Ar. Erstes vlatt 189. Jahrgang Dienstag, 28. Marz 1939 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Gmndpreije für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von 70 m m Brette 50Rpf.,Platzoorschrift nach vorh.Dereinbg.250/o mehr. Ermäßigte Grundpretje: Stellen», Vereins», gemein« nützige Anzeigen sowie ein« spaltige Gelegenhettsanzei« gen 5 Rpf., Familienanzei« gen, Bäder», Unterrichts» u. behördlicheAnzeigen6Rpf. 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So verlangt das rechtsstehende „Petit Journal" die baldige Anknüpfung von Verhandlungen mit Italien, schreibt jedoch gleichzeitig, Frankreich brauche hierzu nicht den e r st e n Schritt zu n g entsprechend den Notwendigkeiten des Augen- blicks um gestaltet werde. Allerdings gehen die Blätter ineist nicht so weit, non der Negierung die sofortige Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht zu verlangen, doch setzt sich die Times z. B. für eine zwangsmäßige U e b u n g s p e r i o d e der Jugend, also für eine Art Wehrpflicht, ein. Dos Blatt meint, es märe sehr ratsam, wenn man heute als erste Maßnahme zumindest ein allgemeines Training7 für die Jugend von 18 Jahren einführen würde. Technische Schwierigkeiten bestünden nicht. Diese Dtaßnahme würde die Schwierigkeiten der Uebergangszeit zwischen dem Friedenszustand und der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im Kriegsfälle erleichtern. Im übrigen rät das Blatt unternehmen. Selbst aus den Äeußerungen dieses Blattes, das eine gemäßigte Haltung gegenüber Italien an den Tag legt, ergibt sich, daß man sich in Frankreich nur zu geringfügigen Zugeständnissen an Italien bereiterklären möchte. Vom Kern des Tunis- Problems ablenkend, behauptet das „Petit Journal" z. B. wenn die Italiener eine humane Behandlung ihrer Landsleute in Tunis wünschten, so seien ihre Wünsche schon jetzt befriedigt. — In bezug auf das Regime des Suez^Kanals erklärt das Blatt, hier Blätter von der Regierung, daß England nicht nur noch jt ärfer aufrüsten müsse, sondern daß der Regierung, außer der Einführung der vorbereitenden Wehrpflicht für die 18järigen die Terri- nicht geduldet merben können, ist eigentlich selbstverständlich. Der Faschismus hat seinen Frieden mit der Kirche gemacht und denkt nicht daran, biefen Frieben von sich aus in Frage zu stellen. Die allgemeine Anteilnahme nicht nur bes Volkes, fonbern auch ber Regierungs- unb Parteistellen am Ableben Pius XL, bes „Papstes ber Aussöhnung", ist berebt genug. Die faschistische Regierung erwartet, baß auch ber Nachfolger eine Regel beachtet, bie Staat und Kirche friedlich nebeneinanber zu leben erlaubt. Dos gilt nicht zuletzt für bie Schule, bie jetzt ber leben- bige Ausdruck vollendeter faschistischer Revolution werden soll. Die neue Schulreform soll mit dem kommenden Schuljahr, also im Herbst 1939, in Kraft treten. Selbstverständlich kann sie — auch dafür ist eine größere Frist vorgesehen — nicht überall hundertprozentig durchgeführt werden. Immerhin läßt sich heute bereits voraussagen, daß namentlich das Hochschulstudium in den kommenden Jahren eine wesentliche Wandlung erfahren wird nicht nur hinsichtlich ber sozialen Zusammensetzung ber Hörerschaft, fonbern auch hinsichtlich ber Frequenz ber einzelnen Stubienfächer. geworfenen Fragen anzuknüpfen. Dazu gehört nach ranzösischer Ansicht vor allem auch eine Klarstellung ber Tragweite ber italienischen Note vorn 17. Dezember 1938, die sich nach ihrem Wortlaut lediglich auf die Kündigung des Laval- Abkommens vom Jahre 1935 beschränkt habe, ohne die italienischen Forderungen bekanntzugeben. Im übrigen müsse, so wird in Paris weiter betont, „Klarheit über den Charakter ber italienischen Forberungen" geschaffen werben. Grunblage ber abenblänbischen Kultur a l s Pflichtfach. Erst nach erfolgreichem Besuch ber unteren Mittelschule bars ber Schüler sich für einen ber höheren Schultypen entscheiben (humanistisches Gymnasium mit einem mehr klassischen unb einem mehr naturwissenschaftlichen Zweig, Lehrerseminar unb befonbere Fachschule), wobei wieber nicht ber Wunsch, fonbern ausschließlich bie natürliche Begabung unb charakterliche Veranlagung ausschlaggebend bleiben. Der 11 ebergang zur Hochschule endlich (19. Lebensjahr) sieht einen ähnlichen Ausleseprozeß unb in Zusammenhang ba= mit befonbers scharfe Prüfungen vor, nach benen der Abiturient zu diesem oder jenem Hochschulstudium zugelassen wird. Die rein formalistische unb humanistische Bildung, die für bie italienische Familie bisher bas Bilbungs- ibeat war, tritt also stark in ben Hintergrunb. Den reinen Geisteswissenschaften sollen künf- vor allem bie militärische Ausbil - fei eine gewisse Fortentwicklung unter Berücksichtigung ber eingetretenen Veränderungen möglich. Schließlich sei schon seit langem ein Projekt über die Errichtung eines Freihafens für Italien in Dschibuti ausgearbeitet worden. Der französische Ministerrat tagte am Montag bis in bie späten Mittagsstunden. Ministerpräsident D a l a d i e r dankte im Namen der französischen Regierung dem Staatspräsidenten und dem Außenminister für die Ergebnisse ihres Staatsbesuches in London, ber bie Kraft unb die Herzlichkeit ber englisch-französischen Freundschaft unterstrichen habe. Bonnet erstattete Bericht über seine Verhandlungen mit Chamberlain unb Lord Halifax und gab zugleich ein Gesamtbild der gegenwärtigen weltpolitischen Lage, wobei er besonders auf bie Rede Mussolinis vom Sonntag einging. Dann wurden dem Präsidenten fünf Erlasse zur Unterschrift vorgelegt. Sie betreffen bie Vermehrung ber Effektiv st ärke ber französischen Marine, eine Aenderung des bestehenden Gesetzes über die Organisation der Reserven für bie Marine, die Vermehrung der Effektivstärke bes Marine-Jngenieurkorps, bie militärischen Grenzregionen und bie Kredite für die i n - bustrielle Mobilisierung. Die Minister werben am Mittwoch zu einem Kabinettsrat zusammentreten, um bie Grundlinien des Aufrufes auszuarbeiten, mit dem sich Daladier über den Rundfunk an bie französische Nation wen- ben will. Die Runbsunkrebe Daladiers wirb voraussichtlich am Mittwochnachmittag gehalten werben. In ben größeren Provinistädten werben Lautsprecheranlagen zur öffentlichen Wiebergabe der Rede aufgestellt werden. Es ist noch nicht bekannt. London, 28. März. (Europapreß.) Ministerpräsident Chamberlain unb Außenminister Lorb Halifax werden am Dienstag im Parlament eine Erklärung über bie Besprechungen zwischen England unb den anderen Mächten in ber Frage einer gemeinsamen Erklärung abgeben. Chamberlain hatte völlig unerwartet am Montagabend den Unterausschuß bes Kabinetts für auswärtige Angelegenheiten einberufen. Dem Vernehmen nach wurde in dieser Besprechung der Wortlaut für bie am Dienstag in beiben Häusern des Parlaments abzugebende Erklärung festgelegt. Wie der „Daily Telegraph" berichtet, bürste die Erklärung von Chamberlain im Anschluß an eine von dem Labour-Abgeorbneten Greenwood in Vertretung bes erkrankten Fraktionsvorsitzenden Attlee eingebrachte Anfrage abgegeben werden. Lorb Halifax wird bie Regierungserklärung im Oberhaus am Schluß der von Lord Davies veranlaßten außenpolitischen Aussprache abgeben. Engiano eiivagt Wehrpflicht für 18 MW. London, 28. März. (DNB. Funkspruch.) In der Londoner Morgenpresse hat plötzlich wieder der Ruf nach energischeren Maßnahmen, vor allem auf dem Gebiete der nationalen Verteidigung, mit Wucht eingesetzt. Fast ausnahmslos fordern die Die italienische Schulreform Von unserem Dr. C. H.-Korrespondenien. tig nur noch solche Elemente zugeführt werden, bie bafür auch wirklich begabt finb — sie werben immer eine Minberheit sein —, bem praktischen, schaffsenben Leben aber alle Kräfte ber Nation. Das ist der Sinn einer Reform, bie, wie ber Unterrichtsminister gelegentlich betont hat, ganz im Gegensatz zu Sowjetrußlanb bas Kinb vom L Lebensjahre an nicht etwa ber Familie entstehen, son- bern bie Familie an ber Förderung bes körperlichen, moralischen unb geistigen Wachstums interessieren will im Hinblick auf bas eine große Ziel, ben pvlitisch-solbatischen Menschen, b. h. ben Mitkämpfer an ben großen Ausgaben bes neuen Imperiums zu schaffen. Eine Frage, bie Beachtung verbient, wenn sie auch in ber neuen Schulreform überhaupt nicht angeschnitten worben ist, ist bie bes Religionsunterrichts. Das bisher bestehenbe unb auch durch bie Lateranverträge sanktionierte System, baß ber Religionsunterricht in ben Schulen burch Geistliche wahrgenommen wirb, scheint keine Aenberung erfahren zu sollen und wohl deshalb nicht erwähnt worden zu fein. Daß die weltanschauliche Schulung ber Jugenb Primat bes Staates bleibt unb etwaige Uebergriffe ber Geistlichkeit nach dieser Richtung ten, daß eine neue Lebensauffassung die beiden revolutionären Bewegungen in Italien 11 nb Deutschland vereint; diese Bewegungen seien dazu beftimmt, die reaktionäre und konservative Position der alten Welt aus den Angeln zu heben unb gleichzeitig die Gefahren der bolschewistischen Weltanschauung zu bannen. Diese Gedanken durchleuchten auch die römische Rede des Duce vom Sonntag, wenn auch dort der Tagespolitik unb ihren Not- roenbigfeiten ber Vorrang gegeben wirb. Was ist der Sinn dieser Rede des Duce? Er nennt das Mittelmeer den Lebensraum Italiens, er führt die Probleme Tunis, Dschibuti u n b Suez-Kanal an, unb er schiebt der französischen Regierung die Initiative ,auch nur einer einfachen Aussprache über diese Probleme" zu. Don vornherein verwahrt er sich dagegen, mit Unverbindlichkeiten wie dem Gerede von der lateinischen Verwandtschaft über die tatsächliche Problematik hinweghuschen zu wollen, und er fügt warnend hinzu, daß eine allzu kategorische Ablehnung ben Graben, ber gegenwärtig Frankreich und Italien trennt, so sehr vertiefen würde, daß es eine ungeheure, wenn nicht unmögliche Aufgabe würde, ihn wieder aufau füllen. Damit, daß Mussolini Frankreich bie Initiative unb Verantwortung auferlegt, ist bie französische Presse sehr wenig einoerftanben. Die „Times" bagegen bemerkt, baß „gewisse Berichtigungen für Beratungen absolut geeignet" seien und läßt sogar die Möglichkeit offen, baß die Rebe des Duce „für eine gute Diplomatie" tatsächlich ein Wendepunkt in der europäischen Lage werden könne. Wie man sieht, ist die englische Presse rein taktisch eingestellt und liest willentlich an den grundsätzlichen Erklärungen Mussolinis sowohl in der römischen Rede selbst wie in bem Danktelegramm an den Führer vorbei. Vor einer Rundsunkansprache Daladiers. E. F. Paris, 28. März. Nach der Rede Mussolinis erörtert man in Pariser politischen Kreisen bie für Frankreich günstigsten Möglichkeiten einer Fühlungnahme mit Italien. Am Quai b'Orsay steht man auf dem Stanbpunkt, es müßten sich auf bem normalen diplomatischen Wege Möglichkeiten finden lassen, um Verhandlungen zwischen Frankreich und Italien über die einzelnen in der letzten Mussolini-Rede aus- ob Daladier in seiner Rundfunkrede auf die von Mussolini bekanntgegebenen italienischen Forderungen eingehen wird. Verschiedene Zeitungen sprechen davon, baß im Kabinett im Zusammenhang mit ber Rebe Mussolinis lebhafte Meinungsverschiebenheiten aufgetreten seien. Der „Jour" schreibt, auf bie Anstänbigkeit Dalabiers, ber seinen Ministern eine völlige Meinungsfreiheit lasse, sei es zurückzuführen, daß sich innerhalb ber französischen Regierung zwei feinbliche Strömungen gebilbet hätten. Die eine Gruppe Hetze zum Kriege, bie anbere bagegen wolle vor einer kriegerischen Lösung alle ehrenhaften Friedensaussichten erschöpft sehen. In seinem eigenen Ministerium werde Außenminister Bo n n e t von der hohen Bürokratie bekämpft, deren Wortführer ber Generalsekretär bes Quai d'Orsay, Leger, sei. Leger habe gestern nicht davor zurückgeschreckt, ben bevorstehenden Rücktritt bes Außenministers anzukünbigen. 25 000 Italiener kehren aus Tunis in die Heimat zurück. M a i I a n b , 27. März. (Europapreß.) Wie bie italienischen Blätter aus Tunis melbcn, haben bis jetzt 1000 Familienväter mit insgesamt 25 000 Angehörigen die Einladung der italienischen Regierung zur Rückkehr in die Heimat angenommen. 40 Bergarbeiterfamilien aus Gerissa, bie wegen ihrer Haltung von ben französischen Behörden in Tunis entlassen worben waren, finb bereits nach bem sardinischen Bergwerk von Carbonia zurückgekehrt. torialarmee z u verboppeln und eine neue, großangelegte Rekrutierungskampagne zu unternehmen, Stammrollen sofort einzuführen unb Maßnahmen zu treffen, um wenigstens einen Teil ber Territorialarmee zu jeber Zeit sofort mobilisieren zu können. News Chronicle will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß sich das Kabinett bereits mit dem Plan der Einführung her Wehrpflicht für die Jugend befasse. Allerdings wolle die Regierung auch weiter von der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im Augenblick nichts wissen. Segnungen einer britischen Kronkolonie. 150000 Hungernde, 20 000 Tuberkulöse auf Neufundland. London, 27. März. (DNB.) Die „Segnungen" der britischen Kolonisation gehen aus einem Bericht bes „Daily Expreß" über Neufundlanb hervor, das bereits im Jahre 1583, von den Engländern besetzt wurde und jetzt, nachdem ihm im Jahre 1933 ber Charakter eines Dominion wegen Verarmung, offiziell „Zahlungsunfähigkeit" genannt, von England aberkannt wurde, als Kronkolonie unmittelbar unter ber Kontrolle bes britischen Mutterlandes steht. Von ben 300 000 Einwohnern Neufunblands hungern rund 150000, 70000 Einwohner leben von einer völlig unzureichenben Arbeits- losen Unterstützung. Zahlreiche Frauen unb Kinber können im Winter ihre Häuser nicht verlassen, ba sie fast nackt, sich nicht ber Kälte aus« sehen können. Eine Schulpflicht gibt es noch nicht, runb 10000 Kinber besuchen überhaupt keine Schule. Die übrigen verlassen bie Schule Zu 80 v. H. bereits, wenn sie zwölf Jahre alt sind. Die Stabt kümmert sich überhaupt nicht um bie Schule, die von ber Kirche unterhalten wirb. Kinber über zehn Jahre, die straffällig werden, werden im Gefängnis zusammen mit Erwachsenen untergebracht. Eine ärztliche Untersuchung gibt es tn den Gefängnissen überhaupt nicht. Ein Ehescheidungs- gesetz gibt es in Neufundland nicht. In den letzten Jahren hat zum ersten Male eine Tuberkulose- Untersuchung ftattgefunben. Dabei wurden gleich Rom, im März 1939. Die vom. Großen Rat bes Faschismus angenommene, in 29 grunbsätzlichen Erklärungen verankerte Schulreform ist im wesentlichen bas Werk bes Ministers für Erziehung unb Unterricht B v 11 a i. Minister Bottai legt Wert auf bie Feststellung, baß es sich um feine (Begenreform zu ben im ersten Jahr ber faschistischen Zeitrechnung (1922) vom bamaligen Unterrichtsminister Gentile, einem nicht aus bem Faschismus hervorgegangenen, aber ihm nahestehenden Philosophen, auf Anregung Mussolinis durchgeführten Reformen handle, sondern um die l o - gische Fortsetzung unb Volle nbung eines Prozesses, besten Grunbgebanken Gentile vor- roeggenommen, ber aber erst jetzt, nachbem bie faschistische Revolution ihren Nieberschlag im faschistischen Regime gefunben hat, feine enbgiUtigc Kobifi- , zierung erhalten konnte, bie als „M agna iChartaberSchule" würbig neben bie „Magna ' Charta der Arbeit" unb bie „Magna Charta ber ! Rasse" tritt. Wenn nach liberalistischer Auffassung bie Schule • aufs Leben vorbereitet, gilt für ben Faschismus ber Grunbsatz, baß bie Schule ber erste unb «unb beshalb wichtigste Abschnitt bes Lebens stelbst ist. Soll bas Leben in seinen Voraussetzungen, ^Zielsetzungen unb Schlußfolgerungen faschistisch fein, 5bann muß bie Schule bem von vornherein Rechnung »tragen, b. h. eine f a f ch i ft i f d) e Schule werben. Deshalb wirb an ben Anfang ber Schulreform ber iin ber ersten Erklärung niebergelegte Grunbsatz gestellt: „In ber moralischen, politischen unb wirtschaftlichen Einheit ber italienischen Nation, bie sich im faschistischen Staat verwirklicht, formt bie Schule Das menschliche unb politische Bewußtsein ber neuen Generation als erste Grunblage ber S o l i b a r i t ä t nller sozialen Kräfte von ber Familie bis ' gu den Korporationen unb ber Partei." Als einer ber entscheibenben Faktoren für bie Bildung ber neuen Generationen hat die Bestimmung riu gelten, baß jeber Schüler von ber Elementarschule bis zur Hochschule dem faschistischen Jugend- verband (GIL) bzw. bem faschistischen Studenten- ’Qerbanb (GUF) automatisch an gehört, womit bie Durchdringung von Schule unb Partei gewährleistet Mrd im Hinblick auf die in ber dritten Erklärung getroffene Zielsetzung: moralische unb geistige Bil- i«ung ber Jugend unb — in Verbindung mit ben irzieherlschen Zielen ber faschistischen Juqenborgani- rationen — ihre politische unb militärische Vorbe- jetfung. Gleichzeitig soll bie Durchdringung 1 0 n Schule und Arbeit (Korporationen) dadurch gesichert werden, daß der W e r k u n t e r r i ch t uuf ben verschiedensten Gebieten (Werkstätten, Lanb- ivirtschast, Seefahrt usw.) zum integrierenben Be- oanbteil bes Unterrichtswesens erklären wirb. Schon aus biefen Hinweisungen ergibt sich, baß bie faschistische Schule keine lebensfrembe Einrichtung hin unb noch viel weniger lebensfrembe Menschen normen will, bie, mit sich unb ber Welt zerfallen, »m Staate zur Last fallen ober ihn gar bekämpfen, j’iefem Gebauten entspricht auch ber organische Auf- iniu der neuen Schule, der von bem Grunbsatz aus» -sht, daß nicht mehr der Geldbeutel ber Eltern ober iisren soziale Stellung maßgebenb für bie Förde- Wg des einzelnen finb, fonbern nur noch bas Leistungsvermögen unb bie charakter - l ch e Haltung bes Schülers unb bie Pebürf - hi f f e ber Nation. Der Staat hat fein Jn- ttreste an ber Züchtung eines geistigen Proletariats, fnnbern sichert von vornherein ben zweckentsprechen- iim Einsatz aller für bas Gesamtwohl burch eine sorgfältige Führung unb Auslese. Jeber Italiener ist vom 4. bis zum 21. gebens« jHr zum „Schulbien ft" verpflichtet, wie c anschließend sich bem Militärbienst zu unterziehen bitt, lieber bie Absolvierung bes „Schuldienstes" in culen seinen Formen wirb bas sogenannte „Schul- bm ch" geführt, bas gewissermaßen eine fontinuicr- lche Chronik ber Arbeitsleistungen, Fähigkeiten, cha- ! rZkterlichen Eigenschaften usw. bes jungen Italieners Erstellt. Grundsätzlich hat jeber Italiener vom 4. bis l. Lebensjahr bie Elementarschule zu belachen (Kindergarten und Volksschule), deren obere Klassen zur „Schule der Arbeit" werden, auf her sich eine dreijährige „H a n d w e r k s s ch u l e" iiijfbaut Jeder Italiener kann nach erfolgreichem Lfisuch ber dritten ElemeRtarfchulklasse auf die Mittelschule übergehen, vorausgesetzt, daß er str entsprechenden Fähigkeiten unb Bürgschaften, bie (nter näheren Prüfung unterzogen werden, mit- I bringt. Dies festzustellen ist nicht nur Aufgabe des Lchrpersonals, sondern auchderElternschaft, di deshalb in engster Fühlungnahme mit der Schule bl iben soll, um auf Grund dauernden gegenseitigen Udankenaustausches unb sich ergänzender Beob- tGtungen die natürliche Begabung und die Neigun- lägen höheren Schulen entsprechend, letztere ben Viren Klassen ber gleichen Schulen, nur mit bem iegreifenben unb einschneibenben Unterschied, daß 1 ü< untere Mittelschule noch feine Aufspaltung in . Ichsische und reale Fächer vorsieht, sondern eine i ! iiillh eitlich e geschlossene Erziehung ' ? it Latein, weil form« und geistbildend und ' bem Danktelearamm, mit bem Benito Mus- die Glückwünsche des Führers zum 20. Jahrestag ber Gründung ber Faschistischen Kampfbünde beantwortet, zeichnet der Duce selbst den geisttgen Hintergrund seiner römischen Rede mit ben War- 20 000 Fälle festgestellt. Dos bedeutet, daß jede 15. Person auf Neufundland tuberkulös ist. Im ganzen Lande gibt es nur ein einziges Sanatorium. Zur wirtschaftlichen Lage heißt es in dem Bericht, der Handel Neufundlands sei seit 1931 um über vier Millionen Pfund gesunken. Die Mehrheit der Neufundländer verlangten Teilnahme an der Regierung, dabei gebe es überhaupt keine lokale Regierung auf der Insel. Oie UGA.