I - N M MO ■ .4 A i M j\ 5 j 's*#, y X < ^Wf ; - H «W < %y ? M HM :r A * nr. 251 Erstes Blatt Donnerstag, 2b. Oktober 1939 189. Jahrgang RMehren-edaltendeutsche werden von der ASV. betreut in »iirii - @e|pm stall S 3nloö er ni ch d seitch he &i rterti I t 131,1: ' 50) na! 0). fa t 1577; .5), & ifW )0 (1$ ür !u Lis l?1 rage ■ samo nleififi such!' erhö^r Ten 11? tonen ? im M eiter ? Eage;?! heimzukehren ins Großdeutsche Reich und sich einzufügen in die Aufbaufront im wiedergewonnenen deutschen Osten, zwar im Augenblick unerwartet, dieser Entschluß aber entsprang einer geschichtlichen auch dank ihrer Fähigkeit einen Anspruch hatten. Und so kam der Ruf des Führers an die Ballen, Die Danziger haben die Balten nicht nur mit offenen Armen ausgenommen und ihnen die brüderlichen Gefühle des ganzen deutschen Volkes übermittelt, sie stehen ihnen auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite helfen ihnen die verlassenen polnischen Wohnungen Herrichten und die ersten Schwierigkeiten der neuen Lebensweise überwinden. Es trifft sich günstig, daß in Danzig selbst eine ganze Anzahl bereits früher ausgewanderter Balten leben, die sich einen festen Platz im Wirt- ■•n ’m ine, [ gang des Weltkrieges und früher schon machten sich die Zeichen der Zeit für jeden Wissenden immer stärker bemerkbar. Sie ließen eindeutig erkennen, Osteuropa. Englands „Kriegsziele" Belgische Betrachtungen. Danzig, im Oktober 1939. Mit den Türmen von Riga und Reval, die am Unser Bild zeigt ankommende Baltendeutsche in Danzig, die mit dem KdF.-Schift „Der Deutsche zurückkehrten. Unser Bild zeigt RSV.-Schwestern, die das Körbchen mit einem Baby tragen. 3m Hintergrund „Der Deutsche". — (Scherl-Bilderdienst-M.) Brüssel, 25. Okt. (Europapreß). Die Unsinnigkeit des durch England betriebenen Krieges wird von der belgischen Zeitung „Pays Mel" mit aller Schärfe gekennzeichnet. Solange die Welt bestehe, schreibt „Pays Reel", gebe es, ebenso wie für vieles andere, auch für den Krieg gewisse Spielregeln. Sie verlangten, daß man gegen seinen Gegner Forderungen erhebe, die auf friedlichem Wege nicht zu erfüllen seien. „Worin aber bestehen", so fragt das Blatt, „bei England solche Forderungen, die man Kriegsziele nennen könnte? Für wen und für was schlägt man sich? Schlägt man sich für den Preis von Hekatomben von Blutopfern, um die Irrtümer von 1914 wiederholen zu können, schlägt Annahme von Anzeige» für die Mitlagsnummer vis8'/.Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25°/, mehr. LrmStztgte Grundpreise: Steilem, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheiisanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder», Unterrichts» il behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Zu neuen Ufern! Große Aufgaben harren der Battendeutschen. Bon unserem v. W.-Mitarbeiier krscherm täg Itd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Lietzener Familienblatter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Plh 4 Beilagen RM. 1.95 Dhne Illustrierte e 1.80 Kustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse gnter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Ribbentrop beweist Englands Schuld am Konflikt. Oie Rede des Außenministers hat in der Schweiz starken Widerhall gefunden berichten, entgegentreten, mit denen „man nur das französische Volk dumm machen woll e". Es sei vielmehr für das französische Volk notwendig zu erkennen, daß Frankreich einen furchtbaren Gegner vor sich habe. Der „Petit Parisien" sagt in der Überschrift „Kampf den Engländern!", das „Journal": „Heftige Rede gegen England!" Da die Blätter die gegen England gerichtete Kampfansage gleichzeitig auch als eine Kampfansage gegen Frankreich darzustellen suchen, häufen sich in den Zeitungen die Artikel, deren Tendenz darin besteht, den Franzosen die Notwendigkeit des Durchhaltens klar zu machen. Das Echo in Moskau. Eine deutsche Klarstellung der englischen Kriegspolitik. Moskau, 26. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die Danziger Rede Ribbentrops wird in Moskau als eine eindeutige Antwort auf die englische Kriegspolitik bezeichnet. In sowjetrussischen Kreisen betont man besonders, daß sich die Grundthesen der Rede herrschenden Auffassungen decken über herrschenden Auslassungen deckt über die Schuld Englands an der Fortsetzung des Krieges und die Ablehnung der englischen Einmischung >1 br; »in Wolfe! n «tuet WsIq: ro'ifs !9 £ IsiM, >>h 4t; Kämpfen bis zum Siege! Immer wieder sind in den letzten Tagen hier und da im Ausland Versuchsballons aufgestiegen, die Deutschland einen neuen Friedensvorschlag entlocken wollten, obwohl der Führer in feiner großen Reichstagsrede vom 6. Oktober unmißverständlich erklärt hatte, daß das soeben von ihm verkündete Programm einer großzügigen Aktion zur Be- riedung und Neuordnung Europas sein letztes Wort sei. Daß er darauf von dem britischen Premierminister Chamberlain eine höhnische Ablehnung erfuhr, der es nicht einmal für notwendig hielt, sich mit Einzelheiten des deutschen Friedens» Vorschlages auseinanderzusetzen, wissen wir alle, weiß auch die Welt. Deutschland hat fein Bestes getan für den Brückenschlag zu einer gerechten Friedensregelung, es ist brüsk zurück gewiesen worden. Irgendwelche neue Initiative, die man in gewissen Kreisen des Auslandes uns gerne zuschieben möchte, kann nun nicht noch die Sache Deutschlands sein. Darüber kann nach der Danziger Rede des Reichsaußenministers von Ribbentrop keinerlei Zweifel mehr sein. Deutschland hat den Frieden gewollt. Es hat seinerseits alles getan, um die Wiederherstellung normaler Beziehungen zu den Westmächten zu ermöglichen, es hat schroffe Zurückweisungen erfahren und zieht daraus die einzig mögliche Folgerung, nunmehr mit aller Entschlossenheit diesen ihm aufgezwungenen Krieg aufzunehmen und die Waffen nicht eher niederzulegen, bis die Sicherheit des Reiches in Europa gewährleistet ist und die Garantien dafür geschaffen sind, daß ein Angriff auf das deutsche Volk für alle Zeiten ausgeschlossen ist. England darf künftighin nicht noch einmal Gelegenheit haben, den Frieden Europas durch seine noch .Korrekturen" vornehmen. Hier an diese vorderste Front des Volkstums- kompfes kommen nun die Balte n. Sie sollen dem deutschen Volk mit ihrer Erfahrung und ihren kolonisatorischen Fähigkeiten einen Wonnen Dtenft Kisten. Und sie werden es, einsatzbereit bis zmn letzten Mann und bis zur letzten Frau, tun. So kommen sie nach Danzig und von Danzig nach Totenhafen mit einer Sendung die.l^er selbstg wählten Sendung gleicht, auf der einst Riga und Reval im baltischen Binnenlande entstanden Gleichzeitig aber gehen täglich lange 3^ üon Totenhafen aus nach Süden Sie bringen P o l en aus der Stadt Gotenhafen und t^rer Umgebung nach Tschenstochau oder n a d) t u ö - lin ober Sie Ice. Es ist eine n e u Zeitliche Völkerwanderung, die heute im P^e Tange ist, die Umrisse 'hres Ergebnisses zeichnen sich bereits ab, so wie der Führer das m seiner Reichstagsrede angedeutet hat. Und Danzig, ge rede erst nach Ueberwindung einerJ^nmmg üo Wei Jahrzehnten wieder heimgekehrt ms> Reich is glücklich, mithelfen zu dürfen an der Ueberbruckung einer Trennung von sieben Jahrhunderten mdern es seine Erfahrungen, feine Kenntnis von Lanv Leuten in Westpreußen und Pofen ^n Ruckwan berern nutzbar macht und ihnen auf diese Weise den Ansatz zum neuen Werk erleichtert. schaftsleben der ehemaligen Freien Stadt erarbeitet haben und jetzt den Nachkommenden die hilfreiche Hand hinstrecken können. So wird der baltische Landwirt leichter das für ihn passende Grundstück in Westpreußen finden können und der Kaufmann leichter sich hineinfinden in die ihm im deutschen Außenhandel offen stehenden Möglichkeiten. Aerzte werden im neu erworbenen Gebiet ebenso dringend gebraucht wie Lehrkräfte, Ingenieure, Handwerker. Kurz für jeden Balten i st hier ein Platz bereit, auf dem er unverzüglich beginnen kann. Eine Aufgabe „des Schweißes der Edlen wohl wert". Hoffen wir, vor der Geschichte das Zeugnis dereinst zu erhalten, daß wir uns einer großen und wichtigen Stunde gesamtdeutscher Entwicklung würdig erwiesen haben. Horizont hinter den „Balten-Schiften" zurückblei- ben, versinkt für die Auswanderer eine fiebenhundertjährige Veraangenhett. Sie ist nicht plötzlich abgebrochen worden — seit den Ereignissen am Aus- Genf, 25. Oktober. (Europapreß.) Reichsaußenminister von Ribbentrop hat ein großes Echo auf eine Danziger Rede erhalten. Als Hauptpunkt halten die Schweizer Blätter in den Ueberfchriften die Tatsache fest, daß Ribbentrop die Schuld Englands am Konflikt bewiesen habe. Aus- schen haben die detaillierten Beschreibungen der Bemühungen des Führers erregt, sich schon 1933 mit dem damaligen Ministerpräsidenten D a l a - d i e r zu treffen und sich zu verständigen. Die Schilderungen dieser wie auch aller anderen folgenden, von England durchkreuzten Annäherungsversuche haben besonders stark in der neutralen Öffentlichkeit und vor allem in den französischen Kreisen der Westschweiz gewirkt. Besonders vermerkt wurden weiter die Worte des Reichsaußenministers andre Adresse der Vereinigten Staaten und seine Versicherung, daß Deutschland die Monroe- Doktrin achten werde. LlngetellleAufmerkfamkettmRom Der Widerhall der Ribbentrop-Rede in Paris. Rom, 26. Okt. (Europapreß.) Die römischen Blätter verfolgen mit großer Aufmerksamkeit den Widerhall, den die Erklärungen des Reichsaußen- minifters von Ribbentrop in Danzig i n L o n von und Paris gefunden haben. Die . stattenische Bresse schreibt, das englische und französische Echo lasse klar erkennen, daß die Westmächte nach wie vor entschlossen seien, den Krieg bis zur Vernichtung des Nationalsozialismus, d. h. des deuftchen Volkes weiterzuführen. Insbesondere sei dies dadurch zu Erkennen daß die Presse in Paris und London d/m von amtlicher Seite ausgegebenen Stichwort folgend, die Ausführungen von Ribbentrops als bedeutungslos" hinzustellen versuche Auf französischer Seite sei es nur ein einziges Blatt, das den Versuchen der übrigen Zeitungen entgegengetreten sei auch diese Kundgebung des entschlossenen deutschen Willens, nunmehr bis zum Letzten zu kämpfen als einen Ausdruck der Schwache hinzu- tellen In dem katholisch-konservativen „F'garo schreibt Wladimir d' O r m e f f o n man müsse den tendenziösen Nachrichten, die von dem bevorstehenden Zusammenbruch Deutschlands und dem geringen militärischen Wert des deutschen Soldaten innere Glück Hilst ihnen hinweg über den Schmerz bes Abschiedes von der Heimat der Ahnen, die drüben Hinterm grauen Meer zurückblieb. Aber noch etwas anderes erhöht die Spannkraft der Rückwanderer: das Wissen um die große Aufgabe, zu der man sie rief. Kampfgebiet ist der deutsche Osten seit jeher gewesen. Kampfgeb i e t im Krieg wie im Frieden. Der deutsche Osten will behauptet sein, das heißt, er braucht Menschen, die den Willen zur Selbstbehauptung, den Willen zur unbedingten Wahrung ihrer deutschen Wesensart so selbstverständlich in sich tragen, daß davon kein Aufhebens gemacht zu werden braucht So aber sind die Balten, die in siebenhundert Jahren be- drängnisreichster Geschichte es fertig bekommen haben, nicht nur sich vor völkischem Untergang zu bewahren, sondern als kleine Minderheit dem Baltenlande ihren ureigensten Stempel aufzuprägen und darüber hinaus noch Wege zur Kultur zu weisen. Aus erzwungener, durch die Nachknegsver- hättnisse bedingter Untätigkeit öffnen sich nun ben Balten wieder weite Möglichkeiten volkspolitischer Betätigung. Sie kommen in ein Gebiet, das als Ordensland einst deutsch war, im Strudel der spateren Jahrhunderte überflutet wurde von slawischen Bottsteilen, politisch wieder zu Deutschland kam, aber in einer Zeit, da man den Bestand des Reiches jur ungefährdet hielt, nicht wirklich a u ch v o n innen heraus gewonnen wurde. Dieses Versäumnis rächte sich in Versailles — und mit her restlosen Auslöschung des Versailler Gewalt- ; Mates wird nun auch das andere Versäumnis 5 nachträglich wieder gutgemacht werden. Das Land im Weichselstromgebiet, soweit es m die Reichs- grenZen einbezogen ist, soll so etnbeu11 g deutsch werden, daß niemand mehr auf den Gedanken kommen kann, man müßte hier so oder s irgrnss : fürfry Öfl5 L12 • W 14:5- E >15 üj? ,ert l'.J !: Stlj i 19.1^; gE 2.15: “ 1 man sich für das linke Rheinufer, für die Zer- tückelung Deutschlands, für die künstliche Wiederherstellung Oesterreich-Ungarns? Und wenn man Deutschland nicht zerstückeln will, was für ein Polen will man dann wieder!)erstellen? Das Polen des Obersten Beck ober das Polen Rydz-Smiglys? Was will man mit der Tschecho-Slowakei machen? Beabsichtigt man, Herrn Benesch seine Intrigen und Machenschaften wiederholen zu lassen? Was will man mit der Slowakei machen? Stteitet man etwa gegen Rußland, um ihm Pinsk wieder weg- zunehmen? Oder streitet man gegen die Litauer, damit sie Wilna wieder hergeben? Wie gedenkt man die »Barriere im Osten' wiederherzustellen? Die entscheidendste Tatsache dieses Krieges", so fährt das Blatt fort, „ist, daß weder England, noch Frankreich für sich eine Forderung gegenüber Deutschland vorzubringen haben. Man weiß darum nicht, was dieser Krieg ist. Aber man weiß, was er nicht ist." Argentiniens Neutralität Buenos Aires, 26. Okt. (Europapreß). Die angestrengten argentinischen Bemühungen, d i e uneingeschränkte Neutralität unbedingt aufrechtzuerhalten, gehen aus zwei Tatsachen hervor: Am 27. Oktober wird die Hochseeflotte zur Durchführung der sogenannten Neuttalitäts- patrouille diejenigen Teile des auf der Konferenz von Panama festgelegten N e u tr a l i t ä t s g ii r - t e l s anlaufen, die an die Argentinische Küste grenzen. Bis jetzt ist jedoch nichts über Abmachungen Argentiniens mit Nordamerika über die Verstärkung dieser Neutralitätspatrouille bekannt. Es bestehen lediglich Abmachungen mit Brasilien und Uruguay. Es herrscht die Ausfassung vor, daß die Flotten dieser drei Länder vollauf genügen, um diese Patrouille selbständig durchzuführen. Ferner ist die argentinische Regierung grundsätzlich anberor Auffassung als die der Vereinigten Staaten von Nordamerika hinsichtlich des Tankrechts für Unterseeboote in argentinischen Häfen. Die USA. haben fremden U-Booten das Anlaufen nordamerikanischer Häfen außer in Fällen bestehender Lebensgefahr für die Besatzung untersagt. An zuständiger Stelle konnte in Erfahrung gebracht werden, daß die argentinische Regierung ein gleiches Verfahren nicht beabsichtigt, sondern noch wie vor fremden U-Booten und auch allen anderen Kriegsschiffen den Besuch argentinischer Häfen o f f e n l ä ß t, falls diese Schiffe innerhalb der H o h e i t s g e w ä s s e r über