer vom Anlauf bis zum Aufsprung zu verfolgen. Daß für die Meldung der Sprunglängen und für Die Verständigung zwischen Ablauf-, Aufsprung- und Kampfrichter sowie Weitenmefser die nötigen elektrischen Anlagen vorhanden sind, erübrigt sich zu sagen. Es sind zur Bewältigung des zu erwartenden Riesenverkehrs auf der Wurmbergschanze Zu- und Abgangswege für Fußgänger und Skiläufer, für Autos und Schlitten getrennt angelegt und ausgebaut, um die Sprungschanze von Braunlage und Schierke aus bequem erreichen zu können. Für die Durchführung des Slalomlaufes ist nach Schierke herunter ein steiler Rordhang freigelegt, der den Läufern manche Ruß zu knacken aufgeben wird. Für die Eis-, Bob- und Rodelwettkämpfe find die entsprechenden Anlagen an beiden Orten gründlich überholt, sodaß auch für diese Sportarten nach menschlichem Ermessen die besten Vorbedingungen gegeben sind. Obecheffen Werks in Schotten gründete Freiwillige Knndaebuna des oberbesslschen Hand» I Dann wurden durch den Kirchenchor mehrere alle .ivycvuiiy vcv vvti v*ni W*" | geistliche Volkslieder gesungen. Der Platz des be- währten Dirigenten, Kreisbaumwart i. R. Johannes Germer, war besonders schön geschmückt, denn es waren dreißig Jahre verflossen, daß Herr Germer den Chor leitet. Als Zeichen der Anerkennung und der Dankbarkeit für seine treue und gewissen« hafte Arbeit im Dienst der evangelischen Sachs wurde dem allzeit zum Dienst am Werk Gottes bereiten Dirigenten eine kleine Ausgabe von Luthers Werken überreicht. Dann wurde ein Bericht dieser Tage die Herren des Kreisfeuerwehrverbandes zu Gast. Der 1. Führer, Kamerad Stumpf, leitete mit kurzen Worten die Versammlung ein. Bürgermeister Göbel gab in einer kurzen Ansprache seiner Freude darüber Ausdruck, daß dis Wehr den richtigen Mann als Führer gefunden habe, der nicht zuletzt auf Grund feiner früheren Zugehörigkeit zum Militär in der Lage fein werde, die Feuerwehr zu fördern. Kreisfeuerwehrinfpektor Bouffier- Gießen sprach sodann insbesondere über die Feuerlöschordnung und gab seiner Freuds darüber Ausdruck, daß er in Hausen eine Wehr antreffe, in der echter Feuerwehrgeist herrsche. Die Feuerwehr könne stolz auf ihren Führer fein, der trotz feines vorgeschrittenen Alters die Wehr tatkräftig fördere und sie dahin bringen werde, daß sie im Ernstfälle für den Schutz von Leben und Eigentum der Einwohnerschaft in bester Weise eingesetzt werden könne. Ferner sprach der Redner über die Zwecke und die Bedeutung des Kreisfeuerwehroerbandes. Das Deutschland- und das Horst- Wesfel-Lied beschlossen den dienstlichen Teil der 23er» x Schotten, 30. Ott. In unserer festlich ge- schmückten Stadt war dieser Tage das o 5 e r - hessische Handwerk zu einer machtvollen Kundgebung zusammengekommen. Um 9 Uhr hielten die Innungen in den einzelnen Sälen und Gasthäusern ihre Beratungen unter sich ab. Um 11 Uhr stellte man sich mit vielen Jnnunas» sahnen am Kreisamt zu einem Marsch durch Oie Stabt auf. Unter Vorantritt der SA.