-Oiktatur auf puertorico. San Juan de Puertorico, 27. März. (DNB.) Der Präsident des Senats von Puertorico, Raffael Martinez Nadol, wandte sich scharf gegen die Ausbeutungspolitik, die der einstmals reichen Insel Puertorico durch die Bereinigten Staaten von Nordamerika zuteil wird. Nadol erklärte, die Regierung der Vereinigten Staaten prahle mit ihrer Demokratie und fühle sich bemüßigt, alle angeblichen Bedrohungen demokratischer Grundsätze in der Welt zu bekämpfen. Sie selbstaberregierePuer- torico diktatorisch. Seit 40 Jahren habe Washington durch Drohungen und Winkelzüge verhindert, daß Puertorico die demokratischen Grundsätze auf sich selbst anwende, seit 40 Jahren lebe die Insel inpolitischerVersklavung. Das Parlament von Puertorico stelle nur eine Komödie dar. Mit der einen Hand habe Washington einige völlig unzureichende Millionen Dollar für die Linderung des Arbeitslosenelends gegeben, mit der andern aber durch feine wirtschaftlichen Methoden die Insel um den vielfachen Betrag bestohlen. Mit den jüdischen Emigranten habe man in den Vereinigten Staaten mehr Mitleid als mit den USA.= Bürgern Puertoricos, die dank der Gesetze der Vereinigten Staaten an Hunger zugrunde gingen. Nantschang im Besitz der Japaner. Schanghai, 27. März. (DNB.) Am Montagabend gelang es den japanischen Truppen, den wichtigen Knotenpunkt Nantschang zu besetzen. Fast die gesamte Zivilbevölkerung hatte die Stadt vorher verlassen. Die chinesischen Truppen konnten sich der drohenden Umklammerung entziehen und zerstörten auf ihrem Rückzüge alle militärischen Anlagen. Die japanische Umgehung erfolgte durch Uebersetzen auf Dschunken über den Kan-Fluß, etwa 20 Kilometer südlich von Nantschang. Die Japaner beherrschen jetzt auch die nach westwärts führende große Autostraße und haben die volle Kontrolle über die Eisenbahnstrecke zum Vertragshafen Kiukjang. 60 000 chinesische Freischärler sollen in den Luschan-Bergen abgeschnitten worden fein. Als nächstes Vormarschziel der Japaner gilt die Hauptstadt der Provinz Hunan, T s ch a n g t s ch a. Wachsender Einfluß der Japaner in Schanghai. Schanghai, 28. März. (Europapreß.) In englischen Geschäftskreisen herrscht starke Beunruhigung B u k a r e st, 27. März. (Europapreß.) Ministerpräsident Calinescu und Außenminister fencu gaben auf der Sitzung des-Rates der „Front der nationalen Wiedergeburt" einen Ueber- blick über die außenpolitischen Ereignisse der letzten Tage. Calinescu schilderte zunächst die Entwicklung des karpatho-ukrainischen Problems und teilte dabei mit, Rumänien habe der ungarischen Regierung erklärt, daß sich Rumänien mit der Beurteilung der karpatho-ukrainischen Frage nicht befasse. Das deutsch-rumänische Wirtschaftsabkommen sei nicht aus den jüngsten politischen Ereignissen hervorgegangen, die darauf bezüglichen Verhandlungen seien schon lange vorher im Gange gewesen. Das Abkommen baue sich auf dem Grundsatz der vollkommenen Gleichberechtigung auf und habe ausschließlich wirtschaftlichen Charakter. Die wirtschaftliche Unabhängigkeit Rumäniens sei keinen Augenblick lang in Frage gestellt worden. „Wir verhandelten auf dem Fuße der Gleichheit." Jeder der vertragschließenden Teile finde Vorteile. Ohne diese Gegenseitigkeit könne es kein lebensfähiges Abkommen geben. „Was mich interessiert, ist die Befriedigung der Belange meines Landes, und in dieser Hinsicht kann kein Zweifel walten. Wir über die Zunahme der antiengllschen Agitation in der chinesischen Presse. Sie wird auf die wachsende Einflußnahme der Japaner auf die chinesischen Verlagshäuser zurückgeführt. Mit Besorgnis hat man auch die Gründung einer a n t i b r it i s ch e n Liga, die ihre Tätigkeit mit großer Energie ausgenommen hat, beobachtet. Ein Beamter der japansreundlichen Nanking-Regierung hat am Montag erneut England als den „Oeffentlichen Feind Nr. 1" bezeichnet und Dorzugsbehandlung für den deutschen und italienischen Handel bei der Wiedereröffnung der Jangtse-Schifffahrt gefordert. haben unsere Handelsbeziehungen mit anderen Staaten nicht benachteiligt. Allerdings wurde auch nie, von keiner Seite, eine Monopolforderung erhoben." Die Regierung habe das Bewußtsein, ihre Pflicht erfüllt und die Interessen des Landes gewahrt zu haben. Außenminister Gafencu betonte, daß die ausgedehntere Stellung des Deutschen Reiches an der Donau auch für Rumänien eine immer größere Bedeutung erhalte. Gafencu bezeichnete das deutsch- rumänische Abkommen als den Ausdruck einer gründlich erwogenen Friedens- und Verständigungspolitik, die ihre Früchte bringen werde. Gafencu unterstrich sodann die guten Beziehungen Rumäniens zu Frankreich, England und Italien und bezeichnete die Beziehungen zu Sowjetrußland als „gutnachbarlich". Mit Bezug auf die Karpatho- Ukraine erklärte Gafencu ebenfalls das Desinteressement Rumäniens in diesem Gebiet, da Rumänien den ungarisch-polnischen Bestrebungen noch einer gemeinsamen Grenze habe Rechnung tragen wollen. — Finanzminister Constantinescu erklärte, daß im neuen, am 1. April beginnenden, Haushaltsjahr die Rüstungsausgaben um über vier Milliarden Lei erhöht würden. „Wir verhandelten auf dem Fuße der Gleichheit." Rumänische Staatsmänner zum Wirtschaftsabkommen mit Deutschland. Nationale Truppen bereits in den Dororten Madrids? Der Schlußakt in Spanien. Der spanische Staatschef Franco hat sich bei der politischen Vorbereitung und militärischen Durchführung der neuen spanischen Stoßoffensive, von der mir alle das Ende des spanischen Dramas erhoffen, zugleich in seiner Eigenschaft als Staats- mann und als Feldherr gezeigt. Als Staatsmann hat er sich das Verdienst erworben, die opportunistische rosarote „Regierung" in Madrid unter General Miaja im buchstäblichsten Sinne ad absurdum geführt zu haben. Die Madrider Gewalthaber haben sich ihrer offenen kommunistischen Konkurrenten entledigt, um nachher unter dem Deckmantel eines „ehrenvollen" Friedens den Fortbestand ihrer marxi- erfahrungen. Er hat sich auf Kuba 1898 gegen die Amerikaner als Kavallerie-Leutnant rühmlich hervorgetan. Als er 1'908 in den Kämpfen i n Spanisch-Marokko eingesetzt wurde, erwarb sich der damalige Generalstabsmajor durch seine besondere persönliche Tapferkeit und durch seine ausgesprochenen Führertalente den hohen spanischen Orden des Ferdinands-Kreuzes mit Lorbeer; er war damals einer der Offiziere, denen die Befreiung von Tetuan zu verdanken war. Von 1929 bis 1931 lebte er teils in Frankreich, teils in Portugal als Verbannter wegen seiner Beteiligung an dem antimonarchistischen Putsch, des Majors Ramon Franco. Nach seiner Rückkehr wurde er Generalkapitän von Madrid und schließlich Divisionsgeneral. Der Name des Generals wurde dann im Juli 1936 weltbekannt, als er mit ganzen 160 Mann S e v i l l a für die nationale Erhebung eroberte und zugleich den wichtigen Hafen Huelva sicherte. Die Städte Huelva und Cadiz fielen ihm durch einen Rundfunkstreich in die Hand, als er den dortigen roten Machthabern den sofortigen Einmarsch und ihre Erschießung ankündigte — worauf die Roten Hals über Kopf ausrissen. Queipo hat die ruhige Zeit an der Südfront zum Ausbau einer vorzüglich arbeitenden Verwaltung und sozialen Fürsorge im Abschnitt seiner Armeen benutzt. Er verfügt also bei seiner stürmisch vorgetragenen Offensive über eine leistungsfähige und präzis arbeitende Etappe. Die neue Offensive im Abschnitt von Cordoba. (Scherl-Bilderdienst-M.) SALAMANCA TERUEl VALENCIA UMADEN "ALICANTE ircia»; CORDOBA P-PALP.?. ;1ai IERJA- IRMTAR: stischen Organisation mit ihren Querverbindungen zu den entsprechenden englisch-französischen Genossen zu sichern. Franco hat dagegen erst einmal einen bedingungslosen Frieden verlangt und dann von den Madrider Pfiffikussen gefordert, daß fte felbft die Durchführung der Uebergabe von Madrid und des restlichen Rotspaniens verbürgen. Hier aber konnten die Madrider Opportunisten nicht Laut geben. Dieses ihr Unvermögen rechtfertigt vor Spanien und der Welt den Entschluß Francos, m i t den Waffen die unerläßliche Klarheit darüber zu schaffen, wer Herr in Spanien ist. Als Feldherr erwies sich wiederum Franco durch Ansetzung einer Offensive an einem Punkt, wo sie von den „Roten" nicht erwartet wurde. Die Stoßrichtungen gehen einmal von Cordoba geradewegs nach Norden, nämlich in Richtung auf Almaden. Das strategische Ziel dieses Offensivabschnittes ist offenbar, die vorspringende Stellung der Rotspanier, die sich südlich des Tajo bis in die Umgebung von Toledo hinzog, zu erschüttern. Ai- maben, durch seine Quecksilberbergwerke weltbekannt, ist von den nationalen Truppen bereits genommen. Die zweite Stoßrichtung von Cordoba aus hat zum nächsten Ziel Ja en, von wo aus einmal wichtige Eisenbahnlinien nach dem Süden in Richtung Almeri» gesperrt werden können und anderseits der Eintritt in die spanische Hochebene erzwungen werden kann, die unter dem Namen La Mancha bekannt ist. Für den Durchbruch an der spanischen Südfront hat Franco einen seiner besten und erfolgreichsten Generale, G o n z a l o Queipo de Llano, an- gesetzt. Die Queipos sind ein altes asturisches Geschlecht. Der General, der am 5. Februar 1875 in Valladolid geboren wurde, also jetzt im 65. Lebensjahr steht, wird im spanischen Volk schon seit der ersten Hälfte des Befreiungskrieges der „Radio- General" genannt. Der schon früher ungemein volkstümliche und beliebte Offizier hat zwei Jahre lang selbst durch den Rundfunk nicht nur die Heeresberichte, Verwaltungsmaßnahmen usw. bekanntgegeben, sondern hat auch in seinen anfeuernden und mit manchem herzhaften Scherzwort gemünzten Rundfunkansprachen die Bevölkerung zu stärkstem Einsatz für die nationale Sache zu bestimmen gewußt. General Queipo steht bereits zum dritten Male im Feld, hat also erhebliche praktische Kriegs- Die QueDberbergwerke von Mmaden besetzt. Paris, 27. März. (Europapreß.) Die nationalspanischen Truppen sind an der Front von Andalusien in raschem Vormarsch begriffen. Der von General Queipo de Llano geführte Offensivstoß hat bereits innerhalb der ersten Tage tief in das feindliche Hinterland