250 Erstes Blafl Mittwoch,25.GttobeN9ZY 189. Jahrgang Deutschlands Volkskraft und sein Glaube an den Führer aber schwer -en. An fr i der M ttiirb m ie Achste- irg der Drr> «ch wie dr gierung freierLauf gelassen zu einer Hetze gegen das Deutschtum und gegen das Deutsche Reich, die immer unerträglichere Formen annahm. Dies ging so weit, daß deutschfeindliche Demonstrationen vor der deutschen Botschaft in Warschau an der Tagesordnung waren. Am 21. März 1939 wies ich den damaligen polnischen Botschafter Lipski in Berlin warnend auf diese Dinge hin und erklärte, daß ein neuer Versuch unternommen werden müsse, die deutsch-polnische Politik in das richtige Gleis zu bringen. Ich wiederholte hierbei Herrn Lipski nochmals das bekannte deutsche Angebot zur Lösung des Danzig- und Korridor-Problems und ergänzte es noch in einigen Punkten zu Gunsten polnischer Interessen. Zur gleichen Zeit luden wir den polnischen Außenminister Beck nach Berlin ein, um in gemeinsamer Während dieser Monate nun war, sehr im Widerspruch zu den von Deutschland in freundschaftlichem Geist geführten diplomatischen Verhandlungen und mit den Besuch-Austauschen zwischen Berlin und Warschau, im deutsch-polnischen Verhältnis auf verschiedenen Gebieten nicht die erwartete Entlastung, sondern eine dauernde Versteifung festzu- tellen. Die Ausbürgerung Deutschstämmiger aus dem damaligen Polen wurde immer intensiver betrieben. Alle deutschen Einsprüche in der deutsch-polnischen Minderheitenkommission blieben nicht nur unbeantwortet, sondern wurden offensichtlich in zunehmendem Maße von dieser Kommission sabotiert. Die Drangsalierung deutscher Volksgenossen in Polen durch örtliche Behörden nahm immer krassere Formen an, und vor allem der polnischen Presse wurde nunmehr in verstärktem Maße von der Re- Die Kriegsschuld der englischen Kriegsheher bloßgelegt Das erste Auslandsecho der Abrechnung Ribbentrops. er it 4 Beilagen RM. 1.95 e 1.80 Mn« > «-hi »i *»» im tue ton tu, ^nilich Ä ’M weh Absage hinauslief. Denn mir damals diese erstaunliche polnische Haltung gegenüber diesem einmaligen und großzügigen Angebot des Führers merkwürdig storkam, so haben wir heute des Rätsels Lösung in der Hand: England skeckle dahinter! heute wissen wir, daß schon damals Garantieverhandlungen mit England im Gange waren. Rur so ist auch die seltsame und geschichtlich gesehen geradezu unfaßbar kurzsichtige Haltung der polnischen Regierung überhaupt zu erklären. Aber nicht nur auf diplomatischem, sondern auch auf militärischem Gebiet war nunmehr diese völlig veränderte Haltung Polens Deutschland gegenüber zu erkennen. Bereits am 26. März hatte ich Herrn Lipski auf die vorliegenden Meldungen über polnische Truppenzusammenziehungen an Den deutschen Grenzen hingewiesen und vor den möglichen Konsequenzen gewarnt. Ich hatte ihm er« klärt, daß, wenn diese Dinge in dieser Richtung weiterliefen, in Kürze eine ernste Situation entstehen könnte und müßte. Deutschland habe bisher nicht einen Soldaten mobilisiert, und ich könnte nur hoffen, man werde in Polen die Unsinnigkeit der jetzigen Haltung einsehen und den deutschen Dor- chlag, sobald sich die Situation beruhigt habe, doch noch eingehend prüfen. Am nächsten Tage erhielten wir die Antwort: Das war die Nachricht von den unerhörten Ausschreitungen gegen Deutsche in Bromberg. Ich ließ daraufhin erneut den polnischen Botschafter kommen und erklärte ihm, daß ich nicht unr mit Bedauern von der Ablehnung der deutschen Vorschläge durch Polen Kenntnis nehmen müsse, sondern daß die Beziehungen der beiden Länder sich auf stark abschüssiger Bahn bewegten. Die Reichsregierung müsse die polnische Regierung für diese unerhörten Vorkommnisse in Bromberg und die höchst bedenkliche Entwicklung des deutsch-polnischen Verhältnisses, die ausschließlich Polen zur Last fielen, in vollem Umfange verantwortlich machen. Dieses ist in Kürze die Entwicklung der deutsch-polnischen Be- ziebungen. Sechs Monate lang wurde so mit einer Langmut ohne gleichen, deren nur ein Adolf Hitler fähig ist, ein Angebot des Ausgleichs an Polen wiederholt, das unter Hintansetzung berechtigter deutscher Ansprüche auf Wiedergutmachung dieses unerträglichen Unrechtes von Versailles lediglich diktiert war von dem ernsten Wunsch des Führers, das deutsch-polnische Verhältnis ein für allemal zu bereinigen und Europa damit den Frieden zu sichern. Als der Führer seinerzeit in seiner Rede dem Reichstag den Inhalt dieses Angebots bekanntgab, habe ich selbst die ungeheuere Bewegung erlebt, die durch die deutschen 'Männer im Reichstag ging: nur die gewaltige Autorität des Führers konnte das deutsche Volk zu dem in demselben liegenden Verzicht auf uralte territoriale Rechte bewegen. Nochmals fast weitere sechs Monate hat Deutschland dann zugesehen, wie Polen die Deutschen auswies, terrorisierte — zehntausenden ; Don Flüchtlingen in diesen Monaten geben hiervon den sichtbaren Beweis — wie es Danzig drangsa- i lierte, militärisch bedrohte, wirtschaftlich abdrosselte usw. Die Sprache der polnischen Regierung Deutsch- i land gegenüber aber wurde immer aggressiver, bis I es zu den bekannten offenen Provokationen und , Grenzverletzungen in den letzten Augusttagen kam. i Erst nach einer letzten Mahnung Deutschlands durch . eine Mitteilung an die polnische Regierung vom > 9 August, in der darauf hingewiesen wurde, daß l eine wirtschaftliche Abschnürung Danzigs eine sehr ernste Situation herbeisühren müsse — eine Mäh- Verhältnisses zwischen Berlin und Rom gemacht; Kommentare zu der Rede finden sich in Anbetracht der Kürze der Zeit noch nicht. Große Seochlung in Schweden. Stockholm, 25. Okt. (Europapreß.) Mit Interesse hat man in Skandinavien die Ausführungen des Reichsaußenministers von Ribbentrop in Danzig ausgenommen. Besonders der Teil, worin sich der Reichsaußenminister mit dem Verhältnis Deutschlands zu Rußland beschäftigt, hat hier große Beachtung gefunden. Denjenigen, die der deutschen Sprache mächtig sind und die die Rede am Rundfunk abhören konnten, fiel der starke Beifall auf, den Ribbentrop bei seinen Ausführungen erhielt, die er dem deutsch-russischen Verhältnis widmete. Auch die Andeutung, daß eine weitere Vertiefung der Beziehungen zu Rußland beabsichtigt sei, hat hier einen großen Eindruck gemacht, zumal aus der Rede Ribbentrops eindeutig hervorging, daß Deutschland von sich aus keine Initiative mehr für den Frieden ergreifen werde, im Gegenteil jetzt nach Ablehnung der Friedensvorschläge durch England den Kampf gegen England in vollem Maße aufneh - men werde. Auch der Passus, in dem Ribbentrop auf das traditionelle gute Verhältnis zu Nordamerika einging, wird hier besonders verzeichnet. Die Rede des Reichsaußenminifters wird als Abrechnung ausschließlich mit England und seiner Politik gewertet, zumal der Reichsaußenminister Frankreich nur mit wenigen Worten streifte und dabei betonte, daß das französische Volk keinen Krieg wolle. Das Echo in Holland. Amsterdam , 25. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die mit großer Spannung erwartete Rede des Reichsaußenministers von Ribbentrop wurde in Holland von zahlreichen Leuten am Lautsprecher verfolgt. Zudem brachte der niederländische Rundfunk gleich nach Beendigung der Rede einen Auszug mit den wesentlichsten Punkten. Vor allem wurden die Stellen der Rede wiedergegeben, die von der Bereitschaft des deutschen Volkes handeln, den ihm aufgezwungenen Krieg gegen England zu einem siegreichen Ende zu führen. gntnifW Minen, ft M an tä Schon lange ist es her, als ich vom Pg. Forster in ersten Mal ein geladen wurde, in der damals ^nannten „Freien", in Wirklichkeit sch"" tfolg* höherer Gewalt zernsprechanschlüffe gtler Sammelnummer 2251 Urschrift für Drahtnach« chten: Anzeiger Stehen werden diesen Kamps zu einem guten Ende führen Reichsaußenminister von Ribbentrop sprach in Danzig. — Englands Kriegsschuld vor aller Welt festgestellt. Berlin 25. Okt. (Einführung der Kriegswirtschaft in den Ländern gegebenen Verhältnisse erfolgt. B^de Rea^üngen sind der Auffassung. daß alles Erheben soll um die bisherigen Wmtschastsbe- iä U" »X1Ä Die deutsch-schweizerischen Wirtschaft« beziehungen. Neue Belebung des Warenaustausches zu erhoffen. LIS tai al«*: parste, f. w* man p Nfi* Ä *Ä! 1 fr »SA t u 1 der len. § * 2* Beratung die Basis für ein umfassendes Vertragswert, das Die deutsch-polnischen Beziehungen ein .für allemal klären sollte, sicherzustellen. Ich habe bei dieser Gelegenheit dem polnischen Botschafter nahegelegt, zur Klärung der Situation sofort persönlich nach Warschau zu fahren. Ich wollte im Hinblick auf die merkwürdige polnische Haltung in verschiedenen Fragen vermeiden, daß der Führer den Eindruck erhalte, Polen wolle sich einfach nicht verständigen. Am 26. März überbrachte mir daraufhin der polnische Botschafter Lipski eine Aufzeichnung als Antwort auf das deutsche Angebot, die auf eine völlige Ablehnung des großzügigen Führer- Vorschlages hinauslief. Es scheint kaum glaublich, und dennoch ist es Tatsache, daß mir von dem pol- Das Scho in Rom. R 0 m, 25. Oktober. (DNB. Funkspruch.) Die große Rede des Reichsaußenministers in Danzig, die den unwiderleglichen Beweis für den absoluten Kriegswillen Englands gegen Deutschland gebracht hat, findet in Italien voll st e Z u st i m - mung. Die Beweisführung dafür, daß England eitIahren insgeheim undplanmäßig den Krieg gegen Deutschland vorbereitet hat und sich schließlich mit seiner Garantie an Polen nur noch d e n V o r w a n d für die Kriegserklärung an Deutschland verschaffte, sei, so wird in Rom betont, mit der erschöpfenden Darstellung der englischen Politik der letzten Jahre und der unmittelbaren Vorgeschichte des Krieges vollständig gelungen. Man denkt Dabei in Rom besonders auch an die von Ribbentrop festgestellte Sa Dotierung des von Mussolini am 2. September unterbreite* ten Planes durch Chamberlain. In dieser Beweisführung sei ein für allemal Die Verantwort- t u n g Englands an Der weiteren Entwicklung Der Ereignisse geklärt. Daß der Reichsaußemmm- ster unter Den Beispielen des für das britische Imperium zum System gewordenen Wortbruches an erster Stelle den englischen Betrug an Italien nannte, ruft in Italien lebhaften Widerhall hervor. Das italienische Volk hat weder diesen Wortbruch noch Die von England während des abessinischen Feldzuges herausbeschworenen Sanktionen vergessen. SS mann «* euai em? i» man *» unt «W nischen Botschafter erklärt wurde, jegliche weitere Verfolgung dieser deutschen Pläne, D. h. betreffend Die politische Rückkehr Danzigs zum Reich, bedeute den Krieg mit Polen. Auf meine mehr als erstaunte Erwiderung, daß der deutsche Vorschlag doch zur Herstellung eines dauernden freundschaftlichen Verhältnisses zwischen Den beiden Nationen, nicht aber zur Herbeiführung eines Deutsch-polnischen Konfliktes gemacht sei, und daß mir diese Antwort der Warschauer Regierung völlig unverständlich sei, konnte Der Botschafter keine Erklärung ab geben. Auf unsere Einladung des Ministers Beck nach Berlin erfolgte dann ebenfalls eine Antwort, die auf eine glatte Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis 8* /.Uhr desD ormittagi Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/. mehr. LrmStzigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- fpaltige Gelegenhettsanzei» gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts« u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsie Staffel B Abkommen alle Maßnahmen getroffen, um Die gegenseitige Versorgung sicherzustellen. Es ist selbstredend, Daß unter Den heutigen Verhältnissen Die Touristik im bisherigen Umfange nicht aufrechterhalten werben kann. Die beDeutenben Beträge, bie Dadurch frei wurden, werden künftig der Tilgung Des großen SalDos Des Clearingkontos zugute kommen. Auch sonst sind von beiDen Seiten ernsthafte Anstrengungen gemacht worden, um Die Deutsche Ausfuhr nach Der Schweiz unD bie schweizerische Ausfuhr nach Deutschlanb, bie beibe unter bem hohen Salbo stark litten, sofort wieder in Gang zu bringen. Es ist daher zu hoffen, baß das soeben unterzeichnete neue Abkommen, bas zum l. November, teilweise mit Rückwirkung vom 1. Oktober, in Kraft tritt, zu einer neuen Belebung bes deutsch-schweizerischen Warenaustausches fuhren wird. m Wohn. 1 in (Song. .Letzten Ech Ei. sieits fehl« loste E Mi ! auf 75)1 M. Wer mit >40), eber.’o emjche B * (M | Metall au) erhin Nch Itöesitz ura, 139), bo. n : Gold« uni richsschahD Dbligatioiw ststt. Stadl. unnatfenen ühen Fältz hast. N* Die römische Morgenpresse bezeichnet die Rebe Ribbentrops in ben Schlagzeilen als „vernichtende Abrechnung mit der antideutschen Politik Englands und als „Bestätigung des deutschen Entschlusses die englische Herausforderung anzunehmen . Besonders unterstrichen werden Die Ausführungen des Reichsaußenministers über die Kriegsvorbereitun- aen Englands und die durch Englands Schuld zum Scheitern gebrachte Friedensinitiative des Duce. Deutschland werde jetzt ben Krieg bis ans f^grei^e Ende führen. Auch bie norbitaliem chen Blatter kjen besonderen Nachdruck auf Die klare und ein« heutige Feststellung, daß das Reich den ihm von Enaland aufgezwungenen Kampf b t s 3 u m nit^feer ft en führen werde. Starken Eindruck hat^ferner die Erwähnung des freundschaftlichen Ausgleichs mit den Polen dieser Krieg in wahr- , en Sinne des Wortes aufgezwungen wurde. . Seitdem der Führer im Jahre 1934 mit dem ] vlnischen Marschall Piksubski eine Neuorientierung ks deutsch-polnischen Verhältnisses vornahm, hat Seutschland Polen niemals einen Zweifel Darüber , lassen, daß im Rahmen des neuen freundschast- ien Verhältnisses früher ober später das Danzig- mti Korridor-PrMem einer Lösung zuge- iihrt werden mußte. Genau vor einem Jahr, te heißt Mo am 24. Ottober 1938, war es, als ch im Auftrage des Führers den ehemaligen pot- ^chen Botschafter Lipski nach Berchtesgaden ....... ließ. Ich unterbreitete ihm unter Hinwegs den Willen des Führers, das deutsch-polnische rhältuis auf eine geschichtlich tragbare rb endgültige Basis zu Men an diesem ge den bekannten Vorschlag der politischen Wi —inügung Danzigs mit dem Reich, fahrend nzig wirtschaftlich bei Polen bleiben sollte. Fer. ier sollten exterritoriale Auto- und Eftenbahnuer- dichungen wechselseitig zwischen den polnischen un ertschen Territorien hergestellt werden. Beide^ Lam kr würden dagegen ihre gegenseitigen Grenzen W gültig anerkennen, und der deutsch-polnsch M-tangriffsvertrag von 1934 sollte auf 25 I h Verlängert werden. _ e. I Diefer Vorschlag wurde dann am 5. Januar 11959 vom Führer persönlich dem da mal i- m polnischen Außenminister B e ck m pwart und in Gegenwart des Boftchafters Molt Ijto des Botschafters Lipski in Berchtesgaden wie- k t Mlk^azig und Damit Deutschland und nicht l, eW 1, IsP) len sei verantwortlich für Die Zuspitzung Der Einstellungen zwischen Deutschland und Polen im veine 52 v |i^gUft unD für den heutigen Kriegszustand. Dieser ilt . IkDufet falschen englischen Behauptung gegenüber ich es für nötig, gerade vor Ihnen, mente incnblütt' »Mnziger Volksgenossen, nochmals einen kurzen Ab- - der Zusammenhänge zu geben, durch die dem jihrer wider seinen seit Jahren bekundeten Willen Postscheckkonto: Konkfurt am Main 11686 l - ........... drückten Stadt Danzig zu sprechen. Mehrere Male Mßte wegen außenpolitischer Vorgänge, über deren Angel wir in den letzten Jahren ja nicht gerade m klagen hatten, meine Reise verschoben werden, fe eines Tages Dann doch mein lang gehegter Ansch, Danzig kennen zu lernen, über Nacht in chiüllung ging, und zwar in einer unvorhergesehe- nt Weise in Erfüllung ging: ich konnte Den jinzu g des Führers in Das befreite S: n 3 i g miterleben! Unvergeßlich wird es mir immer fein, wie unser Führer als siegreicher Feld- htir aus Polen kommend in Ihrer schönen Stadt Wen Einzug hielt und von Der Danziger Jugend glänzenden Augen und von Ihnen allen mit in Jubel und einer Begeisterung ohnegleichen rüßt wurde. Nach über 20 Jahren größter roierigfeiten und schwerster Unterdrückung ist Jg nun wirklich frei geworden. Dan- und Hne Führung haben sich in dieser Zeit ubezu als vorbildliche Kämpfer des Ehrers gezeigt und — als Der zuständige Mini^ [fei, für den Danzig immer eine Art außenpolitisches s^merzenskind war, darf ich dies wohl sagen — so «mches diplomatische Glanzstück fertiggebracht. ! Der englische Premierminister Chamberlain (Biefjciier Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Siehen. Schristleitung und SeschSflsstelle: Schulstratze 7 l. 4 löeuugeii £jne Snuftrierte e Zlstellgebühr . . , -.25 Äm $id) bei Nichterscheinen 'Wij Wit einzelnen Nummern $ 1. r. 3. 4. M U bei alledem. 6» Sie !tr in*» Dfl kn :ow M ch • Bi il«n A ii de M Die Verständigung mit England war immer das Fundament der Außenpolitik des Führers. Als außenpolitischer Mitarbeiter des Führers kann ich es vor der Weltöffentlichkeit bekunden, daß feit dem 30. Januar 1933 der Führer nichts, aber auch gar nichts unversucht gelassen hat, um diese Verständigung mit England herbeizuführen. Unzählige Reden, Handlungen, Taten des Führers, unzählige Reisen von mir in seinem Auftrag nach England dienten ausschließlich diesem Zweck. Dabei handelte es sich nicht etwa um vage Ideen, sondern um ganz konkrete Vorschläge, die ich wiederholt dem englischen Premierminister, Außenminister oder sonstigen maßgebendsten Persönlichkeiten des politischen Lebens im Auftrage des Führers unterbreitete. Diese Angeboke umfaßten im wesentlichen folgende Punkte: Sie Verständigung mit England stets der Kardinalpunkt der Außenpolitik des Führers Doktrin, die die Unantastbarkeit Amerikas fest» legt, immer am ehrlich st en geachtet unö respektiert hat. Deutschland hat auf dem xe- samten amerikanischen Kontinent keinerlei Inter, essen zu vertreten, es sei denn das Interesse eines möglichst großen Handels mit allen auf diesem Kontinent lebenden Staaten. Es bedarf schon einer ge> zur Rede stellen, wenn ich ein Wort gelogen habk Sie stand am Fenster gegenüber und hatte im Haar ein schmales rotes Band und war so herrlich, wie man sie träumen kann. Sie sah mich lang« nicht, sie wußte gar nicht, daß ich da stand. Gib dir keine Mühe, mein Bester, es Hilst dir alles nichts, so etwas träumt man wirklich nur, das gibt England hat dies a b g e l e h n t und dem Führer bei jeder Gelegenheit sowohl durch den INund verantwortlicher britischer Minister, Politiker, Parlamentarier als auch durch die Presse zu verstehen gegeben, daß England auf die Freundschaft Deutschlands keinerlei Wert legt. Trotzdem hat der Führer seine Bemühungen, die ebenso seiner gefühlsmäßigen Einstellung als auch seiner völkischen Einsicht entsprangen, mit einer beispiellosen Zähigkeit und Hartnäckigkeit fortgesetzt. Und erst nachdem er wieder und ratet)er bis an die Grenze des Menschenmöglichen gegangen war, mußte er erkennen, daß England einfachnicht wolle. Der Führer hat dann allerdings auch die Konsequenz aus dieser englischen Haltung gezogen und nunmehr in nüchterner Erkenntnis der realen politischen Gegebenheiten die deutsche Außenpolitik aufgebaut. Die Länder, deren Interessen denen Deutschlands solidarisch waren, waren hierbei für Deutschland von besonderem Interesse. Eine Annäherung an diese wurde gesucht und ihre gegenüber. Da steht sie drüben auf der anderen Straßenseite, es ist so nahe, man könnte es hin- \ überrufen: Ich liebe dich! und trotzd-em kann man es nicht rufen, das ist, als wäre dir ein Strick urti den Hals geschnürt, du kannst es nicht. Aber da mit einemmal sieht sie zu dir herüber und sieht dich an, und alle Gesetze dieser Welt sind aufgehoben: ihr schwebt über die Wipfel der Bäume und die Gaslatern-en zueinander, und dann erwachst du mitten in der Nacht. So wird er ewig sein, dein Traum. Bruder Mitmensch, was ich dir erzählen wollte, ist, daß es mir beschieden war, diesen Traum wirklich uni) wahrhaftig zu erleben, gerade so leicht und wunderbar beschwingt, wie man ihn sonst nur träumt. Aber du könntest nun glauben, ich belöge dich, du sagst, so etwas träumt man nur, und du sagst: Ueber die Wipfel der Bäume und Gaslaternen schweben, das kann man auch nicht. Ich will dir die Geschichte mit allen Einzelheiten erzählen, wie sie sich zugetragen hat, damit du mir glaubst, und ich will keinen Deut dazutun, du darfst mich mitten auf der Straße, wenn du mich triffst, paganda selbst einen dauernden Einbruch in diese Doktrin und können England jederzeit in schwerste Konflikte mit ihr bringen. Dies zeigt bereits^ die neueste englische Stellungnahme zu den Entschlüssen von Panama. Meine Volksgenossen! Ich komme nun zu unseren Gegnern'! Zunächst Frankreich: Ich glaube, daß heute in der gesamten Weltöffentlichkeit nicht der geringste Zweifel darüber besteht, daß das französische Volk diesen Krieg nicht gewollt hat. daß das französische Volk lieber heute als morgen Nun telephonieren wir jeden Tag ein oder zweimal halbe Stunden lang hintereinander, und wenn ich sie bedränge, daß wir uns jetzt unten an den Türen treffen wollten, dann ist sie so klug zu sagen: „Oh, noch nicht." „Warum nicht?" „Nein, noch ist es