nr.227 Erstes Matt Donnerstag, 28. September 1959 189. Jahrgang der m un- [en hr jenseits beut» wurde j -pele. o. siegten ig mit 118:^5 Nonvez-i iroparefori erinnkr iannschch Mußnich ipj irnife )er SaG im hehren Stolz, denn wir wissen: Mit uns fl und fechten die Kameraden, die wir verloren. Tod ist uns nicht drückende Bürde, ihr Opfer ist uns en in P , den M bei ihrem Vordringen vorbildliche Waffen- Hilfe geleistet. Desgleichen habt Ihr tatkräftig die eingesetzten Teile der Kriegsmarine in ihrem siegreichen Kampfe unterstützt. In einem Siegeszug ohnegleichen habt Ihr einen Gegner niedergeworfen und vernichtet, der Großdeutschland in freolerischem Leichtsinn herausgefordert hatte. Einzig dastehend in der Geschichte sind die Leistungen der deutschen Wehrmacht. Ihr, meine Kameraden von der Luftwaffe, also des jüngsten Teiles der Wehrmacht, habt in tvdes- mutigem Einsatz bewiesen, daß Ihr Bannerträger alten deutschen Soldatengei st es und zugleich der alle Widerstände bezwingenden Idee nationalsozialistischen Kämpfertums seid. Ob Ihr als Aufklärer den großen Zielen der Armeeführung dientet, ob Ihr als Jagdflieger den Gegner mit stählernem Vernichtungswillen angegriffen habt, ob Ihr als Schlachtflieger Euren Kameraden auf der Erde den Weg zum Siege bahntet, ob Ihr als Kampfflieger die Bastionen feindlichen Widerstandes vernichtet habt, ob Ihr mit Euren Stukas ftretorl Die M in 1:10) us Loli- verdient icua. 1355h', Pecci di- 1 m ein» etzt M Der Mttwochsbericht des Oberkommandos der Wehrmacht Berlin, 27. Sept. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im 0 ff en nähern sich unsere Truppen der mit der Sowjetregierung vereinbarten Demarkations- tinie. Bon den versprengten Teilen des polnischen Heeres, die sich noch zwischen den deutschen und den vormarschierenden russischen Truppen befinden, wurde gestern östlich Bilgoiaj die 41. polnische Division und 1. Kavalleriebrigade gefangen genommen. Die zu Beginn der Kampfhandlungen als offene Stadt angesehene und dementsprechend respektierte Hauptstadt Polens ist durch die Maßnahmen des Kommandanten, die Wiederinstandsetzung der alten Forts und die Bewaffnung von Teilen der Zivilbevölkerung in eine Festung verwandelt worden. Der A n g r i f f dagegen brachte gestern im Korbfeil die erste, im Südfeil die zweite Forfslinie in unseren Besitz. Unter dem Eindruck dieser Angriffe hat der polnische Kommandant heute vormittag die Uebergabe der Stadt und der Besatzung angeboten. Der Oberbefehlshaber des Heeres hat den General B l a s k o w i h beauftragt, die Uebergabeverhandlungen zu führen. Die Luftwaffe griff militärisch wichtige Ziele in Modlin an. 3tn Westen nur geringe Gefechtstätigkeit. Der Feind schanzt auf der ganzen Front. Zwei französische Flugzeuge wurden im Luffkampf über Freiburg und Sigmaringen abgeschossen. Deutsche L u f t st r e i t k r ä f l e griffen gestern englische S e e st r e i t k r ä f t e, Schlachtschiffe, Flugzeugträger, Kreuzer und Zerstörer in der mittleren Nordsee mit Erfolg an. Außer einem Flugzeugträger, der zerstört worden ist wurden mehrere schwere Treffer auf einem Schlachtschiff erzielt. Unsere Flugzeuge erlitten keine Verluste. * Dazu schreibt der Deutsche Dienst: Der Angriff deutscher Flugzeuge auf englische Seestreitkräfte in der mittleren Nordsee verdient als militärisches Ereignis besonderer Art festgehalten zu werden. Zum ersten M a l in der Kriegsgeschichte ist am Dienstag e t n Die Durchmarsch-Legende. „Mehrere ausländische Zeitungen haben deutsche Truppen ansarnrn langen in Aachen in der Nähe der belgischen Grenze gemeldet. Nach Auskünften an zuverlässiger Quelle können wir unserer Bevölkerung sagen, daß diese Nachricht absolut unwahr ist". Diese Feststellung des belgischen Informationsmimsteriums wurde nicht einmal, sondern in ständiger Wiederholung getrosten und bekannt gegeben. Die .ausländischen Zeitungen", von denen hier die Rede ist und die nun durch die belgische Regierung ihre Unwahr- Hastigkeit bescheinigt erhalten, tragen ausschließlich den westdemokratischen Stempel, genauer gesagt, den Stempel der britischen Lügenfirma Churchill, Mac Millan & Co. Die Vorgeschichte ihrer öffentlichen Zurechtweisung durch das amtliche Belgien ist schnell erzählt. Bekanntlich hat sich die englische Luftwaffe gleich zu Anfang des Krieges serienweise Grenz- und Neutra litätsverletzun- gen gegenüber Norwegen, Dänemark, Holland und Belgien zu Schulden kommen lassen. Um dann den schlechten Eindruck zu verwischen, den die scharfen Proteste der betroffenen Länder in der Welt hervorriefen, begab sich das britische Lügenministerium aus die Suche nach entsprechenden Untaten, die Deutschland begangen haben könnte. Dieses Suchen war vergeblich, weil deutscherseits von vornherein der größte Wert darauf gelegt wurde, den von England provozierten Krieg in voller UebereiNstimmung mit den Regeln des Völkerrechts und den Geboten menschlicher Anständigkeit zu führen. Da also deutsche Neutralitätsverletzungen fehlten und anderseits doch ein Vorwand benötigt wurde, um die Weltöffentlichkeit und insbesondere das amerikanische Bürgertum gegen Deutschland aufzumen mit dem Berliner japanischen Botschafter Exz. Oshima an der Westfront. Ein Kommandierender General hieß die Delegation als Repräsentanten einer mit Deutschland befreundeten Nation willkommen. Die japanische Armee, so sagte er, habe in einer langen, ehrenvollen Geschichte ihren Kriegsruhm begründet und genieße im deutschen Volk und in der deutschen Wehrmacht tiefe Sympathien. — Die Delegation hatte dann Gelegenheit, das modernste F e st u n g s w e r k der Welt eingehend zu besichtigen. Bei einem gemeinsamen Mittagsmahl aus der Feldküche brachte ein deutscher Offizier einen Trinkspruch auf den Kaiser von Japan und die japanische Armee aus, der ebenso herzlich auf den Führer und das deutsche Volk erwidert wurde. irfl- J rd )(ZÄ W , c) A d ; unf l-bgegeben werden. Eine Fahrt znr vordersten Linie in den teutigen Abendstunden erhärtete das Bild der kras- ’2n Gegensätze, die in diesem Raume Krieg und Stieben bilden. Auf der völlig unversehrten Straße lammen Munitionsautos, Krankenwagen und Feld- lüidjen bis unmittelbar an die vorderste Linie. Auf km Dach eines Hauses, in dem ein hier einge- irtztes Bataillon feinen Gefechtsstand hat, werden ns in wenigen Sätzen hie Erkenntnisse verdeut- hd)t, die bei der Ueberfliegung Warschaus Euren Umrissen sich anzeigten. Zischend und jaulend ziehen diesseits und unseres Ausblickes die Geschosse der ich en Artillerie ihre Bahn. Drüben peitscht -in MG. seine Garben in die Dunkelheit. Drer- hunbert Meter vor uns steht eine Fabrik in Rammen. Noch vor dreißig Minuten lagen die Solen drin. Jetzt steht das Gebäude fast im Zuge ter deutschen Linie. Mit wenigen Worten schildert ter Bata'illonsadjutant die letzten Vorgänge, schwere polnische Feuerangriste aus dem Gelände iner Laubenkolonie und dahinterliegenden Siedlungshäusern. Durch Infanteriegeschütze wurden die gefährlichsten Punkte zugedeckt und später von Stoßtrupps genommen. Der A u s f a l l v e r s u ch ' iner polnischen Kompanie in der ver- angenen Nacht endete mit der Gefangennahme on 200 Mann. Sie kamen unmittelbar an einer orgescho denen deutschen Batterie vorüber, ohne sie zu bemerken. Sie streckten die 1 Baffen, als der Augenblick des offenen Kampfes < gekommen war. Ein eindringliches Beispiel für die ■ fform, in der sich hier die entscheidenden Gefechte „Vorwärts für unser ewiges Deutschland." Tagesbefehl Görings an die Luftwaffe. Berlin, 27. Sept (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Warschau hat bedingungslos kapituliert. Die förmliche Uebergabe der Stadt an das deut- jche Armeeoberkommando wird voraussichtlich cm 2 9. September stattfinden. Die m i l i t ä - , ische Besatzung beträgt nach den bisherigen Feststellungen über 10 0 0 0 0 Mann. Zwischen Krieg und Frieden. Die letzten Kämpfe vor der Uebergabe Warschaus. ..., 27. Sept. (DNB.) Warschau hat bedingungs- chs kapituliert. Ein für die polnische Besatzung völ- üjg vergeblicher Kamps ist eingestellt. Die zielbe- vußte deutsche Kampsesweise hat auch diese Stadt, Sie fast bis in die letzten Winkel befestigt worden □ar, sehr schnell bezwungen. Von den letzten Kämpen um Polens Hauptstadt meldet unser Bericht- irstatter: Mondhell und klar sind die kühlen Nächte. Von riilber Sonne durchwärmt die Tage. Aus den ge- ! siegten Bauerngärten leuchten in herben schönen 'färben die Astern, Dahlien und Reseda, während !ie Felder die graue Farbe der Vergänglichkeit ingenommen haben. Es ist lange Mitternacht, da Iliefe Zeilen beim Schein einer Kerze geschrieben gerben. Wir wohnen und schlafen unter dem Dach lines Bauern, der wie Tausende seinesgleichen den Ltieg längst überwunden glaubt. Wir waren am Vortag im Frontflug- Hfen zum Flug über Warschau gewartet. Am Himmel schwirrten ganze Schwärme Icutscher Vögel. Stukas und Bomber wa- ien eingesetzt, die Verteidigungszonen der polnischen Hauptstadt zu belegen. In rasender sxdhrt stießen ihre Ketten über den militärischen ^onzentrationsvunkten hinab. Rauch und Feuer meg aus den Häusern. In unserer Ju trotteten wir, unächst in gemessenem Abstand, am Westrand er Stad t entlang, um dann, scheinbar ab- tits der polnischen Flakfeuerstellen, tiefer hinab- ;ustoßen. Das Bild, das aus wenigen hundert Meier sichtbar wurde, bestätigte die unglaubhaften Schilderungen: Deutlich zeichneten sich in den Wän- !en zahlreicher Wohnhäuser die militärischen Imbauten ab. Weit im Stadtbezirk liegt ein Nunitionszug, oder vielmehr sein Rest, der erst liirzlich durch deutsche Flieger vernichtet wurde. Fabriken und Siedlungsblocks in den äußeren Bezirken sind unter Belassung der Bewohner in voll- bmmene Forts verwandelt worden. Ein Flakgeschoß, das nur wenige Meter seitlich jsrbirft, jagt uns in größere höhen. lieber einer tigantischon Wolke schweben wir, umgeben von teutschen Staffeln, die sich ablösend zum Sturzflug :bdrehen, dahin. Da paffen hie schneeweißen Dolkchen schwerer Flak in das Dunkel | linein, fast immer dicht am Ziel. Der Luftdruck V iner unter uns krepierenden schweren Granate I laßt die Ju einen gewaltigen Sprung tun. Als I Dir Minuten später in weiten Spiralen hinab- | tleiten, werden aus den weißen [Siedlungshäusern I teutlich.die Abschüsse erkenntlich, die in pausenlosen I Salven auf die drüben liegende deutsche Infanterie Erfolgreicher Angriff deutscher Luststreitkrüste auf britische Kriegsschiffe. Der erste Kampf zwischen Lustwaffe und Seestreitkrästen auf offenem Meer. Die britische Kriegsflotte, ohne eigene Verluste, schwer geschädigt. 5« Hk $ :en Son er ten übtj. 5:2 (2:1), 1 betrug ° Sie» m Warschau abwickelten. Or. Tiso dankt dem Führer. Preß bürg, 27. Sept (DNB.) Der slowakische -Ministerpräsident Dr. Tiso hat folgendes leie; ■Tamm an den Führer gerichtet: „Herr Rerchskanz- er! Tief gerührt durch die freundlichen Torte der Anerkennung, welche Sie Dem owakifchen Volk, feiner Armee und mir jum 2lus- -rud brachten, will ich Ihnen. Herr Reichskanzler, Wr. !