lieg/u .^eber k, ln 10.3e.Nb mit 4 (Salb, 9 l°nnte h„ u“rt'nt,n"'« Süfe1"’ ■W| MM 1’'*jÄS'rPOl°l' s«, Ä,» V'" fei« «Ä 6*w [er ioki [ ^er°dub do» fen 3T " erf,en Pleir idbörse IchrU. h^uly.n ber ^enbbörfe oes Miltagsverkehrs jort. eroings weiter nicht un- E A gingen Order- Me Zurückhaltung. Veränderung: das EeWt - ?ie. Kurse kamen jedoch UB ärmlich behauptet iiir l«n sie 0,25 bis 0,50 d j) «g E'sen, Eeljenkirchen, : lagen deutsche Anleihen 1 Neichsschuldbuchjorderun- lllittagsbasis von 78,75 bis Auslandsrenten wurden nfl. und4v.H. Zolltürken t notiert. Kurse sestgestellt: Neubesih- leihe 77,65,6 v. h. Stahl- hrbahn-M. 99,50,4 v.h. 1908 bis 19116,65, do. von chsbank 152,25, 2D-Bank ),25, Suberns Gi[en 73, 37,50, Stabloerein 37,75, lernen/ Heidelberg 81,75, )old- und Silberichrl.hr- . 160. ictmtebötie. 11. Jull. Der Ucbrrgang iejahr wirkte sich an der : in einer sehr abwar- dessen war neuer Soggen im Preis gegenüber ber ger. Altes Getreide war rkt sand aber kaum noch iehiavsatz bei den Mühlen aus die Deckung des not« schränkt indes waren die ,en- und Weizenmehl um 100 Kilogramm ermäßig/, herrschte Geschästsstille ber •eilen. Es notierten (®e* 'übrige je 100 Kilogramm !,50 Aries, Soggen neuer Wintergerste vierzeiligM Nries Weizenmehl sudd. *29bii30,6tMN a 09 Svggenmehl 0 d» ng 23,50 bis 24, Lto.M e 7,80, Soggetik-e 8g ne Nonopolzuschlag S,35. ,en ohne Monopolzuschlag ^eber Z50.H-U 00 /iklerlrüheste gelbe Wammbei W rmfl 'Iranksvrl "i 3b5__ 46,95 12,« 3,047 169,« 70,27 62,49 72,18 13,?8 0,9 3,ü27 58,50 22,14 16.« 81-17 34-96 81.57 0,864 ; 0.23 5.1 12,71 58,34 62-23 13. 16,38 169,01 22,02 70,10 W__ viT ',05 2,« ,053 19,52 '0,22 52,41 72,02 13,97 0,932 3,053 58,62 22,13 16,4 81-33 35.1 81,73 0,871 0,236 5,20 12,71 1J76 47,05 12,44 3,053 169,7? 70,41 62.61 72,32 14L2 0,932 3,033 58,62 22,18 16.16 61.« 35.« 81,73 0,866 0,236 5.205 12,73 Nr. 177 erster Blatt 185. Jahrgang Dienstag, l. August 1935 6r|d)etnt tftgltd), autza Sonntags und feiertags Beilagen; Die Illustriert, ©iepener Jamilienblättei Heimat lm Bild Die Scholl, monaB-Bejngsprets: Mit 4 ‘Beilagen RM. I 9b Ohne Illustriert« . 180 Zustellgebühr. . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt 8ernfprechanschlüste unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: granffurt am Blain 11686. Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnllk und Verlag: vrühl'sche Universttälr-Vuch- und Zlelndruckerei B. Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Ne» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°. mehr. Chefredakteur Dr. Frtedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Vlumschcin undfür denAn» zeigenteil L B.TH.Kümmel sämtlich in (Bietzen. Deutschland fordert gleiche Wehr und gleiche Sicherheit! Llnsere Abrüstung ist nur eine Vorleistung auf die allgemeine Abrüstung. Berlin, 31. Juli. (XU.) Am Montagabend sprach über den Deutschland • Sender Legationsrat Dr. Schwendemann über: „Deutschlands A n- spruch aus g l e i ch e W e h r und gleiche Sicherheit'^ Er führte u. a. aus: Die Verbindung zwischen der sofortigen Abrüstung der Besiegten und der allgemeinen Abrüstung wurde in einer Einleitung zum Teil V des Versailler Vertrages ausdrücklich festgelegt. Die deutsche Abrüstung ist somit vertraglich nur eine Vorleistung Deutschlands aus die allgemeine Abrüstung. Trotzdem ist praktisch hinsichtlich der allgemeinen Abrüstung nichts geschehen, wohl aber ist die Abrüstung Deutschlands, Oesterreichs. Ungarns und Bulgariens von den Siegern verlangt und unter ihrer Kontrolle durchgesührt worden. So entstand in Europa eine Lage w e h r p 0 l i t i - cher Ungleichheit, wie sie in Der Weltge- chichte ohne Beispiel ist. Ringsumher erheben ich Befestigungen, deren Geschütze ungehindert weit in deutsches Land hinein Zerstörung tragen können, stehen Tausende von Flugzeugen bereit, die jederzeit Die deutschen Städte nsikolos zu bedrohen vermögen, ist ein gewaltiges Kriegsmaterial aufgehäuft und sind Millionen von waffengeübten Männern vor- yanden, die jederzeit in Marsch gesetzt werden können, um den deutschen Lebensraum von allen Setten zu überfluten. Welche Garantie, welche wirkliche Sicherheit gaben wir gegen ähnliche Gewaltakte, wie die Ruhrbesetzung und die Besetzung des Rheinlandes, solange unser Land abgerüstet inmitten hochgerüsteter Staaten liegt? Seit eineinhalb Jahren Dauern mit Pausen die Verhandlungen der Abrüstungskonferenz. Sie haben bei den hochgerüsteten Staaten keine Kanone, kein Maschinengewehr und keinen Soldaten beseitigt. Nur eines hat die Konferenz hinsichtlich Deutschlands gebracht: Die deutsche Gleichberechtigung wurde in aller Form als zu verwirklichender Grundsatz an- kannt. Die deutsche Delegation auf der Abrüstungskonferenz hat die Verwirklichung der Gleichberechtigung in den Mittelpunkt ihres Denkens und Handelns gestellt. Wir haben die Abrüstung der anderen nach denselben Matzstäben und Methoden gefordert, wie sie bei uns angewandt worden sind. Die Gegenseite versucht uns deshalb zu verdächtigen und moralisch zu isolieren, indem sie sagt, wir wollten aufrüsten. Darauf gibt es nur eine Antwort: Nicht wir wollen aufrüsten, sondern ihr wollt nicht abrüsten, und wollt uns außerdem noch das Recht aus Gleichberechtigung und auf gleiche Sicherheit abstreiten, wollt ihr nicht abrüsten, so muh unsere Sicherheit eben mit denselben Mitteln gewährleistet werden, die ihr für euch selbst in Anspruch nehmt. Die Verantwortung dafür fällt nicht auf uns. sondern auf euch. Es wird eine geradezu hemmungslose Hetze gegen uns wegen angeblicher Aufrüstung getrieben. Täglich bringt die französische und die englische Presse eine Reihe von Sensationsmeldungen über angebliche militärische Matz- nahmen und Kriegsvorbereitungen in Deutschland- Die Schluhsolgerung. die besonders von der französischen Presse aus diesen Sensationsmeldungen gezogen wird, ist die Forderung, in Deutschland müsse schnellstens eine scharfe internationale Rüstungskon- t rolle durchgeführt werden. Eine solche Kontrolle denkt man sich in Paris anscheinend auf Grund der Abrüstungsbestimmungen des Frie- dcnsdiktats. Solche Forderungen klingen wahrhaftig wie Stimmen aus einer vergangenen Epoche deutscher Erniedrigung. Es gibt offenbar in Frankreich romantische Gemüter, die jene Tage, in denen Kommissionen ausländischer Offiziere in Deutschland herumreiften und die Zerschlagung des gesamten deutschen Rüstungsapparates durchführten, nicht vergessen können und sich nach deren Wiederkehr sehnen. Sie haben offenbar nicht bearif- f e n, daß inzwischen sich einiges in der W eit und vor allem in Deutschland g e • ändert hat. Kann irgendjemand glauben, daß eine einseitige Kontrolle Deutschlands von der deutschen Regierung angenommen, oder angesichts des deutschen Volkswillens praktisch überhaupt durchführbar wäre? Vor solchen Illusionen muß man mit aller Deutlichkeit warnen. Es gibt nur noch ein vorwärts zu