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Eeb.ZF Ihelm W len. — U''LJ wd in »er * wer reist, hat1 1 reist/ hat einmal zeigens ,d worauf es a en - 0 nein' ‘ sondern nur J- iltigen £ * marum N ine S-h-n^ VÄ-« S I-* cheit Ii9f- ®IL ,Ollh839S|irl'ti’ und^..,7,. ffllßp 'N'chtosse"-- Kl1 ' jjn KaMpl 1 in ersten y )en etJLn * n könne"- Ür.I75 Erstes Stan 189. Jahrgang Samstag, 29./5onntag.3V.Zuli 1959 Erscheint täglich, anher Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Sieh euer Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugspretr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zenifprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Gietzeu Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Universttätsdruckerei R. Lange in Sieben. 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Die Zahl der Besucher der Großen Deutschen Rundfunkaus- stellunq beispielsweise habe sich von 1937 auf 1938 wiederum von 315 000 auf 360 000 erhöht. Emen ungeheuren Umfang habe die Werbewagen-Propaganda des deutschen Rundfunks vor allem in der Ostmark, im Sudeten- und im Memelland ange- Der Rundfunk-Preis in Höhe von 10 000 RM. . besondere Leistung auf dem Gebiet der Rundfunk- wissenschaft, Rundfunktechnik oder Rundfunkpro- qrammgeftaltung wurde dem Konstrukteur des Volksempfängers Oberingenieur Otto Grieffina zuerteilt, den Dr. Goebbels auf unserem Bild zu seiner verdienten Ehrung beglückwünscht. — (Scherl-M.) Oer deutsche Rundfunk im Dienste des Volkes. Reichsminister Dr. Goebbels eröffnet die 16. Große Deutsche Rundfunk-Ausstellung „In diesem Zusammenhang muß ich mich noch einmal gegen Versuche verwahren, das Programm des Rundfunks insofern zu zersplittern, als es sich stundenweise an verschieden geartete Vevölkerungsschichten, Stände oder Berufsklassen wendet. Der Rundfunk kann das und er soll das auch. Es ist ihm freigestellt, eine Stunde für den Arbeiter, den Bauern, den Studenten oder den Soldaten einzurichten. Aber das heißt nicht, dah er dann in der Sprache des Arbeiters, des Bauern, Studenten oder Solda- Vor 25 Jahren. Zur Erinnerung an den Ausbruch des Weltkrieges. Äon Siaaisminister Professor Dr. Paul Schmitthenner. nommen. Während 1% Monate des Jahres 1938 feien hier 61000 Kilometer zurückgelegt und 842 Rundfunktage mit 685 Rundfunkgerate-Schauen durchgeführt worden, die von etwa 550 000 Volksgenossen besucht wurden. Außerordentlich erfreulich sei die weitere Entwicklung der Teilnehmerbewegung am deutschen Rundfunk, die heute etwa 60 v. h. der deutschen Haushaltungen gegen 54,62 am 1. Mai 1938 umfasse. Insgesamt zähle der deutsche Rundfunk 12 580 000 Teilnehmer am 1. Iunl dieses Jahres, gegen etwa 10 Millionen am 1. Juli 1938. Während sonst im Mai die sogenannten Sommerabmeldungen begonnen hätten, habe in diesem Jahr der Monat Mai sogar eine Zunahme von 77 000 aufzuweisen. Natürlich wirke sich diese Bewegung auch auf den Rundfunkmarkt selbst aus. So seien von August 1938 bis einschl. Mai 1939 1493 872 Industrie- Markenempfänger verkauft worden, fast eine halbe Million mehr als im Vorjahr. Dazu kämen 474 192 Volksempfänger und 917 732 deutsche Kleinempfänger, der im Jahre vorher überhaupt noch nicht vorhanden war. Insgesamt konnten wir im Berichtsjahr einen Verkauf von 2 886 509 Empfängern feststellen gegen 1576 430 Empfängern im Jahre vorher. Der technische Fortschritt komme vor allem in der nunmehr abgeschlossenen Entwicklung des im vergangenen Jahr an gekündigten Dolkswa genemp- fängers zum Ausdruck; ferner fei die Gemeinschafts, antenne, die einen störungsfreien Empfang sichern solle, heute schon im Besitz von Zehntausenden von Menschen. Um die Entwicklung in eine einheitliche Bahn zu lenken, habe der Sonderbeauftragte für technische Nachrichtenmittel, Generalmajor von Fellgiebel, im Einvernehmen mit dem Minister, eine Reihe grundsätzlicher Forderungen aufgestellt Die Sendeleistung selbst sei gegenüber dem Vorjahr um 24 170 Sendungen = 15,2 v. f). bzw. 13 522 Stunden 26 Minuten = 18 v. H. gesteigert worden. Insgesamt habe der deutsche Rundfunk tm letzten Jahr 88 531 Stunden und 48 Minuten gesendet. Die großen politischen Ereignisse des Berichtsjahres hätten dem Vorjahr gegenüber eine sendemaßige Mehrleistung von rund 20 v. $). erfordert. Dr. Goebbels ging dann auf die Programmgestaltung ein und gab zunächst einen Ueberblick über die augenblickliche Aufteilung des Programms in 69,4 Prozent Musik, 9,9 Prozent Nachrichten, 6,8 Prozent Zeitfunk, 4,7 Prozent Dorträge, 3,6 Prozent Literatur und 5,6 Prozent Verschiedenes. Er gedachte der Werkpausenkonzerte der Reichssender Köln, Leipzig und anderen, der kulturellen Betreu- unq der Westwallarbeiter durch den Rundfunk, und er betonte dann den Ausbau des Konzertwefens vor allem im Deutfchlandfender. Dieser repräsentative deutsche Sender habe während des vergangenen Berichtsjahres allein 12 Konzerte der Berliner Philharmoniker unter den bedeutendsten Dirigenten wie Furtwängler, Mengelberg, Sabata und u. a., Die repräsentativsten Theater- und Overnauffuhrunaen der Reichshauptstadt übertragen. Er habe das Pariser Nationalorchester, das Londoner BBC-Sinfonie- orchester, das Amsterdamer Konzertgebouworchester, die Mailänder Scala, das Kgl. Opernhaus in Rom, das Teatro S. Carlo in Neapel, die Bayreuther Festspiele und die Festspiele in Salzburg zu Gehör gebracht und zudem große Zyklen von Haenbel und Haydn gesendet. Der Reichssender München habe in einem Zirkel „Jugend der Nationen" ein umfassendes Bild vom Schaffen der zeitgenössischen Kompo- nisten in aller Welt gegeben. Sei so versucht worden, ein künstlerisches Programm zu verwirklichen, das aller Beachtung und Die unzerstörbare Kraft des deutschen Soldatentums wurde der Retter. Es bewährte seine staatserhaltende Kraft in der großen Solbatenge- statt des Generalfeldmarschalls von Hin den- bürg, dem es bestimmt war, in den Zeiten der Ohnmacht, Wirrnis und Verblendung als der ge- treue Eckart die Tradition hinüberzuretten bis zu jenem Tage, da der in zähem Kampf aufsteigende Gefreite des Weltkrieges vor ihn trat und die Macht von ihm forderte. Und er aab sie ihm: denn er war von dem Führer Deutschlands in- nerlich erobert worden. Wieder war es ein 2. August, als Hindenburg die Augen für immer schloß und Adolf Hitler die alleinige und ganze Führung übernahm. Er hatte das deutsche Sol- datentum in der nationalsozialistischen Weltanschau- ung zum politischen Soldatentum veredelt. Die deutsche Wandlung vom Au-ust 1914 erlebte jetzt erst, oom Führer in großartigster Weise neu geweckt, ihre politische Formung im Nationalsozialismus. Damit schuf Adolf Hitler jene Kraft, die das deutsche Volk aus seiner Ohnmacht befreüe, zum Groß- deutschen Reiche und zur Weltmacht em» portrug. , So schließt sich das Vierteljahrhundert, das hinter uns liegt, in Ruhm, Fall und Wiederaufttieg zu innerer Größe zusammen und gewinnt in dem Leben des gewattigen Mannes, der uns heute führt, feine letzte schicksalhafte Einheit. A d o l f H i t l e r hat der herrlichen deutschen Wandlung vom August 1914, die nur ein Vorbote war und in den Stürmen des Krieges wieder unterging, ewigen Bestand gegeben, dem Opfer der Millionen deutscher Toten den Sinn verliehen und aus der Niederlage des Weltkrieges den Sieg der Gegenwart und der Zu» k u n f t gemacht. klarer politischer Wille, wohl aber als ein seelisch- weltanschauliches Erlebnis. Die Deutschen im Reiche und im Habsburger Staate fühlten sich mit einem Male als eine völkische Gemeinschaft. Die Gewißheit, von Europa frevelhaft überfallen zu fein, steigerte den völkischen Lebenswillen ins Gewaltige empor. Alles Trennende war vergessen, nur das deutsche Gemeinschaftsgefühl lebte. Alle Schichten und Stände, ihnen voran die deutsche Arbeiterschaft, tauchten im Volke unter. Millionen von Freiwilligen strömten zu den Fahnen. Doch diese innere Wandlung konnte zwei schwere Nachteile nicht aufwiegen. Die wehrpolitische Sünde der Vergangenheit hatte es in ihrer verkrüppelten Wehrhaftigkeit unterlassen, die deutsche Volkskraft auch nur annähernd militärisch auszunützen. Fünf Millionen wehrfähiger deutscher Männer waren bei Ausbruch des Krieges ohne militärische Ausbildung und fielen daher bei der Anfangsentscheidung aus. Zugleich fehlte eine Führung, die die großartige Wandlung des deutschen Volkes entschlossen genutzt und mit ihr ein festes, allen Stürmen gewachsenes Reichshaus errichtet hätte. Zwar sprach der Kaiser das schöne Wort: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche"; doch es geschah nichts, um dies praktisch zu verwirklichen. Das deutsche Volk lag rein durchglüht bereit und wartete seiner äußeren Gestattung. Berlin, 28. Juli. (DNB.) In der großen Ma- surenhalle am Kaiserdamm wurde am Freitagvormittag die „16. Große Deutsche Rundfunk- und Fcrnseh-Rundfunkausstellung Berlin 1939" durch den Schirmherrn der Ausstellung, Reichsminister Dr. Goebbels, in Anwesenheit von Vertretern der Ministerien und anderer Behörden, des Heeres, der Partei und ihrer Gliederungen, sowie der Rundfunkfirmen f"ierlich eröffnet. ReichMintster Lr. Goebbels betonte in feiner Rede zunächst: „Das 20. Jahrhundert ist das Jahr der technischen Erfindungen. Auch auf diesem Gebiet vollzieht sich eine Revolution allergrößten Ausmaßes, und es kann keinem Zweifel unterliegen, daß diese Revolution im ganzen gesehen die Menschheit höher geführt hat." Die Fragestellung, ob die Menschen dadurch glücklicher geworden seien, sei falsch und sinnlos, denn die Menschen bedienten sich der Technik, ihrer Mittel und Errungenschaften, um überhaupt menschenwürdig leben zu können. Entscheidend sei, ob das Volk an den Schätzen seiner Kultur überhaupt nicht, oder unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel teilnehmen solle. Unsere Zeit könne man sich ohne die Technik überhaupt nicht mehr denken. Ob wir wollen oder nicht, wir müssen mit diesem Jahrhundert mit. Wir können es nicht bestreiten, nicht ableugnen und auch nicht verneinen. Wir haben nur die Wahl, der Zeit voranzuschreiten und ihr den Weg frei zu machen ober mit ihr zu gehen oder hinter ihr her zu laufen. „Der Nationalsozialismus hat sich sett dem ersten Tage seines öffentlichen Auftretens vor dieser Frage schon entschieden. Er ist f ür bi e (e Zeit, er verneint sie nickst, er bejaht sie bedingungslos. Er drückt ihr seinen Stempel auf und prägt sie nach seinem G e i st und nach seinem Willen." Dr. Goebbels zeigte bann im einzelnen, wie der Rundfunk heute aus dem nationalen Leben unseres Volkes überhaupt nicht mehr wegzubenken fei. Möge ber eine bieses unb ber anbere jenes Gebiet aus bem Runbfunkprogramm bevorzugen, unb möge jeber ben Empfangsapparat nach Bedarf und Geschmack einstellen: „Entscheidend aber ist, daß er ihn einstellt. Hören müssen den Rundfunk alle. Lr ist da. Er kann gar nicht mehr umgangen werben." _ „ Besonders angesichts des Ernstes der Zeit, die wir augenblicklich durchleben, hat der Rundfunk ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Es geht nicht fo sehr darum, ein schweres und ern- stes Programm, das am Ende nur einen Bruchteil des Volkes erfassen kann, zu senden, sondern vielmehr darum, den breiten Millionenmassen unseres Volkes in ihrem schweren Daseinskampf so viel wie möglich Entspannung, Unterhaltung. Erhebung und Erbauung zu vermitteln. Der Einwand, das kulturelle und künstlerische Niveau des Rundfunks fei zu niedrig erledige sich von selbst, denn das Niveau des Rundfunks muffe sich natürlich den kulturellen und künstlerischen An- sprüchen der Mehrzahl seiner Zuhörer 'rgenbwie an- passen. Dabei dürfe das Programm die Aufgabe niemals aus den Augen verlieren, den Geschmack und die Empfinbungssahigkeit der breiten Masten zu kultivieren und zu veredeln. Ungeheure Vielgestaltigkeit des Programms sei das Enorderms eines klug und überlegen geführten Rundfunks. Dr. Goebbels wandte sich dann gegen Versuche, eine sog. rundfunkeigene Kunst zu konstruieren. Mehr oder weniger schließe sich tue Kunst des Runb- . funks an bie bestehenben unb ausaeubten Künste an. , Er fuhr bann fort: Doch ber politische Künstler fehlte. Unter ber'Oberfläche ber neuen seelischen Einheit trie» ben bie zwiespältigen Gewalten ihr Wesen weiter, unb — belastet mit allen alten Problemen — schritt bas einige beutsche Volk ohne Führung unb Formung in ben schwersten Lebenskampf seiner Geschichte. Hierin lagen alle zukünftigen Geschehnisse bes Weltkrieges beschlossen: Die beutsche Größe und ber beutsche Sieg, ber beutsche Auseinanberbruch unb bie beutsche Nieberlage, bie beutsche Erhebung unb bie beutsche Befreiung. Die heroische Wanblung unseres Volkes in ben ersten Augusttagen vor 25 Jahren war ber seelische Rückhalt für unser unüderwinbliches Heer auf seinem Siegeszuge. Seine Tapferkeit unb Leistungskraft sowie ber völkische Glaube ber Heimat vollbrachten jene solbatischen Wunder, die für alle Zeiten staunenswert bleiben werden. Doch die innere Wandlung sollte nicht von Dauer fein. Sie schrumpfte mehr und mehr auf das Heer und auf einen Teil der Heimat zusammen. Sie wurde ja von keinem großen politischen Führer genutzt, um bas deutsche Voll zum unzerstörbaren Bollwerk auszubauen. So setzte ein neuer Wanbel ein. Die Hunger- unb Notzeit war ihr Nährboben. Unter ihrem Druck schwanb bie Begeisterung ber Anfangszeit ba» hin. An ihrer Stelle trat klagloses Opfer unb zähes Dulben. Aber bie fremben Gewalten, bie anfangs eingeschmolzen schienen, lösten sich wieder los, stiegen empor, fanden ihre Bundesgenossen in den wiedererwachenden Parteien und wurden schließlich Meister im Lande. So kam es trotz Ludendorffs gigantischer Leistung zürn inneren Zusammenbruch der Heimat und in ber Verbrecherrevolte vom November 1918 zum Dolchstvß in ben Rücken bes unbesiegbaren Heeres. ^chicksalskrieg ber Deutschen. Denn nicht nur die i üiachtpoljtische, sonoern auch bie weltan - i Ichauliche Frage war zur Entscheibung gestellt. :«er Krieg schuf in ben läuternben Flammen ber !yrenvvllsten Nieberlage, bie je ein Heer erlitt, bie sttenbe deutsche Kraft. Schon zu Beginn des Kampfes war sie spürbar geworden in dem er- chütternden Erwachen des deutschen Volkes in ben Tften Tagen des August. 'Mit bunklem Instinkt mhen bie Träger bes westlichen Geistes, bie Mächte 2r Entente, bort ben Gegner, wo ber innere Wiber- oanb gegen bas westlich-liberale Weltdilb noch am Vkunltsreichsten war, in bem größten der norbi- Hen Völker Europas, im deutschen Volk und seinem mitteleuropäischen Reich. Zwar war auch dieses dem Liberalismus verfallen und von fremden Ideen 1 berflutet. Doch in feiner Tiefe lebte noch ein gelinder Rest nordischen Erbgutes, stark genug, zur Wachstumszelle einer neuen Welt zu werden. Durch ■Hefen rassischen Gegensatz wurde der Ausbruch des Weltkrieges ein Appell an bie arteigenen dlen Kräfte im deutschen Blut. Die Wettidee des nordischen Menschen erhob sich zum Verteidigungskrieg gegen liberale Zersetzung und «emdrasfige Ueberflutung. Nicht nur das damalige Keich mußte gegen den räuberischen Ueberfall einer gewaltigen zahlenmäßigen Überlegenheit verteidigt werden, sondern zugleich auch das zukünftige, a s ewige Deutschland. So wurde der Welt- brieg ein schicksalhafter Entscheidungskampf von un- Lbsehbarer Tragweite. Für die verleumdeten Deut» chen, bie man in sinnloser.lleberfteigerung bes Has- -s als Barbaren unb Schüblinge ber Well oer= «tzerte, hatte er einen heroischen Klang. Denn bas iseutsche Volk besaß ja mit Recht bie heilige lieber» seugung ber Schuldlosigkeit und Reinheit und fand D, vom Sttahlenkranz einer Dornenkrone um- iammt, in der Tiefe seiner Seele jenen Heros- id) e n Sinn, ber bem Ruf bes Schicksals allein mtsprach. Er zog aus ber Vereinsamung Riesenkräfte. Er füllte sich mit felsenfestem Vertrauen auf Üfe Hilfe bes „himmlischen Alliierten". Er bekannte sxh in nordischem Trotz zu bem: „Viel Feind, viel sshr'". Er glitt in ben Soldatenwitz hinüber und fchrieb an die Wände ber Eisenbahnwagen: „Hier werben Kriegserklärungen angenommen." Es war j ne heroische Sittlichkeit, bie nicht bem liebermut (titfprang, sondern bem tiefen Wissen um bas Be- Mifenfein unb bem heiligen Willen zum Gehorsam, tiefer heroische Sinn verlieh bem beutschen Volk t»im Ausbruch des Weltkrieges die Kraft, seelisch richt zusammenzubrechen, sondern trotzig auf-- lieÄt zu stehen unb bas Menschenunmögliche l-ldisch zu wagen, ben Kampf im Glauben auf ben €4eq aufzunehmen fast gegen bie ganze Welt So brach aus der seelischen Tiefe bes im Deut» bien schlummernden nordisch-heldischen Wesens mit In-qewalt bas eble Erbgut hervor unb schmolz in Innen Gluten bie geistigen Ueberfrembungen em. Jiie ungeheure Gefahr bes Augenblicks hatte ben llnstiirkt geweckt, baß für bie im gefährbeten mitteleuropäischen Raum siebelnben Deutschen die staats- rvlittsche Lebensformung bes Westens nicht genügte, lindern baß eine festere Bindung nötig war weit» anschaulicher Art, dem beutschen Wesen gemäß. Dies r.ar noch keine klare Erkenntnis, aber doch em ltidenfchaftliches Gefühl, in bem sich alles Zusam- r.-enfanb, was gut, ebel unb groß war im beutjchen 5iolf. Allen Zersetzungen und Ueberfrembungen Aum Ärotz würbe der beutsche Sozialismus geboten. Noch richt als eine staats politische Form oder als em Die diesjährige Monatswende vom Juli zum luguft bringt bie 25. Wieberkehr jener verhänanis- thweren Tage, die über ben Ausbruch des Weltkrieges entschieden. Dieser war einer La- nine gleich ins Rollen gekommen, als Rußland in Einern dämonischen Witten *um Kriege am 30. Juli »ine Gesamtmobllmachung befohlen hatte, der dann notwendig die der anderen Mächte folgte. Am ..August, 16.40 Uhr, spracb Frankreich den Befehl nr allgemeinen Mobilmachung aus, und erst um ;? Uhr am gleichen Taae wurde bie deutsche Mobilmachung ungeordnet. Obgleich es am meisten de- iraht und auf die schnellste unb früheste Mobilmachung angewiesen war, hatte bas Deutsche Leich sie als letzte Großmacht befohlen. So Durbe ber 2. August 1914 ber erste Mobilmachungs- :ig bes deutschen Heeres, unb schon am Adenb bes Zeichen Tages knisterten an ber Grenze in zahl- eichen französischen Grenzverletzungen bie ersten -lammen bes Krieges empor. Es war eine selt- vime Schicksalsfügung, baß am gleichen Tage, zwcm- g Jahre später, Generalfeldmarschall von Hin- i e nb u r g zur Großen Armee abberufen wurde mb dadurch jenem Manne die Leitung des Reiches Jberlieft, der als ber Führer ber Retter unb Be- -eier bes beutschen Volkes geworben ist. So erretten bie ersten Tage bes August in breifacher »insicht eine Schicksalsbedeutung für unser Volk. . Mit bem Ausbruch jenes Wettkampfes vor 25 «^hren entlud sich bie Weltpolitik, bie sich schon »raume Zeit im beutsch-britifchen Gegensatz zufam- ■nenbaöte, in ben furchtbarsten Krieg aller Zeiten, wie bediente sich bes Balkans als Branbherb. Alle mropäischen Probleme unb weltpolitischen Gegen- ötze waren einer kriegerischen Entscheibung unterworfen. Doch noch mehr war in Frage gestellt. Henn das ungeheure Geschehen leitete eine Wanb- jmg ein, wie sie bie bisherige Universalgeschichte iicht kannte. Daß eine Ahnung im Gefühl ber Menschen lebte, zeigte bie Bezeichnung „Weltkrieg". Hieser einzigartige Name hob ben Völkerkompf von 3)14 aus allen bisherigen Kriegen ber Weltgeschichte »raus. Er würbe in einem besonberen Sinn zum -fZj aller Bewunderung wert fei, |o sehe der Winter- sendeplan des Deutschen Rundfunks vom 1 Oktober 1930 bis 31. Mirz 1040 noch eine weitere intensive Steigerung auf diesem Gebiet vor. schon seien Gastverträge mit etwa 50 der ersten Künstler des Reiches abgeschlossen, und die besten Dirigenten, Instrumentalisten und Sänger feien bereits zu 150 Veranstaltungen verpslichtet, um das Schönste und Beste aus allen Gebieten der Kunst und Unterhaltung zu bringen. Oer erste Preisträger des Hunbfunfpreifee. Dr. Goebbels verkündete dann den ersten Preisträger des im Vorjahre ausgesetzten Rundfunkprei- ses in Höhe von 10 000 Mark für besondere Leistun- gen aus dem Gebiet der Rundfunkwissenschaft, der Rundfunktechnik oder der Rundsunkprogrammgestal. tung. Der Preis wurde dem Konstrukteur des Volks, empfängers, Dberingenieur Otto Grießing zu« erteilt Cs wird damit ein Verdienst gewürdigt, das darin besteht, durch Schaffung eines billigen Volks- gcrötes wesentlich zur Verbreitung des deutschen Rundfunks in den Massen unseres Volkes beigetra- gen zu haben. Für die Zukunft sieht Dr. Goebbels dem Deutschen Rundfunk vor allem die Aufgabe vor, feine Darbietungen noch mehr als bisher zu vervollkommnen und ftc in ihrem Niveau auch für den verfeinerten Geschmack zu heben Der Deutschlandsender solle weiterhin mit allen Kräften als repräsentativer deutscher Kultursender ausgebaut werden. Schließlich gedachte Dr. G o e b b e I s der poli- tischen Aufgaben des Rundfunks als eines Sprachrohrs des deutschen Volkes in die Welt und damit al» eines der kraftvollsten Verteidiger des deutschen Prestiges und Ansehens bei allen Völkern der Erde. Hobe sich der Rundfunk in der Vergangenheit un- vergängliche Verdienste in der Zusammenschweißung her deutschen Volksgemeinschaft erworben, so habe er heute darüber hinaus die Aufgabe, eine Brücke zum Deutschtum im Auslande zu schlagen und der ganzen Welt die Erkenntnis zu vermitteln vom nationalsozialistifchen Reich und vom nationalsozm- listischen deutschen Volk. nrf) habe heute wiederum die willkommene Gelegen- heit über die Aetherwellen hinweg meinen Gruß an alle Deutschen in aller Welt zu richten Ich tue das vor allem in diesem Jahre aus tiefbewegtem Herzen. Es ist der Gruß des deutschen Volkes und vor allem der Gruß seines Führers. 3n einer Zeit, in der mit einer Heftigkeit wie nie zuvor der Kampf um die deutfchen Lebensrechte entbrannt ist, steht dieses Volk geschloffen um seinen Führer geschart. Jeder Versuch, die Nation von ihm zu trennen, mag er kommen woher auch immer, muß von vornherein als aussichtlos bezeichnet werden. Der Rundfunk aber hat die Aufgabe, ihn, wo er auch unternommen roirt), gleich zu Anfang schon zu parieren und niederzuschlagen. Daran mitzuhelfen ist seine politische Ehrenpflicht. Er hat auf Posten >u stehen gegen Lüge und Verleumdung, und damit ist er neben der Presse die schärfste geistige Waffe im Daseinskampf unseres Volkes. Möge er das immerdar bleiben, und sei er dazu auch in Zukunst die Stimme des Führers, die die Nation erweckt hat und heute eine ganze Welt zur Vernunft zurück* ruft.