Samstag, 28./§onntag,29. Oktober 1939 253 Erstes Blatt 189. Jahrgang en den den - i» ! gr. nr h *• iifr ur zu, Ursen), uiernen tDarta rel ntü ohne Wirkung geblieben. Man vertröstete Gesandten, das Prisengericht werde sich mit Vorstellungen befassen. l len un> weit« 5).6eji IFOo.h Derlout ben!bi' chschnikl ifjenbyp Handel und Industrie eine nicht geahnte Entwicklung nahm, Frankreich weiter hinter sich zurückließ und der weltbeherrschenden Wirtschaftsstellung Englands immer näher rückte. Der Weltkrieg ist von England und Frankreich unter Zuhilfenahme des russischen Zarenreiches im wahrsten Sinne des Wortes „gemacht" worden, um Deutschland in den Zustand von 1648 zurückzuoersetzen. Das Diktat von Versailles diente diesem Zweck. Der Großadmiral von Tirpitz hatte das durchaus richtig erkannt, als er in seiner Denkschrift an den Reichskanzler sieben Jahre vor dem Weltkriege, am 28. Februar 1907, folgendes niederschrieb: „Es dürfte nicht zu bestreiten sein, daß die politischen Reib ungs flächen zwischen uns und Großbritannien wesentlich mit durch unsere wirtschaftlichen Erfolge und die erweiterten Lebensbedingungen unserer steigenden Bevölkerung entstanden sind. Man fühlt in der City of London die wachsende Bedeutung des deutschen Handels und der deutschen Industrie. Bei der fast völligen Abhängigkeit, in der sich die britische Politik von den Interessen der City befindet, hängt die Ent- scheidung über Krieg und Frieden wesentlich mit davon ab, welche Haltung die großen Kaufherren zu diesen Fragen nehmen." Die Auslieferung der deutschen Kriegsflotte, die völlige Abrüstung Deutschlands auf das Hundert- tausend-Mann-Heer und nur 15 000 Mann Marine, der Raub der deutschen Kolonien, der Raub der deutschen Handelsflotte (wir mußten ausliefern 4 787 000 Tonnen Schiffsraum im Werte von vier Milliarden 753 Millionen Mark), all dies und noch I mehr, z. B. die Forderung auf Zahlung von mehr irt * >H0IM ligkeitt, en man, anleihn . II Olli auf 131 je fest«, Mm, 28 Si Jugoslawiens und die Friedensbemühungen der Balkanstaaten vollstes Verständnis und die Unter- tützung Italiens. tr^,$ ilte Frrd * s ■xxtW ). BroW 163 M 340 M chafe 51! en je S a) 40 12,50 (I hrch Mh (jelinii WtD- •3Ü enbn^ is 355 i-M bis M" »(39 3), « 55), H 50), d)! SbJlS (55), 52), f „City of Slinf" unter deutschem Prisenkommando ausMurmansk ausgelaufen. Moskau, 27. Okt. (DRB.) Amtlich wird mitgeteilt, daß der amerikanische Dampfer „City of Flint", der vorgestern unter deutscher Flagge und mit einem Prisenkommando an Bord infolge Maschinendefekts den Hasen von Murmansk a n l i e f und dort zunächst zurückgehalten wurde, heute — nach Überprüfung der aus Banngut be- Wt W (941 Ali « il n if 91,65 (110,25) Unoer, Oie Schweiz errichtet Lazarette für Kriegsverwundete. Genf, 27. Okt. (Europapreß.) Die Schweiz bereitet eine große Hilfsaktion für die Kriegsverwundeten vor. Wie im Weltkrieg, als die Eidgenoffenschaft verwundete Gefangene aller krieg- ührenden Staaten aufnahm, wird sie auch im gegenwärtigen Konflikt sich der Verwundeten annehmen. Ein großes Lazarett ist an den Ufern des Sees, in Montreux-Vevey, in Vorbereitung. Ein Sonderzug hat schon das notwendige Material herbeigeschafst, um die nötigen Einrichtungen des großen Lazarettes an diesem schönsten Punkt des Sees aufstellen zu können. det, daß England durch die Beschlagnahme der gesamten Kaffee lad ung des schwedischen Dampfers „Venecuela" sich die flagranteste Enteignung seit Kriegsbeginn geleistet habe. Tausende von Säcken brasilianischen Kaffees seien aus dem einfachen Grunde beschlagnahmt worden, weil der Kauf in schwedischem Auftrag noneiner deuts chen Firma getätigt worden sei. Die schwedische Gesandtschaft in London hat einen scharfen Protest bei der englischen Regierung eingelegt. Der schwedische Gesandte wies darauf hin, daß der Geschäftsabschluß vor Kriegsausbruch erfolgt sei. Wie vom Außenministerium mitgeteilt wird, ist der Protest der Regierung bisher sammenslellung alle unbestätigten Meldungen nicht berücksichtigt sind, muh angenommen werden, daß die tatsächlichen Versenkungsziffern noch wesentlich höher liegen. Troß dieser Erfolge unserer Seestreitkräfte im Handelskrieg halten sich die eigenen Verluste in sehr geringen Grenzen. Es muh bisher mit dem Vertu st von drei U-Booten auf Grund ihres langen Ausbleibens gerechnet werden. Der Wehrmachtsbericht vom Freitag. Artillerie- und Gpähtrupp-Tätigkeit an der Westfront. Berlin, 27. Oktober. (DNB.-Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen Itfofel und Warndt an einzelnen Stellen auflebende Artillerie-Tätigkeit. An der übrigen Front nur örtliche Spähtrupp- Tätigkeit und vereinzelt Störungsfeuer. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8*/.Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von70mm Breite 50 Rps.,Platzvorschrift nach vorh Dereinbg.25"/. mehr. frmäfjtgte Grnndpretse: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige löelegenheitsanzei- gen 5 Rps.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- a, behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B stehenden Ladung — von den Murmansker Hafenbehörden angewiesen wurde, die sowjetrussischen Gewässer wieder zu verlassen. Die Freilassung des Dampfers unter dem deutschen Prisenkommando erfolgte gemäß den Bestimmungen der Haager Seerechtskonvention von 1909. Schweden gegen den englischen Vlockadeterror. Stockholm, 27. Okt. (Europapreß.) In steigendem Maße wendet sich Schweden gegen die Maßnahmen Englands, die den Handel der neutralen Staaten allmählich lahmlegen. „Aftonbladet" mel- r 33 vera^ S; 'it> V!! bif' ,'ffi 54 W\ ti»o< Weiterhin erfolgreicher Handelskrieg Bisher 115 Schiffe mit rund 500 000 Tonnen versenkt. OerFührer ehrt verdiente Offiziere-espolenfeldzuges Mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Jugoslawien vermittelt auf dem Balkan Don unserem v. M.-Korrespondenten Belgrad, Oktober 1939. JDer unzweifelhafte jugoslawische Erfolg in der LermittlungzwischenUngarn und R u- mä n i e n hat in allen Staaten des Südostens große Hoffnungen wachgerufen. Der Erfolg der jugoslawi- slhen Vermittlungsaktion lag darin, daß sich Ru- mnien und Ungarn bereiterklärt hatten, die militärischen Maßnahmen an ihrer gemeinsamen Grenze htrabzusetzen und auch tatsächlich eine bedeutsame Herabsetzung der Militärkräfte an der Grenze vor- fKommen haben. Daß dieses an sich lokale Ereignis ö große Hoffnungen auf dem Balkan wachri e.f, hat fine Begründung in der Tatsache, daß die Span- nung zwischen Ungarn und Rumänien eine ernste Bedrohung der Neutralität und des Friedens auf dem Balkan darstellte. Seit dem Frühjahr standen bedeutende militärische Streitkräfte sich wachsam gegenüber, und auch die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten spitzten sich in dieser Zeit oft gefahrdrohend zu. Es erschien als wahrscheinlich, doß im Falle eines Zusammenstoßes zwischen Ungern und Rumänien die Staaten des Balkans mehr der minder in Mitleidenschaft gezogen werden wür- btn. Das Eintreten einer Entspannung muhte naturgemäß ein Gefühl der Erleichterung in allen floaten des Balkans Hervorrufen. Zugleich weckte die eingetretene Entspannung zwischen Budapest und Bukarest die Hoffnung, daß es gelingen werde, auch andere Gefahren für den Frieden und die Neutralität des Balkans zu beseitigen der wengstens abzuschwächen. Auch hier wieder hat Jugoslawien die Vermittlerrolle übernommen. Jugoslawien hat durch seine aufrichtige und konsequente Politik der Neutralität und der Freundschaft mit allen Nachbarn, die es seit der Einsetzung der Regentschaft führt, auf allen Seiten größtes Vertrauen erworben, so daß es sich am besten zur Vermittlung zwischen den Staaten des Südostens eignet. Außerdem genießt Jugoslawien volles Vertrauen m Halten und in Deutschland, was seiner Vermittlungs- oltion noch mehr Gewicht verleiht. rschetnr täglich, außer onnlags und Feiertag» eilagen: Die Illustriert« ießener Familienblätter eimat im Bild - Die Scholle I Monats-Bezugspreis: tit 4 Beilagen RM.1.95 hne Illustrierte e 1.80 fftellgebühr . , -.25 ach bei Nichterscheinen ron einzelnen Nummern bfolg« höherer Gewalt Zeritsprechanschlüffe $ttei Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: Srühlsche UniverfitStrdruckerei «.Lange in Siehe«. Schristleitung und SeschSftrftelle: Schulftrahe 7_______ Eines steht heute fest: alle Balkanstaaten wünschen in Frieden weiterzuleben und neutral zu bleiben. Alle sind bereit, dafür Opfer zu bringen. In welcher Richtung und wie, darüber sind sie sich noch nicht » klaren, wie überhaupt Neutralität für sie einen ganz neuen Zustand darstellt. Was von den Balkanstaaten gesagt wurde, bezieht sich voll auch auf Ungar. Sie Bemühungen der Balkanstaaten, ihre Neutrali- tct zu erhalten und ihre gegenseitigen Beziehungen nach bestem Können und Vermögen zu regeln, w - den von Italien tatkräftig unterstützt Es ist bekannt, daß sich Italien schon seit mehr als emem Jahr bemühte, zwischen Ungarn und Jugo 1 llawien ein freundschaftliches Verhältnis Zu schaffen Liese italienischen Bemühungen ermöglichten letzt wiederum die Vermittlung Jugoslawiens zwtschen Ungarn und Rumänien. Das gleiche war bei jugoslawischen Vermittlungsaktion bezüglich Vu- gariens der Fall. Die italienische Wochenschrift „Cn- tica Fascista" stellt fest, daß Jugoslawien in An- lehnung an Italien und gleichzeitig in freundschaft. lichen Beziehungen zu Bulgarien Griechenland, Ru Ultimen, Ungarn und der Türkei Anstrengunge ch ' um zwischen diesen Staaten einen dauernden Frieden herzustellen. Deshalb finde auch der Aufru Mufso- linis zum Frieden und die Richtung der -tal.emschen Politik größtes Verständnis IN allen diesenLandern, llnd deshalb finden auch die Vermittlungsaktion Berlin, 27. Okt. (DNB.) Nachdem der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht am 30 September unmittelbar nach Beendigung des polnischen Feldzuges die für die Operationen verantwortlichen Oberbefehlsbabe r ausgezeichnet hatte, verlieh er am Freitag weiteren Offizieren, die durch ihren p e r s ö n l i ch e n E i n f a tz auf den Ausgang einer Kampfhandlung entscheidend eingewirkt haben, das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. Der Führer überreichte diese hohe Auszeichnung in Gegenwart des Oberbefehlshabers des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, m. seinem Arbeitszimmer in der neuen Reichskanzlei folgenden Offizieren: Dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generaloberst Keitel dem Chef des Generalstabes des Heeres General der