Nr. 280 Lrfte? Blaff Mittwoch, 29. November 1959 189. Jahrgang Reins. H. Ev. Jen M -W Berlin, 28. Jlso. (DRB.) Das Oberkommando -er Wehrmacht gibt bekannt: Lin britischer schwerer Kreuzer der London-Llasse ist durch Kapitänteuknanl Prien, den Sieger von Scapa Alow, ostwärts der Shetland-Inseln torpe- -ierl und vernichtet worden. Admiral befiehlt, die Schiffbrüchigen aufzunehmen. „Beide Maschinen ftopn!" Die Bootsmannsqruppe eilt auf die Schanze. Da, in zirka 300 Meter ein Boot! Mit der Kraft der Verzweiflung rudern seine Insassen gegen die schwere See an, die sie immer wieder zurückwirft. Endlich kommen sie längsseits. Sie sind vollkommen erschöpft und müssen förmlich aus dem Wasser gezogen werden. Wie verzweifelt hängen die Briten an den hilfreich zugeworfenen Leinen und herabgelassenen Seefallreeps, immer in Gefahr, von den wild auf und nieder gewuchteten Booten zerschmettert zu werden. Endlich sind alle geborgen. Insgesamt konnten von der 350 Mann starken Besatzung unseres Gegners nur 26 übernommen werden. Feuersbrunst und wild entfesselte im Te. «Pf stell! nnschaft wen dir je drei bleiben chm die n bleib! die erste ien end nschasten Im Verlauf des Gefechtes ist es Nacht geworden. Auf See leuchtet Lichtschein auf. Morselampen Inseln haben erneut gezeigt, daß die angebliche britische Seeherrschast nichts anderes ist als eine leere Drohung, als ein Bluff, dazu berechnet, die habe der britische Hilfskreuzer südwestlich von Island ein feindliches Schiff gesichtet. Es ist bezeichnend, daß die Engländer selbst zugeben, daß ihr Hilfskreuzer nun nicht etwa zum Kampf entschlossen war, sondern sich sogleich zur Flucht wandte. Dieser Fluchtversuch half aber der „Rawalpindi" nichts, denn der englische, Bericht fährt fort, daß bereits die dritte Salve, die von dem deutschen Kreuzer abgefeuert wurde, alle Lichter auf der „Rawalpindi" zum Verlöschen brachte und den Munitionsaufzug zertrümmerte. Die vierte Salve fegte die Kommandobrücke und den Funkturm über Bord und setzte zugleich den britischen Hilfskreuzer in Brand. Nach 30 bis 40 Minuten war nach dem englischen Bericht der Kampf beendet und die „Rawalpindi" vernichtet. Es ist bezeichnend, daß in dieser Schilderung des Reuterbüros mit keinem Wort versucht wird zu behaupten, daß die „Rawalpindi" aus den deutschen Schiffen auch nur einen einzigen Treffer erzielt hätte. Dagegen muß der englische Bericht zugeben, daß die deutschen Seestreitkräfte die überlebenden englischen Seeleute retteten und an Bord nahmen. Dieser Bericht ist eine treffende Illustration zu der Frage, wer die Nordsee uni) ihre Ausgänge beherrscht. Nicht England m^'hr gebietet über die Wogen, es ist die deutsche Flotte, die heute nach zwölf Wochen Krieg die Herrschaft über die Nordsee und auch über den Nordatlantik in ihrer Hand hält. bestand hatte je« sanleihkn >,75) bzw, h. schw in Liqui- .h. nch alten. 3t 50 v.h. Steuer^ w i das Stufe lagen ),75 nach erst spater sich, meist Siemens gleich f I und mir err 3s (hm- Naturgewalten ließen weitere Bergungstaten nicht zu. Später besuchen wir die Gefangenen. Sie sind „very glaa“, gerettet zu sein. Einer aber sagt: „Warum nehmt ihr uns erst mit, wenn ihr uns doch erschießen wollt?" Es ist ein großer blonder Junge aus Schottland. Jetzt erst wird ihm klar, mit welch verwerflichen Mitteln deutsche Art und deutscher Geist von den Briten verdächtigt werden. Wir beruhigen den Schotten. Dankbar nimmt er die von uns angebotenen Zigaretten an, wollene Decken, trockene Kleider, einen anständigen Schlag warmes Essen. Wir fahren nri'»r, noch lanae verfolgt von A Kapitänleutnant Prien torpediert einen britischen schweren Kreuzer der „London"-Klasse. Lrlchemi rügltch, nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: The Illustrierte Ciegener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholle monat$-Be$ugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Gießev postfcherkionto: granffurl am Main 11686 li * iten. W' i. An del t hätte h Sie M ... M Die neue englische Blockadeverordnung veröffentlicht. London, 29. Nov. (Europapreß.) Die englische Blockadeverordnung gegen die deutsche Ausfuhr wurde am Dienstagnachmittag veröffentlicht. Der gesamte ausgehende neutrale Handel wird der gleichen Kontrolle unterworfen wie der einkommende. Waren, die deutscher Herkunft sind, werden b e s ch la a= nahmt und müssen in englischen Häsen gelöscht werden. Sie werden durch ein Prisengericht geprüft und gegebenenfalls in natura oder öfter in ihrem Gegenwert für die Dauer des Krieges vom Gericht sichergestellt. Die englische Blockadeoerordnung soll am Montag, 4. Dezember, in Kraft treten. Im Unterhaus hielt der englische Minister- Präsident Chamberlain eine Rede zur gegen« wärtigen Lage. Er sah sich darin zu einem fast verzweifelt anmutenden Appell an die „Ausdauer und „Vaterlandsliebe der Engländer" gezwungen. Angesichts der außerordentlichen Erfolge war es nur selbstverständlich., daß er sich aufraffen mußte, von der „Stärke unseres Feindes" zu sprechen. In Tiraden an die Adresse der Neutralen suchte er ine britischen Seeräubermethoden zu entschuldigen. Bor einem neuen japanischen Protest London, 29. Nov. (Europapreß.) Der japanische Botschafter S h i g i m i t s u hat für Dienstagnachmittag um eine neue Unterredung mit Lord Halifax nachgefucht.'Wie aus japanischen Kreisen verlautet, wird der Botschafter erneut die ernsten B e d e n k e n der japanischen Regierung gegen die Ausdehnung der alliierten Blockade auf deutsche Ausfuhrgüter vorbringen und darauf Hinweisen, daß I a p a n n i ch t st e w i l l t ist, eine Beeinträchtigung seiner Einfuhr aus Deuffchland hinzunehmen, sondern beabsichtige, notfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Man ist in Japan der Auffassung, über genügend Druckmittel gegenüber England im Fernen Osten zu verfügen. Berlin, 28. Nov. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen an einzelnen Stellen der Front .geringe Spähtrupp- und Artillerie- Tätigkeit. Die Luftwaffe beschränkte sich infolge der Wetterlage auf Aufkläruugslätigkeit in Grenznähe. Deutsche Seestreitkräfte unter Führung von Vizeadmiral Marschall haben beim Passieren der nordaklantischen Gewässer den Seeraum zwischen Färöer und Grönland aufgeklärt. hierbei stellten sie in der Nähe von Island den britischen Hilfskreuzer „Rawalpindi", der nach kurzem Gefecht vernichtet wurde. Es gelang trotz sofort einsehender Rettungsmaßnahmen nur 26 Mann der Besatzung des Hilfskreuzers zu bergen. * Die Engländer haben sich unter dem Druck der Tatsachen nunmehr gezwungen gesehen, über den deutschen Seesieg im Nordattantik e i n en Bericht auszugeben, der immerhin auch für uns aufschlußreich und interessant ist, obgleich er natürlich ein typisch englischer Bericht ist. Die englische Meldung spricht davon, daß an dem Tage, als die deutschen Seestreitkräfte den englischen Hilfskreuzer stellten, heftige Stürme im nördlichen Atlantik herrschten. Am 23. November um 15.30 Uhr ’M\ N S?J Mdq ■ SN iS n W ? d-r Ntrtö lOr Ian» W An. P.L. Es ist spät nachmittags. Mr stehen südöstlich von Island. Die Sonne beginnt eben hinter den Wolken am Horizont niederzugehen. Der Himmel steht in einem hellen Rot. Das Meer hat die im hohen Norden eigene Helle, etwas rötliche Färbung angenommen. Soll auch dieser Tag enden, ohne Da§ er für uns den erwarteten Erfolg bringt? Da .. Signal: „Großer Dampfer in Sicht!" Der Admiral gibt Befehl: „Dampfer stoppen! Plötzlich dreht der Brite vor uns ab und ent- chwindet langsam unseren Blicken. Wir ver olgen nit äußerster Kraft den Gegner, der äugen chein- ich zu entkommen versucht! Hofft er, mit einen chnellen Maschinen in der Dämmerung sich der Vernichtung entziehen zu können? Der Kommandant unseres Schiffes steigert ebenfalls die Ge- chwindigkeit. Wir jagen hinter ihm her. Bald !ommt der Gegner auch für uns in Sicht. Alarm! 'im Augenblick ist unser Schiff bereit, es mit jedem Segn er aufzunehmen. Der Kommandant begibt sich v den Kommandostand. Ich stehe neben ihm. Scharf zeichnen sich die Konturen des feindlichen Schiffes, der als Hilfskreuzer erkannt »urde, gegen den hellen Horizont ab. Unser Kriegschiff fetzt einen Warnschuß vor den Bug des Begners. Der Dampfer flieht weiter. Die erste 1 jf) a r f e Salve folgt. Auch drüben blitzt heller Feuerschein auf: Der Dampfer bleibt die Antwort ücht schuldig. Dann folgte Salve auf Salve. Nach wenigen Minuten schon sind beim Gegner Treffer ruszumachen. Aber er wehrt sich noch immer feiner Haut. Mehrere hundert Meter hinter uns schlagen £ic 15-ew-Granaten des Gegners ins Wasser. Jetzt In dem Augenblick, da England sich anheischig macht, den gesamten Seehandelsverkehr der Wett zu kontrollieren und in seinen Dienst zu zwingen, weist ihm die deutsche Seekriegführung nach, daß die britische Flotte nicht einmal im Stande ist, die um den Inselstaat liegenden Seegebiete sicher zu befahren. Das ist die tiefere Erkenntnis, die wir aus dem Seegefecht bei Island und aus der Vernichtung eines schweren Kreuzers der London-Klasse durch U-Boot- Kapitän Prien ziehen müssen. Während sich die deutschen Seestreitkräfte ungehindert in der Nordsee und im Nordatlantik bewegen können, verstecken sich Britanniens Schlachtschiffe. in den Schlupfwinkeln der Heimatinsel oder der benachbarten Inselgruppen. After selbst dort sind sie nicht mehr sicher, sondern werden von unseren Aufklärungsflugzeugen aufgespürt oder von den Torpedos und Granaten unserer Kriegsschiffe getroffen. Das Gesetz des Handelns auf dem Meere ist auf D e u t s ch - land übergegangen. Schlag auf Schlag wird das Phantastegebäude der britischen Seemacht, das der Von -er Eperrliste zum Kaperkrieg. Aufs neue geht eine Woge der Erregung und der Empötuna durch die neutrale Welt: Ministerpräsident Nemlle Chamberlain hat als Repressalie gegen angebliche völkerrechtswidrige Führung des Seekrieges durch Deutschland angekündigt, daß durch königlichen Erlaß das Kaperrecht gegen jede a'u 5 Deutschland stammende Exportware verfügt werden soll. Das würde beispielsweise folgendes behüten: Die Niederlande wollen eine elektrische Maschine nach Java liefern. Eine holländische Firma kaust diese Maschine in Deutschland und verfrachtet sie auf einem eigenen Dampfer nach Batavia. Eine solche Maschine soll für die britische Seekontrolle voaelfrei sein und für Großbritannien beschlagnahmt werden dürfen. Es handelt sich also um Eigentum eines neutralen Landes, das für ein überseeisches Land bestimmt ist; dort wird es der deutschen Kriegswirtschaft weder unmittelbar noch mittelbar dienen. Die Engländer hatten sich daran, daß der Verkauf einer solchen Maschine dem gegnerischen Deutschland vorher, nämlich beim Verkauf durch die Fabrik oder den Händler an den holländischen Exporteur, Vorteil gebracht hafte. Dadurch hafte nämlich Deutschland Deviseneinnahmen erzielt, die ihm später ft ei Anschaffung von kriegswichtigen Waren im Ausland nützlich fein könnten. Die bevorstehende Kaper- verordnung bezweckt also lediglich, die Neutralen von Geschäften mit Deutschland abzuschrecken, Deutschland mithin auch von der Ausfuhrseite her zu isolieren. Damit ist ein Grad des Wirtschaftskrieges erreicht worden, der sich kaum noch übertreffen läßt. Man weiß in den neutralen Ländern, daß alle Verschärfungen im Seekrieg 1939, die zudem noch völkerrechtswidrig find, von Großbritannien ausgegangen find. In den ersten Tagen nach der britischen Kriegserklärung an das Reich entsandte die Reichsregieruna einen hohen inaktiven Diplomaten nach den nordischen Hauptstädten und ließ mitteilen, daß Deutschland den Seekrieg und den Handelskrieg für die Neutralen so schonsam wie möglich zu führen bestrebt sein werde. Diese Erklärungen wurden überall mit betonter Befriedigung aufgenommen. Im einzelnen erklärte der deutsche Abgesandte, daß Deutschland nichts dagegen einzuwenden habe, wenn die Neutralen auch mit den Gegnern Deutschlands in allen Waren, die kein ausgesprochenes Kriegsgerät darstellen, den Handel im bisherigen Umfang fortfetzen würden. Deutschland tat das, obwohl die Nutznießer eines solchen Zugeständnisses in hohem Maße die Verbraucherschaft und gewisse verarbeitende Industrien in England sein würden, und obwohl Deutschland damals schon der völligen Herrschaft in der Ostsee gewiß fein konnte. Die entgegenkommende deutsche Politik ist durch die Erweiterung der Konterbandeliste zunichte gemacht worden, wie sie die Londoner Regierung wenige Tage nach Kriegsausbruch verfügte. Diesem grundlegenden Akt der Einbeziehung der Neutralen in den 'Wirtschaftskrieg folgten alle weiteren Akte, die für die Neutralen, vornehmlich für die kleinen nordeuropäischen Länder zu einer ununterbrochenen Annahme von Anzeige« für öte Mittagsnummer vis8'/.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Nps.. für Test- anzeigen von70 mm Breite 50Rpf..Platzvorschrift nach vvrh Bereinbq. 25°i„ mehr. ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf..Familienanzei« gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anze,genbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Vizeadmiral Marschall. noch Flak! Eine gewalttge schwarze Rauchwolke steht über dem brennenden Schiff. Plötzlich ein Krachen und Prasseln. Die Munition hat Feuer gefangen! Explosion folgte auf Explosion! Im Augenblick ist der Himmel wie mit silbernen Sternen übersät: b-ie Leuchtspurmunition der Flack ist in die Luft geflogen! Eine Stunde lang währen die Detonationen, das ganze Schiff ist eine Flammenglut, aber noch immer schwimmt es. ;t, d-4 » tortmu* g ein« ®D? *it, «J W M gleich' ? ir ch ,5 A* & Lsrs Ä nähernd 10000 Tonnen. Sie laufen 32,2 Seemeilen l— —u, ..... . ... in der Stunde, sind also besonders schnelle Schiffe. Opfer der englischen Seeräuberei einzuschüchtern. Ihre schwere Artillerie besteht aus acht 20,3 cm-Ge- H. Ev. schützen. Außerdem sind sie mit Flak sehr reichlich I * noch ein paar Salven von uns. Eine Detonation auf dem feindlichen Schiff. Es brennt achtern, See leuchtet ^rcylicyem aus. wtorjeiampen und mittschiffs... und stellt das Feuer em. flinken: SOS. Schiffbrüchige Gegner! Der Auch wir lassen die Geschütze verstummen. Dicker -- ...... ' .......... schützen. Außerdem sind die mit Flak sehr reichlich versehen, besitzen acht Torpedorohre und haben ein Flugzeug an Bord. Die Friedensftesatzung beträgt 680 Mann. Die Engländer haben nun wieder einmal erfahren, was es heißt, den „Hitlerismus" vernichten zu wollen. Bleibt Herrn Chamberlain das Wort nicht im Halse stecken? Der Krieg, den er führen wollte, sollte einträglich sein, aber nicksts kosten. Statt sich dem Gegner zum ehrlichen soldatischen Kampf zu stellen^ wollte man sich lieber dem gefahrloseren Geschäft hingeben, die friedliche Schiff- fahrt dritter Staaten zu drangsalieren, zu überfallen und zu bestehlen. Wie lange allerdings diese Piraterie gefahrlos bleibt, darüber hat England heute allein nicht mehr zu entscheiden. Und wie lange noch die stumme Drohung mit der „fleet in being" — als Machthintergrund der britischen Anmaßungen und Kontrollansprüche — aufrechterhal- ten werden kann, das ist auch nur eine Frage der Zeit, die Männer vom Schlage eines Prien beantworten werden. Was nützt eine „fleet being", wenn sie nicht in Aktion tritt, wenn sie es nicht wagen darf, selbst auf dem naheliegendsten Kriegsschauplatz zu erscheinen? Die vernichtenden Salven bei Island und die Torpedoschüsse bei den Shetland- Lügner Churchill in seinen Propagandareden errichtet hatte, von unseren Waffen zertrümmert. Daß es gerade Kapitänleutnant Prien, der Held von Scapa Flow, war, dem der letzte Schlag gegen Albions wankende Flottenmacht gelang, erfüllt das deutsche Volk mit besonderer Freude. Kapitänleutnant Prien hat uns und der Wett nun gezeigt, daß es fein Zusammentreffen glücklicher Umstände war, das damals das Eindringen in die Bucht von Scapa Flow, die Versenkung der „Royal Oak" und die Torpedierung der „Repulfe" gestattete, daß dieser einzigartige Erfolg vielmehr als das Ergebnis einer Unsumme von kriegerischen Fähigkeiten und Einzelleistungen zu werten ist und daß er daher auch wiederholt werden kann. Nicht ein Zufallstreffer hat den britischen Kreuzer vernichtet, sondern der Siegeswille eines deutschen Seeoffiziers. Gerade weil Prien diese Tat vollbrachte, wiegt der Verlust des Kriegsschiffes für die Engländer doppelt schwer. Die „London"-Klasse, zu welcher der versenkte schwere Kreuzer gehört, umfaßt u. a. die „London", die „Devonshire", die „Shropshire" und die „Sussex". Diese schweren Kreuzer, die in den Jahren 1927 bzw. 1928 vom Stapel gelaufen find und daher zu den modern st en, kampfkräftigsten Einheiten der britischen Flotte gezählt werden müssen, haben sämtlich eine Wasserverdrängung von an- Wie der britische Hilfskreuzer „Rawalpindi" von deutschen Geeflreitkräften vernichtet wurde Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Pulverdampf zieht in Schwaden um unser Schiff. Wir treten auf die Kommandobrücke und beobachten mit unseren Gläsern: Mit einem schwer bestückten - . , , . Äiffsfreuter hatten wir es zu tun! Mmde- dem leuchtenden Fanal des immer noch brennenden Ans acht Geschütze der mittleren Artillerie, dazu Hilfskreuzers, Herbert Sprang. Ozean Berlin SPITZBERGEN G >gz). Lgndb Far-Öer , O° O 5hetld.S~ 6' Verhängnisvolle Rolle Aus dem neuen „Kladderadatsch" Zch wasche meine Lände in Unschuld!' gäbe nicht mehr gerecht wurde. Er war den geistigen und körperlichen Anstrengungen von Gesprächen, bei denen es um das Schicksal Europas ging, nicht gewachsen. Gin wirklich schöpferisches Gespräch, das durch die zwischen den beiden Ländern zweifelsohne bestehenden Spannungen aus einen höheren Einheitsnenner hätte gebracht und damit der Friede hätte erhalten werden können, war mit ihm nicht möglich. Die Kräfte dieses verbrauchten Mannes reichten höchstens noch aus, um mit Mühe dem Gang des ten wolle. Mit der Konzentration einer großen Zahl von regulären Truppen an der Grenze begehe die fin- irische Regierung einen feindseligen Akt, der Wortlaut dieses Programmes selbst durch einen Vertrauensmann übermittelt. ...... In seinen Berichten finden sich hochmütige De« merkungen, in denen er den Führer als „erregt oder „besonders erregt" beschreibt, davon spricht, daß der Außenminister in größter Erregung immer wieder von seinem Stuhl aufgesprungen sei, daß er ein Dokument mit verächtlicher Geste aus den Tisch geschleudert habe und dergleichen mehr. Herr Henderson ist in seinem Bericht immer der ruhige Gentleman, die Deutschen sind hysterisch und haben die Nerven verloren. In Wirklichkeit war es so offensichtlich gerade umgekehrt daß von deutscher Seite, wo man sich der gesundheit. lichen Schwäche Hendersons durchaus bewußt war, wiederholt der Gedanke erwogen mürbe, unter mög- lichster Schonung der Gefühle des Botschafters die britische Regierung zu veranlassen, einen anderen, seiner Ausgabe gewachsenen Mann nach Berlin zu schicken. , Jedenfalls hat die britische Regierung, der diese Tatsache wohl bekannt war, n i ch t s g e t a n, um dem untragbaren Zustand abzuhelfen, als sie sich in bet schwersten deutsch-britischen Krise feit 1914 durch einen körperlich und geistig behinderten Mann vertreten ließ. Sie hat damit ebenso verantwortungslos geh and e l wie der Mann, der auf feinem Posten ausharrte, obwohl er wußte, daß er ihn nicht wirklich ausfüllen konnte und damit den Zweck seiner Mission in einer für England verhängnisvollen Weise verfehlte. Es setzt diesem ganzen verantwortungslosen Treiben die Krone auf, wenn Henderson nunmehr in echt britischer lieber- heblichkeit dem deutschen Volke vordozieren will, was ihm fromme und was zu seinem Besten diene. Das deutsche Volk wird Henderson und Genossen in wirksamerer Weise als durch Worte die Antwort auf diese komische und gouvernantenhafte Anmaßung Quelle von Leiden und Verlusten geworden sind. Die einzelnen Maßnahmen werden englischerseits als unerläßlich bezeichnet, um die gegen Deutschland gerichtete Blockade wirksam zu machen. Sie bleiben deswegen doch krasse Völkerrecht-- b r ü ch e. Man ist sich aber in der Welt weitgehend darüber klar, daß ein wesentlicher Zweck der ist, die Neutralen in bi e britisch-französische Front Finnland zum Zwischenfall von JNainila. und die Fensterscheiben der umliegenden Häuser z e r- schmetterte. Personen wurden nicht verletzt. Neue britische Schiffsverluste. Amsterdam, 28. Nov. (DNB.) Wie hier erst jetzt bekannt wird, ist in der vergangenen Woche an der Ostküste Englands auch ber britische Tankdampfer ,Zames I. Maguire" (10525 Tonnen) gefunden. Ferner ist der britische Dampfer „Usk- mouth", 2483 Tonnen, gesunken. Von der 25köp- figen Mannschaft werden drei Mann vermißt. Das englische Fischerboot „Humphrey" (206 Tonnen), das als Vorpostenboot Dienst tat, ist v o y einem deutschen U-Boot versenkt worden. Auszeichnung für Verdienste um den deutschen Schutzwall. Berlin, 28. Nov. (DNB.) Als Ausdruck seines Dankes und seiner Anerkennung hat der Führer für Verdienste um die Schaffung der den Schutz des deutschen Volkes dienenden Befestigunganlagen das deutsche Schutzwallehrenabzeichen gestiftet. In besonderen Kundgebungen am Westwall sind in diesen Tagen durch Generalinspektor Dr. Todt die ersten Ehrenzeichen an die ältesten Arbeiter der Organisation Todt im Namen des Führers überreicht worden. Die Auszeichnung soll auch allen übrigen Arbeitskameraden, die sich mindestens zehn Wochen für die Schutzwallanlagen eingesetzt haben, zuteil werden. In einem Aufruf in den Tageszeitungen werden in aller Kürze alle näheren Einzelheiten über die zu erfüllenden Voraussetzungen und die notwendigen Meldungen der Anwärter betanntgegeben werden. Moskau kündigt den Nichtangriffspakt mit Finnland. Die Sowjetunion erwarte jedoch, daß Japan ihr freundschaftlich gegenübertrete und bereit sei, aufrichtig zu verhandeln. In der japanischen Hauptstadt betont man, daß die Erklärung Smetanins den Weg für eine Verständigung auf breiter Grundlage frei mache. Auch die japanische Presse setzt sich für einen Ausgleich mit Sowjetrußland ein. Rumänien bleibt neutral. Eine Rundfunkrede Tatarescus. Bukarest, 29. Nov. (Europapreß.) Ministerpräsident T a t a r e ö c u sprach im rumänischen Rundfunk über das Programm seiner Regierung. Als die dringendsten Aufgaben nannte Tatarescu Maßnahmen für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, strengste Gesetzlichkeit bei allen Handlungen der Polizei- und Verwaltungsorgane, strengste Anwendung des Gesetzes gegen die Spekulation und Maßnahmen gegen die Verteuerung der Lebenshaltung. Im ganzen gehe das Programm auf die Schaffung einer Atmosphäre der Entspannung, Beruhigung und allgemeinen Solidarität hinaus. Als die wesentlichsten Punkte dieses Programms seien genannt: Loyale und integrale Aufrechterhaltung der Neutralität, Förderung des rumänischen Elements im Lande, Auswanderung der nicht einheimischen Juden, ein Regime der Gerechtigkeit für die Minderheiten im Lande, Steigerung des Anbaues von Textilpflanzen wie Baumwolle, Hanf und Flachs. Zur Durchführung feiner Pläne verlangte Tatarescu einen Waffenstillstand aller politischen Leidenschaften und tatkräftige Unterstützung des Landes. Flugzeuge auf den Fliegerhorst Vorkum abgeschlagen. Berlin, 28. November. (DNB.) Am Dienstagnachmittag fand ein Tiefangriff englischer Kampfflugzeuge auf den Flie- gerhorst Borkum statt, der jedoch abgeschlagen wurde. Die Flugzeuge schossen mit MG., warfen aber keine Bomben ab. In der Nacht vom 27. zum 28. November haben die Engländer wieder einmal versucht, im Nordwesten Deutschlands mit wenigen Flugzeugen einzufliegen. Auch dieser Versuch ist mißlungen. Eines der britischen Flugzeuge mußte auf hoher See notlanden und gab 808-Zeichen. Da sehr schlechtes Wetter und hoher Seegang herrschte, muß mit dem sicheren Ver 1 ust dieses Flugzeuges gerechnet werden. Ein weiteres englisches Flugzeug scheute bei den fchlech- unvereinbar sei mit dem Nichtangriffspakt, der zwischen beiden Staaten bestehe. Mit der Weigerung, ihre Truppen zurückzuziehen, zeige die fin* nische Regierung, daß sie gewillt ist, ihre gegenwärtige Position aufrechtzuerhalten unter Mißachtung der Bestimmungen des Paktes. Jedoch die Sowjetunion könne einer Seite nicht gestatten, den Pakt nicht einzuhalten, während die andere Seite ihn einhalte. So erachte die Sowjetregierung es für nötig zu erklären, daß die Sowjetunion vom gegenwärtigen Moment an s i ch nicht länger durch die Bestimmungen des Paktes gebunden halte. „Äußerste Verschärfung." Neue Zwischenfälle au der finnisch-sowjetischen Grenze. Moskau, 29. Nvv. (DNB.) Der Moskauer Rundfunk verbreitet eine amtliche Mitteilung des Stabes des Leningrader Militärbezirks, wonach sich an der sowjetisch-finnischen Grenze neue Zwischenfälle ereignet haben. In Moskau wird die Aufkündigung des zwischen der Sowjetunion und Finnland seit 1932 bestehenden Nichtangriffspaktes als die äußerste Verschärfung Der gegenwärtigen Spannung in den Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Finnland betrachtet. Man ist aber nicht der Ansicht, daß die Aufkündigung des Nichtangriffspaktes unbedingt bedeuten muß, daß der bewaffnete Zusammenstoß sofort devorsteht. Der gegenwärtige Schritt der Sowjetregierung stelle vielmehr eine äußerste Warnung an die finnische Regierung dar. Die weitere Entwicklung hänge ganz von der Regierung in Helsinki ab. Die finnische Reaieruna nahm am Dienstagabend Stellung zur sowjetrussischen Note. Diefinnifche Antwort wird a m M i 11 w o ch in Moskau überreicht werden. Armeebefehl an den Leningrader Militärbezirk. Der Dberfommanbierenbe hat an die Truppen des Leningrader Militärbezirks folgenden Armeebefehl erlassen: „Im Zusammenhang mit der provokatorischen Artilleriebeschießung unserer Abteilungen im Rayon Mainila auf der karelischen Landenge von finnischer Seite gab das Oberkommando des Leningrader Militärbezirks den Truppen dieses Militärbezirks den Befehl, im Falle einer Wiederholung der Provokation der finnischen Militärclique das Feuer zu erwidern bis zur Vernichtung des Gegners." Moskau erwartet Verständigung mit Japan. Tokio, 29. Nov. (DNB.-Funkspruch.) Der neue sowjetrussische Botschafter in Tokio, (5m et an in, hatte erneut eine Unterredung mit dem japanischen Außenminister Nomura. Hierbei erklärte der russische Botschafter, daß Moskau nicht nur für L ö - sung des Fischereiproblems, sondern ■ überhaupt für Vereinigung aller zwischen den beiden Ländern schwebenden Fragen bereit sei. des letzten britischen Botschafters in Berlin Gir Neville Henderson war seiner Aufgabe in keiner Weise gewachsen. gegen Deutschland einzuspannen. In London rechnet man wie folgt: je mehr die Verluste der Neutralen anwachsen, desto bereiter werden sie sein, „Erleichterungen" anzuneh- Berlin, 29. Nov. (DNB.) Don unterrich- men, die ihnen England bei der Kontrolle und her t e t e r Seite erfährt das Deutsche Nachrichtenbüro: Beschlagnahme gewähren will. Diese Erleichterun- ^r einigen Tagen hat der ehemalige britische Böigen stehen allerdings im krassen Widerspruch »um Hafter Sir Neville Henderson bei einem Fruh- deutschen Anspruch auf Neutralität gegenüber rtürf be5 Presseklubs in London gesprochen. Hendex- den am Kriege nicht beteiligten Ländern. Die Korn* I con erklärte, daß Chamberlain und er selbst schließ- mentare der neutralen Presse lassen erkennen, daß & e m deutschen „Größenwahn" er» man sich über Die Folgen einer Nachgiebigkeit Iegen seien. Er erging sich in Beschimpfungen und gegenüber den britischen Wünschen vollkom- Berunglimpsungen Deutschlands und erklärte, Eng- men klar ist. Wenn die britische Regierung Dies- lani) mQ||e ^n Krieg in einer Weise beenden, daß mal die Verschärfung des Wirtschaftskrieges m™h>eutf(Manl> sich nur noch über feine eigenen Führern Hinweis auf angebliches völkerrrechtswidriges und fein System beklage! Verhalten Deutschlands begründet und als „Repres- <$er M^nn, der solch bittere und gehässige Worte faüe" hinstellt, so wird damit eine Methode in die Deutschland geäußert hat, ist in Deutschland Kriegführung ein gefügt, die in ihren Wirkungen immer freundlich und mit größter Bereitschaft zum noch nicht annähernd abzusehen ist. 9tirgen!broo $erftänbni5 ausgenommen worden. Um so befrem» zweifelt man daran, daß es jetzt an den w ist es, daß er sich zu solchen ebenso törichten traten selber ist, Großbritannien ein „Halt! naiven Bemerkungen hinreißen ließ. Nicht Hen- zuzurufen. Die letzten Tage haben zusammen mit Gerson hat Grund, über Deutschland erbittert zu den Protesten