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Jahrgang Donnerstag, 27.)ulil939 Erscheint 1L glich, außer Sonntags und Feiertags leilageit: Die Illustrierte Siebener Familienblatter Heimat im Bild. Die Scholle Monatr-Vezugspreir: Nit 4 Beilagen RM.1.95 lhne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 lluch bei Nichterscheinen ivn einzelnen Nummern iifolgt höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe inter Sammelnummer 2251 tnschrist für Drahtnach- lichten: Anzeiger Sieben Postscheckkonto: ! rantfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniverfitStsdruckerei R. Lange in Sichen. Schristleiiung und Seschästrftelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.» für Textanzeigen von70mm Breite 50 Npf..Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/a mehr. Ermätztgle Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein. fpaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B baues des deutschen Passivsaldos bis auf 30 Millionen schw. Franks abgezweigt. Eine völlig freie Warenwahl Deutschlands ist zwar noch nicht erreicht, aber der starre schweizer Standpunkt immerhin schon aufgelockert worden. Die für den Reiseverkehr zur Verfügung stehenden Beträge find von 3,8 auf 2,8 Mill. schw. Franken reduziert worden, allerdings stehen aus alten Ersparnissen zunächst noch Beträge zur Verfügung, so daß die Verringerung nicht schroff in Erscheinung tritt. Weiter wurden die finanziellen Seiten des deutsch-schweizerischen Verhältnisses geregelt. Beide Verträge, der mit Frankreich und der mit der Schweiz, sind, wenn auch unter großen Schwierigkeiten, deshalb zustande gekommen, weil auf allen Seiten der Wunsch Stil anzugleichen, der von Tietjen seit Jahren mit größtem Erfolg neu geprägt wird. Diesem Stil diente u' a. die pausenlose Aufführung, die Wagners ursprünglicher Absicht entspricht und das ganze Werk als eine große dramatische Ballade vor den Zuschauern erstehen läßt. Mit künstlerischem Takt und stilistischem Feingefühl holte Tietjen besonders in den großzügig entwickelten Massenszenen die realistischen Elemente heraus und betonte den fließenden Zusammenhang aller Handlungsepisoden. Die Nachwirkungen der Oper alten Stils im „Fliegenden Holländer" wurden hauptsächlich in der Führung der Solisten angedeutet. Hervorragenden Anteil an dem geschlossenen Eindruck der Inszenierung hatten die Bühnenbilder von Emil Preetorius. Sie ermöglichten nicht nur die schnelle Verwandlung der Szene während der orchestralen Zwischenspiele, .sondern sie beschworen auch die dämonische Stimmung des Werkes mit großartiger bildnerischer Phantasie herauf. Unter Karl Elmendorffs | dramatisch gespannter und farbenreich abgestufter ersten Hebung. Inzwischen war die Nacht hereingebrochen und die vorgesehene Verdunkelung setzte ein. Rabenschwarze Finsternis herrschte, wo man auch immer nur hinzukam. Dennoch machte die Stadt keineswegs einen toten Eindruck. Im Gegenteil, das Leben lief weiter. Die Bevölkerung der Millionenstadt, die sich soeben noch während des großen Fliegeralarms in den bombensicheren Unterkunstsräumen versammelt hatte, war nach erfolgter Entwarnung wieder in Massen ins Freie geströmt und bestaunte dieses eindrucksvolle Wunder der Organisation und Selbstdisziplin. So nahm die Verdunkelung, die die Reichshauptstadt gegen jede Sicht von oben schützt, ihren vorschriftsmäßigen Verlauf; denn auch im Ernstfall ist es ja unmöglich, bei solchem Anlaß etwa das Leben fchriften von der Bevölkerung genauestens befolgt worden feien. Selbstverständlich können einige wenige Blätter ihr Mißvergnügen über die eindrucksvolle Demonstration des Abwehrdienstes und des Selbstschutzes der Millionen Berliner nicht verbergen. So behauptet „Excelfior", man habe während der Uebung bei sen als die Rundfunksender. Deshalb stehen bereits zwei Fernsehsender, einer auf dem Brocken und einer auf dem Feldberg im Taunus, vor der Vollendung, und weitere Fernsehsender werden in den übrigen größeren Städten des Reiches errichtet werden. Daneben hat die Deutsche Reichspost bereits den Ausbau eines umfassenden Fernsehkabelnetzes begonnen, auf dem die Ereignisse von der Berliner Fernsehbühne oder von anderen Ausnahmeorten zu den Sendern geleitet werden. Die Lösung der großen Aufgabe, den Fernsehrundfunk im Reich allgemein einzuführen, ist nur möglich, wenn sie in umfassender Weise angepackt wird. Damit das Fernsehen Gemeingut des deutschen Volkes werde, hat die Deutsche Reichspost unter der Leitung ihres Minister Dr.-Jng. e. h. Oh n e- sorge in großzügiger Weise alles darangesetzt, um 'von der Fernsehbühne bis zum Fernsehempfänger Musikleitung brachte Has meisterliche Festspielorchester die Partitur zum Klingen, während auf der Bühne eine erlesene Solistengemeinschaft ge- sangliche Glanzleistungen bot. Die stärksten Eindrücke gingen aus von der ekstatisch ergriffenen und herrlich singenden Senta Maria Müllers, von dem makellos strahlenden Heldentenor Franz Völkers in der temperamentvoll behandelten Rolle des Erik, und dem machtvollen Baß Ludwig Hofmanns in der biedermännisch aufgefahten Gestalt des Daland. Die pathetischen Züge von Tietjens Regie gaben Jaro Prohaska Gelegenheit, in der Titelrolle auch gesanglich breit ausladend aufzutrumpfen. Der leicht geführte Tenor Erich Zimmermanns und der ungewöhnlich dunkle Alt Ria Frockes verliehen den kleineren Rollen des Steuermanns und der Mary stimmlichen Glanz. Der Chor war von Friedrich Jung für feine anspruchsvollen Aufgaben geschult worden. Die Festspielbesucher gaben ihrem Dank für die künstlerisch geschlossene und hohen Bayreuther Maßstäben gerecht werdende Aufführung durch herzliche Beifallsbezeugungen Ausdruck, die freilich — wie stets im Festspielhause — am endgültig geschlossenen Vorhang verebben mußten. Der Führer auch bei der zweiten Aufführung. Bayreuth, 26. Juli. (DNB.) Als zweite Vorstellung der Bayreuther Bühnenfestspiele ging am Mittwoch Richard Wagners „T r i ft a n und Isolde" in Szene. Wieder war der Führer mit vielen namhaften Ehrengästen Zeuge einer beispielhaften Aufführung. Die vom vorigen Jahr bekannte Inszenierung Heinz Tietjens mit Max Lorenz, Margarethe Klose und Joseph von M a n o w a r d a in den tragenden Rollen hat durch die musikalische Leitung des italienischen Dirigenten Victor de Sabata sowie durch die französische Sängerin Germaine Lubin als Darstellerin der Isolde eine wesentliche Bereicherung erfahren. Die I Vorstellung hinterließ in dem aüsoerkauften Festspielhaus einen überwältigenden Eindruck, der sich in begeistertem Beifall nach jedem Akt kundgab. Glanzvoller Beginn der Bayreuther Festspiele Neuinszenierung des „Fliegenden Holländers". Fernseh-Bundsunk für das ganze Volk Für die Oeffentlichkeit freigegeben. zu einer Verständigung vorhanden war. Sie zeigen immerhin eine Anpassung an die Wirt- schaftsstruktur des großdeutschen Reiches und an feine Handelsverträge mit den übrigen Ländern. Göring bei der Luftwaffe List. Berlin, 26. Juli. (DNB.) Am Mittwoch fetzte Generalfeldmarschall Göring seine Besichtigungsleise durch militärische Einrichtungen fort. Hermamr Göring besuchte den Seefliegerhorst List auf der Nordspitze der Insel Sylt und unterzog die dort liegenden Verbände der Lusttvasse einer eingehenden Besichtigung. tiefe Sprengtrichter auf, die durch schwarzes Tuch gekennzeichnet waren, und auch der nahe U-Bahn- hof Memeler Sttaße wurde erheblich demoliert. Natürlich gab es auch „mehrere Tote und Verletzte". Aehnlich verheerende Wirkungen hatte der Fliegerangriff auch in anderen Straßen des Berliner Ostens zur Folge. Inzwischen waren selbstverständlich die M ä n h e r des Luftschutzes in den Häusern und Betrieben eifrig mit der Schadensbekämpfung beschäftigt, und bald rückten auch auf den Straßen die verschiedenen Luftschutztrupps an, fei es, um die Verwundeten abzutransportieren, fei es, um die Entgiftung der gefährdeten Gebiete vorzunehmen oder um Gebäudeschäden zu beseitigen. Soweit die Schiedsrichter, die an allen Brennpunkten postiert waren, feststellen konnten, klappte die Arbeit der Männer des Luftschutzes vorzüglich. Punkt 20 Uhr verkündete lautes Sirenengeheul den Schluß dieser Oie Reichshauptsiadi unter Fliegeralarm Die Lustschuhübung nahm ihren vorschriftsmäßigen Verlauf. Del neue Wirtschafts-Verträge. Die Wirtschaftsverträge Deutschlands mitFrank- r i cf) und mit der Schweiz sind umgeformt, dlh. den bestehenden und den für die nächste Zeit erwarteten Verhältnissen angepaßt worden. Die An- p ssung ist so weit gediehen, daß unter beiderseitigem Einverständnis eine neue Grundlage des Handels gfunben werden konnte. Als Deutschland und ? ankreich den Wirtschastsverttag vom 10. Juli 1937 dsschlossen, lagen die Dinge ganz anders als heute. 2ie Grundlagen dieses Vertrages werden automa-- tich ab 30. Juli 1939, dem Tag seines Ablaufens, im ein Jahr verlängert. Aber die Ergänzung s- wfommen verändern doch wesentliche Züge des «ien Bildes. Zunächst auf finanziellem Gebiete. Mange ein Finanz- und Transferabkommen zwi« s.en den beiden Ländern besteht, hatten wir de- zglich derDawes-undDounganleihen — s ankreich ist hauptsächlich an der Younganleihe irereffiert, während die Dawesanleihe vornehmlich bi den angelsächsischen Nationen untergebracht wor- i)-i ist — freiwillige Zugeständnisse gemacht, die iT vergangenen Jahr erweitert wurden. Die ö st e r- t ichischen Bundesanleihen, die mit der Digliederung der Ostmark hinzukamen, wurden im pichen Rahmen behandelt. Jetzt ist eine Dauer- t g e I u n g dahin erzielt worden, daß Deutschland 6 Verpflichtungen aus diesen Anleihen anerkennt, irtbei Frankreich ein günstiger Transfer der Zinste und Amortisationen für die Vounganleihe zu- «dilligt wurde. Die Dawesanleihe wird mit 5 v. H. Zinsen und 2prozentiger Amortisation allmählich ge« tgt, die Bounganleihe aber mit 5 v. H. Zinsen und 1 v. H. Amortisation transferiert. fünfer Interesse lag demgegenüber hauptsächlich in im Erzbezügen aus Frankreich sowie in l:r Wiederaufnahme des französischen Wirtschasts- rrkehrs mit dem Protektorat. Hierbei wurde litscheibenbes erreicht. Nach dem Abkommen von I 1137 war die Bezahlungsbasis 600 000 Tonnen Erz j )ithaben frei gegeben. Ferner wurde erreicht, !or, um eine künftige Verschuldung auszuschließen, ho-« Schweizer Recht aus dem früheren Vertrag, die ^'.-sfuhr nach Deutschland prozentual zu fixieren, rifit mehr angeroenbet wirb. Wir werben also nur soviel schweizer 3x1 r e n aufnehmen, wie es dem tatsächlichen D e - lissenansall aus der vorhergegangenen deut- f -n Ausfuhrperiode entspricht, ebenso werden aus Hijem Devisenanfall Beträge zugunsten eines Ab- Berlin, 26. Juli (DNB.) Die feit Tagen erwartete große L u f tf ch u tzübun g , die am Mittwochnachmittag überraschend in der Reichshauptstadt einfetzte, wickelte sich dank der disziplinierten Bereitschaft der Berliner Bevölkerung völlig programmäßig ab. Punkt 15 Uhr kündete lautes Sirenengeheul den Beginn der Hebung. Dieses erste Signal — dreimal je zwei Minuten Dauerton, unterbrochen durch Pausen von je zwei Minuten — galt jedoch zunächst nur dem zivilen Luftschutz, der sich nun auf schnellstem Wege an den verschiedenen über Berlin verteilten Sammelstellen einzufinden hatte. Auf den Sammelvrten des Sicherheitsdienstes ging es bald lebhaft zu. Die 22 verschiedenen Luftschutzabschnitte der Reichshauptstadt haben mindestens je eine solche Sammelstelle, und aus allen Stadtteilen strömten die für ihren schweren Dienst bereits geschulten Männer und Frauen der Luftschutzbereitschaften ihren Standorten zu. In voller Bereitschaft waren selbstverständlich auch der behördliche Luftschutz, Polizei, Feuerwehr, die Formationen des Werkschutzes in den Betrieben und des Selbstschutzes in den Wohnhäusern. Auch der sogenannte Entgiftungsdienst, der fast ausschließlich von der Stadt, d.h. vom Straßenreinigungsfuhrpark, gestellt wird, war mit Sprengwagen und motorisierten Fahrzeugen pünktlich zur Stelle. Die Feuerlöschpolizei hatte alle zur Verfügung stehenden Mannschaften mobilisiert, und in sämtlichen Feuerwachen ber Reichshauptstadt sah man die Löschzüge startbereit. Indessen wickelte sich der Verkehr auf den Straßen und Plätzen in gewohnter Weise ab, bis bann um 18.50 Hhr Fliegeralarm mit bem burch- bringenben, wechselnb an- unb abschwellenden Sirenengeheul ber Großalarmgeräte ertönte. Im gleichen Augenblick begann auf ben Straßen eine roilbe Jagb der Passanten zu den überall durch die großen Schilber kenntlich gemachten Schutzräume. Zehn Minuten nach dem Alarm waren die soeben noch vom Verkehr der Großstadt durchfluteten Straßen menschenleer. Alle Fahrzeuge standen still. Nur hier und da eilte noch ein verirrter Fußgänger über die Straße, um schleunigst einen rettenden Ünterfunftsraum oder ein schützendes Haus aufzufuchen. Berlin bot in dieser Zeit einen unwirklichen, beinahe gespenstischen Anblick. Wenige Minuten später erklang plötzlich dröhnendes Propellergeräusch, die ersten A n g r i f f s f l i e- q e r brausten heran. Kette auf Kette, zunächst noch in mehreren tausend Meter Höhe, um bann im Sturzflug herunterzugehen und „Bomben' abzuwerfen. Besonders schwer „heimgesucht" wurde der Berliner Osten, während die Innenstadt unb bie„ westlichen Stadtteile diesmal von den „Bombern" noch einigermaßen glimpflich behandelt wurden. In der Frankfurter Allee erscholl eine Detonation nach der anderen. Ein Warenhaus unb die anliegenden Ge- bäirbe hatten mehrere „Volltreffer" zu verzeichnen. Dunkle Rauchwolken markierten, daß das Dach m Brand geraten war, und eine rote Flamme zeigte an, daß auch der Turm des großen Warenhauses in Flammen stand. Der Fahrdamm wies mehrere angriffen eine ausgezeichnete Tarnkappe überzustreifen. Oer Eindruck in London. London, 27. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die große Berliner Lufts chutzübun g hat großes Interesse in der Londoner Presse hervorgerufen. Sämtliche Blätter veröffentlichen ausführliche Berichte, in denen der Hebungsverlauf eingehend geschildert wird. In dem Berliner Bericht der „Time s" heißt es u.a., auf das Heulen der Sirenen feien die Straßen binnen sehr kurzer Zeit menschenleer gewesen. Auch „Daily Telegraph" meldet aus Berlin, daß die Disziplin gut gewesen sei. Während des Alarms feien die Straßen unglaublich still und leer gewesen. Französische Anerkennung. Paris, 27. Juli (DNB.-Funkspruch.) Zahlreiche Pariser Zeitungen veröffentlichen Berichte über die Luftschutzübung in der Reichshaupt- stabt. Jnsbesonbere findet ein längerer Bericht bes Berliner Havasvertreters Aufnahme, in dem anerkannt wird, daß während der ganzen Dauer ber Uebung Disziplin und guter Humor geherrscht habe. Der Berliner Berichterstatter des „Figaro" hebt hervor, daß die Polizei niemals einzugreifen brauchte, da die Dor- Bayreuth, 26. Juli. (DKK.) Die Bayreuther Fe st spiele dieses Jahres sind die umfangreichsten ihrer Geschichte. In fünf Wochen werden sieden Musikdramen Richard W-agners in 24 Vorstellungen auf der traditionsgeweihten Bühne erscheinen. Neben den Standardwerken jedes Festspielsommers, dem „Parsival" und dem „R i ng der Nibelungen" wird die Neuinszenierung des vorigen Jahres, „Tristan unb Ijolb e", mit teilweise oeränberter Besetzung unter bem italienischen Dirigenten Viktor b e Sabata wiederholt. Hochgespannten Erwartungen begegnete die Neuinszenierung des „Fliegenden Holländers", mit dem die diesjährigen Festspiele bei ausverkauftem Haus eröffnet wurden, ist doch diese musikalische Bühnendichtung seit 25 Jahren nicht mehr in Bayreuth aufgeführt worden. Für den Spielleiter, Generalintendanten Heinz Tietjen, ergab sich die schwierige Aufgabe, das zwischen Oper und Musikdrama vermittelnde Frühwerk bem musikdramatisch ausgerichteten Bayreuther Berlin, 26. Juli. (DNB.) Bisher hat die Deutsche Reichspost den Fernsehrundfunk ver- fuchsweije betrieben und nur in beschränktem Um= fange ber Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Vorarbeiten sind jetzt so weit abgeschlossen, baß bie Deutsche Reichspost ben Fernsehrunbfunk für bie Oeffentlichkeit freigeben kann. Jeber Runbfunkhorer kann, vorerst ohne Erhöhung der Gebühren, die Sendungen des Fernfehsenders Ber- lin-Witzleben im eigenen Heim empfangen. Allerdings wird diese Maßnahme anfangs mir ben Berlinern zugutekommen, denn die Hltrakurzwellen, die das Fernsehen und den dazugehörigen Ton übertragen, haben im Vergleich zu ben Wellen bes allgemeinen Runbfunks nur einen kleinen Ausbreitungsbereich, nämlich 50 bis 100 Kilometer. Wenn bie Fernsehsendungen allgemeine Bedeutung für das ganze Reichsgebiet gewinnen sollen, werden die Fernsehsender wesentlich dichter besetzt werden müs- unb Treiben in ben Straßen völlig abzustoppen. ber Bevölkerung keinen großen Eifer in der Be- Jedenfalls dürften schon diese ersten Luftschutz- folgung der Vorschriften feststellen können und bas Übungen einroanbfrei bewiesen haben, daß es marxistische „Ordre" bezeichnet in seiner Verlegen- Berlin versteht, sich gegenüber feindlichen Flieger-lheit bie Hebungen als „Schauvorstellung. England beugt sich den Juden in Palästina. Ein Meuchelmord und seine Hintergründe. Beirut, 26. 