Artillerie H o lder dem Chef des Generalstabes der Luftwaffe Generalmajor Jefchonnek, ferner dem Kommandierenden General eines Panzerkorps und In- Metteur der Schnellen Truppen General der Panzertruppen Guderian, dem Kommandierenden General eines Armeekorps General der Infanterie a D f h dem Kommandierenden General eines Ar- meekorps General der Infanterie S tr a uß, dem Kommandierenden General eines Panzerkorps General der Kavallerie Höpner, dem Kommandeur einer Infanteriedivision Generalleutnant Olbrich t dem Kommandeur einer Infanteriedivision Generalleutnant v. B r i e s e n dem Kommandeur einer Panzerdivision Generalleutnant R e l n h a r d, dem Kommandeur einer Gebirgsdivision General- rrn-Unr ©übler dem Kommandeur eines 3nfan= ÄStenti Dbedt Schmidt (August), dem Kompaniechef in einem Infanterieregiment Ober- »nt Reinhardt und dem Zugführer m einem Infanterieregiment Leutnant t o l z. Der Führer brachte in einer kurzen Ansprache ben versammelten Offizieren zugleich im Namen de" ganzen deutschen Volkes, s e i n e n D a n k u n d seine Anerkennung für ihre außerordent- Die neue jugoslawische diplomatische Aktion bezieht sch auf die Regelung der Beziehungen z w i s ch e n Bulgarien und den Mächten des Balkan b u n d e s, also Rumänien, Griechenland, Jugo- ilowien und der Türkei. Z w i sch e n B u l g art e n und Jugoslawien besteht feit Januar 1937 em Vertrag ewiger Freundschaft, der heute mehr bennje dm Gefühlen und Wünschen beider Völker entspricht. Sie Beziehungen zwischen Bulgarien und der Türkei waren 'eine Zeitlang etwas gespannt wegen der Anhäufung türkischer Truppen an der bulgarischen Grenze in Thrazien. Da die bte puppen wieder zurückgezogen und an Bulgarien beruhigende Zusicherungen gegeben hatte, sind wieder D|e Beziehungen zwischen den beiden Staaten m in früheren Zustand korrekter Nachbarschaft zuruck- «kehrt. Die Spannung zwischen Bulgarien und Rumänien wegen der südlichen D ob ru - dscha besteht dagegen noch immer. Dieses Gewet wird von Bulgarien als rein bulgarische Provinz mrückgefordert. Außerdem bestehen zwischen Bulgarien und Griechenland nicht geringe Gegensätze wegen des von Bulgarien geforderten Istusgangs zum Aegäischen Meer. Diese zwei Fragen waren bisher ^nberntHe, die einer Annäherung Bulgariens an den Balkcmbuno entgegenffanben unb eine Ursache ber Beunruhigung des Balkans barstellen. Obwohl allgemein angenom- men wirb, baß sie keine unmittelbare Gefahr Jur den Frieden auf bem Balkan bebeuten, ist man sich dessen bewußt, baß sie sich leicht in eine Quelle von Gefahren verwanbeln könnten. Wenn biese Probleme zwischen Bulgarien einerseits unb Rumänien unb Griechenlcmb anberseits geregelt ober wenigstens ocrtagt werden könnten, wäre ein Zusammengehen aller Balkanstaaten gewährleistet in allen Fragen, die die Sicherung ber Neutralität bes Balkans beliessen. Der jugoslawische Vermittlungsversuch geht dahin, bie Frage ber Dobrudscha unb bie bes Ausgangs zum Aegäischen Meer vorläufig so zu regel , i daß sie eine Zusammenarbeit Bulganens mit bem Valkanbunb ermöglichen würbe. Zerfloffene Hoffnungen. Vom 30jährigen Kriege bis zu Bismarcks Reichs- grünbung war Deutschland nur ein geographischer Begriff. Erst Hunderte, bann Dutzende von mehr oder weniger großen und kleinen Fürsten weltlichen unb geistlichen Charakters, Herzöge, Könige usw., bas war bas Kennzeichen bes politischen Zustandes unseres Vaterlandes. Dieses Deutschland des Westfälischen Friedens von 1648 (Ende des 30jährigen Krieges) war tatsächlich der Spielball der westlichen Großmächte England und Frankreich. Wenn drese beiden Großmächte untereinander etwas auszumachen hatten, dann geschah dies a u f deutschem Boden mit deutschen Soldaten, die man durch Subsidien sich verschaffte. Es sei nur an bie Raubkriege Ludwigs XIV., an den Spanischen Erbfolgekrieg, an das Mitspielen ber beiben Westmächte in ben friberi- zianischen Kriegen zu eigenem Vorteil, an bie Kriege ber französischen Revolution unb die Napoleons erinnert. Fast 300 Jahre hindurch war es üblich, daß England und Frankreich auf deutscher Erde und mit deutschen Menschen ihre Kriege führten, für beide ein höchst nutzbringendes beginnen! Dann machte Bismarck durch die Reichsgründung diesem Treiben ein Ende. Er entzog den Westmächten den deutschen Raum als Kriegsschauplatz und die deutschen Menschen als Soldaten- und Truppen-Reservoir. War dieser Umstand schon den Leuten in London unb Paris sehr peinlich und höchst unbequem, so wurde er ihnen unerträglich, als sich zeigte, daß das sich wieder zusammen- findende deutsche Volk eine riesige Wirtschaftskraft entwickelte, daß das neue deutsche Kaiserreich in Man sieht von links: General ber Artillerie Halder, General ber Panzertruppe Guderian^ General der Infanterie Hoth, General der Infanterie Strauß, General der Kavallerie Hopne« und Generalleutnant Olbricht. - rdt fe Die Wucht der deutschen Waffen lastete schwer aus den Vorposten der Franzosen, die sich so nahe )erangeschoben hatten. Als unsere Truppen sie vertreiben wollten, versuchten sie ernsthaften Wider- sich mit dem grauenvollen Zischen und Pfeifen der heransausenden Geschosse, noch immer neue Abschüsse lassen erkennen, daß der Gegner ganze Ar- . täuschen und msere MG.-Stände zu finden. Dies sollte aber nicht ! PK.......... 19. Oft Wir haben die Höhe erdicht. Dort sollen jene französischen Gräben liegen, die unseren Soldaten schon lange ein Dorn im Auge waren. Nachts zeigten sich dort gestand zu leisten. Dicht hinter einer Waldkante, dort an jener Höhe, die wir gerade erreicht hatten, zog sich das französische Grabensystem entlang. Gestern iloh waren die Franzosen hier gewesen. Jetzt durch- Oient hat. Den Gräben fehlt die Absteifung, wie sie 'm deutschen Vorpostenstellungen angewendet wird. Är ein Querbalken liegt über dem Eingangspfosten. Wir krempeln uns die Aermel hoch, um in den verstand hineinzulangen, bis über den Ellbogen )enfen laß feint kn echiü nbes anM rs-hHI 'Uschch ln9reii^ ast d, lern M möge. Die -alsTl loroatil^ illten ichtiS' histonsy itenbste^ luden, M t Ihr-' en ehlk ■ Seite I it ®n hu iqiK 1 Perik rili» baten das Traditionsabzeichen für alte Kämpfer der NSDAP. * Der Oberste Sowjet der UdSSR, ist zu seiner fünften außerordentlichen Tagung auf den 31.Oktober nach Moskau einberufen worden. Man darf annehmen, daß die außenpolitische Lage und die mit der Haltung der Sowjetunion im europäischen Kriege verbundenen Fragen dabei zur Sprache kommen werden. * Nach einer Meldung der Agentur Stefani aus Istanbul wurde ein sowjetrussischer Damp- f e r in der Nähe der Insel Jmbros von einem englischen Zerstörer durchsucht. Der russische Dampfer wurde in den türkischen Hoheitsgewässern angehalten und durchsucht. Die russische Regierung hat bereits bei der englischen gegen das Vorgehen des Zerstörers Verwahrung eingelegt. Stille. Wir schauen nach der Uhr, 20 Minuten hat der Artilleriebeschuß gedauert. Vor dem Ziel. Wo der eben eingenommene Wald aushört, liegt das Dors. Doch vor Einbruch der Dunkelheit kann die Brückensprengung nicht vorgenommen werden. Die Kompanie liegt vor dem Ziel, nur ein Sprung in dunkler Nacht, und die unsrigen sind in dem Dors. Ich aber muß mit zwei Kameraden zurück. Wie kommen wir durch den eingesehenen Raum, ohne beschossen zu werden? Dis zum Einbruch der Dunkelheit warten ist unmöglich, denn dies sieht der Auftrag nicht vor, auch kämen wir nicht durch die eigenen Minensperren. Also noch einmal: „Sprung auf! Marsch! Marsch" und durch das Rübenfeld. Diesmal waren wir ja nur 3 Mann, die zurück mußten, um diesen Bericht zu schreiben und die auf dem Vormarsch aufgenvm- menen Fotografien zurückzubringen. Doch anscheinend waren wir dem Franzmann keine Granate wert, denn wir kamen durch, ohne beschossen zu werden. Die Kompanie aber blieb dort und erfüllte in der Nacht ihren Auftrag, ohne daß sie der Gegner daran hindern tonnte. Aus aller Wett. Vollstreckung des Todesurteils an einem Dolksschüdling. Berlin, 27. Okt. (DNB.) Am 27. Oktober 1939 wurde der am 29. November 1919 in Clausdorf bei !aßen, wurden nach ihrer Rückkehr von Reichsmini- jtel Dr. Goebbels empfangen. An dem Empfang nahmen teil: Friedrich Bodenreuth, Robert Hohlem, Jakob Schaffner, Franz Schauwecker, Hermann Stahl, Franz Tumler, Josef Magnus Wehner, Heinrich Zillich und als Gast der Wissenschaft Professor Dr. Aubin aus Breslau, ferner Oberft- 'leumant Dr. Hesse als Vertreter des Oberkommandos der Wehrmacht. Die Dichter hatten Gelegenheit, Dr. Goebbels über die Fahrt und ihre Eindrücke zu ^richten. Seit«*1 Unfrei' tW6, B«6** o« 6l,5 f * £ 5 er •" Is , •Ä habe „Wenn uns nur nicht der feindliche Artillerie- Beobachter entdeckt!" Doller Sorge blickt der Kom- Miechef auf seine Leute zurück, wenn er bie nur i(t alle über diesen gefährdeten Geländeabschmtl herüber hätte. Die MG-Schützen drüben scheinen M schlafen, denn kein Schuh fällt. Die Spitze der Lolonne ist längst im Walde verschwunden der fompanieajef ist jetzt vorn. Bis zu einem Dorf, Lessen Bahnhofsbrücke gesprengt werden soll, rst der ! Sanierter Forster besuchte die Danziger truppen und überreichte Offizieren und Unter- Mieren, die sich beim Aufbau der Danziger Poli- zliverstärkungstruppe vor dem 1. September verdient gemacht haben, das Kreuz von Danzig, und falten Danziger Nationalfozialiften unter den Sol- Lormarsch fortzusetzen. , ... Leise beginnt der Regen wieder, bald rauscht er auf die feuchten Herbstblätter des LaubwaLes. — plötzlich, ein harter Knall, der erste 2w!ck)Un. Schon heult es durch die Luft, dünner, scharfer uirb der Laut, die erste Granate zieht herüber. Die Soldaten eilen zur Seite, laufen ausernanlder, ft springen so schnell sie können, um Deckung zu suchen. Doch der WaModen ist fast eben, blitzschnell nimmt jeder Deckung — Wumm, und em Krachen folgt — Die lag zu weit. Doch schon folgt die nächste Granate, wieder eine, und eine merte. Gleichzeitig hört man das Rauschen und pfeifende pichen der feindlichen Brummer Richtig — so er- Wert das Gedächtnis aus dem Dienstunterricht m ber Kaserne — eine Batterie besteht aus mer Ge- Mtzen. Der Segen geht wieder los. Der Femd W uns also doch erkannt! Es wäre ja auch ein Vunder, wenn eine ganze Kompanie über einen 200 Meter langen, eingesehenen Raum ungeschoren hinüber kommen könnte. ,Hetzt geht der Segen ckso wieder los!" sagt neben mir ein Unterosftzler, ,bie verfluchte Artillerie, und man kann sich nicht liegen wehren." Unaufhörlich rinnt der Regen ... Hinter den Baumstämmen sieht man die Stahlhelme hervorlugen, einige Schützen beginnen