einem Zustand der Gleichberechtigung und der gleichen Rüstungsfreiheit oder Rüstungsbeschränkung für alle Staaten. Dan muß allen Ernstes jenen im Ausland, die noch von einseitiger Rüstungskontrolle Deutschlands reden, die Frage oorlegen, was fi? damit eigentlich beabsichtigen. Wer solche Forderungen aufstellt, will bewußt nicht Ver- ftänbigung fonbern Feindschaft, nicht Vertrauen, sondern Mißtrauen. Darin liegt die Gefährlichkeit der zur Zeit gegen Deutschland gerichteten Propaganda wegen angeblicher Aufrüstung und mit dem Ziel einer deutschen Rüstungskontrolle. Aus Frankreich Dringt zu uns immer wieder der Rui nach Sicherheit. Ohne Vertrauen zu Deutschland könne Frankreich keinerlei Ab- rüstungsmaßnahmen zustimmen. S)at man Deutsch- land, als man es entwaffnete, gefragt, ob es Vertrauen zu feinem Nachbar habe? Hat man an Deutschlands Sicherheit gedacht, als man ihm seine Waffenausrüstung aussog? Wie will man zu Vertrauen gelangen, wenn man Mißtrauen mit vollen Händen sät. Es gibt nur einen Weg zum Vertrauen in Fragen von Rüstung und Abrüstung. Er besteht darin, daß praktisch gleiches Recht in der Wehrfrage für alle geschaffen wird! Frankreichs „Abrüstung". Paris, 31. Juli. (WTB.) Der Präsident der Republik, Lebrun, übergab heute in Cherbourg den neuen Ueberfeehafen und Bahnhof dem Verkehr. Die 280 Meter langen und 42 Meter breiten Hafen- und Bahnhofsanlagen find mit den Mitteln modernster Technik geschaffen worden. Die größten Ozeanriesen können jetzt am Kai direkt anlegen. Die Baukosten des neuen Hafens beliefen sich auf rund 315 Millionen Franken. Bei dem Bankett, das die Stadt Cherbourg anläßlich der Inbetriebnahme gab, hob Präsident Lebrun die Bedeutung der neuen Anlage auch für die Kriegsmarine hervor. Sie würde, meinte er, im Kriegsfälle einen trefflichen Flottenstützpunkt abgeben. Die Werft von L 0 r i e n t hat Auftrag erhalten, einen neuen, schnellen, 7500 Tonnen großen Kreu - z e r auf Kiel zu legen. Mussolini für Wiedergutmachung von Trianon. B u b a p e ft, 31. Juli. (WTB.) Der italienische Ministerpräsident Mussolini erklärte in einem Antworttelegramm aus die aus Anlaß seines Geburtstages von dem Budapester Oberbürgermeister ge- sandte Begrüßungsdepeschn, er sei einer der Ersten gewesen, die der Welt die llngerechtigkei t d e s Vertrags von Irianon verkündet hätten, der die ungarische Nation verstümmelt habe. ,Jch bin sicher", schließt das Telegramm, „daß ich meinen Standpunkt so lange nicht ändern werde, bis die notwendige Wiedergutmachung erfolgt ist". Mussolini dankt Hitler und Göring «.Sicherung des europäischen Friedens, der auf Gerechtigkeit sich stützen muß". Mussolinis Dank an Göring. Berlin, 31.3uli. (WTB.) Auf das Glück- Berlin, 1. Aug. (MTB. Funkspruch.) Ministerpräsident Mussolini hat an Reichskanzler Adolf Hitler nachstehendes Telegramm gerichtet: „Ich danke L w. Exzellenz von Herzen für das Gedenken und die mir gesandten Glückwünsche. Zu meiner Freude habe ich feststellen können, daß aus vielen Teilen des Deutschen Reiches Morte der Sympathie zu mir gelangt sind. Ich beabsichtige, in den nächsten Jahrzehnten für das Ziel zu arbeiten, was Lw. Exzellenz als die Sicherung des europäischen Friedens bezeichnen, der auf G e r e ch t i g k e i l sich stützen muß. Mussolini.- wunschtelegramm des preuhischen Ministerpräsidenten Göring an den italienischen Regierungschef ist folgende Antwort eingegangen: „Unter den vielen Glückwünschen, die mir zu meinem 50. Geburtstag aus Deutschland zugegangen sind, sind mir die ®urer Exzellenz mit unter den willkommen- st e n. Ich erinnere mich in diesem Augenblick an unsere Zusammenkunft in Rom und die lebhaften Bemühungen Eurer Exzellenz um die Entwicklung der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern und unseren beiden Regierungen, die wir zusammen für deren Macht und den Frieden aller Völker arbeiten wollen. 2ch bitte Eure Exzellenz, an meine Wertschätzung und Freundschaft zu glauben. Mussolini." Weiter vorwärts im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit! Westfalen Dortmund, 31.Juli. (WTB.) In allen Bezirken des Landesarbeitsamts Westfalen ist nunmehr der konzentrische Angriff gegen die Arbeitslosigkeit ausgenommen worden. Verschiedene Bezirke konnten durch erfolgreiche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Arbeitsämter schon frei von Arbeitslosen gemacht werden, z. B. ist der ganze nordwestliche Teil des Arbeitsamtsbezirks Gütersloh (Herzebrock, Harsewinkel, Reckenberg) bereits ohne Arbeitslose. Die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen haben ein Ausbaupr 0 gr a m m ihrer Stromnetze von über sechs Millionen Reichsmark aufgestellt. Dieses Arbeitsvorhaben soll beschleunigt durchgeführt werden. Die Arbeiten, die sich über ganz Westfalen verteilen, sollen durch private Unternehmer ausgeführt werden. Niedersachsen. H a n n 0 v e r, 31. Juli. (WTB.) Dem Arbeitsamt Lüneburg ist es in tatkräftiger Zusammenarbeit mit den Landräten und Fürsorgeoerbänden gelungen, die Kreise Dannenberg und Bleckede von der Arbeitslosigkeit zu befreien. Ab 1. August sind in diesen Kreisen alle Arbeits- losen in Arbeit gebracht. Dieser Erfolg ist unter dem Gesichtspunkt zu bewerten, daß es sich zum Ten um Gebiete handelt, deren Bewohner durchweg in Hamburg und im Unterelbe-Gebiet in Arbeit ftanben_unD infolge der dortigen Wirtschaftslage und des otill- liegens der örtlichen Industrie feit längerer Zeit arbeitslos waren. Pommern. Stettin, 1. August. (WTB.) In der Provinz Pommern find feit gestern zwei .große Kreise, die insgesamt 6000 Arbeitslose hatten, von der Arbeitslosigkeit befreit, nämlich die Kreise Regenwalde und N e u st e 11 i n. Zum ersten Male ist hier eine neue Methode mit durchschlagendem Erfolg angewandt worden. Die Arbeitgeber wurden nämlich aufgefordert, im Interesse des nationalen Staates auch von sich aus dafür zu sorgen, allen noch arbeitslosen Volks- genossen Arbeit zu geben. Dieser Appell an das nationale und soziale Gewissen der Unternehmer hatte zur Folge, daß diejenigen Arbeitslosen, die nicht in der Landwirtschaft und bei Erntearbeiten untergebracht werden konnten, in die Privatbetriebe zurückgeführt wurden. Ostpreußen. Königsberg, 31. Juli. (WTB.) Die Pressestelle des Oberpräsidiums teilt mit: Am Sonntag, 30. Juli, ist mit Ausnahme der Städte Königsberg und Elbing die ganze Provinz frei von Arbeitslosen. Auch in den beiden genannten Städten schreitet der umfassend angesetzte Kampf gegen die Erwerbswsigkeit rüstig und erfolgreich vorwärts. Das Ziel, das am 26. Juli gefetzt worden war, ist demnach schon einige Tage vorher erreicht worden. Kommunistische Geheimorganisation im Ruhrgebiet ausgedeckt. Recklinghausen, 31- Suh. (WTB.) Die Staatspolizeistelle Recklinghausen hat festgestellt, dah neuerdings bisher noch unbekannte Kommunistenführer von Berlin aus den Versuch unternommen haben, die KPD. in einer geheimen Organisation der Revolutionären Gewerkschafts-Opposition im ganzen Reich zu sammeln. 