3ulL (DNB.) Der britische Polizei- sergeaut Lollinge wurde in der vergangenen Woche erschossen. Der englische amtliche Bericht behauptete, daß er im Kamps mit arabischen Freischärlern gefallen ist. Dies ist nicht wahr: Lollinge siel durch die kugel eines jüdischen Meuchelmörders. Dies wissen die englischen verantwortlichen Stellen. Aber die Macht der Inden in Tel Aviv ist heute so groß. daß die englische Polizei es nicht mehr wagt, die Wahrheit zu sagen. Außerdem darf sie es auch nicht, denn hinter den Inden stehen britische Minister, die alle jüdischen Gesetz- widrigkeitea decken und brave britische Po- lizeibeamte der Rache der Iuden schutzlos preisgeben. Der jetzt ermordete britische Polizeisergeant war ein Hauptzeuge in dem Sensationsprozeß um die Durchführung des I u d e n s ch m u g g e l s der im vergangenen Monat Palästina sehr erregte. Angeklagt waren der jüdische Rechtsantwalt Max Se- ligmann und der britische Polizeiossizier Goddard. Jahrelang hatten sie Tausende von Juden ins Land geschmuggelt, und dieser Polizei- ossizier hätte große Bestechungssummen angenommen. Das britische Gericht fällte gegen beide ein „Urteil", das jeder Gerechtigkeit Hohn sprach. Der bestechliche Offizier mußte 200 Pfund Kaution ftel- len bei einer „Bewährungsfrist" von wei Jahren. Auch der Judenanwalt wurde praktisch freigesprochen. Zeugen gegen Goddard waren Polizei- Hauptmann Gilpin und Polizeisergeant Colli n g e. Goddard hatte versucht, Gilpin in seine schmutzigen Geschäfte hineinzuziehen. Zum Schein war der Hauptmann darauf eingegangen. Bei der entscheidenden Unterredung war Sergeant Col- finge von Hauptmann Gilpin hinter einer Tür versteckt worden. Beide sagten im Prozeß dann wahrheitsgemäß und ihrer Pflicht gehorchend aus. Gilpin mußte schon aus Angst vor dem jüdl - schen Terror Tel Aviv verlassen. Er ließ sich in das arabische Jaffa versetzen. Sergeant Col° finge wurde jetzt in Tel Aviv von der jüdischen Mordkugel erreicht. In diesem Judenschmuggelprozeh sagte der britische Polizeihauptmann Gilpin unter Eid vor Gericht aus, daß Goddard ihm erklärt habe, zwei britische Minister, darunter der derzeitige englische Kriegsmini st er der Iude höre Belisha — hätten ausdrücklich ihr Einverständnis zu dem Iudenschmuggel gegeben. Dieser ministe- rielle Schutz aus London wirkte, wie der Prozehverlauf bewies, auch unverändert zu Gunsten der Gesehesverbrecher fort. Die Juden von TelAviv bewiesen nach Abschluß des „Prozesses", was sie von dieser britischen „Justiz" halten. Bei seiner Rückkehr non Jerusalem nach Tel Aviv wurde der bestechliche Polizeioffizier Goddard wie ein jüdischerRationalheld empfangen. Seine Frau wurde mit Blumen überschüttet. Goddard erhielt hohe Geldbeträge, und in Judenversammlungen wurde er stürmisch „geehrt". Gegen die beiden britischen Zeugen, und insbesondere gegen Collinge, wurden aber von den Juden in aller Oeffentlichkeit die schwersten Drohungen aus- gestoßen. Gilpin verließ schleunigst die Judenstadt, Collinge wurde jetzt dort ermordet. Dieser Mord an einem Zeugen in diesem Prozeß ist nicht der erste. Neben diesen beiden Polizeibeamten hatte der Staatsanwalt noch einen arabischen Dorsvorsteher, dessen Sohn und seinen Neffen geladen. Sie waren Küstenpolizei- gehilsen zur Abwehr illegaler jüdischer Einwanderung. In der Nacht zum 14.Juni wurde das Haus dieser Araber überfallen. „Unbekannte" schossen durch die Fenster und verwundeten den Sohn und den Neffen. Nur das Dazwischentreten arabischer Polizisten vertrieb die meuchlerischen Schützen. Die beiden verwundeten Araber wurden in das Krankenhaus des arabischen Arztes Dr. Dejani übergeführt. Darauf erschienen am 14. Juni Männer, die sich als Kriminalbeamte ausgaben. Sie drangen in das Krankenzimmer des einen Arabers und ermordeten ihn durch Revolver- schüsse. Die beiden anderen Araber konnten fliehen. Dieser brutale Mord wurde von den englischen Behörden nie verfolgt. Angesichts dieser Tatsachen ist der jüdische Rache- mord an dem Zeugen Collinge nicht verwunderlich. Es ist ein offenes „Geheimnis", daß die eng. lische Polizei gar nicht mehr in der Lage ist, ihren Willen in der Juden st adt Tel Aviv durchzusetzen. Die Juden treten immer herausfordernder hier auf, und vor ihren Meuchelmorden streiken alle anständigen Polizei- beamten, denn sie können sich auf ihre Kollegen nicht mehr »erlassen. . . „ . „ Die britische Polizei ist in sich gespalten, ein Teil beugt sich bereits der Macht des jüdischen Geldes und der Tatsache, dah schon in London selbst die Rechtsbeugung zugunsten der Iuden beginn t , der andere Teil, der die Juden erkennt und sie verachtet, und der vor allem seinem Diensteid nachkommen will, fragt sich, wer ihn im L r n st f a l t schützt. Die Engländer haben ihre Macht in Palästina zum gröhten Teil bereits verloren. Der jüdische Mörder des Sergeanten Collinge wird nicht gefunden werden, weil die englische Behördengewalt praktisch im jüdischen Tel Aviv nicht mehr ausreicht. Weitere anständige britische Polizisten werden noch gemeuchelt werden, ohne daß man die jüdischen Mörder jemals fassen wird. Deshalb muß England über den Mord der Juden an Sergeant Collinge schweigen: Englands Macht in Tel Aviv ist ausgehohlt, weil der Jude in London selbst auf Ministerstühlen sitzt. Britisches Blut im Dienste der jüdischen Politik. London, 26.Juli. (DNB.) Im Unterhaus gab Kolonialminister Macdonald bekannt, daß dir britische Armee und Luftwaffe in den letzten sieb« Jahren in Palästina 1332 Tote und 371 Verwundete zu beklagen gehabt habe. In der selben Zeit seien 28 britische Beamte, wie Polizeibeamte, getötet und 79 verwundet worden. Der Re- gierungsliberale Lambert erklärt dazu, daß England schwere Opfer an Menschenleben gebracht habe, um die Juden in Palästina anzusiedeln. technisch und organisatorisch die notwendigen Dor- aussetzungen zu schaffen und zu verbessern. Es wäre verfehlt, zu glauben, der Fernsehrundfunk werde in absehbarer Zeit den allgemeinen Rundfunk zurückdrängen. Das zeigt sich schon in der ganz verschiedenen Programmgestaltung, die für den Fernsehrundfunk ebenfalls der Reichsrund- funkgesellfchaft übertragen ist. Beim Fernsehrundfunk liegt die Bedeutung noch mehr als beim allgemeinen Rundfunks in seiner aktuellen Gestattung. Weil er die Vorgänge durch das Ohr und durch das Auge gleichzeitig vermittelt, bringt er dem Beschauer die Geschehnisse der Gegenwart sinnlich wahrnehmbarer heran und läßt sie ihn eindrucksvoller miterleben. noch Neuyork, 26. Juli. (DNB.) An Bord des V ir 0)1 sic st) ja n Q ir Kolonialschande der Westmacht England Hunger und Verzweiflung in den englischen Kolonien. — Schwere Anklagen in London. lieber das Ergebnis der Verhöre ist jedoch nichts bekannt. Zweiter Bombenanschlag auf Londoner Bahnhof. Neue Bombenanschläge in England London und Liverpool waren Schauplätze der Attentate. Dampfers „Manhattan" reiste heute eine größere Zahl amerikanischer Politiker nach Europa, darunter die bekanntesten, der Postminister F a r l e y , der Vorsitzender der Demokratischen Partei ist, und John Hamilton, der Vorsitzende der Republikanischen Partei. Ferner ist an Bord der bekannte isolationistische Kongreßabgeordnete Hamilton Fish. Das Gold gehört Spanien. Den Bolschewisten wird der Naud abgenommen. Paris, 26. Juli. (Eurapapreß.) Der sich seit langem hinschleppende Prozeß um das bei der französischen Staatsbank liegende Gold der spanischen Nationalbank, dessen Auslieferung durch das Jordana-Börard-Abkommen der spanischen Regierung zugesagt und vor zwei Wochen durch den ausdrücklichen Beschluß des französischen Ministerrats noch einmal bestätigt wurde, ist am Mittwochnachmittag vor der Ersten Kammer des Pariser Zioilgerichts zu Ende gegangen. Die gegen die Auslieferung des spanischen Goldes erhobene Klage des ehemaligen Gouverneurs derrotenStaats- bank von Valencia, Nicole d'Olwer, wurde vom Gericht als gegenstandslos zurückg,- wiesen. Der Ueberführung des spanischen Goldes, das einen ungefähren Wert von 1,5 Milliarden Franken darstellt, nach Spanien stehen somit keine Hindernisse mehr im Wege. London, 27. Juli. (DNB.) Ein neuer Bom - benanschlag wurde am Mittwochabend auf den Gepäckraum eines der größten Londoner Bahnhöfe, den Victoria-Bahnhof, verübt. Die Bombe, ein Sprengkörper, wie er von den irischen Nationalisten gewöhnlich verwendet wird, war in einem kleinen Koffer verpackt. Bei der Explosion wurden in dem Gepäckraum sehr erhebliche Beschädigungen angerichtet. Fünf Personen sind verletzt worden. Sie mußten alle in ein Krankenhaus gebracht werden. Drei Bomben explodierten in Liverpool. London, 27. Juli. (DNB.-Funkspruch.) In der Nacht zum Donnerstag wurden von den Ira-Männern wiederum drei Attentate verübt. Eine Drehbrücke über den Kanal eines Vorortes von Liverpool wurde von einer Bombe g e • sprenat. Die Trümmer der Brücke fielen in den Kanal, so daß der gesamte Schleppkahnverkehr unterbrochen werden mußte. Durch eine andere Bombe wurden kurz daraus die Vorderfront und große Teile der Inneneinrichtung eines Postamtes im Zentrum vernichtet. Schließlich explodierte eine dritte Bombe in einem Park. Personen wurden durch diese drei Anschläge nickt verletzt. Als die Attentate in den Londoner Bahnyösen und im Unterhaus bekannt wurden, verlangten die Abgeordneten, daß die Beratungen über das fo-g. „Piratengesetz" beschleunigt würden. Tatsächlich wurde die Vorlage auch in der Rekordzeit rnn fünf Minuten angenommen. Das Gesetz wird also am Freitag zum Oberhaus gehen und dann vom König unterzeichnet werden. Anti-Iren-Gesetz ohne Abstimmung verabschiedet. London, 27. Juli. (DNB.) Das Gesetz zur Ver- . Selbst die „Times" weist in einem Artikel daraus Hin, daß Schritte ergriffen werden sollten, um Ab- Hilfe zu schaffen. ,,2)aili) Mail" schreibt, niemand könne sich stolz fühlen über das englische Kolonialreich, solange derartige Zustände herrschten. Der ganze Bericht sei ein düsteres Bild von Unterernährung, Armut, Unwissenheit und Krankheit, und er müsse das Gewissen des britischen Volkes wachrufen. „Daily Expreß" schreibt, die Engländer sollten in dem Bericht des Untersuchungsausschusses weiter, sei das Einkommen eines sehr großen Teils der Bevölkerung unter dem notwendigen Ernährungsminimum gehalten. Die in den eigenen Gebieten erzeugten Lebensrnittel feien sehr oft unzureichend für die Ernährung. Die Unterernährung in den Städten sei natürlich noch schlimmer als in den Landgebieten. Aus einem Bericht aus Barbados gehe hervor, daß die Löhne der Eltern meist nur zur Ernährung der Familie bis Mittwoch reichten. Donnerstag und Freitag müßten die Kinder hungrig in die Schule gehen. Aehnliche Beschreibungen gibt der Bericht über andere Kolonien. Der Anschlag hat in der englischen Oeffentlichkeit allergrößte Beunruhigung hervorgerufen. Seit Januar dieses Jahres sind bereits 128 A n - chläae erfolgt. Dabei wurden einschließlich der Opfer des Anschlages auf den Kings-Croß-Bahnhof insgesamt 71 Personen in Mitleidenschaft gezogen. Die Londoner Presse berichtet in großer Aufmachung Englands Sorge um seine goldenen Kugeln. London, 27t Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach' dem Oberst Koc London verlassen hat, bestehen wohl kaum noch Aussichten, dah die polnischen Finanzoerhandlungen über die Auszah« lung der 5 - Millionen - P f un d° A n le i hr irgendwie wieder flott gemacht werden können. In der Presse hat eine heftige Fehde darüber eingesetzt. „Dailn Herald" ist empört und schreibt, England habe feine Garantie gegeben, trotzdem aber weigere es sich, Polen 5 Millionen Pfund in Gold zu geben, damit das Land ein „wirksamer Verbündeter" werde. Eine derartige Haltung der brittschen Regie» gierung habe Mißtrauen in Polen hervor- gerufen. Auf solche Weise könne man nicht die „Friedensfront" zusammenschweißen. „Daily Expreß" schreibt jedoch, die Polen hätten eine Anleihe bekommen und immer noch seien sie unzufrieden. Jetzt wollten sie sogar bri» tisches Gold. Gold aber sei die wichtigste Waffe eines Krieges. England dürfe feine goldenen Kugeln nicht hergeben. Oberst Koc, der Leiter der polnischen Finanz' delegation, die in London die Verhandlungen über die Einkreisungs anleihe geführt hat, ist von London nach Warschau avgereist. Bekanntlich hoben die Verhandlungen bisher nur 3U einem Teilergebnis geführt, da Polen bekanntlich nur britische Exportgarantie, aber keine Anleihe erhalten hat. Or. Ookpniütter dankt. Berlin, 26. Juli. (DNB.) Dem Reichsverkehrs- Minister Dr. D o r p m ü l l e r sind zu seinem 7 0. Geburtstage am 24. Juli zahlreiche Glückwünsche zugegangen und überaus viele Aufmerksamkeiten erwiesen worden. Der Reichsverkehrsminister läßt allen denen, die in so freundlicher Weise feines Geburtstages gedacht haben, h e r z l i ch d a n k e n. Leider ist es ihm nicht möglich, allen Gratulanten diesen Dank persönlich auszusprechen. Walfang-Besprechungen in London. B e r l i n , 26. Juli. (DNB.) Die Londoner Wal- f a n g - B e f p r e ch u n g e n der an der Walfang- Industrie besonders interessierten Staaten, Die am 17. Juli begonnen haben, sind am 20. Juli beendet worden. An den Besprechungen waren beteiligt die Union von Südafrika, die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Irland, D e u t sch l a n d Groh- britannien, Japan und Norwegen. Die deutsche Dele- gation stand unter Führung von Staatsrat Wohl, that. Gegenstand der'Besprechungen war die Der- einheitlichung der internationalen Vorschriften für den Walfang und eine allgemeine Walmarkieruna, die bisher nur non England und Deutschland als wissenschaftliche Methode zur Feststellung der Wan- derungen der Wale angewendet wurde. Die Entscheidung über eine weitere Konferenz im Jahre 1940 wurde aufgeschoben. Es ist anzunehmen, daß I a v a n vor dem Beginn der neuen Walfangsaifon offiziell dem Londoner Walfangabkommen von 1937 und dem Protokoll von 1938 beitreten wird. Die Delegierten haben ihren Regierungen verschiedene Entschließungen unterbreitet, die die praktische Zusammenarbeit der Walfangnationen weiter verbessern sollen, u. a. soll der Schutz der Buckelwale um ein weiteres Jahr verlängert werden. Italien sofort an der Seite Deutschlands. Eindeutige Feststellungen zur Einkreisungspolitik. R o m , 26. Juli. (DNB.) „Giornale d'Jtalia" stellt fest, daß die englische Kapitulation vor Japan bei der demokratischen Presse wieder den Kamm schwellen läßt in dem Glauben, bereits alle Trümpfe für die Entscheidung gegen die Achsenmächte in der Hand zu haben. Das Blatt beschäftigt sich dann mit dem bezeichnenden, Duff Cooper zuzuschreibenden Artikel im „Expreß Poranny", der u. a. auch das Eingreifen Italiens in einem Konfliktssalle übersehe. Energisch stellt demgegenüber das angesehene römische Blatt fest, daß im Konflikts- falle Italien aktiv an derSeite seines deutschen Verbündeten stehen werde, und wenn die Flugzeuge oder Schisse Großbritanniens versuchen sollten, durch das Mittelmeer hindurchzukommen, so würden sie in der italienischen Luftwaffe und der italienischen Kr i e g s m a r i n e ein entsprechendes Hindernis finden. Der Rückzug Englands vor Japan kündige, wie das halbamtliche Blatt abschließend betont, den B e - ginn der Liquidierung der demokratischen Imperien an, für deren Erhaltung ja eigentlich die gesamte Einkreisungspolitik mit ihren verhängnisvollen Fehlern durchgeführt worden sei. Die imperiale Position Großbritanniens bildete die Voraussetzung seiner Machtstellungen in Europa, und man müsse offenlaffen, ob die englische Politik tatsächlich klug sei. Allzu lange könne man jedenfalls die Einkreisungspolitik, mit der es sich im Hinblick auf seine Angriffspläne berausche, nicht mehr durchführen. General Queipo de Llano spanischer Botschafter in Buenos Aires. Buenos Aires,27. Juli. (Europapreß. Funkspr.) Der argentinische Außenminister C a n t i l o unterrichtete den spanischen Geschäftsträger Juan Pablo de Lojendio, daß die argentinische Regierung ihre Zustimmung zu der Ernennung des Generals Queipo bei Llano zum spanischen Botschafter in Buenos Aires gegeben hat. Amerikanische Politiker besuchen Europa. ihre Augen Niederschlagen und sich schämen über den Hunger und die Krankheit in britischen Gebieten. Das sei also das englische Empire. Die Regierung habe zwar Polen und Griechenland Garantien gegeben, nun müsse man aber auch alles daransetzen, damit z. B. Barbados gegen den Hunger und Gambia gegen die Armut garantiert werden. „Aus dem Empire ein Elendsquarlier gemacht." Großbritannien hat versagt. London, 27. Juli. (DNB.) Zu dem soeben Der« Öfsentlichten Bericht des Ausschusses der britifdjen Regierung zur Prüfung der Ernährungslage im britischen Kolonialreich nimmt auch der ,A£v e- ni n g Standard" in einem Leitartikel Stellung. Er nennt darin die Geschichte der britischen Kolonial- Verwaltung eine solche der Verschwendung, Nachlässigkeit, Kurzsichtigkeit und Pflichtvergessenheit, die in modernen Zeiten beispiellos dastehe. Zwei Millionen Quadratmeilen Land habe man der Verwüstung anheimfallen lassen. Hinter der amtlichen Feststellung, daß in allen Teilen des Kolonialreiches das gesamte Ein- kommen eines großen Teiles der Bevölkerung bedeutend unter einem zufriedenstellenden Levens- Minimum liegt, verberge sich das Drama von Millionen Mitb ärgern des Empires, die vergeblich gegen Hunger und Seuchen Krieg führten. Als Großbritannien den Mantel imperialer Herrschaft ausgebreitet habe, habe es die Verantwortung für diese Menschen, ihr Heim, ihr Leben und ihre Kinder übernommen. Großbritannien habe dabei versagt. Seine Herrschaft habe kein Licht gebracht. Die britische Flagge habe nicht zu einem neuen, besseren Leben geführt. Nachlässigkeit, Erniedrigung seien ihre Begletter gewesen. „Diese Anklage ist erwiesen", so schreibt das Blatt, „und kein Gerichtshof kann sich diesem erschütternden Beweismaterial entziehen. Wir haben aus unserem Empire ein Elendsquartier gemacht. Wenn nicht in letzter Stunde etwas geschieht, um die Verbrechen der Vergangenheit wieder gutzumachen, so werden die Mitglieder unserer Regierungen — Konservative wie Sozialisten — von dem unbestechlichen Urteil der Geschichte der kommenden Jahrhunderte verdammt werden." London, 26. Juli. (DNB.) Auf dem Londoner Bahnhof Kings Croß wurde heute wie- der ein Bombenattentat verübt. In dem Ge- päckaafbewahrungsraum, in dem die Explosion erfolgte, wurde erheblicher Schaden angerichtet, 16 Personen sind verletzt worden. Die Mehrzahl der Verletzten wurde nach Anlegung von Verbänden wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Noch während der Behandlung wurden die Verwundeten von Beamten von Scotland Pard verhört. Ein Zeuge sagte aus, daß sich die Explosion wenige Minuten vor der Ankunft eines Zuges ereignet habe und daß einzelne Trümmer zehn Meter hoch geschleudert worden seien. Der Tatort bietet ein Bild größter Derrn ü st u n g. Der ganze Boden des Gepäckraumes ist mit Trümmern übersät. Sämtliche Regale und Gepäckstücke wurden zerstört, und die Schalter- und Fensterrahmen aus den Wänden herausgerissen. Die Trümmer werden von Scotland Pard auf das genaueste untersucht; jedoch hat man bisher noch nicht feststellen können, ob die Bombe sich in einem Gepäckstück befand, bas zur Aufbewahrung abgegeben worben war. Die Wirkung ber Explosion beschränkte sich nicht nur auf ben Schalterraum. Zwei Autodroschken, die vor dem Bahnhof standen, wurden gleichfalls schwer beschädigt und ihre Insassen verletzt. Selbst angrenzende Läden wurden in Mitleidenschaft gezogen. Der Anschlag hat unter der Bevölkerung einen ungeheuren Tumult hervorgerufen. In kurzer Zeit hatte sich vor dem Bahnhof eine große Menge an- aesammett, die sich bald selber in die Haare geriet. Polizei sah sich schließlich gezwungen, den Zugang zum Bahnhof völlig abzusperren und die Menge auseinanderzutreiben. Der Bombenanschlag hat in den späten Nachmittagsstunden das erste Todesopfer gefordert. Es handelt sich um einen Passanten, dem durch Bombensplitter beide Beine vom Rumpf gerissen worden waren. London, 26. Juli. (DNB.) Nach dreijähriger Arbeit hat ber von ber britischen Negierung em» ^setzte Wirtschaftsberatungsausschuß einen Bericht über bie Ernährungsverhältnisse in Den britischen Kolonien veröffentlicht, ber von ben meisten Londoner Blättern mit bemerkenswerter Kaltschnäuzigkeit wiedergeaeben wird. Der Untersuchungsausschuß, ber bie Verhältnisse von 5 5 Millionen Menschen in 48 verschiedenen xolonialgebieten des brittschen Weltreiches seit April 1936 unter dem Vorstand Earl de la Warrs 3U dem Ergebnis gekommen, wie z. B. „Daily Expreß" heute auf ber ersten Seite in Fettdruck meldet, daß die meisten der 55 Mil- ttonen Einwohner des britischen Kolonialreiches u a ? 8-e r *e n u n & nicht genügend b e 3 a b 11 seien, um sich ausreichend ernähren zu können, niemals Milch, Butter und Eier gesehen hatten, bie Kleinkinder mit Reiswasser und Tee großgezogen würden, und daß Krankheiten und Armut weitverbreitet seien. „Wir kennen so fugt bas Blatt in Fettdruck hinzu „nur rinen Kommentar: Schänd e." In jedem Teil des Kolonialreiches, so heißt es Hütung von Gewalttätigkeiten (Anti-Jren-Gesetz) „.wurde am Mittwochabend in dritter Lesung vom über den neuesten Anschlag und ttilt mit, die Poli" I Unterhaus ohne Abstimmung angenom- zei habe bereits fünf verdächtige Männer verhört, 'men und verabschiedet. t P 'M U A d- . 'V* W 4. '-'/■&;<* WW^ - . X > '< .<■•■■ w r .< B -K PW® %. K 5?», r Nach einer Meldung des „Dziennik Bydgofki" in Zromberg vom 25.Juli wurde wieder eine Brom nie Rillen fiiuber 9er 25. Juli in der Ostmark: Gedenkstunde im Galaeuhos Schwerste Artillerie in Feuerstellung geworfen. sen Maßnahmen bezwecken, ist wohl nicht schwer zu erraten. England will nur Geld verdienen. reichend betrachtet wurden. Noch einschneidender wird der Einfluß der Kon- struktion auf die Belange der Gesamtwirtschaft im Hinblick auf die G e w i ch t s f r a g e. Wenn man bei einem Wagen gleicher Fahrleistung und gleicher Transportkapazität an Totlast sparen kann, so bedeutet das in zweifacher Hinsicht eine Entlastung der Gesamtwirtschaft. Vor allem wird eine Baustoff-Ersparnis erzielt und dadurch die Möglichkeit gegeben, bei gleichem Aufkommen von Werk- ! stoffen eine größere Produktion aufziehen zu kön- | nen. Eine erhöhte Produktion bedeutet aber eine n poliiik. 