30. September/l. Oktober 1959 xr.229 Erstes 5ian 189. Jahrgang Für eine neue Ordnung Ntrie& sagte Herr v. Ribbentrop: lichen und großzügigen Atmosphäre Starker Eindruck im Ausland zum dem Berlin, 29. Sept. (DRV.) Der Reichsminister Auswärtigen v. Ribbentrop traf am Freitag- ttag gegen 18 Uhr aus Moskau kommend In Londor-Flugzeug „Grenzmark" mit den Herren Berlin, 29. Sept. (DRB.-Funkfpruch.) Vas Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: e n le t. vtederh er gestellt wird und daß England 6» Frankreich den völlig sinnlosen und aussichls- Iven Kampf gegen Deutschland ein st eil en; 1 sollten die Kriegshetzer in diesen Ländern aber bi? Oberhand behalten, so werden Deutschland mb Sowsetrußland dem z u begegnen wissen. Der Reichsaußenminister erwähnte dann noch die großzügige Wirtschaftsplanung, die zwi- sien der deutschen und der sowjetrussischen Regie- nng vereinbart wurde und die sich zum Vorteil leben ir Ir V >tn?r _ IU[y ten die Westmächte, als sie den Kriegszustand erklärten, sich die Möglichkeit einer solchen Entwicklung gedacht, wie sie heute eingetreten ist? Hätten sie es nicht, dann sei ihre Lage heute wirklich nicht schen Zerstörern und Torpedobooten auf Bannware untersucht und ein Teil von ihnen aufgebracht. Zwei Schwärme von zusammen zwölf britischen Flugzeugen versuchten in das deutsche Hoheitsgebiet an der Rordseeküsie einzufliegen. Ein Schwarm griff in der Deutschen Bucht Zerstörer ohne jeden Erfolg an. Die britischen Flugzeuge wurden durch Flakfeuer vertrieben. Bombentreffer wurden nicht erzielt. Den anderen Schwarm stellten deutsche Jagdflieger in der Rahe der ostfriesischen Inseln wangeroog und Langeoog. 3m Luftkamps wurden von sechs britischen Flug- ter 133 (W he, 278 W gl den leitenden Beamten des Auswärtigen Amtes Htb den Mitgliedern des persönlichen Stabes ein- grtmben hatte. Reichsaußenminister v. Ribbentrop b: gab sich vom Flughafen Tempelhof aus znm jähr er zur Berichterstattung. Vor seinem Abflug aus Moskau hatte der Reichs- Änister des Auswärtigen v. Ribbentrop der Presse fegende Erklärung gegeben: Mein Aufenthalt in Moskau war wiederum kurz, Wer zu kurz. Das nächste Mal hoffe ich, länger zu bleiben. Trotzdem haben wir die zwei Tage gil ausgenuht. Folgende Punkte wurden g-klärt: 1. Die deutsch-sowjetische Freund- straft ist nunmehr endgültig etabliert; ■2. in die osteuropäischen Fragen werden sii, die beiden Rationen niemals mehr her- Ribbentrop berichtet dem Führer. Oer Reichsaußenminister sagt: Vier Punkte in Moskau geklärt Annahme von Anzetgen für die Mitlagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Testanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach oorh.Vereinbg.25°/, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein« ■ spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Erfolgreicher Handelskrieg unserer Zerstörer und Torpedoboote. Fünf englische Flugzeuge im Lustkampf bei den ostfriesischen Inseln obgeschoffen. - Uebergobe der Besatzung des Brückenkopfes von Modlin. deutsche Kriegsschiffe gerettet. Festung Modlin bedingungslos kapituliert. Der Freitag-Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht. hmerzen W I hieben I [rjt ewelsen. * davon W ' Parsunlev ie einmal^ ter Kasse nd melden- »oben h wieder, J « W nr « "" * 3 eibtiM < LkS- Eine völlig neue Situation Das Echo in Holland. w* ßanbet:!- Saufe wi' 1 »-Ms 'stadt o. y 'M ck ®). Frei«, i ohne Rheins!: nach 90,C » nach 12 sch 106 nti Werten bis 2 ü 0 in* (205). p 91 bis ü| WaWn H D. 2,25 ü.H rft trieb:W N\ f Ä Pause 25 aus ly blieb i ien Teil wertlos. „Rußland an Deutschlands Seite." Starker Eindruck in Norwegen. cht die ;ern WZ oersp^ A und Der Feldzug der 18 Tage in Polen ist zu Ende. Auch die letzten Widerstandslimen, die polmsche Hauptstadt Warschau und die starke Rarem» Festung Modlin, unter ihrem russischen Namen Nowo-Georgiewsk aus dem Weltkriege her bekannt, haben sich den deutschen Truppen bedingungslos ergeben. Nach ihrer Kapitulation sind alle Vorbereitungen getroffen worden, die hier eingeschlossenen Truppenmassen, rund 120 000 Mann in Warschau und 30 000 in Modlin, in die Kriegsgefangenschaft abzutransportieren. Es bleibt jetzt nur noch zu tun übrig, das flache Land von versprengten polnischen Truppenteilen zu säubern und jenen Zustand unbedingter Sicherheit zu erreichen, der in allen Teilen des besetzten Gebietes die Wiederaufnahme von Industrie und Landwirtschaft, die Wiederingangsetzung von Handel und Wandel erlaubt. Das wird umso geringere Schwierigkeiten machen, als bei der außerordentlichen Schnelligkeit, mit der dank der überlegenen deutschen Führung und dem stürmischen Vorwärtsdrängen der deutschen Truppen aller Waffen die militärischen Operationen in Polen verlaufen sind, es nur an wenigen Stellen zu sich länger hinzichenden, mit größeren Zerstörungen verbundenen Kampfhandlungen gekommen ist. So lasen mir aus Berichten von Mitkämpfern, daß ost schon menige Kilometer hinter den von den deutschen Truppen erreichten Linien der polnische Bauer wieder seiner Feldarbeit nachging. Sowohl das nun wieder zu einer politischen und wirtschaftlichen.Einheit vereinigte oberschlesifche Industriegebiet wie die meisten bedeutenden pol» nischen Industriestädte wie Lodz, Krakau und Lublin sind von den Kämpfen kaum berührt worden, so daß man annehmen darf, daß auch hier ebenso wie in der polnischen Landwirtschaft bald alle Hände wieder am Werke sein werden. Diese Episode der Befriedung und des Wiederaufbaues findet ihre äußere Gestalt in der Ernennung des Oberbefehlshabers der IHeeresgruppe Nord, Generaloberst von Rund- stedt zum Oberbefehlshaber Ost und des Reichsministers Dr. Frank zum Chef der Zioilverwal- hing in den von deutschen Truppen besetzten polnischen Gebieten. Der Vorgang erinnert an die Einrichtung ähnlicher Verwaltungsstellen während des Weltkrieges. Damals unterstand dem Oberbefehlshaber Oft im wesentlichen die Verwaltung Kurlands und Litauens, während das Generalgouver» nement Warschau den nördlichen Teil des ehemaligen I Kongreßpolens umfaßte und in Lublin von Oester- Verl i n, 30. September. (DRB.-Funkfpruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt b 3m Ost en haben sich nach d er Kap 11 u l a - fion von Modlin auch die itn Brückenkopf von Modlin südlich der Weichsel befindlichen 269 Offiziere und etwa 5000 Mann ergeben. 58 ®e- f*üfte, 183 Maschinengewehre und zahlreiches an- deres Sriegsgeräl wurden erbeutet 3m Westen an oerschiedenen Slellen elwas lebhaslere Arlillerieläligke.t. 3m Skagerrak und Kalkegak wurden an den beiden lehken Tage« 45 Dampfer von denk. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühIsche UniversttStrdruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulsttohe ? -Amsterdam, 29. Sept. (DNB.) Die hol- kindischen Blätter stehen völlig im Zeichen der Kiuisch-russischen Abmachungen. Besonders wird bftont, daß es sich hier um eine Friedens- Aktion handele. So sagt der „Telegraaf": „Die Friedensoffensive hat begonnen". Im „Handsls- b!aü" wird besonders hervorgehoben, daß bei der Fortsetzung des Krieges in Westeuropa Deutschland ,utb Rußland beratschlagen würden, welche Mittel Kineinsam anzuwenden seien. Auch die wirtschaftliche Seite dieses Abkommens findet besonders starke (Pachtung. Es fei höchst bemerkenswert, daß Berlin urd Moskau in ihren Friedensbestrebungen zusan^ I itengingen. Sie gäben England und Frankreich Amtlich zu fühlen, daß die mitteleuropäische Frage Mst sei. Die politisch-wirtschaftliche Bindung Zwist, en Deutschland und der Sowjetunion bedeutet für ds Westmächte einen schweren Schlag und stelle sie vor völlig neue Situationen. Die Be- ! muhungen der Westmächte um eine Einkreisungs- | front hätten zu einer Reihe diplomatischer Nleder-- IlcZen geführt, deren Ausmaß nicht zu unterschätzen |fi Es müsse gefragt werden, ob England noch m r Lage sei, im Schwarzen Meer anzu- Iseifen. Es sei ungewiß, welches Kriegs- pi ei England und Frankreich aufstellen wollen, [csnn sie diesen Krieg fortsetzen. Ebenso fraglich sei Iob sie dieses Ziel verwirklichen tonnten. Die Blätter äußern Zweifel daran, ob die West- fniochte auf die Friedensbemühungen so eingehen j vLrden, daß sie von Erfolg begleitet sein könnten. Sie wirtschaftliche Uebereinkunft zwischen Deutsch- I (mb und Rußland gäbe Deutschlands wirtschaftlicher ff Triderstandskraft eine unbeschränkte Dauer und rache die britischen Blockademaßnahmen t”**1 geboten. Im Falle der Nichtannahme wollten die deutsche und die russische Regierung, indem sie die Westmächte für die Fortsetzuna des Krieges verantwortlich machen, über paffende Gegenmaßnahmen beraten. Dies bedeute, daß Rußland sich an Deutschlands Seite stellt. Gleichzeitig werde der Handelsverkehr zwischen Rußland und Deutschland in weitestem Maße ausgebaut. Das bedeute wiederum, daß die Blockade Englands Deutschland gegenüber in sehr w e s e n t - lichen Teilen geschwächt wird. Die Blockade sei Englands schärfste Waffe, und die Sieges- aussichten für die Westmächte seien folglich s e hr verringert worden. Diese jüngsten Ereignisse seien ein harter Schlag für die Westmächte. Werde )er Stieg jetzt weitergeführt, so müsse man a u f die gefährlichsten Kombinationen gefaßt sein. Das englische Weltreich werde in einen verwundbar st en Punkten beiroh t werden. t .. „Aftenposten" schreibt, das Abkommen schaffe einen deutsch-russischen politischen und wirtschaftlichen Block in Osteuropa, dem dort keine andere Macht den Rang streitig machen konne^ In dem Augenblick, wo diese vereinten Machte sich mit einem Friedensvorschlag an den Westen wenden, müsse dieser mit einer solchen „Schwere wirken, daß sicherlich sehr, sehr starke Kräfte no - wendig seien, um ihm widerstehen zu können. Hat- Oslo, 29. Sept. (DNB.) Die Nachricht von Moskauer Uebereinkommen hat einen tiefen dmck auf die norwegische Oefsenllichkeit gemacht. So W es in dem liberalen „Dagbladet , das deutsch- rossische Abkommen enthalte einen Fried e ns - 'mr schlag. Auf der Grundlage der iede Einmischung einer dritten Macht ablehnenden und als vollendete Tatsache anzusehenden Neuordnungen Osteuropas werde den Westmächten der Friede an- angenehm. Das Organ der sozialdemokratischen Regierungs- nartei Arbeiderbladet" schreibt, das Abkommen von. _ ... Moskau bedeutet die aktive Zusammenar- 3m Verlauf der planmäßigen Bewegungen über beit zwischen Deutschland und Rußland. Es sei die Demarkalionslinie wurde am 28. September ausdrücklich als Friedensabkommen bezeich- Przemysl-Süd durch den deutschen komman- net worden. Dadurch komme Rußland in di- darrten in feierlicher Form an die russischen Truppen retten Gegensatz z u den West mach ten, übergeben. Und man erkenne, daß Rußlands Aktion nicht, wie Ser Ausmarsch der entwaffneten Besatzung von ÄM ™-1»• - ■"*'« S SÄtfJ BWttäBjrWÄÄ ÄSh—. w- dieses Friedensangebots beide Mächte untereinander für den 2. Oktober vorgesehen. Hilfsmaßnahmen für über passende Maßnahmen beraten werden, sei in bie Verpflegung und sanitäre Versorgung der Zivil- ber Form sehr zurückhaltend, werde aber an dem bevölkerung sind eingeleitet. Tage, wo es sich als notwendig erweisen würde, p-ie jeffung Modlin hat unter dem Eindruck ihre ganze Bedeutung offenbaren. Rußland sei jetzt k Datschen Angriffe sowie als Folge der Zer- so eng mit d^ deutschen Politik verbuken, daß es j„^ng durch Artilleriefeuer und Bombenab- Cg=m^Äbes“ würfe bedingungslos f a pi f ul i ert. Die Haupt leisten kann. Diele Umstände deuten ferner Einzelheiten der Uebergabe werden nach Weisung darauf hin, daß Italien dem Friedensangebot der Heeresgruppe Rord durch das vor Modlin ein- seine Unter st ützung gewähren werde. gesetzte Korps-Kommando festgelegt. 3n der Festung -------- befinden sich etwa 1200 Offiziere, 30 000 Mann, 4000 Verwundete. 3m Westen Erdkampftätigkeit wie bisher. 3m Luftkampf tmytie bei Weißenburg ein französisches, bei Osnabrück ein britisches Flugzeug abgefchoffen. Holland stellt erneut britischen Reutralitatsbruch fest. Amsterdam, 29. Sept. (DNB. Funkspruch.) Don amtlicher niederländischer Seite wird mitgeteilt, daß in der Nacht zum Donnerstag die holländische Neutralität durch britische Flugzeuge verletzt worden sei. Wie eine amtliche Untersuchung ergeben habe, seien in dieser Nacht fremde Flugzeuge, die in sehr großer Höhe flogen, in ostwestlicher Richtung über Holland geflogen. Da in verschiedenen Orten des Landes Flugblätter britischen Ursprun» g e s gefunden worden seien, könne angenommen werden, daß es sich um z u r ü ck k e h r e n d e britische Flugzeuge gehandelt habe. In dem > Bericht heißt es weiter, die britischen Flugzeuge feien an verschiedenen Stellen Holtlands durch Flak beschossen worden. rucken 501* ' 3,5 bis bis 42,5), (' a) 42M 5), c)33b.l bis 44,5), I | 34,5 (31 te il a) 42,5tej, bis 415), !