der Neutralen gegen die ihnen sondern das Deutsche Reich hat einem Mann drohende neue Vergewaltigung auch einige Aufrufe gegenüber all zu lange Duldsamkeit erwiesen, der zu gemeinsamer Abwehr des Attentats gebracht. in keiner Weise verdient, sondern vielmehr in Man weiß, daß Deutschland feinem skrupellosen ^^en Wochen vor Ausbruch des Krieges eine Gegner nichts schuldig bleiben wird, und daß mit direkt verhängnisvolle Rolle für die der Inkraftsetzung der neuen britischen Blockade- deutsch-englischen Bedungen gespielt hat. Hender- Verschärfung das letzte Stündlein für den ^n, der bei diesen entscheidenden Verhandlungen neutralen Außenh andel gekommen Wortführer Englands und Mittelsmann zwischen wäre. Schon jetzt hat eine Massenflucht neutraler I Reichsregierung und britischer Regierung gewesen Fahrzeuge aus den minen- und kontrollverseuchten ku roar seit langem ein Mann, der feiner Auf- britischen und nordfranzösischen Gewässern emge- ~mnrd- fetzt. Auf Schiffahrtstagungen und in der Presse der neutralen Länder wird vor gerechnet, in welchem Maße sich die Schiffahrt durch erhöhte Versicherungsprämien, durch Lohnforderungen der Mannschaft, durch Zeitverlust in den Kontrollhäfen und vieles andere verteuert habe, und rote die Gefahrenchance über das Maß des Erträglichen hinaus zu steigen beginnt. Es roar daher nur die Schlußfolgerung aus der bestehenden Sachlage, als z. B. die niederländische Regierung Ende der vorigen Woche ihre Reedereien au ff orderte, bis auf weiteres brt- tische Gewässer nicht mehr zu befahren. Gleichzeitig mit der Ankündigimg des Kaperkrie-1 Witterungsbedingungen offenbar den unmittel- ge gegen jebe Siisfutjrtnare Elchen Ursprungs Rückweg über Me Nordsee und überflog di« britische Regierung das Spstmr der „Fr -i - Rückflug holländisches gäbe br i e f e" in Kraft gesetzt. Es bestimmt, "I H ° h «ttSg - biet. Die Standorte dieses Flug- angebliche „Erleichterung für bte 'neutralen baft ^ua-s über holländischem Gebiet find mm deutscher die Interessenten von Transporten nach den.nord-; ^™nS?frei erkannt mordem europäischen Landern bei der diplomatischen ober konsularischen Vertretung Großbritanniens die Aus- yU(f> (§enf y0N englischen Flugzeugen fteUung eines Unbedenklichkeitszeugnlsses für das zu exportierende Gut beantragen können. Dieses IKJCrjIPgen. Zeugnis wird nur dann ausgestellt, wenn Gewähr Brüssel, 29. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die dafür geboten wird, daß die betreffende Ware unter ^^dt Gent wurde am Dienstagmittag von aus- keinen Umständen in die Verfügungsgewalt Deutsch- ländischen Flugzeugen überflogen. Die Flak trat fo- lands gerät. Verlader in neutralen Ländern b € - fort in Aktion. Eine Granate fiel auf den Bürger- günstigen also Großbritannien im Wirt- ftei einer Straße nieder, wo sie explodierte schaftskrieg gegen Deutschland, wenn sie solche „Frei-1 gabebriefe" beantragen. Staatsrechtler, Schiffahrts,- sachverständige und Publizisten aller neutralen Län- der stimmen darin überein, daß Auseinandersetzungen mit Deutschland unaus- bleiblich sind, wenn die Regierungen der betreffenden neutralen Länder solche Akte ihrer Staatsbürger dulden würden. Getreu der bewährten Praxis, die Folgen eines geplanten Dergeroalti- gungsaktes im kleinsten Rahmen erst einmal an Beispielen zu studieren, hat die Londoner Negierung zunächst Sendungen nach den kleinen nordwestlichen und nördlichen Ländern für freigabebrief- sähig erklärt. Die Ausdehnung auf andere neutrale Länder bleibt vorbehalten. Das bedeutet, daß man die Reaktion in Belgien, Holland, den skandinavischen Ländern und den sogenannten Randstaaten abroarten will, bis man ähnliche Bestimmungen Helsinki, 28. November. (DNB.) Auf die Note des sowjetrusstschen Autzenkommissars Molotow wegen des Zwischenfalles an der finnisch-russischen Grenze auf der karelischen Landenge hat der finni- ---------- —, -- ...... / z - , sche Gesandte eine Antwort erteilt, in der die fin» über Lieferungen nach Spanien, den sudosteuro- Regierung ihrer Auffassung Ausdruck gibt, päischen Ländern und schließlich nach den beiden am e5 vielleicht auch um einen Un- Krieg nicht beteiligten europäischen Großmächten, giücksfa 11 in Verbindung mit angeblich auf sow- Jtalien und Soroietrußland, trifft. jettussischer Seite vorgenommenen Schießübun- D'ie Proteste Oer italienischen Regierung l g € n handele. Die finnische Regierung weift den gegen Durchsuchung von eigenen Schiffen in bnti- ?owtetrussifchen Protest zurück und betont, daß die schen Kontrollhäfen, die Note der R a t eunio n der sowsetrussischen Regierung festgestellte feind- vom 26.Oktober gegen die Methoden des bntischen Hctzidlung gegen die Sowjetunion nicht von Wirtschaftskrieges überhaupt und die Vorstellungen, finnischer Seite ausgeführt worden fei. die von der japanischen Regierung gegen Belasti- unmittelbaren Nähe Der Grenze befände gung japanischer Handelsfahrzeuge durch britische jeine Artillerie, deren Schußweite bis Kriegsschiffe auf offenem Meer erhoben worden er die Grenze reichen würde. sind, haben die Londoner Regierung im Dorsatz be° Anschließend erklärte sich die finnische Regierung stärkt, erst einmal die kleinen Neutralen „weich über den von der Sowjetunion gemachten 3u machen", ehe der Versuch unternommen wird, Borschlag in dem Sinne zu beraftchlagen, daß bei- die gesamte neutrale Welt m Die Wirtschaftskriegs- herseits die Truppen in eine gewisse front gegen Deutschland einzuspannen. Entfernung von der Grenze gebracht ist fest entschlossen, den Neutralen den Widerstand roertr(m und schlägt vor, daß die Grenzkommandangegen völkerrechtswidrige Zumutungen Grotzbritan- t(m ö,er Heiden Länder auf der karelischen Landenge niens zu erleichtern, nötigenfalls auch durch An- beauftragt werden möchten, zusammen das betref» fünbigung non G ege nm aßnah m e n, die -Ende Ereignis zu untersuchen, fo wie dies geeignet sind, den Vorteil illusorisch zu machen, den H ber am 24 September 1928 beschlossenen 23er» Großbritcmnien jetzt den kleinen Neuttalen für I in/barung betreffend Grenzkommandanten vorge- Wohloerhalten im britischen Sinne verspricht. Man r j ist in Deutschland überzeugt, und die Ereignisse be- weisen es, daß England s i ch n i ch t st a r k g e n u g IttnÄfflllä AMjvÜN. fühlt und auch nicht stark genug ist, den VHvVlUUv «slV IlVvl !♦ Neuttalen ein solches Verhalten aufzuzwingen wenn M o s k a u , 28. Nov. (DNB.) In der sowjetischen die Neuttalen einmütig gegen solches Ansinnen Antwort aus die letzte finnische Note wird mitgeteilt,. Front machen und ihrerseits nut dem Boykott C.ng= Sowjetregierung infolge des Vorgehens (anbs burcf) tue neutrale Schiffahrt drohen. Die finnischen Regierung sich gezwungen sehe, den italienische amtliche Warnung und die japanische ^n^en £er Sowjetunion und Finnland seit 1932 amtliche Ankündigung von Gegenmaßnahmen gegen hesteheMen Nichtangriffspakt zu kündigen. Die dl- neuen Volk-rrechtsbruch- in d-r britischen Weigerung der finnischen Regierung, ihre Trup. kriegfuhrung die am Samstag «rsolgt sind, sind die an der Grenze z u r ü ck z u z i e h e n . so ersten deutlichen Antworten auf di- neue britische . ej6t cg in d„ Note weiter, und der Vorschlag, die Herausforderung. Dr.C. Wellthor. Gruppen auf beiden Seiten zurückzuziehen, Tiefangriff englischer Kamps- Ä ,*?. rtX’Ä - .7. KL: ~ 1 f) u n g zu halten. Die gegenwärtige Situation sei bereits eine ungleiche, da Leningrad von der finnischen Grenze nur 32 Kilometer entfernt liege, während auf der finnischen Seite kein wichtiges Zentrum innerhalb desselben Radius sich befinde. Es brauche nicht gesagt zu werden, daß die Solo» jettruppen nicht 25 Kilometer von der Grenze zurückgezogen werden können, denn dann würden sie in den Vorstädten von Leningrad selbst stehen, was absurd wäre vom Standpunkt der Sicherung des Schutzes der Stadt. Der sowjetische Vorschlag, daß die finnischen Truppen um 25 Kilometer zurückgezogen werden sollen, sei ein Minimalvorschlag. Wenn er abgelehnt werden würde, so bedeute dies, daß die finnische Regierung Leningrad unter direkter Bedrohung durch ihre Truppen Hal- Gespräches zu folgen 2nf°'g» mußte -r sich darauf beschranken, starre Jnsttuittonen seiner Regierung bekanntzugeben, die den lebendigen Gedan- - kengängen des Führers wie steinerne Mauern entgegengesetzt wurden. .. . 1 Infolge der notorischen Geda ch t n i s - i schwäche Hendersons bestand ständig die Gefahr, i daß der Inhalt der mit ihm geführten Unterredungen : ihm bei der Rückkehr in die Botschaft nicht mehr ; gewärtig waren und infolgedessen unvollständig oder direkt fal)ch weitergegeben wurde; man mußte deshalb stets ganz besonders darauf bedacht sein, ihm das Gesagte genau emzu- prägen, fast einzumemorieren. Wir wissen aus bester Quelle, nämlich durch ein Mitglied der Botschaft selbst, daß man in London mit den unzulänglichen Berichten des oft völlig konfusen Henderson unzufrieden war und Wert darauf legte, daß er zu wichtigen Besprechungen nur noch in Begleitung eines Herrn der Botschaft gehe. Freilich hat Henderson versucht, diesen völlig ungenügenden Eindruck seiner Berichte dadurch zu verbessern, daß er lange ideologische Litaneien brachte ober gar feine Berichte bewußt fälschte. ber die Märzvorschiäge hinauszugehen scheinen, zu- ^stimmen, jetzt, da die polnische Regierung Groß- jeitannien als ihren Verbündeten be° druck fei«« Führer P Ws”, Eft«'1 'M Nch'K» 1 haben ■ . To I ' MH Meib > 3t war, || 'r möq. B ers dir B ande, II n u n f t ist." Halifax mutzte wissen, daß dies nach Lage der Dinge nur den Krieg bedeuten konnte. Und er wußte es. Es war genau der Zustand erreicht, den England, wie sich schon aus der Lüge vom 28. August ergibt, herbeisühren wollte. Das britische Blaubuch verschweigt nun wohlweislich, daß an diesem selben 30. August um die Mittagsstunde Polen, statt einen Unterhändler nach Berlin zu entsenden, die Generalmobilmachung befahl. Wer konnte auf Grund dieser Sachlage noch zweifeln, daß diese Generalmobilmachung von niemanden anders als von England zu diesem Zeitpunkt vorgeschlagen worden ist? Polen war allerdings tatsächlich zu dem Zeitpunkt, da in Warschau die Generalmobilmachung angeordnet wurde, weder der englische Vorschlag noch die Bereitschaft Deutschlands, auf ihn einzugehen, bekannt. Es erweist sich also, daß die von Polen an- geordnete Mobilmachung erfolgte, ohne daß Polen von dem unehrlichen Makler Halifax und seinem Gehilfen Kennard überhaupt über die Entwicklung der Dinge auf dem Laufenden gehalten worden war. Ein weiterer zwingender Beweis, daß England mit seinem Vorschlag-der direkten Unterhandlung gar nicht beabsichtigte, den Frieden yerbei- zuführen. Erst in den frühen Morgenstunden des 31. August, also nachdem die von Deutschland gesetzte Frist b e - reits verstrichen war, weist Halifax den britischen Botschafter in Warschau an, nunmehr Beck über die deutsche Rote vom 29. August und die englische Antwort darauf zu verständigen. Erst jetzt werden die Polen überhaupt aufgefordert, sie sollten sich mit Berlin in Verbindung setzen. Die englische Regierung hat also nicht nur in ihrer Rote vom 28. August gelogen, sondern sie hat nach der Erklärung der grundsätzlichen deutschen Bereitschaft zu Verhandlungen, die am 29. August abends gegen 19 Uhr erfolgte, noch bis zum 31. August morgens gewartet, bis sie die Polen überhaupt über den Stand der Dinge in Berlin informierte, der sich in der Zwischenzeit durch die Generalmob,l- machung naturgemäß bereits zu ändern begann. Die deutsche Regierung wartete indes geduldig noch immer. Durch das Telegramm Kennards vom 30. August morgens, dessen Wortlaut oben mitgeteilt worden ist, wird das bestätigt, was von Deutschland immer behauptet worden ist,' daß Polen nämlich nur deshalb nicht bereit gewesen ist, zu einem vernünftigen Abschluß mit uns zu kommen, weil es sich durch die englische Garantie sicher fühlte und glaubte sich jede Art von Provokationen leisten zu können. Die Polen hätten niemals sich darauf versteift, daß sie mit Berlin überhaupt nicht in Unterhandlungen ützer die noch immer äußerst maßvollen.deutschen Vorschläge ein- ftzt und da Frankreich seinen Beistand zugesichert tat." Sir H. Kennard schließt sein Telegramm: „Ich verde natürlich der polnischen Regierung gegenüber !