Keitas, 29. September (939 Hr. 228 Wes Blatt 189. Jahrgang KOWNO DAN36 "tfomg Kotierung-! Wlo Chehn TomMOwo oKawaRüsxa Tämow/3 tatSlD» Wirtschaftsplanung achtung. gez. ID. 2H. 211 o 1 o f o ro. Sodöccw Rawa >bligatioN sten 6proi seits 5pm LEMBfRG O * Die karte wird in der Presse später oeröffent- licht werden. Ä Stoermewice A LODZ» iieratb I tSoMtow ^iy<önigshuft? Kattüwifc KRAKAU fjakona Przemyg RE* x. ielsk &ereoicho 8^Brpst-UtDW£k o *5 Kalo.-Most Schreiben gerichtet: Moskau, den 28. September 1939. An den Reichsminister des Auswärtigen, Herrn Joachim von Ribbentrop. Herr Reichsminister! 8\urts, guter y, ^lejh lrtst0. «N tyj Rudruk Jaroslav Ligen 3M kosteten bis ichs bis ehn Wochkk es verbliri tvtküw Deblm LUBLIN O oKramit Sandomi en Beistandspakt zwischen der Sowjetunion und Estland. Moskau, 29. Sept. (DRB. Funkspruch.) Vie Tah verbreitet eine amtliche Mitteilung über den Abschluß eines Beistandspaktes und eines Handelsabkommens zwischen der Sowjet-Union und Estland. Der Beistandspakt verpflichtet beide vertragschließende Parteien zur gegenseitigen hilfe- lei st ung im Falle eines Angriffes oder einer Angriffsdrohung seitens irgendeiner europäischen Großmacht zu Wasser und zu Lande. Die Sowjetunion verspricht der e st Nischen Armee ferner Hilfe mit Waffen und Kriegsmaterial und erhält dafür von der estnischen Regierung das Recht eingeräumt, d i e estnischen Inseln Oesel und Dagoe und den Hafen von Paldifki als Basen ihrer Kriegsmarine zu benutzen sowie einige Rechte auf estnisches Gebiet für die sowjetische Luftwaffe. Die Anzahl der sowjetischen Truppen, die auf estnischem Territorium auf Grund des Beistandspaktes stationiert werden können, wird durch ein Sonderabkommen begrenzt fein. Die beiden vertragschließenden Seilen verpflichten sich schließlich, an keinerlei Bündnissen oder Bündnissystemen teilzunehmen, die gegen einen der beiden Staaten gerichtet sein könnten. Die Verwirklichung dieses Paktes darf in keiner Weife die Souveränilätsrechte beider Staaten, insbesondere ihr Wirtschaftssystem und ihre staatliche Struktur beeinträchtigen. Die den Flottenstützpunkten und Flugplätzen vorbehallenen Gebietsteile bleiben Bestandteile der Republik Estland. Ein zwischen Estland und der Sowjetunion abgeschlossener Handelsvertrag sieht eine Erhöhung des Warenaustausches zwischen den beiden Ländern um das viereinhalbfache vor, und zwar auf 39 Millionen estnische Kronen. Weiter räumen beide Staaten das Recht ein, Waren im Transitverkehr über ihr respektives Gebiet gehen zu lassen. kt. ericht.) Ur iffrieb: 5$ l63 Färsen ] Schweb K, Bck- rsen 35 k i 50, Sch-!- arkKerlM ilt; Ausdruck, daß es den wahren Interessen allerVölkerentfprechen würde, dem gegen- wärtig zwischen Deutschland einerseits und England und Frankreich andererseits bestehenden Kriegszustand ein Ende zu machen. Die beiden Regierungen werden deshalb ihre gemeinsamen Bemühungen gegebenenfalls i m Einvernehmen mit anderen befreundeten Mächten, darauf richten, dieses Ziel so bald als möglich zu erreichen. Sollten jedoch die Bemühungen der beiden Regierungen erfolglos bleiben, so würde damit die Tatsache fest gestellt sein, daß England und Frankreich für die Fortsehung des Krieges verantwortlich find, wobei im Falle einer Fortdauer des Krieges die Regierungen Deutschlands und der UbSSIL fich gegenseitig über die erforderlichen Maßnahmen konsultieren werden. Moskau, den 28. September 1939. Für die deutsche Reichsregierung: (gez.) von Ribbentrop. In Vollmacht der Regierung der UdSSR, (gez.) W. M. Molotow. Kirtno %o$tyüw &»*0OßzußA otogstok wotkowy i _ Mazowieka Rozan • Unter Bezugnahme auf unsere Besprechungen leehre ich mich. Ihnen hiermit zu bestätigen, daß ie Regierung der UdSSR. auf Grund und irm Zinne der von uns erzielten allge- tieinen politischen Verständigung v illens ist, mit allen Mitteln die w i r t s ch a f t s - Beziehungen und den Warenumsatz Zwi- Wen Deutschland und der UdSSR, zu entwickeln. Zu diesem Zweck wird von beiden Set- Im ein Wirtschaftsprogromm ausgestellt » erden, nach welchem die Sowjetunion Deutschland Rohstoffe liefern wird, die Deutschland jei- Deutsch-sowjelrussischer Grenz-und Freundschaftsvertrag Vie deutsche Reichsregierung und die Regierung br UdSSR, betrachten es nach dem Auseinander- iilllen des bisherigen polnischen Staates a u s - schließ! ich als ihre Aufgabe, in diesen Meten die Ruhe und Ordnung wieder ljerzust eilen und den dort lebenden Völker- foaffen ein ihrer völkischen Eigenart entsprechendes friedliches Dasein zu sichern. Zu diesem \ Zweck haben sie sich über folgendes ge- hl nigt: Artikel I. I Vie deutsche Reichsregierung und die Regierung ht UdSSR, legen als Grenze der beider- ! itige n Reichsinteressen im Gebiete des I bisherigen polnischen Staates die Lime fest, die i n »brr anliegenden Karle* eingezeichnet f ® und in einem ergänzenden Protokoll k «»her beschrieben werden soll. Artikel II. Beide Teile erkennen die im Artikel I festgelegte | kirenze der beiderseitigen Reichsinteressen a l s Hmbgültig an und werden jegliche Ein- kt ischung dritter Mächte in diese Rege- Mnng ablehnen. Artikel III. Die erforderliche staatliche Neuregelung übernimmt in den Gebieten westlich der in Artikel I angegebenen Linie die deutsche Reichsregie r u n g, in den Gebieten ö st l i ch dieser Linie die Regierung der UdSSR. Artikel IV. Die deutsche Reichsregierung und die Regierung dec UdSSR, betrachten die vorstehende Regelung als ein sicheres Fundament für eine fortschreitende Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Regeierungen. Artikel V. Dieser Vertrag wird ratifiziert und die Ratifikationsurkunden werden so bald wie möglich in Berlin ausgetauscht. Der Vertrag trittmitseinerllnterzeich- n ung in Kraft. Ausgefertigt in doppelter Urschrift in deutscher und russischer Sprache. Moskau, den 28. September 1939. Für die deutsche Reichsregierung: gez. von Ribbentrop. In Vollmacht der Regierung der UdSSR.: gez. w. M. Molotow. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8*/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Te^t- anzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen«, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein. spaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzei. gen, Bäder-, Unterrichts-u. behördlicheAnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare tmb Außenkommissar Mololow hat an den eichsaußenminister v. Ribbentrop folgendes ■as'C V unq stimmeichdieser Mitteilung zu und sehe Sie davon in Kenntnis, daß die deutsche Reichsregierung das Erforderliche in diesem Sinne veranlassen werde. Anlage zu Dokument IL Beschreibung der Grenzziehung Die Grenzlinie beginnt an der Südspihe Litauens und verläuft von da in allgemein westlicher Richtung nördlich von August owo bis an die deutsche Reichsgrenze und folgt dieser Reichsgrenze bis zum Fluh Pisia. Von da an folgt sie dem Flußlauf der Pisia bis Ostrolenka, sodann verläuft sie in südöstlicher Richtung, bis sie den Bug bei Rur trifft. Sie verläuft weiter den Bug entlang bis K r y st y n o p o l, biegt dann nach Westen und verläuft nördlich Rawa Ruska und Lubaczow bis zum San. Von hier an folgt sie dem Flußlauf des San bis zu feiner Quelle. Moskau, 29. Sept. (DRV. Funkfpruch.) Die ^sprechungen zwifchen dem Reichsminister des Liswärtigen von Ribbentrop und den fow- ttuffischen Staatsmännern, dem Regierungschef Auhenkommiffar Molotow und Herrn Stalin wurden in Gegenwart des deutschen Bot- iafters in Moskau Graf von der Schulen- mrg heute im Laufe der Rächt zu Ende geführt. Üs Ergebnis der Verhandlungen find folgende kereinbarungen unterzeichnet worden: Semmsaiue politische Erklärung der Reichsregierung und der Sowjetregierung. 5 und U > üem ech ! iroeränh sntanroert; I e o SÄ leer- v Festung Mdlin bietet llebergabe an Donnerstag-Bericht des Oberkommandos B e r l i n, 28. Sept. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten hat die Masse unserer Truppen die Demarkationslinie planmäßig überschritten. In den gestern gemeldeten Kämpfen am Südflügel ostwärts des San wurden im ganzen 500 Offiziere und 6000 Mann gefangengenommen. Reben der schon gemeldeten polnischen 41. Devision fielen ein Armeeführer, der Führer eines Grenzschuhkorps sowie die Kommandeure der 7. und 39. Division mit ihren Stäben in unsere Hand. Die Stadt Warschau, die sich gestern bedingungslos ergeben hat, wird nach Erledigung der notwendigen Vorbereitungen voraussichtlich am 29. 9. beseht, heute vormittag hat auch der Kommandant von Modlin die llebergabe der Fe st ung angeboten. Im W e st e n keine wesentlichen Kampfhandlungen. Bei einem Luflkampf über Saarbrücken wurde ein feindliches Flugzeug zum Absturz ge- bracht. Ein schwererer! lischer Kreuzer wurde bei der I sle o f May von einer Kampfstaffel mit Erfolg angegriffen. Line 250-Kilobombe schlug im Vorschiff ein. Von den a m V o r la g angegriffenen schweren britischen Seestreitkräften ist ein Flugzeugträger, durch eine 500-Kilo- botnbe, ein Schlachtschiff durch zwei 250-kilo- bomben am vor- und Mittelschiff g etroffen worden. nyrow Sambor O / Drohobya^^ Festlegung der Grenze der beiderseittgen Reichsinlereffen. Jegliche Einmischung dritter Mächte abgelehnt. - Grundlage für staatliche Neuregelung im osteuropäischen Naum. rff, hverskitz 1 w ilber, ],( 'bisch °er 45 d Sicheres Fundament für einen dauerhaften Frieden in Osteuropa. ite Moskauer Besprechungen Ribbentrops mit der Unterzeichnung von drei deutsch-russischen Vereinbarungen beendet. achten fü ^ngen fe bemerk^ gten Äur? Aktitt. «nheitlitz lach bei- -en nch^ Zur näheren Erläuterung sei gesagt, daß A u - g u st o w o rund 30 Kilometer südlich Suwalkl, etwa 15 Kilometer östlich der Reichsgrenze liegt. Die Pisia verläßt die Südgrenze Ostpreußens rund 30 Kilometer nördlich der auf unserer Karte eingezeichneten Rarem - Stadt Rowogrod. Die Festung Ostrolenka liegt am Rarem rund 30 Kilometer unterhalb von Rowogrod, nördlich von dem auf unserer Karte eingezeichneten Rozan. Das Städtchen Rur am Bug liegt rund 35 Kilometer südöstlich von Ostrow, südlich der großen Bahn Warschau—Bialystok. Die übrigen Ortsangaben finden sich auf der Karte. Festlicher Empfang im Moskauer Kreml. Moskau, 28. Sept. (DRB.) Donnerstagabend um 19 Uhr fand im Moskauer Kreml das Essen statt, das der sowjetrussische Regierunaschef und Außenkommissar Molotow zu Ehren des Reichs- außenmimsters von Ribbentrop veranstaltete. Bon sowjetrussischer Seite nahmen daran teil: Herr Stalin, der Kriegskommissar Marschall Woroschilow, die stellvertretenden Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare Kaganowitsch, Außenhandelsminister M i k o j a n , Bulganin und Wosnessenski, der Volkskommissar des Inneren B e r i a , der Sekretär des Präsidiums des Obersten Sowjets Gorkin, der Präsident des Moskauer Stadt-Sowjets Pronin, die stellvertretenden Volkskommissare des Auswärtigen Po- temkin, Losowski und D e k a n o s s o w , der Botschafter der UdSSR, in Berlin S ch k w a r z e w, der Handelsvertreter der UdSSR, in Berlin B a - b a r i n , der Chef des Protokolls Barkow und andere. Don deutscher Seite waren erschienen: der Reichs- Minister des Auswärtigen von Ribbentrop, der deutsche Botschafter in Moskau (Hr a f von der Schulenburg, der Danziger Gauleiter Forster, Unterstaatssekretär Gaus, Botschaftsrat von T i p p e l s k i r ch , der deutsche Militärattache in Moskau Generalleutnant Kostring, Gesandter Schnurre, die Vortragenden Lega- iionsräte Dr. Kordt und Hencke, der stellver- >tahl 89,5 | Mchbeni die deutsche Reichsregierung und die Ä’ÄI kgierung der UdSSR, durch den heute unterzeich' und M Mlen Vertrag die sich aus dem verfall des s"—8 Rad®msto .^Kamienna TsmenstodMü/ Veide Regierungen werden zur Durchführung der vorstehenden Wahnahmen unverzüglich die erforderlichen Weisungen erteilen und dafür Sorge tragen, bah die Verhandlungen so schnell wie möglich in die Wege geleitet und zum Abschluß gebracht wer- den. Genehmigen Sie. Herr Reich-,mm>ser. diese erneute Versicherung meiner ausgezeichneten hoch- Der Reichsauhenrninister von Ribbentrop richtete seinerseits an den sowjetrussftchen Regierungschef und Außenkommissar em Schreiben m dem er den Empfang des obigen Briefes bestätigte. Das Antwortschreiben des Reichsauhenministers wiederholt die an ihn gerichteten Ausführungen Molotows und schließt mit den Worten: namens und im Auftrag der deutschen Reichsregierung ffechift iw dlicklich M nicht W ich ihm 8? Ihnen § etfchen? & sagte sie uten W grollend w1 Severin f ui. Der jJ e Mann 6® bittet N ein. * dem * -ke. m A Sie W Lieber lit len«* die ft Händler -?riednch o ni< Ä !Nd Wty f. ’JS’ tretende Protokollchef Legationsrat von h a l e m , Legationsrat H il g e r , als Vertreter des Leiters der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes Dr. Steinbichl, der Adjutant des Reichsaußenministers Schulze. Das Essen verlief in einer überaus herzlichen Atmosphäre. In einer Reihe von Trinksprü- ch e n wurde dem beiderseitigen Willen nach einer weiteren Vertiefung und Ausgestal- tung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion Ausdruck gegeben. Die Rückreise des Reichsauhenministers. Moskau, 29. Sept. (DRV.