‘|! Iber a) 36 teil , c) 46 M Hammel al I 13 bis 47), < =2 (42), b) ? bchroeinr i lauen gl) ® inder, Schafe slü- ktion. SütnsfflflM- Unmittelbar nach feiner Rückkehr aus Moskau begab sich Rerchsaußen- Minister vonRibbentropzum Führer, um chm über seine Derhand- lungen Bericht zu erstatten. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) beider großen Mäch.e -u-wirk-n wird. Zum Schluß stall. Dor allem aber moch.e ich de- überauo her,-1 rHch"Hn^Mi-itür°°rwa-tung für den südlichen Teil sagte Herr v. Ribbentrop: „Die Verhandlungen lichen Empfanges gedenken, der mir von der----------- fanden in einer besonders freundfchaft- Sowjetregierung und besonders durch die Herren zeugen fünf abgefchoffen. Die Besatzungen Stalin und Molotow zuteil wurde." zweier deutscher 3agdflugzeuge, die auf See notlanden muhten, wurden unverletzt durch Einreden lassen; )änunel iite z. beide Staaten wünschen, daß der Friede Begleitung auf dem Flughafen Tem- ßilhof ein, roo sich zur Begrüßung des Reichs- mlnisters der Staatssekretär v. Welszacker Crtöttni täglich, außer Sonntags und Feiertags jeHagen: Die Illustrierte Whener Famllienblatter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Vezugspreis: All 4 Bellagen RM. 1.95 Lhne Illustrierte . 1.80 :.lstellgebühr . , -.25 ziuch bei Nichterscheinen einzelnen Nummern hsolg« höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe xiter Sammelnummer 2251 Inschrift für Drahtnach- Achten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: zrankfnrl am Main 11688 ................. m Kongreßpolens errichtet wurde. Der „Ober-Ost" hat sich damals ebenso wie das Generalgouvernement Warschau durch die Einrichtung einer mustergültigen Verwaltung einen Namen gemacht und durch sein segensreiches Wirken namentlich auch auf wirtschaftlichem und sozialpolitischem Gebiet auch bei der polnischen Bevölkerung größte Anerkennung gefunden, wenn auch der überhebliche polnische Chauvinismus später gern vergessen machen wollte, daß die deutsche Aufbauarbeit in den besetzten polnischen Gebieten in vielen Dingen die Fundamente gelegt hat, auf denen der polnische Staat errichtet wurde. Wenn die Errichtung oberster militärischer und ziviler Verwaltungsstellen in den besetzten polnischen Gebieten als Uebergangsmaßnahme gewertet werden muß, so haben die von dem Reichsaußenminister v. Ribbentrop bei seinem zweiten Besuch in Moskau mrt der Sowjetregierung getroffenen Vereinbarungen durchaus und absolut endgültigen Charakter. Der deutsch-russische Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939 liquidiert die aller politischen und wirtschaftlichen Vernunft hohnsprechende Staatskonstruktion .der „Friedensmacher" von Versailles und schafft unter Beobachtung der geschichtlichen Entwicklung und natürlichen Bedingtheiten neue, feste Grundlagen für eine bessere Zukunft der Länder und Völker in dem weiten Raum zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, der nunmehr aufhören wird, als osteuropäische „Schütterzone" ein politischer Brandherd zu sein, von dem aus die westlichen Demokratien nach Bedarf die Welt in Flammen setzen können. Der deutsch-russische Vertrag spricht es deshalb klar und unmißverständlich aus, daß Deutschland und Rußland es ausschließlich als ihre Aufgaben ansehen, im Raum des unter den Schlägen des deutschen Schwertes zusammengebrochenen und an seinem völligen Mangel an politischer, ethnischer, wirtschaftlicher und kultureller Homogenität zerfallenen polnischen Staates Versailler Prägung die Grundlagen einer Neuordnung zu legen, die, wie der Vertrag sagt, den dort lebenden Völkerschaften ein ihrer völkischen Eigenart entsprechendes friedliches Dasein sichert. Und weil Deutschland und Rußland als die beiden diesem Raum allein benachbarten Großmächte hier auch allein lebenswichtige Interessen zu verteidigen haben, müssen sie selbstverständlich irgendwelche Einmischungsversuche dritter Mächte ablehnen. Die Geschichte der britischen Garantie für Polen hat ja aller Welt hinreichend deutlich gezeigt, wie es mit dem wahren Interesse Englands für den osteuropäischen Raum bestellt ist. Polen fand mir solange das Interesse Englands, wie man es in London als Festlandsdegen gegen Deutschland ge- brauchen zu können glaubte. Nachdem es unter den deutschen Schlägen überraschend schnell zerbrochen ist, hat man in London Polen ohne jede Gemütsbewegung von seiner politischen und militärischen Rechnung abgesetzt und sich anderen Kombinationen zugewandt. Denn das Schicksal des polnischen Volkes war den westlichen Demokratien von jeher höchst gleichgültig. Ihr einziges Interesse am osteuropäischen Raum bestand in einem polniichen Staat, der schon durch seine künstliche Aufblähung als Folge der Einbeziehung so vieler nichtpolnischer Volksgruppen notwendigerweise in Gegensatz zu seinen beiden großen Nachbarn Deutschland und Rußland geraten mußte und zudem geeignet erscheinen konnte, für alle Zeiten eine Erneuerung der deutsch-russischen Freundschaft zu verhindern, die solange der Alpdruck britischer Staatsmänner gewesen war. Wie vor zwanzig Jahren d?r polnisch-französische Militärpakt, so hatte auch das polnisch-britische Garantieabkommen dieses Jahres einzig und allein den Zweck, an Deutschlands Ostgrenze eine politische Unruhe zu stabilisieren, die das Reich dauernd in Atem hallen sollte. Das mußte aufhören, wenn das nationalsozialistische Reich sich jemals in Ruhe den großen Aufgaben seines inneren Aufbaues zuwenden wollte. Da der polnische Staat im Vertrauen auf Englands Unterstützung keinem gütlichen Ueber- einkommen zugänglich war, mußte das deutsche Schwert sprechen und müssen nun Deutschland und Rußland ihre historische Ausgabe in Angriff nehmen, dem osteuropäischen Raum jene politische Gestalt zu geben, die ihren eigenen Lebensinteressen entspricht und den Völkern dieses Raumes eine friedliche Zukunft sichert. Polen als Großmacht war eine Illusion, die in den Hirnen maßloser polnischer Chauvinisten von Paris und London aus sehr durchsichtigen Gründen genährt wurde. Die deutsch-russische Regelung macht mit diesem Traum ein radikales Ende. Und das ist gut so. Das werden die Polen selbst, die wohl schon inzwischen erkannt haben dürften, was sie von der angeblich so uneigennützigen Freundschaft Englands und Frankreichs zu halten haben, auch bald begreifen und sich frei von der Belastung politischer Aspirationen, die weit über die innere Kraft ihres Staates Ang, den großen Aufgaben zuwenden, die zum Schaden des polnischen Volkes in der unter dem Unstern von Versailles stehenden Phase seiner Geschichte ungelöst geblieben sind. Die deutsch-russische Uebereinkunft ist ein sicheres Fundament für einen dauerhaften Frieden in Osteuropa und nach Auffassung beider Vertragspartner entfällt damit jeder Grund, den Kriegszustand zwischen den westlichen Demokratien und Deutschland fortzusetzen. Der Führer hat ja noch in seiner Danziger Rede erklärt, daß Deutschland im Westen keinerlei Kriegsziel hat: sollten also die erneuten Bemühungen, dem Kriegszustand zwischen Deutschland und den beiden Westmächten ein Ende zu machen, keinen Erfolg haben, so steht die Verantwortung der beiden Westmächte hierfür vor aller Welt fest, lieber die daraus sich notwendig machenden Maßnahmen werden Deutschland und Rußland dann erneut Beratungen aufnehmen. Das ist eine ganz klare Linie, darüber darf man sich in London keinerlei Täuschung hingeben. Die britische Polillk hat so lange Rußland falsch eingeschätzt und sich noch törichten Illusionen hingegeben, als Moskaus Ent- schluß, mit Deutschland zusammen die Neuordnung in Osteuropa durchzuführen, längst feststand, daß es vom britischen Standpunkt aus unverzeihlich wäre, an der Eindeutigkeit der Moskauer Beschlüsse den geringsten Zweifel zu setzen. Reichsaußenminister von Ribbentrop hat vor seiner Abreise aus Moskau noch einmal mit aller nur wünschenswerten Eindeutigkeit festgestellt, daß Deutschland und Rußland sich in die osteuropäischen Fragen niemals mehr bineinreden lassen werden und daß beide entschlossen sind, wenn die Westmächte keine Neigung zeigen sollten, den völlig sinnlosen und aussichtslosen Kampf gegen Deutschland aufzugeben, dem mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Daß auch dies so wenig eine leere Drohung ist, wie einstmals der deutsch-russische Nichtangriffspakt ein bloßer Bluff war, darauf deutet schon das in Moskau ebenfalls vereinbarte Programm einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ruh- land hin. Deutsche Luftwaffe auch über See hervorragend erfolgreich. Zum heutigen Lagebericht des Oberkommandos der Wehrmacht. Zu dem Freitags-Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht schreibt der „Deutsche Dienst": In den letzten Tagen konnte der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht stets Meldungen der Luftwaffe über erfolgreiche Kämpfe mit englischen oder französischen Flugzeugen veröffentlichen. So wurden seit Sonntag im Westen nicht weniger als 19 feindliche Flugzeuge, dazu 2 Fesselballons, abgeschossen. Diese Zahl erhöht sich heute durch die 5 nach dem erfolglosen Angriff auf deutsche Seestreitkräfte heruntergeholten britischen Flugzeuge auf 24. Die deutsche Luftwaffe hat auch dort, wo sie sich nach der raschen und gründlichen Erledigung ihrer Aufgaben in Polen darauf beschränkt, feindliche Flüge abzuwehren, sehr beachtliche Erfolge erzielt. Sie konnte darüber hinaus gegenüber der englischen Flotte in so durchschlagender Weise wirksam werden, daß die gespannte Aufmerksamkeit der ganzen Welt erregt wurde. Am Mittwoch wurde &e Zerstörung eines englischen Flugzeugträgers und die schwere Beschädigung eines englischen Schlachtschiffes durch mehrere Treffer bekanntgegeben. Am gleichen Tage griff eine deutsche Kampfstaffel weit im Norden Großbritanniens bei der Jsle of May feine 50 Kilometer von der schottischen Hauptstadt Edinburgh entfernt, einen englischen schweren Kreuzer an, der dabei durch eine 250- Kilogramm-Bombe beschädigt wurde. Der Angriffsgeist der deutschen Flieger, der in Polen innerhalb von acht Tagen die feindliche Luftwaffe völlig zum Verschwinden brachte, hatte sich auch hier wieder hervorragend bewährt und den für die Kriegführung verantwortlichen englischen Amtsstellen große Sorgen bereitet. Sie suchen sich durch Flugblattabwürfe über westlichen Teilen des deutschen Reichsgebietes zu entschädigen. Aber diese Entlastungsversuche sind allzu billig. In Mondnächten 6000 bis 7000 Meter hoch über Gaue des deutschen Westens zu fliegen — in einer Höhe, aus der Bombenflugzeuge wirkungsvolle Angriffe nicht zu führen vermögen — das ist ein Reklametrick, aber kein militärisches Unternehmen. Militärische Aktionen werden durch Jagdflieger abgewehrt. Die Abwehr der Flugblätter aber, die aus der Himalajahöhe auf die Moore und Wiesen Nordwestdeutschlands geworfen werden, besorgt das gesamte deutsche Volk, das gegen das Gift des Londoner Lügenministeriums immun ist. Es bedauert nur die englischen Flieger, die als anständige Soldaten gezwungen sind, die schmutzigen Erfindungen internationaler Hochstapler, wie des Herrn Knickerbocker, unter Einsatz ihres Lebens ad- werfen zu müssen. Vor der ganzen Welt aber haben die letzten Septembertage wieder bewiesen, daß die britische Flotte nicht nur ans und unter dem Wasser angreifbar ist. Die deutsche Luftwaffe hat gezeigt, daß sie England in seiner bisher unbeschränkten Herrscherstellung auf dem Weere zu verwunden vermag. Die Konterbaudesrage auf der Panama-Konferenz. Südamerikanischer Beschluß gegen britische Seeräuberpraxis dringt durch. Panama, 30. September. (DNB.