romantischer wie es ist, unö es gibt so wenig Romantik heutzutage." Sie ist rasend nett mit ihrem roten Band hfl Haar. „Wenn ich mal", sage ich im Telephon, „von Ihnen träumen sollte — dieses schmale rote Vano, das träume ich dann ganz sicher mit." Sie fährt bald weg, hat sie erzählt, und ich hake große Angst, eines Morgens ist sie nicht mehr „Dann fahren Sie eines Tages weg", sage ich „und ich sitze hier mit meinem Traum." Sie käme ja wieder, sagt sie bann. Im August Ja, im August. Und dann ist es wieder wie in einem Traum, als wäre alles gar nicht Wirklichkeit. Der ewig alte Traum, den wir alle einmal träumen von ihr im Fenster gegenüber. Zweitausend Jahre alt muß der Traum schon sein, den muß es geben, seit es die ersten Häuser gab, die p<9 in einer Straße gegenüber standen. N jjiinb KM llrii H UH '^1 - Hier Rüstungsvereinbarung getroffen werden sollte. Der Führer war erfüllt von dem Gedanken der Verständigung mit Frankreich, aber der französische Ministerpräsident sagte im letzten Augenblick ab. Wenige Wochen später war er nicht mehr Ministerpräsident. Die Gründe zu seinem Sturz waren scheinbar innerpolitische. In Paris jedoch pfiffen es die Spatzen von den Dächern, daß niemand anderes als England für den Sturz des französischen Ministerpräsidenten verantwortlich war. England sah zu jener Zeit eine Gefahr in diesem Manne, der als Mann des Volkes und Frontkämpfer vielleicht mit dem Frontkämpfer - und Mann des Volkes Adolf Hitler sich verständigen könnte. Deutschland und Frankreich durften nicht zusammen- kommen, das konnte die britische Politik, die gewohnheitsgemäh Zwietracht zwischen den beiden Völkern sät und davon profitiert, nicht zulassen. Als ich Herrn Daladier im vorigen und der Amerikaner hat nichts gegen den Deutschen. Wenn aber die englische Propaganda immer wieder versucht, Zwietracht zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland zu säen, so sind wir Deutsche der festen Ueberzeugung, daß der gesunde Sinn des wahren Amerikaners allmählich dieses Spiel immer mehr durchschauen und sehen wird, wo seine wahren Interessen liegen, und daß beide Völker auf die Dauer aus einer Freundschaft nur gewinnen können. Ein deutsch-englisches Flottenabkommen auf der Basis 35:100. Die ewige Unantastbarkeit der zwischen Deutschland und England liegenden Länder Holland, Belgien und Frankreich. Respektierung der britischen Interessen in der Welt durch Deutschland und Respektierung der deutschen Interessen in Osteuropa durch England. Ein Schuh-undTruhbündnis zwischen den beiden Ländern, wobei Deutschland auf englische Waffenhilfe verzichtete, seinerseits aber bereit war, sowohl seine Flotte als auch eine bestimmte Zahl von Divisionen jederzeit England zur Sicherstellung seines Imperiums zur Verfügung'zu stellen. Traum vom schönen Gegenüber 23on Christian Bock. £ M es nicht. - Und dann geschah es also doch, daß sie herüber- sah. Daß sie vom Fenster wegging, und doch tote« derkarn, daß ich winkte und daß sie verstand, so lehnten mir in unseren Fenstern, sie drüben und ich hier, es war Abend und es wurde tiefe Nacht |hnt w £ D fi hit i? üit s fei lirt [•fei Aber du hast ja nun recht,' wenn du sagst, st über die Straße zueinander schweben, bas könnt« man nicht. Es ist sonderbar genug, bah man in Träumen schweben kann — aber ich habe dir st versprochen, nicht zu lügen und zu dichten: ich habe auf irgendeinem ganz realen Wege in Er- fahrung gebracht, wie ihre Telephonnummer heißt, ni und ich habe sie angerufen mitten in der Nacht. Lieber Gott, sie war so ungeheuer nett, wie ich Anteil, in dem Mit- und Gegeneinander von Orchester und Solo erhebt sie sich zu letzter bramati- scher Kraft. Das Adagio in seiner verinnerlichten, fast religiösen Weihe (nach Czernys Aeußerungen schwebten hier dem Meister Gesänge frommer Wallfahrer vor) steht als vermittelnde Brücke zwischen den geistigen Welten des Eingangssatzes und des Schlußrondos — das Adagio verklingt in leisem, ersterbenden Verhallen (H-dur). Mit kühner harmonischer Rückung (nach Es-dur) meldet sich im Klavier der Hauptgedanke des letzten Satzes, zunächst träumend, um dann aber mit voller Energie bas Rondo des Schlußsatzes mit seiner überschäumenden Kraft zu eröffnen. Dr. Hermann Hering. W Mf M ck Hin * ick Ht radezu krankhaften Phantasie, um überhaupt zwi- schen den Vereinigten Staaten von Amerika unö Deutschland irgendeinen Streitpunkt ober eine Frage £. ■ zu konstruieren, die jemals zu einem Gegensatz zwi- ._ schen diesen beiden Völkern führen könnte. Der Deutsche hat nichts gegen den Amerikaner, Gerade England aber hätte alle Veranlassung, mit dieser Propaganda außerordentlich vorsichtig $U; sein, denn, während Deutschland die Monroe-Dokttin immer geachtet hat, bedeutet die Existenz der vielen englischen Kolonien, Besitzungen, Kohlenstationev, Flottenstützpunkte usw. auf dem amerikanischen! v Kontinent und vor allem diese englische Kriegspro-nim Iahr in München an diese Begebenheit des Jahres 1933 erinnerte, und ihn darauf hinwies, wie gut es für die Verständigung zwischen den beiden Völkern gewesen wäre, wenn diese Zusammenkunft damals stattgefunden hätte, erwiderte mir Herr Daladier mit einer vielsagenden Gckste der Zustimmung: „Wem sagen Sie das!" Viele weitere Versuche der Verständigung mit Frankreich wurden von Deutschland trotzdem in der folgenden Zeit gemacht. In diesem Zusammenhang muß ich erwähnen, daß bereits im Jahre 1933 in meinem Beisein ein Mitglied der englischen Botschaft in Paris gegen die Franzosen den Vorwurf erhob, daß die französische Regierung wegen der deutschen Aufrüstung noch nicht zum Präventivkrieg geschritten sei. England habe sein möglichstes in dieser Richtung getan, aber die französische Regierung habe einfach nicht gewollt. Das war die Mentalität Englands bereits 1933. Zum ersten Orchesterkonzeri des Konzert-Vereins. Mozart und Beethoven. Mozarts symphonisches Werk sand in den drei Symphonien, die in der Zeit von Mitte Juni bis Mitte August 1788 entstanden waren, seine geniale Zusammenfassung. Eine jede von ihnen erscheint individuell ausgeprägt und bezeugt zu ihrem Teil eine für Mozart typische Wesensseite: die Es-dur mit lebensbejahender Gefühlswärme, die g-moll mit ihrer fast ins Dämonische weisenden inneren Schwere, die Odur-Symphonie mit ihrer leuchtenden strahlenden Klarheit, ganz aus dem ureigensten Wesen der Musik selbst herausgeboren. In ihrer Anlage überragt die C-dur-Sym- -p I) o n i e alle vorangegangenen Werke Mozarts in dieser Gattung; es ist, als habe hier das unbeschränkte Krastbewußtsein alle Schaffensmittel und Ausdrucksformen zur vollendetsten Blüte getrieben, zur reifsten Frucht geführt. Nicht mit Unrecht hat man dieses Werk nach Mozarts Tode als die „I u - piter"-Symphonie bezeichnet. In dem feinsinnigen Verweben des Streicherklanges mit den Bläsern, in der feinen Abgewogenheit des jeweiligen Anteils der einzelnen Orchesterinstrumente, zeigt sich Mozarts inftrumentales Beherrschen in höchster Vollendung, durch die vorausgegangenen Opern „Figaros Hochzeit^ und „Don Juan" an gewählter Vielfältigkeit und Intensivierung des Ausdrucks beträchtlich bereichert. Stolz, voll innerem Adel, kündet sich das Haupt- chema des ersten Satzes an, das sofort aber in eine weiche Stimmung umschlägt; bei der Wiederholung dieser Gruppe läßt Mozart die Streicher durch Holzbläserchemen verbrämen. Das Seitenthema entfaltet sich mit reizvollem Gegenspiel der Stimmen in feiner gemütvollen Gesanglichkeit. Er bricht jäh ab; eine Moll-Episode voll gespannter Schwere lichtet sich wieder auf, und nun knüpft Mozart einen dritten, graziösen Gedanken an und beschließt so die Aufstellung der Themen. Dieses dritte Thema wird wegweisend für die Durchführung. In seiner Aufspaltung finden sich immer neue thematische Kombinationen von fast unerschöpflicher Fülle; dann meldet sich der Hauptgedanke wieder, zunächst im Piano, dann aber sich energievoll thematisch aufsteigernd bis zur endgültigen bereicherten Wiederkehr der Themenaruppe. Auch das Andante cantabile wächst mit seiner inneren Tiefe aus der Gegensätzlichkeit dreier Themen heraus, die sich in Gestalt und geistigem Inhalte voneinander abheben. Nach wenigen Durchführungstakten, von dem Drängen des mittleren Themas zur rhythmischen Verschiebung bestritten, leitet Mozart zur Wiederkehr über, in der er in reicher Figurierung und Variationsmöglichkeit sich ebenso zu machtvoller Steigerung erhebt, wie er besonders zum Schluß des Satzes hin zu stärkster Verinnerlichung führt. Dem chromatisch betonten Menuetthema steht ein Trio gegenüber, das in seiner Gelichtetheit durch die rhythmischen Gegensätze zwischen Streichern und Bläsern an besonderem Reiz gewinnt. Das Finale (Allegro molto) hat dieser Symphonie die Bezeichnung „mit derSchlußfuge" eingetragen. Mozart hat hier keine Fuge im landläufigen Sinne geschrieben; er hat aber hier überzeugend gezeigt, wie sich höchste kontrapunktische Kombinationsfähigkeit mit den Grundsätzen der symphonischen Form zum vollendeten Ausgleich bringen läßt. Wie er die einzelnen kontrapunktischen Themen herausbildet, rate er mit Fugato-Bildungen die Themen intensiviert; bas läßt immer wieder bewundernd aufhorchen, zumal dem natürlichen melodischen Fluß nirgendwo durch formale Strenge Zwang angelegt wird. In der Coda verknüpft Mozart die Themen in Ueberbauung und Verkoppelung mit höchster Kunst des mehrfachen Kontrapunkts, in letzter durchgeistigter Straffheit das rfm musikalische Moment durchdringend und bannend; ein satztechnisches Wunderwerk, das einzig in der gesamten Literatur dastest. Das Klavierkonzert in Es-dur (opus 73), entstanden 1808/09, bezeichnet als letztes und umfangreichstes Werk dieser Gattung den Höhepunkt in Beethovens Konzertschaffen durch die Lösung von dem Dirtuosenkonzert und die konsequente Hinwendung zu einer gleichwertigen symphonischen Durchdringung von Solopart und Orchester. Beethoven hat hier den Solisten streng dem geistigen Geschehen untergeordnet, indem er die Kadenzen vollständig ausgeführt vorgeschrieben hat, um jeden eigenmächtigen Eingriff in das Werk abzu- raehren. Den selbständigen Einwürfen des Solisten verleiht er durchaus improvisierenden Charakter. So leitet er den ersten Satz mit einer freien Kadenz des Klaviers ein, und erst dann führt er im /Orchester das heroisch-martialische Hauptthema durch und läßt auch den ihm innerlich verwandten Seitengedanken sich ausbreiten, zunächst im gedämpften Moll, bann aber im verheißenden Dur. Nach diesem Orchester-Tutti ist der Solopart um so freier und piamftifd) individueller gestaltet durch reiche Entfaltung der Dariationsfähigkeit. In der Durchführung nimmt die Bläsergruppe bedeutsamen nung, die wiederum von der polnischen Regierung mit einer unverschämten Kriegsdrohung beantwortet wurde — und nachdem polnisches Militär nunmehr begann, ins Reichsgebiet einzufallen, da erst schlug der Führer zu. t Drei Wochen hat dieser Feldzug gedauert, dann brach dieses ganze polnische Staatsgebilde wie ein Kartenhaus zusammen. Das Reich wird nunmehr dafür sorgen, daß in dem in seiner Interessensphäre liegenden Gebieten eine den wahren Verhältnissen gerechtwerdende Reueinteilung vorgenommen und eine wahre Befriedung Antreten wird. Die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung und den Frieden in Osteuropa aber garantieren nunmehr für alle Zukunft die beiden europäischen Großmächte Deutschland und Sowjetruhland. Das Ziel der deutschen Außenpolitik seit dem 30. Januar 1933 war die Beseitigung des Versailler Vertrages und seiner Folgen. Der Führer war von Anfang an bis zum äußersten bemüht, die nötigen Revisionen auf friedlichem Wege burchzuführen. Dies ist ihm bis auf bie Polen-Frage auch im vollen Umfange gelungen. Ob es sich um die Wiebereinsührung ber Wehrpflicht, die Wiederbesetzung des Rheinlandes, die Wiedereingliederung Oesterreichs unb bes Subeten- lanbes ober um die Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren handelte — immer hat der Führer das Letzte versucht, um a u f dem Wege der Verhandlungen diese Fragen, die ja früher ober später doch einmal gelöst werben oder zu schweren Konflikten führen mußten, zu bereinigen. Erst als der Führer sah, daß er auf diesem Wege nicht weiter kam, griff er zur Tat. Es ist zweifellos eine einmalige geschichtliche ßeiftung, baß es überhaupt jemand fertigbringen konnte, biefe schwierigen, durch j den Wahnsinn von Versailles künstlich geschaffenen Probleme ohne einen Tropfen Blut zu einer im großen und ganzen alle befriebigenben Lösung zu führen. Der Führer hat denn auch in den letzten Jahren nichts anderes getan, als die schwersten Folgen, bie dieses unsinnigste aller Diktate in der Geschichte je einem Volk bzw. Europa auferlegt hatte, bas heißt also bie schlimmsten Feh- ler, bie die Staatsmänner ber westlichen Demokratien selbst begangen hatten, roieber gut zu machen. Hierbei würben in keinem einzigen Falle jemals auch nur irgenbwelche vitalen Interessen ber westlichen Demokratien berührt, geschweige denn in Mitleidenschaft gezogen. Anstatt aber nun dem Führer dankbar dafür zu sein, daß er seine Staatskunst und seine Willenskraft dafür verwandte, um all diese Gedankenlosigkeiten und oft geradezu bodenlosen geschichtlichen Dummheiten von Versailles auf friedlichem Wege raiedergutzumachen, erlebten wir das Schauspiel, daß die Staatsmänner gerade der Länder, die einst für diesen Unsinn verantwortlich waren, sicb Deutschland) bei jebem einzelnen Revisionsanspruch entgegenstellten. Vor allem trifft bies zu auf England. England hat in einer seltsamen Verkennung ber natürlichen Dynamik bes Deutschen Reiches, ber Vitalität bes beutschen Volkes und vor allem der Willens- und Gestaltungskraft bes Führers in vergangenen Jahren mit einer geradezu einzigartigen Verbissenheit versucht, Deutschland b e i jedem außenpolitischen Schritt als Widersacher entgegen^.utreten. Dies ist um so erstaunlicher, als von beutscher Seite von Anfang an alles nur Erdenkliche versucht wurde, um gerade zu den westlichen Demokratien England unb Frankreich in ein vernünftiges Verhält- nis zu treten. Ich selbst habe es in allen Einzelheiten miterlebt, mit welch einzigartiger Geduld ber Führer immer raieber bemüht war, sowohl mit Frankreich, als auch besonders mit England zu einer dauernden Verständigung zu gelangen. So war z. B. im Sommer 1933 bereits zwischen dem Führer unb bem bamaligen unb auch jetzigen französischen Ministerpräsibenten D a - lädier ein persönliches Zusammentreffen vereinbart, bei dessen Gelegenheit bas beutfch- französische Verhältnis bereinigt unb eine Wliin E« ! jtitf Wzut t Ulfe WH Freundschaft gefunden. So ist zwischen Deutschland einerseits unb bem italienijchenJmperium im Mittelmeer unb Japan im Fernen Osten anberseits eine wahre unb aufrichtige Freund ich ast entstauben, die in der Vergangenheit bie gleich- gelagerten Interessen ber Länder förderte unb deren Freundschaft unb Zusammenarbeit sich auch in Zukunft als ein wertvoller Garant einer gerechteren unb vernünftigeren Weltordnung erweisen wird. Nationalsozialistischer unb faschistischer Geist unb bie persönliche Freunbschast bes Führers unb bes Duce waren für biefe Entwicklung ausschlaggebend! Zu diesen außenpolitischen Freunden Deutschlands ist aber vor kurzem auch Sowjetruh- l a n b getreten. Mit dem Abschluß bes beut sch- russischen Nichtangriffspaktes unb des späteren Freundschaftspaktes ist, wie ber Führer in seiner letzten Rebe im Reichstag zum Ausdruck brachte, eine grundsätzlicheNeuorientierungber deutschen Außenpolitik vorgenommen worden. Es ist nunmehr das frühere traditionell freundschaftliche Verhältnis, das den beiden großen Völkern in der Vergangenheit soviel Glück und Segen gebracht hat, wiederhergestellt und alle Voraussetzungen sind dafür gegeben, daß sich diese Freundschaft weiter vertiefen wird. Die Lebensräume der beiden Mächte in ihren natürlichen Bedürfnissen berühren sich, aber überschneiden sich nicht. Eine territoriale Divergenz zwischen beiden Staaten ist damit für alle Zukunft ausgeschlossen. Die wirtschaftlichen Erfordernisse der beiden Länder ergänzen sich in geradezu idealer Weise. Wir benötigen viele russische Rohstoffe, und die Sowjetunion hat Verwendung für die meisten deutschen Jndustrtepro- dukte. Durch umfassende Abmachungen, die wir in Moskau treffen konnten, ist dieser Austausch heute bereits in vollem Gange und wird von Jahr zu Jahr gesteigert werden. Den früheren Höchstumsatz werden wir wohl binnen kurzem erreichen. Was die innere Struktur der beiden Staaten anbetrifft, so ist diese zweifellos eine verschiedene. Die Entwicklung der letzten Zeit hat aber gezeigt, daß das nationalsozialistische Deutschland und das sowjetische Rußland, sofern sie ihre gegenseitigen Weltauffassungen respektieren — und bies sind beide Völker fest entschlossen zu tun — sehr wohl in nachbarlicher Freundschaft leben können. Bei meinen Aufenthalten in Moskau wie auch bei meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich mit freudiger Genugtuung sestgestellt, in welchem Ausmaße die natürlichen Voraussetzungen für eine deutsch-russische Freundschaft von altersher in diesen beiden Völkern wurzeln. Sowohl der Nichtangriffspakt als auch ber Freundschaftspakt erfreuen sich bereits heute bei beiden Völkern einer ausgesprochenen Popularität. Gerabezu erstaunlich ist es daher, auf welch seltsame Erfinbun- gen die englische Propaganda verfällt, utt dem englischen Volk die Tragweite der deutsch russischen Verständigung zu verheimlichen. Nrr einige Beispiele: Als ber Führer mich im August nach Moskau entsandte, schrieb die englische PrE paganda, daß nunmehr der deutsche Reichsaußen. minifter in Moskau antichambrieren und dieselben Erfahrungen machen müßte, wie die dort feit Mo. naten befindliche englische unb französische Militär. Ort mission. — Statt dessen: nach 24 Stunden war der (pi Nichtangriffspakt bereits veröffentlicht. Dann: Wä). [Lg rend im Kreml noch über den Abschluß bes Nicht»MslU angriffspaftes verhandelt wurde, schrieb die lische Propaganda, der geplante Pakt würde, zwor M § ein allgemeiner Nichtangriffspakt, er werde qbtt LL o sicherlich nicht für Polen gelten. — Statt dessen m wurde ein bedingungsloser Nichtangriffspakt unb m eine weitgehende freundschaftliche Konsultationsver. jL pflichtung abgeschlossen. Ferner: Als die deutschen Trupven siegreich in Polen einrückten, schrieb bie Etfri englische Propaganda, die russische Armee würde sich sicherlich an den Aktionen gegen Polen nicht bi» M teiligen. — Statt dessen rückten bereits nach w* nigen Tagen bie russischen Truppen auf ber ganzen T|on| Front in Polen ein und besetzten bas polnische JL ( biet bis zur Demarkationslinie, bie wir mit den j Russen vereinbart hatten. Nun aber überschlägt sich jn., die englische Propaganda und erklärt, ja die Russen Xtfer seien nicht etwa im Einverständnis mit den Deut« jl| schen vorgerückt, sondern sie marschierten jetzt gegen die deutsche Armee in Polen. — Statt dessen: Wie. der wenige Tage später wird in Moskau der Gren;. JL und Freundschaftsvertrag abgeschlossen. Die eng. lischen Propagandastümper sollten sich andere Pro. -TL paganbaobjefte als die deutsch-russische Freundschaft S ' aussuchen. Die deutsch-russischen Beziehungen sinb JL nunmehr aber auf eine endgültige und klare Basis 1, gestellt, und Deutschland und Sowjetrußland sich f entschlossen, ihre freundnachbarlichen Beziehungen immer weiter zu vertiefen. Was die Beziehungen Deutschlands zu den Der. einigten Staaten von Amerika anbe. trifft, fo gibt es zwischen diesem Land unb Deutsch, land überhaupt keine denkbare Divergenz. Im Ge. genteil, Deutschland ist gerade das Land, das von allen anderen Ländern der Welt die Monroe. , sie mir dachte, wie man sie träumt, und als n>ir Bruder Mitinensch, schau einmal in dich, da wo s Ian$c telephoniert hatten, sieh, da standen wir am allergeheimsten ist, denke nach und gib mir ^ann nocf) einmal zwei Minuten in den Fenstern recht. Da gibt es etwas, von dem man nächtens un^ fa^en herüber und hinüber, unb die Technik, träumt, es ist wunderbar beschwingt, es ist un- hie wenigstens der Stimme schweben half, die leih endlich gut unb wie aus einer anderen Welt, gib „ik hatte nichts zerstört, es war noch alles iw, es mir zu, bu träumst bas manchmal auch: einen hauchdünn und wie ein Traum. Traum von einer herrlich schonen Frau im Fenster |(9tben und will Ihnen nunmehr heute abend den Noch ein Beispiel will ich Ihnen nennen: Am lächerlich. Das Unrecht von Versailles ist beseitigt Spiel imnit ), wo seiit beide Söll« Das englischeZmperiumansWortbriichen errichtet ÄSS™ M mm die wahren nun bi'e -n-U'ch n Herren P°r-E°n- Absichten der englischen P°Mk. Anstatt Poler, was y „jeherum -'nen kapitalen Fehler « mach ■ ES ?SJ'Ä”?«Ä 1“ W*” ™.m”l W..»