schon, sch einzugraben, um besseren Schutz vor den Split- fein zu finden. Doch noch ist es zu früh, ,chtr sen noch weiter vor. Rechts hinter uns liege, kchüffe, dort wo der ein gesehene Weg liegt. Wir Ünb noch nicht direkt gefährdet. Welter geht der barsch, aber unentwegt suchen die Augen den Beben ab nach Deckung, in jedem Augenblick kann la» TVeuer auch bis hierher kommen. Schon werden oroht ist. „D III88" — der Film von der deutschen Luftwaffe. Vor zahlreichen Ehrengästen wurde in Berlin und zugleich in 150 Städten des Großdeutschen Reiches der Tobis-Film „D III 8 8" urauf» geführt. Mit diesem Filmwerk, das einen umfasfen- ben Einblick in die Arbeit, das Leben und den Geist unserer Luftwaffe gibt, ist dem Spielleiter, dem Frontoffizier des Weltkrieges Herbert Maisch, und seinen Mitarbeitern ein großer Wurf gelungen. Der Film, ber das Prädikat „Staats- politifch besonders wertvöll" erhalten hat, wurde mit wahren Stürmen des Beifalls ausgenommen. Der Spielleiter und sein Mitarbeiter Hans Bertram, die Hauptdarsteller Christian Kayßler, Otto Wernicke, Heinz Welzel, Hermann Braun und der Komponist des Marschliedes des Filmes „Flreger sind Sieger", Robert Küssel, mußten sich unzählige Male zeigen. Soldat rettet ein Kind vom Tode des Ertrinkens. Durch das entschlossene und mutige Verhalten des Gefreiten Ludwig Pfeiffer aus Kassel konnte in Kreuznach ein etwa sechsjähriger Junge, der offenbar beim Spiel in die hochgehende Rahe ge- fallen war, von dem sicheren Tode des Ertrinkens gerettet werden. Das Rettungswerk war durch die reißende Strömung außerordentlich schwierig. Nach mehrmaligem Untertauchen erst konnte der mutige Retter den schon unter Wasser treibenden Körper des Kindes fassen und unter Mithilfe einiger schnell herbeigeeilter Männer ans Land schäften. TkofeHor Freiherr von Eiselbsberg gestorben. In Wien ist an den Folgen eines Unfalls der bekannte Chirurg Professor Anton Freiherr von Ei elbsberg im Alter von 79 Jahren gestorben. Röntgenstrahlen als kunsthistorische Experten. Der Direktor des Brüsseler Museums, van Puy- velde hat Versuche abgeschlossen, nach denen er alaubt die Echtheit eines Gemäldes mit Sicherheit feftfteUen zu können. Er weist aus ein Gemälde des flämischen Malers Roger van der Weyden bin das in der Gemäldegalerie zu Brussel hangt, & bri bSn man mit dieser Methode Nachweisen kann, daß der Kops einer auf dem Gemälde beftnd- iidren Person zu einer spateren Zelt gemalt fein muß, und nicht mehr von der Hand sJJrnLJlämild)™ Malers stammen kann. ^nnUckriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- ^ein Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die . i-)r M Lange; für Stadt Gießen, Pro- Sport unb® Ernst Blumschrtn. An- r (Sans Beck Verantwortlich für den In- W d r Anzrtgem Th°°d°r Kummeü Drnck und Ber. lag- Brühlsche Umversitatsdruckerei, R. Lange, K-G., xmHiA n Gießen. Monatsbezugspreis 2 05 RM. 25 Df. Zustellgebühr, mit der Jllu- emschlleß 05 wir suchen. Eine französische Gasmaske wird heiausgefischt, Kochgeschirre kommen zutage. Leere Slechdosen und feldgrau gestrichene Konserven er- chtinen. Ochsenfleisch und Oelsardinen sind darin, ogar der Schlüssel ist noch vorhanden. verflucht! Vorsicht! Schreit plötzlich der Leutnant, bet uns führt. Beinahe wäre einer von uns auf eine französische Eierhandgranate getreten, die vor »m Eingang lag. Zwar war sie gesichert, doch wenn man den Sicherungsdraht beschädigt, besteht ein, K heimnisvolle Lichter. Wurde aus unseren MGs auf im Laufschritt rennen wir nach links vor den Ein- SBqL: liefe Ziele geschossen, so lag augenblicklich schweres schlügen her. Bis auf 20 Meter kommt eine heran -- "nseren eigenen Waffen, die man und krepiert bereits durch die —Tl“ ro—"**----—" -feuer erkannt hatte. Später stellte dem Astwerk. Nichts passiert, ppe jj sich der ivchwinoel heraus. An langen Stangen hatte vergeruch liegt noch in der fi* : ler Gegner kleine Laternen befestigt, die o or{ fr gedeckter Stellung bewegte, um uns zu tauf fori J unfere MG.-Stände zu finden. Dies sollte a etnv immer so bleiben. Beinahe ... “"W '"•■h n1 gtv0eg verschwundem Als ihm der ekle Schlamm und das Wasser m Mund und Nase dringen, hört er das Siegesgeschrei ber Binen, welche die Torwache Eierrumpelt haben. Die Brücke hört er noch niederfallen, den Triumphruf der bereitgestellten Sturmkolonnen vernimmt er, welche die Festung einnehmen. Noch einmal dreht der Ertrinkende langsam sein Gefickt mit den nachdenkenden Augen hoch, nach o-ben Er ist froh, er lächelt. Selig wie ein Kind, bas ®*s getan hat urib mit sich Sieben ist, Ferne brüllt umherirrendes Vieh. Brennende Siedlungen ziehen um die Schlafenden einen grausig- drönen Feuerkranz. Nur der Gefreite wacht. Er tappt sich durch das Dors nach dem Kriegerfned- Hof, der nun zusammengeschossen, zertrampelt und aufgewühlt ist vom Granatfeuer. Seine Fuße Krzen von den Strapazen des Marsches, seine nüdeten Augen brennen. Aber die Nacht ist hell:, und als der Morgen heraufdämmert, steht ein junger deutscher Infanterist vor einem verwitterten Holzkreuz und kratzt mit seinen Nägeln den Schmutz von einem Namen, der auch der seine ist. Ein Sohn fand feinen Vater. Er hat ihn nie gesehen, nie seine Stimme ae- hört, nie seine Daterliebe verspürt. Aber nun, da er entblösten Hauptes, den Stalsthelm neben sich und die Knarre an den schiefen Querbalken des Kreuzes gelehnt, an der Stelle niederkniet, wo heute ergraute Kameraden einst seinen Vater in die fremde Erde senkten, da schenkt ihm die erschütternde Stunde alles Entbehrte und Niegekannte für Schönheit und Lebensfreude auch uns Nach- qeborenen nicht aus dem Zauber einer großen Persönlichkeit läßt. . Dr. Fr W. Lunge — Reinhold Schneider: Elisa bet h Tarakanow. (Insel-Bücherei Nr. 540.) Eine Episode aus der Geschichte der russischen Zarin Katharina II., die Beseitigung ihrer Nebenbuhlerin Elisabeth Tarakanow, die als angebliche Tochter der Zarin Elisabeth der großen Katharina vielleicht hätte gefährlich werden können, ist überraschender« weise in allerletzter Zeit mehrfach wieder ans Licht gezogen worden. Georg von der Bring schieb eine Novelle, die die Entführung der Elisabeth»durch den Admiral Orlow in den Mittelpunkt stellt. Der Film „Die Rivalin der Zarin" nahm die gleiche Episode zum Vorwand für ein prunkvolles Ausstattungsstück und Reinhold Schneiders Erzählung qestalttt bas Schicksal der Elisabeth Tarakanow, die zum Spielball im Kampf Orlows um feine Beb lung in der Gunst Katharinas wird, in vollendet sprachlicher Form mit starker innerer Spannung zu einem kleinen Kunstwerk von feinstem Schliff und überzeugender vsychologischer Aufhellung der ge- schichtlichen Zusammenhänge. rr. W. Lange. — Wilhelm Schäfer: ..Der Nieder, rheinunddasbergische Land . 3n Leinen gebunden 2,80 RM. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München. - (266) - Der Rhein, heute eine Ader unseres Wirtschaftslebens wie es keine zweite giht, ist für die meisten Deutschen doch immer noch der romantische Fluß mit Burgen und Weinhängen, mit fröhlichen Dampfern und klstigem Tücherschwenken — und auch die meisten Olderer rheinischer Landschaft stellen ihn so dar. Wilhelm Schäfer — dem Rheinland verbunden durch em langes Leben, gesättigt von Kenntnis des geschichtlichen wie des gegenwärtigen Daseins, nut einem untrüglichen Sinn für die Wirklichkeit, Mit dem scharfen Auge des künstlerischen Betrachters — hat die Fähigkeit, das Ganze aus dem Einzelnen aus. zubauen und im Wort Gestalt werden zu lassen: den Strom als das bewegende Element; die natur, lichen Gegebenheiten des Landes: die Geschichte, ich piegelnd in den alten Städten, ihren Torensund Türmen den Domen und Bürgerhaittern; die Wirtschaft: das Wuppertal mit seinen Webereien bas bergische Land mit den alten Schleifkotten und der neuen Stahlindustrie, das Revier mit Kohle und Eisen, und bann der Hafen: Duisburg, der riesige Umschlagplatz, der größte Binnenhafen — das wahre Herz unserer Industrie. Aber unvergessen blecken die alten verträumten Nester am Niederrhein, bleibt Köln die niederrheinischste aller Stabte, bleckt Düsseldorf und das köstliche Rokoko Bonns mi den preziösen Schlössern Benrath und Bruhl Gerade darin zeigt sich Schäfers wahrhaft dichterische Gabe der Landschaftsschilderung, daß er es vermag, die Einheit in der Mannigfaltigkeit sichtbar zu machen, dem Vergangenen sein Recht zu lassen und b-od) bie tätige Gegenwart mit dem harten Klang des Arbeitsrhythmus zu bejahen als unsere Wirklichkeit, In der wir leben. einleuchtet." , Es ist die Wahrhaftigkeit, bie das innerste Wesen des großen Preußenkönigs ausmacht. Es ist aber auch diese Wahrhaftigkeit, die Friedrich den Gro- ßen unsterblich sein läßt, solange deutsche Menschen deutsch empfinben und handeln. Man hat uns in London einmal spöttisch das „Volk der Dichter und Denker" genannt. Man hat dabei übersehen oder kann es jedenfalls aus der englischen Eigenart her- aus überhaupt nicht begreifen, daß das deutsche Denken und der deutsche Geist immer Sucher d e r W a h r h e i t gewesen sind, daß es dem deutschen Wesen entspricht, den Kampf für die Wahr- ^Me" ocker^tcht es damit in England? Wir sagten, daß Friedrich der Große für: ums bk markanteste Persönlichkeit der preußisch-deutschen Geschichte ist. In welcher geschichtlichen Erscheinung die Engländer ihren größten Repräsentanten sehen, können nur sie allein entscheiden. Wtt wollen deshalb nicht einen der ihren aus der Geschichte ber- ausgreifen, um an einem Vergleich seines Wesens und des leuchtenden Charakters des großen Preu- ßenkönigs die Unterschiede britischer und deutscher Art aufzuzeigen. Uns scheint, baß dies auch gar nicht notwendig ist. Es genügt schließlich, an das englische Sprichwort „Recht oder Unrecht - mein Vaterland" zu erinnern, um diesen Unterschied klar - zulegen. Man wirb die Geschichte aller deutschen Stämme durchgehen, man wird bis zu den Germanen zur römischen Kaiserzeit zurückforschen kon- nen, niemals wirb man ein ähnliches <5prid)iDort finden. Recht und Vaterland sind für den Deutschen Hierbei aber muß grundsätzlich in der Welt auch Aufklärung darüber geben werden, was dem deutschen und was dem britischen Wesen entspricht. Für das Deutschtum gilt in der Geschichte der große Preußenkönig als der erste Repräsentant deutscher Art, deutscher Staatsführung. Wie Friedrich der Große über den Staat dachte, das hat er in feinen Iünglingsiahren bereits niedergelegt. „Dieser Staat", so schrieb er damals, „muß stark werden, damit er die schöne Rolle svielen kann, den Frieden zu