Kr. 225 (Elftes Blatt Dienstag, 26. September 1959 189. Jahrgang ' in den ter xMehl tobet 3—15 g geben, atobjl des iorge- iet ibf u L 1 dies« ' werden ", tes Tot! Fitzern ■ntreffet I inüdlich n lwih ere di« fern ver« derlegtrn dem geg- >aren der Spiel in iten Wl> Aufbahrung im Oberkommando des Heeres. Berlin, 26. Sept. (DNB.) Der am 22. September vor dem Feind gefallene Generalober st von Fritsch wurde am Montag nach Berlin über geführt, wo der Sarg mit dem Danziger V-Zug kurz nach 21 Uhr auf dem Stettiner Bahnhof eintraf. Der von Motorradfahrern eskortierte Kraftwagen mit der sterblichen Hülle des ehemaligen Oberbefehlshabers des Heeres war kurz vor 10 Uhr non der Front kommend auf dem Hauptbahnhof in Danzig angelangt, wo vor der Ueberführung nach der Reichshauptstadt in Anwesenheit des Mili- tärbefehlshabers Danzig-Westpreußen, General -er Artillerie Heitz, eine schlichte soldatische Trauerfeier stattgefunden hatte. Zahlreiche Generale, Abteilungs- und Amtsgruppenchefs unter Führung von General der Artillerie Fromm, als Stellvertreter des Oberbefehlshabers des Heeres, hatten sich auf dem Stettiner Bahnhof in Berlin eingefunden; auch den stellvertretenden Gauleiter Staatsrat ter. Die Tor für i Kamps i-Weihen mg Tor llen und ihn biet tete diese vieder t Mb [■ ld zu. \ r gab Esst i un^a. : beiden n, als letzten r durch i llieder» Görlitz er sah man unter den Anwesenden. Eine nach Tausenden zählende Menschenmenge umsäumte den hell erleuchteten Platz vor dem Bahnhof. Acht Unteroffiziere des Infanterieregiments Großdeutschland nahmen den Sarg auf ihre Schultern und trugen ihn auf eine Lafette. Eine Ehrenkompanie erwies die^ Ehrenbezeugungen. Dann setzte sich der Trauerkondukt in Bewegung, wobei das Ehrengeleit eine motorisierte Kompanie der Panzertruppenschule Wünsdorf übernahm. Am Oberkommando des Heeres am Tirpitz-Ufer war wieder eine Ehrenkompanie angetreten. Im großen. Saal, in dem Freiherr v. Fritsch aufgebahrt wurde, hielten Offiziere die Ehrenwache. Hier fand auch heute morgen vor Beginn des Staatsaktes eine kirchliche Trauerfeier statt, bei der der Feldbischof der Wehrmacht, D. Dohrmann, sprach. Dann wurde der Sarg mit motorisiertem Geleit zum Platz vor dem Ehrenmal Unter den Linden übergeführt, wo eine Trauerparade in Stärke von zwei Bataillonen, zwei Batterien und einer Schwadron unter dem Kommando des Kommandanten von Berlin, Generalleutnant Seifert, Aufstellung genommen hatte. »bet t ober et Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen oon 70 m m Breite 60 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Vereinbg.25°/, mehr. Grmähigte Grundpreise: Stellen--, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein* spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B „Sein gestaltender Geist lebt weiter in Mrung und Truppe." Der Oberbefehlshaber des Heeres hält die Trauerrede. Ein deutscher Soldat - furchtlos und treu! Das Staatsbegräbnis für den Generalobersten Freiherrn von Fritsch. ie 8°( ;;!> l"je 31« <3$ buatg vier rüfy 6er. ) an 'eiter. Un erste Mer, > vier ^enb, oiebej ■ wie. .8 zu Seit Beginn der Kampfhandlungen in Polen weilt der F ü h r e r in den vordersten Frontlinien. Ueberall brandet ihm der Jubel seiner Soldaten entgegen. — (PK.-Rascheit-sScherl-sM.) Berlin, 26. SepL (DNB.-Funkfpruch) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten wurde die planmäßige Bewegung auf die Demarkationslinie fortgesetzt. Nur ostwärts des unteren San kam es noch zu kurzen Gefechten mit versprengten Femdleilen, wobei durch eine Panzerdivision 2000 Gefangene gemacht wurden. Nachdem es trotz allen Bemühungen nicht gelungen ist, den polnischen Kommandanten von der Grausamkeit und Nutzlosigkeit eines Widerstandes in Warschau zu überzeugen, wurde gestern ntit den Kampfhandlungen gegen die Stadt begonnen. 3m kühnen Handstreich wurde das Fort 2N o k o t o w s k i und anschließend ein Teil der Vorstadt 2N o k o t o w genommen. 3m Westen Artilleriestörungsfeuer und geringe Spähtrupptätigkeit. Französische Flugzeuge haben — wie einwandfrei erkannt wurde — belgisches Gebiet überflogen. 3m Lustkampf wurden fünf französische Flugzeuge und zwei Fesselballone, durch Flakfeuer ein französisches Flugzeug ab- geschossen. Der Führer bei der siegreichen Bzura-Armee. Das Warschauer Fort Mokotowski durch deutschen Handstreich genommen. Oie Kampfhandlungen gegen Warschau begonnen. — Im Westen sechs französische Flugzeuge und zwei Feffelballone abgeschoffen. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Famllienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfie unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Gietzea Postscheckkonto: zrantfurt am Main 11688 deutschen Soldatentums, und Geist vom Gerste des kettenbrechenden nationalsozialistischen jungen Deutschlands." Der Oberbefehlshaber des Heeres bekannte dann mit tiefer Dankbarkeit unter Hinweis auf den deutschen Siegeszug in Polen: „Das deutsche Heer, das in überwältigender, seelischer und materieller Stärke, todesverachtend und siegheischend den Gegner einfach überrante, hat Generaloberst Freiherr v. Fritsch entsprechend dem ihm gewordenen Auftrag geformt und ausge- bildet. Wann immer vom Siegeslauf des deutschen Heeres in Polen gesprochen werden mag, niemals wird man des Generalobersten Freiherrn von Fritsch vergessen fönten, dessen gestaltender Geist in diesem Heer, in Führung und Truppe lebte." Noch einmal ging der Oberbefehlshaber des Heeres auf den lauteren Menschen und den befähigten Offizier ein und sagte: „Alles, was der Generaloberst von anderen forderte, hat er ihnen selbst vorgelebt. Eines aber sei hier an seiner Bahre sichtbar herausgehoben: Seine Treue. So wie er s i ch selber treu blieb in Hellen und dunklen Stunden, so bewahrte er auch die Treue — unwandelbar, unerschütterlich wie ein Fels — seinem Führer, seinem Volk und seinem Heer." Der Oberbefehlshaber des Heeres schilderte dann kurz, wie der Gefallene bei Kriegsausbruch mit dem Artillerieregiment 12, dessen Chef er war, ins Feld gezogen sei, wie es ihn stets nach vorne trieb, um durch sein Beispiel zu wirken, und wie er denn bei einem Erkundungsvorstoß in vorderster Linie den Heldentod gefunden und damit als Krönung seines Lebenswerkes seinen Soldaten nicht nur vorgelebt habe, sondern auch Beispiel- h.aft in den Tod gegangen sei. Wir trauern schwer um den Verlust dieses einzigartigen, untadeligen Mannes. Und doch sind wir von tiefem Stolz et füllt, daß er einer der Unsrigen, daß er ein Oberbefehlshaber des deutschen Heeres, daß er ein deutscher Soldat war. Und wir schätzen uns glücklich, weil wir ihn liebten und verehrten, daß er so — vorwärts und voranstürmend — sein reiches Leben erfüllen durfte, sein Leben, über dem die Worte standen: „Furchtlos und treu!" Nach kurzem Hinweis darauf, daß sich heute die sieggekrönten Feldzeichen zu Ehren des Gefallenen senken, betonte der Generaloberst, daß Freiherr von Fritsch allezeit in der Armee und ihren Taten fortleben wird. „Werner Freiherr von Fritsch, Deine Soldaten, Deine Kameraden sind angetteten, um Dir den letzten Dienst zu erweisen. Unsere Herzen, unser Dank und unsere Treue geleiten Dich, heute und immerdar." Die Truppen präsentierten. Im Vorgarten feuerte eine Salutbatterie den Ehrensalut von 18 Schuß. Dann erfolgte die feierliche Ueberführung nach dem Invalidenfriedhof. Führerhauptquartier, 25.Sept. (DNB.) Der Führer begab sich heute in den Raum östlich w der Bzura, in dem vor wenigen Tagen die Schlacht in Polen ihren siegreichen Abschluß fand. Mit brausendem Jubel empfangen die siegreichen deutschen Truppen ihren Obersten Befehlshaber. U n- übersehbare Kolonnen füllen die Straßen des Weichselbogens, Infanterie, Flak, Artillerie und Panzerformationen in buntem und doch wohlberechnetem Wechsel. Immer wieder bereiten die Truppen dem Führer jubelnde Kundgebungen. Ihre Haltung ist so frisch wie am ersten Tage. Es ist die stolze Haltung einer siegreichen Armee, die neuen, unvergänglichen Ruhm an ihre Fahnen geheftet hat. i Neben den mit Truppen gefüllten Straßen hat 1 bereits wieder der friedliche Alltag des Bauern seinen Einzug gehalten. Die Felder werden gepflügt, Kartoffeln gebuddelt, da und dort geht «auch schon ein Bauer über sein Feld und streut mit vreitausholendern Schwünge die Wintersaat in den Boden. In den kleinen Städten, die wir durchfahren, sind die Läden geöffnet, die Bevölkerung kauft die notwendigen Lebensrnittel ein. An einer Stelle cm Rande einer kleinen Ortschaft, wo wir die Bahnlinie Lodz—Warschau kreuzen, müssen wir halten. Die Bahnschranken sind heruntergelassen und mit lautem Pfeifen dampft ein langer Güterzug cn uns vorüber, ein überzeugendes Bild des wieder- rlngekehrten Friedens. Jtur in der Festung W arf chau selbst sind noch die fehlen Kämpfe im Gange. Von einem besonders günstigen Ausblickspunkf vom Rande eines Warschauer Vorsfadlvierlels aus können wir uns mit eigenen Augen davon überzeugen, daß diese Stadt in keiner Weise eine offene Stadt ist, wie die Polen es heute plötzlich behaupten. Schon ein Blick auf die Karte zeigt, daß Warschau im Gegenteil eine starke Festung ist, von einem Kranz zahlreicher Forts umgeben. Run lernen wir selbst diese Forts kennen und finden sie schwer betoniert und mit Waffen aller Grade ausgerüstet. Vor wenigen Stunden ist wieder eines dieser Forts durch einen blendenden Handstreich eines jungen Offiziers in deutsche Hand gefallen. Nicht nur polnisches Militär kämpft hier, man hat auch Zivilisten in die Front geholt und hat Bie verbarrikadierten Straßenmündungen mil entlassenen Zuchthäuslern und den Angehörigen der Warschauer Unterwelt besetzt, ja, man ist schließlich dazu übergegangen, Formationen von Flintenweibern gegen die deutschen Truppen mobil zu machen. Einige dieser Weiber fielen in den letzten Tagen in die Hand unserer Truppen, die nun planmäßig darangehen, die Stadt von diesen Elementen gründlich zu säubern, die ein verbrecherisches Regime unter Waffen rief. Im Laufe des Tages haben wir dann Gelegenheit, die Kampf st ätten zwischen Bzura tu n b Weichsel, die das Ende der polnischen Armee sahen, zu besichtigen. Wir erleben noch einmal im Geiste die großartigen Taten unserer Truppen mit, ihr siegreiches Vorwärtsstürmen, ihre zähe Beharrlichkeit, mit der sie den einmal geschlossenen Ring um das polnische Heer immer enger und snger zogen, um ihm schließlich den völligen Untere , gang zu bereiten. Auf dieser Fahrt treffen mir aua) ' Teile der „Leibstandarte Ad o l f Hlt - i U e r", die auf einem Felde raffen. Zu ihrer größten I Freude können die Männer der ff nun ihren Fuh- £ rer grüßen auf dem Schlachtfelde, auf dem auch sie I kämpften und siegten. hungrige Polenhände sich ausstreckten, für die Erhaltung O st preußens beim Reich. In Ostpreußen hat er dann später als Che" General st abes gewirkt — so, daß ein setzter kurz und klar über ihn sagen konnte: ,D e r Besten einer!' Am schönsten war wohl die Zeit, da er in Schwerin das RW.-Art.-Regt. 2 nach eigenem Geist und Vorbild formen und unmittelbar auf Offizier und Mann anleitend, erziehend und anspornend einwirken konnte. Er war ein Regimentskommandeur, für den die Truppe in höchster Acktuna und gläubigen Vertrauen durchs Feuer zu gehen Bereit war. Anfang 1934 trat Generaloberst Freiherr von Fritsch als Oberbefehlshr. ir an d i e Spitze des Heeres. Jetzt wurde ihm vom Führer die historische Aufgabe gestellt, die Waffe zu schmieden, deren sich die geniale Staatsführung des nationalsozialistischen Reiches bedienen konnte. Es galt, den engen Rahmen des hochqualifizierten Berufsheeres zu sprengen und bei zielsicherer Ausnutzung der großen Erfahrungswerte ein neuzeitliches gewaltiges Volks- Heer zu schaffen. Und über alles Organisieren hinaus galt es einen lebendigen, kraftvollen Körper mit einem Geist zu erfüllen, der wieder einmal die „erste Armee der Welt" erstehen ließ, Geist mußte es sein, vom Geist des Heeres von 1914, per» Zur Rede gestellt. Nachdem der Führer in feiner Danziaer Rede die Fortführung des Krieges durch Englano bereits als Wahnsinn bezeichnet hatte, hat nunmehr auch Mussolini die Westmächte in dieser Frage zur Rede gestellt. Mit deutlicher Ironie sprach der Duce davon, daß die Regierungen von Paris und London gewiß mit der klugen Ueberlegung, den Konflikt nicht ausdehnen zu wollen, bisher gegenüber Der russischen „vollendeten Tatsache" nicht reagiert hätten. Daraus ergäbe sich aber, daß sie die moralische Rechtfertigung für die Rückgängigmachung der vollendeten deutschen Tatsache in Frage gestellt hätten. Die natürliche Logik dieses Gedankenganges, den Mussolini gewissermaßen als Sprecher aller neutralen Länder entwickelte, hat sowohl in Deutschland als auch in der Presse der nichtkriegführenden Staaten allgemeine Zustimmung gefunden. Nur in Frankreich und besonders in England war man überaus peinlich berührt. Dort attestierte man dem Duce zwar mit süßsaurem Gesicht seine Aufrichtigkeit und gab auch gezwungenermaßen zu, daß man wegen des russischen Einmarsches nichts unternommen hätte, aber der Rest der amtlichen englischen Stellungnahme war bann nur noch ein wütendes Gekläff gegen Deutschland. Denn, so behauptet man plötzlich, für Großbritannien sei bas Einrücken