- VWfk; i ^SBfäajlI M.502 Erste? Blatt *jy* $2 ^tranc ! ewährten hofstr.65 das 3n der ersten Siestuna des Hanptkampsfeldes Quartter zurück. Bei den jungen Kameraden des alten Regiments. der Führer mit ihnen spricht, sie nach ihren Erlebnissen fragt, nach den Kämpfen in Polen, nach ihrem Wohlbefinden, chren besonderen Wünschen und all den kleinen Dingen, die doch für einen Soldaten wichtig sind. Wenn der Führer auch nur wenige Minuten bei jeder einzelnen Bunkerbesatzung sein kann, so sind doch diese Minuten für die Männer das Schönste und Wunderbarste, was ihnen in dieser Kriegsweihnacht gegeben werden konnte. Heiliger Adens zwischen Sen Linien Dann begibt sich der Führer nach vorn in das Vorfeld. Die Dunkelheit finkt herab. Der Heilige Abend ist angebrochen. Ihn erlebt der Führer ganz in der weihnachtlichen Stille und Stimmung der Front. Auf dem Weg zu den S p i ch e -- rer Höhen, die noch vor wenigen Wochen der Feind besetzt hielt und dessen verlassene Gräben und Stellungen wir jetzt passieren, überschreitet er die französische Grenze — zum ersten Male wieder seit 1918. Wir stehen vor einem ehemals französischen Betonunterstand. Der Hauptmann, der in diesem Abschnitt kommandiert, meldet sich und berichtet seinem Obersten Befehlshaber. Der Führer teilt ihm seine Beförderung zum Major wegen Tapferkeit vor dem Feinde mit. Er führt uns durch den Wald weiter nach vorn zu einem Gefechtsunterstand. Im Eingang taucht ein junger blonder Leutnant auf. Wer beschreibt seine und seiner Leute Freude, daß der Führer am Heiligen Abend selbst zu ihnen in ihre Stellung gekommen ist, um sie zu beschenken. Als der Führer um 17 Uhr Adolf Hitler spricht zu den Männern einer Jagdgruppe im Mannschaftsraum eines Feldflugplatzes. (Presse-Hoffmann-M.) M ;uen V, Haus J 'hinsind. C hnen len 45-2148 Mdn, 1 Mwtf Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. , Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Plahvorschrist nach vorheriger Vereinbarung 25 °/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. diesen Abschnitt wieder verläßt, da läuten die Glocken des Dorfes Spichern den Heiligen Abend m. Eine deutsche Patrouille hatte es sich nicht nehmen lassen, in das Dorf, das zwischen den Limen liegt, vorzudringen und die Weihnachtsglocken erklingen zu lassen. Es ist jetzt völlig Nacht geworden. In der Hauptkampf st ellu na von Saarbrücken geht nun der Führer von Bunker zu Bunker. Weihnachtspaket um Weihnachtspaket tragen seine Begleiter heran. In einem Bunker, in dem wir überraschend austauchen, ist gerade der Nikolaus dabei, sich mit dem Bart und Perücke zur Bescherung zurecht zu machen, und so kommt der Führer gerade rechtzeitig, um ihm auch seinen Sack mit den Weihnachtsgeschenken aufzupacken. So acht die Wanderung des Führers weiter von Stellung zu Stellung, von Werk zu Werk, von Soldat zu Soldat, von Kameradschaft zu Kameradschaft. Durch die tiefe, nebelerfüllte Stille dringt eine leise Melodie: „Stille Nacht, heiliae Nacht." Später erst kehrt der Führer an diesem Abend mit seiner Begleitung in Männern in der Hauptkampflinie, die hier in den Batteriestellungen und Panzerwerken, in den Bunkern und Gräben Wache halten. Dichter Nebel liegt über den Stellungen. Nur wenige Meter weiter ist die Sicht. Aber so ist die Ueberraschung bei der Truppe, als der Führer erscheint, erst recht vollkommen. Der erste Besuch am Vormittag gilt einer leichten Flakbatterie. Sie ist durch einen niedrigen balkenverkleideten Hohlaang zu erreichen, aus dem gerade der Batterieführer herauskommt. In dem Augenblick, als er sich aufrichtet und heraustreten will, steht der Führer vor ihm, der Bat- teriesührer ist vollkommen verdutzt. Dann aber geht ein Helles Aufleuchten über sein Gesicht. Und mit einer Stimme, die vor Glück ganz tief ist, erstattet er Meldung. Dann geht der Führer mit ihm zu den Geschützen, um jedem Mann ein Geschenk zu bringen und der ganzen Kameradschaft einen der geschmückten Weihnachtsbäume, die wir auch heute wieder in großer Zahl mitgenommen hoben. Und weiter geht es viele Kilometer zu einer schweren Flakbatterie. Auch hier wiederholt sich das Bild beglückender Ueberraschung. In einer kleinen Holzhütte der Batterie ißt der Führer zusammen mit der Geschützbedienung aus der Feldküche einen Schlag Linsensuppe. Ein Mittagbrot unter dem Weihnachtsbaum in solcher Gesellschaft, das hatten sich die Männer nicht träumen lassen! »ndA ^5n a n°d) QkS 1 wil h bes fij Masse i-jährigte e An®* jfnab®** -m statt- Lufnah®e [eD kann* indels- Qler taSM erMi«» ereAll' Auch der erste Weihnachtsfeiertao sieht den Führer wieder bei der Truppe. Die Besatzung eines Feldflugplatzes ist zum Mittagessen versammelt. Es wird noch ein „hoher General" erwartet, dann soll es anfangen. Plötzlich trifft der Führer ein. Er nimmt mitten unter ihnen Platz, und das Eintopfessen beginnt. Nach dem Essen rücken alle um den Führer zusammen und lauschen atemlos seinen Worten, die ganz allein nur für sie bestimmt sind, und gerade dieses Bewußtsein macht sie besonders glücklich. Eine halbe Stunde später sind wir schon wieder unterwegs. Weiter geht die Fahrt zum Infanterie-Regiment Li st, das die Traditton des alten Kriegsregiments des Führers fortführt. Mit unendlich viel Liebe und Sorgfalt hat das Regiment seine Weihnachtsfeier vorbereitet. Von den brennenden Tannenbäumen und den reich gedeckten Kaffeetischen strahlt eine anheimelnde Weihnachtsstimmung aus. Kopf an Kopf sitzen die Soldaten, und mancher von ihnen denkt woyl daran, daß ebenso wie sie hier um den Weihnachtsbaum geschart sind, vor genau 25 Jahren ein unbekannter Soldat des deutschen Heeres im gleichen Regiment im Kameraden kreise das Weihnachtsfeft feierte: Adolf Hitler, der heute, wie sie bereits vermuten, zu ihnen kommen wird als ihr Führer und Oberster Befehlshaber. Und nun ist der Führer bei ihnen. Er geht mit dem Kommandeur durch ihre Reihen und läßt sich in ihrer Mitte nieder. Seine Blicke gehen über die Männer hin, die schon in Polen vor dem Feinde ihre Pflicht getan haben und die nun auf neuen Einsatzbefehl warten. Viele von ihnen tragen als Zeichen der Tapferkeit das Eiserne Kreuz. Plötzlich stockt die Unterhaltung, die Regimentsmusik bricht ab, der Führer spricht zu den jungen Kameraden seines alten Regimentes. Er erinnert an die Zeit, da er selbst in diesem Regiment als Soldat an der Front stand. Er aedenkt des Weth- nachtsfestes vor nun 25 Jahren, das er damals im Regiment verbrachte, und der Siegeszuversicht, die ihn heute erfüllt. Mit stolzer Freude lauschen die Männer seinen Worten, und mit einem donnernden Sieg Heil auf den Führer geloben die jungen Soldaten treueste Pflichterfüllung und letzte Cinsatzbe- reitschast. So beging der Führer im Kriegsjahr 1939 inmitten seiner Soldaten das Weihnachtsfeft. Oer Führer feiert das Weihnachtsfest mit feinen Soldaten an der Westfront. Auf Feldflugplätzen der Luflverteidigungszone, in Bunkern und Batteriestellungen, im Vorfeld und in der Hauptkampflinie. Am späten Nachmittag dieses 24. Dezember verläßt der Führer die Luftoerteidigungszone und begibt sich in die erste Stellung des Hauptkampffeldes Es ist erstaunlich, wie wohnlich nun olle diese Betonbunker geworden sind, seitdem sie von unteren Soldaten besetzt sind. Bücherborde umziehen vielfach die Wände. Bilder sind aufgehangt. Farbdrucke und Photographien, die die Männer aus Zeitschriften ausgeschnitten haben. Sogar Teppiche bangen zum Teil an den Wänden und geben em Gefühl vertrauter Häuslichkeit. Die Oefen bullern und machen die Werke warm. Große Teekessel summen auf ihnen. Bald wird der Weihnachtspunsch fertig sein. Fast jeder Bunker hat seinen Rundfunkempfänger, aus dem die Sendungen der Heimat klingen. Ueberall leuchten auch schon die Kerzen. Die Geschenke aus den Liebesaabenpaketen sind aufgebaut und all die guten Sachen, die von der Mutter oder der Frau zu Haufe gekommen sind Die Männer sind guter Dinge. Sie sitzen gemütlich da «ür ein paar Stunden hat — soweit sie nicht Wache haben - der Dienst sie entlassen Nun rauchen sie die gute Weihnachtsz'.garre und bereiten sich auf eine Stille der Kameradschaft Dann wird plötzlich die Tür aufgestoßen und mit einem Mal steht der F ü h r e r mitten unter fünf sechs sieben Mann, die hier beisarnrnen^itzen, und die es nun hochreißt, und die wie aus einem Munde rufen „Heil mein Führer!" Und dann empfangen sie jeder ihr Weihnachtspaket und - wo er fehlt L noch einen kleinen Tannenbaum, den Baum des Führers. Sie wissen gar nicht roh? ihnen geschieht. 3f)r freudiges Verstummen lost sich erst wieder, als Lrlche'M täglich, außer Sonntags und Feiertags Vetlayen: Die Illustrierte Gienener Familienblätter Heimat'm Bild Die Scholle Monatr-vezugsprets: Mi . StiiageT. RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: fironffurt am Main 11688 General-Anzeiger für Oberhefsen Prüft und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerel R.Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftraße 7 DieWeihnachlsiibmaschung Die Weihnachtsüberraschung, die der Führer als Oberster Befehlshaber seinen Soldaten an der Westfront zugedacht hatte, ist in vollem Umfange gelungen. Solange der Führer das Haus auf dem öberfalzberg besitzt, hat er die Weihnachtsfeiertage dort in der Stille der Berge und der Schneemassen zugebracht. Das weih in Deutschland jeder Schuljunge, ebenso wie er weiß, daß dann ein paar Tage später die Berchtesgadener Schützen ihn in der Silvesternacht durch ein Handböllerschießen zu ehren pflegen. In diesem Jahre hätten wir alle dem Führer die wenigen Tage der weihnachtlichen Zurückgezogenheit um so lieber gegönnt, als das Jahr 1939 für ihn selbst wohl das schwerste und verantwortungsvollste bisher gewesen ist und er wie fein anderer die kurze Ausspannung nötig gehabt hätte. Dies um so mehr, als zwischen den Feiertagen des Führers und den mistigen ein ganz erheblicher Unterschied ist. Wir selbst wissen ganz genau: die beiden Weihnachtstage sind uns unter allen Umständen sicher, vielen von uns sogar drei; da gehören wir §anz unserer Familie, wir können von den Moneren Anstrengungen des Dezembermonats aus» schlafen, und jeder kann die Feiertage verleben, wie er will. Der Führer — nun er weiß ganz genau, daß er nicht einmal an den hohen Festen des Jahres einen stillen, freien Tag so ganz für sich hat; bis dort in die scheinbare Stille des Berghofes bringen dauernd die Notwendigkeiten der Regierungsgeschäfte, die Depescben, die Ministergespräche, die Vorträge, die Meldungen. Das ist schon in Friedenszeiten so, wie viel mehr noch im Kriege! Der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht aber gönnt sich noch nicht einmal den Frieden der winterlichen Hochgebirgswelt für die wenigen Stunden, die er sie genießen könnte, sondern steht plötzlich mitten unter seinen Soldaten an der Westfront. In einer Jahreszeit, in der achtzig Millionen Deutsche darauf schwören möchten, daß das Staatsoberhaupt einmal für ein paar Tage 189. Jahrgang Mittwoch, 27. Dezember 1959 Gießener Anzeiger An der Westfront, 26. Dezember. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht feierte das Weihnachtsfest an der Westfront inter seinen Soldaten. Bereits am 23. Dezember ^suchte der Führer das Regiment „Groß- Deutschland" und seine fieib ft anbarte, so- oie Aufklärungs staffeln auf einem Feld- iugplatz. Am 24. 12. bescherte der Führer einige Zlak-Batterien in der Luftverteidigungszone md viele Bunkerbefatzungen. Nach einer Besichtigung i !er Stellung auf den Spicherer Höhen verbrachte der Führer den Abend in verschiede- i e n Panzerwerken vor Saarbrücken. Am !5. 