Wasser fahren, ihre Flagge'zeigen und nicht länger als vierundnvanzig Stunden im neutralen Hafen bleiben. Eine entsprechende amtliche Verlautbarung wird für die nächsten Tage erwartet. Es ist an- zunehmen, daß auch Uruguay, möglicherweise auch Brasilien, eine ähnliche Haltung einnehmen werde, während die USA. nach wie vor versuchen, möglichst viele mittel- und südamerikanische Länder zur Nachahmung des eigenen Vorgehens zu veranlassen. Deuiscb-araentiniscbe Aussprache. Buenos Aires, 25. Okt. (DNB.) Der deutsche । Botschafter in Argentinien, von Thermann, übermittelte dem argentinischen Außenminister den , Dank der Reichsregierung für die Bemühungen • des argentinischen Konsulats in Barcelona, das i während des spanischen Bürgerkriegs i den Schutz der Reichsdeutschen über- f nommen hatte. Gleichzeitig wurden verschiedene i Fragen des S e e k r i e g s r e ch t s erörtert. Dabei , wies der Bottchatter besonders auf die Gefah- i r e n hin, die für argentinische Staatsangehörige ■ entstehen, wenn sie auf englischen oder : französischen Schiffen reifen, die sich s völkerrechtswidrig verhalten oder in t einem feindlichen Geleitzug fahren, chvkh !iH 31 (U 1 daß den Batten in Estland und Lettland nicht mehr O das Wirkungsfeld eingeräumt werden würde, auf »1 das sie nicht nur dank ihrer Tradition, sondern M auch dank ihrer Fähigkeit einen Anspruch hatten. Notwendigkeit. Geschichtlichen Notwendigkeiten aber kann man nur gerecht werden mit vorwärts und nicht rückwärts gewandtem Blick. Darum gehen auch die Augen der Balten vor» ttärts zu den „neuen Ufern", die ihnen zur neuen Heimat werden sollen. Und wenn nach sechs- imddreißigstündiger Seefahrt aus dem grauen herbstlichen Meer am Horizont voraus die Türme von Danzig hervortauchen, der wuchttge wie eine Faust Gottes gen Himmel gereckte Turm der Marienkirche, der schlanke an St. Peter von Riga aus der Ferne erinnernde Danziger Rachausturm und die Doppelspitze der Seemannskirche von Neu- sahrwasser schräg gegenüber der vielgenannten blutig umkämpften Westerplatte — dann ist so (etwas wie H e i m a t g e f ü h l in den Herzen der Balten, denn sie tragen in sich das Wissen um hanseatentum, um die unsichtoaren aber unendlich lebendigen Verbindungen, die zwischen den allen hansastädten der Ostsee, Danzig, Reval und Riga hin- und hergegangen sind. Und wenn sie im Danziger Hafen — die Einfahrt nach Gotenhafen ist zur Stunde für größere Fahrzeuge noch nicht möglich. da die von den Polen versenkten Dampfer die Eingänge immer noch teilweise blockieren — an Land gehen, von HI. und BDM. und den Abge- andten der NSV. empfangen werden, wenn die putschen Lieder an ihr Ohr klingen — dann wißen ie es erst recht: sie sind h e i rn g e k e h r t in einem ehr tiefen und beglückenden Sinne. Und dieses Glück hilft ihnen hinweg über den Schmerz Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Druck und Verlag: Vrühlsche Univerfitalsdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und SeschastLftelle: Zchulstratze 7 tückischen Intrigen zu stören. Es darf nicht noch einmal Gelegenheit bekommen, sich auf so zynische Weise der Verständigung der Völker entgegenzustemmen und KU Hintertreiben, wie in diesen letzten Jahren es A und D der britischen Politik gewesen ist. Daß England damit allein die Schuld und die volle Verantwortung für diesen Krieg trägt, hat Reichsaußenminister von Rippentrop in seiner Danziger Rede klar und eindeutig nachgewiesen. Er brauchte dabei nur den chronologischen Gang der Ereignisse aufzeigen, die dem letzten Friedensangebot des Führers und seiner Ablehnung durch England vorangegangen waren. Gerade die klare Sachlichkeit, mit der hier der erste außenpolitische Mitarbeiter des Führers aus seiner vertrautesten Kenntnis der Dinge heraus berichtete, sprach überzeugend für Deutschlands Bemühungen, eine gerechte Neuordnung Europas durch Beseitigung der Unerträglichkeiten des Versailler Diktats auf dem Verhandlungswege und ohne jede Schädigung der britischen Interessen durchzusetzen. Geradezu er- schütterrrd wirkte in der Darstellung Ribbentrops, wie es der Führer als seine eigenste Aufgabe, ja als Grundlinie seiner gesamten Außenpolitik betrachtet hat, mit England in ein wahrhaft freundschaftliches Verhältnis au kommen, obwohl alle feine Versuche, eine aufrichtige Aussprache anzubahnen, immer wieder aus kühle Zurückhaltung, ja eisige Ablehnung stießen. Das England angebotene Schutz, und Trutzbünd- nis, von dem wir aus dem Munde Ribbentrops ausführlich erfuhren, ist wohl der weitestgehende Ausdruck dieser Versuche, die in dem Bewußtsein gemacht worden waren, daß nichts den Frieden der Welt stärker zu sichern vermöge als eine aufrichtige deutsch-britische Freundschaft. Mit dem in dem Bündnisangebot ausgesprochenen einseitigen Verzicht auf jede Waffenhilfe Englands stellte der Führer klar, daß Deutschland keinerlei aggressive außenpolitische Ziele habe, die England vor die Notwendigkeit stellen würden, für uns zum Schwert zu greifen, während umgekehrt Deutschland bereit war, nicht nur seine Kriegsflotte, sondern auch eine Anzahl von Divisionen seines Landheeres dort einzusetzen, wo England sich im Frieden seines Empire bedroht fühle. Zusammen mit der Garantie der ewigen Unantastbarkeit der zwischen Deutschland und England liegenden Länder Holland, Belgien und Frankreich und der britischen Interessen in der Welt bzw. der deutschen Interessen in Osteuropa wäre dieses Bündnis die sicherste Garantie für eine friedliche Entwicklung Europas gewesen. Aber daran war England nichts gelegen, es wollte einen in Unftieden zerklüfteten und sich in Mißtrauen verzehrenden Kontinent, es wollte die Der- nichtung Deutschlands, es wollte den Krieg. Es war damals schon in der kleinen Clique, die hr England die Politik macht, beschlossene Sache. Man fühlte sich nur noch zu schwach, um über Deutschland herzufallen, und der Versuch, die Franzosen schon im Jahre der nationalsozialistischen Erhebung au einem Präventivkrieg gegen das wiedererstarkende Deutschland aufzuputschen, mißlang. Auch dafür führte Ribbentrop eindrucksvolle unb untrügliche Beweise an. Ja, als im Sommer des gleichen Jahres es den Anschein hatte, als ob durch eine persönliche Aussprache zwischen Daladier und Adolf Hitler eine deutsch-französische Verständigung herbeigeführt werden könnte, war es wieder England, das in Paris alle Minen springen ließ, um den ihm damals als Ministerpräsidenten unbequemen und als Dolksmann höchst verdächtigen Daladier au stürmen und damit jeden Versuch einer deutsch-französischen Verständigung im Keime zu ersticken. Und nun arbeitete England mit dem ganzen Zynismus, dessen nur die englische Politik fähig ist, daraufhin, für den Krieg, den man zur Vernichtung oes unter nationalsozialistischer Führung emporstrebenden Deutschlands $u führen entschlossen war, diplomatisch und militärisch gerüstet zu sein. Das Bündnis mit Frankreich, die Einkreisungspolitik im Südosten, die freilich vergebliche Fühlungnahme in Moskau und schließlich die Garantie an Polen sollten sich zu dem Netz aneinanderreihen, das man Deutschland über den Kopf werfen wollte, Um es zu erdrosseln, ohne selbst sich dabei in Unkosten stürzen zu müssen. Daß der saubere Plan an seiner wichtigsten Stelle durch den deutsch-russischen Freundschaftspakt durchkreuzt wurde, hatte man in London am allerwenigsten vorausgesehen. Trotzdem blieb England stur bei seinem Vorhaben. Die Ga. rantie an Polen sollte ihm nur die Gelegenheit bieten, mit einem für das eigene Volk einigermaßen plausiblen Grund den Krieg gegen Deutschland vom Zaun zu brechen. Auch für diese heimtückische Hinterhältigkeit der englischen Politik, die, statt auf ihren polnischen Schützling mäßigend einzuwirken, ihn zu den frechsten Provokationen geradezu anstachelte, auch für diese saubere Kulissenarbeit der britischen Reaie- rung ist Ribbentrop in seiner Danziger Rede Den Beweis nicht schuldig geblieben. Ebenso schonungslos zerriß er den Schleier des Lügengewebes, den die britiscke Propaganda um die Haltung Englands m Müncyen gebreitet hat, um Englands Schuld am Kriege zu vertuschen. Ribbentrops Enthüllungen haben endgültig Schluß gemacht mit der lächerlichen Meinung, als ob München das „Friedenswerk" des Herrn Chamberlain gewesen sei. Chamberlain, der gehofft hatte, Deutschland durch Kriegsdrohungen von seinen berechtiaten Forderungen zur Befreiung seiner sudetendeutschen Brüder abzubringen, konnte diese Drohung lediglich deshalb nicht ausführen, weil England sich dazu noch nicht hinreicheno stark fühlte. Aber ungeachtet seines auf fein eigenes Drängen mit dem Führer in München geschlossenen Konsultationsoersprechens stellte sich Chamberlain unmittelbar nach seiner Rückkehr aus München an die Spitze der britischen Auftüstungspropaganda, Um England in den Stand zu setzen, den in München nur verschobenen Krieg gegen Deutschland bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit Wirklichkeit werden zu lassen. Diese Gelegenheit sollte bann Englands Garantie für Polen geben. So enthüllt sich die britische Außenpolitik als eine Kette von planmäßig angelegten Manövern, die politisch wie militärisch hie für England günstige Situation schaffen sollten, den Krieg gegen Deutschland zu beginnen. Es war eine Pflicht der deutschen Außenpolitik, sobald sie sah, wie man in England auf die deutschen Derständigungsangebote reagierte, die entsprechenden Sicherungen zu schaffen und mit den Mächten Fühlung zu suchen, die gleichlaufende Interessen an einer gesunden Neuordnung und einer Stabilisierung des Weltfriedens hatten. So entstanden in der deutsch-italienischen Achse und in dem Dreieck Berlin—Rom—Tokio die Instrumente für eine Politik der Konsolidierung in Europa und der Welt. Dazu trat sodann als neuer mächtiger Faktor die Freundschaft mit Sowjetrußland, errichtet auf den Grundlagen altbewährter Tradition und daher auch, wie Reichsaußenminister von Ribbentrop in Danzig noch einmal unterstrich, fest verwurzelt in beiden Völkern, eine politische Realität, deren Auswirkung man auch in England nicht lange mehr wird übersehen können. So steht heute Deutschland, äußerlich und innerlich ganz anders als 1914 gerüstet, zum Aeußersten entschlossen, diesen ihm aufgezwungenen Kampf zu führen für die Sicherstellung seiner ewigen Lebensrechte, die England ihm mißgönnt, entschlossen, diesen Krieg bis zur letzten Entscheidung zu führen, die dem deutschen Volk und seinem Reich die Sicherung vor jedem neuen frevelhaften Angriff bringen muß. Fr. w. Lange. Abgrundtiefe Verlogenheit. Chamberlain leugnet noch immer die Giftgaslieferungen des edlen Englands. London, 25. Oktober. (DJtB.) 3m Unterhaus wurde Chamberlain gefragt, ob er eine Erklärung zu den wiederholten Behauptungen Deutschlands abzugeben f)aber daß Großbritannien Polen Giftgas geliefert habe. Chamberlain erklärte, er nehme gern die Gelegenheit wahr, um kategorisch feskzu- ffeUen, daß von England niemals Giftgas in irgendeiner Form an Polen geliefert worden fei. Churchill lügt weiter. London, 26. Okt. (Europapreß.) Zu Beginn dcr Unterhaussitzung am Mittwoch wurde Marineminister Winston Churchill über die Vorgänge bei der Versenkung der „Royal Dar befragt. Churchill teilte mit, daß die Untersuchung gegenwärtig im Gange sei, er hoffe, in der nächsten Woche eine vollständige Erklärung abgeben zu können. Als der Minister auf die Sachdarstellung des deutschen U-Bootskommandanten Kapitänleutnant Prien hingewiesen wurde, sagte er, er habe eine Anzahl von Erklärurngen des deutschen Kommandanten gelesen. Diese beständen zum Teil aus Mitteilungen, die bereits im Unterhaus gemacht worden seien, und zum anderen Teil entsprächen sie in keiner Weise den Tatsachen. Eine Erläuterung dieser erstaunlichen Erklärung hielt der Minister nicht für notwendig. England sucht die Neutralen zu erpressen Berlin, 25. Okt. (DNB.) Der Deutsche D i e n st schreibt: In einem Interview für die belgische Zeitung „L'Independance Belge" hat der britische Minister für die Kriegswirtschaft, Sir Ronald Croß, erneut Erläuterungen über die britische Einstellung zum Handelsverkehr der neutralen Länder gegeben. Als neues Argument zur Tröstung der Neutralen wegen der wochenlangen rigorosen Festhaltung ihrer Schiffe und der rücksichtslosen und völkerrechtswidrigen Löschungen ihrer Ladungen wird von Croß die Feststellung herangezogen, daß sich Enaland für alle Demokratien schlage und deshalb alle Opfer bringen müssen. Die llnAU» träglichkeiten würden jedoch aufhören, wenn Die neutralen Mächte die britischen Vorschriften und Kontrollen vorbehaltlos annehmen würden: also Ausfuhrverbote für alle Banngut- maren nach Deutschland, Unterlassung der Ausfuhr bereits im neutralen Land vorhandener derartiger Vorräte, fein Ersatz der nach Deutschland gelieferten Agrarerzeugnisse durch überseeische Einfuhren für den Eigenbedarf und keinerlei Transitverkehr mit Deutschland. Es ist von deutscher Seite bereits oft genug erklärt wovden, daß eine Annahme dieser britischen Forderungen eine Verletzung der wirtschaftlichen Neutralitätsgrundsätze durch die betroffenen Länder bedeuten würde. Sir Ronald Croß weiß dies genau und versucht daher, eine Entkräftung mit dem Hinweis, daß Deutschland den Umfana feiner Lieferungen an die neutralen Länder nicht aufrechterhalten könne und daß deshalb diese ihren Absatz nach Deutschland auch vermindern könnten. Gleichzeitig ist aber nach seinen Aeußerungen England bereit, seine Einfuhr aus den neutralen Ländern z u erhöhen, um diesen dadurch Ersatz für den abgeschlossenen deutschen Markt zu gewähren. An diesem Punkt dürften aber zweifellos bei den Neutralen ebenso wie hinsichtlich der Beruhigungsversuche bezüglich der wirtschaftlichen Neutralität em st e st e Zweifel aufsteigen. Einmal kann doch als sicher angenommen werden, daß Deutschland verstärkten neutralen Lieferungen nach England bei einer solchen Sachlage nicht untätig zu se h e n würde, und es hat sich doch bereits deutlich genug gezeigt, daß Zufuhren nach Großbritannien verhindert werden können. Anderseits weiß man auf neutraler Seite auch ganz genau, daß im Gegensatz zu Deutschland gerade England in den letzten Wochen seine Ausfuhr nicht aufrechterhalten konnte, und der britische Handelsminister Oliver Stanley hat dies noch vor wenigen Tagen ausdrücklich bestätigt, ebenso wie es auch in englischen Zeitungen und Fachblättern wiederholt zu lesen ist. Die Behauptung von der verminderten deutschen Lieferfähigkeit muß sich also bei den neutralen Ländern, die dies aus ihren eigenen Erfahrungen der letzten Zeit bester beurteilen können afs Sir Ronald Croß, als ein recht unglückliches Argument