Deutschlands in Polen der Kriegs gründ gewesen, und Großbritanniens Ziel sei es, Europa vor deutschen Angriffen zu schützen und den Völkern zu helfen, ihre Selbständigkeit zu bewahren. Diese Sätze sind ein interessantes Eingeständnis für Englands Hilflosigkeit in der geistigpolitischen Auseinandersetzung unserer Tage. Hieß es nicht vor wenigen Wochen noch, England wolle die Souveränität und Unverletzlichkeit des ehemaligen polnischen Staates verteidigen und garantieren? Davon ist nun plötzlich nicht mehr die Rede, sondern nur noch von dem deutschen Angriff, der in Wahrheit ein Gegenfchlag gegen die von London provozierten polnischen Gewaltmaßnahmen war. Und was sollen schließlich die Völker von England denken, denen es nun wieder in summarischer Bei dem nun beginnenden Staatsakt für den auf dem Felde der Ehre gefallenen Generalobersten hielt dann der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitfch, die Trauerrede, in der er u.a. ausführte: „Erschüttert und in tiefer Trauer steht das deutsche Heer an der Bahre des Mannes, der einer der Besten war, die die preußisch- deutsche Armee je gekannt hat. Des Mannes, der seit jüngsten Leutnantstagen sich und sein Leben i n ernster, unermüdl.icher Hingabe dem Dienst verschrieben hatte, dem Dienst an Volk und Vaterland, dem Dienst an der Armee." Der Oberbefehlshaber des Heeres wies darauf hin, daß schon bei dem jungen Offizier durch feine Vorgesetzten sein kristallklares Denken, feine soldatische Zucht und nicht zuletzt fein froher und starker Tatwille berühmt geworden sei. „Schwere verantwortungsvolle Aufgaben wurden ihm jahraus, jahrein übertragen Vor keiner scheute er zuru ck, alle wurden sie h e r o o r r a g e n d g e m e l st e rt. Nachdem der Generaloberst besonders der Zeit gedacht hatte, in der Freiherr von Fritsch al s e r - ster Generalstabsoffizier der IG arde- division besonders erfolgreich gewirkt hatte, betonte er- „Selbstverständlich, daß dieser Mann auch einer der ersten war, die nach dem dusteren November 1918 sich in die Bresche warfen, um den deutschen Osten zu schirmen. Vor 20 Jahren kämpfte .. , - . - - .... ber @eneralDberft bereits einmal, als macht-lankert m der jahrhundertealten Geschichte preußisch Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vNl» und Verlag: vrühlsche llniverfitätzdruckerei R. Lange in Sieben. Schriftleitung und Seschäftrftelle: Schulstrabe 7 W s e - Sank für die slowakische Waffenbrüderschaft h|« Oer Führer an den Ministerpräsidenten Or. Mo schreibt Farinacci im n th rung Die allergrößt« Freude hervorgerufen. Anerkennung Adolf Hitlers für die Haltung jichi M! N int litt ihr I iMri 'm i« gehen. „Noch haben England und Frankreich Zeit, sich für den Frieden oder für den Kriegs zu entscheiden , ascista". Die lot ttü k! hi hti> E ■n Sii Sl Dirti Hk fuhrland mit der deutschen Ein« und Ausfuhr aufs engste verbunden sei. Seit zwei Wochen wären keine Getreidedampfer mehr in Holland angekommen, da England 7 0 Schiffe, die nach Holland unterwegs waren, angehalten habe wegen des Verdachtes, daß das Getreide nach Deutschland weitergehen könnte. Frankreich wäre ähnlich vorgegangen. Die für Holland bestimmte Ladung von 7000 Tonnen Mais auf dem Dampfer „Armante" wäre von den Franzosen in dem neutralen Hofen Lissabon gelöscht worden, wohin sie den Dampfer gebracht hätten. Amsterdam wäre durch die englische Blockade vom Getreidemarkt völlig abgeschnitten. Eine der führenden Getreidefirmen der Stadt, das ursprünglich deutsche Unternehmen Hührmann & Co., Hobe bereits seine Zahlungen einstellen müssen. Das 10 Millionen Gulden große Kapital des Unternehmens halte man für verloren. Italien, das früher über Amsterdam mit Getreide beliefert wurde, kaufe fetzt nicht mehr. Auch die Blumenzwiebelindu- st r i e Hollands sei vollkommen lahmgelegt, da England die Einfuhr dieser Ware verboten hat, um Devisen zu sparen. Sogar bereits nach England abgesandte Zwiebeln wollen die englischen Firmen Oie Zeit kein Verbündeter Englands ' Eine dänische Meinung. f-con rlh Englands Blockade vernichtet die holländische Wirtschaft Schiffahrt, Getreidehandel, Blumenzwiebelindustrie und Fischerei bereits völlig lahmgelegt. M? w Hi Bo W k bt W W M vG 1*1 löten lify} Jll b fetten. w Mer - M I w' |i|3Re h Bö :"on jijan W litt IH H i# h oit 7'6! iiivo riir i-Ü“ I Jett Churchill in der Schlinge. Oie Beweiskette für Churchills Torpedierung der „Athenia" geschlossen Amsterdam, 25. Sept. (DNB.) Von Tag zu Tag machten sich die Auswirkungen ter ruafichtsMien und brutalen englischen Blockade in dem neutralen Holland stärker bemerkbar. So schreibt der Amsterdamer „Telegraaf", daß die Holland-Ame- riko-Linie vor große Schwierigkeiten g e st e l l t sei. Verschiedene Schiffe, die schon längst in Rotterdam hätten ankommen müssen, seien überfällig und wegen der Einstellung der Bekanntgabe von Schiffspositionen könne man auch schwer feststellen, wo sie sich befänden. So hätte die „Bil- deroijk", die am 25. August aus Neuyork ausgelaufen ist, normalerweise am 7. September in Rotterdam sein müssen. Auch die Dampfer „Breedijk" und „Statendam", seien längst überfällig. Man nimmt an, daß die Schiffe von den Engländern fe st gehalten worden seien. Für die Verfrachter seien damit auch große Schwierigkeiten verbunden, weil man Frachten für ein großes Schiff nicht mehr annehmen könnte. Auch der holländische Korrespondent der finnischen Zeitung „Uusi Suomi" schreibt über die Wirtschaftslage Hollands, daß dadurch, daß England es von vornherein darauf abgesehen habe, den Seeverkehr und Handel Deutschlands abzuschneiden, Holland schwer getroffen worden wäre, da es als Durch- ncue Ministerpräsident, General Argeseanu,der im 57. Lebensjahr steht, wurde nach einer erfolgreichen militärischen Laufbahn 1938 vom König zum erstenmal als Kriegsminister in die Regierung berufen. Die eigentliche Note gibt dem neuen Kabinett der Innenminister, General Gabriel Marine s c u, der bisher Unterstaatssekretär für Polizei, Gendarmerie und Sicherheitswesen wan Der neue Kriegsminister Jlcus ist bisher nur Soldat gewesen und hat keinen politischen Posten innc- gehabt. Die rumänische amtliche Telegraphen-Agentur die Rückgängigmachung bereits gebuchter deutscher Passagen begründen mußte. 2. Warum aber wollte man keine deutschen Pasta» giere auf der „Athenia" haben? Antwort: Weil Herr Churchill für seine Torpedierung auf der „Athenia" keine deutschen Zeugen wünschte, sondern diese Mätze durch Amerikaner ausfüllen wollte. Dies ist dann, wie wir festgestellt haben, auch geschehen. 3. Warum, Herr Churchill, haben Sie die Ermord» Linie zu einem falschen Dementi veranlaßt? Antwort: Sie hatten die Gefahr, die die deutsche Veröffentlichung des Schreibens der Berliner Cu- nard-Vertretung für den Nachweis Ihrer Schuld an der Torpedierung der „Athenia" bedeutete, erkannt und sahen nun, um sich aus der immer enger werdenden Schlinge zu ziehen, nur noch die eine Möglichkeit, nämlich die von der Cunard-Linie in London erteilte Weisung durch ein Dementi einfach ableugnen zu lassen. Dies ist Ihnen, Herr Churchill, nicht nur miß- Jungen, sondern durch diese neue Regelung haben Sie sich endgültig in Ihrem eigenen Netz gefangen. Wir stellen nunmehr fest: Ls ist nachgewiesen, daß die Londoner Direktion der Cunard-Linie die im Sonder- originallelegramm wiedergegebene Meldung an ihre Berliner Vertretung gegeben hat. Trotzdem haben Sie in Ihrem offiziellen Dementi feine Existenz bestritten. Einen solchen Schritt würde eine Schiffahrtslinie im heutige« Kriegszustand niemals auf eigene Faust unternehmen. Sie hat dies also auf höhere Weisung getan. Die Meldung kam von der Stelle, die allein ein Interesse an dem Dementi haben konnte, d. h. von Herr« Churchill. Daß er das Risiko auf sich nahm, die Cunard-Linie sogar zu einer öffentliche« falschen Erklärung zu veranlassen, die jederzeit entlarvt werden konnte, zeigt, welchen Wert Herr Churchill darauf legte, das von uns veröffentlichte Dokument, das ihn vor der Weltöffentlichkeit so stark belastet, als nicht existier rend hinzustellen. Die Veröffentlichung des Dokumentes Hal die ängstlichen Bemühungen der Londoner Behörden, alle Angelegenheiten des „Athenia"-Verbrechens zu verschleiern, z u - nichts gemacht. Mit dieser Sachlage ist nunmehr das letzte Glied in der Kette geschlossen und der endgültige Beweis erbracht, daß niemand anderes die „Athenia" torpediert hat als Herr Churchill! der Slowakei währen- des polnischen Feldzuges gab einen willkommenen Anlaß, erneut die tiefe Verehrung und Dankbarkeit, die das gesamte slowakische Volk dem Führer des Deutschen Reiches entgegenbringt, hervorzuheben. Das führende slowakische Organ „S l o w a k" gab diesen Empfindungen warmen Ausdruck und stellte weiter fest, daß die Slowakei schon immer gewohnt gewesen sei, das gegebene Wort zu halten, in früheren Zeiten aber immer dafür schlecht belohnt worden sei. Völlig anders stünden die Dinge heute im Verhältnis der Slowakei zu Deutschland. Adolf Hitler habe dem slowakischen Volke ebenso ehrlich sein Wort gehalten, wie dieses ihm gegenüber.. Er habe nicht nach der slowakischen Selbständigkeit gegriffen, als die Slowakei ihre schicksalsschwerste Stunde erlebte, sondern habe sie unter seinen Schutz g e - n o m m e n und so vor den Zugriffen anderer Interessenten bewahrt. „Wir versprechen Adolf Hitler", so schließt das Blatt, „daß er sich in uns niemals täuschen wird." Zeugen wünschte. Durch eine Unvorsichtigkeit I oder durch die Aussage eines deutschen Passagiers | hätte ja dieses teuflische Spiel des Herrn Churchill, den Krieg gegen Deutschland mit einem neuen „Lusitania"-Fall einzuleiten, zu leicht aufgedeckt werden können. Diese Unvorsichtigkeit hak nun aber Herr Churchill selbst begangen. Es ist eben nichts schwieriger, als auf die Dauer konsequent zu lügen. Durch ein in Vertin gefundenes Telegramm der Londoner Zentrale der Lunard-Linie wurde die Kette der Indizien, daß die „Athenia" auf Befehl des Herrn Churchill torpediert wurde, geschlossen. Der Sachverhalt ist folgender: Nachdem die deutsche Presse am 21. September das Herrn Churchill belastende Dokument veröffentlicht hatte, veranlaßte Herr Churchill am 22. September die Direktion der Cunard- Linie in einem offiziellen Dokument zu bestreiten, jemals eine Weisung an ihre Berliner Vertretung zur Rückgängigmachung von deutschen Buchungen gegeben zu haben. Herr Churchill hätte besser geschwiegen und nicht die Herren der Cunard-Linie zu einem solchen Dementi veranlaßt. Denn bereits am nnächsten Tage, am 23. September, konnte bei einer nach Bekanntwerden des Dementis im Berliner Büro der Cunard-Linie vorgenommenen Nachforschung festgestellt werden, daß das Dementi falsch war. Das nachstehende Orlginaltetegramm der englischen Zentrale an die Berliner Agentur, das hierbei zutage gefördert wurde, beweist dies. Dieses Telegramm lautet in deutscher Ueb e rsetz un g folgendermaßen: „Wegen der Notwendigkeit, die anderweitige Unterbringung von Passagieren von Dampfern, deren Abreise abgesagt worden ist, sicherzustellen, schickt bis auf weiteres keine Passagiere für „Athenia", „Orania 2. September, „Andania" 8. September und „Askania" 9. September." Wir könnten nun erneut folgende Fra - gen an Herrn Churchill richten: 1. Warum wurde von der Cunard-Linie erklärt, daß wegen Fahrplanänderung keine Passagiere auf der „Athenia" aufgenommen bzw. bestehende Buchungen annulliert werden sollten, wenn das Schiff doch fahrplanmäßig am 2. September ausfuhr? Antwort: Weil man weitere Buchungen deutscher Passagiere auf der „Athenia" verhindern und "B jtjBt f®, de hMi u itn« jiM ip kaner befanden? o Um alle diese Indizien, d. h. alle Einzelheiten des Unterganges der „Athenia", die uns nunmehr von anderen Passagieren offenbart wurden, im Dun- fei zu lassen, wollte man keine deutschen Passagiere auf diesem Schiff haben. Darum auch das Schreiben der Berliner Hauptagentur an die Agenturen der Cunard-Linie in Deutschland. Dieses Dokument liefert für jeden unparteiischen Beobachter einen schlagenden Beweis dafür, daß der famose Herr Churchill bei ders-eit langem von ihm vorbereiteten IorpeCi'- rung der „Athenia" keine deutschen Form feine Hilfe bei der Bewahrung ihrer Selbständigkeit zu versprechen wagt? Was bei der Annahme britischer Garantien mit nachfolgenden Beistandspakten herauskommt, dafür hat ja Polen soeben ein Beispiel gegeben. Und Polen war immerhin ein militärisch stark gerüsteter 35-Millionen- Staat. Das britische Beistandsversprechen hat ihm freilich nicht den geringsten Nutzen gebracht. Darum ist auch das, was das amtliche England auf die Mussolinirede zu antworten hat, weiter nichts als eine großmäulige Prahlerei und das verschleierte Eingeständnis der eigenen KriegsschuD. H. Ev. „Mussolinis Rede undiskutabel." SchamloseKriegshetzebeherrschtweiter das Bild der britischen Presse. London, 25. September. (DNB.) Verschiedene englische Zeitungen widersprechen in gehässiger Weise den Feststellungen Mussolinis. Die Blätter meinen im Gegensatz zu aller Welt, daß in Europa keine Grundlage für einen Frieden vorhanden sei, wie England chn sich denkt. „Daily Herold" Erklärt den mannhaften Worten Mussolinis gegenüber, ein Friede, der auf der Hinnahme eines deutsches