* UluEnZ^u Wj* berla.n kifft daher leben e^elnen »W ° AmeriküN, n den Deal- propaganbi swischen ta iinb Devlsch. e der feffei in des nch Kolonialbesitzes, d. h. also der selbstverständlichen kolonialen Betätigung, wie sie einer Großmacht zusteht, keine Forderungen. Der Unsinn von Versailles ist beseitigt, und in Europa sind stabile Verhältnisse geschaffen. Dies ist das ausschließliche Verdienst des Führers. Ausgerechnet aber mit Verwirklichung dieses Zustandes, mit dem alle Voraussetzungen für einen europäischen Dauerfrieden gegeben sind, hält die englische Regierung nunmehr den Zeitpunkt für gekommen, um zwischen dem englischen und dem deutschen Volk einenKriegauf Leben und Tod zu entfachen. Die britische Regierung spielt damit ein gefährliches Spiel mit dem Schicksal ihres Imperiums. Wenn die britische Regierung diese Politik, die man sowohl im Interesse des englischen Volkes als auch der Menschheit an sich schlechthin als verbrecherisch bezeichnen muß, fortsetzt, so mag sie eines Tages als Toten- gräberdes britischen Imperiums in die Geschichte eingehen. Daß diese Entwicklung weder im Interesse des britischen, noch des deutschen Volkes liegt, das ist für diese kleine Clique von gewissenlosen Hasardeuren oder engstirnigen Doktrinären, die in einem Dilettantismus ohnegleichen ihr Volk in den Abgrund führen, anscheinend belanglos. Als Anfang September der englische Bot- schafter das letzte 7Nal bei mir war, habe ich ihn mit den Worten verabschiedet, es werde eines Tages von den Chronisten der Weltgeschichte als eine historische Groteske registriert werden, daß England, ohne die geringsten Interessengegensätze mit Deutschland zu Krieg gegeneinander zu führen. Was aber tat Herr Chamberlain? Herr Chamberlain hat dieses Ab- kommen gebrochen. Ich lege Wert darauf, nicht etwa der Führer, wie die britische Propaganda behauptete, sondern ausschließlich HerrCham- b e r l a i n hat dieses Abkommen gebrochen. Denn er duldete in London bereits wenige Tage nach dem Abschluß dieser Vereinbarung die wüsteste Kriegshetze gegen Deutschland. Er predigte die Aufrüstung mit allen Mitteln, beteiligte sich selbst an der Hetze und erklärte unter Bruch des Münchener Abkommens am 3. September 1939 Deutschland hat er damit nichts anderes getan", als seinen jenen Fehler, durch den er die Krise erst schuf, durch den er Europa beinahe an den Rand Krieges gebracht hatte, zum Teil wieder gutmachen. Warum aber tat er das? Die Antwort [3 uns die erste Rede, die Herr Chamberlain nach ,er Rückkehr nach London hielt, und in der er der einen Hand den Oelzweig des Friedens mbrachte, in der anderen aber dem englischen lk ein gigantisches Aufrüstungsprogramm prä- tierte. Das heißt also, Herr Chamberlain, der gehofft hatte, Deutschland mit Kriegsdrohungen Mn seinen berechtigten Forderungen zur Befreiung seiner Sudekendeutfchen abzubringen, ,at die Drohung lediglich deshalb nicht aus- zeführt, weil England rüstungsmähig nicht fertig war. Chamberlain war also nicht nach München gekommen, um den Krieg zu verändern, sondern um den von der britischen Regierung beschlossenen Krieg nur zu verschieben. haben, ausgerechnet dem Wann den Krieg erklärt hat, der die Verständigung mit England zu seinem politischen Glaubensbekenntnis erhoben hatte. Daß nun in England bereits seit Jahren eine Nematische Hetze in der Öffentlichkeit gegen alles ten Erdoberfläche verfügen, verfügt Deutschland für feine 80 Millionen nur über eine Fläche von zirka 800 000 Quadratkilometer. Während England 611 Dominien, Kolonien, Protektorate, Reservate und sonstige Schutzstaaten sein eigen nennt, hat Deutschland heute keinerlei Kolonialbesitz. Wenn ich die von England in der Welt beherrschten Völker Namen für Namen Ihnen vorlesen wollte, so würde diese heutige Kundgebung zumindest um eine Stunde ver- länger! werden müssen. So z. B. stehen in Indien neben 290 Millionen in den verschiedenen Provin- zisen Rückzahlungsversprechungen. Was tat Großbritannien? England hat diesen Schuld enver trag einfach gebrochen und nicht bezahlt! Es denkt auch in Zukunft nicht daran, diesen Betrag von 10 Milliarden jemals zu zahlen, aber bereits jetzt ruft es schon wieder in Amerika nach Krediten und Unter- stützung, und zwar wiederum zur Lieferung von Kriegsmaterial gegen Deutschland. Gewissenlose Elemente möchten wie im Weltkriege auch heute wieder an solchen Krediten ihr Blutgeld verdienen. Interessant wird aber fein, zu sehen, ob das amerikanische Volk, das die englische Kriegsschuld von damals auf sich nehmen mußte, und zwar nicht die Verdiener, auch heute, wieder gewillt ist, zu Gunsten einiger Parasiten neue und völlig sinnlose Opfer auf sich zu nehmen und seinen Lebensstandard einzuschränken. t nun zu Mich:. >esteht,den, das R daß ich habe dir I u i Weg« nnummelf "berNJ ut» d° MS n den M ■ä*] ,ein^rd yle/*! hu'|At m«1 ] fdfltl weg' w M »iij ! ÄVZ w>r ft y canlassung, vorsichtig Ilonroe-Do! lenz der tri lohlenstatio amcritanif fche Kriegrplj lbruch in bin? •it in schmi iat bereits h? ien EntschW ,%krÄn'^f« non Snglanb klar b-r-chn-t-n HoliM stellten sich progrowrnahig «n, und Sie, »eine Danziger Volksgenossen, haben si«, mri .nm Leibe ja zur Genüge $u fputmbe tammen. Polen verfielen in einen T-nnne^ des G h *4 polnische ?>r mit P»r Ausbruch des Krieges (Wer in Berlin übettr^- . . mDn,aö) eine Botschaft von Mussolin ' . Mafien noch die Möglichkeit zu em st) Beilegung des polnischen Konfliktes habe^.^ 5avas-Agentur vom gleichen Tage H a) de Zustimmung der ran.jofjfge« flierung zu diesem itallemschen tf™ ?. während auch Deutschland Sustimmte Diirbe derselbe noch am Nacfynnttag durch tärung des englischen Außenministers Lord Ha ' fi$abgeleh n t. Daß der ^gl'sche Premiermim^ strr, Herr Chamberlain, die Stirn: h , , Jen ^ebe Herung des Mussolini-Plans tn fewe ®al5 ^utschland zuzufchi^ben, tonnen mir nu Folgenschwerer aber als diese Beschuldigung des deutschen Volkes, die aus dem Wunde eines britischen Winisters kindisch wirkt, ist die politische Bedeutung der Chamberlain- Rede. Jedes Wort, das Herr Chamberlain vor dem englischen Parlament am 12. Oktober gesagt hat, beweist, daß zwischen der großzügigen und säkularen Einstellung des Führers und dem materialistischen Starrsinn des Herrn Chamberlain eben ein Abgrund klafft. Herr Chamberlain spricht zwar auch vom Frieden, aber dieser Friede heißt: „Zurück zu Versailles, Vernichtung des Nationalsozialismus!" Dieser Friede würde heißen: Verewigung von Zwietracht, Unfrieden und Unordnung in Europa und Vernichtung des deutschen Volkes. Aber da mag Herr Chamberlain sich noch so viel Wühe geben, diese Zeilen kommen niemals wieder, und die Idee, ein 80- WUlionen-Volk vernichten zu wollen, ist würdig eines Don Quichotte. Das historische Friedensangebot des Führers vor dem Reichstag aber hat Herr Chamberlain nicht nur nicht verstanden, sondern er hat tn seltener Konsequenz feiner bisherigen falschen Politik gegenüber Deutschland nun wieder gerade den Fehler gemacht, den man nicht machen durfte und vor dem der Führer noch dazu in feiner Rede ausdrücklich gewarnt hat. Er hat nämlich tatsächlich das Angebot des Führers als Schwäche Zeichen Deutschlands ausgelegt. In gänzlicher Verkennung des hohen ethischen Wertes und der hohen Warte, von der aus der Führer dieses Fne- bensangebot an England machte, um em völlig sinnloses Blutvergießen der Völker zu verhindern, hat Herr Chamberlain nunmehr die deutsche Fne- denshand endgültig z u r ü ck g e st o ß e n. Der englische Premierminister hat damit vor der Welt eine schwere Verantwortung auf sich genommen und gleichzeitig erneut bewiesen, daß, ganz gleich, was Deutschland immer tun würde, England diesen Krieg gegen Deutschland eben führen will. Deutschland nimmt diese britische Kampfansage aus. Das deutsche Volk ist nunmehr entschlossen, bie- sen ihm von den britischen Kriegshetzern aufge- zwungenen Krieg zu führen und nicht ^eher die Waffen niederzulegen, bis die Sicherheit des Deutschen Reiches in Europa gewährleistet ist und die Garantien dafür geschaffen sind, daß ein solcher Angriff auf bas deutsche Volk für alle Zeiten aus- geschlossen ist. Der englische Premierminister proklamiert die Beseitigung der beutschen Regierung. Ich (ehe davon ab, die Beseitigung der britischen Regierung und ihrer Hintermänner zu proklamieren, denn ich bin der felsenfesten Ueberzeugung, daß trn weiteren Verlauf der Ereignisse das englische Volk, das wider seinen Willen von den englischen Kriegs- Hetzern in diesen Krieg gegen Deutschland gezwungen wurde, dieses s e l b st b e s o r g e n wird Das polnische Beispiel hat gezeigt, daß es mcht gut tft, Deutschland herauszufordern. Herrn Chamberlain und seinen Mitschuldigen an diesem Krieg werden dann noch die Augen aufgehen. Sie werden dann vielleicht eines Tages Zeit und Muße haben, darüber nachzudenken, ob sie gut beraten waren, als sie das deutsche Friedensangebot als em Zeichen der Schwäche auslegten und ablehnten und ftatroelfen Deutschland heräusforderten! Das deutsche Volk, durch den Ralionalsozialis- mus zu einem stählernen Block zusammen- geschweißl, steht geschlossen hinter seiner Führung, und vor dem Reich steht heute eine rühm- reiche Armee und Luftwaffe und eine mit jungem Ruhm bedeckte Warlne. In vollem Bewußtsein, daß das Recht auf seiner Seite ist und daß es bis zuletzt alles getan hat, um diesen völlig sinnlosen, ihm aufgezwungenen Krieg zu vermeiden, wird Deutschland mit der gewalti- gen Wucht seiner ganzen Volkskraft diesen Krieg zu Ende führen. Daß dieses Ende in dem Entscheidungskampf des deutschen Volkes aber nur ein großer deutscher Sieg sein wrd, dafür bürgt unsere eigene Volkskraft und unser Glaube an den Wann, der für uns das höchste auf der Welt ist: Unser Führer! den Krie-g. Diese Beispiele britischer Wortbrüche stammen aus der letzten Zeit. In Wahrheit stehen an jeder Etappe des Aufbaues des britischen Imperiums in ben letzten Jahrhunderten unzählige Wortbrüche. Es ist nicht umsonst, baß ber Volksmund, und zwar gleichermaßen in der ganzen Welt, das Wort geprägt hat „perfides Albion"! Schon vor bald zweihundert Jahren hat Friedrich der Große, als er im siebenjährigen Kriege von ben Engländern treulos verlassen würbe, folgenbes gesagt: „Einern Verbündeten die Treue brechen, Komplotte schmie- ben, wie sie keiner seiner Feinbe ersinnen könnte, mit Eifer auf seinen Untergang hinarbeiten, ihn verraten unb verkaufen, ihn sozusagen meucheln, solche Freveltaten, so schwarze unb verwerfliche Hanblungen — das ist England!" mäiönen toutfcbec. 3t)r ®«n}iger g«6ör< ju en Millionen Deutscher, und ich frage 'fühlt ihr euch wortbrüchig? Rein! dann Thrift unb lebe Tal des Juhrers ;ur De- Teileln des Versailler Ver- szs, SSÄS.«» MU ■ 5 dÄMeden haben mochte und daß ihm dieser Krieg C1 3 St einer Verschlagenheit, einem Zynismus und nrVA wr Brutalität sondergleichen von England unb Handlangern in Paris unb in der franzö- *tl(Wwen Regierung aufgezwungen wurde. Mv Hnb nun zu England: Ich habe Ihnen bereits ' hin einen kurzen Ueberblid über die englische fön PW icJ Wt t Mhin einen lutöKii McuciuLiu uaer oie englische Sr WJ Mtit gegen Deustchland seit dem 30. Januar 1933 'M liöMen UHV u,lu «luimivyi ueuie aoenv oen unDibedegbaren Beweis erbringen, baß dieser .Böesfo; ----«...uxf-i. — — bie Mi »urbt m3 Statt j ? spalt1 (jdaHon; öle be Aber Herr Chamberlain hat es nicht anders gewollt. Aus seiner letzten Rede vor dem englischen Parlament, in ber er in einem Gemisch von Naivität, britischer Ueberheblichkeit unb Schulmeisterei . bas Angebot des Führers ablehnte, möchte ich zur Charakterisierung ber ganzen Unaufrichtigkeit, Heu- , chelei unb Dilettantismus ber jetzigen britischen Machthaber nur einen einzigen Punkt herausgreifen, das ist bie Behauptung, Deutschland unb sein Führer hätten ihr Wort gebrochen unb es fei daher nicht mehr möglich, einem Wort Deutschlands zu vertrauen. Solche Aeußerungen haben wir in ber letzten Zeit wieberholt aus bem Munde englischer Schwätzer hören müssen. Diese Schwätzer sind unfähig, irgendeine nützliche Arbeit für die menschliche Gemeinschaft zu leisten. Um so krampfhafter sind sie daher bemüht, aus ihrer Froschperspektive völkerbewegenbe Ereignisse und Begebenheiten zu kritisieren, deren inneres Gesetz unb äußere Gestaltung sie in ihren Spatzengehirnen überhaupt nicht zu fassen vermögen. Etwas anderes ist es allerdings, wenn ber Leiter des britischen Imperiums selbst mit dreister Stirn eine solche Behauptung aufstellt, die nicht nur jeglicher Grundlage entbehrt, sondern an die er zweifellos selbst nicht glaubte. Im Zusammenhang mit den Taten des Führers zur Konsolidierung der leuropaischen Verhältnisse gerade aus dem Munde eines bnUschen Ministers ben Vorwurf des Wortbruchs zu Horen ist nicht nur der Gipfel ber Heuchelei sondern viel mehr als bas, nämlich eine b o den l o s e Dum m h e i t. Daß bie einmalige historische Per- fönliditeit des Führers über solche lächerlichen An- griffe eines britischen Parlamentariers erhaben N ist selbstverständlich. Ich kann hier nur bie Worte des Führers aus feiner letzten Reichstags- ^de wiedecholen, daß bas Urteil über ihn in ber Geschichte Gott sei Dank einst nicht von erbärmlichen Skribenten geschrieben wird, sondern durch sein ß Aber"hinter diesem britischen Vorwurf eines ^atv aeblichen Wortbruches unseres Führers steckt wie ■ &m eine typisch britische Niedertracht und Be- ’ ?Zna Man will gewissermaßen durch eine • S"S“ä Hä t? 'n Rpr6 nu n1 ^b k1 "1101^6 n" ^e ire n f ^ar l a m en» zen von Britisch-Inbien wohnenden Indern noch 562 indische Fürstentümer unter britischer Herrschaft. Es gibt kein Gebiet ber Erbe, wo nicht bie britische Flagge gegen den Willen ber betroffenen Völker weht, wo nicht Gewalt, Raub und Lüge die Wege des britischen Imperialismus kennzeichnen Unermeßliche Reichtümer hat Großbritannien so im ----.... , -, . Verlauf ber Jahrhunderte aufgestapelt. Der Vor-; 30. September 1939 schloß Herr Chamberlain in wurf des Strebens nach Weltherrschaft trifft daher München auf sein Drängen mit dem Führer ausschließlich England. Deutschland gegen« eine Vereinbarung ab, in der ber Wunsch über ist er — und dann noch aus englischem der beiden Völker ausgedrückt ist, niemals wieder Munde — unverschämt, ober besser noch, einfach । lanbs unb ber beutschen Regierung In ben letzten Iahren zu urteilen. Wenn aber von Wortbruch gesprochen wird, so glaube ich, hier als die einmütige Auffassung des ; deutschen 'Volkes feststellen zu können, daß der größte Wortbruch aller Zeiten beim Waffen st ill st and im Jahre 1919 bem deutschen Volk gegenüber verübt wurde! England war der Anstifter dieses Wortbruches, das haben maßgebendste Engländer selbst zuaeben müssen. Daß , aber darüber hinaus ein englischer Staatsmann nicht das Recht hat, ja, wenn er klug genug wäre, sich schwer hüten würde, überhaupt den Ausdruck „Wortbruch" in den Mund zu nehmen, dafür will ich Ihnen jetzt nur einige wenige Beispiele aus der jüngsten Geschichte des britischen Imperiums zitieren. Erstes Beispiel: Im Londoner Vertrag von 1915 hat England den Italienern für ben Fall, daß England und Frankreich nach Kriegsende ihren Besitz in der Türkei, in Asien ober in Afrika erweitern sollten, entsprechende Kompensa- tionen in Dorberasien und Afrika zugesagt. Was aber tat Großbritannien? England hat sein Wort Italien gegenüber auf bas schmählichste gebrochen und es mit einigen Dorngebüschen im Wüstengebiet von Iubaland nachträglich abzufinben versucht. Erst bie Genialität des Duce — und auch dies wieder im schärfsten Kampf gegen England — hat es bann fertig gebracht, im Jahre 1936 aus eigener Kraft die Kompensation für Italien zu schaffen, bie es für fein Volkstum haben mußte. Dies ist ein eklatanter Wortbruch Großbritanniens! Zweites Beispiel: Im Jahre 1915 sicherte die britische Regierung durch ben Munb des britischen Oberkommissars in Aegypten ben Arabern bie Schaffung eines alle arabischen Gebiete umfassenden arabischen Staates einschließlich Palästina zu. Was aber hat Großbritannien getan? Der unabhängige arabische Staat wurde nicht gegründet unb der bekannte englische Oberst Lawrence, der bte Araber während des Krieges für England gewann unb ihnen im Auftrage ber englischen Regierung sein Wort oerpfänbet hatte, quittierte wegen dieses Treu- unb Wortbruches feiner eigenen Regierung feinen Dienst. In diesem Falle war der Betrug der englischen Regierung aber noch em doppelter, denn: trotz des ben Arabern gegebenen Versprechens wurde noch während des Krieges durch die Balfour- Deklaration bas arabische Palästina ben Juden zu- qriaqt. Mit diesem Versprechen an bie Juden beabsichtigte England, einflußreiche Juden für: ben Eintritt Amerikas in ben Krieg gegen Deutschland ^(^ütternben Beweis feines schlechten Gewissens Ihr wahres Gesicht unb ihren Vemichtungswillen gegenüber dem deutschen Volk aber hat die englische Regierung gezeigt, als sie das großzügige Friedensangebot, bas der Führer am 6. Oktober vor dem Reichstag an England machte, ablehnte und durch ihren Sprecher, den britischen Premierminister Charnberiain, mit Beschimpfungen beantworten ließ, die im gesamten deutschen Volk hellste Empörung ausgelöst haben. Jeder vernünftige Mensch muß sich nun fragen: Was ist eigentlich ber wahre Grund dieser gewissenlosen, ja an Wahnsinn grenzenden eng- lischen Außenpolitik? Englische Kriegshetzer behaupten, Deutschland strebe nach ber Weltherr- (chaft. Diese Behauptung ist schon an sich verlogen unb bumm, denn jeder Gymnasiast weiß heute, baß cs so etwas wie eine Weltherrschaft nicht mehr gibt und wohl auch in Zukunst niemals mehr geben wird, aus einem englischen Munde aber ist diese Behauptung eine Unverschämtheit. Denn während 46 Millionen Engländer 40 Millionen Quadratkilometer besitzen, d. h. über ein Viertel ber. gefam- Zeit bemüht, all die deutschen Splittergruppen in Europa, die umgesiedelt werden können, in diesem Raum zu vereinigen. Es schafft damit endgültige, klare völkische Zustände und Grenzen und beseitigt durch diese großzügigen Umsiedlungs- aftionen die Möglichkeit zukünftiger Konflikte. Die Grenzen des Reiches im Norden, Osten, Süden unb Westen sind nunmehr endgültige. Deutschland hat, wie der Führer auch in seiner letzten Reichstagsrede wieder erklärte, an Frankreich unb England mit Ausnahme der Rückgabe des ehemaligen deutschen I inerlei 3r fresse tiU 's diesem Ät chon einer c»u behaupt je»9 | bSnXm Wutsche betrieben wurde, daß man' Vorbereitungen ©eaenfafe im- fr einen kommenden Krieg nach jeder Richtuna hin inntP fcf — ich erinnere nur an bie von Herrn Cham- ^Dnttes^Beifpiel. Während des Weltkriegs hat die britische Regierung am 20. August 1917 den Indern volle Selbstverwaltung und den Status der anderen britischen Dominien zugesichert. Was tat s Großbritamen? Auch dieses Wort würbe schmählich gebrochen und Indien ist heute, 20 Jahre nach bem Kriege, unter einem bünnen Mantel nichtssagender Scheinkonzessionen nichts anderes als was es immer war, nämlich eine britische Kolonie. Vor einigen Tagen hat nun England, wie wir m der P^sst lefen, Indien erneut das Versprechen der Selbstverwaltung gemacht. Mr können getrost den Bruch auch dieses Wortes bereits im voraus registrieren. Viertes Beispiel. Das britische Reich ist 1 n Amerika während des Weltkrieges freiwillig un- geh eure Schulden . für Kriegsliefe- rungen ein gegangen mit gang klaren und p Hain kürzlich zugegebene, bereits vor zwei Iah- . erfolgte Organisation eines Blockadeministe- । rins — ist bekannt. Im Winter 1938/39 aber rgerte sich diese Hetze in geradezu ungeheuerlicher letfe. Das englische Volk, das im Grunde freund- taftlid) mit dem deutschen Volke leben möchte, urbe jetzt offen mit allen Mitteln der Propaganda n den englischen Kriegshetzern, und zwar unter i Firderung durch bie englische Regierung, in eine | hiß- und Panikstimmung gegen Deutschland gerächt. Ich könnte Ihnen unzählige Beispiele für isen systematischen Propagandafeldzug geben. M nur ge- [ 5on>eit die Propaganda! Das Ziel ber englischen igierung mußte es aber nun sein, Großbritannien ch politisch unb diplomatisch in einen un- berbrüefbaren Gegensatz zu Deutsch- ind zu bringen, der es ihm je nach Lage der nge ermöglichen sollte, den Krieg gegen iutschland zu dem ihr am günstigsten erscheinen- kn Zeitpunkt zu entfesseln. Dies mußte wiederum In einer solchen Weise geschehen, daß es für die lnegshetzerische britische Regierung vor ihrem eiqenen Volk ein Zurück nicht mehr 8i ben konnte, d. h. also, es mußte ein Vorwand Bifunben werben, der es der britischen Regierung j iftattete, bem englischen Volk gegenüber den Kriegsgründ so zwingend erscheinen zu rreiffl: «Mn, daß jeder Engländer ein Zuruckweichen als jeitöffaw Ft dem Ansehen seiner Nation als unvereinbar « sehen sollte. Diesen Zustand hat Herr Chamberlain versucht dirbeizuführen mit ber Garantie an Polen. Daß i>se Garantie nur ein Vorwand war ergibt sich I Heiter eindeutig aus der soeben im britischen Par- I Icment abgegebenen offiziellen Erklärung der bnU- föen Regierung, daß die Garantie sich ausschlieh- IKH gegen Deutschland richten sollte. Nicht die Un- lirsehrtheit des polnischen Staates war fur Eng- |knb interessant, sondern ausschließlich bte Waff n- hife gegen Deutschland. I Mit dieser Garantie, mit der sich Enaland ju fo< Irtgem, unb zwar unbeschrankten Beistand Palen menuber nerpflichtete, hat England das Jayr- Is-nderte alt- Fundament seiner kontinentalen Pali- Itil verlassen. Während noch Jahre 1936 der liifannk Deutschenfeind Sir Austin Chamberlam l-iklärte, England werde keinen 8in9er. nhr“^" Itegen des polnischen Korndors, England habeein lÄker-sse am Korridor, hat nunmehr Bruder i sgerechnet für dieses allerschwerst- Unrecht, das lü-rsailles Deutschland angetan hat, dl- englische kLaffenhilfe verpfändet. . A r, | Diese Politik, die zunächst wahnsinnig erscheint h nur zu verstehen als ein Ausdruck de konsequenten Willens Großbritanniens, sich unter allen llhtftänben, und zwar in nicht zu ferner 3 / . homanb Ju ein?m Losschlagen gegen Deutschland Reue sowjetrussische Vorschläge an Finnland All !btn Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Lange, geb. Hassenkamp. Gießen (Thomastraße 27), im Oktober 1939. 