“ Damit erklärte Dr. Goebbels die Ausstellung für eröffnet. Stürmischer Beifall dankte dem Minister für feine Ausführungen. Nachdem der Präsident der Reichsrundfunkkammer, K r i e g 1 e r , das Sieg- heil auf Führer und Vaterland ausaebrarbt hatte, schloß sich ein Rundgang durch die Ausstellung an. Tschechische Abfuhr für KingHall. Oie nationalen Tschechen fallen nicht mehr auf englische Hinterhältigkeiten herein. Prag, 28. Juli (DNB.) In der tschechischen nationalen Zeitung „Blajka" veröffentlicht Dr. Johann P e ch a c e k einen offenen Brief an den attsam bekannten britischen „Propagandisten K i n g - H a 11 (Dr. Pechacek ist Mitglied des Hauptausschusses der tschechischen Nationalen Gemein- choft). In dem Schreiben heißt es u.a.: „Wir nationalen Tschechen wissen von Ihren Briesen an das deutsche Volk. Wir haben auch von Ihnen und von diesen Briefen in den Zeitungen gelesen und im Radio gehört (in allen Sprachen und in allen Sendern). Was Ihnen von deutscher Seite geantwortet wurde, wissen wir eben- alls. Wir erinnern daran, Herr King-Hall, nur als Beweis dessen, daß wir alles beachten und daß wir gut unterrichtet sind. Wir ver- olgen die Meldungen der englischen Blätter und Sendestationen sehr aufmerksam, obwohl es heißt, daß uns Tschechen alle Rundsunkempsangsapparate abgenommen wurden. Wir erfreuen uns trotzdem des unbeschränkten Abhörens aller Nachrichten aus dem Aether, ob nun zu uns oder zum Weltgewissen Ihr trocken bered)* nendes England spricht. Deshalb müssen wir oft über die Naivität der ausländischen Sende- tationen und über Sie lächeln, wenn Sie diesen Nachrichten Glauben schenken. Uns scheint es, daß dies der Fall ist, wenn Sie diese allzu stark unter- treichen. Wir wundern uns nicht über Sie, Herr King-Hall, daß Sie so schlecht über viele Angelegenheiten unterrichtet sind, die uns direkt angehen und die uns näher liegen als Urnen. Sie sind Engländer und sitzen hoch oben auf chrer Insel. Aber ihr solltet wohl darüber unterrichtet sein, was in eurem eigenen Lande vor- geht. Klären Sie uns auf, warum die eng. tischen Zeitungen den englischen Lesern das erste Interview verschwieaen haben, das der Stellvertreter des Ministerpräsidenten (Havelka) dem Vertreter Ihres eigenen größten Nachrichten- büros gewährt hat. In diesem Interview ist nämlich von dem Ende des Abenteuers die Rede, das für unser Volk das Verderben bedeuten sollte. Es ist darin davon die Rede, daß wir das Verhältnis zwi chen uns und den Deutschen diesmal o h n e d e n englischen „höchsten" Schutz lösen werden, der für unser Volk solche Nachwirkungen haben sollte. Die Erklärung unseres stellvertretenden Minister- Präsidenten ist ein positiver Beitrag zur Erhaltung des Friedens. Warum verschweigt demnach die Presse den englischen Lesern dieses Interview? Oder hat sich die Lage der eng. tischen Politik geändert, die die Ehre so oieler Völker für ihre selbstsüchtigen Ziele zu opfern ver. mochte? Sie, Herr King-Hall, können uns sicherlich viel Aufklärung geben und Ihre Preffe und die englische Ehre reinwaschen. Unsere Augen werden Ihre Presse verfolgen und unsere Ohren den Nach, richten Ihres Rundfunks lauschen. Seien Sie versichert, daß wir Mannhaftigkeit respektieren werden. Wir haben keine Lust mehr, uns auf Hinterhältigkeiten einzulassen. • ' H W EH M ■•"TV"'” yl Kamera-Entdeckungen auf der Rundfunk-Ausstellung. Unser Bild zeigt links: Telefunken zeigt eine Sonderausführung ihres Phonosupers aus Glas, die einen Blick in diesen Siebenkreis-Fünfröhren-Empfänger gestattet. — Rechts sieht man die Fernsehkamera, die die Eröfsnimgsfeier für die drei deutschen Fernsehsender festhielt. Nach der soeben erfolgten Freigabe des allgemeinen Fernsehbetriebes durch die Deutsche Reichspost wird man solche Apparaturen bei allen wichtigen Tagesereignissen In Tätigkeit finden. — (Scherl-M.) I / Vereinheitlichung der Rundfunkgeräte. Typenbegrenzung für Empfänger, Verstärker und Ersatzteile. Berlin, 28.Juli. (DNB.) Die bisherigen Arbeiten des zur Vereinheitlichung der technischen Nachrichtenmittel eingesetzten Son derbeauftragten, Generalmajor F e I ( g i e b e I, haben, wie in der Rede des Reichspropagandaministers zur Eröffnung der Funkausstellung erwähnt wurde, dazu geführt, daß die ersten allgemeinen Richtlinien bekanntgegeben werden können. Die in enger Zusammenarbeit mit dem Reichspropaganda- und dem Reichswirlschaftsminister aufge- stellten Forderungen für zukünftige Gerätearten und ihre Herstellung sind folgende: 1. Bildung von höchstens zwölf Industriearbeits- gemeinschaflen für den Bau von Rundfunkgeräten. Jede derartiae Arbeitsgemeinschaft baut in Zukunft nur gleiche Rundfunkgerätetypen. Zu derartigen Arbeitsgemeinschaften werden diejenigen Firmen zusammengezoasn, dieselbe finanzielle Grundlage haben iinh die auf Gnmb ihrer Struktur schon ,etzi in Zusammenhang stehen Dabei soll besonders bie Exportlage der Firma Berücksichtigung finden. 2. Die Geräte sind möglichst als Wechsel- ftromgeräte mit Wechselrichter oder als A11 st r o m g e r ä t e zu entwickeln. 3. Je Arbeitsgemeinschaft werden höchstens außer den politischen Empfängern nur noch folgende Empfängertypen hergestellt: a) ein Hoch- leisiungsewpfänger zu mäßigem Preis, b) ein Höchstleistulmsempfänger, c) ein Autoempfänger, (I) ein Empfänger für Ortsempfang mit besonders guter mufifali|n)er Wiedergabe und mit besonders großer Verstärkerleistung, maximal 9 Watt, mit schallPlatteneinrichtung, zugleich für Drahtfunk, e) Ein Bau von Einkreisern außer den politischen Empfängern wirb untersagt. I) Die Entwicklung von Hörystleisiungs- uni» Kofferempfängern wird soweit freigegeben, wie der Export ober Inlandsabsatz die Entwicklung eines solchen Gerätes rcd)tfertigt. 4 Für Verstärker werden folgende Typen festgelegt: a) Ein 'Beritärfer, Leistung etwa 20 Watt, n) ein Verstärker, Leistung etwa 120 Watt, c) ein Verstärker, Leistung etwa 500 Watt. Die Verstär- ker werden so ausgebildet, daß sie für alle Ansorde- rungen der Wehrmacht, des Gemeinderundsunks, des Gemeinschaftsempfanges unjro. verwendbar find. 5. Umstellung der Einzelteile aller Rundfunkempfänger auf solche Typen, die gegebenenfalls für alle Zwecke der Landesverteidigung verwendet werden können Unwirtfd)aftlid)e Einzelteilfabrikation ist zu Gunsten einer den Preis herabsetzenden Massenfabrikation zu unterbinden. 6. Zur Entlastung des Handels von den alljährlich wiederkehrenden Ausverkaufstypen muß eine Stetigkeit in der Vereinheitlichung Platz greifen. Die Beschränkung ans die Einzeltypen wird in einer solchen Zeitspanne erfolgen, daß dem .Handel genügend Zeit gelassen wird, die jetzt noch vorhandenen Ausverkaufstypen abzustoßen. 7. Die Entstörung elektrischer A n - lagen muß weiter betrieben werden. Dabei ist besonders auch die Entstörung für Kurz- und Ultrakurzwellen sämtlicher Kraftfahrzeuge einschließlich des Volkswagens norzufehen. Die bisherige Entstörung für Rundfunkwellen genügt nicht. Die näheren Anweisungen auf Grund dieser Forderungen werden an die Industrie durch das Reichswirtschaftsministerium im Einvernehmen mit dem Sonderbeauftragten bekanntgegeben werden. Die grundsätzliche Zustimmung des Reichswirt, chaftsministeriums und des Sonderbeauftragten zu )en Vereinheitlichungsvorfchlägen der Wirtschafts, gruppe Elektrotechnik wurde bereits erteilt. Neben diesen Dereinheitlichungsrichtlinien sind Maßnahmen zu erwarten, die noch mehr als bisher geschehen, die Verwendung devisensreier Roh- taffe im Apparatenbau fordern. Hier werden an )ie Erfindergabe des Technikers neue und große Aufgaben gestellt werden. Empfang beim Gauleiter. NSG. Aus Anlaß der Deutschen Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug 19.39 und des 2. Internationalen Lustrennens, die das NS.-Fliegerkorps vorn 28. bis >30. Juli In Frankfurt a. M. durd)führt, gab Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger am Frei- tagabenb im Hotel „Frankfurter Hof" in Frankfurt am Main einen Empfang. Der Einladung waren zahlreiche Flieger aus dem Auslande, die Spitzen der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, des Reichsarbeitsdienstes, des Staates und der Be- Hörden gefolgt. In Vertretung des Gauleiters, der verhindert war, feine Gäste perfönlich willkommen zu heißen, begrüßte Staatssekretär Reiner. In seiner Ansprache wies er auf die Bedeutung des Flugfvortes hin und brachte feine Freude darüber Aiim Ausdruck, daß In fo großer Zahl ausländische Flieger zu den Veranstaltungen nach Frankfurt am -Nain gekommen sind. Den Dank für den Empfang sprach der Führer der Gruppe 11 des NS.-Flieger- larps, Gruppenführer von Molitor, aus. Er hob in seinen Ausführungen besonders die große Unterstützung des Gauleiters auf dem Gebiet des Flugwesens im Gau Hessen-Nassau hervor, für die er ihm größten Dank schuldig sei. Äeneralfeldmarschall Göring auf Besichtigungsfahrt Hamburg, 29. Juli. (DNB .Funkspruch.) Am gestrigen Freitag besuchte GeneralfeldmarschaU G ö r i n g auf seiner Motorjacht „Karin 11." in Fort- setzung seiner Besichtigungsreise der deutschen Was. serstraßen die Eider und den K a i s e r - W i l. h e l m - K a n a l. Mit (einem Motorschiff fuhr Her- mann Göring von Friedrichstadt die Eider hinau bis ,zum Kaifer-Wilhelm-Kanal und den Kaiser- Wilhelm-Kanal von Rendsburg bis Brunsbüttelkoog Angst vor dem Appell an bas Volk. Französische Kammerwahlen um 2 Jahre verschoben. Paris, 29. Juli. (Europapreß.) Es steht fest, daß unter den Dekreten, die am Samstag vom franzö- ischen Ministerrat verabschiedet werden, sich eines »esindet, das die Gültigkeitsdauer der Mandate der Kammerabgeordneten von vier auf sechs Jahre verlängert; d. h. die Kamerwahlen, die planmäßig im nächsten Jahre hätten jtattfinden müssen, werden bis zum Jahre 1942 aufgeschoben. Immerhin wird das Recht des Präsidenten der Republik zur vorherigen Auf. löfung der Kammer vor dem 31. Mai 1942 im Einvernehmen mit dem Senat grundsätzlich gewahrt werden, wenn auch kaum anzunehmen ist, daß von diesem Recht Gebrauch gemacht werden wird. lieber die Aufschiebung der Kammerwahlen um zwei Jahre war schon vor Wochen ein heftiger innerpolitischer Meinungsstreit entstanden. Man hatte schon früher angenommen, daß Ministerprä. ident Dalablcr eine solche Abrede mit den Rechtsparteien getroffen haben könnte, bevor ihm im Frühjahr die außerordentlichen Dollmachten gewährt wurden. Die Parteien dürften mit dieser Art von Burgfrieden, die mit der gespannten außenpolitischen Lage begründet wird, im wesentliche! einverstanden sein. Eine Ausnahme bildet die junge Sozial-Partei des Obersten de la Rocque, die autoritäre Tendenzen vertritt, aber gegenwärtig nur über neun Abgeordnete in der Kammer verfügt. Die Partei hat inzwischen ihren Organ ifations- opparat im Lande wesentlich ausgebaut, und es ist anzunehmen, daß sie heute 60 Mandate erobern würde, wenn Neuwahlen abgehalten würden. Oberst de la Rocque erhebt bereits in seinem Blatt „Petit Journal- Einspruch gegen die Der- schiebung der Kammerwahlen. Da die gegenwärtige Kammer immer noch eine Volksfrontmehrheit habe, könne man es erleben, daß gegebenenfalls wieder eine Dolksfrontregierung gebildet werde von der Art derjenigen, die in den Jahren 1936 und 1938 die nationale Verteidigung sabotiert habe. Iren werben aus England ausgewiesen. Urlaubssperre für die Polizei. London, 29. Juli. (Europapreß.) Das Gesetz gegen di e irischen Extrem ist en ist rechts- kräftig; es wurde nm Freitagnachmittug vom Oberhaus in dritter Lesung angenommen Kurze Zeit pätcr gab das Unterhaus feine Zustimmung zu einigen kleineren Abänderungsvorschlägen des Oberhauses und schon am frühen Nachmittag erhielt das Gesetz die königliche Zustimmung Von den 30 Ausweisungsgesuchen, die dem britischen Innenministerium am Freitagnach- mittag und .abend von Scotland Harb zu- gingen, war bis Mitternacht 19 Gesuchen von In» nenrninister Sir Samuel Hoare stattgegeben worden Die verdächtigen Iren, die nach den Feststellungen der Polizei mit den irischen Extremisten in Ver- nndung stehen sollen, werden 48 Stunden in Lom don festgehalten und dann nach Irland abgeschoben. Allerdings steht es ihnen frei, wäh. rend dieser Zeit Berufung gegen ihre Ausweisung einzulegen. Bis in die späten Nachtstunden wurden in Scotland Ä a rd Besprechungen zwischen Jnnenmini- fter Sir Samuel Hoare und den Leitern von Scotland Vard, sowie den Polizeikommisfaren der größten englischen Provinzstädte abgehalten, um die Einzelheiten für die Fahndungen der nächsten Tage zu erörtern, — Die llrlaubsfpcrrc für bie Polizei, die mit Wirkuna vorn 27. Juli ein- geführt wurde, soll sich auf mindestens vierzehn Tage erstrecken. Der Abendschnellzug von Lo iv-on nach Irland war von fliehenden Iren derart belagert, daß der Verkehr durch zwei Nacbzüge erweitert werden mußte. Zahlreiche Polizeiinspektoren durch- suchten sämtliche Koffer der Reisenden; Verhaftungen wurden jedoch nicht vorgenommen. Der Anführer der irischen Extremisten, Sean Russell, der seinen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten hat, soll sich zur Zeit in England auf* halten. Zeitungsmeldungen zufolge soll er in der englischen Hauptstadt gesehen worden fein. Scotland Vard hat verschiedene Anrufe erhalten, wonach man Russell im Westend Londons gesehen haben will. Er soll vor kurzem mit einem amerikanischen Dampfer in Irland angekommen fein und sich von dort aus nach England begeben haben. Während des Besuches des englischen Königspaares in den USA. war Russell von der Polizei zeitweilig verhaftet, muhte bann aber wieder freigelassen werden. Noch vor wenigen Wochen hatte er in den Vereinigten Staaten Dort Nordamerika auf einer Werbekundoebung vor Amerikanern irischer Abstammung gesprochen und erklärt, die Bombenanschläge in England würden so lanae andauern, wie englisch« Truppen sich auf irischem Boden befänden und Iren in englischen Gefängnissen gefangen geh alten würden. Kritik an der Ballonsperre in England. London, 29. Juli (Europapreß). Kritik über die ungenügende Ballonsperre um Groß-London wird im „Daily Telegraph" laut. Der Sachverständige des Blattes, Turner, stellt fest, daß die 50 0 Sperrballons, die zum Schutz der englischen Hauptstadt ausersehen seien, nicht genügten, um für die 200 Quadratmeilen große Fläche der Hauptstadt Sicherheit gegen Luftangriffe zu gewährleisten. Mindestens die fünffache Anzahl Fesselballons feien dazu notwendig. Im übrigen wird von dem genannten Blatt ent- gegen den Ankündigungen des amtlichen Rund« funks, der feftftellte, daß die „Hebungen“ der Ballonsperre nur bis zum 5. August dauern würden, gesagt, sie würden mehrere Wochen in An- sprach nehmen. England macht Japan Schwierigkeiten. Tschiankaischek appelliert an England. London, 29. Juli (DNB. Funkspruch). Die britisch -japanische n Verhandlungen in Tokio sind jetzt, Londoner Vresseberichten zufolge, auf Schwierigkeiten gestoßen. So meldet der diplomatische Korrespondent des „Daily Herald", die Japaner hätten verlangt, daß erstens der chinesische Nationaldollar in oen britischen Niederlassungen verboten und die Nord* china-Währung eingeführt werden solle, daß zwei- lens 1 Million Silberdollar, die in der chinesischen Bank in der Tientsiner Niederlässung liegen, den Japanern ausgeliefert werden sollen. Beide Faserungen jedoch seien von den Engländern a b g e 1 e h n t worden. „News Chronicle" veröffentlicht als Original- artikel einen Appell Tschiangkaischeks an Großbritannien, in dem er nahelegt, die Verhandlungen mit Japan einfach fallen z u lassen. Der chinesische General läßt in dem Aufsatz sein größtes Erstaunen darüber bemerkbar weichen, daß bas moralisierende britische Geschwätz von den Angreifernationen eine Angelegenheit einer Zweckmäßigkeitspolitik sei Er vertraue, so heißt es weiter, darauf, daß die brittsche Regierung ihn nicht weiter enttäuschen werde. Aus dem Artikel geht mit Deutlichkeit hervor, daß nur mit HilfeGroßbritannienr der Wider st and aufrecht erhalten wurde. 3apan stellt den Verstoß gegen das Abkommen fest. Tokio, 29. Juli. (DNB. Funkspruch.) Politische Kreise verurteilen schärfstens die ablehnende Haltung, die die englischen Vertreter in den letzten Einzelbesprechungen gegenüber der japani' schen Forderung nach einem Verbot der chinesischen Papierwährung und der Auslieferung der Silber* dollars in der englischen Konzession eingenommen haben. Japan müsse, so betont man, auf der Erfüllung dieser Forderungen de« stehen, da sie eine Grundvoraussetzung für bie Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung sei England verstoße offensichtlich gegen den Seift des Abkommens zwischen 2mta und Craigie. Seine ganze Haltung müsse als ein großangelegtes Manöver angesehen werden, bei dem England nach außen hin große Zugestäickmisse mache, um in Wirklichkeit konkrete Sicherheiten langen. Die japanische Armee, so erklärt „Tokio trfb Taku zumAb Soll djf. Nach Ablauf _ . aiiworUichkeit mehr für ihre persönliche Sicherheit uscrnommen werden. Im übrigen wächst all zerre in die Bewegung gegen die Eng- l nder. Die Fremden, soweit sic nicht Englands sind, werden dringend ermahnt, ihre National- siggen 'zu zeigen, um Zwischenfälle zu vermeiden. Sys# r-’.S •%? «1,4 .J“ wtn * »& und fc Alen »erb,. Snen Pettüren wert* 1 °uf hin.. Wir. verfolge die gegenwärtige* Besprechungen^ tü größter Aufmerksamkeit und lasse darüber keinen Werfel, daß der völlige Abbruch der Vorhand- lZigen unvermeidlich sein werde, falls Eng- litb bei der Bereinigung der ipirtschaftlichen Lage t seiner Verständnislosigkeit verharre. Englands prestigeverlusi in Ostasien. lehrreich für die „garantierten" Staaten. Mailand, 29. Juli. (DNB.) Zur eng- lschen Kapitulation im Fernen Osten streiken die „Relazioni Internationale", die eng- liche Haltung sei in erster Linie durch das Bewußt- fim von der Unmöglichkeit irgendeiner Li ege s ch a n c e in einem bewaffneten Konflikt rr:t Japan bestimmt worden. Es sei nun offenkun- bg, daß die äußerste britische Verteidigungslinie ui Fernen Osten über die Basis von Singapurs nicht hinausgehen könne. Damit habe das Prestige der britischen Politik einen neu e n schweren Schlag erlitten. Darüber biraus wurde die Tatsache, daß England Tschiang- Lischek habe fallen lassen, den von Großbritannien garantierten Ländern sicher Anlaß zu tief- gLndigen Betrachtungen über den Wert von Un- irstützungen seitens des Empire geben. »China will die Engländer los sein. Peking. 28. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) T-r antibritische Abwehrausschuß forderte die britischen Ei n w 0 h n e r in der Gegend von Tangki ~ * "" zug innerhalb 4 W 0 chen dieser Frist würde keine Ver- Dollmachten z en mit dieser l Wannten . '^wesentlich, bildet die jum delaRocq, über gegenM Kammer Organifafior, gebaut, und es- ®antate erober en wurden, bereits in fein» ch. gegen die & die gegenmärtip ontmehrheit benenfalls toitir 9 gebildet vH Wen 1936 irt abotiert habe. wies« Enaian)^ e M trski trten h 5c? e erhalt ns ge^’W em ameril* sein und schm Haden. ngliscken W lar RussellM tet, mhte bi» Japan läßt sich nicht bluffen. Tokio, 28. Juli (Ostasiendienst des DNB) 2nhrend Presse und politische sowie wirtschaftliche Jteije bei der Erörterung der Kündigung des 4-Ip anisch - ame ri kan ischen Handels- v rtrages zahlreiche Vermutungen darüber an- Men, was den „überraschenden und bedauerlichen ^oritt" Washingtons veranlaßt haben könnte, fdtint die Regierung in einer Kabinettsberatung d* Freitag beschlossen zu haben, zunächst keine offiziellen Sck ritte zu unternehmen, son- fcnn abzuwarten, vis die Hintergründe der Smdiguna klarer zu übersehen sind. Soweit heute ii Auffassung der amtlichen Kreise in Tokio über 6 Kündigung beurteilt werden kann, ist man vLNbar entschlossen, sich in der bisherigen Politik gegenüber dem Chinakonflikt u b gegenüber En gland nicht beein- fiussen zu lassen. Diese Ansicht kommt mehr jitr weniger deutlich auch in der gesamten Presse M Ausdruck. Neue« Druckmittel au« USA. Washington, 28. Juli (DNB.) Außenminister Am I f deutet in der Pressekonferenz an, daß ein riuer Handelsvertrag mit Japan nicht orneschlossen werden könne, ehe nicht die p 0 l i - tuchen Differenzen zwischen den Vereinigten (Saaten und Japan im Fernen Osten bereinigt sein. England« Beklameflüge. Aondon, 29. Juli. (Europapreß.) Als nächstes 311 für ihre Reklameflüge sind von der bri- iiHen Luftwaffe Länder im Nahen O st e n so- 0? - in Britisch-Jndien ausersehen worden. F» die Mae nach dem Nahen Osten ist Malta al Zwischenstation bestimmt. Oeutsch-sapanischer Handelsverkehr. Erhebliche Erweiterung beschlossen. Berlin, 28. Juli. (DNB.) Zwischen Deutsch- land und Japan ist heute ein umfassendes Abkommen über den Waren- und Zahlungsverkehr paraphiert worden, welches die Aufrechterhaltung des bisherigen laufenden Handels und darüber hinaus eine erheblicheAusweitung des beiderseitigen Handelsverkehrs durch Verrechnung und mit Hilfe eines deutschen Kredites vorsieht. Das Abkommen soll am 1. Oktober dieses Jahres in Kraft treten. Inzwischen werden einige Uebergangsmaßnahmen getroffen werden. Der Abschluß des Abkommens wird in Deutschland und Iavan lebhaft begrüßt, da dieses die gegenseitigen wirtschaftlichen Beziehungen im Rahmen der zwischen den beiden Ländern be- stehenden Freundschaft weiter festigen wird. Genugtuung in Japan. Tokio, 29. Juli. (Funkspruch. DNB.-Ostasien- dienst.) Das Außenamt erklärte zum Abschluß des deutsch-japanischen Handelsvertrages in einer inoffiziellen Verlautbarung, das Hauptziel sei seit 1937 nicht nur der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern im Sinne einer weiteren Verstärkung her Sinti- komintern-Beziehungen gewesen, sondern auch eine Verbesserung der für Japan wichtigen Warenlieferungen. Durch das Abkommen werde der deutsch-japanische Handel nicht nur eine weitere Steigerung erfahren, sondern auch die Wirtschaft der beiden Staaten vorteilhaft ergänzt werden. Der Sprecher des Außenamtes wies auf die Bedeutung des Abkommens hin, das beweise, wie das Länderdreieck Berlin—Rom—Tokio auf seinen wirtschaftlichen und anderen Gebieten ständig gestärkt werde. Reue Schwierigkeiten in Moskau. Militärbesprechungen verzögern sich noch. London, 29. Juli. (Europapreß.) Wider hiesiges Erwarten wird sich die Ankündigung über die Entsendung von englischen und französischen Militär mi ff i 0 neu nach Moskau um mindestens einige Tage hinauszögern, da in Moskau Schwierigkeiten gemacht werden. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, war vorgesehen, aß Moskau, Paris und London gleichzeitig eine Erklärung über die Entsendung solcher Missionen abgäben, in der auch der Wille der drei Staaten zur Erlangung eines Abschlusses der Verhandlungen kundgetan werden sollte. Dieser in Paris und London ausgearbeitetc Vor- schlag wurde in Moskau a b g e l e h n t mit der Begründuna, daß es nicht zweckmäßig fei, vor einer Klärung der Frage des „indirekten Angriffs" eine solche Demonstration nach außen hin oorzunehmen. In Moskau habe man auch die Auffassung, so erklärt man weiter, daß die Bekanntgabe einiger Punkte, über die bereits eine Einigung mit England und Frankreich erzielt worden fei, vorläufig nicht gerechtfertigt sei. Die Unterredung, die der sowjetrussische Botschafter in London, Maiski, am Freitag mit dem obersten diplomatischen Berater der englischen Regierung, Sir Robert Vansittart, hatte, dürfte sich ausführlich mit dieser Frage befaßt haben. In der Pariser Presse, Äe schon mit einer Unterhauserklärung Chamberlains über die Entsendung der M1 l i t ä r m i s s i 0 n nach Moskau gerechnet hatte, legt man am Samstagmorgen eine gewisse Enttäuschung über das Ausbleiben dieser Erklärung an den Tag. Genaue Mitteilungen über den Stand der Moskauer Verhandlungen sind Roch vor meniy igten Staaten w ibaebung vor > zcsprochen unb r ie in Englail t r n, wie befänden unW zengehalten würbe re in Englck Dreß). Kritik & lonspent 11 „Daily TelegW i Blattes, W ballens,die xs >t ausersehen die 200 Di* M Sichet ff Mindestens KJ n dazu noW mannten Bitti? 5 amtlichen W e „Hebungen • luguft dauern «W°ch«n 1»» igleit« >n Vertreter $ sertot oer ZtzZ r h e r u n h r »Effert J «'L ,ens t -au su ZW :$"S- 1 Derflpf I44AUS A.W v'.' LUDWIG U. GEISE FRANKFURT A. M. - LIEBFRAUENSTR. 1-3 im Volkstümliche Naturwissenschaft n reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlage -»Zeugnisse. 