-? 5Port I^ermonu sterschchz. 1 ein« mi, h klm«. er.n Haiti u den br, übten bei »atten ini 15 f Port etÄWz. rer Stahl gut ver. e in bergs sind ft Nw y*f gut lt und her r«% Moj, Siu ssS Aen, dotz ud in der Mosaik ist. M eine : gebracht >nten her und trotz daß auch neu wirt, beitete zu ialistischen nwart und N. gyim,Uhr hes Dormittags Snmdpretfe für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf. für Texlanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorfchrift nach • vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. Ermäßigte Grundprelfe Bäderanzeiqen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck und Verlag: Srühlsche Unioerfttätsöruderei «.Lange in Gietzen. Schrislleitung und SeschSftrftelle: Schutttraße 7 Erscheint t äg ltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©iei euer Familienblatter Heimat 'M Bild Die Scholle Monats-vezugrpretr: Ml 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt §ernfprechanfchlüffe gnter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siehe« Postscheckkonto: flronifurt am Main 11688 3m Glauben an den Sieg zum deutschen Volke. Seine Ansprache wird deutschen Sender übertragen. Der Gauleiter zum Kampfiahr 1940 gez.: Adolf Hitler. Mit solchen Soldaten muß Deutschland siegen läßlich der lassen: An das Heer! Soldaten des Heeres! Wir kämpfen für den Aufbau eines neuen Europa. Den jungen Rationen gehört die Zukunft. - Oer Aufruf des Führers zum Jahreswechsel Nationalsozialisten in Hessen-Nassau! Nach nahezu sieben Jahren friedvoller Aufbau- arbeit, in welchen es der Tatkraft des Führers gelang, Grohdeutfchland, das Reich aller Deutschen zu schaffen, haben blindwütiger haß und kaltgieriger Neid unserer jüdisch-plutokratischen Gegner gegen das deutsche Volk ben ärieg entfesselt. Das Jahr 1940 wird als kamPfjahr die Stärke der Waffen wie die Stärke der Charakter- werte unseres Volkes unter Beweis stellen. 3m Bewußtsein seines unübertroffenen Opfermutes und feiner unerschütterlichen Treue zum Führer wird die Nation das ihr auf erlegte Schicksal mit stolzer Siegeszuversicht zu tragen wissen. Die Opferbereitschaft des Soldaten und die Berlin, 30. Dez. (DRV.) Zum Jahresschluh spricht Reichsminister Dr. G o e b b e l s am Silvester- selbstverständliche Disziplin des gesamten Volkes werden als unverrückbare Grundlage unseresCndsieges auch das Kampfjahr 1940 zu einem Erfolg gestalten. Der Gau h e f f e n - N a f fa u hat dieser Kampf- gemeinschaft einen Beitrag zu leisten, der seiner Tradition entspricht. Er wird sich in der Erfüllung dieser Forderung von niemanden übertreffen lassen. Mt diesem Versprechen grüßen wir das neue 3 Es lebe die Kampfgemeinschaft des deutschen Volkes! Es lebe ihr Führer Adolf Hitler! (gez.) Sprenger. Tagesbefehl an das deutsche Seer Mit dem eisernen Willen zum Liege in das Ariegsjahr 1946. Berlin, 1. Jan. (DNB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst v. B r a u ch i t s ch hat an- Iahreswende folgenden Tagesbefehl er- ihrem Blut besiegelten! Für das kommende 3ahr wollen wir den Allmach- tigen, der uns im vergangenen so sichtlich unter feinen Schuh genommen hat. bitten, uns wieder feinen Segen zu schenken und uns zu stärken in der Erfüllung unserer Pflicht! Denn vor uns liegt der schwerste Kampf um das Sein oder Nichtsein des deutschen Volke-! Wit stolzer Zuversicht blicken ich und die gan»e Ration auf Euch! Denn: mit solchen Soldaten muß Deutschland liegen! die das Reich nicht nur auf vielen Gebieten vom * Auslande unabhängig macht, sondern die uns auch die Ueberwindung der Erwerbslosigkeit in einem Ausmaß gestattet, wie dies bei den reichen Ländern des Westens auch heute noch nicht der Fall ist. So treten wir im Inneren organisatorisch ' geeint, wirtschaftlich vorbereitet und ; militärisch auf das höchste gerüstet in , das entscheidendste Jahr der deutschen Geschichte! Denn über eines, Nationalsozialisten und Natio- nalsozialistinnen, sind wir uns alle klar- Der jüdisch- kapitalistisch: Weltfeind, der uns gegenübertritt, kennt nur ein Ziel, es heißt: Deutschland, das deutsche Volk zu vernichten! Wie immer sie sich auch bemühen, dieses Ziel mit Phrasen zu umschreiben, es ändert nichts an der endgültig gefaßten Absicht! Sie erklärten erst, Polen helfen zu wollen. Sie hätten aber Polen so leicht zu helfen vermocht, sie brauchten es nur nicht mit ihrer Gewissenlosigkeit in den Krieg zu Hetzen. So wie der polnische Staat aber die Folgen seines wahnsinnigen Schrittes dank der Schlagkraft unserer Wehrmacht erfahren hatte, war nicht mehr die Wiederherstellung Polens das Kriegsziel, sondern nunmehr die Beseitigung meiner Person, d. h. die AusrottungdesNatio- nalsozialismus Kaum kam ihnen zum Bewußtsein, daß das deutsche Volk auf diesen dümmsten Schwindel nach den Erfahrungen des Jahres 1918 überhaupt nicht mehr reagiert, da bequemten sie sich endlich zur Wahrheit, nämlich: daß es ihr Ziel sei, das deutsche Volk als solches auszurotten, das Reich aufzulösen und damit zu zerstören. In der feigen Hoffnung, für diese Aufgabe andere als Helfer zu gewinnen, schreckten sie weder zurück vor der Einspannung sogenannter „Neutraler", noch vor der Dingung bezahlter Mordgesellen. Das deutsche Volk hat diesen Kampf nicht gern o I It. Ich fjabe bis zur letzten Minute versucht, England die d e u t s che Freundschaft anzu- traaen und darüber hinaus noch nach der Erledi- aunq Polens Vorschläge für eine auf lange Sicht bin zu garantierende Befriedung Europas zu machen. Ich wurde dabei unterstützt vor allem durch den Duce des faschistischen Italiens, der im Sinne und Geiste unserer Freundschaft alles tat, um eine Entwicklung aufzuhalten,, die für ganj Europa nur vom Unglück begleitet sem kann. Allein, die jüdischen und reaktionären Kriegshetzer in den kapitalistischen Demokratien hatten seit fahren auf diese Stunde g e w a r t e t, sich auf diese vorbereitet und waren nicht gewillt, oon ihren Plänen der Vernichtung Deutschlands abzulasen. Diese Herren Kriegsinteresienten wollen den Krieg. Sie werden ihn also bekommen. Und die erste Phase der Auseinandersetzung hat perlet gezeigt: 1 Daß man selbst den d e u t s ch e n Westwall « i rM einmal anzugreifen wagte und 2 daß überall da, wo'sich deutsche Soldaten mit ihren Gegnern messen konnten, der Ruhm des deutschen Soldatentums sowohl als der Ruf unserer Waffen erneut gerechtfertigt wurden. möge das 3ahr 1940 die Entscheidung brin- 1 gen Sie wird, was immer auch kommen mag, ! „n’fer Sieg fein. Alles, was in dieser Zeit 1 an Opfern vom einzelnen gefordert wird, steht in keinem Verhältnis zu dem Einsatz^ ben bie deutsche Ration vollzieht, in keinem Verhältnis ,um Schicksal, bas ihr brohen würbe, wenn bie verlogenen Verbrecher von Versailles noch einmal bie Wacht erhielten. Dir haben baher ein klares Kriegsziel: Deutschlanb unb darüber hinaus Europa mü"en von ber vergewal- tiqnng unb bauernben vebrohung befreit merbai. bie vom früheren unb tintigen Gng- lanb ihren Ausaang nehmen. Den Kriegshetzern unb Kriegserklärern muß diesmal enb- gültig bie Waffe aus ben hanben aefchlageu werben. Dir kämpfen babei nicht nur gegen bas Unrecht von Versailles fonbern zur^Verhlnberung eines noch größeren Unrechtes, bas an feine Stelle treten folL Unb in positivem Sinn: wir kamp- Berlin, 1. Januar 1940. (DNB.) Der Führer hat zum Jahreswechsel folgenden Aufruf «klassen. Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen! Parteigenossen! Als vor sieben Jahren der Nationalsozialismus nach einem beispiellosen Ringen um die Seele les deutschen Volkes endlich zur Führung des Reiches berufen wurde, befand sich Deutschland in jenem Zustand, den Clemenceau einst mit dem karren Satz charakterisierte: „Es sind 2 0 Millionen Deutsche z u viel auf der Welt!" Das zur Verwirklichung dieses Wunsches unserem Volk aufgezwungene Versailler Diktat hatte leine Väter nicht enttäuscht. Die deutsche Natton, uneinig im Innern, zerrissen im Gesamten, ohne Macht und Ansehen, schien nicht mehr in der Lage zu sein, der mit der politischen Versklavung stets Hand in Hand gehenden wirtschaftlichen Verelendung Herr zu werden. Die sieben Millionen Erwerbslosen ergaben mit ihren Angehörigen rund 24 Millionen Menschen, denen jede Existenzgrundlage fehlte. 15 Jahre lang hat bas bemokratische Deutsch- lanb um bie Revision bes bittersten Unrechtes. bas jemals einem Volke zugefügt worben war, gewinselt unb gebettelt. Die Vertreter der plutokratischen Weltbemokratien hatten hierfür nur eisige Ablehnung ober hohnvolle Phrasen übrig. Der Nationalsozialismus aber war seinem Programm entsprechenb entschlossen, bie unser Volk betreffenben Aufgaben obmitoberohneLinwilligung ber Umwelt zu lösen. -unzelchnc». Mitteleuropas unb jur Sicherung ^ beugen Cebensraumes foIgte d'° -'"«"-"Reich'- b'-k- nlten b e u t f.tn R«ei 19 to. r"hm"d" <0roßbeulfd)en Reiche". Deutle unb Tschechen werden E leben unb arbeiten. iteidi 2. Das Memellanb kehrte z 3. vurchb.e Vernichtung bes bisherigen P ° > - fen für ben Aufbau eines neuen Europas, benn wir finb zum Unterschieb bes Herrn Lhamberlain ber Uebeqeugung, bah dieses neue Europa nicht gestaltet werden kann von ben alt geworbenen Kräften einer im Verfall begriffenen Welt, nicht von ben sogenannten Staatsmännern, bie in ihrem eigenen Laube nicht in ber Lage finb, auch nur bie primitivsten Probleme zu lösen, sondern bah zum Reuaufbau Europas nur jene Völker unb Kräfte berufen finb, bie in ihrer Haltung unb in ihrer bisherigen Leistung selbst als junge unb probuktive angesprochen werben können. Diesen jungen Rationen unb Systemen gehört die Zukunft. Die jübisch-kapitalistische Welt wirb bas 20. Jahrhunbert nicht überleben! Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen! Deutsche Volksgenossen! Im vergangenen Jahr hat unser deutsches Volk^ reich dank der Gnade der Vorsehung geschichtlich Wunderbares und Einzigartiges geleistet! Wir können am Beginn des Jahres 1940 den Herrgott nur bitten, daß er uns weiterhin segnen möge im Kamps um die Freiheit, die Unab- h ä n a i q k e it und damit um das Leben und die Zukunft unseres Volkes! Wir selbst wollen in der Erkenntnis der vor uns liegenden Zeit mit Fleiß und Tapferkeit die uns gestellte Aufgabe lösen. Durch unsere eigene Kraft und Hilfe wollen wir so den Herrgott bitten, dem deutschen Volk im Jahre 1940 auch die seine nicht zu versagen. Dann muß und wird es uns gelingen! Dr. Goebbels spricht am Jahresschluh im Nundfunk. Getreu der Ueberlieferung deutschen Soldatentums hat das Heer im Jahre 1939 di e Probe der Bewährung vor dem Feinde bestanden Die siegreichen Schlachten in Polen und die erfolgreichen Kämpfe im Westen sind unvergängliche Zeugen feines Geistes und feiner Starke vor der Geschichte des neuen Großdeutschen Reiches. Sie geben uns die Gewißheit für den Endsieg unserer Waffen. Mein Dank gilt allen, die durch Einsatz von Blut und Kraft, von Geist und Herz ihren stolzen Beitrag zu Ehre und Ruhm des deutschen Heeres gegeben haben. Im festen Vertrauen auf den Führer, im klaren Bewußtsein unserer Stärke, im unerschütterlichen Glauben an unsere gerechte Sache und mit dem eisernen Willen zum Siege gehen wir gemeinsam in das Kriegsjahr 1940. Hauptquartier OKH^, den 31.12.1939. Der Oberbefehlshaber des Heeres. (gez.) v. Drauchitsch, Generaloberst. Nachdem der jahrelange Versuch, mit den Pluto- i kratifchen Mächten zu einer gütlichen Verständigung 1 zu kommen, auf allen Gebieten gescheitert war, hat : das neue Reich sich nunmehr seine Rechte ! selbst genommen. Die ebenso verbrecherische Vie alberne Absicht, eine 80-Millionen-Nation auf die Dauer politisch zu entrechten und wirtschaftlich । von der Teilnahme an den Gütern der Welt aus- : zu chließen, kann kaum moralisch oder rechtl'ch für , das unglücklich betroffene Volk selbst fein. Ich habe mich vom ersten Tage der Machtergreifung an unentwegt bemüht, die notwendigen Revisionen sowohl der politischen Stellung Deutschlands als die seiner wirtschaftlichen Lebensbedingungen zu er- 1 reichen. Alle Versuche, sie i m Einvernehmen mit ben anbeten Dächten herbeizuführen. scheiterten am verbohrten Egoismus, an ber Torheit ober an bewu't m schockten ablehnenben Willen ber Weltmächte unb ihrer Staatsmänner. So muhte bie Befreiung bes deutschen Volkes mit jener Rechtskraft erfolgen, bie zu allen Zeiten großer Volksnot als bie Selbsthilfe eine geheiligte war Rach ber Ueberroinbung ber inneren Zerrissenheit hat bas nationalsozialistische Deutschlanb Zug um Zug bie Sklavenfesseln abge- warfen unb enblich ben Zusammenschluß bes deutschen Volkes im Großbeutschen Reich als Betreuung eines geschichtlich einmaligen Ringens unb einer kausenbjährigen Sehnsucht erfahren. Alle diese Maßnahmen haben der anderen Welt nichts geraubt. Und ihr nichts ! Sie haben dem deutschen Volke nur gegeben was alle anderen Völker längst besitzen. Trotzdem hat der jüdisch-internationale Kapltalismus in Berbin düng mit sozialreaktionären Schlchtt" m den w^t^ lichen Staaten es fertiggebracht die Wett der De rnokratien gegen Deutschland zu Hetzern freute ist es durch die Veröffentlichung der Doru mente der Vorgeschichte des d-usich-Mn-Ichen Kon- iliktes erwiesen daß die verantwortlichen Krieg- Hetzer in England die friedliche Losung der deutsch- polnifchen Probleme nicht nur -"4- wollten, sondern daß sie tm Gegenteil a I *.e ® L miiti'qung über Polen den Weg - (et es ju Demuttgu g ies Reiches oder zu einer Kriegserklärung an Oas selbe - frei zu bekommen. Da d-eDemutigung m 8^ lang, blieb nur die zweite Möglichkeit offen. P l^ n lieft sich von den internationalen Kriegshetzer Mefn Unrecht mit Gewalt durchzusetzen. In 18 Tagen haben d i e W ° ff e n e n,t ftft e de n. sie neue nationalsozialistische Wehrmacht °ber ha d'e fe gefetzten Hoffnungen ubertrofsem das Polen I Versailler Diktates existiert nicht m o Das Jahr 1939 ist durch eine Reifte gewaMger Dorgange für di- Gefchichi- unseres Volkes ge Erlaß des Führers an die Wehrmecht. 1939 ein Jahr stolzer Bewährung. Berlin, 1. Jan. (DRB.) Der Führer unb Oberste Befehlshaber Hal zum Jahres- wechsel folgenben Erlaß an bie Wehrmacht herausgegeben: Solbaten! Das Jahr 1939 war für bie grohbeutfche Wehrmacht ein Jahr stolzer Bewährung. Ihr habt bie Euch vom beutfchen Volk anoedraulen Waffen in bem uns aufgezwungenen Kampf siegreich geführt. 3n knappen 13 Tagen gelang es durch bas Zusammenwirken aller, bie Sicherheit bes Reiches im Osten wieberherzustellen. bas Versailler Unrecht zu beseitigen. Voll Dankbarkeit erinnern mir uns am Enbe biefes geschichtlichen Jahres ber Karner oben, bie ihre Irene zu Volk unb Reich mit Nischen Staates erfolgte bie Wie- berherstellung alter deutscher Reichsgrenzen. In diesen drei Fällen wurden lebensunfähige Konstruktionen bes Versailler Vertrages beseitigt. Das stärkste Merkmal biefes Jahres ist ber Richtangriffs- unb Konsultativpakt mit Sowjetrußtanb. Der Versuch ber plutokratischen Staatsmänner bes Westens, Deutschlanb unb Ruhlhanb zum Ruhen aller Dritten roieber gegeneinanber bluten zu lassen, würbe baburch im Keime erstickt, bie Einkreisung Deutschlanbs verhinbert. Daß diese polittsche Entwicklung so erfolgreich gelingen konnte, verdanken wir ausschließlich der durch den Natton-alsozialismus erfolgten, inneren Neuformung des deutschen Volkes. Seitdem hat sich der Erziehungsprozeß, den bie nationalsozialistische Bewegung am deutschen Volke oornahm, wirtschafttich und polittsch erfolgreich auszuwirken begonnen. Die militärische Wiederaufrichtung hat chre Ergänzung gefunden in einer neuen Wirtschaftspolitik, Wenn das deutsche Volk sich rüstet, den kurzen Schritt Über die Schwelle des neuen Jahres zu tun und dabei die Ereignisse des abgelaufenen Jahres noch einmal an feinem geistigen Auge ooruber- gleiten läßt, dann kann es nur ein kurzes Derweilen bei den acht Monaten friedlicher Arbeit geben, die uns vergönnt waren, denn unser ganzes Trachten und Sinnen nimmt der Krieg gefangen, den England von langer Hand vorbereitet und dann bei der ersten ihm günstig dünkenden Gelegenheit vom Zaun gebrochen hat, nicht um irgendwelcher sittlichen Ideale willen, wie es die britische Lügenpropaganda der Welt weismachen will, sondern mit dem ausschließlichen Ziel, das deutsche Volk zu vernichten, dessen Beispiel sozialistischer Gemeinschaftsleistung der britischen Plutokratie so gefährlich er- scheint, daß sie zu seiner Beseitigung einen Krieg angezettelt hat, der für das britische Empire einen Kampf auf Leben und Tod bedeutet, lieber den Sinn dieser Kampfansage kann nach Ablauf des Jahres 1939 kein Zweifel mehr bestehen. Wenn zu Beginn des Jahres die Ausstrahlungen der Mun- chener Konferenz noch den Blick verschleiern konnten für die politische Entwicklung, die England an- strebte, und auch auf der Gegenseite einen Frie- denswillen vortäuschten, der in Wahrheit auch damals schon bei den maßgebenden Drahtziehern-der britischen Politik nicht vorhanden war, so haben die späteren Ereignisse die volle Klarheit darüber gebracht daß die westlichen Plutokratien die polnische Frage' zum Anlaß nehmen wollten, um zum Kriege zu schreiten, den sie sich als die Generalabrechnung mit dem nationalsozialistischen Deutschland gedacht haben. In England und Frankreich hatte zwar eine große Mehrheit des Volkes das Münchener Abkommen als Erlösung von lähmender Kriegsfurcht und Auftakt zu einer friedlichen Neuordnung Europas enthusiastisch begrüßt, aber bald meldete sich m London sowohl wie in Paris der Klüngel der Kriegshetzer, unter dessen Einfluß Chamberlain und Daladier ihre Münchner Friedensb-t-u-rungen durch die Verkündung umfassender Aufrüstungsprogramme entwerteten und jene zweideutige Atmosphäre schufen, in der Worte und Taten in schreiendem Widerspruch standen. ----------------- , Im Gegensatz dazu durfte das deutsche Volk zu abend von 19.30 bis 19.50 Uhr über den Rundfunk Beginn des Jahres der Zuversicht fern bie jein " " * ■*' ' ' ' auf alle Führer in ber ersten Sitzung des Großdeutschen I Reichstages am 30. Januar mit den Worten Aus- An die deutsche Wehrmacht. Zuversichtlich, hoffnungsvoll and siegesgewitz geht das deutsche Volk in das neue Jahr. Gewaltigste nnd schwerste Aufgaben drängen heran. In nnzerstörbarem vertrauen auf die eigene Kraft werden wir sie lösen und jeden Widerstand überwinden. Reue Opfer sind unvermeidbar; wir werden sie nicht scheuen, denn ohne Opfer gibt es keinen Sieg. Wir bringen die unvergänglichen Kräfte zum Einsatz, die aus den Tiefen des deutschen Herzens drängen, das mit allen Aasern in Liebe an der Heimat hängt. Als stahlharter Block steht da, deutsche Volk im Bewußtsein feines Rechtes und seiner Pflichten, eins im Wollen, Fühlen und Denken dem Führer in unwandelbarer Irene verschworen, in unlösbarer Schlckfalsgemeinschaft im Sturm gewaltigen Zeitgeschehens. 