3n Gelsenkirche n- Horst gelang es der Staatspolizei, drei Kassierer dieser OrganisaUon festzunehmen. Es wurde sestgestellt, daß in geheimen Zu- fammenkünften und Sitzungen die Beschlüsse der Organisation im Ruhrgebiet von führenden Funktionären gefaßt wurden. Eine solche Sitzung fand dieser Tage in einem Wäldchen am Kanal zwischen Essen-Karnap und Derge-Dorbeck statt. Aus allen gröberen Städten des Ruhrgebiets waren dort die Funktionäre der neuen Organisation eingetroffen, um geheime Beratungen zu führen. Hierbei wurden sie plötzlich von Beamten der Staatspolizeistelle Recklinghausen überrascht und festgenommen. Auch der Organisationsleiter im Ruhrgebiet, der Zimmermann Arthur Schimmelpfennig, fiel in die Hände der Staatspolizei. Er hatte die Verbindung zwischen dem Ruhrbezirk und Berlin und gründete in allen gröberen Städten deS Ruhrgebiets Ortsgruppen. 15 führende Funktionäre aus Gelsenkirchen, Gladbeck, Bottrop, Essen, Dortmund und Duisburg wurden festgenommen. Ls wurde eine größere Menge hochverräterisches Material beschlagnahmt. Auch fiel der Polizei eine große Anzahl neuer Beitragsmarken, die die Worte „Rot Front" und eine geballte Faust zeigen, in die Hände. Entsprechend den Anordnungen Der Berliner Zentrale war die Bezirksleitung bestrebt, die Organisation so aufzuzieben, daß ein Funktionär den anderen nicht kannte. Nach dem (9c- tändnis der Festgenommenen war der Hauptzweck )er geheimen Organisation, mit allen Mitteln d i e Zersetzung der NSBO. zu betreiben. Bon Essen und Dortmund aus sollte ganz Westdeutschland durch eine systematische kommunistische Propaganda, besonders in den Betrieben, im Sinne der KPD. beeinflußt werden. Ls sollte mit ollen Mitteln versucht werden, die Ausnahme von kommunistischen Elementen in die J15B0. zu erreichen. Aus Iserlohn wird gemeldet: In der Nacht zum Sonntag wurden hier zwei der SA. angehörige Hilfspolizeibeamte von drei Kommuni st en angegriffen. Als die Hilfspolizei die Angreifer festnehmen wollte, wurden diese handgreiflich und sollen auch Schüsse abgegeben haben. Die Beamten mußten in der Notwehr von der Waffe Gebrauch machen. Der Kommunist Sole rf i wurde durch einen Schuß auf der Stelle g e - tötet. Sein Helfershelfer Neumann muhte mit lebensgefährlichen Verletzungen Dem Krankenhaus zugeführt werden. Beide waren (eit langem als rabiate Kommunisten bekannt. Bier Kommunisten wegen Mordes hingerichiet. Sühne für den Altonaer Blutsonntag. Berlin, 1. Aug. (MTB. Funkfpruch.) Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: In Altona sind heute morgen die vier kommuni st en Lütgens, Möller, Karl Wolff und Bruno Tesch hingerichtet worden, die das Sondergericht in Altona am 2. 3uni 1933 wegen der L r m 0 r« düng der SA. - Männer koch und Büppig am Altonaer Blutsonntag zum Tode verurteilt hatte. HindenbnrgundNr.Goebbets über den Arbeitsdienst. Berlin, 31. Juli. (VDZ.) Die Zeitschrift „Deutscher Arbeitsdienst" ist jetzt, wie das Rach- richtenbureau des VDZ. meldet, zum erstenmal als amtliches Organ der Reichsleitung für den Arbeitsdienst erschienen. Reichspräsident von Hindenburg und Reichsminister Dr. Goebbels haben der Zeitschrift aus diesem Anlatz kurze Geleitworte gewidmet. Der Reichspräsident schreibt: Arbeitsdienst ist Dienst am Volke. Rur durch treue Pflichterfüllung eines jeden an seiner Stelle können wir den Wiederaufstieg des Vaterlandes erreichen. Möge jeder Angehörige des Arbeitsdienstes alles daran sehen, dah die Hoffnungen und Möglichkeiten, die der Arbeitsdienst in sich birgt, Wirklichkeit werden. Reichspropagandaminister Dr. Goebbels führt aus: Der Gedanke des Arbeitsdienstes ist von jeher ein Destandteil nationalsozialistischen Wollens gewesen, weil nirgends besser als gerade hier die deutsche Jugend die soziale Zerklüftung der Vergangenheit, die letzten Reste von Klassenkampf und Standesdünkel überwinden lernt. Ich sehe im Arbeitsdienst ein wichtiges Werkzeug zur Gestaltung unserer völkischen Gemeinschaft und eine Stätte der Pflege echter deutscher Kameradschaft. SeldteS Ernennung zum SA.-Obergruppenführer. Zu der Ernennung des Reichsarbeitsministers Seihte zum SA. - Obergruppe n f ü hr ? r schreibt das Organ des Stahlhelm, die „Kreuz- zeitung": Diele Ernennung bildet eine neue Bestätigung und Verhärtung der engen Verbundenheit zwischen den Verbänden, die die eigentlichen Träger des nationalen Widerstandswillens in den bösen 14 Jahren, die hinter uns liegen, und die kämpferische Vortruppe der nationalen Erhebung geraden sind. Seldte ist mit der Ernennung zum Obergruppen, sichrer dem Reichsführer der SS. Himmler im Range gleichgestellt. Denselben Rang haben nur noch der preußische Ministerpräsident Göring und der Chef des nationalsozialistischen Kraftfahr- raesens, Major a. D. Hühnlein, sowie die acht Führer der Obergruppen der SA. Wechsel in der Leitung des Statistischen HeichSamteS. Berlin. 31. 3uli. (LU.) Der Präsident des Statistischen Reichsamtes, Geheimer Regierungsrat Professor Dr. W a g e m a n n, ist aus seinem Amte geschieden. Er behält die Leitung des Instituts für Konjunkturforschung, das vom Statistischen Reichsamt völlig getrennt) worden ist, außerdem seine Lehrtätigkeit an der Berliner Universität, die noch weiter ausgebaut werden wird, bet Aus Wunsch der Reichsregierung wird Wagemann dem Leiter des Statistischen Reichsamts für Fragen der wissenschaftlichen Statistik seinen Oer Reichskanzler bei den Turnern Aus -er Provinzialhauptstadt 2 + 4 =1000. »ben hatte. Dii 33. Fortsetzung. Nachdruck verboten! letzt im Sais$ M ihr hing. „Warum hat mir keiner etwas gesagt?" Ihre schwarzen Augen flammten. „Nichts wußte ich — gar nichts! Mein Mann!" Ein Aufschluchzen. lien und Deutschland der Welt gegeben hätten, würde Nachahmung finden. Prinz August Wilhelm schloß mit einem Sieg-Heil auf die Jugend beider Nationen. Der italienische Generalkonsul sprach Dankesworte. „Der breitschultrige Riese zuckte verlegen die Ach eln. „Ich dachte, gnä' Frau wüßten drum und wollten fort", erwiderte er. Auf der Ehrentribüne des Festplatzes in Stuttgart. — Bon links nach rechts: Vizekanzler o. Pap en, Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspropagandaminister Dr. Goebbels. vesemiih f. B., Stickerei Si”, Stickeln ? ^elen r . Stü Rehaus ind voller Hoffnung, daß es gelingt, jenen zer- etzenden Materialismus zu überwinden. Nur wenn >as deutsche Volk gesund und stark bleibt, kann es einen schweren Kampf im umbrandeten Lebens- Vornan von Helma von Hellermann. Niemand achtete daraus. Vorgebeugt saß die blonde Frau. Rote yieberflerfe brannten auf ihren Wangen Der Alte hatte ihre Hände ergriffen, hielt sie sehr fest. Die Warme tat ihr unbewußt wohl Er murmelte gute, tröstliche Worte, sie hörte sie nicht. „Werner, wenn es zu spät ist —' «Wir kommen rechtzeitig zurück, gnädige Frau." Magnus m Gefahr - Magnus ... Nichts