auswirken. Obwohl England nach der Aeußerung von Ronald Croß nicht die Absicht hat, die neutralen Länder zu drangsalieren und ihnen seinen Willen aufzuzwingen, steht einwandfrei fest, daß es diese Länder auf übel st e Weise unter Druck setzt, um Forderungen zu verwirklichen, die für die Betroffenen stets eine ernste Gefährdung ihrer Neutralität und eine schwerste wirtschaftliche Schädigung des Landes und seiner Bevölkerung bedeuten. Allein bei den Niederlanden machte der deutsche Transitverkehr 1938 etwa 90 v. H. des Gesamtdurchfuhrverkehrs der holländischen Häfen aus, wobei von Deutschland 17,7 Millionen Tonnen aus- und 21,6 Millionen Tonnen eingeführt wurden. Es läßt sich leicht ermessen, was ein Wegfall dieses Transitverkehrs für die niederländische Wirtschaft bedeuten müßte. Aehnlich liegen die Verhältnisse naturgemäß auch für andere neutrale Länder. Wenn England auf seinen Forderungen beharren und sie durchzuführen versuchen sollte, dann wäre es der Totengräber des neutralen Handelsverkehrs, und der neutrale „kleine Beitrag für die Sache aller Demokratien" wäre der Ruin ihrer Wirtschaft. Belgiens Antwort: „Hundert und tausendmal Nein!" Verstimmung in Belgien über die englischen Gewalttätigkeiten. Brüssel, 25. Ott. (Europapreß.) Die englischen Methoden, gegenüber den schwächeren Neutralen die brutalsten Druckmittel anzuwenden und sie ihrer Rohstoffe und Wertsachen zu berauben, die ihnen von Rechts wegen gehören, rufen in Belgien Unwillen in immer weiteren Kreisen hervor. So wurden auf dem Kongo-Dampfer „E l i s a b e th v i l l e" bei feiner Einfahrt in den englischen Kontrollhafen Weymouth als erstes 400 Kilogramm Gold beschlagnahmt. Als das Schiff nach wochenlangem Aufenthalt wieder frei gelassen wurde, dachte man nicht daran, den Eigentümern diese wertvolle Ladung zurückzuerstatten. Das führende belgische Wirtschaftsblatt „Echo de la Bourse" beklagt sich bitter über diese englische Gewalttätigkeit und fragt, ob man in England etwa Angst habe, daß Belgien sein Kongogold gegen Reichsmark eintauschen werde. Die führende Antwerpener Zeitung „Metropole" weist heute darauf hin, daß die Lage der belgischen Schiffahrt infolge der britischen Blockade sich in letzter Zeit noch weiter verschlechtert habe. Das Blatt macht folgende Feststellung: „Don der führenden belgischen Schiffahrtsgesellschaft, der „Compagnie Maritime Belge" werden zur Zeit sieben Schiffe in den englischen Kontrollhäfen zurückgehalten. Diese Schiffe haben ungefähr 53 000 Tonnen an wichtigen Lebensrnitteln und Roh st offen für Belgien an Bord, darunter 26 000 Tonnen Getreide, 2000 Tonnen Mais, 6000 Tonnen Gerste, 7000 Tonnen Mineralerze usw. Die Festhaltung dieser Waren hat ernste Rückwirkungen auf den belgischen Handel, die Ernährung des Volkes und die Belieferung der Industrie. Von der Schiffahrtsgesellschaft Depps sind zwei Schiffe von den Engländern besonders schwer mitgenommen worden, die „Gand", die schon seit dem 22. September, also seit über vier W o - ch e n, von den Engländern festgehalten ist — das Schiff wurde zuerst in den Downs zurückgehalten und mußte dann nach Liverpool fahren und dort einen Teil der von den Engländern beschlagnahmten Waren ausladen —, und die „tiurembourg", die sich seit dem 26. September in englischen Händen befindet, wobei ebenfalls ein Teil der Ladung beschlagnahmt wurde. Die Engländer haben neuerdings den Brauch eingeführt, von jeder neutralen Schiffsladung eine „kleine Prise" zu nehmen, was zur Folge hat, daß diese Schiffe nach dem Aufenthalt in den Downs noch nach einigen mehr ober weniger entlegenen britischen Häfen ge- schleppt werden. Die Entladung geht mit verzweifelnder Langsamkeit vor sich. Nicht genug damit, müssen die belgischen Reedereien nicht nur Sie K o st e n dieser Ausladung, sondern auch noch die Hafenkosten selb st bezahlen. Den Engländern macht es gar nichts aus, die übrige Ladung der gekaperten Schiffe vollkommen durcheinander zu werfen. Sie beschlagnahmen auch die P o st der Schiffe. Das Blatt fordert einen energischen Protest gegen die Langsamkeit der englischen Kontrolle und gegen die völlige Gleichgültigkeit, mit der die Engländer der belgischen Schiffahrt sowie der belgischen Industrie und Lebensmittelversorgung ohne jede Rechtfertigung unberechenbare Verluste zufügten. Nachdem die „Nation Belge" sich bereits mit den Grundsätzen befaßte, die der englische Minister für Kriegswirtschaft, Croß, in einem Interview der „Libre Belgique" aufgezeigt hatte, werden dessen Thesen heute noch einmal im „Pays Reel" hervorgehoben. „England maßt sich das Recht an, unsere Wirtschaftsbeziehungen mit den Ländern einzu- chränken, mit denen es im Kriegszustand lebt Es ordert das Monopol aller überseeischen Rohstoffe für ich und seinen Alliierten. Die Neutralen, d. h. die Belgier müssen zum enMschen Erfolg das ihrige beisteuern, weil Englands Sache die Sache der Demokratien und damit unfere Sache fei. Z u alledem sagen mir hundert- und tausendmal Nein! Unsere Sache ist nur d i e Sache Belgiens. Wir lassen uns für keine f r e m d e Sache einspannen, denn unsere Politik ist die der Neutralität, eine Politik der Unab- häng'igkeit, wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit. Die uns gehörigen Rohstoffe einem „Mock" als Hilfsmittel zu reservieren, hieße die belgische Neutralität verletzen. Herr Croß und einige schlechte Belgier mit ihm werden sich fragen können, ob England nicht genügend stark ist, Belgien zu zwingen, den englischen Wünschen Folge zu leisten. Daraus können wir allerdings nur zurückfragen, daß mir geglaubt haben, England hätte deshalb den Krieg erklärt, weil es die kleinen Staaten gegen die Willkür schützen und den Schwachen erlauben wollte, sich wie die Mächtigen frei zu bewegen. Oder sollten wir uns hierin getäuscht haben, sehr ehrenwerter Herr Croß? Indiens Forderungen an England. London, 25. Oktober. (Europapreß.) Mahatma Gandhi hat noch einmal die Forderungen Indiens an England formuliert. Er sagte, die Kongreßpartei habe gar keine Abänderung des Der» fastungsgesetzes während der Dauer des Krieges gefordert. Sie habe nur verlangt, daß die britischen Kriegsziele notwendigerweise die Unabhängigkeit Indiens umfassen müssen. Während des Krieges solle hieraus bereits so weit wie möglich hingearbeitet werden. Gandhi bezeichnet barm das von den Engländern vor allem als Grund für die Fortsetzung ihrer Herrschaft angeführte Minderheiten-Problem als Zukunftsbild. Zwar fei fein Vorhandensein nicht zu leugnen. Aber die Lösung fei nicht Aufgabe Englands, sondern einer verfassunggebenden indischen Versammlung. Gandhi sagte, der Streit zwischen den Hindus und den Mohammedanern sei geradezu eine Folge der englischen Verwaltung. Die Kongreßpart-ei habe nur den Rücktritt ihrer Regierung in den von ihr verwalteten Provinzen verlangen können. Ihre weitere Haltung werbe davon Rußland liefert Kuttergetreide nach Deutschland. Moskau, 25. Okt. (DNB.) Schon vor einigen Tagen ist im Rahmen der in Moskau stattfindenden Wirtschaftsoerhandlungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion ein Kaufvertrag über die Lieferung von Futtergetreide an Deutschland abgeschlossen worden. Auf Grund dieses Vertrages wird ab sofort sowjetrussisches Futtergetreide in Höhe von einer Million Tonnen nach Deutschland geliefert. Es dürfte sich bei diesem Abschluß, der deutscherseits durch den Präsidenten der Reichsgetreidestelle, Daßler, getätigt wurde, um den größten Getreideabschluß handeln, der jemals zwischen zwei Ländern vereinbart wurde. Die Lieferungen des Futtergetreides sollen in den nächsten Tagen beginnen und im Laufe von zwei Monaten beendet sein. abhängen, was England in dieser Derfassungsfrage zu tun gedenke. Der Vertreter des „Giornale d'Jtalia" in London berichtet seinem Blatt, daß die Agitation Gandhis, Großbritannien ein klares und bindendes Versprechen über die künftige Selbständigkeit Indiens zu entreißen, der britischen Regierung allergrößte Schwierigkeiten bereite. Die Gefahr, sich einem unzufriedenen Indien gegenüberzusehen, statt dessen Mitarbeit bei dem Kriege gegen das nationalsozialistische Deutschland zu erhalten, beunruhige vor allen Dingen die poli- tischen und parl^amentarischen Kreise, die daraus hinwiesen, daß die Regierung mit übertrie- b e n e r Leichtfertigkeit gehandelt habe, als von ihr das Versprechen, Indien zu einem „autonomen Dominion" zu erheben, wiederum hinaus- geschoben worben fei. Die Labour Party habe die Absicht, die indische Frage ausführlich im Unterhaus aufzurollen. Oie allgemeine Wehrpflicht für rijähriae Australier. Amsterdam, 25. Okt (DNB.) Zu der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Australien meldet der „Times"-Korrespondent aus Melbourne, im Januar wurden etwa 15 000 bis 20 000 junhe Australier zu militärifchen Hebungen unter die Fahnen gerufen. Diese Zahl stelle nicht den getarnten Jahrgang der 21 Jahre alten Austrauer dar, da gewisse entfernter gelegene Gebiete Australiens nicht dem Wehrpflichtgesetz unterstünden. Man beabfiditiae im Augenblick auch weiter nichts, als die auch Freiwillige einschließende Miliz auf eine Stärke von 75 000 bis 80 000 Mann zu bringen. Wie die „Times" weiter meldet, hat sich der Füh- rer der australischen Opposition scharf gegen die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht ausgesprochen und erklärt, die Labourpartei widersetze sich unwiderruflich der Aufgabe des Freiwilligensystems. Die Regierung habe zur Wehrpflicht greifen müssen, weil sie die frei- willigen Soldaten nicht gut behandelt habe und ihre Politik in dieser Hinsicht ein Fehlschlag gewesen fei. Oie finnisch-russischen Verhandlungen. Helsinki, 25. Ott. (Europapreß). Die Rückkehr des sinnischen Sonderdelegierten für die Verhandlungen mit der sowjetrussischen Regierung, P a a s i k i v i, nach Moskau soll nicht vor Ablauf einer Woche erfolgen können, da die finnische Regierung die neuen Vorschläge der russischen Regierung als so entscheidend bezeichnet, daß sie eine Beratungsdauer von mindestens fünf Tagen benötigt. Ein Beweis für das gute Auskommen zwischen Finnland und der Sowjetunion wird in Helsinki darin gesehen, daß die finnischen Unterhändler im Gegensatz zu der Abreise vor zehn Tagen diesmal von Repräsentanten des russischen Außenkommissariats an die Bahn geleitet wurden. Mit Nachdruck wird in Helsinki festgestellt, daß die finnische Regierung zur Beantwortung der neuen russischen Vorschläge keine fe st gesetzte Frist erhalten habe. Die Vorschläge, die, wie man sich in Helsinki ausdrückt, keine neuen russischen Forderungen enthielten, sondern lediglich modifiziert seien, würden am Donnerstag und Freitag von der finnischen Regierung zusammen mit den beiden von Moskau zurückkehrenden Unterhändler erörtert werden. Oie Entwicklung der schwedischen Lustwaffe. Helsinki, 25. Okt. (Europapreß.) „Aston- poften" beleuchtet die Entwicklung der schwedischen Luftwaffe. Noch vor wenigen Jahren besaß die schwedische Luftwaffe nur 80 Flugzeuge. Nach der Einführung der neuen Verteidigungsordnung 1936 wurde sofort mit dem Ausbau einer m o • bernen Luftwaffe begonnen. Die Anzahl der Militärflugzeuge wurde auf 260 erhöht und die der Schuiungsmaschinen von 40 auf 80. Vor einigen Jahren wurden 36 Bombenflugzeuge gekauft. Bis zum Sommer 1943 will Schweden 165 Maschinen von diesem Typ besitzen. Im Hinblick auf die kritischen Verhältnisse sollen demnächst von der schwedischen Regierung 36 Millionen Kronen für die Anschaffung von insgesamt 101^ R e • seroeflugzeugen, Bombern, Jägern und Schulflugzeugen für Heer und Flotte bewilligt werden. Jleue Aufgaben des Reichssührers ff. Berlin, 25.Oft (DRV.) Der Führer hat den Reichsführer ff durch Erlaß vom 7. Oktober d. 3. beauftragt, für die Rückführung der endgültig ins Reich heimkehrenden Auslands- und Volksdeutschen Sorge zu tragen. Der Reichsführer ff lHit ferner den Auftrag erhalten, die zur Gestattung neuer deutscher Siedlungsgebiete erforderlichen Umsiedlungs- maßnahmen zu treffen und damit im Zusammenhang stehende Aufgaben zu lösen. Der Reichsführer ff wird sich zur Durchführung seines Auftrages der vorhandenen Behörden und Einrichtungen bedienen. Ein Danziger Staatsorden. D a n 3 i g , 25. Okt. (DNB.) Unter dem Datum des 31. August hat (Bauleiter Forster in feiner Eigenschaft als Staatsoberhaupt von Danzig mit Genehmigung des Führers einen Orden, „Das Kreuz von Danzig" gestiftet, das in zwei Klaffen ver- Blutschuld der von England aufgehetzten Polen. (h »«kersönlichketten hrolien jühnärzteführer oum?. c-chmierer, Wieder Schulspeisungen. wen. iüftling, der sich schon als Vierzehnjähriger reiyelt tn wniprucy zu ntryinc.., hj( Neuregelung der Derwahrungsvorschrlften n t ch t 7’1 -«rührt. Die Bewertungsfreiheit für Steuergut- H.7 T SRorprhnunti des Blick aus dem Fesselballon vom Westwall zur Maginot-Lmie Ser Sachverständigenbeirat für Volksgesundheit erweitert. aiiMtt cn lliv lird in Unten r B issiW wurde ersch i, die r Aul- 1 hadk e frei« t Haie >lW 'S N ! Institute werden für die Verwahrung und die ilirschaffung von Steuergutscheinen von den Vor- Wften des Bankdepots befreit. Das Recht, auf ßrund der Steuergutscheine I Bewertungs- reiheit in Anspruch zu nehmen, wird durch die Run haben wir eine Höhe erreicht, die es uns gestattet, das gesamte Umland weit und breit zu überblicken. Wir sehen unsere eigene Stellung, erkennen in nächster Nähe vorteilhaft verteilt die gutgetarnte, leichte Flak, deren Aufgabe es ist, den Fesselballon vor überraschenden Angriffen zu schützen — weiter schweift der Blick über Wald, Wiesen, Felder, über Niemandsland hinüber, wo der Franzose seine Stellungen haben muß. Dom Westwall bis zur Maginot-Linie reicht dieser Ausblick — weiter über friedliches Land, in dem nur das geübte Auge des militärischen Beobachters hier und da eine Stellung erkennt. Wir halten eine Karte in Händen, mit der wir nun Punkt um Punkt das Gelände absuchen. Wir denken dabei an eine französische Meldung der halboffiziösen Havas-Agentur vor einigen Tagen, in der sonderbarerweise festgestellt mürbe, daß es nun mit der Ruhe an der Westfront vorüber sei. Uederall sei lebhafte Artillerietätigkeit feststellbar... Nichts davon i st wahr. Die Kriegshetzer haben es noch nicht fertiggebracht, die Millionen Menschen und die unheimlichen Mengen von angehäufter Munition und Explosivstoff, wie dies selbst die schrecklichsten Materialschlachten des Weltkrieges nicht gekannt haben, zusammenprallen zu lassen — wenn es auch anscheinend durch diese Havasmeldung glaubhaft gemacht werden sollte. Die Sicht ist immer klarer geworden, wir steigen noch einmal eine gute Strecke empor und schauen lange hinüber zu den Gebirgskämmen, die halb in einem Wolkenmeer liegen. Nichts rührt sich. Nicht nur hier oben, sondern weit und breit herrscht Ruhe über der buntgefärbten Herbstlandschaft drunten unter uns. „Ballon einholen!" — Zwei Worte, durch den Fernsprecher nach unten gerufen, genügen, um den „Abstieg" anzutreten. Man kann auch mit einer roten Flagge winken, ober die rst an Pi unter denen sich viele Greise, Frauen und Kinder befinden, einwandfrei nachgewiesen werden konnte. Davon entfallen allein bis jetzt etwa 1 000 Opfer auf die Stadt Bromberg. Die „Zentralstelle" in Posen organisiert weiter Expeditionen zu den Massengräbern und Scharrstellen in Mittelpolen, wo die meisten deutschen Internievungszüge aus den Westgebieten chr n * Pin« er bii 'n p traii« I* . Mm 's, all rf eint ringen Der heutige Wehrmachtebericht. Französischer Gegenangriff in unserem Feuer liegengeblieben. B e r l i n, 26. Ott (DJIB. Funkspruch.) Das Oberkommando dec Wehrmacht teilt mit: Der Feind versuchte gestern die 12 km westlich Völklingen dicht an der Grenze gelegene höhe, die unsere Truppen am Tage vorher genommen hallen, zurückzugewinnen. Sein Angriff In der Stärke eines Bataillons blieb noch auf französischem Boden in unserem Artillerie- und Maschinengewehrfeuer liegen. Sonst keine nennenswerten Kampfhandlungen. Der Wehrmachisberichi vom Mittwoch. Feindliche Nachhuten westlich Völklingen über die Grenze zurückgeworfen. Berlin. 