>ch Utz Spi«l d>e bUr,A ni"fi Warschau bedingungslos kapituliert Lieber 1OOOOO Mann vor der Gefangennahme. I. tlich. Börfe fflR und wn laufauM ,betracht M irtal5iilhf iir benot’® laufsneW Kursent^' :ntut W * ti SalZde^ l,40D.6-°5 ,erte nut M chäftsstillt, 'öckelten >'1 Rieben H beiot trsA MEsJ schäft- i Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen; Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatt-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zerirsprechanschluffe enter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben Postscheckkonto: $ranffurt am Main 11688 heilige Verpflichtung. Als wir in diesen Krieg für Deutschlands Freiheit zogen, wußte ich, daß ich mich auf meine Luftwaffe verlassen konnte. Kameraden, wie ich Euch allen im Geiste ins Auge sah, als wir diesen uns aufgezwungenen Krieg begannen, um Euch zu verpflichten, das Letzte für Volk und Vaterland zu geben, so drücke ich jedem von Euch jetzt die Hand als Oberbefehlshaber seinen Sol- baten, als Kamerad feinen Kameraden. Nach deutscher Soldatenart binden wir jetzt nach errungenem Sieg den Helm fester. Welche Aufgaben uns auch erwachsen mögen, welche Befehle uns auch unser Führer und Oberste Befehlshaber gibt: Vorwärts für unser ewiges Deutschland. England behindert den schwedischen paff agiervettehr nachllSA. S t o ck h o lm, 27. Sept. (Europapreß.) Große Empörung herrscht in Schweden über die Fahrtbehinderung des schwedischen Passa dier dampfe r-s „Kungshol m", der von Amerika kommend sich auf der Fahrt nach Schweden befand. Der Dampfer wurde von englischen Kriegsfahrzeugen aufgebracht und trotz der 'Versicherung des Kapitäns, daß der Dampfer keine Konterbande mit sich führe, in einen englischen Hafen eingeschleppt. Das schwedische Außenministerium hat seinen Gesandten in London sofort angewiesen, bei den englischen Behörden dafür Sorge zu tragen, daß das unter neutraler Flagge fahrende Schiff keinerlei Verzögerung erfahre, wie es bet unzähligen schwedischen Frachtdampfern, die in englischen Häfen zwangsweise festgemacht liegen, der Fall ist.' Das Aufbringen der „Kungsholm" hat auch bet den noch in großer Zahl in Schweden weilenden Amerikanern große Unruhe hervorgerufen, da die schwedischen und norwegischen Amerikalinien die einzigen sind, die noch einen regelmäßigen Verkehr bisher aufrecht erhalten konnten, ohne von den kriegführenden Ländern bedroht zu werden. Die „Kungsholm" sollte am 30. September von Göteborg nach Neuyork auslaufen und alle Plätze waren bereits feit Wochen vorher besetzt. Der Abfahrtstermin muß durch das englische Eingreifen hinausgeschoben werden, wodurch eine Umstellung des gesamten Fahrplans der „Kungsholm" erfolgen muß. Flüchtende britische Flugzeuge bombardieren belaisches Gebiet. Brüssel, 27. Sept. (DNB.) In einer Meldung aus Derviers berichten die Brüsseler Zeitungen, daß gestern erneut mehrere britische Flugzeuge das belgisch-deutsche Grenzgebiet überflogen. Bon der deutschen Flak beschossen, hätten die Flugzeuge kehrt gemacht und vier Bomben abgeworfen, die auf belgisches Gebiet fielen und große Einschlagtrichter erzeugten. Gietzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitälsdruckerei R. Lange in Siehen. Schristlettung und SeschöfttfteSe: Schulstratze 1 unseren Dank aussprechen. So, wie ich es am 13. März d. I. getan habe, versichere ich Ihnen neuerdings, Herr Reichskanzler, daß niemand, der den dauernden Frieden in Europa auf Grund der völkischen Regelung aufzubauen -gedenkt, sich im slowakischen Volk täuschen wird. Unser Verhalten an Deutschlands Seite ist ein Beweis unserer Ueberzeugung, daß wir für eine gerechte Sache Mitarbeiten und daß wir nicht vergessen haben, was Deutschland und sein Führer für uns getan haben." Japanische Delegation an der Westfront .........27. Sept. (DNB.) Am Mittwoch weilten der japanische Armeegruppenkommandeur General Graf Terauchi und fein Stab zusam- o erreiM iahre aUII Jucet w >flug nah- hauptauartier der Lus twafse, 27. Sept. (DNB.) Am Tage der Kapitulation von Warschau erließ Generalfeldmarschall Goring folgenden ^Tagesbesehti^ftwaffe, Kameraden! Die polnische Armee, der eine von englischem Größenwahn bestimmte Kriegshetze die Auf. aabe zugedacht hatte, in deutsches Land einzusallen 8nd äs Berlin zu marschieren ist in wenigen lagen in Grund und Boden zersch m e t - ter5t worden. Mit ihr mußte die polnische Vlieaertruppe, noch bevor sie wir ungsvoll ein dl ich enLuftraum beherrsch t. Steinern volnischen Flugzeug gelang es, deutsches hohetts. Zf über? ieaen. Die deutsche Heimat war m Sicherheit! Unserer tapferen Erdtruppe habt Ihr Annahme von Anzeiger» für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Te^t« anzeigen von 70 mm Breit« 50 Rpf..Platzvorschtist nach vorh.Dereinbg.25°/s mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- oen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B öffenb instaltk: öffentlich«! schland p im AW ■n RM. bien Wt rrungen ui i mären, c ige 3ahr^ 2 MlliM n dem O 1 lOOpro^ ist auf to steilem ati tversicheM jur allen Bollwerken des Feindes Tod und Verderben brachtet, ob Ihr in der Lust oder am Boden kämpftet, ob Ihr am Flakgeschütz der Armee und dem ganzen Volk die Sicherheit gabt oder ob Ihr am Funkgerät für die Verbindung aller Kampftruppen _ sorgtet, ob Ihr als Transportgruppen in unermüdlichem Tag- und Nachteinsatz den erforderlichen Nachschub für Luftwaffe und Heer brachtet — Euch allen gilt mein Dank. In ehrfürchtiger Trauer neigen wir uns vor den Opfern, die unsere Waffe bringen mußte, aber auch Luftangriff auf einen manövrieren- öen Flottenverband unternommen worden. Wohl sind auch bisher schon einzelne Unterseeboote von Fliegern bombardiert worden. Die Engländer anderseits machten Anfang September den erfolglosen Versuch eines Luftangriffes auf deutsche Kriegshäfen und verloren dabei mehr als die Hälfte der eingesetzten Flugzeuge. Der Kamps jedoch, der sich am Dienstag zwischen Flugzeugen und Kriegsschiffen auf hoher See abgespielt hat, ist — obgleich in der Theorie häufig diskutiert — in der Praxis erstmalig. Die deutsche Luftwaffe darf sich rühmen, dabei einen durchschlagenden Erfolg erzielt zu haben. Ein britisches Schlachtschiff wurde dabei schwer beschädigt. Daß ferner ein Flugzeugträger zerstört wurde, wiegt für Großbritannien um so schwerer, als es bei sechs vorhandenen Schiffen dieser Art bereits am 18. September eines der größten, die „Courageous", einbüßte. Die Feststellung, daß die erfolgreichen deutschen 'Flieger von ihrem kühnen Unternehmen unversehrt z u r ü ck g e - kehrt sind, wird überall mit besonderer Freude aufgenommen. Deutsche Flugzeuge ' wohlbehalten zurüügekehtt. Wieder eine Lüge des englischen Rundfunks entlarvt. Berlin, 27. Sept. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Entgegen einer Sondermeldung des englischen Rundfunks am 27. September um 16 Uhr, wonach bei einem Luftangriff deutscher Fliegerverbände auf schwere englische Seestreitkräfte, die Deutschen keine Erfolge zu verzeichnen, sondern drei Flugzeuge zu beklagen hätten, besagt der amtliche deutsche Bericht, daß u. a. eine 500-kg- Bombe als Volltreffer auf den Flugzeugträger fiel und zwei 250-kg-Bomben vor- und mitfchiffs auf ein Schlachtschiff trafen. Deiche Wirkung durch diese schwerste aller Bomben erzielt wird, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Rach der deutschen Feststellung ist kein von den angreifenden Flugzeugen von den Engländern getroffen worden. Alle Angriffsflugzeuge sind wohlbehalten in ihre Heimathäfen zurückgekehrt. bringen, erfand man in London kurzer» Hand die Durchmarfch-Legende. Das heißt, man streute planmäßig Gerüchte aus über angebliche deutsche Angrifssoorbereitungen an der belgischen Grenze. Damit glaubte man zugleich auch den Nebenzweck erreichen zu können, daß die belgische Bevölkerung gegen ihren östlichen Nachbarn in Harnisch gebracht würde. Ein« Flut von Lügen über die angebliche Evakuierung von Aachen, über deutsche Truppentransporte und Truppenkonzentra- tion-en in dieser Gegend ergoß sich über England, Frankreich und die Bereinigten Staaten. Aber schon vor mehreren Tagen erkannte die belgische Regierung die ganze Gefährlichkeit dieses Treibens und veranlaßte sofort die Ausgabe eines Dementis, dessen Wortlaut wir oben verzeichnet haben. Trotzdem — und das ist das Tollste an der ganzen Geschichte — fuhr der Londoner Rundfunk unentwegt fort, seine lügnerischen Meldungen über deutsche Truppenkonzentrationen und Räumungsmaßnahmen in Aachen durch den Aether zu jagen. Don dem offiziellen belgischen Dementi aber nahm man einfach keine Notiz. Die Hetze sollte sich erst richtig auswirken, was sie in der O8^.-Presse auch getan hat. 48 Stunden waren seit der ersten Veröffentlichung des Brüsseler Dementis verstrichen, bis man sich schließlich m London dazu bequemte, den Rundfunkhörern von dieser „Neuig- feit" Kenntnis zu geben. So ist auch diese große Lügenkampagne endlich zum Scheitern gebracht, der englische Kredit aber weiter erschüttert worden. H. Ev. Papierbomben. Das in einer Massenauflage herauskommende englische Blatt „Daily Sketch" beschäftigt sich mit angeblichen Bombenangriffen fr an- zöfifcher und englischer Flugzeuge aufKiel und Friedrichshafen. Es beglück» wünscht die französischen Flieger „zu ihrem Angriff" auf die Flugzeugfabriken in Friedrichshafen. Der Angriff sei nicht nur die Manifestierung der Stärke der französischen Luftwaffe gewesen, sondern das Ziel habe darin bestanden, durch Vernichtung der deutschen Flugzeugfabriken am Bodensee ein weiteres Anwachsen der deutschen Flugzeugindustrie zu verhindern. Dazu ist zunächst zu sagen, daß die „Angriffe" recht harmloser Natur waren. Es ist tatsächlich in den letzten Tagen ein französisches Flugzeug in der Nähe von Friedrichshafen und ein englisches Flugzeug über norddeutschem Gebiet gewesen, um — Flugblätter abzuwerfen. Man hat in Deutschland keinen Grund, dies zu verschweigen. Es bleibt aber dabei dahingestellt, ob es einem feindlichen Bombenflugzeug wirklich gelingen könnte, ungehindert und ungestraft deutsches Gebiet zu überfliegen. Dem britischen Jnformations- und Lügenmini- fteriirm, von dem ohne Zweifel auch diese Meldung von „erfolgreichen Bombenangriffen" auf deutsches Gebiet in die Welt gesetzt worden ist, ist offenbar bei der Sache auch nicht ganz wohl gewesen. Papierbomben verursachen keine Sprengtrichter und hinterlassen auch sonst keine sichtbaren Zeichen eines Angriffs. Deshalb läßt es heute melden, daß das Rätsel um die angeblichen Angriffe auf Friedrichhafen immer noch nicht gelöst sei. Trotz der ins einzelne gehenden Darstellung der Flieger habe bisher weder das britische noch das französische Oberkommando die Verantwortung für diese angeblichen Luftangriffe übernommen. Das britische Lügenministerium muß sich auch du r ch neutrale ausländische Beobachter wieder einmal der boshaften Lüge bezichtigen lassen. Der Berliner Belga-Korrefpondent berichtet seiner Agentur dazu: „Neutrale ausländische Journalisten haben sich heute nach Kiel und Friedrichshafen begeben, um sich an Ort und Stelle über die behaupteten Bombardierungen dieser Plätze durch englische und französische Luftstreitkräfte zu überzeugen. An beiden Plätzen kann man nicht das geringste von einem Luftangriff sehen. Die Journalisten haben auch keine Spur von einem Bombardement feststellen können. In Friedrichshafen haben sie die Zeppelinwerft, die Flugzeug- und Automobilwerke besichtigt. Sie sind ebenfalls unversehrt." Oie Notlage der belgischen Handelsschiffahrt. Eine Folge der englischen Blockade. mäßige seit längerer Zeit .vorgesehene Verstärkung der Landesverteidigung, die jetzt von den in Dienst stehenden Truppen ausgeführt wird. Diese Befestigungsarbeiten wie auch Ausbildungszwecke und andere Gründe machten gewisse Truppenverschiebungen notwendig. Einschneidende Preiserhöhungen in Dänemark. Kopenhagen, 27. September. (Europapreß.) Am Mittwoch sind mehrere einschneidende Preiserhöhungen für lebenswichtige Waren bekannt geworden." Die billigeren Margarinequalitäten find um 10 Oere pro Kilogramm im Preise gestiegen, die Haferflocken um 18 Oere pro Kilogramm, eine Entwicklung, die sich in einem Lande, in dem die erste feste Morgenmahlzeit aus Haferflocken besteht, besonders stark bemerkbar machen muß. Das Benzin soll noch in dieser Woche auf rund 50 Oere pro Moskau. 