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In den ersten sechs Monaten des Jahres 1939 erreichte der Wert der A u s f u h r v 0 n Flugzeugen und Flugzeugersatzteilen mit 48,8 Mllionen Dollar einen neuen Rekord und lag um 31,6 v. H. über der Ausfuhr im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Juni erreichte die ^Flug- zeugausfuhr einen Wert von 10,6 Millionen Dollar, wovon für 6,2 Millionen Flugzeuge nach Eng« land und Frankreich gingen. Die diesjährige Flugzeugausfuhr im Juni war um 33 v. H. höher als die des gleichen Monats im Vorjahre. Die Kabinettskrise in Holland. Den Haag, 28. Juli. (Europapreß.) Die K n - 11 i g i n der Niederlande hat von dem Rücktrittsgesuch des Kabinetts Colijn Kenntnis genommen und das bisherige Kabinett Colijn mit der vorläufigen W e i t e r f ü h r u n g d e r Geschäfte beauftragt. Der rasche Sturz des Kabinetts Colijn nach kaum dreitägiger Amtsbauer gibt einem gro- ßen Teil der nieoerländischen Presse Veranlassung zu heftigen Kritiken am parlamentarischen System. Zn vier Stunden von Rio nach Buenos Aires. Der zweite Eondor-Hlug nach Südamerika. Rio de Janeiro, 28.Juli. (DNB.) Am Frei- tagnachmittag 17.55 Uhr deutscher Zeit landete planmäßig auf dem Landflughafen Natal in Brasilien das Großflugzeug Focke-Wulf Condor D — A B S K. Es ist dies das zweite vom brasilianischen Condor-Syndikat für den südmncri konischen Luftverkehr erworbene viermotorige Großflugzeug Focke-Wulf Condor, das am Mittwochfrüh in Berlin zum Ueberführungsflua gestartet war. Im Ge- gensatz zu dem kürzlich erfolgten Fluge einer Ma- schine des gleichen Modells, die die 11 105 Kilometer lange Strecke, nur durch kurze Tankpausen unterbrochen, ohne jeden Aufenthalt zurücklegte, wurde dieser zweite Flug auf völlig Verkehrs- mäßiger Grundlage, also mit Uebernachtun- gen in Sevilla und Dakar, durchgeführt. Das Flugzeug, das unter Führung von Flugkapitän Kramer von Clausbruck, Flugkapitän Grüt- tering, Oberflugmaschinist Rosinski, Ober- flugzeugfunker Stein und Obersunkermaschinist Salz steht, wird am Samstagfrüh nach Rio de Janeiro weiterfliegen. Bemerkenswert an diefeni Ueberführungsfluge ist die außerordentliche Regelmäßigkeit und die g l e i ch. bleibend hohe Durchschnittsgeschwin- digkeit, die dank der Zuverlässigkeit der BMW.- Motoren erreicht wurde. Im Mittel betrug die Reisegeschwindigkeit 3 14 Kilometer in der Stunde. Nur Focke-Wulf D—ABSK, die den Namen Arnmani führt, wird ebenso wie die kürzlich übergeführte D—AXFO, die den Namen „Abat- tara" erhalten hat, auf der Strecke Rio de Janeiro— Buenos Aires des Condor-Syndikates eingesetzt werden. „Arumani" und „Abaitara" sind die Namen zweier indianischer Häuptlinge, die eng mit der Erschließung Brasiliens durch General R 0 n d 0 n verbunden sind. Die Maschine hat die rund 1300 Kilometer lange Strecke Buenos Aires—Rio de Janeiro mit 19 Fluggästen in 3 Stunden 55 Minuten zurück- gelegt. Das bedeutet eine beträchtliche Beschleuni- gung des Flugverkehrs zwischen den beiden süd- amerikanischen Hauptstädten. Kunst und Wiffenschast. Der Bayreuther „parzivaP. Von allen Werken Wagners ist der „Parzival" am häufigsten in Bayreuth aufgeführt worden. Die unabläfsige Arbeit an einer vorbildlichen Darbietung des in jedem Sommer wiederkehrenden Werkes ist weniger von dem Streben nach grundlegenden Neuerungen bestimmt als von der Absicht, den Besuchern der Festspiele ein von allen Zufällen und Unzulänglichkeiten geläutertes Erlebnis zu vermitteln. Die Weihe des Ortes und die geschliffene Form der Vorführung sollen einer empfänglichen Gemeinde die Wege zum Geheimnis des Kunstwerkes ebnen. Die diesjährige „Parzival"-Aufführung spielte sich, wie der DKK.-Derichterftatter schreibt, in der bekannten Inszenierung Heintz T i e t \ c n s und in den szenischen Räumen Wieland Wagners ab. Sie empfing auch musikalisch wieder von dem bewährten Dirigenten Franz v. H 0 e ß l i n sowie dem Chorleiter Friedrich Jung die klaren, aus langjähriger Vertrautheit mit der Partitur und ihrer Bayreuther Verwirklichung gewonnenen Umrisse. Aus der erlesenen Gemeinschaft der singenden Darsteller ragten Josef v. M a n 0 w a r b a 5 Gurne- manz und der Parzival von Franz Völker hervor. Die markante Deklamation und der vergeistigte Stimmenklang dieser beiden Meisiersänaer verbanden sich mit einer bis in die kleinste Geste durchgeführte und zu einem geschlossenen Wesensbild sich verdichtenden Darstellung. Neben dem beispielhaften Wagnerstil dieser überragenden Gestalter wies die Aufführung wieder die erprobten Leistungen von Rovert Burg als Klingsor, Michael v. Roggen (Titurel) und Kate Heidersbach als Stiimm- führerin der Blumenmädchen auf. Zum erftcnmnl in Bayreuth diente Hans R e i n n a r s edel geführter und substanzreicher Bariton den schmerzerfüllten Klagen des siechen Amsortas, während die ebenfalls neu in das Feftfpielensemble eingetretene Paula Buchner einen entwicklungsfähigen Sopran von jugendlicher Frische für die Kundry einzusetzen hatte. Die schöne Ausgeglichenheit der Aufführung und die weihevolle Stimmung des Werkes hinterließen spürbare Ergriffenheit in der schweigend auseinandergehenden Kunstgemeinde. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. 23.: Ernst Bl muscheln; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen:. Theodor Kümmel. D. 21. VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlschc Unioersitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezuas- preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illu- ftrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. im HAUS DER GUTEN 514QA SommersSdiluß» Verkauf Beginn: Montag früh um 8.15 Uhr Wohnen Sie auch weiter weg von uns—kommen Sie! Bel solch kleinen Preisen darf das keine Rolle spielen! Damen-Oberbekleiduna Damen- und Backflach- Mäntel und Kostüme elegante u. sportl. Formen Sommer-Kleider in Charmeuse, Vistra, Lavabel. 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(75 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) '1Q Wandern und Reisen ♦ Bäder und Sommerfrischen $145A lik 'e ing 518U nicht nur darum herumgehen, Im hohen Vogelsberg. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) ter immer aufs neue Linienführung der gruppe. !iinder. Jeder, der auf die Nehrung kommt, möchte natürlich Elche fehen, und das gelingt auch eigentlich immer, obwohl die scheuen Tiere vor den iremben Besuchern mehr und mehr zurückweichen. Uber die Fischer wissen Bescheid, sie kennen die Spur, sie kennen die Waldungen und die Schlupfwinkel der Tiere, sie fahren die Gäste kreuz und tguer durch den Wald. Dann stehen sie plötzlich vor uns, die Elche, und man ist jedesmal von neuem vast erschreckt über ihre Größe und Urweltlichkeit. Die Birken des Waldes sind niedrig, der Huf des Nches zerbricht sie krachend, wenn er durch das Dickicht kommt, mit seinen Schaufeln nimmt er ein Wericht Kiefernnadeln mit auf den Weg, seine Leibspeise aber sind die jungen Eschen! * Wir fuhren von Nidden in einem Fischdampfer mach Heidekrug herüber. Wir saßen am Bug I4e5 Schiffes, das hoch stieg wie ein sich bäumendes Pferd, der Schaum der Wellen spritzte uns ins Besicht. Meine Begleiterin sagte, nur noch das Seiten auf einem wilden Pferde käme diesen stürmischen Hasfahrten gleich. Sie war 73 Jahre alt und stammte aus dieser Gegend. Ihre kurzen wei- izen Haare wehten im Wind, ihre klaren braunen Äugen leuchteten. Wir trafen auf unserer Fahrt Fischer, die das Heu von den Wiesen des Festlandes :ouf die Nehrung herüber holten. Zwei Boote waren nebeneinander gebracht und der Heuberg iyerausgeschichtet, auch die Pferde, die die Fuhre >yerangefahren hatten, standen des Sturms gewohnt, geduldig mit gesenkten Köpfen auf dem Boot. Heu fit rar und kostbar wie Gold auf der Nehrung. Dom Haff kamen wir in den R u ß st r o m , der torett und gewichtig durch eine Wiesenlandschaft von vo unendlicher Weite fließt, daß das Auge den Horizont fern, fern über die Ebene hin sucht. Es fit sehr einsam. Selten ein Gehöft am Ufer, hin und wieder sind Fischer auf und in dem Strom, imit chren Netzen und Aalreusen beschäftigt. Nun macht das Dampferchen eine Wendung, wir biegen im ein Flüßchen, die „Schiesch" (Schiessz), die in weichen Windungen ihren Weg weiter geht. Er ist -chmal und klar, der Fluß, Bäume und Gebüsch drängen sich ans Ufer, neigen sich über das Wasser, «*s spiegeln sich die hochstenglichen roten Weidenröschen darin. Vereinzelt sieht man graue Holzhäuser mit lustigen bunten Gärtchen daran. Auf Mer Bank, gegen die graue Hauswand gelehnt, Igängen grünliche Netze zum Trocknen, ein blitz- falauer Eimer prahlt daneben in seiner Farbe. Wir kommen nach Heydekrug, das ist ein berühmter Marktflecken. Wir steigen aus, und ein syroßes Empirehaus, das dicht an dem imposanten Marktplatz liegt, nimmt uns gastlich auf. Hier ist jilles weit und großzügig, der riesige Platz, das Haus mit seinen Treppenfluren, die Gastfreiheit seiner Bewohner. Weiter fuhren wir nach Ruß, auf liiem Wege die Siedlung „Bismarck" berührend. Es ffft begreiflich, daß hier alles gegen die großen Ueberschwemmungen im Frühjahr geschützt wird, wenn der „Schacktarp", der Eisgang auf dem Ruß- rtrom losgeht. Die Heuschober stehen auf einer Untermauerung von Feldsteinen, kein Haus, in dem ^icht ein Boot für den Verkehr in solchen Zeiten ?nir Halck ist. Mußte doch eines Tages selbst der Herr Amtsrichter aus Ruß in einem Kahn über !on Zrdtwtz NS cgheimol Meinst tat »jetten ttf geddvltz n mh 34 BH, nautnaijmai ien M iso. ttbbarHtrM Luch Donbatiüe «rwtll verbi« öer Freunbt!r in ben SfiuL t>.1 tfte DerbtiiSs Jlatui, Heft ]>l etoberfes strnlo»! NäMnbliy / »1er I terWM \ Unter dem Solmser Löwen. Braunfelser Miniaturen. Das Sympathie« und Wappentier der altertümlichen Stadt Braunfels ist kein gewöhnlicher Löwe, sondern einer von eigner Art; das Schönste an ihm ist der Schwanz, ein prächtig aufgereckter, kunstvoll gefchnörkelter, geschweifter und geteilter, mit stattlicher Quaste geschmückter Zierat. Auch ist dieser Löwe nicht gelb, sondern meistens blau, und besonders der über dem äußeren Eingang zum Schloß eingelassene hat uns gut gefallen. Oben auf dem Turm dreht sich einer als Wetterfahne golden vor dem blauen Himmel. Ihrer zwei begrüßen den Kurbesucher am Brunnenhäuschen in der Lindenallee, zwei andere halten eine Brezel als Handwerksschild an einem Bäckerladen. Lauterbach (Oberhessen), das idyllische LcmdstädtcheN im lieblichen Tal der Lauter, am Hang des Vogelsberges, umgeben von weiten, stillen Buchen- und Tannenwäldern und von sanften Höhenzügen. Sommerfrische. Malerisches Alt-Lauterbach,. HeimM- museum. Grober Stadwark (30 Morgen). Mod.^reischwimmbad. Grünberg. Die Sommerfrische an Wald und Wasser, malerisch am Fuße des Vogelsberges gelegen. Herrliche Svaziergange tn den Tälern, in prächtigen Tannen- und Laubwäldern, Ausstüge nach dem hohen Vogelsberg. Eisenbahnknotenpunkt. Gute Gaststätten. Großes Waldschwimmbad. Prospekt durch die Stadtverwaltung. Man muß aber nicht nur darum herumgehen, sondern auch hinauf auf den Turm, wo sich eine wunderbare Sicht auftut nach allen vier Winden, — und hinein ins Innere, soweit es dem Besucher offen- steht. Es wäre vergebliche Mühe und ist überdies hier nicht unseres Amtes, die reichen Schätze aufzuzählen, welche die stilgerecht bewahrten und in sich geschlasse« nen Räume bergen. Den Jäger vermutlich noch mehr als den Kunstfreund wird die Galerie mit den Bildern des fürstlichen Hofmalers Seifer fesseln, die reichen Jagdsammlungen mit heimischen und exoti- schen Trophäen vieler und seltener Art nicht minder. Der Kunstfreund, der Liebhaber der Geschichte und der Altertümer würde gern länger verweilen, als die knapp bemessene Führung ihm Zeit läßt: Waffen über Waffen, Rüstungen, Helme, Morgensterne, ver« witterte und zerschlissene Fahnentücher — eines ist aus Kreuzzugszeiten erhalten geblieben, ein unheimlicher Anblick über Jahrhunderte hinweg —, an der Wand hängt das riesige Richtschwert noch, M e 60 .13» mi« 26%, e»' ÄA >l. Die Bevölkerung hier ist arm, es gibt viele Häuser, in denen es keine Holzdielen, sondern nur Lehmboden gibt, man ist damit zufrieden... Wenn dber Besuch erwartet wird, werden selbstgewebte timte Decken auf den Boden gebreitet. Hoch geehrt mit) jeder Gast und ihm sogleich vom Besten an- koeboten, was die Küche aufzuweisen hat. Schnaps tn großen Gläsern soll offenbar ein Ausgleich sein Qr den fetttriefenden Räucheraal, die Neunaugen, Isen Geleekloben mit den wuchttgen Aalstucken. Wir nhen in Ruß fest, der Regen peitschte gegen die Fensterscheiben, Sturm zerrte an den Säumen, reine Möglichkeit, den Fischkutter zu benutzen der ■jns auf bas Haff hinaus bringen sollte zum Fisch- •nng. Keine Möglichkeit, im Ruderboot bis an die Außmündung zu fahren, dort hin, wo die Moven Titften, die Reiher silberschimmernd im Sonnenlicht wehen, bas scheue rote Bleßhuhn aus bem Wasser wucht: Wildnis und Einsamkeit... Stattdessen fuhren wir mit der Bahn nach Memel. Diese Stadt setzt sich merkwürdig zu- tummen: Hier ein Dorf mit Häusern, auf deren "dach ein Erwachsener mit der Hand fassen kann, alte Häuschen sind's mit schonen messingenen Türgriffen und Beschlägen, dort engstraßige Großstadt mit großen Läden und viel Verkehr. Schön ist das Rathaus, in dem während des unglücklichen Krieges 1806/7 die preußische Königsfamllie gewohnt hat — es im Innern wenigstens ganz unversehrt erhalten mit seinem entzückenden rund geschweiften Treppenaufgang in dem schön proportionierten Hausflur. Hineintretend sieht man durch eine enge Glastür in ein gepflegtes viereckiges Gärtchen, in dem die ieflüchteten Königskinder gespielt haben mögen. Gegenüber dem Rathaus steht wieder die während der Litauerzeit verschwundene Borussia, auf deren Dissertationen iwiBrühh* Anzeige« ist, KG.-W M Sfr 30, Netzler. .. 8, Jung;9'- Wir Deutschen reisen gern. Wir wollen etwas : sehen, und je weiter es geht, desto „schöner" ist es. । So glauben viele. Dabei vergessen sie ihre eigne i engere Heimat. Erst wenn bann einmal ein lieber Freund zu uns kommt und wir mit ihm unsere Umgebung anschauen. Berg und Tal durchwandern, alte, verträumte Städtchen besuchen und staunend vor den Schönheiten stehen, müssen wir schamhatt zugeben, daß auch wir „zu Hause" allerhand Sehenswertes vorzeiaen können. „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!" So ist es auch mit vielen ob er hessischen Städtchen, die ihr altes, schlichtes Kleid bewahrt haben, die auch heute noch erzählen von der Vergangenheit. Sie waren einst im Mittelalter groß und bedeutend, im Gegensatz zu vielen heuttgen Großstädten, die damals kaum genannt wurden, aber der dreißigjährige Krieg mit seinen Schrecken druckte auch diesen Städten seinen Stempel auf. Eine neue Blütezeit kam nicht für sie. Nun leben sie ftill und beschaulich für sich dahin. Was sie uns aber bieten, das ist die deutsche Vergangenheit, das ist der Zauber einer längst entschwunbenen Zeit, der — dem flüchtigen Betrachter unsichtbar — uns in den Bauwerken, in den engen Straßen, in der ganzen Anlage der Städtchen umfängt. Es ist beinahe so wie im Märchen vorn Dornröschen. Hinter Büschen und Hecken liegen verzauberte Städtchen, und gar mancher weiß nichts von der verborgenen Schönheit. Geht unser Staunen nicht an, wenn wir z. B. nach Laubach kommen? Es liegt am Fuße des Vogelsberges. Mehr weiß mancher nicht von ihm. Und doch! Wie fein zeichnet sich das alte graue Schloß von dem dunkelgrünen Wald ab! Und wie liegt das kleine Städtchen so friedlich da im Grünen, wie ein Kind im Schoß der Mutter. Gar heimelig ist es in den engen Gaffen des Städtchens, in denen es gewiß nach Landwirtschaft riecht. Wie schon ist erst der Marktplatz mit dem Engelsbrunnen! Don da schaut man hinein in die malerischen Gäßchen. Zwischen alten Bäumen liegt das Schloß mit den? wuchtigen Treppenaufgang. Die grauen Wände mit dem abgebröckelten Putz, aber überwuchert vom Grün, der dicke Turm und die vielen unregelmäßigen Fenster erinnern uns an eine versunkene Märchenwelt. Nur einige Schritte weiter, und wir sind mitten im schönsten Buchenwald. Wer einmal hier auf der Höhe gestanden hat zur Abend- zeit, wenn die letzten Sonnenstrahlen die Wolken vergolden, vergißt niemals das Bild, das sich ihm hier barbietet. Warum reifen immer noch so viele nach Rothenburg ob der Tauber? Weil sie einmal eine mittelalterliche Stadt sehen wollen, und weil jeder Reiseführer darauf aufmerksam macht. Es ist nahezu Mode geworden, diese Reise nach Rothenburg ob ber Tauber. Und in Oberhessen haben wir doch auch noch unverfälschtes Mittelalter. Ebenfalls am Fuße des Vogelsberges, wie Laubach, aber schon hin weisend auf die Wetterau, liegt Büdingen, das sich ja wohl mit Recht das oberhesstsche „Rothenburg" nennt. Man schaue sich nur einmal das alte Stadttor, das auch Jerusalemer Tor genannt wird, genauer an! Der Wassergraben davor wurde in einen Garten verwandelt. Schade, das Ganze wurde viel malerischer wirken, wenn sich die Brücke im Wasser spiegelte. Aber immer noch macht dieses Jerusalemer Tor einen mächtigen Eindruck auf den Beschauer. Die breite Binde, die das Tor und die beiden runden, massigen Türme tragen, wirkt phantastisch Die engen Gäßlein mit ihrem sauberen Steinbelag, die vielen Blumen an den alten Hausern mit den schonen Erkern, der rankende Wein überall das heimelt uns an. Unwillkürlich treten wir leiser auf. Aber auch hohe ©iebel ragen aus dem Häusergewirr hervor. Wie schon ist auch das alte Rathaus! Den unvergeßlichsten Eindruck aber macht das Mühlentor. Hier ist die Mittelalterlichkeit am besten erhalten. Da steht gar trutzig em Turm aus Sandstein, der aber an Stelle der Kegelhaube ein Steingeländer trägt, daneben schmücktsich em Haus mit einem Treppengrebel, und dicht über dem Wasser hängt ein Erker, der an Schönheit seinesgleichen sucht. Und vor bem Ganzen die zwelbogrge Brücke! Das ist unverfälschtes Mittelalter. Die Schönheit jener Bauweise tritt hier vor unser Auge Auch ba» Schloß wirkt so stark. Hier ist Romantik, Vlick ins befreite Land. Fahrt über das Haff. Es ist schon viel über biß Kurische Nehrung geschrieben worden, man hat sich nach Wort und Bild eine bestimmte und gewiß wahre Vorstellung oon ihr gemacht und doch ist man bei dem ersten Besuch dort wie von etwas Neuem, nie vorher Gesehenem überrascht. Es sind vielleicht die Farben, Die Beleuchtungen, bas Gegeneinander von Sand- wüste, Himmel, Meer und Haff, das anrührt, so sah und atemverschlagend wie der plötzliche Anblick Der ersten Gletscherkette. Nidden gibt sich um den Hafen herum mit »inigen großen Häusern und Hotelbetrieb einen monoänen Anstrich, der sich aber rasch verliert, >e weiter man durch bas langgestreckte Fischerdorf *ommt. Es liegen die Fischerhäuser dicht am Haff, graufe, schindelgedeckte Hütten mit blitzblauen Fen- terumrahmungen, in den Gärtchen blühen über Den Kartoffeln blauer Rittersporn und Feuerlilien. In den Fischerhäusern kann man als Badegast wohnen, kann in den Gärten zwischen dem Ritter- porn und den Feuerlilien auf einem Bänkchen ützen und sehen, wie der Mond über dem Haff nufgeht. Die Fischer kommen zum Strand hinunter und machen ihre Boote fertig, diese schwarzen Boote, deren Maste zierliches Schnitzwerk schmückt. Die Boote gleiten hinaus, die Segel bläht ein seichter Wind. Die Kinder, die an das Ufer gelaufen kommen, sind hellblond, ein Lichtschein liegt um ihre Köpfchen. Sie patschen den Booten nach, •rft der große Bruder, bann das kleine Schwesterchen. Eine hagere Frau in schwarzer Joppe und mit weißem Kopftuch, das ein ernstes Gesicht mit cgelmäffigen strengen Zügen umschließt, folgt den Kindern, sie faßt das kleine blonde Mädchen am Rock, sie nimmt es auf den Arm, sie schilt, aber Lachen und Zärtlichkeit kommt dabei in ihr Gesicht. Sie sprechen kurisch untereinander, die Fischer- hier umweht uns das Geheimnis ber Vergangenheit. Es ist ein Märchenschloß. Leise rauschen die Blätter der Bäume, über allem scheint ein leichter, durchsichtiger Schleier zu hängen, die Vogel fingen . . Jrn Anblick solcher Schlosser kommen wir ins Träumen. Alte Sagen rauschen herauf, wir Horen Schwerterklirren und Rosfetraben ... Und wollen wir noch ein Städtchen nennen, das am Bergeshang liegt und von alten Zeiten erzählt? Ja! Es ist Gelnhausen an der Kinzig. Aengst- lich drängt sich die Stadt an den Berg, nur in einer Richtung zieht sie an der Kinzig, bie wie eine Schlange die Stadt umringelt, entlang. Hoch ragt die fünftürmige Marienkirche über das Stadtbild hinaus. Immer wieder fesselt uns diese schone und doch so einfach gebaute Kirche. Das Kleinod aber, dgs Gelnhausen, unten im Kinzigtal, verborgen hält, ist die Barbarossapfalz. Wohl sind es nur Ruinen, aber dem Wanderer, der sich Zeit nimmt, hier zu weilen, dem ersteht ein Bild ber Vergangenheit, wie an wenigen Plätzen in Deutschland. Die Hohenstaufenzeit steigt vor unferm Auge herauf. Alte orientalische Kunst breitet sich vor uns aus. Hier lebten einst Kaiser Friedrich und Heinrich VI. Die Sage vom schoney Grafenkind Gela (das der Stadt den Namen gegeben haben soll) wird wieder lebendig beim Anblick dieser schonen Steinbogen mit den ziselierten Kapitälen. Alles ist eingesponnen in lebendiges Grün, und es sieht so aus, als ob es immer eine Ruine gewesen wäre. Es geht ein Zauber von diesen Resten der Palastmauern und Säulen aus, der unbeschreiblich ist. Man wird unwillkürlich an die Märchenbauten von Granada erinnert. So leicht, so zierlich, so beschwingt und öuftig stehen die Säulen vor uns ... Laubach, Büdingen und Gelnhausen, drei kleine Landstädtchen, dicht zusammen gelegen, und doch so verschieden. Jedes Städtchen hat sein besonderes Kleid, seine eigene Seele. Vergessen wir nicht, daß sie uns so nahe liegen, daß sie zu unserer Heimat gehören! Sockel die Namen der Männer verzeichnet sind, bie 1808 für bie Befreiung Deutschlands wirkten. Nicht weit davon ist der Platz, auf dem der Führer sprach am Tage nach jener denkwürdigen Märznacht, in ber das Memelland von neuem zu deutschem Leben erwachte... Im Hafen, der nun eine große Zukunft haben wird, liegen Torpedoboote, Matrosen machen ihre Uebungen... Ein Dampfer aber trägt uns über das Haff, das nun wieder still geworden und eine schimmernde, sonnen- glänzende Fläche ist, nach Nidden zurück. M. v. O. Heimaistädlcheir am Vogelsberg Von ph Hofmann. '@.9.3o;66* Das fürstliche Schloß auf bem Schloßberg, nach dem großen Brande gegen Ende des 17. Jahrhunderts im alten Stile wieder aufgebaut, noch heute bewohnt, ist eine imposante Anlage. Es bekrönt die kleine Stadt; einst wehrhafte Mitte und Kern der gesamten Siedlung, ist es heute noch Blickpunkt und Wegweiser von allen Wanderstraßen ringsumher. Man wird nicht müde, es aus der Nähe und aus der Weite, von allen Seiten zu umkreisen, und ist gefangen von der bewegten reich gegliederten Architektur« Gut uhckwll Personenwagen :a. 1,2 Liter,- laufen gefui'. Lchr. Ang. ur_ 5192D n. W Hahulofer Mim zu kaufen gesut. sdjriftl- AM. unt. 03659 ani. Gießen. AiM Mvvroll.. g mutt - m. GIfenW (20 A schreib». nu Wtz.u.gE L f. w lob ui»- FriedrÄ' 0 FOTO-Arbeiten preiswert wD FotO-Ruhl, Seltersweg 67 das an bie ehemals standesherrliche Gerichtsbarkeit erinnert wie im Torweg bie Tafel mit ber blutig abgehauenen Hand und dem Beil, welches den Burgfriedensbrecher nach alter Weise bedrohte ... In anderen Räumen entzücken große, farbig bemalte, chinesische und japanische Vasen den Beschauer, weist der Führer auf die Prunkstücke der Gemäldesammlung; ein Murillo ist darunter, sogar ein dem Rem« brandt zugeschriebener „Betender Mönch" ... * Man kann das alles nur eben streifen und dem Besucher anempfehlen, einen Rundgang durchs Schloß nicht zu versäumen; es lohnt sich wahrhaftig. Auch in die kleine Kapelle wird er eintreten, auf dem Kanonenplatz die alten, in Frankfurt gegossenen Geschütze bestaunen, die neben dem Namen des Gießers ihren eigenen auf dem Lauf tragen: „Die Maus" nennt sich eines, ein anderes heißt „Der Zaun« schlupser". . v Beim Eingang in den Torweg aber wird man sich überzeugen, daß die Stadt Braunfels eines ber schönsten und würdigsten Weltkriegsehrenmäler besitzt, das man in unserer Gegend finden kann: der wuchtige, schlichte, von einem Helm bekrönte Block mit den Namentafeln der Gefallenen im Schatten eines mächtigen Baumes darf vorbildlich genannt werden. * Dann geht man am altertümlichen Rabbrunnen vorüber unb steht wieder draußen, unterhalb der gewaltigen Ringmauer und freut sich eines ebenso rührenden wie malerischen Anblicks: aus den schmalen Fugen zwischen den klobigen Werksteinen wachsen da und dort bescheidene Büschelchen blauer Glockenblumen und überspielen im sanften Sommerwinde zart und fröhlich die ernste, verwitterte, steil ansteigende Fläche... Auch Autos und Autobusse vermögen die sttlle Raum-Harmonie des kleinen, heiteren, sehr getroffenen, von guten Fachwerk-Fassaden an allen Seiten begrenzten Marktplatzes nicht wesentlich zu beeinträchtigen. Ueberhaupt gibt es hier vielerlei schönes Fachwerk zu sehen, manches ist erst in längster Zeit wieder freigelegt; auf Schritt und Tritt begegnen dem schlendernden Kurgast lustige, farbig ornamentale Malereien, kunstreiches Schnitzwerk und altväterische Inschriften. * Der Kurgast, der Erholungsreisende, ber flüchtige Wanderer — alle sind hier gut aufgehoben. Morgens unb am Nachmittag wird man in der Lindenallee des Kurgartens sitzen oder lustwandeln, einqehüllt in den würzigen Honigduft, der aus den alten Bäumen weht; man schaut in das reiche, vielfältig gestufte Grün des Parkes, man trinkt seinen Karlssprudel aus Bis- kirchen, hört die Bienen summen, die Vogel rufen, die Kurmusik aus dem Lautsprecher „beliebte Walzer und Märsche" schmettern.