Montag, 25. September 1959 Ur. 224 Erstes Statt 189. Zahrgang 'S eter U-Boot versenkte einen A !tl >ti6e» 2. Ziel und Anlage der deutschen Operationen ? aller an einzelnen Stellen S p ä h - Arkillerietätigkeit auf Acht französische Flug- im Luflkampf abgeschos- Kredi1- chafi9* 4* Ca& idC* hP en“ brigen: nnW n. Wir len bi- । ratuhi Sachi inn • konnte, am linken Flügel durch eine sehr ft a r t e Armee im Korridor. Die Ausgabe der Korridor-Armee war, den Freistaat Danzig zu besetzen, um dann auch von dieser Seite offensiv gegen O st preußen oorgehen zu können. Um dieser Operation die notwendige Rückendeckung zu geben, wurde im Raume um Posen die weitaus stärkste polnische Armee aufgestellt. Sie sollte im Falle eines deutschen Angriffes gegen den Korridor mit ihren überlegenen Kräften die Flanke dieses Angriffes bedrohen. Sie konnte aber ebenso der südwärts von ihr aufmarschierenden polnischen Armee jederzeit zu Hilfe eilen. Durch ihre Stärke und ihre frontale Ausstellung im Raume von Posen bedrohte sie somit durch ihre bloße Existenz jede deutsche Angriffsoperation aus dem mittleren Oberschlesien und aus Pommern in der tiefen Flanke. Die polnische Südarmee im Raume Krakau— biete von Lemberg haben sich heute 6 polnische Jnfanterie-Divisonen und 2 einzelne Schützen- Regimenter den Truppen der Roten Armee ergeben, an ihrer Spitze der General Langer. Rach unvollständigen Angaben wurden in der Zeit vom 17. bis 21. September an Soldaten und Offizieren des polnischen Heeres 1 2 00 00 G e - sangene gemacht, 380 Geschütze und 1400 Maschinengew eh re erbeutet." Der Heeresbericht vom 2 3. September lautet: „Die Truppen der Roten Armee haben am Morgen des 23. September den Vormarsch in Richtung auf die Demarkationslinie begonnen, die von der deutschen und der russischen Regierung festgelegt worden ist. Sie besetzten die Der Kampf um das Waffenausfuhrverbot in USA Seit, mittig eiliges ien dch inspoiil ugt av orgurzl Teten. 3« r WW> ien tonnte, wieder inbeltn n und tri us den । in steten cheure gt- n bestrebt, egelten irmeijD 3m inb auch tederhergr- ef in tws Inders für erfolgt | Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise fflrl mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.» für Text- . anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/o mehr. ErmShlgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- fpaltige Gelegenheitsanzei- yen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Das Ende des Feldzuges in Polen. Der zusammenfassende Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über Anlage und Durchführung der Operationen in Polen. die Armee des Generaloberst List, die Armee des Generals der Artillerie von Reichenau und die Armee des Generals der Infanterie B l a s k o w i h. Der Heeresgruppe Rord waren unterstellt: die Armee des Generals der Artillerie von kluge und die Armee des Generals der Artillerie von küchle r. Aufgaben der beiden Heeresgruppen. Der Auftrag der Heeresgruppe Süd war, mit der mittleren Armee des Generals von Reichenau aus dem Raum um Kreuzburg in n o rd° öftlicher Richtung auf die Weichsel durchzustoßen. Zur Abschirmung der rechten Flanke dieser Armee sollte die Armee des Generaloberst Li ft aus Oberschlesien un!d am Nordrand Städte Stryj und G o r o d o k und sind auf der Linie westlich von Bialystok bis Brest-Litowsk— Kowel—Wlodzimierz-Wlynstt—Lemberg weiter vorgerückt. Im Verlauf der Operationen zur Säuberung der Gebiete der We st Ukraine und des we st l i ch e n Weißrußland haben die Truppen der Roten Armee kleinere Abteilungen des polnischen Heeres nordwestlich von Grodno und nordöst - lich von Brest-Litowsk aufgerieben. Nach unvollständigen Angaben würben am 22. September bei der Liquidierung einer Gruppe des polnischen Heeres nordöstlich von Kowel über 8000 Soldaten und Offiziere gefangen genommen sowie 2000 Pferde und einige Eisenbahntransporte mit verschiedenem Kriegsmaterial erbeutet." Das Ziel der deutschen Operationen war, die im großen Weichselbogen konzentrierte gewaltige polnische Armee umfassend anzugreifen, zu stellen und zu vernichten. Zu diesem Zweck wurden vom Oberbefehlshaber des Heeres — Generaloberst von Brauchitfch — (Chef des Generalsiabes General der Artillerie Halder) zwei Heeresgruppen gebildet: a) D i e Heeresgruppe Süd unter dem Befehl des Generaloberst v on Rund- st e d t, mit Generalleutnant von 2Han- ftein als Chef des Generalstabes. b) Heeresgruppe Rord unter dem Befehl des Generaloberst von Bock, mit Generalleutnant von Salmuth als Chef des Generalstabes. Der Heeresgruppe Süd waren drei Armeen unterstellt: Lemberg war nach Auffassung der polnischen Heeresleitung stark genug, um die wichtigen Industriegebiete zu schützen. Sie, konnte je nach dem Verlauf der Operation noch zu weiteren Einsätzen herangezogen werben, sei es zur direkten Hilfeleistung der anderen polnischen Armeen, sei es zum -m (^JL dl- i:lj dem E der O1 Berich, Otintn, ForU irö&h die 50 n doi 'enen Sugelch putzt, »j euerirn^ eiten 'orjeifigc Die 6. chZuholt, uiigt iut[i ^fahren, HÄ *1^ s griffe wurden abgewiesen. Dazu schreibt der Deutsche Dienst: Bei der Fortsetzung der deutschen Truppenbewegungen auf die Demarkationslinie, von Ser der Wehrmachtsbericht spricht, wurde i n Brest- Litowsk, der östlichen Säule des polnischen ifestungskreises — von dem heute nach der Einrahme von Demblin nur noch der nördliche Pfeiler Nodlin sich hält — eine besonders feierliche iiormder Ablösung gewählt. An diesem mitt- ärisch bedeutsamen Punkt, an dem 1795 der rus- fsche General Suworow vor der dritten Teilung Folens das polnische Heer vernichtete, wurden mcht rur die Gefechtsabschnitte von den sowjetrussischen truppen übernommen, vielmehr nahmen die Be- sthlshaber den gemeinsamen Vorbeimarsch ieutscher und russischer Truppenteile ab. Bei den Operationen, die am Sudrand des lisherigen polnischen Staates, in den Karpathen, lurchgeführt wurden, hat unter den vielerlei Schwie- ügkeiten, die das dortige unwegsame Gelände bietet, iie j h n q c slowakische Armee in anerken- lenswerter Weise mitgewirkt. Der Einsatz dieser irft seit dem Frühjahr aufgestellten Truppe hat beniesen, über wie gute militärische Fähigkeiten die isührung des slowakischen Heeres verfugt und wel- yer Kampfgeist die Soldaten der Slowakei beseelt, das feindselige Verhalten der Polen gegenüber ihren slowakischen Nachbarn bei der großen xrqe les vorigen Herbstes und des letzten Frühjahrs und iie rücksichtslose Art, in der die Warschauer Regie- uing zahlreiche von Slowaken bewohnte Ortschaften 'n den Karpathen besetzen ließ, hatte in der m Weichselbogen war, wurde das polnische M i l lionenheer geschlagen, gefangen oder versprengt. Keine einzige'der polnischen aktiven ober Reserve-Divisionen, keine ihrer selbständigen Brigaden ufw. ist diesem Schicksal entgangen. Nur Bruchteile einzelner Verbände konnten sich durch die Flucht m Die Sumpfqebiete Ostpolens der sofortigen Vernichtung entziehen. Sie erliegen dort den sowjetrussischen Truppen. Von der gesamten polnischen Wehrmacht kämvst zur Zeit nur mehr ein geringfügiger R e st auf hoffnungslosem Posten in Warschau, in Modlin und auf d er Halbinsel Hela. Daß er das noch kann, verdankt er ausschließlich der gewollten Schonung unserer Truppen und unserer Rücksichtnahme auf die polnische Bevölkerung. Anlage und Ablauf der Operationen Al« sich seit dem Frühjahr 1939 ine Archen verstärkten, daß Polen, bauend auf die ihm zu- aesicherte fremde Hilfe, in der Verfolgung ,einer weitgespannten nationalen Interessen auch einen Waffenaang mit dem Deutschen Reich nicht scheuen werde, wurden in sorgfältigen Prüfungen d, e wahrscheinlichen Operation s a b s> ch t en Polens zu klären versucht. Die aus 6er polnischen Literatur und aus der Tagesiournalistik gewonnenen Eindrücke gaben tn Verbindung Mit unterdes bekannt gewordenen militärischen Maßnahmen der polnischen Heeresleitung ein ungefähres Bild der Absichten der polnischen Führung. In einer Neche von Besprechungen des Führer s mit den Oberbefehlshabern des Heeres der Marmc und der Luftwaffe, ihren Generalstabschefs und dem Ehst des Oberkommandos der Wehrmacht wurden die sich daraus für die deutsche Wehrmacht ergebenden operativen Gedanken erörtert und fleHnrt l.polntfdte Absichten Die Verfolgung der allgemeinen und wehrwissen- . schaftlichen Literatur Polens vermittelte em Bild - der Vorstellungen, die sich der polnische private und staatliche Chauvinismus über die künftige Entwicklung des polnischen Staates gemacht hatte. Publizistische Forderungen der Tagespresse sowie rednerische Ergüsse polnischer Militärs verstärkten diese Eindrücke' Der im Zuge der polnischen Mobilmachung in Erscheinung tretende Aufmarsch der polnischen Streitkräfte durfte als letzte Bestättgung dieser Absichten gelten. Die polnische Heeresleitung lebte in Unterschätzung der deutschen Wehrkraft in dem Glauben, daß es hier mit Rücksicht auf die Bindung starker deutscher Kräfte im Westen des Reiches gelingen würde, den Krieg im Osten zumindest in einem gewissen Ausmaß offensiv führen zu können. Der beherrschende Gedanke war, den Freistaat Danzig sofort zu besetzen, O st preußen von drei Seiten anzugreifen und die vom übrigen Reich abge- schnürte Insel einzunehmen. Zu diesem Zweck fand folgende Kräftegruppierung statt: Eine polnische Armee im Raum nördlich von Warschau, ebenso befähigt, einen etwa drohenden deutschen Vormarsch aus Ostpreußen ge- Washington, 24. Sept. (DNB.) Seit dem I Die beiden großen Chikagoer Zeitungen „Chi- Zusommentritt des Kongresses hat in der amerika- cago Tribüne" und das Hearst-Blatt „Heraks Ame- nischen Oeffentlichkeit ein gewaltiges Ringen um rtcan" haben der isolationistischen Tendenz des Mit- das Waffenausfuhrverbot eingesetzt, dessen Ausmaß telwestens bereits Rechnung getragen und fordern gen Warschau zu hemmen, wie stark genug, den eigenen Angriff durchzuführen. Diese polnische Gruppe sollte rechts flankiert werden durch , . eine beachtliche Kräfteansammlung, die aus ö st - Angriff gegen das für Deutschland lebenswichtige licher Richtung O st preußen bedrohen! oberschlesische Industriegebiet. Berlin, 25. Sept. (DRB.-Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten vollzogen sich die Bewegungen er deutschen Truppen auf die Dernar- ationslinie am 24. 9. überall rei - ungslos und irn Einvernehmen mit en russischen Verbänden. 