KrJ99 Erstes Statt Samstag, 26./Sonntag,27. August 1959 189. Jahrgang nt| eUbcr \ in r n?. Tannenbergfeier aus. Der Llnterzeichnungsakt in Moskau etos [ Oiir-i w ) •its 0 nWk'1 iläiüL Mährisch-Ostrau, 25. August. (DNB.) Die militärischen Vorbereitungen in Polen haben im Olsa- ybiet ihren Höhepunkt erreicht. Gegenüber Mährisch-Ostrau und Witkowitz ist eine starke Truppen- kinzentration festgestellt worden, so daß man mit der besorgniserregenden Möglichkeit eines pol- poftscheckkonto: Iranffurt am Main 11686 S Heeres. Generaloberst von Brauchilfch. am Vorabend des Gedenktages der Schlacht bei Tannenberg am Samstag, dem 2 6. August, von 19.30 bis 20 Uhr. wird als Reichssendung über alle deutschen Rundfunksender verbreitet. 511: elech Dir lisch mb \ 'ms i bera «ich i )er jt W litäl j, W sgkD r liefe W. Beld^t aufii treff»- er mi nonjfi ich ja ibef b Friedenspakt gegen Kriegsfront. ,,Das deutsche Volk von heute, das Deutsche Reich von jetzt, sie sind nicht gewillt, Lebensinteressen preiszugeben, sie sind auch nicht gewillt, aufsteigen- den Gefahren tatenlos gegenüberzutreten!" Diese Worte sprach der Führer am 1. April in Wilhelmshaven beim Stapellaus des Schlachtschiffes „Tir- pitz". Nach diesen Worten hat er gehandelt, als er nach einem Ausspruch Ribbentrops Rußland aus der Einkreisungsfront heraus- brach, die die westlichen Demokratien unter britischer Führung rings um die autoritären Mächte Deutschland und Italien aufzubauen seit vielen Mo- naten emsig bemüht waren, um das weitere Fortschreiten des von diesen so erfolgreich angestrengten Revisionsprozesfes gegen die Fehlurteile von Versailles zu verhindern, durch den allein jene sich auf Gerechtigkeit gründende und den natürlichen Lebensinteressen entsprechende Neuorganisation Europas geschaffen werden kann, die für lange Zeit den Frieden zu sichern verbürgt. Des Führers Entschluß, das Verhältnis zu Rußland auf neue Grundlagen zu stellen, traf in Moskau auf volles Verständnis. Beide Seiten waren sich darin einig, damit nicht taktischen Erwägungen des Augenblicks nachzugeben, sondern zu einer Politik freundschaftlicher Zusammenarbeit zurückzukehren, die der grundsätzlichen Erkenntnis entspringt, daß es keine territorialen, wirtschaftlichen ooer sonstwie gearteten machtpolitischen Probleme gibt, die das deutsche und das russische Volk trennen, und daß in der Geschichte beider Völker die langen Epochen enger Zusammenarbeit als besonders glückliche und fruchtbare hervorragen. Der Kreml hat in der von Litwinow-Finkelstem maßgeblich bestimmten Aera sowjetrussischer Außenpolitik lange genug versucht, im Zusammenwirken mit den westlichen Demokratien die spezifisch russischen Interessen sicherzustellen. Es war die Zeit des Beitritts der Sowjetunion zur Genfer Liga mit den ebenso endlosen wie fruchtlosen Debatten um der ostpreußischen Grenze bei Mlawa und Prza- snysz drei polnische Angriffsdivisionen und eine Panzerbrigade versammelt. Auch an der oberschlesischen Grenze sind Vorbereitungen erkennbar, die auf einen beabsichtigten Handstreich der Polen schließen lassen. Aus Kreuzburg wird gemeldet, daß gegenüber von Landsberg und Rosenberg (OS.) die 19. und die 13. polnische Division und die Kavalleriebrigade Wolynska in Bereitstellung zum Vormarsch gegen d i e deutsche Grenze sind. Gegenüber von Gleiwitz ist die 2 8. p o l n i s ch e Division festgestellt worden. Art und Umfang der polnischen Bereitschaftsmaßnahmen, verstärkte Wege- und Depotsanlagen lassen deutlich Angriffsabsichten erkennen. S iie^ *8 Das Blatt stellt weiter fest, daß es für die West- Mächte keine Möglichkeit gäbe, den deutsch-russischen Vertrag aufzulockern. Die Sowjetunion habe gewählt, und zwar habe es gewählt wie e i n ft Polen unter P i l s u d s k i. Stalin fei Realist, darum habe er fid) für Deutschland entschieden. Mit den Vertretern der Westmächte habe er keine persönliche Fühlung genommen. Mit Ribbentrop aber sei er sofort zusammen- gekommen. Der Wortschwall der Gegenseite lasse nicht so sehr Stärke erkennen als vielmehr Schwäche, die durch die Worte verdeckt werden sollten. Mit Phrasen wolle man die Hoffnung betäuben, denn „hoffnungs los", so heißt es wörtlich, ist zur Zeit ein siegreicher Kampf gegen di e Achse. Selbst der. der Polen wohlwollc, müsse sich sagen, daß Polen bei einer vernünftigen Politik. die auf R e a l i t ä t e n und nicht auf Stimmungen aufgebaut sei. nachgeben müsse. Auf Polens Führung und ihrem vermögen, die Lage zu beurteilen, beruhe alles. Das Blatt bringt ein Bild vom Marschall R y d z - Smigly und darunter die Frage: „wird er es wagen, feinem Volke zu sagen.wie die Situation wirklich ist?" Oie Tannenbergfeier abgesagt. Brauchitsch spricht heute abend über alle Sender. B e r l i n, 25. Aug. (DRV.) Amtlich wird mit- geleitt: Mit Rücksicht auf die gespannte Lage fällt die auf Sonntag, den 27. August, an- Warnung für die im Ausland befindlichen deutschen Handelsschiffe. Berlin, 25. August. (DNB.) Nachdem die englische Regierung der Oefsentlichkeit gegenüber bereits gestern abend e i ne Reihe von Vorkehrungen als vorbereitende Maßnahmen für den Kriegsfall be- fanntgegeben hat und im Zusammenhang hiermit die englische Schiffahrt Sonderanweisungen erhielt, hat auch die R e i ch s re g i e r u n g die im Auslande befindlichen Handelsschiffe entsprechendgewarnt. Annahme von Anzeige» kür die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 60Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereindg.25°/„ mehr. Lrmätzigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei. gen, Bäder-, Unterrichts- il behördlicheAnzeigenSRpf. Mengenabschlüsse Staffel B ififju? Elchen Handstreiches auf das wichtige deutsche Industriegebiet rechnen muß. Man ist auf polnischer Seite ftstn so siegessicher frech geworden, daß die polnischen Soldaten „versehentlich" in voller Aus- r n ft u n g b i e Grenze überschritten, so daß einige von ihnen von den deutschen Grenzbehör- Panikstimmung in Warschau. Verschärfter Luftschutz. - Zunehmende Lebensmittelknappheit durch wilde Hamsterei. - Die Juden nützen die Saison. gesetzte _ Die Ansprache des Oberbefehlshabers des Stockholm, 26. Aug. (DNB. - Funkspruch.) .Aftonbladet", das schon vor zwei Tagen eine eindringliche Warnung an die Adresse Englands und Frankreichs gerichtet hatte, nicht die ganze Welt ins Unglück zu stürzen, spricht am Freitag unter deutlicher Anspielung auf die Verantwortung Englands eine noch deutlichere Sprache. Der mililärische Mitarbeiter des Blattes richtet einen ernsten Appell an die Vernunft der leitenden Männer in den westeuropäischen Staaten der in den Sätzen gipfelt: „An Stelle einer sachlichen Prüfung und einer Untersuchung der nackten Tatsachen, so unangenehm diese auch sein mögen, sucht man in England b i e öffentliche Meinung irrezuführen Man hat den Eindruck, daß dunkle Kräfte dahinterstehen. Eine bestimmte Methode wird dabei verfolgt. Oder will man Rußlands entscheidenden Einfluß unterschätzen? Ebenso eifrig wie man früher Rußlands Bedeutung hervorhob, ebenso eifrig will man sie heute verleugnen. Regierung, Parlament und Presse in England sind einig in dem Streben, das Volk zum Kampf zu rufen, der in einer Riederlagie enden muß. Das ist die Situation des Tages. Wenn das ungehindert weitergeht, fo führt das zu einem Krieg, der für feine Urheber sehr schlecht ausgehen wird? _ Dieses Bild spiegelt das herzliche Einvernehmen wider, mit dem in Moskau der Konsultat ons- unb Hidjiangriffspatt zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunwn unterzeichnet wurde. Wan sieht von links: Reichsauhenminister non Ribbentrop, U"t-rst°a1sl-kr (3 Stalin und AubentoumMr Wolotöw,(Scherl-Bllderdrenjt.) „Ein siegreicher Kamps gegen die Achse hoffnungslos". Schwedischer Militärfachmann mahnt die Westmächte zur vernünftigen Beurteilung der Lage. - Wird Hydz-Smigly seinem Volke die Wahrheit sagen? "Ur. । a-, W QNl! )t ms I ieii(, nbeip 100 j. en *1 - j Drohungen und Mißhandlungen wurden neben Frauen und Greisen jetzt auch Kinder zu Schanzarbeiten gezwungen. Bei herz- lanih gelang es einigen Flüchtlingen, große Teiche, durch die die Grenze geht, zu durch- waten. Sie kamen am Freitagnachmittag völlig erschöpft und müde über die Grenze und berichteten von ihren INihhandlungen, die deutlich Spuren an ihrem Körper zurückgelassen haben. Aus den Städten Freisiadt, Karwin und Oderberg find auch die letzten polnischen Zivilbehörden abgezogen. Sie haben in aller Eile ihre Akten auf Lastautos ins Innere transportiert. Die polnische Brandfackel. Berlin, 25. August. (DNB.) Durch übereinstimmende zuverlässige Meldungen aus polnischen Grenzgebieten und durch neue Aussagen polnischer Deserteure steht nunmehr einwandfrei fest, daß die Polen UeberfäUe auf deutsches Gebiet beabsichtigen. Die Truppenzusammenziehungen und militärischen Vorbereitungen der Polen tragen keineswegs defensiven Charakter. So wurden an' I 0 30 h I v h out te W- onen ? gen K aslF ilidp jentbri pro?- - ilten" W' ngemj auf K M - qejft- w isiadl • 128 lugen; und \ 30-f chl-h"' ie Kl Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oderhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Sichen. Schriftleitung und SeschöstLftelle: 5chulftratze 7 Warf o- Wuchers mit Zucker. Mehl und anderen cebensmittein angetlagl werden. Zedoch durfte diese Maftnahme kaum den beabsichtigten Zweck erreichen, denn einmal ist d i - t a m ife r e i eine allgemeine Erscheinung geworden und Hal ,u der immer mehr fühlbaren N e r k n a v p u n g d e r L e b e n s m 111 e l gesührl, und ,um anderen treibt d,e Korruption so üppig Blüten, bafi auch gegen Wucher nur äußerst selten eingeschrillen wirb. Denn nur die f(einen Diebe werden in Polen gehängt — die großen läßt man laufen. fr » ( B. 5*,. bm entwaffnet und interniert wurden. Der Bahnhof O d e r b e rg ist vollkommen ver- stkpft. Einmal liegt dies an den Massenaus - Wanderungen von Flüchtlingen, vor 2em Juden, die sich noch rechtzeitig aus dem Haube machen wollen, und durch die Truppen- iii b Munitionstransporte der polnischen Militärbehörden, die versuchen, aus Krakau noch Prstärkungen heranzubringen. Andererseits aber Wchen sich die Folgen der Raubpolitik der Polen ttmerfbar, die die Gleisanlagen des güterbahvhofs abmontieren und neben tzn Schienen sogar die Schwellen in das Landes- imere verschleppt haben. Daß dabei auch das ge- stnte rollende Material verschwunden ist, bedarf ii den polnischen Jnsurgentenmanieren keiner be- ßrderen Erwähnung. Ostoberschlesien gleicht einem Heerlager. Man hat im Grenzgebiet die gesamte Zivilbevölkerung gewaltsam entfernt. Polnische Insurgenten und andere Verbrecher- ypcn sind zu „Hilfspolizei" eingefeht worden, »ie Volksdeutsche und tschechische Bevölkerung n'ßhandlen. In Reu-Oderberg hat man Ge- chühe in Stellung gebracht und ge- , ifarnf, die nach den Aussprüchen von polni- chen Offizieren zu einem Feuerüberfall auf Mährifch-Ostrau und Wilko- wih eingefeht werden sollen. Ebenso konnten in Ober berg F1 akge - stütze festgestellt werden. In der Ortschaft Sir- acon ist eine Flakbatterei in Stellung gebracht corben. Teschen ist Hauptumschlagplatz für die kuppen gerworden, die gegen das Protek- t»rat aufmarschiert sind. Teilweise sieht man auf den Straßer von Teschen auch westwärts Trup- p nteile kriegsmäßig gegen die Grenze narfchieren. Sämtliche Straßenübergänge Zwisten Ostschlesien und dem Protektorat sind ver- jfrirft verbarrikadiert worden. Gleichzeitig mitten die Unterminierungen fortgesetzt. Die Bergwerksverwaltungen in Schlesien erhielten Befehl, Verzeichnisse jener Arbeiter anzufer- tiien, die sich nicht zur polnischen Nationalität be- kcint haben. In Oderberg und im Freistaedter Be- zrk wurden alle Kraftwagen für Mili- iirz wecke beschlagnahmt. Die elektrische öraßenbahn von Wirbitz nach Neu-Oderberg fährt llichts nur noch ohne Licht. Den Flüchtlingen ist es jetzt fast über- Haupt nicht mehr möglich, die rettende Grenze |u erreichen. Die polnische Kriegshysterie äußert sich in wilden Schießereien an der Grenze, wobei die Bevölkerung im Protektorat iäußersier Gefahr ausgesetzt ist. Rach wie vor «wird über all an dem Ausbau der Befeftigun- gen gearbeitet, hierbei sind unter stärkster Bewachung vor allem Tschechen eingefeht. Unter polen zum Angriff bereu. Starke polnische Truppenzusammenziehungen im Olsagebiet. — Ostoberschlesien ein Heerlager. — Frauen und Kinder zu Gchanzarbeiten gepreßt. — Geschütze zum Feuerüberfall auf die Grenzstädte in Stellung gebracht. V'i Zernsprechanschlüffe ju: ■ guter Sammelnummer 2251 tnil Inschrift für Drahtnach» pchten: Anzeiger Gießen (rjchemi täglich, außer Sonntags und Feiertags eilagen: Die Illustrierte iießener Familienblätter jcimat im Blld • Die Scholle monats=Bc$ugsprets: llit 4 Beilagen RM. 1.95 hne Illustrierte e 1.80 ustellgebuhr . . , -.25 uch bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern ifolge höherer Gewalt Italien für jeden Kall gerüstet. Zwei weitere Jahrgänge einberufen. Rom. 25. Aug. (D3tB.) Die I a h r e s t l a s f e n 1903 unb 1913 sind als Vorsichtsmaßnahme f ü r den 3. September einberufen worden. Damit befinden sich nunmehr, abgesehen von den Spezialisten verschiedener Jahrgänge. 12 Jahres- klassen des Heeres unter den Waffen. Die Marine und die Luftwaffe haben bereits feit dem 21. August ihre volle Kriegsstärke fast erreicht. Auch die f a s ch i st 1 s ch e Miliz Hal 38 Bataillone unter die Waffen gerufen. * Die Einberufung zwei weiterer Jahresklassen wird von der römischen Presse als eine durch die erhöhte Kriegsgefahr bedingte Vorsichtsmaßnahme bezeichnet. „Giornale d'Jtalia" erklärt unter der Ueberschrift „Worte und Taten", was die lange Rede Chamberlains anbelange, so könne seine scheinheilige Methode niemanden mehr darüber Hinwegtäuschen, daß England in Wirklichkeit nur seine eigenen imperialistischen Interessen verteidige. Das provokatorische pol« nische Vorgehen stelle geradezu eine krasse Verletzung des Danziger Statuts dar. Einen ebenso krassen Rechtsbruch begingen Frankreich und Großbritannien mit der Unterstützung, die sie Polen bei seinem rechtswidrigen Vorgehen zuteil werden ließen. Diese Tatsache müsse heute genau fixiert werden, denn sie lasse die wahren, wohl durchdachten offensiven Absichten der Einkrei- ungsmächte klar erkennen. Italien ist auch in diesem ernsten Augenblick im Vertrauen aufl seinen Geist und seine Macht ruhig und gefaßt. Seine von Mussolini geleitete Außenpolitik beruhe auf der Achse und auf der Verteidigung der italienischen Interessen, die, wenn sie auch in London und Paris noch ignoriert würden, doch anerkannt werden müßten. Roosevelts sogenannte „Votschaf- t e n", so erklärt das Blatt ferner, seien nichts als eine Wiederholung des bekannten Manövers vom April d. I. Indem Roosevelt seine bekannten „Botschaften" außer an Polen nur noch an Italien und Deutschland gerichtet habe, habe er wiederum den beiden Achsenmächten die Verantwortung für die europäische Lage zuschieben wollen. Die Verantwortung laste aber in Wirklichkeit schwer auf den imperialen Demokratien, den Urhebern der Einkreisungspolitik. Unter der Schlagzeile „Die Stunde der Entscheidungen, der Kreuzzug der Gerechtigkeit" schreibt die „Sera", die Herausforderungen Polens und seine Unterstützung durch England und Frankreich gestaltet die Lage Europas äußerst kritisch. Kein törichter Versuch, die autoritären Staaten zu überfallen, werde die Revision und Gerechtigkeit aufhalten. Die Engländer und Franzosen seien die heuchlerischen Komplicen von Warschau, ja seine Auftraggeber. Eine Mahnung Englands und Frankreichs an Polen hätte genügt, um den Konflikt zu vermeiden. Die Verantwortung falle auf diejenigen Regierungen und ihre Komplicen, die Warschau zum Ausgangspunkt ihres ideologischen Krieges gemacht hätten. Italien erschrecke nicht. Italien hoffe, daß der Krieg im letzten Augenblick vermieden werden könne. Wenn es aber zum Kriege komme, werde Italien sich bis zum Siege der Gerechtigkeit und Ehre an die Seite des verbündeten und befreundeten deutschen Volkes stellen. Aus des Bessers Schneide. Die „Stampa" schreibt, die sich überstürzenden Ereignisse sprächen für sich. Da.von den beteiligten Mächten Polen, Frankreich -und England kein Schritt unternommen werde, der die Möglichkeit eines wahren Friedens ermögliche» erwarte man von Stunde zu Stunde, daß das Schicksal seinen Lauf nehme. Die Vorschläge Roosevelts seien unausführbar zur Lösung einer solch verwickelten Frage wie Danzig und Korridor, die zudem nur eine Seite der schweren Krise darstellt, die in 20 Jahren voller Ungerechtigkeiten entstanden sei. Es sei ein Einlenken der für diese Ungerechtigkeiten verantwortlichen Staaten nötig, aber London und Paris blieben taub, heute stehe die Entscheidung auf des Messers Schneide. Der Aiederbruch des Pfundes. Verwirrung an den internationalen Devisenmärkten. - Flucht in die Sachwerte. In einer poMsch und wirtschaftlich gleichmäßig kritischen Zeit hat England das Davonrutschen seiner Währung gestatten müssen. Am Freitag sank das englische Pfund um w e it e r 6 v. h., nachdem es eine ähnliche Wert- vermindenmg bereits in den „Münchener Tagen" erfahren hatte. Der gesamte Wertverlust des Pfundes beträgt also 12 v. h. seit einem Jahre. Der englische Währungsfonds hat offenbar aus Mangel an Mitteln jede Stützung aufgegeben. In einem amtlichen Kommuniquä wird erklärt, daß Groß- dritannien nicht in der Lage ist, weitere Goldmittel zur Stützung des Pfundkurses freien geben, um im Falle kriegerischer Verwicklungen über die notwendige Kaufkraft zu verfügen. An den Märkten wurden diese Nachrichten als Zeichen dafür ausgenommen, daß die mit der Steigerung der Bankrate Nicht verhütete Flucht aus dem englischen Pfund weitergeht und daß eine forcierte inflationistische Entwicklung bevorsteht, deren Auswirkung sich in ganz kurzer Zeit m der ganzen britischen Wirtschaft bemerkbar machen muß. Die am 24. August verkündete Erh öhun g des englischen Diskontsatzes auf 4 v. h., die durch Erhöhung der Verzinsung einer Anregung für ausländische Gelder zum weiteren Verbleiben in englischen Banken darstellen sollten, war glattweg ein Schlag in s Wasser. Amsterdam mel- bete am Freitag: „Pfunde sind so gut wie unverkäuflich, ebenso französische Francs." Der Dollar notierte in Amsterdam am Freitag mit 1,87 (am Vortag 1,86VH und war zu diesem Kurs stürmisch gefragt. Alle anderen Valuten waren angeboten. Das Pfund notierte gegen elf Uhr mit 8,65 Gulden (am Vortag 8,71V«). Umsätze wurden nicht gemeldet. In den skandinavischen Ländern hat der Pfundsturz ebenfalls größte Bestürzung hervorgerufen, weil die skandinavischen Länder der Sterling-Währung „angehängt" sind. Stockholm hat am Freitag das Devisengeschäft geschlossen und wird auch am 26. August keine ausländischen Zahlungsmittel handeln. Die englischen Staatsschuldverschreibungen sind im weiteren Absinken, dagegen werden Weizen und Gummi in London höher notiert. Auch die Kurse von Industrie-, Kohlen- und Del» aktien sowie anderer Sachwertmittel beginnen sich bereits scharf nach oben zu bewegen. Durch die Diskonterhöhung ist England des Vorteils des „billigen Geldes" verlustig gegangen. Die eindringlichen Bitten Chamberlains, Gold- und Devisenkäufe zu vermeiden, sind wirkungslos verhallt. In England befinden sich noch erhebliche Fluchtkapitalien, die jetzt schleunigst die Gefahrenzone zu verlassen suchen. Eine Voraussicht über die noch bevorstehenden Erschütterungen des Pfundes ist deshalb unmöglich. Den Zustand der Pariser Börse umschreibt das galgenhumorige Wort: „Schlecht, aber nicht katastrophal." Die Berliner Börse ist fest. die kollektive Sicherheit. Aber immer deutlicher ent- puppten sich die eingeschworenen Pazifisten in Paris und London als ärgste Kriegshetzer, die ihrem Imperialismus aus reinen Opportunitätsgründen ein pazifistisches Mäntelchen umhängten. Moskau erkannte mehr und mehr die ihm zugedachte Rolle, für die reaktionären Mächte in ihrem Kampf gegen eine vernünftige Neuordnung Europas durch Beseitigung der Ungeheuerlichkeiten von Versailles die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Die Erfahrungen mit Spanien uyd der Tschecho-Slowakei schließlich haben gewiß nicht verlocken können, eine Politik fortzusetzen, die Moskau nichts als Enttäuschungen eingetragen hat. Auch in den letzten sich monatelang hinziehenden Verhandlungen in Moskau, die von dem Bemühen der Westmächte getragen waren, die Sowjetunion in die Einkreisungsfront einzubeziehen, wurde die Unaufrichtigkeit der demokratischen Politik offensichtlich. Man wollte zwar die ungeheuren Reserven Rußlands vor den eigenen Kriegswagen spannen, selbst aber scheute man vor Uebernahme irgendwelcher Der- plichtungen zurück. Der rein imperialistische Charakter der „Friedensfront" blieb auch hinter den heuchlerischsten Phrasen britischer Friedensapostel nicht länger verborgen. Man hat im Kreml aus dieser Erkenntnis mit bemerkenswerter Entschlossenheit die Folgerungen geigen. Der Sturz Litwinows und die Uebernahme des Außenkommissariats durch Molotow, den Vorsitzenden des Rats der Volkskommissare bedeutete bereits die entscheidende Wende, ohne daß man dies freilich in Paris und London begriffen hat, obwohl Stalin selbst in der Kritik an den diplomatischen Methoden der Demokratien kein Blatt vor den Mund nahm. Die Ueber- prüfung der weltpolitischeen Lage ergab, daß Rußland kein Interesse daran