-Kapelle ging es zu der Turnhalle, die in ihren beiden Sälen überfüllt wurde. Die Kapelle unter Leitung ihres Dirigenten Groth gab ein schönes Konzert, bald danach wurden in feierlicher Weise die Fahnen eingebracht. In den beiden Sälen wurden aus der Geschichte des Kirchenchores, den die einzige noch lebende Mitbegründerin und bis zum heutigen Tag noch aktive Sängerin, Fräulein Sophie Weigel verfaßt hatte, verlesen. Ein humorvolles Gedicht in oberhessischer Mundart, bas die Geschichte der dreißig letzten Vereinsjahre behandelte, wurde von einem jüngeren Mitglied bargeboten. 4= Lollar, 31. Oft. Das vom Veteranen- • und Kriegeroerein e. 23. Lollar veranstaltete Scheibenschießen mit Wehrmannsbüchse nahm am Sonntag unter reger Beteiligung der Freunds des Schießsports aus allen Ständen feinen Abschluß. Bester Schütze des Tages war der Schießlelter K. Pfeffer mit 34 Ringen. * Reiskirchen, 1. Nov. Auf der Landstraßa zwischen Gießen und Reiskirchen ereignete sich gestern am späten Nachmittag ein V e r k e h r s Unfall, der glücklicherweise keine allzu schlimmen Folgen hatte. Ein Personenkraftwagen, der ein Pferdefuhrwerk überholen wollte, stieß mit dem Wagen zusammen, geriet dabei auf der feuchten, von abgefallenem Laub fdjlüpfrigen Straße ins Rutschen und fuhr in den Straßengraben. Das Pferdefuhrwerk wurde leicht beschädigt, der Kraftwagen muhte abgeschleppt werden. Personen kamen Paralleloersammlungen abgehalten. Die Handwerkskammer war vertreten durch ihren Vorsitzenden, Präsident Müller, und die beiden Syndici Dr. Relf und Ko11bach. Die Kreis- ämter und Bauämter der Provinz waren durch ihre Referenten vertreten, ebenso die Provinzialdirektion, eine Reihe sonstiger Behörden, die Stadt Schotten durch ihren Bürgermeister. Nach einleitenden Begrühungsworten des Kreis» führers Neumann (Schotten) von der NSHAG0. ergriff in beiden Versammlungen der Präsident der Handwerkskammer Fritz Müller (Mainz) das Wort, begeistert empfangen und in feinen Ausführungen stets mit größtem Beifall begleitet. Er wies in feiner Rede auf den guten Handwerksgeist in der alten Zunftzeit hin, der damals dem Leben und der Kultur feinen Stempel aufgedrückt habe. Man brauche sich nur unsere alten Städte anzusehen, um zu empfinden, zu welcher Blüte und Kunst es das Handwerk zu Zeiten eines Hans Sachs, Holbein, Dürer u. a. gebracht habe. Glaube, Liebe und Hoffnung müsse wieder im Handwerk zu feiner Arbeit und Kunst Einkehr halten. Der Geist von Potsdam muß auch im Handwerk wiederkommen. Der einzelne Stand kann nicht für sich allein leben, eine echte, wahre Volksgemeinschaft muß gebildet werden, ohne Standesdünkel und Geringschätzung der Handarbeit. Ewigkeitswert wohnt dem Handwerk inne. Gleichberechtigung verlangt auch das Handwerk, ohne in nlmmerfatten Egoismus zu verfallen. Die Idee des Nationalsozialismus muß durch das ganze Volk bringen. Äußerlichkeiten machen es nicht. Einigkeit tut uns jetzt dem Ausland gegenüber mehr not als je. Aufbauwille ist der Sinn und die Bedeutung der neuen Revolution. Echter Nationalsozialismus ist Geben, nicht Nehmen. Die vergangene Periode des Liberalismus hat dem Handwerk nicht die versprochene Freiheit gebracht, sondern sie ist ausgeartet in Zügellosigkeit, in den Marxismus, und sie hätte ihr völliges Ende im Bolschewismus gefunden, wenn nicht in Hitler der Retter erstanden wäre. Ins Ausland sind die Vaterlandsfeinde geflüchtet und treiben von dort unverantwortliche Hetze, aber das Ausland wird doch noch die Wahrheit und Richtigkeit unjerer neuen Politik erkennen. 