25. Oktober. (DNB.Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Westlich Völklingen wurden feindliche Nachhuten in Stärke einer Kompanie, die sich noch auf deutschem Boden befanden, angegriffen und über die Grenze zurückgeworsen. Sonst keine besonderen Ereignisse. in S» I Worüber Herr Chamberlain schweigt. n Deiterbenutzunq von Kraftfahrzeugen. Eidesstattliche Erklärungen katholischer Geistlicher erhärten die grauenhafte D^mbe^slugzeu g"e^iner?Meinstündigen Flug über sä Neue Bestimmungen über Kriegslöhne und Gehälter I Strf flü* W tiflS6' E w. rl6* jüdische Wüstling, der sich schon als Vierzehnjähriger an arischen Mädchen vergangen hat, der Notzucht an nicht weniger als acht Kindern überführt. Eines der Mädchen erlitt schweren Schaden. Der König von England hat Premierminister Chamberlain in Aiwienz empfangen. Auch der Oppositionsführer Attlee stattete dem englischen König einen Besuch ab. Es war dies das erstemal seit Kriegsausbruch. Nach Mitteilung des Londoner Rundfunks ist ein weiteresbritifchesSchiffverfenkt worden. Es handelt sich um den in Glasgow registrierten, im Jahre 1937 erbauten 7200 Tonnen großen Dampfer „C l a n ch i s 0 m". 5000 von England verschuldete Morde Immer noch wächst die Liste der in Polen ermordeten Volksdeutschen. Posen, 25. Oktober. (DNB.) Obwohl die Liste der volksbe-utschen Blutopfer bes Polenterrors infolge des Anhaltens ber Suchaktion noch nicht abgeschlossen werden konnte, haben die bisherigen Erhebungen doch schon zu einem Ergebnis geführt, bas die ganze Grauenhaftigkeit des von den Polen an der wehrlosen deutschen Zivilbevölkerung verübten Massenmordes veranschaulicht. Der Leiter der „Zentralstelle für die Auffindung und Bergung ermordeter Volksdeutscher" veröffentlicht im „Posener Tageblatt" einen Aufsatz, in dem festgestellt wird, daß bis jetzt die Zahl von mehr als 5000 ermordeten Volksdeutschen, nur für Fälle größter Gefahr bestimmt — etwa wenn ein plötzlicher Angriff feindlicher Flugzeuge da wäre — bann wirb ber Ballon mit Windeseile herabgeholt. Aber auch so vollzieht sich unsere San- bung nach wenigen Minuten. Die Spitze bes Dal- lons' neigt sich, von ber Führungsleine fyerabge- zogen, beträchtlich nach unten, aber bie Trapezem- richtung, mit ber ber Korb unter ber Ballonhülle angebracht ist, bewirkt, baß ber Korb nie aus der Gleichgewichtslage kommt. Als wir drunten Fallschirme, Gurte, Pelzkappe und die dicken Handschuhe wieder abgelegt haben, als wir aus dem Korb klettern, also wieder sicheren Boden unter den Füßen haben, kommt uns dieser Boden gar nicht sicher vor. Man stolpert und es ist einem geradezu schwach in den Knien. Das macht ber „Schwebezustanb", an den man sich so schnell ge- wohnt hatte... Aber bas gibt sich schnell mieber. Nun schauen wir uns ben Fesselballon brunt-m noch einmal gründlich an. Die tropfenähnliche Gestalt hat sich feit dem Weltkrieg kaum verändert. Fast könnte man sie mit einem weißen Walttsch vergleichen: ber unförmige Körper, bas breite Maul mit ber Faltbahn, die wie Zahnreihen aus- sieht, in Wirklichkeit aber burch Gummieinlagen die Ausbehnung des Ballons in ber Höhe ober unter Wärmeeinwirkung ermöglicht, dann bas Zug- unb Druckventil, das wie ein kleines Auge wirkt, und schließlich bie „Flossen", nämlich die Dämpfungswulste unb der Steuersack. Aber diese roman» tischen Vorstellungen haben nichts mit der harten Wirklichkeit zu tun, der der Fesselballon im Ernstfall dient... Aus aller Wett. Jüdischer Sittlichkettsverbrecher wegen tätlichen Widerstandes erschossen. .[*(1 ----- o , iglid! > ^gerechtfertigt groß sein, ag uni * Berlin, 25. Ott. (DNB.) Don dem Grundsatz ausgehend, daß niemand am Kriege verdienen soll, hat der Reichsarbeitsminister in den Zweiten Durch- suhrungsbestimmungen zum Abschnitt III der Kriegs- wirtschaftsverordnung, die im RGBl. I, S. 2028, Der» öffentlich! sind, einen allgemeinen Lohn- stopp angeordnet. Sn dieser Verordnung ist bestimmt worden, daß für die Dauer des Krieaes die geltenden Lohn- und Gehaltsfätze sowie sonstige regelmäßige Zuwendungen nicht erhöht wer- den dürfen. Auch die Gewährung einmal!- ge rZuwendungen mit dem Ziele, die Ar- beitsverbienste entgegen diesem Verbot zu erhöhen, nicht ausgeschlossen sind. Da Derbienst- erhöhungen im Auswirku g einer gestiegenen ßciftung nicht unterbunden werden sollen, sind die Akkord verdien st e nicht begrenzt worden. Es ist hier lebiglich untersagt, feste Sätze ober ausgeprobte Akkorde mit dem Ziele der Erhöhung des Arbeitsverdienstes zu ändern. Ebenso wie eine Erhöhung ber Gehälter unb Löhne verboten ist, kann es auch nicht z u gelassen werden, daß ber Unternehmer von sich aus ohne jede Kontrolle Löhne undGehälter senkt. Eine Senkung ber Arbeitsentgelte ist daher grundsätzlich untersagt. Gebieten die Verhältnisse eines Betriebes bennoch eine Zurückführung der Löhne ober Gehälter, so muß ber Reichstreuhänder der Arbeit hierzu seine Genehmigung geben. Ebenso ist zur Herabsetzung nicht leistungsbebingter Entgelte (L 0 ck - löhne) die Zustimmung des Reichstreuhänders erforderlich. Soweit sich Zweifelsfragen auf dem Gebiete der Lohngestaltung ergeben sollten, wird es sich empfehlen, sich zwecks näherer Auskunft an ben zuständigen Reichstreuhänder ber Arbeit zu wenden. schlagen. Pfarrer Rauhut entging nur durch ben zu- iujtn w-> *"■•**v* fälligen Schutz eines ihm befremdeten Geistlichen blutiges Ende fanden. Man muh damit rechnen, ber Erschießung, bie ihm als Seelsorger der daß die genannte Zahl der Volksdeutschen Blutopfer deutschen Katholiken in Gnesen zugedacht war. nach Abschl'uß der Erhebungen sich noch bedeu- Pfarrer Rauhut berichtet, daß der ihm bekannte tenb erhöhen wird. »l- ft« Kriegsberichte deutscher Aerzte. Wie das „Deutsche Aerzteblatt" mitteilt, besteht die Absicht, in Zusammenarbeit mit dem Reichsge- fundheitsoerlag das große Geschehen unserer Zeit in Wort unb Bild festzuhalten, unb zwar wie es sich im ärztlichen Erleben wiederspiegelt. Die Berufskameraden werben um Einsendung bitb- licher unb schriftlicher Darstellungen ersucht. Die Vielgestaltigkeit und Mannigfaltigkeit des ärztlichen Einsatzes an ber Front und in der Heimat sollen den Rahmen dieses Buches bilden. Scharlach-Epidemie in Nordjütland. Mehrere Städte unb Dörfer Norbjütlanbs werben von einer Scharlach-Epibemie heimgesucht. Die Krankenhäuser sinb stellenweise so überfüllt, baß bie erkrankten Personen von einem Ort zum anberen transportiert werben müssen. Mehrere Schulen würben bereits geschlossen. Der Herb ber Krankheit scheint bie Stabt L 0 e k k en zu sein. 10- bis 14jährige sollen Heilpflanzen sammeln. Der Reichserziehungsminister bringt ben Unter« richtsverwaltungen eine Bitte ber Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunbe unb Heilpflanzenbeschaffung zur Kenntnis, bie Schulen auf bie Notwendigkeit unb Dringlichkeit bes Einbringens von Heil« unb Teekräutern hinzuweisen. Die Sammlung ist von ber HI. übernommen. Der Minister ersucht, im Unterricht auf bie Bedeutung dieser Sammeltätigkeit hinzuweisen. Es werde voraussichtlich in ber Regel genügen, baß bie zehn- bis vierzehnjährigen Kinder in ben geeigneten Gegenden bes Reiches wöchentlich etwa zweimal je zwei Stunden sammeln. Eines Unterrichtsaussalls bedürfe es daher nicht. Des Guten zuviel. Seit mehr als dreißig Jahren haben bie P f l a u • menbäume in Jugoslawien nicht so reiche Frucht getragen wie in diesem Jahr. Die jugoslawischen Bauern wissen nicht, was sie mit diesem Segen beginnen sollen, benn sie besitzen nicht genügenb Anlagen zum Dörren ober zum Kochen von Pflaumen- mus. Deshalb wird ein großer Teil ber Rekordernte zu „Sliw0 wi tz", dem bekannten jugoslawischen Pflaumenbranntwein verarbeitet. Hier aber fehlt es an genügend Fässern, um den Branntwein auf- zubewahren, und deshalb wird nun gleich ein guter Teil des Branntweins an Ort und Stelle getrunken. Wie die jugoslawische Presse behauptet ziehen in pflaumenreichen Gebieten von Kroatien und Bosnien die Bauern von einem Nachbarn zum andern, um Branntwein zu brennen, unb trinken stets von neuem. Die kroattjche Zeitung „Nova Rijec" beantragt beshalb, ber Staat solle ben Bauern bie Branntweinvorräte abtaufen. Bei dem niedrigen Preis von 1 bis 2 Dinar pro Liter, der heute nur für ben Sliwowitz bezahlt werbe, würbe dies den Staat nur einige Millionen Dinar kosten, ben Bauernwirtschaften aber wäre damit geholfen. Der Staat konnte bie Vorräte einlagern und in einem günstigeren Augenblick mit Nutzen verkaufe», Mnbahnen mit den deutschen Stellen.auszuip^^- Teneralleutnant Barkhausen überreichte dem Mi Inifter gleichzeitig ein Dankschreiben. Der Reichsverkehrsminister hat bie Verordnung ijber die Weiterbenutzung von Kraftfahrzeugen in. h nichtigen Punkten geändert. Das Privileg der mt- Berlin, 25. Ott. (DNB.) Von den katho- Hitär i f d) beorderten ober freigestell-lischen Oeiftlidjen, denen die Polen bei ber irn Kraftfahrzeuge, bie bisher ohne wei- Verschleppung der Deutschen besonders mitgespielt , i,res mit dem roten Winkel gekennzeichnet wurden, haben, fini> von Pater Breitinger aus Posen W ji- weggefallen. Die beorderten unb freigestell- und Pater R au h u t aus Gnesen eidesstattliche im Fahrzeuge müssen sich jetzt genau s 0 eine Erklärungen über die ihnen zugefügten Mißhanb- Prüfung hinsichtlich bes öffentlichen lungen abgegeben worden. Pater Breitinger, ber ijnte r e f f e 5 an ber Weiterbenutzung gefallen Seelsorger der deutschen Katholiken in Posen ist Nssen, wie jebes andere Fahrzeug. Weiter wirb vom polnischen Polizeikommissar kurzerhand als !. W uarwftdlt, baß für bie Bewinkelung ausschließlich Spion betrachtet worden, obwohl außer seiner R juftönbig ist die Zula ssungs st eile für deutschen Gesinnung nicht der geringste Grund für ;6rN «sraftsahrzeuae und daß diese bei ihrer Ent- einen Spionageverdacht gegen ihn vorlag. e. iAeibunq an keinerlei Bescheinigungen usw. anderer Er wurde am 2. September 1939 mit zahlreichen °ik° stellen'gebunden ist, sondern ausschließlich an die Deutschen verschleppt, bei bem Marsch durch bto an bie vom Reichsverkehrsminister zur die Straßen Posens den Schmähungen der fana- chlch -Durchführung getroffenen Anordnungen unb an ihr tlsierten polnischen Menschenmenge ausgesetzt unb ' Mästmäßiges Ermessen. Mit ber neuen Derorb- mit Stockschlagen, Fußtritten unb Steinwürfen »an« ist jetzt bie rechtliche Grundlage für eine schwer mißhandelt. Er wurde im Ort Itit. lirhe bliche Verschärfung ber Handhabung Glowno mit ben anderen Deutschen von polnischen e, ah |>,r Bestimmung über bie Weiterbenutzung von Polizisten und halbwüchsigen jungen Burschen unter «irastfahrzeugen geschaffen. dem Gejohle der Menge gezwungen, in seiner aus- ’ 9 6 _ „ . . _ . priesterlichen Ordenstracht zu exerzieren und offent- I hab' Oer (5ocbverpätwigettbcirer »allan und a^em dmten Dr. Joses Tiso das Drohkreu, de-' von F H 9 nJ| man mit öcm Flugzeug Ordens vom Deutschen Adlero-tti-Y-n. Mno- °°ra Motorendröhnen von der Erde i tie Ueberreidjung erfolgte durch den deutsch ansschr^bt ist es im Korb eines Fesselballons lilinblen in Preßburg. rade das Gegenteil: man steitzt m eine „himmlstche 1 ler Chef der bisherigen i>eutfd)en -militärtom- Stu^e" °'Echchlich-n “ Stimmen unter < Won in Pretzburg. Generalleutnant S r h a u man t^mSommanbo5. entfernen sich immer mehr hi. besuchte den slowoki ch-n Minister sur °°' wird es. ß Hrkehrswesen und für öffentliche Arbeite , ' leuchtender Herbstsonne, die M ihm den^Dank des Oberbefeh shabers des 8 ; Planen Slebe&unft am Morgen mehr und mehr E-neraloberst von Brauch itsch, für ole muue- vianen Ballonhülle und Korb als i boft burchge ührte Zusammenarbeit der slowakijchen zu Boben zwmgr f ber hellen Erde BnfÄ mit den deutschen Stellen ausznspre^n. enS^tien^’ laßt. Wir steinen sehr schnell empor. 200, 250, 300 Meter zeigt der Liöbenmesser an. Direkt unter uns sehen wir die Zeltplane auf der der Steuersack des getan» Ballons geruht hat, und bie kleinen Pünkt- L t?e fast dn°s Prosil des Ballon- abst°ck-n, das find'die abgehängten Sandjacke. rfenü auhe^rbenfeütnIaUIer aus geringer Hohe Arbeiten an ber neuen Sieb- «Dannas in berb<9,\^*fSlrb,m,te “m lun9 Pamezia, der von Rom nach Ostia siihrenden b®Ä ner^^t1^ Unb b" Weltausstellung 1942. !M.arUle£m Äirn„S'^ überreicht. Am Der im Sommer angeklindigte W - ch , - l i n d - r ' nprf;»h m Danziger Na- bänischen Heeresleitung wirb nunmehr r L .©auleiter seinen bestätigt. An Stelle bes mit Rücksicht auf fein Alter , T- ?a5r3 9 bcr au3 dem aktiven Dienst ausfäeibenben Generalleut. ainn Auszeichnung, nants Erik With ist ber bisherige Chef ber see- vtz --lcfer9 0 Auszeichnung ländischen Division Generalmajor W. W. Prior eDJ, I’on 0 0 a 11 e n 3) a n Ziger Partei gen os - zum Chef bes Generalkommandos mit dem Rang d? . Ifahttions- eines Generalleutnants ernannt worden. Mb ,Zeichen des Gaues Danzig für alte Stampfer über- heut.' Nichte. «Berlin, 26. Oft. (DNB.) Der Reichsbeauftragte „ lir bas Kriegswinterhilfswerk hat dem National- ' Fuh- jkzilllistifchen Lehrerbund die Mitteilung zukommen egt" |hU, daßimRahmendesKriegswinter- 'filfswer kes auch die Schulspeisungen wieder jlurchqeführt werden. Die Schuljugendwalter des irS.