Kettag,28.ApriU939 189. Zahrgang Nr. 99 Erstes Blati Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen von70mm Brette KO Rpf.'Platzvorfchrist nach vorh.Dereinbg.25°/, mehr. Lrmähigte Grundpreise: Stellens, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein- fpaltige Gelegenhettsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder», Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Erscheint täglich, auher Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: Mtt 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr „ -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehea Postscheckkonto: Kranksurt am Main 11688 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: Srühlsche Universtlätr-ruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Seschäftrftelle: 5chnlftrah« 7 Zn Erwartung der Führerrede Reichsregierung in Berlin ernannt. Ebenso wie bei dem Heinkel-Iagdflugzeug ist der neue Geschwindigkeitsweltrekord der Me 109 R mit dem unter der Nennleistung von 1175 PS bekannten Mercedes-Benz DB 601 erflogen worden, dessen Weiterentwicklung in der Zwischenzeit das Erreichen derartiger Geschwindigkeiten ermöglichte. Als Luftschraube wurde ein VVM-Propeller der Vereinigten Deutschen Metallwerke verwendet, wie er allein allgemein in der deutschen Luftwaffe eingeführt ist. Hinsichtlich der Start- und Landeeigenschaften beider Flugzeuge ist zu betonen, daß sie jeden normalen Flugplatz benutzen können, eine Tatsache, die für. die militärische Brauch- Ladislaw Feierabend: Sozialwesen und Ge» sundheit: Dr. Ladislaus Klump ar. — Staatspräsident Dr. Hacha Hot den früheren Außenmini- London, 28. April. (DNB. Funkspruch.) Die englische Oeffentlichkeit sieht der großen Reichstags- rede des Führers mit gespannter Erwartung entgegen. Diese Spannung findet vor allem in der Morgenpresse am h,l> Die absolute Höchstleistung. Das war kein Zufallserfolg. Berlin, 27.April. (DNB) Nachdem es erst vor wenigen Wochen der deutschen Luftfahrt gelungen ist, den wohl am heißesten international umstrittenen und erstrebten Flugrekord, den absoluten Geschwindigkeitswellrekord, in ihren Besitz zu bringen, ist gestern die hervorragende Leistung des heinkelflugzeuges von einem Messerschmitt-Flugzeug erneut überboten worden. Das Messerschmitt - Jagdflugzeug Me 109 R Hal gestern unter der Führung des Flugzeugführers Fritz Wendel auf der Meßsirecke bei dem Flughafen Augsburg eine Geschwindigkeit von 75 5,1 1 Kilometer erreicht. Der bisherige Weltrekord des heinkelflugzeuges stand auf 746,66 Kilometer. Der neue Weltrekord des Messerschmitt-Flugzeugs zeigt, wie Generalluftzeugmeister Generalleutnant Udet heute vor Vertretern der Presse ausführte, eindeutig, daß schon der Weltrekord des heinkel- Jägers keine Zufallserfolg war, sondern daß derartige Höchstleistungen das Ergebnis der planmäßigen Arbeit in der deutschen Luftfahrtindustrie sind. 3m friedlichen Wettstreit haben die beiden weltbekannten Flugzeugwerke, deren Betriebsführer auf dem letzten Reichsparteitag von dem Führer mit dem Nationalpreis ausgezeichnet wurden, fast die gleichen Ergebnisse erzielt, ein klarer Beweis dafür, daß sie beide in der Entwicklung der Jagdflugzeuge die richtigen Wege gehen und stets das Bestmögliche an Leistungen erreichten. Deutschland kann wirklich stolz darauf sein, daß die deutsche Luftfahrtindustrie zwei leistungsmäßig etwa ebenbürtige Leichtflugzeuge erstellt hat, und zwar Jagdflugzeuge, die in ihrer Geschwindigkeit um über 200 Kilometer in der Stunde vor den Spitzenleistungen des Auslandes stehen. voraussichtlichen Inhalt der Antwort Adolf Hitlers an Roosevelt beschäftigt. Daß dabei törichte und zum Teil bösartige Kombinationen und phantasievolle Vermutungen vorherrschen, nimmt bei dem gegenwärtigen Geisteszustand der englischen Presse nicht wunder. Dabei merkt man den Blättern deutlich das krampfhafte Bemühen an, durch breite vorherige Erörterung des möglichen Inhaltes der Rede den erwarteten starken Eindruck der Worte des Führers auf die britische Bevölkerung nach Möglichkeit abzuschwächen. 3n Paris. v In Italien. Mailand, 28. April (DNB. Funkspruch). Die italienische Presse steht ganz im Zeichen der bevorstehenden großen Rede des Führers. Noch einmal wird darauf hingewiesen, daß alle E i n s ch ü ch - terungs versuche vollkommen wirkungslos geblieben feien und daß sich Adolf Hitler in seiner Haltung nicht im gering st en beeinflussen lasse. Der „Corriere della Sera schreibt, die Spannung in der demokratischen Welt und vor allem in den angelsächsischen Ländern sei bis zur Hysterie gestiegen. In Deutschland seien die Erwartungen auf die Erklärungen Adolf Hitlers nicht weniger groß als in Amerika und England, aber in einem vollständig anderen Sinne. Es fei die vertrauensvolle und zuversichtliche Bereitschaft eines Heeres von h ö ch ft e r Moral, das von seinem Befehlshaber die Kommandoworte erwarte, wie immer bereit, blind zu gehorchen. Die „Stampa chreibt die Rede werde der verunglückten amerikanischen „Botschaft" den Gnadenstoß versetzen. 3n London. oelt zusammenkommen. Für diesen Königsbesuch wurde zur Ueberfahrt das moderne Großkampf- chiff „Re pulse" fe’it langen Monaten vorbe- •eitet. Immer wieder brachten die illustrierten Zett- chriften England Abbildungen des Schiffes und Beschreibungen über die eingebauten Königsgemächer und den dräuenden Kanonenrohren. Jetzt auf einmal wird der ganze Plan umgebuttert. Auf einmal kommt die englische Presse darauf, daß die beiden anderen Großkampfschiffe der englischen Flotte repariert werden, so daß die „Repulse" das einzig verfügbare Großkampfschiff ist. Nun werden Reparaturen an Großkampfschiffen natürlich nicht aus dem Handgelenk vergeben. Alle Wahrscheinlichkeit deutet darauf, daß diese Situation' von der Admiralität einigermaßen gewaltsam herbeigeführt worden ist, um den Engländern die Gänsehaut über den Rücken zu jagen. Dazu wurde das Beispiel statuiert, daß für eine Ueberfeeretfe des Königspaares nicht einmal ein englisches Großkampfschiff verfügbar ist. An der Spitze der Admiralität steht jener Lord Stanhope, der vor 14 Tagen die Welt damit alarmierte, daß er einen Vortrag unter dem Schutz mobil gemachter Flakgeschütze hielt. Das Königspaar fährt nunmehr wahrscheinlich auf der „E m p r e ß of Austra - I i a", die mit dem 1914 gebauten deutschen Schnell- 1 dumpfer „Tirpitz" identisch ist! Sie WehWchl-GmbH. Der Mischmasch der Gefühle und Empfindungen, mit denen die Einführung der beschränkten Wehrpflicht in England „bei den anderen" begrüßt wird, ist aufichlußreich: die Kommentare schwanken zwischen der freudigen Feststellung, daß das englische Phlegma überhaupt in Bewegung gesetzt wurde, bis zu der Feststellung, daß dieser erste Anfang eines Sacherfolges nur bescheiden 'ist. Fern jedem Gedanken, eine Rüstungsanstrengung auf der anderen Seite gewaltsam verkleinern zu wollen, hegt es doch nabe, sich über den neu geschaffenen politischen und militärischen Sachverhalt unbefangen Rechenschaft zu geben. * Wir sprechen zunächst von einem politischen Sachverhalt, weil die Absicht überdeutlich ist, die diplomatische Einkreisungsaktion Englands durch eine militärische Kraftanstrengung zu unterstützen. Wir haben hier sehr gewichtige neue Umstände vor uns. Niemals hat England Bundesgenossen geworben, indem es sich selbst kriegsstark machte; immer vertraute es auf das rollende Pfund. Noch 1914 dachten weder Frankreich noch das Zarenrußland Daran, England Vorschriften über die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht zu machen.'Heute ist England in die unmittelbare Schußlinie des Blutrisikos gerückt. Es hat dieses Blutrisiko nicht freiwillig übernommen, sondern unter dem Druck des ihm schon verbündeten Frankreichs und der Sowjetunion, die, wie man sieht — schon vor einer abschließenden Erörterung ihrer eigenen militärischen Verpflichtungen — den merklichen Kriegstribut Englands durchsetzen half. Um uns über den Druck dieser beiden Länder au England volle Rechenschaft zu geben, müssen wir zwei 2/ttsachen klar Herausstellen: 1. Frankreich hat England Instruktoren für die Ausbildung der neuen englischen Zwangsrekruten zur Verfügung gestellt und sich bereiterklärt, seine Exerzierplätze und Unterkunftsräume in Nordfrankreich für die neuen englischen Truppenkontingente anzubieten. 