21m 12. November gelte es, f e ft und treu z u unserer Regierung und zu unserem Adolf Hitler zu stehen. Seine Ehre ist unsere Ehre, und unsere Ehre ist seine Ehre! Lebhaftester Beifall folgte der Rede. Das Deutschland- und bas Horst-Wessel-Lieb, von ber Menge begeistert gesungen, schlossen sich an. Im Anschluß an bie Versammlung besprachen bie 23orftanbsmitg(ieber ber Hanbwerkskammer noch viele Fragen im persönlichen Verkehr mit ben einzelnen Hanbwerksangehörigen. Amtswalter-Tagung des Kreises Schotten. * Sch o 11 e n , 30. Oft. Am Samstagnachmittag fanb im Singsaal ber Turnhalle zu Schotten eine Amtswaltertagung bes ganzen Krei - s e s statt. Kreisleiter Kromm, ber von einem Führerkursus in Königswinter zurückgekommen war, eröffnete bie Versammlung und schilderte in längeren Ausführungen feine Erlebnisse auf biefer Führerschule. Dabei hob er bas enge kamerabschaft- liche Verhältnis ber einzelnen Teilnehmer hervor, bie eine Volksgemeinschaft im Kleinen gebildet hätten, so wie wir sie heute im Großen erstreben. Anschließend wies er auf die Bedeutung ber Gegenwart hin und betonte, baß in biefem Wahlkampf ber Kreis Schotten wieder wie in den vorhergehenden Wahlen an ber Spitze ber NSDAP, marschieren müsse. Alle Stimmen müßten für Abolf Hitler abgegeben werben. Niemanb bürfe zuhause bleiben. Der Führer habe uns bas Vorbilb ber Selbstaufopferung gegeben, unb jeber Amtswalter habe bie Pflicht, an seiner Stelle in seiner Ortsgruppe ihm nachzueifern. Mit einem Treuegelöbnis für ben Volkskanzler würbe bie Versammlung geschlossen. Gau-Geflügelschau 1933 in Butzbach. * Butzbach, 31. Oft. Die 22. Hess. Geflügelschau wirb als Gau-Geflügelschau 19 3 3 in größtem Umfang abgehalten. Sie finbet vom 18. bis 20. November in ber Festhalle zu Butzbach statt. Reichssfatthalter unb (Bauleiter Sprenger hat bie Ehrenschirmherrschaft übernommen. Für bie Aussteller ist eine große Anzahl von Ehrenpreisen gestiftet worben. Die Schau umfaßt sämtliche vier Fachschaften, außerbem wirb eine wissenschaftliche Abteilung bes Tierzuchtinstituts Gießen bie Ausstellung bereichern. Die Veranstaltung in ihrer Gesamtheit soll einen Ueberblicf über ben Stand der hessischen Geflügelzucht geben. Die Gauschau wird am Samstag, 18. November, eröffnet; am Sonntag findet außerdem eine Massenkundgebung ber Kleintierzüchter von Hessen unb Hessen- Nassau statt. Landkreis Gießen. CO Klein-Linben, 31. Oft. Am Sonntag feierte unsere Kirchengemeinbe ihr Kirchweih s e st, bas bis auf ben heutigen Tag rein kirchlichen Charakter behalten hat. Am frühen Sonntagmorgen oertünbeten Posaunenklänge ben an- brechenden Festtag. Im Festgottesbienst prebigte Pfarrer Bremmer barüber, bah