6516V M« Gießen, den 24. Oktober 1939. 6522C Pferde. Tüchtige Fuhrwerk 8lM^D für einige Tage vÜHUUlUViiu in der Woche auch ins Ha»ü noch frei. 6617d für bald gesuÄt m Tel. 2668. Donnerstag Heute Nach Möglichkeit wird das Nadelstammholz vor * 652 IC 6524C Stadttheater Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! für die Einbe- w in M Selterswes Nr. 26 11. mih W k Für die uns beim Heimgang unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen in so überaus reichem Maße erwiesene Teilnahme sage ich tiefgefühlten Dank. .:rti h hl ifl hi h 20-21.30 Ubr Außer Miete! 1. Platzmiete:- Konzert des Gießener Konzertvereins l.OrchefteP Konzert on ftl robi Oie Leibeserziehung der HI. Vormilitärische Ausbildung der drei ältesten Jahrgänge. ID jrti re ir m Vinn frei ch H rh Neues schönes piano- ANordeon zu verkaufen bei Alfred Lotz, Wiefeck, Korn- blumenftratze41. Zuschlagsfrist: 10 Tage. Gießen, den 24. Oktober 1939. Der Oberbürgermeister» I. V.r Nicolaus» jir fjie D * i^ber We IÜ D H I »Pf 'HL .ikich Helsinki, 24. Okt. (DNB.) Wie das amtliche finnische Nachrichtenbüro bekanntgibt, hat Sowjetrußland im Lause der gestrigen Verhandlungen der finnischen Delegation neue D o r s ch l ü g e unterbreitet. Die finnischen Unterhändler, Minister P a a si k i v i und Minister Tanner, reisen am Dienstagabend nach He lsinki zurück, um neue Jnstruktionen zu erbitten. Die übrigen Mitglieder der finnischen Delegation werden in Moskau bleiben. Den Empfängern von Familienunterhalt wird hiermit bekanntgegeben, daß die Auszahlungen ab 1. November l. I. in zwei Raten im Monat erfolgen, und zwar in der Mitte der jeweiligen Monatshälfte. Die Zahltage werden an der Zahlstelle (Bezirkssparkasse) durch Anschlag bekanntgegeben. Weiter wird daraus hingewiesen, daß bei der Berechnung der Familienunterhaltsbeträge die volle Miete berücksichtigt ist. Diese Mietbeträge sind zweckgebunden und müssen zur Erhaltung des Wohnbedarfs restlos verwandt werden. Sollten bei Nichtbeachtung dieser Vorschrift Mietrückstände entstehen, so können diese nicht mehr übernommen werden. noch frei. esnD Otto Hubn, Lohnkutscherei, Gießen, den 24. Oktober 1939 Der Oberbürgermeister Abteilung Familien-Nntcrhalt. Ritter» "11 ch Berlin, 24. Oktober. (DNB.) Für die Leibes- erziehung der Hitler-Jugend in der Kriegszeit ist von der Reichsjugendführung, Befehlsstelle II, eine Ausbildungsvorschrift erlassen worden. Danach wird die Leibeserziehung der Jugend auch im Krieg unter Berücksichtigung besonders Aufgaben mit allen Mitteln fortgeführt. Ziel ist die Gesunderhaltung und Förderung der körperlichen Leistungsfähigkeit der gesamten Jugend. -* Für die Hitlerjungen vom 16. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr tritt eine Spe- dcm Rücken entrindet. Schriftliche Angebote, getrennt für jedes Los und für Laubholz oder Nadelholz, sind mit der Aufschrift „Angebot für Waldarbeiten" versehen, bis Montag, bett 30. Oktober 1939, 12 Uhr, im Stadthaus Bergstraße, Zimmer 8, abzugeben. Kleines mcOl.3lmnier mit separatem Eingang zu mieten gesucht. Schr. Ang. mit Preisangab.unt. 04776 a.d.G.A. I Heiler gesucht Ed. Klinkei Bahnhofstr. 8 Betgetmg des SlmWlMm in den flöht. Mungen für DI. 1940. Im Wege des schriftlichen Angebots soll das Rücken des Stammholzes in den städt. Waldungen öffentlich vergeben werden, und zwar: Oer Orden des Kriegsverdienstkreuzes gestiftet. Für Verdienste, die keine Würdigung durch das Eiserne Kreuz finden. Berlin, 25. Okt. (DNB.) Der Führer hat für Verdienste in dem uns aufgezwungenen Kriege, die keine Würdigung durch das Eiserne Kreuz finden können, den Orden des Kriegsverdienstkreuzes gestiftet, das in zwei Klassen, in Bronze und Silber, verliehen wird. Für Verdienste bei Einsatz unter feindlicher Wassenwirkung oder in der militärischen Kriegführung wird das Kriegsoerdienstkreuz mit Schwertern, für Verdienste bei Durchführung von sonstigen Kriegsaufgaben ohne Schwerter verliehen. Das Ordenszeichen ist ein achtspitziges Kreuz, das ein rundes Mittelschild mit dem Hakenkreuz und einer Eichenlaubumrandung trägt. Die Rückseite des Mittelschildes der II. Klasse trägt die Jahreszahl 1939. Die II. Klasse des Kriegsverdienstkreuzes ist bronzen, die I. Klasse silbern. Zu kauf, gesucht leichter GlnfiL-Brilftien- ooet-Hoiiroagen von ca. 30 bis 40 Zentner Tragfähigkeit. 6433D J. H. Preiß Gießen Wetzlar.Weg 80. N fl * 8 Bekanntmachung. Betr.: Auszahlung des Familienunterhalts unterhaltsberechtigten Angehörigen rusener. Achtung! Schlachtpserde und Schlachtsohlen werden ständig zu Höchstpreisen angekauft. Beß Notschlachtungen schnelle u. reelle Bedienung. Vermittler erhalten hohe Provision! oinr WWlerel sm« Die Deutsche Arbeitsfront 8erufs= erziehungswerk Übungrftätte Stehen Es beginnen folgende neueLehrgemeinschafteu: A) Kaufmännische Berufe: Kurzschrift (alle Geschwindigkeiten) Maschineschreiben (Anfänger u.Fortgeschr.» Buchführung (Anfänger u. Fortgeschrittene!» Gutes Deutsch Englisch I (Anfänger) Russisch I (Anfänger) B) Eisen und Metall: Elementare Mathematik Fachzeichnen — Fachrechnen I Dauer ieder Lehrgemeinfchaft: 20 Dopp.-Stö. Anmeldung und Beratung bis svätestens 28.Okt. 1939 bei der Kreiswaltung derDAF.» Abt. f. Berufserziehung und Betnebsführung, Gießen, Schanzenstraße 18, Zimmer 11. eeoaO ?! Husten !! festsitz. Katarrh, alter Schleim, Asthma, Brust-, Lungen - Erkältung usw. Jnngs Asthma-, Husten-Brnst» tee, seit vielen Jahren bewährt Spitzwegerich - Saft ab 65 Pf. Hustenkandis 6614d Kräuterhaus Jung Gießen, in der Mäusburg Bekanntmachung. Es wird darauf hingewiesen, daß die Abschnitte B der Reichsseifenkarte erst ab 1. November 1939 zum Bezug von Seife und Seifenpulver berechtigen. zialausbildung im Geländedienst und Kleinkaliberschießen hinzu, die grundsätzlich nur Samstag abends und Sonntags stattfindet. Dafür entfällt die Teilnahme an den Leibesübungen. Jedoch müssen die 16- bis 17jährigen an einem Abend in. der Woche und an zyrei Sonntagnachmittagen am freiwilligen Leistungssport teilnehmen. Mit dieser vormilitärischen Ausbildung, die im Einvernehmen mit dem Oberkommandos der Wehrmacht und des Heeres erfolgt, bereitet die Hitler-Jugend ihre drei ältesten Jahrgänge sorgfältig und planmäßig a u f Die Verleihung des Eisernen Kreuzes (1939) oder der Spange zum Eisernen Kreuz des Weltkrieges schließt die Verleihung der entsprechenden Klasse des Kriegsverdienstkreuzes aus. Wird das Eiserne Kreuz oder die Spange zum Eisernen Kreuz des Weltkrieges nach erfolgter Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes verliehen, so ist die entsprechende Klasse des Kriegsverdienstkreuzes a b - z u l e g e n. Die II. Klasse des Kriegsverdienstkreuzes wird am Bande an der Ordensschnalle oder im zweiten Knopfloch des Waffenrocks getragen. Das Band hat einen schwarzen Mittelstreifen und auf jeder Seite anschließend je einen weißen und einen roten Streifen. Die I. Klasse des Kriegsoerdienstkreuzes wird ohne Band auf der linken Brustseite getragen. Das Kriegsverdienstkreuz verbleibt nach Ableben des Be- liehenen als Erinnerungsstück den Hinterbliebenen. Kinderwagen in großer Auswahl I SSW1A Fr. Groß Weiten Wo 32 | Kaufgesuche | 3-4 PS Gleichstrom' Motor 440 V., zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. u. 6525V an d. Gieß. Anz. Kl o IXoeA von 3 bis 20 vom Hundert erhalten Sie bei wie- INmUI I IdbvC derholten Veröffentlichungen einer Anzeige Italiens Balkanintereffen und der Türkenpakt. Rom, 25. Oktober. (Europapreß.) Zu der Rückwirkung des Ankara-Vertrages auf Italien sagt „Giornale d'Jtalia": Da man den Ankara-Vertrag auch mit dem Balkan in Beziehung bringe, so fei es nützlich, nochmals auf die Interessen Italiens in diesem Teil Europas hinzuweisen. Die Türkei sei nur zu einem geringen Teil eine Balkanmacht. Zu einem umso größeren Teile aber Italien. Die englische Beschwichtigungsformel, die besage, daß die politischen Interessen der Türkei und der Westmächte auf dem Balkan d i e wirtschaftlichen Interessen Italiens nicht gefährdeten, lehnt das Blatt mit der sehr begründeten Bemerkung ab, daß Italien auf dem Balkan lebenswichtige Interessen habe, die nicht nur wirtschaftlicher Natur seien, noch nur wirtschaftlicher Natur bleiben könnten. Das ergebe sich aus der durch die Vereinigung Albaniens mit Italien geschaffenen Sachlage und dies sei ein wesentlicher Punkt. An Lockungen, Italien für die eigenen Gedankengänge zu gewinnen, die nach dem Zustandekommen des Ankara-Vertrages eingesetzt haben, habe man es im Westen nicht fehlen lassen. Italien höre die Serenaden nicht an, es werde statt dessen mit sehr wachsamem Auge den Ablauf der Ereignisse verfolgen. Oie deutsch-sowjetrussische Zentralkommission für Grenzfragen. Moskau, 25. Okt. (DNB.) Wie verlautet, sind die Mitglieder der zur Zeit in Moskau tätigen deutsch-sowjetischen Zentralkommission für Grenz- ftagen, der die genaue Festlegung der Jnteressengrenzen zwischen Deutschland und der Sowjetunion auf dem früheren polnischen Territorium übertragen ist, am Dienstagabend nach Warschau gefahren, um sich dort mit den an Ort und Stelle eingesetzten Unterkommissionen zu treffen. Die deutsche Abordnung steht unter der Leitung des Vortragenden Legationsrates Hencke, die sowjetrussische unter dem Abteilungschef im Außenkommissariat Alexandrow. Oer Oberbefehlshaber des Heeres an der Westfront. Berlin, 25. Okt. (DNB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, weilte am 23. Oktober an der Westfront bei den an den letzten Kämpfen in der Gegend südost - wärts Saarbrücken beteiligten Truppen. Der Generaloberst sprach verschiedenen Abordnungen der Truppenteile Dank und Anerkennung für ihre hervorragende Haltung aus und überreichte einer Anzahl von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften, die sich bei den Kämpfen besonders ausgezeichnet hatten, das Eiserne Kreuz. Keine besonderen Kampfhandlungen. Der Bericht des Oberkommandos. Berlin, 24. Oktober. (DNB.-Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Front keine besonderen Kampfhandlungen. schung der Punkte Baltischport und Hangö das ungehinderte Auslaufen durch den finnischen Meerbusen abhängig wäre. Was die feit so vielen Jahren umstrittene Frage der Befestigung der Aalandsinseln betrifft, fo liegt hier bereits ein Entgegenkommen Finnlands insofern vor, als die finnische Regierung dem Parlament vorgeschlagen hat, die bisher für die Befestigungen vorgesehenen Summen aus dem nächsten Etat zu st r e i ch e n. Wenn diesmal gerade der Finanzminister Tanner die Reise nach Moskau mitgemacht hat, so erklärt sich das aus der alten Bekanntschaft zwischen Stalin und Tanner, der Stalin vor Ausbruch der russischen Revolution von 1917 wiederholt. Hilfe auf der Flucht geleistet hat. Tanner beherrscht die russische Sprache völlig, was die Verhandlungen zwischen den beiden Staaten sehr erleichtert. In politischen Kreisen Finnlands betrachtet man die Moskauer Verhandlungen jetzt wesentlich ruhiger. Man erinnert sich auch einer Versicherung, die Stalin 1917 auf dem Parteitag der finnischen Sozialdemokraten abgab; er erklärte damals, die russischen Kommunisten würden die Staatshoheit Finnlands stets zu respektieren wissen. 19.30-22.30 Uhr 4. Mittwoch- Miete kMM Preise: 6607d RM. 0.90-3.60. RN. 5000.- und darüber auf erststell. Hypothek f. sof. od. später aus Privathand zu verleiben. Schriftl. Anfrag. u. 04785 andenGieß.Anz. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzelgen Geburtsanzeigen Brühl, Schulstr. 7 MM Zimmer Nähe Bergkaserne gesucht. Schr. Ang. unt. 04775 a.d.G.A. Man darf annehmen, daß es sich für Sowjetrußland u. a. um den Wunsch nach einer besseren Sicherung des Leningrader Bezirkes handelt, durch eine gewisse Korrektur der bisherigen russisch-finnischen Grenze nach Nordwesten. Sowjetrußland würde damit also auf eines der Derhandlungsthemen zurück- areifen, die 1 9 2 0 i n D o r p a t vor dem Friedensschluß zwischen den beiden Ländern schon vielfach erörtert worden sind. Ferner wird Rußland vermutlich Wert darauf legen, eine ungehinderte Verbindung zwischen Kronstadt und der Ostsee über den finnischen Meerbusen sicherzustellen. Dazu würde die Einbeziehung der Hafenstadt Hangö in die Derhandlungsthemen nötig sein, da von der Beherr- den Wehrdienst vor und sichert unfeit Armee einen mit Gelände und Schuß, waffe bereits vertrauten Nachwuchs. Diese Ausbildung erstreckt sich über einen 3 ei traun von 6 Monaten und schließt mit einer Prüsunz. Bei Bestehen der Prüfung erhält der Teilnehm-r den K-Ausbildungsschein verliehen. Für die 14- bis 15jährigen Hitler« jungen ist eine Ausbildung in der Grundschule der Leibesübungen vorgesehen. Soweit is sich um Schüler handelt, wird der Dienst an einem Wochentag in einer Doppel, stunde durchgeführt. Für berufstätige Hit. lerjungen dieses Alters ist diese Doppelstunde w äj. rend der Arbeitszeit vorgesehen. Darüb-i hinaus wird an zwei Sonntagen im Monat fit zwei Stunden von allen Hitlerjungen dieses Alteig gemeinsam die Grundschule der Leibesübungen durchgeführt. Sie haben ferner alle Gelegenheit, cn dem freiwilligen Sport teilzunehmen. Unsere 10- bis 14jährigen Pimpfe sich für Sammelaktionen eingesetzt. Der Dienst des Jungvolks hat bis auf weiteres bis Sonnenuntergang beendet zu fein. Aus diesen,' Grunde werden z. B. Fahrten, Geländespiele uch Luftgewehrschießen vielfach ausfallen müssen. Durch, geführt wird jedoch wöchentlich eine Doppelstunde L e i b e s ü b u n g en . Ferner kann der freiwillige Leistungssport der Pimpse an zwei Sonntagvoi. Mittagen im Monat zur Durchführung gelangen. Dort wo Sammelaktionen ausfallen, werden bir Leistungssport und die Grundschule der Leibe;- Übungen wieder verstärkt in den Dienstbetrieb auf. genommen. Starke Zunahme der USA.-Ausfuhk. Genf, 24. Okt. (Europapreß.) Nach in Genf ein« treffenden Berichten des amerikanischen Wirtschafte amtes hat die Ausfuhr der USA. in den beiden letzten Monaten und besonders in dem ersten Kriegsmonat außerordentlich angezogeir. Im Gegensatz zum ständig fallenden Export bit neutralen Länder Europas ist die Ausfuhr her USA. seit Juli ständig gestiegen. Sie stellte sich im auf 230 Millionen Dollar, im August auf 251 M lionen Dollar und im September auf etwa Millionen Dollar. Demnach hat die Ausfuhr i den letzten Vorkriegsmonaten um 9 v. H. und i ersten Kriegsmonat um 13 v. H. zugenommen. D September-Zunahme steht allerdings im Zusam hang mit einer alle Jahre um diese Zeit beginne den Massenlieferung verschiedener wichtiger no amerikanischer Ausfuhrerzeugnisse. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Okt. (Vorbericht.) U 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: Kälber, 120 Hümmel, 80 Schafe, 1090 Schweine. G kosteten: Kälber 30 bis 65 RM., Hämmel 35 bis Schafe 25 bis 42, Schweine 52 bis 56 RM. Marktverkauf: Zugeteilt.________________________ Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blu schein. Verantworllich für Politik, Feuilleton und b Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pr vinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. A zeigenleiter: Hans Beck. Verantworllich für den 3 halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und De lag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-S sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RU einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jll ftrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 P und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. Septemosi 1937 gültig tage zu vermieten. Georg-Vhilipp- Gail-Straße 9. Anruf 3450.04704 | Mietgesuche | Gut möbliertes Zimmer in gutem Hause v. Dame gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04770 an d. Gieß. Anzeig. W. A. Mozart: Jupiter-Sinfonie - h L.v. Beethoven: Klavierkonzert in Es-dur. k*. Solist: Helmut Hol off, Berlin j, J (Klavier) - Leitung: Prof. Stets n . Temesväry. Preise: RM. 1.05 bis RM. 3-10- Manil-ta 3 Zimm., Küche u. Zubehör, mit Garten, in der Döringstraße zu vermieten. Nur Mitglieder woll. sich bewerb. «siM Gemeinnutz. Bau- genonenfdiaftl894 e.G.m.d.tz.Gietzen 3-Iimmer- Wohnung mit Zentralheiz. sof. zu oerm.04777 Bendixen, Sellersweg 18 m. 2-Zimmer- Wohnung zu verm. 04778 Näheres SromMgerSlr.S. Gasherd (2flam. m. 2 Abstellst.) u.transP.Tisch Sitzbadewanne Gebr. Tevvich M. Schränkchen, als Lustschutz- avoth. geeign. Steppdecke mit Wollfüllung Kissen. 04780 Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gießen. Anzeig? Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen — Wirtschaftsamt — Bekanntmachung. Die Diensträume des Städtischen Jugendamtes befinden sich ah Donnerstag, den 26. Oktober l. I. im Städtischen Haus, Lonystraße 2, I. Stock. Gießen, den 24. Oktober 1939. 6520V Der Oberbürgermeister — Sozialamt. Ritter. m jti per wiort gesucht, 2mal wöchentlich. 04774 Antony, Goethestr. 68 II Los Nr. Forstort Abteilung Holzart Rücken auf die Wege v.Holz: an die Wege Kinderfräulein für nachmittags zu 5jähr.Jungen gesucht. 04773 Näheres Kreuzplatz 8 II. Stock. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Hangelstein Ehem. Gemeindewald Wieseck.... Stadtwald. », M n n Fernewald. i» 19, 20, 11, 27, 28, 29 71a,101c, 102b,105b 107a,108a 109,113a 114a 122a, b, 123a, 124, 127, 97 verschiedene 1 2a, b, 4, 5, 7a, 32 u. verschiedene Laubh. Nadelh. Laubh. Nadelh. Laubh. Nadelh. Laubh. Nadelh. Laubh. und Nadelh. 300 fm 75 „ 300 „ 190 „ 150 „ 200 „ 180 „ 400 „ 320 „ 200 „ 590 „ 50 fm 150 „ 205 „ HesNädel nicht unter 16 Jahren, tagsüber zu 2 Kind, gesucht. 8518V Lotz, Gnauthstraße 2. P Verkäufe | ZiiverWell: 2türig. Schrank S;| ?r‘250 ^roc^cs ___Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 25. Oktober (959 " rtz p -----■ —------- ' Aus dem Reiche der Krau Die verregnete Kleidung. schwarzen W o l l j ä ck ch e n mit ebenfalls siihrung, Frau Dr. Vorwerck, richtet im Zu- H. gearbeitet ist. klingt. Kürbiskompott: links, während das Kleidchen mit bem schwarzen Samtmieder (ganz rechts) aus buntgetupftem Musselin und weißem Mull (Müschen!) lhelm Sangt :: Ernst Alm uilletonundir t Gießen, Ps Slumschein. & ich für den?) Druck und Jo R. Lange, U »reis 2,05 M mit der H ifspreis 10 \ ustrierten 5 j m 1. Sepien Gelbe Giganten. Von M. A v. L.