anderes f°Bte ihr Hirn. Geradeaus durch die Glasscheibe ?arrte sie^ Noch immer nicht--Das Weinen des Mädchens verstummte ungehört, wie es beaon- nen. Nur das hohe Singen des rasenden Motors unterbrach tue Stille im Wagen. Kleine politische Nachrichten. Reichspräsident v. Hindenburg empfing auf Gut Neudeck 60 Alte Herren und Jungakademiker des Katholischen Studentenverbands K. V., die ihm mit einer Ansprache und dem Lied „Burschen heraus" huldigten. In bewegten Worten dankte der Reichspräsident und brachte lobende An- erkennung für die vaterländische Gesinnung und das Treuebekenntnis des K. V. zum Ausdruck. Ghandi ist mit seiner Frau wieder verhaf- t e t worden. Er hatte beabsichtigt, heute mit seinem Propagandafeldzug für die Verweigerung der Staatsbürgerpflichten zu beginnen. raum im Herzen Europas behaupten. Einen genialen Einfall unserer Staatsführung bedeutet es zweifellos, durch Ehestandsdarlehen die Heiratsfreudigkeit im deutschen Volk zu stärken. Deutschen heiratslustigen Menschen werden 1000 Mark zur Beschaffung des notwendigsten Hausrates als Reichsdarlehen zur Verfügung gestellt. Zieht das junge Paar es vor, kinderlos zu bleiben, muß es die volle Summe nach einer längeren Zeit monatlich zurückzahlen. Für jedes Kino werden ihm aber 25 v. H. oder 250 Mark erlassen, so daß bei 4 Kindern die zur Verfügung gestellten 1000 Mark überhaupt nicht zurückgezahlt zu werden brauchen. Eine hervorragende Mathematik! 2 + 4 = 1000. Täglich werden Tausende von Volksgenossen in die Wirtschaft eingereiht. Allen diesen Menschen, die wieder Arbeit und Brot bekommen, ist aber damit noch nicht die Möglichkeit gegeben, sich einen eigenen Herd zu gründen. Da setzt das Reichsdarlehen ein. Jetzt hat jeder die Möglichkeit, seine Heiratspläne Wirklichkeit werden zu lassen. Die Kette der Wirkungen dieser Maßnahmen des Reiches ist aber damit noch nicht erschöpft. Durch Nun verstand sie warum Magnus so wortkarg Wortlos"sstea^era Sttin"h7r?°aüs.^ Ve?suchen^Sie und gedankenversunken gewesen, warum er sie fort- das Überfallkommando zu benachrichtigen, fallsT ; ©er !' AUlN a*nft uiwvc cip'. ''-AttÄ * Sieben Lar» *3 "Nun, Marie, freuen Sie sich auf Marienbad?" fragte Wera uych lächelte das hübsche Mädchen an, das strahlend nickte. „Und wie, gnädige Fran! Da soll es ja herrlich sein, und die vielen eleganten Menschen ... Ich hab' die schönsten Sachen der gnädigen Frau alle ein- aepockN sie wird sie dort brauchen! Und dreimal am läge ist Kurkonzert! das kann man sogar vorn Hotel aus hören. Und wunderbare Geschäfte soll es geben, wo man für wenig Geld die herrlichsten Sachen kaufen kann." „So? Na, da werden wir es wohl aushalten können", meinte Wera gezwungen heiter zu dem Alten gewandt. Der aber erwiderte ihr Lächeln nicht. Streng und ernst schaute das faltige Bedientengesicht ste an. »Was gibt es, Werner?" fragte sie erstaunt. „3$ meine, gnädige Frau hätten jetzt nicht fo weit fortreifen sollen, wo der Herr in Gefahr ist!" brach es vorwurfsvoll aus ihm hervor. „Gnädige Frau wollen verzeihens aber — das mußte ich sagen!" Die Lippen der Frau öffeten sich leicht in grenzenlosem Staunen. „Was sagen Sie da, Werner? Mein Mann in Gefahr? So sprechen Sic doch'" Sie schnellte vor, packte den Alten am Mantelauf- schlag. „Welche Gefahr droht ihm?" „Ja — wissen gnä’ Frau denn.nicht, daß Unruhen auf den Werken ausgebrochen sind, daß es schon Schlägereien gab, daß sie streiken wollen? Daß heute früh um vier Uhr der Werkführer Richter kam, um den Herrn zu bitten, fortzugehen, weil die neuen Arbeiter aedroht haben, ihren Willen mit Gewalt durch ... Weiter kam er nicht. Wera Steinherr hatte mit der Faust gegen die Glasscheibe geklopft. „Wenden, Bayer, sofort zurück, nach Hause!" rief sie laut, ganz des kleinen Sprachrohrs vergessend, das neben unreroran) ote totale im Wagen. Da, der dunkle Strich am Horizont — endlich näherte man sich dem Walde. Aber kaum waren sie m seinem Schatten eingebogen, als die Räder so plötzlich den rasenden Laus verhielten, daß Wera dem alten Werner in die Arme geschleudert wurde Der Führer sprang ab und öffnet den Schlag. "Wenn gnä’ Frau zurück ins Haus wollen wäre es besser, von hier aus zu gehen und den Fußweg durch den Klichengarten zu nehmen", sagte er schnell »Wenn die Leute vom Werk kommen, marschieren sie iH|f der breiten Straße von dorther und könnten uns leicht festhalten. Der schmale Weg führt gerade zum Küch^ngarten, den kennt niemand." Auch dieser wußte von der Gefahr, die Magnus drohte. „Warum sagten Sie kein Wort davon heute früh, Bayers" Rot ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Zum Präsidenten des Statistischen Reichsamts ist der Ministerialdirektor im Reichswirtschaftsministerium Dr. Reichardt bestellt worden. Dr. R e i ch a r d t gehört dem Ministerium seit 1919 an. Er übernahm am 11. April 1927 dort das Reichskommissariat für Handwerk und Kleingewerbe. 3m Jahre 1931 war er hervorragend beteiligt an der Lleberwindung der Bankenkrise und dann an der Reorganisation des Bankenwe- fens und der Devisenbewirtschaftung. haben wollte — um ihretwegen, die er „zu hegen und zu hüten" versprochen. Und sie Törin lebte neben ihm her, sah nicht, merkte nicht, was um sie vorging. „Schneller! Schneller!" Ihre geballten Fäuste trommelten auf dem Polstersitz. ijabe schon höchste Geschwindigkeit eingeschaltet , schrie der Führer zurück, ohne sich umzu- wenden. Geduckt saß er über dem Steuer. Achtung, Kurve! Auf zwei Rädern nahm sie der Wagen — richtete sich auf, schoß weiter. Die kleine Zofe begann zu meinen. „Ich habe Angst, lassen Sie mich aussteigen! Die schießen ge- Oie Zung-Faschisten in Dresden. Dresden, 31. Juli. (WTB.) Von Leipzig kommend trafen am Montagvormittag die zur Zeit auf einer Deutfchlandreife befindlichen 4 0 0 jungen Faschisten im Sonderzug in Dresden ein. Vor dem Hauvtbabnhof hatte sich eine nach Tausenden zählende Menschenmenge eingefunden. Nach der Begrüßung der italienischen Gäste durch den Gebietsführer Sachsen der Hitler-Jugend marschierten die jungen Faschisten nach dem Adolf-Hitler-Platz, wo in Anwesenheit der Spitzen der sächsischen Regierung ein Vorbeimarsch vor Ministerpräsident v. Killinger erfolgte. Der Ministerpräsident hieß die Vertreter der Jugend des befreundeten italienischen Volks herzlich willkommen. Innenminister Dr. Fritsch wies als Vertreter des Gaues Sachfen der NSDAP, auf die gleichen Ziele der i t a - lienifchen und der deutfchen Revolution hin, die beide einen neuen Menschen schaffen wollten und den Führergedanken und die Führerverantwortlichkeit klar herausgestellt hätten. Unter diesem Zeichen habe sich die a l t e F r e u n d - schäft zwischen Deutschland und Italien jetzt erneuert Die Gäste besichtigten anschließend die Stadt. Abends fand ein Bunter Abend statt, zu dem auch Prinz August Wilhelm von Preußen erschien. Der sächsische Landtagsvizepräsident Kuno Meyer sprach seine Freude darüber aus, die