12. besuchte er eine Jagdgruppe auf chren l-eldflugplätzen und das wiedererstandene Jnfan- iierie-Regiment List, dem der Führer im I Weltkriege angehörte, in feinen Ruhequartieren. I Niemand wußte von dieser Weihnachtsfahrt des I Führers an die Front, weder die Truppen, noch die I höheren Offiziere. Denn diesmal kam der Führer llicht, um als Oberster Befehlshaber die Stellungen lim Feinde zu besichtigen, sondern er kam als der licfte Soldat des Reiches, um Mit feinen Soldaten, Lin Ka mer ad unter Kameraden, Weih- 1 lachten zu feieren. So erschien er in den Kamps- [jellungen unangemeldet und unerwartet. Immer Wieder malen sich zunächst grenzenlose Ueberraschung [iirb Erstaunen auf den Gesichtern der Soldaten, die |u ihrer stillen weihnachtlichen Feier versammelt |jnb. Aber bann, wenn diese erste Ueberraschung Drüber ist, leuchten die Augen auf, und ehre alles [iberstrahlende Freude erfüllt alle. jn einem emlomen Fliegerhorst. r Es ist um die Mittagsstunde, die Sonne kämpft Dd) mit dem kalten, dichten Bodennebel, der die kicht fast völlig nimmt, als wir einen Fliegerhorst, ' ter einsam auf einer Hochebene liegt, erscheinen. [ ffiziere und Mannschaften find gerade beim Essen. I er große Saal, in dem sie sitzen, ist reich nut | annengrün geschmückt. Da geht plötzlich die Tür [uf, und der Führer tritt herein — und ehe he Soldaten noch begreifen, was in diesem Augen- | lick vor sich geht, sitzt der Führer schon mitten i inter ihnen, zu feiner Linken den Staffelkapitän, \ i feiner Rechten einen Unteroffizier. Ihm gegen» iber sitzen zwei Gefreite, Söhne der deutschen Ost- vark, alte Nationalsozialisten, die im Kampf um iroßdeutschlond noch vor zwei Jahren monatelang - i: den Anhaltelagern und Gefängnissen des Schusch- kgg-Systems gefangen waren. Zum ersten Male ||$en sie dem Führer gegenüber. Beim Infanterieregiment „Großdeustckland". I Kurze Zeit darauf ist der Führer beim Infanterie- I r giment „Großdeutschland". Schon sinkt die frühe [irinterdunkelheit über das Land. In dem Augen- | bild’ aber, in dem wir in einem kleinen Gasthof bie |Ur öffnen, umfängt uns Heller Licht er schein. An langen Tischen sitzen Offiziere und Mannschaften Ites Regiments. Dor jedem stehen bunte Teller, eine Wasche Wein und flackernde Kerzen, die ein war- hws, gelbes Licht verbreiten. An der Schmalseite bß Saales, dessen Wände völlig von Tannengrun bedeckt sind, stehen zwei große Weihnachtsbäume im scheine vieler Kerzem Ein Weihnachtslied kttngt zcrade durch den Raum und bricht ab, als der Fuh- tti plötzlich eintritt. Lautlose Stille liegt nun über btm weiten Saal, als der Führer zwischen seinen e»[baten Platz nimmt. Eine besondere Freude wird m diesem Abend acht Gefreiten des Regi- mrnts zuteil, die der Kommandeur an den -Istcy des Führers ruft, um ihnen mitzuteilen, daß der Weihnachtsmann für sie eine Ueberraschung hat. die Beförberung zum Unteroffizier wegen ihler Tapferkeit und Tüchtigkeit Dann klingen wieder Weihnachtslieder durch den Sial Ein kleines Orchester, von Regimentskamera- 6m zusammengestellt, musiziert im Scheine der Kerzen. Und während bie alten schönen Melodien er» tonen, gehen bie Gedanken der Männer zu den Sieben in die Heimat, zu Vater unb Mutter, Frwi irb Kind, Schwester und Braut. Dann aber laßt «r. markiges Soldatenlied wieder die Stimmung leiter zusammen. Und wie em feierliches Verspre- -m klingen die Schlußverfe, bie biese Soldaten-- v'ihnacht des Regiments „Großdeutschland be- tnben: „ . „Es leuchtet schon das Morgenrot, hell glänzen die Gewehre, wir schützen Deutschlands Ehre, im Leben und im Tod . 3um Abschied spricht der Führer emige Warte, »'ist auf die Bedeutung hin die gerate sur dieses t'giment in seinem Namen liegt den es ragt, Ne sinent „Großdeutschland", Als der Fuhr r den Seal verläßt, do klingt als Bekrastigung immer »ehrender Einsatzbereitschaft spontan das „Engel hr blieb" auf. Lei 6er „Leibstandarte Adolf Ritter" ünd später in einem anderen Frontabschnitt sind »ir bei der Weihnachtsfeier der --Lerbstandarte Steif Hitler". Hier bei den Mannern des Regi rnents, das feinen Namen trägt, ist die Freude besonders groß, als der Führer so unerwartet erscheint.. Sie springen von ihren Sitzen auf. Die Arme fliegen empor. Wie Donner hallen ihre Heilrufe, mit denen sie ihren Führer begrüßen. Auch hier strahlen bie Tannenbäume unb finb mit ihren leuchtenben Kerzen ein Symbol des Lichtes unb des Sieges einer gerechten Sache über Nacht und Tod. Das Musikkorps spielt die alten schönen Märsche, Kampfgedichte, aus dem Erleben des Krieges geboren, wechseln mit Liedern, die dieser Feldzug hervorgebracht hat. Aus allen spricht das trotzige Bekenntnis zum Kampf unb bie frohe Gewißheit des Sieges. Sie alle verkünden die uralte germanische Weisheit, daß nur der Wille die Welt formt, unb daß der Glaube das Unterpfand des Sieges ist. In einer kurzen Rede ruft der Führer noch einmal den Sinn des Kampfes wach, den wir heute unerbittlich durchzufeckten haben. Mit kurzen soldatischen Worten dankt der Kommandeur. Als der Führer aufbricht, schallt es im Sprechchor aus tausend Kehlen „Mein Führer! — Wir danken Ihnen für Ihren Besuch unb Ihre Geschenke und wünschen Ihnen ein siegreiches Jahr 1940!" Bei Flakbatterien in der Lustverteidiaungszone. Am Heiligen Abend begibt sich der Führer nach vorn in die Lustverteidigungszone und zu den bas Gesicht des Krieges. Wenige diesem Kriege — verbinden wir das teilnehmende siehen draußen auf ihren Posten Gedenken an alle, die ihr Liebstes, verloren. Unser UNS angetan wurde, gesühnt werde, daß unsere Freiheit gesichert werde, daß endlich wirklicher Friede über die gequälte Welt komme.Friede. der anhält durch die Zeiten, geschützt durch die Kraft der großen deutschen Ration. Und das ist unser Gebet: Herrgott, du hast unserem Volke deinen Segen gegeben! Herrgott, wir wollen auch im kommenden Jahre deinen Segen erringen! Im Kampf wollen wir deinen Segen gewinnen! 3m Kampf für das Land, das du uns gegeben — für den 2Hann, den du uns geschenkt. 2 5. 12. bekannt: An der Westfront verlief der Tag ruhig. Während die Tätigkeit der deutschen Luftwaffe am 24.12. ruhte, überflogen britische Flugzeuge in den Vachmittagsstunden die Deutsche Bucht. Auch am 2 5. Dezember versuchten britische Flugzeuge wie am Vorlage Vorpostenboote in der Deutschen Bucht anzugreifen. 3m Abwehrfeuer der Maschinengewehre blieben die Angriffe erfolglos. Kampfhandlungen der deutschen Wehrmacht fanden am gestrigen Weihnachtsfeiertage nicht fla*' Krieg. Gefahr und tückische Feindschaft von außen sind stählerne Bänder, die uns nur noch fester zusammenschließen. Zufammenschliehen zur Kampfgemeinschaft aller Deutschen, die un- überwindlich ist, weil sie aus dem einigenden Dillen aller geboren ist und im Willen eines einzelnen Mannes ihren Ausdruck findet! Das deutsche Volk fühlt, Gott hat den einen Wann uns gesandt. Gott hat ihn uns gesandt, auf daß namenloses Unrecht, das einst um UNS. Eintracht und Hilfsbereitschaft unseres Volkes sind gepaart mit grimmiger Entschlossenheit, hart und ernst ist das Gesicht des Krie ' Schritte voy hier stehen draußen auf Unser Bild zeigt den Stellvertreter des Führers bei seiner Weihnachtsansprache von Bord eines deutschen Zerstörers. Neben Rudolf Heß der Kommandant des Schiffes. — (PK.-Dietrich-Scherl-M.) Oberbefehlshaber und Soldaten am Weihnachtstisch. Generaloberst von Brauchitsch am Heiligen Abend an der Westfront p. K.-Sonderberichi von Or. Inh Meske. 3 m Westen , 26. Dez. (DNB.) In einer echt deutschen Weihnachtsnacht im Rauhreif und klirrendem Frost beging das deutsche Heer am Westwall das Fest der Weihnacht. In Tausenden und aber Tausenden von Bunkern und Unterständen saßen die Kameraden um ihren Tannenbaum versammelt, umgeben von den Geschenken der Heimat und vereinigt in treuem Gedenken an Führer und Reich. Selbst in den Löchern der vordersten Spähposten und an den Geschützständen fehlte nicht ein Zeichen weihnachtlichen Glanzes. Gemeinsam mit den Soldaten der Westfront verlebte auch der Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst von Brauchitsch diesen historischen Weihnachtsabend in kameradschaftlichem Kreise. Nach einer zweitägigen Besichtigungsfahrt an verschiedenen Abschnitten der Westfront traf der Oberbefehlshaber am heiligen Abend bei einer am Westwall stehenden MG. - Kompanie ein und nahm an der Weihnachtsfeier dieser Kompanie teil. Punkt 6 Uhr trifft Generaloberst von Brauchitsch in Begleitung des Regimentskommandeurs in dem weihnachtlich geschmückten Raum ein. Der junge Kompanieführer Oberleutnant E i t n e r meldet die Kompanie zur Weihnachtsfeier angetreten, „heil Schützen" und ,Heil Herr Generaloberst" hallt Gruß und Gegengruß zwischen einer braven Kompanie Soldaten unb ihrem Oberbefehlshaber. Das alte Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht" leitet die Feier ein. Nicht nur die Kompanie, so sagt der Kompanieführer dann in seiner Begrüßungsrede, sondern die ganze deutsche Armee erfülle es mit großem Stolz und unermeßlicher Freude, daß der Oberbefehlshaber des Heeres heuto» mitten unter seinen Soldaten weilt, um mit ihnen die erste Weihnacht im Felde zu feiern. „Es gibt keinen schöneren Beweis der Verbundenheit, die von der höchsten Führung bis zum letzten Soldaten die ganze deutsche Armee in unlöslicher Kamerad- chaft zusammenhält." Kriegsziel die Zerschlagung Deutschlands, die Vernichtung unseres Volkes und die Vernichtung unserer Kultur verkündet. Gerade wir Soldaten müssen und wollen uns voll darüber klar sein, was das bedeutet. Zn dieser Lage gibt es für uns Deutsche nur eins: den uns aufgezwungenen Kampf mit voller Entschlossenheit zum siegrei- chen Ende zu führen. Einst wird kommen der Tag, an dem das von unserem Führer geschaffene großdeutsche Reich und der Lebensraum eines 86- ubevall an ihren Flakgeschützen tief im Reich wie an seiner Küste. Sie sind bereit zu Kampf und Sieg — so wie sie gegen Polen gekämpft und gesiegt haben. Mit unseren Gedanken an den Sieg in Polen verbinden wir in stolzer Trauer das Gebe n t e n a n alle, die i h r Leben gaben in Dann spricht Generaloberst von Brauchitsch: .Kameraden! Wie vor 25 Jahren Kriegswerhnach- ten vor dem Feinde! Bunker und Hindernisse, Leuchtkugeln und Kampfeindrücke und nicht zuletzt die Gräber vieler treuer Kameraden sprechen an diesem heiligen Abend au uns. Ihr werdet verstehen, daß ich als euer Oberbefehlshaber an diesem Abend zu euch gekommen bin, um an der Front hier bei der 4. Kompanie Weihnachten zu feiern. Jeder muß wissen: wir gehören zusammen auf Leben und Tod. Wie im Weltkriege empfinden wir in diesen Tagen unsere Kameradschaft als ein starkes und großes Erlebnis. Das gilt in engerem Sinne für uns Soldaten, in gleicher Weise aber für unser ganzes deutsches Volk. Die meisten von euch haben den polnischen Feldzug mitgemacht oder hier an der Westfront ihre meist harte soldatische Pflicht erfüllt. Das gemeinsame Erlebnis hat uns alle zu einer unerschütterlichen stahlharten und entschlossenen Kampfgemeinschaft zusammengeschweißt, erfüllt vom Willen zum Siege und von der festen Zuversicht der eigenen Kraft und lieber- legenheit. Drüben, jenseits des Niemandslandes, scheint man vom Sinne des Weihnachtsfestes wenig zu wissen. Dort hat man gerade in diesem Monat als Millionen-Dolkes gesichert sind. Darum sind wir auch fest überzeugt, daß das Rechtauf unserer Seite ist." Dann gedenkt der Generaloberst der Heimat und grüßt den Führer und Obersten Befehlshaber, der gleichfalls diesen Abend an der Front inmitten seiner Soldaten verlebt. „Erst wenn wir den Sieg errungen haben", so schließt der General- oberst seine Ansprache, „werden wir auch wieder von Frieden sprechen können. In diesem Sinne, meine Kameraden, wollen wir gemeinsam das deutsche Kriegsweihnachten 1939 verleben." „O du fröhliche, gnadenbringende Weihnachtszeit" tönt es in starken Männerchören aus der Kompanie Zurück. Einige Soldaten der Kompanie haben die Freude, die Geschenke, die der Oberbefehlshaber mit- gebracht hat, aus seinen eigenen Händen in Empfang zu nehmen und ein Gespräch mit ihm zu füh- ren. Bei einem gemeinsamen Weihnachtsschmaus und heiteren Klängen des Musikkorps bleiben die Kameraden dann beisammen zu einer Weihnachtsfeier, die ihnen sicherlich für ihr Leben unvergeßlich bleiben wird. die Männer, deren Wachsamkeit dieses Schiff an- vertraut ist. Und wie hier, so stehen Männer auf der Wacht auf allen deutschen Schiffen. So wie hier wachen deutsche Soldaten im Dorgelände und im riesigen Festungsgürtel des Westwalls — fo wie hier wachen deutsche Soldaten Das Symbol dieses deutschen Soldatentums ist der deutsche Infanterist. Wie viele der Männer im feldgrauen Rock liegen schon zum zweitenmal draußen! Ich weiß, ihre Gedanken gehen heut zurück