Nr. 77 Erstes Blatt 189. Jahrgang 8rettag,3l. Marz 1939 Prnft und Verlag: vrühlsche Universtlätsdruckerei «.Lange in Sieben. Schriftlettung und SeschSstrftell«: Schulftraße 7 scheint es t o re n , die den rechtsstehenden Gruppen sowie tschechischen Voltes. Die Zweitgrößte Volksgruppe im Deutschen Reich scheu Volksgruppenangehörigen und Deutschen ge- zu erfol- Präsiden- Phantasie das nach- Auch Senator P i e t r i hat auf seine Kandidatur verzichtet. Trotzdem ist es möglich, daß es nicht zu einer einstimmigen Aufstellung Lebruns kommt, da der sozialistische frühere Kammerpräsident Fernand Bouisson sich bisher zu einer Verzichtleistung nicht hat bereitfinden lassen. Sollte Bouisson auf seiner Kandidatur bestehen bleiben, so wäre unter Umständen eine erneute Aufstellung Lebruns in Frage gestellt, da der Präsident sich nur dann zu einer Annahme entschließen will, wenn er der einmütigen Zustimmung aller Gruppen von Kammer und Senat vonvornhereinsicher ist. umfaßt insgesamt etwa 300 Mitglieder.) Diese Gruppen fordern das Verbleiben Lebruns in seinem Amt mit Rücksicht auf die gegenwärtige internationale Lage. prozentig mit Ja gestimmt. Auch die viertstärkste, ebenfalls slawische Volksgruppe, die Win- dischen oder Slowenen, rund 30 000 Personen, hätten durch ihre Ja-Stimmen ihre Staatstreue bekundet. Die fünfte Volksgruppe im Reich sind die Magyaren, die als Volksgruppe aber 10000 Seelen stark seien und wie die Kroaten im ehemaligen Burgenland lebten. Auch ihr Eigenleben sei weitgehend sichergestellt. Eine weitere, zwar zahlenmäßig kleine, aber hochqualifizierte nichtdeutsche Volksgruppe lebe in Schleswig, die dänische Volksgruppe. Sie dürfte 5—10 000 Seelen stark sein. 285 092 als Muttersprache deutsch und polnisch angegeben hätten. Die Polen seien in der Regel Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen von 70mm Breite 5ORpf.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg. 25°/e mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die größte nichtdeutsche Volksgruppe im Deutschen Reich sei zugleich die jüngste, nämlich d i e Tschechen in den sudetendeutschen G e- bieten. Es handele sich hier um etwa 300000 bodenständige Tschechen, die im wesentlichen schon vor 1905 ansässig gewesen seien. Diese seien ohne weiteres in den Arbeitsprozeß des Dritten Reiches eingegliedert worden. Da die Schulsprache und der muttersprachliche Schulunterricht für das Leben jeder Volksgruppe grundlegend fei, werde das tschechische Dolksschulwesen in den Gebieten mit bodenständiger tschechischer Bevölkerung in vollem Ausmaß weiter betrieben. Das in Böhmen und Mähren geschlossen siedelnde tschechische Millionenvolk sei nicht als Volksgruppe zu rechnen, denn es bilde ein eigenes Reichsxrotektorat im Rah- 1871 begangen hatte. Daß man für die Sitzungen der Nationalversammlung bei Versailles geblieben ift, hat in Wirklichkeit seinen Grund wahrscheinlich gar nicht in der Absicht gehabt, die Treue Frank- reichs zu der in Versailles so sichtbaren Tradition Ludwigs XIV. zu bekunden, sondern in einer ganz realistischen Erwägung^ in Paris gibt es keinen , baal, der für die Sitzungen eines Parlaments von über 900 Mitgliedern (die Kammer mit mehr als 600 und der Senat mit über 300 Mitgliedern) und das ganze sonstige Drum und Dran solche Möglichkeiten bieten würde, wie der Theatersaal im Schloß von Versailles. So wird Versailles für wenige Stunden wieder einmal der Schauplatz der Versammlung des ganzen politisch interessierten Frankreichs. Um die Wiederwahl Lebruns. Scannend) nnd Herriot verzichten auf ihre Kandidatur. — Bouisson macht noch Schwierigkeiten. Paris, 30. März. (Europapreß). Senatsprä- sident Jeanneney und Kammerpräsiden Her - riot haben Schritte bei Präsident Lebrun unternommmen, um ihn zu bewegen, am kommenden Mittwoch vor der in Versailles zusammentretenden Nationalversammlung erneut seine Kandidatur für eine weitere Amtsperiode von sieben Jahren als Präsident der Republik aufzustellen. lieber den Erfolg dieser Bemühungen ist noch nichts bekannt. Senatspräfident Jeanneney sprach im Auftrag von etwa 250 Sena- Großdeutsche Finanzpolitik. Reichswirtschaftsminister Funk hat in seiner Eigenschaft als Reichsbankpräsident am 30. März vor dem Zentralausschuß der Reichsbank die Grundzüge der neuen Finanzierungsmethode sowie der Finanz- und Wirtschaftspolitik des Großdeutschen Reiches überhaupt dargestellt. Er hat in sachlicy überlegener Form nachgewiesen, daß der neue Fi- nanzplan nicht von der Zahlungsmittelseite allein her beurteilt werden darf, sondern in das Zentrum des finanz- und wirtschaftspolitischen Geschehens gestellt werden muß. So wichtig die Währung ist, so ist sie doch nicht das Primäre, das bedeutet, daß die Sicherheit einer Währung nicht durch sich selbst garantiert werden kann, sondern nur durch eine gesunde und starke Wirtschaft. Die Stärke und Gesundheit einer Wirtschaft ist wieder davon abhängig, wie sie sich in dem gegebenen Raum betätigt nicht nur nach innen, sondern auch nach außen. Es ist ohne weiteres zu verstehen, daß die Schöpfung des Großdeutschen Reiches durch den Führer auch für die Wirtschaft und für die Finanzen neue Ausgaben mit sich gebracht hat, Aufgaben, die sich nicht mit den Methoden und Systemen einer Wirtschafts- und Finanzpolitik lösen lassen. a Es kommt weiter hinzu, daß das Großdeutsche Reich auch die Erschütterung zu überwinden hatte, die sowohl dem Altreich als auch der Ostmark durch die Versailler Gewaltverträge zugefügt worden war. Der Reichsbankpräsident hat hier an die Auslandsverschuldung erinnert, an die schweren Fehler, die gemacht wurden, um durch Ausländsanleihen über die Krise Hinwegzukommen. Tatsache ist jedenfalls, daß ein großer Kapitalreichtum an sich oder ein erheblicher Goldvorrat oder beides zusammen selbst in einem hochkapitalistischen Staat noch keine Wirtschaftsblüte gewährleisten, sondern im Gegenteil die Wirtschaftskrise verschärfen helfen. Im Gegensatz dazu hat das Großdeutsche Reich auf Grund der planmäßigen Wirtschaftsführung, die den privaten Unternehmungsgeist in keiner Weise gedrosselt hat, eine Krisenfestigkeit gezeigt, die ein zwingender Beweis dafür ift, daß die neuen Methoden richtig sind. Sie haben sich nicht nur nach innen erprobt, sie haben auch nach außen unserer Handelspolitik und dem Warenaustausch neue Möglichkeiten und neue Märkte eröffnet. Wenn ein Staat den Willen hat, wenn er stark genug ift, diesen Willen durchzusetzen, eine gesunde Wirtschaft und einen WarenauskMsch ztl schaffen, der sich den gegebenen Verhältnissen anpaßt sowie sich gegenseitig ergänzt, muß sich dies ungewöhnlich günstig auswirken. Das ist bisher auch geschehen, so daß darin allein schon eine Anziehungskraft liegt, die durch Lockrufe vom anderen Ufer nicht abgebogen werden kann. Das Großdeutsche Reich hat sich auch zu jeder Zeit bereit erklärt, unter gegenseitiger Wahrung aller Interessen mit allen Ländern Erschemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Betlagen: Die Illustrierte Eiegener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-VezugrpreiL: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gieße» Postscheckkonto: Kronkfnrt am Main 11686 »eriode als Präsident entschließen wird. Sollte es nicht zur Wiederwahl Lebruns kommen, dann Stehen angesichts der Gegnerschaften, die dem Kam- imerpräfibenten 5) e r r i o t als ehemaligem Volks- iirentmann erwachsen, nur eine Reihe mehr oder weniger zweitklassiger Kandidaten zur Ber- ügung, und es kann in Versailles Ueberraschungen Geben. Die Wahl muß mit absoluter Mehrheit er- wlgen, es kann also mehrere Wahlgänge geben. Die Stellung des Präsidenten der französischen Republik ist derjenigen eines Königs geradezu lachgebildet. Wenigstens in der Theorie ... Der Präsident ist unverantwortlich: er kann — das inverftändnis des Senats vorausgesetzt — die ammer auflösen, er kann die Kammer für längere Zeit vertagen, er kann Gesetze im Parlament iiinbringen und kann sich weigern, ein vom Parament beschlossenes Gesetz in Kraft zu setzen. Alle besetze und Dekrete bedürfen seiner Unterschrift, wenn sie gültig sein sollen. Der Präsident vertritt Frankreich nach außen hm, er ernennt die Bot- fthafter, er kann sogar Geheimverträge mit frem- i:m Mächten abschließen. Dies alles ift mehr oder reuiger Theorie. In Wirklichkeit hat die parlamentarische Entwicklung den Präsidenten in eine Stellung zurückgedrängt, die völliger Macht- Iiofigf eit gleicht und sich auf die Wahrnehmung drr. allgemeinen Repräsentationspflichten betränkt. Eine so starke Persönlichkeit wie Poin - cm re z. B., der während des Weltkrieges Prä- ftitent war, hat es bitter beklagt, daß er gegenüber rnem Ministerpräsidenten wie Clemenceau Paris, Ende März 1939. 2lm 5. April wird die Stadt Versailles einen Tag politischen Glanzes erleben: die Mitglieder von Kammer und Senat, die in Versailles ols „Nationalversammlung" zusammen- treten, werden den Präsidenten der Republik wählen. Am 10. Mai läuft die siebenjährige Amtszeit des 1932 gewählten Präsidenten Lebrun ab, und die Verfassung bestimmt, daß längstens vier Wochen vor diesem Datum die Wahl seines Nachfolgers durch die Nationalversammlung gen hat. V3t absoluten Machtlosigkeit verurteilt war. Einer (inner Vorgänger, Casimir-Parier, der im Eiommer 1894 gewählt worden war, hat schon "ich einem halben Jahr sein Amt nieder- girlegt, weil er sich mit dieser Machtlosigkeit acht abfinben konnte. immerhin gibt es auch bei der heutigen Handlung des Amtes des Präsidenten in Frankreich finr einen geschickten Politiker noch eine ganze Unzahl von Möglichkeiten, seinen Einfluß geltend |t machen. Er kann die jeweiligen Regierungen nÄd ihre Ministerpräsidenten „beraten". Im iKtte einer Ministerkrise hat er eine wichtige Ritte, da er einen Parlamentarier feines Verd' uens mit der Neubildung der Regie- tung zu beauftragen hat. Er kann also eitlem hii-uen Mann den Weg ebnen und ihn, selbst mn ihm die Kabinettsbildung nicht gelingen eilte, damit zu einem „konsularischen Mann" wichen, auf den man immer wieder zurückgreifen 6tb. Einem Gegner kann er umgekehrt ben Weg e sperren, indem er ihn nicht beruft. Versailles, das am 5. April aus seinem Dorn- Döchenschlaf zu einem traumhaft kurzem Leben nlder erwacht, sieht an diesem Tage die Erinne- L:vg an die Jahre nach 1871 wieder erweckt, als btt die Nationalversammlung und anschließend wnmer und Senat tagten, bis sie im Jahre 1878 Mo Paris übersiedelten. Solange war Paris für Untaten bestraft worben, die feine revolutio- äis Bevölkerung in der Kommune des Jahres er wird Präsident der Republik? Äon unserem E. F.-Korrespondenten. Natürliches Lebensrecht des Volkstums. Reichsminister ör. Frick über die Behandlung der nichtdeuischen Volksgruppen im Deutschen Reich. Der Volkstumskampf spiele sich hier auf einem besonders hohen Niveau ab. Die letzte erwähnenswerte Volksgruppe führe wieder in ben Sübosten bes Reiches, nach Wien. Dort lebten neben 30000 Tschechen auch gegen2000Slowaken. Angesichts ber entgegenfommenben Behanblung der Deutschen in ber Slowakei sei es selbstverstänblich, daß auch ben Slowaken ihr vollstes Eigenleben im im Deutschen Reich garantiert werbe. Bis vor kurzem habe man von einer litauischen Volksgruppe im Deutschen Reich kaum sprechen können, die nunmehr nach Rückgliederung des Memellanbes 5—10 000 betrage. Es liegt nahe, daß die Behandlung der deutschen Volksgruppen in einem anderen Staat nicht ohne Rückwirkungen auf die Behandlung der betreffenden nichtdeutschen Volksgruppen im Reich fein könne. In der Regel werde es sich dabei um das Verhältnis von Nachbarstaaten Han- deln, deren staatsführende Völker miteinander so verzahnt feien, daß sich die Volksgrenzen und Staatsgrenzen nicht deckten. Auch hier fei es aber das Bestreben der nationalsozialistischen Staatsführung, gegenseitige Vereinbarungen mit dem Nachbarstaat zu treffen, durch die die Verhältnisie der beiderseitigen Volksgruppen auf friedliche und freundschaftliche Weise geregelt werden. Die deutsch-polnische M i n d e r h e i t e n - E r - klä ru n g vom 5. November 1937 habe bisher leider nicht alle Wünsche erfüllen können. Hier sei noch eine Reihe trennender Fragen zu lösen. An der deutsch-dänischen Grenze dürfe man jedoch von einem erfreulichen Gegen- seitigkeitsverhältnis in der Behandlung der beider- tätigen Volksgruppen sprechen. Die beiden Volksgruppen der Kroaten und der Windischen ober Slowenen mit etwa 70 000 Seelen würben von der deutschen Volksgruppe in S ü d s l a m i e n mit über 700 000 Personen um bas Zehnfache übertroffen. Nichtsbestoweniger bürste auch hier die Möglichkeit gegeben sein, die gegenseitigen Volksgruppenfra- gen auf vernünftige Weise aufeinander abzustimmen. Noch ungleichmäßiger fei das Verhältnis zwischen den gegenseitigen Volksgruppen in Ungarn und Deutschland, den 10000 Magyaren hier stünden 650 000 Deutschen dort gegenüber. Gerade im Falle des benachbarten und befreundeten ungarischen Staates dürfe aber angenommen werden, daß die berechtigten Wünsche der deutschen Volksgruppe in Ungarn möglichst bald wettgehend befriedigt werden Abkommen zu treffen, die Vorteile und Nachteile füt? beide Partner gleichmäßig ordnen. Wenn England und Frankreich aus politischer Verärgerung handels- und verkehrswirtschaftliche Verhandlungen vorzeitig abbrachen, so ift das ihre Sache. Die Politik des Führers hat im mitteleuropäischen Raum Sicherheit und Ordnung geschaffen, von der alle Völker profitieren können, die guten Willens sind. Die Politik der Verärgerung, die von den Demokratien aus betrieben wurde, hat sich nur gegen sie selbst ausgewirkt, was sich zunächst darin zeigt, daß der Goldabfluß nach den Vereinigten Staaten nicht aufhören will. Wenn eine Wirtschaft sowie eine Währung von solchen Vorgängen empfindlich berührt werden, so können siö> unmöglich kerngesund fein. - Der neue Finanzplan ift, das hat Reichsbankpräsident Funk klargemacht, aus ber bewegen- ben Kraft ber großbeutfchen Wirtschaft entstauben. Es war ein Weg zu finden, das Großdeutsche Reich in ber Gegenwart von ber Zinsenlast für Aufgaben zu befreien, die in ihrer vollen Auswirkung kommenden Geschlechtern zum Vorteil gereichen. Das ist durch die Finanzierungsmethoden mit Hilfe ber Steuergutscheine erreicht worden, denn es ist nicht nur ber starke Staat, der Vorteile von ihnen hat, sondern auch die private Wirtschaft, die dem Staat gegenüber entlastet wird. Wesentlich ist aber, daß ber innere Kapitalmarkt nun wieber in vollem Umfange der Wirtschaftzur Verfügung steht, aber einer Wirtschaft, die nicht von hochkaptta- listischern Geist, sondern von dem Geist der Volks-. gemeinschast erfüllt ist. Der Staat kann nun eine ganze Reihe von Bestimmungen und Gesetzen aufheben, die für die Jahre bes Ueberganges. erlassen werben mußten. Der starke Staat kann aber nicht zulassen, baß sich im öffentlichen Leben überhaupt eine Insel ober eine Sonbergruppe bildet, die ihr Eigenleben führt, obschon das gesamte öffentliche Leben auf die Volksgemeinschaft abgestellt ist. Daher die Ankündigung des Reichsbankpräsidenten, daß das Reichsbankgesetz von 1924, das unter dem vDawes-Druck erlassen wurde, grundsätzlich u m g e ft a [ t e t worden ift, um aus ber Notenbank ein wirkliches und brauchbares Organ für die finanzpolitischen Aufgaben des Dritten Reiches zu schaffen. Vielleicht gibt es in ben Demokratien noch Leute von Einsicht und Dernupst, die dafür Verständnis haben, daß das Großdeutsche Reich, indem es neue Wege öffnet, für ben Ausstieg ber Wirtschaft im mitteleuropäischen Raum und bar- über' hinaus bies für bis wahrhafte Befriebung Europas sehr viel wichtiger unb nachhaltiger ist, als eine Politik ber Verärgerung, bie sich in machtlosen Konsultationen erschöpft. Vielleicht wirb nun überall erfnannt, baß die Dynamik des Dritten Reiches ünb ber nationalsozialistischen Politik stark unb mächtig genug ist, um bie Ewig-Gestrigen, bie Großbeutsch- lanb einkreisen wollen, von sich abzuschütteln. D. S. Es gebe sechs öffentliche und 56 private Volksschulen mit polnischer Unterrichtssprache, ferner zwei höhere polnische private Lehranstalten in Beuchen und Marienwerder. Das kulturelle Leben der polnischen Volksgruppe im Reich spiele sich in einer Vielzahl vyn Vereinen ab. Die drittgrößte Volksgruppe im Dritten Reich seien die Kroaten in der ehemaligen Landes- hauptmannschaft Burgenland, etwa 40 000 an der Zahl. Ein bäuerliches Volkstum, das meist in geschlossenen Bauerndörfern verstreut unter deutschen Dörfern siedele. Bei ber Wahl zum Großbeut- schen Reichstag 1938, mit ber gleichzeitig eine Abstimmung über ben Anschluß an das Reich verbunden war, hätten die Kroaten f a ft hundert- or^er Scr des imen des Großdeutschen Reiches. Die Lebensinter- Außenpolitischen Amtes ber NSDAP, unb Beauf-'essen des deutschen 80-Millionen-Volkes hätten qe- iragte des Führers für die gesamte geistige und bieterisch erfordert, diesen Raum wieder unter wcltamchaullche Erziehung ,y der Partei, Reichs-Deutsche Oberhoheit zu stellen. Entsprechend dem later Alfred Rosenberg, hatte bie auswärtige völkischen Denken des Nationalsozialismus bedeute Diplomatie und Presse zu einem Empfang in das das aber keine Verneinung des Lebensrechtes des Hotel Adlon geladen, bei dem Reichsinnenminifter tschechischen Volkes. Dr Frick über das Thema „Die nichtdeutschen Die zweitgrößte Volksgruppe im Deutschen Reich Volksgruppen tm Deut chen Reich" sprach. Seit der 'sei die polnische. Nach der Volkszählung von Gründung der nationalsozialistischen Bewegung habe 1933 gebe es in den deutschen Ostgebieten 113 010 °er Gedanke des Volkstums un Mittelpunkt unseres Personen mit polnischer Muttersprache, während politischen Wollens gestanden. Heute sei es für uns 285 092 als Muttersprache deutsch und polnisch Deutsche eine gegebene Tatsache, daß bas b e u t = | angegeben hätten. Die Polen seien in der Regel ! He Volkstum, wo es auch immer in ber Welt Arbeiter, auch kleine Landbesitzer ober Gewerbe- fi- einen einheitlichen Volkskörper treibenbe unb hätten in besonderem Maße den bilde. Das Ziel, daß Volkstum unb Staat Aufstieg des Dritten Reiches mitgemacht. Es dürfte sich m den Grenzen feiner Ausdehnung völlig deck- kaum einen arbeitslosen Polen im Reich geben ten, werde sich in Europa niemals-völlig was leider von den deutschen Volksgenossen in erreichen lassen. Um so notwendiger sei es, daß Polen nicht gesagt werden könne. Bei ber Arbeitsort, wo fremdes Volkstum in einem anderen Staat Vermittlung werde im Reich kein Unterschied Zwilche, s e i n natürliches Lebensrecht ge- scheu Volksgruppenangehörigen und Deutschen gewahrt werde. Man könne durchaus Angehöriger macht. Das Schulrecht für die polnische Vol'ks- o^^estammten Volkes sein unb gleichzeitig gruppe beruhe auf dem freien Bekenntnisprinzip. pflichtbewußter Staatsbürger eines von einem an= ‘ rc' ~~t“ s ■ " £ c ' * deren Volke geführten Staates. Bei einer solchen grundsätzlichen Haltung, die den Volkstumsgedanken in den Mittelpunkt von Partei und Staat stellt, sei es selbstverständlich, daß wir auch innerhalb des Reiches unseren nichtdeutschen Reichsangehörigen gegenüber eine entsprechende Einstellung Zur Geltung bringen. Der Führer habe sich in diesem Sinne mehrfach ausgesprochen und es dabei abgelehnt, zwangsweise nichtdeutsche Volksgruppen zu germanisieren. Normalerweise gehört die Wahl eines ten der Republik zu den Dingen, die die des polittfch interessierten Franzosen auf halligste beschäftigen. In diesem Jahr ....... anders zu fein; die außenpolitischen Ereignisse lahmen offenbar ben Blick für alle anderen Dinge, noch wenige Tage vor der Präsibentenwahl herrscht eine seltsame Interesselosigkeit bie- fem Ereignis gegenüber. Es gibt auch keinen „Favoriten" für den Präsibentenpoften, wenn man nicht an den jetzigen Präsibenten Lebrun selbst denken sollte. Die Kanbibaten, denen man in den letzten Wochen vielleicht einige Aussichten gegeben hätte, sind aus persönlichen oder politischen Gründen in den Hintergrund getreten. Die Blicke lenken sich also auf Lebrun. Die Ver- faffung schließt bie Wiederwahl eines Präsidenten nach dem Ablauf seiner siebenjährigen Anttsperiode nicht aus. Bisher ist ein solcher Kall aber nur ein einziges M a l vorgekommen, nämlich im Jahre 1885, als Jules Grävy zum zweiten Male als Präsident gewählt wurde. Lebrun möchte gern wieder ins Privatleben zurück- fehren und hat diesen Wunsch mehrfach dringend . _-> --- — — > geäußert. Die Repräsentationspflichten, die einem ?etI Demokratischen Linken angehören. (Der Senat Präsidenten ber französischen Republik auferlegt 1 OAn Iftrtb, stellen eine erhebliche physische Belastung