-Lehrerbundes haben bereits in Verbindung mit ;>en zuständigen Stellen des WHW. die Vorberei- •imeen zur Durchführung der Schulspeisungen ge- rossen. Wegfall )tf Ausgabe von Steuergutscheinen 5er Reichsminister der Finanzen hat bestimmt, MH Steuergutscheine 1 und II von den Stellen die In biel ur Ausgabe von Steuergutscheinen verpflichtet ieruiw. mb, ab 1. November 1939 nicht mehr aus - rAb- :tgeben werden. Der Verkauf von Steuer- da dik ?mischeinen I durch die Finanzkassen fallt eben- nid olls weg. Der Annah mezwan g für et hag oteuergutfäeine im Verkehr zwischen 9ewerbl,chen - J Unternehmern bleibt zur organischen Abwicklung Berlin, 25.Ott. (DNB.) Der 26jährige Doll- jude Israel Joseph aus Berlin-Spandau, ber vor wenigen Tagen wegen Sittlichkeitsverbrechen, begangen an Kindern unter 14 Jahren, unb wegen Rassenschanbe zu sechs Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt worden ist, wegen tätlichen Wider st andes [ f e n. Wie bereits gemelbet, wurde ber ist untersagt. Von diesem Lohnstopp werden jedoch die Er- x/ic - - .Höhungen nicht berührt, die sich aus den Vor- 'Leine I gilt nicht bei ber Berechnung des schristen eines Gesetzes, einer Tarifordnung oder kneaszuschlages. Die Vorteile, die an den Besitz ejner Diym Reichstteuhänder oder Sondertreuhander m Steuergutscheinen I geknüpft sind, würden sonst ^r Arbeit gebilligten Betriebs-(Dienst.)orbnung er- nueieujifertigt groß jein. geben, ober die auf einer Anordnung bes fRefäs- I treuhänders ber Arbeit beruhen. Damit ist sicher» Leachtung der Berbrauchenvunscye. ^stellt, daß Derdienfterhöhungen, die sich aus ÄÄÄ «SSW "“»«•» SSä'ä &SÄ.-SE I ipuppe Ambulantes Gewerbe unb die . Reichs-> mungsverbände des Fleischer- unb .?ockerha^- v«rks haben in einem Aufruf alle Ttitghebsbetriebe tu einem lauteren Wettbewerb von Ge- M 'chaft zu Geschäft oerpflfätet, um alle Lischt- ^Schwierigkeiten zu überwinden, die sich aus der [afe bi« Sezug schein pflicht in ^er ersten Zeit er- adj dtl jeben können. Jrn einzelnen wird gefordert, o B (pf.-Sonberbericht.) Man wirb sich, wenn w 193« jede Beeinflussung des Kunden zur crften Male mit einem Fesselballon auf» dtno- Jflbe von Bestellscheinen und ^\IabJÄA”HPne fteigen soll, ein ähnliches Erlebnis versprechen wie Mahles Filter bleib en hat. Zu unrecht abgefämtlene 18 i *L kennt bie prickelnde Span- Wellfäeine sind dem Verbraucher unverzüglich I beim erfte Mal in eine offene r eini'J Dieber zurückzugeben. Es dürfen jeweils nur Maschine klettert, wenn ber Motor losdonnert, bas LoU(t I Felder ber Teilabschnitte entwertet werben, für bte pjattlegt, ber Propellerwinb einem um bie R'a. Kunde die Ware empfangen hat. S.ejner wirt föchte die Ohren anlegen, so Ain- f erwartet, daß der Geschäftsinhaber die W°re um uns herum, aber bas hat \a langst m mmge, die dem Verbraucher auf ^r"nd der Bestell 1.^ pelzgefütterte Fliegerkappe besorgt Eme Ichine zusteht, nicht auf einmal ober m große Pelzkappe drückte mir ber Beodachtungs- l Mengen aushändigt, sondern h«« n J e rr e ofiuier auc^ aufs Haupt, nachdem wir in den Korb z«n Gewohnheiten des Verbrauchers ^ren und man uns bie Fallschirme tn tntsprechenb ab gibt. I bereits umgeschnallten Gurte eingehängt hatte Kunst und Wissenschaft W ft ,ach Illi >4 ,$or 75 mit Btai Professor Dr. Bürker 6534 A °st. Gi ein im Physiologischen Institut. Friedricbstr. Willy Reuschling Alfred Steinmüller Vorverkauf bei der KdF. - Kartenverkaufsstelle Gretel Reuschling. geb. Steinmüller und Enkelkind. Gießen, Schanzenstraße 18. 6533V Freibankverkauf UfCDRE DRUCKSACHEN WCnDC Brühl. GieBen am 27. Okt. 1939 6532A von 9—10 Uhr Nr. 701—750 So haben Siej 6530D Städt. Schlachthof, Gießen. Gießen. 25. Oktober 1939. 6528V Gut erhaltenes WNllMM Ltrfl.o.Gl. 1.50 ViFLo.Gl. 1.20 *4 Fl. o. Gl. 1.30 37er Rüdesheimer Riesling, Nahe,‘/.Fi.o.GL 1.40 ich Jamaica-Rum-Verschnitt,40 Voi.%.. 1.85 Heute | Freitag | 2.05 Arrak-Verschnitt, 40 Vol.% Bei Spirituosen zuzüglich Kriegssteuerl 6529a Stadttheater fr ATA 51 —100 101—150 1.22 1.22 spricht am SONNTAG, dem 29. Oktober 1939, um 11 Uhr vormittags, über 1.44 1.59 2.73 2.44 2.24 2.44 9—10 10—11 ftnl! feen Us irbi Pfefferminz, 32 Vol.% Kümmel, 32Vol.% ... ßjir W Zwetschenwasser, 40 Vol.% Kirschwasser, 45 Vol.%_____ bi 5m ulfe er, S & F-Weinbrand-Verschnitt S & F-Weinbrand............. 1.95 3.70 2.62 5.04 Kl rde 2 Ui Kirum, Kirsch mit Rum, 30 Vol.%........ — Alpenkräuter-Magenbitter, 32 Vol.% 1.37 "TteGGa Marktstr. 22 31,20, W13 Kreis 22,45, 23,50 20—21.30 Uhr Erstes Orchester? Konzert i.Verb. mit dem Gieß. Konzertverein (1. Platzmiete- Konzert) Lebende Motoren mit Versuchen u. Vorweisungen de teils ge «us eigener .Ltrfl.o.Gl. 1.30 .Ltrfl.o.Gl. 1.45 KtM Üen intlid Mch RABATT eingenommen einige Artikel (zuletzt 74,50) um. Tagesgeld unv. 2 v. 5). Zrankfurfer ^dildchto^hmartt Frankfurt a. M., 25. Okt. Auftrieb: Ein zuverlässig« Wedcer läßt ruhig einschlafen und pünktlich BoOnuns mit Küche zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04786 an d. Gietz. Anzeig. konzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrich ten. 14.15: Beliebte Melodien. 15: Der froh« Samstagnachmittag. 17: Nachrichten. 17.10: Konzert. 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung von, Deutschland sender. 22 bis 22.15: Nachrichten. Beine Zeugnisse In UrscbrUt am Dem nm SeugntS- abichrifteo Dem Be- werbung-ichreiben beilegen l — Lichtbilder unoBewerbuntisunter- >Rgen müllen zur Vermeidung von Verlusten auf ver Rüchette -J?» men und Aulchrist de« Bewerbers 630 W13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey W 20 Kreis Worms 31,55; do. Type 1600 bis W20 einschl. Kreis Alzey 23,05, W 20 Worms 23,55; Roggenmehl Type 997 R12 R15 22,80, R 16 22,95, R18 23,30, R19 gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04781 an den Gieß. Anz. alles zuzüglich 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl W 19 13,60. Weizenvollkleie W 19 11,60, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R18 12,90. Roggenvollkleie R 18 10,90, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber —. Wiesenheu, handelsüblich 5,20 bis 5,40, do. gut gesund, trocken 5,80 bis 6,20; Ackerheu, gut, gesund, trocken 6,20 bis 6,50; Kleeheu, handelsüblich 6,20 bis 6,60, do. gut, gesund, trocken 6,60 bis 7,00; Luzerneheu, handelsüblich 6,80 bis 7,20, do. gut, gesund, trocken 7,20 bis 7,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt, 2,50, Roggenstroh, do. 2,70, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,30 bis 2,49 Erzeugerpreis ab Erzeuger- Verladestation. Tendenz: ruhig. Merken Sie sidi: Burnus löst den Schmutz • zugleich macht es auch das Wasser weich I $ei hu •tun der Schmutzlöser mit der Doppel Wirkung In \N :gev ■i die Spirituosen '/, Fl. । klni 38er Edenkobener, Pfalz 38er Rhodter Schloß, Pfalz. 38er Guntersblumer Steig, Rheinhessen............. „ 10—11 „ 11—12 am 28. Okt. Zranksurter Schlachtvlehmarkt. Frankfurt a. M., 26. Okt. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 594 Rinder (118 Ochsen, 69 Bullen, 214 Kühe, 193 Färsen), 477 Kälber, 300 Hämmel, 140 Schafe, 815 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 35,50 bis 45,50, Kälber 30 bis 65, Hämmel 30 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 52 bis 56 RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 26. Oktober. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 375 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Tiere bis 12RM., 6 bis 8 Wochen alte 12 bis 18 RM., über 8 Wochen alte 19 bis 23 RM. Das Geschäft verlief schleppend, es verblieb Ueberstand. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 25. Okt. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W9 199, WH 201, W12 202, W 13 203, W 16 206, W 18 208, W 19 210, W 20 212; Roggen R 11 185, R12 186, R14 188, R 15 189, R16 191, R17 192, R18 193, R19 195 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 30,05, W 20 Kreis Worms 30,40; do. Type 38er Nitteler Gipfel, Mosel.... 37er Oppenheimer Goldberg natur, Rheinhessen.......... 38er Gaubickelheimer Wiesberg Rheinhessen.................Ltrfl.o.Gl. 1.15 Jei -als ,Der Ja 11 ®( Jui y R ,3d) l;2limmer mit Küche von ruhig. Ehepaar zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. u. 04783 an d. Gietz. Anz. "9 nm 6 65' Ti Familien-Drucksachen Verlobungeanzelgen Vermählungeanzelgen bei Brühli SchUlStraDe 7 eoburteanzolgen je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 46 bis 50 (45 bis 50), d) 33 bis 40 (30 bis 40). Hämmel a2) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 44 bis 48 (44 bis 48), c) 30 bis 42 (42), d) 25 (—). Schafe a) 42 (40 bis 42), b) 36 bis 38 (35 bis 38), d) 25 bis 32 (15 bis 32). Schweine a) 56, bl) 56, b2) 56 (56), c) 55 (55), d) 52 (52), Sauen gl) 56 (56). Martkverlauf: Kälber, Schafe und Schweine zugeteilt. h frl VV. A. Mozart: Jupiter - Sinfonie, L.v. Beethoven: Klavierkonzert in Es-dur. Solist: Helmut Roloff, BerlinI ^Klavier), Leitung: Prof. Stefan Temesväry. Preise: RM. I.O5 bis RM. 3.10- Autzen SieÄurnus beim Einweichen richtig aus! Wäsche locker in das Äurnus-Waffer legen, nicht einpreffen! 3ft ein Wäschestampfer vor- Händen, empfiehlt es fich, die Wäsche in der Surnus-Äruhe einmal durchzustampfen. Damit geht auch der letzte gelöste Schmutz ins Cin- weichwasser über und ver- braucht keine Seife mehr. Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM, einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. Septemoer 1937 gültig Werkes mitgebracht. Run-sunkprogramrn Samstag, 28. Oktober. •V ,oat 3lu< putzt und reinigt alles! A 352 e/39 früh zum Erliegen, so daß weitere Notierungen kaum erfolgten. Rheinstahl noch 0,13 v. H. nachgebend auf 127. Die später festgestellten Kurse lagen zumeist 0,50 bis 1 v. H. höher, Abweichungen nach unten gingen ebenfalls kaum darüber hinaus. Im 'Freiverkehr gingen Ufa-Film | Kaufgesuche"] Gebrauchte Wo y taufen gesucht. Näheres 6458D Echulstr. Z 20 b. geg. 22.15 S.Freitag-Miete Erstanttührnnii Für die Katz Komödie von A. Hinrichs. Spielleitung: Karl Volck. Preise: esreD RM. 0.60-3.10- Wirtschaft. Berichtigung zu den neuen Echweinepreisen. Der Viehwirtschaftsverband Hessen-Nassau gibt für die in der Zeit vom 16. Oktober bis 31. Dezember 1939 gültigen Schweinepreise folgende Berichtigung bekannt: Die Schlachtwertklasse d—f für Schweine im Lebendgewicht unter 100 kg werden in die Schlachtwertklassen d) Schweine von 80 bis 99,5 kg, e—f) Schweine unter 80 kg untergeteilt. Die Preise dafür betragen an den Schlachtoieh- märkten Frankfurt a. M., Darmstadt, Mainz, Wiesbaden und Worms für d) bis 52, für e—t) bis 50 RM. und am Mittelmarkt Wetzlar für d) bis 51, für e—f) bis 49 RM. je 50 kg Lebendgewicht. Oie Preise für Seife und Waschmittel. Berlin, 25. Okt. (DNB.) Der Reichskommissar für die Preisbildung hat mit seiner Anordnung vom 6. Oktober 1539 die Preise für Seifen und Waschmittel geregelt, soweit sie gemäß Anordnung der Reichsstelle für industrielle Fettversorgung in Zukunft noch hergestellt werden. Für Ei nh ei ts- fein seife beträgt der Kleinoerkaufspreis höchstens 15 Rpf., für Rasierseife 20 Rvf. und f ü r Wasch- (Seifen-) Pulver 22 Rpf. für das Normalpaket zu 250 Gramm und 42 Rpf. für da-; Doppelpaket zu 500 Gramm. Da nach dem vom Beauftragten für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, gegebenen Grundsätzen in einer kriegsverpflichteten Volkswirtschaft ungerechtfertigte Gewinne nicht zugelassen werden können, ist in § 7 angeordnet, daß alle Hersteller ihre Uebergewinne auf einem Sonderkonto zu verbuchen haben. Dieses Sonderkonto dient dazu, künftige Preiserhöhungen durch Verteuerung der Rohstoffpreise aufzufangen. Um irtdessen den Betrieben einen Anreiz zu größtmöglicher Leistungssteigerung zu geben, sollen ihnen 10 o. H. dieser Gewinne belassen bleiben als „Fleißprämie". Damit ist eine möglichst niedrige und gleichbleibende Preisstellung im Interesse des Verbrauchers gewährleistet worden in einer Weise, die gleichzeitig die Unternehmerinitiative wachhält. ^bein-Maimsche Börte. IMttagsbörse überwiegend fest. Frankfurt a. M., 25. Okt. Wenngleich die Umsatztätigkeit gegenüber den Vortagen keinerlei Be- Das stimmt genaul Richtiges Gewicht der Zutaten bei der Zubereitung hilft zum guten Gelingen. Mit der Laufgewichts-Waage geht das schnell und zuverlässig. Sie wiegt ohne Gewichte. Bitte, lassen Sie sich diese Waagen mal zeigen bei J.B.Häuser I Gießen, a. Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 Die ^ Tibet Expedition. Der Leiter der ^-Tibet-Expedition, Dr. Ernsi Schäfer, hielt in Hannover seinen ersten Dor trag über die Ergebnisse. Er hob die Bedeutung be-| Forschung in diesem Raum hervor, weil Tibet be-| Ausstrahlungsraum für viele Rassen in der Faun« und Flora und überdies das größte Hochland bd Erde sei. Die Expedition hatte als erste Gelegenheit die heilige Stadt Tibets, Lhasa, zu besuchen unb von hier aus auch Gebiete zu durchforschen, die bis dahin noch kein Weißer gesehen hatte. Viele be-L v deutende historische Entdeckungen wurden gemacht lit * Große Schwierigkeiten wurden der Expedition voME den Engländern bereitet. Dennoch wurde die Ex I, ein’ pedition programmgemäß durchgeführt. Eine ge- W wattige wissenschaftliche Ausbeute im Gewicht vor IM’ 15 Tonnen konnte heimgebracht werden. Aus ßbaj«: Mch wurden 108 Bände eines alten tibetischen Schrift- yj öi UanhläoCD von3 bis 20v*H- erhalten Sie bei wieder- ItäLnidSüü holten Veröffentlichunoen einer Anzeige! Kälber 441 (gegen 679 am 17. Okt.), Hämmel und Schafe 214 (377), Schweine 1104 (1118). Notiert wurden von 8—9 Uhr Nr. 1 —50 lebung aufwies, setzte sich an den Aktrenmärk- t e n weiter etwas Kaufneigung fort, so daß die Grundtendenz unverändert fest und zuversichtlich blieb. Zwar war die Kursgestattung nach wie vor etwas unregelmäßig, es überwogen aber durchschnittliche Besserungen von 0,50 bis 1 v. Sy Im einzelnen notierten u. a. IG.-Farben mit 158,75 (158), Verein. Stahl mit 92,13 (91,50), Heidelberger Zement mit 131 (130), VDM. mit 146 (145,50), MAN. mit 148'(147,50), Hoesch mit 106,90 (106,75), Aschaffenburger Zellstoff mit 88 (87,50). Gesfürel etwas stärker befestigt auf 133,25 (132), ebenso nach Pause Main-Kraft mit 90,5,0 (89) und Gebr. Jung- haus nach längerer Pause mit 89,50 (82). Leicht rückläufig waren u. a. Rheinstahl auf 127,13 (127,50), Rheinmetall auf 110,65 (111), AEG. auf 115 (115,25) und Feldmühle Papier aus 100,50 (101). Am Rentenmarkt verblieb rege Nachfrage nach Pfandbriefen und Reichsschatzanweisungen zu unveränderten Kursen. Auch Industrie-Obligationen überwiegend weiter gesucht. Das Hauptinteresse erstreckte sich im Freiverkehr auf Steuergutscheine I, die lebhaft gefragt wurden und bis 0,50 v. H. anstiegen im Zusammenhang mit der Bestimmung des Reichsfinanzministers, daß ab 1. November Steuergutscheine I und II nicht mehr ausgegeben werden. Die Kurse der Serie II lagen unverändert. Kom- munal-Umfchulduna befestigten sich auf 93,40 (93,35). 