-Funkspruch.) Auf der Panamakonferenz gelang es am Samstag den Chilenen, aus ihren Vorschlägen und den Vorschlägen Argentiniens und Uruguays einen Kompromiß zu formen und im Unterausschuß zur An ahme zu bringen. Das gemeinfame Vorgehen dieser drei Staaten hat besonderen Eindruck hinterlassen. Der Beschluß wendet sich entschieden gegen die britische Auffassung, als Konterbande Waren oder Stoffe anzuerkennen, die für den Lebensbedarf der Bevölkerungen kriegführender Länder notwendig sind. Der Beschluß unterscheidet nicht zwischen Zivil und Militär und läßt nur eigentliches Kriegsmaterial als Konterbande zu. Die größte Zeitung Chiles, „Mercurio", schreibt, daß Chiles Haltung, unterstützt durch Argentinien, seine Rechtfertigung im internationalen Recht finde. Die amerikanischen Republiken hätten ein unbestreitbares Recht, ihren Handel innerhalb und außerhalb des Kontinents meiter« zutreiben ohne andere Einschränkungen als solche, die durch Vereinbarungen der Gemeinschaft der Völker von vornherein gegeben sind. Das englische System der Schwarzen Listen bedeute eine unzulässige Einmischung und Störung der Wirtschaft dieser Republiken. Im Weltkrieg habe sich die absolute Ignorierung der politischen und wirtschaftlichen Souveränität der südamerikanischen Länder durch gewisse Kriegführende gezeigt. Die freien Länder Amerikas könnten und dürften sich aber nicht eine Behandlung als Faktoreien gefallen lassen. Die europäischen Konsu- lawertreter hätten die Verpflichtung, die Landesgesetze zu respektieren, andernfalls könne ihnen ohne weiteres das Exequatur entzogen werden. Ebenso dürften Staatsangehörige kriegführender Länder nicht Bedingungen stellen, die mit den Landesgesetzen unvereinbar seien. Die chilenische Regierung verteidige ihre nationale Souveränität, lehne die subalterne Rolle einer Faktorei ab und beweise unbedingten Neutralitätswillen, indem sie gemeinsame Entschlüsse der Panamakonferenz gegen das System der Schwarzen Listen ansttebe. Eine Friedensrede des amerikanischen Kriegsministers. Washington, 30. Sept. (DNB.-Funkspruch.) In einer Rundfunkrede anläßlich des 150. Jahrestages der Organisierung der amerikanischen Bundesarmee erklärte Kriegsminister Woodring, die nationale Wehrkraft werde verstärkt, um es den Vereinigten Staaten zu ermöglichen, nachdrücklich für den Frieden einzutreten. Die Regierung sei entschlossen, soweit es in ihrer Macht liege, z u verhindern, daß sich kriegerische Ereignisse auf Amerika ausdehnten. Diesem Zweck diene das Programm zur Stärkung der Verteidigungskräfte. Woodring betonte wiederholt die konstruktive Arbeit der Bundesarmee in Friedenszeiten auf den Gebieten des Straßen-, Kanal- und Flußdammbaues. Die neuen Moskauer Vereinbarungen erneuern die alte historische Freundschaft zwischen Deutschland und Rußland. Die klare Abgrenzung der beiderseitigen Interessensphären erlaubt nicht an irgendwelchen Konfliktsstoff zwischen beiden großen Mächten zu glauben. Die Zusammenarbeit beider ist fest und kompromißlos. Darüber muß man sich in London klar werden, daß es in seiner Hand liegt, ob ein ganz sinnloser Kriegszustand fortgeführt werden soll oder nicht. „Krieg oder Frieden" ist die Frage, die nun vor aller Welt an England gestellt wird. Dr. Fr. W. Lange. Lteberwaliigend und weder schmetternd. Ein polnischer Oberst über den Zusammenbruch. Stockholm, 29. Sept. (DNB.) Das „Nya Dagligt Allehanda" bringt einen Bericht ihres Sonderberichterstatters, der das Internierungslager für polnische Offiziere in Litauen besucht hat. Der Berichterstatter gibt ein Gespräch mit einem polnischen Obersten wieder. Dieser erzählt ihm, man habe geglaubt, daß Hitter bluffe. Eine große Ueberraschung aber sei die phantastische Schnelligkeit gewesen, mit der die Deutschen zum Kampf übergegangen seien, und gleichzeitig auch die nahezu unglaubliche Menge von Panzern und Flugzeugen, die deutscherseits eingesetzt worden seien. Es sei überwältigend und niederschmetternd gewesen, zumal die Polen nicht genügend mit Pcm- zeradwehrgeschiitzen versehen gewesen seien. Die polnischen Soldaten hätten teilweise versucht, auf die deutschen Panzer zu klettern und durch die Ausguckluken mit dem Revolver zu schießen. Aber bas ganze sei völlig sinnlos gewesen. Es sei eine Tatsache, daß die polnische Armee einem ganz anderen Kriege gegenü berge ft eilt worden sei als man erwartet habe. Weiter berichtet der polnische Oberst, daß durch den starken Einsatz der deutschen Luftwaffe die polnischen Truppenteile schon vernichtet waren, ehe sie überhaupt nur zur Aufstellung gekommen seien. Ehe der Krieg rich- tig angefangen habe, seien die Verbindungslinien zerstört gewesen. Die neu aufzustellenden Abteilungen hätten niemals ausgestellt und organisiert werden können. Am zweiten Tage nach Kriegsausbruch habe die deutsche Luftwaffe sich auf eine neue Taktik eingestellt. Mit ungeheurer Schnelligkeit hätten sie die Pferde der polnischen Artil- lerie niedergemäht..Dies sei ihnen so vollständig geglückt, daß schon wenige Tage nach dem Ausbruch des Krieges verschiedene Arttllerieabteilüngen überhaupt nicht mehr ihre Stellungen wechseln konnten. Der phantastische Blitzangrift Deutschlands habe die Polen von Anfang an niedergeschmettert. Es habe überhaupt gar keine Rolle gespielt, wo die polnischen Armeeabteilungen gestanden hätten, ob in der Nähe der deutschen Grenze oder in der Nähe der russischen. U e b e r a 11 seien sie ständig neuen Luftangriffen bei Tag und Nacht ausgesetzt gewesen. Sobald ein deutsches Geschwader zu einem deutschen Stützpunkt zurück- gekehrt märe, seien bereits neue gestartet. Das ganze sei hoffnungslos gewesen. Oie bulgarisch-russischen Begehungen. Sofia, 29. Sept. (Europapreß.) In politischen Kreisen verlautet, daß Ministerpräsident Kjosse- i m a n o f f und Finanzminister Boschiloff sich am 30. September nach Moskau begeben werden zur Unterzeichnung des neuen Handelsvertrages mit Sowjetrußland. Diese Reise sowie auch die bekannt gewordene Ernennung eines neuen Sowjet- gesandten in Sofia werden als neue Beweise der russisch-bulgarischen Annäherung auf- gefaßt, deren Grundlage bereits im Frühjahr während des Besuchs des stellvertretenden Kommissars für auswärtige Angelegenheiten, Potjemkin, in Sofia gelegt wurde. Kleine politische Nachrichten. Im Interesse der Hebung des Zahlungs- und Kreditverkehrs im besetzten polnischen Gebiet erließ der Oberbefehlshaber des Heeres zwei Verordnungen, nach denen die Reichsmark neben dem Zloty als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt rSird und Reichskreditkasse n in diesem Gebiet errichtet werden. * Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Reichs- Iciter Baldur von Schirach, hatte die Führer der Gebiete und die K.- Gebietsführer zu einer Arbeitstagung nach Berlin berufen. Er teilte ihnen hier die Richtlinien für den weiteren Einsatz der HI. während der Dauer des Krieges mit. * Reichsleiter Dr. Ley hat von der Ordensburg Crössinsee eine mehrtägige Fahrt durch West Preußen und das posensche Gebiet nach Danzig und Gotenhafen angetreten. Dr. Ley wird am Sonntagmittag auf einer großen Danziger Werft zur Gefolgschaft sprechen und mit dem Danziger Gauleiter Forster Einrichtungen der Deutschen Arbeitsfront im Danziger Gebiet besuchen. * In Berlin fand unter Vorsitz des Reichsministers D a r r 6 eine Zusammenkunft der Lande s b a u e r n f ü h r e r statt. Die Landesbauern, führer erstatteten über die in den ersten fünf Wochen der Kriegsernahrungswirtschaft von ihnen geleistt, Arbeit Bericht und erhielten Anweisungen für Ht kommenden Aufgaben, besonders auch in der zeugungspolitik. * Alle über 15 Jahre alten Staatsan gehörig gen d e s Irak müssen sich innerhalb ü cn 24 Stunden bei der nächsten Ort,, Polizeibehörde persönlich melden. * Der Führer empfing den neuernannten tüt. kischen Botschafter Hüsrev Gerede xlt Ucberreidyung seines Beglaubigungsschreibens. Aj der An- und Abfahrt erwies eine Ehrenwache bis Heeres militärische Ehrenbezeugungen. Die luxemburgische Regierung ha t sih bereits zweimal veranlaßt gesehen, bei brr französischen Regierung Protest wegen klar ->'A anix> W ,, ungen. tfä a) Es hat im Propagandaministerium m e mal s einen Beamten oder Angestellten mit ^a™en mas Broeckher oder Brockhues oder so ähnlich München-Gladbach antwortete auf drahtliche Be- ÄWr»* ameruunii ; Ministers Dr. Goebbels m Der- ,“„ctliner ® eif e jemals in Verbindung “Ä'Ä Äi *•» 7 n?*t mirtlid), burd) die Kreisbank SlÄachAG.Geld auf ein- Bank in Luxemburg °°r- kracht i° bliebe zu klären, ob der große Un- uni im ixeciicn Allzu durchsichttq bei dieser Aktion war die Tat- siche, daß sie bereits vor ihrer Veröffentlichung iw inglifch en Unterhaus zur Sprache kam, tw der britische Lügenminister m der Form oer Antwort auf eine bestellte Anfrage mttteilte, daß man dem Material des Herrn Knickerbocker große Aufmerksamkeit schenke. Damit wurde immer deut- Icher, daß der kleine Lügner Knickerbocker nach der irrsten Schlappe, die er erlitt, letzt von der Buhne »getreten war und daß nun unter seinem Raine !«wichttgere Personen, nämlich Mac Mil l a n und l*r seit Jahrzehnten bekannte Lügner Churchill, l«s üble Ziel der hetzerischen Verleumdung fort- " Uni aber völlige Klarheit über diesen Punkt zu Ureichen, wurde mit der Veröffentlichung der unter c,em Namen des Mr. Knickerbocker herausgegebenen Behauptungen in Deutschland 24 Stunden gewarnt. In dieser Frist tat das britische ßugenmimfte :num das, was von ihm zu erwarten war, es führte unfreiwillig den logischen Beweis dafür, daß mch Dir. Knickerbocker sondern der Herr Lugen- Minister mit feinem Kollegen Chur Hill persönlich für die Aktionverantwort ch war. Er ließ über einigen nordwestdeutschen Bezir- '•en Flugblätter abwerfen, in denen die Lugen l»er Firma Knickerbocker, MacMlllan und Co. a nie qegeoen yui uw uuD uuuj aus "dem Berlage jemals, einen Auftrag , erhalten hat, auch nur einen Pfennig im Auslände m Ihrem Auftrag zu deponieren. Bm bereit, diesen Sachverhalt zu beeiden und jedem Ausländer gegenüber den Wahrheitsbeweis anzutreten." 2 Mr. Knickerbocker behauptete, e t n hoher sr p (i m t e r des Propagandaministeriums mit Namen Thomas Broeckheer oder Bruckhues habe mit Hilfe der Kreisbank-AG. München-Gladbach für Dr Goebbels bei einer Bank in Luxe m - bürg auf den Namen lautende Aktten im Werte von 2 280 000 Belgas hinterlegt. Hierzu ist festzu- der Regierung beraten. Dajda soll dem König eine Wiederherauziehung der alten Parteileute, vor allem Manius, empfohlen haben. Der König hat jedoch den Mann, der bereits in den ersten Stunden nach der Ermordung Calinescus als dessen.Nachfolger ernannt worden war, nämlich Argetojanu, mit dem Ministerpräsidium betraut, nachdem General Argeseanu die scharfen Maßnahmen gegen die Mörder Calinescus und die Reste der Eisernen Garde mit seinem Namen gedeckt hatte. Argetojanu hat eine Anzahl Männer seines Vertrauens in das Auf Anfrage unter der angegebenen Anschrift lief folgende Antwort der Firma Jauch Hübener & Co. ein: „Wer hören, daß unsere Firma Jauch, Hübener 6- Co. (der Name soll verstümmelt sein in Georg Hübener & Co., eine solche Firma existiert nicht) durch den feit Jahren als notorischen Lugner be- kannten amerikanischen Journalisten Knickerbocker in Zusammenhang gebracht wird mit angeblichen ausländischen Lebensversicherungs- und anderen Transaktionen, die im Auftrage von Staatsmännern des Deutschen Reiches durchgeführt worden fein sollen. Wir erklären, daß wir weder direkt noch indirekt an irgend solcher oder ähnlicher Transaktion beteiligt sind, daß wir auch nur irgendetwas von solchen gehört haben. Wir erklären, daß wir weder direkt noch indirekt in Verbindung mit ben Staatsmännern des Deutschen Reiches wie z. B. Minister Dr. Goebbels, Minister Heß oder anderen gestanden haben oder stehen. Die Behauptungen sind daher erlogen. 