zu den Weihnachtsabenden des Weltkrieges! Die Gedanken gehen zurück zu Weihnachtsabenden, wie wir sie damals verbrachten in lehmigen, nassen Erdlöchem. In Löchern, die eine tropfende Zeltbahn abdeckte. Ein paar Mann hockten darinnen um die Lichter, die den Weihnachtsbaum andeuten sollten. Kalt, naß und verloren war die heilige Nacht. Wie anders sieht heute unsere neue Front aus! Man muß den vergangenen Krieg vorne mite riebt Haden und zugleich die Bunker von heute kennen, um die Wandlung ganz ermessen zu können. Mit welch größerer Ruhe können heute die Besatzungen der Bunker das Weihnachtsfest feiern, zum Teil sogar mit der Heimat direkt verbunden durch das Radio. Wenn wir zurückdenken an die Feldweihnacht von einst, wenn wir alten Frontsoldaten vor unserem Auge die Bilder von damals miete r auftau chen lassen, wenn wir zurückdenken an die dauernd doch irgendwie gefährdete Front von damals, an die Front der schlammigen Gräben uni) uns dann die Betonklötze von heute, diese Tausende und aber lauf ernte unbezwingbarer Festungswerke vorstellen, die Ruhe und Zuversicht ausstrahlen, — dann scheint uns dieser Vergleich wie ein Sym- - b o l zu sein für d i e Wandlung der Lags des Deutschlands von ehedem zur Lage des Deutschlands von heute. Mit der gleichen Ruhe und Zuversicht steht ganz Deutschland hinter den Besatzungen der Bunker, hinter seinen Armeen, erfüllt von dem Bewußtsein: Unsere Sicherheit! st un« a n t a st b a r. Unsere Sicherheit ist unantastbar, weil sie getragen ist vom Geiste des jungen Nationalsozialismus, der hervorgegangen ist aus den Schützengräben des Weltkrieges. In diesem Kriegs erfährt das junge Deutschland der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft seine Bewährung. Es hat sich bewährt in dem Feldzug der 18 Tage, der einzig dasteht in der Geschichte; es hat sich bewährt in den Kampfhandlungen seiner Marine, in den Flügen und Siegen feiner Luftflotte; es hat sich bewährt in der Haltung der Heimat, in ihren Leistungen, in ihrer Opferbereitschaft, in ihrem Zusam- menstehen, in ihrer Entschlossenheit! „ünfereiiebe zum Führer die Stärke unseres Volkes." Der Stellvertreter des Führers sprach am Heiligen Abend von Bord eines Zerstörers zu den Deutschen in aller Wett. Dank bedarf feiner Worte — er währt so lange wie Deutsche leben. In dieser Stunde wollen wir denen draußen die Kraft unseres gemeinsamen Erinnerns geben, die als Ausländsdeutsche hinter den Draht- zäunen englischer und französischer Konzentrie- rungslager ihre Weihnacht verbringen müssen oder die irgendwo in der Welt mühsam sich den Weg in die Heimat erkämpfen. Und wir wenden uns jenen ehemaligen Ausländsdeutschen zu, die die schwersten Lasten dieses Kampfes um Deutschland getragen haben; jenen wieder reichseigen g e - wordenen Deutschen aus dem gewesenen Dersailles-Poley, die ein furchtbares Martyrium erlitten haben und unter denen wenige sind, die nicht zu trauern haben um Tod und Leiden ihnen nahe Verwandter. Auch der Deutschen wollen wir gedenken, die aus den baltischen Ländern, aus Wolhynien und aus den anderen deutschen Siedlungsgebieten heimkehrten ins Reich. Diele von ihnen verbringen diesen Abend auf dem Wege zwischen dem alten heim und der neuen hei- mat! — Mit ihnen ist das Bewußtsein, einen neuen hoffnungsvollen Weg ihres Daseins zu gehen: Großdeutschland entgegen! Wir alle weilen in Ge- danken bei jenen Männern, Frauen und Kindern der deutschen Westmark, die für eine Weile 5)eins und Hof, heim und Werkstatt aufgegeben haben um der Sicherheit der Heimat willen. Zu unseren Kämpfern aller Fronten geht unser Gedenken. Zu ihnen, die für Deutschlands Freiheit die Waffen tragen. Und bei ihnen sein mit unserer Liebe und mit unserem Dank heißt im Gedenken beim Führer sein, der Deutschlands erster Soldat ist. Ihn umgibt unsere ganze Liebe. Und je mehr ihn unsere Liebe umgibt, um so größer ist der haß der anderen gegen uns; denn sie wissen, daß unsere Liebe zum Führer die Stärke unseres Volkes ist. Sie wissen, daß wir den Führer so lieben, weil er unserem Volke die Kraft gab, die uns die Freiheit brachte. Aus dem haß gegen das arbeitsame, aufstrebende, erstarkende Deutschland ist dieser Krieg entstanden! Hm das Deutschland der Arbeit, der sozialen Gerechtigkeit, des Aufbaues zu zerschlagen, haben die jüdisch-tapitatistt. schen VrahtjjehssR in England and Frankreich ihre Völker gegen uns mobM- fiert. Darum stehen sich Millionenheere einander gegenüber. Darum wurde Polen gegen uns gehetzt — dieses Polen, dessen Armeen wir dann vernichteten, und dessen Staat wir aus der Landkarte löschten. heute wissen wir, worum der Kamps geht. Unter den Schlägen, die sie erlitten, haben untere schlimmsten Feinde im Ausbruch ihres ganzen Hasses ihr Kriegsziel bekannt: die Aufteilung weiter deutscher Lande unter seinen Gegnern, die Zerstückelung des Restes in schwache kleine Staaten, die Vernichtung der Deutschen bis ins dritte und vierte Glied! Und wir wissen, was die Kriegshetzer zutiefst wollen und nicht sagen: Die Beseitigung aller sozialen Errungenschaften in Deutschland, die sie als Anklage gegen sich empfinden; diese Errungenschaften, von denen sie fürchten, daß ihre eigenen Schaffenden sie ihnen fordernd vorhalten könnten! — Dir wissen, daß sie die Herabwürdigung ter Deutschen zu Arbeitstieren für sich selber, die Versklavung des ganzen Volkes auf alle Zeiten herbeiführen möchten. Aber sie können gewiß fein: Stärker als ihr Lernichtungswille ist Deutschlands Wille zum Sieg! Stärker als ihr Unterjochungstrieb ist Deutschlands Drang zur Freiheit! Stärker als ihre Kraft ist Deutschlands Kraft! Sie haben nie geahnt, welche Kraft das neue Deutschland zu entfalten vermag — sie wissen es heute noch nicht, wessen bas neue Deutschland fähig ist! Unser ganzes Volk ist ein einziger Wall gegen den W e st en! Vor unseren Bunkern ist das Schußfeld frei! Die Münder von Zehntaufenden von Geschützen sind bereit, jedem Nahenden zuzurufen: Dies ist unser! Hinter dieser Mauer steht ein bis zum Letzten gerüsteter Deutschland! Hunderttausende — Millionen stehen bereit, jener Mauer die ganze lebendige Kraft einer Nation zu verleihen — einer Nation, die gewillt ist, alles an ihr Recht, alles an ihre Freiheit, an ihre Ehre und damit ihr Leben zu setzen. Diese Nation ist bereit, ihre Gegenwart für ihre Zukunft zu geben! Unser Westwall ist nicht zu Ende, wo an der holländischen Grenze die Höckerwälle zu Ende gehen. Er geht weit über die friesischen Inseln und über die Nordsee, weit über Helgoland hinaus. Jedes K r i e g s f a h r z e u g ist ein Träger der lebendigen elastischen Kraft des Westwalls der Nordsee. Jede Flakbatterie, jedes Luftgeschwader ist ein Teil des Westwalls der Luft, der vorgetragen werden kann bis tief in Feindesland, der vorgetragen wird bis über die Küsten Englands hinweg. So weit unsere U-Boote, unsere Zerstörer, unsere Minenleger, unsere Kreuzer ihre Torpedos tragen, ihre Minen bringen, o weit die schweren Geschütze unserer großen Schiffe -eichen, so weit reicht auch die Macht des national- ozialistischen Deutschlands. Sie reicht so weit, wie unsere Jäger, unsere Aufklärer, unsere Langstreckenbomber den Kamps tragen! Sie reicht so weit beut- ches Solbatentum reicht. K r i e g s h a f e n ..., 26. Dez. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß hiell seine alljährliche Weihnachtsansprache am Heiligen Abend von Bord eines Zerstörers der deutschen Kriegsmarine, der über Weihnachten im heimatlichen Hafen sein konnte. Nach seiner Ansprache blieb Rudolf Heß einige Stunden an Bord, um im Kreise deutscher Seeleute das Weihnachtsfest zu begehen. Der Stellvertreter des Führers führte in feiner Ansprache folgendes aus: Meine lieben deutschen Volksgenossen im Ausland und in der Heimat! So oft ich bisher zu allen Deutschen in ter Heimat und im Ausland sprach, war Friede: Weihnachtsfriede. Im Mittelpunkt unserer Gedanken standen Freute, Eintracht und Gemeinschaft, Wohltun und Hilfsbereitschaft! Auch heute ist Weihnachten. Aber wie anders sieht die Welt heute aus! Wie völlig verändert sind die Verhältnisse drinnen und brauen! Das Gesetz des Krieges hat uns in seinen eisernen Bann gezogen. Der Ort allein, an dem ich hier norm Mikrophon stehe, kennzeichnet den völligen Wandel ter Dinge: Sonst sprach ich um diese Stunde aus einem stillen Senderaum des Berliner ober des Münchener Rundfunkhauses oder aus meinem eigenen Heim. Diesmal spreche ich oon einem Kriegs- schiff zu euch! Es ist einer jener Zerstörer, dem es die Heimat mit verdankt, daß auch von der See her sie geschützt ist und sie in Sicherheit Weihnacht feiern kann. Es ist ein Teil jener Flotte, die von jeher ein besonderes Bindeglied des Auslandsdeutschtums zur Heimat darstellt — ter Flotte, deren Einheiten draußen immer als ein Stück Heimat begrüßt werden. Dieser Zerstörer ist ein kleiner Abschnitt ter Front gegen England. Männer sind um mich, die erfolgreich gegen das Land gefahren sind, das diesen Krieg heraufbeschwor. Auch hier auf diesem Kriegsschiff wird — wie überall, wo Deutsche wohnen — Weihnacht gefeiert. Auch hier fehlt die grüne Tanne mit ihren Kerzen nicht, so wenig wie sie in den Bunkern und in all den Quartieren unserer Truppen fehlt. Aber wie anders dennoch als sonst ist die Welt auch diesen Abend in uns und ober Stunden so etwas wie ein Privatmann ist, erscheint irgendwo im Westen die bekannte Wagenkolonne und ehe sich die verblüfften ersten Feldgrauen oon ihrem Staunen erholt haben, ist der Führer auch schon ausgestiegen und geht auf ihre Unterkunft ober auf einen Bunker zu! Wie ein Lauffeuer fliegt es durch ten Westwall: der Füh- r e r i st da! Und die dienstfteien Männer dort, wo er gerate ausgestiegen ist und den Weihnachtsbaum einer Kompanie, einer Batterie sieht, bekommen plötzlich Sprinterehrgeiz und von allen Seiten saust es in ten schweren Stiefeln heran: ter Führer ausgerechnet in den Weihnachtstagen im Gefechtsabschnitt und wir nicht dabei — das gibfs ja gar nicht! Mit fliegendem Atem drängen sie sich zwischen die Kameraden, die schon die Ankunft erlebt haben, und wer Pech hat, der sieht den Obersten Befehlshaber eben gerate noch abfahren. Der ist wenig später schon wieder in einem anderen Abschnitt, und so pflanzt sich in diesen Feiertagen, die wir geruhsam verträumten, dort im Westen die Lawine des Jubels von Quartier zu Quartier, von Bunker zu Bunker. Weißt du noch, wie das im Polenfeld zu g war? Am Sonntag, dem 3. September, ein paar Stunden nachdem er die Kriegserklärungen Englands und Frankreichs entgegengenommen hatte, eilte der Führer zu seinen Truppen, und dann stand in diesem achtzehntägigen Feldzug der Zug des Hauptquartiers bald hier, bald dort irgendwo im befreiten Lande. Aber wo dieser Zug war, da war deswegen noch lange nicht immer der Führer. Den trug die Wagenkolonne oder das schnelle Flugzeug nach vorn zu den Truppen, und die Soldaten, die den Führer auf diese Weise irgendwo unverhofft gesehen haben, auf der Fahrt im Wagen, bei einer Besprechung auf freiem Felde, bei einem Teller Suppe aus der Feldküche, beim nächsten besten Truppenteil, sind gar nicht zu zählen. Aber sie vergessen es sicher im Leben nicht, wie bas gewirkt hat; da, dieser Mann, einst Patrouillengänger aus dem Weltkriege, jetzt der Oberste Befehlshaber der neuen deutschen Wehrmacht, kümmerte sich persönlich um feine Soldaten, sprach mit ihnen, teilte Anstrengungen und Feldkost mit Ihnen. — und jetzt opfert er seine paar freien Stunden in ten Weihnachtstagen auch noch und kommt vom Obersalzberg herunter direkt an die Westfront, während er es doch droben in seinem Hause gemütlich und warm und friedlich und erholsam haben könnte, wenigstens außerhalb ter Arbeitszeit! Da- mals, als er in Polen ständig an der Front war, gab es in den englischen und französischen Gazetten ein großes Getuschel: dieser Hitler, was hatte er da an der Front zu suchen — dazu hat man doch schließlich die Soldaten, die dafür besoldet werden! Und jetzt — ja, was treibt diesen Hitler nun wieder ausgerechnet in den Weihnachtsfeiertagen da an die Front, in die Standquartiere und Bunker? Ob sie wohl drüben schon einmal davon gehört haben, daß Begriff und Inhalt der Volksgemeinschaft eine der ureigensten Eingebungen des Führers sind? Und daß er seinen Deutschen diese Volksgemeinschaft dauernd vorlebt? Ja, und weil er das tut, deswegen kam der Führer gerade in diesen Tagen der KriegsweihnaH zu fernen Frontsoldaten ... Dr. Ho. Die Wehrmachtsberichte. Berlin, 26. Dez. (DVB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gab am 23. 