es jetzt nach all ben Wirrnissen ber letzten Jahre roieber möglich sei, Kirche zu bauen, In ber eine rechte ©ottesgemeinbe sich zum Dank gegen Gott sammeln könne. Der Po° saunenchor trug durch seine Vorträge und bie Begleitung ber Gemeinbegesänge, gemeinsam mit ber Orgel, wesentlich zur Verschönerung ber Feier bei. Am Nachmittag gingen bie Dorfältesten nach alter Sitte zum Heiligen Abenbmahl. Am Abend versammelten sich im schön geschmückten Ger- merschen Saal bie ©lieber ber kirchlichen Gemeinschaft, um das Kirchweihfest zu feiern. Zur Eröffnung bes Abends sprach Pfarrer Bremmer vom Reichtum des Glaubens unb einer lebendigen Kirche. nicht zu Schaden. * Hausen, 31. Ott. Die hiesige im August ge» ‘ ~ Feuerwehr hatte Kreisfeuerwehrverbansammlung. f. W e i t e r s h a i n , 31. Oft. Den Auftakt zu den Veranstaltungen zugunsten des W i n t e r Hilfswerkes in unserer Gemeinde bildete am Sonntagabend eine gemeinsame, sehr gut besuchte Feier der Schule und des Gesangvereins. Hierzu hatte dis Ortsgruppe ber NS.°23olkswohlfahrt bie Einwohnerschaft in ben Saat ber Wirtschaft Schwöbel ein« geloben. Nach einem kleinen Vorspiel ber Oberklasss würbe burch bie Unterklasse unter Leitung von Lehrer Fay ein luftiges Theaterstück aufgeführt, bas von Den Kleinen mit großer Begeisterung gegeben würbe. Die Oberklasse unter Leitung von Lehrer Röhrig überraschte mit einem Lustspiel von Hans Sachs, bas von ben Kinbern gut einftubiert war unb mit großem Beifall ausgenommen würbe. Einige turnerische Vorführungen unb ein vom Gesangverein zu Gehör gebrachter Chor trugen zur Verschönerung bes Abends bet Ortsgruppenleiter Nau sprach über bie fBebeutung Oes Winterhilfs- werfes unb gedachte des Geburtstages des Reichsministers Dr. Goebbels. Mit dem Deutschland- Lied fand der offizielle Teil des Abends feinen Abschluß. Ein ansehnlicher Geldbetrag konnte der Winterhilfe zugeführt werden. s Utphe, 31. Okt. Da in unserer Gemeinde keine eigenen Schafe mehr gehalten werden, ist feit kurzem wieder eine etwa 200 Tiere zählende Herde des Schafbesitzers Keim in Hanau zum Weidegang zugelassen. Die Gemeinde erhält hierfür die Summe von 175 Mark für Herbst- unb Winter, unb sie versteigert ben Pferch. Nach biefem besteht starke Nachfrage. Dieser Tage würbe ber Pferch für eine Reihe von Nächten versteigert, wobei für bie einzelne Nacht 1 bis 1,60 Mk. geboten würbe. Außerdem muh der Steigerer ben Schäfer am Tag verköstigen unb Dessen Hunben bas Futter stellen. Interessant ist bie seit alten Zeiten hier noch bestehenben Einrichtung einer Koppelweide, die die Gemarkungen Inheiden, Trais-Horloff, Utphe einschließlich des Gutsgeländes, fowie die Gemarkung der ausgegangenen Ortschaft Feldheim umfaßt. Alle drei Gemeinden sind berechtigt, ihre Herden nicht nur in der eigenen Gemarkung weiden zu lassen, sondern innerhalb dieses ganzen Bezirks, der von ber Hungener bis zur Berstäbter Gemarkungsgrenze reicht. s. Robheim, a. b. Horloff, 31. Oft. Hier würbe Lehrer Bersch unter großer Anteilnahme ber hiesigen unb der Steinheimer Bevölkerung, sowie