Nr. 78 Srvaussave Samstag, l. April 1955 183. Jahrgang olle Monatr-Vezugsp .95 .25 nen Annahme von Aiize.gen für die Tagesnummer bis zum Nachmitlag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig,- für Re- klameanieigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrist 20u . mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für denAn- zeigenteil i. V.TH.Kümmel sämtlich in Gieizen. Erlcheint täglich der Sonntags und Ie-gs Beilagen: Die 3Di ^te Gießener Familier »er Heimat im Bild Die Zernfprechanschlt .unter SammelnummLöl. Anfchrift für Drajach- richten: Anzeiger chen. pobschecllontq Zronlfurl am Main pLK. Mit 4 Beilagen W_ Ohne Illustrierte 4-80 Zustellgebühr .. Auch bei Richter von einzelnen Nu ern infolge höherer ll>alt. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen , Dri'S und Verlag: Vrühl'sche Univeisttäls-vuch- und Lteindruckerei R. Lange in Gießen. Zchnftleitung und Geschäftsstelle: ZchuNtraße 7. Krieg ser Frieden? iet |ie die Hochspannung und über den Fri einzig und allein von der Politik Frank re lt mit dem Gedanken eines der „Temps h ä l t n i ein Beispiel Obwohl die nationale Revolu« tion mit größte disziplin sich vollzog, und ob- Staates hat sie nicht herein nationale Aktion gegen uns W.c liegen e Niederschlag fiw soll, zeigt trotz i rung bleibt absctz gsverhältnis zwischen ihm und den anderen^ aaten gemäß seinem Recht auf nationale <5 «t jcit unter BerüLsichtigung einer be. e Flut von Gleichzeitig ei E i n m i s ch u n zureden. Siefc' wird an Sculfd französischen Re willkommen wäi abprallen, sie hält nur eine zu der gerade die neue beutfeiner geographis^ deren Verhältnisse, Hinsicht mi n eng- ährende, in ijner Gc wohl das CRccßL nung seines Q3cr 1 stritten werdens ihren zur Zeit wichtigsten v ft rettungslos festgefah ° lbrüstungsplan, der nach der Augenblick die Dinge? Die soweit sie in der A b - Anzweideutigteik umrissen, Partner in das System der und die sich (ogc \ europäische Po)e rüstungsfrcb Sinne ei europäi c englische ^rüftungg er Konserenzarbeiten am ren. Der englis" Wiederaufnahmifi 25. April als J» haltlich der 2lbcfci die 2lbordnung> fteä jeden Volkstums zur Ord- tnisses zum Judentum nicht denn, flammt mit einem Male des französischen co u r „über Krieg . - auch diese Probien hing überspitzt erscheinen, im stungsgeb'eten iißpantitatiber Hmsicht und gleiche SichcrheibckTeulschland muh", so hat Botschafter Radnny den deutschen Standpunkt erneut mit । „als glechberechtis_____ allgemeinen Abrum g eingegliedert werden, und es muß das Ri»v, ' r3 — •*— verstehen, muß, fi' .zwangsläufig zmm- Eindruck, als ob , von Paris aus Die nächsten Mäle werden nach den Worten ^ßenministers Paul-Bon- er Frieden entscheiden". Mag : sie Deutschland und Italien argumentiert man in Paris, iege führen Und man hat den e Brunnenvergiflung, die jetzt n Deutschland betrieben wird n so einflußreiches Organ wie i L; gen macht, den maßgebenden ' mgskreisen gar nicht so un- Zusammenarbeitr z sche ReichsregieLc durchaus bereit ist. sind, werden ohne meijel von schwerwiegender Bedeutung für dasöchicksal Europas sein. Und wenn Paul-Boncomjhrlich gewesen wäre, so hatte er"hinzufügen tönra, daß die Entscheidung darüber, ob die droher Spaltung Europas in zwei Lager mit allen ih i kaum übersehbaren Folgen Tatsache werden so j n unsere inneren Bcr - ■ er in diesem Umfang kaum wesentlichen fennjeu- . . ... . der gesamtpolitische Sage Europas. Die Berhand- T...... M......... s abhängl. Während Deutsch! d für Frieden und Verständigung eintritt — ,.)S deutsche Volk will auf der Welt im Frieden leih", so stellte der Reichskanzler in seiner großen Res vor deni Reichstag ausdrücklich fest —, währendtngland und Italien durch ihre Vorschläge die drohte europäische Konfliktsgefahr zu bannen suchen, eien die chauvinistischen Pari- plan ist der in manch lischen Gedanken sich ]x „„_____ . samtheit aber über ak.ebisherigen £ing5mög-= lichkeiten erheblich hin^gehende Vor,lag des italienischen Ministersüsidenten Müolini. Rach ihm sollen die s - die Geschickef.uropas verantwortlichen „Groß-l Mächte", alfäje Italiener, die Engländer, d^ Deutschen unbk Franzosen in einem „QuabimDirat“ die i-ntliche und entscheidende Leikulz in die Hanüehmen. langen, die" jetzt übchen englischen Abrüstungsplan - nsplan Mussolinis im Fluß weisel von schwerwiegender [er Blätter unocrl ... ..... Präventivkrieges. ') n soll solche Kriegsphantasien und Kriegsfanfaren ner überhitzten chauvinistischen Presse zwar nicht •' rschätzen, aber sie sind bezeichnend für die franMdje Mentalität. Eine Revision der „Verträge", sie Deutschland und 3talie* berechtigung anzmi^»en. Demgegenüber die abrüsümgs endlichen Mächte, Frankreich^vlen und die Keine Entente unverändert < f (in f Lage und seiner beson- glcichen Umfantc wie bei allen anderen kenkassen und besonders den Volykliniken stehen ß-Berlin, gibt be> ungen wie Ull t Entrüstung gehört, welche Nachrichte Wahrheit die Ehre, ozialiftische Aerzke dienst ehrenamtlich breitet sind. Wir geben nur f wenn wir öffentlich erklären: n furchtbaren .* o b a d) t e t haben innerer Hebernden und in das nd." setzt worden. 270 natiom ordnung fallen. Die glc* Anordnung gilt für alle lebenswichtigc Betriebe. Eine Erklärung in Deutschland studierender Au^änder. Berlin, 31 März. (WT'-) 150 studie- renbe Ausländer, 21 r, e b ö r i g e von ftqion .1 _____ ,.-DT 2*?S Instituts für Ausländer an d Universilät' Berlin eine namentlich unterzeichnete Klärung überreicht, in der es heißt: ' ; wegen, nichts von f o I Dingen erlebt oder und daß alle diese Nachricht 3 e u g u n g nach frei er Reid) der Fabel zu verweise^ „Germans dcfend yourself k inft jewish atrocity propadanda!" ausgehängt :öcn. Die Berliner Propaganda!" ausgehängt.erben. Auf Veranlassung des Staatskommi^rs Dr. Klein sind sämtliche jüdischenWohlahrtsärzte der StadkBerlin aus ihremNenst ausgeschieden und durch deutsch st äm geAerzte ene gab ben'ten Moor: eine schwierige und rcht befonbet* )anfbare Aufgabe, die unter Der-cht auf äuße^ Mfette mit Würde und maßvoller Zurück ßaltm gelöst wurde. — Herr Oeigcrjatte sich mi. ingabe und viel Temperamente die (ihm oyl nicht übermäßig zusagende) tolle des S Igelberg vertieft und gab außerdem recht angen ien den alten Daniel. — Herr Hmel als Kcfs-ky brachte feine Erzählung m jugendlichen Schwung an den Mann. — Von übrigen Ense '•le feien noch die Herren Mich- (Schweizer), D u b (Roller). Egge - mam (Herrmann), 5 a f f o 11 (Moser) und V o l c(Pater) mit tä tigen Leistungen hervor- gehob. — . DilZuschauer banffn mit herzlichem