12. bekannt: An der w e ft f r o n t verlief der Tag ruhig. Bei einem Grenzüberwachungsflug wurden norbwesilich von Metz zwei französische Jagdflugzeuge von deutschen Jägern abgeschossen. Die Er- Funbungsfluge der Luftwaffe gegen Frankreich, England und über der Korbfee wurden auch heute fortgesetzt. Das Oberkommando der Wehrmacht gab am • 2 4. 12. bekannt: An der w e st f r o n t ruhiger 1 Tag. Die deutsche Luftwaffe klärte auch gestern wieder -tief nach Rorbfrankreich hinein auf. Das Oberkommando der Wehrmacht gab am : Der Oberbefehlshaber bes Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, im kameradschaftlichen Kreise einer MG.-Kompanie am Westwall. (PK.-Scherl-Bilberdienst-M.) ■ Kapitän z. S. Langsdorff zu Grabe getragen Haushalissatzung der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1939 schließen in Einnahme und des Reichssatzes Ausgabe RM. 0 15963,74 6 122241,28 7 bezahlt sind. §4. 275000,— 275000,— 6 864950,— 864950,— 7 1. 41000,— RM. 2. 20000,— RM. 3. der Steuermeß" eträge 4. 9. 1000,— RM. 10. 160000,— RM. 11. 120000,— RM. 12. 1. Stadt Gießen: 20000,— RM. 13. 300000,— RM. 14. 60000,— RM. 2. Stadtteil Gießen-Wieseck: 15. 31000,— RM. | 280 v. H. der Steuermeßbeträge 16. 3. Stadtteil Gießen-Klein-Linde« 17. Summe | 250 v' H. der Steuermeßbeträge 4. Schiffenberg: | 280 v. H. der Steuermeßbeträge 5. 6. 688309,44 250738,— 5263485,37 354923,90 221795,40 941781,23 745626,01 1215245,04 1075368,16 212504,28 1573808,13 114337,17 646327,01 280 v. H. der Steuermeßbeträge 360 v. H. der Steuermeßbeträge Nr. des Einzelplans 2 3 4 5 8 9 1 3 5 8 9 41000,— 20000,— itentmr g e viele l« i zm M inken geh» ndende, n zurück p verbrM ’m, die eil» lann hockt» ;nachtslM en war di Mädchen eine Heirat möglich ist, III. Bürgersteuer: 1. Stadt Gießen auf 2. Stadtteil Gießen-Wieseck auf . 3. Stadtteil Gießen-Klein-Linden IV. Hundesteuer: Wirtschaftsplan der Stadtwerke: a) des Elektrizitätswerks im Erfolgsplan . ! b) des Gaswerks im Erfolgsplan .... c) des Wasserwerks im Erfolgsplan . . . d) der Straßenbahn im Erfolgsplan . . . e) des Omnibusbetriebs im Erfolgsplan . Wirtschaftsplan der Stadtwerke im Finanzplan für Elektrizitätswerk, Gaswerk, Wasserwerk, Straßenbahn u. Omnibusbetrieb Wirtschaftsplan des Biohumwerks: a) im Erfolgsplan b) im Finanzplan Sonderhaushaltsplan der Oberschule für Mädchen Sonderhaushaltsplan der Gewerbeschule . Sonderhaushaltsplan der Plock'schen Stiftung ............... 310000,— 546000,— 250000,— RM. 15000,— RM. 100000,— RM. 155100,— RM. 449850,— RM. 70000,— RM. 31026,80 9075,— 85499,72 358328,67 277048,36 310000,— 583000,— 600 v. H. ' 500 v. H. ' 500 v. H. ] Für Beschaffung einer Drehleiter sowie einer Kraftfahrspritze für Zwecke des Luftschutzes, restlich Für den Ausbau des Kulissenschuppens in Jo- hannesstraße 3, 1. Rate........... Für Schaffung eines Sportfeldes, von Sportplatzanlagen, Stadion, Frei- und Hallenbad, 2. Rate Für Neuherrichtung der Schießstandsanlage an der Grünberger Straße........... ai vom Gewerbekapital auf bi vom Gewerbeertrag auf ci Zweigstellensteuer auf . d| Warenhaussteuer auf • vom Gewerbekapital auf b) vom Gewerbeertrag aus i) vom Gewerbekapital auf b) vom Gewerbeertrag auf r) vom Gewerbekapital auf b) vom Gewerbeertrag auf 41000 — 20000,— Die Steuersätze (Hebesätze) für die Gemeindesteuern, die für jedes ßechnungsjahr neu festzusetzen sind, werden wie folgt festgesetzt: 1. Grundsteuer: i Bezeichnung des EinzelplanS A. Ordentlicher Haushalt: Allgemeine Verwaltung Polizei ...... Schulwesen Kultur- und Gemeinschaftspflege. . Fürsorgewesen und Jugendhilfe . . Gesundheitswesen, Volks- u. Jugendertüchtigung Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen ............. Oeffentliche Einrichtungen und Wirtschaftsförderung Wirtschaftliche Unternehmen . . . Finanz- und Steuerverwaltung . . B. Außerordentlicher Haushalt: Polizei Kultur- und Gemeinschaftspflege. . Gesundheitswesen, Volks- u. Jugendertüchtigung Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen Oeffentliche Einrichtungen und Wirtschaftsförderung Wirtschaftliche Unternehmen . . . Gräben iri !se Im# ? tungs# »strahlen, "Wstgesetzt. ein 6i)ö'l Einnahme RM. der 2°?* des Deck ie uni) 3» en W kW«- litt#11 §L Der dieser Satzung als Anlage beigefügte Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1939 wird im ordentlichen Haushaltsplan in den Einnahmen auf . 7101716,33 RM. in den Ausgaben auf . . 7101716,33 RM. tnb im außerordentlichen Haushaltsplan ML Die Einzelpläne deS Haushaltsplans Ausgabe mit folgenden Beträgen ab: 1. Stadt Gießen: 0 für land- und forftwirtschafUiche Betriebe auf 280 v. H. J foer Steuermeßbeträge t) für Grundstücke auf 135 v. H. J Für steuerbegünstigte Wohngebäude in land- und forstwtttschafb- bhen Betrieben ist die Grundsteuer nur mit 50 v. H. der sich hiernach errechnenden Steuerschuldigkeiten zu entrichten. 2. Stadtteil Gießen-Wieseck: Front üiü! ne miM >uk te. 'önnen. W Besatzung M leck!t- ; durch e Feld# soldaten ex wieder or- en an fe ont von to 1. Stadt Gießen: a) wenn der Beginn des Hundebesitzes in die Zeit vor den 1. Oktober fällt, auf 36,-- RM. b) vom 1. Oktober ab auf ......... 18,— RM. für jeden Hund. 2. Stadtteile Gießen-Wieseck, Gießcn-Klein-Linden, sowie für Schiffen- berg: auf 2^,— RM. bzw. 12,— RM. 8 3. Der Höchstbetrag der Kassenkredite, die im laufenden Rechnungsjahr zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Stadtkasse in Anspruch genommen werden dürfen, wird auf 600000,— RM. festgesetzt. In diesem Höchstbetrag sind 400000,— RM. Kassenkredite enthalten, die auf Grund früherer Ermächtigung ausgenommen und noch nicht zurück- Der Gesamtbetrag der Darlehen, die zur Bestreitung von Ausgaben des außerordentlichen Haushaltsplans bestimmt sind, wird auf 1963407,15 RM. festgesetzt. Er sott nach dem Haushaltsplan für folgende Einzelzwecke verwendet werden: Finanz-und Steuerverwaltuna . . 564634,— 601634,— Die Wirtschaftspläne und Sonderhaushaltspläne schließen in Einnahme und Ausgabe mit folgenden Beträgen ab, die in ihrem Endergebnis im Haushaltsplan der Stadt gewahrt sind: > mir W *** tibdl be»* ins'* Mi •t in den Einnahmen auf . 2658584,— RM. in den Ausgaben auf . . 2658584,— RM. 8 2. Neuen Friedhofs ...... • • Für Errichtung der notwendigen Anlagen für den Mittelmarkt................ Zur Beschaffung von Hochspannungskabeln für das Elektrizitätswerk ....... Zur Herstellung von Stromanschlüssen und Verteilungsleitungen im Stadtgebiet....... Für Errichtung der Obuslinien Bahnhof—Lud- wigsplatz—Volkshalle—Fliegerhorst und Lud- wigsplatz-^Verdun(Wald-)Kaserne...... Für Beschaffung von 2 Dieselomnibussen einschließlich Werkzeugen....... Für den Einbau einer Heizungsanlage in die jetzt noch dem Volkshallenverein gehörige Volkshalle Zum Ankauf von Anteilscheinen des Volkshallenvereins ........ ......... Für den Erwerb von Grundstücken Heß an eine unverheiratete Mutter, ften -er RGOAP. für Kinder vor der Ehe gefallener Kriegsväier. ■ottoiij1, ist n LmLert)en versorgungsmäßig in der Plc^en Weise behandett werden als sei die Ehe schon geschlossen gewesen. s ^.persönliches Los ist der Anlaß, daß g r u n d- '.aMö11 °) /ur alle jungen Mütter in Ährer Lage • t s p 5 e ch e n d e Regelung getroffen wird. Die nationalsozialistische Bewegung sieht in der Familie stets die Keimzelle des Vol- «u *?ird von diesem Grundsatz ebensowenig ^E#»n irgend einem anderen. Die ihr ^at !ur öie Familie, ihr Erhaltung und W Pflege und besonders für die Freude am Kind in der Familie viele entscheidende ^nge getan und wird es auch weiterhin tun. Das gehört zu ihrem unabänderlichen Programm! Än dem Bewußtsein, daß die nationalsozialistische Weltanschauung der Familie die Rolle im Staat aegeben hat, di« ihr gebühtt, können in b « s o n - Notzeiten des Volkes besondere von den Grundregeln abweichende Maß- nahmen getroffen werden. Gerade im Krieg, der den Tod vieler bester Männer fordert, ist jedes neue Leben von besonderer Bedeu- tung für die Nation. Wenn daher rassisch ei n w andfreie junge Männer, die ins Feld rücken, Kinder hinterlassen, die ihr Blut weitertragen in kommende Geschlechter, Kinder II., Die nach § 86 der Deutschen Gemeindeordnung erforderlichen Genehmigungen der Aufsichtsbehörde zu den §§ 2, 3 und 4 sind unter dem 20» Dezember 1939 erteilt. Berlin, 23. Dezember. (DNB) Wi- meldet, bat Rudolf Heß einen an ihn teten Bries einer jungen Frau, deren Be Hab" ter von dem sie ein Stint, erwartet in m " JIntaS Unommen, in ener uundsatzttchen Antwort zum Problem der heirateten Mutter Stellung M nehmen Brief der jungen Frau heißt es: hatte^aro^ Unglück, mein Verlobter ist in Polen gefallen^ ...>t er di« Feldw«b«lprüfun/mit Erolg Lstam ten und^wollte als Leutnant der Reserve aus :ben. Und als ich von meinem Verlobten AbM«d nahm, war es noch Frieden. Mein Verlobter war -voller Schneid und Zuversicht. Er war auch tei Mterreich und dem Sudetenland dabei und er «sagte ntir: Ich werde wiederkommen, ich lafi- Dich nicht .allein im Ernstfall könnte er mir wochenlang mcht schreiben. Äch wartete immer auf Nachricht. Äch freute mich auf das Geständnis das ich ihm machen werde, wenn er vom Polenfeldzua -uruckkommt. Nach sechs Wochen kamen mäne Briefe mit dem Vermerk: „Gefallen für Aroßdeutschland zurück. Unser inniges Der- hältnis ist zerrissen. Weihnachten wird für mich -urchtbar traurig werden. Dazu die große Sorge um die Zukunft. Warum ist das Schicksal so grausam mit Mir, hatte es uns wenigstens Zeit gelassen iu einer Kriegstrauung; das Klein« und ich hätten Linen Namen. Und durch di« Pension könnte ich Das Kind bei Mir haben und mit der Zeit könnte ch mich doch einigermaßen über den großen Der- tust trösten. Ganz besonders schwer fällt es mir »aß das Kind unehelich äeboren wird, mit «ieviel Angst sch« ich der schweren Stunde entgegen. Kein Mensch wird bei mir stehen und mich M Krankenhaus besuchen. Unter allen Müttern «erde ich bi« unglücklichste fein. Zu gerne würde ch Ihnen das Bild vom Vater des Kirmes beilegen, L iber es ist das einzige, was ich besitze. Allerdings föimten Sie sofort feftstellen, daß es sich lohnt, x>n diesem Mann«, von diesem tapferen deutschen Soldaten ein Kind zu besitzen." Diesen Brief hat Rudolf Heß mit einem | Schreiben beantwortet, das der OeffenEchkeit über- i ;el>en wird, weil die Antwort des Stellvertreters I (es Führes zugleich die Frage beantwortet, welche : Anstellung ein Nationalsozialist 3u dem angeschnit- :enen Problem einnimmt, das besonders in der Zeit !>es Krieges nicht nur das Einzelschicksal berührt, onbem die ganze Nation unter dem Gesichtspunkt ?er Erhaltung wertvollen deutschen Blutes angeht, üubolf Heß' Antwort hat folgenden Wortlaut: „Sehr geehrte Frau H 1 Ähren Brief habe ich mit besonderer Anteilnahme itlefen. Sie schreiben mir darin, daß Ähr Verlobter, icn dem Sie ein Kind erwarten, gefallen ist, ohne t!