Vertreter der Jugend des befreundeten Volkes begrüßen zu können. Seine Rede klang aus in einem Sieg- Heil auf Italien und feinen großen Führer Mussolini- Hierauf ergriff Prinz 21 u guft Wilhelm das Wort, der erklärte: Was Mussolini für Italien fei, das sei heute Adolf Hitler für D e u t s ch l a n d. Die Jugend beider Nationen müsse sich finden in dem Bestreben, in eine bessere Zu- tunft zu marschieren. Das Beispiel, das Jta- Wo war Magnus? — Plötzliche Stille. Und jetzt — seine Stimme, klingend und klar: „Was wollt ihr von mir?" Einzelne Rufe: „Leuteschinder! Geldraffer! Wuche- „Ruhe!" schrie eine Stimme befehlend dazwischen. „Unsere Abordnung vor!" Wera lief auf die große Vorhalle. Weit offen die Haustür. Auf der Freitreppe stand Magnus Stein- Herr — allein. Mit unbewegten Zügen stand er da, aufrecht, waffenlos, und schaute auf die erregt hin- und her- wogende Menge herab. Der ganze, weite Platz war schwarz von Menschen — Menschen, denen er Arbeit gegeben und Gutes getan. In den Augen glomm chwelender Zorn vor dem Ausbruch. Und doch sahen sie nicht die zusammengeballten Massen vor sich, sondern ein blasses Frauenaesicht mit rät,et- baftem Lächeln um die schmalen Lippen. War dies die Rache Jenny Maloreens und ihrer sauberen Sippschaft, daß sie ihn nicht hatten überlisten fön« nen? — Im Krankenhaus zu St. Thomas in ßon« bon war ein Mann gestorben, den sie verführt hatte, daß er seine Ehre und Manneswürde vergessen — Der hatte ihm vor seinem Ende schreiben, den ein- fügen Freund um Verzeihung bitten lassen ob des Verrats. Armer Heinz Gebier! Was diese Frau berührt hatte, wurde mit Unheil verflucht. Er schloß die Lider, wie um das Bild loszuwer- den. Und da er sie wieder öffnete, war sein Blick klar und kalt. Wera, die atemlos gelauscht, hörte seine Antwort, diesmal schneidend hart. „Ihr habt mir schon eine sogenannte Abordnung geschickt. Mit zugelaufenem Gesindel verhandle ich nicht!" Wutschreie schlugen ihm entgegen. Er beachtete sie so wenia wie Fliegengesumm. „Meine alte, bisher treue Arbeiterschaft aber lasse es sich hiermit gesagt sein: Entweder begebt ihr euch jetzt nach Hause an die Arbeit und haltet Ruhe ober ich schließe morgen bas gesamte Werk--" Steinherr stockte, sah sich um. Woher kam dieser schnelle, leichte Schritt, der ihm so wohlbekannt. „Wera — Wera — hier?!" Wie sie ihn ansah, lächelte — das ganze Gesicht verklärt von einem schier überirdischen Leuchten. — Wera, Wera, wie schon bist du--- (Schluß folgt) die Förderung des Heiratens soll auch wieder Arbeit beschafft werden. Während 1907 von 1000 heiratsfähigen Frauen 3,5 in Stellung waren, wurden 1932 schon etwa 6, also fast die doppelte Zahl, gezählt. Die deutsche Frau gehört aber nicht in die Fabrik ober ins Bureau, fonbern ins Haus! Das Ehestandsdarlehen soll daher die Frau wieder in ihr ursprüngliches Arbeitsfeld zurückführen und damit in Werkstätten und Bureaus Platz für männliche Arbeitskräfte schaffen. Die Verwendung der Ehestandsdarlehen wird darüber hinaus mehr Absatz und mehr Erzeugung ermöglichen. So schließt sich der Kreis dieser wohldurchdachten Maßnahme der Reichsregierung zu einem wirkungssicheren Instrument gesunder Bevölkerungspolitik und echter Arbeitsbeschaffung. T. R. Bon der Universität in das Arbeitslager Kultusminister R u ft hat bekanntlich im Juni vor versammelter Studentenschaft in feierlicher Weise die studentische Arbeitsdienstpflicht ver- 1 kündet. Mit dem 1. August tritt sie nunmehr in Kraft. Von den Universitäten und Hochschulen Frankfurt a. M., Darmstadt, Marburg, Gießen und Mainz sind rund 350 Studenten von der Bezirksleitung für den Arbeitsdienst Hessen zu diesem Termin in verschiedene Arbeitslager einberufen. Diese Unterbrechung des Studiums durch den Arbeitsdienst ergibt aber nicht, wie einst das Einjährige, einett- . „Anspruch", die studentischen Arbeitsdienstpflichtigen werden vielmehr völlig in der Gemein- schäft des Arbeitslagers au fachen. Nur wer diese Charakterprüfung durch den Arbeitsdienst besteht, erwirbt sich das Recht, dereinst in führende Stellung zu kommen. Minister R u ft ist schon seinerzeit ben Genfer Behauptungen entgegen» getreten, baß der Arbeitsdienst getarnter Militarismus sei. Gewiß soll das Arbeitslager für die Studierenden gemeinsam mit anderen Volksgenossen ein Kampfplatz sein, aber ein Kampfplatz zur Schulung des Deutschen im Kampfe gegen marxistische und liberalistische Jrrun- El e n. Die zum Arbeitsdienst einberufenen Studenten sehen durchweg im vierten Semester. Der Arbeits- äenst wirkt also vorzüglich einer etwaigen akademi- 1 schen Abgeschlossenheit von der weiten Volksgemeinschaft entgegen. Mandolinen- und Handharmonika' spieler heraus' Die großen Kundgebungen des 26. und 27. August anläßlich des Landestreffens der NSBO., sollen durch volkstümliche Musik eine besondere Note erhalten. Wir bitten hierzu alle Mandolinen- und Handharmonika-Vereine um ihre Mitwirkung. Sie wollen ihre genaue Anschrift unter Angabe der Mitgliederstärke richten an die Gau-NSBO. Frankfurt a. M., Klüberstraße 12, Tel. 74049. noch nicht geschehen ist", befahl sie hastig. ,Hhr ande- ren könnt hierbleiben und abwarten, was geschieht." Damit flog sie schon davon durch den schmalen, halb- überwachsenen Seitenpfad, der einen weiten Bogen um das Herrenhaus machte, hielt an und horchte: ein Gesumm von vielen Stimmen war plötzlich in der Luft, abgerissene Klänge eines Marschliedes. Sie rannte weiter. Nun wehte der Wind den Klana deutlicher herüber. Bayer hatte recht gehabt, auf der breiten Autostraße kamen sie daher. Ein Zaun. Hier begann der Küchengarten. Wo war das kleine Holztor? Aha! Ruhig und leer war es hier. Keuchend hetzte die Frau zwischen den blin- kenden Glasdächern der überdeckten Beete dem Haufe zu. Bei Magnus sein, ehe sie kamen ... Und zuckte wieder aufhorchend zusammen. Irgendwo in der Nähe klirrte zertrümmertes Glas. War das Haus etwa schon umstellt? Nein — gottlob, der Eingang zu den Wirtschaftsräumen war jedenfalls noch frei — aber verschlossen die Tür. Mit den Fäusten hämmerte sie dagegen. Am verbitterten Fenster nebenan erschien der Kopf der Köchin. Mit einem Schreckensausruf verschwand er wieder. Jrn nächsten Augenblick knarrte der Schlüs- sei, der Riegel flog zurück. Wera wurde in den großen, hellen Raum hereingezogen, die Tür schnell wieder verschlossen. „Um Gottes willen, die gnädige Frau", stieß die Frau erschrocken hervor, die Steinherr wegen ihrer geradezu bedrohlichen Große den „Grenadier" getauft. „Wurde der Wagen nicht mehr durchgelassen?" Wera lehnte sich eine Sekunde gegen die breite Schulter und rang nach Atem. „Wo ist mein Mann?" brachte sie endlich hervor. „Ich ahnte ja nicht — erfuhr erst unterwegs, daß Unruhen--" „Das ist schön, daß Sie da wiederkommen", sagte die große Person einfach und nahm die bebende Gestalt ihrer jungen Herrin ruhig und mütterlich in die Arme. „Gehen Sie nur 'rauf, der Richter