ütqen0orff. enfVr »meinschastni -Obetried j Man hält es kaum für möglich, daß sie nur dem Boden entstammen, auf dem sie in ihrer gewaltigen Träten Kleiderschrank. Will es nun der Himmel, daß wir durch und durch naß nach Hause kommens rmpfinden wir dies nicht mehr als Unbequemlich- preßt ein zur Herstellung von Seifen oder Maschinenfett zweckdienliches Oel liefern; in Steiermark und Ungarn hat man das Kürbisöl auch als Speiseöl verwendet. Es ist ein dunkelgrünes Oel und in d-en Kernen fast bis zur Hälfte ihres Trockengewichtes enthalten. Der Nährwert seines Fleisches übersteigt übrigens den der Gurken um ein Beträchtliches, schon deshalb, weil der Kürbis nicht so wasserreich ist. Er gehört zu den Früchten, die schon auf alt- ägyptischen Wandgemälden dargestellt sind. Allerdings scheint damals nur der Flaschenkürbis bekannt gewesen zu sein, der vermutlich als Gesäß benützt wurde, wie ja auch die Römer Wein, Wasser, Honig in hohle Flaschenkürbisse zu füllen pflegten. Doch die Römer, die recht gut wußten, was gut schmeckt, verstanden bereits das Kürbisfleisch zu kochen oder zu braten oder es auch ähnlich zu Melonen und Gurken einzumachen. Im Kräuterbuch von Leonhard Fuchs, das 1543 erschien, wird er „türkisch Cucumer" genannt ober „Meer-Cucumer"; auch „indianisch öpffel" hießen die Kürbisse damals. Die Indianer des mittleren Amerika waren tatsächlich geschickte Kürbiszüchter und zwar lange ehe Kolumbus ihr Land betrat. Wogegen es bei Eingeborenenstämmen Afrikas zu einer richtigen „Kürbiskunst" kam, zur Verwendung der Kürbisse zu schönen Gebrauchsgegenständen. Um nichts zu vergessen, soll auch erwähnt werden, -daß man auch Versuche machte, aus leeren Kürbisschalen, die mit Saiten begannt wurden, Geigen zu fabrizieren. Die Reife der Kürbisse zieht sich bis in den Herbst hinein. Müssen Kürbisse jedoch wegen Wetterungunst unreif zur Ernte kommen, ist der Schaden auch nicht groß, weil man sie in einem hellen, luftigen Raum nachreifen lassen kann. Dollreif ist der Kürbis, wenn er beim Beklopfen hohl Der Kürbis wird geschält, in kleine Stücke geschnitten und in etwas Wasser gargekocht. Man gibt Zucker daran und schmeckt mit Zittonensast oder Essig ab. Sehrg ut ist das Kompott, wenn Zwischen oder Brombeeren untergemischt werden. u^.Fortgesi!' ottgeschnW Gute Gerichte mit lleberlequng zutemmenoestelli. übergegangen. Mit den ihr nun zur Verfügung gestellten Nahrungsmitteln müsse die Hausfrau mit Ueberlegung gute Gerichte zusam- men füllen, neue Kompositionen dabei suchen. Sie werde sich Tages- und Wochenfahr- plane für die Ernährung machen. Wenn sie dafür guten Rat brauche, solle sie sich bei den haus- wirtschaftlichen Beratungsstellen des Deutschen Frauenwerks Küchenzettel und Rezepte holen. Das Deutsche Frauenwerk freue sich aber auch umgekehrt über jede vernünftige Anregung, die ihm mitgeteilt wird. Unter Luftschuhkoffer. Von H. CH. Hansen Unser Luftschutzkoffer ist der Liebling der Familie und hat alle Aussicht, einmal der Liebling des Hauses zu werden, wenn er wirklich benötigt wird. Jeder verttaut ihm sein Liebstes an. Vater hat außer einer Tasche mit Urkunden ein Päckchen Spielkarten, das Dominospiel und seine Reiseflasche voll Weinbrand in den Koffer gepackt. Marter brachte eine Flasche mit Kölnisch Wasser und eine Büchse mit Zwieback samt einer Schachtel Pfefferminzplätzchen und zwei Büchern an. Bruder Fritz, der Tertianer, vertraute dem Koffer ein Skizzenbuch und Farbstifte samt einem Geduldspiel an. Helga, die Fünfzehnjährige, hat große Pläne mit Handarbeiten, Tagebuch und Füllhaltern, Laute und Plastilin'block — am liebsten hätte sie chr halbes Zimmer nach unten geschleppt. Nun, sie beschränkte sich dann großmütig auf die Laute, die auf den Koffer gelegt wird, ehe Helga zu Bett geht. Der kleine Walti trat für Mitnahme seiner Schäferei und einer Schachtel Soldaten ein, was ihm auch bewilligt wurde. Da unser Keller elektrische Be- leuchtung hat, verspricht der Inhalt des Koffers nötigenfalls auch den anderen Familien zur Unterhaltung und Abwechslung zu dienen. Und als ob er das wüßte, liegt er freundlich glänzend über seinen schwarzen Wachstuchbezug jederzeit griff- bereit auf dem Schemelchen neben der Flurtürs. Darin wird unterstrichen, daß alle ausreichend Nahrungsmittel erhalten. Dom gesundheitlichen Standpunkt aus bekomme jeder in ausreichender Menge, was sein Körper zur Erhaltung und zum Wachstum der Kräfte brauche. Die ungesunde Entwicklung der Eßgewohnheiten mancher Familien, besonders beim Fett, werde nun durch die Rationierung automatisch zur gesundheitlich richtigen zurückge- führt. Der Fortschrittler sei längst zu stärkerem Verbrauch von Gemüse und Ob st 1 dem H aMe3oj(| ■W her Ui s'ch iO ans 251 Jü aus etwa ? ie Ausfuhr r ) v- h. uni: genommen. J MZuimy Zeit beging nichtiger na markt. 3orberichts 'iijl iorauftrieb- M h Sdjroeine. mnel 35 bis M is 56 Ml Zeitgemäße SaushaWhrmg Dem Frida Aisch. Itanb mit übergelegtem Tuch und heißem Bügeleisen Reicht geplättet. Dann, noch etwas feucht, zurecht- ijebogen. Federchen streicht man über einen Meißen Messerrücken, und sie sind wieder kraus. Länder und Schleifen werden mit feftge- wickelten Papierrollen ausgestopft, Enden geplättet, ^roddeln und Pompons kämmt man leicht durch, lläjyt sie trocknen und faßt sie dann fest zusammen und schneidet mit einer scharfen Schere ein wenig ab. Sie sind wie neu. Besonders Helle Far- ben. Mäntel und Kleider reinigt man mit lauroarmem klaren Wasser, bis der Straßenschmutz isort ist und plättet sie dann von links auf. Beson- . bere Sorgfalt wendet man auf die Nähte, damit ie nicht kraus werden. Das Plätten geschieht über ?in Tuch. Seife darf nicht genommen werden, wenn knan keine Ränder haben will. Die nassen Schuhe werden erst vom Schmutz, Denn nötig, durch Abwaschen mit einem Läppchen, gefreit, wobei wir sie so wenig wie möglich naß nachen, bann ganz fest mit Papier ausgestopft. ! früher füllten wir sie voll Erbsen, die viele Jahre iür denselben Zweck immer wieder aufgetrocknet vurden. Dann werden sie erst mit einem Leder- lett eingerieben und später geputzt. Neue S o h - ! e n bestreichen mir mit heißem Firnis, lassen sie guten Durchziehen, ohne zu kochen, stehen. Durchgegossen, wird die Brühe mit Fleischbrühwürfeln abgeschmeckt und mit 15 Gramm weißer Gelatine gesteift. Das Fleisch ist feinwürfelig darunter gemischt. In einer mit kaltem Wasser ausgespülten Form erkalten lassen. Mit Kartoffelsalat und Endivien reichen. Es muß nicht gerade Reh sein, Hasenklein tut's auch. Kriegsmajonäse. Verrühre zwei Teelöffel Eierfparpulver mit einem Fünftel Liter Milch, rühre einen Eßlöffel Mehl an, würze mit Pfeffer, Salz, einer Prise Zucker und wenig gutem Weinessig. Rühre alles im Wasserbad, bis es dickt, aber nicht kocht. Rühre alles kalt und gib währenddessen einige Tropfen Salatöl und, wenn man will, auch noch feinen Essig daran. Ein Löffelchen Mostrich verfeinert und würzt. Diese Tunke paßt zu allen Salaten und Gemüse, Pilz- und Fleischsülzen. ’liuS ef)en. ®emüfe wird mit ganz wenig Wasser durch ein Tuch gedrückt; das Zellen- bleibt jurüct. Pilz- und Gemüsesaft wird langsamem Feuer auf die Hälfte ein- £+4«« ' T Leine Flaschen gefüllt und gut ver- cS!,Of![en' tr?tfen ""d kühl aufbewahrt. Ich habe eine ni° f ■(x0^ nac$ fahren ebenso gut gefunden, als frisch bereitet. . Sülze von Wildsleisch. Da wir reichlich Wild auf die Karte erhalten, können wir gut dies nette Gericht auf den Tisch bringen, (nut eignet sich ein Rehblatt. Wir schmoren es schon am Tage vorher, wie immer. Das Fleisch wird abgelost, die Knochen so klein es geht, zerhackt. Wir braten sie mit wenig Fett, Zwiebel, einer kleinen tSelberube, einer Handvoll eingeweichter Pilze, Lorbeerblatt und Gewürz, kochen alles mit . Walser eine halbe Stunde. Dann bleibt dies einige Stunden an warmer Herdstelle zum 'bst; vvivKyutie Kieioung. P'ibesüt? Wenn mir früher einmal einregneten, (o trugen 9cle9enlj{jp mir die Sache mit Humor. ÄN Anna mnvAM 20 Dovv.'^ sväieW •na bei?31'- etneisW unter 11- ^1 Mussen K und der, wieder von dem mehr oder weniger ae- ' Doppe[-t‘ KspidprliArnnk Will o« mm x«» a:__... 1 ’bonntooJ^l^BM' • . , z — ------vj~v. Ung qec. leit, sondern direkt als ein Unglück. Da heißt es, i, werbenM Mch durch richtige Behandlung die Sachen so '' schnell wie möglich wieder herzustellen. Nasse hüte werden im Kopf mit weichem Papier fest lusgestopft und in die alte Form gebogen, flach huf den Tisch gelegt. Dann der Rand abgetupft, iiamit die Nässe verschwindet. Später wird der mir die Sache mit Humor. Zu Haus waren ja trockene Sachen zum Umziehen genug da Aber dies lange Regenwetter hat bei manchem auch den Letzten trocknen Faden" durchgeweicht. Wir können nicht mehr, wie wir wollen, jeder Modelaune nach- .. -US Ö,J geben. Der neue Regenmantel hängt nicht vom ge- 'Neipiei/,' eilten Geldbeutel ab, sondern vom Bezugschein «. ...K X A V WA • rt X A V* M AM X AMA r . . _ V ' i.-Ausstzs °hmTeiisÄ M Wirtick^ in den £3 sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES M O DE Z EI C HNERS entstand die bis 75 Kilogramm schwer werden kann Der K ü r b i s ist nicht nur die größte Frucht, die in unserem Land reift, sondern auch der Schwergewichtler unter den Früchten, obwohl er sich noch einen Rekord leistet, indem es auch Kurbisse gibt, die nicht größer sind als em SlpfeL Solche Größenunterschiede finden sich ebenfalls bei keiner anderen Frucht unseres Klimas. Es war kein übler Vergleich, wenn die Griechen von einem kräftigen, pausbäckigen Menschen sagten, er sähe so gesund aus w'.e ein Kürbis Wie denn auch ein Kurbisfeld mit den gelben Riesen Zwilchen dem Grün den Eindruck einer fast unglaubhaften Fruchtbarkeit Hervorrufti . ~ 9Bow sie gut sind? Ja, da reiht sich eine Verwendungsmöglichkeit an die andere. Die großen Kürbisse mit dem rötlichgelben, dicken Fleisch eignen Jvutl- 11 / .. ...... -Htr SRoroihmrr nnn Kameradschaft zwischen Stadt und Land. Vor einigen Wochen kam von meiner Bäuerin, der ich im Sommer während der Getreideernte geholfen hatte, folgender Brief: „Sie haben uns während der Ernte so oft und vor allem so gern geholfen, daß ich Sie heute bitten möchte: Kommen Sie noch einmal wieder und helfen Sie mir. Die Kartoffeln und die Rüben müssen rein, das Obst ist zu ernten, und ich bin allein mit den Kindern auf dem Hof. Mein Mann und der Alfred sind eingezogen. Wenn es Ihnen möglich ist, konunen Sie bitte. Ich brauche Sie sehr." Ist das nicht Ausdruck bester Kameradschaft zwischen Stadt und Land, dieses selbstverständliche Hilfesuchen und selbstverständliche Hilfefinden? Schon am nächsten Tag zogen wir sogar zu zweien den Weg zu dem drei Kilometer weit entfernten Dorf, den ich im Sommer so manches Mal gegangen war. Links und rechts vom Wege war noch soviel auf dem Acker zu tun, und als wir auf den Hof kamen, sahen wir auch dort, wieviel es zu tun gab. Seitdem sind wir manchen Tag, der nur irgendwie frei zu machen war von häuslichen Pflichten, draußen gewesen. Und waren wir am Anfang nur zwei, so wurden es bald sechs, manchmal auch zehn Frauen aus unserer Ortsgruppe, die sich bei den Bäuerinnen im Dorf verteilten, die Hilfe am nötigsten brauchten. Wir haben alle tapfer mitgehalten beim Kartoffelbuddeln, obwohl der Rücken von der ungewohnten Arbeit schmerzte. Aber stolz sahen wir am Abend auf „unser" Stück Kartoffelland, das wir Frauen aus der Stadt gebuddelt hatten, und das von Tag zu Tag größer wurde, bis eines Tages auch die Kartoffelernte beendet war. An einigen Nachmittagen gab es auch eine große Gemeinschaftsarbeit, an der sich viele von unseren Frauen beteiligten, die nicht für einen ganzen Tag von Hause fort konnten, die aber bei der Obst- Verwertung mit großer Freude halfen. Denn hier- um ging es in fast jedem Bauernhof: das viele Obst und die Tomaten waren zu ernten und zu verwerten. So wurde der größte und geeignetste Raum zum Einkochen und zum Dampfentsaften vorbereitet, und dann wurde „am laufenden Band" geschafft: HI. und BDM. pflückten in den Gärten und brachten die vollen Körbe heran, und wir Frauen haben eingekocht und Saft und Süßmost hergestellt, daß es nur so eine Freude war. Für alle Bäuerinnen wurde ein ausreichender Vorrat her- gestellt, der ihnen von den Jungen und Mädel bis in die Vorratskammer getragen wurde, und das übrige konnten wir der NSV. zur Verfügung stellen als gemeinsamen Beitrag von Land- und Stadtfrauen für unsere Lazarette. Und dann gingen auch diese Tage zu Ende, die vielen von uns Frauen aus der Stadt zum ersten- mal einen Einblick in das arbeitsreiche Leben dcr Bäuerin gaben und die zu einer festen und herzlichen Kameradschaft zwischen Stadt und Land führten. Ueberall dort, wo die Bäuerinnen uns fortan dringend brauchen, werden wir Frauen aus der Stadt zur Stelle fein. hrm nachgibt und klebt es mir ksiwei« rr- o1*--1 cherauslaufenlassen des Eiweißes muß man aucy ,Qi der andern Spitze ein Löchelchen mit einer 5-aöel machen, in das man hineinpustet und |o fos Weiße durch das größere Loch auf der an= brn Spitze fließen läßt. Auch dies Lochelchen wird fri gefleht. So hält sich das Gelbe genau wie ein strstchei. Mzextrakl an Stelle von Maggiwürze ober Suppenextrakt. Schalen, Stengel und sauberer Abfall aller mog- lifien Würzpilze, hauptsächlich Champignons und hjiten Waldpilzen, ebenso Sellerie und ßiebftodl- batter, einige Gelbe Rüden und Petersilienwurzeln, Serben gut Lewaschen. Das Gemüse wird femge- tattem Die Pilze scheidet man einige Tage vor- fein, wäscht sie, läßt sie gut abtropfen unö mftcht M a/< Liter Pilze mit % Liter feingehackter Zw^ biln und einer Handvoll Salz und einem T"loft Keffer und läßt dies zwei Tage in einem irbemm ^ps stehen. Dann wir» olles durch ein feines Tuch Wie man nette und praktische Kinderkleid er aus verschiedenen Stoffen (aus Getragenem, Resten und kleineren neuen Zutaten) Herstellen kann, zeigt die Zeichnung oben. Aus zweifarbigem Wollkrepp ist das langärmelige, warme Kleid Mitte links, aus ebenfalls zweierlei Stoff das Faltenkleidchen Mitte rechts mit dem P i k e e w e st ch e n. Das warme Dirndlkleidchen (links oben) besteht aus einem gelesenen, blauen Rock mit rotem Paspel (am Rocksaum) und einem MW MW EZ-Ä Nxovisioo- *1 £iiW | !ann gut trocknen, ehe sie wieder benutzt werden, und die Sohlen halten doppelt so lang. Alte i Schuhe können mir noch tragbar machen, indem I Dir ihnen Sohlen von Linoleumresten aufnageln. | Der einen Dreifuß hat, kann das gut selber. Als | Hügel nimmt man Schusterteeks. Die Sohle muß | itmas reichlicher geschnitten werden, dann wird sie iber die alte genagelt, zum Schluß rund herum I ^schnitten. Für trockenes Wetter und das Haus I M es so noch ganz gut. Und wir kommen wieder I iin bißchen weiter. Wunderbare, haltbare Sohlen I leben auch die schwarz geräucherten Schwarten I ier altmodischen Bauernschinken, wer Beziehungen | lat. Auch der Regen schirm muß richtig ab- I laufen, dann aufgespannt trocknen und, ehe wir ihn II drthängen, werden die Gelenke der Stangen von M innen mit einem winzigen Tröpfchen Oel versehen. I Dann kommt er ungerollt in den Schrank. So wird II las Brechen des Stoffes vermieden. Herren- II i ein k l e id e r können wir selber in die Reihe I iringen. Unten herum waschen wir sie in klarem I Wasser, drücken sie durch ein Badetuch ab, drehen || ie links und plätten zuerst sorgfältig die Nähte, I ndem wir sie stramm ziehen, dann das übrige. |l $um Schluß von rechts die Kniffe, nachdem sehr || ienau Naht auf Naht gelegt ist, mit übergelegtem | Luch. Ausgebeutelte Knie werden von links ange= H leuchtet, dann mit heißem Eisen, das wir etwas U lundlich bewegen, wieder zur richtigen Form ge- ■ tracht, wobei wieder die Nähte^ straff gezogen wer- !cn. ponne^J I 1 I K°°z ud 10t^A ? w Es-dur' itu% J Manches von Herrensachen, was unbenutzt im schrank hängt, kann noch der Hausfrau dienen. Da | ft zum Beispiel ein tadelloser Smoking. Wenn i)n der Hausherr wenig trägt, opfert er ihn Dieb I incht seiner Frau. Heber schwarze oder schwarz- neiße Kleider gibt er eine feine Straßenjacke, ohne Mafe erst der Schneider die Aenderung vornehmen biufe. Paßt der Rücken, und sind die Aermel richtig ping, dann brauchen wir nur noch ein zweites Knopfloch zu machen, statt des einen Knopfes zwei |zu fetzen und so weit überzuknöpfen, daß die Gur- I Mlinie die richtige Enge hat. Bei den zl ernte In -vuvtll v.lir„.......... - - hcihen wir die innere Naht vom Ellenbogen noch und gelben Pracht liegen, daß aus einem | eine Hand breit hoher gerechnet bis zum Handge- bem Bruchteil eines Grammes eine Fruch. Imt etwas ab, und wir haben eine gut sitzend^ - - - -- - ---------- f<4imor m<,rhpn | wirklich elegant aussehende Jacke. Sind gar noch Beinkleider da, geben frre einen Kostumrock. Hin alter Frack gibt ein Bolerojäckchen, das auch | tunt bestickt werden kann. Die Reste und Schoße | lefern Hosen für unsere kleinsten Pimpfe. Die deutschen Hausfrauen stehen auf wichtigem Posten in der Abwehr der englischen Aushunge- schwarzen W o l l j ä ck ch e n mit ebenfalls rotem rungsversuche. Die Leiterin der Hauptabteilung Paspel an Säumen und Taschen sowie silber- Volkswirtschaft-Hauswirtschaft in der Reichsfrauen- nen Kugelknöpfchen. f 2',. Z-- - *. '' ‘ ' Z“ Aus einem weiß-gelb-grünen Blusen- sammenhang mit den neuen Nahrungsmittelkarten teil mit Schnürvers chlüssen und einem: in diesem Sinne einen Appell an die Frauen, hellbraunen Faltenrock besteht das Kleid unten ~ Zeitgemäße Küchenzettel. Ehe wir uns nun den andern Haushaltnoten zu- denden, mochte ich zuerst eine Anzahl Vorschriften ftr zeitgemäßen Küchenzettel geben, die ^gleich Fragen unserer lieben Leserinnen beant- trvrten. Wenn ich bei dieser Eierknappheit nur Das Deiße brauche, wie mache ich das Gelbe haltbar. 5os ist ganz einfach! Wir machen vorsichtig an Eispitze ein Löchelchen mit einer spitzen schere, listen das Weiße herausgleiten und kleben das Löchelchen wied er zu. Ein dünnes Stückchen -ßapier; jtiu uiiie • ।>• v• ■ - * - , en Bereitung von oirb rings herum eingeschnitten bamit es der E^stch am bes en ^um '(onenäf)n(id) schmek- jhtm nachgibt und klebt es mit Eiweiß fest. 3 j Kompott ° , v bi€ vermischt mit anderem lüernuränufpnrnHpn des Eiweißes muß man auch kenden M ™ ^kochten Birnen, npd) besser mundet. Doch nicht weniger wohlschmeckend ist er aedünstet als Gemüse oder in unrenem Zustand und zuerst in Salzwasser weichgekocht, als salat, ein Gericht das jeden Feinschmecker befriedigen dürfte Es läßt sich backen, läßt sich, fein geschnitten als Kraut kochen, das namentlich in Ungarn fehr beliebt ist; junge Kürbisse, lauer ober süßsauer eingemacht, schmecken würzig und pifant rote-eenf= aurPen und zu alledem kommt noch, daß aus &ur= biffen Obstwein hergestellt werden kann, auch Branntwein. Von seiner Eignung zur Bereitung -ines a^ten Tropfens müssen übrigens auch die alten Römer schon gewußt haben, da in einer Streitschrift aus dem fünften Jahrhundert em „be= .iA»r.hPr Trank" aus Kürbis erwähnt wird. ^Mes ^ist das aber noch immer nicht. Denn die ffeme die ein Kürbis in großen Mengen bildet, siüd «ich an gelt, daß fit »-trocknet uni 3=r- Die Technik im Kriege. Don unserem militärischen Mitarbeiter Der siegreiche und schnelle Verlaus des Krieges in Polen, die Gesamterfolge der deutschen Wehrmacht zu Lande, zu Wasser und in der Lust während der vergangenen Wochen waren ein einziges Dokument für die Leistungsfähigkeit und den Geist der deutschen Truppen und für die hohe Qualität der von ihnen benutzten Waffen. In der Kombination von Mensch und Material fft im Kriege zweifellos immer in erster Linie der G e i st ausschlaggebend, andererseits darf bei dem heutigen Stand der Kriegstechnik nicht vergessen werden, daß im Enderfolg wieder die bessere Waffe in der Hand des guten Soldaten den Sieg erringt, eine Erkenntnis, die man bei den verschiedenen Kampfhandlungen in Polen, im Seekrieg gegen England, an der Westfront und in der allgemeinen ^Luftabwehr immer wieder machen konnte. Der „Blitzsieg" über Polen ist neben seiner strategischen Vorbereitung, dem Geist und der physischen Kraft unserer Soldaten in erster Linie der Luftwaffe und den erdgebundenen motorisierten Einheiten zu verdanken. Wir hatten Flugzeuge, die in der Schnelligkeit, in der Reichweite und in der feinmechanischen Ausrüstung dem polnischen Material so überlegen waren, daß selbst eine bessere Führung und eine bessere Truppe als die politische schachmatt gesetzt worden wäre. Die Flüge unserer Bomben- und Kampfgeschwader führten schon in den ersten Tagen des polnischen Feldzuges dank ihrer vorgenannten Vorzüge über das gesamte polnische Gebiet. Ehe der in den vordersten Fronten geschlagene Feind zur Besinnung kommen konnte und in der Lage war, rückwärtige Reserven zu sammeln und einzusetzen, waren sämt- liche militärisch wichtige Verbindungsstrecken, Sammelpunkte und Stützpunkte durch die Luftwaffe unbrauchbar gemacht. In der gleichen Weise gingen die erdgebundenen motorisierten Waffen vor. Namentlich waren es hier die Panzertruppen, deren Material konstruktionstechnisch dem Feind weit überlegen war. Die sprichwörtlich schlechten polnischen Straßen wie überhaupt die gesamte Unwegsamkeit des Landes, von der sich die Polen insgeheim Erfolge versprochen hatten, existierten für die Panzerwagen nicht. Daher war es auch hier möglich, und zwar in Verbindung mit immer wieder vorstoßenden Kamvfstaffeln der Luftwaffe, dem zurückweichenden Feind jede Möglichkeit sich zu sammeln zu nehmen Und chn zu umzingeln, ehe er über den Lauf der Dinge Klarheit gewonnen hatte. Alle geistigen und physischen Leistungen der deutschen Soldaten vorweggenommen bleibt also die motorische Schnelligkeit des einschlägigen Materials im Vordergrund, die bessere Leistung des deutschen Technikers. Die gleichen Fesfftellungen nach der rein technischen Bewährung hin ergeben sich auch für alle Waffengattungen, die bisher tm Krieg an der Westfront, im Seekrieg gegen England und in der allgemeinen Luftabwehr eingesetzt wurden. Das hervorragende Ergebnis unserer Luftabwehr bei dem englischen Angriff auf Wilhelmshaven ist bei- spielsweise einer der Beweise für die artillerietechnische Ueberlegenheit unserer Waffe. Die Tatsache, daß die deutschen Torpedos beim Angriff auf angeblich torpedoseste englische Kriegsschiffe einen hundertprozentigen Erfolg verzeichnen, läßt auch nach dieser Richtung der technischen Qualität unserer Waffen jeden Zweifel überflüssig erscheinen. Wenn wir den Geist der Truppe und die Qualität der Waffen als die Voraussetzungen unserer bisherigen Erfolge bezeichneten, so dürfen wir andererseits nicht vergessen, daß gerade im Materialkrieg die Quantität der zur Verfügung stehenden Waffen eine große Rolle spielt. Man könnte sagen, daß die Masse der Millionenheere durch die kriegstechnische Wandlung der Neuzeit, wie sie jetzt mit der Luftwaffe und den erdgebundenen Einheiten des Heeres und den besonderen Spezialtruppen der Marine in den Vordergrund tritt, mehr und mehr ergänzt und ersetzt wird. Diese Zunahme des Kriegsmaterials der zahlreichen Spezialtruppen setzt natürlich eine erhöhte Leistung der Heimat voraus. Es ist