dar. !Lebrun hat diese Pflichten in seiner siebenjährigen 'Amtsperiode mit unleugbarem Geschick und gro- fäem Takt erfüllt. Wenn jetzt die höchsten Würdenträger Frankreichs, wie der Senatspräsident Jean- meney, der Kammerpräsident Herriot unb auch .Ministerpräsident Daladier auf Lebrun einreben, nm ihn für eine Wiederwahl zu gewinnen, so ift Das wahrscheinlich mehr als ein Akt politischer Opportunität. Es spricht heraus bas Gefühl, daß Das französische Parlament am Vorabend schwerer außenpolitischer Entscheidungen sich nicht den Lu- i^us ehrgeiziger Machtkämpfe um eine wichtige Position leisten darf. Es ist also möglich, daß Lebrun sich zur Uebernahme einer neuen Amts- Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Unter Bezugnahme auf den Auftrag des Führers ging der Reichswirtschaftsminister anschließend auf die deutsche Wirtschaftspolitik ein, die dafür zu sorgen habe, daß Löhne und Preise stabil bleiben, weil dies die Voraussetzungen für die Stabilität der Währung sind. Diese Stabilität darf weder Kapitalmarkt für die private Wirtschaft nahezu verschlossen und die private Wirtschaft auf die Selbstfinanzierung verwiesen. Nach der bisherigen Finanzierungsmethode wurde die Gegenwart für die Finanzierung der gewaltigen staatlichen Aufgaben belastet, deren Nutzen erst in der Zukunft voll zur Auswirkung kommen kann. Unerträglich wurde die Belastung deshalb, weil die Finanzierungslasten die' weitere Finanzierung dieser Aufgaben allmählich unmöglich machen mußten. Oie neue Finanzierungspolitik. Die Aufgaben für die neue Finanzierungspolitlk sind, die L a st e n soweit als irgend möglich a u f die Zukunft zu verschieben, das Reich mit unerträglichen Zinslasten zu verschonen und die Kapitalmärkte wieder für d i e Privatwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht durch den neuen Finanzplan, in dem der Geldmarkt und die Wirtschaft liquide bleiben. Die steuerlichen Vorteile, die die Steuergutscheine I gewähren, sind bedeutend. Wenn sich diese Methode bewährt, wird man mit der Erweiterung der Ausgabe solcher Steuergutscheine a"ch weitere Steuererleichterungen scha wn können, die sich auch auf breitere Volks- kreise erstrecken und insbesondere auch die Mehrgewinnsteuer in gewissem Maße werden abmildern können. Der private Kapitalmarkt soll der Privatwirtschaft überlassen werden. Man rechnet für dÄs Jahr 1939 mit etwa einer Milliarde Reichstung des Wirtschaftslebens. In einer rationell und ordentlich geführten starken und gesunden Wirtschaft wird es keine schlechte Währung und in einer verlotterten und kranken Wirtschaft ferne gute Währung geben. Die Wirtschaft ist hier das Primäre, die Währung das Sekundäre. Stabile Löhne und stabile preise sichern die Währung. mark neuer In du s t ri e o bligatio neu, dazu kommen die Emissionen der Pfandbriefanstalten, außerdem der Bedarf der Reichsbahn. Eine ständige Pflege des Rentenmarktes ist notwendig. Die Aktienkurse bewegen sich in Deutschland auf einem so mäßigen Niveau, daß von einer Sachwertpsychose nicht gesprochen werden kann. Recht wohl sei in vielen Fällen eine höhere Bewertung am Platze. Als Hemmschuh wirke hier das Anleihestockgesetz, dessen Verlängerung nicht beabsichtigt sei, nachdem die Mehrgewinnsteuer in Kraft getreten ist. Der Staat selbst hat seinen Anteil an dem Gewinn der Kapitalgesellschaften durch die Erhöhung der Körperschaftssteuer erheblich gesteigert und durch eine stärkere Steuerkqntrolle die vorgeschriebenen Steuern bei den Unternehmen restlos erfaßt. Völlig unzeitgemäß ist auch die Sonder st euer für W e r t p a p i e r Verkäufe (die Spekulationssteuer) geworden. Der Effektenbesitz der Juden würde ohne Beeinträchtigung des Börsenverkehrs liquidiert. Die Notwendigkeit einer ausreichenden Förderung des Wohnungsbaues, dessen Finanzierung vorübergehend gedrosselt werden mußte, hat den Reichswirtschaftsminister veranlaßt, den Hypotheken-Sperrerlaß auf- zuheben. Auch die Psandbriesinstitute sind wieder eingeschaltet worden. Auch das Kommunalkreditverbot wird eine Lockerung ersahxen, die die Sparkassen in die Lage versetzen wird, den Gemeinden wieder Kassenkredit zu geben. Zur weltwirtschaftlichen Zusammenarbeit auch künstia bereit. Abschließend erklärte der Reichswirtschaftsminister, die Welt rings um uns herum steht am Scheidewege. Entweder ergibt man sich der amerikanischen Goldmacht, oder man akzeptiert die neuen Methoden der jungen, starken, aufwärtsstrebenden Nationen, die genügend Möglichkeiten für eine erfolgreiche Gemeinschaftsarbeit auf den Weltmärkten zur Erschließung neuer Absatzgebiete, zur Erhöhung von Produktion und Kaufkraft und zur Hebung der Wohlstandes der Völker bieten. Der Bedarf der Welt an WirtschaftsHÜtern ist unbegrenzt. Es gilt nur, die richtige Organisation und eine d e r • ständnisvolle Zusammenarbeit zu finden. Deutschland hat noch nie die Hand zurückgeschlagen, die hierzu geboten wurde. Deutschland wird es auch in Zukunft nicht tun, und zwar um so weniger, je stärker wir sind. Wenn wir aber weiterhin unfern Weg allein gehen und weiter uns unser Recht und unsere Freiheit erkämpfen müssen, so werden lyir in allen schwierigen Lagen und in allen Sorgen und Nöten uns Trost und Mut suchen, indem wir in unerschütterlichem Vertrauen aufblicken zu der großen Gestalt unseres Führers und zu der Macht und dem Glanz unseres Großdeutschen Reiches! Geheimrat Schmitz, Vorsitzender des Aufsichtsrates der IG. Farbenindustrie AG., und Dr. Otto Christian Fischer, Leiter der Reichsgruppe Banken, brachten im Namen der deutschen Industrie und der deutschen Äanken zum Ausdruck, daß auf ihrer Seite alles getan werden würde, um den neuen großzügigen Finanzplan zu unterstützen. Deutschlands neue Kredit- und Finanzpolitik. Reichsminister Funk über die wirtschastlichen Beziehungen zum Ausland, den neuen Finanzplan und die neuen Aufgaben der Reichsbank. Madrid atmet auf. Ein Rundgang durch Spaniens befreite Hauptstadt. dürfen nur für höhere Leistungen gezahlt werden. Gegen eine ungesunde Entwicklung der Löhne und Preise muß von zwei Seiten her vorgegangen werden: 1. von -der Seite der Auftraggeber, insbesondere von dem größten Auftraggeber, der öffentlichen Hand, und 2. von der Seite der Auftragsempfänger, d. h. von den Unternehmern. Die Finanzierung der großen öffentlichen Aufträge erfolgte im vergangenen Jahr im wesentlichen durch Inanspruchnahme des Kapitalmarktes über die Reichsanleihen. Hierdurch wurde Das deutsch-rumänische Wirtschaftsabkommen. Im deutsch-rumänischen Wirtschaftsabkommen ist zum ersten Male in einem bedeutende Werte umfassenden Bereich auf der Grundlage der neuen Handelspolitik ein Wirtschaftsvertrag zustande gekommen, der als richtungsweisend bezeichnet werden kann. Hier rollen keine „silbernen Kugeln", sondern es werden die naturgegebenen wirtschaftlichen Kräfte für eine gemeinsame Leistung mobilisiert und methodisch eingesetzt in der planmäßigen Zusammenarbeit der beiden sich geradezu ideal ergänzenden Dolkswirt- chaften unter staatlicher Lenkung. Deutschland gibt langfristige Kredite in Halb- und Fertigprodukten, die wiederum durch Arbeitserzeugnisse des rumänischen Volkes abgetragen werden, nachdem diese Investitionsgüter sich produktiv ausgewirkt haben. Unsere Produkte wirken somit in Rumänien jnie Valuten und die rumänischen Rohstoffe bei uns wie Devisen. Auf dieser Grundlage finanziert Rumänien seine Neuproduktion mit zusätzlichen Lei und wir die unsere mit zusätzlichen Reichsmark. Die bankmäßige Verrechnung ist dann nur ein technisches Problem, allerdings unter- der Voraussetzung, daß dieser' Gegenseitigleits- und Ergänzungsverkehr auf der Basis staatlich regulierter Preise, gesicherter Arbeitsleistungen und festgelegter Mengen sich vollzieht. Die staatlich geregelte Arbeitsleistung ist also auch die Grund- a g e der Währungssicherheit. Der Staat ichert die Währung durch eine aktive staatliche Konjunkturpolitik. Wir werben unsere Wirtschaft nicht wieder von einer international-mani- pulierten Währungs- und Konjunkturpolitik abhängig wachen, nachdem es uns gelungen ist, unsere eigenen Methoden mit Erfolg durchzusetzen und unsere wirtschaftliche Unabhängigkeit sogleich mit der nationalen Freiheit und Macht mehr und mehr zu sichern. Die kapitalarmen Völker werden sich nicht mehr durch Ausländsanleihen abhängig machen. Diese Länder wollen ihre Produtte zu nutzbringenden Preisen verkaufen, sie wollen durch den Verkauf ihrer Produkte und den Bezug von Investitionsgütern ihre eigene Produktion erhöhen und die Kaufkraft ihrer Völker stärken. Dieser Austausch kann sich nur da vollziehen, wo die natürlichen Voraussetzungen hierfür gegeben sind. Das ist aber im Verhältnis Deutschland zu den Ländern des südosteuropäischen Raumes der Fall. Nachdem der Reichswirtschaftsminister von dem begehrenswerten Wirtschaftspartner Deutschland gesprochen hatte, dessen Produktions- und Kaufkraft seiner hochqualifizierten geschlossenen Industrie und seiner Bevölkerung von etwa 90 Millionen mit hohem Lebensstandard die Weltwirtschaft nicht entbehren könne, wolle sie nicht selbst in eine weitere, noch schwerere Derfallskrise geraten, brandmarkte er den Mißbrauch mit Auslandskrediten, der nach der Versailler Vergewaltigung betrieben worden ist. Um in gemeinsamer Arbeit die internationalen Handelsbeziehungen zu fördern und der Weltwirtschaft wieder eine gesunde Grundlage zu geben, hatte Deutschland mit England und Frankreich erfolgversprechende Gespräche geführt, die nun durch die letzten politischen Ereignisse unterbrochen worden sind. Nach der Herstellung der neuen Ordnung im mitteleuropäischen Raum sei die Notwendigkeit für die Fortsetzung dieser Gespräche nicht geringer, sondern eher größer geworden. Der Reichswirtschaftsminister bezeichnete in diesem Zusammenhang die vorläufige Beschlagnahme privater Guthaben eines unter das Protektorat des Deutschen Reiches gestellten Landes, die von England unternommen worden ist, als eine Handlung, die unter dem Einfluß der allgemeinen Verwirrung und Unsicherheit und einer Verkennung der tatsächlichen Verhältnisse erfolgt ist. Die Umgestaltung der Hei^sbank Der Reichswirtschaftsminister kam dann auf die Umgestaltung der Reichsbank zu sprechen. In dem neuen Bankgesetz wird ein Aul- sichts - und Weisungsrecht des Führers für die Deutsche Reichsbank festgelegt werden. Allgemein wird das Führerprinzip nach den nationalsozialistischen Grundsätzen verwirklicht. Ferner muß die Kapitalbeteiligung an der Reichsbank neu geregelt werden. Hierbei soll weitgehend Rücksicht auf die bisherigen A n - teilseigner im In- und im Ausland genommen werden. Die heute noch zu einem beträchtlichen Teil sich im Ausland befindlichen Reichsbankanteile werden repatriiert und die ausländischen Besitzen loyal entschädigt. Die Bestimmungen des Beamtengesetzes werden in das neue Bankgesetz eingebaut. Es soll alles geschehen, um den Geschäftsgang der Reichsbank : s o unbürokratisch und so einfach ro \ e möglich zu machen. Die Bankpolitik und der , Geist, der in der Bank herrscht, müsse den Auf- : fassungen der Staatsführung und den Grund- i sätzen der Partei voll entsprechen. Es kann keine , Insel „Reichsbank" im nationalsozialistischen Staat ! geben, und es könne im autoritären Staate niemals der Reichsbankkredit sicher fein, wenn der Wirischafiliche Kampsmaßnahmen. Die Meldung, daß das amerikanische Schatzamt in Washington mit Wirkung vom 23. April gegen eine Gruppe deutscher Erzeugnisse sogenannte Äusgleichszölle verhängen will, wird dem Warenaustausch zwischen den beiden^ großen Ländern einen empfindlichen Schlag ver- ; setzen. Nach der bisherigen Praxis wurde auf dem Umweg über höherbezahlte amerikanische Baum- ; woll- und Kupferlieferungen nach Deutschland die Möglichkeit geschaffen, daß amerikanische Interessenten deutsche Waren zu einem ■ Preise beziehen konnten, der den deutschen Lieferanten einen bescheidenen Nutzen ließ. Dies Ver- ■ fahren wurde seit Dezember 1936 angewandt und ist von denjenigen amerikanischen Kreisen scharf be- : kämpft worden, die Deutschland vom amerikanischen Geschäft ausschließen wollten. Besonders die Juden- : schäft der amerikanischen Union hat immer wieder beim Bundesschat^unt in Washington eine Beendi- 1 gung dieser Methode verlangt. Die Regierung der amerikanischen Union hat sich ein Gutachten beim Justizministerium bestellt, das mit Uebereilung am 18. März fertiggestellt und eingereicht worden ist. Auf Grund dieses Gutachtens hat dann das Schatzamt in Washington die bisherige Methode, das sogenannte „Inlands konten verfahren", beendet. Wenn sich jetzt die Regierung in Washington auf den Standpunkt stellt, daß die mehr als zwei Jahre lang geübte Methode ungesetzlich gewesen ist, so stellt das der Regierungspraxis des Präsidenten Roosevelt und seiner Mitarbeiter nicht eben ein glänzendes Zeugnis aus. In Wirklichkeit ist natürlich nicht eine neue Erkenntnis der Vater des Entschlusses gewesen, sondern die Absicht, dem Großdeutschen Reich für die Uebernahme des Protektorats über Böhmen'und Mähren einen Schaden zuzufügen. Wir werden an die Zeit nach dem Kriege erinnert, als sich unsere früheren Gegner gegenseitig verschworen, den Kampf mit wirtschaftlichen Waffen fortzusetzen. Diese Absicht fand ihren Niederschlag in der Bestimmung des Versailler Vertrages, daß Deutschland seinen ehemaligen Gegnern fünf Jahre lang einseitig Meistbegünstigung ein- räumen mußte, ohne dafür eine gleichartige Bel>and- lung beanspruchen zu dürfen. Allerdings gehörten die Vereinigten Staaten von Amerika nicht zu den Unterzeichnern des Versailler Vertrages und damit auch nicht zu den Nutznießern dieser Bestimmung. Aber in keinem außereuropäischen Land hat der deutsche Nationalsozialismus und sein erfolgreiches Aufbauwerk so scharfe Gegnerschaft gefunden wie in der amerikanischen Union. Präsident Roosevelt, der nicht nur für sich allein, sondern auch für feine Partei, die Demokratische Partei, bei den bevorstehenden Präsidentenwahlen bangt, glaubt seine Wahlaussichten und die seiner politischen Freunde dadurch zu bessern, daß er in einem Augenblick künstlich hochgetriebener Mißstimmung gegen das nationalsozialistische Reich eine Entscheidung fällt, die nach außen hin at£ Abschluß eines seit langem schwebenden Verfahrens erscheint. Wir haben uns in Deutschland nie verhehlt, daß die Vereinigten Staaten von Amerika unter der Führung Roosevelts jede Möglichkeit wahrnehmen, um Deutschland politische und wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bereiten. In den nächsten Tagen wird in einem Ausschuß des amerikanischen Senats über eine Abänderung des amerikanischen Neutralitätsgesetzes dahin beraten, daß Amerika im Falle eines Krieges nach seinem Ermessen Waffen liefern kann. Wem diese Lieferungen zugute kommen sollen, kann keinön Augenblick zweifelhaft fein, nachdem Präsident Roosevelt bei verschiedenen Anlässen den demokratischen Staaten die amerikanische Kredit- und Wirtschaftshilfe bei einer etwaigen bewaffneten Auseinandersetzung mit den tödlich gehaßten autoritären Staaten zugesichert hat. Es ist gewiß kein Zufall, daß der amerikanische Außenminister, Staatssekretär Hüll, trotz Wiederherstellung seiner Gesundheit noch nicht wieder nach Washington zurückgekehrt ist. Hüll ist bei aller Gegnerschaft gegen das nationalsozialistische Deutschland doch jeder wirtschaftlichen Kampfmaßnahme abgeneigt und hätte wohl kaum mit der Willfährigkeit, die Unterstaatssekretär Wells gegenüber den Rooseveltschen Wünschen gezeigt hat, dem Wirtschaftsverkehr mit dem größten europäischen Industrieland ohne Not Schwierigkeiten bereitet. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind für Deutschland Lieferanten von Baumwolle, Kupfer und gewissen Nahrungsmitteln. Vor dem Kriege ging mehr als ein Siebtel der gesamten amerikanischen Ausfuhr nach dem Reich; dieser Anteil ist auf wenig über drei Prozent gesunken. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn festgestellt wird, daß ein wesentlicher Teil der Nöte, unter denen die Baumwollpflanzer in den Südstaaten und die Getreidebauern im mittleren Westen der amerikanischen Union zu leiden haben, aus der gestörten Ausfuhr insbesondere nach dem Reich zu erklären ist. Es ist sehr wohl möglich, daß aus diesen Kreisen an der neuen Kampfmaßnahme Kritik geübt wird. Die von Deutschland bisher nach Amerika gelieferten Jndu- ftriemären bestanden in der Hauptsache aus solchen Erzeugnissen, die in Amerika wenig ober gar nicht hergestellt werden. Ob bei der bekannten Spannung zwischen der amerikanischen Union und Japan in den Kreisen der amerikanischen Importeure Neigung besteht, für die ausfallenden Lieferungen die Bezüge aus einem anderen autoritären Land, Japan, zu steigern, ist mindestens fraglich. Schließlich ist die Aktion gegen Deutschland ein Stück jenes Kampfes, den Herr Roosevelt gegen die Feinde der Demokratie führen zu müssen glaubt, und zu diesen Fein- den der Demokratie rechnet Roasevell auch Japan. Betrachtet man die heutigen Käufe Deutschlands in den Vereinigten Staaten genauer, so findet man, daß von der früheren Monopolstellung der Union nicht mehr viel übrig geblieben ist. Deutschland bezieht Baumwolle in großen Mengen aus Aegypten und Brasilien, Kupfer aus Belgisch- Kongo, Rhodesien und Chile, Erdöl aus Südamerika, Rumänien, Iran und Holländisch-Jndien, sowie das zur Sicherung der Volksernährung notwendige Brot- und Futtergetreide in wachsendem Maße aus den südosteuropäischen Län- dar und gleichzeitig wird der durch die Natur vorgezeichnete Großwirtschaftsraum von der Nordsee bis zum Schwarzen M e e r sich noch produktiver und für alle beteiligten Länder er- olgreicher ausgestalten lassen. Ferner muß die enge politische und geistige Verbundenheit zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem aschistischen Italien auch zu einer Verbund-! wirtschaft der beiden Staaten führen, __________________ö indem die beiderseitigen Wirtschaftskräfte systema- ber von der Forderungsseite, noch von der Auftisch für die gemeinsamen großen Aufgaben zur trag&feite erschüttert werden. Höhere Löhne Errichtung eines größeren Nutzeffektes und größerer 1" ' Leistungen organisiert und ausgewertet werden. notdürftig beerdigt. Zwei Tage später wiederholte sich das gleiche blutige Schauspiel mit 300 Gefangenen. Im Gefängnis selbst wurden an einem Tage 1500 Personen erschossen. Unheimlich war der Hunger, dem viele Zehntausende erlegen sind. Die Verknappung der Lebensmittel setzte schon im September 1936 ein. Die Re- Dolutionsfommitees stellten Gutscheine 'für die Milizen aus, die diese berechtigt, aus den Geschäften jede beliebige Menge von Nahrungsmitteln her- auszuholen — ohne zu zahlen. Diese Raub- methoden wirkten sich auf die Dauer um so schlimmer aus, als im Verlaufe des Krieges immer mehr Bezugsmärkte ausfielen, weil die betreffenden Provinzen von den Truppen Francos erobert worden waren. Während für die Heranschaffung der notwendigsten Verpflegung der Madrider-Bevölkerung täglich 250 Lastautos erforderliche gewesen wären, gelangten zuletzt nur noch etwa 30 in die Stadt. Diese geringe Zufuhr wurde von den roten Bonzen zum größten Teil für ihre eigenen Zwecke beschlagnahmt. Die Rationen, die an die Bevölkerung verteilt wurden, waren lächerlich gering: 100 Gramm Brot, 50 Gramm Reis am Tage, ei» Liter Oel alle 14 Tage, 1/2 Pfund Kartoffeln je Woche und *12 Pfund Zucker im Monat. Es entwickelte sich ein umfangreicher Schleichhandel, bei dem phantastische Preise gezahlt wurden. So wurden für ein Brötchen, das im Frieden 10 ßej’ timos kostete, 10 Peseten gezahlt. In den Pas'' und Ziergärten mitten in der Stadt wurde GerM gepflanzt. Als Tabak wurden Thymian- und Ttt* blätter verwendet, wodurch sich bei den Rauchs schwere Halserkrankungen einstellten. Den Angeh?' rigen der Internationalen Brigaden wurden für er Winterhilfslotterie statt, die schon nach fünf Wochen ausverkauft war. Die Ziehung begann mit ver Auslosung der Sonderprämien. >Es fielen die Prämie zu 10 000 Mark auf Nr. 1262 003 der Serie I, die Prämie zu 5000 Mark auf fOtr. 1 638 190 der Serie IX und die acht Präinien i»u je 1000 Mark auf die Nummern 1 207 043 der serie IV, auf 1 882 811 der Serie XVIII, 968 608 j'er XIV, 147 247 der Serie XVIII, 1 275 885 der Serie VII, 492 696 der Serie XIII 1 200 781 der Serie IX, 308 403 der Serie XVIII. (Alle Zahlen Ich ne Gewähr.) Im Anschluß daran wurden in jeder serie eine Prämie zu 500 Mark, 20 Prämien zu 5 00 Mark und 20 Prämien zu 50 Mark ausgelost, insgesamt wurden 748 Prämien im Werte von l«6 000 Mark gezogen. Zahlreiche Volksgenossen wohnten mit Spannung der Ziehung bei, in der Mitten Hoffnung, daß „ihr" Prämienschein gezogen werde. Die offizielle Ziehungsliste erscheint am L April. Vorläufig Einzelregelung !