“Ä r ?t{r auf lnÄr r Omans ft Mn. *Ur die ngen ist. unD i'ch über bewußt der tze, ' .hessen- tkampfen ;me For- n Telbst- ftttorben if assel. ^•:®ruppe ‘PPemnetb e Siegerder Standen, sollen iet heraus- ^ernehmen ^eichswett- 3m Mit- Saljntjcfl die Wehr- Kassel und essenkamps- * (100-Meter« E. Ludwig, tg gefunden. der schönen nden @aip mch der Id. Spitzenkönner lhut ver- >r-Lauf, den Form sicher errungenen )erteidigt er ^Strecke, die en. Stahl- Gaumeisier- Schleen- bs (MO m befreit leinen Titel \ Plahaus- , die schönsten "Zlau-Weißen tfeft g-M° „ach DeM 1900 in Gie- net mit zwn ein W* iportgemem6 Dlau-Welßen sehr sollte mogsi-h .ballmannsch^ man. Sie £ Sn Turnoere^ ten gegen du d) haben. W N. Venschk" r'S is ®y m i»t -NM, 1Ä ""f ’ ÄS i Sie <6^ sie ^os rsSj* ^ ibref ?:) f 'Luf( Nr. 146 Erster vlaü 189. Jahrgang Montag, 26. Juni 19Z9 irschetnt täglich, außer a-onntags und Feiertags Silagen: Die Illustrierte iüietzener Familienblätter ,i eimatim Bild • DieScholle Monats Bezugspreis: Tiit 4 Beilagen RM.1.95 5hne Illustrierte e 1.80 ^mstellgebühr .. , -.25 buch bei Nichterscheinen nn einzelnen Nummern q folge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe roter Sammelnumnier 2251 imschrist für Drahtnach» itchteni Anzeiger Siehe« Postscheckkonto: si ankfun am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: SrShlsche llniverfitätrdruckerei 8. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text* anzeigen von70mm Breit« 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.250/, mehr. 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Gehvrt zu den üblichen Mitelchen der Roßtäuscher zur Erreichung eines Lti schäumenden Pferdetemperaments hauptsächlich ßv^fer, so müssen bei dem jetzt wieder hervor- ’j-Gelten politischen Gaul hauptsächlich Sch la g- mr t e herhalten, um ihn ,zu dopen und fit zu Innen. •er Regierung Daladier blieb es vorbehalten, >a zweite große Schlagwort seit Kriegsende zu iritiben: Nationale Verteidigung. Die- et Schlachtruf sind heute sämtliche Belange der zöfischen Innenpolitik untergeordnet, und die tu ische Kraft dieses Schlagwortes erlaubt es der Rmcrung Daladier, mit nahezu diktat0 - ' itchen Mitteln zu regieren. Das Parlament ■nht nur noch ein Scheindasein und vertreibt sich ')iefLeit mit Debatten über die Wahlreform Mfhinblick auf die Wahl im kommenden Frühjahr, »icmielleicht gar nicht stattfinden wird. Unterdessen wird der französischen Bevölkerung ’ >ie .nationale Verteidigung" mit allen Mitteln ein- zil'mmert. Zeitung, Rundfunk und Film über- 1 »DU sich dabei in edlem Wettstreit, und die Re- j Wllung versucht, die Darbietungen noch abzurunden, mb-tn sie zu praktischen Vorführungen übergegan- ! ri ist. M dem Jnvalidenplatz ist z. B. eine „Aus- 1 Heilung der Sicherheit" eröffnet worden, : »iei non den Parisern lebhaft besucht wird. Es iWlen Schützengräben ausgeworfen, aus denen i)iriLäufe von Maschinengewehren und Schnell- I eul'tanonen der Luftabwehr hervorlugen. Auf - pliaten wird genau angegeben, wieviel Schuß ein LÜTchinengewehr in der Minute abgeben kann, und Kanone wird gezeigt, von der man behauptet, ilie Wonne zehn Kilometer senkrecht in die Luft j ch zen. — Ministerpräsident Daladier hat die Aus- ij t-fl- ng besucht und soll von dem Gesehenen hochlief edigt gewesen sein. hilft gleichzeitig mit dieser „Ausstellung der Sicher- Fjti: ist an der Madeleine-Kirche eine Ausstel- I. u:g über den Luftschutz der Zivil- kBevölkerung eröffnet worden. Anderseits bieten kM» eine Reihe Pariser Plätze und selbst die (Sscmps Elysees mit ihren schönen Anlagen ein .kkienrischrs Bild. Man hat hier Schützen- en aufgeworfen, in denen die Bevölkern»! im Ernstfall Zuflucht suchen soll. Auch für die ^Piriser Hausbesitzer wurde im Rahmen der „natio- rmjci Verteidigung" etwas getan: Sie erhielten GBrjifärfe und mit irgendeiner Säure getränkten Wr.», deren Geruch die Hausbewohner sehr ein- dÜMiilich vom Zustand der „nationalen Verteidigung" i tikrcjeugL ? i der Verteilung der Gasmasken an die ^slmjer Bevölkerung wäre es beinahe zu einer f Dfrm Revolte gekommen. War es schon schwer, Ni nervösen Pariser an den Gedanken zu gewöh- rim,:baf5 eine Gasmaske im Hause noch nicht den $ । bedeutet, so war es noch schwerer, sie zu über- zliocrn, daß die Gasmaske auch.bezahlt werden rrif-• Dieser Groll der Pariser nahm dann bedroh-, l fctei Formen an, als sich hinterher herausstellte, d^-idie Stadt Paris bereits einen beträchtlichen 9 Bing für die Gasmasken an den Staat abgeführt hs«r-i und dadurch bei der Pariser Bevölkerung der ükkd/uck erweckt wurde, daß sie die Gasmasken direkt bezahlen sollte: einmal durch die französische 'ngssteuer und zum anderen noch einmal durch Mahlung. Der Streit um die Bezahlung der (^aasten wurde schließlich dadurch vorläufig bei- gjäc, daß die Zahlungsfrist auf zwei Monate <1 wcidehnt wurde. anders wacker hat sich der Film in den Dkimt der „nationalen Verteidigung" gestellt. Meist jasi wird zunächst im Rahmen einer harmlosen enschau ein aktuelles Ereignis, häufig mi- listinichen Charakters, gezeigt. Der Zuschauer be= rr lief 1 es dann kaum, wie diese aktuellen Aufnahmen tr n erien Bildstreifen allgemeinen Charakters über bife französischen Rüstungen übergehen, und jedem Kliviesucher schlägt schließlich das Herz höher, wenn d la Hanze mit einem symbolischen Bild über die GBif: Frankreichs abgeschlossen und durch einige 3Ul der Marseillaise musikalisch „umrahmt" wird. Gfcr: charakteristisch für die Kriegspsychose, in die di »i! französische Bevölkerung nach und nach durch d fc£iigen. und Greuelhetze hineingesteigert worden isftwenn selbst in Kinos der Arbeitervorstädte diese e propagandistischen Filmstreifen oft starker Bei- f-Ä jezollt wird, wo alles Militärische im Film fifar: heftiger Ablehnung begegnete. Keine Teilnahme Hollands «Wen Besprechungen in Singapur. | ! i:n Haag, 24. Juni. (Europapreß.) Der Re- gip'Ä^gspressLdienst meldet: In einem Bericht des "nH Telegraph" vom Samstag ist davon die Rede, daß eine Anzahl höherer Marine- offiziere aus Niederiändisch-Jndien sich nach Singapur begeben sollen, um dort mit den englischen und französischen Flottenvertretern inoffizielle Besprechungen zu führen. Hierzu kann von maßgebender Seite mitgeteilt werden, daß eine derartige Besprechung auf Grund der niederländischen Neutralitäts-Politik ausgeschlossen ist und daß dieser Bericht vollkommen aus der Luft gegriffen wurde. England soll weitere Zugeständnisse machen. London, 26. Juni. (Europapreß.) Zu dem Stand der englisch-somjetrussischen Verhandlungen macht „Daily Telegraph" am Montag Ausführungen, die offenbar den Standpunkt des Außenministeriums wiedergeben. Danach hat das Foreign Office am Sonntag einen längeren telegraphischen Bericht von dem englischen Botschafter in Moskau, London, 26. Juni. (DNB. Funkspruch.) Durch das kürzliche Verbot der Irischen Republikanischen Armee im irischen Freistaat kam es am Sonntag, dem Gedenktag für den irischen Pattioten Wolfe Tone zu Spannungen, da Mitglieder der Irischen Republikanischen Armee einen geschlossenen Besuch am Grade Wolfe Tone in Bddenstows (Kildare) geplant hatten. Durch umfangreiche polizeiliche Sicherheitsmaßnahmen wurden derartige Besuche verhindert. In Dublin hingegen kam es zu einem Zusammen st oß zwischen Polizei und JRA.-Mitgliedern aus Belfast, als diese zu einem Umzug zu Ehren Wolfe Tones geschlossen mit ihrer Fahne auf dem Dubliner Bahnhof eintrafen. Die Polizei versuchte sich der Fahne zu bemächtigen, wobei es zu einem Gemenge zwischen ihr und den IRA.-Mitgliedern kam, doch gelang es der Polizei nicht, die Fahne zu beschlagnahmen. In einem anderen Falle verbrannten JRA.-Leute nach der Kundgebung vor dem Dubliner Hauptpostamt eine britische Flagge. In den späten Abendstunden kam es gestern in Irland zu weiteren schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Irischen Republikanern, München, 25. Juni (DNB.)« Im vorigen Jahr waren 500 deutsche Frontkämpfer Gäste ihrer italienischen Kameraden. In Erwiderung dieses Besuches haben nun 500 i tali enische Frontkämpfer eine Deutschlandreise angetreten, an ihrer Spitze der Präsident des italienischen Nationaloerbandes der Kriegsverletzten und Invaliden, Carlo D e l c r 0 i x. In München trafen die italienischen Frontkämpfer, unter ihnen 127 führende Persönlichkeiten der faschistischen Miliz, des italienischen Heeres und 400 Mitglieder der Frontkämpferverbände, am Sonntagmittag ein. Nach herzlicher Begrüßung der Gäste im Empfangssalon des Hauptbahnhofs betrat Präsident Delcroix mit seiner Begleitung den Bahnhofsvorplatz, wobei er von der Bevölkerung mit begeisterten Heilrufen begrüßt wurde. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritt er zusammen mit dem Herzog von Coburg die Front der Ehrenformation ab. Um 13 Uhr folgten die führenden italienischen Persönlichkeiten einer Einladung des Oberbürgermeisters zu einem Empfang im Festsaal des Alten Rathauses. Nach dem Empfang fuhren die italienischen Gäste zum Kriegerdenkmal vor dem Armeemuseum. Hier waren eine Ehrenkompanie der Wehrmacht aufmarschiert. Präsident Del- craix legte unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden in der Krypta des Ehrenmals einen herrlichen Kranz nieder. Am Nachmittag traten die italienischen Frontkämpfer gemeinsam mit den deutschen Frontkämpfern auf dem Königlichen Platz zu einer Feier- ftunbe an. Am Führerbau leuchteten italieni|d)e Fahnen und die Banner der Bewegung; von den Propyläen wallte eine große italienische Flagge. Vor der Staatsgalerie waren Abordnungen des NS. - Reichskriegerbundes und der NSKOV. mit Fahnen, vor dem Führerbau Ehrenkompanien des Heeres, der Luftwaffe, der j--Versiigungstruppe und der Poli.zei aufmarschiert, als mit hell schmetternden Fanfaren die Kapelle der Legion der Jungfaschisten zusammen minder Standarte der-italienischen Frontkämpfer heranrückte. Don den Propyläen und den Ehrentempeln loderten Opferfeuer zum stillen Gruß für die gefallenen Helden der nationalsozialistischen Bewegung. Während sich die Fahnen der italienischen Frontkämpfer senkten und das Lied vom guten Kameraden erklang, begab sich der Präsident der italienischen Kriegsopfer, Delcroix, zu den Ehrentempeln und legte vor den Sarkophagen der ersten Toten der Bewegung prachtvolle Kränze nieder. Gegen 17 Uhr hört man jubelnde Heilrufe. Der Führer kommt! Sir William Seeds, erhalten. Der Botschafter habe weitere' Zugeständnisse gegenüber dem sowjetrussischen Standpunkt angeregt Die französischen und die englischen Unterhändler würden nur dann einen Erfolg für die Verhandlungen voraussehen, wenn die Regierungen in Paris und London bereit seien, den Ratschlägen Folge zu leisten. Voraussichtlich werde auf der Sitzung des Außenpolitischen Ausschusses des Kabinetts am Montag der Bericht des Botschafters geprüft werden. Von den führenden Sonntagsblättern „Sunday Times" und „Observer" wird die Oefsentlichkeit bereits vorbereitet, daß man, um den Zusammenbruch der Verhandlungen zu vermeiden, den Forderungen der Sowjetregierung entsprechen und die baltischen Staaten entgegen ihrem Wunsch in die Garantie einbeziehen müsse. „Sunday Times" bedauert die „wenig hilfsbereite" Haltung Moskaus, sieht aber als einzige Lösung der Frage das N a ch - geben Englands an. „Observer" gibt zu, daß es bei den Moskauer Verhandlungen nicht auf die Wünsche der baltischen Staaten ankomme. Ob sie wollten oder nicht, die Garantie müsse ausgesprochen werden, denn es ständen nicht die Interessen der baltischen Länder auf dem Spiel, sondern diejenigen Sowjetruß- lands, Frankreichs und Englands. die zum Teil solches Ausmaß annahmen, daß M i - litär zu Hilfe gerufen werden mußte. Der schwerste Zusammenstoß ereignete sich in Ferm0 y in der Grafschaft Cork, wo die Republikaner die P o liz-ei a n g r i f f e n. In dem Kampfgemenge wurden mehrere Polizeibeamte verletzt. Daraufhin wurden Truppen aus Cork und Kilworth in Panzerwagen zu Hilfe geschickt. In Listo- wel in der Grafschaft Kerry besetzten junge Leute eine Schule und sandten von hier aus über einen Schwarzsender Mitteilungen der' Republikariischen Bewegung. Die Männer konnten, als die Polizei das Gebäude besetzte, entkommen. Auch im Zentrum Londons veranstalteten am Sonntag etwa 200 Iren unter polizeilichem Schutz'ein en Umzug zu Ehren Wolfe Tones und forderten auf mitgeführten Spruchbändern die Freilassung der von den Engländern verhafteten Mitglieder der IRA. Auf anderen Transparenten stand zu lesen, daß ein unfreies Irland n i e- mals Frieden mache. Eine andere Aufschrift lautete: „Tod vor Dienstpflich t". Bei der im Anschluß an den Umzug auf den Trafalgar-Square abgehaltenen Kundgebung sagte ein Redner, daß Vor den Propyläen begrüßen ihn der Herzog von Coburg und Gauleiter Wagner. Der Führer begibt sich zum rechten Flügel der italienischen Frontkämpfer, wo ihm Präsident Delcroix Meldung erstattet. Die Kapelle der Jungfaschisten stimmt die deutschen Nationallieder an, und nun schreitet der Führer, zusammen mit Präsident Delcroix, die Front der 500 italienischen Frontkämpfer ab. Darauf begibt er sich, von neuem umtost von den Jubelstürmen der Münchener Bevölkerung, 3 u m Führerbau, wo er im Anschluß an die Feierstunde die italienischen Gäste empfängt. In der langen, breiten Empfangshalle des Führerbaus sind die Gäste in zwei Gliedern angetreten, an der Spitze Ehrenkorporal Carlo Delcroix, präjibenf Delcroix richtete an den Führer eine kurze Ansprache, in der er die Willens- und Kräfteeinigung der beiden befreundeten Völker unterstrich und den ehrlichen stählernen Vertrag dem zweideutigen und unver- hüllten Goldpakt der anderen gegenüberstellte. Der Frontkämpferbesuch bestätig», daß hinter den Führern die Völker stehen, vor allem die Kämpfer, die, da sie sich auf dem Schlachtfeld gemessen, auch als erste sich gegenseitig kennen und verstehen lernten. Der Redner feierte die Gemeinsamkeit der Ideen des Nationalsozialismus und des Faschismus, die in gleicher Weise als Reaktion gegen den ungerechten Frieden entstanden seien, so daß die Völker, die man zur Verborgenheit verurteilen und zur Verworrenheit habe treiben wollen, durch einen neuen Glauben d i e Grundsätze einer neuen Ordnung gefunden und aus dem gemeinsamen Schicksal die Idee geschöpft hätten. Diese habe sie dazu gebracht, die Kräfte und — wenn nötig — auch die Wasfen zu vereinigen. Diese Solidarität habe bereits die erste Probe gegen die konservativen Mächte bestanden, die sich mit dem umstürzlerischen Absolutismus verbunden hätten, um die Rettung'einer alten Nation zu verhindern, und die heute darauf hinzielten, die unmöglichste Koalition gegen die jungen Völker zu fördern, gegen jene Völker, die auf die Zukunft nicht verzichten. die Bombenattentate nicht auf Horen würden, bevor nicht die englischen Einrichtungen und die englische Armee aus Irland verschwunden seien. Es gebe in Irland ein altes Sprichwort, das besage, daß englische Schwierigkeiten Irlands Gelegenheiten seien. Der Kampf für die Freiheit Irlands werde auf englischem Boden fortgeführt. Vier neue Vombenanschläge in London. Grotze Zerstörungen inmitten der britischen Hauptstadt. Dr. Li. London, 25. Juni. Im Herzen von London ereigneten sich in der Nacht zum Sonntag fast gleichzeitig vier Bombenanschläge. Die Erschütterungen bei allen Explosionen waren weithin zu spüren. Die Explosion am Piccadilly-Circus, dem Verkehrmittelpunkt der Stadt, war die schwerste und sie wurde durch eine Bombe hervorgerufen, die in einem Gang zwischen einem chinesischen Restaurant und einem Bankgebäude untergebracht war. Ein Tabakladen, der an das Bankgebäude an grenzt, ist völlig z e r st 0 r t worden. Sämtliche Fensterscheiben der Bank und des Restaurants wurden zertrümmert. Mehrere hundert Polizisten und Kriminalbeamte von Scotland Pard sperrten den um diese Zeit äußerst belebten Platz sowie alle Eingänge der U-BahnStation ab. Die zweite Explosion ereignete sich auch vor einer Bankfiliale am Strand. Durch die Wucht der Explosion wurde ein großes Loch in die Straße gerissen. Die dritte Explosion wurde in der Millionärsstraße Park Lane festgestellt. Auch hier war eine Bombe in der Nähe einer Bank untergebracht worden. Die Scheiben wurden zertrümmert; ein Teil des Nachtsafes wurde bis auf die gegenüberliegende Straßenseite in den Hyde Park geschleudert. Die vierte Bombe kam an der Ecke Piccadilly—Sack- ville Street zur Explosion. Hier war der Schaden gering. Weiter wurden in verschiedenen Bedürfnisanstalten des Londoner Westends Bomben gelegt, die aber infolge des Eingreifens der Polizei nicht zur Explosion kamen. Von den Tätern fehlt vorläufig jede Spur. Wie immer bei solchen Anschlägen werden Mtglieder der inzwischen auch in Irland als illegal erklärten irischen Extremisten beschuldigt. Das Luftfahrtministerium hat alle Ab- teilungen der Ballonsperren, bei denen augenblicklich Reservisten ausgebildet werden, zur besonderen Vorsicht aufgefordert, da* es Anschläge auf die Ballonsperren befürchtet. der Präsident der Kriegsbeschädigten Italiens, Rossi, und der italienische Generalkonsul in München, Minister Pittalis. Don deutscher Seite waren zugegen der Präsident der Vereinigung deutscher Frontkämpferoerbände Herzog von Coburg, der Reichskriegsopferführer, SA.-Obergruppenführer O b e r l i n d 0 d e r, und der Reichskriegerbundführer, General der Infanterie Reinhard, hohe Führer aus Partei und Staat, Wehrmacht und Stadt. Kurz nach 17 Uhr erschien der Führer, begleitet vom Gauleiter des Traditionsgaues, Staatsminister Adolf Wagner, und seinen Adjutanten in der Empfangshalle, von den italienischen Frontkämpfer mit lautem Jubel begrüßt. Mit scharfen Worten geißelte der Präsident die kapitalistischen Mächte, indem er erklärte: „Die Her- ren der Welt sind bereit, sich lieber zu zerstören, als anderen Platz zu machen. Die Revolution aber lebt weiter. Sie erhöht das Genie und die Tugenden der Völker, die berufen sind, an der Verantwortlichkeit der Geschichte in gleichem Maße teilzunehmen. Alle Kämpfer haben sich diese Idee mit ihrem Blute zu eigen gemacht. Deshalb sind auch die Führer aus unseren Reihen hervorgegangen, um mit dieser Idee das Bewußtsein der Völker wieder aufleben zu lassen." Der Präsident schloß, zum Führer gewandt: „Indem ich Sie in dieser Stadt begrüße, wo unter bitteren Kämpfen Ihr Glück emporstieg, sehen wir in Ihnen den Soldaten, der das Dunkel des Schicksals und die Härte des Schlachtfeldes kennt. Di« Völker, in dem Schmerz, der sie groß gemacht, und in der Armut, die sie rein gehalten hat, erkannten die Führer, die ihnen der Krieg enthüllt und die Geschichte anoertraut hat. Der Führer spricht. Auf die Ansprache antwortete der Führer mit folgenden Worten: „Herr Präsident! Soldaten Italiens! Kameraden! Ich begrüße Sie 'in der Stadt, von der die nationalsozialistische Revolution einst ihren Ausgang Mit Panzerwagen gegen irische Zreiheiiskämpfer „Englands Schwierigkeiten sind Irlands Gelegenheiten". Den revolutionären Völkern gehört die Zukunft. Oer Führer spricht im Münchener Führerbau zu 500 italienischen Frontkämpfern. Aus den Reihen der Zronikämpser kamen die Führer in eine große Zukunst. polen setzen Ausrotiung deutschen Volkstums sort * den Heil- und Eja-Rufen bedacht. Nach dem Ernp- siens die deutschen (9 o 11 e 5 Die njt e g e ro a i r» Te7 SS 1 Kirchenbehörden aufgch^n'würdem glaubten die Sgr “■ -u “8Ä - “ «sä'ää's r Aus -em Volkstum wuchs unsere neue Gemeinschaft Die Reichstagung des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland Die Heimat grüßt die Deutschen in aller Welt Oer Stellvertreter des Führers spricht. Meine politische Nachrichten jedes Kriegsziel in die Fremde zur Verteidigung für ihr sich stauten anerkannt werden, bürgt uns dafür, daß die traurige Bewertung unserer kulturell hochstehenden Volksgruppen als „Kulturdünger" der Welt immer mehr verschwinden wird. Wir wissen heute noch kaum abzuschätzen, was wir unserem Führer verdanken, der unser Volk zu einer heute schon geschichtlichen Kraftanstrengung und Selbstbesiegung emporriß, durch die allein es uns möglich wurde, das gefährdete Erbteil unserer Väter zu unveräußerlichem Besitz wieder zu erwerben. Wie alle anderen Grenzlande unseres Reiches war auch das NSG. Am 25. Juni sprach der Stabsleiter des Reichspressechefs, Parteigenosse Helmut Sündermann, im Kurhaus in Wiesbaden vor den Hauptschriftleitern und Kreispresse- omtsleitern der Gaue Hessen-Nassau und Koblenz- Trier über aktuelle Fragen des deutschen Journalismus. Im Auswärtigen Amt hat am Samstagvormittag der der Austausch der Ratisikationsurkund^n zu dem nm 31. Mai 1939 unterzeichneten deutsch-dänischen Nichtangriffsvertrag stattgefunden. Der Vertrag ist damit in Kraft getreten. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop empfing in feinem Landhaus Sonnenburg den zur Zeit in einem privaten Aufenthalt in Deutschland weilenden dänischenAußenmini- ft e r Munch. An dem anschließenden Frühstück nahmen der dänische Gesandte in Berlin, Kammer- Herr Zahle, Staatssekretär von Weizsäcker und weitere Herren des Auswärtigen Amtes teil. feiten Blöcke der Volksdeutschen aus deutschen Siedlungsgebieten, vornehmlich des Ostens und Süd- ostens, die Männer in weißen Hemden, die Frauen und Mädchen in ihren schönen bunten Heimattrachten zu Tausenden, als der Gauleiter des Sudetengaues Reichsftatthalter Henlein mit den Ehrengästen erschien. Donnernd brach sich, als der Egerländer Marsch verklungen war, der Salut, der den Beginn der Kundgebung ankündigte, an den Fronten der alten schönen Patrizierhäuser, die den Platz an drei Seiten einrahmen. Don dem hohen Stadtturm, von dem das riesige blaue Fahnentuch des VDA. hängt, tönen Fanfaren. Nun lauscht alles den Worten des Schirmherrn dieser Kundgebung, des Stellvertreters des Führers, Reichs- Minister Rudolf Heß, dessen Ansprache vom Rundfunk auf Lautsprecher übertragen wird. Nachdem in mehreren Ortschaften Ostoberschle- siens die deutschen Gottesdienste gern alt» Am Samstag fand im Reichsminifterium für Dolksaufklärung und Propaganda ein Empfang für die Mitglieder des Berliner Philharmonischen Orchesters und des K i 11 e l s ch e n Chores statt. Mit ihnen war auch eine Reihe führender Männer des Berliner Musiklebens erschienen, u. o. die Professoren Furtwängler, Fischer und Kittel. Die Gäste wurden von Reichsminister Dr. Goebbels und Frau Goebbels empfangen. Dr. Goebbels sprach seinen Gästen seine besondere Anerkennung für ihre künstlerischen Leistungen aus. Das Zweite italienische Geschwader wird am 1. Juli zu einer zweiwöchigen U e b u n g s- sahrt in das östliche Mittelmeer aus- Jn der Bielitzer Dolkstumsinfel hat der Starost sämtliche Industriellen aufgefordert, bis zum 1. Juli d. I. sämtlichen deutschen Arbeitern und Angestellten zu kündigen. Der Starost hat den Industriellen gegenüber ausdrücklich erklärt, aushöhere Weisung zu handeln. Er lehnte es aber ab, den Industriellen seine Forderung schriftlich zu formulieren. Seine Forderung war von versteckter Androhung von Zwangsmaßnahmen begleitet. Die Tatsache, daß auch heute noch in der Bielitzer Industrie viele Tausende deutscher Facharbeiter und Angestellter tätig sind, ine bort als Nachkommen der einstigen deutschen Erbauer dieser Industrie ihr Heimat- und Arbeitsrecht be- sitzen, zeigt nur zu deutlich, welche Fortschritte die Bestrebungen der Polen gemacht haben, das Deutschtum vollkommen auszurotten. laufen. Das unter Admiral Pini stehende Gesche der wird die italienischen Häfen von Libyen, W Dodekanes und in Albanien an laufen. Gegen Juli wird das Geschwader zusammen mit öem zwischen von seinem Freundschastsbesuch in Sp^ zurückgekehrten Ersten Geschwader eine Mi praktisch-strategische Hebung zwischen SübiW und der afrikanischen Küste durchführen. Festlicher Abschluß der Mainzer Gutenberg-Festwoche Oer ägyptische Außenminister in Bukarest. Bukarest, 25. Juni. (DNB.) Sonntag traf ber ägyptische Außenminister in Bukarest ein.’ Die rumänische Presse weist auf die engen wirtschaftlichen Beziehungen Rumäniens zu Aegypten hin und unterstreicht die bedeutenden Wirt» schaftsinteressen Rumäniens im östlichen Mittelmeerbecken. Dos Schlachtschiff „G n e i s e n a u", KoM manbant Kapitän zur See Förste, das sich zur O* auf einer kurzen Auslands-Ausbildungsreife befmo '■ wird in der ersten Julihälfte den Häfen auf Madeira und Las Palmas (Kanarische sein) einen Besuch abftatten. mehr, als ber Kattowitzer Bischof A d a m k i in einem Hirtenbrief die Störungen verurteilte und zur Wahrung der Würde in den Gotteshäusern ermahnt hatte. Um so unverständlicher erscheint daher die Anordnung, die Bischof Adamski letzt an sämtliche Pfarrämter seiner Diözese erlassen hat, wo noch in allen Orten der Woiewodichaft vom 25. Juni ab keine gottesdienstlichen Handlungen in deutscher Sprache mehr ftattfinben dürfen. Damit fuw nun sämtliche deutschen Gottesdienste in Ostoberschlesien und im Olsagebiet restlos abgewürgt. nahm. Ich begrüße Sie in dem Hause, das als Führungszentrale dieser Revolution errichtet worden ist. Sie besuchen das Deutsche Reich in einem Augenblick, in dem wir, die nationalsozialistische und die faschistische Revolution, gemeinsam einer Welt von Gegnern und Neidern, von Hassern und Feinden gegenüberstehen. Ich bin glücklich, daß dieser Besuch aber auch in der Zeit ftattfmbet. in ber durch unser Bündnis eine gemeinsame Front gegen diese gemeinsamen Feinde ausgerichtet worden ist. >)ch bin der festen Ueberzeugung, daß jeder Versuch der Demokratien und kapitalistischen Plutokratien, uns bas Schicksal zu bereiten, das sie vielleicht sur uns vorgesehen haben, scheitern wird an der gemeinsamen Kraft unserer beiden Nationen und Revolutionen, an öer Straft unserer gemeinsamen Ideale, unseres Mutes und unserer Entschlossenheit .. Letzten Endes gehört das Leben d e n V o 1 k e r n , die bereit sind, für ihr Dasein und ihre Zukunft, wenn notwendig, auch das Letzte E^metzen. Sie selbst haben einst den Einsatz für Ihr Volk vollzogen, und wir Deutsche taten das gleiche für das unfriqe. In Zukunft aber werden wir beide gemeinsam diesen Einsatz für Deutschland und rür Italien vollziehen, für unser Reich, das sich unter der nationalsozialistischen Revolution erhoben hat, und für Ihr Imperium, das durch Ihren großen Duce Benito Mussolini geschaffen und gestaltet wurde, durch jenen Mann, der gegen die Ansichten und Prophezeiungen der ganzen übrigen Welt Italien groß, stark und machig gemacht hat Ich glaube, daß an dieser unlösbaren Gemeinschaft der beiden Nationen und ihrer revolutionären Ideen alte An griff e dieser anderen Welt scheitern werden und daß die Zukunft trotzdem uns gehört, dem faschistischenItalien und 'dem nationalsozialistischen Deutschland. Die Ansprache des Führer wurde von den italienischen Frontkämpfern mit sich immer wiederholen- Der italienische Außenminister Graf Ciaill- trifft an Bord eines italienischen Kriegsschiffes 10. Juli in Barcelona ein. Er wird die tut® tigften Städte und Kriegsschauplätze besuchen w1” Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit führenden Persönlichkeiten Spaniens haben. * M u s s o 1 in i hat sich am Samstag in einem dre> motorigen Wasserflugzeug nach Fiume begebe^ wo er die große Torpedofabrik besichtigte und inte^ essanten Probeoersuchen beiwohnte. Anschließend bi- suchte der Duce unter begeisterten Kundgebungen di' Belegschaften verschiedene Wersten und Fabrik anlagen. Die Stadtverwaltung Kattowitz hat der deutschen Theatergemeinde in Kattowitz am Samstag die Räume, bis sie seit dem Hebergang Ostoberschlestens in die polnische Staatshoheit vor 18 Jahren in einem Nebengebäude der städtischen Mittelschule innehatte, mit sofortiger Wirkung gefünbig t Die Räumung muß bis zum 30. Juni erfolgen. Angesichts der Wohnungsnot in Kattowitz ist es natürlich unmöglich innerhalb von fünf Tagen eine andere Hnterkunft die Deutsche Theatergemeinde zu finden, so daß die letzte Möglichkeit genommen ist, kulturell zu betätigen. Ringen aufnahmen, um das Grenzdeutschtum vorgeschobener Siedlungspunkte vor der sremdvölkischen Imroelt, vor dem Eingeschmolzenwerden in andere Kulturen zu schützen und zu sichern. Wenn mir weit in unsere Geschichte zurückschauen, bann sehen wir eine kaum abreißende Reihe von Vorkämpfern des Auslandsdeutschtums und der Volksgruppen vor den unbekannten Soldaten heranziehen, welche die Hauptlast unseres Kampfes trugen. Sie leiteten die Erneuerung des Binnendeutschtums durch die volks- deutsche Idee in die Wege. Gemeinsam ist allen diesen Sendboten die stolze Selbstlosigkeit, die freie Hin- gäbe, der Einsatz der Persönlichkeit bis zum Letzten um geistiger und seelischer Hochziele willen, die den VDA. seit seiner Gründung durch- alühen und heute das ganze deutsche Volk als Heller zu ihm gesellen. Aber uns ziemt es heute nicht, in erster Linie der Erfolgreichen, der Glücklichen zu gedenken. Wir feiern heute in erster Linie den u n - bekannten Soldaten, der mit dem letzten Blick auf die Farben und Zeichen seines Volkes, die er hochhielt, schweigend fiel: dieses unbekannten Soldaten, des Kameraden beim Dorantragen der Feldzeichen für das Beste, das unser Geist, unsere Kultur, unsere Kunst, unser Wissen den Völkern der Erde bringen mag, gedenken wir Ueberlebenben mit dem einzig schönen Liede, das uns einst im Felde bas gemeinsame Sterben, jetzt im Frieden die gemeinsame Arbeit leicht gemacht, durch das Bewußtsein des unsichtbaren Heeres, das uns geleitet: „Ich hall' einen Kameraden..." Der größte Volksdeutsche Adolf Mer. Ergriffen gedenken die Tausende der im Ringen für das Deutschtum gefallenen und gestorbenen Kämpfer. Dann nimmt Konrad Henlein das Wort. Die Tatsache, so sagte er, daß das ganze deutsche Volk in dieser Stunde seine festen und entschlossensten Gedanken in diese alte deutsche Reichsstadt, nach Eger, schickt, erfüllt uns mit Dankbarkeit und Freude! Diese unsere aufrichtigste Dankbarkeit bringen wir in dieser Stunde dem größten Volksdeutschen, Adolf Hitler, entgegen, der uns zum ersten Male in der zweitaufendjährigen Geschichte unseres Volkes deutsche Volksgemeinschaft im umfassendsten Sinne erleben läßt! Die Tatsache, daß die durchweg hohen kulturellen Leistungen un- , ferer Volksgruppen auch schon von vielen Gast- Der Willkomm in Eger. Eger, 24. Juni. (DNB.) Seit dem Jahre 1897, als in der alten deutschen Reichsstadt Eger auf einem deutschen Volkstag alle jene, die hart an einer Grenze des Reiches lebten, zum ersten Male aufgerufen waren, zu vereintem Kampf um ihr deutsches Volkstum, hat das Egerland oft fein Gelöbnis zum deutschen Volke in mutigen Worten und in tapferer Tat bekannt. Der Volksbund für das Deutschtum im Auslande, der Betreuer und Heiser aller im Auslande lebenden Volksdeutschen, hat nun mit einer Reichskundgebung des Tages des deutschen Volkstums der treuen deutschen Stadt Eger eine Ehrenschuld abgestattet. Auf dem reich geschmückten Marktplatz standen die tief geftaf» blick in die merkwürdigen, vielv erschlugen en Erlebnisse Senefelliers, der als jugendlicher Dichter uni Schauspieler begann und aus dem Zwang der Not heraus, in dem Bestreben, eine billige Bervielsäl- tigungsmögli ch ke it für die eigenen Werke zu finden, das Dichten vergaß und zum Erfinder einer Werk kunst wurde, die sich ebenbürtig Gutenberas gewaltiger Tat zur Seite stellte, ja diese überflüssig gemacht hätte, wäre sie vor Gutenberg erfunden worden. Aus der Generalversammlung der Gutenberg- Gesellschaft erstattete der geschäftsführende Direktor Dr. Alois R u p p e l den Tätigkeitsbericht und verbreitete sich dann über den Ausbau des Gutenberg- Museums, über die Forschungsstelle für Papiergeschichte und Wasserzeichenkunde, sowie über die Zusammenarbeit zwischen Gutenberg-Museum und Gutenberg-Gesellschaft. Den musikalischen Ausklang der Gutenberg-Festwoche bildete die Festausführung der lyrischen Komödie „Arabella" von Richard Strauß im Stadttheater. Schon am Sonntagnachmittag hatte das Johannis-Volksfest sein« Fortsetzung gesunden und wieder Tausende in die illuminierte Altstadt gezogen. seines Lebensraumes hinauszog, stieß es zu seiner größten Heberraschung weit jenseits der Staatsgrenzen auf Volksgenossen. Daß unser Volk damit eine Heberraschung erlebte, das lag im Staatsgedanken des Zweiten Reiches begründet. Ihm fehlte das heute so weit verbreitete Verständnis für die Lebensfragen und Kulturfragen der Deutschen in der DM, das heute so wach ist, nachdem der Führer das neue Großdeutschland auf dem Volksgedanken aufgebaut hat. Damit werfen wir keinen Stein auf die Vergangenheit. Aber um o hoher ist das Verdienst der Schutzarbeit jener elbftlofen Männer in der Mitte des vorigen Jahrhunderts, die unbeirrt durch das staatspolitische Denken des kleinen deutschen Zweiten Reiches auf dem Boden des österreichischen Völkerstaates das Warschau, 24. Juni. (DNB.) Polnische Zeitungen berichteten über deutsch-polnische Ausschreitungen in Pabjanice bei Lodz, die als belanglos hin-gestellt wurden. Wie sich jetzt herausstellt, handelte es sich dabei aber wieder um Falle blinder polnischer Zerstörungswut gegen Hauser und Heime deutscher Vereinigungen. So wurden in Pab- janice die Turnhalle des deutschen Turnvereins, das Gebäude des deutschen Gymnasiums, die deutsche Kinderbewahranstalt, das Bethaus der Brüdergemeinde, die Räume der deutschen Baptistengemeinde, die deutsche Buchhandlung, die deutsche Gastwirtschaft, das Heim der Jungdeutschen Partei sowie das des deutschen Gewerkvereins und des deutschen Wandervereins völlig demoliert. Sudetenland immer ein völkisches Schild gegen fremdvölkische Stürme. Wir Su» detendeutsche werden diese Aufgabe nie vergessen; denn wir haben in ihr den tiefsten und letzten Sinn unseres grenzdeutschen Daseins erkannt. Durch ein Fackelspalier führt nun die Ehrengäste ber Weg bis zur Egerländer Gedenkhalle m der Kirche, die dem Gedächtnis der im Weltkrieg gefal. lenen Egerländer gilt. Unter dem herrlichen Fresko im Chor der Kirche legt General Haushofer emen Lorbeerkranz nieder. Am Sonntaamorgen hatte sich im Hof der tausendjährigen Kaiserpfalz die Hit, ler-Jugend versammelt, zu der Gauleiter Hen» lein zu Herzen gehende Worte sprach. Den Ab- schluß fand der Tag des deutschen Volkstums bann mit bem Appell ber Amtswalter der NSDAP, und Amtsttäger des VDA. in ber Gedenk- haile der Stadt Eger. Der Bundesleiter General a. D. Haushofer überreichte ba bei mit Worten tiefempfundenen Dankes bem Gauleiter Reichssian» Halter H e n l e i n ,. ferner bem Domann bes Bun. bes der Deutschen, Pfarrer W e h r e n p s e n n i a, sowie Gauverbandsleiter Günzel bie volksdeutsche Ehrenplakette. Dann sprach Konrad Henlein Über die durch die Gemeinsamkeit des Blutes bedingte Volks- und Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen in der weiten Welt und schloß mit einem glühenden Treuebekenntnis für das deutsche Volk und seinen Führer die Kundgebung. Oie Weimar-Festspiele der HI. Im Deutschen Nationaltheater in Weimar leitete Reichsjugend sichrer v. Schirach die 4. Reihe der Weimar-Festspiele der HI. ein. Unsere kulturelle Arbeit, so sagte er, wurde begründet durch die besten Liedschöpfungen junger Kameraden, die vom Erlebnis unseres Kampfes ergriffen, ihre Begeisterung und Treue in Worte und Tone setzten. Lieder, die Weltgeschichte gemacht haben, stehen über der Kritik der zünftigen Literaturwissenschaft. Freuen wir uns dessen, baß Aböls Hitler uns eine Zeit be« schert hat, in der wir erleben dürfen. Kritisiere die. ses Erlebnis, wer immer mag, wir sind in diesem Reich so glücklich, daß die Worte des Mißmuts nicht mehr durch unsere Ohren bringen. Höchstgehä1terfürZngenieure,physsttt, Chemiker und Architekten. NSG. Der Mangel an Jungingenieuren, Physikern und Architekten, bie für bie großen Bauvorhaben unb bie Arbeiten zur Durchführung bes Vierjahresplans unb ber Wehrhaftmachung in fast allen betrieben benötigt werben, hat bazu geführt, baß die Gehälter biefer Gefolgschaftsmitglieder zum Teil eine Hohe erreicht haben, bie in keinem Verhältnis zu ihren Leistungen ftanb. Der Reichstreuhän- b er d e r A r b e i t hat daher für biefe Gefolgschaftsmitglieder H o ch ft g e h ä 11 e r f e st g e l e g t, die in keinem Falle überschritten werden dürfen. Die Anordnung ist in den „Amtlichen Mitteilungen" des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen vom 25. Juni 1939 bekanntgemacht. Rudolf Heß führte u. a. aus: Der Tag bes beut- | schen Volkstums soll ein Gruß ber Heimat । dti bie Deutschen draußen sein, ein Gruß । hilfreicher Tat. Das deutsche Volk im großdeutschen i Raum trägt von neuem die Mittel zusammen, die i dazu dienen, die kulturelle Verbindung ber Heimat ! mit den Deutschen draußen so aufrecht zu erhalten unb so zu gestalten, wie es einer großen Kulturnation geziemt. Es trägt die Mittel aus freiem ' Entschluß und in freiwilliger Gabe zusammen, um i damit die persönliche Verbundenheit jebes einzelnen Angehörigen unseres Volkstums in der Heimat mit den Trägern unseres Volkstums draußen zum Ausdruck zu bringen. Das deutsche Volk tut damit nichts anderes als jede andere große Nation, die als Sendboten feiner Art und seines Volkstums Volksgruppen und einzelne Glieder seines Volkstums inmitten anderer Völker und Staaten wohnen hat. Bon den Millionen Deutschen außerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches sind unzählige vor Jahrzehnten, ja vor Jahrtausenden bereits aus» gewandert. Wo sie Reichsdeutsche blieben, sind sie heute treu ihre Pf licht tuende Nationalsozialist en, roo sie nach ihrer Wahl eine neue Staatsangehörigkeit annahmen, sind sie loyale Bürger fremder Staaten geworden, fremder Staaten, ihrer deutschen Leistung willen gerufen, fremder Staaten, in denen sie durch ihre zähe, fleißige Arbeit Heimatrecht erworben haben. Hat das Erstarken unseres Volkes zur Großmacht unendlich vielen erst wieder das Gefühl eines sinnvollen Lebens und einer zielbewußten Arbeit gegeben, so hat auch andererseits Mißgunst unb Neid draußen sich einzelne Deutsche zu wehrlosen Opfern gesucht, lind fast stets, wenn in letzter Zeit der Kamps gegen den Deutschen in anderen Ländern Opfer forderte, so hatte der jüdische Gegner dort hinter den Kulissen seine Hand im Spiele. Durch Opfer aber ist Großdeutschland stark geworden. Auch die Opfer draußen haben iyren heroischen Sinn. Wir wissen, daß sie ihr Leben gaben für ihr Volkstum. Der Glaube an den Wert des deutschen Volkes unb an die innere Stärke des deutschen Volkstums hat Adolf Hitler beseelt und ihm die Kraft gegeben zur Schaffung ber Volksgemeinschaft, auf Die wir Deutsche so unendlich stolz sind. A u s b e m Volk s- tum wuchs unsere neue Gemeinschaft, die der Größe, der Kraft und der Ehre — die Gemeinschaft der sozialen Tat unb ber nationalen Verbundenheit. Wir, bie wir so glücklich sinb, im groß» beutschen Raum ein zusammengeschlossenes Volk zu bilden, wir grüßen die Deutschen in aller Welt. Unter Gruß ist die hilfreiche Tat! Den unbekannten Soldaten des Deutschtums im Ausland. Nach bem Appell des Stellvertreters des Füh» rers ergriff ber Vorsitzende ber Bundes» I e i t u n g des V D A., Generalmajor a. D. Professor Dr. Karl Haushofer das Wort. Als unser altes Bolksheer, so sagte er, im Jahre 1914 ohne Lpb. Mainz, 25. Juni. Die Gutenberg-Festwoche erhielt am Wochenend ihren Abschluß durch eine Feier st unde am G u t e n b e r g d e n k m a l. Dberbürgermeifter Dr. Barth sprach in ihr von ber Derpftichtuna, die Geist unb Werk Gutenbergs ben Nachfahren seiner Vaterstadt auferlege und gab der Hoffnung Ausdruck auf friedlichere Zeitläufte 7m nächsten Jahre und auf eine vorurteilsfreie Anteilnahme der getarnten Kulturwelt an ber Reichs- 500-Jahrfeier der Erfindung ber Buchdruckerkunst durch den Mainzer Johannes Gutenberg. Gaube- triebsgemeinschaftswalter Nielsen von der Fachabteilung „Druck und Papier" in der DAF. warf einen geschichtlichen Rückblick auf das Standesbe- wußtfein und den Leistungswillen der Jünger ber chwarzen Kunst. Anschließend verkündeten Raketen )en Beginn des Johannis-Volksfestes in der Altstddt, dessen fröhlichem Treiben ber Witterungsumschlag kaum Abbruch tat. Sonntag mittag versammelte sich bie Gutenberg-Gesellschaft im Weißen Saal bes Kur- ürstlichen Schlosses zur Festsitzung. Dr. Rudolf Thiel (Berlin) sprach über die Erfindung des Steindruckes durch Alois Senefelder. In lebendiger Darstellung vermittelte der Redner einen Ein- Die tunesischen Behörden haben ern eine Reihe von Druckschriften und Presseerzeugnili^ auf unbestimmte Zeit untersagt, darunter schiebene Broschüren,unb Zeitschriften in itai nischer unb arabischer Sprache sowie „Deutsche Zeitung in Frankreich". 