1 Wst haben sofort einen Anwalt beauftragt, ent- : sprechende Feststellung bei unseren Firmen vorzu- nehmen. Es ist selbstverständlich, daß unsere vor- ' stehenden Angaben von sämtlichen Inhabern eidlich bekräftigt werden. Wir bitten ergebenft um Mittei- ‘ lung, ob wir eine wettere Untersuchung in unseren ' Firmen übertragen dürfen dem Minister Exz. Graf ' Volpi, Rom, mit dem wir in. seiner Eigenschaft I als Präsident der uns nahestehenden größten ita- ' lienischen Versicherungsgesellschaft Generali bekannt sind. Wir bitten weiter ergebenft um Erlaubnis, das vorstehende Telegramm an die ausländische neutrale Presse und an unsere ausländischen Geschäftsfreunde weitergeben zu dürfen, da wir als eine der größten europäischen Rückversicherungs- firmen Wett darauf legen müssen, daß unser in allen Ländern bekannter Name nicht in Zusarn- käme nur im Falle eines <, ,v bruches von Deutschland und Sowjetrußland m । Frage; eine derartig kühne Voraussetzung wage| heute nicht einmal die „Times" zu machen. Man müsse ein für allemal die Idee einer Wiederherstellung des Versailler Europas auf geben; eine solche sei weder möglich noch wünschenswert. Derartige Gedanken tauchen jetzt öfter in der englischen Presse auf, so eben erst in einem offenen Brief des bekannten Historikers H u j I e g j in der Firnes". Darin wird dringend geraten, den Gedanken an eine Aufteilung Deutschlands und ähnliche Dinge aufzugeben. Die Aufgabe solcher englischen Wunfchträume wäre in der Tat ein nützlicher und längst notwendiger Verzicht. Aber damit haperts. Wie sollte wohl selbst das „vernünfttge Deutschland" des „New Statesman" aussehen? Im- . nur taucht hinter solchen halbwegs üemünftigen Anwandlungen wieder die Narrheit auf, daß mit ’ dem „gegenwärtigen Regime" Deutschlands eine " „vernünftige" Regelung nicht möglich sei. Solange man aber in England dieser Narrheit nachhängt, . ist England für uns nicht verhandlungsfähig. Eine unmögliche Logik. Montevideo, 30. Sept. (DNB. Funkspruch.) Das Abendblatt El Diario brandmarkt scharf die unmögliche Logik der englisch-französischen Politik. Das Blatt schreibt, wenn diese beiden Länder den Schutz Polens übernommen hatten, dursten sie keinen Unterschied in der Behandlung Deutschlands und Sowjetrußlands machen. Es fehle jeder Vorwand, Deutschland anzugreifen. während man anderseits Sowjetrußlands Interessen anerkenne und seine Schritte billige, wie es Lloyd George getan habe. bestaunte, dessen Spuren hier nicht festzustellen waren, vielleicht in Luxemburg durch sein hinterlassenes Danstkonto aufzufinden gewesen märe. Durch die deutsche Gefandtschaft in Luxemburg wurden Nachforschungen bei sämtlichen Banken und Bankiers angestellt, die es in Luxemburg überhaupt gibt. Das Ergebnis wurde von Luxemburg telegrafisch übermittelt. Es lautet: „Die von Rechtsanwalt Neyens, ehemaligem luxemburgischem Fi- nanzMinister, gemäß telegraftschem Auftrag an hiesige Bansten und Bankiers gerichtete Anfrage hat einwandfrei völlige Widerlegung vorliegender Hetzlüge ergeben. Von sämtlichen um Auskunft befragten 14 luxemburgischen Banken, die nachstchend einzeln aufgezählt werden, erfolgt negative Antwort: Banque Alfred Levy et Cie., Daisse Hypothecaire du Luxemburg, Banques Commerciale Credit, Anversois Credit Jn- dusttiel d'Alsace et de Lorraine, Credit Lyonnais, Banque Demlle Wigrelx et Fils, Banque Werling et Cie., Banque Generale du Luxembourg, Banque Internattonale La LuxemboUrgeoise, Banque Mathieu Freres, Banque Nattonale de Belgique, SociÄS Generale Alfacienne, Union Financieres Luxembourgeoife (IXfina), Banque Bech Tschiderer Diekirch, — Thun. Knickerbocker behauptet, Dr. Goebbels habe durch Vertreter der Dortmunder Union-Brauerei AG. Lebensversicherungen für sich abgeschlossen in Höhe von 350 000 Dollar, 2 350 000 Holländische Gulden und 1235 000 Belgas; für seine Gattin auf demselben Wege in Höhe von 670 000 Schweizer Franken, 89 500 Pfund Sterling und 4,5 Millionen RM. Der Leiter der Dortmunder Union-Brauersi, Dortmund, erwiderte auf Drahtanfrage telegrafisch: „Die Behauptung des Journalisten Knickerbocker. Berlin, 29. September. (DNB.) Der ameri- sche Hetz- und Lüaen-Journalist Knicker- scker hatte bekanntlich in einer amerikanischen •itung die phantastische Behauptung aufgestellt, 6 sechs führende Nationalsozialisten ne halbe Milliarde Markin Devisen uf eigene Rechnung ins Ausland verhoben hätten. Der Sache wäre keine Bedeutung • ef en gewesen, wenn es sich nur um eine cmptung des mehrfach als Schwindler entlaro- Mr Knickerbocker gehandett hätte. Aber schon .mals 'war klar, daß Knickerbocker nur als Be - menhang mit einem Knickerbocker gebracht wird. Jauch, Hübener 6c Co." 4. Knickerbocker behauptet, ein gewisser Paul Botcheirn aus Dresden, ein Bankenvermittler für Deutsche aus Südamerika, der von Valparaiso nach Buenos Aires reifte, fei einer der weiteren Agenten, die für Dr. Goebbels Kapitalien im Auslands angelegt hätten. Dieser Mann habe für Dr. Goebbels bei der Osaka-Filiale der japanischen Nippon-'Ginsto-Bank Bargeld und Sicht- Tratten im Gegenwert von 64000 Pfund hinterlegt. Hierzu teilt die japanische Nachrichten-Agentur Domei, Berliner Büro, SW. 68, Zimmersttaße 28, folgendes mit: „In bezug auf die Meldung von Mr. Knickerbocker bekam die Berliner Office von Domei folgendes Telegramm, das ich in wörtlicher Ueber- setzung hier wiedergebe: „Auf die Anfrage der Domei, Japanische Nachrichtenagentur, Zweigstelle Osaka, bezeichnete der Generaldirektor der Osaka» Filiale der Nippon-Ginko, Japanische Staatsbank, Mr. Okada, die Meldung über ein Depot von Herrn Reichsminister Dr. Goebbels bei ihr als einfach lächerlich, und er führte folgendes aus: „Nippon-Ginko nimmt keinesfalls ein Pri - vatdepot an, so daß ein Depot von Herrn Reichsminister Goebbels bei unserer Filiale gar nicht in Frage kommt und ausgescklos. sen ist. Eine derartige Meldung dient bestimmt nur einem dunklen Zweck, ober man wollte vielleicht damit die deutsch-japanischen Bezichungen trüben." Mit nationalem Gruß S. Ejuri, Domei Tsushin Sha, Berlin-Office." Damit ist Herr Knickerbocker und sind seine skrupellosen Auftraggeber in London entlarvt Wer glaubt ihnen von nun an auch nur noch ein Wort? Wir werden in den nächsten Tagen mit weiteren dokumentarisch belegten Enthüllungen auswarten. »iebergegeben waren. . Jetzt ist der Moment gekommen, dem britischen .Lügenminister zu zeigen, daß auf der ander Seite keine knieweichen Bürger sitzen, ine die A würfe mit Achselzucken überaehen oder sich für zu jut halten, in ben Dreck, der da gestreut wird /Aidfll' yineinzusteigen, sondern Nation alsozi alist en, V -iickstcht-l°s mtMossM sind, den Augm-st°ll feine fort uni; Iplatzin! 'r König! Kamps s er besgtz 1 o e t tDoä enigen M die ursM >8 8.1939)^' nde M'; rn bie* ünbden » bis»sj1? ®ei*e,L «en des eni»!-«'“ [en z Lloyd George selber war seinerzeit heftig gegen die Schaffung des Polen, das jetzt wieder von der Karte Europas gestrichen wurde. Aber welcher Rekord an Verlogenheit, wenn er jetzt einen grundsätzlichen UnterschiÄ zu konstruieren sucht zwischen dem russischen Einrücken in Polen, das Gebiete erfaßt habe, die ,/ursprünglich nicht politisch" gewesen seien, und dem deutschen Vorgehen, das „im wesentlichen polnische" Gebiete erfasse. — Glaubte er wirklich, damit einen Keil zwischen die deutsche und die rufstsche PoMk treiben zu können, so werden ihm die neuesten Nachrichten aus Moskau inzwischen gezeigt haben, daß er vergebens abermals — fein besseres Wissen verleugnet hat. Denn er selbst war ja vor 20 Jahren der erste, der in seinen Versailler Denkschriften an die Alliierten, in seinen Londoner Parlamentsreden vor dem Unterhaus und seither in seinen Büchern und Aufsätzen die D e u t s ch h e i t Möglichkeit des von dem Versailler Deutschenhaß gezeugten polnischen Raubstaates vernichtend bewiesen hat. Inzwischen hat, noch vor dem Abschluß der Moskauer Verhandlungen, die Behandlung der polnischen Frage in London überhaupt eine wesentliche Wendung genommen. Keine Rede mehr von polnischer Wiederherstellung. In der bekannten Wochenzeitschrift „New Statesman" wird der Oeffentlichkeit dringend empfohlen, bei der Erörterung der polnischen Frage höchste Vorsicht walten zu lassen. Eine Wiederherstellung Polens 2. Sepieck Üftraater d'e s britischen Lügenmini- iind der L - 1 • r M 11 , U»; zond on, 29. Sept. (Europapreß.) Großes Auf- ftisn erregt ein offener Brief des ehemaligen Mi- U’erpräfibenten Lloyd George an ben pol- ..ji^en Botschafter in London Graf Raczinsky. M Botschafter hatte sich an Lloyd George gewandt Mgen dessen scharfer Kritik an der polnischen Re- mirung in einem Zeitungsartikel. Lloyd George er« flirt in seinem Brief, er fei davon überzeugt, daß der englische Volk n i cf> t b e r e i t sei, „riesige Opfer in bringen" für die Wiederherstellung des polnischen Agimes, wie es durch die heuttge Regierung re- vüsenttert würde. Diese habe eine kümmerliche L a u r abgegeben. Er wolle vor allem betonen, so &-eibt Lloyd George, daß die Engländer bei bie= 11 e« gigantischen Streit und bei den „unermeßlichen I Mern", die sie brächten, nicht dafür kämp- wieder Völker unter die polnische Herrschaft zu Ligen, die einer anderen Rasse ange» jirten und sich gegen eine derartige Unterroer» vigwehrten, die ihnen nur durch die Gewalt der Maischen Waffen aufgezwungen war. Eben- noenig kämpften die Engländer für die Wieder- ,Stellung einer Regierung, die in einem Augen- trf versagt hätte, als ihr Volk in Not geriet. Lloyd George versuchte dann eine bessere Erklä- •ng für das zwiespältige Verhalten der englischen ^lttik einmal Deutschland und andererseits Ruß- lcrb gegenüber zu geben, als dies Chamberlain ge- En war. Der deutsche Einmarsch, so behauptet hnb George in unsinniger Verksnnung der Tat- chen, habe zum Ziele gehabt, solche Gebiete zu öneftieren, deren Bevölkerung nach Rasse, Sprache yji Tradition überwiegend polnisch sei. Daß die Lvökkerung sowohl in Westpreußen als auch in i-erschlesien in Absttmmungen die Eingliederung in polnischen Staat klar ab gelehnt hat, t Lloyv George ruhig unter den Tisch fallen Bukarest, 29. Sept. (Europapreß.) Als nach I gierung Iorga 1931 bis 1932 Flnar^mimster. Als der Ermordung Calinescus der General Ar- solcher hat e- hnrAnpftihrt. 1938 geseanu zum Ministerpräsidenten ernannt wurde, wurde er v war man sich darüber klar, daß diese Ernennung seriums handelte und von i'hm zur besseren 2armmg vorgeschickt war. Deshalb forderte Reichs- rmister Dr. Goebbels den Schwindler auf, d t e Unterlagen für feine Behauptung zu rröffentlichen, um ihn zu entlarven. Er bot chrn 1) d. 5). aller von ihm „entdeckten ^l^andsgut- ucr Art an. D« Süffror Knickerbocker Lehrer! zog es vor zu fchwergen. Er fieß die chm " mte Frist für den Wahcheitsbeweis verstreichen. hier Tage nach Ablauf dieser Frist wird nun r ötzlich der bereits erledigte Schwindel wieder cmfgenommen. Der saubere Herr Knicker- locker veröffentlichte diesmal m Frankreich, und ®ar im „Paris Soir", eine gange lange Ufte von Auslandsguthab en, die angeb- ld) von sechs führenden Nationalsozialisten angelegt rorden sein sollen. Er gibt eine Fülle von scheinbar iräzisen Zahlen dieser angeblichen Bankkonten und Ennt eine endlose Reihe von Namen, «uf die die Ionien angeblich lauten sollen, ober von Mittels, tännern, die diese Depots angelegt haben sollen beiher verschweigt er aber wohlweislich die Angabe der einzelnen Namen von Manien ober Firmen, bei denen diese märchenhafte Schätze ruhen. Hier 66^0^1 er I auf so allgemeine Bezeichnungen wie ,chel einer sanr in Luxemburg" oder „bei einer 5yma m Buenos Aires". Nur in einem Falle nennt er eine tuung zur Kenntnis genommen. Oer Sowjet-Heeresbericht. Moskau, 29.Sept. (DNB.) Der sowjetrussische Generalstab veröffentlicht folgenden Heeresbericht vorn 28. September: Die Streitkräfte der sowjetrussischen Armee erreichten auf ihrem Vormarsch in Richtung auf d i e Demarkationslinie Grajewo, Tchijew (20 Kilometer südwestlich von Mazowetsk), Mejiretschie, Krenpetz (12 Kilometer südöstlich von Lublin), Chebrechin, Walodytsch (15 Kilometer nord- westlich von Liubaschuw), Peremyczl, Ustrzykid (40 Kilometer südwestlich von Peremyczl). Bei weiteren Säuberungsakttonen in West-Weißrußland und in der Westukraine von den Ueberbleidseln der polnischen Truppen entwaffneten die sowjetrussischen Streitkräfte fünf polnische Ä avalier ie- Regimenter und machten sie zu Gefangenen; ferner erbeuteten sie in der Gegend von Krukenitza 15 Geschütze und lösten verschiedene isolierte Gruppen der polnischen Streitkräfte auf. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder- Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An- zeiqenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den In- halt der Anzeigen: Theodor Kümmel Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September - 1Z27 MiZ, Das vorläufige Ergebnis dieser Untersuchung ist mehr als verblüffend. Die gründliche Aktion, die in vier Erdteilen anrvllte, erfordert natürlich em paar Tage Zeit. Aber schon heute liegen die ersten Ergebnisse der sofort emgeleiteten Feststellungsaktton vor: 1 Knickerbocker behauptet, Dr. Goebbels habe durch einen Wilhelm Achterberg oder Achtermann aus Berlin und Hamburg, der für den Franz-Eher- Verlag nach Montevideo reifte, 1850 000 Dollar bei einer deutschen Exportfirma in Buenos Aires für sich deponieren lassen. Auf telegraphische Anftage antwortete der Leiter des Zentralverlages Reicysleiter Amann fol« aendes: „Habe mit Empörung von der unverschämten Lügenbehauptung Knickerbockers Kenntnis genommen, nach der ein Vertreter des ^uttalverlages namens Achterberg oder Achtermann 1 850 000 Dollar' in Ihrem Auftrage in Buenos Aires deponiert haben soll. Ich teile Ihnen rechtsverbindlich mit, nur eine vorläufige Lösung sein könne. Im Laufe daß es einen Vertreter dieses Namens im Zentral- bie|er hat sich der König vor allem mit dem Derlag nie gegeben hat und daß auch niemand $ronrat Dajda-Voewod über die Neubildung LÄUFER LÄUFER 3iindpaviev für Dieselmotoren Paul Läufer Gießen Wageng., Nähe Marktplatz 6172 A ' (zum Einpacken) abzugeb. [eisoD Televhon 3655» öeschäftsdrucksacheb Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten 6e! Brühl, Schulstr. 7 11.30-12.30 1. Morgenveranstaltung Erstantitthrnng zum Erntedankfest DerAchennann von Böhmen Ein Spiel von Joh. von Saaz. Spielleitung: Dr. H. Razum. Preise: RM. 0.25, 0.50, 0.75 Platzmieter auf allen Platz. 