-Funkspruch). Reichs- aufjenminifter von Ribbentrop wird heute Rachmittag 12.30 Uhr Moskau wieder verlassen, um sich im Londor-Flugzeug „Grenzmark" natf) Berlin zurückzubegeben. Der italienische Botschafter in Moskau beim 7reichsaußenminister. Moskau, 29. Sept. (DRB. Funkfpruch.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop empfing am Freitagoormittag um 10 Uhr den ita» lienischeu Botschafter in Moskau, R o sfo» . Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange in Siehrn. Schristleitung und Seschäftrftelle: Schulstratz« 7 krschrtttt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Vezugspreis: Rit 4 Beilagen RM.1.95 x»hne Illusttierte , 1.80 ^stellgebuhr .. , -.25 bei Nichterscheinen !0N einzelnen Nummern nfolge höherer Gewalt Femsprechanfchlüffe mter Sammelnummer 2251 Inschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehev poftscheckkonto: jranlfurt am Main 11686 ofirodno Omouä« \ Wura AM1 & G a (1.) 0 1,18, b! 1 kg) u auen) \,v T) imb • ben Reitz Dolnischen Staates ergebenden Fra- iionsM i endgültig geregelt und damit ein ipiere un! sscheres Fundament für einejt bauer. h«sten Frieden in Osteuropa geschaffen fyben, geben sie übereinstimmend der Auffassung KÖNIGSBERG Enge wirlschastliche Zusammenarbeit. WoiPietruffiffie V Wirtschaftsprogramm so gestalten, daß der deutsch-sowjetische Warenaustausch seinem Volumen nach das in der Vergangenheit erzielte Höch st maß wieder erreicht. 'Oitraw Wyszkow ARSCHAU Przaznysz PtOCN "Modawek tooumne Jasic jawomiki ers mit im bliebeiü !r von timi! Das Ehrenwort gebrochen. An der deutsch-luxemburgischen Grenze wurde die lich grasende Kuh, die mit dem Draht der elektri- Cinem Erlaß des Reichsinnenminr- st e r s ist zu entnehmen, daß die Mittel für das Winterhilfswerk 1939/40 in der gleichen Weise wie im Vorjahr aufgebracht werden. Lohn- und Gehaltsempfänger, die in den sechs Monaten des WHW. als Beitrag 10 v. S). ihrer Lohnsteuer, jedoch mindestens 25 Rpf. monat- Ir. W: Soll auf k !N hat, b:: daß es ar dem deut etzt in eilst l sicht nit- » Revals t, mit neue firö". fett nötig? sie"zuzuttilen. Allerdings müsse Anfragen sind zwecklos. Schriftliche Auskunftgesuche müssen den Familiennamen und die Vornamen (Rufnamen unterstreichen), Geburtstag und -ort, Truppenteil und Dienstgrad des Wehrmachtsangehörigen sowie die genaue Anschrift des Antragstellers enthalten Die Einführung for- mularmäßiger Ansragekarten, die bei rrch holländischer Auffassung zu der Annahme, daß Brr „Alex van Opstal" auf eine englische Auskunstsstetten für Kriegsverluste und Kriegsgefangene. Berlin, 28. Sept. (DNB) Heber sämtliche Der Rundfunk am Erntedanktag. Der Stellvertreter des Führers spricht in der „Stunde der Deutschen Mutter". Berlin, 28. Sept. (DNB) Da am kommenden Sonntag, dem Erntedanktag, keine besonderen Feiern stattsinden werden, wird der Deutsche Rundfunk sein Programm unter den Ge- danken dieses Tages stellen. Der Sendeplan für den 1. Oktober sicht u. a. ein Hafenkonzert aus Hamburg, um 8 Uhr aus Frankfurt eine Veranstaltung vor: „Wir singen den Sonntag ein!" Ausführende sind die Rundfunkspielschar 8 der Reichsjugendführung Frankfurt und das Musik- korps der SA.-Gruppe Hchen unter Leitung von Goy. Um 9 Uhr bringen Soldaten, das Große Orchester und der Chor des Reichssenders Stuttgart unter Leitung von Professor Earl Leonhardt „Die Jahreszeiten" von Haydn. Rach einer Stunde Volksmusik von 10 bis 11 Uhr hören wir aus Köln „Die Kelter", ein Chorwerk von Schäler. Um 12 Uhr sendet Hamburg die „Stunde der deutschen mutter“, in der um 12.15 Uhr Reichsmini st er Rudolf heß eine Ansprache an die deutschen müttcr richten wird. Um 16 Uhr findet nach verschiedenen anderen Sendungen das bereits angekündigte große Wunschkonzert für die deutsche Wehr- macht statt, bei dem das Große Orchester des Reichssenders Berlin unter Heinz-Karl Weigel, das Kleine Orchester des Reichssenders Berlin (Leitung Willy Steiner), Barnabas von Geczy und fein Orchester, der Reichsmusikzug und ein Chor des Reichsarbeitsdienstes unter Obermusikzugführer Herms Riel sowie das Zither-Quartett Georg Freundorfer und zahlreiche Solisten mitwirken werden. _ ... . . Den Nachrichten um 20 Uhr und den anschließenden Erläuterungen zum Heeresbericht sowie den Frontberichten folgt um 20.50 Uhr das Zehnte M e i st e r k o n z e r t" für den Großdeutschen Rundfunk. Die Berliner Philharmoniker spielen unter Wilhelm Furtwängler die Ouvertüre zu Egmont und die Symphonie Nr. 3 E-dur „E r o i k a" von Ludwig van Beechoven. _ „ . . . Nachrichten, Musik der Kapelle Otto Dobvmdt, Frontberichte, die Politische Zeitungsschau und die Nachtmusik beschließen den Tag. Kohle ausreichend vorhanden. Kohlenexport ermöglicht Bezug ausländischer Rohstoffe. Ausnahme des Llnterrichtsbein'ebes an weiteren Hochschulen. sämtlichen Po st an st alten kostenlos er- hältlich sein und gebührenfrei befördert werden, ist in Vorbereitung. Aus aller Wett. Bolksschädling wegen Brandstiftung zum Tode verurteilt. Güstrow, 28. Sept. (DRV.) Das Sonder- geeicht Schwerin verurteilte im Schnellverfahren am Mittwochabend nach Vernehmung von 20 Zeugen und 2 medizinischen Sachverständigen in einer Sitzung in Güstrow den ledigen, auf einem mecklenburgischen Gut beschäftigt gewesenen Karl Schröder aus Glausdorf (kreis malchin) wegen Schädigung der Widerstandskraft des deutschen Volkes durch Brandstiftung (Verbrechen nach § 3 der Verordnung gegen Volksschädlinge vom 5. 9. 1939) zum Tode und wegen einer weiteren Brandstiftung nach § 308 zu einer Zuchthausstrafe von acht Jahren. Schröder, ein asozialer und reuloser Mensch, hat die ruchlosen Brandstiftungen aus unbegründetem Aerger über seinen Arbeitgeber.,einen mecklenburgischen Gutsbesitzer, am 7.2. und am 12.9. begangen. Bei der Februar-Brandstiftung entstand ein landwirtschaftlicher Sach- und Viehschaden von 6400 Reichsmark, im September ein Schaden von 41 000 Reichsmark. Lr hatte die Taten kaltblütig und raffiniert begangen, um möglichst alle Spuren zu verwischen. Es ist nach dem Fall von Weimar der zweite Fall, daß einen Brandstifter, der in ruchloser Weise die deutsche Volkswirtschaft schädigte, der Tod treffen wird. Der sich über 10 Stunden hinstreckenden Verhandlung wohnten Gauleiter und Reichsstatthalter Hildebrandt. der ständige Vertreter des Reichsver- teidigungskommisfars für den Wehrkreis II und als Vertreter des General staats- a n w a l t e s in Rostock Vizepräsident Zastrow bei. Oer Adlerschild für Arthur Kempf. Der Führer hat dem Vorsitzenden der Abteilung für die Bildenden Künste der Preußischen Akademie der Künste, Professor D r. Arthur Kampf, in Berlin-Charlottenbura, aus Anlaß der Vollendung seines 7 5. Lebensjahres den Adlerschild des Deutschen Reiches mit der Widmung „D e m d e u t s ch e n Maler" verliehen. Die Auszeichnung wurde dem Beliehenen im Auftrage des Führers durch den Staatsminister und Chef dsr Präsidialkanzlei, Dr. Meißner, überreicht. Reichsminister Dr. G o e b b e l s hat Prof. Arthur Kampf in besonderer Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Malerei telegraphisch herzliche Glückwünsche übermittelt. Prämienziehung der Reichslotterie. Die drei Prämien der S ch l u ß k a s s e der ersten deutschen Reichslotterie zu je 500 000 RM. fielen auf die Nummer 157 554. Die Nummer wurde mit 20 000 RM. gezogen und wird in allen Abteilungen in Achtelteilen ausgegeben. Unterminierte Drücke in Luxemburg in die Luft geflogen. ehe. eherne es, Obtf fiechisch, !ien Tszv Monbi, ^nsche. in9eW Die Pv!k- shalb iit-, ich inb( ’ sspuiü- Ser|pt" $r. 1,, beiten dich n, nach dec ten. endlich fr. i Sie hader PlG' als Sie st tergan^ h Sie, (oh benbigr i sagen & jrer ep hen tM -n, als, k! sder mar g >es auf Aushändigung der Monatstürplakette des Win- terhilfswerks. Von Bedeutung ist, daß sich der Ab- zug von 10 v. H. der Lohnsteuer lediglich auf die L o h n st e u e r selbst bezieht. Der 50 prozen- t*bge Zuschlag zur Lohnsteuer, der als Kriegs- z u s ch l a g gilt, bleibt bei der Berechnung außer Betracht. Für d-en öffentlichen Dienst ist angeordnet, daß die Einbehaltung der Beträge erstmalig am 1. November gleichzeitig für Oktober und November erfolgt. die Frage, ob wir antworten könne.---..... „ - . f • ... • 186 Millionen Tonnen Kohle gefordert und bekämen durch die neuen Gebiete, gering Gerechnet 45 Millionen Tonnen mehr d a- o L f • .....hzt STUir hÄt+on 0« mrbf • sei ausreichend da. Wir hätten es nicht Wehrmachtsverluste erteilt die beim Oberfom = nvt'ia s^ zuzu t^len Allerdings müsse die Bevölke-' m a n d o der Wehrmacht eingerichtete W e h r- ^'da^u^Mcksicht nehmen, daß, wie alljährlich, m a ch t s - A u s k u n f t s st e l l e für Kriegsverluste d e r R üben- und , und Kriegsgefangene, Berlin >V30 Hohenstaufen- ^rtTtoffeTernte, bie ja durch die Jahreszeit ftraße 47 bis 48, Auskunft. Mündliche Anfragen bedingt mit den ersten kühlen Tagen zusammen- können werktags, außer mittwochs, von 8 bis 16 fällt ein un geheurer Bedarf an Trans- Uhr, mittwochs von 8 bis 13 Uhr und sonntags n ort mitt ein bei der Reichsbahn vorhanden sei. von 9 bis 12 Uhr vorgebracht werden. Telephonische p?rt mn lei nj ue > > . . .. f sind Zwecklos. Schriftliche Aus- Kopenhagen, 28. Sept. (DNB.) Wie aus feykjavik gemeldet wird, ist die Besatzung des englischen Flugzeugs, das am Dienstag- mchmittag bei dem Hafenplatz Raufarhöfn eine Notlandung vornehmen mußte, geflüchtet. Sach dem Unfall hatte der Pilot des Flugzeuges, das sschlagnahmt wurde, den isländischen Behörden sein Ehrenwort gegeben, daß er rcht versuchen würde, die Insel zu verlassen. Nach fc-n bisher vorliegenden Meldungen haben die eng- ,tchen Flieger unter Bruch des gegebenen Ehrenwortes ihr Flugzeug am Mittwoch start- frtig gemacht und sind, bevor die isländischen Lachen eiygreifen konnten, entflohen. (!) Die dä- nsche Regierung hat ihren Gesandten in London, Grafen Reventlow, angewiesen, Protest zu er- hben. Die ausländischen Interessen Islands werden rief) dem Bundesvertrag von 1918 von Dänemark In Rumänien ist nach mehrtägigem, anhaltendem Regen ein ungewöhnlicher Temperatursturz eingetreten. Ueberall in den Bergen schneit e s. Der Schnee liegt bis zu einer Höhe von zehn Zentimetern. Die Temperatur im Gebirge sank nachts bis minus sieben Grad. In Bukarest ermittelte man in der letzten Nacht minus 1 Grad. Zum Teil sind Mais, Grummet und Früchte, die noch nicht geerntet waren, auf den Feldern er- Alljährlich fei daher um diese Zeit eine schwächere Kohlenanlieferung zu @ u n ft e n b e r Ernte zu verzeichnen. In Ostoberschlesien, tm Karwiner Gebiet und im Dombrowa-Gebiet lagen noch einige Millionen Tonnen auf ber Halbe. Diese Kohle, bie wegen zerstörter Brucken usw. zur Zelt noch nicht abtransportiert werben tonne, werde froren. Rekordreisernte in Italien. Die biesjährige R e i s e r n t e Italiens erreicht einen Rekorb-Ertrag von a ch t Millionen Doppelzentner. Mussolini hat mit Genugtuung von biefer Tatsache Kenntnis genommen. Regierungsumbildung in Rumänien. Bukarest, 28. Sept. (DNB.) Die feit einigen Tagen erwartete Regierungsumbildung ist Donnerstagabend erfolgt. Zum Ministerpräsidenten wurde der Kronrat Constantin Argetojanu ernannt Er ist 68 Jahre alt, in Craijooa geboren und aus der diplomatischen Laufbahn hervorgegangen. Sen 1918 hat er in verschiedenen Regierungen Ministerien bekleidet, zuletzt im Jahre 1931, wo er als Finanzminister die große rumänische- Umschuldung durchführte. Argetojanu gilt als hervorragender W i r t s ch a s t s - u n d F i n a n z s a ch m a n n. Hinsichtlich der außenpolitischen Orientierung wird erwartet, daß das neue Kabinett streng cm der Neutralitätspolitik fe st halten wird. Der bisherige Innenminister, General M a r i • nescu, leitet fortan das Ministerium für öftent- liche Ordnung. Innenminister wird ein Anhänger ber früheren Argetojanu-Partei, der bisherige Statthalter in Konstanza, O t e s c o. Der Statthalter von Galatz, Professor Ginrescu, übernimmt das neu geschaffene Ministerium für die Einheitspartei „Front der nationalen Erneuerung". Das Unter- staatssekretariat für Propaganda wirb in ein Ministerium um gewandelt und mit einem weiteren Partei-Anhänger Argetojanus, Radian, besetzt. Der frühere Kabinettschef des Ministerpräsidenten, F i • lip, tritt als Unterstaatssekretär in das Ministerpräsidium ein. Alle übrigen Kabinettsmitglieder bleiben auf ihren Poften. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An- ^eigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den In- halt ber Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- ftrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1,937 MjL. In einer Unterredung mit der Deutschen Arbeüs- Korrespondenz erklärte der Beauftragte des Gene- ralfelbmarschalls Göring für bie Leistungssteigerung im Bergbau, Pg. Walter, baß man auf Anhieb "nr genug Kohle hätten, mit ja be- -. Wir hätten bisher jährlich solche Schwierigkeiten schon in allernächster Zeit nicht mehr haben. Was den Kohlenexport angehe, so habe England auf fast allen europäischen Märkten außer Frankreich keine Anlieferungen mehr vor genommen. Mr müßten Italien, Schweden, Dänemark, Norwegen, die baltischen Staaten und den Balkan versorgen. Das bebeute füx den deutschen Kohlenexport etwa 40 Millionen Tonnen. Die Erwägung, daß Kohle gleich Gold ist, daß wir damit Lebens- mittel und Erze kaufen könnten, müsse jeden Deutschen bewegen, feübft bei reichlichem Vorhandensein von Kohle sparsam mit diesem wichtigen Rohstoff umzugehen. Oos Krieaswinierhilfswerk 1939/40. Wertscheine statt Naturalleistungen. In einem Erlaß zum WHW. gibt der Reichs- innenminister den Landesregierungen bekannt, daß bas Winterhilfswerk des deutschen Volkes in diesem Jahre als Kriegswinterhilfswerk 1939/40 durchgeführt wird. Zugleich im Namen des Reichsarbeitsministers äußert der Reichsinnenminister die Erwartung, daß die Nachgeordneten Stellen alles tun, um eine enge Z u - (ammenarbeit mit den Stellen des WHW. sicherzustellen. Besonders werden die Für- sorgebehörden ersucht, im engsten Zusammenwirken mit dem WHW. zu arbeiten. Ein solches enges Zusammenwirken empfehle sich insbesondere auch in ber Kohlenversorgung ber Hilfsbedürftigen. Wenn diese auch im Kriegswinterhilfswerk nicht durch Naturalleistungen, sondern durch Verteilung von Wertscheinen erfolgen werde, so sei doch das bisher geübte Verfahren beizubehalten. Soweit Gemeinden oder Gemeindeverbände daher für die Versorgung der Hilfsbedürftigen mit Winterkohle besondere Mittel in ihren Haushaltsplan eingestellt haben, ist, gemäß dem Erlaß, bei Bemessung ber tatsächlich auszugebenben Summen von dem Kopfsatz auszugehen, ber bei der Errechnung für den Haushaltsplan zu Grunde gelegt wurde. Angesichts des weiteren Rückgangs der Zahl der Hilfsbedürftigen wird dieses Verfahren dazu führen, daß die tatsächlich aufzuwendenden Summen der Gemeinden in der Regel unter den Haushaltsansätzen bieiben. Die Minister erwarten weiter, daß alle deutschen Stiftungen dem WHW. jede nur mögliche sachliche Hilfe angedeihen lassen. Winterhilfswerk ohne KriegSzuschlag rohrgenommen. England wühlt in Südamerika. Montevideo, 28. Sept. (Europapreß). Das Üdihtrauen in verschiedenen sübamerikanischen Staate gegen die Lügenpropaganda des englischen Üeklameministeriums wächst .unaufhörlich. Man ist «willt, sich nicht von England in den europäischen tanflitt hineinziehen zu lassen, sondern gegenüber V iben Seiten Strenge Neutr alitä t zu üben. Argentinien, Urug u ay und Par a - $u a i) hat ein Artikel ber in Sübamerika erschei- . r: oben englischen Wirtschaftszeitung „River Plate poßes Aufiehen erregt, in dem offen zugegeben tirb, „daß bie britische Sübamerika-Propagan'da jfthlerhaft unb schwach sei. Sie habe A n - liß 3u Gelächter bei Freund und Feind gelben". Diese englischen Einmischungsversuche, dre mm ber Zeitschrift „River Plate" so unvorsichtig gegeben werden, geben ber großen argentinischen Haltung „Nacion" Anlaß, bie englischen Methoben ci den Pranger zu stellen. Oer Außenauskchuß des Senats stimmt der pittman-B ll zu. Washington. 29. Sept. (DNB.) Nach drei- »fündiger Aussprache nahm ber Auswärtige Aus- Ibufj des Bundessenats am Donnerstag mit 16 (ie g e n 7 Stimmen die sog. Pittnwn-Bill an, »de die Aufhebung des Waffenausfuhr- [Trerbots vorsieht. Die Demokraten Gillette und Ideynolds sowie ber Republikaner White stimmten I Dar für die Vorlage, um eine möglichst schnelle M eneralbebatte im Plenum herbeizu- I fahren, behielten sich jeboch spätere Opposition | tnr. Die Aussprache im Senatsplenum beginnt am \ Montag. ( Schwere Explosion in einer englischen Sprenostofffabrik. Die Erweiterung der Zahl der Hochschulen, die schon jetzt ihren Betrieb fortsetzen, ist erfolgt, um unter allen Umständen auch im Kriege den Nachwuchsbedarf für die akademischen Berufe zu sichern. Im besonderen Maße gilt dies selbstverständlich für diejenigen Wissenschaftszweige, die für die Reichsverteidigung dringlich wichtig sind. Es ist vorerst nicht in Aussicht genommen, den Unterrichtsbetrieb an weiteren Hochschulen zu eröffnen, um so mehr, als der Unterrichtsvetrieb an den genannten Hochschulen unter allen Umständen ausreichen wirb, bie ordnungsmäßige Ausbildung zu sichern. Die Durchführung bes Unterrichtsbetriebes in Trimestern wird zweifellos zu einer sehr starken zusätzlichen Belastung ber Lehrenben unb ßernenben führen, ba die Qualität der Ausbildung unter keinen Umständen gesenkt werden darf. Die vorübergehende Einführung ließ sich aber nicht vermeiden, da der Nachwuchsbedarf beschleunigt und zahlenmäßig ausreichend zur Verfügung gestellt werben muß. Eine Benachteiligung derjenigen Stu- bierenben, bie jetzt Wehrbienst leisten, wirb dadurch tunlichst öusgeschaltet werden, daß nach der Entlassung aus dem Wehrdienst wie schon einmal nach dem Weltkrieg, für die Kriegsteilnehmer Zwischensemester eingeschoben werben. In gleicher Weise wird eine bevorzugte Berücksichtigung ber Kriegsteilnehmer bei den Zulassungen zur Prüfung erfolgen. Ergibt sich aus den bestehenben Studienmöglichkeiten die Notwendigkeit eines Wechsels der Hochschule, so sind Einschreibgebühren nicht zu entrichten. Berlin, 28. Sept. (DNB.) Der außerordentlich rasche siegreiche Abschluß des polnischen Feldzuges ermöglicht die sofortige Ingangsetzung des Unterrichtsbetriebes an einer Reihe weiterer Hochschulen. Bekanntlich haben die Universitäten Berlin, München, Wien, Leipzig unb Jena, die Technischen Hochschulen Berlin unb München, die Wirtschaftshochschule in Berlin und die Tierärztliche Hochschule Hannover sowie die deutschen Hochschulen im Protektorat Böhmen unb Mähren, nämlich die Deutsche Universität Prag, bie deutschen Technischen Hochschulen in Prag und Brünn, ihren Unterrichtsbetrieb bereits am 11. September 1939 und den folgenden Tagen ausgenommen. Die Bereitstellung weiterer Lehr- und Hilfskräfte sowie die vorhandenen Studierendenzahlen lassen nunmehr die Ausnahme des Unterrichtsbetriebes zum 2. Oktober 1939 an den folgenden Hochschulen zusätzlich zu: An den Universitäten Königsberg (mit Anschluß der medizinischen Fakultät), Breslau, Göttingen, Erlangen, Marburg (letztere nur medizinische und naturwissenschaftliche Fakuttät), an den Technischen Hochschulen Danzig, Breslau, Dresden, Wien, Braunschweig, an den sonstigen Hochschulen: Tierärztliche Hochschule in Wien, Landwirtschaftliche Hochschule in Tetschen-Liebward, Forstliche Hochschule in Eberswalde. Ferner wirb der Betrieb der Handelshochschulen Königsberg, in Leipzig und Wien vorerst im Rahmen der örtlichen Universitäten fortgesetzt. Bis auf weiteres wird ber Unterrichtsbetrieb in Trimestern durchgeführt, so baß also drei ©tu« di en ab schnitte anstelle der bisherigen zwei Stubien- halbjahre in einem Jahr durchgeführt werden. Das jetzt begonnene und am 1. Oktober 1939 beginnende Trimester läuft dis Weihnachten 1939, das nächste Trimester wird Anfang Januar beginnen. bert Flugzeuge eingesetzt hätten. Ihr Angriff sei in Richtung Tschangtscha im Norden von Hysiangying und im Süden von $engtien erfolgt. Anderen Berichten zufolge sollen schwere Kämpfe um bie stark befestigten chinesischen Stellungen bei der Stadt Milosta ftattfinben, die sich am Kreuzungspunkt der Han kau—Kanton-Eisenbahn mit dem Milo-Fluß befindet. Obwohl in den meisten Berichten betont wird, daß bie Lage noch nicht überblickt werden könne, verlautet in chinesischen Kreisen, daß die Chinesen die Lage noch beherrschten. Es dürfte jedoch nickst hieraus zu schließen sein, daß die Chinesen bereit sind, die verlorenen Stellungen um jeden Preis zurück- zuerobern, vielmehr beabsichttgen, auf ihr übliches strategisches Mittel zurückzugreifen und sich auf günstigere Stellungen zurückzuziehen. Ansicht auferlegt worben seien, hätten eine Er- 'jähung des Notenumlaufes der Bank um England von 170 Millionen Pfund auf nicht weniger als 400 Millionen Pfund im Gefolge ge- hibt. Es fei allmählich im Auslande klar geworden diß das englische Pfund eine völlig „manipulierte Devise" geworden sei. Das eine s-eine demnach sicher: England müsse mit seinen Avisen so sparsam wie möglich umgehen und sie ausschließlich für den Ankauf von Kriegsmaterial unb ber allernotwenbigsten Rohstoffe verwenden. Darüber hinaus werde England schwer fallen, angesichts der Bedrohung jener Handelswege durch seine Feinde andere Län- bit mit eigenen Waren, die ihm Devisen ein- bachten, zu versorgen. Da auch Englands Devisen- (firfünfte aus Kapitalanlagen, Bezahlung erwiese- n>r Dienste in Schiffahrt, Landtransport, Versiche- nngen unb Bankwesen sich im Kriege nicht er- hhen würben, werde die britische Kriegshanbels- tlanz noch passiver ausfallen, als sie cs schon von jqer gewesen sei. Die jetzt schon getroffenen Maß- phmen deuteten darauf hin, daß Großbritannien rit einer Inangriffnahme seines Vermögens rechnet. Das werde im Endeffekt eine neue Senkung bes Pfundes zur Folge fiben. Englische Treibminen Mhrden die neutrale Schiffahrt A m st e r b a m, 28. September. (Europapreß.) Lings ber hollänbischen Küste von T)muiben bis mich Scheveningen sind in den letzten Tagen z a h l- i? i cf) e Treibminen beobachtet worden. Ein- z-lne dieser Minen sind am Strand angetrieben unb K>n Technikern der holländischen Marine unschüd- $ gemacht worden. Es handelte sich um englische Stinen Dickerscher Herstellung. Aus der Beschilde- ring ergibt sich, daß sie zum Teil bereits im jriege 1914/18 gebraucht worben sind. !ie Feststellung der holländischen Marine beutet tirauf hin, daß ein großes englisches Minen- (»ld infolge unzureichender Verankerung sich losgelöst hat und die Schiffahrt im Kanal sährdet. Die holländischen Feststellungen sind besond vtereffant im Rückblick auf die Versenkung des k London, 29. Sept. (DNB. Funkspruch.) Das l"itische „Informations-Ministerium" teilt nut: «Jestern nachmittag ereignete sich in einer im . orden des Landes gelegenen Sprengstoffabrlr Eme schwere Explosion, die d e n T o d v o n f ü n f- jrh n Personen zur Folge hatte, vier Per- I nen wurden verletzt. Der angerichtete Schaben fort die Produktion nicht besonbers." Schwere Kämpfe in Aord-Honon . T s ch u n g f i n g, 28. Sept. (Europapreß.) Die foroeren Kämpfe in Nord-Honan dauerten nach den ^iinesischen Berichten von der Front auch am Dienstag an. Obwohl bie Nachrichten vom Kriegsschau- k-atz mangelhaft sind, läßt sich noch erkennen, daß v»e Japaner bei diesen Kämpfen einen konzen - Zierten Angriff auf Tschangtscha aus- k-führt haben. Hierbei sollen die Japaner zu Lande, t ber Luft und mit ben Marinekrästen vom Atchungking-See aus angegriffen haben. Chinesische ivontberichte geben zu, baß bie Japaner bei ihrer inngenbemegung auf Tschangtscha rund hun - ögen. । Die Loi' I verösseM I ickierung, I t einer tifl I n DiStoi* I ooM.E * X mW ,.» ? ijen fi*». Ä-r L der Ä leae vo>>' 7d.- v /handel^ rnlNg^K ibe, w w ft 8* 's*;: ; Aneg r, z ! ’r LalB , „Gefahr^ ' sie E' «Mr f n ' on.,, $ JfiS-* .................... Versenkung bes bei- sschen Dampfers „Alexvan O p st a l" durch eine , r‘“ *11 Treibmine im Kanal. Die englische Marine hatte Jrl nJ* I tun als behauptet, daß sie keine Minen in der 35 | t treffenden Gegend gelegt habe unb daß deshalb rnn V I rne deutsche Mine für die Versenkung des beb ft W • 1 lfc^en Dampfers verantwortlich fein müßte. Die m- ilTreibminen an der holländischen Küste berechtigten fsr e'ibm t ne g e l a u f e n ift. im MP :it ihm trnJ ‘»s ’S &** lnem 1.nn«r. j" n nunb MVi ■polen • ihrer Lohnsteuer, jedocy minoeslens zd ’Jtpr- monav « .«“‘iw'— lich leisten, ferner Lohn- unb Gehaltsempfänger, die Brücke, die b ei B ivels über die Our führt, wegen ihres geringen Einkommens zur Einkorn- ^stsch. eine Explosion zerttort. Die Brücke war aus mensteuer nickst herangezogen werden und einen militärischen Gründen unterminiert worden. Per- Beitrag von 25 Rpf. monatlich !elften, schließlich ursacht roorien ist Erplosion durch «me sn». Festbesoldete, die neben ihrer monatlichen lrch grasende Kuh, bie mit bem Draht ^r elektri- Spende von 10 Prozent ber Lohnsteuer monatlich schon Auslösung der Mnensprengung in Berührung 1 v. H. ihres für bas Vorjahr veranlagten Ein- kam. „ Eommenfteuerbetrages entrichten, haben Anspruch Temperatursturz in Rumänien. MftVW / ßC*v4tutvuvututvÄhu /■ DOppELHERZ-dÜk 04451 Gießen, Badenburg b. Gießen, Hilden (Rheinland), den 28. September 1939. Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme, die schönen Kranzspenden, besonders aber für die trostreichen und zu Herzen gehenden Worte des Herrn Dekan Sattler beim Heimgänge unserer über alles geliebten Mutter Frau Berta Goldhorn Wwe. sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. Otto Goldhorn Hermann Goldhorn Berta Schupp, geb. Goldhorn. $ Stadttheater bei einer Dersicherungsgesellschqft beantragt worden Verhältnissen auch die in den §§ 25 und 32 des Oie Wohnung in der Kriegswirtschaft war und vor dem 1. Oktober 1939, also spätestens Mieterschutzgesetzes genannten Mietverhältnisse (§ 2 sl-tzung ist, daß der Beginn der Lebensversicherung vernieteten Räume ganz Einrichtungsgegenständen vorübergehendem Gebrauch vermietet sind. — „Vor- sp'ätestens auf den 1. Juli festgesetzt ist; soll nur die übergehender" Gebrauch liegt vor, wenn die Ge- Halboersicherung geltend gemacht werden, dann muß brauchszeit zeitlich beschränkt und der Wegfall der der Antrag spätestens bis 30. September bei der daß die zurückgebliebenen FamilienanAehörigen Benutzung von vornherein beabsichtigt ist (z. B. der mietähnliche" Mietverhältnisse, also solche, die wirt- Kreishandwerkerschaft eingereicht sein. Wer bereits manchmal unter denkbar schwierigen Umständen ihr schaftlich der Untermiete gleichstehen. Das ist der Leben weiterführen müssen. Deshalb ist es nur be- Fall, wenn ein Hauseigentümer einen Teil des von rechtigt, wenn der Mieterschutz mit sofortiger 2Bir der Verwaltung des Reiches oder eines Landes ihm selbst im Hause benutzten Raumes vermietet eine bedeutsame Ausdehnung, auf fast alle oder wenn der sehr seltene Fall des dringlichen des Landes zu dienen bestimmt sind oder bestimmt ordnung zur Ausführung der Verordnung über Mietoerhältnisse, die in der Zweiten Ausführungs- Kündigungsschutz für Miet- und Pachträume vom Verordnung zur Kündigungsschutzverordnung vom 5. September 1939 ergibt, sieht nach einer Zusanistens 2500 RM. betragen. Verwaltung einer Gemeinde, Körperschaft öffentlichen Rechts, gemeinnützigen Anstalt und Stiftung sowie einer gemeinnützigen, nicht auf Erwerb gerich- Rur reife Hagebutten ernten. bäude mit Nutzland) während der Probezeit; teten Organisation stehen, soweit sie von diesen Kör- b) Räume in Häusern gemeinnütziger Wohnungs- Umbauwohnungen ohne Rücksicht auf die Höhe des perschaften für eigene Zwecke dringend benötigt unternehmen in der Rechtsform der eingetragenen Mietzinses. Die Mietschutzfreigrenzen sind gefallen. werden. und dieser aus der Genossenschaft ausscheibet; punkt der Erstellung. Eine Freistellung der nach dem c) unter gewissen Voraussetzungen Räume, die 30. November 1937 bezugsfertig gewordenen oder diesem Zustand sind sie nicht verwendbar, so daß dem künftigen Erwerber des Grundstückes von noch werdenden Neubauwohnungen vom Kündi- einem gemeinnützigen Wohnungsunternehmen auf Jeder selbständige Handwerker ist nach dem Alters- Grund eines Kaufanwartschaftsvertrages zunächst mietweise überlassen wurden, falls der Mieter vom Untermieter die Räume ganz oder überwiegend mit der Wehrmacht geförderten Gebäuden. Näheres über Einrichtungsgegenständen ausgestattet hat. Unein- Lage und etwa 14tägiges Welkenlassen. Anschli^ diese Ausnahmen ist aus der genannten Zweiten geschränkter Mieterschutz besteht auch für den Unter ßend werden sie im warmen Backofen, oder auf Mieter, der in den Mieträumen mit seiner Familie llU.vlvl, U V L 111 V V 1 l Illi V414111V II 1 1 U l 4. | v (J ** eine selbständige Wirtschaft oder Haushaltung führt. rührt geblieben, außer den gewöhnlichen Untermiet- Jnsoweit ist es also auch nicht einmal erforderlich, Bekanntmachung Bekanntmachung Der Unterricht in der Gewerblichen, Kaufmänni- Betr.: Fettschein-Ausgabe für die Monate Oktober bis Dezember 1939. Die Einführung der Reichsfettkarte im Rahmen der allgemeinen Lebensmittelbewirtschaftung und die Schaffung einer einheitlichen Margarinesorte „Tafelmargarine" zum Kleinverkaufspreis von 0,98 RM. je )4 kg macht bei den Maßnahmen der Reichsregie- ihrem früheren Gebäude, Kirchstraße 16, verblieben. rung zur Fettverbilligung und zum Margarinebezug Stadtschulamt. I. V.: Walter. ab Flasche RM. 1.75, 3.30, 4.20 des 6150 A 25. September 1939 20. Ziehungstag des In der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen des 3 Gewinne zu 30000 RM. 217640 130041 103460 9 Gewinne zu 4000 RM. 54192 des Reichsverbilligungsschein I. liebe 04453® Der Reichsverbilligungsschein I enthält wie bisher | Vermietungen"! Bekanntmachung eine Verbilligung von 1,50 RM. im Viertelfahr. Den bisherigen Reichsverbilligungsscheinen A und B ent- Schöne sprechen insoweit die 6 Verbilligungsscheine A auf SMImimg stunde für den Stadtkreis Gießen auf 24.00 Uhr 6146D 7715 8578 15794 26378 mit reichlichem Ich suche für de» :** ituj juuje lutoen Haushalt ältere j Der Polizeidirektor. Rädchen Major der Schutzpolizei und Kommandeur. 04450 a.d.G.A. | Mietgesuche"| Bekanntmachung 483 Gewinne zu 300 RM. 3501 3679 4047 4658 5487 7414 13680 15774 21195 22468 27051 29467 MMklkS Flotter Mm Kellner aus den geräumten Gebieten stammen, gegen Barzahlung zu festgesetzten Preisen verkauft. Die Tiere können bereits am Sonntag, dem 1. Oktober 1939, für fest sofort gesucht. 6151D Cale Amend. Tierzuchtamt Gießen. Gez.: Dr. W a gner. Sachs- Reichsverbilligungsschein III. Mädchen ehiit iloeu 04435 a.d.G.A. Äukerdein wurden 6603 Gewinne zu je 150 RM gezogen. oder 04457 20. Ziehungstag 25. September 1939 Die Gr.SteinwegN MW Wislroot unbedingt einzuhalten. Fettscheine, die an den ge- | Empfehlungen nannten Tagen nicht abgeholt werden, können später 6877 43472 69199 156829 225544 194152 Wir beginnen in Kürze mit folgenden billig [ 593ltf M. Lieblet Lehrgemeinschaften 58086 79516 95663, 110540 161191 177478 Kreuzplatz 2. Wichtig für Lehrer und Kurzschrift und Maschineschreiben: Schüler! SAtzMWWKii.Mkll 20 20 RM. 8.50 RM. 4.50 RM. 6.50 534 Gewinne zu 300 RM. 1587 3837 5141 5159 5973 9406 16620 17042 21232 24385 30409 30734 OugoBermüöietDeriag.Betiin-Wrl. Der deutsche Handel: RM. 8.50 Heute Eisen und Metall RM. 10.50 2. Festliche EröHnunSs-Vorstellani Neueinstudierung Agnes Bernauer 3. Reichsverbilligungsschein III wird unmittelbar an Schauspiel von Friedr. Hebbel 6144V Spielleitung: Dr. Hannes Razum Der Oberbürgermeister. Sozialamt. Preise: RM. 0.60 bis RM. 3.10 Außerdem wurden 6496 Gewinne zu je 150 RM 3. 23.: Nicolaus. 20 20 44200 57558 75681 69875 99843 34881 49584 60757 82642 106419 30061 267450 96016 366038 196169 102022 246028 31692 279130 11913 30004 64581 88328 90057 122895 135082 179809 209513 251675 275071 311538 323811 357528 94262 125251 140375 183222 221175 253759 281785 315203 328137 367989 139770 222137 281674 348023 12588 48675 69817 96656 297525 311011 324540 342882 357471 364144 376183 385440 107971 129750 160961 189592 227460 263738 298033 316587 332338 394036 153100 242367 293311 368303 147296 161022 210019 241811 266686 288849 327817 364153 394557 38294 55076 73410 97743 50273 72492 83138 94201 59138 123023 177050 258399 307864 375037 132788 205745 280164 336525 78521 285315 140026 222638 292093 354245 316145 166925 178755 257842 328630 372825 201680 266203 335365 378183 130699 177836 269568 329731 376336 127362 154805 188592 214478 252512 278667 303143 338772 385039 205579 288187 349805 385954 127859 158703 192666 219796 254165 282188 321456 346112 387679 48235 65197 80864 92988 105672 128580 147930 186945 225683 257850 295664 316191 328648 391184 224593 312612 352983 387838 205 ! 109341 124077 139551 161389 178308 191674 210209 216976 236754 249873 264610 283584 298204 312428 327745 342944 358721 369545* 377457 389583 20 20 20 10 RM. 10.50 RM. 10.50 RM. 8.50 RM. 8.50 27508 63594 82495 126876 152295 168276 212964 246748 277280 301131 331794 373109 43297 53303 74993 87242 98023 107684 126596 150883 162759 172707 187138 202705 212792 236661 252119 272135 281302 290283 296086 318135 325922 337603 346047 356257 367552 378710 388328 71918 114269 134599 173745 207279 245937 270934 309263 322791 353162 398483 31565 46957 57770 80068 99235 116259 126113 147104 168054 184456 203355 211059 225726 241153 253465 274803 293531 302302 319123 332542 350802 362782 373453 381252 396992 205226 271792 345184 384623 110693 134190 151735 163038 175174 189406 203606 214149 238924 255058 274432 281579 291547 304170 319593 328043 340699 347853 357390 368572 380011 388895 101472 111394 140126 152349 163730 176677 196451 204353 222795 243168 256510 274450 284342 293417 306022 320000 328362 340922 348731 357997 368943 384046 392441 108570 123354 130279 157021 174753 188584 207233 216352 235284 248509 260453 280555 295974 308073 323537 337777 356229 364101 375106 383990 109094 123420 134419 157359 175760 188665 209602 216966 235757 249620 10015 346336 102280 328858 6670 263943 38060 52546 69493 91775 49397 65243 82081 93338 106299 119056 147486 160929 164789 181370 197906 210926 234170 243805 260614 275661 287481 294573 3071 60 321175 329566 343491 350101 363291 371176 386306 397535 112801 133912 166178 206185 240593 263782 302882 318608 338014 396909 39707 55877 77443 98117 114454 124260 144986 163833 179035 195015 210933 222989 237604 252049 269911 292081 300185 315683 328091 343305 361214 369754 379661 391484 48073 63570 79765 90650 36832 50329 66638 84152 37342 50494 67807 85117 103682 118271 144623 158480 164122 180013 197391, 206901 223577 243241 260406 274533 284743 293943 306132 320588 329441 340936 349637 361612 369147 385549 392812 137469 159908 201960 236049 264170 287339 325788 359082 390417 4519 27334 63400 76440 117484 152280 167008 210800 243784 272519 296219 328781 371555 121095 129548 156745 169945 185097 203903 211583 225870 245105 256409 277796 293842 303695 320635 337144 355596 362801 374280 382357 11943 35555 66019 88737 8.50 8.50 8.50 229875 ' ! 322952 355041 i 388590 262 3199 12732 15140 49342 63174 73895 75442 96867 106796 13 Gewinne zu 5000 RM. 21575 313977 364745 368248 20 Dopp.- Stund. RM. 10.50 RM. 8.50 RM. 8.50 RM. 10.50 zum Putzen füx Samstags von 8-1 Uhr gesucht. 20Dopp.- Stund. ! 20 „ l 20 „ ! 20 „ : 20 „ ich für fötal fleißige, kinder-1 33 Gewinne zu 2000 RM. 49749 96926 119339 137261 168101 ,185372 237322 247839 362789 105 Gewinne zu 1000 RM. 44801 56513 67497 92053 98108 106283 112855 114828 Stund. 20 „ 123 Gewinne zu 1000 RM. 1571 2707 4199 5113 15632 33704 34742 38619 41375 49263 57972 24 Gewinne zu 3000 RM. 14210 68373 269119 274286 320424 345003 379408 Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Dauer 20 Dopp.- Gebühr 216 Gewinne zu 500 RM. .... ---- ----- ----- 26996 31151 36831 40621 48496 66740 69908 Angestellter (2 Pers.) sucht I oder 2 Zimmer 6 Gewinne zu 10000 RM. 68186 338754 ~ • -----— 33006 Schudt Gartenstraße 14. unu uen ergurijenuen toqnmmungen, um»- führlich erläutert von Professor Dr. W- Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium füt Wissenschaft, Erziehung und Dolksbilduns und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. daß der Untermieter die oder überwiegend mit nach ver Naturschutz Verordnung vom 18. März 1936 (RGBl. I Sette 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus« gutem Zustl mit all. Zubi umständehal M. d. 5. b.: Hellwege-Emden warmer, nicht heißer Herdplatte nachgetrocknet, bis sie hart sind. Dabei ist besondere Vorsicht geboten. 255 Gewinne zu 500 RM. 10674 ----- ----- "* Keine Zeugnisse in Urschrift ttmdern tun Zeugnis- abschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen! — Lichtbilder mrsBewerbungsunter- hgen müssen zur Ver- meibung von Verlusten auf der Rückseite Ra» teen und Anschrift oeS Bewerbers tragen I möbliert, mit Küche oder Kochgelegenheit. Ang. mit Preis unter 04449 an den Gieß. Anz. Die Anmeldung muß sofort und versönlick auf der Kreiswal- tung der DAF., Abteilung für Berufserziehung und Betriebs- führung, Gießen, Schanzenstraße 18, erfolgen. Zur Anmeldung ist die vorgeschriebene Anmeldekarte zu benutzen. Die Teilnehmergebühr muß mit der Anmeldung entrichtet werden. Letzte Anmeldefrist 5. Oktober 1939. 12 Gewinne zu 5000 RM. 180063 24 Gewinne zu 4000 RM. 182889 205145 290199 21 Gewinne zu 3000 RM. 281205 286720 319446 30 Gewinne zu 2000 RM. 1. Fachzeichnen - Fachrechnen I ... (wird sowohl für Angelernte und Hilfskräfte,als auch fürFacharbeiter durchgeführt) 2. Elementare Mathematik......... 3. Werkstoffkunde - Werkstoffprüfung preiswert zu ver« kaufen. 6wö Der Reichsverbilligungsschein III enthält zwei Verbilligungsscheine zu je 25 Rpf., die ebenfalls nur zum Einkauf von Margarine verwendet werden dürfen. Er schafft den Preisausgleich für die bisherigen Inhaber der Zusatzscheine zum Bezug von )4 kg Konsummargarine. Berusserziehungswerk Uebungsftätte (Sieben 20 bis 22.45 Uhr: 1. Freitag - Miete RM. RM. RM. Zubehör in der oberenBahnhof- straße zum 1. November zuverm. Angebote unter auf der Jungviehweide Warthof bei Grünberg besichtigt werden. 