geführt. Die von den Rotspaniern seit Beginn des Krieges hartnäckig verteidigten Quecksilber-Bergwerke von Almaden wurden am Montagvormittag von nationalspanischen Abteilungen besetzt. Die Verkäufe des im Grubengebiet von Almaden gewonnen Quecksilbers haben bisher nicht unwesentlich zur Finanzierung der Kriegsmaterialkäufe der Roten im Ausland beigetragen. Seit dem Beginn der Offensive wurden an der andalusischen Front mehr als 7000 Quadratkilometer besetzt. Insgesamt wurden an der Cordoba- Front rund 6000 Gefangene gemacht. Im Abschnitt Toledo wurde der Tajo-Fluß bei Polan und Aranjuez überschritten; 12 Ortschaften wurden besetzt. Ein Umkreis von 40 Kilometer Durchmesser um die Stadt Toledo ist jetzt von den Bolschewisten befreit. Die nationalen Truppen stehen unmittelbar vor den Kreisstädten O c a n a (an der Straße Madrid—Ciudad Real) und Orgaz (an der Straße Toledo—Ciudad Real). Bei den Kämpfen im Abschnitte Toledo wurden am Montag 4500 Gefangene gemacht. Die Front, auf der die Nationalen zwischen Aranjuez und Toledo angriffen, hat eine Länge von etwa 90 Kilometer. Die Stadt Aranjuez ist bereits unmittelbar bedroht. Dort errichteten die Bolschewisten 1936 die erste Verteidigungsstellung vor Madrid, wobei sie von ausländischen Spezialisten beraten wurden. Bei Aranjuez sind die Nationalen nur noch 35 Kilometer von der Haupt st raße Madrid — Valen - cia entfernt. Die weiteren Operationen dürften hier dem Lauf des Tajo folgen. Eingesetzt sind besondere motorisierte Kolonnen. Während in der Nacht zum Montag und am Montagoormittag an der Madrid-Front vollkommene Ruhe herrschte, traten gegen Mittag ganze Einheiten von roten Milizen mit ihren Anführern z u den nationalen Truppen über. Der Widerstand der Roten in diesem Frontabschnitt ist gleich Null. Es mürben auch vollständige Batterien übergeben. In Burgos ist ein Bericht veröffentlicht worden, wonach die Truppen Francos bereits in d i e Vorstädte von Madrid eingedrungen sind. General Franco habe in einer Nundfunkansprache angekündigt, daß Madrid innerhalb weniger Stunden besetzt fein werde. Er ermahnte die Bevölkerung von Madrid, Ruhe zu bewahren, denn in wenigen Stunden werde die nationalspanische Flagge über der Hauptstadt wehen. Der Rundfunksender der bisherigen Madrider Junta hat am Montagnachmittag plötzlich feine Sendungen eingestellt, mitten in einem Appell, in dem die Bevölkerung aufgefordert wurde, sich nicht ohne ausdrückliche Anweisung des „Verteidigungsrates" in die Kämpfe einzumischen. Miaja, der sich nadj Valencia begeben hat, hat dort erklärt, er hoffe, daß weiteres Blutvergießen vermieden werde. — Eine Reihe rotspanischer Anführer, die sich in Valencia befinden, haben den Wunsch ausgedrückt, sich nach Mallorca zu begeben, das sich schon seit langer Zeit unter nationalspanischer Herrschaft befindet. Oie Uebergabe der roten Stoffe in Bizerfo. Paris, 28. März. (DNB.) In Bizerta sind an Bord des nationalspanischen Torpedobootszerstörers „Ciscar" der spanische Admiral Moreno und Viscount M a m b l a s eingetroffen, die von der nationalspanischen Regierung beauftragt sind, die im Hafen von Bizerta internierte rotspanische Flotte zu Übernehmen. Nach einem Besuch bei den französischen Militär- und Zivilbehörden von Bizerta statteten die Vertreter General Francos den verschiedenen Einheiten einen Besuch ab. Die neue nationale Besatzung der Kriegsschiffe wird in nächster Zeit in Bizerta erwartet. Man rechnet damit, daß sich an Bord dieser Einheiten auch die ehemals zur roten Flotte gehörigen Besatzungsmitglieder einschiffen können, die den Wunsch äußern, nach dem nationalen Spanien zurückzukehren. Mehr Land - weniger Grenze! Vor der Eingliederung des Protektorates Böhmen und Mähren betrug die Gesamtlänge der deutschen Grenzen 9196 Kilometer. Dadurch, daß mehr Land zu Großdeutschland gekommen ist, ist die Gesamtlänge der deutschen Reichsgrenze um 1766 Kilometer kleiner geworden. Mehr Land — so solle man annehmen — bedeutet längere Grenze; aber ein Blick auf die Karte zeigt, warum es hier gerade umgekehrt ist. Die künstliche Einbuchtung, die Böhmen und Mähren als „Tschecho-Slowakei" darstellten, ist eben verschwunden. Und darum sind auch die deutschen Gesamtgrenzen um so viel kürzer geworden. Es sei noch bemerkt, daß die deutsch-slowakische Grenze heute 260 Kilometer beträgt und daß die deutsch-polnische Grenze um 50 Kilometer verlängert wurde. Es mag noch interessieren, daß Böhmen in seiner jetzigen Größe einen Umfang von 32 441 Quadratkilometer hat, die von 4 472 354 Einwohnern besiedelt sind. Mähren hat 16 921 Quadratkilometer mit 2 300 796 Einwohnern. Die größten Städte sind: Prag (900 000 Einwohner), Brünn (270 000), Mährisch-Ostrau (126 000) und Pilsen (115 000 Einwohner). Nach der letzten Statistik beträgt die Zahl der Volksdeutschen in den beiden Ländern des Protektorats 234 798. Diese Zahl ist mit Vorsicht aufzunehmen. Auf volksdeutsche Beamte, Gewerbetreibende und Kaufleute wurde sowohl von den früheren tschechischen Regierungen wie von den Tschechisierungsvereinen ein starker Druck ausgeübt. Man denke nur an die seinerzeit viel hervorgehobenen Bestimmungen über die Einstellung tschechischer Arbeiter und Angestellten oder die Art der Vergebung von Regierungsaufträgen. Immerhin sei mitgeteilt, daß nach dieser mangelhaften Statistik wohnten: in und um Brünn 55 684, in der Hauptstadt Prag 41 701, um Olmütz 23 000, im Mährisch-Ostrauer Bezirk 22 000, in Pilsen 8000, in der Jglauer Sprachinsel 24 000 und in Budweis und Umgebung 6681 Volksdeutsche. Staatsbegräbnis für den Reichsärzteführer. Der Führer bei der Drauerfeier. München, 27. März. (DNB.) Am Montagmittag fand vor der Aussegnungshalle des Ostfriedhofes in Gegenwart des Führers die Trauerfeier für den verewigten Reichsärztefuhrer SA.-Obergruppenführer Dr. Gerhard Wagner statt. Vor dem mit dem Hakenkreuztuch bedeckten Sarg lag das Kissen mit den Orden des Verewigten. Hohe Pylonen, auf denen Flammen aus Opferschalen zum Himmel loderten, säumten den Platz, dessen Abschluß ein turmähnlicher Aufbau mit der Sigrune bildete. Aufstellung genommen hatten Ehrenkompanien des Heeres, der Luftwaffe, der SA.-Standarte Feldherrn- halle, der ---Standarte Deutschland und Männer sämtlicher Gliederungen der Partei. Nahezu das gesamte Führerkorps der Partei und Vertreter zahlreicher Behörden, der Wehrmacht und der' Wissenschaft waren anwesend. Nachdem der Führer die Anverwandien des Verstorbenen begrüßt hatte, ehrte er mit erhobener Rechten den toten Reichsärzteführer. Nach der Trauer- musik aus der „Götterdämmerung" zeichnete Gauleiter Adolf Wagner ein Bild des Kämpfers, des Soldaten und des Arztes Dr. Gerhard Wagner, dessen rastloses Schaffen nur seinem Führer, der nationalsozialistischen Bewegung und dem deutschen Volke gewidmet gewesen sei. Ein echter SA.-Mann, soldatisch, kameradschaftlich, treu und klar bis zum letzten Atemzug, ein Vorbild für alle. Während nun die Musik die Weise vom guten Kameraden spielte, trat der Fübrer vor und legte einen mächtigen Lorbeerkranz mit weißem Flieder nieder. Drei Salven begleiteten die Kranzniederlegung. Mit den Liedern der Nation erreichte der Staatsakt sein Ende. Noch einmal grüßte der Führer den toten Mitkämpfer, verabschiedete sich von seinen Familienangehörigen und verließ die Stätte der Trauerfeier. Unter Trommelwirbel wurde der Sarg in das Krematorium gebracht, wo die Leiche im Beisein der Familie und eines engsten Kreises von Freunden und Mitarbeitern'des Verblichenen den Flammen übergeben wurde. Die Werkschar — Leistunasträger des Volkes. Ein Aufruf Dr. Leys. Berlin, 27. März. (DNB.) Dr. Ley erläßt an die Werk schar männer den folgenden Aufruf: Werkscharmänner! Die Erhaltung und Förderung der Leistungskraft aller Schaffenden ist in den nächsten Monaten ein dringendes Gebot. Die industrielle Reservearmee der Arbeitslosigkeit gehört der Vergangenheit an. Unser Führer Adolf Hitler hat uns aus den Fesseln, der Versklavung gelöst und uns den Weg in die Leistungsfreiheit gewiesen. Schon heute fehlen uns Arbeitskräfte, um das Werk des Führers in den Betrieben mit aller Kraft weiter zu fördern. Deshalb müssen jetzt die Lei- stungsreseroen, die in uns selber liegen, mobilisiert werden. Jeder von euch kann mehr als er sich zutraut. Es kommt auf den Versuch an, und ihr werdet den Beweis dafür in den Händen halten. Der Führer sagt: „Nur wer dauernd nach höchsten Leistungen strebt kann sich in der Welt durchsetzen." Danach wollen wir handeln. Die Deutsche Arbeitsfront erhält jedem Schaffende/' seine Leistungskraft durch Lehrgemein schof« t e n und praktische Hebungen für alle Altersstufen. Die Deutsche Arbeitsfront vermehrt das praktische Können der Erwachsenen und auch die theoretischen Kenntnisse, die dazu notwendig sind. Sie vertieft den Blick für die Erfordernisse der Volkswirtschaft und fördert planvoll die Beruss- laufbahn der Teilnehmer aller beruflichen Lehrgemeinschaften und Aufbaukameradschaften durch Beratung und praktisch verwertbare Hinweise der Uedungsleiter. In einer Woche nach Ostern beginnen in allen Berufserziehungswerken der Deutschen Arbeitsfront erneut die beruflichen Lehrgemeinschaften und Aufbaukameradschaften, die Uebungsfirmen, die roirb schaftskundlichen Studienfahrten und die beruflichen Betriebsbesichtigungen. Der Werkscharmann b e - teiligt s i ch in der Zeit vom 12. April bis Anfang Juni an diesen Maßnahmen der fördernden Berufserziehung der Deutschen Arbeitsfront. Im Frühjahr 1939 darf fein Werkscharmann, einerlei, ob er Werkmeister, Ingenieur, Chemiker, Kaufmann gber Industriearbeiter ist, einerlei, ob er bisher schon an den Lehrgemeinschaften oder Aufbaukameradschaften teilgenommen hat ober nicht, in den Lehrgemeinschaften und bei den sonstigen beruflichen Uebungen fehlen. Das Berufserziehungswerk will eine lebendige Leistung, ganz gleich, ob es sich dabei um betriebliche oder überbetriebliche Uebungsftätten handelt. Euer Meistertum liegt in e u d), holt es heraus und stellt es in den