3m neuen Jahr gilt die alte Devise, die das Reich groß, stark und einig gemacht hat: Führer befiehl, wir folgen! Gez.: Hermann Göring. Und noch eins mag als Dokument der gewaltigen inneren Kraft und des unerhörten Lebenswillens dieses nattonaffozialistischen Deutschen Reiches aus der Fülle der Ereignisse des verflossenen Jahres herausgehoben werden. Das ist die R ü ck f ü h - r u n g der vielen Tausende von Volksdeutschen aus dem Daltenland, aus Ostgcrlizien und Wolhynien, und ihre Anfjedlung in den zurückge» monneuen ostdeutschen Grenzgauen, die von der polnischen Ueberwanderung frei gemacht werden, um wieder eine wahre Mark deutschen Volkstums und deutschen Dolksbodens zu werden. Diese weit- schauende Friedensaktion mitten im Kriege zeugt am besten dafür, daß das deutsche Volk und sein Führer auch unter schwieriasten Verhältnissen nicht ihre großen europäischen Aufgaben verleugnen, bte he sich selbst gestellt haben im Dienst der großen Neuordnung unseres Erdteils, die zu hindern Ena- land zu den Waffen gegriffen hat. Aus der Klar- SÜSS1 Erkenntnis erwachs, uns jene grimmig- Entschlossenheit, nut der wir in gläubigem Der- trauen auf die geniale Staatskunst unseres Führers, die das Großdeutsche Reich geschaffen pnd für semen Entscheidungskampf stark gemacht hat, in selbstbewußter Gewißheit der in der nationalsozia- istischen Weltanschauung gefestigten Einheit unseres Volkes und in unbändigem Stolz auf die unvergleichlichen Leistungen unserer Wehrmacht in das neue Jahr hineingchen, das ein Jahr d e s Plutokratien der Sowjetunion zu maßgeblichem Einfluß auf die politische Entwicklung in Europa zu verhelfen. Stalin war bitter enttäuscht und die Betrauung Molotows mit dem Außenkommissa- riat bedeutete einen radikalen Kurswechsel der ruf- fischen Außenpolitik. Ungeachtet dessen unternahm die britische Regierung den Versuch, die Sowjetunion für ihre Kriegspläne zu gewinnen und ließ ich auch durch wochenlanges Antichambrieren ihrer diplomatischen uni) militärischen Unterhändler im Moskauer Kreml und immer wieder vergebliche Bettelgänge nicht entmutigen. Selbst der Abschluß des deutsch-russischen Handels- und Kreditabkommens am 19. August konte die Engländer noch nicht von der Hoffnungslosigkeit ihres Liebeswerbens über- eugen. Erst als Reichsaußenminister von R i b -' bentrop sich am 23. August nach Moskau begab und dort nach wenigen Stunden einer vom ©eift aufrichtigen Verständnisses der beiderseitigen Interessen getragenen Aussprache mit Stalin und Molo- tow den deutsch-russischen Nichtangriffs- und Konsultatiopakt unterzeichnete, wurde bas Scheitern der englischen Ein- kreisungspolitik an ihrer entscheidenden Stelle deutlich. In denselben Tagen erreichte der polnische Terror gegen die Volksdeutschen in Zolen, der Rückendeckung durch England in jedem Falle sicher, ein unerträgliches Maß. Trotzdem bot der Führer noch einmal die Hand zu einer Der- tanbigung. Am 25. August übergab er dem briti- ichen Botschafter in Berlin einen in seiner Großzügigkeit beispiellosen Vorschlag zu einer für beide Teile annehmbaren Lösung des deutsch-polnischen Konflikts auf friedlichem Wege. Am 29. August er- klärte er sich bereit, darüber in Verhandlungen mit der polnischen Regierung einzutreten, deren Unter- Händler er für den 30. August erwarte. Die einzige Antwort auf diesen gegenüber den polnischen Ge- malttaten und Grenzverletzungen von aufrichtigem Friedenswillen zeugenden Schritt des Führers war die Anordnung der allgemeinen Mobilmachung in Solen an jenem gleichen 30. August, der polnische Rundfunk erklärte die deutschen Vorschläge für unannehmbar. Damit war die deutsche Geduld bis an die Grenze der Selbstachtung auf die Probe gestellt, nun mußten auch auf deutscher Seite die Waffen prechen, um die polnischen Grenzverletzungen abzu- wehren und die frechen Provokationen der Polen in ihre Schranken zurückzuweisen. Der Führer macht den Versuch, den Krieg, dessen Ausbruch er nicht hatte verhindern können, auf die deutsch-polnische Auseinandersetzung zu beschränken. Aber in Eng- lanb lassen die Kriegstreiber jetzt die Maske fallen. Sie haben den Konflikt, auf den sie Monate hin- durch planmäßig hingearbeitet haben. So wird auch der Dermittlungsvorschlag Mussolinis, der selbst den Franzosen durchaus annehmbar erscheint, von Eng- land ignoriert und am 3. September in Berlin ein auf zwei Stunden befristetes Ultimatum überreicht, das die sofortige Zurückziehung der deutschen Trup- pen aus Polen verlangt und selbstverständlich der Ablehnung verfällt. Noch steht die Welt unter dem Eindruck des unerhörten Siegeszuges der deutschen Truppen, die in gewaltigem Ansturm nach genialem Plan die volnische Armee in 18 Tagen zu Boden warfen. Zur Wahrung ihrer Interessen m den von Ukrainern und Weißrussen besiedelten östlichen Teilen Polens ließ die Sowjetunion am 17. September Truppen in diese Gebiete einmarschieren und verabredete mit dem zum zweitenmal nach Moskau gekommenen Reichsaußen- minlster die Festlegung einer deutsch-russischen Inter effengrenze. Das unter völliger Mißachtung aller völkischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zu- ammenhänge in Versailles geschaffene polnische Staatsgebilde war zerfallen. Die West-Ukraine und die westlichen Teile Weißrußlands wurden mit den entsprechenden Gebieten der Sowjetunion vereinigt bas befreite Danzig und die deutschen Teile Polens in den Reichsgauen Danzia und Warthegau zusammengefaßt und der Rest des deutschen Interessengebietes als Generalgouvernement dem Reichs- : "Erster Dr. Frank mit dem Amtssitz in Krakau unterbeut. Noch einmal streckte der Führer, gestützt auf die beispiellosen Erfolge der deutschen Waffen m Polen und die treue Wacht, die währenddessen ' andere Teile der deutschen Wehrmacht am West- : wem wie an den deutschen Küsten gehalten hatten, : großen Reichstagsrede vom 6. Oktober die i Friedenshand aus, aber sie wurde von England i unb Frankreich ebenso schroff zurückgewiesen, wie s ein Vermittlungsangebot der Herrscher Hollands < und Belgiens. < MnistewrWent Göring zur Jahreswende. Berlin, 1. Jan. (DNB.) Ministerpräsident Generalfeldmarschall Hermann G ö r i n g hat zur Jahreswende folgenden Aufruf erlassen: Seit vier Monaten steht das deutsche Volk in hartem Schicksalskampf. Was die deutsche Wehrmacht zur Luft, zu Lande und zu Wasser in dieser Zeit geleistet hat, ist mit unvergänglichen Lettern in das Buch der Geschichte eingezeichnet. Deutsches Land im Osten ist befreit; der von unseren Soldaten eroberte weite Raum wird nun befriedet und polittsch neu geordnet. Jetzt richtet sich die geballte Kraft des Reiches gegen d i e Feinde im Westen, die uns mit brutalem Dernichtungswillen diesen Krieg aufgezwungen haben. Das eherne Gesetz des Krieges befttmmt heute das Gemeinschaftsleben unseres Volkes. Nach diesem Gesetz ist auch das gesamte deutsche Wirtschaftsleben ausgerichtet. Die Heimat ist die Waffen- schmiede und Kraftquelle für die Fr o n t geworden. In Stadt und ßanb haben sich I die Betriebe und Werkstätten den Erfordernissen | Hitler-Jugend! Dieses Jahr im Leben der deutschen Jugend erhält seMe Parole nach der sich unsere Jugendarbeit richtet. Das Jahr 1940 erkläre ich zum Jahr der Bewährung. Kameraden! Kameradinnen! Das geht Euch a Ile a n : Hitlerjungen, BDM.-Mäbels, Jungmadels und Pimpfe! In diesem Jahr müßt Ihr Euch tausendfach bewähren. 1939 habt Ihr die Ernte geborgen und vieles geleistet, was vor Euch noch keine Jugend dieser Welt geleistet hat. 1940 werden neue, siroße Aufgaben an Euch herantreten. Bewährt Euch in der Erfüllung dieser Aufgaben. Ihr kämpft dadurch auf Eure Weise in diesem Kriege mit und gebt so Euren geschichtlichen Beitrag zum Sieg des deutschen Volkes über seine Feinde! Der Führer hat mir selbst nunmehr auf meine wiederholte Bitte die Genehmigung erteilt, a l f Freiwilliger in das deutsche Heer ein- ü cken zu dürfen. Da ich nunmehr zusammen mit 2500 Kameraden des Führerkorps der Hitler-Jugend mit der Waffe Euch und Eurer Zukunft dienen werde übergebe ich den Befehl über die Jugend des Deutschen Reiches meinem bevollmächtigten Vertreter Stadsfuhrer Hartmann-Lauterbacher Pg. So ging der Krieg weiter, und Deutschland zeigte bereits in den ersten vier Monates die mit dem Silvesterabend dieses Jahres zu Ende gehen, die eiserne Entschlossenheit, auch den Entscheidungen mit den Waffen, an die England appelliert hat, mcht aus dem Wege zu gehen. Wenn England, wie es seiner Natur entspricht, wiederum wie im Welt- dur Waise der Blockade gegriffen hat und mi . ;r>°b di- national. so^'^Msche Wirtschaftsführung die deutsche Bin- In unzerstörbarem Vertrauen auf die eigene Kraft. 3m neuen.Fahr gilt die alte Devise: Führer befiehl, wir folgen! der Reichsverteidigung angeschlossen. Jede Arbeits-1 kraft wird dort eingesetzt, wo sie am nötigsten ist. Jede Tonne Rohstoff wird dort verwertet, wo sie der Rüstung und der kriegsnotwendigen Versorgung des Volkes am besten nützt. In allen Wirtschaftszweigen werden Höchstleistungen vollbracht. Die Ernährungsbasis Des deutschen Volkes ist gesichert. Die materiellen Lasten des Krieges werden nach dem Grundsatz sozialer Gerechtigkeit verteilt. So ist die Umstellung von der Friedenswirtschaft auf die Kriegswirtschaft unter tatkräftiger Mitwirkung aller Partei- und Volksgenossen schnell und sicher durchgeführt. Ich danke allen, die dabei mitgeholfen haben. Ich weiß, sie alle haben ihr Bestes gegeben: die Bauern, die mit unendlicher Mühe die Ernte geborgen und ihre Felder wieder bestellt haben; die Betnebsführer und das Millionenheer ihrer Gefolgschaften in der gewerblichen Wirtschaft, die trotz aller Hemmnisse, die eine so gewaltige Wirtschaftsumstellung nun einmal mit sich bringt, von unermüdlichem Schaffensgeist und freudigem Verantwortungsgefühl für die Front bewegt sind. Auch der deutschen Frau danke ich für die aufrechte Art, mit der sie die Sorgen und Beschwernisse des Krieges in Familie und Beruf still und tapfer trägt Sieges werden soll und an dessen Beginn des- halb unser aller Gelöbnis stehen muß, ob an der Front oder in der Heimat, unser Bestes und Letztes einzusetzen im Gedenken an jene, die im Kamps für Deutschlands Leben chr eigenes ^ergaben, im Gedenken aber auch an unsere Kinder, deren Zu- kuntt wir bauen wollen auf dem Sieg unsere' Waffen über brittschen Dernichtungswillen. Dr. Fr. W. Lange. Zu jedem Einsatz bereit Neujahrsaufruf des Reichsführers SG. Berlin, 1. Januar. (DNB.) Reichsführvr ff urtö Chef der deutschen Polizei Heinrich Hi mm- ler hat an die Männer der ff und Polizei folgenden Neujahrsaufruf erlassen: An alle Männer der ff und Polizei! 3m neuen Jahre 1940, bas wohl eines der bedeutungsvollsten der deutschen Geschichte werden wird, wollen wir wie immer des Führers und feines Reiches treue, zu jedem Einsatz bereite ff* Manner fein. Es lebe der Führer! H. Himmler. Reichsführer ff und Chef der deutschen Pokgri. Jahr der Bewährung. Neujahrsaufruf des Reichsjugendführer». Berlin, 1. Januar. (DNB.» Reichsjugendfiihrer Baldur von Schirach erläßt folgenden Ausruf an die Hitler-Jugend: biuif gegeben hatte: ,^>ch giaube an einen langen Frieden". Die gefährlichsten Brandherde, die einer friedlichen Neuordnung Europas im Wege standen, waren gelöscht, die deutsche Ostmark und das deutsche Sudetenland waren durch die zielbewußte Energie und staatsmännische Weitsicht des Führers auf friedliche Weise wieder mit dem Reich vereinigt worden, und der spanische Bürgerkrieg stand nicht zuletzt auch dank der tatkräftigen Hilfe Deutschlands und Italiens unmittelbar vor dem Abschluß. Im Zeichen dieser Sicherung des Friedens stand gleich zu Jahresbeginn ein Ereignis, das der Ausgangspunkt einer freilich sehr anders gearteten Entwicklung der europäischen Politik werden sollte. Am 5 Januar empfing der Führer auf dem Obersalzberg den damaligen polnischen Außenminister Beck, dem er das großzügige einmalige Angebot zu einer endgültigen Lösung der zwischen Deutschen und Polen stehenden Probleme machte: Heimkehr Danzigs ins Reich, exterritoriale Auto- und Eisenbahnverbindung durch den Korridor, Sicherung der wirtschaftlichen Belange Polens und eine Garantie der polnischen Grenzen, was also den Verzicht auf die Rückgliederung der übrigen in Versailles vom Reich abgetrennten deutschen Gebiete im Osten bedeutet hätte. Rückblickend kann man es kaum fassen, wie die damaligen polnischen Machthaber, deren künstliches Staatsgebilde heute von der Landkarte verschwunden ist, in ihrer Vermessenheit und Verblendung ein Angebot ausschlagen konnten, das ihnen ohne Einbuße an Prestige und Macht sie im Besitz der alten deutschen Ostprovinzen und selbst des Korridors gelassen hätte. Aber der Größenwahn der polnischen Militärcliaue, die offenbar damals schon ®runt> hatte, auf britische Hilfe rechnen zu können, gewann in Warschau die Oberhand und forcierte nun jene Politik fortgesetzter Provokationen, die schon im Schatten der deutsch-polnischen Freundschaftsverträge das Verhältnis der beiden Völker belastet und daher den unmittelbaren Anstoß zu dem Angebot des Führer gegeben hatten. Aber bevor die polnische Frage in eine neue akute Phase treten sollte, gelang es der weitschauenden, von aufrichtigem Friedenswillen getragenen Tat- kraft des Führers, im böhmisch-mährischen Raum eine den natürlichen Gegebenheiten und geschichtlichen Entwicklungen gemäße neue Ordnung zu schaffen, nachdem es sich als unmöglich heraus- gestellt hatte, mit den Prager Machthabern um Benesch zu einem gedeihlichen Verhältnis zu kommen und der Versuch der Slowaken und Ukrainer, und Oberster Befehlshaber die Losung geben mußt« Kampf und Sieg! Waren die Befreiung des Memellandes und die Sicherung des Reiches durch die Errichtung bee Protektorates Böhmen und Mähren die Meilensteine der ersten Hälfte des nun vergangenen Iah. res, so brachte es dann den Feldzug gegen Polen. Nach feiner siegreichen Beendigung habe ich Euch, meine Kameraden der Luftwafte, meine Anerkennung ausgesprochen. Mit mir war und ist da, deutsche Volk stolz auf unsere herrliche Waffe, die m wenigen Tagen die Luftmacht des ©eg. ners zertrümmerte und bann in vorbild- kichern Zusammenwirken mit ben Verbänben de, Heeres und der Marine durch ihren schneidigen und todesmutigen Einsatz die vollständige Vernichtung des Feindes entscheidend erzwang. Daß der Abschluß des Feldzuges gegen Polen' Nicht das Ende des Krieges bedeutete, tft — wie es Dokumente unwiderleglich beweisen — einzig und allein die Schuld der Westmächte. Sie wollen ben Frieden nicht. Nun so sollen sie ben Kampf haben. In kühnen Fernflügen über Feindesland, in kraftvollem Angriff auf britische Schiffe, in siegreichen Gefechten bei der DerteM- Kbes deutschen Luftraumes habt Ihr, meint eroden, dem Feind die Fänge des deutschen Adlers gezeigt. Er wird zupacken und zuschlagen, wenn es der Führer befiehlt. In felsenfester Zu- verficht steht die deutsche Luftwaffe so an der Schwelle des neuen Jahres. Auf Eure Taten unb Leistungen gründet sich diese Zuversicht, aber auch auf das heldische Sterben unserer toten Kameraden. Euch gilt mein Dank, Ihnen unser aller Ehrfurcht. Dem Führer und Obersten Befehlshaber, dem ganzen im Nationalsozialismus geeinten deutschen Volk erneuert die Luftwaffe in dieser Stunde den Schwur wann und wo auch immer es fei, alles einzusetzen lm Kampf um Deutschlands Freiheit. Die Parole der deuffchen Luftwaffe für 1940 ist dies. Hauptquartier der Luftwaffe, den 31. Dez. 1939. (gez.) Hermann ©Öring Generalfeldmarschall. nenwirffchaft in der Deckung des Rohstoff- unb Ernährungsbedarfs feit Jahren planmäßig für Eigenerzeugung erzogen und damit vom Ausland weitgehend unabhängig gemacht hat, steht auch der weite polnische Raum als landwirtschaftliches lieber- schußgebiet und mit seinen reichen Bodenschätzen der deuffchen Versorgung zur Verfügung, und schließlich hat eine vorausschauuende deutsche Wirtschaftspolitik dafür gesorgt, daß der Austausch von Wirffchafts- gutem mannigfaltiger Art sowohl mit Rußland wie mit den Staaten Südosteurovas zu höchster Intensität gesteigert werden kann, so daß der Aus- fall des Handels mit lieb er fee kaum spürbar wird. Unter Englands Blockade stöhnen in erster Linie die Neutralen, aber England selbst bekommt bereits am eigenen Leibe zu spüren, daß es dem schnei- bigen Elan der deuffchen Kriegsmarine und Luftwaffe gelungen ist, das Gesetz des Handelns an die deutschen Fahnen zu knüpfen. Erst gestern konnte die deutsche Presse mi(teilen, daß seit Kriegsbeginn über eine Million Tonnen versenkten Schiffsraums als ©esamtverlust der feindlichen und neutralen Schiffahrt von der Wirkung der deuffchen Gegenblockade gegen England zeugt, während die deuffche Schiffahrt in der gleichen Zeit kaum mehr als den zehnten Teil verloren hat, eine Gegenüberstellung, Die ihren Eindruck auf keinen unvoreingenommenen Zeugen des giganttschen Kampfes verfehlen wird, den Deuffchland gegen die Anmaßung der britischen Weltherrschaft führt. Tagesbefehl an die Kriegsmarine Berlin, 1. Januar. (DNB.) Der Oberbefehls- Haber der Kriegsmarine Großadmiral Dr. n. c. Raeder richtete zum neuen Jahr folgenden Tages- befehl an die Kriegsmarine: An die Kriegsmarine! Im harten Ringen um den Bestand des Reiches beginnt bas deutsche Volk das Jahr 1940. Die beut- sche Kriegsmarine hat gezeigt, daß sie den Gegner zu stellen und zu treffen vermag. Die Kriegsmarine wild auch in dem vor ihr liegenden Jahr getreu ihrer großen Tradition ihre Pflicht tun im Der- trauen auf Gott, in unerschütterlicher Gefolgschaft jum Führer und im festen Glauben an den Sieg. Berlin, ben 31. Dezember 1939. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Raeder Großadmiral Dr. h. c. Tagesbefehl an die Luftwaffe. Berlin, 1. Januar. (DNB.) Generalfeldmar- schall Hermann G ö r i n g hat in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber der Luftwaffe folgenden Tagesbefehl erlassen: An bte Luftwaffe! Kameraden der Luftwaffe! Ein Jahr stolzester deutscher Geschichte liegt hin- ter uns. Mit ehernen Lettern ist es eingetragen in bas Weltgeschehen als das Jahr des Aufbruches der Nation zu dem großdeuschen Fretheitskampf. Was wir nie gewünscht, was wir aber auch nie ge- fürchtet haben, wurde in diesem Jahre Wirklichkeit: Der Wandel unserer Waffe vom wirksamen Instrument der Friedenspolitik unseres Füh- rers zum scharfen, entscheidenden und unbesiegbaren Schwert. Das ehrliche Streben Deutschlands nach einem friedlichen, allen Völkern in gleicher Weise dienenden Aufbau mußte schließlich scheitern an dem brutalen Dernichtungswillen Englands. In der Verteidigung der heiligen Lebensrechte unseres Volkes kam jo die Stunde, in der unser Führer sich von der tschechischen Gewaltherrschaft zu befreien, die ganze Hohlheit dieses Staatsgebildes erwiesen hatte. Der Unabhängigkeitserklärung der Slo- watet folgte am 14. März die Reife des neugewählten tschechischen Präsidenten Dr. Hacha zum Führer, der Einmarsch der deutschen Truppen und die Proklamierung des Protektorats Böhmen unb Mähren im Rahmen bes Großdeutschen Reiches. Noch im gleichen Monat März gab die litauische Regierung bas Merne11and an bas Reich zurück, wiederum war eine Fehlentscheidung der Pariser „Friedens- wacher" revidiert worden, ohne baß es nötig geworben war, an bie Waffen zu appellieren. Deutsches ßanb unb deutsche Bauern unb Fischer waren wieber mit bem Reich vereinigt, unb Litauens wirtschaftliche Interessen waren dabei voll gewahrt worben, ein neuer Beweis für bie Möglichkeit friedlicher Revision ungesunder Verhältnisse, wenn auf beiden Seiten bie Entschlossenheit zu einer verstänb- nisvollen und großzügigen Behandlung der in Frage stehenden Probleme vorhanden ist. Diese Bereitschaft bestand in Warschau leider nicht, sonst hätten die deutsch-polnischen Meinungsverschiedenheiten über die Heimkehr Danzigs ins Reich und die Lösung des Korridorproblems nicht zu offenem Konflikt führen brauchen. Aber als Reichs- außenminister von Ribbentrop am 21. März die polnische Regierung noch einmal an das großzügige Angebot erinnerte und den polnischen Außenminister Beck zu Besprechungen darüber nach Berlin einlub, wurde dies abgelehnt, und es folgte statt dessen jene demonstrative Reise Becks nach London, als dessen Ergebnis am 6. April der englisch-polnische Beistandspakt zustandekam, mit bem Chamberlain ben Polen den Freibrief für jene Kette unerhörter Gewalttaten ausstellte, deren letztes Glied nach Englands Willen der Krieg fein sollte. England gedachte ihn auf feine Weife oorzubereiten, indem es sich die Bundesgenossen auf dem Festland sicherte, denen bie Rolle zufallen sollte, für Englands Interessen bas Blut ihrer Völker auf ben Schlachtfeldern Europas ßu opfern. Die traditionelle Einkreisungs- Solitik aus der Aera Eduards VII. erlebte ihre uferstehung. Ihr Kern mar natürlich die Entente mit Frankreich. Der Beistandserklärung für Polen folgten solche für Rumänien und Griechenland. Gleichzeitig wurden Verhandlungen mit der Türkei ausgenommen, die am 12. Mai zu einer englisch-türkischen Garantieerklärung und am 13. Oktober zu einem Beistandspakt zwischen England, Frankreich und der Türkei führten, dessen Preis, die Abtretung des Sandschaks von Alexan- brette England dem französischen Bundesgenossen zu zahlen überließ. Die Antwort auf diese ganz offensichtlich gegen Deutschland gerichtete Einkreisungs- Politik Englands ließ nicht auf sich warten. Nachdem der Führer in feiner Reichstagsrede am 28. April schon erklärt hatte, daß die Voraussetzungen für den deutsch-britischen F1 o 11 e n v e r t r a g mit der auf einen Krieg gegen Deutschland hinsteuernden Politik Englands hinfällig geworden seien und der englisch-polnische Beistandspakt das d e u t s ch - p o l - Nische Freundschaftsabkommen gegen- standslos gemacht tjabe, wurde am 22. Mai der deutsch-italienische Freundschafts- und Bündnispakt unterzeichnet, der den Kriegstteibern in Paris und London die letzte Hoff- nung auf eine Spaltung der Achse Berlin—Rom nahm. Das von neuartigen Gedanken einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit getragene Wirtschaftsabkommen mit Rumänien vom 5. Juli lag ebenso wie die Nichtangriffspakte mit Dänemark am 31. Mai, mit Lettland unb Est 1 anb am 7. Juni und der Wirtschaftsvertrag mit Litauen am 21. Mai ganz auf der Linie konstruktiver Friedenspolitik des Führers, die durch Ausgleich der nationalen Interessen eine Atmosphäre des Vertrauens unb freundnachbarlichen Zusammenarbeit herzustellen suchte. Wie sehr dieser ftuchtbare Gedanke seine Anziehungskraft erweisen und sich selbst gegen skrupel- loseste Intrigen der westlichen Plutotrntjen durch- se tollte, zeigte sich bann bei dem Versuch der dc'i 'ro-iöfifd)en Kriegstreiber, bie 6om- । letunion als su cff' unb wertvollste Masche ihrem Emkretsunasnep -chzufu^. und damit für den komm.nden Krieg die gleiche Kon, ber । Mächte wiederherzustellcn, der Deutschland 1914/18 1 erlegen war. Man hatte in London übersehen, daß die ^Ttthinhuna L i t.w iji 0-tn ’ -'M seinen Amts- geschäften als Volkskommilspr bes Auswärtige - her Abschluß einer Aera oer iowjetrussischen Außen- J Politik gewesen war, die veracht hatte, in enger An- ! lehnung an die Genfer Liga und die wesllichen 1 o n, 29. Dez. (DNB.) Wir aus Da Das Jahr 1939 beg türkischen Küstenfahrt durch die alliierten Seestreitkräfte. Die Pank ies. Dez. M n @6rUj rschall. «mtar 1939. (gien mit einer Mussolini hat den Generalstabschef des italienischen Heeres, Marschall G r a z i a n i, empfangen. Die zweistündige Besprechung galt der militärischen Vorbereitung Italiens. Kranke Zähne beeinträchtigen die Arbeitskraft. Tägliche, gewissenhafte Zahnpflege erhält die Zähne gesund! Heg uchrl illen. W. Langt ereit »rersU- chsführer II ich -iinm- olizei folge»' A m st e r d a m, 30. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Dos ^Algemeen Handelsblad" meldet, die englische Regierung werde von Montag dem 8. Januar ob d e n Verbrauch von Butter und Speck im Hinblick auf die Schwierigkeiten der überseeischen Zufuhr und um Devisen zu sparen rationieren. Die Zuteilung beträgt 111 Gramm die Woche. Da England drei Viertel seines Speck- und 90 v. H. seines Butterbedarfes durch Einfuhr decke, ! werde auch Holland stark betroffen. Im vorigen l Jahr habe Holland 70 v. H. seiner Butterausfuhr [ nach England geleitet. In den ersten elf Monaten 1939 habe es sogar 80 v. H. {einer gesamten Butter- ausfuhr in England absetzen können. Don dem Wegfall dieser Lieferungen befürchtet das -blatt t katastrophale Folgen für die holländische Landwirt- Deutsches U-Boot torpediert engtisches Schlachtschiff ' Nlei ’ 3“bleti •üe|. *" «nlöi. ™ gntni. ' Sill bit ««einig ••tu» INS- itbfül«1* ®W® Englands Le-ensmittelrationierungen eine Folge der deutschen Gegenblockade Segimi der- , ch an der \ und ßtßi« : NN fes zu Ende gehenden irin, daß Die einst- 1 Taten im) t, aber auh Kameraden, rr Chchirihl er. dem gan- mischen feil ines her^ chte «£ cers und IJ bereit w Oie Athenia Lüge endgültig zerplatzt Keinerlei Beweis für Versenkung durch deutsches tl-Boot. Berlin, 29. Dez. (DAV. Aunkspruch.) Vas Oberkommando der Wehrmacht teilt mit: (Ein deutsches U-Boot hat westlich Schottland ein englisches Schlacht- schiff der ,,2ueen-Llizabeth".klaste torpe- -iert. Weltpolitik an der Lahreswende Unsere Ausländskorrespondenten berichten. rischer Macht und entsprechender Bedeutungsminderung des Völkerrechts aber bleibt chm heute vielleicht in Wahrheit keine andere Möglichkeit als zur Wahrung seiner Unabhängigkeit bei seiner gleick- zeitig fast einzigartigen internationalen Verpflichtung zwischen Den streitenden Parteien zu lavieren. Das Land haßt den Kriea. Es verabscheut insonderheit diesen (englischen) Krieg. Es kann nicht verstehen, warum unD worum gestritten wird. Es sieht nur einen fast urweltlichen Titanenkampf und ist von dem heißen Wunsch beseelt, daß dieser „rare Oorlog" beendet sein möge, ehe er sich zum „waren Oorlog" steigert. Belgiens kummervolles Jahresende Von unserem s-Korrespondenien. Höhe gehoben und die Lukendeckel hochaeschleu- dert bat. Wäre die „Athenia" von einem Torpedo getroffen worden, so würde das Schiff ein großes Loch in der Seite erhalten haben und sofort gesunken sein. Es steht aber, wie der Bericht feststellt, unbestreitbar fest, daß die „Athenia" nach der Ex' plosion noch 14 Stunden an der Meeresoberfläche geschwommen ist. Die „Washington Post" meldet weiter, daß von englischer Seite auf die amerikanische Anfrage wegen der Beschießung und Versenkung der „Athenia" durch drei britische Zerstörer bisher noch keine Antwort eingegangen ist. Ebenso hat die britische Admiralität das Ersuchen der amerikanischen Regierung um Uebersendung der amtlichen englischen Berichte zum Fall „Achenia" überhaupt nicht beantwortet. einem visher noch unveröffentlichten Berickt der Rechtsabteilung des amerikanischen Staatsdepartements hervorgeht, über des- len Inhalt die „Washington Pop" unterrichtet lebt will, hat eine eingehende Untersuchung des Falles „Athenia" keinerlei Beweis für die englische Behauptung ergeben, daß das Schiff von einem deutschen U-Boot versenkt wurde. Vielmehr spricht, wie ein maßgebender Beamter dem Blatt zufolge erklärte, die Mehrzahl der Aussagen der Fahrgäste dafür, daß das Schiff durch eine innere Explosion zerstört ‘ worden ist. — Wie die „Washington Post" im einzelnen berichtet, hat die Untersuchung ergeben, daß eine Explosion auf der „Athenia" das Oberdeck in die «eben mufcit des und bii Meili» "Wen M Kgtn Polez bt >ch Euch n« Anerkkii boi '.Me, di, der ®eg. m DOM Landen dn "tilgen M 'ge JJen nv erzivam NJ" W - tft — wb 1 - eich Sie rnofo btn slügen übti aus britisch, «r DnW. Ihr, mck, er deutsche > zuschiagev. Den nördlichsten Gebieten Europas im Dezember eine Seltenheit ist. Man ist der Meinung, daß die Kämpfe in Nordfinnland schon allein wegen dieser Witterungsoerhältnisse keine größeren Ausmaße augenblicklich annehmen können. Wie die Finnen berichten, habe der Feind am 28. Dezember wieder auf der Karelischen Landenge und östlich von Sunna angegriffen. Auck gegen Kelja am Suwanto-See habe der Feind auss neue zum Angriff angesetzt. An der OstgrenAe hätten die Russen nordöstlich von Ladoga in Richtung aus Ruokojärvi angegriffen, seien aber vor den finnischen Stellungen zum Stehen gebracht worden. Nördlich von Suomussalmi habe sich der Kamps am Kjantajvi den ganzen Tag fortgesetzt. Am 28. Dezember hätten russische Flieger in der Nacht Bombenangriffe auf den nördlichen und westlichen Teil der Karelischen Landenge und aus einige Städte in Mittelsinnland ausgeführt. Die eigene Luftwaffe habe mehrere Jagd-, Auf- klärungs- unfc Bombardierungsslüge durchgeführt. Kleine politische Nachrichten. Der englische und der französische Marineattach6 machten den Istanbuler Hafenbehörden Mitteilung über die Durchführung einer rücksichtslosen Kontrolle der neutralen Schiffahrt einschließlich der s?.f* irf Im** - eft r eill’ Hollands Lavieren. Don unserem g.-Korrespondenien. Amsterdam, Dezember 1939. Der Krieg überschattet alle anderen Ereignisse. Rückblickend erscheinen die anderen Vorgänge des Jahres Demgegenüber klein und unbedeutend. Mit Mühe erinnert man sich der einen oder anderen Begebenheit, die außerhalb Der sich zuspitzenden Kriegsoorgeschichte lie^t. In seiner Unschuld rüh- renb unabhängig von der politischen Tageslage taucht die Erinnerung an jenen 5. August 1939 auf, an dem di e Kronprinzessin einer zweiten Tochter das Leben schenkte. Ein zwettes markantes niederländisches Ereignis war die befremdliche K a - b i n e t t s k r i f« des Sommers. Im Lichte der seitherigen Vorgänge gewinnt sie immer mehr Plastik, und heute erkennt man darin den erfolgreichen Dor- toß des politischen Katholizismus gegen Den letzten ,Geuzen" — C o l i j n. Mit Der Niederlage feines ünftägigen fünften Kabinetts scheint irgendwie eine politische Aera Hollands abgeschlossen zu sein. Das Kleinbürgertum hatte dem letzten Vertreter einer welterfahrenen, weltpolitisch denkenden Vergangenheit endgültig das Vertrauen versagt und da» Schicksal des nun mit einem Mal« wirklich klein gewordenen Landes im Rhein-Maas-Schelde-Delta | e I b ft in di« Hand genommen. ©eine außenpolitische SelbstänDiakell hat dadurch ohne Zweifel gewonnen, doch auf einer anderen Ebene. Das trotzige, häufig starrköpfig erscheinende Rühr-mich-nicht-an der Vergangenheit, dem trotz relativer Machtlosigkeit gegenüber den Großstaaten noch immer Der Nimbus einer politisch selbständigen Enffcheidungsfteiheit anhaftete, hat heute einer Neutralitäispo litt k Platz gemacht, Die ihr Heil Darin sucht, in Der Ungunst Der Zeiten nirgends aneuerten. Hiermit soll keine Kritik ausgesprochen sein: es steht dahin, wie Colijn sein Land durch die bisherige Kriegslage durchoelofft haben würde. Es könnte sehr wohl sein, daß Colijn in diese Tage nicht mehr hineingepaßt hätte, weil ihm heute Die Resonanz im eigenen Volke scheinbar fehlt. Immerhin erkennt man die scharfe Zäsur zwischen Der Selbständigkettspoltttk vom Jahresbeginn und vom Jahresende. Hollands Lage ist sehr schwierig. Man weiß es und versucht sich demgemäß zu verhalten. In dem Wort Sich-Derhalten liegt die neue Außenpolitik aufgeschlossen. Es ist ein Unterschied, ob man im Rahmen des Möglichen seine Neutralität in unbeirrtem Derttauen auf sein eigenes gutes Recht verteidigt oder, vom Bewußtsein seiner eigenen Schwäche ausgehend, zwischen den Knegsüh- renDen laviert. Die Friedensaktion en Der Königin Der Niederlande im Verein mit Dem König Der Belgier verraten Die erstere Geisteshaltung; Die Initiative dazu war holländischerseits nicht von Der Regierung, sondern von Der Königin selbst ausgegangen. Für Die letzte Art spricht Die häufig unklare Haltung, Die Die Regierung zu Den Ereignissen einnimmt unD Die in ihrem vorsichtigen Abwarten vielfach Den Eindruck erweckt, als hoffe man damit einer unangenehmen Entscheidung aus dem Wege gehen zu können. Die Gerechtigkeit erfordert es, sich bei allem immer wieder der unenDlich schwierigen Lage Des Landes zu erinnern. Holland liegt räumlich, wirtschaftlich und politisch mitten zwischen Den Krieg- führenden. Es kann aus seinen Lebensinteressen roeDer England noch Deutschland wegstreichen, und es farm um seiner Lebensinteressen willen weder auf Die Verbindung mit seinen überseeischen Besitzungen, noch auf die Freiheit Der Meere schlechthin verzichten. Bei Der gesteigerten Bedeutung militä- Zu Der „Queen-Elizabeth"-Klasse rechnet man Die Schlachtschiffe „Malaya", „Bar-Ham", „Dattant", „©arfpite" und „Queen Elizabeth", Die in Den Jahren 1913 bis 1915 erbaut wurden. Die Schlacht- schiffe „V a 1 i a n t", „W a r s v i t e" und „Queen Elizabeth" sind in Den Jahren 1935/40 durch neue Maschinen und Kessel, bessere Panzerung so- eie neue Flak- und Flugzeugausrüstung vollständig modernisiert worden. Es handelt sich um Kriegsschiffe von 3 06 00 Tonnen, Die «ine Geschwindigkeit von 24 Knoten entwickeln. Die meisten Länder gesetzlich den Verkauf ihrer Schiffe unter Den jetzigen Bedingungen verboten hätten. Unerhörter englischer Völkerrechtsbruch. Grobe Verletzung spanischer Hoheitsgewässer durch englisches Kriegsschiff. B e r l i n, 29. Dez. (DNB.) Am 26. Dezember um 17 Uhr wurde Der deutsche Dampfer „Glücks- b u r g", Der sich in der Nähe von Cckdiz anderthalb Seemeilen von der spanischen Küste befand, von einem englischen Marineflugzeug überflogen. Eine halbe Stunde später erschien, nachdem das deutsche Schiff noch näher an die Küste hercm- qe fahren war, ein englischer Zerstörer. Dieser kam auf 300 Meter an Das deutsche Schiss heran. Er forderte Das deutsche Schiff mit Flaggensignal auf, ihm zu folgen. Da Der deutsche Dampfer nicht reagierte und weiter auf Die Küste zuhielt, oer- uchte der Zerstörer ihn vom Land abzu- schneiden und gab Signal, sofort zu stoppen. Da Dem Zerstörer jeDoch sein Manöver mißlang, setzte er ein Motorboot mit Prisenkom- manDo unD Maschinengewehr aus. Der Kapitän Des deutschen Dampfers hatte inzwischen sein Schiff auf StranD gesetzt. Als Das englische Motorboot bis auf 50 Meter an Den Dampfer herangekommen war, verließ Der Kapitän, um Der Gefangennahme zu entgehen, mit seiner Besatzung ^°Di?s?m^un erhörten englischen Völker- rechtsbruch ist, wie aus unterrichteten Kreisen verlautet, Die spanische Regierung mit Der gebührenden Schärfe ent gegen getreten. Sie hat bei Der englischen Regierung wegen Der emDeu- tiaen jeden Irrtum ausschließenDen Verletzung ihrer Territorialgewässer P r o t e ft e In gel e g t unD Weisung gegeben, daß Der deutsche Kapitan mit seiner Mannschaft wieder an Bord gelassen wird, daß ihm Schlepper zum Abschleppen zur Der- füauna gestellt werden und daß ein spanisches Kriegsschiff an Ort und Stelle für die Nichtbehelll- gung des deutschen Schiffes sorgen soll. Eisige Katie an der finnischen Nordsroni Kopenhagen, 29. Dezember. (DNB.) Nach Meldungen aus Kirkenes in Norwegen wehen fett Donnerstag in Nordfinnland gern alt i ge Schnee stürme. Eine furchtbare Kalte herrscht den großen Gebieten der finnischen Nordfront Das Thermometer ist zum Tetl a u f 4 0 ® r ad unter Null gesunken, eine Kalte, Die selbst m Bewaffnung Der Schiffe bestecht au» acht 38-cm- Geschützen, acht 15,2-cm-Geschützen, acht 10,2-cm- Flakgeschützen, vier 4,7-cm- und 32 4-cm-Flak- ^schützen. Ferner befinden sich 16 Maschinengewehre §ur Flugabwehr an Bord. Die Schiffe verfügen über eine Flugschleuder und vier Flugzeuge. Ebenso haben die Schlachtschiffe „M a l a y a" und „Barham", Die eine Wasserverdrängung von 31100 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 25 Knoten haben, spätere Umbauten erfahren, bei denen vor allem neue Feuerleitanlagen und als Schutz «eaen Unterwasserangriffe Toroedowulste hervorzu- heben sind. Die Bewaffnung dieser beiden Schiffe unterscheidet sich von den bereit» beschriebenen Schlachtschiffen Darin, daß sie sogar 12 15,2-cm- Geschütze oesitzen, während fie an 4-crn-Flakge- schützen 16 und an Maschinengewehren acht aus- weisen. ■ schäft. Das gleiche gelte von Der Spertrationierung. < I Bisher seien 10000 Schweine für Die Ausfuhr nach. |- England geschlachtet worden. Die Rationierung von Lebensmitteln deutet „5)et | Daderland" als unmittelbare Folge der D e ut- schen Gegenblockade. Zwar besitze England I noch immer eine große Handelsflotte, doch se I großer Teil Der Schiffe für mllllansche Zwecke in I Beschlag genommen, während ein anderer I bereits Den U-Booten zum Opfer g fallen fei. Hinzu komme noch, daß dre neutra I Reeder, ganz abgesehen von ihren eigenen Schiff ' Verlusten, zunächst für ihre e i g eu en Lander g sein mußten. Trotz Der hohen Frachtsätze, die Eng. land zu zahlen bereit fei, machten wenige neutrale I Schiffahrtsgesellschaften von dieser Gelegenhell Ge bTngianD fei aber noch in einer wetteren Hinsicht schlecht Daran. Ein Drittel Der britischen Hand s V hotte sei auf Oelheizung .umgestellt dieser Brennstoff müsse aber auch erst einmal n ach E n g lanb »i n ae führt werden, wozu gleichfalls on ttsche Tonnage nötig sei. So fei es nicht uerwun^ derllch, daß die Einfuhren nach England stark 3 ruckgingen Die vom britischen HanDelsm.nlsterium oer^sentlichte Einsuhrstatl tik ergebe, daß bere ts m November Die Einfuhren im..Vergleich zum Ok over um ein Fünftel zuruckg e g a n 9 en leien. Man Dürfe Dabei auch nicht vergess , Deltmarktpreise si a rk g e st i g i während das englische Pfund Sterling gefa 1 9n brittschen Reederkreisen ue^e man sich nichts daß Die Sa£ wenig rosig Esche. Ueberd s könne keine Rede davon sein, daß England berm neuer Schiffe auch nur einigermaßen mi Schiffsverlusten werden Schritt ^ten fer‘tigge-- oor Die iehl im Bau besindlichen Schiffe lerri99c Ankauf von Schissen von besteunde « Staaten könne nicht gedacht werden, wen me Fast alle belgischen Bergarbeiter sind am Donnerstag Der Aufforderung der Gewerkschaften gefolgt und haben die Arbeit wieder ausgenommen. Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Vr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen. Provinz und Wirffchaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Han» Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche UnioerfitätsDrurterei, R. Lange, K.°G., fämtlüh^^ Gießen. Monatsber^prelL LLLNM^-^Mließlich 25 Pf.. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags S|e, * 4 IC< Mißbilligung der Regierung Durch die Parteien. Das Jahr 1939 endet in Belgien mit einer Mißbilligung Der Regierung Durch die Parteien. Im Januar 1939 hieß es, diese Regierungskritik zur Regierungskrise werden zu lassen, fei gefährlich. Im Dezember 1939 heißt es, ein Derartiges Beginnen fei Hochverrat. Denn waren zum Jahresanfang Die Belgier entzweit, konnte ein Streit zur innerpolitt- scheu, jetzt am Jahresende zur außenpolitischen Kata- sttophe werden. Belgiens Sorgen von Damals und Belgiens Sorgen von heute tragen die gleichen De- zeichnungem Sie lauten: Budgetnot — In- dustrienot — Erportnot. Der einzige Unterschied, Der sich im Lause Diele» Jahre» ergeben hat, besteht damaligen Nöte, gemessen an Den heutigen, ein Gar- nichts sind. Trotzdem macht ihr ftüheres Vorhandensein Die heutige Lage so besonders krittsch und heikel. Denn Belgien ist — wirtschaftlich gesehen — von diesem Krieg als ein kaum Genesener Überrascht worden, als ein Organismus, über dessen Ge- sundheitszustand sich Die Aerzte keineswegs einig nuar 1940 hervorragende Tapferkeit beim Sturm- - ^weifen. Voraussetzung rft Die Teilnahme an Drei Sturmangriffen in vorderster Linie und an drei verschiedenen Kampftagen. Der Einbruch Feind muß mit der Waffe in Der Hand stzatt- ™ n ^Q!?eiL ^uch gewalffame Erkundungen sowie Gegenstöße und Gegenangriffe, Die zum Nah- ‘amPl geführt haben, werden als Sturmangriff bewertet. Das Abzeichen wird in und außer Dienft1 auf Der linken Brustfelle getragen und *eigt ein Gewehr mit aufgepflanztem Seitengewehr, Das von einem ovalen Eichenlaubkranz umgeben ist, auf des- fen oberem Teil Das Hoheitsabzeichen oer Wehrmacht angebracht ist Der Oberbefehlshaber Des Heeres hat weiterhin die Eirrführung des Panzerkampfwagenabzeichens genehmigt. Es kann an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Panzerein- Hellen verliehen werden, die sich bei mindestens dreimaligem Eiiffatz im Gefecht an Drei verschieDenen lagen bewährt haben. Das Panzerkampfivagen- abzeichen besteht aus einem ovalen Eichenlaubkranz, in Dem sich ein Panzer kam pfwagen befindet. Auf dem oberen Teil des Eichenlaubkranzes ist Das Hoheitszeichen Der Wehrmacht angebracht. Das Abzeichen wird ebenfalls auf Der linken Brustfelle getragen. machen zu müssen", jedes andere Gefühl überwog. Man dachte nicht Daran, was sich w i rtf ck a f tl i ch ergeben könnte, sondern sah nur eines: den Erfolg Der Neutralitätspolitik. Jetzt, in diesem Augenblick, hatte es sich bezahlt gemacht, daß der vorausschauende König Leopold am 14. Oktober 1936 Da» Steuer herumgeworfen, Daß er feinen Ministerpräsidenten Gpaal veranlaßt hatte, allen Anfeindungen $um Trotz den Kurs Der strikten Unadhängigkellspolittk einzuhalten. In Diesen Stunden 'der heißen Septembertage atmete man auf in Belgien, und viele, Die im Sommer noch „Generalstabsbesprechungen" gefordert hatten, lobten jetzt heimlich Den Sieg ihrer innerpolitischen Gegner. Glaubten aber nun manche, daß sich vielleicht zu den polrttschen auch noch geschäftliche Vorteile gesellen, daß Brüssel eine Zentralstelle für Kriegsgewinnler werde, so mußten diese Optimisten nur alüu schnell einsehen, daß sie sich m Dieser Hoffnung bitter getäuscht hatten. Dieser Krieg, so sah man bald mit Schrecken, kennt nicht mehr den Neutralen als Den lachenden Dritten. Die Neutralität ist zum Luxus geworden: und wer sich das Leben sichern will, der muh Diesen Wunsch teuer und mit allem bezahlen, was ihm an Lebensgütern zur Verfügung steht. Mochten Die Neutralen noch so unparteiisch fein: schon die Tatsache ihrer Neuttalttät hatte ihnen einen Feind verschafft, Der mit aller erdenklichen Brutalität gegen fie ooraing: England. Das gleiche England, das mll feinen Rüstungsaufträgen im vergangenen Sommer Belgien Dazu verhalfen hatte, die Finanzen einigermaßen wieder in die Reihe zu bringen, nahm ihm nun den Verdienst, den es Damals der belgischen Wirffchaft hatte zukommen lassen, in zehnfacher Höhe wieder ab. Es sorgte Dafür, daß Antwerpen, die Hafen- und Handelsmetropole Belgiens, sich in eine Stätte des Jammerns und Wehklagens verwandelte. Die belgische Lebensader ist durch Die Blockade ab geschnürt: Verknappung aller Waren, Erhöhung Der Preise und Steuern sowie eine Dauemö zunehmende Arbeitslosigkeit sind einige Der unausbleiblichen Folgen. Dieser ganze bewußte wirtschaftliche Druck, mit Dem eine lebhafte englische Propaganda zusammengeht, sott die Belgier dazu bringen, ihre selbstgewählte Neutralitätspolitik aufzugeben. Das Schicksal Belgiens wird also davon aohängen, ob trotz des englischen Druckes Diese Polittk auch eine wirkliche Neu- tralität in Der Praxis und nach beiden Sellen zur Folge und zum Ergebnis hat. Lauterbacher hat von mir die Anweisung erhalten Euren Einsatz m der Heimat zu leiten. Folgt hm unb Euren K.