und und drei andere Werkführer sind wohl noch bei ihm. Und hier unten passe ich schon auf —" Wera zog das grimmige Gesicht zu sich herab, küßte es stumm auf die Wange und hastete hinauf. Das ganze Haus war wie ausgestorben, die Diener- schäft bis auf die Getreue da unten wahrscheinlich geflohen; auch Magnus' Arbeitszimmer lag ver- lassen. Da — wieder klirrte eine Scheibe. Das Stimmengewirr war zu lautem Durcheinander von Sprechen und Singen angeschwollen. Unter dem zerstörenden Einfluß des unaufhaltsam scheinenden wirtschaftlichen und moralischen Niederganges des deutschen Volkes mußte die Zahl der Eheschließungen in den letzten Jahren in be- sorgniserregendem Ausmaße zurückgehen. Ebenso hat vor der nationalen Revolution die Zahl der Lebendgeburten erschreckend abgenommen. Sie liegt beinahe um die Hälfte tiefer als in der Vorkriegszeit. An dieser für den Bestand der Nation gefayr- vollen Entwicklung ist aber nicht allein der Rückgang der Eheschließungen schuld, sondern vor allem auch die immer mehr wachsende Kinderlosigkeit zahlreicher Ehen. Besonders in den Großstädten sind wir vom Mehrkinder-System über das Zwei- und Einkinder-System allmählich zum Keinkinder-System gelangt. Der hochgezüchtete Materialismus der Nachkriebszeit verführte die Menschheit immer mehr Zur oberflächlichen Lebensführung. Man jagte jedem zweifelhaften Lebensgenuß nach und verlor den Sinn für Familie und Haus Die nationalsozialistische Revolution hat sich daher das Ziel gesetzt, in nächster Zukunft einen geistigen und seelischen Wandel unseres Volkes herbeizuführen. Es muß wieder Sehnsucht aller jungen deutschen Menschen werden, sich Heim und Herd zu gründen, und derjenige verdient besonders hoch gewertet zu werden, der es auf sich nimmt, der Nation eine stattliche Anzahl Kinder zu schenken. Wenn dieses hohe Ziel nicht erkämpft wird, steht uns das Schicksal bevor, ein Volk ohne Jugend, eine vergreiste Nation zu werden. Deutschland würde aussterben, aber wir Aus aller Welt Deutscher kriegsschiffbefuch in Norwegen. Vier deutsche Torpedoboote statteten dieser Taae der norwegischen Hafenstadt Kristiansand einen Besuch ab. Bei einer Feuersbrunst, die in der Stadt ausbrach, leistete die Besatzung der Torpedoboote tatkräftige Hilfe. Mit Rauchmasken und Feuerlöschgeräten gingen die deutschen Seeleute dem Feuer zu Leibe, und es gelang ihnen, in gemeinsamer Arbeit mit der Ortsfeuerwehr, das Feuer zu löschen. künftig alle 14 Tage Luftschiffverkehr nach Südamerika. Vom kommenden Samstag ab wird das Luftschiff „Graf Zeppelin" alle vierzehn Tage von Friedrichshafen nach Rio de Janeiro starten. Die Verdichtung des bisherigen vier- wöchentlichen Dienstes ist verkehrsmäßig ein Vorteil, denn Regelmäßigkeit und Häufigkeit der Fahrten find die notwendigsten Voraussetzungen für eine ständig zunehmende Zahl der Fahrtteilnehmer. Erste Hilfe für die Unweltergeschädigten in Pirna. Das evangelisch-lutherische Landeskonsistorium in Dresden hat für die Unwetter-Geschädigten zunächst 1 0 00 0-Mark zur Verfügung ge- fteüt. Landesbischof Koch hat sich nach Pirna be- ( teile. Die tnci Kzunickleqe libusunfaU, Mort die nohr h?n die Verletzt I Mtmä6 durch, rfefonne war in lieben dem noti ! Scheinwerfer r Unfalles beleuci nahmen erleid) Hierunasmedizii ltas rasche und Mannschaften ä ) •♦ 5) i e S e: Gartenbau Heilung des Ai Anbaues e.V. Einzelhandelsvl -M deutschen C Iine freiwillige enbauerzeugnist in Boykott au. oird, soll errett vs deutfchen Sa Itigt mit ben aui Werden. " Die Dur pm Arbeit AeichsgeseMatt Durchs ichrunM Gesetz vvm 24. > wird u. a. W Ermäßigung h Ivfung alter S Ferner wird t Ab^ug vom Al nach Abzug der au berechnen ist. Hilfe und die ' mäßigen sich bi Derwa Reichsbahn .den Sonntag, trngs-Sonderzr ermahigung vo Mch. (Dehdors Mr; Rückfahrt an 0.44 Uhr) Gltede Aidda- M* fofafa R halt bei der rlnterweasstatioi U Dillenburg, Erünberg I *n und Sulba. Kys SÄ’» KWj ys-V; \ j; 8, Rettich 10 b iiePs- - Tagest° fp^lhaus (Dahnl »» Mlarm Mädchen war sofort t o t. Der Vater wurde leicht verletzt und konnte sich nur mit Mühe aus dem brennenden Schober retten. Grohfeuer bei Allenstein. — Neun Familien obdachlos. Durch ein Großfeuer wurden gestern nachmittag in Jomendors bei Allenstein in Ostpreußen vier Wohnhäuser und sieben Wirtschaftsgebäude eingeäschert. Neun Familien wurden hierdurch obdachlos. Große Ernteoorräte, Vieh und Maschinen wurden ein Raub der Flammen. Der Sachschaden ist bedeutend. Hitzewelle in USA. — 40 Todesopfer. Eine furchtbare Hitzewelle hat im Osten und mittleren Westen der Vereinigten Staaten 4 0 Tode s o p f e r gefordert, davon in Neuyork allein 10. Das Thermometer zeigte am Montag 37,5 Grad Celsius im Schatten und 60 Grad in der Sonne, was den Höchststand feit 15 Jahren bedeutete. — Zur gleichen Zeit ist der Staat Montana von einer Kältewelle heimgesucht worden. TNolorbootunglück an der spanischen Nordküsle. — 16 Tote. 3n unmittelbarer Rähe des Badeortes Deva an der spanischen Rordküste kenterte ein mit . 25 Personen besetztes Motorboot infolge des starken Wellenganges. Trotz sofortiger Hilfeleistung ertranken 16 Personen. geben; um die Hilfsaktion energisch durchführen zu können, ist vom evangelisch-lutherischen Landeskonsistorium bestimmt worden, daß am 13. August im Bn Lande eine Pflichtkollekte für die . ädigten durchgeführt wird. Die llnwetterschäden in Schlesien. Zu der Unwetterkatastrophe am Samstag ist ergänzend zu berichtigen, daß auch die Kreise Oppeln, Falkenberg und Neustadt in Mitleidenschaft gezogen wurden. Im Landkreise Oppeln sind es besonders die Ortschaften in der Oderniederung, wo die Ernte fast vollständig vernichtet wurde. In Dobrau schlug der B l i tz in die Getreidefeldscheune des dortigen Dominiums ein. Die Scheune, die mit mehreren hundert Zentnern Getreide gefüllt war, wurde ein Raub der Flammen. Auch im Kreise Frankenstein hat das Unwetter große Verwüstungen angerichtet. U. a. wurde eine Scheune umgerissen. Durch große Haaelkorner wurden auf dem Felde arbeitende Dorfbewohner verletzt und zahlreiche Vogel erschlagen. Auf dem Ka- menzer Bahnhof wurden über 1000 Scheiben vom Hagel eingeschlagen. Auch aus den Kreisen Tost-Gleiwitz und Neiße werden schwere Unwetterschäden aemelbet. An der auf den Feldern stehenden Ernte ist großer Schaden angerichtet worden. In Deiskretz cham wurde ein Getreideschober, in dem sicy ein Landwirt mit seiner Tochter vor dem Unwetter geflüchtet hatte, vom Blitz getroffen und in Brand gesetzt. Das junge «Sanitatsko wurden auf A willigen Samt- jfr. Cor tum, iWahenborn-St' hib nach dem «irr Straße ur ®n verhältnisn ( ;anitätsleute |< orn-Steinbelg) Sn""' -»stell». . 5 bei, ’Slw. lamifc, ZZW säs,» -rS;O ! J5 Jahren^ Sonn‘, Staat 9)?onfnn eu,ele- - worden ° °Don einer Der $erient>erfrefer der Gießener Studentenschaft. ' Zum Ferienoertreter der Gießener Studenten, und des Nationalsozialistischen Deutschen Stu. !ntenbundes, Hochschulgruppe Gießen, wurde ipl. rer. pol. Ludwig Fritz, Gießen, Wartweg 50, nennt. Sprechstunden sind Montags, Mittwochs 16 Freitags von 11 bis 13 Uhr in der Universität, immer 6. Gictzener Wochenmarktpreisc. • Gießen, 1. 