- W - Samstag, 25./$onntag,26. November 1939 Ur. 277 Erstes Blatt 189. Jahrgang Monalr-Vezugspretr: werke verwendet wurden. Unter den Ueberresten im -eber drängten, ein neuer Versuch mußte gewartet werden. Alle Fehlermöglichkeiten des Hirsch wurden jetzt bedacht, um sie in Zukunft zu vermei- >! kn, und der Agent suchte sich unter seinen Werkzeugen die geschicktesten Halunken, gemeine Verbrecher aus, und nach eingehenden langen Englands ioooo-ro»nen-8rwzer"SeIfast"lokpediert wenn es der Stand des polizeilichen Gesamtermitt- lungsversahrens zuläß^ tion. imstagnüfr « gl) 56 chafe M iert - ?L Lrlchemi täg Md), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familien blätter Heimat >m Bild Die Scholle 9er intelligente Service am Pranger. hang mit dem Attentat. Endlich am 14. November nach Gegenüberstellung mil jenen Angestell- ten des Vürgerbräukellers, die ihn tatsächl ch lm August gesehen hatten, und nach Vorhalt der Tatsache, daß er bereits im Frühjahr 1939 sich um die Stelle des da- maligen Hausburschen des Bürger- braukeIlers beworben habe, diesem sogar 50 Mark für Abtretung dieser Stelle bot, brach Georg Elser angesichts des von einzelnen Nummern infolg* höherer Gewalt 8enrjprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Krontturl am Main 11686 Sprengschütt befanden sich außerdem Splitter ohne Zweifel mit Sprengmunition gefüllter eisenrohrähnlicher Behälter. Niederschläge in einzelnen ».15 bh Ü 126,13 ubervie, (101,90). erän^rt, f 100,65 Wie gestern schon in einem Teil unserer Auslage kurz gemeldet, hat abermals ein deutsches U-Boot, diesmal m i t t e n im Firth of Forth, einen der modernsten britischen Kreuzer, die „B e l f a st - torpediert. Nachdem der deutsche U-Bootfuhrer Pnen in die Bucht von Scapa Flow eingedrungen war und das britische Schlachtschiff „Royal O a k", die „Königseiche" versenkt sowie den modernsten englischen Schlachtkreuzer „R e p u l s e" kampfunfähig gemacht hatte, ist zum zweiten Mal em deutsches U-Boot in einen Kriegshafen der Home Fleet gelangt. Die Meeresbucht des Firth of Forth ist eine geradezu ideale Kriegshafenanlage. Sie trennt Schottland von England und ist schwer befestigt. Die Engländer konnten sich dort so weit sicher suhlen, bis ihnen die Bombardements durch deutsche Flugzeuge bewiesen, daß des Führers Wort "England ist keine Insel mehr tatsächlich nicht in den Wind gesprochen war. Dor den deutschen Seekriegswaffen brach der bisherige Schutzwall der britischen Unantastbarkeit zusammen. Wohl bemerkt, nicht vor dem Hafen von Firth os Forth, sondern inmitten seiner Sicherung s a n l a g e n hat ein deutsches U-Boot den Kreuzer „Belfast" zu den Fischen geschickt. Dieser schwere Schlag ist ein Beweis dafür, daß es gegen den Heldenmut, die Todesverachtung und die Vaterlandsliebe, die unsere tapferen U-Bootleute beseelen, keine britischen Sickerungen mehr gibt. „ Die „New York Times" hatte die „vertrauliche Meldung vom Verlust dieses Kreuzers veröffentlicht. Das deutsche U-Boot sei, so sagte die amerikanische Zeitung, nach der Torpedierung entkommen Getreu der Gepflogenheit des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht, nur Mitteilungen zu veröffentlichen, die von deutscher Seite aus vorliegen, hatten wir gewartet, bis das deutsche U-Boot nach Verlassen des Gefahrengebietes den Funkverkehr wieder auf1 nehmen konnte, was natürlich einige Zett m Anspruch nahm. Jetzt hat es Meldung erstattet und die Information des Neuyorker Blattes bestätigt. Diese Tatsache liefert einen weiteren Beweis für die Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit, mit der die täglichen deutschen Wehrmachtsberichte abgefaßt werden, die ich von den verlogenen Mitteilungen Englands Annahme oon Anzeige» toi die Mittagsnummer bis8'/.Uhr des Vormittags Grundprette für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Brette 7 Nps.. für Textanzeigen von 70mm Breite 50Rpf..Platzvorschrift nach oorb Vereindg 25°/, mehr. Crmäfttgte Grundprette: Stellen-, Vereins», gern em* nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u. behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Berlin, 24. Nov. (DNB.) Wir berichteten vorgestern von dem gemeinen Attentatsvor- naben Strassers. Als jede innere Agitations- jiafis im Reich zusammengebrochen war, der Hetz- snder zerstört, die Auftraggeber „Ware" für ihr 0 Mli-h [offen. N ler ... fr Heren, No? immer M' di nun M t nach ige, Mi» -ite des» i und W MoJ Ä en R Mil ^lheitz - Oege» »ilt »tt. M 'M Nr. ? «'8H n„ «'S» n. gewesen. Elser selbst hat nach langem Leugnen dann den Zeweis erbracht, daß der britische Geheimdienst wahrhaftig kaum ein geeigneteres Subjekt sind en tonnte, dieses schändliche Verbrechen von langer Hand mit allen Mitteln eines teuflichen Raffine- -tents durchzuführen. Am Abend des 8. November Uplodierte im Münchener Bürgerbräukeller dann sne Höllenmaschine, die nach langem teuflischen Vlan das deutsche Volk mitten ins Herz treffen □Ute. Um 21.43 Uhr erfolgte bereits von der Ber- uiner Zentrale aus die hüchste Alarmierung 1 er gesamten Polizei, automatisch waren Iiamit gleichzeitig alle Grenzen des Reiches ver- chlossen, die offenen Grenzabschnitte unter beson- krs verschärfte Bewachung gestellt. In der gleichen Nacht noch wurde auf Befehl des Reichsführers 77 fine Sonderkommission an den Tatort nach Münzen entsandt, in Berlin bildete sich unter Leitung kg Chefs der Sicherheitspolizei und des SD. eine Zentralstelle, die nach Sichtung aller Fäden aus km ganzen Reichsgebiet für die Ueberleitung des wesentlichen Materials nach München Sorge trug. M der Nacht zum 9. November wurden an den Stengen, abgesehen von vielen eingehenden Ueber- ?rüfungen, über 12 0 Fe st nah men durchge- Ährt! Bei einer dieser angeorbneten Maßnahmen -m Bezirk des Zollkommissariats Konstanz beobach- sten die Zollassistenten Rieger und Z i p p e r e r auf polizeilichem Grenzstreifendienst im sogenann- sn Wessenberggarten, der zwischen den Grenzübergangsstellen Kreuzlingertor und Emmishofertor :egt, einen Mann, der sich in etwa 15 Meter Ent- srnung vom Schweizer Grenzzaun bewegte. Der Unbekannte wurde angehalten und befragt, wohin w wollte. Er gab an, * daß er einen gewissen Feichtlhuber vom Trachtenverein Konstanz ache, welchem Verein er früher auch angehört habe. 2er Grenzbeamte forderte den Unbekannten aur, gm zur Wache zu folgen. Dort wies er sich vor ünem Kriminalbeamten mit einer Grenzkarte, die -uf ein häufiges Wechseln über die Schweizer Arenze hindeutete, als Georg Elser aus. Aus Grund der Grohfahndungsaktton der deutschen Polizei wurde eine sofortige körperliche Durchsuchung Elsers vorgenommen. Es fanden sich bei Elser versteckt insgesamt 15 einzelne Dokumente mit A u s z e 1 ch - chweres Geld verlangten, da quittierte bereits im Zähre 1936 der Zuhälter Strasser jene Summen itt den Vorbereitungen seines ersten Attentatsver- irches gegen Führer und Volk. Wir wissen, daß und Darum es mißlang. Agent Strasser steckte den Wie der Attentäter Elser überführt wurde. Weitere Einzelheiten zur Aufklärung des Gprengstoffanschlags im „Bürgerbräukeller" nungen von verschiedenen 211 uni- tionsdepots, Lage- und Einrichtungen von Rüstungsbetrieben sowie genaue Angaben über Munitionslieferungen, dazu Teile von komplizierten Gefchohzündern sowie schließlich eine Karte des vürgerbräukellers in München. Georg Elfer, zunächst nur einer von ca. 120 verhafteten an den deutschen Reichsgrenzen, wurde sofort nach einer über durch Blihsunk gegebenen Weisung des Reichssicherheitshauptamtes am 9. November der Sonderkommiffion in München zugeführt. Inzwischen hatte die Sonderkommission in München bereits ihre Arbeit aufgenommen. Erfahrene Fachleute hatten bereits durch Berechnungen des Trägerbruches und genaueste Untersuchungen der Sprengwirkung feststellen können, daß sich ganz ohne Zweifel in jenemPseiler, vor dem der Führer gesprochen hatte, eine Sprengladung befand, von der es feststand, daß ihre Anbringung eine lange oorbe? rtitenbe Arbeitszeit erfordert hatte. Es ergab sich hier bereits schon eine Uebereinftimmung der ersten Vernehmungen der Angestellten des Bürgerbräukellers und der Sonderkommission. Mehrere Personen bekundeten übereinstimmend, in letzter Zeit eine verdächtige Erscheinung bemerkt zu haben. Die Sonderkommission konnte aus der Sprengwirkung und -ricktung sehr bald vermuten, daß wahrscheinlich von der Galerie aus in den betreffenden Pfeiler hinein die Sprengkammer vorgetrieben sein mußte. Die weitere Annahme, daß es sich um eine Höllenmaschine mit mechanischem Zeitzünder handeln mußte, wurde schon am Mittag des 9. November nach der ersten genauen Durchsuchung des Sprengschuttes durch das Auffinden wesentlicher Einzelteile bestätigt. Hier und bei weiterer eingehendster Nachprüfung wurden Bruchstücke von Pendeluhrwerken sowie Eisensprengsplitter gefunden, die später nach weiteren Funden und nach Zusammenfetzen einzelner Teile ergaben, daß bei der Höllenmaschine ein Zeitzünder verwendet worden war, zu dem zwei ganz besondere Präzisionsuhr- W®önj; L, LiW :r Nicki«-, oe, Lanz' 1 an Mn, lhelm An- : I., Lanz- ch Mülln, ins; hi Ions; M ang-Gim iber, Lau- - i; Willch ber); Otto er-OMri (2Ner). Im Ludch g-Göns. Leiter to , eröffnet chl bei bei i. Die Drr- die M Interrebungen, auf Grund deren dann die Zahlungen prompt weitergingen, wurden diese beiden knn mit klarem Auftrag Strassers, den Führer zu treffen, auf heimlichen Wegen ins Reich g e - ch i ck t. Nach mehreren vergeblichen Attentatsver- kchen wurden die beiden Verbrecher dann am H. Mai 1938 gefaßt und nach eingehenden Un- tsrsuchungen vom Volksgerichtshof vor kurzer Zeit um Tode verurteilt. Das Mißlingen dieser neuerlichen Anschlagsver- md)e brachte dem Agenten Straffer von feiten seiner Geldgeber und Auftraggeber erhebliche Schwie- ingkeiten. Inzwischen war auch sein Beschützer Be- ^esch verschwunden. Jetzt wollte man endlich !rie so lange versprochenen Taten sehen, insbesondere t-a die politischen Ereignisse immer mehr ein solches gelungene Attentat als günstigen Ausweg in der großen Politik wünschenswert machten. Im Mai .'938 waren die beiden letzten Handlanger D ö p - ! i n g und Kremin gefaßt worden und schon bald danach hatte Otto Strasser über Mittelsmänner das Werkzeug gefunden, das ihm geeignet erschien, die Wahrscheinlichkeit des Gelingens zu dem letzten Maß des Möglichen zu bringen. Wir wissen heute, !»aß Strasser und seine Helfershelfer bei Beginn der Qorbereitungen zu diesem dritten Mordversuch wie- krum davon ausgingen, alle Fehlerquellen der ; mißlungenen vorherigen Attentate zu verstopfen. Hatte man schon bei diesen beiden vorherigen Versuchen den kreis von der Sprengstoffbe- jchaffung über die Konstruktion der Höllenmaschinen, Transport, Aufbewahrung und ausführende Organe klein und kleiner gehalten, so erschien nun die größte Sicherheit des Unternehmens darin gewährleistet, wenn möglichst ein Mann die Vorbereitung und Durchführung innerhalb der Reichsgrenzen in die Hand nähme, abgesehen von der planenden und materiellen Vorbereitung der emigrierten Mittels- männer des britischen Geheimdienstes. Hätte nicht ein gütiges Geschick mit stärkerer Hand eingegriffen, so wäre dieser Weg dem Mörder und seinen teuflischen Hintermännern günstig Die Kriegshetzer in London haben offenbar selbst von vornherein wenig Zutrauen zu sich gehabt, den Krieg gegen das nationalsozialistische Deutschland, den sie heimtückisch vom Zaun gebrochen hatten, mit ehrlichen Watten durchzukämpfen. Dafür hatte man die Franzosen engagiert und andere I erdrückenden Veweismaterials zusammen. Dem ersten Geständnis am 14. November folgte am 15. November ein umfassendes schriftliches Geständnis, das am 16. und 17. November dv^ch maßgerechte Skizzen der gesprengten Säulen und der Sprengkammer und der Maschinerie, und den seuilletonistisch aufgeputzten Berichten die die Zeit,ündung zur Auslösung brachte, er- Frankreichs durck ihre Kürze, iyre loldatische Pra- ganz! wurde. gnanz und die Schlagkraft der mitgeteilten Ereig- In allen Einzelheiten und Phasen wurde durch nifse vorteilhaft abheben. die Untersuchung und das Geständnis des Der» Die „Belfast" ist erst kürzlich in Dienst gestellt brechers ein Plan enthüllt, der so teuflisch überlegt, worden und gehörte zu den größten Kreuzern, zur so fanattsch zäh durchgeführt wurde, daß nur die Städte-Klasse Bei Kriegsausbruch waren bereits gütige Fügung ihr Einhalt zu bieten vermochte, von dieser Klasse in Dienst die „Manchester" und Das war das brauchbarste Werkzeug die „Liverpool", die „Edinburgh" und die jetzt ge- j e n e s Verbrechers in der sicheren, schützen- troffene „Belfast". Diese 10 000-Tonnen-Schiffe sind den Schweiz, geschickt und gehorsam genug, alles öie schnellsten und am modernsten bestückten Kreuzer wie befohlen durchzuführen, alle jene Fehler zu Englands. Sie laufen 32,5 Knoten die Stunde, über- vermeiden, die die anderen Versuche scheitern lie- treffen also alle anderen englischen Kriegsschiffe an ßen. Dieser Georg Elser hatte die Nerven, durch- Geschwindigkeit und sollen angeblich mit einem tot- zuhalten: Das mar die letzte Trurnvfkarte im Spiel sicheren Torpedoschutz versehen sein. Ihre Bewaff- mit den drängenden Gläubigem. Wenn aber dieses nung macht sie zu einem wirkungsvollen Kampf- Schurkenspiel gelungen war, wie konnte man vermittel im modernen Seekrieg. Die Bestückung be- hindern, daß Elser nach Deutschland wegen gemein» steht aus zwölf 15,2- und vier 4,7-am-Geschützen. sten Mordes ausgeliefert wurde? Auch daran Zur Fliegerabwehr verfügt die „Belfast" über zwölf batte der Hintermann gedacht. Für diesen Fall hatte 10,2- und sechzehn 4-om-Flugabwehrkanonen. Fer- Elser jenes landesverräterische Mate ° ner ist sie mit acht Torpedo.usschii^.robren ausge- rial bei sich, das der Auftraggeber leicht über rüstet und hat vier Flugzeuge an Bord, die mit feine^guten Verbindungen besorgte. Das hätte dann, einer Schleuderanlage gestartet werden. Die Be- so hat man Elser gesagt, ihn vor den fremden satzung betrug 700 Mann. Behörden gesichert. Er habe, so gesteht er ein, die- Unb einer dieser britischen Kreuzer, die „Belfast", fes Material notfalls ben Schweizer Be - ist jetzt kampfunfähig gemacht worben. Der h ö r d e n ü b e r g e b e n wollen, damit er dann aus Marineminister Winston Churchill hat es noch nicht keinen Fall an Deutschland ausgeliefert würde, gewagt, diesen neuesten Schlag gegen die englische Das ist das Werkzeug, ein Mörder, der wohl ohne Flotte bekanntzugeben. Er hat immer prahlerisch ver- Zweifel den traurigen Ruhm für sich in Anspruch sichert, die Meere seien von ben beutschen U-Booten nehmen kann, besonderer Spezialist seines Faches rein gefegt, und erlebt wieder einmal, daß seine zu sein. Lehrherr aber ist jener grenzenlose Ver- Worte wahr sind wie seine sonstigen Churchilliaden. brecher im Hintergrund, ber seinen Gesellen in der „Wir sinb", jammerte Churchill nach ber Versenkung Schweiz erwartete und schleunigst bann das Weite der „Royal Oak", „einer Angriffsform ausgesetzt, die suchte, zurück zur Firma — nach London! man mit Recht als abscheulich bezeichnen kann. Wir Soweit der Untersuchungsbefund, der die Per- oerteibigen uns jeboch in erfolgreicher Weise ba« Hon des Täters betrifft und der veröffentlicht gegen". Die Verteidigung gegen U-Bovte ist so er- werden kann, ohne den Gang der weiteren Ermitt» folgreich, wie es das Beispiel der Torpedierung der hingen zu gefährden. Die weiteren Untersuchungen „Belfast" zeigt, und daß die Verluste für England führten bekanntlich zur Ermittlung der Hin- 'abscheulich sind, glauben wir ohne weiteres. Der termänner und Auftraggeber des Der- Kriegshetzer Churchill und feine ganze Clique aber brechens. Die Veröffentlichung der genauen Er geb- sollen weiter erleben, wie die Schläge unsrer U-Boot- nisse dieser Untersuchungen wird begreiflicherweise Leute, unserer Flieger und Seesoldaten den britischen erst der Oeffentlichkeit unterbreitet werden können, Seeräuberstaat zum Verenden bringen. E. S. 1 notneilnften Kelamternntt- eitfeld f* ioU unb noi taten LlB ! zS n einer > -ftens bw. Seite: Geschiße? hurt SI yw Mil 4 Beilagen RM. l.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen ?) 41A '15 40,501 b) 4 ' (30 bis l\ qn □Uium cs miQiuiiy. **yciw. w*.iu||ci ptuit vcn i) 20 bisl Hudaslohn ein, ber Jude Hirsch verlor seinen Kopf b) 55 .abei. Der erste Morbplan war mißlungen. Diel- sicht war der Ji?de ungeschickt gewesen? Vielleicht 0 (49 bip öurbe ihm ein Zufall zum Verderben, die ®elä= 13 42 (31 • " • ~ ' 2), b) 35 bis 32). 