27. Sept. (DRV.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop traf mit den Herren feiner Begleitung, darunter dem Danziger Gauleiter Forster, nach programmähig verlaufenem Flug mit dem Sonderflugzeug „Grenzmark" um 17.50 Uhr auf dem Moskauer Flughafen ein. Das Hauptgebäude des Flughafens war mit zahlreichen Hakenkreuzflaggen geschmückt. Zur Begrüßung hatten sich eingefunden der Erste Stellvertretende Außenkommissar p o t e m- fin, der Stadtkommandant von Moskau Suworow, der stellvertretende Vorsitzende des Moskauer Stadtsowjets k o r o l e w. der deutsche Botschafter Graf von der Schulenburg, mit den Mitgliedern der Botschaft sowie der Militärattache, Generalleutnant k ö st r i n g , und der italienische Botschafter Rofso. Der Reichsaußenminister schritt die Ehrenkompanie der Luftwaffe ab und begab sich dann in die Deutsche Botschaft. Reichsauhenminister von Ribbentrop hatte abends eine mehrstündige Aussprache mit dem sowjetrussischen Regierungschef und Auhenkommisfar Liter steigen. Die Kraftdroschkenbesitzer kündigen schon jetzt eine Erhöhung der Fahrtarife an. Eine derartige Erhöhung ist vor einer Woche schon einmal vorgenommen worden. Es ist damit zu rech- nen, daß in acht Tagen der Tarif der Kraftdroschken um 30 v. H. hoher liegt, als zu Beginn des Krieges. Zur Begrenzung des Devisenverbrauches hat der Handelsminister Waren, die bisher ohne weiteres eingeführt werben durften, auf die sogenannte gebundene Liste gefetzt; ihre Einfuhr muß in Zukunft besonders genehmigt werden. Es handelt sich dabei um Kaffee getrocknetes Obst, Rohtabak und Zeitungspapier. Zur Sicherung eines größeren Anbaues von Brotgetreide soll in Zukunft in Dänemark Ackerland, welches bisher dem Weizenanbau diente, mit Roggensaat ausgenutzt werden. Dänemark hofft sich so von der Einfuhr der großen Brotgetreidemengen aus dem Ausland freimachen zu können. Molotow und Herrn S t a ll n in Anwesenheit des deutschen Botschafters in Moskau, Graf von der Schulenburg. Die Besprechungen werden fortgesetzt. * Die Berichte über die Ankunft des Reichsaußenministers üon Ribbentrop beherrschen di e Moskauer Blätter. Sämtliche Zeitungen bringen an hervorragender Stelle die ausführliche Meldung der Taß-Agentur, in der die Begrüßung auf dem Moskauer Flughafen geschildert wird. „Prawda", „Jsvestia" und das Militärblatt „Krasnaja Swjesda" sowie andere Blätter enthalten auf der ersten Seite Bilder von der Ankunft des Reichsaußenministers. In diesen Berichten wird besonders erwähnt, daß zur Begrüßung des deutschen Gastes eine Ehrenkompanie auf dem Flughafen aufmarschiert war und daß das Verwaltungsgebäude des Flughafens mit den Flaggen des Deutschen Reiches und der Sowjetunion geschmückt war. Daneben wird in allen Zeitungen der amtliche Bericht über die Besprechungen des Reichsaußenministers im Kreml ab gedruckt. Militärverwaltung in polen. Generaloberst von Hundstedt zum Oberbefehlshaber Ost, neichsminister Frank zum Chef der Zivilverwaltung ernannt. Erste Besprechung Ribbentrops mit Molotow und Stalin. Unser Bild zeigt den Reichsaußenminister von Ribbentrop mit dem sowjetrussischen Botschafter in Berlin Schkwarzew kurz vor dem Abflug nach Moskau. — (Scherl-Bilderdienst-M.) 15. März 1938 wurde er Generaloberst und schied, nachdem er beim Einmarsch in das Sudetenland die Gruppe IV geführt hatte, mit dem 1. Oktober 1938 unter Ernennung zum Chef des Infanterieregiments 18 aus dem aktiven Dienst aus. * Mit der Bestellung des Reichsministers Dr. Hans Frank zum Zivilgouvemeur von Polen hat der Führer einem feiner ältesten Mitkämpfer eine ehren- volle und politisch höchst bedeutsame Berufung zu- teil werben lassen. Dr. Frank, der aktiver Mitkämpfer vom 9. November 1923 und Blutordensträger ist, hat in der Kampfzeit als Anwalt und Rechtsanwalt des Führers unb der NSDAP, in zahllosen Prozessen die Schläge der politischen Gea- ner von der Partei abgewehrt und über 2000 SA.» Männer, die das System auf die Anklagebank brachte, erfolgreich verteidigt. Dr. Frank gründete 1927 die Rechtsabteilung der Partei, deren Reichsleiter er heute noch ist. Im Jahre 1933 ernannte ihn der Führer zum Reichskommissar für die Gleichschaltung der Justiz im Reich und in den Ländern und zur Erneuerung der Rechtsordnung. 1928 rief Dr. Frank den Nationalsozialistischen Rechtswahrer« bunt) ins Leben, der heute als berufsständische Or» ganifation aller Rechtswahrer einen wesentlichen Bestandteil des deutschen Rechtslebens bildet. 1933 errichtete Dr. Frank die Akademie für deutsches Recht, in der die Erneuerung des deutschen Rechtes auf allen Gebieten im Geiste der NSDAP. auf fachlicher Grundlage vorangetrieben wird. Nachdem 1934 die Länderjustizverwaltungen auf das Reich übergingen, wurde Dr. Frank vom Führer als Reichsminister in die Reichsregierung berufen. Verkettung unglücklicher Umstände. Niederländisches Verkehrsflugzeug beschossen. Berlin, 27. Sept. (DNB.) Am 26. September gegen 14.30 Uhr wurde ein niederländisches Verkehrsflugzeug über der inneren Deutschen Bucht in der Nähe der Insel Helgoland von einem deutschen Seeflugzeug beschos- fen. Dieser Vorfall ist die Folge einer Verkettung unglücklicher Umstände. Das angegriffene Flugzeug ähnelte einem bekannten feindlichen Kampfflugzeugtyp und war durch kein auf weite Entfernung sichtbares Hoheitsabzeichen als neutrales Verkehrsflugzeug erkennbar. Bei der vorherrschenden Wetterlage war es vielmehr erst aus nächster Nähe möglich, feine Nationalität an der Buchstabenbezeichnung auf Rumpf und Tragflächen auszumachen. Auch wurde der Eindruck, daß es sich um ein feindliches Flugzeug handelte, dadurch verstärkt, daß das Verkehrsflugzeug offenbar beim Sichten des deutichen Seeflugzeuges sich in den Wolken einer Verfolgung Z u entziehen suchte. Die deutsche Flugzeugbesatzung brach das Feuer in dem Augenblick ab, als die Nationalität des holländischen Flugzeuges einwandfrei feftjtanb. Das holländische Verkehrsflugzeug konnte feinen Flug fortsetzen. Der deutschen Flugzeugbesatzung ist angesichts der schwierigen Wetterlage und des unzweckmäßigen Aeußeren und Verhaltens des holländischen Flugzeuges kein Vorwurf zu machen, so sehr der Vor- fall als solcher bedauert werden muß. Veareislicher 3rrtum. Brüssel, 26.Sept. (Europapreß.) Die flämische Zeitung „De Stondaard" bringt einen Bericht über die katastrophale Lage, in welcher sich der Hasen vonAntwerpen infolge der englischen Blockademaßnahmen befindet. Mit der ersten Kriegswoche ist ein beinahe vollständiger Stillstand im Schiffsverkehr eingetreten. Die Haupt- schwierigkelt soll darin bestehen, daß Belgien nicht Genügend eigene Tonnage besitzt, sondern ür seine eigenen Frachten in der fyawpt\ad)e auf Schiffe ausländischer Reedereien angewiesen ist. Der Umschlag des Halens von Antwerpen betrug >m Jahre 1938 insgesamt 24 144 705 Tonnen. Davon entfielen 14 072 565 auf d i e jetzt im Krieg befindlichen Mächte. 2 3o6 435 Tonnen waren der Anteil der belgischen Handelsflotte. Berücksichtigt man, daß im Hafen von Antwerpen eine Einfuhr von 7 998 541 Tonnen für seinen eigenen Bedarf und eine Ausfuhr von 6 159 659 Tonnen eigener Produktion gehabt hat, dann kann man ermessen, wie sehr die belgische Wirtschaft von ausländischen Handelsflotten abhängig ist. In dieser Beziehung haben aber nun gerade sich mehrfach ernstliche Schwierigkeiten ergeben. So berichtet „De Standaard" von mehreren Fällen, in denen neutrale Schiffe eine in Antwerpen entgegengenommene belgische Schiffsladung nicht an ihren Bestimmungsort gebracht, sondern irgendwo anders gelöscht haben, um den Schiffsraum für andere Zwecke frei zu bekommen. Diese Umstände müßten Belgien veranlassen, s i ch s e l b st z u helfen. „Die einzige Maßregel, die unsere Regierung treffen kann, ist es jetzt unverzüglich Schiffe bauen zu lassen, sowohl auf allen einheimischen wie auch auf ausländischen Werften." Dadurch werde auch ein Teil der seit Kriegsbeginn sich vermehrenden Arbeitslosen wieder einer Beschäftigung zugeführt werden. Neue Befestigungsarbeiten in der Schweiz. Basel, 26. Sept. (Europapreß.) Wie von der schweizerischen Armeeleitung mitgeteilt wird, werden gegenwärtig auch im Innern des Landes Befestigungsarbeiten ausgeführt. Es wird jedoch betont, daß diese Maßnahmen nicht durch besondere außenpolitische Vorgänge der letzten Tage veranlaßt worden feien. Cs handelt sich um eine plan*. Berlin, 27. September. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat die Einrichtung einer Militärverwaltung in den besetzten ehemals polnischen Gebieten angeordnet. An die Spitze der Militärverwaltung hat er als Oberbefehlshaber Ost den Generaloberst von R u n d st e d t berufen. Zum Obersten Verwaltungschef beim Oberbefehlshaber Ost für die gesamte Zivilverwaltung hat der Führer den Reichsminister Dr. Frank berufen. * Die Militärverwaltung in den besetzten ehemals polnischen Gebieten wird in den nächsten Wochen und Monaten eine bedeutungsvolle Aufgabe zu losen haben. Das Land bis zur Demarkationslinie umfaßt etwa 150 000 qkm. Es ist in feiner Struktur schon auf Grund der geschichtlichen Entwicklung nicht einheitlich. Die kulturelle Entwicklung ist in den verschiedenen Teilen überall durch das Deutschtum beeinflußt worden, aber der Einfluß der Deutschen ist nicht überall gleich stark gewesen. Hinzu kommt, daß die polnische Zerstörungswut in den vergangenen 3 Wochen einen Teil des Landes furchtbar verheert hat, während andere Gebiete, so insbesondere der ehemalige preußische Regierungsbezirk Posen und der Hauptteil der alten Proomz W e ft p r e u - ßen nur wenig beschädigt wurden. Zu dem von der Militärverwaltung betreuten Gebiet g e - hort nicht der ehemalige Freistaat Danzig, der seine Wiedervereinigung mit dem Reich bereits vollzogen hat, und auch nicht das 1922 von Deutschland entgegen dem Ergebnis einer Volksabstimmung abgetrennte O st - o b e rsch l e s i e n. Das Industriegebiet um Katta- witz, Königshütte und Rybnik ist nunmehr m i t Schlesien wieder vereinigt worden, von dem nur ein Höchstmaß wirtschaftlicher Unvernunft es vorübergehend trennen konnte. Der Oberbefehlshaber Ost, Generaloberst von Rundstedt, der an die Spitze der Militärverwaltung berufen ist, wird mit feinem Obersten Verwaltunqschef für die gesamte