Dienst für Großdeutschland. Es ist euere Pflicht als Werk- |d)armänner, den höchsten Stand in der Handhabung des Werkzeugs und im beruflichen Können zu erhalten. Ihr seid die Leistungsträger des Volkes. Ueichs-Stipendieu für Berufskampfsieger. In Zusammenarbeit der zuständigen Reichsstellen mit der DAF. und der Reichsjugenoführung ist ein bedeutsamer Schritt zum planvollen Einsatz öffentlicher Mittel für die Begabtenauslese vollzogen worden. Der Reichsfinanp Minister hat angeordnet, daß bis auf weiteres die Ausbildungsbeihilfen für Kinder« reiche vor allem den Siegern im Berufswettkampf und den nationalpoli' tischen Erziehungsan st alte n -zugute kommen. Bei einer statistischen Erhebung der DAF. Hot sich nämlich herausgestellt, daß die kinderreichen Familien einen weit über ihren Bevölkerungsanteil herausragenden Prozentsatz förderungswürdiger Be- gaben aufweisen. Die Auswertung bei 3000 Gausiegern ergab; daß 3 4 v. H. von ihnen aus Familien mit vier und mehr Kindern stammen und weitere 8 o. H. alleinstehende Mütter hatten. Im Verein mit den Bettiebsfup rern gehen die DAF. und die Reichsjugendführung nun daran, diese wertvollen Kräfte aUszulesen, wobei der Berufswettkampf die Bewährungsgrundl^e bildet. Die Ausgelesenen haben persönlich mit der Mittelbeschaffung nichts zu tun. Die Beauftragten der DAF. setzen sich für sie mit den LandesstnE ändern in Verbindung, die wiederum überwache^' daß die Auszahlung regelmäßig erfolgt. Diese Förderung erstreckt sich auf die E r m o g« lichung des Fach- ober Hochschuloe« u ch s. Es werden Reichsbeihilfen gezahlt für das Schulgeld, für die Lernmittel und, wenn der Be- reffende außerhalb der Familie unteraebracht und verpflegt werden muß, auch für den Lebensunter- «alt. Der Begriff „Beihilfe" sagt schon, daß es sich «aber nicht um den vollen Ersatz sämtlicher Unkosten umfoelt. Hier setzt nun die verständnisvolle Mitarbeit der Betriebsführer und die Hilfe der DAF. in, die gegebenenfalls den noch fehlenden Betrag .ur Verfügung stellen. Unabhängig von dieser Um- chichtung können die alljährlich zu wiederholenden Ilnträae auf Weiterbewilligung bereits zugesagter .lusblldungsbeihilfen für Kinderreiche und Gleichgestellte für das Schulzahr 1939/40 bis zum 1. Mai 939 vorgelegt werden. Oie Auskämmung -es Einzelhandels. Nach der Verordnung, die der Neichswirtfchafts- »inifter ähnlich der Regelung für das Handwerk ur Beseitigung der Uebersetzung im Einzelhandel -lassen hat, kann die Schließung eines G e - ch ä f t s verfügt werden, wenn der Inhaber oder -eiter in der Zeit vom 1. Januar 1937 bis zur .Überprüfung des Betriebes während mindestens bei Monaten Wohlfahrtsunter st ützung Mer Arbeitslofenunterstützung bezogen Iit, weil aus dem Unternehmen eine selbständige Listenz nicht gewährleistet ist, oder wenn er nicht I i der Lage ist, ohne Gefährdung des Unternehmens bin steuerlichen Verpflichtungen aus । iitn Gewerbebetrieb und den laufenden Verpflich- Imgen der Gefolgschaft gegenüber regelmäßig nach- ,'Uommen oder von der Gewerbe- oder Einkommen- jiuer freigestellt ist. Von einer Schließung ist ab- issehen, wenn die Beibehaltung des Betriebes zur Durchführung einer ausreichenden Verbraucherver- Irgung oder aus sonstigen wirtschaftlich wichtigen (TÜnben erforderlich ist, ferner, wenn der durch die | (Mießung Betroffene für den Arbeitseinsatz nicht lLbgnet ist. Auch die Aufnahme berufsfremder Ar- liit und eine entsprechende vorherige Ausbildung hm verlangt werden. Der Unterhalt des Betroffe- nn und der unterhaltspflichtigen Personen wird für l Dauer der Ausbildung sichergestellt. Ausführlich iigelt die Verordnung die Abwicklung und die Schul- itnregelung, für die ein Abwickler bestellt werden knn. Für einen Härteausgleich wird aus Mitteln i --? Reichsanftalt und der Wirtschaftsgruppe ein I .hrtefonds gebildet. Kampf gegen die Karies. Schulzahnpflege an erster Stelle. Rach vorsichtiger Schätzung sind heute nur noch -4io.H. deutscher Menschen vollkommen ' f T i vom Z a h n v e r f a l l, der Karies. Reichs- I.zcinärzteführer Dr. Ernst Stuck führt in der Zeit- fnift des RS.-Deutschen Aerztebundes „Ziel und Asg" aus, daß es vor allem auf die Organi- lition einer umfassenden Zahnpflege inir Jugend ankomme. Die bisherige Schul- .ziihnpflege beschränkte sich leider nur auf Un- lir s u chungen. Solche Untersuchungen aber ohne -imnittelbar nachfolgende Behandlung seien na- Mich nur von geringem Wert. Nur in 72 Städten Äutschlands gebe es Schulzahnkliniken, ■infiienen hauptamtliche Kräfte arbeiten. Von einer Men, therapeutisch ausgerichteten deutschen Schul- .lampflege könne bisher noch keine Rede sein. Es lem aber Ansätze in dieser Richtung vorhanden. ^,mn Schluß gedenkt der Reichszahnärzteführer noch erfreulichen Aktion der NSV. - Jugend- 5°i0 n p f l e g e, die aus kleinsten Anfängen heraus l'^zu einer in der Welt einzig dastehenden Orga- iMon mit bereits 137 motorisierten NSV.-Schul- Zi'inpflegestationen entwickelt habe. Monatlich 4000 Schießauszeichnungen in der HZ. Leber eine Million Jungen werden heute schon mm Schießdienst der Hitler-Jugend eie a 6 L 35 000 Schießauszeichnungen sind bisher miote Hitler-Jugend verliehen worden, und monat- 'id werden gegenwärtig weitere 4000 Schießaus- tehnungen verliehen. Der Reichsjugendpressedienst «e it auf die wehrpolitische Bedeutung dieser Aus- biliung hin. Ein ganzes Regiment von guten Durch- \ schiS tts schütz en werde in jedem Monat von der i Ht-'r-Jugend herangebildet. Die Schaffung einer . Zirre:ee von Scharfschützen bedingt den Beginn der 'Sf-eßausbildung in frühester Jugend. Sie beginnt rprrtig in verstärktem Maße schon beim Jungvolk Niti dem 11. Lebensjahr am Luftgewehr. Im näch- Monat tritt das Jungvolk zum ersten Male Kfift Reichsschießwettkampf mit dem Luftgewehr an, |«6i !sem 8000 Pimpfe zugelassen sind. Im Mai ge; (Ikict dann der Reichsschießkampf der Banne mit 'ito Kleinkalibergewehr um den Ehrenpreis des ^Fiizsjugendsiihrers zum Austrag. Weitsämter werden Reichsbehörden. Eiie r I i n , 27. März. (DNB.) Nachdem die Auf- «Ibm des Präsidenten der Reichsanstalt fürArbeits- i «rr ittlung und Arbeitslosenversicherung auf den SFfenrbeitsminifter übergegangen sind, hat dieser eine' Verordnung erlassen, nach der die Landes- ctrtetsämter und Arbeitsämter sowie die Reichs- c iLcileichsstelle für Arbeitsvermittlung, diese unter £ >« Bezeichnung Reichsstelle für Arbeitsvermittlung, MiichsbeHörden werden, die dem Reichs- | I 2pd. In einer Ausführungsverordnung 3um Gc über die Ortspolizei bestimmt der Reichsstatt r. k. Neue ortspolizeiliche Befugnisse für die Bürgermeister in Hessen. Nachdem er 1909/10 als Einjähriger beim 1. Bad. Leib-Grenadier-Regiment gedient und 1913 zum Leutnant der Reserve befördert worden war, rückte er bei Kriegsausbruch sofort mit ins Feld. Bis zum Kriegsende diente er dem Vaterland bei den Badischen Leibern und bei zwei Pionier-Truppenteilen. 1918 wurde er 5um Oberleutnant der Reserve der Badischen Leiber befördert. Nach dem Kriege war er in Freiburg als Architekt und Amtsvorstand des Städtischen Kliniken-Neu- bauamtes tätig. 2)cum wurde er zum Stadtbaurat ernannt und Vorstand des Städtischen Siedlungsamtes in Freiburg. Mit seiner Wahl zum Beigeordneten bei der Stadtverwaltung in Gießen schloß sein Wirken in Freiburg ab. Aus einer sehr großen Zahl von Bewerbern wurde Dr. 5) a m m am 20. Juli 1925 zum Beigeordneten der Stadt Gießen gewählt. Sein neues Amt teilte ihn vor eine Fülle von Aufgaben, deren Lö- ung in jenen Jahren durch vielerlei Hemmungen behindert wurde. Mit Einsatz aller seiner Kräfte und seines großzügig ausgerichteten Strebens ging er an seine Aufgaben heran. Ihm ist es denn auch in weitem Ausmaß mit zu danken, daß auf seinem Arbeitsfeld in unserer Stadt mancherlei Fortschritte und anerkennenswerte Verbesserungen erzielt wurden. Daß dabei nicht überall und in jeder Hinsicht manche an sich berechtigte Wünsche so rasch wie erhofft oder bis heute überhaupt noch nicht erfüllt werden konnten, ist auf den fortdauernden Niedergang unseres wirtschaftlichen und kommunalen Lebens vor der Machtübernahme, bann auf die unbedingte Vordringlichkeit anderer, lebenswichtigerer Angelegenheiten zurückzuführen. Stets hat aber Dr. Hamm unter Einsatz aller Kräfte die Erfüllung der Notwendigkeiten und die Zielsetzungen der Verwaltung angestrebt und auch in erheblichem Ausmaß zur Verwirklichung bringen können. So hat er denn bei senem Ausscheiden aus der Gießener Stadtverwaltung allen Grund, mit Befriedigung auf ein erfolgreiches Wirken als Beigeordneter und Leiter wichtiger städtischer Abteilungen zurückblicken zu können. Neben seinen Hauptaufgaben im Beigeorn-tenarnt entfaltete er noch auf zahlreichen anderen Gebieten in ehrenamtlicher und vorbildlicher Mitarbeit eine rege Tätigkeit mm Besten unseres Gemeinwesens und auch zum Nutzen anderer Teile unserer engeren Hennat und darüber hinaus. Er ist u. a Mitglied bes Deutschen Ausschusses für wirtschaftliches Bauen, Durch feine weitreichenbe hauptamtliche unb ehrenamtliche Tätigkeit, sein aufgeschlossenes unb für jedermann entgegenkommendes Wesen, durch feine geoiegene Sachkunde unb feinen praktischen Blick >ur die wesentlichste Seite aller Aufgaben, zugleich auch durch die tatfrohe, mit klugem Einsatz der Mittel und der Möglichkeiten gepaarte Arbeit hat sich Hamm allenthalben in Gießen und darüber hinaus große Wertschätzung erworben. Sein Wirken hat nicht nur an den berufenen amtlichen Stellen Anerkennung gefunden, sondern es wird auch in nur 'RöllnllArim« -f.