haben könnte, sich in die Einkreisungsfront der autoritären Mächte verstrickt zu sehen. So war auch in Moskau die Zeit reif für den Versuch, das deutsch-russische Verhältnis zu bereinigen und damit zu außenpolitischen Traditionen zurüzulenken, die mehr als ein Jahrhundert hindurch von beiden Völkern als die besten Bürgschaften zur Erhaltung des Weltfriedens betrachtet worden find. Der deutsch-russische Nichtangriffs- und Konsultationspakt vom 23. August leitet einen neuen Abschnitt in der Geschichte beider Völ- ter ein und schafft darüber hinaus eine ganz neue weltpolitische Situation. Der Pakt, der mit der Un« terzeichnung in Moskau bereits in Kraft getreten ist, geht von jenem Neutralitätsvertrag vom 24. April 1926 aus, der den Zweck hatte, Deutschland, das soeben mit den Westmächten die Locarnvver- träge geschlossen hatte und der Genfer Liga bei* getreten war, aus einem etwa gegen die Sowjetunion gebildeten Angriffsblock herauszuhalten. Der neue Pakt geht weit darüber hinaus. Er verpflichtet in feinem ersten Artikel beide Vertragspartner, sich jedes Gewaltaktes, jeder aggressiven Handlung und jedes Angriffs gegen einander sowohl einzeln als auch gemeinsam miteinander zu enthalten. Weitere Artikel ergänzen diese Verpflichtung dahin, daß die Vertragspartner auch feine dritte Macht unterstützen werden, die kriegerische Handlungen gegen den einen der vertragsschließende Teile planen und sich auch nicht an Mächtegruppierungen beteiligen werden, die sich mittelbar oder unntittel- dar gegen den anderen Vertragspartner richten. Die aktuelle Bedeutung gerade dieser Vertragsbestimmungen wird deutlich. Die klaren Formulie- rangen erlauben keinen Zweifel, und vergebens werden die Freunde Polens die erhoffte Klausel suchen, die eine vorzeitige Auflösung des Vertrages ermöglicht, wenn einer der beiden Teile in einen kriegerischen Konflikt Mit einem gemeinsamen Nachbarn gerät. Damit ist es nichts, es gibt keine Hintertüren in diesem Dokument, das in allen Punkten von größter Aufrichtigkeit diktiert ist und für keinerlei Vorbehalte Raum gibt. Aber es ist nicht nur eine eindeutige Absage Rußlands an die Bestrebungen der demokratischen Einkreisunassront, sondern bringt in dem Beschluß, künftig fortlau- send durch gegenseitigen Meinungsaustausch Miteinander in Fühlung zu bleiben, den Wunsch nach enger Zusammenarbeit zum Ausdruck, die bereits in früheren Zeiten sich überall dort, wo gemeinsame Interessen berührt waren, für beide Völker außerordentlich fruchtbar und segensreich ausgewirkt haben. Man erinnert sich, daß die Geschichte der deutsch- russischen Abmachungen bis in das Jahr 1762 zurückreicht, also in das letzte Jahr des Sieben« jähriaen Krieges, als nach dem Tode der Kaiserin Elisabeth ihr Nachfolger Zar Peter III. nicht nur mit Friedrich dem Großen Frieden schloß, sondern ihm auch Hilfstruppen zur Verfügung stellte. Ein halbes Jahrhundert später, am 27. Februar 1813, kam bann das deutsch-russische Bündnis gegen den ersten Napoleon zustande, das die Befreiungskriege einleitete, Deutsche und Russen in zahlreichen Schlachten Seite an Seite sah und den Zusammenbruch der Herrschaft des Korsen zur Folge hatte. Die in den Befreiungskriegen geschlossene Freundschaft Mit Rußland blieb bas bestimmende Moment der preußischen Politik bis zum Ende des Jahrhunderts. Welchen Wert auch Bismarck auf ein vertrauensvolles Verhältnis zu Rußland legte, ist noch in aller Erinnerung. Am 18. Juni 1887 schloß er mit Rußland jenes Abkommen, bas als Rück- Versicherungsvertrag neben dem Bündnis Mit Oesterreich-Ungarn und Italien in die Geschichte eingegangen ist. In diesem Vertrag sicherten sich beide Partner wohlwollende Neutralität zu, falls einer von ihnen von einer dritten Macht angegriffen werbe. Trotz russischer Bereitwilligkeit wurde nach dem Sturz Bismarcks der Vertrag im Jahre 1890 von Caprivi, auf Rat Holsteins, nicht erneuert, weil dieser meinte, das Reich sei stark genug, um der Anlehnung an Rußland entraten zu können. Damit war eine wichtige Masche in dem Bündnisnetz gelockert, bas Bismarck feinen Nach- folgern hinterlassen hatte. Bismarck hat es lebhaft beklagt, daß unter ihren Händen der Draht nach Rußland riß und der Alpdruck der Koalitionen, der die Sorge seiner schlaflosen Nächte gewesen war, seine Epigonen so wenig beunruhigte. Damals bahnte sich Frankreichs Annäherung an Rußland an, die 1891 zum Bündnis führte, es war der Grundstein zur Entente des Weltkrieges T i r p i tz , der Begründer der deutschen Dor- Kriegsflotte, ein Staatsmann von klarem politischem Weitblick, hat von dieser deutsch-russischen Entfremdung und der Eingliederung Rußlands in die Einkreisungsfront Eduards VIL gesagt: „Ich weiß nicht, ob die Weltgeschichte ein Beispiel größerer Verblendung kennt, als die gegenseitige Vernichtung der Deutschen und Russen in majorem gloriam der Angelsachen". Nach dem Weltkrieg trat Deutschland wieder in Zusammenhang mit der Konferenz von Genua zu Rußland in nähere Beziehungen. Es war für die in Genua versammelten Staatsmänner eine ähnliche Ueberraschung, wie ihnen der Pakt vom 23. August 1939 bereitet hat, als am 16. April 1922 der Vertrag von Rapallo bekannt wurde. Auch synst enthält er eine interessante Parallele zur. Gegenwart. Denn er verhinderte die Eingliederung Rußlands als Reparationsgläubiger in die Front von Versailles, was die Entente dadurch zu erreichen trachtete, daß sie die russischen Entschädigungsansprüche auf Deutschland abzuwälzen suchte. Im Vertrag von Rapallo verzichteten beide Partner auf Ersatz der beiderseitigen Kriegskosten und zogen damit der Entente den Boden unter den Füßen fort. Den weiteren Vertrag vom 24. April 1926 haben wir schon erwähnt, er ist der Ausgangspunkt des neuen Paktes, der Bismarcks klassische Konstellation wiederherstellt, die zu verhindern das wichtigste Ziel der englischen Europapolitik seit 1890 gewesen ist. Immer wieder und wieder haben mir den Engländern klar zu machen versucht, daß bei vernünftiger Abgrenzung unserer Interessen es kein Problem geben könnte, das Anlaß zu einem zweiten Waffengang zwischen den beiden Völkern werden müsse. England hat als einzige Antwort nur seine Einkreisungsbemühungen verdoppelt unb sich blind aller möglichen Folgen seiner sturen Politik verschlossen. Den deutsch-russischen Gegensatz hatten die englischen Politiker so selbstsicher als konstante Größe in ihre Berechnungen eingesetzt, daß sie nun aus allen Wolken fielen, als die deutsch-russische Verständigung bekannt wurde. Aber es hat nicht den Anschein, als ob man in London begriffen hätte, daß die durch den Moskauer Pakt vom 23. August geschaffene neue weltpolitische Situation der englischen Politik noch eine vielleicht letzte Chance gebe, aus der Sackgasse wieder heraus zu kommen, in die sie das Britische Reich und fein französischer Verbündeter mit ihrer voreiligen Garantie für Polen hineinmanövriert hat. Die Blankovollmacht, die man den Polen erteilt hat, hat diese zu wahren Orgien des Größenwahns aufgestachelt. Aber vor allen Schändlichkeiten der Polen gegen das Deutschtum in den Grenzprovinzen, den frechen Provokationen des deutschen Nachbarn, der unerträglichen Belastung der Lage durch die polnischen Mobilmachungsmaßnahmen verschließt man in London die Augen, finden englische Staatsmänner nur salbungsvolle Phrasen, die für die Polen nur eine neue Aufforderung sind, die Spannung Zum Aeutzersten zu treiben. Früher hat man in England über die Polen einmal anders gedacht Der ehemalige Ministerpräsident Lloyd George heu^c einer der fanatischsten Hasser des national- sozialistischen Deutschlands, erklärte vor genau zehn Jahren im Unterhaus. „Elsatz-Lothringen bat den letzten Krieg in Europa hervorgerufen. Polen hat folgende Elsah-Lothringen: Ostgalizien, Weißrußland, Wilna, den Korridor und Schlesien.' Aber noch ist es nicht zufrieden. Es will als sechstes Elsaß-Lothringen Danzig hinzufügen. Im Augenblick erobert es Danzig durch Maueranschläge. Aber es ist nur ein Anfang. Die wirkliche Gefahr für den europäischen Frieden ist die Tatsache, daß sich von den 27 Millionen Menschen in Polen 9 Millionen — Russen, Litauer, Ukrainer und Deutsche — durch die Gewalt der Waffen heute in Polen befinden, die meisten von ifynen trotz dem Einspruch des Völkerbundes und des Obersten Rate Bildet sich etwa irgend jemand ein, daß dieser Zustand von Rußland und Deutschland, wenn diese beide wieder zur Macht gekommen sind, akzeptiert werden wird? Wenn aber dieser Augenblick kommt, was wird b i e englische Stellung fein? Ich hoffe, baß wir niemals den Gedanken der Schiebsgerichtsbarkeit auf diese mit Explosivstoffen geladenen Verträge in Osteuropa und auf die Anerkennung dieser polnischen Annexionen anwenden werden." So weit Lloyd George vor zehn Jahren. Heute hält England seine Hand über dies selbe Palen und sucht durch seine Garantie diese polnischen Annexionen zu schützen, obwohl die englischen Lebensinteressen heute wie vor zehn Jahren weitab von den osteuropäischen Dingen liegt, in die es sich einmischt. So fällt auf die englischen Staatsmänner, die trotz allem Dor- gefallenen an ihrer Garcmtiep'olitik Polen gegenüber festhalten, die volle Verantwortung für alle Folgen, die aus dem Abenteuer, in das Polen sich zu stürzen im Begriff ist, entstehen. Fr. W. Lange. Holland trifft vorsorgliche Mahnahmen A m ft e r b a m , 25. Aua. (DNB.) In Hollanb sind eine Reihe von Vorsorgemaßnahmen getroffen worden. So würben di e großen Museen geschlossen und gegen englische lieber« fälle aus der Luft durch Sandsäcke geschützt. Verschiedene niederländische Schiffe haben den Auftrag erhalten, über Stagen bie Oft fee z u verlassen. Nach Mitteilung des Kommandanten des ßuftDerteibigungsfreifes Amsterdam sind gestern abend alle Flakbatterien um Amsterdam i n Stellung gebracht worden. Allgemein wird gehofft, daß trotz der drohenden Lage England die Dinge nicht überspitzen wird. Beim „Mann auf der Straße" herrscht die Auffassung vor, Deutschland und Rußland müßten die polnische Angelegenheit regeln und England solle sich nicht in Dinge mischen, die es nichts angeht. Der holländische Regierungspressedienst teilt mit, daß verschiedentlich im Auslande Auffassungen verbreitet worden seien, die Zweifel an dem unbeug- jamen njeberländij chen Neutralitäts- Bekanntmachung der Reichsbahn. Am Bahnhof Gießen ist folgende Bekanntmachung durch Anschlag veröffentlicht worden: Aus betrieblichen Gründen muh in den nächsten Tagen die Zahl der Züge vermindert werden. Der eingeschränkte Fahrplan der Reisezüge wird durch Aushang bekanntgegeben. Bom 2 7. August 1939ablbllhr hat keine Privat, person mehr Anspruch auf Beförderung. Die Reichs, bahnverwaltung übernimmt keinerlei Ge. währ für Weiterbeförderung der Rei. senden zu den auf der Fahrkarte bezeichneten Zielbahnhöfen. Die Beförderung von Privatgütern wird von sofort ab nur noch in beschränktem Um. fange zugelassen. Die näheren Bestimmungen übet die Annahme sind in einem besonderen Aushang veröffentlicht. Die Lieferfristen sind aufgehoben. Nähere Auskünfte erteilen die Bahnhöfe. willen erweckt hätten. Hierzu liegt nicht bie geringste Veranlassung vor. Die Niederlande würden im Falle eines bewaffneten Konfliktes ihre Neutralität, auch in der Luft, uneingeschränkt mit allen verfügbaren Mitteln behaup. t e n. England steift den Polen erneut den Rücken. Englisch-polnisches Abkommen unterzeichnet. Landon, 25. Aug. (DNB.) „Preß Association* berichtet, daß ein Abkommen zum gegenseitigen Bei» stand zwischen Großbritannien und Polen am Frei* tagabenb im Foreign Office von Außenminister Lord Halifax und dem polnischen Botschafter in London Raczynski, unterzeichnet worden sei. Das Abkommen bestehe aus acht Artikeln, in denen die Umstände festgelegt seien, unter denen die 93er» tragspartner s i ch gegenseitige Hilfe lei» ft e n wollten. In einer Erklärung des Foreign Office über diese dritte Blankovollmacht der Briten an die Polen.innerhalb kurzer Zeit heißt es, es sei für beide Regierungen ein Grund zu lebhaftester Genugtuung, daß die Verhandlungen für das vorliegende Abkommen „so schnell und zufrie» denstellend" abgeschlossen worden seien. Diplomatische Gespräche in Paris Paris, 26. Aug. (Europapreß.) Außenminister B o n n e t hat am Freitagnachmittag den englischen Botschafter in Paris, Sir Erie Phipps, den belgischen Botschafter Le Th e 11i e r und den rumänischen Botschafter Tatarescu empfangen. Bonnet hatte ferner Unterredungen mit dem russischen Botschafter S u r i tz unb dem amerikanischen Botschas- ter Sui litt. In der Beurteilung der außenpolitischen Lage hat sich am Freitag keine 2Ienberung ergeben. Der Abschluß des Paktes von Moskau veranlaßte bie französischen amtlichen Stellen, ihre bisherige Einstellung gegen bie französische Kommunistische P a r t ei zu ändern, vo wurde am Freitagnachmittag das kommunistische Nachmittagsblatt „Ce Soir" beschlagnahmt und eine umfassende Haussuchung der Polizei am Sitz der Kommunistischen Parteizentrale durchgeführt. Lebhafter Betrieb in der Downiugstreet. London, 25. August. (DNB.) In ber Dow» n i n g ft r e e t, in der sich am Freitag wieder eine große Menschenmenge eingefunden hatte, begann bereits frühzeitig ein aufgeregtes Kommen unb Gehen, ßorb Halifax unb Unter» staatsse'kretär Cadogan besuchten aufs neue Chamberlain in seiner Wohnung. Eden sprach als erster im Foreign Office vor und blieb dort Dreiviertelstunde. Innenminister Hoare war der erste Besucher im Buckingham Palast, wo er vom König empfangen wunde. Nach ein» stündiger Unterredung zwischen dort) Halifax und Ministerpräsident Chamberlain ist der Auswärtige Ausschuß des Kabinetts in der Wohnung des Ministerpräsidenten zu einer Sitzung zusammengetreten, um die letzten Berichte der diplo» malischen Vertreter Englands in den verschiedenen europäischen Hauptstädten sowie bie Entwicklung der internationalen Lage in den letzten 12 Stunden zu „prüfen". Der englische Äronrat trat am Freitag unter dem Vorsitz König Georgs zweimal zusammen. Chamberlain hatte eine einftünbige Audienz mit bem König. ♦ Der australische Minnrsterpräsident sagte am Freitag in einer Rundfunkansprache vom Parlament aus, die Zerstörung oder Niederlage Großbritanniens würde Australiens Unabhängigkeit ineineheikle Lage bringen. Australien wolle wirkungsvoll mit den anderen Ländern des britischen Empire Zusammenarbeiten, „damit Großbritannien seine Garantien erfüllen könne". Die EinkreisunqSdelegierten haben Moskau verlassen. Moskau, 25. Aug. (DNB.) Kriegskommisstk Woroschilow empfing heute gegen 13 Uhr di« Leiter der englischen unb f r a n 3 ö f i f d)«n Militärbelegation. Woroschilow teilte btt Delegationsleitern kurz mit, baß sich nach Abschluß des Paktes mit Deutschlanb weitere Verhandlungen erübrig t e n. Zehn Minuten nach ihrer Ankunft verließen bie ausländischen Offiziere bereits wieder den Krieaskornrnisfar. Die englische und französische Militärmission hat am Freitag in später Nachtstunde Moskau in Richtung Lenin« grab verlassen. Der Oberste Sowjet zur Paktratifizierung einberufen. Moskau, 25. Aug. 1 iin“ Jß||l 'S L eulf! l< «v H'S l«l Zruialer polnischer Massenmord bei Lodz. DaschinengewehrfeueraufzumMiliiärdienst gepreßteVottsdeuischeundilkrainer Kleine politische Nachrichten. P a p st Pius XII. richtete am Donnerstagabend über den Rundfunk einen Friedensappell an die Welt, der von mehreren europäischen und außereuropäischen Sendern übernommen wurde. In seiner kurzen Ansprache setzte sich der Papst mit ernsten Worten für die Erhaltung des Friedens ein. In Vertretung des abwesenden Staatsministers und Chefs der Präsidialkanzlei des Führers sprach Geheimrat Hinrichs bei der bolivianischen Gesandtschaft vor, um das Beileid des Führers zum Ableben des bolivianischen Staatspräsidenten German Busch zum Ausdruck zu bringen. Die KairoerPolizei bezog wie während der Septemberkrise mit Stahlhelm und Gewehr bewaffnet Posten vor öffentlichen Gebäuden. Die Zeitung „Mokkatam" meldet aus Alexandrien, daß die Handelsschiffe der We st Mächte den Befehl erhielten, „sich zu bewaffnen", um sich bis zum Eintreffen der Kriegsschiffe verteidigen zu können. Die Handelsschiffe seien bereits mit Flak und Maschinengewehren bestückt worden. Prinzregent hat den Rücktritt des Kabinetts angenommen und den Ministerpräsidenten Zwetkowitsch mit der Neubildung der Regierung beauftragt. In diesem neuen Kabinett wird auch die Kroatische Bauernpartei vertreten sein. Berlin, 25. Aug. (DNB.) Wie der „Angriff" mldet, ereignete sich am Donnerstagnachmittag i n einem provisorischen Truppenlager bt Lodz ein furchtbares Gemetzel, bei btn 24 Menschen niedergemacht wurden. @o)a 30 Volksdeutsche und mehrere Ukrainer, die m Militär eingezogen worden waren urb mit einem größeren Truppentransport nach Ardpolen befördert werden sollten, weigerten sich, für die Polen in den Krieg getrieben zu wrden. Die Dienstverweigerer wurden daraufhin von ei-em größeren Aufgebot von Gendarmen entwaffnet, von der Truppe abgesondert und außer- Das italienische 35 000 - Tonnen - Schlachtschiff „I m p e r o" wird, wie der Kalender des faschisti- schen Regimes ankündigt, am 29. Oktober d. I. vom Stapel laufen können. Der Bestand der italienischen Flotte an 35 000-Tonnen-Schlachtschiffen wird sich dann auf vier Schiffe erhöhen. 8erlin, 25. August. (DKB.) Freitag mittag mrde Staatssekretär S t u ck a r t, als er sich im reelmähigen Verkehrsflugzeug von der Danziger Rkchtswahrertagung nach Berlin zurückbegab, von bin Polen auf offener See beschossen. Utter 10 Schuh schwerer polnischer Flak krepierten in unmittelbarer Nähe der Verkehrsmaschine DAHIH („Rudolf kleine"). Das Flugzeug befand sich rotit außerhalb des Sperrgebiets der h-lbinsel hela in einer höhe von etwa 1000 Mer, als um 12.47 Uhr von polnischen Kriegsschiffen aus der Feuerüberfall er- fchke. Der Führer der deutschen Verkehrsmaschine, Kgkapitän Rutsch ow, konnte sich nur mit Mhe dem polnischen Feuer entziehen. Außer Soalssekretär Stuckart befanden sich noch Mlniste- rolraf hubrich, gleichfalls vom Reichsinnen- Neuer feiger Lleberfall auf deutsches Verkehrsflugzeug. Staatssekretär Stuckart auf dem Nückflug von Danzig von polnischer Flak beschossen. — Schwerste Verletzung des Völkerrechts durch Polen. Großdeutschlands Nahrungssicherheit Eine ausgezeichnete Getreideernte zu erwarten. Das Ergebnis der Vorschätzung. Maschine krepierten. Die Kabine des Flugzeuges war erfüllt von dem Krachen der Granaten, man sah, wie die Geschosse unter schwarzer Rauchentwicklung krepierten und ihre Splitter umherstreuten. Die Fenster klirrten, man sah die Explosionen so nahe bei der Maschine, daß jedermann sofort den Eindruck hatte, daß die nächsten Salven das Flugzeug treffen müßten. Der Passagiere bemächtigte sich in dem Augenblick des Feuerüberfalls ungeheure Erregung. Die Kinder schrien herzzerreißend auf, als plötzlich das Krachen der Granaten erfolgte. Nur der Besonnenheit der männlichen Passagiere ist es zu danken, daß in dem Flugzeug nicht eine furchtbare Panik ausbrach. der d. I. an schlachtreifen Schweinen 3 Millionen Stück mehr aufzuweisen haben als im Jahre 1938. Drei Millionen Zuwachs, das bedeutet den Gesamtbestand der Schweinehaltung eines Landes wie Rumänien und noch mehr als den Bestand Dänemarks, das 2,6 Millionen Stück nachweist. Die gegenwärtige Verknappung auf dem Fleifchmarkte ist nichts anderes als eine vorbeugende Maßnahme, denn zur Zeit ist soviel an O b st und Gemüse vorhanden, daß sich eine gewisse Einsparung an Fleisch verantworten läßt. Aehnlich ist die Lage bei den Rindern. In Deutschland sind jetzt 800 000 Rinder mehr gezählt als 1932 und sogar 1,4 Millionen mehr als 1913. Diese Steigerung bedeutet so viel, wie der Rinderbestand Ungarns. Das Ergebnis ist um so höher anzuschlagen, als die Maul- und Klauenseuche erhebliche Lücken gerissen hatte. Für die F e t t v e r s o r g u n g ist noch die Menge der Rohstoffe zur Herstellung von M a r g a r i ne wesentlich. Im Vorjahre hat Reichsminister Darrs die Vorräte an Walöl, Pflanzenfetten usw. auf 418 000 Tonnen beziffert. Heute ist diese Menge noch größer geworden. Angesichts der Tatsache, daß der Fleisch- und Fettoerbrauch jahrelang gestiegen ist, wirken diese Mitteilungen erfreulich. Es bleibt selbstverständlich die Verpflichtung der sparsamen Disposition bestehen. Um so höher ist der Erfolg der Erzeugungsschlacht zu bewerten. Aufforderung an die deutsche LandwirlschastzurGelreideernte. Berlin, 25.August. (DRB.) Die diesjährige Getreideernte wird wiederum, wie im vergangenen Jahr, weit über dem Durchschnitt liegen. Das Verfütterungsverbot bleibt aufrechterhalten. Marktordnung und Festpreise sichern die r e st l o s e Abnahme des Getreides bis zur nächsten Ernte. — Die außerordentlichen Getreidevorräte des Reiches und die Schwierigkeiten der Bewegung machen es erforderlich, die Abnahme des Brotgetreides auf einen größeren Zeitraum zu verteil en. Es muh daher auf folgendes hingewiesen werden: 1. Die gesündeste Trocknung überfeuchlen Getreides geschieht durch längere Lagerung im Stroh, also in Diemen oder in Scheunen. Diese Lufttrocknung erhöht gleichzeitig das hl - Gewicht, verursacht keine kosten und liegt daher im eigensten Interesse des Erzeugers. 2. Soweit bei einem Drusch aus der Hocke ein sofortiger Verkauf aus zwingenden betriebswirtschaftlichen Gründen erfolgt — und das wird vor allen Dingen bei klein- und klein st betrieben der Fall fein, die nicht über Speicherräume verfügen —, ist nichts dagegen einzuwenden. 