6149D In Abänderung meiner Bekanntmachung vom 23. b. 2IL wird mit sofortiger Wirkung die Polizei- Eine besondere Lage hat sich im Wohnungswesen dadurch ergeben, daß viele Familienväter und Wohnungsinhaber zum Heeresdienst einberufen sind, so- GewinaauSzug 5. Klasse 1. Deutsche ReichsloNerle Ohne Gewähr Nachdruck derVoden Mündlich können Sieesnurveuigeu sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen ©iee§ allen Sommerwohnung); Räume in Gebäuden, die im Eigentum oder in od. unabhängige Frau für tagsüber. Schriftl. Angeb, unter 6154D ari d. Gieß. Anzeig. | Verkäufe"" werden; Räume in Gebäuden, die im Eigentum oder der 52023 73469 86891 96834 107614 125340 150838 162405 164924 185246 200692 211832 235905 244568 268778 280717 288489 295380 313502 322193 334386 344913 353122 367376 371571 387025 399211 gezogen. Drelroö- MllvlW mit großer Holz- pritsche gegen Kasse zu verk. Zu erfragen Bahnhofstr. 29. bau, Liebigsttaße 16, untergebracht. Die Gewerbliche und Mädchenberufsschule sind in 31. August' 1938 genannt sind. a) Dom Staat geförderte Kleinsiedlerstellen (Ge- Wegen Heim! L-- meines jetziger Mädchens suche■ die Betriebe ausgegeben. Gießen, den 28. September 1939. Fettverbilligungsscheins der Reichsverbilligungsschein I, Margarinebezugsscheins der Reichsverbilligungsschein II, Zusatzscheins für Berg- und Hüttenarbeiter zum Bezug von Konsummargarine der Reichsverbilligungsschein II, Zufatzscheins zum Bezug von )4 kg Konfum- margarine der Reichsverbilligungsschein III. w Benarfliiiten Handwerker und 30 September, wichtiger Termin für die Altersversorgung. Volkstümliche Naturwissenschaft IN reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. — Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Aus der Natur“ Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde die Halbversicherung durch entsprechende Lebensversicherung gilt bereits vorn 1. Januar 1939 ab, wenn die Lebensversicherung vor dem l.Juli 1939 für technische Schülerin zu sofort gesucht. 614,d Angebote mit Preisangabe an In der v^igen Nachmittagsziehung wurden gezogen 6 Gewinne zu 10000 RM. 331861 396604 1.Buchführung I (Anfänger)....... 2. Buchführung II (f. Fortgeschrittene) 3. Gutes Deutsch.................. 4. Kaufmännisches Rechnen......... 5. Englisch I (Anfänger)............ Lebensversicherungen von früher her laufen hat, muß darauf achten, daß sie den Porschriften des Wohnrechts gegeben ist. Mieterschutzfrei sind nur noch wenige besondere ausgestattet hat. Diese gleichen Grundsätze gelten auch für „unter- Abs. 1 VO.) Es sind dies: Räume, die nur für besondere Zwecke und zu stehen und entweder öffentlichen Zwecken oder zur Unterbringung von Angehörigen des Reiches oder gungsschutz besteht nicht mehr. c) Sämtliche Gewerbe-, Fabrik-, Büroräume Ausgehilslii für alle Arbeit, Waschfrau vor Händen. FrauFosiMöbs. Schanzenstr.221 festgesetzt. Gießen, den 28. September 1939. Berufstätiges Fr&ulein sucht einf. möbliertes klein. Zimmer m.Kochgelegenh. Schr. Angeb. u. Ordentliche [04466 zuverlässige Frau b) Sämtliche Neubauwohnungen, ebenfalls ohne Rücksicht auf die Höhe des Mietpreises und den Zeit- sich ganz oder zur Hälfte von der Angestelltenversicherungspflicht befreien kann. Die Befreiung oder sie bpr Volkswirtschaft verlustig gehen. Die Hagebutten dürfen, damit ihr Nährstoff- und Vitamin- junge Frau von 8 bis 3 Uhr nachmittags sof. gesucht. Guten- bergstraße 19 v. rosenarten. Sollen Hagebutten getrocknet werden, bann geschieht dies durch Ausbreiten in einfacher Reichsverbilligungsschein II. Der Reichsverbilligungsschein II enthält 5 Verbilligungsscheine zu je 25 Rpf., die nur beim Einkauf von Margarine Verwendung finden dürfen. Er gleicht für die bisherigen Inhaber von Margarinebezugscheinen oder von Zusatzscheinen für Berg- und Hüttenarbeiter den Preisunterschied zwischen Konsummargarine und Tafelmargarine aus. Ausgabezeiten. Die nachstehend aufgeführten Ausgabetermine sind Versorgungsgesetz verpflichtet, entweder der Ange- ftelltenversicherung anzugehören, oder eine entsprechende Lebensversicherung abzuschließen, durch die er dem neuen Reichsverbilligungsschein I. Der Reichsverbilligungsschein I enthält neben den 6 Verbilligungsscheinen A weitere 5 Verbilligungsscheine B zu je 25 Rpf. Durch diese Scheine wird der Preisunterschied Mischen der ab 1. Oktober 1939 in Fortfall kommenden Konsummargarine zu 0,63 RM. je )4 kg und der einheitlichen Margarinesorte „Tafelmargarine" zu 0,98 RM. je )4 kg ausgeglichen und damit der Verbilligungsscheininhaber gegenüber dem bisherigen Zustande gleichgestellt. Die Verbilligungsscheine A find gültig beim Einkauf von Speisefetten aller Art (einschließlich Speiseöl), Käse, Wurst, Seefisch ober Fischräucherwaren ohne bie bisherige Einschränkung, wonach die eingekaufte Lebensmittelmenge mindestens % kg betragen mußte. Die Verbilligungsscheine B sind nur gültig beim Einkauf von Margarine. Altersversorgungsgesetzes entsprechen. Gegebenen, falls muß durch Vereinbarung mit der Versicherung. eine Abänderung erfolgen, und zwar ebenfalls bis 30. September 1939. Die Versicherungssumme muß mindestens 5000 RM., bei Halbversicherung minde- Mengen sind bereits abgeliefert worben. Bei der Hagebuttenernte wirb aber häufig der Fehler gemacht, daß die Früchte unreif gepflückt werben. In gehalt möglichst hoch wirb, nur „blutrot" geerntet werben. Verwendbar finb bie Früchte aller Wild- nur noch Mittwoch vormittags in Empfang genommen werben. An Kinder werben Fettscheine nicht ausgehändigt. Jebe Aenderung des Einkommens und des Per- fonenstanbes ist ber betreffenben Ausgabestelle umgehend zu melben. Die Unterlassung dieser Meldung und der unberechtigte Bezug von Fettscheinen kann strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. 1. Relchsverbilligungsfcheine I. a) für Kleinrentner und b) für Kriegsbeschädigte, Kriegerhinlerbttebene und Empfänger von Familienunterhalt: Gartenstraße 2, Zimmer 16 A—H Montag, 2. Oktober 1939, 15—18 Uhr, I — R Dienstag, 3. Oktober 1939, 15—18 Uhr, S—Z Mittwoch, 4. Oktober 1939, 15—18 Uhr, kung eine bedeutsame Ausde, _ ... Wohnverhältnisse erfahren hat. Die neue Rechtslage, die sich durch die 3. Ver- einschl. Lagerräume und Garagen. d) Untermietverhältnisse nur dann, wenn der am 30. September 1939, von der Dersicherungsgesell, schäft oder -anstalt angenommen worden ist. Voraus. Ausführungsverordnung zu ersehen; e) mietschutzfrei sind, da vom neuen Recht unbe- > 1. Oktober 1939 folgende Aenderung notwendig: Es treten an die Stelle menstellung des Bundes der Haus- und Grundbesitzer so aus: Mieterschutz gilt danach für: a) Sämtliche Altbauwohnungen einschl. Teil- und 1.Kurzschrift I (für Anfänger) (Ziel: 60 Silben)............... L. Kurzschrift II (60-100 Silben).... 3. Kurzschrift III (100-120 Silben).. Eilschrift-Einführung 4. Eilschrift-Praxis (120-140 Silben) 5. Schnellschriftüche Uebungsgemein- schaft (K/5) 140-180 Silben...... 6. Maschineschreiben I (Anfänger)... ^.Maschineschreiben II (Praxis) .... 8. Maschineschreiben-Meisterschreiber t. o. Garloroiß Ba atzen (Sachsen). Am Montag, dem 2. Oktober 1939, vormittags von 9 bis 12 Uhr, werden auf der Jungviehweide warthof bei Grünberg Rutz- und Zuchtrinder, welche NSG. Im Rahmey des Heilpflanzensammelns wird auch die Hagebutte mitgeerntet. ’-Berrärmu-ty Genossenschaft, wenn dem Mieter bie Räume mit Rücksicht auf seine Mitgliebschaft überlassen wurden Kaufvertrag zurücktritt; d) gewisse Räume in wehrmachteigenen ober von c) für Sozialrentner: Lonysiraße 2, am Schalter A—Z Montag, 2. Oktober 1939,7)4—12)4 Uhr, d) für Unterstützungsempfänger der Allgemeinen Fürsorge: Lonystrahe 2, am Schalter A—Z Dienstag, 3. Oktober 1939,7)4—12)4 Uhr, e) für Volksgenossen, bie nicht in Betreuung des Sozialamts stehen: Gartenstraße 2, Zimmer 16 A—H Montag, 2. Oktober 1939,7)4—12)4 Uhr, I—R Dienstag, 3. Oktober 1939, 7)4—12)4 Uhr, S—Z Mittwoch, 4. Oktober 1939,7)4—12)4 Uhr. Reichsverbilligungsscheine II Gartenstraße 2, Zimmer 16 A—H Donnerstag, 5. Oft. 1939,7)4—12)4 Uhr, I—R Freitag, 6. Oktober 1939, 7)4—12)4 Uhr, S—Z Samstag, 7. Oktober 1939,7)4—12)4 Uhr. schen und Mäbchenberufsschule wirb am Montag, 2. Oktober 1939, nach bem seitherigen Stunbenplan wieber ausgenommen. 6140D Die Kaufmännische Berufsschule ist in bem Liebig- Motorrad 98 ccm, gebr.föt Keitas, 29. September 1939 Ar. 228 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) 1. Oktober 1939, kann rücke! auf eine Seilere Fahrplanverbefferungen der Reichsbahn JMCIÖlhl 3.30, tf 6150A Ruf 21351 e WS ausverkauft. Die te <1 A DerwaltungSinspektor Brückel 25 Jahre im städtischen Dienst. Vorläufige Verbrauchsregelung für Geflügel im Gau Heffen-Tlafsau sse zu M i erfragen^ nes jefei dchens | für ioi uge, kiM NSG. Um eine gerechte Verteilung der zur Verfügung stehenden Geflügelmengen an alle Volksgenossen zu gewährleisten, ist vom Landesernährungs- amt im Einvernehmen mit dem Gauwirtschaftsberater der NSDAP, und dem Cierwirtschaftsver- band bis zum Erlaß einer Reichsregelung für das Gebiet des Gaues Hessen-Nassau folgende vorläufige Verbrauchsregelung für Geflügel getroffen worden: Die Abgabe von Geflügel erfolgt nur auf Grund einer Voranmeldung bei dem Wild- und Geflügelhandel auf die Reichsfleischkarte. Die Anmeldung hat unter Vorlage sämtlicher Fleischkarten zu erfolgen und gilt nur, wenn die Abstempelung auch auf sämtlichen Fleischkarten durch den Wild- und Geflügelhändler auf der Rückseite in der Mitte erfolgt ist. Die Anmeldung darf nur bei einem Geflügel- Händler erfolgen. Der Wild- und Geflügelhändler nimmt bei der Anmeldung die Eintragung des Verbrauchers in eine Kundenliste vor, wobei die genaue Kopfzahl nach der zur Abstempelung vorgelegten Ab Montag, 2. Oktober, treten bei der Reichsbahn nachstehende Reisezug-Fahnplanverbesse- rungen ein: Strecke Frankfurt a. M.—Marburg. Pz. 799 Gießen — Marburg, Gießen ab 5.28 Uhr, Marburg an 6.07 Uhr, verkehrt werktags ab Lang-Göns, Lang-Göns ab 5.07 Uhr, Gießen an 5.17 Uhr. Sonntags beginnt dieser Zug wie bislang in Gießen. Pz. 781 Frankfurt a. M. — G i e ß e n , Abfahrt in Frankfurt a. M. um 18.17 Uhr, Ankunft in Gießen um 19.42 Uhr, hat in Gießen Anschluß an einen neuen Zug (Pz. 708) nach Marburg, Gießen ab 19.59 Uhr, Marburg an 20.37. Pz. 707 Frankfurt a. M. — Kassel, Frankfurt a. M. ab 16.28 Uhr, Gießen an 18.10, ab 18.20 Uhr, verkehrt ab Gießen 5 Minuten später, also Gießen ab 18.25 Uhr. Strecke Marburg—Frankfurt a. M. Pz. 708 Marburg — Gießen, Marburg ab 18.51 Uhr, Gießen an 19.31 Uhr, verkehrt als neuer Zug und hat in Gießen Anschluß an den Pz. 708 Gießen—Frankfurt a. M, Gießen ab 19.52 Uhr, Frankfurt a. M. an 21.28 Uhr. Pz. 720 Butzbach —Friedberg, Butzbach ab 6.51 Uhr, Friedberg an 7.07 Uhr, verkehrt als neuer Zug und hat in Friedberg Anschluß an den Pz. 720 Friedberg—Frankfurt a. M., Friedberg ab 7.08 Uhr, Frankfurt a. M. an 7.48 Uhr. Strecke Betzdorf—Dillenburg—Gießen. Pz. 1636 Betzdorf —Dillenburg, Betzdorf ab 17.19 Uhr, Dillenburg an 18.19 Uhr, verkehrt als neuer Zug und hat in Dillenburg Anschluß an den Pz. 1636 Dillenburg—Gießen, Dillenburg ab 18.23 Uhr, Gießen an 19.24 Uhr. Strecke Gießen—Lollar—Grünberg. Pz. 2561 W Gießen —Lollar—Grunde r g , Gießen ab 17.00 Uhr, Grünberg an 18.00 Uhr, verkehrt als neuer Zug. Er verkehrt nur werktags. Pz. 2557 W L o l l a r — G r Ü N b e r g, Abfahrt in Lollar um 18.29 Uhr, Ankunft in Grünberg um 19.22 Uhr, beginnt wieder wie früher in Gießen. Abfahrt in Gießen um 18.20 Uhr. Strecke Grünberg—Lollar—Gießen. Pz. 2568 W Grünberg —Lollar —Gieße n , Abfahrt in Grünberg um 5.12 Uhr, Ankunft in Gießen um 6.17 Uhr, verkehrt als neuer Zug. Er verkehrt nur werktags in nachstehendem Plan: Grün- „Trinke, wem Getränk gegeben, Ob es warm ist oder kalt, Denn der Trunk erhält das Leben, Und wer lange trinkt, wird alt! Trinken macht die Stimme voller, Doller macht es auch den Mann, Daß er Falstaff oder Roller Donnernd deklamieren kann. Darum, edler Mime, trinke Becher, Gläser, Humpen, Faß, Daß die Stimme tiefer sinke, Und sich selbst ertränkt im Bah!" „Vornan eines Arztes." Der Film, der seit gestern im Gloria-Palast gezeigt wird, schildert einprägsam ein Lebensschicksal. Dem Film liegt der Roman von Curt Reinhard Dietz „Ins Leben zurück" zugrunde, dessen Verfasser auch am Drehbuch mitarbeitete. Es geht dabei um einen Arzt, der, um seinem Söhnchen die Mutter zu erhalten, für seine Frau, die ein Verbrechen begangen hat, die Schuld auf sich nimmt und ins Gefängnis geht. Nach seiner Freilassung aber muß er erfahren, daß sein Sohn inzwischen gestorben ist, da es die Mutter im entscheidenden Augenblick einer Krankheit an der nötigen Sorgfalt hat fehlen lassen. Er erkennt, daß sein Opfer umsonst war. Aber doch findet er wieder in das Leben zurück, findet eine andere Frau und kann auch wieder Arzt fein. Wie es im Einzelnen geschieht, erzählt der Film glaubhaft und folgerichtig. In der