erhalten allein aus Liebe zur Gerechtigkeit, nicht aus Furcht. Wenn aber jemals in Preußen Unrecht, Parteilichkeit und Laster überhand nehmen, dann wünsche ich dem Hause Brandenburg schleunigen Untergang. Das sagt alles." Diese Worte Friedrichs des Großen in seinen Iugendjahren waren ihm nickt eine billige Schönrederei, sondern der bitterste Ernst. In seinem ganzen Leben hat der große Preußenkönig seinem jugendlichen Bekenntnis entsprechend gehandelt. So schreibt der große Historiker Treitsckke in seiner „Deutschen Geschichte im Neunzehnten Jahrhundert" von Friedrich dem Großen: „Der springende Punkt in dieser mächtigen Natur bleibt doch die erbarmungslose grausame deutsche Wahrhaftigkeit. Friedrich gibt sich, wie er ist und sieht die Dinge, wie sie sind. Wie in der langen Bänderreihe feiner Briefe und Schriften keine Zeile steht, darin er versuchte, seine Taten zu beschönigen, sein eigenes Bild für die Nackwelt auszuschmücken, so trägt auch seine Staatskunst, wenngleich sie bie kleinen Künste und Listen des Zeitalters als Mittel zum Zwecke nicht verschmäht, das Gepräge seines königlichen Freimuts: so oft er zum Schwerte greift, verkündet er mit unumwundener Bestimmtheit, was er von dem Gegner fordert, und legt die Waffen erst nieder am erreichten Ziele. Seit er zum Denken erwacht, fühlt er sich froh und stolz als den Sohn eines freien Jahrhunderts, das mit der Fackel her Vernunft in die staubigen Winkel einer Welt alter Vorurteile und entgeisterter Ueberlieferungen hin- nisvolle Sehergabe; jeder Feldherr befindet sich im Ungewissen über die Pläne des Gegners. Das ge. stand auch Napoleon zu, der sich sonst gern mit dem mystischen Mantel des Zukunftskenners umgab, als er sagte: ,Zch wußte nichts vom Feind; ich kannte die großen Fehler, die ich bestraft habe, nicht vor- hcr: ich hab« nur auf der Karte gebrütet." Mer diese Vorstellungskraft, die die Karte im Geist mit Truppen bevölkert und in einer Vision die Schlacht voraussieht, von der sein körperliches Auge noch nichts wahrnimmt. sie ist eben ein wichtiges Element des strategischen Genies. Deshalb verlangt Clausewitz vom Feldherrn Phantasie, und M o l t k e , der die Theorien seines Vorgängers fortführte und mit wundervoller Klarheit in die Wirklichkeit übersetzte, hat deshack die Kriegführung - keine Wissenschaft, sondern eine Kunst" genannt. Mit der Entschlossenheit muß der hellseherische Blick für das einzig Richtige verbunden sein. „Zwei Eigenschaften sind dem Feldherrn unentbehrlich, einmal der Ve r st a n d, der auch in der gesteigerten Dunkelheit nicht ohne einige Spuren des inneren Lichtes ist, die uns zur Wahrheit führen, und dann der Mut, diesem schwachen Licht zu folgen. Konnten Friedrich der Große und Napoleon diesen Blick noch im körperlichen Sinne beweisen, da sie die eigenen und die feindlichen Truppen auf dem resolution fassen und solche auf der Stelle executi- ren als gar keine resolution nehmen." Eine ausführliche Zusammenstellung der (Eigen- schäften, die das Genie des Feldherrn ausmachen, hat bann unser klassischer Theoretiker des Krieges, Clausewitz, gegeben. Standhaftigkeit und Kühn- als die unbedingten Grundlagen voran i zus vie uvkii juiuvuwh »'-**'*♦*— ... Laten und sich schräg unten so gar «W» «g hinerlei Geräusch, als nur das Knattern de üicHtsturmes zu ihren scharf lauschenden Ohren itmg, gingen sie beruhigt weiter. _ „ 'flsenzeijsl ??? B "ft a n b i g°u n g s f r i e d e ns , dasr „eingelöst" -ÜJWWirte mit dem Diktat von Versailles. Denn wir auf die ersten Tage des neuen Krie- »g,p Englands wider uns zurückblicken, so ist es ^Wiederum die britische Lüge, die hier im >U Mtergrund steht. Das Opfer der britischen Lüge ^^nmrte jetzt allerdings Englands Verbündeter — Wj Mlen. Nur mit Staunen konnten wir in der — Theodor Heuß: Friedrich Nau- mann. Der Mann, das Werk, die Zett. Mit neun Tafeln. Preis in Seinen geb. 9,60 RM. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart I. — (219) 2er Name Friedrich Naumann sagt den Jüngeren unter uns kaum noch etwas, und doch war er vor kaum einem Menschenalter einer ganzen Generation Symbol des ^usammenklangs von nationalem Bewußtsein und sozialem Gewissen. Er bedeutete den Besten der wilhelminischen Aera ein Programm, bas über bie enge Gebundenheit der Zeit hinauswies und die Tagespolitik mit großen Gedanken erfüllte. Sem Leben und Werk standen ganz in seiner Zett, sie waren eng verknüpft mit den politischen, sozialen und ethischen Strömungen der Jahrzehnte um bie Jahrhundertwende und sind auch nur aus ihrer Zeit verständlich. So erweitert sich bie Lebensgeschichte dieies Mannes zwangsläuftg zu einer Geschichte feiner Zeit. Und diesen Schritt hat Theodor Heuß folgerichtig getan, auch auf bie Gefahr hin, Einzelheiten des polittschen Tageskampfes wieder ans Licht zu ziehen, die heute eben nur noch ini gro^n Zusammenhang Interesse finden können. Nur em Biograph, der als Mitstreiter Naumanns den un- geheuren Stoff souverän beherrschte, konnte biefe Belastung auf sich nehmen und meistern. So schalt sich als für unsere heutige Generation wertvollster Gewinn dieses Buches aus der Fülle alles dessen, was mit Naumanns Schaffen untrennbar verbunden war, das klare Bild eines Mannes heraus, dessen Dielseittgkeit, ohne sich in Dilettantismus zu ver- fieren dessen mutiger Glaube und leidenschaftliches Wollen, dessen scharfes Durchdenken aller Pro- bkme [einer Zeit uni) doch ebenso starke- Gefühl ****** ist heute nicht notwendig, bie Erinnerung d>e Ereignisse während des Weltkrieges von SinM bis 1918 erst wackzurufen. Sie stehen alle das-w Wendig vor uns. Unter diesen Erinnerungen wird für alle Zeiten die empörendste für uns -39 ÄMische sein, daß 1918 Deutschland niedergerungen öWi®rte nicht durch die Uebermacht der Waffen, son- allein durch die Lüge. Unmittelbar nach fjs. \w Kriegsausbruch fing das an. Da logen die eng- iw cJJ lüheki Nachrichtenagenturen der Welt die größten Ehelißlichkeiten vor, die angeblich deutsche Sol- Slfji byen der Zivilbevölkerung gegenüber begangen ■’tteg da wurde gelogen und wieder gelogen, bis Wir sind im Innersten davon durchdrungen, daß die Wahrheit den Sieg davontragen wird. Enaland ist im buchstäblichen Sinne des Wortes mit seiner Üüge durch die ganze Welt gekommen. Das pol- Nische Sprichwort, das wir unseren Betrachtungen vorausgestellt haben, wird sich jetzt an England bewahrheiten. Mit der Lüge kann man durch die ganze Welt kommen. Gewiß. Aber man lomm nicht mehr zurück. Es gibt bann m der Welt eben niemanden mehr, der diese Luge Nicht erfahren und damit erkannt hätte. Unsere Ausgabe aber ist, der britischen Luge überall die Maske der Scheinheiligkeit vom Gesicht zu reißen. Dann wird die Wahrheit \ t e g e n und die Lüge überwinden. Dieser Sieg der Wahrheit wird aber die Befreiung der Welt sein von britischer Anmaßung und britischen Kriegstrecke- reien. Der Sieg der Wahrheit wird der Sieg des Friedens sein. Iten, da wurde gelogen und wieder gelogen, Mich nur noch ein Zerrbild von dem efen des Deutschtums in der Welt umging und l bare Münze genommen wurde. Dann kam 1918 i größte Lüge: das feierliche Versprechen des W ri Xytki nitwrrcfyiohöna hirtC ai n.ct der Große am Granikus siegte, nicht die römischen Legionen, sondern die C ä s a r s den Rubikon üverschritten, Cromwell und nicht seine gottseligen Dragoner bei Naseby triumphierte, Friedrichs des Großen Potsdamer Wachtparade Leuthen erstürmte und Napoleons Grenadiere wieder. . „Mutter", schreckt er einer alten Frau in Heimat, „wer anders als Du vermöchte zu messen, was Viefe hohe Stunde mir gab.. .9 Lüchertisch. „EnWoffenheH uno heArhenscher Att" Was große Feldherren über die Kriegskunst dachten. IC, I Wge, bie mir nicht zu beantmorttn brauchen. Wir sick gegen die britische Lüge jedenfalls immun. Der deutsche Charakter hat es lange nicht be- Seifen können, wie es möglich sein sollte, daß die igt triumphieren könne. Der deutsche Mensch ist ven Natur aus der Meinung, bah die Wahrheit - iwmr stark genug sei, um über bie Lüge zu tzi ttkMphieren. Mit geschichtlichen Augen gesehen 1-5 am dies zutreffen. Der Triumph der Luge in Ver- ; Wllls ist für London keine lange Freude gewesen. * Wer dieser Triumph der Lüae war für uns die I sichtbarste Quelle bittersten Leides, bis durch die “ rationale Wiedergeburt Versailles überwunden welcb.L Hunbe. So ziehen wir aus der geschichtlichen Lehre, schriMBe un5 ,n den letzten 25 Jahre geworden ist, als Seiten., aMhfolgerungen die Erkenntnis der Notwendig- k!llt des Kampfes für die Wahrheit, um auch vor- Nergehende Triumphe der Lüge unmöglich zu r erteil! ^^ach^n nnmllf W sich ist -- mehr bie deutsch- Art, di« Wahr- ®K toll für sich selbst s-chten zu lassen Diese d-utsch- i litt ist politisch ein Fehler, Cr mtrb von uns nicht UfÄ vtederhalt werden. Wir werden vielmehr die Wahr- W Mi hinausrus-n in di- W-lt, damit die plumpen rninM! Mischen Lüpenmechoden von allen erkannt werden. keiner Zeit zu sehen vermag. An der Themse kennt man diesen Grundzug des deutschen Wesens seckstverständlich sehr genau. Man hat chn bis jetzt in der Geschichte immer in die eigene Rechnung eingesetzt. Man hat bann hohnvoll gelächelt, daß der Lumme ehrliche Deutsche" sich wieder einmal von der britischen Verschlagenheit habe übertölpeln lassen. Trokdem aber haben wir Deutsche unseren Glauben an den Sieg der Wahrheit niemals verloren. Auch heute nicht. Wir wissen heute aber, daß mir für das Erkennen der Wahrheit eintreten und kämpfen müssen, um auch Augenblickserfolge ber britischen Verschlagenheit unmöglich zu machen. Wir glauben, daß das Schicksal Polens hierbei ein Anschauungsunterricht für alle in ber Welt ist. -K- I Mimt lesen, daß in ber Tat polnische Soldaten । mit Bajonetten auf deutsche Kampfwagen losgingen, ■•ap d«Ä polnische Kavalleristen deutsche Panzerwagen ihinrU agitierten, weil sie die in England erfundene Lüge ,u™ glaubt hatten, die deutschen Waffen seien aus |mmi. He* Die große Lüge des englischen polttischen Mnkoschecks war es, die die polnische Regierung Umplg z« btm verbrecherischen Wahnsinn trieb, die wahr- rJ & großartigen deutschen Derständigungsungebote nit der Mobilmachung zu beantworten. I lUllfl so steht am Beginn des von England heraufbe- iplatiif schmrenen Krieges die britische Lüge wie ein Fanal rant alle Nahnung an alle Völker, daß der stirbt, der ikenkas a:f die englische Lüge vertraut. 1918 ist Deutschland bis Opfer der englischen Lüge geworden. 