Zivilverwaltung, Reichsminister Dr. Frank, mannigfache Probleme zu losen haben, wenn es jetzt nach Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung gilt, Wirtschaft und Verkehr in dem besetzten Gebiet wieder in Gang zu bringen Die neuen Banner in polen. Mit der Ernennung zum Ches der Militärverwaltung in den besetzten ehemals polnischen Gebieten wird der verdienstvolle Befehlshaber der Heeresgruppe Süd Les Feldzuges in Polen, Generaloberst von Rundstedt, vom Führer zu einer neuen verantwortungsvollen Tätigkeit berufen. Gerd von Rundstedt, der einer alt- märkischen Familie entstammt, trat 1892 aus dem Kadettenkorps beim Infanterieregiment 83 (Kassel) ein. Bereits im März 1900 kam er als Hauptmann in den Generalstab, dem er nach einem Frontkommando als Kompaniechef auch während des Weltkrieges angehörte. Nach dem Kriege wurde er in der Reichswehr mit ständig wachsenden Aufgaben betraut, die ihn unter weiteren Beförderungen nach Weimar, Kassel, Breslau und schließlich nach Berlin führten. Hier war er als Generalleutnant Kommandeur der 3. Division und Befehlshaber im Wehrkreis III Berlin und vom 1. Oktober 1932 an als General der Infanterie Gruppenkommandeur. Während des militärischen Ausnahmezustandes für Berlin und Brandenburg in den Julitagen 1932 wurde er als zuständiger Militärbefehlshaber wegen seines Einschreitens gegen die sozialdemokratische Regierung in Preu- ßen der weiteren Oeffenttichkeit bekannt. Am Holländische Presse zu der Beschießung der Berkehrsmaschine. Amsterdam, 27. Sept. (DNB.) Die Tatsache, daß der deutsche Geschäftsträger im Namen der Reichsregierung und der deutsche Luftfahrtattachs im Namen des Generalfeldmarschalls Goring ihr Leidwesen über den Vorfall mit dem niederländischen Verkehrsflugzeug „Mees" ausgesprochen haben, fin- bet in der holländischen Presse starke Beachtung. Dec „Telegraaf" schreibt, hervorragende holländische Militär- unb Zivilflieger hätten erklärt, baß der deutsche Einwand zu Recht gemacht worden sei. Die Aufschrift Holland in schwarzer Schrift könne bei regnerischem Wetter schon in einer Entfernung von nur 500 Meter nicht mehr erkannt werden. Man halte daher einen Irrtum für durchaus begreiflich. Britische Seeräuberei Ein holländisches Zeugnis zum Fall deS Dampfers „Franken". Amsterdam, 27. Sept. (Europapreß.) Für die britische Seeräuberpolitik und die völlige Mißachtung des internationalen Rechts durch die Engländer erbringt die angesehene holländische Zeitung „Nieuwe Rotterdamsche Courant" einen neuen Beweis. Das Blatt erhielt aus Padang (Sumatra) einen ausführlichen Bericht über den 11 eberfall eines englischen Zerstä.rers und eines englischen Wasserflugzeuges innerhalb der niederländischen Hoheitsgewässer auf den deut- chen Handelsdampfer „Franke n". Nach der Darstellung des „Nieuwe Rotterdamsche Courant" befand sich die „Franken" vor vierzehn Tagen auf der Reise von Afrika nach Australien unb wollte Zuflucht in Emmahaven (an der Westküste von Sumatra) suchen. Auf der Hohe der Insel Siberoet wurde das Schiff von einem englischen Zerstörer zum Stoppen aufgefordert. Der Kapitän oer „Franken" machte durch Signale darauf aufmerksam, daß der Dampfer sich innerhalo der niederländischen Hoheitsgewässer befand. Der Zerstörer nahm jedoch hiervon keinerlei Notiz, sondern teilte mit, er werde die „Franken" sofort torpedieren, wenn sie dem 8« II I V WMM MW 1 Eine eroberte polnische Standarte nbar bm tau PetzM irtatrf’13 R durch die ersten Extrablätter mobilisieren lie- ' jhx lO er. und die, bevor entsprechende Maßnahmen ge- i-rländW Ifl' fen werden konnten, in großem Umfange Angst- J haben, Eäufe vornahmen mit dem Erfolg, daß Zucker, 1 2hma, 5« lojee und Salz zeitweise nicht mehr zu erhalten G ®i Bfi-on Snimihoror hör llllfi Suomi" wies QUi 8 (er Simon erklärte, es sei völlig unmöglich, alle Kiegsausgaben aus Steuereinnahmen zu decken. Der auch die Zeit zur Auslegung einer Verteidi- ei feftN iide W ;^pfer stoppte aber nicht, sondern suchte mit 1 re*"1—»fr' -l erreichen. >ie T* giamen o,!I | Manama, 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die »treler Argentiniens auf der Panamerikanischen -nferenz gingen bisher nicht auf die Vorfrage des USA.-Unter st aalssekre- f er 5 ein, sondern beantragten dagegen im Lin- vmehmen mit Uruguay, daß Lebensmittel urb Kleidungsstoffe von der Konterbande- völkerung getragen worden ist und getragen wird. Die Anfragen aus der Leserschaft an die Redaktionen lassen aber deutlich erkennen, daß man es dabei nicht bewenden lassen will. Völlig neue Lage in der Ostsee. Estnische Betrachtungen. „o- einem norwegischen Dampfer auf See vernom- nt(n wurden. Als die „Franken"^zu _ entkommen Der Eroberer einer polnischen Standarte, Leutnant Hermenau, zeigt seinem 5ton ihm eroberte feindliche Feldzeichen. — (PK.-v. d. Piepen-jPBZ.-jM.) 0^. W sW Südamerikanischer Schritt gegen Englands Konterbandeliste. Argentinien und Uruguay gegen die Vorschläge von WelleS-USA. lltorden-,! Volt 1^! Wh Flotte eine Reihe von groß angelegten Hebungen in der Nähe der Hawaii-Inseln vornehmen. Diese Manöver hätten weder mit den Ereignissen in Europa noch mit der japanischen Militärattion in China etwas zu tun, obwohl zugegegeben werde, daß die Anwesenheit der amerikanischen Flotte in den Gewässern von Hawaii einen mäßigenden Einfluß auf Japan ausüben könne, falls dieses Land eine weitere Gebietsausdehnung nach den britischen, französischen und holländischen Besitzungen hin versuchen wollte. Alle Einheiten der Pazifik- Flotte mit Ausnahme von zehn Panzerkreuzern würden an den Manövern teilnehmen. Gegenwärtig umfasse die an der Küste von Kalifornien stehende Pazifik-Flotte 12 Panzerkreuzer, 25 Kreuzer, 51 Torpedobootszerstörer, 4 Flugzeugträger, 14 Tauchboote und 32 Hilfsschiffe. In Pearl Harbour lägen bereits ein Kreuzer, 15 U-Boote, ‘ Minenleger, 12 Hilfsschiffe und 45 Flugzeuge. Deutsches Pak-Geschütz und Panzerwagen in einer Vorortstraße von Warschau. (PK.-Lanzinger-sScherl-jM.) kla^daii gruiM n Reich» trnontit] Gleich! Länden 1928 tief iswah^i difche Ob efentlichn Ibet IW deuG n Recht« W. auf Rallch^ das Reich ührer d- rufen. Helsinki, September 1939. Das schöne klare Wetter des nordischen Spät- rmners macht es einem schwer, daran zu glauben, es heute nicht überall auf der Welt friedlich jt. Es sind nur wenige Umstände, die darauf hin- tesen, daß die Wogen des Geschehens unserer aze auch an die fernsten und neutralsten Ufer tyagen. Äa sind in erster Linie die Hausfrauen, Die Heinkel-Lagdstugzeuge für Rumänien. Unbegrenzte Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie. Berlin, 27. Sept. (DNB.) Am Mittwoch verließen elfHeinkel-Jagdeinsitzerdes Baumusters He 112 den Heinkel-Flugplatz zum Ueber- führungsflug nach Rumänien. Die rumänische Luftwaffe, die nach den vorangegangenen Lieferungen jetzt über insgesamt 30 Heinkel-Jagdeinsitzer verfügt, hatte zur Uebernahme der Maschinen Flugzeugführer nach Deutschland entsandt. Erst kürzlich meldete die Presse der neutralen Länder, daß deutsche Kampfflugzeuge trotz des Kriegszustandes pünktlich von Deutschland nach Skandinavien zur Ablieferung gelangten. Dieser Bericht fand im gesamten Ausland deshalb stärkste Beachtung, weil aus ihm einwandfrei hervorging, daß Deutschland auch unter den augenblicklichen Verhältnissen gewillt und in der Lage ist, denExportvonFlug- gerät ausrechtzuerhalten. Im neutralen Ausland war man durch diese Tatsache besonders deshalb überrascht, weil kurz vor dem Ausbruch der Kampfhandlungen von englischer und französischer Seite immer wieder behauptet wurde, daß Deutschland im Kriegsfälle seine Flugzeugproduktion nicht auf der bisherige Höhe werde halten können, da es ihm an Rohmaterial fehlen und sich vor allem auch ein starker Facharbeitermangel bemerkbar macl-en werde. Diese offensichtlichen Zweckmeldungen werden nun durch einwandfreie Tatsachen klar widerlegt. Weit über den eigenen deutschen Bedarf kann die deutsche Luftfahrtindustrie gegenüber den Lieferungsverpflichtungen gegenüber den neutralen Staaten nachkommen. Französischer Ministerrat. Unter dem Vorsitz des Präsidenten Lebrun hat der französische Ministerrat getagt. In dem Kommunique über den Verlaus der Sitzung heißt es, daß Ministerpräsident D a l a d i e r einen Ueber- blick über die Lage gegeben habe. Es wurde dann die Stiftung eines Kriegskreuzes beschlossen, ferner kam man überein, die kommunistische Partei, die Dritte Internationale, sowie alle kommunistischen Verbände und Organisationen aufzulösen und zu verbieten. Finnlands Geborgenheit Don unserem I.-Korrespondentem tret * ’S *<5 ,5 d M Der "äf"1 « pertfl Alsbald nach Beendigung der Sitzung nahmen de- trächtliche Polizei'kräfte in allen Teilen des Landes Haussuchungen vor. Zahlreiche Personen wurden im Zusammenhang mit der von ihnen bisher betriebenen kommunistischen Agitation verhaftet. Die Maßnahme wird in der sozialdemokratischen Zeitung „Populaire" durch den ehemaligen Ministerpräsidenten Leon Blum einer scharfen Kritik unterzogen. Japanischer Vormarsch in der Provinz Hunan. Tokio, 27. Sept. (DNB.) Bis Dienstag um Mitternacht waren die japanischen Truppen dis auf 40 Kilometer nördlich von T s ch a n g s ch a, der Hauptstadt der Provinz Hunan, vorgestoßen. Der Vormarsch nach Süden an der Canton-Hankau- Eisenbahn entlang geht weiter. Die japanischen Truppen, die gestern den Fluß Mi überschritten, haben die erste chinesische Verteidi- gungstinie durchbrochen und einen Generalangriff auf die 2 Kilometer südlich des Mi-Flusses stehende zweite chinesische Linie eröffnet Nach zweistündigem erbittertem Kampf wurden die Chinesen aus schwerbefestigten Stellungen heraus- gemorfen. Am Oberlauf des Mi geht eine weitere japanische Armee von Tungcheng aus nach Süden vor. Nach der Vernichtung von 7000 chinesischen Truppen im Wangyangschan-Ge- birge hat diese japanische Armee die chinesischen Truppen südlich von Tungcheng umgangen und z u - rück getrieben. Die Chinesen führen fieberhaft Verstärkungen heran. Vor großen Manövern der LSA-Flotte im Pazifik. Mailand, 27. September. (Europapreß.) Der „Corriere della Sera" meldet aus Washington, zur Dervo llkommnung der Ausbildung der Mannschaften der amerikanischen Flotte lasse der Marineminister der Vereinigten Staaten den Großteil der Pazifik- icren. Der Plauderer der „Hust Suomi" wies auf ie Unvernunft der Leute hin und gab in beißen- ?ti Sarkasmus feiner Bewunderung darüber Aus- ricf, daß nicht auch noch die Ladeneinrichtungen ki Einkaufswut zum Opfer gefallen wären. Fi- pzminister Tanner beruhigte die Bevölkerung ui- einer Rundfunkansprache, in der er darauf hin- i:S, daß die Versorgung mit den notwendigsten ko ensmitteln auf jeben Fall \ i d) e r ge ft e 111 ä Allerdings sind für den Verkauf von Benzin anderen Betriebsstoffen einschneidende Maß- L men getroffen worden. Je nach Motorstärke ist Verkauf von Benzin auf wöchentlich 20 bis W Liter festgesetzt worden. Auch die Vorräte an Mle sind sehr knapp, aber dafür ist um so mehr >oz voryanden. Um Benzin zu sparen, wurde der ^obusverkehr eingeschränkt und manche Verbin- dgen fielen überhaupt aus. . Me finnischen Schiffe, die augenblicklich m !t Höfen liegen, erhalten zur Kennzeichnung als hittrale Fahrzeuge weithin