* Hauptanziehungspunkt am Vormittage ist natürlich das Sommerbad, klein, aber überaus gepflegt, wahrhaftig ein Idyll. Das Becken ist mit blauen Kacheln ausgelegt, man schwimmt und plätschert appetttkich sauber in der klaren Bläue wie in einer überdimensionalen Luxusbadewanne, die aber alsbald in ein bewegtes, wellenschlagendes Meer verwandelt wird und üppig überquillt, wenn am warmen Mittag etwa eine Fahrtengruppe der Hitler-Jugend die willkommene Rastgelegenheit und lockende Erfrischung nach staubigem Marsche erspäht hat und sich mit Geschrei in die Fluten stürzt ... Am Nachmittag und am Abend ist es schön, zum Forsthaus und in den Tiergarten zu gehen, wo die zahmen Damhirsche wohnen. Die Mütter mit den Kleinen bekommt man nur selten und höchstens von weitem zu Gesicht, aber die bedächtigen, speckrückigen alten Herren kommen nicht ungern herbei, ein Zuckerstück oder eine Brotrinde aus der Hand des Wanderers zu nehmen. Manchmal trollt sich auch der holbblinde, schon mit Greisenhaar bedeckte Esel aus der Försterei über die Wiesen und folgt dem Besucher begierig und geduldig bis ans Wildgatter, das die Hirsche umhegt... In ein paar Minuten ist man daheim, und aus dem kurzen Wege sammelt sich immer wieder der schweifende Blick an den bewegten Konturen des Schlosses auf der Höhe, an dem Solmser Löwen, der den Turm krönt und von den Lichtern der sinkenden Sonne umspielt und vergoldet wird. Hans Thyriot. Wanderfahrten. Büdingen — Herrnhaag — Ronneburg — Gelnhausen. Diese Wanderung, die in den südöstlichsten Teil Oberhessens führt, ist, abgesehen von den landschaftlichen Schönheiten, auch in historischer Beziehung von großem Reiz. Mit dem Frühzug fahren wir nach Büdingen, dem hessischen Rothenburg (Sonntagskarte Gelnhausen), dessen mittelalterliche Schönheiten, wie Jerusalemer Tor, Stadtmauer, Mühltor, Steinernes Haus, Rathaus, Fürstliches Schloß wir einer gebührenden Besichtigung unterziehen Das rotweiße Band und gelbes Kreuz eiten uns von hier über Lorbach hinauf zum Herrnhaag, wo noch mancherlei, wie Herrenhaus und Grasenhaus an die Herrenhuter unter Graf Zmzendorf erinnert. Die gelben Kreuze führen uns sodann über Diebach und Altwiedermus zu der gewaltigen Rume Ronneburg, die uns beim Verlassen des Waldes überraschend entgegentritt. Ueberaus lohnend ist em Besuch der alten Bergfeste, die Sonntags geöffnet ist. Besonders reizvoll ist der Burghof mit dem 80 m tiefen Brunnen und die erkerartig ausaebaute gotische Kapelle. Auch die Besteigung des Bergfriedes ist sehr zu empfehlen, da sich oben eine wunderbar weite Aussicht bietet. Nunmehr folgen wir grünen Kreuzen, die uns über Mittelgründau durch viel Wald nach unserem Endziel Gelnhausen bringen. Auch hier erfreut sich unser Auge an den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie Barbarossaburg, Hexenturm, Romanisches Haus, Marienkirche usw. Dauer der Wanderung 5 Stunden. Krofdorf — Fohnbachlal — Waidhaus — Sauwasen — Schmelz — Fronhausen. Von unserem Ausgangspunkt Krofdorf, bis wohin wir das Postauto benutzen, führen uns blaue Striche das liebliche Fohnbachtal (unterwegs hübsche Rückblicke nach dem Gleiberg) aufwärts bis zum Forst- Haus Waldhaus, wo wir gelbe Punkte antreffen, die vom Gleibachtal kommen. Diese leiten uns jetzt werter, zunächst die Kirchoerser Straße entlang, sodann durch den Buchenbühl, an dessen Rand sich ein entzückender Blick über das Verstal bis zu den Gladenbacher Bergen bietet, hinab zum Sauwasen, wo sich das idyllisch gelegene Kirchoerser Schwimmbad befindet. Von hier führen uns die Zeichen über einen aussichtsreichen Höhenrücken hinab zur Schmelz im Salzbödetal (Sommerwirtschaft), wo sie endigen. Schwarze Punkte zeigen uns jetzt den Weg, wiederum über einen Höhenzug nach unserem Endziel Fronhausen. Wanderzeit 4 Stunden. Nationalsozialistische Agrarpolitik Inhalt und Ziel. Von Professor Or. K. Meyer, Äeriln. So wie der Raum dem Volk zugeordnet ist, so sind auch Boden und Arbeit miteinander verbunden. „Die Erde ist die Quelle, aus welcher die menschliche Arbeit jene Stoffe gewinnt, die in den verschiedenen Graden ihrer Veredelung die Gesamtheit jener Gütermenge ausmachen, die wir den Reichtum des Volkes nennen" (Ruhland). So ist also, wirtschaftlich gesehen, die Volksgemeinschaft infolge dieses Aufeinanderbezogenseins von Arbeit und Boden soziale Arbeitsgemeinschaft. Ganz gleich, ob es sich um den Bauern, den Industriearbeiter, den Angestellten im Handel, den Beamten handelt, jeder steht nicht für sich als einzelner in der Volksgemeinschaft da, nein, sie alle verbindet in sozialer Wechselbeziehung die G e - meinsamkeit der Arbeit. Jeder ist Nutznießer der Arbeit aller anderen; und umgekehrt brauchen ebenso die anderen seine Arbeit. Die Ordnung, die aus dieser Idee der Volksgemeinschaft als Ausgangspunkt und Ziel der Politik gefordert wird, ist aber niemals etwas fertig Gegebenes, Starres, Statisches, sondern ist ebenso wie die Volksgemeinschaft selbst eine Aufgabe, mit der sich die Politik ständig im Strom des Lebens behaupten muß. Sie erstreckt sich auf alle Bereiche ues volklichen Lebens, Oberster Grundsatz, nach dem üch diese Ordnung vollzieht — ganz gleich, ob es sich dabei um Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft handelt —, ist das Primat des Volkspolitischen. Es gibt also keine Berufs- und Standespolitik, die nicht letztlich V o l k s p o l i t i k ist, d. h. die nicht ihre Erfüllung in der Ausrichtung nach den volksgemein- schaftlichen Zielen sieht. Angesichts dieses grundsätzlichen volkspolitischen und volksbiologischen Denkens ist es folgerichtig, wenn uns die Agrarpolitik als ein fundamentaler Bestandteil der Gesamtpolitik entgegentritt. Sie hebt sich in ihren Zielsetzungen weit über eine rein wirtschaftliche Betrachtungsweise hinaus und findet ihre erste und letzte Erfüllung und Sinngebung in der Volksgemeinschaft und in den volkspolitischen Zielen. Die nationalsozialistische Agrarpolitik umfaßt daher das Volksganze, die Totalität des nationalen Lebens, nicht nur die Landwirtschaft als solche. In diesem Sinn müssen alle Maßnahmen ganzheitsbezogen, d. h. aus der Gesamtschau hergeleitet und so auf das Einzelne, wie auf das Ganze gerichtet sein. Die Agrarpolitik ist damit auch ein Mittel zur Sicherung der Volksgemeinschaft und Steigerung der nationalen Produktionskräfte im totalen Sinne des Wortes. Ihr fällt dabei die Aufgabe zu, das Landvolk stark zu erhalten, dafür zu sorgen, daß es seine Aufgaben zur Erhaltung und Mehrung des Volksganzen bestmöglich erfüllt und daß es sich rückhaltlos in den Dienst der allgemein politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zielsetzung stellt. Sie äußert sich also nach der praktischen Seite hin in Handlungen und Maßnahmen, die der Sicherung und Steigerung des Lebensanteils und Leistungsbeitrags des Landvolkes für die Volksgemeinschaft und den Staat dienen; in ihrem gedanklichen Gehalt ist sie der Inbegriff von Zielen, Grundsätzen und Werturteilen hinsichtlich der Fragen bestmöglicher Förderung und Gestaltung des Landvolks und Landbaus im Rahmen des Volksganzen. Trotz ihrer fundamentalen Bedeutung ist die Agrarpolitik in das Ganze der Volkspolitik doch immer nur als Glied eingefügt; sie steht also niemals für sich allein da. Wenn z. B. aus besonderen Gründen wehrpolitische oder besondere sozialpolitische Erwägungen und Entscheidungen in den Vordergrund rücken, so kann durchaus der Fall eintreten, daß an sich wohl begründete Belange der Agrarpolitik vorübergehend zurücktreten müssen. Denn selten ist die oberste politische Führung bei der Steuerung des Lebensganzen in der glücklichen Lage, alle Bereiche des volklichen Lebens in gleichem Maße zugleich zu berücksichtigen bzw. ein- und dieselbe Rangordnung starr innezuhalten.'Es kommt ferner hinzu, daß beim Aufbau eines Staates die Rangordnung oft ebensosehr von außen, wie von innen her bestimmt wird. Der konkrete Inhalt der Agrarpolitik ergibt sich aus der Bedeutung, die dem Landvolk im Rahmen der Volksgemeinschaft zukommt. R. Walther Darrs hat die Stellung des Landvolkes in folgender Weise gekennzeichnet: „Wer einen Staat als organisches Gebilde aufbauen will, muß ihn vom Gedanken von Blut und Boden aus aufbauen. Dies erfordert, daß der Landstand zum Eckstein des Staatsaufbaues gemacht wird, denn ihm kommt die Bewältigung der vornehmen Doppelaufgabe zu: „Lebensmotor für das ganze Volk zu fein, des Volkes Bluterneuerungsquell zu werden " Wir sehen also, daß die Landwirtschaft sowohl m biologischer, wie in wirtschaftlicher Hinsicht eine Sonderstellung einnimmt, da ihr in entscheidendem Maße die Aufgabe zufällt, den Volkskörper biologisch stark und geistig wie seelisch gesund und durch die nationalwirtschaftliche Ernährungssicherung lebenskräftig und bodenständig zu erhalten. Als konkrete Zielsetzung nationalsozialistischer Agrarpolitik ergeben sich daher drei große Leikdeen und Ziele: Ein gesundes starkes und bodenständiges Landvolk als Grundlage der Volksgemeinschaft (Fester Besitz und feste Bauern!), bestmögliche Gestaltung der Nahrungsoersorgung der Volksgemeinschaft durch gesteigerte Erzeugungsleistung und Marktordnung (Mehr erzeugen, sparsamer verwerten!) und Ord- nung der Leistungen und Gegenwerte der nativ- nalen Arbeit (Sozialistische Ordnung!). Die neuen Empfänger ans der Mausflellung. Erhöhte Empfindlichkeit - verbesserter Ton. , n . ........I ■M 'S Unsere Aufnahme zeigt den Stand einer großen Industriefirma, die auf der Ausstellung die Serien« Herstellung ihrer Apparate im Originalfabrikationsgang vorführen läßt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Was die letzte Großdeutsche Funkausstellung ahnen ließ, daß der leistungsfähige Ueberlagerungs- empfänger, der Superhet, sich den gesamten Rundfunk erobern würde, wird durch diese Funkschau bestätigt. Man kann heute sagen, daß überall mehr oder weniger schwierige Empfangsverhältnisse vorliegen, die man nur mit einem Superhet beherrschen kann. Die Richtigkeit dieser Auffassung beweist am deutlichsten die ostmärkische Rundfunkindustrie, die sich schon seit Jahren, gezwungen durch ihre Lage und durch die Notwendigkeit eines starken Exports, ausschließlich der Entwicklung der hochwertigen Ueberlagerungs- empfänger zugewendet hat. Trotzdem ist der Geradeausempfänger, der ohne eine Zwischenfrequenz arbeitet, keineswegs vom Markt verschwunden.Ihm fällt die Aufgabe zu, die untere Preisklasse zu vertreten. Er wird von den meisten Rundfunkfirmen des Altreichs gebaut und hat durch die Verwendung von Metallröhren, durch schaltungstechnische Feinheiten und durch die Verbesserung der Lautsprecher gewonnen. Ein weiteres Merkmal in der Entwicklung ist die Drucktastenabstimmung, deren Ausgabe es ist, die Schwierigkeiten einer richtigen Abstimmung durch Automatisierung zu umgehen. Im allgemeinen besitzen die Empfänger 6, 8 oder 10 Taften. Man stellt die bevorzugten Sender auf je eine Drucktaste ein und braucht bei späterer Wiedereinschaltung keine Abstimmung vorzunehmen, sondern nur die ^entsprechende Taste zu bedienen. Eine geschickte Konstruktion ist bei P h i l i p s zu finden, die „Blitztastenabstimmung". Bei diesen Empfängern wird entweder ein kleiner Motor zur mechanischen Bewegung der Abstimmorgane benutzt oder die Uebertragung des Druckes auf die Tasten nimmt I die automatische Einstellung vor. Für diesen Fall hat Philips einen Schiebekondensator entwickelt, der dem Drehkondensator an Empfindlichkeit überlegen ist. Auch die Spitzengeräte von Telefunken sind mit einer selbsttätigen Sendertastatur ausgerüstet, bei der eine Nachkorrektur der Feinabstimmung nicht notwendig ist. Das Sachsenwerk baut ein Gerät, welches ausschließlich durch Drucktasten betätigt wird und demzufolge keine Stationsskala besitzt. Die Senderwahl mit Hilfe eines Motorantriebes erfolgt auch bei einem Gerät von Nora. Auch hier bedarf es nur einer einmaligen Einstellung der Stationen, um fk durch Tastendruck jederzeit wiederzuholen. Auch bei Siemens, AEG., Blaupunkt, Lorenz, Graetz und anderen namhaften Firmen ist Drucktastenabstimmung anzutreffen. Blaupunkt hat das Drucktastensystem sogar zu einer Fernbedienung entwickelt. Der Benutzer kann von einem abseits gelegenen Platze aus durch Bedienung von Drucktasten über ein langes Kabel (19 Leitungen) seinen Empfänger einstellen. Auch beim Rundfunk bleibt Richter über den Ton das menschliche Ohr. Don' seiner Empfindlichkeit bekommt man einen Begriff, wenn man den Aufwand sieht, den der Rundfunktechniker aufwenden muß, um durch einen Lautsprecher in» strumentenwahre Musik zu Gehör zu bringen. Besonders hat man bei den Geräten der unteren Preisklassen durch hochwertige Lautsprecher s y st e m e dem Käufer mehr zu bieten ver- sucht als bisher. Die Lautsprechertechnik ist durch Grenzen gebunden, die dadurch erkennbar sind, daß tiefe oder hohe Töne bevorzugt werden. Um hier auszugleichen, wird bei vielen hochwertigen Geräten je ein Lautsprecher für hohe und tiefe Tonlagen eingebaut. Andere Mittel zur Klangbereinigung sind die Baßheber und Tonblenden, mit denen die persönlichen Ansprüche an die Klangfarbe geregelt werden können. Als brauchbares Mittel zur Verbesserung des Tones sind auch Entzerrungsschaltungen, besonders die Gegenkoppelung, verwendet worden. Als die vollkommenste und hochwertigste Einrichtung kann das Kammermusikgerät von Siemens bezeichnet werden. Außer einer Plattenspielvorrichtung enthüll dieses Gerät einen Überlagerungsempfänger mit 13 Röhren und 5 dynamischen Lautsprechern. Mit der ständigen Vergrößerung der Kurzwellenprogramme wird vom Rundfunkhörer auf den Bilddokumente zur 25. Wiederkehr der Zulitage 1914. »rten eie sich 6er Annehmlich,ni Hewnhi, perfil,gepflegte Wisch- ,u aus Paris auf die deutsche — Rechts - Die 23erkfiinn"hpr ‘sn>n‘h-7‘ -"^.chch?""wssen vor dem Berliner Schloß der Stimme des Gardeoffiziers", der die Anordnung des m einem kleinen französischen Städtchen durch den Gemeindediener. — (Scherl-Bilderdienst-M) . tragen - zum gepflegten Körper gehört persis-gepflegte Leibwäsche! Aus aller Welt der Rundfunkprogramm MHI 9b lofl, 5130D 10 Rest- und Einzelpaare finden Sie jetzt so billig im Sommerschluß - Verkauf Von der Reise zurück bei z« 03657— 5156D S 10 AI bei bä Lang Göns, den 28. Juli 1939. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 30. Juli, nachmittags 1V2 Uhr statt. Dr. med.Weyl Facharzt für Hals-, Hasen- Ohrenkrankheiten spruch. Nachrichten. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert: Werke von Komponisten der Wehrmacht. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für den Garten. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt das Gauorchester Schlesien. 11.40: Ruf ins Land. 12: Schloßkonzert. Es spielt das Niedersachsen- Orchester. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Kleiner Bummel durch den Tonfilm. (Jndustne-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 16: Volks- und Unterhaltungsmusik. 17 bis 17.10: Einlage (von Frankfurt a. M.): Neues für den Bücherfreund. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Stuttgart spielt auf. Heitere Feierabendmusik. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.35: Tanz und Unterhaltung. 24: Nachtmusik. Hach/ässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige - Doppelherz-Verkaufsstell.:Drog.H. Elges, Seltersw.66. C.Seibel, Frankf. Str. 0. WinterhoH, Kreuzplatz 9/10. Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17. Engel-Apotheke, Habrlch, Marktpl. Griinberg: Karl Schott u. sämtliche Filialen. Laubach: Solms- Laubacher Drog. Karl Klein. evzV M die Serie» iderdienst.K) Achter üfxr k ier Empsickh . roenn monto chniker aite 1 btt Bim e Lachen« : 311 bitten«« Technik i(t hilft iennbot sind. M Derben. Um hu hochwertigen e unb tiefe Io» tur KlangbeM lonblenbtt he an bie Wow Mls brauchbaii; ; sind auch 6 h!1 mbers bie Teg» Als bie voll!» )tung kann te iens bezeichn omchtung entii asempfänger uc 3 ber Äurjwto Neue Glanzleistung unserer Gebirgsjäger. Nachdem erst von kurzem ein Spähtrupp Vornehm i Geschmackvoll! PersönlichI Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache cietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billiget die BrQhl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2261 ,ei* ist °°r d-s Sruttaften h I stahonsffola fe eines Wloto» -rat von 31 ou maligen Eich ^ftenbrud Tiens, 2I(F@ Ö. unb anberp Abstimmung en. ktastensystein!» ickelt. Der?!, gelegenen Plq, en über em k» Empfänger ei» 46000 Studenten als Erntehelfer. Berlin, 28. Juli. (DNB.) Mit den Studenten und Studentinnen sind in diesen Tagen sämtliche Amtswalter der Reichsstudentenführung und alle Gaustudentenführer und Studentenführer in die deutschen Ostgaue und in das Protektorat Böhmen und Mähren gefahren, um dem deutschen Bauer bei der Einbringung der Ernte zu helfen. Insgesamt befinden sich zur Zeit 46 000 im Landdienst und in der Erntehilfe. 99 v. H. der gesamten Studentenschaft stehen an einem vom Reichsstudentenführer Dr. Scheel befohlenen Platz. Damit hat die Deutsche Studentenschaft als erste Organisation den totalen Einsatz ihrer Angehörigen verwirklicht. Seltene Natur- urkunden von den Halligen und vom Wattenmeer, die alle Naturfreunde und DogeUiebhaber mitDeaeisterung lesen und schauen werden: Unter MeWMiem n.SeesWMen Beobachtungen und Natururkunden aus d. Dogelwelt d.deutschen Nordseeküste. - Don Tugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Natur« aufnahmen.In Leinen gebunden RM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche Werbeblatt. HugoBermühler Verlag Berlin-Lichterfeld» IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute vormittag meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grob- mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Veite, geb. Reusch nach schwerem, in Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 64 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Anton Jobs. Veite Familie Wilhelm Veite Familie Karl Kuhl. »MM geg. gute Sicherheit v. Geschäftsmann gesucht. Schr. Ang. unt. '03712 a. d. G.A. Dr.Neumann-Spengel verreist Vertreter: Dr. Klein Dr. Geyer Dr. Mehl (nach Rückkehr) Schuhhaus Haas Gießen, Marktplatz 7 Schönheit ist Naturgabe. Hübschsein läßt sich erpfleoen! Oft siegt hübsch über schön. Besonders wenn die Haut mit -Sw DOPPELHERZ vuA _... _,r Ml fährt jetzt oder später n. Oberbayern oder Oesterreich und nimmt geb. Dame gegen Um kostenbeitr. mit? Schr. Ang. unt. 03697 a.d.G.A. "985 Q.W mi) uy. !). W Sonnlag, 30. 3ufi. 6 Uhr: Hafenkonzert in der Unterseebootfchule Neustadt. 8.10: Die Wiener Sängerknaben singen den Sonntag ein. (Eigenaufnahmen des Deutschen Rundfunks. 8.45: Dichter im Dritten Reich. Anläßlich seines 60. Geburtstages liest der mecklenburgische Dichter Hans Franck. 9: Deutsche Meister: Ludwig van Beethoven. 10: Gläubiges deutsches Herz. Eine Stunde der Besinnung am Feiertag. 10.50: Zauber der Melodie. 11.15: Zu einem ganzen Menschen gehören zwei. Hörfolge zum Lob der Ehe. 12: Von der Rundsunkausstellung Berlin: Musik am Mittag. 14: Für unsere Kinder: Das Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen. 14.30: Uns gehört der Sonntag? Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.30: Volkstum und Heimat: „Humorvolle Rheinreise". 16: Vom Flugplatz Rebstock: Großflugtag Frankfurt am Main. Flughafen-Konzert. Dazwischen: Berichte vom Internationalen Luftrennen zu Frankfurt a. M. und der Deutschen Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug. 18: Von der Rundfunkausstellung Berlin: Unterhaltungskonzert aus dem Terrassencafä. Dazwischen: Sport 1. Gewichtheben unter Beteiligung der Europameister Manger und Wagüer sowie Js- mayr. 2. Berufsringkampf: Karl Schwarz jun. gegen einen gleichwertigen Deutschen. 19: In froher Runde 'ne halbe Stunde. (Industrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 19.30: Internationale Olympia- Leichtathletik-Wettkämpfe. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20: Uebertragung auf den Landessender Danzig: Nachrichten. 20.15: Unterhaltungskonzert: Aus Oper und Operette. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Unterhaltung und Tanz. Montag, 31. Juli. 5 Uhr: Frühmusik. Es spielt der Gaumusikzug des RAD. Gau 10. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgen- mit vorbereiten halfen, auf dem sie gewachsen ist. Weiter stellte der Vorsitzende fest, daß es bei der heutigen Zusammensetzung des Schwurgerichteswahrscheinlich niemals zu dem ersten Urteil gekommen wäre. — Die Geschworenen haben 1921 ohne Hinzuziehung und in Abwesenheit der Berufsrichter über die Schuld des Angeklagten entschieden. Ein Räuberpaar in Koblenz verhaftet. Die Kriminalpolizei in Koblenz verhaftete einen jungen Mann und ein 18jähriges Mädchen, die auf Grund von Steckbriefen und Funksprüchen als das Verbrecherpaar Karl-Heinz Vohns und Käthe W o r d e l l aus Schneidemühl festgestellt werden konnten. Die Wordell hatte vor einigen Tagen in der Wohnung einer Aerztin, bei der sie beschäftigt war, nachts auf eine 82jährige Frau — die Tante der Wohnungsinhaberin — einen Raubüberfall verübt, eine größere Geldsumme, wertvolle Juwelen und Schmückstücke erbeutet und war dann zusammen mit ihrem Komplicen, dem 25jährigen Vohns, geflohen. Nachdem dem Paar die Geldmittel ausgegangen waren, stellte es sich in Koblenz der Polizei: es wurde sofort nach Schneidemühl transportiert. Unterwetterschäden am Rhein. Ueber der Gegend von Weißenthurm am Rhein ging ein schweres Unwetter nieder, das in den Gärten und auf den Feldern Schaden anrichtete. gewaschen wird. Diese edle Seife ist seit Jahrzehnten bei Jung und Alt beliebt. Sie tut der Haut wohl. Ihr Duft ist fein und unaufdringlich. Zu hab. in Fachgeschäften, bestimmt bei Pelikan - Apotheke, Kreuzplatz 2 Drog. Herrn. Elges. Seltersweg 66 Drog. Emil Karn, Schulstra&e Drog. Aug. Noll, Bahnhofstr. 53 Drog. O.Winterhoff, Kreuzpl.9-10 Parf. Buchberger, Babnhotst. 90/92 Parf. Koch, Seltersweg 63 Parf. Muhl, Mäusburg 8 Parf. Plank, Seltersweg 8 4025V DieAtiimBans erspart den Zimmermann, aber nicht bei Hühneraugen, da hilft nur „L e b ew o h 1“. Blechdose (8 Pflaster) 65 Pf. in Apotheken und Drog. Sicher zu haben: Media.-Drogerie Hans Hindenburg H. Elges, Seltersweg 68a.— Löwen- Drog. W. Kilbinger Nflg., Selters w. 69 futlllobcl: führende 11 Fachgeschäft 1\rRk W > BRANDPLÄTZ Mehrere Straßen am Berghang waren meterhoch mir Wasser- und Schlammassen bedeckt. In einem Anwesen schwemmten die zu Tal stürzenden Was- scrmassen Kies und Geröll so hoch an, so daß die Obstbäume nur noch mit der Krone heroorragten. Das Kleinvieh konnte nur zum Teil gerettet werden. Auch in den Kartoffelfeldern wurde durch Abschwemmen von Mutterboden großer Schaden ange- richtet. In den Straßen staute sich das Wasser derart, daß die vorüberkommenden Lastzüge ihre Fahrt unterbrechen mußten. Zehn Tote bei einem Fabrikbrand in Brasilien. Beim Brand einer Baumwollweberei in Belem in Brasilien sind zehn Personen verbrannt: etwa vierzig weitere erlitten schwere Brandwunden. Der Pförtner der Fabrik hat eingestanden, daß er den Brand angelegt hat. Das Lxplosionsunglück in Algier. Das Explosionsunglück im Hafen von Algier stellt sich als immer folgenschwerer heraus. Es explodierte aus bisher unbekannten Gründen ein mit 75 Tonnen flüssigen Butangasen gefüllter Metallbehälter. Bei der Explosion wurden sieben Hafenarbeiter von den Stichflammen buchstäblich verbrannt, während einige weitere Personen sich mit brennenden Kleidern ins Wasser stürzten. Ihre Leichen konnten noch nicht gefunden werden. 50 weitere Hafenarbeiter wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Mehrere Schwerverletzte starb* a. Die Gesamtzahl der Toten beläuft sich jetzt auf neun. Salzburger Gebirgsjäger in schwierigster Arbeit und mit voller militärischer Ausrüstung den Großglockner über die Pallavicini-Rinne erstiegen hatte, wird jetzt eine neue alpine Leistung unserer Gebirgstruppen bekannt, die dieser Truppe ein glänzendes Zeugnis ausstellt. Einem Spähtrupp der Admonter Gebirgsjäger ist es gelungen, die berüchtigte Nordwestkante der Roßkuppe zu bezwingen. Die 2154 Meter hohe Roßkuppe gehört der Hochtor-Gruppe im Gesäuse an und war bis in die jüngste Zeit nur gelegentlich von Gratwanderungen Peternscharte — Hochtor überschritten worden. Erst in letzter Zeit wurde auch der gefährliche Nordabsturz des Berges bezwungen und dieser Gipfel mit in die Reihe der berühmten Kletterberge der Alpen eingereiht. Die Erstbesteigung benötigte vierzehn Stunden reine Kletterarbeit, während jetzt — nach Festleguna der Route — normalerweise sechs bis acht Stunden benötigt werden. Die überaus schwierige Kletterei in der unteren Hälfte der etwa 500 Meter nahezu senkrecht abfallenden Wand macht diese Bergfahrt äußerst schwierig und gefahrvoll. Um so höher ist daher ihre Bezwingung mit militärischer Ausrüstung und unter kriegsmäßigen Voraussetzungen zu werten. Aufgehobenes Todesurteil. Paderborn, 28. Juli. (DNB.) In einem Wiederaufnahmeverfahren gegen den 1921 zum Tode verurteilten Anton Lange verkündete der Vorsitzende des Paderborner Schwurgerichtes, Landgerichtsdirektor Koch, folgendes Urteil: Das Urteil des Schwurgerichtes vom 4. Juni 1921 wird auf« gehoben. Der Angeklagte wird auf Kosten der Reichskasse freigesprochen. In der Begründung führte der Vorsitzende alle Momente an, die das Schwurgericht bewogen haben, folgendes fest- zustellen: Hermann Lange ist erschossen worden von seiner eigenen Frau. Sie beging die Tat in großer seelischer Erregung und ohne Ueberlegung. Der Angeklagte ist an der Tat nicht beteiligt gewesen, ebenso hat sich auch der Vater an der Ausführung der Tat nicht beteiligt. Jedoch trägt, wenn auch der Angeklagte wegen erwiesener Unschuld freigesprochen werden mußte, sowohl der Angeklagte wie auch sein Vater einen erheblichen Teil moralischer Schuld an dem Totschlag der Frau, weil beide durch ihr blutschänderisches Verhältnis zu dieser Tat den Boden Wetterbericht Das europäische Festland wird von einem leichten Hochdruckgebiet überlagert, unter dessen Einfluß der Westen und Süden des Ruches heiteres und sommerlich warmes Wetter zeigt. Gleichzeitig wird aber die starke Erwärmung die Bildung von Gewittern begünstigen, so daß nicht mit störungsfreiem Wetter für längere Zeit gerechnet werden kann. Vorhersage für Sonntag: Heiter, warm, trocken: abends teilweise leichte Gewitter. Vorhersage für Montag: Zunehmende Bewölkung und gewittrige Störungen. Lufttemperaturen am 28. Juli: mittags 23,2 Grad Celsius, abends 17,4 Grad; am 29. Juli: morgens 12,8 Grad. Maximum 23,7 Grad. Minimum heute nacht 11,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. Juli: abends 19,8 Grad; am 29. Juli: morgens 16 Grad. — Sonnenscheindauer 8,6 Stunden. Bolftcrmobel von BESONDERER l/f 11 I NOTE HMV t BRANDPLÄTZ i Gegen Graue Jiaare *~ENTRUPAL gibt selbst ganz weissem Haar die Jugendliche Farbe wieder,befreit von Koptschuppen und verhindert HaarausfalLln der Anwendung so einfach wie Jedes Kopf wasser ---wird EN TR URAL sofort benutzt, ___ _____ das erste graue HaarMBMBi sich zeigt oderSchuppen aurtreten.ln Fachgeschäften. Flasche RM. 4.32. Drogerie Winterhoff, Kreuzplatz 10. krzwellenteN gesteigerter Wert gelegt. Die 5et ist durch besonders feinfühlige Mechanik behoben ijtfben. Auch finden sich bei Horny Empfänger, j),ii die drei Kurzwellenbereiche, die für den Rund- !iu£ in Frage kommen, ohne Umschaltung auf einer Igjila oereinigen. Die Batterieempfänger sind, so- vt- es sich um Ueberlagerungs-Empfänger han- >el. mit Kurzwellenteilen ausgiebig ausgerüstet velden. Eine besondere Stellung nimmt die o st - nirkische Rundfunkindustrie ein, die die kmvicklung des Kurzwellenteils zum obersten Ge- )öl chrer Produktion gemacht hat. Ein großer Teil hrir Geräte ist mit einer Hochfrequenzvorstufe aus- ;cfnttet und damit zum Uebersee-Empfänger ge- vc den. Durch eine gute Siebung ist der Netzton 3ölig beseitigt worden, ebenso tragen die perma- Tbddynamischen Lautsprecher zur Steigerung der Trpsangsleistung bei. Unter den Ostmarkgeräten »tioient der Redione-Auto- und Heim- rrpfänger Beachtung. Das Gerät ist für An- chuß an Autobatterien bestimmt, kann aber auch in dem Lichtnetz gespeist werden. Bei der zuneh- nnben Beliebtheit des Autorundfunks steht doppelt verwendbaren Geräten eine Zukunft b «nr. Unter den ostmärkischen Geräten ist ferner >a- Programm von K a p s ch dadurch bemerkens- üdt, daß der kleinste Super mit Kurzwellen grund- sätnch nur als Allstromgerät her gestellt wird. Kenn- jeiyen der ostmäokifchen Geräte ist ferner der Drei- zaZkondensator, der zwar die Produktion verzerrt, aber die Qualität erheblich steigert. Die Empfänger unterscheiden sich auch in der Whl des Werkstoffs für die Gehäuse. Allge- nm hat man für die Geräte der unteren Preis- fk en Preßstoffgehäuse gewählt, dagegen die hoch- uctigen Geräte in Edelholz ausgeführt. Sehr mrJinigfattig ist auch die Ausgestaltung der Skalen E werden als schmales, aufrechtstehendes Band (jmfo wie als breites liegendes Band ausgefuhrt, turnet)en aber auch als Rundskalen. Um auch den Brrieb der Empfänger zu verbilligen, sind viele itv einer Sparschaltung ausgestattet, durch die beim Di empfang nur ein Teil des Betriebsstroms be- rtäigt wird. Für den Käufer wird eine der wich- tgien Feststellungen beim Besuch der Großdeut- schu Funkausstellung die sein, daß trotz der überall irfnnbaren Verbesserung der Geräte eine !Nk?liche Preissenkung eingetreten ist. Eine Me Anzahl von Überlagerungsempfängern liegt in rhalb von 200 RM., bei vielen Spitzengeräten totn die 500-RM -Grenze nicht überschritten. Die Nndsunkschau bestätigt darüber hinaus, daß, ob- vlll die grundsätzliche Entwicklung des Rundfunk- tir1 fängets als abgeschlossen betrachtet werden muß, rsnoch genügend Möglichkeiten zur Verfeinerung t»? Geräte gibt, und daß durch Verbesserung der Fcirikation in preislicher Hinsicht noch manche El- fräe zu erzielen sind. Joachim Boehmer. Glückwunsch von Äeneralfeldmarschall Döring. Berlin, 29. Juli. (DNB.) Generalfeldmarschall @:rtng hat an den R e i ch s s p o r t f ii h r e r fc?endes Telegramm gerichtet: „Ich höre soeben or dem großartigen Erfolg, den Sie in S:ckholm bei der Lingiade errungen haben. Es ist m ein besonderes Bedürfnis, Ihnen, lieber Pg. er Tschammer und Osten, sowie Ihrer gesamten fuxjen Mannschaft für Ihren besonderen Einsatz ur die gezeigte Leistung meinen herzlichen Glückwunsch auszusprechen, und ich freue mich mi Ihnen über diese erneut zum Ausdruck gekom- rnrie Größe und Stärke unseres deutschen Volkes." iVb. Dl zum Sommer Schluß Verkauf Damen-Stpobhüte... 1.95,1.45 Dam.-Sommerklelder 4.95,3.95 G.A.Sturm Marktstraße 17 Gießen MrMe ly^tr. ichiver, 20 bis 30 Citet Milch ncbenb bei Spar- c modernen ibitorci in Prall schlafen. 03683 ■ Gießen (Wilhelmstraße 49), den 27. Juli 1939. Die Trauerfeier findet Montag, den 31. Juli, 2.45 Uhr nachmittags, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Die trauernden Hinterbliebenen: Minna Jendt, geb. Poths Luise Poths Familie Georg Köhl. Unsere liebe Schwester und Tante Marie Poths, Kanzlistin i, R. ist nach langem, schwerem Leiden im Alter von 56 Jahren sanft ent- 37 Spc, tog,! M ypoiwH mpbciUi JOSEF UNVERZAGT - GIESSEN Kreuzplatz 13 Fernruf 2301 Das Haus für modische Damen- und Backfischkleidung, Modewaren, Kleider-, Blusen- und Mantelstoffe 5146A Ihre Vermählung geben bekannt Esten Treis 5151D Zhre am 31. Juli stattfindende Vermählung geben bekannt 99 A Gebr. Imheuser am Markt -4-, br üdinctÄ lUunb SELTERSWEG 47 TELEFON 2373 Familiendrucksacher Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr.? IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Sonntagmittag ab Uhr Tanz i BurgStaufenberg Kapitän auf großer ^ahrt Friedn'ch-Karl von Dresky Enka von Dresky, geb. Adler Trauung: Stadtkirche Gießen, 2 Uhr Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht. Bandagistenmeist. Uarktstr.lß Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung Ab Montag, dem 31. 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Von dem Leiter des Instituts wird angestrebt, diese Arbeit baldmöglichst in einer eigenen erbstatistischen Abteilung zusammenzufassen. In dem Archiv wird auch eine besondere Fremdrassiaen- und Mischlingskartei geführt. Eine besondere Zwillingskartei dient zur Sammlung des Zwillingsmaterials, zur Zeit umfaßt diese Kartei 1800 Zwillingspaare aus der nächsten, leicht erreichbaren Umgebung. Die zweite Abteilung [teilt die Eheberatungsstelle und Erbklinische Abteilung dar. Dem Institut ist seit zweieinhalb Jahren die staatliche Eheberatungsstelle des Staatlichen Gesundheitsamtes Gießen angegliedert, durch die nach den bisherigen Erfahrungen alljährlich ungefähr 1800 Personen gehen. In dieser Abteilung werden nicht nur Untersuchungen auf Ehetauglichkeit, Ehestandsdarlehen, Kinderbei- Hilfen, Siedler-Auslese, Anträge auf Unfruchtbar- machung, sondern auch Einbürgerungsgutachten, Abstammungsuntersuchungen und alle wissenschaftlich besonderen Fälle bearbeitet. In der dritten Abteilung wird die wissenschaftliche Einzelforschung betrieben. Hier kommt insbesondere die in ständigem Steigen begriffene Gutachtertätigkeit des Instituts (Abstammungs- und Daterlchafts- Untersuchungen, Gutachten für Erbgesundheitsge- richte und -Obergerichte ujro.) mit zur Verwenduna. Da das Institut seine Aufgabe als Dienst am Volke und als wissenschaftliche Vorarbeit für die nationalsozialistische Staatsführung ansieht, hat es seine Arbeit in dieser Abteilung u. a. besonders auf folgende Gebiete und Fragestellungen abgestellt: a) Vererbung normaler unö pathologischer Eigenschaften (Abstammungsprüfunaen, Zwillingsunter- suchunaen, Familien- und Reihenuntersuchungen usw.), d) Mischlingsuntersuchungen (Juden- und Zi- aeunermischlinge), c) bevölkerungswissenschaftliche Untersuchungen (in letzter Zeit vor allem bezüglich der Asozialen-Frage, Fruchtbarkeit, soziale Schichtung, Gattenwahl, Erbbedingtheit, soziale Prognose usw.), d) experimentell-genetische Arbeiten. Für diese Aufgabengebiete sind in dem Institut alle technischen Voraussetzungen in jeder Hinsicht sichergestellt, neuerdings ist auch eine photographische Abteilung mit allen auf diesen Gebieten erforderlichen Neuerungen eingerichtet worden. Die vierte Abteilung umfaßt die Lehrtätiakeü. Bisher wurden von dem Leiter des Instituts Dor- lesungen über Rassenkunde und Bevölkerungspolitik, ferner über Erbbiologie und Erbpathologie (Rassenhygiene) gelesen sowie Kurse Über rassen- und erbbiologische Untersuchungsmethoden durchgeführt. Daneben lief noch ein Kolleg über Variations* und Erbstatistik. Schließlich ist noch eine Arbeitsgemeinschaft^ für Hörer aller Fakultäten mit dem Anatomischen und Vorgeschichtlichen Institut der Universität geplant worden, in die auch allmählich andere geisteswissenschaftliche Institute einbezogen werden sollen, so daß auf diese Weise eine immer engere Zusammenarbeit innerhalb der Universität herdei- gesührt wird. Es ist ein außerordentlich weitreichendes und für die zukünftige Entwicklung unserer Volksgemeinschaft bedeutsames Arbeitsfeld, das in diesem noch jungen Institut unserer Universität mit großer Tatkraft und freudiger Energie in Angrift genommen wurde. Die bisherigen Ergebnisse haben schon Erfolge gebracht, wie man sie in diesem Ausmaß vor einigen Jahren noch für unmöglich gehalten hätte. Alle Vorbedingungen sind gegeben, daß diese Arbeit künftighin noch auf viel breiterer Grundlage entfaltet und zum Besten unseres Volkes gestaltet werden kann. Zu wünschen wäre heute nur noch, daß diesem bedeutsamen Institut in möglichst naher Zeit eine räumlich größere Stätte zum Wirken gegeben würde, damit alle Energien so zur Geltung kommen können, wie es dem Wunsche des Leiters dieses Instituts und seiner Mitarbeiter entspricht. B. Vornotizen. Tageskalender für Samstag. Goualterstreffen NSRL. in Heuchelheim: Karne- radschaftsobend in der Turnhalle. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Morgen werde ich verhaftet". Tageskalender für Sonntag. Gaualterstreffen NSRL. in Heuchelheim: 9 Uhr Wettkämpfe: 14 Uhr Werbeumzug, 17 Uhr Volksfest. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Morgen werde ich verhaftet". Die Altersversorgung für das deutsche Handwerk. Oie Ourchführungsverordnung zum Gesetz. Von Verwaltungsinipektor K. Heß. Städtisches Versicherungsamt. Am 13. Juli 1939 hat der Reichsarbeitsminister die von den Handwerkern lang erwartete Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Altersversorgung für das deutsche Handwerk erlassen, die rückwirkend vom 1. Januar 1939 in Kraft getreten ist. Die Verordnung enthält Bestimmungen sowohl über die Durchführung des Gesetzes als auch über feine Ergänzung. Zur Orientierung gebe ich nachstehend einen kurzgefaßten Ueberblick über die wesentlichsten Bestimmungen, die allgemein interessieren dürften: Die Verordnung bestimmt zunächst, daß die Versicherung nach dem Gesetz über die Altersversorgung für das deutsche Handwerk die gesamte Tätigkeit erfaßt, die der Handwerker ausübt, ob als selbständiger Handwerksmeister oder „nebenher" als Lohn- oder Gehaltsempfänger etwa, wie dies beispielsweise vielfach der Fall ist (Fachlehrer an Schulen usw ). Es kann also nicht der Fall eintreten, daß für den in die Handwerksrolle eingetragenen Handwerker, der nach dem Gesetz über die Altersversorgung für das deutsche Handwerk zu versichern ist, bei Uebernahme von Lohnarbeiten außerdem noch Beiträge zur Rentenversicherung der Angestellten oder Arbeiter gefordert werden. Anderseits sind Handwerker, die auf Grund abgeschlossener Lebensversicherungen versicherungsfrei sind, überhaupt nicht rentenversicherungspflichtig, d. h. diese Handwerker werden auch hinsichtlich ihrer Nebenbeschäftigungen von der Dersiche- rungspflicht nicht erfaßt. Die Dersicherungspflicht des Handwerkers bleibt auch in den Zeiten bestehen, in denen die Einnahmen seines Betriebes die Ausgaben nicht überfteigen. Die §§ 10 und 15 des Angestelltenversicherungsgesetzes gelten für Handwerker nicht. Danach kann Befreiung weder auf Grund vorübergehender Tätigkeit als Handwerker noch auf Grund der Vollendung des 5 0. Lebensjahres beantragt werden. Die Beitragsleistung steht im Verhältnis zum jeweiligen Einkommen. Nach der Höhe des monatlichen Einkommens sind folgende Einkommensklassen maßgebend: bis 50 RM. mtl. Einkommen, Kl. A, Monatsbeitrag 2 RM. von mehr als 50—100 RM. mtl. Einkommen, Kl. B, Monatsbeitrag 4 RM. von mehr als 100—200 RM. mtl. Einkommen, Kl. C, Monatsbeitrag 8 RM. von mehr als 200—300 RM. mtl. Einkommen, Kl. D, Monatsbeitrag 12 RM. von mehr als 300—400 RM. mtl. Einkommen, Kl. E, Monatsbeitrag 16 RM. von mehr als 400—500 RM. mtl. Einkommen, Kl. F, Monatsbeitrag 20 RM. von mehr als 500 RM. mtl. Einkommen, Kl. G, Monatsbeitrag 25 RM. Der Beitragsberechnung ist der im letzten Einkommensteuerbescheid nachgewiesene Gesamtbetrag der Einkünfte vor Abzug der Sonderausgabe so lange zugrunde zu legen, bis ein neuer Steuerbescheid ergeht. Ein Zwölftel dieses Betrags gilt als Monatseinkommen. Ist der Handwerker für ein Kalenderjahr nicht zur Einkommensteuer veranlagt worden, so ist der Betrag maßgebend, den er im letzten Kalenderjahr für sich und seine Familie dem Betrieb entnommen hat (Privatentnahmen). Hierbei ist eine nur für einzelne Monate feststellbare Privatentnahme auf ein volles Jahr umzurechnen. Hat der Betrieb erst im laufenden Kalenderjahr begonnen, so ist für jeden einzelnen Monat die durchschnittliche Privatentnahme der vergangenen Monate maßgebend. Eine Markenverwendung ist — ohne daß die Versicherung dadurch Schaden erleidet — nicht erforderlich in folgenden Zeiten, die als „Ersatzzeiten" angerechnet werden. a) Für d i e Erfüllung der Wartezeit: Zeiten, in denen der Versicherte zur Erfüllung seiner Wehrpflicht eingezogen gewesen ist ober der Reichsarbeitsdienstpflicht genügt hat. b) Für bte Erhaltung der Anwartschaft: Zeiten, in denen der Versicherte 1. Zur Erfüllung der Wehrpflicht eingezogen gewesen ist, 2. der Reichsarbeitsdietlstpflicht genügt hat, 3. an einem vom Reichsversicherungsamt anerkannten Lehrgang für berufliche Fortbildung ober weltanschauliche Schulung teilgenommen hat. Diese Zeiten werben auch bann angerechnet, wenn ber Betrieb währenb ber Ersatzzeit ohne Minderung bes Ertrags weitergeführt wirb. Krankheitszeiten werben nur bann — ohne daß Marken zu entrichten finb — als Ersatzzeiten angerechnet, wenn ber Hand- werker sich nicht auf die Leitung seines Betriebes beschränkt, fonbern körperlich mitarbeitet unb an ber Fortsetzung biefer Mitarbeit burch bie Krankheit ver- hinbert ist. Die Beiträge finb am letzten Werktag des Kalenbermonats zu entrichten, für ben sie ge- fchulbet werben. Das Gesetz über bie Altersversorgung für das deutsche Handwerk gestattet im § 10 die Nachversicherung ab 1.1.1924. Die Durchführungsverordnung bestimmt hierzu, daß diese Beiträge für die Vergangenheit nicht durch Markenverwenoung, sondern durch Barzahlung oder Ueberweisung zu leisten sind, wobei Vor- unb Zuname, genaue Anschrift, Berus, Geburtsort unb Gedurtsbatum, bie Klaffe unb Zeit, für welche bie Beiträge gelten sollen, anzugeben ist. Dollversicherte haben bie Beiträge für bie rück- üegenben Jahre in ber Klasse C (8 RM.), Halbversicherte in ber Klasse B (4 RM.) unbefdjabet bes Rechts freiwilliger Hoherversicherung zu leisten. Je- boch bestimmt sich bie Höhe bes Beitrags einer Klasse nach ben am Tage ber Nachzahlung geltenben Vorschriften. Es ist hier an bie Fälle gebucht, in denen die Nachzahlung erst in einem späteren Jahre — jedoch nicht nach 1941 — geleistet wird und ber Beitragssatz ber entsprechenben Klasse bis dahin irgenbwelche Veränberungen erfahren haben sollte. Sofern ein Handwerker für die Jahre 1932—1937 bereits Beiträge an einen anderen Dersicherungs- träger nachgezahlt hat (etwq zum Aufleben ber Anwartschaft in der Invalidenversicherung usw.) wirb — soweit eine Nachzahlung auf Grund bes Gesetzes über bie Altersversorgung für bas beutsche Hand- werk zulässig ist — auf Antrag bes Versicherten diese Nachzahlung an bie Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, Berlin-Wilmersborf, Ruhrstraße 2, überwiesen unb bort so verbucht, wie es für ben Handwerker am günstigsten ist. Um bie volle Dersicherungssreiheit ober Halbversicherung nach dem Gesetz über die AD. für das Deutsche Handwerk zu erreichen, sind auch mehrere Lebensversicherungsverträge mit verschiedenen Lebensversicherungs-Unternehmungen anzuerkennen: wesentlich ist, daß sie zusammengerechnet den Er- forberniffen des Gesetzes entsprechen, d. h., volle Versicherungssreiheit tritt ein, wenn die Prämiensätze die Hohe des Beitrags, ber zur Angestellten- verficherung zu entrichten wäre, erreichen, bei Kapi- talverficherung ferner bie Höhe der Versicherungssumme mindestens 5000 RM. beträgt, bei Halbversicherung, wenn der Prämiensatz in Höhe des halben Beitrags, der zur Angestelltenversicherung zu entrichten ist und bei Kapitcllverficherung das Kapital min heftens 2500 RM. betragt Prämien unb Leistungen einer Gruppenversicherung werden hierbei nicht berücksichtigt. Ist von mehreren Lebensversicherungsverträgen der eine auf Zahlung einer Rente unb der andere auf Zahlung eines Kapitals gerichtet, so ermäßigen sich die oben genannten Versicherungssummen um bas Zehnfache der für den Handwerker selbst vereinbarten Jahresrente. Es diene hier folgendes Beispiel: Es sind zwei Versicherungsverträge abgeschlossen. Der erste auf Zahlung eines Kapitals von 2000 RM., ber zweite auf Zahlung einer Jahresrente von 300 RM. Es kann volle Dersicherungifreiheit in Anspruch genommen werden, da bas zehnfache ber Jahresrente (300 X 10) = 3000 RM. beträgt und damit die 5000-RM.-Grenze erreicht st. Zweites Beispiel: Es sind 1000 RM. Kavitalver. sicherung und 250 RM. Jahresrente abgeschlossen, In diesem Falle kann nur die Halbversicherung bei antragt werden, es sei denn, daß nachträglich mej, tere 1500 RM. Kapitaloersicherung oder 150 RU Jahresrente eingegangen werden. Dem Lebensversicherungsoertrag steht gleich bie Mitgliedschaft bei der „Pensionskasse des Bäcker. daA ßMuMtyfäfage 29/30 - fäaAnfarfAfa. 