2. Die Sowjetpresse überschüttet die englische Arbeiterpartei und die englischen Gewerkschaften wegen ihrer Opposition gegen die allgemeine Wehrpflicht mit Vorwürfen. Beide Tatbestände sind wenig geeignet, das englische Prestige zu heben; aber sie sind sehr bezeichnend dafür, daß sich eine wahrhaftige Wehrpflicht-GmbH, zur Einführung des Zwangsdlenftes in England gebildet hat, von Der England nur ein Partner ist, während Frankreich und Sowjetrußland die beiden anderen Ge- Oie kroatische Frage gelöst. B elgrad, 27. April. (DNB.) Eine amtliche Mitteilung besagt, daß Ministerpräsident Zwetko- witsch und der Präsident der Kroatischen Bauernpartei, Dr. Matschet, in Agram die Verhandlungen über die Lösung der kroatischen Frage e r - folgreich beend et hätten. Das erzielte Ueber- einfommen würde in allerkürzester Zett verkündet werden. Damit ist das schwerste innerpolttische Problem Jugoslawiens erledigt. Das Staatsganze gewinnt dadurch nicht nur an innerer Festigkeit und Ruhe, sondern gleichzeitig steigt auch damit das außenpolitische Ansehen Jugoslawiens. Markowitsch kehrt nach Belgrad zurück. Berlin, 27. April. (DNB.) Der königlich-jugoslawische Außenminister Dr. Cincar Markowitsch hat nach dreitägigem Aufenthalt Berlin am Donnerstagabend verlaffen. Zur Verabschiedung hatte sich Reichsaußenminister von Ribbentrop eingefunden. Vor seiner Abfahrt erklärte Dr. Markowitsch der Presse: „Ich stehe noch immer unter dem starken Eindruck des Empfanges, der mir Seine Exzellenz, d e r Herr Reichskanzler die Ehre erwiesen hat zu gewähren. Ich bin glücklich, erklären zu können, daß auch bei dieser Gelegenhett b i e bisherige Politik der Freundschaft und der Zusammenarbeit zwischen dem großen Deutschen Reich und Jugoslawien erneut bekräftigt wurde." Die neue tschechische Regierung. Prag, 27. April. (DNB.) Der tschechische Staatspräsident Dr. H a ch a hat mit dem Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reichsminister Frhrn. von Neurath, die neue tschechische Regierung ernannt, Die folgende Zusammenstellung aufweist: Ministerpräsidium und Inneres: Divisionsgeneral Ingenieur Alois Elias; Finanzen: Dr. Joseph Kalfuß; Schulwesen und Volkskultur: Dr. Jan Ka pr a s; Justiz: Dr. Jaroslav-Krej c i; Industrie, Gewerbe und Handel: Dr. Vlastimil S ad eck; Verkehr: Dr. Heinrich Havalka; Oeffentliche Arbeiten: Dominik C i p e r a ; Landwirtschaft: Dr. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, hat an Professor Messerschmitt olgendes Telegramm gerichtet: „Ich freue mich, laß es Ihnen im friedlichen Wettstreit um die ab- olut höchste Fluggeschwindigkeit gelungen ist, eine Weltbestleistung mit 755,11 Stundenkilometern aufzustellen. Dies zeigt mir, daß die geistigen Schöpfer der Flugzeuge meiner Waffe den richtigen Weg beschritten haben, den wir nicht wieder verlassen werden. Ihnen und der Gefolgschaft meinen Dank und meine Anerkennung. Heil Hitler! Göring, Generalfeldmarschall." An Generaldirektor Kissel von den Daimler. Benz-Werken richtete Generalfeldmarschall Göring folgendes Telgramm: „An dem letzten Erfolg des Messerschmitt-Flugzeuges mit 755,11 Kilometer Stundengeschwindigkeit hat wiederum ihr Motor DB 601 reichen Anteil. Ihnen und Ihrer Gefolgschaft spreche ich meinen Dank und meine Anerkennung aus." Schließlich hat Generalfeldmarschall Göring an den Flugzeugführer Fritz Wendel das folgende Telegramm gesandt: „In Anerkennung Ihrer hervorragenden Leistung und Ihres persönlichen Einsatzes zur Erringung der Weltbestleistung von 755,11 Stundenkilometer ernenne ich Sie zum Flugkapitä n." Gespräch mit dem schnellsten Bann der Welt. Flugzeugführer Wendel über seinen Rekordflug. Kurz nach dem seusattonellen Weltrekord, den die Messerschmitt Me 109 R mit der beispiellosen Geschwindigkeit von 755,11 km/st erziehe, sprachen mir mit Fritz Wendel, dem Mann, der diese Maschine führte und der heute derschnellste Mann der Welt ist. In der Stimme des jungen Piloten klingt noch Die Erregung nach und die Freude über diesen gewaltigen Erfolg. Wendel ist erst 24 Jahre alt und stammt aus einem kleinen Ort bei Worms. Sofort nach Verlassen der Schule trieb es ihn zur Fliegerei, und schon mtt 17 Jahren machte er in Mannheim seinen ersten Flugschein. Sein Lehrer war der bekannte Kunstflieger L o ch - n e r. Don Mannheim ging er zur Deutschen Ver- kehrssliegerschule und war anschließend IV2 Jahre bei der Luftwaffe, wo er sich weitere fliegerische Erfahrungen aneignete. Anfang 1936 trat er in die Messerschmitt-AG. ein, wo er Tag um Tag die neuen Jagdeinsitzer der Messerschmitt- AG. einflog, Die den Stolz der jungen deutschen Luftwaffe bilden. Wir fragten Wendel nach seinen Erlebnissen während des Rekordfluges: „Don Erlebnissen kann wohl Heuer Geschwindigkeiisrekord eines deutschen Zagdflugzeuges. Mefferfchmitt-Maschine stiegt 755,11 km. - Ein stolzer Erfolg der deutschen Lustfahrt sellschafter darstellen. Es wird oft hervorgehoben, daß es England an 1 Ausbildern und an Äusdildungsmöglichketten wie Uebungsplätzen, Unterkunftsräumen, Uniformen usw. fehlt. Daß diese Mängel vorhanden sind, geht aus dem eben erwähnten französischen Angebot der Entsendung französischer Instruktoren nach England und der 'Verlegung englischer Truppenteile auf nordfranzöfische Uebungsplätze hervor. Aber diese beiden Unzulänglichkeiten stehen nicht allein.. Der Aufbau der englischen Armee ist in Den letzten Jahren in der Richtung erfolgt, daß die Motorisierung außerordentlich vorangetrieben worden ist. Mit 'dieser Motorisierung steht nun Die Entwicklung einer starken, aber milizhasten Jnfanterietruppe in einem mindestens teilweisen Gegensatz. Noch präziser ausgedrückt: Die englische Militärpraxis ging bisher von Dem Gedanken aus, die Kriegsmaschine zu entwickeln, während die Einführung Der allgemeinen Wehrpflicht Die Schwerkraft mindestens teilweise in Die Truppenzahl zurüFverlegt. Schließlich roerDen von englisch-oppositioneller Seite peinliche Fragen aufgeworfen wie etwa Die, ob Die englische Jungmannschaft an Dem Wall Der Deutschen 'Westgrenze verbluten solle oder wie man sich überhaupt ihren Einsatz denke. Diese Fragestellung muß im Zusammenhang mit Den Lehren einer recht weit verbreiteten englischen militärischen Schule verstanden werden, Deren Beweisführung folgende Grundlinien hat: Der Einsatz einer starken englischen Militärmacht in Nordsrankreich während Des Weltkrieges war ein Fehler; Englands Herrschaftsgebiet bleibt Die See und sein Militäreinsatz habe sich auf Punkte zu beschränken, wo Die Seestrategie unmittelbar auf die Landoperationen wirken wolle, also auf sogenannte Nervenpunkte des Gegners. Englands Nachwuchs für feine weit gespannte Reichspolitik fei in den Sümpfen von Pafchendaele umgekommen und diese Blutabzapfung habe England auch heute noch nicht überwunden. Außerdem aber sei die Entsendung einer starken englischen Armee auf das Festland im Weltkrieg unter technischen Bedingungen erfolgt, wie sie besser nicht gedacht werden könnten und wie sie niemals wiederkehren werden. Das Flugzeug auf der einen, der gesteigerte Materialbedarf auf Der anderen Sette erschwere für die Zukunft Die Unterhaltung einer eigenen englischen Armee auf Dem Festland. Wie Deutschland feine eigene Rüstung nach seinen eigenen Bedürfnissen schafft, so enthält es sich auch grundsätzlich jedes Hineinredens in Die Rüstung spolitik eines anderen Staates. Die auf zwei Jahrgänge beschränkte Einführung Der allgemeinen Wehrpflicht in EnglanD „imponiert" uns weder, noch suchen mir den Tatbestand eifervoll zu verkleinern. Wir werden ihm ganz einfach gerecht! Dr. Ho. „Nepulfe" für den König nicht verfügbar. Das englische Königspaar wird nach einem feit langer Zett festgelegten Programm im Mai Kanada besuchen und bei dieser Gelegenheit auch mit dem amerikanischen Präsidenten Roose- Flugzeugführer Fritz Wendel. — (Scherl-M.) barfeit dieser Flugzeugmuster von wesentlicher Bedeutung ist. Der Rekordflieger Wendel ist ein erst 24 Jahre alter Flugzeugführer, also ebenso wie D i e t e r l e von der jungen Nachwuchsgarde. Dies ist besonders erfreulich, denn es wird dadurch bewiesen, daß in Deutschland nicht nur die alten Routiniers zur Durchführung solcher Rekordflüge imstande sind. Wendel ist von Generalfeldmarschall Göring heute zum Flugkapitän ernannt worden. Der Rekordflug wurde von Den Sportzeugen des Aeroklubs von DeutfchlanD beurkundet und ist zur Anerkennung bei der FAI angemelDet worden. Die Glückwünsche des Führers und Görings. Der Führer hat aus Anlaß des Flugrekordes des Jagdflugzeuges Me 109 R Dem Konstrukteur Der Maschine Professor Messerschmitt, Dem Ge- neralDireftor Des Mercedes-Benz-Werke, Kissel, sowie Dem Flugkapitän Fritz WenDel, Der Das Rekordflugzeug gesteuert hat, telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt. neuen. Diese Spannung ftnoet vor auem m ver., - Morgenpre se am Freitag ihren Niederschlag, Die besonders stark ber „mahn sich in sp altenlang en Artikeln mit dem!Führer Den Fr, eDen liebt . Paris, 28. April. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Presse kann am Freitag Die ungeheure Spannung nicht verleugnen, mit Der sie Die große Rede des Führers erwartet. Ihre Phantasie — und leider fast ausschließlich ihre Phantasie — beschäftigt sich ausführlich mit den „Geheimnissen der Hitler- Rede", wie der „Populaire" sich ausdrückt. Und obwohl offensichtlich gebremst und versucht wird, das starke Interesse der Oeffentlichkeit abzulenken, zeigen die Leitartikler und Korrespondenten mit ihren unglücklichen Versuchen, die Entscheidungen, die Themen, die Dauer und Die Seitenzahl Der Führerrede festzulegen, wie sehr sie Die Worte ADolf Hitlers für entscheiDend halten unD wie sehr sie hoffen, Der Führer werDe einen Ausweg aus Der verfahrenen Situation zeigen. Die einzige Tatsache, an die sie sich halten können, ist Die Ueberzeugung, Die fter Dr. Franz Chvalkovsky zum Gesand- besonders stark Der „Mahn" vertritt, daß „der t e n des Protektorats Böhmen und Mahren bei der nicht die Rede sein", meinte er lachend, „dazu ging es viel zu schnell. Außerdem muß man sich bei dem Weltrekord, dev in einer Höhe unter 75 Meter geflogen wird, derartig auf die Einhaltung der Höhe konzentrieren, da ein Sekundenbruchteil von Unaufmerksamkeit zur Katastrophe führen kann, daß man an nichts anderes denken darf. Lange haben wir auf diesen Flug gewartet, immer wieder machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Aber jetzt war es endlich so weit. Allerdings war es ziemlich diesig, und es wehte ein Wind mit einer Stärke von 25 Stundenkilometer. Dadurch hatte ich auch auf der einen Strecke eine Geschwindigkeit von 8 7 2 Stundenkilometer, die bei Gegenwind natürlich absank. Ich bin stolz daraus, daß ich diesen Weltrekord für Deutschland errungen habe. Mein Dank gilt neben allen denen, die am Entstehen dieser Maschine beteiligt waren, vor allem unserem genialen Betriebsführer und Konstrukteur Professor Messerschmitt." Deutschlands Vorsprung in der Luft. Nacheinander haben zwei deutsche Flieger den absoluten Geschwindigkeitsrekord für Flugzeuge erobert, nämlich D i e t e r l e mit einer Bestleistung von 746 Stundenkilometer auf einer Heinkel, und am 26. April Wendel mit einer kaum vorstellbaren Höchstleistung von über 755 Stundenkilometer auf einer Messerschmitt. Das bedeutet ein Voraus von runb 200 Stundenkilometer vor jeder bisher erreichten Leistung, so daß die deutsche Fliegerei nunmehr an der Spitze steht. Die Konstrukteure der Rekordslugzeuge Heinkel und Messerschmitt sind im Jahre 1938 in Nürnberg mit dem N a - tionalpreis gekrönt worden, besitzen also die höchste Auszeichnung, die Führer und Reich für kulturelle Leistungen verleihen können. Das ganze deutsche Volk hat alle Ursache, auf diese deutschen Maschinen, auf ihre Konstrukteure und auf ihre Flieger stolz zu sein, denn sie zusammen haben den Beweis erbracht, daß Deutschland sich auch auf dem Gebiet der Luftfahrt wieder dort befindet, wo es eigentlich schon vor 30 Jahren lag: an der Spitze. Freilich, inzwischen ist Ungeheures geschehen, inzwischen brauste der Große Krieg über Europa hinweg, inzwischen kam Versailles mit seinem ruchlosen Verbot der deutschen Luftfahrt, einem Verbot, das sich nicht nur gegen das deutsche Volk, sondern auch gegen den Genius der Menschheit richtete. Nach Versailles durfte in Deutschland zunächst überhaupt nicht geflogen werden, mußte sich das deutsche Volk darauf beschränken, daß der junge fliegerische Nachwuchs sich im Segelflug versuchte. Zu diesem Nachwuchs gehörte damals auch Professor Messerschmitt, der Flugzeugkonstrukteur, der nach Jahren unermüdlicher Arbeit die Wundermaschine vom 26. April 1939 gebaut hat. Um den absoluten Geschwindigkeitsrekord ist auf allen Flugplätzen und Versuchsfeldern der Erde gekämpft worden, um zu erreichen, daß von Jahr zu Jahr die absolute Geschwindigkeit, nach Stundenkilometern gemessen, sich steigerte. Jede neue Bestleistung wurde bestaunt, wobei es schon als ein Wunder erschien, als Geschwindigkeiten von über 200 Kilometer erreicht wurden. Dann gelang es dem Italiener A g n e l l o , den Geschwindigkeitsrekord auf rund 709 Kilometer hinaufzuschrauben. Aber daß dieser Rekord gleich zweimal überboten werden konnte, das war kaum zu erwarten. Es ist fast so, als ob dem Geschwindigkeitsrekord keine Grenzen gesetzt seien, so daß es uns Deutsche mit besonderer Genugtuung erfüllen muß, daß es deutsche Konstrukteure und deutsche Flieger gewesen sind, die auf diesem Gebiet die Luftfahrt entscheidend vorangebracht haben. Dabei handelt es sich nicht um ein zufälliges Ergebnis, wie es hätte möglich fein können beim Zusammentreffen unterschiedlicher Voraussetzungen. Nacheinander haben zwei deutsche Flugzeuge diesen Ge- schwindiggkeitsrekord erzielt, Flugzeuge, von denen das eine in Norddeutschland an der Wasserkante, das andere in Süddeutschland im bayerischen Schwaben konstruiert worden sind. Deutsches Material und deutsche Motoren sind die Bestandteile, die deutscher Genius zu einer Konstruktion gebunden hat, aus der sich das Höchste herausholen läßt. Nach Versailles war es die Absicht unserer Gegner, Deutschlands Aufstieg mit allen Mitteln zu verhindern, aber der deutsche Wieder- aufstteg hat sich insbesondere nach der Machtergreifung mit einer Kraft und einer Überlegenheit vollzogen, die das ganze deutsche Volk mit Stolz und Vertrauen erfüllt. Der Konstrukteur Professor Oipl.-Ing.: M my Messerschmitt In seinem Augsburger Werk entstand das 7iekordflug,eug. Die Erringung des absoluten Geschwindigkeits- Weltrekordes bedeutet vor allem auch einen gewaltigen neuen Erfolg für den Konstrukteur des Rrkordflugzeuges, Prof. Willy Messerschmitt, dessen Namen auch das Werk trägt, aus dem diese Maschine hervorging. Prof. Messerschmitt, ein ae- borner Bamberger, befindet sich heute im 41. Lebensjahr. Sein Name ist untrennbar mit dem beispiellosen Aufstieg verknüpft, den die deutsche Fliegerei in den letzten Jahren erlebte. Das ganze Leben dieses Konstrukteurs war nur einem Ziel gewidmet: der Schaffung schneller und besserer Flugzeuge. Schon vor der Machtergreifung erregten die Messerschmitt-Konstruktionen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus oft großes Aufsehen. Der erste Erfolg des jungen Konstrukteurs war der Rhön- Wettbewerb 1 9 2 2, für den er ein Segelflugzeug nach ganz neuartigen Gesichtspunkten entwarf. Aus den Erfahrungen, die Prof. Messerschmitt in der Segelfliegerei erwarb, entstunden dann seine Konstruktionen auf dem Gebiete des Motorfluges. Mit immer neuen und kühnen Ideen machte er sich schnell einen Namen und steht heute in der vordersten Front der großen deutschen Flugzeugkonstrukteure. Es ist bezeichnend für den Weitblick Messerschmitts, daß Konstruktionen von ihm, die schon vor vielen Jahren entstanden, auch heute noch nicht als „veraltet" gelten. Nach der Schaffung der neuen deutschen Luftwaffe setzte Pros. Messerschmitt sein ganzes Können in den Dienst dieser großen Aufgabe. Er überraschte die Welt mit dem Jagdeinsitzer Messerschmitt Me 109, der in internationalen Luftfahrtkreisen heute als schnellster und bester Jagdeinsitzer der Welt gilt. Auch in der Entwicklung des modernen Reise- flugzeuges ging Prof. Messerschmitt seiner Zeit weit voraus. Mit dem 4sitzigen Schnellreiseflugzeug Messerschmitt „T a i f u n" entwickelte er eine Maschine, die den Wert des Luftreisens für den Privatmann bewies. Darüber hinaus errang diese Maschine bei vielen Starts in internationalen Wettbewerben Sieg auf Sieg für die deutschen Farben, sie wurde außerdem auf großen Fernflügen stets erfolgreich eingesetzt und ist in vielen Ländern der Welt eine wertvolle Propaganda für den hohen Stand der deutschen Luftfahrtindustrie. In 2I*U g s b u r g , in den riesigen Anlagen der Messerschmitt AG., entstand aus der Zusammenarbeit von Arbeitern der Sttrn und Arbeitern der Faust das Flugzeug, das wie ein Blitz in niedriger Höhe über Das Land brauste, mit einer Geschwindigkeit, die nie zuvor von einem menschlichen Wesen erreicht worden ist. Hier in Augsburg wurde in aller Stille dieses Wunderflugzeug geschaffen, an einer Stätte, in der fchon viele hervorragende Leistungsbeweise der deutschen Fliegerei zum erstenmal in den Himmel fliegen. Vor etwa 12 Jahren wurde die damalige Bayerische Flugzeugwerke AG. ins Leben gerufen und übernahm die Arbeiten der 3 Jahre früher gegründeten UDet» Flugzeugbau G. m. b. H. 1927 wurde die Bamberger Firma Mesierschmitt Flugzeugbau G. m. b. H. mit den Bayerischen Flugzeugwerken vereinigt, und Diplom-Ingenieur Messerschmitt übernahm die technische Leitung. Mit diesem Zeitpunkt begann der Aufstieg der Bayerischen Flugzeugwerke AG. und jetzige Messerschmitt AG. zu einem Werk von absoluter Weltgeltung. In rascher Folge entstanden hier eine große Anzahl von Flugzeugtypen, die sich durchweg hervorragend bewährten. Neben Sportflugzeugen, die auf vielen internationalen Wettbewerben siegreich blieben, konstruierte Professor Messerschmitt in den Bayerischen Flugzeugwerken auch Verkehrsflugzeuge, von denen sich vor allem die „M 20" einen guten Namen machte. Der große Ausstieg der Messerschmitt AG. begann nach der nationalsozialistischen Erhebung. 