1SWN. ure,PW itekten. 'ieuren, Phyf. ;en ^auDoi >y des Sßierjti tn fast allen i geführt, bog eher zum leih em Verhältnis iichstreuhi Liefe Gefolgt ftgelegt,b i dürfen. Sie! Mitteilungen i - das SBirfc- >ekanntgem°L ^erHZ 1 Weimar fe Mt 4. MV Unsere hilft W durch traben, bie: 'n. ihre De« ne fetzten. Lu stehen über senschast. 3n uns eine 3er en. Kritisiere ir sind in b-; es Mißmuts; M m L-A - !'» LÄ f£3»e IN. ««ÄftlTif stoufch n iefi- M & * .y 9 n1 'Ij/f# & S C.-*' n1’ I N'e öer. S i :rrI,tyn S ®*tW, N r.« - “"■tstums L polten ' 'N der ' mit K, MUH ®Qnn dez$ 1‘Mfini vollst Henlein ■ betrs iler Deutsche S glühe» ^olk und se> «JTC Z1U3WCHU119 WV-. - •-!-o--- I----U-I -L-tJ l ii5lbesitzes, des zweitgrößten nach dem britischen tulonialreich, bei dieser geringen Zahl von Dertre- im des Heimatlandes unmöglich Fortschritte machen 'mm. An diesem Menschenmangel sind auch in er- ie- Linie alle bisherigen Anläufe zu emer mten- men Auswertung des französischen Kolomalbe- Lrs gescheitert. Dabei fällt noch erschwerend ins z Wicht, daß die Farbigen heutzutage sehr viel hwerer zu beherrschen und zu lenken sind als vor feil Weltkriege, so daß eine erheblich 8soßere Zahl Z'.opäischer leitender Kräfte erforderlich ist, um irr verstärkte Auswertung der natürlichen Hllss- ;j/llen, insbesondere der Rohstoffteichtümer, zu er- zuvenden, so deswegen, weil dieser Erdteil ver- gnchsweise sehr dünn besiedelt ist, für die europäische Auswanderung noch große unausgewer- t-ge Möglichkeiten bietet und Enropa am nächsten lagt. Afrika ist nicht nur schwach bevölkert, seine rttürlichen Hilfsquellen sind noch sehr wenig aus- ; gMertet, ja sogar noch längst nicht erforscht. Man v gemeinhin der Ansicht, daß die Sahara eine rssige völlig unfruchtbare Wüste darstellt, Diese Z irstellnng ist unrichtig, denn die breiten Randge- bitte der Sahara ließen sich, allerdings mit einem gnfcen Kostenaufwand, sehr wohl zu einer bedeu- tcrben Ergiebigkeit bringen. Dazu bedürfte es vor a-em der Anlage eines Bewässerungssystems, wie e< in zahlreichen wasserarmen Gebieten seit alters- br durchgeführt worden ist. Hierbei würde man Mich auf große Schwierigkeiten stoßen, die aber nicht in der afrikanischen Natur begründet sind, ieidern darin bestehen, daß es zunächst an Arbeits- giften, vor allem an einer ausreichenden Zahl von er-opäischen Pionieren fehlen wird, sofern die zur Zit bestehenden politischen Besitzverhältnisse zu- Mndegelegt werden und stark bevölkerte europäische rxiaten, ryie Deutschland und Italien, an diesen Arbeiten nicht beteiligt werden. Die politischen Verhältnisse liegen in Afrika zur Z it so, daß fast der ganze nordwestliche Teil, vom Nuttelmeer bis zum Kongo, überwiegend zur fro-a nzösischen Einflußsphäre gehört. Die Mnzosen sind aber infolge der bald ein Jahrhun- bd‘t anhaltenden, sehr schwachen Bevölkerungsver- »Ä'hrung im Mutterland nur in sehr geringer Zahl in ihren eigenen Kolonien, insbesondere in Afrika, anteilmäßig vertreten. So besteht z. B. die Bear! kerung des französischen Schutzstaates Tunis beite aus rund 2,5 Millionen Tunesiern, die von ir französischen Statistik unter der Bezeichnung Muselmanen" zusammengefaßt werden und ver- t^edenen arabischen Stämmen angehören, während fr Zahl der Franzosen 1931 mit 91427, ine der Wiener — zweifellos viel zu niedrig — mit nn?8, und die- der Juden mit 56 248 angegeben DTben. Inzwischen ist die Zahl der Italiener und । te: Juden, nicht aber bieder Franzosen, irseblich gestiegen. Ganz ähnlich ist es in sämtlichen irtoeren afrikanischen und asiatischen Kolonien ftankreichs hinsichtlich des Anteils der Franzosen iri der Gesamtbevölkerung bestellt; überall bilden sie ihr einen ganz geringen Bruchteil der Gesamtbe- Merung. Ün,d auch diese Franzosen sind nicht als üiionialpioniere hinausgezogen, sondern als Miti- i: und als Verwaltungsbeamte abkommandiert wurden. Ohne diese Franzosen würde der Anteil riktisch unbedeutend sein. . , .. Tiun liegt es auf der Hand, daß eine wirtschaft- icee Auswertung des riesigen französrischen Kolo- SieWestemopäerinderWeii Don Or. Roderich v. llngern-Sternberg. Um von der gegenwärtigen Stellung der West- uiropäer in der Welt ein Bild zu gewinnen, ist es cmgezeigt, zunächst die zahlenmäßige Der» Heilung der Europäer in Europa selbst und in leen übrigen Erdteilen zu betrachten. Insgesamt gibt s zur Zeit 709 Millionen Europäer in der Welt, «i einer Weltbevölkerung von rund 2122 Millionen, so daß die Europäer von der gesamten Welt- .xvölkerung rund ein Drittel ausmachen. Europa hne die Sowjetunion hat rund 363 Millio- •>en Einwohner; einschließlich des europäischen Teils Isr Sowjetunion sind es rund 536 Millionen Einwohner, von denen etwa 13 Millionen in Sowjet- ußland asiatischen Völkerschaften angehören, Außer- talb Europas gibt es noch in den Vereinig- n Staaten von Nordamerika 132 Millionen Veiße. Der Rest ist auf die übrige Welt verteilt. Der Anteil der Menschen europäischer Abstam- r.ung ist also in den außereuropäischen Erdteilen ein fthr geringer, tatsächlich leben unter 1,2 Mil- Ivrden Asiaten nur 13 Millionen Europäer; in Afrika kann man die Weißen mit rund 4 Millionen fei einer Gesamtbevölkerung von 151 Millionen ver- mschlagen, in Mittelamerika mit 7,2 Millionen bei euer Gesamtbevölkerung von 37,3; in Südamerika rit 40,5 von 94,4 Millionen und in Australien mit j 12 bei nur 10,4 Millionen Gesamtbevölkerung. ’ liiese Zahlen treffen aber nur für die Gegenwart lii. Die Bevölkerungsentwicklung ist bei den einzel- lün Rassen sehr verschieden. Würde die jetzt beobachte Tendenz weiter anhalten, so würde das Veralten von Europäern au den übrigen Völkern sich shr zu Ungun st en der weißen Rasse ver- lyieben. Die schnelle Bevölkerungszunahme in Asien üird dazu führen, daß allein die Ostasiaten (Jauner, Chinesen, Inder u. a.), die zur Zeit rund (!12 Millionen zählen, in wenigen Jahren an Zahl ivppelt so stark sein werden, wie alle west- inopäischen Völker zusammen. Für die Beurteilung der Stellung des West- nropäers in der Welt ist ferner wesentlich, daß die ? uswanderung aus unserem Erdteil bis zum lieltkrieg alljährlich eine große Zahl von Menschen hr übrigen Welt zugeführt hat, so daß die außer- i ropäische Welt in ihrem Bevölkerungsstand von Westeuropa aus sehr.stark beeinflußt worden ist. Die bchsten absoluten Zahlen erreichte die europäische Uswanderung der letzten Vorkriegsjahre, was h uptsächlich auf die große Zunahme der italLeus ch e n Auswanderung zurückzuführen war. ^ßerdem fiel noch die Steigerung der polnischen und litauischen Auswanderung aus Rußland und der slawischen aus Ungarn er- tlblich ins Gewicht. Seitdem hat aber die über® s »ische Auswanderungsbewegung sich wesentlich gerändelt: die Auswanderung aus Europa hat sehr flirt nachgelassen, und zwar aus sämtlichen । Lindern Europas. Außerdem hat eine starke R ü ck - vianderung nach Europa eingesetzt. Länder wie England, Schweden u. a. haben in den letzten Jah- m viel mehr Rückwanderer aufgenommen als Aus- rianderer gestellt. Diese Umkehrung der Wande- ringen ist für die Aufrechterhaltuna des westeuro- p ischen Einflusses in der Welt zweifellos von aller- eäößtem Belang, denn sie bedeutet den Beginn euer „Enteuropäisierung" der Welt und damit me Schwächung der Stellung des weißen Menschen r den farbigen Ländern, sowohl in denjenigen, die j,beständige oder halbselbständige staatliche Gebilde wie in den kolonialen Besitzungen. Wenn wir uns nunmehr Afrika im besonderen schlutzmm & M W«; n foombtr. Mge n Werke zu I® •sinder einer» Gutenbettisz» üch ÄerslM berg eyuudre! i der Eulk' tsführende N eilsberichl uil bau des stelle für,; de sowie u-r' nbtrg^ul» tfitafW" , >te die M idie Irabs. r Schon innis.®»*' )er Tausend Oer Gandschakverirag verlehi die nationalen Rechte der Araber. Entrüstetes Echo in Rom. — Oer Türkei durch das neueste englisch-französische Einkreisungsmanöver den Weg nach dem Westen wieder geöffnet. -LÄTA6UIC IRAK ARABIEN » V IRAN ====^ MittdtänSW Dr. L. Rom. 25. Juni. Die italienische Presse erhebt scharfen Einspruch aegen das französisch-türkische Abkommen über die Abtretung des Sandschaks Alexandrette. Der halbamtliche „Popolo d'Italia" schreibt, diesem Vertrag zum Schaden Syriens fehle jede juristische Grundlage. Er verletze außerdem die Bedingungen des Mandats. England habe den demütigenden Tausch durchgesetzt, um den türkischen Anschluß an das Einkreisungs- y st e m zu erreichen. Auf den Irrwegen der Einkreisungspolitik beabsichtigten England und Frankreich anscheinend noch weiterzugehen. Im englisch- türkischen und somit auch im türkisch-französischen Vertrag solle die Ausdehnung des Abkommens auf die Balkanhalbinsel vorgesehen sein. Der Ehrgeiz der Türkei werde wieder belebt urb die Türkei als Garant auf den Balkan herbeigezogen, was besonders in Jugoslawien Beunruhigung erwecke. Völker, wie das serbische, die Jahrhunderte gegen die türkische Herrschaft gekämpft hätten, könnten keine Rückkehr der Türkei nach dem Westen dulden. Die Türkei solle auch den Schutz Palästinas und des Suezkanals übernehmen und damit auch arabisches Gebiet bedrohen. Die Einkreisungspolitik suche so die Türken und Sowjetrussen wieder nach dem Westen zu führen und auch die arabische Welt wieder durch die türkische Gefahr zu bedrohen. „Voce d'Jtalia" sagt: „Die Kriegspolittk ist auf dem Marsch." Die Abtretung des Sandschaks Ale- xandrette sei unter einer offenen Verletzung der internationalen Verpflichtungen Frankreichs erfolgt und durch willkürliche Ausübung von Machtrechten, die Frankreich nicht zustünden. Ein Mandat bedeute nicht Souveränität. Da die Abtretung ohne Zustimmung, vielmehr gegen den Willen der Bevölkerung Syriens erfolgt sei, bedeute sie weiter eine flagrante Verletzung der nationalen Rechte der Völker, in diesem Falle des arabischen Volkes. Durch diese willkürliche Abtretung eines Teiles eines Mandatsgebiets habe Frankreich einen Präzedenzfall geschaffen. Die Abtretung sei auf Anregung und Ermutigung Englands erfolgt, das als Gegenleistung zum mindesten insgeheim die Zusage des Benutzungsrechtes des Hafens von Alexandrette als Stützpunkt der engLckjchen Seestreitkräfte erhalten habe. AehNlich wie der englisch-türkische Vorvertrag spreche auch der französisch-türkische Vertrag in einigermaßen mystischen Wendungen von einer „Organisierung des Friedens auf dem Balkan" unter dem Protektorat der Unterzeichner. Diese Rückbildung des türkischen politischen Einflusses auf dem Balkan werde neue Störungen verursachen und neue Probleme auf- werfen, die die Sicherung des Friedens hindern würden. Durch das System der englisch-französisch- türkischen Uebereinkommen werde ein neues Glied in den Einkreisungsring eingefügt. Dieses System habe eine ausgesprochen i t a l i e n f e i n d l i ch e Spitze. Die Türkei habe sich damit offen gegen Italien gestellt, das nach dem Weltkrieg nicht an der Ausraubung der Türkei teilgenommen habe, und ebenso schroff auch gegen Deutschland, das ihr im Weltkrieg bedeutende Hilfe gegen Frankreich und England geleistet habe. Dies kläre die Positionen in Europa und in Kleinasien. In Rom schließt man aus den französischen Kommentaren zum französisch-türkischen Pakt, daß man in Paris erwarte, eine der ersten Auswirkungen des Protokolls von Antara werde darin bestehen, Frankreich auf dem Wege über die Türkei die Führung auf dem Balkan wiederzugeben, das durch das Entstehen der rtalienisch- jugoslawischen Freundschaft ausgeschaltet worden war. In den Pariser Gedankengängen soll die Ein- satzbereitschast der türkischen Militärmacht die Ostflanke Italiens wieder bedrohen, wie seinerzeit Jugoslawien. Die Wirksamkeit dieser Bedrohung soll erhöht werden durch militärische Vereinbarungen Rumäniens, der Türkei und Griechenlands. Allen diesen Machenschaften gegenüber aber bleibe Bulgarien ein Faktor, der das Spiel erheblich st ö r e. Nicht wesentlich anders liegen die Verhältnisse in den von Großbritannien bzw. von der Südafrikanischen Union beherrschten Teilen Afrikas. Auch hier steht einer ganz kleinen europäischen Oberschicht heute eine Masse von zum Teil völlig prvletarisierten, in den südafrikanischen Industriegebieten zusammengeströmten Negern gegenüber, die aus ihrer Beteiligung an dem Krieg der europäischen Völker das Bewußtsein mitgebracht haben, daß die Errungenschaften der Kriegstechnik fein Monopol des weißen Mannes find, und daß dieser weiße Mann durchaus kein Halbgott ist. Unter diesen Umständen muß man sich die Frage vorlegen: wie lange kann es noch dauern, bis die Neger, gefördert von chren Rassegenossen in Nord-, Mittel- und Südamerika, versuchen werden, den europäischen Lehrmeister vor die Tür zu setzen. Solche Gedanken und Bestrebungen sind bereits in der Negerwelt im Schwange, und ihre Verwirklichung kann nur dadurch verhindert werden, daß der Einsatz europäischer Menschen in viel größerem Maßstabe erfolgt, als das bisher der Fall gewesen ist. Unter dem Zwang solcher Tatsachen wird die Erfüllung des deutschen Kolonialansprucks geradezu zu einer Lebensfrage für die Aufrechterhaltung der weißen Herrschaft im schwarzen Erd- teil. sonst sei seine Bemerkung über „unerträgliche Beleidigungen" nicht zu verstehen. Chamberlain be« trachte anscheinend schon die Tatsache, daß -Briten durch japanische Soldaten kontrolliert würden, als eine „unerträgliche Beleidigung". Japan lehne jede Verantwortung für die gegenwärtige gespannte Lage ab und werde sich auch nicht durch britische Drohungen einschüchtern lassen. Aus aller Wett. Ilallenlsche ZNttilarflugzeuge erreichen 13 000 Meter Höhe. Drei Militärflugzeuge der Höhenflugabteilung von Guidon i a unter dem Befehl des Obersten P e z z i sind nach einer Mitteilung der „Vie dell' Arva" zwei Stunden lang in einer Höhe von 12 000 bis 13 000 Meter geflogen. Sie konnten eine Reihe wertvoller Beobachtungen über das Verhalten des Materials in großen Höhen machen. Die Temperatur betrug in der erreichten Höhe 66 Grad Celsius unter Null. kdF.-llrlauber in Bukarest. Sonntagfrüh trafen 180 KdF.-Urlauber in Buka. reft ein. Die Gruppe war von Wien aus m i t dem Schiff a u f der Donau nach Numän- nien gekommen. Es ist dos die erste KdF.-Urlauber- fahrt auf der Donau nach Rumänien. Die KdF.- Urlauber werden die Internationale Ausstellung „Freude und Arbeit" und die Sehenswürdigkeiten der rumänischen Hauptstadt besichtigen. Eine Düsseldorfer Sportgruppe veranstaltete auf dem Gelände der Ausstellung eine Sportvorführung. Lin Kraftwagenunglück bei Frankfurt a. d. O. Auf der Reichsautobahn unweit von Frankfurt an der Oder fuhr ein von Berlin kommender Personenkraftwagen mit hoher Geschwindigkeit in eine Kolonne der Wehrmacht hinein und riß dabei sechs Soldaten um. Zwei von ihnen wurden auf der Stelle getötet, während vier andere zum Teil lebensgefährliche Verletzungen davortrugen. Der Fahrer des Berliner Wagens wurde sofort verhaftet. Zwei Todesopfer einer Explosion. In Schmiedeberg im Sudetengau hat sich in der Knopffabrik der Firma Plotz eine schwere Explosion ereignet. Die auflodernden Flammen erfaßten zwei Männer und eine Frau. Die Frau und einer der Männer — ihr Bruder — sind den Verbrennungen erlegen. Der Dritte schwebt in Lebensgefahr. Ueberschwemmungen in Frankreich. Aus den verschiedem'ten Teilen Frankreichs werden zahlreiche Unwetter und Ueberschwemmungen gemeldet, die allenthalben großen Flurschaden an- gerichtet haben. Am schwersten wurde die Normandie heimgesucht. Wolkenbruchartige Regengüsse verursachten reißendes Hochwasser. In Mouriez wurden 18 Lehmhäuser von den Wassermassen unterspült und verschwanden in den Fluten; die Bewohner konnten nur unter Lebensgefahr gerettet werden. Die Straßen sind kilometerweit überschwemmt, jeder Verkehr ist unterbrochen. Zahlreiches Vieh ist ertrunken. In Torte-Fontaine drohte eine vom Blitz getroffene Kirche einzustürzen. Große Unwetter werden ebenfalls aus St. Nazaire, Nantes und Remiremont am Westabhang der Do- g e s e n gemeldet. In den Pyrenäen ist ein gewaltiger Wettersturz eingetreten; ununter» b r o ch e ne Schneefälle haben das Tal von Andorra von der Außenwelt vollkommen abgeschlossen, ein Zustand, der gewöhnlich nur im tiefsten Winter eintritt. Verhängnisvolles Spiel mit Streichhölzern. Die beiden fünf- und dreijährigen Jungen eines Bauern im Lundener Koog (Dithmarschen) spielten England macht keine Drohung wahr. Kritik an der unentschlossenen Haltung Chamberlains im Tientsin-Zwischenfall Dr. Li. London, 26. Juni. Die. fernöstliche Spannung steht noch immer im Mttelpunkt des allgemeinen Interesses. Die Morgenblätter vom Montag lassen erkennen, daß die englische Regierung noch immer bemüht ist, eine friedliche Regelung mit Japan herbeizuführen. Andererseits wird sie jedoch unter dem Druck der wegen der Lage in Tientsin erregten öffentlichen Meinung gezwungen, eine s chär fere Haltung gegen Japan einzunehmen. So berichtet „Daily Mail", daß die Regierung eine ausführliche Erklärung über die unerträglichen Beleidigungen". plane, die den Engländern durch Japaner zugefügt worden seien. Aber obgleich Chamberlain in seiner Rede in Cardiff, sowie Lord Halifax dem japanischen Boffchafter in unmißverständlicher Form die Meinung der Regierung zu dem japanischen Voraehen zum Ausdruck brachten, istbisherkeinederDrohungenLon- dons wahrgemacht worden, die in den letzten Wochen offen ober in versteckter Form durch Regierungsvertreter, durch die Presse ober den Rundfunk als unmittelbar bevorstehend angekündigt wurden. „Sunday Times" fordert von der Regierung eine entschiedenere Haltung gegenüber Japan und schlägt eine Mobilisierung d e r Fernostgeschwader mit einer Flottenbemon- ftration in Singapur vor, denn nur auf b e m Wege der Gewalt könne man zum Erfolg gelangen. r . Der Oberbefehlshaber der englischen Chinastation, Sir Percy. Noble, ist angewiesen worden, sich nach Abschluß der englisch-französischen Generalstabsbesprechungen in Singapur am Montag nach Nordchina zu begeben. — Die letzte Sitzung der Vertreter der drei Wehrmachtsgattungen Englands und Frankreichs in Singapur findet am Montagvormittag statt. Am Sonntag wurde in einem ab-- schießenden amtlichen Bericht bereits festgestellt, baß bie breitägigen Verhandlungen zu einer v ö l - ligen llebereinftimmung der Auffassungen geführt hätten. Im übrigen würbe bestätigt, baß die Lage in Tientsin und Swatau von den englischen und französischen Militärs eingehend erörtert wurde. Aus Tientsin liegen in London keine neuen Nachrichten vor. Der amtliche Rundfunk verbreitete le- biglich eine Melbung, wonach ein britischer Staatsangehöriger, ber feit einigen Tagen von den Japanern in 5)aft gehalten würbe, auf Grund der Vorstellungen ber englischen Konsular- behorben in Tientsin am Sonntag fr ei gelassen worben ist. In Swatau sollen bie Japaner bie Blockade wieder verhängt und zwei britische Schiffe daran gehindert haben, eine Ladung für Hongkong an Bord zu nehmen. Um zwischen britischen Werften und britischen Dampfern in Swatau den Verkehr zu erschweren, soll nach dem „Daily Telegraph rund um die britischen Werften Stacheldrahtverhau gezogen worden sein. Der Kommandierende der japanischen Flotte, Admiral K o n d o , hat bei den englischen Marinestellen einen scharfen Protest dagegen eingelegt, daß britische Handelsschiffe unter Begleitung eines englischen Kriegsschiffes in den Hafen von Swatau eingelaufen sind, er hat die Forderung gestellt, daß in Zukunft ein britisches Schiff Swatau erst nach 24stünbiger vorheriger Anmeldung anlaufen soll. Warum die Zurückhaltung? Englands marinepolrtische Unterlegenheit in Ostasien. London, 