oer Lehrerschaft zu Grabe getragen. Der Trauerzug bewegte sich von Steinheim aus, wo ber Verstorbene bie letzten Jahre gewirkt hatte, nach Rodheim, wo er 30 Jahre als Lehrer tätig war. In dem Rodheimer Bergkirchlein, wo ber Entschlafene bis in seinem letzten Lebensjahre als Organist gewirkt hatte, hielt Pfarrer Crull (Trais-Horloff) bie Gebächtnisrebe unb fchilberte ben Verewigten als einen äußerst pflichttreuen, religiös gegrünbe» ten unb mit ber ©emeinbe innig verwachsenen Lehrer, zu besten Füßen eine ganze Generation gesessen habe. Die Schüler umrahmten bie Feier mit mehreren zweistimmigen Gesängen. Dann erfolgte neben ber Kirche bie Bestattung. Danach legte Lehrer Sommer (Steinheim) einen Kranz für bie Schule, Lehrer Sommerlab (Robheim) einen Kranz für ben Schulvorstanb unb bie ©e- melnbe Robheim nieber. Auch bie ©emeinbe Steinheim ehrte ben Verstorbenen burch Kranznieber- legung. Zum Schlüsse mürbigte ber Obmann bes Bezirks Hungen vom NS.-Lehrerbunb, Lehrer A r n o l b (Utphe), bie Verbienste bes Entschlafenen um ben Bezirksverein unb legte einen Kranz am Grabe nieder. Kreis Büdingen. * Büdingen,!. Nov. Zu ber gestern gemefc beten Verhaftung bes Bürgermeisters Selb heim aus Ober-Mockstabt ist — in Ergänzung bes gestern burch ein technisches Versehen verstümmelten Berichtes — mitzuteilen, daß dem nach Nibba mohlntUb Itnni 11 »■ 1— -« In Untersuchungshaft verbrämten Bürgermeister Urkundenfälschung und sonstige Unregelmäßigkeiten in den Holzoersteigerungsoerzeich- n iss en zur Last gelegt werden. Bürgermeister S e l l h e i m und der gleichfalls verhaftete Rechner Wickel von Rieder-Mockstadt befinden sich zur Zeit noch in Untersuchungshaft. Ein dritter Mann, der aus Rieder-Mockstadt stammt und nur kurze Zeit sestgenommen wurde, befindet sich wieder aus freiem Fuße. Die Untersuchung der Angelegenheit ist noch im (Bange, so daß über den Vorfall zur Zeit Einzelheiten nicht berichtet werden können. Preußen. Mreie Wetzlar 0 Krofdorf, 31. Oft Die Naturalien- sammlung für die Winterhilfe brachte im Amt Atzbach-Launsbach folgendes Ergebnis: Krofdorf-Gleiberg : 323Zentner Kartoffeln, 48 Zentner Brotfrucht; Vetzberg, 49,90 Ztr. Kartoffeln, 1,65 Ztr. Brotfrucht: Launsbach: M Ztr. Kartoffeln, 16 Ztr. Brotfrucht: Oden - Haufen: 83 Ztr. Kartoffeln, 17 Ztr. Brotfrucht: Wißmar: 252 Ztr Kartoffeln, 35 Ztr^ Brot- frucht: Atzbach: 267 Ztr. Kartoffeln, 34 3rr. Brotfrucht: Dorlar: 106 Ztr. Kartoffeln, 16 Ztr. Brotfrucht: Dutenhofen: 159 Ztr. Kartoffeln, 29 Ztr. Brotfrucht: Garbenheim. 179 Ztr. Kartoffeln, 27 Ztr Brotfrucht: Kinzenbach: 160 Ztr »artorfffn, 26 Ztr Brotfrucht: insgesamt 1662,70 Ztr. Kartoffeln, 249,65 Ztr. Brotfrucht. = Bieber, 31. Ott. Die R S BO. hielt dieser Tage im Saalbau Scherer einen Schulungs - abend ab. Zellenlciter Pg. - u ß berichtete zunächst über die Amtswaltertagung in Frankfurt am Main und teilte u. a. mit. daß der Gau, zu dem die Ortsgruppe Bieber gehöre, der Inspektion 4 der N-BO zugeteilt fei. Ferner forderte er alle Ar- beitskameraden auf, sich zu organisieren, und zwar auch