>ine Ansicht äußern, noch werde ich ihr die Ant- vort Hitlers (gemeint ist die deutsche Antwort vom 29. August, in der die Bereitschaft zu direkten Vertändlungen ausgedrückt wurde) übermitteln, bis ich richt Instruktionen erhalte, die, wie ich arrnehme, chne Verzögerung kommen werden." Dieses Telegramm des britischen Botschafters in Warschau zeigt nun vollends klar das br i - tische Lügen- und Jntrigantenspiet. - Nicht nur hatte die britische Regierung keine Zusage von Polen in der Hand, wie sie zwei Tage früher behauptet hatte, sondern ihr Botschafter in Warschau hakte nicht einmal den englischen Vorschlag an die polnische Regierung weitergegeben, und zwar mit der Begründung, Polen werde doch nicht verhandeln, da es sich durch das englische Bündnis so sicher fühle, daß es die Vorschläge Hitlers doch nicht annehmen werde. Die Weigerung kennards, die Vorschläge seiner Regierung an Polen weilerzugeben, war nun entweder eine grobe Insubordination oder aber sie beruhte auf einem abgekarteten Spiel. Es ergibt sich also aus dem britischen Blaubuch, )aß, während die Reichsregierung vergeblich in Berlin auf das Eintreffen eines Unterhändlers märte te, die englische Diplomatie, die eindeutig zugesagt satte, hierfür ihr Bestes zu tun, in Wirklich- teit verhinderte, daß Polen überhaupt über tie Entwicklung der Dinge, insbesondere über die knutsche Verhandlungsbereitschaft informiert wurde, i Das merkwürdige Verhalten des Mr. Kennard v-ar zweifellos mit dem Foreign Office verabredet. Wenn Halifax wirklich die Rolle | (ines ehrlichen Maklers gespielt hätte, müßte man annehmen, daß er seinen Botschafter in Warschau auf dessen Telegramm, er habe die britische Note vom 28. August noch nicht übergeben, unverzüglich beauftragt hätte, Kennard habe alles zu tun, um die Polen an den Derhandlungtisch zu bringen. Während des ganzen 30. August erfolgte indes keinerlei Instruktion dieser Art an Kennard, dagegen sendet Halifax am Nachmittag des 30. August ein Telegramm an Henderson, in dem es heißt: „Wir nehmen zur Kenntnis, daß die deutsche Regierung darauf besteht, daß ein polnischer Unterhändler mit voller Legitimation nach Berlin kommen muh, um die deutschen Vorschläge in Empfang nehmen zu können. Wir können die polnische Regierung nicht dahin beraten, sich auf diese Prozedur einzulassen, die völlig wider alle Der- Botschafter die Aufforderung der britischen Regie- rang vom 28. August, Polen solle in direkte Be- Brechungen eintreten, überhaupt nicht wei- tergegeben hatte. Es ist möglich, daß er hierzu eine im britischen Blaubuch natürlich nicht Der- ^fentlichte Geheirnanwei sung hatte, da es ja schwer lenkbar ist, daß in einem solchen Augenblick ein Botschafter einer Aufforderung feiner Regierung ächt nachkommt. Aus dem veröffentlichten Telegramm Kennards tom 30. August morgens geht jedenfalls das Fol- cende hervor: Kennard erklärt, er fühle sicher, daß s u n m ö g l i ch sei, die polnische Regierung zu Der- mlassen, Beck oder einen anderen Unterhändler sofort nach Berlin zu entsenden, um eine Vereinbarung ms der Don Hitler vorgeschlagenen Basis zu treffen. Jn feinem Telegramm heißt es dann wörtlich wei- Der Hansel wird geheilt. Von Karl Robert Popp. „Nein, mit dem Mann hats gar keine Form nehr!" jammerte die umfangreiche Hagner-Bäuerin, :nd der Bader-Loisl nickte ernsthaft zu ihrem Ze- t*rn. Oder ob das eine Art sei, alle Jahre hindurch '«ährend der Kirchweihtage stockbetrunken herum- -uloufen?! Nein, es wäre keine Art, ^.meinte der !oisl, aber der Hansel sei doch sonst fern unrechter llensch, hielt seine Sache in Ordnung, und über» aupt ... „Dös scho", fiel ihm die Bäuerin ins 3ort, „aber daß er mir allweil die paar Tag im ?ahr zur Sünd und Schänd im Dorf herumtorkelt, tos will i anders haben, Derstehst? Und du sollst etir einen guten Rat geben, Bader! Soll mir auf fnen Zehnerschein gar nit ankommen!" Der Loisl nickte nicht mehr; in seinem pfiffigen Besicht zuckte ein Gedanke auf, und dann tuschelte ar der Haderlump selber selig. Der Vorabend Hner großen Tage war angebrochen, und in seines Herzens Uetzerschwang beschloß der Hagner, der feier eine Vorfeier vorangehen zu lassen. Gegen Mitternacht brgchten sie ihn heim, und er sang da- bi frohe Lieder. Dle Hagnerin äußerte sich, ihrer Gewohnheit zuwider, nicht dazu und sah ihn nur Tuit einem verkniffenen Gesichte an, als er endlich schnarchend im Bette lag. Dann holte sie den Bader. Als der Hansel am anderen Tage seine schweren lider hob, stand die Sonne schon hoch am Himmel, frer Bauer zwinkerte verblüfft, fuhr sich über die tagen, schloß und öffnete sie einige Male hinter« < nanber, aber es half alles nichts und mußte dem- l2ch schon stimmen: Auf der Kammerschwelle stan- i-n sein bitterlich weinendes Weib und hinter ihr <"nft und berufsmäßig der Bader-Loisl. „Was hbt's denn, ihr zwei?" fragte er erstaunt, und die Bäuerin kreischte: „Jetzt weiß der noch net einmal, das geschehen ist!" — „Was soll denn g'schehen |nn? So red' doch, himmi ..." Der Hansel wurde bgerlich, aber die Hagnerin stemmte nun ihre Arme i- die Hüften, eine Bewegung, die in verstummen letz- „Versündig' dich nur noch, du!" sagte sie sreng. „Was g'schehen ift?!J In deinem Mords- r»usch bist du in der Nacht die ©Hegen heratzgefal- Im und hast dir den Arm zerbrochen!" „Waas?" murmelte der Bauer mit einem gren- 3 nlos verdutzten Gesicht, aber da trat der Bader shon heran und zog die Bettdecke herunter. Nun sih der Hansel freilich die Bescherung. Sein Arm t-ar geschient und unförmig dick umwickelt, schwer bg er auf ihm. „Schau, Bauer", sagte der Bader Belgrad, im November. Mit einer verdächtigen Beharrlichkeit wurden in den beiden letzten Wochen auf dem Balkan Gerüchte herumgeboten, die von der angeblich bevorstehenden Bildung eines „Blocks der Neutralen im Südosten" wissen wollten. Auffällig war, daß sich hinter diesen Gerüchten mehr oder weniger geschickt getarnte englisch-französische Kreise verbargen. In Belgrad vermerkte man gelegentlich dieser Gerüchte, ohne zu ihiftn in eindeutiger Form Stellung zu nehmen. Auffallend ist, daß sich nunmehr die Belgrader Presse eingehender, allerdings mit großer Vorsicht, mit diesen Gerüchten beschäftigt. Sowohl aus den Äußerungen der Blätter als auch politischer Persönlichkeiten zu diesem Thema sprechen Zweifel über die Hintergründe des Planes. Es wird die Vermutung ausgesprochen, daß der ganze Plan eine Art Falle darstelle, um die Neutralität des Balkans zu kompromittieren und die neutralen Staaten des Balkans „durstend über das Wasser zu führen", wie ein jugoslawisches Sprichwort besagt. Die Zurückhaltung der jugoslawischen Kreise kommt deutlich zum Ausdruck in einer Zuschrift aus Rom in dem Belgrader Blatt „Drerne". Die in der Zuschrift wiedergegebenen Ansichten römischer Kreise sind im Grunde genommen auch die Ansichten der jugoslawischen Außenpolitik. In der römischen Zuschrift heißt es, in römischen politischen Kreisen habe man alle Nachrichten bezüglich Her Bildung eines Blocks der Neutralen im Südosten Europas mit größter Zurückhaltung ausgenommen, obwohl Italien, das an diesem Raum stark interessiert sei, jede (n, btrlj 3k, bah | ’ damit I mb oen 11 m gan- ? n« aus, | Heben I 31. August auch der französische Botschafter in Warschau noch eingeschaltet. ,. , . Arn Abend des 31. August telegraphierte dann Kennard an Halifar über eine U n t ersetz u n a mit Beck. Aus diesem Telegramm ergibt sich, oatz Beck lediglich Lipski, den polnischen Botschafter m Berlin, damit beauftragt hatte, im Auswärtigen Amt mitzuteilen, Polen erwäge die Vorschläge Englands im günstigsten Sinne. Beck erklärte jedoch, wie Kennard telegraphierte, ausdrücklich: "^rr Lipski wird indes nicht autorisiert werden, ein Dokument, das die deutschen Vorschläge enthielte, entgegenzunehmen." Beck fügte außerdem hinzu, daß er selbst in keinem Falle nach Berlin gehen wolle. Das deutsche Verlangen, daß Polen einen bevollmächtigten Unterhändler schicken sollte, war also, wie schon aus dem deutschen Weißbuch bekannt ist, damit a b g e l e h n t. Dies hatte England durch sein Doppelspiel erreicht, wobei noch besonders zu vermerken ist, daß kennard auf Grund der Weisung von Halifax die Polen zu dieser Ablehnung dadurch indirekt noch besonders aufforderte, daß er betonte, die britische Regierung habe sich in keiner Weise etwa auf die deutschen Vorschläge f e st gelegt. Soweit die Dokumente des britischen Blaubuches. Es ergibt sich aus ihnen, daß England, anstatt während jener entscheidenden vier Tage zwischen dem 28. und 31. August den direkten Konto f t zwischen Warschau und Berlin herb ei zu- führen, durch eine Unzahl von böswilligen Kniffen, ja selbst durch Lügen d i es unterlassen, ja unterbunden hat und seine ganze diplo- mattsche Aktion nur auf das eine Ziel ab stellte, Polen Zeit für seine Mobilisierung zu geben und Deutschland m ö g l i ch st lange hinzu- halten. Dies ist die wahre Rolle, die Halifax und seine diplomatischen Gehilfen während der Tage vor Kriegsausbruch gespielt haben. Physikprofessor Lichtenberg, der über fein engeres Arbeitsgebiet hinaus ein geistreicher, scharfsinniger Beobachter des menschlichen Letzens war und dessen „Aphorismen^ einen bleibenden Aktion im Donaubecken und am Balkan mit größter Aufmerksamkeit verfolge. Die Bildung eines besonderen Blocks betrachte man in Rom aber als überflüssig, weil die gegenwärtige Haltung Italiens und der Nachbarstaaten Italiens genügend Sicherheiten gebe für die Erhaltung des Friedens und der Ordnung in diesem Teile Europas. Italiens Bemühungen gingen dahin, zu verhindern, daß sich der Kriegsbrand ausbreite, anderseits dahin, daß die Ge- gensätze im Südosten abgeschwächt und beseitigt würden. Die Beziehungen Italiens zu Jugoslawien, Ungarn, Bulgarien und Griechenland seien, so wird weiter festgestellt, die allerbesten; auch zu Rumänien bestehe ein herzliches Verhältnis. Zwar sei der schlechte Eindruck der früheren Polemiken zwischen der Türkei und Italien noch nicht ganz verwischt, aber Italien hoffe, auch hier eine Bereinigung zu schaffen. Es werde allerdings immer wieder hervorgehoben, daß die Türkei durch die Unterzeichnung des Beistandsverttages mit England und Frankreich ihre Neutralität einseitig belastet habe. Die Möglichkeit des Abschlusses eines italienisch-türkischen Abkommens bleibe vollkommen offen. Bemerkenswert ist auch eine Zuschrift der Belgrader „Politika" zu dem Thema des Balkan- Friedens. Das Blatt berichtet aus Rom, die italienische Diplomatie sei sehr rege, um auf der Grundlage der italienisch-jugoslawischen und der italienisch-griechischen Freundschaft neue zweiseitige Freundschaftsverhältnisse zu schaffen. Platz in der deutschen Literatur gewonnen haben. Ebenso, wie seine tiefsinnigen und zugleich witzigen Bemerkungen feiner Zeitgenossen, unter ihnen Kant, zur Bewunderung hinrissen, bieten seine Aussprüche auch dem heutigen Menschen viel Anregungen. Wie vieles andere ist auch das sehr zutreffend, was Lichtenberg über das Wesen des Lotte r i e s p i e l s aussagt, wobei er in wenigen Worten den Kern der Sache trifft: „Ein Los in der hannoverschen Lotterie kostet 18 Taler und 13 Groschen EiNschreitzegeld; dieses beträgt täglich eine Auslage von mehr als 14 Pfennigen; soviel verschnapsen manche Menschen täglich. Wer sich also gewohnt, Hoffnung zu schnapsen und wem dieses gut bekommt, dem wollte ich auf alle Fälle raten, in die Lotterie zu setzen". Im übertragenen Sinne gelten diese Worte.auch heute in vollem Umfang: wer statt irgendwelcher überflüssiger Ausgaben „Hoffnung schnapst", erlebt dadurch nicht nur eine Steigerung der Lebensfreude, sondern fiept sich auch durch die reale Aussicht belohnt, mit Hilfe der Reichslotterie einmal zu einem plötzlichen Geldgewinn zu kommen. Wie die Katze Mäuse fangen lernt. Wenn die Frage aufgeworfen wird, wie die Katze Mäuse fangen lernt, werden die meisten geneigt sein, von einem Instinkt zu sprechen, der ihnen angeboren wäre, nachdem er sich im Katzen- geschlecht im Lause vieler Generationen einmal entwickelt hatte. Die Frage Hegt aber nicht so einfach, und man hat schon mehrfach Versuche vvr» genommen, die das (Gegenteil beweisen. So hat einmal der amerikanische Professor Perkes sechs Monate hindurch neun Kotzen und ihre Jungen täglich drei Stunden beobachtet und Versuche mit ihnen angestellt. Zunächst mochte er mit ihnen Experimente die zeigen solften, wie weit eine bewußte und Deatzsichtigte Nachahmung bei ihnen besteht. Die Tiere wurden in Kästen gesetzt, von denen aus sie einander ganz genau beobachten konnten, und es ergab sich, daß die Jungen allmählich der alten Katze, wenn sie ihr sechs oder mehr Mol genau zugeschout hatten, allerlei Kniffe ablernten, z. B. bas Ausstößen des Schiebers an der Tür, bas Trinken aus einer Milchflasche oder das Rollen eines Balles in ein bestimmtes Loch. Die Tür aufzuschieben, lernte die eine der kleinen Katzen in zwanzig Minuten, die zweite etwa eben so schnell, die dritte aber konnte es an fünf verschiedenen Tagen, obgleich sie sich sehr mühte, nicht zustandebrin- gen. Das Begreifen der Tiere ging nur langsam Donftatten, aber die Fähigkeit bewußter Nachahmung zeigte sich doch bei ihnen entwickelt. Dabei zeigten sich erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Katzenarten; als beste Versuchstiere erwiesen sich eine Katze von der Insel Man und ihre drei Jungen. Die Versuche gingen nun weiter zu der eigentlichen Frage, wie die Katze Mäuse fangen lernt, über. Die jungen Katzen wurden im Alter von fünf Monaten, wo sie bereits genügende Große und Stärke besaßen, um sogar eine große Maus zu töten, in einen großen Käfig zusammen mit einer Maus eingesperrt. Natürlich war darauf gehalten worden, daß sie niemals vorher das Fangen oder Töten einer Maus gesehen hatten. Die Kätzchen hatten zunächst vor der großen schwarzen Maus ein wenig Furcht und näherten sich ihr sehr vorsichtig. Als die Maus voller Schrecken weglief, rannten sie ihr nach und fingen mit ihr zu spielen an, ohne sie irgendwie zu kratzen oder zu schlagen. Nach einer Stunde konnte die Maus, ohne daß sie einen Schaden erlitten hotte, aus dem Käfig entfernt werden. In diesen mehrmals wiederholten Versuchen gaben die Katzen nicht die geringste instinktive Absicht kund, eine Maus zu fangen, zu töten und zu fressen. Allmählich gewöhnten sich die Katzen an das neue lebende Spielwerk, schlugen wohl auch einmal mit den Krallen stärker zu, aber niemals verletzten sie die Maus ernstlich, auch nicht, als man sie vierundzwonzigStunden hatte hungern lassen. ernst, „i)ös kommt von dem ölenbigen Saufen. Jetzt sei stad und beweg' mir ja net den Arm!" Der Hansel lag mäuschenstill und war wie betäubt. „Loisl", stotterte er endlich, „wie lang muß ich dann liegen bleiben?" — „Kommt drauf an. Wann's ein glatter Bruch ist, sieben bis neun Wochen", meinte der Bader. „Dos hat mir noch g'fehlt!!" jammerte der Hansel und schrie dann hellauf, denn die Hagnerin war beim Zudecken an den munden Arm gekommen, unö, während sie mit dem Loisl leise das Zimmer verließ, sank er ganz gebrochen in die Kissen zurück und hatte viel Zeit .. Nachmittags — der Bauer hatte sich standhaft geweigert, zu essen und tränt nur immer schwarzen Kaffee — tarnen die ersten Krankenbesucher. Der Hansel jammerte ihnen, kaum, daß er sie erblickte, in herzbewegenden Worten sein großes 'Unglück entgegen. „Wann nur nit der Brand dazukommt", meinte der Großknecht, und der Nachbar nickte emst: „Ja, der kalte Brand! Dann mochten die Würmer leicht an dir eine Kirchweih haben, Hansel ..." Jetzt aber ereiferte sich die Bäuerin: „Und roann's soweit kommt, nachher laß ich dir ein Begräbnis her- richten! Musik und schwarze Pferd!" „Raus!!" brüllte der Hansel und drohte mit dem gesunden Arm, „raus sag i! Alle miteinanb!!" — Und er lag wieder allein in trüben Gedanken, während sie drüben im „Roten Ochsen" die Zapfen einschlugen und „Prost! G'suffaü" schreien. Heulen hätte er können! Gegen Abend kam der Loisel mit zwei Gehilfen. „Der Arm muß bewegt werden", entschied er. Der Hansel sträubte sich mit den Beinen und dem gefunden Arm, aber die Gehilfen packten zu, und der Bader vollbrachte seine Absicht, so sehr der Hansel auch tobte und schrie. Er kam auch am an« deren Tage wieder, aber