26. Juni (Europapreß). Die strategische Lage im Fernen Osten biß)et den Gegenstand eines Briefes, den Lord Beatty, der Sohn des aus ber Skagerrakschlacht bekannt gewordenen englischen Admirals, hn „Daily Telegraph" veröffentlicht. Lord Beatty geht von dem Gedanken aus, daß bie Schwäche der englischen Mittelmeer f l o 11 e der Anlaß zu dem italienischen Vorgehen in Abessinien gewesen fei, und baß Japan durch bie Schwäche des englischen Fernost ° Geschwaders ähnlich beeinflußt werden konnte. Die Flottenbasis in Singapur sei wenig wert, solange dort nicht ein star - k e s Kampfgeschwader stationiert wäre. Dies sei aber gegenwärtig nicht ber Fall. Wenn aber ein solches starkes Geschwaber dorchin geschickt werben würde, so würde bas die „Überlegenheit Englands im Mittelmeer und in der Nordsee" erheblich mindern. In England wisse man nicht so gut wie in Australien, daß die englische Regierung Australien versprochen habe, im Falle von Konflikten im Fernen Osten ein Geschwader von Schlachtschiffen nach Singapur zu schicken. Die Erfüllung dieses Versprechens würde Anfang 1941 sehr viel leichter sein, weil bann bie neuen fünf Schlachtschiffe vorn Typ „Georg V." in Dienst gestellt sein würben. Die Gefahrenzeit liege zwischen heute unb dem Jahre 1941. Englische Drohungen machen in Tokio keinen Eindruck. Tokio, 26. Juni. (DNB. Funkspruch.) Dor ber Presse stellte der Sprecher des japanischen Auswärtigen Amtes angebliche Mißhandlungen von Briten in Tientsin energisch in Abrede. Bevor eine Antwort auf bie Vorstellungen des britischen Botschafters bei Außenminister Arita erteilt werden könne, würbe bas Ergebnis genauester Untersuchungen in Tientsin abgewartet werben. Die „Tokio Asahi Schimbun" schreibt, baß Chamberlain anscheinend allen von englischer und chinesischer Seite verbreiteten Lügen Glauben geschenkt habe. Ser Hinweis - ein Blick in die Zeitschriften d LICHTSPIELHAUS Gesunder Stammhalter angekommen! it Or. med.Hans und Maria Hammermann I | Verkäufe 11 Kaufgesuche"] Bahnhofswirtschaft im Gießener Anzeiger Lollar. [4526D werden von Tauienden MWWWWMWW^W | beachtet und gelesen. Oie Filmwochenschau und das Publikum. am der 9 2 Heute Montag Erstaufführung! d Ä Einspaltige Kleinanzeigen werden rum er- mäßigten Gründ« vrets von 5 Pf. kür die Millimeter- teile verööentliL, N n tt dl G v! id dc ta di iü * w nu Gießen, den 26.3uni 1939 Kath. Schwesternhaus 61 B ir n 1) 0 l Einige Schränke, Tische,Rollschutzwand, Kaffeemaschine, eisern. Garderobeständ., Porzellan u. Bestecke sowie sonst. Haushaltsgegenstände sos. preiswert zu verkauf. sucht für seine Revisionsabteilung zum baldigen Eintritt einen geeigneten Kinderliebes Mädchen zu 2 kl. Kindern u. leichter Hausarbeit sofort oder zum 15. Juli gesucht. Angebote unter 4523V a.d.G.A. Tapetenreste wie immer sehr günstig ün Preis Tapeleobaos Ferdinand Neniistiel Sohn Gartenstraße 10 Telefon 3636 Schlachtschiffe, den großen weltgeschichtlichen Ereignissen oder dem Geburtstag des Führers, die in ihrer großartigen Geschlossenheit schon beinahe über den Rahmen der gewöhnlichen Wochenschau hinausgehen, werden selbstverständlich als einzigartig und einmalig empfunden. Für die „tägliche" Wochenschau wünscht man im allgemeinen die Vielseitigkeit, den Blick auch über Deutschlands Grenzen hinaus auf die Ereignisse in Europa und in der weiten Welt. Frauen sträubten sich gelegentlich gegen allzu viel Kriegsschauplätze, Männer möchten häufig etwas mehr Sport sehen. Sehr allgemein scheinen auch die Fortschritte und Erfindungen der Technik zu interessieren, und es wäre wohl zu erwägen, ob sich da nicht noch manches in der Wochenschau zeigen ließe." Oer Mut zum Ungeliebten. Die Zeitschrift für Dolksschullehrer „Der deutsche Volkserzieher" veröffentlicht im Heft 10 einen Aufsatz von Max Kretschmer „lieber willkürliche und unwillkürliche Aufmerksamkeit", der manche beachtliche Erfahrung aus der Schulpraxis enthält. So bemerkt der Verfasser: „Die-Schule, die immer nur das Geliebte tun will, wird zu leicht und darum lebensfremd. Wir werden härter sein dürfen und werden es fein müssen, wenn wir der neuen Jugend und der zielsetzenden, nicht zielsuchenden neuen Grundhaltung der Schule gerecht werden wollen. Gerade was wir nicht gern tun, hat erzieherischen Wert. Das - Geliebte ringt dem Geiste keine Widerstandskraft ab und verzärtelt. Wir meinen nicht etwa, daß die Schule alles preisgeben solle, was sie im Laufe der Jahrhunderte an verfeinerten Derhaltungsweisen entwickelt hat. Aber es kommt uns vor, als hätten wir die ethischen Werte, die in der Ueberwindung des Ungeliebten liegen, unterschätzt und unterschätzten im Grunde auch den Schüler mit unserem Kultus des Geliebten. Und was ist das Ungeliebte? Alles, was dem inneren Schweinehund Mit hartem Trotz' abgewonnen werden muß. Das beginnt schon mit dem sogenannten „Interesse" für einzelne Dinge Laden in bester Geschäftslage von alt- ans. Firma gesucht. Gefl. Ang. unter 03100 an den Gieß. Anz. Wirtschaft.. Preissenkung von Elektrogeräten für die Landwirtschaft. Im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen und mit Zustimmung des Beauftragten für den Vierjahresplan ist soeben eine Verordnung über die Senkung der Preise der von der Landwirtschaft benötigten Elektrogeräte und Elektromotoren erlassen worden. Danach hoben zur Senkung der Preise der von der Landwirtschaft benötigten Elektrogeräte und Elektromotoren ab 1. Juli 1939 alle Unternehmen und Betriebe, die Anlagen zur Erzeugung, Fortleitung oder Abgabe von Elektrizität besitzen oder verwalten, aufdie Dauer von fünfJahren bis zu 35 Millionen RM. jährlich aufzu- bringen. Diese Bestimmung findet keine Anwendung auf Unternehmen und Betriebe, die nicht Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 2 des Energiewirtschaftsgesetzes sind, wenn ihre Stromerzeugungsanlagen eine installierte Leistung von insgesamt 1000 Kilowatt (kW) nicht erreichen oder Vuchdruckerei- Hilfsarbeiter gesucht BtöMIflelliiloetlllötsötiiiletei Schulstraße 7/9 «o«d 1938er Jiiogtiite erstklassig.schwer. Schlags, aus anerkannt. Zuchtbetrieb hat abzugeben 4527V RudolfBipp Steinheim Nidda Land. Shakespeares „tzSmlet" ntt SchaufpkHaus aufführen. Die Gäste haben bereits die ersten Proben auf dem Römerberg abgehalten. Spielleiter Rondiris, der seine Ausbildung in Regie und Buhnenkunst in Berlin und Wien erhalten hat, meinte, daß die „Elektra" auf dem Römerberg em Ergebnis ganz besonderer Art werden müsse, daß aus dem Zusammenklang dieser beiden Welten, der altgriechischen Tragödie und der urdeutschen Architektur, ein ganz neuer Eindruck entstehen müsse. Memting-Ausstellung in Brügge. Im Museum der Stadt Brügge wurde die M e m- ling - Ausstellung aus Anlaß der 500. Wiederkehr des Geburtstages des großen deutschen Meisters durch König Leopold von Belgien feierlich eröffnet. Die Ausstellung gilt als eines der größten internationalen Kunst-Ereignisses dieses Jahres. Durch die neuesten Forschungsergebnisse ist endgültig festgestellt worden, daß Hans Memling von reichsdeutscher Abstammungist und in Seligenstadt am Main geboren ist. Die Brügger Ausstellung umfaßt 46 Werke von Memling, die von allen Teilen der Welt zusammengetragen wurden. Don deutscher Seite wurden 10 Bilder zur Verfügung gestellt, darunter der weltberühmte Lübecker Altar, der das Glanzstück der Ausstellung bildet. Ferner werden drei Bilder aus der Wiener Staatsgalerie und der Albertina in Wien, die Jungfrau mit dem Kinde aus dem Kaiser-Friedrich-Museum Berlin sowie drei Zeichnungen aus dem Berliner Kupferstichkabinett in Berlin, aus Kölner und Trierer Sammlungen gezeigt. Der deutsche Botschafter von Bülow-Schwante wohnte der Einweihungsfeier bei. Da« Deutsche Handwerk Am Mittwoch, 28. Sunt 1939, abends 8.30 Uhr findet im Hotel Hindenburg Gießen, Seltersweg ein Lichtbildervortrag der Reichsdienststelle des Deutschen Handwerks über „kulturelle Ausgaben im Deutschen Sandwett" statt,wozu alle Handwerksmeister, Gesellens innen), und Lehrlinge hiermit herzlichst eingeladen sind. Eintritt frei! Kein Trinkzwang! Ter Kreishandwerksmeister: Der Kreisobmann der DAF: Stühler i.A. Stein II Kreishandwerkswalter 4528D | Vermietungen"! Schöne 3-3immer BoDnnug (Mansarde) neu hergerichtet, per sofort zu verm. Schrift!. Anfrag, unter 03174 an den Gieß. Anz. 56nB09u Wien Mieren nach der Naturschutzverordnung vom 18. Mürz 1938 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. 5B. Weber, o. 8. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Pros. Dr. Wattber Schoenichen. Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Ougo Bermüüiec verlos. Veriia-cMerf. sind efnzetns FachgeNeks. AngeSÄH „ßegett* ffltf einige Fächer nicht. Soll die Schule nun in dem Bestreben, nur das Geliebte zu tun, mir ersparen, wozu ich das spontane Interesse nicht aufbringe? Wie nun, wenn sich Herausstellen sollte, daß nur Derzärllichung war, was sich als spezifische Begabungsrichtung maskierte? In jedem rechten Kerl liegt der Wille verborgen, sich am Ungeliebten zu bewähren. Dessen sollte die Schule eingedenk sein und in der Berücksichtigung angeblicher Begabungsrichtungen nicht zu weit gehen. Stellt.sich hinterdrein wirklich eine ernsthafte Einseitigkeit der Begabung heraus, ist eine gewisse Schonung denkbar. Aber ihre Vorbedingung ist die Bewährung am Ungeliebten." Heiliger Egoismus. Unter diesem Titel schreibt Rudols Kröhne im 5. Heft der neuen Zeitschrift „Wir und die Welt": „Nun, wo Deutschland durch die geniale Kraft seines Führers, hineinyezwungen ist in eine Weltmachtstellung, die ihm nach seinen Gaben zukommt, wo die äußeren Kräfte politischer Einheit und militärischer Macht gesammelt sind, nun müssen auch die inneren, seelischen Kräfte des Volkes — das will heißen: jedes einzelnen! — neu gestaltet und ausgerichtet werden. Um es kurz zu sagen: Das deutsche Volk muß sich den heiligen Egoismus einer Weltmacht aneignen! Nicht daß wir einfach den englischen Satz übernehmen und bei feder passenden oder unpassenden Gelegenheit in die Welt schreien sollten: „Right or wrong, my country!“ Wenn dieser Satz auch aus dem Gefühl einer wachsenden Weltmacht entstanden ist, so läßt er sich doch so wenig wörtlich ins Deutsche übertragen wie sich englischer cant mit unserem sachlichen Gerechtigkeitsgefühl jemals würde vereinbaren lassen ..." „Der Weltkrieg fand das deutsche Volk bereit, sich mit einer Kraft und mit einem Heldenmut ohnegleichen zu verteidigen; aber unsere ganze Kriegführung war zugleich ein fortlaufender Beweis dafür, daß der Begriff des heiligen Egoismus einer Weltmacht dem ganzen Volk und jedem einzelnen durchaus noch ftemd war. In dieser Hinsicht waren uns — wir müssen den Mut zu dieser Erkenntnis haben — die Westmächte weit überlegen. Gerade in diesen Tagen, wo neue Kräfte am Werk sind, das alte Netz einer Einkreisungskoalition um Deutschland zu ziehen, dürfen wir uns darauf gefaßt machen, daß der erste Angriff auf den Punkt gerichtet sein wird, der sich im Weltkrieg als unsere schwache Stelle erwiesen hat. Lassen wir uns durch keinen Appell an die deutschen Tugenden: „Sachlichkeit, Gerechtigkeit, Verständnis und Verständigungsbereitschaft gegenüber fremden Gedanken" dazu verführen, auf den heiligen Egoismus einer Weltmacht (denn das muß Großdeutschland fein, wenn wir leben wollen!) zu verzichten!" Stellenangebote! MWieMMU lM WlllMsllik Keine Zeugnisse in Urschrift irabem nur Zeugnisabschriften dem Be- werbungSichreiben beilegen 1 — Lichtbilder undBewerbungsunter- ^gen müssen zur Ber» Meldung von Verluste» auf ber Rückseite R» men und Anschrift Del Beweger« trauen 1 MMer- Mlli gesucht. 4507D Brühlsche Druckerei. Schulstraße 7. Tüchtiger Metzgergeselle zum sofortigen Eintritt gesucht. Adolf Höhl, Gießen, Bahnbofstr. 5. heft der Zeitschrift. Die Einrichtung her Wochenschau überhaupt wird fast einstimmig bejaht. Auffällig ist, daß mehrmals eine Abneigung gegen die . Darstellung von Naturkatastrophen geäußert wird. Ein Einwand, dem man eine gewisse Berechtigung dann nicht absprechen kann, wenn in amerikanischer Weise die Not der von dem Unglück Bettoffenen zur Sensation gemacht wird. Gerade zu diesem Punkt kommt aber aus den Antworten, die die Wochenschau hundertprozentig bejahen, eine nicht uninteressante Anregung: auch die Aufbauarbeit nach der Katastrophe zu zeigen. Freilich ist das leichter gewünscht als gefilmt. Denn dazwischen liegt ein längerer Zeitraum, so daß die Vereinigung beider Geschehnisse in einer Wochenschau nicht möglich ist. Auf der anderen Seite sehen die ausländischen Wochenschaufirmen in diesen Aufbauarten keine „news", keine Sensation, und enthalten sich dieser Aufnahmen grundsätzlich auch für spätere Zeiten. Als das Schönste, Interessanteste und Eindringlichste heben alle zustimmenden Antworten den politischen Teil hervor, die Bilder von den großen Ereignissen in Staat und Partei, die Aufnahmen von den Bauten und der Arbeit des neuen Deutschland. Auch hier gibt es einige Wünsche, das Bild noch zu vervollständigen und erweitern! Neben der Arbeit der Männer möchte man auch etwas aus dem Schaffen der Frau sehen, des BDM. und der Frauenschaften. Und es sind nicht nur Frauen, die diese Anregung geben. Die Bilddokumente von den Feiern des 9. November, den Stapelläufen unserer P. K.W. ca. TZ« Liter, gut erhalten, aus Privathand zu kaufen gesucht. Aussührl. Angebote mit Preis unter 03172 an den Gieß. Anz. | Empfehlungen] Gallensteine Rasche Hilfe durch natürliche Mittel „Rav ha - nose" und „Bulgarate', Paket 85 Pf. Kräuterhaus Jung Gießen^ 424»d KleineAnzeigev „Was gefällt Ihnen an der Wochenschau besten? — Was möchten Sie sonst gern in Wochenschau sehen? — Würden Sie die Wochenschau vermissen, wenn sie nicht gezeigt würde?" Diese Fragen wurde» von der Zeitschrift „Der deutsche F i l m " an den Kinobesucher gerichtet, lieber die Antworten berichtet Eva Ferber im Iuni- fMyttch tte&tfragung von Hetzen uflb dienen. Der obengenannte Betrag ist von den Elek- ttizitätsversorgungsunternehmen nach Maßgabe der abgegebenen Kilowattstunden (kWh), von den übrigen Unternehmen und Betrieben nach Maßgabe der erzeugten Kilowattstunden (kWh) auzubnngen und an eine von dem Reichskommissar für die Preisbil» düng zu bestimmende Stelle abzuführen. Rhein-Mainische Börse. Heberroiegenb schwacher. Frankfurt a. M., 24. Juni. Auch an her Wochenschlußbörse kam es nur zu kleinem Geschäft. Von der Kundschaft erfolgten meist weiter kleine Verkäufe, dageaen bestand nur mäßige Kaufneigung wie auch die Aufnahmeneigung sonst sehr schwach blieb. Der Aktienmarkt setzte daher seinen Ab. bröckelungsprozeß in leichtem Maße fort, doch tra. ten vielfach auch stärkere Rückgänge als durchschnitt sich 0,50 bis 1 v. H. ein. Sie bezogen sich ziemlich gleichmäßig auf alle Marktgebiete. Soweit anfangs leichte Befestigungen Vorlagen, gingen sie im Verlaufe meist wieder verloren. IG.-Farben bröckelten nach behauptetem Beginn 0,25 v. H. ab auf 150. Verein. Stahl zunächst 99 (98,75), dann 98,50 und zeitweise 98,25. Anderseits konnten sich Reichsbank bei verhältnismäßig lebhaftem Geschäft nach 184,65 wieder auf den Dortagsstand von 185 erholen. Im übrigen notierten u. a.: Mannesmann 103,90 (104,50), Hoesch 107,50 (108), Ilse Genuß 124 (126), Zellstoff Waldhof 108,65 (109,50), Berger Tiefbau 142 (143), Conti Gummi 207 (208), Licht und Kraft 129 (130), AEG. 111,75 (112,50), AG. für Verkehr 106 (107), Hemberg 125,25 (126), Rheinstahl 132 (131,75). Am Ren te nma r kt schwächten sich Reichsall- besitz auf 131,65 (131,90), 5proz. Gelsenberg auf 99,50 (99,75), von Liquidationspfandbriefen Rhe;. nische auf 101 (101,20) ab. Außerdem setzten sich die Abgaben in Steuergutscheinen fort. Bei verhältnismäßig regen Umsätzen stellten sich Sette I auf 103,25 bis 103,15 bis 103,25 (103,60), Serie II per Juni und Juli 98,00 bis 97,80 (98). Don Stadtanleihen 4,5proz. Darmstadt 96 (96,40). Don Industrie-Anleihen 4,5proz. Mainkraft 96 (95,50). Im übrigen zeigten Rentenwette kaum Veränderungen. Der Freiverkehr war geschäftslos, Dingler Maschinen etwas angeboten mit 103 bis 104,50 (lOd bis 105). Tagesgeld 2,75 (2,50) v. H. Wetterbericht lieber dem europäischen Festland kam es auch über das Wochenende zur Ausbildung von Teil- tiefftörungen, die durch das Zusammenführen ver« schiedenartiger und im allgemeinen recht feuchter Luftmassen hen Wetterablauf bei uns sehr unbe- ftänhig gestalteten. Trotz einer Umgestaltung der Großwetterlage ist eine rasche und durchgreifende Wetterbesserung vorerst noch unwahrscheinlich. Vorhersage für Dienstag : Zeitweise aufheiternd, doch immer noch unbeständig und zu weiteren Niederschlägen neigend, bei Winden meist von West bis Nord für die Jahreszeit zu kühl. Vorhersage für Mittwoch: Noch immer unbeständig, doch läßt die Niederschlagsneigung nach._______________________________________________________■ Hauptschriftleiter l)r. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thymol. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot,- für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein (beurlaubt); i. D. Heinrich Ludwitz Neuner; für Spott: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A.V. 1939: 9133. Druck und Verlag: Brühlsche Universitats. druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf, mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Oevrn Bewerber, die mit dem Kassen-, Buchhaltungs-, Lohn- und Rechnungswesen und mit den Bestimmungen des Arbeitsrechts und der Sozialversicherung vollständig vettraut und an selbständiges Arbeiten gewöhnt sind, wollen ihre Angebote unter Beifügung eines handschttftlichen Lebenslaufes mit Lichtbild und Zeugnisabschriften, sowie mit Angabe der Referenzen und Gehaltsansvrüche baldmöglichst unter 4524D an den Gießener Anzeiger einreichen. MW ml WM (Der vertauschte Ehemann) Ein lustiger Althoff-Film n. d. Bühnenstück von Ahlers mit Karin Hardt ■ Hans Holt Jupp Hussels ■ Dorit Kreysler Spielleitung: Joe Stöckel Ein heiteres Ferien-Abenteuer an der Ostsee Beiprogramm und Ufa -Ton-Woche 4520 A Probieren Sie mall Speiseeis selbst gemachfl Ganz nach Ihrem Wunsch können Sie es herstellen. Die Speiseeismaschine u. Elsform dazu bekommen Sie bei J.B.Häuser Gießen, a. Oswaldsgarten * (Parkplatz) ______________Fernruf Mr. 2145-2146__» Verlobungs-Anzeige« liefert Brühl'sche Drucker«! StvansSvevttersetrurr« Dienstag, den 27. d. M., na* 2 Uhr, sollen im Versteigerung- lokal Hartmetz, Neuenweg 28, W an Ort und Stelle kBekanntg-ft obig. Lokal) zwangsweise geg^ sofortige Barzahlung versteige^ werden: Haus-, Laden- u. Büromöbel alir- Art, 1 Vervielfältigungsavpara 1 Kassenschrank, 1 Staubsauge 1 Grammophon, 1 Klavier, Ware^ schränke, Anzugsstoffe, eme N«r maschine, Bücher. Scbarmann mit Streichhölzern auf dem Boden eines in der Nahe des Wohnhauses gelegenen Heuschuppens. Dabei geriet das dort lagernde Heu in Brand und vernichtete den Heuschuppen. Während es dem älteren Jungen gelang, sich in Sicherheit zu bringen, fand man die verkohlte Leiche des jüngeren Bruders auf dem Boden des niedergebrannten Schuppens. Kunst und Wissenschaft. Das Internationale Alusikfest in Frankfurt. Das Internationale Musikfest in Frankfurt am Main, das während einer vollen Woche in sieben Konzerten und zwei Opernabenden einen einzigartigen Ueberblick über das musikalische Gegenwartsschaffen von 18 Nationen gab, die in dem Ständigen Rat für die Internationale Zusammenarbeit der Komponisten zusammengeschlossen sind, ist beendet. Den Abschluß des Festes bildete ein Opernabend mit der Aufführung des jüngsten Werkes von Richard Strauß: „Daphne", dann ging als deutsche Uraufführung das Ballett des Franzosen Henri Tomasi „La Rasiere du village" in Szene. Neben den musikalischen Veranstaltungen wurde den Gästen ein reichhaltiges geselliges Programm geboten. Eine kameradschaftliche Feier beendete das Siebte Internationale Musikfest. Griechisches Theater auf dem Frankfurter Römerberg. In Erwiderung des Gastspiels der Frankfurter Oper in Athen ist das Königliche Theater A t h e n zu einem viertägigen Gastspiel i n Frankfurt eingetroffen. Die griechischen Künstler werden am 26. und 27. Juni Sophokles „Elek- t r a" auf dem Römerberg und am 29. und 30. Juni ■kWv wäre noch ein WEisschrank, ▼ Fliegenschronk, 1 Eismaschine, *■ 1 Fruchtpresse. M r Einkoch Apparat oder EinMigläser^B Edgar BORRMANNb: Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4185 u.4168 Nr. 146 Zweites Blatt Montag, 26. Zum 1639 —I Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) mmerwöffl SA -Sportabzeichen - Wiederholungsprüfungen in Gießen Der 1500-Meter-Geländelaus stellte erhebliche Anforderungen. wenn Ware t mb fom q. inlbimg von I?: ammenfichren t nen recht fech i uns sehr O Umgestaltung t inb durchgreiskk iwahrscheinliij. stag: Zeiv ch unbeständig: zend, bei Wr Jahreszeit zuÄ och: Noch in' iederschlagsnch.' unverpackt mitgibt. Amtsgericht Gießen. L. G. in Gießen erhielt einen Strafbefehl aus. Der weitere Verlauf des Abends war der Unterhaltung gewidmet. Gemeinsam wurde ein schönes Volkslied gesungen, dann zeigte die Tanzgruppe einen schlichten Volkstanz, der sehr gut gefallen, konnte, schließlich trugen Vorlesungen (Frau S ch u - st e r) — eine humorvolle philosophische Betrachtung über das Verhältnis des Menschen zu Uhr und Zeit Anfongstempo vor. Bald tauchten auch die ersten Hindernisse auf. Es waren solche, die unsere be- huften vierbeinigen Freunde ansonsten zu nehmen haben. Aber auch die SA.