nicht allein damit getan, daß in der Heimat jeder nur verfügbare Mensch direkt oder indirekt für die Rüstungsindustrie eingesetzt wird. Noch wichtiger erscheint es, daß die Produktionsmittelindustrie, die Maschinen- und Appa- rateininiftrie auf einer Höhe sich befindet, die jede ausländische Hilfe erübrigt. Mit anderen Worten: die Rüstungsindustrie legt den größten Wert auf die sorffchreitende technische Entwicklung der verschiedenen Richtungen von Werkzeugmaschinen. Nur auf diese Weise kann der ungeheure Bedarf von Material nicht nur mengenmäßig, sondern auch in hoher Qualität gedeckt werden. Der beste Soldat in der Front ist bei der heutigen Form der Kriegführung hilflos, wenn entweder die Menge seiner Waffe nicht genügt oder ihre Qualität Den Anforderungen nicht entspricht. Es ist unter Berücksichtigung dieser Notwendigkeiten von nicht zu unterschätzender Bedeutung, ob ein Volk wie das deutsche im vollen Bewußtsein seines Rechts und feiner Kraft an dem Schraubstock der Rüstungsindustrie steht, oder ein Volk wie das englische und ftanzösische, das an dem Sinn des Krieges zweifelt, und erkennt, daß gewissenlose Kriegshetzer und Kriegsgewinnler die Nutznießer ihrer Arbeit sind. Der deutsche Techniker im Konstruktionsbüro der Rüstungsindustrie und der deutsche Arbeiter am Schraubstock schafft aus seiner inneren Ueberzeugung heraus das Beste, was er farm, er wird nicht an dem großen Ziel seines Einsatzes zweifeln, er ist darum der beste Treuhänder für Quantität und Qualität der Ausrüstung des deuffchen Soldaten. Und wenn jemand sagen würde, daß hier und da die Roh- st o f f r a g e die Ausrüstung des deuffchen Sol- oaten gefährden könnte, so hat sich auch hier wieder der schöpferische Geist des Deutschen in die Bresche geworfen. Ein großer Teil des Vierjahres- planes, dessen Früchte wie Reichswirffchaftsmini- ster Funk kürzlich in seiner Rede sagte, sich jetzt ergeben, ruht auf der Grundlage neuer technischer Erkenntnisse, namentlich auf dem weiten Gebiet der A p p a r a t e i n d u st r i e. Wir alle wissen schließlich, welche besondere Förderung der schöpferische Geist gerade im nationalsozialistischen Deutschland findet. Daß dabei das technische Können und die technische Leistung an erster Stelle liegen, beruht in der Natur unseres Zeitalters, das man ja das technische nennt. Deutschland hat in den letzten Wochen gezeigt, daß es hier unbestritten die Führung besitzt und einen der ausschlaggebenden Faktoren für den Endsieg in der Hand hat. Aus aller Well. Erleichterungen für Studierende, die die Hochschule wechseln müssen. Da es nicht möglich war, den Unterrichtsbetrieb an sämtlichen Hochschulen wieder aufzunehmen, werden viele Studenten gezwungen, ihre bisherige Hochschule zu wechseln. In vielen Fällen werden dadurch wirtschaftliche Schwierigkeiten entstehen, die manchmal das Studium überhaupt in Frage stellen. Die Mittel zur wirtschaftlichen Förderung der Studenten, Stipendienmittel und Studienstiftungen, sollen bei den Hochschulen, die ihren Unterrichtsbetrieb vorerst nicht forffetzen, in der Weise verwendet werden, daß sie bisherigen Studierenden dieser Hockschule n, die jetzt an eine andere Hochschule übergehen müssen, als Zuschüsse zur Verfügung gestellt werden. Auch das Reichsstudentenwerk wird sich in besonderem Maße derjenigen Studierenden annehmen, die jetzt an einer von ihrem Wohnort entfernten Hochschule das Studium forffetzen müssen. Schließlich sind die Rektoren der Hochschulen, die ihren Unterricktsbe- trieb forffetzen, angewiesen worden, bei Geoüh- renerlaß die Studierenden zu berücksichtigen, für die der Hochschulwechsel wirtschaftliche Schwierigkeiten mit sich bringt. Anerkennung für mustergültigen Kraftfahrer. Der Gendarmerie-Obermeister Kose in Kolberg hat seinen Dienstkraftwagen, der ihm nach einer Laufdauer von 20 000 Kilometer zugeteilt wurde, so mustergültig gepflegt und in Stand gehalten, daß während einer Laufzeit von 9V- Jahren, in der über 100 000 Kilometer zurückgelegt wurden, keine nennenswerten Reparaturen vorgenommen zu werden brauchten. Der Reichsführer ff und Chef der deuffchen Polizei bot diesem mustergültigen Kraftfahrer für seine vor- oildliche Fahrzeugpflege seine vollste Anerkennung ausgesprochen und damit dieses Beispiel zur Nachahmung empfohlen. Zeitungsjubiläum in Babenhausen. Im Oktober 1879 gründete der aus Rockenberg in Oberhessen gebürtige Buchdrucker Lorenz Grünwald in Babenhausen die „Babenhäuser Zeitung", die jetzt ihr 60jähriges Bestehen feiern konnte. Seit 34 Jahren gibt ihr jetziger Verleger Georg Krapp die dreimal wöchentlich erscheinende Heimatzeitung heraus, die auch in schweren Zeiten stets ihre Aufgabe im öffentlichen Interesse erfüllt hat. ' Zum 50.2HaIe Großmutter. In Neustift im Gau Niederdonau fand die feierliche Ueberreichung der Ehrenkreuze für Idiedeutsche Mutter statt. Unter den zu ehrenden Müttern war auch die Bäuerin Maria Horn- b a ch n e r eingeladen worden, eine Mutter von elf Kindern. Aber erst gegen Ebbe der Feier erschien sie, und zwar freudestrahlend mit der Botschaft, daß sie soeben zum 5 0. MaleGroßmutter gewor- Den fei. Die Bäuerin wurde zu diesem seltenen Ereignis besonders herzlich beglückwünscht. 40 Tote bei einem Eisenbahnunglück in Mexiko. Bei Entgleisung eines Güterzuges von Veracruz nach der pazifischen Küste bei Toloba wurden 40 Personen getötet. Zwei Petroleum-Tankwagen gerieten in Brand. Die meisten Fahrgäste kamen in den Flammen um. Raubmörderin zum Tode verurteilt. Das Sondergericht verurteilte die 47jährige Cäcilie K o e l b l von München, die am Heiligen Abend vergangenen Jahres die greife Rentnerin Josepha Wolf in deren Wohnung ermordet und beraubt hatte und die später die Leiche der Ermordeten im Isar-Kanal versenkte, wegen Mordes zum Tode und dauerndem Ehrenrechtsverlust. 200 Schweine kamen in den Flammen um. Auf dem Gut Crusenkrien bei Anklam in Pommern brach in einem Schweinestall Feuer aus, das sich schnell verbreitete und den Dachstuhl des Gebäudes fast völlig zerstörte. Annähernd zweihundert Schweine fielen den Flammen zum Opfer. Die Wegeverhältnffse verhinderten das rechtzeitige Eintreffen der Feuerwehr. Verschüttet. In der Sandniederung des Emschertales bei Hamborn hatten Kinder eine Art Unterstand gegraben, der über zwei Meter tief war. Als zwei Schüler dort spielten, brach plötzlich die Sanddecke herab und begrub die beiden Jungen. In der Nähe weilende Kinder gingen sofort ans Rettungswerk und konnten auch einen neunjährigen Knaben lebend herausziehen. Der zehnjährige Gerhard Schwidlinski konnte erst später geborgen werden; die bei ihm angestellten Wiederbelebungsversuche waren leider ohne Erfolg. Schwere Bluttat eines Jugendlichen. Am diesjährigen Faschingsdienstag lud der damals erst 18 Jahre alte Ernst Bock aus Theisen in Sachsen gegen 23 Uhr einige junge Burschen auf dem Rummelplatz in dem rechtsrheinisch gelegenen Köln-Kalk zum Biertrinken ein. Von den Eingeladenen war einer, der später von dem Angeklagten totgeschlagene 13jährige Junge, bald stark betrunken, da Bock ihm Schnaps ins Bier geschüttet hatte. Auf dem Wege von Kalk nach Deutz begann Bock zu frieren. Sein Begleiter hatte einen Mantel und Bock nötigte den 13jährigen Jungen in Die $rau ao8ötr ?r8inö6 Roman von Walter ftlotpftr Oopyrlßl)! by Carl Duntfor Verlag * Berlin w 62 L4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Tag, Herr Friedrich!" „Tag. Lassen Sie Die Maschine jetzt stehen, ich habe mit Ihnen zu reden. Sie kennen sich in München aus, sagten Sie?" „Wie in meiner Hosentasche, Herr Friedrich." „Sie müssen für mich nach München fahren, ein paar Tage bloß; ich gebe Ihnen sechzig Mark mit, die werden reichen. Sie notieren aber Ihre Ausgaben und gesoffen wird nicht, das sage ich Ihnen gleich. Sie sollen herausbringen, was Dr. Severin so treibt. Seine Adresse bekommen Sie." „Darf man wissen, warum ick Det herausbringen soll?" „Es handelt sich um eine Geldgeschichte. Das Nähere geht Sie nichts an. In wenigen Tagen ist der 1. Juni, und bis dahin muh ich wissen, wie ich daran bin. Es wird aber geschwiegen, Parsunke, kein Sterbenswörtchen wird geplaudert, sonst haben Sie sich gewaschen. Verstanden?" „Sie können sich auf mir verlassen, Herr Friedrich. Wie Det Grab schweige ick. Ick soll wohl sone Art Detektiv mimen, Herr Friedrich?" „Wer redet von Detektiv? Sie haben zuviel Schundromane gelesen, Mann/ Ich will nur erfahren, in welchen Verhältnissen der Doktor jetzt lebt und was er tagsüber so treibt" „Mach ick, Herr Friedrich. Da bin ick Der richtige Mann for", beteuert Parsunke. „Aber nicht picheln! UnD Maul halten!" scharst ihm Der andere ein. „Sie können sich absolut auf mir verlassen, Herr Friedrich." Nikotine schaltet gerade auf Königs Wusterhausen um, weil ihr das Münchener Programm nicht paßt, Da stürmt Dr. Weng ins Zimmer. Sein weißblonder nordischer Schopf steht kerzengerade in die Hohe. Er fft in ziemlicher Aufregung. „Scheußliche Sache! Stirbt der alte Lohmüller drüben! Und die Angehörigen meckern mir vor, jetzt sei Das viele Geld zum Fenster hinausgeworfen, und man hätte so einen alten Mann zu Hause sterben lassen sollen, wenn er es nun einmal will. Als ob ich ans Sterben gedacht habe! Durchbringen wollte ich chn doch! Und darum war doch alles, das Krankenhaus, die Operation und Der zweite Arzt. Ist es meine Schuld, wenn er eine Embolie bekommt und eins-zwei-drei weg fft?" „Die Leute sind manchmal fo , tröstet Nikotine. „Wenn es schief geht, muß ein Sündenbock her. In München wird es genau so fein, da merken Sie's bloß nicht so, Herr Doktor, weil die Klinik einen breiteren Buckel hat. Natürlich find Sie im Recht. Wenn ich Den Angehörigen das bei Gelegenheit zergliedere, nehmen sie schon Vernunft an. Man muß nur Den richtigen Ton treffen." „Dieser verdammte Dialekt hier! Den lerne ich meiner Lebtage nicht", seufzte Dr. Wenz. „Gibt sich alles mit der Zeit. Nur Die Flinte nicht ins Korn werfen.? „Ich kann Den Leuten hier nichts recht machen, ich zähle nicht, ich habe feine Autorität; es ist zum Kinderkriegen." „Wollen wir einen kurzen Spaziergang machen? Die Sorgen auslüften? Zur Burg oder auf Den Galgenberg?" „Gerne, Fräulein Nikotine. Mit Ihnen gehe ich immer gern. Ich will mich nur rasch mal umziehen." „Wozu? Mr sind Sie schon genug. Wird Ihnen das ewige Umkleiden nicht übel? Sie machen Die Leute bloß scheu mit so viel Vornehmheit. In Der Stadt, ja. Aber auf Dem Land wissen sie mit Bügelfalten nichts anzufangen." „Wie Sie meinen, Fräulein Nikotine." Auch mit Dr. Weng sind in diesen vierzehn Tagen schon etliche Umstellungen geschehen. Er fft gar nicht mehr überheblich, er läßt sich Ratschläge von Fräulein Ferber erteilen, und er hat feine despektierlichen Ansichten über Die Bauern-Doktorei revidiert. Sie schlendern zum Schloß, von dem aus man eine so hübsche Aussicht auf Das Städtchen und die Umgebung hat. Im Burggraben plagen sich zwei Männer mit dem Ausroden von Baumstümpfen, Der Konsul und fein Adlatus Beinhölzl. Denn der Konsul braucht Holz, und außerdem will er Maulbeerbäume an pflanzen für eine geplante Seidenraupenzucht, worüber die Eschelbrunner mitleidig Den Kopf schütteln. Herr von Depenau trägt ein gewagtes Kostüm, nämlich Reitstiefel, weiße Leinenhose und einen Tropenhelm wegen Der heißen Sonne. Er ist mit viel Eifer und schwitzend dabei, einer widerspenstigen Baumwurzel Den Garaus zu machen. „Doller Auszug", lacht Wenz. „Scht, leiser", sagt Mkoline. Aber der Konsul muß es gehört haben, schaut her und verschwindet mit seiner Axt hinter einem Gebüsch. „Da nun haben Sie ihn vergrämt", flüstert Nikoline zornig. „Ihr von da droben seid aoer auch immer so laut und ungeniert. Man mag das nicht im Süden." „Pardon, Fräulein Nikoline". erwidert er kleinlaut. Nach einer Pause fährt er fort: „Sie sind die seltsamste Frau, Die mir untergekommen ist. Sie hocken lauter gute Eigenschaften. Ich verstehe nur eines nicht; warum Sie noch nicht längst verheiratet sind. Die Männer um Sie müssen ja alle blind gewesen sein, ja, tatsächlich." Nikoline lacht belustigt und müßte keine Frau fein, wenn ihr diese spontane Huldigung nicht gefiele. „Jetzt schwindeln Sie aber, Herr Wenz. Jetzt Übertreiben Sie." „Nein, bestimmt nicht; großes Ehrenwort, Niko- linchen. Sehe ich wie ein Schwindler aus? Dreist und gottesfürchtig legt er die Hand um chre Hüfte und will sie küssen. Aber Mkoline dreht rasch den Kopf weg und so landet Der Kuß in ihren Haaren. „<Äe haben ja ein fabelhaftes Tempo, Herr Wenz. Aber ich will das nicht. Wir verstehen uns?" Er fft verlegen und sieht vor sich hin. „Nicht gekränkte Leberwurst spielen.^ Das steht Ihnen gar nicht und macht Sie noch jünger, Doktor. Man kann doch auch so Kameradschaft halten. Helfen Sie mir lieber, München suchen, es muß in der Richtung über diesen Föhrenwald liegen." Was schiert mich München, denkt Der junge Dr. Wenz mißlaunig. Einmal, wenn Du Denkst, Die Rechte aufgegabelt zu haben, Dann ist es Essig unD du blitzt ab. In diesem Eschelbrunn läuft mir schon alles verquer. „Denken Sie, Herr Wenz, heute ist eine Ansichtskarte aus Garmisch gekommen. Er hat jetzt etwas Aussicht. Wie ist es denn um diese Münchner Praxen bestellt?" „Gott, jede fft anders. Da läßt sich fein Schema aufstellen. Ich für meine Person will froh fein, wenn ich wieder in meiner Klinik sitze. Da hat man Dienst oder man hat keinen Dienst. Aber hier hat man überhaupt nicht frei. Ist es nicht so? Entweder ist etwas los, oder man wartet darauf, daß etwas los ist." „Immer noch eingeschnappt?" „Ihnen kann man nicht böse sein, Fräulein Nikoline. So wie sie male ich mir manchmal meine zukünftige Frau." Die drei Eschelbrunner Abgesandten halten im Münchner Hauptbahnhof Kriegsrat. Weinzierl schlägt vor, einen Rechtsanwalt zu kosultieren. Wegen der rechtlichen Seite. Schon, kann man tun. Was liegt gn den paar Mark. Hat der Teufel den Bock geholt, kann er Die Geiß auch holen. Also auf in Den Kampf, Torero! Um den Bahnhof gibt's ja genug Emailleschilder. Der Bürgermeister macht Den Sprecher und setzt dem bebrillten Jurfften den Vorgang auseinander. Er vergißt nicht, zu betonen, daß Eschelbrunn das größte Interesse an tie Äel O kSp 4 ti dvi Ä Dasfchönfte GebartstafisSefdienk eine Kamera von Photo-Geller, am Bahnhof. W Ma< l.foir WS Ci 6tal Ap iwpi Mr H- z- s IBorl In Tokio wurde Der BescPuß Der japanischen Regierung bekanntgegeben, die Pen-Währung von der Sterling-Währung loszu- losen, um das Arbeiten japanischer Kapitalien im Auslande zu erleichtern. Der Wechselkurs Des Pen zum Dollar wurde mit 237Ae Dollar — 100 Yen festgesetzt. , H 5 8a m. wohn JQs Wi M W Jan M Se, Jr r d $ J b Kleine politische Nachrichten. Am 25. Oktober 1939 eröffnete die Reichsbahn auf der Strecke Ka tt o w itz — W ar s ch au und zurück den öffentlichen Reisezugverkehr. Hierfür sind zunächst für beide Richtungen je ein V-Zug und je ein durchgehender Personenzug vorgesehen. Die V-Züge halten in Zabkowice, Tschenstochau, Ra« domsko, Petrikau, Koluszki und Skiemiewice. In Ko- luszki haben alle Züge sofort Anschluß nach und von Lodz. Die V-Züge verlassen Kattowitz und War- schau-West in den Morgenstunden und treffen in Warschau-West und Kattowitz in den frühen Nach- mittagstuNden ein. Die durchgehenden Personenzüge fahren in Kattowitz und Warschau-West um die Mittagszeit ab und treffen in Warschau-West und Kattowitz in den Wendstunden ein. ♦ Der Führer empfing in der Neuen Reichskanzlei den von seinem Berliner Posten abberufenen kaiserlich-japanischen Botschafter General Oshima zur Verabschiedung. Der Boffchaster gab hierbei im Auftrage seiner Regierung der festen Ueberzeugung von der unveränderten Fortdauer der deutsch-japanischen Freund- schäft Ausdruck und überreichte Dem Führer vier wertvolle Werke moderner japanischer Kunst, Die der japanische Großindustrielle Fujiwara Dem Führer als Zeichen seiner Hochschätzung übersandt hat. * der Wiedererlangung des Bildes habe. Kein Mensch könne ihnen billigerweise zumuten, Die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen. Man erbitte Ratschläge. Ja, es stimme, daß Die Stadt das ,Mösterl mit Dem ganzen Krempel von Einrichtungsgegenständen vor sechs Jahren verkauft habe, aber ein Inventarverzeichnis fei leider nicht mehr aufzufinden, und Das mit Dem Lukas Cranach fei eben Mißgeschick. Ihrer Auffassung nach müsse Der jetzige Besitzer das Bild wieder zurückgeben. Was er meine? „Soviel ich jetzt sehe, liegt Der Fall reichlich verzwickt, meine Herren. Verzwickt, aber nicht hoffnungslos. So im Handumdrehen fft Die Rechtslage nicht zu entscheiden. Alles kommt auf Die Umstände an, unter denen damals der Besitzwechsel vor sich gegangen ist. Ich würde es bei Herrn Leinfelder zuerst in Güte versuchen, wenn er Sperenzchen macht, rate ich Ihnen zu einer Klage." Prozessieren also. Die drei gehen unbefriedigt von dannen. Was der da Droben verzapft hat, wissen sie ohnehin. Schabe um Das Honorar. Also auf zu Leinfelder, Der in Der Luisenstraße wohnt. Sie werben von einer wasserstoffblonden Dame in ein Wartzimmer komplimentiert, vertrödeln endlose Zeit auf Stahlmöbeln unb werden schließlich voraelassen. Die beiden anderen schicken Stadtrat Weinzierl wegen seines bestechenden Redevermogens vor, der sich, den Rübezahlbart streichend, seines Auftrags entledigt. Die Antwort ist niederschmetternd. „Das Bild herausgeben? Sonderbare Zumutung. Wie komme ick dazu? Belieben Sie die Quittung einzusehen, meine Herren. Das Bild ist ordnungsgemäß erworben. Nein, nein, kommt gar nicht in Frage, meine Herren", knurrt der Architekt. „3a, sehen Sie, Herr Leinfelder", unternimmt Weinzierl einen neuen Angriff, „die Geschichte ist halt so. Die Bevölkerung ist aufgebracht, und man hat uns hergeschickt und alles hofft, baß Sie bar Geschäft rückgängig machen. Schließlich ist es doch kein x-beliebiges Gemälde »unbekannter Meistes, wie in ihrer Quittung steht, sondern es handelt sich um ein Stück von seltenem Wert. Das wissen Sie ia selbst am besten. Auch bie Zeitungen sind voll davon, unb wir kommen schlecht weg in ihrer Kruitik. Wir sind ermächtigt. Ihnen die verausgabten 1500 Mark wiederzuerstatten. Es war eine Heidenarbeit, das viele Geld zu beschaffen, das dürfen Sie uns glauben. Wir müssen das Bild wiederhaben, sonst sind wir für alle Zeiten lächerlich vor dem ganzen Bezirk. Wir appellieren an Ihr Einsehen, Herr Leinfelder, an Ihre Noblesse. (Fortsetzung folgt) Lö tv jenif d N Hl Jelin -cn W jutgi s>as -NH x Sies firtld i ° Üann öDfl! «ob! Öen W 'Mtl * Seite jen' terbe W •.in, 1 W serbe: W jeibe tfti y tü iaide ytet iber «ige «me Äeut ihale .lechk libeit W Schl Irrer cjerti linde Ute. imt rffän Irrer einem Schrebergarten, Den Mantel auszuzieyen. Der Junge zog den Mantel aus und hängte ihn über eine Hecke. Als Bock danach griff, kam es zu einer Balgerei, in Deren Verlauf Bock dem Jun- geren einen Kinnhaken gab, den Mantel an sich nahm unb bavonlief. Er geriet Dabei in eine Sackgasse und mußte umkehren. Dabei kam ihm nun ber Gedanke, der Junge müsse mundtot gemacht werden, damit dieser ihn nicht anzeigen könne. Als er wieder bei dem noch stark benommenen Knaben angelangt war, riß Bock eine schwere Zaun- latte los und schlug auf Den am Boden Liegenden mit voller Wucht ein, bis er Den Knaben tot glaubte. Dann entwendete er ihm noch Hose, Hut und Hand- schuhe, begab sich zum Koln-Deutzer Bahnhof, fuhr nach Koblenz unb langte später nach Wittlich (Eifel). Dort reinigte er feinen Anzug vom Blut unb versuchte bie Grenze zu erreichen, kehrte aber wieder nach Wittlich zurück und stellte sich hier Der Polizei. Der Staatsanwalt beantragte gegen Den jugendlichen Verbrecher wegen schweren Raubes mit Totschlag lebenslängliches Zuchthaus. Das Urteil lautete auf 15 Jahre Zuchthaus unb Stellung unter Polizeiaufsicht. Die Strafmilberung sei in ber Jugenb bes Angeklagten begrünbet. Die Rubensfelern 1940. Die Stadt Antwerpen setzt ihre Dordereittm- gen zu den Feierlichkeiten fort, Die 1940 anläßlich des 300. Todestages des großen flämischen Malers Rubens stattfinden sollen. Das Rubenslnius In Antwerpen wird auf Grund aller Pläne wieder in Den Zustand versetzt, in dem es sich befunden hat, als es noch von dem großen Maler bewohnt wurde, eine Arbeit, Die einen großen Aufwand verursacht, da das Haus von den späteren Besitzern umgebaut und bis zur Unkenntlichkeit verändert wurde. König Leopold hat für die Feierlichkeiten, die zur Erinnerung an Rubens 1940 ftattfinden werden, das Patronat übernommen. eitun. rohen ?oi tiof. -J Schicksal eines wehrhaften, hochbegabten Dockes war n, 1’ -iS, das mir Mheging. Meine Vermutung, daß ich in ihm einem Floh et' vorgerückten Jahren gegenüberstünde, bestätigte 'ich. Er tonnte, wie ich feststellen mußte, nur mehr ,.groaln", die Kiefensäge mies alte Scharten auf. Ljp 3mir zögernd tteß er sich zum Interview herbei und fistelte dazu mit so leisem, schwer verstand- en. rbahn i uni >r sind 3 und i. Lik . Na. in Ko. ib von Bor. sen in Nch * m dir Gin Zufall hatte mir ihn in die Hand gespielt, stmch einem Besuche bei Dante Ulrike, in deren ldservaten er der Ausrottung entgangen war. Ich Ler