3m wiederholten Einsatz haben Sturzkamps- slieger milttärisch wichtige Ziele in Warschau mt Erfolg angegriffen. ! Die russische Sä'uberungsakliou in der Wessukraine und Weißrußland. Die Heeresberichte der Roten Armee. Moskau, 23. September. (DNB.) Der Heeres- l ievicht des Generalstabes der Roten Armee über i ie Operationen in Polen v o m 2 2. September b'at folgenden Wortlaut: „Am 22. September haben die Truppen der Roten Armee, die i m w e st l i ch e n W e i ß r u tz - ■ land operieren, die Stadt Bialystok sowie die I Seftung Brest-Litowsk besetzt und dann die > Säuberung des Waldgebietes von Augusto w o , I- nordwestlich von Grodno, von den Resten des re ? olntschen Heeres begonnen. In der Westukraine haben die Truppen der I? '^oten Armee, denen die Operationen zur Liguidie- H nung des polnischen Heeres übertragen sind, das I j Gebiet von Sarny von Offiziers grupp en ge- W Äübert. Bei der Liquidierung des Widerstandes || i)er Abteilungen der polnischen Armee im Ge - tu1 der West-Beskiden in östlicher Richtung vor- gchen. Ihre Ausgabe war, die dort befindlichen polnischen Kräfte zu stellen, um sie dann mit den von Süd nnch Nord aus dem slowakischen Raum einbrechenden Verbänden zu umfassen und ihnen, wenn möglich, den Rückweg nach Osten zu verlegen. Zur Sicherung der linken Flanke des Generals von Reichenau sollte die Armee des Generals B l a s k o w i tz aus dem Raum östlich von Breslau ebenfalls in allgemeiner Richtung auf Warschau gestaffelt vorgehen, um so den zu erwartenden Flanken st oß der pol- nstchen Heeresgruppe aus dem Raum Posen a u f - zusangen und abzuwehren. Der Auftrag der Heeresgruppe Nord war, mit der Armee des Generals der Artillerie von Kluge in kürzester Frist die Verbindung mit Ostpreußen herzustellen, den Weichselübergang zwischen Bromberg und Graudenz zu erzwingen und mit einer aus Ostpreußen gegen Graudenz angesetzten Gruppe dann in allgemein östlicher Richtung die Vereinigung mit dem Nordflügel oer Heeresgruppe Süd zu suchen. Die zweite Armee des Generaloberst von Bock unter dem Befehl des Generals der Artillerie von Küchler hatte den Austrab, aus Ostpreußen über den Narew und Bug östlich der Weichsel die Verbindung mit der Armee des Generals von Reichenau herzustellen bzw. Warschau von Osten abzuriegeln. Im Zuge der weiteren Operationen sollte versucht werden, polnische Streitkräfte, denen unter Umständen der Rückzug über die Weichsel doch gelingen würde, durch eine erweiterte große Umfassung hinter San und Bug abzufangen. Alle aus dieser Anlage sich ergebenden Operationen wurden von der Führungher- vorragend gemeistert und von der Truppe glänzend gelöst. Das erste große Operationsziel, möglichst starke Teile des feindlichen Heeres westlich der Deichsel zur Schlacht zu stellen und zu vernichten, ist in einem geschichtlich einmaligen Ausmaß gelungen. 3n einer zusammenhängenden Schlachtenfolge gelang es, das Schicksal des polnischen Heeres und damit dar des ganzen Feldzuges praktisch bereits nach 8 Tagen zu entscheiden. Der Vernichtung der polnischen Armee im Korridor folgte schon wenige Tage später die Einkesselung der vor der Armee Reichenau zurückweichenden polnischen Truppen im Raume von Radom. Vorgeworfene Kräfte der Armee von Reichenau vrrl.egten alsdann vor den Toren Warschaus den polnischen Armeen in Posen und im Korridor den Rückzug hinter die Weichsel. Gegen diesen starken Feind schwenkte in der Folgezeit die Armee Blaskowitz und die Masse der Armee von Reichenau ein. Die in fortgesetzten Angriffen mehr und mehr zusammengetriebenen polnischen Divisionen versuchten durch verzweifelte Gegenstöße an verschiedenen Stellen, den Ring, der sie umschloß, zu sprengen. So wie sich vorher die Angriffskraft der deutschen Divisionen auf das höchste bewährt hatte, so bewährte sich nun nicht minder ihre Standfestigkeit. Das Ergebnis dieser Schlachtenfolge war d l e fast restlose Vernichtung der westlich der Weichsel angesehten polnischen Armeen. Die Gefangenenzahl, die sich aus dem in der großen Operation zusammenhängenden drei Kapitulationen ergab, beträgt über 3 0 0 0 0 0. Die Gefangenenzahl im gesamten aber hat bisher 450000 überschritten. Die Zahl der erbeuteten Geschütze beträgt schon jetzt rund 1200; das sonstige Kriegsmaterial läßt sich noch nicht annähernd übersehen. Die Schnelligkeit dieser Operationen und die Gröhe des Gesamterfolges stehen in der Kriegsgeschichte einzigartig da. An diesen gewaltigen Erfolgen waren Truppen aller deutschen Stämme, Formationen junger aktiver und solche älterer Jahrgänge in gleicher Weise beteiligt. Die deutsche Infanterie hat ihren unvergänglichen Ruhm erneuert. Ihre Leistungen im Marschieren, im Ertragen aller Strapazen waren nicht geringer als ihre Leistungen im Kampf. Ihr Angriffsmut wurde ergänzt durch eine unerschütterliche zähe Standhaftigkeit, die jede denkbare Krise überwanden. Ihr Angriffsschwung wurde unterstützt durch die Schwesterwaffen. Die leichte und die schwere Artillerie haben mitgeholfen, die großen Erfolge zu ermöglichen. Dank ihrem Eingreifen und dem der Pioniere, die befestigten Grenzstellungen der Polen in kürzester Frist zu zerschlagen, zu stürmen oder zu überrennen oder den Gegner dann in unaufhaltsamer Verfolgung zu vernichten. In großartigem Zusammenwirken haben dabei die Panzer- ,und Motorverbände, Kavallerie, Panzerabwehr und Aufklä- r u n g s v e r b ä n d e, die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllt. Mit ihnen kämpften Schulter an Schulter die dem Heer unterstellten Formationen der - Verfügungstruppe. Vach den Befehlen des Generalfeldmarschalls Göring (Chef des Generalstabes Generalmajor Jeschonnek) wurden zwei starke Cuff Hof f en unter den Generalen der Flieger Kesselring und C ö h r gebUbef und zur Führung des Cuftkrieges gegen Polen eingesetzt. Diese beiden Luftflotten haben die polnische Fliegertruppe restlos zerschlagen, den Luftraum in Kürze beherrscht. In engster Zusammenarbeit mit dem Heer haben in ununterbrochenem Einsetzen der Schlacht- und Sturzkampfflieger Bunkerstellungen, Batterien, Truppenansammlungen, Marschbewegungen, Ausladungen usw. angegriffen. Durch ihre Todesverachtung haben sie dem Heere unendlich viel Blut erspart und zum Gesamterfolg in höchstem Maße beigetragen. Die Flakartillerie nahm den deutschen Luftraum unter ihren Schutz und wirkte besonders im Anfang des Feldzuges mit an der Vernichtung der polnischen Fliegertruppe. Im ganzen find rund 800 Flugzeuge vernichtet oder vom Heere erbeutet, ein letzter Rest außer Landes geflüchtet und interniert. Zur See haben Teile der deutschen Seestreitkräfte unter dem Befehl des Generaladmirals Albrecht feit Beginn der Feindseligkeiten die Danziger Bucht ab geriegelt und damit jeden Seeverkehr von und nach den polnischen Seehäfen unterbunden. Mit Ausnahme eines U-Bootes find alle am 1. September noch in der Ostsee befindlichen polnischen Seestreitkräfte vernichtet ober in neutralen Häfen interniert worden. Auch hieran hat die Luftwaffe einen ruhmvollen Anteil. Die hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Nachrichtenverbindungen der rück- bi tag abend hatte er Gelegenheit, das zu tun. Herr 1% Knickerbocker hat die ihm gesetzte Frist nur deshalb JL i lort iite 0t Millionen beziffert wenigen Sfunben Millionär werden Geld, als Mister landskonlo zulehf auf 35 habe, er innerhalb von demnach dreieinhalbfacher könnte. Das war mehr h Di Sei rJle t an Die lÜi w niber ihpo W 14er b e #:?rf hru W Knickerbocker jemals zusammenzulügen hoffen durste. Schließlich erweiterte der Deutsche Rundfunk dieses wahrhaft großzügige Angebot auf 10 v.H. der gesamten 500 Millionen, was er umso leichler konnte, als er diese Gelder, von denen Mr. Knickerbocker behauptet, daß er dafür die dokumentarischen Unterlagen besitze, überhaupt nicht existieren. Der Termin des in alle Welt gemeldeten Angebots tief am Samstagabend ab, ohne daß Mr. Knickerbocker selbstverständlich die Dokumente, die er angeblich besitzt, veröffentlicht hätte, obwohl sie bare 50 Millionen für ihn wert waren. Ja, er versuchte nicht einmal mehr eine faule Ausrede. Wer Herrn Knickerbocker kennt, weiß, daß er sich diese Gelegenheit, ein Riesenvermögen zu erwerben, nie hätte entgehen lassen, wenn er auch nur eine Spur von Unterlagen für seine Verleumdungen besessen hätte. Er hat sich inzwischen vorsorglicherweise in der Hoffnung, sich einer Bloßstellung vor der ganzen Oeffentlichkeit zu entziehen, von England nach Amerika eingeschifft, und der Londoner Rundfunk weiß in dieser für die englische Lügenjournalistik außerordentlichen blamablen Angelegenheit nichts anderes zu erwidern, als daß er am Samstag eine neue Lüge erfindet, nämlich, die an Herrn Knickerbocker gerichtete Aufforderung sei zeitlich so begrenzt gewesen, daß die gesetzte Frist schon vor ihrer Bekanntgabe abgelaufen sei. nicht eingehalten, weil selbstverständlich kein ein« 3 i g e 5 der von i h m erlogenen Doku, mente überhaupt existiert. Es lag ihm r » tif n:-br k Ist se Inngt- bP1 MN! Kl« ■*. miriiiw |#1 IliO Amerikanischer Hehjonrnalist entlarvt Das schmähliche Ende einer infamen Verleumdung. Auf diese dummdreiste Fälschung kann nur er. widert werden, daß Herr Knickerbocker seine Der. leumdung am vergangenen Mittwoch ausgestellt hat; am Donnerstag bereits wurde er aufgeforbe die Unterlagen dafür beizubringen, und bis Sams. etwas derartiges habe es feit der römischen Verfallszeit nicht mehr gegeben, wo es Sitte gewesen sei, führenden Staatsmännern eine Kolonie zu übertragen, die sie dann auf eigene Rechnung ausplündern durften. In diesem Augenblick erkannte die deutsche Abwehr, daß es mit der einfachen Aufforderung an Herrn Knickerbocker, nur im Dienste der Wahrheit besagte Dokumente öffentlich vorzuzeigen, die er zu besitzen vorgab, nicht getan war. In der Ueber- zeugung, daß sein dickes Fell, wenn überhaupt, dann nur durch einen Anruf seiner materiellen Interessen verwundbar wäre, appellierte der deutsche Rundfunk wiederum durch den fremdsprachigen Nachrichtendienst an Herrn Knickerbocker am Freitagabend erneut persönlich. hierbei wurde nach gründllcher Darstellung des Sachverhaltes Herrn Knickerbocker das Angebot gemacht, er solle die Dokumente von den Einzahlungen veröffentlichen oder wenigstens die Banken angeben, auf die führende Nationalsozialisten angeblich Devisenbeträge eingezahlt hätten oder dort veranlaßt hätten einzuzahlen; es werden ihm von jedem so nachgewiesenen ausländischen Konto 10 vom hundert in bar ausgezahlt. Mister Knickerbocker wurde darauf aufmerksam gemacht, daß, nachdem er ein einziges ihm angeblich bekanntes Aus- Mt Berlin, 24. Sept. (DNB.) Die englische Hetzpropaganda läßt kein Mittel unversucht, Lügen und Verleumdungen über Deutschland, seine Ziele und führenden Männer in die Welt zu setzen. Sie hat mit diesen Methoden im Weltkrieg die öffentliche Meinung in vielen Staaten und Völkern vergiftet und damit dem Reich ungeheuren Schaden zuge- fügt. Auch jetzt ist sie wieder am Werk, um em Gleiches mit denselben Methoden zu versuchen. Eines der beliebtesten Mittel der englischen Lügenpropaganda, Verwirrung zu stiften, ist das der politischen Verleumdung. Es ist der deutschen Abwehr in diesen Tagen gelungen, wiederum einen eklatanten Fall dieser politischen Verleumdung zu entlarven und chren Urheber öffentlich bloßzu- stellen. Am Mittwoch, dem 20. September, veröffentlichte bas „Journal American- in Reu- york ein JVS.