3. Soweit in größeren und Großbetrieben bei ausreichend vorhandenen Speicherräumen stark vom Felde gedroschen worden ist, ist es Pflicht der einzelnen landwirtschaftlichen Betriebsinhaber, möglichst große Teile dieses ausgedroschenen Getreides zunächst s e l b st zu speichern, um im Interesse der geregelten Brotgetreideabnahme jeden Quadratmeter Speicherraum auszunuhen und sich dieses Getreide gegebenenfalls bevorschussen zu lassen. Von der deutschen Landwirtschaft wird erwartet, daß sie diesen Richtlinien aus eigener Haltung Rechnung trägt. Furchtbares Blutbad bei Bielitz Gewehrsalven auf festgenommene Volksdeutsche. die Hakenkreuzfahnen. Nur an der von Polen besetzten W e st e r p l a t t e fehlte der Flaggenschmuck. Stolz glitt das graue Schiff an dem polnischen Hafenteil vorbei, auf dem sich kein Mennsch blicken ließ Die begeisterte Danziger Bevölkerung aber jubelte dem Schiff um so glücklicher zu und begleitete es mit zu seinem Anlegeplatz . Schwere Bombenexplosion in Eoveniry London, 25. Aug. (Europapreß.) Eine Bom- benexplvsion, die fünf Tote forderte, hat sich am Freitagnachmittag in Coventry ereignet. Dre Explosion, deren Ursache bisher nicht feststeht, ereignete sich im Zentrum der Stadt und vernichtete viele Häuser. Ebenso wurden auch zahlreiche Straßenbahnen, Autobusse und Pnvatkraft- waqen beschädigt. Der Schaden geht in die Hunderttausende von Pfund Sterling. Coventry bietet den Anblick einer bombardierten Stadt. Don der Polizei sind zwei Männer und eine Frau verhaftet worden; jedoch ist vorläufig nicht festgestellt, ob es sich bei der Explosion um ein Attentat der irischen Extremisten handelt oder um einen Unglucksfall, der mit den militärischen Maßnahmen in Zusammenhang steht. Die Neubildung des jugoslawischen Kabinetts. B e l g r a d , 25. August. (Europapreß.) Minister- Präsident Zwetkowitsch ist nach Belgrad zu- rückqekehrt und unterrichtete seine Kollegen davon, daß er mit Rücksicht auf die neue Lage dem Regentschaftsrat den G e s a m tr ü ck tr i t t d e s K a b i- netts angeboten habe. Er habe die Regierung mit der Sonderausgabe gebildet, die Grundlagen für die Verständigung mit den Kroaten zu finden. Diese Aufgabe habe er erfüllt. Tht Ruck- sicht aus die neue Lage halte er es daher für notwendig, daß eine neue Regierung a u f b r e i - terer Grundlage sowohl in persönlicher als auch in politischer Hinsicht gebildet werde. Der zig Meter unterhalb des Flugzeuges, genau an der Stelle, an der sich die Maschine bei weiterem Geradeausflug befunden hätte. So hat Flugkapitän Rutschow ein furchtbares Verbrechen buch- stäblich in der letzten Sekunde verhindert. Weit auf die Ostsee hinausfliegend, konnte die Maschine dann langsam wieder Kurs auf das Festland nehmen. Staatssekretär Stuckart hat sich nach der Landung in Berlin-Tempelhof in die Reichskanzlei begeben, um über diesen unerhörten alle Grundsätze des Völkerrechtes ver- letzenden feigen Ueberfall der Polen Bericht zu er- I Hatten. Ministerium, sowie zwölf weitere Flug- gifte in der Maschine. Die Besatzung bestand r.foer dem Flugkapitän aus dem Flugzeugmaschi- tt"(en Oppermann und dem Flugzeugfunker Jells. «Staatssekretär Dr. Stuckart erklärte einem Vertier des DNB. unmittelbar nach der Landung: Irmittelbar nach dem Start steuerte Flugkapitän kitschow weit auf See hinaus, um von Dirnfyerein den Polen feine Gelegenheit zu geben, Zwischenfälle zu provozieren. Vor allen Dingen aMete der Pilot darauf, die Danziger Bucht und te Halbinsel Hela weit außerhalb der e i m e i l e n z o n e und des polnischen Sperrge- bites zu passieren. Trotzdem wurde das Landflug- zag auf offenem Meere von polnischer M a - rne-Flak urplötzlich und ohne jeden Anlaß 'Usrfallartig unter Feuer genommen. Es mir genau 12.47 Uhr, als schlagartig drei Salven fettere Flakgeschosse in unmittelbarer Nahe der'statten. Präsident Roosevelt traf am Donnerstag, nach- dem er seinen Urlaub vorzeitaig abgebrochen hatte, in der Bundeshauptstadt ein und besprach mit Außenminister Hull die europäische Lage. Dor der Ankunft in Washington erklärte Roosevelt Pressevertretern, er werde sich zunächst mit Finanzfragen, amerikanischen Kapitalanlagen in Europa und europäischen Kapitalanlagen in den USA. befassen. Normale Entwicklung der Reichsbank. Berlin, 25. Aug. (DNB.) Nachdem in der vorigen Woche in Anbetracht des Mediobedarfes und des Steuertermins eine Neubeanspruchung bei der Reichsbank eingetreten war, die zu einem Rückgang der Ultimoentlastung von 49,4 v. H. auf 8,4 v. H. geführt hatte, läßt der Ausweis der Reichsbank vom 23. August mit einer Verminderung der Kapitalanlage um 223 Millionen auf 9439 Millionen Reichsmark eine normale Entwicklung in der dritten Augustwoche erkennen. Mit einer Neuabdeckung von 38,1 v. H. beträgt die Entlastung 46,5 v. H. der Ultimospitze. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks sowie Reichsschatzwechseln um 244,9 auf 8140,0 Millionen Reichsmark und die an Lombardforderungen um 9,3 auf 22,2 Millionen Reichsmark abgenommen, während gleichzeitig der Bestand an deckungsfähigen Wertpapieren um 29,4 auf 982,6 Millionen Reichsmark und der an sonstigen Wertpapieren um 1,9 auf 294,4 Millionen Reichsmark zugenommen hat. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen haben um 1,8 auf 27,2 Millionen Reichsmark und diejenigen an Scheidemünzen um 12,9 auf 168,2 Millionen Reichsmark zugenommen. Die sonstigen Aktiva sind um 318,1 auf 1380,5 Millionen Reichsmark gestiegen; hier ist der Betriebskredit in der Berichtswoche wieder in Anspruch genommen worden, vor allem haben sich die Postscheckguthaben sehr stark erhöht. Auf der anderen Seite haben die Girogelder um 90,0 auf 1195,4 Millionen Reichsmark zugenommen; die Entwicklung entspricht dem Verlauf im gleichen Vorjahreszeitraum. Zugenommen haben in erster Linie die privaten Konten, aber auch die öffentlichen sind etwas angestiegen. Der Umlauf an Reichsbanknoten hat sich in der verflossenen Bankwoche um rund 5 auf 8710 Millionen Reichsmark erhöht, während derjenige an Rentenbankscheinen um 2 auf 371 Millionen Reichsmark und an Scheidemünzen um 9 auf 1808 Millionen Reichsmark zurückgegangen ist. Mithin stellte sich der gesamte Zahlungsmittelumlauf am Stichtag auf 10 889 Millionen Reichsmark gegenüber 10 895 Millionen Reichsmark in der Vorwoche, 10 376 am Stichtag des Vormonats und 8117 Millionen Reichsmark zum gleichen Dorjahreszeit- punkt. Der Deckungsbestand an Gold und Devisen hat um 0,2 auf 77,0 Millionen Reichsmark zugenommen. halb des Lagers dicht zusammengetrieben. In die wehrlosen Menschen, die sich weiaerten, etwa gegen ihre eigenen Volksgenossen kämpfen zu müssen, wurde dann ohne weitere Vorstellungen oder Strafandrohungen mit einem Maschinengewehr hineingeschossen. Nach wenigen Augenblicken bedeckten 24 Tote als entsetzliches Opfer dieses polnischen Verbrechens den Boden. Der ungeheuerliche Massenmord hat nicht nur in der deutschen Bevölkerung von Lodz, sondern auch bei der polnischen Bevölkerung selbst einen lähmenden Schrecken heroorgerufen. Der polnische Haß hat den Höhepunkt der Unmenschlichkeit erreicht. Berlin, 25. August. (DNB.) Die „Berliner giuftrierte Nachtausgabe" meHbet aus Mährisch- tftrau: Bei Bielitz richtete eine militärisch bewaffnete Bande polnischer Aufständischer ein ent- fitzliches Blutbad an, das achte Tote und zahlreiche Verletzte forderte. Seit den Aufftändi- scheirkämpfen des Jahres 1921 ist dies der größte Massenmord, den die Polen an unschuldigen Menschen verübten. Dre Aufständischen, die unter Führung eines Poli- ztlsutnants standen, hatten in den frühen Mor- {jinftunben des Donnerstags in Bielitz etwa 25 Volksdeutsche und mehrere Tschechen ai5 den Wohnungen heraus verhaf- t(t, und zwar unter der fadenscheinigen Behaup- hiig, „staatsfeindlicher Umtriebe" schuldig zu fein. den Verhaftungen was es schon zu rohen Sßhcmdlungen und Quälereien gekommen. Die (Befangenen, unter denen sich auch zwei Deutsche im Alter von nahezu 70 Jahren und ein 68jähriger Tscheche befanden, wurden wie eine Herde Vieh auf zwei offenen Lastwagen zusammengepfercht Danzigs einzige Verbindung zum Reid) auss schwerste gefährdet. Ke Zoppoter Kurgäste durch polnische Flak in steter Lebensgefahr. Wie der „Danziger Dokposten" schreibt, hat die vlde Schießerei der Polen auf deutsche Flugzeuge tneut zu außerordentlich ernsten Bedrohungen der ätschen Derkehrsfliegerei geführt, die zur Zeit ne»en dem Seedienst Ostpreußen die einzige 3: rbinbung zum Reich darstellt. Viele * - rgäfte, die sich bis heute noch in Zoppot auf- fü ten, haben die Gelegenheit benutzt und sind ie: te nachmittag mit dem Seedien st schiss rc ch Swinemünde abgefahren, da sie (Icubten, daß ihre Sicherheit vor den polnischen Müssen nicht mehr gewährleistet ist. So herrschte feilte nachmittag ein unbeschreiblicher A n - irong zu dem zur Abfahrt bereiten Schiff des Verdienstes Ostpreußen. Dos Schulschiff „Schleswig- Holstein" in Danzig. klon der Bevölkerung stürmisch begrüßt. Lanzig, 25. Aug. (DNB.) Freitag morgen lief •Her dem Jubel der Bevölkerung Danzigs das kculschiff der deutschen Kriegsmarine „Schleswig- Holstein" in den Danziger Hafen ein. Bis an den ,|o: enausgang waren Taufende dem Schiff ent» pesengegangen und begrüßten es mit begeisterten tel!-Rufen. Die Besatzung des Schiffes war an Sei und winkte der jubelnden Menge mit ihren ^.tzen zu. Die Bordkapelle schmetterte dazu ihre H.rsche. Das Schiff wurde von den beiden Hoch- 'echleppern „Albert Forster" und „Danzig" in in Hafen eingebracht. Auf der ganzen Strecke, die ■Iti Schiff zurücklegte, wehten an Flaggenmasten Berlin, 24. Aug. (DEB.) Nach den von den amtlichen Berichterstattern abgegebenen vorläufigen Schätzungen sind im Deutschen Reich die diesjährigen Hektarerträge für Getreide fast genau o hoch wie die entsprechenden Schätzungen der vorjährigen einzigartigen Rekordernte und somit wesentlich höher als im Durchschnitt der Jahre 1932/37, obwohl in diesem Zeitraum bereits zwei Rekordernten zu verzeichnen waren. Bei Roggen, unserer wichtigsten Brotfrucht, übertrifft der Hektarertrag 1939 den Durchschnittsertrag 1932/37 um 1,7 Doppelzentner; auch der Hektarertrag für Winterweizen liegt mit 22,8 Doppelzentnern über dem Durchschnitt der Jahre 1932/37. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß Winterweizen mit am meisten unter der Auswinterung gelitten hat. Beim Sommergetreide liegen die Hektarerträge durchweg ganz erheblich höher als im Durchschnitt der letzten Jahre. Unter Zugrundelegung der Ende Mai d. I. ermittelten vorläufigen Anbauflächen sind nach den Anfang August abgegebenen Vorschätzungen im Deutschen Reich 26,9 Millionen Tonnen Getreide zu erwarten. Dieser Mehrertrag ist um so höher zu bewerten, als auch d i e Hektolitergewichte nach den vorliegenden Berichten außerordentlich gut sind, sogar besser als diejenigen der vorjährigen Rekordernte. Trotz der Verzögerung des Erntebeginns und mancher örtlicher Schäden infolge der anfänglich ungünstigen Erntewitterung ist also auch in diesem Jahre mit einer mengen» und g ü t e m ä 6 ig außerordentlichen Ernte zu rechnen. Bei der Beurteilung der vorliegenden Schätzungsergebnisse ist zu berücksichtigen, daß diese noch nicht endgültig sind und sich noch auf verhältnismäßig wenig Druschproben ftühen. Nach den vorliegenden Berichten ist das Druscheraebnis jedoch besser, als man nach dem Stande auf dem Halm erwarten konnte. So kann damit gerechnet werden, daß — wie auch schon im letzten Jahre — die endgültigen Ermittlungen des Ernteausfalls erheblich über die ersten vorläufigen Schätzungen hinausgehen werden. Besonders gilt dies für die Gebiete, die, wie z. B. Nord Westdeutschland, stark unter der Trockenheit gelitten haben. In solchen Dürregebieten pflegt erfahrungsgemäß das endgültige Ernteergebnis stets höher zu liegen als ursprünglich angenommen worden war. Aber selbst bei der jetzigen Ernteschätzung würden die zur Verfügung stehenden Getreidemengen völlig aus- reichen, um für das kommende Getreidejahr den Gesamtbedarf an Getreide trotz um etwa 10 v. H. gestiegener Schweinebestände restlos zu befriedigen. Die sehr großen Bestände der nationalen R e - ferne von rund 8,6 Millionen Tonnen zu Beginn der Ernte (Stichtag 31. 7. 1939) brauchen also keineswegs angegriffen zu werden; es kann vielmehr im Gegenteil damit gerechnet werden, daß auch im laufenden Erntejahr die nationale Reserve weiter erheblich vergrößert werden kann. Auch Fleisch- und Fellbedarf sichergefielll. Diese Lage auf unserem Getreidemarkt wird auch zur Sicherung des Fleisch- und Fettbedarfes beitragen, da die Reserven unter Umständen zur Verstärkung der Schweinehaltung herangezvgen werden können. Dabei kann festgestellt werden, daß die Zahl der Schweine schon jetzt erheblich gestiegen ist. Wir werden im Dezem- und aus der Stadt herausgefahren. Auf je etnem Wagen vor und hinter dem Gefangenentransport hockten die Aufständischen mit schußbereiten Gewehren und Pistolen. Etwa 5 km hinter Bielitz mußte die Wagenkolonne halten, da der vorderste Wagen auf der verschlammten Straße ins Schleudern und auf den Ackerrand geraten war. Mehrere der Gefangenen, die anscheinend befürchteten, das Los der meisten Verschleppten teilen zu müssen, benutzten diese Situation, um vom Wagen zu springen und in Richtung auf ein nahes Wäldchen zu entfliehen, eine Verzweiflungstat, die sich blutig rächte. Die Polen gaben auf die Fliehenden und auf die noch auf den Wagen befindlichen Gefangenen mehrere Gewehrfalven ab, und im gleichen Augenblick wälzten sich etwa 15 der Unglücklichen in ihrem Blute. Acht Gefangene, darunter ein Tscheche, waren sofort tot, sieben andere Männer wurden schwer verletzt, davon zwei Volksdeutsche lebensgefährlich. Daß die Passagiere gerettet wurden, ist nur der unerhörten Geistesgegenwart Flugkapitän Rutschows zu danken, der in dem Augenblick, als der feige polnische Ueberfall erfolgte, die Maschine rücksichtslos in die Höhe riß, wobei er gleichzeitig eine Steilkurve nach rechts ausführte und so in Sekundenschnelle das Flugzeug nicht nur aus seiner kursmäßigen Höhe her- ausholte, sondern es auch auf See hinaus abdrehte. Eine vierte Salve der polnischen Batterien explodierte mit rasendem Krachen jetzt nur wenige fünf- Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. VII. 1939: 8855. Druck und Verlag: Brühlsche Universitats- bruderei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mo- natsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzel. Verkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf. mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. 5399 A lte.ern ab Lager oder Derk Eugen Dürr & Co., Gießen Suche Verlangen Sie Prospekte! 572?D Reuausgabe zu 42- Reichsmark GROSSE FRIEDBERGER STRASSE Adreßbuch Stadtkreis und Landkreis Gießen Dr. Nohl Oberhessischer Adreßbuchverlag Gießen von der Reise zurück Schulstraße l Fernsprecher 2251 5731D Auswahl — Preiswert 5635 V FRANKFURT A.:M; DODDELHERZ Scbäfer- hiindin (Wachhund), I a Stammb., z. verkaufen. 04091 Steinstraße 9. MÖBELFABRIK EINRICHTUNGSHAUS leW Ift öi* bette Zeit, organitdie Emenerungßöorgänge erfolgreich öurch die berühmte, ftählenOe Ooppelherz»Kur zu unterböten! Eine Köftlichkeit, eine Wohltat! Damen-Träger- und Kittel-Schürzen für Haus und Garten Berufskittel Morgenröcke in den neuesten Macharten u. Mustern 7-Zimmer- Wohnung Bad, Balkon u. Heizg., Nähe der Üniv.-Biblioth., sofort zu verm. Näheres [5758D A. Becker, Kevlerstraße 9. Vornenmi Geschmackvolll Persönlich / Dfeee drei wetent* liehen Eigenschaften Gut erhaltener Kinderwagen zu verkauf, o-oso Steinstraße 571. Gut emvfohl. Halbtagsmädchen zum 15. 9. oder 1. 10. ges. [04098 Frau H. Fug- hardt, Hinden- burgwall 20. V erkaufsstellen: Drogerie H.Elges, Seltersw. 66. Ludwigsplatz-Drog. Hans Noll. C. Seibel, Frankfurter Str. 0. Winterhof!, Kreuzplatz 9/10. Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17. Engel-Apotheke, Habrich, Marktpl Grünberg: Karl Schott u. sämtliche Filialen. Lanbach: Solms- Laubacher Drog. Karl Klein. 272V Großstädtisch ausgestattetes Nachschlagewerk von 624 Seiten Umfang, mit Stadtkreis Gießen, dd)t Städten und 75 Landgemeinden von mehr als 111000 Einwohnern Stadtplan Gießen einschl. Klein-Linden und Wieseck, ergänzt bis in die letzte Zeit Sorgfältig bearbeitete Anschliffen-, Straßen- und Geschäffsverzeichnisse, Abschnitt über NSDAP., Behörden, Vereine, Standes-, öffentl. Einrichtungen usw. Spiegelschrank zu verkauf. 04072 Am Sandfeld 1 II. 5-Zimmer- Wohnnng Badez., Trockenboden, Bleichplatz, beste freie Lage, 80,- mtl., z. 1.10. zu verm. Schr. Ang. unt. 04100 a.d.G.A. Tanzinstitut Alf Bern F rankt urt a. M., Bockenheimer Landstraße 35 Ruf 75838 Bühnenausbildung Ballett ♦ Step ★ Spitze * Akrobatik für Kinder u. Erwachsene, fürVariete u.Theater VotzvW für 3 erwachsene Personen. Schr. Angeb. u. 04099 a. o. Gieß. Anz. Hausgehilfin im Kochen und allen Hausarb. erfahren,gesucht. VormittagsMe vorhanden. Vorstellung nachm. ab 4 Uhr. 04071 Bankdirektor Bleyer, Georg- Ph.-Gail-Str. 6. Nadel- und Laubholz, Gchnittmaferialien aus eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiefernschnittholz Sperrholz - Isolierplatten — Furniere Hartplatten für Fußboden usw. Ihr neues RunM- Gerät nur von 5729A Radio Kögel Bahnhofstr.39 Fernspr'. 2980 Junge Frau nimmt Heimarbeit an. Schr. Ang. unt. 04086 a. 0. Gietz. Anz. erb. Für 1. September oder später zuverlässiges Tagesmädchen gesucht. 04085 Oberftudiendir. Poevverling, Bismarckstr.40 I. Willen MhktzMsOl Linkes yiuge und Ohr schwarzbr. Vor Ankauf wird gewarnt! Abzugeben: Klinikstr» 21. 6756D Reichsbeamter sucht z. 1. 10. 39 schöne Z-Zimmer- Wohnung Schr. Ang. unt. 04081 a.d.G.A. K.e Schneberger Gießen, Schulstraße 4 5745A Schöne 3-Zimm.- Wohnung zu sofort zu mieten ges. Mietpreis 45-50 Jl. Schr. Ang. unt. 04089 a.d.G.A. Älaftbinen jeder Art repariert sachgemäß Heinrich Wallbott Schlossermeister, Gießen, Löberstraße Nr. 19. Ruf über 3075. btssD Aelteres (eo. besseres) MW» tüchtig u. zuverlässig, in einen gepflegt. 2-Per- sonenhaushalt z. Okt. ob. früher gesucht. [ 04038 Ludwigstr. HL Wil Ein solider Ge- schäftsm., Hausbesitzer, benötigt 3000.-H1I. gute Zinszahlg. u. Amortisation. Schr. Ang. unt. 5730D a.d.G.A. Arn (schwarz) zu verkauf. 04107 Mäusburg 5 I. perfekte Verkäuferin für Lebensmittel - Füialbetrieb gesucht Bewerbung mit Lichtbild, Zeugnisabschriften und Gebaltsansprüchen be, freier Station erbeten an Oskar Beck Berlin SW. 68, Dresdner Str. 50/51 Junge, energische Kinderpflegen« zu 2^rjährig. Jungen zum 1. Okt. gesucht. Hausgehilfin vorhanden. Frau L. Sinket,Frankfurt/M. Fritz-Reuter-Stratze 4. [5753D BECHSTEIN STEINWAY Flügel Pianos die Weltmarken 574 aA Alleinverkauf: o /■* ri r\xj att Bahnhofstraße 76,kein Schaufenster □ VllvllAU Größtes Lager am Platze Wimmer- Wohnung mit Bad- u. Heizung, evtl. Garage, z. 1. Okt. ob. spät, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04102 an ben Gietz. Anz. mäddien kinderlieL. Näh- kenntnisfß erwünscht, zu sofort ober zum 15. September gesucht. 5663V Hausmäbchen vorhanben. Zu erfragen in ber Geschäftsst. bes Gietz. Anz. Geräumige ?-Zimm.Wii m. Bab, Balkon u. Heizg., Fried- richstr. 17, zu verm. Näheres A. Becker, Keplerstr. 9, Teleph. 3804. 5757!) Sümaa, Neu-Jsenourg b. Franks./Mam Tel.708. [ 5634D gepflegt wird. Diese Seife gibt selbst in hartem Wasser vollsahnigen Schaum, der hohe Reinigungskraft entfaltet. Sich mit ihr waschen heißt: wirksame Hautpflege treiben! Sie ist in allen Fachgeschäften zu erhalten, bestintmt bei: Pelikan - Apotheke, Kreuzplatz 2 Drog. Herrn. Elges, Seltersweg 66 Drog. Emil Karn, Schulstrabe Drog. Aug. Noll, Bahnhofstr. 53 Drog. O.Winterhoff. Kreuzpl. 9-10 Pari. Buchberger, Bahnhofst 90/92 Parf. Koch, Selters weg 63 Parf. Muhl, Mäusburg 8 Parf. Plank, Selters weg 8 4025 V 7 Zimmer II. Stock, 2 Balkons, Bab, Heizung, zu vermieten., 04069 An der Johanneskirche 4 Wichtig ist dabei daß Verschlußfeste, Sprung, sichere Einkochgläser benutzt werden. Denn Ihre Mühe soll doch nicht umsonst sein. Verwenden auch Sie also die guten und dabei so preiswerten Einkochgläser von J.B.Häuser Gießen, a. Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 Jeder hat — ich mochte wetten« Irgendwo noch alte Ketten, Etuis, Gehäuse, alte Ringe, Und andere unbrauchbare Dinge» Denken Sie mal richtig nach - Die Werte liegen doch nur brach! Ich kaufe alles gegen bar, Was aus Gold und Silber war. Carl Schmidt Giefoen, Bahnhof sfr. 10 Ank.-Gen. Nr. C. 25947. u«0 zum 1. Okt. 1939 gesucht. 3-Zimm.-Wohn. kann in Tausch gegeben werben. Schr. Ang. unt. 04096 a.b.G.A. Alleinsteh.Dame sucht für sofort ob. später eine Minnu.