da verspürte der Hansel fast keinen Schmerz mehr, so quälte ihn ein Riese ndurst, ein Durst, über Len er sich zu anderen Zeiten gefreut hatte. Als das Fest aus und vorbei war, kam der Losil lachend zur Stube herein und riß den Verband ab, während der Bauer um Hilfe schrie und einen Wahnsinnigen vor sich zu haben glaubte. Aber der Loisl warf unbekümmert die Schienen in die Ecke: „So, Bauer! Kirchweih ist g'wesen, und du bist jetzt wieder gesund!" , , , Eine halbe Minute lang glotzte ihn der Hansel verständnislos an, dann begriff er den schändlichen Betrug, tat einen Schrei, packte die Ofengabel und wollte den Bader erschlagen. Der aber war rascher und verschwand grinsend aus dem Hause, während die Bäuerin den Neubelebten auf die Seite nahm. Sie stemmte die Arme dabei ein und redete em ernstliches Worte! mit ihm. , . f Aber schon ein sehr ernsthaftes! Und der Hansel ging nachher still in seine Kammer hinauf, wobei er sich überlegte, was alles hätte geschehen können, wenn es geschehen wäre ,.i Auch Oie Franzosen wurden getäuscht. Das britische Blaubuch ergibt ferner, daß auch d i e Franzosen über das englische Doppelspiel nicht informiert worden sind. In Paris wußte man offensichtlich am 30. und 31. August nur, daß die deutsche Regierung vergeblich auf einen polnischen Unterhändler wartete. Warum aber dieser nicht erschien, ist am Ducri d'Orsay in jenen Tagen ebenfalls nicht bekannt gewesen. Um die Mittagsstunde des 31. August telegraphierte nämlich Halifax an Kennard, dieser solle sich mit seinem französischen Kollegen zusam- m e n t u n , um die Polen dazu zu bewegen, einen Unterhändler nach Berlin zu schicken. Es heißt dann wörtlich: „Die französische Regierung fürchtet, daß die deutsche Regierung Vorteil aus dem Schweigen der polnischen Regierung ziehen konnte." Ein höchst aufschlußreicher Satz! Halifax, der absichtlich die Polen gar nicht in die Lage versetzt hatte, recht- zeittg zu antworten, bekam nun plötzlich Angst, Frankreich könne dieses Doppelspiel zu früh durchschauen und infolgedessen in letzter Stunde noch von dem Wagen abspringen, der entsprechend dem britischen Wunsche nun mit immer größerer Schnelligkeit dem Abgrund zurollte. Nur um die Franzosen ebenfalls hinters Licht zu führen, wurde nun, da es praktisch schon so gut wie zu spät war, in den Mittagsstunden des er bie|t H am hem |i ',n‘«l .., _______„ nn n tr: „Wenn man bedenkt, daß die polnische Regierung, twor' ^lein stand und nicht für einen Krieg ob sie nun wenigstens den Mäusefang erlernen könnten, den man doch bisher für einen den Katzen angeborenen Instinkt gehalten hatte. Während also die eine junge Katze mit der Maus spielte, wurde plötzlich die alte Katze in den Käfig gelassen, die die Maus sofort tötete und verzehrte, während die junge Katze zusah. Sobald die alte Katze ihren Raub gefressen hatte, wurde sie wieder aus dem Käfig entfernt und der jungen Katze eine neue Maus gegeben. Sie spielte mit ihr, ebenso wie sie es mit der anderen getan hatte, ohne den geringsten Anschein, daß sie sich das gemerkt hätte, was sie eben gesehen. Erst als die alte Katze mehrmals Mäuse vor den Jungen getötet und ihnen von dem Fleisch zu elfen gegeben hatte, lernten sie allmählich den Mäusesang. Durch diese Experiment wurde also erwiesen, daß junge Katzen im Alter von fünf bis sieben Monaten keine instinktive Neigung haben, Mäuse zu fangen und zu töten, sondern daß sie das erst durch häufigere Beobachtung der alten Katze eres also in einer bewußten, mit Willen ver- Nachahmung tun. K. :n will, n biene, i Senofjtn \ Antwort & rnnfeimA ' Herr 11 g? x. Die amtliche deutsche Verlautbarung eine! iber das Blaubuchder britischen Regie- n iung fährt fort: ge Dem britischen Botschafter in Warschau fiel wäh- errtQi.. unb der entscheidenden Stunden eine besondere fprjL 5 olle zu. Am Morgen des 30. August um 10 imW, Ihr traf bei Halifax ein Telegramm Ken- >j, Tarbs ein, aus dem hervorgeht, daß der brittsche u'f be! Botschafter bie Aufforderung der britischen Regie- Zwei polnische Mrdbandiien von dem Sromberger Sonder- gerichl zum Tode verurteilt. Broinberg, 29. Nov. (DNB. Funkspruch.) Das 'Brontbcrflcr Sondergcriclü verurteilte den 22jährigen Joseph Wroblewski aus Michelin und den 49 Jahre alten Wladislaus R l) b i ck i aus (Sulin, deren viehische Taten nur ein Bruchstück aus den entsetzlichen Blutdokumenten aus Brombcrg in Den ersten Septembertagen darstellen, wegen gemeinschaftlichen Mordes, begangen an Volksdeutschen, zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Ein Zug von etwa 200 deutschen Männern und Frauen, eskortiert von polnischer Polizei, kam auch durch den Ort Michelin, wo der Angeklagte Wroblewski wohnte. Unter den Gefangenen befand sich auch ein 8 0 jähriyer Greis, der mitten auf der Straße vor Erschöpfung zusammenbrach. Wie die Zeugin Wieczorek und der Kaufmann Siedleki vor Gericht bekundeten, versetzte der polnische Poli° zist darauf dem alten Mann drei Schläge mit dem Koppel, so daß der Greis stark blutende Verletzungen davontrug. P o l,n i s ch c r Döbel stürzte sich jetzt auf den hilflosen Volksdeutschen und mißhandelte ihn unter den wüstesten Beschimpsungen in der viehischsten Weise. Die Zeugin Wieczorek sah, wie besonders der Angeklagte W rod 1 e w s ki mit den Stiefelabsätzen mehrfach nach ihm stieß und auf dem Brustkasten und dem Leib des Greises herumtrampelte. Endlich ergriff der Untermensch sogar einen Stein und schlug damit gegen den Kopf des alten Manne, so daß das Gehirn herausspritzte. Die Zeugin war über diese entsetzliche Roheit empört und bat den Mörder, doch von dem Sterbenden abzulassen. — „Bist du eine Polin oder eine Deutsche", herrschte sie der Angeklagte an. „Der ver- fluctste Hund hat nichts bei sich. Ich habe heute schon einen totgeschlaaen, der hatte wenigstens ISO Zloty in der Tasche!" Zum Schluß ihrer Vernehmung erklärte die Zeugin, daß der Greis von dem Angeklagten zu Tode gemartert worden sei. Kleine politische Nachrichten. Unser in der gestrigen Ausgabe veröffentlichtes Bild eines Fernaufklärers zeigte, wie uns der Scherl-Bilderdienst, Berlin berichtigend mit- teilt, den Typ Dornier DO 17. Der Führer hat Oberbürgermeister Habicht zum Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt mit der Amtsbezeichnung Unter- staatssekretär ernannt. * Die Regierung von Irland gab bekannt, daß Irland eine kleine Flotte aufstellen werde, da die Seekriegführung immer schärfer und an den Küsten Irlands immer mehr Schiffe versenkt würden. Die Küstenwachslotte werde um Motortorpedo- boote und bewaffnete Kutter vergrößert. ♦ Der Kommandeur der asiatischen Flotte der USA., Admiral Thomas Hart, teilte mit, daß zur Verstärkung der amerikanischen Seestreitkräfte in den asiatischen Gewässern weitere sechs U-Boote in Manila eintreffen würden. Man erblickt hierin eine Maßnahme zur Stützung der amerikanischen Außenpolitik im Fernen Osten, die seit Ausbruch des europäischen Krieges bedeutend schärfere Formen angenommen hat. In den letzten 24 Stunden wurden in Paris etwa 20 Mann, die dabei überrascht wurden, wie sie illegaleFlugblätter herstellten und verbrei- toten, ins Gefängnis geworfen. Der griechisch Ministerpräsident Metaxas hat den italienischen Gesandten zu einer längeren Aussprache empfangen. Gelegentlich des zu Ehren des Gesandten gegebenen Essens erklärte der Ministerpräsident in einer kurzen Ansprache, die Beziehungen Griechenlands seien allen Staaten, besonders aber Italien gegenüber, bester Art. Hundfunkprogramm Donnerstag, 30. November. 6 Uhr: Landvolk, merk' auf! 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7.00 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 8.20 bis 9.30: Gefälligkeitssendung. Musik am Vormittag. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 9.10: Was wir Frauen heute wissen müssen? 9.30: Schulfunk (Mittel- und Oberstufe). Wir senden für die Landschule. 10: Frohe Weisen. Es spielt das kleine Orchester des Reichs- senders Frankfurt. 11: Beethoven-Konzert. 12: Stadt und Land — Hand in Hand. 12.10: Mittags- konzert. Das große Orchester des Reichssenders Hamburg. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch... 15.45: Vom Rhein zur Saar. Gedichte und Erzählungen aus der saarpfälzischen Heimat. 16: Lachen ist gesund. Zwei bunte Stunden mit heiteren Szenen und viel Musik. 16.30 bis 16.35 (nur für Frankfurt): Bücher für unsere Soldaten. 17.00 bis 17.10: Nachrichten. 18: Ruf ins Land: Berichte vom Landesernährungs. amt. 18.15: Fliegermusik. Dazwischen: 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. * Erweiterung des Mailänder Bahnhofes. Das schwere Eisenbahnunglück von Lambrate hat die italienische Staatsbahn bewogen, um die Kreuzung von Sck)nell- und Eilzügen bei der Ein- und Ausfahrt in den Kopfbahnhof von Mailand zu vermeiden, die Zufahrtsgeleise erheblich zu vermehren, damit die Züge der Hauptlinien auf ihren eigenen Geleisen ein- und ausfahren können, ohne andere Hauptlinien zu kreuzen. Die verhängnisvolle Kreuzung von Lambrate überfahren gegenwärtig 260 Züge am Tage, 60 von ihnen in fnoppen Abständen, so daß nur die größte Wachsamkeit des Stations- und Zugpersonals Unfälle vermeiden kann. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder- Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen. Pro- vinz und Wirtschaft: Efinst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 NM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom F. September 1937 gültig. 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Das Wehrkreiskommando IX gibt bekannt, daß die Sammelstelle für Liebesgaben im Hause des Referve- lazaretts Kunstakademie, Kassel, Menzelstrahe 15, eingerichtet ist. Dorthin stick) die Sammlungen von Liebesgaben 1. von den Dienststellen der Wehrmacht, 2. von den Dienststellen des Kriegs-WHW. und 3. von den Dienststellen des Deutschen Roten Kreuzes zu leiten. Die Verteilung erfolgt gemäß Anweisung des Oberkommandos der Wehrmacht an die im Wehrkreis bzw. Marinestationsbereich ausgestellten Einheiten der drei Wehrmachtteile anteilmäßig sowie an Lazarettinsassen Sendungen über 20 kg Gewicht an die „Sammelstelle" werden von der Reichsbahn auf gewöhnlichen Frachtbrief hin frachtfrei befördert, wenn sie die Anschrift tragen: „An die Sammelstelle für freiwillige Liebesgaben beim Wehrkreiskommando IX in Kassel", von einer Außenstelle des Kriegs-WHW., oder des D. R K. aufgegeben werden und als Inhalt angegeben ist „Liebesgaben für die Wehrmacht". Frachtbrief muß Inhalt der Sendung erkenntlich machen. Kleinere Sendungen als Postpakete oder Päckchen.7068D Blut, Kraft Ihre Kriegsirauung zeigen an Ernst pruste Hauptfeldwebel in einem Infanterie-Regiment Käthe prüsse, geb. pusch 20-22 Uhr M. Koiizertvereio 2. Platzmiete- Konzert. 2.0rcheIter- Konzert Mll verkauf. 7omD Groß, Kinderwagen 'N grober AvS» mahl «•‘•«A Fr. Groß Neuen wen 32» Wilh. Zimmer G.m.b.H. Metallgießerei Gießen (Lahn), An der Kläranlage 80 Bei Verdunkelung bleibt man gerne zu Hause! Man kürzt und w ü r z t die langen Abende durch Kino- Vorführungen im eignen Heim. Genaue Auskunft über käufliche Filme in schwarz-weiß oder Ozaphan (Märchen-, Kultur-, Sport-, religiöse, sowie Unterhaltungs - Filme) erteilt gern kostenlos Ihr Photo- und Kino-Berater 19.30-22 Uhr 9. Mittwoch- Miete Intermezzo am Abend Preise: 70S9d RM. 0.60—3.10 Tüchtiger Krafts fahrer für Personenwagen bei gutem Lohn für sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter 05226 an den _^ieß. Anzeiger. 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Annteldevordrucke sind bei der Geschäftsstelle der Kammer erhältlich. Zngelassen zur Prüfung werden alle Aungkauflente, Facharbeiter und Gehilfen, die bis zum 30. Aum 1940 ihre Lehre nach der für die einzelnen Lehrberufe vorgesehenen Lehrzeit Mittwoch. 29. November 1939 Nr. 2M) Zweites Blatt Giessener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Aus dem Reiche der Krau zu fein — ein beul) chiläuten! oft Wunder getan hat. Ser bunte Teller zum Weihnachlsfest den 1. Advent alle Lichter anzünden, sondern jeder Meta Brix Roman von CARL DUNC^ER VERLAG • BERLIN (Nachdruck verboten.) 14. Fortsetzung. am Ad- alte alle die Tage, desto zahlreicher und damit strahlender die Kerzen. Darum darf man aud) nicht geaen *" dien Brauch verstoßen und etwa gar schon ventstag bedeutet: ein Licht mehr. Und der Braud) sagt weiter, daß dann am 4. Advent Dior Kerzen ihr Licht spenden sollen bis die Sonne wieder leuchtet, deren Wiederauferstehung ja in Franz von Moravitzky trat in das Hotelvestibül «und ließ sich bei dem Vertreter der Oelrafsinlerie „Darinka" melden. Unter dieser Firma war heute morgen der Anruf gekommen, der ihn zu einer «efch östlichen Unterredung in das 5)otel bat. Er hatte zuerst einen Irrtum angenommen. Aber die Männerstimme mit der fremdartigen Aussprache hatte betont, daß man Herrn Franz von Mora- vitzky um eine Unterredung bitte. löffel Milch. Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, kleine Kugeln formen und bei Mittelhitze backen. Dicker P f e f f c r f u d) e n : 2Ö0 Gramm Apfel- gelec oder Honig, "250 Gramm Zucker. 