- t. „ r. - - 01 ...v • r. . . '____ Als Höhepunkt unb Abschluß ber Fahrten sind an ben Sammelpunkten für den letzten Abend Feierstunden geplant. Meist werden Sing- und Dorp gemeinschaftsabende mit der Bevölkerung veranstaltet. Ader wo eine alte Burg ober ein schöner ^chloßgarten den stimmungsvollen Hintergrund geben, werden auch Märchenspiele aufgeführt. So wird im Weilburger Schloßhof das „Dornröschen" erwachen, die „Froschkönigin" spielt im Burghof zu Ute rbach mit ihrer goldenen Kugel am Brun- nen Auch das Kasperle geht mit auf Hesfen-Nassau- i^ahrt und will vielerorts an Kindernachmittagen lichtest hat nicht minder dazu beigetragen, daß er nicht nur in Gießen, sondern auch darüber hinaus Freundschaften und Wertschätzung in hohem Maße genießen konnte. So wird denn das Scheiden dieses hervorragenden Beamten und vortrefflichen Menschen aus Gießen weithin in unserer engeren Heimat bedauert werden. Die guten Wünsche vieler Volksgenossen für sein weiteres Leben darf er in feinen neuen Wirkungskreis mitnehmen. Bürgermeister Professor Dr.-Ing. Hamm, der seit dem 20. Juli 1925 als Beigeordneter der Gießener Stadtverwaltung angehört, wird am 16. April aus unserer Stadtverwaltung ausscheiden und einem Ruf als Ministerialrat in der Reichs- stellefürRaumordnunginBerlin Folge leisten. Dort wird er die Oberleitung für die Reichsplanung im Rahmen der Reichsstelle für Raumordnung übernehmen. Er roirb Jein Amt in'Berlin am 17. April antreten. Bürgermeister Professor Dr. Hamm stammt aus -Baben, wo er im Mai 1886 in Kenzingen geboren mürbe. Nach bem Abitur am Humanistischen Gymnasium in Karlsruhe ftubierte er an ber dortigen Technischen Hochschule Architektur und bestand 1906 das Staatsexamen, 1909 das Examen als Diplom- Ingenieur und ein freiwilliges Examen über Volkswirtschaftslehre. Er war dann als Regierungsbauführer im badischen Staatsdienst, u. a. bei den Barschen Staatseisenbahnen, tätig, wo er auch an dem Bahnhofneubau in Karlsruhe mitarbeitete. Im Winter 1913/14 bestand er das Examen als Regierungsbaumeister, dann war er in dieser Eigenschaft bei dem Bezirksbauamt in Emmendingen tätig. Am 1. Mai 1914 schied et aus dem Staatsdienst aus und ging in Freiburg im Breisgau in den Kommunaldienst über. setz über die Ortspolizei beftimnit der Reichsstatt- huiter in Hessen — Landesregierung — u. a., daß mit Wirkung vom 1. April d. I. ab in Gemeinden mit staatlicher Polizeiverwaltung dem Bürgermeister (Db^rbürgermcifter) die nachstehenden ortspolizei- lichen Aufgaben und Befugnisse bis auf Widerruf Zur Verwaltung und Ausübung übertragen werden: die Baupolizei; die Feld- und Forstpolizei; der Naturschutz; die Feuerpolizei, soweit sie zum Bereich der Baupolizei gehört, unb die Feuerlöschpolizei; die Gewerbepolizei, soweit sie durch näherbestimmte Paragraphen der Reichsgewerbeordnung, des Notgesetzes vom 24. 2.23 durch die Arbeitszeitordnung, durch das Gaststättengesetz und das Gesetz über bas Versteigerergewerbe befugt ist; die Gesundheitspoll- zei; bie Veterinärpolizei; die Lebensmittelpolizei; die Marktpolizei; die Schlachtvieh- und Fleischbeschau, soweit in ben, Gemeinden ber Schlachthaus- 3roang angeorbnet ist; die Wegepolizei hinsichtlich der Unterhaltung, Beleuchtung und Reinigung; die Jagdpolizei mit Ausnahme der Bestimmungen über die Erteilung, Versagung und Entziehung der Jagd- scheine; die Wohnungspolizei; die Obdachlosen- pollzei; dix Schulpolizei; die Befugnisse, die den Ortspolizeibehörden übertragen sind durch die Kul- Bürgermeister Professor Dr. Ham m. (Ausnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) arbeitete eifrig mit im Fulda-Lahn-Kanalverein, uon 1925 an bis 1932 als Vorstandsmitglied, seitdem als Vereinsleiter des Derkehrsvereins Gießen mit, gehörte dem Vorstand des Vereins für Luft- ahrt in Gießen an, ließ seine Kraft und sein Wissen der Beamten-Baugenossenschaft Gießen, dem Eisen- bahner-Heimstättenoerein, der Baugenossenschaft 1894, der Freiwilligen Sanitäts-Kolonne vom Deutschen Roten Kreuz in Gießen usw. zugute kommen, war von der Gründung des Verkehrsbundes Ober- Hessen im November 1926 bis zu dessen Ueberlei- tung in die große Rhein-Mainische Gemeinschaftsorganisation im Jahre 1933 als Vorsitzender tätig, mar von 1933 bis 1935 Bezirksgruppenführer des Reichsluftschutzbundes in Oberhessen, mo er an dem Aufbau der Organisation an hervorragender Stelle mitwirkte, machte mehrere Jahre lang als Gebietsreferent für Oberhessen im Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main fein Wissen und seine Erfahrungen im Dienste von ganz Oberhessen nutzbar und arbeitete als Beauftragter des Reichsstatthalters an wichtigen Aufgaben im Dienste der Raumordnung ^ir Butzbach, Bad-Nauheim und Friedberg mit dem ßtele ber Aufstellung eines zweckmäßigen Generalbebauungsplanes. 3m August 1931 erhielt er bie Dienstbezeichnung „Bürgermeister" verliehen. Im Mörz 1930 habi- iticrte er sich an ber Technischen Hochschule in Darm- tabt für „Stadtmirtschaft im Städtebau". Seit 1932 gehört er dem Lehrkörper ber Universität Gielen an, mo er Vorlesungen über Geschichte bes Stabtebaues hält. Im Juli 1936 wurde er vom Reichskultusminister zum nichtbeamteten außeror- bentlichen Professor in ber Philosophischen Fakultät ber Universität Gießen ernannt. turgesetze, insbesondere burch bas Kulturkammergesetz unb bas Gesetz über bie Vermittlung von Musttauf- fuhrungsrechten, sowie besonders zugewiesene Aufgaben. Für die übrigen Aufgaben sind die staatlichen Polizeiverwaltungen oder die Sonderpolizei- behorden zuständig. In Zweifelsfällen entscheidet bie Landesregierung. Heffen-Naffau-Iahrt führt in die schönsten Gegenden. NSG. In die schönsten Gegenden des Rhekn- Main-Gebietes führt in diesem Jahre wieder die Hessen-Nassau-Fahrt des BDM.-Obergaues, die vom 12. bis 22. Mai unb vom 22. bis 31. Mai veran- taltet wird. Im Vogelsberg, Spessart, Rheingau, Lahntal unb Westerwalb werden die Mädel zehn frohe Tage erleben. Auf Wanderungen^ zu denen- 20 Mädel immer zu einer Einheit zusammengefaßt sind, lernen sie Landschaft unb Menschen, bodenständiges Handwerk und alle Volkskunst kennen. Zeitschriften. — Seit der Jahrhundertwende sind die Großstädte oie Schrittmacher der Geburtenbeschränkung. Am -öeilpiel ber Stabt Dresden zeigt Walter Czach im Marzheft der Monatsschrift „Volk und Rasse" (I. F. Lehmanns Verlag, München 15), wie verheerend Krieg, Inflation, politische Zerrissenheit, Liberalismus, sittliche Entartung sowie Wirtschafts- und Vertrauenskrisen auf die Bevölkerungskurve gemirft haben. Einen wertvollen Beitrag' liefert Med.-Rat Dr. H. Thiele mit feinem Aufsatz „Die nordisch-germanische Auffassung über die Invertierten . lieber sehr interessante „Rassenkundliche Beobachtungen in Ungarn" berichtet Dr. S. A. Küppers- Sonnenberg. L ~ "Eine Volksgasmaske ist kein alter Strohhut , sagt bie Luftschutzlehrerin. „Man kann sie nicht einfach aufstülpen, fonbern sie muß sorgfältig verpaßt werben, damit sie ihren Zweck erfüllt!" Wie das gemacht wird, zeigt ein interessanter Bildbericht ber neuen .Sirene". Anschaulich wird gezeigt, wie Wundverbande angelegt werden wie man die Decke eines Raumes abstützt, wie man verdunkelt, rote man den Löscheimer handhabt u. v. a Das O tx‘J9tÄI0d) andere Bildberichte über praktischen Luftschutz. Dazu gute Unterhaltung und die Mit- teilungen des Reichsluftschutzbundes' der Beziehungen und ber Anschauungen: es hat seine Gültigkeit in ber Liebe so gut wie in ber Politik unb m ber öffentlichen Meinung. Die Geschichte spielt sich zugleich im Zeitungsmilieu ujtb vor den Hintergründen der Marokko-Frage, also zwischen ben Kulissen ber Politik ab: solche Verflechtung von Politik unb Liebe unb guten Geschäften ist eines ber Hauptmotive im Film, unb auch bieses muß toicberum ein ausgesprochen französisches Problem sein, beim es behauptete sich in ber Literatur von Maupassant bis zu Jules Roniains, in bessen großartiger Nomanreihe' „Die guten Willens sinb" es ebenfalls eine gewichtige unb offenbar charakteristische Rolle spielt. (Die auf 18 Bänbe berechnete, noch nicht abgeschlossene No- manserie, bie an eine große französische Erzähle r- trabition anknüpft, ist eines ber erstaunlichsten Zeugnisse der zeitgenössischen Literatur.) Ilm zu „Bel ami" zuruckzukehren: sein Aufstieg enbet mit ber Ernennung Mm Kolonialminister, aber er bleibt nur ganz kurze Zeit im Amt. Dann tritt er sofort roieber ab ... „Er zieht sich aus bem politischen Leben zurück: aus bem ,Belami'ift berlicbenbe Gatte Suzamies geworben." Wir sind nicht ganz sicher, ob biese Schlußwendung, wie sie bas Programmheft formuliert, allen Be- ^chern ganz beutlich geworben ist, unb wenn es ber Full fein sollte, bann wirb man sich ber Relativität erinnern, von ber schon bie Rebe war, unb bie Wendung vielleicht nicht als enbgültig anerkennen ober jcbenfalU mit einem skeptischen Lächeln bezweifeln. Der Kreislauf ber Dinge ist zuvor mit solcher Selbst- verständlichkeit geschilbert worben, baß es schwer fällt, an die Dauer einer derartigen Lösung zu glauben. * Die kleine Szene im Zimmer des Ministers, wo an einer kehr bezeichnenden Stelle des Gesprächs ein Bildwerk, das Frankreich verkörpert, den Rücken wendet, und die leblose Figur gleichsam ihr Haupt verhüllt, ist nur im Fflm so pointiert wiederzugeben und kennzeichnet den Stil der Inszenierung, die ^.ockerheck, Sicherheit und spielerische Grazie, mit der Forst den Stoss ergriffen und ins Optische übersetzt hat. Da er überdies auch die Hauptfigur unb Titelrolle selber spielt, trägt baf Ganze sehr deutlich bie Züge eines Wesens unb seiner Spielphantasie. Möglicherweise wirkten einige frühere Filme aber gerabe deswegen noch stärker, weil er dort, als Darsteller nicht beteiligt, sich ausschließlich auf die Spielführnng konzentrieren konnte. Uebrigeus liegt ihm der Typus "Al ami" vorzüglich, das unbeschwert Bewegliche, die Wandlungsfähigkeit, das Improvisatorische... : dRan kann sich den jungen Mann gut so vorstellen, : roie er hier gezeigt wird. Vier Frauengestalten um ! ihn her, die amüsant charakterisiert und geschickt gegen- I einander abgesetzt sind: Olga Tschechowa, eine so 1 ^gabte wie großzügige Dame; Hilde Hildebrand, die ihreEisersuchtsszenen mit hysterischenTränenfluten benetzt; Lizzi Waldmüller, eilte scharmante, kleine pariserische Zofe, bie mit heiterem Gesang das sehr melodiöse Leitmotiv einführt; und Ilse "Werner: ziierst in „Frau Sixta" herausgestettt, hier betonter unb persönlicher entfaltet, ein gescheites, helläugiges, sunges Geschöpf. Johannes Riemann hat sich vom Bouvivant ins schillernde Eharakterfach hinüberqe- spielt. Aribert Wäscher unb Will Dohm liefern ein pa^ bübsch sitzenbe, komische Episoben. Die Kamera- leute Teb Pahle unb Erich Schmibke unb ber Kom- pvulst 4-1)eo Mackeben sinb vom Regiestab mit Anerkennung zu nennen. — (Tobis.) Die Wochenschau ber Tobis bringt Ausnahmen vom Einmarsch in Böhmen unb Mähren, vom Führer- Empfang in Wien unb Berlin. Ein Kulturfilm, ber den Nerz als kleines Raubtier unb als kostbaren Pelz zeigt, wirb bie weiblichen Besucher besonbers inter- essteren. Hans Thyriot. Hochschulnachrichten. ~ ist übertragen roorben: dem Negierungsbaurat pr.