0.25 Wochenübersicht: Dienstag. 3. Oktober, 20-22.30 ErstauHtthrnng: Die Freier. Mittwoch, 4. Oktob., 19.30-22.15 Agnes Dernauer. Freitag, 6. Oktober, 20—22.15 Bezauberndes Fräulein. Sonntag, 8. Oktober, 19-21.45 Erstaufführung: 6145D Der Zigeunerbaron. 19-21.15 Uhr Außer Miete! 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Oktober 1939, nach dem seitherigen Stundenplan wieder ausgenommen. . 6140D Die Kaufmännische Berufsschule ist in dem Liebig, bau, Liebigstraße 16, untergebracht. Die Gewerbliche und Mädchenberufsschule sind m ihrem früheren Gebäude, Kirchstraße 16, verblieben. Stadtschulamt. I. D.: Walter. Bekanntmachung. Nach einer Anordnung des Reichsversicherungs- amts vom 18. September 1939 ist die Beglaubigung der Unterschrift sowie der Lebens- und Witwenschaftsbescheinigungen für die Renten der Invaliden- und Unfallversicherung nurnoch einmaljähr- lich, und zwar auf dem Empfangsschein für die Ianuarrente erforderlich. Die Aenderung gilt bereits für die Oktoberzahlung. 6160V Gießen, den 29. September 1939. Der polizeidirektor. M. d.F.b.: Hellwege-Emdeu Major der Schutzpolizei und Kommandeur. | Kaufgesuche | Haus mit 15000 Mark Anzahlung zn kaufen gesucht. Schriftliche Angebote u. 61350 an den Gietzener Anzeiger erbet. 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Friedrichstr.7 Lieferant aller Kassen Stadttheater ... \denn Erleichterung die leichte 50. September Oktober 1959 Llnseren Toten. Don Gerhard Seeger-Ahlert. Und nun schweigen die Fanfaren, Und die endelosen Scharen Stehen still, wie festgebannt. Und die Fahnen sinken schweigend, Denen ehrfurchtsvoll sich neigend, Die da starben für das Land. Alle stehen schweigend stille. Fühlen, daß ein heil'ger Wille Sie in diesen Ring gespannt. Und erfüllt von tiefer Ahnung Denken sie der Toten Mahnung, Reichen sie sich stumm die $anb. So hat sich das Volk gefunden, Und für wenige Sekunden Wird das Herz der Stärksten weich. — Doch nun höher die Standarten! Deutschland soll nicht länger warten, Stehe fest, du Drittes Reich! NSG. Gerhard Seeger-Ahlert fiel in diesen Tagen an der O st front. Der 23jährige junge Dichter gehört dem Kulturamt der Reichs- jugendführung an. Dieses Gedicht wählte Baldur von Sch i r a ch vor Jahren für eine Sammlung bester junger Lyrik aus. Nun lebt der junge Dichter selbst in der unsterblichen Gemeinschaft toter deutscher Soldaten weiter, denen er diese Verse schrieb. Deutsches Soldatentum. Von Hans Sturm. Soldaten sind geboren Aus ritterlichem Stamm. (Des Knaben Wunderhorn.) Die Verse dieses alten Volksliedes zeigen, welche Achtung schon unsere Vorfahren vor dem Soldatentum hatten. Wenn der Herzog zum Heerbann aufrief, folgten alle waffenfähigen Männer. Wer ein Schwert tragen konnte, mußte es auch führen zur Verteidigung von Grenze, Herd und Familie; und alle folgten ohne Zwang, pflichtgemäß. Der Begriff der Pflicht hat immer zum geistigen Besitz der Deutschen gehört, er hat Denker angeregt. Dichter begeistert und den deutschen Soldaten erfüllt. Kant, Goethe, Friedrich der Große, Gneisenau und Moltke, das find uns nur verschiedene Namen für eine Sache; sie erwarben sich ewige Gültigkeit, well sie sich bedingungslos fügten den strengen Gesetzen !tr. 229 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (Generai-Anzeiger für Oberhessen) erblM Mr. Das Korridorgebiet einst und heute fr o n Gruppen die Flanken termilch schaffen sollte, schien ihm ein Ding der Un- iSchlfW* iolstrj spr. 2980 Mv N ilatz 1 Und Walt-r hielt durch. Es kam ihm oft sauer genug an, ober er hielt durch. Am dritten Tag war es am schlimmsten. Da war er so steif, daß er kaum aufstehen konnte. Aber er stand doch auf. Selbst im Traum sah er Kartoffeln vor sich — schnurgerade Kartoffelreiben, die sich bis an den Horizont erstreckten, Wälder aus Kartoffelkraut, die sich im Herbstwind bewegten. Berge von Kartoffelknollen, die auf ihn zurollten und ihn zu ersticken drohten. Der fünfte Tag war ein Sonntag, und sie wollten alle gleich nach dem Essen mit dem Kastenwagen an die eine Wagenstunde entfernte See fahren. Walter hatte das Meer noch nie gesehen, aber er sagte: „Ich komme nicht-mit, ich muß buddeln." Denn er hatte sich blitzschnell ausgerechnet, daß er keinen Tag auslassen durfte, wenn er sein Ziel erreichen wollte. „Junge, du mußt gar nicht", verwies ihn Onkel Fritz. „Wir verlangen es nicht, und du kannst mit deinen Ferien anfangen, was du willst." „Doch, ich muß", sagte Walter, und da Onkel Fritz sehr gut wußte, daß Walter keinen äußeren Zwang gemeint hatte, sondern ein inneres Müssen, nickte er nur. Später sagte er zu seiner Frau: „Der Bengel gefällt mir von Tag zu Tag mehr. Er ist mit dem Mund ein bißchen vorneweg, aber wenn etwas dahintersteckt, dann macht das ja nichts aus." So vergingen für Walter die Ferien, und da er sich so tüchtig ins Zeug legte, hatte er am vorletzten ES LMWM Der geographische Korridor ist eine Erfindung des Versailler Diktates und hat eine traurige Berühmtheit erlangt. In den 14 Punkten des Präsidenten Wilson war dem neuen Staate Polen ein „A u s g a n g z u m M e e r e" versprochen worden. , Wilson dachte dabei an keine ganze Provinz, sondern an die Internationalisierung des Laufes der Weichsel und an einen polnischen Freihafen in Danzig.'Erst in den Verhandlungen um die Gestaltung des Diktates gelang es den Feinden, auf Grund falscher Darstellungen und frisierter Landkarten f a st das ganze Weichseltal der Provinz West- preußen diesem „Korridor zuzuschanzen. Das Gebiet bildete seitdem mit der früheren preußischen Provinz Poien die Wojewodschaft P o m m e r e l- l e n. Die nördlichen und überwiegend deutschen Teile Posens bilden gemeinsam mit den alten west- preußischen Kreisen an der Weichsel den sog. K^o r - ridor, nachdem das Gebiet von Danzig-Stadt und Land herausgeschnitten und zu einem sog. Freistaat gemacht worden war. Die alte Provinz W e st p r e u ß e n mit Danzig und Thorn brachte bei den Reichstagswahlen von 1912 rund 173 0'00 deutsche und nur 115 000 polnische Stimmen auf. Bromberg, das zum Posenschen zählte, war eine der größten und deutschesten Städte des damaligen Ostens. Bei der Nationaloersammlungswahl von 1919 wurde eine deutsche Stimmenzahl abgegeben, die weit über die Hälfte aller Wähler darstellte. Zur eigentlichen Volksabstimmung gemeinsam mit dem südlichen Ostpreußen wurde aus Westpreußen nur der Bezirk Stuhm-Marienwerder zugelassen, der zu 93 vH für D e utschland sti mmte und daher in der Hauptsache beim Reiche verblieb, obwohl man diesem rechtswidrig die Dörfer an der Weichsel vorenthielt. Betrachten wir uns den bisherigen Korridor von N nie iirch [Mungs. Inoalibtn. 1 für fy I güt be.< 6W 21.15 UV “W Nio, ndenZ " ßiebii anos späterem Ankauf rechn ueg t Vertrag bönau ßhofetr^ »chaufenster kartoffel, manchmal ^^ rn 'sn dm Finger- Abend vor feiner Heimreise alles geschafft; im spitzenftvär än merkwÄdige/rauhes Gefühl, und > Keller und in tiefen Mieten lag geborgen, was er ann rM - acbmann imerjäger Ob erfchle sie n das polnisch-oberschlesische Industrie- und Rüstungsgebiet, während die Armee des Generals B l a s k o w i tz diese ganzen Operationen gegen einen von Posen aus erfolgenden F l a n k e n st o ß der Polen zu sichern hatte. Unterstützt wurde dieses konzentrische Vorgehen' durch die Luftflotten des Generals Kesselring im Norden unb des Generals Löhr im Süden. Sie zerschlugen die feindliche Abwehr in der Luft und auf dem Boden in raschen, vernichtenden Schlägen; sie belegten die marschierenden Polen, ihre Munitionskolonnen, ihre Sammelstellen, ihre Bahnhöfe mit Bomben, sie ließen ebenso wie die motorisierten deutschen Truppen den Gegner nicht zu Atem kommen. Die abgeschlossene Korridor-Armee mußte sich ergeben, die von der Armee des Generals von Reichenau um R a d o m eingekesselten Truppen desgleichen, während gleichzeitig vorgeworfene Kräfte dieser Armee der langsam aus dem Posener Raum aus Kutno zurückweichenden Armee den Weg nach Warschau abschnitt. Diese größte politische Armee war also im westlichen Weichselbogen abgeschnitten, die Armeen Blaskowitz und Reichenau hatten sie in die Zange genommen, und sie hielten fest. Verzweifelt versuchten die Polen immer wieder, diesen ehernen Ring zu durchbrechen. Die deutsche Zange hielt, und fast vor den Toren Warschaus mußte die größte polnische Armee sich ergeben. Die größte Vernichtungsschlacht der Weltgeschichte war geschlagen worden. Ganz Polen lag den Deutschen offen, und nur in Warschau kämpfte gegen alles Völkerrecht eine ausgehetzte Zivilbevölkerung als Heckenschützen im Verein mit versprengten polnischen Truppen einen aussichtslosen Kampf. Diese beispiellose Niederlage der Polen ist erzielr worden durch die geniale Führung unseres Heeres, durch 5en Geist, der die Führung und Truppe beseelt, und durch die geschickte Anwendung der neuesten technischen Waffen, die nur im Verein wirken, einzeln aber keine Entscheidung zu bringen vermögen. Eugen Siebert Möglichkeit zu sein. Nun zeigte chm Onkel Fritz, wie man es machte: wie man am besten immer eine etwa fünfzehn Schritt lange Reihe aufhackte, nicht zu nah, aber auch nicht zu weit hinter jeder Staude, wie man sich dann auf die Erde niederließ und keine Knolle beim Sammeln vergaß Walter, eine bis auf die Füße reichende Schürze aus Sackstoff vor dem Leib, mußte es nachmachen, und Onkel Fritz war zufrieden „Stellst dich ganz gut an, Junge! sagte er Jäber lege nicht gleich ein zu scharfes Tempo vor! Wenn dahinten rechter Hand der O-Zug vorbeifahrt, ist es neun, dann frühstücken wir. Und wenn da linker Hand auf dem Gute die Glocke geläutet wird, ftt es zwölf, dann kommst du zum Essen. Die vollen Sacke läßt du stehen, wo sie stehen; ich hole sie heute abend mit dem Kastenwagen ab. Und nun viel Vergnügen. „Danke gleichfalls!" rief Walter ihm nach und stürzte sich auf die Arbeit. Donnerwetter, das machte Spaß, die Hacke mi dem Kraftaufwand eines Holzfällers durch die Luft zu schwingen, sie tief in die Erde bringen zu lasten und sie mit einem gewissen Zug nach oben.der bas Wurzelwerk lockerte, wieber herauszuziehen. Schars aufpassen mußte man freilich, baß bte Zmken nicht hie Knollen trafen, aber bas lernte man bald. Dann rutschte man knienb auf ber (Erbe entlang, unb es war lustig, wenn rngn bte feuchten Knollen aus ihrem bunklen Versteck aufstöberte und sie mit lässigem Schwung in ben Korb warf. Schon war ber erste^Kord voll unb würbe in ben ersten leeren Sack aUÄam ber D-Zug. unb bie sechs Stullen im Nu weg, bie Kanne auf einen Zug ge- Uert Aber als Walter nun wieber frisch gestärkt bie Arbeit aufnehmen wollte, war sem Nucken vom Stillsitzen ganz steif geworben. Teufel noch einmal, Ut ging das Hacken nicht mehr so schwungvoll von der Hand' Und als er wieder auf dem Boden kniete, merkte er erst, wie scheußlich dreck g die Erde war Zie war naß und kalt und klumpig, kleine kantige Steine bohrten sich einem schmerzhaft,unterdle izm- St ”SU*' Ä - ssr »j-ä ä OerIelVzugderliSTage In einem Feldzug von achtzehn Tagen haben putsche Soldaten das Heer der Polen, eines Fünf- mddreibig-MiIlio.nen-Volkes, hinweggefegt; die deut- |ge Führung hat in schweigender Tat die alle Welt joerrafchende Antwort auf die bramarbasierenden geben der polnischen Oberstenclique gegeben, die hnterwärts der deutschen Hauptstadt die deutsche Srmee vernichtend schlagen wollte. „Der Pole", j-gte der Führer in seiner Danziger Rede am 9. September, „hat an vielen Plätzen tapfer gesichten. Seine untere Führung machte verzweifelte Snstrengungen, seine mittlere Führung war zu genig intelligent, seine oberste Führung schlecht, Liter jeder Kritik. Seine Organisation war pol- /sch!" Dieses Urteil ist vom Auslande unwider- frochen geblieben. Die harten Ereignisse hatten die fliünbe dafür geliefert. Die deutsche Ostfront hat ; jxnerhalb weniger Tage Geschichte gestaltet unb men der Versailler Un- und Aberwitze aus der Landkarte Europas ausgelöscht. Polen ist zerfallen, Europa steht vor neuen politischen Tatsachen. Am 24. September lüftete das Oberkommando ber Kehrmacht in einem Rechenschaftsbericht, ber wegen jiimet sachlichen Sprache im Auslanbe ungeheuren Cinbrud gemacht hat, den Schleier von den Ope- rftionen in Polen. Der polnische Marschall Rydz- Cmigly, ber währenb bes Sommers in öffent- fchen Reden nicht nur Breslau und Königsberg er- oerte, sondern auch in Tempelhof westwärts Ber- ! die Deutschen schlug, hatte seine Armee, mit oder gerne Wissen der französischen und englischen Heeres- litungen, folgendermaßen offensiv aufgestellt: Drei Heeresgruppen sollten Ostpreußen unb janzig bedrohen, und