500 Gramm Mehl, 60 Gramm Nüsse oder Äürbteferne, 30 Gramm Zitronat, 10 Gramm Orangeat. Etzpas Milch, 3 Teelöffel Gewürz, Pottasche gelöst in Rosenwasser, l Teelöffel. Honig und Zucker werden ausgekocht, die anderen Zutaten in die ausgekühlte Masse geben. Langsain mi|d)t mau das Mehl unter und gibt zum Schluß die aufgelöste Pottasche barunter. Der Teig wird nun fingerdick auf ein gefettetes und mit Mehl bestreutes Blech ausgerollt, mit Wasser oder Rosenwasser bestrichen, mit Zitronat verziert und goldbraun gebacken. Etwas ab* gekühlt, schneidet man in Stücke. W e 11) n a d) t o ft o 11 e n : 1 Kilogramm Mehl, 60 Gramm Hefe, etwas 'Dlildj, 200 Gramm Zucker, 80 Gramm Fett, 250 Gramm Rosinen, 250 Gramm Korinthen, 80 Gramm Zitronat, 50 Gramm Nüsse oder Kürbivkeme, Zitronenschale, Salz. Don den angegebenen Zutaten stellt man einen Hefeteig her und läßt denselben aufgehen. Man formt einen Stollen In Form eines schmalen langen Brotes, macht der Lange nad) einen Einschnitt hinein und legt den Stollen auf ein Blech, welches vordereitet ist, und läßt den Stollen nodjmalo an einem marinen Ort aufgehen. Nad) dem Backen wird der Stollen nod) heiß mit Margarine bepinselt, bis er keine mehr aufnimmt, dann dick mit Zucker beliebt. K ürbisstollen : I Kilogramm Mehl, 2 Kilo- gramm Kür di ■ 1 . Vilci Wld) rcuhlul) .' >>> (tlrmmn Zucker, 65 Gramm Margarine, evtl. Fett, 125 Gramm Rosinen, ab geriebene Zitronenschale, 40 Gramm Hefe, etwas Salz. Der Kürbis wird ge- schnitten und mit dem größeren Teil der Mild; weichgekocht, durch ein Sieb gerührt und Fett, Zucker, evtl. Zitronenschale hinzugeben. Die Hefe hat man mit der Übriggebliebenen Mild) und einem Eßlöffel Mehl und einem Löffel Zucker zum Gehen gebradjt. Dieses Hefestück rührt man mit dem lauwarmen Kürbis und der größeren Hälfte des Mehles zu einem Teig und läßt diesen gehen. Dann wirkt man den Teig mit dem übrigen Mehl aus, formt den Stollen und läßt ihn noch ungefähr y Stunde gehen. Backzeit 1 bis 1 M Stunden. Der Stollen wird heiß mit zerlassener Butter bestrichen und mit Zucker bestreut. gemäßer Aufbewahrung. Es kklngt wie ein Märchen, daß man noch gut eil)altene Stücke uon Honigkuchen in ägyptischen Mumiengräbern gesunden hat, die den Toten als Liebesgabe ml (gegeben waren. Aber so weit brauchen wir nicht zu denken. Wer Anfang August die B i e n e n w i r t s ch a f t - li d) c Leistungsschau l n Oberursel im Taunus besuchte, konnte Reste von Honigkuchen ans den Jahren 1915 und 191(5 sehen. Erst waren sie nur vergessen, bann, als der Kuchen einige Jahre alt war, wurde die Sperre darüber verhängt, um zu sehen, wie lange er sich wohl halten würbe- Er ftanb im Schrank im Wohnzimmer Sommer und Vaül Hvmakuchen fürs Feld! Don Krida Aisch. Er mußte lachen. Nun wurde sie auf einmal neugierig. So sind die Frauen. Er zuckte die breiten Schultern. „Ja, das haben Sie natürlich längst wergessen, daß Sie mir in Wien einmal in die Arme liefen!" „Das waren Sie?" „Das war ich!" Nun lag wirklich ein Lächeln um den schönge- ffchwungenen Mund. Luise erklärte: „An diesen Zu- ssammenstoß erinnere ich mich natürlich. Ich kam «von Balthasar Jäckel. Ich hatte so unruhige Tage lhinter mir. Und da hatte mir Jäckel eben die Hoffnung gemacht, vielleicht bei Ihrem Herrn Vater in Berlin diese Stellung zu erhalten. Ich war so froh darüber ... Und das also waren Sie! Welch ein Zufall ..." „Und wo wollen wir nun bei einer Tasse Kaffee weiter über diesen merkwürdigen Zufall sprechen? Denn hier am Bahnhof Zoo kann ich mit dem Wagen nicht festwachsen!" Luise bekam wieder ihr ernstes Gesicht. Sie bat: -.Ditte, fahren Sie mich nach Hause, Herr Doktor. Bur ein paarmal um die Ecke. Budapester Straße." „Na schön ... wie Sie wollen ..." Der Wagen hielt vor dem Hause. Der Blick Helt- felbs ging über die Fensterreihen. „Und wo wohnen Sie hier?" „Meine Wohnung liegt sehr nah am Himmel , Jagte Luise. „Im fünften Stockwerk. Die Böden find Daneben. Dafür aber ist die Miete preiswert/ Sie reichte ihm die Hand: „Auf Wiedersehen bei ider Arbeit, Herr Doktor. Und schönen Dank!" Buntzucker bestreuen. Braune Pfeffernüsse: 250 Gramm Sirup, 125 Gramm Zucker, 500 Gramm Mehl, 80 Gramm Fett, 20 Gramm Pottasche in 2 Eßlöffel Nosenwasier gelöst, 1 Eßlöffel Gewürz, 30 Gramm Zitronat. Guß: 150 Gramm Puderzucker, 2 Eßlöffel Zitronensaft. Der Sirup wird mit dem Zucker und Fett aufgekocht. Wenn abaekühtt, gibt man die Gewürze dazu und knetet mit dem Mehl gut durch. Man formt fingerdicke Rollen, schneidet davon 1 Zentimeter dicke Stücke ab. rollt sie mit der Hand zu kleinen Kugeln und bäckt sie bei schwacher ^Steinpflaster: 150 Gramm Sirup, 100 Gramm Zucker, 500 Gramm Mehl, 30 Gramm Fett, 80 Gramm Nüsse oder Kürbiskerne, 10 Gramm Gewürz, 25 Gramm Zitronat, 1 Eßlöffel Rosenwalser, 1 Päckchen Backpulver. Guß: 100 Gramm Puderzucker, 1 bis 2 Eßlöffel Wasser oder Zitronen- Sirup, Zucker unb Fett werden aufgekocht. Man mischt das Mehl mit den Zutaten, rührt den abgekühlten Sirup dazu und knetet gut durch. Der Teig muß 1 bis 2 Wochen ruhen. Dann formt man kleine Kugeln, fetzt sie dicht neben einander in Ringformen, die auf einem vorbereiteten Blech liegen und bäckt sie langsam. Noch warm bepinselt man sie mit einem Zuckerguß. Kügelchen: 2 Tassen Mehl, 2 Tassen Zucker, 2 Tassen finferflotfen, 2 Päckchen Vanillezucker, IVe Päckchen Backpulver, 60 Gramm Fett, 2 bis 3 Eß- Fett oder Margarine, etwas Mild), abgeriebene Zitronensd)ale, 375 Gramm Mehl, 15 Gramm Backpulver. Fett, Zucker und Eigelb werden fdyaumig gerührt. Dann gibt man die übrigen Zutaten dazu unb knetet den Teig, formt die Zeichen und Sinnbilder für den Weihnachtsbaum unb bäckt sie goldgelb. Das fertige Gebäck mit einem Zuckerguß bestreichen unb mit Porzellangefäßen verpackt, durchziehen kann. W e i h n a ch t s b a u m g e b ä ck : 50 Gramm 125 Gramm Zucker, 1 Ei, hatte Mm-amtzkl) gebad)!. Man fonnte ja mal zusehen. Obwohl ihm nicht klar war, was er mit einer Ölraffinerie zu tun haben sollte. Aber in seiner Kasse war vollkommene Leere. Mehr als das ... er hatte Schulden. Und die Aussichten auf den in Arbeit befindlichen Filmenlwurf waren aud) gleich Schlössern, die im Monde liegen ... Der Fahrstuhl brachte ihn nach oben. Dort trat ihm in dem bezeichneten Zimmer ein kleiner, schmückstiger Mann entgegen. Die Augen lagen im Schatten einer Brille. Seim; Bewegungen waren ijaftig. „Herr von Moravihky ... es freut uns ... Uns? Richtig ...da war ja noch jemand im Zimmer. Moravitzky fah sich einem hochaewachfenen, dunklen Mann gegenüber, mit einem scharf geprägten Gesicht. Dieses Gesicht hatte er doch schon gesehen ... diese hakenförmige Nase ... „Wir kennen uns bereits, Herr von Moravitzky. Allerdings nur vom Sehen ...", sagte Joso Zaduk und bot dem Gast mit kühler Höflichkeit einen Stuhl an. Die Hand reichte er ihm nicht. „Ich sah Sie vor ein paar Jahren in München." „Möglich", erwiderte Moravitzky. „Ich habe In München gefilmt." Juso Zaduk schüttelte den dunklen Kops. „Nickst im Film ... tote werden sich erinnern ... Sie waren in Begleitung einer Dame. Es war im Malkasten'. Und später traf ich Sie dann wieder. Im Orient-Expreß." Eine Handbewegung des kleinen Mannes. „Wir find die Brüder Zaduk. Unsere Geschäfte befinden sich in Belgrad und Jablanac." Moravitzky war im Bilde. Er preßte die Lippen 3Umitnrocitmännlfd)er Gelassenheit sprach Joso Za- duk weiter: „Es gibt im Leben sonderbare Zufalle, Herr von Moravitzky ... man kann in unserer Affäre sagen ..." ,Lch verstehe nicht", warf Moravitzky ein ... „was heißt in unserer Affäre . Zaduk hob die Hand „Sie werden mich sofort verstehen ... man kann in unserer <5aty schon von einer Kette von Zufällen sprechen ...?' Er klappte das silberne Etui auf. Moravitzky erkannte es sofort. Er hatte es seit jener Fahrt im Orient-Expreß vermißt. Es trug ferne Initialien ... klar und deuttich die verschlungenen Anfangsbuchstaben seines Namens. Eisern bezwang er sich. Nur das Lächeln, mit Dem er nach der Zigarette griff, war ein wenig "'sofo Satnrt zog etn wenig di« Augenbrauen hoch der Christnacht beginnt Wer die Adventskränze noch besonders schmücken will, kann den Kranz an der Deckenlampe mit goldgelben oder roten Bändern befestigen, die gleichfarbigen Bänder durch das Tannengrün winden und sie yerunterhängen lassen und auch die Kerzen in der Farbe der Bänder aus- wählen. Auch hier spricht alte Sitte. Das rote Band B. gilt als ein Symbol der Freude und Gesund- heil Seine Verwendung hat den Sinn, daß sich der Lebensstrom zur Weiynachtssonnenwende wieder verjüngen und erneuern möge. Für die Kinderherzen sind vielleicht die Advents- ovfel noch wichtiger als die Kränze. Adventsäpfel, die ganz oesonders auf dem Lande üblich find, leiten ebenfalls ihre Bedeutung aus der Vergangenheit unseres nordischen Volkstums her. Der Apfel ist das Wahrzeichen Freyas, der mütterlichen Göttin, die zugleich Hüterin des Hausfriedens und Förderin des fruchtbaren Wachstums darstellt. Diese Advents- npfel, die im bäuerlichen Haushalt natürlich schon bei der Ernte für ihren Zweck zurückgelegt werden, umwindet man mit Tannen grün und mir Zweigen vom Lebensbaum. Vielfach werden auch noch reife Gctreideähren durch das rpinterllche Grün geflochten, wie ein stilles Gebet um eine gute Ernte. In den Städten hat der mit Tannengrun umwundene Adoentsapfel meist nur eine eintägige Lebensdauer, denn bald wird er zum Bratapfel — eine Delikatesse für die Kleinen. Zum Adventsfest gehört aber auch, wenn auch nicht unmittelbar, der Sankt-Nikolaus-Tag — der Tag der Kinder. Gibt es einen schöneren Sinn, als die alte Auslegung, daß am Nikolaus-Tag der heilige Nikolaus auf die Erde herniedersteigt, um feine weihnachtliche Wanderung durch das Land zu beginnen? Und ebenso alt ist der Brauch, den guten Nikolaus mit Sack und Rute verkleidet In die Kinderschar zu führen und die Kinder anzuleiten, ihre Schuhe in der Nikolaus-Nacht vor die Tür zu stellen, damit der Heilige die artigen Kinder belohnen könne. Phantasievegabte Mütter haben dem Winter In einer Blechschachtel. 'Als Id) den Preisrichtern sagte, daß er noch ganz aut fei, nur bia Gewürze etwas adgedompst, erklärten fic mir nach dem Kosten: „Was? Der soll fad schmecken? Der ist ja noch ganz vorzüglich! Gerade wie vor kurzem gebacken." lind der Pfefferkuchen erhielt 100 Punkte. Dabei war er gar nickst so besonders gut aufgehoben. Er fristete Jahr um Jahr sein Däfern in ocr bald kalten, bald warmen Stube. Ein anderer Kuckten — allerdings enthielt er nur reinen Honig, und das mar das Geheimnis feiner Haltbarkeit, obwohl er lehr kriegsmäßig war, wurde Im Weltkrieg für die Feldfoldalen gebacken. Dieser Kuchen sollte Weihnachten zu den Feldgrauen an die Westfront kommen. Mein Bruder mar aber schon weiter gerückt und der Kuchen mürbe nach- gesandt. So solgte das Päckchen, es wog nur 500 Gramm, von Frankreich nad) Rumänien, von dort nach Frankfurt an der Oder, dann nad) Rußland, bann nad) Belgien und Frankreich und kam dann. Zielidewußte Vorratswirtschaft ist von jeher der Stolz jeder Hausfrau, und weife Voraussicht ist immer am Platz. Darum heben wir auch alles auf, was mir Haltbares auf untere Karten bekommen und nicht gleich benötigen. Oder wir arbeiten es zu Dauerware um. Eine der wichtigsten unb haltbarsten Dauerwaren ist guter Honigkuchen. Er verlangt weder Fett noch Eier, wenn überhauvt, dann nur verschwindend wenig. Viele Gewürze sind auch nicht nötig. Eine reiche Honigernte setzt uns instand, dies Jahr reichlich davon Vorrat zu backen. Mehl steht uns ja genügenb zur Verfügung. Die Aalt- barfeit bes Honigkuchens ^ist unbegrenzt bei fach- Adventszett. Wenn die Erwachsenen über naßes kaltes Wetter uttb trübe Tage klagen, dann beginnt für die Kinder die schönste Zeit: Dorweihnacht. Und wenn dann gar am 1. Adventstag die Mutter das erste Licht entzündet, erhalten all die sehnsüchtigen Kinderherzen die Gewißl)eit daß Weihnachten nun endlich zum Zählen nahe ist. Diese Vorweihnachts- oder Adventszeit sollte nie- mand vergessen, festlich zu gestalten. Es ist ja so einfach, den in dieser Zeit ausgeschlossenen Kinderseelen durch kleine Ueberraschunaen und Geheimnisse Freude zu schenken, die wieder auf die Erwachsenen auch in Kummer und Sorge wärmend zurückstrahlt. Das Adventsfest zu feiern, braucht man aud) nicht einmal große Geldausgaben zu machen', sondern es gehört nur dazu etn wenig Ueberlegung, frauliche Geschicklichkeit und die Liebe der Mutter. Undenkbar wäre die Adventszeit ohne einen Adventskranz oder einen Adventsleuchter, den man fich, will man sparen, auch allein aus Tannen binden kann. Man benötigt dann nur vier Lichthalter für die vier Adventslichte. Der Adventskranz ist «in uralter Brauch, der erfreulicherweise in den letzten Jahren in Stadt unb Lano wieder seinen Einzug gehalten hat. Die W.chte haben eine tiefe Bedeutung. Sie sollen uns in der dunkelsten Zeit des Jahres köstliche Helle spenden. Und je dunkler Nikolaus-Tag noch eine kleine Zugabe in seiner Bedeutung gegeben. Sie haben erfunden, daß Nikolaus den weniger artigen Kindern vom Nikolaus- Anch diese Weihnachten wollen wir nicht auf unseren bunten Teller verzichten. Schon um unserer Kinder willen, denen wir aud) in der jetzigen Zeit ein schönes Fest bereiten wollen, und für sie gehört nun einmal süßes Backwerk unb Weihnachten zusammen. And) die Soldaten im Feld freuen sich über etwas heimatlick)eü Backwerk. Es ist höchste Zeit damit zu beginnen, gewinnt doch das mente Gebäck, wenn es kurze Zeit in Blechdosen oder uni) sprach weiter: ->,Ja ich sah 1 le also MJttft In München ... in Begleitung biefer bildschönen Frau ... später erfuhr ich, es war ihre Filmpartnerin ... Luise Doinfat ..." Ick; möchte ihm die Faust in das Gesicht fdjlagen, dachte MoravUky in zitternder Wut. Dteffll Mensch sollte Luise aus dem Spiel lassen! Er war neugierig, was nun kommen sollte. Der andere sprach weiter: „Dann fuhren wir zu- jammen im Zug. Sie werden sich erinnern ... Sie kamen in letzter Minute ... Sie hatten das Abteil neben dem meinen. Auch die Domrat war im Zuge. Aber sie saß weit entfernt von uns." „Ich versteh nicht, Herr Zaduk. Sie erzählen da Geschichten, von denen ich beim besten Willen nichts "'„Oh, Sie werden sich [oglcich erinnern. Sie müssen sofort bei der Ankunft In Wien den Zug verlas- len haben. Aber Sie neiloren bei hem . .. bei hem Besuch in meinem Abteil Ihren Zigarettenbehäl- ter ..." Er hielt spielerisch die flache, silberne Tasche mit Moravitzkna Monogramm in ocr Hand. „Dafür aber nahmen Sie meine Brieftasche mit!" Moravitzky sprang auf: „Was fällt Ihnen ein! Ich verlor dieses Etui ... aber ich weiß nicht, wie Sie dazu gekommen sind!" Zaduk zuckte nachlässig die Achsel. Sein Ton wurde herablassend, aud) eine Drohung war nun darin: „Sie Haden mich bestohlen, cherr! Die 'Beim-ife dafür sind in meiner Hand. Und wenn Sie mir das nicht glauben wollen, können wir uns mit der Berliner Kriminalpolizei in Verbindung setzen!" Der Schauspieler war erblaßt. Er sah zu dem anderen Zaduk hinüber. Der war zu dem Telephon- apparat getreten und hob wie gedankenlos den Hörer ab. Ein leise summender Ton war zu hören. Der hagere, dunkle Mann sprach weiter: „Ich würde Ihnen doch empfehlen, es nicht auf eine polizeiliche Untersuchung an kommen zu lassen. Um so weniger, als ich die Absicht habe, Ihnen eine ... nun jagen wir eine private Wiedergutmachung vorzuschlagen." „Sie sind sehr freundlich, Herr Zaduk", sagte MoraMky ironisch. Zaduk wollte weiterkommen: „Ich denke, wir verständigen uns. Sie könnten uns vielleicht einen großen Gefallen leisten, Herr von Moravitzky!" Kara Zaduk trat näher. Er schob die flhnbc nach, lässig in die Hosentaschen, so ging er ein paarmal im Zimmer auf unb ab. „Vielleicht kommen Sie nun endlich mit der Sprache heraus, meine Herren", sagte Franz von Moravitzky im......Ile ....... alle Geliiffenheit imebrr- gefunden. , , ,u Kara Zaduk blieb vor ihm stehen: „Hören Sl« zu: wir sind über Sie und auch Wer Ihre Partnerin unterrichtet. 