-Fuhrern und -Führerinnen iS ftlbstverstandlichen Disziplin, bl? unsere apfc tzoldaten Euch Vorleben. ‘«Pieren 2hr des Führers junge Garde! Eure treue und Begeisterung macht Adolf Hitler befonh»,! W- Zeigt dem Führer erst rech? im ^°e Bewahrung 1940, was in Euch steckt. Denkt imm-n an ihn! Gott ist mit ihm und unseren Fahnen. Heil Hitler! Dezi Baldur von Schirach Vus-ndführer des Deutschen Reiche- und Reichssu^endfuhrer der NSDAP Berlin, 1. Januar 1940. Ehrenzeichen der Infanterie und panzerwoffe. Berlin 29. Dez Inhaber: A. hö BUS. zu verk. [oseso Zu erfr. in der Geschst. d. G. A. Herrsn- Fahrrad fast neu, zu verkaufen. [05675 Marktplatz HIV Wenig gebr., 4 flammiger Men zu verk. [06667 Steinstraße 61L Fast neuer bkqug Gr. 48/50, preiswert zu verkauf. Wo? sagt d. Geschäftsstelle des Gieß. Anz. oseeo Anzugstoff, bett.Qual.,dunk., z. verkauf. Preis 75 Mk. geg. bar. 05660 Bezold, bei Mand, Weidengasse 1. | Kaufgesuche | In Lieh landwirischast'. Grundstücke ©arten n. Sans bar zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. vom Besitzer mit Flur u. Stummer unt. 05649 an b. Gießen. Anzeig. Mlr.lMr 3 PS, Gleichstr., 440 V, z. Stromerzeugung best. geeignet, z. verkaufen. [06666 Faber, Mühlstraße 22. Achtung! 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Januar (Neujahrstag) nachmittags ab 4 Uhr: TAX1MZ Musik wird ausgeführt von Mitgliedern der Fliegerhorstkapelle Allen Gästen und Bekannten ein glückliches neues Jahr! I Wochenübersicht M Dienstag, 2. Jan., 20-22.45 Uhr Zum letzten Mal! Die Entführung aus dem Serail Mittwoch, 3. Jan., 19.30-21.45 Der müde Theodor Freitag, 5. Jan., 20-22.45 Uhr Cavalleria rusticana Der Bajazzo Sonntag, 7. Jan., 14.30-17-15 Znm letzten Mal! Der gestiefelte Katen 19-21-30 Uhr Zum letzten Mal! Za kleinen Preiaei! Die lustigen Weiber von öiieliioitilag Inhalt: Reichskleiderkarte und Abmeldeschein verloren. Abzug, geg. Bel. auf dem Fundbüro.[ 06679 Schönes Kätzcben (stubenrein), in gute Hände zu verschenken 05554 Hofmannstr. 4 p 31iährig. Mann sucht Mädchen im gleichen Alter zwecks späterer Heirat Zuschriften unt. 05651 a.d.G.A. Arbeiter, 56 I., m, 5 Kindern tm Alt. v. 10-19 I., sucht eine Frau u. gute Mutter zwecks baldiger Heirat Zuschriften unt. 05663 a.d.G.A. 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Da spring ich auf die Schwelle Uno bin ein neues Licht Zumitt' der blauen Helle Von Himmel, Wind und Quelle Und nehm euch, Herrn, in Pflicht. Bring jedem meine Gabe, Luft, Fröhlichkeit und Leid Trag diesem Kind und Habe. Send' jenen bald zu Grabe Der noch in Herrlichkeit. Kann keiner mir entfliehen, Zwölfmal dreht sich der Mond Zwölfmal wird Glück herziehen Dem Gläubigen wird's verliehen Der Grämling wird verschont. ' Frisch auf, frisch auf, ihr Leute! Das Altjahr ging dahin. Wen ’s reut, der mag drum flennen. Wen s freut, dem sinkt mit Brennen Licht über Herz und Sinn. Zum Neuen Jahr. Von Helix Ttiemtoften. Schon feit langem besteht die Sitte, zum Jahres, wechsel Betrachtungen anzustellen, private Betrachtungen in der stillen Seele, so ober so, und öffent- ücf) gemeinte Betrachtungen in der Zeitung Es sandelt sich, und zwar besonders bei den privaten Betrachtungen in der stillen Seele, um Rückschau in das vergangene Jahr, Einsicht in die Unterbilanz itider, und den Vorsatz, im neuen Jahre klüger zu verfahren. So klug freilich ist selten jemand, zu Men, daß er auch im neuen Jahre nur die alten Mißgriffe machen wird, ganz die alten, trotz der paar kleinen Verzierungen, die er durch Alter, Ruhe Md sonstige Gaben der Natur hinzubekommt Wohl dem, der bei der Jahresbilanz, rückwärts, liicht gar zu große moralische Schuldkonten vorfin- bet, deren Abdeckung im ganzen langen neuen Jahr kaum möglich sein wird Wohl dem, der nicht die völlige Pleite feststellen muß, wohl dem, der zu- frieden sein kann, sich vor dem Spiegel zunicken kann und sagen kann: „Es war nicht schlecht, das ilte Jahr; hoffen wir auf ein neues Jahr dito!" Wundervoll wohl muß es denen zumute sein, die fort Eilten Jahr verliebt waren, jetzt zum Jahreswechsel sich gerade verlobt haben, und im neuen Jahre das neue Leben in der Vollkommenheit an» sangen werden, woran fü£ sie kein Zweifel sein tonn. Ihnen allen: „Zum Wohle, zum Wohlk!" Aber prioatt Rückschau ist privat und gehört nicht En die Zeitung. In der Zeitung steht Jahr um Jahr das sozusagen Allgemeine, der Rückblick im nüchternen Umschauen auf Ereignisse und die Vorschau auf die Ereignisse, die kommen werden, kommen müßten, kommen sollten, verbunden mit dem Gelöbnis, zu ihrem glücklichen Herbeikommen alles Menschenmögliche beantragen. Ohne dieses Gelöbnis geht es nämlich nicht. Das bloße Wünschen von recht viel Glück zieht das Glück nicht herbei. Glück st ein Arbeitsergebnis, zwar nicht immer, aber doch oft, sogar meist. Es ist ein Trost, daß es so ist. ®an3 faule Bärenhäuter, die es im Schlafe ge- chenkt zu haben wünschen, werden freilich dickfellig bleiben und Glück für „Glück" halten, reine Glücks- toche, zu der man nichts tun kann außer Offenhal- tung des werten Maules. Sie mögen es offenhalten, ;umal es ihnen niemand verbieten kann. Bessere Menschen hoffen darauf nicht, sondern legen sich lieber einen Plan an und bemühen sich um die Ausführung des Planes. Ich muß es besser machen, agen sie, ich darf diese alten Fehler nicht länger mit- WW schleppen, ich muh mich umformen, ich muß für das neue Jahr auch ein neuer Mensch sein können, Glück allein ist wenig verläßlich. Zu solchen Leuten kommt dann auch das Glück. Manchmal nur im Kleinen, kaum sichtbar für Fremde, aber ‘es ist spürbar für sie selbst, und sie freuen sich und werden ein bißchen stolz auf sich, wie jeder stolz wird, und mit Recht, der etwas geleistet hat. Es braucht keine äußerlich erkennbare Arbeitsleistung zu sein. Innere Leistung genügt vollauf. Wie also stelle ich mich besser $u Frau und Kind, wie werde ich angenehmer, wie werde ich fester und verläßlicher? Das sind Vorsätze, die sich oftmals ausführen lassen, und mit denen wir nirgends besser anfangen können als im neuen Jahr. Man hat immer das Gefühl, irgendwann einmal müßte Generalabrechnung gehalten werden, irgendwann einmal müßten die Leute uns unsere alten Fehler verzeihen können und uns einen neuen Anfang mit etwas Vertrauen im Vorschuß bewilligen. In dieser freudigen Hoffnung, etwas aerührt und elber etwas stärker gutwillig und wohlwollend, so tohen wir an auf das neue Jahr, den neuen Berück und rufen: „Es lebe das Neue Jahr!" Das Jayr kann allerdings nicht leben, nur wir selber (eben, und darum prosten wir natürlich stets uns selbst zu, nicht dem Jahr. Einem Kriegsjahre zuzuprosten, ist freilich eine starke Leistung, aber wir wissen schon, was wir (PK.-Harren-Scherl-M.) meinen. Nicht dem Kriegsjahre als Kriegsjahr prüften wir zu, sondern dem Frieden dem wir in diesem Kriegsjahr zu begegnen hoffen, Frieden, der eine große Reinigung bringen soll, so daß danach das unzerbrechbare wirkliche Leben in lange hinhaltender Gesundheit aufgetjen kann. In solcher Zeit wollen wir uns nicht „viel Glück" wünschen. Viel Haltung wollen wir uns wünschen, seelische Stärke und auch Wandlungsfähigkeit, denn das neue Jahr wird unerhört Neues bringen, und das Neue haben wir zu bewältigen, damit es nicht uns überwältigt! Biele sehen mit Staunen und Begeisterung nur den gegenwärtigen Krieg und halten den Krach der Bomben für das große Geräusch der Zeit, aber wer weise ist und lange gelebt hat und den vorigen Krieg erlebt, erlitten, durchstanden und beschaut hat, der weiß, daß bas Große nicht in dem lauten Geräusch des Krieges liegt, sondern in den Linien, Flächen und Gestaltungen des Friedens, der nach dem Kriege kommt. Dann ist das wirklich Große erstanden. Im Kriege wird es nur geschaffen. Viel Glück, wünschen die einen. Diel Stärke, viel seelische Schmiegsamkeit, Biegsamkeit und Haltbarkeit wünschen die Weiseren. Das Leben geht weiter, und Kriege verrollen wie die Gewitter. Wir leben lange, und es fehlt uns für dieses lange Leben immer nur das eine: Eignung! Die wollen wir uns wünschen. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Deutsche Wehr zu Kamps und Sieg. Von Oberstleutnant z. V. Matchoet. Am Silvesterabend dieses für Großbeutschlands Ausstieg und Erhaltung so bedeutsamen Jahres 1939 sind es auf den Tag vier Monate, daß der vom Führer immer gewollte Frieden dem Neider jenseits des Kanals nicht mehr diejenigen Mittel bot, die seine Vorherrschaft über Europa und seine Pläne zur Vernichtung Deutschlands hätten fördern können. Deshalb allein mußte Deutschland zu den Waffen greifen unb Waffenlärm, Tod und Vernich-- tung erfüllen seitdem den europäischen Schauplatz des Krieges, welcher in Art und Umfang vorläufig ganz anders als der Weltkrieg, doch zuleßt der gleichen Auseinandersetzung bient: ber endgültigen, von anderen seit einem Jahrtausend nicht geduldeten Formung des deutschen Volkes, der endgültigen Sicherung des deutschen Staates und der endgültigen Schaffung feines Lebensraumes. Die Voraussetzung dafür ist unb bleibt seit zwei Menschenaltern ber — um sich ber englischen Sprechweise zu bedienen — k. o.-Sieg über England. Es kann daher nur ein einziges Ziel für unser Volk geben: den Willen zum Siege mit un- nachsichtlicher Strenge zu Härten, und den Sieg s e l b st vollendet zu erringen. Denn nur ein geringes Abweichen der inneren und militärischen Front von dieser Zielsetzung könnte in dem letzten und größten Entscheidungskampf unseres SO-Tti(Honen- Volkes von unübersehbaren Folgen sein. Der Wille des Führers aber, sein Vertrauen aus Wehrmacht und Volk und diese selbst In ihren kraftvollen Anspannungen sind die letzten Sicherheiten dafür, daß der Sieg unser werden wird. Schon der Feldzug im polnischen Raum, die erste gewaltige Feuerprobe ber beutschen Wehrmacht seit 20 Ähren, hat gezeigt, was eine gesammelte Kraft in 18 Tagen erreichen kann, wenn sie es will, wenn Führung und Truppe auf dem gleich hohen Stanb einer vorzüglichen Ausbildung und Erziehung stehen unb wenn die leidenschaftliche Hingabe jeden einzelnen Mannes an die Sache in der harten männlichen Tat ihren sieghaften Ausdruck findet. Das Ergebnis jener nun schon solange zurückliegenden Septemberwochen war nicht nur Me Vernichtung b^s polnischen Heeres unb Staates, nicht nur bie Gewinnung der wirtschaftlich wichtigen Gebiete, nidyt^ur die Sicherung der Ostgrenze und des gesamten Ostraumes, worin das nächstliegende Ziel jenes Blitzkrieges lag, sondern das Ergebnis spannt sich noch viel weiter. Auf den Tag vier Wochen nach dem siegreichen Abschluß in Polen, am 19. Oktober, konnte das OKW. bekanntgeben, daß auch im Westen reiner Tisch gemacht war Der Westwall, vom Führer bereits im Mai 1938 ersonnen und befohlen, hatte seine volle Schuldigkeit getan. Die lahmen Versuche der Franzosen, im Vorfeld Raum zu gewinnen, waren gelcheitert, und mit schweren Verlusten war der Westgegner aus deutschem Boden herausgeschlagen worden. Auch der Westwall und mit ihm die dort eingesetzten deutschen Truppen hatten so ihre Feuerprobe glänzend bestanden. Frankreich aber hatte sich aus ber Reihe ber wirklich krieg führenden d. h. den Krieg als militärisches Mittel zur Erzwingung eines gesicherten politischen Friedens benützenden Staaten vorläufig selbst ausgeschaltet. Denn daß die Masse ber französischen Armee bem Westwall lauernd und unsicher gegenüber liegt, ohne zu wagen, dos uneinnehmbare Bollwerk ber deutschen Westgrenze des Fußbodens fiel. . m, dort ist die Treppe. Du brauchst ferne te„»r^aben |a feine Eile", Jaflte Dolf licht sind mir wirklich ein wenig zu hastig ge ^Di? Dunkelheit stand um sie, f*n>"r3 «eteertes Brett. Der Lichtschein der kleinen Taschen umpe reichte grabe soweit, daß man d 'Stufen zu erkennen vermochte. $ati), „Hör doch - was war bas eben? raffte xauj r-in erschreckt unb blieb von neuem stehen , „Es ist die Turmuhr. Sie geht nun mal ewa- Iruter und gewichtiger als die an d tanb", scherzte Dolf. Oie Zungvermählten. Von Wilhelm Gcharrelmann. Es war am letzten Abend des Jahres. Das Wet- ler war schon am Nachmittag umgeschlagen, unb legen Mitternacht wölbte sich nun ein wolkenloser Sternenhimmel über ber kleinen Stadt, so feier- lich und schön, als hätte sich die Nacht in der letzten Stunde des Jahres und wie zur Feier seines Ab- Ickieds noch einmal mit bem ganzen Glanz ihrer Icyimrnernden Juwelen geschmückt. Im Turm der alten Stadtkirche war es so finster Die in einem Grabgewölbe. „Warte noch einen Augenblick!" sagte Rudolf leise pi seiner jungen Frau und riegelte die Turmtur M>n innen wieder zu. „Ich mache gleich Licht. Kathreiu hatte keine Angst, Dols war ja bei ihr. Aber sie atmete doch auf, als der Lichtkegel ferner Heinen Taschenlampe vor ihr auf die steinernen Niesen des Fußbodens fiel. Komm, dort ist die Treppe. Du brauchst feine Borge zu haben. Halt dich nur immer an dem franbläufer fest. Die Stufen sind ein wenig hoch, las ist richtig"... _ f, Gewiß, es war eine ausgefallene Idee, auch -Dolf lätte es nicht bestritten Ab^r die Erinnerung an He Stunden, die er in feiner Knabenzeit früher auf lern Turm der Stadtkirche feiner Vaterstadt zuge- ! rächt hatte, war so stark in ihm gewesen, datz er fch nichts Schöneres für Kachrein hatte ausbenfen lonnen, als sie auf ihrer Hochzeitsreise heute hier °S"S7, .«« M» x-1.«»'" wahren bie Turmuhr zu betreuen ^atte, zuletzt doch rod) hatte überreden können, ihm den Turmschlussei iu überlassen. Mühe genug hatte es gekostet. Aber juletzt hatte er doch nachgegeben. Ohne Kathrems Sitten hätte er es wohl nicht getan ... Kathrein var überhaupt ein Wunder. . Tapfer stieg sie hinter ihm drein, aber auf ber wer len Treppe blieb sie dach plötzlich f*ef’en'9?“® IHIug ihr wie rasend. „Warte einen Augenblick, Kathrein hatte Dolf die Freude an der nächtlichen Besteigung des Turmes, von der er feit langem geredet hatte, nicht verderben wollen. Ihre Hochzeit zu feiern, wie es sonst üblich war, hatten sie nicht erschwingen können. Dafür hatten sie nun bie Fahrt in Dolfs Vaterstadt gemacht, unb ber Höhepunkt der kleinen Reise sollte bie Silvesterstunde und die Besteigung des Turmes sein. Dols war ja immer der gleiche, verrückte liebe Kerl, und wenn sie nun beide nach den langen Jahren des Wartens vereinigt waren, arm wie die Kirchenmäuse, aber reich an Lebensmut unb Hoffnungs- freube alle beide, so hätte sie nicht um alles in Der Welt zu seinem Vorhaben Nein sagen können, hatte er sich doch diese Stunde als eine unvergeßliche für sie beide gedacht. „Nur immer tief Atem holen beim Steigen, Kathrein!" Hart und wie mit Schläuen eines Hammers aus einen gesprungenen Amboß scholl Urnen jetzt das Tack — tack! aus dem Gangwerk der Turmuhr entgegen. „Soweit wären wir schon!" sagte Dolf, als er Kathrein an der Hand in die kleine Turmstube trat, in die die Uhr eingebaut mar, eine Arbeit noch aus bem Anfang bes 17. Jahrhunderts, gewaltig in ihren Maßen, ein unübersichtliches Gewirr von eisernen Zahnrädern, Kurbeln unb Achsen. Nein, so groß und gewichtig hatte Kathrein sich das Werk einer solchen Uhr doch nicht vorgestellt. Ruhig und in gleichem Zeitmaß kippte die Wage über den Zähnen des Stergrades hin unb her, geheimnisvoll und wie von einer unsichtbaren Hand b^ber Dolf hielt es nicht lange. Die Hauptsache fam ja noch erst unb es war nur noch eine Treppe bahin zu überwinden ... Oben stieß er endlich den Riegel von einer hölzernen Pforte, die den Zugang zu einer äußeren Galerie bes Turmes versperrte, trat mit gebücktem Kopf hinaus unb zog Kathrein ^Äathrein rooüte bas Herz stocken, als sie, plötz- sjch vor die schwindelnde Tiefe gestellt, auf die Stabt hinunterblirfte. Widerstrebend drückte sich ihr junger Körper an die falten Quadern des Mauer- “^jlein, sieh nicht hinunter! Blick nach oben, Kach- rein, nur nach oben!" sagte Dolf leise Funkelnd schimmerten bie ewigen Heerscharen Der Sterne über ihnen. Ä Da brühen* Siehst bu den großen Bären! Komm hier herum! Es sind ja nur drei Schotte . Nein, keine Sorge, die Galerie tragt uns schon , lächelte Dolf Da den Orion meine ich, unb da links von ihm der'Sirius, und da oben das Siebengestirn. Sieh doch nur, wie das alles blitzt und funkelt. Ich I meine, von den Straßen da unten sieht man bas alles nicht so, unb in ber Großstadt sieht man meistens überhaupt nichts von ihnen. Und dann muß man schon ganz allein mit ihnen sein, mit ben Sternen meine ich. Wenn man dann steht unb lange zu ihnen hinaufschaut, ist es, als schwebte man zwischen Himmel unb Erde .. Lautlos, wie eine dahinfchießende Freudenrakete, zog eine Sternschnuppe durch die nächtige Himmels- kuppel. „Wünsch dir etwas, wenn du wieder eine siehst!" lächelte Dolf. „Nein, laß uns schweigen!" sagte Kachrein. Hand in Hand standen sie da, die jungen Körper an bie steinernen Quadern gepreßt. „Dies war es, was ich mir für dich gewünscht hatte." Kathrein antwortete nicht und drückte nur dankbar seine Hand. Wütend hupte ein Auto unter ihnen, rollte über ben Kirchplatz unb verschwand wieder in bem Gewirr der Gassen. Sie sahen es nicht, sie hörten es kaum. „Was denkst du, Liebstes?" fragte Dolf leise in Kathreins Schweigen hinein. „Daß es Gottes Sterne sind", sagte Kathrein. „Die große Uhr ber Welt, ja. Nach ihr erfüllt sich alles zu einer Zett, unb darum wollen auch wir alles werden lassen, wie es für uns kommen soll, nicht wahr?" „Ja", sagte Kachrein. „Alles." Der Taschenkalender. Von Walter Hoikick Den Mann ziert in ber rechten ober linken inneren Brusttasche ein Notizkalender. Er würbe chm um Neujahr von feinem Stamm-Kaffeehausbesitzer, feinem Stamm-Weinhausbesitzer, seiner Devisen- unb Wechselbank ober von sonst jemand ber sich ihm bankbar ober aufmerksam erweisen wollte, überreicht. Er ist in feinster ff. Leberausstattung gefertigt. In so einen Kalender kann man leben Tag etwas hineinschreiben, man kann aber auch bann lesen von ben wichtigsten Dingen, bie man schnell bei ber Hanb haben will. Da wird sich z. B öfter bas Bedürfnis einstellen zu wissen, wie viele Einwohner Sydney hat. Ein Blick in ben Notizkalender löst biefe brennenbe Frage, ünb man erfährt, daß in Sydney 1 238 000 Einwohner wohnen, wohingegen in Saloniki nur 240 000 Salonikesen zustän- big sind Unb man benkt sich, baß sich Saloniki sehr anstrengen muß, um Sydney in ber Einwohnerzahl zu überflügeln Fast täglich kommt man wohl in bie Loge, sich bie Frage vorzulegen, wie hoch eigentlich der Aconcagua in den Kordilleren von Chile ist. Nur ein Blick in unseren Notizkalender überzeugt uns, daß er 6970 Meter ben Meeresspiegel überragt. Man benfe! Alle Achtung, wer hätte das gedacht! Ober aber, Sie haben sich einen Fleck auf ben Schlips gemacht, unb nun erfahren Sie an Hand Ihres Notizbüchleins, baß, falls es sich um saures Bier hanbelt, am besten verbünnter Salmiakgeist anzuwenben sei, dem eine leichte Spülung mit Zinnchlorilösung zu folgen habe. Gelt, da sind Sie erstaunt, wie weit man auf bem Gebiete ber Fleckenreinigung fortgeschritten ist? Ich will Ihnen noch schnell verraten, daß kleine Wolkenfetzen unter grauem Himmel auf Landregen deuten, wie ich mich gelegentlich eines Blickes in mein Taschenbuch überzeugen kann. Natürlich enthält unser Merkbüchlein aucy bie internationalen Verkehrszeichen, so baß ber Automobilist vom Blatt sicher unb ungefährlich für seine Nebenmenschen fahren kann. Zum Schluß teilt uns bas Büchlein noch mit, baß bas Schießpulver erst im Jahre 1313 erfunben würbe, unb man blickt bebauernb auf bie Menschen zurück, bie sich so lange Zeit ausschließlich der Hieb- unb Stichwaffe be« bienen mußten. Solches unb Aehnliches steht schon vorgedruckt im Notizbuch, ehe man selbst etwas hineingeschrieben hat. Später kommen bann handschriftlich viele Telefonnummern mit unb ohne Namen, beren Bedeutung meist dunkel bleibt, auch für ben Besitzer bes Notizbuches. Im empfehle, gelegentlich alle biefe Nummern ber Reihe nach anzurufen. Man wirb Wun- ber erleben, vielleicht ergeben sich neue Bekanntschaften. Hauptsächlich soll ber Notizkalenber aber dazu bienen, an jebem Tage hineinzuschreiben, was man Wichtiges vorhat, z. B.: Tante Emmas Geburtstag nicht vergessen, Telefvnrechnung bezahlen, Hunde- ausftellung besuchen, bie silberne Hochzeit von Onkel ! Felix, neues Futter für den Sommermantel, die i Ahnen von Gustav Freytag mal wieder lesen, Erna wünscht sich grüngefütterte Hanbtasche, Hotel Gol- bener Hirsch in Weißenburg sehr empfehlenswert, ben Kinberchen von Direktor Meier kleine Aufmerksamkeit erweisen — na, unb was man sonst noch für Sorgen im Augenblick hat. Zu Beginn bes Jahres schreibt man viel ein, da man bas neue Buch doch benutzen will, später fällt einem nichts mehr ein. 3m übrigen ist es vollkommen gleichgültig, was man einschreibt: benn man heft’s sowieso nicht mehr. Meine Notizbücher sind eine schöne Sammlung aller berjenigen Dinn^, Die ich im Laufe Jahre nicht erle^ntt 'gäbe. Man könnte ein neues Leben vorauf aufbauen unb mürbe ein orbentlirfjer und gebildeter Mensch mit nützlichen Beziehungen. Oie Ernte des Todes ”‘ von diesem merkwürdigen