«er Fragen aus dem neuen Steuerrecht Ndz. In einem Erlaß an die Nachgeordneten Be- wrüen klärt der Reichsfinanzminister die Termine Är die Anwendung der neuen Vorschriften zum Einkommensteuergesetz. Sie gelten erstmals für den ^eranlagungszeitraum 1939. Beim Steuerabzug irom Arbeitslohn find die neuen Vorschriften erstmals, wie schon hervorgehoben war, auf den (au= jinben Arbeitslohn anzuwenden, der für einen Lohn- Mailand, 30. März. (Europapreß.) Die Rundfunkrede des französischen Ministerpräsidenten findet in Italien eine frostige Aufnahme. Man erklärt, es seien noch nicht alle Brücken abgebrochen, doch bringe die Rede keinen Beitrag zur Klärung der italienisch-französischen Beziehungen. Der „Corriere della Sera" bezeichnet die Rede als ausweichend. Die ganze Rede scheine nur darauf aufgebaut zu sein zur Wiederholung des „Niemals" zu gelangen, das schon zu oft im französischen Parlament geäußert worden sei. Das Blatt bemängelt auch das gehlen jeder Anspielung auf den Sieg Francos. Der „Popolo d Italia" bemerkt, die Erklärungen des Ministerpräsidenten zeigten klar, daß die französische Regierung nicht nur keinen Finger rühren wolle, um eine weitere Verschärfung der italienisch- '^nzoslschen Spannung zu verhüten, sondern entschlossen sei, alles mögliche zu tun, um den Streit von der Mittelmeer- und Kolonialpolitik auf das Gebiet eines rücksichtslosen Kampfes zwischen zwei entgegengesetzten Auffassungen des internationalen Lebens zu tragen. Man sehe nicht ein, was sich Daladier von diesem verzweifelten Festklammern an fcen überholten Begriffen verspreche, nachdem man mit der kollektiven Sicherheit schon so bittere Erfahrungen gemacht habe. Die französische Regierung habe mit dieser Rede eine äußerst schwere Verantwortung gegenüber Europa und der Welt übernommen. Das halbamtliche „Giornale d'Italia" gelangt zu dem Schluß, daß die Rede Daladiers die Absicht habe erkennen lassen, die halb geschlossene Tur endgültig zu schließen. Italien nehme davon Kenntnis, Italien sei nicht ungeduldig, es könne warten und werde warten. Inzwischen bleibe die Kluft zwischen Frankreich und Italien, von der der Duce in seiner Rede gesprochen habe, offen. Die italienische Note vom 17. Dezember machte zwar zahlunaszeitraum gezahlt wird, der nach dem 31. März 1939 endet. Das Einkommensteuergesetz 1939, die Durchführungsbestimmungen dazu und die neuen Lohnsteuerdurchführungsbestimmungen gelten zunächst nur für das Altreichsgebiet. Die erstmalige Veranlagung auf Grund des Einkommensteuergesetzes 1939 wird im Frühjahr 1940 für den Veranlagungszeitraum 1939 vorgenommen. Für diese Veranlagung werden dann Richtlinien herausgegeben werden. Bis dahin werden Fragen, die sich aus der Aenderung des Einkommensteuergesetzes ergeben und deren Klärung dringlich ist, durch Einzelerlasse geregelt. Vom chinesischen Kriegsschauplatz Kämpfe mit chinesischen Freischärlern. — Bon einer Gegenoffensive Tschiangkaischeks Schanghai, 31. März. (Europapreß.) Die japanischen Truppen, die den Tschiengteng-Fluß südlich von Hangtschau überschreiten, um gegen die Bahnstrecke Tschekiang—Kiangsi vorgehen Zu können, sollen auf heftigen Widerstand großer chinesischer Freischärler-Perbände gestoßen sein. Der Eisenbahnverkehr auf der Strecke Hangtschau—Schanghai—Nanking war längere Zeit unterbrochen. Auch in der Nähe von Schanghai machten sich wieder chinesische Freischärler bemerkbar. Japanische Blätter melden, daß Tschiangkaischek eine Gegenoffensive an der Nordchinafront vorbereitet habe. Die Operationen seien an folgenden Punkten zu erwarten: 1. Aus südlicher Richtung an verschiedenen Stellen der Lunghai- Front; 2. von Sianfu aus gegen Südschansi; 3. vom Abschnitt Suiguan aus gegen Tschachar. Tschiangkaischek beabsichtige, den Widerstandsgeist der Chinesen zu beleben und das Vertrauen dritter Staaten in die Kampfkraft seiner Regierung zu stärken, um weitere Hilfsquellen, insbesondere England, Frankreich und Sowjetrußland zu mobilisieren. Immer neue Bombenanschläge in England. London, 31. März. (Europapreß.) In England macht sich eine verstärkte Tätigkeit von Bombenattentätern bemerkbar, die die Oeffentlichkeit wiederum i n Kreisen der irischen Extremisten sucht. In Birmingham ereignete sich am Donnerstagabend eine Explosion in einem Wohnhaus, um Mit- ternacht eine weitere Explosion vor einem Optiker- feine Vorschläge, aber es sei unwiderlegbar, daß sie Diskussionsthemen bot. Die Antwort Frankreichs aber sei negativ gewesen, habe mit juristischen Argumenten gearbeitet und es vermieden, auf die wirklichen Probleme der italienisch-französischen Beziehungen einzugehen. Diese Probleme aber seien durch die Eroberung des Imperiums geschaffen worden. Das Blatt schließt: „Es ist jetzt klar, daß die sran- zösische Regierung. weder über Rechte noch über Territorien diskutieren will. Frankreich will sich von Italien trennen und auf dem „Niemals" Daladiers sich versteifen. Es bleibt also nichts weiter übrig, als das Problem der italienisch-französischen Beziehungen weiterhin als „grundlegend offen und erschwert" zu betrachten. Italien bleibt kelnesfalls als Gefangener im Rittelmeer. Der Duce sprach in Cosenza. R o m , 30. März. (DNB.) Auf feiner Fahrt durch Calabrien hat Mussolini in Cosenza an die dort zu Zehntausenden zusammengeströmte Bevölkerung eine kurze Ansprache gerichtet. Der Duce betonte, glücklich zu fein, dieses fruchtbare Land in einem Augenblick zu besuchen, der alle italienischen Herzen wegen des Sieges des Generals Franco höher schlagen lasse, zu dem die glorreichen italienischen Freiwilligen beigetragen hätten. Nach dem Hinweis, daß die törichten und erbärmlichen Prophezeiungen der Gegner durch den Willen und den Glauben des italienischen Volkes zerstört worden seien, versicherte der Duce, daß Italien kei- nesf aHsbte Absicht habe, „ i m Mittelmeer weiter als Gefangener zu verbleiben". geschäft. Man bringt die Anschläge mit einer für den Freitagabend angesetzten Verdunkelungsübung in Zusammenhang und meint, die Attentäter wollten unter der Bevölkerung eine Panikstimmung verbreiten. Man nimmt an, daß sich während der Luft- schutzübung noch weitere Anschläge ereignen werden. Auch in anderen Städten Englands kam es wieder zu Bombenanschlägen. In Coventry explodierte eine Bombe, durch die eine Garage beschädigt wurde. Die Trümmer einer Zinnkapsel deuten auf eine selbstgefertigte Bombe hin. In Liverpool wurden insgesamt drei Bomben gefunden. Eine explodierte und zertrümmerte die Schaufenster verschiedener Geschäfte. Vor einer englischen Regierungserklärung zur Außenpolitik. London, 31. März. (Europapreß.) Wie die Freitagmorgenblätter anfünbigen, wird Ministerpräsident Chamberlain aller Wahrscheinlichkeit nach heute, zwischen 11 Und 13 Uhr, die erwartete außenpolitische Erklärung abgeben. Der Meinungsaustausch mit befreundeten europäischen Hauptstädten habe bis in die späten Nachtstunden angehalten. Die politischen Besprechungen sowohl im Regierungslager als auch mit der parlamentarischen Opposition hätten ebenfalls um Mitternacht noch angedauert. Der Inhalt der Erklärung des Ministerpräsidenten hängt allerdings noch immer von der mach ausstehenden endgültigen Zustimmung der Staaten ab, die mit einer englischen „Beistandsgarantie" bedacht werden sollen. Vor allem scheinen diese Staaten wenig geneigt zu fein, die von England gewünschte Verpflichtung einzugehen, sich untereinander gegenseitige militärische Garantien zu geben. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels ist am Donnerstagnachmittag, von Belgrad kommend, in Athen eingetroffen. Der Minister, der einige Tage in der griechischen Hauptstadt zubringen wird, wurde von dem Gouverneur der Hauptstadt Athen, Minister Kotzias, dem deutschen Gesandten Prinz zu Erbach-Schönberg, Landesgruppenleiter Dr. W r e d e und Ortsgruppenleiter Ley empfangen. 3n Anwesenheit des deutschen Botschafters in Rom. des Landesgruppenleiters Italien sowie von Vertretern der italienischen Behörden und der Faschistischen Partei wurde in Florenz ein „Deutsches Haus" eingeweiht, das den Mittelpunkt des Lebens der deutschen Kolonie bilden wird. * Der Sprecher des japanischen Außenamtes erklärte, daß es in den Fischereiverhandlun- gen zwischen Japan und Sowjetruß- landinMoskau noch zukeinembefriedi- genden Abschluß gekommen sei, die Verhandlungen gingen weiter. Gerüchte, wonach sich Japan an der künftigen Auktion, die Sowjetrußland durch Vergebung der Fischereirechte im Fernen Osten regelmäßig abhält, beteilige, ließ der Sprecher unbestätigt. * Nachdem die Bestandsaufnahme der nach Genf gebrachten spanischen Kun st schätze in diesem Tagen beendet worden ist, hat sie der Generalsekretär der Liga am Donnerstagnachmittag dem spanischen Gesandten in Bern, Marquis Aycinena, übergeben. Kunst und Wissenschaft. Kirchliche Kunst in Frankfurt am Main. Die Evangelische Landeskirche veranstaltet vom 17. September bis 2. Oktober d. I. eine Ausstel- lung „Kirchliche Kunst in Frankfurt am M a i n". Die Ausstellung soll kirchliche Baukunst der Gegenwart, kirchlichen Baustil und innere Raumgestaltung zeigen., ferner religiöse Malerei, Glas- malere!, Graphik, Plastik, Symbolik, Paramentik, moderne kirchliche Druckerkunst und moderne Kirchenmusik. „Elisabeth von England" — eine Oper. Am Preußischen Staatstheater in Kassel gelangte Paul von Älenaus neue Oper „Elisabeth oon EngIan d", die das Verhältnis der Königin Elisabeth zu ihrem Feldherrn, dem Grafen Essex, behandelt, in Anwesenheit des Komponisten zur Uraufführung. Unter der Spielleitung des Generalintendanten Ulbrich brachte die Staatliche Bühne bie Oper in einer mustergültigen Aufführung heraus, der ein großer Erfolg beschieden war. 2)as Orchester unter Leitung oon Professor Heger verwirklichte die musikalischen Absichten Klenaus her- oorragend. Josef Fennecker vom Schillertheater in Berlin hatte prachtvolle Bühnenbilder und Trachten geschaffen. Die Titelrolle sang Hanna Gorina, die die Gestalt der Königin zu tragischer Größe erhob. Dem Essex veichalf Alf Rauchs machtvolles Organ und hervorragendes Spiel zu starker Wirkung. Wetterbericht Uuer dem Einfluß eines vom ausgedehnten nacheuropäischen Hochdruckgebiet ausgehenden Hochdruckausläufers herrscht, von einzelnen lokalen Nebelfeldern abgesehen, meist heiteres Wetter. Während unserem Gebiet auf der Vorderseite des Biskayatiefs milde Meeresluftmassen zuströmen, werden nach dem Osten des Reiches an der Südostflanke des nordeuropäischen Hochs kühle Festlandluftmassen verkrachtet. Im ganzen erfährt der Wettercharakter keine wesentliche Aenderung, so daß das heitere und vorwiegend trockene Wetter anhält. Vorhersage für Samstag: Morgens dunstig, sonst heiter bis wolkig, trocken, tagsüber ansteigende Temperaturen, Winde um Süd, nachts Temperaturen um Null Grad. Vorhersage für Sonntag: Wolkig und trocken. Lufttemperaturen am 30. März: mittags 11,2 Grad Celsius, abends 6,2 Grad; am 31. März: morgens 3,6 Grad. Maximum 11,8 Grad, Minimum heute nacht 2,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. März: abends 6,2 Grad; am 31. März: morgens 4,6 Grad. — Sonnenscheindauer 9,2 Stunden. Die Immerglott-Einlage rsf uns durch Deutsches Reichs - Gebrauchsmuster unterNr. 1 348683 geschützt. „Einlage ist eben Einlage!" so nört man oft irrtümlicherweise sagen. Hier müssen wir einmal Aufklärung schaffen, denn die Formbeständigkeit eines Anzugs oder Mantels hängt in hohem Maße von der Güte der Innenverarbeitung ab. Nicht umsonst ist die Immer- glatt-Einlage durch Deutsches Reichs-Gebrauchsmuster gesetzlich geschützt! Sie wird nach bestimmten Vorschriften hergestellt und gibt Gewähr dafür, daß Nässe, Druck und Knautschen Ihrer Kleidung nicht viel anhaben können. Schultern, Brustpartie und Revers bleiben, dank „Immerglatt", eben „immer glatt"! Statt Karten Ludwigsplatz-Drogerie, Photohaus im 62. Lebensjahr durch den Tod erlöst. IMEDRE DRUCKSACHEN WCrtDC Brühi, Gießen Pflichterfüllung und Hingabe, ist zu Ende Die tieftrauernden Hinterbliebenen; Gießen, Köln-Mülheim, den 29. März 1939. Die Trauerfeier findet am 1. April, um 11.30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. 2263D ort. 2265Ö 22680 Geschmack bevorzugt« Dauerm ieter KKaessMad/d sucht in Gießen Gießen, Kreuzplatz 1 und 15 J271A. T Kc F F PU N KT TEX TI LH AU Sj NH: WILHELM HÖR N UND SO H * Warum korpulent? durch Venus B verstärkt oder B extra verstärkt Ueberraschendes Ergeb ms Versuchen Sie noch heute Venus, es hilft wirk ficht Venus-Gesichts wasser beschleunigt den Erfolg, ab 70 Rpf Vollendete Schönheit d Venus-Tages-Creme, Tuben zu 50 und 30 Rpf Erhält! i Fachgeschäften zum 1. Mai. Schrift!. Angeb. unt.01604 an ben Gießen. Anzeig. ober älteres Fräulein für mein. Haushalt. Schön gelegen. Ausflugs- Kathinka Flimm, geb. Sack Dr. rer. pol. Fritz Flimm Minni Flimm, geb. Philipp Dr. med. Werner Flimm Dr. med Ellen Flimm, geb. Varges und ein Enkelkind. sowie vieles andere in bekannt preiswerter Qualität Familiendrucksachei Verlobungsan zeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. 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Für die Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Schwester, Schwägerin und Tante Im Namen der Verwandten: Frau Minna von Münchow. Gießen, den 31. März 1939. Hr.ZZ Zweiter Blatt Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) sreilag.Zl. März 1939 „Der Führer sei immer euer Vorbild." von Mir ist d herzlich wohl, wenn ich es spiele!‘ sollten. Das Bild selbst zeigt eine so schöne und. wws7!e schon ost gesprochen. Heute sei ein über» Dir Jahren 1505/06 von Albrecht Dürer in 3unflfrau maria uni) da- Thristu-kmd hnm^ »iS @e $te aüÄten d°r. Trotz. unoerkennb°r-r >t°- wonach -- angeblich nach Amerika verkauft wer- Einfluss- i|t es eines der michtigsten öcn fo[Ik Bi“ @c aI)r tatsächlich bestanden, ^ £l3urm5 ?eut d,En Malerei der de- aber damit ist es nun °lbst°-rst-indlich ein für Sinwnten Neuzeit überhaupt. allemal vorbei — allemal vorbei — । (tinci jvuuul qeroejen i|i. öl und wird es immer bleiben. W. Appelf. Kuriose Theaterzettel. „Llavigo oder das Leichenbegängnis." Der Theaterzettel, den wir heute so selbstverständlich benutzen und den auch im Kino trotz der umfassenden Vorankündigungen im Film selbst viele nicht missen wollen, hat noch keine sehr lange Geschichte. Als die meisten Menschen nicht lesen konnten, im Mittelalter, gab es natürlich keinen Theaterzettel, sondern vor den Mysterienspielen trat meist ein Prologsprecher auf, der alles mitteilte, was zum Verständnis notwendig war, und in den Fastnachtspielen stellten sich die Personen einfach selber vor. Die Ankündigung, daß ein Theaterspiel stattfinden würde, geschah gewöhnlich noch bis tief in das 17. Jahrhundert hinein durch Ausrufer, die mit Trommeln und Trompeten, von der ganzen Truppe begleitet, durch die Straßen zogen und umständlich mitteilten, welch großartiges Schauspiel das verehr-! wurde schon im März 1938 auch äußerlich wieder deutscher Besitz — was es ideell immer gewesen ist. Für das Prager „Rosenkranzfest" ist in diesem Zusammenhangs jedoch noch mitzuteilen, daß seit i wie sonst nur wenige Werke Dürers. Zu nenüen ist hier noch — freilich Mit einer ganz anders angepackten Lösung des Problems — das nicht minder berühmte „Aller- Heiligenbild" (oder „Die Anbetung der Hl. Dreifaltigkeit"). Es hängt in der Wiener Galerie und Die deutschen Kaufleute in Venedig hatten es bei ihm als Altarbild für ihre Begräbniskapelle San Bartolommeo bestellt. Da einige der Stifter nnt ihren Frauen porträtähnlich auf dem Bild sein wollten, wie es einer Sitte damaliger Zeit ent» sprach, nahm die Arbeit viele Monate in Anspruch, gänzlich fern lag. So war Haydn nach Ablauf seiner Chorknabenjahre an der Stefanskirche in Wien ganz auf sich selbst gestellt, mußte sich als blutjunger Kerl mit Stundengeben, mit Tanz- und Serenadenspielen durchschlagen — kurz, er war damals ein richtiger Volksmusikant. „Eigentliche Lehrer habe ich nicht gehabt. Mein Anfang war überall gleich das Praktische, erst im Singen und Jnstrumentenspiel, hernach auch in der Komposition" — so sagte er von dieser Zeit. Ein Volksmusikant ist Haydn zeitlebens, als fürstlich Csterhazyscher Kapellmeister und als weltberühmter Komponist, geblieben: er erreichte die höchsten Stufen künstlerischen Gestaltens, ihm war wie nur ganz wenigen die Kraft des musikalischen Ausdrucks gegeben, aber er blieb das Kind.seiner bäuerlichen Erde. Auch in seinen Sinfonien und Oratorien erhielt er sich die Unmittelbarkeit, zu seinem Volk zu sprechen, und die schlichte menschliche Herzlichkeit, von der Mozart sagte: „Keiner kann alles, schäkern und erschüttern, Lachen erregen und tiefste Rührung, und alles gleich gut als Haydn." Die Hymne „Gott erhalte Franz, den Kaiser" entstand in der bewußten Absicht, den Völkern Oesterreichs eine Nationalhymne zu geben, die, der damaligen Zeit entsprechend, in erster Linie mit der Person des Kaisers verknüpft sein mußte. Haydn hatte auf seiner ersten Englandreise die gewaltige Wirkung der englischen Nationalhymne „God save the king" erlebt und den Plan gefaßt, etwas Aehnliches für Oesterreich zu schaffen. Aus einen ministeriellen Befehl hin entstand die „Dichtung", die „die treue Anhänglichkeit des österreichischen Volkes an feinen guten und gerechten Landesvater vor aller Welt kundtun" sollte. Es war im Jahre 1797, in der Zeit, da aus Frankreich die Marseillaise grell herüberklang und österreichische Truppen im Kampf gegen das französische Revolutionsheer standen, als Haydn zu den trockenen höfischen Reimen des Professors Haschka feine Weise' fand. Sie wurde am Geburtstag des Kaisers in allen Theatern feierlich gesungen unb offiziell zur • Der Umschwung in Litauen mit einer Regierungsumbild una, die die Hereinnahme führender Persönlichkeiten oer bisherigen Opposition umfaßt und auf die Initiative des litauischen Armeeführers Generals Rasti kis zurückgehen soll, ist nur scheinbar so vlötzlich und so weitgehend gekommen. Es heißt, daß man den ins Kabinett eingetretenen Oppositionsführern die Auflösung der Tautininkai- Partei habe zusichern müssen. Das wird sich erst noch Herausstellen müssen. In jedem Fall aber reicht der innerlitauische Kampf gegen die Alleinherrschaft der Tautininkai, die nur eine kleine Minderheits- .gruppe innerhalb des litauischen Volkes umfaßt, zurück bis zu jenem Dezembertag des Jahres 1926, an dem die Tautininkai die bis dahin herrschenden christlichen Demokraten stürzte und sich durch einen Staatsstreich der Regierungsgewalt bemächtigte. Es ist bezeichnend, daß damals sich den 85 Abgeordneten des Kownoer Parlamentes nur drei an dem Staatsstreich beteiligten, der im übrigen mit Hilfe d e s Militärs besonders der kleinen Fliegertruppe, durchgeführt wurde. Der Partei erster Ministerpräsident war Wolde- Mpk Linern Jahrzehnt ist das Bild einmal in DeitWnnd gewesen: 1928, zur Gedenkausstellung ausü-Maß des 400. Todestages seines Schöpfers, t tfc er Erziehungsarbeit d i e große Gemein- slh ft aller Mädel erhalten, die einheitlich im gieinen Geist ausgerichtet sind. JDiefe Erziehungs- c 'M-fei die schönste Aufgabe, die einem Menschen l jeisaupt gestellt werden könne. Diese schwere Auf- Nur zwei Werke wurden hier als Beispiele ede- len deutschen Kunstgutes genannt, das nun wieder im Reiche ist. Gerade das Schicksal des „Rosenkranzfestes" und die näheren Umstände seines Hin- gemalte „ R o s e n k r a nz f e st ". Dieses Diejfprige Bild stellt die Krönung von Kaiser, Pailpiiund anderen Vertretern der Christenheit 5SG. Am Donnerstag sprach Gauleiter Sprenger n Der Jugendherberge in Frankfurt a. M. vor • 0' I u n g m adelführerinnen - 21 n nxä r = (innen, die tn einem Lehrgang unter Leitung ist Jungmädelbeauftragten des Obergaues, Erika -ech, auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet »einen. l$r Gauleiter führte den jungen zukünftigen Füh- ernnen zunächst vor Augen, von welch hoher Be- lentng es sei, daß der Führer der Hitler- sUMd seinen eigenen Namen verliehen ob. Damit habe er ihr die Verpflichtung auferlegt, e h e m Vorbild z u folgen. Die Aufgabe er Führerschaft sei es, den Glauben an Adolf .jit r, der Deutschlands Werdegang, Inhalt und jitlinft bestimme, weiterzutragen und in ihm die : ioveradinnen durch das eigene Beispiel . » -Ziehen. Das natürliche Vorbild sei der, in dem • 'Ewer, Geist und Seele in der Hebung national; fiZi-istischer Tugenden zu einer Einheit verschmol- ?. in icten. Wenn diese Tugenden und diese Haltung ituer Nein ft en Kameradschaft gegen- fjdii: anerzogen werden, dann werden wir am Ende Nationalhymne erklärt. Damit drang das Lied in einem Siegeszug ohnegleichen durch das ganze Volk, und fein Schöpfer wurde mit einemmal der volkstümlichste Komponist. Auch der einfache Mann, der nichts von feinem reichen Lebenswerk, von seinen 144 Sinfonien, feinen 83 Quartetten, feinen vielen Konzerten, Sonaten, Opern und Oratorien wußte, verehrte in „Vater Haydn" den bedeutendsten Musiker seiner Zeit. Soiterbt?mne wurde Dolkshymue. Im äußersten Norden des volksdeutschen Raumes, auf der Insel Helgoland, dichtete der Königlichpreußische Unioersitätsprofessor Hoffmann von Fallersleben im Jahre 1841 das Lied „Deutschland, Deutschland über alles". Immer wieder wurde dieser Text vertont, allein bis zum Jahre 1872 zählte Hoffmann 58 Melodien! Darunter die von Josef Haydn, die sich mit diesen Versen so selbstverständlich zusammenfand. Freilich, die deutschbewußten Oesterreicher mußten seine Weise als ^Kaiserhymne" respektieren, und so fangen sie ihr „Deutschland über alles" einstweilen auf eine andere Melodie. Fast hundert Jahre nach der Entstehung der Verse und beinahe 150 Jahre nach der Geburt der Weise mußten vergehen, bis das Lied, zu dem der deutsche Süden wie der Norden fein Teil gegeben hatte, als freies und stolzes Bekenntnis der in einem großen Reich vereinigten Deutschen erklingen konnte. Josef Haydn war sich des Wertes und der Schönheit feiner Melodie bewußt. Er liebte sie sehr und gab ihr in den Variationen des „Kaiserguar- t e 115 " eine unsterbliche künstlerische Formung. Als ihn zwei Jahre vor seinem Tode der berühmte Schauspieler Jffland besuchte, ließ es sich der alte, gebrechliche Mann nicht nehmen, seinem Gast etwas oorzuspielen. Jffland schildert, wie Haydn sich mühsam zum Instrument geleiten ließ und das „Gott erhalte" intonierte: „Er spielte die Melodie ganz durch, und zwar mit unverkennbarem Aus- Dann entwickelte der Gauleiter ein Bild der früheren Not und Zerrissenheit in Deutschland, um ihnen daran zu zeigen, welch feste Gemeinschaft der Führer geschmiedet und wie er damit erst den Weg in die Zukunft geöffnet. Den Alten Kämpfern folge die Jugend, die organisch in der nationalsozialistischen Weltanschauung ausgerichtet immerwährend die Kampffront ergänze. Das Wunderbare für um fere Jugend fei, selbst teilzuhaben an diesem Marsch in die große Zukunft unseres Volkes. Besonders ermahnte er sie dann, nichts zu vergessen und nichts als selbstverständlich hinzunehmen. „Versucht immer wieder, das Vergangene im Bewußtsein zu behalten, die Selbstverständlichkeit schläfert- ein", so rief er den zukünftigen Führerinnen zu, „und denkt immer daran, daß wie im täglichen Leben auch im Leben eines Volkes am Anfang aller Dinge der Kampf steht." Gauleiter Sprenger ging dann auf die besondere Aufgabe des BDM. ein, der das Mädel von feinen jüngsten Jahren an zur nationalsozialistischen Frau zu erziehen habe. Dieser Werdegang solle allen das Bewußtsein geben, Glied einer ununterbrochenen Geschlechterfolge zu sein. Bei aller Arbeit, auch wenn sie einmal zu viel zu werden scheine, solle ihnen das Vorbild des Führers vor Augen stehen, so schloß der Gauleiter, der Tag und Nacht für die Einheit des deutschen Volkes und die Größe des Reiches arbeite. Hochschulnachnchten. Professor Dr. Max K o e r n i ck e , Ordinarius für landwirtschaftliche Botanik an der Universität Bonn, wurde wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. Professor Dr. Berkenkopf, Ordinarius für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Münster, wurde in gleicher Diensteigenschaft an die Universität Köln berufen. Dem Dozenten Dr.^Jng. Werner Ofenberg in Dresden wurde unter Ernennung zum Ordinarius an der Technischen Hochschule Hannover der Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen übertragen. Dem ao. Professor Dr. med. Herbert Fuß in Graz wurde unter Ernennung zum o. Professor an der Universität Wien der Lehrstuhl für Syphilidologie und Dermatologie übertragen. druck, mit einigen Haltepunkten, welche fein schimmerndes Auge ausfüllte. Nach Erledigung des Liedes blieb er noch eine Weile vor dem Instrument stehen, legte beide Hände darauf und sagte mit dem Ton eines ehrwürdigen Patriarchen: Zch spiele dieses Lied an jedem Morgen, und oft habe ich Trost und Erhebung daraus genommen in den Tagen der Unruhe. Ich kann auch nicht anders, ich muß es alle Tage einmal spielen. ' Das „Uosenkranzsest" Ein berühmtes Dürerbild wieder auf deutschem Boden. s- unter großen NUihen nach 9lürnberg ge- unu kN« nuyeitn umiiunue sellles §)!N- brcwttjrnorben. Alle, die es damals sahen, bebauen j gelangens nach Prag beweisen, wie eng schon in tem'sHmerzttch den schlechten Erhaltungszustand früheren Jahrhunderten die Zusammengehörigkeit und^b entstellenden Uebermalungen. Wohl nicht der jetzt befreiten Länder mit Deutschland und ZU urscht wurde hierfür die unsachgemäße Be-, seiner Kultur gewesen ist. Sie wurde es wieder — hackldüg im Prager Stift Strahow verantwort gemacht, wo das Bild lange gewesen war, ehe ?t: ns Rudolfinum der böhmischen Hauptstadt kama besonders die den Mittelgrund bildenden reliMm Hauptgestalten sind stark in ihrer Schön- heitt std in den einstigen koloristischen Werten beeiiMcMigt. Doch sind u. a. glücklicherweise zwei mirMiiei Nebenfiguren besser erhalten: Dürer selbst.nid fein Freund und Förderer Pirkhei- meit.Nachdem nun das Bild auf deutschem Boden würfen wir seine Erhaltung, die unter den bisHe-c n Umständen fraglich erscheinen mußte, 0- ansehen. Die gewissenhafte Tätigkeit feinfMjger deutscher „Bilderärzte" wird zweifel- los Werk des Nürnberger Meisters unter Wahiizg oder Wiederherstellung seiner ursprüng- ich^kinstlerischen Eigensprache retten. Der beut» hilft und Kultur wäre damit ein unschätzbares-Dienst erwiesen. Prag war das Bild durch Kaiser Rudolf II. Sr SS?3”' . 65 in Venedig gekauft hatte. Der Au tlic.1 zu dem Bilde hat übrigens den Anlaß zur,! o iten Jtalienreise des Künstlers gebildet. Oer Ausbau des Langemarck-Gtudiums. Anläßlich des Einrückens einer weiteren Gruppe von Langemarck-Studenten in die Hochschulen im Sommersemester 1939 gab der Leiter des Lange- marck-Studiums der Reichsstudentenführung, Dr. Ulrich Gmelin, Auskunft über diese Auslese der für die akademischen Berufe speziell geeigneten Jungarbeiter und Bauern. Ohne Rücksicht auf ihre finanziellen Verhältnisse, ihr soziales Herkommen und ihre schulische Vorbildung werden die Langemack-Studenten ermittelt. Die ersten Vor- studienlehrgänge waren 1934 in Heidelberg und Königsberg begründet worden. Gerade jetzt haben daher die ersten Langemarck-Akademiker die Hochschulen verlassen können. Sie haben sich bei den Prüfungen als weit über dem Durchschnitt siebend erwiesen, ein Beweis für die Richtigkeit der Auslese- und Betreuungsmetho- ben. Es bestehen z. Z. vier Lehrgänge mit zusammen rund 200 Langemarck-Studenten an den Hochschulen in Hannover, Heidelberg, Königsberg und Stuttgart. Die eineinhalbjährigen Vorstudien-Lehrgänge beginnen am 1. November jeden Jahres. Es kommen vor allem Volksschüler und Mittelschüler zwischen 18 und 24 Jahren in Betracht. Die höhere Schule soll als der normale Weg zur Hochschule nicht berührt werden. Das Langemarck-Studium will nicht möglichst viele Arbeiter und Bauern auf die Hochschulen bringen, sondern es will die speziell für liche Publikum zu sehen bekommen würde. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts bürgerte sich der Theaterzettel bei den Wandertruppen immer mehr ein, und er enthielt manchmal sehr lange Inhaltsangaben der Stücke, so daß engbedruckte Folioblätter auf beiden Seiten gefüllt waren. Oft aber wurde er auch ausgiebig zu Anpreisungen^ und zu allen möglichen Mitteilungen benutzt, die sich auf einem Theaterzettel sehr sonderbar ausnehmen. Vorläufer des Theaterzettels gab es an einzelnen Stellen allerdings schon vor dem 17. Jahrhundert. Der erste Theaterzettel, ber‘uns erhalten ist, war eine geschriebene Ankünbigung einer Passionsaufführung in nieberbeutfdjer Sprache. Darin wird bie Veranstaltung ber Aufführung für bie „Stille Woche" zu Ostern 1466 angefünbigt, und es wird im Auftrag des Rats gebeten, „daß jeder nach feiner Möglichkeit mit gutwilliger Handreichung und Förderung beweise, daß das Werk zum Besten ber Seelenseligkeit aufgerichtet werben möge. Die Herren des Kapitels unb vom Rat werben bafür Sorge tragen, baß bas Geld für nichts anderes ausgegeben werden wird." Der älteste gedruckte Theaterzettel bezieht sich auf eine Aufführung in Rostock im Jahre 1520 und be- gmnt mit den Worten: „Durch Gunst und Erlaubnis der geistlichen und der weltlichen Obrigkeit wird man hier am kommenden Sonntag zu ber Ehre Gottes ein schönes, inniges und bedeutsames Spiel veranstalten vom Stand der Welt und sieben Altersstufen der Menschen, wodurch in sieben Kapiteln das Leiden Christi dargestellt wird usw." Handschriftlich ist vorsichtigerweise darunter geschrieben: „Sofern sich das Wetter zur Klacheit anschicken wird." Unter den Ankündigungen ber späteren Theaterzettel sind befonbers beliebt die Entschulbigungen des Prinzipals, ber für spätere Aufführungen noch immer Besseres verspricht. So bemerkt zum Beispiel ber „starke Mann" Johann Carl von Eckenberg, ber 1739 mit seinen „von Jhro Kömgl. Majestät in Preußen allergnäbigst priviligierten Hofkomöbianten, Seiltänzern, Voltigirern unb Luft-Springern" auftrat, auf einem Theaterzettel vom 14. Oktober: „Wenn etwa unsere gestrige Arbeit unb vorgestellten Exercitien nicht nach genügsamer Contentement einer angewesenen Assemble repräsentiert werben, oerhoffet man, solche zu excusieren, weil es der Anfang gewesen, promittiren aber anbei, was in genügsamer Vergnügung gestern manquiret, anhe,ute mit desto mehrern Fleiß zu ersetzen." Die Bitte um guten Besuch wird häufig de- und wehmütig unter Anführung der intimsten Familien- oerhältnisse oorgebracht, ebenso die Bitte an bas 3i unserer Zeit erklingt bas Deutschlanblied in emite''Bebeutung wie niemals zuvor in ber beutschen Mstchte. In Jahresfrist kehrten Millionen Deutsche im Leich zurück, unb der Augenblick, da sie nach TI!chim der Unterdrückung und Not als freie Men- sdiSMhr „Deutschland, Deutschland über alles" an» st Msen konnten, schloß sie symbolisch wieder in Hi t-'butsche Volksgemeinschaft ein. Kunstwerk und Volkslied zugleich. O seltsame Macht dieser schlichten Melodie ruht im dm Geheimnis eines einzigartigen Zusammen- trihffcis von Volkslied-Erbe unb künstlerischer Ge- stlUNig. Wir wissen alle, daß ein großer Meister, 3 ’> H H a Ydn , sie schuf, und doch empfinden wir, aß diese Töne so allgemeingültig und zeitlos firfö.Die nur immer ein „Volkslied" sein kann. Und es; Iss.t sich auch wirklich ber wissenschaftliche Nachweis serbringen, daß die musikalischen Motive des LiLdk schon Jahrhunderte vor Haydn immer wieder ini di" deutschen Musik erklingen. In vielen geift» lielfen und weltlichen Liedern, in einer Invention vom Lach, einem Menu.ett seines Zeitgenossen T il Ium a n n und ebenso in Liebern, Kanons und Kdüiitiermusiken nach Haydn stößt man auf ver- toqnte Wendungen und mitunter auf genaue lieber» eir ifiinmungen. Diyalb war Josef Haydn natürlich kein „Pl^gsator"! Ganz abgesehen davon, daß es ba= nwjL nod) keinen so ausgeprägten musikalischen Gt-^iriium&begriff gab wie heute, hat Haydn in feiinii ,F!aiserhymne" nicht etwa bewußt „Volks- MMtir " verarbeitet, sondern er hat gewissermaßen eiiMNmiusikalischen Urstoff in fein Werk einströmen lassstnund ihm die reife künstlerische Form gegeben. Dalitz?s gerade Josef Haydn gelingen konnte, auf dieiik Weise höchste Kunst mit der Herzenseinfalt cimssWolksliedes zu verschmelzen, ist kein Zufall, wenninan fein Leben unb seine Herkunft betrachtet. |fa|: Haybn stammte aus einer sangesfrohen niedchsterreichischen Hanbwerkerfamilie, ber zu- nariiitieinc solche Entwicklung ihres Sohnes gewiß jpbi bereu Lösung ber ernsten Vorbereitung be= fc; * tonne nur burch Kameradschaft .11 Leistung erfüllt werden. moros. Seitdem standen zwei Richtungen gegen bie Alleinherrschaft der Tautininkai auf unb versuchten immer wieder eine Rückkehr zu dem Mehrparteien- System durchzusetzen:. in erster Linie bie bereits genannte Partei ber Christlichen Demokraten, die sich in erster Linie auf bie katholifche Geistlichkeit und auf Kreise der Intelligenz stützen und in diesem nördlichsten katholifchen Lande so etwas wie ein Zentrum mit nationaler Richtung vorstellen: zweitens die sog. „W oldem aras-Aktivi st e n", bie zwar im Regierungslager selbst standen, aber einen ausgesprochen rechtsradikalenFlügel ber Tautininkai bilden. Diese Richtung wurde bereits im November vergangenen Jahres sehr aktiv und setzte es durch, daß sie die Posten des Verkehrsministers und des Landwirtschaftsministers erhielt. Eine dritte Richtung, die sog. D o 1 k s s o z i a l i st e n, die ebenfalls in Opposition zur Regierungspartei steht, hat keine besondere Bedeutung erlangt. 3m Spätherbst 1935 wußte man sich in Kowno bann gegenüber den immer dringlicher werdenden Forderungen der Opposition nicht anders als mit dem Verbot ber Parteien zu helfen, denen man damals sogar die Anstiftung von Streiks unb bie Urheberschaft ber wieb erholt en Bauernunruhen zuschob. Im Dezember vergangenen Jahres sah sich die Regierung bann veranlaßt, den Ausnahmezustand zu verhängen. Die Erweiterung der Monopolregierung zu einer Koalitionsregierung ist bereits Anfang Dezember vergangenen Jahres von dem Führer der Christlichen Demokraten, dem früheren Ministerpräsidenten Dr. Bistras, dem Staatspräsibenten Smetona vorgeschlagen worden. Er wurde damals verhaftet und ist jetzt als Minister in bas neue Kabinett eingezogen. Man sagt seiner Partei nach, daß sie eine Außenpolitik für richtig hält, die eine stärkereAnlehnungLi- tauens an Polen zum Ziel hat. In jedem Fall wird man bie innere Entwicklung Litauens in ber nächsten Zeit aufmerksam verfolgen müssen. verehrte Publikum, die Bühne nicht zu betreten. Auch Fundsachen werden ausgeboten, so zum Beispiel noch 1775 auf einem Theaterzettel des Direktors 2lbel Seyler, auf dem es zum Schluß heißt: „Am Freitag ist beim Eingang an ber Kaffe ein Gelbbeutel liegen geblieben, ber (Eigentümer, ber sich darüber gehörig legitimieren kann, beliebe sich bei mir in ben Drei Schwanen zu melben." Die ungewollte Komik ist in ben barocken An- Preisungen all ber Wunder, die in ben „Maschinen- fomöbien" gezeigt werden, für ben heutigen Leser überwältigend: das damalige Publikum nahm es aber sehr ernst, wenn ihm zum Beispiel in einem Zettel der „Neuberin" in dem Schauspiel vom 'ruchlosen Leben und erschrecklichen Ende des weltbekannten Erz-Zaubrers Dr. Johann Faust" mitgeteilt wird, man werde sehen: „(Ein Rabe kommt aus ber Luft und holt bie Hanbschrift des Dr. Faust. Ein fürwitziger Hofbedienter, welcher ben Faust verspottet, bekommt sichtbarlich Hörner an ber Stirn. Ein Bauer hanbelt bem Dr. Faust fein Pferb ab, unb fobalb er es reitet, verwanbelt es sich in ein Bündel Heu. Hans Wurst will gern viel Gelb haben: ihn zu vergnügen, läßt Mephistopheles Gold regnen usw." Um dem Publikum gleich durch den Titel einen größeren Anreiz zu geben, wurde gewöhnlich noch ein zweiter Titel mittels „oder" angehängt, also zum Beispiel „Emilia Galotti ober ber Hintergangene Fürst" — „Minna von Barnhelm ober ber Major mit bem steifen Arm" — „Romeo unb Julia ober ber unvermutete Ausgang auf dem Kirchhofe" — „Clavigo ober das Leichenbegängnis" — ,^Der Postzug ober bie um einen Zug Pferbe verhandelte Braut" usw. fb. Die ewige Weise Der Deutschen. Zum Geburtstage von Joses Haydn am 31. März. - Die Geschichte Deutschlandliedes. - „Mir ist herzlich wohl, wenn ich es spiele..Z' bie akabeniischen Berufe Geeigneten in Erfüllung des Punktes 20 bes Parteiprogramms begabungsgerecht einsetzen. Jeber deutsche Volksgenosse kann aufgenommen werden, der überburchschnittliche geistige Begabung, hervorragenbe charakterliche Haltung, politische unb weltanschauliche Bewährung und körperliche Gesundheit und Leistungsfähigkeit ausweist. Die Finanzierung erfolgt durch das Reichsstudentenwerk und burd) örtliche Mib teln. Die Partei, ihre Gliederungen und ange» schlossene Verbände, bie DAF., Werkscharen, 2lr= beitsbienst unb Wehrmacht schlagen bie geeigneten männlichen Anwärter vor. Weibliche kommen bisher nicht in Betracht. Der Ausbau bes Sange» marck-Studiums wirb am 1. November b. I. fortgesetzt durch die (Eröffnung von Vorstudien-Leyr- gängen an einer Anzahl weiterer Hochschulen. Fest steht bereits bisher bie Neueröffnung i n Sresben, Jena unb Rostock. Der Gystemwechsel in Litauen Jr? JLÄW die Schäftung & für D^r- Kunst anrege^ und merlunll sein Erutldjlanbs durch ben Führer bedeutungs- sEen Das Bilb selbst : ........ ' voSst /aochste nationale Kulturwerte sind durch fie | ffqurenreirfjc Komposition mrtCir auf Deutschen Boden und tn gute deutsche ™ - - - - v DbÜti ngetommen. Von den Baudenkmälern Prags ragipii.-s Werk deutscher Kunst genannt, bas nun wisDc innerhalb der deutschen Grenzen ist: das in Aus der engeren Heimat -j- Grünberg, 30. Mär. Die hiesißn Reichskriegttl' „Gambrinu;" An derTransmission tödlich verunglückt LPD. Homberg, 30. März. Im Maschinen- raum eines Basaltwerkes ist das Gefolgschaftsmitglied H. Hepe tödlich verunglückt. H. wollte die im Gang befindliche Maschinenanlage überprüfen. Plötzlich fand ihn ein Arbeitskamerad bewußtlos mit einer klaffenden Wunde am Boden liegen. Der Verunglückte wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er nach einigen Stunden ft a r b. H. ist offenbar von der Riemenscheibe am Kopf getroffen und von der Wucht des laufenden Riemens zu Boden geschleudert worden. Er hinterläßt Frau und vier Kinder. Aus dem fahrenden Zug gestürzt. Lpd. Friedberg, 29. Mgssz. Auf der Strecke Hanau—Friedberg stürzte Dienstag abend zwischen den Stationen Heldenbergen und Kaichen ein junger Mann aus Deitssteinbach, der seine Braut in Dorn- assenheim besuchen wollte, aus dem fahrenden Zug. Mit schweren Verletzungen mußte der Verunglückte in ein Hanauer Krankenhaus gebracht werden. Sein Zustand ist ernst. Eine Autofalle rechtzeitig entdeckt. LPD. Bad Homburg, 30. März. Ein Privatwächter hat in der Nacht zum Donäerstag gegen 4.30 Uhr im Schwedenpfad an einer Kreuzung der Straße vom Kurhaus nach den Kuranlagen eine Autofalle entdeckt. Die Täter, die diesen verbrecherischen Anschlag verübten, sind noch nicht ermittelt. Das Material zu einer Autofalle hatten sich die Burschen von einem in der Nähe des Tatortes stehenden Haus geholt, das zur Zeit eingerüstet ist. Das Hindernis ragte etwa 30 bis 35 Zentimeter über die Fahrbahn und ging links und rechts über den Bürgersteig; es war fest unterbaut, damit es einen Halt hatte. treten. D Lich, 31. März. Mit dem heutigen Tag verläßt Lehrer i. R. Jakob Schneider unsere Stadt, um mit seiner Ehefrau in Bad-Nauheim seinen weiteren Lebensabend zu verbringen. Lehrer Schneider kam nach erfolgreichem Besuch der ehemaligen Präparandenanstalt Lich und des früheren Lehrerseminars Friedberg als Junglehrer an die Volksschule Selters, Kreis Büdingen, die er aber schon nach einjähriger Tätigkeit verließ, um die ihm übertragene Lehrerstelle in Lich zu übernehmen. 42 Jahre war es ihm vergönnt, als Jugenderzieher dieser Schule anzugehören, bis er schließlich am 1. April 1932 in den wohlverdienten Ruhestand trat. Neben seinem Lehrerberuf beschäftigte sich Lehrer Schneider ganz besonders mit der Erforschung und Bearbeitung der schule 20 RM. überwiesen. Nach Abzug der Kosten für die Generalversammlung soll der Rest des so daß dem Vorstand und dem Aufsichtsrat Entlastung erteilt werden konnte. Das satzungsgemäß aussch'eidende Vorstandsmitglied Rudolf Jung L, sowie die satzunqsgemäß ausscheidenden Aussichtsratsmitglieder Karl Klein, Ludwig Vieh- mann II. und Bürgermeister Fischer wuxden wieder in ihre Aemter berufen, während für ein durch Tod ausgeschiedenes Aufsichtsratsmitglied Schlossermeister .Ernst Glaum neu als Aussichtsratsmitglied ein geführt wurde. allem Anfang klar gewesen sei. Der Nationalsozialismus will ein an Körper und Geist gesundes Volk. Gfs. Baubringen, 30. März. Die Werbung für das Deutsche Frauenwerk war durch die großen politischen Erfolge des Führers im Monat März sehr erfolgreich. Viele Neuaufnahmen waren zu verzeichnen. Die Abteilung Grenzland-Ausland hatte die schönen Dinge, die für den Patengau gestiftet wurden, in einer kleinen Ausstellung auch den anderen Frauen zugänglich gemacht. csd Beuern, 30. März. Für unsere Schule fand im Saale Ranft, der aus diesem Anlaß festlich geschmückt war, die Schulentlassungsfeier statt. Klassenlehrer Dr. Haas begrüßte die Politischen Leiter, die Eltern und die Gäste und richtete bann herzliche Worte des Abschieds an die jungen Menschen, die nun in ihrem Leben einen Zeitpunkt der Wende erfahren. Er ermahnte sie zur Treue zu Führer und Reich. Im Verlauf der Feier wurden Gedichte und Lieder zum Vortrag gebracht, in denen sich die letzten sechs Jahre der deutfchen Geschichte spiegelten. -Rektor Kreiling sprach anschließend über die Stunden der Entscheidung, vor der jetzt die Jugend stehe, und ermahnte die Schulentlassenen, sich einzufetzen für die Arbeit im Dienste an der Gemeinschaft und im lebendigen Glauben durch die Tat ihren Wert für die Gemeinschaft zu ' beweisen. Sodann überreichte er jedem Schüler ein schönes Gedenkblatt. Die Schul- ihren Jahresschlußappell ab. Die 'Kameraden na^ men zahlreich teil. Kameradschaftsführer Weben begrüßte besonders herzlich die neu eingetretenm jungen Kameraden, wie auch die erfdjienenfM Ehrenmitglieder.' Sodann wurde der Gesalleneiui des Weltkrieges und der Bewegung gebaut. Din Namen der Gefallenen unseres Tmnw mürben verlesen. Der Kameradschaftsführer gav dann den. Geschäftsbericht bekannt und berichtete dadei fonders über die größeren Veranstaltungen beit Kameradschaft, über die Reichsgründungsfeier uni: über die beiden Filmabende. Der Mitgliederstai:!' erhöhte sich im Laufe des vergangenen Jahrc.