'Bei dem Diebstahl damals steckt« ic natürlich mit Ihnen unter einer Decke!" „Lassen Sie die Frau ans dem Spiel!" schrick Moravitzky wütend. „Sie hat mit der ganzen Ge. chichte nichts zu tun! Ich befand mich in einer Zwangslage, ich weiß heute selbst nlck)t mchr, irrte ich mich zu dem — Diebstahl hinreißen lallen kannte. Es ist eine Gemeinhett, anzunehmen, daß 5rau Domkat---" „Vielleicht mäßigen Sie sich!" warf Joso Zaduk ein. Sein Bruder sprach weiter: „Wir sind darüber unterrichtet, daß die Doinfat jetzt die Privatsekn. lärin de» bekannten Parfümeurs Heitfeld ist. Ste elbst sind aus dem Film ganz heraus. Haben also wahrscheinlich im Augenblick nicht gerade glänzende Verbienstmöglichkeiten ..." „Ich verbitte mir ..." „Herr von Moravitzky, wir haben die Absicht, Ihnen einen lehr annehmbaren geschäftlichen Vorschlag zu machen." „Ich bin außerordentlich neugierig, meine Her- renl" meinte Moravitzky. Jetzt kommt eo wohl nur daraus an, wer klüger war — diese beiden ober er. Jetzt halte er eine nachlässige Handbewegungr „Ich bitte ... reden Sie nur weiter ..." Joso Zaduk wurde ungeduldig. Sein Bruder mackste zu viele Umstände. Er sagte: „Klipp und klar, mein Lieber Uns interessiert rin Geheimrezept her Firma Heitfeld, das Rezept zu diesem neuen Mvdeparsüm „Inkognito", Sie werden uns burd) Ihre Beziehungen zu der Doinfat dieses Rezept verschaffen! Und damit wären wir fozu- ■ qirittr „Weiter haben Ste feine Wünsche?" fragte Mo- ravitzfy mit einer unheimlichen Ruhe. „Diese Forderung zu erfüllen, dürste nicht einmal fchwtl r ui" Jetzt fetzte sich Franz von Moravltzfy behaglich zurecht. Mit feinem schönen, leichtsinnigen Gesicht sah er von dem einen der Brüder Zaduf zu dem anberen und fragte liebenswürdig, als Jagte et Ihnen eine AnnehmlichfeU: „Was würden Ste lagen meine Herren, wenn Id) Ihre niederträchtige Aul- forbening sofort der Polizei melde?" Joso Zaduf lächelte zurück: „Wie da», Herr von Moravitzky? Eine kindliche Annahme. Könnten Sie denn Ihre Angaben beweisen? Ich glaube kaum, daß Sie dazu in der Lage wären." (Fortsetzung folgt) Der brennende Adventskranz, Bratäpfel, Tannen- grün und Lebkuchen — das find die echten Sinnbilder der Borweihnacht. Dann bleibt nur noch ein Da« Lichtbild im weHnachttichm zeidpoitpMchea. Weihnachten steht vor der Tür und jede deutsche Frau und Mutier spart und überlegt, um hinaus ins Feld möglidift viele und schöne Dlnjo zu teUe den, die den Gatten ober Bruder, Sohn oder Baler so recht van Herzen erfreuen. Wochenlang sitzt sie und strickt, häkelt, stickt, fdjafft Warmes und Praktische-, für den geliebten Feldgrauen herbei, damit er eine recht große Freude am Weihnachtsabend habe. Wenn nun aber unter den Herrlich« l ich keilen auch nod) ein Bild heVoorlugt, ein Licht- bild, das bem deutschen Soldaten so recht die Familie vor 'äugen führt, bann wird feine Freude doppelt groß fein. Besonders die Kinder lleaen dem ernmeilenben Vater am Herzen, am meisten die ;anz Kleinen, bereit Entwicklung er nur ans Brisen verfolgen kann. Verändert sich bock, bas Klein- lud saft täglich, — nimmt zu „an Weisheit und Verstand". Und schließlich kann er fld) trotz aller ausführlichen Berichte von bahelm nicht ganz genau oorflellen, wie wohl das Jüngste heute ausfeben mag. Dafür gibt es eben Lichtbilder! Wenn das Baby auch nod) fo klein ist, die heutige Photo- fünft bringt von ihm mit viel Geduld unb richtiger Beleuchtung ein sprechend deutliches 'Bild zuwege. Reizend madjt sich auch eine Serienphotograplste, die man kunstgerecht auf einen Karton kleben lassen kann. Dazu eignen sich Bilder verschiedener Stellungen. ja sc gar in Zeitabständen ausgenommen. Aucy solche, die man mit einem kleinen Apvarat selbst In unbeobachteten Augenblicken ormi djtev Schttapvschüsse, die meist die natürlichsten, reizendsten sind, eignen sich ausgezeichnet dazu, besonders, wenn sie so scharf auf genommen wurden, daß mau [le vergrößern lassen kann. Ein Dalum aus dem Karton — zierlich In Rundschrift geschrieben -- hält die Erinnerung an den Tag der Ausnahme fest. Seien wir [roh, daß die heutige Lichtbildner ei ji> weit Ist, wirklich schöne, nnturaetreue Ausnahmen zu schassen; denn was wir im Bild vor uns sichen, wird unvergessen bleiben. Nack) Jahren noch wird man sich gern der kleinen Szene erinnern, die ein Lichtbild festhtelt Unterläßt man ab« otfonbiti das Kleinkind zu photographieren, so kann man das nie wiebel nachholen, wen ja mit jedem 9 afl ", feinem jungen Leben eine Veränderung Vervollkommnung vor sich gehl. Gern werden ole Ettern In späteren Jahren bem Kinde Bilder aus jüngster Jugend zeigen und sick) selbst auf die schöne Zett besinnen. Es gibt wohl fein Wort, das wahrer man al ■ bli fee ®t inm i una ist das ein itgi Da» rablcfl, aus dem wir nicht vertrieben werden können!" H. v. L. tag dis zum Weihnachlsfest noch eine kurze Frist Wunsch offen, damit ben Kinderherzen das Wunder geben will, um Muttis artiges und folgsames Kino bes srohllchen, seligen^ Weihnachlsfesles zur Orful zu sein — ein praktischer Adventsbrauch, der schon lung wird: der erste Schnee. Und dann mögen die oft Wunder getan hat. Glocken den Heiligen Ai O.Jl.-'Spoit Die gibt die mit der Verarbeitung zu spätere Entwicklung in Friedenszeit zu sichern. Sprechennden Der ' -onftion, 11 30 bis 12 30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach» mittags geschlossen. anwaltschast zwecks weiterer Ermittlungen vertagt. tragte Helvetia-Konservenfabrik ht Groß-Gerau an- geliefert. Um die Beschaffung der Rohware künftig im größeren Maße sicherzustellen, sind Schritte unternommen, um das 2(np'h n?en wilder Rosen an den Hängen der Reichsautobahnen zu erreichen. Borträge über Landbauwisienschasten Die Lilli Sara Herz in Holzheim ist beschuldigt, als Jüdin in nicht rechtsverjährter Zeit ihr Der- Kassels Korbballturnier, das am kommenden Sonntag stattfindet, sieht 20 Mannschaften im Kampf. Watzenborn-Steinberg. Mit der Polizei dien st auszeichnung 2. Stufe (18 Jahre) wurden die Gendarmeriehauptwachtmeister Becker in Laubach und G r c i h in Londorf ausgezeichnet. Die Polizeidien st auszeichnung dritte Stufe (8 Jahre) erhielten die Gendarmeriehauptwachtmeister Engel in Großen-Linden, Müller in Lich, Trumpfheller in Lich, Seitz in Grünberg, Philipp in Hungen und Maurer in Steinheim. Erfolgreiche Wildfrüchtesammlung in Heffen-Aaffau. Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Rachitis bei allen Kindern. dungswerks statt. Amtsgericht Gießen Drei Eissport-Veranstaltungen es am kommenden Wochenende im Münchner Prinz- regentenstadion. Im Kunstlaufen starten u. a. Her- ber/Daier, Lydia Deicht und Horst Faber, weiter- hin gibt es Eisschnellaufkämpfe zwischen München, Berlin und Wien. Hessens Fussballelf gegen ^üdwest. Die hessische Fußball - Pakalmannschaft, die am kommenden Sonntag in Kassel den Reichsbund- pvkal-Vorschlußrundenkampf gegen den Gau Süd- west bestreitet, erhielt folgendes Aussehen: Tor: Zimmer (Kurhessen Kassel); Verteidigung: Engelhardt (SC. 03 Kassel), Lippert (Gießen 1900); Läuferreihe: Mllsühr (Hanau 93), Maier (Dunlop Hanau), Strasser (Bo- russia Fulda); Skurm: Markert (SC. 03 Kassel), Heibach (Kurhessen Kassel), Donard (Hessen Bad Hersfeld), Mobs (VfB. Friedberg), Kleim (SC. 03 Kassel). Fußball-Opferspiele in defFen. Hessens Fußballspieler tragen am kommenden Sonntag Opferspiele aus, diesmal für den Gau. Die wichtigsten Paarungen lauten wie folgt: in Hersfeld: Hessen Hersfeld — Bebra/Breiten- bach; in Fulda: Borussia Fulda — Germania Fulda/SD. Horas; in Friedberg: VfB. Friedberg — Butzbach/Vad-Rauheim; in Wetzlar: Stadt Wetzlar — Stadt Gießen; in Marburg: Zivil — MM- tär. VfV.-Reichsbahn 1. Jgd. — 1900 1. Igd. 1:1 (1:1). Die Jugendmannschaften lieferten sich einen schönen, fesselnden Kampf. Die Bl-auweißen hatten in der ersten Spielhälfte etwas mehr vom Spiel und konnten bereits nach 10 Minuten in Führung gehen. Dies war der Auftakt für die Griinwelßen, die nunmehr aus sich herausgingen und auch den Ausgleich buchen konnten. Rach dem Wechsel kamen die Grün- weißen immer besser ins Spiel und konnten den Kampf leicht überlegen gestalten. Tore fielen aber keine mehr, da die Stürmer durch die Glätte des Bodens leine genauen Schüsse anbringen konnten. Dieses Unentschieden ist als Erfolg gegen die stärken Blauweißen zu werten. Termine der deutschen Gchi-Meisterschaften. Der Reichssportführer hat nunmehr die Termine und Austtagungsorte für die Deutschen Schi-Meisterschaften und die Internationale Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen genehmigt. Für die Mei- RSG. Von den Wildfrüchten, auf die sich die Sammelaktion dieses Herbstes erstreckte, ist die wichtigste die Hagebutte, deren Gehalt an Ascorbinsäure. . i X P Ha f a HA nrln r\f ( mnrkl ff Otl 3 Wie wir bereits gestern berichteten, werden die populärwissenschaftlichen Vorträge im Rahmen des Deutschen Volksbildungswerks nunmehr auch auf das Gebiet der Landbauwissenschaften ausgedehnt. Hierzu wird uns von berufener Seite geschrieben: Nächst dem Wehrstand hat heute zweifellos der nährstand allergrößte Bedeutung. Daher ist auch das Interesse, welches den Fragen der Erzeugung aus deutschem Boden heute entgegengebracht wird, in weitesten Kreisen im Wachsen begriffen. Es ist besonders wichtig, daß die Kenntnis, woher unsere Ernährung kommt und wie sie erzeugt wird, immer mehr Verbreitung findet und daß Unklarheiten und irrige Ansichten weggeräumt werden. Jeder sollte wissen, wie das „tägliche Brot" erzeugt wird. Aus diesem Grunde werden Vertreter der Landbauwissenschaften an unserer Universität allgemeinverständliche Vorttäge aus allen Gebieten der landwirtschaftlichen Erzeugung halten. Die Vorträge werden im Großen Hörsaal der Landwirtschaftlichen Jnstttute in der Senckenbergstraße Sonntagvormit- tags um 11 Uhr stattfinden und rechtzeitig bekanntgegeben. Den Reigen wird ein Thema eröffnen, das sicher lebhaften Widerhall finden wird. Es wird Professor Dr. Sessous, Direktor des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, über das Thema „Wie steht- es um die Sojabohne?" sprechen. Die Vorträge finden im Rahmen des Volksbil- Wirtschaft. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsstelle) in der Diebverwer- tungsstelle Rhein-Main wurden notiert: Ochsen 44,50 bis 45,5 Rpf., Bullen 36 bis 43,5, Kühe 16 bis 43,5, Färsen 35 bis 45,5, Kälber 33 bis 65, Schafe 28 bis 46 Rpf. je N kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht bezahlt: Klaffe a (150 kg und mehr) 1,10 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,10, b2 (120 bis 134,5 kg 1,10, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d (unter 100 kg) 1,02, e bis f (unter 80 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,10, i (Altschneider) 1,10, g2 (andere Sauen) 1,|O, h (Eber) 1,06. Marktverkauf: ausverkauft. Mein-Mainische Börse. Tendenz: Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 28. Nov. Die Flüssigkeit des Geldmarktes wirkte sich an der Börse in weite* rer Anlagetätigkeit der Kundschaft aus, die allerdings mit Rücksicht auf den Ultimo kein größeres Ausmaß annahm. ~ Am Aktienmarkt entwickelten sich die Kurse wiederum etwas uneinheitlich, die durchschnittlichen Abweichungen gingen aber kaum über 1 v. H. hinaus. Etwas fester eröffneten u. a. Metallgesellschast mit 115,25 (114,50), Scheideanstalt mit 218,50 (217,50), Bekula mit 160 (159) und Deutsche Erdöl mit 138 (137,75). Dagegen bröckelten IG. Farben auf 158,65 (158,75), Vereinigte Stahl auf 100,40 (100,75), Rheinstahl auf 130,75 (131,50) und Rhein- mctall auf 121 (122) ab. Mannesmann mit 107, Salzdetfurth mit 171, VDM. mit 153 und Adler-- werke mit 93,50 lagen unverändert. Der Rentenmarkt lag gleichfalls still. Nachfrage zeigte sich weiterhin für Pfandbriefe, Reichsschatzanweisungen und Steuergutscheine. Industrie" Obligationen weiter sehr ruhig und kaum verän" bert, ebenso Stadtanleihen. Liquidationspfandbriefe wichen bis 0,25 v. H. ab. Fester lagen Reichsalt- besitz mit 137,40 (137), Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 126,65 bis 126,75 (126,50) und Dekosama 1 mit 141,13 (141). . ... Obwohl das Geschäft außerordentlich klein bheb, war die Grundhaltung auch im Verlaufe nicht unfreundlich, die Kurse entwickelten sich jedoch weiter uneinheitlich. IG. Farben etwas schwankend nw 158,25 bis 158,50 nach 158,65, VDM. 153,50 nach 153. Am Elektromarkt kamen die Kurse überwiegen^ 1 v. H. höher an, Siemens fest mit 207 bis 208 (205,50). Im übrigen hielten sich die Veränderungen unter 1 v. H. und glichen sich ziemlich aus. Der Freiverkehr war weiter sttll. TagesgeV unverändert 2 v. H. weil gerade die Rachittker bei diesen Infektionen oft Lungenentzündungen bekommen und dann eine sechsmal so große Sterbewahrscheinlichkeit haben wie Nichttachitiker. Es ist daher anzunehmen, daß die Zunahme der Rachitis mit der ungenügenden Stilltätigkeit der Mütter zusammenhängt. Nicht etwa mangelnder Kräftezustand der Frau ist hieran schuld, sondern vielfach Bequemlichkeit, ungenügende Aufklärung, Überschätzung der Kindermehle und überhaupt der künstlichen Ernährung. Man kann unmöglich systematisch Rachitisprophylaxe betreiben, ohne sich immer wieder für die Stilltätigkeit einzusetzen. Die Rachitisbekämpfung ist daher als wichtigste im Säuglingsalter zu leistende vorbeugende Maßnahme der Gesundheitsführung, deren Auswirkungen sich an der Wehrkraft der Männer und an der Gebar- tüchtigkeit der Frauen bemerkbar machen, anzusehen. Die Rachitis wird verhütet und bekämpft durch das sogenannte Vitamin D, einen Stoff, der im Lebertran, aber auch in sehr vielen pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln vorkommt, auch in der Muttermilch. Da aber vor allem bei künstlicher Er- nährung und in der sonnenarmen Jahreszeit die Kinder nicht genügend von diesem wichtigen Stoff erhalten, die Verabreichung von ßebetran aus man- cherlei Gründen nicht immer angängig ist. hat man versucht, diesen Wirkstoff auf künstlichem Wege her- zustellen und hat so das Vigantol geschaffen. Es ist ein in Oel gelöstes antirachitisches Vitamin D. Die Durchführung der Rachitisprophylaxe liegt bet den Staatlichen Gesundheitsämtern, die hierbei im engsten Einvernehmen mit den örtlichen Hilfsstellen für „Mutter und Kind" der NS.