Beifall, hth. Aus der provinzialhaupistadt RunSfunkprogramm musik. Donnerstag, 6. April. gefertigt. Die Besucher waren erfreut von den mit gutem Geschmack und einfachsten Mitteln her- gestellten Kleidern. Sichtlich ist die Mode Vvn der Sachlichkeit zurückgckehrt zur Betonung weiblicher Anmut und Schönheit. Durch Linienführung und Farbenwtrkung wurde dieser Wille unterstützt. Auf besonderen Ausputz war fast v.llig verzichtet. Die gebotene Sparsamkeit hatte zu schönen praktischen Verbindungen von Strahcnkleid und Abendkleid geführt. Es wurde u. a. ein schwarzes Kleid mit abknöpfbaren Aermeln gezeigt, einige andere Kleider wurden durch ein- knöpfbare Blusen zu Gesellschaftskleidern. In dankenswerter Weise hatten die Firmen Im- Heuser (Frühjahrsmäntel und Kostüme), T e i - pel (Strickkleider), Moor (Hüte) und 3 u r - wonne (Schuhe) die Modenschau unterstützt. Oie Durchsuchungen in Trohe. Die Landeskriminalpolizeistelle Gießen teilt mit: Beamte der Landeskriminalpolizeistelle Gießen durchsuchten gestern vormittag unter Zuziehung von Gendarmeriebeamten und Hilfspolizei aus der SS. und SA. das Dorf Trohe, woselbst in der Hauptsache Kommunisten wohnen. Nachdem das Dorf von bewaffneten Hilfspolizisten umstellt war, begannen mehrere Durchsuchungstrupps mit den Durchsuchungen. Vorgefunden wuroe zahlreiches schriftliches Material der KPD., Broschüren, Wimpel und Fahnen mit kommunistischen Abzeichen, 2 Revolver mit Munition, kleine Seitengewehre, Gummiknüppel usw. 2 Personen wurden vorläufig festgenommen. 0;e Ausstellung „Stadt und Land-. Der Derkehrsverein Gießen teilt uns mit, daß bei dem Gewichts - und Sortenraten in der Ausstellung in der Turnhalle folgende drei Fragen zu beantworten sind: 1. Welches Gefcnntgew cht haben die im Ausstellungsstand des Tierzuchtinstituts ausgestellten, besonders bezeichneten 12 Eier? 2. Von welchen Geslügelarten stammen die im Stand des Ticrzuchtinstituts besonders bezeichneten Eier? 3. Wodurch unterscheidet sich ein deutsches Handelstlassenei von einem Auslandei? Hausfrauenberatung Gießen. 3m Rahmen eines Vortragsabends der Hausfrauenberatung Gießen sprach dieser Tage Frau Schlumberger über die Thalvsia-Resorm- bewegung. Die Rednerin führte, wie man uns berichtet, u. a. folgendes aus: Unter _i)em Einfluß der Zivilisation vermöge der Körper seine Aufgabe kaum mehr ohne Unterstützung von außen her zu erfüllen. Die Unterstützung solle sich allerdings darauf beschränken, die in ihm wirkende Ratur anzuregen. Die Reformbewegung wende sich deshalb zunächst der Ernährung zu. Zuführung nicht entwerteter Rährmittel sei ihre erste Forderung. Viel Fleisch verursache eine schleichende Uebersäuerung des Blutes. Diese lasse sich ausgleichen durch Gemüse und Früchte, die roh und gedämpft gegessen werden. Zur Ergänzung gebe es Rohkostflocken in verschiedener Zubereitung und Zusammensetzung. Für Reise und Wanderung und als Sportproviant seien Rußfruchtpasten geeignet. Als Heilmittel dienten Pfanzenrohsaft und verschiedene Teesorten. Auch äußerlich solle der Körper gestützt werden. Die Thalvsia-Reformbewegung bringe z. B. einen Schuh, der Halt und Stütze für den Fuß bedeute. Ebenso habe sich ein gut durchdachtes Körper- formshstem herausgearbeitet mit leicht stützenden und korrigierenden Leibchen, Gurten und Miedern, die tragen und entlasten sollest. Sie seien genau den pH siologischen und anatomischen Verhältnissen des Körpers angepaßt. Es seien also Mittel gefunden, den schädigenden Einflüssen, denen der Körper ausgesetzt sei, zu begegnen. Reben dem Vortragsabend hielt — wie man uns weiter berichtet — die Hausfrauenberatung auch eine gutbesuchte Modenschau ab. Die vorgeführten Kleidungsstücke waren zu n größten Teil von den Mitgliedern der Hausfrauenberatung und den Helferinnen im Lehrbetrieb selbst an- Kämpft alle gegen die Greuelpropaganda! Zeder kämpfe gegen d.e Greuellügen! Zur Abwehr der lügnerischen Greuelpropaganda gegen das geeinte nationale Deutschland stehen alle deutschgesinnten Menschen einig zusammen. Der deutschfeindlichen hetze muh mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden. Oie Aufklärung des Auslandes durch Briefe ist in diesem Abwehrkampfe eines der wirksamsten Mittel. Die oberhessische Bevölkerung kann viel dazu tun. Zahlreiche Obechessen sind alljährlich nach Amerika und anderen fremden Ländern ausgewandert, sie stehen aber noch mit verwandten und Freunden in der alten Heimat in Verbindung. Diesen deutschen Brüdern im Ausland schreibe man die Wahrheit über die Verhältnisse in Deutschland, damit sie erkennen, daß das alte deutsche Vaterland noch immer ein hort der gesetzlichen Ordnung ist und draußen nur Lügen verbreitet werden. Schickt auch deutsche Zeitungen als Künder der Wahrheit »ns Ausland! Jede verwandtschaftliche, freundschaftliche oder geschäftliche Verbindung muh bei dieser Abwehr der Greuellügen zum Schuhe der deutschen Ehre nutzbar gemacht werden. Niemand darf Mühe und kosten jur diesen Dienst am deutschen Vaterland scheuen! Des- : halb: Vie Beschickung der Schlachtviehmärtte Der Leiter des Amtes für Agrarpolitik, Dr. Wagner, veröffentlicht den nachstehenden Aufruf! Mil Einleitung der am Samstag, dem 1. April, vormittags 10 Uhr, beginnenden Voykottbewegung gegen jüdische Geschäfte, Händler, Aerzte und Rechtsanwälte mache ich den Bauern und christlichen Viehhändlern zur Pflicht, unter allen Umständen Vorsorge zu treffen, dah die Beschickung der Schlachtviehmärkte am Montag, Z. April, und solange die Boykottbewegung zur Durchführung gelangt, sichergestellt wird. Ich fordere fie auf, sofort olle Maßnahmen ein- zuleilen, um diese Anordnung durchzuführen. Luise von Preußen. Oer Lebens- und Leidensweg einer edlen Königin. Von Irene Hagedorn. Pornotizen. — Togeskalender für Samstag: Oberhessischcr Kunstverein, Turmhaus am Brand, 13 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Turnhalle am Oswaldsgarten, 10 b s 21 Uhr, Ausstellung „Stadt und Land". — Gleibergverein, 16 Uhr, auf dem Gleiberg, außerordentliche Generalversammlung. *• Dienstjubiläum. Der kaufmännische Angestellte Heinrich Heß, Gießen, Hillebrand- straße 9, kann heute, 1. April, auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Firma H. Schaffstaedt G. m. b. H., Gießen, zurückblicken. Der Jubilar erfreut s.ch bei der Geschäftsleitung, der Angestellten- und Arbeiterschaft allgemeiner Beliebtheit, die in den ihm dargebrachten Geschenken ihren Ausdruck fand. _ _. ** Besuchszeiten der Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Reuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. 