2lug. Auf dem heutigen Wochen- arkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,25 Mark, rchbutter 1,—, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis i, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10, Weißkraut bis 10, Notkraut 12, Gelbe Rüben 8 bis 15, Rote Öden 10, Spinat 20, Römischkohl 10, Bohnen I Grün) 10 bis 15, (gelb) 12 bis 15, Erbsen 10 bis 12, plischgemuse 10 Tomaten 25, Zwiebeln 12, Rha- Iarber 5 bis 8, Pilze 25, Kartoffeln (neue) 3 Pf., der Zentner 2,50 bis 2,70 Mark, Frühäpfel, das Pfund i) Pf., Pfirsiche 40, Himbeeren 35, Birnen 20 bis IJ, Stachelbeeren 12 bis 15, Johannisbeeren 10 bis 5, Pflaumen 30, Zwetschen 30, Mirabellen 30, mge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, auben, das Stück 40 bis 50, Eier (inländische) %%, llumenkohl 10 bis 40, Salat 5 bis 10, Salatgurken 0 bis 40, Einmachgurken 1 bis, 3, Oberkohlrabi 5 is 8, Rettich 10 bis 15, Radieschen, das Bund 5 bis io-Pf- Pornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Licht. Üoielhaus (Bahnhofstraße): „Unter falscher Flagge . en. rbeits» a ArdüislE üt axcknrn DvllrWvssin em ein KnmMatz zur Schuhen im Kampfe gegen lxberalistische 3rrun- sdienst einberufenen Studenten jierlen Semester. Der Arbeits- üglich einer etwaigen aUberni- t von der weiten Bolksgemein- Wotzenborn-Steinberg und Leihgestern alarmiert Hin 6 nach dem Abzweig Schisfenberger und Hause- '.her Straße unterhalb des Schiffenbergs gerufen, fln verhältnismäßig kurzer Zeit waren etwa 40 (-initätsleute sowie die Aerzte Dr. Heil (Watzen- b.orn.Steinberg) und Dr. Cortum (Gießen) zur kirlle. Die meisten Sanitäter mußten den Weg zu fi.iifo zurücklegen. Angenommen war ein schwerer vmnibusunfall, bei dem es zahlreiche Verletzte ge. Lindas Arbeitslager ^bekanntlich im Juni vor W!" feierlicher Wehe die ’ 9 5br.leun tpf[id>t °er. • Jlugufl tritt sie nunmehr in rflaienunb Hochschulen Jrant- 7- Marburg, Sieben und 1 Studenten von der Bezirks- itsbienft Hessen zu diesem ler- Arbeitslager einberufen. liefe ubiums durch den Arbeitsdienst -e. einst das Einjährige, einen „ ntischen Arbeitsdienstpflichliaen leben hatte. Die eintreffenden Sanitätsleute nahmen floiort die notwendigen Hilfeleistungen vor, verban- den die Verletzten und führten den Abtransport fach- «kmäß durch. Die Gießener Freiwillige Sanitäts- olonne war mit einem Wagen erschienen und hatte «eben dem notwendigen Verbandsmaterial auch den Scheinwerfer mitgebracht, der den Schauplatz des lnfalles beleuchtete und dadurch die Rettungsmaß- lahmen erleichterte. In der Kritik konnte sich Re- inh öanbfiormonifa- ler heraus' ibunqen des 26.unb27.W .stre'ffens bet NSW, Men iche Musik eine betontere litten hierzu alle Mandolinen- Vereine um ihre M->wirkun^ ue Anschrift unter Angabe der en an die ffurt a. M, Klüberstraße 12, lei. 74049- __- »ftinterlM*«- eitslagers aufgeh terprüfung durch den Arbe... • sich das Recht, dereinst in tommen. M/m'ster Rust ist ifer Behauptungen entgegen tsbienft getarnter Militari» •* Alarmübung der Freiwilligen eSonitätskolonnen. Gestern gegen 20.17 Uhr ourden auf Anordnung des Inspekteurs der Frei- villigen Sanitätskolonnen, Regierungsmedizinalrat ^r. Cortum, die Sanitätskolonncn von Gießen, ra« gehört ÄH* eau, sondern ln W l daher di- L $QU5’ •isfesi käsSjs BÄ0^en- So Ichstestl evolkerungspolitik und echiet T.R. Derben. — Die Durchführungsverordnung tum Arbeitsspenden - Gesetz. Das Aeichsgesehblatt Teil I vom 29. Juli enthält die Durchführungsverordnung zum Arbeitsspenden- Seseh vom 24. Juli 1933. In dieser Verordnung dird xl a. bestimmt, daß der Spendenschein zur Ermäßigung lausender Steuern und zur Ablösung alter Steuern Verwendung finden kann. Ferner wird bestimmt, daß bei Spenden durch Abzug vom Arbeitslohn die Lohnsteuer von dem nach Abzug der Spende verbleibenden Restbetrag iu berechnen ist. Die Bürgersteuer, die Ehestands- Hilfe und die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe er- r uhigen sich durch die freiwillige Spende nicht. " Verwaltungs- Sonderzug der Reichsbahn nach Eisenachl Am kommen- .fen Sonntag, 6. August, verkehrt ein Verwaltungs-Sonderzug 3. Klasse mit großer Fahrpreisermäßigung von Betzdorf über Gießen nach Eisenach. (Betzdorf ab 5.15 Tlhr, Eisenach an 11.23 Uhr; Rückfahrt: Eisenach ab 18.46 Uhr, Betzdorf as rasche und sachgemäße Eingreifen der Sanitäts- nannschasten äußern. !** D i e Kennzeichnung der deutschen Gartenbau-Produkte. Rach einer Mit- eilung des Reicysverbandes des deutschen Gartenbaues e. V. haben alle beteiligten Groß- und vinzelhandelsverbände mit dem Reichsverband des deutschen Gartenbaues Vereinbarungen über Sine freiwillige Kennzeichnung der deutschen Gar- ^tnbauerzeugnisse getroffen. Unter Betonung, daß ein Boykott ausländischer Erzeugnisse abgelehnt toird, soll erreicht werden, daß die Erzeugnisse des deutschen Gartenbaues zumindest gleichberechtigt mit den ausländischen Produkten behandelt Das Deutsche Turnfest im Bild. Der Aufmarsch der Turner im Hof des ehemaligen Stuttgarter Residenzschlosses. Hier trafen sich die drei Züge, die durch die ganze Stadt marschierten, und an denen nicht weniger als 150 000 Turner teilnahmen. Jeder der Zuge hatte eine Länge von 12 Kilometer. V M © Links: Dr. Neuendorf mit der Siebenkampfsiegerin Fräulein P ö h l s e n und dem Sieger im Zwölfkampf Kurt Kr ö tz sch. — Rechts: August H e i m (Offenbach) wurde Sieger bei den Florett-Meisterschaften, die im Rahmen des Stuttgarter Turnfestes ausgetragen wurden. Oberjungbann Oberheffen. 5üt)rertreffen in Nidda am 5. und 6. August. Zeitfolge: Samstag, 5. August: Bis spätestens 19 Uhr Eintreffen sämtlicher Teilnehmer in Nidda. 20 Uhr: Marsch, evtl. Fackelzug durch die Stadt. 20 30 Uhr: Kundgebung im Freien. 21 Uhr: Führerthing in engstem Kreise. Sonntag, 6. August: 8 Uhr: Geschäftstagung. Be- richte der Fähnlein-, Iungzug-, Iungenschaftsführer, des Oberjungbanngeschäftsführers und -Kaffenwar- tes, des Oberjungbannpresseleiters und des Foto- fachmannes sowie des Schulungsleiters. Feldgottesdienst. Schluß: 17 Uhr spätestens. Verpflegung aus Feldküche: Samstag abend. Sonntag mittag. Unterkunft: in Scheunen. Verpflichtet zur Teilnahme sind: Sämtliche Fähnlein-, Iungzug-, Iungenschaftsführer Oberhes- lens, alle Mitglieder der Oberjungbannführung: Presseleiter, Pressegeschästsführer, Kassenwart, ferner: sämtliche Amtswalter der einzelnen Gliederungen: Pressewarte, Kassenwarte, Wimpelträger (mit Wimpeln), schließlich das gesamte Gederner Lager. Heil Hitler! Hübner, Oberjungbannpresseleiter. 8:35,6 Min.; 3. Epielvgg. 