1933 wurde das zweisitzige Sportflugzeug „M 35" geschaffen, auf dem der langjährige deutsche Kunstflugmeister Willi Stör immer wieder siegreich blieb, mit dem der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß den Zugspitzflug zweimal überlegen gewann, das auch heute noch auf der ganzen Welt als hervorragendes Kunstflugzeug gilt. Diele der Flugzeuge, mit denen heute die deutsche Luftwaffe die deutsche Heimat । schützt, nahmen ihren Weg aus der Messerschmitt AG. in Augsburg, und es ist eine Krönung der Arbeit dieses Werkes, wenn es jetzt jene Maschine hervorbrachte, d i e schneller ist als alle !Flugzeuge der Welt. Die Durchführungsverordnung zum Heuen Finanzplan. Oie ersten Gteuergutscheine werden ab 2. Mai 1939 ausgegeben. — Erweiterte Bewertungsfreiheit für Ausfuhrindustrie und Außenhandel.—Milderungen bei der Mehreinkommensteuer Berlin, 27. April. (DNB.) Arn 26. April ist die Durchführungsverordnung zu in Neuen Finanzplan vorn 20. März 1939, dessen Maßnahmen die Ausgabe von Steuer- g u t s ch e i n e n statt Aufnahme von Reichsanleihen, Bewertungsfreiheit für die abnutzbaren Wirtschaftsgüter des betrieblichen Anlagevermögens auf Grund von Steuergutfcheinen, Einsparungen bei den Ausgaben der öffentlichen Verwaltung und eine Mehrein - kommen st euer find, erschienen. Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Fritz Reinhard gab oor der Presse die amtliche Begründung zu dieser Durchführungsverordnung. Die Steuergutscheine. Die ersten Steuergutscheine werden am 2. M a i 1939 ausgegeben. Don diesem Zeitpunkt ab bestehen die Verpflichtung und die Berechttgung zur Bezahlung von Rechnungsteilbeträgen in Steuer- gutscheinen und die Verpflichtung au ihrer Annahme. 'Bei her Anwendung des Neuen Finanzplanes sind die NSDAP, und ihre Gliederungen dem Reich gleichgestellt. Bisher sind folgende juristische und ähnliche Gebilde verpflichtet, Lieferungen und sonstige Leistungen gewerblicher Unternehmer i n Höhe von 40 Prozent d e s Rechnungs- betrages in Steuergutscheinen I und II zu bezahlen: Die der NSDAP, angeschlossenen Verbände, der Reichsnährstand, die Reichswirtschafts- fammer, die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern, der Deutsche Gemeindetag, die Zweckverbände, die Versorgungsbetriebe die in prwatrechtlicher Form geführt werden, wenn die Mehrheit der Anteile dem Reich, einem Land, einer Gemeinde, einem Gemeindeverband oder einem Zweckverband gehört, und die Religionsgesellschaften. Für die Dienststellen der Reichsbahn und der Reichs- post gilt eine besondere Regelung. Auf die Lieferung von Erzeugnissen einer ausländischen Volkswirtschaft, die im Reichsgebiet weder be- noch verarbeitet sind, findet das Steuergutscheinoerfahren nicht An- Wendung. Auch der Geldverkehr, der Kapitalverkehr und der Wertzeichenverkehr sind vom Steuergut- scheinverfahren ausgenommen. Die Bewertungsfreiheit. Jeder gewerbliche Unternehmer, der Steuergutscheine I eine bestimmte Zeitlang in seinem Eigentum behält, kann in Höhe von 20 v. H des Gesamtbetrages dieser Steuergutscheine B e - Wertungsfreiheit für die abnutzbaren Wirtschaf tsaüter des betrieblichen Anlagevermögens m Anspruch nehmen, d. h. er kann in Höh« der bezeichneten 20 v. H. Sonderabschrei- bun gen vornehmen. Es ist nicht erforderlich, daß die Wirtschastsgüter, für die Dewertungsfreiheit In Anspruch genommen wir-, auf einem besonderen Konto geführt werden. Die Bewertungsfrsiheit kann für die Wirtschaftsjahre in Anspruch genommen merken, die nach bem l.Novemberl939 ablaufen. Da die meisten Wirtschaftsjahre mit dem Kalenderjahr zusammenfallen, müssen die Steuer- gutscheine I spätestens am 30. Juni 1939 erworben sein und bis zum 31. Dezember 1939 ununterbrochen behalten werden, wenn der Unternehmer die Bewertungsfreiheit in Anspruch nehmen will. Der Hundertsatz von 20 v. H. erhöht sich für jede weiteren 12 Monate ununterbrochenen Eigentums um 5 v. H. bis zu 35 v.H. Förderung der Ausfuhrindustrie und des Ausfuhrhandels. Die Durchführungsverordnung erweitert für die gewerblichen Unternehmer der Ausfuhrindustrie und für den Außenhandel die Bewertungsfreiheit. Der Hundertsatz, in dessen Höhe Bewertungsfreiheit in Anspruch genommen werden kann, erhöht sich um 10 v. H., wenn der Ausfuhrumsatz mindestens 25 v. H. des Gesamtumsatzes beträgt. Auch den Unternehmern, die 25 v. H. des Gesamtumsatzes nicht ausführen, wird eine erweiterte Bewertungsfreiheit dann gewährt, wenn sich ihr Ausftchrumsatz gegenüber dem Vorjahr erhöht hat. Da in vielen Unternehmen des Aus - fuhrHandels der Bestand an abnutzbaren Wirtschaftsgütern oft so klein ist, daß eine steuerliche Erleichterung nur in unbedeutender Höhe erlangt werden kann, dürfen diese Unternehmer einen A b - ZUg vom steuerpflichtiger, Gewinn außerhalb der Bilanz vornehmen. Er beträgt, wenn der Ausfuhrumsatz mindestens 25 v. H. des Gesamtumsatzes ausmacht, 10 v. H. des Bestandes an Steuergutscheinen I. Der Ausfuhrhändler muß zunächst die erweiterte Bewertungsfreiheit in Anspruch nehmen, soweit er abnutzbare Wirtschaftsgüter nicht in ausreichendem Umfange besitzt, darf Der Rationale Feiertag des deutschen Volkes. Berlin. 27. April. (DNB.) Am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes — 1.2ttai — werden in diesem Jahre in Berlin folgende Ver- an Haltungen durchgeführt: Am Samstag, dem 29. Mai, von 20 bis gegen 21.30 Uhr, erfolgt die U e b e r g a b e des aus dem Sudetengau kommenden Maibaumes durch (Bauleiter Konrad Henlein an den Oberbürgermeister und Stadlpräsidenten der Reichshauptstadt Dr. Lippert. Im Lustgarten werden Volkstänze gezeigt, und es findet ein Volksliedersingen statt. Am Sonntag, dem 30. April, um 12 Uhr, wird der Führer im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei Musterbetriebe auszeich- nen. An die neu ausgezeichneten Betriebe werden auch die Fahnen zur Verleihung kommen. — Um 16.30 Uhr findet in den Festräumen des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda Empfang der Ehrenabordnungen der deutschen Arbeiterschaft durch (Bauleiter Reichsminister Dr. Goebbels in Anwesenheit des Leiters der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley. und des Reichsjugendführers Baldur von Schirach statt. ©er 1.2Dloi. Bon 8.30 bis 9.15 Uhr Jugendkundgebung ber Berliner h I. im Olympiastadion. Der Reichsjugendführer, der Gauleiter Dr. Goebbels und der Führer werden sprechen. Um 10.00 Uhr findet im Deutschen Opernhaus in Anwesenheit des Führers die Festsitzung ber Reichskulturkam - mer statt. Der Präsident der Reichs- kulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels. wird die Träger des Nationalen Film- und Buchpreises für 1939 verkünden. Um 12.00 Uhr Staatsakt im Lustgarten. Begrüßungsansprache des Gauleiters Reichsminister Dr. Goebbels. Ansprache des Leiters der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley. Es spricht der Führer. Um 15.00 Uhr Empfang der Ehrenabordnungen der deutschen Arbeiterschaft durch den Führer im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei. Anschließend Kaffeetafel für die Arbeiterabordnungen in der Neuen Reichskanzlei. Um 22.00 Uhr Abendkundgebung. Es spricht Generalfeldmarschall Göring. Großer Zapfenstreich von vier Musikkorps des Heeres mit verstärktem Spielmannszug. Höhenfeuerwerk im Lustgarten. SteuerfreiheitfürEonderzuwendungen zum Tlationol-Feiertag. Berlin 27. April. lDNB.) Viele Betriebsfllh- ler machen ihren Gefolgschaftsmitgliedern zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes am 1 Mai Sonderzuwendungen. Soweit diese Zuwendungen in Sachleistungen, z. B. Beköstigung, be- stehen, ergibt sich die Einkommen- und Lohnsteuer- freiheit schon aus früheren Anordnun - g e n des Reichsministers der Finanzen. Wegen der besonderen Bedeutung des 1. Mai als National- fekertag des deutschen Volkes hat der Reichsminister der Finanzen außerdem auch Geldzuwen- „,”9 e n ä" .d'e^rnToge für einkommensteuer- (lohnsteuer.)frei erklärt, wenn sie 3 Mark nicht uberst-ip-n. Ueb-rschreilen die Ge,Zuwendungen dielen Betrog, (o sind sie in voller höh- ein- kommenfteuer-(lohnsteuer-)pslichtig. er zum Abzug vom Gewinn außerhalb der Bilanz schreiten. Der Ausfuhrhändler, der 25 o. H. des Gesamtumsatzes nicht erreicht, kann erweiterte Dewertungsfreiheit oder Gewinnabzug für jede volle 2 v. H. der Ausfuhrsteigerung 1 v. H. des Bestandes an Steuergutscheinen bis zu höchstens 10 v. H. des Bestandes in Anspruch nehmen. 