ganzen Anlage des Filmes, wie auch in der Darstellung, fällt die Sorgfalt auf, mit der die einzelnen Künstler eingesetzt wurden. Nur wenige Personen stehen im Vordergrund und diese wenigen sind klar gezeichnet. Albrecht Schoenhals, der Arzt aus innerer Berufung, wirkt in feiner Gemessenheit ungemein sympathisch. Er vermeidet alles, was Effekt bedeuten könnte. Neben ihm hat Camilla Horn die undankbare Rolle der leichtfertigen Frau, der lieblosen Mutter, der ungetreuen Gattin zu übernehmen und viel darstellerisches Können zu beweisen. Theodor Loos, der treue Freund des Arztes und sein Rechtsanwalt weiß die innige Anteilnahme an dessen Schicksal überzeugend aus- zudrücken. In liebenswerter fraulicher Gestalt offen* bart sich Maria Andergast als zweite Gattin des Arztes. Fritz G e n f ch o w, der Chauffeur, markiert eine originelle Berliner Type. Ein darstellerisches Kabinettstück bietet Albert Flo rath als Landarzt. Der Film (ein Gustav-Althoff-Film) unter der Regie von Jürgen von Alten entstanden, löst viel Nachdenklichkeit aus und entläßt uns nicht ohne Erschütterungen. Heinrich Ludwig Neuner. M- idUtfV billig ! KreuM^ ehrerflfli roses!'" E W. !etiim Walde sind mit aräßlicher Wahrheit hingestellt. Die Scklaßszene mit Amalia und Franz und dem alten Maar athmen aerwustetes Familienglück und heuchlerische Tucke. D^e Szene, in welcher sich Franz Maar mit der Schnur von seinem Hute erhängt spiele uf). gaiij Sm* dem Originale. Schweizer, em ftauptrauber rettet mich, indem er durch das brennende Schloß bereinstürmt und mich abschneidet. dasur kommt Roller recte vom Galgen, mit dem Strick um den 6a 5 auf einen Abdekcer-Karren. Eine herzzer- ileilchende Szene. Den Räuberchor singen >ung-. anaehend- Dilettanten; S)t. Krabler den Ihr aus Enb ers Bierbaus. seiner schönen Batzsi.mme wegen V.nnt mirt> iidi ertra ein Räuberlied einlegen. Die Decorationen sind nach den Kupferstichen van Choda- wiecki gemalt; das Costume neu, bis aus das der Räuber denn diese gingen histarisch ,n abgetragenen Wämsen herum. Es sind also keine Kosten gespart wurden um di- Räuber nach der Natur darzuste - len Die einzige Loge unseres Schauspielhauses ist bereits vergriss-n. Der Ansang .st. wegen des Nach- mittoaskränzchen in Eyblers Bierhaus, um 8 Uhr 7b nds Man bittet, die Hausschlüssel mitzunehmem , Ar N Uhr geht die Vorstellung mcht zu Ende. ertragenes Frieren. Da erkrankte der .Schwarz". Wohler wagte es nicht, die Rolle zu streichen — aus Furcht, daß die kunstbegeisterten Schwaben, die das Stück zum zweiten Mal sahen, einen Skandal machen ober ihr Geld zurückverlangen würden. Der Angstschweiß brach ihm aus allen Poren, wenn er daran dachte, daß das schnell Gewonnene ebenso schnell wieder zerrinnen würde. Er verbrachte den unglücklichsten Tag und die von den schrecklichsten Träumen gepeinigte Nacht seines Lebens, bis er auf den Rat seiner Frau den Lehramtskandidaten für die Rolle des kühnen Räubers engagierte. Auf der Probe war der Kandidat überraschend gut und sicher, aber als er am Abend vor dem Publikum stand, verwirrte ihn ein so heftiges Lampenfieber, daß er die so gewissenhaft gelernten Worte nur mit Mühe und stotternd fand. Schon hörte man hier und dort ein leises Lachen aus den dunklen Reihen des Publikums. Noch war es gutmütig, aber Friedrich Wohler kannte diese sanften Anfänge, die bis zu einem Johlen und Toben anwachsen konnten, in dem jede Vernunft erstickte. Er warf dem armen, sich in seiner Angst windenden Lehramtskandidaten Ermunternde Blicke zu, und es schien besser zu gehen. Aber als die Stimme Karl Moors in fürchterlicher Wut die Frage donnerte: „Wer blies dies Wort dir ein? Höre, Karl!", da zeigte der zu Tode erschrockene Kandidat in den Souffleurkasten und rief, cm ganzen Leibe zitternd: „Die Frau Direktorin!" Eine der Hauptstützen der Wohlerschen Truppe war Herr Kirchmeyer, der Heldenvater. Er hatte eine schöne, tiefe Stimme, und die ihm nicht wohl wollten, sagten, er t)abe sie vom Bordeaux. Kirchmeyer war nicht böse über solche Worte, er wünschte sich nur, daß ihm ein gütiaes Schicksal immer die Möglichkeit schenkte, sich seinen guten Boß durch einert guten Bordeaux zu erhalten. Als Kirchmeyer sein fünfundzwanzigfähriges Bühnenjubiläum feierte, dichtete ein Kollege die Verse, die Friedrich Wohler begeistert beElamierte; Wohler kam sich , ternehmungslust steigerte sich. Er zeigte eine Wiederholung der „Räuber" an. Der Vorverkauf übertraf alle Erwartungen, und Friedrich Wohler sonnte sich im Silber glanz des immer neu heranrollenden Geldes. In Gedanken baute er sich schon ein eigenes herrliches Theater und schenkte feiner Frau Direktorin einen neuen pelzbesetzten Wintermantel, denn in dem alten fadenscheinigen gab es oft ein tapfer Der flammende Aufruf des „Bopfinger ©triefe" verfehlte feine Wirkung nicht. Das Theater war ' " Kaffe zeigte ungeahnte Reichtümer, wie ein Krösus vor, und feine Um ein pflichteifriger und wertvoller Mitarbeiter er» wiesen, der sich die sorgfältigste Erfüllung feiner Amtspflichten allezeit besonders angelegen fein ließ. Er hat sich dadurch um unsere Stadt große Verdienste erworben und sich zugleich in weiten Kreisen unserer Stadt hohe Wertschätzung gesichert. Am (Sonntag Feierstunde für kinderreiche Mütter. NSG. Am Sonntag findet im Großdeutschen Reich eine Feierstunde der deutschen Mütter statt. In ihr soll den deutschen Frauen eine schlichte Ehruna zuteil werden, denen das Vaterland für ihren Kinderreichtum zu besonderem Dank verpflichtet ist. Im Gau Hessen-Nassau wird in allen Ortsgruppen der Partei diese Feierstunde durchgeführt, zu der kinderreiche Mütter eingeladen werden; sie beginnt um 12 Uhr. Im Mittelpunkt der Stunde der deutschen Mutter steht eine Rundfunkübertragung auf alle Reichssender. Andere Backwaren auf Brotkarte. Durch eine Anordnung der HV. der Getreide» und Futtermittelwirtschaft wird beftimmt, daß nach Wahl des Verbrauchers an Stelle von Brot auf die einzelnen Kartenabschnitte auch andere Backwaren entnommen werden können, und zwar in folgendem Verhältnis: An Stelle von je 100 Gewichts teilen Brot 1. 70 Gewichtseinheiten Knäckebrot, oder 2. etwa 92 Gewichtseinheiten Kleingebäck, oder 3. etwa 80 Gewichtseinheiten Zwieback. Bekanntlich wird Knäckebrot im allgemeinen in Packungen in den Verkehr gebracht, die etwa 210 Gramm netto Inhalt haben. Für eine derartige Packung wären daher 3 Kartenabschnitte von je 100 Gramm Brot abzugeben. Von der Bezugscheinpflicht sind vorläufig ausge» - nommen Fein- und Dauerbackwaren, d. h. Backwaren, die auf 90 Gewichtsteile Getreidemahlerzeug- rttffe ober sonstige mehlartige Stoffe und ntirtbe- ftens 10 Gewichtsteile Zucker oder Fettstoffe enthalten. Eine Ausnahme bilden nur Zwieback aller Art, der nur auf Kartenabschnitte der Reichsbrotkarte abgegeben werden darf. Die HV. behält sich weiter vor, für Dauerbackwaren (Feinbackwaren, die durch längere Lagerung in ihrer Genußfähigkeit nicht beeinträchtigt und in der Regel ohne Ausstrich verzehrt werden, insbesondere'Keks, Biskuit, Waffeln, Delikateß-Brezel^, Oblaten, Lebkuchen, Honigkuchen) mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft ergänzende Bestimmungen zu erlassen. An Stelle Brot können auf je 100 Gewichts- fett. L M Fehler { werden. «. fö k > S)t 1 It„ 9eerr: aller U iet werd» I m einftuS AnM ■ oder <3' totnet, h ^gebotr berg ab 5.12 Uhr, Beltershain 5.18, Lumda 5.22, Geilshausen 5.27, Odenhausen 5.31, Kesselbach 5.34, Londorf 5.39, Allendorf (Lumda) 5.45, Treis 5.50, Mainzlar 5.57, Saubringen 6.00, Lollar 6.09, Gießen an 6.17 Uhr. Strecke Gießen—Grünberg—Burg« und Rieder-Gemünden. Pz. 561 W Gießen —Burg- und Nieder- Gernünden, Abfahrt in Gießen 18.51 Uhr, Burg- und Nieder-Gernünden an 19.49 Uhr, verkehrt als neuer Zug. Er verkehrt nur werktags. Pz. 558 V? Mücke—Gießen. Abfahrt in Mücke um 6.16 Uhr, Ankunft in Gießen 6.58 Uhr, verkehrt als neuer Zug. Er verkehrt nur werktags. Anmerkung. In den kommenden Wochen wird der Reisezugfahrplan immer weiter vervollständigt. Neue v-Züge. Die jetzt zwischen Berlin (Potsdamer Bahnhof) und Kassel verkehrenden Spätzüge D 180 / D 179 werden, beginnend mit D180, erstmalig in der Nacht vom 1. zum 2. Oktober und D 179 am 2. Oktober über Kassel hinaus bis und ab Neunkirchen (Saar) gefahren. D 180 Berlin (Potsdamer Bahnhof) — Neunkirchen (Saar) über Gießen—Frankfurt a. M., trifft in G i e- ß e n 7.11 Uhr ein und fährt um 7.13 Uhr ab. Der Zug triff in Frankfurt a. M. um 8.15 Uhr ein. D 179, Neunkirchen (Saar) — Berlin (Potsdamer Bahnhof) über Frankfurt a. M.—Gießen fährt um 22.40 Uhr in Frankfurt a. M. ab, trifft in Gie - feen um 23.42 Uhr ein und fährt um 23.44 Uhr weiter. Durch dieses neue Zugpaar verändert sich der Fahrplan des zur Zeit verkehrenden D 17 Frankfurt a. M—Berlin (Schlesischer Babnbof) — zur Zeit Gießen an 23.44 Uhr, ab 23.46 Uhr — ab 1. Oktober wie folgt: Frankfurt a. M. ab 22.50 Uhr, Gießen an 23.52 Uhr, Gießen ab 0.02 Uhr, Kassel an 1.31 Uhr. Ferner sind eingelegt: D 68 Frankfurt a. M. ab 18.31 Uhr nach W i e n und D 67 von Wien nach Fr an kfurt a. M, an 11.34 Uhr, mit Schlafwagen Würzburg—Wien und zurück. In den kommenden Wochen wird der Reifefahrplan immer weiter vervollständigt. igei alle AM schstau ro den. mJosLM ianzenstr.L. suche fiiiit Malt ölten M unabfeäM Frau ir tagsüber irifti. 3lng< ter 6154Du Zieh. Ann Verkäufe; M .Mi» js-torst* dier”’f iriiaW । di» jä 6* Worrol tern ä-llM nftandeb^ eiswert ufem impfehlunga, Anzahl der Reichsfleischkarten einzutragen ist. Gleichzeitig stellt der Wild- und Geflügel Händl er einen Ausweis aus, der zum Bezug des Geflügels berechtigt,, und ruft die jedem Kunden ausgehän- digte Nummer durch Aushang im Schaufenster feines Geschäftes auf. Die Ausgabe an den Verbraucher erfolgt nur gegen Vorzeigung des Ausweises, wobei der Bezug durch Abstempelung vermerkt wird. Die abzugebende Menge richtet sich wöchentlich nach der sich ergebenden Versorgungslage in Geflügel. Kranke sind gegen entsprechende Abstempelung des Attestes bevorzugt zu beliefern. Bis zum 3. Oktober können Verkäufe nicht mehr stattfinden, da die zur Verfügung stehenden geringen Vorräte zur Versorgung der Krankenhäuser, Lazarette und Kranken gegen Atteste benötigt werden. Die erste Ausgabe kann voraussichtlich am Dienstag, 3. Oktober, erfolgen. Anmeldungen bei dem Wild- und Geflügelhandel können jedoch bereits von Freitag, 29. September, an oorgenommen werden. Aus der Stadl Gießen. Oer Herbst im Volksspruch. Aus Wind und Wetter bestimmter Tage pflegt :s Landvolk feit alten Zeiten Künftiges abzuleiten, em Bauern, der fast täglich im Freien schafft, . fenbaren sich Zusammenhänge im Leben der Na- > nr, die den anderen mehr oder weniger fernbleiben. 1 ! äs mancherlei Anzeichen sucht er sich im voraus 1 Üewißheit oder wenigstens einen Anhalt über das ' iietter der kommenden Wochen und Monate zu 1 irschaffen, und damit auch über das Gedeihen ' Liier Saaten und den Ertrag seiner Ernte. Das als 1 ifjer Erkannte aber formt er sich zu Reimen. „Auf Wies', auf Flur, an Wegen — Findst du , in Gottessegen", heißt es ganz allgemein im Herbst- irjnat. „Pflücke auch die Kräuter fein — das bringt ir Gesundheit ein", rät ein anderer Bauernsprury. ,^e mehr großköpfige Disteln sind, desto besser gerät dir Wein", heißt es weiter. Da der Herbst aber auch d? Zeit der neuen Aussaat ist, meint eine Wetter- «gel: „Herbstregen — kommt der Saat gelegen". Dor allem interessiert es den Landmann, aus dem $ etter des Herbstes das des Winters zu erkennen, hft im Herbst das Wetter hell — Bringt er Wind inb Winter schnell", meint man, und von einem normen Herbst schließt man auf einen langen Win- hr, wie auch Donner im Herbst einen zeitigen Win- tir mit hohem Schnee verkünden soll. Manche Tiere tLIen durch ihr Verhalten in dieser Zeit auch auf interliches Werden schließen lassen: „Je größer der meisenhügel — je straffer des Winters Zügel", ab „Wenn viele Spinnen im Herbst kriechen — schon den Winter riechen". Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 20—22.45 Uhr: „Agnes Bernauer". loria-Palast, Seltersweg: „Roman eines Arztes". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fräulein". „Agnes Bernauer“ >n Hebbel zur festlichen Eröffnung im Sladllhealer. Das Stadttheater eröffnet heute Abend die Win- rspielzeit mit einer Neuinszenierung von Hebbels gnes Bernauer". Der festttchen Aufführung vor- is gehen die „Egmont"-Ouvertüre von Beethoven, spielt vom städtischen Orchester unter Leitung von aul Walter und eine kurze Ansprache des stell- rtretenden Intendanten. In den Hauptrollen wir- neben den bekannten Darstellern folgende neue äste mit: Jngeborg Riehl, Hans Caninenberg, iegfried Lowitz, Hilmar Manders, Gerhard Reu- , Hans Albert Scheine. Das.. Bühnenbild schuf rl Löffler. Die Vorstellung findet als erste Por- llung der Freitag-Miete statt. Hitler-Jugend Bann 116. Gefolgschaft 4/116. Die Gefolgschaft 4 tritt am Sonntag, 1. Oktober, im 7.45 Ühr zur großen Geländeübung am Lswaldsgarten an. Sämtliche Jungg. der Gefolg- haft 4, die als Erntehelfer eingeteilt sind, haben cn Sonntag zu diesem Dienst unbedingt zu er« Heinen. Die Junggenossen sind als Erntehelfer für tiefen Dienst zu beurlauben. Der Führer der Gefolgschaft 4/116. DOM.