1939 hat TT* bfc dritische Lüge den Verbündeten Englands — Wen — ins Verderben gestürzt. Ob die britische Unheil °nrlcht-n soll ist «m« darauf stürzen sie den Wall h°r°b ihm ru helfen, ihn zu retten. Die ho ^K^^ene bren- n^nbe tackel deren Flamme vom Winde hm- und b v^si-n^ , brfeudjtrt bi« Mit- sumpsM S bes Wallgrabens. Das grüne Sumpfzeug unter dem Brett, das einsam batiegt, als Zeichen ihrer Tat, hat sich geschlossen ... Sie sahen sich an, schmerzbewegt und stolz. Ihr Kamerad war gehorsam gewesen: ein deut- SoDat. Ln! M Gottes willen! — Aber ber Wind hatte wei- , er geheult und von den Feinde war niemand nah laiP Wummert, ohne sich aufMatten- dettat der V..xx zveiundzwanzigste die gefahrkiche Bahn. Die bre i j Atzten folgten dichtauf. 6« tjörten ihr« H-rz«n schlagen, als fte en« , 1 »men standen und lauschten. In chmm w r Hl für'ihren verunzlückten K°m°r°v°n g°w 8. ! noch viel mehr Vangrgkeü. d-b„-r beim L-r ich. sich zu retten, Lärm machen wuch«. Er unrü Heu, st- sind ihm j- ganz nahe — dann ist °üe Wie eng ber Feldherr mit seinem Heer zusammenhängt, das hat auch Friedrich der Große in seinem Aufsatz „Don den Talents, welche em General haben muß" erkannt, in dem er sein Ideal des Strategen aufstellt. „Ein General muß popu- faire seyn: er muh mit den Soldaten selbst sprechen, entweder wenn er bey ihre Zette vorbeygehet oder wenn er mit ihnen auf dem Marsch ist: zuweilen muß er sehen, ob des Soldaten Feckt-Kessel zu kochen hat... Die gantze Armee liefet ihres Generals Sort aus feinem Gesichte, sie examiniret die Ursachen warum er guter oder übler bumeur ist. Ist er pensif, so sagen seine Officiers. Unser General hat gewiß ein großes dessein vor; Siehet er traurig ober verdrießlich aus, so sagt man, das ist, weil die Sachen übel gehen. Dergleichen Bruits decoura- giren alsdann; sie lausten durch die Arm^e und kommen endlich aus Eurem Lager in die Feindliche Armäe; Derowegen muß ein General in diesem Stücke wie ein Commoediant seyn und sein Gesicht so contportieren, wie es die Role erfordert, welche er spielen will." Des weiteren betont bann Friedrich als notwendigste Eigenschaft des tüchtigen Generals Entschlußfähigkeit. „Ein General muß seine Desseins mit großer Circonspection ab wagen; er muß in seinen Verlegungen bedachtsam seyn, her- gsgen aber in Actionen ober Bataillen, ingleichen in unvermutheten Fällen von kursier Resolution seyn; Glaubt nur, daß es besser sey, eine üble! Jjptf 5i« ftinfuickzwanzrg ge1p-nArhast«n DAckttm ffi P .Tfiitjm das Glacis. Unhörbar schab sich die Plank-, Ist Met zw°i mit ihren Karp-rn Ifat ihr Schein fte nicht verrate, über d«» tr«ftn Mi««-' siWergraben. Ais elfter kroch der Unteroffzter Ä bS schmale, schwankende Brett und — 3’4 drüben angetommen, ftumm an der Auß ■rite des W-ll-s nieder. Ohn« 1^« t*e anderen. Genau zähtt- ber UnterofstLier in, i< sich neben ihm, als feien f« 6Lm nuf Mm Da, D-r Einundzwanzigfte Mit f«W auf |6n uneben schwingenden Brett, stEchett, f S ' in den Graben. Es gab -inen klatschenden Gefechtsfeld meistens zu übersehen vermochten, so hat Ptoltke in seiner neuen Strategie der Riesenheere diesen „genialen Blick" ins rein Geistige gewendet. In ihm war der Mann erstanden, ,/der den ewig ruhigen Blick nach vorne gerichtet Hielt und die Zukunft kannte, nicht als Prophet und Seher, sondern als einer, der aus dem Buche der Vergangenheit herauszulesen gelernt hat, was da kommen wird und was da kommen muß, der schon auf der Höhe von Sadova, als es schlecht zu stehen schien und alles bestürzt und sorgenvoll fragte: wie wird das enden, was wird kommen, imstande war zu melden: Eure Majestät haben den Feldzug gewonnen." Mit Clausewitz aber sah Moltke den Urgrund alles kriegerischen Genies nicht im Wissen, sondern im Charakter. „Im Kriege", so schreibt Moltke, „wiegen die Eigenschaften des Charakters schwerer als die des Verstandes... Beim kriegerischen Handeln kommt es weniger darauf an, was man tut, als wie man es tut. Fester Entschluß und beharrliche Durchführung eines einheitlichen Gedankens führen am sichersten zum Ziele." Diese Charakterisierung bestätigte sich auch in den beiden großen deutschen Feldherren des Weltkrieges, Hindenburg und Ludendorff. Einer der engsten Mitarbeiter Ludendorffs im Kriege, Generalmajor von Haeften, hat von den beiden Männern folgendes Charakterbild entworfen: „Die feste und sichere Grundlage aller Entschließungen und allen Handelns war die durch nichts zu erschütternde Seelenstärke des Feldmarschalls, die ihre festen Wurzeln hatte in seinem tiefen Gottvertrauen, und die sich äußerte in dem Gleichmaß aller seiner Kräfte, selbst in den kritischsten Lagen. Von seiner verehrungswürdigen, in sich geschlossenen, überragenden Persönlichkeit gingen Kräfte aus, die zu höchster Hingabe befähigten und alles Menschliche und allzu Menschliche verstummen ließen. So ist das unbegrenzte Vertrauen zum Feldmarschall zu verstehen, das nicht nur seine nähere Umgebung, sondern auch das kämpfende Heer und die Heimat erfüllte. Die Ruhe und Abgeklärtheit des greisen Feldmarschalls wurden auf das glücklichste ergänzt durch das stets vorwärtsdrängende kraftvolle Wollen und die kämpferische Einsatzbereitschaft des Generals Ludendorff. Niemand hat das vielleicht früher und klarer erkannt als der Feldmarschall selbst. Der Ludendorff innewohnende Schaffensdrang setzte sich um in eine nahezu übermenschliche Arbeitskraft und einen nie ermattenden Arbeitswillen. In dieser schöpferischen Tatkraft höchster Art liegt der Schlüssel zum Verständnis für Ludendorffs Feldherrnwirken während des Weltkrieges. Sein ganzes leidenschaftliches Wollen war nur auf ein Ziel gerichtet, das deutsche Volk siegreich hindurchzuführen durch die große Not des Krieges." Die Größe des Feldherrntums sieht von Haeften bei beiden Generälen, so hohe Bewunderung auch ihr geniales strategisches Können verdienen mag, doch tn ihrer Persönlichkeit, „beim Feld Marschall in der Größe seines Menschentums, bei Ludendorff in seiner unbegrenzten schöpferischen Tatkraft." K. Bei der ersten Reichsstraßensammlung des Kriegs -WHW. alle bisherigen Ergebnisse weit übertroffen. Berlin, 27. Oktober. (DNB.) Die erste Reichs- straßensammlung des Kriegs - Winterhilfswerks 1939/40 brachte dank der Opferbereitschaft des deutschen Volkes und dank des Einsatzes der Millionenzahl von DAF.-Sammlern ein Ergebnis, das alle bisherigen Ergebnisse von Reichsstraßensammlungen weit in den Schatten stellt. Die 25 Millionen Büchlein „Der Führer macht Geschichte" waren nicht nur im Handumdrehen abgesetzt, sondern darüber hinaus spendete das deutsche Volk noch einmal den doppelten Betrag des Erlöses für diese 25 Millionen Abzeichen. Mit dem Gesamtergebnis von 15117 584* *90 RM. übertrifft diese Reichsstraßensammlung die erste Reichsstraßensammlung des Vorjahres um nicht weniger als 4 530 600,15 RM. Das entspricht einer prozentualen Steigerung von 42,79 v. H. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen im Reichsdurchschnitt 18,9 Rpf, während das Vorjahr je Kopf der Bevölkerung 14,37 Rpf. erbrachte. Mit diesem stolzen Ergebnis hat das deutsche Volk „Oer 53. Gegner wurde heule bezwungen" Ende eines feindlichen Aufklärers. 16.45 Uhr Funkspruch von vorne an einen Ge- schwadergefechtsstand. Flugzeug-Geräusch über den Wolken. Einige Minuten später Funkspruch: Feindliche Maschine in großer Höhe Planquadrat I P. Zwei Minuten nach dem letzten Funkspruch startet ein Alarmschwarm in Richtung Grenze. Der Schwarm hat in Richtung Front große Höhe gewonnen und hat Glück. Richtungsschüsse unserer Flak erleichtern dem Schwarmführer seine Aufgabe. In den Wolken kann er sich an die, zunächst nur als Punkt erkennbare Maschine heranpirschen und erkennt sie als feindliches Flugzeug. Er hat mit feinen Männern noch mehr Höhe gewonnen und erkennt die Maschine nun deutlich als feindlichen Fernaufklärer. Doch der richtige Augenblick zum Angriff ist noch nicht gekommen. Plötzlich kurzer Befehl: Wir greifen an. Wie ein Falke, der in der Luft eine Taube schlägt, stoßen unsere Jäger „mit einigen hundert Sachen" auf ihr Wild und sitzen ihm nach wenigen Sekunden im Nacken. „Feuerstoß": MGs tacken und dazwischen hört man das etwas heisere Bellen der Bordkanonen. Todwund bäumt sich der Gegner und versucht sich durch Abschwung zu retten. Aber zu spät! Unsere Jäger haben ganze Arbeit geschafft. Die Fahrt geht sausend in die Tiefe. Ein Nachstoßen unserer Männer ist nicht mehr nötig. Ihre Ausgabe ist erfüllt. Stolz und befriedigt fliegen die Jäger nach Hause. Fast zu gleicher Zeit als unsere Maschinen in ihrem Heimathafen zur Landung ansetzen, kommt Meldung von einer Batteriestellung von vorne, die den Luft- kampf beobachtet hat: Schon nach dem ersten Feuerstoß stürzte die feindliche Maschine in die Tiefe. Später traf dann noch folgende Meldung ein: Maschine liegt verbrannt im Walde I. Zwei Mann Besatzung tot geborgen, die mit militärischen Ehren beigesetzt werden. Der dritte Mann der Besatzung, der Heckschütze, konnte sich durch Fallschirmabsprung retten, ist verwundet, und wird im Krankenhaus betreut Bodenformation und Luftwaffe, jede an ihrem Platz, haben wieder einmal ihre Pflicht getan, wie es sich für deutsche Soldaten geziemt. Im Kriegsbuch des Geschwaders findet man die kurze Notiz: Der 53. Gegner wurde heute bezwungen. bewiesen, daß es in Kriegszeiten fester und geschloffener denn je hinter seiner Führung steht. Wirsschast. 500 Millionen Reichsmark 4% °/o-Reichsbahnschatzanweisungen. Berlin, 27. Okt. (DNB.) Zur Ergänzung und Vervollkommnung ihrer baulichen Anlagen sowie zur Vermehrung ihres Fahrzeugparks, die durch den allgemeinen Wirtschaftsaufschwung und das Hinzukommen von Strecken in der Ostmark, im Sudetengau und in den im Osten gebildeten neuen Reichsgauen notwendig geworden sind, begibt die Reichsbahn 500 Millionen Reichsmark 4Vi v. H. auslösbare Schatzanweisungen. Diese werden zum 1. Dezember der Jahre 1945 bis 1949 nach vorange- gangener Verlosung zum Nennwert zurückgezahlt. Der Zinslauf beginnt am 1. Dezember 1939. 200 Millionen Reichsmark konnten bereits fest unter gebracht werden. 300 Millionen Reichsmark werden zum Kurse von 98% v. H. zur öffentlichen Zeichnung vom 3. bis 13. November d. I. aufgelegt. Einzahlungen find zu 40 v. H. am 17. November und zu je 30 v. H. am 1. und 15. Dezember d. I. zu entrichten. Die neuen Reichsbahnschatzanweifungen sind mündelsicher und bei der Reichsbahn lombard- fähig. Rhein-Mainische Börse. Miltagsbörse sehr still. Frankfurt a.M., 27. Okt. Den vorbörslichen Erwartungen entsprechend lag die Börse sehr still, insbesondere am Aktienmarkt, an dem nur ganz vereinzelt geringe Kundschaftsaufträge Vorlagen. Dagegen setzte sich am Markt der festverzinslichen Papiere die Nachfrage fort, allerdings war sie weniger lebhaft als an den Tagen zuvor, da das Hauptinteresse weiterhin den Steuergutscheinen galt. Im Telephonverkehr gingen von der Serie I April-Mai mit 98,75 bis 98,65 (98,40) um. In der Serie II war die Nachfrage wesentlich größer.' An den Aktienmärkten blieb die Entwicklung uneinheitlich, es ergaben sich meist nur Abweichungen um Prozentbruchteile. Von den führenden Werten bröckelten IG.