-- auf 147 Kameraden. Der Kassenführer Loh gti: den Kassenbericht bekannt, der geprüft unb in Ordnung befunden wurde. Ihm wurde besonder Dank und Entlastung zuteil. Im weiteren Berlar des Appells wurden die Kameraden Ludwig W e! > l e r und Georg Loh zu Ehrenmitgliedern ei ■ nannt. Das Kyffhäuser-Ehrenzeichen erhielten d- Kamera'den Johann Hofmann, Friedrich Loü unb Karl Becker. Kamerad PH. Viehmanü erhielt für ausgezeichnete Schießleistungen die Hl11 berne Ehrennadel. Die Kameraden Beites. Agel und Loh wurden mit Ehrenbriefen bM Am Reichskriegertag in Kassel werden sich rere Kameraden beteiligen. Am KreiskriegeiA " Wetzlar wird die Kameradschaft geschlossen teil* nehmen. Der Kamerabschastsführer machte dW noch darauf aufmerksam, daß erholungsbedüW Kinder von Kameraden verschickt werden könM Mit den Worten des Dankes an alle Mitarbeit schloß der Kameradschaftsführer den Appell. Landkreis Gießen £ Wies eck, 30. März. Am morgigen 1. April tann Bäckermeister Karl P o st auf eine 4 0jäh - r i g e Tätigkeit als Wiegemeister m un- jcrer Gemeinde zurückblicken. Während dieser langen Zeit hat es Herr Post verstanden, sich das Vertrauen aller zu erwerben. Der Jubilar, der bereits im vergangenen Jahr fein 40jähriges Geschäfts-, jubiläum feiern konnte, ist noch sehr rüstig und erfreut sich bester Gesundheit. Wir gratulieren! * Heuchelheim, 30. MärZ. Nach einer Winterpause hat nun die praktische Arbeit der Feuerwehr wieder begonnen. Dieser Tage hielt die Freiwillige Feuerwehr ihre erste Uebung und den Jahresappell ab. Nachdem sämtliche Geräte einer eingehenden Prüfung unterzogen worden waren, fand ein Brandangriff statt. Anschließend wurde bei Kamerad Wilh. Rinn der Appell abgehalten. Die Leitung hatte der stellvertretende Wehrleiter Oberbrandmeister K. Sack. Sein Gruß galt besonders dem Bürgermeister, der mit großem Interesse an der Arbeit der Wehr Anteil nimmt. Nach Erledigung der Jahresund Kassenberichts wurde auf den diesjährigen Landesfeuerwehrtag in Neu-Isenburg hingewiesen. Mit großem Interesse hörten die Kameraden vom neuen Feuerlöschgesetz, das ihnen bekanntgegeben wurde. Oberbrandmeister Sack sprach dann noch über wichtige Neuordnungen in der Feuerwehr. Löschmeister Rinn, der auf der Landesfeuerwehrschule war, gab eine Eindrucksschilderung. Bürgermeister Rinn versprach, die Wehr auch weiterhin zu fördern. Er dankte im Namen der Gemeinde für die freiwillige Arbeit, die die Wehr im abgelaufenen Jahr geleistet hat. -r Heuchelheim, 28. März. Am Montagabend lies in der Turnhalle der Breslaufilm „Front der Kameradschaft". Nach einem Auftakt und Vorspruch begrüßte der Vereinsführer des Turnvereins, O. Rinn, die zahlreichen Besucher unb erinnerte an das große Erleben der Tage von Breslau. Auf der Bühne standen die sieben Breslausieger des hiesigen Turnvereins inmitten der aufmarschierten Turner und Turnerinnen. Werbewart Dr. R e i d t sprach über die Bedeutung des nationalen Festes und hob besonders den Gedanken der Zusammenfassung der Kräfte hervor, der auch in den Reihen des deutschen Turnens und Sports sich zum Segen unseres Volkes auswirken wird. Dann gab der Film in fünf Akten ein umfassendes Bild der großen Tage von Breslau. Im Schlußwort betonte Ortsgruppenleiter Wobker, daß die Stellung der Partei schon von 0 Klein-Linden, 30. März. Unter starker Beteiligung ihrer Mitglieder hielt die Spar- und Darlehnskasse Klein-Linden in der Wirtschaft „Zum Strümpfchen" ihre 16. Jahreshauptversammlung ab. Bürgermeister Fischer als Vorsitzender des Aufsichtsrats gedachte in ehrenden Worten der vier verstorbenen Mitglieder. Die Kasse zählt gegenwärtig 250 Mitglieder mit 260 Anteilen. Die Mitgliederzahl ist etwa dieselbe wie im Vorjahr. Kassenrechner Theodor Leib erstattete den Bericht über die Jahresrechnung und die Bilanz. Aus den Ausführungen war zu entnehmen, daß sich die Kasse auch im verflossenen Jahr außerordentlich gut entwickelt hat. Jahresrechnung und Bilanz fanden die Genehmigung der Generalversammlung. * Den Geschäftsbericht gab der Direktor der Kasse, Schreinermeister Wilhelm Fey. Dem ausführlichen Bericht sei folgendes entnommen: Im Laufe des Geschäftsjahres wurden 101 neue Sparkassenbücher ausgestellt, so daß sich die Zahl der Sparer gegenwärtig auf 891 beläuft, das sind rund 40 v. H. der gesamten Einwohnerzahl. Der Gesamtumsatz «betrug 2 000 000 RM., das sind 400 000 RM. mehr als im Vorjahr. Die Kasse konnte im Geschäftsjahr für 36 900 RM. neue Kredite ausgeben, ohne daß sie Gelder aufzunehmen brauchte. Die Kasse hat im Berichtsjahr ihre Spareinlagen von 246 710,66 RM. auf 286 453,68 RM., also um rund 40 000 RM. erhöhen können. Die Zahlungsbereitschaft bei der Landesbauem- kasse Rhein-Main-Neckar in Frankfurt a. M. belief sich auf 63 065 RM., eine Erhöhung gegen das Vorjahr um rund 20 000 RM Außerdem konnte die Kasse 11 000 RM. an Reichsschatzanweisungen zeichnen. Einen recht erfreulichen Aufschwung nahm auch der Kleinsparverkchr der Kasse. Die Schulsparkasse, geleitet von Frl. Gärtner, erfaßt heute 90 v. H. aller Schüler. Das Gesamtsparguthaben der Schüler beträgt heute bereits 6796 RM. Auch der Verkauf von Sparmarken durch den Kassenboten Wilhelm Deibel erlebte einen Mächtigen Aufschwung. Der Stand der festbefristeten Darlehen und Hypotheken beträgt am Bilanztag 152 788 RM, gegenüber dem vorhergehenden Jahr sind dies 31 309,07 RM. mehr, die sich aus den neuen Krediten ergeben haben. An Schulden zurückbezahlt wurden 4481,37 RM. Am Bilanztag waren in laufender Rechnung 85 456,28 RM. ( = Geschäftskredite) vorhanden, das sind dem Vorjahr gegenüber eine Verringerung von 6478,98 RM. Diese Zahl, wie auch die vorher angeführten, geben ein deutliches Bild von der Gesundung der allgemeinen Wirtschaftslage in unserem Volk. Aufsichtsratsvorsitzender Heinrich Fischer gab aufklärende Ergänzungen zu einzelnen Positionen. Der Reingewinn von 1481,56 RM. soll auf folgende Art Verwendung finden: Auf die eingezahlten Mitgliederbeiträge werden 5 v. H. an Dividenden ausbezahlt. An gemeinnützigen Einrichtungen unserer Gemeinde werden der Volks- und Schülerbücherei 10 RM. und der Kleinkinber- kreis Wetzlar. ch Dutenhofen, 29. März. Krieg erkameradschaft im bund hielt im Saal der Gaststätte । iung eryoven wuroen, jano oer Geicyastsverrcyt j erläuterte im einzelnen verschiedene Geschäftsvor- I unb die Gewinnverteilung einstimmige Annahme, gänge. Ländliche Spar- und Darlehnskaffen hatten Rückschau. t -j- Kinzenbach, 29. März. Die Spar- und Darlehenskasse Kinzenbach hielt im Saal von Georg B e p p l e r ihre 39. Generalversammlung ab. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde der Geschäftsbericht erstattet, der eme wirtschaftliche Weiterentwicklung der Kasse erkennen ließ. Der Gesamtumsatz hat sich auf 797 580 Reichsmark erhöht, gegenüber 608 000 Reichsmark im Jahre 1937. Die Spareinlagen fliegen um 45 000 Reichsmark und betragen nun 378100 Reichsmark. Die Bilanzsumme weist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahre um rund 50 000 Reichsmark auf. Der Reingewinn beträgt 2192,71 Reichsmark. Die Geschäftsanteile werden mit 5 o. H. verzinst, der Rest der Betriebsrücklage und dem Reservefonds zugeschrieben. Der Mitgliederbestand beträgt nach 4 Abgängen und 14 Neuaufnahmen 217 Mitglieder. Revisor Keßler gab im weiteren Verlauf der Versammlung den Reoisionsbericht bekannt, über» brachte die Grüße des Verbandes und sprach über allgemeine Bestimmungen und Gesetze im Genossenschaftswesen. Er empfahl dringend die Benutzung der landwirtschaftlichen Geräte der Genossenschaft. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats wurden viedergewählt. Kassenrendant Medebach - Steinbach, 30. März. Der Sp ar - und Kreditverein Steinbach hielt am Sonntag im „Ritter" seine 27. ordentliche Generalversammlung ab, die von 237 Mitgliedern besucht war. Direktor Heinrich Haas VII. eröffnete die Versammlung. Der Geschäftsbericht lag gedruckt vor, er wurde vorgetragen und genehmigt. Ebenso wurde die Bilanz vorgetragen und genehmigt. Aus dem Bericht ist erwähnenswert, daß das Jahr 1938 schöne Erfolge für die Kasse brachte. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 1938 4^2 Millionen gegen 3^2 Millionen in 1937. Die Bilanzsumme stieg von 509 000 in 1937 auf 590 000 RM., mithin um 81 000 RM. Die Einlagen der Sparer haben sich in 1938 um 72 000 RM. erhöht, im Kleinsparverkehr gingen 30 255 RM. ein. Der Gewinn stieg von 1779 RM. in 1937 auf 4275 RM. in 1938. Für 130 000 RM. neue Hypotheken und Darlehen wurden ausgegeben und 35 000 RM. Reichsschatzc^nweisungen gekauft. Die Zahl der Genossen erhöhte'sich um 41 auf 268. Diese Zahlen zeigen die günstige Entwicklung der Kasse. Es werden 5 v. H. Dividende ausgeschüttet, der Rest des Reingewinnes wird den Reserven zugewiesen, die nunmehr 28 545 RM. betragen. Nach Anhören des Reoisionsberichtes wird dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Die satzungsmäßig ausscheidenden Direktor Haas und Aufsichtsratmitglieder Ph. M. Haas und Hch. Horn III. wurden in ihren Aemtern bestätigt. Kreis Friedberg. 4- Butzbach, 30. März. Dieser Tage wurde der im 70. Lebensjahr stehende Schneidermeister Grnf Ebert zu Grabe getragen. Der Gesangverein Mär, nerchor 1838 war restlos zur Stelle, um dem lang jährigen Mitgliede das letzte Geleite zu geben Einige Chöre brachte der Gesangverein als letzt, Ehre dem Toten dar. Der Verewigte gehörte meh, als 50 Jahre lang ununterbrochen dem Verein an — Der Zweigverein Butzbach des Vogelsberge, Höhen-Clubs hielt seine Hauptverjammlunir ab, bei der u. a. der verstorbenen Dereinsmitglied^ gedacht und die Wandergenossen Dorstanbsmitglj^ W. Seippel, Hahn, Paul und Wendori ür 25jährige Mitgliedschaft und Heinrich Biehn ür die 100. Wanderung ausgezeichnet wurden. Jrn Jagdgebiet des Jagdpächters Alwin Fri^ von hier erlegte der Jagdaufseher Sommerlab einen kräftigen, mindestens 4 Jahre alten Keiftr <> Münzenberg, 29. März. Im Saal Gasthauses „Zum Löwen" fand dieser Tage bin Schulentlassungsfeier statt. Der Saoil war prächtig geschmückt. Die Veranstaltung tocr sehr gut besucht. Mit einem Musikvortrag tour^ die Feier eröffnet. Schulleiter K r o ft verabschied:,,, dann mit ernsten Worten die 16 Knaben unb jfj Mädchen, die aus der Schule entlassen roerbzr Er erinnerte an die großen Geschehnisse der oet gangenen Zeit, und ermahnte die zur Entlass^ kommenden Schülerinnen und Schüler, sich für das Werk des Führers einzusetzen. Nach erweiteren musikalischen Darbietung sprach der Ort gruppenleiter und Bürgermeister Metzger $ Jugend und zu den Eltern. Er ermahnte Eltern, ihren Kindern nichts in den Weg zu leg,-, wenn sie in den Organisationen des Führers jh, Pflicht tun, vielmehr erwarte er, daß die Juge^ nach Kräften unterstützt werde. Zum Abschluß k. Feier überreichte er allen Schulentlassenen ein & denkblatt mit dem Bilde des Führers.— Die Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstalt Aufführungen des Dolkstheaters Darmstadt. & Kinder sahen dm Nachmittag das Märchen >„Rui» pelstilzchen". Die Erwachsenen wurden durch fr; Aufführung des Lustspiels „Der Frontgockel" ,'i freut. Es wurde viel und herzlich gelacht. Di, Darsteller fanden reichen Beifall. Kreis Alsfeld # Kirtorf, 29. März. Die Ortsfach' gruppe d e r Imker hielt im „Offenen fyv ihre Frühjahrsversammlung ab. Der Vorsitze Ramge gab den Geschäftsbericht bekannt.^ Honig- und Wachsernte war im Bereich derkls- fachgruppe mittelmäßig bis zufriedenstellenb. fon Bienenkrankheiten wurden die Bienenstände wt« schont. Die Ortsfachgruppe zählt 75 Mitglieder mit 647 Völkern. Der Rechner Rudolf gab die M resrechnung bekannt, die mit einem Uederschuß do- 36,62 Mark abschloß. Dem Rechner wurde Em laftung erteilt. An der Ausstellung des Reichst bandes der Kleintierzüchter nahmen der Vorsitzes und der Rechner teil. In grundsätzlichen Ausfuhr gen sprach der Ortsfachgruppenvorsitzende noch übe: ■ die Frühjahrsfütterung. Geschichte von Lich. Er dürfte überhaupt als einer der besten Kenner unserer Heimatgeschichte zu betrachten sein. Groß sind auch die Verdienste, die er sich um die Person des Sicher Komponisten Hch. N e e b erwarb, dessen Leben und Schaffen für das deutsche Lied durch ihn in Verbindung mit der Sängervereinigung „Cäcilia" in der Hauptsache wieder der Öffentlichkeit übermittelt wurde. ch Ettingshausen, 29. März. Dieser Tage fand im Schulsaal der Oberklasse die diesjährige Schulentlassungsfeier statt. Die Kinder hatten den Saal in einer der Würde und dem Ernjt der Feier entsprechenden Form ausgeschmuckt. Die Feier wurde eröffnet durch einen dreistimmigen Chor der Schüler, dem mehrere Gedichtvortrage folgten. Dann ergriff der Schulleiter das Wort zu einer Ansprache in der er auf den Ernst und die Bedeutung dieser Stunde der Lebenswende und die zur Entlassung kommenden Schüler auf ihre Pflicht hinwies, an sich selbst zu arbeiten, zumal sie nunmehr der täglichen Führung der Schule entwachsen seien. Stets aber solle, so führte der Schullerter weiter aus, ihr ganzes Tun und ihre Haltung aus- gerichtet sein auf die Gemeinschaft und das Volk. Sodann nahm er in feierlicher Form die Reife- sprechung der Schüler vor. Nach einem Bekenntnis in Wort und Bild übernahm der Ortsgruppenleiter, nachdem er Elternhaus und Schule feinen herzlichen Dank für ihre Erziehungsarbeit ausgesprochen hatte, die Kinder auf in die Gemeinschaft des werktätigen Volkes. Anschließend hatten die Eltern und die Vertreter der Gliederungen Gelegenheit, an Hand von Schülerarbeiten Einblick zu nehmen in das Schaffen der heutigen Schule. csD Langsdorf, 29. März. Dieser Tage fand hier der erste Betriebappell unserer Waldarbeiter, Holzhauer und Holzfuhrleute statt. Er wurde in dem dafür wie geschaffenen Waldhaufe bei den „Heidenkippeln" abgehalten. Als Vertreter der Gemeinde hatte sich der Bürgermeister an der Spitze seiner Ratsherren eingefunben. Förster Bücher begrüßte die angetretene Belegschaft und den Ortsvorstand. Er gab einen Uederblick über die in diesem Wirtschaftsjahr geleistete Arbeit und betonte u. a., daß sie nicht hätte bewältigt werden können ohne die Anschaffung zweier Motorsägen. Bürgermeister Kneipp sprach dann als Führer der auftraggebenden Gemeinde. In beachtlichen Ausführungen betonte er, daß unser Dorf seinen Vorfahren Dank schuldig ist dafür, daß sie unseren Wald erftritten, gehegt und ' also gepflegt haben, daß er den jetzigen großen Aufgaben gesamtvolkswirtschaftlicher Art vollauf gewachsen ist, ohne daß er an seiner Substanz zunächst Schaden erleidet. Daraus ergebe sich die Pflicht der lebenden Generation, das hohe Gut des Waldes in guter Verfassung auf die Nachkommen zu vererben. Der Bürgermeister würdigte sodann die große Leistung der Holzhauer in diesem Winter, die in beringer Zahl von zuweilen nur 16 Mann die gewaltige Menge von 5500 Festmetern aufgearbeitet haben, zum Teil unter, sehr erschwerenden Witterungsverhältnissen. Ortsbauernführer Bender würdigte als Vertreter der Partei das beendigte Werk vom Standpunkt der Bewegung aus. ORunbfunfprogramm Samstag, 1. April. Tag der Stadt Koblenz. 6 Uhr: Von der St. Kastorkirche, Koblenz: ®r läuten den Tag der Stadt Koblenz ein. 6.05: W genspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: richten. 8.10: Aus dem Betrieb der genoWJ lichen Zentralbank Raiffeisen: WerkgymnaM ^ _ Aus der Königsbacher Brauerei AG., ,in, Werkskonzert in Verbindung mit der 910-^. schäft „Kraft durch Freude". Als Einlage: der Arbeit— Soziale Arbeiterbetreuung. 9$:" . nachrichten. 9.40: Der Wein in Küche unb »r ' Ratschläge für die Hausfrau, herausgegeben der NS. - Frauenschaft, Gau Koblenz-Trier. Die Feste Ehrenbreitstein im Wandel W vL n 11.15: Von Koblenz: Werke Koblenzer ■ 11.45: Ruf ins Land. Die Arbeit des unhri! April. 12: Aus der Koblenzer Briefumlch^! Kiefer & Co.: Großes Werkskonzert in : mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft burti uT “ . Einlage: Koblenz, die Fremdenstadt am ■ 13: Nachrichten. 13.15: Platzkonzert. Paradew°^ der ehern, und heutigen Koblenzer Regimenier-^ Nachrichten. 14.10: Kleines Konzert. 15: 15.30: Kowelenzer Steckelcher. Allerlei • vergangenen Tagen. Es erzählen, fingen uni)n Koblenzer Jungen und Mädel. 16: Bunte . vom Deutschen Eck. 17.30: Zeitgeschehen. l8-{i, Reichsarbeitsdienst singt und musiziert. ? Bollwerk am Rhein. Hörbild. 20: . Grenzecho. 20.15: Aus der Stadthalle $ Deutsch-italienisches Opernkonzert in Verbino dem Stadttheater Koblenz. 22: Ncichrichte^ - >. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 2245: V Koblenz einst unb heute. 