5proz. Industrie-Anleihen zogen bis 0,50 d. Sy, 6proz. JG.-Farben auf 124,65 (124,25) an. Liqui- Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen behauptet. In der zweiten Börsenstunde kam das Geschäft V, Fl. 2.69 2.94 3.50 3.80 04790 a.d.G.A. |Verschiedenes^ Einspaltige Kleinanzeigen werden mm er» mäßigten Grund» Drete von 5 Pf. für Ne Millimeter» idle veröffentlicht 6: Landvolk, merk auf; 6.10: Morgengymnastik^ j 6.30: Frühkonzert. Ausführung: Das Musikkorps. Ü -z eines Flak-Regiments. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8.05: • . Gymnastik. 8.20: Deutschland — Kinderland: „Fläschchen contra Löffel". „Mutter, du lügst ja!' Zwei nachdenkliche Plaudereien. 8.35: Musik am > ®D Vormittag. 10: Frohe Weisen. (Industrie-Schall- nr platten und Eigenaufnahmen.) 11: Konzert. 12: Stadt und Land — Hand in Hand. 12.05: Mittags- MEMME GEGRÜNDET 1878 Zuverlässiges Mädchen oder Frau in Hausarbeit bewandert, vormittags für dauernd gefucf)t.O4788 Hindenburg- wall 16 I. Per sofort unabhängige ZlW M ölllWen gesucht. 6535V Fröbelstraße 34 Telephon 4144. [Stellengesuche] MWm mit langjähriger Praxis sucht Stellung im Büro u. Mithilfe im Laden- gesch. Zuschrift, unter 04787 an d. Gietz. Anzeig. Ein Waggon Einmachgläser eingetroffen. Verkauf ab morgen Freitag, 15 Uhr Bitte Einkaufstaschen und Netze mitbringen Edgar BORRMANNS Haus- und Küchengeräte GieBen, Neustadt 5-7. Rot 4165 u. 4156 „ „ 751—800 „ „ 801—850 1939 | Vermietungen Kleinere 2-Zimmer- Wohnung mit Küche in Heuchelheim sofort zu vermiet. Schr. Ang. unt. 6531V a.d.G.A. 2-Zimmer- Wohnung mit Balkon und Badbenutzungin Neubau zu sofort zu vermiet. Memeler Str. 9 | Mietgesuche~| Gesucht wird möglichst für sofort eine 3-4-5lmmet- Mllllllg. Mietzahlung pünktlich im voraus. Schriftl. Angeb. unter 6526V an den Gietz. Anz. Beamter sucht 3-Aimmer- Wohnung Angebote unter 04792 a.d.G.A. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. Oktober, nachm. 2% Uhr, von dem Trauerhause Bachstraße 82 aus statt Heuchelheim, Klein-Linden, Großen-Buseck, Hamburg. den 25. Oktober 1939. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Emilie Potyka Wwe, und Kinder. Gestern nacht verschied plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Ferdinand Steinmüller im 53. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelmine Steinmüller, geb. Jost Hans Steinmüller © Donnerstag, 26.©ttobertO59 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Volkstümliche Redewendungen. >Wörtern und und BDM.-Werk- B, Oiuuiiijeuiei.. £-u ui» uyi * konzert des Gießener Konzertvereins. — ^alaft, Seltersweg: „Zentrale Rio". — £ Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Renate im Quartett". eine mantische Ballett Peters-Pawlinin ein Gastspiel geben. Für alle diese Veranstaltungen sind Vor- > Iiir kennen Hunderte von Spricht ewendungen, die gelegentlich herh< zur 0,75 Einzelveranskaltungen des „Feierabendringes". allen Volksgenossen ohne Bindung an Teil- seres ierz' Gerechte Fleischverteilung. Aus dem Arbeitsfeld der Fleischerinnung Gießen. Ausgabe gelangen, kosten 2,00, 1,50, 1,00 und Reichsmark. die große Tub< die kleine Tube 25Pt I Mein Bursche Friedrich. Ävn Koivetten-Kapitän a O. Frhr.v. Iorstner. Gastspiele, für die nur ausgezeichnete Ensembles, die bisher hier noch nicht aufgetreten find, verpflichtet werden, ist zunächst ein Liederabend des bekannten Sängers Domgraf-Faßbender in Aussicht genommen. Außerdem wird das weltberühmte ro- Um Miete Jungen durchzuführen. Mit dieser Maßnahme kommt der „Feierabendring" vielen Wünschen entgegen, weil einmal viele bisherige Mitglieder des „Feierabendringes" durch starke anderweitige Beanspruchung nicht alle Veranstaltungen besuchen können, anderseits eine starke Nachfrage für Großveranstaltungen und Theaterbesuche besteht. Der „Feierabendring" wird daher am 11. November einen Theaterabend mit der Oper „La Traviata" von G. Verdi durchführen, für den Karten im Vorverkauf noch zur Verfügung stehen. Die Vorbestellungen für diesen Abend jinb' sehr zahlreich. Für den 6. Jahrestag der NSG. „Kraft durch Freude" wird ein zweiter Theaterabend mit der Operette „Ga- sparone" von Millöcker vorgesehen, für den gleichfalls noch Vorbestellungen angenommen. werden können. In der Reihe der vorgesehenen Groß- die Gelegenheit zum Besuch der Deranstal- des KdF.-„Feierabendringes" zu bieten, hat Am Sonntag, 29.10., treten alle Führerinnen^und Mädel der Gießener Mädel- bestellungen schon jetzt aufzugeben, da die Nachfrage sehr zahlreich ist. Durch diese Maßnahme soll vielen Volksgenossen die Möglichkeit geboten werden, an den Veranstaltungen des „Feierabendringes" teil- zunehmen. Die Gräber gefallener Soldaten. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gibt Auskunft. NSG. In enger Zusammenarbeit mit dem Ober« kommando der Wehrmacht wird der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. D. auch für die Gefallenen des jetzigen Krieges würdige Ehrenstätten errichten, die für alle Zeiten von den Opfern und der Treue der deutschen Soldaten künden werden. In kürzester Zeit sendet das Oberkommando der Wehrmacht Gräberoffiziere in das Kampfgebiet, die sich sofort aller Gräber annehmen und an Ort und Stelle das Erforderliche zur würdigen Erhaltung veranlassen. Es wird dann auch möglich sein, nähere Auskünfte zu geben und Lichtbilder zu beschaffen. Aufträge auf Kranzniederlegungen und Anfertigung von Lichtbildern können aber erst in etwa zwei bis vier Wochen entgegengenommen werden. Für alle die Grabstätten von Gefallenen betreffenden Wünsche steht der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge jederzeit gern helfend und beratend zur Seite. Er steht ohne Rücksicht auf die Mitgliedschaft allen Angehörigen von Gefallenen dieses Feldzuges ebenso zur Verfügung, wie den Angehörigen der im Weltkrieg gefallenen Soldaten. Die Angehörigen von Gefallenen in der Provinz Hessen-Nassau wenden sich in allen Fällen an die Kreis- und Ortsgemeinschaften des Volksbundes. Wenn in einem Ort eine Ortsgemeinschaft des Volksbundes nicht vorhanden ist, sind alle Anfragen an den Bezirksverband Hessen-Nassau des VDK. in Bad Homburg zu richten. „Näheres in den Tageszeitungen."' „Frau Meier, kann ich Ihre Zeitung mal haben?", kommt Frau Müller. „Wissen Sie, da hat heute Mittag der Rundfunk etwas über die neuen Lebensmittelkarten gesagt und zum Schluß erklärt: Näheres in den Tageszeitungen..Frau Meier ist zwar freundlich und händigt die Zeitung aus, aber Frau Müller merkt, daß sie's nicht gern tut. Sie kann sich nicht denken, daß Herr Meier immer begierig nach den neuesten Heeresberichten sucht. So kommt Frau Müller oft in der Woche, bis sie merkt, daß sie unwillkommen ist. Sie hat eben eine lange Leitung. Was tut sie nun, als der Rundfunksprecher wieder einmal sagt, daß alles Weitere über eine Kurz- Meldung in der Tageszeitung nachzulesen sei. Sie bestellt sich nicht die Zeitung ins Haus, nein, meint BOM.-Untergau 116 Gießen. Die erste Veranstaltung des HJ.-Dheaterrings findet am Sonntag, 29. Oktober, statt. Sie beginnt um 14.45 Uhr. Die Plätze müssen pünktlich eingenommen werden. Die Untergauführerin. Bete.: Herbstgeländelauf. Bornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Hochschulnachrichten. In Berlin entschlief im 83. Lebensjahre der ehemalige Professor für internationales Recht in Kiel, Geh. Justizrat Dr. jur. Theodor Niemeye r. Er hatte sich 1888 in Halle a. d. S. habilitiert und war 1894 Ordinarius in Kiel geworden. Dort bekleidete er 1907 das Rektorat. 1912 war er Vizepräsident der International Law Association. Er war auch Vorsitzender für Internationales Recht und der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht, korrespondierendes Mitglied der Akademie Bologna und Ehrendoktor der Rechte. Unter seinen zahlreichen Schriften befinden sich auch solche über die Methoden des Internationalen Privatrechts und die Prinzipien des Seekriegsrechts. Unter dem Pseudonym Neomario schrieb er eine Geschichte der Stadt Rom. Lange Jahre war er Herausgeber Der Zeitschrift für Internationales Recht und des Jahrbuchs für Völkerrecht. - . btadttheater: 20 bis 21.30 Uhr Erstes Orchester- - Gloria- Konzert für die edle Sache des Kriegwinterhilfswerkes zu einem großen Erfolg verhelfen. Für den Konzertabend wird das Stadttheater eine besondere Ausschmückung erfahren, so daß sich den Besuchern ein festlicher Rahmen bieten wird. Die Eintrittskarten, die durch die Ortsgruppen der NSV. Itmnail Nm ten. 8.1 nberlJ lügst Mit j M. 1 Ausruf! Achtung! Rückwanderer. Zwecks Kleider- und Wäschebeschaffung melden sich die haushaltungsvorstände (oder Vertreter) aller Rückwanderer bei ihrer derzeit zuständigen Ortsgruppe der NSV. Die Meldung hat bis zum 31. Oktober 1939 zu erfolgen, da spätere Meldungen keine Berücksichtigung mehr finden können. Backhaus, Kreisleiter. tungen _----- die Kreisdienststelle der NSG. „KdF." beschlossen, im Laufe des Winters 1939/40 nur Einzeloeranstal- sfarkwirksom, gegen Zahnsteinansatz, zahnfleischkräftigend, mild aromatisch, - und so- preiswert! „Donnerwetter, wir müssen uns doch kennen, aber woher schnell?" — „Aber Menschenskind, ich bin doch der Friedrich!" — Tatsächlich, er war's. Gleich gingen wir in die nächste Kneipe, danach brauchte man in Danzig niemals lange zu suchen, und dann ging das Erzählen los. Uns beiden ging es gut, wie wir bald festgestellt hatten. Ich hatte mich bis zu einem U-Boots-Kommandanten „hochgearbeitet" und Friedrich fuhr noch immer im Sommer mit Passagieren spazieren und strich im Winter die Seezeichen, er war durch und durch eine „konservative Natur". — Hierzu schien mir nur seine stolze Sanitäter-Uniform nicht so ganz zu passen. „Bist Du denn jetzt Sanitäter geworden?" — „Nein!" „Na hast Du denn einen Kursus für Hilfssanitäter durchgemacht?" — „Nein!" — „Na, zum Donnerwetter, wie kommst Du denn zu der Uniform?" „Das ist mein Kusäng feine. Der hat zwei." — „Und weshalb hast Du die heute angezoaen?" — „Na, Männchen, wegen die Kaiserparade, bei sowas, da zieh ich ihr immer an, da kommt doch kein Aas zum Segeln und mit die Uniform krieg ich überall den besten Platz ganz vorne." — Das mußte mir einleuchten, doch fragte ich interessiert weiter, ich war dabei davon überzeugt, daß auch diese Frage ihn nicht in Verlegenheit bringen würde: „Was hättest Du denn gemacht, wenn nun dicht bei Dir jemand ohnmächtig umgefallen wäre?" — „Dann wär' ich schnell weggelaufen und hätt' die richtigen Sanitäter Bescheid gesagt, ohne Krankentrage hätt' ich ja doch nichts anfangen gekonnt." Als ich neulich las, daß bei einem großen Aufmarsch ein falscher Sanitäter gefaßt wurde, mußte ich wieder einmal an meinen braven Friedrich denken, der hatte es aber schlauer angefangen, fassen ließ er sich nicht so leicht. inschldk» ,fw unserem Flottenlandungskorps bet herrlichem Wetter abgehalten morden. Dazu log vom Porode- rekd sichtbar unsere gesamte chochfeeflottt unter M>. mttal n choltzendors bei spiegelglatter See zu An- ^NachmL^frühtt" mich in der festlich bemeg- lon Lonoaasse in Danzig -in baumlanger San,tater ° aut -/kannte, militärisch. Ich halte ihn an und ?°Ze, da ich ihn nicht gleich unterbrmgen konnte. 'S» ♦Ä r‘ l°f V pro'13 V Mus der Stad« Gießen NT fynJ 8i^ / ^ewendungen, Die gelegentlich Herhalten müssen. geJ' M Menschen die fast nur in solchen Zitaten itionl ihre Meinung äußern. Das gibt oft recht heitere Augenblicke, besonders Dann, wenn ein Sprichwort Eil« M einer Lage paßt, „wie Der Igel zum Taschen- vicht Muh!" Unser Volkshumor hat sich vieler Redewendungen sclnächttgt. Das Volk liebt Vergleiche und Bilder. ^^Eimnal"^als beim Chef eines Vormittags hoher Damenbesuch angesagt war hatte der Schreiber ihnen sogar fein mit Rundschrift eine „Mu ttfolge ausgeschrieben, die auf dem geschmückten Tisch aus- laa Das Programm schien dem Chef, der meines Wissens wenig musikalisch war, aber nicht recht zu passen, und er ließ es mit groben Fluchen zerreißen, alle Mühen des Schreibers waren also leider U1©onft lautete es ganz nett, es begann, mildern bekannten Schlager „Fraulein Backhaus und es fnlaten Untern Tannenbaum , „Die luftige Witwe" unD „Die hift’gen Holzhackerbuab n . Ich batte dieses Programm ganz schon gesunden, doch die Geschmäcker sind ja verschieden.. Morgens beim Wecken Niußte Friedrich mir immer das Wetter melden. Nach dieser Meldung wollte ich mich gleich entsprechend anziehen. Bald batte er heraus, daß mir die Bezeichnung des We - ttrs nach den drei verschiedenen Arttu der Arrest, ttras-n völlig genügten, um mir em Btld Zu machen. meldete -r eben nur: „Herr Oberleutnant 7 Uhr das Wetter ist .gelinde bzw ,fo Mittel oder ftrenae'" Dann wußte ich BescheiD. ' Lana- Hatten wir uns schon mit beldersettigen besten Segenswünschen getrennt. 3m September 1910 faa ich mit „U 1" in Danzig, am Vormittag 191U -9 rJ s;- „»^geßliche Kcttserparade General v. Mackensen Hein. ^je StunDe." - den h „Sage mir, mit wem du umgehst!" — und ich und Ig ja®? dir, wer es ist! 96, M Bei einem Gärtner namens Tod hatten die Diebe 05 U -sämtliches Gemüse gestohlen und Dafür eine Inder 3m schüft zurückgelassen: „Für den Tod ist kein Kraut 10 $ gewachsen!" 1t* iarktstr.