«ß Sie ihm noch ins Feld Nachricht vom Werden les jungen Lebens hätten geben können; und Sie 3 chreiben weiter, daß Si« Sorgen haben um Ähre Zukunft und um die Zukunft Ähres Kindes. Daß Sie sich so vertrauensvoll an mich wenden, hat mich («freut. Äch verspreche Ihnen, daß ich alles tun Derbe, damit Sie und das Kind, das Ihnen der Kann hinterläßt, der für Sie das Liebste auf der Dell gewesen ist, und der für uns alle fiel, nicht in lot geraten. | --------------------------------------------------- die Nation gegebenen Sohnes aufziehen zu können. Ich bin überzeugt, daß meine Einstellung in kurzer Zeit im ganzen deutschen Volke geteilt werden wird und daß dann auch das ganze deutsche Volk künftig zu all jenen Müttern steht, die über die Grenzen vielleicht sonst notwendiger bürgerlicher ©itten und Gewohnheiten hinaus beitragen, die Blutopfer des Krieges ausmgleichen — so wie die Landbevölkerung seit jeher schon eine freiere Einstellung zu dem Problem des unehelichen Kindes gezeigt hat. Sie dürfen mir glauben, daß es auch mir selbst nicht leicht geworden ist, mich von Ueberüeferungen frei zu machen, die ein Leben lang selbstverständlich für mich waren. Aber als Nationalsozialist weiß ich: das höchste Gesetz im Krieg wie im Frieden lautet: Erhaltung des Volkes. Diesem obersten Gesetz haben sich alle anderen Gesetze, Gebräuche und Anschauungen unterzuordnen und anzupassen. In Kriegszeiten erfährt die Einstellung zum Kinde aus dem Selbsterhaltungstrieb der Nation heraus eine Wandlung von Grund auf. Eine gleiche Wandlung von Grund auf muß künftig in Kriegszeiten und in den Zeiten nach dem Kriege die Einstelluna der Allgemeinheit zu unverheirateten Müttern und zu Kindern erfahren, die nicht in einer Ehe geboren werden — wiederum aus dem Selbsterhaltungstrieb der Nation heraus. Was hülfe es, wenn ein Volk siegte, durch die Opfer für den Sieg aber den Dolkstod stürbe! Äch mein«, jede Frau, die in der Geborgenheit einer glücklichen Ehe Freude und Sorg« über ihr« Kinder mit dem geliebten Mann« teilen kann, wird besonderes Verstehen und Mitempfinden einer Mutter entgegenbringen, die mit ihrem Kinde allein den Lebenskampf führen muß. Unser Volk und die ganze Menschheit könnten liefe bedeutend« PersöMchkeiten nicht chr eigen nennen, wenn es nur in der Ehe geborene Kinder gegeben Hütt« und gäbe. Was hätte es für unser Pokk bedeutet, wenn der Vater Karls des Großen, da er unehelich war. Nicht zur Welt gefommen wäre und demzufolge auch sein Sohn nicht eine der- größten Führergestalten unserer Geschichte! Wie viel ärmer wäre die Welt, würde Leonardo da Vinci statt „unehelich" geboren Überhaupt Nicht geboren fein! Wie viel ärmer wäre di« Welt, hätte er feine unsterblichen Werke nicht aeschaffen, vor denen seit Jahrhunderten die Menschheit lrewundernd steht und vor denen auch künftige Generationen bewundernd stehen werden! Um wie viel Freude wäre die Welt ärmer, wäre der Klassiker des deutschen Humors, Wilhelm Busch, nicht geboren worden, weil fein Vater ein uneh«-' liches Kind war und demgemäß nach überlieferter Artschauung lieber nicht hätte zur Welt kommen 39000,— RM. 131457,15 RM. 1963407,15 RM len nationalen Gutes gesorgt werden. Bedenken, die in normalen Zeiten ihr« Berechtigung haben, müssen hier zurückstehen. Diesen Kirwern wird bei der Eintragung in das Standesamts- regifter — sofern nicht inzwischen schon die Ehe geschlossen wurde — an Stelle des Namens des Vaters oder zum Namen des Vaters die Bezeichnung ,Lriegsvater" gesetzt werden. Die Mutter wird unter Beibehaltung ihres Mädchennamens mit „F r a u" bezeichnet und an geredet werden. Mutter und Kind werden die Frage nach dem Vater freien Blickes damit beantworten können, daß er ein „Kriegsvater" mar. Auf Wunsch der Mutter wird die NSDAP, zu den Kindern von Kriegsvätern Vormünder vermitteln, die es für ihre nationalsozialistische Ehrenpflicht halten, diesen ihre Fürsorge angedeihen zu lassen. Ich glaube jedoch, daß in vielen Fällen d i e Großeltern des „Kriegskindes" dies als ihr« schöne Aufgabe ansehen werden. Wo materielle Schwierigketten bestchen, wird der Staat seine Beihilfe leisten. Wie schnell unter dem Einfluß der neuen Zeit und eines tiefgreifenden Erlebens die Einstellung zu althergebrachten Uefcerlieferungen sich wandeln und einer großzügigeren Auffassung Platz machen kann, beweist die Tatsache, daß viele Eltern Gefalle- ner den Wunsch geäußert haben, ein Kind, das nicht in einer Ehe geboren wurde, an Stelle des für 3. Stadtteil Gießeu-Klem-Ltnde«: für land- und forstwirtschaftliche Betriebe auf........ 200 v. H. I &er Steuermeßbeträge bi für die Grundstücke auf ... 108 v. H. J 4. Schiffenberg: 3 für land- und forstwirtschaftliche Betriebe auf........ 280 v. H. 1 ^er Steuermeßbeträge b für die Grundstücke auf . . • 135 v. H. J N Gewerbesteuer: des Weltkrieges di« Fahnen reichsdeutscher Organisationen Aufstellung genommen hatten. Auf den Stufen des Ehrenmals ruhte der Sarg,- eingehültt in die Reichskriegsflagge, umrahrnt von einer Fülle von Blumen, auf ihm Mütze, Degen und Orden des Toten. Der Probst der deutschen La-Plata-Gemeinb«, Marczynski, umriß in seiner Trauerpredigt das Leben des vorbildlichen deutschen Offiziers, der bis zum letzten Atemzuge dem Wort nachgelebt hat: „Sei getreu bis in den Tod." Der deutsche Bot- schafter von Thermann ehrte in kurzen Oe» denkworten das Andenken Langsdorffs unö dankte der argentinischen Regierung und dem argenttnischen Volk für die zahlreichen Sympathiebeweise. Im Namen der Besatzung sprach dann der erst« Offizier des Panzerschiffes, Kapitän zur See Kay, und schloß mit dem Geläbnis an den toten Kommandanten, daß die Besatzurrg der Parole treu bleiben werd«: „Führer befiehl, wir folgen." Der Vertreter der Vereinigung argenttnischer Marineoffiziere gab dem Stolz Argentiniens darüber Ausdruck, einen deutschen Seehelden in seiner Erde zu beherbergen. Bei den letzten Strahlen der untergehenden Sonne wurde der Sarg in di« Gruft gesenkt. Das Musikkorps des „Admiral Graf Spee" spielte das Lieb vom guten Kameraden. Für Zwecke der Altstadtsanierung Für Errichtung von Wql)nhäusern usw 7. Für Zwecke des Straßen- und Wegebaues . . . 8. Für Kanalbau.......... Für die Fortführung der Geländeregulierung auf dem neu angekauften Teil zur Erweiterung des IV. Der Haushaltsplan liegt gemäß § 86 Abs. 3 der Deutschen Gemeindeordnung vom 27. Dezember 1939 bis zum 4. Januar 1940 im Stadthaus Bergstraße, Zimmer Nr. 10, öffentlich aus. Gießen, den 22. Dezember 1939. Der Oberbürgermeister. SttUw 2242000,— 2242000,— 675440,— 675440,— 573450,— 573450,— 364600,— 364600,— 76100,— 76100,— 1727048,35 1727048,35 45200,— 3455,37 45200,— 3455,37 228485,41 228485,41 52035,42 52035,42 2755,44 2755,44 sollen! Was wäre aar die preußische Armee ohne einen unehelichen Horck! Was wäre Preußens Schicksal ohne diesen Mann! Wäre es ein Ausgleich, wenn dafür eine These der gesellschafttichen Moral gesiegt hätte?! Es besteht kein Zweifel darüber, daß es gut gewesen ist für die Welt und für Deutschland, daß alle diese Männer geboren wurden. Die Frage, ob sie außerhalb oder vor der Ehe geboren wurden, ist vor der Geschichte belanglos geworden. Ja, es hat • sichtbar auf diesen Männern der Segen des Herrgotts geruht. Und es ist meine feste Ueberzeugung, daß er auch den Kindern seinen Segen nicht entzieht, die in den Notzeiten eines Krieges chrem Volke geschenkt werden nach anderen als den uns sonst gewohnten Gesetzen. Jedenfalls darf heute eine Frau, die es in den unsicheren Verhältnissen eines Krieges bewußt auf sich nimmt, unverheiratete Mutter zu werden und vielleicht zu bleiben — eine Frau, die sich ein Kind wünscht und sich zu ihm bekennt, keine mindere Achtung erfahren. Das entsprechende Alter, gesunde Erbanlage und die Verbindung mit einem gleichfalls rassisch hochwertigen Mann, den sie so liebt und als so wertvoll kennt, daß sie von dem Wunsch, wenn es sein kann/ mit ihm verheiratet zu sein und in ihm den Vater ihrer Kinder zu sehen, ganz erfüllt ist, sind die selbstverständliche Voraussetzung für ihre ungeschmälerte Ehre. Eine solche Frau geht einen schweren Weg. Sie weiß, daß sie und ihr Kind aller Voraussicht nach die Geborgenheit der Familie, de-n Schutz des Mannes und Vaters entbehren müssen. Aber sie weiß auch: besser sie zieht ein Kind unter noch so schwierigen Verhällnissen auf als gar nicht. Es ist heute selbstverständlich, daß eine Frau und Mutter die verwitwet oder geschieden ist, erneut eine Ehe eingehen kann. Ebenso selbstverständlich wird sein, daß eine Frau, die ein „Kriegskind" ihr eigen nennt, eine Ehe einzugehen vermag mit einem Mann, der nicht der Vater dieses Kindes ist und der gerade in der Mütterlichkeit der Frau die Grundlage einer ehelichen Lebensgemeinschaft sieht. Die Familie ist die Grundzelle des Staates: aber dessen ungeachtet darf ein Volk besonders während des Krieges nicht darauf verzichten, sein rassisches Ein zweites schweres Eisenbahnunglück. Eine hohe Zahl von Opfern bei einem Zugzusammenstotz am Bodensee Berlin, 26. Dez. (DRB.) Am Tage des folgenschweren Eisenbahnunglücks von G e n l h i n, am vergangenen Freitag, ereignete sich ein weiteres schweres Eisenbahnunglück. — Gegen 22 Uhr stieß zwischen Markdorf und kluftern an der Strecke Radolfzell — Friedrichshafen der Bo- denfeegürtel-Bahn ein vollbesetzter Personen- zug mit einem Gülerzug zusammen. Infolge des heftigen Zusammenpralls wurden ein Personenwagen zertrümmert und zwei Wagen beschädigt, wodurch 95 Reisende und vom Zugpersonal die beiden Lokomotivführer, ein Zugführer, ein Lokomotivheizer getötet wurden. 27 verletzte Reisende und ein verletzter Lokomotivheizer befinden sich in den Krankenhäusern zu Markdorf und Friedrichshafen. Der Präsident der Reichsbahndirektion Karlsruhe besuchte dort die Verletzten, deren Zustand befriedigend ist. Die Staatsanwaltschaft hat die Fahrdienst- l c i t er der Bahnhöfe Markdorf und Kluftern ver- gesundes Erbgut in höchstmöglichem Ausmaß weiterzutragen und zu erhalten. Höher als alle von Menschen erdachten Prinzipien, höher als alle Sitten, die zwar der Ausdruck einer anerkannten Gewohnheit, nicht aber der Ausdruck der Sittlichkeit an sich sind, und höher gar als Vorurteile steht das Wohl der Gesamtheit, steht das Leben des Volkes. Der höchste Dienst, den die Frau der Gesamtheit leisten kann, ist, beizutragen für die Forterhaltung der Nation in rassisch gesunden Kindern. Seien Sie glücklich, daß es Ihnen vergönnt ist, diesen höchsten Dienst für Deutschland zu leisten. Seien Sie dankbar, daß der Mann, den Sie sieben, in Ihrem Kinde fortlebt. Heil Hitler! Rudolf Heß. haflel. Alsbald nach dem Anfall waren zwei Hilfszüge der Reichsbahn aus Singen und Friedrichshafen mit dem Reichsbohnarzt von Singen sowie mehreren Aerzten aus Markdorf, Friedrichshofen und Salem zur ersten Hilfeleistung an der Anfallstelle. Ebenso waren das Role kreuz, RSV., Polizei, Technische Rothilfe, Wehrmacht, SA. und Feuerwehr rasch am Platze. Der Präsident der Reichsbahndirektion mit den zuständigen Fachdezernenten begab sich an die Unfallstelle, um die Aufräumungsarbeiten zu leiten. Die Zahl der Opfer von Genthin. Berlin, 23. Dez. (DNB.) Die Zahl der Todesopfer des schweren Eisenbahnunglücks in Genthin ist nunmehr endgültig festgestellt worden. 132 Tote und 109 Verletzte sind zu beklagen. Es ist das in seinen Auswirkungen schwerste Eisenbahnunglück, das die deutsche Eisenbahngeschichte je erlebt hat. Kapitänleutnant Prien in die Heimat zurückgekehrt. Berlin, 23. De,. rmdern nin Beugut* ablchriften Dem Br> werbungSichreiben beließen - Lichtbilder unoBeroetbunflSunlet* tgen müllen zur Ber- eeibung von Verlusten auf der Rückseite Ra. men und illnfchctit des Bewerbers trauen! Tüchtiger Metzgergeselle gesucht tooiD W. Klein, Ludwigsplatz 14 Geburtsanzeigen bei Brühl. Gießen Dobermann- Hündin u.^risch- Terrier-Hündin günstig zu verk. Zuschrift, u.2412 vostlag. Lollar od. Ruf 176.7607D | Kaufgesuche | Olympia- oder äholch. 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Der Lenzeschor atmete Frische durch h- K-mtrnstie- rung der klanglichen Gruppen; die Kirchenszene erhob sich über das Theatralische zu andächtiger ist als Sohn Beltershainer Eheleute boren, wo feine Eltern — wie damals viele Hessen Nach dreitägiger Feiertagsruhe ist heute der Werktag wieder zur Geltung gekommen. Es war diesmal ein besonders stimmungsvoller Heiligabend, der in unserer Stadt den Auftakt zum Weihnachtsfeste bildete. Im Gegensatz zu früheren Jahren, wo am Heiligenabend bis in die Nachmittagsstunden hinein die Arbeit im Gange war, in den Ladengeschäften sogar bis gegen Abend hin noch reger Derkaufsbetrieb herrschte, und alle Menschen von des Alltags Mühe mehr oder minder abgehetzt den Heiligenabend begingen, war diesmal der festliche Auftakt ein Sonntag. Eine gemeinsame Entschließung der Deutschen Arbeitsfront und der maßgebenden Stellen unserer heimischen Wirtschaft hatte in dankenswerter Weise den Perkaufsbettieb in den Ladengeschäften für diesen Sonntag abge- wunsch. 