-Männer wurden gut damit fertig und weiter ging's in lustiger Fahrt. Wenn auch das schwüle Wetter manchen Schweißtropfen verursachte, so hielten alle, auch die die vierzig schon längst überschritten haben, tapfer durch, und bald war das Ziel erreicht. Beim abschließenden Antreten wurden die Männer nochmals auf den Zweck ihres Einsatzes, der Führer und Nation gegenüber zu beweisen ist, hingewiesen, und es bedarf wohl keiner Frage, daß sich alle zu den weiteren Wiederholungsübungen freudigen Herzens einstellen. Ausschnitt aus der Sonderschau: Abwaschbare Spieltiere. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Links: Beim Handgranatenzielwurf. — Rechts: Der (Aufnahmen |2j: Felfmg, SA.-Standarte 116.) Ringzahl zu kommen. Es wurden sehr schöne Ergebnisse erzielt, und wenn die Serie noch nicht nach Geschmack war, so wird zukünftig eifrig geübt werden. Beim Keulenzielwerfen waren sechs Keulen in den Kreis in 30 Meter Entfernung zu befördern. Das ist gar so keine einfache Sache! Bald lag das Gerät zu seitlich, dann wieder war der Wurf zu kurz oder zu weit g-eratcn. Mit umso größerer Genugtuung wurden dann aber die Treffer festgestellt. Zuletzt war der 15 0 0 - M e t e r - G e l ä n d e- bzw. Hindernislauf zu erledigen. Ein mächtiges Feld von Läufern steuerte querwald- bzw. querfeldein, und manche legten schon ein ganz ordentliches auffielen, waren „viel gefragt" und mancher Abzeichen-Sammler mag cs nicht leicht gehabt haben, die ganze Serie zu erhalten. Leider war der hübsche gläserne Schmuck nicht in ausreichender Menge vorhanden und viele.Spender mußten sich mit der bekannten Kornblume des VDA. als Gegengabe ab- findcn. Sicherlich taten sie es mit dem auf das Wesentliche gerichteten Blick: der Sache des VDA. gedient zu haben! Die Jugend war wieder mit allem Elan und Eifer tätig. Die Sammelaktion fand durch Platzkonzerte eine tatkräftige Unterstützung. ■ Die Krciskapelle der NSDAP., der Musikzug der SA.-Standarte 116 und das Musikkorps der Luftwaffe konzertierten am Samstag wie auch am Sonntag. Der lebhafte Verkehr, der gerade am Samstag in der Stadt herrschte, war der Sache sehr dienlich. Leider ließ sich der Sonntagmorgen nicht ganz so günstig an. Immerhin dürfte mit einem guten Ergebnis der Sammlung in ihrer Gesamtheit zu rechnen sein. In einer überaus liebenswürdigen Form gab am vergangenen Samstag die Jugendgruppe der NS.-Fraüenschaft und des Deutschen Frauenwerks einen tiefen Einblick in ihr Wirken, ließ erkennen, welche Ziele verfolgt werden und bewies, daß in der Jugendgruppe eine unbeschwerte und natürliche Fröhlichkeit gepflegt wird. Die Jugendgruppe hatte für den Abend einen schönen äußeren Rahincn geschaffen. Im Saal des Studentenhauses waren die Tische weiß gedeckt und mit frischen Blumen reich geschmückt worden, die Mitglieder der Jugendgruppe hatten für die Vortragsfolge des Abends sorgfältige Vorbereitungen getroffen. Schon zu Beginn wurde man mit einem schönen Vornotizen. Tageskalender für Montag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Im Kampf gegen den Weltfeind". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Peter spielt mit dem Feuer". StolzeBilanzderNS.-Volkswohlfahrt. NSG. Mit ihrem neuen Rechenschaftsbericht über die Arbeit im Gau Hessen-Nassau, der in Form einer kleinen Broschüre erschienen ist, übergibt die NS.-Volkswohlfahrt der Oeffentlichkeit eine stolze Bilanz. Der reichbebilderte Rechenschaftsbericht bringt Angaben aus den vielseitigen Arbeitsgebieten der NSV. und eine übersichtliche Darstellung der bisherigen Leistungen. Von besonderem Interesse ist vor allem die Uebersichtskarte des Gaues, aus der hervorgeht, wie sich auf die einzelnen Kreise die Einrichtungen der NSV. verteilen. Sechs Müttererholungsheime, zwei Kleinkindcrheime, ein Knaben- übuügslager, 320 Dauerkindergärten, 66 Erntekindergärten, 120 Spielringe, 120 Schwesternstationen und 68 EHW.-Mästereien legen ein beredtes Zeugnis von dem großen Leistungswillen der NS.-Volkswohlfahrt in den wenigen Jahren feit ihrem Bestehen ab. Viele, die diesen interessanten Leistungsbericht der NS.-Volkswohlfahrt sehen, werden überzeugt sein, daß das Beitragsaufkommen für die NSV. in den meisten Fällen 'in kaum einem Verhältnis zu den -wahren Leistungen der NS.-Volkswohlfahrt steht. „Tag des Deutschen Liedes" in Gießen. Um dem deutschen Volkslied, einem unserer besten !deutschen Kulturgüter, in unserer schnellebigen Zeit Geltung zu verschaffen und um den Männergesangvereinen als den Hütern und Pflegern dieses deutschen Volksgutes neue Freunde zu gewinnen, rief ider Deutsche Sängerbund für den gestrigen Sonntag zum „Tag des deutschen Liedes" auf. Gleich- . zeitig galt dieser Tag dem Gedenken des vor 150 'Jahren verstorbenen Liederkomponisten Friedrich -Silcher, dem wir eine Neike allbekannter und von jederman gefangener Volkslieder verdanken. In unserer Stadt übernahmen die Männergesang- i vereine die Werbung für das deutsche Lied durch Der Samstag und Sonntag brachte — wie überall im Reich — auch in unserer Stadt eine lebhafte Sammeltätigkeit, die für eine große und edle Ausgabe unternommen wurde. Es galt, der Sache des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland die Mittel an die Hand zu geben, derer der Bund für seine Arbeit naturnotwendig bedarf. Neben den Mitgliedern des VDA. setzten sich verschiedene Organisationen der Partei für den Erfolg ein. So waren Mitglieder der NS.-Fraucnichaft, der Hitler- Jugend, des BDM. und des Reichsluftschutzbundes unterwegs und ließen es am notwendigen Sammeleifer nicht fehlen. Für die Sammlung war eine Reihe von Abzeichen herausgebracht worden, die sehr gerne gekauft wurden. Die bunten Trachtenbilder aus Glas fanden raschen Absatz. Die auf vielerlei Art gestalteten Abzeichen mit den Korn- blumen-Ornamenten (farblos und farbig ausgeführt), die durch ihre künstlerische Gestaltung, wie auch durch ihre sorgfältige handwerkliche Verarbeitung Viertel herabgesetzt worden. Es ist daher keine persönliche Unfreundlichkeit des einzelnen Verkäufers, er uns, wo es angängig ist, eine gekaufte! Aus der Stadt Gießen. Geschichtenerzähler. Ich beneide die Menschen heftig, die Geschichten erzählen können. Sie vergessen nichts. Man sitzt bei ihnen, beim Wein, oder im Auto, oder bei einer Arbeitspause, oder auf einer Bank im grünen Park; es fällt ein Wort, es hüpft ein Hund, es lacht eine Frau: schon wissen sie eine Geschichte zu erzählen. „Da fällt mir doch ein...", sagen sie — und bann geht es los. Von den guten Geschichtenerzählern ist die Rede, nicht von den faden. Die erzählen immer dieselben Sachen. Während das Kennzeichen der guten Plauderer ist, daß sie ad 1. immer neue Sachen wissen, Anekdoten, Berichte seltsamer Erlebnisse, ab 2., daß ihre Erzählerkunst so groß ist, daß man sogar die schon gehörten Geschichten noch einmal hinnimmt, mehr: sich auf sie freut. Da kannte ich einen, der war den Sechzig nahe. Er hatte vieles erlebt, aber wer hat das nicht? Bei diesem indessen gruben sich die Eindrücke fest ins Gehirn. Das war wie eine Platte, deren Rillen nichts mehr vergessen. Ich (und nicht ich allein) habe ihm zugehört: bei Spaziergängen am Fluß, an Winterabenden, im gelblichen Licht einer Gaslampe, »n Wjntersonntagnachmittagen, auf Straßen, die ohne grünes Blatt durch die Stadt gingen. Dieser Mann mußte einmal im Krieg lange Zeit ganz allein hinter Mauern sitzen: er war in Gefangenschaft geraten. „Sicher war es schwer", sagte ich. „Dieses Alleinsein. Es muß töten." Er, sehr erstaunt: „Aber warum? Allein sein? Halten Sie das etwa für schlecht? Ich hatte gute Gesellschaft. Mich." (Er war nicht gerade bescheiden, das ist wahr!) Und er fahr fort: „Ich habe soviele Erinnerungen. Sie haben mich alle besucht." Ich meine, daß Menschen, die auf echte Weise so charmant sind, verdienen, daß man ihnen andere, kleine Fehler verzeiht. Es ist, wie gesagt, nicht von Geschwätz die Rede, sondern von der Kunst der gepflegten Erzählung, der guten, lebendigen Unterhaltung. r. k. Vorträge bekannter Volkslieder auf mehreren Plätzen während der gestrigen Dormittagstunden. Leider war die Veranstaltung vom Regenwetter beeinträchtigt, so daß die Anzahl der Zuhörer beschränkt blieb auf wenige Unentwegte. Das war um so bedauerlicher, als mit sichtlicher Freude und aller Liebe zur Sache gefangen wurde. Die Zuhörer dankten mit verdientem Beifall. Generalversammlung der Bäuerlichen Bezugs- und Absahgenoffenschast. Im Hotel Hopfeld hielt die hiesige Bäuerliche Bezugs- und A b s a tz g e n o s s e n s ch a f t ihre 4. ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Jakob Welter, erstattete an Hand einer von ihm ausgestellten Tabelle den Geschäftsbericht für 1938. Er gab einen eingehenden Rückblick auf die Entwicklung des Unternehmens. Trotz städtischer Verhältnisse hat sich die Genossenschaft außerordentlich gut entwickelt. Mitglieder za hl, Umsatz und Reingewinn zeigen seit der Gründung von Jahr zu Jahr eine Steigerung. Ein ansehnlicher Betrag konnte infolgedessen für Betriebsmittel zurückgestellt werden. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Das ausscheidenbe Aufsichtsratsmitglied Welter wurde einmütig wiedergewählt. Nach geschäftlichen Mitteilungen des Rechners North erinnerte Karl Sommer noch einmal an die Schwierigkeiten, bevor es zur Gründung einer Bäuerlichen Vezugs- unb Absatzgenossenschaft tarn'. Die Entwicklung ber Genossenschaft habe gezeigt, daß bie richtigen Wege, wo eine guter Wille vorhanben sei, stets gefunben würben. Heimatbund für Hessen und Nassau. Der „Lanbschaftsbunb Volkstum und Heimat, Gau Hesfen-Nasau", trägt jetzt in Angleichung an bie anberen ßanbesuercine des „Deutschen Heimatbundes" den Namen „Heimatbund für Hessen und Nassau, Landesverein des Deutschen Heimatbundes". Die Arbeit geht selbstverständlich in unveränderter Weise weiter. Die Durchführung der Volkstum- und Heimatwoche ist auf den Spätsommer verlegt worden. Wettbewerb der hessischen Friseure. Die große Bezirksfachveranstaltung der Vezirks- stelle Hessen im Reichsinnungsverband des Friseurhandwerks wurde am Wochenende in Fulda in Anwesenheit von Reichsinnungsmeister Renz unter stärkster Beteiligung aller Innungen des Bezirks durchgeführt. Die Veranstaltung gipfelte in dem Bezirkswett- bewerb zur Ermittelung des Bezirkssiegers, ber in zwei Wochen in Wien am Reichswettbewerb für das Fpiseurhandwerk teilnimmt. Ludwig Jakobshagen (Wiesbaden) errang die Bezirksmeister- scha'ft 1939 vor Karl I ö st (Darmstadt) und Franz Meisinger (Walldorf bei Groß-Gerau). Jakobs- hagen wurde auch Sieger im Preisjrisieren, in dem Erich Kunkel (Frankfurt) den zweiten und Karl I ö st (Darmstadt) den dritten Platz belegte. Alles für die Deutschen im Ausland! Der Gimmeltag in Gießen. 51» a Fröhlicher Abend der Lugendgruppe der NS.-Frauenschast und des Deutschen Frauenwerks. Wilhelm ßanjt »rs: Dr. Hans N k und die W Dr.fyinsTW SBirfoaft: fr fieinrid) 2ub® Mittig 3leuru>i LN Me Awechd Mch in A inschliDch 25. rten 15 Samstags 15. Zur Zeit ist ft >r 1937 gültig. über 50 Mark ro'cgcn fahrlässiger Körperverletzung. Er fuhr am 2. Februar 1939, gegen 11 Uhr vormittags, mit einem Auto nach Lich. Auf der kurvenreichen Straße zwischen Steinbach und Lich fuhr der Angeklagte bei Außerachtlassung der nötigen Vorsicht gegen einen Baurn, wobei er und sein Beifahrer erheblich verletzt wurden. Auf seinen Einspruch gegen den Strafbefehl tourber die Sache vor dem Einzelrichter verhandelt. Die Verhandlung mußte jedoch wegen Nichterscheinens eines wichtigen Zeugen abgesetzt werden. Die Fortsetzung der Verhandlung erfolgt am nächsten Dienstag. Briefkasten der Redaktion. ft. H. in G. Gemäß Art. 85 des Gesetzes, die Ausführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs betreffend, vom 17. Juli 1899 dürfen Bäume und Sträucher, sofern sie mehr als 2 Meter hoch sind, nur in einem Abstand von 2 Meter, sofern sie 2 Meter ober weniger als 2 Meter hoch finb, nur in einem Abstanb von einem halben Meter von ber Grenze bes Nachbargrunb- stücks gehalten werben. Der Abstanb wirb von ber Mittelachse des Baumes ober Strauches gemessen, unb zwar an ber Stelle, wo ber Baum ober Strauch aus bem Boben heraustritt.- Durch Lokalpolizeiverorbnung können andere Abstände festgesetzt werden. Durch Lokalpolizeiverordnung kann auch bestimmt werden, daß Bäume und Sträucher von mehr als 2 Meter Hohe in bestimmten Teilen einer Gemarkung nicht gehalten werden dürfen. Ob für die Gemarkung Grünberg eine derartige Landespolizeiverordnung erlassen worden ist, wollen Sie durch Rückfrage auf der dortigen Bürgermeisterei feststellen. Auf Bäume und-Sträucher, die bei dem Inkrafttreten einer nach Ads. 2 erlassenen Lokalpolizeiver- Ordnung vorhanden sind, sowie auf Grundstücke, die zu dieser Zeit dem Betriebe der Forstwirtschaft dienen, finden bie Vorschriften ber Lokalpolizeiver- orbnung keine Anwenbung. fsfes iirft. er. i'9t >nft ur7> M L im'fc J2rben bröieii, °b auf 15 98,50 2 L» !hid* Wt nad) 184, 183 «frfen s. 124 (lü . $«9« liefe E für Derk ' Nheinstahl r en sich Reiche • Teisenberg q. lanbbriefen M Achten Mb i «ei verhältir verie I auf 103 xrie n per Nabt 96 (96,(fj i. Main kraft ■ Rentenwerte tat hastslos, DiH 03 bis 104,50 (T 5 Sä SM sdM Am gestrigen Sonntagvormittag fand in Gießen toic erste Gruppe der Wiederholungsübungen 1939 -:ür das SA.-Sportabzeichen statt, die sich aus Meinkaliberschießen (5 Schuß liegend freihändig), Hanbgranaten-Zielwurf (in einen 30 Meter entfernten Kreis von 4 Meter Durchmesser) und 1500= Mcter-Geländclauf zusammensetzte. Einige hundert SA.-Männer waren angetreten, daneben auch eine -rfreuliche Anzahl Zivilträger. Wenn auch keine Leistungen vorgeschrieben waren, so gingen doch !0ic Männer in richtiger Erfassung des Sinnes der Wiederholungsübungen — Erhaltung der Wehrhaftigkeit — mit viel Schneid und Eifer an bie sache heran. _,. Beim Schießen (auf dem Schutzenhaus unb :an der Hardt) suchte jeder auf eine möglichst hohe sowie eine heitere Satire über den Rundfunk irrt Alltag — zur besten Unterhaltung bei. Ein lustiger Gesang in der Form der Moritat beschloß den erftcit Teil des fröhlichen Abends. In der Pause gab es dann ausreichend Gelegenheit, die Fülle der ooit Mitgliedern der Jugendgruppen angefertigten Hand* • arbeiten anzusehen und — zu erwerben. Diese Aus, stellung, liebevoll aufgebaut, brachte eine solche Fülle! der schönsten Hand-, Bast- und Lederarbeiten, hübschs Spielzeugschöpfungen usw., daß es kaum möglich war, sich allem eingehend zu widmen. Aus allen Ar« beiten sprach viel persönlicher Geschmack, sorgfältige! Handarbeitstechnik, viel Sinn für Farbe, Form unij Materialgerechtheit, so daß die Gäste die Möglichkeit^ diese schonen Dinge zu erwerben, reichlich ausnütztcn. Der Erlös bient ber Fortführung ber Arbeit in bet) • Jugenbgruppe. Ein hübscher, klangvoller Kanon nahm bann wiebcr bie Aufmerksamkeit in Anspruch, ein kleines Spiel würbe in einfachster Szenerie aufgeführt unb gestaltete sich zu einem Erfolg. Ein Gemeinschaftstanz der Jugendgruppe forderte lebhaften Beifall heraus, und mit einigen weiteren vielstimmigen gesanglichen Darbietungen fand der fröhliche Abend seinen Ab« schluß. Dankbar für alles, was es zu sehen und hören gab, verließen die Gäste das Haus. IlS-GeMilisAsl Ä krosl öunfi Mde Sonbcqug nach Berlin. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" fä()rt vom 3. bis 6. August 1939 einen Sonderzug nach Berlin. Fahrpreis einschließlich Uebernachtungen und Eintritt in bie Funk-Ausstellung 20 RM. Anmel« bungen möglichst halb auf unserer Dienststelle, Settersweg 60. 4529Ö Packpapier und Bindfaden sparen. Wie wir uns im Laufe ber Jahre baran gewöhnt haben, ein gut Teil des Haushaltszubehörs anstatt in Messing in Kunststoffen ausgeführt zu erwerben," so werden wir uns auch an bie eisen,, unb holzsparenbep Rohstoffe im Haus« halt gewöhnen. Die Notwenbigkeit ber Holzeinspa, rung ift es auch, bie uns zxvingt, Packpapier unb Packleinwanb so sorgfältig wie möglich zu behandeln, B l n b f a b e n nicht durchzuschneibcn, jonbern aufzuknüpfcn, und schließlich das für uns brauchbare Verpackungsmaterial, das um unsere Pakete gelegt worden ist, schnellstens wieder bec Altmaterialsammlung zuzuführen. Vor allen Dingens aber heißt es, beim Einkäufen, wo immer es mag« lich ift, auf Verpackungsmaterial zu verzichten: benit Papier wirb nun einmal aus Holz erstellt, unb bis uns für bie Verpackungszwecke zur Verfügung stehende Holzmenge ist im laufenden Jahr um ein Lieb begrüßt, das der ChoSber Gruppe mehrstimmig und mit feinem Ausdruck zum Vortrag brachte. Die Kreis-Jugendgruppenleiterin, Frl. R o f e n f ch o n (Friedberg), hielt sodann eine kurze Begrüßungsansprache, in der sie gleichzeitig die Aufgaben um- riß, die sich die Jugendgruppe gestellt hat. Die Jugendgruppe wolle, so sagte sie, alle fangen Mäbchen- und jungen Frauen im Alter von 18 bis 30 Jahren erfassen. Die Gruppe arbeite als eine Abteilung des Deutschen Frauenwerks und der NS.-Frauenfchaft und bemühe sich darum, die Mitglieder zu wertvollen, von nationalsozialistischem Geist erfüllte Menschen zu erziehen: sie sei bestrebt, fangen berufstätigen Frauen eine Stütze zu sein, und durch anregende Arbeit in den Heimabenden der Angehörigen der Jugendgruppe manche praktische, für den Alltag wichtige Fertigkeit zu vermitteln. Darüber hinaus solle aber auch die Freude zu ihrem Rechte kommen. Der sozialen Arbeit, insbesondere dem Fabrikaustausch und der Erntehilfe werde alle Aufmerksamkeit gewidmet. Mit der Bitte an die Anwesenden, die eigenen bekannten und anverwandten fangen Mädchen und Frauen in die Jugendgruppe zu schicken, klang die kurze Ansprache Aus der engeren Heimat. Mütterdienst - Gesundheitsdienst. HL.'Heim-GrundsteinlegunginBeuern CV) Beuern, 26. Juni. Gestern vormittag wurde hier in feierlicher Weise der Grundstein zu dem neuen HJ.-Heim gelegt. Oberhalb der Wohnung des Bürgermeisters, aus dem Ziegelberg, auf dem der Neubau ersteht, waren die HI. und alle anderen Formationen der Bewegung angetreten. Auch sehr viele Ortseinwohner in ihrem Sonntagsschmuck fanden sich ein. Die Feier wurde mit Musik und einem Vorspruch eingeleitet. Nachdem Ortsgruppenleiter Zimmer (Bersrod) die Feierstunde eröffnet hatte, sprach Bürgermeister Fuhr. Er betonte, daß nun ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gehe. Nachdem Sportplätze und ein Schwimmbad für die Jugend errichtet worden feien, solle jetzt auch das HJ.-Heim erbaut werde. Der Führer des Iung- bannes 116, Sigurd Taesler, dankte zunächst dem Kreisleiter Backhaus, durch dessen Hilfe eine Anzahl HI.