Ü Bei der Versorgung unserer Bevölkerung mit Fleisch und Wurstwaren fällt der Fleischer-Innung für Stadt und Kreis Gießen eine besonders wichtige Rolle zu. Durch ihre Geschäftsstelle hat sie bei Der organisatorischen Arbeit, Die mit Der Feststellung der Kontingente, der Prüfung der abgeliefer- ten Bezugsmarken, der Bestellscheine und der Aus- ertigung der Schlack)tfcheine zu leisten ist, einen wichtigen Anteil an der geregelten und gerechten Versorgung Der Verbraucherschaft mit Den zugeteilten Mengen an Fleisch unD Fleischwaren. Don Dem Umfang dieser Arbeit kann man sich einen Begriff machen, wenn man u. a. erfährt, daß Die Geschäftsstelle Der Fleischer-Innung in jeder Woche allein 185 Schlachtscheine auszugeben hat, für Die natürlich alle Voraussetzungen durch Die Prüfung Der abgelieferten Bezugsmarken ufw. erfüllt wer- Den müssen. Aus diese Schlachtscheine beziehen Dann die Metzger in Gießen, Klein-Linden, Wieseck unD Heuchelheim sowie Der Kreis Gießen Die ihnen nach dem nachgewiesenen Verbrauch zustehenden Schlacht- tvere. Bei dieser Organisattonsarbeit ist Die sorgsame Einhaltung Der Termine von besonderer Wichtigkeit. Um seine Kundschaft pünktlich bedienen zu können, muß Der Metzger rechtzeitig im Besitz Des Schlachtscheines sein. Das setzte gerade in diesen Tagen bei Der Ausgabe der neuen Versorgungskarten voraus, daß jede Hausfrau rechtzeitig ihre Fleischkarten zum Abtrennen der Bestellscheine Dem Metzger vorlegte. Die gleiche Verpflichtung ist zur gerechten Verteilung von Fett zu beachten. Die Bevölkerung kann also durch rechtzeitige Ablieferung Bei vielen Redewendungen roiro der Volkshumor jo geweckt, daß er mit einer gewissen Überlegenheit die Sache aufareift, und sicherlich wird mancher Mlngenehme Zwischenfall auf diese Art und Weise beigelegt. Es sollen hier einige Beispiele folgen, Die diese Art „Anwendung" hübsch veranschaulichen. „Aller Anfang ist schwer!" sagte Der junge Dieb uni stahl einen Amboß. „Nichts für ungut!" sagte Der Fuchs und biß ber Gans den Kopf ab. «Vom Himmel hoch, da komm ich her!" sagte der -• . Schornsteinfeger, als er vom Dach fiel. „Meine Werke folgen mir nach!" sagte der Töp- jer, als er mit feinen Waren Den Abhang hinunter- 'er y Gruppen um 8.30 Uhr am Univerfitätssportplatz mit Turn- und Trainingszeug zum Herbstgelände- lauf an. Bei schlechtem Wetter (Regen) fällt Der Geländelauf aus und der Dienst findet Dann wie gewöhnlich statt. Der Dienst ab 1 Uhr fällt wegen der Theaterringveranstaltung aus. Die I^-Stellenleiterin. G. oßes Kriegs-WHW.-Konzert im Stadtiheater. Um dem Knegs-Winterhilfswerk 1939/40 einen besonderen Beitrag zu vermitteln, veranstaltet die Kreisamtsleitung Wetterau der NSV. am Samstag, 4. November, im Stadttheater ein großes Konzert, das vom Musikkorps der Fliegerhorst-Kommandantur ausgeführt werden wird. Die Leitung des Konzerts liegt in Händen von Musikmeister Pfarre, Der mit feinem 33 Mann starken Orchester Der Gießener Bevölkerung bei den schonen Konzerten in Steins Garten und bei Platzkonzerten an anderen Stellen der Stadt schon manche Freude bereitet hat. Bei diesem Konzert für das Kriegswinterhilfswerk wird ein etwa 80 bis 100 Mann starker Soldatenchor mitwirken, den ebenfalls die Luftwaffe stellt. Das Programm, das in allen Einzelheiten bereits festliegt, bringt neben ausgezeichneter Konzertmusik auch Militärmusik, die besonders im zweiten Teil des Abends zu ihrem Rechte kommen wird. Die Bevölkerung unserer Stadt wird es an Aufmerksamkeit dieser großen Veranstaltung gegenüber sicherlich nicht fehlen lassen und dem der Bestellscheine in erheblichem Maße mit dazu beitragen, daß Die organisatorische Arbeit vom Metzgermeister her über die Geschäftsstelle ber Fleischer- Innung bis zu Der Außenstelle Des Viehwirtschafts- Verbandes pünktlich erledigt und dadurch Die stets rechtzeitige und gerechte Sßerforgung mit Fleisch und Fleischwaren sichergestellt wird. Wie wir von Dem Leiter Der Geschäftsstelle und Dem Obermeister Der Fleischer-Innung Horen, ist Die Diehanlieferung gegenwärtig recht günstig. Durch Die Weide abtriebe steht viel Vieh zur Verfügung. Neben den Tieren, Die von Den heimischen Weiden kommen, wird gegenwärtig zum Beispiel auch Vieh aus Norddeutschland an Den Gießener Markt heran- gebracht, das von sehr guter Qualität ist. Jeweils am Dienstag herrscht in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main Hochbetrieb. Für die Hausfrau wird es von besonderem Interesse fein, daß für bestimmte Teile, Die bei Der Schlachtung der Tiere anfallen, auf die Fleischmarken das doppelte bzw. das vierfache Gewicht bezogen werden kann. Auf eine Flei schm ar ke gibt es zum Beispiel Fleischsalat, Schweinsköpfe, Ochsen- maulsalat, Rinderschwänze, Konsumsülze, Jnnereien- sülze, Lungen und Euter in doppelter Menge. Die vierfache Menge kann auf eine Fleischkarte bezogen werden, wenn es sich um Schwei ne kam mkno chen, Speerknochen und Bauchrippen, um Rinderköpfe, Kalbsköpfe und Schafköpfe, um Spitzbeine und Schweines ch w änze, Rinderknochen, Fleck und Schwarten handelt. Fleisch- und Wurstwaren dürfen grundsätzlich nur gegen Fleischmarken abgegeben werden. N. Erstes Orchester-Konzert im Sladttheater. ;<;j. heute abend veranstaltet Der Gießener Konzert- vßerein in Gemeinschaft mit Dem Stadttheater Das nsle Orchesterkonzert Der Spielzeit 1939/40. Das ^Konzert, das vom verstärkten Städt. Orchester unter feeitung von Professor Stefan Temesväry aus= Mefiihrt wird, bringt neben nachgelassenen Werken Mchuderts Die Jupiter-Symphonie von Mozart und [ bas Klavierkonzert Nr. 5 von Beethoven. Als Solist Wurde Helmut Roloff (Berlin) gewonnen. Be- »Wm 20 Uhr, Ende gegen 21.30 Uhr. • Uraufführung im Gießener Stadtthealer. I Das Stadttheater Gießen — Intendant Hermann b jschultze-Griesheim — bringt am Dienstag, 31. £)t= ratober, Hedwig Schwarz' neue Übersetzung von Mhakespeares „Wintermärchen" unter der Spiel- Kkitung von Dr. Hannes Razum zur Urauf- Whrung. Sirenen-Alarm bei Füeqergefahr. M Es sei erneut daran erinnert, daß der Alarmruf I bei Sirenen bei drohender Fliegergefahr ein Heller, ^iMenformig a n - und abfdjroingen De r ■fyulton ist, der zwei Minuten lang anhält. Die gnSntmarnung nach einem Fliegeralarm wird durch Keilten gleichbleibenden hohen Heulton von ! zwei Minuten Dauer gegeben. 10: M „Der Sache ist nicht zu trauen!" meinte der & Junge, „Vater, leg erst Den Stock weg!" un9 m . „Man hat's nicht leicht!" sagte Der Kaufmann, en- ber Gewichte verkaufte. ! • „Nur nicht ängstlich!" sagte Der Hahn und fraß ßange.; ben Regenwurm. ft Bim ' iJch habe noch nie eine gute StunDe gehabt!" i undklagte die Frau. Ihre Nachbarin sagte: „Geh mal ’eiL Pd ton Groß-Felda nach Alsfeld, dann hast Du eine ’■; Ur. 251 Smeites Blatt Sm Herbst 1906 stellten wir das Torpedoboot , £ 101" in Dienst. Flagge unD Halbflottillen-Stan- , dr des hohen Chefs, Kapitänleutnant M., wehten bereits stolz im Winde, Die Drei Hurras waren ver- j fhingen unD balD war alles, was so zur Emrich- , fang eines richtig-seegehenden TorpeDobootes ge= \ hart, von ben Geheimbüchern unD Torpedos bis ur Kaffeetasse und den „Deckenbezugen — ge- < 'ähnliche, Mannschaften für" und den „Deckenbe- 5 tigert — feine, Offiziere für", wie es so schon w Dem Iphabetischen Jnventarien-Verzeichms Der AZerft ich, glücklich verstaut. Mittags war es so wett. Gleich nach Dem Essen kam Die „Nummer 1" - Der älteste seemännische Unteroffizier, Obermaat T, zu mir mit Der sehr verstänDlichen Feststellung Jun müssen Der Herr Oberleutnant noch einen Kurschen haben. Dann ist alles so chett klar. 2as leuchtete mir ein , er hatte auch schon unter bet Back rumgefragt unD brachte einen freiwilligen Anwärter für Diese Ehrenstelliing. Lang, .aber nicht ganz aufrecht, stand Der Matrose, Friedrich P- wr mir, da er sich wegen Des nieDrigen Decks ge- häiig bücken mußte. Zwischen listigen fühlte eine herrliche große Nase heraus, t^r etmas Micher Schimmer zeigte mir sofort an, oatz M schon manchen WinD hatte um Die Nase wehen fcflen muffen. So mar es auch er war Fi scher M der Danziger Gegend, und da ich als «eburtt ijet Ostpreuhe mir immer am liebsten Burschen „®13 den östlichen Provinzen" genommen hatte, tnirben wir bald einig, nachdem b» treue Fried pd) auf meine offene Frage: ..Werden C rrrfchendienft bei mir auch gerne tun? nur über ltgen geantwortet hatte: „Das wird stch schon ! Ausschlaggebend für meine Annahme feiner ri-nste war aber eigenttich erst seine Antwort auf meine Frage gewesen: „Was fischen 016 Mften Hering oder Flundern?" - Oberleutnant, am liebsten gar ntfcht mch. komntt -i-ht viel bei raus. Ich fisch man selten noch Ich srael ieht immer im Sommer mit Badegäste ais Magiere und im Winter streich ich ^ Seezeichen W Wafserbauamt an." - Auch dreier Stand. Mn ft ließ sich durchaus Horen, versprach Mil: Fried tid>s Umgang mit feinen Badegästen doch auch «re gewisse Erfahrung für feme dienstlichen Der chtungen als „Silberdiener emes Kaiferltchen Obe t lcrtnants z. S. ohne weiblichen Anhang . : Wir vertrugen uns Denn a'uch ganz 9" : f . llcherweise war Friedrich auch mustta sch bnnte auf meinem großen Kamm, D sie, das wäre zu teuer und man müßte sparen. Trotzdem sie neulich erst einen wichtigen Termin versäumte und Schaden hatte, da sie zu svät kam, nachdem sie diese „Neuigkeit", die inzwischen alt geworden war, auf der Treppe erfahren hatte. Nun was tut Frau Müller? Sie geht eine Stiege nach oben und läutet bei Frau Schulze. Auch hier bekommt sie gern die Zeitung geliehen. Doch als sie in ihrer Wohnung die Zeitung aufschlägt, entdeckt sie, daß ein Abschnitt ausgeschnitten wurde, gerade der vielleicht, der sie interessiert hätte, denn in der ganzen Zeitung kann sie das nicht finden, auf das der Rundfunk hingewiesen hatte. Also stieg sie wieder zu Frau Schulze hinauf. Ja, meint Frau Schulze, den Artikel hätte sie ausgeschnitten und aufgerlebt, weil er so wichttg gewesen wäre. Uebri- gens spare man am verkehrten Ende, wenn man keine Zeitung halte. Man wisse durch die Zeitung, was auf der Wett vorgehe, fühle sich mit dem ganzen Volk verbunden, abgesehen von dem besonderen Nutzen, den man aus den wichttgen Bekanntmachungen ziehen könne. Als Frau Müller später wieder ihre Wohnung aufsucht, ist sie beschämt. Der Schulzen ihr Mann ist draußen und die Frau hält die Zeitung weiter. Was die Schulzen tat, war immer recht, denn die versteht sich auf Sparen. Am anderen Tag, als die Zeitungsfrau die Treppe heraufkommt, steht Frau Müller schon an der Tür: „Also von morgen ab bringen Sie mir auch die Zeitung." Sie hatte eingesehen: Es geht nicht ohne Zeitung. Mit den Lebensmittelkarten zum Wochenmarkt. Auf dem Wochenmarkt in unserer Stadt hat das Lebensmittelkartensystem genau so Einzug gehalten, wie in den Einzelhandelsgeschäften. Zwar brauchen sich nicht alle Marktfrauen, die den Gießener Wochenmarkt besuchen, damit zu befassen, denn Gemüse und Obst unterliegen ja keinem Lebensmittelkartenzwang. Wohl aber müssen sich unsere Hüttsn- berger Bäuerinnen, die mit Butter, Käse und Eiern zum Markt kommen, sich mit der für sie neuen Materie beschäftigen. Die Marktfrauen mußten sich deshalb die notwendigen Requisiten beschaffen, und zwar Stempel und Stempelkissen, außerdem auch eine Tube Leim, denn man sieht häufig, daß die Marktfrauen die Marken gleich aufkleben, um sie nicht zu verlieren. Auch für die Metzgereien, die einen Stand auf dem Wochenmarkt halten, gilt selbstverständlich die gleiche Regelung, wie für jeden anderen Metzger. Im großen und ganzen läßt sich sagen, daß man sich auch auf dem Gießener Wochenmarkt schon recht gut mit dem Lebensmittelkartensystem vertraut gemacht hat und sich alles reibungslos und ohne jegliche Schwierigkeit abwickelt. Lediglich wenn es jetzt kalt wird, dann ist mit klammen Fingern die Handhabung der Lebensmittelmarken etwas unangenehmer als in den Läden, die ja immerhin — abgesehen von den Metzgerläden — geheizt werden können. Du und der Sternhimmel. Unter diesem Titel eröffnete die Heimatschule im Planetarium in Jena eine neue Vortragsreihe, bei der alles in den Vordergrund der Betrachtungen gestellt werden soll, was jeder selbst am Sternenhimmel unmittelbar sehen und beobachten kann. Ueber den ersten Vortrag bringt die „Jenaische Zeitung" einen Bericht, in dem u. a. folgendes zu lesen ist: „Gleich der erste Vortrag, in dem Dr. Werne r über die Sternbilder sprach, brachte eine unerwartete Überraschung: die jetzt übliche Auffassung der Sternbilder ist in keiner Weise befriedigend. Sie sind als Endzustand einer langen Entwicklung anzujehen. Wenn man wissen will, was eigentlich dahinter steckt, muß man sie von allem späteren Beiwerk befreien. Das hat erstmalig im letzten Jahre der Professor der Medizin Henneberg (Gießen) unternommen in seinem »Versuch der Wiederherstellung des frühklassischen Sternhimmels' (1938). Seine Ansichten wurden hier zum ersten Male öffentlich vorgettagen und wirkten überzeugend, die ursprünglich zuzgrundeliegenden wirklichen Gestalten werden sichtbar m einer Weise, die durch die späteren Umgestaltungen völlig verdeckt war; den Fuhrmann z. B., der bisher nur eine äußerliche Etikette für eine Gruppe von Sternen war, kann man nun wirklich als Gestalt erkennen. Professor Henneberg wohnte dieser ersten Darlegung seiner Auffassungen selbst bei." Gießener wochenmorktpretje. * Gießen, 26.Okt. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, Wirsing, % kg 6 bis 7, 50 kg 6 RM., Weißkraut, 50 kg 4 RM., Rotkraut, % kg 5 Rpf., 50 kg 7 RM., gelbe Rüben, Vi kg8 Rpf., rote Rüben 8 bis 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat, ‘/io 10 bis 15, Tomaten, S kg 20, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Kürbis 6 bis 8, Kartoffeln, kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,15 bis 3,45 RM., Aepfel, Vi kg 10 bis 25, Birnen 10 bis 20, Zwetschen 12 bis 13, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 5 bis 8, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. ** Eine Fünfundsiebzigjährige Am morgigen Freitag, 27. Oktober, kann Frau Minna Weife, Frankfurter Straße 159, bei bester Gesundheit ihren 75. Geburtstag feiern. Wir beglückwünschen herzlich. ** Unfälle. Der Bergmann Heinrich A r - nold von hier, Walltorstraße, wurde auf dem Heimweg von seiner Arbeitsstelle von einem Auto angefahren. Er stürzte und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und Kopfwunden. — Dem 16- jährigen Maschinenschlosserlehrling Hebmuth Weip- pert, Landgraf-Philipp-Platz, stürzte bei seiner Arbeit eine drei Zentner schwere Last auf den Fuß. Er erlitt einen Bruch des rechten Fußes und erhebliche Quetschungen der Zehen. — Eine schwere Gehirnerschütterung erlitt der 58jährige Tapezierer Georg Götz, als er bei Derdunkelungsarbeiten rücklings, anscheinend infolge eines Schwindel- anfalls, abstürzte. Die Verunglückten wurden in die Chirurgische Klinik aufgenommen. Dienst im Deutschen Hofen Kreuz Bereitschaft bedeutet in ernsten Zeiten kurzweg alles. Bereit sein in Unglücksfällen, bereit sein, überall einzugreifen, wo irgend Hilfe nötig ist, das ist eine der vornehmsten Aufgaben des Deut- scheu Roten Kreuzes. Gerade heute steht die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes im Mittelpunkt des Interesses, insbesonders der Frauen. Sie alle haben den Wunsch, zu helfen, und finden dort Aufgaben in Hülle und Fülle. In den Ortsgemeinschaften gilt es fleißig zuzugreifen. Da wird unermüdlich Binde um Binde gewickelt, tadellos mit Cellophanpapier versehen und für soforttgen Bedarf aufgestapelt; da werden Fäden zu Scharpie gezupft, und in allen Gesichtern ist die Freude zu lesen, sich nützlich machen zu dürfen. Es sind nicht etwa nur junge oder nur bejahrte Frauen, die hier helfen. Sie kommen aus allen Berufen und aus jedem Lebensalter, vom jungen Mädel bis zur weißhaarigen Mutter einer vielköpfigen Familie. Und jede findet trotz der Sorge um Heim und Familie, trotz anstrengender Bürotätiqkeit oder sonstigen langen Dienstes Zeit und Gelegenheit, sich auf Stunden zur Verfügung zu stellen. Wer aber Zeit und Kräfte hat, noch ein Stück mehr zu leisten, der meldet sich als Hel- ferin-Anwärterin an, ist also ein Mitglied der aktt- ven Bereitschaft. Es wäre aber eine durchaus falsche Vorstellung, zu glauben, in Kriegszeiten erfolge die Ausbildung der Helferinnen im Eiltempo und weniger gründlich und nachhaltig wie es sonst üblich ist. Der Lehrgang für „Erste Hilfe" bildet die DRK.» Anwärterinnen in 20 Doppelstunden mit besonderer Sorgfalt aus — sie lernen nicht nur den menschlichen Körper in seiner Funktionstätigkeit kennen, sie müssen imstande fein, jede Art von Verband anzulegen und den Verletzten erste Hilfe zu bringen. Wenn bann die Prüfung bestanden ist, wird die DRK.