56 (56), Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlschr UniverfilStsdruckerei «.Lange In Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrotze 7 Spre^teilen wurden Lch UntersÄung Ms-°ölker v°r-,eh°rdi- fteUick> -u- den Er. als Rückstände eines besonderen Sprengstoffes fest- Nahrungen etwas ge b ,s s«SSüMlÄ i: S ä« «" :'ä” »ÄÄRr® Ättfrfg öä.2 wendeten Uhrwerke aussindig zu machen. herEzuhMen ^und ^gr,f-n Die Personenbeschr-lbung der verdächtigen Wieqfatu„. (cit d-n Tagen der Königin Elisabeth Meinung, die sich mehrfach schon im Burgerbrau- . Waffen der Wirtfchaftsblackade und der kcller herumgetrieben hatte, gab bereits erste An- Liioenpropaganda. Die Hoffnung, mit diesen oft Haltspunkte, die Person des an der Schweizer ^vprobten und bewährten Methoden das national3 Grenze verhafteten Georg Elser m den enge- e ialistische Deutschland iy wenigen Wochen klein ren Verdachtskreis hinemzustellen. Wie bet ledern 'u trißQen roar anscheinend genährt worden durch Verhafteten hatten auch bei ihm bereits eingehende föri9d)ten Berichte von Emigranten und Spitzeln, Feststellungen im persönlichen Lebenskreis dazu ge- ihren Londoner Auftraggebern die lächerliche führt, daß sich die ersten Verdachtsmomente ständig Auffassung suggerierten, als ob Englands Kriegsund immer stärker verdichteten. Nachdem die Ermitt- xrklärunq und die Drohung mit einem neuen J'Ä'I Hungerkrieg schon genügen würde, um das neue Bedarfes bei seiner Schwester m Stuttgart hinter- Deutschland auseinanderbrechen zu lassen. Die tollen legt waren, wurde durch eine^dort sofort vorgenom- Früchte von Revolution und Verschwörungen, mene Haussuchung " ll e r s ch w e r st e s e 1 a 5 hß^eitigung bestimmter Persönlichkeiten, bei deren stungsmaterial gefunden. Auswahl man großzügig auch auf längst 23er- 3n einer Georg Elser gehörenden Werkzeugkiste ftorbene zurückgriff, und ernsthaften Gegensätzen in sanden sich neben vollständigen Uhrwerken verschiedene Uhrenleile, die teilweise sogar begründete er damit, er habe sich der Unteridentisch mit den Funden im Spreng- haltspflicht für ein außereheliches Kind entziehen schult des Vürgerbräukellers waren. Außerdem wollen. Den geheimnisvollen Zweck feines Dieb» enthielt diese sogenannte Werkzeugkiste Werk- monatigen Aufenthalts in München ohne Arbeits- zeuge darunter Meißel und Vohrer, an denen stelle erklärte er damit, er habe dort einen Kursus Mörtelüberreste scstzustellen waren. Die absolvieren wollen, um sich bann im Ausland als Untersuchung dieser Morlelspuren e».gab ein fßners habe er von der Grenze aus seinem Vater völlige Uebereinstimmung mit dem ^m Abschied schicken wollen. Tatortmaterial. Inzwischen hatte die festgestellte Lieferungsfirma Und dennoch leugnete Gevrg Elser hartnäckig, in der Korkisolierung eine Personalbeschreibung des irgendeinem Zusammenhang mit der Tat zu stehen. Käufers dieser Platte abgegeben, die sich genaue- Den Versuch heimlich über die Grenze zu entkom- stens mit dem Erscheinungsbild des immer mehr ver- __________ __________ dächtigen Elsers deckte. Und dennoch leugnete er weiter, leugnete nach den beiden ersten Verhören am 10. und 11. auch noch am 12. November und bestritt gleichmäßig und hartnäckig jeden Zusammen- der Reichsführung, all dies irrsinnige Geschwätz, mit dem die britischen Zeitungen ihre Spalten füllten und bei ihren Lesern die Meinung auskommen ließen, als ob Deutschland vor einem Zusammenbruch ähnlich dem des November 1918 stände, war nicht nur Stimmungsmache zum innerpolitischen Hausgebrauch, auch nicht nur zur Täuschung der Neutralen und Verwirrung des deutschen Volkes in die Welt gesetzt worden, sondern die leitenden Männer in London glaubten ganz offensichtlich selbst an diesen Unsinn, der ihnen von Emigranten und ihren bezahlten Subjekten eingeredet worden war und ihnen so lieblich in den Ohren geklungen hatte. Mit der Entlarvung des Urhebers und der Anstifter des fluchwürdigen Verbrechens von München ist diese schillernde Seifenblase zerplatzt. Man wird in London begreifen müssen, daß man sich durch die Wichtigtuerei eines notorischen Lumpen wie Otto Strasser und seiner Spießgesellen ebenso hat täuschen lassen, wie durch die famosen Berichte der eigenen Spionageorgane und zudem sieht man sich durch die Festnahme zweier Säulen des Intelligence Service, die der deutschen Geheimpolizei ins Garn gegangen sind, vor aller Welt unsterblich blamiert. Die deutsche Polizei hat ganze Arbeu geleistet. Es ist ihr durch minuziöse Untersuchung der Münchener Höllenmaschine nicht nur gelungen, die Vorbereitung des scheußlichen Verbrechens zu rekonstruieren, sondern auch durch schnellen Zugriff an der Grenze das elende Subjekt festzunehmen, das zur Ausführuna dieser gemeinen Mordtat gedungen war. Sein Geständnis hat im einzelnen bestätigt, daß Otto Strasser der Urheber des Attentats war, ein moralischer Lump, der vom Politiker zum Intriganten, Verschwörer und Landesverräter herabsank und in seiner Verkommenheit nicht vor den gemeinsten Untaten zurückschreckte, um sein maßloses Geltungsbedürfnis und seinen ohnmäck- tigen Haß gegen das nationalsozialistische Deutschland und seinen Führer au befriedigen. Seit seiner Flucht aus Deutschland hat er nichts anderes getrieben, als gegen das Reich zu Hetzen, wo auch immer er nur glauben konnte, daß der Boden für seine Wühlarbeit günstig sein mochte. Daß er in Benesch und Konsorten bereitwillige Geldgeber und Förderer seiner dunklen Pläne fand, war selbstverständlich. Selbst feige im Hintergrund sich haltend, hat er immer wieder seine Komplizen über Hie Grenzen geschickt, um Mordanschläge auf das Leben des Führers vorzubereiten. Durch die Wachsamkeit der Polizei konnten sie stets vereitelt werden. Aber Otto Strasser gcrb keine Ruhe. Als das Benesch-Regime verschwand, fand er einen neuen Freund in dem brittschen Intelligence Service, für den eine Derbrechernatur wie Strasser gerade der rechte Mann war. Seiner Gesinnungslosigkeit konnte man auch das abscheulichste Verbrechen aumuten, >er wurde ein willfähriges Werkzeug der brittschen Mörderzentrale. Aber der deutschen Geheimpolizei ist es nicht nur gelungen, diese Fäden aufzudecken, die von dem Münchener Attentäter zu seinen Auftraggebern und Geldgebern in London liefen, sondern es war ihr auch geglückt, mit hervorragenden Agenten des Intelligence Service, der Abteilung des brittschen Secret Service, die für die Arbeit im Ausland be- sttmmt ist, in Verbindung au kommen und diese Leuchten der politischen Geheimwissenschaft so zu düpieren, daß sie Den deutschen Beamten, die sich chnen als Dertteter einer gegen den National- sozialismus wühlenden Opposittonsgruppe ausge- geben hatten, sogar ein Funkgerät ausgehänlngt haben, mit dessen Hilfe diese mit Organen des Intelligence Service in Unterhaltung traten. Schließlich gelang es sogar, die in Holland stationierten Agenten Des Intelligence Service über die Grenze zu locken und festaunehmen. Welch wertvollen Fang damit die deutsche Polizei gemacht hat, hat sich bereits aus den inzwischen veröffentlichten Aussagen des Captains Stevens ergeben. Der Intelligence Service ist durch diese Geständnisse eines seiner eigenen Agenten als eine weitverzweigte Sabotageorganisation entlarvt worden, die bereits im Jahre 1938 auf deutschen, italienischen und japanischen Schisfen eine Reihe von schweren Explosionen und Bränden verursacht hat. Sämtliche Anschläge waren mit Hilfe von Höllenmaschinen mit Zeitzündern verübt worden, deren am Tatort aufgefundene Teile die gleiche Konstruktion und Anlage zeigten, es waren auch immer die gleichen Metallhülsen verwandt worden. Der deutschen Polizei war es schon damals gelungen, auf ähnliche Weise wie heute Einblick in die Arbeit des Intelligence Service zu erhalten. Die Aussagen des Cap- tain Stevens haben nun bestätigt, daß der als Urheber dieser Verbrechen der deutschen Polizei be- kannte Emigrant Poetzsch der Leiter einer besonderen Sabotageabteiluna des britischen Intelligence Service gewesen ist. Er war in einem neutralen Land verhaftet worden, und man hatte bei ihm höchst belastende Skizzen gefunden. Trotzdem war es eben dem Captain Stevens gelungen, ihn freizubekommen. Freilich hat den Verbrecher dann doch noch fein Schicksal erwischt. Er verbüßt soeben in Dänemark eine Gefängnisstrafe für Spionage, die er bezeichnenderweise in englischem Auftrag getrieben hatte. So hat die deutsche Geheime Staatspolizei in lückenloser Beweisführung den brittschen Intelligence Service als das demaskiert, was er in Wahrheit ist, wenn man chn der falschen Romantik entkleidet, mit der ihn die Briten aus höchst durchsichtigen Gründen umgeben hatten, als eine skrupellose Derbrecherorganisation, die kein Mittel scheut, wenn Ite glaubt, damit ihr Ziel au erreichen, Unruhe und Infrieden in der Welt zu säen, denn sie allem sind die Säulen der britischen Weltherrschaft. Jeder moderne Staat hat seine Geheimpolizei und seine Organe zur Abwehr ausländischer Spionage, aber be- zeicknenderweise gibt es unter den großen Kulturnationen der Erde nur eine einzige, die von Amts wegen eine mit staatlichen Mitteln aufgezogene und mit außerordentlichen Vollmachten ausgestattete Organisation unterhält, deren einzige Aufgabe die Durchführung politischer Verbrechen ist. Und es ist nicht weniger lehrreich, zu wissen, daß diese Nation flerabe England ist, jenes selbe England, das in seinem politischen Sprachgebrauch zu Propagandazwecken die Worte „fairness“ und „gentleman“ stets ganz oben anstellt und in seiner verlogenen «lei, aber im Brustton der Ueberzeugung sich orkämpfer der Humanität und Gerechtigkeit hinzustellen beliebt. Aber wie die Geschichte kaum eines anderen großen Volkes so mit Blut geschrieben worden ist, wie die des englischen, so wurde auch die moderne britische Weltherrschaft errichtet und befeftipt mit Hilfe von "Mord und hinterlistiger Gewalt. Sie organisierte der Intelligence Service, dem ungeheure Geldmittel zur Verfügung standen, um überall Verbindungen anzuknüpfen und Mittelsmänner zu unterhalten, die das Geld rücksichtslos springen lassen konnten, wenn es galt, sich Einfluß in der ausländischen Presse zu verschaffen, den Weg zu führenden ausländischen Politikern zu offen über Buenos Aires Von unserem hs.-Korrespondenien. Buenos Aires, im November. Seit Tagen sieht man, wenn man zum Fenster hinaus auf die Straßen blickt, das gleiche Bild: Ein grauer Himmel hängt über der Stadt, fast wehmütig ragen die seltsam geformten Schornsteine der meist im Stil französischer Stadthäuser gebauten Dächer in diesen Himmel, — und es regnet. Es regnet fein, nieselnd, Nicht tropenhaft und rauschend, wie wir das sonst in dieser Stadt gewöhnt sind. Es regnet fein, unablässig, es ist ein dünner, grauer, hoffnungslos bis aus die Haut durchdringender unaufhörlicher Regen, der grau ist wie der Himmel, grau wie das Wetter, grau wie diese ©tobt und grau wie die Stimmung ... Grau wie die Stadt und $ r a u w i e die Stimmung. Es ist alles verändert, die lebens- ftohe, durch und durch optimistische Stadt am La Plata scheint etwas von ihrer Lebensfreude und ihrem Optimismus ein gebüßt zu haben. An den Regen ist man gewöhnt, und es ist nicht deswegen, daß die Hafenarbeiter mißmutig in den Kneipen umhevsitzen und die Kais wie ausge st orben sind. Es ist wenig zu tun im Hafen, seitdem die großen Dampfer und die Frachtschiffe aus Europa nicht mehr regelmäßig ankommen und abfahren. Die deutschen und auch die französischen Schiffe sind so gut wie ganz weggeblieben, — es gibt wohl einige kleine Deutsche Frachtdampfer und Tramper hier, aber sie dürften vorläufig nicht mehr ausfahren, sondern müssen, nachdem sie sich in den sicheren Schutz des neutralen Hafens begehen haben, auf der Reede draußen den Kriegsverlauf abwarten. Auch englische Schiffe nähern sich nur mit Anzeichen äußerster Vorsicht den südamerikanischen Küsten: Sieht man sich die wenigen englischen Fracht- und Passagierdampfer an, die heutzutage in den Hafen von Buenos Aires einlaufen, so stellt man fest, daß mit ihrem Aeußeren wichtige Veränderungen vor sich gegangen sind. Manche haben einen Schornstein mehr als früher oder einen Mast weniger, die Bullaugen sind meist dunkel bemalt, vielfach hat auch das ganze Schiff einsn anderen Anstrich erhalten. Dennoch, so berichten die Passagiere, durfte während der Fahrt, die über eine andere als die gewohnte Route führte, kein Licht angezündet werden, auch abends nicht. Die Ueberfahrt war, da große Umwege gemacht und auch afrikanische Häsen angelaufen wurden, erheblich länger als sonst und entsprechend unangenehm. Man ist froh, daß man von Bord gehen kann und „daheim" ist ... Es ist wenig zu tun im Hafen, und es ist wenig zu tun auch außerhalb des Hafens. Noch ist alles, was man über große Geschäfte und Möglichkeiten hört, nichts mehr als Zukunftsmusik. Die Engländer wollen in diesem Jahre 200 000 Tonnen Gefrierfleisch mehr als sonst kaufen, heißt es, und geheimnisvoll munkelt man davon, daß die gesamte Weizenernte bereits verkauft sei. Aber diese großartigen Verkäufe sind noch nicht abgeschlossen worden, und noch weiß man nickt, mit welchen Schiffen diese Waren befördert werden sollen, selbst wenn die Verkäufe bereits Wirklichkeit wären. Der Absatz der argenttnischen Produkte ft o ck t, wenigstens vorübergehend, und auch «die Belieferung des Landes mit Importwaren läßt zu wünschen übrig. Jetzt erst spürt man, in welchem Maße dieses Land Europa zugewandt und mit Europa wirtschaftlich und finanziell verbunden war und ist. Jetzt erst wird deutlich, wieviele Dinge biefes Land aus Eurova, und namentlich aus den drei jetzt in Europa Krieg führenden Ländern bezogen hat. Man braucht nur in irgendeinen Laden zu gehen und irgendeinen Arttkel zu verlangen, sei es einen Kleiderstoff, ein« bestimmte Sorte von Knöpfen, eine Rasierklinge, eine Schallplatte, eine Schreibmaschine, eine Sorte Schreib- oder Luftpostpapier, — immer erhält man die Antwort: „Nicht mehr vorrätig, — wir bezogen das aus Deutschland — oder England — oder Frankreich ... Wir wissen nicht, wann wir es wieder bekommen. Wir versuchen, es In Italien ober In 9lorf>amerffa zu erstellen ..." Es ist klar, daß die Situation im Jmporthandel zuweilen ausgenutzt wird. Man weih bestimmt, daß Die meisten Importeure ihre Ware z u r ü ck h a l. te n, denn es ist ganz ausgeschlossen, daß der recht stattliche Warenvorrat in den Geschäften innerhalb weniger Wochen ausverkauft worden ist. Viele Hal- ten ihre Waren zurück, weil sie erst einmal abwarten wollen, wie sich d i e P r e i s e gestalten, vielleickt auch, weil sie wirklich fürchten, ihren Vorrat nicht mehr oder jedenfalls nur noch zu erheblich höheren Preisen ergänzen zu können. Denn sicher wird alles, was eingeführt werden muß, teurer werden, weil die Frachten, die Frachtversicherungen und wahrscheinlich auch die Preise in den Erzeuger- ländern selbst teurer werden. Es ist zwar von Staats wegen verboten, Waren beiseitezuschaffen und aufzustapeln, ebenso wie es verboten ist, Waren teurer, als zum amtlich festgesetzten Höchstpreis zu verkaufen. Aber es ist in diesem Lande nicht weni- ger schwer, einem Kaufmann nachzuweisen, daß er Waren „beiseitegeschafft" habe, als das anderswo der Fall ist, und außerdem werden die Höchstpreise erst langsam und sehr allmählich festgesetzt, obwohl sich eine ganze Kommission damit beschäftigt. Es gibt Tausende von Waren, aber bisher noch keine hundert Höchstpreise. Es ist nämlich auch gar nicht leicht, Höchstpreise festausetzen, namentlich nicht für Staatsbeamte, die sich bisher mit ganz anderen Dingen beschäftigt haben und sich bei ihrem neuen Amt von Kaufleuten und Fabrikanten, als „Fachleuten", beraten lassen müssen, also gerade von denen, die sie mit ihren Höchstpreisen doch eigentlich kontrollieren sollen. Es ist wenig zu tun, die Geschäfte stocken, man wartet ab. Was soll man tun? Soll man danach trachten, als Kaufmann einen großen Dor- rat von Waren anzulegen, die man, wenn man sie überhaupt bekommen kann, teuer bezahlen muß? Soll man keine Waren, keine Vorräte kaufen, um sich möglicherweise, wenn der Krieg länger dauert, zu viel höheren Preisen eindecken zu müssen? Für leben bringt diese Zeit schwere Entscheidungen. Es ist, als habe sich eine schwere, dunkle Wolke über diese Stadt gesenkt. ebnen, Organe einer fremden Macht zu bestechen und der Spionage hörig zu machen, aber auch Verschwörungen anzuzetteln und schließlich sogar irgendwelche feilen Subjekte zu kaufen, wenn es galt, einen England unbequemen Mann aus dem Wege zu räumen. Wir haben hier schon nach dem Münchener Attentat aus diese unterirdische Tätigkeit des Secret Service hingewiesen und eine Reihe von Mordtaten der jüngsten Geschichte genannt, die zweifellos auf das Schuldkonto des britischen Geheimdienstes fallen. Wie verächtlich und erbärmlich es für eine Weltmacht vom Range der britischen ist, sich in der Politik Methoden zu bedienen, die die Regierung eines Weltreiches auf eine Stufe mit gemeinen Verbrechern stellt, darüber hat man sich in Londop anscheinend noch keine Gedanken gemacht. Die pharisäerhafte Selbstgerechtigkeit des Briten und die völlige Skrupellosigkeit, mit der ihm alle Mittel willkommen sind, wenn er nur glaubt, mit ihrer Hilfe seine auf Lug und Trug errichtete Herrschaft stützen zu können, lassen keine Bedenken aufkommen, so sehr der gleiche Brite in hellste Empörung gerät, wenn irgendwo in der Welt ein Volk politischer Methoden zu bedienen sich erlaubt, die England nicht genehm sind. Die ständigen Verletzungen der anerkannten Grundsätze des internationalen Rechtes durch britische Blockademahnahmen stehen ja auf demselben Papier. Aber wie die schonungslose Aufdeckung des verbrecherischen Treibens der Agenten des britischen Geheimdienstes den mystischen Nimbus zerstört, mit dem England sein politisches Gangstertum umgeben hat, so werden auch noch der Welt die Augen aufgehen Uber die schändlichen und perfiden Methoden, mit denen England mit vollendeter Rücksichtslosigkeit gegenüber den Interessen der Neutralen seine politischen Ziele verfolgt. Die Enthüllung der Hintergründe des Münchener Attentats und die Demaskierung des Intelligence Service sind ein heilsamer Anschauungsunterricht für alle — und es gibt noch genug Summe und Gutgläubige in der Welt —, die in England noch immer so etwas wie einen Hort der Freiheit und Gerechtigkeit sehen. Mit diesem törichten Märchen muß einmal endgültig aufgeräumt werden und dazu hat die deutsche Polizei mit ihrer ebenso akkuraten und systematischen wie klugen und geschickten Erkundung hervorragende Arbeit geleistet. England bat eine schwere Schlappe erlitten auf einem Schlachtfeld, auf dem es bislang unbestrittener Meister war, weil es mit verborgenen Waffen kämpfen konnte. Wir haben die Hüllen weggezogen und den Intelligence Service als das infame Mordinstrument der englischen Politik vor aller Welt an den Pranger gestellt. Die Kriegshetzer in London sollen wissen, daß wir nicht nachlassen werden, ihnen auf den Fersen zu bleiben. Fr. W. Lange. Ll-Booistatte durch deutsches vernichtet. Aufklärungsflüge über Frankreich. Berlin, 25. Nov. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen örtliche Spähtrupptätigkelt und an einzelnen Stellen der Front schwaches Artilleriefeuer. N An der De st grenze fanden vereinzelt Aufklärungsflüge des Feindes im Grenzgebiet statt, während die deutsche Aufklärung bis nach Wittetfrankreich vordrang. . Ein deuffches U-Boot hat in feinem Operationsgebiet eine englische U-Bootfalle, ein Hilfskriegsschiff von 7000 Tonnen, vernichtet. Die U-Bootfalle hatte sich als holländischer Dampfer getarnt. Rach englischen Meldungen sank der 8860 Tonnen große britische Dampfer „M a n g a l o r e“ durch Minentresser an der englischen Südostküste. Die enalifche presse gibt neue Schisssverluste zu. London, 24. November. (Europapreß.) Don der englischen Presse werden neue Schiffsoerluste zugegeben. Das Minensuchboot „21 r a g o n i t e" lief auf eine Treibmine. Vier Matrosen wurden schwer verletzt. Ferner ist der Dampfer „Geral- d u s" aus Hutt untergegangen, er lief wahrscheinlich auf eine Mine. Die „Darin o" aus Liverpool ist von einem U-Boot versenkt worden. Els Otto Strassers Helfershelfer. Oer Fall Oöpking und Kremin. Berlin, 24.Nov. (DND.) Amtlich wirb ver- lautbart: Am 21. September 1939 wurden, wie bereits gemeldet, vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat in Tateinheit mit Sprengstoffverbrechen'und Landesverrat der Hotel- diener Karl Döpking, geb. 28.8.98 in Dankersen, und der kaufmännische Angestellte Kremln, geb. 4.5.07 in Stewken, zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Aus dem Urteil ist zu entnehmen, daß Döpking im Mai 1938 aus Deutschland nach der damaligen CSR. emigriert war, während Kremin im Juli 1936 aus Furcht vor einer Bestrafung wegen eines begangenen Raubüberfalles Deutschland verlassen hatte. Beide fanden durch Emigrantenkreise in Prag Anschluß an Otto Strasser und waren schließlich In der Folgezeit in dem Büro Otto Strassers in Prag tätig. Als sich Strasser nach dem Scheitern seines ersten Versuches eines Sprengstoffattentates im Jahre 1936, in dessen Verlaus Der Prager Jude Helmut Hirsch in Stuttgart festgenommen und am 8.3.1935 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, mit der erneuten Durchführung von Sprengstoffanschlägen im Jahre 1937 befaßte, gewann er beide für seinen Plan. Zunächst war ein Anschlag aufdenRei ck s- varteitag in Nürnberg geplant. Dieser Anschlag kam jedoch aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Durchführung, weil der Parteitag inzwischen schon zu Ende gegangen war. Strasser gab nunmehr den Auftrag, den Anschlag während des Ducebesuches in Deutschland (25.V. bis 29.9. 