Sieges beruhen sollte, sei für England unmöglich. Mussolinis Rede fei undiskutabel. „Daily Expreß" führt aus, die Besiegung Polens unö die Teilnahme der Sowjetunion habe nichts mit den Gründen zu schaffen, um derentwillen Großbritannien Krieg führe. England führe Krieg, um die Regierung Hitlers auszurotten! Zwischen Krieg und Frieden. Die italienischePresse zur Rede Mussolinis. Rom, 25. Sept. (Europapreß.) Der Widerhall der am Samstag an die Westmächte gerichteten Mahnungen des Duce steht naturgemäß im Vorder- gründ aller Betrachtungen der italienischen Deffent- lichkeit. Die Presse bezeichnet ihn als tief und nachhaltig in allen f r i eden s wi ll i g en Haupt» ftädten Europas. Weiterhin müsse alles versucht und getan werden, damit der Konflikt, wenn die Vernunft nicht noch in letzter Stunde in Paris und London triumphieren sollte, zumindest lokalisiert bleibe. Je mehr er begrenzt sei, so schreibt „Popolo di Roma", desto leichter werde er zu löschen sein. Sehr bedeutende Teile Europas hätten sich bisher von ihm ferngehalten und ihre friedliche Arbeit fortsetzen können, aber Abschließendes könne auch heute noch nicht gesagt werden. „G i o r n a l e d' I t a l i a" stellt fest, daß die Regierungen von London und Paris zwar den von hohem Derantwortungsbewußtsein getragenen Geist sowie die konstruktive Bedeutung anerkennen, jedoch in einer offiziösen Note ihre Intransigenz und ihr Beharren auf dem Wege des beabsichtigten, aber noch nicht begonnenen Krieges bestätigt hätten. Die Völker, die die Lasten und das Risiko eines Krieges zu tragen hätten, seien allerdings perplex, denn sie fühlten, daß der Zusammenstoß, der noch weit größere Opfer an Menschenleben und Zerstörungen mit sich bringen würde, keine nationale Ursache habe. Ein Durchbruch des Westwalles könnte, wenn überhaupt, nur unter allerschwer st en Opfern möglich sein, würde aber die englisch- französischen Kräfte nur mit neuen deutschen Kräften in Berührung bringen. Was den Durchmarsch durch neutrales Gebiet anbelangtt so hätten Frankreich und England die Neutralität der Nachbarstaaten anerkannt, und man frage sich, ob sie sie heute verletzen könnten, nachdem sie doch immer als Beschützer der Freiheit der kleinen Staaten auftraten. Was schließlich die Blockade betreffe, mit der man Deutsch- land aushungern und wirtschaftlich ruinieren wolle, so biete sie keinerlei Aussicht aus Erfolg, denn das autarkische Deutschland von 1939 sei nicht mehr mit dem von 1914 zu vergleichen. Der vorgeschützte Krieasgrund der Westmächte fei hinfällig geworden, der Krieg im Westen Europas formt widersinnig. Nochmals, aber vielleicht zum allerletzten Male biete sich den Völkern die Möglichkeit, die Waffen beiseitezustellen und in' gereifter seelischer Verfassung an die gelassene Prüfung des ganzen europäischen Dramas heranzu- von England zur Aushungerung Deutschlands begonnene Blockade werde infolge der systematischen Zerstörung der englischen Handelsflotte zum Schaden Englands enden, weil England nur 30v. H. des eigenen nationalen Bedarfs selbst erzeuge, keinesfalls aber Deutschland niederzwingen. Oer russische Vormarsch auf die Demarkationslinie. Moskau, 25. Sept. (DNB.) Der sowjetrussische ©eneralftab teilt mit, daß die sowjetrussischen Streitkräfte am 24. September auf ihrem weiteren Vormarsch in Richtung auf die Demarkationslinie die Städte Seiny, Augustow und Grube- schow besetzten und an der Linie Augustow— Knychin—Briansk—Rassno (20 Kilometer nordwestlich Briansk und 40 Kilometer nordwestlich von Brest-Litowsk—'Pichtchats (20 Kilometer südwestlich von Brest-Litowsk)—Liubol—Grubeschow—Unow Ianow (20 Kilometer nordwestlich von Üemberg erschienen. Im Südwesten von Lemberg wurden die Städte Komarno, Drohobycz und Borislaw besetzt. Bei ihren Säuberungsaktionen in den Gebieten West-Weißrußlands und der West-Ukraine von den letzten Resten der polnischen Armee entwaffneten die sowjetrussischen Streitkräfte bei der Auflösung einer polnischen Heeresgruppe südöstlich der Festung Brest- Li t o w s k mehr als 10 000 Soldaten uns Offiziere und nahmen sie gefangen. Im Süden und Südosten von Grubeschow wurde ein polnisches Infanterieregiment und die Streitkräfte einer motorisierten Brigade gefangen genommen. Oas neue rumänische Kabinett Bukarest, 25. Sept. (Europapreß.) Für die Energie und die Arbeitskraft des ermordeten Ministerpräsidenten C a l i n e s c u sprach es, daß er außer dem Ministerpräsidium auch das Innenministerium und das Landesverteidigungsministerium verwaltete. An seine Stelle sind jetzt wieder drei Männer getreten, die den Zeitverhältnissen entsprechend, alle Militärs sind. Keiner von ihnen ist bisher parteipolitisch heroorgetreten. Sie sind V e r- trauensmänner des Königs und bürgen für die Weiterführung der bisherigen Linie. Der Berlin, 25. Sept. (DNB.) Ministerpräsident Dr.Josef Tiso erhielt am Montag vom Führer nachstehendes Telegramm: „Herr Ministerpräsident! Bei Abschluß des polnischen Feldzuges ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen, Herr Ministerpräsident, der slowakischen Wehrmacht und dem slowakischen Volke für bie entschlossene Haltung und die bewiesene Waffenbrüderschaft zu danken. Seien Sie überzeugt, daß das deutsche Volk und seine Regierung diese Einstellung voll würdigt und die damit bewiesene Gesinnung in vollem Umfange erwidern wird. gez. Adolf Hitler." Das Telegramm des Führers an den slowakischen Ministerpräsidenten hat in den slowakischen Regierungskreisen ebenso wie in der gesamten Bevölke- KopenHagen, 25. Sept. (Europapreß.) Das dänische Regierungsplatt „Politiken" beschäftigt sich mit dem Londoner Trost, wonach die Zeit mit England und Frankreich arbeite. „In Frankreich", so stellt das Blatt fest, „wundert man sich vielleicht nicyt so stark wie in England, daß an der West« front nichts geschieht, denn es ist in er» st er Linie die französische Jugend, di« bei einem Sturm auf den deutschen Westwall nie- dergeschlachtet werden würde. Sicher ist, daß ein solcher Versuch hunderttausende Menschenleben koste« müßte. In London versteht man dies nicht. Man hat sich offenbar die ersten Tage des Krieges io vorgestellt, daß in dem Augenblick, da ' deutsche Truppen über die polnische Grenze rückten, ein gewaltiger Sturm gegen den deutschen We st wall losbrechen würde. Heute weiß ein jeder, daß es nicht so geworden ist. Polen verblutet. Nun bekommen die ungeduldigen Engländer \ die Antwort, „Englands und Frankreichs wertvoll- ’ fter Verbündeter" ist die Zeit. Die Zeit? Ist man i sich dessen ganz sicher? Mit der Zeit als Verbündeten hat Deutschland Oesterreich, die Tschecho-Slorvo- tei, Memel und Polen bekommen. Erwartet man I nun in London, daß die Zeit ihren Verbündeten gewechselt hat? Es besteht kein Zweifel, daß man sich zunächst in London darauf eingerichtet hatte, „Deutschlands | inneren Zusammenbruch" abzuwarten. Die Millionen von Aufrufen, die englische Flugzeuge sofort nach Kriegsausbruch über Norddeutschland verteilten, lassen darauf schließen. Irgendeine Wirkung hat man aber nicht fe ft ft eile« können. Inzwischen tritt Rußland auf. Mair muß erkennen, daß durch die Demarkationslinie | d i e We st möchte in eine äußer st schwierige Lage gebracht worden sind. Heute genügt es nicht mehr den „Hitlerismus" niederzukämp' | fen, um Polen wieder zu errichten; auch bte ■ r u f f i f d) e n Truppen müssen beseitigt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rußland gibt Deutschland eine verstärkte Möglichkeit zur Neutralisierung der englisch-französischen Blockadepolitik, und wenn die Westmächte drei Jahre brauchen, um den Blockadekrieg zur vollen Wirkung zu bringen, so ist das gleichbedeutend damit, daß Deutschland drei Jahre Zeit hat, um in der Vereinigung mit Rußland dieses Landes unbegrenzte Möglichkeiten zu organisieren. Heute stehen sich im Osten Europas zwei stärkste Militärmächte gegenüber. Vorläufig in einer Zusammenarbeit, möglicherweise jedoch vor einer weiteren Zusammenarbeit, welche eine Revolution bedeutet in der Weltwirtschaft, eine Entwicklung, die unter friedlichen Verhältnissen zum Segen für di« ganze . Welt werden kann." nicht annehmen oder nur mit dem entwerteten englischen Pfund bezahlen. Die große Hochseefischereiflotte Hollands wage nicht auszulau- fen, da sie keine Fische, sondern nur englische Minen fischen könnte. Dadurch seien 150 000 Fischer arbeitslos geworden. Ebenso litten die holländischen Werften an Arbeits- mangel. Die größte Werft in Rotterdam Smith & Co. habe bereits 2000 Arbeiter entlassen müssen. Endlich hätten durch die völlige Lahmlegung des Reiseverkehrs allein im Haag die Reisebüros 500 Angestellte entlassen müssen. unterstreicht den eindrucksvollen Verlauf des Staatsbegräbnisses für den ermordeten Ministerpräsidenten Calinescu. Bei der Trauerfeier kamen auch Vertret er der deutschen und der unga- r ischen Minderheit in Rumänien zu Wort, die darauf hinwiesen, daß Calinescu den Volksgruppen in Rumänien besonderes Verständnis entgegengebracht habe. Die rumänische Agentur weist in diesem Zusammenhang englische Lügenmeldungen zurück, die von einer Beschlagnahme „kompromi- tierender Schriftstücke" im Deutschen Haus in Czernowitz gefaselt hatten. Berlin, 25. Sept. (DNB.) Amtlich wird mitgeteitt: Vor einigen Tagen veröffentlichte die deutsche Presse das Faksimile eines Schreibens des Berliner Büros der Cunard-Linie vom 29. August, in dem den Zweigstellen in Deutschland die Anweisung der Londoner Z e n t r al e mitgeteilt wurde, wonach für die am 2. September von England nach Amerika abgehende „Athenia" keine Buchungen deutscher Passagiere mehr vorgenommen werden sollten bzw. etwa bereits gebuchte Passagiere nicht zum Einschiffungs- Hafen zu befördern seien. Als Motiv dieser 'Instruktion wurde seitens der Londoner Zentrale eine Fahrplan Linderung der „Athenia" angegeben. Diese war nur ein Vorwand, denn die „Athenia" lief fahrplanmäßig am 2. September aus. Der wahre Grund war vielmehr, daß man auf dem Schiff keine deutschen Passagiere haben wollte! Warum aber wollte man diese Passagiere nicht haben! Weil aus den von uns bereits veröffentlichten Indizien ganz klar hervorgeht, daß Herr Churchill mit der „Atheni a" etwas v o r h a 11 e. Wir wiederholen die Fragen, die wir bereits am 15. September an Herrn Churchill gerichtet haben und auf die er wohlweislich keine Antwort gegeben hat, weil er sie nicht geben konnte: 1. Warum wurde die „Athenia" m der Nähe gerade der englischen und nicht einer anderen Küste torpediert? 2. Worauf ist es zurückzuführen, daß die „Athenia" ausgerechnet zur Zeit ihres Unterganges von einer ganzen Reihe von Schiffen umgeben war, die sofort die Rettungsarbeiten übernehmen konnten? 3. Wie kommt es, daß, obgleich angeblich die „Athenia" durch ein Torpedo mittschiffs getroffen wurde, fast alle Passagiere mühelos gerettet werden konnten? 4. Wie kommt es, daß die „Achenia" gerade das einzige Passagierschiff ist, das bisher unterging, und daß sich gerade auf diesem Schiff so viele Amen- ir#* 1. I $ ° *!l iti Der deutsche Feldzug in Polen Militärische Ziele in Warschau bombardiert Zum Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht. urch sm ! ’j an-S. ganz« Zeche teten en;> »ochset- auszulait- ur eng« en« i e g. Aus aller Welt. Schlaqwetterexplosion auf der Zeche „Hannover". deren Stelle. Endlose Sefangenen-Kolonnen. wjjcuummi weivcn, uni vu* -----(CfUrm AU neymen UIIU Urin 1*5 Brandes zu verhindern. Mit dem Tode der bild™ geradezu als wahnsinniges '* emE°sien-n B-rgl-uK muß Ks genügt 3« rollen, ba% bey ’S ’H a! IG .Otlll, Ittß.) % chäjtigt sich Zeit niil srankreich', ch vielleichl er West' ist in en gend.d« .stwall rot' t, daß * leben koste" an diel i Tage der genbl'ck'^ nze ruckten enöeub heute weis Polen vei' , EngläM )3 ötrtDOÖ1 Verbuk 3? ff. .rbundn n. Ebech Arbeit;- m Smits tlasse«, - Lahm- i im N müssen. Oie Leistung der Tiachrichtentruppe. Der groß« Wehrmachtsbericht wer den Polen- fetogug, der das hervorragende Zufam- Unsere Kart- veranschaulicht den Ansatz der Heeresgruppen Nord und Süd und den Ansatz derver- schiedenen Armeen, die die Zerschlagung des polnischen Heeres durchfuhrten. — sScherl-Bild-rdienst-M.» 2?!* ch»ld„ «lau 3« Hx,, ÜHi» m üaj „Achtung, vorderste deutsche Linie!" Augenblicksbilder von den letzten Kämpfen um Warschau. Von Berichterstatter Walter Kasper. :r Mtz.t T9 Hfl n 3l(| tiboner ’onber. wg an i Trotz. •etnenfi j solchen i eufigen 1 igene o auf "g tarn | resse. i Henn । nah«, nllichen ednzeil i Wert ns vn- : Dell, exisile« 39 bei ihungen mheilen m,$u. 1 lagt Ist geschaht, bah tert Hal 'M1* äfi S«S er«"® 5 V»? la.nv >eS^^ s? ^™S3i8 Ä utjch-' Ma1Vn77k- m an8 vr Urunf«7 h i"s 'macht? Damit mr auch öer Durchbruchsversuch gescheitert. Deutsche Minen pfeifen über uns^e Köpfe hin- mp(1 ul? reißen uns aus unseren Betrachtungen. Rauchsäulen die kurze Zeit darauf aufsteigen, zeu- ^en von der erfolgreichen Wirkung. D°s Fernglas hrinat uns das Ziel näher. Das polnische MG.- Nest, das eben noch gegen die deutsche Lime an- Eifenbahn-Unglück in Jugoslawien. 9n der Nähe von Banjaluka in Bosnien geriet Än auf diesem Bahnhof stehender Güterzug unver- chens ins Rollen. Er stieß mit einem entgegen- !