4- Grünberg, 25. Dez. In einer schlichten Feierstunde wurde eine Anzahl Mütter, insgesamt 16, mit dem Ehrenkreuz der deutschen Mutter ausgezeichnet. Die Ueberreichung fand im Sitzungssaal des Rathauses statt. Ortsgruppenleiter Schütz sprach über die Stellung der Frau und Mutter im heutigen Staat gegenüber der früheren Zeit. Propagandaleiter Schmidt verlas Worte des Führers über die Mutter. Bürgermeister König gab die Namen der zu ehrenden Mütter bekannt, denen der Ortsgruppenleiter die Ehrenkreuze überreichte. BDM.-Madel umrahmten die Feier durch mehrere Lieder. Folgende Mütter erhielten die Auszeichnung: I. Stufe (goldenes Ehrenkreuz): Elise Seibel geb. Funk; Katharine Margolf geb. Becker. II. Stufe (silbernes Kreuz): Ida Michel geb. Haas; Elisabeth Hoffmann geb. Seitz; Luise Dietz geb. Tröller; Luise Fißter geb. Dörr. III. Stufe (bronzenes Kreuz): Josephine Keil geb. Frank; Auguste Haack geb. Bernhardt; Karoline Gilbert geb. Dickel; Minna Frank geb. Seitz; Katharine Müller geb. Schweitzer; Lina Frank geb. Schlitt; Katharine Schomdert geb. Fuchs, die als 84jährige die älteste der Ausgezeichneten war; Katharine Markart, geb. Schmidt; Gertrud Schott geb. Luft; Emilie Hammel, geb. Kreuder (zur Zeit in Amerika). * Ettingshausen, 26. Dez. Heute feierte das Ehepaar Ferdinand Löffler und Lina, geborene Weber, das Fest der goldenen Hochzeit im Kreise ihrer Kinder und Enkel. Der Ehemann stammt aus Ilbeshausen im Kreise Lauterbach, während die Frau ein Kind unserer Gemeinde ist. Beide Ehegatten erfreuen sich guter Gesundheit und Rüstigkeit. Der Gatte war jahrzehntelang in der Maschinenfabrik von Heyligenstaedt in Gießen tätig. Das gleiche Ehejubiläum feiern am Freitag, W-nn bet SSWnter >«t Siyug hält, mü^n wir uns seinen Besonderheiten anpassen und dürfen uns nicht von ihm überrumpeln lassen Es ist jetzt höchste Zeit, sofern es nicht nicht geschehen fein sollte, Hausturen, Keller und Bodenfenster geschlost fen zu halten. Dor allem find etwa zerbrochene FeUsterschetben auf dem Boden oder irn Keller schleunigst instand zu setzen, damit unsere Winter- Vorräte nicht durch eindringenden Frost verderben Sinkt das Quecksilber unter den Nullpunkt, dann besteht die Gefahr des Erfrierens der Rohre der Gas- und Wasserleitung, insbesondern wenn solche an Außenmauern angebracht oder durch kalte Flure geleitet sind. Nicht eindringlich genug kann daher empfohlen werden, sie mit Sttoh, Putzwolle, alten Sackleinen und sonstigen Stossen zu umhüllen. Dies aitt besonders für die Gas-- und Wassermesser, ferner für Badeöfen, Klosett sowie Zentralheizung. Das Abstellen der Haupthähne ist abends unbedingt notwendig, namentlich wenn Aussicht besteht, daß der Frost sich in der Nacht steigern könnte. Es barf dabei nicht übersehen werden, den Ablaßhahn zu öffnen, damit das in den Rohrleitungen stehende Wasser ablaufen kann. Gleichzeitig muß der oberste Wasserhahn des Hauses geöffnet werden, um alle Wasserreste zu entfernen. Der vorjährige um Mitte Dezember plötzlich einsetzende scharfe Frost mit seinen zahllosen Rohrbrüchen hat hinlänglich gezeigt, welche Gefahren und Unannehmlichkeiten für Mieter und Hauseigentümer drohen, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen außer acht gelassen werden. Bei dem jetzt obwaltenden Mangel an Facharbeitern sowie im Hinblick auf die Verdunkelung sind die Gefahren und Schäden, die durch Rohrbrüche hervorgerufen werden, noch erheblich ernster. Hand in Hand mit dem (Eintritt der Winterszeit ist auch mit unverhofftem Schneefall zu rechnen, und da treten dann für die Hauseigentümer und Hausbewohner die gesetzlichen Vorschriften für die Beseitigung der Schneemassen vor ihren Häusern in Kraft. Es ist also bei einsetzendem Schneewetter der Gehweg vor den Häusern ständig von Schnee freizuhalten und, sofern sich Glatteis gebildet hat, dieses durch abstumpfende Stosse, wie Sand, Asche oder Sägemehl, zu beftreuen. Besonders bei der gegenwärtigen morgens und abends lange anhaltenden Dunkelheit ist die strikte Befolgung dieser Verordnung von größter Wichttgkeit, um Unfälle von Personen zu verhüten, die bei den völlig unbeleuchteten Straßen schwere Folgen haben können. Schöne Wechnachtsfeiertage. *♦ Verkehrsunfall. Am Samstagnachmit» tag stieß in der Gartenstraße vor der Alten Bürgermeisterei das Geschäftsdreirad (Lieferwagen) einer Gießener Firma mit einem Wagen der Straßenbahn zusammen. Bei dem erheblichen Zusammenprall der beiden Fahrzeuge erlitt der Lenker des Geschästswagens, der Kraftfahrer Emil Geiß aus Butzbach, der bei der hiesigen Firma tätig ift, leider einen Schädelbruch. Die Bereitschaft Gießen des Roten Kreuzes verbrachte den bedauernswerten Mann nach der Chirurgischen Klinik. reiseverkehr, als auch bei der Zureise nach Gießen und seit dem gestrigen zweiten Feiertag bei der Abfahrt in Erscheinung trat. Diele Familien hatten die besondere Freude, zu dem schönen Familienfeste „ihren" Soldaten als Wechnachtsurlauber bei sich Zu haben und mit ihm schöne Stunden zu verleben. Auch im Straßenbild traten die Weihnachtsurlauber stark in Erscheinung, denn während mancher Stunden war die Uniform stark vorherrschend bei dem Passantenverkehr in den Straßen. Erfreulicherweise konnten die Polizei, die Feuerwache und die Bereitschaft des Roten Kreuzes während der drei Feiertage ungestört die Ruhepause verleben, da keinerlei Anlaß vorlag, diese Dienststellen in Anspruch zu nehmen. So können wir denn heute nach jeder Richtung hin auf schöne Weihnachtsfeiertage zurückblicken, die natürlich allenthalben im Zeichen unserer ernsten Zeit verliefen. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19.30 bis 21.45 Uhr: „Cavalleria rusticana“ und „Der Bajazzo". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Maria Ilona". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Waldrausch". — vor dem Kriege 1870/71 Arbeit gesucht hatten. Auch dieses Ehepaar ist bei guter Gesundheit und voller Rüstigkeit. Die Frau versieht noch in ihrem Alter ihren Dienst im Putzen unserer Schule. Wir wünschen beiden Jubelpaaren herzlich Glück. * Laubach , 26. Dez. Am vergangenen Sonntag, 24. Dezember, konnte der ehemalige Schreinermeister und Möbelhändler Wilhelm Stotz in körperlicher • und geistiger Frische seinen 8 0. Geburtstag feiern. Der Hochbetagte, der sich infolge seines aufrechten Wesens aller Wertschätzung erfreut, hat sich im Dereinsleben unserer Stadt mannigfach verdient gemacht. Er war Mitglied der Freiwilligen Feuerwehrt, trat schon mit 18 Jahren in den Gesangverein ein, war Mitbegründer des Kirchenchors, und noch heute versieht er das Amt eines Kirchenvorstehers. Wenn dem Jubilar in seinem Leben auch schon viel Freude und Erfolg beschieden war, so traf ihn doch auch mancher schwere Schicksalsschlag. Zwei Söhne und die Gattin wurden ihm durch den Tod entrißen. Zu seinem 80. Geburtstag nachttäglich auch unseren Glückwunsch. Kreis Büdingen. O Nidda, 26. Dezember. Durch die vor einigen Jahren in verschiedenen Sttaßen erfolgte leit- kanalisation mit Zementröhren von 50 und 40 Zentimeter lichtem Durchmesser hat man einen Zustand geschaffen, der ttotz erheblicher Opfer der Straß enanlieger schon lange herb ei gesehnt worden war. Nun hat man im Anschluß hieran die Kanalisation in der Bismarckstraße auf vorläufig etwa 200 Meter fortgesetzt bis zu den im Bau befindlichen xroei Wohnhäusern der Gemeinnützigen Wohnungsbau G. m. b. H. Nach der teilweisen Errichtung des Grundstockes dieser Häuser wurde deren Fertigstellung wegen Verwendung der Bauarbeiter für dringendere Arbeiten unterbrochen. Da sich nun unweit dieser Baustelle das Wasser verschiedener am Beundeabhang gelegener Quellen sammelt, fo dürfte jetzt die Trockenlegung des neu erschlossenen Baugeländes durch die kürzlich fertiggestellte Tell- fanalifation gewährleistet fein. Kalender. — Athen aion-Kalender „Kultur und Natur" 1940 als Abreiß-Kalender eingerichtet. Mtt einem farbigen Titelbild nach einem Gemälde von Professor Oscar Graf. Mit 183 Bildseiten und einem Preisausschreiben. 1,95 RM. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion, Potsdam. — (391). Nun schon zum siebenten Male erscheint der Athe- naion-Kalender „Kultur und Natur", und immer wieder ist er neu, anregend und überraschend. Kein Gebiet des Lebens, das er nicht durchforscht und aus dem nicht das Wichtigste und Unterhaltendste herausgegriffen würde: Länder und Völker der Erde, Geschichte und Kultur, Kunst und Musik, Technik und Natur, Gegenwart und Vergangenheit: alles wirkt zusammen, um ein unendlich mannigfaltiges Bild des Lebens zu bieten. Seltene Reime, Sprichwörter und Wetterregeln, Gartenratschläge und Gedenktage, dazu ein Preisrätsel mit verlocken« den Preisen vervollständigen den Kalender zu einem der unterhaltsamsten, amüsantesten und bildendsten Jahrweiser, die -wir besitzen. — Köhlers Heeres-Kalender 1940 (Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. W.) Preis 1,30 RM. ist von stärkster Aktualität. Spannende Erzählungen aus großer Vergangenheit wechseln mit packenden Erlebnisschilderungen und interessanten Berichten aus unserer heutigen Wehrmacht. Auch der Humor kommt in manch lustiger Geschichte zu seinem Recht. — In dem neuen Jahrgang 1940 des Köhler- scheu Flieger-Kalenders (Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. W.), Preis 1,30 RM. würdigt ein militärischer Sachkenner den ersten großen Einsatz unsere Luftwaffe im jetzigen Krieg. Daneben voller Geltung. In Spielgewandtheit, Lebendigkeit und in der Komödie voll Stileinfühlung gab Friedel For- n a H a 3 die Nedda-Colombine, dem dramatischen Zuge folgend, verlieh sie jeder Situation auch ge- ncytai ipunnenuc uucncl»ciuJlu/lcu uus «uv -zupww sanglich das ihr Zukommende, im Monolog („Vogel- Frieden, geschichtliche und technische Belehrung i» mslied I lied"), in der Auseinandersetzung mit „Tonio" und I unterhaltender Form. Es ist ein nicht gerade alltäglicher Fall, daß zwei Werke wie Mascagnis „Cavalleria uno Leoncavallos „Bajazzo" nun fas em halbes Jahrhundert ihre erfolgreiche S ellung Im Opernplan bewahrt haben. Trotz der vielfachen Anfeindungen, die diese Werke in der ersten Ze^t ihres Erscheinens erfuhren, haben sie dennoch ihre Lebensfähigkeit und Auswirkungskraft behaupttt^. Unserer Zett, in deren Gedankengangen das Dolkstum mit seiner ursprünglichen Kraft m femer®. stellung erkannt wird, kann das nur eine SMtati Ung dafür fein, daß diese Men Opern, durch die Verwurzelung im Leben des Volkes sich m d verbrauchten Frische erhalten haben. - Mascagni folgt dem £eft Gwvanni Vergas, eines sizilianischen Volksdichters; L e o n c<“ , verfaßt seinen Text nach einer wahren B g ' die sich bei Montalto in Kal'ibnen «m 15. August (Festtag Mariä Himmelfahrt) 1865 zuaetragen hat. Gestalten aus dem Volke, ohne besonderes Ueber. maß, das irgendeine Problemstellung herausfordern könnte,werden durch das gesteigerte-Temperament des Südländers mit dem ihm eigenen ethischen Empfinden zum Mittelpunkt der tragischen Handlung D e Um bildung des Opernstiles, wie sie .sich schon in 'e n zelnen Stellen von Verdis .Traviata^anbahrtt (es wurde bei der Aufführung dieser Oper ^r sch darauf verwiesen) zeigt sich M nun von der in Nummern aufgeteilten. traMhonw Opernform als ein Mitgehen n^ M fulsMag her iemeiliaen (Situation. Mascagm greift nut sup hiieher Kraft die Angelpunkte des Gel Feyens i ihre Abweichung von der üblichen Tradi n sublimierten klanglichen Ausgleich unrefieftierte zunächst ungewohnt e^fch^E- ö-ie £raft SAiVSSti« »***"■ ISliJ’HK'■än'Sr i S« * feben $61)^1^ (^^5001^, “i^rinftinft er- stellerisches in vollkommener ^nhett munden ließ, absichtlicher und mit stärkerem Theatens Nachgiebigkeit und Schönheit der Stimme füllt Der Unmittelbarkeit Mascagm^ m Melod k fid) mit Ausdruckskraft der Bewegung, der und Klangwelt steht hier die Einbez ehung @ebärbe und Mimik. Don erschütternder Eirchr.ng klanglichen Färbung m die Dlfferenzieru g mar die Auseinandersetzung mit Santuzza. Ausdrucks gegenüber, dazu komm dte Gegenub ^^^ld gab der Lucia mütterliche warme stellung des Harlekinspiels 3^ volksbedl^t n U ! Kokett betont in leber Bewegung und Aeuße- welt. Hier zeigt sich Leoncavallo oftmals m sei erschien Friedel Fornallaz als Lola^ Erd- geiftiaer Pointierung alter Tanzformen ( . I aeboren mit ländlicher