-Farben auf 158,65 (158,90), Verein. Stahl auf 91,50 (91,75), AEG. auf 114,25 (115) und Rheinstahl auf 125,50 (126.50) ab, während Hoesch mit 107 (106,90) und Mannesmann mit 100,50 behauptet blieben. Im übrigen zeigten von den zunächst notierten Werten Gessürel mit 132,90, Demag mit 133,75, AG. für Verkehr mit 103,75 Besserungen bis 1 v. H., Rheinmetall, VDM. und Heidelberger Zement gewannen bis 0,50 v. H. Im Verlaufe herrschte bei eher etwas nachgebenden Kursen nahezu völlige Geschäftsstille. IG.-Farben weiter abbröckelnd auf 158,13 nach 158,65. Von später notierten Werten zogen Rheinische Elektro 2 v. H. an auf 107, Felten 1 v. H. auf 136, dagegen Siemens 196 (197), im übrigen hielten sich die Abweichungen unter 1 v. H. Am Rentenmarkt war die Haltung, wie schon erwähnt, weiter fest, das Geschäft jedoch wesentlich stiller. Auch in Steuergutscheinen ließ es später merklich nach. Man erörterte u. a. die Kapitalansprüche der Reichsbahn. Liqui-Pfandbriefe schwankten bis 0,25 v. Sy, während Industrie-Obligationen und Stadtanleihen fast unverändert lagen. Goldpfandbriefe waren z. T. mangels Angebot gestrichen. Reichsaltbesitz unv. 134.65, Reichsbahn- VA. 0,40 v. H. ermäßigt auf 123,75. Der Frei verkehr war geschäftslvs. Tagesgeld unv. 2 v. H. Steigerung der deutschen Wollerzeugung. In einem Erlaß an die Gemeinden erklärt der Reichsinnenminister, es würde nicht den national- wirtschaftlichen Notwendigkeiten entsprechen, wenn, wie es gelegentlich vorgekommen sein soll, die Beschaffung geeigneter Weideplätze für die Schafhaltung bei den Gemeinden oder Ge- meindeverbänden auf Schwierigkeiten stößt. Gegenwärtig sei es mehr denn je erforderlich, die einheimische Rohstoffversorgung z u st e i g e r n. Das könne für die Wollerzeugung nur erreicht werden, wenn gleichzeitig d i e Futtergrundlagen für die Schafhaltungen ausreichend sichergestellt und erweitert werden. Der Minister ersucht, die Bestrebungen zur Steigerung der Woll- erzeugung tatkräftig zu unterstützen und alle zum Beweiden durch Schafe geeigneten Flächen und Grundstücke, soweit irgend möglich, hierfür zur Verfügung zu stellen. Bei Einberufenen kein Steuer-Säumniszuschlag. Der Reichssinanzminister hat angeordnet, daß von Steuerpflichtigen, die der Wehrmacht angehören, also von aktiven Wehrmachtangehörigen, Wehrpflichtigen des Beurlaubtenstandes, die in den aktiven Wehrdienst eingestellt worden sind und von sonstigen Personen, die in den aktiven Wehrdienst eingestellt wurden, ein Säumniszuschlag nicht zu erheben ist. — Es handelt sich hier um den Steuer- Säumniszuschlag, der in Höhe von 2 v. Sy des rückständigen (Steuerbetruges sonst immer dann zu entrichten ist, wenn eine Steuerzahlung nicht rechtzeitig geleistet wird. Dieser Säumniszuschlag kann sowohl von Steuern des Reichs, wie auch der Länder und Gemeinden erhoben werden. Krankenbauspflege für die Zivilbevölkerung gesichert. .Vierjahresplan", s |(i die Wehrmacht x ** k den wie bisher durchgeführt. > In einer Schilderung der Sozialversicherung Kriege bemerkt Ministerialrat Dr. Münz Reichsarbeitsministerium im ----f* " fei selbstverständlich, daß sich größerem Umfange die Belegung in bgj Krankenhäusern für d i e Verwund-, t e n sichern mußte. Es sei jedoch Vorsorge dasix getroffen, daß die Krankenhauspflege für b e Zivilbevölkerung im notwendigen Umfang| gesichert bleibt. In genügender Zahl, so [gj er weiter, sind neben den Krankenhäusern Hilf^ krankenhäuser vorgesehen, die entweder schy bestanden haben oder alsbald dafür eingerichij wurden. Zu einem großen Teil sind auch die Hei^ Vor keinem Feind wird Deutsch, land kapitulieren. Lin Volk Hilst sich selbst. Darum opfere für das Kriegs § ft ä tte n der Landesoersicherungsanstalten sjx ' Heereszwecke herangezogen worden. Die Lunge» r Heilstätten werden jedoch ihrem bisherigen Zweg i : dienstbar bleiben. Die Heilverfahren für Lunge» 77 und Lupuskranke sowie für Geschlechtskranke we> O ii Monats und 28 Tagen Untersuchungshaft, ve:. T urteilt. Strafmildernd wurde die Jugend, bcs $ reumütige Geständnis und die Unbestraftheit b« Angeklagten berücksichtigt. \ Rundfunkprogramm Sonntag, 29. Oktober. s Strafkammer Gießen. Der I. B. in Allmenrod war wegen Notzucht» versuch an einer Frau angeklagt. Der Angeklogr war in vollem Umfang geständig. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnis strafe von acht Monaten und mit Rücksicht a-f das Geständnis Anrechnung der erlittenen Untea suchungshaft. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnis» strafe von fünf Monaten, abzüglich ein« in i' 'S -el I E te E ß ö 1 ’l n 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Wir fingen den Sow tag ein! Ausführung: Der Chor des Reichssender; Frankfurt. 8.45: „Die letzte Hochzeit auf Borke-', Eine Geschichte aus der Tucheler Heide. 9: Glöv biges deutsches Herz. Eine Stunde der Besinnung am Feiertag. 10: Großes Orchesterkonzert. Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 11.3 einen Fehler hat, daß es gestern ins Ausland g-e reist ist. Eine bekümmerte Faltenjalousie bildet H auf Rieles Heller Stirn. Sie sagt traurig: „Wenn ich es recht überlege, ich weiß niemand! Da bildet man sich ein, man hat einen Troß Freunden, und wenn sie gebraucht werden, schrump fen sie zusammen und verflüchtigen sich. Ganz allett steht man, wenn es darauf ankommt; ob du e; glaubst oder nicht, Franz." Diese Binsenwahrhet wird die Fabri zum erstenmal in ihrem Leben st!» inne. „Ja, dann...", beginnt Severin den Satz uw schließt mit einer kleinen Handbewegung ab, b^t tödliche Hoffnungslosigkeit ausdrückt. „Halt, ich habe eine Idee, Franz!" Riele sagt das ungeheuer fröhlich, springt in W Schlafzimmer, reißt Schranktüren auf, Schubfachs Schachteln, belädt sich mit allerlei Dingen urw kommt mit einem Pelzmantel, einem Sparkasse^' buch und verschiedenen Schmuckgegenständen zuri». Auch die Armbanduhr von Franz ist dabei. (Fortsetzung folgt.) 28./29.®ftober 1959 r. 253 Drittes Blatt (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Kameraden Soldaten Kriegerkameradschasten wirken mit Liebesgaben im Dienste der Front. >r li, en. N m ben eichst Sefnin inzert. J Belehr oolbatü schen i in. 13:! Das gute Kinder-Nährmittel I! Feiner Maisstärke-Puder Alte Frontsoldaten des Weltkrieges sitzen beratend beisammen. Die Besprechung gilt der Vorbereitung von Feldpostsenüungen an die Kameraden, die aus den Reihen der Kriegerkameradschaft und den ihr verbundenen aktiven Truppenteilen vor dem Feinde stehen. Alle sind mit Eifer dabei, ihren Kameraden an der Front durch Feldpostsendungen Beweise der unverbrüchlichen Soldaten-Kamerad- schaft zu übermitteln. Jeder erinnert sich wieder der Zeit, da er einst selbst draußen vor dem Feinde stand und sich über Liebesgabensendungen aus der Heimat herzlich gefreut hat. Und im Handumdrehen sind sie alle, die hier als Kämpfer an der inneren Front beisammensitzen, in die Erinnerung an ihre Kriegserlebnisse versunken. Da werden Begebenheiten in Polen und Ostgalizien in anschaulichen Schilderungen wieder lebendig. Die Westfront mit ihren gewaltigen Debet * Wien Feldpostpäckchen bis ein Kilogramm Ab 1. November zugelasten. - Sendungen sorgfältig verpacken. MN do kimmt mersch immer so vir, als nxinn doas 'j e Dort Leimring wer'n, o'n dene mir häi bleiwe solle, daß driwe dene ihr Aeppil besser -Wachse. Däi beschmiern ihr Babei'r nadierlich ni'et Eit Leim, sonner met faustdecke Lije!" Sch stimmte ihm vollkommen zu und wußte, daß mit des ganzen deutschen Volkes Stimme Aus- uck gefunden hatte. Wir lachten beide herzlich und schieden mit festem Händedruck als Kameraden der heren Front. R B Aufruf! Achtung Rückwanderer? Zwecks Kleider- und Wäschebeschaffung melden sich die Haushaltungsvorstände (oder Vertreter) aller Rückwanderer bei ihrer derzeit zuständigen Ortsgruppe der NSV. Die Meldung bat bis zum 31.10. 1939 zu erfolgen, da spätere Meldungen keine Berücksichtigung mehr finden können. Backhaus, Kreisleiter. US der Stadt Gießen Klebgürtel. s s s. Wan-' in i 1 Qet,L? Lank» ilm W? nM, * HM F den V ll diese» isie W ig- ,d -den, i' ,g O Ja, sonst kommt am Ende noch die Polizei, Ml ich weiß!" : „So maant' aich doas ni'et! — So'est hu'n mir onn, aach Ihr Städter iwerjuhr koa'n Appil se ch!", gibt er selbstbewußt zurück, schneidet einen «ixn Klebgürtel aus seiner gebrauchsfertigen ßaaung zurecht, faltet ihn zügig auseinander und egt ihn um den nächsten Stamm. „ßo, etz haale Se emol döi zwa Enner e bissi rQntt 1 esoome" stellt er mich kameradschaftlich mit in den lrteitsaang ein, „daß aich de Droaht festbeanne am! Geawe Se oawer oacht, daß Se sich die uiksch ntnU-, 'Ni'. aglich q >shafl, । ugenb, । eaftheü, M Ioa!" ist die Antwort, zwar kurz, aber nichts- ^eitoweniger hören die Landleute einen solchen Ar- ie>t5gruß immer gern, auch von Fremden. „Dabei gibt's wenigstens keine Rückschmerzen und eine schwieligen Hände", komme ich mit freundlicher Inteilnahme zu ihm. ,^vawer döi Aerwet muß aach gedoh'n sei'n!" bekommen Sie ;ur Zeit auf die mit einem ^bezeichneten 4 Abfchnitte der Rdchsbrothartc f. Kinder bis ju 6 Jahren und zwar innerhalb 4 IDochen für jedes fiinö 2 Päckchen. verlangen Sie die wichtigen kezeptblätter füe Säuglings- und fileinhinfc - Ernährung oon Dr. August Oetker.Bielefeld Willen zu Recht und GerechtiMsUn^nder gegen- überstehen und von ihren Standpunkten nicht av- gehen wollen, so schwingt dies doch nur m den Untertönen mit. Hinrichs mußte nicht er selbst sein, wenn er das Motiv auf akademische Weise hatte behandeln wollen. Vielmehr hat er dem Volke, und zwar seinen eigenen Landsleuten, gründlich aufs Mundwerk geschaut, und so losen sich herzerfrisä)en- der Humor, derber Scherz, landläufig schlichte We,g beit, hartnäckiger Streit und freundliche Versöhnung denkbar glücklich miteinander ab Und das Liebes- paar, das bei dieser Sache mit der Katze heftig m Mitleidenschaft gezogen worden war, kommt zum Schluß auch wieder zueinander. hoben. Die Versender wenden der Verpackung der Feld- Postsendungen immer noch nicht die