diejenigen, die keine Arbeit haben. Der Beitrag für Arbeitslose belaufe sich auf mindestens 10 Pf. pro Monat. Pg. Süß sprach dann noch über das Thema: „Deutschtum in Frankreich". Pressewart Peter hielt einen Vortrag über das „Arbeitsrecht" und ref^ierte außerdem über die deutsche Innen- und Außenpolitik. Die Beteiligung an dem Schulungsabend war sehr stark. Der nächste Schulungsabend findet am 15. November im Saalbau Scherer statt. d* Odenhausen, 31. Oktober. Die N S. - Kriegsopseroersorgung hielt dieser Tage für die Gemeinden Salzböden und Odenhausen eine Mitgliederversammlung im Lokale Karber ab. Nach der Eröffnung durch Obmann K. Steiß sprach Kamerad Schmidt (Krofdorf) über die gegenwärtige außen- und innerpolitifche Lage und die Stellung der Kriegsopfer im neuen Staate. Nun fei durch die Machtübernahme Adolf Hillers endlich die Zeit gekommen, daß den Kriegsopfern und deren Hinterbliebenen die ihnen 14 Jahre lang nur oer- fprochene, jedoch von den früheren Machthabern nie gewährte gebührende Berücksichtigung zuteil werde. Um dies erreichen zu können, fei es Pflicht aller Deutschen, am 12. November mit Adolf Hitler für Ehre, Frieden und Freiheit des deutschen Volkes einzutreten. Mit einem „Sieg-Heil" auf den Kanzler und mit dem 1. Vers des Deutschlandliedes wurde die Versammlung geschlossen. Srieffaften der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Echriftleitung.) A. R. in 0. Zum Messen und Wägen im öffent- lichen Verkehr dürfen nur geeichte Maße, Gewichte und Waagen angewandt und bereitgehalten werden, wobei zu berücksichtigen ist, daß zum öffentlichen Verkehr der Handelsverkehr auch dann gehört, wenn er nicht in offenen Verkaufsstellen stattfindet. Werden die Waagen und Gewichte nur für den Gebrauch innerhalb der Familie verwandt, so brauchen sie nicht geeicht zu sein. Eine Eichpflicht ist auch dann zu verneinen, wenn mit den Maßen, Gewichten und Waagen nur ganz gelegentlich Waren zum Verkauf an Dritte gewogen und die Käufer darauf aufmerksam gemacht werden, daß die Waage nicht geeicht ist. Grundsätzlich aber dürfte sich das Eichen der Waagen, Maße und Gewichte empfehlen, da die Eichkosten außerordentlich gering (75 Pf. bis 2 Mk.) sind. Langjähriger Abonnent. Die Zinsen für Hypotheken betragen ab 1. Januar 1932 gemäß § 1 Art. 3 der 4. Notverordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen und zum Schutze des inneren Friedens vom 8. Dezember 1931 6 v. H., wenn der Zinssatz vorher 8 v. H. ober weniger aber mehr als 6 v. H. beträgt; betrug der vereinbarte Zinssatz mehr als 8 v. H., so wird er im Verhältnis von 8 auf 6 herabgesetzt. Soweit der Zinssatz mehr als 12 v. H. betrug, wird der 12 o. H. übersteigende Teil des Zinssatzes im Verhältnis von 8 3U 4 herabgesetzt; im übrigen gelten die Vorschriften des 1. Absatzes. Für die Zeit vorn 1. Oktober 1932 bis zum 30. September 1934 werden die Zin» sen für Hypotheken auf landwirtschaftlichen Grundstücken weiter um 2 v. H., jedoch nicht unter 4 v. H. herabgesetzt. Der Zinssatz für Aufwertungshypotheken betragt zur Zeit 6 v H Bleibt