-Heime in diesem Jahr in Angriff benommen worden sei und dann auch der Gemeinde für den so schönen Platz. Hierauf hielt der Kreisleiter eine längere Rede. Er sagte, daß es eine Freuds sei, von dieser Stelle aus einen Blick,in das schöne oberhessische Land zu tun, und betonte, daß er sich besonders^freue, daß für Beuern dieser Zeitpunkt der Grundsteinlegung gekommen sei. Der Kreisleiter beantwortete dann die Frage, weshalb HI.-Heime gebaut werden und sagte dabei auch, daß der Deutsche nicht genug geschult werden könne, damit niemals wieder ein 9. November 1918 eintrete. Der Führer habe die Parteien beseitigt und dafür gesorgt, daß die Jugend wachgehalten werde, damit es nie mehr möglich wird, das Volk zu veruneinigen. Zum Schluß seiner Ansprache sprach der Kreisleiter dem Ortsgruppenleiter und dem Bürgermeister seinen 2)eint aus. In der Urkunde, die in den Grundstein gelegt wurde, heißt es u. a.: „Wir geben diesem Haus die Bestimmung, Werkzeug zu sein in der Erziehung unserer Dorfjugend zu endloser Treue und Liebe zum Führer." Die Urkunde wurde in eine Kassette gebracht, die von zwei Hitlerjungen, die den Maurerberuf lernen, eingemauert wurden. Mit dem Lied der Hitler-Jugend und dem Treuegelöbnis zum Führer fand die Feier ihr Ende. Die Pläne für das HJ.-Heim stammen von dem Architekten Wagner aus Wiesbaden, die Bauausführung wird von Architekt W. Dubais, Lampertheim, überwacht. Schwerer Verkehrsunfall bei Lumda. Grünberg, 26. Juni. Gestern abend gegen 19.30 Uhr ereignete sich auf der Straße zwilchen Grünberg und Londorf innerhalb der Gemarkung Lumda unweit der Reichsautobahn ein schwerer Berkehrsunfall. Ein Personenkraftwagen, von Frau Christine Schneider aus Friedberg gesteuert, geriet plötzlich von der Fahrbahn ab und fuhr mit großer Wucht gegen einen Baum. Wie die Ermittlungen ergaben, hatte die Lenkerin während der Fahrt den Kopf gewandt und war dabei von der Fahrbahn abgekommen. Sämtliche Insassen, drei Frauen und ein Mann, sämtlich aus Friedberg, wurden schwer verletzt. Der 45jähriae Reservelokomotivführer Wilhelm Dörr erlitt einen Schädelbasisbruch und eine schwere Gehirnerschütterung. Seine 32jährige Ehefrau Elisabeth kam mit einer Gehirnerschütterung davon. Die 56 Jahre alte Witwe Schmidt erlitt einen Schädelbruch, und die. Lenkerin des Kraftwagens zog sich bei dem heftigen Anprall ebenfalls einen Schädelbruch zu. Die Verunglückten liegen schwer darnieder. Das fünfjährige Söhnchen des Wilhelm Dörr erlitt einige Hautabschürfungen. Die Verunglückten mußten durch die Sanitätsbereitschaft vom Deutschen Röten Kreuz in Gießen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Die notwendigen behördlichen Ermittlungen sind im Gange. Dillkreis. * Frankenbach, 24. Juni. In unserem Orte kam es zu einem heftigen Streit zwischen einem alten Mann und dessen Schwiegersohn. Im Verlauf der Auseinandersetzung griff der junge Mann zu einer Mistgabel und schlug auf seinen Gegner ein, bis er schwerverletzt liegen blieb. Don der Tischgemeinschast. Daß die Mutter zu guten und gesunden Eß-Sitten erzieht, ist für die Kinder und pa*; Familienleben von großer Wichtigkeit: denn Essen ist nicht nur eine Angelegenheit des Körpers, sondern auch der Seele. Die Tischzeiten r e g e l m a - ß i g einzuhalten, ist für die Gesundheit wichtig. Deshalb soll man schon im Säuglingsalter mit der Erziehung dazu beginnen. Es ist darum gut, außerhalb der regelmäßigen Mahlzeiten den Kindern nichts zu essen zu geben. Auch keine Bonbons und keine Schokolade: denn diese enthalten Zucker. Das ist ein Nahrungsmittel und nimmt den Appettt weg. Erziehe durch Dein Beispiel zum langsamen Essen und guten Kauen. Das erleichtert die Verdauung und fördert die gute Ausnutzung der Nährstoffe für den Körper. Eure Kauarbeit erhält die Zähne gesund. Natürlich grifft dies nicht zu bei sehr kalten oder sehr heißen Speisen. Diese schädigen die Zähne, die Speiseröhre und den Magen. Wenn die Tischzeit naht, soll die Mutter mit ihrer Arbeit fertig sein. Ohne die Mutter am Tisch schmeckt es nicht. Schön ist es, wenn der Tisch, zwar einfach, doch forgfälttg und mit Liebe.gedeckt ist. Denn auch das Auge ißt mit. Und es soll eine feste Regel sein, daß man bei Tisch Gespräche über ärgerliche und aufregende Sachen vermeidet. Aerger stört den Appettt. Don der Verdauung. Eine gute Verdauung sorgt für richtigen Umsatz und Auswertung aller Nahrungs- st o f f e. Wenn Hitz Verdauung länger nicht in Ordnung ist, können daraus unangenehme Krankheiten entt'tehen: Stoffwechselstörungen, Rheuma, Migräne usw. Man soll dann lieber zum Arzt gehen. Handelt es sich jedoch nur um eine leichte Störung, dann soll man nicht sogleich zu Pillen greifen oder starkreizende Tees trinken. Solche künstlichen Mittel helfen wohl im Augenblick. Aber auf die Dauer können sie den Darm schädigen: sie unterstützen ihn geradezu in seiner Trägheit. Es rft in solchen Fällen notwendig, die Ursachen festzustellen, für mehr Bewegung zu sorgen und die Ernährung umzustellen. Diel Obst und Gemüse essen. Bet gelegentlicher Verstopfung sind einige bekannte Hausmittel ganz gut. Man soll dann z. B. morgens nüchtern oder auch abends einige Backpflaumen oder Feigen essen, die über Nacht eingeweicht wurden. Diel saure Milch ist gut, grobes Brot, rohe, geriebene Möhren mit Aepfeln. ' Sieht man's an den Augen? Vielfach treiben sich Hellkundige im Land herum, die alles an den Augen sehen wollen. Sie schauen einen Menschen an und sagen ihm, welche Krankheit er hat. Nun gibt es eine solche Kunst der Krankheitsfeststellung. Gute Aerzte wissen davon. Es gibt aber auch auf diesem Gebiet viel Schwindel: z. B. wurde neulich in der Gegend von Aachen ein solcher .Augendiagnostiker sestgenommen. Er tat nur so, als ob er etwas wüßte. Er redete den Leuten Krankheiten ein, um seine Hellpräparate verkaufen zu können. Dafür nahm er vorher das Geld — ziemlich viel so-gar — und schickte die Präparate nicht ein. Er hat ein Jahr Gefängnis bekommen. Aufpaffen mit Giftstoffen! Dor kurzem hat mir Christa eine kleine Ampulle gestohlen, die mit Benzin gefüllt war. Ich brauchte sie, um mein Feuerzeug wieder aufzufrischen. Die Sache wäre beinahe gefährlich geworden. Ich beschloß daraus, mein Feuerzeug wegzuwerfen. Das war sicher eine übertriebene Vorsicht. Aber es ist besser, vorsichtig zu sein, als hinterher den Schaden zu fühlen. In Ustrup bei Flensburg z. B. verunglückte vor kurzem ein zweijähriges Kind. Es hatte in der elterlichen Wohnung ein kleines Röhrchen gefunden, mit dem man schön spielen konnte. Da drin waren Tabletten: Azetylsalicylsäure. Das Kind hatte naturgemäß keine Ahnung, was Gift ist und was die moderne chemische Industrie alles herstellt. Es nahm die Tabletten ein, so wie das die Großen auch tun. Hilfe war zu spät, und das arme Kind hatte sich vergiftet. *r. 65 Ähre Krieger-Kameradschast Großen-Linden < Großen-Linden, 25.Juni. Die Feier des Jubiläums des 65jährigen Bestehens der hiesigen Kriegerkameradschaft im NS.-Reichskriegerbund hatte sehr viele Gäste nach Großen-Linden gebracht. Mit der Bahn, mit Kraftwagen und Omnibussen trafen die Gäste ein. Zahlreich waren die Kameraden aus Gießen vertreten. Die Kameradschaft ehem. Hess. Leibdragoner hatte eine Abteilung zu Pferd in Friedensuniform gestellt. Auch Gießener SA.- Reiter waren zur Stelle. In der Bahnhofstraße nahm der Festzug Aufstellung. Zwei Kameraden in der Uniform der früheren Husaren, eröffneten den Festzug. Es folgten dann die Leibdragoner, die SA.-Reiter, der Turn- und Gesangverein des Ortes, der Fahnenblock, das Musikkorps des JR. 36 aus Butzbach und hierauf die Kameradschaften. Kreisleiter Backhaus, der mit Kreiskriegerführer Dr. Mon- nard, Gießen, erschienen war, schritt die Front der Kameradschaften ab und begrüßte die alten Kameraden. In seiner Begleitung befanden sich der Ortsgruppenleiter, ^-Oberscharführer Watz, Bürgermeister Michel und der Kreisausbilder der Partei, Hauptmann d. R. Rektor Siegfried. Nachdem der Kreisleiter die Fronten abgeschritten hatte, setzte sich der Festzug durch die Straßen des Ortes, die von Zuschauern dicht gesäumt waren, in Bewegung. Am Kriegerehrenmal fand eine Kranzniederlegung für die gefallenen und verstorbenen Kameraden statt. Don hier aus bewegte sich der Zug zum Festplatz vor der Schule. Zu der Kundgebung hatten die Fahnen den hohen Treppenaufgang flankiert. Zu beiden Seiten hatten die Reiter Aufstellung genommen. Der Führer der Kameradschaft, Pasttnspektor P o st, in der Friedensuniform eines Oberleutnants begrüßte die Gäste und sprach besonders dem Kreisleiter Backhaus seinen und seiner Kameraden besonderen Dank für die Ehre seines Erscheinens aus. Dem Bürgermeister Michel dankte er für die verständnisvolle Förderung der Kameradschaft und dieser Festveranstaltung. Bürgermeister Michel entbot allen alten Soldaten und allen Gästen den Willkommensgruh Großen-Lindens. Er führte aus, daß dieses Bild der zusammenstehenden alten Soldaten des Krieges und derjenigen der jungen Wehrmacht kennzeichnend für die Kameradschaft sei, die heute unser Volk umschließe. Bürgermeister Michel wünschte der Festveranstaltung einen schönen Verlauf. Sei besonderer Gruß galt Kreisleiter Backhaus. Nachdem der Gesangverein „Germania" unter der Leitung von Ehrenchormeister Blaß (Gießen) ein fröhliches Soldatenlied vorgetragen hatte, sprach Kreiskriegerführer Or. Monnard der Kriegerkameradschaft zu ihrem 65jährigen Bestehen die besten Glückwünsche aus. Er kennzeichnete die Etappen der Entwickelung des deutschen Volkes bis zu dem Augenblick, in dem der Führer die Macht übernahm und auch dem Soldaten seine Ehre wieder gab. Der Kreiskriegerführer würdigte die Arbeit der Kriegerkameradschaft, die einstmals von Vaterlands- treuen Männern gegründet wurde und durch den Wandel der Zeiten ein stets reges kameradschaftliches Leben entfallet hat. Sein Dank galt allen Kameraden, die sich in den Dienst der Sache gestellt haben und die der Kameradschaft die Treue bewahrten. Der.Kreiskriegersührer gedachte des langjährigen früheren Kameradschaftsführer Lang und würdigte die Arbeit des jetzigen seit etwa zwanzig Jahren an der Führung befindlichen Kameraü- schaftsführers Post, dem er für seine besonderen Verdienste das Ehrenkreuz H. Klasse überreichte. Außerdem wurden einige ältere Kameraden ausgezeichnet. Kamerad Dr. Monnard appellierte an den Frontgeist und an den Geist der Kameradschaft. Mit Stolz verwies er auf die starke Wehrmacht. Sein Gruß galt dem Führer. Kreisleiter Backhaus begrüßte die Kameraden- des NS.-Reichs kvisgsr- bundes und beglückwünschte die Kameradschaft Großen-Linden zu ihrem Jubiläum. Wir alten Soldaten wissen, so führte der Kreisleiter aus, daß keine Kameradschaft so stark ist und sich so auswirkt, wie die der gedienten Soldaten. Diese Kameradschaft hat sich an der Front besonders bewährt, so daß es für die alten Soldaten eine große Freude ist, wenn sie sich wieder treffen und von ihren guten und schweren Tagen erzählen können, die sie miteinander verlebt haben. Der Kreisleiter erinnerte auch daran, daß in jener Zeit des Kampfes das Verhältnis unter den Parteigenossen dem der alten Soldaten des Weltkriegs glich. In seinen weiteren Ausführungen sprach dann der Kreisleiter von seiner Teilnahme an einer großen militärischen Hebung am Samstag, zu der ihn der Kommandeur des Infanterie-Regiments 116, Oberst Herrlein, eingeladen hatte, und gab seiner Freude Ausdruck, jetzt unter den alten Soldaten weilen zu können. Er stellte fest, daß die jungen Soldaten sich ebenbürtig an die Seite der alten stellen können und sprach die Zuversicht aus, daß diese Sicherheit eine Beruhigung für das ganze Volk bedeute. Die Worte des Kreisleiters, daß ein ß. November 1918 niemals wiederkehren dürfe, fanden ein starkes Echo. Wenn wir das nicht wollen, so führte er weiter aus, dann haben wir als alte Soldaten die Pflicht, wachsam zu sein. Es ist notwendig, daß der Führer eine Organisation geschaffen hat, die Partei, die das deutsche Volk politisch erzieht. In dieser Frage der Erziehung darf es keine Kompromisse geben. Kreisleiter Backhaus ermahnte die alten Soldaten, auch in Zukunft stets ihre Pflicht zu erfüllen, denn in erster Linie kommt es auf den guten Willen und den Geist der Truppe an, durch die die alten Soldaten heute noch vorbildlich wirken fönnen. Nach dem Treugelöbnis zum Führer entwickelte sich ein buntes Leben auf dem Festplatz, auf dem für Unterhaltung reichlich gesorgt war. Die Dragoner ritten eine Quadrille und auch der Radfahrer- verein und die Gesangvereine erfreuten durch Jbre Dabietungen. Büchertisch. — Der Dolks-Brockhaus. Deutsches Sach- und Sprachwörterbuch für Schule und Haus. Mit etwa 3500 Abbildungen und Karten im Text und auf 71 einfarbigen und bunten Tafel- und Kartenseiten, sowie 35 Uebersichten und Zeittafeln. 7., verbesserte Auflage. A—Z. Ganzleinen 5 RM. F. A. Brockhaus, Leipzig 1939. — (29) — Die Ereignisse des vergangenen Jahres wurden erstmalig im laufenden Abc berücksichtigt. Das Buch ist nicht nur ein vollständiges Konversationslexikon von A bis Z, sondern vereinigt damit ein Fremdwörterbuch, eine deutsche Rechtschreibung, eine deutsche Sprach- lehre, einen reichen Bilderschah, sowie einen Atlas mit bunten Karten. In zweifelhaften Fällen finden sich Angaben über Betonung und Aussvrache, über Geschlecht und Beugung. Zahlreich sind Die Hinweise auf Wortabstimmung und Wortbildung. Das Münster. Don Walther Schwerdtfeger. Dor 500 Jahren fand mit der Vollendung des großen Turmes der Bau des Straß- ' burger Münsters feinen Abschluß. „Das Werk der Straßburger Kirche steigt wie Maienblüten mit mannigfaltigem Schmuck zur Höhe, lockt mehr und mehr oie Augen der Beschauer und umspielt sie mit süßen Freuden..." so schrieb in mittelalterlichem Latein der Bischof Konrad von Lichtenberg, als er Anno 1275 mit Ablaßbriefen um Geld für den Weiterbau des Münsters warb. Der gewaltige Bau, welcher an der Stelle der von großen Bränden heimgesuchten alten romanischen Bischofskirche entstand, war nach hundertjähriger Arbeit ins Stocken geraten. Nun sollte das Werk einen neuen Aufschwung nehmen. Wenige Jahre nach diesen Ablaßbriefen ist der Vertrag datiert, in welchem zum ersten Mal der Name eines Mei- st e r s Erwin als magisier operis erwähnt wird. Das ist jener „Erwin von Steinbach", den Goethe und die ganze Romantik als eigentlichen Schöpfer des Straßburger Münsters gefeiert haben. Dor dem Wunderwerk dieser Fassade offenbarte fick dem jungen Rechtsstudenten die verinnerlichte Schönheit der Gottk: ja, sie wurde ihm zum Inbegriff des Deutschtums überhaupt: „Da ich nun an alter deutscher Stätte dieses Gebäude gegründet und in echter deutscher Zeit so.weit gediehen fand, auch der Name des Meisters auf dem bescheidenen Grabstein gleichfalls vaterländischen Klanges und Ursprungs war, so wagte ich, die bisher verrufene Benennung „gotische Bauart", aufgefordert durch den Wert dieses Kunstwerks, abzuändern und sie als Deutsche Baukunst" unserer Nation zu vindizieren." Don Meister Erwin, der — nach dem von Goethe erwähnten Grabstein im Leichhösl des Münsters — 1318 den Tod fand, ist wahrscheinlich der sogenannte Riß B im Frauenhaus, wo die Münsterbaumeister ihren Amtssitz hatten. Erinnert der ältere Plan an die Süvfassade von Notre Dame de Paris, so sind hier alle Vorbilder aufgegeben. Alle Linien drangen nach oben. Selbst die Waagerechten, von den steilen Schrägen der Wimpergen durchbrochen, scheinen emporgetragen. Portale und Fenster laufen — schmaler geworden — in ihre Spitzbogen aus. Und vor der Fassade ragt, einzigartig in der Baugeschichte der gotischen Dome, ein feingegliedertes Stabwerk, in dem alle Schwere des Steins überwunden ist, wie die Saitenbespannung eines Instrumentes. Bis. zur Mitte der herrlichen Rose über dem Hauptportal schießen spitze Fialen auf. Die ganze Fassade wird zu einer gewaltigen Harfe Gottes. Die beiden Türme verjüngen sich über dem dritten Geschoß zu Achtecken, aus denen die schlanken Krönungen aufsteigen und in der Unendlichkeit des Raumes aufgehen. Dieser schönste aller deutschen Dome steht nur auf einem uralten Pergamentblatt. Die Nachfolger Mei, ster Erwins haben den einzigartigen Entwurf, dessen Ausführung bis zum Abschluß des unteren Geschosses gediehen war, vereinfacht und vergrößert. Und dennoch verdankt dieser Fassade das Straßburger Münster seinen Ruhm, galt der Meister der Straßburger Bauhütte wegen dieser Leistung als „der Ordnungen des Mauerwerkes oberster Richter". W i m p h e l i n g nannte den Dom das achte Weltwunder, und der Herzog von Mailand bat den Rat der Stadt Straßburg, ihm einen Baumeister zu überlassen für die Vollendung der Kuppel an dem weihen Marmorbau seines Domes. Ulrich von Ensingen, der Dombauer von Ulm, begann die Errichtung des Nordseitenturmes, der, nachdem man die Symmetrie des Erwinschen Planes aufgeben mußte, der einzige bleiben sollte. Das Schicksal vergönnte es ihm nicht, auch nur einetz der herrlichen Türme vollendet zu sehen, die er be» gönnen hatte: weder den zu Ulm. noch den der Eß- linger Liebfrauenkirche und des Straßburger Münsters. Er starb über feiner Arbeit. Sein Nachfolger wurde Johannes Hültz aus Köln, der für den Turmhelm die eigenartige, reizvolle Stufenpyramide entwarf und den Turm 1439 vollendete. Die folgenden Jahrhunderte brachten dem Münster nur geringe bauliche Veränderungen, wenn auch — wie bei allen alten Kathedralen — die Gerüste nie gänzlich verschwanden. Ständig ist das zierliche Maß- und Strebewerk von den Witterungseinflüssen bedroht. Erst 1925 wurden die umfangreichen WiederhersteUungsarbeiten beendet, die durch Verfaulen der Pfeilerverstärkungen in den Fundamenten notwendig geworden waren. Die größte Gefahr für das Münster erwuchs aber in der französischen Revolution. 1793 wurde es zum „Tempel der Vernunft" erklärt und ein Altar mit der vielbrüstigen Göttin darin aufgestellt. Ein Erlaß des savoyardischen Maire von Straßburg bewirkte, daß die herrlichen Statuen der Kirche als „Repräsentanten der alten Mächte" zu zerschlagen seien. 235 Bildwerke sind diesem kulturschänderifchen Sturme zum Opfer gefallen. Eine Anzahl versteckte ein mutiger deutscher Universitätsprofessor im botanischen Gar. ten. Die Märien-Darstellungen der Südfassade rettete er, indem er sie hinter großen Tafeln verbarg mit der Revoluttonsdevise „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Der wahnwitzige Antrag des Maire, den Turm abzureißen, „wegen Beleidigung der demokratischen Gleichheit" wurde zum Glück nicht genehmigt. So ragt denn dieses Wunderwerk menschlicher Schöpferkraft, von zahllosen Geschlechtern in Jahrhunderten geschaffen, noch heute über die Dächer empor, ein ungeheurer Springbrunnen von Fels- massen. wie Ti eck feinen Sternbald beim Anblick des Münsters sagen läßt, „der sich ewig und ewig ergießt, und wie mit der Stimme des Donners Anbetung vor Erwin, vor uns selbst in unsere sterblichen Gebeine hineinpredigt". Hochschulnachrichten. Professor Dr. med. Benninghoff, Ordinarius für Anatomie an der Universität Kiel, wurde von her Heidelberger Akademie der Wissenschaften zum korr. Mitglied der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Klasse ernannt. Benning- Hoffs Ernennung zum Ordinarius in Kiel erfolgte 1927. Seit 1921 ist der Gelehrte Mitglied der Gesellschaft zur Beförderung der gesamten Naturwissenschaften in Marburg. Professor Dr. Theodor Bahlen, der Präsident der Preußischen Akademie für Wissenschaften, vollendet am 30. Juni fein 7 0. Lebensjahr. Der bekannte Mathematiker wirkte als ao., später als o. Professor 23 Jahre an der Universität Greifs, w a l d. In diese Zeit fallen seine Arbeiten aus Algebra, Zahlentheorie und Geometrie. Er wandte sich in der Nachkriegszeit der angewandten Mathe- mattk zu und hat auf verschiedenen Gebieten, wie vor allem der Ballistik und der Navigation, eine Reihe hervorragender Arbeiten geliefert. Wegen Erreichung der Altersgrenze wurden von den amtlichen Verpflichtungen entbunden: der Ordinarius der Philosophie an der Universität Wien Professor Dr. Robert R e i n i n g e r ; ber Ordinarius für Musikwissenschaft an der Universität Wien Professor Dr. Robert Lach ; der Ordinarius für Kirchen- geschichte (Koth.