7.15 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusi- ker. 12: Mittagskonzert. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: Aus dem großen Saal des Stadt. Saalbaues Darmstadt: Akademie-Konzert der Stadt. Akademie für Tonkunst. 18.25: „Max Reger", Vortrag von Hans Rosbaud. 18.50: „Reklame als Mittel zur Belebung der Wirtschaft", Gespräch zwischen Dr. E. Stickler und H. Rieth. 19.30: Selbstanzeige. Hans Heyck. 19.45: „Welch äußeren Schutz genießen in Preußen die Sonn- und ^Feiertage?" Vortrag von Oeberregierungsrat Starl Fahr. 20: Mannheim: Zohann-Strauß-Stunde. 21 bis 22: Max-Reger Gc- dächtnisseier. Zum Gedenken des 60. Geburtstages. Freitag, 7. April. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12. Mittagskonzert. 17: Konzert. 18.25: Stunde des Buches. 18.50: „Woh- nungs- und Hausreparatur mit Rcichszuschuß", Vortrag von Dr. jur. Wilhelm Schulz. 19.20: Zehn Minuten Deutscher Almanach. 19.30: „Tönende Handschrift", Gespräch zwischen Dr. Reinhold Merten und h. Pfenninger. 20 bis 20.30: Die deutsche Erhebung im Lied. 20.30: Solistenkonzert. Philharmonisches Orchester Stuttgart. 21.20: Adolf Hitler, dem Kampfer um das neue Deutschland. Zusammenstellung: E. G. Erich Lorenz. 22.45 bis 24: Nachtkonzert. Samstag, 8. April. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: Freiburg: Nachmittagskonzert. „Aus älteren Operetten". 18.25: „Urbarmachung von Oedländereien durch den freiwilligen Arbeitsdienst und die Naturdcnkmalpflege", Vortrag von Dr. Menke, Koblenz 18.50: „Weltanschauungsfragen des völkischen Deutschlands, Gespräch zwischen Dr. Werner Kulz und Dr. Bernhard Kummer. 19.30: Wie unsere Väter den Frühling erlebten. 20.15: Cazliostro in Wien. Operette in 3 Akten. Musik von Johann Strauß. 22.45 bis 24: Nachtmusik. geklagte behauptete, beide seien ihm so plötzlich vor sein vorschriftsmäßig fahrendes Auto gesprungen, daß er nicht mehr habe bremsen können. Die um« sangreiche Beweisaufnahme ergabt daß die beiden Verletzten ganz rechts auf der Straße gegangen waren und daß der Angeklagte sic dort, also auf der für ihn falschen linken Seite, zusammengesahrcn hatte. Er wurde zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Maurermeister von auswärts hatte seinen Gesellen Arbeitsbescheinigungen ausgestellt, daß sie längere Zeit ununterbrochen bei ihm zu einem bestimmten Wochenlohn gearbeitet hätten. Diese hatten die Bescheinigungen eingereicht und Arbeitslosenunterstützung bezogen. Die Ermittlungen des Arbeitsamts ergaben jedoch, daß die Bescheinigungen inhaltlich falsch waren und daß die Beteiligten dies wußten. Wegen Betrugs und Beihilfe hierzu erhielten Gesellen und Meister angemessene Ee'dftrasen. Im Juni v. I. ging bei dem Kreisamt Friedberg eine mit mehreren Unterschriften versehene Anzeige ein, wonach in einer Wirtschaft eines Dorfes m der Nähe die Polizeistunde dauernd übertreten werde. Die Gendarmerie stellte darauf fest, daß diese Be- hauptung unrichtig war und die angeblichen Anzeiger des Schriftstücks gar nicht unterschrieben hatten. Der Verdacht der Täterschaft fiel auf den mit diesen verfeindeten Schwiegersohn des Wirts. Trotz seines Leugnens hielt ihn das Gericht auf Grund eines Schriftsachverständigengutachtens und einer ganzen Reihe weiterer Indizien für überfuhrt und verurteilte ihn wegen schwerer Urkundenfälschung zu 1 Monat Gefängnis. III. 1806. 3n der Gesinnung der Bevölkerung trat ein Umschwung ein. Zu lange hatte man alles gehen lassen. Jetzt kam die Erkenntnis, daß das Vaterland nur zu retten sei, wenn man die nationalen Gefühle des einzelnen weckt und seine Liebe zur Heimat stärkt. Man war nicht mehr einverstanden mit der Alleinherrschaft eines Monarchen und wollte dem Volk, zumindest aber einigen übersichtigen Köpfen, ein Mitbestimmungsrecht an allen Entschlüssen sichern. Da an den König nicht heranzukommen war, versuchte man, ihn durch Luise zu beeinflussen und ihn zum Handeln zu zwingen. Cs wurde eine Denkschrift ausgearbeitet, in der ein sofortiger S.istemwechsel der Regierung vorgeschla- gen wurde, doch die Königin wagte nicht, ihrem Gemahl diesen Plan zu unterbreiten, obwohl sie ihm im Herzen zustimmte. Sie kannte den Starrsinn Friedrich Wilhelms III- zu gut. Die Zeit mußte seine Erkenntnis reifen lassen. Rapoleon hatte den,R h e i n b u n b zustande gebracht. Auch jetzt hielt Preußen weiterhin an seiner Neutralität fest. Luise erkannte die Gefahr, in der das Vaterland schwebte. Hatte das Schicksal sie auserwählt, dafür zu kämpfen, daß die Männer ihre Untätigkeit aufgaben und Ehre und Freiheit verteidigten? 3mmer dringender wurde die Forderung an den Gatten, endlich zu handeln. Sie erreichte, daß das V ü n d n i s mit Alexander zum Abschluß kam. Dieser wies ein Friedensangebot des Franzosenkaisers zurück und zeigte damit, daß er mit Preußen einen Pakt geschlossen hatte, mit dem Ziel, sich ihm entgegenzustellen. Rapoleon forderte nunmehr Preußens sofortige Cntmobilisierung. Er wußte genau, daß man seinem Wunsch nicht nachkommen würde. . Das war der Schlachtruf! Run gab es kein Zögern mehr. Am 10 September 1806 fuhr das Herrscherpaar zu seinen Truppen und schlug bei Rai mburg das Hauptquartier auf. Es war seit d.s Lrofocn Kur>irrsten Zeiten nicht mehr vor- geiDmmen, daß eine Frau im S c I bla 9 e r weilte. Doch Luise ging auf den ausdrücklichen Wunsch ihres Gemahls mit. Aus allernächster Rähe hat sie den Krieg gesehen. Das große Leid der vielen hämmerte sich mit Flammenzeichen in ihr Herz und machte sie zu der tragischen Figur, die sie für Preußens Geschichte geworden ist. Man machte sie verantwortlich für den Krieg Sicher hat sie ihm zugestimmt, doch nicht aus Machtgelüsten, nicht aus Herrscher - gefühlen heraus, sondern aus tiefster Liebe zu ihrem Vaterland, die triebhaft forderte, dieses Heiligtum zu verteidigen. Später äußerte sie einmal ihrem Bruder gegenüber: „Die Folgen beweine ich oft, nicht aber das Prinzip der Handlung selbst. Rie werde ich beweinen, was Ehre und Selbstgefühl heiligten, wohl aber alles andere, was das Gegenteil wäre und eben noch viel schrecklichere Folgen haben würde." Inzwischen wurde die Lage immer kritischer. Cs zeigte sich, daß Preußens Kriegführung versagte, da es sich einem überlegenen Feind gegenübersah. Frankreichs Truppen waren an Krieg gewöhnt, und an ihrer Spitze stand Rapoleon mit seinem klugen, berechnenden Kopf, mit umfassender Kenntnis der Sachlage, dem Sinn für die Weiterentwicklung der Dinge und mit seiner unheimlichen Begabung für Strategie. Man ließ dem Feinde ungehindert Zeit, seine Ziele auszuführen