>ommenden Perfonenzug zusammen. Mehrere Dagen des Personenzuges wurden vollständig zertrümmert. Zwölf Fahrgäste kamen ums Leben. Eine Untersuchung ist ringeleitet. g geworden sei". Es kommt wp------- durch 2-^hundert« hindurch befestigt war und die entsprechenden Anlagen leicht wieder militärischen Bedürfnissen entsprechend hergerichtet werden konnten. Bei dieser Sachlage kann man es nur als groteske Heuchelei bezeichnen, wenn die englische Presse mit frommem Augenaufschlag beklagt, datz , Kirchgänger auf dem Wege zum Gottesdienst aesteru durch demftch« Geschoss« verletzt worden seien" In einer belagerten Millionenstadt, tue unter Zuhilfenahme aller Kräfte der Zivtlbevolk«- run-g verteidigt wird, kann es nicht ohne Verluste abaehen Nur der deutschen militärischen Führung, die ihr Ziel auf möglichst unblutige D^ise erreichen will ist es zu verdanken, daß aus dem heutigen Zustand der polnischen Hauptstadt noch nicht die militärischen Konsequenzen gezogen wurden. ert werden solle, die mehr darstelle als eine geo- raMsche Einheit. Panamerika werde sich der Kul- uaufgabe, die ihm zuaefallen. sei, würdig erwei- >n. Wenn man unglücklicherweise den Brand auch licht löschen könne, so könne man doch versuchen, ich davon zu isolieren. Dieses Bestreben td kein krasser Egoismus, sondern gehe darauf hin- tus, für die Menschheit eine hoffnungsvolle Zukunft ju retten. In diesem Sinne, so betonte Arosemena nterpretieren wir die amerikanische Neu- iTalität, zu deren Erhaltung wir hier zu- immengekommen sind." Die Abordnungen der an der panamerikanischen Konferenz teilnehmenden Staaten kamen überem, iie Konferenz so knapp wie möglich durchzufuhren nvb aus der großen Zahl der hier ein getroffenen Vertreter der 21 Länder einen Ausschuß zu s-lden, dem mir die Chefs der Delegationen angeboren sollen. Dieser Beschluß wurde allerdings von Argentinien, dessen Delegationsfuhrer noch r ich! eingetroffen ist, a b g e l e h n t. Trotzdem wurde bereits mit den Sachberatungen begonnen, nachdem der Außenminister Panamas, G a r a 9 , Mm Vorsitzenden gewählt worden war. Man will löglich zwei nichtöffentliche Sitzungen abhalten. Das Chaos in Warichau. Neutrale über den Wahnsinn der Warschauer Machthaber. Kopenhagen, 25. Sept. (Europapreß.) Dänische Staatsangehörige, die bisher in Warschau gelebt haben, äußern sich in der Kopenhagener Presse über die Eindrücke, die sie in. Warschau sammeln konnten. Aus den Aeuherungen geht hervor, daß die Zivilbevölkerung der ehemaligen polnischen Hauptstadt von der Polizei mit brütetet Gewalt gezwungen wird, in den Straßen der Stadt Barrikaden zu errichten und Schützengräben aufzuwerfen. Auf der anderen Seite versuchten die Machthaber der Stadt, die Oeffentlichkeit über das Schicksal Polens völligirnunklaren zu lassen, um dadurch den Widerstand so lange auf- rechtzuerhalten, bis sich für sie die geeignete Ge- legenheit zur Flucht biete. Ein dänischer Kaufmann sagte: „Die Polizei zwingt jeden Passanten, an der Errich- hing der Barrikaden mitzuarbeiten. Wir Ausländer mußten Gesandschaftsarmbinden tragen, um vor der Polizei sicher zu sein. Zn allen Straßen stnid Barrikaden errichtet und Schützengräben ausgehoben worden. Alles erscheint wie ein Wahnsinn. Die breite Masse weiß überhaupt nicht, wie die Dinge eigentlich liegen. Sie lebt in völliger Unkenntnis über die tatsächliche Lage des Landes. Dadurch, daß die Behörden die Massen absichtlich in Ungewißheit halten, wollen fie* eine Fortsetzung des Widerstandes möglich machen. hie und da niedergebrannte Ortschaften rufen die Erinnerung an die Geschehnisse der letzten Tage wach. „Flitterwochen" unter freiem Himmel. Wir schwenken ein und stoßen auf ein selb« mäßiges Lager von H. - Aufklärer. „Seit drei Tagen leben wir hier im Frieden, seit drei Tagen kein Einsatz mehr!", erklärt man uns. „Wir warten auf Befehle zur Verwendung für weitere Aufgaben", und zeigen dabei auf die in Reih und Glied ausgerichteten startbereiten Maschinen. Groß ist die Freude als wir ihnen die neuesten Zeitungen und illustrierten Zeit- schriften mitbringen, die in Wort und Bild von den deutschen Ruhmestaten berichten. Bald ist es still um uns. Alles, Offizier und Mannschaft ohne Unterschied hält eine Zeitung in ber Hand, und verschlingt förmlich Seite um Seite. Nur der herankommende „Briefträger" kann die Lektüre unterbrechen. Schon eilen sie dem Kradfahrer entgegen, um die Feldp 0 st entgegenzunehmen. Je nach dem Gesichtsausdruck ist zu entnehmen, ob das langersehnte Lebenszeichen aus der Heimat eingetroffen ist oder nicht. Als kleinen Ersatz für die „Enttäuschten" packen wir nun unsererseits unseren mitgeführten Gruß aus der Heimat in Form des Filmes „Flitterwochen" aus. Freude und Ueberraschung sind gleich groß. Bald ist die geeignete Vorführungsstelle gesunden und nur wenige Minuten später rollt der Film unter freiem Himmel ab, der die Feldgrauen und Fliegerblauen fast eineinhalb Stunden im Banne hält. der „Leistungen auf dem Gebiete der Nachrichtenverbindungen". In der Tat wäre die Durchführung des Feldzuges der 18 Tage nicht möglich gewesen, wenn es der Nachrichtentruppe nicht gelungen wäre, die Verbindung zwischen Führung und Front dauernd aufrecht zu echalten. Das ist, wie das Beispiel vom September 1914 zeigt, nicht selbstverständlich; denn bei den riesigen Entfernungen, die in ungeahnt schnellem Tempo zurückgelegt werden mußten, drohten hier und da die Verbindungen abzureißen. Ohne eine einheitlich e Führung aber, die die Armeen nach dem jedesmal erreichten Tagesziel und nach dem Verhalten des Feindes täglich neu ansetzt, kann fein Feldzug gewonnen werden, selbst wenn die Truppe noch so hartnäckig und zähe kämpft. Das hat sa gerade das polnische Heer bewiesen, dem es an Einsatzbereitschaft beim einzelnen Soldaten und Unterführer Vicht fehlte, das aber keinerlei planmäßigen Aufmarsch kannte und dessen Kommando-Stellen vom zweiten Tage ab völlig Nach diesen Proben noch eine ganz besonders igötzliche. Das englische Konterbande-Komitee habe, wird aus London gemeldet, durch das Prisen- ericht 20 Säcke Kaffee beschlagnahmt, e von den Anden nach Hamburg gehen sollten nd angeblich an „Seine Exzellenz Herrn Hitler, Präsidenten der Großdeutschen Republik, Fracht be- zchlt" adressiert worden wären. Der Zweck dieser Xfamen Lüge wird denn auch nett umschrieben: l-.e Vorsicht, mit der der Führer sich reichlich mit Saffee versorge, sei verständlich, da „die Mehrheit tes deutschen Volkes" den Kaffee heute entbehren müsse. Also von den Anden, wo ebensowenig Kaffee vöchst wie auf den Bergen der Schweiz, seien Saffeesäcke an den Führer abgeschickt worden. Aus velchem Staate, mit welchem Dampfer, wird fein verschwiegen. Außerdem hat man eines dabei Überseen: Der Führer trinkt, wie jedes Kind in Deutschland weiß, überhaupt keinen Kaffee! Aber wie sigte schon der englische Dichter John Owen 1612: Soren nur reden die Wahrheit: so lautet ein eng- lsches Sprichwort; drum, wer die Wahrheit sagt, gilt den Briten als Tor!, E-S. Am 23. September ereignete sich auf der -Hannover" in Bochum-Hordel eine Schlagwetterexplosion. Bis Mitternacht konnten ach t t ote geborgen werden. Da die Abbaustrecken imb ein Förderstapel in Brand geriete, konnten t tun weitere Bergleute nicht mehr ce rett et werden. Das Explosionsrevier mutzte clbgedämmt werden, um ein Weiterumstchgreifen 1 u CW> • 1 V - ... Cf A Art bellte, ist verstummt. Bald darauf ist das umliegende Häuserviertel in dichten Rauch gehüllt. Bevor wir uns zur Umkehr wenden, senden uns die Polen noch einen „Gruß" nach. 250 Meter vor uns schlägt die Granate ein, die uns gegolten hatte. Deutsche Artillerie feuerte unsere „Grüße" zuruck. Wenige Augenblicke später schwelt es an einer an- versagten. Die Führung des deutschen Ostheeres war dem- gegenüber zugleich schnell und sicher. Der Aufmarsch war ttotz kurzer Vorbereitungszeit hervorragend gelungen, der Vormarsch mit Präzision durchgeführt. Dabei hat die Nachrichtentruppe als Instrument der Führung sich ihre besonderen Verdienste erworben. Daß die Meldungen der Front trotz des schwierigen Hintergeländes und der Gegenwirkung durch versprengte polnische Abteilungen und Heckenschützen die Führung erreichten, daß die Führung die Truppen stets richtig anzusetzen vermochte, ist Mit das Verdienst der Männer, bfo mit ihrer „Strippe" oder auch mit der Funktelegraphie stets zur Stelle waren. Und auch die Verdienste aller der Melder, die mit Kraftwagen, Motorrad oder zu Pferde die Der- bindung durch das feindliche Land unter ständigem Einsatz ihres Lebens aufrecht erhielten, sollen nicht vergessen sein. Sie haben zu dem raschen und herrlichen ©ieg wesentlich beigetragen. i*ute wurden durch die Explosion schwer ver» letzt. Die amtliche Untersuchung durch das Berg- ksvver ist sofort in die Wege geleitet worden. SS .3$; «eit»' fl'5 Schier endlos sind die Kolonnen der Lastkraftwagen, voll beladen mit polnischen G e - f a n g e n e n, die wir Überholen. Wagen um Wagen rollt an uns vorbei — westwärts. Es sind die ent» roaffneten Gegner von Kutno und vom Weichsel- bogen, der größten Schlacht des polnischen Feldzuges. Dazwischen begegnen wir den a b : den motorisierten Kolonnen d reichen deutschen Wehrmacht, Panzerwagen, Tanks, Artillerie, Infanterie, PAK., Flak usw. Blumengekchmückt sind ihre Wagen, Stolz und Siegeswille leuchtet aus ihren Augen. Zu beiden Seiten der Straße weitet sich das monotone Bild der polnischen Landschaft, deren Schwermut und Melancholie geradezu ermüdet. Schon sieht man wieder die polnischen Bauern an der Arbeit auf ihren Feldern, über die noch vor wenigen Tagen der Kugeldonner fegte. Stadteinwärts ziehende Pferdegespanne bringen wieder wie gewöhnlich die Erträgnisse des Bodens auf den Markt. Alles geht bereits wieder feinen normalen Gang oder wird in Kürze wieder in Gang gebracht werden. Nur die militärischen Bewegungen auf den Straßen und Oie weibliche Arbeiisdienstpflichi. Mz. Reichsarbeitsführer Hier! hat zur Durchführung der Reichsarbeitsdien st pflicht für die weibliche Jugend eine Verordnung erlassen. Danach wird der Reichsarbeitssührer den Zeitpunkt für die Meldung und Heranziehung der Dienstpflichtigen bestimmen. Bon der Pflicht zur Meldung ist befreit, wer ein Arbeitsbuch besitzt und mindestens seit Jnkrafttteten dieser Verordnung (vom 21. September 1939) als Lohn- oder Gehaltsempfänger voll tätig ist, wer sich mindestens feit Jnkrafttteten dieser Verordnung in einer 0 rd - nungsmäßigen Berufsausbildung oder auf einer Tagesfachschule befindet, wer sich mindestens seit Ostern 1939 auf einer öffentlichen Schule befindet sowie Kinder von Bauern, Landwirten und Landarbeitern/ die als, rnithelsende Familienangehörige dringend benötigt werden. Eine Dienstpflichtige, die ihren Melde- und Gestellungspflichten nicht nachkommt ober wissentlich unrichtige Angaben macht, wird mit polizeilichen Zwangsmaßnahmen bedroht. Eine Dienstpflichtige ist von der Erfüllung der RAD.-Pslicht z u r ü d 3 u ft e 11 e n : wegen zeitlicher Untauglichkeit ober wegen schwebenden Verfahrens oder noch mcht verbüßter Strafe. Aus besonderen häuslichen, wirtschaftlichen oder beruflichen Gründen kann eine Zurückstellung erfolgen. Zur Ableistung der Reichsarbeitsdienstpflicht wird nicht mehr herangezogen, wer nach dem 1.Juli 1937 und vor dem 1. November 1939 nachweislich freiwillig wenigstens neun Monate Landarbeit geleistet hat, sofern er bei Beginn der Landarbeit das 16. Lebensjahr vollendet hatte und wer im Besitz eines Arbeitsdienstpasses ist. Inhaber eines Arbeitsbuchs können als Freiwillige des RAD. nur eingestellt werden, wenn das Arbeitsamt keine Bedenken hat. Die Heranziehung zur Ableistung der RAD.