Rechenfehler MobelhbXtoRuM aller Führungsstellen um das Wohl des Volles, um die gleichmäßige Verteilung der Lasten und um die Stärkung und letzte Festigung des deutschen Menschen überblicken, so ist es wohl schon richtig, daß mit dem militärischen Kampf die Entscheidung her- anreift über die Lebensfrage unserer Zeit, die unter dem Kampfruf des Sozialismus gegen Oie Geschichte hat viele Geburtstage Wie ost begann die Weltgeschichte mit dem Jahre »Eins"? iGeldherrfchaft steht. Der Führer tragt voller ’ Zuversicht die Gewißheit des Sieges in feinem starken Herzen, und das Volk bindet in Kraft und Willen den Helmriemen fester, damit der kommende Sieg uns bereit findet, einmal die Früchts zu ernten nuar starb General Magnus von Eberhardt, Oberbefehlshaber der I. Armee hn Weltkrieg, Ritter des Pour le mdrite, am 28. März General der Infanterie a. D. v o n Q u a st im 89. Lebensjahr, ebenfalls ein bewährter Heerführer des Weltkrieges. Am 25. April wurde der - Tod des letzten Bundes- Hauptmanns des Stahlhelms, Major a. D. von Stephani, 62 Jahre alt, gemeldet. Am 13. Mai starb Generalleutnant a. D. Karl H o e f e r, besonders bekanntgeworden als Oberbefehlshaber des oberschlesischen Selbstschutzes. Der 19. Mai brachte den Tod des Generals GrafvonderSchulen- bürg. Auch die Partei verlor mit ihm eines ihrer ältesten Mitglieder. Am 28. Iuni^starb General der Kavallerie Knochenhauer, 61 Jahre alt, in Hamburg, am 23. August Generalleutnant a. D. von Matter, bekannt aus feinen erfolgreichen Kämpfen gegen Spartakus an Ruhr und Rhein. Aus der deutschen militärischen Schule war auch Generalmajor Hans Kundt, der Schöpfer des bolivianischen Heeres, hervoraegangen, der 70jährrg am 30. August in Locarno gestorben ist. Am 29. November . starb Generalfeldmarschall nrer. denen ihre Sehnsucht zum Bild und dies Traumgesicht zum Ziel ihres Lebens wurde." Nehmen wir einmal die Gestalt Martin Luthers! Daß er als „revolutionärer Tatmensch" und 31K gleich als „die Wittenbergische Nachtigall" bis in unsere Zeit hinein in wesentlicher Ursprünglichkeit im deutschen Volke weiterlebt, ist gewiß kein Zufall und noch weniger bloß geschichtlich-literarisch bedingt. In einer Wende von größtem geschichtlichen Ausmaß steht er als der typische Durchbruchsmensch da, der mit dem Blitz der Idee kometengleich in ein faulendes Jahrhundert herabfährt un6 zugleich als erdentreuer Ackersmann den Boden Natürlich konnte Mohammed bei seiner Flucht nicht ahnen, daß mit diesem Tage di« Weltgeschichte von neuem begann; diese Zeitrechnung wurde erst unter seinem zweiten Nachfolger, dem Kalifen Omar, ein. geführt. Die Frage, wie ost die Weltgeschichte nun wirklich mit dem Jahr 1 begann, läßt sich gar nicht genau beantworten, denn allein in Indien gibt es über 20 verschiedene solche Zeitrechnungen, die zum größten Teil noch heut« in Gebrauch sind! Alle diese Anfangstermine der Weltgeschichte liegen nun viele Jahrhunderte und Jahrtausend« zurück, es sind aber auch zwei Ereignisse aus der neueren und neuesten Geschichte der europäischen Völker zu nennen, die zu einem Beginn der Jahres- zählung geführt haben. So wählte man roährent) der französischen Revolution den Gründungstag der Republik, den 22. September 1792, als Kalenderanfang. Diese Zeitrechnung war allerdings nur wenige Jahre in Gebrauch und ver- schwand gleichzeitig mit dem republikanischen Staats- gefüge. Ganz anderer Art ist die neueste faschistische Zeitrechnung, die heut« in Italien — neben dem üblichen Kalender — gebraucht wird. Sie beginnt mit dem Tage des Marsches auf Rom, der am 28. Oktober 1922 vor sich ging. Die faschistische Zählung soll ganz im Gegensatz zu jener Neuerung der französischen Revolution keineswegs die christliche Zeitrechnung verdrängen, sondern sie ist als nationales Symbol für alle Italiener gedacht, denen sie ständig die groß« faschistische Revolution M Erinnerung bringt. Dr. H. Winkler. Alljährlich reißt der Tod schmerzliche Lücken, und der Jahreswechsel gibt Anlaß, noch einmal zurück- zuschauen auf di« lange Reihen der Toten, die in den letzten zwölf Monaten Abschied von dieser Welt genommen haben. Es sind viele bekannte Namen darunter, aber unser Gedenken gilt dennoch an diesem Kriegsjahreswechsel 1939/40 zuerst den vie - len unbekannten Soldaten, die im Po- lenfeldzug, an der Westfront, zur See und in der Luft den Heldentod für das Vaterland, für Deutschlands Größe und Deutschlands Zukunft gestorben find. Die deutsche Wehrmacht verlor im Polenfeldzug zugleich einen ihrer geistigen Führer, den früheren Oberbefehlshaber des Heeres, General- oberft Freiherrvon Fritsch. Aus den Reihen der Polizei fiel der Generalinspekteur der Ordnungspolizei, Generalmajor R 0 e t t i g, die Partei verlor den Führer der SA.-Gruppe Hamburg, SA.- Obergruppenführer Meyer-Quade. Unter den Toten des Jahres find die alten Mili- tärs zahlenmäßig wieder stark vertreten. Am 24. Ja- Mr hcllten es für „selbstverständlich", daß überall in der Welt Silvester gefeiert und auch diesmal wieder bei allen Erdbewohnern das Jahr Gintaufe ndneunhundertundvierzig eröffnet wird. Diese „Sitte" aber ist keineswegs allgemeingültig — viele Millionen von Menschen leben auch heute noch in einer ganz anderen Zeitrechnung, manche zählen das Jahr 1317, andere wieder befinden sich erst im Jahre 18! Diese Tatsache kommt uns nur deshalb im ersten Augenblick jo merkwürdig vor, weil wir vergessen haben, daß die Jahreszählung ja gar keine naturgegebene, sondern eine höchst willkürliche, vom Menschen erfundene Ginrichtung ist. Man darf sich deshalb auch yicht wundern, daß di« Weltgeschichte schon ziemlich ost mit dem Jahre „1" angefangen hat. Hauptdienstleiter für Volksgesundheit, Dr. Gerhard Wagner, im 51. Lebensjahre von uns. Er starb in München an den Folgen einer heimtückischen Krankheit, die er sich in Ausübung seines Dienstes für die Bewegung geholt hatte. Am 25. April verlor die Partei einen der eifrigsten Vorkämpfer für nationalsozialistische Wirtschaftspolitik, den Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP., Bernhard Köhler, im 56. Lebensjahr«. Auch aus den Reihen von Kunst und Dichtung seien einige Namen genannt, deren wir heute ge- denken. Am 4. Februar starb die ostpreußische Schriftstellerin Agnes Harder im 75. Lebensjahr, am 9. Februar die einst gefeiert« Schauspielerin Helene Odilon in Baden bei Wien im 75. Lebensjahr. Am 11. Februar verschied der Wiener Komponist Dr. Franz Schmidt, 64 Jahre alt, am 2. März Professor Max D oe rner, Leiter des Reichsinftituts für Maltechnik in München. 80jährig staro am 4. Mai der mecklenburgische Heimatforscher Professor Richard Mossivlo, 76- jährig, am 25. Mai der Musikdirektor und Komponist Carl Woitschach. Am 8. Juli starb der ostpreußische Schriftsteller Dr. Fritz Sk 0 wr 0 n - n e k in Oranienburg bei Berlin, am 30. August der naturkundliche Schriftsteller Wilhelm Boelsche, 78 Jahre alt, in Schreiberhau. Aus der Wirtschaft seien erwähnt der Ehrenmeister des deutschen Handwerks, Harry Plate, der im 86. Lebensjahr am 28. April in Hannover starb. Am 12. Juni starb Dipl.-Jng. Fritz A chte r- be rg von den Junkerswerken, einer unserer Wehrwirtschaftsführer, den Fliegertod. Am 8. Juli verschied der deutsche Flugpionier Dr. Rohrbach, 50 Jahre alt. Von sonstigen bekannten Toten des Jahres ist noch zu erinnern an den früheren Reichs- ernährungsminister und Landbundpräsidenten Dr. Martin S ch i e l e, der im 70. Lebensjahr« auf feinem Gut in Mecklenburg am 17. Februar gestorben ist. Am 3. Oktober starb der ftühere Oberbürgermeister von Berlin, Dr. Sahm, der zuletzt Gesandter in Oslo war. Schließlich sei der Pionier des deutschen Films, Max Skladanowski, gedacht, der 76jährig am 30. November starb. An bekannten Männern aus Politik und Wirtschaft anderer Länder seien erwähnt: Sir Henry Deterding, der Begründer des Roal Dutch- Konzerns, der 72 Jahre alt in St. Moritz am 4. Fe- bruar gestorben ist. Am 10. Februar starb in Rom Papst Pius XL, am 15. Februar der langjährige belgische Ministerpräsident Ja spar, am 6.März der rumänische Ministerpräsident Miron Ch r i st e a, am 3. April, erst 28 Jahre alt, König Ghazi von Irak, am 27. Juni der italienische Kammerpräsident und Vater des Außenministers C i a n 0 , 63jährig, am 23. August der erfolgreiche bolivianische Staatspräsident German Busch durch ein Attentat, am 1. November der frühere ungarische Ministerprrfi- dent Koloman vonDaranyiund schließlich Mitte Dezember der Präsident von Panama, Arose m e n a. vember.starb Generalfeldmarschall Herzog Albrecht von Württemberg im 75. Lebens- fahr. In diesem Zusammenhang sei auch eines der Flugpioniere der jungen deutschen Wehrmacht gedacht, des Hauptmanns Freiherr von Moreau, der bei einem Erprobungsflug abstürzte. Er ist besonders bekanntgeworden durch die Teilnahme an dem Ozeanflug Berlin—Neu York—Berlin und an dem Flug Berlin—Tokio. Und Goethe? Wir sehen ihn viel zu sehr alM abgeklärten „Olympier", viel zu sehr als Mann der Kunst! Daß er aber als Minister des weimarischen Die Einführung einer bestimmten Zeitrechnung (wissenschaftlich spricht man von der fo genannten "Aera") ist von größter Bedeutung für die Kultur- Menschheit; sie war die Voraussetzung jeder exakten Geschichtsschreibung, und erst mit ihrer Hilfe kann man überhaupt den zeitlichen Ablauf und damit die Wechselwirkung historischer Ereignisse genau verfolgen. Als man noch keine einheitliche Jahreszäh. luna kannte, halfen sich die Geschichtsschreiber notdürftig, indem sie wichtige und allgemein bekannte Ereignisse zum zeitlichen Vergleich heranzogen. (Also etwa: Im 2. Jahre nach dem Tode des Königs fand eine große Volkszählung statt.") Die Festsetzung eines bestimmten Tages als den Beginn des Jahres „1" war «ine gewallige Neuerung, die sich immer erst nach schweren, langwierigen Kämpfen allgemein durcksetzen konnte. Ein lehrreiches Beispiel hierfür stellt die Geschichte unserer Zeitrechnung, der „christlichen Aera" dar. Unsere Zeitrechnung ist ja keineswegs etwa im 1. Jahrhundert, sondern erst im Jahre 525 durch ben römischen Abt Dionysius Cxiguus begründet worden. Diese Tatsache erklärt sich dadurch, daß das Christentum erst viele Jahrhunderte zu kämpfen hatte, bis im Ab end lande der heidnische Glaube besiegt und endgültig überwunden war. Solange sich das Christentum bei den Völkern Europas noch tticht durchgesetzt hatte, war ja gar nicht daran zu beyken, daß di« verschiedenen Nationen ihre geschichtlichen Ereignisse nach der Geburt Chnsti datieren sollten. Im Jahre 525 nach unserer Zeitrechnung richtete nun der W Dionysius im Auf- traae des Papstes Johannes I. eine groß« Oster- täfel für die Folgezeit ein. Er setzte dabei als wich- jjji“* Greifl™5 Christentums die Geburt Christi an den Anfang der neuen Zeitrechnung. Er Zahlte die Jahre „ab incarnatione domini“, d. h. von der Menschwerdung des Herrn an, und zwar nrnr Mes nach der alten römischen Jahreszählung der 1 Januar des 754. Jahres nach der Gründung der Stadt Rom. Heute wissen wir, daß dem Abt M feister weltgeschichtlich bedeutenden Tat, seit der meil d,e c '^bche Zeitrechnung Überhaupt existiert, ein 1 - ist; er hat sich UM mindestens ,mtt I Schicht foii ir . 7 Jahre geirrt! Die Geburt ristt fiel m Wirillchteü nicht auf das Jahr 1, j Gehurt" *’Wc,TTl,(j& auf da; Jahr 5 „vor Christi ' hatte die christliche Zeitrechnung noch viel« Jahr- l Hunderte um ihre allgemeine Anerkennung zu > kämpfen. Um das Jahr 800 begann die Kanzlei ! Karls des Großen ab und zu danach zu rechnen; i im allgemeinen zählte man überall noch nach „Jn- 1 diktionien" (das find 15jährige Steuer Perioden, bi« : im römischen Reiche üblich waren), oder nach dem 1 Regierungsantritt des Landesfürsten. Im Testament Karls des Großen sind noch alle diese verschiedenen Methoden nebeneinander verwendet. Es heißt darin: „Beschreibung und Verteilung, die vorgenommen wurde vom höchst ruhmreichen und frommen Herrn Karl, Kaiser und Augustus, im Jahre der Menschwerdung unseres Herrn Jesus Christus 811, im 43. Jahre feiner Regierung im Franken reiche, im 36. ber Regierung in Italien, im 11. Jahre seines Kaisertums, in der vierten JMktion". Der endgül- trge Sieg der christlichen Aera zog sich noch bis ins 10. Jahrhundert hin; erst dann fand ste im Abend- lande allgemeine Verwendung. Daß di« römischen Geschichtsschreiber die Jahre gewöhnlich von der Gründung ihrer Stadt ast zählten, wurde schon erwähnt; oiese Tatsache zeigt, daß damals die Stadt Rom der wahre Mittelpunkt der Welt war. Nach unserer Zeitrechnung müßte der denkwürdig« Gründungstag auf den 21. April 753 v. Chr. fallen, aber dies ist natürlich noch viel fraglicher und unbestimmter als der wahre Zeitpunkt von Christi Geburt. Die römisch« Rech- nung wurde übrigens auch erst sehr spät — nämlich im 1. vorchristlichen Jahrhundert — von dem Schriftsteller Terentius Varro eingeführt. Ein weiterer „Geburtstag" der Weltgeschichte war der 8. Juli 776 v. Chr. An diesem Tage siegte Koröbos bei den olympischen Festspielen, dem größ- ten Nationalfeste ber Griechen. Griechenland war damals in viele Kleinstaaten ausgeteilt, deren Vertreter alle 4 Jahve bei den olympischen Festspielen im Wettkampfe zusammentrafen. Seit dem Jahre 776 wurden regelmäßig die Sieger ausgezeichnet, und man setzte dieses bedeutende Ereignis später an den Anfang der griechischen Geschichte. Man rechnete also in soaenannten Olympiaden (bi« Zeit- räume von 4 Jahren, die zwischen zwei olympischen Spielen vergehen), und di« Schlacht von Salamis (480 v. Chr.) fand demnach, wie man leicht nachrechnen kann, im 1. Jahre der 74. Olympiade statt. Eine ganze Reche von Völkern und Religionen beginnen ihre Zeitrechnung mit dem Tage, an dem b«r erste Mensch von Gott erschaffen wurde. Daß über diesen Dermin die Ansichten allerdings sehr weit auseinanderaehen, zeigt sich schon daran, daß die einen dieses bedeutungsvolle Ereignis auf das Jahr 6984, andere bloß auf 3483 vor Christi Ge- burt ansetzen! Lange Zeit rechnete z. B. bi« griechisch-orthodoxe Kirche mit einer solchen 2Iera, deren Anfangstag ber 1. September 5509 v Chr. war. In Rußland wurde oiese Zeitrechnung erst am 1. Januar 1700 durch Peter den Großen abgrichafft. Die M 0 h a m m e b a ne r setzen ein ganz anderes Ereignis an den Anfang ihrer Geschichte. Am 16. Juli 622 mußte der Prophet vor seinen Feinden von Mekka nach Medina flüch- t/n. Mit dieser berühmten Flucht, ber sogenannten Hedschra, begann das mohammedanische Jahr 1. reutschen Lebens für neue Saat und Frucht bereist Besinnliche Einkehr und täterische Besessenheit ind die Grundkräfte feiner Natur. In einsamer Klosterzelle ringt er um Gott und Glauben, über« etzt als „Junker Jörg" in fast gelehrter Abgeschlos. enheit die Bibel, eines ber gewaltigsten Werk« deutscher Sprachgestattung. Und derselbe Mann hat Kraft, Feuer und Mut genug, um sich als leiden« chaftlicher »Ankläger zum Sprecher der Zeitprobleme zu machen. Er vertritt vor dem Kaiser auf bem Wormser Reichstaa mit germanischem Freimut das Recht seines Gewissens, einfach, „weil er nicht anders kann". Rastloser Mann der Feder, schafft er eine Fülle unvergänglicher Werke und greift doch anderseits entscheidend in die politischen Verhältnisse ein,um seinem ungeheuren Traum von einem neuen deutschen Volkstum auch prakttsch zum Durchbruch zu verhelfen. Lucher, dem Erneuerer deutschen Wesens, ist unmittelbar ber ritterliche Streiter Ulrich von Hutten gesellt. Auch sein Bild hat in deutscher Dolksüberlieferung mythische Gewalt, auch sein Wesen speist sich aus dichterischer Traumschau und tatgespanntem Wirklichkeitssinn. In ber Jugend hatte sich Hutten der humanisttschen Bildungswett zugewandt, aber er verspann sich nicht in die Studie rstube wie viele seiner Zeitgenossen, sondern trebte aus der Welt der Bücher hinaus zum Kampf n die Ebene ber Zeit. Ritter unb Volksmann in chöner Einheit, waren Schwert und Feder fein Ge- roaffen. Er hätte sich ein beschauliches literarisches Dasein leisten können. Daß er sich selbst aoer als Humanist und Künstler zu einem ruhelosen Wanderdasein verurteilte — dies kennzeichnet ihn als deutschen Mann und Kämpfer. Nur in Sturm und Gefahr fühlte er sich wohl, und die herrlichsten Streitschriften und Gedichte sind aus dem Wander- tum und Daseinskampf geboren. Es gehört zu seinem Bilde, daß seine Persönlichkeit mythenbildend werden konnte: er selbst ist der Urheber der Hutten- Legende, gewirkt aus Traumkraft und Tatgeist! Und der Philosoph auf dem Throne, Friedrich der Große? Wie ist er beschwingt von Besinnlichkeit unb wie gespannt von täterischem Willen! Aus der beschaulichen Idylle von Rheinsberg, wo er sich den schönen Künsten und Wissenschaften hin- gab, wurde er durch Wirrnisse ber europäischen Politik jäh herausgerissen unb focht mit dem Degen in der Faust für Preußens Ehre unb Größe! Mit Ergriffenheit hören wir von seinem Vorleser während des Siebenjährigen Krieges, wie er in verzweifelten Nächten zur geliebten Flöte griff ober seine Gedanken auf die Welt ber antiken Klassiker lenkte! Die Dartei verior im letzten Jahre weiterhin einige ihrer ältesten Mitkämpfer. Am 12. Februar starb der Gauleiter Hubert Klausner, 45 Jahre alt. Er war seit 1933 Gauleiter der illegalen NSDAP, in Oesterreich und wurde 1938 Vertreter des Reichsstatthatters und Innenminister. Am 13. März starb der frühere Berliner Polizeipräsident Konteradmiral vonLevetzowim68. Lebensjahre in Berlin. Am 25. März ging der Reichsärzteführer, Geist und Tai. Naturverbundenhett und Gemüt, Schauen unb Gestalten, Traum und Tat waren seit je Grunv. kräfte deutscher Art. Daß wir diese Anlagen und Kräfte als Gegensätze empfinden, liegt meist daran, daß wir in einer vordergründigen, ^alscheu -trb lichkeitsauffassung befangen bleiben und oenernt haben, auf den ttefen Zusammenklang dieser D'nqe zu achten. Wie oft klingt uns aus unserer Umgebung die Redensart entgegen: „Das ist ein Träumer!" oder „Ist bas ein romanttscher Mensch!" Wir meinen damit, daß ber ober jener wirklichkeitsfremd ober weltfern fei. In Wahrheit gibt es „Wirklichkeitsmenschen", bie vor jedem Zugriff des Schicksals zittern, unb „Romantiker", bie im Sinnen unb Träumen, in Fühlen und Tun wirkliche Helden des Lebens sind. Tatsächlich gibt es keine irgendwie große Tat ohne vorausgeaangenen Traum, und ob wir uns dessen bewußt sind oder nicht, Ideen bauen unser Leben! Gerade wir Deutschen leben gemäß unserer innersten Seelenanlage dauernd in der Spannung zwischen Traum und Tätertum, zwischen Besinnlichkeit und Tatkraft. Die Geschichte des deutschen Genius ist beispielhaft für diese Grundtatsache. In diesem besonderen Sinn« hat Alfred Rosenberg in seinem „Mythos des 20. Jahrhun- berts" bie Feststellung gemacht: „Es wird einmal eine Zeit kommen, in ber di« Völker ihre großen Träumer als die größten Tatsachenmenschen verehren werden. Jen« Träu- ernsthaft xu bestürmen, das kann wahrhaft den deutschen Menschen nicht weiter beunruhigen. Im Geaenteil, es muß ihm ein erhöhtes Gefühl der Sicherhrit tfnb Zuversicht auf den endlichen Sieg geben. Der Stand am Westwall ist auch heute der gleiche wie vor vier Monaten, nur mit dem bedeutsamen Unterschied, daß die deutsche militärische Uöberlegenheit sich nicht nur in der Festigkeit des Westwalles als orelmeyr in der hohen kriegerischen Tugend der an der Westfront eingesetzten Truppen zeigt. Zahllose Späh, und Stohtruppunternehmun- aen, zahlreiche kleiner« und größere Siege in den Teilhandlungen am Westwall haben das bem ganzen Volte und der Welt vollkommen bewiesen. Noch weiter aber spannt sich bas Ergebnis bes Siegeszuges im polnischen Raum, der diesen von England uns aufgezwungene Krieg notwendiger- weise einleiten mußte. Di« fade Hoffnung unserer Gegner, auf die, in Wiederholung bes Weltkrieges, gewünschte Bindung Deutschlands an zwei Fronten ist zu schänden geworden. Unser Rücken ist frei, frei in schier endloser Weite. Der Vertrag mit Rußland hat das ebenso bewiesen, wie das Zunichtewerben aller englischen Pläne, etwa über ben Balkan, wie 1915 von Salontki aus, ben Flankenstoß in eine verwundbare Stelle Deutschlands aus führen zu können. Wenn auch die Türkei, in völliger Verkennung chrer Lage unb ihrer früheren Bundesgenossenschaft, englischen und französischen Ratschlägen das Ohr gibt, so haben doch die Balkan st aalen, voran Rumänien und die anderen, keinerlei Lust, abermals für allein britische Interessen ben Bestand ihrer Staaten aufs Spiel zu setzen. Nimmt man bie Not ber von England täglich geschändeten Neutralen hinzu, so steht auf der Habenseite Japan, welches bem englischen Ansehen nicht nur schweren Abbruch tut, sondern als die beherrschende Vormacht im Fernen Osten ben Einfluß Englands nicht mehr duldet, so ist es im Mittelmeer Italien, welches wachsam und sorgfältig auf der Hut ist und sich bereit hält, bann einzugreifen, wenn italienische Belange und eine ernschafte Gefährdung der Achs« bas erforber. lich machen. Daß bie Richtung bann gegen den Zwangsherrscher im Mittelmeer, gegen England, gestellt ist, daran ist kein Zweifel. Ganz anders als im Wettkrieg stellt sich unser« Lage heute dar. Nicht mehr wie vor 25 Jahren schon um die Wende 1914/15, stehen 134 Millionen Deutsche unb Oesterreicher gegen 732 Millionen ber Entente mit ihren farbigen Völkern, nicht mehr 25 Staaten gegen einen. Und nicht mehr breioiertel ber Bevölkerung ber Erde gegen die ausgebluteten Mittelmächte in ber belagerten Festung bes beut» fchen Herzens Europas: das Großdeutsche Reich sicht heut« allein im Kampf gegen England, dessen Dominien nicht abermals bie zärtliche Neigung haben, die Waffenträger für bie rein britischen Interessen zu stellen, und dessen einziger Bunbes- ■ genösse Frankreich in Erkenntnis bes furchtbaren i deutschen Gegners alles tut, um dem blutigen Aus- ; trag des verstossenen polnischen Beistandsverttages < aus bem Wege zu gehen. 