notige Sorg, falt zu. Trotz wiederholt ergangener Hinweise hat die Verpackung zahlreicher Sendungen auf dem kurzen Wege zur Postsammelstelle schon so gelitten, daß ste in o besonderen „Lazaretten" aus gebiert oder ganz erneuert werden muh. In vielen Fallen lohnt sich diese Arbeit gar nicht mehr, weil der aus rischem Obst, Obstkuchen und dergleichen bestehende Inhalt sich in einem Zustand befindet, der die Weiterleitung ins Feld ausschließt. Es wird daher anläßlich der Einführung von Feldpostpackchen bis ein Kilogramm darauf hingewiesen, daß^iese^Sew verwandt zu mir hwüb^. DannHttMondlicht in den See, der Nebelstreif schimmert silbern und verschmilzt alles zu weißem Glanz. Das Zwielicht ist versiegt und die Stätte, wo ich eben noch den Schatten sah, scheint auf einmal leer. Vom Ulen- wch schwirrt eine aufgeschreckte Fledermaus, zuckt hin und her, und ein Mann beginnt drüben im Dorf mit tiefer Stimme ein Lied. Gießener Gtadttheater. August Hinrichs: „Für die Katz". Jede Familie wird natürlich „ihrem" Soldaten so oft wie nur möglich durch die Feldpost Freude bereiten. Bisher waren es Feldpostsendungen bis zu 250 Gramm, die von daheim das herzliche Gedenken hinaustrugen an die Front. Dom 1. November ab werden nun die bereits im Weltkriege bekannten Päckchen bis zu 1000 Gramm Ueber- mittler der Grüße aus der Heimat sein. Neoen den Sendungen der Familien werden die Felö- postqrüße der Kriegerkameradschaften vielen unserer Feldgrauen willkommene Kunde von Daheim bringen. Es gibt vielerlei Dinge, die als Liebesgabe der Kameradschaft den Männern draußen Freude bereiten können. In erster Lime sind es natürlich Rauchwaren, die bei den Soldaten stets willkommen sind, daneben spielen aber auch so praktische und nützliche Dinge wie Nahzeug^Sicher-, allerorten und immer wieder Kamelen finden, die aus ihren Mitteln und nach ihren Möglichkeiten dazu beitragen werden, den Kameraden draußen öfter eine Freude zu bereiten. Neben den Päckchen- sendungen werden aber auch einige herzliche Zöllen in Briefen oder auf Karten, mit dem erforderlichen Verstand und Fingerspitzengefühl geschrieben, die Kameraden im Feld immer erfreuen Ein gutes Mittel zur Pflege der Kameradschaft besteht auch darin, den Kameradschaftsangehörigen im Feld durch Rundschreiben die Anschriften aller im Wehr- Machtsdienst stehenden Angehörigen der Kameradschaft mitzuteilen, damit sie auch draußen untereinander die kameradschaftliche Verbindung aufrechterhalten und die Bande des Fronterlebens und der Kameradschaft pflegen können. In dieser Weise haben die dahelmgebliebenen Angehörigen der Kriegerkameradschaften jetzt besonderen Dienst für die Front zu leisten. Sie kommen dieser Verpflichtung gerne nach und sind allesamt bereit, an ihrem Teile mitzuhelfen an der Stärkung der äußeren und der inneren Front. Vom 1. November ab sind Feldpo st Päckchen bis zum Gewicht von e i n e rn K l l o g r a m m an und von Soldaten zugelassen. Das Höchstmaß beträgt für Länge, Breite und Höhe zusammen 60 Zentimeter, bei Rollenform für Lange und den zweifachen Durchmesser ebenfalls 60 3e£time^r- Feldpostsendungen bis 250 Gramm werden wie bisher gebührenfrei befördert; für 56^0^04^0 über 250 bis 1000 Gramm ist eine Gebühr von 20 Rpf. zu entrichten. Feldpostpackchen über 250 Gramm aus der Heimat an Soldaten müssen frei- gemacht werden, nicht oder unzureichend frerge- machte werden dem Absender zuruckgegeben. Für Feldpostpäckchen über 250 Gramm von Soldaten die nicht oder unzureichend freigemacht sind, wird der Fehlbetrag ohne Zuschlag vom Empfänger er- Schlachten des Weltkrieges tritt in den Erinnerungen der einstigen Kämpfer wieder plastisch in den Vordergrund. Die Kämpfe zur See gewinnen im Kreise der Kameraden wieder ihren unvergeßlichen Eindruck. Und wo heute Männer der Fliegerwasfe des Weltkrieges als Veteranen beisammensitzen, da werden die Taten der für die damaligen Verhältnisse schon sehr wichtigen Militärfliegerei aus der Erinnerung wieder hervorgeholt und in Verbindung gebracht mit den gewaltigen Erfolgen unserer neuen Luftwaffe. Die Erinnerungen an die Größe der Schlachten und an die Schwere des jahrelangen Ringens unseres Volkes draußen und daheim in der Zeit des Weltkrieges werden aber auch wieder lebendig durch die Briefe, die jetzt von der Front in die Heimat gelangen. Da schreiben unsere Soldaten in schlichten und doch so eindrucksvollen Worten über ihr Erleben an der kämpfenden Front. Es werden in der schlichten Sprache der Soldaten der Kameradschaft herzliche Grüße übermittelt, und dabei wird der Stolz auf die kameradschaftliche Verbundenheit im Geiste des unvergänglichen deutschen Soldatentums zum Ausdruck gebracht. Andere wieder schreiben kurz und bündig, daß es ihnen noch gut geht, daß die Kameraden daheim die Kameradschaft aufrechterhalten und im übrigen alle sich nach dem Kriege in Gesundheit wieder begegnen möchten. Voll Spannung und erfüllt von starkem Interesse lauschen die alten Kameraden daheim dem Vorlesen dieser Briefe und Kartengrüße, und sie fühlen sich dadurch in stärkster Weise persönlich angesprochen als ehemalige Frontkrieger und als deutsche Männer. Heber all diesen Erinnerungen und Tagesbe- aebenheiten steht für jeden ehemaligen Soldaten als oberstes Gesetz der verpflichtende Gedanke, den Kameraden draußen am Feind durch die Feldpost Liebes und Gutes zu erweisen. '«r Za, Großvater, geht's fleißig? Man meint, Ihr 'UnrlfroDtet Leimringe anlegen!" rufe ich einem stärn- Io enijen Bauer zu, dem es schon grau unter der Bei der Erstausführung unter der Spielleitung von Karl Volck war es offensich üch, daß die Künstler unseres Stadttheaters selbst il)ren bellen Spaß an der urwüchsigen Komödie hatten. Hier ist aan3 obenan Frau Rose Stirl zu nennen die als Kathrin Geerken, wohlbestallte Wirtin aus !vem Mühlenhof, eine resolute Herrschaft führte,dies m jeder Geste und in jedem Wort zum Ausdruck brachte und ihren Dickkopf in prachtvoller: Kone- auenz zu beweisen wußte. Daß aber Fraui Stirl ihrer Rolle auch die Zuge einer s-^en menschlichen Reife zu verleihen wußte, muß ihr besonder hoch angerechnet werden. Hans Albert Schewe stand ihr als der Bauer Gerd nicht weniger charaktervoll gegenüber. Unter allem Poltern, unter allem Schelten und in allen [einen gewalt atigen Auftritten wußte er immer wieder eine lautere Rechtlichkeit glaubhatt zu machen. Für die Rolle der Meta, der Wirtstochter, bot Fräulein1 ®a* allen angeborenen Charme sowie ihre reichen dar steuerlichen Gaben auf und sicherte oom erft n sä sä ä atrs«?1 sä- «tts als der Rechnunqssteller und 1Auktionator Mahl- mann mit gutgespielter Hilflosigkeit zwischen den beiden Dickköpfen. Hilde Kneip zeichnete die Magd Fiecken in überraschender Naturtreue, und auch der pfiffige Knecht Frerk des Herrn Erler war ein Kabinettstück. . Mit Erstaunen wurde von allen Besuchern de ^tnhttheater5 vermerkt, auf welche hübsche A>e , “Ä einfachen « all-Darsteller aleichmäßia geschickt norddeutsch „fnarten . Die Sünfthr fanben in immer wieder --usbr-chendem herzlichen Lachen im Zuschauerraum em ’^aftes Echo Anhaltender Beifall dankte zum Schluß. Heinrich Ludwig Neuner. mir einander an, Bock und Jäger als erprobten wir einander auf die neue Freundschaft. Und weil man dabei doch etwas Höfliches sagen möchte, fragen wir einander lauttos nach Ergehen und Herkommen. Du bist es doch, horche ich, der mich neulich, aus dem Lager auffahrend, schier überrannte, — ich hatte nur Hühner chrot in der Fi nte, - oder sind wir beide uns mcht begegnet als ich mit wohlgesicherter Buchse durch den Stacheld'raht stieg und nicht vor- noch rückwärts konnte? Sicherlich haben wir uns auch schon ander- weit gesehen, — jetzt weiß ich, wo! Ach was war das für eine schöne Stunde des Friedens, jenes Friedens, der von heute ab unsere Welt von neuem erfüllen oll. Im letzten Winter geschah es; sieben innn hatte es geregnet, und der Damm ober- kalb de^groß-n B?°oks brach durch. Und alles, was sich gerade im Moor und aus den mebrigen Dammwegen befand, sah mit Erstaunen, daß d Waller aus allen Torflochern RWV Gräben urplötzlich überquollen. Und über alle Wege Emil es wie Flut über den Sommerdelch. ^Aber die Klugen kannten den Wald und wußten xDWMMZ Da saßen wir gii^i Bücklinge, famer xra ßeben kämpften. Der Fuchs viele Freunde um ihr Leven ^m^^ Spruch, die hob eine Pfvle, . . [teilte sich schon auf ^üm>" der" Mensch macht einen Bogen um Fischfang um>, d-r '^ad)barfcf)aft nicht schwer den Hasen, um ihm Kaninchen wie Würmer vorm Wasser aus Y e (^önften Gäste waren kaum lemanb um. ° h dunklen Augen auf- '604 »ie - M't sr°tz°^ , fo nat) und merksam den Mmicy ) __ bie einander : still wie man sie memms J 9 Köpfe , trösteten d,° cha I- nebenan gn,e(- au, ; L°^man"f°rtgn'Miteinander -eben mußte, wohl ' Aesung wüchse. zusammen, Nachbar? Ich i Waren mir » '5 schön, daß wir uns glaube wohl, und ich f ’^t eingekehrt, auf heute daran ertnrrern, 3 roßrbe1n in Freund- viele Monate der Schon^eltw un5 an- schaft aneinander vorbeig inmitten der "f5 S Ä" X?”” und unheimlich, -r blickt un- Es ist ein glücklicher Umstand zu nennen, daß wir hier in Gießen mit dem Dichter August Hmnchs »licht nur sehr innig, sondern auch auf vielseitige | K bekannt werdet konnten. Der Goethe-Bund führte ihn zu Anfang der Woche leibhaftig vor, w bei her Dichter selbst durch seine Vorlesung eindringlich auf sein ernstes Prosaschaffen aufmerksam machte, und nun führt, das Stadttheater eine feiner Jcchren Ichon" kam der niederdeutsche Dichter mit Erfolg auf unserer Buhne zu Wort. Damal-, 1933, ging es um einen Hahn, der durch s Kikiriki" ein Dorf zur Unzeit alarmierte dann (1934) folgte der „Krach um Jolanthe mit allen feinen ernsten und humorigen Hintergründen, und wer diese beiden Komödien sah, horte und herzlich belachte, wird auch der Katz die gebührende Aufmerksamkeit nicht versagen. Bei dieser neuen Komodie geht es um Peter, den ^ater, der der Mühlenwirtin Kathnn gehörte und den der Nachbar Gerd mausetot geschossen hatte weil er im Verdacht stand, ihm drei Kucken gefresten 7u hL-n Kattinlst untröstlich! 