1900 Gießen 8,40 Min. In Anbetracht der Tatsache, daß Reitz, Peters und Daumstieger schon ein Mittelstrecken-Rennen gelaufen waren, stellt der 3. Platz eine gute Leistung dar, zumal man hervorragende Vereine wie Eintracht und Postsportv. Frankfurt und Polizei Duisburg hinter sich lasten konnte. Stabhochsprung: Jung, 1900, 3,30Meter; 2. Tlnterfeldw. Steines (l.Komp. 3. R. 15), 1900, 3,20 Meter; 3. Frey, Bonner F. 2., 2,80 Meter. Die 1900er waren ihren Gegnern um Klassen überlegen, nur schade, daß sich Unterfeldwebel Steines bei 3,20 Meter eine Verletzung zuzog und nicht mehr weiterspringen konnte. Diskuswerfen: 1. Kilo, 1900, 42,15 Meter; 2 Frey, Bonner To., 36,95 Meter; 3. Maus, Bonner To., 34,80 Meter. Bei schlechtem Abwurf und Windverhältnissen waren die 42,15 Meter des 1900ers eine der besten Tagesleistungen. Klasse II. 1000 Meter: 1. Krauth, Darmstadt 98, 2:50,6 Minuten; 2. Baumstieger, 1900, 2:51 Minuten; 3. Stauß, Einttacht Frankfurt. In einem über 26 Mann starken Feld waren Krauth und Baumstiegcr ihren Gegnern weit überlegen. Hochsprung: 1. Hohlbein, Fußb.-Spo. Frankfurt, 1,72 Meter; 2. Bolender, VfB. Diez, 1,68 Meter; 3. Unterfeldw. Steines 1900, 1,68 Meter. Steines kam durch Stechen auf den 3. Platz. Seine Leistung ist sehr ansprechend. Frauen. 4 X 100 • Tteter • Staffel: 1. Eintracht Frankfurt, 53 Sekunden; 2. Westmark Trier, 55,4 Sekunden; 3. Spielvgg. 1900, 56,3 Sekunden. Bedeutete es schon einen Erfolg für die 1900erinnen (Roli Lippert, Dora Nickel, Lotti Diehl und Gerda Hudlitz), daß sie sich für den Endlauf qualifizierten, so wurde er noch erhöht durch die verhältnismäßig gute Zeit. Verantwortlich für Politik: i. V.: Ernst Blumschein. Die 6 Oranierkampfspiele in Diez. Spielvereinigung 1900 erfolgreich. Die von dem rührigen VfB. Diez veranstalteten 6. Oranienkampfspiele hatten wieder eine erstaunlich gute Besetzung gefunden. Führende Leichtathletik-Vereine aus dem Rhein- und Main-Gebiet hatten ihre Besten entsandt. Wenn es den 1900em in dieser Konkurrenz gelang, 3 erste, 4 zweite und 4 dritte Plätze zu erringen, so ist das mehr als zufriedenstellend. Rachstehend die Wettbewerbe, in denen die Spielvereinigungsleute siegten bzw. Plätze belegten: Klasse L 100 Meter: 1. Mährlein, Eintracht Frankfurt, 10,8 Sek.; 2. Eldracher, 1900, 11 Sek.; 3. Deutschbein, Bonner FV., 11,2 Sek. Für die nur mittelmäßige Dahn gute Zeiten. Eldracher mußte sich dem diesjährigen süddeutschen Meister beugen. 800 Meter: 1. Blind, Darmstadt 98, 2:06,8 Min.; 2. Kaufmann, Postsp. Frankfurt, 2:07,6 Min.; 3. Maxeinec, Hadamar, 2:07,8; 4. Peters, 1900, 2:08,5. Peters, der seither keinem intensiven Training obliegen konnte, war dem Endspurt seiner Gegner nicht gewachsen. 1500 Meter: 1. Blind, Darmstadt98, 4:23,3 Min.: 2. Hohlbein, Fspr. Frankfurt, 4:30,1 Min.; 3. Gebhardt, Donner FD., 4:32 Min.; 4. Ober- gren. Reitz (3. Komp. IR. 15), 1900, 4:32,3 Min. Reih erging es wie seinem Elubkameraden Peters. 5000Meter: 1. Gebhardt, Donner FD., 16:25 Minuten: 2. Schaaf, 1900, 16:38 Min.; 3. Mech- linsky l.» Donner FV., 16:40,3 Min. Schaaf merkte man an, daß er einige Wochen ausgesetzt hat. 25-Kilometer-Straßenlauf: 1. Gerhardt, 1900, 1:18 Std.; 2. Siegel, Postsportv. Frankfurt, 1:25,35 Std.; 3. Schranket, VfB. Diez, 1:29 Std.; 4. Reuscher, DfR. Riederzeuzheim, 1,29,40 Std. Gerhardt, in axisgezeichneter Form, kam mit über 7 Minuten Vorsprung vor dem süddeutschen Meister Siegel ein. Die Strecke, die ins Ahrtal führte, dürfte nicht ganz die vorgesehene Länge gehabt haben. 4xl00-Meter-Staffel: 1. Sportgmde. Eintracht Frankfurt 45 Sek.; 2. Polizeispv. Duis- burg-Hamborn 45,2 Sek.; 3. Spielvgg. 1900 Gießen 45,3 Sek. Eines der spannendsten Rennen des Tages! Die 1900er mit Grünewald, Koch, Jung und Eldracher nicht in stärkster Aufstellung laufend, lieferten sowohl im Dor- als auch im Endlauf ein gutes Rennen. 3xl000-Meter-Staffel: 1. Sportv. 1898 Darmstadt 8:29 Min.; 2. Donner F. D. SxasattAcfilufr Veckauf Sie finden bei uns stets etwas Besonderes; keine Dutzendware, sondern schöne geschmackvolle Kleider, Mäntel. Kostüme zu ungewöhnlich billigen Preisen. Kommen Sie frühzeitig. awi*** 5,rMS" Der E,«“'Arbeit - Menschen, WJ « m » 3nÄ ™ dem a.uXn ©affen vor iMmengebaM n rät{e(. * ^Cn W» schmalen Wn |aUberen Si entin- i nicht «aus ' starben, M Ie ^((en - V MannesMlv tm- ^S?5?S lie8e L«..*** 6r h 1*2, ihm 1° riW tt, d"/ i sesich' Ier 5 DU" Jetzt im Stickereien Tesentlim im Preis ermäßigt! 4 Modehaus 1881 A Salomon Giefcen / Schulstr a&e 4. L B. Stickerei flu Leibwäsche aus Mada- polam oder Batist, 4-6 cm Sreit, mod. 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Walter D a r r e hat dafür Sorge getragen, daß die diesjährige C-rnte bestimmungsgemäß zu einem angemessenen preis verwertet wird. Im Gegensatz zu früheren Jahren wird man bestrebt sein, die Getreidepreise im Lause des Jahres allmählich entsprechend den Lagerungsverlusten zu heben. ... . Gegen Störungen dieses Vorhabens von Kaufer- seite aus, wird unnachsichtlich eingeschritten. Desgleichen behalte ich mir als Landesbauernfuhrer_vor^ Photo-Baos Carl Mal Frankfurter Straße 39. 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(WTB.-Drahtmel- bunq) Nachdem noch die gestrige Abendbörse als aut behauptet anzusprcchen war, machte sich im heutiaen Mittagsverkehr anscheinend die schwächere Verfassung Wallstreets bemerkbar, der gegenüber die Rundfunkansprache Dr. Schachts nur wenig beachtet wurde. Die Umsätze waren nach wie vor gering und die Kurse bröckelten teilweise wohl auch infolge der Geschäftslosigkeit etwas ab. Einheitlich rückgängig war der Montanmarkt, Buderus gaben etwa die Hälfte ihres gestrigen Gewinnes, nämlich 1 25 Prozent wieder her, Harpener, Klöckner, Mannesmann und Phönix waren bis zu 1 Prozent, Nheinstahl 0,50 Prozent schwächer. Farben wurden nach den ersten Kursen mit 130,75 Prozent 1,13 Prozent unter gestern notiert und waren bald nachher 130 Geld. Dagegen konnten sich die sonstigen chemischen und elektrischen Spezialwerte fast durch- im Modehaus Nowack hat am Montag, den 31.7. begonnen! 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Kommunalobligationen waren dagegen eher gesucht. Am Markte der Auslandrenten waren Zolltürken gut behauptet. Tagesgeld war weiter steif und blieb zum Satze von 4,5 Prozent unverändert. Wettervoraussage. Durch die Rückseite des neuen Wirbels, der mii großer Schnelligkeit bereits bis nach Dänemark gedrungen ist, gelangt noch kühle Luft vor, unter deren Einfluß zunächst das Wetter etwas wechselhaft bleibt außerdem einzelne Schauer auftreten. Da aber zu gleicher Zeit von Westen her der Luftdruck kräftig ansteigt, dürfte durch ihn der Störungseinfluß alU mählich wieder abflauen. Aussichten fürMittwoch: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, noch einzelne Schauer, kühl, westliche bis nordwestliche Winde. Lufttemperaturen am 31. Juli: mittags 23,8 Grad Celsius, abends 18,4 Grad; am 1. August: morgens 15 Grad. Maximum 24,3 Grad, Minimum 14,5 Grad. 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