-ttntergau 116 Gießen. Betr.: h3.«Beranftaltungsring. Ich mache die Mädel-Gruppen darauf aufmerk- iin, daß der HJ.-Veranstaltungsring bis auf 50 Aätze besetzt ist. Die säumigen Gruppen müssen sich V.mnad) mit ihren Anmeldungen beeilen. Die Untergauführerin. Polizeistunde in Gießen 24 Uhr. Der Polizeidirektor gibt heute bekannt, daß in Abänderung der Bekanntmachung vom 23. September die Polizeistunde für den Stadtkreis Gießen mit ffortiger Wirkung auf 24 Uhr festgesetzt ist. Wohler war ein rührender Mensch, ein großes lind voller Eitelkeit — mit einem guten Herzen. Ct trug eine wallende Lockenmähne, seine Sttmme rar reich an Pathos — mit scharfrollendem Rrrrr. Venn er den Auftrag gab, die Stühle schon gerade h Reih und Glied zu stellen, so meinte man, em lommanbo für eine Schlacht zu hören. Er konnte k inem Menschen etwas Intrigantes oder auch nur Unfreundliches antuh. Sein jung und gläubig ge- l-iebenes Herz war immer bereit, die Welt voller Qunber und Hoffnungen und die Menschen hilfreich inb gut zu sehen. Seine Gestalt war robust und । bäffig, und trotz der vielen Tage im Lause eines -lonats, an denen Schmalhans Küchenmeister war, torfügte Friedrich Wohler über eine stattliche tfuue. : bn Gegensatz zu seiner kleinen dünnen Frau, der M M.Frau Direktorin", zu der alle Schauspieler em rod] ! ndliches Vertrauen wie zu einer Mutter hatten. ^ie war die Seele des kleinen unsicheren U riiternehmens, das bunt zusammengewürfelte Menst Wen vereinte. Ihrer Sparsamkeit und unermud- st lchen Arbeit war es zu danken, daß es auch m schlechten Zeiten weiterging und keiner der großen x amilie hungern mußte, wenn auch die Portione kst sehr klein wurden. Diese seltsame Schauspieier' huppe brauchte ihres Direktors stolze Eitelkeit und \ ine Ueberzeugung, daß sie alle noch einmal den großen wohlverdienten Erfolg haben mürben, g - r-au so wie das tägliche Brot, das ihnen die Frau Direktor mehr oder weniger dick schmierte. Wenn <5 ihm am schlechtesten ging, dann baute tfriebrid) Döhler die größten Luftschlösser und .redete sich selbst in einen fanatischen Glauben hinein, datz f cllle noch zu etwas ganz Großem bestimmt waren. 26a bekam mancher gesunkene Mut wieder neu i ebenstraft und matt und hoffnungslos gewordene Llnsere Schauspieler wieder aus derBübne Nach langer Sommerpause bewegen sich unsere Gießener Schauspieler jetzt wieder in ihrem Element — auf der Bühne! Schon seit Tagen sind die Proben eifrig im Gange; seit längerer Zeit ist der Bühnenbildner bei der Arbeit, in seinem großen Malersaal die Dekorationen zu enlwerfen, Modelle zu schaffen, um sie schließlich mit seinen Getreuen in die Scheimvirklichkeit für die Bühne zu übersetzen. Besonders ging es zunächst um die Dekorationen für „Agnes Dernauer", das Trauerspiel von Hebbel, das heute abend zur ersten Aufführung gelangt. Es ist von einzigartigem Reiz, bei einer solchen Probe mutterseelenallein im Zuschauerraum zu sitzen und Zeuge der Kleinarbeit zu sein, bis aus der Fülle der Proben die Aufführung Gestalt gewinnt und die künstlerische Prägung erfährt. Wie ost wird da manche Szene wiederholt, wie ost wird das Licht da und dorthin verlegt, verstärkt oder gemildert, in anderer Tönung erbeten, schmäler oder breiter über die Bühne ausgegossen. Schier unendlich sind hier die Möglichkeiten, die sich aus der guten technischen Ausrüstung unseres Theaters ergeben. ' Don feinem Reiz ist es, zu hören, wre der Re- Maur das letzte Wort zum „Ackermann von Böhmen" (für die erste Morgenveranstaltung am kommenden Sonntag) sich fortsetzen läßt in Orgelakkor- den, die sich steigern, gewaltig werden und schließlich weich im Raum der Bühne und im Zuschauerraum verklingen. Mit unendlicher Geduld und be- reittöilligst wiederholt der Hauptdarsteller die letzten Berszeilen, die letzten Worte solange, bis das gesprochene Wort und der Orgelklang sich zu einer Harmonie stnden und fast zum Sakral werden. Sichtbar tritt hier das künstlerische Gewissen aller derer in Erscheinung, die beteiligt sind. In zäher Unablässigkeit werden die Schwierigkeiten, die sich aus Materie, Raum, Ton, Licht und Klang ergeben können, überwunden. Bis schließlich der Regisseur sagen kann: „So ist es gut!" Wenige Stunden später wird eine Solistenprobe zu „Agnes Dernauer" abgehalten. Mancher Auftritt wird mehrmals wiederholt, hauptsächlich wenn er kompliziert ist in Auftritt und Abgang, er wird von den Schauspielern rascher, oder gemessener verlangt. Immer wieder gibt der Regieführende Anregungen, aber auch die Darsteller sind mit größtem Eifer dabei und in manchem gemeinsamen Gespräch mit dem Regisseur um die Ganzheit der Aufführung bemüht. So fragmentarisch eine solche Solist en probe erscheinen muß, weil die ganze Statisterie fehlt, die Statisterie durch lauten Ruf, durch Wort und weitreichende Geste des Regisseurs gewissermaßen „ex faustibus" ersetzt wird, so ist doch zu erkennen, wie sich das volle Leben über die Bühne bewegt und geschaffen wird aus der Phantasie des Regisseurs und jedes einzelnen Darstellers. Diese Gemeinschaftsarbeit, wie sie sich schon in den Proben zeigt, läßt erhoffen, daß unser Stadttheater auch in der Spielzeit 1939/40 die künstlerischen Traditionen fortzuführen vermag, die die Arbeit in den vergangenen Jahren besttmmte. SJlXfpOTt sein, um auch gegen die Teutonen ehrenvoll abzuschneiden. Die beiden vorjährigen Verbandsspiele konnten die Teutonen knapp gewinnen. Ob dies nun auch am kommenden Sonntag der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist mit einem spannenden Kampf zu rechnen, zumal die Teutonen auf verschiedene etatsmäßige Ligaspieler zurück- Erleichterung des sportlichen Verkehrs. Grundsätzliche Maßnahmen des Reichssportführers. Der Reichssportführer hat mit seiner Verfügung vom 6. September 1939 alle Vereinsführer und Amtswalter des NSRL. zur Aufrechterhaltung des sportlichen Betriebes verpflichtet. Zur Erleichterung des sportlichen Verkehrs wurden nun vom Reichssportführer noch einige grundsätzliche Maßnahmen getroffen. Demnach finden Meisterschaften des NSRL. und Pflichtspiele vorerst nicht statt und demgemäß ruhen auch Auf- und Abstieg. Mannschaften von Vereinen und örtlichen Arbeitsgemeinschaften, die sich zur Teilnahme am Sportverkehr melden, werden nach örtlichen Gesichtspunkten in Staffeln eingeteilt, wobei die Klassenzugehörigkeit berücksichtigt bleiben kann. An diesen Rundenwettkämpfen ist grundsätzlich jeder Deutsche teilnahmeberechtigt und ein Nachweis der Zugehörigkeit zum NSRL. oder der Start- und Spielberechtigung ist nicht mehr erforderlich. Vereinsmitglieder, die zu militärischer oder anderer Dienstleistung ein- berufen sind, höben das Recht, als Gastmitglieder der Gemeinschasten am Ort ihrer Einberufung s o - fort am Spiel- und Sportverkehr teilzunehmen. Im übrigen ist es Ehrenpflicht, in dieser Zeit seiner Gemeinschaft die Treue zu halten und deswegen ist ein Vereins üb erttitt bis auf weiteres verboten. Mt Mannschaften der Wehrmachts- tsile üsw. soll der Sportverkehr besonders gepflegt werden. Für die NSRL.-Vereine ist es von besonderer Wichtigkeit, daß der Beitrag an den NSRL. um die Hälfte gesenkt worden ist. Weitere Ermäßigungen sind auf begründeten Anttag hin möglich! Spielvereinigung 1900 I - Watzenborn-Steinberg I. Nachdem am vergangenen Sonntag die Blau- Weißen ihr erstes Rundenspiel gegen den Lokalgegner klar für sich entscheiden konnten, empfan- aen sie nun am kommenden Sonntag den FC. Teutonia Watzenborn-Steinberg. Die Blau-Weißen, die m der Aufstellung Dinges; Schneider, Goß; Günther, Jäger, Bischoff; Donarius, Theis, Kraft, Rinderknecht, Heuser antreten, dürften stark genug greifen können. Zugendhandballspieler im Lokalkampf. Spvgg. 1900 1. Jgd. — 7Mv. Gießen 1. Jgd. Am kommenden Sonntag treffen zwei Gegner aufeinander, die sich bei den vergangenen Spielen um die Bannmeisterschaft bekannt gemacht haben. Beide Gegner lieferten sich schon damals spannende Kämpfe. Die Männerturner kämpften sich bei den vorjährigen Spielen bis zum Endspiel durch, während die Blau-Weißen das Pech hatten, früher auszu- fcheiden. Doch in diesem Jahre sind bei beiden Mannschaften Aenderungen in den Mannschaftsaufstellungen eiingetreten, die sich bei den 1900em etwas günstiger auswirken. Mtv. dagegen hat zahlreiche sehr gute Spieler nicht mehr aufstellen können. Man kann mit einem recht spannenden und sportlichen Kampfe rechnen. Wirtschaft. Mein-Mainische Börse. AUttagsbörse Tendenz fest. Frankfurt a. M., 28. Sept. Die Börse war zuversichtlich gestimmt und verkehrte am Aktienmarkt in recht fester Haltung, so daß auf fast allen Gebieten durchschnittliche Erhöhungen von 0,50 bis 1,50 v. H. eintraten. Nachdem der Ultimo für die Börse praktisch überwunden ist und somit die Abgaben aufgehört haben, setzten kleine Anlagekäufe ein. Das Geschäft blieb freilich im engen Rahmen. Von den Hauptwerten stiegen JG.-Farven auf 156,50 (155,50), Hoesch auf 105,50 (104,40), Mannesmann auf 98,13 (97,13), Rheinstahl auf 121,65 (120), Verein. Stahl auf 90,40 (89,65), AEG. auf 112 (111), Gesfürel auf 130 (129,50) und Sie- Hichetten Brok, soweit dies zugelassen ist, 75 Gewichtseinheiten Mehl auf einzelne Kartenabschnitte abgegeben werden. Kartenireie Milcherzeugniffe. Nach einer Mitteilung der HaMtvereinigung der Deutschen Milch- und Fettwirtschaft können außer den schon bekanntgegebenen Erzeugnissen vorläufig karten- und bezugsscheinfrei abgegeben und bezogen werden: Eingedickte Magermilch, auch sterilisiert, Pulver aus entrahmter Milch, Buttermilchpulver, schlag- und backfähiges Milcheiweiß, Molken und Molkenerzeugnisse. paketaufschristen haltbar befestiqen! Fwd. Immer noch können zahlreiche Postvakete weder dem Empfänger zugestellt, noch dem Absender zurückgegeben werden, weil während der Versendung die Anschrift abgefallen ist und ein Doppel derselben im Paket fehlt. Die rechtzeitige Ankunft von Postpaketen ist nur möglich, wenn die Anschrift unbedingt haltbar befestigt wird. Bei Koffern mit glatter Oberfläche, auf denen aufgeklebte Anschriften schlecht halten, müssen Aufschriftfahnen verwendet, außerdem muß ein Doppel der Anschrift in das Paket gelegt werden. Dieser Hinweis sollte insbesondere von den neueingestellten Dienstpflichtigen der Wehrmacht und des Reichsarbeitsdienstes beachtet werden, die erfahrungsgemäß Reisekoffer mit Zivilkleidern in großer Zahl einliefern. ** Schuld eginn in den Berufsschulen. Der Unterricht in der Gewerblichen, Kaufmännischen und Mädchenberufsschule wird am Montag, 2. Oktober, nach dem seitherigen Stundenplan wieder ausgenommen. ** Ausgabe d er verbilligten Fettscheine. In einer Bekanntmachung macht der Oberbürgermeister (Sozialamt) auf die Ausgabe der verbilligten Fettscheine aufmerksam und teilt gleichzeitig die Zeiten mit, zu denen die Fettscheine ausgegeben werden. ♦* B i s auf weiteres keine Postwurfsendungen. Wie das Reichspostministerium mitteilt, muß die Verteilung von Postwurstendungen von sofort an bis auf weiteres eingestellt werden. Es werden aber bis zum 31. Oktober 1939 solche Postwurfsendungen angenommen, die am Tage der Bekanntmachung dieses Derteilungsverbots — d. h. dem 26. September 1939 — bereits gedruckt, oder in Druck gegeben waren. Der Einlieferer hat nochzu- weisen, daß diese Voraussetzungen vorliegen. 