Vitalität, ltrllte Gustav Gavotte) mit überlegener geiftiger^arnt^rir^ Durch sein Fuhnnann-lted sierender Haltung. Er gewinnt tn ^noig NruWMiWrMM «MMvsiiWaüeMmk CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN W 36 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) In diesem Augenblick merkt Anne, daß Irene Waitz au ihr herüberschaut. Zwar senkt Irene die Augen sofort wieder, was aber sollte dieser Blick voll Haß und Wut? Was hat sie ihr getan? Anne weiß es nicht. Sie meint, sie müsse sich geirrt haben, der Blick habe gar nicht ihr gegolten. Anne tanz viel, aber erhitzt sich nicht dabei. Sie ist kühl, in aller Sonnenwärme kühl und ungerührt. Boll Nutze und Ausgeglichenheit ist sie, doch merkwürdig beschwingt. Gibt es schönere Gedanken als diese: Ich reise ans Meer und werde sieben Tage lang über das Meer fahren? Nein, Anne wüßte keinen Gedanken, der schöner sein könnte. Karl Schäfer tanzt mit ihr, er achtet darauf, in ihrer Nähe zu bleiben, damit sie nicht zu oft von anderen fortgeholt wird. Er hat seinen Arm recht fest um sie gelegt. Er sagt: „Du mußt wirklich bald kommen, Anne. Wenn du den Baldur siehst, willst du ihn unbedingt haben. Ich reite ihn jetzt ein, du kannst ihn auch mal reiten, ich habe noch nie ein schönere^ Tier gesehen. Mein Vater spricht davon, daß er ihn verkaufen will, laß ihn dir von deiner Tante schenken." „Nein, sagt Anne und löst sich aus seiner allzu kräftigen Umarmung, „ich will kein zweites Pferd, ich habe Konifere." Und wie sie Konis Namen sagt, ist ihre Sehnsucht wach. Wie halte ich es sieben Tage ohne Koni und Klarissa aus? denkt sie, und gleich nach dem Tanz läuft sie ins Haus und holt aus dem Speiseschrank eine Handvoll Würfelzucker. Wie konnte sie Koni über dem Sommerfest vergessen? Anne geht zu Konifere in den Stall und glaubt, niemand habe ihr Verschwinden bemerkt. Aber Klarissa, Paul Würz und Irene haben es doch gesehen. Paul steht nahe bei der Bar, sehr nahe bei Irene. „Einen Cocktail, Herr Würz?" Ihre Stimme klingt merkwürdig samtig. „Sie müssen sich doch zu neuem Flirt stärken." „Reden Sie keinen Unsinn", sagt er leise, und als er das Glas aus ihrer Hand nimmt, berühren sich ihre Finger. Er stürzt das scharfe, süße Getränk hinunter, dann stellt er das Glas hin und schlendert langsam über den sonnenbeschienenen Hof. Irene hebt sich auf die Fußspitzen, um ihn über die tanzen- den Paare hinweg zu sehen. Er geht auf die Ställe SJt.vfport Aus aller Welt Zußballkämpfe während der Weihnachtstage u ■ Dllyern 2 > Nürnberg i-1 Schweinfu der Lust, das zu schmettern in der Sonne. Das Lachen der Jugend steht In Grammophon fängt von neuem an und zu klingen, der Mixbecher blitzt (Fortsetzung folgt) ea gchng Fokker nach Amsterdam, wo er die „Niederländische Flugzeugfabrik" begründete. 1923 richtete er ein weiteres Unternehmen bei Neuyork ein und konstruierte nun für die amerikanische Luftflotte weitere Typen. Schweres Flugzeugunglück auf der Linie Rom—Rio de Janeiro. Auf der neueröffneten Post-Fluglinie Rom—Rio de Janeiro geriet das Flugzeug der Teilstrecke Villa Cisneros—Sevilla in ein schweres Unwetter. Der Flugzeugführer versuchte, bei Mogador in Französisch-Marokko eine Notlandung vor- zunehmen. Dabei wurde jedoch das Flugzeug vollständig zerstört. Sämtliche Insassen — vier Mann Besatzung und drei Pressevertreter — kamen ums Leden. Don den getöteten Journalisten sind zwei Brasilianer und einer Italiener. Flugzeugkonstrukteur Fokker gestorben. S ü d w e st: FSV. Frankfurt — Eintracht Frank- furt 0:1; Opel Rüsselsheim — Kickers Offenbach 1:1; SD. Wiesbaden — Rot-Weiß Frankfurt 4:1. Bayern : BC. Augsburg — 1860 München 2:2; Bayern München — 1. FC. Nürnberg 0:0; FSV. -j — Neumeyer Nürnberg 1:4; 1. FC. 05 urt — DfR. Schweinfurt 4:0. Am vergangenen Sonntag griffen die Watzenborn- Steinberger „Teutonen" erstmals in die Spiele der Krregsmeisterschaft ein. Der Start war als bezeichnen. Die spielstarke Mannschaft des Vereins 05 Wetzlar würbe Mit 4:1 Toren Zugendhandball bei 1900. 1900 1. Jgd. — Tv. Heuchelheim Jgd. 16:3 (5:1). Die 1900er, die auf den aus gebliebenen Halb- r-chten Launspach verzichten mußten, lieferten ein gutes Spiel, Beginn sieht es allerdings nicht nach einem hohen Sieg aus und die Heuchelheimer hielten das Spiel offen. Nach ungefähr 10 Minuten brachte Korell feine Elf in Führung, und Deibel schoß bald das 2. Tor. Beim Gegenangrift konnten die Gälte auf 2:1 verkürzen. Im Alleingang schuf Korell das 3:1. Jetzt machte sich die Ueberlegenheit der 1900er doch bemerkbar. Freitag zog den Boll zum 4. Male ins Netz und bald darauf stellt Korell den Halbzeitstand her. Nach Halbzeit beherrscht 1900 völlig das Feld. Korell, Engel, Deibel schießen nochmals 3 Tore, ehe die Gäste zum 2. Tor kommen. Dann waren wieder die Blauweißen Jungen an Der bekannte Flugzeugkonstrukteur und holländische Flugzeugindustrielle Antony Fokker ist dieser Tage in einem Neuyorker Krankenhaus verstorben. Fokker wurde 1890 in Kediri (Niederländisch-Ost- indten) geboren und in Haarlem erzoaen. In Mainz baute er sein erstes Flugzeug, auf dem er sich selbst als Flieger ausvi'ldete. Seinen ersten Flug führte er am 5.5.1911 aus. Im folgenden Jahre 1912 begann er in Berlin -Johannisthal mit der Errichtung einer Flugzeugfabrik nach seinem System; 1913 begründete er in Schwerin i. M. eine Fliegerschule. Dorthin verlegte er später seine aesamten Werke, die dann im Krieg für die deutsche Heeresverwaltung beschäftigt waren. Nach dem Krieg ging Fokker nach Amsterdam, wo er die In Reit am Winkel erhielt Toni Eisgruber mit zwei 60-Meter-Sprüngen die beste Note von 148,6 Punkten. Der Wiener Vn Galeitner erwies sich mit Note 220,5 als bester Springer auf dem Semmering. Im Riesengebirge waren Krummhübel und Oberschreiberhau Schauplätze der Sprungläufe; Lt. G. Meergans (Note 227,9) bzw. H. Lahr (Note 221,9) waren hier siegreich. Die Augsburger Natureisbahn wurde Weihnachten mit einer vorzüglich besuchten Eissportveranstaltung eröffnet. An den Kunstlauf-Dorfüh- rungen waren auch die Geschwister Pausin (Wien) beteiligt, die stürmisch gefeiert wurden. Der Eis- hockeykamvf zwischen München und Augsburg endete unentschieden 4:4. 14jähriger sprang 59 Meter! Eine prächtige Leistung eines Jugendlichen kam auch auf der Hanns-Heinz-Schande in Johanngeorgenstadt zustande. Der 14jähnae Hitlerjunge Queck erreichte als Sieger der Klasse Schuljugend Weiten von 55 und 59 Meter. Tagesbester war der Einheimische Paul Kraus II mit 64 und 69 Meter und der Note 219,7. Jungens auf dem Birkenhof behalten werde, wenn sie mit ihrem Mann ins Ausland geht, was sagst du dazu? Sie meint, die beiden sollen zunächst in Balke die Mittelschule besuchen." „Gott", Schworm hebt die Schultern und blinzelt in das Sonnenlicht. „Ich kann mir vorstellen, daß diese neue Aufgabe deinem Temperament liegt, Klarissa." Da kehrt sie sich ihm zu und ruft taut und ungeduldig: „Nein, sie liegt mir ganz und gar nicht, ich denke auch nicht daran, es zu tun! Habe ich nicht meine Pflicht erfüllt und mehr als das? Jetzt im Alter soll man mich mit diesen Aufgaben ungeschoren lassen. Fremder Leute Kindler erziehen? Ein undankbares Geschäft! Ja, wenn noch einer der Jungen so ein Bauer vom rechten Schrot und Korn wäre, es würde mir Freude machen, einen Bauern zu erziehen, aber das sind sie alle beide nicht. Zwei Teufels mit Enaelsgesichtern sind sie, weiter nichts." „Na", lachs der Doktor breit und gutmütig und sieht zurück zu den tanzenden Paaren, „das haben sie sicher von der Mama." „Ja» wahrscheinlich. Dor ein paar Tagen haben sie, Gott mag wissen, wo, einen Eimer Teer stibitzt und haben einen Küchenstuhl damit beschmiert. Als Marie sich drauffetzte, um Kaffee zu mahlen, blieb sie mit ihrer weißen Schürze kleben. Großes Ge- schrei, wie du dir denken kannst. Die Jungs, unschuldig wie die Engel, sagten: „Ja, sie wollten mal sehen, was daraus würde. Kläre, statt sie zu verwichsen, lacht, schenkt Marie zwei Schürzen und fünf Mark. — Nun sage du mir — wie sollte ich da wohl erziehen?" „Hahaha , lacht auch der Doktor, „da kannst du nur mit Humor Herangehen, wahrhaftig. Man sollte überhaupt die meisten Menschen humoristisch nehmen, ich glaube, man käme weiter damit. Sieh doch, wie es Luise Pegel macht. Die dreht unermüdlich die Grammophonkurbel, während Franz gerade so unermüdlich der schönen Frau • Ziegler faustdicke Komplimente sagt. Klarissa ballt die Hand zur Faust. „Dieser Franz kann keine Frau sehen, ohne ihr schönzutun, mir um die eigene kümmert er sich nicht. Dabei ist Luise die beste Hausfrau. Aber du hast recht, Doktor, sie ist voll von einem seinen, innerlichen Humor. Wirklich, ein Prachtmensch!" n34> muß dir gestehen, Klarissa, daß es mir heute zum ersten Male ausgefallen ist, ich hielt sie-immer für recht einfältig und langweilig, wahrscheinlich habe ich sie verkannt." Klarissa seufzt. „Welcher Mensch wird nicht verkannt? Geht es uns nicht allen jo? Ja, ja, Doktor, wir alle kommen im Leben viel zu oft mit dem Neunzig neue Grotten im Triestiner Karst entdeckt Die Grottenforscher des italienischen Alpenklubs bemühen sich in der letzten Zeit sehr um die Erforschung der Höhlenbildungen in Istrien und im Triestinischen Karst. Ihre Bemühungen wurden durch die Entdeckung von neunzig bisher unbekannten unterirdischen Hohlräumen belohnt Im Einhandsegler über den Ozean. An Bord eines kleinen Segelbootes traf in Brooklyn der Jtalo-Arnerikaner I. Martinucci ein, nachdem er zum zweiten Male als Einhandsegler den Atlantischen Ozean überquert hatte. Mit seiner Pacht „Iris" hat er im ganzen mehr als 10 000 Seemeilen zurückgelegt. Er verließ an Bord des kleinen Schiffes Neuyork am 3. Juni, um sich zum Besuch seiner Eltern nach Italien zu begeben, und segelte von Neapel am 1. September zurück. Don seinen Freunden wurde er in Neuyork begeistert begrüßt, die Wiedersehensfeier dauerte einen ganzen Tag. Am nächsten Morgen aber kehrte Martinucei ruhig, als sei nichts geschehen, wieder zu seiner Arbeit zurück, die fast sechs Monate geruht hatte, lieber seine Reise erzählte er nur, daß er von Neapel nach Neu- York mehr Zeit gebraucht habe, als bei der Hinfahrt, weil er nachts ohne Positionslampen gesegelt fei, um nicht Schiffen der kriegführenden Mächte in die Hände zu fallen. Dann würde man ihn angehalten und ausgefragt haben, so daß er kostbare Zeit verloren hätte. Tagsüber habe er auf der ganzen Fahrt nicht ein einziges Handels- oder Kriegsschiff angetroffen. Robinson Crusoe — ein Rheinländer? Robinson Crusoe, der seit dem 1702 erschienenen Buche von Daniel Defoe Weltruhm erlangt hat, galt bisher als Amerikaner. Man wußte, daß er Seemann war, einen Schiffbruch erlitt, auf eine einsame Insel verschlagen wurde, nach langer Zeit entdeckt und wieder in die Heimat zurückgeführt wurde, wo Defoe sich die Schicksale des Schiff, brüchigen erzählen ließ und daraus sein Buch ge- staltete. Nun hat der Kreuznacher Heimatforscher Albert Rosenkranz in dem schweizerischen Dors Cresta eine alte englische Ausgabe des Buches entdeckt, in dem Robinjon Crusoe einwandftei a l s Kreuznacher nachgewiesen ist. Robinson Crusoe erzählt in dieser alten Ausgabe selbst, daß er 1623 in Neuyork geboren sei, daß sein Vater aber nicht aus Amerika stamme, sondern von Bremen nach Hüll übergesiedelt fei und dort ein Geschäft betrieben habe. Später habe er sich dann nach Neuyork zurückgezogen und dort eine Frau mit Namen Robinson geheiratet. Er selbst habe ur- sprünglich den Namen Robinson Kreuz- n a e r getragen. Der NaMe sei dann später in der üblichen Weise in Crusoe amerikanisiert worden. So weit Robinson Crusoe selbst in der alten Buchausgabe. Dem Heimatforscher gelang es, den Nachweis zu erbringen, daß 1625 viele protestantische Einwohner von Kreuznach über Bremen nach Amerika auswanderten. Da es damals üblich war, zugewanderte Personen in Amerika nach dem Ort ihrer Herkunft zu benennen, kann man in dem Namen „Kreuznaer unzweifelhaft einen Kreuz- mrcher erkennen. Danach hat also Robinsons Vater noch in Kreuznach gelebt. Eine sechs Kilogramm schwere Perle. Der Forscher Wilburn Dowell-Cobb hat kürzlich die größte Perle, die je in den Meeren des Orients gefischt worden ist, nach den Vereinigten Staaten gebracht. Diese Perle wiegt, nach Blättermeldungen, mehr als sechs Kilogramm und wurde 1934 bei den Palau-Inseln im Philippinischen Archipel in einer Riesenmuschel gefunden. Das Alter der Perle wird von den Wissenschaftlern mit 600 Jahren beziffert, aber es ist nicht ausgeschlossen, daß sie sogar acht oder zehn Jahrhunderte alt sein kann. Nun müßte allerdings noch eine Riesenfrau gefunden werden, die dieses Prachfttück von einer Perle cm einer Halskette tragen könnte. Rundfunkprogramm Donnerstag, 26. Dezember. 