3Z) und falls dieser nicht durchgeführt werden kann, jedenfalls während des Erntedankfestes aufdemBückeberg (3.10.1937) durchzuführen. Döpking und Kremin haben daraufhin Den Sprengstoff durch Mittelsmänner am 16.9.1937 nach Deutschland verbringen und zunächst auf dem Bahnhof von Leipzig und Dresden aufbewahren lassen. Das geplante Verbrechen kam nicht mehr zur Ausführung, die Geheime Staatspolizei hatte, wie beim ersten Versuch, alül-"'icher- weise noch rechtzeitig durch systemattsche U ber- wachungsmaßnahmen Kenntnis von dem neuerlichen Plan erhalten und diesen durch die Sicherstellung des Sprengstoffes und die spätere Festnahme der Beauftragten Döpking und Kremin vereiteln können. Die beiden Verbrecher erwartet nunmehr die Vollstreckung des Urteils. Vesatzungsmitglieder wurden von einem italienischen Schiff an Land gebracht, nachdem sie drei Tage an Bord des U-Bootes zugebracht hatten. In der Nordsee ist die „Lo wland" (974 Tonnen) untergegangen. Die „Sulb y" (287 Tonnen) ist von einem U-Boot versenkt worden. Aufsehen erregt auch der Untergang eines französischen Motorfischerbootes im Kanal, das auf eine Mine gelaufen ist. Es handelt sich um das Fischerboot „Santa Chiara B 922", das zu einem Hilfskreuzer urngewandelt worden war. Im Atlanttk hat ein deuffches U-Boot einen französischen Fischdamp- fer versenkt. Der Name des Schiffes ist nicht bekanntgegeben worden. Witt England ganz Europa blockieren? Rom, 24. Nov. (Europapreß.) Das „Giornale d'Jtalia" nimmt scharf gegen Ausführungen des „Evening Standard" Stellung, in denen das englische Blatt erklärte, „eine ft r e n g e Rationie - rung aller europäischen Neutralen auf der Grundlage der E i n s u h r z i f f e r n in der Vorkriegszeit würde für England eine verhältnismäßig einfache Sache fein, da eine geringe Seestreitmacht vor der Enge von Gibraltar, vor der Enge von Dover, zwischen den Shetland-Inseln und der Küste Norwegens genügen würde, um ganz Europa b i e Zufuhren jener Mengen an Rohstoffen zu nehmen, ohne die die europäischen Staaten in kürzester Frist ermatten würden". Das italienische Blatt verweist darauf, daß England also eine Blockierung ganz Europas in Betracht ziehe, die die lebenswichtigen Rechte und Interessen aller europäischen Staaten verletzen würde, selbst jener, die diesem Krieg fern geblieben seien. Zu dem Hinweis des „Evening Standard", der erkennen läßt, daß man sich in England bereits mit dem Gedanken einer Sperrung der Enge von Gibraltar befaßt, sagt „Giornale d'Jtalia": „Das Jnbetrachtziehen einer derartigen Möglichkeit ist eine neue Bestätigung des schwierigen Zustandes, der gegenwärtig für alle Mittelmeernationen besteht, vor allem aber Italien empfindet ihn als schwer z u ertragen, weil es in diesem Meer den ausschließlichen Sitz seines nationalen Lebens hat. Dieser Zustand wird durch das gegenwärtige Regime im Mittelmeer geschaffen, dessen Zugänge sich in ber Hand einer einzigen Macht befinden." Oer Secret Service auf Malta. Dalenzia, 25. Nov. (DNB. Funkspruch.) Ein von ber Insel Malta, ber britischen Kronkolonie im Mittelmeer, eingetroffenes spanisches Schiff berichtet, baß ber britische Secret Service umfangreiche Verhaftungen auf Malta hat vornehmen lassen. Unter ben Verhafteten befinden sich auch die Führer der Bewegung, die für Malta eine selbständige Verfassung erstrebten, und die insbesondere die Einführung Der italienischen Sprache im Amtsverkehr wünschen. Drei leitende Persönlichkeiten der Malteser Freiheitspartei sind bereits vor Kriegsausbruch deportiert worben und werden gefangen gehalten. Die Maßnahmen haben in ber Malteser Bevölkerung großes Aufsehen erregt, obwohl bie englischen Behörden alles tun, um Die Vorgänge wegen ber strategischen Bedeutung Maltas völlig geheimzuhalten. Oeutschensreunde sogar auf Samoa verfolgt. Schanghai, 25. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die australische Regierung hat in ben ehemaligen deutschen Kolonialgebieten auf Weisung der Londoner Regierung die wenigen Deutschen noch vor Kriegsausbruch verhaftet. Jetzt hat die australische Polizei auch eine Reihe von Häuptlingen verhaften lassen, die aus ihrer Sympathiefür Deutsch la nd nicht ein Hehl gemacht haben. Die Verhaftungen werden damit begründet, daß es sich um Vorsichtsmaßnahmen handle. Bedrängte Lage der Slowaken in Frankreich. . Preßburg, 24. November. (Europapreß.) Den slowakischen Regierungsstellen gehen Briefe von Tausenden in Frankreich lebenden Slowaken zu, bie unter bem Benesch-Regime in ber Heimat feine Arbeit gefunden hatten und nach Frankreich ausgewandert waren. Heute werben sie von ben Emigranten unter ber Führung Beneschs und Osus- kys in bie tschechische Emigrantenarmee gezwungen. Hunderte von slowakischen Arbeitern lehnten dies ab, sie sind dafür in Kerker und Konzentrattonslager gebracht worden. Die slowakische Negierung hatte beim Ausbruch des Krieges alle Slowaken aufgefordert, heimzukehren. Die französischen Behörden bereiten jedoch den slowa- kffchen Arbeitern Schwierigkeiten. Militärische Hebungen in Italienisch-Ostafrika. Rom, 25. Nov. (Europapreß.) Große militärische Hebungen sind, wie aus Addis Abeba gemeldet wird, in ber Nähe ber Hauptstabt von Jtalienisch-Ostafrika in Anwesenheit bes Diaekönigs, Herzog von Aosta, abqehalten worden. An ben Manövem nahmen bie Divisionen ber Grenadiere von Savoyen, eine Gruppe eingeborener Truppen, darunter bie Reiterei von Neghelli und ein Bombengeschwader teil. Die Manöver, die mit einer Artillerieschiehübung abgeschlossen wurden, haben den hohen Ausbildungsstand der Truppen und die vollkommene ZufammenarLett der einzrd kommenden Geschlecht! und fron ARZNEIMITTEL in Unaufhaltsam geht die Bewegung des Lebens weiter. Hinter den Männern und Frauen, die um die deutsche Selbstbehauptung kämpfen, um die Lebensrechte unseres Volkes, um seine Zukunst, - steigt ein neues Geschlecht herauf, das einmal Erbe unseres Sieges sein wird. Die Zeit, in der die deutsche Jugend heranwächst, ist ernst, aber sic bietet ihr den hohen Anblick von Taten, die eingehen werden in die Geschichte der Völker. Jungen und Mädel verlassen die unbefangenen Spiele ihres Alters und finden in der Zusammenraffung aller Kräfte, die uns die Stunde auferlegt, bereits einen nützlichen Einsatz. Mehr denn se gilt die Fiirsorge des Staates und die ZUrsorge der Familien den Kindern und der Zugend. Ihnen eine ungestörte und kraftvolle Entwicklung zu ermöglichen, ist das Bestreben aller,die sich fiit ihr Gedeihen verantwortlich wissen. Die Bemiihungen der deutschen Gesundheitsfront sind mit besonderer Aufmerksamkeit darauf gerichtet, alle Mittel, deren Kinder zu ihrem Schutz, zu ihrer Heilung und zu ihrer Kräftigung bedürfen, in altem Umfang und in alter Beschaffenheit bcrcitzuhalten. Nichts von dem Notwendigen soll der deutschen Jugend fehlen, auf daß sie als ein starkes Geschlecht einst das Werk der heute kämpfenden Generation übernimmt. BAYER E Die feindliche Blockade versucht, diese Jugend, dke den kostbarsten Besitz der Nation ausmacht, zu bedrohen. Sie möchte fit durch Not und Entbehrungen zermürben und die Träger unserer Zukunft einem langsamen Niedergang preisgchen. Ader Deutschland ist In seiner I»gmd nicht za treffen. Die den großen Krieg von 1914 bis 1918 als Kinder erlebten, erfüllen heute als starke und tapfere Männer Ihre Pflicht, und die heute Kinder find, werden erst recht für alle Versuche der feindlichen Blockade unerreichbar sein. des Jahres abgeliefert werden. Oie Japaner sperren die Zufahrtsstraße nach Tfchunqking. beide ßi R e i ck d Vieser den nicht teitag in. rasser got ähren) nd (25.5 führt Mi. Ernti. 1.10.1931) ’n daraus, inner or und zu. d Dreck- echen fora 1? 6‘flat? o!ück!ithtk> he lH:r< on Öen esen burd die späte« nb Krem her erm. Urteil! sung sührun? mtsoerkeh: er Maltesü tsbruch dn halten. )eDÖlferun;i i ilischen & >n der |h*| imzuhalte^ ’S °>-s ’S 4 K.' v°r m. eich- Sri- - * loioakefl. 1J ber W G men werde. Auch in Pirmasens verlieh Generalinspektor Or. Todt im Namen des Führers den 800 alterten We st wallarbeitern das Schutzwall- Ehrenzeichen. Während des anschließenden Käme- -adschaftsabends verlas Dr. Todt em Telegramm, m dem die fränkische Stadt Kulmbach ihrer Freude Ausdruck verleiht, auf der Plassenburg den Westwallarbeitern Erholung schenken zu dürfen. Ab 43. Januar wieder Urlaub. -tont. Allein ble drei Monate, so führte Dr. Todt aus, >ie wir uns mit -Frankreich und England im Krieg »efänden, seien bereits Beweis dafür, dah diese gigantische Bunkeranlage nicht nur ein Befestigungs-1 lürtel, sondern vor allem der sichere Garant >tx deutschen Heimat ist. Alles das, was| leer deutsche Arbeiter hier in den letzten anderthalb Fahren geleistet habe, sei ein großer Dienst am deutschen Volke. Dieser Westwall sei die größte geschlossene Bauanlage, die jemals errichtet worden ei. Selbst die größten Bauwerke der Vergangen- frelt, die Pyramiden und auch der Panama-Kanal, rtänden weit zurück. Zwar seien in der Vergangen- freit auch in Deutschland große Bauwerke entstan- »en. Bei ihrer Würdigung habe man aber stets >-ineg vergessen, den deutschen Arbeiter. Erst der Führer habe uns eine höhere Auffassung von dem Sinn der Arbeit der Faust und der Stirn gegeben. Auch General Jakobs würdigte die große Be- freutung des Westwalls. Nicht nur Organisation und Technik hätten dieses Werk vollbracht, sondern »er unübertreffliche Gemeinst-""'"*" schen Heer und Arbeit Zehn Jahre Zuchthaus für Schleichhandel. Das Berliner Sondergericht verurteilte । vie 39jährige Marga Krause wegen Verbrechens gegen die Verordnung gegen Dolksschädlinge, die Rriegswirtschaftsverordnung sowie die einschlägigen Bewirtschaftungs- und Preisgesetze zu zehn Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Die Verurteilte hatte zwei Schlächtermeister zu überreden verstanden, ihr sechs Wochen hindurch größere Mengen Fleisch, und Wur st waren ohne Bezugskarten zu überlassen. Die erhaltenen Waren verkaufte die Krause dann mit er- yeblichem Preisaufschlag weiter. Als vie Polizei einschritt, hatte sie gerade ihre letzte Sendung von 75 Kilogramm Fleisch, Wurst, Schinken und Speck erhalten, um sie weiter zu verschieden. Ferner hat die Angeklagte einen schwunghaften Handel mit Butter und Spinnst offwaren aller Art betrieben. Nur dem Um- ttanoe, daß sie bisher unbescholten war, verdankte sie die Tatsache, daß das Gericht ihr Verbrechen nicht als todeswürdig ansah, weil für ihre Tat auch die Todesstrafe in Frage gekommen wäre. Der An- Aageoertteter wies darauf hin, daß auch dis übrj- i“, haben. H daß es * schaftsjinn zwi- IW«.. v,»V. _________terschaft habe zu dem Erfolg entscheidend beigetragen. Alle, die hier .chufen und arbeiteten, verdienten Dank und An- •ttennung um so mehr, als dieses Bollwerk stand» halten werde, gleichgültig, was immer and) kom- Kleine politische Nachrichten. Freitag früh wurde der Eisenbahnverkehr Kö- nigsberg — Allen st ein — Zichenau durch den neueingelegten Eilzug eröffnet. Mit diesem ersten Zug wurde der neue Regierungsbezirk! Zichenau an düs alte Gebiet Ostpreußen ange- schlossen. An der ersten Fahrt nahm auch Gauleiter und Oberpräsident Koch teil. « * ' Mussolini hat in Anwesenheit des Kolonial- Ministers Teruzzi den Marschall B a l b o in dessen Eigenschaft als Oberkommandierenden der Heeres- kräfte in Nordafrika empfangen, die eine I Armeegruppe, eine Abteilung lydischer Truppen, ein Korps von Wüstentruppen, ein Flottenkommando, ein Oberkommando der Luftwaffe und ein solches der Faschistischen Miliz umfassen. ♦ Die spanische Zeitlina „$a* meldet, daß die Werst ten des spanischen Kriegshafens Ferrol nach^ ihrer Erweiterung folgende Kriegsschiffe bauen werden: vier Schlachtschiffe zu 35000 Tonnen, 14 Kreuzer zu 15 000 Tonnen, 18 Flottil» Ilenführer und 14 U-Boote. ♦ Die neue rumänische Regierung Tatarescu besteht aus zehn bisherigen und sieben neuen Mnistern. Das Aeußere behält G a f e n c u, das Finanzministerium Milita Son« stantinescu (wie bisher). Neu ist der Minister I für Nationale Wirtschaft C. Angelescu. Aus aller Welt. m.r(in 94 11 tDNB 1 Die Kriegswirtschafts-! Raubmörder hlngerichlet. Verordnung 'hatte zunächst eine Urlaubsiperre aus- Am Freitag ist der am 3. September 1921 ge- »esprochen.^ Der Reichsarbeitsminister hat vorerst borene Walter Wo lf hmgenchtet worden, der vom r brinacnbe Fälle gewisse Aus- Sondergericht in Bre-slau am 3. November 1939 nahmen zugelassen für kurzfristige Familien- wegen Mordes und schweren Raubes heimsohrten $für Arbeiter unh Angestellte, di« von zum Tode und zum Berlust der burgerüchen Threp. hrer Familie getrennt leben müßen, im Rahmen rechte verurteilt worden ist- Wolf hatte am 2L3ult der vorhandenen Transportmöglichkeiten im gleichen 1939 in Dyhernfurth den Viehkommissionar Walter Umfange wie sie die Tarifordnung bei Bauvorhaben Bader, bei dem er angestellt war, ermordet und Der öffentlichen Hand für die Kriegszeit vorsieht, beraubt. Darüber hinaus hat der Reichsarbeitsminister all- Die größte hans-Thoma-Sammlung in Frankfurt, gemein wieder vom 15. Januar ab die Gewährung ^^en ersten Gönner Hans Thomas waren □on Urlaub zugelassen. Der Urlaub für die ver- - Frankfurter, Dr. Otto Eifer, der Hans gange ne Zeit ist, soweit er noch nicht verbraucht ist, ^.ma veranlaßte, 1873 nach Fransurt überzu- bis zum 30. Juni 1940 nachzugeway- rodeln, und Eduard Küchler. Beide konnten bis □ en. Ausgeschiedenen Gefolgschaftsmitgliedern ist ihrem Tode umfangreicheHans-Thoma-Samm- bas fällige Urlaubsentgelt nach dem 15. Januar 1940 Iunflen 3irfammentragen. Die beiden Sammlungen nuszuzahlen. Ist ausnahmsweise infolge der Kriegs- rourt)en später vereinigt und von Frau Bergmannverhältnisse eine Gewährung von Freizeit bis zum Ikg^aeführt, die vor allem das gr a- 80.Juni 1940 nicht möglich, so kann der Reichs- k ©erf Thomas zusammentragen iTreuhänder der Arbeit eine Abfindung de? alten ?onnte ^un die Stadt Frankfurt durch eine Urlaubs in Geld zulassen. hochherzige Stiftung und durch Kauf diese größten privaten Thoma-Sammlungen erhalten und in dem wieder geöffneten Städelschen Ku n st in ft t • tut zum erstenmal der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. Damit besitzt Frankfurt, wo Hans Thoma die 23 glücklichsten und arbeitsreichsten Jahre seines Lebens verbracht hat, die größte ^^"E'Aoma- Sammlung. Zu dem schon vorhandenen Besitz sind setzt über 50 große Gemälde, das gesamte graphische Werk, viele persönliche Erinnerungsstücke, Photos, Entwürfe, Zeichnungen, Glasgemälde kunstgewerb- liche Arbeiten, Majoliken, Temperabilder, Emaille« arbeiten und feine Schriften hinzugekommen. ren Waffengattungen erwiesen. Zum Schluß nahm I gen beteiligten Personen noch ein Strafverfahren zu [er Dizekönig in der Ebene von Sendasa eine Parade gewärtigen haben. cd. Zahlreiche eingeborene Stammeshäuptlinge, die -------- len Manövern beiwohnten, äußerten ihre Seroun- Ttprfntvmtlrt htr Itrung vor allem über die Genauigkeit des 2lrtil- Vit AMqOrgUlig VSV ÜUFIVCIJ krkfeucr5- ----- auf dem Seewege. Tokio, 24. November. (DNB.) Die vor zehn Tagen bei Pakhoi gelandeten japanischen Truppen Haven das 200 km landeinwärts gelegene Nanning besetzt. Damit haben die Japaner die Hauptzufuhr st raße von Jndochina nach China, auf der 70 o. H. des gesamten über Jndochina kommenden englischen zösifchen Kriegsmaterials be- -den, abgeriegett. Nanning war auch das 1 man |« en nich *. ui? Wn. Qi o»e iib,, fördert wurden, abgeriegett. Nanning war auch das Militärzentrum für die Provinz Kwangsi und der Sitz der Provinzialreaierung. Die Einna-hme dieser Stadt ist also von größter Bedeutung für die fortschreitende Isolierung Tschungkings von Südchina und Französisch-Jndochina. Die bei Nanning eingesetzten chinesischen Divisionen wurden von den angreifenden Japanern völlig vernichtet. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleittts: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Or. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der ^"ä.elgen: Theodor Kümmel, Druck und V-Aag: Brühll-h« Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. elnschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags m mk mit hör SUfiiffrierten 5 Df. mehr. Zur Zeit 'M k! 'nderstz, 'chstpreji- . obw^- N- i fein’. 0Qr nid- nicht onbert* 'm neu?. L-M ,°oe uo- eigem. Die Vorderseite des Schutzwall-Ehrenzeichens. Die Rüdfeit» trägt die Inschrift „Für Arbeit zum Schutze Deutschlands". — (Scherl-Bilberdienst-M.) mindestens 18 Monats an diesem gewal- «gen Bauwerk tätig sind, ferner einige Bauleiter, Pionierkommandeure, Gaubeoiuftragte für den West- e>all und Kreisobmänner der Deutschen Arbeits- gf- spruch.) $ iligen dck r ßonbontt noch $ die allp amAah Basel, 24. Nov. (Europapreß.) In seinem letz- ^reneiyung ver enteil tßn Bericht an bi« eidgenössischen Räte äußerte sich Per Bundesrat auch zu der Sicherung der schwei- 200 v9fl)UyWdll5lSl)ret1^ei(pett. zerischen Seetransporte. Als Ergebnis der Verhand- x , , , .v langen mit verschiedenen Ländern wird mitgeteitt, Schleiden, 24. Nov. (DNB.) Hoch oben in der ^ß die Nachbarstaaten der Schweiz die Lifel, am Losheimer Graben, der sich viele Besonderheit der schweizerischen Versorgung im Kilometer weit an der deutsch-belgischen Grenze ent- Kriegsfälle anerkannt und ihre Bereitwilligkeit belang zieht, verlieh der Generalinspektor für tas funbet hätten, nach Möglichkeit die Zufuhren von c-eutsche Straßenwesen Dr. Todt bie ersten 200 lebenswichtigen Gütern aufrechtzuerhalten. M)m Führer verliehenen Schutzwall-Ehren-l Einige Länder hätten ferner b e ft i m m t e Häfen i । e i dj e n. Ausgezeichnet wurden Westwallarbeiter, | Jur Verfügung gestellt. Schließlich seien auch Dor- kehrungen aetroffen worden, um für die Schweiz I einen gewissen Schiffsraum zu sichern. In ben letzten Jahren des Weltkrieges und auch in der ersten Nachkriegszeit habe ein geradezu beängstigender Mangel an Handelsschiffen geherrscht. Da die Anschaffung einer Handelsflotte und ihr Betrieb durch die schweizerische Eidgenossenschaft aus mehrfachen Gründen nicht in Frage komme, habe nun die Schweiz eine Lösung darin gefunden, durch Verträge mit Reedereien von voraussichtlich neutral bleibenden Ländern eine bestimmte Menge Schiffsraum für di e Dauer dieses I K r i e g e s zu sichern. So feien 15 Schiffe mit einer Gesamttonnage von rund 115 000 Tonnen gemietet worden. Diese Schiffe werden an den Seitenwänden mit dem Schweizerkreuz und der Aufschrift „Switzerland" versehen. Bis jetzt seien bereits acht Schiffe mit insgesamt 62 000 Tonnen übergeben worden. Der Rest solle bis Ende w ■ - gjjjnnnj amt Giehen 7014D Schreinerei Ruf 2135 7004D gestellt lüii1 Bücher! Sie sind die besten Freunde des Soldaten kauft [05148 und eine Verbindung mit der Heimat Lassen Sic sich beraten bei Dies alles finden Sie bei Seltcrs- weg 66 Armband-Uhren Sie Kamera siir den Soldaten! 