^ng. Wilhelm Loos in Berlin- Dahlem un- tzr Ernennung zum ordentlichen Professor an der Hochschule Berlin der Lehrstuhl für Wehrbautechnik; dem Dozenten Dr.-Ing. Werner ilcA r 9 Nettfein und und ihren verschiedenen runden D'N- gen, und bann, wenn sie genug hatten, wurden sie fahnenflüchtig. ^Fortsetzung folgt!) Fahren durch beleuchtete Ortsteile oder bei Blendung durch Entgegenkommende das eigene Licht nicht sicher erkennen kann. Für Kraftfahrzeuge, die seit dem 1. 4.1938 erstmals zugelassen wurden, war die Neuerung sofort in Kraft getreten. Aom Pimpfenkochen. Am vergangenen Freitag sah ich dem Pimpfen- kochcn in' der Versuchsküche der Abteilung Volkswirtschaft - Hauswirtschaft des Deutschen Fraucn- wcrkes zu. Als ich kam, waren schon manche Speisen zubcreitct und sahen sehr lecker aus. Eine Gemüsesuppe duftete ! herrlich, schöne Rohkostsalatc (luic Tomaten-, Sel- ! lerie-, Weißkraut- und rote Rübensalate) luden direkt , zum Versuchen ein. Die Pimpfe selbst gaben sich eben mit großem Eifer der Zubereitung von guten, aus i deutschem Puddingmehl zubereiteten Puddings mit > wohlschmeckender Soße hin. Sie werden sich wohl «gerade bei dieser Speise besonders aufs Kosten gc- jfreut haben. Die Abteilungsleiterin der Abt. Volkswirtschaft- chauswirtschaft des Kreises Wetterau, Frau Matthy, erklärte mir dann, daß die Pimpfe in diesem Jahre izum ersten Male die Rohkoftreibe mit auf Fahrt bekämen und sie deshalb besonders Rezepte von Roh- 7ostsalaten versuchen ließe. Viermal müßten die Prmpfe in der Versuchsküche kochen, beim fünften Male gingen sie hinaus ins Freie, müßten dort eine rnchgemäße Kochstelle bauen und hier das etwas schwierigere Kochen (so wie es eben auf Fahrt ist) nusprobieren. Die Abt. Volkswirtschaft-Hauswirt- ichaft des Gaues hat einen Fahrtenvcrpflegungsplan ' nusgearbeitet, den die Jungen mitbekommen. Hierdurch und durch das Probekochen sei eine gewisse Gewähr geleistet, daß die Pimpfe gut und sachgemäß !oerpflegt würden. Wenn dann die Speisen mit so lustigen Redensarten wie bei diesem Probekochcn gewürzt werden, min ich überzeugt, daß sie ganz vortrefflich munden. E. L. Generalversammlung des Männer-Dadevereins. Der Männer-Badeverein hielt am Samstag im i.Auerhahn" unter dem Borsitz des Bereinsführcrs, Ortsgruppenleiters Thomas, seine Generalversammlung ab. Nach dem Bericht des Schrift- ührers S) o f erstattete der Dereinssührer den Ge- lchäftsbericht, aus dem u. a. zu entnehmen war, daß oas abgelaufene Jahr sich als verhältnismäßig gün- iig erwiesen hatte, so daß durch die wirtschaftliche Geschäftsführung ein größerer Betrag erübrigt wer- sen konnte, der den Reserven zugeführt wurde. Im i.ahre , 1938 wurde ein neues Sprungbrett an« reschafft und verschiedene Verbesserungen durchge- ihrt, für die über 1OOO RM. aufgewendet wurden, nm neuen Jahre wird in die Halle des Bademeisters ine Wasserleitung gelegt werden, weiterhin sind Verbesserungen an den Dächern und die üblichen «ierbejserungen vorzunehmen. Im Mittelpunkt des Badebetriebes soll ein Strand- sst stehen, dessen Durchführung „KdF." übernehmen i'ird. An di? Stelle des Bademeisters Seitz tritt '«ademeister Schmidt. Den Hitler-Urlaubern und ^A.-Kameraden, die nach Gießen kommen, wird, Die schon in früheren Jahren, kostenlose Benutzung ?r Badeanstalt gestattet. Die Mitgliederzahl ist mbU geblieben. Der von Rechner Hock vorgelegte Kassenbericht belegte mit Zahlen die günstige Ent- ijcklung, die sich im Anstieg des Vermögens aus- irüdt und den Beweis für die gute Fundierung des Vereins ergab. Nachdem dem Rechner und zugleich liuch dem Vorstand Entlastung erteilt worden war, c^ib der Vereinsführer einen Rückblick auf die letzten politischen Ereignisse. In einer regen Aussprache rjurben einige Vorschläge unterbreitet, die darauf Iinausgehen, den Gemeinschaftsgeist auch beim 'adebetrieb zu pflegen und einige Unzulänglich- iten abzustellen. 11. a. wurde die Erneuerung der Wielgeleaenheiten im Bad und einige Verbesserun- din angekündigt. Arbeitstagung der Giehener Bienenzüchter. Zm Hotel Hopfeld fand am Sonntagnachmittag t ne Arbeitstagung der Imker der Ortsfachgruppe ; ('sehen statt, die namentlich von den auswärtigen Mitgliedern zahlreich besucht war. Der Ortsfach- ssmpprnvorsitzer, Bodenbendcr, gab aus der । pJiUe seiner Fachkenntnisse praktische Winke für die | 'Übeii an den Völkern in den nächsten Tagen und i Monte, daß die sachgemäße Behandlung im Früh- ioiir ausschlaggebend für die Erfolge im Sommer i if ©r hob hervor, daß die Reinhaltung der Völker di wichtigste Aufgabe ist und empfahl sorgsame ^obachtung der Tiere in der nächsten Zeit. Auch ji:' die Herstellung leicht sauber zu haltender Trän- Ici gab er praktische Vorschläge. 1 hierauf erläuterte er die wichtigsten Bienenkrank- hlle^r und wies nach, daß die meisten Krankheiten jti im Frühjahr einstellen. Er schilderte die Er- ! vnkungen der Bienenbrut, in erster Linie die ' Flmlbrut und solche der ausgewachsenen Bienen, d ? die „Nosema", die im letzten Jahre auch im | 8'ireich der Ortsfachgruppe festgestellt wurde. Er ; iräuterte die Aterkmale dieser Krankheiten. Der Sachverständige für Bienenseuchen des Kreises I Rebberg, Opper, ergänzte diese Ausführungen iriO hob hervor, daß all die Erfolge, die in dem i lihfen Jahr erzielt wurden, im Jahre 1938 durch fl !reiche Bienenkrankheiten in Frage gestellt wur- !e . Nach dem Aufruf des Präsidenten Vetter zur w'mehrung der Bienenvölker konnte durch die Smherung der Bienenvölker und die Reinzucht eine cf igerung des Honigertrages um 60 ÖOO Doppel- Wtner im Werte von 12 'Millionen Rtark erzielt u!'den. Auf 400 Belegstellen, von denen allein 270 Reinzucht anerkannt morden waren, konnten O"MX> Königinnen gezüchtet werden. Es ist Pflicht «t-s Fachgruppenmitgliedes, auf die nicht organi- nten Bienenhalter zu achten, weil durch deren ; ic!ker am meisten die Bienenkrankheiten verbreitet itirben. )>te nÄhste Versammlung findet in Verbindung tin einem Lehrgang für Königinnenzucht in Gießen i Die Gießener Imker beteiligen sich an der Lt-desfachgruppen-Ausstellung am 1. big 3. Dezem- ifri in Frankfurt a. M., auf der vor allem Honig- i»i Wachserzeugnisse ausgestellt werden sollen. 2ier Vorsitzer gedachte dankbar der Erfolge des | Nrers und forderte die Imker zur weiteren Mitch it und zur Treue gegenüber dem Führer auf. Gießener wochenmorktpreife iGießen, 28. März. Auf dem heutigen Wochen- rn/'St kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, ÜGite 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, i^sche Eier, Klasse B 12, C 11)4, rote Rüben, 1 ra 'eg 14 bis 15, Spinat 35, Unterkohlrabi 8 bis 10, Pssalat, ‘/io 15, Tomaten, V2 kg 35 bis 50, Zwie- I Der Renmarkt lag nach der leichten Belebung vom Samstag wieder fxhr still und nicht immer voll behauptet. Reichsbahn-DA. gaben 0,25 v. H. ab auf 123, ferner gingen im Freiverkehr Koinmunal- Umfchuldung um 5 Pfennig auf 93,35 zurück. Pfandbriefe lagen still, Frankfurter Hyp. Liquid, etwas fester mit 100,90 (100,70). Von Stadtanleihen brök- feiten die beiden Darmstädter auf 96,75 (96,90) ab. Industrie-Obligationen notierten unregelmäßig. Unnotierte Werte hatten stilles Geschäft, höher Rastatter Waggon mit 53 bis 55 (52,50), dagegen Elsäss. Bad. Wolle 95 bis 97 (96 bis 98). Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. Abendbörse unerholt. Die Abendbörse nahm einen sehr stillen Verlauf' und war am Aktienmarkt gegenüber dem hiesigen Schlußverkehr noch überwiegend schwächer, während gegen den Berliner Schluß ebenfalls keine Erholung eintrat. Nennenswertes Angebot lag zwar nicht vor, anderseits fehlte es aber an jeglicher Unternehmungslust. Im allgemeinen hielten sich die Veränderungen bei 0,25 bis 0,50 v. H. Bemberg jedoch büßten 1,50 v. H. ein auf 129 und IG. Farben 1 v. H. auf 146 bei einem Berliner Kurs 146,40. Am Montanmarkt waren Mannesmann Handball im NSTiL.