1 da2> MaMt&aße 29/30 - Z'u Sind somit politisch und mMärgeographisch bie Grenzlinien, scharf gezogen, so bi«tet bas rein militärische Bild noch ganz andere Ausblick«. Der Krieg gegen England beginnt in bi« entscheidende Entwicklung zu treten. Schon ber erste Luftvorstoß Englanbs im September auf Wilhelms- Haven war kläglich gescheitert, und viele Wochen brauchte bann England, um sich in feine Rolle hineinzufinden, baß es, außer Frankreich, keinen anderen $ßaffenträger mehr auf bem Festlande fand, ber die Jahchunderte alte Ueberiteferung fort- sttzen wollte, für bas britische Empire sich totschla- gen zu lassen, um nachher ohne Lohn auszugehen. Eben dies« Wochen benutzte die Führung ber deutschen Wehrmacht, um, nachdem bie Fronten einmal ab gesteckt waren, England zu zeigen, wem es allein jetzt gegen üb ersteht. Sehr schnell wurde die Herr- schäft Englands in ber Nordsee in Zweifel gestellt unb gebrochen. Zahlreiche britische Krieasschiffe aller Größen urtb Werte sanken auf ben Meeresgrund ober murbi’n so beschädigt, daß sie für Monate und 2ahre au^ der Gefechtlinie ausfallen. Kriegsmarine und Luftwaffe wetteifern miteinander, in Vorstößen unter und über dem Wasser und in der Lust Britannien zu zeigen, daß nach bes Führers Worten England heute nicht mehr die Vorzüge seiner insularen Lage hat. Kaum ein Tag verging, an bem tticht in England und bann auch in Frankreich Fliegeralarm war, kaum ein Tag, an dem nicht deutsche Kriegsschiffe unb Luftfahrzeuge sich an allen Küsten Englands unb über bem franM scheu Bob en zeigten, und wenn in ben letzten Wochen deutsche Zri- tungen Erkundungsergebnisse dieser Flüge bildhaft zeigten, so konnte man nur mit größter Zuversicht urtb Genugtuung das Geleist't- seststellen. Die Der- senkung von weit über eine Million Hanbelsschisfs- nnim, woran deutsche Kreuzer urtb U-Boote wesent- "ch beteiligt sind, urtb bie schwere Schädigung ber Neutralen durch die englischen Minenfelder sind mei- tere bittere Zeichen für bi« Vereinsamung unb ben Abstieg Englands. Wenn bann England, nach dem verständlichen schmerzlichen Verlust des Panzerschiffes „Admi- ral Graf Spee", bie Stunde für den eigenen Stoß nun gekommen glaubte, so bewies ihnen die angriffsfreudige Erbitterung der deutschen Luft- waffe in ben letzten Großgefechten über ben Was- fern, daß die Herrschaft über ben Luftraum ber Norbsee uns allein gehört. 36 abgeschossene englische Kampfslugzsuge und 23 vernichtete britische Vorpostenschiffe sind noch in allerbester Erinnerung. Unb wenn es dem Kapitänleutnant Prien und anderen tapferen U-Boots-Kommandanten gelang, einzelne brittschs Kriegs-schifte zu torpedieren, so wird es heute leider keinen Weddigen mchr geben können, der in wenigen Minuten drei englische Schlachtkreuzer fast gleichzeittg auf ben Boden des Meeres befördert: foviele Einheiten zusammen wagt England nicht mehr in die Nordsee zu schicken, bie Schlachtflotte Englands ist zersprengt und wird ver- steckt gehalten, sie hat sich der Herrschaft über bie Nordsee selbst begeben. „Rule Britannia the waves” gilt nicht mehr in demjenigen Seegebiet, das uns zunächst interessiert, in der Nordsee, bem Kampf- gebiet ber künftigen Entscheidungen um die britischen Inseln in bem jetzigen Krieg«, ben Deutschland gegen England führen muß, wenn es fein Leben als Volk und Staat in bie tausendjährige Ewigkeit ""Ken unb erhalten will. 2n ben T"''lhandlungen des kriegerischen Ge- schehev-^ Zicken .--ir ben großen Zug ber Dinge, bei bem es ums Letzte geht, unb ber Zusammen- Hang ter Geschehnisse wird dem klar werden, wenn die Stunde der Abrechnung mit England nach bes Führers Wilu. ist So' gesehen, erhält dieser Krieg allein seinen wöhr^.. ^■mn, so allein erkennen wir bie harte Notwendig- ’ ’^rer Aufgabe, so allein haben wir uns funben uno so nur w/? mir ben Sie« a«l unsere Fahnen. W nn in rnfeon b^Mcnl Lande dazu noch bi« emsig« und sorgfältige Arbri ; rolle Ein in dieses Bezirks — etwa beabsichtigt, falls cs Aus aller Welt an Stelle Ser der Steuerkarten 1940, die durch Die sAt Wiesbaden. Auch während des Krleoes geöffnet. (Hämorrhoid in,Fisteln,Fissuren,Vo; fall, Ekzem ) Prospekt durch das 8 kretariat des Sanatoriums,Wiesbaden ISJaunusstraPeB. 1 und dir, 'urk.- Nch. Luther,j y UNd M" bis k lieft oder in seinen ..Gedanken und (Erinnerungen* blättert, der wird gepackt werden von einer da und dort aufbrechenden dichterischen Kraft des Ausdrucks, von einer fast balladesk anmutenden Sprache, schön Furchtbare Ausmaße der türkischen Erdb-benkatostrophe Finanzamt Alsfeld, Büdingen, Friedberg j. b-- Sieben, ®tun- berg L f>-, Hungen, Lauterbach, Nidda, Schotter». 40,— RM. 30,— ,, 10,— „ 8,— „ 6,— „ 4,- ,, 4,— „ Schafe: Schlachtwertklasse a) 41,— bis 44,- „ b) 33,— bis 40,- „ c) bis 32,—. Stadtthealer-Mieie. Die Einlösung der vierten Rate der Stammiete hat an der Theaterkasse, Johaunesslratze 3, zu er- folgen, und zwar: 7791C Dienstag, den 2. Januar 1940, für die Dienstag- Mieter, Mittwoch, den 3. Januar 1940, für die Mittwoch- Mieter, Donnerstag, den 4. Januar 1940, für die Freitag- Mieter während der Kassenstunden. Bei Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 372 10, Kasse des Stadttheaters Gießen, erfolgt Uebersendung einer besonderen Quittung. Die zu zahlende vierte Rate beträgt: Bekanntmachung. Ab 2. Januar neue Schlachtviehpreise. Für die Zeit vom 2. Januar bis 24. Mai 1940 werden die Preise für Schlachtrinder, Schlachtschweine, Kälber und Schafe je 50 kg Lebendgewicht in Reichsmark folgendermaßen für die Schlachtviehmärkte Frankfurt a. HL, Darmstadt, Mainz, Wiesbaden und Worms festgesetzt: 7780V 1. Binder (Schlachtwertklassen a—d): Ochsen: a) 43,50 bis 46,50; b) 39,50 bis 42,50; c) 29,50 bis 37,50; d) bis 29,—. Bullen: a) 41,50 bis 44,50; b) 37,50 bis 40,50; c) 27,50 bis 35,50; d) bis 27,—. Färsen: a) 42,50 bis 45,50; b) 38,50 bis 41,50; c) 28,50 bis 36,50; d) bis 28,—. Lühe: a) 41,50 bis 44,50; b) 36,50 bis 40,50; c) 25,50 bis 34,50; d) bis 25,—. Schweine (Schlachtwertklassen a—i): a), bl), b2) (120 kg und mehr): 54,50 bis 55,50. c) (100 bis 119,5 kg): 53,50 bis 54,50. d) (80 bis 9n 5 kg): bis 51,50. e) bis f) (ir r 80 kg): bis 49,50. gl) und i) (fette Specksauen und Attschneider) bis 55,50. । -***“•* vci -ml war tm tiefsten eine empfinüungs- Hu) um volle künstlerische Natur. Wer nur einmal mit un- Importierte Kultur. Kanadische Truppen sollen, wie aus England berichtet wird, auf bem europcttfchen Kriegsschauplatz als Kämpfer für eine wahre Kultur eingesetzt werden. Sie sollen also gewff- fermaßen Kultur nach Deutschland importieren. Um welche Art Kultur es sich dabei handelt, wird allerdings schamhaft verschwiegen. Wir wollen uns mit dieser Aufspielerei auch nicht länger beschäftigen. Aber das soll einmal ausgesprochen werden, wie Deutschland auch in diesen Kriegszeiten deutsche Kultur (um im Bilde zu bleiben) — exportiert! So führte der holländische Rund- g2) und h) (andere Sauen und Eber) bis 51,50. Kälber: Schlachtwertklasse a) 60,— bis 65,— w b) 53,— bis 59,—. „ c) 41,— bis 50,—. „ d) bis 40/-. Schafe: Lämmer und Hämmel: Schlachtwertklasse al), a2) bl) und b2) 48,— bis 51,—. „ c) und d) bis 44,—. «14*5 Die Einlösung der vierten Rate muß unbedingt vor der 13. Mietvorstellung erfolgt sein. Gießen, den 27. Dezember 1939. Der Oberbürgermeister. 3. 23.: Nicolaus. Bekanntmachung Betr.: Steuerkarten 1940. nult" b sfii ?f‘Ä geWfftnen Film „TIutterHebe* die Höch, tage un» W>°iNacht« auf ,d«n Abzug der troto. volle künstlerische Matur. Wer nur einmal mit un- ften PrMkate „staat-politisch und künst. bde, die die Filmleut- regelrecht bela«-rtt befangenem Sinn Bismarcks wundervolle Briefe le risch besonders wertvoll" verliehen. Die allgemeine Mobil- ...uchung der Bevölkerung, militärischer und ziviler Stellen im Umkreis des betroffenen Gebietes wurde stehengeblleben. Schweres Unglück In einer Futterküche. Als die zehn Gefolgschastsmitglieder des Gutes P a g e l k a u , Kreis Schlochau (Pommern), während der Frühstückspause sich in der Futterküche aushielten, platzte der Kartoffeldämpfer, wodurch neun Personen verletzt wurden. Vier schwerverletzte Mädchen wurden^ in das Krankenhaus gebracht, wo sie an Verbrühungen st a r b e n. Es sind die drei G e s ch w i st e r K a l i n s k i im Alter von etwa 15, 16 und 21 Jahren, und die 20jährige Herta Kurzhals. Der Vater der drei ums Leben gekommenen Schwestern Kalirffki erlitt ebenfalls erhebliche Verletzungen, während vier weitere Gefolgschastsmitglieder mit leichteren Verletzungen davonkamen. 30 000 und 50 000. Ein Gebiet von 60 000 Quadrat- meilen ist vollkommen zerstört. In den Trümmern der verwüsteten Städte und Dörfer bemühen sich Hilfskolonnen um dis Beraung und ärztliche Be? treuuna der vorn Unglück heimgesuchten Menschen. Tausende liegen noch immer unter den Trümmern ihrer eingestürzten Häuser. Nach zwei Tagen unsagbarer Anstrengungen hat ein Hilfszug am Freitag E r z e r u m erreicht. Alle Gebäude der .Stadt sind in Ruinen verwandelt. Es ist kaum eine Mauer InL'S meift ? ‘ÄS « ». "I dZA un kJ ii » b«: jj0. ihJ ‘Ito. ‘ü E°i. 3ene Irin, Filmschauspleler von Krokodilen belagert Ein aufregendes Erlebnis hatten unlängst einige belgische Filmschauspieler $u bestehen, die im Golf von Guinea an der westafrikanischen Küste bei der Insel Fernando-Po einen Film drehten. In diesem Film gab es eine Szene, in der eine Schauspielerin vor dem Ertrinken gerettet werden sollte. Gemäß den Vorschriften des Drehbuches sank die Dame unter Wasser, hilfesuchend die Hände ausgestreckt. Gegen jede Vorschrift erschien jedoch in ihrer unmittelbaren Nähe ein Krokodil, das feinen Rachen weit aufgesperrt hatte.. Es läßt sich denken, daß die Szene von der Hilfe suchenden Schauspielerin bei diesem Augenblick sehr viel echter gespielt wurde. Um das Tier von der Schauspielerin roegtuloden, warfen die Operateure, die sich in einer Barke befanden, Fleischstücke in das Wasser. Die Wirkung übertraf jedoch ihre Erwartung bei weitem, denn statt des einen Krokodils tauchten jetzt Dutzende auf, welche die sich schleunigst mitsamt der Schauspielerin' davonmachende Barke verfolgten. Die Filmleute fluchteten sich an die äußerlte Spitze der Insel und warteten frort, nach- * hrm fic hi? Barke an Land aetoaen hatten, zwei funk jüngst einen großen Bruckner-Zyklus auf, fressen Dirigenten die Deutschen Karl Friedrich, Dr. Karl Böhm und Hermann Abend- roth waren. In der Schweiz dirigierte Furtwängler mehrere Konzerte. So in Winterthur und Zürich. Trotz der Verdunkelung waren diese Konzerte bis in die letzten Nebensäle hinein ausverkauft. Das Aachener Stadttheater gastierte i n Maastricht, der Thomaner-Chor veranstaltete eine Konzertreise durch Skandinavien, die Frankfurter Oper mürbe nach Rumänien oingeladen, die Düsseldorfer Oper spielte Richard Wc^ners „Walküre" in A m st e r d a m, den Haag und Rotterdam. Das Deutsche Opernhaus wird in Rom mehrere Aufführungen zeigen, als Austausch mit der Königlichen Oper in Rom. Hans Friedrich Blunk hatte in Jugoslawien mit seinen Dichtungen, die er selbst vortrug, einen nachhaltigen Erfolg. Vorträge über fräs Thema „Deutscher Geist und Dänemark" hielt der deutsche Professor Carl R o o s an Der Universität Kopenhagen, und dort las auch Heinrich George aus Dichter, während der deutsche Meistergeiger Pro' , for Kulenkamps in einem Sinsoniekonzert der Belgrader Philharmoniker und der deutsche Meisterpianist Professor Kempfs bei feinem Konzert in Sofia stürmisch gefeiert wurden. — Mit dieser Auslese mag es vorläufig genug fein. Sie beweist, wie hoch deutsche Kultur, deutsche Kunst und deutscher ®?ift im Ausland geschützt wird. Und dies trotz des Krieges und der englffchffron-zösffchen „Propaganda-Offensive". Wir fürchten, daß die kanadischen Truppen ein wenig spät kommen, um in Deutschland fräs, was sie unter Kultur verstehen, — — an fr en Mann zu vringen. by. höchste Auszeichnungen oeuischerHiime Als Lohnsteuer gelten nicht die vom Arbeits- lohn einbehaltene Bürgersteuer und die viel- fach im Weg des Lohnabzugs geleisteten Spenden für wohltätige Zwecke (z. B. für das Winterhilfswerk). Diese Beträge sind in die Lohnsteuerbelege nicht aufzunehmen. Als Ar- beitslohn gilt der Arbeitslohn vor Abzug der genannten Beträge. Wehrsteuerpflichtig können im Kj. 1939 nur männliche Angehörige der Geburtsjahrgänge 1914 bis 1918 gewesen Wir Freude an der Katar Hämoirhoidalkranke durch Beraidiiler-dtteri Lohn- und Gehalts-Buchhaltung _ Konto, Liste, Beutel In einer N.ede schriT eezlrkssto|le Wetzlar, »aubornerstr. 148, Ruf 8?44 Aufforderung. zur Einsendung der Lohn- und Wehrsteuerbelege für das Kalenderjahr 1939. L Auf Grund des § 47 der Lohnsteuerburchfuh- rungsverordnuna sowie des § 6 Abs. 2 der Ersten Wehrsteuerdurchstihrungsverordnung und des Runo- erlasfes des Reichsministers der Finanzen vom 5. Dezember 1939 S. 2233 — 160III sind vis spätestens 15. Februar 1940 einzufenden: 1. von den Arbeitgebern: . a) für die am 31. Dezember 1939 bei ihnen be- schäftigten Arbeitnehmer Lohn- und wehr- steuervescheinigungen auf der zweiten Seite der Steuerkavte 1939 an das Finanzamt, in dessen Bezirk die Steuerkarte 1940^ ausgeschrieben worden ist; bei wehrsteuerpflichtigen Arbeitnehmern hat der Arbettgeber den Vordruck in Spalte 4 unter Buchstabe a) die eim behaltene Lohnsteuer, unter Buchstabe b) den einbehaltenen Kriegszuschlag, unter Buchstabe c) die einbehaltene Wehrsteuer e nzutragen der Steuerkarte 1940 ausgeschrieben worden ist; bei wehrsteuerpflichtigen Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber den Dordruck m Spalte 4 unter Buchstabe a) die einbehaltene Lohnsteuer, unter Buchstabe b) den ^behaltenen Kriegszuschlag, unter Buchstabe c) die em behaltene Wehrsteuer.einzutragen, b> karte 1939 beim Ausscheiden aus dem Arbeit- »erbältnis versehentlich nicht ausgestellt war ben i f Cohn- und Wehrsleuernberwelsungs- bläf ler'anbo 3 Finanzamt ta* * Vordrucke zum Lohn- und Wehrsteuer,Uber weisungsblatt sind An angs Januar 1910 dem Finanzamt kostenlos b T)pr Arbeitgeber hat die in den Lohn un Wehrsteuerbelegen geforderten ,mnr für die ganze Dauer der B-fcha-ttgung im Kalendersahr 1939 stets zu machen, wenn in dieser Zeit Lohnsteuer, Kn-g^ufchlag oder Wehr teuer einbehalten worden ist oder wenn ,, . . Schon über 2 Jahre trinke ich den Frühstück stee. Id habe durch denselben 14 Pfund abgenommen, fühle mich Ir meinen annähernd 50 Jahren viel jünger und elasiisch.* So schreibt Frau G. Ibrom, Berlin, Cöpenickeritr. 16 am 20.6.38 über Dr.ERNST RICHTERS Frühstückskräutertee Prämien zur Verteilung zu bringen: a) Pokal der Kunstbiennale in Venedig. Hier erhielt den Ersten Preis der deuffche Film „R o - b e r t K o ch" der Tobis Filmkunst. Weiter wurden hier mit Auszeichnungen Frankreich, England, Japan und Schweden befracht, b) Große Plaketten. Die beiden Ersten Preise erhielten die deutschen Ufa-Kulturftlme „Räuber unter Was- s er" und „Können Tiere denken?" Weitere Auszeichnungen wurden hier Belgien, Frankreich, Japan, England, Rumänien und der Schweiz zuteil. c) Dronzemedaillen. Den Ersten Preis erhielt der deutsche Ufafilm „Es war eine rauschende Ballnacht". Weiter wurden Böhmen und Mähren, Argentinien, Frankreich, Eng- selbst ab« ti ruhelosen izeichnet ii)n r tn €hirm > herrlichsten em ÄS ntijenbiltew der huttm TatB> Friedrich von Lesii"' )em Wille"! insberg. »e europaw" dem DL Größe! M orleser wti' er in * t gri zulckA sWn bt* veimariW Mit Rücksicht auf die politischen Verhältnisse war die Preisverteilung für die auf der Internats o- nalen Filmkun st schau des Jahres 1939 in Venedig vorgeführten Filme aufgeschoben worden. Nunmehr hat das Präsidium der^ Biennale auf Grund der von ben einzelnen ausländischen Delegierten und den italienischen Mitgliedern des Preisrichterausschusses geäußerten Ansichten beschlosien, satzunasmäßigen Preise folgende ir Verteilung zu bringen: die Post erfolgte, ist beendet. Soweit Steuerpflichtige Steuerkarten nicht erhalten haben, wollen sie die Anfertigung im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 71r. 6, beantragen, und zwar nur vormittags von 8 bis 12 Uhr. Bei der genannten Amtsstelle erfolgt auf Antrag des Steuerpflichtigen die Aenderuna der (Eintragung auf der Steuerkarte, und zwar in folgenden Fällen: 1. wenn es sich um Eintragungen handelt, die nachweislich unrichtig sind (Schreibfehler und dgl.), 2. Aenderungen des Familienstandes (z. D. bei Hei- tat oder Geburt eines Kindes). Im übrigen wird auf das jeder Steuerkarte bei« gefügte Merkblatt verwiesen, das von jedem Arbeitnehmer zurückbehalten werden darf. Die Eintragung über die wehrsteuerpflicht auf der Steuerkarte stellt einen formlosen Steuerbescheid im Sinne von § 212 der Reichsabgabenordnung dar. Gegen diesen Steuerbescheid steht dem Steueroflich- tigert das Einspruchsrecht zu. Die Einspruchsfrist beträgt einen Monat und beginnt mit fr*1** T/*ge der Zustellung der Steuerkarte. Auf der Steuerkarte find auf der 4. Sette die Be* stimmungen über die Höhe der Bürgersteuer usw. angegeben. 7Ntt der Zustellung der Steuerfarte gM die Vürgersteuer als angefordert. Soweit Lrspruch auf Befreiung von der Bürgersteuer besteht siiw Einsprüche im Stadthaus, Bergstraße *u, Zimmer 2>r. 14, Dör3'uu7W.^^ Er Ditv noch darauf ymge* wiesen', daß in Verlust geratene Steuerkarten nur gegen Zahlung von 1,— RM. ersetzt werden. Gießen, den 30. Dezember 1939. Der Oberbürgermeister. 2- D..' * unh »Mi -------..........«in in bas Erdbebengebiet abgegangener Hilfszug des Altai-Gebirgssystems. Sett vor, und voll erregt und besonnen zugleich. Wie er bei- aug Antara mit den Ministern für Inneres und Zetten wird dort Erz geforbert und . p'.