hatte in der drängenden Hast des Tages kaum Wlk ibet kl' * |ei * r W Das« 'hl v\ Jld; 5Q(t, 'der ?cht "ine. 6 ---L S>‘ Dili®'! nii* j ,pnds gegangen," Er schneuzte sich ergrifsen. .Und tüfst di« Nachricht zu, daß eine große limche, ein großes Sterben Ihr Volk dezimiert? Lr nickte trübe: ,^ch bin in einem Madchen- 'Ptute aufgemachsen, unter hundert-m nierner !Sr»er. Und heute? Ich kann tagelang reisen, ohne Wn meines Volkes zu begegnen. — Wenn rnttji «eine chausfrau allwöchentlich aus dem Kino einen liimbrächte, ich ersuhre nichts von der großen Welt. Siber diese leichtfertigen Kinoflohe hungern lteber -i» ganzen lag, um dann des Abends ,m iprunt- Wien Saal M abgevlendeten SW*™ i« schwelgen, zu schlemmen! sind ganz verwelchlich, Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadtcheater: 19.30 bis 22.30 Uhr: „Gasparone". - Gloria-Palast (Seltersweg): „Zentrale Rio". — Lichtspielhaus (Bcchnhosstraße): „Renate im Quartett". Stadttheater Glehen. Lm heMgen Mittwochabend wird die Operette „Gasparone" von Karl Millöcker zum ersten Male viederhott. Spielleitung Harry Grüneke, musika- iifche Leitung Heinz Markwardt. Tanzgruppe Thea Maaß. Die Leitung der Chöre hat Richard Boeck. Die Bühnenbilder stammen von Karl Löffter. I. Darstellung der Mittwoch-Miete. Beginn 19.30 Ihr, Ende 22.30 Uhr. Kleidersammlung der Ortsgruppe Gießen-Mitte. Die Sammlung getragener Kleider und Schuhe sindet in der Ortsgruppe Gießen-Mitte am 26., 27. md 28. Oktober ab 14 Uhr statt. Es wird gebeten, He Spenden verpackt bereitzuhalten. Der letzte Floh. Von Hans Kloepfer M\. rf oller m ej Reichs. ii ob> lenerd er gab w» Fori. >unbr Mr apii.i ißMi feiner i nischm runci ) S JU'' Mafien; 15 dki .sch I » j N ■ aber * J tber'v 1 den ' lubes ;,. ' Ur. v llung n dkr Aus der Stadt Gießen. ^£infd um, me ne Herren Völlig unmilitärisch und deshalb sinnlos scheint dieses Kommando. Dennoch hat es einen tiefen und !Eefro®eS ®inn. ®s geht hierbei Nicht um ten Mann an stch, vielmehr darum, was den Mann wenigstens seiner äußeren Erscheinung nach, aus- Mcht, nämlich um den Anzug. Der Mann ist nun Ml, genau so wie die Frau, von seiner , nächsten" Umgebung abhängig. Diese „nächste' Umgebung Koch ist — seine Garderobe. Sehen wir von dem sich manchmal darin ausdrückenden übertriebenen Geltungsbedürfnis ab, so erfüllt die Ueberkleiduna des Mannes meist viel mehr als nur einen physischen Zweck. Es sind keine Schlagworte, die von dem Gefühl erhöhter Sicherheit sprechen, das in einem „gutgebauten" Anzug oder Mantel steckt. Es ist schon etvas Daran, an dem gutangezogenen Mann. So manches Geschäft würde nicht gemacht werden, wenn nicht der Träger guter Garderobe ein entsprechend sicheres Auftreten an den Tag legen würde, wenn er nicht, unterstützt von der bewußt sicheren Wirkung seines Angezogenseins, zu überzeugen wüßte. Diese wirtschaftlichen Tatsachen müssen immer berücksichtigt werden, wenn man statistisch errechnet, daß die Männer in Deutschland — vorsichtig angegeben! — etwa 20 v. H. ihres Einkommens pro Jahr für Garderobe ausgeben. Millionenwerte wurden auf diese Weise in den vergangenen Jahren dafür festgelegt. Jene investierten Millionenbeträge bedeuten tatsächlich eine absolut einseitige Kapitalsanlage. Bekanntlich hat jedes Ding zwei Seiten, mithin logischerweise auch die Herrengarderobe. Um jene zweite Seite geht es, wenn es sich darum handelt, allen Teilen zu helfen und gleichermaßen gerecht zu werden. Tatsache ist, daß gegenwärtig nicht jene Mengen an Textilwaren zur Verfügung stehen können, die Meist wegen mangelnden Einteilungsvermögens von allen Seiten gleichzeitig beansprucht werden. Tatsache ist ferner, daß das gegenwärtige Aeußere eines Kleidungsstückes absolut nicht entscheidend ist für feinen künftigen Gebrauchswert. Erst die Enthüllung der Kehrseite — Die Aufgabe des tüchtigen Schneiders ist — zeigt, was aus den Stücken, die einmal hundert und mehr Mark gekostet haben, noch zu machen ist. Ueberraschend wirb in Der Mehrzahl aller Fälle festgestellt, daß Die bisherige Inanspruchnahme eines Kleidungsstückes kei- nerwegs eine endgültige wertmäßige Beanspruchung bedeutet. Hinter Der blanken oder aufgerauhten Schale verbirgt sich meist noch ein als neu cmzu- sprechender Kern, der seinem Träger nach getaner Arbeit das Aussehen eines Mannes gibt, dessen nächste Umgebung wieder absolut einwandfrei ist. Schließlich ist festzustellen, daß das deutsche Herrenschneiderhandwerk, das sich in der Neu- ansertigung leistungsfähig zeigte, sich schnell auf Die llenderungsschneiderei und Neuverarbeitung umstellte. Auf diese Weise wird allen geholfen: Der Staat spart Rohstoffe und wir Männer haben eine inständige „Schale". Darum: „Links um, meine Herren!^ Jeil gefunden, mich ihm zu widmen. Erst nach sich>em Nachtgebet für unser Steuer amt entdeckte ich hl in wieder. 4*5 Nun hatte ich neulich in Der Zeitung gelesen, daß tfn Geschlecht ausstürbe, ich weiß nicht mehr, an 4(L Wer Seuche oder an Dekadenz. Und Daß einer von hnen von entsprechenden Instituten schon mit zehn rwr Stargage entlohnt würde. Mich lockte keine Gewinnsucht, aber das tragische und fistelte Dazu mit so leisem, schwer ver|lano° lichem Diskant, oft wie verträumt stockend, Daß ich chi ganz ins Ohr setzen muhte, um ihn zu ver- 'lehen. Nachdem er sich aber an das Dröhnen :Heiner Stimmer, die wie Die Posaunen von Jericho ihnd) Die Eustachische Trompete klang, erst einmal ! Wohnt hatte, kamen wir leidlich ins Gespräch. Was ich erfuhr, war in Der Tat die große Tra- • lobte eines untergehenden Volkes. „Ich bm aus itrdtem Geschlechte", erzählte er o^eme Ururur- tt J Whmutter hauste noch unter einer ®ßt$?e|e51n ittfä lies alten Burgtheaters und war llteransch hoch- * bildet, hatte noch Die Wolter m ihrer Garderobe ljrib ; l:ejud)t, und ist Dann, von einer blutjungen Chor gie ftin angelockt, beim Brande Des Rmgtheaters zu- v hfii . r. . ° re- Afrtrifrpn. einen n den keimt, ür die '1910 l Der Garten des Städters. Keine Kündigung im Kriege. — Ueichshilfe für neue Kleingärtner. Ein Stück Gartenland — und mag es noch so klein sein — verbindet mit der Natur und ermöglicht auch dem Städter nach der beruflichen Arbeit frohe Stunden auf eigener Scholle. Deshalb ist schon sehr früh in Verbindung mit dem Wachstum Der Städte und Der Industriebezirke eine Kleingärtnerbewegung ins Leben getreten, Die sich seit Der Jahrhundertwende immer mehr ausgebreitet hat. In der Tat bedeutet Der oft weit entfernt liegende Kleingarten dem Großstädter mindestens ebenso viel wie Dem Kleinstädter und Dem Dorfbewohner der große Garten „gleich hinter dem Hause". In volkswirtschaftlicher Hinsicht verdient die Tätigkeit des Kleingärtners jede Förderung. Diese Ueberzeugung hat sich heute allgemein auch bei den Behörden durchgesetzt. Man weiß, wie wichtig es ift, daß es in Groß- und Mittelstädten viele Familien und Haushalte gibt, die man in gewissem Umfange für verschiedene Nahrungsmittel als Selbstversorger bezeichnen Fann. Das gilt in erster Linie für Gemüse und Obst, aber auch für Kartoffeln, und in manchen Fällen für die Produkte, die die Kleintiere abwerfen (Geflügel, Kaninchen, Bienen usw.). Der Reichsarbeitsminister hat durch eine Verordnung vom 27. September die Kündigung und Räumung bestehender Kleingartenanlagen, von begründeten Ausnahmefällen abgesehen, verboten. Man rechnet wieder mit einer verstärkten Nachfrage nach Gartenland, ebenso wie es im Weltkrieg und kurz danach gewesen ist. Man will diese Bewegung in jeder Weise unterstützen und Dabei gleichzeitig die Fehler vermeiden, Die bei Der Landzuteilung und -Verpachtung in Den früheren Jahren gemacht worden sind. Die Kleingärtner sollen in Zukunft nur solches Land erhalten, das auch nach dem Kriege für die kleingärtnerische Benutzung zur Verfügung steht. Es soll mit aller Beschleunigung eine Feststellung derjenigen Flächen vorgenommen werden, Die für eine DauernDe Nutzung als Kleingartenland in Betracht kommen. Die neuen Kleingärten sollen Dann in großem Umfange bereits im nächsten Jahre für die Bewirtschaftung frei gegeben werden. Schließlich wird darauf hingewiesen, daß die Bewerbung um Kleingärten an Die Gemeindebehörden oder an Die örtliche Dienststelle Der Kleingartenvereine zu richten sind. Inzwischen ist noch eine weitere VerorDnung Des Reichsarbeitsministers vom 12. Oktober erlassen und zugleich in Kraft getreten. Es handelt sich dabei um eine Aenderung Der Bestimmungen über Die Förderung von Kleingärten, die im März 1938 erlassen wurDen. Von jetzt ab kann für Die Einrichtung eines Kleingartens und von Kleingartenanlagen ein Reichsdarlehen bis zu 300 RM. gewährt werden. Kleingärtner, Die ein solches Darlehen erhalten, müssen es in 20 Jahren tilgen. Weiter können ReichsDarlehen bis zu 250 RM., bei höheren Erwerbspreisen Darüber hinaus bis zur Hälfte Des Erwerbspreises, für Den Erwerb von Land aus Privatbesitz gewährt werden, wenn Dieses entroeDer ür Die Errichtung neuer Kleingartenanlagen be- timmt ist, oder bereits kleingärtnerisch genutzt wirD, eine weitere kleingärtnerische Verwendung aber ge- ährdet erscheint. Solche GemeinDen, die bisher kleingärtnerisch genutzte Grundstücke veräußern, erhalten erst Dann Reichsdarlehen zum Landerwerb, wenn sie Den bei Der Veräußerung erzielten Erlös für Den Erwerb von Kleingartenland und für solche Auslagen verwendet haben. Durch Die das neuerworbene Land zur kleingärtnerischen Daueranlage ausgestaltet wird. Darlehen dieser Art sind aber in geringerer Höhe zu vergeben oder ganz zu versagen, wenn die Bewerber die entstehenden Kosten aus eigenem Vermögen decken können. Frühere Nutzungsberechtigte können nur Dann aus Reichsmitteln entschädigt werden, wenn Das Land sonst nicht zu beschaffen ist, die Ansprüche sich in angemessenen Grenzen halten und Die Kleingärtner nicht über Gebühr belastet werden. Man kann erwarten, daß die Kleingartenbewegung durch die neuen Bestimmungen einen neuen erfreulichen Auftrieb erhalten wird. Die Kleingärten in Stehen. Die Bestrebungen der Kleingartenwirtschaft werden in Gießen von der Stadtverwaltung durch pachtweise Hergabe von städtischem Gelände weitgehend unterstützt. Jenseits der Lahn ist ein städtisches Grundstück mit rund 40 Kleingärten an den Obst- und Gartenbauverein verpachtet, der die Ge- länDeanteile an Vereinsmitglieder zur Bewirtschaftung Übergeben hat. Ferner sind jenseits der Lahn etwa 30 Gartenstücke an den Gartenbau- und Kleintierzuchtverein für Post- und Telegraphenbeamte, sowie -etwa 30 weitere Kleingartenstücke von Der Stadt direkt an Kleingärtner in Pacht gegeben worden. Aus städtischem Besitz sind weiterhin für Die Kleingartenwirtschaft etwa 100 Gartenstücke auf Dem Gelände hinter dem Schlachthof, etwa 100 Gartenstücke am Erdkauterweg, etwa 70 Stücke am Aulweg und etwa 40 Stücke hinter der Lupusheilstätte verpachtet. Jedes Dieser Gartenstücke ist etwa 300 Quadratmeter groß. Der Obst- und Gartenbauverein hat für Kleingartenzwecke, neben Der Pachtung aus städtischem Grundbesitz, noch eine Geländefläche für etwa 100 Gartenstücke aus Privateigentum gepachtet. Das gegenwärtig durch die Müllabfuhr allmählich zur Auffüllung kommende große Geländestück am Schiffenberger Weg soll, nach Abschluß der Auffüllarbeiten und nachdem das aufgefüllte Erdreich sich gesetzt und eine Humusdecke gebildet hat, voraussichtlich ebenfalls für Kleingartenzwecke Verwendung finden. Sonderkurse des Deutschen Frauenwerkes. Um Dem Zeitmangel Der Hausfrauen in Der jetzigen Zeit Rechnung zu tragen, hat sich Das Deutsche Frauenwerk (Abteilung Mütterdienst) entschlossen, neben ihren regulären Kursen noch Sonder- oder Schnellburse zu veranstalten. Diese Kurse bauern acht Tage, haben Den gleichen Wert, wie die Vollkurse, und berechtigen ebenso wie Diese, zur Zusammenstellung für Dus Gaudiplom. Die Sonderkurse umfassen Die gleichen Arbeitsgebiete der Vollkurse. Die Arbeitsgebiete sind Säuglingspflege, Gesundheitsführung und häusliche Krankenpflege, Kinderdefchäftigung und Erziehung, Nähen und Kochen. Außerdem als Zusatz, wiederum den Anforderungen Der jetzigen Zeit entspringend, einen Kurs für Masse nkochen. Die Teilnehmerinnen Der Kurse können Die erworbenen Kenntnisse zu ihrem eigenen Vorteil verwerten, sich aber auch als geschulte Kräfte zur Hilfeleistung Dem Deutschen Frauenwerk zur Verfügung stellen. Zugleich sei noch erwähnt, daß die Bräuteschule in Weilburg ebenfalls vierwöchige (also verkürzte) Kurse eingerichtet hat, mit Dem gleichen Lehrplan und Dem gleichen Enderfolg, wie die bisher sechswöchigen Kurse. Anmeldungen hierfür nimmt Die Bräuteschule selbst, sowie Die ©au» stelle in Frankfurt a. M. entgegen. Die Meldungen zu den Sonderkursen Der Abteilung Mütterdienst sind an Die Kreisgeschäftsstelle der NS.-Fronenschaft, Frankfurter Straße 1 zu richten. Es liegt bei Den heutigen Zeitverhältnissen hn Interesse einer jeden jungen Frau und Mutter und eines jeden fangen Mädchens, sich an einem dieser aufschlußreichen Kurse zu beteiligen. Mehr denn je braucht man in allen Lebenslagen geschulte und rasche Kräfte, durch deren Können Fehler vermieden werden. Gfs. Die Heise- und Gaststättenkarte Wer regelmäßig in einer Gaststätte ißt, wird sich eine Reise karte und Gaststätten karte für vier Wochen aushändigen lassen. Wer gelegentlich allein, oder auch mit seinen Familienangehörigen in einer Gast- ftätte ißt, erwirbt eine Reise- und Gaststättenkarte verweiblicht. Ziehen mühelose Rundreisen um locker gekleidete Frauen unseren alten Forschungsreisen vor. Was war das doch für ein frohes Wandern zu meiner Jugendzeit, voll heimlicher Rätsel und dunkler Gefahren, durch festgeschnürte Bänder, in finsteren Nahtklüften, unter Den ragenden Urwald - ftämmen einer haarigen Dienstmannsbrust, Und Dies traute engbürgerviche Wohnen in Den Dielensugen einer guten Stube, so biedermeierisch, wahrhaft spitzwegisch, wenn Sie davon schon aehört haben. Wo heute Linoleum spiegelt und Der Dacuumreini- ger uns zu Hunderten in die kalte Fremde saugt. Da lob ich Mir Die alte Zeit! Das war noch eine chrliche Jagd. Zwar bieten Die Männer im allgemeinen eine recht frugale Kost; aber Die Naivität und Umständlichkeit ihrer Fangmechoden haben mir stets Tränen Des Lachens erpreßt. Beim weiblichen Geschlecht ist's allerdings anders. Meine Großmutter ist noch als junaes Mädchen dabei ihrem Uebermute zum Opfer gefallen. Denn als ein Fräu- lein Li fette vo rm Schlafengehen im letzten Nacht- gewande über einer Kerze nach ihr spähte, sprang sie geblenDet von so viel Licht und Fülle, gerade- wegs in Die Flamme und verbrannte." Sie sprachen eingangs von Beziehungen Ihrer Vorfahren zur Kunst. Darf ich Darüber noch Nahe- res hören?" Er nickte geschmeichelt: Einer meiner Vorfahren hatte sich als tollkuh- ner Parforcespringer im Damals weltberühmten Wirfus Pulicelli einen Namen gemacht. Aber bei einer Festoorstellung gelegentlich einer Vermahlung am kursächsischen Hofe ist er vom Liebreiz einer Vrin-iessin hingerissen, ihr ms Dekolletä gesprungen. Der Direktor war untröstlich. Wohl hatte sie sich sogleich mit einer Hofdame zurückgezogen. Aber als diese Den vermeintlichen Ausreißer zuruckstellen wollte konnte Der Direktor nur feststellen baß das nicht sein Künstler sei. Und nmßte nachher schleunig das Land verlassen, da ihm vom Oberftaats- anwalt eine Klage auf Majestatsbeleidigung drohte ffiner meiner Onkel ist zur Manne gegangen, auf Ueberfee. Er hat es weit gebracht. Im Hafen von Rio fand er Anschluß an die Tochter des Hafen- kapitans, eine Kreolin. Er hat sich völlig naturalisiert und ist als Flohkrebs in hohem Alter gestor- ^"und wie verhalten Sie sich nun jur Wissenschaft?" Er verzog höhnisch Den Mund bis zu Den ^ur Wissenschaft haben wir nur sehr lose Be- Di- Gelehrten ftni) Uns lm °llg°me,nen Ich mußte lachen als tdl- lungst m -ln°m Vertrage hörte, daß am Beqmne b°r Verdau- Ü«g di« M,-hm-nh° Alkaleszenz de- Mute- unsere Appetenz zyklisch beeinflusse. Die moderne Psycho- 'analyse will uns als Sensibilisatoren genuinen Trieblebens nicht gelten lassen. Und Coue leugnet uns rundweg. Dem möcht ich's zeigen!" Wir hatten lange geplaudert. Es ging auf Mitternacht. Das Gespräch stockte. Ich entschuldigte mich, „Also auf morgen", meinte er gutmütig. Ich mußte danken. Morgen hätte ich ein Rendezvous mit einer Dame, bei Dem Die Anwesenheit eines Dritten doch vielleicht störend empfunden würde. Das hat ihn wohl gekränkt. Mit einem Satze fprang er aus Dem Bette — und ist wohl ertrunken — im Wasserglas auf meinem Nachtkasten. „Renate im Quartett." Das Problem „Musik und Film" ist nicht neu. Das Leben bedeutender Komponisten ist immer schon ein begehrter und dankbarer Filmstoff gewesen. Ganze Opern und Operetten sind verfilmt worden. Aber auch ohne diese gegebenen Zusammenhänge kommt Der Film ohne die Musik selten aus, fast ebenso selten freilich ist eine vollkommene Harmonie zwischen beiden erreicht worden, sobald man, um eine gewisse Atmosphäre zu schaffen, statt einer eigenen Komposition klassische Musik benutzte. Auf eine höchst graziöse und zwanglose Art ist diesem Problem in Dem Tobis-Film „Renate im Quartett" zu Leibe gerückt worden. Und deshalb verdient Der Komponist Norbert Schultze als Der eigentliche Held dieses Films zuerst genannt zu werden. Er hat alles Banale und Unechte vermieden und Die klassischen Melodien Schubertscher Quartettsätze nur dahingebracht, wo sie ganz für sich zu geschlossener künstlerischer Wirkung kommen und wo sich daher Die Sammlung der aufmerksam Lauschenden aus Dem Konzertsaal des Filmspiels wie selbstverständlich auf den Betrachter Des Filmwerks selbst überträgt. Daß bei diesem sauberen Auseinander- halten von Film und Musik die Handlung keineswegs zu kurz kommt, Dafür hat Paul Verhoeven gesorgt, Der nach einem Roman von Georg Albrecht von Ihering ganz leicht und spritzig, mit köstlichem Humor und einem kleinen Schuß Sentimentalität und Ironie ein luftiges Spiel arrangiert hat um Die Sorgen unD Nöte eines berühmten Konzertquartetts, Dem zu unpaffenDfter Stunde der Bratschist untreu wird, weil er sich einmal im Darietä versuchen will. Wie als Ersatz ein Mädchen ein- springt, das nicht nur musikalisch hoch begabt, sondern — leider auch hübsch ist und Damit jedem Der Quartettgenossen gefährlich wirk», entwickelt sich auf höchst amüsante Weise. Die Düsteren Ahnungen eines für eine oder zwei Wochen. Die Reise- und Gaststättenkarte besteht aus einer Brottarte, einer Fleisch- und Nährmittelkarte, einer Butter- und Fettkarte. Die Brotkarte ist in Abschnitte zu 50 g bzw. 25 g unterteilt. Die Fleisch- und Nährmittelkarte eMhält Abschnitte für Fleisch und Fleischwaren zu je 50 g und Nährmittelkarten zu je 25 g. Die Butter- und Fettkarte enthält Teilabschnitte für je 5 g Butter, Margarine, Schweineschmalz usw. Verkauf bezugsscheinpflichtiger Waren an Gefoigschaktsmitglieder. Derschiedenttich ist Die Frage aufgetaucht, ob Die Abgabe von Waren an Gefolgschastsmitglieber in Hersteller- und Handelsbetrieben Der Bezugschein- pflicht unterworfen sei. Diese Frage ist zu bejahen. Die Zugehörigkeit zu einem Betrieb, Der bezugscheinpflichtige Waren herstellt oder verkauft, Darf im Interesse einer gleichmäßigen Versorgung aller Volk steile keine Mehrbelieferung mit solchen Waren Aur Folge haben. Das Gefolgschaftsmitglied muß deshalb beim Bezug im eigenen Betrieb stets einen Bezugschein vorlegen. Die Auszahlung des Familienunterhalts. Vom Städttschen Sozialamt wird uns mitgeteilt: Zur Vereinfachung Der Auszahlung Des Familienunterhaltes werden die Unterhaltsbettäge vom 1. November ab in zwei Monatsraten ausgezahlt. Am jeweiligen Zahltag roirt) Der nächste Ausmh- lungstermin durch Anschlag bei Der Zahlstelle (Be- zirkssparkasse) bekanntgegeben. Im Interesse von Mieter und Vermieter sei ausdrücklich bemerkt, daß bei Der Festsetzung der Unterhaltsbeträge Die volle Miete berücksichtigt wird. Als zweckgebundene Mittel sind diese Beträge daher voll zur Bestreitung Der Miete zu verwenden. Es besteht keine Möglichkeit, etwa auflaufende Mietrückstände aus Familien- Unterhattsmitteln zu übernehmen. Die Einreise in die Saarpfalz. Die Einreise in Die Kreise: Restkreis Merzig- Wadern, Saarlautern, Saarbrücken-Stadt, Saarbrücken-Land, Ottweiler, St. Ingbert, Homburg, Zweibrücken, Bergzabern, Pirmasens, Landau und Germersheim ist für Zivilpersonen, Die in Diesen Kreisen Nicht ihren Wohnsitz haben, sich aber aus wirtschasttichen Gründen Dorthin begeben müssen, nur auf Grund eines besonderen Ausweises möglich. Die Ausstellung eines solchen Ausweises Darf nur in dringenden Fällen bei Der für Den Wohnort Des Antragstellers zuständigen unteren Verwaltungsbehörde (Landrat oder Polizeipräsident) beantragt werden. Die Ausgabe von Fahrkarten durch die Reichsbahn nach Orten in Den oben genannten Kreüsen findet nur gegen Vorlage eines gültigen Ausweises statt. ** Verlegung Der Di en st räume des Städtischen Jugendamtes. Die Geschäftslage beim Städtischen Sozialamt macht eine vorübergehende Verlegung der Diensträume des Städ- ttschen Jugendamtes erforderlich. Das Städtische Jugendamt befinDet sich ab Donnerstag, 26. Oktober, im Städttschen Haus, Lonystraße 2, 1. Stock. ** Von Der Seifenkarte. Der Abschnitt B der Reichsseifentarte berechtigt erst vom 1. November ab zum Bezug von Seife und Seiftnpulver. Strafkammer Gießen. Der G. S. in Afsenheim hatte sich wegen Urkundenfälschung und Betrug zu verantworten. Er hat in Den Jahren 1937 bis 1939 sich und seine Braut wieDerholt bei Der PolizeibehörDe an- und abgemeldet und sein unehelich geborenes Kind als ehelich geboren beim Standesamt angemeldet. Er hat weiter dadurch bewirkt, daß er Fettverbilligungsscheine und Zuwendungen von Der NSV. erhielt. Der Angeklagte war geständig und bereute Freundes, Der an die StanDfestigkeit des rein sachlich-künstlerischen Fundaments der Beziehungen zwischen dem Quartett und seinem neuen „vierten Mann" nicht glaubt, sollen sich nur zu schnell verwirklichen. Die Bratsche muß sich selbst Dem Sturm der Konflikte entziehen. Der sie heraufbeschworen hat. Aber überraschend und wahrlich wieder einmal im berühmten letzten Augenblick findet sich eine Lösung, die alle befriedigt, die künstlerische Einheit Des Quartetts rettet und auch Gott Amor zu seinem Recht kommen läßt. Zu einem Quartett recht verschiedener Temperamente haben sich Attila Hörbiger, der Primgeiger, geradezu, bärbeißig und leicht cholerisch, Hans Brausewetter, die zweite Geige, behaglich-heiteren Gemüts mit einem sentimentalen Anflug, und Johannes Riemann, das Cello, zuverlässig und ausgeglichen, wie es seinem Instrument angemessen ist, zusammengefunDen. Harald Paulsen ist Der treulose vierte Mann, dem man den extravaganten Ausflug in die unseriöse Welt Des Varietes wohl glauben mag. Ihn ersetzt Käthe von Nagy als Bratsche, bei allem Charme doch selbstbewußt und sachlich. Den Freund, der sich schließlich selbst „opfert", um das Quartett zu retten, spielt Gustav Fröhlich, mit heiterer Gelassenheit über Den Dingen stehend. Die Regie Paul 23 er» hoevens hat in der bezaubernden Anmut des Würzburger Barocks und Der Behaglichkeit eines winterlich verschneiten Berggasthofs dem luftigen Spiel einen ihm angemessenen Rahmen geschaffen. * Im Beiprogramm sah man einen geschickt aufgezogenen Film von der Zündhol^fabrikation. In Der Wochenschau interessierten besonders Die Bilder vom Handelskrieg unserer Marine, Die wirkungsvollste Antwort auf Englands Blockadeerklärung. Fr. W. Lange. Zeitschriften. — Die neueste Jllustrirte Zeitung bringt eine Zeichnung von Karl Storck „Deutscke Infanterie mit Granatwerfer beim Angriff"; ferner ein vierfarbiges Bild von Rudolf Lisins Deutsche Pioniere beim Bau einer behelfsmäßigen Brücke"; so« knmn eine weitere Zeichnung von Karl Storch, die das Anhalten eines Handelsschiffes zeigt, und schließlich ein Gemälde von dem Marinemaler Walter Zeeden „Angriff deutscher KampfflULZeuge auf einen englischen Flugzeugträger". Sehr eindrucksvoll ist Der Bildbericht „Marschieren — Marschie». ren", der Eindrücke von Den Leistungen Der Truppe vermittelt Aus der engeren Heimat Schwerer Diebstahl in Obbornhofen. 