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Während einer Verhandlung wurde gefragt: „Hat niemand von den Amtsbrüdern ein Neues Testament bei sich?" Allgemeines Schweigen. Nachher beim aemeinfamen Ellen: ..Wer hat einen Korkzieher?" Zwanzig Hände holen einen her- anches 1 für die >ekom. 'ert bei nfame, leteTam, 40, wünsch! I infenm m.seriM i, eoentueS , pätere 3m Gottesländchen. Von Or Paul Rohrbach. Mitau, November 1939. Von den drei einstigen russischen Ostseeprovinzen §sttand, Livland unb Kurland hatte jede chren iefonberen Eharakter. Estland lag am nächsten Petersburg und war mit ihm unmittelbar durch >ie „Baltische Bahn" verbunden. Die Residenz virkte stark hinein, und wenn auch die Mehrheit entschieden baltisch dachte, so war doch bei einem Teil des Adels eine Art Petersburger Atmosphäre u spüren, man hatte Verbindungen zum Hose. — Livland und die Livländer galten als „vor- tefym"; hier gab es unter den Angehörigen der Ritterschaft auch den meisten Reichtum, und manche Schlösser waren Stätten einer geistig wie materiell verfeinerten Grandseigneur-Kultur. In diesen Kreis gehörte auch Graf Zeppelins baltische Derwandt- chaft. Eduard v. Dellingshausen, der letzte Mtterschaftshauptmann von Estland, in seinem Buch ,3m Dienste der Heimat" (Schriften des Auslands- mstituts in Stuttgart) und Jakob v. U e x k ü l l in Einem „Niegeschaute Welten" haben die staats- nolitischen und originell geistigen Elemente der .eittsch-balttschen Kultur eindrucksvoll heraus gestellt. Riga mit seinem kaufmännisch-juristisch-literarischen Patriziat war neben den Provinzen ein Fctttor für id). Kurland, das „Gottesländchen", führte sein Leben eigner Art. Der Name Hat eine seltsame Ge- chichte. Iwan der Schreckliche suchte, um Livland gegen Polen und Schweden zu behaupten, Verbindung mit Dänemark und verheiratete eine Tochter an den dänischen Prinzen Magnus, dem er den Titel eines Königs von Livland gab. „König" Mag- ius spielte eine klägliche Rolle. Er wußte sich bei ■einem moskowitifchen Schwiegervater nicht in An- «hen zu setzen, flüchtete einmal nach Kurland und chrieb dem schlechtgelaunten Zaren eine demütigen Vittbrief. Darauf, so heißt es, habe Iwan ihm ge- irrtmortet, er wolle für diesmal „seines Gottes Ländchen" (so übersetzt die Chronik) noch schonen! isei garten '-21(6 .1 l/p Im Frühjahr 1791 erhielt Mozart, der um diese Zeit gerade an der „Zauberflöte" arbeitete, die ihm von dem Bühnendirektor Schikaneder auf- gedrungen worden war, eine seltsame Bestellung. War da eines Tages ein Fremder bei ihm erschienen, mit ernstem, unbeweglichem Gesicht, gekleidet mit düsterem Grau, der hatte ihn, ohne sich vor- zustellen, gebeten, ein 9tegutem zu schreiben. An das Honorar, das er tm voraus auf den Tisch legte, knüpfte er die Bedingung, daß man nie versuchen möge, den Namen des Aufttaggebers zu erfahren. Mozart, in argen Geldnöten, nahm den sonderbaren Auftrag an. Aber das Bild jenes geheimnis* vollen, oft mahnend wiederkehrenden Fremden wurde für die zerrütteten Nerven des mit noch nicht fünfunddreißig Jahren schon Kranken und Hinfälligen zu einer Schreckgestalt, die in Halluzinationen an allen Orten vor ihm austauchte. Die aufreibende Arbeitshast, zu der er sowohl von Schikaneder als auch von dem Fremden ange- trieben wurde, untergrub feine schwache Gesundhett noch mehr. Diesen drängenden Arbeiten gesellte sich nun gar noch der Dritte Auftrag hinzu, für die Böhmen eine Krönungsoper zu schreiben. Er begab sich nach Prag. In achtzehn Tagen war Der „Titus geschrieben und aufführungsreif. Krank, müde, mutlos war er nach Wien zuruck- gekehrt. Enttäuscht, denn der allzu eilig hingeschne- bene „Titus" hatte keinen Anklang gefunden. Und die „Zauberflöte"? Auch sie brachte keinen rechten Erfolg. Im Krankenbett liegend, arbeitete er mit geradezu intuitiv drängender Hast mit letzter Anstrengung an Dem geheimnisvollen Requiem. „Es ist meine Totenmesse! Ich weiß es!" Am 4. September 1791 hatte er dem Requiem noch ein weiteres Stück hinzugeschrieben. Einige Sänger weilten bei chm, mit Denen er die Fortsetzungen Durchzuproben pflegte. Er selbst übernahm Dabei die Altstimme. Vis zu Den ersten Takten des Lacri'mosa fang er, Dann brach er plötzlich ab; Tränen traten in seine Augen ... langsam schlug er die Partitur zu ... e-yui|uni uti Rert täte SaTt u"b Seide, nur schade, daü er suM^die wechselnden Umstände des KrteEschehens Snorrin, Kerle waren auch die Olten kurilchen Pa. durchführten, bie ihren Truppen durch persönliches ltorem Sie hielten ihre Schäflein in der Furcht des Vordild immer von Neuem d,e Impuls t zu kühnem nerrn, waren oft praktische Landwirte, die jeden Zupacken zäher Vertetdtgung ff°dem Es st aber Bauern etwas lehren konnten, und manchmal auch wtederum für den Soldaten lelbstverstanriich, datz -lolkskundiae und Svrachqelehrte. wie jener Pastor das Metsterwerk des P°^uf°ldzuges mcht hatte Sielenstein in Dobleen. der in den lechziaer fahren gelingen können, wenn in der Gruppe nicht mit seiner zweibtmdiaen lettischen Grammatik d-m entsprechenden menschlichen und persönlichen Qua- vor! Niemand lachte mehr als bie Bettoffenen, als I von Treyden, sttftete Dieses Haus zur Ehre Gottes Dies Gefchichtchen ftabtauf, ftabtab lief. 11768". Wer mag Dieser Bismarck gemejen fein? Wo auf Der Wett gab es mehr Gastfreude und Eine baltische Adelige muß wohl nach Deutschland Gastfreundschaft als auf Dem Lande in Kurland! geheiratet haben und später in Die baltische Heimat Welche Freude fuhr durchs Haus, wenn im Winter zurückgekehrt sein, lieber ein halbes Jahrhundert plötzlich ein Schlitten voll Gäste mit hellem Ge- lang haben hier jeweils vierzig Stiftsdamen ein Hinget Die Anfahrt hinauffuhr, Die Herren zur beschauliches Altersbasem geführt. Jetzt, Da Der Ruf Whistpartie, auch die hohe Polttik Nicht zu ver- „Heim ins Reich!" an alle baltischen Deutschen gessen, die Jugend zum Tänzchen. Dann galt, was erging, mußten auch diese alten Damen bie Raume in einem alten baltischen Kochbuch steift: Wenn man verlassen unb aufs Schiff gehen. Es wird schwer gar nichts weiter im Hause hat, so schneibe man für sie fein, im Reich von neuem Wurzel zu vom übriqqebliebenen Kalbsbraten auf! Ja, bas schlagen. Leben hatte seine Breite im Gotteslänbchen, aber! Ich habe eine lange Abfchi^sfahrt Durchs Gottesein Schelm, wer Da sagt, daß es flach war. Nie- ländchen gemacht, mit Der Bahn unD tm Wagen, manD war mehr „Drunter Durch" unter Den Kur- unD habe auch Den Fuß in Das eine ober andere Gutshaus gefetzt, in Dgs jetzt lettische Bauern mit ' ~ ,dgen sind, ober lettische Lanb- rdi* 10. )-22-30^ .[her 9.30-2^ 5?« Ä taltunP ff?’ c & 30 Meter legen. Plötzlich erhielten wir von rechts flankierendes Feuer. Mein Zug schwenkte daraufhin ein und trieb elf Polen, die auf uns geschossen hatten, längs des Drahthindernisses dem dritten Zug in die Hand. Die beiden nächsten Drahtverhaulinien konnten mir nicht beseitigen, da sie einbetoniert waren. Außerdem zwang uns ein tiefer, ebenfalls betonierter Graben zur Umgebung des Forts. Wir mußten uns nun bemühen, die rückwärtigen Eingänge zu den Werken des Forts II zu gewinnen. Mein Zug schwenkte ein und stieß unmittelbar darauf auf ein polnisches Pak-Geschütz, das mit seiner gesamten Munition von der Besatzung im Stich gelassen worden war. Leutnant Stolz und sein Kompanietrupp, die ich auf das Pak-Geschütz aufmerksam gemacht hatte, bemächtigten sich sofort der Waffe und brachten das Geschütz so in Stellung, daß damit nun das Feuer gegen die Kasematten des Forts ausgenommen werden konnte. Dem Schneid unseres Kompanieführers und seines Kompanietrupps gelang es daraufhin, überraschend in das Fort einzudringen. Mein Zug hatte außerhalb des Forts diesen Vorstoß zu sichern, während Leutnant Stolz und seine Leute die Polen, die etwa noch Widerstand leisten wollten, durch Handgranaten aus den Kasematten ausräucherten. Die Kompanie machte im Fort noch einmal weitere 80 Gefangene. Die sonstige Beute dieses Tages betrug 10 Maschinengewehre, zahlreiche Gewehre und Munition. Außer ihren Gefangenen hatten die Polen noch etwa 50 bis 60 Tote verloren, so daß eine ganze Kompanie, die das Fort zu verteidigen hatte, restlos aufgerieben war. Die Erstürmung des Forts war unser schönster Tag!" Leutnant Stolz wurde für diese Tat mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet; ein Unteroffizier aus dem Kompanietrupp wird das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhalten; der Gefreite und der Unteroffizier sind mit dem Eisernen Kreuz aus- gezeichnet worden. Schließlich ist noch von dem Schneid und der Umsicht eines jungen Vizewachtmeisters zu berichten, der als Angehöriger einer Artillerie- Beobachtungsabteilung im polnischen Feldzug einen Meßtrupp führte. Der junge Vize- Wachtmeister war vor einigen Jahren aus Südtirol gekommen, hatte die deutsche Staatsangehörigkeit erworben und war sofort Soldat geworden. Nach mehrjähriger Dienstzeit wurde er zunächst entlassen, um zu studieren. Unmittelbar vor Beginn des polnischen Feldzuges erreichte ihn dann der Einberufungsbefehl zu seiner Abteilung. Er machte den Vorstoß der Südarmee über den Iablunca-Paß mit, der schließlich über Przemysl nach Lemberg führte. Vor Lemberg, in der Gegend von Jcmow, hatten sich die Polen mit zwei Divisionen in den riesigen Wäldern beiderseits der Sttaße Przemysl—Lemberg festgesetzt, und es kam hier zu erbitterten und verlustreichen Kämpfen. Die Infanterie drang auf der Straße mit Panzerabwehrformationen vor und trieb die Polen zunächst wie einen Keil auseinander. In den dichten Wäldern aber blieben die polnischen Truppen vorläufig völlig unbehelligt, da die deutsche Artillerie noch nicht in Stellung gegangen war. Unser Dizewachtmeister erhielt nun Auftrag, hart westlich des großen Forstes von Ianow mtt seinem Meßtrupp in Stellung zu gehen. Bei dem Vormarsch auf die befohlene Stellung konnte er in einem Bauernhof noch 19 völkische Soldaten überraschend gefangennehmen, Die von ihm entwaffnet und unter Bedeckung nach hinten abgeschoben wurden. Während er sich nun mit den restlichen sieben Leuten seines Trupps in der Stellung einzurichten suchte, erhielt er plötzliches flankierendes Feuer. Kurzerhand unternahm der Dizemachtmeister daraufhin eine gewaltsame Erkundung gegen das Waldstück, aus dem er beschossen worden war und erwischte dabei einen polnischen Kompaniechef, den er vom Pferd herunterstieß. Ein polnischer Unteroffizier, der ebenfalls beritten war, erlitt unmittelbar darnach das gleiche Schicksal. Etwas später konnte die deutsche Patrouille weitere drei Mann zu Pferd aus dem Waldstück herausholen, womit zunächst die unmittelbarste Gefahr für den Meßtrupp behoben war. Von der Stellung seines Meßtrupps aus meldete dann der Mzewachtmeister durch Funk, daß er mit fünf Gefangenen eingekreist fei und Verstärkung erbitte. Die Verstärkung konnte den Meßtrupp jedoch nicht erreichen, da sie auf dem Anmarsch von polnischen Truppen überfallen und zum Ruckzug gezwungen wurde. Der Dizemachtmeister entschloß sich nunmehr zu einer zrneiten gewaltsamen Erkundung gegen den linken Flügel oer von ihm bezogenen Stellung, wobei es zu Handgranatenkämp- fen mit anderen polnischen Truppenteilen kam. Wie durch ein Wunder blieben er und feine Leute unverletzt, während mehrere polnische Soldaten verwundet wurden und es außerdem gelang, weitere sechs Gefangene zu machen. Inzwischen war der Abend hereingebrochen und der Mzewachtmeister durste daraufhin mit seinen Fahrzeugen befehlsge- mäß die Stellung räumen. Seine Gefangenen setzte er dabei auf die Gerätewagen, während er selbst mit einigen seiner Leute sich auf den polnischen Beutepferden beritten machte. Es gelang ihm, seine Gefangenen unbehelligt einzubringen. Der Dize- machtmeister wurde wenige Tage später mtt dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Ein Pionier erhält das erste Eiserne Kreuz in der Kompanie. P. K. Für Tapferkeit vor dem Feinde verleiht der Kommandierende General e inem unbekann- ten Pionier am ÄeftroaH das Eiserne Kreuz II. Klasse. Stolz trägt er es am schwarz-weiß- roten Band. Er hat es ehrlich verdient, er für sich und seine Kompanie. Die Kompanie ist angetreten. In ausgerichteten Reihen blinken die Stahlhelme. Der Kompaniechef spricht. Die Mannschaften erleben eine ernste Feierstunde. Der unbekannte Pionier ist ausgezeichnet. Aber alle, die hier stehen, sind Männer, wie fte Führer, Volk und Vaterland brauchen. Heute sind es gerade zwei Monate her, seit sie zu den Fahnen gerufen wurden. Der Führer wollte keinen Krieg, vor allem wollte er mit seinem west- lichen Nachbar in Frieden leben. Aber es sollte anders kommen. Nur langsam wollte man den Gerüchten Glauben schenken, daß die heimatlichen Gaudörfer Befehl zur Räumung hätten. Aber die lange Kette hochbeladener Wagen, deren Kuhaefpanne nur langsam Raum gewinnen konnten, belehrten jeden einzelnen über die herbe Wirklichkeit. Hier zog der Nachbar, dort der Bekannte aus dem anderen Dorf geschützteren Gebieten des Reiches entgegen. Einst so blühende Städte und Dörfer entleerten sich und geräumte Einsamkeit hielt ihren Einzug. Es war nicht immer leicht mitzuerleben. Aber Deutschland ist überall da, wo starke Herzen sind. Unsere Pioniere haben die.se Herzen. Das haben sie schon bewiesen, als sie den Feind im Inland hatten. Schon bei der Saarabstimmung 1935 haben sie einen hundertprozentigen Sieg davongetragen. Und nun hat der Führer sie erneut auf gerufen, Heimat und Vaterland in einem auf gezwungenen Kampfe zu verteidigen. Tag und Nacht folgen sie gehorchend den Befehlen ihrer Führer. Sie sind froh, wenn sie in ihren bedrohten Gaudörfern auf Posten stehen dürfen. Hier kennen sie jeden Weg und Steg. Erinnerungen aus einsttgen Tagen steigen auf. Aber es hat keinen Zweck, Gefühle walten zu lasten In Sehwette liegt der Feind, der unsere liebe Heimat verwüsten will. Freiwillige vor! Minen sind dicht vor dem Feinde zu legen. Unbekannte Pioniere arbeiten sich in die dunkle Nacht hinein. Großbritanniens" 'tt ehrmacht. Don Major a. O. von Reifer. Im Weltkriege sah sich England zum ersten Male gezwungen, zur Erreichung seiner imperlalistischen Ziele neben seiner seit Jahrhunderten überragend starken Flotte auf dem Kontinent sehr starke Land st reitkr äste in den Kampf zu werfen und sogar die in England außerordentlich unpopuläre allgemeine Wehrpflicht einzuführen. Zwar hat England die Dienstpflicht nach dem Kriege wieder fallen lasten und ist zu seinem ttadttionellen Söldnersystem und einem kleinen Berufsheer mit vorwiegend kolonialer Ausbildung zurückgekehrt. Seit 1934 aber stellte sich die englische Heerespolitik wieder mehr auf die Teilnahme an einem festländischen Krieg ein und regelte danach die Gliederung, Bewaffnung und Ausbildung ihres Heeres, unter gleichzeitiger stärkster Vermehrung der Flotte und Luftwaffe. Anfang 1939 gelang es der Kriegspropaganda der britischen Regierung sogar, im Parlament eine Art von beschränkter Wehrpflicht durchzusetzen, die die Regierung ermächtigt, Diele von ihnen werden zum erstenmal die feindlichen MG.-Garben über sich pfeifen hören. Wen's trifft, den trifffs. Aber die Minen schützen die Heimat, Haus und Hof, wo Weib und Kind einst wieder heimkehren wollen. Auch unser unbekannter Pionier mit seinen Kameraden ist dabei. Nur Ortskundige kennen den Weg zwischen schon gelegten Minenfeldern hindurch. Jedes Geräusch mahnt zu Vorsicht. Aber nicht nur Vorsicht, auch Kaltblütigkeit gehört zu solchen Unternehmungen. Schon ist die Gruppe in unmittelbarer Nähe der feindlichen Linien. Die Franzosen sprechen. Sie ahnen nicht, daß in 30 Meter Entfernung ein deutscher Pionier Minen eingräbt. Da geschieht es. Das Dunkel der Nacht hat einen Graben und einen kleinen Abhang verborgen. Polternd fällt einer. Die Hölle ist erwacht. In allernächster Nähe blitzen MG.