-Pslicht erfolgt durch schriftlichen Einberufungsbefehl. Der Reichsarbeitsführer hat dafür gesorgt, daß unter allen Umständen die G e s und h eitd er Arbeitsmaiden nicht beeinträchtigt wird, daß vielmehr ein systematischer Dienst an der Gesundheit der Arbeitsmaiden erfolgt. Zu diesem Zweck wird die regelmäßige Durchführung g e s u n - der Leibeserziehung vorgeschrieben. So- dann wird durch eine entsprechende Ausbildung der Führerinnen dafür gesorgt werden, daß die Arbeitsmaiden im richtigen Geiste zupacken und der Frau und Mutter auf dem Lande gute Helfe- rinnen sind. Der p 0 li ti s che n E r z i e h un g wird in erster Linie die Arbeit, in zweiter der politische Unterricht dienen. Hauptarundlage des politischen Unterrichts werden die Zeitung, die Landkarte und der Rundfunk bilden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder- Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wittschaft: Ernst Blumschein. An- zeiaenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K^G, , sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. i einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- i ftrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 P. > und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. . mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom L September > 12L7 gültig. Berlin 25. September. (DNB.) Zu dem Mon- wirken von Soldaten der versckstedenen Stämrm tag-Bericht des Oberkommandos der M)rmad)t unb 5ormationen scheibt der Deutsche Dienst: Gebiete der Nacbrick- Die Meldung, daß Sturzkampfflieger militärisch wichtige Ziele in Warschau erfolgreich angegriffen haben, widerlegt m knapper Form die ausländischen Lügenmeldungen, daß die deutschen Truppen Kirchen und Hospitäler der polnischen Hauptstadt bombardiert hätten. Auch die ftemden Staatsangehöngen, die jetzt mit deutscher Hilfe Warschau verlassen konnten, haben vn zahlreichen Mitteilungen an die Presse bestätigt, baü — wie es jetzt in einer Meldung aus Reval heißt — „militärische Objekte von deutschen Fliegern bombardiert worden seien und infolgedessen die Opfer unter der Zivilbevölkerung verhältnismäßig gering seien". Auf der anderen Seite ist durch die Berichte dieser Flüchtlinge bekanntgeworden, in welchem Maße die, polnischen Machthaber die Stadt unter Hintansetzung ber Interessen Der Zivilbevölkerung in Verteidigungszustand gesetzt haben. So heißt es in der gleichen Reva- ler Meldung, daß „in manchen Stadtteilen jedes Haus eine Festun---- hinzu, daß Warschau BK. Ungefähr acht Kilometer vom Herzen War- schaus her Hauptstadt des ehemaligen polnischen Staates, find wir entfernt, bis uns eine W?r^nm6^ täfel Achtung, vorderste beutscheLl- n i e !"' Einhalt gebietet. Nur wer bie ©egenb um Warschau abgefahren ist, kann Öie oinm und Aus- Wttsigkeit des polnischen der Millionenstadt richtig ennessen. Wahrend wenige Kilometer hinter den Vorstadthausem die Bauern bereits wieder ihre Zocker bestellen und die letzten Bodenfrüchte vor Einbruchs des Wmters heimbringen, schließt ! ich odjritt um rc; * rj 11 der deutsche Ring um War- Ufuiu enger das damit von der Außenwelt voll- kommen abgefd?nitten ift. Ohne den Verteidrgunqs- willen des 'sich zäh wehrenden Gegners irgendwie schmälern zu wollen, muten die Granaten und das volnische Maschinengewehrfeuer, die die verderben- brinaenbe Umklammerung durchbrechen sollen, an- aefichts der Möglichkeit, Warschau m jedem ^"gen- 9,. v Sturm zu nehmen und dem Erdboden Angelsächsische Enien. Britische Lügen sind wie aufgeblasene Jahrmarkts- gtten, die sehr schnell die Luft verlieren und nach- tr jämmerlich verwelken. Aus der Reihe der zu- ßt erledigten Fälle seien drei angeführt. Zunächst der Fall des kläglichen amerikanischen ^tzjournalisten Knickerbocker. Dieser Ehrenmann hatte im New Dörfer Journal American er- ühlt, er habe Beweise dafür, daß führende Natio- Msozialisten insgesamt 35 Millionen Dollar im Luslande untergebracht hätten, einer habe allein in Buenos Aires 4 635 000 Dollar deponiert. An enMfchen Entenpfuhl, so im „Daily Telegraph", wurden aus den 35 Millionen Dollar sogar eine halbe Milliarde RM. Knickerbocker wurde un direkt gestellt. Es wurde ihm von deutscher leite gesagt, daß er von jedem nachgewiesenen Be- jag, den führende Nationalsozialisten im Auslande ittergöbracht hätten, 10 v. H. echalten würde. Nun ; Atickerbocker sonst ein typisch amerikanischer aurnalist, der, wie seine unwahchaftigen Sudeten m Buchform bewiesen, aus jeder Giftblüte tammon zu machen versteht. Aber diesmal h w i e g er, diesmal verzichtete er auf das Geld, H er für seine angeblichen Dokumente erhalten jtte, denn daß er sie besaß, war ebenso Schwindel iie seine infame Behauptung im „Journal Simen- un" schlechthin. Weiter: Die britische Presse hatte lang und breit E>n Aufständen in Prag, Brünn, Pilsen viD. berichtet. Es sollte zu regelrechten Kämpfen ge- l-mmen sein, zu Metzeleien der barbarischen Deut- hen. Das stand am Morgen des 21. September in eien Londoner Zeitungen zu lesen. Im neutralen Ausland wurden diese Meldungen ebenfalls verbrei- tt. Daraufhin konnten sich neutrale Jour- ra!isten im Protektorat an Ort und Stelle tivon überzeugen, daß dort alles ruhig war 11b das Leben seinen gewohnten Gang ging, daß fth die Bevölkerung freute, dem polnischen Schick- k entgangen zu sein, das ihr Benesch und seine kiglischen und französischen Hintermänner zugebacht litten. Im übrigen hielt der tschechische Präsident !r. H a ch a vor der internationalen Presse eine Rede, j. der er den britischen Enten den Garaus machte. Lber die „Times", so überführt, ließ sich von irem Berichterstatter aus Budapest telegraphieren, t Meldung stimme nicht, ein ernsterer Widerstand 1 Böhmen sei unmöglich, da "bie Bevölkerung kostenlos sei, aber — sie verübe passive Resistenz, vovon sich ja der Budapester Berichterstatter in — Ingarn augenscheinlich überzeugt hat. So wird von ?r „Times" eine Lüge dadurch dementiert, daß man me neue erfindet. Sie panamerikanis che Konferenz. Erhaltung der amerikanischen Neutralität. Panama, 25. Sept. (DNB) Die paname- !ikonische Konferenz, bie zur Beratung iber die durch den Europa-Krieg entstandenen pan- iinerikanischen Probleme einberufen wurde, trat zu- immen. Präsident Arosemena wies darauf hin, daß ine kontinentale Kollektivität organi» Der Feldzug in Polen VARSO, IVBUW 0 MWHXAtfc QlKNRWrtl I we*u stiften, um dessen Erringung nunmehr in ein- Ilcrf'H Thrill acher Runde gespielt wird. Alle Vereine und Ge- iirin meinschaften des Kreises sind in verschiedene Grup- Schweinemarkt in Homberg. tun sr Runden-System antrete,t. Diese Art der Austra- W. ein Bei der Besetzung der Demarkationslinie fand am 22. September vor dem ehemaligen haben. Die Jugend spielt eine einfache Runde. Da- Woiwodschaftsgebäude in Brest-Litowsk eine Parade deutscher und sowjetrussischer Truppen vor dem Kommandierenden General eines deutschen Armeekorps und dem russischen Brigadegeneral Kri- Frankfurter Schlachtviehmarkt. woschen als Vertreter der Roten Armee statt. — (PK.-Gutjahr-sAP.-sM.) Gruppe 1: Mtv. Gießen, VfB.-R. Gießen, Tv. Hochelheim, Dornholzhausen, Münchholzhausen, kn deutlich genug gezeigt, daß die Handballer des Kreises Gießen gewillt sind, sich auch den augenblick- Tv. Atzbach, To. Katzenfurt, Tv. Krofdorf, W.-Nie- dergirmes. M Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur -,|| durch d. von mirangew. einzig sichere Meth. -t „ ■ IM* Dienstag, 26. September 1959 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) ßr.225 Zweites Blatt und und die !°6 (21| Togal ist hervorragend bewährt bei Serben Knochen auf die Fleischkarle angerechnet? Wichtige Bestimmungen über die Abgabe von Fleisch und Fleischwaren. fii's überall.' haus Mit einem Schlage besann sich die Heimat auf ner beit neuen Erkenntnissen eröffnet. 8 und Karten- en G Nerven- und Kopfschmerz Rheuma Ischias e Sonntag i-Film iste oche tzten irtii ire werd.tr 1 sichere i urzel entfe-r 5 Fr.W.Henb ch; Gleln Kinder und der Einsatz in freigewordene Arbeitsplätze fordern von der Frau eine Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit, aber auch ihrer Nervenkräfte. In vielen Fragen werden die Frauen Rat suchen. Was ist deshalb näherliegend, als daß sie sich an die NSV. und deren Hilfsstellen „Mutter und Kind" wenden. Dort erhalten sie neben einer seelischen cruch, wenn es nottut, eine ausreichende materielle Betreuung. Säuglingsausstattungen, Nährmittelbeihilfen für Kleinkinder sowie für werdende und stillende Mütter können, wenn es die Umstände erfordern, zur Ausgabe kommen. In allen Fällen jedoch, in denen die Hilfsstellen Beratung erteilen, werden den Frauen und Müttern Erleichterungen geboten, da von den Beratungsstellen irgendwelche aufgetauchten Schwierigkeiten direkt behoben oder die Fragestellerin auf dem kürzesten Weg an diejenige Stelle verwiesen wird, von der sie die Erledigung ihrer Angelegenheit erwarten kann. Die große Zahl Beratungsstellen im Gau Hessen-Nassau, die sich wie ein dichtes Netz über das gesamte RheiwMain-Gebiet spannen, gibt die Möglichkeit, auch der letzten Frau im kleinsten Dorf helfend zur Seite zu stehen. 7IGDAV. - Amt für Dolfswoblkabrt. Ortsgruppe Gießen-AUlle und Giehen-Ost. Am Dienstag, 26. September, um 20.15 Uhr pünktlich findet im großen Hörsaal der Universität, Ludwigstraße 23, ein Arntswalteranvell der NSB. statt, zu dem alle Zellwalter, Blockwalter und Helfer zu erscheinen haben._________________________ Hexenschuß Erkältungen Unzähligen habenlogal-Tabletten rasche Hilfe gebracht. Die hervorragende Wirkung desTogal ist von Ärzten u. Kliniken seit25Jahren bestätigt. Keine unangenehmen Nebenwirkungen. Haben auch Sie Vertrauen u. machen Sie noch heute einen Versuch — aber nehmen Sie nur Togal. Ohr, ohne Backe), Fleischsalat, Ochsenmaulsalat, Rinderschwänzen, Konsumsülze, Jnnereiensülze, Lungen und Euter sind zu 50 v. H. der verkauften Menge auf die Fleischkartenabschnitte anzurechnen. Beim Kauf von Schweinekammknochen, Speerknochen (Rückgratknochen) und Bauchrippen, die unmittelbar am Knochen ausgeschält und nicht nachgeputzt sind, ferner beim Verkauf von Rinderköpfen, Kalbsköpfen, Schafköpfen, Spitzbeinen (unmittelbar hinter dem Dickbein oder dem Sprunggelenk abgehauen) und Schweineschwänzen, Rinderknochen, Fleck und Schwarten dürfen nur 25 v. H. der ausgegebenen Menge auf den Abschnitt der Reichsfleischkarte angerechnet werden. Mischkonserven werden in Höhe der gewichtsmäßigen Fleischeinlage auf die Abschnitte der Reichsfleischkarte angerechnet. Frei bank fleisch kann ahne Abschnitte abgegeben werden. bittet darum, daß die Jugendlichen abends von der Straße wegbleiben. Das ist schon aus Sicherheit^ gründen eine Notwendigkeit, da durch die verdunkelt fahrenden Kraftwagen und sonstigen Fahrzeuge leicht Unfälle hervorgerufen werden können, die es unter allen Umständen zu vermeiden gilt. Außerdem müssen während der Abend- und Nachtstun-^ den von den Straßen und Bürgersteigen die Gegenstände (Fahrräder usw.) die nicht dorthin gehören, unbedingt entfernt werden. Innerhalb Gießens werden von jetzt ab Streifen eingesetzt werden, die die Ordnung und Sicherheit auf den Straßen zu überwachen haben, und die insbesondere damit beauftragt sind, die Jugendlichen von der Straße fernzuhalten. Neue Lebensmittelkarten bewähren sich. Die zu Ende der vergangenen Woche ausgegebenen neuen Lebensmittelkarten dienen jetzt ihrer Bestimmung. Wir hielten heute früh eine Umfrage bei Geschäftsleuten verschiedener 'Branchen und hörten in weitgehender Einmütigkeit, daß sich die neue Regelung nicht nur zugunsten der Bevölkerung, insbesondere der Hausfrauen auswirkt, sondern auch der Geschäftswelt manche Erleichterung gegenüber der vorhergegangenen Ordnung bringt. Zunächst wird es allgemein begrüßt, daß die Karten schon rein äußerlich stabiler sind, ferner, daß i 1214 £ lwi J Urb haltbar abtrocknen soll. Nüsse sind nicht nur wohlschmeckend, sondern ach an Eiweiß und Fettgehalt und leicht verdau- lH. Wenn sie auf dem Nachtischteller erscheinen, intt man unwillkürlich an die Weihnachtszeit, tzhon der Nikolaus leert sie braven Kindern mit d,i Aepfeln auf den Gabenteller. Nüsseknacken ist eiie lustige Beschäftigung an kalten Wintertagen, hsonders, wenn zwei ein Vielliebchen essen, das h ßt den Doppelkern zu je einer Hälfte gemeinsam irzehren. Die Beliebtheit des Nußbaums und seiner Früchte iE Norden wie im Süden Deutschlands zeigt ein in Ltfriesland und in Kärnten bekanntes Dolksrätfel: l>r Friese sagt: „Hooger as'n Huus, lütjer as'n Tuns, grüner als Gras, witter as Flas, biddrer e Galle, und doch möq ji't alle." Der Kärntner Gerade in den heutigen Tagen kommt dem Ernährungshilfswerk mehr denn je die größte Bedeutung zu. Durch die Fertigstellung und Belegung der zweiten Mastanlage müssen in dem Stadtbezirk Gießen täglich 100 Zentner Küchenab- älle zu Futter zwecken aufgebracht werden, was bisher leider nicht erreicht wurde. Von jeder Hausfrau muh nun klar erkannt werden, daß die orgsame und restlose Ablieferung der Küchenabfälle ihr und ihrer Haushaltung wieder zugute kommt. Die Abholung der Küchenabfälle erfolgt auch in Zukunft an den drei bestimmten Wochentagen. Es erwächst den Hausfrauen gerade jetzt die be- ondere Verpflichtung, der Anforderung der Stunde gerecht zu werden und in der Ablieferung der Küchenabfälle eine vaterländische Pflicht zu erblicken. Einfluß des Judentums auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Aus der Gegenüberstellung der polnischen Agitation mit der nüchternen Wirklichkeit ■h|i mgen uni el eniöeienti Ibheimti. Don er SieboD iten Sep u ftbruitojth nRM.r§ vennühle lerlag -LichterD — Peter Esch: „Polen — freu q u e r". Blicke hinter die Kulissen. Mit vier skizzen, kartoniert 1,80 RM. Deutscher Verlag, Berlin. — (247) — Jüngste Vergangenheit und nächste Zukunft können nur verstanden werden aus den Tatsachen, die uns die polnische Politik der letzten zwanzig Jahre selber liefern. Erhärtet durch eine glaubwürdige Statistik und gestützt durch eine gründliche Kenntnis des polnischen Menschen schildert Peter Esch die gegenwärtige Situation Polens anschaulich und überzeugend, den polnischen Staat und den polnischen Menschen in Stadt und Land, Polens verhängnisvolle Minderheitenpolitik, die Not der deutschen und ukrainischen Volksgruppen, den Endspiels. laufen w Hebbel, MUS. 61K- $ ■ .ne'6h Ln< w ft .156,51, ■0.40; weinsg Es mH- ;20^ ■ unb fh 30 M Wg; th M ib ltrieb: Mine. | 35 bis 1 „Wer und Kind" im Gau in Kriegszetten der Geschäftsmann nur den Bestellschein abzuschnei- den braucht, der eine Gültigkeit für vier Wochen hat, schließlich aber auch, daß die Entwertung der Marken durch einen einfachen Strich mit Kopierstift oder Buntstift erfolgen kann. Schon am ersten Tage der Benützung der neuen Lebensmittelkarten hat sich herausgestellt, daß die Bedienung der Kundschaft durch die Einsiihrung der neuen Karten kaum mehr eine Verzögerung erfährt, so daß die langen Wartezeiten in den Geschäften, die sich in den vergangenen drei Wochen manchmal ergaben, in Fortfall kommen. Der hiesige Einzelhandel, soweit er die Versorgung mit Lebensmitteln zur Ausgabe hat, begrüßt die neue Regelung. Die Einzelhändler und ihre Angestellten machen es sich dabei zur Ehrenpflicht, alle Fragen zu beantworten, die von der einen oder anderen Kundin in diesem Zusammenhang noch gestellt werden. Unter der Voraussetzung des gegenseitigen guten Willens und aller selbstverständlichen Aufrichtigkeit wird sich die Lebensmittelversorgung nach dem neuen Modus in kürzester Zeit überall gut „einspielen" können. Täglich billiger Eintopf . in den Gaststätten. Der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, hat mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers, des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft, sowie des Leiters des deutschen Fremdenverkehrs eine neue Anordnung über die Abgabe von Speisen in Gaststäten und Beherbergungsbetrieben erlassen, die am 26. September 1939 in Kraft tritt. Nach dieser Anordnung wird in Zukunft in jeder deutschen Gaststätte ein Eintopf- oder Tellergericht verabfolgt, dessen Preis so niedrig sein wird, daß es für jeden Volksgenossen erschwinglich ist. Dieses Eintopf- oder Tellergericht ist als Dienstleistung des Aus der Stadt Gießen Segen des Nußbaums. Hermann Löns. u seinem 25. Todestag am 26. September. Don Harald Eschenburg. libt älterer L i schriM I Mki Maschine- j | den un! I1 nntragm l Ang. ick l| la.d.G.l । In kurzer Zeit wird dafür Sorge getragen werden, daß in jedem Haus ein vorschriftsmäßiger EHW.