22.30 bis 24: Rheinhotel „Koblenzer Hof", Koblenz: Zu / Ausklang, in Verbinbung mit der Lcino der Reichsrundfunkkammer. + @rünberg, 30. März. In der Turnhalle fand eine Entlasfungsfeier berLandwirtfchafts- schule statt. Der Leiter der Schule, Landwirtschaftsrat Dr. D i e n st, sprach über die Aufgabe der Schule, fachliches Wissen zu vermitteln, das von den Schülern bann in bie Praxis zu übertragen sei, um erfolgreich unb vorbildlich für bie Berufsgenossen tätig zu sein. Er gab bekannt, baß bie Schule im vergangenen Winter eine Oberklasse mit 21, eine Unterklasse mit 22 Schülern und eine Mäbchenklasse mit 26 Schülerinnen hatte. Unter Leitung von Landwirt- schaftsrat Dr. Harth zeigten die Schüler Körperschule und Bodenübungen. Weiter wurden in bunter Folge Lieder, Gedichte und Volkstänze geboten. Dazwischen gelangten Kurzvorträge von Schüleriz und Schülerinnen (Rohn, Stockhäuser-Hof, über „Fehler im Schweinestall und ihre Abstellung"; Merz, Groß-Eichen, über „Arbeitserleichteruna im bäuerlichen Betrieb" und Schülerin Fabel, Lumda, über „Arbeitserleichterunb in der Küche") zu Gehör. Ortsgruppenleiter Schütz sprach über bie Bedeutung bes Bauernstandes, den Dank ber Elternschaft an bie Schule übermittelte Zimmer (Harbach.) « * Großen-Linden, 30. März. Der 18 Jahre alte Schlosserlehrling Herbert Weiß würbe in Gießen von einem Auto überfahren. Er mußte mit einem Schäbeldruch sowie unter bem Verbucht auf innere Verletzungen ber Chirurgischen Klinik zu geführt werben. Gfs. Grüningen, 30. März. Hier würbe im Monat März ein 14tägiger Kursus in Gesundheits- unb Krankenpflege von Schwester Josefine Englert durchgeführt. Es nahmen 25 Frauen teil. Die Vorträge würben mit großem Interesse aufgenommen. Zum Abschluß fanb im Saale Webemann eine Feier statt, zu ber sich viele Gäste einfanben. Der ernstere Teil mürbe mit einem Prolog von Schwester Josefine unb ber Begrüßung burch bie Frauenschaftsleiterin Frau Reuhl eröffnet. Abwechselnd folgten Gedichte unb Lieber. Nachbem bie Frauen bie Bescheinigung über ben regelmäßigen Besuch bes Kurses ausgeh andigt bekommen hatten, sprach Schwester Josefine über ben Zweck unb bie Aufgaben bes Reichsmütterbienstes. Bürgermeister Kühl bankte ber Schwester unb forberte bie Frauen auf, in bas Deutsche Frauenwerk einzu- entlassenen würben bann burch ben Politischen Leiter Stein übernommen, ber sie in bie Gliederungen der Partei einweisen wird. Durch Handschlag verpflichtete er sie auf den Führer. = Saasen, 29. März. In vielen Bauernhäusern kann man in diesen Tagen ein reges Treiben beobachten. Ueberall fast wird in den Häusern Wolle gesponnen. Darüber hinaus findet man sich in Spinnstuben zusammen. Selbstverständlich werden dabei alle Neuigkeiten ausgetauscht. Auch Kaffee wird ausgiebig getrunken. — Für die Hausfrauen ist jetzt außerdem die Zeit des „stricken gehends". Bevor die Feldarbeit wieder beginnt, werden Verwandte, Nachbarn und Bekannte zum sogenannten „Kasino" eingeladen. Dabei wird gut bewirtet unb man macht es sich sehr gemütlich. Allerbings erfährt habet ber häusliche Friebe eine.wt,ltluiVCMu..u.u«Hy ,uu u« „„ Unterbrechung, benn bie Dorfjugenb ist bestrebt,! Reingewinns je zur Hälfte' ber Betriebsrücklage bei jebem berartigen Zusammenkommen ein .,Dip- unb dem Reservefonds zugeführt werden. pe" zu werfen. Die Beteiligten werden dafür mit Da keine Einwendungen seitens der Versamm» einem Stück Kuchen belohnt, denn „Scherben, lung erhoben wurden, fand ber Geschäftsbericht bringen Glück". ' I v Per- Der Aus aller Welt die tz-3* West-Garagen •attin 'dlinnoinv 2286 A Flasche BM. 1.75, 3.30 u. 4.20 TEXTILHAU in grober Ausrpahl, mit beliebigem Text- und Namenaufdruck, schonvon25Ltückan. Die Bereinigung im Einzelhandel. Konfirmalions Oankkarten Das Haus der guten Qualitäten Marktstrabe 4-8 Wissen Sie, worüber sich der Osterhase ganz besonders freut? . wenn man auch mal mit ganz ausgefallenen Wünschen zu ihm kommtlDenn er möchte ja gern beweisen, daß er es versteht, auch solcheWünsche* zu erfüllen.Kurzvor demFest ist das natürlich mitunter schwierig; deshalbistes schon besser, wenn Sie ihm Ihre Wünsche schon zeitig mitteilen. Bestellungen an den Osterhasen werden in unserm Hause schon heute entgegen: genommen! öschäftsdrucksacher Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschflffskarten Del Brühl, Schulstr.1 Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-ßücher! FRUHLINCS- E FIÖFFNUNG Wagenwäschen öeiwechsel L'aHnsir. / Hammsts. Zcrnsprechtr 3516 BUCHDRUCKEREI NITSCHKOWSKI Gießen, Ludwigstrabe 4 22870 icblkstümliche Naturwissenschaft i r-ichbebüderlen, ieichtverständiich geschriebenen Wer tioind in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlags tzmignisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die j jeiieimnisse des Naturgeschehens und damitdurch Wissen erhöhte Freude an den vielfälti- e?: Schönheiten der Natur. — Verlangen Sie Prospekte iciauch Probehefte der Zeitschrift „Aus der Natur“ II Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde ZU- Der Materialschaden ist nur gering, da Züge aus Stahl gebaut sind. Grotze Ueberschwemmungen im ungarischen Oberland. Der Tod in der Lawine. In der Orllergruppe wurden mehrere deutsche Schifahrer von einer Lawine überrascht. Der Berliner Ingenieur Joachim Schultz wurde in die Tiefe gerissen. Er erlitt einen Schädelbruch, dem er erlag. Sieben Autos in den rNississippi gestürzt. Da das Hochwasser des Mississippi einen Teil der Brücke bei Vicksburg fortgespült hatte, ereigneten sich dort in der Nacht schwere Unglücksfälle. Sieben Automobile, deren Fahrer in Unkenntnis der Sachlage im Dunkeln über die Brücke fahren wollten, stürzten etwa 15 Meter tief in den Strom. Im ganzen kamen 15 Menschen ums Leben. Verheerende Explosion in Beirut. In Beirut (Syrien) ereignete sich in einer Seifenfabrik eine schwere Explosion, durch die das Gebäude in Asche gelegt wurde und die auch zahlreiche Todesopfer forderte. Während des Betriebes explodierte ein Brennstoffbehälter. Die Arbeiter konnten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Unter den Trümmern hat man bereits fünf Leichen und sechs Schwerverletzte geborgen, von denen drei kaum mit dem Leben davonkommen dürften. Man befürchtet, daß sich noch weitere Todesopfer unter den Trümmern befinden. Schweres Untergrundbahnunglück in Neuyork. In Neuyork ereignete sich ein schweres Untergrundbahnunglück. Es forderte nach den bisherigen Feststellungen über 100 Verletzte, darunter 11 Schwerverletzte. Das Unglüch ereignete sich in einer scharfen Kurve im Stadtteil Queens auf Lang Island. Infolge einer schadhaften Kuppelung fuhr ein Zug in den vor ihm fahrenden Zug, der zum Stehen gekommen war, hinein. Die Fahrgäste wurden wüst durcheinandergeworfen. Gleichzeitig entstand Kurzschluß, der zu einer starken Rauchentwicklung führte. Die Fahrgäste stürzten, da sie an einen Brand glaubten, in wilder Panik aus den dicht gefüllten' Wagen und zogen sich dabei Knochenbrüche und innere Verletzungen Gießen 2257 D Bahnhofstr. 62, Ecke Grabenstr. Privatsache, sondern Pflicht gegenüber dem Ganzen. Sn 70 eigenen Segelflugwerk hätten find mit reichsbahneigenen Kräften auch schon über 300 Segelflugzeuge hergestellt worden, mit denen bisher über 2000 Segelflieger ausgebildet wurden. Die Reichsbahn hat ihren Beamten im Vorbereitungsdienst, ausgenommen die Militäranwärter, ausdrücklich vorgeschrieben, daß sie das SA. - Wehrsportabzeichen oder das Reichssportabzeichen ab 1. Oktober 1939 Gebißverfall und falsche Ernährung. Die letzte Sitzung des Jnternisten-Kongresses in Wiesbaden beschäftigte sich mit dem aktuellen Problem der Ursache des stetig zunehmenden Gebiß- Verfalls des deutschen Volkes. Unter einem Verfall des Gebisses sind zu verstehen der kranke Zahn, der erkrankte Zahnapparat und die Veränderungen am menschlichen Kiefer. Professor Dr. Euler (Breslau) ging ausführlich auf diese Probleme ein. Die Karies (Zahnfäule) hat heute bereits weit über 80 v. 5). aller Menschen in zivilisierten Ländern erfaßt. In Deutschland werden allein von der' Krankenkasse jährlich 80 Millionen RM. aufgewandt, nur um die dringendsten Schäden zu beheben. Man hat feststellen können, daß die Ursache dieser Volksseuche in einer fehlerhaften Ernährung und einer unrichtigen Zubereitung der Speisen zu suchen ist. Besonders charakteristisch bei den Zahnerkrankungen ist der Vitaminmangel. Es ist daher zu fordern, daß neben der Bekämpfung der entstandenen Schäden die V e r-h ü t u n g des Ge- bißverfalls mehr als bisher betrieben wird. Die Schwangeren und Stillenden, die besondere gefährdet sind, müssen immer wieder auf die große Bedeutung der richtigen Ernährung hingewiesen und mit hochwertigen Nahrungsmitteln bevorzugt versorgt werden. Die Kleinkinder müssen unter besonderen Gesichtspunkten behandelt werden, auch die Schulzahnpflege bedarf noch des Ausbaues. Von Bedeutung ist auch, wie Professor Dr. B r i n ch (Kopenhagen) ausführte, das Kauen. Durch die Kautätigkeit wird der Kiefer geformt. Deshalb ist gerade im Kindesalter ein energisches Kauen notwendig, weil nur in einem normal entwickelten Kiefer die Zähne genügend Platz finden. Außerdem sichert der intensive Gebrauch der Milchzähne d'en normalen Blutkreislauf. Bei Erwachsenen reinigt die harte und grobe Speise das Zahnorgan. Je „zivilisierter" die Kost, um so größer die Gefahr des Ge- bißverfalls. Tagung des Wissenschaftlichen Senats für den Reichswetterdienst. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat den nach der Neuorganisation der deutschen Meteorologie im Jahre 1934 zur Zusammenarbeit mit den Meteorologischen Instituten geschaffenen Wissenschaftlichen Senat für den Reichswetterdienst ins Reichsluftfahrtministerium einberufen. Beteiligt sind an dieser Tagung die prominentesten Vertreter der deutschen meteorologischen Lehrstühle und des Reichswetterdienstes. Auf der Tagesordnung stehen wichtige meteorologische Forschungsaufgaben und Fragen der Ausbildung des meteorologischen Nachwuchses. Wit dem Kopf in den Greifern eines Krans. In Betzdorf geriet der mit Schrottverladen beschäftigte Vorarbeiter Norbert Rau auf ungeklärte Weise mit dem Kopf zwischen die Greifer des elektrischen Krans. Er erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß er kurz darauf ft a r b. Sechsköpfige Familie vom Zuge überfahren. In Bologna wurde eine aus sechs Personen bestehende Familie von einem elektrischen Zuge der Linie nach Ankona üb er fahren, als sie den Bahnkörper auf einem Straßenübergang überqueren wollte. Die Eltern und vier Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren befanden sich gerade auf dem Gleis, als, von ihnen unbemerkt, der Zug heran- braufte. Alle sechs wurden von der Lokomotive erfaßt und bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt. Das Haus, das jeden anzieht zur planmäßigen Anstellung als Beamte benötigen und daß der Erwerb dieser Abzeichen in den ~ sonalpapieren zu vermerken ist. geschäften festzustellen. Entscheidend für die Schließung ober Beibehaltung eines Geschäfts sei deshalb, daß eine ausreichende Verbraucherversorgung sichergestellt sei. Keineswegs werde die Unterfchreitung einer bestimmten Umsatzhöhe die Schließung eines Betriebes allein rechtfertigen. Vor allem auf dem Lande, in kleinen und kleinsten Gemeinden, sej die Lebensfähigkeit häufig nur dann gegeben, wenn Nebenein- ri a h m e n aus Landwirtschaft, Handwerk usw. hinzukommen. In solchen Fällen werde ausschließlich die Verbraucherversorgung entscheidend sein. Es sei nicht zu erwarten, daß aus dieser ersten Maßnahme eine große Zahl von Arbeitskräften zu gewinnen sein werde. Dazu bedürfe es einer vorherigen gründlichen Erforschung der Verhältnisse im Einzelhandel. Die Grundlagen dazu würden aus einer E r - Hebung gewonnen werden, die etwa Mitte dieses Jahres greifbare Ergebnisse zeitigen werde. Das für die Schließung von Betrieben vorgesehene Verfahren sei dadurch gekennzeichnet, daß die Initiative für die praktische Durchführung dem Berufsführer überantwortet werde. Piarohaus Schönau Bahnhofstr. 76 Kein Schaufenster . Die: Reicht ümerot" iihrer J u einer ie en.1 II/ der 6- ig o:.' gtr. hielt'' nstalt' nbunp- W ingere- i ührer iü geprüil jurbe k» veilem - Subnr:. innigen erti- Ä 1. M iftungen ■oben « Briefen -erden r lreislrief M er iM holun^ werben alle $ en W „Der Zaun ist trocken bevor es regnet“, sagt der Malermeister. „Bei Ducolux brauchen Sie keine Angst zu haben, daß der Zaun verdirbt. Ducolux ist schon nach 2 Stunden regenfest und staubtrocken. Und, sehen Sie, der Hochglanz bleibt! Ducolux ist ein synthetischer Lack, der nach 12 Stunden horn- hart ist. Trotzdem ist er besonders strapazierfähig und wetterfest.“ Was Sie auch immer anstreichen lassen wollen, ob drinnen oder draußen, verlangen Sie von Ihrem Malermeister stets, daß er Ducolux nimmt. Er wird es gern tun, weil Sie dann mit seiner Arbeit besonders zufrieden sein werden. Erhältlich bei dem Fachhandel. Bezugsquellen weist unsere Bezirksvertretung nach: Otto Seyfried, Frankfurt /M.-Süd, Burnitzstraße 7 Fernruf 61 066 Gepflegtes Aussehen durch die haltbaren WELLA DAUERWELLEN < DDppELHERiMw! stellv. Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Dr. D ü t s ch , weist darauf hin, daß die Uebersetzung des Einzelhandels nicht generell für alle Zweige und nicht für alle Reichsgebiete zutrifft. An manchen Stellen feien auch Unterbesetzungen mit Einzelhandels- Oie Verlängerung itr Altersgrenze der Beamten In verschiedenen Zweigen der Verwaltung ist ein V.angel an Beamten eingetreten, der in zahl- riichen Fällen zu Anträgen geführt hat, die A l - trsgrenze von Beamten über das 65. Lebens- jhr hinaus zu verlängern. Nach dem Deut- fien Beamtengesetz mußten bisher alle solche An- täge an die Reichsregierung gerichtet werden. Zur Üireinfachung des Verfahrens hat die Reichsregie- r ng jetzt eine Gesetzesänderung beschlossen, wonach tir zuständige Reichsminister im Einvernehmen mit tun Stellvertreter des Führers bei Beamten auf Ubenszeit oder auf Zeit den Eintritt in den Ruhe- sind über das 65. Lebensjahr ein oder mehrere V.ate, jedoch jeweils nicht länger als um ein Uf)r, und längstens bis zum 31. Dezember 1941 Inausschieben kann. Das gleiche gilt für die Hinausschiebung der Entpflichtung von Icochschullehrern. Auch Entlassungen von Beamten auf Widerruf brauchen nicht zu enem früheren Zeitpunkt als dem 31. Dezember 1M1 ausgesprochen zu werden. ■ Die Neuregelung bleutet keine allgemeine Verlängerung der i Litersgrenze, die nicht beabsichtigt ist, sondern nur e e Vereinfachung im Einzelfall. Die" Mngerungen sind bis 1941 befristet, da man hi ft, daß bis dahin die Schwierigkeiten überwun- IÄL sein werden. Nach § 60 des Eeamtengesetzes fein der Beamte jederzeit unter Verzicht auf sene Ansprüche seine Entlassung fordern, chir bestimmt das neue Gesetz, daß für die Dauer bi• Aufbaues der Wehrmacht bei Beamten der T-ehr macht und bis zum'31. Dezember 1 41 bei den übrigen Beamten Anträgen i a Entlassung nicht entsprochen zu werden i Leucht. Schließlich bringt das Gesetz entsprechend ■ eisern Wunsche vieler kleiner Gemeinden für die Sauer eine Regelung dahin, daß Ehrenbeamte euch über 65 Jahre im Dienst bleiben können. DerGvori beider Reichsbahn. Wie Ministerialrat Heiges, Standartenführer des NöFK., in der amtlichen Zeitschrift „Reichsbahn" belichtet, mußte wegen des unregelmäßigen Dienstes !i)( Eisenbahner eine bahneigene Sport- vizg a n i s a t i o n geschaffen werden. Ein Jahr nach dm Umbruch war die Zahl der Reichsbahnsportler hrnits von 75 000 auf 165 000 gestiegen; heute be- 'triflt sie schon über 200 000. Die Reichsbahn hat ujser Aufwendung bedeutender Mittel den Reichs- ibunfport vor allem um der gesundheitsfördernden Z le willen gepflegt. Er soll aber auch die dienst- [itts Haltung beeinflussen, durch die Entwicklung i)i Geistesgegenwart, Entschlußkraft, Mut, Ge- Irondtheit, Schwungkraft und Lebensfreude einer- !ses und die beseelte Kameradschaft aller Gefolg- scfsitsmitglieder anderseits. Dabei hält die Reichs- ■btm -grundsätzlich an der Freiwilligkeit dis Sports für die Eisenbahner fest. Das schießt aber nicht aus, daß für bestimmte Personen- gr^ppen, wie die Reichsbahnlehrlinge, Junghelfer ur Beamte im Vorbereitungsdienst, bestimmte 21 forberungen an ihre körperliche Leistung ge-rllt werden und daß die Reichsbahn weiterhin □n alle Eisenbahner den Appell richtet, sich der Iktchsbahnsportbewegung im Interesse ihrer Ge- ^ui.merbaltung anzuschließen, denn Gesundsein und Ckunbbleiben ist im Dritten Reich nicht mehr Ohne Mühe tadellos gebügelte Wäsche durch Heiß manRclbe trieb Donau Wwe.M?i« he, »konzell der f der $ MW eiiiM Küche eraE ibleE iaiM t W- Bri^- ierQ ift 5? iNQ Ä irl. l’y ft Nu '*1? und) ©in Serial en K, N ler Tüc . V lialtun« verabsij- Wen J Qlfen H. N'fse btr ur EM: ^r, sich Roch, ’°ch der ermahnj, ! ^ey zu! f Fuhr«- ß die $ .. AbsG Denen eh' -Di: oeranr 'armftabi tardjen; den burt rontgod: I gelaitl CARL SOMMER GIESSEN - BAHNHOFSTRASSE 14 Aus dem mittleren ungarischen Oberland werden schwere Ueberschwemmungen gemeldet, die durch die Schneeschmelze und die ununterbrochenen Regengüsse der letzten Tage hervorgerufen worden sind. Sämtliche aus dem mittelslowakischen Gebiet kommenden Flüsse führen Hochwasser. In dem Gebiet von Lewentz bis Rosenau stehen die Fluhtäler auf slowakischem und ungarischem Gebiet auf weite Strecken unter Wasser. Dadurch ist der Verkehr auf vielen Landstraßen und Eisenbahnstrecken unterbrochen. Zahlreiche Ortschaften mußten von den Bewohnern geräumt werden. Die direkten deutschen Schnellzugwagen aus Berlin und Breslau, die über Sillein und Altjohl verkehren, können wegen der Unterbrechung der Strecke auf slowakischem Gebiet nicht bis zur ungarischen Grenze gefahren werden. Der Verkehr wird durch Umsteigen aufrechterhalten. Der neueste „Studentensport" in USA. Die amerikanischen Studenten sind, anscheinend nach Erschöpfung aller anderen ausgefallenen Ideen, darauf verfallen, sich damit zu produzieren, daß sie lebende Goldfische massenweise verschlingen. Sie machen es natürlich systematisch und veranstalten Wettbewerbe — wofür gibt es wohl keine Wettbewerbe in den Staaten? —, bei denen die Goldfische vor den Augen einer erstaunten Menge zappelnd und bei lebendem Leibe verschlungen werden. Das ist nicht etwa ein Aprilscherz. In Boston haben sich derartige, Wettbewerbe zu einer solchen Seuche ausgewachsen, daß es Leuten mit gesundem Sinn doch allmählich zuviel geworden ist. Es wurde eine Untersuchung beantragt die zur Annahme eines Gesetzes führen soll, das dem Schutze der Goldfischbrutstätten und der Bewahrung der Goldfische „vor grausamer und mutwilliger Verzehrung" dient. Der Präsident des Bostoner Tierschutzvereins hat gleichfalls ein drastisches Vorgehen gegen die Goldfischwettbewerbe angedroht. RASIERCREME Q\ Gr.Tube RM.O.5O Ort; Offenen er IBorl I Muni reich br Hellen, nenständ Mitaliel ' gab to i Ueberstz r tourt’- j des MbJ der )en Am lenbe no§ | MM « Auf 2135 Auf Wunsch Probeflasche gratis 2276 A TABU Die Geschichte einer jungen Liebe aus dem verlorenen Paradies der Südsee! 2266A 2 Sonder-Spät-Vorstellungen Freitag, 31. März I n , Samstag. 1. April i 11 Vtir abendts und eine Früh - Vorstellung Sonntag, 2. April, 11 Uhr vorm. Giessen ACHTUNG! ^tfiufie für Ostern modisch" und schön und dabei niedrig im Preis Frühzeitig einkaufen! Auch für die Kleinen modische Neuheiten! 2272D Ihre Sommersprossen entfernen Sie leicht mit dem jahrelang bewährten Mittel ,,Frucht’» Schwonrnwelfl". Machen Sie sofort einen Versuch ; sie werden sehr.zufrieden sein. — Zur Säuberung und Pflege der Haut Frucht’» Scbönhcitswaaaer Aphrodite Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 10. Löwen- Drogerie, Selterswe 69. Parf. Plank. Seltersweg 8. 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Nun steht ein seltsames Ungetüm vor dem Abgrund: eine Betonmischmaschine. Um sie herum sind Kieshaufen, Schlackenhügel und unter einem schützenden Holzdach Zementsäcke aufgeschichtet. Zwei Arbeiter bedienen die Maschine, indem sie im gleichmäßigen Ilm Sand, Zement und Schlacken in den unersättlichen Bauch der Mischniaschine, der selbsttätig Wasser zugeführt wird, mit Schaufeln hineinwerfen. Ratternde Zahnräder und ein Schwungrad mit klatschendem Treibriemen bewegen das Ungetüm, daß cs kreischend und rasselnd seinen Bottichbauch dreht und den harten Fraß zu breiigem Beton zerkaut und verdaut. Unaufhörlich schlingt der polternde Nimmersatt, was man ihm zuwirft, und scheidet den Betonbrei in untergestellte Kippwagen, die gefüllt fortfahren und leer wiederkommen, aus. Unheimlich ist die Freßgier des Giganten, der keine Atempause kennt und keine Ermüdung. Er gibt den Rhythmus der Arbeit an. Nach ihm haben sich alle zu richten, die auf dem Bauplatz beschäftigt sind. So lange das Schwungrad kreist, läßt er keinen Arbeiter aus dem Takte kommen. Die Schipper stoßen mit vorgebeugtem, Oberkörper und ein wenig einknickenden Knien ihre Schaufeln ein, umspannen den Griff fester, daß sich die Schrien der Arme straffen und die Muskeln schwellen, und schleudern mit einem Ruck der zurückschnellenden Schultern ihre Ladungen ein. Es ist eine anstrengende Tätigkeit, die kräftige Männer fordert, ebenso zäh wie ausdauernd. Auch die Fahrer der Kippwagen müssen fest zugreifen und ihre ganze Körper- stärke gegen die Last stemmen, die sie vor sich her schieben. Nur wenn sie abgekippt haben, können sie aufschnaufen. Aber an den wachsenden Fundamenten sehen die Männer der Maschine, daß man auch da unten rstcht müßig ist. Die Kameraden zementieren Bruchsteine ein und setzen Backsteinmauern darauf. Und allmählich werden auch die Sandhügel und Schlak- kenhaufen kleiner, und viele leere Zementsäcke liegen bereits halb zerrissen herum. Einmal wird auch das gierige Ungetüm seine lärmenden Kauwerkzeuge ruhen lassen und klein und unbedeutend dastehen vor dem rasch und hoch gewachsenen Bau. Es ist trotz aller geräuschvollen und auffällig im Vordergrund tobenden Arbeitswut nur ein Faktor im Gesamtwerten, ein Helfer, wie es die Hände der Männer sind, ohne die sein Dasein sinnlos wäre. Peter Bauer. Vornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadtthcater: 20 bis gegen 23 Uhr „Die andere Seite". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Bel Ami“. — Spätvorstellung, 23 Uhr: „Tabu". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ich verweigere die Aussage". — Frühjahrsmarkt (Schaumesse) aus Oswaldsgarten. Sladttheater. Zum letzten Mal „Die andere Seite". Heute abend, 20 Uhr, findet die letzte Aufführung des englischen Kriegsstückes „Die andere Seite", Drama in drei Akten von R. E. Sherriff, statt. Spielleitung: Hannes Razum. Bühnenbild: Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 25. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Ende gegen 23 Uhr. BDM.-Werkgruppe 2a/116. (Auslandkunde, Literatur und Orchest/r.) Die Gruppe tritt am Sonntag, 2. April, zur Durchführung der Geländeläufe um 9 Uhr am Mtv.