1 Unterhaus g 'ekannt, kV ie" l-dt-n PA •»te “nb 3; ° h°bk. i, wie Pch worden. Der $ 'SU, daß Englr ebracht habe B ufiedeln. ,unloyalen und staatsfeindlichen" Arbeiter zu Was mit dieser Forderung bezweckt wer- Anzahl Volksdeutscher unter dem Vorwurf der Beleidigung des polnischen Volkes v e r h a f - t e t. ■ n und sich Uj ie Krankheit : «s englisches polen und 8?, müsse man & V. Barbadi! Mn die Lr Ein schweres Eisenbahn-Geschütz, das vor dem Schuß durch Ausleger abgestützt roirt^ ^cherl-VildeLdtenst-W.) London dämpft. London, 26. Juli (DNB.) In Londoner Regierungskreisen hielt man es am Mittwoch für geraten, den Optimismus, der mit dem neuen „Trumpf", nämlich der Aussicht auf englisch- sowjetrus fische General st abbesprech u n g e n, in der Presse eingezogen war, ein wenig zu dämpfen. Obwohl darauf hingewiesen Abrädor Zwei Worte, ein Begriff I Nach dem Einmachen wäscht ABRADOR Obst- u. Gemüseflecken schnell u. mühelos herunter • gleichzeitig macht ABRADOR auch die Haut so schön frisch, glatt und samtweich. Wirtschaftlicher Autobau Oer Konstrukteur als Sparmeister. Don Stefan von Szenasy. ehr ■ «nb ,"*» Sen *1* In i|4 b bete'ls Ift '8eih. "?"> b,. 3"beu «len« lnm l« ■«S nxl i m l «aifa nxi 1 man bie 2 ®*sWb jr in r « 3ube in Oie Oeutschenhetze in Polen. Warschau, 26.Juli. (Europapreß.) Die Kette Ixr polnischen Maßnahmen und Schi- f:nen gegen Volksdeutsche reißt nicht ab. S wird jetzt bekannt, daß bei der Direktion der Ämstseidenfabrik in Tomaszow eine — sicher- lig dazu aufgestachelte — Abordnung polnischer Ar- bi ter mit der Forderung vorstellig geworden ist, >l mwerialer die yerontoodp ;r Leben und tz itannren Herrschaft h°t Äl'che ben geführt- V ihre Begleittr k ’n“, s° ;nn -riehen. Dn k- ?El-ndsq- in legier SB ■m der BgJ cden die W*-. rvatioe me ,7 «n Urteil dtt» junderte verd--- Daß die Betriebswirtschaftlichkeit eines Fahrzeuges in allererster Linie von der konstruktiven Lösung abhängt, ist eine Tatsache, die nicht weiter erörtert zu werden braucht. Die richtige W e r k st o f f w a h l als für Verschleiß und daher Lebensdauer verantwortlich, das Wagengewicht als Kennzeichen für Ge- ftehungspreis und im Fährbetrieb auch für Kraftstoffverbrauch sowie die W a g e n f o r m als Faktor zur Beeinflussung der Verbrauchsziffern haben entscheidenden Einfluß auf Verbesserung der Wirt- Mische WnapoM mit doppeltem Boden peinliche Fragen im Unterhaus. Die von einem Fahrzeug bedeckte Fläche hängt nun geradewegs vom konstruktiven Können ab. Vor Jahren konnte man wohl Radstand und Spurweite als Hauptkennzeichen des Jnnenraumes eines Fahrzeuges auffassen. Heute ist das etwas anderes. Durch verschiedene konstruktive Maßnahmen (um nur einige zu nennen: kurzbauender Motor, Triebsatz, Motoranordnung, Gestaltung des Fahrwerks, Entwurf der Sitze ufw.) läßt sich nämlich gleiche Jnnengeräumigkeit eines Wagens, daher auch gleiche Bequemlichkeit bei gleicher Sitzzahl, mit ! einem Radstand bzw. einer Spurweite erreichen, die vor wenigen Jahren noch nur für einen Wagen mit weit becheidener Transportkapazität als aus- f(5 zusammensetzte. Die Direktion hat denn auch ncht gezögert, sofort eine große Zahl deut- |ger Arbeiter zu entlassen. Der „Expreß qoranny" berichtet, daß die Entlassung von wetteren zweihundert „unloyalen" Volksdeutschen Arbeitern in diesem Werk vorgesehen Die polnischen Sicherheitsbehörden hlben jetzt eine neue Aktion eingeleitet, die sich dssmal gegen die deutsche Turnerschaft in 9 o I e n richtet. Am Dienstag erschienen in der Äuttowitzer Zentrale der Turnerschast mehrere pol- n che Kriminalbeamte und nahmen eine vierstün- LZe Haussuchung vor, für die sie keinerlei Gründe a gaben. Die polnischen Beamten beschlagnahmten unfangreiches Schriftmaterial, darunter ein Ver- z, chnis sämtlicher deutschen Turnvereine in Polen. 2>efelben Beamten hatten bereits am Tage vorher ii den Räumen des Mtv. eine Haussuchung Vorkommen Was die polnischen Behörden mit die- entlassen. „ „ bn soll, ist sofort klar, wenn man erfährt, daß die Anordnung eine Liste dieser zu entlassenden „staats- feindlichen^ Arbeiter vorleate, die sich ausschließlich aiid volksdeutschen Arbeitern dieses Wer- tLondon, 27. Juli (DNB.) Ministerpräsident (khamberlain gab am Mittwoch im Unterhaus caf zwei Anfragen wiederum eine Erklärung zi den englisch-japanischen Verhand- Im n g e n ab. Er erklärte, daß die Besprechungen nn 27. Juli in Tokio begonnen hätten, und daß die t-sherigen Unterredungen sich lediglich mit dem ' rrhandlungsverfahren^ und der Feststellung von tcatfachen befaßt hätten Auf irgendwelche weiteren .Mischenfragen ließ Chamberlain sich nicht ein. ; Im Rahmen der kleinen Anfragen b e st r i t t Staatssekretär Butler, daß England die ?' echte Japans in China anerkannt Mibe, und daß alle weiteren Verhaftungen zwischen (ingland und Japan auf der Grundlage der An- ttkennung geführt würden, daß ein großer Teil (chinas von Japan erobert sei und jetzt unter fiiner Herrschaft stehe. Der Labour-Adgeordnete LtacLean gab sich jedoch mit dieser Antwort richt zufrieden. Er fragte, wie es möglich sei, daß ^Handlungen zwischen der englischen und der phänischen Regierung in einem Gebiet geführt mürben, das keinem von beiden gehöre. Die Ant- nrort Butlers lautete, daß der Premierminister be- rits darauf verwiesen habe, daß man es mit einer tatsächlichen Lage zu tun habe, die man in Lichnung stellen müsse. MacLean stellte nun die Frage, o: es nicht zutreffe, daß die Regierungen kein Recht httten, eine Tatsache in Rechnung zu stellen, die nicht sie angehe, sondern allein China. Butler erwiderte, daß man zuweilen Tatsachen berücksichtigen ittisse, wenn sie auch noch so unerfreulich srsen. (!) MacLean schloß mit den Worten: „Ich tanfe Ihnen, daß Sie das zugeben!" Auf weitere Fragen bestätigte Staatssekretär Lutter dann wieder ausdrücklich, daß das englisch- jepanische Abkommen keinen Wechsel der a lgemeinen britischen Politik China g!: g e n ü b e r bedeute. (!) spanische ZMellung. Tokio, 26. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) Der Svrecher des Außenamtes erklärte heute auf die F-age, wie er sich zu Chamberlains Unter« hia userklärung zum japanisch-englischen Ab- timmen stelle, daß dieses lediglich Chamber- l: insAuslegung des Abkommens sei. Auf eine : te-itere Frage, wie er selbst das Abkommen auffasse, nÜIärte er: „E s wird bald die Zeit kom- »sen, wo wir dieses Abkommen vollkommen interpretieren werden." Betrugt, ob das Abkommen entsprechend den Aeuße- nrngen der japanischen Presse auf ganz China An- vindung finden werde, erwiderte der Sprecher des il.ißenamtes, nach dem Text werde das Abkommen jkg auf die militärisch besetzten Gebiete Chinas er- il'Xcken. Wom amerikanischer Seite wurde er dann befragt, braucht, wenn das Fahrzeug voll besetzt lst, als wenn nur der Fahrer allein im Wagen fifot Der höhere Verbrauch ist auf nichts anderes zurückzuführen, wie auf die höhere Belastung, d. h. also? G e w i ch t s e r s p a r n i s bedeutet Kraftstoffersparnis. Wenn man also einen Wagen leicht baut, dann kommt dessen Motor mit weniger Nahrung aus. Wenn man an jedem Wagen, der in den Verkehr gelangt, nur einen einzigen Liter je 100 Kilometer an Kraftstoff ersparen kann, so bedeutet dies, auf den Personenwagenbestand Deutschlands umgelegt, eine Einsparung von rund 200 Millionen Liter im Jahr. Volkswirtschaftlich gesehen, könnte uns der Verbrauch an sich vollkommen gleichgültig sein, solange er Arbeit im Lande und dem Handel erhöhten Umsatz schaffen würde. In Wirklichkeit liegen aber die Dinge so, daß wir Kraftstoff zwar selbst Herstellen und im Lande gewinnen, daß aber der Bedarf sich ständig vergrößert. Wenn man, um unser vorheriges Beispiel anzuziehen, eine Einsparung von je einem Liter Treibstoff auf 100 Kilometer je Personenwagen erzielen könnte, so würden aber die auf diese Weise eingesparten 200 Millionen Liter ausreichen, um fast 100000 Personenwagen mehr betreiben zu können, ohne deshalb die Kraftstoffeinfuhr oder Herstellung steigern zu müssen. Die Kraftstoffersparnis hängt aber konstruktiv gesehen nicht nur vom Wagengewicht ab, sondern auch von anderen konstruktiven Faktoren wie beispielsweise gute Ausbildung des Vergasers, einwandfreie Zündapparatur, günstige Formung des Derbrennungsraumes u. a. m. Hinzu kommen auch noch Fragen der Vergaser- und Zündeinstellung, ferner vernünftige und zügige Fahrweise und auch die Beschaffenheit des Straßennetzes. (Den Jdeal- zustand stellt dabei natürlich die Autobahn dar.) Und als konstruktive Maßnahme kommt zu allen diesen Faktoren noch die richttge Formgebung des Wagenkörpers hinzu. Die Stromform ermöglicht Leistungssteigerung und gleichzeitige Betriebsstoffersparnis einfach aus dem Grunde, weil sie den Einfluß eines leistungs- und kraststofffresfenden Widerstandes auf das mindest mögliche Maß herabgesetzt. Leistungs- und treibstoftverzehrend ist nämlich der Luftwiderstand, der insbesondere mit hoher Fahrgeschwindigkeit zu erschreckenden Werten ansteigt. Die Formgebung des Wagens ist daher keine geschmackliche Frage mehr, sie wird nicht mehr grundsätzlich vom Künstler beeinflußt, sie ist vielmehr heute Grund- ob England der Tschiangkaischek-Regierung weiterhin bei der Stützung der Währung helfen werde. Der Sprecher erklärte darauf, daß die japanische Regierung eine solche Unterstützung Tschiangkaischeks durch England nicht erwarte. Tschunking ist enttäuscht. L o n d o n, 27. Juli. (Europapreß.) Die politischen Kreise Tschungkings schlagen, nach Meldungen aus Schanghai, gegenüber England, das sie bisher als Freund des Tschiangkaischek-Regimes angesehen hatten, eine bittere und an klagende T o n a r t an. In der Zeitung „Soint Daily News" wird der englischen Regierung Mangel an moralischen Grundsätzen und Gerechtigkeitsauffassung vorwird, daß General I r o n s i d e , der als eventueller Leiter eine britischen Abordnung für Moskau ge- , , „ n nannt worden ist, kürzlich eine Besprechung mit I schafMchkeit. Die' Beherrschung aller dieser Faktoren dem Premierminister yehabt hatte, hüllen sich amt- ist durch die Konstruktton möglich. liche Kreise vorläufig in Schweigen. Ebenso ist EZ werden aber nicht nur die wirtschaftlichen von dieser Seite kein Wort über die eventuelle Belange des einzelnen Fahrzeughalters durch die Entsendung von Vertretern der brittschen Armee Konstruktton berührt, vielmehr kann diese, ja sogar und Luftwaffe zu echalten. In polittschen Kreisen in ganz erstaunlichem Maße, einen Einfluß auf die werden die Meldungen über die bevorstehende Reise wirtschaftlichen Interessen eines ganzen Landes neh- einer Militärabordnung nach Moskau und die men. Auch die Wagengröße, besser gesagt der Möglichkeit eines baldigen Paktabschlusses als F [ ä d) e n r a u m, den ein Wagen auf der Fahr- „verfrüht" bezeichnet. bahn bedeckt, spielt eine nicht unerhebliche Rolle, Pom Standpunkt der Allgemeinheit gesehen. Es ist SftCtttC -antwort outp eine antwort, nämlich gar nicht gleichgülttg, welchen Flächenraum London, 26.Juli. (DNB.) Im Unterhaus ein Fahrzeug einnimmt, denn die Schwierigkeiten "" ----- - " - • fe ber Verkehrsabwicklung hängen sehr wesentlich von n- der Wagengröße ab. Je bescheidener, natürlich bei 1 - - ( d. h. gleicher Sitzzahl gleicher Ladefläche und Ein holländischer Kommentar. Amsterdam, 26.Juli. (DNB.) Das englisch- japanische Abkommen veranlaßt den „N i e u w e Rotterdamsche Courant" zu einer tritt- schen Stellungnahme zur Politik Englands im Fernen Osten. England habe in letzter Zeit, so heißt es, große Worte über die „Antiaggressionsfront" in die Welt gesetzt. Dor einigen Wochen, als die Blockade von Tientsin begonnen habe, habe England noch die drohendsten Steuerungen gegen Japan ausgestoßen, jetzt habe es die japanischen Forderungen annehmen müssen. Chamberlain sei es gelungen, diese Dinge in wohllautende Worte zu kleiden, aber die Kreise in Japan, die stets darauf drängten, England gegenüber eine unnachgiebige Haltung au zeigen, hätten | wieder einmal Recht behalten. Letzten Endes fei England nur daran gelegen, im Fernen Osten Geld zu verdienen. Daher sei es England gleich, wer in China regiere, wenn es nur weiter feine Geschäfte machen könne. Das wisse man in Japan sehr gut und richte sich danach. Die englische Politik werde keineswegs von idealistischen Grundsätzen sondern lediglich von rein realen Gegebenheiten bestimmt. Kein Blatt in England werde es wagen, heute davon zu schreiben, England habe China aufgegeben, und doch bedeute die englische Neuttalitätspolittk in China nichts anderes. USA. kündigen Freundfchasts- verttag mit Man. London, 27. Juli. (Europapreß.) Die Regierung der Vereinigten Staaten von Nordamenka hat der japanischen Regierung mitgeteilt, daß sie Japan den im Jahre 1911 geschlossenen Freundschafts- und Handelsvertrag aufkundige. flirt erfagt. bem VosiB. es drr W? ixäfynn^ K md) de. Äu« uartike! Mschen chweniMg, üch jtDeraejjeiW- daftehe. Ä«« en Land hiti infleimfaliti efrfteUimg, das gesamte (r ■ LevölüMg i» teilenden Leim is Drama d: des Empire! ib Seuchen w , SwKs $52 ne "di- . eben- ■ ■ kamen am Mittwoch die King-Hall-Bries zur Erörterung. Auf die Frage des Liberalen Man „ „ „ d e r, ob die Regierung etwas gegen diese Briefe I gleicher Transportkapazität einzuwenden habe, erfolgte keineAntwort. bei Personenwagen bzw. । , Tragfähigkeit beim Nutzfahrzeug), Radstand und , I Spurweite sind und damit auch die vom Wagen ' bedeckte Fläche, um so mehr Fahrzeuge lassen sich ♦ in der gleichen Zeitspanne durch die gleiche 23er* I kehrsstraße hindurchschleusen. Je kleiner also der Wagen, um so mehr Fahrzeuge können im täglichen I Betrieb die Hauptverkehrsadern einer Großstadt I durchfichren. Schon das ist ein volkswirtschaftlicher I Nutzen, denn es handelt sich bei der Derkehrsent- I wicklung darum, möglichst vielen die Jn- I betriebhaltuna eines eigenen Fahrzeuges zu ge« I statten und die Teilnahme am motorisierten 23er- I kehr auf möglichst viele Köpfe zu verteilen. Ale Gaue der Ostmark gedachten am Dienstag mit eindrucksvollen Feiern der nationalsozialistischen Er- nen. Eine erhöhte Produktion bedeutet aber eme Übung vom 25. Juli 1934. — Im sogenannten Galaenhof des Grauen Hauses, des 2Biener Landgerichts, bessere allerersten bmb zu Ehren der Männer, die dort vor fünf Jahren hingerichtel wurden, eme würdige Kundgebung ein volkswirtschaftliches Postttvum allerersten futt, von der unser Bild berichtet. An der Stelle, wo damals die Galgen standen, waren steinerne R°uges Klonen mit lodernden Feuerschalen errichtet, die die Namen der Kämpfer der Juli*Erhebung trugen, Wir wttlen alledaß die seinerzeit für Großdeu.schland ftarbrn. - (Scherl-Biiderd.-nst-M.) Sd-st ABRADOR ist überall zu haben. Stück 18 Pfg. Aus aller Welt die In der spanischen Grenzstadt Portbou ereignete flattern versehen. — „ nach seinem Verhör in., , „ Verfahren gegen ihn eingeleitet worden. Landesverräter hingerichtet. Berlin, 27.3uli (DNB. Funkspruch) Amtlich wird milgeteilt: Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilte Friedrich L o p a l a, geboren am 12. April 1918 in Nürnberg, ist heute hin gerichtet worden. Der Verurteilte ist mit dem Nachrichtendienst eines Nachbarstaates in Verbindung getreten. Er hat aus fchnöder Gewinnsucht militärisch geheime Angelegenheiten verraten und eine Anzahl Lpähaufträge ausgeführt. Kisten, die Explosivstoffe enthielten. Vier Personen wurden getötet und 20 v e r l e tz t. Die Opfer sind Soldaten und Eisenbahnarbeiter. Luftschiff „Graf Zeppelin" besucht Kassel. Die ersten Protektorats-Briefmarken. Einer der 19 Werte der ehemaligen tschechischen Marken, die jetzt mit einem zweizeiligen Ausdruck Böhmen und Mähren" und „Cechy a Morava neu im Verkehr erschienen. Die alte Landesbezeichnung wurde durchbalkt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) General Skoblin in Abwesenheit zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt. Der ehemalige russische General Skoblin, der im September 1937 den weißrussischen General Miller verschleppt hat und anschließend die Flucht ergriff, ist jetzt vom Pariser Schwurgericht im Abwesenheitsverfahren zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt worden. Skoblins Frau, die mit Sicherheit an der Entführung beteiligt gewesen war und die in Paris verhaftet werden konnte, wurde schon vor Monaten vom Pariser Schwurgericht zu einer langen Zuchthaus st rafe verurteilt. Eröffnung des Albert-Kanals in Belgien. König Leopold von Belgien wird am 30. Juli das Denkmal für König Albert am Eingang des Albert-Kanals in Lüttich feierlich enthüllen. Die für diesen Tag geplante Eröffnung des ganzen Kanals kann wegen des kürzlich erfolgten Dammbruchs bei Hassest noch nicht erfolgen. Die Kanalstrecke von Antwerpen bis Hassest wird am 31. Juli für Schiffe bis 1300 Tonnen dem Verkehr übergeben werden. —Der zur Untersuchung des Dammbruches bei Hassest eingesetzte staatliche Ausschuß' konnte noch keinen abschließenden Bericht veröffentlichen. Wie verlautet, steht aber bereits fest, daß die Ursache in einer unzweckmäßigen Verarbeitung des Materials liegt, aus dem die Dämme hergeftellt wurden. Aus diesem Grunde konnte das Wasser langsam in die Dammwände eindringen. Die Kosten für die Wiederinstandsetzung der Bruchstelle werden sich auf zwei bis drei Millionen Franken belaufen. Hinzu kommen noch die Kosten für die jetzt notwendig gewordene Verstärkung. Schwindeleien um den Mars. In ganz Mexiko hat eine Weltuntergangspsychose merkwürdige Folgeerscheinungen gezeitigt. Die Wie das Blatt noch zu melden weiß, betätigte sich der Jude Vajda vorher lange Jahre hindurch als Vertreter des Reuter-Büros in der ungarischen Hauptstadt. In den letzten Jahren habe er im Rahmen des Budapester Büros der Associated Preß auch den gesamten Nachrichtendienst aus dem Südosten Europas mit Hilfe von englischen und amerikanischen Berichter- ,Az Est" zufolge ist Vajda Haft genommen und ein vernichtet. Glücklicherweise konnte das Vieh gerettet und ein 11 e'bergreifen des Feuers aus ine angrenzenden Wohnhäuser verhindert werden. Mrbeisturm vernichtet 45 Häuser. In der nördlich von Rosenberg an der polnischen ©tenge"gelegenen Ortschaft Erdudka brach mit einem Gewitter ein derartiger W i r b e l st u r m herein daß 45 Wohnhäuser und 300 Joch Jungwald z e r st o r t wurden. Drei Personen wurden lebensgefährlich verletzt. Vier Bergsteiger in Bergnot. In der Hochkalter Ostwand im Watzmanngebiet befinden sich seit drei Tagen vier Bergsteiger in einer überaus bedrohlichen Lage. Sie müssen s.ch an eine Stelle verirrt haben, die über einer Steilwand liegt, die über 400 Meter senkrecht abstürzt und auch von oben her wegen der Neuschneefälle nur unter größten Schwierigkeiten zu erreichen ist. Man hatte schon am Montag Hilferufe gehört, wegen des starken Nebels aber nichts unternehmen können. Als der Nebel vorübergehend aufriß, konnte man drei oder vier Männer in der Hochkalter Ostwand beobächten. Am Dienstag versuchte eine Rettungsmannschaft den Aufstieg, mußte aber infolge der Witterungsungunst wieder umkehren. Am Mittwochmittag unternahm die Bergungsmannschaft, verstärkt durch Heeresbergführer vom Reichenhaller Gebirgsartillerieregiment, einen neuerlichen Aufstieg. Sie erreichte einen Beobachtungspunkt, wo sich feststellen ließ, daß sich die Verirrten noch am Leben befinden. Es wurden alle Vorbereitungen getroffen, am Donnerstag den entscheidenden Rettungsversuch durchzuführen. Folgenschwere Sprengstoff-Explosion in Spanien. bestandteil der konstruktiven Lösung des Problems der Schaffung des wirtschaftlichen Fahrzeuges. Durch konstruktive Maßnahmen, d. h. durch Verringerung des Wagengewichts und durch Verbesserung der Wagenform in Richtung der Stromlinie, außerdem durch entsprechenden Straßenbau (Muster- beispiel Reichsautobahn), durch richtige