zwar — von Osten Hetzen — eine zwischen Njemen und Narew, also Mischen Grodno und Wilna, eine mitt- |ce, sehr starke nördlich von Warschau Lva zwischen Kolno und Mlawa, und eine dritte in Korridor. Die Hauptmasse des polnischen feeres befand sich i m R a u m e v o n P o s e n ; sie sillte die Angriffe aus Oberschlesien und aus Pom- rem abwehren und von ihrer zentralen Lage inso- jrn Gebrauch machen, als sie den vorgehenden deutschen in der Flanke und im Rücken bedrohen jidte. Damit aber ließ sich diese starke Polengruppe is Wirklichkeit das Gesetz des Handelns vom deut- sien Gegner auferlegen, denn wenn tatsächlich diese Fall eingetreten wäre, hätten die Polen um fofen den Vorteil ihrer zentralen Stellung ver- lren und überdies die Aussicht, gegen Berlin, das seine Verbindungen zu zerschneiden, um ihn somit in Einzelkämpfen zu überwinden, gelang. Die Einheitlichkeit der deutschen Führung hatte die einzelnen Heeresgruppen am 1. September nach diesen Weisungen marschieren lassen. Der strategische Stoß kam den Polen derart überraschend, daß eigentlich schon am 2. September ihr ganzer Feldzugsplan zusammengebrochen, war und daß von da an jede einzelne polnische Gruppe für sich focht und untergehen mußte. Wenn ihr Marschall Rydz- Smigly jetzt in Rumänien erklärte, er habe schon am zweiten Tage des Feldzugs eingesehen, daß sein Plan falsch mar, er habe bann Frieden machen wollen, so spricht diese Erkenntnis durchaus gegen ihn und für die Genialität der ihm turmhoch überlegenen deutschen Führung. Gegen die stärkste Macht der Polen umPosenherum richtete sich zunächst der deutsche Stoß überhaupt nicht. Von der Heeresgruppe Nord des Generalobersten von Bock ging die Armee des Generals von Kluge aus Pommern vor, überschritt zwischen Grau- denz und Bromberg die Weichsel unb trennte im Zusammenwirken mit Teilen ber in O st preußen ausgestellten Armee des Generals von Küchler die starke polnische Korribor-Armee von ihren Verbinbungen. Dieser Schlag gegen General Bornowski erfolgte so rasch, baß die P o s e n e r Zentralgruppe der Polen gar nicht in der Lage war, ihn zu verhindern. Ihre eigenen rückwärtigen Verbindungen waren bereits bedroht, zumal die Armee des Generals von Küchler aus Ostpreußen bereits ben Marsch anben Narew angetreten hatte unb damit den Polen zuvorkam. Dieser Stoß erschütterte die Polen; Teile der Armee Küchler standen bald hinter Warschau. Gleichzeitig erfolgte aber auch der Stoß aus demSüden. Die Heeresgruppe Süd des Generalobersten von Rundstedt war in drei Armeen eingekeilt Die Armee des Generalobersten L i st griff aus dem südlichen Teil des Protektorats und aus der Slowakei in Richtung Krakau an, bie mittlere bes Generals von Reichenau aus Zwei Morgen Kartoffeln. Von Joachim Lange. „Unb der kleine Fetzen Land hier sind eure Kar- ti'feln, Onkel Fritz?" fragte Walter. „Da hat ja man- thrr Laubenkolonist bei uns in Berlin mehr! Der Neubauer Fritz Rohde warf einen raschen, ftarfen Blick auf seinen dreizehnjährigen Neffen. !„5o?" meinte er. Und er erklärte ihm: dies hier sei ehr besonders guter Boden für Weizen und Zucker- irtfcen, deshalb baue er nur so viel Kartoffeln an, wie ei für die eigene Wirtschaft brauche. Nur zwei I Jorgen. „ .Nur zwei Morgen? Das ist ja rein gar nichts! «Es war in der Abenddämmerung, vor ein paar Kunden war Walter angekommen, um bei dem Bru- ■- W seiner Mutter die Herbstferien zu verleben, und um führte der ihn über sein junges Eigentum „Ja, nur zwei Morgen", wiederholte Onkel Fritz. „Unb wenn bu es in behördliches Maß umrechnest, biim ist es sogar nur ein halber Hektar." [ Nur ein halber Hektar? Aber, Kinder, damit mutzt •1“ doch im Handumdrehen fertig werden! : vnkel Fritz sah sich um, wie wenn er die „Km- bor" suchte. Dann stand er einen Augenblick sinnend n b sagte: „Wir wollten gerade morgen mit Dem Kirtofselbuddeln anfangen. Ein Stück hat j-™*6 &tte übrigens schon vor zwei Wochen gemacht — Winten die Ecke an der Wegkreuzung. Du wolltest p s ja helfen: wie wär's, wenn du morgen mal ein ! bßchen in die Kartoffel gingst und siehst, wie weit kommst? Dann könnten Tante Lotte unb ich schon k^mer mit ben Zuckerrüben anfangen, bie machen Die ' "Liste Arbeit." , _ . i, „Aber klar, Onkel! Faulenzen wollt ich M W i lcwieso nicht. Du mußt mir’s bloß zeigen. Stemel IAnkner hat benn ein Morgen?"^ „Na, hier so ungefähr hunbert." „Was, nur hunbert?" s ; „3a, und wenn du nach Tonnen rechnest, Dann ■ fr-b es sogar nur fünf Tonnen." .,. „Nur fünf Tonnen? Das ist ja rem gar nichts: | -Früh um 7 ging es los. Walter trug stolz feine [Öide, ein paar Säcke und einen Drahtkorb, mcht zu [Hessen sein Frühstück. „Werden sechs Stullen [ttchen?" hatte Tante Lotte gefragt. „Na klar! hatte | kalter, der eben erst vier Stullen verdruckt Halle, Llwtoortet. Unb daß er die große Kanne voll But- man durste sie nicht zu fest an ber groben Sackschürze abstreifen, bas ging einem kribbelnb burch alle Nerven. Aber bann war es buch wieber schön, mittags, als bie Glocke läutete, die fünf prallen Säcke zu sehen, wie sie gleichsam zufrieben inmitten bes ausgerissenen Kartoffelkrautes ftanben. „Nicht schlecht für ben Anfang!" lobte Onkel Fritz. „Heute nachmittag kann Rotkäppchen mitgehen, die Kinder können nebenbei auf dem Feldweg spielen." Rotkäppchen, eigenllich Erna, war die Maid aus dem Arbeitsdienstlager, bie vormittags bie beiben Kinber besorgt, bie Wohnung gesäubert unb bas Essen bereitet hatte. Aber bavon wollte Walter nichts wissen. „Nem , sagte er, „nehmt Fräulein Rotkäppchen nur mit zu ben Rüben!" Die Kartoffeln mache ich ganz allein." Sein Onkel sah ihn rasch unb scharf an. „Schön!" sagte er nur. Unb als er mit feiner Frau allein war, meinte er: „Bin neugierig, ob er burchhalten wirb!" iB liiliii W •5ö r’J Jlfl- Fischerdörfer verschwin'den, deren Cinwohner zunächst auf der Insel Rügen eine neue Heimat suchten. An der Ostsee liegen die Kreise Neu -- ft ab t — Karthau 5 unb Berent — Stargard, die im wesentlichen von Kaschuben bewohnt werden, einem Dolksstamm, der nicht zu ben Polen gehört. Das Gebiet stellt eine Endmoräne dar, ist mit Hügeln ünb Kuppen landschaftlich reizvoll, aber arm. Die Zahl ber Kaschuben ist unter dem Druck ber Polo Nisi erung zurückgegangen und beträgt h eute 100000 bis 140000. Die Kaischub en sind stets willige' Bürger des deutschen Staatswesens gewesen. Der Korridor wird in seinem mittleren Teil mest- lich von der Stadt K o n i tz (10 000 Einwohner), im Osten an ber Weichsel von dem Städtchen M e w e begrenzt, das von einer stolzen Ordensburg überragt wird, die von der Kolonisation des Landes Zeugnis liefert. Dazwischen liegt das dünn besiedelte Land ber Tucheler Heid e. Don der auf altem Reichsgebiet liegenden Stadt Schneide- m ü h l führt die Hauptstrecke ber Reichsbahn über Konitz unb Dirfchau mitten durch den Korridor nach Marienburg und weiter nach Königsberg. Bei Dirschau (16000 Einwohner) befindet sich die große W e i ch s e l-b r ü ck e , ein stolzes Zeugnis deutscher Technik. Weiter aufwärts ber Weichsel liegt die Festung G r a u d e n z , bie vor dem Weltkriege über 33 000 Bewohner zählte, von denen 85 v. H. deutsch waren. Hier verteidigte im Unglücksjahre 1807 der alte Courbiere bie letzte.Festung Preußens und gab zur Antwort, wenn es keinen König von Preußen mehr gebe, so sei er der König von Graubenz. Südlich davon liegt B r o m b e r g an der Brahe, eine schöne und saubere Stadt, die früher Sitz eines Regierungspräsidenten war und unter fast 90 000 Einwohnern 77 v. H. Deutsche aufwies. Durch die Verdrängung unb Vertreibung ber eingesessenen Bevölkerung hat sich auch hier unter der polnischen Herrschaft das Zahlenverhältnis fast, umgekehrt. Daher war der Vorschlag des Führers voll berech- ttgt, daß bei einer Volksabstimmung nur diejenigen iur einige Tagemärsche entfernt lag, offensiv vor- gehen. Oberschlesien war durch eine etwas pwächere polnische Armee gedeckt, die aber in Ver- Mndung mit ben tief gestaffelten polnischen Kräf- tn stand, bie bei Krakau und Lemberg gruppiert Daren. Der polnischen Heeresleitung ftanben im- rerhin die großen Vorteile der innere n Linie p Verfügung, während bie deutsche zunächst ihre reit auseinantierliegenben Heeresgruppen in Verbindung setzen mußte, was immerhin — so waren zwischen Ostpreußen und ber deutschen Heeresgruppe (Eüb, ber Armee List, immerhin bie Entfernungen ron Tannenberg bis Krakau zu überwinden — trüge Zett erforderte, selbst wenn alles gut ging. Der strategische Plan der Deutschen unter Generaloberst von Brauchitsch war in vollem Maße auf bas Zusammenwirken aller Waften- oettungen bes deutschen Heeres aufgebaut. Mit die- |nt Instrument wurde die polnische Aufstellung gmial aus den Angeln gehoben. Die deutschen Truppe wurden gewissermaßen an den polnischen Ausfüllungen v o r b e i g e s ch o b e n , sie stießen tief ii die Verbindungslinien der feindlichen Aufstellung hinein, zerschnitten sie unb zertrümmer- tn damit die ganze polnische Armee, Die bald m eftzelne umklammerte Teile zerftel.. Diese Stratege erscheint einfach, ist aber in Wirklichkeit geradezu n Meisterstück für Führung und Truppe, Denn die Wen hatten die Möglichkeit, sich mit stärkeren kästen gegen einzelne vorgehende Truppen der Irutschen zu wenden und sie zu vernichten, menn ijee Führung von demselben Angriffsgeist beseelt Mesen wäre und dasselbe Truppenmaterial gehabt beteiligt werden durften, die im Jähre 1918 im Korridor wohnten. Zwischen Bromberg unb Grau- denz liegt Kulm, bie alte Bischofs stabt, die einst der Mittelpunkt der deutschen Kulturatbeit war. Die „Kulmer Handfeste" war die vorbildliche Verfassung für alle Städte des Ordenslandes. Westlich von Bromberg finden wir Rakel, das einst ein wichtiger Holzhafen an der Netze war. Die Besiedlung des Landes hat sich in der Hauptsache zwischen 1250 und 1350 vollzogen. In diese Spanne fallen die Gründungsjahre der meisten Städte, an denen das Land reich ist. Nach der Vertreibung von hunderttausenden deutscher Bürger und Bauern ist hier ein kultureller Stillstand ein» getreten. Besonders hatten es die Polen auf die deutschen Ansiedler abgesehen, die meist im Erbbaurecht angesessen waren. Sie behaupteten, der politische Staat sei der Nachfolger ber preußischen Ansiedlungkommission und habe das Recht, die deutschen Siedler zu verdrängen, um Zuwanderer aus Galizien und Kongreßpolen anzusetzen, wo einst deutscher Schweiß die Scholle gedüngt hatten Zec öptiker am §ahnt)of I •ant am mit seinen Händen an vielen ewig gleichen endlosen Tagen aus der Erde gewühlt hatte. Am letzten Tage wanderte er, von Tante Lotte wohl versehen mit Stullen und Limonade, an die Küste. Das war ein schöner Abschluß der Ferien und der Arbett, als er zum erstenmal die See, die weite graue See hinter den weißen Dünen auf sich zurollen sah. Aber noch viel mehr als über die See freute er sich schon während des ganzen Tages auf etwas anderes, nämlich auf das Festessen, das es heute abend zu feinem Abschied geben sollte. „Etwas ganz besonders Feines!" hatte Onkel Fritz ihm verheißen, und Tante Lotte hatte geheimnisvoll dazu gelächelt. Sonst gab es an einem Abend Pellkartoffeln mtt Specktunke, am nächsten Specktunke mit Pellkartoffeln, am dritten wieder Pellkartoffeln mit Specktunke — was würde es wohl heute geben? Ob Onkel Fritz ein Huhn geschlachtet hatte? Ob Tante Lotte beim Bäcker eine Torte hatte machen lassen mit seinem Namen in Zuckerguß? Und was brachte Tante Lotte dann auf den Tisch in riesigen dampfenden Schüsseln? Pellkartoffeln und Specktunke ... „... aber keine gewöhnlichen Kartoffeln", sagte Onkel Fritz, „sondern zum erstenmal Kartoffeln von dir. Ich denke, sie werden dir besser schmecken als jemals Kartoffeln." Besser als jemals Kartoffeln? Bester, viel bester, als ihm das zarteste Hühnchen, die feinste Torts hätte schmecken können! Aber Onkel Fritz hatte noch etwas. „Ich weiß. Junge", sagte er, „du mochtest gern ein Fahrrad haben. Hier, kauf dir eins, wenn du wieder in Berlin bist! Es soll kein Lohn sein für deine Arbeit, benn ber Lohn, bas hast bu ja gemerkt, steckt nicht tm Gelb. Unb mir hat es Spaß gemacht, bir zuzusehen." Damit hotte er was aus ber Tasche. Drei Zehnmarkscheine! Walter konnte sich kaum bebauten, so überwältigt war er. Aber balb kaute er wieber Kartoffeln, seine Kartoffeln, und schließlich meinte er: „Aber was ich bir schon immer sagen wollte, Onkel Fritz, so wenig ist bas boch nicht, zwei Morgen Kartoffel- lanb!" „Da hast bu recht", sagte Onkel Fritz, und in seiner Stimme war auch nicht eine Spur von Spott. „Ueberhaupt kann man die Größe eines Ackers nur schlecht aus seiner Morgen- oder Hektarzahl ermessen. Wie groß ein" Acker