- Sportplatz, Schiffenberger Weg, an. Alle Beurlaubungen sind aufgehoben! Fremdenverkehrsverein wirbt für Gießen. Eine Sitzung des Gesamtvorstandes. — Das Arbeitsprogramm für 1939. Am gestrigen Donnerstagnachmittag trafen sich die Mitglieder des Gesamtvorstandes des Fremdenverkehrsoereins Gießen auf dem Bahnhofsvorplatz, um zunächst einmal die neue Stadtplantafel zu besichtigen. Man kam dabei zu dem Ergebnis, daß man die Ausführung der Tafel (C. L. Leib) als sehr ansprechend bezeichnen kann und der Platz, auf dem sie Austtellung fand, sehr günstig sei. Sodann begab man sich in das Sitzungszimmer der Bahnhofsgaststälte. Bürgermeister Professor Dr. Hamm schilderte kurz die Verhandlungen und die mancherlei Schwierigkeiten die — trotzdem es sich doch wirklich um kein großes Objekt handelte — erheblich gewesen seien. Er dankte dem Oberinspektor M ü ll e r und dem Vermessungsinspektor Ziemer für die Arbeit um das Zustandekommen des schönen Stadtplanes. In seinen weiteren Darlegungen gab Bürgermei- ster Professor Dr. Hamm einen kurzen Rückblick auf die Tätigkeit des Fremdenverkehrsvereins im Interesse der Werbung für unsere Stadt. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Post der Allgemeinheit durch die neuaufgestellten Fernsvrechhäüs- chen einen weiteren Dienst geleistet hat, er sprach von der ständigen Steigerung des Fremdenverkehrs, von den zahlreichen großen Veranstaltungen des vergangenen Jahres und schließlich von dem Bemühen, Gießen als die Stadt, in der einst Liebig gewirkt und an seinen überragenden wissenschaftlichen Entdeckungen gearbeitet hat, einem größeren Kreis deutscher Menschen liebenswert zu machen. Art Der Werbung Im Hinblick auf die Werbung für Gießen soll auch in diesem Jahre wieder mit bewährten, aber auch mit neuen Hilfsmitteln weitergearbeitet werden. Es gelangen wieder Prospekte an die Verkehrs-' büros zur Versendung. Es ist beabsichtigt, den Prospekten eine Uebersichtskarte beizulegen, die raschen Aufschluß über das Wichtigste in unserer Stadt und in der Umgebung gestattet. Eine besondere Werbung wird an die Kraftwagenunternehmen gerichtet, um zu erreichen, daß Ausflugs- und Urlaubsfahrten auch nach Gießen unternommen werden. Ferner sollen die Kurgäste von Bad-Nauheim, Homberg, Salzschlirf, Salzhausen usw. durch die Uebersendung von Prospekten auf die Schönheiten unserer Stadt aufmerksam gemacht werden. Eine weitere Steigerung des Fremdenverkehrs erhofft man sich durch die Wiedereinführung von Wochenend-Pauschalpreisen in den hiesigen Hotels und Gaststätten, lieber diesen Gegenstand sollen aber noch Besprechungen einer besonderen Kommission stattfinden. Weiter ist für dieses Jahr vorgesehen, an Tankstellen der Reichsautobahn gerahmte Stadtpläne und Bilder von den Sehenswürdigkeiten der Stadt auszustellen. Auch an den Stadteingängen sollen derartige Pläne aufgehängt werden, so daß jedermann' sich rasch über unsere Stadt unterrichten kann. Großveranstaliungen. In feinen weiteren Darlegungen kam Bürgermeister Professor Dr. Hamm auf die großen Veranstaltungen des Jahres 1939 zu sprechen und gab bekannt, daß in diesem Jahre wieder ein Reit-, Spring- und Fahrturnier stattfinden soll, an dem sich voraussichtlich Reiterstandarte 147 und Fremdenverkehrsverein Gießen als organisatorische Träger gemeinsam beteiligen. Es ist damit zu rechnen, daß bet diesem Turnier auch der große' Reitstall der Gruppe Hessen mit seinen ausgezeichneten Reitern und edlen Tieren vertreten sein wird. Der Oberbürgermeister hat der Veranstaltung alle Unterstützung zugesagt, und der Fremdenverkehrsverein wird seinerseits Preise im Werte von 500 Mark zur Verfügung stellen. Der Zeitpunkt des Reitturniers liegt noch nicht endgültig fest. Nachdem vor zwei Jahren das Preisangeln im Karpfenteich an der Schlagetevstraße zu einem großen Erfolg wurde, soll nun eine gleiche Veranstaltung auch in diesem Jahre wieder stattfinden. Dazu sollen Anglervereine der näheren und weiteren Umgebung zur Teilnahme aufgefordert werden. Ferner soll in diesem Jahre wieder ein Photo- Wettbewerb durchgeführt werden, um schöne Bilder unserer Heimatstadt zu erlangen. An diesem Wettbewerb sollen außer den Amateurlichtbildnern diesmal auch die Berufsphotographen teilnehmen. Große Aufmerksamkeit gilt auch in diesem Jahre wieder dem Blumenschmuckwettbewerb. Der Fremdenverkehrsverein wird zur Förderung des Wettbewerbs eine Schrift durch Postwurfsendungen an alle Haushaltungen kostenlos verteilen, ein kleines Büchlein, in dem eine Fülle von Ratschlägen enthalten ist, bei deren Beachtung eine erfolgreiche Blumenhaltung möglich fein wird. Bürgermeister Professor Dr. Hamm betonte, daß gerade der Blumenschmuck in den Straßen erheblich zur Steigerung des gastlichen Eindrucks unserer Stadt beitragen könnte. Die Weihnachtswerbung wird in ähnlicher Form wie im vergangenen Jahre, doch in weiterer Ausgestaltung durchgeführt werden. Bürgermeister Dr. Hamm verabschiedet sich. Nachdem über verschiedene Punkte des Ardeits- programms 1939 kurze Aussprachen geführt worden Schützt die Ägend vor dem Derkehrsunfall. Eine Mahnung, die alle angeht. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei Himmler hat folgenden Aufruf erlassen: „Ein Kind getötet und drei Kinder schwer verletzt!" lautet die Meldung über Verkehrsunfälle in Vertin vom 28. Mär; 1939. Wie in jedem Jahr so kommt auch in diesem Jahre mit Beginn der warmen Jahreszeit unsere Jugend ins Freie, zum Teil zum ersten Male ohne Aufsicht Erwachsener. Sie spielen auf den Plätzen, aber auch auf der Straße, benutzen dabei die Fahrbahn trotz aller Warnungen, verunglücken tödlich oder werden schwer verletzt. Zum Schuhe unseres wertvollsten Volksgutes, unserer Tugend, richte ich daher einen dringenden Ruf an alle Eltern und Fürsorgepflichtigen, unsere Jugend immer wieder zu belehren, daß sie beim Spiel im Freien immer nur Spielplätze und, wo es nicht anders geht, auf den Straßen nur die Bürgersteige benutzen. Ich richte darüber hinaus an alle Volksgenossen, insbesondere an alle Mitglieder der Partei, und hier wieder in erster Linie an die Führer der HI. und die Angehörigen des RSKK., die dringende Bitte, wo sie auch immer spielende Kinder auf der Straße treffen, belehrend einzugreifen und Unfälle zu verhüten. — Von den Kraftfahrern verlange ich, daß sie in allen bewohnten Gegenden auf spielende Kinder, auch wenn sie sich auf den Bürgersteigen befinden, sorgsam zu achten, weil immer damit gerechnet werden muh, daß die Kinder plötzlich auf die Straße laufen. waren, verabschiedete sich Bürgermeister Professor Dr. Hamm von den Mitgliedern des Gesamtvorstandes des Fremdenverkehrsvereins. Er sprach davon, daß ihn die Berufung nach Berlin und die Arbeit für bevorstehende große Aufgaben wohl mit Freude erfülle, daß er andererseits aber nicht leichten Herzens von Gießen scheide, denn durch seine 14jährige Arbeit innerhalb der Stadt sei er doch stark mit dem Gemeinwesen verwurzelt und mit der Bevölkerung eng verbunden. UeberaU sei ihm Vertrauen entgegengebracht worden und es sei schwer, die Bindungen aufzugeben. Er sprach besonders davon, wie ihm gerade aus dem Kreise der Männer des Ver- Hlavier-Abend O ___I «____ ... Wilhelm Backhaus Sonntag, L. April, 17 Uhr, Universitäts-Aula kehrsoereins viele Anregungen für feine kommunale Arbeit erwachsen seien und manche dieser Anregungen durch die Stadtverwaltung verwirklicht worden seien. Mit Worten besonderen Dankes gedachte er des Geschäftsführers des Fremdenverkehrsvereins, des Oberinspektors Müller, der sich immer wieder mit seiner ganzen Person für die Sache des Fremdenverkehrsoereins eingesetzt habe. Mit Dank und Freude werde er sich stets gerne der Arbeit ent- finnnen, die für Wohl und Fortschritt der 'Stadt durch den Fremdenverkehrsverein geleistet wurde. Abschließend teilte Bürgermeister Professor Dr. Hamm mit, daß den Vorsitz im Verkehrsverein vorläufig der Beigeordnete der Stadt Gießen, Nicolaus, übernehmen werde. Kaufmann Schulze würdigte in herzlichen Worten die erfolgreiche Tätigkeit des Scheidenden. Gießener Polizei in neuer Uniform. Mit dem morgigen 1. April wird sich unsere gesamte Gießener Polizei, wie auch die Gendarmerie in den ländlichen Bezirken, in ihrer neuen hellgrünen („polizeigrünen") Uniform zeigen, die zwar schon seit dem 1. August 1938 eingeführt ist, die aber bisher nur bei festlichen Anlässen getragen Tas Müöchm MM. Aoman von Walther kloepffer. Copyright by datl Duncker Verlag,ÄerlinV^Z5 34 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Eine bescheidene Kindheit, in der ein Paket von Tante Ursula und ein Zirkusbesuch unter Lehrer Häberlein Höhepunkte gewesen waren; Gymna- fiastenjahre mit antiquarischen Lehrbüchern, mit Freitischen und Hauslehrerpöstchen während der großen Ferien; Abitur in einem ausgeliehenen zu engen Gehrock; dann die Universität mit ihren Stipendienprüfungen und ihrem fanatischen Hineinknien in die Lehrfächer der Medizin; ganz zum Schluß Doctor summa cum laude und hoffnungsvoller Jünger Aeskulaps. Nun liegt das Leben strahlend vor einem, hätte man meinen sollen. Pfeifendeckel! Denn jetzt ging die Praxissuche los und machte ungeahnte Schwierigkeiten, weil Instrumente, Einrichtung, Hausrat fehlten. Mit nichts konnte man nichts anfangen. Und Assistentenstellen waren dünn gesät. Also gaukelte man hin und her, mal hier, mal dort, ein paar Vertretungen, die Sache bei der „Moiiachia" — alles nichts Rechtes. Und bann trat Maxie auf den Plan, und der Himmel hing plötzlich voller Geigen. Hm! Ob sie wohl ein bißchen nachdenklich würde, wenn ihm hier auf dieser Ottomane etwas zustieß? Ach, weg damit! Die Frauen nahmen einem nur Kraft weg. Wer weiß, ob er mit Maxie den Mut zu diesem Selbstversuch gehabt hätte. Die Venedig-Erinnerung möchte er allerdings nicht missen. Die vier Tage in jenem unwahrscheinlich vornehmen Hotel, Spaghetti in roter Tunke, geheimnisvolle Fischgerichte, Kellner, die zeremoniös waren wie entthronte Herzöge. Und jenes verwunschene Lokal in der Nähe der Mercia — Trattoria di Citta Milano hieß es —, wo er zum ersten Ma! •• in seinem Leben Langusten gegessen hatte, ängstlich auf Fräulein Hegemann schielend, um sich nicht zu blamieren. Ja und dann natürlich auch nicht jene Gondelfahrt durch die nächtlichen Kanäle, die der Szene einer Oper glich. Er spürte verträumt in sich hinein, ob denn noch immer nichts Bedrohliches geschähe. Nein, nichts, keine Spur. Kein Kopfweh, keine Uebelkeit, keine Brustbeklemmung, keine Stiche in der Herzgegend. Immerhin, man durfte nicht zu früh jubilieren — abwarten, abwarten! Er blinzelte zum Schreibtisch hinüber, wo seine Papiere lagen. Wenn alles gut ausging, konnte er sie morgen zusammenpacken und an den Vorstand des Physiologischen Instituts schik- ken. Wenn es schlecht ausging... Er dachte ein wenig unbehaglich an seine Brüder, an die Mutter. Und dann wurde er langsam müde. Wie eine schwere Decke senkte sich Schläfrigkeit auf ihn. Zu viel zugemutet, dachte er und schwamm auf Traum- wolkeN davon. Für die Anna muß auch noch etwas geschehen; das ist ja jämmerlich, wie die sich um das bißchen Leben abstrampelt. Das ist ein gutes Sing, gefällig, bescheiden, anhänglich. Wer die mal zur Frau bekommt, hat sich nicht vergriffen. Und Holl nahm das wackere Mädchen Anna Schwiebus mit in einen aufregenden Traum hinüber, in dem der Antikörper X eine heftige Attacke gegen ein gewisses Fräulein Hegemann ritt... Dr. Holl erwachte von einem dumpfen Trommelfeuer gegen die Türfüllung. Er rappelte sich aus Schlaftiefen hoch und horchte. „Vielleicht ist er doch drinnen", hörte er den Hausmeister Gieseke sagen. Holl setzte sich auf. Warum war es denn so dunkel im Zimmer? Er entsann sich, daß er abgeriegelt hatte und daß jener Zettel noch an der Tür hing. Er schrie: „Ja, ich komme schon!" und schwang die Beine auf den Boden. „Was gibt's denn, Herrschaften?" „Gut, daß Sie da sind!" erwiderte Emil Gieseke aufgeregt und trat mit der Nachtschwester ins Zimmer. „Wir brauchen rasch einen Arzt! Professor Brettschneider ist nicht zu erreichen, und Dr. Kistenmacher ist zu einem Patienten in die Stadt gerufen worden. Es ist etwas passiert. Man hat eingebrochen, und Hegemann ist dabei verwundet worden. Er blutet unaufhörlich. Kommen Sie schnell, schnell!" Während Holl in seinen Rock fuhr, fragte er: „Wie spät ist es denn?" „Wie früh wollen Sie sagen? Drei Uhr! Nehmen Sie etwas zum Nähen mit. Hegemann hat einen Mordsriß am Kopf." Holl schlug den Rockkragen hinauf — zu großer Toilette war jetzt keine Zeit — und rannte in feinen Hausschuhen mit den beiden nach dem Operationssaal, um die Instrumente zu holen. Unterwegs versuchte er Ordnung in seinem Kopf zu schaffen. Wenn es früh drei Uhr ist, dachte er, habe ich volle zwölf Stunden wie ein Toter geschlafen. Ja, dann wäre ja mein Selbstversuch sozusagen geglückt! * Während sie über den großen F^brikhof zur Villa hinübereilten, unterrichtete Gieseke ihn über die Ereignisse dieser Nacht. Zwei Männer waren in das Verwaltungsgebäude eingestMgen, hatten sich den Tresor aufs Korn genommen, es hatte ein kurzes Handgemenge gegeben. In dessen Verlauf war Hegemann mit einem Stemmeisen an der Schläfe verletzt worden. Gieseke konnte selbstverständlich nur das Gröbste berichten, da die Zeit drängte. Ein beharrlicher Regen verwischte die Umrisse der Räume und machte die Menschen frösteln. Im Verwaltungsbau war Licht, auch in der Villa. Man watete förmlich in Helligkeit und quatschender Nässe. „Was wird die gnädige Frau zu dem allen sagen!" jammerte Gieseke, der sich dem Chef des Hauses sehr verbunden fühlte. „Daß- die Weiber aber auch immer auswärts fein müssen, wenn mal was los ist", setzte er ärgerlich hinzu. Holl schwieg, denn ihn bedrückte die Aussicht, in der nächsten Minute Maxie gegenüberzustehen, und das war weiß Gott kein Vergnügen. Er suchte die Sache mit Erbitterung abzutun, wozu er alles Recht ZU haben glaubte. Sie soll sich nur schämen, diese Person, dachte er zornig. Gerade recht geschieht es ihr. Natürlich hat sie erfahren, daß die Paula Tag und Nacht an Tinsers Bett fitzt. Jetzt hat sie's. Jetzt ist sie doppelt ausgerutscht. Die beiden liefen durch das Pprtal und die läufer- belegte Treppe hinaus. Oben gerieten sie an ein verheultes Zimmermädchen, das sie in Hegemanns Schlafzimmer führte. Der Geheimrat faß mitleid- erregend auf einem Stuhl, über und über voll Blut, und feine Tochter preßte ein rot durchtränktes Handtuch an feine Schläfe. Auch der kostbare Teppich und das Parkett waren voll dunkler Lachen. Holl grüßte knapp, klappte feine Tasche auf und wusch sich die Hände. Wie Maxie seinen Eintritt ausnahm, bemerkte er'nicht, weil er geflissentlich über sie hinwegsah. Dann schob er Fräulein Hegc- mann einfach zur Seite und prüfte die Wunde, aus der es unaufhörlich quoll und sprudelte. Aha, die Temporilis war durchschlagen, daher die ganze Schweinerei, dachte er kühl und sachlich. „Wir werden das ein bißchen flicken müssen, Herr Hegemann. Halten Sie das so aus, oder wollen Sie lieber eine Narkose?" „Nee, keine Narkose; ich kenne das Zeug. Fangen Sie getrost an, Doktor Holl. Aber gebt mir einen Kognak vorher, Kinder. Mir ist ein wenig schwummerig von all dem Blut. Wird verdammt weh tun, was?" „Es läßt sich aushalten; ein paar Nadelstiche. Gieseke, halten Sie bitte dieses Tablett mit den Instrumenten. Danke!" Holl klemmte die spritzende Ader ab, dann nähte er. Seine Hände waren ruhig wie immer. Später wickelte er verschiedene Binden um den Kopf des Patienten, bis es einen richtigen weißen Turban gab. Er öffnete erst wieder die Lippen, als alles erledigt war. „Fertig! Und nun empfehle ich strengste Ruhe, damit der Verband sich nicht verschiebt und keine Nachblutung erfolgt. Medikamente keine. Am besten schicke ich eine Schwester für die Nacht herüber." „Ich dachte, so viel könnte ich auch", warf Maxie hier ein und machte ein gefrorenes Gesicht. Ihre hübsche blasse Nase war eitel Hochmut, während sie an Holl vorbeiredete. „Was Sie denken ist unerheblich. Es bleibt bei der Schwester", erwiderte Holl und ging zum Waschbecken. Fräulein Hegemann biß sich wütend auf die Lippe. Grob ist er auch noch, dachte sie. Das hat gerade noch gefehlt. Sie wendete sich ab und kämpfte mit Tränen. Ihr armer Kopf wirbelte: von dem ausgestandenen Schrecken, von dem vielen Blut, von der Gegenwart dieses unverschämten Menschen, der ihr einmal sehr viel bedeutet hatte. Ging er denn noch nicht bald? Sie hatte drei andere Aerzte vergeblich anklingeln müssen, bis sie sich endlich entschloß, nach Holl zu schicken. „Ich bin jetzt fertig", erklärte Holl und trat zu Hegemann. „Wenn ich Ihnen raten darf, gehen Sie nachher gleich ins Bett Der Verband bleibt mehrere Tage liegen. Sonst ist gar nichts zu tun. Guten Abend!" Er reichte Hegemann die Hand und verneigte sich andeutungsweise gegen Maxie. Dann schritt er mit steinernem Gesicht zur Tür, Gieseke folgte ihm. Als fie die Villa im Rücken hatten, sagte Holl: „So, und jetzt erzählen Sie einmal gründlich. Also wie war das eigentlich?" „Sie wissen doch, wir erwarteten diesen Kerl und seine Kumpane. Gestern war es noch nichts, und wir haben die halbe Nacht auf der Lauer gelegen. Heute hat es gefloppt, wie ich Ihnen gesagt habe. Sie waren zu zweit: dieser Gaidl und noch einer; richtiges Galgengelichter. Sie müssen die Verhältnisse genau gekannt haben, anders ist es nicht zu erklären. Wir anderen waren zu fünft Hegemann, ich und drei Polizisten." „Ich verstehe nicht recht, was Hegemann dabei zu tun hatte." (Fortsetzung folgt!) 9. Jl.Spott Ro- Handball: Mellen und kommende Kämpfe Bezirksklasse Staffel IV. darüber nun die steht. - Um allen Teilen gerecht zu werden, veröffentlichen wir nachstehend die Tabellen der Bezirks- und der I Kreisklasse. Die Spiele sind bis einschließlich der aus item Feldspiel erzielt wurde, zählt 2 Punkte, ein erfolgreicher Freiwurf nur 1 Punkt. Meisterschaftsspiele werden von zwei Schiedsrichtern geleitet. 46 Wagen starten in Le Mans. Für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans am 17. und 18. Juni wurden insgesamt 46 Unterschriften abgegeben. Deutschland ist durch zwei Ädler- wagen sowie eine NSKK.-Mannschaft auf BMW. vertreten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß auch noch ein Mercedes-Benz an den Start der schweren Prü- Franksurter Schlachlviehmartt. Frankfurt a. M., 30. März. Auftrieb: Rinder 1496 (gegen 1370 am 23. März), darunter 320 (321) Ochsen, 230 (193) Bullen, 672 (616) Kühe, 274 (240) Färsen. Kälber 468 (514), Schafe HO (172), Schweine 695 (513). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 44 bis 46,50 (45 bis 46,50), b) 40 bis 42,50 (41,50 bis 42,50), c) 32 bis 37,50 (37,50). Bullen a) 43,50 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 40,50 (40 bis 40,50). Kühe a) 42,50 bis 44,50 (42 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (38 bis 40,50), c) 28 bis 34,50 (28 bis 34,50), d) 17 bis 25 (21 bis 25). Färsen a) 44 bis 45,50 (42,50 bis 45,50), b) 40,50 bis 41,50 (38,50 bis 41,50), c) 36,50 (—), d) 28 (—). Kälber a) 62 bis 65 (62 bis- 65), b) 56 bis 59 (54 bis 59), c) 47 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (32 bis 40). Härnrnel bl) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 46 bis 48 (45 bis 48), c) 35 bis 42 (40 bis 44), d) 25 bis 28 (—). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 34 bis 39 (33 bis 39), c) 20 bis 32 (22 bis 32). Schweine a) 58,50 (58,50), bl) 57,50 (57,50), b2) 56,50 (56,50), c) 52.50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 57,aO (57,50). Marktoerlaus: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Härnrnel und Schafe mittel. — F Belsch' großmarkt. Beschickung: 254 (212) Viertel Rindfleisch, 166 (64) halbe Schweine, 63 (89) ganze Kalber, 19 (6) Hümmel, 34 (47) Kleinvieh. Notiert wurden je 50 kg in RM.: Ochsensleisch a) Bullenfleisch a) 79, Kuhfleisch a) 79, b) 67, c) 56, Kalbfleisch I 92 bis 97, II 80, Hammelfleisch a) 90 bis 94, b) 80 bis 84, Schweinefleisch b) 75. F ett- waren. Roher Speck, unter 7 cm 78, Flomen 80 MW, Wmueilauh lebhaft. Wirtschaft. Mein-Mainische Börse. Alillagsbörse überwiegend freundlich. Frankfurt, 30. März. Die Ueberwindung des Ultimos' bot der Börse nur wenig Anregung. Zwar herrschte an den Aktienmärkten eine recht freundliche Stimmung, die Entwicklung der Kurse blieb aber weiter uneinheitlich. Bei nach wie vor sehr kleinem Geschäft gingen die Abweichungen kaum über Bruchteile eines Prozentes hinaus. Zu den ersten Kursen lag vielfach noch etwas Angebot der Kundschaft vor, andererseits beobachtete man mäßige Anlagenkäufe. Eine Sonüerbewegung hatten nach Pause Siemens mit 183 (179). Von anderen Elektropapieren büßten Licht & Kraft 1,25 v. H. ein auf 127, auch AEG. 0,65 v. H. ermäßigt auf 111,40, dagegen Gesfürel nach 131,50 auf 132,50 (132) befestigt. Von Bauwerten fanden Cement Heidelberg lebhaftes Interesse zu 152,50 —152,75 (151,25). JG.