- Sammeleimer aufgestellt wird, in dem die Küchenabfälle erfaßt werden. Bis dahin ergeht die Bitte, die Küchenabfälle in geeigneten Gefäßen zur Abholung bereitzustellen und dafür Sorge zu tragen, daß sie an den bestimmten Tagen zur Abholung bereitstehen. Deutsche Hausfrau! An Dir liegt es nun, dafür Sorge zu tragen, daß die Küchenabfälle rest - los dem Ernährungshilfswerk und damit dem Allgemeinwohl zugeführt werden. NSDAP.» Amt für Volkswohlfahrl, kreisamlsleilung Weiterau, Abilg. Lrnährungshilfswerk. Na T.24 In äJleniApoflieken Rüstzeug des Volkes, und die Soldatenlieder aus dem „kleinen Rosengarten" wurden von den marschierenden Kolonnen gesungen. Vielleicht können wir erst aus der Gegenwart die Persönlichkeit dieses Mannes voll verstehen. Man möchte kaum glauben, daß seine Gedanken, wie sie in den Gesprächen mit Knottnerus-Meyer nachzulesen sind, dreißig Jahre zurücklieqen. „Ihr kennt die Polen nicht warnte er oft Früh erkannte er die Gefahren der Einkreisung und empörte sich nicht selten gegen die Unentschlossenheit der deutschen Politik. Ebenso verhaßt wie ihm der Chauvinismus des Vorkriegs- frankreichs und seiner Revanchegelüste war durch schaute er die Methoden der britischen Weltpolitik, stets der lachende Dritte zu sein: „Seinen ganzen Kolonialbesitz hat sich England aus diese Weise zusammengeraubt, nachdem andere Volker die erste, chwerste und blutigste Arbeit geleistet hatten In einem starken Bauerntum auf freiem Grund sah er den Garanten der Nation, von einem jungen Deutschland erwartete er die Lösung der sozialen Wie wird der Tag werden? Wieder so tatenlos wie der letzte?" Arn 24. scheint über den Dichter schon eine Todesahnung gekommen zu sein, versunken blickt er den Sternschnuppen nach und schreibt nieder: „Leben ist Sterben, Werden — Verderben." Äm 26. September unternahmen die 73. Füsiliere als erste Sturmwelle des X. Korps vom Aisne- Marne-Kanal aus einem Angriff über die Natwnal- straße Reims—Laon auf das Dorf Villers Fran- Küchenabfälle restlos dem EHW! Ein Aufruf an die Hausfrauen in Gießen. b'iält fast den gleichen Wortlartt bei: „Hoch wie a hms, kloan wie a Maus, hart wie a Brett, siiaß re a Meth, hantig (bitter) wie a Gall, essen tuan 1........ P. B. 5 3m Heidegrab in Tietlingen bei Fallingsbostel sind die Gebeine des Dichters vor vier fahren mit militärischen Ehren zur letzten Ruhe bestattet Al. Taa für die Beisetzung wurde der 2. im Ernttng gewählt, weil in der Person von Hermann Lons der heldische Geist der Kriegsfreiwilligen von 1914 smn- bildlich geehrt werden sollte", heißt es m der Bei- setzungsürkunde, die die Unterschrift des Führers trägt. Fensterputzer am Wolkenkratzer. Mehr als 300 Meter über dem Pflaster von Neu- nork sind am Empire State Building dem höchsten Gebäude der Welt, die Fensterputzer ständig an der Arbeit. Dieses 381 Meter hohe Bauwerk hat an feinen 86 Stockwerken so viele Fenster, daß ein. be- onberer Stab von Fensterputzern dauernd anyesteM ist. um sie sauber zu halten. Es werden dafür nur Leute ausgewählt, die bereits an Arbeit in großen Höhen gewöhnt und selbstverständlich unbedingt schwindelfrei sind. Sie verrichten ihr Werk in eigens für sie hergestellten Lederanzügen, die oft überprüft und erneuert werden. Die Arbeit wird durch strenge Regeln geleitet. Es dürfen keine besonderen Putzmittel verwendet werden, nur frisches Wasser: außen von einem Fenster zum anderen zu klettern ist verboten; kein Mann darf, allein arbeiten, und jeder wird regelmäßig ärztlich untersucht. Diese Fensterputzer gelten als die höchstbezahlten ungelernten Arbeiter der Welt, der Durchschnittslohn beträgt ungefähr 40 Dollar für eine 48-Stunden-Woche, und jeder Arbeiter ist mit 1000 Dollar versichert. Trotz der Gefährlichkeit des Berufes ist, so lange das Gebäude steht, noch keiner der Fensterputzer verunglückt. Alle Arbeiter sind Familienväter. B. „Die Rivalin Der Zarin/' Die Deutsch-Italienische Film-Union macht mit einem Werk der Produktion Film Jnternazionali bekannt, mit einem italienischen Film also, der erkennen läßt, welchen Stand die italienische Filmkunst bisher erreicht hat. Der Film (Gloria- P al ast) begibt sich unter dem Titel „Die Rivalin der Zarin" auf das Gebiet der historischen Episode, die von jeher den Filmschaffenden manchen dankbaren Vorwurf gab. Dazu kommt der große äußere Rahmen. Hier waren weite Möglichkeiten gegeben, die auch reichlich ausgenützt wurden. Das Ergebnis ist ein Film voll lebhafter innerer Spannungen, dessen Handlung in einer geradezu phantastischen Umgebung ab läuft. Der Hof der Zarin Katha- rma II. in Petersburg und die Hofhaltung der Gegenspielerin Elisabeth in Venedig beschwören allen Prunk des Rokoko herauf. Die geschichtliche Episode, die der Film in einiger Freiheit behandelt, schildert den Kampf zwischen der Zarin und Elisabeth Tarakanoff. die von dem polnischen Fürsten Radziwill der Zarin gegenüber« gestellt wird. Graf Orloff, der Günstling Katharinas, erhält den Auftrag, Elisabeth von Venedig nach Petersburg zu bringen; er verliebt sich aber in die schöne Elisabeth, gerät in Zwiespalt zwischen Pflicht und Liebe und gibt seine politische Mission auf, so daß sich die Zarin als Fürstin, wie als Frau betrogen fühlen muß und das Todesurteil gegen cht man Männer und Frauen in den Tagen der ftßernte mit ost völlig dunkelbraunen oder gar twarzen Fingern. Und doch ist diese unbeliebte ,f, Arbeit des Ausschälens und Säuberns der eigent- ■'it;Schitz ß)en Nuß dringend nötig, wenn die Frucht gut Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Rivalin der Sirin". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fräu- km". Rückwanderer sofort melden. Die Personen, die infolge der politischen Lage das Erenzgebiet im Westen haben verlassen müssen, Herden aufgeforbert, sich, soweit sie es nicht bereits oifan haben, umgehend bei der polizeilichen Melde- bihörde ihres Aufenthaltsortes anzumelden, die ihre drrsonalien an die Zentralauskunftsstelle beim Polizeipräsidium in Berlin, Einwohnermeldeamt, wei- itrgibt. Nur dadurch ist die Zentralauskunftsstelle in br Lage, die an sie ergehenden Anfragen nach dem verbleib von Verwandten und Bekannten zu be- : L.-tworten. Die Beamten und sonstigen Behördenbediensteten tr?rben bar über hinaus auf gefordert, sich umgehend ui ber für ihren Unterbringungsort zuständigen fheren Verwaltungsbehörde ihres Fachgebietes zu treiben. Die Hauptvereinigung der deutschen Di erwirtschaft hat am 23. September eine Anordnung erlassen, die für die gesamte Verbraucherschaft von Interesse ist, da sie u. a. wichtige Bestimmungen über die Abgabe von Fleisch und Fleischwaren gegen die Abschnitte der Reichsfleischkarte enthält. Aus der Anordnung geht hervor, daß Fleisch und Fleischwaren in voller Höhe der für die einzelnen Abschnitte der Reichsfleischkarte sich ergebenden Gewichtsmengen abzugeben sind. Werden die entsprechenden Mengen nicht sofort in voller Höhe abgegeben, so sind die Restmengen während des Zeitabschnittes, für den die Abschnitte gelten, nachzu- kiefern. Fleisch ist grundsätzlich mit eingewachsenen Knochen abzugeben. Bei der Abgabe von knochenlosem Fleisch kann eine Knochenbeilage erfolgen. Der Knochenanteil bei der Abgabe von Fleisch darf bei Schweinefleisch 20 v. H., bei Rindfleisch 25 v. H. und bei Kalbfleisch 30 v. H. der abzugebenden Menge nicht übersteigen. Schaffleisch darf nur mit eingewachsenen Knochen abgegeben werden. Wird die Abgabe von knochenlosem Fleisch ohne Knochenbeilage verlangt, so vermindert sich die auf den einzelnen Abschnitt der Reichsfleischkarte vorgesehene Gewichtsmenge um den festgesetzten Knochenanteil. Für diese Vorschriften gelten folgende Aus- I nahmen: bei dem Verkauf von Schweinsköpfen (mit Charme nimmt rasch für sie ein. Neben ihr steht strahlend und männlich Pierre Richard W i 11 m als Graf Orloff, der Günstling der Zarin, der in diesem Film große Aufgaben hat, die er mit jugendlichem Schwung meistert. Suzy P r i m als Katharina II. zeigt sich ganz als Regentin, wie sie die Zeitgeschichte schildert. Eine starke eigene Note trägt Roger Carl als Fürst Radziwill, der Inspirator Elisabeths und eigentliche Verschwörer, in den Film. Die Photographie sand viele Möglichkeiten zu romantischer 'Stimmungsmalerei. Besonders reizvoll sind die vielen schönen Bilder aus Venedig. Heinrich Ludwig Neuner. Büchertisch. — E. G. Kolbenheyer: Der einzelne unb d i e Gemeinschaft. — Goethes Denkprinzipien und der biologische Naturalismus. Zwei Reden. 27 Seiten. Kart. 80 Rpf. Albert Langen / Georg Müller Verlag, München, 1939. — (231) — Mit diesen beiden Reden erweitert Kolbenheyer die aus biologischer Anschauungsweise entsprungenen Gedankengänge seiner Aussätze zur Philosophie, Kunst und Politik. In der ersten Rede geht er der Auseinandersetzung von Jcherlebnis und Gemeinschaftsleben auf den Grund, dem naturbedingten Spannungsverhältnis zwischen dem einzelnen und der Allgemeinheit, das in der Verantwortlichkeit des tätigen Menschen und seiner zum Wohle des Ganzen wirkenden Leistung sein Ziel hat. Die zweite Rede zeigt am1 Beispiel Goethes dieses Kräftespiel zwischen dem Genie und der Dolksgesamtheit, der die geniale, ihrer Zeit um Generationen vorauseilende Leistung den Weg zu beide unterschreibt. Die Regie (Mario Soldat!) hat sich für die Hauptrollen einige Kräfte aus Paris verschrieben. Annie Bernat) lernt man als ungemein lieb- . . . . . reizende Gegenspielerin der Zarin in einer groß bietet dieses Buch em Material, das uher bie GrciW angelegten Hauptrolle kennen, Ihr jugendlicher' nijje des Tages, hmaus von Weit & ails k '-13 ■ M. 0,50 NSG. Frauen, deren Männer ins Feld gerückt oder zum Heere einberufen sind, werden hin und wieder in ihrer Lebenshaltung auf Schwierigkeiten toßen, die nicht immer allein auf eine wirtschaftliche Notlage zurückzuführen sind. Bekanntlich gewährt der Staat eine ausreichende materielle Unterstützung für die zurückgebliebenen Familien. Die Sorgen von Frauen und Müttern haben deshalb häufig nicht nur in materiellen, sondern auch in seelischen Nöten ihre Ursache. Viele Anforderungen werden heute an die Frau gestellt, um die sie sich in Friedenszeiten nicht zu kümmern braucht. Den Hilfsstellen „Mutter und Kind" der Partei kommt deshalb mehr noch als bisher große Bedeutung und im höchsten Sinne auch politische Aufgabe au. Einer Mutter, die der Entbindung entgegen« sieht ober bie mehrere kleine Kinder zu erziehen -hat, wird bei den veränderten. Verhältnissen im vaterlosen Haushalt eine größere Verantwortung zufallen, und die vielen Anforderungen, die an sie gestellt werden, nehmen ihre Kräfte stärker in Anspruch als in Zeiten, in denen alles seinen gewohnten Verlauf nimmt. Der richtig geleitete und angewandte Lebensmittelverbrauch, die Erziehung der In feinem Roman „Das zweite Gesicht" schrieb fermann Löns 1912: „Wir müßten einmal wieder einen Krieg bekommen und gründliche Keile das ist $7üf)e "traf den Dichter die Kugel einzige, was uns helfen kann damit wieder ^/>ranzösischNlpenjäaers ins Herz. Danner ober besser Kerle an die Spitze kommen, ^it einem Schlage besann sich die H.i...-r tttt dieser Knechte, d'e sich Herren ßön5; bald gehörte der „Wehrwolf" zum geistigen ein Bekenntnis mußte dem Dorkriegsdeutschland mi« !'iradezu ins Gesicht schlagen, seine Prophezeiung hct sich wie so manche von Hermann Lons nach Danzig Jahren erfüllt. Für den Dichter war der K'iegsausbruch das reinigende Gewitter. Die nicht b: oon schweigen können, Löns habe den Tod im stide gesucht, verunglimpfen den pflichtbewußten sc^datischen Einsatz dieses Mannes. Der ungediente Landsturmmann ruhte mit seinen ahtundvierzig Jahren nicht eher, bis er als Frei- ttilliger angenommen wurde. Die Freunde wollten um Dichter als Kriegsberichterstatter erhalten wij- !n, von ihm war die Gestaltung des Dölkerringens erhoffen. Löns verlangte es nach der Tat.