100 Mark wlll sie von Gerd als Reugeld haben und das S uck Land das sie ihm ursprünglich verkaufen wollte, soll er nun auch nicht bekommen! Die 100 Mark will Gerd natürlich nicht bezahlen, und so geraten eben zwei rechte Bauerndickköpfe echt oldenburgi cher ^0^1119 heftig aneinander. Alle beide, Katrin und Gerd pochen auf ihr vermeintliches Reckch Aus einem ti f- verwurzelten inneren Drang zur Gerechtigkeit müssen sich Nachbar und Nachbarin bekriegen, und die Sache wäre wohl nicht auf -Gleich gekomme wenn nicht den beiden durch besondere Umstande die Rechtsgrundlage entzogen morden war^ Das st nun einmal Die Katze, aber - ^seKatzehatia «nr nirht __ __ Ja was nun Mit Die|er wage Aenttich los ist, das darf hier doch nicht verra en werden^denn sonst baden alle jene, ins d'° Eter n Aufführungen besuchen wollen, nicht mehr ‘ darum ging, zu schirm : jDie jmei bäuerliche Mensche» m grundehrlichem Friedensvertrag. Don Hans Friedrich Blunck. Es ist nichts mehr geworden mit dem Bock, und Argen ist die Jagd zu Ende. Aber ich bm nicht itmlucklich und lächele em wenig schadenfroh, tizentlich steht jeder Jäger mit halbem H-rzen^^auf iiden der Tiere und ist froh wenn die Schon- tieit beginnt und Frieden geblasen wird. Auch wenn ter Bock der Klügere war. Ts wird dunkel; Der Himmel ist voll Abend- M, den hier und da ein schwacher Ster" burch- sinmert, rötlichweiß oder blau gegen festen z. Heber den Hof geht die Magd >"lt Müchkannen, wn Stall kommt Licht, und das Kälbchen blokü Ml stapfe ins Haus, hänge die Buchse auf, raume «15 und Patronen sorgfältig weg und trete; mie- lit vor die Tür. Es liegt etwas Sanfte-Fned- siitiges im Dämmern dieses Abends und im Sch kt Hofsteine, im blassen Licht der Scheunenfenst r in» im flüchtigen Flackern einer Stallaterne. D, !°uben girren noch leise vom Boden der Kater tz-icht zum Katzenloch, krümmt ben Buckel wie er »sch sieht und streicht mir W"!1!1™“ " ifiet i».entlang, lieber der Hausw,ese "" ™eiSeI r Streif, just so krumm wie der kleine Bach, der | ch hmdurchschlingt. .ff 3d) stapfe zum Garten hinauf; derHundwill Aich begleiten und winselt leise, er me^t irgendwo Hüffe eine Maus auf ihn warten. Aber ich wi meinen Abendfrieden, möchte sehen, wie ber Mon in den See fällt und stapfe zu einem geheimen hlchsitz unterm Apfelbaum am H°ng, von d m aus ich die blasse Weite des Wassers und dieJautlafe Wanderung von Wald und Hügel bekrach vlhaut man lange hinüber, sieht man Ö Gestalten und Gesichter, Deren dunkler Blick Zlnt düngen besonders haltbar zu verpacken sind. In Den einschlägigen Geschäften gibt es hierzu geeignete Packschachteln, Die Den Ansprüchen Des Feldpostdienstes genügen. Zündhölzer sowie Benzin und ähnliche Füllstoffe für Feuerzeuge Dürfen unter keinen UmftänDen in Feldpostsendungen verschickt werden. heitsnadeln, Rasierklingen, Rasierpinsel, gute Bucher, illustrierte Zeitschriften und vor allem oeu tungen, Schreibpapier, Tintenstifte, Taschenlampenbatterien, Kartenspiele usw. eine große Rolle; neoen einem Kuchen von der Mutter, der Frau oder der Braut, einigen Brötchen, die man draußen 'm Felde Durch Aufrösten roieDer frisch unD lecker machen kann, haltbarem Obst usw. von Der Familie sinD Derart ergänzenDe Sendungen Der KameraD- schaften allen SolDaten zu jeDer Zeit willkommen. Die FelDerfahrung lehrt, Daß draußen auch solche Dinge, die der Empfänger selbst nicht verwenden kann, bei irgendeinem Kameraden stets „ihren Mann" finden. Daß Zeitungen und Zeitschriften, ebenso wie Büches Gemeinbesitz des ganzen Unterstandes oder Bunkers werden, versteht sich von selbst Und so wollen es die alten Soldaten in Der Heimat auch gehalten wissen, Denn Damit wird Das erneut lebendig, was sie einst vor Dem Feinde als große Annehmlichkeit Des Lebens empfunden haben. Das Wort „Soldaten — Kameraden" findet gerade Darin, daß einer Dem andern Das Dasein unter Den schweren Verhältnissen Der Front so leicht wie möglich zu machen bestrebt ist, seine schönste Verwirklichung. * Nun sinD Die KameraDschaften Der alten SolDaten in Gießen, nicht minDer Draußen auf Dem LanDe, schon seit Tagen Dabei, Die K a m e r a D s ch a f t d e r Tat in Gestalt von LiebesgabensenDungen aus Der Heimat an Die Front zu übermitteln. Die KameraD- schaftskassen haben hierbei eine besondere Verpflichtung zu erfüllen, die man sich schöner und berechtigter nicht denken kann. Und wenn d,e Kamerao- chaftskassen dem Erfordernis nicht m dem notwew bigen Ausmaß entsprechen können, so werden sich ! Uni? dann — hilf H""mel ist s wahr st V staben, w° die Miefe an den Bruch«? ° f fehl der Bock, den ich vergeblich suchte, und wrsichtigt zum Hof herüber. Das ist t)er,0qtn, !-ich-hen; mitten ins Dorf hat ersich °°rz°s-n, v-hrend ich oben am D-chsberg entlang P-Nch- nb Knick um Knick und Klee um Klee .» ver in mir brsnnfs nur sur E°n iligenblick von Zorn oder Bersuchüng. ch lachen, und es gefällt nur,^den gEtzter, Bm chen zu beobachten. Habe ich Am f humweg Fneden angefagt? Mor ,l av bie Sä« Br-’« tonn mich in Unruh bringen. Bewegungslos Tageskalender für Samstag. Sloria-Palast (Seltersweg): „Zentrale Rio". — Lchkspielhaus (Bahnhofstraße): „Renate wn Quarkti". Tageskalender für Sonntag, etadtheater: 19 bis 21.30 Uhr: ,La Traviata". -Gloria-Palast (Seltersweg): „Zentrale Rw — Lihtspi^chcrns (Bahnhofstraße): „Renate im Quar- tetl". — Physiologisches Institut 11 Uhr: Professor Dt Bürker spricht über „Lebende Motoren mit Wsuchen und Vorweisungen. Morgen? eiter. 1 .20: S it am i iers Leis mgssch! ralfeük md hi Sy. iedechi 14: 'Jlr-' 1. 15: Konzeii.! Benbunp^ meraben i Tagung richte^ »acht, Iten, linreDen* i Wen- :ort r, uni> 4 FablW! , mit ÖJ h mal üieM fit voiff echte ;rd'e Weibche vom Frostspanner Drinner her oann chglft sein' Ai'r doach noach oan Die Knospe; eam roijuhr fräisse sich Dann die groine Räupcher o’n )g uschte zoarte Bferrerchen rounDerim foat, eann nir hu'n e Aerwet gespoart, mir brauche eam Herbst koa'n Aeppil oabsemache!" jeDächtig zieht er seinen Drahtkranz aus Der ^Masche hervor unD mißt eine zweite Schlinge ab. „So, eann etz kimmt owe iroer De Leim noach M Droaht, Daß bei Weand ean Wearrer Die Featze ni’et fläje, eann Daß des Ungeziffer iwer De Leim ni eann hänge bleibt. Dann gebt's so Goatt will, L- Mljuhr oach wirrer Aeppil!" MerDings", gebe ich unserem Arbeitsgespräch ms N »eilen Aufschwung, „sammelt sich, wie man beob- ' "|en kann, während Der Fangzeit allerhand Um efer in Massen auf Den Klebgürteln an." ...j..... „Jawoll!" fährt er fort, „in irschter Linie misse Efurt. l‘j oamer aach die groobraune Männerche vom Frost- mer met Dro'n glaaroe. Gäje Owend, wann's ,UIUU1, TO1,imerig werd, fläje se wäi Schmetterling im ihr ffieh Mberche so lang ertm, bis se aach bei enn uff’m :x '■ßeim hänge. Joa, Die Läib!" und ein schalkhaftes Weln verläuft sich langsam auf seinem Gesicht. Warner seh'n Se, bei so'r Aerwet komme oam lur | mat: j |Mn Dc eseldtt! ach so 0: M hänge b Nachch Irt&rftft Warner seh n Se, bei so r ’Zlerroet komme oam jnntaq'I so allerhanD Gedanke. Doa werfe alleweil die Eng- läner Millione Flugblerrer iroer unser Deutschland, v v - t■ l w«t» I« nir nfc mntin hnnc» Finger ni’et leimig mache!" ist er in mildem Spott NU itgleich um mich besorgt. r. le M iessmds' Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete, reich bebilderte Haus- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. der lp die x# Willi Hainbach Regierungsinspektor Anni Hainbach, geb. Schwengber Werner putz Wachtmeister in einem Art.-Regt. Martha putz, geb. Heuser Wilhelm Heyer Unteroffizier Katharine Heyer, geb. Meyer Adolf Emsbach llff». b. Res- Käthe Emsbach, geb. Ohr Oie Verlobung unserer Tochter Osel und unseres Sohnes Heinz beehren wir uns anzuzeigen. Vermeffungsrat Georg Knapp und Frau Slse, geb. Mendorf VerlagSdirekior Karl Schmidt undFrauAenne,geb.Kettergott Gießen Mainz a. I^h. Auf der Weißerde 6 Lxiuterenstraße 11 z.Z. im Westen Gießen, Dlihelmstr. 19 28. Oktober 1939 Or. med. Heinrich Müller Gefreiter d. R. Lotte Müller, geb. Hahn Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren treusorgenden Vater, unseren lieben Schwiegervater, Großvater und Bruder Herrn Johannes Schön Straßenwärter i. R. im Alter von 85 Jahren nach längerem Leiden zu sich Drogerie Kreuzplatz 10 Sammel rat 3153 6571a Frau Kar ohne Nagel geb. Rössel ist nach einem arbeitsreichen Leben für immer von uns gegangen. il ino § o« in A äf LS *4 VA. ‘Er Ihre Vermählung geben bekannt Heinrich Sehrt Schirrmelster-llffz. d.R. und Frau Elli, geb. Wagenbach Trohe, z. 3- Im Felde Daubringen 28. Oktober 1939 Gießen Gießen Klinlkstraße 10 Wetzlarer Weg 55 28. Oktober 1939 die leichte Maßei^ von ie botJ bet agen,Z dibent»-; 'ieseÄ leraog, j »leiben j il AsteZI \ AW -8.M stt toitj en. 8. tu. Sonntag, den 29. Oki. 1939 TAYiNZ auf der »Ludwigsburg« bei Wieseck. csmD Anfang 19 Uhr! 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I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Resereni im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Die beiden Verfasser des vor kurzem erschienenen Kommentars zum Neichsnatur- schuhgesetz haben hier auf Grund ihrer lang-' jährigen Erfahrungen und ihres weitgehenden Einblicks in das Werden der neuen Na- turschuhverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Ergänzungsbestimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund, in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte muffen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Naturalien- u. Herbarien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präparatoren, Ausstopfer, Pflanzenfamm- ier, Schmuckreisig-Verkäufer, Kranzbindereien und die mit der Überwachung der Märkte beauftrag»en Beamten, Feldhüter, Polizeistellen Ufa». - Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Ungeziefer? Dann zum Fachmann 04818 Kammerjäger Gchomber Schiffenberg er Weg3 3. Stepp- und vaunenäeckcn in allen Ausführungen 6581D Aufarbeiten u. Neubeziehen Umarbeit, v. Deckbetten zu Daunendecken u. Plumeaus e. Schott, Meßen Walltor strabe 24, II. 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Oktober, für die Dienstag- TNieter, Dienstag, den 31. Oktober, für die Mittwoch- Meter, Mittwoch, den 1. November, für die Freitag- Meter in der Zeit von 10 bis 13 Uhr. Bei Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main Nr. 37210, Kasse des Stadttheaters Gießen, erfolgt Uebersendung einer besonderen Quittung. Die zu zahlende zweite Rate beträgt: Familienlogen mit 5 Plätzen . . 40,— RM. Familienlogen mit 4 Plätzen. . 30,— „ I Ring...... • . 14,— „ II. Ring 10,— „ III. Ring i 8 e • i . e e • 8,— „ IV. Ring .........5,— „ V. Ring.........4,— „ Die Einlösung der zweiten Rate muß unbedingt vor der 5. Mietvorstellung zu der oben angegebenen Zeit erfolgt sein. Gießen, den 25. Oktober 1939. Der Oberbürgermeister. Mantelstoff, Fischgratmuster, für flotte jugendliche Mäntel, E IE ca. 140 cm breit...........m Mantel-Boucl6,gute,strapa- E OE zierfäh. 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