'Oie Mehreinkommensteuer. Die Durchführungsverordnung sieht eine Erhöhung des Freibetrags, eine Ermäßigung des Steuersatzes und weitere Milderungen vor. Insgesamt führt sie dazu, daß alle Land- und Forstwirte, fast alle Arbeiter, die meisten Angestellten, die Anfänger in den freien'Berufen und die meisten Angehörigen des Handwerks und des gewerblichen Mittelstandes durch die Mehreinkommensteuer nicht erfaßt werden. Die Land - und For st wirte deshalb nicht, weil Mehreinkünfte aus Land- und Forstwirtschaft ohne Begrenzung mehreinkommensteuerfrei find, die Arbeiter, Angestellten. Anfänger in den freien Berufen und Angehörigen des Handwerks und des gewerblichen Mittelstandes in vielen Fällen darum, weil bei einem Jahreseinkommen von nicht mehr als 7 200 R M. die Mehreinkommensteuer nicht Anwendung findet, und sich diese Einkommensgrenze um je 9 00 RM. für das dritte und jedes weitere kinderermäßi- gungsfähige Kind erhöht. Im einzelnen find für di e Jahre 1939 und 19 40 u.a. weiter folgende Milderungen vorgesehen. Während im Gesetz für die Mehreinkommensteuer ein Steuersatz von 3 0 v. H. vorgesehen ist mit der Maßgabe, daß die Mehreinkommensteuer bei ber Ermittelung des steuerpflichtigen Einkommens abzugsfähig fei, wird in der Durchführungsverordnung der Steuersatz auf 15 v. H. ermäßigt, ohne daß die Mehreinkommensteuer bei der Ermittlung des Einkommens abgezogen werden kann. Dieses wesentlich einfache und durchaus gerechte Verfahren wird besonders von den Angehörigen des gewerblichen Mittelstandes, der freien Berufe und der leitenden Angestellten begrüßt werden, denn alle diejenigen, bei denen die Gesamtbelastung des Einkommens durch die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 50 v. H. nicht erreicht, erfahren gegenüber dem Gesetz eine wesentliche Erleichterung. Don großer Bedeutung sind die §§ 31 und 32 der Durchführungsverordnung. Dabei dürfen bei der Berechnung des Mehreinkommens außergewöhnliche Verhältnisse berücksichtigt werden. Neben den außergewöhnlichen Verhält- Nissen, wobei der Steuerpflichtige einen Rechts- anspruch auf Berücksichigung hat, ist eine allgemeine Härtebestimmung enthalten, beten Anwendung im pflichtgemäßen Ermes. fen des Finanzamtes steht. Sie wirb bann berücksichtigt, wenn wegen ber Art bes Berufes ober aus anderen Gründen in ber Zugrundelegunng bes vollen Mehreinkommens eine unbillige Härte gegeben fein mürbe. Darüber hinaus werben bia Finanzämter stets bas erforderliche Verstäub n i s aufbringen, wenn bie allgemeinen Interessen bes Volksganzen ein Entgegenkommen bei ber Berechnung bes Mehreinkommens geboten erscheinen lassen. Auf Antrag bes Steuerpflichtigen ist für. die Berechnung bes Mehreinkommens anstelle des Kalenderjahres 1937 als Erfftahr das Kalenderjahr 1936 ober das Kalenderjahr 1935 zugrunde zu legen. Für die Mehreinkommensteuer gelten auch die allgemeinen Anordnungen über die Stundung. Die Mehreinkommensteuer 1939 ist in drei gleichen Teilbeträgen am 10. September 1939, am 10. Dezember 1939 und am 10. März 1940 zu entrichten. Ab 1940 wird sie in vier gleichen Teilbeträgen am 10. Juni, 10. September, 10. Dezember und 10. März 1941 entrichtet. Der Wortlaut ber Durchführungsverorb- nung zum Neuen Finanzplan ist im Reichsgesetz- blatt Teil 1 Nr. 79 vom 27. April 1939 erschienen. Günstige Entwicklung des Steueraufkommens. Anläßlich der von Staatssekretär Reinhard der Presse bekanntgegebenen Begründung der Durchführungsverordnung zum Neuen Finanzplan wies Staatssekretär Reinhard auf bie g ü n ft i g e Entwicklung bes Steueraufkommens des Reiches hin. Danach betrug das Gesamtaufkommen im Rechnungsjahr 1938, D. h. vom 1. April 1938 bis zum 31. März 1939, 1 7,7 Milliarden Mark gegenüber rund 14 Milliarden im Rechnungs- jcrhr 1937. Im Voranschlag vorgesehen waren 16 Milliarden. Von den 17,7 Milliarden Mark entfallen rund 300 Millionen auf bie Ostmark, auf bas Altreich also 17,4 Milliarben. Zu dem Betrag von 17,7 Milliarden kommen noch 500 Millionen'Mark bis jetzt entrichtete Judenvermögensabgabe, so baß insgesamt 18,2 Milliarben' Mark auf ber Einnahmeseite erzielt würben. Diese außerordentlich günstige Entwicklung 8es Steueraufkommens wirb nach Ansicht bes Staatssekretärs in den nächsten Jahren in gleich emUmfange weitergehen. Das geht schon daraus hervor, baß allein in den ersten 20 Tagen des Monats April 1939 200 Millionen Mark an Steuern mehr eingekommen find als in ber gleichen Zeit im Jahre 1938, wobei noch zu berücksichtigen ist, baß ber April nicht einmal ein besonder Monat für Steuerfälligkeiten ist. > __________________ Oer Führer ehrt die antarktische Expedition. Berlin, 27. April. (DNB.) Der Führer hat auf Vorschlag bes Oberbefehlshabers ber Kriegsmarine, Großabmiral Dr. h. c. Raebe r, ben Leiter ber soeben aus bem Arbeitsgebiet zurückgekehrten Deutschen Antarktischen Expebition 1 9 38/3 9, Regierungsrat Kapitän Ritscher, in Anerkennung seiner Leistung zum Ober- regierungsrat beförbert unb bie erfolgreiche Arbeit aller Teilnehmer burch folgenbes Telegramm hervorgehoben: Den Teilnehmern an ber Deutschen Antarktischen Expebitton 1938/39 banke ich. für bie Meldung von ihrer Rückkehr in bie Heimat. Ich oerbinbe bamit meine herzlichen Glückwünsche z u ber erfolgreichen Durchführung ber ber Expebition übertragenen Aufgaben. * Dberregierungsrat Kapitän Ritscher ist von bem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine bem Beauftragten für ben Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, als Leiter für biefe Expedition zur Verfügung gestellt worden, da er in seltener Weise See- ersahrenheit und Kenntnis arktischer Verhältnisse mit fliegerischer Erfahrung verbindet. Von Haus Polizei zweier Kontinente gesucht — ohne Erfola Und nicht nur das: unter den Augen der Polizei verübt er dauernd neue Diebstähle. Neulich der große Ju- roelenraub in Brüssel wirb von Sachoerständigen auch auf sein Konto geschrieben." „Und keiner weiß, wer er ist?" „Keiner. Und vor allem weiß keiner, wie er wirklich aussieht. Oder besser, die wenigen, bie es wissen, verraten ihn nicht. Seine Verwandlungs- fähigkeit, die ihm ja auch den Spitznamen eingetragen hat, soll unheimlich fein. Vielleicht ist es der alte Herr dort hinten." — Er wies auf einen ehrbaren «Stabtbürger, ber sicherlich sehr empört gewesen wäre, wenn er gewußt hätte, wofür er als Beispiel herangezogen wurde. — „Aber ebensogut kann es auch ber Mann im Schidreß, hier zwei Tische weiter, fein", fuhr Holk fort. „pla, ich danke. Reizende Aussichten, auf diese Weise womöglich ahnungslos mit solch einem Verbrecher sich zu unterhalten." „Da5 könnte Ihnen glatt passieren. Aber es ist nicht sehr wahrscheinlich", tröstete er lachend. „Sagen Sie das nicht. Es passieren viel mehr unwahrscheinliche Dinge, als man glaubt", sagte Dina nachdenklich. Sie dachte dabei nur an das Testament ihrer Großtante; sie ahnte nicht, daß sie unbewußt zur Prophetin geworden war. Nein, sie ahnte tatsächlich nichts! Wenig später saß sie in einer friedlichen und harmonischen Stimmung in der Stadtbahn, wie sie es niemals zuvor erlebt hatte. Vor diesem Tage habe ich mich so gefürchtet, dachte sie, während eine wundervoll entspannende Müdigkeit sie einwiegte, und nun war es einer der besten seit vielen vielen Jahren. Ich will ihn nie vergessen, nie!--- In langer Kette glitten die «Schiläufer hintereinander bie letzte Abfahrt hinab. Am Fuß des Hügels vor dem Hotel stand der Leiter des Kursus, Herr Kaspar, der beste Schilehrer von Arosa; ebenso anerkannt wegen seines vorzüglichen Unterrichts, wie gefürchtet wegen seiner Kritik, die auch vor dem niedlichsten Schihasen nicht Haltmachte. Auch jetzt bekam jeder feiner Schutzbefohlenen zum Schluß noch eine Bemerkung zu hören, mal lobend, mal verbessernd, mal tadelnd; seinem erfahrenen Blick entging nicht die kleinste Nachlässigkeit. „Gut, Frau Schenzli, schaun's, es wird schon — Sie, Herr Doktor, haben Sie noch beide Stöcke? Ich dachte schon. Sie hätten einen verschluckt, weil Sie so steif runterkamen — Herr Walter, wenn ich sage, Hocke, meine ich nicht, daß Sie gleich so lief gehen, als ob Sie auf’m Schlitten fitzen — hoppla, was ist denn das für ein merkwürdiger Schwung?" lachte er, als einer ber Schüler vor ihm landete und erst nach heftigen Schwankungen bas Gleichgewicht wieder bekam. „Wie? Kristiania? Wohl eine neue Erfindung von Ihnen, biefer Kristiania? Lassen Sie rechtzeittg bas Patent eintragen, damit ihn keiner nachmacht — natürlich, ber Herr Schneider muß mal wieder absitzen. Sie haben recht, Herr, es ist die einfachste Bremse, wenn die Buxen es aushalten. — Brav, Frau Wegner, sehen Sie, jetzt geht es linksrum auch, man muß auf beiden «Seiten sicher fein, bie Abhänge richten sich nicht nach Ihnen — na, ba wären wir ja alle beisammen. Alsbann — morgen geht's auf bie Camennahütte — wie, Sie können nicht mit, Frau Wegner? Besuch — schön, aber hier auf dem Uebungshang ben Linksschwung noch ein bißchen exerzieren, was?" „Aber sicher, Herr Kaspar", nickte Dina eifrig. „Also auf morgen, meine Herrschaften!" grüßte sie. Er gab sich einen leichten Schwung und glitt die vereiste Dorfstraße hinab. Halb neidooll, halb bewundernd folgten ihm bie Blicke seiner Schar. „Wenn man so laufen könnte", seufzte ber „abgesessene" Herr Schneider aus tiefstem Herzen, „das lerne ich nie." „Wäre auch ein bißchen viel verlangt. Der Kaspar hat bestimmt das Schifahren zugleich mit dem Laufen gelernt, wie all die kleinen Steppkes hier", tröstete Dr. Baumgart, „er gilt überhaupt als einer ber besten Läufer." „Aber grob ist er", klagte Fräulein Löffler, die sich vergeblich um das Lösen ihrer Bindung mühte. „Mich hat er gefragt, ob ich O-Beine hätte, weil meine «Spitzen vorne immer übereinander gehen. Dabei sieht man doch wirklich, daß ich keine habe." Sie bückte