-Telegramm des berüchtigten amerikanischen hehjournalisten Knickerbocker, in welchem die Behauptung aufgestellt wurde, daß sechs führende Ratio- nalsozialisten insgesamt 35 Millionen Dollar auf eigene Rechnung im Ausland deponiert hätten. Ls gibt an, sie hätten im Existenzkampf des deutschen Volkes diese Gelder ins Ausland verschob e n, um sich gegebenenfalls z u d i e s e n fetten Rotgroschen zurückziehen zu können. Der saubere Mister Knickerbocker gab an, daß einer von ihnen allein in Buenos Aires 4 635 000 Dollar hinterlegt hätte. Er, Knickerbocker, besitze dafür die dokumentarischen Unterlagen. Arn Donnerstagabend beginnend, rief daraufhin der deutsche Rundfunk in seinen fremdsprachigen Sendungen, insbesondere nach England und Amerika Herrn Knickerbocker persönlich an und forderte i h n öffentlich auf, bis zum Samstagabend im „Journal American" oder einer maßgebenden englischen Zeitung genaue Angaben darüber zu machen, wann, wer, wo, auf welche Bank welche Gelder für diese Zwecke eingezahlt habe, oder doch wenigstens nur die Banken anzugeben, auf denen fick diese angeblichen Depots befinden sollen. Diese Aufforderung wurde durch unmittelbaren Anruf des ehrenwerten Herrn Knickerbocker verschiedentlich wiederholt. Die infame Lüge dieses Hetzjournalisten ging inzwischen durch die ganze amerikanische Presse; sie wurde selbstverständlich mit Wohlbehagen und gut gespielter Entrüstung von englischen und französischen Zeitungen übernommen und trieb dann ihr Unwesen sogar in der neutralen Presse. Mittlerweile wurde auch bekannt, daß sie eigentlich im englischen Lügenministerium erfunden und Herrn Knickerbocker zugespielt worden war. Wenige Stunden, nachdem die Lüge von den 35 Millionen Dollar verschobener Gelder führender Nationalsozialisten auf diese Weise lanciert worden war, wuchs diese Summe zuerst aus 100 und zum Schluß sogar auf etwa 500 Millionen Mark an. Der Londoner „Daily Telegraph" und die andere maßgebende englische Tagespresse setzte sich mit dieser erfundenen halben Milliarde im Ton moralischer Entrüstung auseinander und erklärte pathetisch, und der englischen Lügenpropaganda auch gar nicht daran, sich weiter mit dieser Angelegenheit überhaupt zu befassen; denn man glaubte in London, daß die von dort in die Welt gesetzten Lügen nun von ganz allein weiterlaufen und sich entsprechend auswirken würden. Man hatte offenbar nicht damit gerechnet, daß die. nationalsozialistische Abwehr |d prompt reagieren und auf ein so überzeugendes Mittel verfallen würde, um Herrn Knickerbocker zu zwingen, einzugestehen, daß es sich bei feinen De. Häuptlingen um glatte Erfindung und be. wußte böswillige Verleumdung handelt Am Sonntagmittag nahm Re i ch s m i n i st e r D r. Goebbels vor einem großen kreis von in Berlin tätigen Auslands)ournall- ften Gelegenheit, diese infame Verleumdung der englisch-amerikanischen Lügenpropaganda gebührend an den Pranger zu stellen. Dr. Goebbels führte dabei aus, es handele sich hier um eine Angelegenheit, durch die das Ansehen des Welt- journatismus auf das schwerste betroffen würde. Er selbst aber fühle sich auch heute noch so sehr als Journalist, daß er sich eine ganz bestimmte und hohe Auffassung von der Ehre des Journalismus immer bewahrt habe. Dazu gehöre vor altem, daß der Journatismus wahrheitsgemäß berichte und bewußte Lügen und Verleumdungen weit von sich weise. Er betonte, das Schimpflichste, was man einem führenden Politiker vorwerfen könne, fei Bestechlichkeit; eine durch nichts zu überbietende Gemeinheit aber sielte es dar, polittfchen Persönlichkeiten zu unterstellen, daß sie während eines Krieges Geld ins Ausland verschöben, um sich für alle Fälle zu sichern. Dr. Goebbels bezeichnete in diesem Zusammenhang den amerikanischen Journalisten Knickerbocker als einen internationalen Lügner und Fälscher. Lr überlieh das Urteil über ihn und seine verleumderische Tätigkeit den anwesenden Auslandsjournalisten und erklärte, er gebe ihn der Verachtung des gesamten Weltjournalismus preis. Wiederum ist damit eine gemeine Lüge und niederträchtige Verleumdung der Londoner Kriegs» Hetzer entlarvt. Herr Knickerbocker und feine Hinter» männer im englischen Lügenministerium find, schneller als sie gedacht haben, demaskiert worden. Wir unterbreiten diesen Vorgang ohne Kommentar der Kenntnis des deutschen Volkes und der Weltöffentlichkeit und geben der Hoffnung Ausdruck, daß damit die „journalistische Laufbahn" des H°rm Knickerbocker e in für allemal beendet ist. märtigen Dienste, insbesondere die Wiederherstellung von Straßen, Brücken und Eisenbahnen, bei der sich auch der Arbeitsdienst besonders bewährte, haben der Führung ihre Aufgabe außerordentlich erleichtert. Die seit Jahren in stiller Pflichterfüllung arbeitende Grenzwacht besetzte die rückwärtigen Armeegebiete und machte es der Führung möglich, alle Truppen des Feldheeres an der Front einzusetzen. So haben in vorbildlichem Zusammenwirken alle Waffen zum Gesamt- erfolg bei getragen. Er war nur dadurch möglich, daß das West Heer und starke Teile der Luftwaffe zuversichtlich und entschlossen bereitstanden, jeder noch so großen feindlichen Ueberlegen- heit zu trotzen, und daß die Kriegsmarine die Sicherheit des deutschen Nordseeraumes und der deutschen Küsten gewährleistete. Der polnische Soldat hat sich vielfach tapfer ge- fchlagen; an der Unzulänglichkeit feiner Führung und feiner Organisation ist er zerbrochen. Dank der vorzüglichen Führung, dem hohen Ausbildungsstand und der modernen Bewaffnung der deutschen Wehrmacht find ihre Erfolge mit eigenen Verlusten verbunden, die im Vergleich zu den gewaltigen des Gegners als ungewöhnlich gering bezeichnet werden müssen. Ihre genauen Zahlen werden in wenigen Tagen bekanntgegeben werden. Material und Bewaffnung der neuen Wehrmacht haben den höchsten Anforderungen entsprochen. Der Munitions- und Betriebsstoffverbrauch dieses Feldzuges betrug nur einen Bruchteil einer monatlichen Erzeugung. Das deutsche Volk kann wieder mit Stolz auf seine Wehrmacht blicken. Sie aber sieht mit sieghaftem Vertrauen ihren weiteren Aufgaben entgegen. Oer stärkere Giegeswille brachte die Entscheidung. Eine Schweizer Pressestimme zur polnischen Niederlage. Bern, 23. Sept. (DNB.) Zur Beendigung des Feldzugs in Polen schreibt der militärische Mitarbeiter der „Neuen Züricher Zeitung": Wir haben den in der Kriegsgeschichte wohl einzig dastehenden Fall erlebt, daß ein Millionenheer innerhalb von drei Wochen in einer Reihe von örtlich getrennten Schlachten vernichtend geschlagen wurde. Wir wollen versuchen, den Ursachen nach- zuforschen. Aus zahlreichen Berichten erfahren wir, daß der polnische Soldat sich als tapfer erweist und daß er besonders in der Verteidigung mit Zähigkeit standhält. Woran lag es nun, daß sie trotzdem so rasch besiegt wurden? Die Bewaffnung für diesen Krieg war nicht genügend. Es fehlte an Panzerwagen und Panzerabwehrkanonen, und die Abwehr der feindlichen Flieger aus der Luft und von der Erde versagte. Die zahlreich vorhandene Kavallerie konnte nicht viel ausrichten. Es zeigte sich deutlich, daß diese Waffe im modernen Krieg keine Kampfaufgaben lösen kann. Nach meiner Üeberzeugung liegt aber die Hauptursache der Niederlage im Versagen der oberen Führung. Die Armee wurde in etwa sechs s a st gleichgroße Teile aufgelöst, und diese weit auseinander gegen Ostpreußen, Pommern, Posen, Schlesien, Galizien und Rußland gesandt. Nirgends wurde ein Schwergewicht gebildet, und die R e - fernen waren nicht st a r k genug, um mit Erfolg einzugreifen. So wurden verschiedene Heeresgruppen einzeln eingekreist. Alle polnischen Heeresgrupppen wurden schon in ihrem Aufmarsch überrannt und vom ersten Tage an in die Verteidigung gedrängt. Es gelang der Führung nirgends, sich in einer Verteidigungsstellung festzusetzen und genügend Reserven auszuscheiden, um die Flanken zu schützen. Wir vermissen in dem ganzen Feldzug auf polnischer Seite einen einheitlichen Plan und ein zweckmäßiges Zusammenwirken der verschiedenen Gruppen. Die polnische Armee besteht seit dem Jahre 1920. Die Zeit von 19 Jahren hat offenbar nicht genügt , um eine genügende Anzahl von fähigen höheren Führern yeranzubilden und eine Zusammenarbeit in größeren Verbänden sicherzustellen. Wir müssen annehmen, daß die deutsche H e e- r e 5 l € i t u n g über die 'Form der polnischen Führung genau unterrichtet war und ihren < Plan darauf aufbaute. Die Westmächte haben sich ' über diese Imponderabilien" getäuscht und auf die „Tüchtigkeit" der polnischen Führung vertraut. Wir 1 hören nichts davon, daß sie durch Entsendung von Generalstabsoffizieren beratend mitwirkten. — Alle Mängel der polnischen Armee hätten aber doch nicht zu einer so raschen und so vollständigen Niederlage geführt, wenn nicht die deutsche Führung und die deutschen Truppen mit höchster Tatkraft gehandelt hätten. Wie immer im Kriege !' entschied der stärkere Siegeswi 1 le. „Die Politik Italiens entspricht seinen nationalen Interessen". Mussolini zur politischen Lage. Rom, 23. September. (DNB.) Beim Empfang politischer Leiter von Bologna hat Mussolini seit Monaten zum erstenmal in einer Rede zur Lage Stellung genommen. „Wir treffen uns hier", so erklärte der Duce im wesentlichen, „in einer stürmischen Zeit, die nicht nur die europäische Karte, sondern vielleicht die der Kontinente aufs Spiel fetzt. Es ist nichts natürlicher, als daß diese gewaltigen Ereignisse und ihre Rückwirkungen auf Italien auch bei uns eine ft arte innere A n - t e i ln a h m e ausgelöst haben". Von den von freimaurerischer und jüdischer Seite verbreiteten verlogenen Gerüchten ausgehend, führte der Duce aus, das italienische Volk wisse, daß man den Steuermann, besonders wenn er auf stürmischer Fahrt ist. nicht st ö r e n, noch jeden Augenblick von ihm Nachrichten über den Kurs verlangen dürfe. „Wenn ich einmal wieder auf dem Balkon erscheine", rief Mussolini, „und das ganze italienische Volk zusammenrufen werde, um meine Stimme zu hören, wird das nicht geschehen, um ihm ein Bild der Lage zu entwerfen, sondern um ihm wie seinerzeit am 2. Oktober 1935 oder am 9. Mai 1936 Entscheidungen, und zwar Entscheidungen von geschichtlicher Tragweite anzukündigen. Vorläufig ist das nicht der Fall. Unsere Politik ist in der Erklärung vom 1. September festgelegt morden, und es besteht fein Grund sie abzuändern. Sie entspricht unseren nationalen Interessen, unseren nationalen Vereinbarungen und Pakten und dem Wunsche aller Völker, einschließlich des deutschen Volkes, den Konflikt zum mim heften zu lokalisieren. Uebrigens befindet sich Europa nach der Liquidierung Polens noch nicht tatsächlich im Kriege. Die Massen der Heere sind - noch nicht aufeinandergeprallt. Man kann den Zusammenstoß vermeiden, wenn man sich darüber Rechenschaft gibt, daß es eine sinnlose Illusion ist, Positionen aufrechtzuerhalten oder — noch schlimmer — wiederaufrichten zu wollen, die die Geschichte und die Dynamik der Völker verurteilt haben. Die Regierungen von Paris und London haben gewiß mit der flugeu Ueberlegung, den Konflikt nicht ausdehnen zu wollen, bisher gegenüber der russischen „vollendeten Tatsache" nicht reagiert. Daraus ergibt sich aber, daß sie die moralische Rechtfertigung für die Rückgängigmachung der vollendeten deutschen Tatsache in Frage gestellt haben. In einer Lage, die wie die derzeitige voller Uir* bekannten ist, hat sich bei den Massen des italienischen Volkes spontan die Losung verbreitet: sich militärisch vorbereiten, um jeder Möglichkeit entgegentreten zu können, jeden möglichen Friedens verfuch unterstützen und wachsam und schweigsam arbeiten. Das muß so sein und ist der Stil des Faschismus". „Italien arbeitet für denFrieden" Begeistertes Echo der Rede Mussolinis. Rom, 24. Sept. (Europapreß.) Die Rede, die Mussolini vor den Vertretern der faschistischen Partei Bolognas gehalten hat, findet in der römischen Presse begeisterte Zustimmung. In kristallklaren und stahlharten Worten, so schreibt „Giornale d'Jtalia", habe der Duce die Parole für das ita* lienifdje Volk ausgegeben. Wenn Italien die drei Aufgaben löse, die in der Ansprache aufgezeigt worden seien, so erfülle es dadurch seine überragende Rolle in Europa. Es verteidige die höchsten europäischen Gesamtinteressen und schütze zugleich seine nationalen Lebens 3h 'M >ii bei tri &QQI <5 °°n J Ml htj 3 MM vf-, 9 Pioniere im Feuer und an der Arbeit die (inbrucf gemacht. Er habe gesagt, es werde noch liui lAVk yviiiuuyi. VI nuuy Irmal 150 Jahre dauern, bis Polen wieder er- . chen könne. Dübel habe er kein schlechtes ort gegen Deutschland gebraucht. Auf die t. da ß L-tifionfl! Ilsen am Samstag meldeten — am 22. September r ' „ in den Kämpfen vor Warschau gefallen. Der Führer rat« ITÄ Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat ein die ® öi-aatsbegräbnis angeordnet und in einem Tages- t Doli8 zm. Tief erschüttert und in aller Trauer — doch ocll großen Stolzes — steht das Heer an der Bahre üises großen Soldaten." 1,4 Doppelzentner mehr als im Mittel 1932/37. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei den Sommergetreidearten. Für Hafer wurde em Hektarertrag von 21,0 Doppelzentner ermittelt gegen über 19*4 Doppelzentner im Durchschnitt 1932/37, bei Sommergerste 21,0 Doppelzentner gegen- Einfuhren — eine weitere Erhöhung der noch vorhandenen großen Vorräte möglich sein. 23. Sept. (DNB.) Nach Mitteilung des IR e s e r v e an Getreide kann also u n a n g e - Reicksamtes war die Getreide-Itastet in vollem Umfange in das nächste Wirt- (X C\ A C\ ! A A itltAVMAVMHiAW MA»« Der Mais zur Körnergewinnung, der ebenfalls Anfang September beurteilt wurde, hat seinen Stand in fast allen Gebieten gegenüber dem Vormonat verbessert und steht im Reichsdurchschnitt erheblich besser als in Durchschnittsjahren. Alle Futterpflanzen, auch Klee und Viehweiden, werden jetzt besser als in Durchschnittsjahren beurteilt. Der Stand zur Gewinnung von Herbstfutter an» aebauten Zwischenfrüchte (Untersaaten und Stoppelsaaten) wird als durchschnittlich beurteilt. Die Niederschläge der letzten Tage lassen jedoch auch hier eine baldige Besserung erwarten. über 19,6 Doppelzentner. MU 27,4 Millionen Tonnen ist m diesem Jahre eine sehr gute Getreideernte eingebracht worden. Da der durchschnittliche I a h r e s b e - darf Großdeutschlands an Getreide (einschl. Aussaat und Schwund) rund 25 bis 26 Millionen Tonnen dettägt, reicht die diesjährige Ernte voll aus, um den Bedarf der Gesamtbevölkerung und der Tierbestände zu decken. Die große nationale fitr frühere Oberbefehlshaber des Heeres, General- ilerft Freiherr von Fritsch, ist — wie wir 'Ion am Samstag meldeten — am 22. September Neuregelung der Kurzarbeilerunlerstühung. Berlin, 23. Sept. (DNB.) Um Schädigungen ter Arbeiter auszuschließen, die durch U m st e l - t n fl von b e r F r i e b e n s w i r t s ch a f t auf die Kriegswirtschaft entstehen könnten, hat te* Reichsarbeitsminister eine Neuregelung für ^rzarbeiterunterstützung vorgenommen. Danach dann die Kurzarbeiterunterstützung jetzt in allen Die Neuregelung bringt in zweifacher Hinsicht eine Verbesserung der bisherigen „verstärkten Kurzarbeiterunterstützung": einmal wird die bisher nur für bestimmte Betriebsgruppen zugelassene Form Ser verstärkten Kurzarbeiterunterstützung nunmehr für alle Betriebe (einschl. der Handelsbetriebe) zugelassen, in denen Kurzarbeit prak- ttsch vorkommen kann; außerdem wird der Ausgleich, den die Kurzarbeiterunterstützung gewährt, von 4 0 auf 50 v.H. des ausgleichsfähi- roerben. , Die Hektarerträge sind bei samtkchen Getreidearten mit Ausnahme des Sommerroggens im Reichsdurchschnitt höher als zu Anfang August. Die im Durchschnitt der Jahre 1932/37 erzielten Hektarerträge werden allgemein erheblich reis tot rnal,. bungbtt o gebüh. Boebbels um eint ts Del!, n würde, h so sch schimmle es 3ont. 1 gehöre wahr, e Lügen e. Er be- nein füh. bestech, rbietende hen Verwahrend "schöben, Goebbels dm amt- cker als er und über ihn anwesen- , er gebt ournalb- injen * W W ,dehne«!' Gute Aussicht für Hackfrüchte und Futterpflanzen Besonders gute Zuckerrübenernte zu erwarten Uebergangszeit sind Erleichterungen zugelassen. Kannliennnterhalt, nicht Llnterftühung. je und nii er Krites »ine hinl!» sind, schm r t toorbtt) Konmenir der Wib isdruck, bei des. hni ibetift. ' Lederindustrie und den Handel. Diese Einschränkung führt zu einer entsprechenden Freisetzung von Kräften, insbesondere von weiblichen Arbeitern und Angestellten. Hinzu kommt, daß sich bei Kriegsausbruch viele deutsche Frauen, die bisher nicht erwerbstätig waren, unter Zurückstellung häuslicher Pflichten ganz oder halbtägig der Kriegswirtschaft zur Verfügung gestellt haben. Ihr Einsatz hat mit dazu beigetragen, die sofort notwendige Ausweitung der Kriegswirtschaft zu ermöglichen. Hiernach erscheint ein zusätzlicher Einsatz weiblicher Arbeitskräfte aus dem Kreis der bisher nicht berufstätigen Frauen im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht notwendig. Zunächst müssen diejenigen weiblichen Arbeitskräfte wieder eingesetzt werden, die aus der Umstellung der Friedens- auf die Kriegswirtschaft frei geworden sind. Diese weiblichen Arbeitskräfte haben ein Vorrecht auf Wiederverwendung, weil sie im Gegensatz zu den bisher nicht berufstätigen Frauen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts auf Erwerbsarbeit angewiesen. Sie werden auch in vielen Fällen an die Stelle der nicht auf Erwerbsarbeit angewiesenen Aushilfskräfte treten können. Den Arbeitsämtern ist es deshalb vom Reichsarbeitsminister zur besonderen Pflicht gemacht, den zusätzlichen Bedarf der Kriegswirtschaft an weiblichen Arbeitskräften in erster Linie durch weibliche Arbeitskräfte, die durch Einschränkungen der Friedenswirtschaft frei geworden sind, zu decken. ZapanisckeOffensivesütX'^vonHankau Schanghai, 24. Sept. (DNB.) Japanische Streitkräfte eröffneten eine große Offensive südlich von Hankau auf einer Front von über 2 5 0 Kilometer. Am linken Flügel landeten nachts japanische Streitkräfte im Rücken der chinesischen Truppen. Die Chinesen zogen sich in Richtung aufTschangscha zurück. Der Rückzug gestaltete sich infolge Eingreifens starker japanischer ßuftftreitträfte zu einer regelrechten Flucht. Meine politische Nachrichten. Die Ministerpräsidenten Englands und Frankreichs find auf englischem Boden zusammengetroffen. Daladier war dabei von General Gamelin, Admiral Darlan und dem Rüstungsminister Daubry begleitet; Chamberlain von Lord Halifax und Lord Chatfield. Als Treffort hatte man vorsichtshalber nicht London, sondern ein kleines Städtchen in einer ländlichen Grafschaft gewählt. In der Mitteilung über das Zusammentreffen wird in üblicher Weise die „vollkommene Uebereinsttmmung in den gegenseitigen Aufsassun« gen" betont Auslandsjournalisten im Protektorat Englische Greuelmärchen an Ort und Stelle festgestellt. großen Floßsäcken wurde übergesetzt, Behelfsfähren aus großen Floßsäcken erbaut, auf denen dann die schweren Infanteriewaffen, Panzerabwehrkanonen, leichte motorisierte Fahrzeuge und dergleichen hinübergebracht wurden. Fast gleichzeitig damit beginnt der Brückenschlag, und zwar von Kriegsbrücken. In fünf, sage und schreibe fünf Stunden ist eine 45 Meter lange Brücke bei Koztow gebaut, die Kraftfahrzeuge bis zu 18 Tonnen laut Tabelle tragen kann. Diese friedensmäßig errechnete Zahl ist aber, wie Figura zeigt, durchaus überholt, denn tatsächlich rollen P a nz e r ohne weiteres hinüber, die weit schwerer sind. Kaum ist die erste Brücke geschlagen, da wird mit einer zweiten begonnen, die den Neber gang der Panzer entlasten soll. Auch diese Brücke steht. Die Männer haben die Nacht hindurch ungeheuer gearbeitet. Sie standen nackt, trotz Regen und Kälte, im Wasser, Stunde um Stunde. Trotz allergrößter Schwierigkeiten — der Nachschub des Materials klappte infolge der miserablen polnischen Wege nicht richtig, und bei völliger Dunkelheit mußte daher verschiedenes Material zusammengesetzt werden — stand die Brücke zum befohlenen Zeitpunkt. Pünktlich um sieben Uhr rollten die ersten Panzer darüber. Die Leistung der Pioniere ist um so höher zu werten, als sie keine warme Verpflegung fassen konnten, sie hatten nur zehn Minuten Zeit zum Essen. Felber. llnzahl er n und ein en sicher;; tf üschen M : und M i Haden ß und auf b'f -rtraut. W endung vc' i aber W ndigen W he FüM ft er I“1' im KriH He. Teichwirtschaft und die Seefahrzeuge. Kurzarbeiter' Unterstützung wird den Kurzarbeitern gewahrt, die in zwei aufeinander folgenden Wo- ch e n (Doppelwoche) wegen Arbeitsmangel we ni - aer als 80 Arbeitsstunden in den Betrieben beschäftigt werden. Die Hohe der Kurzarbeiterunterstützung richtet sich nach dem Unterschied zwischen dem Kurzlohn und dem Lohn, den den Kurzarbeiter bei unverkürzter Arbeitszeit in 80 Arbeitsstunden in der Doppelwoche erzielen würde. Bei alleinstehenden Kurzarbeitern wird Sehr gute Getreideernte. Zahresbedarf voll gedeckt. - Nationale Neferve bleibt unangetastet. lei^ hm. £ eiS ln« r 'S J Hat n« M fic Nen n. üfprefe >>« übiBfbf ^Ugeih leinen $ und l| 9 Prag, 24. Sept. (Europapreß). Die im Protektorat weilenden 27 ausländischen B e - richterstatter besuchten Pilsen. Beim Empfang im Senatorensaal der Bürgerlichen Braue- r e i begrüßte der Präsident des Derwaltungsrates, Svoboda, die auswärtigen Gäste und erklärte, daß er ihnen keine derartigen Sensationen zeigen könne, wie die Londoner Meldungen aus dem Protektoratsgebiet berichtet hätten. Es gäbe in ganz Pilsen keinen Toten, keinen Verwundeten und keine Barrikaden. Nicht einmal „Bierleichen" würden sie auf den Gassen sehen, so friedlich und arbeitsam gehe das Volk unbeirrt feiner Beschäftigung nach. Man bleibe bemüht, im neuen Rahmen der tschechischen Staatlichkeit sämtliche Kräfte der ruhigen Arbeit zu widmen, die für die Tschechen 'tets’ägs höchste Gebot gewesen sei. NÄH der Besichtigung der Brauerei fuhren die ausländischen Gäste in die Skoda-Werke, wo ie von der Werksdirektion begrüßt und dann in die verschiedenen Werkstätten geführt wurden, darunter auch in die Waffenabteilung, die bei den Berichterstattern ganz besonderes Interesse fand. Von Pilsen fuhren die ausländischen Journalisten nach Lana, wo sie um 5 Uhr vom Präsidenten Dr. Hacha in Anwesenheit des. Stellvertreters des Ministerpräsidenten, Verkehrsministers Dr. Havelka, empfangen wurden. Der Präsident agte, er freue sich, Herren aus allen Ländern bei ich zu sehen, damit sie sich überzeugen konnten, daß hier friedliches, ruhiges Leben herrsche in voll st er Harmonie zwischen den beiden Volkern. Mit den guten Fähigkeiten, die das tschechische Volk besitze, seinem Fleiß und seiner Sparsamkeit, bilde es mit dem deutschen Berlin, <✓*«**, Statistischen Reichsamtes war die Getreide , , ernte Anfang September dank des unermüdlichen, schaftsjahr 1940/41 übernommen werden. Darüber Einsatzes unseres Landvolks und vieler tausend hinaus wird — ohne Berücksichtigung zukünftiger Freiwilliger aus allen Teilen des Volkes allen Schwierigkeiten zum Trotz praktisch beendet. Für verschiedene Getreidearten liegen bereits d i e ersten Druschergebni fe vor. Nach der Sevtemberschätzung beziffert ich die Getreideernte 1939 (ohne Mais) auf insge amt 27,43 Millionen Tonnen; das sind rund 500000 Tonnen mehr als Anfang August erwartet wurde. Das Ergebnis übertrifft den hohen Durchschnitt 1932/37 um 1,66 Millionen Tonnen (6,4 v. H.) Nach den Erfahrungen früherer Jahre kann sogar angenommen werden, daß die Ergebnisse der endgültigen Ernteermittlung, die im Junuar 1940 durchgeführt wird, noch etwas höher liegen Ein Appell an die Durchführungsbehörden. In einem gemeinsamen Erlaß des Reichsinnen- u n o des Reichsfinanzmini st ers werden die Durchführungsbehörden nochmals auf die Grundsätze für d i e Bemessung des Familienunterhalts der Angehörigen nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen hingewie- sen. Danach sind die bisherigen 'Lebensverhältnisse und das im Frieden bezogene Einkommen der Angehörigen der Wehrmacht zu berücksichtigen sowie die Fortführung des Haushalts unter Beachtung der durch den besonderen Einsatz gebotenen Einschränkung, die Erhaltung des Besitzstandes und die Erfüllung übernommener Verpflichtungen im vertretbaren Ausmaß zu sichern. Der Erlaß betont, daß diese Grundsätze ke i n e s f a l l s engherzig anzuwenden sind. Es soll stets entgegenkommend und in Zweifelsfällen zugunsten der Angehörigen verfahren werden, damit der Einberufene an der Front die Ueberzeugung hat, daß für seine Angehörigen in ausreichender und gerechter Weise gesorgt wird. Statt der Bezeichnung Familienunterstützun'g soll nur noch die Bezeichnung Familienunterhalt verwendet werden, das Wort Unterstützung soll überhaupt aus dem