^öwelse die Atmosphäre der Herbst, unfr Wmier- murhP bei ber Station Simas arbeitet. Ein großer Teil dieses Dezi Feststellungen der Forscher ergaben, daß dieser Pserbestall aus ber Bronzesteit stammte unb etwa zehntausend Jahre alt ist. Die Tiere sahen jo frisch aus, als fei ihr Organismus im Augenblick ftefrengeblieben. In der Zwischenzeit hat auch ein amerikanischer Gelehrter Professor Harolb With- n e l l, von der Colgate-Univerfität die Wahrbett dieser Entdeckung bestätigt — Eine neuerliche, bisher aber nicht bestätigte Meldung will sogar wisien, daß in diesem ewigen Eis von Eingeborenen auch der Körper eines bronzezeittichen Menschen gefunden worden sei. Möglicherweise wurde der aufgefunbene Stall durch eine Staublawine verschüttet, deren Schneemassen dann später vergleffchert sind. Zigeunerdämmerung in der ungarischen puhta. Die ungarische Regierung hat sich entschlossen, die 1300 nomadisierenden Zigeuner, di« noch imme» durch das Land ziehen und auf ber Puhta Arnar ein romantisches aber wegen ihrer Räubereien und sonstigen Schanbtaten für bie Bauern sehr unan- nehmes Leden führen, endlich seßhaft zu machen. Nach amtlichen Feststellungen sind die heute noch herumziehenben Zigeuner Zahlenmäßia nicht mehr sehr bebeutfam, da man etwa 28 000 Zigeuner zahlt, bie in Ungarn bereits festen Wohnsitz haben Von diesen seßhaften Zigeunern sind sehr viele Musiker, vor allem Geiger, zumeist in größeren oder kleineren Orchestern zusammengefaßt, die in Kaffeehäusern, größeren Gaststätten, bet Festen, Hochzeiten unb Begräbnissen musizieren; bie übrigen seßhaften Zigeuner sinb im allgemeinen Kupfer- oder Grobschmiebs unb Uhrmacher, einige sind auch Rechtsanwälte unb Aerzte. Emer dieser Aorzte hat es au ziemlichem Reichtum gebracht unb besitzt ein Ambulatorium in Budapest, wo er bie Zigeuner Jmsonst behandelt unb natürlich erheblichen Zulauf hat. Der Plan ber ungarischen Regierung zur neuen Ansiedlung bezieht sich also nicht auf diese Zigeuner, sondern auf die Nomaden, die immer noch an den Straßenrändern Hausen, in Zelten ober gar in Erdhöhlen. Es sind dies bie sogenannten Rebellen, die Maria Theresia vergeblich in bas Banat auszuweisen versucht hatte, die Kaiser Franz Joseph vergebens zu zählen unternahm, unb die Dem Erzherzog Joseph vor einigen Jahren wieder ausgerückt sind, als er auf feinem großen Gut Mitt erheblichen Unkosten unb Mühen eine Unterkunft für sie geschaffen hatte. Sehr oft verbreiten diese Nomaden Krankheiten auch unter der Bauernbevölkerung, unb zwar nicht nur menschliche, sondern auch Tierkrankheiten. Sie hanbeln ja mit Pferden unb verstehen es meisterhaft aus einer kranken Mähre einen feurigen Zelter zu machen durch Einspritzungen Unb andere betrügerische Mittel. Die Schäden, die ben Bauern durch bie Zigeuner zugefügt werden, sind oft schwer unb über- steigen, wie man annimmt, die Summe von einer Million Pengö im Jahre, die die Regierung auswerfen will, um diese räuberischen Landstreicher endlich seßhatt au machen. Der Gesetzentwurf sieht verschiedene Arbeitslager für die einzelnen Zgeu- : nerftämme im ganzen Land vor. Familienlogen mit 5 Plätzen. . Familienlogen mtt 4 Plätzen . . I. Ring......... II. Ring III. Ning . ....... , IV. Ring ...... s . V. Ring......... n U U C II, UHU UULl I Hl IV -- 3----" " •. v r •• ., " Werken deutscher land, Hollanb, Ungarn unb Südafrika mtt Aus- ftergeiger Profes- Zeichnungen bedacht. ... Reicksmi nister Dr. Goebbels hat dem ron । uupin«. «... -v-i-- ----- ■ . Gustav Ucicki mit Küche Dorsch in der Haupt- dem sie die Barke^an^Lanfr^gezogen^hatter^ Zehnlausend Jahre — im ewigen Lis eingefchlostea. Eine wissenfd-aflliche Expedition unter Leitung von Professor Gryasnow erforscht gegenwarttg die eisbe-deckten Gebiete Sibiriens in der Nahe ~ " geschichtlichen Kupfer oer« Druckschriften In Heftform ■■UBUBB in gebundenen Ausgaben Klar in der Schrift, übersichtlich angeordnet, sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen Jede Lieferung schnell, gut und preiswert I Brühl’sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 Lohn- und Wehrsteuerbescheinigungen (Steuerkarten) und Lohn- und Wehrsteuer- üderweisungsblätter sind getrennt nach Gemeinden unb innerhalb der Gemeinden der Buchstabenfolge nach geordnet einzusenden. 2. Don den Arbeitnehmern, die am 31. Dezember 1939 in keinem Dienstverhältnis stehen, die in ihrem Betrieb befindliche Steuerkarte 1939 an das Finanzamt, in dessen Bezirk der Arbeitnehmer am 10. Oktober 1939 feinen Wohnsitz hatte. Dabei ist die Wohnung am 10. Oktober 1939, sowie auf der zweiten Seite der Steuerkarte 1939 die Nummer der Steuerkarte 1940 und die Gemeindebehörde, die diese ausgestellt hat, anzugeben Den arbeitslosen Arbeitnehmern geht hierzu noch eine besondere Aufforderung durch das zuständige Arbeitsamt zu. , II Nach § 48 der Lohnsteuerdurchführungsverord-. nUng und § 6 Abs. 2 der Ersten Wehrsteuerdurchfuh- runqsverordnung hat der Arbeitgeber ohne besondere Aufforderung für diejenigen seiner Arbeitnehmer, deren Arbeitslohn im Kj. 1939 den Bettag von 8000 RM. überstiegen hat, besondere Lohnzettel ausschreiben und bis zum 31. Januar 1940 an das für ben Arbeitnehmer nach feinem Wohnsitz zuständige Finanzamt -inznsend-m B°i Arbeitn-km-rn du^nur mährend eines Teiles des Sj. 1939 belchalttqt waren, ift für die Fraqe. ob der Arbeitslohn 8000 RM. tm Kj 1939 überstiegen hat, von dem Arbeitslohn aus- 3uqefren, der sich bei Umrechnung auf^ einen vollen ^abresbetrag ergibt. Die ßohmettel können an die dritte Sette der Steuerkarte 1939 angeklebt werden. In diesem Falle erübrigt sich die Ausschreibung der Lohn- und Wehrsteuerbescheinigung mjf Sette 2 ber Steuerkarte ober bes Lohn- und Wehrsteueruber'I weisungsblatts. Vordrucke zu Lobnzettel werden den Arbeitaebern auf Antrag vom Finanzamt kostenlos . geliefert. . x 78030 Nähere Auskunft erteilt das Finanzamt. Damit stimmt vortrefflich ein idyllischer Grundzua ^e''Wetterlage erlaub? zusammen, ber seinem Wesen eignete, wenn er auch Dachung der Bevölkeruw selten genug in Erscheinung trat. Daß Bismarck Gicut:H Ull UIIIUC1S> nach ferner Entlassung m der tiefsten Zurückgezogen- angeordnet, weil sich die Lage der Obdachlosen in- beit in ^nednchsruh sich im Bewußtsein des beut- foI$.e ber Wetterlage unb ber abgeschnittenen Der- Solfes zu dem „Alten aus bem Sachsenwalde bmbungen andauernd verschlimmert und die Hilfe- mythisch verklaren konnte, hat Nicht nur m der, Ostung wegen des stürmiscyen, harten Winters grog- Große des politischen Führers seine Wurzel, son- tmSchwieriakeiten begegnet. Die Zahl derToten über- frern ist im letzten in der geistigen Strahlungskraft tri«t aüer Voraussicht nach bie ber Verletzten, weil vedmgt, bie feine Persönlichkeit geheimnisvoll um- ber er.-te wuchtige Stoß eine Minute anhiett unfr -r ; 7 J an- 7 aus Ltnrara mu oen ^tinqiern jur cnnvie» uuv pielsweise bie Atmosphäre der Herbst, und Winter- Dolkswohlfahrt wurde bei ber Statton Siwas arbeitet. Em großer --- Ichonheit des Sachsenwaldes vor bie Seele zu zaa- ^urck Schneewehen blockiert desgleichen sieben Millionen Quadratkilometer — ist mtt ewigem bern weih, ist schlechterdings poetisch. Mit Recht em ftu|5,uq der aus Kaisseri unterwegs war. Un- Eis bedeckt. Nun ift bie Expeditton bei ihren For- bat man bemerkt, daß der „Realpolitiker Bismarck menschliche Ärbeitsleistungen von Truppen und Be- schungen und Ausgrabungen in etwa 15 Meter Tief« eigentlich die Augen eines Träumers im Kopfe hatte, völkerung sind für die Freimachung der Straßen unter bem ewigen Els auf einen Holzstall gestoßen. £n der Tat: Bismarcks großes unb sprechendes cür Lastkraftwagen erforberli* Der Einsatz von In diesem Stall befanden sich z e h n Pferde, di« -äuge konnte nicht nur dämonisch aufblitzen, sondern Flugzeugen zur Heranschaffung von Lebens- durch die Kälte vollkommen erhalten waren. Die auch wettschauend träumen und besinnlich leuchten. Mitteln und Medikamenten ist beabs ifyliteranfö selchichllichn mchsmensih !e tometen« °bfahrt in» den Bodrn ftucht ber«. Besessenheit in einsamrr luden, über. jften Werke i Mann hat als leiben« *tr Zeihw i Kaiser auf iem Freimut oeil er nicht er, schasst er greift doch Verhältnisse von einem zum Durch- sens, ist un» rich von in deutscher auch sein mschau und der Jugend zil-ungswklt in die Edlen, sondern zum Kaniff jlksmnn >n ! frei sein St' literarW ! wb.»"«»,»L,L ist UNS w-mg-r bekannt. Und doch ha, der ixt „Faust des ..Egmont" und der ..Jph^en " Mll l.m-m Herzog von Weimar an der Kampaane in Frankreich te.laenommen. die neue Taktik stanzosilchen R-uosutionsheere studiert und ist nach km ?u,amm°nbruch Preuhens in (Erfurt Napoleon nist ."-er Wurde und Gesinnung entgegengetreten daß -r dem ZwlNtzherrn Deutschlands -in tiefes g-fähl für die Gröhe des deutfchen Geiste- ab. nötigeI W,r können es mit Händen greifen- das Betrachtende und das Tathafte liegt auch in Goethes «-st-» Wechfelwirkung beisammen, öUd) hier sinb Ifreenkraft unb Tatgeist bie starken Pfeils über benen sich ber Bogen seines We ens jpannt. Diese Anschauung erst ermöglicht uns ben Blick in bie ^Vollstai-fr gke'tt seiner Natur" von der Schiller aus unmittelbarem Erleben immer wieder in bewundernder Verehrung sprach. Noch eine Gestalt von fortzeugender Wirkung lebt lebendig in unserem Volksbewuhtsein, bie so häufig einseitig nur als Verkörperung härtesten Willens unb nüchternster Tatsachenpolitik hingestellt wirb- Bismarck. Das abtlingenbe neunzehnte Iahrhum Tttanenfrer Poli tik/*Gew^ß ist^bie^Kühichett^^11°r h ♦ h «r n h- h . ! alleroris bie Menschen im Schlaf überraschle Erkemttnis des Notwendigen und die ^äbiatei/h!' ^ln”f.n^pltKunb. Xa«ff5a!! bie^®l9en bc“te unb sie unter den Trümmern ber meist einstöckigen h»r TmrAführuna he^ ernrnnf Ma riLy? ? 7" sHen Kräfte sinb unter Abolf Hitlers Führung wie-Däuser begrub. Gleichzeitig würben schlagartig bie »in hervorstechender Charakte^ua hes schöpferischer Einheit zusammengeschlosien Verbindungen mit der Außenwelt abgeschnitten. 3tsmartf°ber ibn in Ae Reibe^r ™or?et?' üeEÄUm^ beutfAen ^ach Reibungen aus Ankara schwanken bie ( 4^nv *n sm,,*?6? • £>er Sinn- Seele tn steuer- unb fuhrerlo er Zeit als Gegensätze Schätzungen über bie Zahl ber Toten zwischen bilder erhebt. In ber Wucht seines persönlichen Ein-1 auseinandergetreten waren. Besinnlichkeit und Tat-! Atzungen uoer ^e^api oer xoien fefees in entscheidenden Weltstunden lodert das kraft sind wesentliche Machte des Deutschtums. Erst Feuer altgermanischen Reckengelstes. Wie sehr aber dort, wo friese beiben Mächte sich in schöner Har- I aud) bter bie Tatkraft aus tieferen seelischen unb monie verbinden, tritt bas Wesen bes beutschen geiftigen Anlagen steigt, laßt sich aus der inneren Menschen klar in Erscheinung. | Poesie feiner Natur leicht ablesen. Denn dieser 1 -___— Heuchelheim, den 29. Dezember 1939. 78200] MSV] Am Freitagmorgen 9 Uhr entschlief plötzlich nach langem, mit grober Geduld ertragenem Leiden unser Heber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Jakob Hahn, Schuhmachermeister im 70. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Sonntag, den 31. Dezember, nachmittags 2% Uhr, vom Trauerhause. Marktstraße 18. aus statt Die Einäscherung findet in der Stille statt - Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. In tiefer Trauer: Familie Otto Hahn Familie Paul Schmidt Am 29. Dezember verschied unerwartet an einem Herzschlag mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager, Bruder und Onkel Adalbert Bindewald Im 73. Lebensjahre. In tiefer Trauer- Johanna Bindewald, geb. Schwager Dr. Hilmar Bindewald Gisela Bindewald, geb. Landmann und 3 Enkelkinder. Gießen, Bremen, den 30. Dezember 1939. Gießen (Alicenstraße 10), den 29. Dezember 1939. 7797D 7813D I Die Beerdigung findet am 1. Januar um 14.30 Uhr statt. Bza verloren, der stets mit Leib In 7635 A Ouofitdl und solider Koufmonnsgeist errangen der Firma Die Kameradschaft „Admiral Scheer“ I A: Dorpfinger. Hossio-Sprudel einen führenden Platz unter den deutschen Mineralbrunnen und sicherten ihr dos Vertrauen aller Kunden. Dieses Vertrauen noch zu vertiefen wird für die Zukunft unsere vornehmste Aufgabe sein. 3 Kinder mit Vater und Mutter zahlen zusammen RM. 7.60 Monatsbeitrag. Gerade heute ist eine gnie Krankenversicherung unentbehrlich. Fordern Sie unverbindl. Prospekte an. Deutsche Mittelstands• Krankenkasse „Volkswohl“ V. a. 6., Dortmund. Bezirks-Dir.: Ernst Lotz, Frankf urt/M.,Stiftstr.41 ,Ruf23934 und Seele an seinem Bunde hing. tiefer Trauer j Der Alte Herrnverband der ehern. Landsmannschaft „Merovingia“ Dr. Monnard. nach längerem Leiden im Alter von nahezu 66 Jahren zu sich heim in sein himmlisches Reich, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Grieb, geb. Arch Karl Grieb und Familie Karl Jung und Familie. Holzheim, den 29. Dezember 1939. Benner, Krumm & Sauer GIESSEN Wegen Inventurarbeiten ist unser Betrieb am 2. und 3. Januar geschlossen Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8-jähriger Schulbildung. Frühzeitige Anmeldung erbeten, da die Aufnahmeprüfung bereits vor Ostern stattfindet und eine spätere Aufnahme nicht vorgenommen werden kann. Ein- u. halbjährige Handels- faChklaSSCn für Schüler mit Volksschulreife und höherer Schulbildung, bei Sekunda- oder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude Gießen / Goethestraße 32, Ruf 2486 Am 26. Dezember verschied unerwartet nach kurzem, schwerem Krankenlager unser lieber A H. und Altkamerad Professor Paul Helmke Museumsdirektor LR. - aktiv 1886 — 1890 Wir haben mit Helmke einen lieben Bundesbruder und Kameraden Aadel- und Laubholz, Schnittmaterialien aus eigenen großen Produkt! onen Ostpreußisches Kiefernschnittholz Sperrholz - Isolierplatten - Furniere Hartplatten für Fußboden usw. he em ab Lager obe. Derr 5399 A Eugen Dürr & Co , Gießen . Der Herr rief heute früh meinen lieben Gatten, unseren treu- sorgenden Vater. Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Balthaser Wilh. Grieb Maschinen eher Art repariert sachgemäß Heinrich Wallbott Schlossermeister, Gießen, Löberstraße Nr. 19. Ruf über 3075. 8788d kSGiss la -Sprudef ) - Bad-Vilbel * Vogtsche Piivat-Handelsschule Gießen, Goelhestr.32 Vertriebsstellen: Gießen: Karl Burhenne, Gnauthstraße 5, Ruf 3169; Watzenborn-Steinb€>rg: Ernst Gilbert, Ludwigstraße 23; Griinberg: Walter Horst, Londorfer Straße 58, Ruf 95. nMv g Rheuma- Befchweröen Herr Fritz Stetefeld, Konzerts länger, Nürnberg, Goethestr. 44, schreibt am 16.10.39: ,^Zmmer wieder leide ich, besonders in der Uebergangszeit, an rheumatischen Beschwerden, die ich mir im Weltkrieg zugezogen habe. Die Trineral-Ovaltabletten wirken bei mir hervorragend. Schon wenige Tabletten machen mich schmerz- und beschwerdefrei. Aus Dankbarkeit teile ich Ihnen dies gerne mit." Bei allen Erkältungskrankheiten. Grippe, Rheuma, Ischias. Nerven- u. Kopfschmerzen haben sich die hochwirksamen Trtneral-Ovaltabletten bestens bewährt. Keine unangenehmen Nebenwirkungen auch bei Magen-, Hcrz- oder Darmempfindltchkeit. Machen auch Sie einen Versuch! Packung 20 Tabletten nur 79 Pfg. 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Anmeldungen nehmen die Friseur- Innung Gießen, Obermeister Lotz, Lich Cb erb. und die Kreishandwerkerschaft in Gießen entgegen. 7810V Für alle Angehörigen: Friedrich Heimer Die Beisetzung findet am 2. Januar, 13.15 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Von Beileidsbesuchen wird gebeten abzusehen. Statt besonderer Anzeige. Nach längerem, mit Geduld und Standhaftigkeit getragenem Leiden ging heute im 77. Lebensjahre mein guter, treuer Lebenskamerad Frau Lina Heimer, geb. Haas nach gemeinsamer froher Lebenswanderung durch mehr als 50 glückliche Jahre für immer von mir. Treueste Pflichterfüllung, unermüdliches Schaffen und nieruhende Fürsorge für die Ihren waren der Inhalt ihres langen gesegneten frohsinnigen Lebens. Kinder, Kindeskinder und Urenkel ehren darum mit mir in tiefer Dankbarkeit ihr Andenken. 7822D ’n tiefer Trauer: Anna Kilbe. Gießen, Mohrau (Kr Ne^se), - Dezember 1939 Am 28 Dezember entschlief sanft mein Heber Mann, Bruder und Onkel Alois Kube im 81. L€l? •'sjabre. Nr. 305 Drittes Blatt oll. ä».Dezember 1039 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für (Dberhefien) Aus der Stadt Giehen. Zum neuen Jahre. Von Reinhold Broun-Eckelsdach. „Ein neues Jahr!" Wie anders der Klana 6r< *en Wattt tot. X /— '5, / X 'ber. / 125 t "tUteI häbin^- Gegen 2 mit einem X bezeichnete Nährmittel- abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 fahren erhalten Sie 2-wöchentlich eio batet =250g Maizena, das feit über 70 Zähren bewahrte Säuglings- und Kindernährmittel für die Flasche, für den Brei, für den Pudding. Rodjanwcffangcn liegen jedem Paket bei. MAIZENA Der Von der tiefen Treue Don 3ofef Maonus Wehner. Zw schen den Jahren Von Hedwig Forst reute r. Steht hier die Zeit? — Im atemlosen Schwünge Des raschen Laufs ist eine kurze Frist, So schmal, wie zwischen Wimpernschlag und Aufblick Die feine Grenze scharf gezogen ist — Der Ton der zwölften Stunde dröhnt und schwebt In hohen Lüften langsam zitternd aus; Der Zeiger bebt, er wandert, und nun hebt Ein neues Jahr geheimnisschwer das Haupt — — Was wir in heißem Wunsch ersehnt, gesucht, Was wir im Kampfe unser schon geglaubt. Es sinkt zurück ins Dämmer des Vergangen ... Wir aber gehen, neuem Tun bereit, Gehorsam einer Stimme, die uns ruft, Den neuen Weg vertrauend anzufangen. Hä 'S 'SÄfL L ÄK; h-im limb. ro0 «fn rein"' ungebrochenen Trennung noch TodF^t In r Verrat Ä S? Ä‘Ä-1 Treue gebaut Menschliche Treue beruht auf dem Glauben an den Wert, sie kann immer nur einem wertvollen Menschen oder einer guten Sache dienen. Sie versteht weder zu schmähen noch zu schmälern, sie ist ohne Widerspruch und ist die Tugend der Menschen, die in ihren Herzen einfach geblieben sind. Ihr gilt ein Wort oder ein Handschlag so viel wie der eierlichste Eid, sie ist unbeirrbar, wie viel Verleumdungen und üble Nachrede man ihr auch zutragen möge, und hat sie einmal ja oder nein ge- agt, ban steht ihr Wort für alle Ewigkeit. Die Werktteue, die Pflichttreue, die Sippentreue, die eheliche Treue, bie Staatstreue, die Treue zum eigenen Blut und Wesen — immer tritt dieses heilige Wort in Verbindung mit den höchsten Einrichtungen und Besitztümern auf, die sich ein Volk schuf und die seinen Wert und seine Unzerstörbarkeit ausmachen, so daß mir sagen können, die Ewigkeit eines Volkes beruhe auf der Treue seiner Menschen. Treu und beständig sollst du sein — in die- em Mahnwort des alten Liedes verhüllt sich der Kern der Unsterblichkeit. Treue besteht; sie gehört zu den bleibenden Mächten, während die Untreue verweht wie ein schlechtes, rauchiges Feuer. Treue ist das Gold im Urgestein des Lebens, sie ist fein höchster Wert und seine klarste Ehre. Die Binde (rast der Treue offenbart sich m der Not- hier erst wird sichtbar,' wieviel echtes Gold in einem Menschenherzen schlummert. Wenn wir Soldaten des Weltkriegs in der Sturzflut von Feuer und Eisen lagen, hungernd, dürstend und oft halb verzweifelt, wenn dann in solchen aussichtslosen Nächten von weicher hinter der feindlichen Fron die Tanzmusik erklang, die uns anzeigte, daß bor drüben alles zu haben war, woran wir Mangel litten — was hielt uns dann ab, hinuberzulaufen und aller Not ein Ende zu machen? Es war die einfache foldattfche Treue die wir dem Kamerabe^ und in ihm der ganzen Heimat hielten. Wir hatten es drüben äußerlich besser gehabt, zumal als sich bie Waage bes Glückes unzweifelhaft auf bie Seite ber Gegner neigte, aber jene uralte Stimme, die von weither klang wie aus bem Daterhaufe, banb uns in bie Front, und mir hielten aus wie bie Millionen Helden, die sich in den Jahrhunderten unserer Geschichte bewährt hatten So haben auch bie Dolksbeutschen an ber Ost. arew ausgehalten, ^hunderttausend Menschen heften Blutes, und es gibt nichts Erschütternderes in unseren Tagen als die Züge ostdeutscher Menschen, die unaufhörlich ausziehen, um ihre von den Bolen erschlagenen und irgendwo verscharrten Toten heimzuholen und in heimische Erde zu betten. Diese Treue über den Tod hinaus zeigt einen Grad menschlicher Vollkommenheit an, wie er nur m Hochzeiten völkischer Gemeinschaft erreicht wird. Der Zug der Soldaten an die Front, der Arbeiter wenn sie zu ihrer Alltagsarbeit eilen, ist em Zug der Treue zum Ganzen. Kör^rs SÄ. w PerföiÄZ zu- Die Treue ist die Tugend der Auserwahlten. treue Mensch ist recht eigentlich dazu auserlesen, Sinnbild und Beispiel der hohen vebenso^nung zu sein, die immerfort aus dem goldenen Lebens- ijintergrunbe a-usflufit Start und b-h°rrl'ch steht er inmitten einer schwankenden und ® ’ der inneren Stimme geijorfam, bie ihn w - aus weiter Ferne, wie aus endloser Bergangenheit, ans der liefe feines Wesens heraus anruft und ihn -r mächtig!, im gleichen Schritte mit bem Schicksal feinen Weg zu gehen bis zum E"be Wenn bie Liebe stärker tft als ber Zoi, tann rf fie es vermöge ber Ireue, bie leber «^Ntaften Liebe innewohnt. Liebe und Treue, fte immer zusammen genannt in JBoltsIieb unö p sie sind bie liebsten Kinder alter Sagen unzertrenn liche Geschwister gleichsam von denen bie Siebe Schwester die Treue der Bruder ist. So gehen 1 N in Hand über unser deutsches Lebensge E unwanscht von zahllosen HeD-ng°!