Einstellung der Motoren auf wirtschaftlichen Betrieb und nicht zuletzt durch vernünftige und zügige Fahrweise tonnten ohne weiteres sich mit heutigen Mitteln Verbraucherersparnisse von gut und gerne 20 v. H. übertragen auf die Gesamtheit der in Betrieb befindlichen Kraftwagen erzielen lassen. Das bedeutet, daß wir im Hinblick auf den Kraftstoff 2 5 0 000 P er - sonenwagen mehr im Verkehr halten könnten, ohne Belastung der Wirtschaft. Der Konstrukteur hat, was wir mit unseren Zahlen und Zeilen beweisen wollten, somit, neben vielen anderen, die sehr große Aufgabe zu erfüllen, derGe- famtwirtschaft des Reiches eine fühlbare Entlastung zu bringen. Verhaftung eines jüdischen Hetzers in Ungarn. Budapest, 26. Juli. (Europapreß.) Der lang- jähriac Berichterstatter der amerikanischen Nachrichten-Agentur Associated Preß m Budapest, der 44jährige Jude Paul Vaida ist, wie das der ungarischen Regierung nahestehende Abendblatt „Esti Ujsag" am Mittwoch meldet, wegen mehrfacher schwerer Gefährdung der außenpolitischen Interessen Ungarns auf der Budapester Polizeidirektion vernommen worden. Es verlautet, daß der Jude Vajda des Vergehens gegen die Interessen des ungarischen Staates beschuldigt wird, weil er seine nach dem Auslande geleiteten Informationen längere Zeit hindurch aus linksgerichteten und sogar aus nnks- radikalen Kreisen bezogen habe. In seiner tendenziösen Berichterstattung über die »ungarischen Verhältnisse sei dieser jüdische Berichterstatter auch nicht durch seine ungarische Staatsbürgerschaft gehemmt worden. Nachdem der Jude Vajda seine Haltung trotz mehrfacher Verwarnung nicht geändert habe, sei jetzt das Verfahren gegen ihn wegen Schädigung der Interessen der ungarischen Nation ein- geleitet worden. Angst wurde durch die bevorstehende Annähe, r u n g des Mars an die Erde hervorgerufen. Etwa tausend „Zauberer" und „Zauberinnen" wur. den verhaftet, die den Aberglauben und die Unkenntnis eines großen Teils der Bevölkerung dazu ausnutzten, viele Einwohner um stattliche Summen zu erleichtern. Sie hatten ihnen wahrscheinlich vorgeschwindelt, sie könnten ihr Schicksal bei einem etwaigen Weltuntergang verbessern. Witte» untzSvorpersage für die Zeit vom 27. Juli bis 5. August. Herausgegeben vom Forschungsinftstist für lang, friftige Witterungsoorhersagen des Reichswetter-, dienstes Bad Homburg o. d. H. am 26Juli 1939, abends. In den nächsten Tagen im norddeutschen Tief,) land westlich der'Oder und in der Westhälfte des Reiches überwiegend freundliches, vielfach aufge- heitertes Wetter mit Ansteigen der Temperaturen. Im Nordoften, sowie vor allem im Alpengebiet da- gegen häufige, teilweise sehr ergiebige Niederschläge. Nachdem auch im Osten und Südosten eine kurst Wetterbesserung eingetreten sein wird, erfolgt von Westen her erneut Aufleben der unbeständigen und vorwiegend kühlen Witterung mit teilweise starken Regenfällen, vielfach in Verbindung mit Gewittern. Dazwischenliegende Aufheiterungen und Erwcir. niungen nur vorübergehend und wahrscheinlich erst in der zweiten Hälfte der nächsten Woche von mehr als ganztägiger Dauer. Temperaturen 'an der Mehrzahl der Tage unter dem Regelwert. Mittagstemperaturen höchstens an drei Tagen über 25 Grad und nur ganz ausnahmsweise im Südosten vielleicht einmal über 30 Grad. Für transporthitzeempfindliche Waren geeignetes Wetter. Gesamtsonnenscheindauer meistenorts zwischen 50 und 70 Stunden, im Küstengebiet, vielleicht auch int Südwesten des Reiches, vielerorts über 70 Stunden. Zahl der Tage mit Niederschlag örtlich sehr Der. schieden, an der Küste, im mittleren Norddeutschland, in Schlesien und Südwestdeutschland meisten; 3 und 5, im Alpengebiet und im Nordosten vielfach 5 und mehr. Wetterbericht Die verschiedenartigen Luftmassen, die zur $ weit über Westdeutschland hinweggeführt werd?, geben dem Wetter ein außerordentlich wechselhaft Gepräge. So kam es am Mittwoch nach Landregen mit darauf folgender Aufheiterung am Abend im ganzen Rhein-Main-Gebiet zu teilweise sehr hes. tigen Gewittern. Zwar setzt sich die Wetterentwick. lung zugunsten einer weiteren Beruhigung unb Aufheiterung fort, doch ist noch nicht mit voller Beständigkeit zu rechnen. Vorhersage für Freitag: Zeitweise aus- heiternd, aber nicht voll beständig. Temperaturen nur wenig ansteigend, schwache westliche Winde. Vorhersage für Samstag: Im Ganzen freundlicher und aufgeheitert, aber nicht für längere Zeit beständig. Hauptschriftleiter Or. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. V.: Ernst Blum» schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An- zeigen: Theodor Kümmel. T). 21. VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersttä/sdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mvnatsbezugs- preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkauss- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Jllu- ftrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. 40 Jahre im Dienste des Luftschiffes." Der Obersteuermann Ludwig Marx kann auf eine 40jährige Tätigkeit im Dienste, der Zeppelm- Luftschisfahrt zurückblicken. Als Graf Zeppelin 1899 nach Manzell-Friedrichshafen übersiedelte, nahm er Marx als Motorbootführer mit. Nach der Gründung der „Delag" im Jahre 1909 wurde Marx Luftschiffsteuermann. Mit Direktor Dürr ist Marx der älteste Pionier der Zeppelin-Luftschiffahrt. Zweite Großdeutsche Reichstagung der Deutschen Jägerschaft. Mit einem Begrüßungsabend nahm die Zweite Großdeutsche Reichstagung der Deutschen Jäger schäft in Stuttgart ihren Anfang. Führende Jäger aus allen Gauen Großdeutfchlands find in der würtemmbergifchen Gauhauptftadt eingetroffen, LandeLjägermeister Dr. Pfannenfchwarz begrüßte die Landes-, Gau- und Stabsjägermeifter aus dem Reich, unter denen man Generalforft- meifter Alpers (Berlin) und Oberstjägermeister Sch er ping (Berlin) sowie den Landesjäger- meister Bayern, Reichsstatthalter General Ritter von Epp, bemerkte. Mit einem kräftigen Horrido auf Reichsjägermeifter Hermann Göring erklärte der Landesjägermeister die Reichstagung für eröffnet. Vorsätzliche Brandstiftung. Ein Fall vorsätzlicher Brandstiftung ereignete sich in dem Ort Dierdorf im Kreise Neuwied. Hier legte eine Witwe in ihrem Anwesen Feuer an und vernichtete dadurch die eben eingebrachte Ernte ihres Stiefsohnes; auch Futtervorräte und Maschinen fielen den Flammen zum Opfer. Die Polizei deckte den Tatbestand auf, worauf der Richter Haftbefehl gegen die Frau erließ. Bei dem Brand wurde die Scheune völlig Lpd. Frankfurt a. M., 26. Juli. Wie Deutsche Zeppelin-Reederei mitteilt, wird das Lustschiff LZ 130 „Graf Zeppelin" am kommenden Sonntag, 30. Juli, eine weitere Landungsfahrt nach der Stadt Kassel durchführen. Mit dem Start des Luftschiffes vom Luftschiffhafen Rhein-Main aus ist voraussichtlich ab 14 Uhr zu rechnen. Das Luftschiff w.. ... ... - Vl . - wird zwi chen 20 und 21 Uhr wieder in Frankfurt!sich eine schwere Exp I o sio n beim Transport von zurückerwartet. Bor der Fahrt nach Kassel stattet »nthiort»« 9b»>r Irinnen das Luftschiff der Flugveranstaltung des NSFK. auf dem Flugplatz am Rebstock bei Frankfurt a. M. einen Besuch ab. Das Luftschiff steht unter der Führung von Kapitän Anton Witte mann. 8ÖHWE1 Tanzschule Kieferdorf jetzt Bleien, BahohofMe 42 Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene Einzelunterricht 4977D GefL Anmeldung und Auskunft jederzeit! Oeffentliche Mahnung. Die 3.—4. Vorauszahlungsrate Grundsteuer 1939 werden hierdurch zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säumniszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muß. 5108C Ferner wird die 1. Rate Hundesteuer 1939 zur alsbaldigen Zahlung gemahnt. Gießen, den 26. Juli 1939. Der Oberbürgermeister. (Stadtkasse.) | Vermietungen | 3-Zinimer- Wohnung mit Küche zu vermieten. Schr. Ang. unt. 03665 a.d.G.A. lüeer sofort zu verm. Hammstr. 16 v. leine Zeugnisse in Urschrift Itmbern nm Beugnü- ob|d)riften Dem Be» werbung-schretben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungüunter. Ngen müssen zur -Vermeidung von Verlusten auf der iNüdieite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! Ordentliches TagesmädchßD bei gutem Lohn 1 Hosenschneider lüniformschneider lÄnderungsschneid. gesucht. (Dauerstellung). Zuschr. unt. 5087 D a. d. Gieß. Anz. erb. Junger sauberer Hausbursche zum 1. Aug. ob. später gesucht. Germania-Drogerie Karl Seibel, Gießen, Frcmk- furter Straße 39 Werbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstr. 7 Mädchen zum Nähen zu sofort ob. später gesucht. [03655 Conrad Bramm MUtzenherstellung Kreuzplatz 12. tasmtta in zweiköpfige Familie,auch für '/2 ober 8k Tage gesucht. 5H2D An der Johannes- kirche 5 p. Tüchtige Verkäuferinnen gesucht. 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Preis des Werkes in Danzleinenband 4,80 Reichsmark. „(Es lebt und webt in diesem Buch, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen die bildgewordenen Naturschönheiten in sich aufzunehmen, dem fingen und klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschauter- Reclam» Universum- Ditte verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter Die Bücher sind durch jede Buchhandlung zu beziehe" Hugo Dermühler Verlag, Bln.-Lichterfelde Donnerstag, 27.)uli (939 Gtetzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) M. UZ Zweites Blatt Landdienst-Mädel im Einsah ich 9 w turerlev! muß man Betr.: Großflugtag am 3 0. Juli 193 in Frankfurt. Alle Ja., die an diesem Flugtag Interesse haben, neiden sich zum letztenmal am Freitag, 28. Juli, im 20 Uhr am 1900er Sportplatz mit 2,40 NM. üir Bahnfahrt und 0,80 NM. für Eintritt. Später- ii-mmende können nicht mehr berücksichtigt werden. Auch im Hofbetrieb läßt sich guter Wille beweisen. (Aufnahmen [2]: Landesbauernschaft Hessen-Nassau.) Prof. Dr. Jakob (riff in den Ruhestand. Mit dem Schluß des Unioersitätssemesters ist der Direktor der Medizinischen und forensischen Veteri« när-Klinik in Gießen, Professor Dr. Jakob, in den Ruhestand getreten. Am 15. Juli konnte er auch seinen 65. Geburtstag begehen. Professor Dr. Heinrich Jakob wurde am 15. Juli 1874 zu Wörnitzostheim, Bezirksamt Nördlingen, geboren. Er studierte an der Tierärztlichen Hochschule zu München, wo er im Jahre 1898 die Approbation als Tierarzt erwarb. Seine militärische Dienstpflicht erledigte er beim 1. Schweren Reiter- Regiment. Von 1900 bis 1903 war er Assistent an der Medizinischen Klinik für große und kleine Haustiere in München und hielt dort bereits Vorlesungen und Kurse ab. Von 1903 bis 1911 war er praktischer Tierarzt in München, arbeitete aber in dieser Zeit auch viel wissenschaftlich. In dieser Münchener Zeit zeigten sich bald seine chen zwei Wassereimer schleppen. Erst die Silberstreifen an ihren Aermelaufschlägen verrieten sie: es war die Landdienstgruppenführerin, die schon auf dem Sprung war, ins Lager zurückzukehren, denn nachmittags muß sie die Verwaltungsarbeit machen, sie bleibt nur halbe Tage bei dem Bauern. Wir begleiteten sie nach Hause und ließen uns auf dem Weg von ihr erzählen. besonderen Fähigkeiten und seine Bedeutung auf dem Gebiete der klinischen Veterinärmedizin, aus dem heraus verschiedene Sondergebiete eine besondere Förderung erfuhren. Im Jahre 1911 wurde er als ordentlicher Professor nach Utrecht berufen und übernahm dort die Leitung der Klinik für kleine Haustiere und des Veterinärpharmakologischen Instituts, die unter ihm ausgebaut und zu Muster- Instituten der Utrechter Universität wurden. Als ein Pionier deutscher Wissenschaft im Auslande hat er neunzehn Jahre hindurch in Holland gewirkt und sich die Verehrung und Wertschätzung der holländischen Tierärzteschaft, die zu einem großen Teil durch seine Schule gegangen ist, erworben. Groß war darum das Bedauern der Holländer, als er 1930 einem Rufe an die Gießener Fakultät folgte. Wie hoch er auch noch Jahre nach seinem Fortgang im Andenken der holländischen Tierärzte stand, beweist seine 1938 erfolgte Ernennung zum korrespon- steht man vor verschlossenen Türen. Tiefe Ruhe herrscht im Lager, kein Mensch bleibt über Tag zu Hause, selbst die Lagerführerin geht hinaus und hilft den Bauern. Hier schafft sie auf dem Feld, sie hilft im Haushalt, und auch das Federvieh gackert munter um sie her. Jede Führerin hat ja auch von der Pike auf gedient, man wird nun einmal nirgendwo Führer ohne praktische Erfahrung. Das erfuhren wir schon alles von einem Bauern, der am Lager vorbeikam, als wir vergebens an die Türe klopften. Er sagte uns auch, wo die Lagerführerin arbeitet. Also suchten wir sie gleich an ihrer Arbeitsstelle auf. Als wir auf den Hof kamen, sahen wir ein Mäd- Kuhstalt und Parkett. Mehr als drei Dutzend Mädel sind in ihrem Lager, die jüngsten vierzehn und keine über neunzehn Jahre alt. Die meisten kommen aus dem BDM. Aus allen Gauen sind die Mädel hier zusammengewürfelt: aus dem Sudetenland, aus Wien, aus dem Saarland und aus Sachsen, aus Rheinland und Westfalen, Mädel, deren Wiege im Norden oder im Süden des Reiches stand; alles findet sich in diesem Lager zusammen. Es ist wundervoll, ihnen allen zuzuhören, jede spricht in ihrer Mundart. Aber jede ist auch genügend interessiert, vom Sprachenschatz der Kameradinnen so manches Wort zu erhaschen. Hier haben sich nicht junge Menschen zusammengefunden, die man kommandierte; den Weg ins Landdienstlager wählt man selbst — oder man bleibt fern. Das Pflichtjahr läßt sich ja auch irgendwo in der Stadt in einem Haushalt abmachen. Die Freiwilligkeit, die die Mädel in den ' Landdienst führt, spricht für ein großes Maß । von Bereitschaft. Freudig gehen die Mädel an die Arbeit, sie lernen den Haushalt kennen, in der Feldbestellung sammeln sie Erfahrung, und auch durch die Ställe gehen sie bald sicherer als „feine Damen" auf Parkett. Nicht jeder auf dem Lande hat eine Kuh im Stall, doch melken lernen alle Landdienst-Mädel. Ziegen geben ja auch Milch, wenn man sie gut und richtig füttert. Um fünf Uhr beginnt der Tag. Am Anfang jedes Tages steht im Landdienstlager das Wecken. Das ist dort gar nicht anders wie bei unserer Wehrmacht. Kurz nach fünf Uhr wird es Zeit. Um sechs schon gibt es Frühstück an der 2Ir=' beitsstelle. Und vorher müssen die Betten gebaut sein. Ein paar Minuten Frühsport nach dem Waschen verjagt die letzte Müdigkeit aus den Gliedern. Dann wird angetreten, und beim Flaggenhissen sagt die Lagerführerin den Tagesspruch: Mit dem Gruß: „Gute Arbeit" verabschiedet die Lagerführerin die Mädel. Vom Morgen bis zum Abend sind die Mädel dann bei dem Bauern. Für ihre Hilfe erhalten sie neben gutem Essen auch ein Taschengeld. Darüber dürfen sie natürlich frei verfügen, wenn ..., ja dieses „wenn" ist äußerst wichtig. Nach der Vorschrift soll jedes Landdienst-Mädel am Ende des Landdienstjahres 30 RM. gespart haben. Auf zwölf Monate verteilt, merkt man das kaum, es sind jeweils nur 2,50 RM. Aber am Ende des Jahres ist es doch ein Sümmchen, und jedes Mädel freut sich, nicht mit leeren Taschen die Heimreise oder eine Urlaubsreise anzutreten. Das Geld allein will natürlich nichts bedeuten, doch fürs ganze Leben bleibt schon der Geist der Sparsamkeit lebendig. So um 19 Uhr rührt sich's wieder im Land- dienstlager, die Mädel kehren dann zurück. In frohem Geplauder sitzen sie dann beisammen und erzählen, wie gut die Arbeit von der Hand ging. Es ist ja klar: Jede kann's am besten. Und so , spornt eine Kameradin unbewußt die andere an. i Zufriedenheit liegt auf allen Gesichtern. Auch auf i den Gesichtern der Bauern? Denn sie sind - zufrieden mit der Arbeit der Mädel? Das haben . uns die Bauersleute alle erzählt. Ja, solche Jugend , schafft nicht nur viel Arbeit, die bringt auch Lebens- ! lust und Freude mit ins Dorf. Nicht ohne Stolz er- - zählt uns die Lagerführerin, daß auch von ihrer i diesjährigen Gruppe mehrere Mädel auf dem Lande bleiben. Das werden Landfrauen, auf die - die Bauern warten. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast Seltersweg: „Morgen werde N rh astet." Hitler-Jugend Bann 116. Stelle für Leibeserziehung. Hochschulnachrichten. Der Ordinarius für Baukunst an der Technischen Hochschule Hannover, Professor Paul K a n o l d, wurde wegen Erreichung der Altersgrenze ent- pflichtet. Er wurde 1911 als Ordinarius für Baukunst nach Hannover berufen, wo er die Gebäudekunde und die Baukunst der Renaissance und des Barocks vertrat. 1901 wurde er durch Verleihung des Schinkel-Preises ausgezeichnet. Wer ein solches Lager besuchen will, der schon weit hinausfahren aufs Land. Wenn dort, wie wir, um die Mittagszeit ankommt, dann lh"en, die zur ^geführt U)tI entlief) wechfch nach Land Jn9 am Aden? teilweise sehr d>e Wetteren > Beruhigung 4 nicht mit » Q9: Zeitwch: mig. Temper^ westliche M tag: 3m er nicht für A In der heutigen Zeit, da alle Kräfte mobil gemacht werden, um die bisherigen Erfolge der Erzeugungsschlacht zu halten und womöglich weiter zu steigern, ist es keineswegs damit getan, immer wieder die nun sattsam bekannte Tatsache des Land- arbeitermangeis zu erörtern, sondern es muß praktisch gehandelt werden. Das hat der Reichsbauernführer R. Walther Darre auf dem letzten Reichsbauerntag mit Nachdruck verkündet, und er wies auch auf die Landflucht hin, die zu überwinden als eine Bewährungsprobe der NSDAP, bezeichnet werden müsse. Die Partei hat denn auch schon manchen mühevollen Weg beschritten, die Landflucht zu überwinden Dieses Ziel strebt auch der Mädel-Landdienst der Hitler-Jugend an, der erst wenige Jahre alt ist und schon heute beachtenswerte Erfolge verzeichnet. Der Reichsjugendführer, Baldur von Schirach, hat kürzlich in einer Rede darauf hingewiesen, daß nahezu 29 v. H., das ist In der Küche kann das Landdienstmädel der Bäuerin eine tüchtige Hilfe sein. fast ein Drittel aller Landdienst-Mädel, nach der ersten Verpflichtung freiwillig weiter auf dem Lande bleiben. Das ist ein beachtlicher Erfolg, und es ist der Mühe wert, einmal ein Land- dienst-Mädel-Lager aufzusuchen, um uns dort zu unterrichten, was es mit dem Landdienst auf sich hat. Bon der Pike azrf gedient. Das Bernsteinarmband. Don Mare Stahl. Die Treppe, die vom Strand hinauf zur Steilküste führte, hatte genau zweihundertsiebzehn Stu- 'iin. Von jeder Stufe, die man höher hinaufklomm, mtte man einen weiteren Blick. Von den untersten ich man nur den festen Strand mit den Findlings- ilöcken, von den obersten aber überschaute man die Mnze sanftgeschwungene Bnicht mit den grünen baubkulissen des Dünenwaldes, den Seeftegen der .»adeorte, und dem Gewimmel der Menschen, die älle bronzefarben waren und wie glückliche Bewoh- rsr südlicher Küste aussahen. Der.junge Mann, der erst gestern abend ange- hmmen war, stieg langsam die vielen Stufen in jde Höhe und erblickte das bunte Bild, ohne sich b'sreißen zu können. Er sah noch mehr als die andren, die neben ihm die Treppe auf- und niedersiegen, er sah sich selbst vor nahezu fünfundzwan- ggg Jahren mit einem Netz bewaffnet im Wasser rmhersteigen und Jagd auf Algen machen. Er sah noch mehr: ein altes Boot, sehr schadhaft rni) von Teer in der Sonne wie Lack glänzend, emen Mann daneben, der ebenso reparaturbedürf- tZ schien wie das Boot, mit braunem Bart und cufgekrempelten Hosen. Dieser Mann war sein !mkel Johann Hinrich gewesen, der Bernsteinfischer, damals gab es noch keinen Seesteg und kein Kur- knus, nur ein paar Hütten hinter dem Wald, in d nen die Leute aus der Stadt bei den Fischern vlohnten. Es gab auch noch keine Bahnstation, und Dder hierherwollte, kam mit Wagen, die von brauen glänzenden Bauernpferden gezogen wurden, d-ren Hufe lautlos im tiefen Sand einsanken ... Der junge Mann setzte sich neben der obersten Zreppenstufe auf eine Bank. „Sieh da", dachte er, „da bin ich nun wieder her? Einmal bin ich rund um die Welt gekommen, tuoer