und das preußische Heer einzukreisen. Es kam zu einem wahren Hexen- sabbath an Kämpfen, und Preußen mußte blutige und schwere Verluste erleiden. Der Vetter Prinz Louis Ferdinand, der gleiche, der zu Beginn von Luisens Ehe so entscheidend in ihr Leben eingegriffen hatte, fiel an der Spitze seiner Truppen bei Saatfeld. — Man fühlte sich nicht richtig geleitet. Es ist bitter, Blut zu vergießen mit der Gewißheit, baß es umsonst geschieht. Unaufhaltsam verfolgte Rapoleon seinen Plan. Seine Armeen waren ein williges Werkzeug in seiner Hand. In der Rächt vom 10. auf den 11. Oktober war das preußische Hauptquartier fast ohne Schutz, und nur einem glücklichen Am- i stand war es zu verdanken, dah das Königspaar nicht in die Hände des Feindes fiel. Anvergessen ist ihnen zeitlebens diese Rächt des Schreckens geblieben. Am Tage darauf rettete , man sich nach Weimar, doch auch hier wurde der Boden zu heiß. Der Befehlshaber verlangte die sofortige Rückkehr der Königin. Auf Am- > wegen, traurig bis zum Tode, kehrte sie für eine j Rächt nach Berlin zurück. Die Kinder hatte man i umsichtigerweise schon nach Stettin vorausgeschickt. Für lange, lange Zeiten sollte sie das letztemal in Berlin geweilt haben. Ein Brief an den König schildert ihre Gemütsverfassung. „Du bist mein einziger Gedanke während der ganzen grau- famen Reise. Dich allein zu wissen, ist schrecklich. Aebrigens hoffe ich, dah nicht alles verloren ist, und daß Gott uns helfen wird. Gott segne Dich und halte Dich aufrecht in dem grausamsten Augenblick Deines Lebens. Er gebe Dir allen notigen Mut und sei immer mit Dir." — Dah Luise die ganze Tragweite der verlorenen Schlachten nicht ersaht hatte, geht aus der Antwort des Königs hervor: „Die stolze Armee des Großen Friedrich war an einem Tage in einer blutigen Doppel» schlacht zersprengt worden. Ich weiß nicht, was aus ihnen geworden ist. Alles, was noch lebt, läuft einzeln herum." Der König muß sich zum Rückzug entschlie- hen. Die Ordnung im Heere war nicht wieder aufzurichten. Die Festungen kapitulierten. Das Volk geriet in fieberhafte Nervosität, da die leitenden Köpfe versagten. Mehr einer Flucht als einer Heimkehr glich dieses Zurück. Niemand getraute sich nach Berlin. Man fürchtete die Bevölkerung, und die französischen Truppen rückten immer mehr auf die Landeshauptstadt zu. Am 25. Oktober besetzten sie Berlin. Napoleon folgte zwei Tage später. Friedrich Wilhelm richtete cm Waffen st ill st andsgesuch an Napoleon, das jedoch abgelehnt wurde. Daraufhin ermächtigte er den Gesandten Lucchesini, die Friedensbedingungen vorzutragen. Er macht Frankreich das Angebot, das Land links der Elbe mit Ausnahme von Magdeburg und der Altmark abzutreten, er bietet den Verzicht Preußens auf eine Verbindung mit anderen bcut-- schen Staaten und eine Kriegskostenentschädigung von hundert Millionen Franken. Lucchesini will die Verantwortung für die Unterzeichnung dieses Vertrages nicht übernehmen, zumal Napoleon ihm noch einige Sonderforderungen hinzusetzte. Er sandte den Vertrag nach Küstrin, wohin die Flucht den König zunächst geführt hatte und wartete seine Entscheidung ab. Die Antwort war, man möge versuchen, Milderungen zu erreichen, doch im Notfälle nachgeben. Nach einwöchentlicher Trennung war Luise in Küstrin eingetroffen. Sie hat auch hier keinen direkten Anteil an den Beschlüssen, ihr bleibt nur der Kummer und die Verzweiflung über den Kleinmut und das völlige Versagen des Königs. Immer mehr wird es ihr zur Gewißheit, daß sie alles aufbieten muh, den Gatten aus feiner Schwäche herauszureißen und ihm neue Kraft zu verleihen. Sie bleibt an feiner Seite und verzichtet auf die Kinder, die man wegen der ständigen Gefahr nach Danzig schickt. Am 26. Oktober müssen sie Küstrin verlassen, da ihnen der Anmarsch der französischen Truppen gemeldet wird. Auf beschwerlichen Wegen langt man am 3. November in Graudenz an. Hier erwartet sie bereits die Nachricht von Napoleons glanzvollem Einzug in Berlin. — Anaufhaltsam rollt das Schicksal weiter. Die Festungen Spandau, Küstrin und Stettin ergeben s i ch widerstandslos. In den Friedensbedingungen war fein Pardon zu erlangen. Preußen mußte unter anderem die Zugeständnisse machen, Frankreich oen Durchmarsch zu gestatten und im Bedarfsfall an einem Krieg gegen Rußland teilzunehmen. Das ist zu viel. Immer noch hatte man von Alexander die große Rettung erwartet und nun wurde gefordert, gegen ihn zu kämpfen! Man unterschrieb den Vertrag nur bedingt. Das war Napoleon sehr erwünscht, jetzt konnte er den Frieden vorläufig ignorieren, die Preußen weiterhin verfolgen und damit seinen Feldzug gegen Rußland verbinden. Immer drohender werden die Anschuldigungen, die Luise zur Urheberin des Krieges stempeln wollen. Die französischen Zeitungen drucken nur zu gern die Schmähschriften über sie, und die Generäle und Minister sorgen dafür, daß Napoleons Ansichten über diese Königin in d:e Oeffentlichkeit dringen. Man kann die Worte wohl verstehen, die aus ihr herausbrechen, als sie nach Monaten Alexander wiedersieht: „And man lebt weiter und stirbt nicht vor Kummer. Graudenz muß verlassen werden. Zunächst geht es nach Osterode. Die Gesundheit der Königin wird schlechter, immer aufregender und anstrengender die Flucht von Ort zu Ort Als man Korngs- berg erreicht, legt sie sich schwer krank zu Bett. Kaum ist sie der Lebensgefahr en trennen, da muß fie die furchtbarste Fahrt ihres Lebens antreten. Eine drohende, unheimlich« Nacht senkte sich hernieder. Das Brausen des Meeres das gespenstische Heulen des Sturmes, die tiefe Finsternis, die jeden Laut verzerrte, beherrschte den schmalen Landstrich zwischen den Ostsee und der Nehrung, auf dem sich die Fliehenden im langsamen Tempo vorwärts bewegten, um die Königin zu schonen. Was würde das neue Iahr bringen? * (Fortsetzung folgt) Oie Mainzer polizeibeamien an die Regierung. Darmstadt, 31. März. (WSN.) Die Pressestelle der hessischen Staatsregierung teilt mit: Die Ortsgruppe Mainz des Verbandes h e s, i s ch e r P o l i z e i b e a m t e r hat folgende Entschließung an die (Staatr-regierung gerichtet: „Die heute in großer Zahl im Kasino der Bereitschaftspolizei in Mainz versammelten Polizeibeamten des Hessischen Polizeiamtes Mainz entbieten der nationalen Regierung ehrerbietigen Gruß und reihen sich f r e u- big und aufrichtig in d i e Front der nationalen Erneuerung und des Wiederaufbaues ein. In unverbrüchlicher Treue stehen wir hinter der nationalen Regierung und geloben im Geiste der Pflichterfüllung, Disziplin und Kameradschaftlichkeit unfern Teil an der Festigung des Staates beizutragen. Bei all unserer Arbeit im Dienste von Volk und Vaterland kennen wir nur eine Losung: Alles f ü r D e u t s ch l a n d!" Schöffengericht Gießen. * G i e fe e n . 