2/Zz. Handwerks auf Gegenseitigkeit, Sitz Berlin", wenn Prämie und Kapital den oben geschilderten Voraus, setzungen entspricht. Versicherungsfreiheit oder Halbversicherung kann auf einen Lebensversicherungsvertrag aber nur bann gestützt werden, wenn er auf bas Leben be$ Handwerkers allein geschlossen ist und wenn beim Tode nicht nur bie Verpflichtung zur Prä. mienzahlung endet, fonbern die Dersicherunzs- leiftung auch selbst fällig wird. Sind bei einer Lebensversicherung für den Tober» fall andere Personen als bie Ehefrau und die Kinder als bezugsberechtigt bezeichnet, so kann Der« ficherungsfreiheit oder Halboersicherung nur gellend gemacht werden, wenn die Bezeichnung bes Bezugsberechtigten davon abhängt, daß zur Zeit de, Todes weder Ehefrau noch Kinder vorhanden finb. (Schluß folgt) Sin Kämpfer für die Volksgesundheit. Der bekannte Kreislauffarscher Professor Dr. Arthur Weber, Bad-Nauheim, begeht am 3. August b. I. seinen 6 0. Geburtstag. boren 1879 in Fechenheim bei Frankfurt am Main, ftubierte er in Marburg, Leipzig unb Greifswald unb wirkte von 1905 ab als Internist zunächst in Greifswald, bann in Gießen (bei Professor Moritz unb Professor F. V o i t). Seit April 1914 ist er Leiter Ewiger Gommer. Von Hans Brandenburg. Ist bin kein Stubenhocker, ich suche zu allen Jahreszeiten bie freie Natur auf, aber an ben gleichen Ort kehre ich durch Jahre hinburch nur im Sommer zurück unb erltbe ihn auf diese Weise wie keiner, ber immerzu an berfelben Stätte bleibt, unb wie keiner, ber sie immerzu wechselt. Hier um meinen Sommersitz ist ber Sommer ewig. Ich kenne hier keine anbere Jahreszeit, ich merke, ja, ich glaube nicht, baß er hier jemals weggezogen, baß er auch hier nur wiedergekehrt ist — nur ich war fort, nur ich bin wiedergekehrt, in ihn, ben ewigen Sommer. Am Bahnhof erwartet ben Ankommenben bie Golbammer, die Freunbin ber Wegraine unb Eisenbahnsäume, sie ist noch ba unb weiß noch immer ben schlichten Kehrreim zu allen Strophen bes großen Sommergedichts. Alles hat auf mich gewartet, alles begrüßt mich, alles nimmt einen Heim- kehrer auf. Ich weiß, was alles kommt unb am Wege steht unb wie es etnanber folgt, unb weiß es doch nur wie in einem jener Träume, barin man träumt, was man schon einmal ober schon öfter geträumt hat. Es geht um ben Zipfel des Sees herum. Dieselben Berge bahinter betten bieselben Wolken in ihren Schoß, Nebelseen finb biese Wolken, bie in blauen Hochtälern liegen. Unb um meinen heimkehrenden Fuß stickt sich bie traute Nähe ebenso unsterblich. Vom Wasser bringt bas Schilf herüber unb streckt mir wie immer bie langen Blütenfinger bes Blut- unb Gelbweiberichs, bie Baldrianköpfe, bie golbenen Tellerchen des Sumpfhahnenfußes hin ober reicht mir als Köstlichstes bie phantastische Schwertlilie bar. Dann gerate ich in bie schwimmende Duftschicht von Mäbesüß, ber schaumflockigen Wiesenspiräe. Kartoffelreihen blühen unb Schilf, Wiese unb Acker löst bas Roggenfelb ab, durchschlungen von Kornblumen, von Flockenblumen unb Wicken, unb zuletzt ber Wald, kühl vom Lauche riechend und am Rand hin mit Labkraut und Sterndolde geschmückt. Doch längst schon vor der Höhe winkt mein Dorf. Mit der geschlängelten Straße treibe ich hinan, wie von selbst werde ich emporgeschraubt von ihren Kehren, ich konnte die Augen schließen. Und wenn ich sie wieder öffnete, dann läge bas in meinem Steigen sich fenfenbe Land unter mir wie voriges Jahr, wie nächstes Jahr, wie gestern, wie morgen, wie in dem Augenblick, als ich die Augen schloß: das Land bes ewigen Sommers, bas dem See ab» gewandte Land, ein anderer See, ein Trockensee, ein See in allen Wogen bes Grüns vom Schwarz- grün bis ins Silbergrün. Zum hölzernen Söller meines Quartiers wachsen bie Spaliere herauf, bie mir niemals blühen unb reifen, beren Blätter aber auch niemals gilben unb beren Früchte niemals abfallen, unb unter mir buften unb glühen bie unverwelklichen Rosen vor ben Bergen. Der Nußbaum, niemals kahl unb stets von Vögeln bewohnt, reckt sich immergrün an mein Schlafzimmerfenster, burch die üppigen Kastanien bes nachbarlichen Wirtsgartens brechen in ber Dämmerung die bekannten Lichter der Gaststube, der uralte Sattelturm ber Kirche, ragenb über Land unb See, steht dicht babei, um mich mit Glockenläuten unb Dohlenschrei morgen früh zu wecken. Gehe ich jetzt unter ihm noch ein paar Schritte ben Walbhang hinab — ich weiß schon vorher: um den Staffelpfad im Fichtendunkel ist ein ewiger Geistertanz, ein huschender Elfenreigen, ber in irren Flimmerkreisen aufzuckenbe Laternchen trägt. Oie Wasserpfeife. Von Wilhelm Scharrelmann Es war im Hochsommer, unb bie Ferien standen vor ber Tür. „Hört ihr nun bald auf mit eurem Radau ba?" rief ber Nachbar über ben Zaun. Er meinte bas Jndianerzelt, bas wir uns aus alten Latten unb Zeugresten auf unserem Hofplatz errichteten, aber fraglich mar eigentlich nur, wie es Pütt gefallen würbe. Pütt war nun einmal Pütt. Wer ihn kannte, wußte bas. Am nächsten Tage baten mir ihn her, unb er sah es sich an. Aber er verzog keine Miene. Selbst unsere Friedenspfeife, bas schönste Stück unserer Ausstattung, schien keine Gnade vor feinen Augen zu finden. Es war schon viel, baß er sie in die Hand nahm unb eine Weile schweigend betrachtete. „Eine Tonpfeife, naja", meinte er bann. „Eine richtige Friebenspfeife sieht allerdings anbers aus!" Im übrigen wolle er nur runb heraus sagen: Indianer spielten alle Jungen, unb es fei kein Kunst- stück. Warum wir uns nicht lieber ein Beduinen- zelt gebaut hätten? Beduinen seien einfach fabelhafte Kerle, echte Wüstensöhne, mit ihren Pferden wie verwachsen unb überhaupt nicht klein zu kriegen. Tapfere Krieger gäbe es jedenfalls nicht, unb was unsere Speere, Bogen unb Pfeile anginge, so könnten wir sie auch als Bebuinen ruhig gebrauchen. Wenn wir statt des Federschmucks auf unseren Kopsen Turbane aufsetzten, wäre bbe Kiste schon in Ordnung. Die Friedenspfeife müsse allerdings verschwinden. Die Beduinen rauchten keine. Unter gar keinen Umständen! Statt ihrer müsse eine Wasserpfeife her! Anders täten es Beduinen nun einmal nicht. Wir fühlten uns geknickt unb erhoben zugleich. Jedenfalls waren Turbane aus buntbebruckten Taschentüchern bald herzustellen, unb Pütt in Zukunft mit „Alter Scheich" anzureden, siel auch nicht weiter schwer. Nur die Wasserpfeife! Da saß ber Haken! Gewiß, bei dem Pfeiftnhändler in her Altstabt stand so ein Ding im Fenster, unb mir konnten sie, solange wir nur wollten, durch die Scheibe hinburch besehen. Aber babei mußte es auch sein Bewenden haben, denn ber Preis, ben ber Mensch bafür for- berte, hätte uns beinahe alle brei auf ben Rücken gelegt. z Mit bem Beduinenleben war es also zunächst noch nichts. Ohne Wasserpfeife wäre es ja lachhaft gewesen. Aber war Pütt nicht Pütt! Schon am folgenden Tage rückte er unvermutet mit einem geheimnisvollen Paket bei uns an, kroch uns voran, ins Zelt unb begann brinnen vorsichtig mit bem Auspacken. „Söhne ber Wüste!" redete er uns an. „Beduinen!" „Edler Scheich?" murmelten wir erwartungsvoll. „Damit ihr nach den blutigen Kämpfen, die uns aufgezwungen wurden, nicht länger das Labsal des Kriegers entbehrt — hier, seht sie euch an!" Uns fielen beinahe die Turbane vom Kopf. Tat- sächlich hatte er sich selber ans Werk gemacht, unb nun stand sie vor uns: eine weithalsige Wasserkaraffe, die er mit einem mehrfach durchbohrten Korken, in bem mehrere Glasröhren steckten, verschlossen hatte. Ein paar Gummischläuche als Rauch- leitungen unb ein Blumentöpfchen, das als Pfeifenkopf gebacht war, vervollständigten bas Werk. Gut, baß mir uns schon vor Tagen ein paar Hände voll Rauchtabak an bie Seite gebracht hatten. Begeistert gingen wir daran, bie Karaffe mit Wasser zu versehen unb ben Tabak in ben Blumentopf zu stopfen. Die Schlauchenden zwischen ben Sippen, warteten mir auf bas Anzünben. Am Saugen sollte es N'cht liegen. Aber mit bem guten Willen mar es nidjt getan. Jedenfalls meigerte sich ber Tabak in Brand zu geraten. Nicht, baß die Pfeife vielleicht nicht gezogen hätte! Sie zog nur allzu gut, ber genfer mochte missen, roo sie keine Luft durch- lieh! ' Ein wenig verstört besah sich Pütt sein Werk. „Siegellack!" entschied er bann und versicherte, daß es ganz einfach sei. Dickerchen trabte los. Wir wußten, es war De. laß auf ihn. Richtig brachte er nach ein paar Minuten das Gewünschte, unb Pütt machte sich ans Werk. Selbst einige Brandblasen, bie er sich im Verlauf feiner Arbeit zuzog, vermochten ihn nicht darin zu erschüttern. „Na, was sagt ihr?" rief er, als uns bei einem neuen versuch tatsächlich ber erste Tabaksqualm in die Kehlen drang. Dabei gluckste und bullerte es in der »lasche wie bei einem Gewitterregen in ber alten Regentonne auf unserem Hose. Nur mußten wir aufpassen, immer gleichzeitig zu ziehen, ba durch Den unbenutzten Schlauch sonst Gegenlust einbrang. 21m besten ging es auf Kommando ... Dickerchen war bie erste Leiche. Selbst bas Ab- nehmen bes Turbans hatte ihn nicht vor seinem -Schicksal zu bewahren vermocht. Beunruhigt warteten wir ab, ob er sich wirklich erbrechen werde, wie er gedroht hatte. Pütt hatte es freilich für eine Uebertreibung erklärt, aber auf Dickerchen war immer Verlaß gewesen ... Immer- bin, als ich ihm von innen unb außen mit kaltem Wasser gekommen war, fing er an, sich zu erholen. Ich war aufrichtig froh barüber. So brauchten leine Eltern nicht gleich zum Arzt zu schicken, wenn er hinterher nach Hause kam .. Was felbcr betraf, ging ich nicht ganz so weit wie PA der schlankweg behauvtete, daß ihm in seinem goiv Zen Leben noch nie so wohl gewesen sei. Dabci hatte er Dickerchens unb meinen Schlauch mit einem Faben abgebunden unb sich verschworen, die PsMe ganz allein auszurauchen ... Die Folgen entsprachen seinem Tatendrang. Ich gab mir alle Mühe mit ihm. Einmal war er unser Scheich, unb zum anderen konnte es für mirf) selber nur gut sein, wenn ich ihn ungesehen durch bas Haus auf bie Straße brachte Aber kein Wasser wollte bei ihm helfen, und jU* letzt war seine Hose wie seine Jacke, unb darin, W)ien es, machte selbst ein Sohn ber Wüste keine Ausnahme. Hochschulnachnchien. Professor Dr. Paul Gieseke, Ordinarius für Deutsches Recht, Bürgerliches Recht unb Handels- recht an ber Universität Marburg wurde zum Wintersemester 1939/40 in gleicher Diensteigenschaft an bie Universität Berlin berufen Ziegenbockverfleigerung in Gießen Ab Achtung! Achtung! seitherigen Marken un- 5054 D rg 2SBSE M M lin öerlifltnt WrSSemWler-Mer? 68/70 cm Seidenleinen, gemustert 0.68 68/70 cm Seidenleinen, mod. Unifarben, 0.84, 0.90, 1.00 0.74 75/85 cm Sport- und Strandkleiderstoffe ... 1.40, 1.50 1 V miENIDEW 11 ■ ■ iS™Hr K | Jw? OaessVlaM Beachten Sie bitte meine Auslagen Kreuzplatz 1 u.15 5166 A 5159V die größte deutsche Spezialfabrik für Rundfunk-Empfänger. der Deutschen Arbeils- mit Detriebskassierung Bezugsquellen weist nach: Generalvertretung u.Kundendienststelle Paul Vollmers, Frankfurt a. M*, Weserstr. 31. Die Deutsche Arbeitsfront Kreiswallung Metterau Abt.: Verwaltungsstelle 24 Gießen, Schanzenpraße 18. .1.48 .1.95 .2 45 .2.20 Not leib da am 1. Oktober 1939 die gültig werden. Sämtliche Ortswaltungen front und alle Betriebe wollen Dementsprechend eine Ueberprüfung sämtlicher Mitgliedsbücher vornehmen, damit keine Rückstände vorhanden sind und dadurch den Volksgenossen der Anspruch auf die Leislungseinrichtung nicht verloren geht. Mir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß bei Beitragsrückständen von zwei Monaten der Anspruch auf jegliche Unterstützung verfällt. StnstalNge Kleinanzeigen werSen mm er» mäßigten Srund- vrets von 5 pf. für dieMlltmeter» reüe veröffeatUSl Dos sind die bedeutenden Fortschritte der neuen MSN DI. MENDE - Geräte waren immer beliebt wegen ihres schönen Klanges. Die neuen MENDE sind klanglich noch besser. Der Klangreichtum der neuen MENDE bringt alle Darbietungen um so viel klarer, wie ein guter Feldstecher die Einzelheiten einer Landschaft an das Auge heranzieht. Dieser gewaltige Fortschritt ist das Ergebnis einer zielbewußten Weiterentwicklung der MENDE - Großtonlautsprecher und der Verstärkerteile. Zu der Schönheit des Klanges kommt die bequeme Bedienung. Mit der neuen Drucktasten-Einstellung können sechs Sender nach freier Wahl fest eingestellt werden. Ein Druck auf den Knopf genügt und automatisch scharf abgestimmt erklingt die gewünschte Station. Wo der Klang edel Ist, kann die Form nicht zurückstehen. Die Gehäuse der neuen MENDE haben eine geschmackvolle und künstlerische Note, sie sind der äußere Ausdruck der hohen Qualität des inneren Aufbaues. Die neuen MENDE sind nicht nur für Auge und Ohr geschaffen. Mit größter Sorgfalt wurde der elektrische und mechanische Teil gestaltet. HORN UND aufnimmt oder sich freiwillig versichert. Bei den Soldaten, die spätestens innerhalb eines Jahres nach der Entlassung oder dem Ausscheiden aus der Wehrmacht eine Reue Beitragsmarken zur Deutschen Arbeitsfront ab 1. Oktober 1939. hierdurch machen wir unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß die Deutsche Arbeitsfront am 1. Oktober 1939 neue Beitragsmarken einführt. Eventuelle Rückstände müssen bis spätestens 30. September 1939, auch wenn gestundet, aufgeholt sein, Die Linderlandverschickung braucht Pflegestellen für unsere fügend! ) Pütt sein amt und wife 68/70 cm Ind. BouclS, Karo und Noppen . < 70 cm Seidenmaroc..................... 95/98 cm Lavabel, gute reguläre Ware..... 70 cm Krepp-Satin..............'s...... Damensommerbekleidung, wie In bezug auf Empfindlichkeit und Trennschärfe, Betriebssicherheit und hohe Lebensdauer haben MENDE-Geräte stets eine ganz besondere Stellung eingenommen und den Namen MENDE überall in der Welt zu einem q»griff gemacht. - her PrW! leim, bqH e b ur tstcj. i $rentfallt ent und Grei'M! jt zunächst «ße osessor ÜRotii- il 1914 ist tä einem Erlaß darauf hin, daß die Krankenkassen die Gebühr für den Krankenschein und das Verordnungsblatt im Falle echter augenblicklicher stunden und bei Uneinbringlichkeit ganz oder weise niederschlagen können. Mäntel / Kostüme / Blusen / Röcke zu sehr billigen Preisen I Die Arbeiter, die in diesen Tagen mit dem__ bruch des Torhäuschens am Seltersweg beschäftigt waren, erlebten bei den Aufräumungsarbeiten eine Ueberrafchung. Einer der beteiligten Arbeiter versank plötzlich mit einem Fuß in lockerem Erdreich, und bei genauem Zusehen bemerkte man dann, daß etwa inmitten des Komplexes, den bisher das Torhaus einnahm, ein Schacht lag, der notdürftig mit Holz verschalt war. Unter Beobachtung aller Vorsichtsmaßregeln (angeseilt und mit Licht versehen) stiegen zwei Mann in den Schacht ein, der zunächst senkrecht etwa 2,50 bis 3 Meter in die Tiefe führte und sich dann waagrecht und nach der Fahrbahn Seltersweg fortfetzte. Der Gang, der sumpfig und in seinen Wänden nicht sonderlich stark befestigt ist, führt etwa 12 Meter weit. Die Arbeiter, die den ^9 für bti> 2err®u unh; S* i-1» “toungnt: Hw9’- ■MB zur; lkrvochrü (Schlich i | Mehrere gebr. | Klaviere mod., tadellose Instrum. von vorzügl. Tonqualität gibt preisw.ab Schönau Bahnholitr.76 Kein Schaufenster. GrößL Lag. a. Platze. tzn-bt-« 'beruf«11' “'“werten k Ssjs Nachversicherung für länger dienende Soldaten. Nach dem neuen Recht wird die zweijährige Wehrdienstpflicht bei den Rentenversicherungen auf die Wartezeit angerechnet. Damit aber auch die freiwillig länger dienenden Soldaten keine Nachteile aus der längeren Dienstzeit erleiden, bestimmt das Aufbaugesetz, daß diese Soldaten auf Kosten des Reiches für die längere Dienstzeit nachzuversichern sind, soweit sie in Ehren aus der Wehrmacht ausscheiden. Hierfür hat der Reichsarbeitsminister jetzt eine Durchführungsverordnung erlassen. Die Nachversicherung wird vom Wehrmachtfürsorge- und -Versorgungsamt durchgeführt. Nach dem Gesetz ist Voraussetzung, daß der Soldat innerhalb zwei Jähren eine versicherungspfiichtige Beschäftigung Unser ^omme'c-.Sckiu.ß-1/et lauf vom 31. Juli bis 12. August bringt Ihnen einmalig diese günstige Gelegenheit! (Einteilung in die Wortklassen. A. Herdbuchfähige Böcke. Wert- klasse II: Heinrich Mögt I., Echzell; Wilhelm Repp, Bingenheim; Karl Schlitt, Rainrod; Karl Philipp IV., Watzenborn-Steinberg; Universitäts- und Versuchsgut Oberer Hardthof, Gießen; Karl Stark, Wieseck; Heinrich Wilhelm Görg III., Nieder- Florstadt; Friedrich Trechsler, Lich; Christ. Scheid VI., Großen-Buseck; Gustav Gerlach, Reichelsheim; Ludwig Scheid V., Großen-Buseck; Johs. Fritz, Nieder- Breidenbach; Karl Geier I., Reichelsheim; K. Philipp IV., Watzenborn-Steinberg; Tierzuchtinstitut Oberer Hardchof, Gießen (Bes. W. Wagner IX., Großen-Buseck). B. Nichtherdbuchfähige Böcke. Wertklasse II: Alb. Graulich, Ober-Breidenbach. Bei der Versteinerung erzielte Karl Philipp IV., Watzenborn-Steinberg, für herdbuchfähige Böcke in den Wertklassen II und III die besten Tagespreise, für die die Stadt Laubach und die Gemeinde-Kirchhain bei Marburg die Vatertiere erwarben. In der Gruppe der nichtherdbuchfähigen Tiere erzielte der Züchter Johannes Geisel II., Leusel, den Spitzenpreis. Bei den Altböcken erhielt die Gemeinde Nie- Üer-Weisel für ihr Vatertier den besten Tagespreis, den die Gemeinde Münzenberg bezahlte. «SÄ ? Cül ■ < Gletzerier Dochenmarktpreffe. * Gießen, 29. Juli. Auf dem heutigen Wochen» markt kosteten: Markenbutter, Yi kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 13, A 12%, B 12, C 11/«, D 10/, Wirsing, / kg 10 bis 13, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 18 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 12, das Bündel 8 bis 9, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 20 bis 25, gelb 17 bis 23, Erbsen 15 bis 25, Tomaten, deutsche 35 bis 50, italienische 15 bis 22, Zwiebeln 14 bis 15, das Bündel 10 bis 12, Rhabarber 8 bis 15, Pilze 50, Kartoffeln, neue, Vi kg 7 bis 8 Rpf., 5 kg 65 bis 78 Rpf., 50 kg 6,25 bis 7,50 RM., Früh- äpfel, / kg 30 bis 35 Rpf., Falläpfel 8, Pfirsiche 36 bis 42, Himbeeren 35 bis 40, Birnen 20 bis 40> Haribrennyolz ä Wagen 5 Mk , Anmachholz. ä Wagen 6 Mk., 1 Sack Anmach- bolz 1 Mt frei Keller «md J. Wellhöfer, Televbon 2818, 1 Mark Str. 24. ig oder dem Ausscheiden aus bet Berufsausbildung neu beginnen oder fortsetzen, beginnt die zweijährige Frist erst nach Abschluß der Berufsausbildung. Das Recht auf Nachversicherung ist u. a. auch dann gegeben, wenn der Berechtigte in die Selbstoeesicherung eintreten will, ferner wenn der Soldat gestorben ist und durch die Nachversicherung den Hinterbliebenen ein Anspruch auf Rente aus der Reichsversicherung .entsteht, oder die Rente erhöht und den Hinterbliebenen keine ausreichende Hinterbliebenenoersor- guna nach dem Wehrmachtsrecht gewährt wird. Die Vorschriften über die Nachversicherung gelten auch für Längerdienende und Angehörige des Stammpersonals des Reichsarbeitsdienstes. e&a/ngegragetiMiaättfa Waage ? Aber warum qullen Sie sich mit Hungern und ilnnloter Überanstrengung. Mit »Rlchtertee* ist e« doch so leldit gemacht: Er schmeckt köstlich, ist naturgemlfr und völlig unschädlich. Dr.ERNST RICHTERS Frühstückskräutertee Die Reife- und Verpflegungskosten sind so niedrig gehalten, daß weiteste Kreise an der Fahrt teilnehmen können. Von Frankfurt a. M. aus betragen die Reisekosten bis nach Hohenstein 26,30 Mark für Hin- und Rückfahrt, einschließlich Derpflegungskosten. Für Uebernachtungsmöglichkeit ist gesorgt. Der Sonder- zug fährt von Frankfurt a. M. über Offenbach, Hanau und Fulda, wo jeweils zugestiegen werden kann. Die Teilnehmer an der Tannenbergfahrt erhalten auch auf den Zubringerstrecken im Umkreis von 150 Kilometer von diesen Bahnhöfen 75 o. H. Fahrpreisermäßigung. Die Anmeldungen für die Teilnahme nimmt der Gaukriegerverband Fulda- Werra, Frankfurt a.M., Niedenau 61, Rufnummer 77337, entgegen. Während des Aufenthaltes in Ostpreußen werden Besichfigungsfahrten in weitestem Umfang durchgeführt. Krankenscheingebühr für Blinde und KamilienunterstühungSempfänger. Für die Empfänger von Familienunterstützung und für blinde Versicherte ergeben sich vielfaä) Härten aus der Verpflichtung, bte Gebühr für den Krankenschein und das Arzneiverordnungsblatt zu zahlen. Der Reichsarbeitsminister weist deshalb in ouhten, es d- [ podt Mimr sich ans 's ch im Drrlaö i nicht bam c ls uns bei rim' Tabaksqualüi jnb bullerte tf - terreaen in J«: f«. Nur mny« ni ziehen, jt ©egenluft imändo, eiche, selbst öl chfa nicht | A °b -- r°ht düng erklärt, - - aeioesen U außen nnl ;: 7«, „rüber. So • 1 t meinen w . ,b sich & 'S** brachte f SÄ* Die Kreisfachgruppe Obecheffen der Ziegenzllchter J.n .$?r. ^kin-Main-Versteigerungshalle ihre erste dresiahnge Ziegenbockversteigerung ab, die sehr lebhaft verlief. Es waren zahlreiche Interessenten aus Oberhessen und den angrenzenden Gebieten er- schienen. Zur Versteigerung gelangten rund 130 Ziegenbocke aus den bekannten oberhessischen Zuchten. Spitzentiere waren nicht aufgetrieben, weil sie für die Elite-Dersteiaerung anläßlich der im Septem- der stattfindenden Landes-Ziegenschau zurückgestellt waren. Das vorhandene Material war durchweg gut, was allein schon daraus ersichtlich war, daß außer zehn Altböcken 52 Dotertiere der herdbuch- fahlgen Gruppe zugeteilt werden konnten. Dor der Versteigerung wurden aus fünf vorge- fuhrten Sammlungen (bestehend aus je 1 Bock und 5 Ziegen), die Sammlungen der Gemeinden Großen- Buseck und Treis-Münzenberg zur Vorführung bei der un September stattfindenden Landes-Ziegen- schau bestimmt. Die Versteigerung selbst nahm einen sehr lebhaften Verlauf. Die Tiere wurden sehr flott abgesetzt, so daß mehr als 100 Böcke ihren Besitzer wechselten. Der übrige Bestand wurde wegen starker Nachfrage für die am 9. September stattfindende Versteige- rund fr*3 3U dieser Veranstaltung zurückgestellt. Die Preise waren für die Verkäufer und für die Züchter zufriedenstellend. des Dalneokogischen Institutes zn Bad,Nauheim. Seit 1926 hat Prof. Weber die Leitung des Sanatoriums der Reichsversicherungsanstalt für Ange- stellte, seit 1938 außerdem die Leitung des Sana- toriums der Landesversicherungsanstalt Hessen Dazu kam 1939 die Leitung des Krankenkassenkurheims. Mit Gießen blieb Weber durch seine Dozent- laufbahn verbunden. Fülle und Wert seiner wissen- schaftlichen Veröffentlichungen sind der medizinischen Welt geläufig. Sein Lehrbuch der Elektrokardio- graphie (1937) ist in dritter Auflage erschienen. Prof. Webers Erfolge und die besondere Gunst der Verhältnisse in Bad-Nauheim ließen seine Forscher- tatigkeit mit der umfassenden Möglichkeit klinischer Beobachtungen und ärztlicher Betreuung Hand in Hand gehen. Unterirdischer Gang unter dem Torhäuschen. Einstieg gewagt hatten, brachten zwei schöne leere Tontöpfe und eine bemalte irdene Schüssel herauf. Da es nicht ratsam erschien, sich allzu lange in dem Gang aufzuhalten, konnte im einzelnen noch nicht festgestellt werden, welchen Zwecken er gedient haben mochte. Auch war noch kein Aufschluß darüber mög- lich, zu welcher Zeit er angelegt worden sein mag. Der Schacht wurde, um Unfälle zu vermeiden, sorgfältig wieder ab gedeckt. Neue Aufgaben für die NSKOV. NSG. Alle ehemaligen Angehörigen der Legion Condor und sonstigen Spanienkämpfer, sowie deren Hinterbliebene, ferner Angehörige der Wehrmacht, die bei der Befreiung der sudetendeutsche Gebiete eingesetzt waren, und ihre Hinterbliebenen werden jetzt ausnahmslos durch die NSKOV. vertreten. Das gleiche gilt für die ehemaligen Angehörigen des sudetendeutschen Freikorps und deren Hinterbliebenen. Weiter vertritt die NSKOV. alle Ansprüche aus dem Wehrmachtsfürsorge- und Der- sorgungs-gesetz (WFVG.) und damit jetzt alle Soldaten der alten und neuen Wehrmacht, wenn Fürsorge oder Versorgung gewährt werden soll. Nähere Auskünfte erteilen die Kameradschaften der NSKOV., sowie die Gaudienststelle der NSKOV., Frankfurt a.M., Braubachstraße 14/16. Mit dem Sonderzug zum Staatsakt von Tannenberg. NSG. Zu dem großen Staatsakt, der am 27. August am Tannenberg-Nationaldenkmal aus Anlaß der 25-Jahrfeier der Schlacht bei Tannenberg stattfindet, sährt von Frankfurt a. M. am Morgen des 25. August ein Sonderzua, der am 28. oder 29. August wieder von Ostpreußen zurückfährt. Wenn auch in erster Linie die Mitkämpfer in der Schlacht bei Tannenberg an der 25-Jahrfeier teilnehmen wollen, so wuroe es trotzdem möglich gemacht, daß alle die Volksgenossen, die an einem Ge- sfecht auf ostpreußischem Boden beteiligt waren, ebenfalls mitfahren können. Außerdem können sich auch alle Volksgenossen, die den Wunsch haben, einmal I die geschichtlichen Schlachtfelder und die Schönheiten Ostpreußens kennenzulernen, an der Fahrt und dem Staatsakte beteiligen. Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 2733D J.Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Geeichte «msD Waagen u. Gewichte aller Art. Baby - Waagen zu verleiben. Karl Schmidt. Gießen, Löberftrasie 19 68/70 cm Dirndl-Zephir..... 78/80 cm Deutsch-Musseline, schöne Ausmusterung. *.....0.75, 0.88. 0.95 68/70 cm Kräuselkrepp..................... .1.00 68/70 cm Sommerschotten..................,..1.10 78/80 cm Krepp Lido, moderne Farben und Musterung..........................1.40 Aprikosen 34 bis 50, Kirschen 25 bis 35, Heidelbeeren 35, Stachelbeeren 10 bis 25, Johannisbeeren 12 bis 18, Pflaumen 30, Zwetschen 34 bis 39, Mirabellen 40 bis 50, Renekloden 45 Rpf., junge Hähne 1,20 RM., Suppenhühner 90 Rpf. bis 1 RM., Tauben, das Stück 50 bis 70 Rpf., Blumenkohl, das Stück 20 bis 40, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 35, Einmachgurken 3 bis 8, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. * ** Mit dem Schiklub Gießen zur Waffe r k u p p e. Die zur Tradition gewordene Rhönfahrt des Schiklub Gießen wird auch wieder in diesem Jahr durchgeführt. Es können sowohl Mitglieder als auch Nichtmitglieder an dieser Fahrt teilneh- men, um den internationalen Rhön-Segelflugwett- bewerb zu besuchen. Den Schikameraden, die die Wasserkuppe nur vom Wintersport her kennen, ist Gelegenheit gegeben, dieses schöne Bergland als Sportgebiet der Segelflieger zu erleben. ** D i e Oesterreich-Erinnerungsme- daille für eine Frau. Die vom Führer und Reichskanzler verliehene Medaille am roten Band zur Erinnerung an den 13. März 1938, den Tag der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich wurde der Pflegerin Therese Hinterreitner von der Landes-Heil- und Pflegeanstalt überreicht. Landrat Dr. Lotz, der ihr im Auftrage des Führers die Auszeichnung überreichte, sprach ihr seine besondere Anerkennung aus. Frl. Therese Hinterreitner, die aus Waidhofen an der Ubbs (Niederdonau) stammt, gehörte bereits 1930 der Partei in Oesterreich an und war für ihr Bekenntnis zur Bewegung vielen Verfolgungen ausgesetzt. ** Fe st nahmen. Gestern wurde hier ein Mann festgenommen, der sich in verschiedenen Fällen des Zechbetruqs schuldig gemacht hatte. Er ließ es sich in den Gaststätten bei Essen, Trinken und Rauchen sehr gut fein und machte sich dann jedesmal heimlich davon, ohne seine Zechschuld vorher zu bezahlen. Wegen Zechbetrugs wurde er von der Polizei dem Amtsgericht vorgeführt und dort in Untersuchungshaft genommen. — Ein 16 Jahre alter Bursche, der trotz seiner Jugend schon mehrfach vorbestraft ist, sich auch schon in Fürsorgeerziehung befunden hat, wurde wegen Unterschlagung eines Fahrrads und Verdachts,' ein weiteres Fahrrad gestohlen zu haben, festgenommen und dem Gericht vorgeführt, das die Untersuchungshaft über ihn verhängte. Dem Burschen war eine Freiheitsstrafe wegen einer anderen Straftat unter Bewährungsfrist zunächst erlassen worden, eine Vergünstigung, um die er sich nunmehr durch seine neuen Straftaten wohl gebracht haben dürfte. Sprechstunden Der Aktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschloffen „Sehen Sie, da Hal man uns Frauen endlich mal richtig verstanden. Lier gibt's die herrlichen Stoffe, hier darf man ein großes Lerz haben, hier ist's ja soo billig.. ." * ■ l!- '—** ’** 'F/1 •rr*'*- •' ’■*' ' vom 31. Juli bis 12. August SOMMER »StREUSE • UERKRUE vielen modischen Farben, 92 cm 1.25 Meter breit Nachmittags-Kleid ca. 92 cm breit . . . 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Schuljahre heute noch aber von den Welche größeren es heißt: * Freude für die Schüler, wenn Morgen findet Rin mißbilligender Blick traf ihn. „Der Wagen st gut, Schmal — das hat mir mein Freund verwert. Seien sie froh, daß er ihn uns geliehen hat! gae können nur nich fahren. Haben Sie denn nen zihrerschein?" Der Lange schaltete den vierten Gang ein. Es buchte. „Solch ein Biest! Bon wegen Führerschein Wald, von ihren Erlebnissen. Neidisch hören die größeren Geschwister zu und meinen dann: „Das zwei mit Wurst, dazu die Feldflasche voll Kaffee, eine Tafel Schokolade und noch eine Tüte mit gedörrtem Obst." „Das brauch ich nicht!" sagt Hans enttäuscht. „Nimm's nur mit! Du wirst sehen, das ist das beste Mittel gegen den Durst, wenn die Sonne heiß scheint und ihr womöglich einen Berg besteigt, dann kaust du eine getrocknete Pflaume oder eine Aprikose, und der Durst vergeht. Weißt du denn nicht mehr, wie dir das Obst geschmeckt hat, als wir im vorigen Jahre verreist waren?" Hans gibt sich zufrieden und geht zu Bett. Welche Bilder mögen den kleinen Wanderer in seinen Träumen umschweben! Freuen wir uns mit ihm, und nehmen wir teil an seinem Glück! War's doch früher auch so. Und wenn wir unsere . ! Römer betrachtete ihr erregtes Gesicht. Eine neue (charly stand vor ihm ... „Gut, Charly, gehen wir! Aber unfern Kaffee wollen wir doch noch aus- I tinfen." I Charly wunderte sich, daß sie ruhig sitzen konnte. | &gre Gedanken jagten. Es wird eine Nachricht von ihm bei mir sein! Ganz sicher hat er mich abholen trollen! Wir werden in die Garage fahren, vielleicht teffe ich ihn dort ... Ihre Hände waren heiß, ihr Ihunb lächelte, und ihre Augen strahlten. Die Musik spielte ... Einige Male kamen junge Iienschen und verbeugten sich vor Charly, um sie nm Tanz zu bitten. Ungeduldig schüttelte sie den köpf. .„Wir gehen gleich, Charly!" beruhigte Römer, i Gr bezahlte den Kellner. SCharly stand auf; ihre Schritte federten. Sie ging : r-fch voran, mitten durch die Fröhlichkeit und den hfr.rm. Dr. Römer folgte ihr langsam. i!aturgeschichtsstunde, die viel nachhaltiger und eindringlicher wirkt als alle Unterrichtsproben in dem >chulsaal mit Bildern und ausgestopften Tieren, vorsichtig wird die Blindschleiche wieder auf die ärbe gesetzt. Sie ist bald verschwunden - Ja, so stand es an diesem schönen Sommermor- :ien an der großen Schulwandtafel. Es fehlten sogar :ioch zwei Zeilen, die sonst immer dabei standen: „Wir wollen nicht auf harten Bänken sitzen, wir wollen lieber im Freien schwitzen!" Was sollte da der Lehrer machen? Die Sonne achte zum Fenster herein, die Wipfel der Bäume i.eigten sich, als wollten sie sagen: „Kommt nur , er aus! Hier draußen gibt es mehr zu sehen als m Schulzimmer!" Die Schulranzen wurden auf aen Bänken gelassen das Frühstück nur kam heraus. Dann stellten sich alle auf, zu Anfang die Fädchen, weil sie nicht so wild laufen wie die ■•üben, und nun ging es los, hinein in den lachen- ten Sommermorgen. Schön ist ein Spaziergang mit den Geschwistern, rit Vater und Mutter am Sonntag, aber tausendmal schöner ist ein Schulausflug mit den Kame- inben. Wenn so 60 oder gar 70 Kinder singend iurch die Straßen ziehen, mit ganz leichtem Ge- ;ätf, dann bleiben die Leute stehen und freuen sich n dem anmutigen Bild. Freude strah.lt aus den ’.iugen der Kleinen, und Frohsinn liegt auf allen esichtern. Immer wieder neue Lieder ertönen ... Aber da gibt es schon einen Halt. Am Straßenrand raschelt es: Eine Blindschleiche! Ein Tierchen, Ins man nicht jeden Tag zu sehen bekommt. Bald tt es umringt von den neugierigen Kindern. Die Rädchen wollen zunächst entsetzt zurückweichen, weil he glauben, es sei eine Schlange. Ein beherzter junge aber greift die Blindschleiche und bringt sie sm Lehrer. Seht ihr, da gibt es da draußen eine ein altes Unterkunftshäuschen, alle Ziegel fehlen darauf. Im Nu sind die Buben auf dem Dach und lassen sich von den ängstlichen Mädchen bewundern ... 50 bis 60, vielleicht noch mehr Kinder einen ganzen Tag zu beaufsichtigen; denn Gefahren lauern überall, sei es in der Eisenbahn, sei es in einer verkehrsreichen Stadt. Es ist aber doch stets eine große Freude, Klassen immer mehr größere, mehrtägige Wanderungen unternommen werden. Das kann heute mit ganz geringen Mitteln erreicht werden, denn die Hauptschwierigkeit, das Uebernachten, wird durch zahlreiche Jugendherbergen glänzend gelöst. Wenn die Kinder bei Schulausflügen einmal diese Herbergen kennengelernt haben,' wenn sie die schönen Häuser sehen, an denen Bau sie ja auch durch den monatlichen „Herbergspfennig" tatkräftig mithelfen, dann werden sie auch später nach der Schulentlassung gern und oft darin einkehren. h-, (Aufnahmen [5]: Privat.) geworden sind, von Umhertollen. Stolz berichten sie beim Mittagessen dem Ausflug in ist gar nichts, wenn mir spazieren gehen, fahren mir erst mit der Eisenbahn ganz meit von hier weg. Wir nehmen den Rucksack mit und bleiben den ganzen Tag draußen, nicht nur ein paar Stunden wie ihr?" Aber die Kleinen sind dankbar für diesen haloen Tag, den sie draußen in Gottes freier Natur verbringen durften. — „Müllers Fritz nimmt kalten Braten und eine Flasche Apfelwein mit." „Was denkst du? Braten haben wir eben nicht, und Apfelwein mitzu- nehmen, ist ganz verkehrt. Er schmeckt dir ja auch nicht. Der Lehrer will's auch nicht haben. Du bekommst Butterbrote, kalten Kaffee, und wie wär's mit einer Tafel Schokolade?" „Das ist fein, Mutter." Und die Mutter geht an die Vorbereitungen, während Hans in der Vorfreude schwelgt. Schulausflug! Ein Höhepunkt in feinem jungen Leben! Wie gern geht er zur Schule, er lernt auch tüchtig, aber die Ferien find ihm das liebste, und dann die Schulspaziergänge! Was gibt es da alles zu sehen! An einem viel lustiger, und jeder „ 6le Ihr. »WJ Mit Gesang geht es durch die benachbarten Dör- ~ an die Fenster, vor das Der Weg führt weiter, hinein in 1 ;3bt es Erdbeeren, auch Himbeeren wachsen dort! Hoftor des lanbwm- ersteigere ich im Tieustag. ttags 11 U6t „MeuPoil hoftor in bet tb angeführte Stolz geben die Wanderer Auskunft. „So weit?" ... Und dann nimmt der Wald die luftige Schar wieder auf. Eine Ruhepause folgt auf dem schönen Sportplatz, der dort am Waldrande liegt. Die Buben spielen Ball, die Mädchen winden Kränze aus Kornblumen und Klatschmohn. Dann fingen sie ... Und der Heimweg ist ebenso schön, wenn auch hier und da einzelne der Kleinen müde Wenn nur das Wetter hält! Beständig läuft er hinaus und schaut nach dem Himmel, die Sonne ist oft von Wolken verdeckt. Er klopft an das Barometer. Gott sei Dank! es steigt! Er ruft der Mutter ein Abschiedsmort zu und geht zu seinen Kameraden auf die Straße. Natürlich ist der Ausflug das Hauptgespräch. Hans macht große Augen, als er hört, was feine Schulkameraden alles mitnehmen wollen. Aber als er abends heimkommt und seine Wünsche vorbringt, lacht ihn die Mutter aus. „Laß sie nur! Das brauchen wir all nicht. Du sollst sehen, die schleppen sich ab, und nachher müssen sie es wieder heimtragen. Du bekommst drei tüchtige Butterbrote, hsom- 4 Meter1.95 rePPdrud£ ' Gewebe ;n tstern, n ’ J Meter 2.25 rePPdruck ,ln sehrschö. »40 rePPdnidi mgen, q// 'esiger A <1.85 solchen Tage ist alles , v . freut sich. Zum erstenmal fahren sie mit der Eisenbahn. Sie bekämen einen besonderen Wagen, hatte der Lehrer gesagt. Das wird sicher sehr schön. Roman von Harald Baumgarten Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 den Eindruck, wie sie eine Adresse nach der anderen abklapperten. Namentlich Schramm: „Verzeihen Sie — ich habe die Leihbücherei übernommen." Manchmal kam eine erstaunte Gegenfrage: „Aber Fräulein Weber ist doch erst vorgestern hier gewesen?" „Ja, ich hab's mit ihrem Vater in der Stadt perfekt gemacht ... In dem Buch, das Sie entliehen haben, ist ein Schriftstück liegen geblieben. Haben Sie es vielleicht gefunden?" „In meinem Buch? Nein, da war nichts drin. Ich kann ja noch einmal nachsehen. Ganz durchgelesen hab' ich's noch nicht." Und dann hieß es immer wieder: „Nein, da ist nichts drin!" „Na, dann entschuldigen Sie nur!" „Wenn wir es finden, freß ich die ganze Nuckelpinne auf!" Schmal war ziemlich erschöpft. Es war recht anstrengend, in Schramms Sommerhäuschen zu schlafen; es konnte nicht geheizt werden. Und er hatte heute früh nicht mal eine Tasse Kaffee bekommen. „Kolonialwarenhändler Schmidt, Hauptsttaße 3", las Schramm aus dem Heftchen vor. Er war unermüdlich. Er trabte neben den langen Schritten Schmals wie eine kleine Maschine her. Sie klingelten. Eine Frau öffnete. Schramm leierte feinen Spruch her. Die Frau nickte. „(Emil— komm doch mal her! Da sind zwei Herren, die sagen, sie wüßten was von dem Brief!" Schmal und Schramm horchten auf. „Ja, es ist ein wichtiger Brief!" stotterte Schmal. „Wichtig für den, der ihn geschrieben hat!" setzte Schramm hinzu. Er fürchtete. Schmal könne Mißtrauen erregen. Eine Stimme aus dem Zimmer ertönte: „Die Herren sollen doch 'reinkommen! Ich liege gerade so gemütlich." „Bitte, meine Herren, treten Sie näher? Am Sonntag macht sich's mein Mann nach Tisch immer recht bequem." Schmal und Schramm kratzten sich die Schuhe ab, obwohl die Sohlen ganz sauber waren. Ihre Herzen klopften wild. Jetzt hieß es, dem Manne die Sache glaubhaft zu machen! (Fortsetzung folgt.) »sehen Pastell. 'S. 2.10 ie »ra-Charakter, Ä2.15 ife in Bonck- und 5:3.90 unser Klassenausflug statt. Da kann die Mutter mahnen und sagen: „Mach doch endlich deine Schulaufgaben, Hans!" „Hast du's denn ichon wieder vergessen, daß wir morgen spazieren gehen?' „Ja, richtig, da muß ich wohl allerhand zurechtmachen für dich?" „Jawohl, ich muß viel mitnehmen. Wir kommen erst am Abend zurück." laschinen II. , Versteigerer, .her, Kartonel' e, Heubinder, nae, Grubber, rte, Vindfege- Mn diesem Sonntagmorgen fuhr um elf Uhr ein hiimlid) klappriger Wagen durch Nauen. Am Steuer icg ein langer, schmaler Mensch, neben ihm ein bgäbiger älterer Herr mit Seehundsbart. Der Lange knurrte jedesmal, wenn em Hindernis ihn zum Umschatten zwang, vor sich hin. „Ich |o:ge Ihnen, Schramm: Mit der Kupplung is was men. Ich brauch nirgends einzukehren. Für mein Geld nich!" „Na, denn nich!" Auf Schmals bloßem Gesicht erschienen kleine rote Flecken. „Denn woll'n wir los. Nach Börnicke. Nun lesen Sie mal die Orte vor, wo Bücher verliehen sind. Das hat der James ganz gut gemacht mit dem Verzeichnis." Schramm blätterte. „Börnicke, Kremmen, Sommerfeld, Neuruppin", las er. „Das wird ’ne schöne Schinderei^ werden, die Ortschaften alle abzuklappern. Ich will Ihnen mal was sagen. Schmal: Ich glaube nicht mehr an den ganzen Zimt. Das jetzt mit der Autofahrt, das ist ebenso 'rausgeschmissenes Geld wie alles andere." Schmal wurde tückisch. „Soll'n wir umkehren?" „9lee — wir fahren! Versuchen müssen wir alles." Der klapprige Wagen mühte sich meiter*über die Chausseen. Diele Autos überholten ihn. Es wurde Mittag. In Börnicke hatten sie nichts herausbekommen. Schramm hatte feine Rolle nicht schlecht gespielt. Es paßte gut, daß es Sonntag war; da waren die Leute zu Hause. Aber sie hatten nichts in den ausgeliehenen Büchern gefunden. Gar nichts. Kremmen. Nichts ... „Nun müssen wir aber essen! Es ist Mittagszeit!" Schmals Magen knurrte. Schramm packte fein Stullenpaket aus und begann gemütlich zu essen. „Ich gebe nischt aus." Er kaute. Und Alkohol sollen Kraftfahrer überhaupt nicht trinken!" Schmal wurde immer wütender. Das war ein Vergnügen, mit dem geizigen Filz über Land zu fahren! Aber was sollte er machen? Er war auf ihn angewiesen. Wenn sie nur das Schriftstück fänden, da würde er schon aus dem knickrigen Kerl was herausquetschen! Es wurde drei Uhr. Sie parkten auf dem Markt von Neuruppin. „Na, nu fann’s wieder losgehn. Schramm. Ich hab' jedesmal Angst, daß die Karre nich anspringt. „Ich sage Ihnen doch: Die läuft schon lange! Mein Freund hat gesagt, der Wagen wär' gut." Sie stiegen aus. Schmal hatte ein Päckchen Zigaretten bei sich; er qualmte eine nach der anderen, um den Hunger zu betäuben. „Wenn wir den Brief sinden, gebe ich einen aus!" entschloß sich Schramm. Sie machten beide einen ganz oertrauenerwecken- rePPdnick "*2.65 in den Büschen. Die ganze Klasse verteilt sich, von allen Seiten hort man rufen, lachen und fröhliches Treiben. Dann kommt die Frühstückspause. Einige Kinder haben feine Handvoll Beeren, die sie nun zu ihrem Brote verzehren. Wie gut schmeckt es hier draußen im Freien! Lange können die Kinder nicht sitzen. Sie wollen spielen. Die Buben machen einen Wettlauf, bann folgen Bockspringen, Reiterball und der „fliegende Fisch". Die Mädchen spielen im Kreise, fingen wie immer ihre bekannten Kinderliedchen: „Mariechen war allein zu Hause" ... u. a. Dann geht es hinein in den Wald. Links und rechts wird der Weg von dunklen Tannen umsäumt, dahinter dehnt sich der Hochwald aus. Keins der Kinder geht auf dem Waldweg, alle wollen hinein in das schattige Grün. In einer Schlucht entdecken die Buben — einige haben es sicher schon gewußt — eine Fuchshöhle. Sie rufen und stechen mit Stöcken in die Deffnung, aber natürlich erscheint fein Fuchs. Dafür finden die Kinder vor der Höhle das Vorderbeinchen eines Hafen. „Den hat der Räuber gefressen", sagen sie. „Wenn er heraus- fommt, dann ...", aber er kommt nicht, der Freund Reineke. Dann kommt ein verlassener Steinbruch. Hier können sich die Buben wieder austoben. Da steht nuen . . . ukil vuejuny yeyi vs v den Wald! Noch ser. Die Leute kommen _ . .. ?n wachsen dort I Hoftor und fragen: „Woher kommt if)r_ denn? — den haben fe mir doch weggenommen. Wenn ich ’nen Führerschein hätte, hätten wir uns in der Garage ’nen anständigen Wagen leihen können." „Auf meine Kosten natürlich. Ich soll wohl noch pleite gehn an der Geschichte? Meinen Sie, der James taugt was?" „Er wird die Sache schon fingern. Heute nacht konnte er nichts unternehmen — da haben sie zu scharf aufgepaßt. Aber heute nachmittag will er’s versuchen. Da ist es still. Das Ding muß ja zwischen den Büchern sein!" „Ich denke, wir fahren los, damit wir es finden? Vielleicht ist es doch in einem ausgeliehenen Buch?" Schmal machte eine Gebärde, als wollte er die Hände über'm Kopf zusammenschlagen; aber er mußte das Steuer hatten. „Soll fein — das wird sich ja ’rausftellen. Nun feien Sie bloß ’n bißken schlau, Schramm! Sie sagen also zu den Leuten, Sie wären Webers Nachfolger und hätten von ihm die Leihbücherei übernommen .. „Ich weiß schon selber, was ich zu reden habe! Ich will mein Geld wiederhaben. Hat 'ne Stange Gold gekostet, das Auto für den James und der viele bare Zaster. Künftig kommen Sie mir nich wieder mit solchen Geschäften! Schmuck beleihen — das is was reelles; da hat man was in der Hand.. „Jawoll! Aber das ist gefährlich. Hier gibt es kein Risiko. Wenn wir das Schriftstück haben, fnegt der James das Geld. Und wir teilen." „Erst will ich meine Unkosten 'raushaben! Die werden abgezogen.. Uebrigens — wie lange wollen Sie noch in meinem Sommerhäuschen wohnen, Schmal? Neulich hat mich schon ’n Nachbar gefragt, ob ich nich wüßte, daß man wintersüber nicht da draußen Haufen dürfe, nur im Sommer. „Wenn wir es heute finden, geh' ich wieder zu Frau Zander. Die Polizei kann mir gar nischt! Ich hab nischt ausgefressen, was strafbar wäre. Fertig! Ader wenn sie mich vorher hochnehmen — ihr zwei könnt doch nich helfen." Er bremste. „Was meinen Sie, Schramm? Ich suhle em menschliches Rühren. Benzin müßte auch mal getankt werden; da können wir gleich wegen der Kupplung nachsehen. Wollen wir hier in Nauen nich ’n bißken frühstücken?" _ __ . , , Wenn Sie Geld haben, Schmal? Wenn Sie mich einiaben? Ich habe mir ’n paar Stullen mitgenom* OJL-ipoit Zer Sptiker am J5aljnhof| Ringe. fileinkaliber, Wirtschaft lag e r Ihrer Krankenkasse Heimische Schützen im Kampfe um hie Merkreismeiflerschafi. Meister des Unterkreises Gießen. Kleinkaliber, militärischer Anschlag. In der Gesamtwertung kam es in den Klassen B und C zu erheblichen Veränderungen. Lediglich bei den Einsitzern führt NSFK.-Ostuf. Kurt Schmidt (NSFK.-Gruppe 16 Karlsruhe) nach wie vor. beliebiger Anschlag, Mannschaften der A-fitaffe. Schützenverein Gießen: Hch. Appel, 157, Gg. Schilling, 136, Willi Schilling 160, Willi Georg 146 = 599 Ringe. ___ Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) G. D. in Gießen. Für die Frage, ob eine Bürger« steuerpflicht besteht oder nicht, ist das höhere Lebens« alter ohne Bedeutung. Das Alter ist erst bei der Bemessung des auf das Erhebungsjahr fallenden Steuerbetrages von Bedeutung. Im vorliegenden Falle besteht eine Freigrenze nicht, da Grundoermo« gen im Sinne des Reichsbewertunasgesetzes im <5tn* heitswert von 9000,— RM. vorhanden ist. Dorsprache bei der zuständigen Gemeindebehörde wird empfohlen, da die Angaben für eine endgültige Stellungnahme nicht ausreichen. Zielsegelflug nach Nürnberg (140 Kilometer), darunter die beiden Doppelsitzer mit den Führern Romeis (NSFK.-Gruppe 14 München) und Ogfr. Mudin von der Luftwaffe, sowie die Einsitzer Bau» mann (NSFK.-Gruppe 3 Hamburg), Heinemann (NSFK.-Gruppe 4 Berlin), Müller (NSFK.-Gruppe 9 Hannover), Schubert (NSFK.-Gruppe 11 Frankfurt), Hauk (NSFK.-Gruppe 16 Karlsruhe) und Engel (DDL.) In der Klasse der Nachwuchs-Segelflieger stellte Kober von der NSFK.-Gruppe 4 Berlin mit 108 Kilometer die beste Leistung auf. Einen Streckensegelflug bis nach Hvggendorf in Niederbayern führte von Treuberg von der NSFK.-Gruppe 14 München mit 310 Kilometer durch. Auf 290 Kilometer kam Bräutigam (NSFK.- Gruppe 7 Dreien), der in der Nähe von Passau niederging, lieber 200 Kilometer durchflog noch Ludwig von der NSFK.