Sprachgebrauch in diesem Zusammenhang verschwinden. Der Familienunterhalt ist auch völlig getrennt von der öffentlichen Fürsorge durchzuführen. Von allen Behörden und Beamten wird voll st e Hingabe und Opferfreudigkeit für die reibungslose Durchführung des Familienunterhalts erwartet. Mit Rat und Tat sollen sie die Angehörigen der Einberufenen unterstützen und die Maßnahmen gerecht und ohne Härten durchführen. Dazu ist Voraussetzung, daß die betreffenden Dienststellen mit Bearbeitern besetzt sind, die sich ihrer besonderen Verantwortung bewußt sind und größtes Verständnis für die Sorgen und Nöte der Angehörigen der an der Front kämpfenden Soldaten haben. Die Behördenleiter sollen, alle- notwendigen Anordnungen treffen, um den Verkehr des Publikums bei ihren Dienststellen zu erleichtern und eine rasche und zuvorkommende Abfertigung zu ermöglichen. Kein zusätzlicher Kraueneinsah in der Kriegswirtschaft. Berlin, 23. Sept. (DNB.) Die Anspannung, die sich bei Ausbruch des Krieges im Arbeitseinsatz zeigte, beginnt nach der schnellen Niederwerfung Polens nachzulassen. Die Wehrmacht konnte bereits in dringenden Fällen Freistellungen verfügen, die große Zahl von Kriegsgefangenen gelangt von Tag zu Tag in ständig wachsendem Maße zum wirtschaftlichen Einsatz. Polnische Männer und Frauen, die in ftüheren Jahren ständig in Deutschland als Wanderarbeiter und Gesindekräfte tätig waren, aber im Frühjahr 1939 von der polnischen Regierung an der Aufnahme ihrer gewohnten Arbeit in Deutschland behindert wurden, melden sich bei den neu eingerichteten Arbeite- ämtern im besetzten polnischen Gebiet. Das gleiche gilt für die vielen Arbeitslosen, die Monate oder Jahre hindurch in Polen ohne Erwerbsarbeit waren. Weiterhin bringt die Umstellung auf die Erfordernisse der Kriegswirtschaft eine Einschränkung der nichtkriegswichtigen Wirtschaftsbetriebe mit sich. Das gilt vor allem für die Textilindustrie, das Bekleidungsgewerbe, die rage, ob man in Polen die Stärke Deutschlands cht erkannt habe, erwiderte Moscicki, man habe ! e Qualität der deutschen Armee gekannt, aber ncht gewußt, daß die deutsche Ausrüstung in den kzten vier Jahren quantitativ so weit gekommen k Es sei unheimlich gewesen, wie schnell die putschen Truppen in Polen vorgingen. Auf die Frage, ob es richtig sei, daß deutsche Flieger vergütete Bonbons abgeworfen hätten, erklärte Mos- |m, davon könne keine Rede sein. Rydz-Smigly wurde gefragt, ob er nicht gewußt hbe, daß die Polen den Deutschen nicht ft a n b « hilten könnten. Er antwortete, er habe schon am zweiten Tage gesehen, daß der Krieg verloren sei. Alle Verbindungen seien abgebrochen gewesen. Jede Armeegruppe habe für sch selbst gekämpft. An diesem zweiten Tage fei n fest entschlossen gewesen, Frieden zu machen. Die Engländer hätten ihm jedoch erklärt, das dürfe er auf keinen Fall tun(l). Te würden den Polen zu Lande, zu Wasser und in der Luft wirksam zu Hilfe kommen (!). Sie polnische Regierung habe von englischen Stellen jögar die Nachricht erhalten, daß die EnHlän - der bereits auf der Westerplatte kämps- tin(I). Generaloberst Freiherr von Fritsch. Das Augustwetter erwies sich für die Feldfrüchte allgemein als sehr aünftig. Aut die feuchte Witterung in der ersten Hälfte des Berichtsmonats folgten warme, sonnige Tage, die das Wachstum der Hackfrüchte und Futterpflanzen sehr stark förderten. Die Hackfrüchte haben sich gut entwickelt. Nach dem zu Anfang September abgegebenen Urteil der amtlichen Berichterstatter ist der Stand bei allen Hackfrüchten besser als in Durchschnittsjahren. Besonders gut stehen die Zuckerrüben, recht gut । ym /+< Xi« it H a r r it h ö n itnX (2*. nnlfflt-fnfs gen Lohnausfalles erhöht und steigt bei Kurzarbeitern mit unterhaltenen Angehörigen entsprechend. Unverändert bleibt, daß die Kurzarbeiterunterstützung nicht höher sein darf als die Arbeitslosenunterstützung, ferner daß der Kurzarbeiter eine andere, i h m vom Arbeitsamt zugewiesene, zumutbare Arbeit annehmen muß. Die Kurzarbeiterunterstützung ist wie bisher von einer Anzeige des Betriebs- führers beim Arbeitsamt abhängig: für Volke eine gute Gemeinschaft. Die Behörden kämen ihren Pflichten in jeder Beziehung und einwandfrei nach. Die Tschechen lebten seit Jahrhunderten mit den Deutschen in engster Beziehung. Sie wüßten es wohl zu schätzen, daß sie jetzt vor den Schrecknissen des Krieges verschont geblieben feien. Das tschechische Volke sehe der Zukunft zuversichtlich und voll Hoffnung entgegen. Infolge der vor einigen Tagen vom Reuterbüro in London in die ganze Welt verbreiteten Nachrichten über revolutionäre Bewegung, Strahen- kämpfe, Brückenzerstörungen und viele Tote im gesamten Protektoratsgebiet sah sich der ehemalige Prager Reutervertreter veranlaßt, über Kopenhagen an Reuter-London zu melden: Informationen Atlas 22 von gestern abend aus „maßgebenden Kreisen", die den Beginn einer revolutionären Bewegung in Böhmen und Mähren anzeigen, sind eine maliziöse Erfindung. Es gibt hier in Böhmen und Mähren keine Spur eines Beweises, welche die darin enthaltenen Details der Londoner Meldungen bestätigen würden. Ich ehemaliger Reuterkorrespondent in Prag bedauere tief, daß Reuter-London solchen Tendenzmeldungen dadurch Kredit verleiht, daß er sie veröffentlicht. gez. Rudi. Daraufhin erhielt am 22. 9. Herr Rudl von dem Reuterkorrespondenten Morgan folgende Antwort: „Rudl-Prag. Telegramm erhalten. Nach London weitergeleitet. Informationen stammen nicht von hier. Morgan, Reuter." übertroffen. Der Hektarertrag für Winter- auch die Futterrüben und Spatkartof- roggen unserer wicbtiasten Brotfrucht. wird auf fein. Auch der Stand der Kohlrüben und 19 6 Doppelzentner geschätzt und liegt damit um M o h r r ü b e n (zu Futterzwecken) wird im Reichs- 2,2 Doppelzentner höher als im hohen Durchschnitt durchschnitt besser als mittel beurteilt Im 1932/37 Für Winterweizen steht ein Hektar- ganzen sind die Aussichten für die Hackfruchternte ertrag von 23,1 Doppelzentner in Aussicht; das sind günstig. Vor allem ist eine sehr gute Zuckerrüben- »S’fi SH 'M H! (pk.-Sonderbericht.) Irgendwo im Raume zwi - chen Lowicz und Sochaczew! Ich stehe an einer von Pionieren geschlagenen Brücke, über die in endloser Reihe Panzer und immer wieder Panzer rollen, die gegen den hier irgendwo nördlich der Bzura eingekesselten Gegner eingesetzt werden. Selbstverständlich kommt bald ein Gespräch mit den Baumeistern dieser Brücke, den Pionieren, auf, und es ist wirklich allerhand, was wir da zu hören bekommen. Sie haben schon einiges hinter sich, das kann man wohl agen. Gewaltmärsche von 20 Stunden, bei denen sie auf schlechtesten Wegen so beiläufig 44 Kilometer geschafft haben, obwohl so und so oft die Gefechtsfahrzeuge im Mannschaftszug herausgezogen werden mußten. Dann hat an der Bzura die eine Kompanie ein Minenfeld von Flatterminen beseitigt, eine andere einen polnischen Durchbruchsversuch abgeschlagen und den Gegner im Gegenstoß abgeriegelt. Wieder eine andere hat den Feind von den Fahrzeugen herunter angegriffen und dabei rund 70 Gefangene gemacht, oder aber sie wurde in die zwischen zwei Jnfanterieregimentern klaffende Lücke geworfen. Als dann der erwartete Gegenstoß der Polen infolge des wirksamen Störungsfeuers ausblieb, kam der Befehl: „Vorgehen über die Bzura und Angriff." Das bedeutete, daß binnen zwei Stunden alle Pionier-Kompanien für die Vorbereitung zum Uebergang eingesetzt werden mußten. Für jedes Bataillon wurden Stege gebaut, mit kleinen und nie re ffen. Gayda weist weiter darauf hin, daß nder Westfront noch nichts geschehen ci, was nicht wiedergutgemacht werden innte, und daß noch keine Leb en sinter- elfen der großen Imperien verletzt norden seien. Es sei doch allerorts die Sehnsucht offenkundig, Öen Konflikt jLI begrenzen , damit er nicht ganz Europa eifaffe und dessen Geschick durch den Zusammenstoß mit anderen Kontinenten bedrohe. Die Haltung Italiens zeichne sich mit völliger larheit ab. Sie habe eine internationale Grundige, soweit sie den politischen Abkommen und Der- ttatzen und dem einstimmigen Wunsche der Völker, . e den Konflikt lieber beseitigt als ausgedehnt hen möchte, entspringe. Sie habe ferner eine na» anale (Bundlage, weil sie die offenkundigen und ntreten Interessen der Nation zum Ausdruck ringe. Diese Haltung sei aber nicht passiv, oNdern aktiv, denn sie arbeite a u f a 11 e n öglichen ©eg en für den Frieden und de Rückkehr zum Bewußtsein der großen, elemen- I:ren gemeinsamen Pflichten Europas, i 3 sei selbstverständlich, daß diese italienische Poli- Schweigen und Zurückhaltung nötig habe, sie müsse heute die Ereignisse in ihrem beweglichen und kkänderlichen Ablauf verfolgen. Sie habe keine Teschlüsfe zu fassen und könne sich noch nicht fest- tgen. ^tfehl an die Wehrmacht des gefallenen General- oierften ehrend gedacht. Der Staatsakt findet am M. September, 11 Uhr vormittags, in Berlin, ntll r ! auf d e m Platz vor dem Ehrnmal Unter " ! auf dem PlatzvordemEhrenmal Unter rtdW 1,5 n Linden statt. Anschließend erfolgt die feier« flUS litze Ueberführung zum Jnvaliden-Friedhof. — C* ^cherl-Bilderdienst-M.) I hab^ , Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst nollet U “ ........ "M Aufgehetzt und im Stich gelassen. England hielt die Polen vom Friedensschlutz ab. Berlin, 23. September. (DNB.) Wir können Ute einen weiteren Beitrag zur Perfidie (Eng- tnbs liefern. (Ein hoher geistlicher Wür - unträger in Rumänien hatte Unterredun- n sowohl mit dem polnischen Staatspräsidenten Moscicki wie mit Marschall Rydz-Smigly. r erklärte, Moseicki habe einen ganz gebrochenen Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Gskar Meister, Verbau L Sa. 4 1. Fortsetzung. (Nachdruckverboten!) Dabei finden Sie den Zettel, auf dem der saubere Prokurist seinem Spießgesellen, eben dem Angeklagten, mitteilt, daß er alles geordnet hätte und den nächsten Dampfer nach Südamerika nehmen wolle. Törichterweise redet er ihn mit seinem echten vollen Namen an: Eric Söderblom. Nun war alles andere für uns, die wir den Fall bearbeiteten, eine Kleinigkeit. Ich nahm mir ein Flugzeug, flog nach Schweden und stellte folgendes fest: Mister William Perkins ist vor rund drei Monaten gestorben. Auf Ihrem Tisch, meine Herren Richter, liegt die Photographie seines Grabes. Die Dokumente, die meine Angaben bestätigen, sind beigefügt. Die Witwe des William Perkins schenkte den beiden Herren, eben jenem flüchtigen Prokuristen und dem Angeklagten, volles Vertrauen. Der Angeklagte war jahrelang der Privatsekretär des Verstorbenen. Diese beiden Männer faßten den Plan, nicht nur sämtliche Gelder ihrer schwedischen Firma zu veruntreuen, sondern auch aus der englischen Firma mitzunehmen, was mitzunehmen möglich wäre. Der Sekretär Eric Söderblom fuhr also nach England und suchte Sir John Perkins auf. Er traf in Dartmoor-Forest, an der Südküste, mit ihm zusammen. Was dort geschehen ist, wird nie geklärt werden, denn der Angeklagte verweigert ja jede Aussage. Ich denke mir die Sache so: Sir John Perkins hat nicht gezögert, mit dem Angeklagten zu sprechen. Kam er doch als der ihm bekannte Sekretär seines Bruders. Vielleicht hat er ihm gesagt, es handle sich um Erbschaftsangelegenheiten, vielleicht auch fragte der Schwede Sir John um Rat in geschäftlichen Dingen — ich weiß es nicht. Fest steht jedenfalls, daß er die Gelegenheit benutzt und Sir John in den Abgrund gestoßen hat —" „Nein! Nein! Das ist nicht wahr!" Alle Gesichter wenden sich der Anklagebank zu, auf der Eric Söderblom aufgesprungen ist und zum erstenmal in die Verhandlung eingreift. Immer wieder ruft er sein „Nein!" ______________ „Haben Sie etwas dazu