-Kreiö Gießen. < Soll das die Entscheidung sein? Hörnsheim liegt nunmehr mit einem Punkt vor dem Altmeister und sollte diesen Vorsprung normalerweise auch behaupten. Die Mannschaft hat nur noch ein Spiel auszutragen, das zwar nicht ganz Icidjt, immerhin aber zu gewinnen ist. Denn Katzenfurt ist in seinen Leistungen in letzter Zeit stark zurückgegangcn und sollte deshalb dem Tabellenführer nicht weiter gefährlich werden. Für Lützellinden ist diese Tatsache um so tragischer, als die Mannschaft klar an der Spitze liegend, leichtfertig — ohne die Gefahr zu erkennen — zwei wertvolle Punkte buchstäblick) verschenkte. Ein ungünstiges Zeichen von Sportkameradschaft ist es, wenn eine Mannschaft nicht antritt. Derartige Fälle sind selten. Daß aber einem Verein, wie ihn nun einmal der Mtv. Gießen darstellt, etwas derartiges passieren kann, ist sck)lechterdings nicht recht zu verstehen. Die Mannsck)aft der Luftwaffe wartete — gut vorbereitet — auf ihren Gegner, mußte aber ohne Spiel wieder abtreten. Eine Reihe von Spielen rnußte wegen der vorhandenen schlechten Platzverhältnisse and) diesmal wieder verlegt werden. Tv. Lützellinden— Tv. Hörnsheim 4:4 (2:2). Das Spiel war keine „Offenbarung" und will) in seiner ganzen Struktur wesentlich von den früheren Lokalkämpfen ab. Die Platzbesitzer begannen den Kampf keinesweg in überzeugender Form. Hörnsheim war dagegen sofort im Bilde und ging aud) bald in Führung. Mit etwas Glück kam 'das Halbzeitergebnis zustande. — Nach der Pause änderte sich das Bild grundlegend. Lützellinden kam mehr und mehr auf und Hörnsheim mußte stark verteidigen. Zwei Tore wurden vvrgelcgt, durd) das aufopferungsvolle Spiel der Gäste aber bald wieder aufgeholt. Alle Anstrengungen, das Ergebnis zu verbessern, mißlangen. Mit einem Unentschieden, das den beiderseitigen Leistungen nicht ganz entspricht, trennten sich die Mannschaften. Tv. Grüningen — Tv. Atzbach 12:5 (6:2). Obwohl Atzbach mit zahlreichem Ersatz antrat, lieferte die Mannschaft ein recht gefälliges Spiel, konnte aber gegen die Platzbesitzcr — die noch einmal in stärkster Besetzung antreten — nichts ausridchen. Die Niederlage, die Ätzbad) bezog, hat Dutenhofen den Weg zum Aufstieg in die Bezirksklasse freigemacht. Gepälkmarsch-Meisterschast der it. (Sturm 1/83 Gießen gewinnt den Ehrenpreis des Landrats. Regen, Schnee und Wind wechselten miteinander ab, als am Sonntagvormittag die Einheiten des Sturmbanns 1/83. ^-Standarte Gießen, zur Gepäck- marschmeisterschaft starteten. Nach Ablegung der vor- geschriebenen Schießübung setzten sid) die Stürme wie folgt in Marsd): Sturm 1 (Gießen) vom Schießend der Schützen-Gesellschaft; Sturm 2 (Wetzlar) vom Sd)ützenhaus in Wetzlar; Sturm 3 (Hungen) vvm Schießstand in Lid) und Sturm 4 (Friedberg) vom Schicßstand in Butzbach. Es galt, mit 25 Pfund Gepäck eine festgelegte Strecke, die zwischen 25 und 30 Kilometer lag, in möglichst schneller Zeit zurück- zulegen, was durck) die schlechten Straßen und das schleck)te Wetter sehr ersck)wert wurde. Wurden die ersten Kilometer fast geschlossen zurückgelegt, so zog sich, je länger die Männer unterwegs waren, das Feld immer mehr auseinander. Ausfälle ließen sick) nicht vermeiden, die in der Gesamtwertung mit Strafpunkten belegt wurden. Anderseits konnte man wieder großartige Leistungen sehen. War doch selbst ein 52jähriger ^-Kamerad unter denen, welche die Strecke, die zum Schluß noch durd) das Nehmen einer Hindernisbahn am Sammelpunkt Gießen erschwert wurde, in tadelloser Haltung zurücklegten. Den Abschluß bildete ein Handgranaten-Zielwurf auf dem hinteren Trieb. Mit manchem Sd)erzwort, wie „Ballonlauf", „Reifenwed)sel" nsw., wurden die unterwegs auftretenden Schwierigkeiten überwunden. Eine ganz vorzügliche Leistung bot ^-Mann Schneider (Friedberg), der seine 29 Kilometer lange Strecke in 3 Stunden 35 Minuten zurücklegen konnte. Die erzielten Zeiten verdienen deshalb besondere Anerkennung, da die Teilnehmer doch durchweg Kameraden sind, die wod)entags in meist handwerklichen und industriellen Betrieben stehen und trotzdem jederzeit einsatzbereit in echtem ^-Geist ihren Dienst versehen. Die beste Durchschnittsleistung in der Gesamtwert 107,75 (107,50) gefragt, ferner auf ermäßigtem ud Verein. Stahl.mit 102,75 (103), Hoesch mit 104,25 (104,50), Rheinstahl mit 131 (131,50) und Flse Genuß mit 128 (129). Sonst bröckelten u. a. ab: Gesfürel auf 130,50 (131), Westdeutsche Kaufhof auf 101,25 (101,40), Rheinmetall auf 127 (127,50), Daimler auf 130,50 (130,75), Reichsbank auf 177,75 (178), während Adlerwerke mit 108, MAN. mit 140,50 je 0,50 v. H. und Metallgefellfchaft mit 114,50 sowie Moenus mit 122,50 je 0,25 v. H. höher notierten. Der Renten markt war nahezu geschäfts- los, 6 v. H. IG. Farben wurden 0,25 v. H. höher bezahlt mit 121,50, Reichsbahn-VA. waren 0,13 v H. niedriger gefragt mit 122,90. Kommunal-llm- schuldung hörte man mit 93,35. .Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 27. März. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W9 210, W 11 212, W 12 213, W 13 214, W16 217, W18 219, W 19 221, W 20 223, Roggen RH 196, R 12 197, R 14 199, R 16 202, R 17 203, R 18 204, R 19 206 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- gerfte —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,75, W 16 29,75, W 18 29,75, W 19 29,75, W 20 (Kreis Alzey) 29,75, W 20 (Kreis Worms) 30,10 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfeftpreife ab Mühlenftation. Roggenfuttermehl R19 12,-50, Roqgenoollkleie R 19 11,00. Roa- genkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreis ab - Mühlen- tation. Treber —. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, do. 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, do. 7,80 bis 8,20, Weizen stroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Derlade- tation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. März. (Varbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 944 Kälber, 51 Hümmel, 75 Schafe, 4691 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hümmel 40 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Hümmel und Schafe mittel. Was wir immer wieder gerne hören! (Industrie- Neues vom Llhu im Vogelsberg Früh- 22.35 bis 24: Musik aus Wien. am Montag, 3« April, im Gloria-Palast zu Giefeen Eintritt: 0.80—1.80 RM. Beginn: 20.30 Uhr Vorverkauf: KdF.-Dienststelle, Seltersweg 60. 2215D Iglo ri ri Gießen, im März 1939. 2197D & Frau Marie Keßler und Kinder. Großen-Linden, den 27. März 1939. Seltersweg 66. 2201 D o WWlSMkl vAMksse) verlängert Unb 01519 PALAST Giessen I Leibbinden [qualitäts-herrenschuhe; Olga Tschechowa, Jlse Werner Hilde Hildebrand, Lizzi Wald" müller, Willy Forst, J. 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Melchior, der die Wildfütterungen besorgt, schon tagelang an der besagten Stelle einen „großen Bogel" gesehen hat, der sonst nie in Laubachs Wäldern vorgekommen ist. Nachdem der Graf in der glücklichen Lage war, die Vogelart identifizieren zu tonnen, ist auch diese Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! 808 unb ALLEINVERKAUF - -xju Förstermeldung als eine „Uhu-Meldung" zu werten. Das gefangene Tier, das nunmehr seinen Partner gefunden hat, wird unverzüglich in Freiheit gelassen. Weiterhin kann mitgeteilt werden, daß der gräfliche Revierstreifendienst einen „verdächtigen" Horst aufgefunden hat, unter den: Katzenreste liegen, also Ueberbleibsel von Beutetieren, die bei Raubvögeln bis zur Habichtsstärke niemals angetrosfen werden. Der Vogelsberg scheint dieses Jahr besonderes Waidmannsheil zu haben! So interessant solche „Wiederentdeckungen" in der Natur unserer Heimat nach jahrelangen schwierigen Versuchen jetzt erscheinen und so verlockend die Beobachtungen der Vorgänge im Leben eines imposanten Nachtraubvogels für den Naturfreund sein mögen: Wir geben von, nun an nur deshalb fortlaufend diese Schilderung an die Oeffentlichkeit, damit die Menschen die Umgebung des Jägerhauses Danksagung. Für alle lieben Beweise der Teilnahme an unserem schweren Verlust sagen wir herzlichen Dank. Schall platten und Eigenausnahmen.) „ 16: Nach, Mittagskonzert aus dem „Stadtpark" in Kassel. Operetten- und Walzerklängc. Einlage Das Mikrophon unterwegs. 18: Was ihr wollt! Ein Gang durch das Frankfurter Volksbildungswerk. 18.20: Allerlei Spiele. 18.30: Frauen der Vergangenheit: Katharina Fröhlich, die «raut Grillparzers. 19: Fliegendes Deutschland: Segelflieger am Mensfelder Kopf. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Melodien vom schwedischen Land. Eine Rhapsodie von Sven Skoeld und Olle Nygren. 20: Nachrichtens Grenzecho. 20.15: Herrlichkeit und Alltag der Oper. Primadonna und Tenor mit und ohne Schminke. Ein Loblied auf die Welt des Musiktheaters. 21: Neapolitanische Volkslieder. 22: Nachrichten. 22.20: Bilderbuch der Woche. Weg öhc't Wie 3 Die, eing flusi und der Reviere des Grasen Solms mit ihrem Besuch verschonen. Der Uhu hat jetzt seine heimlrche Zeit und erträgt solche Völkerwanderungen nicht. Deshalb möchten wir die Oeffentlichkeit auf diesem Wege unterrichtet wissen! Ein Tobis'Film nach dem Roman von Guy de Maupassant >m teil ha! sche ' r tag- au sf MM fiunc ang vci Mei beob' nen, Dien üona feuei ticht, Mil Dlitt »eist lionr bish kotg Aitl 8um der des 1 Eei ■ klär Empfehlungen | ViktoriaNies Langsdorf nimmt Salatbestellungen a. Konfirmation, entgegen. 2213D Telefon Lich287. ^undfunkprogramm INlktwoch, 29.2Närz. Seit „Königswalzer“ ist Forst nicht mehr als Schauspieler erschienen. Hier spielt er die Titelrolle und ist zugleich der Spielleiter seines neuen Films. — Wie er in „Maskerade4 seinerzeit in vollendeter Weise das Wiener Künstlerleben schilderte, so gestaltet er hier meisterhaft eine Filmkomödie des eleganten Paris um 1890. Wie alle Willy-Forst-Filme ist BEL AMI EIN GROSSES KÜNSTLERISCHES ERLEBNIS 6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: _ . konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Erlesene musikalische Tafelfreuden. Em Hausmusikabend um 1620. 11.40: Ruf ins. Land. 12: Werkskonzert in Verbindung mit der NS.-Ge- meinschaft „Kraft durch Freude". Ausführung: Das Musikkorps HI./Jnf.-Negt. 115, Worms. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. Es spielt das kleine Rundfunkorchester. 14: Nachrichten. 14.15: Da capo! Noch allerlei fehlt fürs neue Heim. Es sei nur erinnert an neue Gardinen- und Scheibenstangen, Kleiderhaken, Flurgarderoben, Schirmständer, Briefkasten, Fußmatten, Badezimmer- Zubehör. AllesbekommenSiebei fjjlJ.B. Häuser •J-B I Gießen,Oswaldsgart. (Parkpl.) Ruf 2145-46 Weidemann Seltersweg 59 2209d Drogerie Krenzplatz 10 ttwH« im Ostviertel der Stadt gegen Barzahlung zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote mit Preisangabe unt. 2211D an d. Gießener Anzeiger erb. Ä „juMÄcndcs Mletlet mit Herbert Jäger, Udo Viets, Ingrid Larssen, Leonore Bader, Hclmuth Moenke Was Sie für Ihre tägliche Haut- und Körperpflege brauchen — und manch guten Rat bekommen Sic bei Ihrem Fachdrogisten. Die guten Elise-Bock-Präparate, wie sämtl. Marken Hautcreme. Ferner enthält meine hygienische Abteilung sämtliche Artikel zur Körperpflege. ^218 a Ihr Fachdrogist ist Spielleitung: WIIILILYIFOIRST Schöne NAMM preiswert zu verkaufen. O1Ö34 Beleud)tung5hflU5 Aymann Ludmigstraße. uesenattskarteo bei Brühl. Gießen 4< Vruchleidende! 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Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Reichel, geb.Magnus. 22 tatet)