°ngen und schlicH ten Liedern von der ältesten Zeit an bis> aus un ere Tage: ein einziger Bogenstrich a-rlnndet Chriemh lbs Schoße birgt, ergreift uns nut tranenschmun sammen, wird der Mikrokosmos zum Abbild bes Makrokosmos, des Alls. Darum fei still in der Treue. Auch die Treue gehört zu den stillen, den lautlosen Tugenden, die wie stumme Götter unser Dasein durchwirken. Gib deinem Nachbarn, deiner Frau, deinem Kinde die Hand. Und wenn,du ihm nun in die Augen blickst, dann soll in euer beider Augen alles aufleuchten, was an heiligen Werten im Seelengrunde schlummert. So gaben sich unsere Vorfahren die Hand, wenn sie zu ernstem Werke schritten; so gaben sich die Kameraden des Krieges die Hand, wenn sie den Marsch antraten in die siegreiche Todeslohe ber Front. Es geht jetzt nicht um ben Tob, sondern es geht um das kommende Leben, bas völlig und willig in deine Hand gegeben ist, mein lieber Kamerad im Lebenskämpfe der Heimat! Halte bie ftitle Treue: deinem Nachbarn, beinern Weibe, beinem Kinde. Sie ist der Mutterboden für die große Treue, die das Schicksal der Völker be- sttmmt. Laß heute Feiertag sein in einem Herzen, den glücklichen Anfang eines neuen, eines ganzen Menschen. Sie doch nur: unser Werk wird uns einst richten, dich wie mich. Und wenn mir auch nichts überragend Großes schaffen sollten, du und ich, keinen Bau, keine Brücke, keine Sttaße, noch gar einen Staat, so ist doch dieses unser kleines Leben, deines wie meines, das Pfand, das uns Gott gab und das mir in Treue verwalten müssen, wenn mir bestehen motten. Unser Leben ist unser Werk. Wir wollen es redlich aumbauen, jeder an seinem Platze, und in Ehren alt werden. Dann wird uns, in unserer letzten Stunde, tröstend das Sieb der Treue auf feine Schwingen nehmen und uns zu Vater und Mutter tragen, in den Kreis ber Auserwählten, die sich bewährt hoben. Denn die Treue, mein lieber Mitmensch, ist die Tugend ber Auserwählten. HalenDer. Der Reichs-Tierschuh-Salender. Ein guter alter Bekannter ber Schuljugend, jebes Jahr aufs neue mit Interesse erwartet, ist soeben wieder erschienen, ber Reichs-Tierschutz- Kalenber. Auch für 1940 sind zwei Ausgaben herausgekommen, die Ausgabe A für die Unter, und Mittelstufe, die Ausgabe B für die Oberstufe fomie für die Erwachsenen, von denen viele dem Kalender-Kameraden aus der Schulzeit die Treue bewahren. Eine dankbare Aufgabe des Reichs-Tier- schutz-Kalenders ist es, durch Hinweise auf die Einstellung hervorragender Persönlichkeiten und durch Erzählungen in Wort und Bild die Jugend zur Liebe und zum selbstverständlichen Schutz der Tiere hinzuführen. Damit wird zugleich ein Beitrag zur Charaktererziehung geleistet, zur anständigen Em- stelluna gegenüber den Unselbständigen und Schwachen Die Ausgabe für die Unter- und Mittelstufe hat sich diesmal das Wort Adolf Hitlers zum Motto gewählt: „Ich habe mich immer zu ber Auffassung bekannt, baß es nichts Schöneres gibt, ui5 Anwalt derer zu sein, die sich nicht selbst verteidigen können. „Das Lied der Wüste." Die Filmschauspielerin Zarah Leander, die man vor nicht allzulanger Zeit in dem Film , Es mar eine rauschende Ballnacht" in einer feinen und innigen Rolle zu bewundern allen Anlaß hatte, überrascht nun damit, daß man sie in einem Film wiedersieht, ber nicht nur ein abenteuerliches, sondern ein geradezu sensationelles Gepräge trägt. Sie erscheint als die Geliebte eines idealistisch gefinnien Ingenieurs, ber für bie einheimischen Araber (ber Schauplatz ber Handlung ist em Mandatsgebiet in Norafrika) ein Kupfervorkommen erschließen will und sich damit in heftigen Gegensatz zu einer europäischen (lies: englischen) Mächtegruppe setzt, ber ber junge Ingenieur mit seinen idealistischen Grundsätzen heftig im Wege ist. In bie Spannungen dieses Machtkampfes, für ben auch ein Expeditionskorps eingesetzt wirb, gerät nun bie schöne Sängerin Grace Collin, bie bie Gefahr, bie ihrem Geliebten droht, umso eher erkennt, als chr eigener Vater dessen schärfster Gegenspieler ist, für ben die Person bes Ingenieurs nur ein lästiges Hindernis ist, bas skrupellos beseitigt werben muß. In ber Erkenntnis dessen löst sich Grace von ihrem Vater, tritt ganz auf bie Seite chres Geliebten und rettet ihn dadurch, daß sie die Soldaten durch ihre Lieder ftsthält, bis für ihren Geliebten, ber in die Gefangenschaft der Soldaten geraten ist (und als Aufrührer erschossen werden sollte), bie Befreier, aufständische Araberstämme, nahen und ben Verfechter ihrer Interessen aus aller Gefahr reißen, währenb fein Gegner, ber Finanzmagnat, einem Attentat zum Opfer fällt. Die lebhaft bewegte Handlung spielt sich vor einer entsprechenden Kulisse ab und nimmt ben Zuschauer im steten Wechsel stark in Anspruch, ohne baß babei jedoch innerste Bezirke berührt werden. Selbst die Trägerin ber Haupttolle, Zarah Leander, hat es schwer, in ber Fülle und ber Härte der Ereignisse ihre darstellerischen Stärken zur vollen Auswirkung gelangen ju lassen, obwohl sie natürlich auch in diesem Film als die bedeutendste künstlerische Erscheinung zu bewerten ift Neben chr steht Gustav Knuth als Ingenieur Brenton, der neben seiner Partnerin keinen leichten Stand hat und am lebendigsten eigentlich in ben Auseinandersetzungen mit seinem Freunde, bem Captain Frank Stanney (Herbert Wilk), ber auf ber Gegenseite stehen muß, in Erscheinung tritt Friedrich Dornin stellt ben skrupellosen Großindustriellen und Finanzmagnaten dar, der in der Veranschaulichung von gesellschaftticher Gewandheit und ge- schastsmännischer Kälte, allen menschlichen Haß auf sich zu ziehen weiß. Auch in ben Nebenrollen begegnet man guten Kräften. Die Regie für diesen Uta- Film lag bei Paul Martin. Die Photographie hatte es in bem steten Wechsel vom geschlossenen- Raum zur freien Landschaft, außerdem w b^Avei- fellos künstlich angelegten 'ockaftScttmchen Stabt und der sicherlich- btzgkenzten "Wüste" nicht leicht, zu geschlossenen und überzeugenderi Wirkum- gen zu kommen. Heinrich Ludwig Neuner. an der Hütte selbst oder an der Gebäudewand ehv aelassen ist, laufen können, um dem Hund größere Bewegungsfreiheit zu geben. Die Einstreu muß in der feuchten und kalten Jahreszeit jede Woche erneuert werden. Zweimal im Jahre sollte die Hütte mit schwachem Lysol-Schmierseifenwasser ausgewaschen werden. Wo es möglich ist, gibt man in das Einstreustroh einige Hände voll grünes Farnkraut, da der Farnkrautgeruch von tierischen Schmarotzern, wie Flohen, Läusen und Zecken, gemieden wird, den Geruchssinn des Hundes aber nicht beeinträchtigt. Der Tierhalter hat nicht nur die durch das Gesetz vorgeschriebene Pflicht einer sorgfältigen Tierhaltung und Tierpflege, sondern er ist als Angehöriger der deutschen Volksgemeinschaft auch sittlich verpflichtet, den gerechten und billigen Forderungen der Schützer unserer vierfüßigen Freunde zu entsprechen. Schutz öer Tiere bei Luftangriffen. Weh bleibt bei Fliegerangriffen dort untergebracht, wo es zu leben gewohnt ist. Abgesehen von Grünlandgebieten oder größeren Betrieben mit zeitweiligem Weidegang ist dies der Stall. Hier sind die Tiere splittersicher, bei entsprechender Vorsorge auch kampsstoffsicher. Bei Weidegang, wobei diese Voraussetzungen fehlen, ist ein Zusammendrängen aus kleinen Flächen zu vermeiden; die Koppeln sind deshalb unterzuteilen, für Tarnungsmöglichkeiten durch Saumgruppen oder Schuppen ist zu sorgen. (Sießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Schlachtviehmarkt (Schlachtviehoerteilungsmarkt) in der Diehversteigerungshalle Rhein-Main in Gießen kosteten: Ochsen 36 bis 44,5 Rpf., Kühe 19 bis 43,5, Färsen 40 bis 44.5, Kälber 40 bis 64, Schafe 42 bis 46 Rpf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,10 RM, bl (135 bis 149,5 kg) 1,10, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,10, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d (unter 100 kg) 1,02, e—k (unter 80 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,10, i (Altschneider) 1,10, g2 (andere Sauen) 1,02 und h (Eber) 1,02 RM. Marktverlauf: regelmäßig, alles zugeteilt. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 30. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, ausländische Kühlhauseier, Klasse A 11%, Wirsing, % kg 10, Weißkraut 7, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 9, rote Rüben 9 bis 12, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 18 bis 20, Zwiebeln 12, Meerrettich 40 bis 60, Aepfel 15 bis 25, Birnen 15 bis 20, Nüsse 40, Blumenkohl, das Stück 45, Endivien 40, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15 Rpf. * ♦* Beförderungen bei der Gießener Kriminalpolizei. Mit Wirkung vom 1. Dezember 1939 wurden der Kriminalsekretär Johann Oehlenschläger zum Krintincklobersekretür imb der Kriminaloberassistent Hermann Reher zum Kriminalsekretär befördert. Unseren herzlichen Glückwunsch zur Beförderung. ** 40 Jahre im Dienst der Biebertal- bahn. Am 1. Januar 1940 kann der Oberschaffner Andreas Haus aus Bieber auf eine 40jährige Dienstzeit bei der Biebertalbahn zurückblicken. Er ist bei allen Fahrgästen der Bahn eine bekannte Persönlichkeit und genießt allenthalben große Wertschätzung. Seit 40 Jahren gehört er auch zu den treuen Beziehern bÄ- „Gießener Anzeigers". Wir beglückwünschen den Jubilar zu seinem Dienstjubi- läum. ** Einsendung der Lohn» und Wehr- steuerbelege 193 9. Die Finanzämter Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Grünberg, Hungen, Lauterbach, Nidda und Schotten fordern zur Einsendung der Lohn- und Wehrsteuerbelege für das Kalenderjahr 1939 auf. Die Aufforderung sei sowohl den Betriebsführern als auch den Gefolg- schastsmitgliedern dringend zur Beachtung empfohlen. ** Einlösung der Stadttheater- Stammiete. Die Einlösung der vierten Rate der Stammiete hat an der Theaterkasse, Johannes- straße 3, an folgenden Tagen zu erfolgen: ant Dienstag, 2. Januar, für die Dienstag-Mieter, am Mittwoch, 3. Januar, für die Mittwoch-Mieter und am Donnerstag, 4. Januar, für die Freitag-Mieter. Aus Der engeren Heimat. Tiere find sehr rauchempfindlich und feuerscheu, jede Verqualmung von Stallungen ist gefährlich. Deshalb Vorbereitungen treffen, um bei Feuer aus» bruch Ställe mit Umsicht schnell räumen zu können. Verängstigtes, beunruhigtes Vieh tritt von der Krippe zurück, die Umbindekette spannt sich, der Knebel löst sich nicht aus dem Ring, die Tiere brüllen, reißen, zerren an der Kette. Da gilt es, für schnelles und leichtes Losmachen und für das Herausbringen aus dem brandgefährdeten Stall Sorge zu tragen. Hilfsmittel wie Stallhalster, Blenden aus alten Säcken und Tüchern zum lieberwerfen über den Kopf, Not- oder Strickhalster bereithalten! So ins Freie verbrachte Tiere versuchen in brennende Stallungen zurückzulaufen, sie wollen wieder an die gewohnte Futterkrippe, was durch behelfsmäßiges Aufstellen im Freien verhindert werden muß. Ein Tier allein steht nie, gibt keine Ruhe, deshalb stets mehrere zusammenstellen. Nichts unversucht lassen, um Verluste an wertvollen Fleisch-, Fett- und Milchspendem zu verhindern. Sie Herstellung von Apfel-Tee. Mancher wird auf feiner Lebensmtttel'karte vergeblich nach seiner Leezuteilung gesucht haben. Da oer Tee aber ein Laubbaum oder Strauch des wärmeren Oftasiens ist und formt seine aufbereiteten Blätter einen Einfuhrartikel darstellen, müssen wir uns dieses Getränk zur Zeit verkneifen. Nun, das tun wir gern, um so mehr, als gerade der Tee durch heimische Produkte leicht ersetzbar ist. Da ist zum Beispiel der Apfel-Tee. Selbst kritische und verwöhnte Gemüter, die ihn bei mir zum ersten Male kosteten, bezeichneten ihn als durchaus trinkbar und wohlschmeckend. Die Apfelschalen werden in den meisten Fällen als werttos fortgeworfen. Das ist vom volkswirtschaftlichen und hauswirtfchafttichen Standpunkt aus falsch. Mr trocknen sie auf einer Horde über dem Herd oder auf dem Ofen, aber Nicht zu lange. Wenn die Schalen trocken, aber noch elastisch sind, werden sie durch die große Scheibe des Fleischwolfes gegeben. Das so erhaltene Apfel- Tee-Produkt hat'eine große Aehnlichkeit mit dem handelsmäßigen Apfel-Tee. Es wird mit heißem oder kochendem Wasser aufgebrüht und leicht gesüßt genossen. Auch getrocknete Brombeerblätter und Hagebuttenschalen können bei gemengt werden und geben dem Tee eine feine Würze. Sie können jetzt noch gesammelt werden. Dieser Apfel-Tee ist kein ..Ersatzmittel", sondern ein durchaus wohlschmeckendes Getränk, das schon seit langem viele Freunde hat. Ratsherren-Sitzung in Alsfeld. A Alsfeld, 29. Dez. In der letzten Rats- herrenfitzung des Jahres 1939 am Donners- taa gelangte der Voranschlag der Gewerbeschule für das Rechnungsjahr 1940 zur Vorlage. Er bewegt sich in Einnahme und Ausgabe mit 11 769,56 RM. Der staatliche Zuschuß zu den persönlichen Kosten ist mit 4124,56 RM. in Ansatz gebracht. Die Gesamtleistung der Stadt, einschließlich der sachlichen Ausgaben," beläuft sich auf 7485 RM. Die Ratsherren hatten gegen den Voranschlag nichts gu erinnern, der daraus vom Bürgermeister in oer angegebenen Höhe festgestellt wurde. Die Schülerzahl, die in den beiden letzten Jahren eine erhebliche Zunahme erfahren hat, beträgt im laufenden Wintersemester 62. Den wichttgften Punkt der Tagesordnung bitbete die Uebereignung des Gewerbeschul- gebaudes an die Stadt Alsfeld. Bürgermeister Dr. D ö l f i n g gab einen Bericht über die gegenwärtige Rechtslage hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse des Gewerbeschulgebäudes, das ursprünglich dem Ortsgewerbeverein Alsfeld gehörte und in das Eigentum von dessen Rechtsnachfolgerin, der Kreishandwerkerschast Alsfeld-Lauterbach, kraft Gesetzes übergegangen ist. Der Bürgermeister legte die Notwendigkeit einer Erweiterung des Schul- gebaudes im Hinblick auf die zunehmende Schüler- zahl und den weiteren Ausbau der Berufsschule dar, worüber bereits ein Vorprojekt mit einem Kostenaufwand von etwa 120 000 RM. vorliege. Da Voraussetzung für die Ausführung dieses Bauvorhabens das Eigentum der Stadt an dem Gebäude ist, werden gegenwärtig Verhandlungen mit der Handwerkskammer Darmstadt geführt wegen Uebereignung des Gebäudes an die Stadt Alsfeld gegen einen entsprechenden Kaufpreis. Der von der Handwerkskammer gemachte Vorschlag auf eine Summe von 30 000 RM., zahlbar in 20 Jahren, wurde grundsätzlich gutgeheißen. Die hierüber noch zu führenden näheren Verhandlungen mit der Handwerkskammer werden demnächst von dem Bürgermeister geführt werden. Für den Betrieb des Reichsarbettsdienstes in feinen baulichen Anlagen in der verlängerten Jahn- straße ist für die Stromversorgung die Errichtung eines Transformatorenhaufes notwendig geworden. Gemäß den Vertragsbestirn- murtgen mit dem Ueberlanbroerf Oberhessen in Friedberg wurde beschlossen, 31 Quadratmeter von dem städttschen Grundstück an das Ueberlandwerk Oberhessen kostenlos abzutreten. Infolge Ablaufs der Pachtzeit war die Neu- Verpachtung der Stadt bleiche vorzunehmen. Die Stadtbleiche, eines der idyllischsten Plätzchen am Rande der Stadt mit dem unter Denkmalschutz stehenden Bleicherhaus mit seiner uralten Eiche, befindet sich seit bereits 75 Jahren im Besitz der Familie des gegenwärtigen Pächters Falkenhainer. Gemäß dem Gesuch des gegenwärtigen Pächters wurde beschlossen, diesem die Stadtbleiche auf weitere neun Jahre zu den seitherigen Bedingungen zum Jahrespachtpreis von 500 RM. weiter zu verpachten. Dem Pächter wurde zugleich die Auflage gemacht, das anschließende städtische Schwimmbad, wie seither, als Bademeister zu betreuen. Er hat das erforderliche Hilfspersonal dafür zu stellen. In nichtöffentlicher Sitzung wurde über den Verkauf eines städtischen Hauses und von einem städtt- schen Gelände verhandelt. 75 Lahre »Hossia-Eprudel" Bad Vilbel. * Vilbel, 30. Dezember. Die Firma H a f f I a • Sprudel in Bad Vilbel kann an der Jahreswende auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken. Die Firma befindet sich seit Anbeginn im Besitz der Familie Hinkel. Während der langen Zeit des Bestehens haben drei Generationen der Familie die Geschicke der Firma geleitet. Aus kleinsten Anfün- gen heraus hat sich die Firma besonders in den letzten Jahrzehnten zu einem beachtlichen Faktor der deutschen Brunnenindustrie entwickelt. Landkreis Gießen. Leihgestern, 30. Dez. Die Bautätigkeit in unserer Gemeinde war in diesem Jahre nicht sehr rege. In der Bahnhofstraße, deren Ausbau nur langsam vorwärtsgeht, wurden drei neue Wohnhäuser im Rohbau errichtet, die im nächsten Jahre fertiggestellt und bezogen werden können. + Grünberg, 29. Dez. 3n der letzten Zeit hat hier der Tod in die Reihen unserer Alten mehrere Lücken gerissen. So verstarb im Alter von 80 Jahren die Witwe Anna Richard. Ihre 82 Jahre alte Schwester Katharine Sauber folgte ihr an Weihnachten im Tode nach. Außerdem starben an den Feiertagen noch die 87 Jahre alte Witwe Margarete Roth und Heinrich (Brüning, der ein Alter von 78 Jahren erreichte. — Im alten Schloß brach am Donnerstagabend ein Kaminbrand aus. Gegen 20 Uhr bemerkten die Bewohner der Dienstwohnung, die neben den Räumen des Forstamtes Grünberg liegt, starken Rauch und Brandgeruch. Hauptbrandmeister Haas und einige Leute der Freiwilligen Feuerwehr, die schnell zur Stelle waren, konnten eine weitere Ausdehnung des Feuers verhindern. Die Brandgeräte waren zur Bekämpfung des Feuers nicht nötig. Jedenfalls hat die frühzeitige Entdeckung des Brandherdes ein größeres Schadenfeuer verhütet. § Laubach, 29. Dez. Die Eheleute Karl Hof- KrümenLLÄ mann und Frau Katharina, geb. Seim, feierten in körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar steht im 78., feine Frau im 76. Lebensjahr. Viele Ehrungen würben dem Jubelpaar zuteil. Die Glückwünsche des Reichsstatthalters und des Landrats überbrachte Bürgermeister H ö g y. — Unter großem Iraner ge- folge wurde der 17jährige kaufmännische Lehrling Walter Rühl zu Grabe getragen, der beim Hantieren mit einer Schußwaffe im Büro seines väterlichen Betriebes tödlich verunglückt war. Den schwer geprüften Eltern wendet sich die Teilnahme der gesamten Bevölkerung zu, zumal sie vor drei Jahren einen neunjährigen Sohn verloren haben, der sich infolge eines Sturzes vom Fahrrad eine Handverletzung zuzog und nach einigen Tagen einer Starrkrampfinfektion erlag. Rundfunkprogramm Sonntag, 31. Dezember. 6 Uhr: Frühkonzert. Es spielt Hermann Hage- stedt mit feinem Orchester. 7: Nachrichten. 8: 2Bir fingen Den Sonntag ein! Es singt ein Soldatenchor. 8.40: Dichter unserer Zeit: „Der tapfere Schwabe.* 9: Es blasen die Trompeten ... Lieder und Märsche. 9.30: Das alte Jahr muß bringen sein Licht dem neuen Jahr. Es singt die Rundfunkspielschar 8 Frankfurt a. M. der Reichsjugendführung. 10: Im Glockenklang deutscher Dome grüßt die Heimat die Gedenket der hungernden Vögel! Schuht dte Tiere vor der Kälte! Front. Verbindender Text: Ernst Nebhut. 11: Im Schritt der Geschichte. Deutsche Dichter und Komponisten im Zeichen historischer Ereignisse. 12.30: Nachrichten. 12.40: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 14.45: Für unsere Kinder: „Die Schneekönigin". Ein Funkmärchen nach Andersen. 15.25: Volkstum und Heimat: „Bauer im Wald". Bilder aus dem winterlichen Spessart. 16: Große» Wunschkonzert für die Wehrmacht. 17: Nachrichten. 19.10: Berichte. 19.30: Reichssendung. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. 22: Nachrichten. Montag, 1. Januar. 6 Uhr: Hafenkonzert auf dem Dampfer „Wadai" der Deutschen Afrika-Linien. 7: Nachrichten. 8: Wik finaen das neue Jahr ein! Der Cyor des Reichssenders Frankfurt. 8.45: Ansprache zum neuen Jahr. Von Herbert Scheffler. 9: Froh ins neue Jahr. 10: Gläubiges deutsches Herz. Eine Stunde der Besinnung am Feiertag. „Zu neuen Ufern führt ein neuer Taa". 11: Festliches Konzert. 12: Das Tier und mir. Unterhaltsames und Belehrendes aus dem Frankfurter Tiergarten. 12.30: Nachrichten. 12.40: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musik zur Unterhaltung. 16: Großes Operettenkonzert. Ausführung: Solisten, der Chor und das große Orchester be.s Reichsfenders Frankfurt. 17: Nachrichten. 17.45: Klingende Liebesgaben. Eine fröhliche Sendung de» wMWMnnflirMWs ÄomflnDon$ti6aflW(f CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN Was 10 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Klarissa sieht es, aber sagt kein Wort, und die Augen der Frau vom Birkenhof bekommen einen starken, innigen Glanz. Heute bestimmt Klarissa, daß Butterkuchen gebacken werden soll. Für alle Leute soll Kuchen gebacken werden. Marie ringt die Hände „Aber Frau- (ein Wegner, es ist doch noch kein Erntefest, und wir haben sowieso alle Hände voll zu tun. Was wird das für eine Arbeit sein — die vielen Menschen und bann für alle — satt — Dutterkuchen." Klarissa ist schon mit ihrem Pferd davon; sie kehrt sich um und nickt der Köchin zu: „Du wirst es schon schaffen, Marie. Los, Bursche, wir haben keine Zeit. Weg ist sie, und Marie kann sehen, wie sie fertig wird. Es gibt Butterkuchen — satt Butterkuchen! Hoho, das ist eine Sache! In der Küche schwillt bie Arbeit zum Uebermaß an, und Marie braucht überhaupt nicht sagen, was getan werden soll; bie Frauen summen eifrig wie bie Dienen umher. Der Backofen wird geheizt, ber Krämerbursche aus Balke bringt auf seinem Motorrad Hefe und Rosinen, es fängt an nach schwelendem Holz, nach gärendem Teig, nach Butter und köstlichen Dingen zu duften. In der großen Mulde, in ber sonst der Drotteig geknetet wird und bie vor über hundert Jahren den Gäulen durchziehender Russenhorden zur Tränke diente — man sieht noch, wo die Tiere das feste Eichenholz angenagt haben —, geht unter den Hän- den der Frauen ein goldgelber Butterkuchen nach dem andern hervor. Und schon laufen sie zum Back- ofen rüber, fünf hintereinander, auf jede Hüfte eines der mächtigen Bleche gestemmt. Satt Butterkuchen! Weiß man, wie diese Kunde über bie Felder und Aecker flattert? Sie ist da und w.'< _aei*»rgetragen. Da klingen unter Staub und (Blut vielstim«: Q«ober auf, wie die Mädchen und Frauen sie jrit undenklichen Zeiten auf den Feldern gesungen haben. Seht, Se Sensen blitzen heller als vorher, und die Dbertörp