-Gruppe 7 Dresden, der nach 212 Kilometer kurz vor Regensburg landen mußte. B-filaffe. KKSD Steinbach: Karl Horn III. 135; Ludwig Haas VI 136; Heinrich Ludwig Haas 138; Karl Nicolaus 143 — 552 Ringe. Sch -D Gießen: Wilhelm Scheid 145; Richard Koch 134; Hans Schwall 117; Karl Meisenbach 141 = 537 Ringe. Ä _ Schützengesellschaft 1926 Hetzen: Ludwig Schneider 127; Willi Becker 132; Karl Heitz 151; Heinrich Balzer 123 = 533 Ringe. C-filaffe. Schützengesellschaft 1926 Gießen: Heinrich Blum 123; Johann Roth 134; Konrad Becker 143; A. Däckenstedt 126 = 526 Ringe Schützengesellschaft 1926 Gießen: Bon her Rhön bis Aieherbayem Günstiges Flugwetter bei der ,20. Rhön". Das in Verbindung mit den Wettkämpfen der Aelteren in Heuchelheim ausgeschriebene Faust« ballturnier hat mit 10 Mannschaften ein recht gutes Meldeergebnis gefunden. Der größte Teil der Mannschaften kommt, wie nicht anders zu erwarten war, aus dem heimischen Kreis. So wird es z. T. auch zu einer Neuauflage der Wettkämpfe der Kreismeisterschaft kommen. Da für die allein in der Vorrunde durchzuführenden zwölf Spiele der Platz in Heuchelheim nicht ausreicht, muß ein Teil schon am frühen Vormittag in Gießen auf dem Oswaldsyarten ausgetragen werden. In drei Gruppen werden zunächst die Besten fest- gestellt, die dann in einer einfachen Runde jeder gegen jeden den Gesamtsieger ermitteln. Die Gruppe I hat in der Aelteren Kasseler Turngemeinde, dem Meister des Kreises Kassel, den voraussichtlichen Sieger, wenn ihm nicht Nauborn das Konzept verdirbt. Diese Mannschaft ist jedenfalls für einen Platz in der Endrunde gut, wenn der Anschläger sich auf seinen einfachen harten Schlag besinnt. In der zweiten Gruppe mit Wetzlar, Niedergirmes und Burgsolms, die ihre Spiele in Heuchelheim austragen, wird die Entscheidung zwischen Wetzlar und Niedergirmes liegen. Die bisherigen Spiele gewann Wetzlar immer so knapp, daß diesmal eiaentlich die Wetzlarer Vorstädter an der Reihe sind. Auch die Gruppe III ist hinsichtlich der Spielstärke ziemlich ausgeglichen. Hier muß man dem To. 1846 Gießen die besten Aussichten einräumen, wo Riexinger am Anschlag genügend Punkte her- ausholen sollte, um etwaige Schwächen in der Frankfurt a. M., 28. Mi. Die Börse auf allen Gebieten sehr still, da Anregungen fehlten und vor allem die Kundschaftsbeteiligung denkbar gering blieb. Infolge der Zufälligkeit der Auftrags« erteilung entwickelten sich die Aktienkurse erneut etwas uneinheitlich, wobei im allgemeinen nur geringe Abweichungen um Bruchteile elftes Pro« zentes Vorlagen. Von Montanwerten erholten sich DasFaustbawrnier her Aelterenm Heuchelheim 10 Mannschaften im Spiel. Hoesch um 0,75 v. H. auf 106,75, Verein. Stahl lagen mit 99,50 (99,40) gut gehalten, dagegen Rheinstahl 134,50 (135). Für Elektropapiere verblieb weiter etwas Nachfrage, AEG. 113,50 (113), Gesfürel 126 (125,50), Deutsch-Atlanten kamen nach längerer Pause mit 97,50 (94,25) zur Notiz. Maschinenaktien waren wenig verändert, während chemische Werte während der ersten Börsenstunde ohne jeden Umsatz waren, darunter auch JG.- Farben, die mit 143,50 bis 144 (144,25) angenommen wurden. Reichsbankanteile gaben auf 179,50 (180) nach. Der Rentenmarkt lag ebenfalls ruhig und teilweise kam noch etwas Angebot heraus. Reichs- bahn-DA. 122,75 (122,90), Reichsaltbesitz 132 (132,13), Kommunal-Umschuldung 93,'25 (93,30). Steuergutscheine lagen sehr still und wenig verändert, Serie I hatten außerbörslich zwischen 99,05 bis 99,10 (99,15) etwas Geschäft. Stadtanleihen bröckelten überwiegend 0,13 bis 0,25 v. H. ab, ebenso zeigten Industrie-Obligationen noch meist mäßige Abschwächungen, fest auf Zufall jedoch 4,50 v- H- Verein. Stahl mit 95 (93,90). Der Pfandbriefmarkt lag sttll und unverändert. Die im Verlauf etwas zahlreicher notierten Papiere zeigten eine uneinheitliche Tendenz, doch gingen die Abweichungen kaum über 0,50 bis 1 Durch das Nachschießen einzelner Schützen aus die Unterkreismeisterschaft kann jetzt erst das Gesamtergebnis dieses Schießens, welches bereits vor einiger Zeit auf den städtischen Schießplätzen statt- fand, bekanntgegeben werden. Hierzu wird uns vom Unterkreisschützenführer Ed. Gondner (Gießen), der das Schießen leitete, folgendes geschrieben. Nachdem in den Monaten Mai und Juni die üblichen Schießen auf die Dereinsmeisterschaft auf den vereinseigenen Schießständen der einzelnen Vereine des Unterkreises Gießen stattgesunden haben, wurden diejenigen Schützen, die eine festgesetzte Ringzahl geschossen hatten, zu dem Schießen um die Unterkreismeisterschaft zusammengezogen. Geschossen wurde mit Klein- und Großkaliber. An dem Schießen selbst beteiligten sich insgesamt 186 Schützen. Es wurden durchweg schöne Resultate erzielt, doch hatte die ganze Veranstaltung unter starkem Regen und dann wieder unter grellem Sonnenlicht zu leiden. Leider war die Beteiligung der Jungschützen gering. Diesmal wurde auch wieder in den bewährten 6 Wettkampfklassen geschossen und zwar in einer Jugendklasse, einer Altersklasse (für Schätzen über 50 Jahre) und in 4 Schützenklassen. Es wurden Oavispokalkampf Deutschland—Jugoslawien 11. Das Europazonen-Finale im Davispokalkampf zwischen Jugoslawien und Deutschland .nahm am Freitagnachmittag in Agram seinen dem unerwarteten Beschluß der deutschen Mannschaftsführung, den Nürnberger Rolf Gopsert an Stelle des langen Reichenbergers Roderich Menzel neben Henkel im Einzel einzusetzen, war es vorauszusehen gewesen, daß der erste -Lag eine Punktteilung bringen würde. So kam es denn auch. Im ersten Spiel des Freitags wurde ©opfert von dem jugoslawischen Meister Franz P u n- c e c überaus sicher 6:3, 6:1, 6:0 abgefertigt. Deittsch- lands Spitzenspieler Henner Henkel schlug anschlie« ßend den jungen Jugoslawen Drago Mit: cm vier Sätzen 6:0, 6:1, 4:6, 6.4 und stellte damit den Gleichstand her. Die Entscheidung dürfte also am Samstag im Doppel fallen, das Henkel/Menzel und Kukuljevic/Puncec bestreiten. Güdwest gewinnt SA.-!?ührerkampf. Einer der wertvollsten Wettbewerbe neben dem KK.-Schießen im Programm der Reichs-Schi eß- wettkämpfe der SA. in Zella-Mehlis ist der SA.- Führerkampf, der am Freitag bei herrlichstem Sommerwetter im Thüringer Wald entschieden wurde. 21 Gruppen hatten ihre Mannschaften zur Stelle, die sich jeweils aus einem Führer und 15 Mann zu- sammensetzten, von denen alle mindestens den Dienst- orad oder die Dienststellung eines SA.-Sturmsuh- rers haben mußten. Einen überlegenen Sieg errang die Mannschaft der Gruppe Sudwest, die de- Lollar I.-Schiedsrichter- Kameradschaft Gießen. Nach der Sommerspielpause hat die Lollarer 1. Elf zum ersten Male am morgigen Sonntag wieder Gelegenheit, in einem Fußball-Lehrfpiel mit einer Elf der Schiedsrichter-Kameradschast Gießen ihre Kräfte zu messen. Daß dieses Spiel einen betonteren Reiz ausüben dürfte, ist wohl der Grundlage des Spiels schon mitgegeben. Nicht nur, daß die Gäste über gute spielerische Kräfte verfugen, sondern das Spiel dient auch hauptsächlich zur Prüfung von angehenden Schiedsrichtern, die später bei ihrer Eignung bestimmt und als Unparteiische für andere angesetzte Spiele eingesetzt werden sollen. Man hat schon öfters von einem guten Abschneiden der Gäste gehört und erst in Lich konnten sie ein Unentschieden erzwingen. Für die Lollarer Mannschaft ist der Kampf eine schöne Gelegenheit, sich wieder einzuspielen. Die Ausstellung der Lollarer Els war bis zur Stunde noch nicht bekannt. . , — - ——........Steinbach mit 573 Ringen. Einzelmeister, Ludwig Haas VI., Steinbach, mit 152 Ringen. Meister - Mannschaft: Der Altersklasse, Postsport Gießen mit 508 Ringen. Einzelmeister: Der Altersklasse, Hch. Atzbach V., Steinbach, 141 Ringe. reits bei den Reichswe tkampfen durch hervor ragende Leistungen ausgefallen war und im Wehr- mannschastskampf den Ehrenpreis des Führers gewann. Hinter ihr belegten Ostland und Niederrhein die nächsten Plätze. Beginn des frankfurter Fluglage-. Der Frankfurter Großflugtag nahm am Freitag seinen Anfang. Im Laufe des Nachmittags tra en die in- und ausländischen Maschinen nut den Teil- nehmern am Luftrennen, am Geschicklichkeitsslug und am internationalen (Sportfliegertreffen, sowie eine große Zahl von Dorkriegsfliegerm die sog. Alten Adler", in Frankfurt em. Wegen der Schlechtwetterlage über dem Kanal und m Belgien verzögerte sich die Ankunft verschiedener ausländischer Flugzeuge, aber vor allem die englischen Maschinen haben sich fast in voller Stärke in der Mainstadt eingefunden. Während die Teilnehmer an den beiden Luftrennen am Nachmittag auf dem Flugplatz Rebstock das Training ausnahmen, stellten sich auf dem Flughafen Rhein-Main die gemeldeten 22 Bewerber zum Ausscheidungskampf um die deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug. Das vorgeschriebene Pflichtprogramm, das eine Unmenge von schweren Figuren enthielt, mußte im Laufe von zehn Minuten abgewickelt werten. Da die Leistungen zum Teil sehr gleichwertig waren, hatten es die Kampfrichter recht schwer, die sechs Besten zu ermitteln, die am Sonntag zum Endkampf um den Titel eines deutschen Meisters an« zutreten haben. Am besten schnitt Oblt. Eckerle ab, ter mit 45 Punkten an die Spitze des Feldes gesetzt wurde. v. H. hinaus. IG.-Farben tarnen schließlich mit 143,75 (144,25), ferner u. a. Mannesmann mit 102,90 (103,25) zur Notiz. Am Einheitsmarkt sollen morgen K ahl gru nd - Eise nb ah n mit 21,50 (zuletzt 23,25) wieder notiert werden. Im Freiverkehr nannte man Katz & Klumpp mit 90 bis 92 (89 bis 91), Elsäß. Bad. Wolle mit 90,50 bis 92,50 (90 bis 92) und Verein. Fränk. Schuh mit 74 bis 76 (73 bis 75). Tagesgeld unv. 2,75 v. H. Abendbörfe behauptet. Mit Rücksicht auf den Wochenschluß und im Hinblick auf die nur kleine Kundschaftsbeteiligung ergab sich an der Abendbörse zwar nur kleines Geschäft, die Haltung war aber freundlich, was sich auch in vielfach leicht erhöhten Kursen äußerte. Weiter fest waren Bemberg mit 133,50 (132,75). Je 0,25 v. H. höher notierten ferner u. a. IG.« Farben mit 144,25, Buderus mit 97,75, Adlerwerke mit 99,50, Demag mit 142,25 und Reichsbank mit 179,75, während Bekula auf 161 (160,50), Deutsche Erdöl auf 119 (118,50) und Verein. Stahlwerke auf 99,65 (99,25) anzogen. Knapp behauptet lagen mir Hoesch mit 106 (106,40). AEG. hatten zu dem auf 114,50 erhöhten Mittagsschlußkurs weiter etwas Geschäft. Renten lagen sehr sttll bei nominellen Kursen für 6 v. H. JG.-Farben mit 119,50 uni 4,50 v. H. Krupp mit 98,13. Steuergutscheine waren etwas gefragt, mangels passenden Angebots kam es in den Abschnitten der Serie II aber zu keinem Geschäft. Man nannte Juni mit 95,40 Geld, Juli mit 95,35 Geld und August mit 95,25 Geld. Serie l wurden ebenfalls etwas höher mit 99,10 bis 99,15 bewertet. Der 6. Wettbewerbstag braute am Freitag in diesem 20. Rhön-Segelslua-Wettbewerb auf der Wasserkuppe mit sommerlichem Wetter zum ersten- mal günstige Voraussetzungen für Strecken-Segel- flüge. Vor Tausenden von Zuschauern gab es einen Startbetrieb am laufenden Band, der sich über acht Stunden erstreckte und erneut das hohe segel- fliegerische Können der Teilnehmer auf der „20. Rhön" zeigte. Die Klassen der Einsitzer und Nachwuchssegelflieger gingen mit dem Hangstart in die Lüste während sich die Doppelsitzer und Nurflugel- Segelftugzeuge durch Motorflugzeuge hochschleppen ließen. Nicht weniger als 7000 Kilometer Gesamtflugstrecke wurden am Freitag zurückgelegt. Die wichtigsten Zielpunkte waren am Freitag Regensburg und Nürnberg. Nach dem 225 Kilometer entfernten Flugplatz Regensburg gelangten im Zielflug von der Wasserkuppe aus Huth (NSFK.-Gruppe 3 Hamburg), Hofmann (NsFK.- Gruppe 4 Berlin), Späche (DFS. Darmstadt), Treuter (NSFK.-Gruppe 8 Cschwege), Kraft (NSW.-Gruppe 15 Stuttgart), Schmidt (NSFK.- Gruppe 16 Karlsruhe), Flinsch (DDL. Frankfurt), Beck (NSFK.-Gruppe 15 Stuttgart), Opitz (NSFK.- Gruppe 11 Frankfurt) und Haase (NSFK.-Gruppe 4 Berlin). 18 Wettbewerbsteilnehmer flogen iml Hermann Meckel 125; Heinrich Ahrens 131; Karl Neeb 127; Heinrich Herröder 138 = 521 Ringe. D-filaffe. Schützenverein Gießen: Willi Horn 135; Hermann Sauer 136; Emil Muller 110; ©corg Schwan 126 — 507 Ringe. . Wettk.-Gem. Poppe & C o., Gießen: Walter König 138; August Hof 101; K. Hartmann 102; A. Müller 140 = 481 Ringe. Einzelschützen: Josef Krumpen Sch.°V. Gießen (A), 156; Konrad Dreyer, Gießen (D), 127; K. Nonnenbroich, Sch.-D. Gießen (D), 112; Heinrich Becker IV., Steinbach (D), 140 Ringe. Großkaliber, MehrmannMannfchaften. A-filaffe. Schütz enverein Gießen: Heinrich Appel 225; Georg Schilling 226; Willi Schilling 226; Willi Georg 193 = 870 Ringe. B-filaffe. Richt geschossen. C-filaffe. Schützenverein Gießen: Wilhelm Sjfeib 212; Richard Koch 172; Hans Schmal! 153; Willi Horn 181 = 718 Ringe. D-filaffe. Schützengesellschaft 1926 Gießen: Karl Heitz 238; Willi Becker 201; Walter König 195; Heinrich Balzer 197 — 831 Ringe. Einzelschützen: Konrad Dreyer, Sch.-V. Gießen (D), 181; Jos. Krumpen, Sch.-D. Gießen (B), 229; Dr. Hans Wilhelmi, Sch.-Ges. Gießen (B), 211; Otto Scheller, Postsport Gießen (D) 170 Ringe. Scheibenbüchfe. B-filaffe. Schützenverein Gießen: Heinrich Appel 202; Willi Georg 139; Hermann Sauer 202; Georg Schilling 190 — 733 Ringe. Einzelschütze: Konrad Dreyer, Sch.-D. Che« ßen (D), 160 Ringe. Einzelmeister: Der Jungschütze Wilhelm Jung, Leihgestern, mit 142 Ringen. Meist Mannschaft: Der B-Klasse KKSD. Stein Frühkartoffel-Erzeugerpreise ab 31. Juli. Fwd. Nach einer neuen Anordnung werten für Frühkartoffeln folgende Erzeugerfestpreise je 50 kg in RM. netto ausschließlich Behackung frachtfrei Empfangsstation für die Zeit oom 31. Juli bis 5. August 1939 festgesetzt: weiße, rote, blaue Sorten 3,75, runde gelbe Sorten 4,25, lange gelbe Sorten 4,25 RM. Im übrigen gelten die Bestimmungen der Anordnung Nr. 1/39 ter HD. der deutschen Kartof- selwirtschast vom 13. Juni 1939. Mem-Mamische Börse. Mittagsbörfe still und uneinheitlich. fileinkaliber, beliebiger Anschlag: Meistermannschaft: Sch. Der. Gießen, A-Klasse, mit 599 Ringen. E i n z e l m e i st e r : Willy Schilling, Sch. Der. Gießen, mit 160 Ringen. Dehrmannbüchfe: Meistermannschaft: Sch. Der. Gießen, A-Klasse, mit 870 Ringen. Einzelmeister: Karl Heitz, Schützengef. Gießen, D-Klasse, mit 238 Ringen. Scheibenbüchfe: Meistermannschaft: Sch. Der. Gießen, B-Klasse, mit 733 Ringen. C i n z e l meister: Mannschaftsaufstellung auszugleichen. Der zweite Platz dieser Gruppe kann ebensogut ter Gießener Polizei wie Philippstein oder Kassel-Bettenhausen zufallen. Die Entscheidungsspiele der Grupvensieger finden im Rahmen der übrigen Wettkämpfe und der Dor- führungen am Sonntnagnachmittag in Heuchelheim statt. Quartierfrage gelöst. Eines ter schwierigsten Probleme des Gaualters« treffens war zweifellos die Quartierbeschaffung. Man hat von vornherein darauf verzichtet, Wettkämpfer etwa in'Massenquartieren unterzubringen, sondern hat gleich versucht, sämtlichen der etwa 400 schon am Samstag zu erwartenden Altemstumern Privatquartiere zur Derfügung stellen zu können. Daß dies Ziel erreicht ist, spricht dem Quartteraus- schuß, wie vor allem der gastfreundlichen Heuchelheimer Bevölkerung das beste Zeugnis aus. Es will wirklich schon etwas heißen, in einer Gemeinde von der Größe Heuchelheims 400 Quartiere aufzu- treiben. Die „Alten Herren" werden dies gewiß dankbar zu würdigen roiffen. Das Jungvolk — das sich mit etwa 80 Jungen in den Dienst der guten Sache stellt — wird es übernehmen, die Altersturner in ihre Quartiere zu führen, um ihnen unnötiges Suchen zu ersparen. Auch sonst wird alles getan, um den Sportkameraden den Aufenthalt in Heuchelheim anläßlich des Alterstreffens zu einem Erlebnis werden zu lassen. 143 = 573 Ringe. KKSD. Allendors a. d. Ld a.: Hch. Formhals 14a, Wilhelm Romer 127, Jöh. Damm 135, Wilh. Piannmüuer 146 = 553 Ringe. KKSD. Leihgestern: Wilh. Jakobi 134, Eugen Dellen 140, Wilh. Schmitt 119, Karl ^tern ^Schü8^n^e r^ein Gießen: Willy Schilling 146, Wuh. Scheid 123, Richard Koch 129, Hans Scy'mall 134 = 532 Ringe. Schützengesellschaft 1926 © ießen: Lüg Schneider 123, Willy Becker 122, Karl Heitz 14/,’ Hch. Balzer 120 = al2 Ringe. C-filaffe. Postsport Gießen: Fritz Hill 133, Willy Flach 1*4, Herrn. Paul 105, Otto Scheller 146 - ou9 Ringe. m . r SchUtzengesellschaft 1926 ©letzen: Herrn. Meckel 124, Hch. Ahrens 121, Karl Need 125, 5)0). Herrooer xoo = uuo innige. KKSD. Allendorf (Lda.): Konrad Wallon 143, Wilh. Wallenfels 121, Karl Klingelhöser 123, Karl Wallenfels 107 = 494 Ringe. Schützenverein Gießen: Karl Meifen- bach 148, Julius Funk 98, Herrn. Sauer 115, Gg. Schwan 125 = 486 Ringe. Schützengesell jcyaft 1926 Gießen: Hch. Blum 116, Joh. Rot 105, Konrad Lecker 133, Alverl Däckenstedt 124 = 478 Ringe. D-filaffe. Sch.-D. Großen-Linden: H. Stoll 138, W. Schattier 135, H. Reinheimer 113, H. Weder 121 = 507 Ringe. KKSD. «teinbach : Theodor Müller 129, Hch. Becker IV. 139, Hch. Keßler VII. 133, Karl Fischer 91 - 492 Ringe. Sch.°E. „Roland" Klein-Linden: Matter Meier 125, Wilh. Germer 121, Konrad Keudel 112, Wilh. Dorkert 118 = 476 Ringe. Wettkampsgemeinschast Poppe & C o., Gießen: Walter König 128, August Hof 99, K. Hart« mann 121, Karl Jakob 120 = 468 Ringe. Sch.-D. L a u b a ch : Otto Högy 117, Karl Poth 122, Fr. Stotz 111, Karl Naumann 113 = 463 Ringe. KKSD. Geilshausen: Heinrich Schäfer 106, Ldg. Erb 87, Heinr. Opper 142, Hch. Müller 111 -- 446 Ringe. KKSD. Queckborn: Karl Schmitt 110, Hch. Schmitt 114, Ldg. Bück 103, Theo Görnert 83 - 410 Ringe. KKSD. Geilshausen: Ldg. Kriep 86, Karl Schomber 112, Wilh. Krug 91, Wilh. Schomber 84 = 373 Ringe. Alterschühenklasse. Postsportverein Gießen: Karl Sttack 126, Karl Möckel 113, Karl Schmitt 131, Hch. Kern 138 = 508 Ringe. KKSD. Steinbach: Hch. Ldg. Balser 116, Hch. Ldg. Gerhard 123, Jakob Keßler 122, Hch. Atzbach V. 141 = 502 Pinge. Schützen-Club „Roland" Klein-Linden: Wilh. Erle 85, Hch. Keudel 93, Fr. Stein 91, Gottfried Benderoth 122 = 391 Ringe. Einzelschüßen. Jungschützen: Wllh. Jung, Lcihgestern, 142; Rich. Dem, Leihgestern, 113; Ldg. Görnert, Queckborn, 86 Ringe. Schützen: Josef Krumpen, Sch.-D. Gießen (A), 149; K. Nonnenbroich, Sch.-D. Gießen (D), 116; Albert Müller, Poppe, Gießen (D), 104; Hch. Dehus, Poppe, Gießen (D), 104; Wilh. Dolk, Leihgestern (C), 136; Ldg. Herzberger, Queckborn (D), 113; W. Schombert, Queckborn (D), 87; Ldg. Rock, Queckborn (D), 105; Alb. Hahn, Dillingen (D), 135; Fr. Zimmer, Dillingen (D), 113; Rich. Stoll, Dillingen (D), 115 Heinrich Appel, Sch. Der. Gießen, A-Klasse, mit 202 Ringen. Oas Gesamtergebnis. 1. fileinkaliber, militärischer Anschlag. Mannschaften: KKSD. Steinbach, Karl Horn HL 139, Ldg. Haas Vi. Ia2, Hch. Log. Haas 139, Karl Nikolaus wonach Geschichten aus aller Welt Wilhelm Sehet Mll 153; > ganz Besonder^ Ulr Mel*12ÜS frOhzeltig 5142A ^oVn^hrt^®»6^ ** BerSsch en ke] Restauration Badenbur^ uAnalfln iMva4lknn.«_i flrnU cnh•> tfr ier Carfpn 1’prraccpn Jl. GroU.schattig. 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Ein Elefant zertrümmert ein Auw. C. K. Kapstadt. In Ost-Kongo hatte der südafrikanische Geologe Professor Geevers, wie aus Nairobi berichtet wird, ein aufregendes Abenteuer mit einem Elefanten, das die Folge hatte, daß er in einer Luftambulanz in ein Krankenhaus von Nairobi geschafft werden mußte, wo er mit gebrochenen Beinen darmeder- liegt. Der Professor gehörte zu einer Gesellschaft von Gelehrten und Studenten vom Witwatersrand und machte geologische Studien im Ost-Kongo- Gebiet. Einige Mitglieder der Gesellschaft versuchten in der Nähe von Goma am Kivu-See einen Ne- fanten zu photographieren, der aber anscheinend ihre Bewegungen mißverstand und plötzlich zum Angrift gegen den Kraftwagen 'heranstürmte. Er warf das Auto über den Haufen, und Professor Geevers blieb unter dem Wagen liegen, während die anderen Insassen unverletzt davonkamen. Jetzt machte sich der Elefant daran, das Fahrzeug ganz zu zertrümmern, aber als er die Haube mit seinen Stoßzähnen zerschlagen hatte, ließ er plötzlich von dem Angriff ab und raste davon — augenscheinlich hatte er seinen Rüssel an dem Motor verbrannt. Die „geisterhafte Vogelscheuche". Ndz. London. Der „unsichtbare Schutzmann" ist eine originelle Luftschutzmaßnahme, die kürzlich in der englischen auf der Wasserkuppe. (,-onntag, 6. August 1939, Abfahrt 6 Uhr Ludwigsplatz Ä reis für Mitglieder ... .RM.5.50 „ „ Nicytmitglieder „ 6.50 knrtenverkauf nur auf der Ge- scoäftsstelle, Montag,Mittwoch und Bäeitag von 20 bis 22 Uhr. [6164d hat, hinfällig, und eine ganze Reihe von neuen Arrangements wird notwendig. Ist aber die verheiratete Schwester die ältere, dann würde sie nach dem Tode ihrer Eltern als sogenannte „Koschu^ das verantwortliche Oberhaupt für die Fortsetzung der Familie Nischida gewesen sein. Eine Koschu darf aber nach japanischem Recht nicht in eine andere Familie hineinheiraten, sondern sie kann nur einen Mann nehmen, der durch Adoption in chre Familie ausgenommen wurde, so daß der Familienname fortleben kann. Behörden und Gerichte werden also mit dieser Verwechselungsgeschichte noch reichlich zu tun bekommen. Großmutter fliegt um die Welt. B. Chicago. Die erste Frau, die als Luftreisende um die Welt fliegen will, ist Mrs. Virginia Pfuderer, eine 72- jährige Großmutter aus Riverside in Illinois. Die erste Etappe hatte sie bereits zurückgelegt, als sie von Chicago nach Neuyork und von dort im Pan- American Clipper nach Marseille und von dort nach Paris und Croydon geflogen war. Gleich am folgenden Tage will sie über Röm, Athen, Alexandria, Basra, Kalkutta und Bangkok nach Hongkong weiter und dann über den Stillen Ozean nach San Franzisko und zurück nach Chitago fliegen. Ihre Freunde, so erklärt sie freimütig, halten sie für etwas verrückt, weil sie in ihrem Alter durchaus um die Erde fliegen will, aber sie sieht nichts Besonderes darin, da sie schon, seitdem sie ein kleines Mädchen war, dauernd gereist und in den letzten Jähren immer geflogen ist. Die Fahrkarten kosten die Kleinigkeit von etwa 2 000 Dollar. „Aber soviel Montag früh beginnt der große Sommer-Schluö-Verkauf Schwierige Sache mit zwei Schwestern. Ndz. Tokio. Weil sie festgestellt hatte, daß sie in den Steuer- llisten als geschiedene Frau geführt wurde, obwohl jsie doch glücklich mit ihrem Mann und zwei Kindern zusammenlebt, hat sich Frau Umeko Takimoto nn die Polizei in Nischinomija mit der Bitte um Aeststellung ihrer Persönlichkeit gewandt. Die Po- lizst hat nun festgestellt, daß es im Dergnügungs- viertel von Nischinomija noch eine zweite Frau mit dem Namen Umeko Nischida gibt, die also den- elben Vornamen und als Vatersnamen den ehemaligen Familiennamen der verheirateten Frau rügt. Diese zweite Umeko ist zweifellos die Schwe- tter der anderen. Auch sie hatte kürzlich erfahren, >»aß sie in der Steuerliste als verheiratete Frau zeführt wurde, und hatte um, Berichttgung gebeten, wobei sie den Nachweis führte, daß sie niemals verheiratet gewesen sei. Für die Steuerbehörde ioätte die Angelegenheit damit befriedigend geklärt • ein können, denn sie hatte nun zwei Steuer- .ählerinnen statt der einen. Für die beiden Frauen über ergaben sich nun Komplikationen, denn beide behaupteten, die richtige Umeko Nischida zu sein, obwohl es tatsächlich nur eine von ihnen sein kann. Umeko hatte noch eine um vier Jahre ältere Schwester namens Hatsuko. Als die Eltern sehr früh starben, wurden dir beiden kleinen Mädchen bei Verwandten, Äber getrennt, aufgezogen. Dabei ist dann wohl die Verwechselung entstanden, daß beide als Umeko bezeichnet wurden. Welche ist nun aber wirklich Umeko? Ist die unverheiratete Schwester tatsächlich Umeko, dann sind alle Verträge, die sie abgeschlossen ptei. , . schlich und nn ip rniiM »« iS ft 'S wJ Zss ”sÄ‘S; i . Marburg, 28. Juli. Die 85jährige Witwe Elisabeth Hainer in Simtshausen bei Wetter wurde von einem Personenkraftwagen überfahren, als sie tm Begriffe war, ihr dreijähriges Enkelkind am Ueberschreiten der Hauptstraße Marburg— Frankenberg zu hindern. Während die Frau an Den dabei erlittenen Verletzungen alsbald an der Unfallstelle verstarb, wurde das g e i ch f a l l s ub erfahrene Enkelkind mit schweren S ei nb rücken und sonstigen Verletzungen in die Mlmif eingeliefert. Der Ehemann der jetzt getöteten grau war vor einem Jahr durch Absturz in einer Scheune tödlich verunglückt. 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