-Helferin im Bahnhofsdienst, in Unfallhilfsstellen und sonstiger Hilfeleistung bei Kata- strophen, in Großküchen, Krankenanstalten usw. eingesetzt. Ist eine DRK.-Helferin besonders geeignet, bann kann sie nach einer praktischen Ausbildung im Krankenhaus von weiteren 12 Wochen und ferner einem theoretischen Unterricht von 20 Doppelstunden als DRK.-Schwesternhelferin Dienst tun und auch in Lazaretten und Krankenhäusern mit* herangezogen werden. Die Arbeit der DRK.-Helferin ist gewiß kein Zeitvertteib, sondern Dienst am Volk, und zwar ein schwerer und verantwortungsreicher. Wer in den Gesichtern der DRK.-Helferinnen liest, der empfindet und weiß, daß sie diesen Dienst doppelt gern tun in einer Zeit, die von jedem einzelnen restlosen Einsatz fordert. Ba. 9 Jl.-Spott Vor den Kämpfen um die Kmgsmeistkrschasten. Zu den ersten Kriegs-Meisterschaften im Radsport wurden bereits einige Vorbereitungen getroffen. Im Gegensatz zu den sonstigen Gepflogenheiten kommen zu den Sommer-Bahnmeisterschaften noch zusätzlich Titelkämpfe in der Halle. Schauplatz dieser Hallenmeisterschaften wird die Berliner Deutschlandhalle sein. Die Hallen-Meisterschaften werden voraussichtlich am 10. Dezember in den vier olympischen Wettbewerben — Malfahren, 1000-Meter-Zeitfahren, Zweifitzerfahren und Mannschafts-Verfolgungsren- nen — durchgeführt. Die Radball-Meisterschaft wird dagegen erst am 21. Dezember entschieden. Fechten. Die Vorarbeiten zur Wiederaufnahme eines regelmäßigen Sportbetriebs mit dem Ziele der Durchführung Deutscher Kriegsmeisterschaften sind auch im Fachamt Fechten in vollem Gange. Anfangs November sollen die Wettbewerbe der Bezirks- und Gauklassen ihren Anfang nehmen und im Anschluß daran, also etwa Anfang Februar, ist die Austragung der Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften in den Gauen vorgesehen. Die deutschen Meisterschaften werden dagegen wahrscheinlich nur im Einzelfechten durchgeführt. Schwerathletik. Im Lager der Schwerathleten werden die Meisterschaftskämpfe im Ringen und Gewichtheben innerhalb der Kreise und Gaue schon in Kürze beginnen. Bis zum 1. März sollen die Gaumeister feststehen, die dann an den weiteren Kämpfen um die deutschen Meisterschaften teilnehmen können. Die noch nicht entschiedene deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen 1939 wird am 11. oder 12. November in Köln durchgeführt. AC. Köln- Mülheim 92 und Reichsbahn Neuaubing haben noch den zweiten Endkampf zu beftreiten; der erste sah in München die Neuaubinger mit 4:3 Punkten siegreich. Eissport. Die Bemühungen, möglichst alle deutschen Kunsteisbahnen für den Sportbetrieb sicherzustellen, haben bisher schöne Erfolge gehabt, stehen doch jetzt bereits acht Bahnen zur Verfügung. Waldlaufmeisterschaften des Äaues Hessen in Bad-Nauheim. Die Waldlaufmeisterschast des Gaues Hessen wurde am 19. November nach Bad-Nauheim ausgeschrieben. Die Senioren laufen eine Strecke von rund 10 Kilometer. Die Meisterschaften in den Kreisen finden am 29. Oktober und 5. November statt. SleWMöerftemöe Roman non Walther Klocpfcr Copyright du Carl Duntfer Verlag - Berlin w 62 25. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Das war eine wohlgesetzte, eine klare Rede, finden die drei, und Weinzierl kämmt mit den Fingern durch den Bart. Leinfelder ist anderer Ansicht. Er findet die Rede unlogisch und anmaßend. Er ist ein harter Spieler, rote man so sagt, und nicht nur im Pokern, sondern auch in Geschäften. Diese Eschelbrunner — er kann den Namen nicht mchr hören — überschätzen seinen Edelmut ganz bedeutend. Er ist ärgerlich. Er weiß das eindeutige Recht auf seiner Seite. „Alles schön, meine Herren, alles gut, aber nicht zu machen. Ich kann Ihnen nur raten, nach Hause zu gehen und zu berichten, daß mit Valentin Leinfelder in dem Punkt nicht zu diskutieren ist. Schnaps ist Schnaps und Kauf ist Kauf. Apropos Schnaps: darf ich Ihnen vielleicht einen Kognak anbieten? Oder eine Zigarre?" Die drei machen bestürzte Mienen, lehnen beides ab und schicken sich an, die prachtvolle Wohnung dieses schwierigen Herrn zu verlassen. Unter der Tür fällt dem Stadtrat Weinzierl noch etwas ein. „Sie haben doch sicher Sachverständige zu Rate gezogen, Herr Leinfelder; ist es wirklich ein Lulas Cranach?" „Es ist einer, und zwar ein guter. Darüber kann ich Sie beruhigen, meine Herren. Ich habe alle erforderlichen Expertisen darüber", erläutert der Architekt selbstgefällig. Das nächste Ziel der drei Männer ist das Ministerium. Sie haben dort wegen jener Eingabe zu tun und wollen sich vergewissern, wie man höheren Orts ihr Moorkultivierungsprojekt beurteilt. Bei dieser Gelegenheit können sie bann gleich die Sache mit dem Bild Vorbringen. Sie müssen wieder in einem Vorzimmer warten; es ist heute das dritte, sie trommeln aufgeregt mit den Fingern, zupfen ihre Beinkleider zurecht und führen lahme Gespräche, weil schon alles besprochen ist. Dann erhalten sie Audienz und unterbreiten ihr Anliegen mit dem Moor und der Wasserleitung. Der Ministerialrat erwidert, das Gesuch sei noch in der Schwebe, aber man werde selbstverständlich prüfen, versprechen könne er leider nichts, es feien jetzt so viele vordringliche Eingaben bg* und sie würden Bescheid erhalten. Auf dem Dienstweg, versteht sich. Die drei sind halb zuversichtlich, halb bedrückt; denn sie haben ein klares Ja ober ein klares Nein erwartet. Dann fangen sie von bem Bilbe an. „Bilberangelegenheiten sinb ein anberes Ressort, meine Herren. Ein anberes Gebäube, zweiter Stock, Zimmer 38. Wenden Sie sich getrost an Herrn Rat Ranke um Auskunft." Sie gehen in eine andere Straße, wandeln unsicher über Treppen und durch Korridore und stehen schließlich vor jenem Herrn, der Referent für Kunst- angelegenheiten ist. Sie erzählen ausgiebig, verbohren sich in den Sachverhalt und, wenn der eine etwas ausgelassen hat, springt der andere ein. Sie versäumen auch nicht, die Armut ihrer Stadt hervorzuheben und die Hoffnungen, die allseitig in das Bild gesetzt werden. „Ich werde dieser Geschichte mal nachgehen", versichert der Referent, „vor allem aber müssen Sie einen Bericht an das Bezirksamt machen. Wir werden dann ja sehen." Der Herr Rat verabschiedet sich freundlich. Sie stehen wieder auf der Straße und beschließen mit Stimmeneinheit, nun ins Hofbräuhaus zu gehen, was sie sich nach den Laufereien dieses Vormittags redlich verdient haben. Gegen Abend werden sie wieder heimfahren. 14. Kapitel. Severin versenkt sich gerade in den Stellennachweis des Aerzteblattes, als es klopft. Er hat inzwischen sein im zweiten Stock gelegenes Hotelzimmer mit einem solchen im vierten Stock vertauscht, das einfacher und billiger ist. Die Fenster gehen auf einen Hof, in dem Teppiche gebürstet werden. „Ja, herein!" „Eine Rechnung hätte ich abzugeben", sagt der junge Mann in seiner Ausgehe-Livree. „Eine Rechnung? Ich wüßte nicht von wem?" „Von Neuner und Nach. Hier, bitte." „Kenne ich nicht. Muß ein Irrtum fein." „Sie sind doch Herr Doktor Severin?" „Stimmt. Um was foll's sich denn handeln?" „Weiß ich nicht, wird auf der Rechnung stehen." „Na, geben Sie her." Er öffnet den Umschlag, der seine Anschrift trägt, und liest mit zunehmender Verwunderung: Neuner und Nach, Möbelwerkstätten und Fachgeschäft für Raumkunst, München, Odeonsplatz 8. 1 Wohnzimmer, kaukasischer Nußbaum, 2130.— RM. Postskriptum: Fräulein Maria Fabri hat uns beauftragt, die Nota Euer Hochwohlgeboren zugehen zu taffen. Stets gern zu Ihrem Dienst D. O. „Sie können abtreten", wendet sich Severin an den Ausgeher. „Es ist gut." Kaum hat dieser das Hotelzimmer verlassen, da wirft Severin die Rechnung wütend auf den Tisch. Das ist ja allerliebst, denkt er. Und ausgerechnet kaukasischer Nußbaum muh es fein, wo ich mich so nicht hinaussehne! Mit verbissener Miene kramt er in seiner Brieftasche. Er ftreut ihren Inhalt aus den Tisch — drei neue Fünfziger und 60 Mark in kleinen Scheinen. In feiner Westentasche findet sich auch noch etwas Silber- und Kleingeld. Dreizeyn- hundert Mark in drei Wochen verputzt! So sieht die Bilanz aus. Eine Schande, ein Jammer. Was hat man davon gehabt? Hotel, Essen, ein paar Ausflüge, abendliche Ausgänge mit Riele, einmal Mietauto ab Garmisch, Geschenke für sie, Blumen, ein gräßlicher Porzellanhund, den sie sich gewünscht hat, eine Armbanduhr, Garderobe ergänzt... irrsinnig ist er mit dem Geld umgegangen, hier ist der Ausdruck wirklich am Platz. Das muß jetzt natürlich aufhören, Bremse, stop. Er redet laut mit sich selber und stößt den Stuhl zurück. Riele ist goldig! Kauft über feinen Kopf roeg eine ganze Wohnzimmereinrichtung! Das Feinste vom Feinen! Und er, ein Schaf ist man, hat in Eschelbrunn Stinkadores geraucht, schamlose Autoreifen gestickt und verschrumpelte Anzüge getragen! Und immer noch nichts Positives von Fräulein Ferber. Er greift nach bem Di schiele pH on. „Eschel- brunn, OPD. Nürnberg, Nr. 7, Fräulein. Ja, ein Ferngespräch. — Sind Sie es, Fräulein Ferber? Guten Tag, alles wohlauf? Sagen Sie mal, Fräulein Ferber, wie steht es denn nun mit dem Krankenhaus? Zwei neue Interessenten waren da? Und einer davon ist so gut wie entschlossen? Es wird auch langsam Zeit. Wenn Sie etwas EndgültiAes hören, verständigen Sie mich sofort, ja? Schöne Grüße an die Kinder und an den Kollegen. Dielen Dank, Fräulein Ferber!" Er legt den Hörer roeg. Nachdenklich zieht er sich um und macht sich auf den Weg zum „Paradiesvogel", einem vornehmen Kabarett, das als Treffpuntt mit Riele ausersehen ist. Dort geht es superfein zu, und das billigste ist ein Glas Ananasbowle. Mit heftigem Mißvergnügen beäugt Severin den vielen Aufwand, die Jspcchateppiche, die Lichtverschwendung, die kasset- tierte Palisandecholzdecke. Er ist im Grunde seines Wesens ein bescheidener Mensch und hat die Gier nach diesen Läppereien, die ihm in Eschelbrunn als der Gipfel alles Erstrebenswerten erschienen, schon eingcbüßt. Er kennt solchen Krimskram nun seit drei Wochen zur Genüge und langweilt sich dabei sogar. Aber er muß wohl oder übel hier sitzen, weil es sich mit Riele verabredet hat. Seine Verlobte tel, drei auf dem handelt. V »erö He Bau Bah ein ftti Hile |ie des Ba DOl leilu hes bar bet 5it rirli bei bet red non Lek Hfl ‘ foty ze; M- W W" iirni •iion * Aus der engeren Heimat. Unfälle auf dem Lande. Der 20jährige Landwirt Jakob Sehrt aus Stein,! bach stürzte beim Obstpflücken von einer Leiter fiinsj Meter hoch ab und blieb mit einer Gehirnerschiitle^ rung und Rippenbrüchen eine halbe Stunde lan|| bewußtlos liegen. — Frau Else Simon aus] Odenhausen zog sich am Unterarm (sie war mit bet] heißen Herdplatte in Berührung gekommen) schwey! Verbrennungen zu. — Einen komplizierten Unter., armbruch zog sich ein 36jähriger Steinbrucharbeiter aus Odenhausen zu. — Die Verunglückten mußte, in die Gießener Chirurgische Klinik gebracht wer. den. man vermutet, um einen gewerbsmäßigen DM ils - • - iler Rundfunkprogramm Freitag. 27. Oktober. 6 Uhr: Landvolk, merk auf! 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7 bis 7.15: Nachrichten 8.05: Gymnastik. 8.20: Mutter turnt und spielt mi dem Kind. 8.35: Musik am Vormittag. Das Orchester des Reichssenders Leipzig. 9.30: Schulfunk, Zellwolle. Hörfolge. 10: Frohe Weisen. (Industrie- Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 11: Kammer- mufft. 12: Stadt und Land — Hand in Hand, 12.10: Mittagskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch, 15: Singendes klingendes Frankfurt. Ausführung: Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt, 17: Nachrichten. 17.10: Nachmittagskonzert. 18: Klingende Liebesgabe. Eine fröhliche Stunde des Reichssenders Frankfurt für die Kameraden am Westwall. 19.10: Konzert. Dazwischen: Berichte, 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschland sender. 22 bis 22.15: Nachrichten. Lpd. Marburg, 25. Oktober. In einem hiess, gen Institut machte sich ein fremder Mann in ver. n dächtiger Weise in der Kleiderablage zu schaffen W Als er verschiedene Mäntel anprobierte, N kam der Hausmeister hinzu, worauf der Fremd« ieni) flüchtig ging. Der Hausmeister konnte ihn jedoch W einholen und festhalten. Dabei stellte sich heraus, * en, daß der Fremde nicht weniger als fünf Män, $\ tel, drei auf dem Leibe und zwei auf dem Arm, L 2 bei sich trug. Der Manteldieb wurde der Polizei $cr( übergeben, die nun feftftellen wird, ob es sich, tnt ii n - lut einem leeren Dreschacker hatte ein Sprendlingei 11 u. Einwohner Spreu verbrannt und sich nicht ?a n_£ nehmen. (Fortsetzung folgt.) 2i, «fl Le «in: tld HUqi „Ich hatte Angst, es könnte mir vor der Nasi roegge lauft werden. Wie kann ich denn ahnen, daß du mir eine solche Szene machst? Wenn ich bas 8* nn: „Der Kauf muß rückgängig gemacht werden. 3® bitte dich, das gleich morgen zu erledigen. Riele." „Ausgeschlossen! Ich blamiere mich doch nicht. „Gut, dann werde ich die Sache in die Hank Pei N'pi s nenll 6uri hen v W Hol btt es etfe 2 J Mi «ft teil »ft -Ils N per Kni jÄ erscheint kurz vor Beginn der Vorstellung; fw kommt von einer Freundin. „'n Abend, Franzl. Ich bin pünktlich, wie?" Sie steht strahlend vor ihm und reicht ihm die Hantz. Er nimmt sie srvsttg und macht ein ernstes Gesicht-: „Was soll denn das heißen? Ist dir etwas tM die Leber gelaufen?" fragt sie erstaunt. Severin hält sich nicht lange mit Einleitung« auf. „Wie konntest du ohne meine Einwilligung dieses Zimmer kaufen?" erkundigt er sich ftrenn und wendet sich dann an den mit der Weinkarte wartenden Ober: „Noch ein Glas Bowle, bitte, ffc die Dame. Nein, keinen Wein." Und als der lästige Horcher weg ist: „Jcb bekomme da nichtsahneW eine Rechnung... ja, fug’ mir, bist du denn wchiv sinnig geworden?" Sie blickt erschreckt und verständnislos in fefa; zorniges Gesicht und entschuldigt sich: „Es war efr Gelegenheitskauf. Ein Herr von der französischen Konsulatsbehörde hat sich diese Möbel eigens