-Farben waren mit 147,13 (147) nahezu unverändert, Metallgesellschaft bei kleinen Glattstellungen 0,40 leichter mit 116,90. Montanwerte lagen sehr ruhig, jedoch 0,25 bis 0,50 v. H. höher, Verein. Stahl knapp gehalten mit 102,65 (103). Maschinenaktien wurden vernachlässigt und waren vorerst ohne Notiz. Reichsbankanteile ließen auf 177,25 (178) nach, ferner Conti Gummi auf 206,50 (207). Am Rentenmarkt erhielt sich eine freundliche Tendenz, es erfolgten vielfach kleine Anlagekäufe. Reichsaltbesitz gewannen 0,25 v. H. auf 130,25 und Kommunal-Umschuldung hatten bei um). 93,50 verhältnismäßig lebhaften Umsatz. Goldpfandbriefe mit Bonifikation blieben gefragt, im übrigen lag der Pfandbriefmarkt still. Bon Liquidationswerten Franks. Hyp. 100,75 (101), Rheinische 100,90 (101,10). Industrie-Obligationen notierten größtenteils bis 0,25 v. H. höher, 6 v. H. JG.-Farben plus 0,65 v. H. auf 121,50. Im Verlaufe herrschte nahezu völlige Geschäfts- stille, und die Aktienkurse bröckelten eher leicht ab. JG.-Farben leicht schwankend mit 147,40 —147. nach 147,13. Die später festgestellten Kurse lagen unregelmäßig und zwar nach beiden Seiten bis zu 1 v. H. Von Autowerten Adlerwerke 108 (109), andererseits BMW. 146 (145). Der Freiver - kehr lag ruhig und unverändert. Tagesgeld wieder 2,50 v. H. Abendbörse Tendenz fest. Die Abendhörse nahm am Aktienmarkt einen festen und verhältnismäßig lebhaften Verlauf und brachte aüf fast allen Märkten durchschnittliche Steigerungen um 0,50 bis 1 v. H., wobei man Erwartungen an die Ausführungen des Reichsbankpräsidenten Funk vor dem Zentral-Ausschuß knüpfte. Die schon erhöhten Mittagsschlußnotierungen des Berliner Platzes wurden ebenfalls kräftig überschritten. IG. Farben gewannen 1 v. H. auf 149, erner Der. Stahl und Mannesmann je 1 v. H. auf, 104 bzw. 110 und Deutsche Erdöl 1,25 v. H. auf 124. Von Autowerten stiegen Daimler um 2,50 v. H. auf 133 bei einem Berliner Kurs von 131,25, Adlerwerke und BMW. um ebenfalls je 1 v. H. auf 109 bzw. 147. Am Elektromarkt befestigten sich Siemens auf 185 (183), Schuckert auf 175 (173,50), Gesfürel auf 133,50 (132,25), Licht und Kraft auf 127,75 (127) und Felten auf 133,25 (132,50). Im übrigen erhöhten sich Rheinmetall auf 128 (127), Reichsbank auf 178 (177,25), Junghans auf 93 (92,25) und Scheideanstalt auf 201 (200,50) sowie Westdeutsche Kaufhof auf 104 (102). Commerzbank lagen 0,13 v. H. höher mit 111,13. Am Rentenmarkt verblieb zu den erhöhten Mittagskursen Nachfrage. Reichsaltbesitz 130,25, Reichsbahn - DA. 123,40 (123,13), 6 v. H. IG. Farben 121,50, Kommunal-Umschuldung 93,45. gebildet und verfügt über einen unerhörten Kampfgeist. Folgende Mannschaft wird voraussichtlich den Verein in den Aufstiegspielen vertreten: Frese; Weiler, Eckrich; Marx, Ollhoff, Heimann; Grund, Winden, Richter, Hofmann Frese. Briefkasten der Redaktion. (Nechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) I. R. in 21. Nach der Verordnung zur Förderung der Landbevölkerung vom 7. Juli 1938 wird neben dem Ehestandsdarlehen und Einrichtungsdarlehen noch ein Einrichtungszuschuß gewährt, und zwar für landwirtschaftliche Arbeiter und unselbständige Landwirte und ländliche Handwerker, die nach dem 31. Dezember 1933 geheiratet haben. Als unselbständig gelten alle in der Land- und Forstwirtschaft tätigen Personen, die entweder als Landarbeiter oder bei Verwandten in aufsteigender Linie tätig sind, also auch Bauern- und Lnndwirts- söhne, welche nach dem 31. Dezember 1939 geheiratet haben und noch im elterlichen Betriebe tätig sind. Voraussetzung für die Gewährung ist, daß einer der beiden Ehegatten in den letzten 5 Jahren in der Land- und Forstwirtschaft tätig war und weiterhin verbleibt. Die Anträge auf Einrichtungszuschuß sind an das zuständige Finanzamt einzureichen, und zwar erst 5 Jahre nach der Verheiratung. Nach den von Ihnen gemachten Angaben kann Ihr Sohn zur gegebenen Zeit Antrag auf Einrichtungszuschuß stellen. zum zweiten Platz verhelfen. MSV. „Barbara" vor den Aufstiegspielen. gut gerüstet. Allerdings kann eine Niederlage dem Tv. Londorf nichts mehr ausmachen, Lich dagegen legen und verdrängten sich von der Tabellenspitze. Der härteste Gegner des neuen Staffelsiegers war zweifellos der Luftwaffensportverein. Im Vorspiel gelang es den Leuten vom Trieb lediglich ein 6:6 zu erringen. Das Rückspiel war dann der Höhepunkt der Meisterschaftsspiele in der Staffel IV. Nach einem dramatischen Kampf siegte der MSV. 9:8 und schaltete damit die Flieger vom Wettbewerb um den ersten Platz aus. Mit 17:3 Punkten und einem Torverhältnis von 93:42 beendete der Militärsportverein „Barbara" seine Pflichtspiele. Nicht vergessen darf man den Sieg der Soldaten beim Hallenhandballturnier, der zwischen den Meisterschaftsspielen gegen schärfste Konkurrenz errungen wurde. In den letzten Kämpfen zeigte die Mannschaft so gute und ausgeglichene Leistungen, daß man ihr gute Aussichten für die Aufstiegspiele einräumen kann. Die Els ist gut beiatLn. (attisch und technisch gut durch- Technik und Regeln des Basketballspiels. Zur Erläuterung für diejenigen, die als Neulinge zu den Gaugruppenmeisterschaften kommen, sei folgendes gesagt: Basketball wird in den meisten Ländern der Welt sehr stark betrieben, was schon aus der Zahl von 20 Millionen aktiven Spielern hervorgeht. Erfunden wurde das Spiel vor ungefähr 25 Jahren auf einer nordamerikanischen Turnlehranstalt. Basketball war bei einer Beschickung von 23 Nationen das größte Spielturnier der olympischen Spiele 1936. Zu einer Basketballmannschaft gehören 8 bis 10 Spieler. Davon spielen jeweils 5 im Feld. Da Basketball das schnellste und anstrengendste Ballspiel ist, können während des Spieles Spieler ausgetauscht werden. Das Spielfeld hat eine Größe von 15X25 Meter. Der Korb hängt vor einem Brett in einer Höhe von 3,05 Meter. Vor den Korbaerüften ist ein Freiwurfraum, den während eines Freiwurfes nur der Werfer betreten darf. Die Basketballregeln find sehr streng. Jede körperliche Bedrängung ist verboten, doch darf niemand denken, daß der körperliche Einsatz nicht erlaubt wäre. Im Besitz des Balles darf man keine Schritte machen. Der Einwurf ist beliebig. Jeder Korbwurf, 26. März 1939 gewertet, unberücksichtigt ist lediglich die Begegnung Grüningen — Atzbach geblieben, weil endgültige Entscheidung noch aus- fung kommt. Der Engländer Arbuthnot ist sich nämlich noch nicht schlüssig, ob er mit einem Alfa "* meo oder einem Mercedes-Benz kommen soll. Nochmals Schispringen im Schwarzwald. Die guten Schneeverhältnisse, die immer noch im Schwarzwald vorherrschen, ermutigen die Schizunft Ruhestein, für den kommenden Sonntag noch ein Schispringen auszuschreiben. Einige der bekanntesten deutschen Springer haben bereits zugesagt und befinden sich zum Teil schon an Ort und Stelle im württembergischen Schwarzwald. Schneidenbach, Marr, Häckel, Höll, Haselberger und Gehring trainieren bereits in Gemeinschaft mit den württembergischen und badischen Springern. ger gestalten. „Milei", ein neuer Austauschstoff für Hühnereiweitz Fwd. Der Reichsnährstand machte soeben dic Oessentlichkeit mit einem neuen Erzeugnis der deutschen Milchwirtschaft, mit „Milei", bekannt. Diesem neuen Rohstoff kommt insofern erhebliche Bedeutung zu, als er überall an Stelle von Hühnerei verarbeitet werden kann. Das „Milei" wurde dem Ziel des Dierjahresplans entsprechend auf Betreiben des Reichsnährstandes durch die Hauptvereinigung der deutschen Milch- und Fettwirtschaft entwickelt und wird aus entrahmter Milch und Molke hergestellt. Das Erzeugnis hat, wie hervorgehoben ipurbe, wegen feiner guten Qualität, feiner leichten Anwendungsmöglichkeit und wegen seines niedrigen Preises auf dem Markt gute Aufnahme gefunden; außerdem bereichert es den deutschen Lebensmittelhaushalt. Unter Berücksichtigung unserer Versorgungslage erscheint es notwendig, den Markt für Hühnereier noch stärker zu entlasten; hinzu kommt, daß durch den Einsatz von „Milei" auch die Eiereinfuhr gedrosselt werden kann. * wurde. Die neue Uniform unterscheidet sich von der bisherigen Uniform vor allem durch die Farbe. Die Uniform der bisherigen hessischen Polizei war kräftig dunkelgrün. Die neue Uniform unterscheidet sich von der alten außerdem durch einige Einzelheiten im Schnitt. Die Schutzpolizei trägt dazu schwarzes Lederzeug, und die Gendarmerie trägt braunes Lederzeug. Aus Ersparnisgründen wird zur Zeit noch der schwarze Tschako getragen, der bann zu gegebener Zeit auch durch den grünausgelegten Tschako ersetzt werden wird. Unser Bild zeigt rechts im Vordergrund einen Beamten in der neuen Umform und links daneben einen Beamten in der alten hessischen Uniform. Mit der Einführung der neuen Uniform findet die Übernahme der Schutzpolizei durch das Reich nunmehr auch ihren äußeren Ausdruck. Die Schutzpolizei wird also ab morgen im ganzen Reich einheitlich gekleidet sein. (Ausnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Klavierabend Wilhelm Backhaus. Kampf. Das aber sollte die Platzbesitzer veranlassen, auf der Hut zu sein, damit nicht eine neue „Ueber- raschung" fällig wird. Davor aber sollte man sich chon um deswillen hüten, weil der Staffelsieg noch nicht endgültig vergeben ist. — Katzenfurt sollte in Wetzlar gewinnen. Kreisklassen. Holzheim — Dutenhofen. Londorf — Lich. VfB.-R. — Luftwaffe II. Der zweite Platz des Tv. Dutenhofen und der damit zusammenhängende Ausstieg in die Bezirksklasse ist noch, nicht sicher. Wahrscheinlich werden nämlich Atzbach die Punkte aus dem Spiel gegen Grüningen vom vergangenen Sonntag zugesprochen. Verliert nun Dutenhofen gegen Holzheim, wird erst ein Entscheidungsspiel zwischen Dutenhofen und Atzbach fällig. — Lich hat sich vorgenommen, diesmal für eine Ueberraschung zu sorgen. Die Mannschaft ist **40 Jahre im Dienste der Reichsbahn. Der Lokomotivführer Otto Fischbach, Weserstraße 16, kann in diesen Tagen auf eine 40- jährige Tätigkeit im Dienste der Reichsbahn zurück- blicken. Seit 40 Jahren ist der Jubilar auch Leser des „Gießener Anzeigers". Wir beglückwünschen zum Dienstjubiläum. * * 25 Jahre im Dienst. Oberapotheker Pry b ill, Vorstand der Apotheke der Universitätskliniken Gießen, feiert am 1. April 1939 das Jubiläum einer 25jährigen Dienstzeit. Herr Prybill genießt bei seinen Vorgesetzten, bei seiner Gefolgschaft und bei feinen übrigen Arbeitskameraden das beste Ansehen. ** Treuer Mitarbeiter. Am Mittwoch konnte der beim städtischen Gaswerk beschäftigte Installateur Heinrich Mosbach auf eine ununterbrochene 25jährige Dienstzeit bei der Stadt Gießen zurückblicken. Der Arbeitsjubilar wurde im Kreise seiner Arbeitskameraden geehrt und ihm ein Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters überreicht. ** Universitäts-Gartenbau-Jnspek- torRehnelt78Jahrealt. Am heutigen Freitag kann der Universitäts-Gartenbau-Jnspektor i. R. Friedrich R e h n e l t, Heyerwea 18, in außerordentlicher geistiger und körperlicher Frische seinen 78. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann ist in den Kreisen der Kleingärtner und der Obstbaumzüchter eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit. Jedermann steht er mit seinem fachmännischen Rat zur Verfügung. (Wir beglückwünschen zum Geburtstag!) * * 'Mieterjubiläum. Am 1. April sind es 30 Jahre, daß Frau Küche H o r st, im Haufe von Karl Strecker, Weserstraße 15, wohnt. Ein Zeugnis gegenseitigen guten Einvernehmens! * * Ein Brennholzverkauf b e r Stadt Gießen findet am kommenden Dienstag, 4. April, in den Abteilungen am Hangelstein der Försterei Wieseck statt. Am vergangenen Sonntag holte sich der Militär- sportverein „Barbara" endgültig den Sieg in der Staffel IV der Bezirksklasse und erkümpfte sich damit die Berechtigung zur Teilnahme an den Aufstiegs pieken. Der Weg bis zur Meisterschaft war schwer und wechselvoll. Mto., Luftwaffe und 1900 Gießen waren hartnäckige Gegner, aber auch Heu-, chelheim, Ockershausen und Marburg stellten achtbare Widersacher dar. In ihrem ersten Derbands- spiel siegten die Artilleristen gegen Marburg knapp 7:6. Da Marburg später ausgeschlossen wurde, wurde dieses Spiel nicht gewertet. Ockershausen verlor beide Spiele 3:14, und auch Heuchelheim steckte mit 7:13 und 2:14 hohe Niederlagen ein. Sehr gut hielt sich 1900 gegen die Soldatenelf. Im ersten Spiel gelang es Den Blau-Weißen, dem MSV. eine überraschende 4:3-Niederlage beizubringen, und im Rückspiel hatten die Schwarz-Weißen Mühe, einen 5:3-Erfolg herauszuholen. Der Mto. führte lange Zeit die Tabelle an und schien auf dem Wege zur Meisterschaft zu sein. Aber mit 6:2 und 9:4 zeigten sich die Artilleristen den Turnern jedesmal klar über- fo angestrengten Hühner ein wenig ausruhen und die Eier wieder knapper werden. Darum ist es ratsam, nicht gar so verschwenderisch Eier einzufärben, sondern sie lieber jetzt, in der wirklich eierreichen Zeit, einzulegen. Denn nicht nur der kluge Mann, auch die kluge Frau und vor allem die Hausfrau baut vor. Es ist immer gut, in Zeiten des Ueberfluffes an eine vernünftige Vorratswirtschaft zu denken, die natürlich keinesfalls in Hamsterei ausarten darf. Im Augenblick steht also das Ei und damit die Eierspeise an erster Stelle auf dem Küchenzettel. Im übrigen bleiben uns die Kartoffeln als Lieferanten guter Gerichte. Auch an Fischen steht der Hausfrau eine reichliche Auswahl zur Verfügung. Die Frage nach dem Braten ist jetzt mit Osterlamm zu beantworten. Für den Abend aber kommen besonders Käse in Betracht. Kümmelkäse, Harzer-, Mainzer- und unser lieber Handkäse, der auf vielerlei Arten gegessen wird und sich in ganz besonderer Beliebtheit als „Handkäs mit Musik!" erfreut. Für die, die den Wohlgefchmack dieses „duftenden" Käses noch nicht erkannt haben, sei der jeder Zunge mundende und äußerst nahrhafte Quarg oder Siebkäse als köstliches Abendessen empfohlen. Aber nicht nur für den Abend, auch den Mittagstisch können sehr schmackhafte Quarg-Gerichte zieren. Da bekanntlich die Woche sieben Tage hat, muß sich die Hausfrau sieben-, ja sogar vierzehnmal plagen und den Kopf zerbrechen, mit was sie ihre Kochtöpfe füllen kann. Da wird nun das Wort „Verbrauchslenkung" groß geschrieben, denn bei der richtigen Lenkung des Verbrauchs kommt man auch auf die richtigen Gerichte: Zum Beispiel in dem noch ziemlich gemüsearmen April (in dessen zweiter Hälfte es allerdings schon etwas bunter auf unserer Tafel ■" aussehen wird), wie wäre es da mit guten Suppen? Puh, Suppe, hört man oft jagen! Dabei ist das Suppeessen durchaus gesund. Und was gibt es für gute Suppen! Erbsen-, Linsen-, Bohnen-, Sago-, Graupen- und Haferflockensuppen! Die Haferflocken kann man aber auch ebenso wie Gfaupen und Sago zu anderen Gerichten, Puddings und Auslaufen vex- Vom Gießener Konzertverein wird mitgeteilh Mit , dem Klavierabend von Wilhelm Backhaus am Sonntag, 2. April, beschließt der Konzertverein die Reche ' seiner Solistenoeranstaltungen dieses Konzertwin- । ters. Heber die Vorzüge des ausgezeichneten Pla- niften etwas zu sagen, erübrigt sich beinahe, um so : mehr als wir ihn hier in Gießen als alten guten Bekannten ansprechen dürfen. Seine Konzertreisen Haden ihn mit beispiellosem Erfolg über alle Erd- haben ihn mit beispiellosem Erfolg über alle Erdteile geführt, und es ist nur ganz besonderen persönlichen Beziehungen zu verdanken, wenn wir ihn hier so oft begrüßen durften und hoffentlich auch weiterhin begrüßen können. m , Das Programm enthält im ersten Telle Bachs „Gollberg-Dariationen", die 1742 als vierter und letzter Teil der Klavierübung erschienen, während der zweite Teil Werke von Schubert und Chopin bringt, die dem Künstler Gelegenheit geben werden, neben seiner unübertrefflichen Technik sein vertieftes Können in der Gestaltung und Beseelung zu zeigen. Gau-Seimattagily3y in Frankfurt. Lpd. Das diesjährige Treffen von 60 Heimatvereinen und Landsmannschaften innerhalb des Gaues Hessen-Nassau wird in FranLsurt stattfinden und im Zeichen der heimatlichen Landschaft stehen. Die Landsmannschaften, Trachten- und Heimatvereine unseres Gaues sind eine Art Miniaturbild unseres ganzen Reiches. Wir haben hier das niederdeutsche Element in sehr von ihrer Stammes- eigenschaft durchsetzten Landsmannschaft, wir haben die Memelländer, die Danziger, wie alle Heimattreuen Ost- und Westpreußen zur Erhaltung ihrer Eigenart zusammengefaßt, wir haben die vom „Grünen Herz Deutschlands", die Thüringer, ebenso wie das sächsische Element in der Landsmannschaft vereinigt. Wir haben den Westen des Reiches, vertreten in den Landsmannschaften der Rheinländer, der Rheinpfälzer und der Saarländer, wir haben die nähere Heimat in o b e r - hessischen, kurhessischen und nassauischen Heimatvereinen erfaßt und in besonders großer Stärke die süddeutschen Stämme der Bayern, der Ostmärker, der Badener und Württemberger sowie der Sudetendeutschen in ihre landsmannschaftlichen Eigenarten aufgegliedert. Ein F e st z u g , ebenso wie die Stammestresfen der verschiedenen Landsmannschaften sollen einen anschaulichen und farbigen Begriff der heimatlichen Landschaften vermitteln. Die Vereine werden sich mit den Landesfremdenverkehrsverbänden ihrer Heimat zur Ausgestaltung des Treffens in Verbindung setzen. Reue Trachlengruppe im Odenwald. LPD. Lindenfels i. O., 30. Mürz. Die traditionelle Pflege des Heimatgedankens erhält jetzt in Lindenfels eine festere Verankerung. Die schöne Lindenfelser Tracht ist nun offiziell in den großen Trachtenverein unseres Gebietes eingezogen und tritt in Zukunft in Erscheinung. Die Gäste des Sommers werden die Trachten häufig bei festlichen Veranstaltungen und bei heimatlichen Spielen zu sehen bekommen. In der Burg hat man jetzt eine Freilichtbühne in der Nähe der ehemaligen Kapelle fertiggestellt. Odenwälder Stücke und Tänze kommen hier zur Aufführung. Bei einem großen Burgfest am ersten Sonntag im August wird die Trachtengruppe in Erscheinung treten. Vom Hühnerei des Osterhasen und guten Suppen. NSG. Ostern steht vor der Tür, und die Hühner sind eifrig tätig, für den zum eierlegenden Fabeltier erkorenen Osterhasen zu arbeiten, auf daß er die in rote, gelbe und grüne Farbe getauchten Eier stolz für sein Erzeugnis ausgeben und in den Gärten verstecken kann. Es ist ganz selbstverständlich, daß nach Ostern die wenden. Nein, man sollte wirklich nicht so hoffärtig alle diese guten Suppen unbeachtet lassen. Sie haben einen großen Nährwert und machen in ihrer Zubereitung wenig Arbeit. Ja, diese Suppen find gerade während des großen Frühjahrsputzes, wo alles auf der Leiter, statt am Kochherd steht, zweckoolle Mittagessen. Jedenfalls kann man den Küchenzettel ehr damit bereichern und abwechslungsreich gestalten. Außerdem aber den Hausfrauen zum Trost: wenn erst einmal wirklich die „linden Lüfte" erwachen, dann wird sich nicht nur alles wenden, sondern sich auch der Küchenzettel bunter und reichhcllti- Ausgeschieden: Tv. Nauborn; Tv. Alsfeld. Endgültig fest stehen als Staffelsieger: MSV. Barbara und Tv. Holzhejm, während die Frage in der Staffel V noch unbeantwortet ist. Noch hat Lützellinden Aussichten — es sei denn, Hörnsheim würde verlieren oder unentschieden spielen. Das Spiel Katzenfurt — Hörnsheim, das auf den 9. April, vorverlegt worden ist, wird die Entscheidung bringen. Die vor einigen Tagen bereits erwähnten Spiele der Kreismannschaft finden wie folgt statt: 23. April: Kreis VIII — Kreis Friedberg in Holzheim. 30. April: Kreis VIII — Kreis Westerwald in Katzenfurt. Die Abschlüsse mit den Kreisen Marburg und Hanau stehen kurz bevor. Von den Spielen des kommenden Sonntags interessieren in erster Linie: Spvg. 1900 Gießen — Ockershausen. Tv. Lützellinden — Tuspo. W.-Niedergirmes. Tv. Wetzlar — To. Katzenfurt. 1900 tritt nach Wochen erstmalig wieder auf den Plan. Die Mannschaft wird es nicht leicht haben, die Gäste einwandfrei zu schlagen. Immerhin ist an einen Sieg der Gießener zu glauben, nachdem sie schon das Vorspiel fidjer gewinnen konnten. Niedergirmes bat seine Mannschaft gerade in diesen Tagen nicht unwesentlich verstärken können. Es geht deshalb mit einigen Aussichten in den Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. MSV. Barbara 10 8 1 1 17:3 Luftwaffe 10 7 1 2 15:5 Mtv. Gießen 9 „ 6 0 3 . 12:6 1900 Gießen 8 3 0 5 6:10 Heuchelheim 10 3 0' 7 6:14 Ockershausen 9 0 0 9 0:18 Ausgeschieden: 1860 Marburg. Staffel V. Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Hörnsheim 9 7 1 1 15:3 Lützellinden 8 5 2 1 12:4 Garbenheim 10 6 0 4 12:8 Katzenfurt 7 3 0 4 6:8 Niedergirmes 9 3 0 6 6:12 Wetzlar 9 0 1 8 1:17 Ausgeschieden: Tv. Münchholzhausen. I. Kreisklasse: Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Tv. Holzheil») ° 7 6 0 1 12:2 To. Dutenhofen 7 4 0 3 8:6 Tv. Atzbach 7 3 0 4 6:8 Tv. Dillenburg 8 3 0 5 6:10 Tv. Grüningen 7 2 0 5 4:10