-Theol.) an der Universität Tübingen Dr. Karl Dihlmeyer-, der Ordinarius für Dogmatik (Kath.-Theol.) an der Universität Münch e n Geh. Regierungsrat Professor Dr. Martin (Brahman n. Professor Dr. Henri CH a oul, Vorsteher des Röntgeninstituts ber Chirurgischen Klinik der Berliner Charits und Ordinarius für Strahlenkunde an der Universität Berlin, wird die Leitung der neuen Röntgen-Ktinik und der Poli-Klinik für Ge- schwulftkranktz in Berlin übernehmen. Die Chemie im Dienste der Vorgeschichtsforschung. Die Altertumsforschung in Mittel- und Nordeuropa kann sich nicht wie die Archäologie ber klassischen Länder auf geschriebene Quellen stützen, sondern ist auf die Funde und Denkmäler des Bodens angeroieifen. Dabei richtet sich das Haupttntereffe einer neuzeitlichen Ausgrabung nicht mehr auf die Fundstücke, sondern in ungleich höherem Maße uwjf die Fundumstände, und hier haben sich ganz neue Arbeitsweisen herausgebildet, die schon in ihren Anfängen Möglichkeiten erkennen lassen, von denen man vor wenigen Jahren nichts wußte. Vor allem hat das Wort jetzt die Chemie: Reagenzglas und Mikroskop bedrohen, wie Professor Dr. Friedrich Behn in der Frankfurter Wochenschrift „Die llnv schau" ausführt, die alten Symbole des Ausgräbers. Spaten und Pickel, in ihrer angestammten Monopolstellung, die gegen nicht mehr dem Auge sichtbare Objekte zur Machtlosigkeit verurteilt sind. Der Boden baut alle organischen Substanzen in kürzester Frist ab, und der Löß läßt sehr oft sogar die Knochen alter Gräber, die immer noch den Hauptanteil der Forschung darstellen, spurlos vergehen. Alle diese Substanzen sind jedoch mit den Mitteln ber Chemie noch nachweisbar. Wo einmal Knochen lagen, zeigt der Boden starke Anreicherung von Phosphaten, die von den Wurzeln der Pflanzen gierig ausgesucht werden. So fand Professor Behn in einem steinzeitlichen Grabhügel im Odenwald auch nicht die geringste Spur von Knochen, aber die Grabmulde war angefüllt von einem dichten Geflecht verfilmter Pflanzemvurzeln, in dem die Analyse hohen Phosphatgehalt nachwies. Das einstige Vorhandensein des Körpers zeigt sich im Gehalt des Bodens an tierischen Fetten, die von pflanzlichen unschwer zu unterscheiden find. Die Abfallgruben, die sich neben jeder Siedlungsstelle finden, enthalten meist die ganze Speisekarte der damaligen Bewohner und noch vieles andere. In Urnen stellen sich überraschende Entdeckungen ein, selbst wenn das Auge im Bodensatz nichts besonderes erkennt. Ein Rest römischen Weines fand sich in einer Glasflasche aus der Rheinpfalz und niederschlag von richtiger Biermaische in einem Tongefäh aus Alzey in Rheinhessen. Die Wichtigkeit solcher chemischer Untersuchungen im Dienste der Vorgefchichtsfor- schung hat dazu geführt, daß an der Universität Köln ein eigenes Institut unter Leitung von Vu von Stotar eingerichtet worden ist. C.K. SJl.-tfpOTt Jubel um llmbenhauer. Der Nürnberger behielt das Gelbe Trikot der Srohdeutichland-Rundfahrt. Die Deutschlandfahrer hielten am Samstag wieder ihren Einzug in die Reickshauptstadt, wo sie vor 3H Wochen zu ihrer 5000-Kilometer?Fahrt durch die deutschen Gaue gestartet waren. 41 von den 68 Gestarteten waren noch am Schluß dabei, und als grandioser Sieger unter ihnen kehrte der Nürnberger Georg Umbenhauor heim. Seit 15 Tagen trug er das Gelb« Trikot, das den Spitzenreiter der Ge- samtwertuna kennzeichnet. Beinahe 10 Minuten betrug sein Vorsprung vor dem Schweizer Zimmermann, der erst aus der drittletzten Etappe Scheller vom zweiten Platz verdrängen konnte. Die Schlußetappe Leipzig—Berlin über 218,7 Kilometer holte sich noch einmal der Chemnitzer Hermann Schild, der so mit dem Belgier Gryjsolle gleichzog, denn beide konnten je vier von 20 Etappen siegreich beenden. Mit 14 Minuten Vorsprung traf der Vorjahrssieger der Rundfahrt am dicht besetzten Ziel vor der Technischen Hochschule ein und wurde für seine blendende Alleinfahrt stürmisch gefeiert. In der Mannschaftswertung haben sich die Belgier behauptet. Auf den nächsten Plätzen folgen Frankreich, die Schweiz, die „Gemischten" und dann als beste deutsche Mannschaft die von Dürkopp' mit Wengler, Weckerling und Sztrakati, die erst auf der vorletzten Etappe den vierten Platz verlor. Deutschlands Jtinger siegten. Im Jahre 1926 war Dänemark Deutschlands erster Gegner im Ringen und holte bis 1926 drei Siege im Länderkampf heraus. Dann hatten die Deutschen genügend Erfahrung gesammelt, um selbst zu Siegesehren zu kommen. Am vergangenen Samstag standen sich die beiden Staffeln in Hof zum achtenmal im griechisch-römischen Stil gegenüber. Rund 4000 sportbegeisterte Zuschauer erlebten den fünften Sieg der deutschen Mannschaft mit 5:2 Punkten. Lediglich unsere Vertreter in den leichtesten Gewichtsklassen, Allraum (Mannheim) und Bandung (Ludwigshafen), unterlagen nach Punkten. Lang gewinnt den „Großen preis von Belgien" fünfter Start ■ Eines der aufregendsten Rennen wurde am Sonntag auf der schwierigen Ardennen?Strecke bei Spa um den Großen Preis von Belgien entschieden. Nur sechs von 13 gestarteten Wagen aus Deutschland. Italien und Frankreich erreichten das Ziel. Der Sieger von Pau, Tripolis, ppm Nürburgring und von Wien, Hermann Lang, setzte seinen Triumphzug fort und gewann auf Mercedes-Benz dos fünfte Rennen in diesem Jahre. Jeder Start bedeutete also einen Sieg für den Spitzenfahrer der Daimler-Benz-AG. Rudolf Hasse (Auto? Union), der 1937 das letzte Rennen um den Großen Preis der Belgier gewonnen hatte, belegte diesmal nur um Sekunden geschlagen den zweiten Platz. Dritter wurde Manfred von Brauchitsch (Mercedes- Benz) vor den mehrfach überrundeten Franzosen Sommer (Alfa-Romeo), Gerard und Mazaud (beide Delahaye). Es war eine der heißesten Motoren- schlachten, die je auf dieser Rundstrecke geschlagen wurden. Die zahlreichen Zwischenfälle machten es dem Spitzenreiter unmöglich, den von Hasse vor zwei Jahren mit 167,2 km/st aufgestellten Streckenrekord zu unterbieten. Zudem war die Straße durch stundenlangen Regen überaus glatt geworden. In Regen und Nebel. Adenau und Spa liegen im gleichen Gebirgszug. Im Ardennental des Rotwasserbaches, an dessen Hängen sich die auf 14,5 Kilometer verkürzte Dreieckstrecke Francorchamps—Malmedy—Stavelot hinzieht, zur Zeit die schnellste Europas, herrschte richtiges „Nürburgwetter". Die bewaldeten Berghänge waren in Nebel eingehüllt, und unaufhörlich prasselte ein Landregen hernieder, der den schmalen Kurs glatt und gefährlich machte. Trotz der unbarmherzigen Nässe waren Zehntausende von Zuschauern gekommen. Müller übernahm die Spitze. Beim Start schoß H. Müller, der zusammen mit Dr. Farina (Alfa-Romeo) und Hermann Lang (Mercedes - Benz) in der ersten Reihe ausgelost war, in Front. Hermann Lang, Tazio Nuvolari, Caracciola, Dr. Farina, Seaman, Hasse, von Brauchitsch und Meier folgten. Weit zurück lagen schon nach der ersten Runde der Italiener Mandirola (Maserati) und die beiden französischen Delahaye- Fahrer Mazaud und Gerard. An der Spitze lieferten sich Müller und Lang einen harten Kampf, während sich Caracciola und Seaman an Nuvolari vorbei, der ja bekanntlich kein „Regenfahrer" ist. - fünfter Sieg. auf die nächsten Plätze gebracht hatte. Nach der achten Runde setzten die bei einem solchen Wetter unausbleiblichen Zwischenfälle ein. Caracciola und Meier ausgeschieden. Als erster fehlte Caracciola. Soin Wagen hatte sich bet Francorchamps gedreht und war in den Graben gerutscht. Es gelang dem Europameister nicht, aus eigener Kraft wieder flott zu werdest. Mit Beifall empfangen, tauchte er zu Fuß vor den Tribünen auf. Das gleiche Mißgeschick traf in der 15. Runde Oberfeldwebel Meier (Auto-Union) auf seinem ersten, bis dahin glänzend gefahrenen Wagenrennen. Inzwischen war der Engländer Richard Seaman (Mercedes-Benz) energisch vorgestoßen, und hatte sich mit Lang die Spitze erobert, zumal Müller kurz tankte und als Dritter vor Nuvolari und Hasse den Kampf wieder aufnahm. Harte Arbeit an den Boxen. Den dritten Platz hielt Manfred von Brauchitsch, an dessen Mercedes in kürzester Zeit ein glatter Hinterradreifen ausgewechselt worden war. Ueber- haupt herrschte nun an den Boxen fast ununterbrochen größter Betrieb, obwohl die erprobten Contireifen der deutschen Wagen sämtlich die 500 Kilometer glatt durchstanden. An beiden deutschen Boxest wurde blitzschnell getankt. Erst hielten Seaman und dann Lang bei Mercedes, ebenso schnell wurden Nuvolari und Hasse von der Auto-Union abgefertigt. Der Stand des Rennens änderte sich dadurch nicht, nur Müller, dessen Wägen nicht mehr auf vollen Touren zu gehen schien, muhte von Brauchitsch auf den fünften Rang vorziehen lassen. Der Durchschnitt war nach 20 Runden langsam auf 153 km/st gestiegen, da es nicht mehr so heftig regnete. Mit 5:19,9 (163,1 km/st) hatte Lang die schnellste Runde gefahren. Müller mußte zum dritten Male an die Boxe. Zur gleichen Zeit hielt der schon mehrmals überrundete Italiener Dr. Farina seinen Alfa Romeo endgültig an. Seaman stürzte schwer. Nach der 23. Runde fehlte der Engländer Richard Seaman. Kurz vor der Spitzkehre von Francorchamps kam sein Mercedes in einer Linkskurve hinter dem Start- und Zielplatz ins Schleudern. Auf der engen Straße drehte sich der Wagen um seine eigene Achse und schlug wuchtig mit dem Heck gegen einen Baum. Seaman wurde herausgeschleudert und blieb mit schweren Verletzungen liegen, während der Wagen lichterloh brannte und von den herbeigeeilten Monteuren gelöscht wurde. Der deutsche Rennarzt leistete die erste Hilfe. Lang hatte nun die Führung weit vor Rudi Hasse. Nach der 28. Runde fehlte nun auch Tazio Nuvolari. Der Italiener war ebenfalls ms Schleudern gekommen, wobei an seinem Wagen eine Verstrebung brach. In langsamer Fahrt erschien er an den Boxen und gab auf. In der 26. Runde hatte Müller seine Fahrt eingestellt, so daß nur noch drei Wagen im Rennen lagen. Die Reihenfolge war Lang, Hermann Müller und Manfred vor Brauchitsch, dahinter die mehrmals überrundeten Fran- zchen Sommer (Alfa Romeo) und die Delahayes von Mazaud und Gerard. Der Italiener Mandirola hatte .inzwischen ebenfalls das Rennen auf* gestockt. In sicherer Fahrt strebte Lang dem Ziele zu-. Dor der letzten Runde mußte er noch einmal tanken und für Sekunden schien es, als ob sein Motor nicht mehr anspringen wollte. Dann aber spritzte der nun fünffache Sieger des Jahres 1939 in bewundernswürdiger Fahrt über den Rest der Strecke und wurde von der Menge begeistert gefeiert. Mit diesem Sieg hat Hermann Lang auch den Kampf um die Europameisterschaft als erfolgreichster Fahrer aufgenommen. Neben ihm brachten um diesen Titel Rudolf Hasse und Manfred von Brauchitsch die ersten Punkte auf ihr Konto. Deutschland - Dänemark 2:0. Zweiter Juhballsieg der Nordlandreise. Die Nordlandreise der deutschen Fußballer ist in jeder Beziehung erfolgreich verlaufen. Nach dem eindrucksvollen 4:0-Sieg in Oslo über Norwegen wurde am Sonntag in Kopenhagen ein 2:0 (1:0)- Erfolg über das spielstarke Dänemark erzielt. In den bisher ausgetragenen neun Spielen hat Deutschland jetzt mit fünf Siegen gegen vier dänische Erfolge eine knappe Führung übernommen. Der Sportpark in Kopenhagen war bei schönstem Sommerwetter von 35 000 Personen restlos gefüllt. Als die Mannschaften auf das Spielfeld tarnen, begrüßte sie herzlicher und lauter Beifall. Dem norwegischen Schiedsrichter Randers Johanson stellten sich die Mannschaften wie folgt: Deutschland: Klodt; Janes, Streitle; Kupfer, Rohde, Kitzinger; Biallas, Hahnemann, Conen, Gauchel, Arlt. Dänemark: Sörensen; Larsson, Hansen: Sörensen, Jürgensen, Jensen; Thielsen, Christensen, Jürgensen, Hansen, Soebirk. In der 8. Minute 1:0. Janes gewann, gegen den dänischen Spielführer Oskar Jürgensen das Los und entschied sich, gegen die Sonne zu beginnen. Schon in der ersten Minute erzielten die Dänen zwei Ecken. Zuerst konnte Janes den schnellen Linksaußen Thielsen nicht halten und Kupfer schlug bedrängt ins Aus. Klodt wehrte den schön hereingegebenen Ball zum zweiten Eckstoß ab. Bereits in den ersten Minuten fiel unser Mittelläufer Rohde durch seine beherzte Kampses- weise angenehm auf. Ein wundervolles Zusammenspiel von Conen und Gauchel, die über 40 Meter weit den Ball gegen das dänische Tor trieben, führte überraschend schnell in der 8. Minute zum ersten deutschen Erfolg. Gauchel schloß den schönen Angriff mit,einem kernigen Schutz ab. Die deutsche Führung entmutigte die Dänen nicht. Sie hielten den Kampf offen, doch konnten Rohde und Klodt ihre Angriffe zum Stehen bringen. Ebenso gefährlich blieb das deutsche Angriffsspiel. Conen verteilte die Bälle sehr gut, obwohl der gegnerische Mittelläufer O. Jörgensen sich dauernd an seine Fersen heftete. Der Stuttgarter bestand mit seinem Bewacher einmal 20 Meter vor dem Tor einen scharfen Zweikampf. Da Sörensen sein Tor verlassen hatte, schien der Weitschuß von Conen bereits im Ziel, doch konnte Sörensen mit gespreizten Beinen den Ball noch aufhalten. Mit Macht setzten sich die Dänen ein, ihr Spiel lief, und zeitweise griffen sie mit sechs Stürmern an, um den Ausgleich zu erzwingen. Aber es blieb bei der deutschen Führung. Mit 4:2 Eckbällen für Deutschland ging es in die Pause. Klodt nicht zu schlagen. Die zweite Spielhälfte brachte Dänemarks große Zeit. Die flinken Außen trugen immer wieder Unruhe in den deutschen Strafraum. Es sah für uns böse aus, als Kupfer in der 48. Minute nach einem Zusammenprall mit Arne Sörensen für kurze Zeit das Spielfeld verlassen mußte. Als der Schweinfurter wiederkam, tauschte er mit Gauchel den Platz. Einwandfrei beherrschten jetzt die Dänen die Lage, aber an einem deutschen Spieler scheiterten sie: an dem Schalker Klodt, der für uns das Spiel rettete. Wie er einen 20-Meter-Schuß von Thielsen in die linke Torecke noch im letzten Augenblick ins Aus faustete und wenig später einen unheimlich harten Ball von P. Jürgensen um den Torpfosten herum zur vierten dänischen Ecke abdrehte, das waren ganz hervorragende Leistungen. Gauchel und Kupfer nahmen wieder ihre ursprünglichen Posten ein. Aber noch immer war Gefahr im deutschen Strafraum. Aber da, mitten in die dänsche Ueberlegenheit fiel das zweite deutsck)« Tor durch Conen. Gauchel jagt den Ball als Steilvorlage in den freien Raum. Conen sprang dem Leder mit langen Sätzen nach, Umspielte alles, was sich ihm ist den Weg stellte — zum Schluß sogar den Torhüter ~ und schoß in der 75. Minute ein. In die Reihen der deutschen Elf zog damit wieder Ruhe ein, und es gelang, die stür, mischen dänischen Angriffe bis zum Schluß zu bannen. Mit einem 6:0-Torergebnis kehren die deutschen Spieler von ihrer Nordlandreise zurück. Das ist in der Tat eine erfreuliche Bilanz, wenn man bedenkt, daß die Kräfte unserer Nationalen am Ende einer gufreibenden Kampfzeit keine besonderen Leistungen mehr zulassen. Oie letzten Kußball-Aufstiegspiele in Hessen. Im Fußballgau Hessen hat sich am letzten Juni- Sonntag erwartungsgemäß Borussia Fulda wieder den Aufstieg zur Gauliga erkämpft. Die Fuldaer, die ja von vornherein als Favoriten galten, fielen nur vorübergehend durch ihre Niederlage gegen Bebra etwas zurück, rafften sich jedoch dann wieder auf und erkämpften sich zum Schluß an diesem Sonntag einen hohen 7:2- (2:1) Sieg über den FV. Breidenbach, während Tura Kassel gegen den ReichsbahnFSV. Betro 1:7 (0:1) einging und sich damit alle (an sich schon begrenzten) Hoffnungen verdarb. In der Gruppe Süd schloß der neue Gauligist TSV. Hanau 1860 seine Aufstiegsspielserie mit einem 2:0- (2:0) Sieg bei Phünix Bad Vilbel ab. Fußball-Ergebnisse aus Nachbargauen. Gau Südwest. Tschammer-Pokal-'Spiel: Eintracht Frankfurt — Kickers Obertshausen 4:1. Freundschaftsspiele: SD. Wiesbaden — Lazio Rom 1:2; 1. FC. Kaiserslautern — Lazio Rom 1:4; in Seligenstadt: Kreis Offenbach — Hanau 7:3; Eintracht Kreuznach — Wormatia Worms 1:8. Gau Bayern. Aufstiegsspiele: Union Augsburg — Wacker München 2:2; VfL. Neustadt — FC. Straubing 4:1. Freundschaftsspiele: Aschaffenburg — Frankfurt a. M. 2:2; 1. FC. Nürnberg — FSV. Nürnberg 4:1. KintHann wie taufenö anDere Roman von Konraö Trani Copyright by Carl Ouncker Verlag/ Serlfn W35 Schluß. Nachdruck verboten. „Jetzt müssen sie nur noch diesen Nase erwischen", meinte Madeleine. „Solange sich der auf freiem Fuß befindet, freut mich das Ganze nicht." „Ja, natürlich muß Heinrich Nase gefunden werden. Und Gretelchen." Peter Jlke rückte unbehaglich an seinem Hemdkragen. Was nur aus dem Mädchen geworden war? „Fehlt sie dir so sehr?" erkundigte sich Madeleine spitz. „Deine neue Sekretärin ist zwar über vierzig und grauhaarig, aber das spricht nicht gegen ihre Tüchtigkeit." „Nein, aber deswegen werde ich mir doch um die Kleine Sorgen machen dürfen", wehrte sich Peter. „Der Herr von damals schien recht heftig", sagte Hilde nachdenklich. „Kann man denn wirklich nicht einmal eine Stunde vergnügt fein, ohne daß scheußliche Sorgen aufs Tapet kommen?" rief Irmgard entrüstet. „Wer weiß, wo Gretelchen steckt!" Da öffnete sich vorsichtig die Tür. Das-Stubenmädchen brachte ein Tablett mit Mokka. Servierte. Und als sie die Tasse vor Peter hinstellte, sagte sie, daß eine junge Dame ihn zu sprechen wünsche. Sie bitte, die Störung zu entschuldigen, es sei aber sehr wichtig. Ein Fräulein Grete Kretschner ... Das kostete Frau Voigt einige Flecken auf ein seidenes Tischtuch — aber wenn gleichzeitig vier Leute aüfspringen, so ist es ein Wunder, daß nur zwei Mokkaschalen umgeschüttet werden. „Liebe, gnädige Frau, entschuldigen Sie mich für ein paar Minuten", sagte Peter. „Darf Gretelchen nicht hier heremkommen?" regte Madeleine an. So geschwind sollte Peter sich nicht aus der Affäre ziehen. „Natürlich!" Frau Voigt war genau so neugierig wie die andern. Und Gretelchen trat zögernd em, blieb bei der Tur stehen und fing zu meinen an. Peter lief ihr ent- gegen: „Aber, Gretelchen, warum meinen Sie denn? Es ist Ihnen ja nichts geschehen? Kann ich irgend etwas für Sie tun?" _ ,„ „Ja, ich möchte um mein Zeugnis bitten , ! schluchzte das blonde Mädchen. „Gerne — aber möchten Sie nicht zusammenhän- iflenb erzählen, warum Sie spurlos verschwunden Ifinb? Wenn ich damals nicht eingesperrt gewesen i wäre, hätte man mich vielleicht für einen Verführer und Mörder gehalten." Peter sah sie vorwurfsvoll an. Dann bekam sie ein Glas Wein zu trinken, wurde mit gutem heißen Kaffee gelabt. Und schluchzend kam der Bericht. „Am Tage, als Sie verhaftet wurden, Herr Jlke, da habe ich natürlich meinen Bräutigam angerufen und gefragt, was ich tun soll ... Und well er so eifersüchtig ist, habe ich mich nicht .getraut, ihm zu sagen, daß wir so lange gearbeitet haben. Wenn ich sage, Mitternacht', ist es schon arg genug. Deswegen habe ich mich bei der Polizei auch nicht getraut, die Wahrheit zu sagen. Wenn er es erfährt, daß es so spät geworden ist ... Er glaubt mir kein Wort ... Und Mar, Max Baumann heißt er, hat Mitternacht schon für eine Sünde und Schande gehalten ... Am Nachmittag war er da und hat mich schrecklich ausgezankt. Sogar eine Ohrfeige hat er mir gegeben ..Hans nickte bestätigend. „Ich mußte am selben Abend mit ihm zu feinen Eltern. Er hat nicht erlaubt, daß ich einem Menschen ein Wort sage. Er ist so schrecklich eifersüchtig." Plötzlich blickte Gretelchen ganz verklärt. „Und weil wir bald heiraten wollen, habe ich die Gelegenheit benützt, da er für feine Firma verreisen mußte, um mir mein Zeugnis zu holen — und den restlichen Gehalt, und ein Paar Schuhe, die ich vergessen habe. Ja. Und entschuldigen wollte ich mich auch." „Wissen Sie, daß Sie sich unverantwortlich benommen haben?" sagte Madeleine streng. So eine kleine Gans! „Nein." Gretelchen war sehr erstaunt. „Ich habe am nächsten Tag in der Zeitung gelesen, daß Herr Jlke freigelassen wird. Also kann es nicht so arg gewesen fein. Und ich wollte nicht gleich wieder Krach mit Max ..." Da fing Hilde zu lachen an, und Irmgard stimmte ein. Und auf einmal lachten alle, sogar Mr. Rutby, der gar nicht begriffen hatte, worum es sich eigentlich handelte. Neukirchen kam langsam zur Ruhe. Jetzt gab es nur mehr darüber zu reden, daß