-Mündun- gen auf. Aber wahllos treffen die Kugeln nur das Dunkel der Nacht. Mensch und Erde werden eins. In ungedeckter Lage werden die Minuten zur Ewigkeit. Fast ärgert man sich über den verräterisch bauten Schlag des Herzens. Aber man lernt schnell im Kriege. Nicht jede Kugel trifft. Schon merkt der Pionier, daß der Gegner andere Geländeteile bestreut. In dieser Zeit des Lärmes kann er sich seines Auftrages entledigen und den Rückweg sichern. Aber jo schnell geht es nicht. Auch er muß wieder mit Der Nase in den Dreck. Fast möchte man glauben, der Franzmann wollte nun dem Kamerad zur Linken Zeit geben, den Rückzug anzutreten. Was kümmert unseren Pionier Schmutz und Dreck. Er hat seine Minuten abzuwarten. Morgen werben ihn Wasser und Bürste schon wieder sauber vor seinem Zugführer erscheinen lasten. Fünf Stunden hat die freiwillige Arbett gedauert. Dann gibt es Ruhe. „Sie sind zum Kommandeur bestellt, Pionier I, haben Sie etwas aus gefressen?" Im Zweifel, ob er eine nie zu rauchende Zigarre oder eine Belobigung erhalte, meldet sich einer der unbekannten Pioniere. Jetzt trägt er das Eiserne Kreuz am schwarz- weiß-roten Band. Er für sich und seine Kompanie als erster tn seiner saarländischen Heimat. gewisse Jahrgänge zum militärischen Dienst einzuberufen, wodurch offenbar die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht auch in dem heutigen schon lange geplanten Angriffskriege gegen Deutschland erleichtert werden sollte. Die brittschen Seestreitkräfte umfaßten zu Beginn dieses Jahres 15 Schlachtschiffe, 7 Flugzeugträger, 15 schwere Kreuzer, rund 50 leichte Kreuzer, etwa 175 Zerstörer und 50 U-Boote. Don den Schlachtschiffen, Flugzeugttägern und Zerstörern »st die große Mehrzahl in der Heimat bzw. int Mittelmeer stationiert, während die Kreuz er flotte, die Hauptttägerin des britischen Piratenkrieges, auf alle Teile des britischen Weltreiches verteilt ist. Im Gegensatz zu den durchweg hochmodernen leichten Seestreitkräften stammt die Mehrzahl der Schlachtschiffe noch aus der Weltkriegszeit, ist aber durch Deck- panzer gegen Flugzeugbomben, starke Flakbewaff- nung, „Torpedowulste" usw. wiederholt den neuzeitlichen Erfordernissen angepaßt worden. Das gleiche gilt für die Flugzeugträger, z. T. ehemalige Linien- schiffe, große Kreuzer oder Handelsschiffe, die nach dem Weltkriege ihrer heutigen Bestimmung zu. geführt und ebenfalls mehrfach modernisiert wurden. Daß sich ttotzdem die Durchschlagskraft der deutschen lorpebos und Luftbomben der Panzerung der britischen Schlachtschiffe und Flugzeugträger als überlegen erwiesen hat, war ein schwerer Schlag für die britische Admiralität. Englands L a n d h e e r gliedert sich in die „Reguläre Armee" mit dazugehöriger „Armeereserve- und die „Territorialarmee , beide beruhen auf freiwilliger Dienstverpflichtung. In der Regulären Armee dienen die Mannschaften im allgemeinen sieben Jahre akttv und fünf Jahre in der Armeereserve. Die nur milizartig ausgebildete Terri. torialarmee hat im Frieden die Vorarbeiten für die Mobilmachung zu leisten und bildet eine gute Grundlage für die volle Erfassung der Wehr- traft des Volkes jetzt im Kriege. Die gesamte Armee in der Heimat hat eine Friedensstärke von 475 000 Mann, wovon 135 000 auf die aktive Armee, 150 000 auf die Armeereserve und 190 000 auf die Territorialarmee entfallen. Man kann mit einer Gesamtkriegsstärke von rund zwei Millionen größ. tenteils allerdings nur milizartig ausgebildeter britischer Soldaten rechnen. Ob England darüber,hinaus auch in diesem Kriege wieder eine so gewaltige Mobilisierung seines Weltreiches durchführen kann wie im Weltkriege, als es im ganzen 8 650 000 Mann in 96 Divisionen und 8 Reiterdivisionen ins Feld stellte, erscheint angesichts der offenkundigen Unlust in den Dominions und Indien, sich für Englands Angriffskrieg zu verbluten, mindestens zweifelhaft. Planmäßig verfügbar war kurz nach Kriegs« ausbrud) nur das sogenannte „Expedition-- k o r p s , das aus 5 Divisionen und 1 Panzerdivision besteht. Die Aufstellung und der Transpott eines großen Heeres nehmen bei der geschilderten brittschen Heeresorganisation naturgemäß längere Zeit in Anspruch, zumal die Territorialarmee im Frieden teilweise mit veralteten Waffen ausgerüstet ift Die britische Panzerwaffe bestand zwar im Frieden nur aus 600 Kampfwagen, kann aber sehr schnell stark vermehrt werden. Schon am Schlich des Weltkrieges befanden sich über 2000 Panzerkampfwa gen an der Front. Im Gegensatz zu Frankreich legt England den Hauptwert nicht auf schwere Panzerkampflvagen aur Begleitung Des Infanterieangriffs, sondern auf sehr schnelle, leichte und mittlere Kampfwagen für selbständige Operationen. „Das Material der britischen Luftwaffe war immer erstklassig und ist es noch heute", heißt es im Jahrbuch der deutschen Luftwaffe 1938. Dagegen stößt die Heranziehung des nötigen Flug- zeuapersonals angesichts der mangelnden Flugsreudigkett der englischen Jugend auf größte Schwierigkeiten. Heute besteht die brititoe Luftwaffe aus 6000 bis 7000 Flugzeugen einschließlich aller Reserven in der Heimat und in den Kolonien. Die Zahl der Kampsflugzeuge (Bomber) zu der der Jagdflugzeuge verhütt sich etwa wie 2)4:1. Trotz der allgemein anerkannten vorzüglichen Leistungsfähigkeit der britischen Luftwaffe haben sich bei den bisherigen kleineren Zusammenstößen deutscher und britischer Flieger die ersteren fast immer überlegen gezeigt. Ob die britischen Truppen im Landkriege, mit dem sich ja schließlich allein ein Kriegsziel wie das britische — Zerschmetterung des Feindes und Zerstückelung seines Landes — erreichen läßt, seit dem Weltkriege strategisch und taktisch zugelernt haben, können mir Deutschen, gestützt auf die beste Armee der Wett, in Ruhe ab märten. Damals fehlte ihnen trotz aller Tapferkeit die genügende Ausbildijng für den europäischen Krieg, vor allem die Ini r- tive der Führer und Unterführer und das verständnisvolle Zusammenwirken aller Waffengattungen. Darum haben sie auch bei starker Ueberlegenheit niemals einen durchschlagenden Erfolg erzielt. Bcc Optiker am Bahnhof Lieferant auch Ihren Krankenkasse herrschte. Das kleine Trauergefolge, das hinter dem Sarge herschritt, wurde immer geringer. Einer nach dem andern kehrte des schlechten Wetters wegen um. Und draußen, auf dem Friedhof stand keiner weiter an feinem Grade — als der Totengräber. Als Mozarts Gattin Constanze, die krankheitshalber an dem Begräbnis nicht hatte teilnehmen können, später den Friedhof besuchte, begab es sich, daß niemand wußte, wo Mozart begraben ist. Der alte Totengräber mar fort, der neue konnte keine Auskunft geben. Mozarts Grab ist nie bekannt geworden. An einem Februartage des Jahres 1826 bestieg Carl Maria von Weber in Dresden die Reifekutsche, die ihn zur Uraufführung seiner Oper „Oberon" nach London bringen sollte. Bleich und hohlwangig war er, quälendes Hüsteln drang aus seiner Brust. Frau Lina breitete wärmende Decken über seine Beine und reichte ihm das notwendige Medikamentenkästchen. Sie sprach nicht; sie biß die Zähne zusammen. Freundeshände streckten sich dem Abreisenden entgegen; doch den nochmaligen mahnend-beschwör enden Worten gegenüber schüttelte Weber den Kopf und sagte leise, damit es die Frau nicht höre: „Das ist alles gleich. Ob ich reise oder nicyt, ich bin in einem Jahr ein toter Mann. Der Ruf nach London ist lohnend. Folge ich chrn, so haben Frau und Kinder zu essen, wenn ich tot bin, während sie hungern, wenn ich bleibe." ©eine schmale, weiße Hand zog den Schlag zu. Der Wagen rollte. Mit dem Aufschrei: ,/Zch habe seinen Sarg zuschlagen hören!" brach die zurückgebliebene Frau zusammen. Der am 12. April, 1826 zur Aufführung des „Oberon" unter tosendem Jubel der Londoner das Dirigentenpult betrat, mar bereits ein Sterbender. Aufs äußerste riß sich Weber zusammen, allein schon zu Beginn des zweiten Aktes fühlte er, wie von Szene zu Szene seine Kräfte nachließen. Am Schluß der Oper nahm der Beifall einen Umfang an, wie man ihn in London zuvor kaum kennen gelernt hatte. Aber hinter des Komponisten anmutig-verbindlichem Dankeslächeln kauerte die Gewißheit: das ist das Letzte. Am 5. Juni umstanden einige treue Freunde das Sterbebett. Weber dankte ihnen. „Gott lohne euch allen eure Liebe." Dann bat er sie, hinauszugehen. „Nun laßt mich schlafen." Als achtzehn Jahre später Webers sterbliche Ueberrefte mit feierlichem Gepränge von London nach Dresden übergeführt wurden, begann Richard Wagner feine unvergeßliche Weiherede mit den Worten: Nie hat ein deutscher Musiker gelebt als tnU Großvaters letzte Fahrt. Von Ernst Eimer. Als der Burkel Jakob an einem Spätsommertag auf seinem Hof den Gaul in den Erntewagen spannte, reckelte sich auf der Oberstufe sein Vater, der alte Konrad, in den Kissen hoch und sah durch die Fensterscheiben. „Ei, Schwiegervater", mahnte die Bäuerin Grete, die gerade in die Stube kam, „bu mußt auch hübsch unter der Decke bleiben — desto eher bist du dann wieder gesund." ■* „Ach ja Grete", klagte Konrad, „du hast gut schwätzen — aber wenn draußen die Kühe und Gäule trappeln und die Wagen rasseln, da halte ich's nicht mehr aus unter der Decke und muß dann wenigstens einmal hinunter gucken. Ach — so geht es auf der Welt. Einundsiebzig Jahre lang hat mir nichts gefehlt und jetzt, wo die Arbeit drunter und drüber geht, liege ich im Bett und bin krank. Aber der Hafer am Fausteberg muß heute unbedingt geholt werden." „Ei gewiß" versprach die Grete, „Jakob spannt ja gerade an? Als Grete später den Tee in der dampfenden Kanne ans Krankenbett brachte, lief ihr sechsjähriger Hermann neben ihr her. „Großvater", fragte der Kleine, „bist du bald wieder gesund? In Hupperod ist der Pittersmarkt und da wollen wir zwei doch zusammen hin!" „Gewiß mein Bub", schmunzelt« Konrad, „bas wollen wir auch. Aber der Markt ist ja erst im Oktober — und bis dahin bin ich längst wieder auf den Beinen." „Gelt Großvater, bann kaufst bu mir eine neue Peitsche?" „Natürlich kaufe ich eine — und knallen muß sie so laut wie ein Gewehr". „Noch viel viel lauter", rief ba in hellem Eifer der Junge und machte große frohe Augen, „bie muh knallen so laut wie eine Kanone." Konrad trank geduldig den Tee, doch je öfter der Arzt kam, desto sorgenvoller schüttelte er den Kopf. Aber der zähe Bauer schlug nach bangen Tagen dem Sensenmann doch ein Schnippchen. Und als an einem nebligen Herbstmorgen auf der Dorfgasse ein Wagen rasselte, da bewegte der bleiche Konrad ein wenig den abgemagerten Kopf und sah horchend nach oem Fenster. „Was arbeitet ihr denn jetzt im Feld?" fragte er dann bie Bäuerin, bie ihm gerade eine Stärkung reichte. Seit gestern graben mir am Kesselrain Kartoffeln. Dick sind bie in biefern Jahr — es ist bie reinste Pracht!" „Dann müssen wir aber ein paar große Säcke voll dem Winterhilfswerk geben", meinte der Konrad. „Gewiß", war's dir Bäuerin zuftieden, „bas wollen wir gerne tun." Täglich reckelte sich Konrab nun wieder hoher in den Kissen und als die Dickwurz eingefahren wurde, schleppte Klein-Hermann die schwerste davon dem Großvater ans Bett. „Tausendkramenot", staunte Konrad, „bie ist ja fast so groß wie bu." „O ja", prahlte der Junge, „oon biejcr Sorte sinb noch viele dabei. Und soll ich auch einmal unser Kalb herbringen? Das ist auch schon viel gewachsen." „Laß es im Stall", schmunzelte der Großvater — wir gehen jetzt lieber einmal zu ihm." Er stieg mühsam aus dem Bett, schlüpfte in feine warmen Kleider und humpelte in der Stube hin und her. „So, sagte er, „es geht besser als ich dachte — nur noch ein bißchen durmelig ist mir's im Kopf." „Das schadet nichts", tröstete Hermann, „ich hatte dick fest." Als die Beiden im Kuhstall angewackelt kamen, schlugen Jakob und Grete die Hände über den Köpfen zusammen. „Du liebe Zeit, ei Vater", jammerte bie Grete, „warum bleibst du denn nicht im Bett?" ,„Ach" gab Konrad Bescheid „ich muß ja doch endlich wieder einmal in Den Stall gucken." Erstaunt und zugleich erfreut waren bie Burkel- leute, als Konrab am nächsten Tag auch wieder in ihrer Mitte seine Suppe löffelte. „Ach natürlich", schmunzelte er, „hier am Tisch schmeckt mir's ja siebenmal besser als im Bett'. Und weil wir so schönes Wetter haben, fahre ich nachher auch wieder einmal mit aufs Feld. „Ach Vater", bat bie Grete, „bleibe doch lieber daheim." „Baberlababb, ich fahre mit, ich muß endlich wieder einmal hinaus aufs Feld. Und da Konrad sich sein Vorhaben nicht aus- schwätzen ließ, wurde er vor der Abfahrt von Den Seinen eingemummelt wie der Pelznickel um die Weihnachtszeit. Die Sonne schien sommerlich ins herbstliche Land und im Geäst der rotbraunen Apfelbäume, die den Weg umsäumten, riefen frohlaunige Meisen und Finken. Und an den weiten Berghängen lagen zwischen ftischgepflügtem, Dunklem Ackerland die leuchtenden gelben Rapsfelder wie reines Gold. Hinter einem Höhenrücken tauchte ber Rockel- Kasper mit seinem Kuhgespann auf. „Aaa—h" tat der überrascht, „ba sieht man ja auch ben Konrad roieber." ,Ha freilich", gab ber Bescheid, „ich habe lange genug auf dem Strohsack gelegen — und bei bem schonen Wetter lebt man braunen roieber ordentlich auf." Während bann Jakob auf dem Acker am Mähen roar, packte Konrab geschromb die Gabel und lud den Klee auf den Wagen. „Ei Vater", mahnte Jakob, „lege doch die Gabel hin — Das Auflaben ist ja viel zu schwer für dich/ „Glaub's Doch nicht", wehrte sich ber Konrad, „ich habe jetzt wieder Kraft — und überhaupt — ohne Arbeit hat bas Leben keinen Wert." Der Großvater stützte sich aber bann doch auf bie Gabel, um zu verschnaufen und musterte lange bas benachbarte Gewann. Als es heimwärts ging, sah Hermann, ber eifrig das Futter zusammengerecht hatte, auf dem Kleewagen an Großvaters Seite. Der hatte sich behaglich hingelagert und ließ, von einer wohligen Müdigkeit benommen, halb wachend und halb träumend, Die friedvollen, ländlichen Bilder an sich vorüberziehen. Ein dichter Wind trieb von den Berghängen den herben Geruch letzter Kartoffelfeuer heran und unweit des Dorfes auf den Talwiesen weideten rotscheckige und braune Kühe Inmitten der Tiere sprangen und sangen Mädchen und Buben und auf einem Grashügel saß ein Junge und spielte auf feiner Flöte. Vor Den Burkelleuten aber, über dem Rücken Des Gauls, gaukelte einsam ein Falter. „Großvater", fragt Da Der Hermann, „warum ist Denn Der Schmetterling ganz allein?" „KinD, es ist Herbst, und Da roerDen die anDeren nicht mehr da sein." Gar mancherlei fragte ber Kleine noch, aber Großvaters Antworten waren jetzt fast alle zerstreut. Und es wollte scheinen, als ob sein Blct über bie bläuliche Ferne hinweg nach jener großen Wolke gerichtet sei, Die vom Schein der scheidenden Sonne verklärt, märchenschön und rätselvoll am östlichen Himmel stand. „Gelt Großvater", fragte Hermann nun wieder, „in Hupperod ist jetzt bald der Pittersmarkt und Dort kaufst bu mir eine schone Peitsche?" ,Ha", sagte Der Konrab, — aber so leise, daß es kaum zu hören war. „Und knallen muß bie", rief Hermann, „so taut, so laut — wie---ei Großvater — so sag's doch — so laut — wie eine ..." Aber Der Großvater sagte nichts mehr. Er hatte Die Augen geschlossen und lag still und friedlich auf dem Klee. Und auch, als ihn Jakob und Grete riefen, würbe er nicht mehr wach. 2S./26. Uovember 1959 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) 1H.2Z7 Drittes Blatt VerufsauWrung, ein erweitertes Aufgabengebiet der HZ ger direkten Berufsaufklärungs- und Berufslen- Hafter Arbeit erproben und entwickeln hilft. Dieser kungsmaßnahmen kann jedoch die Arbeit der HI. Erziehungsarbeit wird es einmal 3" danken fein, . . . 4, , . . ... v rsf... t.........- ___r___er..__-- ..„X SYDXhnf wtrhf- niohr rtllPin meinfchaft nimmt fie körperlich ertüchtigt, charakter- gemeinfchaft am dringlichsten u lieh festigt, ihre Fähigkeiten im Spiel wie in ernst- Kräfte am besten entwickeln? Dieser „ewige Turm der Mahnung" ragt besonders e bestvj Bahnhof Io ann- "L [ij1! er **1 , *) Bei der Brotzuteilung für Kinder über 6 Jahre besteht folgende Anordnung: Kinder von 6 bis 10 Jahren erhalten pro Woche 1700g SBrot ober 1200g 93rot und 375 g Mehl, Kinder über 10 Jahre gelten als Normalverbraucher, d. h. sie erhalten wöchentlich 2400 g Brot oder 1900 g Brot und 375 g Mehl. wenn unsere Jungen und Mädel nicht mehr allein nach Lohnaussichten, Aufstiegsmöglichkeiten, angenehmen Arbeitsbedingungen usw. ihre Berufswahl treffen, sondern fragen: Wo braucht mich die Volks- Gemeinschaft am dringlichsten und wo kann ich meine G.A. E.Bogeng: Der Struwwelpeter und sein Vater. Geschichte eines Bilderbuches, Verlag Rütten und Loening, Potsdam. 1,80 RM. — (205) — Der Struwwelpeter ist wohl das weitverbreitetste Bilderbuch für unsere Jüngsten. Und man weiß auch, daß es dem Einfall des Frank« furter Arztes Dr. Heinrich Hoffmann fein Dasein verdankt, der für seine eigenen Kinder das selber zeichnete und dichtete, was er unter den Kinder« büchern seiner Zeit nicht gefunden hatte. Aber dar« über hinaus war das Leben dieses Mannes unt feiner selbst willen bemerkenswert, und wir danken es dieser biographischen Skizze, daß wir nun näher damit vertraut werden. Fr. W. Lange. entscheiden. / Um einem möglichst weiten Kreis der Elternschaft die Möglichkeit berufskundlicher Beratung zu vermitteln, richten die HI. und der BdM. ferner in einigen der größeren Standorte unseres Gaues Elternsprechstunden ein. Ebenso wie im ~ ' in verstärktem Umfange E l - Mein Vater und ungezählte Leidensgefährten _ wurden durch ein einfach anzuwendendes Mittel In kurzer Zelt von dieser häßlichen oft Jahrelangen Krankheit befreit. Schreiben Sie mir, Ich sende Ihnen gern kostenlos meine Aufklärungsschrift mit Dankschreiben von Gehellten. Das Mittel können Sie d.die Apotheke beziehen. Max Müller, Hellmittelvertrieb, Bad Weißer Hlrsoh b.Dreid. Die Lebensmittelzuteilung vom 27. November bis 3. Dezember 11939. 8 650 (i7 Honen TlMigt, le en dastehen. Er will so fest wie möglich mit dem Dsein der Nation verbunden sein. Nur so heben nr ihn in seinen wahren Sinn empor; nur so offen- fort er feinen tiefsten Segen; nur so wird er zu ci-em Tag, in den wir wie in einen Spiegel sehen, ir dem wir ein Stück unseres persönlichen und v-kischen Lebens, gleichsam verdichtet, erkennen. Die T ten sprechen: „Aber immer sind wir nah. Ewig steht der Turm der Mahnung ba!" ’iS Si! $ „Klingende Liebesgaben." Reichssender Frankfurt im Fliegerhorst Gießen. Aus der Stadt Gießen Oie Antwort. Don Reinhold Braun. IP ersinn fort eint ^eter ir rufer,j, zrnt habt? este Arm fehlte ihni' bilditntz ji: die 3ni..) is verstoss ngathingtr. berlegech: irzielt. — Sigrid Ebert: Die Marburger Frauentracht. Mit fünf farbigen Tafeln und 32 Abbildungen, Verlag N. G. Elwert in Marburg, Preis 4,80 RM. — (223) — In der Buchreihe bur Hessischen Blätter für Volkskunde behandelt dieser erste Band einen für unsere hessische Heimat bt* sonders charakteristischen Ausschnitt. Von der Der« fasserin ist mit Liebe und Sorgfalt alles Wissens« werte über die Marburger Frauentracht zusammen« gestellt worden. Sehr hübsch sind die farbigen Bil« der, die ja erst den richttgen Eindruck von der Wirkung der Tracht geben können. Eine beigege« bene Karte verzeichnet das Verbreitungsgebiet bei Tracht in rund 170 Dörfern rings um Marburg. Der reich ausgestattet Band ist ein besonders hüb^ sches Beispiel heimatlicher Volkskunde. Fr. JE. Langet, laa-h" den M® hab« W nd bei bjs er ordentüi am W bei und ls -h bil (er für b*. der 8*® berW1' Wirt',» ich «u * ifterte » in, d«r K ii dein e ii« S er wohl'f tb halb trak ■ an siV hen JatWlf* ,n »f : ININ'"' ?X""" t Die onbi’1 , * t faft °?«i! °b )er LA weder seltsam anrühren, und den Antworten, die (amte * tür geben. Wie verschieden das einzelne Herz diese täri ® ftagen in die eigene Sprache kleidet, so münden sie ‘ J dich alle in die eine Frage: „Tust du deine Pflicht?" Diese Frage steht auch über der mächtigen Gemein- i fdnft „Volk" und besonders eindringlich in den Men des Ringens um das völkische Sein. Der Tag der Toten will nicht isoliert im Volks- $ len fielet oder hingemordet wurdet von polnischen Eqeufalen, ob ihr Opfer eines verbrecherischen An- clags wurdet, ob ihr jüngst den Heldentod starbt: V Toten alle, wir wollen euer würdig fein! Unsere £ ferfreubigf eit soll leuchten über eure Gräber oder ^bekannte Ruhestatt. Unlösbar, durch alle Kriegs- M hindurch, seid ihr mit uns verbunden, wie es g-manische Art ist. Was ihr wart, wie ihr lebtet und euch menschlich v'«nbartet, euer nun aus dem Unerforschlichen vrkendes Seelentum: das alles kämpft mit uns mit! J erfüllt unser eigenes und das Herz des Volkes ): zum Grund und macht es unüberwindlich und tfjU unseren Siegeswillen, daß er gleichsam steil uiragt wie ein mächtiges Schwert. Unse rGedenken iVndelt sich in die erlösende Tat! Don der Universität Gießen. Dem nichtbeamteten außerordentlichen Professor D., Bo11now wurde unter Ernennung zum or- dmtlichen Professor in der Philosophischen Fakultät bc Universität Gießen der Lehrstuhl für Psychologie uö Pädagogik übertragen. Prof. Dr. Bollnvw, bt- aus Göttingen kommt, ist mit dieser Ernennung Nachfolger des im April 1937 von Gießen weg- ^zangenen Professors Dr. Pfähler geworden, biit dem Weggang Prof. Dr. Pfählers hat Prof. 5:_ Bollnow das Fach Psychologie und Pädagogik ar unserer Universität bereits vertretungsweise ver- 1 feiten. Ernannt wurde zum außerplanmäßigen Professor br nichtbeamtete außerordentliche Professor in der Merinärmedizinischen Fakultät der Universität Ssßen Dr. Paul L u y. Prof. L u y ist — wie wir at Ilern bereits kurz meldeten — im Frühjahr dieses 3rt nii ieituny in elk, leih 6>ige H ftwaffi ute", hih 1938. i w Flug, Mngelnbfi M gch W Lio inschliG i Kolonie: lomber) \ etwa u? ^Michel affe Hain Mensch fast imm- kriege, nä iel wie ta 3 UNd W die i Ä yL — Karl Kindt: Platon-Brevier, gro- Mteils in neuen Uebersetzungen. Preis geb. RM. - MO. Verlag Karl Rauch, Leipzig-Markkleeberg. — (318) — Die Werke der großen antiken Phrlo- j: jochen, so ungeheuer ihre Ausstrahlung war, drin- t zm heute kaum noch über den Kreis der Fach- o fsenschast hinaus, man führt sie stets im Munde, iter kennt sie nicht.' Dies Platon-Bremer ist dank i mes klugen Aufbaus und feiner sorgfältigen Aus- ' vthl vorzüglich geeignet, vielen wieder den Weg \\ ]u Platon und zur antiken Philosophie zu bahnen, lenen aus den verschiedensten Gründen ein Stu- j H irn der Originalschristen versagt ist. Daß dies * ( S lchlein zur reinen Quelle führt und die, übrigens Z h u. sYtrntnnc; überxeuaenö — D r. Erich Valentin: Werk und Gestalt eines Deutschen. Band 60/62 der Reihe „Don deutscher Musik". Gustav Bosse Verlag, Regensburg. 