trotzdem nicht viel weiter. Die Gestalten des tiikels Johann Hinrich und des Kindes Jochen Hin- rch sind so deutlich, als wären keine zwanzig Jahre, smdern Monate verflossen. Du mein Gott, ja — Es war nicht gerade viel, was Jochen Hinrich buchte, aber wenn man sehr bewegt ist, denkt man ncht viel, sondern fühlt nur, und Jochen war sehr b wegt. Sein Herz schlug laut und dachte, die Leute, bae vorübergingen, mühten es hören. Onkel Johann nar tot, und vom Boot war nichts mehr zu sehen. Irgendein Sturm hatte es wohl in die See hinaus- glragen und in kleine Stücke zerschlagen, weiß Lott, wo es cmgespült war, vielleicht in Schweden - Leben 9 en Bari' «--s ÄS an?enl1.Itafeln- > •* oder Dänemark oder irgendwo ganz hoch an der russischen Küste, denn das Ostmeer bespülte ja allerhand Staaten, jawohl. Mitten in seinem Nachsinnen wurde Jochen unterbrochen. Eine Stimme sagte: „Verzeihen Sie, ich habe auf der Treppe ein Armband verloren, haben Sie es vielleicht gefunden? Es war aus Bernstein!" „Leider nicht", antwortete Jochen etwas verdrießlich, dann sah er auf. Vor ihm stand ein Mädchen, das sehr bekümmert aussah. Jochen erhob sich und agte freundlich: „Darf ich Ihnen suchen helfen?" „O nein!" riet das Mädchen, „bemühen Sie sich nicht, ich dachte nur, Sie hätten es zufällig gefunden, es hätte ja sein können." Jochen schritt schon neben dem Mädchen die Stufen hinab. „Ich habe scharfe Augen", sagte er, „außerdem verstehe ich mich auf die Bernfteinsuche. Wir wollen aber lieber von unten anfangen, da sucht sich leiter. Haben Sie das Armband bestimmt auf der Treppe verloren?" „Ganz sicher", sagte das Mädchen, „ich hatte es noch, als ich vom Baden kam und mir unten an der Treppe die Schuhe anzoa — und jetzt ist es fort." Sie machte eine kleine Pause. „Es ist kein großer Wert", sagte sie verlegen, „aber ich hänge so daran, ich habe nämlich alle diese Bernsteinstücke selbst als Kind gesammelt, und meine Mutter hat sie emfateln 'assen, und ich habe es seitdem immer getragen." „Ach", rief Jochen, „selbst gesammelt — ich habe das auch getan, allerdings nicht nur zum Vergnu- 9C©ie sah ihn flüchtig an. Dann setzte sie sich auf eine Treppenstufe. „Ich ruhe mich jetzt aus", sagte sie, „ich bin redlich müde, dreimal bin ich jetzt die Treppe aus- und abgeftiegen." Gr blieb unschlüssig stehen. „Wollen wir nicht doch lieber suchen", schlug er vor, „wenn noch viel Leute hier auf- und abgehen, wird es bestimmt in „den Sand getreten, dann findet man es nie mehr/ Nein" rief das Mädchen, „dann muß es eben gut sein. Schließlich ist es mir ein Trost zu wissen, daß es dann wenigstens hier, wo ich es sozusagen gefunden habe, auch verlorengegangen ist. Vielleicht holt das Meer es sich wieder." Hier haben Sie den Bernstein gesammelt?" fragte Jochen und setzte sich neben sie. „Das ist spaßig, ich habe hier als kleiner Junge ebenfalls gesucht, wenn auch nicht zum Vergnuaen, wie ich schon sagte, sondern um meinem Onkel Johann Hm- : ^Johann^Hmrich sagte das Mädchen nach- , denklich, ja natürlich, Hinrich — er hatte einen i ganz braunen Bart, nicht wahr? Ich besinne mich 3eiffd)riften. — „Hessenlan d", Heimatzeitschrift für Kur- Hessen, herausgegeben von Dr. C. Hitzeroth, Mar- bürg, leitet das letzte Heft (5/6) mit einem Aufsatz über die pflanzenkundliche Bedeutung des Hessenlandes von Dr. Grimme ein, der einen Einblick irt die Mannigfaltigkeit unserer heimischen Flora gewährt. Werner Frhr. von Reitzenstein, der kürz- lief) in der „Heimat im Bild" eine Würdigung des Gießener Malers Hans Hagenauer lieferte, zeichnet ein anmutig illustriertes Lebensbild der unlängst verstorbenen Schwälmer Stickerin und Malerfreundin Marthlies Dörr. Aus dem übrigen Inhalt feiern ein reich bebilderter Aufsatz von Dr. B. von fiepet über das ehemalige hessische Jagdschloß Wildeck, ein großer Beitrag „Aus Familienbriefen des kurhessischen Generalmajors Karl Wilhelm Jeremias von Loßberg" von Dr. R. Friderici und eine dokumentarische Beschreibung der Schreinerzunft zui Ziegenhain von Bruno Jacob heroorgehoben. — „Aus der Natur" („Der Naturforscher"), Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde) — Das Juli-Heft regt mit seinen Aufsätzen und Bildern zu Beobachtungen an Klima und Landschaft, an Mensch, Tier und Pflanze an, gibt dafür viele wertvolle Hinweise und neue Aufschlüsse. Professor Rud. Winderlich stellt auf Grund unserer neuesten Kenntnisse die Beziehungen zwischen Klima und Leben heraus. „Wie entstand die Landschaft auf der Kurischen Nehrung?" Mit dieser Frage, die nach der Rückkehr des Memellandes zum Reich besondere Anteilnahme erweckt, beschäftigt sich ausführlich der Aufsatz von Professor Dr. Friedrich Mager. Geheimrat Professor Dr. Fritz Lange führt in dis Sprache des menschlichen Antlitzes ein. Dr. Fritz Steiniger behandelt Grundfragen der Schmetterlingsfärbung, die immer wieder die Aufmerksamkeit der Naturfreunde auf sich lenkt. Erna Mohr unterrichtet in Wort und Bild über den Bambusbären, der jetzt in deutschen Tiergärten gezeigt: wird. K. W. Neumann berichtet von der Gefahr, die uns von unserer Hausmilbe droht. Dr. R. Rein weist auf einen neuen Weg des Augenschutzes hin, der im Hochgebirge, an der See und beim Autofahren wichtig ist. Dr. Hartwig Roll öffnet die Augen für den Flachlandsbach und seine Pflanzenwelt. Auch die Kleinen Beiträge aus allen Gebieten, die Kurzberichte über Forschungsergebnisse und die Buchbesprechungen, die mit der Liste der Neuerscheinungen und der Preisfrage das Juli- Heft beschließen, bieten manche Anregung für deqj Reisemonat. —-ji-j. feim9en nd xiev I Wilhelm Äff. liters: Ernst & fit und die kü i. Ernst 1 Thyriot; sind : ffrnft Wucherer. 2/njeio.u; en Inhalt-/!) 1.1939: HrM mioerfei?, Ben. ArÄyM ) Pf. WM ehr. Gilbte j Pf., mit hi & : ist PreisW k >37 gültig. gut auf ihn, wir wohnten nämlich in seinem Haus hinter der Düne als Sommergäste." Jochen schlug sich mit der flachen Hynd vor die Stirn. „Mein Gott, ja", rief er, „ich besinne mich — trugen Sie nicht immer ein rotes Kleid und hießen Luise?" Das Mädchen lachte, „ja", sagte es, „und Sie hießen Jochen und wollten Seemann werden." „Ja", sagte Jochen, „das bin ich auch geworden." Dann sahen sich beide staunend an. Schließlich meinte Luise: „Wissen Sie nicht, daß Sie mir Angst machten, weil ich die kleinen Bernsteinstückchen nicht hergeben wollte. Sie erklärten, das sei Diebstahl und ich würde ins Gefängnis kommen. Ich weinte vor Angst, aber ich behielt den Bernstein." „Ja", sagte Jochen, „und Sie hatten Teerflecken ins Kleid bekommen und wir versuchten, sie im Meer auszuwaschen, und es wurde nur noch schlimmer." Beide lächelten. Plötzlich bückte sich Jochen und zog etwas aus dem Sand, es sah aus wie eine kleine, goldene Schlange. „Das Armband!" rief Luise, „wie wunderbar! Sie hielt ihren Arm hin, und Jochen legte das Armband um das schmale Handgelenk. „Wissen Sie auch, daß ich Ihnen schon einmal ein Armband umlegte?" fragte er, „aber es war aus Fliederblüten, es ging immerzu entzwei. Sie hatten mir ein Band aus Fliederblättern gemacht, denn wir feierten Hochzeit." „O!" sagte Luise erschrocken. Das Armband saß jetzt ganz fest. Nun war eigentlich alles in Ordnung und gar kein Grund mehr, zusammen zu bleiben, aber beide hatten auf einmal keine Lust mehr, sich zu trennen, sie hatten sich ja so viel zu erzählen, wie sie immer wieder betonten. „ Aber das Merkwürdige war, daß sie gar fern Wort sprachen, sondern stumm auf das Meer und die Bucht hinuntersahen. Nbt ftr «ÄÄ len L W ;«4,^ 5.5'^ugui| nslitut er QU'-. )ige LZ «rs tn geeigt ,noFl5 Witte, ' ."'Reicht««( ' ub-r 70 Stuf 9 ortlid) seh, Ier« Slorbbr. '“Wanb m[ii Nordoft-n Die Aus der Stadt Gießen. Beglückender Feierabend. Von dem gemütvollen Ludwig Richter existiert 1 eine Federzeichnung „Der Abend ist das Beste". Bie alle Werke Richters atmet diese Zeichnung ' ne wundervolle Stimmung der Gemächlichkeit und ; )ir freundlichen Ruhe. Ein bejahrter Mann sitzt mrfonnen in seinem Stuhl, Brille und Buch hat ■ ci beiseitegelegt, und um ihn her spielen Kinder n t Hund und Hühnervolk. Von der Seite aber n ht die Enkelin, in den Händen die lange Pfeife und den gefüllten Labetrank darbietend. Der Feier- a end ist hier in des Wortes doppelter Bedeutung v n einem begnadeten Künstler köstlich geschildert, lind wenn ein Thema für den romantischen Zei- ä-mstift Richters immer wieder neue Anregungen gigeben hat, so ist es zweifellos der Feierabend giroefen, vor allem der Feierabend in der schönen ^mmerzeit. * "Seit Richters Tagen hat sich vieles gewandelt. 1 e Postkutsche hat modernen Verkehrsmitteln wei- d:n müssen, aus den einfachen Werkstätten sind gioße Fabriken geworden. Doch die seelischen Be- d rfnisse der Menschen sind geblieben. Und wie das e rige Schaffen heute wie damals das Gebot des Zuges ist, so hat auch immer noch das'Wort Feier- o end seinen beglückenden Inhalt. Freilich, es be- f ht ein Unterschied Zwischen dem Feierabend des SDrfes wib dem Feierabend in der Stadt. Der dörf- Iche Abendfrieden ist stiller, und wenn er hier und t auch erfüllt wird von dumpfem Rindergebrüll cis den Ställen oder von dem Gebell der Hunde, s webt in ihm doch die unendlich tiefe Ruhe des erklungenen Arbeitstages. In der Stadt verhallen 4s Stimmen der Geschäftigkeit nie ganz, auch in hn Abendstunden dringen sie verworren bis in die toten Gassen, und doch vermag man auch hier rlzvolle Bilder des Feierabends zu entdecken, die ds Zeichenstiftes würdig wären. Da sind die vom Verkehr wenig berührten Sei- linstraßen, in denen die Nachbarn vor den Häu- jrn sich halblaut unterhalten. Sie genießen den fiUen Sommerabend in aller Beschaulichkeit, wäh- rmd aus den geöffneten Fenstern die Musik des 3abios ertönt. In einer anderen Straße stößt man c..f eine Familie, die aus dem Schrebergarten liimkehrt. Der Vater raucht bedächtig seine Pfeife tni> weist seinem Aeltesten die Himmelsgestime, butter und Tochter aber tragen plaudernd in ihren ’aetjen die sommerlichen Gartenfrüchte heim. Drü- ! hn in der Anlage ergehen sich unterdessen die ^endlichen Spaziergänger. Sie atmen den Duft und die Frische der Blumen und des Strauchwerks, spüren die Köstlichkeit der Abendstunde. Auf den hinten ringsum sitzen jedoch die Liebespaare, deren zeflüster leise verklingt wie der zarte Ton eines faeigenfpieles. । Es ist eine beglückende Kraft, die uns täglich der «ierabend schenkt. Er gibt uns nach des Tages ;nft die erquickende Ruhe und den Ausspann der taeele. Und selbst in der Stadt weiß er freundliche loylle zu zaubern. Man muß nur die Augen ge- auchen, um sie zu sehen. H. W. Sch. Hl v d gemacht werten! ar heute nacht ein toller d; Zwei 'nen nach Lu ör, „An was den! „Ach, an die Betrieb." Einweihung des Erbhöfedorfes Waldrove durch den Gauleiter. II?1 los bei £ L V V- 6t ci H !>' bi v IS 01 L ei m P bt tr; h «2 Wagen durchsteuerte. Einmal wandte er den Kopf. „Wir machen großen Bogen, wie? Durch den Grünewald Hundekehle?" „9ft sie denn verpachtet?" „Noch nicht. Gestern hätte es beinahe geklappt. Aber dann sind sie sich doch nicht einig geworden. Schließlich hat der Bewerber den Garagewagen gekauft. Dos war alles." „Die große Limousine?" „Ja, mit der Preetz den Amerikaner geholt hatte." „Was ist denn mit Frau Preetz?" „Weiß nicht. Sie warten eben." Er sah Hilde an. „Ja, sie warten. Sonderbar: Das halbe Leben besteht aus Warten!" Ihre blanken Augen lachten spitzbübisch. „Vorfreude ist gut." Er rückte näher und umschlang ihre Taille. „Vorfreude klingt schön. Es ist also Freude dabei?" das Laub des Herbstes auf, das unter raschelte, als sie neben Römer ging. (Fortsetzung folgt.) 2 b h h b( k bu 6, un „Einverstanden!" Jetzt hatten die Häuser aufgehört. Am Wegrand parkten Wagen; die Thermosflaschen mit dem heißen Kaffe kreisten. Die Sonne schien. Sie schien au Mäntel und Hüte. Sie wärmte nicht mehr viel Aber es war die Sonne, es war Luft und Freiheit, und die Spatzen lärmten. In einem kühnen Schwung bog Fritz vom Wege ab. Eine Lichtung dehnte sich. Es roch nach Pilzen. „Nun wollen wir erst mal verpusten!" Er hielt das Motorrad an und half Hilde beim Absteigen. Sie gingen in den Wold. „Komm, Hilde, setz dich!" Fritz warf sich auf den Moosboden und ver- schränkte die Arme unierm Kopf. Oer Erbfeind der Ernahrungswirtschast »Groschengrab" greift wieder an. zu werden." Aber sie lachte nicht. Sie wußte nicht ein und aus. Es war so tieftraurig, jung zu sein. Ihre Blicke hafteten am Boden, und ihre ^nße wirbelten - ' * - "■ ’ * ihnen Er fährt wie ein junger Gott! freute sich Hilde und war stolz, wenn Fritz kunstvoll zwischen wird, besteht heute aus 11 Erbhöfen mit je 60 bis 90 Morgen besten Ackerlandes. Die Belastungen der Siedler halten sich in dem bei den Neubauerndörfern im Gau Hessen-Nassau üblichen Rahmen. Nach einer Anzahlung bleibt der Rest mit 3 o. H. stehen, wovon 2 v. H. Zinsen und 1 v. H. Amor- tisation sind. Beim 3. Kind jedoch ändert sich das Verhältnis, indem 1 v. H. Zinsen und 2 v. H. Amor- tisation gezahlt werden, beim 4. Kind werden nur noch 3 v. H. Amortisation gezahlt. Die kinderreiche Familie wird damit völlig von der Zinslast befreit und erhält erstmalig in Waldrode eine Unterstützung und Förderung, die in ganz Deutschland einmalig dasteht. Nach der Dorfweihe von Waldrode wird der Gauleiter auf der Führertagung des Kreises das Wort ergreifen urtb am Sonntagvormittag auf der Großkundgebung auf dem Platz der SA. in Gelnhausen sprechen. „Wobei?" „Na — beim Warten! Freude auf das, was j kommen wird?" Er drückte sie, daß sie leicht auf- : chrie: „Du wirst schon wieder frech, Fritz!" Huckemann war enttäuscht. Immer wich sie aus; man konnte nie auf den Kernpunkt der Sache kommen. Hilde stand auf und schüttelte ihr Kleid. „Du wolltest doch mit mir nach Hundekehle? Ich möchte tanzen!" Sie reckte die Arme, und ihr Gesicht war der Sonne zugekehrt. Man mußte nur ganz blinzeln, man konnte ihren Glanz fast vertragen. „Gib mir doch einen Kuß, Hilde! Don selbst einen!" „Aber Fritz, da gehen doch Leute!" „Laß sie doch! Dos sind auch Liebespärchen. Ist es heute nicht, als käme nun der Frühling und dann der Sommer?" „Es täuscht aber, Fritz. Es ist schon kalt." „Du bist so nüchtern, Hilde! Du arbeitest doch mit Büchern — da müßtest du dock Phantasie haben? Ich arbeite mit den Motoren, aoer ich denke nie so sachlich wie du!" „Das paßt ganz gut zusammen, Fritz. Einer muß vernünftig sein." Eine kleine Pause. „Na, wollen wir weiter, Hilde?" Sie wartete noch ein wenig. „So groß braucht die Wohnung doch nicht zu sein, Fritz. Zwei Zim- mer. Und Möbel können wir doch von Vater bekommen." Seine blauen Augen strahlten sie verliebt an. „Man wird nie klug aus dir, Hilde. Immer sagst du was anderes, als man erwartet."' Hilde sprang über den Straßengraben. Ihr junges Blut pulste aufrührerisch. Ach Gott, dachte sie, wenn er wüßte, wie lieb ich ihn hab' — ! Und wieder sauste das Motorrad los. Ihre blanken Augen sahen die lange Straße vor sich. Sie legte die Hände auf seine Schultern, als müsse sie sich festhalten, obwohl das gewiß nicht nötig war. Was für ein feiner, sauberer Mensch ihr Fritz war! Huckemann spürte, wie der Druck ihrer Hände immer inniger wurde. Und dieser Druck war voll von einer versteckten Leidenschaft. ♦ Rund um Berlin blühte tausendfältig das Leben, i Kleine Dampfer durchfuhren die Seen; Motorboote und Segeljachten hatte man ihrer Winterschutzhüllen beraubt und ließ sie noch einmal in dem herben ' Wind durchs Wasser gleiten; Ruderboote, mit dem verblichenen Glanz ihrer Sommerfarben, schaukelten . an den Pfählen. i „Sieh mal: Dort oben! Heute sieht man das Schloß gut. Im Sommer kannst du nichts davon - bemerken, weil die Bäume es zudecken." Das junge Mädchen schaute empor. „Das sieht - aber eigenartig aus, fast wie eine Ruine." ,Zst aber keine Ruine. Das Haus hat ein Maler An Gießener Bauplätzen. In unserer Stadt wird geae nm artig mit Energie und nach Maßgabe der vorhandenen Arbeitskräfte an den verschiedensten Bauaufgaben gearbeitet Das Heim der Hitler-Jugend ist im Bau gut vorangekommen. Der Hauptbau ist bereits im Kellergeschoß fertig und abgedeckt. Die Hausmeister- wohnung ist im Rohbau schon weit gediehen An weiteren städtischen Bauvorhaben ist die Arbeit am Mittelmarkt im Gange. Die einzelnen Gebäudeteile sind abgesteckt und ErdauchubarDeiten im Gange. m . Die Arbeit an der Verbreiterung der Licker Straße wird mit besonderer Energie betrieben, um den Verkehr bald wieder unbehindert aufnehmen zu können. Die Steinunterlage über die ganze Breite ist von der Straße-„Am Nahrungs» berg" ab bis nach der „Stadt Lich" fertiggestellt. Don der Straßenbahnhaltestelle bis zum Waldrand ist die Arbeit ebenfalls bereits un Gange. Der Fußweg auf der rechten Seite vor dem Landes-Alters- und Pflegeheim ist aufgerissen worden und wird nun in die Fahrbahn einbezogen. Der Bürgersteig wird zurückverlegt. Für den Radfahrerweg ist das Erdreich schon abgehoben. An der Böschuna zwischen Memeler Straße und Waldanfang (auf der rechten Straßenseite) wird gegenwärtig eine lange Stützmauer aufgeführt. An staattichen Bauvorhaben interessiert vor allem der Erweiterungsbau der Medizinische n K li ni k, der an der Ecke Gaffkystraße in* Klinikstraße heranwächst. Das Schwein des ^kleinen Mannes* darf nicht gepfändet werden. Durch eine Verordnung zur Ergänzung der Vorschriften über den Pfändungsschutz bei der Fahrnisvollstreckung erweitern der Reichsjustiz- und der Reichsinnenminister den Pfändungsschutz zugunsten wenigerbemittelter Volksgenossen. Die Verordnung bestimmt, daß Schweine nicht gepfändet werden dürfen, soweit sie zur Ernährung des Schuldners, seiner Familie oder von Haushaltangehörigen, die ihm im Haushalt oder in der Landwirtschaft helfen, erforderlich sind. Unzulässig ist auch die Pfändung der zur Fütterung und zur Streu auf vier Wochen erforderlichen Vorräte oder, soweit solche Vorräte nicht vorhanden sind, des zu ihrer Beschaffung erforderlichen Geldbetrages. Die neue Verordnung kommt besonders denjenigen zugute, die, wie es vielfach bei Bergarbeitern und Stadtrandsiedlern der Fall ist, überhaupt nur ein Schwein im Stall haben, das einen wesentlichen Beitrag ihrer Ernährungsgrundlage bildet. In Zukunft wird tijnen niemand mehr gegen ihren Willen dieses Schwein aus dem Stall holen können. Waldbrände schädigen Volksgut. Während der heißen Sommermonate sucht jeder, ob jung ober alt, Erholung und Ruhe ganz besonders in unseren prächtigen heimatlichen Wäl- dem. Man geht spazieren und lagert sich, wenn man müde geworden ist. Dabei wird wohl jedem, sofern er nur ein wenig nachdenkt, die Erkenntnis aufgehen, welches Vermögen und welche Kraft- Als im Jahre 1938 die Landwirtschaft allen Schwierigkeiten zum Trotz eine Ernte von erfreulich großem Ausmaß in die Scheuern brachte, schien das für manchen Verbraucher ein Anlaß, seine Vorräte weniger sorgsam zu hüten als das bis da hm unter dem Eindruck der Parole „Kampf dem Verderb" geschah. Aber dürfen wir mit Lebensmitteln verschwenderisch umgehen, weil sie in der Erntezeit reichlich angeboten werden? Erzeuger und Verteiler bewahren sie zu allen Zeiten vor dem Verderb. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß in einigen Haushaltungen die Nahrungsgüter nicht so peinlich gepflegt werden, wie in anderen, die sich der Bedeutung des Sprichwortes erinnern, daß viele Wenig ein Diel machen. Wenn aber nur in einem Teil der 20 Millionen Haushaltungen des Altreichsgebietes, der Ostmark und des Sudetengaues täglich eine Kleinigkeit verdirbt, so bedeutet das für die Gesamtbestände der deutschen Ernährungswirtschaft einen erheblich ins Gewicht fallenden Verlust. Wir be- meffen ihn nicht allein nach Mark und Pfennig, sondern noch vielmehr nach den Auswirkungen, die sich für die Erzeugungsschlacht und damit für die gesamte Volkswirtschaft ergeben. Bauern und Landwirt haben unter Hintanstel- lung aller Schwierigkeiten von Jahr zu Jahr die Erzeugung an Lebensrnitteln zu steigern gewußt. Es ist für sie nicht ausschlaggebend, daß die von ihnen gewonnene Ernte auf jeden Fall Absatz findet. Gerade weil die Erzeugungsscklacht mit dem Ziele der Nahrungsfreiheit für das deutsche Volk ständig steigende Anforderungen stellt, muß auch die Landwirtschaft auf eine bedachte Und verständige Verwendung der Nahrungsgüter bringen. Jeber Angehörige bes Landvolkes nimmt es darum sehr genau mit der Sicherung der Ernte und sorgt dafür, daß kein Körnchen auf dem Acker verdirbt. Die Landwirtschaft kann allein aus diesem Grunde die Forderung an den Verbraucher stellen, mit den Lebensrnitteln verständig umzugehen und sie vor allem vor dem Verderb zu schützen. ist Raub am Wirtschaftsgeld, eine Tatsache, die in dem schnell volkstümlich gewordenen Begriff „Groschengrab" eine überzeugende Personifizierung gefunden bat. Deutschlands Ernährungswirtschaft ist dank der verständigen Mitarbeit des Erzeugers wie des Verbrauchers in der Lage, beträchtliche Vorräte aufzuftapeln. Was das bedeutet, kann jeder ermessen, her sich an die Auswirkungen der Blockade während des Weltkrieges erinnert. Es wäre ungeheuer leichtfertig, wollten mir die erzielte Leistung dadurch beeinträchtigen, daß mir nun beim Verbrauch von Lebensmitteln verfchmenderifch umgehen. Diese Gefahr aber entsteht täglich, am stärksten bann, menn der Erntereichtum den Markt beherrscht und zugleich der Sommer den Segen der Erde durch Sonne und Wärme bedroht. Höchste Zeit also, daß mir Kampfstellung gegen das Ungeheuer „Groschengrab" beziehen! Gegenrnärtig ziehen täglich viele ferienfreudige Menschen aus der Stadt in die Sommerfrische. Das ist eine der Gelegenheiten, bei der „Groschengrab" ein ungestörtes Betätigungsfeld in den Speisekammern findet. Die nicht oermenbeten Reste der letzten Mahlzeiten verderben sicher und gefährden vielleicht noch manche Vorräte. Das reiche Angebot an Gemüse und Obst findet nicht jeden Tag vollständige Verrnenbung, „Groschengrab" aber greift an und beraubt damit zugleich die Wirtschaftskasse. Diel Fleisch, Schinken ober Wurst, also Lebensmittel, die eher für die kältere Jahreszeit bestimmt sind, bedeuten einen falschen Verbrauch und sind geeignet, die Gesundheit des Menschen zu beeinträchtigen. Die frischen Lebensmittel, die ungenutzt verderben, sind für „Groschengrab"! Die Schulen besucht „Groschengrab" mit gutem Grunde besonders fleißig. Gewiß sollen unsere Kinder während der Schulzeit essen. Meistens gehört dazu nicht soviel Brot, wie es ängstliche Mütter zum Frühstück mitgeben. Was nicht verzehrt wird, gerät bann in den Abfall. Grund genug, um die Kinder zu verständigem Verbrauch zu erziehen! Es fei schließlich auch der Großküchen und Gemeinschaftsküchen gedacht, die zwar Lebensmittelreste sammeln und der Tierfütterung zuführen. Aber was der menschlichen Ernährung dient, ist zu schade für die Tiere. „Groschengrab zehrt auch davon noch. NSG. Im Rahmen des Kreistages der NSDAP, in Gelnhausen, der vom 28. bis 31. Juli stattfindet, weiht Gauleiter Sprenge r am nächsten Samstag Waldrode, das jüngste Erdhöfedorf des Gaues Hessen- Nassau, ein. _ . v . Im gleichen Jahr, in dem Riedrode, das erste Erbhöfedorf auf ehemaligem Sumpfboden im Ried, seiner Bestimmung übergeben wurde, hat der Gauleiter den ^Grundstein zu dem Erbhosedors W a l d r o d e. im Kreis Gelnhausen gelegt. Nach 2Vrjähriger Rodungs- und Bauzeit ist das Erbhöfeborf — einige Höfe sinb schon längere Zett bewohnt — fertiggestellt, so daß es am Samstag m einer vom Reichsarbeitsdienst durchgeführten Feierstunde durch den Gauleiter eingeweiht und dem Ortsgruppenleiter und Bürgermeister übergeben werben kann. Waldrode, das mit der Gemeinde Großenhausen verwaltungsmäßig zusammengefaßt ■Öltet U/elten Roman von Harald Baumgarten Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 26. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Der Tankwart Huckemann schwang sich auf seinen Sitz. Hilde hinten drauf, als Klammeräffchen. „Die Post geht ab!" lachte Fritz, und sie knatterten davon. Erst durch den stillen Westen, vorbei an der Garage, vor der Helmut ihnen wehmütig zuwinkte. Die beiden hatten es gut! Er hatte Sonntagsdienst. Leer die Sttahen. Keine Lieferwagen. Fritz konnte aufdrehen. Jetzt auf die Kaiserallee, dann unter die Eichen. Und nun war man schon mitten» drin. Das Motorrad federte. Niemand braucht in Deutschland zu hungern, dennoch legen mir auf die sorgfältige Einteilung und Verwendung der Nahrungsgüter großen Wert. Und vor dreißig Jahren gebaut. Genau so, wie es jetzt dasteht. Meine Mutter kannte ihn noch. Er war lange in Italien gewesen. Von dort hatte er sich Skizzen mitgebracht und hat sich hier sein Haus errichtet, als sei es ein bißchen verfallen. Jetzt ist es ein Sanatorium." Der Kahn glitt weiter auf Kladow zu. Die Wellen, die ein Dampfer erzeugte, hoben und senk- ten ihn „Kindersanatorium, Geheimrat Wiesener", stand auf einem Schild an der Pforte. Es war ein großes Anwesen. Die Bäume standen wild durcheinander. Sanft senkte der Hang sich zum See hinab. Hinter dem Haus, das weiß wie ein römisches Landhaus war, lag ein großer Gemüsegarten; daran schloß sich der Obstgarten. Schwestern in weißer Tracht gingen umher. Kinder spielten. Da mar eine große Wiese, auf der Liegestühle standen. In warme Decken gehüllt, lagen ein paar kleine Patienten auf ihnen. Aus dem Gemüsegarten kam fröhliches Lachen. Es wurde geharkt und gejätet. Lust! Sonne! Licht! Oberschwester Martha stand vorm Eingang des Sanatoriums. „Nun, Herr Doktor, wie wird es werden?" „Mein Entschluß steht fest: Ich übernehme die Klinik!" Er blickte Charly an. „Wir freuen uns alle, wenn Sie kommen, Herr Doktor! Sie werden es nicht bereuen." „Ich glaube nicht." Die Oberschwester sah von Römer zu dem jungen Mädchen und wieder von dem jungen Mädchen zum Atzt. Warum hatte der Doktor das junge Fräu- lein mitgebracht? Es hatte fast so ausgesehen, als sei er nur gekommen, um ihr alles zu zeigen. „Die Wohnung oben ist sehr hübsch, Herr Doktor, nur die beiden Nordzimmer sind ein wenig kalt." „Ja, gewiß ... Wollen wir gehen, Charly?" Sie nickte. Sie war ein wenig blasser als sonst. Um neun Uhr hatte Römer sie abgeholt. Von Vallendar war kein Lebenszeichen gekommen. Sie hatte in der Nacht viel gemeint. Dann aber mar der Trotz in ihr erstarkt. Was war es denn, was sie peinigte? Seit drei Tagen kannte sie Vallendar. Sie waren zusammen ausgegangen, und weiter war nicht geschehen. Sie wollte ihn vergessen. Lieber Gott — drei Tage! Nur drei Tage! Sie hatte sich benommen wie ein kleines Schulmädchen, das sich in einen schwärmerischen Traum verrennt ... Aber während sie neben Römer durch den klaren Herbsttag fuhr, mar eine tiefe Wehmut in ihr übermächtig geworden. Nur mühsam verbarg sie ihre Unruhe. „Wollen wir nicht durch den Wald gehen, Charly? Wir können später irgendwo Kaffee trinken, wenn es Ihnen recht ist" Was hätte ihr nicht recht sein sollen? Alles war gleichgültig, grau ... Das Laub raschelte unter ihren : Füßen. Es war ein stiller, einsamer Waldweg. Das Sonneygold sickerte durch die Bäume. Der Nadel- ' wald täuschte eine frühere Jahreszeit vor. Gutes Ergebnis der VOA -Sammlung. NSG Die am 24. und 25. Juni im Gau Hessen. Nassau durchgeführte Haus- und Straßensammluna des Dolksbundes für das Deutschtum im Ausland hat ein gutes Ergebnis erbracht. Es wurden 136 423,94 RM. gesammelt. Die Bevölkerung des Mein-Main-Gebietes hat durch diese Gebefreudig, feit ihre enge Verbundenheit mit den 20 Millionen. Volksdeutschen jenseits ' der Reichsgrenzen bewiesen. Allen an der Sammlung beteiligten Stellen der Partei und ihrer Gliederungen, sowie allen Sammlern spricht der Gauverband Hessen-Nassau des VDA. für ihren Einsatz seinen Dank aus. Dor ein paar Jahren noch wurde der Wert der dem Verderb überlassenen Nahrungsgüter mit IV- Milliarden RM. geschätzt. Sicher ist der Verlust .heutzutage nicht mehr so hoch, weil wir die Notwendigkeit der Abwehr erkannt haben. Die erfreu» liche Feststellung, daß der Schutz der Nahrungsmittel vor den Einwirkungen des Verderbs zu Espar- nissen in der Haushaltsführung verhilft, wirkt sich ----------o _ ........ ebenfalls aus. Denn was im Haushalt an Brot- dazu muß der Erbfeind der Hausftau unschädlich reften, Fleischwaren, Obst, Gemüse usw. verdirbt, gemacht werden! dierenden Mitglied der Holländischen Gesellschaft für Tierheilkunde. Seine Gießener Lehrtättgkeit begann in ber 3jit schwerster deutscher Not und führte durch die Jahre des Umbruchs an den deutschen Hochschillen hindurch. In unbeirrtem Pflichtbewußt-fein u"d wissen- schaftlichem Idealismus verwaltete er fein Lehramt und in kameradschaftlichem Verständnis für die studentische Jugend erwarb er sich die hohe Wertschätzung seiner Hörer. Seine zahlreichen wissen- schaftlichen Arbeiten, unter denen besonders mer größere Werke: „Tierärztliche Augenheilkunde , „Tierärztliche Pharmakotherapie , „innere Krankheiten des Hundes" und .-Allemeine llcheraple genannt feien, haben ihm in feinem Fachgebiete Welt- i ruf verschafft. : Im Hinblick auf seine Enchflichtung hatte Pro- , fessor Dr. Jakob in diesen Tagen die Gefolgschaft ; seiner Klinik nebst einigen anderen Gasten ju einer < Abschieds feier eingeladen, bei der die tamercwschast- liche Verbundenheit von Betriebsfuhrer und Befolg- schäft in vorbildlicher Weise zum Ausdruck kam. Wechsel in Sann« und Iungbannführung 116. Mit Wirkung vorn 1. August wird Iungbann- führer Taesler, der bisherige Führer des Iung- bannes 116, die Führung des Bannes 116 der Hit- ler-Iugend übernehmen. Die Geschäfte bes Bannes 116 hatte er seit einigen Monaten bereits vertretungsweise verwaltet. Die Leitung des Jungban- nes 116 übernimmt, ebenfalls mit Wirkung vom 1. August, Hauptgefolgschaftsführer Wolter, der bereits feit einiger Zett dem Bann 116 zur Einarbeitung in feinen Wirkungsbereich zugeteilt war. Hauptgefolgschaftsführer Wolter war bisher in führenden Stellungen der Hitler-Iugend tätig. Bon 1935 bis 1938 diente er als Freiwilliger bei der Nachrichtenabteilung 49 in Hofgeismar und fchied als Leutnant d. R. aus. ©er Adolf-Sitler-Marsch der HZ. Heffen-Uaffaus. NSG. Der alljährliche Marsch der HI. zum Reichs- Parteitag hat vor einigen Tagen in Danzig seinen Anfang genommen. Auch im Gebiet Hessen-Nassau werden bereits die Vorbereitungen für den Marsch getroffen, für den 97 Teilnehmer ausgewählt mürben, die in einem viertägigen Vorbereitungslager in der Gebietsführerschule in Niederwalluf zusammen- gezogen werden. Am 17. August wird der Gebiets- führer die Marscheinheit des Gebietes auf einer Kundgebung in Darmstadt verabschieden. Darauf marschieren die Hitleriungen nach Pfungstadt, wo am folgenden Taa eine kurze Gedenkfeier für den ermordeten HI.-Kameraden Christian Crößmann stattfindet. Ein SpielmannsAug wird die Marscheinheit mit sämtlichen Bannsahnen auf ihrem Weg durch Odenwald, Spessart und Maintal nach Nürnberg begleiten. Die Hitlerjungen aus unserem Gebiet sind insgesamt 13 Tage unterwegs. Wehrmacht im Urlaub muß Luftschutz mitmachen! In der Praxis haben sich Zweifel über das luftschutzmäßige Verhalten von Wehrmachtsangehörigen bei Lustschutzübungen ergeben. Zur Auf- klärung weist ein Erlaß des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe darauf hin, daß solche Uebungen der Erziehung der Bevölkerung au richtigem Verhalten im Ernstfall und der Förderung Der allgemeinen Luftschutz- disztplin dienen. Auch außer Dienst und auf Urlaub befindliche Angehörige der Luftwaffe' hätten sich den für die Einwohnerschaft bei solchen Uebungen bestehenden Vorschriften unterzuordnen. Römer sah Charly von der Seite an. Ich bin ein Pessimist! stellte er fest. Wer kann in Charly hin« einblicken? Es war gar nicht so, wie ich gestern glaubte. Ich war abgespannt und überarbeitet. Wie bat sich Charly über die Kinder gefreut! Wie hat sie zu ihnen gesprochen! Charly — ja, wenn Charly — —? Ick müßte sie fragen! Warum tue ich's nicht? Es ist ja gar nicht wahr, daß der Altersunterschied so wensentlich wäre ... Und Vallendar? Ich kenne doch Vallendar! Hat er nicht selber erzählt, daß er immer explodieren müsse? Explosionen verrauchen schnell. Wie, wenn Charly nun schon lange auf mein Sprechen wartet? Wie schwer ist es doch, über Dinge zu reden, die einen AUtiefft bewegen! „Charly!" Er versuchte einen heiteren Ton. „Ja, Doktor?" Behutsam ergriff er ihre Hand. „Es wird meine große Veränderung in meinem Leben werden, Charly." „Ja, sicher. Sie werden glücklich sein." Der Doktor blieb stehen. Charly ließ ihm ihre Hand; es war so beruhigend, die Hand Römers zu spüren. „Charly!" Seine Stimme klang zärtlich, aber sic war fast traurig. „Ich habe immer gedacht, es könnte sein, daß wir--" Er lächelte mühsam. ,Zch bin kein stürmischer Liebhaber, Charly!" Ein schmerzliches Zucken verzog ihren Mund. Mit einem wehen Ausdruck sah sie zu ihm auf; dann warf sie mit einem wilden Aufschluchzen beide Arme um seinen Hals. Ihr tränenüberströmtes Gesicht lag an seiner Brust. Haltlos schluchzte sie. Die ganzen Zweifel, die ihr Herz gequält hatten, bra§ chen aus ihr heraus. Ihre Jugend bäumte sich auf gegen etwas, das sie nicht verstehen konnte. Erschrocken legte der Doktor feinen Arm um ihr« Schulter. »Kleine, liebe Charly!" Sie bezwang sich, löste sich von ihm und wandte ihm halb den Rücken zu. Hastig trocknete sie die Tränen ab. Es war rührend und ein ganz klein wenig komisch. Der Doktor fühlte, wie sie mit sich rang. „Ist es denn so schlimm? Sind wir denn so unglücklich? Wir wollen denken, ich hätte nichts gesagt, Charly?" Er konnte lächeln. Oh. daß man so weise war. So schrecklich abgeklärt! Wie es in diesem jungen Menschenkind kämpfte — wie es sie fast zersprengte ... Tölpel! sagte er zu sich selbst. Ma» tritt nicht mit groben, plumpen Füßen in junge Saaten ... Aber die nie endende Hoffnung eines Liebenden hob noch einmal schüchtern ihre Stimme. Vielleicht überwindet sie es. Und bann---? „Wir wollen gehen, Charly. Lachen Sie doch einmal, Charly! Manchmal ist es köstlich, an gelacht '9. •w 8* Ä'K W N 6h... LtIn ^0U(! :„te «Wien k ‘‘tun« j., ^rtt u tert wle8Liib«ti $ s^ligM rm DL ß ) * ■b# nnm» u* »“SSfaS* aber, «riog ih^e ,- °V^äfwn *! Ät* SSt*» ^tonnft. . Sw»«"«0' 4 Sind a^- ' hatte n®ij •in OL1”^ ^ern^:v rtte nicht/- ®UD‘e eM-.LI "7- yi A b. „Ls wird j «i Leben E llich fein." iarü) ließ ch« " ■eN Si°»"» ten Mähe auch für die Bekämpfung der Schwämme Wirffchafi Aus der engeren Heimat Gießen zu vertreten. bocks an dem Klang des Holzes. Krankes Holz klingt dumpf, gesundes Holz dagegen hell. Schon im Jahre 1937 hat man festgestellt, daß schäften bezogen werden können. Außerdem gibt es eine Pilzauskunftsstelle im Botanischen Museum in Berlin-Dahlem, die kostenlos Auskünfte gewährt. gilt. Ueber die Einzelheiten der Bekämpfung unterrichten sehr gut das Merkblatt Nr. 16 sowie das Flugblatt Nr. 143/4 der biologischen Reichsanstalt in Berlin-Dahlem, die auch von den Landesbauern- men 34 bis 38, Zwetschen 34 bis 38, Mirabellen 40, Renekloden 45, Blumenkohl, das Stück 20 bis 40, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 35, Einmach- gurken 3 bis 8, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. Käfern der Hausbock. Die Larve des Hausbocks ge» braucht zu ihrer Entwicklung etwa 12 bis 14 Jahre. Sie setzt sich im Splint fest und geht fast nie in den Kern des Holzes. Die Verpuppung, die unter den Balken stattfindet, erlaubt es, daß der Käfer die dünne Schale später leicht durchstoßen kann. Man erkennt das unheimliche Wirken des Haus- Kampf gegen Schwämme und Käfer für Schadenverhütung in den Häusern. nette das deutsche Volk in seinen Wäldern besitzt, nb doch werden große Flächen davon ost durch .nachtsamkeit zerstört, weil leichtsinnige Spazier- änger selbst während eines Aufenthaltes in diesem rünen Dom nicht auf ihre gewohnte Zigarre oder Zigarette vernichten zu können glauben. 75 v. H. der Walddrände sind auf Unachtsamkeit zurück, ^führen. Der Förster kann schließlich nicht überall fin, um Brände zu verhindern, die durch bren- r-nde Zigarren, offene Feuerstellen und gedanken- 1s fortgeworfene Zündhölzer entstehen. Es ist da- ter die Aufgabe jedes Einzelnen, auf sich und seine Nitmenschen zu achten und jeden rücksichtslos zur Anzeige zu bringen, der durch solchen Leichtsinn ten Wald, unser kostbarstes Volksgut schädigt und s-fährdet. Ernteurlaub zu Verwandten für Behördenangehörige. Beamten, Angestellten und Arbeitern bei Behör- !rn, öffentlich-rechtlichen Körperschaften und öffent- chen Betrieben, die mit landwirtschaftlichen Ar- !«iten umzugehen verstehen und auf dem Lande verwandte ober Bekannte haben, kann im Jahre A39 auf Antrag ein Sonderurlaub unter Fortge- Währung der Bezüge bis zur Dauer von zwei Qochen zur Hilfeleistung bei der Einbringung der trnte gewährt werden, wie der Reichsmnen- Minister zugleich im Namen des Reichsfinanz, und preußischen Finanzministers durch eine Verfügung «stimmt. Der Urlaub ist auf den Erholungsurlaub ur die Zeit nicht anzurechnen, für die eine Be- heinigung der zuständgen Kreisbauernschaft über Lio geleistete Erntehilfe vorgelegt wird. Der Son- leerurlaub kann nur gewährt werden, wenn die dienst, und Personalverhältnisse es gestatten. Spanienkreuz .aus der Mitte der rechten Brustseite. Wie der Reichsminister der Lustfahrt und Ober- -efehlshaber der Luftwaffe bekanntgibt, ist das :panientreu3 zu allen Anzugsarten, bei denen : oben und Ehrenzeichen vorgesehen sind, auf der Tlitte der rechten Brustseite zu tragen. Bei ange- gier Fangschnur muß das Kreuz darunter sichtbar in. Weitere Orden und Ehrenzeichen sind rechts Inneben oder darunter zu tragen. Unerwünschte Sammlungen. Pflanzensamen verschleppt wurden. Sie verbessern, durchlüsten und lockern den Boden. — Keiner ihrer natürlichen Feinde, insbesondere aus der Dogelwelt, hat einen solchen Dernichtungsfeldzug gegen sie zu fuhren vermocht wie der Mensch, der die Puppen raubt, um sie als Vogel- und Fischfutter zu verwenden oder Ameisenspiritus aus ihnen zu ge- winnen. Die verheerende Wirkung dieses brutalen Das Abendbörsengefchäft bewegte sich in enaen Grenzen; es mangelte in hohem Maße an Aufträgen, so daß wieder größere Zurückhaltung Platz griff. Teilweise bröckelten die Kurse ab, u. a. bei Buderus auf 96,50 (97), bei Rheinstahl auf 135,50 (136,25), Verein. Stahl auf 99,75 (99,90), Demag auf 142,50 (143,50), Scheibeanstalt auf 205,50 (206), Licht 6r Kraft auf 129 (129,25) und Rheinmetall auf 115 (115,50), wogegen JG^Farben 0,13 v. H. ge« wannen auf 144,40, MAN. 0,50 v. H. auf 142/ Hoesch 0,25 v.H. auf 106,75 und Schöfferhof-Bin- ding 0,50 v.H. auf 189,50. Gut behauptet blieben u. a. Mannesmann mit 103,75, Adlerwerke mit Schwamm hat manchmal eine Lebensdauer von Jahrzehnten. Das Geflecht (Mycel) des Poren- fchwamms findet man häufig am Dachstuhl, aber auch im Keller. Wissenschaftlich unterscheidet man zwischen den Moderpilzen oder Saprophyten und den Schmarotzerpilzen oder Parasiten. In letzter Zeit haben sich die Schmarotzerpilze wieder beson- ders ausgebreitet, was zum Teil auf die starke Verwendung oon frischem Bauholz zurückgeführt wird. So ist z. B. durch eine wissenschaftliche Untersuchung in Zürich festgestellt worden, daß das im Winter geschlagene Bauholz widerstandsfähiger ist als das im Sommer geschlagene. Die Schwämme werden auf die verschiedenste Der deutsche Hausbesitz gehört zu den größten Vermögenswerten, über die mir verfügen. Schon aus diesem Grunde muß alles getan werden, damit die Häuser in gutem Zustande bleiben. Bei der Be- kämpfung oon Schäden, die sich durch die verschie- densten Einwirkungen