15 000 KM. Ordnungsstrafe. Lpd. Wiesbaden, 28. Sept. Bei der Ausschreibung eines Heeresneuboues hatte eine Baufirma des Bezirks einer anderen eine Abstands - summe von 5000 R M. dafür gezahlt, daß diese ein höheres Angebot abgäbe als die erste Firma. Der Regierungspräsident als Preisüberwachungs- stelle hat gegen beide Firmen Ordnungsstrafen in Höhe d o n 1 50 00 R M. und außerdem empfindliche Ordnungsstrafen gegen leitende Angestellte der beiden Firmen verhängt. Landkreis Gießen. s. Lang-Göns, 27. Sept. Die Kartoffel- e rnte ist hier in vollem Gange. Fast alle gepflanzten Sorten bringen einen sehr guten Ertrag, nur die .Industrie", die keine allzu große Feuchtigkeit vertragen kann, fällt ziemlich mittelmäßig aus. Zur Zeit werden fast von allen Dauern und Landwirten Kartosfelauswerfinaschinen benutzt. Beim Auflesen hilft alt und jung. — Die Obsternte ist nahezu beendet. Es gab eine schwache Mittelernte. Die Zwet- schen brachten zum Teil wieder sehr gute (Erträge. Es sind schon zahlreiche Eisenbahnl-adungen Zwet- schen vom hiesigen Bahnhof ab gegangen. Der Preis für Zwetschen ist recht hoch, und es zeigt sich immer wieder, datz die Hanszwetsche eine Ob st art ist, die verdient, daß sie mehr angepflanzt wird. Die meisten Bäume sind alt und hinfällig. Man sollte deshalb gerade bei der Hanszwetsche für Nachpflanzung sorgen. — Die Versteigerung des Ge- meindeobstes sand am Dienstag statt. Es wurden Zwetschen, Aepfel und Dirnen versteigert. Die Preise für das Obst waren angemessen, zum Teil auch recht hoch. SieftsiiMüerftMöe Roman oonMDtr Wer koMlghl öy Hari Dnntfrr Verlag<■ Berlin w 62 2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Diese verdammten Pneus! Morsch und durchlässig, picken sie gewissenhaft jeden Nagel im Umkreis auf, immer hat man Scherereien. Neue Reifen? Nicht daran zu denken! Woher nehmen und nicht stehlen? Nicht aeschlafen, Kopfweh und Kratzen im Hals, dann diese Siebentritt— neun Stunden hat die Geburt gedauert, — unrasiert, voller Hunger — und jetzt diese Panne im Regen! Hinwerfen möchte man diesen ganzen Krempel manchmal. Die Leute, diese Laien, haben ja keinen Schimmer, was so ein armer Teufel von Landarzt für ein Gewerbe hat. Die Aufregung bei einem solchen Fall, die Gewissenszweifel, die Verantwortung gar nicht gerechnet. Dr Severin, immer noch voll Fieber, voll Unbehagens, voll Brausen, läßt entmutigt die Hand mit dem Radhebel sinken und starrt die Sttaße entlang, auf der sich endlich ein lebendes Wesen zeigt; besser gesagt zwei Hosenbeine, denn mehr kann er in seiner verkrümmten Lage nicht sehen. «Hamse Plattfuß? Soll ick wat helfen?" erbietet sich der mit den Hosenbeinen. Dr. Severin kriecht unter dem Wagen hervor, um festzustellen, wem diese hilfreiche Stimme gehört. Ein Landstreicher anscheinend ober einer auf der Walze, ein Mann in mittlerem Alter, schlecht gekleidet, dürr und mit stoppeligen Backen. Können Sie ein Rad wechseln?" „Det wär gelacht, gebense det Ding nur her. In Autos kenne ick mir aus. Wo ist der Wagenheber?" Während der Fremde mit ein paar Griffen alles erledigt, meint Dr. Severin: „Fein, daß Sie gekommen sind. Ich habe es nämlich eilig, muß in meine Sprechstunde. Ich bin der Arzt von Eschel- brunn." Er will dem Mann ein Trinkgeld geben, aber der nimmt es nicht an. „Nich zu machen, is gern geschehen. Aber wenn ick dem Herr Doktor in der Sprechstunde konsul- tieren dürste? Ick hab da son Muskelbruch an der Wade. Tut verflixt weh. Mein Name rft Parsunke. Bin auf der Wanderschaft." „Gut, Sie können gleich mitfahren." Der Mann Parsünke, schlecht riechend und für einen Wauderburschen reichlich alt, klemmt sich neben den Doktor und versucht es mit einer Liebenswürdigkeit: „Der Herr Doktor haben da einen flotten Wagen!" Das ist eine arge Uebertreibung. Denn Lucki, überaltert, ramponiert und vom Schlosser Pütz mehr gründlich als entsprechend überholt, ist ein Veteran der Landstraße. Dr. Severin wirft einen Blick voll Mißtrauens auf Parsunkes Vogelnase, aber dessen Spitzbubengesicht bleibt ernst. Die Straße, ein besserer Feldweg, läuft durch ödes Gelände, stellenweise durch Sumpf. In der Ferne ist auf einem Hang Eschelbrunn zu sehen, ein Frankenstädtchen, mittelalterlich und verzaubert mit hochgegiebelten Fachwerkhäusern, mit Mauerresten, einer Burg und einem klosterähnlichen Gebäude, das Dr. Severins Krankenhaus ist. Nach wenigen Minuten sind sie am Ziel. Die Kmder begrüßen den Vater mit stürmischem Hallo. Dann schleppen sie zu zweit den Koster weg, der nach gruseligen Dingen riecht. Parsunke steht abwartend beiseite und schätzt ab. Nicht viel los mit dieser Praxis; er hat Fingerspitzengefühl für so etwas. Die Dachtraufe rinnt, etliche Zaunlatten fehlen, der Verputz bröckelt ab. Alles ziemlich verwildert, verludert, verwahrlost. Bulli beschnüffelt an» dächttg Parsunkes Hosen, die stemd und exotisch duften. „Geben Sie dem Ma^n was zu essen, Fräulein Ferber", ordnet Dr. Severin an, während er den Benzinhahn zudreht. „Ist viel los?" „Sechs Fälle, nichts Besonderes. Nach der Sprech- stunde müssen Sie nach Eberwang zu einem Kind, Ist es in Mooracker gut gegangen?" „Ja. Aber die Frau ist noch nicht über den Berg. Ich muß rasch essen. Sind die Spatel ausgekocht? Haben Sie den Rachenabstrich fortgeschickt? Hoffentlich ist es keine Diphtherie." „Alles in Ordnung." Eigentlich eine große Wohltat, diese Ferber — denkt er flüchtig. Zuverlässige Person. Skin nasser Ueberzieher gleitet im Hausgang in irgendwelche Hände, er hetzt zu Tisch, durchfliegt die Post, bleibt an einem Artikel über Chinintherapie hängen und muß von Nikoline gemahnt werden, daß seine Suppe kalt wird. Sie hat Herzklopfen wegen des Bratens. Zu unrecht. Denn Dr. Severin merkt nichts. Er gehört zu den Männern, die gar nicht wissen, was sie essen. Nikoline würde gerne noch ein Stückchen Fleisch nehmen, aber dann reicht es für diesen Parsunke nicht, der auf Abfütterung wartet. Es vergeht kein Tag, wo nicht so einer in der Küche sitzt, oder ein Kind aus der Nachbarschaft oder eine alte Frau. Sie mustert Severins Gesicht. Es ist länglich, klug und abgespannt. Die zurückgestrichenen Haare sind blond, ein bißchen dünn und an den Schläfen schimmern 'sie silbern. Wie alt? Vierzig vielleicht oder darüber. Die Nase ist schmal, hübsch, und zwei Sorgenfalten laufen von ihr zu den Mundwinkeln. Die Augen sind das Schönste an diesem Gesicht: denn sie sind friesenblau mit einem Ton ins Graue und sehr ausdrucksvoll. „Ich habe Ihnen heißes Zitronenwasser gemacht, für den Hals", erwähnt Nikoline behustam. „So?" Danke. Ich glaube, es wird doch nur ein Schnupfen", erwidert Severin und schiebt den Teller zurück. Er hat keinen Appetit und ist in Gedanken bei Frau Siebentritt, um die er sich Sorgen macht. „Friedrich war da." „Ach!" Der Name Friedrich erinnert ihn an das Geld, das noch immer unbeglichen ist. Er und Friedrich stehen feit langem auf dem Kriegsfuß. Der Mann ist ein Hypochonder, und Severin hat ihm feine verschiedenen Krankheiten ein wenig zu brüsk ausgeredet. Zur Strafe dafür konsultiert Friedrich jetzt Fachärzte in der nächsten Stadt. „Was wollte er denn?" „Er läßt an die Zinsen erinnern." „Ich habe das Geld momentan nicht. Sie wissen doch selbst, wie schlecht die Leute zahlen. Zwei miserable Hopfenjahre, wo soll da Geld Herkommen? Friedrich kann schon noch ein bißchen warten, er ist ein wohlhabender Mensch", erklärt Severin ungehalten. „Ich möchte Ihnen in keiner Weise vorgreifen; aber vielleicht wäre es gut, Friedrich wenigstens eine kleinere Abzahlung zu geben. Dos kann nie schaden. Er war sehr nett und höflich." „Das ist ein ausgezeichneter Vorschlag, Fräulein Ferber. Sie haben ein gescheites Köpfchen. Abzahlung läßt sich hören. Mache ich." Dann hält er feine Sprechstunde. Parsunke wird bis zuletzt aufgehoben und kommt ächzend hereingehumpelt. Sein Leiden hat sich inzwischen verschlimmert. Er krempelt wehmütig die Hose hoch und schnauft verhalten durch die Nase. Diese Szene spielt er im Schlaf. Gelernt ist gelernt. „Aha, eine Muskelhernie", sagt Dr. Severin. Lassen Sie das doch operieren, Mensch." „So doof werde ick sein", denkt Parsunke geringschätzig. Er hat diese Wadengeschichte seit vielen Jahren und ist fest entschlossen, sich nie von ihr zu trennen. Dieser Bruch ist sein Kapital, seine Rente. Wenn das Wetter schlecht wird und nicht mehr zum Wandern taugt, genügt eine bestimmte Bewegung, ein kleiner Trick, der Bruch tritt aus, und jedes (Genaue Anschrift des Bestellers) Hot h Ni K (Felbpoftanschrlst genau angeben) Oie Sezugsrechmmg zahlt: ui k U R k te E kt tü «i w Illot !.k !Ü II* l'i* ifi* Ai st § An den Verlag Des Siebener Anzeigers. Sieben Versenden Sie den GießenerAnzeiger zum Bezugspreis von KD?. 1.80 für den Monat unter folgender Anschrift: Det SelöDOfioerfanö des SletzemAliMts hält die ersehnte Derblnduna unserer Soldaten und unserer Arbeitsmänner mit ihrer oderhessischen Heimat täglich aufrecht! - Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen ober Ihres Freundes ein - alles übrige wird von hier aus pünktlich erledigt. ' Jtt Ulfüt w I? « mens auf 199,40 (196,50). Ferner gewannen Rheinmetall 2,50 v. H. auf 111,50, Zellstoff Waldhof 1 v. H. auf 96, Aschaffenburger nach Pause 2,50 v. H. auf 83,75 und Rütgerswerke 2 v. H. auf 143. Auch am Rentenmarkt stellte sich vielfcub kleines Kaufinteresse ein, das Geschäft blieb jedoch still. Reichsaltbesitz 132 (131,90), Dekosama I 135,50 (135,25), 5 v.H. Mittelstahl 98,25 (97,75), 4,50 v.ch. Mainkraft 92 (91,50), auch andere Industrie-An- leihen meist etwas fester. Liqui-Pfanübriefe zogen vielfach 0,13 bis 0,25 v. H. an. Don Länder-An- leihen 4,50 v. H. Hessen von 1929 nach Pause 100,13 (99,75). Stadtanleihen uneinheitlich, 4,50 v. H. Pirmasens 94,50 (95,25), 4,50 v. H. Darmstadt v. 28 94,50 (95), 4,50 v. H. Heidelberg 93,75 (94), aber 4,50 v. H. Mainz sehr fest mit 94,50 (93). Freiverkehrsrenten lagen still und unverändert. Im Verlaufe blieb die Haltung fest, ohne daß , aber die Geschäftstätigkeit zunahm. Rheinstahl , 122,25 nach 121,65, Verein. Stahl 90,75 nach 90,40, > Krankenhaus stecht Parsünke offen. Schmerzen werden glaubhaft markiert. Zum Zurückschieben genügt : ein schlichter Handgriff. Und kein Arzt und fein Deubel konnte ihm das Gegenteil beweisen. Siel Fürsorgeverbände können ein Lied davon finger, I was sie dieser Kerl schon gekostet hat. „Ick will et mir überlegen", brummt Parsünke un« verbindlich. „Schön. Zunächst überweise ich Sie einmal ins j hiesige Spital ein. Wenn Sie in keiner Kasse fiitöJ muß ich Sie dem Ortsfürsorgeverband melden." ■ Gelassen schaukelt Parsunkes Hosenboden aus den Zimmer. Dr. Severin zieht den weißen Mantel aus. Er rft] todmüde, auch das Fieber meldet sich wieder, aber, er darf sich ja nicht hinlegen. Er muß seine suchstour absolvieren. Er nimmt einen Löffel Die- d tron gegen das Sodbrennen, das er an solchen \ Großkampftagen regelmäßig bekommt. Dann riecht; er ziemlich gedankenlos an den späten Veilchen, die ihm Fräulein Ferber auf den Schreibtisch gestellt I hat. Und dann gibt er seinen widerstrebenden Bei'j nen ein Kommando: Vorwärts! Das Vergnügen ! kann weitergehen. 2. Kapitel. Irgendwo hinter Weißenburg verspürt die Fabri wieder jenen undeutbaren Schmerz im 8N- der kein Stechen ist, kein Schneiden und kein Boh' ; ren, sondern alles zusammen in einer raffiniert ausgeklügelten Mischung. Sie macht die Lippen dünn und umpreßt mit kalten Fingern das Len!' rad. In einem jähen Anfall und Schwäche tritt ■ sie zu stark auf den Gashebel, und der große offene Wagen, cremefarben und saffianrot ausgeschlagen, verdoppelt feine Geschwindigkeit. Der Buchenwald schließt sich. Wiesen leuchten, Aecker keimen, Sonne i scheint. Es ist später Vormittag. Kurz vor Pleinfeld tritt sie mit aller Kraft die Bremse. Sie kann nicht mehr, Schluß. Leinfelder und Lankes, die beiden Herren im Fond, beugen sich gleichzeitig und erschrocken vor. „Nanu, was ist denn?" „Mir ist nicht gut. Lankes soll fahren", sagt N Fabri in leidlicher Haltung und setzt sich hinten zu Valentin Leinfelder, der ihr Freund ist. „Hat das Kleine Schmerzen?" fragt der besorg und töricht. Er will ihr eine Deck« über die Kirie breiten, aber die Fabri schüttelt unwirsch den und lehnt sich in ihre Ecke. Sie muß jetzt allein st" und kann niemand hören, auch Dno nicht. (Fortsetzung folgt.) IW irlkt i fidt Klöckner 117 nach 116,50, Demag 126,50 nach 125, Deutsche Erdöl 130,25 nach 129,50, Hoesch 106 nach , 105,50 usw. Bei den später notterten Werten traten fast durchweg Steigerungen von 1 bis 2 v.h, ! ein, Bemberg mit 115,50 bis 118,50 insgesaml , 6 v. H. höher, aber Scheideanstalt 203 (205). Im Freiverkehr nannte Klumpp 91 bis 93, 1 Elsass. Bad. Wolle 76 bis 78, Rastatter Waggon 36 Geld, Growag 79 bis 81. Tagesgeld unv. 2,25 v. H . Frankfurter Schlachtvtehmark» Frankfurt a. M., 28. Sept. Auftrieb: 1042 । Rinder (gegen 746 am 21. 9.), darunter 133 (98) J Ochsen, 175 (140) Bullen, 456 (305) Kühe, 278 (2031 1 Färsen; 509 (805) Kälber, 79 (208) Hämmel unD Schafe, 562 (655) Schweine. Notiert wurden 50 kj I. Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43,5 bis 46,5 I (44,5 bis 46,5), b) 41,5 bis 42,5 (40 bis 42,5), c) j 36 bis 37,5 (—), d) 29 (—). Bullen a) 42,5 bis 44,5 (43 bis 44,5), b) 40,5 (39 bis 40,5), c) 33 bi; 35,5 (—), Kühe a) 41,5 bis 44,5 (43 bis 44,5), b) 38 bis 40,5 (38 bis 40,5), c) 29 bis 34,5 (31 bl; | 34,5), d) 20 bis 25 (20 bis 25), Färsen a) 42,5 bi; 45,5 (43 bis 45,5), b) 40 bis 41,5 (40 bis 41,5), c) i 30 bis 36,5 (30 bis 36,5), d) 28 (28), Kälber a) 36 bl; | 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 46 bis 50 i (46 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40), Hammel a2) | 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 44 bis 46 (43 bis 47), c) 35 (38 bis 42), d) 25 (—), Schafe a) 42 (42), b) & | (34 bis 39), c) 28 bis 32 (25 bis 32), Schweine a) 61, bl) 60, b2) 59, c) 55, d) 52, Sauen gl) 66 (alles unverändert). Marktverkauf: Rinder, Kälber I und Schweine zugeteilt, Hammel und Schafe flott Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach mittags geschlossen.