271 Setten, 10 Bilder und 1 Faksimile- beilage. — (316) — Der Verfasser, der schon durch sein Buch „Richard Wagner, Sinndeutung von Zett und Werk" (1937) Beachtung auf sich gelenkt hat, führt hier in letzter Konsequenz das Verfahren und den Weg durch, aus dem Geist der Zeit, aus der Bedingtheit durch Rasse und Charakter der heimatlichen Landschaft die Persönlichkeit Hans Pfitzn^ers zu erfassen und sie in ihrer Bedeutung für Volk und Zeit eindeutig klar herauszustellen. So verfolgt er im Eingangskapitel das blutsmäßige Erbgut in Hans Pfitzner. Er zeigt dabei auf, wie schon seit Generationen in der Familie (auch in der weiblichen Linie) die musikalische Begabung verankert ist. Die Auswertung der Beziehungen der deutschen Landschaft und Stämme zur musikalischen Polarität ist . , in solch klarer Bestimmtheit, sachlicher FundierunL Die geistige und seelische Art, in der ein Volk fein T teufest begeht, bezeugt dieses Volkes Wert und . y A halt. Kein Tag im Jahre ist so erfüllt von der Xe?11* floeimnlsDoIlen Bewegung, die sich ergibt aus jenen — ft tagen, die jedes sinnende Herz aus dem „Heiligen 11 mm" zwischen uns und unseren Toten immer tens >ch ftriep> tziwaltig in diesem November empor in einen sturm- r 3' fetzten, von Kriegsgewalt dröhnenden Himmel, lärm ' öen »ßtDi9en Turm der Mahnung" ist ein Volk — Christoph von Fürer-Haimen- dorf: Die nackten Nagas. Dreizehn Monate unter Kopfjägern Indiens. Mit 108 Abbi^ungen und drei Karten. Preis in Leinen ged. 8,00 RM. Verlag F.A. Brockhaus in Leipzig. — (315) — Der Wiener Ethnologe berichtet hier von einer Expedition in das bislang noch gänzlich unerforschte Gebiet zwischen Assam und Birma südlich des Brahma- outra, wo sich die Naga-Berge ersttecken, die Heimat der Naga-Stämme, die ein noch von der Zivilisation verhältnismäßig unberührtes und enl- fprechend sorgloses Leben führen. Daß aber auch bei ihnen eine feste stammesmäßige Organisation be- steht und das Zusammenleben sich nach sehr genau beachteten Gesetzen abwickelt, konnte der Forscher überall feststellen und dabei hochinteressante Gebräuche kennenlernen. Ueber eine gewisse Handfertigkeit geht die künstlerische Befähigung der Na- gas zwar nicht hinaus, aber in Bemalung und Schmuck ihrer auffallend schönen Körper zeigen die Nagas viel dekorativen Sinn. Der Derfasier weiß, * W überäeugenb unbe!«ftrt iwnbem5 ®/P“Sn,*»M3°äu V iialegenbe. Auswahl der Texte in ausgezetchneten Ijchungsergebmlle. höchst anregend u l u i yb [fen un- und so fesselnd anregender Art bisher nur feitert so ausgesprochen worden wie hier; dem Verfasser rft die besondere Fähigkeit zu eigen, Zeitgeist und Um« weit in ihren mannigfachen Auswirkungen zu er« kennen, sie mit eindringender Uebersichtlichkeit und eindeutiger Formulierung in ihrer Vielfältigkeit aufzudecken und in ihren bedingenden Krastliniert darzuftellen. Die Persönlichkeit Pfitzners, bishev meist im wechselnden Lichte einseitiger Beurteilung gesehen, wächst hier in Geschlossenheit und charak« teristischer Ausprägung mit vollster Bedeutungs« geltung in einmaliger Größe heraus. Werk und Persönlichkeit werden in engster Wechselbeziehung erfaßt; so erscheint sein Lied „als Keimzelle der neuen Entwicklung, nicht nur des Liedes, sondern! der jungen Musik überhaupt. Ein Buch, das dis weltanschaulichen und lebenskundlichen ErkenntniffS unserer Zeit zur restlos überzeugenden Urteilsinstanz werden läßt und somit das Gründlichste und Wett« schauendste darstellt, was zur Zeit über Leben und Werk, über Kamps und Sieg dieses aufrechte« Deutschen vorliegt. Dr. H. Hering. Lebensmittel Normalverbraucher Gramm Schwerarbeiter Gramm Schwerstarbeiter Gramm bis 3 Jahre Gramm Kinber 3—6 Jahre Gramm 6—14 Jahre Gramm Brot .............. 2400 * 2900 3900 1100 1100 •) Siehe ober 1900 g Brot u. 375 g Mehl unb 500 g Brok ob. 375 g Mehl sowie für jed bezeichnete 50 g unb 500 g Brot ob. 375 g Mehl ’n mit au. b n Abschnitt Brot ober 600 g Brot u. 375 g Mehl ober 600 g Brot u. 375 g Mehl Fußnote Fleisch ob. Fleischwar. 600 1000 1200 250 250 500 Butter............. 200 200 200 125 250 200 Margarine ob. Oel... 80 120 120 — — 62,5 Schmalz ob. Speck... 62,5 125 437,5 — — — Käse.............. 62,5 62,5 62,5 62,5 62,5 62,5 ober ober ober ober ober ober 125 g Quarg 125 g Quarg 125 g Quarg 125 g Quarg 125 g Quarg 125 g Quarg Vollmilch.......... nur für werben Mütter, Wöchr bie Dauer vor ferner für befoi y2 Liter, >e u. ftülenbe terinnen für 6 Wochen, ibere Berufe % Liter y2 Liter y4 Liter Marmelabe......... 100 100 100 100 100 100 ob. 40g Zucker ob. 40 g Zucker ob. 40g Zucker ob. 40 g Zucker ob. 40g Zucker ob. 40g Zucker Zucker............. 250 250 250 250 250 250 Eier............... nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf Lustschuh und Verdunkelung Oie Gas- und Wasserhähne. Bei ge- Um allen Gefahren vorzubeugen, empfiehlt es senDun Meta Brix Roman von CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN (Nachdruck verboten.) 11. Fortsetzung. nämlich. Er weiß, Blonde, „mit dem CHLORO DO NT ner." „Na weißt du", meinte die „Du bald Tägliche, gründliche Zahnpflege ist viel mehr als Schönheitspflege- sie ist praktische Gesundheitspflege. Filmmanuskript." Matthias Heitfeld hielt ein Schreiben in der Hand: „Und nun noch dies, Frau Domkar — da wird von uns ein ausführlicher Fachartikel über die Ausstellung verlangt. Für die Zeitschrift ,Die deutsche Parfümerie*." 4. ll.Wilhelm Haber, Reallehrer a. D., 68 Jahre, Liebigstraße 86; 5.11. Henny Fuhr, geb. Meininger, 39 Jahre, Liebigstraße 13; 7. 11. Anna nidt, geb. Müller, o. B., 25 Jahre, Keplerstr. 13; Das Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda veranstaltet in den kommenden Wochen **7 4 Iahre alt. Am gestrigen Freitag, 24. No« oember, konnte der Rentner Lorenz Gaffel- meyer, Krofdarfer Straße 9, seinen 74. Geburtstag feiern. Dem alten Herrn nachträglich unsere herzlichen Glückwünsche. ** Sterbefälle in Gießen. Es verstarben in Gießen in der Zeit vom 1. bis 15. November: 3.11. Anna Stein, o. B., 61 Jahre, Johannesstr. 9; Nun war Waldemar Heitfeld so klug wie zuvor. Matthias Heitfeld hatte keine Frage getan. Ab«» Moravitzky ist nicht viel los!" Die andere schnipste mit den Fingern, meinst, weil er setzt nicht filmt — du, oer ist wieder ganz oben. Ich seh ihn heute abend bei meinem Bruder. Sie schreiben zusammen an einem und Monaten eine großzügige Werbung sicherungsunternehmungen nicht ersetzt zu i für den Gedanken der B u ch - F e Id p o st - ba fie als l)erbeigefubrt gelten senduna Jeder Volksgenosse ist aufgerufen, sei- Um allen Gefahren vorzubeugen, empfiehlt es l Urevi nen Anae^öriaen und Freunden an der Front Bü- sich, von vornherein die Eisbildung an den Scheiben o.B., - - / - cf)er al/Feldpostsendung zu schicken. Der deutsche zu verhüten, wozu im Handel erhältliche Mittel ge- Schmidt, geb. Muller, o. 7. 11. Karl Berkenhoff, Fabrikbesitzer, 74 Jahre. Bismarckstraße 43; 8.11. Friedrich Brunotte Schloß ser, 72 Jahre, Am Riegelpfad 84; 8.11. Luise Müller, Schneidermeisterin, 60 Jahre, Roon st raße 18; 9.11. Katharina Becker, geb. Gambach, o. B., 66 Jahre, Leihgesterner Weg 25; 10.11. Adolf Morler, Verw.-Oberiekretär, 57 Jahre, Stephanstraße 45; 11.11. Wilhelm Hirdes, Lokomotivführer, 62 Jahre, Liebigstraße 87; 11.11. Gertrud Herter, 1 Monat und 16 Tage, Läufertsröderweg 55; 12.11. Heinrich Schmidt II., o. B., Gießen-Wieseck, 80 Jabre, Kirch, straße 16; 13.11. Heinrich Ehr Hard, Steinmetzmei- ster, 54 Jahre, Friedhofsallee 14; 14.11. Pauline Schneider, geb. Döpfer, o.B., 56 Jahre, Hamm- straße 15; 15. 11. Johann Menn, Kaufmann, 72 Jahre, Neustadt 32; 15.11. Margarete Jost, geb. Erk, o.B., 53 Jahre, Gießen-Klein-Linden, Wetz, larer Straße 88; 15.11. Johannes Röhl, Monteur, 58 Jahre, Gießen-Wieseck, Alicenstraße 46. Strafkammer Gießen. Die A. O. in Dortelweil hatte sich in den Jahren 1937 bis 1939 der Blutschande, begangen mit ihrem Stiefvater, der inzwischen Selbstmord verübte, und der Abtreibung schuldig gemacht. Die Angeklagte war geständig. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtgefängnisstrafe von 5 Monaten. Die Angeklagte wurde zu einer Gesamtgefäng. nisstrafe von 4 Monaten verurteilt. Der K. G. in Frankfurt a.M. war beschuldigt, im Juli mit einer Person unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenommen zu haben. Der An- geklagte, der im wesentlichen geständig war, wurde, dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend, zu einer Gesamtae fän gn i sstrafe von zehn Monaten, abzüglich ein Monat und zwei Wochen Untersuchungshaft, verurteilt. Aus der engeren Heimat. Kundgebung mit dem Kreisleiter. + ® rün6 erg, 24. Nov. Am Donnerstag fand in der Turnhalle eine Kundgebung statt. Alr Redner war Kreisleiter Backhaus erschienen, der damit zum ersten Male in einer öffentlichen Der- sannnlung in Grünberg sprach. Die Versammlung war gut besucht, auch zahlreiche Angehörige der Wehrmacht waren erschienen. Pg. Backhaus erntete für seine Ausführungen, die etwa anderthalb Stunden dauerten, reichen Beifall. 'Landkreis Gießen. K Steinbach, 23. Nov. Eine der ältesten un- serer Mitbürgerinnen, Frau Kacharina Elisabeth« Fink, geb. Balser, Mtwe, konnte am 20.Novem- her in verhältnismäßig guter Gesundheit ihren 8 3. Geburtstag feiern. Unsere Glückwünsche! K Albach, 23.Nov. Am 24.November feiert Frau Marie Kacharina Arnold, geb. Schäfer, Ehefrau des Karl Arnold, in guter Gesundheit ihren 7L Geburtstag. Wir gratulieren! Kreis Bübingen. * Schotten, 24. Nov. Gestern verstarb hier im Alter von 87 Jahren Herr Karl Weitz, der Seniorchef der Oberhessischen Wollwarenfabrik Schütz & Weitz. Er war aus Schotten gebürtig und stets ein treuer Sohn seiner Heimat. Gemeinsam mit seinem verstorbenen Schwiegersohn gründete und betrieb er die Wollwarenfabrik und stellte bis in sein hohes Alter hineine seine Schaffenskraft in den Dienst des Betriebs. Seine ganze Liebe galt- auch feiner Vaterstadt. An allen Veranstaltungen nahm eignet sind, die als Paste aufgetragen und auf der Scheibe verriebe^ werden, ohne daß die klare Durchsicht beeinträchtigt wird. Ist es hierfür ober schon zu spät, so kann die Eisbildung gefahrlos entweder durch langsame Erwärmung des ganzen Raumes und gleichzeitiges Abwischen des herabrinnenden Tauwassers (um das Faulen oder Rostansetzen des Rahmens zu verhindern) beseitigt werden, wobei der Heizkörper allerdings mindestens 3 Meter von der Scheibe entfernt stehen muß, oder — noch besser! — man stellt einen gewöhnlichen Ventilator (ohne Heizvorrichtung) so auf, daß der Luftstrom die ganze Scheibe bestreicht. Im letzteren Falle wird die Scheibe in ganz kurzer Zeit wieder klar sein. Gießener Dochenmarktpreise. * G i e ß e n, 25. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, VA kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Sttick 5 bis 10, Wirsing, kg 6 bis 10 Rpf., 50 kg 6 RM., Weißkraut, % kg 5 bis 6 Rpf., 50 kg 4 RM., Rotkraut, kg 7 bis 10 Rpf., 50 kg 7 RM., gelbe Rüben, % kg 7 bis 8 Rpf., rote Rüben 9 bis 12, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 15 bis 2ü, Rosenkohl 20 bis 40, Feldsalat, Vio 10 bis 12, Zwiebeln, kg 10, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Kartoffeln, % kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,15 bis 3,45 RM., Aepfel, % kg 15 bis 20 Rpf., Birnen 15 bis 20, Blumenkohl, das Stück 10 bis 70, Endivien 8 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Radieschen, das Bündel 10 Rpf. gen sind. Sicherer Splitterschutz. Der Splitterschuh für den Luftschutzraum kann auf die verschiedenste Weise gewährleistet werden. Wer sich damit begnügt, Erde anzuschütten und feftzustampfen, soll tunlichst eine Breite von einem Meter einhalten. Wer Kisten mit festgestampfter Erde aufstellt, kann sich mit einer Dicke von 75 Zentimeter begnügen. Steinvackungen bedürfen nur einer Dicke von einem halben Meter. Bei Rund' hölzern kann man auf 40 Zentimeter herunter- gehen, Holzbalken brauchen sogar nur 30 Zentimeter breit zu sein. Wer Kies und Schotter zwischen Holzwänden zur Sicherung aufbaut, kann sich aus eine Dicke von 25 Zentimeter beschränken. Selbstverständlich dürfen die Sicherungen sich nicht auf das Ausfüllen der Oefinungen beschränken, sondern müssen sowohl in der Breite, als auch in der Höhe darüber hinausgehen. Bei der Verdunkelung beachten. Erst verdunkeln, dann Licht einschallen oder anzünden. Prüft eure Verdunkelung von der Straße aus! Verdunkelt alle Zimmer, auch Nebenräume. Hebt bei der Verdunkelung keine falsche Sparsamkeit, Bedenkt: Die Verdunkelung ist ein Dauerzustand! Denkt an den Wasservorrat in der Wohnung für den Ernstfall. NSG. Leuchlplaketten trägt man links. Wenn es sich schon vielfach am Hellen Tage noch nicht überall herumgesprochen hat, daß in Deutschland der Rechtsverkehr herrscht, so können aus einer Vernachlässigung dieser Erkenntnis während der Verdunkelung besonders unangenehme Zusammenstöße" entstehen, die durchaus zu vermeiden sind. Zur Disziplin nach den Regeln der Straßenverkehrsordnung sind wir alle auch während der Verdunkelung aufgerufen. Die Träger von Leuchtplaketten können einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zu dieser Disziplin leisten, wenn sie die Leuchl- platette stets links tragen und in peinlicher Befolgung der Verkehrsordnung rechts gehen. Dann kann man unschwer erkennen, wo der Passant „zu Ende" ist, und braucht ihn nicht anzurempeln. Selbstverständlich müssen erst recht diejenigen, die keine Leuchtplakette tragen, scharf re chts gehen. „Stoff hätten wir ja genug", sagte Luise und legte ein freies Blatt des Stenogrammblockes zurecht. „Wollen Sie gleich anfangen, Herr Heitfeld?" „Nein —" Heitfeld wollte gleich zum Kaiserdamm fahren. „Kommen Sie mit, Fiau Domkat. Wir gehen gemeinsam noch mal durch die ganze Ausstellung, prüfen alle Stände unserer Branche und halten dann gleich die ganzen Eindrücke von diesen und der Ausstellung überhaupt fest." Luise erhob sich. Sie stand zur Verfügung. Als sie unten im Hof zu Matthias Heitfeld in den Wagen stieg, kam der Juniorchef dazu. „Wohin —?" fragte Doktor Heitfeld. „In die Ausstellung — na, ausgezeichnet! Er kam mit. Er fährt beinahe jeden Tag hin, dachte ßuffe. Wahrscheinlich der schönen Mädel wegen, die sie, Luise, in den Derkaufsstand gesetzt hatte! Waldemar Heitfeld setzte sich auf den Platz vor Luise. Er spürte den Duft ihrer Kleider, ihres Körpers. Er dachte wieder daran, daß er sie einmal in seinen Armen gehalten hatte — ein paar Herz- schlüge lang. Ihr aber war nicht die Spur einer Erinnerung an jene Wiener Begegnung geblieben. Er redete lebhaft und spürte dabei doch hinter sich den süßen Zauber der Frau. Aber er wachte zugleich in einer strengen Selbstbeobachtung über sich selbst. Luise war sich, solange er sie im eigenen Betrieb kannte, immer gleich gebfieben, ernst und verschlossen, ihm gegenüber mehr noch als seinem Vater. Er hatte das bemerkt. Und doch verriet manchmal ein Wort, eine Bewegung, ihr vielleicht selbst unbewußt, daß sie weicher, aufgeschlossener sein konnte. Sie gingen durch die Ausstellungsräume. Luise schritt zwischen den beiden Herren, dem aufrecht- stattlichen Vater und dem breitschultrigen blonden Sohn. Am Ausstellungsstand der Parfümerie Heitfeld war Betrieb; sie sah es schon von weitem. Beppo Brehms Werbezeichnung leuchtete ihnen entgegen. Man sah jetzt überall das Bild der zierlichen Frau im Stil vergangener Zeit vor dem leuchtenden Grün des Parkes, an den Säulen, in der U-Bahn, in den Zeitschriften. Der geräumige Pavillon, an der Vorderseite in drei Abteilungen gegliedert, hinten mit einem Rundbau abschließend, war ein entzückender kleiner Tern- Mädchen spreche, dachte Luise. Angenehm war es ihr nicht. Die drei da draußen kannten sie viel- leicht und platzten gleich mit Fragen los. Aber sie konnte Heitfeld natürlich nicht hindern, hierzubleiben. Schließlich war er der Chef. Oder vielleicht — sie wandte sich ihm zu: „Vielleicht wollen Sie selbst mit den jungen Mädchen verhandeln, Herr Doktor?" Er winkte ab. Nein, das wollte er nicht. Er ging also weiter — in das andere Zimmer. Es wurde eine lebhafte Unterhaltung, die Luise dann führte. Es war natürlich für die drei Korn- parsinnen eine Ueberraschung, die ihnen bekannte Schauspielerin als die Privatsekretärin des Parfümeurs Heitfeld Wiederzutreffen. „Wieso eigentlich —?" „Wie kamen Sie dazu, Frau Domkat?" Diele Fragen auf einmal. Luise gab freundlichen Bescheid. Aber eine leichte Abweisung klang mit. Sie fand schnell den Uebergang zu dem geschäft- liehen Zweck dieser Unterredung. Aber Henni Bergmann konnte doch eine Frage nicht unterdrücken. Wer war denn eigentlich der blonde Hüne, der draußen im Wartezimmer mit ihnen gesprochen hatte? „Doktor Heitfeld — der jüngere Chef unseres Hauses", erwiderte Luise. „Sieh an —" sagte das rotblonde Mädchen und streifte Luise mit einem merkwürdigen Blick. Und meinte dann später draußen zu den Kameradinnen: ,Linker, ich laß mich fressen, wenn die Tätigkeit der Domkat hier nicht irgendwie mit diesem schönen blonden Mannsbild, dem jungen Heitfeld, zusam- Buchhandel verteilt kostenlos ein Buchverzeich- nis, das eine reichhaltige Auswahl der für Feldpostsendungen besonders geeigneten Bücher enthält. Nach den postalischen Bestimmungen werden Bücher bis 250 Gramm portofrei als Feldpost- sendungen befördert. Darüber hinaus find Buchfeldpostsendungen bis zur Gewichtsgrenze von 1000 Gramm mit 0,20 RM. freizumachen. In dem Buchauswahlverzeichnis sind alle Bucher, die portofrei versandt werden können, besonders gekennzeichnet. Genehmigung des Arbeitsamtes zur Selbständigmachung. Nach einem Bescheid des Reichsarbeitsministers ist die Zustimmung des Arbeitsamtes auch dann erforderlich, wenn ein Arbeiter oder Angestellter um Lösung seines Arbeitsverhältnisses nachsucht, um sich selbständig zu machen. Ehrenbuch der Sänger Die hessischen Gesangvereine sind gehalten, ein Ehrenbuch anzulegen, in dem der Einsatz der Sanger als Frontsoldaten und jede Mitwirkung der Chöre bei einem Lazarettsingen, oder bei Kriegswinterhilfskonzerten nieder gelegt werden sollen. Vereiste Schaufensterscheiben nicht gewaltsam abtauen. Fliegeralarm müssen alle Hauptgashähne im Hause geschlossen werden. Falls nur ein Hauptgas- hahn im Hause vorhanden ist, ist dieser von dem Meter, in dessen Keller sich der Hauptgashahn befindet, sofort zu schließen. Anders ist Dagegen mit Dem Hauptwasserhahn zu verfahren. Er muß geöffnet bleiben und darf erst dann geschlossen werden, wenn etwa eine Beschädigung durch Fliegerangriff im Hause eintritt Bei einer Nachprüfung der Hauptgashähne und Hauptwasserhähne durch Beauftragte des Luftschutzbundes wurde festgestellt, daß viele dieser Hähne nicht gangbar sind und daß meistens die Schlüssel zum Bewegen dieser Hahne fehlen. Es ist daher die Pflicht jedes Hausbesitzers, sich unverzüglich davon zu überzeugen, daß alle Hähne in Ordnung sind. Wo das nicht der Fall ist, müssen die Hähne sofort durch einen zugelassenen Installateur in Ordnung gebracht werden. Die Un- terlassung dieser Pflicht kann sich bitter rächen und chwere Schäden nach sich ziehen. Außerdem macht sich der Hausbesitzer strafbar. Die Schlüssel zu den Kellern, in denen sich die Hähne befinden, sind am zweckmäßigsten in einem verschlossenen Umschlag an Ort und Stelle aufzubewahren, sodaß sie jeder- zeit griffbereit sind. Der Luftschutzhauswart m jedem Hause muß genau darüber unterrichtet fein, wo sich die Hähne befinden und wie sie zu betäti- Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast (Sefiersweg): „Butterfly" und 22.45 Uhr „Im Trommelfeuer der Westfront". ~- Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Reise nach Tilsit" und 14 Uhr: Märchenvorstellung „Dornröschen", ,Lasper kauft ein Haus", „Eine tolle Fuchsjagd". — Turnverein 1846: 20.30 Uhr bei Depler, Bahnhofstraße, Kameradschaftsabend. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr ,2a Traviata . — Gloria-Palast (Seltersweg): „Butterfly" und vormittags 11 Uhr ,Zm Trommelfeuer der West- front". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Reise nach Tllsit" und 13.30 Uhr Märch^noor- stellung „Dornröschen", ,Lasper kauft em Haus , „Eine tolle Fuchsiagd". Stadttheater Gießen. Am heutigen Samstag kommt die Operette , Gasparone" von K. Millöcker als geschlossene Vorstellung für den KdF.-Feierabendrlng (2. Vorstellung) zur Aufführung. Kein freier Kartenverkauf. Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr. Am morgigen Sonntagnachmittag findet die dritte Vorstellung des HJ.-Theaterringes statt. Zur Aus- fübrung kommt unter der Spielleituna von Dr. Hannes Razum Hebbels Schauspiel «Agnes Dernauer". Bühnenbild: Karl Löffler. Die Dorstel- lung beginnt um 15 Uhr und endet gegen 1715 Uhr. Freier Kartenverkauf findet nicht statt. — 21m Sonntagabend wird zum letzten Male die Oper von Giuseppe Verdi „La Traviata" aufgefuhri. Musika- ktsche Leitung Richard Boeck, Spielleitung Bernhard », Bühnenbild: Karl Löffler. Aniang 19.30 nde 21.30 Uhr. Dienstag, 28. November, 20 Uhr: Erste Wieder- holung „Die luftigen Weiber von Windsor', Oper von Otto Nicolai. Musikalische Leitung Paul Wal- ter. Spielleitung Harry Grüneke. 9. Vorstellung der Dienstag-Miete. Mittwoch, 29. November, 19.30 Uhr: Intermezzo am Abend", Lustspiel v. Möller und Lorenz. Spiel- leitung Hans Geißler. 9. Vorstellung der Mittwoch- Miete. Freitag, 1. Dezember, 20 Uhr: „Der Kgeuner- baron", Operette von Joh. Strauß. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Spielleitung Harry Gru- neke. 10. Vorstellung der Freitag-Miete. Sonntag, 3. Dezember, 11.30 Uhr: 4. Morgenveranstaltung „Klassischer Humor". Kammermusik, Gesang, Rezitation. Gestaltung Franz Schneider- Facius. Musikalische Leituna Richard Boeck -y 14.30 Uhr: Erstaufführung „Der gestiefelte Kater, Märchen von Arthur Wagner. Musik von Josef Vorsmann. Spielleitung Karl Dolck. Musikalische Leitung Richard Boeck. Außer Miete. — 19 Uhr: „Gasparone", Operette von Millöcker. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Spielleitung Harry Grüneke. Außer Miete. Film, und cichtbiwervortrag über die Deutsche Antarktische Expedition 1938/39. Der Goethe-Bund, Kaufmännische Verein und die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde haben in Ar- beitsgemeinschaft mit der Dolksbildungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft .Kraft durch Freude den Leiter der Deutschen Antarktischen Expedition 1938/39, Kapitän Ritscher, zu einem Vortrag nach Gießen gewinnen können. Kapitän Ritscher wird in einem fesselnden und außerordentlich aktuellen Bericht einen Ueberblick über Aufgaben, Erfolge und Ergebnisse der von ihm geleiteten Deutschen Antarktischen Expedition 1938/39 geben. Der Expeditionsleiter wird seine Ausführungen durch zahlreiche Lichtbilder, sowie durch einen farbigen Schmalfilm wirkungsvoll ergänzen. Gießener Konzertverein. Das zweite Orchesterkonzert des Gießener fton« zertvereins findet Donnerstag, 30. November, unter Leiter von Professor Dr. T e m e s v L r y im Stadt- theater statt. Solistin ist Anni A s s i o n. Frldpostbück'er an bie ftront! ,Luise Domkat? Die hat man doch ewig nicht im Film gesehen!" . Die Blonde hob die Hand: „Regt euch nicht auf, vielleicht macht Die Domkat jetzt Komparserie wie wir. Man kann nie wissen ... Aber daß man uns hier so lange sitzen läßt, ist wirklich eine Unver- schämtheit von den Leuten!" „Die ich zu entfchuldigen bitte!" Ein großer, breitschultriger Mann stand neben Den Mädchen und grüßte. Sie hatten sein Kommen überhört. Nun stand er vor ihnen und schaute sie an. Sie waren Musterung gewöhnb. Das gehörte zum Beruf. Die dunkelhaarige Cilly erklärte: „Wir wurden hergeschickt. Man sagte uns, die Parfümerie Heit- feld benötigt Drei Damen für ihren Stand auf Der Ausstellung." Waldemar Heitfeld nickte. Das stimmte. Das war Frau Domkats Einfall. Sie und Beppo Brehm woll- ten, daß Der Heitfeldsche Pavillon eine mondäne Note bekam. Und wahrscheinlich hauen sie ganz recht. Die drei waren scharmante Mädchen. Er sagte: „Wenn Sie sich noch einen Augenblick gedulden wollen, meine Damen!" Er ging nun auch zu der Tür drüben, unD dabei flog ihm noch der Gedanke durch den Kopf ... dieser Beppo Brchm und die Domkat schienen sich ausgezeichnet zu verstehen ... Luise war in ihrem Zimmer, hatte eben telephoniert und legte den Hörer jetzt auf. Doktor Heitfeld kam herein, grüßte und lehnte sich gegen den Schreibtisch. Er sagte: „Frau Domkat, draußen sitzen drei Ihrer früheren Kolleginnen und erwarten Ihre Befehle!" Einen Augenblick sah Luise ihn erstaunt an. Kolleginnen — und weshalb sagte er bas in einem etwas abfallenden Ton —-? Aber Dann nickte sie ruhig und erwiderte: „Sie meinen unsere Verkäuferinnen für den Pavillon — ich werde mir die Damen gleich hereinbitten." Heitfeld blieb weiter am Schreibtisch stehen. Er sah zu, wie Luise rasch ein paar Notizen machte. Vielleicht will er dabei sein, wenn ich mit Den Etwas abseits, so Daß es ungewiß war, ob er Käufer oder Zuschauer sein wollte, stand ein hoch- gewachsener, dunkelhäutiger Mann. Luise wurde beim Anblick Des Fremden von einer zitternden Angst befallen. Im aleichen Augenblick wies auch Doktor Hell« selb auf den Mann: „Sieh da — Herr Zaditt persönlich in Berlin! Und ist natürlich bei unserer Ausstellung. Er ist anscheinend ganz versessen darauf!" Er wandte sich an Luise: „Hat er sich eigentlich bei uns angemelbet — Der Herr Zaduk aus Belgrad?" „Nein", entaegnete die Sekretärin seines Vaters. Luise kannte diesen Mann. Sie erinnerte sich gut' dieses scharf geprägten Gesichtes, über das bei Der Begegnung vor Jahren ein maßloser Zorn fuhr. Ihr Schritt wurde zögernder. Matthias Heitfeld bemerkte es. Er sah auch Dir Verwirrung, in Der sich Die Frau befand. Er legte- seine Hand auf ihren Ann: „Was ist, Fr km LPD. Frankfurt a. TI., 23. Nov Seit dem Weltkrieg chatte ein Einwohner im Stadtteil H ö ch st «inen Kasten mit Schmuckgegenständen, Familienandenken, Papieren und -altem Silbergeld vermißt und trotz eifrigen Suchens niemals finden können. Er gab diese Gegenstände bereits verloren und glaubte, daß sie -gestohlen seien. Zu seiner großen Ueberraschung Photo-Kino Krmplatx II Fernrif 3163 flrür den Natur- freund! iBfliöweöen Die Lebensgemein, schäft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus bcm Tier» und Pflanzenleben des hei» mailichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck» tafeln,mir lebendiacw und aufschluhreichem Linführungstext von K. Gerhard u.G.W >lff. Preis RM. 4.80. ,Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen t k bildgeword. Natur» schünheiten in fick aufzunehmen, dem fingen u. Klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes.' Reclams Universum Verlangen Sie Kostenlos unsere bebilderten Werbeblütter Zu beziehen durch |ede Buchhandlung! Hugo Dermühler Verlag Serlln»Lichterfelde IIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIUUIUI er regsten Anteil, unergennützig arbeitete er überall mit, wo man seiner bedurfte: jahrelang war er auch Gemeinderat tätig. Dem rührigen Mann wird En Schotten ein ehrendes Andenken bewahrt bleiben. Srei» Alsfeld. —— Homberg, 23. Nov. Bei dem F e r n • wettschießen unserer Schützengilde er- aiette die erste Mannschaft 540 Ringe. Davon errang Schütze Habicht 152 Ringe, Hermann Leininger 141 Ringe, Gottfr. Christ 127 Ringe und R, Ramge 120 Ringe. Don der 2. Mannschaft entfielen auf jeden Schützen 15 Schuß in den drei verschiedenen Anschlagsarten. Sie errang im ganzen 467 Ringe. Von der Jugend gab jeder Schütze 10 Schuß liegend freihändig ab. Der Schütze Hube n t h a l schoß 92 Ringe, Hrch. Hartmann auch 92 Ringe, Willi Klee 91 Ringe und F r a ß 85 Ringe. Die Jugend errang insgesamt 360 Ringe. Eine „Gnadenhochzeit" im Kreis Marburg. ßpb. Marburg, 23. Nov. Der seltene Fall, daß ein Ehepaar die sog. „Gnadenhochzeit" begehen kann, d. h. auf einen 70jährigen g e - meinschaftlichen Lebensweg zurückblickt, kann aus dem Kreisort Wollmar gemeldet werden. Das hochbetagte Ehepaar Andreas Freiling und Frau Christine, geb. Müller, begeht am 28. November zum 70. Male seinen Hochzeitstag. Der Jubilar hat bereits den 94., seine Gattin den 90. Geburtstag gefeiert. Don den Kindern lebt noch eine in den 60er Jahren stehende Tochter. Oer Schatz in der Kochkiste. Hach 20 Jahren wiedergefunden. Olympische Ausschuß und das Organi- s a t i o n s k o m i t e e für die V. Olympischen Winterspiele haben den Beschluß gefaßt, den Auftrag zur Durchführung der Olympischen Winterspiele zurückzugeben. Der Führer und Reichskanzler hatte bei dem Vortrag, der ihm am 20. Juni durch den Reichssportführer und Dr. von Halt gehalten worden war, entschieden, daß die Anlagen in Garmisch eine entsprechende Erweiterung erfahren sollten. So wurde der Umbau des Schistadions und die Verdreifachung des Eisstadions in Angriff genommen. Der Führer stiftete außerdem die Mittel für den Bau eines Winterschwimmbaües. Der Plan, die Spiele durch einen „Botenlauf der Freundschaft" von Chamonix her über St. Moritz nach Garmisch einzuleiten, war einer der neuen Vorschläge. Die große Kundgebung „T a g des Schiläufe s", zu der Deutschland die 10 000 besten Schiläufer aus allen Gebieten vereinen wollte und für die 1100 Schiläufer aller Sportnationen als Gäste vom Heimatort ab einaeladen waren, hätte dafür gesorgt, daß der an fid) für diese Winterspiele umstrittene Schilauf zu seinem Recht gekommen wäre. Diese Vorbereitungen wurden auf ausdrückliche Anordnung des Führers auch nach Kriegsausbruch unverändert fortgesetzt und so weit vorgetrieben, daß die misch noi Spiele ohne weiteres hätten stattfinden können. f Nachdem aber ein Beschluß des Internationalen s, Olympischen Comitees vorsieht, daß ein krieg» Gäste anzuziehen hofft. Küche und Haus. 9.30: Schulfunk (Grundstufe): „Der König mit den Ziegenohren", Märchenspiel. 10: Frohe Weisen. 11: Klavier- und Chormusik. 12: Stadt und Land — Hand in Hand. 12.10: Schloß- konzert Hannover. Es spielt das Niedersachsen-Orchester. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Werkskonzert in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch ... 15: Großes Unterhaltungskonzert in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 17: Nachrichten. 17.10: Musikalische Kurzweil. 17.50: Sport. 18: Klingende Liebesgaben. Eine fröhliche Sendung des Reichssenders Frankfurt für die Soldaten am Westwall. 19.10: Unterhaltungskonzert. Dazwischen Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. 22 bis 22.15: Nachrichten. Frankfurt a. M., 24. November. Die eröffnete an den Aktienmärkten in uneinheitlicher Tendenz, wobei bei den zunächst in nur kleiner Anzahl notierten Papieren noch Rückgänge überwogen. In den führenden Werten zeigte sich ßedoch etwas Rückkaufsneigung, auch sonst war die Stimmung nach den Abschwächungen der beiden Vortage eher etwas freundlicher. JG.-Farben Lagen mit 158,13 (158) gut gehalten, Verein. Stahl 0,25 o. H. höher mit 99,13, ferner gewannen Oeffürel 0,25 v. H. auf 134 und Daimler 0,50 v. H. auf 118. Andererseits schwächten sich Mansielder um 3,25 v. H auf 165, Feinmech. Setter nach Pause um 2,75 v. H. auf 103, Aschaffenburger Zellstoff •auf 99,75 (102), Siemens auf 201,75 (203,50), Holzmann auf 142,75 (145), Rheinstahl auf 129,50 1130,65) und Adlerwerke auf 94,50 (95,50) ab. Der Rentenmarkt lag still, es zeigte sich ober wieder etwas mehr Nachfrage als gestern. Beachtet waren Steuergutscheine, unnotierte Jndu- sitrie-Obligationen, ferner Pfandbriefe und verscbie- vene Reichsschatzanweisungen. Liqui-Pfandbriefe «teilweise 0,13 bis 0,25 v. H. erhöht, auch Stodton- lleihen vereinzelt etwas erholt, 4,50 v. H. Mainz 94,50 (94). Industrie-Obligationen bröckelten dagegen zumeist ein wenig ab. Reichsaltbesitzanleihe lebhafter mit 136,75 bis 137 (136,75), Reichsbahn- DA. uno. 126,13. . Im Verlaufe blieb die Entwicklung bet stillem «Ge chäft Zwar uneinheitlich, überwiegend machte über die Erholung leichte Fortschritte. Die meisten Der führenden Papiere lagen 0,25 bis 0,75 über dem Anfangskurs, so u. a. Verein. Stahl mit 100,13 mach 99,13, RWE. mit 116.50 nach 115,75, JG.-Far- Den mit 158,40 nach 158,13, aber auch bei ben Nebenwerten ergaben sich vielfach mäßige Erhöhun- 6cn. Weiter schwächer jedoch Adlerwerke mit 93,50 mach 94,50. Don später notierten Werten sind u. a Scheideanstalt mit 216,50 (215), DDM. mit 152,50 <153,75) und nach Pause Deutsche Linoleum mit 125 (128) zu erwähnen. Unnotierte Werte lagen still. Tagesgeld morgigen Sonntag 26 Mannschaften auflaufen, um damit au zeigen, daß trotz aller Schwierigkeiten der Fußball auch in diesem Jahre mithilft, durch zur Derfügungstellung von Beträgen dem Kriegs-Win- terhilfswerk seine Aufgaben zu erfüllen. Man ist überzeugt, daß der damit an die Fußball freunde gerichtete Appell durch ihr Erscheinen der Sache zu dienen, nicht ungehört verhallt. In unserer engen Heimat sinio 3 Spiele an gesetzt und zwar Stadtmannschaft Gießen — Stadtmannschaft Wetzlar Watzenborn-Steinberg — Leihgestern Rodheim — Krofdorf. Das Spiel Stadtmannschaft Gießen — Stadtmann- schaft Wetzlar dürfte das Hauptinteresse beanspruchen. Gießen und Wetzlar haben folgende Mannschaften angekündigt: Dinges (1900); Möhl (VfB.), Goß (1900); Gasten (1900), Leutheuser (VfB.), Kraft (VfB.); Bonarius (1900), Fleischhauer, Köppers (beide VfB.), Kraft (1900), Häuser (1900); Baumann, Haas (beide Böblinghaufen), Dau- mann (Wetzlar 05), Rühl (Naunheim), Engelmann (Wetzlar 05); Becker (Naunheim), Zedorn, Blech (beide Wetzlar 05); Schäfer (Wetzlar 05), Meinhard (Naunheim); Wiegand (Wetzlar 05). Auf dem Papier erscheint die Gießener Mannschaft stärker, als die Vertretung der Gäste. Sie hat den Vorzug, nur aus zwei Vereinen zusammengesetzt zu sein. Darüberhinaus sind sich die Spieler nicht fremd, da sie sich schon wiederholt gegenüber« standen. Die Wetzlarer Mannschaft setzt sich zwei- fellos aus vielen Einzelkönnern zusammen. Für sie wird ausschlaggebend sein, ob sie sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenftnden können. Eines dürfte auch dieser Mannschaft wie allen Mannschaften der Gruppe Wetzlar zu eigen sein, ein Kampfmille, der sich nicht entmutigen läßt, und der erst verloren gibt, wenn der Schlußpfiff ertönt. Rodheim — Krofdorf. Auch dieser Kampf wird das bieten, was man von ihm erwartet. Die Spielstarke läßt sich nicht genau beurteilen, da Rodheim mit einer neugebil* führendes Land nicht Träger der Spiele sein kann, haben der Deutsche Olympische Ausschuß und das Oraanisationskomitee für die V. Olympischen Winterspiele nachstehenden B e - schluß gefaßt: „Deutschland, auch im Kriege den Werken des Friedens treu, hat die Dorbereitunaen für die V. Olympischen Winterspiele 1940 Garmisch- Partenkirchen fortgesetzt und die olympischen Sportstätten betriebsfertig ausgebaut. Da feine Vorschläge auf Herbeiführung eines Weltfriedens von der englischen und französischen Regierung abgetönt wurden, und deswegen der Krieg weiter- ge führt werden muß, gibt es den Auftrag der Durchführung dieser Spiele im Einverständnis mit dem Internationalen Olympischen Comitee an dieses Watzenborn-Steinberg I — Spielvg. Leihgestern I. Ohne Zweifel wird am kommenden Sonntag der Sportplatz der „Teutonen" an der Neumühle Hochbetrieb zu verzeichnen haben. Wenn man sich die Begegnungen der morgen auf- einanbertreffenben Mannschaften ins Gedächtnis zurückruft, so muß festgestellt werden, daß diese Spiele stets einen ganz besonderen Reiz hatten. Jahrelang standen sich beide Mannschaften in einer Klasse gegenüber und jahrelang war der Erfolg ein abwechselnder. In den letzten Jahren aber kamen dann die „Teutonen" etwas vor und durch ihre Zugehörigkeit zur Bezirksklasse mit Leihgestern in Meisterschaftsspielen nicht mehr in Berührung. Allein schon aus diesem Grunde wird das Spiel am morgigen Sonntag in Watzenborn-Steinberg seine Anziehungskraft noch gesteigert sehen. Die Gäste aus Leihgestern können fast auf ihre komplette Mannschaft zurückgreifen, während die „Teutonen" noch immer über die Hälfte der etatsmäßigen Spieler vermissen. 2)fB.