sichtbar das blaue Kinnen kreuz auf d i e Bordwand g ee o l t. Das ist an und für sich kein neuer Anblick, ‘!fit die finnischen Schifte, die während des Spa- Lgitnfrieges den Atlantik oder das Mittelmeer beeren, hatten schon damals diese Schutzmaßnahme : gewandt. Wer noch ein übriges dazu tun mm, »reibt In großen Lettern „Finnland" auf die Plan- |ti Im übrigen istderSchifssverkehraus •»er Ostsee völlig sicher. Kapitäne heimge- MMhrter Frachter erzählten, daß sich die Reise von Vp.er der vorhergehenden auch nur im geringsten ; Msrschieden hätte. Die Dampferverbindung ^Mischen Stettin und Helsinki, die für ’lP'iSe Zeit unterbrochen wurde, ist mied er he r - lleiit ellt und auch die anderen Linien nach Reval h;F' Stockholm werden regelmäßig befahren. Zu größeren Einschränkungen ist es im Flugverkehr gekommen, der in östlicher Richtung von der finnischen Luftverkehrsgesellschaft nur bis Kowno durchgeführt wird, während die Strecke Helsinki- Turku—Stockholm wie bisher beflogen wird. Durch die augenblicklichen Verhältnisse bedingt, geht der größte Teil des Po st Verkehrs vom Osten nach Westen über Finnland. Besonders Briefe aus Rußland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und den Balkanstaaten, die nach Westen bestimmt sind gehen ausschließlich über Helsinki—Turku, von wo 'sie durch Luftpost weiter nach Schweden befördert werden. Der große Postandrang hat dazu geführt, daß verschiedene finnische Postämter mehr Personal angefordert haben. Wie alle skandinavischen Lander, so halt sich auch Finnland völlig neutral, und es ist den skandinavischen Staaten zweifellos nut ihrer Neutralität sehr ernst. Die nordische Presse achtet aus strikteste Neutralität. Sie beschränkt sich auf Die Wiedergabe des Nachrichtenmaterials und überlaßt es dem Leser, sich aus den verschiedenen Armeeberichten ein Bild über die tatsächliche Lage zu machen. Wenn das Blatt der Sammlungspartei, Uufi Suomi", in einem Leitartikel darauf Hinweisen kann, daß in diesen Tagen der äußersten Spannung Finnland wohl das ruhigste Land Europas wäre, so mag das schon zutreffen. Das Blatt vergißt aber auch nicht, festzustellen, daß cs der deutsch-russische Vertrag ist, der eine Kriegsdrohung für Finnland weit in den Hm- terarunb geschoben hat. Auch die Zusammenarbeit der nordischen Staaten untrer sich ist noch enger geworden, und die nordische Solidarität schälte sich aus den verschwommenen For- men eines Wunschbildes zu einem Faktor, der nicht ^So sttht^der Norden geschlossen den mitteleuro- päischen Ereignissen gegenüber streng darauf^bedacht, vollkommene Neu t r a l i tat zu wahren Zur Sicherung der Integrität sind sowobl m Schweden, Norwegen und Dänemark alsauch m Finnland Reservisten m begrenz em Um ange ein- . Sen worden. Finnland erklärte Helsinki und Turku (Abo) zu Kriegshäfen und führte in seinen Territorialgewässern in der sinnlichen Bucht, im Bottenmeer und im nördlichen Eismeer (Petsamo) Sicherungsmaßnahmen durch. Bisher hat in Finnland noch keine Derdunkelungsubung tattgesundem obwohl der Gedanke des zivilen Luftschutzes dmch Dolksfchutzorganisationen in alle Kreise der De- Reval, 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) In einer Betrachtung über die Aenderung der außenpolitischen Lage stellt „Uus Eesti" fest, daß das Ver- chwinden Polens von der Karte Europas begreiflicherweise auch die allgemeine Lage in der Umgegend der Ostsee beeinflußte, um so mehr, als zur Schließung der Ostsee der Einfluß der Westmächte nicht mehr hinreicht. Als alleinige Machtfaktoren seien nun Deutschland undRuh- land übriggeblieben, und infolgedessen werde sich hier das Bild unvermeidlich so gestalten, wie die beiden Großmächte untereinander Übereinkommen. Die Lage der baltischen Stäaten sei ebenso wie die Finnlands und aller skandinavischen Staaten angesichts der ausschlaggebenden Rolle Berlin—Mos- eine völlig andere geworden. Massenflug amerikanischer Bomber nach Manila. Neuy or k, 27. Sept. (Europapreß.) Wie aus Manila (Philippinen) gemeldet wird, sind vierzig Bomber der nordamerikanischen Luftwaffe im Flughafen Cavite auf den Philippinen eingetroffen, die den Stillen Ozean überquert hatten. Die Flugzeuge waren vom Luftstützpunkt Pearl Harbour auf den Hawai-Jnseln abgeflogen. Nur ein Bombenflugzeug war zu einer Notlandung bei den Midway-Jnseln gezwungen. Es wird jedoch nach der Ueberholung des Motors den Flug nach den Philippinen fortsetzen. gungsanleihe sei noch nicht gekommen. Die Einkommensteuer werde um fa ft 5 0 d. 5). erhöht werden müssen, ebenso wurden die steuerfreien Gewerbe für die Berechnung der Einkommensteuer heran- gezogen. Auch die E r b s ch a f ts ste u e r, die Abgaben auf alkoholische Getränke, auf Tabak und Zucker werden erhöht. Eine Kapitalabgabe halte die englische Regierung nicht für praktisch. Daß die Unzufriedenheit mit den kriegswirtschaftlichen Maßnahmen Englands nicht allein auf die Opposition beschränkt ist, sondern jetzt auch schon das konservative Lager erfaßt hat, zeigt ein Leit- arflifel des „Daily Telegraph". Das Blatt schreibt, daß es nicht genüge, an die Arbeitgeber zu appellieren, ihre Arbeiter nicht zu entlassen. Die Entlassungen seten vielmehr darauf zurückzuführen, daß unter den gegenwärtigen Bedingungen keine Hoffnung auf einen ausreichenden Handel bestehe, um einer vollen Belegschaft die Löhne zu zahlen. Wenn ein Industrieller nicht die notwendigen Rohstoffe erhalten könne, so müsse er weniger produzieren; eine Einschränkung sei unvermeidlich, wenn die Anforderungen der Regierung an Industrie und Oeffent- lichkeit chm nur einen beschränkten Absatzmarkt ließen. Das Matt wendet sich mit der Frage an die britische Regierung, ob die Notwendigkeit genügend beachtet worden sei, den Schwung des inneren und äußeren Handels auftecht zu erhalten. — Dem „Daily Telegraph" zufolge trage vor allem die frühere und zu weitgehende Verdunkelung der Sttaßen schuld. Darin erschöpft sich die Klage aber keineswegs. Das Matt spricht in feinen weiteren Ausführungen u. a. bezüglich der Freistellung von der Wehrpflicht und der allgemeinen ,^Heimatfront" von „feltfamen Organisation sfehlern", die höchst unnötiger Weife eine schlechte Stimmung schafftem britischen Boftchaft in Santiago über die Transporte Chiles nach Europa. Seitens der britischen Vertretung wurde mitgeteilt, daß jegliche Lieferung an Deutschland von England mit Gewalt verhindert werden würde. Chile könne protestieren, so viel es wolle; England würde auf jeden Fall die Blockade durchführen. Argentinien und die Neutralität. Buenos Aires, 28. Sept. (DNB. Funkfpr.) Das Abendblatt „Razon" schreibt, daß es sich in Panama einzig und allein um eine Konferenz von guten Nachbarn handele, welche nicht in einen fernen Konflikt verwickelt zu werden wünschen, nicht provoziert und ihn gern verhindert gesehen hätten. Daher müsse auch alles vermieden werden, was ihre Neutralität gefährden könnte. Wenn beispielsweise ein Land versuchen sollte, aus dieser neutralen Situation Vorteile herauszuschlagen, indem es mit Konterbande zu handeln beginne oder mit Waren, welche von den kriegführenden Ländern als Banngut erklärt wurden, so könnte sich das zum Schaden des gesamten amerikanischen Kontinents auswirken. Das Blatt weist dabei auf den Unterschied zwischen der Auffassung von USA. und den südamerikanischen Staaten hin. Washington habe wiederholt sich in Europa eingeschaltet. In diesem Sinne sei die politische Interessensphäre von USA. als nicht ausschließlich amerikanisch anzusehen. Dagegen sei die Alte Welt für Jdero- amerifa lediglich ein Fall feines ijan» b.eisraumes. Er stelle nur einen Markt zum Erwerb von Waren und zum Absatz von Rohstoffen dar. Dies bedinge zwangsläufig eine völlige Neutralität. )r cl tmhte, erschien ein englisches Wasserslug- ,iug auf der Bildfläche, das zunächst zwei i« Mfei rnungsbomben abwarf und nach einiger funn ' W noch vier weitere auf die „Franken" gezielte )ery> Deuben fallen ließ, ohne jedoch zu treffen. — Es < n img schließlich der „Franken", unversehrt Emma- Nhiren zu erreichen. igesichtsdki oeckmäßig^ schen N jr der A OewaltigeGteuererhöhungen in England. Amsterdam, 27; Sept. (DNB.) Die englische Uegshetzerclique sieht sich vor die unangenehme Aufgabe gestellt, den von ihr leichtfertig herauf- bdhworenen Krieg auch zu finanzieren. Da- bei ist man den im kapitalistischen England seit jeher übiidien Weg gegangen, unter möglichster Schonung bei plutokratischen Oberschicht die Hauptlasten auf ba- arbeitende Volk abzuwälzen. Diesem Zweck die- ne- die neuen Steuervorschläge, die Scatzkanzler Sir John Simon im Unterhaus eirVadjte und die eine Verdoppelung des Steueraufkommens auf 4 Milliarden P - und vorsehen. Simon fügte hinzu, daß diese Stuererhöhungen absolut notwendig seien, um jeg- ljInflation zu vermeiden, wobei er offensichtlich 'Jan bas ständige katastrophale Fallen des englischen Pfrndes dachte, das mit dem Beginn des Krieges 2 I an allen Börsenplätzen zu beobachten ist. Schatzkanz- G a b g e s e h l werden. Dies ist der erste Schrill gqen Englands Versuch, die neutralen Kationen j) $ !zu knebeln. m Auch Chile MN die britische Seeräuberei. S’S Santiago de Chile, 28.Sept. (DNB.-Funk- Irt) Bei der Stellungnahme der chilenischen Hicsse gegen Möglichkeiten der Panamerikakonferenz hUAni Werbt „Mercurio", daß die Haltung der Konferenz ll! ' im Anfang in bezug auf den Willen zur Neutrali- , , idi positiv und solidarisch sei. Es frage sich jedoch, ' vy'L lange diese kontinentale Einig- leit Dauern würde. Die Zeitung erinnert an in Weltkrieg und unterstreicht, daß es unbedingt Swu Miwendig sei, daß Amerika bei dem Konflikt V e r - vicklun gen vermeide, welche den amerika- - Jr. richen Ländern nichts Gutes bringen könnten. Die Mtung der Vereinigten Staaten fei undurchsichtig. Der M ( j)je Leitung „Diario Jllustrado" weist auf die £ n Be n Schädigungen des chilenischen iah es (Sportes durch die englischen Blockademaßnah- aburd; «d rer-- -- - - ~ ' ' •. ■ ■ < r - i) lAjA Kk^chl züw Stoppen nicht nachkomme. Der deutsche tteC Mipfer stoppte abei nicht, sondern suckte mit Lillda mp f Emmahaven zu c ___v .... ‘W & sandte zu gleicher Zett S 0 S - R u f e aus, die 5 173- «;«om nnrmprtifrhpn Tlnmnfpr mtf nurnnm. inet hin. Die Zeitung „Travajo" berichtet, daß an - . 1 Küste chilenische Kriegsschiffe p a = irb in oh hi ui liierten, um über die Einhaltung der rizietik i^^litätsbestimrnungen jjur($ chilenische Fahr- b^^Wge zu achten. IW” \ Chileno" hatte eine Unterredung mit der Gebrauchter Rundfunk ge an Der Neichsaraoenne Berlin fm Wintersemester STADTTHEATER GIESSEN Gießen, den 27. September 1939. 6142D Ihre Vermahlung geben bekannt Marie Groh, geb. Lipp Gießen (Kirchenplah 11), den 28. September 1939 im 72. Lebensjahre plötzlich und unerwartet von dem Herrn in ein besseres Jenseits abgerufen. Gießen (Gnauthstraße 7), den 28. September 1939. Die Trauerfeier fand in aller Stille statt 6131D A351 c/39 Neuausgabe zu 12.— Reichsmark 61280 Ml Mulle on öer Mur llUllv MMler-Mer! Schulstraße 7 Fernsprecher 2251 Städt. Schlachthof Gießen. 1—100 101—200 Richard Märtin, Unteroffizier Lotte Märtin, geb. Äohling "Ttebbe Marktstr. 