29. März. In der Nacht vom 12. aus den 13. November 1932 fuhr ein Kaufmann aus Friedberg mit mehreren Jagdsreunden in seinem Auto die Kreisstraße Laubach—Schotten. In der Nähe der Abzweigung nach Betzenrod überfuhr er zwei ihm entgegengehende Personen, einen jungen Mann und ein junges Mädchen, von denen insbesondere letzteres schwer verletzt wurde. Der AnSonntag, 2. April. 6.35 Uhr: Von Bremen: Hafenkonzert. 8.30: Katholische Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30: Stunde der Kammermusik. 11.30: Von Leipzig, Reichssendung: Kantate, von Johann Sebastian Bach. 12: Freiburg: Platzkonzert der Stondarten-Kopelle 113 (Teningen). 13: Mittogs- kvnzert II. 14.40: Stunde des Landes. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert des Phil Hormon. Orchesters Stuttgart. 18: Feierstunde im Trierer Dom. 18.50: „Die deutsche Entscheidung", Vortrag von Dr. Graach, Trier. 19.30: Der Heilige Rock von Trier, Josef Görres. 20: Staatstheater, Kassel: Die Regimentstochter. Komische Oper. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Montag, 3. April. 7.50 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.10: „Oliver Cromwell — Revolutionär und Parlamentariers 1. Vortrag von Dr. Heinrich Bauer, Berlin. 18.35: Englischer Sprachunterricht. 19.15: Zehn Minuten Deutscher Almanach. 19.30: Zeitfunk. Frankfurter Osthofen. Ein Hörbericht. 20.05: Frankfurt o. M.: X. Mon- togskonzert des Frankfurter Orchester-Vereins. -2.30 bis 24: Nachtmusik. Dienstag, 4. April. 7.30 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Nochmittog. 17: Nachmittags- konzert. 18.25: „Die amerikanische Bonkenkrise", Vortrag von Dr. Franz Wolf. 18.50: „Oliver Cromwell — Protektor und Diktator", 2. Vortrog von Heinrich Bouer, Berlin. 19.20: Bericht über den großen Gautag des Gaues Main-Weser im DHV. 19.40: Von Berlin: Rundsunkprobeschreiben des Deutschen Stenographenbundes. 20: Im bunten Rock. Schallplattenplauderei. 20.45: Deutsche Meister. 22.20 bis 24: Nachtmusik. Mittwoch, 5. April. 7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 15.15 bis 16.15: Stunde der Jugend. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: „Schönheit und Kraft deutscher Sprache", vorgetragen von Pros. Dr. Fritz Wichert. 18.50: Zeitfunk. 19.30: Zehn Minuten Deutscher Almanach. 19.45: Volkstümliches Konzert des Philharmon. Orchesters Stuttgart. 21.15 (M, Königsberg und Deutschlandfender): Die Eifel. Ein Bauernland im deutschen Westen. Ein Hörbild. 22.45 bis 24: Nacht- S.J.-fpori Siädieweiikampf Gießen-Wehlar gegen Marburg. 1900 - VfB. - Welzlar komb. — Kurhessen Warburg I. Der morgige Sonntag ist im Verbandsgebiet des Westdeutschen opielüirbanbcs Iugendopfer- t u g. Die Reinerträge der veranstalteten besonderen Fußballtreffen kommen der Jugendarbeit des Verbandes zugute. Die beiden Vereine unserer Stadt sind stark an diesen Spielen beteiligt. Das meiste Interesse wird sich dem Spiel gegen Marburg zuwenden. Für diesen Kampf stellen die Vereine folgende Mannschaften: VfB. -1900-Wetzlar: Balser (VfB.); Luft (1900), Wilhelm (VfB.): Leutheuser (VfB.), Diehl (Wetzlar), Glitsch (1900); Lippert (1900), Haupt (VfB.), Wohlgemut (Wetzlar), Heilmann (1900), Ritter (VfB.). Als Ersatz ist zunächst Henrichs (1900) genannt. Marburg: Weyand; Schmidts, Wiese; Berndt, Merlau, Pfeil; Böttger, Röll, Fischer, Schäfer, Dietrich. schiedsrichter ist Köhler, Gießen, lieber den Ausgang des Kampfes etwas vorhersagen zu wollen ist müßig. Ausschlaggebend für den Sieg ober die Niederlage ber so bunt zusammengewürfelten Mannschaft Gießen-Wetzlar wird es sein, wie die Mannschaft sich_zu finden vermag, in welchem Ausmaß sie das Spiel ernst nimmt und mit welchem Eifer gekämpft wird. Die Kräfte in der Gießen- Wetzlarer Mannschaft sind gut. Insbesondere darf man auf den Wetzlarer Mittelläufer einige Hoffnungen setzen, Wohlgemut!)- Wetzlar kann in Haupt und H e i l m a n n ausgezeichnete Assistenten haben, die über das nötige technische Rüstzeug verfügen. Die Hintermannschaft ist auch kaum besser zu stellen. Der Gegner hat dagegen den Vorteil der einheitlichen Mannschaft, der sehr leicht ausschlaggebend sein kann. Schauplatz des Kampfes: Platz der Spielvereinigung 1900. Gießen II — Wetzlar. Eine Gießener Kombination spielte in Wetzlar gegen eine Mannschaft, die sich aus Spielern des Sportvereins Wetzlar und des Sportvereins Wetzlar-Niedergirmes zusammensetzt. Zu diesem Spiele treten die Hiesigen in folgender Aufstellung an: Schlarb (1900); Lotz (1900), Bingel (VfB.); Feuster, Kreß, Fehlina (VfB.); Schmidt, Sauer (VfB.), Arnold (1900), Lehrmund (VfB.), Grob (1900). Ersatz: Mattern (VfB.). Schiedsrichter ist D e i s - Nauborn. Wie sich diese Mannschaft gegen die Wetzlarer schlagen wird ist ebenfalls nicht vorauszusehen. VfB. Gießen bestreitet mit seiner zweiten Mannschaft ein Spiel gegen Heuchelheim 1. Elf. Sportverein 1920 Heuchelheim. Aus Anlaß des Jugendopfertages empfängt die 1. Mannschaft eine kombinierte Elf des VfB. Gießen. Man erwartet einen spannenden Kampf. Die Gastgeber haben dabei nicht allzugroße Siegesaussichten. Ein ehrenvolles Ergebnis sollte aber erzielt werden. Vorher spielt die 2. Mannschaft (neuaufgestellt) gegen die erste von VfB. Krofdorf. Die Schüler empfangen die Schüler von VfB. Gießen. Auswahlspiel in Leihgestern. Am morgigen Sonntag tritt eine kombinierte Elf von Watzenborn-Steinberg und Leihgestern auf dem Platz in Leihgestern an. Gegner ist die verstärkte Ligares?rve von 1900 Gießen. Das Spiel dürfte allgemeines Interesse finden. Die Kombinierten treten in folgender Aufstellung an: Watzenborn- Steinberg - Leihgestern: Happel (St.); Arnold (L.), Wehrum (5t.); Burger (St.), Arnold (LJ, Textor (L.); Held, Funk (L.), Sang, Schmandt, Fett (St.). Watzenborn-Steinberg = St., Leihgestern - L. „Teutonia,, Watzenborn-Steinberg im Jahre 1932. Unter starker Beteiligung der Mitglieder fand am Samstag die Jahreshauptversammlung des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg im Dereinslokal „Zur Wilhelmshöhe" statt. Der 1. Vorsitzende, Herr Harnisch, eröffnete die Versammlung und wies auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres im Verein hin. Er betonte, daß sich der Verein geschlossen hinter die nationale Volksbewegung stellen müsse. Cs gelte, die Jugend zu tüchtigen, brauchbaren Menschen zu erziehen im Interesse der Zukunft des Volkes. Schriftführer Georg Fink erstattete sodann ausführlich den Geschäftsbericht. Vier Mannschaften vertraten auf den Spielfeldern die Farben des Vereins. Insgesamt wurden 94 Spiele ausgetragen. Die 1. Mannschaft trug 40 Spiele aus, gewann 29, verlor 8, drei gingen unentschieden aus (Tore: 177:71). Die Meisterschaft blieb der Mannschaft mit nur einem Punkt hinter Lollar versagt. Wesentlich ist, daß in den 40 Spielen kein Mann des Vereins herausgestellt wurde. Die 2. Mannschaft trug 30 Spiele aus, gewann 18, verlor 8 und 4 endeten unentschieden (Tore: 120:77). Die Jugendmannschaft trat zum ersten Male auf den Plan. 14 Spiele wurden ausgetragen, 7 gewonnen und 7 verloren (Tore 22:20). Die Schülermannschaft schnitt ebenfalls sehr gut ab. Von 10 Spielen wurden 8 gewonnen. 