-Wohnung mit Bab u. Ve- ranba in guter Lage. Schr. Angebote u. 04103 a. b. Gietz. Anz. Geb. Dame, Wwe. oh. Kind., wünscht Herrn i. gut. Position im Alt. v. 50-60 I. kennen zu lernen zwecks Heirat Grötz. Wohnung vorh. Diskretion zugesich. Zuschr. u.04083 a.b.G.A Nettes alleinsteh. Fräulein,evang., gute Erschein., gesunbe Frohnatur, im Haushalt sowie Kochen, Nähen la, auch Garten- kenntn., möchte auf bies. Wege mit Herrn mit solibem, festen Charakter, im Alter v. 40—55, zwecks tzelliil bekannt werben. Am liebst. Festangestellt., Witwer mit Kinb nicht ausgeschl. Schr. Ang. unt. 04095 a.b.G.A. (Ein Buch für den Naturfreund! Waldweben Die ßebensgemeinfdjaft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- und vflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, mit lebendigem und aufjchlutzreichem Einfuhrung^text von 6. Gerhard 11. st schon schlimm genug, daß sie in dieselbe Schule gch wie mir/ „Und sollen wir etwa mit kleinen Mädchen sack- f)4“en?" ,Jhr habt wohl Angst, daß ihr besiegt werdet?" „Hohoho!" Hubert und Alwin mußten beinahe ihre 61:'pe wieder heraushusten vor Hohn und lieber» ÜMheit. lier Vater sagte, er für seine Person würde sich b? Sache gern einmal ansehen, wenn Eppi und 2>i t ihn nur dabei haben wollten. Ob es denn pommereUen um 1772 Von Dr. Jan Eyffen. Es hat gute Gründe, wenn die polnische Propa- fcanba sich davor hütet, irgendwie darauf einzu- zehen, wie es vor 170 Jahren, also unmittelbar Dor der ersten Teilung Polens in West- Preußen und Posen aussah. Diese Teilung Polens Kiar kein Unrecht und kein Gewaltakt, soweit Preußen in Frage kam, denn Preußen nahm für das leid) nur das wieder zurück, war vordem schon seit Jahrhunderten Reichsgebiet ge- vesen war. Gewiß, Pommerellen ging im 15. Jahr- Land ert durch Personalunion mit der Krone der Hagellonen zunächst dem Reiche verloren. Aber die Zagellonen waren keine Polen, sondern Litauer, wie auch die Personalunion nicht durch das Recht ter Eroberung vor sich ging, sondern freiwillig, fcrber auch durch Verrat. Aber bis zum Lubliner tefret vom Jahre 1569 durfte auf den altständi- shen Landtagen in Pommerellen wie überhaupt in Polnisch-Preußen kein Polnisch gesprochen werten. Entscheidend ist hier, wie das Land beschaf- fin war, das 1772 wieder an das Reich zurückfiel, ein Land, im Umfang von etwa 660 Quadrat» Meilen mit etwa 550 000 Einwohnern. Das sind auf den Quadrat-Kilometer umgerechnet etwas über 29, während im Vergleiche dazu der Reichsdurch- shnitt heute 144 ausmacht. Als Friedrich der Große nach der Be- stzergreifung von Westpreußen das neue Gebiet mfsuchte, war er dermaßen betroffen, daß er die- ftn Eindruck in einem Briefe an den Prinzen Heinrich mit den Worten umschrieb: Es gäbe in jein neuen Gebiet nichts als Sand, dürre liefern, Heidekraut und Juden. Tat- sichlich war es so, daß es keine Straßen, kaum Verkehrswege gab, daß die Dörfer elende Flecken »aren, daß der Ackerbau mit primitivsten Werkzeugen besorgt wurde. In dem Gebiet sollten am {blich 27 Städte vorhanden sein, die in Wirklich- it sich nur als kümmerliche Marktflecken bezeich- m ließen. Kulm, die Hauptstadt des Kulmer Lindes, sollte angeblich 1000 Häuser zählen; es stunden nur knapp 100, in denen durchweg Juden üib Mönche hausten. Bromberg zählte ganze UN) Einwohner, hatte kaum ein städtisches Ge- tzerbe, wie denn von Gewerbe und Industrie in dm ganzen Gebiet nicht die Rede sein konnte. : Friedrich der Große stellte nicht weniger betrof- sm fest, daß Kanada, das zu jener Zeit überhaupt rsch nicht urbar gemacht war, sondern von Wäl- hrn und Sümpfen überdeckt erst mühsam kultiviert Kerben mußte, im Vergleich zu Pommerellen Zivilist rt sei? Das war das Ergebnis der jahrhunderte (engen polnischen Wirtschaft, einer Wirtschaft, die dn Bauer und Landarbeiter zu Tagelöhnern ge= ipd)t hatte, die schlecht oder gar nicht entlohnt warten. Der niedere polnische Adel, die berüchtigte Ehlachta, war sozial und wirtschaftlich verfault, htuste unter Strohdächern in Lehmhütten, hatte nchts vor sich und nichts hinter sich. Es ist noch Mniger wahr, wie die polnische Propaganda be- htuptet, daß die Bevölkerung im Pommerellen rein ptlnisch war, denn von den Zeiten der Ordens- hrrschast und der Hansa her waren aus dem Reich Pedler gekommen, die im Laufe der Jahrhunderte, in;besondere in den Jahrzehnten der polnischen Herrschaft, sich hier und da polonisieren ließen. Es steht ferner fest, daß von der Bevölkerung, die ML im Pommerellen ansässig war, an keiner E eUe und zu keiner Zeit irgendein Widerspruch pgen den llebergang an Preußen erhoben wurde, sft'drich der Große /egte selbst Wert darauf, daß b?' Rückgliederung sich rechts- und ordnungsmäßig vllzog, wie er es auch für sich abgelehnt hatte, in Larschau mit den Mitteln zu arbeiten, die Kathans II. für Rußland und der Staatskanzler Graf Kaunitz für Oesterreich anwandten. Diese Mittel /landen in der Hauptsache in der Bestechung der ssoßen polnischen Adligen, die dafür sorgten, daß b:s nicht weniger berüchtigte Liberum Veto im V'ichstag nicht 'zur Anwendung kam. Wohl aber ze'chah es, daß die auf dem linken Netzeufer reich begüterte polnische Gräfin Skorzenska die preußischen Behörden bat, die Grenze so weit ausdehnen, daß ihr gesamter großer Besitz mit nach Preußen hinüberkam. Die 660 Quadrat-Meilen, die über Preußen an bas Reich zurückfielen, waren nur ein geringer Teil dessen, was Rußland und Oesterreich von dem polnischen Gesamtreich losrissen. Dies Gesamt- reich war im Mittelalter in der Hauptsache durch Eroberungen und Raubzüge zusammengebracht worden, aber keine Nationalstaat, etwa im Sinne des 19. oder 20. Jahrhunderts. Wenn die polnische Propaganda daraus, daß Pvmmerellen, dessen Herzöge keine Polen waren, wohl aber wiederholt die polnischen Könige bekämpft haben, vorübergehend dem polnischen Gesamtreich anhört hatte, deshalb für alle Zeiten polnische Erde sein müsse, so könnten mit zehnmal größerem Reckst die letzten Mohikaner ober Sioux das gesamte Territorium Nordamerikas ohne Rücksicht auf ihre Entwicklung zurückfordern. Was Preußen 1772 und fpäter für das Reich übernahm, war nicht ein blühendes Staatswesen, sondern eine Wüste, die überhaupt erst urbar gemacht werden mußte. Gewiß, Friedrich der Große sah bei feiner Fahrt nach Westpreußen sofort, daß es sich zum Teil Ein Blick auf die Karte. MEMEL* SO 10(X*x IßEto RUGi BEJtß •18*6 IBUR» STA R6 ARP. 'Kowrrzl mlaw* fllEHNE OEO Ameise in der noch brennenden Stadt ans in )ir „ein blutiger Hauserkampf stattgefunden hatte Hlboerkohlte Leichen lagen massenhaft zwischen den Melenden Trümmern, in einem Hause sind 7l ur u d Zimmer mit Leichen angefüllt, — hier hatte d r Bajonettkampf gewütet. Ein alter Dnn mit weißem Bart und wirrem Haar läuft hii Arme zum Himmel erhoben, oerzweiflungsvoll klagend an uns vorüber, einer der wenigen Ein- V.hner, die nicht geflüchtet waren, und einer der Dillen, die alles verloren haben." Das ist der Krieg iir eigenen Lande! Mit dem Siege bei Hohenstein aP 29. August hatte die Reihe großer Entschei- ^igskämpfe ihren Abschluß gefunden. Hier hatte be: letzte, bisher noch unberührte Teil der russischen Arew-Armee deutsche Schläge zu spüren bekamen. Auf der Höhe westlich der Stadt, die weithin lloerblitf über das Schlachtfeld bietet, erhebt sich sift das Tannenberg-Denkmal. Oie Gefangennahme der Ruffen. Die Russen zeigten weiße Fähnchen. Als aber tu MGK./18 und. von ihr durch Leutnant Koehn- tftn herbeigerufen, auch die 10./147 vorgingen, fit gefangenzunehmen, lebte ihr Feuer wieder auf; 68 traten Verluste ein, Leutnant d. R. Marlies spannte Geschütze und etwa 2000 Pferde eingebracht. „Unter den zuerst ankommenden Offizieren aber befand sich (allein zu Pferde) eine junge Weiblichkeit in der Uniform eines Gefreiten des Infanterie-Regiments 20, angeblich die Gattin des Kommandeurs dieses Regimentes. Ihr Erscheinen erregte trotz des Ernstes der Stunde große Heiterkeit. Nach dem Siege. Der Kampf bei Puchallowen in der Nacht zum 31. August war der letzte russische Versuch gewesen, den deutschen Einschließungsring zu durchbrechen. Mancher Russe steckte noch in den großen Wäldern, und der eine oder andere von ihnen mag bei Nacht und Nebel auch noch über die Grenze entwischt sein. Die Masse aber wurde in den nächsten Tagen beim planmäßigen Absuchen der Waldungen aufgegriffen oder ergab sich, von Hunger geplagt und an Rettung verzweifelnd, den deutsHn Truppen. Es ist schwer, sich ein richtiges Bild von der Freude und der Begeisterung der Truppen zu machen, die die ungeheure Beute'damals selbst ein- heimsen durften. Sie hatten die Früchte des großen Sieges unmittelbar vor Augen. Sie dankten Gott und waren stolz darauf, daß er sie solches hatte miterleben lassen. „Als am 31. August" — so schildert es Oberleutnant Martens vom Schweren Reiter-Reseroeregiment 3 — „im Laufe des Vor- mittags bekannt wurde, daß die Russen bei Neidenburg wieder kehrtgemacht hatten und unsere Aufgabe nur noch Pferdefangen und Beutesammeln war, — da kam uns vollauf zum Bewußtsein, daß wir keinen „ordinären" Sieg errungen hatten, daß diese Schlacht ein Eannä war, das miterlebt zu haben höchstes Soldatenglück ist." (17) fiel. Um 9 Uhr vormittags aber erschien ein rusischer Pope mit weißer Fahne und bot die Übergabe an. Generalleutnant v. Schmet- tdu willigte ein, falls die Russen bis 10 Uhr vor- ’ Env mittags waffenlos aus den Waldungen heraus- treten, andernfalls werde das Feuer wieder er- . Met. Die Russen kamen, und ihr Führer schloß ml: dem Ordonnanzoffizier, Rittmeister d. R. von 5d)lo‘ Pütt kam e r , eine förmliche Kapitulation ab für es di- 21' Offiziere und etwa 11 000 Mann. Dazu wurden sinder ob weitere Beute 26 Maschinengewehre, 41 be- b- e. rkiui ’t imi Ich« ich! fr ntaü m 6» uch i« idrr >en, F iw N eM ii 6$ ’S m imbe nn W' HL* 16ir!i| eibtdu a teil« k r Cif * 5 btt; bst t ÄQIÜf Allste nr , bttr ht iw iner \ ■? Milch- : beeili vähnr uch di bleib« • w. Ich fii Sick- hirf njritt -- Die> ’ben. > Ml- M 19 efano- über »it * selber • ynb •Qifel ‘ finb- j * ft 1% eiaaisbegräbni«! für General Malier .In Berlin fand vor dem Invalidenhaus in der Syarnhorststraße der Staatsakt für den im 78. Le- brsjahr verstorbenen Generalleutnant a. D. O s - kcr Freiherrn von Matter statt. Zu Sei- ter des Katafalks sah man neben den Angehörigen Mreiche hohe Trauergäste, unter ihnen den Kom- mcndierenden General General der Artillerie Hase, den stellv-ertretenden Gauleiter von Berlin, Snatsrat Görlitzer, und Reichskriegeropferfüh- re: Oberlindober, ferner viele Generale des ahn Heeres und der junnge Wehrmacht sowie weite!» Vertreter des Staates, der Partei und ihrer (8 eberungen. Der Oberbefehlshaber des Heeres, (Sineraloberft v. B r a u ch i t s ch, hielt die Gedächt- -r rede, in der er ein Bild gab von dem militäri- sän Werdegang und der ruhmreichen Laufbahn Eieral von Walters, der auch nach dem politischen Ziammenbruch unverzagt den Kampf gegen die jeietzenden Kräfte der Revolution ausgenommen an’ sich für die Neuordnug eingesetzt habe. So )aie er sich auch noch unvergängliche Verdienste !in die Vorbereitung des Wiederaufstiegs des deut- ichia Vaterlandes erworben. Während das Lied ,on guten Kameraden ertönt und die 18 Salut- chifse der Batterie dröhnten, legte der Oberbe- eh'shaber bann einen Lorbeerkranz des fbhrers am Sarge nieder. Dann erfolgte unter nürnrischen Ehren Die Beisetzung auf dem Jnva- idkn-Friedhof. Der Mörder von Garmisch-Partenkirchen in Wien bei der Festnahme erfchoffen. Cm frühen Freitagmorgen konnte endlich der Arber von Garmisch-Partenkirchen, Glaser, in der Hr-Hgasse in Wien ausfindig gemacht werden. Als ntn den Mörder festnehmen wollte, entspann sich eii heftiges Feuergefecht, bei dem Glaser ; lötet wurde. Sein Komplice Adametz konnte lest genommen werden. ^sspreßzug Brüssel—Ostende auf einen Prellbock gerast. Der Erpreßzug Brüssel—Ostende raste am Frei- dapormittag in Bahnhof Ostende infolge St sagens der Bremsen auf einen Prellbock. Der SiDratt war so stark, daß 30 Personen ver- Ie$t wurden. * Jtif Personen bei einem Voolsunglück ums Leben gekommen. 1 uf der Donau bei Braila (Rumänien) ereignete siq ein Bootsunglück. Ein Kahn mit zwanzig Menschen an Bord war abends von Braila abgefahren. Mitten auf dem Strom wurde er durch falsches Manövrieren des Kahnführers von einem Polizeiboot gerammt und schlug um, wobei sämtliche Insassen ins Wasser fielen. Durch die Besatzungen der in der Nähe befindlichen Schiffe wurden 15 Personen gerettet. Fünf Menschen fanden den Tod in den Wellen. 6600 Lichtspieltheater in Grohdeutschland. Nach einer Erhebung der Reichsfilmkammer gab es Ende 1936 im Altreiche 5302 Lichtspieltheater mit 1943 000 Sitzplätzen. Durch die Angliederung des Sudetenlandes und der Ostmark erhöhte sich diese Zahl auf 6617 Kinos mit 2134 000 Plätzen. Auf 10 0 0 Einwohner kommen in Berlin 47 Plätze, in Bonn 50, in Jena 49,3, Würzburg hat 19,2 Kino- plätze, Stuttgart 19,7. Der Tiefstand der Besucherzahlen wurde 1932 festgestellt, 1934 brachte erst eine schwache Besserung, bann ist ein steiler Aufstieg zu verzeichnen. Der Höhepunkt des Jahres liegt fast immer im Januar, an zweiter Stelle stehen die Besucherzahlen im Monat Oktober. Lin Storch verursacht einen Derkehrsunfall. Ein ungewöhnlicher Verkehrsunfatl wurde unweit von Kaunas (Litauen) durch den Zusammenstoß eines U Oberland autoduss es mit einem Storch verursacht. An einer Wegkreuzung war nämlich Adebar aus unbekannter Ursache gegen die Windschutzscheibe des Wagens geflogen, wobei der Wagenlenker durch das splitternde Glas so schwer verletzt wurde, daß er die Herrschaft über den Wagen verlor. Der Autobus stürzte in den Graben, wobei einige Fahrgäste verletzt wurden. Der Storch ist bei dem Zusammenstoß umgekommen. Rom erseht Straßenbahn durch Autobusse. Insgesamt 45 Kilometer Straßenbahngleise sind in Rom durch Einführung von gleisfreien elektrischen Autohus-Linien überflüssig geworden. Es konnten 2290 Tonnen Eisen und 230 Tonnen anderes Material an die Industrie abgegeben werden. Auch in anderen italienischen Städten steht die Einführung dieser gleisfreien elektrischen Autobusse bevor. Zyklon über Algier fordert zahlreiche Todesopfer. Ein Zyklon von unerhörter Heftigkeit, der über die Gegend von Tocqueville (Algier) hinweg- raste, hat zahlreiche Todesopfer gefordert und Geschichten ans aller Welt in Freiheit gesetzt, aber wahrscheinlich kommt Mme^ Beaumont nicht ganz so billig davon, wie sie es sich gedacht hat, denn gegen sie ist wegen falscher Anschuldigung Anklage erhoben worden. Gefährlicher Theaterbesuch. Ndz. Tokio. Ein schwerer Unfall in einem Possentheater in Kobe veranlaßte die japanischen Zeitungen wieder einmal zu nachdenklichen Betrachtungen über die merkwürdigen Theatersitten im Lande der aufgehenden Sonne. Die japanische Mutter läßt ihr Kind nicht gern allein. Auf Vergnügungen will sie aber auch nicht ganz verzichten. Also werden auch die Kleinsten oft ins Theater mitgenommen, wo sie zwar manchmal schreien, was den Japaner kaum stört, meist aber friedlich schlafen, weil die Vorgänge auf der Bühne ober auf ber Filmleinwand sie doch noch nicht interessieren. Als nun kürzlich m einem Theater in Kobe, das ein beliebtes Dolksstuck gab, die Zuschauer gerabe über einen gelungenen Witz m herzhaftes Gelächter gerieten, brach eine Frau Mit lautem Aufschrei ohnmächtig zusammen. Sie hatte auch kräftig gelacht, aber das war nicht der Grund ihres Obnmachtsanfalls, sondern eine Apfelweinflasche, die ihr auf den Kopf gefallen war. Ein Kind im ersten Rang hatte mit der Flasche gespielt und hatte sie» tm Einschlafen fallen lassen. Die Frau wurde mit einer schweren Schädelverletzung sofort zu einem nahe wohnenden Arzt gebracht, hatte aber bereits \ starken Blutverlust erlitten, daß he nur durch eine sofortige Bluttransfusion, zu der sich ihr Sohn zur Verfügung stellte, gerettet werden konnte. Die „Bitamin-Bar". C. K. Paris. In einem der vornehmsten Viertel von Pari-Ist eine Gaststätte ganz neuer Art erof^iet roorben: bie „Vitamin-Bar" Zur Pflege der Schönheit unb ber Gesunbheit soll man in Zukunft nicht mehr zum Schönheitsboktor gehen unb sich mit Salben unb Gesichtsmasken sowie mit Massagen aller Art behandeln lassen, sondern dasselbe Ziel weniger anslrengenb Das naturgetreue Püppchen. Ndz. Kopenhagen. " as älteste Spielzeug der kleinen Mädchen, die hripe, ist im Verlauf einer langen Entwicklung ’r big vervollkommnet worden. Erst kam die Schlafpuppe", die bie Augen schließen konnte, bann Briten die Puppen „Papa" unb „Mama" sagen, n so ging es fort mit immer weiteren Verbesseren des Puppenkopfes. Die neueste Veroollkornm- der Puppe beschränkt sich nicht aus den Kopf, frbem erstreckt sich auch auf bas Gegenteil. In Apnhagen wünschen sich jetzt alle Mädchen das nu Puppenbaby, bas richtig Milch trinken unb sich rlfcg „naßmachen" kann. Diese neu in ben Handel j|i!t-nmene Puppe leert tatsächlich ein Miniatur- Jochen, und bald darauf macht es sich mit ber auf- Mimmenen Flüssigkeit auch an ber entsprechenden ee! e bie Puppenhöschen naß. Die kleinen Puppen- »iter sind über diese realistisch neue Note im typenleben begeistert. Die Jagd nach dem Mann. C. K. «ß a r i s. Jr Rochefort erschien Mine. Elvira Beaumont, ■ Besitzerin eines Schuhwarengeschäfts, auf der ' fflhiei und erklärte, ihr seien 2000 Franks gestohlen, i M 5toar von einem Manne, den sie sehr genau be- Ityilb, unb ber augenscheinlich nach Paris geflohen I ei— sie wußte sogar, wo er wahrscheinlich in per lsiirtstadt einen Unterschlupf gesucht hatte. Diese 1 le ejen Angaben machten es ber Polizei leicht ben '• Dbrn noch am selben Tage in ber Hauptstadt zu t ie):.ften unb unter bem sicheren Geleit zweier Wach- t ri iiach Rochefort zurückbringen zu lassen. Als man r ui Mrne. Beaumont meldete, daß der Dieb gluck- l it gefangen sei, erging sie sich in lebhaften Danx- s Ml »gen, erklärte indessen, daß sie bie Anzeige nicht t Mir verfolgen wollte; benn ber vermeintliche Dieb f tiihr eigener Mann, ber mit einer (Beliebten davon- $ |t;angen sei, ohne jedoch vorher irgend etwas zu I km. Der Ehemann, ben sich bie tüchtige Frau auf < Bidstoften hatte zurückholen lassen, würbe wieber schwere Schäden angerichtet. Bis setzt zählt man s den Fluten des Flusses mitgerissen worden. Hoch- längs des Ouet-Flusies, der über seine Ufer ge- spannungsleitungen wurden zerstört. Der Eintreten ist, mehr als 50 Tote. Auch sehr viel Vieh geborenen-^Bevölkerung hat sich eine Panik be- ist umgekommen und.viele Kraftwagen sind oonlmächtigt. öJ.-fpori Die Opserspiele des Fachamis Handball. Den Reigen der Opfertagsveranstaltungen eröffnet auch in diesem Jahre wieder das Fachamt Handball, das an zwei Sonntagen, unb zwar am 27. August unb 3. September, eine Reihe von interessanten Kämpfen zum Austrag bringen läßt. Es wirb nicht uninteressant sein, festzustellen, wie bie einzelnen Vereine über bie lange Sommerspielpause gekommen sind unb in welcher Weise sie ausgenutzt worden ist. Manche Einheit wird mit neuen Gesichtern kommen. Gespannt darf man sein, wie sich bie neu zusammengesetzten Abteilungen (Großen-Linden, Allen- borf a. b. Lahn, Launsdack usw.) halten werden. Die SA.