22 Nach kurzer, schwerer Krankheit starb am 27. September meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Großmutter Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 30. September, mittags 12^ Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt Am 25. September wurde meine liebe Frau, meine herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante ZumScheuernund Putzen stets ti&bemitzen! Ein zuverlässiger Wedcer läßt ruhig einschlafen und pünktlich „ 9—10 „ 10—11 „ für Leibesübungen in 1939/40 ausfallen. von 8—9 Uhr ,, 9 10 ,, „ 10—11 „ „ 11—12 „ Oie Goldstücke in der Cremedose. LPD. Frankfurt a. M, 27. Sept. Der aus Gedern gebürtige 30jährige Jude Kurt Israel Hamburger beabsichtigte mit seiner Frau auszuwandern, und hatte bereits einen Termin zur Abreise angesetzt. Er bekam Differenzen mit seiner Frau und' beschloß nun, schon früher und allein nach Amerika abzureisen. Er gab im Frankfurter Hauptbahnhof. zwei Koffer auf. Durch sein nervöses .Verhalten fiel der Jude der Derkehrskontrolle auf, und es wurden vorsorglich seine Koffer sichergestellt. Als man diese durchsuchte, fand man in zwei Dosen Hautcreme zehn goldene Zwanzigmark stücke, die der Beschlagnahmung und jetzt der Einziehung verfielen. Hamburger, dem es gelungen ist, ins Ausland zu kommen, war jetzt vor dem Amtsgericht des versuchten Devisenvergehens angeschuldigt und wurde zu vier Monaten Gefängnis und 1000 RM. Geldstrafe verurteilt. »EldrosTee« aus deutschen Kräutern hergestellt, vorzügliches, nicht aufregendes Genußmittel. — Bester Ersatz für schwarzen Tee und Kaffee. 6081 A Beutel zu 40 und 75 Pfennig. Ordentliche [04440' zuverlässige Frau zum Putzen für Samstags von 8-1 Uhr gesucht. Schudt Gartenstraße 14. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung hat in einem' Erlaß bekanntge- G. A.-Gpori. Boxländerkamvf Oeulschland-llngarn Nach den Fußballern werden unsere Amateurboxer gegen Ungarn antreten. Die Verhandlungen sind' so weit gediehen, daß der 15. Oktober als Termin und Budapest als Schauplatz erib gültig angesehen werden können. Der Dänische Amateurboxverband hat dem Reichsfachamt davon Mitteilung gemacht, daß der Länderkampf Deutschland—Dänemark nicht vor Ende November aus getragen werden kann, und um Vorschlag'eines neuen Termins gebeten. Nr. 201—300 „ 301—400 „ 401—520 „ 521—640 ÄlBilli* billig zu verk. Bieber. 002s Schulstraße 1. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder- Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pro. vinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An. zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den In. halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Der. lag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu. ftrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr -Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig In tiefer Trauer: Ludwig Groh, Oberpostschaffner i. R. P. Grimm und Frau Elisabeth, geb. Groh. | Mietgesuche | 3-ZimniBr-WohD. mögt mit Bad von Reichsbeamten sofort ob. spät, gesucht, ev. auch einige Zimmer in einem Haushalt. Gefl. Ang. unt. 04439 a.d.G.A. Am 30. September 1939 von 8—9 Uhr Nr. 641—760 Adreßbuch Stadtkreis und Landkreis Gießki Großstädtisch ausgestattetes Nachschlagewerk von 624 Seiten Umfang, mit Stadlkreis Gießen, acht Städten und 75 Landgemeinden von mehr als 111000 Einwohnern StadtplanGießeneinschl. Klein-Linden u.Wieseck, ergänzt bis in die letzte Zeit Sorgfältig bearbeitete Anschriften-, Straßen- und Geschäftsverzeichniste, Abschnitt über NSDAP., Behörden, Vereine, Standes-, öffentliche Einrichtungen usw. Oterhessischer Adreßbuchverlag Gieße! Sofie Schmidt, geb. Buchhold In tiefer Trauer: Oberregierungsrat Wilhelm Schmidt Elsbeth Zubrod, geb. Schmidt, und Tochter Referendar Carl-Heinz Schmidt, Lt. d.R. Gertrud Noll, geb. 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Oktober IO1/., Uhr vormittags Schüler-Konzert bei Frau C. »sier-ältan Goeibestraße 63 Eintritt frei! Eintritt frei I Programm bei Chaliier 04433 Am Mittwoch, dem 27. September, vormittags 4.45 Uhr, entschlief infolge einer schweren Krankheit meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, unsere liebe Tochter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Helene Bebling, geb. Kreiling im Alter von 53 Jahren. In tiefer Trauer: Karl Bebling II. Walter Bebling und Familie Elli Bebling Jakob Kreiling VI. und Familie Karl Bebling I. und Familie Heuchelheim, Ffm.-Rödelheim, den 28. September 1939. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 29. September, nachmittags 1 Uhr vom Trauerhause Schillerstraße 8 aus statt. Ehrliches selbständiges WB für Geschäft und Haushalt b. gut. Lohn gcs., auch Tagesmädchen. &. Stephan Steinstr.76. 04442 Finnlands Turner kommen doch! Entgegen seiner ursprünglichen Absicht hat der Finnische Turnoerband beschlossen, nun doch seine Nationalmannschaft zum Länderkampf gegen Deutschland am 5. November nach Leipzig zu schicken. Von hier aus werden die Finnen nach Italien reifen. Anerkannter Gchwimmrekord. Das Reichsfachamt Schwimmen hat den neuen deutschen Frauenrekord, den die 14jährige Düsseldorferin Vera Schäferkordt über 1000-m-Kraul mit 15:39,12 auf einer 50-m-Bahn am 20. August in Leverkusen aufstellte, anerkannt. Die alte Bestleistung war mit 16:15,7 Minuten im Besitz der Magdeburgerin Stegemann. Boni italienischen Autosport. Die italienische Automobilfirma Maserati wird im kommenden Fahr wieder mit neuen Modellen in die Ereignisse des internationalen Automobilrennsports ein greifen. In Versuchsfahrten wird gegenwärtig ein neuer F/2-Liter-Wagen erprobt. Er unterscheidet sich vom letzten Modell wesentlich. Gleichzeitig wird bei Maserati ein 3-Liter-Acht- zylinder fertiagestellt. Dieses Modell befindet sich aber noch auf dem Prüfstand. Keine Lehrgänge an der Jteidy^ofaöemie Kurze Sportnotizen. Rennfahrer RudolfHasse stellt sich auch in diesem Winter wieder auf Wunsch der Deutschen Arbeitsfront und des Deutschen Volksbildungswerkes in den Dienst der Feierabend-Gestaltung. Hasse wird über den „Kampf der Motoren im Rennjahr 1939" sprechen und seine Vorträge durch Filme und Licht, bilder besonders anschaulich gestalten. Die Frankfurter Einttacht startet mit ihrer Viererstaffel in der Besetzung Borchmeyer. Hornberger, Huth und Schroth am kommenden Sonntag beim Leichtathletikfest des Wiener AC. Bei der Lombardei-Radrundfahrt, die am 22. Oktober beginnt, wird mit Rücksicht air die beschränkte Treibstoffzuteilung auf die üblichen Begleitwagen ganz verzichtet. Die gesamten Rad: fahrervereine der Lombardei werden für den Streckendienst aufgeboten und das Publikum erhöh besondere Verhaltungsmaßregeln. Stütze gesucht in nettes ländlich. Haus (Treis a. d.Lda.). Geboten werden 2 möbliert.Räume (ev. auch für 2 Personen) dazu kleine Vergütung gegen sorgsame Betreuung der betagtenBe- sitzerin. Schriftl. Angeb. unter 61330 an den Gieß. Anz. Wobnuog bestehend aus 1—2 Zimmer mit Küche zu mieten gesucht. Hollmann-Werke, Wetzlar. 6134D Ein verdienter Heerführer 85 Lahre alt. Lpd. Biedenkopf, 26. Sept. In der Kreis- gerneinde Weidenhausen feierte am Montag General der Artillerie a. D. Heinrich seinen 8 5. Geburtstag. Der im Krieg und Frieden bekannte hochverdiente Heerführer mar irn/Weltkrieg zunächst Kommandant von Lille und zuletzt Gouverneur der Festung Bukarest. Nächtlicher Naubüberfall auf haltenden Straßenbahnwagen. LPD. Frankfurt a. M, 27. Sept. In der Nacht zum 27. September gegen 24 Uhr drangen an der Endstation der Linie 4 auf dem Sachsenhäuser Berg zwei Männer, anscheinend jüngeren Alters, mit Pi st ölen bewaffnet in einen dort stehenden Straßenbahnwagen. Das Fahrpersonal, zwei Mann, saß im Wagen und wartete auf die Abfahrtzeü. Die Räuber hatten sich Tücher vor das Gesicht gebunden, und mit vorgehaltener Pistole und dem Ruf: „Hände hoch!" verlangten sie die Herausgabe der Geldtasche. Als das Fahrpersonal auf die Täter eindrang, flüchteten sie. Wegen der Verdunkelung können die beiden Straßenbahner keine genaue' Beschreibung der Täter geben. Dor der Abfahrt des vorletzten Straßenbahnwagens saßen in der Wartehalle zwei junge Burschen im Alter von 18 bis 20 Jahren, die der Tat dringend verdächtig sind. Für Angaben, die zur Ermittlung und Ergreifung der Täter führen, ist eine Belohnung von 1000 RM. ausgesetzt worden. Freibank-Verkauf Am 29. September 1939 eiasA MMlesZilMl mit und ohne Vervflegung Nähe N e u st a d t — Mühlstratze gesucht. Schriftliche Angebote unt. 6136V an den Gießener Anzeiger erbet. Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht Apparat Gleichstrom, zu kaufen gesucht. Angebote mit Ang. d. Preises u. d. Fabrikates unter 0443/ an den Gieß. Anz. | Empfehlungen | Bekanntmachung. Betr.: Bezugscheine für Spinnstoffwaren und Schuhe. Es wird darauf hingewiesen, daß nur die von den unteren Verwaltungsbehörden (Oberbürgermeister, Landräte, Bürgermeister) zur Ausstellung von Bezugscheinen beauftragten Stellen berechtigt sind, für die Zivilbevölkerung Bezugscheine für Spinnstoffwaren und Schuhe zu erteilen. Alle von anderen Stellen für die Zivilbevölkerung ausgestellten Bezugscheine für Spinnstoffwaren und Schuhe haben feine Gültigkeit. 6132C Gießen, den 27. September 1939. Der Oberbürgermeister. 2. V.: N i c 0 l a u s. Sitte i. Haushalt von 9-13 Uhrod.von 14-18 Uhr ges. Wo?sagt die Ge- schäftsst. d. G.A. Verkäufe "*| | Vermietungen^ Schöne 6-ZimnL-Woliii. od.5-Zimm.-Woho. mit Bad und Gartenanteil zuml.Dezember evtl.l.November zu vermieten Näheres 6137D Hausbesilzer-Verein Alicenstr. 34 N. Große l si39v Matt ooer Engen* zum 1. Oktober zu vermieten. Walz Marburger Straße 56 vart. Abgeschlossene möbliert, Z-MM MMN mit Küche zu vermieten. Angebote unter 04432 a.d.G.A. Ür. 227 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger iSeneral-Anzeiger für Gberhesfen) Vonnerrtag, 28. September 1959 ostbares. Sie locken eines bigstraße 12;' Elise Schäfer, Wetzsteingasse 32; Margarete Schneider, Kirchenplatz 2; Maria Schneider, l ■ ■ Ins ihre goldenen Früchte. Die leuchtende Sonne der letzten Wochen hat sie gereift und köstlich gefärbt. Das wir einst von der Blütenpracht in dem unfreundlichen Mai erwarteten, ist zwar nicht überall ängetroffen, aber gar mancher Baum hängt doch yoll Aepfel, und viel Steinobst wurde schon gepflückt, hon den Wandspalieren leuchten purpurrote Trauen, mit bunten Blättern dazwischen, die späten Pfirsiche mit ihrer samtweichen Haut locken, grüne fsasel- und Walnüsse wollen geerntet sein, die Birnen mt ihrer rostbraunen Farbe schimmern matt, aber ülles ist durchglüht von den leuchtenden Farben der llepfel. Es ist ein Reichtum von Farben, der uns vohl an die Sommerblumen erinnert, aber doch in einer zarten matten Schönheit ganz anders wirkt. Verleihungen im Landkreis Gießen. Im Landkreis Gießen gelangen ebenfalls zahlreiche Mütter-Ehrenkreuze zur Verleihung. 