1 endete älnentschieden und 1 wurde verloren. Die Schüler konnten Meister ihrer Gruppe werden. Das Gesamt-Torverhältnis der vier Mannschaften lautet 345:172. Den Sportlern wurde für ihre Leistungen herzlicher Dank gesagt. Der Schriftführer ermahnte, auch fernerhin treu zur Sache zu stehen und den Vorstand durch Befolgung der Anordnungen zu unterstützen. Der Rechner Otto Happel erstattete den Kassenbericht, der trotz der Ausgaben für die Herrichtung des Sportplatzes einen günstigen Stand der Kasse auswies. Die finanzielle Lage des Vereins darf als sehr gut angesprochcn werden. Dem Vorstand konnte einmütig Entlastung erteilt werden. Die Vorstandswahl zeitigte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Heinrich Harnisch, 2. Vorsitzender Fritz Müller, Schriftführer Georg Fink, Rechner Otto Happel, Beisitzer Otto Horn, Karl Schneider und Heinrich Fischer. Der Spielausschuß seht sich aus folgenden Herren zusammen: Heinrich Harnisch, Georg Fink, Rudolf C i f f, Heinrich Haas, Wilhelm P r e u ß e r. Sämtliche Wahlen erfolgten einstimmig. Rach einer lebhaften Aussprache über verschiedene interne Vereinsangelegenheiten, mit der Mahnung des Vorsitzenden, jederzeit dem Verein die Treue zu halten, und einem dreifachen „Hipp-Hipp-Hurra" auf den deutschen Sport und das deutsche Vaterland fand die Versammlung ihren Abschluß. Sportverein 1920 Lollar. Am Sonntag hatte die 1. Mannschaft von Lollar das letzte Verbandsspiel gegen die 2. Elf von 1900 Gießen auszutragen. Für Lollar war das Spiel entscheidend für die Meisterschaft. Die Gäste stellten eine sehr gute Mannschaft; Lollar war in stärkster Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. Infolge des schlechten Mehlkonsums, besonders beim Weizenmehl, nahmen die Mühlen kaum Reuanschafsungen vor, anderseits war auch das Angebot sowohl für Brot- als auch für Futtergetreide seitens der Landwirtschaft nur klein. Die einzelnen Märkte zeigten daher nur unwesentliche Preisveränderungen. Die allgemeine Tendenz war zwar sehr still, preismäßig kann man sie aber als ziemlich stetig bezeichnen. Don einem lebhafteren Absatz an E o s i n w e i - zen, Eofinroggen, verbunden mit Kar- toffelflocken, sowie von einem nennenswerten Ha - f e r export wurde auch diesmal nichts bekannt. Das ruhigste Geschäft unter allen Getreidearten hatte Gerste, sowohl in Brau- als in Futter- Ware. In Braugerste ist die Einkaufssaison der Brauereien und Mälzereien diesmal besonders früh zu Ende gegangen, bei Futtergerste verwenden die Landwirte vielfach ihre Gerste im eigenen Betrieb. Trotz ermäßigter Forderungen (etwa 0,25 bis 0,50 Marr je 100 Kilo) blieb der Absatz für Mehle sehr schleppend, nur Roggenmehl war zeitweise etwas besser gefragt. Bei Futtermitteln hält der Landkleinhandel vollkommen im Einkauf zurück. Rur sofortige Wäre verzeichnete vereinzelt Geschäft bei fast unveränderten Preisen. Die Unsicherheit, welche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Reuregelung des Fettmarktes demnächst vielleicht auch für Krafts utter- mittel getroffen werden, behandert etwas die Entschließungen des Handels. Die Preise lagen meist unverändert, vielleicht ein paar Pfennige hoher. Das Kartoffelgeschäft gestaltete sich nach wie vor sehr schwierig. Die Woche schloß mit folgenden Rotierungen: Weizen 210 bis 211 (gegen 210 bis 211 in der Vorwoche), Roggen 171,50 bis 172,50 (174), Sommergerste für Brauzwecke 180 (180 bis 181), Hafer 145 bis 147,50 (unverändert), Weizenmehl süddeutsches und niederrheinisches Spezial 0 mit Austauschweizen 30 bis 31,25 (30,50 bis 31,50), Roggenmehl, 60prozentige Ausmahlung, 23,50 bis 24,50 (23,75 bis 24,50), Weizenkleie 7,75 (7,90), Aufstellung vertreten. Bald nach Spielbeginn erzielten die Gastgeber den Führungstreffer. Dann kamen aber die Gießener für einige Zeit gut aus, glichen aus, bis zur Pause erhöhten die Gastgeber aber auf 3:1. Nach dem Wechsel, fielen in kurzer Zeit zwei weitere Tore für Lollar. Die 1900er gaben sich noch nicht geschlagen, verkürzten auf 5:2, gingen weiterhin sehr aus sich heraus, der Erfolg blieb ihnen aber versagt. Lollar erhöhte zum Schluß auf 6:2 und errang sich damit die Meisterschaft der 2. Bezirksklasse. Lollars 2. Elf wurde Gruppensieger der Gauklasse II; Steinbach trat nicht an. Die dritte Mannschaft gewann in Daubringen gegen die zweite des Platzvereins mit 4:3. Handball im Lahn-Dünsberg Gau Die im Januar abgebrochenen Aufstiegsspiele in die Gauklasse nehmen nun ihren Fortgang mit dem Spiel Nordeck — Garbenheim in Nordeck. Man erwartet einen spannenden Kampf, dessen Ausgang nicht vorherzusagen ist. Außerdem gelangen einige Gesellschaftsspiele zum Austrag. Besonders interessiert das Zusammentreffen des Meisters Allen- dorf mit der führenden Mannschaft der DT., Wetzlar-Niedergirmes. Allendorf wird den Gästen wohl kaum die Spitze bieten können. Die Mannschaft von Dorlar empfängt den Nachbarn Waldgirmes, Mainzlar hat die sympathische Elf von Hausen zu Gast. Ruttershausen fährt zum Tabellenletzten der Gauklasse nach Staufenberg und wird um ein ehrenvolles Ergebnis bemüht sein müssen. Launsbach empfängt Gäste aus Steinbach. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Am Sonntag findet in Wieseck ein Freundschaftsspiel zwischen Naunheim I und Wieseck I statt. Beide Mannschaften treten in veränderter Aufstellung an. Wiesecks zweite Elf ist in Kinzenbach zu Gast und dürfte auf einen gleichwertigen Gegner stoßen. In Waldgirmes stehen sich Waldgirmes I und Großen-Linden I im Freundschaftsspiel gegenüber. Fellingshausen ist mit zwei Mannschaften in Krofdorf zu Gast. Handball. ' Vor dem Spiel Wieseck I gegen Naunheim I stehen sich die Handballmannschaften Wieseck gegen Gam- bach im Freundschaftsspiel gegenüber. Die Platzbesitzer dürften den Sieger stellen. Roggenkleie 8,40 bis 8,50 (unverändert), Sojaschrot 10,15 bis 10,75, Palmkuchen 9,25, Erdnuh- kuchen 11,80 bis 12, Treber 12,10 bis 12,20 (alles unverändert), Jndustriekartoffeln hiesiger Gegend 1,65 (unverändert). Wochenbericht vom frankfurter Schlachtviebmarkt. Das Schlachtoiehgeschäft gestaltete sich auch in dieser Woche trotz der etwas wärmeren Witterung nicht unbefriedigend, auch preismäßig traten kaum größere Veränderungen ein, obgleich die Zufuhren sehr unterschiedlich waren. Relativ gut verlief das Geschäft am Schweinemarkt, an dem Besserungen von 1 bis 2 Mark eintraten. Der Umsatz war allerdings ruhig, doch konnte die Beschickung von 4538 Stück (in der Vorwoche betrug sie 5025 Stück) geräumt werden. Schweine b) 38 bis 40, c) 38 bis 41, d) 37 bis 39, e) 34 bis 37. Am Rindermarkt stand einem verringerten Auftrieb (1374 gegen 1428) auch nur ruhiger Handel gegenüber. Während Ochsen und Kühe etwa 1 Mark nachließen, blieben Bullen und Färsen unverändert. Der Markt wurde ausverkaust. Ochsen al) 28 bis 31, a2) 25 bis 27, bl) 22 bis 24. Bullen a) 26 bis 29, b) 22 bis 25. Kühe a) 23 bis 25, b) 19 bis 22, c) 15 bis 18, d) 12 bis 14. Färsen a) 29 bis 32, b) 25 bis 28, c) 22 bis 24. Trotz abermals erhöhter Zufuhr (1578 gegen 1519) war das Geschäft am Kälbermarkt ziemlich lebhaft. Anfangs der Woche machte sich zwar leichter Preisdruck bemerkbar, der aber später wieder ausgeglichen wurde. Kälber b) 39 bis 43, c) 35 bis 38, d) 28 bis 34. Am Schafmarkt war der Handel sehr ruhig, so daß die um 13 auf 191 Stück erhöhte Beschickung nur durch ein leichtes Nachlassen der Preise (zirka 1 bis 2 Mark) geräumt werden konnte. Schafe al) 25 bis 28, b) 21 bis 24 . Erneuter Spareinlagenzugang im Februar. Die Aufwärtsbewegung der Spareinlagen setzte sich im Februar, wenn auch in verlangsamtem Tempo, weiter fort. Rach der amtlichen Reichsstatistik ergab sich im Februar ein Cinzahlungsüberschuh von 49,2 Mill. Mk. Die Wirtschaft. Höhe dieses Überschusses, der nur ungefähr halb so groß wie im Vormonat ist, war aus saison- mäßigen Gründen kaum größer zu erwarten. Di- Einzahlungen betrugen 381,0 (577,6) Mill. Mk die Rückzahlungen 331,8 (471,4) Mill. Mk. Im Februar 1933 sind die Rückzahlungen gegenüber dem Vormonat etwas weniger stark gefallen, als in früheren Jahren. Die Spareinlagen erhöhten sich um 137,0 Mill. Mk. auf 10 365,2 Mill. Mk. Verhältnismäßig am größten waren die Einzahlungsüberschüsse in den Großstädten. Bei vier klei- neren Ländern waren die Rückzahlungen größer als die Einzahlungen. Auch die Giroeinlagen der deutschen Sparkassen (einschl. sächs. Gironeh) erhöhten sich im. Februar. Die vorwiegend saisonbedingte Steigerung betrug 23,2 Mill. Mk. * * Keine Börse am Ostersamstag. Arn Samstag vor Ostern, 15. April, bleiben die Börsenräume in Berlin für jeden Verkehr geschlossen. Gemäß § 5 der Bedingungen für die Geschäfte an der Berliner Wertpapierbörse findet an diesem Tage eine Lieferung nicht statt. Die Frankfurter Börse wird an diesem Tage ebenfalls geschlossen bleiben. * Darmstädter Volksbank e G m bH., D a r m st a d t. Die Darmstädter Volksbank eGmbH., Darmstadt, schließt das erste Geschäftsjahr des Wiederaufbaues mit einem vorzutragenden Ueberfchuß in Höhe von 15124 Mk. (i. V. 75 000 Mk. Verlust- vortrag). Aus dem Zinserträgnis und durch einen weiteren verlorenen Reichszufchuß von 230 000 Mk. war es möglich, neben den erforderlichen Abschreibungen und Rückstellungen auch für den Vorjahrs-/ verlustoortrag Deckung zu schaffen. Zur Herstellung einer ausreichenden Rentabilität hat das Reichswirtschaftsministerium einen Reichszuschuß von 230 000 Mk. mit der Bedingung zugesagt, daß die Zinsen der vergleichsgebundenen Guthaben um 2 v. H. gesenkt werden. Hierüber ist es zu einer Verständi. gung mit den Gläubigern gekommen. Die Geschäftsguthaben betrugen am Jahresende 342 000 Mk. und feien bis jetzt auf 380 000 Mk. angewachsen. Auf die gesicherten Bankschulden sind 300 000 Mk. zurückge- zahlt worden. Für die am 1. Juli d. I. fällig wer- dende zweite Quote von 10 v. H. ist durch Bereit- ■ stellung flüssiger Mittel Vorsorge getroffen. Die in der vorjährigen Bilanz ausgewiesenen Girooerbind- lichkeiten von 526 300 Mk. wurden im Berichtsjahr restlos abgewickelt. GV.: 3. April. * Rudolph Karstadt AG., Berlin. Aus dem Aufsichtsrgt der Gesellschaft sind Dr. Gustav Gumpel, Dr. Norbert Labowsky, Julius Oppenheimer, Albert Schöndorff, Dr. Fritz Warburg, Dr. Arno Wiktgensteiner ausgetreten. Da, wie die Firma mitteilt, auch aus dem Vorstand und den Geschäftsleitungen der Filialen und Kaufhäuser jüdische Mitarbeiter restlos ausgeschieden sind, ist nunmehr der Karstadt-Konzern wieder ein rein christliches Unternehmen, wie es von den Herren Karstadt und Alt- hoff einst gegründet und aufgebaut wurde. frankfurter Abendbörse ruhig. Frankfurt a. M., 31. März. Die Abendbörse zeigte nach den neuerlichen Rückgängen im heutigen Mittagsverkehr sehr ruhige Haltung. Es fehlte an Anregungen irgendwelcher Art, und die Spekulation übte daher st a r k e Zurückhaltung. Die Stimmung schien aber doch eher beruhigter zu sein, und die z. T. ziem-, lich schwachen Berliner Schlußkurse blieben etwa behauptet. Einiges Interesse zeigte sich für Deutsche Erdöl, die etwa 3 Prozent höher gesucht waren; eine amtliche Rotiz kam indessen nicht zustande, die Taxe lautete ztrka 93 Prozent. Die übrigen Montanwerte waren meist nur gut gehalten, Buderus gaben sogar 1,50 Prozent nach, während u. a. Gelsenkirchen 1,25 Prozent, Har- pener 1,50 Prozent, Mannesmann 1,50 Prozent anzogen. Schwächer lagen IG. Farben mit minus 0,75 Prozent. Im Verlaufe herrschte weiterhin Geschäftsstille. Während die Mehrzahl der Kurse unverändert blieb, bröckelten ID. Farben erneut um 0,75 Prozent ab, auch Gelsenkirchen und Mannesmann gaben einen Teil ihres Anfangsgewinnes wieder her. Etwas befestigt waren Reichsbankanteile mit plus 1,75 Prozent, andererseits kamen noch Südd. Zucker um 2 Prozent schwächer zur Rotiz. Der Rentenmarkt lag fast geschäftslos. Altbesitzanleihe gingen um 0,50 Prozent zurück, auch Schutzgebiete bröckelten leicht ab. während Reubesitz nach behaupteter Eröffnung im Verlaufe 0,25 Prozent anzogen. Späte Reichs- rchuldbuchforderungen lagen mit 79,25 Prozent nur wenig verändert. Goldpfandbriefe waren auf dem ermäßigten Riveau z. T. eher etwas gefragt. Reubesihanleihe 11 bis 11,25, Altbesitzanleihe 69,50, Schutzgebietsanleihe 7,13, 6proz. Stahlverein 71, Reichsbahn-VA. 97,64, Reichsbank 137, Buderus 52, Gelsenkirchen 60,50 bis 60, Har- pener 81,50, Kali Aschersleben 125, Mannesmann 62.75 bis 62, Phönix 40, Rheinstahl 75,25, Aku 36. AEG. 27,25, Conti Gummi 137, Scheideanstalt 160, 2G. Farben 116,75 bis 116, Gessürel 85. Kurszettel -er Berliner und frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Öle Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o H Lombardzinsfuß 5 v. H. Datum «% Deutsche Relchsanleihe v. I92i 6% ebem.7% Dl. Retchsan!. v. 1929 B’A-% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.