sich seufzend über den widerspenstigen Schi. Herr Schneider war inzwischen feine Bretter losgeworden und blickte wohlgefällig auf die Rundungen, die Fräulein Löffler unfreiwillig präsentierte. „Das ist unerhört, wo Sie so schöne Beine haben", sagte er überzeugt, „roarten Sie, ich helfe Ihnen." „Das hat Herr Kaspar doch verboten", jammerte sie. „Ach was, der sieht's nicht mehr", antwortete Schneider leichtsinnig. „Sehen Sie, schon geschafft." „Vielen Dank!" Die kleine Löffler richtete sich erleichtert auf. Sie war wirklich sehr niedlich, und ber hilfsbereite Herr Schneiber benutzte gleich bie Gelegenheit, einen gemeinsamen Kaffee vorzuschlagen. Einträchtig zogen die beiden ab. Dina hatte die kleine Szene amüsiert beobachtet. Wenn sie auch keine Schikanonen werden, so wird Arosa für sie doch noch andere Reize haben, dachte sie und nahm ihre Schier auf, um sie im Hotel ab-- zugeben. Sie war nun fast drei Wochen hier oben, drei Wochen, die in ihrer Erinnerung zu einem langen Sonntag verschmolzen. Es hatte nicht nur äußerlich, es hatte auch innerlich ein neuer Abschnitt ihres Lebens begonnen: die schwerfällige Zurückhaltung, die sie früher hemmte, hatte sich verloren, sie suchte zwar die Menschen nicht, aber sie wich ihnen auch nicht mehr aus, und niemand hätte in der eleganten, heiteren Dame, bie zwanglos in ber Halle plauderte und tanzte, die sttlle resignierte Frau wiedererkannt, die jahrelang gewissenhaft ihre Pflicht erfüllte und ber Arbeit bankbar war, weil sie ihr keine Zeit ließ, über ihr Schicksal nachzudenken. (Fortsetzung folgt.) in- Aus -er engeren Heimat worden. Kreis Friedberg. alle Derbrauchsplätze. ein 50 Jahre angehört, erhielt das goldene Ehren- -l- B u tz b a ch, 25. April. Die hiesige Krieger- kameradschaft hielt dieser Tage im „Deutschen Hause" eine ordentliche Hauptversammlung ab bei der Kameradschaftsführer Bausch und Schriftführer Reith Ausführungen über die Arbeit des vergangenen Jahres machten. Die Kameradschaft zählt 231 Mitglieder; 10 sind im letzten Jahre verstorben, 23 Kameraden eingetreten. Nachdem der KassenSerechte Verteilung von Gchlachtrindern und -kälbern. Zeichen. Den ' Kameraden Georg H ä u s e r, R. Schwarz, A. R ö d e r , Beruh. Steinhäuser und I. S ch w e b l e r wurden für 40jährige Mitgliedschaft ein Bild des Kyffhäuserdenkmals mit Widmung und eigenhändiger Unterschrift des Bim- desführers überreicht. Die silberne Nadel für 25jah« riae Dereinszugebörigkeit erhielten die Kameraden Dr. Luft, K. Stork und Hch. Goß mann. «reis EDetvai Kameraden antreten. Oie Meiler rauchen wieder. LPD. Lauterbach. 27.April. Wer jetzt durch die Wälder des „Heiligenwald" bei Engelrod streift, kann wieder die Köhler bei ihrer Arbeit sehen. Das im letzten Winter geschlagene Buchenholz wird nun verkohlt. Der Beruf des Köhlers ist sehr selten ge- Sodann beging man die Feier des 60jährigen Bestehens. Diese wurde durch den Beethoven-Chor „Die Himmel rühmen", (meisterhaft gesungen vom Gesangverein Liederkranz Kesselbach), eingeleitet. Direktor Schmidt begrüßte in wirkungsvoller Ansprache im Auftrag der Berwaltung die zahlreich erschienenen Mitglieder und Ehrengäste. Unter den Ehrengästen waren auch Zwei Söhne des damals in Kesselbach ansässigen Lehrers R a b e n a u , auf dessen Anregung hin sich am 16. Januar 1879 fünfzehn Männer unserer Gemeinde entschlossen, eine Spar- und Dorschußkasse zu gründen. Don den fünfzehn Gründern ist noch einer, der Altveteran Küfermeister und Landwirt Wilhelm Becker IV., am Leben. Im Verlauf der Feier wurde ein umfangreicher geschichtlicher Rückblick gegeben, aus dem die Entwicklung der Kasse über sechs Jahrzehnte hinweg aufschlußreich ersichtlich wurde. Im Anschluß daran wurden der Kasse zahlreiche Glückwünsche zuteil. Die Pausen füllte Tier Gesangverein mit stimmungsvollen Chören und Vylksliedern aus, die großen Beifall fanden. Ein kameradschaftliches Beisammensein beschloß den Abend. IahreshauptappeU der Freiwilligen Feuerwehr Lollar. Fahrer auch so hätte fahren müssen, daß er rechtzeitig anhalten konnte. Eine Strafverfolgung gegen den anderen Fahrer ist aber nicht möglich, da ™ zwischen Verjährung eingetreten ist. Nundsunkprogramm Samstag, 29. April. gelegt werden. Architekt Balser erläuterte die vorliegenden Pläne, und Stadtrechner Gehringer gab Auskunft über Finanzierungsmöglichkeiten. Neben vorhandenem Kapital und in Aussicht stehenden Zuschüssen muß mit der Aufnahme einer größeren Summe — 50 000 bis 60 000 Mark — gerechnet und 1 gebührenpflichtige Verwarnung; 2 Radfahrer wurden zur Anzeige gebracht und 7 gebührenpflichtig verwarnt. , *** Anmeldung, zur Anlegung der W e h r st amnirolle. Für die Stadt Gießen einschließlich der Dororte Klein-Linden und Wieseck wird bekanntgemacht, daß sich alle Wehrpflichtigen des Jahrganges 1919, die in der Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 1919 geboren sind, ferner alle Wehrpflichtigen des Geburtsjahraanges 1920 und außerdem die noch nicht Erfaßten der Geburtsjahrgänge 1906, 1907, 1910 und 1913 bis 1918, soweit sie ihren Aufenthalt in der Stadt. Gießen haben, persönlich zur Anmeldung zur Wehrstammrolle bei der Polizcidirektion Gießen, Einwohnermeldeamt, Neuen Baue 22, zu melden haben. Amtsgericht Gießen Der W. W. in Gießen erhielt einen Strafbefehl über 20 Mark wegen UÜbertretung der Reicks- straßenverkehrsordnung. Er fuhr am 23. November 1938 gegen 22.25 Uhr mit seinem Personenkraftwagen die Friedeusstroße in Richtung Kugelberg und hat beim Einbiegen nach links einen zu engen Dogen ausgeführt, wodurch er mit einem anderen Personenkraftwagen, der in Richtung Grünberger Straße fuhr, einen Zusammenstoß verursachte Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. Die Beweisaufnahme ergab eine gewisse Mitschuld des entgegenkommenden Personenkraftwagens, woraus das Gericht die Strafe auf 5 Mark ermäßigte. Beide Straßen sind gleichberechtigt, weshalb der andere 60 Jahre Spar- und Vorschußkafse Kesselbach. Kesselbach, 27. April. Die hiesige Sparund Vorschußkasse hielt ihre Generalver- ammlung verbunden mit der Feier des 60jährigen Bestehens bet Mitglied Johannes Höchst ab. Der Versammlungsleiter, Direktor Schmidt, wies auf die Bedeutung der 60. Generalversammlung hin. Der im Laufe des Jahres durch Tod ausgeschiedenen Genossen wurde in gebührender Weise gedacht. Aus dem von Rechner Becker erstatteten Jahresbericht ging hervor, daß auch in diesem Jahre die Aufwärtsentwicklung weiter angehalten hat Die Bilanzsumme ist von 732 423 Mark auf 784 503 Mark gestiegen. Ebenso hatte der Umsatz eine Steigerung von 760 000 Mark und betrug 5 555 000 Mark. Die gesamten flüssigen Mittel betragen 107 234 Mark und übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Eine starke Nachfrage für Kredite bestand auch in diesem Jahre. Es konnten 91045 Mark bewilligt werden.' Die Gesamtausleihungen betragen nur 688 000 Mark. Durch vermehrte Etn- zahlungen auf Spareinlagen und laufender Rechnung war es möglich, diese Ausleihungen zu tätigen und auch das Wertpapierkonto zu erhöhen. Die gesamtes anvertrauten Einlagen betragen 682 703 Mark. Das eigene Kapital, Geschäftsguthaben und Reserven, hat sich ebenfalls weiter erhöht und beträgt 77 423 Mark. Der Reingewinn fand nach dem Vorschläge des Vorstandes feine Verwendung. Es konnten 5 v. H. Dividende den Mitgliedern gutae- ichrieben und 1100 Mark den Reserven zugewiesen werden. Der Aufsichtsrat erstattete Bericht über seine Tätigkeit und die im November 1938 stattgefundene gesetzliche Revision. Die Bilanz und Jahres- rrchnung wurde genehmigt, dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Das ausscheidende Vorland smitglied Köhler, sowie die Aufsichtsratsmitglieder Grau, Schaaf II. und Kauf mann wurden wiedergewählt. Hiermit schloß der geschäftliche Teil. Lollar, 27.April- Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt dieser Tage in der „Traube" ihren Jahreshauptappell ab. Hauptbrandmeister Schelm gedachte zunächst der verstorbenen Kameraden des vergangenen Jahres. Dann gab er davon Kenntnis, daß Kreisfeuerwehrführer Bouffier als Mitglied der Wehr zu begrüßen fei und erstattete dann einen ausführlichen Jahresbericht. Er sprach von den großen politischen Ereignissen des Jahres 1938, von dem neuen Gesetz über das Feuerlöschwesen, über die Einweihung der Feuerwehrfachschule in Mainz und deren Besichtigung durch die Wehr und über die anschließende Rheinfahrt. In weiteren Darlegungen sprach er über den Kreisfeuerwehrtag in Watzenborn-Steinberg sowie über die Umgestaltung und die weitgehende Verbesserung im Feuerlöschwesen innerhalb des Kreises Gießen. In kurzen Zügen berichtete er ferner über die Sitzungen des Führerrats, die Feuerwehrtagungen, über Auszeichnungen und . Beför- berungen, Brände, Alarmierungen, über die Mitgliederbewegung und über den „Tag der Polizei". Öberbrandmeister Heinrich Rohrbach VIII. erstattete den Kassenbericht und gab den Voranschlag für 1939/40 bekannt. Hauptbrandmeister Schelm verlas dann die Kameraden, die seit 30, 25, 20, 15 und 10 Jahren in der Wehr stchen sowie auch diejenigen, die im Laufe des Jahres regelmäßig an den Hebungen teilnahmen. Ludwig Hofmann VI. erhielt das Feuerwchrehrenzeichen. Die Oberfeuerwehrleute Wilhelm Herz berg er, Karl Seitz und Martin Schupp wurden zu Löschmeistern und die Wehrmänner Paul Werner, Heinrich Deußing. Wilhelm Frank, Erhard Spuck und Otto Grün zu Oderfeuerwehrmannern befördert. Nach der Verpflichtung einiger Kameraden durch Bürgermeister Böhm wurde über den Landesfeuerwehrtag in Neu-Isenburg eingehend gesprochen. Die Wehr wird in Neu-Isenburg mit 70 FWD. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Rinder- und Kälberschlachtungen auf einer bisher nicht erreichten Höhe. Einmal standen nach einem starken Ansteigen der Viehbestände größere Mengen schlachtreifer Tiere zur Verfügung, auf der anderen Seite mußte eine große Anzahl von an Maul- und Klauenseuche erkrankten Rindern vorzeitig der Verwertung zugeführt werden. Das Ergebnis der letzten Viehzählung vom Dezember 1938 zeigte daher, daß der Gesamtrinderbestand gegenüber dem Vorjahr sich etwas vermindert hat. Es ist notwendig, die durch die Maul- und Klauenseuche geschlagenen Schäden im Wege gesunder Nachzucht auszugleichen. Infolgedessen muß damit gerechnet werden, daß der Anfall an Schlachtrindern und -kälbern in der nächsten Zeit nicht so reichlich sein wird wie im vergangenen Jahre. Um aber auf jeden Fall eine gleichmäßige und gerechte Verteilung des zur Verfügung stehenden Anfalles von Schlachtrindern und -kalbern zu gewährleisten, hat die Hauptvereinigung der Deutschen Diehwirtschaft den bisher lOOprozen- tigen Kontingentsatz der Kälberschlachtungen und Kalbfleischumsätze niit Wirkung vom 1.5.1939 auf werden, wozu nach Mitteilung des 1. Beigeordneten wohl von der Behörde Genehmigung erteilt wird. Sämtliche Ratsherren sprachen sich grundsätzlich für den großen Plan aus, und in gleicher Weise geht auch die Entscheidung des 1. Beigeordneten. Eine Besichtigung des Schwimmbades hat ergeben, daß Ausbesserungsarbeiten am großen Schwimmbecken unbedingt erforderlich sind. Nähere Ausführungen hierzu gab Architekt Balser. Die Rats- Herren sind mit den vorzunehmenden Arbeiten einverstanden. führer Me 3 atyre sredjnung dorgebradyt und ein Be- 80 v. H. festgesetzt. Die neuen Kontingentsätze ge- richt über den Schießdienst gegeben worden mar, wahrleisten neben einer auskömmlichen Versorguna fand eine Ehrung verschiedener Mitglieder statt. Das der Bevölkerung vor allem eine gleichmäßige und ätteste Vereinsmitglied, Jakob H e i l, der dem Der- gerechte Verteilung des anfallenden Welsches auf < Wißmar, 26. April. Unter starker Beteiligung der Mitglieder hielt die Spar- und Dar« l e h'e n s k a s s e Wißmar in der Gastwirftchast Wolf ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Ludwig Leid eröffnete die Versammlung und ge- dachte zunächst der verstorbenen Mitglieder. Denk vom Geschäftsführer W. Becker vorgetragenen ausführlichen Bericht fei folgendes entnommen: Berichtsjahre traten 27 neue Mitglieder der Genoss senschafl bei, so daß der Mitgliedcrstand 276 beträgt^ Der Umsatz stieg um 80 000 Mark, die Einlage^ stiegen um 36 OOÖ Mark. Allen Kreditanforderungen konnte Rechnung getragen werden. Die vor einem Fahr bei der Landesbauernkasse noch vorhandene Schuld konnte abgedeckt werden, und am Jahresende betrug das Guthaben bei der Bank 30 468 Mark. Einen erfreulichen Auftchwung nahm auch der Sparmarkenumsatz, der allein 9861 Mark Einlagen brachte. Der Warenumsatz betrug — wie im Vorjahre — etwa 70 000 Mark, und im Absatzgeschaft wurden 471 Doppelzentner Getreide erfaßt. Der- bandsrevisor Keßlar (Wetzlar) gab Erläuterungen zu der von ihm vorgetragenen Bilanz und erstattete ferner Bericht über die vorgenommene gesetzliche Prüfung, wobei er den guten Stand der Genossenschaft, die Pflichterfüllung der Verwaltung und die gute Führung der Kasse hervorhob. Die satzungsgemäß Ausscheidenden: Vorsitzender Ludwig - Leib unh, die beiden Aufsichtsratsmitglieder Louis Kraft und Karl Todt wurden wiedergewählt. An Stelle des verstorbenen Auftichtsratsmitgliedes Hermann Klinket wurde Karl Leid 228 neu- gewählt. Die Generalversammlung genehmigte die vorgefchlagene tAewinnverteilung. Der Reingewinn betrug 5087,12 Mark. Direktor Diefenbach hielt im weiteren Verlauf einen ausführlichen Vortrag über die Bedeutung genossenschaftlicher Zusammenarbeit. Der Vertreter der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft, G o n d o l f, berichtet über die Besonderheiten des Warengeschäfts. Wißmar, 26. April. An Stelle des ver- : ftorbenen Ortsdieners Hermann Klinke! wurde der Hüttenarbeiter Heinrich Becker (Krofdorfer 1 Straße) verpflichtet, der bereits am Samstag seinen Dienst antrat. — Ihr 25jähriges Arbeitsjubllaum \ als Kulturarbeiterin im hiesigen Gemeindewald , konnte dieser Tage die Witwe Margarethe Bit- . tendorf feiern. Durch die Gemeinde wurde - die gebührende Ehrung zuteil. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Moraenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gym- na'tik. 8.25: Deutschland — Kinderland: „Nur ein Mädchen!" 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt das Danziger Landesorchester. 9.30: Gaunachrichten. 10: Schulfunk. Der Zug des scl>arzen Herzogs. Ein Hörspiel. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. Es spielt das Orchester des Reichssenders Wien. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Stimmen aus dem Alltag. 15.30: Wir reisen in die weite Welt ... Mit unfern Jungmädeln auf froher Fahrt. 16: Schwingende Rhythmen. 1000 Takte froher Musik. 18: Bühne und Film im Rundfunk. 18.30: Mi- litärkonzert. Ausführung: Regimentsmusik des JR. Nr. 15, Kassel. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Gemein- jchaftliches Volksliedsingen der Faschistischen Jugend der italienischen Kolonie Frankfurt a. M. und der Rundsunkspielschar 8, Frankfurt a. M., der Reichs- jugendführung. 20: Nachrichten. 20.15:1 Fröhliches Wochenende. Kameradschaftsabende von Betrieben in Trier und Freiburg. 22: Nachrichten. 22.30 bis 24: Wir tanzen in den Sonntag. Sitzung der Ratsherren in Srünberg + Grünberg, 25. April. Der 1. Beigeordnete Alb ach leitete die Sitzung. Zur Beratung stand die Frage der Errichtung eines Gebäudes f ü r d i e B e r u f s f ch u l e. Außer den Ratsherren waren daher Rektor Häusel und die Berufsschullehrer G e n g n a g e l und K r ö h l e sowie Architekt Balser und Stadtrechner G e h r i n g e r zu der Sitzung zugezogen. Vor einiger Zeit hat diese Frage die Ratsherren schon einmal beschäftigt. Während man damals glaubte, mit einer Verlängerung und Aufstockung des Anbaues am Volksschulgebäude auskommen zu können, hat man nach weiteren Vorbesprechungen mit den zuständigen Stellen die' E r r i ch t u n g eines Neubaues vorgesehen. Derselbe soll in den Robertschen Garten kommen, der an den Schulhof grenzt. Dem Erwerb dieses Geländes stehen keine Schwierigkeiten im* Wege, da der Besitzer seinen Garten im Tausch gegen' anderes Gartengelände hergeben will. Architekt Balser hat zwei Pläne aus- gearbeitet, eine kleine Lösung, die zwei Lehrsäle mit Siebenräumen vorsieht und mit 53 300 Mark veranschlagt ist, und einen großen Plan, der vier Säle, Lehrwerkstätten und Nebenräume enthält und eine Bausumme von 90 000 Mark erfordert. Ein Plan von Architekt Schuhmacher (Gießen) sieht 87 000 Mark Kosten vor. Nach Ausführungen von Rektor Häusel, die von den Berufsschullehrern Geng- nagel und K r ö h l e unterstützt und ergänzt wurden, ist die Zahl der Ortschaften, die Berufsschüler nach Grünberg entsenden, durch Hinzunahme der Ortschaften um Laubach und der Rabenau bis Londorf bedeutend geftiegen, die Schülerzahl zeigt daher in diesem Jahre eine Erhöhung von 235 auf 265, trotzdem andererseits durch Uebermeifung der Lehrlinge im Nahrungsmittelgewerbe nach Gießen und Wegfall des dritten Jahrgangs der landwirtschaftlichen Schüler zahlreiche Ausfälle zu verzeichnen find. Wenn man auch die Berufsschulen nach den Kreisstädten legen will, so rechtfertigt doch die Lage Grünbergs zwischen Gießen und Alsfeld hier eine Berufsschule zu belassen, da sie für die Schuler der Umgebung leicht und billig zu erreichen ist. Auf die Ausstattung dieser Berufsschule durch Einrichtung von Lehrwerkstätten muß aber besonderes Gewicht immer gerr) geraucht GI ESSEN Bah nhofstr. 22 WWWll sucht für sofort Stellung (Nähe Gießen). Schr. Ang. unt. 02153 a.d.G.A. jstelienangeböte] Neuheil! Kosmetik! Provisionsvertreter oder siioD Wiederverkäufer gesucht D. Brömel Blbens'ock 1. E. Tüchtiger Samen- nah Serien-Mein unö Stifeufe in Dauerstellung, auch Aushilfskräfte, für sofort oder später bei guter Bezahlung gesucht. [3100D Salon Buthöerget Gießen Am Bahnhof. Zuverlässige Mm f. täglich gesucht. Bergstraße 9 v. Fleiß., sauberes Mdcken f. Bäckereibaus' haltgesucht.Gute Behandlung und guter Lohn. 3113V Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gieß.Anzeig. Verfteiseruns Samstag, den 29. 