80 Mütter werden mit dem Goldenen Mütter- reichen, um sie mit nach Deutschland zu nehmen und bedauerte, daß diese Klänge aus Italien und Generalfeldmarschall Göring bei den Gießener Fliegern im Felde Unterweisung im Lachen. Zu Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts saßen zwei junge Frankfurter Herren tm Darmstädtischen Hoftheater. Die Hoheiten waren auch anwesend. Man gab ein Trauerspiel. Ein drolliges Vorkommnis auf der Bühne veranlaßte die Herren, laut aufzulachen, während sonst alles stumm und still das Lachen unterdrückte. Der betreßte Theaterdiener ging nun entrüstet auf die beiden unbeherrschten unzeitigen Lacher zu und verwies ihnen ihre regiewidrige Ungehörigkeit mit folgenden Worten: „Meine Herre, hie werdd net gelacht, wann net gelacht werdd; wann Sie lache wolle, do kumme Se, wenn gelacht werdd!" S. Aus der Stadt Gießen. Deutsches Obst. Das Jahr 1938 hatte uns fast gar kein Obst gemacht. Mit Sehnsucht warteten wir auf die dies- jährige Ernte. Nun ist sie da. Schwalben und Störche haben uns verlassen. Bevor die Bäume ihr Laub abwerfen, schenken sie Die nachgenannten 183 kinderreichen Mütter in der Stadt Gießen sind jetzt mit dem Ehren- kreuz der deutschen Mutter beliehen worden: I. Stufe (Goldenes Ehrenkreuz für Mütter mit 8 und mehr Kindern): Kreszenz Adler,' Löwengasse 6; Johanna Arnold, Asterweg 48; Margarete Becker, Anne- röder Weg 28; Marie Bergener, Steinstraße 61; Henriette Boß, Mühlstraße 5; Helene Einbrodt, Neuenweg 38; Elise Freihöfer, Frankfurter Straße 59; Anna Gödicke, Steinstraße 15; Anna Haas, Schubertistraße 2; Christine Henn, Buddestraße 7; Marie Judt, Posener Straße 8; Margarete Kämpen, Klinikstraße 24; Elisabeth Kreß, Schanzenstraße 16; Susanne Krombach, Bruchstraße 30; Lina Mag, Bleichstraße 11; Marie Mandler,, Stem- straße 61; Margarete Rinderknecht, Neustadt 51; Anna Rödiger, Walltorstraße 35; Amalie Schepers, Krosdorfer Straße 35; Magdalene Schmidt, Kleine Mühlgasse 7; Berta Schmitt, Friedrichstraße 5; Juliane Schneider, Marburger Straße 195; Elisabeth Schott, Walltorstraße 24; Marie Steinbrecher, Bruchstraße 17; Anna Wagner, Weserstraße 15; Johanna Wagner, Kaiser-Allee 18; Marie Wagner, Wetzsteingasse 20; Maria Wagner, Kreuzplatz 11; Elise Weber, Riegelpfad 90; Katharine Alexander, Glaubrechtstraße 9; Marie Amend, Löwengasse 10; Louise Bette, Mäusburg 10; Lina Büttner, Landmannstraße 10; Auguste Dinges, Neustadt 15; Margarete Dürr, Frankfurter Straße 127; Johannette Geller, Schillerstraße 23; Elise Häuser, Leihgesterner Weg 138; Katharina Höß, Sicher Straße 17; Elise Hofmann, Am Nahrungsberg 29; Lina Huhn, Stem- straße 70; Elisabeth Jtschenko, Steinstraße 61; Emilie Kipper, Rodheimer Straße 56; Margarete Kon- nicht aus Deutschland kamen. Heute wissen wir, wenn auch nie ein Komponist in den Notenbüchern für den Dessauer-Marsch angegeben ist, daß es nicht die Klänge eines unbekannten Italieners, sondern eines bekannten deutschen Stabstrompeters find, die dos Gemüt erfrischen, wenn die Soldaten mit Pauken und Trompeten durch die Straßen ziehen: „So leben wir, so leben wir, so leben wir alle Tage ... leben wir alle Tage ... alle Tage Hermann Ulbrich. Brandgasse 3; Marie Schupp, Ederstraße ^..Wilhelmine Seibel, Seltersweg 37; Wilhelmine Stuhler, Wolfstraße 26; Anna Volk. Kaplaneigasse 9; Marie Weber, Frankfurter Straße 148; Lina Ziegler, Steinstraße 33. III. Stufe (Bronzenes Ehrenkreuz für Mütter mit 4 und 5 Kindern): 211s ihm Gertraude im Schatten einer Buche ihr Geschick erzählt hatte, gab er den Flüchtlingen einen Brief an den Amtmann im Schloß zu Runkel mit und saugte ihnen, daß der Amtman etwas für sie tUSa”tan%genboqen mutzt- das Wunder kaum zu fa,s°n das ihm Plötzlich aus feinem Lebensweg b°- 9eSeC'aber erstaunt- er, als ihm der Amtmann in Runkel aus Grund des Briefes, den ihm der tremde Reiter mitgegeben hatte, eine gastfreie Auf- 're5~‘' -OM1nhrtp und der Bürgermeister ihm das Amt d-s9 Stadtpfeifers und Orgelmeisters übergab! ReÜg"°ig ftagte G-r7au^"d1n" Amtmann nach körnen des fremden Reiters, der st- und chre Än W antwortete der Amtmann nach einigem Ueberlegen "In°den"7üchst7n wmg der zum S.adtpfeif-r cnC dk7ibm°z7gewief "würde' emllMch zu 'S’ÄÄ» nicht müde9 wurde, die Hebe und Trompetenblasen Wie der alte Dessauer-Marsch entstand. Obwohl der galante Landgraf Ernst von Hessen, der ausgangs des 17. Jahrhunderts auf ber Burg Rheinfels faß, schon fast das biblische Alter erreicht hatte, war er in Herzensangelegenheiten noch von außergewöhnlicher Frische. Aber da ihm der größte Vorzug für die Liebe, die blühende Jugend, fehlte, glückte es ihm nicht recht mehr, feine Unwiderstehlichkeit beim zarten Geschlecht zu beweisen. Don den beiden allerliebsten Backfischen, die aus der stolzen Feste über dem Rhein auf emen Freier warteten, hatte es ihm zunächst Christel Durmtzell angetan, deren Vater als Korporal zur Burgbesatzung gehörte. Aber nachdem er erkannt hatte, daß ihm das blutjunge Mädchen bewußt aus dem Wege ging und sich seiner Leutseligkeit entzog, hatte er fein Auge auf Gertraude Regenbogen geworfen. Die hübsche, lebenslusttge Gertraude mar tue Tochter des Stabstrompeters Fabian Regenbogen aui der Burg Rheinfels. Sie war em ausgelassener temperamenwoller Backfisch, unter dessen liebevoller Beglückung sich der greise Landgraf wieder so jung hätte fühlen können wie in der Zelt, da er mit Auszeichnung im hessischen Heere dieitte. Aber auch Gertraude wollte nichts von chm "als' er si- eines Zages überraschte, wie sle sich in reizender Weise unter den Nußbaumen n eine Hängematte wiegte, beantwortete sie ihm sei T- dringliche Abenteuerlust mit einer schallenden Ohr- fTas alte Gemäuer der Burg hallte,-ntsetzt von her R-fpektlafigkeit wider, di- noch keinem Herrn auf Rh-ins-ls zuteil geworden war. Sollte der '■Ätt BÄ* Ä« Ä’S 7» SSS“Z”'Ä «--»■ Büchertisch. — Prof. D r. Hans Weiner t: Dormenschenfunde als Zeugen der Menschwerdung, Societäts-Derlag, Frankfurt a. M. Preis Ganzleinen 2,80 RM. Die Funde aus der frühesten Zeit der eigentlichen Menschwerdung sind heute so zahlreich, daß ihre Bearbeitung eine eigene Wissenschaft für sich ist; aber die Kenntnisse gerade über diesen Teil unserer Vorgeschichte sind so wenig Allgemeingut, daß es sich lohnt, in verständlicher, aber wissenschaftlich begründeter Weise darüber einmal eine Zusammenstellung zu lesen. Das Bändchen gibt, durch die Abbildungen der Funde unterstützt, eine Uebersicht über das große Material, das wir bisher schon vom Vormenschen besitzen, und zeigt zugleich, daß auch Knochen und Schädel heute noch eine lebendige Sprache reden können, wenn man versteht, die Rätsel zu lösen, die sie den Meyhen unserer Zeit ausgeben. . %n einigen unliebsamen Verhandlungen 3mtfd)en Ernst von Hessen und Fabian Regenbogen mit sei ner Tochter schien es, als sollte ^er neckisch begonnene Skandal für den Stabstrompeter und seme Familie einen bedrohlichen Ausgang nehmem Um Gertraude vor dem Spinnhause 3" bewahren und sich selber dem Zorn seines Herrschers zu enfziehen, verließ Fabian Regenbogen mtt F und Tochter heimlich die Burg bei St„ Goar und floh rheinabwärts, um sich tu einem ande schen Ländchen eine neue* Heimat zu suchen. Auguste v. Foullon, Wiesecker Weg 40; Marie Göbel, Kaiserallee 40; Marie Graulich, Löber- straße 7; Anna Hahn, Schiffenberger Weg 33; Anna Helfen, Aulweg 100; Anna Hübsch, Marktplatz 6; Margarete Junker, Roonstraße 31; Adolfine Kipper, Schiffenberger Weg 28; Luise Klein, Glaubrecht- straße 8; Anna Koch, Am großen Morgen 3; Henriette Lehr, Kaiserallee 57; Katharine Linkmann, Ebelstraße 24; Elisabeth Mäurer, Am großen Morgen 1; Crescentia Nau, Friedensftraße 43; Marie Neumann, Ebelstraße 23; Margarete Reuß, Großer Steinweg 8; Katharina Schmitz, Asterweg 59; Wilhelmine Schwarz, Landmannstraße 13; Katharina Stamm, Wetzlarer Weg 41; Marie Weber, Krof- dorfer Straße 4; Lina Bastian, Marktlaubenstraße 2; Margarete Blei, Leihgesterner Weg 51; Margarete Böcker, Am großen Morgen 2; Katharine Bornträger, Brandgasse 6; Susanne Dörr, Großer Steinweg 12; Auguste Funk, Frankfurter Straße 91; Lina Herbert, Schottstraße 5; Marie Leinweber, Am Kugelberg 57; Kathinka Lenz, Hammstraße 13; Philippine Magenheimer, Am Kugelberg 35; Johannette Muhl, Bahnhofstraße 56; Elisabeth Nitz- sche, Aulweg 43; Elise Roth, Bruchstraße 8; Anna Kath. Rüffer, Liebigstraße 15; Luise Schädlich, Lie- rad, Sandgasse 41; Lina Krack, Zu den Mühlen 2; Anna Maria Neurath, Walltorstraße 43; Anna Rausch, Neustadt 49; Katharine Schäfer, Hammstraße 19; Katharina Schmidt, Weidengasse 10; Anna Schreiner, Kirchenplatz 3; Karoline Spies, Riegelpfad 98; Wilhelmine Wellhöfer, Marburger Sttaße 24. II. Stufe (Silbernes Ehrenkreuz für Mütter mit 6 und 7 Kindern): ifjnen hilft, daß sie lange fest und prall bleiben. Halten wir einen solchen köstlichen Apfel am Stiel ■ unb stellen uns. noch einmal alles vor: So hing ?r am Baurn, viele Wochen lang, zuerst klein und zriin, dann von Tag zu Tag mehr anschwellend. Er ließ 'Regenschauer über sich ergehen, trotzte den stärksten Winden, ließ sich schaukeln in seiner luftigen höhe, blieb aber fest hängen. Die Vögel kamen zu Besuch und sangen ihm ihre Lieder vor. Am freudigsten aber begrüßte der kleine Apfel die Sonnenstrahlen, die ihm halfen, ein goldenes Festgewand «nzulegen. Immer wieder kommt uns die Frage: Wie ist es möglich, solche Farben und Gewürze auf« zuspeichern, so köstlich frisches Fruchtfleisch zu erzeugen? Wir Menschen können Maschinen und Brücken bauen, wir reisen im Flugzeug, fahren im Auto, wir stellen die empfindlichsten Apparate auf, wir besiegen eine Krankheit nach der andern, aber -ins werden wir nie können: das ist die Herstellung auch nur der kleinsten Frucht. Darum beugen wir uns in Demut vor der schöpferischen Natur und nehmen dankbar und bescheiden die Früchte entgegen, die sie uns schenkt. H. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. einer zarten matten Schönheit ac Die Früchte sind uns etwas K> m, wir müssen zugreifen, die Früchte festhalten, iber nicht wie die kleinen Kinder gleich hineinbeißen, ionbern sie erst einmal zart und liebevoll in Händen ialten. Manche haben so dünne, empfindliche Schaan, daß jeder Druck sofort sichtbar wird. Andere wieder besitzen eine hauchdünne Wachsschicht, die Henny Abermann, Löberstraße 8; Lina Balser, Landgraf-Philipp-Platz 8; Laura Becker, Asterweg 39; Elise Brasch, Ludwigsplatz 14; Emma Brücker, ßiebigftr. 63; Helene Buchocker, Stephans! raße 3; Emma Dambmann, ßiebigftr. 86; Emma Feuhner, Am Kugelberg 34; Toni Frey, Kaiserallee 31; Marie Graf, Mühlstr. 32; Margarete Greb, Kirchenplatz 21; Auguste Hartmann, Am Großen Morgens; Elisabeth Heil, Aulweg 42; Anna Hellwig, Henselstr. 5; Marie Heß, Riegelpfad 106; Elise Ho- nia, Krosdorfer Straße 26; Hermine Hormann, Stephanstr. 47; Mathilde Hosch, ßöwengasse 9; Marie Jrle, Karl-Vogt-Straße 7; Helene Koch, Feuerbachstraße 5; Katharine Kraft, ßahnstr. 15; Marie Kraft, Wetzsteinstr. 12; Elise ßich, Sonnen- straße 31; ßina ßorenz, Riegelpfad 60; Amalie Müller, Friedensstr. 47; Sophie Nebel, Frankfurter Straße 58; Magdalena Reuther, ßanbmannftr. 18; Barbara Röhrich, Auf der Bach 8; ßisel Schaffer, Johannesstr. 15; Antonie Scheel, Moltkestraße 12; Anna Schwall, Frankfurter Straße 29; Christine Schmidt, Am Kugelberg 47; Helene Trapp, Stephanstr. 23; Luise Velke, Hammsir. 11; Emma Wal- lensels, Marktplatz 21; Wilhelmine Weber, Wolfstraße 26; Amalie Wieber, ßiebigftr. 33; Kätchen Zutt, ßudwigftr. 66; ßina Arnold, Bahnhofstr. 