2®^5 OJ.Jport Mit diesem Sieg der Mtver dürfte schon eine Klä- 3. zu 2.Deutscho RoichsloNerie Erste Moste F» ioowo 300OOO 3. wooo 150000 75000 60000 2Deutfchc Hdchslottme S Los RM 3- <5, 2000 90, 1000 6000 0000 0000 3 , 25000 6, 10000 90000 90000 12, 5000 15, 4000 30, 3000 45, 2000 90, 1000 150. 330. 420. 900. 3000 1800. 2000 5100. 1000 12000, 600 10000 5000 4000 1500000 1650000 1680000 2700000 3600000 5100000 6000000 7200000 3. 25000 6, 10000 12, 5000 1. 2. 3n des der * dem 60000 60000 90000 90000 90000 M Ja: in 5 filaffen werden hier auf 1 200000 tose G 480000 Gewinne und 3 Prämien im Gesamtbeträge \ von HTTl 102 899 760.— ausgespielt. sttte Gewinne find einkommensteuerfrei. 3m günstigsten falle können Sie sogar 3 Millionen HM gewinnen (§ 2, III der amtlichen Spielbedingungens. Zahlreiche große, mittlere und kleinere Gewinne lassen den Spielplan so erfolgversprechend werden. Holen Sie noch heute ein £os und den amtlichen Gewinnplan bei der nächsten Staatlichen £otterie-kinnahme. tin stchtellos kostet nur HM 3.—, ein viertellos nur HM 6.— je Masse, und am 7. Hooember 1939 beginnt bereits die Ziehung zur ersten Masse. Darum ist es wichtig zu wissen: Nur rediticitig vor Ziehung bezahlte tose begründen Gewinnanspruch. aus einem alten Anzug des Vaters, enthalten. Gesellenbrief ohne Prüfung. Verschiedentlich sind Lehrlinge, die sich bereits Seit den ersten Septembertagen sehen wir — wie wir in unserer Ausgabe vom 16. Oktober bereits berichteten — auch in den Straßen unserer Stadt - die Briefträgerinnen täglich zweimal beim Austragen der Postsendungen. Unser Bild zeigt eine der jungen Briefträgerinnen bei ihrem Dienstgang. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) * Obbornhofen (Kreis Gießen), 25. Oktober. In der Nacht zum 21. Oktober wurde ein hiesiger Landwirt von einem bei ihm beschäftigten jungen Mann um erhebliche Werte be stöhlen. Dem Dieb fielen 1000 RM. in bar, ferner ein hellgrauer Anzug ohne Weste, ein paar schwarze Stiefel, ein hellgrauer Mantel, eine dunkle Mütze und ein grauer Handkoffer in die Hände. Wie bisher festgestellt werden konnte, trägt der Dieb die gestohlenen Kleidungsstücke. Er ist 17 Jahre alt, 1.78 m groß, schlank, von frischer Gesichtsfarbe, hat blondes Haar, das rechte Ohr steht auffällig ab, am linken Daumennagel hat er eine blutunterlaufene Stelle. Der Dieb spricht norddeutsche Mundart. Sachdienliche Mitteilungen über den jungen Mann, der flüchtig gegangen ist, sind an die nächste eignen, werden angeführt. So wird es beispielsweise auch einen Gutschein für die Pflege des „Stillgelegten" durch den Kraftfahrzeughandwerker und den „neuen" Anzug für den Sohn, hergcstellt Zeugnisses des Lehrbetriebes muß, bestätigt von den Zeugnissen der Berufs- und Fachschule, den Schluß zulassen, daß dem Lehrling eine umfassende Ausbildung zuteil geworden ist und daß er über die notwendige fachliche und persönliche Reife verfügt. Freiwillige für die Kriegsmarine. Berlin, 21. DEL (DNB.) Starker Andrang von Freiwilligen machte es sehr bald nach Kriegsausbruch notwendig, auch für die Kriegsmarine die Annahme von Einstellungsgesuchen eine zeitlang zu sperren. Diese Sperre ist jetzt wieder auf- gehoben worden. Die trotz der Sperre eingelaufenen zahlreichen Einstellungsgesuche deutscher Männer jeden Alters beweisen, daß auch der Kampf zur Philipp Haas VI., Schuhmachermeister, in guter Gesundheit seinen 78. Geburtstag feiern. Unsere besten Glückwünsche den beiden Jubilaren. auch die Gießener am Sonntag erfahren. Gleich nach Anstoß gingen die Einheimischen mit einem hohen Schuß in Führung, um wenige Minuten später auf 2:0 zu erhöhen. Erst bei diesem Stande kamen die Mtver langsam auf, und Bittendorf verkürzte durch einen prächtigen Wurf. Als dann der Ausgleich durch Jughard fiel, schöpfte man wieder Hoffnung. Doch vorerst gingen die Londorfer, die sich mit dem schlüpfrigen Boden besser abfanden, noch einmal auf 4:2 davon. Nach dem Wechsel klappte es bei den Spielern des Mtv. dann vorzüglich, und in kurzen Abständen warfen die Stürmer 6 Tore. Während die Gießener immer die Blößen in der gegnerischen Deckung geschickt auszunutzen verstanden, liefen sich die Londorfer nun an der eisernen Abwehr immer wieder fest. Lediglich durch Strafwürfe konnten die Londorfer noch verkürzen. In der Mtv.-Mannschaft sah man diesmal einige neue Spieler, die sich vorzüglich einfügten. Der Sieg der Mtver war durchaus verdient. In der neu aufgestellten Mannschaft spielten: Knaus, Krausch, Thiel, Hambach, Speckmann, Müller, Müller-Leutert, Kümmel, Bittendorf, Jughard, W. Jsheim. Nach den Spielen am letzten Sonntag hat die Tabelle der Staffel 3 folgendes Aussehen: Kreis Wehlar <£ Krumbach, 25. Okt. Der Kreisvollziehungsbeamte i. R. Georg Philipp Bengel von hier begeht am kommenden Freitag, 27. Oktober, in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 0. Geburtstag. 37 Jahre lang biente er in vorbildlicher Treue dem Kreis Biedenkopf als Dollziehungsbeamter. 40 Jahre lang war er. als Kirchenoorsteher ehrenamtlich in unserer Gememde tätig. Noch heute vermag der hochbetagte Mann in der Landwirtschaft seines Schwiegersohnes praktisch tätig zu sein. An dem großen Geschehen unserer Zeit nimmt der Jubilar noch regsten Anteil Wir beglückwünschen den alten Herrn herzlich zum Geburtstag. Unterschlagene postaelder. Lpd. Frankfurt a. M., 24. Okt. Die Große Strafkammer verurteilte einen 35jährigen Angeklagten wegen Amtsverbrechens und Urkundenfälschung zu 7 Monaten Gefängnis. Der Angeklagte, der Geldzufteller war, eignete sich in etwa sieben Fällen Geld an und fälschte die Unterschriften der Empfänger. Der von ihm angerichtete Schaden belief sich auf 230 RM.; 100 RM. wurden von ihm wieder ersetzt. Dem Angeklagten war nicht zu widerlegen, daß er aus Not handelte. Einbrüche in der Verdunkelung. Die Täler festgenommen. Lpd. F r a n k s u r t a. M., 24. Okt. In letzter Zeit waren im Zentrum der Stadt Schaukasteneinbrecher tätiö, die unter Ausnutzung der Verdunkelung wertvolles Volksvermögen zusammen- stahlen. Nunmehr ist es gelungen, die Täter, sowie einen Großabnehmer fe st zunehmen und einen Teil des Diebesguts herbeizuschaffen. Bisher hat der Haupttäter ein Dutzend derartiger Straftaten begangen; er nannte auch feine Mittäter und Personen, die von ihm und dem Großabnehmer Sachen gekauft haben. Bei dem gestohlenen Gut handelt es sich in keinem Falle um bezugsscheinfreie Waren. Hundfunkprogramm Donnerstag, 26. Oktober. 6 Uhr: Landvolk, merk' auf! 6.10: Morgengym« naffif. 6.30: Frühkonzert. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8.05: Gymnastik. 8.20: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.35: Musik am Vormittag. Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 9.30: Schul« fünf. Wir senden für die Landschule. 10: Konzert. Musikkorps eines Jnf.-Regts. 11: Konzert. 12 Uhr: Stadt und Land — Hand in Hand. 12.10: Mittagskonzert. Das große Orchester des Reichssenders Hamburg. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nach« richten. 14.15: Musik nach Tisch. 15: Deutsche Volks« lieber. Es singt der Chor des Reichssenders Frank« furt. 15.30: Konzert. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Nachrichten. 18: Ruf ins Land: Berichte vom Landesernährungsamt. 18.15: Konzert. Da« zwischen: 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.15: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Übertragung vorn Deutschlandsender. Dazwischen: 22 bi^ 22.15: Nach richten. See für Führer und Volk und damit für unsere Freiheit richtig verstanden ist, und daß Deutsch, lands Söhne erwarten, so schnell wie möglich ein- gestellt und gegen den Feind eingesetzt zu werden, um vor allem an den Erfolgen unserer tapferen U-Boot-Besatzungen selbst teilzuhaben. Einstellungs. gesuche sind an das Wehrbezirkskommando zu richten, das für den Wohnort des Frei- willigen zuständig ist. Gchulbnerschuh im Kriege. Wie Ministerialrat Stand vom Reichsjustizministerium in der „Deutschen Justiz" ausführt, beruht die neue Verordnung über die Bewilligung von Zahlungsfristen in Rechtsstreitigkeiten (vom 7. Oktober 1939) auf der Erwägung, daß im Interesse der Gesamtwirtschaft ein flüssiger Zah- lungsverkehr unbedingt aufrechtzuerhalten ist. Die in besonders gelagerten Einzelfällen sich etwa ergebenden Härten sind durch Einzeih ehandlung abzumildern. Die Verordnung ermächtigt daher das Prozeßgericht, in solchen Fällen, in denen nicht schon außergerichtlich ober im Güteverfahren eine Uebereinkunft zwischen Gläubiger und Schuldner erzielt ist, unter gewissen Voraussetzungen eine Zahlungsfrist zu bewilligen. Maßgeblich ist, daß das Rechtsverhältnis vor dem 1. September 1 9 3 9 begründet wurde. Nicht notwendig ist, daß der aus ihm erwachsene Anspruch bereits vor dem 1. September 1939 fällig geworden oder auch nur entstanden ist. Damit sind alle Zweifel z. B.. hinsichtlich der seit dem 1. September 1939 fällig werdenden Miet- oder Pachtzinsen aus einem zuvor geschlossenen Vertrag ausgeräumt. Im übrigen muß die Jnteresienabwägung ausgerichtet fein nach den Interessen der Ges am t - wirtschaft, denen sich im Einzelfalle Gläubiger wie Schuldner unterzuordnen haben. Die Bewilligung der Zahlungsfrist kommt erst dann in Frage, wenn der Schuldner in einem Rechtsstreit, sei es auf Leistung, sei es auf Feststellung, in Anspruch genommen wird. Solange der Gläubiger selbst sich mit Rücksicht auf die gegenwärtige Lage abwartend verhält, und dies wird praktisch sehr häufig der Fall sein, wird man, wie der Referent erklärt, vorn Gläubiger nicht verlangen können, daß er sich bereits vorder an eine Zahlungsfrist bindet, daß dadurch der Schuldner gelegentlich einer zeitweiligen Ungewißheit ausgesetzt sein kann, dürfte demgegenüher nicht untragbar sein. Die Zahlungsfrist selbst wird nur auf Antrag des b e - klagten Schuldners bewilligt. Die Bewilligung fann auf einen Teilbetrag b e - f ch r än k t werden und auch derart erfolgen, daß Zahlung in Raten angeorbnet wird. Die Bewilligung der Zahlungsfrist wirkt wie eine vom Gläubiger bewilligte Stundung. Sie bedeutet also nicht nur einen Aufschub der Zwangsvollstreckung, sondern auch etwaiger Derzuasfolaen und kommt auch dem Bürgen und dem Verpfänder zugute. Ein Geschenk-Abc des Handwerks rn Weihnachten. Zu den Werbemitteln des Reichsstandes des deutschen Handwerks für das Weihnachtsfest gehört auch ein Geschenk-Abc, das auf die vielen Möglichkeiten des praktischen Schenkens Hinweisen wird, die das Handwerk gerade jetzt bietet. Alle handwerklichen Erzeugnisse und Leistungen, die sich als Weihnachtsgeschenk den Herbstprüfungen gemeldet hatten, inzwischen zur Wehrmacht einberufen worden. Nach einer Anordnung des Reichsstandes des deutschen Handwerks kann diesen Lehrlingen, wenn sie aur Gesellenprüfung nicht erscheinen können, der Gesellenbrief ohne Prüfung ausgehändigt werden. Voraussetzung ist, daß die Zulassung zur Prüfung ordnungsmäßig erfolgt ist. Der Inhalt des Amtsgericht in Gießen, Zimmer 113, anberaumt. Der Vergleichsvorschlag und die Erklärung des Gläubigerausschusses sind auf der Geschäftsstelle des Konkursgerichtes Gießen zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Der Termin ist zugleich zur Prüfung nachträglich angemeldeter Forderungen bestimmt. Gießener Gchlachtviehmarkt. Zu dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteige. rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 2 Ochsen, 27 Kühe, 17 Färsen, 71 Kälber, 142 Schweine, 12 Schafe aufgetrieben. Preise: Ochsen 43,5 bis 44, Kühe 15 bis 43,5, Färsen 36 bis 44,5, Kälber 40 bis 65, Schafe 25 bis 48 Rpf. je t!i kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,10, bl (135 bis 149,5 kg) 1,10, b2 (120 bis 134,5 Jcg) 1,10, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d—f (unter 100 kg) 1,02, (unter 80 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,10, i (Alt- schneider) 1,10, g2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,06 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt: Jihein-Mainische Börse. Fest. Frankfurt a. M., 24. Okt. Die Börse verkehrte am Aktien- und Rentenmarkt in weiterhin fester Haltung. Es bestand nach wie vor etwas Anlage« interesse, bas Geschäft vermochte sich aber nicht zu beleben, zumal anderseits kaum Verkäufe vorgenommen wurden. Am Aktienmarkt überwogen bei weiterhin nicht einheitlicher Entwicklung durchschnittliche Steigerungen von 0,50 bis 1 v. H. Etwas stärker abweichend waren Allg. Lokal & Kraft mit 131,13 (129,50), Westdeutsche Kaufhof mit 77 (75,50) und Verein. Deutsche Metall mit 145,50 (147,50). Von den Spitzenwerten blieben JG.-Farben mit 157,75 behauptet, während AEG. auf 115,50 (115), Ver. Stahl auf 91,50 (91) und Mannesmann auf 100,50 (100) anzogen, aber Rheinstahl auf 127,50 (128) nachgaben. Ferner gewannen u. a. AG. für Verkehr 1 v. H. auf 104, Bekula 1 v. H. auf 150, Siemens 1 v. H. auf 197, BMW 0,90 v. H. auf 138,90, MAN. 0,50 v. H. auf 147,50 und Gesfurel 0,65 v. H. auf 132,65, dagegen Scheideanstalt 205 (205,50). Am Rentenmarkt hielt die Nachftage an. Reichsbahn-VA. 123,65 (123,50), Dekosama II 157,75 (157,50), 4,50 v. H. Hessen Staatsanleihe v. 29 99 (98,75). Goldpfandbriefe blieben gesucht bei unveränderten Kursen. Liqui-Pfandbriefe erhöhten sich zumeist 0,25 bis 0,50 v. H bei lebhafteren Umsätzen, ebenso gewannen Industrie-Obligationen etwas. 4,50 v.H. Main-Kraft 94,75 (94,13), im Freiverkehr 4,50 v. H. JG.-Farben v. 39 99 (98,75). Reichsschatzanweisungen ruhiger, aber weiter gefragt. Unnotierte Werte weiter still. Tagesgeld unv. 2 v. H. Frankfurter Schlachwiehmarkt Frankfurt a. M., 24. Okt. Die amtliche Notierung für Kälber, Schafe und Schweine wurde auf Mittwoch, 25. Okt., verlegt. 24000» 300 _______ 315198450 47 279700 _____ Konkursverfahren über das Vermögen Kaufmanns Karl Horst, Gießen, Inhaber Firma Carl Horn in Gießen, Marktstraße, wohnhaft Wernerwall 33, ist infolge eines von dem Ge. meinschuldner gemachten Vorschlages zu einem Zwangsvergleich Vergleichstermin auf Samstag, 4. November 1939, vormittags 9 Uhr, vor dem 15, 4000 60000 30. 3000 90000 45. 2000 90000 90. iooo 90000 lucu oiejem öieg uer Luaver uurjie jajun eine NIU- : o. rung in der Tabelle eingetreten fein. Londorf gilt 4. zu Haus als ein äußerst starker Gegner. Das mußten,5. Wirtschaft. Vom Kon kursgericht Gießen. Gendarmeriestation zu richten. Ratsherrensitzung in Alsfeld. Z Alsfeld, 24. Okt. Zu der ersten Sitzung seit Kriegsbeginn traten die Alsfelder Rats- Herren unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. V ö l s i n g zusammen. Dieser gedachte in seiner Ansprache zu Beginn der Sitzung der großen weltgeschichtlichen Ereignisse seit der letzten Sitzung und der großartigen deutschen Erfolge. Seine Ansprache schloß mit dem Gelöbnis einmütiger Geschlossenheit und unwandelbarer Treue zu dem Führer. Als einziger Gegenstand der öffentlichen Sitzung stand die Bürgersteuer süt das Jahr 19 40 zur Beratung. Der Vorsitzende betonte die unbedingte Notwendigkeit der Erhebung der Steuer in der seitherigen Höhe. Die Ratsherren schlossen sich einmütig dieser Ansicht an. Es erging daraufhin die Entschließung des Vorsitzenden, die Bürgersteuer in der seitherigen Höhe, d. h. 500 v. H. der Steuermeßbeträge, auch für das Kalenderjahr 1940 zu erheben. Unter Mitteilungen gab Bürgermeister Dr. Dölsing eine Verfüguna des Reichsinnenministers bekannt, wonach die Amtszeit der Zeitbeamten in den Gemeinden und Gemeindever- bänben, die nach dem Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung abläuft, bis auf weiteres verlängert wird. Weiter wurde über den Stand der öffentlichen Arbeiten berichtet. Landkreis Gießen § Steinbach, 25. Okt. Am heutigen Mittwoch, 25. Oktober, feiert Frau Katharina Margaretha Da fällten Sie * kein Glück haben? Ingendfnßball im VfB.-Reichsbahn. Allendorf (Lahn) 1. 3gd. — VfV.-R. 1. 3gb. 1:4 (1:2). Das Gastspiel der Jugendmannschaft des VfB.- Reichsbahn in Allendorf war trotz der Einstellung von Ersatzleuten von Erfolg gekrönt. Zu Beginn des Spieles hatten die Platzherren klar die Oberhand, da sich die Grünweißen mit dem kleinen Platz nicht zurechtfanden. Das Führungstor der Gastgeber war bald aufgeholt, und der Mittelläufer schoß den Ausgleich. Die körperlich stärkeren Allendorfer griffen mächig an, um das Ergebnis zu verbessern, fanden aber an der aufmerksamen Verteidigung erheblichen Widerstand, und kurz vor der Pause hieß es 2:1. Nach der Pause machte sich die technische Ueberlegenheit - der Grünweißen durch zwei weitere Tore bemerkbar,-während alle Versuche der Platzherren, zu Erfolgen zu kommen, fehlschlugen. VfB.-R. 2. 3gb. — Großen-Duseck 1. 3gb. 2:2. Einen Achtungserfolg errangen die Jüngsten des VsB.-R. gegen die bedeutend stärkeren Großen- Busecker. Nachdem die Gäste in Führung gegangen waren, holten die Grünweißen nach der Pause auf und sicherten sich ein verdientes Unentschieden. Handball MTB.I - Londorf 8:6 (2:4) seine Tat; er will die Belehrung eines zuständiaen Beamten falsch verstanden und dadurch die falsche Beurkundung im Geburtsregister veranlaßt haben. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtgefängnisstrafe von vier Monaten. Das Verfahren wegen Urkundenfälschung wurde auf Grund des Gnadenerlasses des Führers eingestellt. Das Verfahren wegen Uebertretung der Meldeordnung wurde wegen Verjährung eingestellt. Im übrigen wurde der Angeklagte freigesprochen. Oie $rou in der inneren Front. Dritte Klosse T, 100 ooo 300*1)00 3, 50000 150000 3, 25000 75000 6, 10000 60000 12, 5000 60000 15, 4000 60000 30, 3000 90000 45, 2000 90000 90,1000 90000 vierte Klosse Kiooöoo300*000 3,50000150000 12, 5000 60000 15, 4000 60000 30, 3000 90000 Zweite Masse F, 100*000 300000 3, soooo 150000 3, 25000 75000 6. 10000 60000 Fünfte Klasse 3,500000 lijIWItonen 1500000 IrMNIionen 3,300000 900000 3.200000 600000 6,100000 600000 12.50000 600000 15.40000 600000 21,30000 630000 39,20000 780000 i Vereine Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Mtv. Gießen 3 0 0 6:0 1900 Gießen 1 0 1 2:2 Tv. Londorf 1 0 1 2:2 VfB.-Reichsbahn 0 1 1 1:3 Tv. Heuchelheim 0 11 1:3