-Volkswohl- fahrt zusammenarbeiten. zu werden. „ , ,, Die Spenden des WHW. find freiwillig, aber sie sind ein Ausdruck der politischen Zuverlässigkeit, sie sind ein Beweis der Treue zum Führer. Ist das Ihre Antwort an die Vorsehung, die uns den Führer wie ein Wunder am 8. November 1939 erhielt? Wenn Sie das wollen, dann ziehen Sie die Konsequenzen; Sie stehen dann außerhalb unserer Gemeinschaft. Wir werden Sie dann entsprechend einschätzen! Nein, Herr Direktor, so lassen wir uns einfach nicht mehr behandeln. Das verlangen von uns auch all die vielen, die wirklich Opfer bringen. Wenn Sie selbst nicht wissen, was Sie dem Nationalsozialismus und dem Führer verdanken, dann missen wir eben in einer anderen Sprache, die Sie vielleicht besser verstehen, mit Ihnen reden. Dies soll die letzte Warnung fein für die Wenigen, die es angeht. Ich hoffe, wir haben uns verstanden, Herr Direktor. Oder sollen wir noch deutlicher werden? Bortwfwn. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr „Intermezzo am Abend". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Schneider Wibbel". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Fürst Woronzefi". Stadttheater Gießen. Am heutigen Mittwoch wird das Lustspiel von Möller und Lorenz „Intermezzo am Abend" zum wiederholten Male aufgeführt. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. Mittwoch-Miete, 9. Vorstellung. Arbeitstagung des VDM -Obemaues 13. Ehrung verdienter Gendarmenebeamten. Jrn Rahmen einer Dienstversammlung, die gestern vormittag im Sitzungssaale des Landratsamtes stattfand, wurden mehreren Gendarmeriebeamten des Landkreises Gießen Polizeidienstauszeichnungen der verschiedenen Stufen feierlich überreizt. In Vertretung des Landrats hielt Regie- rungsrat Weber eine kurze Ansprache, in der er die Treue und stete Einsatzbereitschaft der ausgezeichneten Gendarmeriebeamten mit Anerkennung würdigte. Anschließend überreichte er den nachstehend genannten Beamten die Auszeichnungen. Die P o l i z e i d i e n st a u s z e i ch n u n q 1. Stufe (25 Jahre) erhielten: Gendarmerie-Obermeister Gunkelmann in Gießen, die Gendarmerie- Strafkammer Gießen. Der H. F. in G. war beschuldigt, am 29. Juli auf der Straße Ober-Hörgern—Eberstadt als Führer eines Lastkraftwagens durch Fahrlässigkeit, nämlich unter Außerachtlassung der erforderlichen Sorgfalt, zu der er traft seines Berufes besonders verpflichtet war, den Tod eines Mannes aus Trais-Munzen- berg und die Körperverletzung eines anderen Mannes von dort verursacht zu haben. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von neun Monaten. Der Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung in -Lat- einheit mit einer Ueberttetung der Reichssttaßen- verkehrsordnung zu einer Gefängnis str af e von a cht Monaten verurteilt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß der Angeklagte als robuster Kraftfahrer gelte und daß es sich in diesem Falle um eine ganz grobe Fahrlässigkeit handle. Gondergerichi in Gießen. Der K.B. in O. hatte am 7. Oktober in einer »Wirtschaft in Stockheim das Reich und seine Der- fassung unflätig beschimpft. Der Angeklagte will so vom Alkohol beeinflußt gewesen sein, daß er sich auf nichts mehr besinnen könne. Dem Angeklagten wurde Volltrunkenheit als Milderungsgrund zu- gebilligt, und er wurde zu einer Gefängnisstrafe von zwei Wochen verurteilt. Der G. H. in G. hatte am 29. Oktober in einer Wirtschaft in Gießen Behauptungen aufgestellt, die geeignet waren, das Ansehen des Reiches und seiner Führung sowie der Wehrmacht zu schädigen. Der Angeklagte erhielt eine Gefängnisstrafe von acht Monaten. Die E. K. und der O. S., beide in G., wurden imen Uno wies Darauf YIN, ngiie UlK Jjuytuuut, ueicn vucijuu uu VLV.MIV.~LV ----__/morHöhon der BDM -Arbeit weiter be- und Vitamin C sie so wertvoll macht. In Hessen-, mögen nicht richtig angemeldet zu haben. (Vergehen im die Grundlaae für eine Nassau wurden an Hagebutten rund 25 000 kg an gegen bas Gesetz über bu Judenuermogensabgabefl Hagebuttenmus beauf-1 Die Vechandlung wurde auf Antrag der Staats- Aus her Stadl Gießen Auf ein Wort, Herr Direktor! Von Gauamisleiter Haua, Gaudeaufiragier des Krstgs-WHW. NSG. Zwei Reichssttaßen- und zwei Opferscmn- tag-Sammlungen des Kriegs-WHW. liegen bereits hinter uns. Der Gau Hessen-Nassau hat in all diesen Sammlungen gehalten, was der Führer mit Recht von uns erwarten darf. Der Appell des Gauleiters zu erhöhter Opferbereitschaft ist von den Volksgenossen seines Gaues mit freudiger Zustimmung ausgenommen worden. Es liegen stolze Beweise des Opferwlllens aus allen Bevölkerungsteilen vor, und sie sprechen von dem Willen dieses Volkes, alles für seine Gemeinschaft und damit für seine Zukunft zu tun. Dankbar nehmen wir alle diese Opfer entgegen, um sie als Treuhänder zu verwalten und sie dort einzusetzen, wo die Beseitigung von Sorge und Not zur Sache der großen deutschen Volksgemein, schäft gemacht werden muß. Wetteifern so alle Kreise unseres Volkes, mehr noch als seither, gerade das Kriegs-WHW. zum stolzen Beweis unserer nationalen Solidqrität zu machen, so fallen einzelne — es sind nicht viele durch ihre Haltung auf. Was denken Sie eigentlich, Herr Direktor, wenn Sie sich nicht schämen, am Opfersonntag des deut- schen Volkes, dem Tag der höchsten nationalsoziali- stischen Symbolik, 50 ganze Pfennige ^u geben? Haben Sie in der Sammelliste nicht den Bettag von 50 Pfennig als Spende und damit als Opfer des Amtsgehilfen gesehen? Sie beziehen ein anständiges Gestalt, haben ein eigenes Haus und wollen 50 Pfennig ein Opfer nennen? Ihre Anstellungskörperschaft, eine Bau- und Sied- lungsgenossenschaft, interessiert sich bestimmt dafür, wie ihre Direktoren zum Nationalsozialismus stehen. Mag Ihr Verhalten Gott sei Dank auch nur ver- einzelt sein, so sollen Sie jetzt wissen, daß wir eine derartige Brüskierung nicht mehr stinnehmen. Wenn es Ihnen, Herr Direktor, schon gleichgültig ist, was der Sammler und die örtlichen Stellen des WHW. über Sie denken, so sagen wir Ihnen: Wer sich so verhält, muß es sich gefallen lassen, als Gegner des nationalsozialistischen Staates betrachtet als sein Adresiat im Lazarett in Eharlottenburg lag, wieder zurück an uns. Es war zwei Tage vor Heilig Abend. Der Kuchen war noch in dasselbe blaue Packpapier eingewickelt, in dem er fortgeschickt mar. Eine kleine Ecke war eingerissen und schmutzig. Aber der Kuchen, der ja mehr als ein Jahr unterwegs gewesen mar, den mir verdorben und schimmlig glaubten, war tadel- los erhalten. Er kam nun doch noch in den ihm bestimmten Magen. Hier ist bas alte Rezept: Honigkuchen fürs Feld: 1000 Gramm Mehl, 500 Gramm flüssiger Honig, nach Belieben Zimt, Nelken, Vanillezucker, eine Prise Salz, zwei Backpulver werden zu einem derben Teig innig geknetet. Der Honig wird leicht erwärmt. Der Teig wird in kleine viereckige Formen gefüllt, die nur halb voll sind. Der Kuchen wird gleich gebacken. Die Form wird beliebig, aber gut vorbereitet, entweder eingefetkt oder gewachst. Ein hineingelegtes Buttereinwickelpapier tuts auch. Jede andere Kuchen form kann man natürlich auch nehmen, aber ein Viereck verpackt sich am besten. Zuerst schmecken die Gewürze vor, nach vierzehn Tagen ist alles gebunden. Am Tag nach dem Backen wird er verschickt. Er kommt dann gerade recht in die Hände unserer Feldgrauen. Man halte Honigkuchen nicht für Verschwendung. Er sättigt gut, bietet bte so nötige Abwechslung und ist ein freudig begrüßter Jmkergruß. Natürlich schmeckt er auch anderen Leuten, als unseren Feldgrauen. Der bisherige Kampf gegen die Rachitis hat noch nicht den im Interesse der Volksgesundheit notwendigen Erfolg gezeitigt. Der Reichsminister des Innern hält infolgedessen die planmäßige Durchführung von Verhütungsmahnahmen möglichst bei jedem Säugling für erforderlich. Schon bevor diese allgemeine Rachttisbekamp- sungsaktion für das ganze Reich seitens des Reichs- ministeriums des Innern geplant war, hat der Leiter der Landesoersicherungsanstatt Hessen in Darmstadt, einem Wunsche des Gauleiters des Gaues Hessen-Nassau Rechnung tragend, eine gleiche Aktion für das Land Hessen vorgesehen und auch vor- bereitet und hierfür Geldmittel bereitgestellt, die ihm als einmalige Ausgaben aus Anlaß des 50. Geburtstages des Führers für gesundheitsfursorgliche Zwecke zur Verfügung standen. Beide Rachitisbe- tämpfungsaktionen, die nunmehr zeitlich und fachlich zusammenfallen, werden jetzt einheitlich für das Gebiet des" Landes Hessen durchgeführt. Die Erfahrungen lehren, daß allenthalben zwar die schweren Formen der Rachitis, namenttich die zu dauernder Verkrüppelung führenden, wesentlich zurückgegangen sind, daß dagegen aber leichte und auch mittelschwere immer noch in einem hohen Hundertsatz beobachtet werden. In verschiedenen Gegenden schwankt dieser Hundertsatz zwischen 30 und 55 und sogar 75 v. H. der Kinder des ersten Lebensjahres. Die neuen Sterbeziffern und die Sterbestatistik der Säuglinge im Deutschen Reich zeigen nun aber, daß zwar der Tod an Ernährungsstörungen bedeutend zurückgegangen ist, dagegen eine verhältnismäßig große Zahl von Säuglingen früh erworbenen Infektionen, vor allem der Grippe, dem Keuchhusten, den Masern ufw., erliegen. An diesem Tod ist mittelbar sehr stark die Rachitis beteiligt, beschuldigt, im Oktober in Gießen Behauptungen ausgestellt zu haben, die geeignet waren, das Ansehen des Reiches zu schädigen. Der Angeklagte x, dem eine Schuld nicht nachqewiesen werden formte, wurde freigesprochen. Die Angeklagte K. würbe zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt. Untersuchungshaft wurde nicht angerechnet. sterschasten in den nordischen Wettbewerben am 17. unb 18. Februar wurde Ruhpolbing als Austragungsort gewählt, während die Titelkämpfe rn den alpinen Disziplinen am 9. und 10. Mär; in St. Anton stattfin-den. Den Großdeutschen Mei- sterschasten gehen im Januar am 13. unb 14. die Kreismeisterschasten und am 27. und 28. bte Bereichsmeisterschaften in den Gauen vorauf. Die neuen großen Wintersportanlagen in Garmisch-Partenkirchen werden anläßlich der Internationalen Wintersportwoche, für die schon jetzt Zusagen ausländischer Teilnehmer vorliegen, vom 27. Januar bis 4. Februar in Betrieb genommen. Gleichfalls in Garmisch-Partenkirchen finden — wie schon in früheren Jahren — wieder die Meisterschaften der Hitler-Jugend statt, die vom 19. bis 25. Februar angesetzt sind. Ru6eriabr 1940 ohne Großereionisse? Der Generalsekretär des Internationalen Ruder- verbandes, Gaston Mülleg, äußerte sich über die Gestattung des kommenden Ruderjahres hinsichtlich der großen internationalen Ereignisse. Die FÄSA. hat sich entschlossen, vorerst ganz unb gar auf die Vorbereitung der technischen Organisation der Olympia-Regatta zu verzichten. Nach der FJSA.- Erklärung sind auch die Europameisterschaften im Rudern in Frage gestellt, da sich bisher verständlicherweise noch keine Nation um die Durchführung beworben hat. Kurze C5porfnofi$cn. Einen neuen Schwimm-Weltrekord stellte die Holländerin Cor Kint in Amsterdam auf. 200-m-Rücken schwamm sie in 2:38,8 Minuten. Den bisherigen Weltrekord hielt die Holländerin vatt Feggelen mit 2:39,0 Minuten. Aus der engeren Heimat. 800 Mark als Diebeebeule. Lpd. Biedenkopf, 28.Nov. Bei einem Gast- wirt in Holzhausen im Kreise Biedenkopf wurde ein Einbruch verübt, bei dem dem Dieb 800 RM. in die Hände fielen. Der Polizei gelang cs bald, die Person des Täters festzustellen. Es handelt sich um einen 28jährigen Einwohner aus Holzhaufen, der sich gleich nach dem Einbruch aus dem Staube gemacht hatte. Er konnte bereits gefaßt und hinter Schloß und Riegel gebracht werden. Landkreis Gietzen <£ Leihgestern, 28.Nov. Mit den Holzj- hauerarbeiten im hiesigen Gemeindewald ist heute begonnen worben. Es werden in diesem Jahre 1700 Festmeter gefällt. Die Arbeiten werben durch Ortseinwohner ausgeführt. kreis Alsfeld —Homberg, 28. Nov. Der Dahnbeamte i. R. Georg Erbe, Schriftführer und Ehrenmit. glied des Wandervereins, kann am morgigen Mittwoch, 29. November, sein 8 2. Lebensjahr vollenden. Der Jubilar erfreut sich noch aller geistigen und körperlichen Frische und nimmt noch an jeder Wanderung des Vereins teil. Wir beglückwünschen zum Geburtstag. ßen-Linden, Braun in Watzenborn-Steinberg, Herrmann in Gießen und Hahn in Lollar; ferner die Gendarmeriehauptwachtmeifter Klapp in Londorf, Lauder in Laubach und Boll in daß eine Stetigkeit in ... ------..... ------- m _ . ■ , tont werden müsse, um die Grundlage für eine Nassau wurden an Hagebutten meister Manz in Grünberg, Walther in Huw NSG. Auf einer Tagung der Schulungsreferen- gen, Wendel in Reiskirchen. Schäfer in Gro linnen aus den Untergauen und Ringen des BDM.- Obergaues 13 Hessen-Nassau in Frankfurt am Main sprach die neue Führerin des BDM.-Obergaues 13 Hessen-Nassau, Untergauführerin Hede B a n i ck i. Nach einer allgemeinen Uebersicht über die Arbeit des Monats Dezember, den verstärkten WHW.-Einsatz des BDM. und die vorgesehene Sammlung von Kinderwäsche und Spielzeug gab die Führerin des Obergaues die Leitsätze für den weiteren Einsatz des hessen-nassauischen BDM. während der Kriegszeit bekannt. Sie betonte, daß sich die Arbeitspläne, ausgenommen das Aufgabengebiet „Bereitschaftsdienft", nicht wesentlich von denen der Friedenszeit unterscheiden und die Schulung und Sportarbeit in gleicher Weise weitergeführt werden. Auch die Wertarbeit wird unter oem Einsatzmotiv WHW. fortgesetzt. Das erweiterte Aufgabengebiet der Berufsaufklärung und Berufslenkung behandelte Unter- gauführerin Hede Banicki ausführlich unter be- sonderer Berücksichtigung der Landdienst-Aufgaben. Anschließend faßte sie nochmals die Aufgaben der Schulungsarbeit zusammen und wies darauf hin,