auszusagen?" fragt der Vorsitzende. „Ja! — Es ist nicht wahr, was hier zusammengefaselt wird. Ich habe ihn nicht hinabgestoßen! Ich habe das alles nicht gewollt! Nichts habe ich von ihm begehrt — als ein Kapital, ein Anfangskapital. Was wir aus Schweden mitnehmen konnten, war viel zu wenig. Unsere Firma stand vor dem Bankrott!" „Sie haben also Sir John Perkins um Geld angesprochen?" „Ja. Aber er lachte mich aus. Da packte mich die Wut. Ich drohte ihm mit den Briefen." „Mit welchen Briefen?" wirft der Anklagevertreter dazwischen, aber der Verteidiger, der von Hellmers ungefähr Bescheid weiß, protestiert sofort gegen die Frage. Es sei unwichtig, von den Briefen zu reden. Die Schriftstücke des verstorbenen Sir John hätten nichts mit der vorliegenden Angelegenheit zu tun und entzögen sich deshalb jeder Behandlung im Gerichtssaale. Hellmers lauscht mit klopfendem Herzen. Wird der Angeklagte jetzt reden? Wird er jetzt die gesamte vergessene Geschichte aus Sir Johns Jugend ans Tageslicht zerren? Nein, er soll davon schweigen, wünscht Joachim inbrünstig. Er darf davon nicht reden — sonst ist alles bisher sinnlos gewesen! Ich will nicht, daß du in den Schmutz gezogen wirst, Vater! — Und als wären seine Gedanken bis zu jener hölzernen Schranke gedrungen: Der Angeklagte lächelt plötzlich. „Nein, die Briefe haben wirklich nichts damit zu tun, Herr Staatsanwalt, und ich werde auch kein Wort davon erwähnen — kurz, ich drohte ihm, er lachte wieder — ich stand gegen einen Baum gelehnt hart am Abhang — eine wahnsinnige Wut hatte mich gepackt. Der Revolver! Den Revolver heraus! dachte ich. Du mußt mir doch helfen! Ja, ich wollte ihn niederschießen, aber noch konnte ich mich bezwingen — es waren fürchterliche Minuten. Der kluge Mister Pembroke hat den Beweis jener Stunde gefunden, meinen abgebrochenen Daumennagel. Ja, ich habe mich gegen den Baum gedrückt, ich habe mich festgeklammert wie ein Irrer mit aller Kraft! Aber dann, als Sir John zu höhnen begann, als er mich schalt, wie man einem dummen Jungen gegenübertritt, da war's zu Ende mit meiner Beherrschung. Ich riß den Revolver heraus — ja, ich wollte ihn ermorden, das gebe ich zu. Ich wollte ihn, den Satten, Reichen, Unmenschlichen, niederschießen wie einen tollen Hund. Doch ehe ich 's mich versehe, springt er auf mich zu, will mir an die Gurgel — oh, er war groß und schwer — ich habe gerade noch Zeit, mich zur Seite zu reißen — sonst hätten wir beide unten gelegen im Abgrund —- oder in der Brandung des Meeres! Es wäre vielleicht besser gewesen, so aber starb er allein. Bei Gott, nicht i ch habe ihn getötet — er selbst hat sich in den Abgrund gestürzt." Drückendes Schweigen lastet über dem Saal. Selbst der Vorsitzende kann sich der Bewegung nicht verschließen, die über allen liegt. Er muß sich erst räuspern, bevor seine Stimme wieder die kühle Schärfe des Amtstones erhält. „Und dann haben Sie nach dem Tode Sir John Perkins das große Spiel als William Perkins begonnen?" „Es war nicht allzu schwer. Wer wußte überhaupt hier davon, daß William Perkins gestorben war? Einzig Sir John. Denn wen interessierte schon der Tod des Chefs einer so kleinen, unbedeutenden Firma, die nie über ihre nächste Umgebung hinaus lieferte? So wußte, wie ich schon sagte, nur Sir John, der Bruder des Toten Bescheid. Die Brüder waren einander völlig entfremdet. Ich kam — den falschen Paß besorgte ich mir bald. In der Familie nahm man mich freundlich auf. Und als ich sämtliche Briefe und Bilder und vor allem die Todesanzeige aus dem Schreibtisch des Toten entfernt hatte, konnte ich ganz sicher sein. Hätte mich Holgerson nicht zufällig im Hause des Mannes getroffen, der meine Paßangelegenheit bearbeitete, und dadurch alles erfahren — man wäre nie hinter mein Geheimnis gekommen. Daß dieser alte Narr, der sich Friedrich Hellmers nennt, wie ein Tölpel in die Falle seines" — ein kurzer Blick fliegt zu Hellmers und ein flüchtiges Lächeln huscht über sein Gesicht — „Sohnes geht, das konnte niemand ahnen." „Wie sind Sie überhaupt mit Friedrich Hellmers zusammengekommen? Ich mache darauf aufmerksam, daß Hellmers' Aussagen bereits protokolliert sind!" Mitleidig lächelt der Angeklagte den Vorsitzenden an. „Ohne Sorge, Herr Vorsitzender, ein Mann in meiner Haut lügt nicht mehr. Wie ich mit Friedrich Hellmers zusammengekommen bin? Ganz einfach. Er kannte Sir John, durfte aber nicht versuchen, bei ihm anzuklopfen, und kam zu uns nach Schweden. Von ihm stammt der Gedanke, die Pläne zu stehlen und sie zu Geld zu machen. Natürlich war er darüber im Bilde, wer ich bin." „So! Dann wäre vermutlich Friedrich Hellmers Ihr nächstes Opfer gewesen?" „Wahrscheinlich!" nickt der Angeklagte gleichgültig. Eine Welle der Empörung geht bei dieser Antwort durch den Saal. Pfuirufe und Wortfetzen, aus denen Drohungen klingen, sind vernehmbar. Der Vorsitzende hat alle Mühe, Ruhe zu erzwingen. „Zunächst wollte der alte Hellmers die Pläne seinem Sohn abschwatzen. Der junge Hellmers ist ja der eigentliche Erfinder. Aber an den ist nicht heran, zukommen. Nun, da haben wir uns die Pläne eben selber geholt." „Sie haben sie selbst gestohlen? Das ist doch kaum möglich!" stößt Pembroke hervor. „Zum Tresor hat doch nur Doktor Hellmers einen Schlüssel?" „Er stand offen, als wir sie Herausnahmen! Wei. ter sage ich Ihnen nichts. Es war einfacher, als Sie dachten!" höhnte der Angeklagte. „Es ist alles über. Haupt viel einfacher als Sie denken. Zunächst überlegt man gar nichts. Da sieht man nur, wie die kleine bescheidene Firma, bei der man ein Leben lang gearbeitet hat, plötzlich wackelt. Die eigene Stellung ist unsicher, alles kann von heute auf mon gen vorbei sein. Und dann? Dann kommt das Elend ... Da aber wehrt man sich. Da setzt man eine Unterschrift unter einen Wechsel, den man nie bezahlen kann, t)a fälscht man Lieferungsverträge, da schiebt man sich ein beschei. denes Teil auf die Seite, man sucht sich das Feh. lende zu erbetteln, zu ergaunern, man lügt ... stiehlt ... mordet ... ja, man mordet!" schreit er in den Saal, der starr vor Grauen diesem Ausbruch folgt. „Da ist man mit einem Male auf der andern Seite der Menschheit ... und dann rollt alles ... rollt, rollt, wie eine Lawine ... und reißt dich mit in den Abgrund ... immer näher in den Abgrund ... bis an das Ende! Ja, bis zum Schluß ... Schluß ... Schluß!" Ein entsetzter Aufschrei ... die Zuschauer springen von ihren Bänken auf, die Beamten laufen Linkerton, Pembroke, die Richter schreien und ge. stimulieren ... aber es ist bereits zu spät! Schon ist der Verbrecher mit einem Lewaltigen Satz über die Schranken hinweg, durch den Saal, quer an dem Richtertisch vorüber, über den Tisch des Staatsanwalts. Für die Länge einer Sekunde steht eine Gestalt schemenhaft vor dem Hellen Bogen des Fensters ... dann ein Splittern, Krachen, und wo die Geftalt sich reckte, ist es leer, scheint die Sonne hell in den Raum, gähnt der Abgrund der Straße ... Was übrig bleibt, ist ein Auflauf unten vor dem Iuftizgebäude, find hastende Schritte die Treppen hinab und ein armseliges Häuflein Mensch unter einem mitleidig verhüllenden dunklen Tuch. (Schluß folgt.) Herz und Nerven gesund erhalten | Verkäufe"" Weitzer Seid Heute vormittag entschlief mein innigstgeliebter Mann, unser Heinrich Magel Laden. Pierdemisl Ober-Zollsekretär. Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Marie Magel, geb. Serth. Gießen (Hillebrandstraße 6), den 23. September 1939. Kaufgesuche"] 6089D Lastwagen Haarausfall? Margot Edle von Graeve raschend! RM. 1.85 5064D Walter Brüning für vormittags gesucht. 6091D Konditorei Heiller. R.A.O.-Obertruppführer Frau Marie Kreiling, geb. Keller Verlobte plißsrau im 71. Lebensjahr. glorir Die trauernden Hinterbliebenen: gesucht. Gießen Gelnhausen 6094D Empfehlungen | MskttAM LD.-Saulompanie 7/XT1 'asctalniH 6096D Ab heute bis einschl. Mittwoch Die Rivalin Gießen AVieseck, den 25. September 1939. Wir haben uns verlobt der Zarin Luise Lichtenfels, Siudien-Assessorin »EldrosTee« Rudolf Fischer, stpusng. Regie: Mario Soldati der Ostfront 6084 A Spielzeiten: Beutel zu 40 und 75 Pfennig. 04390 Mr Steuöe an Oer Bahn: MMrMler-Mel! Hera- Zement 17. Ziehungstag 21. September 1939 vorrÄtiK In der Ar-äUgen Nachmlttagszlehung wurden gezogen gesucht. 04397 Conrad Rübsamen K.-G 144664 74185 Gießen. 6083D 91324 Bekanntmachung 90 Gewinne zu 1000 RM. 7336 9601 49697 57925 61765 93633 95022 100607 109891 109943 145487 L. BnHlng, Spezlalbandagist, Köln, Richard-Wagner-Str. 16 26. September, und zwar: 6088D in der Schillerschule um 14 Uhr für 1. und 2. und Bekanntmachung 1930 7660 10143 11071 Mädchen und 45596 46609 46413 62905 60172 60934 67858 82007 83077 83085 99065 150 RM gezogen. in Außerdem wurden 6603 Gewinne zu je um 10 Uhr Freiherrllch von Jtorbecf zur Rabenausche Rentei. 72565 207277 149637 257538 321662 385147 149803 270547 329012 150170 301719 335561 99442 247176 67410 195366 133996 169873 175205 190385 227971 253045 296164 333866 355677 264468 318291 376874 80686 ! 103856 156873 170703 183964 205617 242991 282364 307923 350137 884726 100240 145898 169877 175467 192967 237349 266853 299397 335840 376338 101237 152747 170078 178138 202288 237938 270201 303710 347838 378435 174610 69034 94256 107002 118481 130183 139028 148714 165115 177314 191378 200611 214288 242877 257409 271827 292846 305556 329385 337918 360404 366533 379044 392808 107980 167688 171696 184896 216004 246012 288435 326388 350241 393442 108261 169089 173219 186051 220780 247944 288942 327528 351075 393472 101689 111623 121618 134293 140346 154353 171588 185487 194434 209387 222783 262570 261735 284132 300284 311588 333276 345191 364667 371758 382132 399525 101452 111418 120815 134020 139896 151018 169292 179391 193121 204127 222698 243266 258385 282047 299771 311354 331067 344690 363050 368875 381255 397323 103169 113334 128395 136322 144461 166608 174521 186855 197040 209539 223135 253571 269597 285758 300307 315389 333312 346121 365957 375593 386864 PQLRST Giessen;! Alten- 6087D 94401 111039 119109 131928 139329 148742 165222 178105 192461 203919 218745 243211 267417 280045 293576 307707 330401 342916 360413 366723 380332 394614 30 Gewinne zu 2000 RM. 112476 126052 159017 386856 Schuppen? — Dann nur die Ottve-Methode I Wirkung über- für und 161447 163022 305489 305753 346619 369964 und große Zellen eingetroffenf eossD 4. Schuljahr 8. Schuljahr Haarvflegehaus O.Reich,Gießen Schulstratze 10 Telefon 4090. zu verkaufen. Huhn. Rittergasse Anruf 2668. Machen auch Sie einmal einen Versuch mit Klosterfrau-Melissengeist! Sie erhalten den echten Klosterfrau- Melissengeist in der blauen Original-Packung mit den 3 Nonnen bei Ihrem Apotheker oder Drogisten in Flaschen zu RM 2.80, 1.65 und 0.90 (Inhalt: 100. 50 und 25 ccm). 6 Gewinne zu 4000 RM. 82026 21 Gewinne zu 3000 RM. 62555 217057 284831 355663 379449 Salon Buchberger. Abteilung Parfümerie, am Bahnhof. Alleinverkauf für Gießen. wieder nachgehen." Weiter berichtet Frau Maria Stiel. Krankenpflegerin, z. 3t Bühlertal-Baden, Haupt-Str. 9 am 3. 7. 39: „Ich gebrauche Klosterfrau-Melissengeist schon seit Fahren hauptsächlich bei Herz- und Nervenbeschwerden mit gutem Erfolg. Auch bei Unwohlsein wende ich Klosterfrau-Melissengeist an. Ich habe schon 50 Flaschen verbraucht und habe Klosterfrau-Melissengeist überall empfohlen, da ich in der Krankenpflege tätig war," 113503 128482 137164 147461' 157736 174700 190567 199016 212214 237735 254862 271365 286353 301946 317340 336593 357223 366453 376309 389195 Für die Schüler der Heuen Pesialozzischule beginnt der Unterricht wieder am Dienstag, dem Mliwoch, den 27. September l. J., wird von mittags 1 Uhr ab im Anschluß an die Gemeindeobstversteigerung das Obff aus den Freiherrlich von links, zu verkauf. Marktstraße 19 Die Lehrkräfte haben am Dienstag eine Besprechung in der Schillerschule. geg. Barzahlung gesucht. Smriftl. Angebote unter 6092D an den Metzen. 