die Turachmädchen endlich doch zur Vernunft zu kommen schienen. Sie hatten sich recht nette junge Männer ausgesucht. Und Hilde, die den jungen Voigt heiraten wollte, blieb in Neukirchen. Die. Eltern Turach fänden die Töchter zwar viel zu jung fürs Heiraten, aber da die Mädchen schon darangingen, die Ausstattung zusammenzustellen ... „Und heute fährt der englische Gast der Voigts wieder fort", berichtete die Milchfrau ihrer Kundschaft. „Die Milch mußte besonders früh geliefert werden, weil er schon mit dem Siebenuhrzug nach Berlin reist." Noch nie war Mr. Rutby von so vielen Menschen zu einem Zug begleitet worden. Irmgard und Gottfried hatten es sich nicht nehmen lassen, dem alten Herrn das Ehrengeleite zu geben. Da wollten Hilde und Hans nicht zurückstehen. Daß Herr und Frau Voigt den Gast zum Zug brachten, war selbstverständlich. „Sie sind also nicht zu bewegen, mit mir zu kommen, Herr Voigt?" fragte Mr. Rutby noch einmal, als er sich aus dem Fenster neigte, um die vielen Hände zu schütteln. „Heute beginnt die Vorschau zur Auktion ..." Vater Voigt lachte: „Nichts zu machen. Ich habe nebenbei noch einen Berus und eine Familie. Ich kann nicht immer in der Welt herumfahren. Und außerdem werden diesmal nur Italiener verkauft, die mich weniger interessieren." „Welcher Segen!" meinte Frau Voigt trocken. Langsam setzte sich der Zug in Bewegung. Taschentücher wehten, Hände winkten zum Abschied. „Am ersten Oktober ist Hochzeit, Doppelhochzeit in Neukirchen! Da kommen Sie doch bestimmt!" rief Irmgard noch rasch. Da der ganze Bahnsteig mit den vielen Neukirchnern es gehört hatte, wußte eine halbe Stunde später die Stadt, daß der Widerstand der Eltern Turach gebrochen war. Hochzeit am ersten Oktober! „Jetzt fehlt uns nur noch Herr Nase", murrte Peter, als Madeleine ihm die Neuigkeit berichtete. „Was hat das damit zu tun?" fragte Madeleine erstaunt. „Gar nichts. Aber ich habe es nicht gern, wenn gefährliche Narren frei herumlaufen." Dann ging Peter wieder in den Betrieb und zu feiner lange nicht so hübschen, aber bestimmt sehr tüchtigen Sekretärin. „Nette Leute", dachte Mr. Rutby, als er es sich im Zug bequem machte. „Und daß ich Narr wirklich eine Sekunde glauben konnte, der junge Dilden wäre ein Räuber..." Dann gab er sich genußreichen Erwägungen hin, ob und zu welchen Preisen wohl Gottfried die Sammlung seines Onkels veräußern würde. Wenn es eine Gerechtigkeit gab auf der Welt, mußte er ihm doch ein Vorkaufsrecht einräumen, nicht wahr? Dann vertiefte er sich in den Katalog der bevorstehenden Versteigerung. In Berlin angekommen, nahm er sich kaum Zeit, ins Hotel zu fahren uni) sich die Hände zu waschen. Er fieberte danach, die Schätze zu bettachten. die in wenigen Tagen zum Verkauf kommen sollten. Ein langgestreckter Saal mit vielen hohen Fenstern. Mr.' Rutby begegnete einigen bekannten Gesichtern. Auch Mrs. Hinsield war schon zur Stelle. Hoffentlich kam er mit der nicht Ins Gedränge. Der Kunsthändler, der die Auktion veranstaltete, begrüßte Mr. Rutby mit der Ehrfurcht, die ein schwerreicher Sammler verdient. Er wies auf ein Pult, das in der Mitte stand. „Dort liegen die Blätter, die Sie interessieren,, Mr. Rutby." Der Händler schmunzelte. „Und damit Ihnen bei uns nichts passiert, steht ein Detektiv dicht daneben." Eine praktisch frei zugängliche Vorschau, bei der. Millionenwerte nur durch zerbrechliche Glasscheiben von frevelhaften Händen getrennt sind, ist eine heikle Sache. Da ist es besser, auf Numero Sicher zu gehen und rechtzeitig für Schutz und Sicherheit der Millionen zu sorgen ... Mr. Rutby trat an das Pult. Er war nicht der einzige, der sich dafür interessierte. Ein Herr in mittleren Jahren, gut ungezogen, unauffällig. Seine Hand lag auf dem Pult... Da zeigte sich, daß Mr. Rutby nicht nur ein erfolgreicher Finanzmann gewesen, sondern daß er heute noch ein gefürchteter Pokerspieler war. Er zuckte mit feiner Wimper, blieb neben dem Unbekannten stehen und betrachtete lange Zeit die ausgestellte Zeichnung — und die Männerhand. Schlenderte zum nächsten Pult. Blieb wieder eine Weile stehen. Auf einen Wink eilte der Händler zu ihm. Und während Rutby auf eine Zeichnung mies, sagte er halblaut: „Lassen Sie alle Türen versperren und alle Ausgänge besetzen!" Der Händler verbeugte sich lächelnd und trat zurück. Auch der Kunsthandel erfordert ein gutes Training der Selbstbeherrschung. Als Rutby wieder zu den Italienischen Zeichnungen zurückkehrte, begleitete ihn ein recht energisch' aussehender Herr. Noch einen letzten Blick auf die kräftige Hand mit dem kurzen Daumen. Rutby nickte versonnen. Dann wandte er sich dem Nachbarn zu und sah ihm voll ins Gesicht. „Sie haben mir am 4. Juni meinen Del Sarto weggenommen", sagte er gelassen und seelenruhig. Die Hand des energischen Herrn hatte sich auf die Schulter des Bezichtigten gelegt. Und wie aus dem Boden gewachsen, standen plötzlich drei weitere Herren hinter ihm. „Es war ein Fehler, hierher zu kommen", sagte achselzuckend der unauffällige Herr. „Aber niemand kann gegen seine Leidenschaft etwas ausrichten." Rutby hatte sich nicht gerührt, er sah noch immer den Feind an. Es war die Hand, die ihm den Revolver entgegengehalten, die seinen Sarto geraubt hatte. Und über dieses Wissen drängten sich unklare (Erinnerungen. Plötzlich lächelte Mr. Rutby wohlwollend. „Man muß rechtzeitig lernen, sich zu beherrschen, Herr Nase", sagte er. Da griffen alle die Hände fester zu. Stahlspanaen flirrten, schlossen sich um die Hände des großen 'Verbrechers, des großen Sammlers und Kenners Heinrich Nase, der so lange Zwerg Nase genannt worden war. 4T GW Sieger: Willi Meurer, A « und B-Klasse: (Post Marburg) 1:21,5. Handball-Gaukamps Heffen-Mttelchein 6:19 Ungeschützte Figuren. kürz- Lpscr und Rückgcwinn. Die Gießener Radfahrervereinigung hat es sich ( ^um gestrigen Sonntag wieder einmal angelegen sein lassen, ein Radrennen zu veranstalten, das sich den Rennen der vergangenen Jahre würdig an- i schloß. Die Vorbereitungen waren mit aller Sorg- ! falt getroffen worden, obwohl es selbst am Donnerstag der vergangenen Woche nicht endgültig fest- i stand, ob das kennen überhaupt abgehalten werden kann. Es waren ursprünglich nur sehr wenige Meldungen eingegangen, schließlich aber brachte dann der Freitag und der Samstag noch so viele Teilnehmer, daß' das Rennen nicht mehr fraglich sein konnte. Erfreulich stark war die Schweinfurter Elite vertreten (Bartkowski, Schramm, Huth, Seufert, Schellhorn und Schmidt); cs erschienen vier Mann von Köln (Reudenbach, Becker, Mundorf und Landsberg), Tilsit war mit Meurer, Blum und Schenk vertreten, außerdem erschienen der starke Frankfurter Eichhorst, Willy Müller von Wuppertal und Brunner von Darmstadt. Einige Fahrer der B« Klasse, die noch am Samstagabend eintrafen, meldeten nach, so daß sich für das Hauptrcnncn immerhin eine Streitmacht von über 20 Fahrern einfand. Für die E-Klasse waren 27 Fahrer am Start. Die A, und die B-Klasse führen vier Runden zu je fünfzig Kilometer; die E-Klasse startete über zwei Runden. Die Strecke führte erstmals über Lich und Grünberg. Der Start- und Zielplatz war vor dem Schützenhaus. Zahlreiche Zuschauer fanden sich schon in den frühen Morgenstunden ein, um das Rennen zu verfolgen. Mit der Radsportveranstaltung waren auch zwei Iugendrenncn verbunden. Es ging um die Bannmeisterschaft des Bannes'116 (ein Nennen über 50 Kilometer) und um den „ersten Schritt" über 30 Kilometer. Der Absperrdienst und der Sanitätsdienst Maren ausgezeichnet organisiert. Alle Straßen, die auf die Rennstrecke einmündcten, waren durch Kameraden vom NSKK. besetzt. In kurzen räumlichen Abständen stellten die Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes den Sanitätsdienst. Erfreulicherweise verlief das Rennen ohne jeden ernsteren Unfall. Ausgeglichene Leistnttgen im Hanptrennen. (Darmstadt) gab wegen einem Schoden in derl Schaltung in Grünberg auf. Ohne daß die erste Runde irgendein Ereignis gebracht hätte, wurde die Strecke zum zweitenmal in Angriff genommen. Verschiedentlich fielen Fahrer zurück (Reudenbach, Mäß, Roß), aber sie kamen nach einiger Zeit wieder auf. Vorübergehend lockerte sich bei der zweiten Runde in der Serpentine vor Grünberg das Feld etwas, aber es gab keine Sensation. Die Fahrer bewältigten die Strecke und jede Steigung mit bestechender Technik und fuhren so gleichmäßig, so aufmerksam! aber auch, daß es keiner unternehmen konnte, die Mannschaft überraschen zu wollen. Mundorf (Köln) siel in der zweiten Runde durch Reifenschaden aus. Da sich die Straßen in ausgezeichneter Verfassung befanden, gab es in diesem Rennen durch Rcifen- schäden keine weiteren Ausfälle. Mehr Schwierigkeiten erwuchsen den Fahrern durch die Mchrgang- schaltungen. Die dritte Runde brachte ebenfalls keine Aufregungen. Es wurde ein völlig gleichmäßiges Tempo gehalten. Lediglich Reudenbach fiel vorübergehend zurück, holte aber tapfer wieder auf. Auf der 4. Runde ereilte ihn aber doch das Schick- Tatsächlich ließen gerade diese beiden Mannschaftss teile — sonst die Stärke der Hessen — derartige! Mängel offen, daß sie einfach nicht wiederzuerlen^ nen waren. Der Sturm spielte zusammenhanglos und verlegte sich mehr und mehr auf em unproduk- tives Einzelspiel, das dank der ausgezeichneten Hintermannschaft des Gegners in den meisten Fäl^ len zur Aussichtslosigkeit verdammt war. Es ist müßig, etwas über den Spielverlauf zil sagen, nachdem bereits aus dem Endergebnis dig kläre Ueberlegenheit der Gäste mehr als deutlich hervorgeht. Die wenigen Gegentreffer waren mst ausnahmslos Zufallserfolge, abgesehen von dem schönen Tor, das Jakobi noch in letzter Minute in bekannter Manier anbringen konnte. Wenn uns auch die Hessenmannschaft enttäuscht hat, so müssen wir trotzdem anerkennen, daß es — schon allein auf Grund der vorbildlichen Spielweise der Mittelrheiner — eine schöne Veranstaltung war, die einen noch besseren Besuch verdient gehalü hätte. Denn nicht nur das Hauptspiel, sondern auch das Rahmenprogramm war in Ordnung und vermittelte einen Einblick in die Arbeit des Fachamtes Handball im Kreis VIII. Schöne Erfolge der heimischen Leichtathleten bei den Gaumeisterschasten in Mel. Gießener Schwimmer bei den Gaumeisterschasten erfolgreich E>chach-<8cke Bearbeitet von K., Helling. Unter sehr ungünstigen Bedingungen mußten am Wochenende in Kassel die Leichtathletik-Meisterschaften des Gaues Hessen durchgeführt werden. Stundenlanger Regen hatte die Bahnen aufgeweicht — lediglich die 100-Meter-Bahn befand sich in einigermaßen gutem Zustand — und zwang auch immer wieder zur Unterbrechung der Kämpfe. Die lange Vorarbeit, die die reibungslose Abwicklung der Kämpfe garantieren sollte, mar damit umsonst, und auch die Leistungen litten selbstverständlich stark unter den ungünstigen Witterungsbedingungen. Die Ergebnisse: Männer. 100 Meter: 1. Henkel (Wallau) 10,7; 10000 Meter: 1. Estland (T. Hersfeld) 34:56,8; 150 0 Meter: 1. Kleemann (Tgd. Friedberg) 4:19,1; Hochsprung: 1. Jacobs (CT. Hessen-Preußen Kassel) 1,81 Meter; 40 0 Meter Hürden: 1. Wilhelm (SA.-Kampfspielgem. Kassel) 58:03; H a m- m e r: 1. Storch (Tschft. Fulda) 57,10 Meter; D rei- k amp f: 1. Werder (CT. H.-Pr. Kassel) 1966 P.; 4X100 Meter: 1. ACT. Kassel 44,3; 400 M e - ter: 1. Bott (CT. H.-Pr. Kassel) 51,1; 110 Meter Hürden: 1. Stahlhut (Tv. Heuchel- Sonderlauf: 1. Frauen. Kun st springen, Klasse II: 1. Emmi Witt- hauer (ACT. Kassel) 31,46 Punkte. 100 Meter Rücken: 1. Liesel Dülffer (Kas- des Feldes, legte einen Spurt ein, das Feld folgte, und tatsächlich gelang cs ihm, zu den Ausreißern aufzuschließen. Eichhorst zeigte damit die schönste Leistung des Tages, die. man ihm, der nicht mehr zu den' Jüngsten zählt, kaum zuqetraut hätte. So blieb das Feld, das auf elf Mann zusammcngc- schmolzen war, dicht beieinander, und erst der Endspurt auf den letzten hundert Meter brachte die Entscheidung. Meurer (Tilsit), der, wenn auch nicht unbedingt, doch als aussichtsreichster Wahrer angesehen wurde, gewann mit einer guten Radlänge vor E i ch h o r st (Frankfurt a. M.). Dichtauf und in der Reihenfolge kaum zu übersehen, folgten mit Bruchteilen von Sekunden Abstand die anderen Fahrer. Das Rennen der OKlassc. 27 Mann (aus Darmstadt, Kassel, Frankfurt a. M., Sossenheim, aus Bonn und Gießen) gingen an den Start. Für die Gießener Radfahrcrvereinigung lagen Friedmar Hock, Emil Kraft, E. L. Preis und Fritz Reuschling im Rennenn. Während der ersten Runde blieb das Feld ziemlich geschlossen. Allerdings wurde reichlich gebummelt. Etliche Fahrer, die an den Bergen Schwächen zeigten, fielen dann bei der zweiten Runde bereits zurück. Zwischen Steinbach und Lich begannen sich die Reihen merklich zu lichten. Es bildeten sich drei Gruppen. Hessens Schwimmer traten am Sonntag in Bad Wildungen zu ihren diesjährigen Gaumeisterschasten zusammen. Die vorbildliche Kampfstatte tn der eom derau schuf gute Vorbedingungen. Es gab zum Teil sehr spannende Rennen, die den Nachweis brachten, daß cs auch im hessischen Schwimmsport aufwärts geht Zwar kommt dies in den Ergebnissen noch nicht so stark zum Ausdruck, aber- die Vereine sind mit zielbcwußter und eifriger Arbeit auf dem besten Wege, den Anschluß an die Neichsklasse zu finden. Gr^ebniffe: Männer. 1500 Meter Kraul: 1. E. Weber (Hanau 1912) 27:02,2. _ , K u n st s p r i n g e n : 1. M. Schuler (^V- Gießen) 125,5; 2. H. Brinker (CT./H.-Pr. Kassel) 115,81; Klasse II: H. Kleinke (SD. Gießen) 38f00 Meter Kraul: 1 Robert John (SV. Kurhessen Kassel), 1:07,4; Sonderlauf: 1. H Staub (SV. Kassel) 1:15,4. Klasse II: 1. H. Diefenbach (>vV. • Kurhefsen Kassel) 1:16,3. Klasse III: 1. R. Becker (VfL. 60 Marburg) 1:17,3. 1 0 X 5 0 - Meter Kraul: 1. SV. Kurhessen Kassel 1898 5:56,2. . 200 Meter B r u st: 1. H. Ortwein (nV. ^100 Meter Brust: 1. H. Ludwig (CT./H.-Pr. $2 00 Meter Brust, Klasse III: 1. Fr. Butz (Kasseler SV.) 3:22,4. 4X100 Meter Kraul: 1. Gießener SD. 4:55. 400 Meter Lagenstaffel: 1. SD. Kurhessen Kassel 5:53,2. 100 Meter Rücken:!. Robert John (SB. Kurhesseu Kassel) 1:21,5. Klasse II: 1. R. Becker (VfL. Marburg) 1:30,2. . 400 Meter Kraul: 1. Karl Heinz Hoffmann iSD. Gießen) 5:82,6. Klaffe II. 1 Brehme (SV. Kurhessen Kassel) 6:33. Wasserball: Kasseler SV. — SV. Gießen 4:2 (3:0). 1:35,9. 4X100 Meter B ru Die abgebildete Stellung kam vor in einer Simultanvorstellung zwischen Rellstab (Weiß) und einem Schachfreund aus Meiderich (Schwarz). Weiß konnte durch einige Abtauschwendungen ein gewonnenes Bauernendspiel herbeiführen. Auf welche Weise? Lösung der Schachaufgabe „Ein Ueberfall". Weiß: Kcl, De2, Tdl, Thl, Lg5, Sd5, SH3, Ba2, b2 c2 q2, H2 (12). Schwarz: Ke8, Da5, Ta8, TH8, Lf8, Sd7, Se5, Ba7, b7, c5, d6, f7, g6, H7 (14). Weiß gewinnt. — 1. De2—b5l (Hierdurch wird die schwarze ten Zuge matt. Nie Narrenkappe. Die Sache mit dem Schweinskopf. An einem Wirtshaustisch in Oberbayern sitzt cm Einheimischer. Er ist gerade damit beschäftigt, einen ganzen Schweinskopf zurechtzulegen, um nut dem Vertilgen zu beginnen. Nebenan sitzt ein Berliner, der dem Schauspiel mit wachsendem Erstaunen ZU' sicht. „Aber um Gottes willen", fragt er endlich, „Sie werden doch diesen Schweinskopi nicht allecns essen?" — „Na, na", sagt der gemütliche Bayer, „ich krieg noch Knödel dazu und a Kraut." („Jugend".) Die Notbremse. Ein F.ahrgast der englischen Eisenbahn hatte mit einem anderen um 10 Pfund gewettet, daß er Die Notbremse ziehen würde. Er tat es, zahlte 5 Pfund Strafe und hatte immer noch 5 Pfund verdient. Wenn sich das in England rumspricht ... Der Zauber. Der berühmte Rechtslehrer Windscheid hielt ein juristisches Seminar und einen Fall aus dem prak- tischen Leben greifend —, stellte er folgende Frage an seine Studenten: „Ich gehe in ein Postamt, gehe an den Schalter, hänge meinen Stock an Die Holzleiste vor dem Schalter und übergebe dem Post' beamten eine Postanweisung. Dieser nimmt sic in Empfang, stellt mir eine Quittung aus, ich nehme die Quittung, stecke sie in meine Brieftasche, nehme den vor mir hängenden Schirm und verlasse das Postamt. Was für ein rechtlicher Vorgang hat sich nun hier abgespielt?" Die Studenten überlegten angestrengt. Nur eine meldete sich sofort zum Wort: „Das war ein Zou' berkunststück! Denn Sie, Herr Professor, Haven einen Stock hingehängt und einen Schirm wegge nommen." ... Windscheid, der schlagfertige Antworten neme, meinte: „Zwar scheinen Sie noch nicht viel von o Juristerei zu verstehen, aber jedenfalls laßt -öO™ Aufmerksamkeit immerhin auf spätere Kenntmii« 1 hoffen." 100 Meter Kraul, . Edith Hagemann (VfL. 1860 Marburg) 1.27,8. Meurer (Tilsit) im Schmuck des Siegerkranzes. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Erster Schritt": Klasse I: 1. Alfred Be'llof, Gießen, 2/116, 1:55 Stunden; 2. Otto N"b, kamen Gießen, Spielschar 21/116, l:5o,15 Stunden^ -Kl a s e II: 1. Werner Gießen, Spielfchar 21/116 1'02 Stunden; 2. Karl Klaus Jebens, Spielfchar" 21/116, 1:03 Stunden. Den Wanderpreis der Stadt Gießen sicherte sich die 1. Radfahrer-Abteilung Tilsit durch den Sieg und die guten Plätze in diesem Rennen. Wenn dis Schweinfurter besser abgeschnitten hatten, wäre nt ■ diesem Jahre der Wanderpreis endgültig ani sie_ gegangen. Bei der Preisverteilung, die am Nachmittag im „Burghof" stattfand, wurden die Fahrer mit schönen Ehrenpreisen ausgezeichnet. Dame vom Schutz des Feldes c7 weggelenkt) 1 •••< Da5Xb5 (Auf andere Züge wird die schwarze Dams genommen.) 2. Sd5—c7 matt. Lösung der Schachaufgabe „Angriff und Gegenangriff". Weiß: Kel, Df4, Tdl, Thl, Lfl, Lg5, Sb3, Sc3, Ba2, b2, d5, c2, s3, g2, 1)4 (15). Schwarz: Kg8 Db4, Td8, Tf8, Lf5, Lg7, Sc6, Se4, Ba7, b7, e7,J7, g6, H7 (14). Schwarz gewinnt. — 14. ... Lg7—e5! (Da- mit wird die unsichere weiße Königsstellung ausgenutzt.) 15. Df4—e3. (Es gibt auch sonst keine Rettung.) 15 ... £e5—g3+, und Schwarz setzt tm nach. al. Er stürzte in Reiskirchen. Jedermann bei der Rennleitung war der Ank-1 e Mlchwacht angetrete- MM DStzMKr« «- «"“«> «’S» Meter. h0 ^r gegnerische Sturm zu billigen Erfolgen kommen konnte. Es mag sein, daß sich das unsichere // Spiel der Verteidigung und Läuferreihe aus ihn , - übertrug und daß er dadurch sichtlich verstimmt war. Obwohl sich im Feld der A« und der B-Klasse eine stattliche Anwhl dcr besten Fahrer zusammen- fand, kam kein sonderlich spannendes Rennen zustande. Die Fahrer waren ziemlich gleichwertig. Das ganze Feld bestand aus Technikern, die jeden Ausreißversuch im Keime erstickten. Es gelang während des ganzen Rennens über die 200 Kilometer keinem Fahrer, sich tatsächlich vom Felde zu lösen. So blieb es denn bei nur ganz wenigen Versuchen. Die C-Klasse, die nur mit fünf Fahrern und mit fünf Minuten Vorgabe startete, war rasch eingeholt. Schon auf der „Hohen Straße" zwischen dem Laubacher Kreuz und Grünberg waren sie von der A-Klasse erreicht. Dicht vor Grünbera gab es den ersten Ausfall. Becker (Köln) hatte Reifenschaden. Meurer unternahm bereits bei der ersten Runde einen Ausreißversuch. Er kam nicht weit! Brunner 7:09. . f f 100 Meter Kraul: 1. Margot Sporhase RV. 1889 Schweinfurt. (^-Klasse: Sieger: Julius Elchhorst, RD. 1883 Srantiurt a. M., 2:55,20 Stunben; 2 Hem- ,SUT AS tiÄ ‘»«jf 1 1 MI.k. S«. ««« 1.».»««.!>5“«'«-■ Bechtel, Kassel, Jungbann 3/88, 1:39,00 Stunden. 4. Erwin Wenzel, Aßlar, ^8, 1:39 Stunden; 5. Walter Degen, RV. Gießen, 8/116, l:4^Stnnden, 6. Fritz Spieß, Garbenteich, 8/116, 1:58 stunden. feier SD 1'37 4 \ A- und B - K l a s s e: Sieger: . 200 Mete'r Brust- 1. Ingrid Nittka (Reichs- I. Radf.-Abt. Tilsit, 5:52,30 Stunden; 2. Fntz Cich- (Tuspo 85 Harleshausen) i889 V»meinfurt 5. Karl Blum, I. R idf.-Abt. 100 Meter B r u st für DDM.-Sportbienst- Ludwig'Seufert, RD. 1889 Schweunurt; gruppen: 1. Ursula Müller (CT./H.-Pr. K ss ) |7 Wuvvertal; 8. Christian Schmidt, 7 Willi Müller, Wuppertal; 8. Christian Schmidt, r. 1 SD 98lRD. 1889 Schweinfurt; 9.. Henrich Landsberg, st. 1. Kasseler SD. Staubwolke" Köln; 10. Fritz Schellhorn, 8 b 8 7 6 5 4 3 2 1 b e f g____h — « o o ab c b e f g h 7 8 6 5 4 8 2 1 8 7 6 6 4 3 2 1 a b c b e f g h a b c b e f g b M i I ■