-Kampfspielgemeinschaft 116 Gießen hat eine neue Mannschaft, bestehend aus Spielern von Beuern, Allertshausen usw. gemeldet. Der Reinertrag aus den Opferspielen fließt gemeinnützigen Zwecken zu. Dem Reichssportführer werden Mittel in bie Hand gegeben, die bann wieder der Allgemeinheit zugutekommen. Gern unb willig haben sich bisher alle Fachämter in ben Dienst der Sache gestellt. Im Fachamt Handball sind für den 27. Auaust vorgesehen: Allendorf (Lahn) — Dutenhofen Katzenfurt — Niedergirmes Krofdorf — Launsbach Holzheim — Grüningen-Haustn Großen-Linden — Höckelheim Garbenhelm — Münchholzhausen Lützellinden-Hörnsheim — Hochelheim-Dornholzhausen. Wenn auch die Mannschaft des Tv. Allendorf (Lahn) ihr erstes Spiel bestreitet, so darf doch angenommen werden, daß sie gegen Dutenhofen ehrenvoll abschneidet. — Katzenfurt sollte zu Hause gegen Niedergirmes einwandfrei gewinnen. — Krofdorf hat gegen Launsbach leichtes Spiel, nachdem die Gäste noch keineswegs über die Spielerfahrung verfügen. — Wenn man auch zu der in Holzheim Bec Bptiker amSahnhof] Lieferant- auch Ihrer Krankenkasse antretenben Kombination Vertrauen haben kann, so wird ihre Spielstärke boch nicht ausreichen, um die Oberhand zu behalten. — Großen-Linden hat den Ehrgeiz, seinen Anhängern eine gute „Antrittsvorstellung" zu geben und gegen bie als spielstark bekannten Gäste ehrenvoll abzuschneiben. — In Garbenheim wirb es einen spannenben Kampf geben, der wahrscheinlich zugunsten ber Gäste enden wird. — Lützellinden hat die Genugtuung, ben interessantesten Kampf in feinen Mauern zu haben. Denn beide Kombinationen haben schon oft zusammengestanden und stets ausgezeichnete Spiele geliefert. prächtige Kämpfe bei den Deutschen Zugend-Ieisterschasten. Die deutsche Äugend hat es bei ihrer schwersten Leistungsprüfung des Jahres, den Deutschen Jugendmeisterschaften, mit dem Wetter sehr gut getroffen. Auch am Freitag strahlte über Chemnitz hellster Sonnenschein, und da gegen Mittag auch der Reichssportführer eintraf, war überall die Stimmung unter unseren Jungen und Mädel vortrefflich. Erstmals wurde der Betrieb auf allen Kampfstätten ausgenommen. Der Reichssportführer begab sich gleich zu den Leichtathleten, die schon vormittags eine stattliche Zuschauermenge angelockt hatten. In den Rasenspielen wurden bei ben Mädel die End- kampfteilnehmer im Handball und Hokey ermittelt. Die Schwimmer nahmen die Entscheidung im Kunstspringen in Angriff, und schließlich wurden auch die Kämpfe im Tennis gut gefördert. Im Handball des BDM. gelangte der Obergau Württemberg, der von den Mädel des Untergaues Achalm sehr gut vertreten wird, in das Endspiel. Er besiegte in der Vorschlußrunde den Obergau Kärnten mit 7:3 (3:2) sehr eindrucksvoll. Württembergs Gegner wird der Obergau Sachsen sein, der über Westfalen knapp 2:1 (1:1) erfolgreich war. Das Endspiel findet am Sonntag statt. In der H o k e y - Zwischenrunde blieb der Obergau Hochland nach einer 1:3-Niederlage gegen Pommern auf der Strecke. Außen den Pommern erreichten bi» Hokeyspielerinnen des Obergaues Mittelelbe das Endspiel, die über Sachsen gleich mit 13:0 (6:0) erfolgreich waren. Hervorragende Leistungen wurden von den Mädel in der Leichtathletik geboten. In den Vorläufen über 100 Meter erreichte Kirchhoff (Kurhessen) mit 12,0 Sekunden die beste Zeit, Kessel (Dresden), Föhrenbach (Baden) und Lersch (Köln) kamen auf je 12,2 Sekunden. Die Schnellste in den Vorläufen über 80 Meter Hürden war Hothum (Schwaben) mit 12,0 Sekunden. Vierzehn Mädel übersprangen im Hochsprung 1,40 Meter, acht davon bewältigten noch 1,45 Meter, und Eckelt (Hochland) schaffte sogar noch 1,51 Meter. Im Weitsprung führte nach den Vorkümpfen Schulz (Westfalen) mit 5,51 Meter. Beachtlich ist auch der Speerwurf von Schade (Dessau) mit 42,50 Meter. Im Tennis zogen bei den Jungen Schmidt (Frankfurt a. M.) und Günther (Wiesbaden), bei den Mädel Brunner (Salzburg) als erste unter die letzten Vier der Einzelwettbewerbe ein. Die StudentenweWele Wien 1930. Weitere leichtathletische Entscheidungen sicherten den Studentenwettspielen Wien 1939 am Freitag gesteigerte Anteilnahme. Gegen 2000 Zuschauer hatten sich hierzu im PraterstaÄion eingefunden. Es gab bei bestem Wetter spannende und harte Kämpfe bei den Studenten, während bei den Studentinnen die Deutschen mehr unter sich waren. Im Festsaal der Alten Universität hielt Professor Dr. I üthn er einen Vortrag über „Die körperliche Erziehung im Altertum und Neuzeit", ber in ber Feststellung gipfelte, daß erst bas neue Deutschland den Wert des gesunden, athletisch gestählten Körpers die Voraussetzung rassischer Vollkom- menhett bilde. Leichtathletik-Entscheidungen. Den Auftakt des zweiten Leichtathletikkampftages bildeten die Vorläufe über 4 00 m Hürden; im ersten war der Deutsche Darr in 55,5 Sekunden vor dem Ungarn Polgar (55,9) und bem Schweden Lundquist (56,4) siegreich. Den zweiten Vorlauf gewann der Deutscye Mayr überlegen in 55 Sekunden gegen Oda (Japan) und bem Wiener Hern- egger, der mit 56,1 eine persönliche Bestleistung erzielte. Im ersten Vorlaus über 200 m benötigte ber Italiener, verhalten laufend, 22,3 zum Sieg. Für in der neuen Bar durch Einnehmen von Getränken erreichen, die nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten sehr verschieden zusammengesetzt sind. Die Säfte von Früchten und Gemüsen, die die Gäste in diesem Lokal genießen, sollen die äußere Einwirkung der Sonne und der balsamischen Luft am Meeresstrande und in den Bergen ersetzen. Die „Vitamin-Bar" schenkt eine ganze Reihe von solchen Getränken aus, deren Zusammensetzung die ästhetische und gesundheitliche Wirkung hat, die man erzielen will. Wenn der Gast sich müde und nervös erschöpft fühlt, verlangt er einen „Reaenbogen-Cocktail", der eine Mischung von vielerlei Gemüsesäften darstellt. Ein anderes Ge- tränk enthält viel Eisen und Chlor und dient der Blutzirkulation und ber Nierentätiakeit, aber nach der Versicherung des „Mixers" verschönert es auch die Haut, verstärkt den Haarwuchs und macht die Zähne gesund. Eine Mischung, die viel Kalium enthält, ruft Tätigkeitsdrang hervor und fördert die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung, während ein Cocktail zur Herabsetzung des Gewichts besonders von den Damen verlangt wird, die viel auf schlanke Linie geben. Die Bar bietet auch reine frische Salate an, Zwiebacke aus einer Mischung von reinstem Weizen mit Mohrrüben, Trauben mit Apfelsinensaft und zerriebenen Obstkernen. Der Reiz der Neuheit ist jedenfalls so groß, daß die Pariser sehr zahlreich bie „Vitamin-Bar" aufsuchen. 34 Tage Verspätung. Ndz. Adelaide. In Alice Springs, im Herzen Australiens, kam jüngst ein Zug aus Port Augusta, aus Südaustralien, mit nicht weniger als 34 Tagen Verspätung an. Das war auf gewaltige Ueberschwemmungen in Mittelaustralien zurückzuführen, einer Gegend, die sonst eine dürre Wüste bildet, und in der die dreijährigen Kinder in diesem Jahre zum erstenmal Regen, nun aber gleich im Uederfluß, erlebt haben. Der mit 34 Tagen Verspätung in Alice Spring eingetroffene Zug ist seit sechs Wochen überhaupt ber erste gewesen, ber ankam. 48 Stunden später tarnen dann einige weitere Züge mit Lebensrnitteln und anderen notwendigen Dingen, so daß die in Alice Springs bereits ausgebrochene Hungersnot ein Ende hatte. Schlimm erging es auch ben Fahrgästen des Zuges, der zwischen Port Augusta und Lllice Springs steckengeblieben mar. Die vorhandenen Bücher und Zeitungen waren bald gelesen, und besonders die Frauen litten sehr unter der Untätigkeit, zu der sie verurteilt waren. Die Männer kürzten sich die Zeit mit endlosen Skatpartien, während die Kinder sich im Wasser neben dem Zuge tummelten. Ein Kutz, „6 Kilometer lang". Ndz. B o sto n. Daß man zur Beurteilung ber Dauer eines Kusses auch den Entfernungsmesser anwenden kann, zeigte sich bei der Verhandlung gegen eine Verkehrssünderin in Boston. Der als Zeuge vernommene Polizist vom Verkehrspatrouillenbienst bekundete. die Zeugin habe während einer Autofahrt zur Nachtzeit mit abgeblendeten Lichtern in 70 Stundenkilometer Geschwindigkeit am Steuer gesessen und dabei ihrem Begleiter einen Kuß gegeben, der erst nach 6 Kilometer Fahrt beendet war. Der Richter entzog der reuigen Sünderin den Führerschein für sieden Tage und gab der Verurteilten den Rat, fünftig das Küssen vor dem Antritt der Fahrt zu erledigen. „Ratten als Trunkenbolde." AS. London „Ratten als Trunkenbolde" ist die Ueberschrist einer Meldung des „Daily Telegraph" aus Kansas City. In einem dortigen Laboratorium sei fest- gestellt worden, daß Ratten, wenn man sie an den Genuß von Alkohol gewöhne, dem Alkohol gegenüber Wasser den Vorzug geben. Sechzehn Ratten habe man täglich Spirituosen zu trinken gegeben, während die gleiche Anzahl in einem anderen Käfig Wasser zu trinken bekam. Nach einem Monat habe man die beiden Käfige geöffnet und Schalen mit Whisky und Wasser aufgestellt. Die an den Alkohol gewöhnten Ratten hätten sich, wie es in dem Bericht heißt, „mit Abscheu von dem Wasser abgewandt" und dem Whisky zugesprochen, während die an das Wasser gewöhnten Ratten von dem Whisky nichts hätten wissen wollen. Das Blatt fügt hinzu, baß einige der Ratten nach dem Genuß von Whisky aus dem Gleichgewicht gebracht worden seien; man habe Anzeichen einer Trunkenheit fest- stellen können. — Leider war nichts darüber zu erfahren, welchem Zwecke diese immerhin ungewöhnlichen Experimente dienen sollen. die Zwischenläufe qualifizierten sich ferner Tana- guchi (Japan) mit 22,5, Sandor (Ungarn) 22,5 und der Schwede Ek mit 22,9. Der Deutsche Fehr- lin*g konnte sich nicht durchsetzen. Den zweiten Lauf gewann Dr. Sir (Ungarn) tkicht in 23,4 ohne Anstrengung, do alle vier Läufer in den Zwischenlauf kamen. Köster (Mannheim) war im dritten Lauf der schnellste Mann, er schlug in 22,2 den Italiener Bianci (22,5), chedmann (Schweden) und Szigetvari (Ungarn). Im Kugel st oßen der Studentinnen war die Marburgerin Westphal über zwei Mitbewerberinnen erfolgreich. Sie verbesserte sich von Versuch zu Versuch und siegte schließlich mit 12,44 m vor Schulte (12,43 und Wittrnann (beide Deutschland) 11,77 m. Die Mannheimerin Wendel holte sich die 200-m-Entfcheidung in 26,4 vor Frl. Erb- guth (Marburg). — Im Weitfprung und Hochsprung gab es durch Frl. Lockemann (Jena) mit 5,21 m bzw. 1,50 m eine Doppelsiegerin. Scharfe Rennen gab es über 10 0 und 8 0 0 m bei den Studenten. Neun Läufer fanden sich am 800-m-Start ein. Der Stuttgarter Dessecker hielt sich anfangs im Mittelfeld, überspurtete aber in der Zielkurve die bis dahin führenden beiden Italiener und gewann sicher in 1:53,9 vor Dorescenzi (Italien) 1:54,4. Dritter wurde Aradi (Ungarn) in 1:54,9, während der stark favorisierte Bellini (Italien) erst auf den sechsten Platz kam. Ueber 100 Meter war der Favorit Dr. Sir (Ungarn) am stärksten durch den Italiener Monacci bedrängt. Dank seines fabelhaften Endspurtes gewann aber doch der Ungar in 10,7. Eine Ueberraschung hätte es fast im Diskuswerfen gegeben. Nach den Vorkämpfen führte der Deutsche Buschey mit 47,45 m noch klar vor Italiens Meister Oberweger. Doch im Endkampf bewies der Olympia-Dritte seine Klasse und sicherte sich mit e i n e m W u r f von,48,21 m wor Bufchey und Hill- brecht 46,11 m den Sieg. v. Hütschler wieder Weltmeister. Die Titelkämpfe der Starboolklasse entschieden. Das günstige Segelwetter am Freitag veranlaßte die Wettbcwerbsleitung der Weltmeisterschaften in Die Getreidebewegung kommt mit der fortschreitenden Einbringung der Ernte rasch in Gang. Bis auf Hafer dürfte nun die Ernte bis Ende des Monats eingebracht werden können. Die Absatzmöglichkeiten in Roggen sind nicht so umfangreich wie bei Weizen, der sowohl füu August wie auch für September von den Mühlen gekauft wird. Braugerste wird umgesetzt, soweit Bezugsscheine vorhanden sind. Für Roggen kommt eine Einlagerung in Frage, wobei von vornherein eine ausreichende Bearbeitung der Vorräte entsprechend dem meist übernormalen Feuchtigkeitsgehalt vorgesehen werden muß. Futtergerste ist kaum vorhanden. Hafer wird angeboten, es besteht auch bereits Interesse. Der Absatz von Weizen- und Roggenmehl ist sehr lebhaft, so daß sowohl die hiesigen wie auch die ostdeutschen Mühlen ihre Erzeugung glatt unterbringen. Die Futtermittelversorgung ist unverändert gut, zumal die Zuteilungen eingehend und auch für später in Aussicht stehen.__________________ der Internationalen Starbootklasse, gleich die letzten beiden Wettfahrten- durchzuführen und damit den Ditelkampf zu entscheiden. Der Hamburger Walter von Hütschler konnte mit seiner „Pimm" den Titel erfolgreich verteidigen. Er siegte mit 99 Punkten vor Europameister Straulino (Italien) mit 89 und dem Kieler Dr. Hansohm mit 76 Punkten. Bestimmungsgemäß wird daher die Weltmeisterschaft 1940 wieder in Deutschland aus- getragen. Kartoffeln: Die örtliche Versorgung mit Kartoffeln ist ausreichend, jedoch stehen für den Versand vorläufig nur geringe Mengen zur Verfügung. Obst und Gemüse: Die Unterbringung der zum Teil recht großen Anlieferungen von Obst ist durch den Einsatz der Konservenindustrie, wie auch durch die laufenden Abgaben am Frischmarkt reibungslos sichergestellt, wenn auch die Preise in manchen Sorten an der unteren Grenze angelangt sind. Für 'diesen Monat bleibt auch noch das Kel- teroerbot für Aepfelwein usw. bestehen. An den Gemüsemärkten herrschen Weißkohl, sowie Gurken vor. Weißkohl ist immer noch schwierig abzusetzen, weil der Verbrauch nicht entsprechend zugenommen hat. In allen anderen Sorten vollzieht sich der Absatz ziemlich befriedigend. Vieh und Fleisch: Die Auftriebsrückgänge auf den Rindermärkten Hessen-Nassaus, die teils durch die Erntearbeiten bedingt find, machen eine Oer landwirtschaftliche Marktbeobachter. DrMOvs Rstss ck«« Kreisstelle Gießen Am Dienstag, dem 12. September 1939, beginnt ein GMUKÄUKMMNOS-MMAS des Deutschen Roten Kreuzes für weibliche Personen, die sich zum aktiven Dienst int Deutschen Roten Kreuz verpflichten wollen. Anmeldungen bei der DKR.- Rettungsstelle, Sonnenstr. 2, bis zum 9. Sept. 1939. ORK.-Kreisftelle Gießen / Iührungsabteilung 5734D Die MW Meili!»!» Berusserziehungswerk Uebungsstatte Gießen Die neuen Lehrgemeinschaften in Kurzschrift und Maschineschreiben beginnen wie folgt: Am Montag, dem 4. September 1939 Verkehrsschrift-Einführung (K I) Maschineschreiben-Einführung (M/I) Am Dienstag, dem 5. September 1939 Verkehrsschrift-Praxis (K/II) (60—100 Silben) Eilschrift-Einführung (K/HI) (100—120 Silben) Eilschrift-Praxis (K/IV) (120—140 Silben) . Eilschrift-Uebungsgemeinschaft (140—180 Silben) Maschineschreiben-Praxis (M/II) Am Mittwoch, dem 6. September 1939 Maschineschreiben für Meisterschreiber (M/III) Die Anmeldungen müssen schriftlich auf der vorgeschriebenen Anmeldekarte auf der Dienststelle der DAF., Abteilung B. u. B., Gießen, Schanzenstr. 18, Zimmer 22, persönlich vorgenommen werden. Letzter Anmcldetermin 31. August 1939. Die Gebühren müssen mit der Anmeldung entrichtet werden. 5568D Für die jetzige Aussaat im Feld und Garten Herbst- oder StoppelrUben Winter. Rübsen, Hochzucht Lembkes Winter- Raps, Hochzucht Lembkes Winter-Wicken Welsches Weidelgras Landsberger Gemenge Feld-Salat oder Nüßchen Winter-Spinat Winter. Kopfsalat Wirsing, Bonner Advent Weißkraut, Rotkraut, Radies Rettich und Frühlingszwiebeln Blumensamen, wie Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht, Maßliebchen, Nelken usw. Heinrich Hahn, Samenhandlung Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse Telefon 3403 5605 A Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 2733D J.Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Hartbreunholz, ä Wagen 5 Mk., Anmachholz. ä Wagen 6 Mk., 1 Sack Anmachholz 1 Mk. frei Keller mD J. Wellhöfer, Telephon 2313, M>arb Str.24. Kleine -Jasmine Generalvertrieb Baums & Treibig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. 132&A gute Sollte von Optikermeister Carl Leisler Gießen 74t$a Neuenweg 16 Lieferant aller I Krankenkaffen Klein-Linden Am Sonntag, 27. und Montag, 28.8. Kirmes Sonntag, den 27., und Montag, den 28.August « Mvmes * in der bekannten Wirtschaft „Zm Iurg", Klein-Linden Die Musik wird ausgeführt vonMitglledern der SA.-Kapelle Gießen. Frisch geschlachtet. Für gute Speisen und Getränke Nt bestens gesorgt. Im Ausschank Jhriny-Melchior- Cxvort und Wetzlarer Dombräu. Es ladet freundlichst ein: Mo?3 Der Burgwirt: H. Schmidt. Universitäts-Cafe, Gießen Am Dienstag, dem 29. August 1939 Ehren- und Abschiedsabend der Kapelle Fred Schneider Gleichzeitig teile ich meinen sehr verehrten Gästen mit, daß ich das U.-C. wieder aufgebe. Für den freundlichen Besuch meines Betriebes danke ich herzlich. 6744d Carl Wörner nebst Frau. im Strümpfchen Es spielt das Musikkorps der Fliegerhorstkommandantur Gießen Für gutes Essen und Trinken ist bestens gesorgt 6746d Es ladet freundlichst ein: Der Wirt Fr.Weller und die Burschen Vornehm I Geschmackvoll I Persönlich I Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen Brühl'sche Druckerei. Schulstr. 7, Ruf 2251 Sonntag, den 27. August, und Montag, den 28. August: 6748d Kirmes inLollar la Speisen und Getränke! Es ladet ein: Otto Nuhn Gasthaus „Zur Traube". Ihre Vermählung geben bekannt Heinz Hochstatter Oipl.-Kaufmann Helene Hochstatter geb. Hastolz Wechmar^Goiha Standplatz 1 Gießen, den 26. August 1939 5741D Ihre Vermahlung geben bekannt Heinrich Keil Elisabeth Keil, geb. Eckhardt Gießen Gießen-Meseck Schulstraße 3 Phllosophenstraße 24 26. August 1939 5742V SELTERSWB547 »TELEFON 2573 Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete, reich bebilderte Haus- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. Tanzunterricht ABENDKURSE NACH MITTAGS KURSE EINZELSTUNDEN Tanzschule Bäulke Schule für Gesellschaftstanz Wolf strafe 31 Fernsprecher 3835 5485V lAfEDRC DRUCKSACHEN WCrDC Brühl. Gießen ä AUSKUNFT DURCH ME KURVERWACTUMO ? Bad Salzschlirf ^TooTbod Rest Bergschenke Groß.schattig. Garten,Terrassen * Th T Neuzeitliche A I\1 Z Kristallglas- * Leuchtdiele Mittwoch Samstag n. Sonntag, 8 Uhr 5628 A Gießen, Ludwigstraße 16. cßfie unCC&n. -sctoMUe. ? So gehh vielen, wenn Sie sich1 auch • nicht zu den Starken zählen. Wer ohne Hungern und Einschränkungen: schlank bleiben will, trinke regelmäßig den naturreinen, unschädlichen Dr.ERNST RICHTERS Frühstückskräutertee Auch ols DrixiobleHen und Dri.-Exlro 'Dragees) in Apotheken und Drcgeri Kürzung der Zuteilungen an die Verarbeiter nötig. Dagegen konnten in Kälbern und Schweinen die Kontingente ziemlich befriedigt werden. Schlacht, schafe können noch mehr an den Großmärkten ge« braucht werden. Molkereierzeugnisse und Eier: Die Milcherzeugung und Werkmilchverarbeitung blieb wenig verändert, so daß auch die Butterversorgung wie bisher aufrecht erhalten werden konnte. Der nötige Bedarf der Landwirtschaft konnte dementsprechend befriedigt werden. Die Käseversorgung genügt allen Ansprü- chen. Nur in der Eieranlieferung ist aus fahren zeitlichen Gründen mit einer schwächeren Abgabe zu rechnen, zumal auch der Landverbrauch rechr große Mengen beansprucht. Die Versorgung mit Fischen ist zur Zeit in allen Sorten so reichlich, daß auch das Land schon zum Ausgleich in der Flcischversorgung stärker auf dieses wertvolle und preiswerte Nahrungsmittel zurückgreifen sollte. Insbesondere mehren sich jetzt die Zufuhren von Heringen, frisch und in der verschiedenen Konser- venform, wie Bücklinge, Heringe usw. Räucher- fische sind überall reichlich angeboten und finden auch sehr zahlreiche Abnehmer. Bauern! Großdeutschland braucht zur Sicherung seiner Freiheit dringend eine Steigerung.der Fetterzen- gung. Steigert deshalb seht beträchtlich den Oel« fruchtanbau, ohne die Viehwirtschaft zu vernachlässigen. Die neuen erhöhten Oelsaatpreise sichern Euch die Wirtschaftlichkeit des Anbaues. Jetzt ist es Zeit, Raps und Rübfen zu bestellen. Laßt Euch dabei vom Reichsnährstand beraten! Gegen Graue Haare /f Das seit Jahren bewährte kümmerte Haarwasser HENTRUPAL MMMMWM-LIM Sonntag, den 27., u. Montag, den 28. August, im smm „3M oeuiltoen W agibt selbst ganz weissem Haar die Jugendliche Farbe wieder,befreit von Kopfschuppen und verhindert Haarausfall In der Anwendung so einfach wie Jedes Kopfwasser wird ENTRUPAL sofort benutzt, wenn das erste graue HaarQBSÄI sich zeigt oderSchUDDen aunreten. In Fachgeschä____ Flasche RM. 4.32. Drogerie Winterhoff, Kreuzplatz 10. Die Musik wird ausgeführt von Mitgliedern des Infanterie-Regiments 116. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt! Montag, ab 10 Uhr: Frühschoppen-Konzert. Rippchen mit Kraut» 5733A Es ladet ein: Fr. Rathenow. Bitte ausschneiden und aufheben! Nene Lehrgänge in Kurzschrift beginnen am Dienstag, dem 5. September 1939, in der öffentlichen Handelslehranstalt, Werner- wall 11, nach folgendem Stundenplan:__ Zeit Dienstag und Freitag 19.30-20.30 1. Anfänger-Lehrgang 2. Fortbildung und Wiederholung 3. Diktat 60-80 Silben m.Hebungen 4. Eilschrift für Anfänger________ 20.30-21.30 5. Eilschrift für Fortgeschrittene 6. Diktat 100-120 Silb. m.üebungen 7. Diktat 140-160 Süb.m. Hebungen 8. Diktat 180 Silben und höher mit Praktikerübungen__________ Preise: Anfänger-Lehrgang RM.6.-, Angehörige der Wehrmacht. Mitglieder und Schüler RM. 5.—. Ermäßigte Preise für die übrigen Kurse bis zu RM. 3 — bz*. RM. 2 — Neue Lehrgänge in Maschinenschreiben Zeit___________Dienstag und Freitag 19.30-20.30 1. Erlernung der 10-Finger• Blindschreibmethode Preise: RM. 8.—, Angehörige der Wehrmacht, Mitglieder und ___________Schüler RM. 6.—___________ 20.30-21.15 2.Fortbildung (Ziel: Sicherheit und Geschwindigkeit). Preise: RM. 5.—, Angehörige d. Wehrmacht und Mitglieder RM. 3 — 21.15-22.00 3. Hebungen für Praktiker _______Preis: für Mitglieder RM.2.— Anmeldung und Auskunft sofort schriftlich oder mündlich bei Ortsvereinsführer Hans Werner, Tannenweg 30, oder zu Beginn des Unterrichts Voranzeige: Grobes OMoherlesi auf der Karlsruhe! Zeitpunkt wird noch bekanntgegeben Deutsche Stenogralenschalt Ortsverein Grieben 57470 Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht. Bandagistenmeist. Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen.Bedienung Werbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstr.7 Steinhauerarbeiten Scharrierarbeiten werden prompt und zuverlässig ausgeführt Helmut Schmal! Marburger Straße 60. „Lebewohl ■Jedem das Seine, dem Hühnerauge Lebewohl gegen Hühneraugen und Hornhaut. Blechd. (8 PflastJ 65^r. in Apoth. u. Drog. Sicher zu haben. Mediz.-Drogerie Hans Hindenburg H. Elges, Seltersweg 68a.— Drog. W. Kübinger NUg., Selterser 1 Ichüie: DVW f® EMM l . Jljj MW P® r. . '■ KrJ99 Drittes Blatt 26./27.2lugufH959 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) if tt tflto benot M ungei ungö er mir iS— Inger1 le . ehönüi lei Der Lindenplatz in seiner neuen Gestalt. Blick auf die neuen großen Wohnhäuser im Schwarzlachgebiet. in diesem Stadtteil! Die die Curtmannstraße. In großzügiger Anlage zeigt sich Die verlängerte Bergstraße. (Aufnahmen [5]: Neuner, Gießener Anzeiger.) Freundliche neue Wohnhäuser an der Jahnstraße. (Nachdruck verboten!) 16. Fortsetzung. 