ergeben, ist es zunächst erforderlich, mit der genügenden Sachkenntnis vor- zugehen. Zu den ärgsten Schädlingen, die sich in unseren Häusern eingenistet haben, gehören der Hausschwamm, mit seinem lateinischen Namen Merulius lacrimans genannt, dann die Keller- schwämme und die Porenschwämme, um nur einige der wichtigstem Pilze zu nennen. Unter den verschiedensten Käfern ragt der Hausbock als der gefährlichste hervor. . Die Schwämme und die Käfer dieser Art sind Holzzerstörer. Ueberall dort, wo Holz zum Bauen verwandt wird, und selbst auch im Walde trifft man diese Schädlinge an, wenn die sonst notwen- diaen Voraussetzungen für ihr Gedeihen gegeben sind. Jrn Walde findet man besonders an Baurn- ftümpfen den Schwefelkopf und das Stockschwämmchen, ferner unter gewissen klimatischen Dorbedln- gungen den Hallimasch und verschiedene Lentilus- arten Der Hausschmamm entwickelt nach einem ge- wissen Wachstumsprozeß das Nährmycel, das bann später die großen Verwüstungen an den Holzteilen anrichtet. Der Kellerschwamm entwickelt die bekannten Wattebildungen, und wenn die Lebensbedingun- gen an einer Stelle nicht mehr günstig sind, bildet er Stränge, die sich über holzfreie Teile hinweg- ziehen, um bann dort zu neuen Schwammbildungen zu führen, wo sie wieder Holz antreffen. Dieser HaiSherren-Sitznng in Lich. J) Lich, 26. Juli. Nach mehrmonatiger Pause fand am Dienstagabend unter Vorsitz von Bürgermeister Geil wieder eine Ratsherrensitzung statt, in der eine Reihe wichtiger Punkte zur Beratung stand. Zu Beginn erstattete der Bürgermeister eingehenden Bericht über die Verhandlungen zum Zweck der Errichtung einer Schweinemästerei des EHW. Der Stadt stehen zwei Ställe zur Verfügung, gegen die aber die Anlieger Einwendungen erheben. Die Ratsherren sind sich darüber einig, daß ein solches Hilfswerk geschaffen wird, doch will man, bevor man sich für das eine ober andere Gebäude entscheidet, sich nochmals mit Gauamtsleiter Haug in Verbindung setzen. Der Ankau fvon Grundstücken, bestehend aus Grab- und Grasgarten, sowie einer Hosreite wurde zugebilligt. Die Hofreite soll einer gründlichen Ausbesserung unterzogen und dann vermietet werden. Weiterhin setzte der Bürgermeister die Ratherren von der in letzter Zeit vorgenommenen Ausgestaltung des Schwimmbades in Kenntnis. Dem Antrag des hiesigen Forstamtes auf erhöhte Fällung von Kiefernstammholz wurde stattgegeben, da die Stadtwaldungen einen überaus großen Bestand an Kiefern aufweisen. Die zusätzlichen Fällungen werden im Laufe der nächsten 10 Jahre vorgenommen. Weiter gab Bürgermeister Geil von der notwendigen Instandsetzung des Kriegerdenkmals Kenntnis. Die Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen waren im Lause der Jahre fast unleserlich geworden, so daß dieselben zur Zeit abgewaschen und die Namen nachgemeißelt werden, Durch die rege Bautätigkeit wird es dringend notwendig, einer Reihe von Straßen Namen zp geben, doch konnten in dieser Sitzung noch keine endgültigen Beschlüsse gefaßt werden. Festgehalten aber soll an dem Vorschlag des Derkehrsvereins werden, die alten historischen Bezeichnungen „Am Rödertor", „Am Untertor" und „Am Ohertor" wieder einzuführen. Krastfahrzengdiebe unterwegs. * ßaubadj, 27.Juli. Unweit unserer Stadt, auf einem Feldweg, wurde ein herrenloses Motorrad aufgefunden, in dessen Tank sich kein 99,50, AEG. nut 112,50, Metallgesellschaft niit 112,75 und DDM. mit 169. Don Renten stellten sich 6 v. H. JG.-Farben auf unv. 119,50 und 6 v. H. Hess. Herkules auf unv. 103,75. Steuergutscheine II in allen Abschnitten mit 95,20 bis 95,30 nur knapp behauptet, Serie I unverändert 99,20 bis 99,30. Iranksurler Pferdemarkt. Franks urt a.M., 26. Juli. Der Auftrieb zum Juli-Pserdemarkt war sehr gering; es standen insgesamt nur 144 Tiere zum Verkauf. Einige Trans- porte ausländischer Pferde, insbesondere belgischen Schlages, waren von ausgeglichener guter Qualität. Es wurden erzielt für schwerste Belgier zwischen 4000 bis 4400 RM. pro Paar, schwere Rheinländer 1600 bis 1700 RM. das Stück; mittelschwere Zugpferde Hunsrücker-Ardenner-Schlages 1200 bis 1350 RM.; Ermeländer 1100 bis 1200 RM.; volljährige leichtere Arbeitstiere 900 bis 1050 RM.; leichte Laufpferde 750 bis 850 RM.; ältere Tiere 400 bis 550 RM. In Schlachtpferden war diesmal der Umsatz gering, das Angebot entsprach nicht der Nachfrage. — Nächster Markt am 23. August. Frankfurter Getreidebörse. manziellen Nachteil gegenüber ihrem bisherigen i Arbeitseinkommen erleiden dürfen, hat der Reichs- crbeitsminifter Bestimmungen über die Gewährung mn Dienstbeihilfen durch die Arbeitsämter erlassen, üie Dienstpflichtbeihilfe erhalten Dienstverpflichtete, hären Arbeitseinkommen während der Dienst» liistung geringer ist als das bisherige, und zwar 1 iii der Höhe des Unterschieds. Bei der Ermittlung l-ss bisherigen Arbeitseinkommens ist das in den lftzten vier Wochen vor der Dienstleistung erzielte i turchschnittliche Einkommen zugrunde zu legen, bei . Gehaltsempfängern das letzte Monatsgehalt. Ist iimittelbar vor der Dienstverpflichtung ein befon- hrs hohes oder besonders niedriges Einkommen l/zielt worden, so ist das Einkommen maßgebend, ias der Dienstverpflichtete in den letzten 13 Wochen rurchschnittlich erzielt hat. Muß der Dienstverpflich- IIte von seinen Angehörigen, denen er Unterhalt la gewähren hat, getrennt leben, so erhält er zur Deckung des Mehrbedarfs einen Trennungszuschlag. Vehr als 19 RM. wöchentlich dürfen dabei als Mehrbedarf nicht anerkannt werden. Auf den Iren- nungszuschlag ist ein etwaiges Trennungsgeld an- berechnen. Bei Dienstverpflichteten mit unterhalts- k'rechtigten Angehörigen kann für die ersten vier Wochen der Dienstleistung eine Abschlagszahlung k-s zur voraussichtlichen Höhe der Beihilfe gezahlt teerten. Die Regelung tritt mit Wirkung vom 1 Juli in Kraft, in Hartefällen kann die Beihilfe |&od) rückwirkend vom 1. April an bezahlt wer- i; bin. Für die Westmahnahmen bleiben die bis- ■j hrigen Vorschriften aufrechterhalten. Wird neuen Snträgen auf Anerkennung eines Vorhabens als ] | fiaatspolitifd) bedeutsam und unaufschiebbar ent- || sprachen, so ist dem Unternehmer die Verpflichtung Frankfurt a.M., 26. Juli. Es notierten (Ge- treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W9 193, WH 195, W12 196 W 13 197, W 16 200, W 18 202, W 19 204, W 20 206, Roggen R 11 179, R 12 180, R 14 182, R 15 183, R 16 185, R 17 186, R 18 187, R 19 189 Großhandelspreise der Mühlen ter genannten Preis- gebiete. Futtergerste und Futterhafer —. Weizen- mehl Type 812 W 13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 30,15, W 20 Kreis- Worms 30,50, Roggenmehl Mer nm älter, so daß in den Häusern, die in diesen I Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, ^16 22,95, ^18 Jahren erbaut wurden, besonders häufig Schwamm 23,30, 19 23,50, ^es zuzuochch 50 Rpf. Fracht fpftmfteQen ist I ausgleich. Welzenfuttermehl W 19 13,60, ™ei/tfn Einer ter schlimmsten Holzoerderber ist unter den Ivollkleie W 19 11,60. Weizenkleie W13 10,75. W16 Eingreifens wird noch verständlicher, wenn man bedenkt, daß die begehrten großen Larven gerate , . , M ... r . . ~ . ... . die zur Aufzucht erforderlichen Gefchlechtsttere sind, im Altteich rund 30 000 Hauser vor der völligen und daß auf 1 Liter 20 000 Individuen kommen. — Zerstörung durch den Hausbock stehen, von ten an- Wegen ihres ungeheuren Nutzens für die Forst- deren kleineren Schaden gar nicht zu sprechen. Jetzt wirtschaft ist die rote Waldameise gesetzlich im Hochsommer ist die Flugzeit des Hausbocks die unter Naturschutz gestellt worden. sich zur Bekämpfung besonders gut eignet. Man Mann einer Vermehrung und Ausbreitung durch das ©ICßCner UJodjenmarnpreiie. Einsammeln und Vernichten der Tiere in wesent- * Gießen, 27. Juli. Auf dem heutigen Wochen- lichem Umfange Einhalt gebieten. Das Einsammeln markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., der Käfer geschieht am besten wie die Sachverstän- Matte 20 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, bigen des Haus- und Grundbesitzes erklären, täglich deutsche Eier, Klasie B 12, Wirsing, % kg 10 bis 13, in den warmen Mittagsstunden, da die Tiere bis Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 18, gelbe Rüden 10 dahin noch nicht zur Eiablage gekommen sind. Durch bis 12, das Bündel 8 bis 9, rote Rüben 10 bis 12, das Anbringen von Gazefenstern in den Dachräu- das Bündel 9 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 men, die nicht ständig verschlossen gehalten werden bis 10, Bohnen, grün 22 bis 25, gelb 23 bis 25, können, bewirkt man eine Sperre gegen den Zuzug Erbsen 15 bis 20, Tomaten, deutsche 35 bis 50, neuer Käferscharen. italienische 15 bis 22, Zwiebeln 14 bis 15, das Durch diese Maßnahmen wird der Feldzug gegen Bündel 10 bis 12, Rhabarber 8. bis 15, Pilze 50, den Hausbock wirkungsvoll eröffnet. Dann muß Kartoffeln, neue, % kg 8 bis 11 Rpf., 5 kg 73 bis ter Fachmann kommen, was übrigens im verstark- 78 Rpf., 50 kg 6,25 bis 7,50 RM., Frühäpfel, % kg11'“ e;:~ --------------- 30 bis 40 Rpf., Falläpfel 8, Pfirsiche und Aprikosen 36 bis 42, Himbeeren 35 bis 40, Birnen 20 bis 40, Kirschen 25 bis 35, Heidelbeeren 35 bis 41, Stachelbeeren 10 bis 25, Johannisbeeren 12 bis 15, Pflau- 1 v. H. höher lagen. Später ließ das Geschäft jedoch wesentlich nach und teilweise wurden auch die höchsten Kurse nicht ganz behauptet. Verhältnismäßig sehr sttll lagen weiterhin Montanwerte, Verein. , r M t t w m t । Stahl 99,90 (99,75), Hoesch 106,50 (106,75) Buderus Betriebsstoff mehr befand. Wie die Nachsorschungen 97 (97,25), Mannesmann unv. 103,75. JG.-Farben ergaben, wurde das Kraftfahrzeug m 1 c b er. marcn nQcfe 0,65 v.H. höherem Beginn im Verlaufe Mörlen ge stöhle n. Die Diebe hatten dort das 0,25 v. H. ermäßigt auf 144,25. lieber dem Durchfast neue Motorrad mit Seitenwagen (eine 600-ccm- ^^tt hinaus erhöht waren Demag mit 143,50 NSU.-Maschme) einfach zu früher Morgenstunde (142,25) und Ilse Genuß mit 129 (127,50), unterer. aus einem Schuppen geholt, hatten es noch 200 Me- gingen Conti Gummi nach der gesttigen Steiler weit zur Tankstelle gedrückt, dort 5 Liter Benzin gerunq auf 216 (216,50) zurück gefaßt und fuhren dann ab. Der Eigentümer des ^lm Rentenmarkt fanden Reichsaltbesitz bei Motorrades, der mit einem anderen Motorrad Die 132#20 (132) Interesse, ebenso lagen Reichsbahn- Verfolgung oufnahm, konnte die Diebe nicht mehr 0,25 v. H. höher mit 123,25. Dekosama II ge- erreichen. Wie in fiaubad) festgestellt werten rannen 0,25 v. H. auf 155,50 und von Liqui- konnte, versuchten die Ausreißer an zwei Tankstel- dationspfandbriesen Meininger 15 Rpf. auf 101,25. len auf billige Welse (ohne den Tankwart) Benzin Sonst lagen Pfandbriefe und Stadtanleihen ruhig, zu übernehmen, was ihnen aber nicht gelang. Nach- Steuergutscheine erheblich sttller als gestern; Serie dem sie das Motorrad wegen Kraftstoffmangels n ^nädtft in allen Abschnitten mit 95,65 gehantelt, stehen lassen muhten, setzten sie ober ollem Mnfdjem ^twen später auf den Vortagsstand zurück, August nach ihre Reise doch in einem Kraftfahrzeug fort, Gruber hinaus auf 95,25. Serie I wurden mit denn in Laubach wurde in ter Nacht zum Mitt- 99,95 wenig verändert bewertet. Jndusttie-Obli- woch ein P e rson e n fr af tw agen gestoh. gatiDnen lagen meist behauptet, 4,50 v. H. Main- l e n. Bon den Dieben fehlt bisher noch lede sichere 0,25 v. H. nachgebend auf 95. Kommunal- Spur. Lediglich heute morgen erhielt die Gendar- Umschuldung auf 93,45 (93,50) ermäßigt. mene in Lauback eine Benachrichtigung aus Go t- Verlaufe war das Geschäft sehr ruhig, und t in gen daß dort ein B e r s 0 n e n k r a s t wa - nennenswerte Aenderungen waren nicht zu ver- gen sich eraestellt warten fei, bei bem es sich zeichnen. Verschiedentlich nannte man etwa 0,13 bis um den gestohlenen Wagen handeln konnte. 0,40 unter dem Anfang liegende Kurse, etwas Oondkreis Gießen. höher dagegen Bemberg mit 129,50 nach 129,13. △ Watzenborn - Steinberg, 26. Juli. Bei den später notierten Werten überwogen Besse- Dieser Tage hielt der Turnverein „Out rangen bis 1 v. H., Aschaffenburger Zellstoff ae- Heil" Watzenborn-Steinberg in seinem Vereins- wannen 2 v.H. auf 84,50, Deutscher Eisenhantel lokal eine Mitgliederversammlung ab. Nach Be- 2,25 v.H. auf 135,75, andererseits Schlickert 167,75 grüßungsworten des Vereinsführers Otto Jung (168,90). wurde eingehend über die kommende Arbeit inner- Im Freiverkehr nannte yan: Staö öc halb des Vereins gesprochen, insbesondere auch von Klumpv 90 bis 92 ex Dio. (95 bis 97), Elsaß, den beiden Reichsbundfesten auf dem Hoherodskopf Bad. Wolle 89 bis 91, (88 bis 90), Berem. Frank, und in Grünberg. — Am vergangenen Sonntag- Schuh nach Pause 72 bis 74 (74 bis 76), Growag abend hielt auch der FC. „Teutonia" Watzenborn- 87 bis 89 (86 bis 88). Tagesgeld unv. 2,25 v.H. Steinberg im Dereinslokal eine außerordentliche Abendbörfe zurückhaltend. Mitgliederversammlung ab. Vereinsführer Harnisch sprach eingehend über das bisher im Verein Geleistete und über die weitere Arbeit. Dann kam er auf das Bundesfest in Grünberg zu sprechen und -forderte alle Mitglieder auf, sich schon jetzt für diesen Tag freizuhalten, um in Grünberg hinter der 1. Mannschaft des Vereins zu stehen, der von NSRL.-Kreisführer Dr. Schäfer (Gießen), ter ehrenvolle Auftrag erteilt worden fei, in Grünberg die Fachschaft „Fußball" für den gesamten Kreis Art und Weise in die Häuser eingeführt. Da kommt zunächst die Wiederverwendung des Holzes von Altbauten in Betracht, die sehr sorgfältig durchgeführt werden muß, wenn man Schwamrnbildung vermeiden will. In zahlreichen Fällen wird das Pilzwachstum durch alte Bretter ermöglicht, die aus Gartenlauben usws in Kellerräume gebracht werten. Aber auch durch Kohlen, die vorher schlecht gelagert waren, kann ter Schwamm eingeschleppt werden. Der Hausschwamm bildet sich auf allen Erzeugnissen, deren Grundstoff Holz ist, also auch auf Kohlen und Papier. Schließlich wird eine Schwammbildung auf solchen Hölzern erleichtert, die bereits im Walde angekränkelt sind. So verheerte in den Jahren 1924 bis 1927 die sogenannte Rotfäule die aufzuerlegen, dem Arbeitsamt den halben Bettag der Dienstpflichtbeihilfen zu erstatten. Die gleiche Verpflichtung gilt ab 1. August, wenn eine laufende Anerkennung neu genehmigt wird. Landwirtschaftliche und bergbauliche ^Betriebe werden von dieser Pflicht ausgenommen. Arbeitskräften, die aus berufsfremder Beschäftigung in die Landwirtschaft auf dem Wege der Dienstverpflichtung wieder zurückge- ührt werden, ist die Dienstpflichtbeihilfe zu ver» agen, wenn sie die berufsfremde Beschäfttgung un- er Verstoß gegen die Bestimmungen ausgenommen haben. Ein Trennungszuschlag kann aber auch in diesen Fällen gewährt werden. Schont die rote Waldameise! Erschüttert steht der Naturfreund da, wenn ter Raupenfraß ganze Waldungen vernichtete, und ragt sich ratlos, wie das möglich war. Das Ge- jeirnnis ist schnell enthüllt. Irgendwelche Schäd- linasarten, die Forleule, Spanner, Nonnen, Blattwespen, Holzkäfer und andere Feinde des Waldes haben, begünstigt durch die Witterung, ungewöhnlich crute Vermehrangsmöglichketten gefunden. Das Gleichgewicht in ter Natur ist gestört; es sind nicht genug natürliche Feinde da, die unter diesen Schädlingen aufräumen. Neben den Vögeln haben sie ihre schlimmsten Feinde in ihrer eigenen Art. Der erfolgreichste Jäger auf Schädlingslarven und »eier ist die rote Waldameise, mit dem wissenschaftlichen Namen Formica rufa L. Durch menschlichen Unverstand und menschliche Habgier ist sie leider größtenteils ausgerottet worden. Wo sich aber noch ihre Kolonien auf dem Waldboden befinden, da bleibt in einem Umkreis bis zu 2 Hektar der Wald grün, denn sie übt ihre „Polizeigewalt" mit solchem Nachdruck aus, daß sich keine Schccklinas- art übermäßig entfalten kann. Forscher haben die Lebensweise dieses regelrechte Gemeinschaftsstaaten bildenden Jnsetts eingehend ftuteert und festgestellt, daß die Tagesbeute einer Rufa-Kolo- nie etwa 100 000 Insekten beträgt. Viele Wegen, Raupen aller Art, Larven von Holzkäfern, elbft Rüsselkäfer schleppen sie als willkommene Nahrung für die Brut in ihr Nest und nehmen sogar den Kampf mit schwer gepanzerten und be. haarten Insekten auf. Den Maikäfer fangen sie ab, bevor er aus der Erde kommt. Daneben sorgen sie für die Ausbreitung der Vegetation. So hat ein Forscher festgestellt, daß im Laufe einer Vegetationsperiode von einer einzigen Kolonie 40 000 ♦* Eine Siebzigjährige. Am heutigen Donnerstag, 27. Juli, kann Frau Charlotte Bern-| JU)Cltt - <300$. Hardt, Frankfurter Straße 110, ihr 70. Lebensjahr Mttagsbörfe fest. vollenden. «Wir beglückwünschen zum G-burtstag!) grantfllrt a 26.3uIi. Unter dem Ein. " St-uervnmahnung. Di-Stadtkasse weist der Neuerlichen Erleichterungen im Wert- darauf hin, daß dre 3.