ist, weiß man erst, wenn matt ihn selber abgeerntet hat." der Pflicht. Hier ist die Wurzel deutscher Gemein - schaft unb Heldentums zugleich. Was gibt dem Soldaten die Standhaftigkeit, was leiht ihm die Kraft und Ausdauer zu todesverachtenden Leistungen? Nicht jähe Begeisterung, nicht eitle Ruhmsucht, einzig der Geist der gemeinsamen Pflicht, der den Soldaten vom General bis zum letzten Wehrmann härtet und alle in einer auf Leben und Tod geschlossenen Gemeinschaft bindet; er gibt dem Antlitz des deutschen Soldaten sein einmaliges, scharfumrissenes Gepräge. Aus wahrem Pflichtgefühl, das nur durch Manneszucht und Menschlichkeit gewonnen werden kann, erwachsen die übrigen „Soldatentugenden", von denen Clausewitz in seinen Schriften spricht: Gutmütigkeit, gläubige Gelassenheit, Heldenmut und Vaterlands liebe. Die alte germanische Kampfstimmung, der es am wohlsten „im wilden Handgemenge" war und die sich im Angriffsgeist und in der Rauflust bis heute erhalten hat, ist gebändigt durch eine in Fleisch und Blut überaegangene Manneszucht, der auch das heldenhafteste Borgehen untergeordnet werden muß; jene Manneszucht, von der Fichte in feinen „Reden an die deutsche Nation" gesagt hat: „Frühe Zucht sichert vor der späteren sehr mißlichen Zucht und Verbesserung." Die deutsche Manneszucht hat kein Dichter packender behandelt als Heinrich von Kleist im „Prinzen vom Homburg": Die noch so wertvolle Tat des Einzelnen wird zum Frevel am Ganzen, wenn sie die Grenzen des Gehorsams mißachtet. Der soldatische Dienst ist das Sinnbild des Unpersönlichen, aber gerade die Unterordnung persönlichen Lebens stählt den Charakter; dieser wächst unter der Losung ,Lch dien'!" Von der Menschlichkeit des deutschen Soldaten braucht man wohl kaum zu reden; von ihr sagt Lessing in seiner Hamburgischen Dramaturgie: „Es fei uns immer angelegener, Menschlichkeit zu zeigen als Lebensart." Goethe sagte: „Alle menschlichen Gebrechen sühnet reine Menschlichkeit." Diese uns abzusprechen blieb im Weltkrieg den Briten vorbehalten, die an das Wort ihres Staatsmannes James Fox erinnert feien: „Die Menschlichkeit gehört zu den schönsten Gedanken des Christentums, das uns lehrt, den Menschen nicht nur Gutes zu tun, sonbern sie auch als unsere Brüder zu lieben!" Die Gutmütigkeit des deutschen Soldaten ist sprichwörtlich geworden. „Gutmütigkeit", weiß ein altes deutsches Sprichwort, „ziert den Mann mehr als Lorbeerreiser." <5ie ist die Eigenart des Deutschen, auf die in Krieg und Frieden unsere Gegner stets gesündigt haben. Die unseren Soldaten angeborene Gelassenheit nannte Bismarck einen „Fonds von Gottesfurcht", der in Führern und Mannschaft nie verbraucht sei. In allen Kriegen ist diese vertrauende Gelassenheit ein machtvoller Antrieb zur Pflichterfüllung bis zum äußersten gewesen. Nicht durch fatalistischen Stumpfsinn oder chauvinistischen Dünkel, noch weniger durch Augenblicksbegeisterung erhält der Soldat seine charakterliche Selbstzucht, sondern durch eine im Schmelztigel des Krieges gehärtete gläubige Gelassenheit. Aus den vielen Briefen Gefallener wird deutlich, wie rege das religiöse Denken des deutschen Soldaten gewesen ist; gleichzeitig zeigen sie, daß der Soldat nicht nur von außen her mit irgendwelchen Mittelchen, sondern auch mit ideeler Seelsorge kampffteudig erhalten werden muß. Der Soldat braucht eine seelische Führung, die ihm die innere Unabhängigkeit läßt; sein hartes Handwerk bedarf einer verständigen religiösen Untermauerung dringender als jeder andere waffenlose Beruf. Aus diesem Untergrund erwächst dem Soldaten der wahre Heldenmut, der im deutschen Heere keine beruft oder sportliche Angelegenheit ist; er wird weniger als besondere Leistung denn als erfüllte Pflicht gewertet, und dieser Pflichtbegriff beherrscht das soldatische Leben mit durchwaltender Strenge. Nur so wird der Soldat vertraut mit dem Tode. Dem Druck der Mühsale, Entbehrungen und dem drohenden Untergang muß ein stärkerer Gegendruck gegenüberstehen, als ihn noch so schöne Worte aus äußerlicher Erfahrung geben können, hier hilft nur der eigene Wille, der sich selbst befiehlt; ein Wille, der aus dem gelebten Wort Fichtes klingt: „Nur über den Tod hinweg, mit einem Willen, den nichts, auch der Tod nicht beugt und abschreckt, taugt der Mensch etwas!" Kämpft der deutsche Soldat für die Pflicht oder für sein Vaterland? Diese unnütz erscheinende Frage fei gestellt, weil sich unsere Gegner im Weltkriege nicht genug tun konnten, den heiligen Begriff „Vaterland" zu verhöhnen; sie stellten es „vor Machthunger dcnnpfend" hin und wollten nicht wissen, daß der deutsche Soldat, wenn er an die Heimat Zu wenig Boden In England hat man sich darüber aufgeregt daß wir Bezugscheine einführten. Man hat anscheinend nicht damit gerechnet, daß die Regelung des Verbrauchs bei uns längst vorbe- reitet war und einen Bestandteil der Vorratswirtschaft darstellt. Es wäre besser gewesen, wenn die hochmütigen Leute auf der Insel darüber Ueberlegungen angestellt hätten, wie es denn um ihre eigene Ernährungslage bestellt ist. Es ist ja bekannt genug, daß das britische Volk e i n V 0 lkohn « Bauern ist. Siebenmal mehr Menschen sind in den Fabriken beschäftigt als auf dem Land; mehr als die doppelte Anzahl verdienen als Dienstboten ihr Brot. England hat sozusagen zu wenig Boden unter den F ü.ß e n. Die Agrarbasis reicht nicht aus, um das Volk zu ernähren. 1937 betrug die Weizenernte 1,53 Millionen Tonnen. Das ist etwas mehr als der Durchschnitt der Jahre 1930/31. Damit die Engländer genug Weizen hatten, mußten noch 5,3 Millionen Tonnen eingeführt werden. Mit den Kartoffeln war es nicht ganz so schlimm. Fünf Millionen Tonnen erzeugte man im Lande und etwa 170 000 Tonnen mußte man e i n f ü h r e n. 1937 legten die englischen Hühner 4,42 Milliarden Eier, Und mehr als die Hälfte mußte die Insel h e r e i n n e h m e n. Gegenüber 1914 war im Jahre 1938 zwar die Rindvieh Haltung um 12,3 v. H., die S ch a f- h a l 1 u n g um 4,6 v. H., und die Schweinehaltung um 107,9 v. H. gestiegen, aber dennoch mußte man im Ausland bzw. in den Dominions noch 1,5 Millionen Tonnen an Fleisch und Speck, 465 000 Tonnen an Butter und 146 000 Tonnen an Käse kaufen. Die britische Regierung wußte naturgemäß um diese sehr schwierige Ernährungslage Bescheid. Gedenkt, darunter die geweihte Stätte feiner Liebe/ Sorge und Arbeit versteht. Aus der einstigen Heimat ist nun noch langen leid- und freudvollen Zeiten der wuchtige Raum des Vaterlandes geworden, ein Land von machtvoller Größe und gewaltiger Kraft, das der deutsche Soldat mit seinem Leibe schützt; seiner Ehre, seiner Macht und seiner Ordnung dient er, für dieses ,^ganze Deutschland" lebt uni) stirbt er. Oer Unterschied Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau schreibt: Wenn man die englische Ernährungslage mit der deutschen vergleicht, dann wird man unwillkürlich an den Ausbruch der Verzweiflung des Königs Karl VII. in der „Jungfrau von Orleans" erinnert: Kann ich Armeen aus der Erde stampfen? Wächst mir ein Kornfeld in der flachen Hand!" Wo soll England die wichtigste Ernährung für seine Bevölkerung hernehmen, wenn seine Schiffe, die nicht ankommen, nichts mitbringen, wie Generalfeldmarschall Göring zutreffend in seiner großen Rede bemerkte. Die deutsche Hausfrau blickt auf die reiche Ernt« dieses Jahres, sie kennt die riesige nationale Reserve des vorigen Jahres, sie weiß, daß sich diese Reserve um die großen diesjährigen Ernteüberschüsse vermehrt, und sie blickt in eine gesicherte Zukunft. Wie aber ist es in England? Die Waffe, mit der sie wieder deutsche Kinder, Frauen und Greise vermittels der Hungerblockade zu morden gedachten, wendet, sich gegen sie selbst. Heute schon herrscht Anarchie auf dem Ernährungsgebiet, die Preise steigen von Tag zu Tag in dem Maße, als das englische Pfund in die Tiefen der Entwertung sinkt. Graue Sorgen nisten in jedem englischen Haus, denn — es gibt keine Kornfelder, die in flachen Händen wachsen! Es gibt keine .Ernährungswirtschaft, wie sie Deutschland in vieljähriger Voraussicht und Kampfbereitschaft aufgebaut hat, es gibt keinen Nährstand, der wie der deutsche dem Heimatboden in unerhörtem Fleiße den Segen reicher Ernten abringt! Das ist d e r Unterschied zwischen hüben und drübe-n und dann — der Frontgeist der Heimat, der auch die deutschen Frauen beseelt! Man muß sich diesen Unterschied vor Augen halten, um erst recht die weitreichende Kraft und lieber« legenheit der deutschen Ernährungslage zu verstehen und den Segen einer fürsorglichen Rationierung richtig ermessen zu köpnen. unter den Füßen. wisse Fachkreise haben auch rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht, daß eine Vorratswirtschaft zur Sicherung der Ernährung des Landes unbedingt notwendig sei. Heute allerdings müssen dieselben Sachverständigen zugeben, daß die Regierung diese Pflicht nicht erfüllt hat und daß die Vorräte höchstens ausreichen, um den Bedarf für zwei Monate sicherzustellen. In der englischen Fachpresse kann man die entsprechende Statistik, die sich nur auf die sichtbaren Vorräte bezieht, nachlesen. Was Weizen anbelangt, so schätzte man den Vorrat Ende August d. I. auf 29 Millionen Bushel. Mit dieser Menge könnte man einen Monat und sieben Tage auskommen. Zum gleichen Termin waren etwa 374 000 Tonnen Zucker vorhanden. Sie sind in etwas über 2 Monaten aufgebraucht. Die vorhandene Gerste reicht für 2 bis 3 Monate, die H a - fervorräte für einen halben Monat, die Mais Vorräte für 3^ bis 4 Monate. Und mit Vorräten an anderen Lebensmitteln hat es nicht viel besser ausgesehen. In der Fachpresse stand allerdings zu lesen, daß die Vorräte an Tee und Kakao, die Ende August 1938 vorhanden waren, für etwas über vier oder für dreizehn Monate gelangt hätten. Gewiß, die englische Bevölkerung braucht ihren Tee und ihren Kakao — um durchzuhalten. Aber man kann damit keinen Krieg gewinnen. Im ganzen steht es um die Vorratswirtschaft an Nahrungsmitteln in England schlechter als zur Zeit, da der Weltkrieg begann. Im übrigen verlassen sich die Briten auf die Stärke ihrer Flotte, auf ihre allerdings zusammengeschrumpften Goldvorräte und die von ihnen abhängigen Lieferanten. Aber es wäre möglich, daß sie ihre Rechnung ohne die wachsamen und verteufelt schnell arbeitenden deutschen U-Boote gemacht haben. Vorbildlicher Einsatz der HI. in den ersten Kriegswochen. Berlin, 29. Sept. (DNB.) Die Reichsjugendführung teilt amtlich mit: Auf Anforderung von Dienststellen der Partei, des Staates, der Wehrmacht und der Wirtschaft, aber vor allem auf ihr eigenes Drängen hin find in den ersten Kriegswochen große Massen Jugendlicher in der Heimat für wichtige Ausgaben durch die HI. eingesetzt worden. Zahlenmäßig war der Einsatz von Hitler- jungen und BDM.-Mädeln am stärksten bei der Landarbeit. Die Hackfruchternte machte den umfangreichen Einsatz Jugendlicher notwendig. Hinzu kamen Hilfsdienste für Polizei und Luftschutz, für Reichspost, Reichsbahn und Behörden. Erfolgreich führte die HI. Sammelaktionen durch, half bei der Verteilung von Bezugsscheinen; BDM.-Mädel wurden in k i n « derreichen Familien, beim Bahnhofsdienst der NSV., im Hilfsdienst der Braunen Schwestern, im Roten Kreuz, in Kindergärten, in Flüchtlingslagern usw. eingesetzt, wenn sie gebraucht wurden. Der Einsatz durch die HI. erfaßte im ersten Kriegsmonat im gesamten Reichsgebiet auf Grund der vorliegenden Berichte 1 019 000 Jugendliche. Es hat damit im Reichsdurchschnitt jeder zehnte Angehörige der HI. in der Heimat irgendeine besondere Aufgabe fteiwillig und mit Begeisterung übernommen. Trotz dem ununterbrochen zum Ausdruck kommenden Willen der Jugend, besondere Aufgaben zu erhalten, wird die Reichsjugendführung die Jugend nur für solche Arbeiten einsetzen, für die nicht inzwischen freigewordene Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Wenn in Zukunft der Einsatz Jugendlicher zahlenmäßig sich verringern oder aber erneut ansteigen sollte, so wird die Reichsjugendführung in jedem Falle besonders für eine planmäßige Durchführung des regel mäßigen HI. - D i e n st e s , der körperlichen Ertüchtigung und seelischen Führung der Jugend Sorge tragen. Jeder Pimpf und Hitlerjunge, jedes Jungmädel und BDM.-Mädel sowie die Angehörigen des BDM.- Werkes „Glaube "nk> Schönheit" helfen der Heimat und unserem Führer in erster Linie durch regelmäßige Teilnahme am Dien st der HI.