6 Jahren die Verhältnisse ersten Wohnhausbauten im verlängerten Asterweg und in der verlängerten Schottstraße vermochten nicht überall ungeteilte Zustimmung zu erringen. Der später mit erheblichem Kräfteeinsatz weitergeführte Ausbau dieser Straßen und die Schaffung neuer Wohnhausblocks wandelten auch dort das Gesamtbild in grundlegender Weise zum Guten. Heute kann unsere Stadt in diesem Viertel Wohnhausbauten in modernen und schönen Bauformen, bereichert durch weite Flächen von Klein- den lassen. Gewissermaßen der Ge- Wenn man sich erinnert, daß noch vor wenigen Jahren das Gelände dieses Wohnviertels von vielen Baulustigen als „unbebaubar, weil viel zu kalt", gemieden war, so muß man heute doch feststellen, daß jene Meinung ein Fehlurteil darstellte, und man muß zugleich mit Anerkennung darauf Hinweisen, daß die Baugenossenschaft 1894 es war, die mit ihren Einfamilienhäusern in der Jahnstraße dem Baugedanken an dieser Stelle wirksam zum Durchbruch verhalf. In der Tat gehören diese Straßen zu einem Wohnbezirk, der auch landschaftlich einer der schönsten unseres Stadtbereichs ist, denn Häuser, Gärten, Wiese, Feld und Wald lind dort 3U einer Gemeinschaft vereint, die Brücke vom weiten Stadtkern hinüber zu dem m den letzten Jahren ebenfalls neu erstandenen Ostmarkenviertel kann man die verlängerte Bergstraße ansehen, die als Nachfolgerin des früheren „Kleppergäßchens" erstanden ist. Wer sich an jenen „Engpaß" zwischen den Hecken der beiderseitigen Gärten erinnert und demgegenüber die jetzige Wohnstraße an dieser Stelle betrachtet, der wird zugeben, daß dort oben auf dem Berge nicht nur in baulicher, sondern auch in gartenmäßiger Gestaltung des Geländes, und vom Gipfel aus auch als Fernsichtmöglichkeit, ein Wohnplatz geschaffen wurde, der in der Reihe diger Verschönerung Stadt als ein voller roinn gelten darf. ♦ ^Jetzt' ist Holgerson mit einemmal hellwach. Alle der schönen Straßen unserer Stadt mit in der vordersten Front liegt. Die „Brücke" hinüber zum Ost- markenviertel wird jedenfalls in nicht allzu ferner Zeit bewirken, daß die Bautätigkeit, nachdem sie am Nordhang den Berg hinaufgeklettert ist, nun nach Süden zu den Berg hinuntermarschieren wird dadurch, daß das Bauland an der Südseite des Nahrungsbergs zur Schaffung neuen Wohnraums in Anspruch genommen werden wird. Die Grundlagen hierfür sind durch die Planungen der Stadtverwaltung und entsprechende baustatutarische Bestimmungen bereits geschaffen; vor allem kommt hier zunächst eine Baulandumlegung in Betracht, die der zweckmäßigsten Nutzung des Geländes dienen soll. Daß dieser Geländeanteil ausschließlich für Wohnzwecke Verwendung finden wird, versteht sich von selbst und findet in der Lage dieses Baulandes seine ganz natürliche Begründung. Werfen wir zum Schluß noch einen kurzen Blick von diesem Berge aus hinüber zur Höhe auf der anderen Seite der Stadt, zum W a r t w e g und den angrenzenden Straßen, so werden mir die erfreuliche Feststellung machen können, daß auch dort der Gesichtspunkt „schöne Bauten und Straßen" als Leitgedanke bei der Schaffung neuer Wohn- viertel schon allerlei Geltung erlangt hat und zweifellos in absehbarer Zeit noch stärker zutage treten wird. Alle Vorbedingungen hierzu sind auch in diesem Teile der Stadtgemarkung gegeben, so daß es wohl nicht gewagt oder geradezu prophetisch ist, wenn hier der Ansicht Ausdruck gegeben wird, daß auch am Südende der Stadt in verhältnismäßig kurzer Zeit der Ausbau eines Wohnviertels erfolgen wird, das dem Charakter unseres Gemein- sind dort zu einer Gemeinschaft vereint, die wesens als „Gartenstadt" eine weitere Verstärkung das Wohnen zur besonderen Annehmlichkeit wer-1 gibt. Nicht allzuweit davon entfernt kann man die gleiche erfreuliche Feststellung bei dem Ausbau des Schwarzlach-Gebiets machen. Wie unzulänglich und baulich unerfreulich waren noch vor Während der letzten Jahre hat sich das Bild der Stadt Gießen in mancherlei Zügen wesentlich geändert. Wo vor etwa 6 Jahren am Rande der Stadt noch Gärten ober Feldstücke lagen, sehen wir heute neue Wohnviertel errichtet; wo damals häßliche Baracken in den Straßen selbst das Bild verunzierten, ist jetzt eine gründliche Wendung zum Besseren eingetreten; wo vor der Wiederbelebung der Bautätigkeit und dem Wiedererwachen der Baufreudigkeit zahlreiche Baulücken in den Straßenzügen oder zwischen den einzelnen Baublocks klafften, sehen wir nunmehr neue Häuser geschaffen, ja ganze Straßenzüge in schöner architektonischer Gestaltung ausgebaut. So ist es d^in für ^eden, der die Entwicklung der Stadt Gießen über einen längeren Zeitraum von Jahren rückblickend betrachtet, eine der erfreulichsten Feststellungen, daß unser Gemeinwesen durch den gewaltigen Aufschwung der Bautätigkeit seit der Machtübernahme nicht nur an Wohnraum, sondern auch an baulicher Schönheit der Häuser und Straßen erheblich gewonnen hat. ♦ Diese Verschönerung des Baugesichts verteilt sich nahezu gleichmäßig auf alle Stadtviertel. Wenn wir z. B. im Stadtinnern Umschau halten, so werden uns nicht nur manche wiederhergestellte Fachwerkhäuser als ein begrüßenswerter Gewinn erscheinen, sondern wir werden auch der ausgezeichneten Gestaltung am Linden- platz/Kirchen platz im Rahmen der Altstadt- ianierung das Prädikat einer städtebaulich wohlge- ’lungenen Wandlung von einem baulichen Mißstand in Gießen. ZU einer glücklichen Kombination zwischen Wohnhausbau und Geschäftsstättenzuerkennen müssen. Wer sich der baufälligen Häuser und der schmutzigen Höfe an dieser Stelle erinnert, die in Gemeinschaft mit der trübseligen Schloßgasse noch vor einigen Jahren den ganzen Baublock zur Unmöglichkeit machten, sich dagegen das jetzige schöne Straßen- und Hausbild betrachtet, der wird sicherlich gern zugeben, daß der erste Abschnitt der Altstadtsanierung mit dem Ziele einwandfreier baulicher Neugestaltung der Häuser und zugleich wür- Auf der anderen Seite der Marburger Straße, jenseits des Wiesengrundes vor dem Philosophenwald, kann unsere Stadt ebenfalls viele neue Wohnhausbauten als Ergebnis der letzten Jahre verzeichnen Hier sind es vor allem schmucke Einoder Zweifamilienhäuser, die in den Eichgär - t e n zwischen der Pesta- lozzischule und dem Philosophenwald erbaut wurden, aber auch die benachbarte Fröbelstraße, den Tannenweg und die Curt- nannstraße bilden. Es sind aber auch die von der Baugenossenschaft 1894 in der Jahnstraße errichteten Einfamilienhäuser mit Gärten, die als schöne, geschlossene Wohnstraße diesem Stadtteil ein eigenes Gesicht geben. gärten, Kinderspielplätzen, breiten Straßen und hübschen Grünanlagen zeigen und damit bekunden, daß der Wille zur Neugestaltung im Geiste der Baugesinnung des neuen Deutschland auch in Gießen lebendig ist. Wenn es noch vor etlichen Jahren manchem Volksgenossen geradezu abschreckend erschien, „in der Schwarzlach" zu wohnen, so kann man heute . . wohl sagen, daß von jener stillen oder auch lauten Ablehnung nichts mehr wahrzunehmen ist, vielmehr das Wohnen in diesen neuen und schönen Häusern, unmittelbar am freien Gelände zwischen Lahn und Philosophenwald, als eine Annehm- Ugf lichkeit empfunden wird. HMWM Und wenn nicht allzu si ferner Zeit die Verkehrsmittel der Stadt auch in diesem neuen Viertel fahren und den Bewohnern die Verbindungen mit der Stadtmitte und den anderen Stadtteilen erheblich verkürzen werden, dann dürften wohl alle Wünsche, die hinsichtlich dieses Wohnviertels vielleicht noch vorhanden sind, zur Zufriedenheit der Bewohner der „Schwarzlach" erfüllt fein. „Wie wollen Sie das anstellen? Wie wollen Sie mir helfen?" Hier kann ich das nicht erläutern! Erwarten Sie mich nach Geschäftsschluß! Gegen fünf Uhr schließt die Bar gewöhnlich." ,^Jch kann mich daraus verlassen, daß Sie den Mund halten?" „Glauben Sie, ich habe Lust, ins Gefängnis zu wandern?" „Gemacht. Ich habe meinen grünen Wagen vor der Tür stehen." „Dann fahren Sie ihn ruhig nach Haus und kommen Sie in einer Taxe! Es braucht nicht alle Welt zu wissen, daß wir zusammen abgefahren sind." Die Tanzvorführung ist zu Ende. Gäste kommen an die Bar. Lizzy muß lächeln und alberne Redensarten für teure Schnäpse verkaufen. Langsam geht Holgerson in das hintere Zimmer. Ein Gedanke ... ein rettender Gedanke ... das ist ein Ausweg! In jener Nacht spielte er hoch und gewinnt mehr als tausend Pfund. Betriebskapital! denkt er grinsend, als er feinen Wagen in die Garage fährt. Ein Blick auf die Uhr: es ist zwanzig Minuten vor fünf. Er winkt einer leerfahrenden Taxe, läßt sich zur Bar bringen und befiehlt, zu warten. Es dauerte nicht lange, da hüpft eine schlanke Frauengestalt zu ihm. Die Adresse, die sie dem Fahrer angibt, vermag Holgerson nicht zu hören. 14. D r. Hellmers pflückt Pflaumen. Morell, der Werkmeister, hat einen kleinen Garten hinter seinem Häuschen, einen Garten mit einer Laube. Hier hat schon mancher fröhliche Abend eine noch fröhlichere Runde vereint. Hier hat auch Dr. Hellmers oft mit Morell gesessen, eine gute Flasche Wein aetrunfen unö dabei von alle dem geplaudert, was beiden Männern am Herzen liegt. Meist war's die Arbeit, das Werk, eine neue Erfindung, eine neue Maschine. Manchmal sind sie auch ins Philosophieren gekommen oder in die Politik geraten. Wenn sie auch verschiedener Meinung waren, immer reichten sie einander die Hände, wenn es spät wurde, und schieden in dem Bewußtsein, eine gute, besinnliche Stunde miteinander verbracht zu haben. zusammengekniffenen Schweinsäuglein zu, aber sie achtet gar nicht darauf. „Würde Ihnen empfehlen, den Platz zu wechseln! knurrt Holgerson ungemütlich. „Sämtliche Hocker sind von uns besetzt, verstanden?" „Ja, wieso denn, mein Herr?" protestiert der Dicke, aber Holgerson ist jetzt in dem Stadium, in dem er einfach keinen Widerspruch vertragt. „Herr...!" Er springt auf und beginnt Krach zu schlagen. Mit Mühe besänftigt ihn Lizzy und gibt dem Dicken zu verstehen, daß er hier wenig Gluck hat. Bellend zieht der ab. „Ekelhaft! ..." r e . . . Holgerson sitzt wieder versunken vor seinem Glase. Wenn ich bloß weg könnte! Rabs ...! Weißt du, Kleine, du scheinst doch 'n ganz vernünftiges Frauenzimmer zu fein ... Prost! ... Die andern wollen stets alle was von mir: mal n Schmuck, n neues Auto ober ’n Pelz ... unö meine Frau .. na, lassen wir das! Nicht zu ändern. Wenn ich bloß weg wäre! „Warum können Sie denn nicht fort?" Kleines Schaf!" lacht Holgerson glucksend ,Wenn jeder weiß, wo ich bin, kann ich auch hierbleiben! Warum sollte denn jeder wissen, wo Sie sind? Man braucht es doch niemand auf die Nase zu bm6ebr richtig! Und abends ist der Funk auf 'm Bahnhof, und morgens steht alles in der Zeitung. Nee Kind wenn einer berühmt ist, dann entgeht er seinem Schicksal nicht, auf Schritt und Tritt erkannt ^„Unsinn! Man kann sich doch so verändern, daß niemand Sie erkennt." , Damit mich die hohen Behörden gleich als sieht sich ungeduldig UM aber das Tanzpaar Ernest undGeraldine befindet sich gerade in diesem Augenblick auf dem Parkett, und weil Geraldine tatsächlich kaum mehr als ihre schlanke Linie trägt, stiert alles wie angenagelt auf biC De^^Paß ^dars natürlich nicht auf Ihren Namen lauten! Man kann doch für gewisse Zeit einmal -- sagen wir, in die Haut eines anderen Rupfen! Haben Sie Vertrauen zu mir? Soll ich Ihnen Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. Lizzy, das blonde Mädchen, hält sich ganz still. Sie weiß, daß er jetzt sofort aufstehen würde, wenn man ihn nur anredete. Er gehört ja zu jener Schar »userwählter Gäste, die eigentlich nur in den Hinteren Räumen zu Hause sind. Aus klugem Instinkt einer Frau heraus, die viel gesehen, erlebt und verschwiegen hat, kennt sie die Kunst des stillen Wartens. Er wird schon reden. Und er redet. Sinnlos zunächst. Aber dann schält sich doch ein Sinn heraus. Schulden — Blumberg — sie sind hinter ihm Zer — und wieder Blumberg ... Ja, dieser Name >fst ihr nicht unbekannt. War da nicht vor ein, zwei Jahren jener blonde Junge gewesen, der sich dann Mr der Tür des Lokals erschossen hat? ... Natürlich! Er faselte auch immer von diesem Blumberg, l' er in arg in den Fängen hätte. Armer, schöner Asbjörn Holgerson! denkt Lizzy mnb legt ihm voller Mitleid ihre Hand auf den Arm. ,Lst es viel?" fragt sie vorsichtig. „Ich habe mir in paar Pfund gespart!" .. Aber Holgerson winkt geringschätzig ab. Was ihm t as nützt! Uebrigens nett von der Kleinen, daß sie ihm das iinfach anbietet. Soll auch einen Schnaps trinken. 3roft! . .. _ „Ja, und dann werden sie kommen, die Herren on der hohen Polizei, und den Wirt fragen, wo er Mister Holgerson war — in jener Nacht — tn sner — und dann ist die Geschichte aus. Aus. Dann xmn Blumberg sehen, woher er seine hunderttausend Schilling kriegt, und ich — ich schieße mir ’ne Kugel ■n den Kopf. Basta! Prost, schöne Frau!" Auf den Gedanken, daß der eine Werkleiter und der andere nur einer von den vielen Meistern war, ist weder Hellmers gekommen noch Morell. An diesem Sonntag hat sich Hellmers wieder einmal angesagt. Darum hat Mutter Marell auch einen ihrer tadellosen Napfkuchen gebacken. Nach einem ausgiebigen Tee mit vielen guten Sachen muß Mutter Morell mal schnell zur Nachbarin, und die beiden Männer stellt sie als Pflaumenpflücker an, denn die reifen Reineclauden müssen herunter. Darum müssen die Männer helfen. Das tun sie denn auch. Der alte Morell klettert ja nicht mehr gern auf die Leiter; Hellmers aber ist fröhlich wie ein großer Junge. „Wir werden sie schon kriegen!" lacht er. „Befehl ist Befehl, auch von Mutter Morell. Also: ’runter mit dem Sonntagsstaat! Und wenn Sie mir ein altes Jackett geben, Morell, dann sollen Sie mal sehen wie schnell Sie Ihre Pflaumen im Korbe habend Man kann sich auch so unterhalten. Der Alte steht unten an der Leiter und raucht Pfeife, Joachim kraxelt im Baum herum und ruft seine Antwort, wenn er den Mund gerade mal lea^ hat. Man spricht von den neuen Spinnmaschinen. Daß sie ein Erfolg werden. Daß man die schwierig- ften Fäden bald zu halbem Preis Herstellen kann. „Hauptsache ist nur, daß man mir freie Hand läßt!" meint Hellmers. „Der Onkel aus Schweden scheint ja ein stiller und zufriedener Herr zu fein, aber ob die beiden Damen soviel Verständnis haben, das bezweifle ich!" „Wenn ich mal mit den Damen rede, Doktor, dann sehen sie's bestimmt ein. Hauptsache, der Sänger kommt uns nicht ins Geschäft. Den kann ich nicht gerade gut vertragen. Der will alles verstehen und hat wahrscheinlich keine Ahnung. Woher denn auch?" „Gott, was soll der uns schon stören! Er ist doch Künstler!" Morell murmelt etwas Unverständliches, und Hellmers fragt ein-, zweimal, was er gesagt habe. Als er keine Antwort erhält, wendet er sich nach unten und will gerade sehr energisch zum Ausdruck bringen, daß Morell gefälligst lauter reden solle da sieht er eine Frau an der Leiter stehen. Hätte er sich nicht blitzschnell sestgehatten, wäre er vor Schreck die Leiter heruntergefallen. (Fortsetzung folgt) Ein älterer Glatzkopf will sich zu ihnen setzen, er t wirst der kleinen blonden Lizzy verliebte Blicke aus 1 Trunkenheit ist wie wegg 1 Schöne Wohnhäuser und Straßen Gauleiter Sprenger eröffnet die Ausstellung „Wille und Tat". Oie große und repräsentative Leistungsschau des Gaues Hessen-Nassau. Eigener Äericht des Gießener Anzeigers. anrennen Rundgang durch die Ausstellung 21115= B. den usw. usw. einfach unmö^id), Ernzelh eiten an» Zufuhren. Ueberall tritt aber in eindrucksvoller und überzeugender Weise zutage, welch' gewaltige Aufbauarbeit im r *■'' ‘ Weise zutage, welch gewaltige Aus- ___________ .... Verlaufe der letzten Jahre auch in unserem Gaugebiet geleistet wurde. Bei der Betrachtung aller dieser Stände kann der Besucher nur immer wieder staunen und bewundern in vor» behaltloser Anerkennung für alle die Volksgenossen, die irgendwo und irgendwie an diesen Leistungen als Arbeiter der Stirn und der Faust beteiligt werden. hierauf eröffnete der Gauleiter die Ausstellung, die er und die Gäste anschließend besichtigten. gen des Kreises durch bildhafte Darstellung nahebringt. Ferner sieht man hier in aufschlußreichen Bildern die mannigfachen Formen des Aufbauwerkes während der letzten Jahre festgehalten. Die Gemeinschaftsschau der oberhessischen Kreise, dis von dem Gießener Museumsdirektor Dr. K r ü g e r in übersichtlicher Gestaltung aufgebaut wurde, steht unter dem Motto „Vom Werden Oberhessens in der deutschen Vorzeit". Wir haben über diese Schau bereits im „Gieß. Anz." Nr. 195 vom 22. August in einem Vorbericht einen umfassenden Ueberblick gegeben, so daß wir uns heute auf die Feststellung beschränken können, daß dieser Stand unser Oberhessen in sehr interessanter und aufschlußreicher Weise vertritt. Die übrigen Kreise Oberhessens sind vor allem mit zahlreichen Bildern aus den Städten und den Landorten, ferner mit Werkmannsarbeiten aus dem lokalen gewerblichen und handwerklichen Schaffen sowie mit Erzeugnissen der örtlichen Industrien vertreten. Insgesamt ist auch von diesen Ständen zu sagen, daß sie mit Recht auf alle Aufmerksamkeit der Besucher, insbesondere derer aus Oberhessen, Anspruch erheben können. Oie weiteren Stände. Die Hallen X und XI enthalten die Stände der Landschaften von der Lahn, vom Westerwald und vom Taunus, sowie der wichtigsten Städte dieser Kreise. Auch hier findet man das Wirken der öffentlichen Hand und der Wirtschaft in vielfältiger Art dargestellt. In den weiteren Hallen fällt vor allem in besonders eindrucksvoller Weise die Sonderschauder N S.-Frauenschaft — DeutschesFrauen- w e r k im Gau Hessen-Nassau durch die Fülle dessen auf, das dem mannigfachen Wirken der Frau zu- stcht. Neben den erzieherischen Pflichten der Frau und Mutter wird auch ihre Verpflichtung gegenüber der Volkswirtschaft, ferner der Mütterdienst als Dienst am Volk eindrucksvoll durch Frauen, Mädchen und Kinder veranschaulicht. Daneben sieht man auch dargestellt, welche Aufgaben die Frau im Dienste der NSV., des Roten Kreuzes, des Luftschutzes, der zweckmäßigen Verwendung der neuen deutschen Werkstoffe usw. zu erfüllen hat. Kein Besucher der Ausstellung versäume, diesen Ständen seine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Sehr lehrreich und anschaulich ist die dann folgende Schau des Rassenpoli tische nAm- t e s, die in mehreren Abteilungen einen weit umfassenden Ueberblick über ihr Aufgabengebiet und ihr Wirken ermöglicht. Auch hier ist es sehr lohnend, sich gründlich umzuschauen. Eine Anzahl weiterer Stände ist der Arbeit der H I., des B D M., des männlichen und weiblichen Arbeitsdienstes gewidmet und bietet ebenfalls eine Fülle lehrreichen und überzeugenden Anschauungsmaterials. Schließlich begegnet man in den Hallen XIV bis XVII den Ständen des Wiesbadener und Mainzer Einzelhandels, der Leistungsschau des Kreishandwerkerschaft Groß-Wiesbaden und Untertaunuskreis, abschließend der Reichsbahn, der R e i ch s p o st und des Flughafens Rhein —Main. Auch in diesen Ständen erhalten die Besucher eine solche Fülle des Interessanten durch Modellarbeiten, Bilder und anderen Aushängen oorgeführt, daß es sich in der Tat sehr verlohnt, hier länger zu verweilen und alle diefe Dinge auf sich wirken zu lassen. Wer die Schau in allen Teilen gründlich besichtigen will, muß sich dafür mehrere Stunden frei halten, denn mit einem kurzen Durchschreiten ist es nicht getan, wenn man einen Gewinn von dem stellungsbesuch haben will. Die Ausstellung, eine der größten Deranstaltun» gen dieser Art in diesem Jahre im Reich, umfaßt ein Gelände von rund 25 000 qm. Davon sind über 16 000 qm überdeckte Fläche für die Ausstellungshallen. Der Besucher betritt vom Haupteingang her zunächst die „Halle der Bewegung", deren Stirnwand mit einem mächtigen Bild des Führers geschmückt ist, flankiert durch zwei Gemälde, die die beiden Säulen des Staates, die Partei und die Wehrmacht, zeigen. In zahlreichen Kojen erhält der Beschauer einen Ueberblick über die Arbeiten und das (Streben der Partei im Gau Hessen-Nassau. Die anschließende Durchgangshalle zu den Ausstellungsständen enthält ein Modell des Rhein- Main-Gebiets, das 6 Meter Durchmesser hat. Aussteller ist der Landesfremdenverkehrsverband Rhein- Main. Ferner machen hier die Landkreise des Regierungsbezirks Wiesbaden mit ihrer Entwicklung, ihren vielfältigen Leistungen und ihren weitreichenden Aufgaben bekannt. Es schließen sich dann die Hallen III, IV, V, VI und VII an, die baulich so verbunden sind, daß man von einer Halle in die andere spaziert, ohne es überhaupt zu bemerken. Hier treten die Städte Frankfurt a. M., Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Hanau, Offenbach, Worms, Gießen, Wetzlar und Diez mit ihren mannigfachen Leistungen vor die breite Oeffentlichkeit. Die Verwaltungen dieser bedeutenden Städte des Rhein-Main-Gebietes und ihre Wirtschaft geben in den Ständen dieser Hallen auf breiter Grundlage einen Einblick in ihr Schaffen, der überwältigend ist. Es ist in diesem Zusammenhang bei der ungeheuren Fülle des ausgestell- ten Materials, sowohl an Bildern, Tabellen, Mo- dellen, Werkstücken, Warenmustern, Kunstgegenstän- umgesetzt wurde. Die Leistungsschau könne natürlich nicht das Letzte ausschöpfen. Es fei ein großer Ueberblick gegeben, aber nicht alles könne heraus- gestellt werden, was feit 1933 wirklich geleistet wurde. Der Gauleiter führte weiter aus, daß gerade die jetzige Zeit dazu geeignet sei, eine solche Ausstellung zu eröffnen. Die ausländischen und inländischen Meckerer könnten sich in den vielen Hallen davon überzeugen, daß Gewaltiges in den letzten Jahren geleistet wurde. Er fuhr dann fort, daß die Arbeit dazu diene, die Lebensmöglichkeiten des Volkes sicherzustellen. Im Rahmen der großen Aufbauarbeit im Reich setze auch der Gau Hessen-Nassau den Willen des Führers Zug um Zug in die Tat um. Jeder Volksgenosse gebe sein Bestes, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Der Gauleiter kam dann auf die politische Lage zu sprechen und betonte, daß wir in entscheidungsreichen Stunden leben. Trotz der verbrecherischen Kriegshetze, die im Ausland getrieben wird, sehe Deutschland ruhig der Zukunft entgegen. Im Reich sei alles geschehen, daß das Volk friedlich seinen Weg gehen kann. Es sei alles getan, damit die Aufbauarbeit fortgesetzt werde. Unsere Wehrmacht werde dafür sorgen, daß dieses friedliche Schaffen nicht gestört werde. Es sei wie ein Wunder: im Osten rüsteten sie zum Krieg; und der Gau Hessen- Nassau eröffne eine Ausstellung. Darin solle das Ausland unsere Friedfertigkeit erblicken. Die kriegshetzerischen Staaten sollen aber auch wissen, daß wir ebenso, wie wir zur friedlichen Arbeit