6 Uhr: Morgengruß. 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Früh konzert. 7t Nachric^en. 8: Landvolk, merk auf! 8.10: Gymnastik. 9.15: Was wir Frauen heute wissen müssen. 9.30: Frohe Weisem 11: Unterhal- tungskonzert Es spiett das grotze Orchester des Reichssenders Frankfurt. 11.50: Stadt uno Land — Hand in Hand. 12: Mittagskonzert. 12.30: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 15.55: Bücher für unsere Soldaten. 16: Nachmittagskonzert. 17: Nachrichten. 18: Ruf ins Land: Berichte vom Landesernahrungsamt. 18.25: Rach des Tages Arbeit. 18.30: Zeitgeschehen. 19: Einsatz der Polizei und ff im Osten. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. 22: Nachrichten. 24: Nachrichten. Leihgestern — 1900 1:4. Dem diesmaligen Zusammentreffen der beiden Erstplacierten aus den Rundenspielen sah man mit besonderem Interesse entgegen. Hatten doch beide Mannschaften am Sonntag vorher Niederlagen einstecken müssen, und da man wußte, daß ein erneuter Verlust sich entscheidend für den weiteren Verlauf auswirken wird, besaß das Spiel viel Bedeutung. Die kämpferischen Leistungen überwogen die spielerischen. 1900 begann mit großem Eifer, und da bei dem Innensturm Pechauscheck, Heilmann, Balz in entsprechende Bahnen gelenkt wurden, ergab sich für die Blau-Weißen eine Feldüberlegenheit. In der achten Minute kam dies durch den ersten Treffer zum Ausdruck. Durch einen schulgerechten Angriff kam der Ball über Heilmann—Pechauscheck zu dem frei stehenden Balz, der placiert einschoß. Nachdem wenig später Günther eine Flanke von rechts vor dem herauslaufenden Torwächter zum 2:0 eindrückte, wurden die Gastgeber merklich lebhafter. Hierdurch erreichte der Kampf seinen spielerischen Höhepunkt Denn trotz des sehr ungünstigen Bodens sah man auf beiden Seiten beachtliche Leistungen. In der 25. Minute gelang es den Platzbesitzern auf 2:1 zu verkürzen. Der Versuch, den Gleichstand herzustellen, gelang jedoch nicht, Denn Lippert stand in der Verteidigung. Die Blau-Weißen blieben aber auch nicht untätig. Ihnen gelang durch Günther ein weiterer Treffer. Nach der Pause versuchten die Gastgeber durch eine Umstellung dem Spiel eine Wendung zu geben. Mittelläufer Arnold stand jetzt Halbrechts. Es blieb jedoch bet dem Versuch, denn Lippert erkannte Arnolds Gefährlichkeit und wich nicht von seiner Seite. In der Folge hatten die Blau-Weißen wieder etwas mehr von Spielgeschehen. Durch ein viertes Tor durch Balz kam dies zwar zum Ausdruck. Gemessen an den Chancen hätten es leicht mehr fein können. Das Haupthindernis lag hierbei jedoch an den unguläng- lichen Bodenverhältnissen, die eine Ballkontrolle so gut wie gar nicht zuließen. Leihgestern kam diesmal nicht zu der geschlossenen Leistung wie beim Rundenspiel. 1900 in der Auf- stellung Dinges, Goß, Lippert, Weißmüller, Jäger, Hain, Bonarius, Pechauscheck, Heilmann, Balz, Günther besaß durch Lipert große Stärke in der Hintermannschaft. In der Läuferreihe war der Urlauber Weißmüller am zielstrebigsten. In der Fünferreihe gefiel das Innentrio am besten. Watzenborn-Steinberg I. — Wetzlar L 4:1 (3:0). Wintersport der Weihnachtsfeiertage. Das Eishockey-Turnier um den Seine- weber-Pokal in Füssen sah am ersten Tag den EV. Füssen mit 9:1 (2:1, 1:0, 6:0) über den Münchner EV. erfolgreich. Das zweite Spiel sah die Nürnberger ^-Mannschaft mit 3:1 (2:0, 0:1, 1:0) gegen den Münchener EV. in Front Der Endkampf führte am Dienstag in Füssen die Eishockey-Mannschaften des EV. Füssen und der ff Nürnberg zusammen. Das Spiel endete unentschieden 1:1 (1:0, 0:0, 0:1). Die Gastgeber kamen aber dank des besseren Torverhältnisses auf den ersten Platz vor Nürnberg und den Münchner EV. und gewannen damit den Leineweber-Pokal. Der SC. Riesseriee gab am ersten Weih- nachtsfeiertag in Klagenfurt ein Gastspiel vor 2000 Zuschauern und schlug den Klagenfurter AC. in einem überlegen durchgeführten Eishockeytampf mit 7:2 (1:0 3:2 3:0) Toren. Weihnachts-Schispringen gab es diesmal nur an verhältnismäßig wenigen Orten im Reich, da die Schneedecke nicht überall ausreichte. zu. Das ist weiter nicht absonderlich. Er ist der 23er- walter auf dem Hof. Aber Irene drückt plötzlich einem jungen Manne, der vor dem Bartisch steht, den Mixbecher in die Hand und ruft im Davonlaufen: „Schütteln Sie tüchttg, ich komme gleich wieder." Paul Würz sah Anne im Pferdestall verschwinden, er ahnte nicht, daß auch Irene Waitz sie sah und — Klarissa. Rechts neben dem Lorbeerbaum auf der Terrasse, wo es am meisten geschützt ist, sitzen die vier Skatspieler: der Pastor, der Doktor und der Apotheker aus Balke, außerdem Klarissa, wie ein Mann unter Männern. Jeden ersten Samstag im Monat wird auf dem Birkenhof geskatet, das ist feit vielen Jahren so, und wenn der Doktor verhindert ist, springt Franz Pegel für ihn ein. Heute kann davon keine Rede fein, Franz hat anderes zu tun; sieh doch einer nur diesen Franz Pegel! Aber Kläre ist schön, wirklich eine schöne und scharmante Frau. Und was für ein reizender Einfall von ihr, dieses Sommerfest! Immer häufiger scheu die Männer zu den Tanzenden hin, und auch Klarissa ist nicht ganz bei der Sache. ,Herrschaften", sagt Pastor Bubendey, „machen wir doch erst mal Schluß." Womit dem Skat für heute der Grabgesang gesungen ist. Klarissa drückt ihre Zigarre im grünen Kübel des Lorbeerbaumes aus, wie sie das immer tut, und gibt dem Arzt durch eine heimliche Kopfbewegung zu verstehen, daß sie mit ihm sprechen möchte. Doktor Schworm ist Klarissas bester Freund und Be- rater. Aber wenn sie ihn braucht, macht sie das so, als verabrede sie mit ihm ein durchaus unerlaubtes Treffen. Sie schämt sich. Die starke Frau, die bis- her keine Krankheit kannte, schämt sich zu zeigen, daß auch bei ihr, wie leider bei allen Sterblichen, der Organismus im Alter nicht mehr ganz in bester Ordnung ist. Sie wuchtet neben dem Arzt über den Hof und sieht gerade noch, wie Anne im Pferdestall ver- schwindet. „Hoffentlich denkt sie daran, daß sie ein gutes Kleid an hat", sagt sie mehr zu sich als zu ihrem Begleiter und fügt voll mütterlichem Stolz hinzu: „Was ist die Anne doch für ein feiner Kerl geworden. Hast du gesehen, Doktor? Eine vollendete junge Dame." „xJa, wir waren alle erstaunt. So werden aus den Kindern Leute. Aber das sage ich dir, Klarissa, wenn du nicht bald dein unvernünftiges Zigarrenrauchen aufgibst, werde ich Anne sagen, wie es um dich und dein Herz steht." „So? Na bann sind wir die längste Zeit Freunde gewesen. Uebrigens will ich mit dir nicht über mein Herz sprechen, Doktor. Kläre denkt, daß ich ihre der Reihe und Frettag, Korell, Korell, Deibel, Engck, Döll, Korell schaffen das 15:2; bei diesem ©tan$) schossen die Gäste ihr 3. Tor. Kurz vor Schluß er- zielte Korell durch Strafwurf das 16. Tor. Bei der Mannschaft der Blauweißen gab es keinen Versager. Es wurde gut kombiniert und eifrig geschossen. Sehr gut waren der rechte Derieidu aer Schuldt und der Halblinke. Bei den Gästen stachen Mittelläufer und Mittelstürmer hervor. 7Ntv. 2. Jugend — 1900 2. Jugend. 3:0 (2:0). In einem schönen Spiel gewannen die Jüngsten des Mtv. verdient. Es machte sich die größere Spiel- erfahrung und körperliche Ueberlegenheit bemerkbar. In der ersten Halbzeit waren Wagner und Dierau für den Gastgeber erfolgreich und in der zweiten Hälfte schoß Jsheim das 3. Tor, während die Blau« weißen nur 5 Lattenschüsse zu verzeichnen hatten. gen. Während die Gäste nur mit 10 Spielern an- traten, stellten die „Teutonen" folgende Mannschaft ins Feld: fBerger; Buß, Fett; Schmandt W., Hirz; Weh rum; Häuser W., Schmidt, Häuser K., Haas, Maid. Bei der Platzmannschaft waren der Torhüter, die beiden Verteidiger sowie Schmidt die besten, bei Wetzlar gefielen ebenfalls die beiden Verteidiger sowie die Stürmer Baumarm und der Urlauber Zehner II. Watzenborn-Steinberg hatte Anstoß. Der erste Angriff wurde abgestoppt, doch schon in der 3. Mi- nute lenkte Schmidt einen FlankeNball zum 1. Treffer für die Platzmannschaft ein. Die folgenden Angriffe der Einheimischen werden durch geschicktes Abseitsstellen der Verteidigung der Gastmannschaft unterbunden. So reichte es vorerst nur zu 3 Ecken, die aber nichts einbrachten. Ein Eckball für Wetzlar wird ins Aus getreten, einen weiteren holte sich der Torhüter Burger mit mächtigem Sprung. Nach etwa einer halben Stunde Spielzeit sandte Haas zum 2. Treffer ein und kurz vor Halbzeit erhöhte der Spieler auf 3:0. In unvermindertem Tempo und mit gleichem Einsatz wurde das Spiel in der zweiten Hälfte wei- tergeführt. Auch der Sturm der Gastmannschaft spielte sich manche Chance heraus, doch Burger im Tor der Teutonen zeigte sich in guter Form. Immer stand er an der richtigen Stelle und gar manchen harten, gefährlichen Schuß meifterte er in aller Ruhe. Erst gegen einen Schuß aus allernächster Nähe war er machtlos. 3:1 hieß es nun. Dann wurden die „Teutonen" sichtlich überlegen, doch tüe verstärkte Hintermannschaft der Gäste ließ vorerst weitere Erfolge nicht zu. Nachdem der Sturm der Einheimischen noch verschiedene Male in die Abseitsfalle der Wetzlarer Verteidigung gelaufen war, gelang Schmidt im blitzschnellen Alleingang kurz vor dem Schlußpfiff der vierte und letzte Treffer. Fuhball her Gauligo-Marmschaften. Hessen, Gruppe Süd: Borussia Fulda gegen Kewa Wachenbuchen 5:1; Dunlop Hanau — VfB. Großauheim 1:1; FC. Hanau 93 — Hanau 1860 5:4. — Gruppe Nord: Kurhessen Kassel — BC. Sport Kassel 3:5; SC. 03 Kassel — Iura Kassel 7:0. — Freundschaftsspiele: Städtefpiel Kassel — Fulda 9:1; 1. FC. 04 Oberursel — VfB. Friedberg 1:0, Hinterteil nach oben und jeder denkt, das sei unser Gesicht." Wieder muß der Doktor lachen, er lehnt sich hintenüber. ,^)ccha", fein mächtiger Daß kollert über Mesen und Aecker und weckt gang drüben am Waldrand ein lustiges Echo. Doch Klarissa ist in ihrer impulsiven Art schon bei einer ganz anderen Sache angenommen. „Sieh mal da hin, Doktor, du halt noch bessere Augen als ich, find das auf dem Acker nicht die beiden Lauselümmel? Wenn ich nicht irre, werfen sie die Kornhocken um, da schlag doch einer ntit dem Dreschflegel drein! Hallo!" Sie legt die Hände an den Mund. „Wollt ihr das sofort lassen? Stellt schleunigst die Haufen zurecht und untersteht euch nicht, wieder ans Kom zu gehen, sonst werdet ihr mich fennentemen!" Schnell wendet Klarissa sich rmch der Strafpredigt ab und geht mit tief gesenktem Kopf neben dem Doktor her, zum Hof zurück. Als sie aus dem Schatten der Bäume treten, bleibt sie stehen und sieht ihn mutlos an. „Das sind keine Bauern, und es werden auch niemals welche. Einem Bauern ist die Achtung vor allem, was die Erde heroorbringt, tief eingewurzelt. Das ist nicht zu lernen, das sitzt drinnen. Nein, nein, Kläre soll ihre Söhne ruhig in ein Internat stecken, ich bin zu alt für diese Aufgabe." „Du vielleicht, Klarissa, aber Anne ist in dem Älter, in dem der Mensch Pflichten braucht, um an sich glauben zu können. Gib Anne die Pflicht, aus diesen Wilden Menschen zu machen." „Glaubst du, daß mein Herz die neue Belastung aushalten wird, Doktor?" „3a, Älarissa." Klarissa denkt an Annes Bitte, ihr eine geregelte Tätigkeit zu geben. „Na schön, wenn sie von der Reise kommt, kann sie lernen, Knaben zu erziehen, vielleicht ist das richtig", sagt sie ergeben, „ich werde mit Kläre und Anne sprechen. Also meinetwegen können die Buben hierbleiben, wenn sie mich aber ZU viel ärgern, schicke ich sie zu dir, Doktor, Ich kann gehässig wie ein Affe fein, damit du Bescheid weißt." Da legt der Doktor den Arm unter den der alten Freundin. „Du gehässig, Klarissa? Nein, ehe ich dn deine Gehässigkeit glaube, eher glaube ich an den Einsturz unserer ganzen Welt."