der Schuldner mit den Zinsen ständig im Rückstand, können Sie trotz des landwirtschaftlichen Vollstreckungsschutzes gegen ihn vorgehen, insbesondere dann, wenn er, obwohl zur Zahlung in der Lage zu fein, die Zahlung aus Böswilligkeit verweigert. Eine gesetzliche Zahlungsfrist für Zinszahlung besteht im Frage- fall nicht; vielmehr gilt die mit Ihrem Schuldner vereinbarte monatliche Zinszahlung. Stoffe Frau Kath. Koch voll verarbeitet 4.00,3.00,2.70 Trikot - Damen - Nachthemden, in zarten Farben 3.00 verw. Becker, geb. Platt für Herbst und Winter Flanell-Damen-Schlafanzüge .4.90, 3.90 kaufen Sie am vorteilhaftesten in unserem Die trauernden Hinterbliebenen L d. N.: Familie August Schneider Gießen (Kaiserallee 43), den 1. November 1933 6742D Stoff - Spezialhaus Herr Friedrich Schmerle Bernard Werkmeister L R. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen. Plockstraße 16 Gießen, den 1. November 1933. 6733 A 6726 D W Stei! hbaMl der Feld-Hme ,u u " u,lilül ,*jUUI schon ftrcbithilfc •7310 kaufen. 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KennniS- nabme, daß ich die von meinem verstorbenen Mann betriebene Metzgerei in unveränderter Weise roeiterfübre, und bitte ich, daS meinem Mann bisher erwiesene Vertrauen auf mich übertragen Brunnenbolirer zur Zeit in Gießen beschäftigt, nimmt noch Bobrungen an. Bohrungen vis auf 18 mX 15 cm. oeses A.d.Bahnhöfen 38. C. Röhrs Co _________________________________________6738 A Bekanntmachung. Offenlegung der Wählerliste für die Beichstagswahl und Dolks- abffimmung am 12. November 1933. Die Wählerliste für die zur Reichstagswahl in der Stadt Gießen mit Gemarkung Schiffenberg und Herrnwald stimmberechtigten Personen liegt vom Donnerstag, dem 2. November 1933, bis einschließlich Montag, dem 6. November 1933, im Wahlamt im Stadthaus, Bergstraße 20 — Zimmer Nr. 14 — werktags von 8 bis 13 Uhr und 14% bis 18 Uhr, Samstag, den 4. November 1933, von 8 bis 13 Uhr, am Sonntag, dem 5. November 1933, von 9 bis 13 Uhr, zu jedermanns Einsicht offen. Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste sind innerhalb der Offen- legungsfrist bei Meldung des Ausschlusses bei dem Wahlamt schriftlich ober mündlich zu erheben. Soweit die Richtigkeit einer Behauptung nicht offenkundig ist, sind Be- weismittel beizubringen. Wird ein Einspruch nicht sofort für begründet erachtet, so entscheidet über ihn der Kreisausschuß endgültig. 6723C Gießen, den 1. November 1933. Bürgermeisterei Gießen. I. D.: Dr. Seid. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Ich habe mich den Zeiten noch mehr angepaßt u. meine Preise noch tiefer angesetzt In meinen neuen Preislagen 34.- 44 - 54 - 64 - 68.- spricht jeder einzelne Mantel für meine Ein gut erhaltenes Motorrad au verkaufen. Wo, lagt die (Mcfdmftöft. o.Gieß.Slnzeig. ohm Doppelflinte K. 12 und 18 Tellereisen au ver- "ERES" IZALII CD der Aristokrat aller Ww ■ J ■ Mäntel von Weltruf ■ ■ I MM MMS | ab 93.- Mk. Gießen, Seltersweg 17 Das führende Spezialhaus für Herren- u. 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