geeint und geschlossen antreten, uns vereinen, um unser Aufbauwerk zu verteidigen und die Feinde unseres Reiches unschädlich zu machen. Zum Schluß würdigte der Gauleiter die Große unseres Reiches und die Stärke unserer Wehrmacht, gegen die unsere Feinde vergeblich Am gestrigen Freitagnachmittag fand in Wiesbaden in Gegenwart des Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger und zahlreicher führender Männer der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, des Staates, der Wirtschaft und vieler anderer Ehrengäste die Eröffnung der Ausstellung „W i l l e und Tat" statt. Die Veranstalter dieser Schau — das Institut für Deutsche Kulstur- und Wirtschaftspropaganda unter Mitwirkung der Gauleitung Hessen-Nassau, der Wirtschaftskammer Hessen, Des Deutschen Gemeindetages, Landesdienststelle Hessen-Nassau und des Landesfremdenverkehrsoerbandes — haben damit der breitesten Oeffentlichkeit ein Werk von überragender Bedeutung zugänglich gemacht, das auch den höchsten Ansprüchen an eine derartige Veranstaltung Genüge leisten kann. Die Eröffnungsfeier in der festlich geschmückten „Halle der Bewegung" wurde mit einem Musikvortraa des Rhein-Mainischen Landesorchesters eingeleitet. Danach sprach Dr. K i k i s ch vom Institut für Deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda zunächst dem Gauleiter besonderen Gruß und herzlichsten Dank aus für die starke Forderung dieses Ausstellungsunternehmens. Sodann dankte er allen, die zum Aufbau dieser Schau beigetragen und die Arbeit unterstützt haben, schließlich gab er einen kurzen Ueberblick über die weitreichende Bedeutung der Leistungsschau. Nunmehr sprach Gauleiter Aeichsffatthalier Sprenger In seinen Ausführungen dankte er zunächst dem Institut für Deutsche Kultur- und Wirtsckaftspropa- ganda für die Sorgfalt, mit der es die Ausstellung vorbereitet hat. Er stellte dann fest, daß jeder Besucher, der die Ausstellung auf sich einwirken läßt, erkennt, wie der Wille des Führers in den einzelnen Kreisen des Gaues Hessen-Nassau in die Tat waren. Man lernt aber auch schöne Darstellungen von Landschaften unt) durch entsprechendes Material deren Bedeutung in kultureller, landwirtschaftlicher, industrieller oder gewerblicher Art kennen. In der Halle VIII lernt der Besucher viel Interessantes und Charakteristisches von den Landschaften des Odenwaldes und der Bergstraße mit der hessischen Landeshauptstadt Darmstadt kennen. Die Landwirtschaft, die Obst- und Gemüsezüchter, die Steinindustrie und die Industrie, die Elfenbeinschnitzer und die Töpfer, selbstverständlich auch die landschaftlich schönsten Gegenden kann man hier an Fotos, die Erzeugnisse dieser Gegend an prächtigen Proben kennenlernen. Oberheffen auf der Ausstellung. Die Halle IX ist der 253 etter au, dem Vogelsberg und dem Kinzigtal gewidmet. Hier begegnet man der Gemeinschaftsschau der Kreise Obe-rhessens, den Ausstellungen der Stadt und des Landkreises Gießen sowie den Ständen der Kreise Alsfeld, Lauterbach, Büdingen und Friedberg. Die Stadt Gießen bekundet durch eine Großfotomontage ihren Charakter als Liebig-Stadt, ferner macht sie durch wirkungsvolle Bilder mit den wichtigsten Etappen des Aufbaues in den letzten Jahren bekannt, vor allem mit der umfassenden Wohnungsbautätigkeit, mit der Altstadtsanierung usw. Der Landkreis Gießen läßt seinen Stand durch zwei junge Mädchen aus dem Hüttenberg in alter und in neuer Tracht betreuen und bringt damit in sehr mir» kungsvoller Weise ein besonderes Charakteristikum des Landkreises zum Ausdruck, das noch erhöht wird durch eine getreue Wiedergabe eines bäuerlichen Hoftores, wie man sie in überlieferter Art noch Überall in den Orten des Hüttenbergs an» trifft. Unser Gießener Theatermaler Löffler hat in origineller und künstlerisch guter Gestaltung eine Karte des Landkreises Gießen gemalt, die dem Beschauer die Besonderheiten der einzelnen ©egen« Der Landkreis Gießen in anschaulicher Darstellung seiner Wirtschaft. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Verkehrslag Rhein-Mn in Wiesbaden Ein eindrucksvoller Arbeitsbericht des Landesfremdenverkehrsverbandes In Wiesbaden wurde am Donnerstagoormittag der Verkehrstag Rhein-Main eröffnet, den der Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main veranstaltet. Die erste Sitzung des Verkehrstages war die Referentenbesprechung, die von dem Leiter des Verbandes, Oberbürgermeister Ritter (Gießen), eröffnet wurde. Direktor Goddemeyer entwickelte vor den Referenten den organisatorischen Aufbau des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main und umriß die gesetzlichen Grundlagen der Arbeit im Fremdenverkehr. Als Bäderreferent sprach Kur- direttor Lippert (Bad Schmalbach) über die Richtlinien zur Preisgestaltung und über die Regelung des Kurortewesens. Die Arbeit des Referates für Fahrplan- und Tarifwesen schilderte Syndikus Dr. R o e s e n e r (Darmstadt). Der Referent für Quellenchemie, Professor Dr. Fresenius (Wiesbaden) gab einen Ueberblick über den Quellenreichtum des Rhein-Main-Gebietes. Ebenfalls am Vormittag trat der allgemeine Kur- und Bäderausschuß zusammen, lieber' die Anordnung Nummer 26 des RFD. sprach Kurdirektor Lippert. Der wissenschaftliche Beirat, Privat- boient Dr. Kühnau (Wiesbaden) schilderte die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Fremdenverkehrswesen. Prof. Dr. Linke, der Referent für Klimafraaen, bezeichnete das Mittelgebirge allgemein als Die Landschaft, deren Eigenartigkeiten die beste Voraussetzung des Kurbetriebes Rhein-Main. sind. Zum Schluß sprach Prof. Dr. Fresenius über Normativ-Bestimmungen für die Untersuchung der natürlichen Heilwässer. Am Nachmittag trat der große Beirat zusammen, dem mehr als 50 führende Persönllichkeiten aus dem Derkehrsleben des Rhein-Main-Gebietes neben allen Behördenleitern angehören. Oberbürgermeister Ritter begrüßte den Ausschuß, der an diesem Tag zum erstenmal zusammentrat. Ober- regierungsrat Dr. Krebs (Darmstadt) entwickelte bann in umfassenden Ausführungen ein Bild von den Derkehrsinteressen des Rhein-Main-Gebietes. Nach diesen Darlegungen sprach Direktor Graf über die politische Aufgabe des deutschen Fremdenverkehrs. Als letzter Redner sprach Kurdirektor Lippert über die Bedeutung der Heilbäder und Kurorte für das Rhein-Main-Gebiet. Die Zahreehaupwersammluna. Der gestrige Freitagvormittag brachte im Kurhaus zu Wiesbaden die Jahreshauptversammlung des Landesfremdenverkehrsverbandes unter dem Vorsitz des Der- ban'bsleiters, Oberbürgermeister Ritter (Gießen). Der Tagung wohnte auch ©aulriter Reichsstatthalter S p renger bei. Oberbürgermeister Ritter leitete die Tagungsarbeit mit der besonderen Begrüßung des Gauleiters, der übrigen Gäste und der Mitglieder des Verbandes ein. Hierauf erstattete Direktor Goddemeyer (Frankfurt d. M.) den Geschäftsbericht über die Arbeit des Landesfremdenverkehrsverban. des im Jahre 1938. Der Bericht wurde in Form eines gedruckten sehr interessanten Büchleins er, stattet. Zunächst werden darin interessante Mitteilungen über den Aufbau des Landesfremdenverkehrsverbandes gemacht, der feit 13. Juli 1936 unter der Leitung unseres Gießener Oberbürgermeisters Ritter arbeitet. Gegenwärtig sind 592 Gemeindeverbände, Gemeinden und Kurverwaltungen Mitglieder des Verbandes. Im Rahmen des Verbandes wirken jeweils für eine Landschaft die Gebietsreferenten, denen die Betreuung ihres Gebietes im Rahmen der Gesamtarbeit obliegt. Ferner wirkt ein Fachausschuß für wissenschaftliche Fragen mit, der Angelegenheiten der Kurorte und Bäder, der Quellen, des Klimas, der Kurtax- orbnungen ufm. zu bearbeiten hat. In biefem Rah. men wird auch an den Aufgaben der Klimastationen gearbeitet, beren gegenwärtig 33 in 28 Gemeinden eingerichtet find. Die Arbeit des Verbandes gilt weiterhin den Angelegenheiten der P r e i s g e ft a l» t u n g, der Kurtaxordnung, den Heil- und Mineralquellen, deren sich 244 im 23er» bandsgebiet Rhein-Main befinden. Besondere Bedeutung hat auch die Tätigkeit des Referenten für das Fahrplan- und Tarifwesen, der in seinem Referat alle Fragen des allgemeinen 23er» kehrswesens für bas Berbanbsgebiet bearbeitet. FOTO-Arbeiten preiswert 727D Foto-Ruhl, Seltersweg 67 Enge Arbeitsbeziehungen werden in dem Bericht weiterhin hervorgehoben zur Deutschen Lufthansa und der Deutschen Zeppelin-Reederei, ferner zu der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungs« geroerbe, zur NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude", zur Bezirksfachgruppe Rhein-Main der Reichsgruppe Hilfsgewerbe des Verkehrs, zur Deutschen Arbeitsfront, zum Reichsverband der deutschen Jugend» Herbergen, zu den Wanderoereinen, zum Deutschen Automobil-Club (DDAC.), zur Presse usw. Außerordentlich interessant ist eine in dem Bericht veröffentlichte Statistik des Fremdenverkehrs. Die jährliche statistische Erhebung über den Fremdenverkehr erfaßt alle Gemeinden des Verbänosgebietes. Nach diesen Ermittlungen entfielen auf 434" Fremdenverkehrs- und Bädergemeinden in der Zeit vom 1. November 1936 bis 31. Oktober 1937 insgesamt 5 996184 liebernad)tun» gen, auf die Zeit vom 1. November 1937 dis 31. Oktober 1938 insgesamt 6 054125 Uebernadjtun« gen, die sämtlich in gewerblichen Beherbergungs» betrieben erfolgten. Rechnet man noch die lieber- nachtungen in den anderen Gemeinden (nicht Fremdenverkehrsgemeinden) und die Uebernad)tungen in Jugendherbergen, Lagern, Sanatorien und Heilanstalten hinzu, so kommt man zu einer Gesamtziffer von über 7 Millionen Uebernach- tungen im Derbandsgebiet. Die lieber- nachtungen von Ausländern machen dabei einen erheblichen Anteil aus. Der Bericht gibt dann im einzelnen Aufschluß über die Verteilung der Ueber- nad)tungen auf die verschiedenen Teile des 23 er- banbsgebietes, d. h. auf die Bäder, die Großstädte, die Kreise usw. Die Werbung für das Rhein-Main- Gebiet behandelt ein anderes Kapitel des Berichts, aus dem ersichtlich ist, daß der Verband sowohl im Inland als auch im Ausland eine sehr großzügige und anerkennenswerte Werbearbeit für das Verbandsgebiet entfaltet hat. U. a. würben Werbeschriften der verschiedensten Teile bes Verbandsgebiets in Massenauflagen in deutscher, holländischer, französischer und englischer Sprache an alle Werbestellen (Derkehrsbürvs usw.) versandt. Dabei kam im Jahre 1938 auch ein Prospekt „OberHessen ° Vogelsberg" in einer Auflage von 23 000 Stück in deutscher Sprache zur Verteilung. Neben der Werbung durch die Gebietsprospekte und einen Gesamtprospekt ist auch auf dem Wege der Anzeigenwerbung, der Plakate, der Schaufenstergestaltung und bei Ausstellungen, ferner durch Zeitschriften usw. für das Verbandsgebiet geworben worden. Der Verband gibt zu Werbezwecken auch eine Schriftenreihe heraus, deren erste Erscheinung „Das kleine Buch von Gie- ß e n" ist. Die erste Auflage dieses Buches ist bereits vergriffen, so daß eine weitere schon im ersten Erscheinungsjahr folgen muß. Als weitere 23er* öffentlichung folgt das Lahnbuch. Ferner ist beabsichtigt, in dieser Reihe Schriften zu veröffentlichen, die ein kulturelles und geschichtliches Bild von Land und Leuten im Rhein-Main-Gebiet geben. Der Werbung im Ausland wurde stets besondere Beachtung gewidmet. Die Zusammenarbeit mit der Presse und der Nachrichtendienst des Verbandes wirken sich in werberischer Hinsicht ebenfalls sehr vorteilhaft für das Verbandsgebiet aus. Nach dem 23 or trag des 23erwccktungsberichts erteilte Oberbürgermeister Ritter dem Geschäftsführer und dem Kassenverwalter Entlastung. Sodann wurde von ihm der Voranschlag für 1939 festgestellt. Hauptschristleiter Iurinek (Berlin) hielt dann eine kurze Ansprache über die Mitarbeit der Presse in der Fremdenverkehrswerbung. Er unterstrich dabei vor allem bte politische Aufgabe der Presse auch auf diesem besonderen Arbeitsgebiet. Gauleiter Reichsstatthalter Gprenqer sprach dann zu der Versammlung. In seiner Rede wies er eingangs auf den ehemaligen Zustand des Fremdenverkehrswesens im Gau Hessen-Nassau hin. Das Gebiet, das damals in zwei Verbände auf' geteilt worden war, stand in Gefahr, noch weiter aufgeteilt zu werden. Diesem Zustand wurde kategv' risch ein Ende gemacht durch die Gründung der Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main. Die Notwendigkeit und Rechtfertigung für diese Gründung, so fuhr der Gauleiter fort, gäbe der heutige Stand der Leistung und der Erfolge des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main. Nc» ben der Arbeit fei es aber besonders auch das Schwergewicht der Bedeutung dieses Gaues nn Rahmen des Fremdenverkehrswesens, die dem Rhein-Main-Gebiet verdiente Anerkennung erworben hat. Heute sei das Verkehrsgebiet Rhein-Main ein Begriff für Deutschland sowohl, wie für das Ausland. Sehr früh habe die Partei erkannt, oaR dem Fremdenverkehrsgedanken ein politischer Auftrag innewohne. Sie habe daher ihre dynamische Kraft eingesetzt, um auch auf diesem Gebiet, dessen innen« wie außenpolitische Bedeutung ohne Frage sei, fordernd zu lenken. Mit anfeuernden Worten des Gauleiters an Die Versammelten zum weiteren starken Einsatz aller Kräfte für das Werk des Führers und für seine Politik des Friedens und der deutschen Erneuerung fand die Tagung ihren Abschluß. Oberbürgermeister Ritter schloß dann in üblicher Weise. D t- er stets gegen sich selber sein. und •. >’ung; !ain-' x, X gäbt" j latn.' I > • > Ät &\ 9 bis 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis 9 Bohnen, grün 13 bis 23, gelb 15 bis 23, Erbsen 15 bis 20, deutsche Tomaten 20 bis 26, Zwiebeln 10 bis 13, Rhabarber 8 bis 10, Kürbis 8, Kartoffeln, V2 k» 5 Rpf., 5 kg 50 Rpf., 50 kg 4 bis 4,50 RM., Frühlipfel, kg^ 15 bis 35, Falläpfel 6 bis 8, Pfirsiche 32 bis 35, Brombeeren 35 bis 40, Preiselbeeren 38 bis 40, Birnen 15 bis 35,^ Pflaumen 15 bis 25 ^wetschen 15 bis 20, Mirabellen 25 bis 30, Renekloden 15 bis 22 Rpf., Hähne 1^10 bis 1,20 RM., Suppenhühner 90 Rpf. bis 1 RM., Tauben, das Stück 50 bis 70 Rpf., Blumenkohl 10 bis 35, Salat 5 bis 8 Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. ** Sterbefälle in G i e ß e n. Es verstorben in Gießen in der Zeit vom 1. bis ^.August: 2 August Jakob Moutarde, Buchdruckergehilse, 60 Jahre Alter Steinbacher Weg 15; Ludwig Burger, Diplom-Braumeister, 40 Jahre, Wernerwall 62; 5.August Emma Hach, geb.Lich,31 Fahre^ohne Berus, Dammstraße 25; 6. August Elisabeth Nagele, geb Beisel, ohne Beruf, 66 Jahre, Wetzlarer Weg 65 8. August Ewald Menne, Spengler und Installateur 35 Jahr-, Sandgasse 35; 11, August Anna Eumbel, qeb. Garth, ohne Berus, 49 Jahre, Rodheimer Straße 40; August H-nzerlmg Kaufmann, 61 Jahre, Neustadt 36; 13, August Anna Engel, geb. Panz, ahn- Beruf, 42 Jahr-, Am Sandseld 11. Große Strafkammer Gießen. Der Ludwig Geißler in Daubringen hatte sich wegen Sittlichkeitsoerbrechens zu’ verantworten Er war beschuldigt, in den Jahren 1937 bis 1939 Personen unter 14 bzw. unter 21 Jahren zu unsittlichen Handlungen verführt zu haben. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeu statt. Der Angeklagte wurde des Verbrechens nach § 175 in neun Fällen sowie eines Verbrechens nach § 176 schuldig erkannt und zu einer Gesamt- zucht Haus st rase von zwei Jahren, ab- „Meister, Bürger und Rebell". 9: Deutsche Meister. Georg Fr. Händel — C. M. v. Weber — Franz Schubert. 12: Musik am Mittag. Einlage von 13 bis 13.15: Das Mikrofon unterwegs. 14: Für unsere Kinder: Ja, so sind die Wichtelmänner. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Rejgen sorgloser Melodien. 15: Reichssendung: Großkonzert des Rundfunks mit Berichten von der Feldparade vor dem Führer bei Tannenberg. 18: Froher Dorfsonntag. „Froh zu fein bedarf es wenig." 19: Das Backfischfest in Worms. Ausschnitte vom Hauptfesttag. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. 19.50: Echo von den Stu- denten-Weltspielen Wien. 20: Nachrichten. 20.30: Orchester-Konzert. Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.30: Sport- bericht. 22.45: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert. IHontag, 28. August. 5 Uhr: Frühmusik. Das kleine Orchester des Reichs- senders Breslau. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: lieber» traqung nach Saarbrücken: Morgenlied, Morgenspruch, Nachrichten, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Gaumusikzug Reichsarbeitsdienst, Arbeitsqau XXII. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Rat- schlüge für den Garten. 8.40: Froher Klang zur ittlichem Ernst gingen alle Angehörigen des Regiments an ihre große Aufgabe heran". Alle waren von dem sehnlichsten Wunsch erfüllt, so bald als möglich an den Feinnd zu kommen, um an dem Ringen um Leben und Zukunft unseres Vaterlandes teilnehmen zu können. Es soll nun nicht die Aufgabe fein, im Rahmen dieses Rückblickes eine Geschichte des RJR. 222 zu geben, die in den Spalten dieser Zeitung schon häufig in Einzeldarstellungen niebergelegt wurde. Heute am 25. Jahrestage seiner Gründung sollen einmal die sittlichen und moralischen Eigenschaften der Kriegsfreiwilligen von 1914 niedergelegt werden. Das Regiment ist am Tage des Sieges von .Tannenberg ins Leben gerufen worden, einen schöneren Gründungstag hätten sich die 222er nicht wählen können. Seine kriegerischen Taten im Westen und Osten sind in die Geschichte eingegangen und von höchsten Stellen gewürdigt worden. Die Daheimgebliebenen werden sich noch erinnern, daß im Heeresbericht der Obersten Heeresleitung die besonderen Leistungen hessischer Regimenter in der Schlacht bei Lodz heroorgehoben wurden, und zu diesen gehörte auch das RJR. 222. Generalfeldmarschall von Mackensen schrieb einmal: „Die bei Beginn des Weltkrieges zum überwiegenden Teil aus Kriegsfreiwilligen aufge- stestellten, schon Mitte Oktober 1914 für kriegsfähig erklärten und bald darauf eingesetzten neuen Armeekorps haben trotz ihrer unvorbereiteten Aufstellung und überhasteten Ausbildung im Verlaufe des Krieges ihren Mann gestanden. Die hohe Zahl der von der Bedeutung der Stunde tief erfüllten Männer und Jünglinge in ihren Reihen half die Mängel der Improvisation überwinden. Intelligenz, Jugend und Hingabe der Mannschaft und zweck- bewußte Anleitung kamen der Ausbildung zustatten und gaben im vollen Einklang von Offizier und Mann dem Geist der Truppe Richtung und Halt. Von der inneren Kraft eines unbeugsamen Willens zum Siege erfüllt, zogen diese jungen Truppenteile mit nicht zu überbietender Begeisterung und unübertrefflichem Heldenmut in den Kampf und wurden anerkannte Mehrer der Kraft, der Erfolge und des Ruhmes des deutschen Heeres. Manche ihrer Waffentaten suchen in der Geschichte ihresgleichen. Die 222er haben ihren Anteil an solchen in reichem Maße." In ähnlicher Weise haben sich General v. Wris- berg, der im Kriegsministerium im August 1914 die Freiwilligenkorps aufstellte und General von G e r o k, der Kommandierende General des XXIV. Reservekorps, zu dem die 222er gehörten, geäußert. Wir alten Offiziere, denen damals die Führung der jungen Mannschaften anvertraut war, wußten, daß die schrankenlose Begeisterung beim Verlassen der Heimat unter den seelischen und physischen Eindrücken des Fronterlebnisses eine nicht unwesentliche Veränderung erfahren würde. Wir waren von der ungeheuren Verantwortung durchdrungen, die uns durch die Führung dieser jungen, noch nicht genügend ausgebildeten Mannschaften übertragen wurde, und wir legten uns manchmal die Frage vor: Werden unsere Freiwilligen den ungeheuren Anforderungen des modernen Krieges gewachsen fein? Und sie waren diesen Anforderungen gewachsen, ja sie haben unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Man muß nur einmal die herrlichen Kriegsbriefe der Kriegsfreiwilligen durchlesen, die nach dem Kriege veröffentlicht wurden, und die ein von jeder Beeinflussung freies Bild der seelischen Verfassung dieser deutschen Jugend von 1914 wiedergeben. Man wird feststellen, daß neben aller Begeisterung ein sehr ernster Unterton nMchwmgt, einmal die Erwartung, endlich an den Feind zu kommen, dann aber auch die Möglichkeit sterben zu müssen. Fast in allen Briefen kommt das unbedingte Vertrauen in die Führung, tue Hoffnung auf Lus der Stadl Gießen. Vom La-sagen. Don Reinhold Braun. ' lag Ideal unserer Zeit ist der „ganze Mann". Wn Clausewitz, der Mitarbeiter Scharnhorsts und .^Verkünder eines inneren Soldatentums, sagt: Wi Zeit ist euer; was sie sein wird, wird sie jur.») euch sein!", so wird unsere Zeit das sein, was je t-urd) den ganzen Mann, den „ganzen Kerl" in ijer Mion ist. Er gibt ihr den Charakter; er allein Adelt sie zum Gefäß eines werthaften Inhalts. 1] Denn er Ja sagt, so ist das Perfönlichkeitsaus- jnif. Alles, was an und in diesem Menschen ist, sinst auf, hell und stark und ist schön aus Ge- Menheit. In diesem Ja liegt zugleich die Weis- ,eit der Begrenzung, die da spricht: „Wohl ist dafür ie|rgt daß die Bäume nicht in den Himmel waches aber es ist auch dafür gesorgt, daß sie gen xifftnel wachsen". So ist dieses Ja ein Bekennt- n8 zum unbeugsamen, heiligen Wachstumswillen. ft der Klang des furchtlosen Herzens. $er den Sinn feines Lebens, den Auftrag feiles Daseins erfüllen will, muß unnachsichtlicher kärpfer fein. Wenn eine Not ihn anfällt, dann Dik er auch Ja zum Schmerz zu sagen; er nimmt hi als Gestaltungshilfe für sein Leben, die eben 0 tib nicht anders sein soll. Die leidigen „Ja- und !lOn"-Sager sind ihm ein Greuel, und er muß «egn sie hart sein um seiner eigenen großen Ziele der seines Volkes willen. Am härtesten aber 1 ’n! vikli '-hr! W\ W "neu ’N I Tiefer Ja-Sager deutscher Art holt sein Ja stets Ni!