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'ölwiom I 3. » 3112A fIwmemaw psnp E «uf 213S Geprüfte 78.- O S 45.- 0 Gießen, Neustadt - Ecke Bahnhofstraße 11.5.1939 12. 5.1939 15. 5.1939 16. 5.1939 17. 5.1939 19. 5.1939. t F—H am J—L am M—Q am R—S am T—Z am Verlobungs-Anzeigen liefert BrühPsche Druckerei Flasche BM. 1.75, 3.30 u. 4.20 Auf Wunsch Probeflaschc gratis ■ 1920 Fa- (auch Schuppenflechte) Wie schwer Ist es oft, sich von diesem häfll. das Leben verbitternd. Leiden zu befreien. Durch welch einfach anzuwend. Mittel mein Vater von jahrelang. Leiden u. zahlr. andere Kranke In kurzer Zelt, oft schon In 14Tagen völlig gehellt wurden, teile loh Ihnen gern kostenlos und unverblndl. mit. Max Müller, Hellmittelvertrieb, ——Bad Weißer Hirsch b.Dresden--- 5 g- o, ö a ö - hält, hat sich unverzüglich bei der Verwaltungsstelle (ehemalige Bürgermeisterei) seines Vorortes zu melden. Die Anmeldungen erfolgen in der Zeit von 16 bis 18 Uhr. Bei der Anmeldung zur Wehrstammrolle hat der Dienstpflichtige folgende Papiere vorzulegen: a) den Geburtsschein; b) Nachweise über seine Abstammung, soweit sie in seinem oder seiner Angehörigen Besitz sind (Ahnenpaß); c) die Schulzeugnisse und Nachweise über seine Berufsausbildung (Lehrlings- und Gesellenprüfung); d) das Arbeitsbuch; dieses hat der Unternehmer dem Dienstpflichtigen zu diesem Zweck auszuhändigen; e) Ausweise über Zugehörigkeit zur HI. (Marine- HI.), zur SA. (Marine-SA.), zur jj, zum NSKK., zum NS.-Reiterkorps, zum Deutschen Seglerverband, zum NSFK. (Nationalsozialistisches Fliegerkorps) und über die Ausbildung in diesem, züm RLB. (Reichsluftschutzbund), zum FWGM. (Freiwilliger Wehrfunk, Gruppe Marine), zum DASD. (Deutscher Amateursende- und Empfangsdienst), zur TN. (Technische Nothilfe), zur Freiwilligen Sanitätskolonne (Rotes Kreuz), zur Feuerwehr; f) den Nachweis über den Besitz des Reichssportabzeichens oder des Wehrsportabzeichens; g) Freischwimmerzeugnis, Rettungsschwimmerzeug- nis, Grundschein, Leistungsschein, Lehrschein der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG); h) den Nachweis über fliegerische Betätigung, für Angehörige des fliegerischen Zivilpersonals der Luftwaffe, der Luftverkehrsgesellschaften und der Reichsluftverwaltung die Bescheinigung des Dienststellenleiters über fliegerisch sachliche Verwendung und Art der Tätigkeit; i) den Führerschein (für Kraftfahrzeuge, Motorboote); k) die Bescheinigung über die Kraftfahrzeug-Ausbildung beim NSKK.-Amt für Schulen, den Reiterschein des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung; 1) den Nachweis über die Ausbildung beim Roten Kreuz; m) den Nachweis über Seefahrtzeiten — Seefahrtbuch —, über den Besuch von Seefahrtschulen, Schiffsingenieurschulen, der Debeg-Funkschule — Befähigungszeugnisse; n) das Sportseeschifferzeugnis, den Führerschein des Deutschen Segleroerbandes, den Schein C einer Seesportschule, das Seesportfunkzeugnis; o) den Nachweis über geleisteten Arbeitsdienst (Wehrpaß, Arbeitspaß oder Arbeitsdienstpaß, Dienstzeitausweis, Pflichtenheft der Studenten- wmmer- werden schnell beseitigt durch Venus B verstärkt oder B. extra verstärkt. 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Dienstpflichtige oder die für sie Verpflichteten, die durch Krankheit (dazu gehören auch Geisteskranke, Nervenkranke und Krüppel) an der Anmeldung verhindert sind, haben hierüber ein Zeugnis des Amtsarztes einzureichen. iiiiiiii Etwaige Zurückstellungsanträge von der Ableistung des Reichsarbeitsdienstes und des Wehrdienstes aus häuslichen, wirtschaftlichen oder beruflichen Gründen sind durch den Dienstpflichtigen, seine Ehefrau oder Eltern tunlichst bei der Anmeldung unter Vorlage evtl. Beweisstücke zu stellen. Jeder Dienstpflichtige hat alle Angaben über seine Person durch Vorlegung von Urkunden, Personal- papieren und Ausweisen zu erhärten. Die Urkunden müssen urschriftlich oder ihre Abschrift amtlich beglaubigt sein. Wer seiner Anmeldepflicht nicht oder nicht pünktlich nachkommt oder den vorstehenden Anordnungen zuwiderhandelt (Nichtvorlage der Unterlagen oder Paßbilder) wird, wenn keine höhere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis 150,— RM. oder mit Haft bestraft. Evtl, werden sofortige polizeiliche Zwangsmaßnahmen gegen ihn ergriffen. Gießen, den 26. April 1939. Der Polizeidirektor. M. d. F. b.i H e l l w e g e - E m d e n. £ E C c 3 E J • 41 CgS 2®ä- C c £., 5; 1, Fliegerrennen 2. Vorgaberennen 3. Omnium 4. Mannschaftsrennen nach 6-Tage-Art Am start u.a.: Der Deutsche Meister lean Schorn Ausrichter: Gießener Radf.-Vereinigung e.V. ______________ 3108D Sport-Anzüge in flotten Formen und Farben Die noch nicht erfaßten Wehrpflichtigen der Ge- burtsjahrgänge 1906, 1907, 1910 und 1913 bis 1918 am 22.5.1939. Für die Dienstpflichtigen der Vororte Klein- Linden und Wieseck ergehen besondere Aufforderungen. Wer eine solche Aufforderung nicht er- ' DOppELHERMnid %um Einweichen, Waschen, Schrubben, Putten, Dr.Thompsons e s L IS v 8 Bekanntmachung. Vetr.: Anmeldung zur Anlegung der Wehrstammrolle der Geburlsjahrgänge 1919 und 1920. Auf Grund des Wehrgesetzes vom 21. 5.1935, des Reichsarbeitsdienstgesetzes vom 26. 6.1935, der Verordnung über das Erfassungswesen vom 15. 2.1937 und der Anordnung über die Erfassung und Musterung für den aktiven Wehrdienst und Reichsarbeits- dienst im Jahre 1939 vom 18. 4.1939 wird für die Stadt Gießen einschließlich der Vororte Klein-Linden und Wieseck folgendes bekanntgemacht: 1. alle Wehrpflichtigen des Geburtsjahrgangs 1919, die in der Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 1919 geboren sind, 2. alle Wehrpflichtigen des Geburtsjahres 1920, 3. die noch nicht erfaßten Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1906, 1907, 1910 und 1913 bis 1918, die in der Stadt Gießen aufenthältlich sind und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, haben sich persönlich zur Anlegung der Wehrstammrolle bei der Polizeidirektion Gießen, Einwohnermeldeamt, Ueuen Baue 22 I, zu melden. Als Stichtag ist der 26. April 1939 festgesetzt. Auch Nichtarier sowie alle männlichen Personen der genannten Jahrgänge, bei denen die Staatsangehörigkeit nicht feststeht, haben sich zu melden. Befreit sind nur diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt bereits Reichsarbeitsdienst leistest oder in der Wehrmacht oder ^-Verfügungstruppe aktiv dienen. Ist ein Wehrpflichtiger von dem Ort der polizeilichen Meldebehörde vorübergehend abwesend, so hat er sich bei ihr zunächst schriftlich und nach Rückkehr unverzügliä) persönlich zu melden. Die Anmeldung zur Anlegung der Wehrstammrolle beginnt am 8. Ulai 1939, jeweils in der Zeit von 7 bis 12 und 15 bis 17 Uhr, Mitwochs von 1 miliennamen beginnen: A—E am deren Familiennamen beginnen: A—H am 8.5.1939 J—Q am 9.5.1939 R—Z am 10.5. 1939. 2. Die Dienstpflichtigen des Geburtsjahres (außer Klein-Linden und Wieseck), deren Kombi nationshosen in zu den Sakkos passenden Farben 10.50 15.- 19.50 24.- 29.- Sakko-Anzüge, Gabardine-Mäntel Cheviot- und Popeline-Mäntel in der bekannt großen Auswahl 36.- 49.- 58.- 69.- Sport-Sakk für Kombinationen 22.50 25.- 32.- 38.- Saatgerste Hochzucht Hadostreng empfiehlt Heinrich Bahn Samenhandlung Bahnhofstraße / TeL 3403 _________________________3105A Wenn es in den schönen Sommer geht, ist sportliche Kleidung immer richtig! Eine fesche Kombination, ein flotter Sport- Sakko mit Golfhqse - das ist so recht das, was Sie brauchen. Sehen Sie sich unsere vorteilhaften Angebote einmal näher an und bedenken Sie: Unsere guten Qualitäten geben diesen er- s.nunlich niedrigen Preisen immer wieder besonderes Gewicht! Vergebung von Abbrucharbeiten. Der Abbruch der ehemaligen Wohnbaracken Alter Rödger Weg 10 bis 20 soll insgesamt oder nach Losen getrennt vergeben werden. Die Unterlagen sind bei der unterzeichneten Dienststelle erhältlich. Angebote sind zum Verdingungstermin Freitag, den 5. Wai, vormittags 10 Uhr, einzureichen. 3098D Gießen, den 27. April 1939. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. . I. Ä.: Gra v e r t._____________________ Sonntag, den 30. April 1939, nachm. 3 Ihr auf dem Waldsportplatz: Babn-Radrennen 7 bis 15 Uhr, und endigt am 22.7Nai 1939. Es melden sich: 3099D Die Dienstpflichtigen des Geburtsjahrgangs 1919, die in der Zeit vom 1.9. bis 31.12. 1919 geboren sind (außer Klein-Linden und Wieseck), Harren-Anzüge Sport-Anzüge Knaben-Anzüge Gummi-Mäntel Gabardine-Mäntel Sport-Sakkos Tennis-Hosen Janker 29.50 36.- 48.- 54.- 18.- 24.50 29.50 38.- 48.- 58.- 12.50 16.50 22.- 24.- 26.- 12.50 14.8017.- 21.-25.50 39.50 48.- 59.- 65- 69- 11.40 16.50 24.50 32.50 6.20 7.80 9.5014.5018- 4.50 6.50 9.50 12.50 Lahnkies Lahnsand Lahnsdiotter Mainsand Rheinsand prompt und in jeder Menge lieferbar C. 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