-2L 1. Jgd. — 1900 1. Jgd. Im Rahmen des Opfersonntags treffen sich auf dem Waldfportplatz vor dem Städtespiel Gießen gegen Wetzlar die beiden Lokalrivalen im Freundschaftsspiel. In erster Linie gebt es darum, noch vor dem Beginn der Bannmeisterschaften noch einmal die Klingen im friedlichen Streit zu kreuzen. Die Blau- Weißen, die die Bannmeisterschaft erringen konnten, sind Favorit. Die Grün-Weißen, die die letzten Begegnungen immer verloren, werden sich nun gehörig strecken, damit ein achtbares Ergebnis erzielt wird. Die 2. Jugend von 1900 tritt gegen die Jugend von Klein-Linden an und trifft damit auf eine körperlich starke Mannschaft. Io. Rodheim 1. Jgd. — VfV. R. 2. Jgd. Die 2. Jugend hat sich sehr viel vorgenommen, denn die Rooheimer sind als sehr stark bekannt und auch körperlich den kleinen Gießenern überlegen. geführt. Deutschland ist sich bewußt, im olympischen Gei st e seine Pflicht erfüllt zu haben. In den von Deutschland emgeleiteten Verhandlungen wurde festgestellt, daß die Mehrheit der schitreibenden Nationen für eine Einigung des Schisports mit dem Internationalen Olympischen Comitee geftimmt ist. Und zum zweiten ist in Gar- ' ich ein großartigeres Zentrum des Wintersports entstanden — ein stolzer Besitz für den deutschen Sport — das in Zukunft viele ausländische besten ElisM 20. W fyr liütmch mber \ä- std.SW Gesinch. eren! gestohlen seien. Zu sei ßand er jetzt den Kasten halt wieder. Er hatte die alte Kochkiste, die während des Weltkrieges gebraucht wurde und jetzt wieder in Aktion treten sollte, aus einer dunklen Ecke hervorgeholt, wo sie seit 20 Jahren unbeachtet gestanden hatte. Niemand hatte gewußt, daß der längst verstorbene Vater damals, als die fremde Besatzung einrückte, diese Wertgegenstände in die Kochkiste versteckt hatte. M e Ä! 'Ai JiQnn ? 3m Sportkreis Gießen-Wetzlar-Dill werden am beten Mannschaft antritt und die Krofdorfer schon - — —c— —i mehr gespielt haben, als die Gastgeber. Mehr Milch, mehr Eier,hochbe- wettete Kaninchen durch die echte gewürzte Futtertaltmlschung Iwevg - Mavke Zu haben In den einschlägigen Geschäften ... W1D lerkur für — Nervös - Erschöpfte Spezialkuranstalt Hofhelm 15 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 Mäßige Preise. S.-W. Dr. M. Schulxa-Kahlay«». Narvanarn Aeuausgabe zu 12.— Reichsmark Adreßbuch Stadtkreis und Landtteis Gießen Großstädtisch auSgestattetes Nachschlagewerk von 624 Seiten Umfang, mit Stadtkreis Gießen, acht Städten und 75 Landgemeinden von mehr als 111000 Einwohnern Stabtplan Gießen elnschl. Klein-Linden u. Dieseck, ergänzt bis in die letzte Zeit Sorgfältig bearbeitete Anschriften-, Straßen-und Geschäftsverzelchniste, Abschnitt über NSDAP., Behörden, Vereine, Standes», öffentliche Einrichtungen usw. Oberhesfischer Adreßbuchverlag Gießen Schulstraße I Fernsprecher 2251 Gesellenbrief ohne Prüfung. NSG. Verschiedentlich sind Lehrlinge, die sich bereits zu den Herbstprüfunaen gemeldet hatten, inzwischen zur Wehnnacht einberufen worden. Nach einer Anordnung kann diesen Lehrlingen, wenn sie zur Ablegung der Gesellenprüfung nicht erscheinen können, der Gesellenbrief ohne Prüfung ausgehän- digt werden. Voraussetzung ist, daß die Zulassungen zur Prüfung ordnungsgemäß erfolgt sind. Der Inhalt des Zeugnisses des Lehrbetriebes muß, bestätigt von den Zeugnissen der Berufs- und Fachschule, den Schluß zulassen, daß dem Lehrling eine umfassende Ausbildung zuteil geworden ist und daß er über die notwendige fachliche und persönliche Reife verfügt. Sparsamkeit in kleinen Dingen. NSG. Die elegante und feine Kleidung war noch nie Beweis einer sauberen inneren Haltung, sie ist vielmehr lediglich ein Beweisstück des größeren Geldbeutels. Danach aber scheidet man in Deutschland nicht mehr die Geister. Erst recht nicht in Kriegszeiten. Jetzt kommt es auf die pflegliche, saubere und geschmackvolle Kleidung an, die durchaus nicht mehr eleganten Charakter zu tragen braucht. Wer haushalten und der Kleidung ein langes Leben schenken kann, wenn's auch mit Flicken geschieht, der ist eine deutsche Frau dzw. ein deutscher Mann. Wir brauchen auf die „feinen" Dinge nicht zu verzichten, wer es aber freiwillig tut, seinem Volke zuliebe, der ist eben immer fein, weil er anständig ist und tut, was ihm die Pflicht gebietet. Dabei macht es der Hausfrau und den zahlreichen Bekleid"ngshandwerkern Freude^ jetzt einmal wirkliche Kunst zu zeigen in ihrem Beruß Sie beweisen, daß man in Zeiten der Not so manches Bekleidungsstück und so manchen Haushaltungs- gegenständ, den man in Friedenszeiten achtlos beiseite wirft, wieder verwenden kann. Es muß nur der gute Wille vorhanden sein. Beendigung >er Kußball-liundenspiele 1900 7 5 1 1 11:3 Leihgestern 5 4 1 0 9:1 Steinberg 5 4 0 1 8:2 VfB.-Reichsbahn 7 .3 2 2 8:6 Großen-Buseck 6 3 1 2 7:5 Krofdorf 3 1 0 2 2:4 Steinbach 5 1 0 4 2:8 Londorf 6 1 0 5 2:10 Großen-Linden 6 0 1 5 1:11 Die Rundenspiele, die allgemein Anklang gesunden hatten, mußten abgebrochen werden. Sie werden er- etzt durch die am 10. Dezember beginnenden Kriegsmeisterschaften, die in zwei Klassen gestartet werden. Die obenstehende Tabelle gibt ein genaues Bild über die derzeitige Spielstärke Der Mannschaften. An der Spitze steht 1900. Die Mannschaft hat sich trotz mehr- achen Ersatzes sehr gut geschlagen. Relativ besser teht Leihgestern, eine Mannschaft der Kreisklasse, die erstaunliche Ergebnisse herausholen konnte. Die Teutonen, im Vorjahre Meister der Bezirks- klasse, kamen nach anfangs schlechtem Start immer besser ins Spiel. Der VfB.-Reichsbahn konnte durch zahlreichen Ersatz zwar nur einen Mittelplatz erringen, jedoch ließ die Mannschaft zeitweise erkennen, daß man noch mit ihr zu rechnen hat. Recht gut hat sich Großen-Buseck geschlagen. Nur gegen den Meister verloren die Großen-Busecker hoch. Krofdorf fehlt noch die Spielerfahrung gegen die starken Mannschaften der Bezirksklasse, doch kämpfte die Elf unverdrossen. Steinbach hatte einen guten Start, fiel später aber stark zurück. Londorf kämpfte recht unglücklich. Stark enttäuscht hat die Elf von Großen-Linden. Anerkennung für die Gießener Uudergesellscha^ In Würdigung der Stiftung eines Ruderbootes durch die G. R.-G. 1877 an einen durch die Zeitver- hältniffe geschädigten Ruderverein im deutschen Osten (wir berichteten im Zusammenhang mit der Jahreshauptversammlung der G. R.-G. über diese Stiftung) ging nunmehr dem Vereinsführer der G. R.-G. Stu- dienrat Scharmann folgendes Schreiben des Reichsfachamtes Rudern zu: „Berlin-Charlottenburg 1, den 23.11. 39. Don der Stiftung eines Vierers mit einem kompletten Riemenfatz für die durch den Krieg schwer geschädigten Rudervereine im Warthegau habe ich mit großer Freude Kenntnis genommen und danke Ihnen für diese kameradschaftliche Haltung. Wegen der Versendung behalte ich mir noch nähere Mitteilung vor. Besonders danke ich Ihnen auch für die teilweise Uebernahme der Transportkosten. Don Ihrem Schreiben habe ich dem Graudenzer Ruder- verein, für den ich das Boot bestimmt habe, Kenntnis gegeben. Heil Hiller! Gez.: Paul t." TA frarf Seife! ■. * i ■ ■/ ■ ■ ■ Hausfrau, begreife Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! uiiiininiiuuiuiimiimmwi Stoffe für den Winter Schönheit ist ein (jelchenk Zlse Bingold Verlobte 7000D 7001 A Reichenbach i.Dogtl. Gießen, Steinstraße 78 05172 Si£tonn£n.sugen< beehren sich ihre Vermählung anzuzeigen 05158 726 A kartenverkaufssteile der KdF. rP34D 2. nm 30. November 1939. 6983D 3399 A lie em ab Lager oder Werl Eugen Dürr & Co., Gießen Führer zu echtem Nalurerleben 6996V Nährmittelkarte abgegeben: für gute Herrenkleidung Verständnis für individuelle Wünsche Vollendung V. Weltruf treuhand-G, m, b. H. unterliegt. _ 63711) 6580A __ Sricgswinkrhilfe Lotterie im Alleinverkauf Markenkleidung steht Ihnen jederzeit zur Verfügung, um Sie kostenlos und unverbindlich über die Mängel Ihrer Haut und deren Beseitigung, durch richtige Pflege in der Heimbehandlung zu beraten. Wir erwarten Ihren Besuch, gnädige Frau. des Himmels, das die Natur nur wenigen Glücklichen in den Schoß legt; aber Jugend und Frische schenkt sie allen und dazu die Möglichkeit, beides durch sachgemäße Pflege zu bewahren oder wieder zu erlangen. Die Kosmetikerin En zuverlässiger Wedcer läßt ruhig einschlafen und pünktlich Hans Rühl Paula Rühl, geb. Erhard 'Tzebbe Marktstr. 22 Einspaltige Kleinanzeigen werden zum er» mäßigten Grund» vreis von 5 Pf. für die Millimeter» teile veröffentlicht Lodenfabrik Frey München wie Sportflanelle Skiflanelle Hemdenflanelle Sportoxford Oberhemdenpopeline Schlafanzugflanelle Rockbiber Morgenrockstoffe Unterrockstoffe Schürzenstoffe Gardinenstoffe u. a. m. Eigene Maßschneiderei für Anzüge und Uniformen in höchster Je 25 Gramm Sago, Kartoffelgraupen, Kartoffelstärkemehl oder Puddingpulver auf die Abschnitte N 11, N 12, N 27 und N 28. Das Puddingpulver kann lose oder gepackt abgegeben werden, wofür für ein Päckchen mit einem Gewicht von 46—60 g zwei Abschnitte, für ein Päckchen mit einem Gewicht von etwa 75 g drei Abschnitte der Nährmittelkarte von der Verteilungsstelle einzubehalten sind. Auf die mit einem Kreuz bezeichneten Abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Jahren können je 125 g DPM. (Deutsches Puddingmehl), Gustin, Maizena, Mondamin, Ricena oder Weizenin bezogen werden. Für die handelsüblichen 250-g- Packungen werden also je zwei mit einem Kreuz bezeichnete Abschnitte embehLltey, Er muß Kenntnisse in der Deutschen Kurzschrift in dem von der Reichsfinanzverwaltung verlang- Mehr Freude an der Naim durch Bermühler-Bücher! Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vonn. Heger Nacht. Bandaßistenmeist. Marktstr. 16 Lieferant der Ixrankenkassen Damen-Bedienung KarolaAntz Gießen, Hessenstraße 10 staatlich geprüfte Musiklehrerin det *Döll Marktstraße 28 Die Verlobung ihrer Kinder Zlse und August geben bekannt: Dr. Or. Heinrich Äingold Hauptgeschästsführer und st. Ilelchskommlssar der Industrie« u. Handelskammer Regensburg und Frau Amalie geb.Wolsrum August Habrich Apotheker und Frau Käte geb. Reubert Regensburg Gießen Rlch.-Wagner.Etr. 14 Univ.-Apothek z.gold.Snget 26. November 1939 Einstellung von Jungmännern. Zum 1. April 1940 werden Jungmänner für die gehobene Laufbahn der Reichsfinanzverwaltung eingestellt. Für diese Einstellung kommen nur Bewerber in Betracht, die die folgenden Voraussetzungen erfüllen: 69770 i. Der Bewerber muß mit Erfolg zehn Schuljahre durchlaufen haben und muß a) Das Abschlußzeugnis einer anerkannt vollausgestalteten Mittelschule oder b) eines als vollausgestaltet anerkannten Aufbauzuges an einer Volksschule oder c) das Zeugnis des erfolgreichen Besuchs von sechs Klassen einer öffentlichen oder staatlich anerkannten höheren Lehranstalt oder von vier Klassen einer solchen in Aufbauform oder d) das Zeugnis des erfolgreichen Besuchs einer öffentlichen staatlich anerkannten Handelsschule mit zweijährigem Lehrgang oder einer höheren Handelsschule besitzen. August Habrich cand. pharm. z. Zt. Feldwebel im Westen Die kleine Schreibmaschine mit den großen Vorzügen Generalvertrieb Baums & Treibig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. [i328A Das Heldenlied des deutschen Soldaten Weltkrieg 1914-1918 Nadel- und Laubholz, Schniltmaterialien aus eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiefernschmiiholz Sperrholz - Isolierplaiten - Furniere Hartplatten für Fußboden usw. Bekanntmachungen. Suchenbackwaren auch weiterhin ohne Brotkarten. Die Hauptvereinigung der deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft hat mit Zustimmung des Reichsmimsters für Ernährung und Landwirtschaft eine Anordnung erlassen, in der im einzelnen bestimmt wird, welche Gebäckarten kartenpflichtig sind. Kartenfrei sind nach wie vor alle eigentlichen Kuchengebäcke, insbesondere auch die wohlfeileren Kuchengebäcke wie ungefüllte Schnecken, ungefüllte Streußelkuchen, Amerikaner usw. Dagegen sind vom 1. Dezember ab neben Brot, Kleingebäck und Zwieback folgende Gebäckarten kartenpflichtig: Korinthen- und Rosinenbrot, Kuchenbrot, Stuten (Semmeln), Korinthenstuten, Blatz, Kloben, Kölben, einfache Strietzel, einfache Stollen, Einback, Korinthen« und Rosinenbrötchen, Kuchenbrötchen, Hörnchen, Hedwige, Kipfel, Heißwecken, Zopfgebäck. 69760 Auf je 100 Gewichtseinheiten der Einzelabschnitte der Reichsbrotkarte und Brotzusatzkarte für Schwer- und Schwerstarbeiter werden je 100 Gewichtseinheiten der genannten Backwaren abgegeben. Da die aufgeführten Gebäckarten in manchen Teilen des Reichsgebiets anders benannt werden, ist bestimmt worden, daß diese Backwaren auch dann kartenpflichtig sind, wenn sie unter einer anderen Bezeichnung in den Verkehr gebracht werden. Neuregelung des Verkaufes von Altfahrzeugen. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat die bisherigen Bestimmungen über die Preise für Altfahrzeuge neu geregelt. Die wichtigste Neuerung ist, daß in Zukunft nicht nur der Verkauf eines gebrauchten Kraftfahrzeuges vom Verbraucher an den Händler, sondern auch der Verkauf vom Verbraucher an einen anderen Verbraucher dem Schätzungszwang durch eine Schätzungsstelle der deutschen Automobil- Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete, reich bebilderte Haus- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. finden Sie in großer Auswahl zu den bekannt niedrigen Preisen im STOFFSPEZIALHAUS Bernard&Sohn Gießen, Plockstraße 14-16 7002 A Ihre Vermählung geben bekannt Karl Gregorius Uffz. in einem Satl.-Stab eines Inf.-Regts. Else Gregorius/ geb. Schneider *' foHtema* Sofortiger Gewinnentscheid Nach bestandener Prüfung an der staatlichen Musikhochschule in Frankfurt a. M. erteile ich gründlichen Klavierunterricht auf moderner Grundlage an Musikbegabte (Erwachsene und Kinder) in und außer dem Hause ten Maß besitzen. 3. Der Bewerber muß a) vollkommen gesund und seinem Alter entsprechend genügend kräftig entwickelt sein, b) die Voraussetzungen für die spätere Verleihung des Reichsbürgerrechts erfüllen, c) deutschblütiger Abstammung sein und nach Herkunft und Erziehung die Gewähr dafür bieten, daß er jederzeit rückhaltlos für den nationalsozialistischen Staat eintritt, d) dem Deutschen Jungvolk oder der Hitler-Jugend angehören, e) gut beleumdet und schuldenfrei sein. Die Jungmänner werden unmittelbar im Anschluß an die Schulentlassung und vor Ableistung des Arbeitsdienstes und des Wehrdienstes angenommen. Bewerbungsgesuche sind sofort unter Beifügung einer beglaubigten Abschrift des letzten Schulzeugnisses, zweier Licht- (Paß-) Bilder aus neuester Zeit, einer Bescheinigung über die Zugehörigkeit zum Deutschen Jungvolk oder zur Hitler-Jugend und eines selbstversaßten und handgeschriebenen Lebenslaufes bei dem Oberfinanzpräsidenten Kassel in Kassel, Skagerrakplatz 43/45, einzureichen. Die genauen Wohnungsanschriften (Zeit, Ort, Straße und Hausnummer) seit 1. Januar 1932 sind hierbei anzugeben. Die Berufsaussichten sind günstig. Die Reichsfinanzverwaltung gewährt während der Ausbildungszeit Unterhaltszuschüsse. Stärkeerzeugnisse auf Nährmittelkarten. In der Zeit vom 20. November 1939 bis 17. Dezember 1939 und vom 18. Dezember 1939 bis 14. Januar 1940 werden folgende Stärkeerzeugnisse auf die Goethe-Bund, Kaufmännischer Verein Gesellschaft für Erd-und Völkerkunde in Arbeitsgemeinschaft mit der Volksbildungsstätte Gießen der NS.-6emeinschaft Kraft durch Freude. Montag, den 27. November 1939, abends 8 Uhr, ÜB der NEUEN AULA der Universität Schmalfilm- und Lichtbilder-Vortrag des Leiters der Deutschen Antarktischen Expedition 1938/39 Kapitän Ritscher Die Deutsche Antarktische Expedition 1938/39 Die Mitglieder des Goethe-Bondes und Kaufmännische!! Vereins haben auf neuen Mitgliedsausweis, Kontroll* abschnitt Nr. 3, die Mitglieder der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde auf GB. Gutschein Nr. 3 freien Eintritt, Mitglieder der NS.-Frauenschaft, des Land* schaftsbnndes Volkstum und Heimat erhalten Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von 60 Pf., Nicht* Mitglieder zu 1 RM. bei Challier und an der Abendkasse, Studentenkarten zu 30 Pf. bei Hausverwalter Becker, Universitätsgebäude, HJ., BDM., Militär end Schüler zu 30 Pf., Angehörige der Volksbildnngsstätto Gießen der NS.-Gemelnscbaft KdF. zu 50 Pf. bei der Montas, den 27.. und Dienstag, den 28. Nov., findet im Hotel „Bayrischer Hof“, Bahnhofstraße (Eingang auch durch den Hof möglich), auf vieseitigen Wunsch ein zweitägiger TistMeä-niil SemerinirsK mit gesellschaftl. Umgangsformen statt. Serviettenbrechen, Vorstellen, Besuche empfangen, Decken von Kaffee-, Tee-, Mittagsund Abendtisch, die Festtafel mit Tafelschmuck, Aufklärung über Verhalten bei Besuchen und in allen Lebenslagen. Mittagskursus von 3—5.30 Uhr, Abendkursus von 8—10.30 Uhr. Honorar für beide Mittage oder Abende nur 4.— Mk. 12 Papierservietten mitbringen. — Es wird besonders auf diesen Kursus empfehlend hingewiesen, zumal eine vielseitige Ausbildung beansprucht wird. Anmeldungen nimmt jederzeit Hotel Bayrischer Hof entgegen. Leiterin: Vera von Keitz. egggv z. Z. Fracht Gießen, Marburger Straße 34 25. November 1939 z.Z. im Felde 25. November 1939 tJeSSgfi-tßlanbelkleie! • Wäscht und reinigt wie Seife • Sauerstoffhaltig• Macht Ihr Gesicht" gugenbfiifcß unditlütenceui Streudose RM Q90 r Nachfüllbeutel RM0.45 ............. Frei erhältlich! ■ Bente Samstag 22.45 Uhr: Einmalige Spät-Vorstellung u. Sonntag vorm. 11 Uhr im Gloria-Palast Jugendliche haben Zutritt Der Vorverkauf hat begonnen! 6982 A Film-Sonderausw. Friedrich Voß Dresden Achtung! Achtung!! MWMMWsl Mswln Siehe» llmWeliMMW um WWmWMeu beginnen am Donnerstag, Dem 30. liooembet 1939,19 W inderOeffcntl.Handelslehranstalt,Wernerwallll am Oswaldsgarten, nach dem bereits bekanntgegebenen Stundenplan. Weitere Anmeldungen noch zu Beginn des Unterrichts möglich, oder bei OrtsvereinsMbrer Werner, Tannenweg 30. Auskünfte über Preise der Kurse Wer an svosV tema,Gicht oder Ischias leidet, wolle sich an mich wenden, daich ihm ein Mittel anbiet, kann, bei dess. Anwendung er vielleicht, wie so viel.andere auch, von seinen Schmerz, befreit wird. Meine Auskunft kostet und verpfl. zu nichts. Max Reissner Pharmazeutische Erzen nisse, Berlin-Cbarloltenb. 9 Reichsstr. 623 g. MUMMllt Ein Kriegs-Tonfilm, hergestellt unter Mitverwendung authentischer Aufnahmen in- u. ausländisch. Archive. Jeder Deutsche will und muß diesen Film gesehen haben! Auch die deutsche Jugend ist besonders eingeladen! Dazu die neue Wochenschau I Belauschtes Leben Kleine fireatur in Wasser, Dusch und Halm von K. O. D a r t e l s. Mit einem Geleilwort von Professor Dr. Dee gen er, Universität Berlin. 62 Seiten Text und 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunter- schrifien und Namensangaben. Preis des Werkes in Ganzleinenband 4,80 Reichsmark. Nicht eines der vielen allzuvielen, willkürlich zusammenge- stellten Bildbücher, sondern ein gründliches Werk langer, liebevoller Forscherarbeit (Ein Buch, das uns die tiefsten Blicke in die Natur tun labt Ein Buch, das zur Ehrfurcht erzieht" Will Vesper. Waldweben Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern von K. Gerhard und G- W olff. 32 Seiten Tert und 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln. Preis des Werkes in Ganzleinenband 4,80 Reichsmark. ,(Es lebt und webt in diesem Buch, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen die bildgewordenen Naturschönheiten in sich aufzunehmen, dem singen und klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes. Reclams Universum. Ditte verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter Die Bücher sind durch jede Buchhandlung zu beziehen Hugo Bermühler Verlag, Bin.-Lichterfelde 05161 - i fJmTtooundM