^ei- n m Verleger Eugen Diederichs schreibt er: „Mein Kriegslied von 1914 habe ich 1910 geschrieben im Qehrwolf ... Ich kann schießen, habe Eulen- Ingen, kann schleichen wie ein Fuchs und sitze hier n*d) untätig. Das ist niederziehend." An anderer eüeüe heißt es: „Ist das eine wunderbare Zett, öffentlich werde ich genommen. Sonst gehe ich als Erdarbeiter nach Cuxhaven." Tatsächlich gelang ihm durch einen Zufall der Eintritt ins Füsilierregi- ment 73, schon nach zehntägiger Ausbildung wird ? heimlich mit einem Ersatztransport an die Front mitgenommen. Noch ist er im Gewehrgriff nicht fif)er, bei einer Feldbesichtigung steht der Hüne hmten am linken Flügel ohne mitzugreifen. Was v rschlägt es, an seinen Freund Pilf schreibt er: „Ich freue mich von Herzen., Lange habe ich mir eine solche Beschäftigung, neben dem Ackern die em- 8g manneswerte, gewünscht" Am 13. September, os das Regiment sein Marschziel in der Nähe von s)«ims erreicht hatte, empfing Löns bei der 4. Kom- Finie die Feuertaufe. „Furcht kannte er nicht er« 1 hlt ein Kamerad: „er sah kaum hin, wenn eine Granate zersprang, hörte nur solange mit Reden Oflf, bis es wieder still war..." Aus dem Kriegstagebuch des Dichters laßt sich °nf seinen jugendlichen Angriffsgeist schließen. Unwillig nimmt er die ersten Zeichen des Stellungs- Sieges. auf. Am 15, September steht im Tagebuch: Jetzt schüttet der Herbst seinen Früchtesegen ver- ftwenderisch und in bunter Fülle aus: zu den rot« [Dingigen Aepfeln, den saftigen Birnen Wetschen kommen die Spätlinge der Pfirsiche köstlichen Nüsse. Mit breiten, aufgelockerten Kronen stehen en Nußbäume an den Landstraßen und in den Siuerngärten. In vielen Gegenden Deutschlands, lvchin die Walnuß oder Welschnuß schon zur Zeit frr Römer aus Italien kam. gilt ein Nußlmum- ur v ' peig im Volksglauben als Wetterschutz und.Blitz- lichp 3 \ aiwehr. Er wird zuweilen am Johannistag und 1, beJJ l Mancherorts mit Blumen geschmückt über der Haus- /1 j tir aufgehängt. Qllf \ Alle grünen Teile des Baumes strömen einen - *'“• fhrfen aromatischen Geruch aus, der besonders eindringlich wird, wenn man ein Blatt zwischen Jin Händen reibt. Außer den Menschen lieben Eich- h:rnchen und Häher die schmackhaften Früchte, unb tp die Bäume nahe am Waldrand stehen, findet MN manche, noch in der grünen fleischigen Hülle inende Nuß kreisrund aufgebohrt und leer ge« fassen. Aber erst, wenn das grüne Gehäuse zu irr Zipfeln aufspringt, sind die hart und hellbraun Mgeschalten Kerne, bie in ihrer Form an Gehirn ernnern, wirklich reif und süß. Dann fallen sie im jinb ober sie werden leicht mit Stecken abge» felagen. Soweit die grünen Hüllen jedoch noch zu Den sind, verursacht ihr beizender Saft braune fiinbe, unb wo viele Nußbäume im Dorf sind, | Ein Appell an die Disziplin! Diekreisleilung Wetlerau derNSDAP. im Winter 1939/40 Das Programm des Feierabendringes Gießen. d|t fort1 hinzu- an. h Ende. Hi! fk D iis In f'I Hu Wt hr lol hhi hu W hin R feen Im heu Ml W W Ml unter B rWe V 8* W -’S i E» Hinter die beiden Frauen treten zwei Männer: Dr. Joachim Hellmers, schmäler und härter im Gesicht als je zuvor, und Mr. Allan Pembroke, wie immer mit dem Aussehen eines verspäteten Primaners. Sein Sakko ist viel zu weit. Ruhig beginnt Vivian, als die Aelteste, jetzt zu sprechen. Es ist keine Spur von Erregung in ihrer Stimme. „Gentlemen, ich habe Sie hier zusammengerufen, um Ihnen etwas Wichtiges mihuteilen. Das einzige vorhandene Testament meines Vaters setzt uns, seine Töchter, zu alleinigen Erben ein. Der von ihm bestimmte Verwalter unserer Erbschaft, William Per- kins aus Stockholm ist tot. Mein Vater ist nicht mehr dazu gekommen, ein zweites, neues Testament aufzusetzen. Vielleicht hat er es doch getan, aber man hat es gestohlen und vernichtet. Das kann nie- man sagen. Wir wollen jedenfalls als Erben in seinem Geiste handeln. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, die Leitung des gesamten Werkes, seine technische wie seine kaufmännische, in die Hände des Herrn Doktor Hellmers zu legen. Mein Vater hatte ihn mit großer Wahrscheinlichkeit zu seinem Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Kreis Wetterau, die schon im Veranstaltungswinter 1938/39 bewiesen hat, daß sie mit Erfolg alles aufbot, um dem schaffenden Volksgenossen in Stadt und Land das denkbar Beste auf dem Gebiete der Kleinkunst, des Films, des Theaters und der Musik nahezubringen, sieht trotz der veränderten Verhältnisse in der Gegenwart vor, wieder viele Volksgenossen bei einer Reihe von Veranstaltungen zu Stunden der Ausspannung und Erheiterung zu vereinigen. Konzert, Film, Theater, Gastspiele und aktuelle Vorträge des Deutschen Dolksbildungswerkes sollen dazu beitragen, die Feierabende auszugestalten. Ein Blick in das Programmheft der RSG. „Kraft durch Freuhe", das jetzt für den Feierabendring Gießen 1939/40 in künstlerischer Ausstattung heraus- gekommen ist, läßt erkennen, daß Vielerlei und Hervorragendes geboten werden soll. An Theateraufführungen sind vorgesehen: das Trauerspiel von Hebbel „Agnes Dernauer", die Oper ,La Traviata" von Verdi, die Operette von Millöcker „Die Du- barry", Mozarts Oper „Don Juan", „Frau Luna", kohl, das Stück 10 bis 35, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 25, Einmachgurken 2 bis 5, Endivien 8 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 25, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. und fröhlich wie ein Schulbub kräht: „Was sagen Sie dazu? Wir haben uns soeben verlobt! Stimmt es, Claire?" „Ich kann dem unverschämten Kerl nicht anders beikommen!" gesteht sie unter Lachen und Tränen. „Er ist die Frechheit in Person und verdient Zähmung. Hoffentlich gelingt sie mir, bevor ich an ihn gewohnt habe. Bist du mir böse, Vwian? „Liebe, liebe Claire —" sagt Vivian, und sie weiß nicht, weshalb sie weint. Ist es die Ahnung ihres eigenen Glücks? Ist es die Freude über das Glück der Schwester? Sie weiß nur, daß ste zum ersten Male seit Jahren wieder von Herzen froh ist. „Kommen Sie, Schwager auf Vorschuß!" lacht Pembroke und haut Hellmers auf dte Schulter. „Wir rufen inzwischen Linkerton an. Der platzt vor Reid, wenn er die Neuigkeit hört. Außerdem ist er mein Freund, und ich ärgere ihn für mein Leben gern!" IH S Anzüge sorgt! Man muß sich ja schämen neben Ihnen!" „Gemacht! Wollen Sie meine Frau werden, Claire? Neulich, als der gute ,Onkell William mit der Pistole in der Luft herumfuchtelte, sind Sie mir ja schon um den Hals gefallen. Was, wie ich zu« geben muß, eine verflucht anständige Haltung voir Ihnen war." „Sie find unverschämt. Ich werde Sie hinaus- setzen lassen müssen, wenn Sie nicht zahmer werden!" „Also, Sie überlegen es sich noch! Herrlich, Claire. Ich war immer ein Mann kurzer Entschlüsse und, weiß der Teufel, diesen Hellmers hätte ich zu gern zum Schwager!" Dabei packt er die Hand des überraschten Mädchens, und ob sich Claire auch windet und sträubt, er hält sie fest, bis sie endlich matt und ergeben still hält. Die Scharen der Arbeiter sind in langem Zuge aus dem Fabrikgebäude marschiert, die Kapelle dröhnend vorweg, langsam schließt sich nun das Tor. Vivian und Hellmers stehen schweigend und befangen, sie wagen nicht, einander anzusehen, sie tun, als schauten sie selbst durch das geschlossene Tor noch dem Zuge draußen nach. Sie hören regungslos auf -die verhallenden Klänge der ab* ziehenden Musik, es wird feiertäglich still in den. Hallen der Arbeit. Und sie erwachen erst aus chrer Versunkenheit, BfiHI ■ Mffl W bleiben ein wenig zögernd stehen und schreiten dann langsam auf die Mitte des übergroßen Schreibtisches zu. Die versammelten Männer deuten mit einem Kopfnicken ihren Gruß tönt, die mit Knall und Bumm einsetzt und das Zeichen gibt, daß Morell den richtigen Augenblick getroffen hat. Nun müssen sie alle an das große Fenster treten. Der Fabrikhof ist schwarz von Menschen, fast die gesamte Werksbelegschaft steht da Kopf an Kopf. Sie winken und schwenken die Mützen. „Entwurf und Regie: Werkmeister Morell. Der ist sein Gewicht in Gold wert", lacht Pembroke, und unversehens hat er auch Vivian herangezogen und sie dicht neben Hellmers gestellt. Der Jubel schwillt zum Orkan. „Was meinen Sie, Fräulein Claire, wenn die beiden da erst verheiratet sind, melden wir zwei uns als ständige Hausfreunde an. Sind Sie mit von der Partie?" „Sie find, wie es scheint, völlig verdreht!" stößt Claire, zwischen Lachen und Erbitterung schwankend, hervor. Tsching bumm, tsching bumm! dröhnt die Pauke dazwischen... „Sorgen Sie erst mal dafür, daß Sie eine Frau bekommen, die für Ihre „Kraft durch Freude" NSG. Im Adolf-Hitler-Haus zu Frankfurt a. M. empfing Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger am Samstagvormittag den Leiter der Obersten Bauleitung Frankfurt a. M. der Reichsautobahn, Oberbaudirektor K a d o , Regierungsbaumeister G o t t r o n und Tiefbauarbeiter Ott, um die Meldung entgegenzunehmen, daß die Reichsautobahnteilstrecke Wandersmann—Limburg, das Mittelstück der Strecke Köln—Frankfurt a. M.—Würzburg, in einer Länge von 45 Kilometern fertiggestellt sei. Oberbaudirektor Kado meldete die Fertigstellung und bat den Gauleiter, die Genehmigung zur lieb ergäbe der Strecke für den öffentlichen Verkehr ab 14 Uhr zu erteilen. Er dankte dem Gauleiter für das Interesse und die Unterstützung, die er auch diesem Arbeitsabschnitt entgegengebracht hatte und überreichte ihm eine Mappe mit 20 Bildausführungen der Reichsautobahnarbeiten im Gau Hessen-Nassau. Der Gauleiter wies in seiner Erwiderung auf den ersten Spatenstich des Führers hin. Er betonte, daß der Beginn dieses Werkes im Gau Hessen- Nassau seine Begründung durch die Tatsache erfuhr, daß das Problem der Autobahn in unserem Gebiet vorbereitet war und damit die Absicht des Führers hier zuerst in die Tat umgesetzt werden konnte. Rückblickend erinnerte er daran, daß die Eröffnung einer Teilstrecke in unserem Gau sich nun zum vierten Male wiederhole. Am 27. September 1936 konnte die Reichsautobahn Frankfurt a. M.— Bad-Nauheim eröffnet werden. Am 17. Oktober stens war es nur nttin „kleines Ehrenwort", zwei- tens bin ich meiner Firma über alle Maßen verpflichtet, selbst über ein Wort hinaus, das unter solchen Umständen gegeben wurde, und drittens ... ja, Menschenskind, soll denn Ihre Frau in alle Ewigkeit nicht erfahren, daß Sie der Sohn des alten Sir John sind?" < „Pembroke!" Blutrot stehen die beiden Menschen voreinander wie Kinder. „Wie kommen Sie auf solche Ideen?" „Gar keine Idee! Eine äbee ist etwas Gedachtes; aber wenn zwei im Auto erst draußen im „Robin Hood" Kaffee trinken, dann einige Tage später eine Hochlandsfahrt unternehmen ... du lieber Gott, das find dann eben keine Ideen mehr, sondern Tatschen!" „Sie haben ..." „... alles beobachtet, beziehungsweise beobachten lassen. Oder dachten Sie, ich ließe den einzigen Mann, der einen Schlüssel zum Tresor hatte, frei herumlaufen? Haha! Der gute Pembroke mag zwar harmlos aussehen, aber glauben Sie mir, das täuscht. In Wirklichkeit ist er ein ganz durchtriebener Bursche, vor denen sich Männlein wie Woib- lein sorglich in acht nehmen sollten." Dabei schickt er einen neckenden Blick zu Claire. „Pembroke", hebt Hellmers an, „ich sehe ein, wir beide haben eine lange Unterredung unter vier Augen nötig! Auf jeden Fall..." Was auf jeden Fall geschehen sollte, ist nie gesagt in W iiti In k Im liio iJri p M N heil Itttfi hi AI NSG. Es besteht Veranlassung, darauf , „ weisen, daß die Lebensmittelkarten der Pflichtjahrmädel den Hausfrauen, die die Mädel beschäftigen, zur Verfügung stehen müssen. Die Hausfrau muß dann selbstverständlich die Verpflichtung überneh- Oie Reichsautobahnstrecke nach Limburg Eröffnung durch den Gauleiter. men, das Mädel voll zu verpflegen. Wenn es bisher Frühstück oder Abendbrot im Etternhaus eingenommen hat, muß öie Hausfrau in Zukunft auch hierfür aufkommen. Das Pflichtjahrmädel wird also -auch diese Mahlzeiten im Pflichtfahrhaushalt einnehmen bzw. mit nach Hause bekommen. Wenn es bei verhältnismäßig frühzeitigem Arbeitsschluß der Hausfrau nicht jugemutet werden kann, das Abendbrot mit zu übernehmen, muß eine andere Regelung mit der Mutter des Mädels erfolgen: Entweder wird vereinbart, daß das Mädel dem Haushalt entsprechend länger zur Verfügung steht (erwünscht ist, daß das Pslichtjahrmädchen den ganzen Tagesablauf im Haushalt kennenlernt, wobei jedoch eine Ueberanftrengung zu vermeiden ist), oder daß die Hausfrau im Auftrag der Mutter und auf deren Kosten dem Abendbrot entsprechende Le- bensmittel mit der Karte des Mädchens besorgt. h.i'i iM iiizid) -r k tJs fit k 9 ßolft B 1» jja 01«' * Such pon hn t.’OS. Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Gskar Meister, Verdau L Sa. 35. Schlußakkord. Im Arbeitszimmer des verstorbenen John Per- kins, in dem kühlen hohen Raum, dem „Aller- heiligsten" des Werkes, sind die Abteilungsleiter, die Ingenieure, Meister, Techniker, Laboranten versammelt. Sie stehen ein wenig befangen, der Raum erdrückt sedes Gespräch. Hier lebt noch immer der Geist des Mannes, der das alles erbaute. Der große Zeiger der elektrischen Uhr springt auf die volle Stunde. Es ist zehn Uhr. Im gleichen Augenblick öffnet sich die Mitteltür: Mrs. Holgerson und Claire Perkins treten herein, Nachfolger bestimmt. Es konnte für ihn keinen anderen Mann geben. Und wie recht hat er gewählt! In den Tagen schwerer Erschütterung hat Doktor Hellmers bewiesen, daß ec nicht nur einer unserer fähigsten Köpfe ist, sondern auch ein ganzer Mann, ein Charakter. Er wird seine Mitarbeiter nach seinem eigenen Ermessen aussuchen und sämtliche Entscheidungen frei und unabhängig treffen. Seine Maßnahmen und Anordnungen sind ungeprüft auch stets die unfern. Ich bitte Sie, meine Herren, das zur Kenntnis zu nehmen, es dem gesamten Werk in der geeigneten Weise mitzuteilen. Als kleines Zeichen festlichen Neubeginnens aber soll dieser Tag ein stiller Feiertag sein. Jeder mag nach Hause gehen. Die Stunden werden doppelt bezahlt." Ein Kopfnicken zeigt an, oaß die Aussprache beendigt ist. Pembroke kräht ungeniert und, fröhlich: „Bravo!" Jetzt tritt der Aelteste der Direktoren vor und bittet um die Erlaubnis, Herrn Dr. Hellmers beglückwünschen zu dürfen. Biele Hände schüttelt Joachim. Viele Verbeugungen erwidern die beiden Frauen. Endlich hat sich der Raum geleert, Hellmers und Pembroke sind mit den beiden Frauen allein. „Sie haben mich stolz und verlegen zugleich gemacht, Frau Vivian", beginnt Joachim. „Was habe ich Ihnen Gutes getan? Nichts. Ich bin das Opfer einer Täuschung, einer sehr verzeihlichen Täuschung. Das ist alles. Wollen Sie darauf eine so weitreichende Entscheidung bauen?" „Nein, darauf allerdings nicht!" lächelt Vivian. ,Ich baue auf einem andern Grund. Schauen Sie, wir beide sind Vaters Kind dem Namen nach. Ich war drei Jahre, als Mutter in zweiter Ehe den Kaufmann John Perkins heiratete. Der einzige Mensch auf Erden, in dessen Aldern tatsächlich noch Vaters Blut rollt, das sind Sie, Joachim. Wem anders aber gehört das Erbe als dem wahren, wirklichen Sohn?" „Das wissen Sie?" Und wie der Blitz fährt Hellmers zu Pembroke herum: „Sie haben Ihr Wort gebrochen!" „Joachim!" ruft Vivian mahnend, und auch Claire will sich zwischen die Männer werfen, aber das ist gar nicht nötig. Pembroke lacht sein herrliches, freches Jungslachen, so heiter und so unbekümmert, daß Hellmers hilflos den Kopf schüttelt und nicht weiß, was er sagen soll. „Ja, aber natürlich hübe ich mein Wort gebrochen! Aus drei GrüEen, lieber Hellmers: Er- Operette von Linke, das Lustspiel „Für die Katz" von Hinrichs, die Straußsche Operette „Der Zigeunerbaron", „Cavalleria rusticana" (Mascagni) und „Bajazzo" (Leoncavallo), „Maria Stuart" von Schiller, das Trauerspiel „Emilia Galotti" von Lessing und das Lustspiel „Heimliche Brautfahrt" von Lenz. Ferner sieht das Programm ein Gastspiel des Rhein-Mainischen Landesorchesters,. ein Variete- Gastspiel „Lache mit uns", einen Liederabend von Willy Domgraf-Faßbender und das Gastspiel des Romantischen Balletts Peters Pawlinin vor. Die Arbeit des Feierabendringes der NSG. „Kraft durch Freude" steht heute mehr denn fe unter dem Geiste eines Wortes des Führers, das er bei feiner großen Kulturrede beim Reichsparteitag 1937 sprach: „Nicht umsonst ist eine der größten Organisationen aller Zeiten ins Leben gerufen worden mit dem schönen Ziel, durch Freude den Menschen Kraft zur Lebensbehauptung zu geben, sie zu lehren, das Leben in feiner Härte mannhaft zu ertragen, aber auch nach seinem Glücke mit Freude zu greifen." 1937 konnte diese Strecke bis? nach Gießen und am 4. Dezember 1938 bis nach Alsfeld dem Verkehr übergeben werden. „Am heutigen Tage", so fuhr der Gauleiter fort, „würden nunmehr 45 Kilometer der Strecke Köln—Frankfurt a. M.—Würzburg für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Damit seien im Gau Hessen-Nassau insgesamt 217 Kilometer Reichsautobahn fertiggestellt. 101 Kilometer befänden sich im Bau und 150 weitere seien geplant." Besonders hob der Gauleiter den Bau der Reichsautobahn als Friedenswerk des Führers hervor. Auch durch die gegenwärtige Situation fei dieses Werk in seiner Entwicklung nicht gehemmt, sondern schreite stetig fort. Diese Tatsache lege sichtbares Zeugnis ab von unserer Zuversicht auf den Sieg. Wir könnten es uns auch in diesen Tagen leisten, so fuhr er fort, noch Friedenswerke der Oeffentlichkeit zu übergeben, da wir in ihrem Entstehen einen Maßstab haben für den Willen und die Entschlußkraft, den Einsatz und die Opferbereitschaft unseres Volkes und feiner Führung. Der Gauleiter erinnerte sodann an die Worte des Führers, mit welchen er am 23. September 1933 beim ersten Spatenstich die Bedeutung tes Reichsautobahnbaues folgendermaßen darlegte: „Ich kann mir in dieser Stunde nichts Schöneres denken als das, daß sie nicht nur eine Stunde der Einleitung für den Bau dieses größten Straßennetzes der Welt, sondern daß diese Stunde zugleich wieder ein Markstein für den Bau der deutschen Volksgemeinschaft sei, ♦♦ Silberhochzeit. Am morgigen Mittwoch, 27. September, können der Dreher Wilhelm Räther und Frau Elisabeth, geb. Steinbrecher, Bahnhofstraße 27, das Fest der silbernen Hochzeit feiern. Unseren herzlichen Glückwunsch. ** Flüchtige Geisteskranke in Lollar gesehen. Die in dem gestrigen Polizeibericht als flüchtig gemeldeten beiden Geisteskranken Anna Dietrich und Käthe Zahn sind am Sonntagmorgen in Lollar gesehen worden. Die gestern veröffentlichte Perfonenbeschreibung trifft jedenfalls, nach den Wahrnehmungen von Ortseinwohnern, auf die beiden ortsfremden Frauen zu, die vermutlich nach dem Lumdatal zu oder in Richtung Marburg weitergepilgert find. Mutter und Pflichtjahrmutter, die jede einen Teil Verantwortung für die Erziehung eines jungen Menschen tragen, müssen sich auch im Punkte seiner Ernährung einigen. Beide stnd ja Hausfrauen, die die gegenwärtigen Aufgaben der Haushaltsführung kennen und wissen müssen, daß es heute mehr denn je gilt zusammenzustehen. (Siebener Wochenmarklpreije. * Gießen, 26. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, VA kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, kg 5 bis 7, Weißkraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römifchkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 15 bis 20, Unterkohlrabi 8, Feldsalat, 1/io 10 bis 12, Tomaten 10 bis 18, Zwiebeln 8 bis 10, Kürbis 8, Kartoffeln, % kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,45 RM., Aepfel, kg 15 bis 30 Rpf., Falläpfel 5, Birnen 10 bis 20, Pfirsiche 25 bis 3O> Brombeeren 35, Pflaumen 8 bis 15, Blumen- Gewerbes der Allgemeinheit gegenüber zu bettachten. Im übrigen werden genaue Richtlinien für die Gestaltung der Speisekarte feftgelegt und Höchst- zahlen für Vorgerichte, Suppen, Fischgerichte, Eierspeisen, Gemüse und Salate, Wurst- und Käsesorten, Süßspeisen und Kompotte festgesetzt. Die fleischlosen Tage bleiben nach wie vor bestehen. Giehen-Klein-Linden. Bei der Versteigerung des städtischen Obstes im Vorort Klein-Linden wurden trotz der guten Mittelernte verhältnismäßig hohe Preist erzielt. Das Obst ist von recht guter Qualität. Es kam der Zentner Aevfel auf 8 bis 10 RM., je nach Qualität, Birnen auf 2 bis 3 RM., Zwetschen auf 4 bis 6 RM. Rationen fnr Nahrungsmittel- , Selbstversorger festgesetzt.« Durch einen Erlaß des Reichsemährungsmim- fters an die Landes- bzw. Provinzial-Ernährungs- ämter sind mit Wirkung vom 25. September ab, entsprechend der Lebensmittelbezugsregelung für Verbraucher, auch die Rationen für Selbstversorger mit Nahrungsmitteln festgesetzt worden. Der Er- l'aß bestimmt außerdem den Kreis der Selbstversorger und klärt im einzelnen, wer als Selbstversorger bzw. Tertselbstversorger güt und wie diese Au verfahren haben. Den Grundsätzen des nationalsozialistischen Staates entsprechend wird somit unter Vermeidung der Fehler des Weltkrieges nicht nlur vom Verbraucher, sondern von allen Dolks- teiilen, also auch vom Selbstversorger, eine Anpassung des Nahrungsmittelverbrauches an die allgemeinen Produktiv ns- und Versorgungsverhältnisse gefordert. Was ist entrahmte Frischmilch? Seit dem 25. September werden entrahmte Frischmilch, Buttermilch, geschlagene Buttermilch, saure Magermilch, Magermilch-Joghurt, Magermilch- Kefir, Mischgetränke aus entrahmter Frisch- oder VutterMilch, entsprechend einem Erlaß des Reichs- Ministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 20. 9. 1939, vorläufig ohne Bezugschemkarten abgegeben. Vollmilch dagegen wird nur auf Reichs- Milchkarten an Kinder bis zum 14. Lebensjahr, an werdende und stillende Mütter, an Wöchnerinnen Und Angehörige besonderer Berufe verkauft. Jeder Verbraucher wird sich nun fragen, was entrahmte Frischmilch ist. Enttahmte Frischmilch enthält alle Bestandteile der Vollmilch. Ihr ist lediglich der Fettgehalt bis zu ein-em bestimmten Grad entzogen, um eine ausreichende Butterversorgung sicherzustellen. Die enttahmte Frischmilch wird genau wie die Vollmilch molkereimäßig behandelt und enthält wie diese alle wertollen Bestandteile und Nährwerte in unverminderter Höhe, also Milcheiweiß, Milchzucker und Nährsalze. Sie kann im Haushalt deshalb genau so verwendet werden wie Vollmilch. Pflichtjahrmädel und Lebensmittelkarten. einer Gemeinschaft, die als Volk und Staat das geben wird, was wir mit Recht auf dieser Well fordern und verlangen Dürfen." Hieran anknüpfend stellt-/ er heraus, daß diese Volksgemeinschaft heute erreicht sei und zur Zeit ihre praktische Wirksamkeit erprobe. Wenn heute wiederum eine Teilstrecke der Reichsautobahn dem Verkehr übergeben werden kann, gelte unser besonderes Gedenken dem Führer, dessen Idee und Willen dem Werke zugrundeliegen und es zu. feiner gigantischen Größe führten. Die Tugenden, die dieses Werk verwirklicht hätten, so schloß der Gauleiter, sind es auch, die uns im Einsatz für die Lebensrechte unserer Nation die Garantie des Endsieges geben. Der Gauleiter dankte schließlich den Vertretern der Reichsautobahn für ihre Arbeit und beglückwünschte sie zur Fertigstellung dieses Bauabschnittes. Den Tiefbauarbeiter Ott bat er, beson- tiers den Arbeitskameraden an der Baustelle seinen Dank für ihre Opferbereitschaft, die wiederum einen Teil der Pläne Adolf Hitlers verwirklicht hat, zu übermitteln. Die Reichsautobahnteilstrecke Wandersmann— Limburg wurde damit um 14 Uhr dem öffentlichen Verkehr übergeben. Aus der engeren Heimat. EHW -Schweinemästerei in Butzb'ch. * Butzbach, 25. Sept. Die von unserer Stadt errichtete Schweinemästerei für das Ernäh- rungs-Hilfswerk geht chrer Vollendung entgegen. In etwa zwei Wochen wird die gemeinnützige Gin. richtung ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Anlagen der Schweinemästerei sind zunächst auf die Mästung von 60 Schweinen im Verlaufe eines halben Jahres eingerichtet. Hiernach sollerl also in jedem Jahre 120 Schweine gemästet werden und der Fleischversorgung der Bevölkerung zugute kommen. Vorsicht be-m Obstpflücken! * Watzenborn-Steinberg, 26. September. Beim Pflücken von Zwetschen stürzte am gestrigen Montagnachmittag der Weißbinder Georg Weiß von hier so unglücklich von dem Baume ab, daß er beide Arme brach und außerdem eine leichte Gehirnerschütterung erlitt. Der bedauernswerte Mann mußte sofort nach Gießen in die Klinik gebracht werden. * Kinzenbach, 26. Sept. Die Landwirtsehe- frau Margarete Mandler von hier stürzte beim Zwetschenpflücken vom Baume ab und erlitt dabei einen Bruch des rechten Armes. Die Verunglückte mußtie in die Gießener Chirurgische Klinik auf genommen werden. Landkreis Gießen. Leihgestern, 26. Sept. Seinen 80. Geburtstag kann am morgigen Mittwoch, 27. September, der Zigeleiarbeiter i. R. Johann Heinrich Velten, dahier, in guter Gesundheit begehen. Unseren herzlichen Glückwunsch. = Steinbach, 23. Sept. Steinbach stand heute im Zeichen der O b st v e r ste i ge ru n g e n. Am Vormittag wurde das Obst der Pfarrei Steinbach versteigert-, es erbrachte einen guten Ertrag. Die Preise waren angemessen. Nachmittags versteigerte die Gemeinde Steinbach ihr Obst, das ebenfalls einen guten Ertrag brachte. * Grünberg, 26. Sept. Die 38jährige Ehefrau Helene des Eisenbahnarbeiters S ch o m b e r t von hier erlitt bei einem Verkehrsunfall eine schwere Gehirnerschütterung, Wunden am Kopfe sowie Schulterprellungen. Durch die Sanitätsbereitschaft vom Deutschen Roten Kreuz in Gießen wurde die Frau in die Klinik nach Gießen gebracht. Kreis Alsfeld. —.— Homberg (Ohm), 26. Sept. Am morgigen Mittwoch, 27. September, kann unser Mitbürger Ludwig (Seibel II. in körperlicher und geistiger Frische seinen 7 5. Geburtstag begehen. Wir beglückwünschen herzlich. Kreis Wehlar. e ♦ Dattenhofen, 25. Sept. Der 76jährige Landwirt Ludwig Weber wurde von seinem Wagen überfahren und zog sich an beiden Beinen Unterschenkelbrüche zi^ Der Verunglückte mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden. • . ~ v , als Pembroke plötzlich mit einer Verneigung vor morben, der Rest der Hellmersschen Rede wird von ihnen steht,-die blutübergossene Claire an der Hand, dem donnernden Marsch der Werkskapelle über- ..... —.........