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Sie werden überrascht sein, wie leicht und bequem sich Ihr Brach zurückhalten läßt, ohne starren Eisenbügel, und wie viele Leidensgenossen sich mit Hilfe meiner Spezialausführangen sogar geheilt haben. — U.a. schreibt Herr Franz Siegesmund, Glasermeister und Landwirt aus Friedrichshain, am 25. Jan. 1939: „Nachdem ich Ihre Spezial- Bandage 2 Jahre getragen habe, war mein gänseeigroßer Leistenbrach verschwunden, ich trage seit einem Jahr kein Band mehr und kann mit meinen 48 Jahren wieder die schwersten Arbeiten verrichten. Ich bitte, dies allen Brachleidenden bekanntzugeben“. — Weshalb wollen Sie sich weiter quälen? Überzeugen Sie sich kostenlos und unverbindlich in: Wetzlar, Dienstag, 26. Sept., von 3 bis 6 Ühr, im Hotel Kaltwasser. Gießen, Mittwoch, 27. September, von 9 bis 11 Uhr, im Hotel Kobel. Butzbach, Mittwoch, 27. September, von 3 bis 5 Uhr, im Hotel Hessischer Hof. Friedberg, Donnerstag, 28. Sept., von 9 bis 11 Uhr, im Hotel Deutsches Haus. Gebrauchter gut erhaltener 1 — 2-Tonnen- Kleines gut erhaltenes Sühnerhaus zu kauf, gesucht. Marburger Straße 40 vart. Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr vom Sterbehaus. Kornblumenstraße 31. aus statt. und Damenfriseur oder Herrenfriseur Carl SchuncK Bahnhofstraße 66 Tüchtige zuv erlässt g e Nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden verschied Samstag abend unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante mit Annie Vernay Pierre Richard Willm Stadtschulamt Gießen. I.A.r H. Müller. Familie Emil Kreiling II. Familie Karl Kreiling. Rabenauschen Gärten in der Gemarkung Buseck gegen Barzahlung versteigert. Zusamenkunft am Krämersgarten. Londorf, den 23. September 1939. Außerdem die neueste Ufa-Woche mit den letzten Berichten von werktags 4, 6 und 8.30 Uhr sonntags 3, 5.30 und 8.30 Uhr Heidelberg Kaiserstraße 47 Gießen/Mainz Liebigstraße 74 3. Schuljahr Knaben und 4. Schuljahr Mädchen. der Goetheschute um 13 Uhr Knaben und 5. und 6. und 7. Knaben und Mädchen. Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 26. September, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. herzensguter, treusorgender Vater, Bruder, Schwager, Schwiegersohn und Onkel (Stellenangebote) Keine Zeugnisse In Urschrift ivuvern nur Zeugnisabschriften dem Be- werbungöschretben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsunter- tgen müssen zur Ver- ■eibung von Verlusten ast ver Stückseite N» men und Anschrist veS Bewerbers trauen I Dehlar Lahnberg 8 Im Gewlnnrade verblieben: 3 Prämien zu ft 500 000 NM, 3 Gewinne zu je 100 000 NM, 6 zu je 50 000, 3 zu je 30 000, 18 zu je 20 000, 42 zu je 10 000, 105 zu je 5000, 102 zu je 4000, 270 zu je 3000, 465 zu je 2000, 1623 zu je 1000. 3468 zu k M, 6861 zu je M« fit.150 DM 486 Gewinne zu 300 RM. 6151 8640 9936 11429 11544 11893 1 3454 1 6115 1 9360 23744 28771Ü 28886 33473 36081 42790 47350 48316 52699 61680 69690 70024 73739 75999 76092 76607 81900 86321 88981 89700 91983 93218 93525 ----- ----- ------ ------ ----- 104753 ist eine Grundbedingung für unser Wohlbefinden. Uebermähige Anspannung von Herz und Nerven machen einen Ausgleich erforderlich. Seit je bekämpft man nervöse Zustände und Herzbeschwerden fast immer erfolgreich mit Klosterfrau- Melissengeist. Er enthält die wirksamen Bestandtelle einer Anzahl Hellpflanzen, darunter auch der Melisse, die schon seit Jahrhunderten als gutes Herzmittel bekannt ist. Klosterfrau-Melissengeist wirkt deshalb, regelmäßig nach Gebrauchsanweisung einge- nomnren. ausgleichend und regulierend auf Herz- und Nerventätigkeit. Er beseitigt auch mancherlei damit zusammenhängende Gesundheitsstörungen, wie: Schlaslosigkei. nervöse Magenbeschwerden und Kopfschmerzen, Schon viele haben sich mit Klosterfrau-Melissengeist geholfen. So berichtet beispielsweise Frau Barbara Cremer (Bild nebenstehend), Hausfrau, Köln-Rheinkassel, Feldkasseler Weg 98 am 6. 4. 39: „Seit 1937 hatte ich unter nervösen Herzbeschwerden zu leiden, sodah ich kaum meine Hausarbeit verrichten konnte. Da empfahl mir mein Mann Klosterfrau-Melissengeist, den ich nach Gebrauchsanweisung anwandte. Der Erfolg war gut, und ich kann meiner Hausarbeit 6095V ch 97üäcfuuig » R6 Größe Herkunft Geschmack fefforiti ERNTE** 35BXS37 «S, ,-D avxa Aeiiregelung für Seife und Hausbrandkohle Z) Bornotizen. Tageskalender für Montag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Die Rivalin der Zarin". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wer küßt Madeleine?". Kahrplanverbefferung der Reichsbahn Ab Montag, 25. September, verkehren die nachstehend aufgeführten Personenzüge wieder regelmäßig: Strecke Gießen — Wetzlar — Grävenwiesbach: Pz. 1728 Gießen—Grävenwiesbach, Gießen ab 13.42 Uhr, Grävenwiesbach an 15.30 Uhr. Strecke Siegen — Dillenburg — Gießen: Pz. 1626 Siegen—Gießen, Siegen 'ab 19.11 Uhr, Gießen an 20.49 Uhr. Dieser Zug verkehrte bisher nur bis Wetzlar. Strecke Gelnhausen — Nidda — Gießen: Pz. 511 Gelnhausen—Gießen, Gelnhausen ab 11.44 Uhr, Gießen an 13.28 Uhr. Strecke Gießen — Nidda — GelnHause n : Pz. 508 Gießen—Gelnhausen, Gießen ab 13.39 Uhr, Gelnhausen an 15.23 Uhr. Pz. 416 Gießen — Wetzlar, Gießen ab 14.10 Uhr, Wetzlar an 14.24 Uhr, wird ab 25. September wieder, wie früher, nach Koblenz durchgeführt; Koblenz an 17.31 Uhr. Pz. 415 Koblenz — Wetzlar, Koblenz ab 18.05 Uhr, Wetzlar an 20.48 Uhr, verkehrt wieder, wie früher, als durchgehender Zug bis Gießen; Gießen an 21.04 Uhr. Llebergangsregelung für Schwer- und Schwerstarbeiter. Zur erleichterten Einführung des neuen Ernährungsrechtes für Schwer- und Schwerstarbeiter hat der Reichsernährungsminister eine Uebergangsrege» hing getroffen. Soweit die Schwer- und Schwerstarbeiter nicht bis zum 25. 9. in den Besitz der neuen Karten für Schwer- und Schwerstarbeiter gekommen sind, dürfen die Ernährungsämter alle ihnen geeignet erscheinenden Maßnahmen treffen, damit in der Versorgung der schon bisher zulageberechtigten Personen keine Stockung eintritt. Vergünstigungen aus der Straßenbahn. Schon feit einiger Zeit gewährt unsere städtische Straßenbahn, nach einer vom sozialen Standpunkt aus begrüßenswerten Entscheidung des Oberbürgermeisters, allen Soldaten bis zum Ob er gefreiten einschließlich eine Fahrpreisverbilligung. Diese Wehrmachtsangehörigen zahlen für die Straßenbahn f ah xt einen ermäßigten Einheitspreis von 10 Pfennig, auch wenn sie die ganze Strecke fahren. Der gleiche verbilligte Fahrpreis gilt für Angehörige des Reichsarbeitsdienstes bis zum Bormann einschließlich. Freie Fahrt auf der Straßenbahn haben die Männer und Helferinnen vom Roten Kreuz, soweit sie sich im Besitz der Ausweise de- "MM f.REEWTSWk* »6 0* «XSWUHGSHXWWE« „USTERCtGM«^ - \nYAambuTg t, De. wertes lO \ W w\ \w ;X 1 de' UteWen > £ jp'V Klarer 1900-Sieg im Lokalkamps VfB.-Ii. unterliegt mit 1:5 Toren. men. Die Bei Die wöchentliche Lebensmittelmenge nach -en neuen Karten Sag es auch den Kindern: Chlorodont wirkt abends am besten! ein. 30 Frauen helfen auf dem Hardthof bei Gießen bei der Kartoffelernte. Der Einsatz ist so, daß täglich 10 Frauen bei Wind und Wetter den Weg zum Hardthof antreten, um die oft nicht ganz gewohnte und deshalb schwere Arbeit zu übernehmen. So geht jede Frau zweimal in der Woche von 14 bis 18 Uhr zu der freiwillig übernommenen Arbeit. Ungezählt sind die Meldungen zur übrigen für die Gäste. Erst nach der Pause war es den Platzvesrtzerrtz vergönnt, durch Schmuck zum ersten GegentreffeiS zu kommen. Dabei blieb es aber auch! Unermüdlich wurde der Kampf fortgeführt, und wenn auch viele Zuschauer glaubten, daß insbesondere M 1900 bildete den Auftakt und brachte eine verhältnismäßig stattliche Zuschauerzahl auf den Waldsportplatz. Schätzungsweise 400 Zuschauer fanden sich ein, die zwar nicht ganz auf ihre Rechnung kamen, immerhin — es wurde wenigstens nach langer Pause wieder einmal Fußbal gezeigt. Die Vereine stellten folgende Mannschaften: 1900: Dinges AS.-Kauenschast und Deutsches Zrauenwerk als Helfer. Kartoffelernte. Der Hilfsdienst erfüllt nach wie vor seine vielen Pflichten, wie die Einsetzung der Nachbarschaftshilfe bei erkrankten Familienmüttern, die Betreuung und Beköstigung der Wöchnerinnen und die i iu • ungezählten Fälle, wo eben Hilfeleistung nötig ist. I alte — r- Alle diese ehrenamtlich geleisteten Arbeiten ent- j wetter Die . springen dem kraftvollen Wunsche, helfen zu wollen, war verlies und werden in der Stille mit größter Selbstver-1 großer Ueberstand. Landkreis Gießen. ± Steinbach, 25. September. Kirchenvorsteher Christian Pitz kann morgen in Gesundheit seinen 7 2. Geburtstag feiern. Herr Pitz ist der hiesige Vertreter des Gießener Anzeigers feit einem Menschenalter und ist als solcher in unserem Dorfe allgemein geschätzt. Dem alten Herrn unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag. Hhein-Mainische Börse. Die Versorgung mit Hausbrandkohle ist bereits soweit fortgeschritten, daß von der Einführung von Kohlenkarten abgesehen werden kann, zumal mit ausreichenden weiteren Zufuhren zu rechnen ist. Die Hausbrandverteilung wird mit Hilfe von Kundenlisten des Handels üurchgeführt werden. , « - Den genauen Ablauf der Versorgung regelt eine I der bisherigen Regelung. Grün-W rißen nicht danach aussah, als ob biefafl Vorsprung der Gäste wieder aufyeholt werben könnte. Kurz vor Halbzeit fiel noch ein viertes Toi Mam-Deutschlands:! Verdienter ungarischer Sieg. sonders starker Verschmutzung ausgesetzt sind. Betreibe des Gaststätten-und Beherbergungsgewerbes, wichtige Betriebe zur Reinigung von Wäschestücken, Ausrüstugsgegenständen, Maschinen oder Kesseln. Das gleiche gilt für Anstalten, in denen Personen gemeinschaftlich untergebracht sind, vorausgesetzt, daß sie nicht bereits Seifenkarten erhalten haben. Die besondere Behandlung der Kranken- und Entbindungsanstalten ist bestehen geblieben. Wer seine Wäsche in einer Waschanstalt waschen läßt, hat folgendes zu beachten: Die Wäschereibetriebe können von ihren Auftraggebern auch Ab- schnitte von Seifenkarten oder Bezugscheine ent- gegennehmen. Damit sind die anfangs auftretenden Schwierigkeiten für die Wäschereien bei der Durchführung ihres Betriebes behoben. 2. Hansbrandkohle. Anordnung der Reichsstelle für Kohle. Diese Anordnung erfaßt neben dem Brennstoffbedarf zur Raumbeheizung und zu Kochzwecken der Haushalte, der Geschäftsräume, der Betriebe des Gastftatten- und Beherbergungsgewerbes, der Badeanstalten, Warenhäuser, Ladengeschäfte, der Arfttalten wie Krankenhäuser, Heil-, Erziehungs-, Wohlfahrtsanstalten, den gesamten Brennstoffbedarf der Landwirtschaft einschließlich der landwirtschaftlichen Nebenbetriebe und den Brennstoffbedarf des handwerklichen Kleingewerbes wie Bäckereien, Schlächtereien usw. Das Verfahren der Belieferung des Handels mit Brennstoffen, die für Zwecke des Hausbrandes bestimmt find, die Verteilung der Kohle an die Hausbrandverbraucher, regeln die Wirtschaftsämter (oder Bürgermeister, Landräte), die hierfür besondere Weisungen und Richtlinien von der Reichsstelle für Kohle erhalten. Die Bestimmungen der Anordnung über die Verteilung der Brennstoffe innerhalb der Wirtschaftsbezirke treten am 26. 9. 1939, die übrigen Bestimmungen am 1. 11. 1939 in Kraft. Für Spinnstoffwaren, Schuhwaren und Leder | zur Besohlung von Schuhen bleibt es zunächst bei In Erweiterung ihrer Friedensaufgaben über- nahmen die NS.-Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk in den letzten Wochen die anwachsenden neuen Pflichten. Die geschulten Zell- und Block- stauen hatten die Pflicht, die von der Kreisleitung der NS.-Frauenschaft erteilten Aufträge rasch und pünktlich weiterzuleiten und auszusühren. Der altgewohnte Weg mußte unzähligemale öfter gegangen werden, um die Hilfskräfte für die neuerjtandenen Aufgaben zusammenzurufen. Da war es der Bahnhofsdienst, der sehr viele Frauen beanspruchte. Mit unermüdlicher Geduld und von heißem Mitgefühl getragenen Pflichteifer wurde für das leibliche und seelische Wohl der Rückwanderer gesorgt. Die Abt. Volkswirtschaft- Hauswirtschaft hatte die Verpflegung übernommen. Jede Ortsgruppe stellte 104 Frauen zur Verfügung, die nicht nur am Bahnhof, sondern auch an den anderen Derpflegestellen eingesetzt wurden und auch hier ihre Pflicht mit großer Hingabe erfüllten. Dann galt es, die Frauen ausfindig zu machen, die sich zu Blutübertragungen zur Verfügung stellten. Das Ergebnis war überraschend gut und zeugt von der unerhörten Einsatzbereitschaft der Frau. Nun fehlten Arbeitskräfte im Säuglingsheim der Landes-Pflegeanstalt in der Licher Straße. Die beiden Ortsgruppen Nord und Ost unternahmen es, aus ihren Reihen täglich 4 Frauen für diesen Dienst bereitzustellen. Auch in die Nah- siuben des Roten Kreuzes sprangen täglich 2 Frauen aus jeder Ortsgruppe zur Hilfeleistung Es war von vornherein klar, daß die Fußball- Mannschaften von Ungarn und Deutschland nicht mit den gleichen Vorbereitungen in den Budapester Länderkampf gingen. Die Ungarn stehen in der Meisterschaft, wurden außerdem in Trainingslagern orgfältig vorbereitet und waren in bester Form. Deutschlands Nationalspieler konnten in den letzten Wochen nur Freundschaftsspiele bestreiten, die aber kein Ersatz für einen Meisterschaftsbetrieb mit all einen Härten und Hindernissen sein können. Daß ne Ungarn aber gleich mit 5:1 (2:1) Toren gewinnen würden, war allerdings eine Ueberraschung. In Budapest hatte man dem Länderkampf durchaus nicht zuversichtlich entgegengesehen. Der neue Verbandskapitän Dr. Ginzery mußte nicht weniger als vier Nachwuchsspieler in die Mannschaft ausnehmen, die jedoch hervorragend einfchlugen. Der Dreh- und Angelpunkt der Fünferreihe war Dr. Sarosi, nicht mehr ganz so beweglich wie früher, aber ein unersetzlicher Führer seiner Elf. Ueber 25 000 Zuschauer füllten das Stadion bis auf den letzten Platz, als die beiden Mannschaften unter Führung des italienischen Unparteiischen Dattilo den Platz betraten. Die Ueberrumpelung. Den ungarischen Anstoß fing Kupfer ab, aber schon in wenigen Minuten führten die Magyaren: ihr Ueberrumpelungsplan war geplückt. In der 4. Minute nahm Dr. Sarosi eine Flanke von links geschickt auf und lenkte über Schmaus zu K i n cf e s, der frei stehend mit einem harten Schuß in die kurze rechte Ecke zum 1:0 einsandte. Schon vier Minuten fpäter hieß es 2:0. Der weit aufgerurfte Küpser hatte auf der Mittellinie einen Ball oer- paßt, den der blitzschnell startende Gyetvay an Janes vorbeibrachte und an Zsengeller weiter- gab, gegen dessen Schuß Jakob machtlos war. In der 11. Minute hatte der deutsche Sturm seine erste große Chance. Kitzingers Freistoß ging zu Lehner, der Schön einsetzte. Der lange Dresdner stand vier Meter vor dem Tor, aber Toth hielt glanzend. Lehner und Pesser rissen den Angriff immer wieder nach vorn. Kupfer und Kitzinger suchten immer wie* der das deutsche Angriffsziel in Schwung zu bringen. Sie bestanden fast jeden Zweikampf siegreich. Endlich in der 48. Minute siel das deutsche Tor. Gellesch hatte den Ball zu Lehner gegeben. Der Augsburger schlängelte sich geschickt um Pakodzk und Toth und lenkte den Ball aus nächster Nahe ein. Das war das 400. deutsche Länderspieltor! Nach dem Wechsel begannen die Ungarn wieder mit starkem Elan. In der 51. Minute faustete Jakob den von Dr. Sarosi geschossenen Ball ins Feld zurück. Wieder kam Dr. Sarosi ans Leder. Er gab den Ball an Z s e n g e l l e r, der an dem verblüfft reklamierenden Jakob vorbei emschoß. Der ungarische Mittelstürmer hatte klar hinter den beiden deutschen Verteidigern, also abseits gestanden, als Dr. Sarosi ihm den Ball zuspielte. In den letzten 10 Minuten fielen noch zwei weitere Tore durch Z s e n g e l l e r und Dudas, die die hohe Nieder* läge der deutschen Elf besiegelten. Schneider Goß Günther Jäger Bischoff Bonariius Theis Kraft Heuser Rinderknecht Schlitz Schmcht Schmuck Godglück Zerndt Kraft Leutheuser III. Michel Fleischhauser Euler VfB.-R.: Heeg Als Schiedsrichter Zitz er den Kampf anpfiff, hat wohl kaum irgendeiner der Zuschauer ein Gefühl dafür, wer aus diesem Kampfe als Sieger bervorgehen könnte. Es dauerte auch etwa 20 Minuten, bis sich aus dem ziemlich ausgeglichenen Feldspiel eine Meinung gewinnen ließ. Immerhin war klar, daß die Spielvereinigung eine stärkere rechte Flanke hatte, die auch viel eingefetzt wurde und manchen gefährlichen Angriff nach vorne trug. Aber auch die Grün-Weißen waren nicht müßig, schufen manche kritische Situation vor dem Tor der Gäste, hatten aber in ihren Aktionen sehr wenig Glück, obwohl es nicht sehr schwer^ gewesen wäre, den Tormann zu überwinden. Den Blau-Weißen blieb es vorbehalten, das erste Tor zu schießen, das ziemlich überraschend aus einem Gedränge vor dem Tor heraus fiel. Bald darauf erhöhten die Gäste auf 2:0 und auf der Seite der Grün-Weißen gab es bedenkliche Gesichter. Die Platzbesitzer kamen dann etwas außer Tritt, als es bereits in der 25. Minute 3:0 hieß und nach den bis dahin gezeigten Leistungen der Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 23. Sept. Zum Wochenende kam das Geschäft nur langsam in Gang, zumal keine besonderen Aufträge vorlagen. Am Aktienmarkt war die Haltung widerstandsfähiger. Auf dem ermäßigten Stand setzten vereinzette Rückkäufe ein, während andererseits nur noch kleine Verkäufe erfolgten. Die durchschnittlichen Abweichungen bewegten sich meist unter 1 v. H. Teilweise traten aber noch stärkere Abschwächungen ein, so u. a bei Dekula auf 147 (150), Salzdetfurth Katt auf 160 (163 50), ferner gaben Scheideanstalt und VDM. je 2 v. H. nach auf 211 bzw. 165, ebenso AG. für Verkehr auf 98. Junghans lagen nach Pause 5 v. H. niedriger mit 77,50. Etwas höher notierten u. a. AEG. mit 111,90 (111,25), Gesfürel mit 131 (129,65), Rheinmetall mit 110,40 (110), Deutsche Erdöl mit 128,75 (127,50) und Hoesch Mit 107,13 (106,50). Verein. Stahl wurden zu 91 (91,50) gefragt, JG.- Farben behauptet mit 156,50 (156,65), ebenso Siemens mit 198,65 (—0,25 v. H.). Der Rentenm arkt hatte ebenfalls nur kleine Umsätze zu verzeichnen. Reichsattbesitz 0,40 v. H. höher mit 131,90, ReichÄbahn-DA. um). 121,25, aber Dekofama I 135 (135,50). Auf den übrigen Gebieten ergaben sich vorwiegend Vortagskurse. Schweinemartt in Hungen. Mit dem gestrigen Lokalkampf haben die Rundenspiele unserer heimischen Mannschaften begon- "■ ~ gegnung VfB.-R. — Spielveveinigung den Auftakt und brachte eine verhält- ständlichkeit als geringe Gegenleistung für das, was unsere Soldaten an anderen Stellen für Deutschland übernommen haben, ausgeführt. Gis. „älteren Semester" und die „Halbschweren" in den beiden Mannschaften Ermüdungserscheinungen zeigen würden, so war man vorn Gegenteil angenehm überrascht. Lebhaft ging der Kampf weiter. Die Torausbeute war aber gering. Ein fünftes Tor für 1900 fiel dazu auf eine kuriose Art. Im Kampf Mann gegen Mann vor dem Tor der Grün-Weihen geriet der Ball, schwach getroffen, Richtung Tor ms Rollen, die Verteidigung ließ ihn rollen und der Tormann sah dem Leder zu, als ob ihn dies alles nichts an ginge. Ein Lacherfolg begleitete diese Szene. Der Sieg der Blau-Weißen war insofern verdient, als sie das bessere Zusammenspiel, überlegten? Ballabgabe und mehr Entschlußkraft vor dem gegnerischen Tor zeigten. Die Torschützen waren der jugendliche Kraft und Bonarius. Das Spiel in seiner Gesamtheit war ein Spiel des „guten Willens". * Hungen, 25. September.. Auf dem heuttgen Schweinemarkt standen 396 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 8 bis 10 RM, 6 bis 8 Wochen alte 11 bis 15 RM, 8 bis 10 Wochen alte 16 bis 22 RM, 11 bis 13 Wochen ! alte 23 bis 26 RM. Da bei dem günstigen Ernte- Zahl der Käufer außerordentlich gering -f das Geschäft sehr schlecht, es verblieb Alle diese ehrenamtlich geleiteten ziroeuen em- < springen dem kraftvollen Wunsche, helfen zu wollen, und werden in der Stille mit größter Selbstver-1 Erwachsene L Kinder Schwerarbeiter Schwerstarbeiter 10 bis 14 Jahre 6 bis 10 Jahre bis 6 Jahre Brot: Wochenmenge 2400 g Brot oder 1900 g Brot und 375 g Mehl 1700 g Brot oder 1200 g Brot und 375 g Mehl 1100 g Brot oder 600 g Brot und 375 g Mehl 3800 g Brot ober 2800 g Brot unb 750 g Mehl 4800 g Brot oder 3800 g Brot und 750 g Mehl Welche Menge aus welchen Abschnitt? 1—1 je 1000 g 5—8 je 500 g 9—12 je 500 g Brot oder je 375 g Mehl a und d je 50 g Brot 1—8 je 500 g • 9—12 je 500 g Brot oder 375 g Mehl a und b je 100 g Brot x nichts 1—4 je 100 g 5—8 je 500 g Brot oder 375 g Mehl X je 125 g Kindernährmittel 1—8 je 1000 g 9—12 je 1000 g Brot ober 750 g Mehl a unb b je 100 g Brot 1—4 je 2000 g 5—8 je 1000 g 9—12 je 1000 g Brot oder 750 g Mehl a unb b je 100 g Brot Fleisch: Wochenmenge 500 g Fleisch oder Fleischwaren 250 g 1000 g 1200 g Welche Menge auf welchen Abschnitt? 1—3, 5—7, 9—11, 13—15 je 100 g a, b, c, d je 50 g • 1—4 je 125 g a, b, c, d je 125 g 1—3, 5—7, 9—11, 13—15 je 100 g a und b je 250 g c und d je 100 g 1—3, 5—7, 9—11, 13—15 je 100 g a, b unb c je 250 g d ........ 150 g Fett: Wochenmenge 80 g Butter 125 g Margarine oder Pflanzenfett oder Speiseöl 65 g Schmalz oder Speck 62,5 g Käse oder 125 g Quarg 80 g Butter 125 g Margarine oder Pflanzenfett oder Speiseöl 62,5 g Käse ober 125 g Quarg (Schmalz oder Speck fällt hier aus.) 80 g Butter 62,5 g Käse ober 125 g Quarg (Margarine unb Schmalz fallen hier aus) 80 g Butter 187,5 g Margarine oder Pflanzenfett oder Speiseöl 125 g Schmalz oder Speck 62,5 g Käse oder 125 g Quarg 80 g Butter 250 g Margarine oder Pflanzenfett oder Speiseöl 410 g Schmalz ober Speck 62,5 g Käse oder 125 g Quarg Welche Menge auf welchen Abschnitt? „Butter" .........je 80 g „Margarine"......je 125 g „Schweineschmalz" . je 65 g „Käse"............je 62,5 g oder je 125 g Quarg „Sutter" ...............je 80 g „Margarine"............je 125 g „Käse"..................je 62,5 g oder je 125 g Quarg „Butter" je 80 g „Käse" je 62,5 g ober je 125 g Quarg „Butter" .........je 80 g „Margarine"......je 187,5 g „Schweineschmalz" . je 125 g „Käse"............je 62,5 g oder je 125 g Quarg „Butter" ..........je 80 g „Margarine".......je 250 g „Schweineschmalz 1—3" je 375 g „Schweineschmalz 4" je 515 g „Käse".............je 62,5 g oder je 125 g Quarg Milch: tägliche Menge Täglich % Liter nur für werdende und stillende Mütter und Wöchnerinnen — diese für 6 Wochen —, Kranke und Gebrechliche auf ärzttiches Attest (Attest des Arztes oder der Hebamme!) Sonst nur Magermilch und Buttermilch ohne Karten. Täglich % Liter Außerdem Magermilch und Buttermilch ohne Karten Täglich % Liter (1 Milchkarte zu % Liter unb 1 Milchkarte zu y4 Liter). Außerbern Magermilch unb Buttermilch ohne Karten. „Arbeiter, die in besonderem Maße der Einwirkung von Giften ausgesetzt sind, können täglich % Liter Vollmilch erhalten." Zucker und Marmelade Für alle gleich: 250 g Zucker und 100 g Marmelade (oder Apfelnachpreßgelee, Apfelkraut oder Rübenkraut) Auf jeden Abschnitt „Zucker" je 250 g Zucker Auf jeden Abschnitt „Marmelade" je 100 g Marmelade usw.