- Einheiten, auch wenn sie vor der Hand nicht zu einem Sondereinsatz herangezogen werden. Gehen wie die Katzen. Erst nach einer Stunde haben wir uns an die Dunkelheit gewöhnt? Von Or. H. Woltereck. Im Zeichen der Verdunkelung hat sich das abendliche Gesicht unserer Städte völlig verändert: die strahlenden Lichter sind verschwunden, und vorsichtig bewegt sich nach Einbruch der Dunkelheit der Strom der Menschen durch die Straßen. Wer genau ßusieht, wird allerdings bemerken, daß manche Passanten trotz der Dunkelheit ziemlich rasch und sicher vorankommen, während ander« sich mühsam vor- wärtstasten und einzelne besonders Langsame schließlich geradezu blind zu sein scheinen. Jetzt sind diejenigen gut daran, die über „Katzenaugen" verfügen, während die „Nachtblinden" des Abends am besten zu Hause bleiben. Woher kommen nun diese Unterschiede und was kann uns die moderne Wissenschaft über die Leistungen unserer Augen beim „Dunkelsehen" sagen? Wenn wir des Abends aus einem beleuchteten Raume auf die dunkle Straße hinaustreten, dann sehen wir zunächst überhaupt nichts: unser Auge muß sich bekanntlich erst an die Dunkelheit „gewöhnen". Um das zu verstehen, müssen mir uns einen Augenblick mit dem Bau des Auges und seinen besonderen Eigenschaften für das „Dunkelsehen" etwas näher beschäftigen. Das Auge besteht aus verschiedenen durchsichtigen, optisch brechenden Schichten, Hornhaut und Kammerwasser, Kristalllinse und Glaskörper, die das Licht erst durchwandern muß, ehe es auf die Netzhaut stößt. Sie bilden sozusagen den optischen Apparat, der die Strahlen bricht, sie zusammenballt und die Gegenstände der Außenwelt scharf auf die Netzhaut, der photographischen Platte des Auges, abbildet. Hier sitzen die licht- und farbenempfindlichen Sinnes- 3eilen, Stäbchen und Zapfen; sie werden von den auftreffenden Strahlen gereizt, die Erregung sammelt sich im Sehnerv und fließt nun auf verschiedenen Wegen dem Großhirn zu. Die Netzhaut mit dem dicken Sehnerv ist eigentlich weiter nichts als eine besonders feine lichtempfindliche Ausstülpung, ein Vorposten des Gehirns, der von der Außenwelt nur durch ein durchsichtiges glasklares Fenster geschieden ist. In der Netzhaut unseres Auges find zahlreiche Apparate verborgen, die alle eine besondere Aufgabe besitzen und je nach den äußeren Anforderungen in Aktion treten ober sich ausruhen. Bei hellem Tageslicht arbeiten wir nun mit ganz anderen Netzhautbezirken als im Dämmerlichte und im Dunkeln. Der „Dämmerungsapparat" der Netzhaut kann nicht wie «ine elektrische Lampe blitzschnell ein- und aus- geschaltet werden, sondern er paßt sich erst langsam den erhöhten Anforderungen an. Die Netzhaut produziert nämlich in der Dunkelheit bestimmte Substanzen, den sogenannten Oeb purpur, der die Lichtempfindlichkeit des Auges gewaltig steigert. Die Anpassung des Auges an die Dunkelheit erfolgt sehr langsam: unser Sehvermögen steigt zunächst innerhalb der ersten 20 Minuten rasch und dann langsamer an. Den Höhepunkt hat die Leistungsfähigkeit des Auges beim Dunkelsehen er st nach einer vollen Stunde erreicht! Dann ist allerdings die Lichtempfindlichkeit unseres Sehorgans gegenüber dem Verhalten bei Tageslicht enorm gestiegen: sie ist bis zu 8000mal größer als im Hellen! Beim Sehen im Dunkeln funktionieren also, wie wir sahen, nur die „Stäbchen" unserer Netzhaut mit ihrer Sehsubstanz, dem Sehpurpur. Da diese Stäbchen aber keine Farben wahrnehmen, erscheint unserem Auge in der Dämmerung die ganze Welt grau in grau. Dafür ist aber, wie gesagt, die optische Leistung unseres Auges sehr groß — sie übertrifft sogar die empfindlichste photographische Platte. Mit einem Photoapparat können wir eine Landschaft im hel- lenSonnenschein ohne weiteres mit einer tausendstel Sekunde Belichtungszeit auf die Platte bannen, während wir im ungewissen Mondlicht viele Minuten lang belichten müssen, um ein brauchbares Bild zu erzielen. Mit unseren Augen erkennen wir aber di« mondbeschienene Landschaft „i m Augen- b I i cf" — der Sch purpur ist also um ein vielfaches empfindlicher als selbst der beste Film! Dor kurzem erst entdeckte man ein neues Hormon, das eigens dazu bestimmt ist, die Lichtempfindlichkeit unseres „Dämmerungsauges" zu steigern. Man träufelte diesen eigenartigen Stoff tropfenweise ins Auge «in und erreichte damit, daß sich das Auge viel schneller an die Dunkelheit gewöhnte und bereits nach kürzester Zeit die maßgebenden Gegenstände in einem finsteren Zimmer deutlich unterscheiden konnte. Bekanntlich gibt es auch verschiedene Krankheiten, bei denen entweder nur das „Tag"- ober nur -das „Nacht"-Auge gestört ist. Ein Kutscher, der durch eine bestimmte Netzhautentzündung die Fähigkeit zum „Hellsehen" verloren hatte, konnte seinen Berus nur noch nachts ausüben, denn sein „Dämmerungsapparat" war völlig intakt, während er bei Tage die Straßenschilder und Hausnummern nicht mehr entziffern konnte. Umgekehrt gibt es auch „Nachtblinde", die mit dem Eintreten der Dunkelheit hilflos werden — man pflegt zu sagen „wie ein blindes Huhn". Das Huhn ist nämlich von Natur aus nachtblind, es besitzt in seiner Netzhaut fast nur Tagessehzellen. Menschen, die „nachtblind" sind, haben es natürlich gegenwärtig im Zeichen der Verdunkelung sehr schwer, denn ihr Auge ist gar nicht oder nur sehr schlecht in der Lage, die Anpassung an die Dunkelheit zu vollziehen. Wie kommt nun dieses Leiden zustande? Einmal kann es sich um eine dauernde Unterfunktion der in Betracht kommenden Teile des Auges, vor allem der Netzhaut und ihres Seh Purpurs handeln: in solchen Fällen ist wenig zu machen, und die Betroffenen müssen sich eben bei ihren Gängen über verdunkelte Straßen helfen lassen. Solche Fälle sind aber recht selten, und die Mehrzahl der Nachtblinden verdankt ihr Leiden einer — Ernährungsstörung! Das ist zweifellos überraschend, aber an der Richtigkeit dieser erst kürzlich von der Wissenschaft festgestellten Tatsache ist nicht zu zweifeln. Man hat nachgewiesen, daß in manchen Gebieten Europas eine znächst ganz unerklärliche Häufung der Fälle von Nachtblindheit im Frühjahr auftritt und bann im Laufe bes Sommers verschwindet. Nähere Untersuchungen dieser seltsamen Erscheinung führten schließlich zur Erkennung der Ursache dieser Fälle von Nachtblindheit: es handelte sich um eine 6er Büchertisch. !i? Drfst Welten 9 Nr «ckeuze 6'd) der üi um 11 1 Saal Mnstraß ras Hm und '^.-Fra gestellten Vitaminpräparate nehmen, die diese« Stoff in konzentrierter Form enthalten. Diese heil!' methode wird, wie gesagt, nicht in allen Fälle«j helfen, da das Leiden auch andere Ursachen habe« kann — aber der Versuch ist zu empfeMen. Wie Kino und Theater geht auch das Konzert- ; wesen in Deutschland unverändert weiter. Im Anschluß an die für die Weiterführung der Musik- i arbeit ergangenen Anweisungen wird es in den „Signalen für die musikalische Welt" als ein Gebot der Stunde bezeichnet, daß an dem Konzert« leben der Städte keine wesentlichen Abstriche erfolgen. Jedem, dem die Möglichkeit gegeben fei, an der Erhaltung der Substanz unsere« Musiklebens mitzuarbeiten, müsse es daraus ankommen, neben dem Weiterbestehen unserer Opern- Eine Standarte für das VegleitbataiUon des Führers Berlin, 29.Sept. (DNB.) Nach der Rückkehr des Führerhauptquartiers von, östlichen Kriegsschauplatz wurde aus bei, Einheiten der Wehrmacht, die bei den Frontfahrtei, des Führers den militärischen Schutz übernommen hatten, das Führerbegleitbataillon auf. gestellt. In der Kaserne bes Regiments General Göring in Berlin-Reinickendorf erfolgte der erst? Zusammentritt des Bataillons, das nunmehr bie Bezeichnung „Begleitbataillon des Führers" trägt. Der Führer und Oberst« Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem Bataillon eine Standarte, die die Führer-Embleme und die Hoheits- Zeichen des Reiches zeigt. Generalmajor Rommel, der Kommandant des Führerhauptquartiers, übergab im Auftrage besj Führers die Standarte an den Führer des Batail- Ions und sprach den Einheiten seine Anerkennung für die vollbrachten Leistungen aus. Er erwähnte besonders die Leistungen der Frontgruppe, bi« trotz unerhörter Marschleistungen unb schlechtester Stra« ßenverhältnisse in Polen auf jeder Front, fahrt bes Führers zur Stell« war und dazu oft Tag und Nacht hintereinander kreuz unb guer durch Polen fuhr. Er erinnerte an die großen Erfolge der deutschen Truppen an der Front unb ermahnte mit eindringlichen Worten das Führer- begleitbataillon zu weiterer treuester Pflichterfüllung. Oas deutsche Musikleben qebt weiter. w- D, wie M 3° ß(en rou lute ft fern, ft i Unb a W-Har.' l m eir r. Und i iteittNst, i statt. M unb der Hausmusik so gut wie die Kriegszeit, in L der die Daheimgebli ebenen sich wieder auf die innt- ' 1 ren Werte des Familienlebens und einer häuslichen : $ Kultur zu besinnen pflegten. Es gehe nicht an, den । u Musikunterricht gedankenlos als einen entbehrlichen Luxus zu betrachten. Eine weitere Kategorie von Angsthafen fielen jene Gaststättenbesitzer, die bas Derb o t der Tanzmusik in selbstsüchtig:« Weis« zum Anlaß nahmen, ihre Hauskapelle 3u entlassen oder beträchtlich einquschränken. Es we-de dabei vollkommen vergessen, daß durch den Ausfall der Tanzmusik die Ensemblemusiker wieder vor, biie Ausgabe gestellt seien, der guten Unterhalts Sl Häuser unb Kulturorchester auch die Summe all jener Konzerte nicht verringert zu sehen, die von Solisten, Kammermusikvereinigungen und Chören alljährlich veranstaltet werden. Eine Rundfrage bei den Berliner Konzertbirektionen habe ergeben, daß z. B. bei den bisherigen Konzerten der Berlin» Konzertgemsinde nur 5 v. H. der Besuche« ausgeblieben sind, ein Ergebnis, das alle Erwartungen übertroffen habe. Die Verdunkelung sei keine Gefahr für den Fortbestand des Konzertlebens. Die Menschen zu Beethovens Zeiten seien auch unbeleuchtet und unbeschadet zu ihren Konzerten gekommen. Der Aufsatz wendet sich weiter gegen getmffe Angsthasen, die in den ersten Kriegslagen foforti den Musiklehrer auf die Straße setzten. Keine Zeit bereite in der Heimat den Boden für die Pfleg« In." d — Henry d e Montherant: „Nutzlose^ Dienen". Verlag Karl Rauch, Markkleeberg be Leipzig. Preis gebunden 3,60 RM. — (262) — Dieser Essayband ift vielgestaltig wie Montherant Leben selbst und zeigt in besonders ausgeprägter Form die Grundlagen seiner Kunst unb seiner Denkens. Vornehmlich finben wir hier literarisch < M Dokumente der kritischen Lebenseinstellung Mauths- . Kz , rants. Doch ist diese leidenschaftliche Kritik getragen * th*-" ‘ vom Wissen um das wahre Leben unb bie höhere« Werte bes Menschen: bie Selbstsicherheit eines fta^ ken Charakters, besten Grundsatz „Die Ehre übel alles" ihm schon in die Wiege gelegt wurde, den kritischen Abhandlungen ihre schöpferische Krall und ihre allgemeingültige Bedeutung. „Meine Roll' ist es, anzugreifen", schrieb er, „aber es möge si« halt bie Gesellschaft verteidigen!" Sein Werk steht i£ Gegensatz zum „Zeitgeist" des „Nachkriegsfrankreich : es ist der sittlich-künstlerische Protest gegen Versio chung ober Entartung feiner Umwelt: es ist Werk eines „Moralisten". Sie1 iSricbrii 113 Aad fc, bie ■ IN ij I fr® c Molk' Bm Mez M un ff unb Mlitik ejM der Mezeu iMckz feortung zil und 1 t(n von' \ ben Ta« SftpnbeT Mit ir iS L täglich DB in B ti mangelhafte Versorgung des Körpers mit einem bestimmten Vitamin, dem sogenannten Vitamins. Fehlt dieses Vitamin in der Nahrung, uw das namentlich im Frühjahr der Fall sein kann, dann tritt bei manchen Menschen Nachtblindheit auf. Ein« ganze Reihe von Menschen braucht nun am- scheinend besonders viel Vitamin A, um nicht nachtblind zu werden — sie haben das nur in normale« Zeiten nicht bemerkt. Wer also jetzt in diesen Tugen bei der Verdunkelung festgestellt hat, daß er sich auf den finsteren Straßen schlechter als andere M rechtfindet, dem ist zu empfehlen, einmal einen Versuch mit der Vitamin-A-Kur zu machen. Besonders reich an Vitamin A ist die Tomate. Fernei kommt als Lieferanten für dieses Vitamin Lebertran in Frage. Er kann also Tomaten essen, ei kann aber auch eines der von i tungsmusik größere Bedeutung zu verschaffen), eine Wendung zum Guten, di« aus der Not ein« Tugend mache. Das Tragen der Spange zum (?. K 2. Kla^e. Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse aus bein Kriege 1914/18, denen jetzt für Tapferkeil vor dem Feinde wiederum das EK. II verliehen wird, erhalten, um beide Auszeichnungen zweckvoll tragen und von einander abheben zu können, diesmal, wie bereits gemeldet, eine Spang« zum E.K. II. Diese Spange wird auf dem mit- gelieferten schwarz-weißen Band befestigt und bas Band im obersten Knopfloch des Tuchrockes oben des Waffenrockes befestigt. R jHlU.W . ' Ute Xomaten e||en, ti ;»yolb der Industrie her ijfe Ma Mrtfd« LJ*’ Q(j)j[ b? den fr l"id, u 'N i krbeiter, bie Na Millio lachen 21 ifrtre Fro toi, die e I d Merr I r hs beu; \ ft bafe fei finb c Schmer I ftn dem Meer k Bauer, A