°Schuld mit Auslos.-Rechten ............ Desgl. ohne Auslos.-Rechle...... 6% ehern. 8% Hess. Volksstaat 1929 lrüstzahlb 102%) .'.......... Oberhessen Provinz.Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Serie 1 mit AuSIos.-Rechlen 6% ebem. 8% Franks. Hnv.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bant Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 >y$% ehem. 4>/z% Franks. Hyp. Bank.Ligu.-Psandbriese ..... ey2% ehem. 4'/,% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand briefanstalt, Pfandbriefe R. io 4% Oesterreich« che Koldrenke.... 4,20% Ocsterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrenie .... 4% Ungarische Staarsrente v. 1910 4Vi% desgl. von 1913 ...... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zoll anleihe von 1911 4% Türkische Bagbadbahn-Anleihe Serie I ................... 4% desgl. Serie II ............ 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^r%Rumon.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 8%% Anatolier.............. Frantsur, a. Dl. Bern» Schluß» kurs Schluß!. Abend« börse Schlußkurs Schluß!, mittag* börsc 30-3. 31.3. 30.3. 31.3. 84,5 84 84,75 84 95 95,5 95 90 83,5 83 83,5 83,5 73,25 69,5 70 _ 12 11,25 11.4 — 85 84,75 — — — — 69,75 69,5 70 -- 87 86,25 — 87 86,25 — — 87,75 86,5 — — 87,75 85,5 90 — 90 89 — 89 - 13,25 13,4 1,13 1,13 — —— — — — — — — 6,25 — 6,4 — 4,8 4,7 4,7 4,75 — — 5,4 5 —- 4,9 5,13 5 7,7 6,75 7,3 7 10,8 11,05 16.6 10,75 5,8 5,55 5,55 5,75 2k 26,75 26,3 .vrannun u. dl Heran Schlußkurs Schluß!. Abend« börse Schlußkurs Schluß!. Mittag« börse Datum 30.3. 31.3. 30-3. 31-3. Hamburg^Amertka-Pakei ..... <. 20 18,25 18,9 18 Hamburg.Slidam. Dampfschiff. o — — — —— Hansa Dampfschiff...........o — 35 — Norddeutscher Lloyd .........o 20,4 19,4 20 19 4 A 05. für Verkehrswesen Akt. .. o 49,65 47,75 49 45,25 Berliner Handelsgesellschaft.... 4 97 96 97 Commerz- und Pcivat-Bank ... o 53,5 — 53,5 — Deutsche Bant und Diskont» Gesellschaft................o 70 70 70 Dresdner Bank..............O 61,5 61.5 61,5 — Reichsbant .................i 142 137 141 135,25 A.E.G......................0 30,75 27,25 29,13 27,4 Elektt. Lieferiingkgesellschast ... b 81,5 80 81 79 Licht und straft ...........n 99 97,5 99 95 Felten & Guilleaume ........o 59 59 58 59,25 Gesellschaft für Elektrische Unter. nehmungen .............. <, 87,5 85 86,13 84,5 Rheinische Elektrizität ........5 92 91 91 90 Schustert L Co..............o 92,5 90,25 89 89,13 Siemens & HalSle...........9 148 142 146,5 144,75 Lahmeoer LCo..............lu 122,5 122 119,75 122 Bndenis ...................o 53 52 53 53,25 Deutsche Erdvi .......... 4 95,5 92 94 90,25 Gelsenkirchener..............0 61 60 60 59 Harpener.................o 83 81,5 81,5 80 Hoesch Eisen—Koin-Reuessen.. 0 — — 60,5 59 Alse Bergbau ............ 7 — — 165 Ilse Bergbau Genüsse........7 110 106 108,5 108,5 Alvcknerwerte ............o 56,5 54,25 56,75 53,65 ManneSmann-Röhren........0 65,5 62 64 61,5 Mansfelder Bergbau.........0 26 26 26 25 Lberfchles. Kokswerke.........o 74,25 72 D'hönir Bergbau.............o 41 40 38,75 40 Rheinische Braunkohlen ......io 204 199 200 196 «petnstahl ............ 0 78,75 75,25 75,75 75,13 Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schlußl. Abend- börs> Schiuß- kurs Slblußk. M> iag- böre Datum 30.3. 31.3. 30.3. 31.3. Bereinigte Siahiwerte..... ... u 40,4 39 39,5 . 39,4 Olavi Minen ............ ... 0 17,25 17 16,5 16,75 Kaliwerke Aschersleben..... ... 6 127 125 126,5 124 Kaliwerke Westeregeln..... ... 6 129,25 128,5 128 5 128,5 Kaliwerke Salzdetfurth .... ... 9 196 196,5 195,75 194 3. G. Farben-Jnvustrie .... ... 7 121,9 116 119 117,5 Scheideanstalt............ ...10 160 160 —— — Goldschmidt ............. ... 0 49 49,25 49 49 RütgerSwerke............ ... 0 49 48,25 48 48 Metallgelellschast.......... ... 0 36 36 36 36 Philipp Holzmann........ ... 0 52,5 51 52 52 Zementwerk Heidelberg ... ... 4 63,5 62.5 — Lementwerk Karlstadt."..... ... 0 Wat,ß & Freytag ......... ... 0 - 6,4 - Schultheis Pahenhoser..... ... 0 — _ 108,75 104 Aku (Allgemeine Kunstseide) ... 0 36 36 34,75 34,75 Bemberg ........... ... 0 47 46 48 46 Üellstofl Waldhos ......... ... 0 51 49,5 50,25 49,25 Fettstoff Aschaffenburg .... ... 0 26 25 25,75 Dessauer Gas ........... ... 7 — 110,75 109 Daimler Motoren......... ... 0 28 27,65 27 26,5 Deutsche Linoleum ....... ... 0 39,5 38,5 39 37,5 Orenstein & Koppel ....... ... 0 45 45 Leonhard Tietz........... .. 6 27 25 25,5 22 iöabe................... ...12 Gritmer................. ... O 32 — | 33 Mainkraslwerke Höchst a.®t ... 4 74,t 69,25 - Süddeutscher Zucker ...... ... 3 iss,r 152 158,5 154 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 30. März 31 .März Amtliche Notierung Amtliche Notierung e^eld Brie Geld Brie Helsingsors. 6,329 6,341 6,339 6,351 Wien ..... 48,20 48,30 47,95 48,05 Prag....... — — — Budapest ... — — — —— Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,13 169.47 169,23 169,57 Oslo ...... 73,48 7-3,62 73,63 73,77 Kopenhagen. 64,04 75,97 64,16 64,24 64,36 Stvckbolm... 76,13 76,07 76,23 London..... 14,37 14,41 14,39 14,43 V>'°nos Aires 0,818 0.822 0,818 0,822 Neuyork .... 4,196 4.204 4,196 4,204 Brüssel.... 58,47 58,59 58,51 58,63 Italien..... 21,53 21,57 21,53 21,57 Paris..... 16,47 16,51 16,48 16,52 Schweiz ... 80,87 81,03 81,00 81,16 Spanien.... 35,26 35,34 35,26 35,34 Danzig.... 81,97 82,13 81,97 82,13 Japan..... 0,899 0,901 0,899 0,901 Rio de Jan. 0,239 0,241 0,239 0,241 Jugoslawien 5,155 5,165 5,155 5,165 Liiladon... 13,07 13,09 13,09 13,11 Banknoten Berlin, 31. März________ Geld Brief Amerikanische Noten....... ___-___ 4,18 4,20 Belgische Roten........... 58,35 58,59 64,13 Dänische Roten .......... 63,87 Englische Roten .......... 14,35 14,41 Französische Roten........ 16,44 16,50 Holländische Roten........ 168,86 169,54 Italienische Roten......... 21,51 21,59 Norwegische Noten ....... 73,45 73,75 Deutsch Oesterreich, a 100 Schilling — Rumänische Noten........ 2,46 2,48 Schwedische Noten........ 75,85 76,15 Schweizer Noten.......... 80,82 81,14 Spanische Noten.......... 35,13 35,27 Ungarische Noten ......... .......