-4. Dorauszahlungsrate zur Papiergeschäft konnte °sich die feste Haltung der Dor- Grundsteuer 1939 umgefjenh bezahlt werden muß, tag.e weiter etwas verstärken. Die Kundschaftsbe. da sonst Saurnmszuschlag berechnet werden wird. Die mar etwas größer, was sich auch in vcr. 1. Rate der Hundesteuer wird ebenfalls zur Zahlung m^rten amtlichen Erstnotierangen äußerte, die am angemahnt. Aktienmarkt erneut durchschnittlich 0,50 bis In einer Veröffentlichung ter Deutschen Arbeits- '»rresvondenz wird gegen unerwünschte Betriebs- mmlungen Stellung genommen. Wenn ein Ar- Isitstamerab Geburtstag habe, Hochzett feiere ober nft irgendein Anlaß bestehe, feiner zu gedenken, . fei es nett und entspreche dem Sinne der Be- i iebsgemeinschaft, wenn dies in geeigneter Form stan werde. In manchen Betrieben werde in dieser ieziehung aber zu viel getan. Da seien die geschäs- :gen Sammler dauernd und bei allem mehr oder weniger wichtigen Anlässen mit ihren Listen unterwegs. Solche dauernden Sammlungen seien unerwünscht! Wohin solle es sichren, wenn in einem iroßbetrieb bei sämtlichen Geburtstagen, Hochzeiten )ter Kindtaufen der Gefolgschaftsmitglieter Samm- jngen veranstaltet werden. Wenn dann mehr als 55 Arbeitskameraden vorhanden seien, gebe es chließlich durchschnittlich an jedem Tage mehr als i.ne solche Sammlung. Wenn in kleinem Kreise in sn einzelnen Abteilungen die Arbeitskameraden bei entsprechenden Gelegenheiten diesem ober jenem mter sich eine kleine Freute bereiteten, so sei bas Ihr schön. Große Sammlungen sollten aber eine Ausnahme bleiben. Oie 3eif des Weißkohls beginnt. Nicht alle Ernten finb in jedem Jahr gleich gut. im so mehr wirb jeder einzelne gute Ernteertrag mn uns begrüßt. Da aber stets nur ein Teil der geernteten Erzeugnisse von der Nahrungsmittel- ndusttie ausgenommen und verarbeitet werden □nn, muß der Verbraucher der Aufforderung zum serstärkten Verzehr willig Folge leisten. Dies wird )m sehr leicht fallen, wenn es sich um begehrte Gemüse handelt. Ein solches ist ohne Zweifel der Deißkohl, unser Hauptgemüse. Wie vor zwei und frei Jahren haben wir auch diesmal wieder eine mte Ernte an Frühkohl zu verzeichnen. In den Haupt- rnbaugebieten ist man fleißig an der Ernte und -ringt große Mengen zum Versand. Der Derbrau- :ijer, der im Sommer jede Gelegenheit, recht viel Vitamine zu verzehren, benutzt, um ein ©egen» «wicht gegen die gemüseärmere Zeit des Winters ui schaffen, wird auch den preiswerten frühen Leisikohl gern kaufen. Der Hausfrau ist er längst icht mehr unbekannt, zumal er vielseitig sowohl ir den Mittags- als auaj für den Abendtisch zu verwenden ift Da die ersten sommerlichen Frühgemü e ocreits vom Speisezettel gestrichen finb, begrüßen roir es um so mehr, hier sofort wieder einen Ersatz in haben, ter uns in großer Menge zur Verfügung 2 eht. Beihilfen für Dienstverpflichtete. Gemäß ter Anordnuna des Beauftragten für den iüerjabresplan, daß alle Arbeitskräfte, die zu iatüspolüifd) bedeutsamen und unaufschiebbaren Arbeiten jeder Art verpflichtet werden, keinen w M ... ' H M ■ ■ .......M W^MWM ■ ö>^dDU ' Ms" l-'J ^'EMUZ X >4^y; i -X.,’ ■ X'i '/ '■ ■*’ v< MMrM KW L« gjixfporl steht Freiwilligkeit verstoßen, das für den deutschen Sport oberstes Gesetz ist." In klarer Herausstellung der Ordnung einer das ganze Volk erfassenden Leibeserziehung, wobei die besonderen Aufgaben der „Kraft - durch - Freude" - Organifation, der Hitler-Jugend und der SA. gekennzeichnet wurden, betonte der Reichssportführer, daß die Krone aller Leibesübungen im Wettkampf liege und daß der NSRL. diesen Wettkampf in vollendeter Gestaltung ausgeformt habe. Der NSRL. als die größte Organisation, die sich ausschließlich der Pflege der Leibesübungen in gymnastischer und sportlicher Hinsicht widme, sei somit zu einem Garanten des sportlichen Gedankens in Deutschland geworden und zum Träger auch der weiten internationalen Beziehungen, die Deutschland in leibeserzieherischer Hinsicht mit der ganzen Welt unterhalte. Der Reichssportführer von Tschammer und Osten hielt am Mittwoch auf dem Weltkongreß der Lingiade vor, Wissenschaftlern und Fachleuten von 37 Nationen seine mit Spannung erwartete Rede. Er entwickelte ein klares Bild vom Aufbau und von den Form- und Bildekräften der deutschen Leibeserziehung. Nachdrücklich unterstrich der Reichssportführer vor diesem internationalen Forum: „Es gibt in Deutschland weder kommandierten Sport noch zügelloses Sichausleben im Sport ohne Sinn. Dafür ist uns der menschliche Leib, seine Gesundheit und seine Natürlichkeit viel zu kostbar. Es wäre gleichzeitig ein Schlag gegen unsere Forderung der gesundheitlichen Führung jedes einzelnen unseres Volkes. Zum dritten würde es gegen das Prinzip der Der Reichssporlsuhrer vor dem Weltkongreß der Lingiade Der Olympiaort Garmisch-Partenkirchen , , schon jetzt völlig im Zeichen der V. Olympischen Winterspiele. Große Kolonnen von Arbeitern sind am Werk, die Anlagen auszubauen oder neu zu schaffen. Im Schistadion sind die alten Tribünen bereits Hans-Albers-Film, dessen Name noch nicht feststeht, und dem alle Beachtung der Fachwelt und des Filmpublikums erfordernden Plan Hans Schweickarts, unter dem Titel „Soldaten, glück" Lessings klassisches Lustspiel „Minna von Barnhelm" zu verfilmen, stehen Filme wie „Seite n s p r ü n g e ", die Theo Liegen j inszenieren wird, oder „Der 7. Junge", von A. I. L i p p l, dem Autor der „Pfingstorgel" und verschiedener anderer lustiger bayerischer Filme und Bühnenstücke. Luis Trenk er ist mit einem neuen Werk „Der Feuerteufel" vertreten, während Arnold Franck die letzten Aufnahmen zu seinem großen Expeditionsfilm „Robinson" in Bayern dreht. Der Film, dessen Hauptrolle Her- bert A. E. Böhme spielt, ist im wesentlichen in Südamerika, in Chile, Patagonien und im Feuerland gedreht worden. Es ist dies ein kleiner Ausschnitt aus dem Programm der Bavaria, das im übrigen Namen wie Brigitte Horney, Hans Moser (in dem fast beendeten Film „Anton der Letzte", einem Gemeinschaftsfilm der Bavaria und der Wien-Film), Eugen Klöpfer, Olga Tschechowa, Maria Cebotari und vieler anderer beliebter Künstler aufweist. Auch das Problem der Welt- raumrakete wird wieder einmal in diesem viel, fertigen Bavariaproqramm akut, nachdem der utopische Film eine Zeitlang weniger gepflegt wurde: in dem Werk „ZwischenfallimWeltenall unter R. A. Stemmle- . Gearbeitet wird also, wie man sieht, in Den Filmbezirken allenthalben. Auch in Wien, auf dem Rosenhügel sowohl wie in anderen Stätten des an landschaftlicher und baulicher Schönheit so reichen Donaulandes. Die Außenaufnahmen zu dem schon genannten Film „ A n t o n der Letzte" werden in der Umgebung Salzburgs gedreht, eine weitere Gemeinschaftsarbeit zwischen Wien-Film und Bova, ria, „Das j ü n g st e Gericht", beginnt in die. sen Tagen in Sievering, und ein Kulturfilm „Die Frisur im Wandel der Zeiten" wird im Schloß Schönbrunn und anderorts fertiggestellt. So wenig aber wie man in der Filmherstellung die Hände in den sommerlich faulen Schoß legt, so wenig ist das Publikum, seien es die Feriengäste, seien es die Daheimgebliebenen, die noch nicht Ab- gereisten oder die bereits Heimgekehrten, irgendwie hnomübe. Man sucht allenthalben in den großen Städten wie im einsamen Ferienort zum Abschluß eines harmonischen Ferientages auch einmal eine gute Filmunterhaltung, und der Theaterbesitzer, der sein Programm klug auf die leichtere Stimmung des Sommers abzustimmen weiß, indem er zwak gute und hochrangige künstlerische Filme aufführt, 1 aber schwere und allzu tragische Stoffe in diesen Wochen mehr in den Hintergrund treten läßt, wirs . auch in dieser Zeit sein gutes Kassengeschäft machen, i Denn eine „Saure-Gurken-Zeit" gehört für den FM ■ vergangenen Zeiten an. Max Ingolf. Wenngleich seit einigen Jahren der Sommer nicht . mehr eine absolute Ruhepause für die Filmschaffenden bedeutet, so ist doch die Zeit der 30 Grad i im Schatten, die Zeit der herrlichen Brat- und : Dösestunden am sanft plätschernden Meeres- oder Wannseestrand, der Bergwanderungen oder der idyllischen Dorf-Ferien auch für den Film eine, Zeit der Entspannung, der Besinnung und der Kraftsammlung. Die Maschine läuft in dieser Zeit nicht auf Hochtouren. Sie ruht aber auch nicht. Der Wagen läuft, wenn auch mit leicht gedrosseltem Motor. n diesen Wochen sind die Ateliers keineswegs leer, aber man beschränkt die Tätigkeit auf das Notwendigste, zumal auch die Künstler und die Techniker, die Beleuchter, die Handwerker und all die anderen Mitarbeiter dieser vielverzweigten mächtigen Industrie einmal Ferien machen müssen. Denn "wenn auch mancher es sich so vorstellt: Filim expeditionen, mögen sie nach beni Alpenlande, nach dem schönen Jugoslawien, in südliche Breiten des Mittelmeeres oder gar nach dem fernen Ostafien führen, bringen für alle Beteiligten wohl großes und unvergeßliches Erleben, aber sie sind keine Erholungsfahrten. Es find immer und in ledern Falle Wochen härtester Arbeit und fein Ersatz für den wirklichen Urlaub fern von allen beruflichen Dingen und Problemen. Da aber im Bereich der tönenden Flimmerleinwand so wenig wie irgendwo anders alles auf einmal in Urlaub geht, wird auch in dieser Zeit gearbeitet. Im Atelier und anderswo. In Berlin find u. a. die Aufnahmen zu dem neuen Z a r a h - L e a n d e r - F i l m der Ufa 7, Da s Lied der W ü ft e " in vollem Gange, und die Tobis dreht „Wir tanzen um die Welt", einen anspruchsvollen Unterhaltungsfilm, der menschliches Schicksal hineinstellt in die lockende, nie ihren Zauber verlierende Welt des Theaters, der Revue, des Tanzes. Hier wurden Aufnahmen glanzvoller Massenszenen im Theater des Volkes gedkeht, das einen äußerst wirkungsvollen Schauplatz für derartige Filmstoffe darstellt. Lucie Höflich (als Führerin einer Tanztruppe), Carola Höhn, Irene von Meyendorff, Hilde Hildebrand sind neben anderen führenden Künstlern an diesem reizvollen Spiel beteiligt. Auch der Bavuriafilm „Eine Frau wie Du" mit Brigitte Horney ist in Arbeit : und geht seiner Vollendung entgegen. Ueberhaupt ist d i e 'B a v a r i a, Hie erst vor Jahresfrist in neuer Form und mit neuen Zukunftsplänen wieder in die Reihe der führenden Praduktionsfirmen eintrat, ' äußerst regsam. Sie hat bereits ihr Dreh- programm für' das Produktionsjahr ’ 1 9 39/40 vorgelegt, 22 vielversprechende große ' Spielfilme und verschiedene Kultur- und Kurzfilme. ‘ Vom El>rgeiz künstlerischer Hochleistung bis zum leichten, lustigen und lustigen Gebilde anmutiger Unterhaltung' ist alles vertreten. Neben einem Flaute in der Rhön. NSFK.-Sluf. Treuler führt in der Gefamtwertung. Nebel und Regen herrschten am vierten Wettbewerbstage der „20. Rhön" auf der Wasserkuppe, so daß am Mittwoch kein einziger Start durchgeführt werden konnte. Inzwischen ist die genaue Ausrechnung der Punktwertung in allen drei Klast fen erfolgt. In der Klaffe der Emfltzer führt nach drei Tagen der NSFK.-Stuf. Treuier (NSFK.- Gruppe 8 Eschwege) mit 571,5 Punkten. Die genaue Wertung. Klasse A (Einsitzer): 1. NSFK.-Stuf. Treuter (NSFK.-Gruppe 8 Eschwege) 571,5 Punkte; 2 Stuf. Kraft (NSFK.-Gruppe 15 Stuttgart) 560,25 P,. 3. NSFK.-Hauptstuf. Bräutigam (NSFK.-Gruppe 7 Elbe-Saale) 475,5 P.; 4. NSFK.-Ostuf. Schmidt (NSFK.-Gruppe 16 Karlsruhe) 461,25 P.; 5. ©chu» chardt (DDL. Berlin) 461,0 P.; 6. Haase (NSFK.- Gruppe 4 Berlin) 401,5 P. Klasse B (Doppelsitzer): 1. Budzinsky/Leuber (NSFK.-Gruppe 8 Eschwege) 171 Punkte Klasse C (Nachwuchs-Segel.lieger): 1. AsFK.- Scharf. Esau (NSFK.-Gruppe 8 Eschwege) 90 P. Korpsführer Christiansen Teilnehmer am 2. Internationalen Lustrennen. Lpd. Frankfurt a. M.. 26. Juli. Korpssührer General der Flieger Christiansen, der am kommenden Sonntag anläßlich der Großflugveran- staltungen des NSFK. in Frankfurt anwesend ist, hat nunmehr endgültig seine aktive Teilnahme am 2. Internationalen Luftrennen zugesagt. Startete er bereits im vorigen Jahre als Teilnehmer am 1. Internationalen Luftrennen, so fliegt er in diesem Jahre in der -Klasse B als Flugzeugführer auf dem deutschen Kleinflugzeug „Siebel-Hummel". Als Orter begleitet ihn Standartenführer Siebe!, der Konstrukteur der Maschine. Vorbereitungen für Winterolympia 4940. Hochbetrieb in Garmisch-Partenkirchen. Der Film macht keine Ferien Kleine Vorschau auf die neue Spielzeit. ten. Gymnastik. 6.30: Frühkanzert. E- spielt das Mustkkorps des 3M. 1. 7: Nachrich -n. 8.10^ Gym. nastik. 8.25: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. Sommerspiele. 8.40: Froher Klang S"r Werkpause^ Es spielt das große Orchester des Reichssenders Köln 11: Vom Deutschlandsender: Neichssen^ing aus den Messehallen Berlin: Eröffnung der 16. Großen Deutsch n Rundfunk- und Fernseh-Rundfunk Ausstellung Berlin 1939. 12: Musik am Mittag! von der 16. Großen Deutschen Rundfunk- und Fern- leb-Rundsunk-Ausitellung Berlin 1939. 13. Zcacy Achten 13 15: Musik am Mittag II. 14: Nachrichten. Äo Stimmen, 'bie UNS begeistern^ (Jndustn - Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 16i. Eoni Der Rundfunkausstellung Berlin: Sport und M-krophon. Chorisches Spiel „Dein Körper dem Volke . Jnter^ nationaler Ringkampf. Rhönradvorsuhrungen des Reichsbahnsportoereins Berlin. Zweites $orW5 Spiel. Sportliche Vorführungen der Marineschule Mürwik. Dazwischen Musik vom Terrasienga - Ans den Memoiren eines Taunusbades . Plau derei 19: Zwischen Enkel und Ahn., 1915: Tagesspiegel. 1925: Sport der Woche und sur den Sonntag. 19.35: Der fröhliche Lautsprecher (Jndustr^- Schallplatten und Elgenaufnahmen.) 20. Nachrichten. 20.15: Lob der Stadt München. Ein kultureller Querschnitt. 1. Teil: Die Stadt der Kunst; 2. Teil. Kunst und Volk. 22: Nachrichten. 22.20: Bilderbuch der Woche. 22.35 bis 24: Unterhaltungs- und Hausmusik. Die schwerste Artillerie unserer Wehrmacht, zu der Kanonen und Stetlseuergefcyuge^aimigen und Mörser) über 21 cm Kaliber zählen, sind gewöhnlich höheren ^ommanbo^^eIIen birett unterstellt Die schwersten Geschütze sind meist Eisenbahn-Geschütze und dadurch schnell von einer Front zur anderen verschiebbar. Für die Verteidigung der deutschen Grenzen sind für die schwerste Artillerie, besonders für die Eisenbahn-Geschütze, z a hlre i ch e S t e l lungen Jrb er eitet unb oer meHen. Unser Bilb zeigt em berMenft-a») kleinen Diesel-Lokomotive in Feuerstellung gezogen wirb. — (Scherl-Bilderdienst M.) 10,90, SB 18 11,00, SB 19 11,10, SB 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R18 12,90, Dtoggenoollfleie 9118*10'90. kleie R12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreis ab Muhlenstatwn. Treber — Wiesenheu, handelsüblich 5,00 dis 5,20, bo. qut, gefunb, trocken 5,60 bis 6,00; Ackerheu, gut, gesund, trocken 6,00 bis 6,30; Kleeheu, handelsüblich 6,00 dis 6,40, do. gut, gesund trocken 6M bis 6,80; Luzerneheu, handelsüblich 6,60 bis 7,00, bo. gut, gefunb, trocken 7,00 bis 7,50; Aeizenstroh, bindsadengepreßt ober gebünbelt (alte Ernte) 2,50 Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 27. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgenbe Marktlage: Dorauftrieb: Großvieh 964 (107 Ochsen, 198 Bullen, 4v7 Kühe 202 Färsen), 700 Kälber, 136 Hammel und Schale, 700 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46 50' RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hammel 35 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 53 bis 62 RM. Markt- verlauf: Rinber, Kälber unb Schweine zugeteilt; Schafe mittel. Rundfunkprogramm Freitag, 28. Juli. 5 Uhr: Frühmusik. „Kameraden unterm Spaten". Reichsarbeitsbienst singt unb musiziert. 6: Nachnch- verschwunben. Gerabe ist man babei, die Funba- mente ber neuen Tribünen zu mauern. Uedrigge- blieben sinb von ber alten Anlage allem das Olympiahaus sowie bie Tribünen für Kampfrichter, Presse unb Offizielle. Eifrig gearbeitet wird auch im Eisstadion, wo bie Presse oberhalb ber Fuhrerloge unterqebradjt wirb, so baß sie von ihren Platzen aus beide Eisstadien überblicken kann. Dem Eisstadion angegliedert wird die in der ganzen Welt einzigartige 400 Meter lange Schn e ela u fd a h n auf Äunfteis. In Angriff genommen sind die Arbeiten an ber 2,5 Kilometer langen unb 17 Meter breiten Straße, die ben Hauptverkehr von den engen, winkligen Gassen bes Olympiaortes ablenken ^Jn den Büros häuft sich die Arbeit, wo man die 1936 gesammelten Erfahrungen natürlich ausnutzt. Sehr lebhaft geht es in der Kartenstelle zu, bei ber schon wenige Tage nach ber Übertragung ber Spiele bie ersten telegraphischen Kartenbestellungen eingegangen sind. Die Post baut um und stockt aus, die Reichsbahn baut an ihren Abstellgleisen. Dom Regierungspräsidenten wurde eine Olympia-Dienststelle in Garmisch-Partenkirchen eingerichtet, der Assessor Rudi I s m a y r vorsteht. Der Verkauf der General- unb Dauerkarten hat offiziell eingesetzt, der Absatz von Einzelkarten wirb bis zum September zurückgestellt. Englands Studenten in Wien. An ben Stubenten-Weltspielen vom 20. bis 27. August in Wien beteiligt sich England in ber Leichtathletik, im Schwimmen unb im Fechten. Die bekanntesten Leichtathleten sind die englischen Meister C. B. Holmes, A. G. K. Brown und C. A. I. Emery. Kroßer Sporttag der Betriebssportgemeinschasten. NSG. In ber Gauhauptstadt Frankfurt a. M. findet Ende August ein großer Sporttaa der Betriebssportgemeinschaften auf den Sandhöfer Wiesen statt. Er wird einen umfassenden Einblick in die Sportarbeit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" geben. Es finden Wettkämpfe in Leichtathletik, Schwimmen, Fußball, Handball, Faust- ball, Tennis, Tischtennis, Kegeln, Schießen und Tauziehen statt. Der Sporttag der Betriebssportgemeinschaft bringt außerdem interessante Vorführungen der Gausportgruppen. Wehrmacht übt Übung leistungsstark erhalten haben. 'Besonders de- eine), Kreis 6 (Waldeck) mit 7 (3 Vereine), Kreis 2 merkenswert ist die Tatsache daß allein 41 Be- (Werra) mit 5 (3 Vereine), Kreis 10 (Westerwald) merber, die über sechzig Jahre alt sind, zum Wett- streit an den Geräten antreten. Diesen der Idee einen Meldungen vor, 288 für bie reinen ober gemischten Gerätkämpfe, 213 für bie volkstümlichen Dreikämpfe. Dazu kommen 84 Kampfrichter unb Riegenführer, so baß am Sonntag allein 585 Turner aus» libenb tätig sinb. Die Zahl ber Feftbesucher insgesamt wirb bie 1000 überfteigen. Obenan steht ber Kreis 8 (Gießen) mit 240 Nennungen von Wettkämpfern und Kampfrichtern auf 36 Vereinen. Es schließen sich an: Kreis 1 (Kassel) mit 141 (21 Vereine), Kreis 4 (Rhön) mit 53 (7 Vereine), Kreis 11 (Friedberg) mit 43 (9 Vereine), Kreis 3 (Hersfelb) mit 27 (3 Vereine), Kreis Zu ben Wettkämpfen des Gaualterstreffens liegt ein vorzügliches Melbeergebnis vor. Erfreulich ist bie Tatsache, baß alle zwölf Kreise bes Gaues in Heuchelheim mit Wettkämpfern vertreten sein werben. Um über bas Fachamt Turnen hinaus auch ben NSRL.-Kameraben anberer Fachgebiete bie Teilnahme am Kameradschaftstreffen ber Alten zu ermöglichen, sinb in jeber ber sieben Altersklassen außer ben gemischten ober rem turnerischen Mehrkämpfen auch volkstümliche Dreikämpfe ausgeschrieben worben. Insgesamt lagen für bie Wettkämpfe aus 97 Verdes Gaues am Mittwoch bereits 501 Einzel- Tv. Philippstein, Tv. Wetzlar, Tv. Burgsolms, Tv. Nauborn, Tv. SBetzlar-Nieber-Girmes. Dieser Ueberblick über die Meldungen bringt überzeugend zum Ausdruck, daß es unter den Turnern in recht stattlicher Zahl Männer gibt, bie sich bis ins Alter hinein burch bie Pflege ber Leibes- Fr. L Jahns treu ergebenen Männern ist ber Tag bes Alterstreffens aber nicht nur eine Angelegenheit bes Kampfes unb bes Sieges. Was sie nach Heuchelheim führt, ist vor allem auch bie Freube auf bas bevorstehenbe Erlebnis ber Kamerabschaft im Kreise alter unb neuer Freunbe, für bie alle bie Leibesübung ein Bekenntnis zur großen Gemeinschaft und eine Verpflichtung zum Dienst an Jugend, Volk und Vaterland ist. Harbig - Lanzi im Olympiastadion. Die erste Begegnung zwischen dem deutschen Weltrekordmann Rudolf Harbig (Dresden) und dem Italiener Mario Lanzi nach den Mailänder Großkämpfen kommt am nächsten Samstag im Berliner Olympiastadion über 800 Meter zustande, am ersten Tage der internationalen leichtathletischen Prüfungskämpfe. Am 800-Meter-Lauf nehmen außerdem Brandscheit, Giesen und Schumacher teil. Die übrigen Ausländer starten erst am Sonntag. M a - Vorzügliches Melde-Ergebnis zum Gau-Merslressen. 9 (Lahn) mit 27 (4 Vereine), Kreis 12 (Hanau) mit 17 (4 Vereine), Kreis 7 (Marburg) mit 17 (3 Der- mit 5 (2 Vereine), Kreis 5 (Fulda-Eder) mit 3 (2 Vereine) Meldungen. Auf die einzelnen Altersklassen verteilt sich die Zahl der gemeldeten Wettkämpfer wie folgt: Klasse 1 (32 bis 35 Jahre): Gemischter Neunkampf: 80, volkstümlicher Dreikampf: 55. Klasse 2 (36 bis 40 Jahre): gemischter Neunkampf: 32; volkstümlicher Dreikampf: 54, Klasse 3 (41 bis 45 Jahre): Gerät-Sechskampf: 36, volkstümlicher Dreikampf: 34, Klasse 4 (46 bis 50 Jahre»: Sechskampf-Gerät: 38, volkstümlicher Dreikampf: 29; Klasse 5 (51 bis 55 Jahre): Gerät-Dreikampf: 32, volstümlicher Dreikampf: 17; Klasse 6 (56 bis 60 Jahre): Gerät-Dreikampi: 29, volkstümlicher Dreikamps: 18; Klasse 7 (über 60 Jahre): Gerät-Dreikampf: 41, volkstümlicher Dreikampf: 6. Zu den Faustballspielen, bie in zwei Klassen (1907 unb älter, 1899 unb älter) unter Leitung bes Gauobmcmns für Sommerspiele, Dr. Pfeffer (Gießen), zum Austrag kommen, haben gemelbet: Tv. 1846 Gießen, Polizei Gießen, r i a n i (Italien), Stranbberg (Schweben), V o> z a w a unb Tanaguchi (beide Japan) bestreike die Sprinterrennen, am Start ber 10 000 Me2 sind u. a. Beviacqua (Italien) und C f a p I J (Ungarn). Im Kugelstoßen trifft ber estländiM Europameister Kreek auf Trippe, Stück M Wöllke. Maffei (Italien) unb Dr. Long W? am Weitsprung am Start. International erstklaW besetzt sinb auch bie Frauen-Wettbewerbe. 174 wollen Marathon-Meister werden» Im Leipziger Scheibenholz stellen sich am SoE tag 174 Einzelbewerber unb 17 Mannschaften auH einer fünfmal zu burchlaufenben 8,4 Kilomeba langen Runbstrecke zum Kampf um bie beiben Tum ber" beutschen Marathon-Meisterschaft. Das ist M Melbeergebnis, wie man es sich früher nicht han°i träumen lassen. Die Meisterschaftsstrecke mürbe ausgewühlt, baß sie ber von Helsinki möglichst nah? - kommt. Da auch bie Jahres-, ja selbst bie Tageszm bie gleiche sein werben, kämpfen bie TeilnehmN hier wirklich unter olympischen Bebingungen. Meister von 1938, Eugen Bertsch (Stuttgart wirb es sehr schwer haben, seinen Titel erfolgrei® zu verteibigen. Bei ben Mannschaften find neben' dem Titelverteidiger DfL. Sportfreunde Potsbain vor allem Reichsbahn Stuttgart, Leipzig 1867 uni Poft Dresden zu nennen. < i (! i t ( 0 d i e C bi bi bi S G ei d b v r z c s 1