31; Karoline Aßmann, Asterweq 44; Else Becker, Rod- Heimer Straße 50; Johanna Böchner, ßiebig« straße 62; Johannette Dahmer, Steinstraße 39; Katharine Euler, Krosdorfer Straße 32; Anna Fehn, Bismarckstraße 42; Katharina Fölsing, Gnauthstr. 18; Sophie Gurenkoff, Gnauthstraße 24; Johanna Haller, ßandgrafenitraße 7; Katharine Hanauer, Neustadt 61; Marie Heinz; Kirchenplatz 11; Marie Herzberger, Riegelpfad 70; Karoline Jakob, Brandgasse 6; Therese Käppele, Crednerstr. 28; Anna Kanold, Bahnhofstr. 60; Katharina Karl, Mittelweg 9; Theodore Keil, Bahnhofstr. 23; Ida Klemmrach, ßöberstr. 9; Anna Krug, Frankfurter Straße 93; Anna ßeithäuser, Roonstr. 14; Elisabeth Marr, Schanzenstraße 6; Karoline Masur, Riegelpfad 2; Margarete Metzler, Kaiserallee 34; Elise Meyer, Wartweg 54; Frieda Niedermayer, Kirchenplatz 21; Katharine Nispel, Stephanstr. 47; Emilie Potyka, . Klinikstr. 18; Helene Reiber, Klinikstr. 12; Emma Reitz, Schottstr. 45; Anna Rohrbach, Bruchstr. 19; Marie Riller, Hitlerwall 33; Helene Schaub, Cred- nerstraße 36; ßina Schmahl, Glaubrechtstr. 8; ßina Schmidt, Kaiserallee 12; Wilhelmine Schmitt, Kai- serallee 23; Elisabeth Schnabel, Steinstr. 51; Susanne Schröder, Bruchstr. 23; Margarete Schwarz, Friedensstr. 7; ßina Siefert, Gnauthstr. 15; Frieda Siever> Roonstr. 38; Elisabeth Spieß, Horst-Wessel- Wall 25; ßuife Steuernagel, Frankfurter Str. 90; Elisabeth Strack, Schiffenberger Weg 36; Meta Täubert, Seltersweg 70; Adele Vaudel, Schiller- straße 11; Helene Wahl, Frankfurter Str. 5; Elisa- beth Wiegand, Dammstraße 15; Elisabeth Wilker, Wilhelmstr. 43; Adele Wörenkämper, Werrastr. 3. Die Anträge für etwa 800 weitere Mütter aus Gießen unterliegen zur Zeit noch der Bearbeitung durch die zuständigen Stellen. Die Verleihung des Mutterkreuzes an diese Frauen wird daher erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen können. Ehrungen beim Dersorgungsamt. Beim Versorgungsamt Gießen begingen am 13. September 1939 der Verwaltungs-Jnspekor Max Schmidt sein 40jähriges Dienftjubllaum und am 5. August 1939 Verwaltungs-Inspektor Arthur Münch sein 25jähriges Dienftjubiläum. Den Jubi- laren wurden in würdiger Weise von dem ßeiter des Dersorgungsamts Gießen die vom Führer verliehenen Treudienstabzeichen in Gold bzw. Silber mit den besten Glückwünschen ausgehändigt und ihnen zugleich der besondere Dank für ihre dem Reich geleisteten treuen Dienste ausgesprochen. Wenn mon seine Lustschutzpflicht nicht ernst nimmt. LPD. Eine Warnung für alle diejenigen, die sich den gesetzlichen ßuftschutzmaßnahmen gegenüber «gleichgültig verhalten, mag ein Vorkommnis fein, das sich in Göttingen zutrug. Zwei dortige Einwohner hatten gegen die Vorschriften der Verdunkelung und sonstiger ßuftschutzmaßnahmen m Löblichster Weise verstoßen. Sie kamen vor den Richter und erhielten je sechs Wochen Gefängnis. Gloria-Palast (Seltersweg): „Roman -l^tes". — ßichtspielhaus (Bahnhofstr.): „Fräulein' lassen. , v Dort traf sie bald nach feiner Rückkehr auch der vermutliche Sohn des Amtmannes. Er war aufs neue von Gertraude entzückt, suchte, so oft es sich ermöglichen ließ, ihre Nähe und erzählte ihr von einer ßiebe zu ihr bis er sie eines Tages mit verbundenen Augen in das Schloß führte, sie im Himmelbettzimmer mit glitzerndem Geschmeide schmückte und ihr sagte, daß er nicht der Sohn des Amtsmannes, sondern der (Erbgraf Roderich von Runkel und sie seine liebe Braut sei. Vater Regenbogen war von dem freudigen Ereignis ganz verwirrt. Seine Tochter die Braut eines Grafen! Das konnte nur mit eigens zu dem Zweck geschaffener Musik gefeiert werden. Er warf sich in die Brust und komponierte einen schneidigen lebenssprühenden Hochzeitsmarsch, den er mit seiner Kapelle von zwanzig Bläsern und Paukern einübte. Und als der Erbgraf Roderich von Runkel, bald nachdem der siebenundsechzigjährige ßanbgraf Ernst von Hessen sich mit der siebzehnjährigen Christel Dürnitzell zur linken Hand hatte trauen lassen, Gertraude Regenbogen als seine rechtmäßige Gemahlin heimführte, bließ ihnen die Runkeler Stadtkapelle mit dem Hochzeitsmarsch des Stabstrompeters unter großer Begeisterung den Auftakt zu ihrem Eheglück. * Während der Erbgraf von Runkel sich mit seiner Gemahlin des ßebensfrühlings erfreute, ging der Hochzeitsmarsch des jungen Paares einen seltsamen Schicksalsweg. . In den Kriegswirren, von denen das Rheinland am Ende des 17. Jahrhunderts heimgesucht war, wurden wie so viele Schätze, die sich die französischen Horden aneigneten, auch die Noten des Runkeler Hochzeitsmarsches geraubt. Aber seine Weisen wurden einige Jahre später unter eigenartigen Umständen nach Deutschland zuruckgebracht. Als Fürst ßeopold von Anhalt-Dessau im Jahre 1705 an der Seite des Prinzen Eugen in Italien gegen die Franzosen unter Vendome focht, wurde ihm nach der Schlacht bei Cassano in der P^ooi^ä Mailand ein Ständchen gebracht. Seine frischen Klänge waren die Weisen des Marsches, den Fabian Regenbogen einige Jahre vorher für die Vermählung des Erbgrafen von Runkel mit feiner Tochter Gertraude komponiert hatte. Als Fürst ßeopold den schneidigen. Marsch ver- i nahm, fühlte er alle seine Glieder in Bewegung i gesetzt. Er tief begeistert: „Das ist eine markige i Musik, datz soll mein Lieblingsstück werden, Des- Zn der Angst, von den wilden Soldaten des französischen Sonnenkönigs, die am Rheine brandschatzten, ihrer Habe beraubt zu werden, wandten sich die Flüchtlinge dem schönen ßahntal zu. Je höher und dunkler die Berge zu Seiten der ßand- straße herantraten, die sie auf einem Bauernwagen neben dem in vielen Windungen talwärts kommenden Fluß ostwärts fuhren, je trostloser erschien ihnen die Zukunft, der sie entgegensahen Aber das Schicksal hatte davon abgesehen, das junge Mädchen, das die Reinheit seines Herzens so tapfer verteidigt hatte, mit seinen Eltern ins Elend zu treiben. Im Angesicht der stolzen ßimburger Stadtsilhouette sand der Stabstrompeter auf einer Brücke ein wappenbesticktes, schweres Geldfacklem. Wahrend er es aufhob und überlegte, wer es verloren haben könnte, sah Gertraude schon in der Ferne einen Reiter nahen, der die-ßandstraße vom Steig- übel aus nach etwas Verlorenem absuchte. Der junge stattliche Reiter hatte es nicht erwartet seinen verlorenen Reiseschatz von einem fe entzückenden Mädchen zurückzuerhalten Da er nicht allein im Sattel seines Pferdes saß sondern von Amor begleitet wurde, der seinen Pfeil gleich abgeschossen hatte, als er die leuchtenden Augen und den lachenden Mund Gertraudes sah, erkundigte er sich eingehend nach dem Zweck und dem Ziel der R?ise, auf der sich die Stabstrompeterfamitte be- gahft$or getragen und schwerfällige Postauto durch das obere Tor rasseln und das Doktorhaus zum Zittern bringen, nahegelegen und schlecht gebaut wie es ist. Sie mag das nicht ungern. Oh, Eschelbrunn ist eine gute Etappe auf ihrem Weg. Sie hat ihre Arbeit, sie kocht und flickt, sie führt die Krankenjournale und hilft in der Sprechstunde; sie hat die Kinder, und manchmal hort sie Radio ober lieft ein Buch. Nächster Tage wird sie mit dem Garten beginnen, säen, Pflänzchen stecken, Blumen besorgen. Schon lange war es ihr Wunsch, so ein Stück gute, geduldige Erde zu besitzen. Nikoline ist ein stark nach innen lebender Mensch und besitzt das Talent, Genuß auch in unscheinbaren Dingen aufzuspüren. Und nun kommt doch das Sandmännchen, und all die hellen und sauberen Gedanken entgleiten ihr wie einem einschlummernden Kinde ein Strauß Feldblumen. Doktor Severin ist doch sonst so gewissenhaft und pünktlich. Oder er hat das Geld augenblicklich nicht jur Hand. Die Patienten zahlen auch nicht immer so, wie sie sollen. Auf jeden Fall werde ich chm Bescheid sagen, Herr Friedrich. Darf ich Ihnen eiro Schnäpschen anbieten? Likör oder Zwetschen? Si» werden mir doch keinen Korb geben , sagte sie als praktisches Mädchen und um einen guten Schluß besorgt. Man darf diesen Mann nicht grollend davonrennen lassen. Man muß auf Dr. Severin gezückte Spitzen abbiegen, wo man kann. Der abgehetzte, aanz in seine Arbeit verwählte Mann hat es schon so nicht leicht. „Dann Likör", bittet Friedrich besänftigt. „Gerne", sagt Nikoline und schenkt ein. Gleichzeitig plaudert sie ihren Besucher von dem gefährlichen Thema weg in harmlosere Bezirke, in denen er Dr. Severin nichts anhaben kann. Sie lächelt ihn an und prostet ihm zu und sagt: „Lieber Herr Friedrich", während sie sich im stillen mit den unbeglichenen 1500 Mark herumschlägt, für die sie feine Erklärung findet. Sie bringt es fertig, daß der Hopfenhändler ein zweites Gläschen trinkt, obgleich ihm Alkohol in der Frühe r/d)t gut tut, daß er fröhlicher Laune wird und zu schäkern anfängt, in Züchten natürlich, und daß er schließlich mit bem Eindruck van bannen, geht: ein nettes Mädchen, ein leckeres Mädchen, so was möchte man immer um sich haben. Schade, daß man sie so selten zu sehen bekommt. Draußen allerdings erlebt er einen gelinden Rückschlag. Auf ber Straße nämlich hat Friedrich die Empfindung, als habe er feine Sache nicht ganz richtig angefaßt. Er hätte energischer und drohender sprechen müssen. Manches, was er vorbringen wollte, ist ungesagt geblieben. (Er ist nicht recht zufrieden mit seiner Unternehmung. Schweine, 75 Schafe au [getrieben. Preise: Ochsen 43,5 bis 44,5, Bullen 40 bis 43,5; Kühe 24 bis 44, Färsen 28 bis 44,5, Kälber 45 bis 65, Schafe 48 bis 49 Rpf. je Vz Kilogramm Lebend- aewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 i kg und mehr) 1,20, bl (135 bis 149,5 kg) 1,18, b2 • (120 bis 134,5 kg) 1,16, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d—f (unter 100 kg) 1,02, gl (fette Specksauen) 1,18, i (Altschneider) 1,16, g2 (andere Sauen) unb h Nikoline steht vor bem Küchenherd und ist unglücklich. Das Fleisch, kaum schaust du weg, ist angebrannt; diese Lende, bie man bei Metzger Muggen- thaler so selten erhält, weil sie immer in ben Pfarr- Hof kommt. Das Mäbchen Gunba, jung, bumm, pflichtvergessen, ist an allem schulb. Soll sie nun Pfannkuchen machen ober bas Schwarze abzukratzen versuchen. Während sie überlegt, rast bas Telephon. Sie läßt die vermurkste Lende im Stich und springt. „Hier bei Doktor Severin, Eschelbrunn." „Der Doktor soll nach Eberwang kommen", keucht eine Stimme am Apparat. „Zu wem? Was ist denn los?" „Zum Wirt. Das kleine Kind hat so Hitze. Aber gleich muß er kommen!" Nikoline kennt dieses „gleich" bis zum Ueberfluß. (Erft warten die Leute fahrlässig und tagelang, dann pressiert es auf einmal. Oder — und bas ist das Häufigere — es handelt sich um etwas, das Zeit hätte. „Ich werbe es ausrichten." Sie notiert den Besuch auf ein Schiefertäfelchen, auf dem bereits anbere Namen stehen. Jetzt schellt die Hausglocke. (Ein Mäbchen will für 20 Pfennige Hoffmannstropf en, eine alte Frau Säuglingspuder. Nikoline soll auf 5 Mark herausgeben und hat kein Kleingeld. Das Dienstmädchen ist in der Waschküche. Also flink zum Krämer nebenan und gewechselt. Inzwischen ist der Postbote gekommen und bringt emen Stoß Drucksachen, Warenproben und Zeitungen. Mittendurch muß Nikoline in den Garten, wo Bulli eine Nachbarshenne, die fürchterlich zetert, am Flügel herumzerrt. Beim Rückweg nimmt sie ein paar Apfelknospen mit für die Vase im Sprechzimmer. Als das Fleisch wieder auf dem Feuer steht — sie hat sich nun doch für Ab kratz en entschie| :|K' I JtS ijitt