- iw der Tiefe seines Wesens herauf, die Fragen u d-i )e;Herzens sind ihm die heiligsten Fragen, und die unoj.1 ttiiDorten darauf sind schlicht und grat), sein Leben eiibf * nnb Wesen selbst. Die Treue seines Geistes und ruppj leirr Seele zu allem Großen und Heiligen, zu dem Nts.1 SA deutschen Menschen- und Volkswesens leuchtet lgenb, hi? aus Blick, Gebärde und Wort, aus allen seinen ujj;. Holungen, aus jeder kleinsten Tat. Wo er ein Mrender sein darf, ist er es ganz. Wo er Gefolgs- tal Irtiit ist, ist er es ebenfalls mit Leib und Seele. Sen! kttotz ist ihm das Selbstoerständlichste der Welt. iebUn, lii als alles Lebens und Wesens Krönung er» einhttj chnt ihm das Opfer. den Sieg der deutschen Waffen, das Versprechen restloser Pflichterfüllung und ein unbedingtes Gottoertrauen in rührender Weise zum Ausdruck. Ferner aber auch der Dank an Eltern und Lehrer für das, was sie dem einzelnen mit auf den schweren Weg gegeben hatten. In dieser Gesinnung traten die moralischen und seelischen Werte der freudig in den Kampf ziehenden Truppen in herrlichster Weise in die Erscheinung. Unser deutsches Volk und unsere deutsche Jugend waren körperlich und seelisch gesund. Und diese Eigenschaften sind die eigentlichen Waffen des Soldaten. D i e Nation, deren Soldaten diese Eigenschaften ihr eigen nennen, besitzt ,bie stärksten Bataillone". Aber auch in den ernstesten Lagen kam die jugendliche Begeisterung für Musik und Gesang zu ihrem Recht. Denkt Ihr noch an das Leden in den verschlammten Gräben Nordfrankreichs mit den primitiven Erdlöchern als Unterstände? Auch dieses Leben hatte trotz der ständigen Beschießung seine Freuden. Wer gerade keinen Dienst in dem vorderen Graden hatte, spielte auf seiner Mundharmonika (zu deutsch Schnusfelrutsch) oder auf einer irgendwo aufgegabelten Quetschkommode, oder es bildete sich ein Dreimännerkollegium, um auch im Granatfeuer einen Skat zu kloppen, oder, wer ernsteren Sinnes mar, der holte sich seinen Faust aus dem Tornister ober das neue Testament, das Vater ober Mutter mitgegeben hatte, oder ein Lehrbuch, um sich auf spätere Examina vorzubereiten. Denkt Ihr. noch an den Novemberadend, als wir zu Ehren des Seesieges von Coronel im vorderen Graben vereint, bis in die Dunkelheit Choräle und die alten schönen Volkslieder fangen, sodaß die Engländer einen Angriff erwarteten und uns zum Dank ein mächtiges „Ad end kontert" bereiteten? Denkt Ihr noch an das Kirchenkonzert in Bischweiler, das, aus Euren eigenen Reihen angeregt, zu Gunsien des Roten Kreuzes veranstaltet wurde, und einen so herrlichen Verlauf nahm, oder an den Gottesdienst, der auf Euren Wunsch in der zerschossenen Kirche von Fournes unmittelbar hinter der Kampffront stattfand und der wohl bei allen einen unvergeßlichen Eindruck hinterlassen hat? Und denkt Ihr noch daran, wie Ihr in den Wintertagen den armen Kindern von Fournes aus dem kargen Bestand Eurer Nahrungsmittel und Liedesgaben etwas zum essen gäbt? Gottesfurcht, Menschlichkeit und Mitleid, das sind die Eigenschaften, die uns Wirtschaft. Neue preise für Gchlachtschweine. Fwl. Mit Wirkung vom Montag, 4. September 1939, erfahren die Schweinepreise an den deutschen \5d)lumärtten nach einer Anordnung der HV. der deutschen Viehwirtschaft in der Zeit vom 4. September bis 1. Oktober einen Zuschlag von 2,00 RM. je 50 kg Lebendgewicht. Der jahreszeitlich höchste Zuschlag von 3,00, der vom 17. Juli an Gültigkeit hatte, verringert sich daher um 1,00 RM. In der nächsten Woche dürfte infolgedessen mit reichlicheren Schweineanlieferungen zu rechnen sein. Auf den r h e i n - m a i n i s ch e n Viehmärkten Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und Worms gelten äb 4. September folgende Preise: Schweine der Schlachtwertklasse a) 60 bis 61, bl) 59 bis 60, b2) 58 bis 59, c) 54 bis 55, d bis f) bis 52, Sauen gl) bis 60, i) bis 59, g2 Die Deutsche Arbeitsfront führt zum lüftober 1939 neue Beitragsmarken ein. Alle Bei- ir.srütfftänbe müssen bis zu diesem Tage mit alten Beitragsmarken nachgeklebt sein, da die rhglieder sonst ihrer Ansprüche verlustig gehen. D- Mitglieder und Betriebe des Gaues Hessen- kjfau prüfen daher zweckmäßigerweise die Mit- üdsbücher und besorgen rechtzeitig die fehlenden kötragsmarfen. Gieben-Wieseck. ?«ch einer Unterbrechung von 5 Wochen wurde jl’iTrt der Schulschwimmbetrieb in der Wieseck ve:«er ausgenommen. Inzwischen sind Derbesse- tingen in der Anlage durchgeführt worden, die [toi feit Jahren geplant waren. Auf einer Länge ttn 35 Meter wurden beide Ufer durch starke 8-lsnbohlen befestigt und das Flußbett auf 8,50 Je:=r erweitert und planiert. Durch die Befestigung er Ufer wird das Ausspülen, ferner die Verun- tr gung des Wassers verhindert. Die starke Be- lttzimg der Anlage und die bis zu den Ferien Krhegenben Ergebnisse des Schwimmunterrichts, ö Ddyüler und Schülerinnen schwammen 45 Mi- Itirn (Fahrtenschwimmer). 11 schwammen 30 Mi- pm und 10 schwammen 15 Minuten (Frei- Ito mmer), machten die Dorgenommene Verbesse- fci. noch während der warmen Jahreszeit not- fcrjoig. Durch eine Stauvorrichtung kann das Ei er auf jede gewünschte Tiefe gebracht werden. Di besonders jüngeren Jahrgängen gefahrloses Ärmeln zu ermöglichen, beträgt die Wassertiefe tb. 1,20 Meter. Bei länger anhaltendem warmen Ihrer wird sich die Zahl der Fahrten- und Frei- Ito mmer noch verdoppeln. Gießener Ivochenmarktpreise. ' * Wießen , 26. Aug. Auf dem heutigen Wochen- IndH kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Iiie 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, dr.'che Eier, Klasse S 13, A 12^, B 12, C 11K .10^, Wirsing, kg 6 bis 7, Weißkraut 5, Dbfiraut 7 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben loria-Palast, Seltersweg: „Das Ekel". — Licht- Ip tijaus, Bahnhofstraße: „Die Geliebte". ZDM.-llntergau 116 Gießen. 2H.-(3ruppe 1/116. Sir treten zur Besichtigung durch den Obergau he: e um 15 Uhr am „Hessischen Hof" an. Aus- idk sind ebenfalls mitzubringen. Beide Frauen sind noch recht rüstig, können intz Haushalt noch allerlei helfen und nehmen am Zeitgeschehen lebhaften Anteil. Wir wünschen beit Jubilarinnen viel Glück! < Garbenteich, 26. Aug. Auch in diesen, Jahre wird in unserem Orte eine Gruppe von 91) Hitlerjungen zu Gast sein. Die jungen Kameraden, die aus Westfalen stammen, befinden sich auf einer Fahrt im Gau Hessen-Nassau, um hier Land und Leute kennenzulernen. Die Hitler-Jugend wird in unserem Orte herzliche und gastliche Aufnahme fin« den, über den Sonntag hier verweilen und an, Montag die Fahrt fortsetzen. Reichsbahn unö brastpost vereint. Wer eine Ferienreise antritt, will nach Möglich, feit — auch wenn das Reiseziel ein weit enfernter Ort ist — eine Fahrkarte bis zum Zielort lösen unt auch das aufgegebene Gepäck bei der Ankunft V Empfang nehmen, ohne daß er sich unterwegs darum zu bekümmern braucht. Diese praktische Reiseerleichterung besteht — wie vielfach noch nicht bekannt ist — auch in vielen Fällen, wo der Zielort nicht direkt mit der Bahn, sondern auf einer Anschlußfahrt mit der Kraftpost erreicht wird. Rund 90 Kraftpoststrecken der Reichspost, vor allem die nach abseits der Eisenbahn liegenden Kurorten und Sommerfrischen führenden, sind in diese durchgehende Abfertigung einbezogen. Man kann also bereits am Abfahrtsbahnhof den Fahrausweis bis zum Zielorl und umgekehrt erhalten und das Gepäck, das dann allerdings 50 Kilogramnr nicht überschreiten darf, durchgehend aufgeben. Diese durchgehende Abfertigung- hat auch den Vorteil, daß beim Uebergang von der Eisenbahn zum Postauto Reisende mit derartigen Fahrausweisen gegenüber neu hinzukommenden den Vorrang haben, was mitunter bei starkem Andrang sehr wesentlich ist. Fahrkartenausgaben und Reisebüros geben über diese praktischen Reisemöglichkeiten Auskunft. iRunhfimfprogramm Dienstag, 29. August. 5 Uhr: Frühmusik. Akkordeonquartett Erich Hübsch. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenspruch. Nachrich. ten. Gymnastik (15 Jahre unter Leitung von Georz Gebhardt.) 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche unb Haus. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Die Münchner Rundfunkschrammeln. 10: Schulfunk. Der Schatz im Acker. Ein Hörspiel um Landdienst uch Neubauerntum. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittags konzert. Das große Orchester des Reichssender, Frankfurt. Leitung: Curt Moritz. 13: Nachricht^ 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten (auch aus den, Sendebezirk). 14.10: Neue Tanzmusik. 16: Nachmii- tagskonzert. Kurorchester Bad Wildungen. 17 bi; 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Volk unk Wirtschaft. Nochmals: Die Steuergutscheine. 18.15: Bei den Verteidigern des Alkazar. 18.30: Kleines Konzert. 19: Nürnberg-Echo. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Es steht ein goldnes Garbenfeld ... Eins Folge mit Chören, Worten und Musik um die Erntezeit. 20: Nachrichten. 20.30: Von Köln (aus bem „Rheinhotel Dreesen" in Bad Godesberg): Großer Tanzabend des Reichssenders Köln. 22: Nachrichten.. 22.30: Aktuelles aus Kunst und Kultur. Rsichsparteitag des Friedens. Zwei Standarten der SA.-Gruppe Hessen werden in Nürnberg geweiht. NSG. Auf dem diesjährigen Reichsparteitag erhalten wieder zwei Standarten aus dem Gebiet der SA.-Gruppe Hessen ihre Feldzeichen vom Obersten SA.-Führer geweiht und zu treuen Händen im Luitpoldhain übergeben. Der Führer der Standarte 14 5 Büdingen und der Führer der Reiter standarte 4 7 Kassel werden beim Appell auf dem Luitpoldhain neben ihren „Standarten" stehen, dem Führer ins Auge schauen können, wenn er die Standarte mit der Blutfahne der Bewegung in Berührung bringt und ihrem Obersten SA.-Führer nach vollzogenem Weiheakt die Hand reichen als Symbol der damit übernommenen Verpflichtung. Richtfest. Im Hofe der Veterinärkliniken fanden sich gestern nachmittag die Maurer und Zimmermanner ein, die bisher am Um- und Erweiterungsbau der Chirurgischen Veterinärklinik mitarbeiteten. Es galt, das Richtfest zu begehen, denn vom Giebel des Hauses leuchtete bereits der Richtfestkranz mit vielen bunten Bändern. Der Um- und Erweiterungsbau ist im Rohbau und im Dachgestühl fertig. Reaierungsbaurat G e r l a ch vom Hessischen Hochbauamt hieß die Arbeitskameraden willkommen und wies auf die schönen Gepflogenheiten hin, die im Richtfest der Vergangenheit und der Gegenwart begründet liegen. Er sagte Meister, Gesellen und Lehrlingen herzlichen Dank für die bisher geleistete gute Qualitätsarbeit. Er sprach ferner von dem tiefen und schönen' Sinn der Arbeit des Handwerks, dessen Wirken bei liebevoller Vertiefung eines jeden einzelnen in seine Sache immer Kulturarbeit sei, die niemals von einer Maschine geleistet werden könne. Er schloß seine Ansprache mit einem Gedenken des Führers als des größten Baumeisters unseres Vaterlandes. Nachdem der Zimmermeister S ch i e f e r st e i n den Richtfestspruch, den er selbst verfaßte, zum Vortrag gebracht hatte, nachdem ein Glas Wein hoch oben auf dem Gerüst geleert worden war und das Glas am Mauerwerk zersprang, machten sich die Bauleitung, die Vertreter der Universität, der Kliniken und die Schar der Arbeiterschaft auf den Weg in die Stadt, um einige Stunden des kameradschaftlichen Beisammenseins im Gasthaus Boller zu verbringen. Im Rahmen dieses kameradschaftlichen Beisammenseins gab der Direktor der Chirurgischen Vete- rinärtlinif; Professor Dr. Bolz, in unterhaltsamer Form den Arbeitskameraden am Bau einen leicht faßlichen Ueberblick über die Ziele und Aufgaben Mit besonderem Interesse werden auch die daheimgebliebenen Kameraden dieser beiden Standarten am Lautsprecher die Uebertragung vom Luit- poldhain mit anhören, denn das, was ihnen allen hier der Führer übergibt, ist das heiligste und teuerste, was der SA.-Mann als politischer Kampfer übernimmt und zu verteidigen hat. Noch ruhen diese beiden Standarten in ihren Umhüllungen. Bald aber werden sie aufleuchten und von einem stolzen Kornett der Standarte vorangetragen werden, denn mit der Weihe durch des Führers Hand sind sie lebendiges Symbol geworden, das immer aufs neue den' alten und jungen Marschierer in der SA. hochreißt und erfüllt mit dem Glauben an den endgültigen Sieg seiner Weltanschauung. der Veterinärkliniken, insbesondere der Chirurgischen Veterinärklinik. Darüber hinaus erläuterte er u. a. auch die zukünftigen Zweckbestimmungen der nun im Rohbau fertiggestellten neuen Bauteile der Klinik. Er gab seiner Freude über die Entwicklung des Baues Ausdruck und sagte allen Beteiligten für alle Mühe und Sorgfalt als Leiter der Klinik herzlichen Dank. Die Aufgabe, die für diesen Um- und Erweiterungsbau gestellt wurde, war nicht leicht zu lösen. Es galt, Ställe, Operationshalle, Futterküche, Arbeitsräume für klinische Arbeiten und außerdem Wohnräume unter ein Dach zu bringen. Der Um- und Erweiterungsbau fügt sich im rechten Winkel an den bestehenden Hauptbau an beiden Seiten an und stößt damit in zwei Flügeln in den geräumigen Hof vor. Dem Hauptbau ist außerdem, ebenfalls nach der Hofseite zu, ein Vorbau angefügt, der fast ausschließlich für eine große Operationshalle ausgenützt wird. In den neuen Seitenflügeln finden bereits vorhandene Ställe ihre Fortsetzung. Im Hauptbau liegen nun nach der Fertigstellung drei Operationssäle hintereinander, die aber unter sich verbunden sind. Der neue Operationssaal wird eine moderne Vorrichtung erhalten, die es gestattet, selbst die schwersten Tiere ohne jegliche Beunruhigung für die Operationen vorzubereiten, umzulegen, in Narkose zu versetzen und zu operieren. Darüber hinaus erhält die Chirurgische Veterinärklinik Gießen eine besondere Röntgeneinrichtung, die diese Klinik zu der am besten eingerichteten Veterinärklinik in Europa machen wird. Die neue Röntgeneinrichtung wird es gestatten, den großen Brustkorb eines Pferdes oder andere Körperteile großer Tiere in großer Fläche und zu einer Gesamtschau zu durchleuchten. Darüber hinaus soll die Röntgeneinrichtung aber auch einer Röntgen- Augenblicksbild von der Richtfestfeier für die Chirurgische Veterinärklinik. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Therapie dienen, die damit auch in der Veterinär-Medizin Eingang finden soll. Die Chirurgische Veterinärklinik Gießen wird mit diesen neuen Einrichtungen eine der modernsten Tierbehandlungs- stätten überhaupt sein. In einem kleineren Gebäude, unmittelbar neben dem Gesamtkomplex der Chirurgischen Veterinärklinik. werden neue Einrichtungen für die Behandlung und Pflege von Hunden geschaffen. Die Unterbringung der Hunde wird bedeutend verbessert, ein Operationszimmer wird ausgebaut und eine Futterküche geschaffen, so daß es den Aerzten möglich ist, unter günstigeren Bedingungen als seither den Tieren zu helfen. Um allen hygienischen Anforderungen gerecht zu werden, werden die meisten Räume mit weißen Plättchen ausgelegt. ♦ Die Arbeiter, die den Ausführungen des Direktors der Chirurgischen Deterinärklinik mit großer Aufmerksamkeit folgten, nahmen mit freudigem Dank die Einladung entgegen, die Klinik nach ihrer endgültigen Fertigstellung einmal zu besichtigen. Landkreis Gießen. s. Lang-Göns, 26. August. In den letzten Augusttagen' können zwei hochbetagte Mitbürgerinnen ihren Geburtstag feiern. Arn 30. August vollendet Frau Anna Elisabeth Euler Witwe, Hundstaatenstraße, ihr 8 5. Lebensjahr, und am 31. August begeht Frau Elisabeth Müller Witwe, Holzheimer Straße, ihren 8 7. Geburtstag. Oer Um- und Erweiterungsbau der Chirurgischen Veterinärklinik. Erleichterung bei Friednchstr.7 Lieferant aller Kassen die leidite .. ldenn die leidite ..... ldenn Erleichterung bei BERGFREUNDE! öeschäftsdrucksacheh Rechnungen Brlefbl4tter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl. Schulstr. 7 Bekanntmachung. Betr.: Schweinezählung am 4. September 1939. Am 4. September 1939 findet wieder eine Schweinezählung verbunden mit der Ermittlung der Kälbergeburten und der nichtbeschauungspflichtigen Haus- schlachtungen in der Gemarkung Gießen mit den Gemarkungsteilen Wieseck und Klein-Linden statt. Die Schweinebesitzer haben den Zählern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer Schweinebestände bereitwilligst zu erteilen. 5726C Die Leitung der Zählung in Hessen ist dem Landesstatistischen Amt in Darmstadt übertragen. Unrichtige Angaben ober die Verweigerung von Angaben durch die Auskunftspflichtigen wird mit erheblichen Strafen bedroht. Den Auskunftspflichtigen wird ausdrücklich zugesichert, daß die Zählung nur statistischen Zwecken dient, keinesfalls aber zu anderen Zwecken, insbesondere nicht zu steuerlichen verwendet werden darf. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die überaus reiche Kranzspende beim Heimgang unserer geliebten Mutter danken wir herzlichst. Geschwister Gümbel, Gießen, Rodheimer Straße 40, den 25. August 1939. ________________04090 Am 24. August entschlief sanft unsere liebe, gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Minna Schreiner geb. Günter im 34. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Kleine Mühlgasse 8 III), den 26. August 1939. „M 100“, Gr. CO50 130x75 RM.UÖ •’M101“’Gr-Ä480 150X75 RM.lM Prospekte auf Wunsch! 234D Holzwarenfabrik E.H.Müller Gie Ben,Tel. 2332 Die Beerdigung findet Montag. 28. August, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 04104 Gießen, den 22. August 1939. Der Oberbürgermeister. I. D.: Vogt. (Ein neues Buch von Jedlwitz: Gams Alteisen, Metalle Rohprodukte aller Art Lumpen, Knochen. Papier Flaschen Autodecken Gebrauchte Maschinen und Anlagen kaufen föorn & Co., Gießen Schützenstraße 62 407D Fernsprecher 4243 Nonhläoon von3 bis 20 v.H. erhalten Sie bei wieder lidulllduvU holten Veröffentlichungen einer Anzeigei in ihrer Bergheimat Lin Lebensbild her Gemse im Wechsel der Jahreszeiten von Franz Graf Iedtwitz Insgesamt 137 Setten mit 94 Abbil- düngen nach Naturaufnahmen. In Leinen gebunden RM 4.80. „Das wissenschaftlich und darstellerisch beschwingt gejchr,ebene Buch vou d.utscher Berglandschasl und -tierwelt verdient in den Kreisen der Jäger, der Freunde der Berge und der Natur, in den Schul- und Volksbüchereien weiteste Verbreitung/ Aus der Natur, Heft 2 39. Ausführliches bebildertes Werdeblatt kostenlos! Bezug durch jede Buchhandlung Hugo Bermühler Verlag *Berlin»Cid)terfeIbe riet» nut omM. wuu&iJ 3245 c/37________________________ / •' Spar- und Vorschußverein Miengeseüfchafl,Großen-Linden Einladung zur General-Versammlung. Die Aktionäre unserer Gesellschaft werden hierdurch zu der am 9. September 1939, iS Uhr, im Saal des Philipp Schaum in Großen-Linden stattfindenden ordentlichen Generalversammlung eingeladen. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 1938. Vorlage der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung für 1938. 2. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz, der Gewinn- und Derlustrechnung und über die Verteilung des Reingewinns. 3. Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. 4. Wahl des Bilanzprüfers. 5. Verschiedenes. Zur Teilnahme an der Generalversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die ihre Inhaberaktien ohne Gewinnanteil- und Erneuerungsscheine bis spätestens am 4. September 1939 in Großen- Linden bei der Gesellschaftskasse oder bei einem deutschen Notar hinterlegen. Im Falle der Hinterlegung bei einem Notar ist die Bescheinigung des Notars in Urschrift oder in Abschrift spätestens einen Tag nach Ablauf der Hinterlegungsfrist bei der Gesellschaft einzureichen. Die Hinterlegung gilt auch dann ,als ordnungsmäßig erfolgt, wenn eine Bank Aktien mit Zustimmung der Gesellschaftskasse für sie bis zur Beendigung der Generalversammlung in Sperrdepot genommen hat. 57230 Großen-Linden, 15. August 1939. Spar- und Vorschußverein Aktiengesellschaft. Keßler, Direktor. Keßler, Rechner. 'Wieder einmal wußte Herr P. i v Rat und Hilfe! | P.: „Freut mich, Herr Seiffert, Sie mal wieder selber hier zu sehen. Wie geht es Ihnen ?“ S.: „Gut und schlecht zugleich.** P.: „ Wieso ? Ich habe doch gehört, daß Sie den großen Auftrag bekommen sollen. Das ist doch ein Erfolg für Sie.“ S.: „Das mit dem Auftrag stimmt. Aber ich werde ihn leider gar nicht übernehmen können. Mir fehlt das Betriebskapital zu einer solchen Sache. “ P.: „Na, da wird doch ein Weg zu finden sein. Sie arbeiten ja seit Jaliren mit unserer Bank, und wir wissen doch aus Ihren Umsätzen, daß Sie gut sind. Da kann man schon über einen Kredit reden. Schließlich haben die Banken doch die Aufgabe, gesunden Unternehmungen mit Kredit zu helfen.“ S.: „Sie wollen mir helfen?“ P.: „Warum nicht? Wenn Sie als gesundes Unternehmen mit einer Bank Zusammenarbeiten, dann steht sie Ihnen auch mit Rat und Tat zur Seite.“ ♦Die Bank gibt Deinem gesunden Unternehmen Kredit • Die Bank steht Dir in allen Fragen des Wirtschaftslebens zur Seite. • Die Bank gewährleistet die schnelle Abwicklung aller Geldgeschäfte. • Die Bank berät Dich bei der Anlage Deines Kapitals. Die Bank verbürgt die Sicherheit Deines Eigentums. 'Ul ie.Lu.ex. TREUBAU-Finanzierung bis 80% d. Gesamtkosten durch 1. und 2. Hypoth. be' sofort. Baubeginn. Banplatzwert gleich Eigenkapite Bei Altbauten Beleihung bis 70% des Verkehrswertes- Bez. Berater: Dahlhoff, Frankfurt a. M. 16. Blumenstr. (Eschenheimer Tor). Fernruf: 58707. 53543,